2/2011 Fakten, Zahlen und Tipps rund um die Krankenversicherung
Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik Vernehmlassungen am laufenden Band Informationen für die Mitglieder des Verbandes Myozyme-Fachtagung in Luzern erfolgreich durchgeführt Informationen von unseren Mitgliedern und Partnern Agrisano feiert ihr 100‘000stes Mitglied
Der Inhalt auf einen Blick
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Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik Parlament Ständerat Nationalrat Bundesrat / EDI / BAG Weitere Entwicklung im Umfeld Vernehmlassungen zum KVAG und zur KVV
Politik
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Informationen für die Mitglieder des Verbandes Verbandskennzahlen RVK Jahresabschluss 2010 RVK-Holding Genossenschaft wird RVK Rück AG Grossrisiko Rückversicherungen: Ergebnis 2010 treffPUNKT: Projekt RUS12 Rückblick RVK-Forum Fachtagung «Wie viel darf uns ein Leben kosten?» Herbsttagung 2011: Aussergewöhnliches Rahmenprogramm Leistungseinkauf: Ausblick VVG / Situation OKP DRG-Prüfstelle: Dienstleistung im Aufbruch Kundenzeitschrift SICHER: Sommer-Ausgabe 2011 Neues von der RVK-Crew
24 Informationen von unseren Mitgliedern und Partnern 25 BBT-Tagung: Neuste Entwicklungen präsentiert 25 Luzerner Forum: Neue Geschäftsführerin 26 Krankenkasse Agrisano feiert 100‘000stes Mitglied 26 Krankenkasse Steffisburg: 150-Jahre-Jubiläum 27 Sympany: Neuer CEO 27 Glarner Krankenversicherung: Neuer Vorstand 27 sanavals Gesundheitskasse: Präsidentenwechsel 28 Agenda Impressum INFORMATION Mitteilungsblatt des RVK Erscheint viermal jährlich Herausgeber und Redaktion RVK Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer Haldenstrasse 25, 6006 Luzern Telefon 041 417 05 00 Telefax 041 417 05 01 E-Mail: info@rvk.ch Internet: www.rvk.ch
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Der Ständerat befasst sich befasste sich mit den umfangreichen Differenzen zu den Beschlüssen des Nationalrates im Bereich Managed Care. In verschiedenen Bereichen zeigte er sich kompromissbereit – jedoch nicht überall. BAG-Chef Pascal Strupler kritisierte öffentlich die Krankenversicherer. Sie seien zu sehr auf die Jagd nach guten Risiken ausgerichtet. Santésuisse hat sich gegen diese Vorwürfe gewehrt. Die Vernehmlassung zum geplanten Krankenversicherungs-Aufsichtsgesetz (KVAG) stellte zweifellos die «Pièce de Résistance» der vom Bundesrat eröffneten Konsultationen dar. Der RVK hat die Vorlage grundsätzlich klar abgelehnt.
Verband
Der RVK schliesst das Rechnungsjahr 2010 mit einem Betriebsergebnis von rund 420‘000 Franken ab. Der Rechnungsabschluss wird den Mitgliedern an der Delegiertenversammlung zur Genehmigung vorgelegt. Wer entscheidet über Leben und Weiterleben? Am 10. Juni 2011 diskutierten namhafte Referenten zu diesem Thema. Knapp 180 Teilnehmende verfolgten gespannt die unterschiedlichen Blickwinkel der Referenten an der Fachtagung «Wieviel darf uns ein Leben kosten» des RVK.
Mitglieder
Die Krankenkasse Agrisano feiert ihr 100‘000stes Mitglied. Dieser wichtige Meilenstein zeigt, dass immer mehr Bäuerinnen und Bauern von den Vorteilen der Krankenkasse überzeugt sind.
Jahr der Herausforderung Liebe Mitglieder Sehr geehrte Damen und Herren Die kommende Prämienrunde ist eine Herausforderung für die Krankenversicherer. Wie werden sich die Kosten bei den stationären Leistungserbringern mit der Einführung von SwissDRG verändern? Werden diese – wie viele mutmassen – steigen? Wenn ja, um wie viel? Die Frage steht im Raum, ob es bei den Zusatzversicherungen Entlastungen geben wird und ob diese über Prämiensenkungen den Versicherten zu Gute kommen sollen. Der Rechnungsprüfung kommt mit der Einführung von SwissDRG eine noch stärkere Bedeutung zu. Sie verlangt entsprechend qualifizierte Mitarbeitende, was eine gezielte Ausbildung nötig macht. Ab 1. Januar 2012 wird der revidierte Risikoausgleich in Kraft gesetzt. Wie sich dieser konkret auf die Ergebnisse auswirken wird, kann nur annähernd berechnet werden. Es ist nicht auszuschliessen, dass es zu beträchtlichen Verschiebungen zwischen den Versicherern kommen wird. Ein schwer einschätzbares, unternehmerisches Risiko für die Krankenversicherer. Ebenfalls interessant zu beobachten sein wird, wie sich die Reduktion oder Aufhebung der Prämienrabatte für junge Erwachsene auswirkt. Wie die Kunden auf die Prämienanpassung reagieren und welche Folgen die Mehrbelastung auf die Prämienverbilligungen durch die Kantone haben, bleibt offen.
Die Überarbeitung der Spezialitätenliste für Medikamente ist dringend angezeigt. Es fehlt nicht an Einsicht des BAG, wie Andreas Faller, Vizedirektor des BAG im Radio DRS unlängst bestätigte, jedoch an personellen Ressourcen. Medikamente, die die von Gesetz vorgeschriebenen WZW-Kriterien nicht erfüllen, gehören endlich gestrichen. Auch das PreisFestsetzungs-Verfahren muss grundlegend überprüft werden. Dass die Schweizer Krankenversicherer für das cholesterinsenkende Medikament «Sortis» 200 Franken hinblättern müssen, wenn das gleiche Präparat bei gleicher Wirkung, in gleicher Dossierung und Verpackung in Deutschland 30 Franken kostet, ist einfach nicht nachvollziehbar. Dem BAG sollten rasch die dringend erforderlichen Ressourcen zugestanden werden. Grundsätzlich sollten die WZW-Kriterien wieder für alle im Gesundheitswesen aktiven Player mehr Beachtung erhalten und im Vordergrund stehen. Der RVK hat am 10. Juni mit der Fachtagung «Wie viel darf uns ein Leben kosten» einen Anstoss zur offenen und dringend notwendigen Diskussion gegeben. Im Interesse unserer Versicherten: Wir bleiben dran! Der RVK beobachtet die Entwicklung im Branchenverband santésuisse mit Aufmerksamkeit und Sorge. Er wird sich im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür einsetzen, dass die Dachorganisation der Krankenversicherer ein verlässlicher Partner bleiben wird.
Marcel Graber Direktor RVK
Bringt mehr Bürokratie mehr Sicherheit? Die Konsequenzen der verschärften Aufsicht sind noch nicht absehbar. Die Einführung der Rechnungslegungsvorschrift Swiss GAAP FER 41 und die jetzt doch aufgeschobene Einführung der solvenzbasierten Reserven werden die Krankenversicherer nächstes Jahr beschäftigen. Echte Massnahmen zur Kosteneindämmung sind dies aber nicht. Seite 3
RVK-Delegiertenversammlung 26. August 2011 in Luzern Die 79. Delegiertenversammlung des RVK findet am 26. August 2011 im Radisson Blu Hotel in Luzern statt und beginnt um 11:00 Uhr, im Anschluss an die RVK-Herbsttagung. Die Einladung inklusive Traktandenliste und weiteren Informationen wird am 25. Juli 2011 verschickt.
