Winter 2023
Wettermann Julian Pape
Auf Achse und darunter
Krippenspiele in Arnsberg und Sundern
Groove und Attitüde Hip-Hop-Kurs
Ausgabe 21 – Winter 2023
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5 Editorial 8 Kurz und Knapp Geschichten von hier
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12 Very british Henblas in Altenaffeln 16 Schlechtes Wetter gibt es nicht Wetterexperte Julian Pape 19 Und was machen wir heute? Winterliche Aktivitäten 30 Einstimmung auf das Weihnachtsfest Krippenspiele
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32 Auf Achse und darunter Kfz-Meisterin Pauline Zacharias 35 Winter im Sauerland ... hat viel zu bieten 49 Gut Wintrop Ein geschichtsträchtiger Ort 51 Bilder, die berühren Barbara Anneser 56 Stricken Die perfekte Beschäftigung 66 Ausbildung in der Region Spannende Berufe mit Zukunft 70 Hömma Der Sauerländer und die Nachbarn
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Alles still! Es tanzt der Reigen, Mondenstrahl in Wald und Flur, Und darüber trohnt das Schweigen Und der Winterhimmel nur. Alles still! Vergeblich lauschet Man der Krähe heisrem Schrei. Keiner Fichte Wipfel rauschet, Und kein Bächlein summt vorbei. Alles still! Die Dorfeshütten Sind wie Gräber anzusehn, Die, von Schnee bedeckt, inmitten Eines weiten Friedhofs stehn. Alles still! Nichts hör ich klopfen Als mein Herz durch die Nacht – Heiße Tränen niedertropfen Auf die kalte Winterpracht. Theodor Fontane
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Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser, wo soll das hinführen?
Mit dieser Frage, die man zum Ausblick auf Zukünftiges sonst häufig ans Ende setzt, verbindet man doch eher sorgenvolle und pessimistische Erwartungen daran, was kommen mag. Wo soll das hinführen, wenn mitten in Europa, in der Ukraine, und in Nahost, dem „Heiligen Land“ wieder Krieg herrscht und unzählige Menschenleben fordert? Wo soll das hinführen, wenn uns die Klimaveränderungen zeigen, wie hier, mitten in eigentlich gemäßigten Klimazonen Europas, Leben durch Wind, Wasser, Feuer bedroht ist? Wenn Klima Katastrophen erzeugt? Wo soll das hinführen, wenn KI uns die Welt erklärt? Unsere Arbeit übernimmt – wie bei der Kreation unseres Titelbildes, das von einer KI erzeugt, am Ende aber doch von unserer Grafikerin Susanne Espert für die Veröffentlichung ästhetisch vollendet wurde? Eine KI, die unser ganzes Dasein bestimmt? Ehrlich? Wer kann das schon wissen? Ich finde, nicht die Frage „WO soll das hinführen?“ sollte unser Denken bestimmen, eher doch die Frage nach dem WIE: Wie können wir die Bedingungen beeinflussen, die einen bestimmten Weg gangbar, einschätzbar machen? Nicht jedes Ziel, nicht jede Konsequenz ist immer im Voraus schon einsehbar. Wie also müssen wir uns einstellen, wie unsere Umwelt, unser Miteinander pflegen, für eine Zukunft, die uns Gutes bringt? Denn so viel ist klar: Das alles führt uns nicht einfach irgendwohin, WIR können es führen! Viele Jahres-End-Gedanken, viel Denken im luftleeren Raum, weiß ich … Ich weiß aber auch, dass reiner Pessimismus zu Fatalismus führt. Pragmatismus, Dinge anzupacken, zu gestalten, ist ein Motto, das doch gut zur Botschaft des Weihnachtsfestes passt. Nicht umsonst ist es ja die Frohe Botschaft, die uns die Bibel mit der Weihnachtsgeschichte erzählt. Wer, wenn nicht Jesus selbst, dessen Geburt wir bald wieder feiern, ist uns als Pragmatiker und Macher „vor dem Herrn“ ein leuchtendes Beispiel? Und vielleicht passen dazu auch die optimistischen „Anpacker“, über die wir in dieser Ausgabe berichten: – Geograf Julian Pape, der sich als Sauerländer Wetterexperte für einen professionellen Wetterdienst in der Region engagiert und einen Blick in unsere klimatische Zukunft wagt. - Die vielen großen und kleinen Krippenspieler in unseren Gemeinden, die auch in diesem Jahr wieder die Wartezeit bis zur Bescherung versüßen und die Weihnachtsgeschichte an Heiligabend zum Leben erwecken. – Paulina Zacharias als angehende Teilgesellschafterin des Sauerländer Reiseunternehmens Zacharias Reisen, die hinterm Lenkrad und im Blaumann für eine funktionierende Mobilität im Sauerland sorgt. Nutzen Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Advents- und Weihnachtstage, den Jahreswechsel dazu, über die Wegbegleiter nachzudenken, die Ihnen zeigen, wo es langgeht in 2024! Von Herzen ein frohes Weihnachtsfest, ein gutes, neues Jahr wünscht Ihnen Gisbert Scheffer, zusammen mit dem gesamten HEIMATLIEBE-Team 5
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Aussichts-
reich!
Winterstimmung am Sorpesee. Wenn der Morgen sich hier seinen Weg durch die Wolken bricht, liegen die Wälder ringsum noch im frostigen Schlaf. Zeigen auch Sie uns Ihren Lieblingsplatz! Zuschriften an info@heimatliebe-magazin.de Foto: Klaus-Peter Kappest
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kurz und knapp Geschichten von hier
Pfotenliebe
Eine Betreuung im Notfall für Hunde, Katzen, Hasen, Hamster und andere Kleintiere organisiert das ehrenamtliche Projektteam Pfotenliebe Arnsberg. Menschen, die in einer Notsituation sind und vorübergehend ihr geliebtes Tier versorgt wissen müssen, können hier Unterstützung anfragen. Ist die Betreuung der Tiere in gewohnter Umgebung nicht möglich, können diese auch in Pflegefamilien untergebracht werden. Gesucht werden weitere helfende Hände, die das Projekt unterstützen möchten. Interessierte können sich bei der Engagementförderung der Stadt Arnsberg melden.
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Michael Reitz (l.) und Dr. Florian Müller (r.) vom Vorstand der Volksbank Sauerland dankten Christian Baudis für seinen gelungenen Vortrag beim diesjährigen Volksbank Dialog in Meschede.
Ex-Google-Chef spricht in Meschede:
Lasst es uns einfach machen!
Hauptstraße 93 · 59846 Sundern Hauptstraße 932916 · 59846 Sundern Telefon: 02933 Telefon: 02933 2916 Dienstag - Freitag 8.00 - 17.30 Uhr Dienstag - Freitag 8.00 - 20.00 17.30 Uhr Donnerstag Donnerstag 8.00 - 13.00 20.00 Uhr Samstag 7.30 Samstag 7.30 - 13.00 Uhr
Besuchen Sie uns – Besuchen wir freuenSie unsuns auf–Sie! wir freuen uns auf Sie!
„Vom Standpunkt zur Weitsicht: Zukunft denken“ hat Christian Baudis, Digitalunternehmer, Futurist und ehemaliger Google-Deutschland-Chef seinen Vortrag beim diesjährigen Volksbank Dialog überschrieben. Der Referent nahm die Volksbank-Mitglieder mit einem fundierten und unterhaltsamen Vortrag auf eine Reise durch die rasante Entwicklung der digitalen Welt mit. Die Entwicklung durch künstliche Intelligenz stand dabei besonders im Fokus: „Haben Sie keine Angst vor dem Thema. Es ist letztendlich nur Statistik.“ Baudis unterstrich seine These, dass Künstliche Intelligenz (KI) nichts anderes als Höchstgeschwindigkeitsstatistik sei. „Die Technik macht den Menschen nicht überflüssig, sondern unterstützt ihn.“ Baudis betonte in seinem Vortrag, die Möglichkeiten und Chancen neuer Technologien in den Vordergrund zu stellen. Vorstand Dr. Florian Müller erklärte: „Wir können die großen Themen der Zukunft nicht beeinflussen, aber wir können sehr wohl beeinflussen, wie wir damit umgehen. Also lassen Sie uns auch die Chancen der technologischen Entwicklung nutzen, und nicht vor allen Dingen auf Risiken schauen“. Optimistisch mache ihn, dass die heimische Region Südwestfalen über einen starken Mittelstand mit über 150 Weltmarktführern verfüge. 9
kurz und knapp Geschichten von hier
Ein besonderes Highlight wartet in diesem Advent auf die Kunstfans im Sauerland Markus Wahle zeigt unter dem Arbeitstitel „Materialkunde“ neue Arbeiten in den Räumen des Kunstvereins SundernSauerland. Die Ausstellung wird am 03. Dezember 2023 mit einer Vernissage um 14.00 Uhr eröffnet. Anne Knapstein, 1. Vorsitzende des Kunstvereins, wird in die Ausstellung ein-
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führen. Ausstellungsadresse: Kunstverein Sundern, Röhre 4, 59846 Sundern Website Kunstverein: www.kunstverein-sundern-sauerland.de www.atelier-wahle.de
Adventsmarkt am Neheimer Gransauplatz Im stimmungsvollen Ambiente der Neheimer Altstadt findet wieder vom 15. bis 17. Dezember der Adventsmarkt am Gransauplatz statt. Eingerahmt von Fachwerkhäusern und der Christuskirche bieten weihnachtlich dekorierte Stände Geschenkartikel und Kunsthandwerk an. Neben vielen leckeren Köstlichkeiten erwartet die Besucher auch ein musikalisches Rahmenprogramm. Wer möchte, kann den Bummel auf die weihnachtlich geschmückte Neheimer Fußgängerzone ausweiten, am Sonntag (17.12.) sind die Geschäfte geöffnet.
Köstlich killt der Weihnachtsmann Vom Ruhrpott bis ins Sauerland wird gemordet, getrickst, betrogen und gelogen. In 24 Kurzkrimis entartet die besinnliche Zeit in bizarre Momente des Schreckens. Wer starke Nerven hat, ist zur Adventslesung von Astrid Plötner und Anke Kemper im Neheimer Bistro WILL herzlich eingela-
den. Als Leckerbissen folgt auf jeden Krimi ein Rezept – genießbar und vollkommen ungefährlich. Die Lesung findet am 30. November 2023 um 19 Uhr im Rahmen der Lesereihe „Neheim WILL lesen“ statt. Eintritt: 5 Euro. Mehr Infos und Tickets unter www.will-bistro.de.
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Very british Kulinarisches WhiskyTasting in Altenaffeln
Wer die rote englische Telefonzelle sieht, der hat sein Ziel in Altenaffeln erreicht: das Henblas, ein britisches Refugium mitten im Sauerland, nur zwei Autominuten von Sunderns Grenze entfernt. HEIMATLIEBE-Redakteur Matthias Schäfer war bei einer schottischen Premiere dabei und sprach mit Besitzerin Petra Hollex über diese südwestfälische Gastronomie-Besonderheit.
Rote Telefonzelle, roter Briefkasten, eine lebensgroße Queen, hunderte von britischen Bierdeckeln an Wänden und Decken und für das Sauerland untypische Biersorten wie Newcastle Brown Ale oder Murphy’s Irish Stout unter dem Zapfhahn. Und mittendrin in diesem Pub-Ambiente Petra Hollex, 1968 im benachbarten Plettenberg geboren. Das wirft Fragen auf. „Ich war schon während der Schulzeit zum ersten Mal im walisischen Partnerkreis des MK, in Wrexham, zum Austausch. Und fand es ganz toll dort“, antwortet die Henblas-Chefin. Damals war sie 12 Jahre alt, und mit den
Jahren verstärkte sich die Liebe für das Britische immer mehr. Doch zunächst absolvierte sie im damaligen AkzenteLandhotel Zwerger eine Lehre als Hotelfachfrau und lernte gleich das Außergewöhnliche kennen. Denn das Zwerger war eine urbayrische Insel mitten in Altenaffeln. Später erfüllte sich Petra Hollex einen Traum und ging wirklich nach Wrexham, arbeitete dort in der Gastronomie, verliebte sich in einen Briten, heiratete. „Schon bald kam der Wunsch nach etwas Eigenem. „Da haben wir schon begonnen, 13
aber signifikanten Accessoires dekoriert. „Unsere Gäste lieben es und kommen auch wegen ganz bestimmter Zimmer“, verrät die Gastronomin. Zusätzlich buchen zunehmend Wanderer auf dem Premium-Wanderweg Höhenflug ein Zimmer, aber auch E-Biker, die das Sauerland von Altenaffeln aus erkunden wollen. Whiskey-Sommelier aus Soest im Schottenrock seines Clans (McMillan): Dave McMillan
Dinge, die man heute hier sieht, zu sammeln“, berichtet sie über den weiteren Lebensweg. Der führte dann im Jahr 2000 zurück in das über 300 Jahre alte Bauernhaus in Altenaffeln. Aus Bayrisch wurde Englisch, aus Zwerger jetzt Henblas. „Das bedeutet in Wales so viel wie ‚altes Haus‘“, verrät Petra Hollex. „Und das passt sehr gut zusammen.“ Die Räume sind niedrig, gemütlich, vieles wurde in den Jahrhunderten um- und angebaut, zuletzt eine Lounge, ideal für einen Abend mit britischen Getränken, eingerichtet. Grundsatz: keine Rouladen! Und dann ging es los: „A little bit German, even more British – and yet so different“, heißt es im Hausflyer. Petra Hollex steht auch heute – 23 Jahre nach der Gründung – zu den Grundsätzen, die sie sich mit ihrem Ex-Mann gesetzt hat: „Keine Roulade, nur britische Kost. Im Wesentlichen englische oder irische Biere.“ Mit der Zeit sei sie vom Grundsatz „Kein Schnitzel“ abgerückt, denn ohne Schnitzel fehle etwas im Angebot eines deutschen Gasthofes. Angenommen worden sei der neue Style ganz schnell, viel durch Mundpropaganda. „Manchmal kam auch ein Gast und wollte das frühere bayrische Bier. Gerade haben wir einen Zapfhahn an der Theke frei, da überlege ich, ob man nicht doch wieder eines anbieten könnte“, sagt sie verschmitzt. Bei den Gästen kommt das Britische an, zumal Petra Hollex und ihr Ex-Mann neun Zimmer mit Themen von der Insel eingerichtet haben: Da findet sich die Baker Street 221b, das Domizil von Sherlock Holmes in London, ein royales Zimmer, eines mit den Beatles und auch der englische Landhaus-Stil. Nicht zu verschweigen das London-Zimmer. Alles ist mit kleinen, 14
Jeder ist sein König Gleich zu Beginn gab es kleine Konzerte im Henblas, irische Abende oder walisische. „Das waren Selbstläufer“, urteilt die Gastronomin heute. Im frühen Herbst nun führten Petra Hollex und ihr Team drei Dinge zusammen: Etwa 60 Gäste erlebten die Premiere eines schottischen Abends mit einem Whisky-Tasting durch Dave McMillan, Musik von Kelsey Klamath und ein schottisches Vier-Gänge-Menü, kreiert von der Chefin. Den noch wenig erfahrenen Gästen erläuterte der in Edinburgh ausgebildete Whiskey-, Gin- und Wein-Sommelier Dave McMillan die Grundzüge eines solchen Abends, dazu gehört natürlich auch der schottische Trinkspruch „Slàinte Mhath“. Daneben erfuhren sie viel über die Lagerung von Whiskey, die unterschiedlichen Sorten – so gab es vor jedem Gang ein passendes Gläschen, mal süß, mal herber. „Welcher schmeckt besser?“, fragte der Sommelier am Ende, um gleich einzuwenden: „Jede Nase ist anders, also hat auch jeder einen anderen Favoriten. Daher ist jeder und jede sein König oder seine Königin.“ Und gleich danach gab es die Nachspeise: Cranachan – Himbeeren, geröstete Haferflocken, Schlagsahne, Honig und natürlich etwas Whiskey. Getreu dem Motto von Dave McMillan: „Whiskey ist die Vorvorspeise, aber auch die Nachnachspeise.“ Zusammen mit seiner in Westfalen sehr bekannten Ehefrau, der in Soest lebenden Musikerin Kelsey Klamath, stimmte die Gästeschar dann zu später Stunde bekannte britische Songs wie „My Bonnie is over the ocean“ oder „What shall we do with the drunken sailor“ an. Da musste sich der Reporter schon kneifen, ob er nicht im Sauerländer Nebel anstatt in Altenaffeln irgendwo in der Nähe von Wrexham gelandet war … Mehr Informationen zum Angebot des Country-Hotels und Restaurants unter www.henblas.com Text und Fotos u.a.: Matthias Schäfer
e g a T e t l a k r ü f r e m r ä w n e l See
Orangen-Kaffee
Für 2 Personen werden benötigt: 1 unbehandelte Orange, 6 Gewürznelken, 3 EL brauner Zucker, 300 ml heißer, starker Kaffee, 4 cl Cointreau und 100 g Sahne. Zunächst die Orangen heiß waschen und gründlich trocken reiben. Zur Deko etwas Orangenschale abreiben. Dann 2 dicke Scheiben aus der Mitte der Orange schneiden, den Rest auspressen. Die Scheiben mit den Gewürznelken spicken. Dann den Zucker in einen Topf geben und leicht karamellisieren lassen. Die Orangenscheiben dazugeben und mit dem Orangensaft ablöschen, 3 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit sirupartig eindickt. Den Kaffee und den Cointreau dazugeben und vermischen, in zwei Punschgläser füllen. Die geschlagene Sahne mit einem Löffel als Haube dazugeben und alles mit der Orangenschale dekorieren.
