Aktuelle Informationen und Fakten rund um die Krankenversicherungen
INFORMATION
Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik Einheitskassen-Initiative: Parlament lehnt Gegenvorschlag ab Informationen des RVK Case Management startet Pilotprojekt Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner RVK-Mitglieder erfolgreich rezertifiziert
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Inhalt
4 Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik 5 Bericht aus dem Parlament, Bundesrat, EDI, BAG 11 Einheitskassen-Initiative: Transparente Kommunikation wichtig 12 13 14 15 16 17 18 18 19 20 21
Informationen des RVK RVK-Forum: «EbM – zukünftiger Standard?» Verband: Mitgliederveranstaltung in Luzern Verband: Anzahl Versicherte gestiegen Leistungseinkauf KVG: Zusammenarbeit mit Tarifsuisse MedCasePool: Pilotprojekt gestartet MedCasePool: Zertifizierte Datenannahmestelle MedCasePool: Zusammenarbeit mit EGK ausgebaut Marketing + Bildung: Frühlingsausgabe SICHER RVK-Bildungsangebote: Aktuell und kompetent RVK-Frühlingstagung: Wissen auffrischen – Kontakte pflegen
22 Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner 23 RVK-Miglieder: Erfolgreiche Zertifizierungen 23 Vertrauensarzt: Rücktritt Dr. Schwertfeger 23 sodalis gesundheitsgruppe: Prüfungserfolg 24 Agenda
Impressum Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich. Herausgeber und Redaktion RVK – Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer Haldenstrasse 25, 6006 Luzern Telefon 041 417 05 00 Telefax 041 417 05 01 E-Mail: info@rvk.ch www.rvk.ch Seite 2
Editorial
Liebe Mitglieder Sehr geehrte Damen und Herren Es war überraschend, dass der Bundesrat am 27. Februar 2013 – trotz einer klaren Mehrheit im Parlament – einen Gegenvorschlag zur Einheitskasse präsentiert hat. Ganz nach dem Motto «Wenn nicht sein kann, was nicht sein darf» hat es die linke Minderheit fertig gebracht, dem klar bürgerlich dominierten Bundesrat dieses Entgegenkommen abzuringen. Mit einer Rückversicherung von sogenannten grossen Risiken, die nicht wirklich gross sind, mit der Trennung von Grundversicherung und Zusatzversicherung und mit einer weiteren Verfeinerung des Risikoausgleichs hilft unsere Regierung der Linken, die Einheitskasse durch die Hintertür zu realisieren. Ein starkes Stück und ein Beweis mehr dafür, dass es in der Politik nicht mehr darum geht, die besten Lösungen für die Bevölkerung zu favorisieren, sondern Parteispiele ohne Grenzen zu machen. «Es reicht», ist man geneigt zu sagen, und man denkt sich, was wohl wäre, wenn wir die Ressourcen endlich für dringende Lösungen der echten Probleme einsetzen könnten. So sehen wir uns mit einem zweifachen Abstimmungskampf konfrontiert. Eine Herausforderung, die wir nicht selbst gewählt haben, der wir uns aber einmal mehr mit aller Entschlossenheit stellen werden.
ersten Erläuterungen. Weitere Informationen und Materialien werden zu gegebenem Zeitpunkt folgen. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Wir bitten Sie alle, sehr geehrte Damen und Herren, Präsidenten, Vorstände, Geschäftsführer und Mitglieder von Geschäftsleitungen und Mitarbeitenden unserer Krankenversicherer, sich in dieser wichtigen Arbeit zu engagieren. Es geht darum, das in unserem Land vorhandene, qualitativ hochwertige Gesundheitssystem zu erhalten und weiter zu entwickeln. Für dieses Engagement danken wir Ihnen schon heute herzlich. Mit freundlichen Grüssen, Ihr
Dr. Charles Giroud Präsident
Der Abstimmungstermin steht noch nicht. In der Frühjahrssession hat das Parlament den Gegenvorschlag des Bundesrats abgelehnt. Details dazu erfahren Sie auf den Seiten 5 und 6. Die Abstimmung über die Initiative der SP Schweiz «für eine öffentliche Krankenkasse» findet voraussichtlich frühestens im März 2014 statt. Der RVK unterstützt seine Mitglieder im Vorfeld dieser Abstimmung mit Rat und Tat, damit diese ihrer gesetzlichen Aufklärungs- und Informationspflicht nachkommen können. Sie finden in der vorliegenden INFORMATION auf Seite 11 die Seite 3
Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik EXPRESS Prämienausgleich noch nicht geregelt Der Ausgleich der Prämien, die in einzelnen Kantonen zwischen 1996 und 2011 zu viel oder zu wenig bezahlt worden sind, ist noch nicht geregelt. Eine praktikable Lösung ist nicht in Sicht. Einheitskasse soll rasch vors Volk Mit mehreren Motionen wird vom Bundesrat verlangt, dass er die Einheitskassen-Initiative ohne Gegenvorschlag dem Parlament vorlegt. Der Bundesrat ist unbeeindruckt und hält an seinem Gegenvorschlag fest. Beide Räte sind der Ansicht, dass die Initiative möglichst rasch vors Volk soll. Gesetz soll Aufsicht verstärken Das neue Aufsichtsgesetz sieht bedeutende Veränderungen vor. Es soll die Aufsicht über die soziale Krankenversicherung verstärken, was für einige Parlamentarier einer Überregulierung entspricht. Der Ständerat hat dem Geschäft zugestimmt, so dass die Vorlage nun in den Nationalrat geht. Keine Kostenbeteiligung bei Komplikationen Der Ständerat befürwortet einstimmig die Initiative, die verlangt, dass Versicherte keine Kostenbeteiligungen bei Komplikationen während einer Schwangerschaft oder der Geburt bezahlen müssen.