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Parlament Seite 6
St채nderat Seite 6
Nationalrat Seite 9
Bundesrat / EDI / BAG Seite 10
Weitere Entwicklung im Umfeld Seite 11
Vernehmlassungen zum KVAG und zur KVV Seite 12
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Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 22. März 2011 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert:
Parlament Spitalfinanzierung / Prämien 2012 Die Mitteilung von Santésuisse, dass in verschiedenen Kantonen die Prämien wegen der neuen Spitalfinanzierung für das Jahr 2012 zusätzlich erhöht werden müssten, da diese Kantone ihren Anteil an den Spitalkosten reduzierten, hat insbesondere im Ständerat zu grosser Hektik geführt. Dieser wollte mit Dringlichkeitsrecht verbieten, dass die Mehrkosten, die durch die neue Spitalfinanzierung verursacht werden und so bei den Krankenversicherern ab 1. Januar 2012 anfallen, mit zusätzlichen Prämienerhöhungen gedeckt werden können. Die Folge eines solchen Entscheides wäre gewesen, dass die entsprechenden Kantone ihren Anteil an den Spitalkosten wieder erhöhen müssten. Obwohl ihnen bei der KVG-Revision vor drei Jahren zugebilligt wurde, dass sie – weil im Kanton unterdurchschnittliche Krankenkassenprämien gelten – ihren Anteil an den Spitalkosten erst im Jahr 2017 auf 55 Prozent erhöhen müssen. Wenn die Kantone nicht zur Kasse gebeten worden wären, hätten demnach die Versicherer die entsprechenden Mehrkosten über ihre Reserven abdecken müssen. Der Nationalrat hat den Ständerat zurückgepfiffen, in dem er gar nicht erst auf das Geschäft eingetreten ist. Im Ständerat hat man sich dem Verdikt des Nationalrates notgedrungen gebeugt. Dabei haben einzelne Ständeräte den Wunsch geäussert, dass die Versicherer die Prämien in den Folgejahren senken können, wenn die entsprechenden Kantone ihren Anteil an den Spitalkosten erhöhen.
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Ständerat Managed Care Der Ständerat befasste sich in einer letzten Runde mit den umfangreichen und zum Teil gewichtigen Differenzen zu den Beschlüssen des Nationalrates. In verschiedenen Bereichen zeigte er sich kompromissbereit und schloss sich den Nationalratsbeschlüssen an. Für eine letzte Bereinigungsrunde im Nationalrat hielt der Ständerat insbesondere an folgenden abweichenden Beschlüssen fest:
Angebotspflicht der Versicherer Der Nationalrat will, dass alle Versicherer in allen Regionen Managed-Care-Modelle anbieten müssen. Der Ständerat hat sich bisher gegen eine solche Bestimmung ausgesprochen. Er schlägt nun in den Übergangsbestimmungen vor, dass der Bundesrat – sollte sich kein genügendes Angebot an Netzwerken entwickeln – nach fünf Jahren eine Angebotspflicht einführen kann. Unabhängigkeit der Einrichtungen zur medizinischen Behandlung von Versicherten Im vorhergehenden Differenzbereinigungsverfahren hat der Nationalrat eine neue Bestimmung aufgenommen, gemäss der es Versicherern verboten werden soll, sich in irgend einer Form an medizinischen Einrichtungen zu beteiligen. Der Ständerat lehnt diese neue Bestimmung primär aus formellen Gründen ab (gemäss den parlamentarischen Regelungen können in einem Differenzbereinigungsverfahren nicht einfach zusätzliche neue Bestimmungen aufgenommen werden).
Selbstbehalt Bekanntlich will der Nationalrat, dass Managed-Care-Versicherte einen Selbstbehalt von zehn Prozent, Versicherte im konventionellen System 20 Prozent bezahlen. Der Ständerat legte bisher fünf, respektive 15 Prozent fest. Mit knappem Mehr beschloss der Ständerat einen Kompromiss, wonach ManagedCare-Versicherte mit 7,5 Prozent und Versicherte im konventionellen Modell mit 15 Prozent Selbstbehalt belastet werden.
Wenn dort überhaupt eine Einigung erzielt werden kann, ist noch keineswegs sicher, dass der Rat mit dem Resultat einverstanden ist. Ein Scheitern einer weiteren KVG-Vorlage nach bald achtjährigen Beratungen ist keineswegs ausgeschlossen. Auch bei einer Zustimmung durch das Parlament bleibt die Möglichkeit offen, das Referendum zu ergreifen. Ein solches wurde im Verlaufe der Verhandlungen in den Räten, aber auch ausserhalb (zum Beispiel von der FMH) verschiedentlich angedroht.
Maximaler Selbstbehalt Im Gegensatz zum Nationalrat will der Ständerat den maximalen Selbstbehalt von 500 Franken für Managed-Care-Versicherte und 1‘000 Franken für konventionell Versicherte im Gesetz festgeschrieben haben. Der Ständerat will zudem gesetzlich festhalten, dass der Bundesrat den jährlichen Höchstbetrag der Kostenentwicklung im Bereich Krankenversicherung anpassen kann.
Motion Giezendanner Ulrich: Transparenz bei den Entschädigungen bei den Krankenkassen Mit dieser Motion wird verlangt, dass eine gesetzliche Bestimmung erlassen wird, nach welcher die Entschädigungssummen für den gesamten Verwaltungsrat und die Entschädigungen für den Vorstandspräsidenten und den CEO offengelegt werden müssen. Die vorberatende Kommission beantragt dem Rat einstimmig, die Motion anzunehmen. Auch der Bundesrat beantragte die Annahme. Dabei wies er darauf hin, dass im neuen Aufsichtsgesetz, das sich in der Vernehmlassung befindet, entsprechende Bestimmungen vorgesehen seien. Der Rat folgte den Anträgen ohne Diskussion.
Die verbleibenden Differenzen zum Nationalrat werden von diesem erst in der Herbstsession 2011 behandelt. Bereits am 23. und 24. Juni 2011 hat sich die vorberatende Kommission mit den Differenzbereinigungsbeschlüssen des Ständerates befasst. Die Kommission blieb in allen wesentlichen Punkten bei den Beschlüssen des Nationalrates. Einzig beim Vorschlag, die Selbstbehaltsobergrenzen von 1‘000 respektive 500 Franken im Gesetzt festzuschreiben, erklärt sich die Kommission einverstanden – allerdings ohne die Bestimmung, dass diese Obergrenzen periodisch der Kostenentwicklung angepasst werden können. Folgt der Nationalrat in der Herbstsession seiner Kommission, wird es in der Einigungskonferenz zu einer harten Auseinandersetzung kommen.
Motion SGK-NR: Versorgungsqualität mit DRG Die Motion verlangt, dass der Bundesrat die notwendigen Rahmenbedingungen schafft, damit bei der Einführung von DRG die Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten sowie des gesamten Gesundheitspersonals sichergestellt werden kann und die Versorgungsqualität nicht verschlechtert wird. Nachdem der Nationalrat dieser Motion bereits in der Frühjahrsession zugestimmt hat, folgte auch der Ständerat dem entsprechenden Zustimmungsantrag der vorberatenden Kommission. Interpellation Gutzwiller Felix: Ein Schwellenwert von 100‘000 Franken für medizinische Therapien? Das Bundesgericht hat in einem wichtigen Entscheid festgehalten, dass die Krankenversicherung nicht in jedem Falle und in unbegrenzter Höhe Leistungen erbringen muss. Dieser Entscheid hat in breiten Kreisen
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hohe Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ständerat Gutzwiller stellt dem Bundesrat folgende Fragen: 1. Wie beurteilt der Bundesrat das Vorgehen von Santésuisse und der Krankenversicherer in diesem Fall? Wie beabsichtigt er allenfalls, darauf zu reagieren? 2. Ist der Bundesrat der Meinung, dass sich Krankenversicherer bei Kostengutsprachen-Gesuchen künftig generell auf den, in einem individuellen Fall vom Bundesgericht festgelegten, Kosten-Schwellenwert von maximal 100‘000 Franken berufen können? 3. Wie beabsichtigt der Bundesrat, den Rationierungsbestrebungen der Krankenversicherer, die sich mit der Interpretation des BGE einschleichen, im Interesse der Patienten entgegenzuwirken? 4. Wie will er der Rechtsungleichheit für einzelne Patientengruppen entgegenwirken, die durch das Vorgehen der Krankenversicherer entstanden ist? 5. In der abgeänderten Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) vom 2. Februar 2011 ermächtigt der Bundesrat die Versicherer, neu die Höhe der Vergütung für Orphan Drugs selbst bestimmen zu können. Wie beurteilt der Bundesrat – vor dem Hintergrund der erwähnten Entwicklung mit Myozyme – die damit entstehende Entscheidungsmacht der Krankenversicherer über die Vergütung von Orphan Drugs, die zwangsläufig zu einer Ungleichbehandlung von Patienten mit seltenen Krankheiten führen wird?