Indischer Milchtee (ohne Alkohol) Benötigt werden für eine Portion ein Anisstern (zur Deko), 200 ml Milch, 1 Prise Zucker, 1 Prise Zimt (zur Deko), 4 TL flüssiger zubereiteter schwarzer Tee und 20 g fein geriebene Ingwerwurzel. Die Milch gemeinsam mit der Ingwerwurzel aufkochen, den Tee hinzugeben und zugedeckt einmal aufwallen lassen. Nach ungefähr 4 Minuten Ziehzeit abseihen und in eine Tasse füllen. Mit Zimt bestreuen und mit dem Anisstern dekorieren.
Ingwer-Punsch Für 4 Portionen benötigt man 1 Stück Ingwer (ca. 4 cm), 2 unbehandelte Orangen, 1 l Weißwein, 4 Sternanis, 4–5 TL braunen Zucker (Kandis) und 2 bis 4 EL Orangenlikör. Den Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Orangen heiß abspülen und die Schale mit einem Sparschäler dünn abschälen. Den Saft anschließend auspressen. Danach diesen mit dem Wein, den Schalen, Ingwer, Sternanis und Zucker erhitzen, aber nicht kochen. Zum Schluss den Sud abseihen und mit dem Orangenlikör verfeinern. Dann auf vier Gläser verteilen.
Irish Coffee Entstanden ist der Irish Coffee wohl 1942 an einem kleinen Flughafen am irischen Shannon. Benötigt werden 250 ml Kaffee, 4 cl Whiskey, 1 TL Zucker und 50 ml Sahne. Der Kaffee wird in ein hohes Glas gefüllt, es gibt auch extra Irish-Coffee-Gläser, dazu kommt dann der vorgewärmte Whiskey und der Zucker. Am Ende wird ein großer Löffel frischer Schlagsahne aufgesetzt.
Weihnachtspunsch (ohne Alkohol) Für 2 Personen gibt man 250 ml Apfelsaft, 125 ml Sauerkirschsaft, die Schale einer halben Zitrone, 1 Zimtstange und 3 Gewürznelken sowie 2 Teelöffel Zucker in einen Topf. Dann alle Zutaten langsam erhitzen, kurz vor dem Kochen die Gewürze entnehmen. Zum Schluss noch den Saft einer ausgepressten Orange und 250 ml schwarzen Tee hinzufügen. Kurz das Ganze nochmals erhitzen und in schönen Punschgläsern servieren. Wer es mag, kann natürlich mit Honig nachsüßen.
Schokomok mit Eierlikörsahne Für 2 Portionen benötigt man 150 ml Schlagsahne, 2 EL Eierlikör unterheben. 500 ml Vollmilch erhitzen, inzwischen 2 EL Kakaopulver, 3–4 EL Zucker und 5 EL Milch verrühren. Dann diese Mischung in die heiße Milch rühren. Dazu 100 ml Espresso geben, die heiße Schokolade in zwei Tassen gießen und die Sahne darauf verteilen.15
Schlechtes Wetter gibt es nicht
Sauerland-Wetter-Experte Julian Pape im Gespräch Vielen Sauerländern ist der Geograf Julian Pape als Wetterfrosch bekannt. In verschiedenen Medien wie auf dem eigenen Portal wetter-sauerland.de erklärt er der Region gemeinsam mit seinem Vater Meinolf Pape das hiesige Wetter. In der HEIMATLIEBE wagt er außerdem einen Blick in die klimatische Zukunft der Region.
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Das Besondere am Mittelgebirge: Das Wetter ist vielseitiger.
Herr Pape, wie sind Sie zum Wetter gekommen? Durch meinen Vater, der mit der Arbeit schon in den 1990er Jahren begonnen hat. Als Geograf hat er unter anderem das Bildungs- und Wissenschaftszentrum Kahler Asten mitgegründet, um dort seine Faszination vom Wetter weiterzugeben. Ich interessiere mich dafür, seit ich denken kann. In die Wettermessung sind wir mit einfachen Geräten vor dem Haus und Wetterhütten eingestiegen, die man noch manuell auslesen musste. Mittlerweile haben wir rund 80 kompakte Stationen im ganzen Sauerland verteilt, mit denen das Sammeln der Daten automatisch über das Internet läuft. Die ersten haben wir selbst noch angeschafft, viele weitere wurden dann über Partner wie Unternehmen, Ortsgemeinschaften oder Kindergärten finanziert. Vor allem auch für Schulen ist das ein spannendes Angebot, weil so wichtige Zukunftsthemen wie Klima und Digitalisierung hautnah erlebt und im Unterricht aktiv erklärt werden können. Sauerland und Wetter – vielen fällt da gleich der Regen ein. Zu Unrecht? Da ist schon was dran. In Gebirgen regnet es immer mehr als im Flachland. Die Wolken, die bei uns vornehmlich aus Südwest kommen, stauen sich vor dem Gebirge, steigen auf, kühlen ab und dann fällt die Feuchtigkeit herab: Es regnet. Die Orte, die vor den höchsten Erhebungen liegen, bekommen den meisten Regen ab. In den niederschlagreichsten Gebieten hier bis zu 1500 l/m2 im Jahr, doppelt so viel wie im Deutschlanddurchschnitt. Die Sonne scheint im Sauerland etwas weniger und durch die Höhenlagen ist es hier auch etwas kälter. Das Besondere am Mittelgebirge: Das Wetter ist vielseitiger als in Dortmund oder Köln. Im Winter gibt es Schnee. Im Herbst ragen die Berge manchmal wie Inseln aus einem Nebelmeer heraus. Diese Inversionswetterlage ist eine der schönsten Wetterlagen, die ich kenne. Der Klimawandel macht auch vor dem Sauerland nicht Halt. Wie wird sich unser Wetter verändern? Ja, das betrifft natürlich auch
uns. Wir merken das schon jetzt daran, dass es im Winter weniger Naturschnee gibt, die Sommer trockener werden, und wenn es mal regnet, dann viel in kurzer Zeit. Von „Klima“ spricht man eigentlich in Zeiträumen ab 30 Jahren – aus unseren eigenen Wetterdaten lässt sich seriös also kein Trend ablesen. Wenn wir aber die Wetterdaten vom Kahlen Asten der letzten 100 Jahre sehen, dann bestätigt sich hier, dass es insgesamt deutlich wärmer geworden ist. Die wahrscheinlichste wissenschaftliche Prognose ist, dass es aufgrund einer Verlagerung des Jetstreams verstärkt eine Konstanz gewisser Wetterlagen geben wird, das Wetter also nicht mehr so schnell innerhalb weniger Tage wechseln wird. Hitzeperioden, aber auch Kaltphasen bleiben dann länger. Können wir in den nächsten Jahrzehnten noch mit Schnee rechnen? Es ist sicher, dass die Winter noch ein Stück milder werden als heute. Naturschnee wird also weiter abnehmen, wobei schneereiche Winter weiter möglich sind. Klimaerwärmung findet ja nicht linear statt, sondern verläuft in Schwankungen. 2010 bis 2013 gab es etwa richtig kalte Winter, danach folgte ein eher milder Block und es ist wahrscheinlich, dass es auch wieder Temperaturschwankungen nach unten geben wird. Ihre Wetterprognosen basieren auf eigenen Daten aus der ganzen Region. Wie erstellen Sie Ihre Vorhersagen? Unsere Wetterstationen liefern täglich eine ganze Reihe an Messdaten über das Internet: Temperatur, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Windgeschwindigkeit, Solarstärke sowie gerade in den vergangenen Jahren wichtige Werte aus dem Boden wie Temperatur und Feuchtigkeit in unterschiedlichen Tiefen. Wir werten diese Daten aus, als Rückblick, aber vor allem auch im Rahmen unserer Vorhersage. Natürlich könnte man regionale Prognosen auch allein auf Grundlage von frei verfügbaren Wettermodellen aus dem Internet erstellen. Wir wollen es 17
Mittlerweile haben wir rund 80 Wetterstationen im ganzen Sauerland verteilt.
aber genau wissen. Denn es gibt regionale Besonderheiten und Regelmäßigkeiten: In dem einen Tal ist es immer kälter als in den Nachbartälern. Auf manchen Bergen ist der Wind immer stärker als anderswo. In manchen Orten hier regnet es einfach mehr als im Schnitt. Wir wissen das, weil wir es seit langem messen. Unsere Vorhersagen basieren also auf den großen Wettermodellen, unserem eignenen Wissen zum regionalen Wetter und unseren tagesaktuellen Daten. Wenn die kalte Jahreszeit kommt, mehren sich die Schlechtwetter-Tage. Haben Sie einen guten Tipp, was man dann unternehmen kann? Ich bin ein Naturmensch, der sagt: Man kann auch bei schlechtem Wetter nach draußen gehen. Beziehungsweise: Schlechtes Wetter gibt es nicht. Auch Nebel ist schön. Immer einen Ausflug wert ist der Kahle Asten. Dort gibt es übrigens eine Ausstellung zum Thema und den Klimapfad, den mein Vater geschaffen hat. Er bietet dort seit 30 Jahren Führungen unter dem Titel „Klimarausch“ an, zu denen man sich anmelden kann. Die finden, wenn’s nicht gerade hagelt oder stürmt, übrigens bei jedem Wetter statt. Fotos Julian Pape/Ralf Litera
/ Wie schwer ist es, den richtigen Partner für Immobilien zu finden? Gar nicht! Nina Bresinski VolksbankMaklerin
Volksbank Sauerland Immobilien GmbH Drostenfeld 2-8 / 59759 Arnsberg die-volksbank-makler.de
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Und, was machen wir heute??? Winterliche Aktivitäten abseits von Ski- und Rodelpisten
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Wenn weiche, weiße Flocken vom Himmel fallen und die Welt einhüllen, die Seen zufrieren und trotz Minustemperaturen die Sonne vom blauen Himmel lacht, ist es da, das Winterwunderland, und viele können es kaum erwarten, auf Skiern, Snowboard oder Schlitten die Sauerländer Hügel und Berge hinunterzufegen. Aber was, wenn die weiße Pracht eher Matsch ist, der Regen nicht aufhören will oder der Wintersport nicht zu den Lieblingsaktivitäten zählt? Dann haben wir hier einige Tipps für die ganze Familie, bei denen das Wetter nicht immer mitspielen muss.
der G l ü c k o ch e n ? Köpf In manchen Familien wird er regelmäßig zelebriert, in anderen ist er fast in Vergessenheit geraten, der gute, alte Spieleabend. Dabei eignet er sich perfekt für Tage, an denen man lieber nicht vor die Tür gehen möchte. In der Welt der Spiele gibt es kaum Grenzen, die Varianten reichen vom kurzen Kinderspiel bis zum mehrere Stunden dauernden Strategiespiel. Bei manchen entscheidet das Köpfchen, bei anderen einfach das Glück. Da nicht jeder eine umfangreiche Spielesammlung sein Eigen nennt, lohnt es sich, in den örtlichen Bibliotheken zu stöbern, die ein vielfältiges Spiele-Angebot bereithalten. Vielleicht sogar das neue Lieblingsspiel. Ganz Kreative können für vorhandene Spiele neue Regeln erfinden – sehr beliebt beim Kartenspiel „Uno“, bei dem mancher durch gefühlte 100 Zusatzregeln schon mal den Überblick verloren hat.
Abtauchen in en fremde Welt Wer es lieber ruhiger mag, sollte sich mit seinen Liebsten aufs Sofa kuscheln und eine gemütliche Vorleserunde starten. Sogar ältere Kinder finden es spannend, gemeinsam zu lesen. Ersetzen Sie das Pixie-Buch durch Werke wie „Pippi Langstrumpf“ oder „Harry Potter“. Die lassen sich nicht unbedingt an einem Nachmittag durchlesen, dafür können sie zum täglichen FamilienRitual werden, bei dem alle zusammenkommen. Für Leseanfänger gibt es sogar spezielle „Erst ich ein Stück, dann du“-Bücher, in denen die Vorleseabschnitte zwischen Groß und Klein bereits aufgeteilt sind. Vielleicht liest auch jeder ein Kapitel aus seinem aktuellen Lieblingsbuch vor. Und wer dem Selbstlesen so gar nichts abgewinnt, kann es mit einem Hörbuch oder Hörspiel versuchen. In die Lieblingsdecke einkuscheln, einen heißen Kakao in der Hand und dann abtauchen in fremde Welten und aufregende Abenteuer.