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Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 15. Dezember 2012 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert: Prämienausgleich zwischen den Kantonen Nach langem Hin und Her zwischen Kantonen, Gesundheitsdirektorenkonferenz, EDI und Versicherern hat die Gesundheitskommission des Ständerates anfangs Jahr festgestellt, dass es nicht möglich ist, ein gerechtes System zu finden für den Ausgleich der Prämien, die 1996 bis 2011 in einzelnen Kantonen zu viel und in anderen Kantonen zu wenig bezahlt worden sind. Dieser Entscheid der Gesundheitskommission führte zu einem breiten Aufschrei – insbesondere in den Kantonen, in denen zu hohe Prämien verlangt wurden und bei einzelnen Parteien. Die Gesundheitskommission des Ständerats bekam weiche Knie und liess verlauten, sie werde sich dem Geschäft doch nochmals annehmen. In der Zwischenzeit ist man aber – trotz intensiven Versuchen – keinen Schritt weiter. Für die Krankenversicherer kommt es nicht in Frage, die in einzelnen Kantonen zu viel bezahlten Prämien, die das BAG rechtskräftig genehmigt hat, über die Reserven der Versicherer zurückzuerstatten. Die Versicherer könnten sich jedoch einverstanden erklären, die Prämien mit den CO2-Abgaben zu verrechnen. Ob und in welcher Form eine Lösung gefunden werden kann, steht momentan in den Sternen. PARLAMENT Nationalrat KVG. Teilrevision. Vorübergehende Wiedereinführung der bedarfsabhängigen Zulassung Bei dieser Vorlage geht es darum, erneut – nachdem der Zulassungstopp Ende 2011 ausgelaufen ist – eine vorübergehende bedürfnisabhängige Zulassung einzuführen. Bereits im Vorfeld war das Vorhaben stark umstritten. Dies trotz des Umstandes, dass seit Januar 2012 eine ausserordentlich hohe Zahl von Neuzulassungen von Ärzten verzeichnet wurde. Die vorberatende Kommission des Nationalrats beschloss mit nur 12:10 Stimmen auf die Vorlage einzutreten. Den Antrag, das Geschäft an den Bundesrat zurückzuweisen, lehnte sie bei 12:12 Stimmen nur dank dem Stichentscheid des Präsidiums ab. Der Gesamtrat trat mit 106:74 Stimmen auf die Vorlage ein, den Rückweisungsantrag lehnte er hingegen mit 89:94 Stimmen ab. In der Schlussabstimmung stimmte der Rat mit 103:70 Stimmen der Zulassungsbeschränkung zu.
Folgende Ärztinnen und Ärzte sollen nicht dieser Zulassungseinschränkung unterliegen: Kinder- und JugendmedizinerInnen, Personen, die mindestens fünf Jahre an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte gearbeitet haben oder die über einen eidgenössischen Weiterbildungstitel für Allgemeine Innere Medizin verfügen, sofern sie nicht noch einen anderen Weiterbildungstitel führen. Über die Dringlichkeitsklausel kann erst abgestimmt werden, sofern auch der Ständerat der Vorlage zustimmt. Volksinitiative «Ja zur Hausarztmedizin» Nachdem Bundesrat und Ständerat die Initiative abgelehnt haben, fasst auch der Nationalrat diesen Beschluss. Parlament und Bundesrat sehen zwar die Notwendigkeit, die Hausarztmedizin zu stärken. Eine einzelne Berufsgruppe in der Bundesverfassung bevorzugt zu behandeln, betrachten sie aber als den falschen Weg. Beide Räte sind damit einverstanden, der Volksinitiative einen Gegenvorschlag gegenüberzustellen. Im neuen Bundesverfassungsartikel 117a sollen die Grundsätze zur medizinischen Grundversorgung festgehalten werden. Der Rat hat dem vorgelegten Gegenvorschlag mit 102:78 Stimmen zugestimmt. Er hat mit seinem Beschluss aber verschiedene Differenzen zum Ständerat geschaffen. Deshalb geht die Vorlage zurück an den Ständerat, der sich in der Sommersession wieder mit diesem Geschäft befasst. In Ergänzung zum Gegenvorschlag hat der Rat der Motion «Stärkung der Hausarztmedizin» der ständerätlichen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit zugestimmt. Mit dieser Motion wird der Bundesrat beauftragt, mit verschiedenen Massnahmen die Hausarztmedizin als wesentlichen Teil der medizinischen Grundversorgung kurz- und mittelfristig zu stärken. Stände- und Nationalrat hoffen, dass die Initianten die Volksinitiative dadurch zurückziehen werden. Motionen de Courten, Humbel, Cassis und Hess: Rasche Volksabstimmung ohne Gegenvorschlag über die Volksinitiative «für eine öffentliche Krankenkasse». Mit den vier gleichlautenden Motionen, die bereits im letzten Jahr eingereicht worden sind, wird vom Bundesrat verlangt, dass er die Botschaft zur Volksinitiative «für eine öffentliche Krankenkasse» möglichst umgehend den Räten zur Beschlussfassung unterbreitet – und zwar ohne Gegenvorschlag. Die Seite 5
Volksinitiative soll, wohlgemerkt ohne indirekten Gegenvorschlag, möglichst rasch dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden. Der Rat hat den Motionen mit 102:71 Stimmen zugestimmt. Auch der Ständerat hat eine gleichlautende Motion von Ständerat Schwaller angenommen. Der Bundesrat hat sich von den eingereichten Motionen jedoch nicht beeindrucken lassen. Er hat in seiner Stellungnahme vom 27. Februar 2013 darauf beharrt, dass er gemäss Parlamentsgesetz bis 23. November 2013 Zeit habe, dem Parlament eine Botschaft und den Entwurf eines Bundesbeschlusses vorzulegen, wenn er zugleich einen Gegenentwurf zur Volksinitiative unterbreite. Ebenfalls am 27. Februar 2013 hat Bundesrat Berset die Vernehmlassung zum indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative eröffnet. Dieser Gegenvorschlag sieht bekanntlich für die Krankenversicherer einschneidende Änderungen der heute geltenden KVG-Bestimmungen vor, unter anderem einen Hochrisikopool und die Trennung von der obligatorischen Krankenversicherung und den Zusatzversicherungen in zwei verschiedenen Gesellschaften. Bundesrat Berset hat verlauten lassen, er werde die Vernehmlassung nicht abbrechen. Wie es weitergeht, ist im Moment noch unklar, respektive scheint es eine Frage der Rechtsauslegung zu sein. Einige Rechtsgelehrte gehen davon aus, dass das Parlament die Volksinitiative ohne Gegenvorschlag auch ohne Botschaft des Bundesrates behandeln könne. Andere sind der Ansicht, der Bundesrat befinde sich auf dem richtigen Weg. Parlamentarische Initiative Poggia Mauro: KVG. Vom System des Tiers garant zum System des Tiers payant Die Initiative verlangt, dass ausschliesslich der Versicherer Schuldner gegenüber dem Leistungserbringer ist (Tiers payant). Auf Antrag der vorberatenden Kommission hat der Rat das Begehren mit 58:104 Stimmen abgelehnt. Parlamentarische Initiative Meyer-Kaelin Thérèse: Jährlicher Höchstbetrag an die Kosten des Aufenthaltes im Spital Mit der Initiative wird verlangt, dass im Gesetz ein jährlicher Höchstbetrag festgesetzt wird. Auf Antrag der vorberatenden Kommission hat der Rat den Vorstoss mit 113:73 Stimmen abgelehnt.