Der Bundesrat hat in seiner Antwort vom 6. Juni 2011 ausführlich Stellung zur Interpellation genommen. Unter anderem hielt er ausdrücklich fest, dass auch in Zukunft jeder einzelne Fall für sich geprüft werden müsse. Zudem sei der vom Bundesgericht genann-
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te Schwellenwert keine feste oberste Richtgrenze. Grundsätzlich gelte: Ein höherer therapeutischer Nutzen im Einzelfall rechtfertige eine umso höhere Kostenübernahme. Der Bundesrat sei auch bereit, unter Einbezug der betroffenen Akteure Massnahmen in Bereichen der seltenen Krankheiten zu prüfen und Bericht zu erstatten. Weiter sei er auch bereit zu prüfen, inwieweit die Errichtung eines Fonds zur Vergütung von Arzneimitteln gegen seltene Krankheiten eine geeignete Massnahme darstellt. Dieser Fond soll durch Beiträge Dritter finanziert werden. Welche Dritten gemeint sind, wird jedoch nicht erläutert. Motion Brändli Christoph: Transparente Finanzierung der sozialen Krankenversicherung Mit dieser Motion, eingereicht am 10. Juni 2009, wird vom Bundesrat verlangt, dass er ein neues Finanzierungssystem für die Grundversicherung ausarbeitet. Dieses soll Transparenz in Bezug auf die Finanzierung der Grundversicherung herstellen und die heutigen, falsch gesetzten Anreize zwischen ambulantem und stationärem Bereich beseitigen. Es soll weiter prozentual festlegen, welche Kosten über Prämien der Versicherten und welche über Steuern zu finanzieren sind. Zudem sei die Aufteilung des steuerfinanzierten Anteils zwischen Bund und Kantonen ebenfalls zu definieren. Am 26. August 2009 beantragte der Bundesrat, die Motion abzulehnen. Dies insbesondere mit der Begründung, dass das Parlament eben eine neue Spitalfinanzierung beschlossen habe und es deshalb sinnvoll sei, deren Auswirkungen abzuwarten. Die vorberatende Kommission des Ständerates empfiehlt dem Rat einstimmig, der Motion zuzustimmen. Der Bundesrat opponierte nicht mehr. Der Rat folgt dem Antrag seiner Kommission.
Nationalrat Der Nationalrat befasste sich bereits anlässlich der ausserordentlichen Session vom 11. bis 14. April 2011 mit verschiedenen, für die Krankenversicherung relevanten Geschäften. Präventionsgesetz Der Nationalrat nahm das neue Präventionsgesetz, das insbesondere den ausgewiesenen Bedarf an Koordination, Steuerung und Transparenz abdecken soll, mit 97:71 Stimmen an. Für die Krankenversicherung von Bedeutung sind insbesondere folgende Punkte: • Die Prävention soll einen Beitrag zur Verhinderung und Früherkennung von Krankheiten liefern und damit auch zu weniger Kosten in der Krankenversicherung führen. • Auf eine neue, zusätzliche Organisation für die Durchführung der Präventionsmassnahmen, wie sie der Bundesrat vorgeschlagen hatte, wird verzichtet. Die entsprechenden Aufgaben sollen der bestehenden Stiftung für Gesundheitsförderung übertragen werden. • Die Krankenversicherer sind auch in Zukunft verpflichtet, die Verhütung von Krankheiten zu fördern. Die Höhe des KVG-Prämienzuschlages wird auf 0,1 Prozent einer durchschnittlichen Jahresprämie festgelegt. Auf Basis der Prämien 2009 hätte dies einen Beitrag von 3.85 Franken pro versicherte Person ergeben. Das Geschäft geht nun an den Ständerat. Motion Heer Alfred: Aufhebung Obligatorium im KVG Die Motion wurde diskussionslos mit 44:101 Stimmen abgelehnt. Motion Föhn Peter: Streichung Schwangerschaftsabbruch und Geschlechtsumwandlungen aus dem Leistungskatalog Die entsprechenden Vorstösse wurden mit 55:84 Stimmen abgelehnt.
Motion SP-Fraktion: Hohe Franchise und Prämienermässigung Die SP verlangt mit dieser Motion, die jährliche Franchise auf höchstens 1‘000 Franken zu begrenzen. Die Prämienermässigung bei Franchisen, die höher als die minimale Franchise sind, ist auf 20 Prozent der Prämie zu beschränken. Die Motion wurde mit 40:110 Stimmen abgelehnt. Motion SP-Fraktion: Leistungsfinanzierung nach dem KVG vereinheitlichen Der Vorstoss verlangt, dass der stationäre und ambulante Bereich nach dem gleichen System finanziert werden. Die Motion wurde – entgegen dem Antrag des Bundesrates – mit 118:22 Stimmen angenommen. In die gleiche Richtung zielt auch der Vorstoss von Ständerat Brändli, der im Ständerat ebenfalls angenommen wurde.
Motion SP-Fraktion: Medikamentenabgabe durch Ärztinnen und Ärzte. Margen verringern und nötigenfalls Einkommensverluste kompensieren Mit der Motion wird vom Bundesrat verlangt, dass er die Marge von 15 Prozent, die Ärztinnen und Ärzte auf den Medikamenten erzielen können, um mindestens die Hälfte reduziert. Wenn nötig, solle der daraus resultierende Einkommensverlust – insbesondere in Randregionen – durch geeignete Massnahmen teilweise kompensiert werden. Dies könne zum Beispiel durch eine Differenzierung des Taxpunktwertes oder durch die Entschädigung nichttariflicher Leistungen (z.B. Teilnahme an Qualitätszirkeln) geschehen. Der Bundesrat beantragte, die Motion abzulehnen. Der Rat ist dem Antrag mit 42:103 Stimmen gefolgt.
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Parlamentarische Initiative Steiert Jean-Francois: Erleichterte Kassenwechsel im KVG. Aufhebung des Administrativzuschlages auf Zusatzversicherungen Mit der Initiative wird verlangt, dass die Versicherer für Personen, die die Grund- und Zusatzversicherung nicht beim gleichen Versicherer führen, keine Administrativkostenzuschläge mehr verlangen dürfen. Damit sollen Versichererwechsel erleichtert werden.
Bundesrat/EDI/BAG Aufsichtsgesetz Ende Mai ist die Vernehmlassungsfrist zum Entwurf des bundesrätlichen Aufsichtsgesetzes für die Krankenversicherung abgelaufen. Breite Kreise haben insbesondere die Überregulierung kritisiert. Man darf gespannt sein auf die Auswertung der Vernehmlassung und die Lehren, die der Bundesrat daraus zieht.
Die vorberatende Kommission des Nationalrates beantragte nach einer ersten Beratung, der Initiative zu folgen. Die ständerätliche Kommission beschloss jedoch gegenteilig, worauf die nationalrätliche Kommission im zweiten Anlauf ebenfalls beantragte, die Intiative abzulehnen. Der Nationalrat folgte diesem Antrag und lehnte die Initiative ebenfalls mit 54:105 Stimmen ab Motion Steiert Jean-Francois: Steuerbarkeit der Demenzpolitik I; Grundlagen Motion Wehrli Reto: Steuerbarkeit der Demenzpolitik II; Gemeinsame Strategie von Bund und Kantonen Mit beiden Motionen wird der Bundesrat aufgefordert, in Zusammenarbeit mit den Kantonen und den betroffenen Organisationen die Grundsätze für eine Demenzstrategie für die Schweiz auszuarbeiten. Der Rat nahm beide Motionen an: Die Motion Wehrli einstimmig, die Motion Steiert mit einer Gegenstimme. Verfeinerung des Risikoausgleiches In der Managed-Care-Vorlage ist bekanntlich vorgesehen, dass der Risikoausgleich um den Morbiditätsfaktor verfeinert werden soll. Die vorberatende Kommission des Ständerates hat vorgeschlagen, den Risikoausgleich aus der Managed-Care-Vorlage in eine eigene, separate Vorlage auszugliedern. Die Kommission ersuchte die Schwesterkommission im Nationalrat, diesem Vorgehen zuzustimmen. Die nationalrätliche Kommission lehnte diesen Vorschlag aber mit 18:6 Stimmen ab. Sie begründete ihren Entscheid damit, dass die Verfeinerung des Risikoausgleiches ein wichtiger Bestandteil der Managed-Care-Vorlage sei.