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Für Keksd e s ig n e r Aufregend, vielmehr chaotisch, aber sehr spaßig, wird es in der Weihnachtsbäckerei. Für die meisten unter uns gehören selbst gebackene Plätzchen sowieso zur Weihnachtszeit dazu und zusammen mit der ganzen Familie kann diese Tradition zu einer tollen, gemeinsamen Aktivität werden. Wer will, kann sogar kleine Wettbewerbe zum schönsten, lustigsten oder außergewöhnlichsten Keksdesign etablieren. Alternativ lässt sich auch ein Lebkuchenhaus schmücken, das es inzwischen in verschiedensten Ausführungen vorgefertigt im Handel gibt. Das Verzieren macht dabei ebenso viel Spaß wie das anschließende Naschen.
L a g e r fe u e r K u li n a r ik Genascht werden kann auch beim nächsten Tipp, dem winterlichen Lagerfeuer. Wer nicht die Möglichkeit hat, ein Lagerfeuer in einer Feuerschale im eigenen Garten zu entzünden, kann sich eine Feuerstelle mieten, zum Beispiel im Wildwald Vosswinkel. Hier werden dann über dem heißen Feuer Stockbrot und Marshmallows geröstet. So ein Lagerfeuer lässt sich auch prima zu einem Wintergrillen mit Freunden erweitern. Oder zur Reibekuchenschlacht im Schnee, wobei der Schnee nicht zwingend nötig ist. Dafür braucht man eine große Schüssel mit Reibekuchenteig, der frisch in der Pfanne auf dem Campingkocher oder über dem Feuer zu knusprigen Reibeplätzchen verarbeitet wird. Mit etwas Apfelmus und heiß auf die Hand, kommt direkt Weihnachtsmarktstimmung auf. Da heißt es: einfach genießen.
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S ch n e e v e r n is s a g e Und wenn der Schnee dann doch kommt und sich das Winterwetter von seiner schönsten Seite zeigt, geht es hinaus zum Schnee-EngelWettbewerb. Der lässt sich am besten in frischem Pulverschnee austragen und ist nicht nur etwas für Kinder. Das Schwierigste ist, beim Aufstehen den schönen Abdruck nicht durch Aufstützspuren zu ruinieren. Die ein oder andere helfende Hand ist da von Vorteil. Wer mag, kann seinem Engel ein Gesicht oder ein hübsches Muster auf dem Kleid verpassen. Mit Steinchen, Stöcken, Blättern, Eicheln und Ähnlichem ist das schnell gemacht und braucht keine lange Vorbereitungszeit. Mit wenig Schnee lassen sich auch noch andere Kunstwerke bauen. Wie wäre es mit einer Familie von ganz kleinen Schneemännern, Schneetieren oder gar verrückten Skulpturen? Wenn die fertig sind, kann die eigene Schneevernissage beginnen.
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C o c k t a il Party
Der neue Maßstab für Versiegelungen! Quarz-Versiegelung
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Genug von Schnee, Kälte und dem Winter allgemein? Dann bietet unser letzter Tipp ein wenig Sommerfeeling an der hauseigenen Cocktailbar. Gebraucht werden Gläser, Strohhalme, geschnittene Früchte und vor allem eine Auswahl an verschiedensten Fruchtsäften und Sirups. Dann geht es ans Experimentieren. Wer erfindet den leckersten Cocktail? Einige dickflüssige Sirups haften gut als Muster an der Glasinnenseite. Werden die bunten Säfte dann noch vorsichtig über einen Löffel ins Glas geschüttet, entstehen sogar mehrere Schichten. Mit ein paar Früchten oder Zuckerrand dekorieren und schon gibt es Urlaubsfeeling für zu Hause.
Text und Fotos (u.a.): Denise Weber
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2014 wurde das neue Logistikzentrum „Gut Nierhof“ in Voßwinkel mit mehr als 11.000 m² eingeweiht.
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CASO-Mitarbeiterin und Produkt der ersten Stunde: Diana Vollheit mit dem Karton der „Profi-Party-Pfanne.“
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20 Jahre CASO: Von der Handelsvertretung zur Marke CASO Design ist eine der ersten Marken, die mit mobilen Küchengeräten die Verschmelzung der Küche mit den alltäglichen Lebensräumen thematisierte. Seit 2003 entwickelt und vertreibt das Arnsberger Familienunternehmen Braukmann GmbH mit der Marke CASO Design innovative und intelligente Küchentechnik. Von Beginn an haben die Gründer Peter und Bernd Braukmann die Grundidee mobiler Küchengeräte stetig weiterentwickelt und es sich zur Aufgabe gemacht, Produkte zu entwerfen, die mehr Bedienkomfort und Leistung bieten: durch starke Funktionen, ästhetische Formen und einfach gute Ideen.
Alles begann mit einer Partypfanne, der Durchbruch kam mit mobilen Induktionskochfeldern und DesignMikrowellen. Heute bietet CASO Design ein breit gefächertes Sortiment mit mehr als 200 hochwertigen Produkten an, sowohl für den Privathaushalt als auch für die Gastronomie. Dazu gehören unter anderem energiesparende TurboHeißwasserspender und hochwertige Geräte für alle Garmethoden – z.B. modernes Kochen mit Induktion, Braten, Backen, Grillen, Dampfgaren oder SousVide-Garen – mit denen jede(r) optimale Ergebnisse für höchsten Genuss erreichen kann. Für noch mehr Bedienkomfort bietet CASO kostenlose Apps an, mit denen verschiedene Geräte praktisch von überall gesteuert werden können. In den Produktgruppen mobile Induktionskochfelder, 24
Vakuumiersysteme und Weintemperierer nimmt CASO Design bereits seit einigen Jahren eine marktführende Position ein. Zusätzlich verstärkt CASO Design sein Sortiment um Produktbereiche wie Kaffeezubereitung sowie thermische und motorische Küchengeräte. Von den Anfängen bis heute Grundstein für die heutige Unternehmensgruppe ist die Anmeldung der Handelsvertretung durch Emil Braukmann am 1. Oktober 1952. Mit Gründung der Braukmann GmbH 2003 wurde das in Jahrzehnten gewonnene KnowHow in der neuen Marke CASO Germany umgesetzt, 2016 erfolgte der Brand-Relaunch mit der Einführung des Labels CASO Design. Seit Beginn der eigenen Marktaktivitäten
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auf unsere Marke übertragen lassen“, so legt CASO großen Wert darauf, Produkte für Braukmann. den Bereich Kochen, Genießen und Lifestyle sowohl für den privaten als auch den gewerbVom Sauerland in die ganze Welt lichen Anwender anzubieten, die größtmögDas Herz von CASO Design schlägt im lichen Nutzen bringen. Denn der Anspruch Sauerland, hier arbeiten rund 110 ist es, immer das Optimale für den Kunden Mitarbeitende an mehreren Standorten. umzusetzen. „Ohne unsere engagierten Mitarbeiterinnen Die hervorragende Qualität wird regelmäßig und Mitarbeiter wäre diese Entwicklung von verschiedenen Testmagazinen bestätigt. nicht möglich gewesen“, lobt Peter 2019 wurde CASO Design außerdem als Braukmann sein Team. „Wir sind aus kleiführender Hersteller von Weinkühlschränken nen Anfängen gemeinsam mit ihnen von einer unabhängigen Jury als „Marke des Emil Braukmann gewachsen.“ Heute exportiert CASO vom Jahrhunderts“ ausgezeichnet. Das Buch „Deutsche Standards – Marken des Jahrhunderts“ (ZEIT Sauerland aus in rund 30 Länder weltweit, u.a. nach Verlagsgruppe) würdigt so Unternehmen, die die Wirtschaft Vietnam und Korea, Dubai, Ägypten, Israel und Skandinavien, in die Türkei, UK und die USA. Ob Europa, Deutschlands prägen. Asien, Amerika oder Afrika – der wachsende Export ist auch ein Zeichen der hohen Akzeptanz der Marke in anderen Brandstore No. 1 Im August 2021 eröffnete CASO Design mit dem Ländern und Kulturkreisen. Künftig wird CASO verstärkt „Brandstore No.1“ seinen ersten Marken-Store in Neheim. den Markt für hochwertige Einbaugeräte erschließen sowie Kunden und Interessierte können hier auf über 200 die Zusammenarbeit mit exklusiven Küchenstudios und Quadratmetern mehr als 200 Produkte live erleben – und die -planern ausbauen. Im Fokus stehen Lifestyle-Produkte für Genießer, die hochwertige Lebensmittel maximal lecker größte Ausstellung von Weinkühlschränken in Deutschland. zubereiten wollen. Mehr auf www.caso-design.de Soziales Engagement Seit 2014 engagiert sich CASO als Hauptsponsor der 1. Volleyball-Damenmannschaft des RCS, die in dieser Saison in der 2. Bundesliga Nord spielt. „Das ist einfach eine tolle Zusammenarbeit“, erklärt Geschäftsführer Peter Braukmann – kein Wunder, denn beide verbindet eine gemeinsame Wertebasis. „Leistungssport steht für Qualität, Die Produkte wurden technisch immer weiter optimiert Dynamik und Leidenschaft – Attribute, die sich unmittelbar – auch das Logo wurde entsprechend weiter entwickelt.
Lust auf was Neues? KOMM IN UNSER TEAM, WIR SUCHEN VERSTÄRKUNG! JETZT BEWERBEN Auf caso-design.de, über den QR-Code oder per Mail an personal@caso-design.de
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Einzigartiger Grenzgänger Dr. Michele Ufer – der ganz besondere TRAILDORADO-Initiator
Der Motivationspsychologe Dr. Michele Ufer war in der Atacama-Wüste, am Mount Everest, im tiefsten Amazonas-Regenwald und am Polarkreis. Über seine Grenzerfahrungen berichtet er regelmäßig in Vorträgen. Doch seine wohl größte Herausforderung wartete auf ihn, als er auf einem Flug einen schweren Schlaganfall erlitt. Mit HEIMATLIEBE sprach er über seinen harten Weg zurück ins Leben und seine Erfahrung beim TRAILDORADO-Lauf.
Herr Dr. Ufer, Sie erlitten als Extremsportler im letzten Jahr einen Schlaganfall. Wie geht es Ihnen heute – vielleicht gerade in diesem Moment? Ich erlitt nicht als Extremsportler, als Folge des Extremsports einen Schlaganfall, sondern einfach nur als Mensch. Ich sage das ganz bewusst so, denn der Schlaganfall hatte nichts mit dem Sport zu tun, wie Ärzte bestätigten. Es gibt tatsächlich keinerlei kausale Verbindung zwischen dem Sport und diesem Schicksalsschlag. Allerdings haben mir der Sport und meine Fitness letztendlich wahrscheinlich das Leben gerettet. Und der Sport ist aufgrund seiner nachweislich positiven Auswirkungen auf die Neuro-Rehabilitation eine tragende Säule bei der Genesung. Ich bin ja kein „typischer“ Schlaganfall-Patient. Ich bin relativ jung, fit und habe einen gesunden Lebensstil. Der Schlaganfall war die Folge eines Risses der Halsschlagader – einer der häufigsten Gründe für Schlaganfälle bei jüngeren und gesunden Menschen, egal ob sportlich oder unsportlich.
richtig artikulieren, sehen, wahrnehmen und bewegen. Auf Fragen des Flugbegleiters konnte ich nicht mehr antworten. Es war schrecklich, weil ich mich sehr hilflos fühlte. Während eines Zwischenstopps in Paris wurde ich in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Leider war die Behandlung nicht adäquat und es ereignete sich ein zweiter schwerer Schlaganfall im Krankenhaus. Der gesamte einwöchige Aufenthalt dort verlief sehr traumatisch. Aber das ist ein Kapitel für sich. Wie hat dieser Vorfall Ihre Sicht auf das Leben und Ihre Tätigkeit als Extremsportler verändert? Ich blicke nicht nur aus Sicht eines Extremsportlers auf diesen Vorfall, sondern auch als Psychologe, Forscher, Speaker und Coach. Aus all diesen Perspektiven hat sich meine Sicht auf das Leben bisher nicht verändert. Ganz im Gegenteil: Sport und Mentaltraining sind sehr wirkungsvolle Strategien, die sich positiv auf die Leistungserbringung in vielen Bereichen des Lebens auswirken. Erst recht, wenn die Höchstleistung darin besteht, sich nach einem verheerenden Schicksalsschlag erfolgreich zurück ins Leben zu kämpfen. Und so bringe ich das Ausdauertraining und die mentalen Trainingsstrategien im Rahmen meiner Reha gezielt zum Einsatz und nutze die
Ich bin kein typischer SchlaganfallPatient.
Können Sie schildern, wie es Ihnen im Moment des Anfalls ging? Es passierte während eines Transatlantikfluges, als ich geschlafen habe. Beim Aufwachen habe ich realisiert, dass ich ein Problem habe. Plötzlich konnte ich mich nicht mehr 26
Erkenntnisse aus meiner Flow-Forschung. In der Vergangenheit war ich bekannt dafür, verwegene Ziele zu verfolgen. Das Streben nach diesen Zielen hat mir letztes Jahr wohl das Leben gerettet. Ich wäre ja verrückt, wenn ich genau das aufgeben würde. Sie haben trotz Sprachverlust und Schreibstörung ein neues Buch geschrieben. Woher nehmen Sie die Motivation und den Willen für dieses neue Projekt? Als jemand, der Sprachstörungen infolge eines Schlaganfalls hat, der beim Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben gestört ist, das Ziel zu verfolgen, ein Buch zu schreiben, mag für viele Außenstehende etwas verrückt erscheinen. Aber letztlich ist die Arbeit zugleich auch Therapie. Denn um wieder schreiben zu lernen, muss ich ja wieder schreiben. Das ist momentan oft ziemlich frustrierend und dauert mitunter sehr lang. Jedes Wort ist ein Kampf, jeder Satz ist ein noch längerer Kampf. Diese Situation ist umso frustrierender, wenn man zuvor bereits erfolgreich mehrere Bücher veröffentlicht hat. Aber ich bin überzeugt, irgendwann wird das Schreiben wieder leichter werden. Ich finde die Vorstellung sehr reizvoll, dass ich mit diesem Buch nicht nur das Schreiben für mich selbst wieder neu erlerne, sondern es zukünftig anderen Menschen in ähnlichen Lebenssituationen Mut und Zuversicht schenken kann.
genutzt werden. Der konkrete Umgang mit schwierigen Situationen hängt natürlich auch ganz von den individuellen Lebensumständen ab und ist zugleich eine Frage der persönlichen Einstellung, wie man solchen Herausforderungen begegnet. Hilfreiche Einstellungen, Verhaltensweisen und Strategien, die die eigene Widerstandskraft fördern, kann man auch lernen. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass man sich durch gesundheitliche oder sonstige Rückschläge weiterentwickeln kann. Sie haben dieses Jahr trotz der schweren Erkrankung wieder am TRAILDORADO in Arnsberg teilgenommen. Wie ist es für Sie gelaufen und welches Gefühl hatten Sie dabei? Es war absolut überwältigend! Es liefen auch viele Tränen – aber vor Glück. Es war ein fantastisches Gefühl, aber natürlich auch sehr anstrengend. Das ist es im gesunden Zustand schon (lacht). Ich habe wieder den Startschuss gegeben, die gemeinsame Einführungsrunde angeführt und den legendären Schokobrunnen eröffnet. Ich habe sogar am Vorabend einen Keynote-Vortrag gehalten. Eigentlich war es noch zu früh – und das TRAILDORADO-Team hatte dieses Jahr auch noch nicht mit mir gerechnet. Aber ich wollte unbedingt wieder bei meinem Team sein. Also habe ich es einfach gemacht. Ein sehr wichtiger Meilenstein für mich!
