Sommer 2022
Sommer, Sonne, Erdbeerzeit Selbst pflücken
Quell des Lebens
Trinkwasserversorgung in Arnsberg
Sommerzeit Auf Entdeckungsreise im Sauerland
Ferien zuhause
Vom Museums-Trip bis zum See-Abenteuer
RS Q8
Performance is an attitude
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Ausgabe 17 – Sommer 2022
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5 Editorial 12 Sommer, Sonne, Erdbeerzeit Selbst pflücken in Sundern 18 Er ist dann mal weg Interview mit Matthias Schäfer
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22 Was wächst denn da? Naturpark-Kita Hagen 26 Quell des Lebens Trinkwasserversorgung in Arnsberg 29 Sommerzeit im Sauerland Auf Entdeckungsreise 47 Ein Haus für Kultur und Begegnung Kultur für alle in Sundern
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50 „Ich liebe Auftritte“ Gesangstalent Amy Mae Fengler 53 Spaß mit Trockenblumen Kränze einfach selbstgemacht
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57 Ferien zuhause Vom Museums-Trip bis zum See-Abenteuer 60 Das fünfte Fach Besondere Lernleistungen 62 Hömma Der Sauerländer und die Heiligen
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Titelfoto: Stadtmarketing Sundern / sabrinity
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Ich will ein Garten sein, an dessen Bronnen die vielen Träume neue Blumen brächen, die einen abgesondert und versonnen, und die geeint in schweigsamen Gesprächen. Und wo sie schreiten, über ihren Häupten will ich mit Worten wie mit Wipfeln rauschen, und wo sie ruhen, will ich den Betäubten mit meinem Schweigen in den Schlummer lauschen ... Rainer Maria Rilke
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Editorial Liebe Leserinnen und Leser,
Sommerzeit ist Urlaubszeit ist Reisezeit. Endlich! Denn so wie tausende Schülerinnen und Schüler die Ferien herbeigesehnt haben, geht es uns gerade in diesem Jahr doch allen. Pandemiebedingt sind Reise- und Urlaubsplanungen ordentlich „durchgeschüttelt“ worden in den beiden vergangenen Jahren. Das Fernweh wurde gefühlt noch größer dabei – und so ist es kein Wunder, wenn Spanien, Italien und Co wieder ganz oben auf der Liste der beliebtesten Ziele landen. Und dennoch: Die Pandemie hat das Reiseverhalten nachhaltig verändert und Urlaub in Deutschland ist wieder schwer angesagt, so auch hier im Sauerland. Die Touristiker sind zufrieden, gut ausgelastete Unterkünfte, Campingplätze, Gastronomiebetriebe machen das wirklich erleb- und sichtbar. Wir haben in dieser HEIMATLIEBE-Ausgabe dieses Urlaubsfeeling vor der eigenen Haustür für Sie festgehalten. Schon das Titelfoto lädt förmlich ein zu Bootstouren, Badeurlaub, Siesta. Wo genau? Am Sorpesee! Stöbern Sie durch unsere Sommerausgabe und lesen Sie ab Seite 12, wie der Sommer schmeckt, nämlich fruchtig-erdbeersüß als Eis, Marmelade oder Likör. Lernen Sie den ehemaligen WP-Lokalredakteur Matthias Schäfer von einer anderen Seite kennen und erfahren Sie, wo unser Trinkwasser herkommt (Seite 18 und 26). Wie wird den Hagener Kindergartenkindern die Natur nähergebracht, warum hat Gesangstalent Amy Mae Fengler keine Angst mehr vor Auftritten und wo genau befindet sich das Hasenclever-Haus? Zu lesen auf den Seiten 22, 50 und 55. Entdecken Sie unsere schöne Heimat! Ab Seite 57 haben wir tolle Ausflugstipps für die Ferien zuhause zusammengestellt. Denn wozu in die Ferne schweifen? Die Antwort auf die Frage liefert Goethe in seinem Vierzeiler: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da.“ In dem Sinne, liebe Leserinnen und Leser, wir vom HEIMATLIEBE-Team wünschen Ihnen allen, dass Sie Ihr Glück in diesem Sommer finden! Ihr Gisbert Scheffer
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6 © Gisbert Scheffer
Aussichts-
reich!