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Quelle: www.parlament.ch
Medikamentenpreise Nachdem Preisüberwacher Stefan Meierhans verlauten liess, dass die Krankenversicherer jährlich einen hohen dreistelligen Millionenbetrag einsparen könnten, wenn die Schweiz das deutsche Vergütungssystem übernehmen würde, wurde man auch im BAG hellhörig. In Deutschland zahlen die Kassen für Medikamentengruppen mit gleichem Anwendungsbereich einen Festbetrag, der sich an den günstigsten Präparaten orientiert. Das BAG will nun eine neutrale Gegenüberstellung aller Vor- und Nachteile der verschiedenen Vergütungssysteme vornehmen. Bis Ende 2012 will das BAG Bundesrat Didier Burkhalter einen umfassenden Bericht abgeben. BAG-Direktor versus Santésuisse BAG-Chef Pascal Strupler kritisierte öffentlich die Krankenversicherer. Sie seien zu sehr auf die Jagd nach guten Risiken ausgerichtet – und dies mit zweifelhaften Methoden, wie zum Beispiel nicht kostendeckende Prämien und Telefonmarketing. Die
Krankenversicherer müssten sich darum nicht wundern, wenn das Thema Einheitskasse auf immer mehr Interesse stosse. Santésuisse wehrt sich gegen diese Vorwürfe und hält fest, dass sich die Branche nun selber einen Verhaltenskodex verordnet habe, mit dem ungewünschte Telefonanrufe verhindert werden sollen. Zudem hätten verschiedene Versicherer eine neue Ordnung in ihre «Billigkassen-Strategie» gebracht. Die neue Prämienrunde folgt schon bald und es wird sich zeigen, ob die brancheneigene Selbstdisziplin die Erwartungen erfüllt.
Weitere Entwicklungen im Umfeld Diagnosen bei Spitalbehandlungen nach DRG Zwischen den Krankenversicherern und den Spitälern zeichnet sich ein erbitterter Streit um die Diagnoseangaben ab. Für eine effiziente Kostenkontrolle ist es unabdingbar, dass die Versicherer über aussagekräftige Diagnoseangaben verfügen. Die Spitäler wehren sich mit Händen und Füssen und mit fadenscheinigen Argumenten gegen die Bekanntgabe der notwendigen Angaben. Angeblich würden die Forderungen der Versicherer das Patientengeheimnis verletzen. Schön und gut, dass sich die Spitäler für ihre Patienten einsetzen. Dabei geht es diesen Leistungserbringern aber eher darum zu verhindern, dass die Versicherer die verrechneten Kosten mit den gestellten Diagnosen vergleichen und so entsprechende Kostenkontrollen durchführen können.
Zusatzversicherungsprämien Im Zusammenhang mit der neuen Spitalfinanzierung und der kommenden Prämienrunde 2012 versuchen Politiker und Kantone, die Krankenversicherer zu Prämiensenkungen in den Spitalzusatzversicherungen zu «zwingen». SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr verlangt, dass Gesundheitsminister Didier Burkhalter schnell handelt. Wie dies geschehen soll, wird nicht erklärt. Die Zusatzversicherungen unterstehen bekanntlich nicht dem Departement von Bundesrat Burkhalter. Zudem gilt es zu berücksichtigen, dass die meisten Krankenversicherer in den Spitalzusatzversicherungen die Prämien seit Jahren nicht erhöht haben, obwohl das Durchschnittsalter der Versicherten, und damit die Behandlungskosten, auch in diesem Versicherungsbereich ständig steigen. Kommt dazu, dass die neue Spitalfinanzierung im Zusatzversicherungsbereich in erster Linie eine Entlastung im Bereich «Allgemeine Abteilung ganze Schweiz» bringt, nicht aber bei den teuren Aufenthalten auf der Halbprivatund Privatabteilung. Wer weiss schon heute, ob die Spitäler für entsprechende Spitalaufenthalte ab 2012 nicht ihre Tarife erhöhen?
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Gesetz und Verordnung Vernehmlassungen zum KVAG und zur KVV Während der letzten Monate wurden die Krankenversicherer mehrmals dazu aufgefordert, zu laufenden Gesetzgebungsprojekten Stellung zu nehmen. Die Vernehmlassung zum geplanten Krankenversicherungs-Aufsichtsgesetz (KVAG), welche am 10. Mai 2011 abgeschlossen wurde, stellte zweifellos die «Pièce de Résistance» auf dem Menü der vom Bundesrat eröffneten Konsultationen dar. Während der RVK mit einem klaren Nein die Vorlage grundsätzlich ablehnt, nahm santésuisse in der Stellungnahme eine «Ja, aber-Position» ein, kritisierte indes die mit dem KVAG einhergehende Beschneidung des Wettbewerbsspielraums und verlangte eine gründliche Überarbeitung des Gesetzesentwurfes. Parallel zur Vernehmlassung zum KVAG wurden zwischen März und Mai 2011 drei weitere Anhörungen zu den folgenden Themen im Eiltempo durchgeführt: • Teilrevision KVV und ELV (betrifft die Nichtbezahlung von Prämien und die Ausrichtung der Prämienverbilligung) • Teilrevision KVV (betrifft die Einführung von risikobasierten Reserven) • Kontenrahmen 2012 für Krankenversicherer. Die Einführung von risikobasierten Reservevorschriften wird eine grundlegende Änderung der Prämissen der Prämienkalkulation bringen und den Finanzaushalt der Krankenversicherer nachhaltig modifizieren. Umso erstaunlicher ist deshalb, dass der vom BAG vorgelegte Entwurf, der am 1. Juli 2011 hätte in Kraft treten sollen, kaum technische Angaben zur Berechnung der Reserven oder zum geplanten KVGSolvenztest enthielt. Bei der Ankündigung der Anhörung stellte das Bundesamt eine weitere Anhörung – diesmal betreffend die technische Departementsverordnung zur genauen Reserveberechnung – in Aussicht. Diese wurde jedoch noch nicht eröffnet. In seiner Stellungnahme bemängelte der RVK dieses
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intransparente und hastige Vorgehen mit Nachdruck. Er verlangte die Vorlage eines technisch ausgereiften Entwurfes sowie die verstärkte Zusammenarbeit mit den Krankenversicherern – beispielsweise mit einem grossangelegten Field-Test im Vorfeld der definitiven Einführung. In seiner Sitzung vom 22. Juni 2011 verabschiedete der Bundesrat nun die Revision von Art. 78 ff. KVV und legte das Inkrafttreten der Vorschriften zur risikobasierten Berechnung der Reserven auf den 1. Januar 2012 fest. Kantonaler Teilausgleich der OKP-Prämien Am gleichen Tag eröffnete der Bundesrat eine weitere Vernehmlassung: Sie betrifft den kantonalen Teilausgleich der OKP-Prämien, die zwischen 1996 und 2011 zu viel oder zu wenig bezahlt worden sind. Dank Umverteilung der Umweltlenkungsabgaben, die den versicherten Personen zustehen, sollen während sechs Jahren die Prämienbelastungen oder -entlastungen, die in der Vergangenheit erfolgt sind, bis zu 55 Prozent kompensiert werden. Die Vernehmlassung zum neuen Art. 106 KVG wird bis Ende September dauern, was die Konsultation der RVK-Mitglieder im Laufe des Sommers zulassen wird. lic.iur. Pia Gianinazzi Rechtsdienst Telefon 041 417 05 50 E-Mail p.gianinazzi@rvk.ch
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RVK Jahresabschluss 2010 Seite 15
RVK-Holding Genossenschaft wird zur RVK Rück AG Seite 15
Grossrisiko Rückversicherungen: Ergebnis 2010 Seite 16
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Rückblick RVK-Forum Seite 17
Fachtagung «Wie viel darf uns ein Leben kosten?» Seite 19
Herbsttagung 2011: Aussergewöhnliches Rahmenprogramm Seite 20
Leistungseinkauf: Ausblick VVG / Situation OKP Seite 21
DRG-Prüfstelle: Dienstleistung im Aufbruch Seite 22
Kundenzeitschrift SICHER: Sommer-Ausgabe 2011 Seite 23
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Verbandskennzahlen Erstmals wieder Reserven aufgebaut Der RVK hat die Zahlen seiner Mitglieder aus den bundesamtlichen Formularen EF123 2005 – 2010 analysiert. Der Versichertenbestand der Krankenversicherer, die dem RVK angeschlossen sind, hat sich in den letzten Jahren nicht stark verändert. Dies obwohl die Anzahl der Mitglieder abgenommen hat. Aus diesem Grund können die Zahlen (OKP und VVG) miteinander verglichen werden.
Seit 2005 nahmen die Leistungen um rund 20 Prozent, die Prämien um rund 17 Prozent zu. Deutlich zeigt sich auch die Verbesserung des Schadensatzes, nachdem 2010 die Prämien nicht mehr – zulasten der Reserven – politisch tief gehalten wurden. Der Schadensatz sank von 95 Prozent (2009) auf 89 Prozent (2010).