Meine Sicht aufs Leben hat sich nicht geändert.
Gibt es etwas Positives, das man privaten oder gesundheitlichen Rück- und Schicksalsschlägen abgewinnen kann? Häufig kann man dem tatsächlich etwas Positives abgewinnen. Sogar noch besser: Oft können solche Krisen ganz bewusst als echte Entwicklungs- und Wachstumschancen
Was gab den Ausschlag zur Teilnahme? Ich habe in den letzten Monaten eine sehr steile Lernkurve absolviert. Die Teilnahme war ein großes Ziel, das ich mir in der Reha gesetzt habe. Im Rahmen dieses Festivals war ich zum ersten Mal nach dem Schicksalsschlag überhaupt wieder in der Öffentlichkeit – ein sehr bewegender Moment.
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Beim TRAILDORADO liefen Tränen – vor Glück!
Weil jeder Mensch besonders ist
Gleichzeitig fühle ich mich aktuell aber auch erschöpft. Jeder Tag bedeutet Höchstleistung und einen wirklich schweren Kampf zurück ins Leben. Was gibt es in naher Zukunft noch für Ziele, die Sie unbedingt erreichen möchten? Gesundheit! Körperlich wieder fit und geschmeidig werden, aber vor allem die Sprache weiter perfektionieren und automatisieren. Mit zunehmender Übung wird es wieder, Schritt für Schritt. Ich träume weiterhin davon, den letzten Lauf in der Antarktis der Rennserie "Grand Slam" zu realisieren. Und dann gibt es da noch mindestens eine spannende Forschungsidee, der ich im Zuge einer Hochschul-Professur gerne nachgehen möchte. Und da ich bei der Jubiläumsausgabe von TRAILDORADO letztes Jahr wegen des Schlaganfalls leider nicht dabei sein konnte, möchte ich beim nächsten großen Jubiläum in Arnsberg die Korken knallen lassen. Das Interview führte Simon Engels, Fotos: Ralf Litera, Jakub Grezela
Buchtipp Gemeinsam für Ihren Alltag! Arnsberg Ringstraße 57 Tel.: 02931 802992
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Winterberg Franziskusstraße 25a Tel.: 02981 928189 www.ergo-sauerland.de 28
M. Ufers neuestes Buch „Extrem normal“ über seinen Weg durch die Wüste ist ab sofort erhältlich. (ISBN 978-3-9858804-7-8)
Künstliche Intelligenz: Wohin führt sie uns? Unser Sauerland durch das Objektiv der KI Wenn Sie die aktuelle Titelseite des Heimatliebe-Magazins aufschlagen, werden Sie Zeuge eines kleinen Stücks Geschichte. Zum ersten Mal ziert ein von Künstlicher Intelligenz (KI) erstelltes Bild unser Magazin – eine malerische Landschaftsaufnahme des Sauerlands im frostigen Winterkleid. Die Frage, die sich aufdrängt, lautet: Wird KI in Zukunft die menschliche Fotografie ersetzen? Es ist eine Debatte über Kreativität versus Technik - Originalität versus Reproduzierbarkeit. Wir stehen vor einem Dilemma, bei dem es nicht unbedingt um "besser" oder "schlechter" geht, sondern um "anders". Wie KI unsere Art zu sehen verändert Die Landschaft auf unserer Titelseite ist das Ergebnis der Arbeit mit der KI Dall-E. Dall-E ist eine Bild-KI, die Bilder generiert und nun in Chat GPT integriert ist, um Textanfragen in visuelle Darstellungen umzuwandeln. Aus der textlichen Aufgabenstellung „Ein frostiger Wintermorgen im Sauerland mit Hügeln und Wäldern“ erzeugte die KI ein Bild, das unsere heimischen Berge in nebliger Stille zeigt. Wie ein Maler, der seine Farben mischt, kombiniert Dall-E Pixel für Pixel zu einem Ganzen, das mehr ist als die Summe seiner Teile – ein Prozess, der Faszination wie auch Skepsis weckt. KI in der Werbung: ein zweischneidiges Schwert Die Werbeagentur Mues + Schrewe hat diese Technologie bereits adaptiert. ChatGPT hilft beim Verfassen von Marketingtexten. Dall-E und Adobe Firefly erstellen Stockfotos durch Eingabe von Textbefehlen. Doch so magisch dieser Prozess auch sein mag, unser Fachwissen bleibt unerlässlich. Jedes Ergebnis durchläuft einen sorgfältigen Prozess der Nachbearbeitung. Die KI bietet uns einen Ausgangspunkt, aber das Endprodukt liegt immer in menschlichen Händen. Die Kreativität der KI ist eine Rohform, die durch menschliches Geschick und Erfahrung verfeinert wird.
Chancen und Risiken: KI in der Arbeitswelt In der Arbeitswelt eröffnet KI unzählige Chancen, birgt aber auch Risiken. Speziell in der Kreativbranche fragen sich viele, ob sie eines Tages überflüssig werden könnten. Fotografen, Mediengestalter, Texter – sie alle sehen sich mit einer Zukunft konfrontiert, in der KI eine immer größere Rolle spielen wird. Statt als Ersatz sollten wir KI jedoch als Werkzeug betrachten, das unsere Fähigkeiten erweitert, uns Zeit spart und neue Horizonte eröffnet. Kreativität, menschliches Urteilsvermögen und die persönliche Note sind Eigenschaften, die eine Maschine vorerst nicht reproduzieren kann. Ein Blick in die Zukunft Die KI kann uns, ähnlich wie die Landschaften des Sauerlandes auf unserem Titelbild, Wege durch die digitalen Wälder weisen. Wir entscheiden, welchen Pfaden wir folgen. Mit Neugier und Offenheit können wir diese neuen Wege erkunden. Text: Adrian Karlsburg, Illustrationen: KI generiert (Susanne Espert)
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Einstimmung auf das Weihnachtsfest Krippenspiele in Arnsberg und Sundern
Zu Weihnachten zieht es viele Menschen in die Kirchen, die normalerweise eher selten dort anzutreffen sind. Für einige ist es einfach Tradition, andere freuen sich auf ganz besondere Darbietungen zur Weihnachtszeit – die Krippenspiele. In den meisten Gemeinden, ob katholisch oder evangelisch, gehören sie seit Jahrzehnten zum festen Repertoire. Mal im kleinen, mal im ganz großen Rahmen und vor allem immer unter Beteiligung von vielen Kindern und Jugendlichen.
Egal, wer gefragt wird, die Verantwortlichen im Hintergrund der Krippenspiele können sich nicht erinnern, dass es jemals kein Krippenspiel an Heiligabend gab. Die meisten von ihnen sind bereits seit Jahren selbst aktiv dabei, wie Martina Gerdes von der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Arnsberg, die seit 17 Jahren zum Krippenspielteam gehört. Die mitwirkenden Kinder kommen oft aus den umliegenden Kindergärten und Grundschulen. In einigen Gemeinden bewegt sich der Altersunterschied der jungen Schauspieler gar zwischen 3 und 16 Jahren. Gerne werden auch Flüchtlinge oder Menschen mit Handicap eingebunden, wichtig ist nur, dass alle mit Freude dabei sind. Herberge gesucht – Pokémon gefunden In der evangelischen Gemeinde Arnsberg gibt es im Laufe des Nachmittags von Heiligabend sogar zwei verschiedene Krippenspiele, die jeweils von den Konfirmationsjahrgängen gestaltet werden: eine Gruppe mit Kindern im Grundschulalter, die andere Gruppe mit Jugendlichen, die kurz vor ihrer 30
Konfirmation stehen. Geprobt wird daher teils während des Konfirmationsunterrichts und zur Aufführung kommen oft sehr moderne Stücke, die aber immer die Weihnachtsbotschaft in sich tragen. Auch die katholische Propsteigemeinde in Arnsberg interpretiert die Weihnachtsbotschaft gern mal auf andere Weise, wie 2019, als es hieß „Herberge gesucht – Pokémon gefunden“. In diesem Jahr wird Charles Dickens berühmte Weihnachtsgeschichte um den fiesen Mr. Scrooge aufgeführt. In den meisten Gemeinden gibt es allerdings das klassische Krippenspiel mit Maria, Josef und teils vielen, vielen Engeln und Hirten. „Wir haben etwa 13 Sprechrollen, die an die Kinder der dritten und vierten Klassen vergeben werden. Die anderen teilen sich in Hirten und Engel auf, das können dann pro Gruppe um die 20 Kinder sein“, erklärt Kathrin Brüggemann von der Gemeinde Heilige Familie Oeventrop. So viele Kinder unter einen Hut zu bringen ist schon eine Herausforderung, aber die Mühe wert, ist sich das sechsköpfige Team einig. Auch in den anderen Gemeinden ist das Krippenspiel oft eine turbulente Angelegenheit, aber gerade deshalb auch so schön, berichtet Marita Rengshausen aus Hellefeld: „Unsere St.-Martinus-Kirche ist dann immer total voll mit kleinen und großen Leuten. Es ist ein unheimliches Gewimmel und Gewummel. Toll! Aber wenn gespielt wird, wird es von selbst ganz leise. Wir schieben Kirchenbänke zusammen und die Kinder sitzen vorne auf Decken und Sitzkissen.“
Mit heißem Kakao und im Schneeanzug Alle Beteiligten sind also mit Herzblut dabei, organisieren Kostüme, bauen Kulissen oder sorgen im Hintergrund einfach dafür, dass die Hauptverantwortlichen den Rücken frei haben. Das alles geht nicht ohne die Beteiligung der eigenen Familie, aber auch der der mitspielenden Kinder. In einigen Gemeinden merken die Verantwortlichen, dass es schwerer wird, genug motivierte Mitwirkende zu bekommen, denn kurz vor Weihnachten sind viele sehr eingebunden. „In der Propsteigemeinde St. Laurentius wurde nach Corona einiges umstrukturiert. Jetzt gibt es hier keine Kommunionskinder mehr, die vorher immer beim Krippenspiel mitgewirkt haben, daher ist es schwieriger geworden, genug Kinder zu erreichen“, erklärt Küsterin Silke Hoyer-Rickert. Doch das Krippenspiel einfach ausfallen zu lassen ist für sie – wie für die Verantwortlichen in anderen Gemeinden – keine Option. Selbst in Corona-Zeiten wurde immer eine Lösung gefunden und Mareike Weber aus Niedereimer
sind gerade diese Krippenspiele in Erinnerung geblieben: „Im Jahr 2021 haben wir draußen gespielt, vor der Kirche. Letztes Jahr wurde aufgrund der Energiekrise die Kirche nicht geheizt. Das war schon unangenehm, bei 6 Grad, aber mit heißem Kakao, die Kinder in dicken Schneeanzügen, hatten wir trotzdem viel Spaß.“ Beatrix Sommer-Wenzel aus Hachen fasst zusammen, was andere ebenso empfinden: „Das Krippenspiel ist immer sehr gut besucht und die großen wie kleinen Aktiven vor oder hinter der Kulisse machen das mit sehr viel Liebe. Es ist wirklich eine wunderschöne Einstimmung auf das Weihnachtsfest.“ Texte und Fotos: Denise Weber
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Pauline Zacharias ist Kfz-Meisterin und Fahrerin im Omnibus-Unternehmen Zacharias
Auf Achse – und darunter 32
Wenn sie nicht hinterm Steuer sitzt, steckt sie eigentlich im Blaumann. In der Werkstatt des Freienohler Busunternehmens Zacharias Reisen sorgt Pauline Zacharias zusammen mit einem Kollegen dafür, dass auf der Straße und im Bus alles reibungslos funktioniert. Ihre großen Leidenschaften – wie könnte es anders sein: die Fahrzeugtechnik und das Reisen.
6:43 Uhr, pünktlich nach Fahrplan, startet Paulines Arbeitstag. Hinter dem großen Lenkrad eines MercedesLinienbusses, auf der Linie R71 von Freienohl Richtung Arnsberg. Vor allem Schülerinnen und Schüler sitzen heute Morgen im Bus, verschlafen, verspielt, gemischte Stimmung vor dem Schulalltag. Anschließend fährt sie die Strecke Freienohl-Wennemen. Kurz nach acht: Frühstück. Und dann ab in den Blaumann und in die Werkstatt. Paulines zweites Zuhause. Nach dem Abi auf dem Arnsberger Laurentianum und ihrer Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin, Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik, hat die Tochter der Familie hinter dem Traditionsunternehmen Zacharias Reisen im März 2023 ihre Meisterprüfung abgelegt. Heute ist die 23-Jährige nicht nur als Fahrerin europaweit unterwegs, sondern vor allem in der betriebsinternen Werkstatt verantwortlich dafür, dass die 43 Busse des Fuhrparks einwandfrei, sicher und komfortabel fahren. Das tun sie seit über 80 Jahren: im Rahmen des regionalen Linienverkehrs im gesamten Sauerland, deutschlandweit auf Tagestouren und im internationalen Reisebusverkehr.
Gemacht wird, was anfällt In der Werkstatt steht heute einiges an: An einem Bus müssen die Querlenker getauscht werden. Spachteln, schleifen, kleine Karosseriearbeiten. Bei einem anderen Bus sind die Krümmerschrauben abgerissen, der ist als Nächstes dran. Und eine Tür fährt nicht mehr richtig ins Portal. „Größte Herausforderung ist, immer auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben.“
Ich bin im Betrieb aufgewachsen und hatte immer schon eine besondere Verbundenheit zu unseren Fahrzeugen.
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Ein heimlicher Wunsch: das eine oder andere alte Schmuckstück auf dem Betriebsgelände in Freienohl.