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Parlamentarische Initiative Noser Ruedi: Digitale Identität statt Versichertenkarte Mit der Initiative soll im Gesetz verankert werden, dass jede versicherte Person eine digitale Identität erhält. Auf diese sollen die Leistungserbringer zugreifen können, zum Beispiel für die Rechnungsstellung. Die digitale Identität soll auch als Zugang zu den entsprechenden E-Health-Systemen dienen. Die technischen Standards legt der Bundesrat fest. Der Nationalrat hat dem Antrag seiner vorberatenden Kommission zugestimmt, die Behandlungsfrist bis Frühjahr 2015 zu verlängern. Motion Grünliberale Fraktion: Risikoausgleich in der Krankenversicherung mit Krankheitsfaktoren verbessern Die Motion verlangt vom Bundesrat, eine Vorlage für einen ergänzenden Risikoausgleich auszuarbeiten, der den Morbiditätsfaktor berücksichtigt. Dieser Faktor muss den Medikamentenbedarf der Versicherten und die sich daraus ergebenden Krankheitsbilder einbeziehen. Der Rat hat der Motion mit 105:80 Stimmen zugestimmt. Motion Humbel Ruth: Aufhebung einer praxisfremden und rechtsungleichen Bestimmung im KVG Mit der Motion wird verlangt, den zweiten Satz im ersten Absatz von Artikel 41 KVG zu streichen. Diese Regelung sieht vor, dass Krankenversicherer bei ausserkantonalen ambulanten Behandlungen höchstens jenen Tarif vergüten, der am Wohn- oder Arbeitsort der versicherten Person oder deren Umgebung gilt. Der Rat hat der Motion zugestimmt. Motion Steiert Jean-François: Gleichbehandlung der Patientinnen und Patienten beim Zugang zu Medikamenten Der Motionär verlangt, dass Patientinnen und Patienten einheitlichen Zugang zu Medikamenten haben. Die heutige Praxis ist problematisch: Patienten haben unterschiedlichen Zugang zu teilweise lebensnotwendigen, nichtzugelassenen und/oder nicht aufgenommenen Medikamenten – abhängig von ihrem Wohnort, ihrem Krankenversicherer und weiteren individuellen Faktoren. In einer Verordnung soll dies nun einheitlich geregelt werden. Der Rat hat der Motion zugestimmt.
Motion Rossini Stéphane: KVG. Rechtsgrundlage für einen Krankenkassen-Vergleichsdienst des BAG Mit der Motion wird vom Bundesrat verlangt, dass er die nötigen Rechtsgrundlagen für den Ausbau eines Prämienvergleichsdienstes des BAG erlässt – zum Beispiel analog zu demjenigen von Comparis. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Der Nationalrat ist diesem Antrag gefolgt. Postulat Heim Bea: Restfinanzierung ausserkantonaler Pflegeheimaufenthalte Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, mit den Kantonen gemeinsam zu prüfen, wie das Problem der Restfinanzierung ausserkantonaler Pflegeheimaufenthalte gelöst werden kann, um die Wahlfreiheit betreffend Pflegeplatz zu gewährleisten. Der Bundesrat hat beantragt, das Postulat anzunehmen. Der Nationalrat ist diesem Antrag gefolgt. Ständerat KVG. Teilrevision: Vorübergehende Wiedereinführung der bedarfabhängigen Zulassung Die vorberatende Kommission hat beantragt, auf die Vorlage einzutreten und sie sodann an den Bundesrat zurückzuweisen. Der Rat hat mit 27:12 Stimmen den Eintretensbeschluss gefasst. Der Antrag auf Rückweisung an den Bundesrat ist bei 22:22 Stimmen durch den Stichentscheid des Präsidenten abgelehnt worden. Auf Antrag der vorberatenden Kommissi-
on ist das Geschäft an die Kommission zurückgewiesen worden. Dies mit der Begründung, mit den Änderungen, die der Nationalrat gegenüber dem bundesrätlichen Vorschlag beschlossen hat, ergebe sich eine neue Ausgangslage. Nähere Abklärungen seien deshalb nötig. Damit kann der Beschluss nicht, wie vom Bundesrat beabsichtigt, per 1. April 2013 mit Dringlichkeitsrecht in Kraft gesetzt werden. Die vorberatende Kommission hat am 28. März 2013 die Detailberatung der Vorlage aufgenommen und die Meinung von Professorin Astrid Epiney und Professor Thomas Cottier zur Frage der Übereinstimmung der Beschlüsse des Nationalrates mit den Prinzipien des Personenfreizügigkeitsabkommens mit der EU gehört. Die Beratung wird an der nächsten Sitzung der Kommission im Mai 2013 weitergeführt. Aufsicht über die soziale Krankenversicherung. Bundesgesetz Die vorberatende Kommission hat mit 12:0 Stimmen beschlossen auf das Geschäft einzutreten und den Gesetzesentwurf mit 10:2 Stimmen angenommen. Das neue Gesetz soll die Aufsicht über die soziale Krankenversicherung verstärken. Der Entwurf selber beinhaltet 62 Artikel. Als Folge dieser neuen Bestimmungen müssen drei weitere Gesetze in über 15 Artikeln geändert werden. Vereinzelte Parlamentarier bemängeln das neue Aufsichtsgesetz, weil es zu viel Regulierung vorsehe. Diesbezüglich scheint die Interessenlage bei den Parlamentariern eine andere zu sein als beim Versicherungsvertragsgesetz: Beide Kammern haben den VVG-Entwurf an den Bundesrat
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zurückgewiesen mit der Begründung, es beinhalte Überregulierungen und verschiedene Bestimmungen seien unnötig. Das Lobbying scheint im Privatversicherungsbereich mehr Druck generieren zu können als in der sozialen Krankenversicherung. In den Beratungen ist der Ständerat fast durchwegs den Vorschlägen des Bundesrates gefolgt. Die wesentlichen Abweichungen betreffen folgende Bereiche: • Ausgleich von zu hohen Prämien (Art. 16 und 17): Der Rat strich Artikel 17 und gab dem Bundesrat mit einer neuen Ziffer 3 in Artikel 16 die Kompetenz, die notwendigen Modalitäten im Detail zu regeln. • In Artikel 18 wurde der zweite Absatz beibehalten, so dass der Bundesrat die Entschädigung der Vermittlertätigkeit und die Kosten für Werbung regeln kann. Die vorberatende Kommission hatte beantragt, diese Bestimmung zu streichen. Der Rat entschied bei 19:19 Stimmen mit dem Stichentscheid des Präsidenten, dass diese KannBestimmung im Gesetz bleiben soll. • Artikel 25 sieht vor, dass die Aufsichtsbehörde der externen Revisionsstelle zusätzliche Aufträge erteilen kann. Für die entsprechenden Kosten muss der geprüfte Versicherer aufkommen. Der Rat hat diese Bestimmung abgeschwächt, dass die Aufsichtsbehörde in Ausnahmefällen die Kosten ganz oder teilweise erlassen kann. • Die wichtigste Änderung beschloss der Rat in Kapitel sechs. Dort sah der Entwurf eine detaillierte Regelung der Aufsicht über Versicherungsgruppen