2010 konnten erstmals wieder Reserven aufgebaut werden. Der Reservesatz über alle RVK-Mitglieder beträgt 23.4 Prozent. Die Rückstellungen haben sich als Folge der geringen Leistungszunahme nicht verändert. Auch hier wurde 2010 der in den letzten Jahren erfolgte Abbau gestoppt. Der Rückstellungssatz beträgt 37 Prozent.
Für die Prämienberechnungen 2012 gilt es, trotz des schwierigen Umfeldes (Einführung DRG, Veränderun gen Risikoausgleich usw.) diese positiven Entwicklungen weiterzuführen. Stephan Bernet Stv. Direktor Telefon 041 417 05 71 E-Mail st.bernet@rvk.ch
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RVK Jahresabschluss 2010 Das Rechnungsjahr 2010 schliesst mit einem Betriebsergebnis von 420‘625.18 Franken ab. Dieses Ergebnis liegt rund 150‘000 Franken unter demjenigen des Vorjahres (2009: 571‘911.78 Franken). Die einzelnen Bereiche haben sich unterschiedlich entwickelt. Ein Rückgang der Prämieneinnahmen als Folge von Fusionen und Eigenrisiko-Stufen-Wechseln bei gleichzeitiger Leistungszunahme führte im Bereich der KVG-Rückversicherungen zu einem negativen Betriebsergebnis. Massnahmen, um in diesem Bereich wieder positive Ergebnisse erzielen zu können, wurden bereits eingeleitet. Positiv ist hingegen die Entwicklung des VVG-Rückversicherungsbereichs. Die Kosten im Dienstleistungsbereich sind aufgrund von einem erhöhten Rückstellungsbedarf für zukünftige Projekte höher als im Vorjahr. Ausgeglichen schliesst der Verbandsbereich ab. Die Reserven und Rückstellungen entsprechen den aufgrund von Risikoanalysen und Geschäftsplänen berechneten Vorgaben und erfüllen die gesetzlichen Vorgaben.
RVK RVK-Holding Genossenschaft wird zur RVK Rück AG Mit dem Eintrag vom 14. Juni 2011 in das Handelsregister des Kantons Luzern und der Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt wurde die RVKHolding Genossenschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und in RVK Rück AG umbenannt. Das Aktienkapital beträgt 100‘000 Franken. Das Aktienkapital wurde aus freien Reserven der RVK-Holding gebildet. Einziger Aktionär ist der RVK (Verein). Die RVK-Mitglieder wurden am treffPunkt vom 8. Juni 2011 in Zürich über diese Umwandlung orientiert. Mit dieser Umwandlung in die RVK Rück AG ist der erste Schritt im Projekt RUS12 termingerecht erfolgt. Stephan Bernet Stv. Direktor Telefon 041 417 05 71 E-Mail st.bernet@rvk.ch
Detaillierte Zahlen zum Rechnungsabschluss können aus dem Geschäftsbericht 2010 und der Bilanz/ Erfolgsrechnung 2010 entnommen werden, die den Mitgliedern zur Genehmigung an der Delegiertenversammlung am 26. August 2011 vorgelegt werden. Stephan Bernet Stv. Direktor Telefon 041 417 05 71 E-Mail st.bernet@rvk.ch Seite 15
Grossrisiko Rückversicherungen Ergebnis 2010 Das Nettoergebnis der GRV Grundpflege 2010 ist negativ. Per 2010 haben drei Kassen in die höchste Eigenrisikostufe gewechselt, was sich kräftig auf die Prämieneinnahmen ausgewirkt hat. Trotz dem Wechsel in die Eigenrisikostufe von 120‘000 Franken wurden insgesamt mehr GRV-Leistungen ausbezahlt als in den beiden Vorjahren. Dies, obwohl bedeutend weniger GRV-Fälle gemeldet wurden. Die Fallkosten sind um 20 Prozent gestiegen.
Auch 2010 sind bei den Leistungsbezügern fast alle Jahrgänge von 1919 bis 2006 vertreten. Die höchsten GRV-Leistungen sind beim Jahrgang 1935 angefallen. Wie im Vorjahr haben Behandlungen für Krebserkrankungen am meisten Kosten verursacht. Bei über 30 Prozent der GRV Fälle stehen die Kosten im Zusammenhang mit Onkologie. Am zweithäufigste betrifft es die Kosten für Hämodialysen, gefolgt von HerzKreislauf-Erkrankungen.
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Für das Rechnungsjahr 2011 wurde von einer Prämienanpassung abgesehen. Nachdem das Nettoergebnis 2010 negativ und die Schadenquote erheblich gestiegen ist, wird eine Eigenrisiko-Stufenanpassung und Prämienerhöhung vorgenommen. GRV Spitalzusatz erneut positiv Das Ergebnis in der GRV Spitalzusatz ist einmal mehr positiv ausgefallen. Die Durchschnittskosten in der GRV Spitalzusatz sind um 50 Prozent gestiegen. Auch die Anzahl Fälle hat zugenommen.
Bekanntlich wird per 2012 die neue Spitalfinanzierung eingeführt. Es wird sich zeigen, ob die Spitalzusatzversicherung mit dem neuen System tatsächlich entlastet wird. Bei dieser Gelegenheit bittet der RVK, die zuständigen Personen daran zu erinnern, dass die GRVLeistungen quartalsweise eingereicht werden müssen. Besten Dank. Elisabeth Janssen Krankenversicherungsexpertin Telefon 041 417 05 54 E-Mail e.janssen@rvk.ch
treffPUNKT Projekt RUS12 RUS steht für RVK Unternehmungs Struktur 2012. Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter der Verbandsmitglieder trafen sich am 8. Juni 2011 zu einem Informationsanlass. Dr. Charles Giroud informierte aus erster Hand über die vom Vorstand geplanten Anpassungen der Unternehmensstruktur und der Statuten. In einer engagierten und offenen Diskussion konnten viele offene Fragen geklärt werden. Die Teilnehmenden äusserten sich mehrheitlich positiv zu den geplanten Veränderungsschritten. Die vorgesehenen Vertragskündigungen wurden hingegen kritisch beurteilt.
Rückblick RVK-Forum Ist das Gesundheitswesen überhaupt noch reformfähig? Im Zentrum des 13. Schweizerischen Forums der sozialen Krankenversicherung standen die grossen Reformen des Gesundheitswesens, die nach jahrelangem Hin und Her Anfang 2012 in Kraft gesetzt werden. Es wird viel von ihnen erwartet – vor allem, dass sie sich dämpfend auf den Aufwärtstrend der Prämien auswirken. Ob dem wirklich so sein wird, bleibt offen. Denn am RVK-Forum in Zürich hat sich gezeigt, dass noch lange nicht alle Experten gleicher Meinung sind. Einigkeit herrschte in einem Punkt: Die Notwendigkeit von Reformen im Gesundheitswesen wurde nicht angezweifelt. Die ständig steigenden Kosten im Gesundheitswesen, das verstärkte Konsumdenken und der steigende Druck der Öffentlichkeit machen Anpassungen dringend notwendig. Aber zum Wo, Wie und Wann blieben viele Fragen offen. Denn Versicherer, Spitäler, Politik oder Patienten setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
Die Teilnehmenden des treffPUNKT diskutieren im Foyer.
Das Treffen diente der Meinungsbildung im Vorfeld der Delegiertenversammlung vom 26. August 2011. Die kritischen Voten wurden von den anwesenden Vorstandsmitgliedern aufgenommen und fliessen in die laufenden Projektarbeiten ein. Peter Aregger Bereichsleiter Versicherungen Telefon 041 417 05 59 E-Mail p.aregger@rvk.ch
Die Meinungen der verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen zeigten deutlich, wie verzwickt die Situation ist. Seit Einführung des KVG vor 15 Jahren wurde eine Vielzahl von Reformen eingeleitet, aber eine Dämmung der Kosten wurde mit keiner erreicht, erläuterte Charles Giroud, Präsident des Verbandes der kleinen und mittleren Krankenversicherer. Und fragte, ob es richtig sei, Reformen ständig mit Kosteneinsparungen zu legitimieren, obwohl alle wissen, dass Einsparungen kaum realistisch seien. Nationalrat
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Jean-François Steiert bemängelte, dass die Gesundheitskosten der Auslöser für fast alle aktuellen Reformen sind und nicht die Bedürfnisse der Patienten und Patientinnen. Nutzen vor Kosten müsse die primäre Zielsetzung sein. Für das BAG sind die Vielzahl der involvierten Akteure und der Reformen erschwerend für die wirksame Umsetzung. Andreas Faller, Vizedirektor BAG, sprach gar von einem Reform-Wasserfall und nahm in Anspruch, nicht nur als Aufsichtsbehörde, sondern auch als Systemgestalter mehr Einfluss zu nehmen. Er forderte eine Grundsatzdiskussion, in der auch «schmerzhafte» Fragen, zum Beispiel die medizinische Versorgung im letzten Lebensabschnitt, zu diskutieren seien.
der einzelnen Schritte noch nicht bekannt wären. Sie plädierte für eine verstärkte Begleitforschung, um die Auswirkungen transparent zu machen. Marc Müller, Präsident der Hausärzte Schweiz, argumentierte im Hinblick auf die Managed-Care-Vorlage, dass Veränderungen im System sich oft an anderen Orten auswirken als dort, wo diese realisiert wurden. So werden Probleme nur verschoben, aber nicht gelöst.