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Das fällt Pauline nicht schwer, weil sie sich für Handwerk und Technik begeistert, seit sie denken kann. Die Entscheidung zur Ausbildung stand da schnell. Als einzige Frau in der Berufs- und Meisterschule hat sie anfangs für Verwunderung gesorgt. „Sobald die Kollegen merken, dass ich die gleichen Tätigkeiten genauso gut mache, legen sich die Klischees“, weiß Pauline und zieht die Radschraube eines großen Reisebusses nach. Ihre Werkstatt ist bestens ausgestattet. Man weiß sich zu helfen. „Mit besonderer Leidenschaft fahre ich den Reiseverkehr. Da lernst du viele verschiedene Menschen und Kulturen kennen. Entdeckst tolle Orte und sammelst neue Eindrücke.“ Ihre erste Auslandsfahrt ging 2022 im Rahmen eines Hilfskonvois an die ukrainische Grenze. Mittlerweile hat sie einige Touren begleitet: Gardasee, Denia, Obergurgel. Mobilitätswende im Sauerland? In Sachen Bewegung ist hierzulande einiges in Bewegung. Wo sieht Pauline Zacharias die Zukunft der Mobilität im Sauerland? „Mit dem Thema E-Mobilität werden wir uns sicher auseinandersetzen müssen. Noch spielt es für unser Unternehmen keine Rolle.“ Aufgrund der spezifischen Topografie sei das schwer umzusetzen. Mit den aktuellen Reichweiten sind Elektrobusse auf Linien von 350 bis 450 km – und dann noch auf Strecken wie über den Ochsenkopf – einfach nicht geeignet. Hinzu kommen die schwache E-Infrastruktur auf dem Land und die Mehrkosten für E-Busse, eine große Herausforderung für private Unternehmen. „Wenn wir eine Mobilitätswende wollen, müssen Gesellschaft und Politik mitziehen und entsprechend über Förderungen entscheiden. Vor allem für die ältere Bevölkerung auf dem Land wäre ein Ausbau des ÖPNV ein großer Gewinn.“ Wohin diese Reise geht, bleibt offen. Fest steht, dass Pauline Zacharias gemeinsam mit ihrer Familie und den über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch in Zukunft die Mobilität im Sauerland unterstützend aufrechterhalten will. Dazu plant sie, in den kommenden Jahren an der Seite von Vater und Bruder als Teilgesellschafterin in die Geschäftsführung einzusteigen. Sie freut sich auf die großen Reisen, die noch vor ihr liegen. Und blickt gespannt auf die neuesten technischen Entwicklungen. Vor allem aber schlägt ihr Herz für Oldtimer und erste Entwicklungsschritte der Fahrzeugtechnik. „Ein großer Traum wäre der Setra S8. Der erste Omnibus mit selbsttragender Karosserie. Ein wichtiger Meilenstein für den heutigen Omnibusbau.“ Dass es den heute nur noch selten gibt, hält Pauline nicht davon ab zu träumen. Fotos: Ralf Litera
Weltmeisterschaften, Weltcups, Pisten-Spaß und mehr … Der Winter im Sauerland hat unglaublich viel zu bieten!
Winter 2023
© Jan Neus
Wie wäre es mit ein wenig Pisten-Spaß inklusive Einkehrschwung? Einer rasanten Abfahrt auf dem Schlitten mit Schneeballschlacht oder einer ausgedehnten Tour in der Loipe? Vielleicht lockt auch die Aussicht auf eine romantische Winterwanderung, auf den Besuch idyllischer Weihnachts- und Adventsmärkte, eine Wellness-Auszeit und kulinarische Genüsse? Der Winter im Sauerland ist bezaubernd schön und reich an Freizeitaktivitäten. Wer zudem Lust auf Spitzensport hat, der darf sich unter anderem mit der BMW IBSF Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft 2024 in der VELTINS-EisArena sowie dem FIS Snowboard-Weltcup in Winterberg auf gleich zwei hochkarätige Events freuen. Die folgenden Seiten bieten einen kleinen Ein- und Ausblick auf die kommenden Wintermonate. Viel Spaß bei der Lektüre!
Winterzauber im Sauerland
© Sauerland-Tourismus e.V. - Klaus-Peter Kappest
Nichts wie raus und ab ins Abenteuer!
Na, Lust auf ein echtes Winter-Abenteuer? Dann bist du im Sauerland genau richtig! Denn auch jetzt hat Deutschlands inspirierende Outdoorregion gleich eine ganze Reihe an besonderen Highlights zu bieten, die den Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Was das alles ist? Lass dich inspirieren!
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Besinnliche Adventsstimmung Wesentlich belebter geht es hingegen in den Städten und Orten zu. Denn das Sauerland punktet besonders in der Winterzeit mit einem breiten Angebot an Veranstaltungen, das tausende Tagesausflügler in die Region lockt. Vom liebevoll gestalteten Adventsmarkt in den idyllisch gelegenen Fachwerkdörfchen bis zu den großen, überregional bedeutsamen Weihnachtsmärkten, die mit ihren vielen Lichtern die Fußgängerzonen der Städte hell erleuchten, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und wo wir beim Thema Geschmack sind, darf natürlich ein heißer Glühwein nicht fehlen, der mit seinen Nuancen von Zimt und Gewürznelken die Luft erfüllt und den Körper von innen wärmt.
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Wohlbefinden
Der direkt am Land- und Kurhotel Tommes gelegene Heilstollen „Brandholz“ wird seit über 20 Jahren therapeutisch genutzt. Er ist ein Begriff für Gesundheit und Wohlbefinden geworden. Atmen Sie mal wieder richtig durch und tanken neue Energie.
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Nordenauer Heilstollenkur – Höhlentherapie im Sauerland 8 Tage, ganzjährig, individuell verlängerbar • 7 ÜN inkl. reichhaltigem Frühstücksbuffet • Ein saisonales Schlemmer-Buffet • Ein Begrüßungscocktail • 6 x Genießer-Drei-Gang-Halbpension • Ausführliche ärztliche Beratung und eingehender ärztlicher Check-Up, beinhaltend die Laboruntersuchung der relevanten Blutparameter im Umfang einer Klinikaufnahme (vollst. Blutstatus & -fette, Leber- & Nierenwerte, Elektrolyte usw.). Bei Indikation EKG • Notfallversorgung, Psychologische Beratung • Ohrakupunktur • Gesprächsrunden zu verschiedenen Gesundheitsthemen • 3 x Autogenes Training • 2 x Wassergymnastik • 2 x Massage oder Physiotherapie • Schwimmbad- und Saunanutzung • Freier Eintritt i. d. Schieferstollen Nordenau Preis pro Person im DZ ab im EZ ab
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Highlights für Naturfans Dabei ist es egal, ob die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft im Sauerland tief verschneit ist und die dichten Wälder eine weiße Haube tragen oder ob es nur knackig kalt ist und der Boden bei jedem Schritt ein knirschendes Geräusch von sich gibt, während der Atem zu kleinen Wölkchen gefriert. Freuen dürfen sich die Wanderfans dabei über die wohl größte Auswahl an Winterwanderwegen in ganz Nordrhein-Westfalen mit faszinierenden Aussichten und einer stets abwechslungsreichen Wegeführung. Mit etwas Glück begegnet man unterwegs auch dem ein oder anderen Waldbewohner wie Hase, Reh oder Eichhörnchen. So geht Entschleunigung auf Sauerländer Art und die Zeit an der kühlen Luft verleiht dem Körper einen wahren Frischekick mit Langzeitwirkung.
Wintersportvergnügen und Top-Events Doch was wäre das Sauerland ohne die klassischen Wintersportthemen wie Ski Alpin, Snowboarding und Skilanglauf? Mit mehr als 130 Liftanlagen und bis zu 300 Hektar Pistenfläche verwandelt sich die sonst grüne Freizeitregion zum größten Wintersportvergnügen nördlich der Alpen. Und auch Rodelfans, allen voran Familien, kommen auf den bestens präparierten Hängen voll auf ihre Kosten. Zudem hat die Region in diesem Winter wieder einmal ein absolutes Wintersport-Highlight zu bieten. Denn vom 19. Februar bis zum 4. März finden die BMW IBSF Weltmeisterschaften im Bob und Skeleton in der VELTINS-EisArena in Winterberg statt. Hier misst sich die Weltelite im Eiskanal beim Kampf um Bestzeiten und Medaillen.
Infos Ein Besuch im Sauerland lohnt sich eben immer. Auf den Geschmack gekommen? Infos zu allen Highlights gibt es unter www.sauerland.com, www.wintersport-arena.de und www.veltins-eisarena.de.
© Sauerland-Tourismus e.V. - Paul Masukowitz
Jede Menge Abwechslung Wem es draußen hingegen zu kalt ist, der findet im Sauerland auch jede Menge Indoor-Alternativen, bei denen man garantiert nicht frieren muss. Gleich ein ganzes Paket an Aktivitäten bietet beispielsweise das Erlebnisticket des Märkischen Kreises. Perfekt geeignet für Familien, die die besonderen Highlights im Westen des Sauerlands entdecken wollen. Während man sich beim Besuch auf Burg Altena und der Fahrt mit dem Erlebnisaufzug zurück in die Historie der Region begibt und Einblicke in längst vergangene Jahrhunderte erhält, ist im Erlebnisbad AquaMagis in Plettenberg jede Menge Action angesagt, wenn es rasant die Rutschen hinab ins Wasser geht. Aber auch die ruhige Fraktion unter den Ausflüglern wird hier glücklich, bietet doch der große Saunabereich genügend Möglichkeiten, um zu relaxen und mal so richtig auszuspannen. Ebenfalls inbegriffen im Ticketpreis sind ein Besuch im Sauerlandpark in Hemer, eine Fahrt mit der Sauerländer Kleinbahn bei Herscheid und der Eintritt ins Deutsche Höhlenmuseum mit der überregional bekannten Dechenhöhle. Und wer immer noch nicht genug hat, kann im Erlebnismuseum und Science Center Phänomenta in Lüdenscheid an rund 200 interaktiven Experimentierstationen sein Wissen erweitern.
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Sauerland-Tourismus startet Online-Shop #deinsauerland Ab sofort gibt es Shirts und Accessoires aus Deutschlands inspirierender Outdoorregion
Das Sauerland steht für unvergessliche Naturerlebnisse und bietet ein breites Portfolio an Freizeitaktivitäten von actiongeladen bis entspannt. Von der großen Beliebtheit zeugen nicht zuletzt die jährlich knapp acht Millionen Gästeübernachtungen. Ab sofort können Sauerländer und Sauerlandliebhaber ihrer Liebe zu Deutschlands inspirierender Outdoorregion in Form von Kleidungsstücken und Accessoires Ausdruck verleihen. „Das Sauerland birgt ein enormes Identifikationspotenzial, steht für atemberaubende Naturmomente und die Sauerländer sind stolz auf ihre Region“, betont Jannik Müller, stellvertretender Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus. Aber auch für Nicht-Sauerländer, nämlich die unzähligen Tagesausflügler und Urlauber, besteht ab sofort die Möglichkeit, sich ein passendes Andenken an die Auszeit in der NRW-weit
beliebtesten Tourismus-Destination nach Hause zu bestellen. „In der Vergangenheit wurden wir immer wieder darauf angesprochen, wieso wir keine Artikel in einem OnlineShop anbieten. Jetzt haben wir mit unseren themenspezifischen Labels die perfekten Designs für eine Umsetzung.“ Wer auf der Internetseite reinschaut, findet eine breite Palette an Vorlagen vor – Gravelbiken, Wandern oder die Sauerland-Seen sind nur einige Beispiele. Und auch an den Aspekt der Nachhaltigkeit wurde gedacht. „Das war uns bei der Umsetzung besonders wichtig, da wir uns gerade im Prozess der Zertifizierung als ‚Nachhaltiges Reiseziel‘ über TourCert befinden und diesem Gedanken auch bei unserem Online-Shop Rechnung tragen wollten“, so Müller weiter.
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Neuer Sessellift und längere Piste Modernisierung in Altastenberg – Wintersport-Arena Sauerland entwickelt sich weiter Was gibt es Schöneres, als weiß gepuderte Pisten vor traumhafter Kulisse hinunterzuschwingen? Seit 20 Jahren bereichert die Wintersport-Arena Sauerland die Region. Noch nie haben sich die Macher der Wintersport-Arena ausgeruht, jedes Jahr fällt den Liftbetreibern etwas Neues ein, was die Gäste begeistern soll. Momentan liegt der Fokus auf Altastenberg. Hier wird ein Vierer-Sessellift gebaut. Dafür werden zwei Schlepplifte abgebaut, der Kappellenhang und der Sonnenhang. Es entsteht eine 550 Meter lange Seilbahn mit einer 700 Meter langen Piste. Die Piste ist aber nicht neu. Die Talstation steht nur woanders, sodass die Abfahrt länger ist als zuvor mit dem Schlepplift. „Das wird eine Panoramapiste für die ganze Familie“, freut sich Julian Pape, Projektleiter der Wintersport-Arena. „Solche Modernisierungen sind ein Statement der Liftbetreiber. Wintersport hat Zukunft. So wie es die neue Studie der WSA untersucht hat und belegt. Mit den richtigen Infrastrukturmaßnahmen kann es Wintersport noch viele Jahre geben und auch auf eine sehr nachhaltige Weise. Wintersport im Sauerland hin40
terlässt aufgrund der kurzen Anreisewege einen vergleichsweise kleinen CO2-Fußabdruck. Zudem arbeiten die Liftbetreiber an Energieeffizienz, setzen zunehmend erneuerbare Energien ein und gerade in Schutzgebieten wie Altastenberg wird sehr auf die Natur geachtet. Alles geht Hand in Hand mit viel Rücksichtnahme“, so Pape weiter. Die Fans des Altastenberger Skigebiets freuen sich auf die ersten Runden mit dem neuen Sessellift. Text: Julia Kleinsorge, Fotos: Wintersport-Arena Sauerland
Neue Nachhaltigkeitsstudie Um der Kritik am Wintersport, die in den letzten Jahren immer lauter geworden geworden ist, hat die Wintersport-Arena Sauerland eine sachliche und faktenbasierte Betrachtung erarbeitet. Eine neue, umfassende Studie zum Wintersport in der Region untermauert die Nachhaltigkeit. Hier sind alle Infos dazu zu finden: www.wintersport-arena.de
Der Skibus für die Skiliftkarussell+ Card Einfach zwischen den Skigebieten pendeln Einfach in den Bus steigen und gleich vier Skigebiete erleben – ohne Stress und Parkplatzsuche. Das klingt verlockend. Ein Pendelbus bringt die Wintersportler in regelmäßigen Abständen mit dem „Skiliftkarussell+Card“Ticket kostenfrei von Winterberg über das Familienskigebiet Sahnehang zum Skikarussell Altastenberg und ins Postwiesen-Skidorf Neuastenberg. Richtig praktisch: Das Auto kann auch in Neuastenberg oder Altastenberg geparkt werden und trotzdem können alle Skigebiete an einem Tag besucht werden. Zwei Pendelbuslinien machen noch mehr Wintersportspaß möglich. Die Pendelbusse fahren vom Parkplatz P5 (Nordhang) an der Talstation Brembergkopf 2 (Nr. 11) ab. Orange Linie: Diese Linie fährt das Postwiesen-Skidorf Neuastenberg an und hält dort an der Haltestelle oberhalb der Postwiese. Grüne Linie: Diese Linie fährt das Skikarussell Altastenberg an und hält dort am Parkplatz am Kapellenhang in Altastenberg sowie am Parkplatz beim Sahnehang.