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vor. Diese strich der Rat. Die zuständigen Lobbyisten setzten sich zumindest im Ständerat vorläufig durch. Das neue Gesetz sieht einige einschneidende Neuregelungen vor. Dazu zählen unter anderem: • Vorschriften, welche Personen in den Organen der Versicherer Einsitz nehmen können. • Doppelfunktionen als Vorsitzender des strategischen und des operativen Organs sind ausgeschlossen. • Im Geschäftsbericht müssen Details über die Entschädigungen, zum Teil namentlich, ausgewiesen werden. Der Ständerat hat in der Schlussabstimmung dem Geschäft mit 31:4 Stimmen (7 Enthaltungen) zugestimmt. Die Vorlage geht nun in den Nationalrat. Versicherungsvertragsgesetz: Totalrevision Auf Antrag der vorberatenden Kommission hat der Rat beschlossen, auf das Geschäft einzutreten. Ebenfalls auf Antrag der Kommission hat er es mit 25:14 Stimmen, wie bereits der Nationalrat, an den Bundesrat zurückgewiesen. Die Begründung der Rückweisung durch beide Räte liegt primär im Umstand, dass die Meinung vorherrscht, der Bundesrat habe in seinem Revisionsentwurf viel zu fest reguliert. Dem ist wohl so. Man kann sich aber auch die Frage stellen, ob nicht auch das neue Krankenversicherungs-Aufsichtsgesetz (KVAG) zu viel Regulierung und Doppelspurigkeiten
zum KVG enthält. Der Ständerat hat dieser Vorlage jedoch grossmehrheitlich zugestimmt. Motion Schwaller: Rasche Volksabstimmung ohne Gegenvorschlag über die Volksinitiative «für eine öffentliche Krankenkasse» Hier handelt es sich um eine Motion, wie sie in gleichlautender Form im Nationalrat von den Nationalräten de Courten, Humbel, Cassis und Hess eingereicht und vom Rat angenommen wurden. Entsprechende Ausführungen finden sich auf Seite 5 und 6. Der Ständerat hat der Motion mit 27:17 Stimmen zugestimmt. Parlamentarische Initiative Maury Pasquier: Kostenbeteiligung bei Mutterschaft. Gleichbehandlung Die Initiative verlangt, dass Versicherte keine Kostenbeteiligung bei Komplikationen während der Schwangerschaft und Niederkunft bezahlen müssen. Diese an sich unbestrittene Änderung ist bereits in der Managed-Care-Vorlage enthalten gewesen, die das Volk abgelehnt hat. Nachdem sowohl die vorberatende Kommission des Ständerates als auch die nationalrätliche Kommission dem Gesetzesentwurf zugestimmt haben, hat auch der Ständerat diese ohne Gegenstimme befürwortet. Motion Darbellay Christophe: Solidaritätsprinzip der obligatorischen Krankenversicherung nicht strapazieren Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, Artikel 2 Absatz 4bis der Verordnung über die Krankenversicherung zu streichen. Gemäss dieser heute geltenden Regelung werden Dozierende und Forschende, die sich im Rahmen einer bezahlten Lehrund Forschungstätigkeit in der Schweiz aufhalten, von der obligatorischen Versicherungspflicht befreit. Nachdem der Nationalrat dieser Motion zugestimmt hat, hat auch der Ständerat diese angenommen. Motion Bruderer Wyss Pascale: Klärung der Zuständigkeit für die Restfinanzierung bei ausserkantonalen Pflegeheimaufenthalten analog ELG Mit der Motion wird verlangt, dass der Bundesrat im Dialog mit den Kantonen prüft, wie die Zuständigkeitsfrage bei ausserkantonalen Pflegeheimaufenthalten möglichst rasch und analog zu den Seite 9
Ergänzungsleistungen (ELG) im KVG geregelt werden kann. Der Ständerat hat der Motion als Erstrat zugestimmt. Motion Kuprecht Alex: Aufhebung einer praxisfremden und rechtungleichen Bestimmung im KVG Die Motion ist gleichlautend derjenigen, die von Nationalrätin Ruth Humbel im Nationalrat eingereicht und von diesem auch angenommen worden ist. Es geht um die Vergütung bei ausserkantonalen ambulanten Behandlungen. Der Ständerat hat der Motion ebenfalls zugestimmt. Motion der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates: Anreize und Standards für das elektronische Patientendossier Mit der Motion, die der Nationalrat bereits im Vorjahr angenommen hat, werden folgende Massnahmen verlangt: • Anschubfinanzierung für die Einführung des elektronischen Patientendossiers in Arztpraxen. • Schaffung eines Anreizsystems über Taxpunkte für Ärzte, die Patientendaten elektronisch dokumentieren und austauschen. • Festlegung von verbindlichen Standards in Zusammenarbeit mit den Kantonen sowie mit dem von Hausärzte Schweiz initiierten Institut für Praxisinformatik. Der Ständerat hat die ersten beiden Massnahmen, welche die Motion verlangt, abgelehnt, der dritten Massnahme hingegen zugestimmt. Dies insbesondere mit der kurzsichtigen Begründung, dass er nicht einsehe, warum die elektronische Ausrüstung der Arztpraxen subventioniert werden müsse. Zudem sei die Führung von Patientendossiers bereits mit dem heutigen Tarif abgegolten. Die eidgenössischen Räte haben sich in dieser Frühjahrsession einer ganzen Anzahl von Vorstössen angenommen. Definitiv erledigt ist aber kein einziges dieser Geschäfte. Zudem sind bereits wieder eine ganze Anzahl von Vorstössen deponiert worden: • • • •
Eine Standesinitiative, zwei Parlamentarische Initiativen, acht Motionen und sechs Postulate.
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BUNDESRAT / EDI / BAG Zulassung von Medikamenten Im Rahmen eines runden Tisches mit der Pharmaindustrie, den Krankenversicherern, Spitälern, Ärzten und Patientenorganisationen hat Bundesrat Alain Berset versprochen, er werde Swissmedic und das BAG verpflichten, die Verfahren für die Zulassung von neuen Medikamenten wesentlich zu verkürzen. Prämien der Zusatzversicherungen Verschiedene politische Kreise haben mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass die Zusatzversicherungen der Krankenversicherer durch die neue Spitalfinanzierung wesentlich entlastet werden, die Versicherer die entsprechenden Prämien jedoch kaum gesenkt haben. Die Finma will nun die Prämientarife in den Spitalzusatzversicherungen genau prüfen. WEITERE ENTWICKLUNG IM UMFELD Kooperationen Gemäss verschiedenen Informationen gehen diverse Krankenversicherer enge Verbindungen mit Privatassekuranz-Gesellschaften ein: Die Sanitas mit der Swiss Life, die Concordia mit der Mobiliar und die CSS mit der National Suisse. Im Zusatzversicherungsbereich bewegt sich also einiges.