Weiße Wölkchen und grüne, schattenspendende Bäume spiegeln sich im Wasser des Sorpesees. Hier findet man noch verträumte Buchten, umgeben von viel Natur. Die sommerlich-romantische Stimmung hat Heimatliebe- Herausgeber Gisbert Scheffer mit seiner Kamera einge fangen.
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kurz und knapp Geschichten von hier
© Ralf Litera
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... so benennt Ralf Litera seine Ausstellung, die vom 12.06. bis 17.07.2022 im Kunstverein, Röhre 4 in Sundern, zu sehen ist. Der Fotograf, der mit seinen Bildern bereits seit Jahren das Heimatliebe-Magazin bereichert, zeigt in seiner Ausstellung eine Rarität seines umfassenden Archivs. Vor genau 30 Jahren verbrachte Ralf Litera im Rahmen seiner Studienarbeit mehrere Wochen auf der Dokumenta in Kassel und richtete hierbei seinen kritischen Blick nicht primär auf die Kunst, sondern auf das Publikum. Seine Kamera erfasste die vielfältigen Befindlichkeiten von Besuchern angesichts der Anforderungen, die diese Großveranstaltung an sich schon an die Betrachter stellt. Es entstanden 44 Fotografien, die den schmalen Grat zwischen Kunstgenuss und Überforderung genauestens ausloten. Eine vordergründig dokumentarisch, konsequent anmutende Werkreihe des Fotokünstlers, die aber beim genauen Hinsehen den zutiefst menschlichen Blick hinter der Kamera nie verkennt. Öffnungszeiten der Ausstellung: Mi–Fr 16:00–18:30 Uhr Sa + So 12:00–18:00 Uhr
Kultursommer Arnsberg Arnsberg überrascht in diesem Jahr mit einem extra langen Kultursommer vom 11. Juni bis 4. September 2022. Auf die Besucherinnen und Besucher wartet eine Auswahl hochkarätiger Konzerte, Ausstellungen und Performances. Zudem laden unterschiedlichste Musikkurse und Workshops dazu ein, die eigene Kreativität zu entdecken. Das vollständige Programm finden Sie unter www.arnsberg.de/kultur/theater/ index.php
Planungen laufen: Endlich wieder Kirmes ins Hüsten! In der Geschichte der Hüstener Kirmes kam es selten vor, dass das Volksfest ausfallen musste. Nun gab es zweimal hintereinander die coronabedingte Absage der größten Platzkirmes im Sauerland. Für die Kirmesmacher ist das kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Voller Elan und mit großem Engagement planen sie das diesjährige Fest, das vom 9. bis 13. September gefeiert werden soll. Und das ist gar nicht so einfach wie vor der Pandemie: Einige Schausteller haben ihr Geschäft aufgegeben, andere scheuen die hohen Transport- und Energiekosten. Für die Planung der diesjährigen Kirmes und die Ausrichtung in den Folgejahren trafen sich die Vorstandsmitglieder zu einem zweitägigen Workshop. Mit fachkundige Referenten sprach man über aktuelle und zukunftsweisende Themen.
© Saskia Holsträter
Ein bunter Rucksack voll Kultur
Randvoll ist der Kulturrucksack in diesem Jahr wieder gepackt: In Arnsberg und Sundern laden im Sommer jede Menge spannender Veranstaltungen alle Kids im Alter von 10 bis 14 Jahren dazu ein, sich selbst auszuprobieren, Kunst zu erleben und der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Von Street Art über einen Schlagzeug-Workshop bis zum Theaterprojekt: Lasst euch überraschen, was in euch steckt! Weitere Infos gibt’s im begleitenden Programmheft, über das Kulturbüro Arnsberg und das Jugendbüro Sundern.
Es geht wieder loooooos!! Zwei Jahre ohne. Ohne Trubel und Trommel in der Schützenhalle. Ohne Festzug mit jubelnden Majestäten. Ohne tiefschürfende Thekengespräche am Schützenfestmontag. Wie hat uns das allen gefehlt! Und wie schön, dass das Fest der Feste endlich wieder stattfinden kann. Lassen Sie sich mit unserem Schützen-fest-ABC auf das Hochfest einstimmen! Das komplette Alphabet finden Sie unter www.heimatliebe-magazin.de/sauerland/regionarnsberg-sundern/
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kurz und knapp Geschichten von hier
Deutscher Kita-Preis geht nach Arnsberg!