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H C I E R E E SCHN N-REICH E VARIANT ICH E R S I N B ERLE Schnee-Reich 28 beschneite Abfahrten Wintersport von Dez. bis März Varianten-Reich 27,5 PISTENKILOMETER 26 LIFTE, DAVON 14 SESSELLIFTE Erlebnis-Reich 11 Après-Ski-Hütten 14 Flutlichthänge - alle beschneit Di. & Fr. von 18.30 - 22 Uhr 3 Kinderländer
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Die besten Snowboarder der Welt geben Gas in Winterberg Wann ist die Entscheidung pro Winterberg gefallen? Die besten Snowboarder der Welt im Parallelslalom und Winterberg? Diese Kombination passt hervorra-
Dass wir unbedingt in Winterberg bleiben wollen, ist bei den Kolleg*innen vor Ort und in unserem Verband gleich im Anschluss an die erfolgreiche Veranstaltung im vergangenen Winter gefallen. In den Monaten danach mussten wir natürlich erst noch die Rahmenbedingungen wie Finanzierung und Termin klären. Dies ist nun gelungen und wir freuen uns auf den Weltcup im März.
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Was hat den Ausschlag für Winterberg gegeben? Was zeichnet
auch der Snowboard Germany.
Winterberg im Vergleich zu anderen Veranstaltungsorten aus?
Der deutsche Snowboard-
Wir – unsere Mitarbeiter*innen wie auch unsere Athlet*innen – fühlen uns in Winterberg jedes Mal bestens aufgehoben. Das liegt vor allem an der Professionalität, mit der die Kolleg*innen vor Ort am Werk sind. Darüber hinaus gibt es stets eine beeindruckende positive Resonanz aller teilnehmenden Nationen mit ihren Teams und der FIS-Verantwortlichen.
Verband hat grünes Licht gegeben für den SnowboardWeltcup 2024 vom 8. bis 10. März am Poppenberghang in Winterberg. SnowboardGermany-Präsident Professor
Was macht den Weltcup-Standort Winterberg für Sie persönlich
Michael Hölz freut sich im Ge-
und für den Verband besonders?
spräch mit der HEIMATLIEBE
Mein persönliches Anliegen ist es seit Jahren, den Snowboardsport in ganz Deutschland – auch abgesehen von den Alpengebieten – weiterzuentwickeln. Das gilt natürlich für das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands, Nordrhein-Westfalen, ganz besonders. Deshalb hoffen wir, dass ganz viele große und kleine Fans zum Zuschauen kommen und sich bestenfalls im Anschluss der Trainingsgruppe vor Ort anschließen.
auf fantastische Rennen und Weltcup-Tage im Sauerland.
Auf was dürfen sich die Fans freuen, wenn sie Anfang März am Poppenberghang stehen?
Einzigartig sind die Infrastruktur und die komplette Einsehbarkeit des gesamten Wettkampf-Hanges für alle Zuschauer*innen. Ergänzt wird das Angebot durch Mitmachaktionen und Angebote für Fans aus dem Fan-Shop. Sicherlich gibt es auch die eine oder andere Überraschung mit regionalem Bezug. Warum ist der Weltcup-Hang in Winterberg so herausfordernd
Infos Der Snowboard-Weltcup im Parallelslalom steigt vom 8. bis 10. März 2024 am Poppenberghang.
für die Athletinnen und Athleten?
Die Schwierigkeit des Rennhanges liegt darin, das Gelände zu unterschätzen. Man muss vom Start weg Vollgas geben. Aufholen ist auf der Piste schwierig. Wenn Sie für den Weltcup drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
1. Eine Deutsche Siegerin, 2. einen deutschen Sieger, die 3. wieder von derart begeisterten Winterberger Zuschauer*innen ins Ziel gejubelt werden. Das Interview führte Ralf Hermann, Fotos: Porträts Hölz: SNBGER, FIS Snowboard/Miha Matavz
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Wenn die Oma für einen märchenhaften Urlaub im verschneiten Winterberg sorgt
Die Winterberg Touristik und Wirtschaft präsentiert preisgekrönten Winter-Imagefilm mit toller Story und wundervollen Impressionen
Was passiert, wenn ein Anrufbeantworter und eine quicklebendige Oma die Hauptrollen in einem knapp zweiminütigen Kurzfilm spielen? Das Reisefieber steigt! Und die Lust auf Schnee sowie einen entspannten Winterurlaub in der Ferienwelt Winterberg mit Hallenberg gleich mit. Wer den neuen Winter-Imagefilm der Winterberg Touristik und Wirtschaft (WTW) schaut, sollte sich also auf einige nachhaltige Nebenwirkungen einstellen. Mit einer außergewöhnlichen Story, eindrucksvollen Kameraeinstellungen und wundervollen Impressionen taucht der Zuschauer ein in die knackig-kalte und außergewöhnliche Atmosphäre Winterbergs. Nach dem preisgekrönten Sommer-Film präsentiert die WTW gemeinsam mit dem aus Winterberg stammenden Regisseur und Filmemacher Patrick Kohl damit das äußerst gelungene Winter-Pendant pünktlich vor der kommenden, hoffentlich schneereichen Saison. Ein Film, der beim „Travel Film Fest International 2023“ als Sieger in der Kategorie „Best Travel Commercial“ ausgezeichnet wurde. Schmunzeln erlaubt „Der Film vermittelt alles, was uns als attraktive WinterDestination ausmacht. Wer den Film sieht, kann das Knirschen des Schnees beim Winterwandern quasi fühlen 44
und den Spaß beim Rodeln oder Skifahren spüren. Aber auch die Entspannungsmomente in der Sauna, der gesellige Part beim Bierchen am Abend sowie der Spieleabend mit der Familie in der gemütlich-warmen Unterkunft bei leichtem Schneefall werden neben den Winterberg prägenden Events wie dem Wintermarkt oder dem Tannenbaumschlagen eindrucks- und wirkungsvoll inszeniert“, fassen es Winterbergs Tourismusförderin Michaela Grötecke und Ronja Faber, zuständig für das Film-Projekt, zusammen. Ein großes Lob sprechen sie Regisseur Patrick Kohl aus, dem es nach der erfolgreichen Produktion des Sommer-Films erneut gelungen ist, die Ferienwelt Winterberg mit Hallenberg ausgezeichnet zu charakterisieren und gleichzeitig Lust darauf zu machen, den nächsten Winterurlaub auf dem Dach Nordrhein-Westfalens zu verbringen. Im Mittelpunkt des „Streifens“ steht eine vitale Oma aus dem Rheinland, die ihrer erwachsenen Enkelin einen Winterurlaub in Winterberg empfohlen hat. Wohl wissend, dass die inzwischen erwachsene Enkelin und junge Mutter schon als kleines Kind bei einem gemeinsamen Urlaub im Hochsauerland richtig viel Spaß im Schnee hatte. „Da die Oma immer gut drauf und zugleich schwer beschäftigt ist mit ihren Hobbys, Wellness, Hausarbeit und Sport, bekommt sie gar nicht mit, dass die Enkelin regelmäßig anruft, um von den tollen
Erlebnissen in Winterberg zu schwärmen. Kurzum: Sie spricht alles auf den Anrufbeantworter, der im Film die entscheidende Rolle einnimmt, um die Botschaften im Zusammenspiel mit den eindrucksvollen Bildern zu transportieren“, erläutert Ronja Faber. Storytelling und Drehbuch schaffen es auf eine lockere und äußerst amüsante Art und Weise, der Oma aus dem Rheinland einen einzigartig authentischen Charakter mit Lachgarantie zu verpassen. Streifen läuft multimedial auf allen Kanälen
Am 15. Oktober wurde die Premiere des Films bereits groß und gebührend gefeiert. „Anschließend haben wir den Film natürlich direkt multimedial auf allen unseren Kanälen von der Webseite winterberg.de über YouTube und auf
Zum Imagefilm
unseren sozialen Netzwerken ausgespielt“, sagt Ronja Faber. Tourismusförderin Michaela Grötecke jedenfalls ist überzeugt, dass der Streifen Lust auf Winterurlaub in der Ferienwelt Winterberg mit Hallenberg macht: „Mit dem Winterfilm wird unsere Tourismus-Destination authentisch und gleichermaßen emotional dargestellt. Wir sind uns sicher, dass wir damit die Menschen erreichen und motivieren werden, den nächsten Winterurlaub bei uns zu buchen und zu genießen. Insgesamt sind wir mit dem Sommer- und dem Winterfilm nun hervorragend aufgestellt. Beide Filme werden uns in Sachen Marketing und Sichtbarkeit enorm helfen.“ Text: Ralf Hermann, Fotos: Winterberg Tourismus und Wirtschaft GmbH
Es geht um Geschwindigkeit, entscheidende Millisekunden und um das begehrte Siegerpodest Sie ist eine Herausforderung und verzeiht kaum einen Fehler. Wer sie und die Konkurrenz gleich mit bezwingen möchte, muss hochkonzentriert und in Topform sein. Dies gilt umso mehr in der Woche vom 19. Februar bis 3. März 2024. Dann ist die VELTINS-EisArena in Winterberg nach 2015 erneut Schauplatz der BMW IBSF Bob- und Skeleton Weltmeisterschaften 2024. Ein sportliches Großereignis, das wieder tausende Zuschauer an der Kappe sowie Millionen am TV fesseln wird. Neben Spitzensport auf höchstem Niveau wird auch das Rahmenprogramm direkt an der legendären Bob- und Rodelbahn sowie auf dem Winterberger Marktplatz unter anderem mit den feierlichen Medaillen-Zeremonien sowie der Eröffnungs- und der Abschlussfeier Maßstäbe setzen.
Vom 19. Februar bis 3. März 2024 ist die VELTINS-EisArena in Winterberg Schauplatz der BMW IBSF Bob- und Skeleton Weltmeisterschaften 2024
Fans dürfen sich auf 7 spannende Renntage freuen Die Vorbereitungen für die BMW IBSF Bob & Skeleton WM laufen aktuell auf Hochtouren. Nach 2015 kehrt die WM wieder ins Sauerland zurück. Und nicht nur die Sportlerinnen und Sportler selbst freuen sich schon jetzt auf den Saisonhöhepunkt auf dem Gipfel Nordrhein-Westfalens. Fans, Sponsoren, Funktionäre und das ehrenamtliche Helfer-Team fiebern dem Ereignis entgegen. Schließlich hatte kein Geringerer als IBSF-Präsident Ivo Ferriani Winterberg im Jahr 2015 eine „verbale Goldmedaille“ für die Organisation und Atmosphäre verliehen. Das soll auch beim Event vom 19. Februar bis 3. März 2024 wieder der Fall sein. Erster öffentlicher Höhepunkt wird die Eröffnungsfeier am Mittwoch, 21. Februar, im Herzen Winterbergs auf dem Marktplatz. Dort, an der Unteren Pforte, finden auch die Siegerehrungen sowie das bunte, WM-reife Rahmenprogramm statt. Die Fans des rasanten Kufensports dürfen sich auf gleich sieben Renntage freuen. Los geht es bereits am Donnerstag, 22. Februar, mit dem 1. und 2. Lauf Skeleton bei den Herren und Damen. Einen 46
Tag später werden Lauf 3 und 4 ausgetragen. Der Samstag, 24. Februar, sieht folgende Veranstaltungen vor: Skeleton Mixed-Wettbewerb, 1. und 2. Lauf Monobob Damen sowie die ersten beiden Läufe im Zweierbob der Männer. Abends freuen sich die Skeletonis auf ihre Siegerehrungen (Herren, Damen, Mixed) auf dem Marktplatz. Am Sonntag, 25. Februar, werden in den Läufen 3 und 4 die Wettbewerbe Monobob Damen und Zweierbob Herren abgeschlossen. Die feierliche Zeremonie folgt wiederum im Herzen Winterbergs. Viererbob der Herren – die Königsdisziplin Nicht weniger interessant und spannend startet die zweite WM-Woche am Freitag, 1. März, mit den beiden ersten Läufen im Zweierbob der Damen. Einen Tag später, am 2. März, geht es mit Lauf 3 und 4 weiter. Dann wird sich zeigen, wer sich am Abend bei der Siegerehrung den Fans präsentieren darf mit den begehrten Siegerpokalen. Auch die Königsdisziplin im Bobsport, die Konkurrenz im HerrenVierer, beginnt am 2. März im Winterberger Eiskanal mit den Läufen 1 und 2. Natürlich wünscht sich das deutsche
Team lautstarke Unterstützung am Eiskanal wie schon 2015. Wer noch nie live dabei war, sollte sich das Hochgeschwindigkeits-Spektakel direkt vor Ort nicht entgehen lassen. Der finale WM-Tag, der 3. März, steht – wie traditionell bei einer WM – ganz im Zeichen der Viererbobs. Dann entscheidet sich in den Läufen 3 und 4, ob die deutschen Kufen-Asse von Bundestrainer René Spies erneut ganz vorne mit dabei sind und sich abends von den Fans im Herzen Winterbergs feiern lassen können. Selbstverständlich mit anschließender, zünftiger Siegerehrung. Text: Ralf Hermann, Fotos: Viesturs
Infos Weitere Insides rund um die Weltmeisterschaft auf der Website unter www.bob-skeleton-wm.de sowie in der KufenExpress-Sonderausgabe, die im Januar 2024 erscheint bzw. erschienen ist.
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Gut Wintrop Geschichtsträchtiger Ort mit religiösem Kleinod Vom Arnsberger Wanderparkplatz Bockstall erschließt sich ein reizvolles Waldgebiet mit zahlreichen Spazier- und Wanderwegen. Jenseits der Landstraße erreicht man versteckt im Tal das idyllisch gelegene Gut Wintrop mit Gartenanlagen und Teichen, dessen Ursprünge im 11. und 12. Jahrhundert liegen.
Helmut Treude fand als Bauingenieur vor 40 Jahren eine neue Heimat im benachbarten Uentrop. Dort wurde der heute 77-jährige Pensionär zum leidenschaftlichen Heimatfreund und Kenner der Geschichte auch von Wintrop. Er berichtet, dass gegen Ende des 19. Jahrhunderts die langjährige Besitzerfamilie Schulte das Gut Wintrop mit ausgedehnten Wiesen- und Ackerflächen sowie umfangreichem Waldbesitz an den Baumeister Gustav Tilman verkaufte, der mit seiner Familie in Arnsberg das Anwesen des heutigen Hotels Landsberger Hof bewohnte. Er modernisierte und erweiterte Gut Wintrop um den Schwerpunkt Forstwirtschaft. Nach dem Krieg 1945 übernahm es der Kreis Arnsberg. 1985 kaufte der Landwirt Bienstein aus Niedereimer Wintrop ohne den Waldbestand und veräußerte es 1996 an Wilhelm Albers aus Meschede, der inzwischen Eigner der Wintroper Wälder war. Ihm gehört heute der gesamte Gutsbesitz, den er aufwendig sanierte. Die Landwirtschaft ist verpachtet und die Gebäude werden als Wohneinheiten und Büros genutzt. Helmut Treude kennt auch erstaunliche Pläne aus den 60er Jahren, in Uentrop/Wintrop eine Trabantenstadt für bis zu 20.000 Bewohner zu errichten. Da es dazu nicht kam, ist die Wintroper Idylle bis heute ungestört, zumal ihr auch eine geplante Deponie erspart geblieben ist. Mutter im Walde Ein Kleinod Wintrops ist die kleine Kapelle oberhalb im Wald. Sie geht auf den Bildstock eines verfallenen Kreuzweges von 1854 zurück. Die Arnsberger Schönstatt-Familie, eine internationale, katholische Vereinigung, die christliche Grundsätze mit dem alltäglichen Leben in Einklang bringen will, nahm sich dieser Stätte an. Insbesondere einer Mädchengruppe wurde der Bildstock im Wald seit 1933 zum religiösen Treffpunkt, unterstützt von der BesitzerFamilie Tilmann.