Einheitskassen-Initiative Transparente Kommunikation wichtig Der Abstimmungstermin für oder gegen die Einheitskasse steht noch nicht – das Thema ist aber schon heute aktuell. So hat das Parlament in der Frühlingssession über verschiedene Motionen beraten, welche die Volksinitiative rasch und ohne Gegenvorschlag zur Abstimmung bringen wollen, die Medien haben intensiv darüber berichtet. Auch der RVK bereitet sich bereits heute auf die Abstimmungskampagne vor. Er macht dies in enger Zusammenarbeit mit den anderen Branchenverbänden, um Synergien und Ressourcen effizient und erfolgreich zu nutzen.
klar werden, dass mit einer Einheitskasse nichts gewonnen, hingegen viel aufs Spiel gesetzt wird. Der RVK unterstützt seine Mitglieder mit entsprechenden Argumenten und Vorlagen. Es wird wichtig sein, die für viele Versicherte eher trockene Materie verständlich zu erläutern, die Kernbotschaften immer und immer wieder zu kommunizieren, so dass die Versicherten sie aufnehmen und verstehen. Und sie die Einheitskasse auch in dieser Abstimmung mit aller Deutlichkeit ablehnen. Daniel Herzog Direktor T 041 417 05 00 d.herzog@rvk.ch
Santésuisse führt jedes Jahr das Forum der Krankenversicherer durch, das sich an Geschäftsführer und Kadermitarbeitende der Krankenversicherer richtet. Das diesjährige Forum, das Ende Februar 2013 in Bern stattgefunden hat, stand ganz im Zeichen der Einheitskasse. Santésuisse-Exponenten sowie weitere Experten haben über den aktuellen Stand der politischen Debatte informiert und mögliche Szenarien erläutert. Zudem haben sie die Unterschiede zur letzten Einheitskassen-Abstimmung von 2007 erklärt. Santésuisse und auch der RVK gehen davon aus, dass die SP-Initiative für eine nationale Einheitskasse frühestens im März 2014 zur Abstimmung kommt, realistisch ist wahrscheinlich eher später. Obwohl der Abstimmungstermin noch in weiter Ferne liegt, ist es wichtig, die Kundinnen und Kunden bereits heute transparent und ehrlich über die Vor- und Nachteile des heutigen Systems gegenüber einer staatlichen Einheitskasse zu informieren. Wie erste Umfragen zeigen, ist der Bevölkerung die heute unbestritten hohe Qualität des Gesundheitswesens wichtiger als die Kosten. Es muss den Verbänden und den Krankenversicherern deshalb gelingen, nicht isoliert auf die Kostenfolgen hinzuweisen, die mit einer Einheitskasse nicht gesenkt werden können. Diese Ansicht vertritt übrigens auch Bundesrat Alain Berset. Das Ziel muss sein, die negativen Konsequenzen bezüglich Qualität aufzuzeigen. Der Bevölkerung muss Seite 11
Informationen des RVK
EXPRESS RVK-Forum: Kopf gegen Zahl Am Donnerstag, 25. April 2013, findet in Luzern das RVK-Forum statt. Im Mittelpunkt steht die Evidenzbasierte Medizin: Namhafte Referenten beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Zusammenarbeit mit Tarifsuisse Seit gut zwei Jahren vermittelt der RVK im Leistungseinkauf die Dienstleistungen von Tarifsuisse. Versicherer, die der Einkaufsgemeinschaft des RVK angeschlossen sind, profitieren von einem attraktiven Preis und einem hohen Marktanteil der Vertretung. Case Management startet Pilotprojekt Der RVK hat mit der Heineken Switzerland AG ein Pilotprojekt gestartet: Neben dem betrieblichen Case Management erh채lt Heineken eine umfassende Beratung bei versicherungsmedizinischen Fragen. Zertifizierte Datenannahmestelle (DAS) Der RVK hat entschieden, keine eigene zertifizierte DAS bereitzustellen. Er wird jedoch eng mit den Datenverarbeitern zusammenarbeiten. Dank der bereits bestehenden Infrastruktur ist der RVK in der Lage, seine Prozesse medienbruchfrei und datenschutzkonform an die jeweiligen Systeme anzubinden.
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RVK-Forum «EbM – zukünftiger Standard?» Das schweizerische Gesundheitswesen steckt in unruhigen Zeiten. Der Gegensatz zwischen Ansprüchen und Kosten beherrscht die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen. Intensiv wird nach Ideen und Lösungen gesucht. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Evidenzbasierte Medizin (EbM) an Bedeutung. Bei der EbM geht es darum, Leitlinien aus der systematischen Forschung zu erhalten, wie bei Patienten im Einzelfall Diagnosen gestellt und Behandlungen umgesetzt werden sollen. EbM bietet die Werkzeuge, so dass Abklärungen und Behandlungen auf anerkannten und wirksamen Abläufen basieren. Fragen wie «Lässt sich EbM im Alltag umsetzen?» oder «Soll EbM zum zertifizierten Standard bei der medizinischen Leistungserbringung in der Grundversicherung werden?» werden am diesjährigen RVK-Forum behandelt. Referenten aus dem Gesundheitswesen
setzen sich am 25. April 2013 in Luzern mit dem Für und Wider von EbM auseinander. Dabei kommen alle wesentlichen Punkte zur Sprache: die Sicht der Krankenversicherer, jene der Leistungserbringer und des Bundesamts für Gesundheit, aber auch die Meinung der Ökonomen und Patientenvertreter. Interessiert? Weitere Informationen finden Sie online unter www.rvkforum.ch. Der RVK freut sich, Sie persönlich im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern zu begrüssen. Marco Fäh Leiter Bildung + Events T 041 417 05 62 m.faeh@rvk.ch
Kopf
gegen
Zahl
Evidenzbasierte Medizin im Mittelpunkt. Lösen Zahlen und Fakten die Intuition und Erfahrung ab ?