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Familienzentren im Arnsberger Modell haben es sich zum Ziel gesetzt, allen Kindern ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen. Dafür hat sich das Bündnis die Verwirklichung der Kinderrechte auf die Fahne geschrieben. Moderiert wurde die Veranstaltung am 16. Mai von Barbara Schöneberger. Auch wir sagen: Herzlichen Glückwunsch zum 1. Platz!
© DKJS Dennis Reimann
Viele haben es sicherlich schon mitbekommen: Die Kitas in Arnsberg haben mit ihrem Bündnis „Familienzentren im Arnsberger Modell“ den ersten Platz beim Deutschen KitaPreis in der Kategorie "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres" belegt! Bei der Preisverleihung in Berlin lobte die Jury die hervorragende Organisation und die unterschiedlichen Kommunikationselemente innerhalb der Aktionen. Die
Stadtschützenfest in Arnsberg
Die diesjährige Schützenfestsaison endet in Arnsberg mit einem Highlight: Am Wochenende von Freitag, 16. September, bis Samstag, 17. September, findet das dritte Arnsberger Stadtschützenfest statt. Ausgerichtet wird es gemeinschaftlich von der Schützenbruderschaft St. Maria Magdalena Bruchhausen e. V. und der St.-StephanusSchützenbruderschaft Niedereimer e. V. „Die Zusammenarbeit unserer Bruderschaften ist etwas Besonderes“, so Uwe Schulte, Hauptmann bei den Bruchhausener Schützen. „Alleine könnten wir dieses Großevent jeweils nicht stemmen und deshalb nehmen wir die Herausforderung sehr gerne gemeinsam an.“ Hauptmann Oliver Glaremin der Niedereimer Schützen ergänzt: „Zum Abschluss im September möchten wir dann noch mal richtig Gas geben und den Schwung der Saison mitnehmen.“ Ermittelt wird der Stadt schützenkönig übrigens im Entendorf Bruchhausen. Geschossen wird dort traditionell auf – na klar – eine Ente. Horrido!
Hauptstraße 93 · 59846 Sundern Telefon: 02933 2916 Dienstag - Freitag 8.00 - 17.30 Uhr Donnerstag 8.00 - 20.00 Uhr Samstag 7.30 - 13.00 Uhr
Besuchen Sie uns – wir freuen uns auf Sie!
Theaterabend in Allendorf Es ist noch ein Weilchen bis dahin, aber ein wenig freuen darf man sich schon auf den ersten Theaterabend nach der letzten Aufführung im Jahr 2019. Seit ungefähr 50 Jahren – ein genaues Datum ist nicht feststellbar – stehen auf der Bühne der Schützenhalle einmal im Jahr die Laiendarsteller der Kolpingsfamilie und bringen mit Komödien, früher auch Schwänken, das Dorf zum Lachen. Der Theaterabend wird am Samstag, den 12. November ab 19.30 Uhr auf einer neu konstruierten Bühne stattfinden. Bis dahin arbeiten etwa zehn Darsteller, Bühnentechniker und zwei Souffleusen gemeinsam an dem kommenden Stück. Zunächst werden Stücke zur Auswahl gelesen, bevor ab August die Probenzeit beginnt. Im Oktober wird von einer wöchentlichen Probe auf drei Termine in der Woche gewechselt. Unterstützt wird die Theatergruppe von Mitgliedern des Kolpingsowie des Musikvereins. Genaueres wird rechtzeitig auf www.kolpingallendorf.de veröffentlicht. Es kann bald wieder gelacht werden in Allendorf. 11
Sommer, Sonne
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e, Erdbeerzeit
Selber pflücken auf den Feldern von Erdbeerbauer Fabry
Wonnemonate für alle Schleckermäuler: Leuchtend rot lachen uns die Erdbeeren seit Wochen auf dem Markt und in den Läden entgegen. Wirklich frisch und aromatisch sind dabei vor allem regional gewachsene, wie die Erdbeeren von Franz Fabry aus Endorf, die keine Stunde brauchen, um vom Feld auf dem Teller zu landen. Oder eben direkt im Mund. Seit 30 Jahren ist Franz Fabry nun Erdbeerbauer. Und er weiß, wie eine Erdbeere schmecken muss: „Süß, intensiv, nach dem ganzen Aroma dieser schönen Landschaft hier.“ Drei speziell auf den Standort abgepasste Sorten hat er rund um die Heiligenfeldkapelle oberhalb von Endorf angebaut. Neben einer Frühsorte und seinem Liebling, der Sonata, erstmals auch eine späte Sorte: Malwina, die sich durch einen exzellenten Geschmack auszeich-
Wenn die Luft feucht ist und das Hemd beim Pflücken an der Haut klebt: Erdbeeren rasch verarbeiten.
net und je nach Wetterlage bis in den Juli hinein geerntet werden kann.