Markus Gilli und Rita Ziegler.
v.l.n.r.: Beat Ochsner, Markus Gilli, Rita Ziegler und Marc Müller diskutieren im «ForumTALK».
Kernaufgabe im Fokus Aus Sicht des Gesundheitsökonomen Gerd Glaeske, Professor an der Universität Bremen, geht es bei Reformen darum, die Versorgung der Patienten auf einem hohen Niveau sicherzustellen, nicht aber darum, den behandelnden Ärztinnen und Ärzten, Spitälern oder anderen Leistungserbringern trotz unterschiedlicher Ergebnisqualität die gleiche Honorierung zuzugestehen. Und deutlich erinnerte er an die Kernaufgabe des Gesundheitswesen: Im Mittelpunkt stehe der Patient und auf ihn habe sich das System auszurichten. Immer wieder im Mittelpunkt stand die neue Spitalfinanzierung. Sie wurde als epochale Neuerung hingestellt, deren Ausmass noch den wenigsten genau bekannt sei, oder erst langsam bekannt wird. Aber wenn heute im Parlament eine neue Debatte gefordert werde, seien die Hausaufgaben nicht gemacht worden. Als direkt Involvierte äusserte sich Rita Ziegler, Vorsitzende der Spitaldirektion des Universitätsspitals Zürich zum Tempo der Reformeinführungen. Dieses sei zu hoch, weil die Auswirkungen Seite 18
Teilnehmerinnen und Teilnehmer zufrieden Wie bereits in den Vorjahren, beurteilten die rund 220 Teilnehmenden das Forum äusserst positiv. Bei vielen Anwesenden hat das RVK-Forum als wichtige Plattform im schweizerischen Gesundheitswesen einen fixen Platz in der Agenda Marco Fäh Bereichsleiter Bildung + Events Telefon 041 417 05 62 E-Mail m.faeh@rvk.ch
Fachtagung «Wie viel darf uns ein Leben kosten?» Erfolgreiche RVK-Tagung in Luzern
Veranstaltung begleitete Claudia Schoch, Redaktorin der NZZ.
Wer entscheidet über Leben und Weiterleben? Am Freitag, 10. Juni 2011, diskutierten namhafte Referenten zu diesem Thema im Grand Casino in Luzern. Knapp 180 Teilnehmende verfolgten gespannt die unterschiedlichen Blickwinkel der Referenten und nutzen die Gelegenheit, kritische Fragen zu stellen. Die Gratwanderung zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen ist schmal. Das Bundesgericht hat am 23. November 2010 ein wegweisendes Grundsatzurteil für die obligatorische Krankenpflegeversicherung gefällt und einen Krankenversicherer unterstützt, der einer Patientin die jährlichen Behandlungskosten von rund einer halben Million verweigert hatte. Mit seinem Entscheid löste das Bundesgericht heftige Reaktionen aus. Erstmals wurden der uneingeschränkten Behandlung einer Krankheit klare Grenzen gesetzt. Ist nun das Myozyme-Urteil der erste Schritt zur Rationierung? Kommt der Solidaritätsgedanken der sozialen Krankenversicherung ins Wanken? Wie viel wert ist ein Leben?
v.l.n.r.: Tomas Poledna, Claudia Schoch und Jürg Nadig an der Podiumsdiskussion
Publikumsfrage: Simon Rohrer, Medical Manager der Genzyme GmbH.
In einem Punkt waren sich die Referenten einig: Das Urteil bringt einen Stein auf verschiedensten Ebenen ins Rollen. Trotzdem bleiben Fragen offen. So werden sich Öffentlichkeit und Politik stärker als bisher mit dieser Thematik auseinandersetzen müssen. Der Anfang ist gemacht.
Tomas Poledna referierte an der Myozyme-Tagung aus der rechtlichen Sicht.
Diese und weitere Fragen diskutierten die Referenten und Teilnehmenden an der RVK-Fachtagung in Luzern. Tomas Poledna (Jurist), Jürg Nadig (Facharzt für Medizinische Onkologie und Innere Medizin FMH), Markus Dürr (ehemaliger Gesundheitsdirektor des Kantons Luzern), Stefan Felder (Gesundheitsökonom), Markus Zimmermann-Acklin (Theologe), Andreas Faller (Vize-Direktor BAG) und Paul Saner (Vertrauensarzt RVK) setzten sich mit dem Urteil auseinander und zeigten ihre unterschiedlichen Blickwinkel. Durch die
Carmen Grossenbacher Assistentin Bildung + Events Telefon 041 417 05 63 E-Mail c.grossenbacher@rvk.ch
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Herbsttagung 2011 Aussergewöhnliches Rahmenprogramm Am 25. und 26. August 2011 treffen sich die Führungsorgane der RVK-Mitglieder in Luzern. Die diesjährige Tagung bietet für einmal viel Platz für Neues. So steht am Donnerstag eine Führung durch das neue, topmoderne und architektonisch herausragende Fussballstadion auf der Allmend, der swissporarena, auf dem Programm. Die neue Heimstätte des FC Luzern bietet auch den Rahmen für das Abendprogramm mit einem spannenden Gastreferat.
Der Freitagvormittag steht im Fokus von zwei brisanten Themen: Die Einführung von SwissDRG sowie regulatorische Entwicklungen im Schweizer Krankenversicherungssystem, die im aktuellen politischen Umfeld neuen Aufwind bekommen haben. Zentral werden dazu Fragen erörtert, wie die kleinen und mittleren Krankenversicherer mit diesen Herausforderungen umgehen. Der RVK freut sich, seine Mitglieder zu diesem persönlichen Gedanken- und Erfahrungsaustausch einzuladen. Das detaillierte Programm sowie das Anmeldeformular ist abrufbar auf der Webseite ww.rvk.ch/herbsttagung. Delegiertenversammlung RVK Im Anschluss an die Herbsttagung findet am Freitagvormittag die ordentliche Delegiertenversammlung des RVK statt. Marco Fäh Bereichsleiter Bildung + Events Telefon 041 417 05 62 E-Mail m.faeh@rvk.ch
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Leistungseinkauf Ausblick VVG Wie in der Herbstausgabe der INFORMATION angekündigt, hat die Geschäftsstelle des RVK im Februar 2011 mit der Überprüfung der Vertragssituation betreffend der neuen Spitalfinanzierung ab 1. Januar 2012 begonnen. Nach sorgfältiger Vorbereitung wurde – anlässlich der Sitzung des LEK-Kundenteams vom 14. Juni 2011 – das Ergebnis besprochen. Ebenfalls wurde das weitere Vorgehen definiert. Dies sind die Schwerpunkte: • Wahlhospitalisationen Verträge mit Einschluss der ausserkantonalen Wahlhospitalisation müssen überprüft werden, da die freie Spitalwahl in Listenspitälern ab 2012 bereits auf Ebene der Grundversicherung gewährleistet ist. • Befristungen Verträge, die bis Ende 2011 befristet sind, können im Rahmen des ordentlichen Verhandlungsprozesses erneuert werden. • Gesamtpreisverträge Bei Verträgen mit Tarifierung der Gesamtleistung einschliesslich Grundversicherungsanteil sieht der RVK geringen Handlungsbedarf, da der Zusatzversicherungsanteil tendenziell sinken wird.