Diskutieren Sie mit am 25. April 2013 von 9.30 bis 16 Uhr im Verkehrshaus in Luzern
www.rvkforum.ch
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Verband Mitgliederveranstaltung in Luzern Der «RVK-ImPuls» findet dieses Jahr zum zweiten Mal zusammen mit der Delegiertenversammlung des RVK und der Generalversammlung der Rück AG in Luzern statt. Dieses Jahr stellt der RVK das Thema Einheitskasse in den Mittelpunkt. Der RVK-ImPuls vom 13. und 14. Juni 2013 richtet sich an die Führungsorgane der RVK-Mitglieder. Sie haben die Gelegenheit, sich über aktuelle Themen auszutauschen, zu diskutieren und das Netzwerk zu festigen. Den Rahmen für diese Veranstaltung bildet ein aussichtsreicher Donnerstagabend auf dem Luzerner Hausberg Pilatus mit einem Abendessen in luftiger Höhe und einer Talfahrt mit der steilsten Zahnradbahn der Welt. Am Freitagmorgen steht die Einheitskasse im Zentrum: Referenten beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der RVK freut sich auf eine rege Teilnahme. Marco Fäh Leiter Bildung + Events T 041 417 05 62 m.faeh@rvk.ch
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Delegiertenversammlung und Generalversammlung 2013 Die 81. Delegiertenversammlung des RVK findet dieses Jahr wieder zusammen mit der 2. Generalversammlung der RVK Rück AG am 14. Juni 2013 in Luzern statt. Anträge der Delegierten sind bis zum 15. April 2013 schriftlich beim RVK einzureichen.
Verband Anzahl Versicherte gestiegen Die kleinen und mittleren Krankenversicherer haben zugelegt. Die neuste Erhebung zeigt: Ihre Versichertenbestände in der Grundversicherung haben per 1. Januar 2013 um rund zwei Prozent zugenommen. Rund 625‘000 Kundinnen und Kunden schätzen die zahlreichen Vorteile der kleinen und mittleren Krankenversicherer: unbürokratische und kundenfreundliche Arbeitsabläufe, kompetente Beratungen und auf Kundenbedürfnisse zugeschnitte Versicherungsprodukte. Der RVK vertritt rund 40 Prozent aller Krankenversicherer. Er unterstützt seine Mitglieder mit seinem umfassenden Know-how im Gesundheitswesen. Die aktuellen Zahlen bestätigen, dass sich die kleinen und mittleren Krankenversicherer erfolgreich im Krankenversicherungsmarkt behaupten. «Ich bin überzeugt, dass unsere Mitglieder eine attraktive Alternative zu den grossen Versicherern darstellen – heute und morgen», erklärt Daniel Herzog, Direktor des RVK. Als Verband und Kompetenzzentrum leistet der RVK einen wichtigen Beitrag, um die längerfristige Existenz seiner Mitglieder zu sichern. «Sie können problemlos mit der Konkurrenz mithalten.»
Kurze Entscheidungswege Die 27 RVK-Mitglieder differenzieren sich in vielen Bereichen klar von den grossen Krankenversicherern – zum Vorteil ihrer Kundinnen und Kunden: Aufgrund ihrer Grösse passen die RVK-Mitglieder ihre Angebote und ihre Organisationsstrukturen rasch an sich verändernde Marktbedürfnisse an. Sie haben transparente Strukturen und kurze Entscheidungswege. Dank der Nähe zum Kunden und der tiefen Fluktuation kennen die Mitarbeitenden die Kunden teilweise persönlich und können sie umfassend und kompetent beraten. Um die Solvenz zu stärken und die finanzielle Sicherheit zu garantieren, gleichen die kleinen und mittleren Krankenversicherer die kleinere Risikobasis mit massgeschneiderten Rückversicherungslösungen aus, die sie mehrheitlich beim RVK beziehen. Ihre schlanken und effizienten Organisationsstrukturen ermöglichen tiefe Verwaltungskosten. Diese Vorteile geben sie gerne an ihre Kundinnen und Kunden weiter. Martina Ruoss Leiterin Unternehmenskommunikation T 041 417 05 73 m.ruoss@rvk.ch
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Leistungseinkauf KVG Zusammenarbeit mit Tarifsuisse Seit dem 1. Januar 2011 vermittelt der RVK die Dienstleistungen von Tarifsuisse an eine Gemeinschaft von 31 Krankenversicherer mit einem Bestand von 911‘849 Versicherten (Durchschnittsbestand 2011 gemäss BAG). Der Marktanteil, bezogen auf das von Tarifsuisse vertretene Volumen, beträgt knapp 19 Prozent. In vier Kantonen (Glarus, BaselStadt, Schaffhausen und Graubünden) ist der RVK Marktführer. Die Dienstleistungen von Tarifsuisse sind umfassend: Es geht nicht nur um schweizweite Tarifverhandlungen mit stationären und ambulanten Leistungserbringern, sondern auch um Genehmigungs- und Festsetzungsanträge, Beschwerdeführung vor Bundesverwaltungsgericht und die Umsetzung von Qualitätssicherungskonzepten. Vertretung in Gremien Krankenversicherer, die sich der Einkaufsgemeinschaft des RVK anschliessen, profitieren von einem attraktiven Preis für die Dienstleistung und vom hohen Marktanteil der Vertretung, die dem einzelnen Krankenversicherer ein grösseres Gewicht in der Interessenvertretung ermöglicht. Die Versicherer und der RVK wirken in den beratenden Gremien von Direktion und Verwaltungsrat beziehungsweise in den Verhandlungsdelegationen und -kommissionen mit und stellen dadurch die Interessen der Versicherer sicher. Tarifsuisse ist bekannt für ihre konsequente Haltung in den Tarifverhandlungen und dafür, dass sie meistens tiefere Preise erzielt als die Mitbewerber. Zudem greift Tarifsuisse im KVG-Bereich auf eine langjährige Erfahrung mit einem eingespielten Team zurück. Der Preisüberwacher stellt Tarifsuisse indirekt ein gutes Zeugnis aus: In seinem Newsletter vom 13. November 2012 schreibt er über «zahlreiche Tarifabschlüsse auf erstaunlich hohem Niveau». Er rät den Regierungen der betroffenen Kantone, diese Tarife nicht zu genehmigen und gibt entsprechende Tarifempfehlungen ab.