Franz Fabry
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Dem Boden zum Trotz Bis zum Genuss ist es allerdings ein arbeitsreicher Weg. „Erdbeeren sind sensible Früchtchen, die eine gesunde Bodenflora brauchen.“ So kämpft Fabry nicht nur gegen Klimawandel und die Risiken im Freilandanbau wie Hagel, Starkregen und Sonnenbrand, sondern vor allem auch mit den schwierigen Sauerländer Bodenverhältnissen. Pflanzt nach allen Regeln der Fruchtfolge Jahre vorher Getreide auf den Erdbeerfeldern, düngt noch im Herbst vor der Saison mit eigenem Kuhmist, umgeht steinernen Untergrund und Nassstellen, pflügt und fräst und bereitet den Boden vor, der dann hoffentlich wassergesättigt in einen frostigen Winter geht. Anfang Mai setzt der Bauer die noch jungen Erdbeerpflanzen aus. Kaum mehr als 2 cm ragen dann aus der Erde und die bekommen erst mal ein Jahr Zeit, um sich kräftig zu entwickeln. Eine Herausforderung sind auch die fehlenden Bienen. Die wenigen, die unterwegs sind, lockt im Mai das Rapsfeld in der Nachbarschaft an, sodass Fabry dieses Jahr ein Hummelhotel inmitten seiner Erdbeerfelder eröffnet hat. Bis zur Ernte gilt es, Unkraut, Schädlinge und alle möglichen Pflanzenkrankheiten fernzuhalten. Fabrys Devise: „Was ich selbst machen kann, mache ich selber – und wo ich Chemie eben vermeiden kann, verzichte ich drauf. Ich will die Früchte ja selbst auch noch essen!“ Nur die süßen ins Körbchen Bevor die Früchte reifen, werden die Bahnen mit Stroh ausgelegt, damit die Erdbeeren von unten sauber bleiben und der Boden auch bei Sonne feucht. Franz Fabry steht während der Erntezeit an seinem Stand neben den Feldern, sortiert die gepflückten Früchte sorgfältig nach und packt die 14
Schalen zum Verkauf. „Für Ömeckes aus’m Dorf gibt’s gerne auch mal eine dicke Erdbeere obendrauf.“ Das wissen die Kunden zu schätzen. Manche nehmen auf der Durchreise ein abgepacktes Paket mit. Andere freuen sich aufs Selberpflücken und reisen mit großen Körben an, gern mit der ganzen Familie. Eine Frau aus Hagen fährt jedes Jahr mit einem Zentner Ernte nach Hause. Ein Ehepaar aus Plettenberg holt pro Saison 40 Pfund vom Feld. Ein Stammkunde, der mit über 80 Jahren kaum noch auf die Knie kommt, erscheint immer pünktlich zum Saison-Start zum Pflücken. Denn das Ernten selbst ist ja bereits ein Genuss. Schlagsahne braucht’s erst gar nicht. Wer selbst pflücken möchte, sollte zwei Dinge beachten: „Die beste Erntezeit ist am Vormittag, weil die Früchte über Nacht genug Zeit hatten zu reifen. Und sie sollten nach der Ernte rasch verarbeitet werden, am besten am selben Tag noch.“ Im Kühlschrank halten sich die Früchte zwar etwas länger, allerdings verlieren sie hier auch an Geschmack. Roh verzehrt, im Obstsalat, Quark, als Tortenbelag oder in der Bowle, bleiben viele Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Gut lässt sich die Erdbeere aber auch tiefkühlen oder einkochen. Der Klassiker: zur Erdbeermarmelade, die dann ein Jahr lang die Erinnerung ans Pflücken unter blauem Sommerhimmel wachhält. Marianne Fabry stellt auch Saft und Likör her, zur Freude ihres Ehemanns Franz: „Jeden Abend zwei Naturjoghurts mit Erdbeerlikör – das ist das Letzte, was ich vor dem Schlafengehen zu mir nehme.“ Na dann: Süße Träume. Text: Carina Middel, Fotos (u.a.): Ralf Litera
Tipp für alle Rezepte Zum Waschen die Erdbeeren in einer Schüssel mit lauwarmem Wasser leicht bewegen. Erst dann die Kelchblätter und Stielansätze entfernen, weil sonst Wasser in die Früchte dringt und Aroma verloren geht. Anschließend vorsichtig trocken tupfen.