Heimat- und Naturfreund Helmut Treude trotzt dem Novemberwetter
zahlreiche Wanderer besuchen gerne die Wintroper Kapelle als Ort des Friedens und der inneren Einkehr.
Das Innere der Kapelle mit dem gekrönten Bild der Gottesmutter Maria
Dann kam der Krieg, auch mit Schäden in Wintrop. Für die Mädchengruppe der Schönstatt-Familie wurde der Ort im Wald umso mehr zum Treffpunkt, als sie dort nach den Schrecken des Krieges Ruhe fand. Schnell reifte ihr Plan, den alten Bildstock zur Kapelle umzubauen. Schon sechs Tage nach Kriegsende 1945 leisteten die 23 Mädchen Unglaubliches. Mit einigen Helfern wurden Baupläne erstellt, trotz des Mangels in der Nachkriegszeit wurden Baumaterialien besorgt und mühevoll in den Wald transportiert, um daraus ein kleines Gotteshaus zu mauern und zu zimmern. Am 2. Februar 1946 wurde es zusammen mit dem danebenstehenden Kreuz der Gottes-mutter Maria geweiht. Propst Legge sprach von einer „Gnadenstätte unserer Stadt Arnsberg“ und wünschte, „dass viele Menschen zur Mutter im Walde und Königin der Stadt pilgern möchten“. Dieser Wunsch erfüllte sich, denn
Glöckchen begrüßt die Besucher Mit viel Hingabe pflegte die Arnsberger Schönstatt-Familie die Kapelle, die heute immer offensteht. Regelmäßig hält sie dort auch Gottesdienste ab. Dann der Schicksalsschlag: Am 12. Mai 2014 alarmierte aus dem Wintroper Wald aufsteigender Rauch die Feuerwehr. Sie konnte die in Flammen stehende Kapelle nicht mehr retten. Durch Brandstiftung war sie bis auf die Grundmauern zerstört. Jetzt zeigte sich erst recht, wie beliebt sie war. Dem Entsetzen über diesen Frevel folgten spontane großzügige Spenden und eine umfangreiche Hilfsbereitschaft Arnsberger Handwerker, sodass das kleine Gotteshaus innerhalb eines Jahres neu errichtet war. Die Besucher begrüßt nun wieder das kleine, reparierte Glöckchen, das in der Feuersbrunst einen Sprung erlitt. Es gelangte einst vom Gebäude der Alten Bezirksregierung an der Jägerstraße nach Wintrop und könnte sogar im Arnsberger Schloss geläutet haben, bevor dieses 1762 zerstört wurde. Mit den Steinen der Schlossruine, aus denen man die Alte Bezirksregierung errichtet hatte, könnte nämlich auch das Glöckchen den Weg in die Jägerstraße und dann nach Wintrop gefunden haben. Text: Jochem Ottersbach Fotos: Jochem Ottersbach, Helmut Treude
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Bilder, die berühren Fotografie Anneser
Die Menschen brauchen ein gutes Bild von sich selbst. Barbara Anneser
Die großen Bogenfenster, die alte weiße Treppe, die noch immer knarzt, das weiße Ledersofa. Es ist für mich wie eine Zeitreise. Dinge sind wie früher, Bilder sind anders, aber eines ist noch immer gleich geblieben, die Seele dieses Fotoateliers: Barbara Anneser.
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Nach mehr als 40 Jahren ist Fotografie Anneser aus Arnsberg nicht mehr wegzudenken. Ich erinnere mich an ein Fotoshooting mit meiner Familie und die Geschichte dazu, denn meiner Mama gefiel damals die Wahl meiner Schuhe nicht. Aber natürlich erinnere ich mich nicht nur daran, denn vor einundzwanzig Jahren habe ich hier auch meine Ausbildung zur Fotografin begonnen und viel gelernt und erlebt. Dazu kam ich eher aus Zufall – ähnlich wie Barbara Anneser: „Eine Freundin überredete mich dazu, mich für die Ausbildung zur Fotografin zu bewerben. Ich wurde genommen, sie leider nicht“, erzählt Barbara Anneser, die ihre Ausbildung beim Fotohaus Schulte in Meschede absolvierte. Dort lernte sie die Fotografie von der Pike auf: Analog, Labor, Pinselretusche. Dinge, die man heute in der digitalen Zeit nur noch sehr selten sieht. Die Gesellenjahre brachte sie in Portraitstudios nach Düsseldorf, dort lernte sie ihren zukünftigen Mann Toni Anneser kennen und gemeinsam ging es für die Meisterprüfung nach Hamburg. Das Ziel: ein eigenes Fotostudio. Das Haus in der Promenade Berghausen bei Schmallenberg, die Heimat von Barbara Anneser, war danach die Basis für das Paar auf der Suche nach einem passenden Ladenlokal. Die Suche erstreckte sich über ganz Deutschland und wie durch einen Zufall wurde es Arnsberg. „Auf einer Rückfahrt in Richtung Berghausen beschlossen wir spontan, den Weg über Arnsberg zu nehmen und fuhren direkt auf das Haus in der Promenade zu. Das leere Ladenlokal schien nur auf uns gewartet zu haben“, erzählt Barbara Anneser. Schon am gleichen Tag stellte das
Paar die Weichen und eröffnete am 3. Oktober 1981 sein „Atelier für Photographie“. Die erste Ausstellung ‚Menschen im Sauerland‘ folgte noch im gleichen Jahr. „Ausstellungen sind für mich ein Stück Erfolgsrezept. Man kann sich präsentieren und bleibt im Austausch mit den Menschen“, verrät Barbara Anneser. Fast jedes Jahr folgte seitdem eine weitere Ausstellung. Und immer im Fokus der gezeigten Arbeiten: der Mensch. 1993, nach dem Verlust ihres Mannes, benannte sie das Atelier in „Fotografie Anneser“ um. In dieser Zeit fing sie auch an, für den Arnsberger Kunstsommer zu arbeiten. Viele Workshops begleitete sie, und wieder im Mittelpunkt: die Menschen – nicht nur vor der Kamera. Menschen für die Fotografie zu begeistern und ihnen etwas beizubringen hat Barbara Anneser nicht nur in den Workshops geschafft. In all den Jahren hat sie 40 Auszubildende gehabt und war so erfolgreich, dass sie als beste Ausbilderin ausgezeichnet wurde. Nicht nur Handwerk, sondern Kunst „Es ist der Wahnsinn, was in mehr als 40 Jahren an Fotos entstanden ist“, sagt Barbara Anneser, die zu jedem Bild etwas erzählen kann. Das sind genau die Momente, die auch ich besonders finde. Fotos, die eine Geschichte erzählen, die ein Gefühl transportieren, eine besondere Stimmung. Fotos, die die Menschen ehrlich und authentisch zeigen, so wie sie sind. Und genau das ist es, was Barbara Anneser schafft. Ihre Fotografie ist nicht nur gutes Handwerk, sondern Kunst. „Es ist schön, wenn die Menschen sich einem anvertrauen, sich öffnen. Bilder müssen einen berühren. Die Menschen brauchen ein gutes Bild von sich selbst.“ Auf die Frage nach ihrem Lieblingsfoto fällt ihr eine Antwort nicht leicht, denn es sind eigentlich so viele und jede Lebensphase hat ihre eigenen Lieblingsbilder. So ist es ein lachendes Mädchen mit langen Haaren, die Kartenrunde in einer Gaststätte oder aber Liesel aus der Zeit-Magazin Serie ‚Ich habe einen Traum‘. „Das Bild erzählt mir viel vom Leben, innerer Lebendigkeit. Es zeigt, dass man vergänglich ist, aber dennoch so präsent“, sagt Barbara Anneser, denn für sie ist das Besondere an der Fotografie, dass sie aufgefordert wird, sich zu entfalten, zu beobachten und ihre Sicht auf die Dinge zu finden. „Über 40 Jahre konnte ich mit meiner Fotografie Menschen berühren und mein Wunsch für die Zukunft wäre, dass das erhalten bleibt. Es ist ein wunderbarer Job und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.“ Und ich frage mich: Wäre es nicht toll, wenn Barbara Anneser einen Nachfolger finden würde? Jemand mit einer neuen Handschrift, der hinter den schönen Bogenfenstern die Fotografie weiterführt. Text und Fotos: Laura Kappen
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Ausbildung mit Herz im Josefsheim: Junge Menschen, auch für Praktika und FSJ, werden laufend gesucht
Ausbildung mit Herz! Diesen Leitspruch können sich die Josefsheim-Azubis nun auch als Button an ihre Rucksäcke heften. Vom Erzieher bis zur Heilerziehungspflegerin, von der FSJlerin bis zum Sozialassistenten waren zum 1. Oktober nun alle an Bord: Mit einem Willkommensfrühstück begrüßte die Josefsheim gGmbH ihre Auszubildenden und verteilte nicht nur die neuen Buttons. Das Inklusions-Unternehmen bildet seit jeher im Bereich Pädagogik, Verwaltung und Pflege aus. „Für das Jahr 2023 konnten wir sieben Auszubildende gewinnen und sind stolz darauf, nunmehr 25 angehende Fachkräfte an unterschiedlichen Ausbildungsorten bei uns in Olsberg, Bigge, Sundern und Lipperode begleiten zu dürfen“, sagt Ausbildungskoordinatorin Andrea Asshauer. Sie weiß um den Mehrwert für beide Seiten. „Junge Menschen setzen immer wieder neue wichtige Impulse und halten uns im Alltag den Spiegel vor. Unser Ziel ist es, mit jungen Menschen gemeinsam die inklusive Arbeit zu gestalten, innovativ nach vorne zu schauen.“
Schmitz zum Beispiel absolviert eine praxisintegrierte Ausbildung zum Erzieher im Kinder- und Jugendwohnbereich. Er betont: „Für mich war von Anfang an klar, ich werde als Erzieher auch in der Behindertenhilfe gebraucht und kann da eine gute pädagogische Ausbildung machen. Pflegerische Tätigkeiten gehören für mich dazu und machen mir nichts aus!" Seine Azubi-Kollegin Anna- Lena Paschalka aus der Kita Sonnenschein ergänzt: „Ich habe schon mein FSJ im Josefsheim gemacht. Bis ich mir sicher war, welchen sozialen Beruf ich machen will, hatte ich eine gute Beratung und Begleitung. Jetzt, in der Ausbildung in der Kita Sonnenschein fühle ich mich wohl und angekommen.“ Im Josefshaus Lipperode lässt sich Charly Baumhör in Form von PiA (Praxisintegrierte Ausbildung) zum Heilerziehungspfleger ausbilden. Sie betont: „Ich möchte gerne viele verschiedene Qualifizierungsplätze während meiner Ausbildung kennen lernen. Das Josefsheim kann mir das mit seinen unterschiedlichen Geschäftsfeldern bieten.“
Pädagogische Ausbildung Azubis finden hier vielfältige Einsatzorte – von der Kita Sonnenschein über die Werkstatt für Menschen mit Behinderung bis hin zu den besonderen Wohnformen an den Unternehmens-Standorten im Kreis Soest und HSK. Noah
Duales Studium Soziale Arbeit Die Josefsheim gGmbH freut sich jederzeit über weitere Bewerber. „Gerne können sich Interessierte für die kommenden Ausbildungsjahre schon jetzt melden“, betont Andrea Asshauer. Sie weiß: „Schnell ist der nächste erste August als
Insgesamt 25 Auszubildende und sieben neue aus dem Jahr 2023 bereichern alle Bereiche der Josefsheim gGmbH. Auch Noah Schmitz (erste Reihe, Bildmitte) begann in diesem Sommer seine berufliche Laufbahn beim Sauerländer InklusionsUnternehmen.
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Anna-Lena Paschalka (hinten rechts) absolviert ihre Ausbildung in der Kita Sonnenschein, in der Kinder mit und ohne Behinderung die ersten wichtigen Jahre ihrer Kindheit verbringen.
Ausbildungsstart erreicht.“ Die Möglichkeiten reichen bei der Josefsheim gGmbH vom Dualen Studium im Fachbereich Soziales, Pädagogik, Gesundheit oder Rehabilitation über Erzieher:in (auch in PiA) und Heilerziehungspfleger:in bis hin zu Kaufleuten für Bürokommunikation. Letztere arbeiten in den verschiedenen betriebswirtschaftlichen Unternehmensbereichen im Unternehmen. In diesen Bereichen planen und organisieren sie Verwaltungsvorgänge, Geschäftsprozesse und Dienstleistungen. Praktika jederzeit möglich Darüber hinaus bietet das Josefsheim auch Praxisplätze für die Ausbildung als Sozialassistent:in oder Kinderpfleger:in an. Im Rahmen der generalisierten Ausbildung zur Pflegefachkraft gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, neben den Praxisplätzen in den Wohnbereichen, den Bereich Rehabilitation in der Werkstatt für behinderte Menschen zu besetzen. „Auch wenn Du bereits eine andere Ausbildung machst und eine Nebentätigkeit suchst, um Berufserfahrung zu sammeln, oder im Rahmen einer Ausbildung, Weiterbildung oder Umschulung eine Praktikumsstelle benötigst, freuen wir uns darauf, Dich kennenzulernen“, betont Andrea Asshauer. Feste Arbeitsstrukturen, eine Ausbildungsvergütung nach den Richtlinien des Deutschen Caritasverband, die Mitarbeiterförderungen wie zum Beispiel arbeitgeberfinanzierte zusätzliche Altersvorsorge sowie Benefits wie E-Bike Leasing und Vergünstigungen gehören dazu. So erlebten die neuen Azubis
Alles zur Ausbildung: Ausbildungskoordinatorin Andrea Asshauer Tel. 02962 800-20053, Mail A.Asshauer@josefsheim.de
gleich zu Beginn ihrer Ausbildung den JosefsheimGesundheitstag am 5. September mit, konnten zum Beispiel mit Pilates entspannen, ein Rückenscreening machen oder Tipps und Tricks zum Stress essen bekommen. Die aktuell 25 Azubis hat dies alles mehr als überzeugt, und so trafen sich beim Frühstück Erzieher*innen, Heilerziehungspfleger*innen und Dual-Studierende für Soziale Arbeit mit FSJ-lern, Praktikanten im Anerkennungsjahr und Sozialassistenten. Sie alle finden bei der Josefsheim gGmbH die Möglichkeit, soziales Engagement, Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit mit dem Beruf zu verbinden – und das in Olsberg, Bigge, Sundern oder Lipperode und oftmals dual mit schulischen Bildungsträgern der Region. Fotos: Josefsheim gGmbH
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Stricken – klingt nach Oma? Ist es aber schon längst nicht mehr. Etwas mit der Hand herzustellen, physische Bewegungen vorzunehmen, fernab der digitalen Welt, hat für manch einen eine meditative Bedeutung. Zusammen mit wärmendem Tee und gemütlichen Kerzen kann ein bisschen Handarbeit gut durch die dunkle Jahreszeit bringen. Und das Beste dabei: Es lassen sich die individuellsten Markenzeichen erschaffen.