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Weitere Zusammenarbeit angestrebt Der Rahmenvertrag mit der Tarifsuisse AG ist bis Ende 2013 befristet. Die Anschlussvereinbarungen dazu haben dieselbe Laufzeit und müssen folglich ab dem 1. Januar 2014 erneuert werden. Verändern sich die Rahmenbedingungen nicht grundsätzlich, strebt der RVK eine Weiterführung der Zusammenarbeit mit Tarifsuisse an. Die naheliegende Lösung ist, die Anschlussvereinbarungen mit den bestehenden Kunden der Einkaufsgemeinschaft zu verlängern. Sobald die Rahmenbedingungen bekannt sind, setzen sich die Vertreter des RVK mit den Kunden im Leistungseinkauf KVG in Verbindung. Dieter Ehrenberg Leiter Leistungserbringer Management T 041 417 05 52 d.ehrenberg@rvk.ch
MedCasePool Pilotprojekt gestartet Nachdem die Zusammenarbeitsvereinbarung mit Aon Risk Solution Schweiz AG abgeschlossen worden ist, hat der RVK mit der Heineken Switzerland AG Ende 2012 ein Pilotprojekt für das Dienstleistungsangebot mit versicherungsmedizinischer Beratung und Case Management unterzeichnet. Mit dieser Dienstleistung des RVK kann der Kunde auf einen neutralen und vom Taggeldversicherer unabhängigen Case-Management-Anbieter zählen. Zusätzlich kann er auf eine umfassende Beratung bei versicherungsmedizinischen Fragen zurückgreifen. Dem Kunden steht somit ein betriebliches Case Management zur Verfügung, das auf das Unternehmen adaptiert und vom Taggeldversicherer losgelöst ist. Wird der Taggeldversicherer gewechselt, müssen gut funktionierende Strukturen und Prozesse nicht neu aufgebaut werden. Durch einen einfachen und direkten Zugang kann das Fachwissen der RVK-Case-Manager und der Ärzte aus den verschiedenen Fachrichtungen abgeholt werden, was eine qualitativ hochstehende, schnelle, kostengünstige und datenschutzkonforme Fallabwicklung ermöglicht. Im Rahmen des betrieblichen Case Managements werden Fragestellungen bei bestehender oder drohender Arbeitsunfähigkeit geklärt – unabhängig von der Ursache (Krankheit, Unfall, Arbeitsplatzkonflikt oder Leistungseinbusse).
Durch eine frühzeitige Erfassung im Rahmen der versicherungsmedizinischen Beratung können potenzielle Langzeitfälle frühzeitig erkannt und bedarfsgerecht, individuell sowie zielorientiert begleitet werden. Der Kundennutzen der Beratung, die auf die individuellen und firmenspezifischen Bedürfnisse ausgerichtet ist, wird im Rahmen des Pilotprojekts mit Heineken Switzerland laufend evaluiert, um die daraus gewonnen Erkenntnisse für die künftige Ausrichtung zu berücksichtigen. Wird die Dienstleistung erweitert, profitieren zukünftig auch bestehende RVK-Kunden: Der RVK wird ein ganzheitliches und flächendeckendes Case Management mit bedarfsgerechten ergänzenden Dienstleistungen anbieten können. Sonja Blum Leiterin Case Management T 041 417 05 20 s.blum@rvk.ch
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MedCasePool Zertifizierte Datenannahmestelle Seit rund drei Jahren bietet der RVK die stationäre Rechnungskontrolle nach dem Tarif SwissDRG an (vormals APDRG). 27 Krankenversicherer sowie die kantonalen IV-Stellen lassen die Spitalrechnungen ganz oder teilweise durch die Ärzte und medizinischen Codierer der DRG-Prüfstelle des RVK recodieren. Die dabei erzielten Beanstandungserfolge bekräftigen die Notwendigkeit einer genauen Prüfung. Der RVK überprüft seine Dienstleistungen regelmässig, um sie an allfällige Veränderungen anzupassen und laufend weiterzuentwickeln. So hat der RVK geprüft, wie eine zertifizierte Datenannahmestelle (DAS) aussehen könnte. Nachdem er alle Vor- und Nachteile abgewogen und die Marktgegebenheiten geklärt hat, ist der RVK zum Entschluss gekommen, keine eigene zertifizierte DAS bereitzustellen. Der RVK wird jedoch mit den Datenverarbeitern und deren zertifizierten DAS zusammenarbeiten. Er wird die bereits bestehende Infrastruktur nutzen und ist dadurch in der Lage, seine Prozesse medienbruchfrei und datenschutzkonform an die jeweiligen Systeme anzubinden. Mit den beiden Anbietern BBT Software AG und Centris AG sind bereits entsprechende Projekte initiiert. Kunden der Secon AG wird der RVK
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ebenfalls adäquat unterstützen, so dass auch in diesem Fall eine gesetzeskonforme DRG-Rechnungskontrolle sichergestellt ist. Patrick Kellenberger Bereichsleiter Marketing + Bildung T 041 417 05 55 p.kellenberger@rvk.ch
Zusammenarbeit mit EGK ausgebaut Die EGK-Gesundheitskasse ist ein wichtiger Kunde des MedCasePool. So berät der RVK die EGK in vertrauensärztlichen Fragen. Nun konnte die Zusammenarbeit ausgebaut werden: Seit 1. Januar nutzt die EGK die Dienstleistung der DRG-Prüfstelle. Der RVK ist überzeugt, dass er auch hier eine kompetente Dienstleistung erbringen kann.
Marketing und Bildung Frühlingsausgabe SICHER Nach einem langen und kalten Winter steht der Frühling endlich vor der Tür. Das widerspiegelt sich auch in der neuen, farbenfrohen und informativen Ausgabe der Kundenzeitschrift SICHER. Sieben Krankenversicherer machen bei dieser Ausgabe mit, die im April erscheint.
FRÜHLING 2013
SICHER
mit meiner Krankenkasse
Das SICHER widmet sich unter anderem dem Thema Frühlingsmüdigkeit. Rund 50 Prozent der Schweizer leiden an diesem Phänomen. Eine mögliche Ursache ist die Zeitumstellung. Was sonst die «Volksmüdigkeit» begünstigt, erfahren die Leserinnen und Leser in der aktuellen Ausgabe. Ein weiteres Thema ist die Evidenzbasierte Medizin – kurz EbM. Was heisst EbM, wie wird sie angewendet und welchen Nutzen bietet sie? Das diesjährige RVK-Forum widmet sich ebenfalls diesem Thema. Am 25. April 2013 treffen sich wichtige Akteure aus dem Gesundheitswesen im Verkehrshaus in Luzern, um über das Für und Wider von EbM zu diskutieren. Weitere Themen im SICHER sind: • freie Wahl des Krankenversicherers • Power-Frühstück für Kinder • Versicherungsratgeber: Masernimpfung
Mit Schwung in den Frühling
4 Was steckt hinter EbM? 6 Erschöpft trotz Sonnenschein 6 Modetrend Fasten 7 Powerfrühstück für Kinder 8 Versicherungsratgeber
Michelle Furrer Barsky Projektleiterin Marketing T 041 417 05 41 m.furrer@rvk.ch
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RVK-Bildungsangebote Aktuell und kompetent Die Aus- und Weiterbildungsangebote des RVK erfreuen sich einer starken Nachfrage. Dies zeigt sich bei den Grund- und speziell bei den Fachkursen, die rege besucht werden. Erstmals hat der RVK ein Weiterbildungsangebot speziell für Hilfspersonen des vertrauensärztlichen Dienstes durchgeführt. Weil die Gesetzgebung immer strengere Auflagen macht, ist ein regelmässiger Austausch zwischen Vertrauensarzt und Hilfsperson unerlässlich. 30 Personen haben den Kurs besucht. Sie haben wertvolle Informationen zu datenschutzrelevanten und medizinischen Fragen erhalten. Die Krankenversicherer mussten im April 2012 erstmals den KVG-Solvenztest einreichen. Knapp ein Jahr später führte der RVK, zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Azenes GmbH, Ende März 2013 eine weitere Tagung zu diesem Thema durch. So informierte das BAG über wichtige Anpassungen beim Erstellen des Solvenztests und zeigte erste Auswertungen. Gleichzeitig präsentierten die Referenten den über 40 Teilnehmenden Möglichkeiten für eine zweckmässige Kennzahlen-Analyse.