Erdbeereis am Stiel Zutaten für 6 Portionen 200 g Erdbeeren 125 g griechischer Naturjoghurt (10 % Fett) 1 EL brauner Zucker ½ Vanilleschote 200 ml Schlagsahne Erdbeeren waschen und grob zerkleinert pürieren. Erdbeerpüree mit Joghurt und Zucker mischen. Vanilleschote längs aufschneiden, Mark herauskratzen und unter Erdbeermasse heben. Gut gekühlte Sahne separat aufschlagen und unterheben. Masse in Eisförmchen mit Stiel füllen und 5 Stunden in die Tiefkühltruhe stellen. Vor dem Genuss kurz antauen lassen und aus den Förmchen lösen.
Erdbeer-Minz-Marmelade Zutaten für 4 Personen 1500 g Erdbeeren 500 g Gelierzucker (3:1) 2 große Zitronen 5 Zweige Marokkanische Minze
Erdbeeren waschen, in Stücke schneiden und mit dem Saft von 2 Zitronen in einen Topf geben. Gelierzucker dazu, kurz durchmengen und gut 10 Minuten ziehen lassen. Zum Kochen bringen, dabei ab und zu rühren und mindestens 3 Minuten lang sprudelnd kochen lassen. Unterdessen Minzblätter waschen und fein hacken. Topf vom Herd ziehen, und wenn die Marmelade nicht mehr kocht, Minze unterheben. Die Marmelade in saubere Twist-off-Einmachgläser geben und auf den Kopf stellen. Nach 15 Minuten umdrehen und kalt werden lassen.
Tipp:
Geliertest: Nach der Kochzeit einen Teelöffel der Marmelade auf einen eisgekühlten Teller geben. Geliert die angedickte Flüssigkeit sofort, kann die Marmelade vom Herd genommen werden.
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Freie Wahl beim Spossen-Topping
Erdbeer-Vanille-Törtchen
Für den Teig
Für die Füllung
150 g Mehl 50 g Zucker 75 g Butter 1 Eigelb 1 Pr. Salz
½ P. Vanille-Puddingpulver 250 ml Milch 1 EL Zucker 50 g weiße Schokolade 300 g Erdbeeren
Für den Mürbeteig Mehl, Zucker, Butter, Eigelb und Salz mit den Knethaken, anschließend kurz mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Pudding nach Anleitung auf der Verpackung zubereiten, in eine Schüssel füllen und geschmolzene Schokolade unterrühren. Frischhaltefolie direkt auf den Pudding legen, damit sich keine Haut bildet, und abkühlen lassen. Kuchenförmchen einfetten, Mürbeteig ausrollen und Förmchen damit auskleiden. Mit einer Gabel einstechen, bei 180 °C Ober- und Unterhitze ca. 15-20 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen. Teig aus den Förmchen heben, Vanille-Creme verrühren und auf die Törtchen füllen. Erdbeeren waschen, halbieren oder vierteln und auf der Creme verteilen. Weiße Schokolade darüberraspeln.
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Hier wird gepflückt: Tagesaktuelle Infos, an welchen Tagen das Pflücken lohnt, gibt’s jedes Jahr ab dem Start der Erdbeersaison auf der Website www.erdbeeren-fabry.de Auch auf dem Obsthof Alteköster in Möhnesee-Körbecke oder auch in Echthausen (www.hauswesthemmerde.de) gibt’s Erdbeeren zum Selbstpflücken.
Familie Scanu mit ihrer Ernte beim Abwiegen.