Situation OKP Die Tarifsuisse AG hat wie geplant per 1. Januar 2011 die operative Tätigkeit aufgenommen. Der RVK konnte gegenüber der Tarifsuisse AG die Gruppenbildung für die kleinen und mittleren Krankenkassen erfolgreich abschliessen. Zwischen dem RVK und der Tarifsuisse AG wurde – mit Gültigkeit ab 1. Januar 2011 – eine Anschlussvereinbarung für die Laufzeit von drei Jahren unterzeichnet. Als Pooling-Partner gelang es dem RVK, mit 31 Krankenversicherern eine entsprechende Anschlussvereinbarung zu unterzeichnen. Die Bedingungen und die Laufzeit richteten sich nach den Bestimmungen der Vereinbarung mit Tarifsuisse. Gegenüber Tarifsuisse vertritt der RVK 820‘000 OKP-Versicherte. Die Versicherer können von den Verhandlungsergebnissen profitieren und haben via RVK, respektive deren Delegierten, Einsitz in verschiedenen Gremien. Bei Fragen zum Leistungseinkauf stehen Dieter Ehrenberg und Peter Mathis gerne zur Verfügung. Peter Mathis Leistungseinkäufer Telefon 041 417 05 52 E-Mail p.mathis@rvk.ch
• Mehrleistungsverträge Bei Verträgen mit Tarifierung der Zusatzleistungen sind die Preise zu überprüfen. Es ist anzustreben, dass nur noch effektive Mehrleistungen abgegolten werden. Unter diesen Voraussetzungen erwartet der RVK eine grössere Anzahl von Vertragskündigungen per 30. Juni 2011. Aussergewöhnlich wird sein, dass auch seitens RVK einige Verträge gekündigt werden, die mit der neuen Spitalfinanzierung nicht kompatibel sind. Einen Überblick über den Stand der gekündigten Verträge liefert der RVK in der nächsten INFORMATION.
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DRG-Prüfstelle Dienstleistung im Aufbruch: Ein Überblick Neben dem erfreulichen Wachstum des Kundenstamms konnte die Leitung der DRG-Prüfstelle neu besetzt werden: Dr. med. Benno Sauter übernimmt nach einer kurzen Einführungsphase die operative Leitung. Dr. Sauter verfügt über grosse Erfahrungen im Bereich DRG. Er weist eine langjährige Tätigkeit als Medizincontroller, Wissensmanager und Medizininformatiker aus. Das Team ist damit komplett und der RVK gewährleistet seinen Kunden weiterhin eine hochstehende quantitative und qualitative Abwicklung der DRG-Recodierungsfälle. Stetiger Kundenzuwachs Bereits 21 Krankenversicherer vertrauen auf die DRG-Prüfstelle des RVK. Als neue Kundin konnte die Stiftung Gemeinsame Einrichtung KVG gewonnen werden. Der RVK freut sich auf diese Zusammenarbeit – das entgegengebrachte Vertrauen zeigt die Wichtigkeit einer neutralen, unabhängigen und ökonomisch sinnvollen Recodierung. Dass der RVK bereits in der «Szene» bekannt ist, zeigt das starke Interesse einzelner Kantone. Diese sind offenbar gewillt, ihre (zukünftigen) DRG-Rechnungen ebenfalls genauer unter die Lupe nehmen zu lassen und haben beim RVK bereits angeklopft.
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Ausblick Der RVK evaluiert eine Softwarelösung zur Automatisierung von Standardfällen. Gleichzeitig dient das Tool der Erkennung der Fälle «mit Fleisch am Knochen», die dann von der DRG-Prüfstelle recodiert werden. Die Evaluation ist in der Endphase – die Ergebnisse werden zeitnah kommuniziert. Bei zwischenzeitlichen Fragen gibt Dr. Benno Sauter gerne Auskunft (Telefon 041 417 05 42). Zurzeit arbeitet der RVK an einem weiteren DRGAusbildungsblock, der voraussichtlich im November 2011 stattfinden wird. Schwerpunkt bildet die Auswahl, beziehungsweise die Erkennung potenzieller Recodierungsfälle. Patrick Kellenberger Kundenmanager Telefon 041 417 05 55 E-Mail p.kellenberger@rvk.ch
Kundenzeitschrift SICHER Sommer-Ausgabe 2011
Mitarbeitende Neues von der RVK-Crew
Pünktlich zum Sommerbeginn finden die Versicherten die Juni-Ausgabe der Kundenzeitschrift SICHER in ihrem Briefkasten. Sie können sich auf acht informative und spannende Seiten freuen – mit Themen wie:
Berufserfolg Zusätzliches Know-how im Case-Management-Team: Stefan Schaller hat im März 2011 die berufsbegleitende Weiterbildung CAS Betriebliches Gesundheitsmanagement an der Fachhochschule Nordwestschweiz erfolgreich abgeschlossen.
SOMMER 2011
SICHER
mit meiner
Krankenkasse
Liebe Kundin Lieber Kunde Es ist ein unangenehmes und leidiges Thema: Die Kosten im Gesundheitswesen sind weiter gestiegen. 2009 haben sie 61 Milliarden Franken betragen. Dies bedeutet eine Zunahme von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Krankenversicherer sind wir daran interessiert, diese Zunahme möglichst tief zu halten. Doch auch Sie als versicherte Person können aktiv zur Kostendämmung beitragen, indem Sie Eigenverantwortung übernehmen. Ein erster Schritt dazu: Kontrollieren Sie die Rechnungen von Leistungserbringern. Eine Checkliste zur Überprüfung von Arztrechnungen finden Sie auf Seite 3. Bei Fragen helfen Ihnen unsere Mitarbeitenden gerne weiter. Sommerzeit bedeutet für viele von uns Ferien. Leider passieren auch auf Reisen immer wieder Unfälle oder wir werden krank. Mit einer passenden Reiseapotheke können Sie bei Zwischenfällen schnell und richtig reagieren. Was auf keiner Reise fehlen sollte, erfahren Sie auf Seite 6. Zecken haben Hochsaison. Leider. Denn Zeckenstiche können für den Menschen äusserst gefährlich sein. Ein hundertprozentiger Schutz davor ist zwar nicht möglich, doch mit den richtigen Massnahmen können Sie einen Stich weitgehend vermeiden. Lesen Sie mehr darüber auf Seite 5.
Der RVK gratuliert Stefan Schaller ganz herzlich und freut sich mit ihm über diesen Abschluss. Mutterglück Regula Trütsch hat am 4. Juni 2011 einem gesunden Mädchen das Leben geschenkt. Wir heissen Giulia Sarina herzlich willkommen im Leben und gratulieren den stolzen Eltern Regula und Martin Trütsch. Regula war bis zum Beginn ihres Mutterschaftsurlaubes Assistentin Managed Care beim RVK.
Ich wünsche Ihnen einen unvergesslichen Sommer!
Interview: Ivo Adam, Spitzenkoch, Gastronom und Buchautor
zvg ivoadam.ch, Foto: Guy Perrenoud
«Was mich fordert? Die Zeit.»
Marcel Graber Direktor RVK
• Interview mit Spitzenkoch Ivo Adam • Medizin: Vergiftungsgefahren im Sommer • Branche: Rechnungskontrolle durch die Versicherten • Gesundheit im Alter: Männer über 50 • Prävention: Zecken – Vampire des 21. Jahrhunderts • Gesund auf Reisen mit der geeigneten Reiseapotheke
Judith May Fachfrau für Personal und Versicherungen Telefon 041 417 05 72 E-Mail j.may@rvk.ch
Myriam Kasper Projektleiterin Marketing Telefon 041 417 05 41 E-Mail m.kasper@rvk.ch Seite 23
BBT-Tagung: Neuste Entwicklungen präsentiert Seite 25
Luzerner Forum: Neue Geschäftsführerin Seite 25
Krankenkasse Agrisano feiert 100‘000stes Mitglied Seite 26
Krankenkasse Steffisburg: 150-Jahre-Jubiläum Seite 26
Sympany: Neuer CEO Seite 27
Glarner Krankenversicherung: Neuer Vorstand Seite 27
sanavals Gesundheitskasse: Präsidentenwechsel Seite 27
Agenda Seite 28
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BBT-Tagung in Zermatt Neuste Entwicklungen präsentiert
Luzerner Forum Neue Geschäftsführerin
Am 9. und 10. Juni 2011 fand in Zermatt die traditionelle ERFA-Tagung der BBTIndividual und ValsanaKunden statt. Wie jedes Jahr waren fast alle BBTI- und Valsana-Kunden vertreten. Nebst einem regen Informationsaustausch informierten BBT und ihre Partnerfirmen, MediData und Bambus EDV, die Vertreter der Krankenversicherungen über die neusten Entwicklungen und Produkte. Weiter konnten sich die Teilnehmenden auch über die neu lancierte Webplattform «Vitaclic» von OLEAG ein umfassendes Bild machen.
Die neue Geschäftsführerin des Luzerner Forums heisst Daniela Brusa. Sie tritt die Nachfolge von Rolf Kurath an, der zur Schweizerischen Post gewechselt hat.