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Eine Gesamtübersicht des RVK-Bildungsprogramms ist am Schluss der INFORMATION aufgeführt. Details sind auf der Webseite www.rvk.ch/bildung zu finden. Marco Fäh Leiter Bildung + Events T 041 417 05 62 m.faeh@rvk.ch
Die aktuell grosse Nachfrage nach fachlicher Weiterbildung zeigt auf, dass die Krankenversicherer in die Ausbildung der Mitarbeitenden investieren und so ihre Kompetenz stärken. Nachdem der Fachkurs «Medizinische Kenntnisse» rasch ausgebucht war, wird er im Herbst ein zweites Mal durchgeführt. Der zusätzliche Kurs startet am 20. September 2013.
RVK-Frühlingstagung Wissen auffrischen – Kontakte pflegen Am 12. und 13. März fand die sechste RVKFrühlingstagung bei winterlichen Bedingungen in Nottwil statt. Für die diesjährige Veranstaltung wurden namhafte Fachpersonen als Referenten gewonnen. Die Teilnehmenden besuchten während zwei Tagen diverse branchenspezifische Workshops. Monika Diebold vom Schweizerischen Gesundheitsobservatorium hat die Frühlingstagung mit einem Plenumsreferat über die aktuellen Entwicklungen von Volkskrankheiten im 21. Jahrhundert eröffnet. Danach bildeten sich die rund 60 Teilnehmenden in unterschiedlichen Workshops weiter. Bereits im Voraus stellten sie aus insgesamt acht Themen ihr individuelles Programm zusammen. Interessiert nahmen sie an den Workshops teil und gestalteten diese aktiv mit. Die Teilnehmenden erhielten wertvolle Inputs und führten auch in den Pausen angeregte Diskussionen rund ums Gesundheitswesen. Ein variantenreicher Apéro und das Nachtessen rundeten den ersten Tag ab. Die Anwesenden nutzten die Gelegenheit, beim gemütlichen Beisammensein Erfahrungen auszutauschen. Die Teilnehmenden bewerteten die RVK-Frühlingstagung grösstenteils als sehr positiv. Im Weiterbildungsangebot gilt die Veranstaltung als wichtiger Eckpfeiler. Insbesondere lobten sie den reibungslosen Ablauf vor Ort und die Infrastruktur des Seminarhotels. Der RVK überzeugte sie als Organisator und Wissensvermittler. Die Anwesenden nutzten die Frühlingstagung, um ihre Kontakte innerhalb des Verbandes zu pflegen. Philipp Dünki Produktverantwortlicher Bildung + Events T 041 417 05 63 p.duenki@rvk.ch
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Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner
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RVK-Mitglieder Erfolgreiche Zertifizierungen
Vertrauensarzt Rücktritt Dr. Schwertfeger
Ab Mitte 2012 wurde das Zertifizierungsverfahren nach den Grundlagen des RVK-SQSQualitätszertifikats schrittweise eingestellt und mit dem Verfahren nach ISO 9001 ersetzt.
Dr. med. Heinz Schwertfeger ist als Vertrauensarzt beim MedCasePool des RVK zurückgetreten. Er ist Ende März 2013 pensioniert worden und beendigt deshalb seine Arbeit als Vertrauensarzt.
Im Rahmen dieser Umstellungen haben die zwei Krankenversicherer kmu-Krankenversicherung und Krankenkasse Luzerner Hinterland bei Zertifizierungsaudits im März 2013 die Vorgaben von ISO 9001 erfüllt. Der RVK gratuliert den zwei Versicherern zu diesem Zertifikat. Der Verband unterstützt die Mitglieder auch weiterhin im Qualitätsbereich und übernimmt 75 Prozent der Kosten für Zertifizierungen nach ISO 9001 und GoodPriv@cy. Stephan Bernet Bereichsleiter Ressourcen T 041 417 05 71 st.bernet@rvk.ch
Mit seiner grossen beruflichen Erfahrung hat Dr. Schwertfeger seit 2003 die Kunden des RVK in gynäkologischen Fachfragen beraten und damit wesentlich zum Erfolg des MedCasePool beigetragen. Der RVK dankt Dr. Schwertfeger für die gute Zusammenarbeit und wünscht ihm alles Gute für seine Zukunft. Dr. Rudolf Häuptle Bereichsleiter MedCasePool/Vertrauensarzt T 041 417 05 27 r.haeuptle@rvk.ch
Prüfungserfolg Lukas Clausen – Kundenberater bei sodalis in Brig – hat die Ausbildung zum Sozialversicherungs-Fachmann mit eidgenössischem Fachausweis erfolgreich bestanden. Das gesamte Team der sodalis gesundheitsgruppe gratuliert ihm zu dieser tollen Leistung. Gut gemacht, Lukas!
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Agenda 2013 17. April
Fachkurs «Psychiatrie und Psychotherapie»
Luzern
25. April
RVK-Forum
Luzern
2./8. Mai
Fachkurs «Krankentaggeld»
Luzern
14./15. Mai
Grundkurs 1
Luzern
22./29. Mai und 5./18. Juni 4./5. Juni
Fachkurs «Medizinische Kenntnisse»
Luzern
Grundkurs 2
Luzern
12. Juni
Fachkurs «Haftung und Regress»
Zürich
13./14. Juni
RVK-ImPuls: Treffen. Erfahren. Austauschen.
Luzern
14. Juni
Delegiertenversammlung RVK/Generalversammlung RVK Rück AG
Luzern
21. Juni
Generalversammlung Santésuisse
Bern
3./4. September
Grundkurs 1
Luzern
20./25./26. September und 3. Oktober 24./25. September
Fachkurs «Medizinische Kenntnisse»
Luzern
Grundkurs 2
Luzern
12./13. November
Grundkurs 1
Luzern
3./4. Dezember
Grundkurs 2
Luzern
Sessionen 2013 3. bis 21. Juni
Sommersession
9. bis 27. September
Herbstsession
25. November bis 13. Dezember
Wintersession
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