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Er ist dann mal weg Ein Leben für den Lokaljournalismus
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atthias Schäfer war 32 Jahre lang Lokal redakteur der Westfalenpost für den Raum Sundern. 32 Jahre lang hat er den Leserinnen und Lesern diese kleine große Welt an Röhr, Linnepe und Sorpe tagtäglich im Zeitungsformat vor Augen gehalten, in Text und Bild erklärt. Ende April war dann Schluss: Mit nun 64 Jahren geht er in seinen wohlverdienten Ruhestand. Wie fühlt sich das an? Wie fällt sein Rückblick aus auf die vergangene Zeit und auf die Region, auf seine Arbeit als Journalist? Mit diesen Fragen treffen wir Matthias Schäfer zum Gespräch. Aus unserem geplanten Interview wurde allerdings nichts! Eigentlich fanden wir es sehr spannend, dem scheidenden Journalisten selbst in einer Interview-Situation unsere Fragen stellen zu können. Er, der sonst Antworten bekommt, muss liefern – vertauschte Rollen sozusagen. Doch kaum begonnen, läuft die Sache aus dem Ruder – im positiven Sinne! Gerade erst ist die erste Frage gestellt – „Wie geht es dir nach den ersten Wochen im Ruhestand?“ –, sprudelt es nur so aus ihm heraus. Wir haben Mühe, mit den Aufzeichnungen Schritt zu halten bei solch einem Erzähltempo. Doch der Reihe nach ... Wie alles begann ... Auch wenn ihn sein Studium für das Lehramt mit den Fächern Sport und Germanistik zunächst in eine vermeintlich andere Richtung lenkte, sind die Ursprünge für seine Berufswahl doch schon früh erkennbar: die Liebe zum Schreiben und die zum Sport – in seinem Fall ganz konkret dem auf dem Rennrad. „Meine ersten Texte habe ich als 16-Jähriger verfasst. Ich sehe mich noch mit Block und Stift auf der Rückbank eines Autobianchi A 112 sitzen, dort schrieb ich die Berichte von den gerade beendeten Radrennen“, erinnert er. Einen weiteren Nachweis seiner frühen literarischen Fähigkeiten hat Schäfer gleich mitgebracht: Die Chinesenpost verfasst er anlässlich der Aufführung eines The aterstückes seines Literat urkurses, ein Frühwerk von 1976 also.
Passend auch die Themenauswahl seiner Examensarbeit in Germanistik: „Der Journalist als Detektiv“.
Der Weg schien also vorgezeichnet: Kein Lehramt, Journalismus sollte es sein. Sein erstes Honorar verdient Matthias Schäfer beim Paderborner Kirchenmagazin Der Dom. Am 14. Januar 1979 werden dort seine ersten lyrischen Fertig keiten erkannt und veröffentlicht.
Eine facettenreiche Ausbildung im Sportjournalismus, im Kulturbereich und als Gerichtsreporter brachte ihn schließlich in die Region zurück. 1986 startete er als „Tagespauschalist“ in der WP-Redaktion Warstein. Schnell erkennt er seine Berufung zum Lokalreporter, tritt 1990 schließlich die Stelle in Sundern, seiner Heimatstadt, an. Sein Schaffen in der Heimatredaktion Wie war die Arbeit in der Region? „Bunt und vielfältig, in16 Ortschaften, mit 80 Chören und unendlich vielen Schützenfestterminen“, weiß Schäfer. Die Arbeit war für ihn immer „Pflicht und Kür“ zugleich. Die Kür sei es, die Geschichten hinter den Nachrichten zu entdecken. Die Geschichten der vermeintlich „kleinen Leute“ – und natürlich die „MussNachrichten“, die einen ausfüllen. Auch die ganz große Politik war immer dabei: „Ich habe sehr das Schaffen von Heinrich Lübke verfolgt, zudem Politikerbesuche von Kohl, Carstens oder Blüm hier begleitet. Aber in meine Zeit fielen auch fünf Sunderner Bürgermeister – die große Politik im Kleinen sozusagen.“ 19
Sein Selbstverständnis Darüber, wie Matthias Schäfer seine Arbeit und den Beruf als Journalist verstanden hat, gibt er ganz zum Schluss sehr treffend Auskunft: „Ich sehe den Journalisten als Netzwerker in der Region. Ich wollte nie nur aufschreiben, was meine Gesprächspartner lieferten, immer auch Gesprächspartner
sein.“ Wie treffend, wenn man ihn wie ich auf den vielen Einsatzterminen live erlebt hat. Uns bleibt am Ende zu sagen: Bleib, wie du bist, Matthias – und behalte Augen und Ohren offen für uns. Alles Gute und – danke!