Ziel von BBT ist es, bis in gut zwei Jahren sämtliche Valsana-Kunden auf die moderne, komponentenbasierte Lösung «BBTIndividual» migriert zu haben. BBT konnte auch zwei neue Kunden an der ERFA-Tagung begrüssen, die im vergangenen Jahr von Syrius auf BBTI gewechselt hatten.
Das Luzerner Forum fördert den Gedankenaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren im Sozialversicherungsbereich und der sozialen Sicherheit des Raums Luzern. Es nutzt sein Potenzial im Interesse der Sozialversicherungs- und Hochschulstadt Luzern. Das Luzerner Forum wurde 2006 gegründet und ist ein Verein mit aktuell 14 Mitgliedern, alles namhafte Institutionen und Unternehmen mit Hauptsitz in Luzern. Der RVK ist ebenfalls Mitglied des Luzerner Forums. Marco Fäh Bereichsleiter Bildung + Events Telefon 041 417 05 62 E-Mail m.faeh@rvk.ch
MediData stellte die Neuerungen des Invoice Inspectors vor, welche im Rahmen der SwissDRG-Einführung per 1. Januar 2012 produktiv geschaltet werden. Damit können DRG-Rechnung im neuen XML 4.3 Format elektronisch abgerechnet werden. Auch die Erweiterungen des Web-Offertrechners von Bambus stiessen auf grosses Interesse. Mit der Integration von VitaClic bei der Agilia in BBTI konnten sich die Kunden ein Bild über weitere elektronische Prozessoptimierungen und das elektronische Patientendossier machen. Die einfache Anbindung von Umsystemen an BBTI wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls thematisiert. Stephan Bernet Stv. Direktor Telefon 041 417 05 71 E-Mail st.bernet@rvk.ch Seite 25
Krankenkasse Agrisano Agrisano feiert ihr 100‘000stes Mitglied
stellt», erklärt Damian Keller. Und ausserdem könne die Krankenkasse auf eine gesunde Finanzsituation blicken, was sie unabhängig und handlungsfähig mache.
Die Krankenkasse Agrisano hat die 100‘000erMarke geknackt: Der Bauer und dreifache Familienvater Roger Furrer-Galliker wurde Ende März 2011 auf seinem Hof in Aesch (LU) als 100‘000stes Mitglied geehrt.
Der RVK gratuliert der Krankenkasse Agrisano zu diesem erfolgreichen Meilenstein und wünscht ihr weiterhin viel Erfolg.
Das Erreichen der sechsstelligen Mitgliederzahl zeigt, dass immer mehr Bauern und Bäuerinnen von den Vorteilen der Krankenkasse Agrisano überzeugt sind. Die Krankenkasse ist eine Dienstleistung des Schweizerischen Bauernverbands – in Zusammenarbeit mit den bäuerlichen Kantonalorganisationen. Sie zählt zu den grösseren Mitgliedern des RVK und behauptet sich seit fast zwei Jahrzehnten erfolgreich als Krankenkasse der Landwirtschaft. Der Mitgliederbestand nimmt jährlich zu: Immer mehr Bauern und Bäuerinnen sind von den Vorteilen der Krankenkasse Agrisano überzeugt.
Krankenkasse Steffisburg 150-Jahre-Jubiläum Am 6. Januar 1861 wurde in der Wirtschaft Küpfer, dem heutigen Restaurant Hirschen, die Kranken- und Hülfskasse Steffisburg gegründet. Um in die Kasse aufgenommen zu werden, war ein Arztzeugnis, der Taufschein oder eine amtliche Ausweisschrift und ein Eintrittsgeld von 8 bis 10 Franken notwendig. Heute zählt die Krankenkasse 4562 Mitglieder und schaut mit Zuversicht, gutem Willen und einer Portion Mut und Innovation in die Zukunft. Der Vorstand der Genossenschaft setzt sich wie folgt zusammen: Martin Haueter (Präsident) André Brand (Vize-Präsident) Christoph Graf Peter Graf Daniel Luginbühl Lorenz Ryser Michael Studer.
Damian Keller, Geschäftsführer Agrisano (rechts), gratuliert Roger FurrerGalliker, seinem 100‘000sten Mitglied.
Für Damian Keller, Geschäftsführer der Krankenkasse Agrisano, sind drei Aspekte besonders wichtig, um sich auf dem Markt erfolgreich zu behaupten können. Erstens die Nischenposition und somit die klare Ausrichtung auf die Interessen und Bedürfnisse der landwirtschaftlichen Bevölkerung. Dies ist der Grund, weshalb Zusatzversicherungen nur von Bauern und Bäuerinnen abgeschlossen werden können. Zweitens profitiere die Krankenkasse Agrisano von ihren landwirtschaftsnahen Partnern: «Es ist kein Zufall, dass unsere Regionalstellen bei den kantonalen Bauernverbänden platziert sind. Die Nähe ist so sicherge-
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Sympany Neuer CEO Ruedi Bodenmann ist der neue CEO von Sympany. Er hat seine Tätigkeit am 1. Mai 2011 aufgenommen.
ckelte sich während der Führung von Beat Ochsner von 120‘000 auf rund 200‘000. Heute bietet Sympany neben Kranken- und Unfallversicherungsprodukten für Private und Unternehmen auch Sach- und Haftpflichtversicherungsprodukte an.
Dr. Ruedi Bodenmann ist ein ausgewiesener Versicherungsfachmann mit langjähriger Führungs- und grosser Projekterfahrung. Er war seit 2001 bei Swiss Life in verschiedenen Funktionen tätig. Ab 2001 war er in der Geschäftsleitung Schweiz verantwortlich für den Bereich Risikomanagement und Finanzen. Im 2003 übernahm er die Verantwortung für den Vertrieb in der Schweiz, bevor er ab 2008 als Mitglied des Führungsteams der Swiss Life Gruppe für das Produkt Management im Konzern verantwortlich zeichnete.
Glarner Krankenversicherung Neuer Vorstand
Ruedi Bodenmann hat an der ETH Zürich Mathematik studiert und in angewandter Mathematik promoviert. Er ist 43 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Ruedi Bodenmann: «Ich freue mich auf die spannende Aufgabe, Sympany in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft als frische Kraft in der schweizerischen Versicherungslandschaft zu führen. Ich sehe den Herausforderungen im Schweizer Gesundheitswesen mit Respekt, aber auch grossem Elan entgegen und zähle dabei gerne auf das breit abgestützte Know-how und die Erfahrung aller Mitarbeitenden.»
sanavals Gesundheitskasse Präsidentenwechsel
Rückblick auf 14 Jahre Beat Ochsner Dr. Beat Ochsner hat seine Funktion als bisheriger CEO von Sympany auf 1. Mai 2011 abgegeben. Unter seiner Führung durchlief das Unternehmen eine starke und erfolgreiche Entwicklung. Aus der bei seinem Antritt vor 14 Jahren noch in hohem Mass auf Subventionen angewiesenen, lokal ausgerichteten Öffentlichen Krankenkasse Basel ist das marktorientierte, schweizweit tätige Versicherungsunternehmen Sympany geworden. Der Versichertenbestand entwi-
Aus den Krankenkassen Elm und Luchsingen-Hätzingen ist am 1. Januar 2011 die Glarner Krankenversicherung entstanden. Mit der Fusion hat die Glarner Krankenversicherung den Vorstand neu bestellt: Walter Elmer (Präsident) Reichenbach Markus (Vizepräsident) Schegg Martha (Aktuarin) Schneider Andrea (Ressort Leistungen) Barbon Trudy (Ressort Finanzen)
Paula Berni-Derungs ist neue Präsidentin der sanavals Gesundheitskasse. Der Stiftungsrat setzt sich wie folgt zusammen: Berni-Derungs Paula (Präsidentin) Schmid Stefan (Vize-Präsident) Berni Erwin (Aktuar) Derungs Silvio Müller Hans
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Agenda 2011 13. Juli 25./26. August 26. August
«FINMA-Tagung Krankenzusatzversicherung»: Revision technischer Geschäftsplan gemäss FINMA-RS 10/3 RVK-Herbsttagung 79. Delegiertenversammlung des RVK
Bern Luzern Luzern
31. August und 1. September
Grundkurs 1
Luzern
21./22. September 22./23. November 13./14. Dezember
Grundkurs 2 Grundkurs 1 Grundkurs 2
Luzern Luzern Luzern
Sessionsdaten 2011 12. bis 30. September 5. bis 23. Dezember
Herbstsession Wintersession
Der RVK wünscht allen einen schönen Sommer.