Auch der Barbie-Trend ist mittlerweile beim Stricken angekommen. Astrid Puppe
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Die perfekte Beschäftigung für die dunkle Jahreszeit ber fangen wir von vorne an. Wieso ist es so meditativ, etwas mit den Händen zu tun? Durch die bewusste Konzentration auf die arbeitenden Hände wird das Gehirn abgelenkt. Der Kopf denkt weniger nach, man lebt achtsam im Hier und Jetzt. Die gleichmäßigen Bewegungen beim Stricken haben eine entspannende Wirkung auf Körper und Geist. Nebenbei lässt sich dann noch super ein Hörbuch hören – und schon sind der Kopf und damit auch die Alltagssorgen für eine Zeit lang ausgeschaltet. Gleichzeitig belohnt man sich selber, indem man kleine Erfolgserlebnisse in seinen Alltag einbaut. Man hat ein hochwertiges Einzelstück selbst erschaffen, das sonst niemand anders besitzt. Wenn man also zum Beispiel eine Mütze strickt, trägt man sie anschließend jeden Tag mit Stolz durch den Winter. Und damit trägt man auch jeden Tag ein Erfolgserlebnis auf dem Kopf – wodurch das Gehirn belohnt wird. Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, welches Strick-Projekt man umsetzen möchte. In der Auswahl verschiedener Farben, der Integration von Mustern und der Entscheidung, ob man eine Mütze, einen Schal oder einen Pullover strickt, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Schick in Strick: die neuesten Trends „Der wichtigste Trend der letzten Zeit ist eigentlich, dass alles erlaubt ist. Jeder darf das tragen und herstellen, was ihm oder ihr gefällt“, so Astrid Puppe, Inhaberin des Ladens Woll Diva in Neheim. Sie berät ihre Kundinnen bei der Auswahl der Wolle, die sie für ihre jeweiligen Projekte benötigen. „Zum Beispiel kann man mit Sockenwolle keine Wolldecken stricken. Die Nadeln würden durchbrechen, weil die Decke so schwer würde. Für eine Wolldecke benötigt man nämlich mindestens 20 bis 30 Wollknäuel.“ Wer mit dem Stricken anfängt, weiß das oft nicht und ist dann dankbar für den Austausch. Lange Zeit waren Naturfarben wie Beige oder Braun im Trend. Auch wenn die weiterhin sehr gefragt sind, werden in letzter Zeit wieder vermehrt knallige Farben gekauft. „Der
Barbie-Trend ist mittlerweile beim Stricken angekommen“, lacht Astrid Puppe. Barbie-Pink, aber auch Grün, Blau oder Neongelb werden immer beliebter. Im Gegensatz zum Kauf im Internet ist es bei Strickprojekten vor allem wichtig, die Wolle vorher anfassen zu können. Niemand möchte einen kratzenden Pulli oder kratzende Socken tragen, denn wenn man sich schon mal die Mühe gibt, muss es am Ende nicht nur gut aussehen, sondern sich auch gut anfühlen. Das ist einer der Vorteile, wenn man durch den Laden von Astrid Puppe stöbert. Weg von „Fast Fashion“ Die Kundinnen bei Woll Diva reichen von jungen Müttern, die etwas für ihre Kinder stricken möchten, bis hin zu Omas, die vermutlich für die gleichen Kinder Strickprojekte im Kopf haben. Allerdings beschäftigen sich auch viele Menschen mit dem Thema Slow Fashion. Das steht vor allem für Nachhaltigkeit und ein bewusstes Kaufverhalten. Hier wird nicht mehr bei den günstigen Modeketten eingekauft, die jede Woche neue Shirts und Pullover auf den Markt bringen, nein, hier wird der Pullover lieber selbst gestrickt. Denn zusätzlich zum individuellen Kleidungsstück entschleunigen – wie anfangs erwähnt – kreative Projekte den Alltag. Egal also, ob Mützen, Handschuhe, Dreieckstücher oder auch Pullover – Astrid Puppes Kundinnen tragen am Ende mit Stolz ihre liebevoll gefertigten Produkte. Text: Julia Bankstahl, Fotos u.a. Ralf Litera
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Ein Hof an der Grenze Wo wohnse? Melscheder Mühle Das Mühlbachtal zwischen Schloss Melschede im Norden und Mellen im Westen von Sundern ist Idylle pur. Laubwald, ein breites Wiesental, Felder und Fischteiche. Mitten im Naturschutzgebiet liegt die Melscheder Mühle, ein Hof mit Geschichte und besonderer Lage. Die Pächter-Familie der Melscheder Mühle bewirtschaftet nämlich Flächen im HSK, aber auch im MK. Hintergrund ist die Grenzlage des Hofes, erklärt Bernd Prumbaum.
Das Mühlbachtal zwischen Schloss Melschede im Norden und Mellen im Westen von Sundern ist Idylle pur. Laubwald, ein breites Wiesental, Felder und Fischteiche. Mitten im Naturschutzgebiet liegt die Melscheder Mühle, ein Hof mit Geschichte und besonderer Lage. Die Pächter-Familie der Melscheder Mühle bewirtschaftet nämlich Flächen im HSK, aber auch im MK. Hintergrund ist die Grenzlage des Hofes, erklärt Bernhard Prumbaum. 60
Zehn Meter sind es vom Wohnhaus im MK über den Verbindungsweg zum Schloss Melschede hinweg in den HSK. Die Bewirtschaftung haben die Vorfahren von Bernhard Prumbaum im Jahre 1910 von den Freiherrn von Wrede zu Melschede übernommen: „Wir sind stolz, dass wir dies inzwischen in fünfter Generation tun“, sagt der 62-jährige Landwirt stolz. Insgesamt umfasst die Fläche 100 Hektar Acker- und Grünland. Und auch mit den neuen Besitzern
des Schlosses, der Unternehmer-Familie Wrede aus Arnsberg, die im Jahr 2010 das Schloss und die Flächen von der Familie von Wrede übernommen hat, verstehen sie sich: „Den Pachtvertrag haben wir gerade verlängert.“ Die Geschichte von Schloss und Mühle reicht weit zurück in die Vergangenheit. Schon 1364 erhielt Albrecht (Albert) Wrede, Drost von Arnsberg, das oberste Haus von Schloss Melschede vom Kölner Erzbischof als Dank für seine Verdienste bei dessen Erwerb der Grafschaft Arnsberg. Erstmals urkundlich erwähnt wird Melschede schon 1281. Ob es damals eine Mühle gab, ist unklar. Sicher ist, dass die noch heute sichtbaren großen Teiche im Melscheder Mühlbachtal als Zufluss für die Mühle gedient haben. „Mein Uropa war als Wanderschäfer im Sauerland unterwegs. 1910 wollte er sesshaft werden, übernahm die Melscheder Mühle als Pächter und baute dann einen großen Schafstall an“, berichtet Prumbaum aus der Familiengeschichte. Schafe gab es noch bis in die 70er Jahre auf dem Hof. „Bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sogar noch Korn gemahlen“, weiß Bernhard Prumbaum. Das Mühlrad zerfiel allerdings über die Jahrzehnte. Nachdem Schloss und Mühle mehrere Jahrhunderte den Gutsbezirk Melschede bildeten, kamen beide 1928 zur Gemeinde Beckum, damals Kreis Arnsberg. Mit der kommunalen Neuordnung im Jahr 1975 wurde die Grenze zwischen Beckum und Hövel, die genau entlang der Melscheder Mühle führt, zur Grenze zwischen den neuen Städten Balve und Sundern, und somit lag die Mühle nun im MK und das Schloss im HSK. Kirchlich gehörte die Melscheder Mühle schon immer zum Kirchspiel Enkhausen. Und was ist heute? Bernhard Prumbaum und seine Ehefrau Hildegard haben den bestehenden Pachtbetrieb mit der Bewirtschaftung der genannten Flächen um eine eigene Firma erweitert: „Ich bin als landwirtschaftlicher Lohnunternehmer mit meinen Maschinen im ganzen Umland tätig, von Mellen über Hövel bis Wettmarsen und Estinghausen.“ Außerdem wurde vor fünf Jahren hinter der Mühle ein neuer großer Stall gebaut: „Dort betreiben wir in einer modernen Anlage Bullenmast, 100 Tiere haben Platz“, erklärt Hildegard Prumbaum. Text und Foto: Matthias Schäfer
Wir sind stolz, dass wir den Hof in fünfter Generation bewirtschaften.
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Groove, Flava und Attitüde 62
„Tanzen ist für mich Leben“, sagt Takudzwa Madaka alias TK. Der Hip-Hop-Tänzer und -Weltmeister aus Essen war im Oktober in Arnsberg zu Gast. In einem Hip-HopWorkshop brachte er interessierten Jugendlichen diese besondere Tanzrichtung näher. Gastgeber war Susanne Graß vom Ballett- und Tanzinstitut an der Promenade, unterstützt wurde das Projekt vom Kulturbüro der Stadt.
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Hip-Hop ist die neue Sprache der Jugendlichen Takudzwa Madaka
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akudzwa Madaka kommt ursprünglich aus Simbabwe und ist seit 2016 in Deutschland. Zu Beginn trat er mit einem Team aus Südafrika, bekannt als Ithemba (ein Zulu-Wort, das ‚Hoffnung‘ bedeutet), als Tänzer, Sänger und Schauspieler auf. Diese künstlerische Tour brachte ihn quer durch Deutschland: Dresden, München, Karlsruhe, Stuttgart und Berlin. „Den ersten Kontakt zur Hip-Hop-Freestyle-Szene hatte ich in Darmstadt, meinem ersten Zuhause in Deutschland“, erinnert sich der 29-Jährige. „Ein Jahr lebte ich dort und lernte El Ghofrane alias Goofy kennen, meinen ersten Hip-HopFreestyle-Lehrer.“
Ende 2017 zog es Takudzwa nach Essen, wo er begann, in einem Jugendzentrum zu arbeiten. „In dieser Zeit habe ich viel von meinem Kollegen gelernt und viele Projekte gestartet.“ So wurde er Teil verschiedener Produktionen wie dem Street-Art-Projekt Urbanatix aus Bochum oder UrbanArtsCircle, einem Hip-Hop-Kunst-Ensemble. Immer wieder bot er Workshops an, um Jugendlichen Hip-Hop nicht nur als Visitenkarten 2016 - 04 - druck.indd 1 Tanz, sondern auch als Kultur weiterzugeben. „Mein Stil ist vom Vice der 90er und 2000er Jahre beeinflusst und ich konzentriere mich sehr auf Rhythmus-Groove, Flava und Attitüde. Hip-Hop ist die neue Sprache der Jugendlichen.“ Das hat man auch bei dem Workshop in Arnsberg gemerkt. Für Melissa Belender war er etwas ganz Besonderes: „Hier wurden uns neben den Schritten auch die Geschichte, Herkunft und Entwicklung von Hip-Hop nähergebracht. Die Atmosphäre war angenehm, weil jeder in den Workshop integriert wurde und sich niemand dafür schämen musste, wenn mal etwas nicht geklappt hat.“ Für Takudzwa ist Tanzen der Mittelpunkt interkultureller Arbeit und Vielfalt. „Durch den Tanz ist Deutschland zu meiner Heimat geworden. Ich bin Gott dankbar dafür, dass er mir diesen Weg eröffnet hat.“
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Der Sauerländer und die Nachbarn
Hömma,
der Sauerländer an sich ist ja eigentlich ein Neuschiert. Vor allem bei seiner Nachbarschaft. „Wen haben die wohl widda zu Besuch?“, fragt er sich, hinter der Gardine stehend, wenn ein fremdes Auto vorm Nachbarhaus parkt. „Der stellt die ganze Straße zu, verdorri noch ma!“ Die lieben aufmerksamen Nachbarn. Ihnen entgeht nichts und daher sind sie der beste Schutz vor Einbrechern, wehren Staubsaugervertreter ab und verraten jeden Klingelmännchen-Streich. Nachbarn im Sauerland halten nämlich zusammen. Schließlich teilt man sämtliche Gerüche (gegrillte Bratwurst) und Geräusche (Helene Fischer nachts um drei). Trifft man sich auf der Straße beim Schneeschippen oder beim Unkraut-Röppen am Gartenzaun, haben Sauerländer Nachbarn auch immer einen Ratschlag auf Lager, der anschließend bei einem Garagenbier ausgiebig besprochen werden muss. Außerdem gibt es Anlässe, die man nur in lustiger Nachbarschaftsrunde feiert: Krümelkaffee, Straßenfeste, Kränzen und natürlich das Fähnchenfest, bei dem man von Haus zu Haus geht, die Schützenfahne hisst und sich dabei wahne einen vermasetuckelt. Und wenn man mal totgegangen ist, erweisen einem die Nachbarn noch eine letzte große Ehre: Sie tragen feierlich den Sarg zu Grabe und helfen anschließend beim „Fellversaufen“. Echte Sauerländer Nachbarschaftshilfe eben, woll?
In 38 Kolumnen durfte ich Ihnen Dönekes aus dem bewegten Leben des Sauerländers erzählen.
Ein Dankeschön
, d e i h c s b A zum il ebe Beatrix
Mit dieser Ausgabe sagt unsere liebe Redaktionskollegin Beatrix Collins „Auf Wiedersehen!“ Nach vielen, vielen Ausgaben, die sie begleitet hat, unzähligen Texten, die sie recherchiert und geschrieben hat, ist es für sie nun an der Zeit, neue berufliche Herausforderungen anzugehen. Solche, die weniger Zeit für ihre geliebte Textarbeit in der HEIMATLIEBE lassen. Und so erscheint auch die beliebte Kolumne Hömma!, die seit Jahren uns Sauerländer:innen präzise und humorvoll aufs Korn nimmt, in dieser Ausgabe letztmalig...
Der liebenswerte Sturkopp ist mir nach all den Jahren richtig ans Herz gewachsen und hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Ich hoffe, Ihnen ist es ebenso ergangen! Doch jede Geschichte hat irgendwann einmal ein Ende. Mit dieser letzten Kolumne verabschiede ich mich bei Ihnen und den Redaktions-Kolleg:innen. Machen Sie’s gut und bleiben Sie der Heimat(-liebe) treu!
wir alle im HEIMATLIEBE Team sagen Danke für die tolle und inspirierende Zusammenarbeit mit dir, du wirst uns und ganz bestimmt auch den Leser:innen sehr fehlen.
Ihre Beatrix Collins
Bleib’ wie du bist, und ganz nah bei uns bei.
Warum? Hömma! lebt von Beatrix‘ einzigartigem Schreibstil, der bleibt bei ihr – und er geht nun mit ihr.
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