© Matthias Schäfer
Was war Dein bestes Foto?
Das Bild ist bei einem Werbespiel im Rahmen des Sportfestes beim SuS GW Amecke entstanden, ca. 1986/87. Die Mannschaften kamen aus Menden und Deilinghofen, es waren alles britische Soldaten. Fun Fact: Man achte darauf, wo und wie der Spieler links im Bild „besonderen Zusammenhalt im Team herstellt“.
Die starke Vereinsstruktur hier, das Engagement. Das spürbare Einstehen der Menschen füreinander. Das wollte ich in meiner Arbeit auch immer aufzeigen. Matthias Schäfer
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Am Ende des Vormittags gelingt es dann doch, in eine FrageAntwort-Situation zu kommen – mit dringender Bitte um kurze und knappe Antworten: Dein Lieblingsort? Der Müssenberg in Hachen. Dein Lieblingsbuch? Umberto Eco – Der Name der Rose. Dein Lieblingsverein? 1. FC Köln, dafür schlägt mein eigentliches Herz.
In Südwestfalen zuhause – in der Welt unterwegs!
LOGISTIK – AUF DIREKTEM WEG.
LOGISTIK – AUF DIREKTEM WEG.
Die Region Sauerland, was macht sie aus? Die starke Vereinsstruktur hier, das Engagement. Das spürbare Einstehen der Menschen füreinander. Das wollte ich in meiner Arbeit auch immer aufzeigen. Was macht Heimat für dich aus? Meine eigene ist Hachen und Enkhausen. Heimat ist Verbundenheit zur Region, zu den Menschen. Wenn man einmal Zugang zu ihnen hat, dann tief, nie oberflächlich. Wie sind deine Zukunftspläne? Neben meiner Leidenschaft fürs Kochen habe ich das Backen für mich entdeckt. Und ein großes Lebensziel gibt es: den Jakobsweg zu erwandern. Die Nordroute an der spanischen Küste entlang bis nach Santiago de Compostela, zu Fuß oder vielleicht mit dem Rad.
DAS IST MATTHIAS SCHÄFER: Im Jahr 1977 absolvierte er sein Abitur am Franz-Stock-Gymnasium Neheim-Hüsten, ab Oktober 1977 besuchte er bis April 1979 die Polizeischule Selm-Bork. Im Anschluss daran folgte der Polizeidienst in Köln und Bonn. Im April 1980 entschied er sich für ein Studium an der Uni Köln (Germanistik), ab September 1980 an der Deutschen Sporthochschule Köln (Abschluss im Sommer 1987), nebenher studierte er auch noch Psychologie. Ab September 1985 war er freier Mitarbeiter bei der Westfalenpost in Arnsberg und Soest, ab Sommer 1986 wurde er „Fester Freier“ bei der WP Warstein. Ab Januar 1987 absolvierte Schäfer ein Volontariat bei der WP (Warstein, Meschede, Olpe, Arnsberg, Hagen) und machte ein außerbetriebliches Praktikum bei der BWZ und dem Reisemagazin in Essen. Ab Anfang 1989 folgte die Festanstellung, zunächst in der Bezirksredaktion Hagen-Bathey, später in Meschede und ab 1990 in Arnsberg und Sundern. Das Gespräch führte Gisbert Scheffer. Text: Simon Engels, Fotos: Ralf Litera/Porträt, u.a.
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Was wächst denn da?
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Kinder für Umwelt und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren steht inzwischen in vielen Kitas auf der Tagesordnung und wird immer mehr in den Kindergarten-Alltag integriert. Über eine ganz besondere Auszeichnung in diesem Zusammenhang konnte sich der Kindergarten Hagen nun freuen. Er wurde vom Naturpark Sauerland-Rothaargebirge als Naturpark-Kita zertifiziert, was natürlich gebührend gefeiert wurde. Obwohl es bundesweit bereits 50 solcher zertifizierten Kindergärten gibt, ist der Kindergarten Hagen erst der zweite im HSK, der so ausgezeichnet wurde.
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Dabei hat das Team des Kindergartens Hagen ursprünglich gar nicht aktiv auf eine solche Zertifizierung hingearbeitet, so Leiterin Angela Kaschka. „Unser Kindergarten liegt so perfekt, dass es für uns ganz natürlich ist, mit den Kindern viel draußen unterwegs zu sein“, erklärt sie. „Wir haben einen Bachlauf und eine Quelle in unmittelbarer Nähe, einen Bauernhof und jede Menge Tiere, die von den Kindern gerne besucht werden.“ Gerade im Frühjahr und Sommer, wenn viele der Tiere Nachwuchs haben, zieht es die Kinder dorthin, um aus nächster Nähe zu erfahren, wie sich die Jungtiere entwickeln. Aber auch Bach und Wald bieten viele spannende Entdeckungen, denen die Kinder gar nicht widerstehen wollen. „Unser Team ist selbst sehr motiviert, was Natur und Umwelt angeht, und bei den Kindern kommt das gut an. Wenn das Wetter es zulässt, sind wir gerne unterwegs und dürfen dabei auch mal dreckig werden“, lacht die Leiterin. So sind viele Aktionen von vorneherein für draußen geplant und wichtige Themen wie Mülltrennung und Umweltschutz werden spielerisch einbezogen. „Einige Kinder sind inzwischen fitter, was die Mülltrennung angeht, als so manch einer von uns“, gibt Angela Kaschka zu. Für sie und ihr Team ist es wichtig, dass bei allen Aktionen auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder eingegangen wird. Momentan ist das neu angelegte Beet ein Magnet und die Kinder sehen gespannt zu, was dort alles wächst.
Teams, schon vieles selbst auf den Weg gebracht haben, ist die Kooperation mit dem Naturpark eine tolle Sache und eröffnet uns noch weitere Möglichkeiten“, freut sich Angela Kaschka. Das Ziel des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge ist es, Kindern und Eltern bewusst zu machen, in welch schöner Landschaft sie leben und dass es sich lohnt, diese zu schützen und zu erhalten. Den Kindern des Kindergartens Hagen scheint das schon längst klar zu sein und so bleibt zu hoffen, dass sie dieses Wissen weiterhin mit so viel Begeisterung an andere weitergeben. Text: Denise Weber, Fotos: u.a. Petra Tolle
Wir sehen uns als Netz werker. So helfen wir dem Kindergarten, den Kindern die Natur näherzubringen. Dirk Zimmermann, Naturpark-Regionalmanager
Entdeckerwesten für kleine Naturfreunde Über dieses Engagement freuen sich auch die Eltern der Kindergartenkinder und so kam von dieser Seite der Tipp, eine Kooperation mit dem Naturpark SauerlandRothaargebirge einzugehen. Die Stadt Sundern als Träger war sofort mit einer solchen Kooperation einverstanden. Naturpark-Regionalmanager des HSK, Dirk Zimmermann, war erfreut über die Zusammenarbeit und stellte bald fest, dass die Anforderungen für eine offizielle Zertifizierung praktisch schon vorlagen. Gerne übergab er daher Mitte Mai gemeinsam mit Geschäftsführer Detlef Lins die Urkunde. Natürlich hatten beide auch einige Überraschungen für die Kinder im Gepäck. Vor allem die Entdeckerwesten, ausgestattet mit Becherlupen, Kompass, Bestimmungskarten und vielem mehr, kamen bei den Kindern gut an. „Die Westen mussten wir mit den Vorschulkindern direkt am nächsten Kindergartentag ausprobieren. Auch wenn wir, dank eines wunderbaren 23
Wo bisse wech?
Gut Bönkhausen Wagyu-Rinder sind sehr zutraulich
Katrin Schütz und Christoph Willeke mit Gipsy
Gesunde Rinderzucht in natürlicher Umgebung garantiert nicht nur beste Fleischqualität, sondern auch ein persönliches Verhältnis zwischen Mensch und Tier
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Auf der L735 von Wennigloh in Richtung Hachen weist in dem dortigen Waldstück ein grünes Schild nach links zum Hofladen Wagyu Sauerland. Die schmale Straße führt zum Bergdörfchen Bönkhausen und am Ende zum gleichnamigen Gutshof. Schon unterwegs trifft man auf grünen Weiden die Nutznießer einer ganz besonders liebevollen Tierhaltung. Auch wenn es den Wagyu-Rindern nicht bewusst ist, ihren Besitzern ist es das umso mehr: Katrin Schütz (31) und Christoph Willeke (34) verwirklichen dort ihren fünf Jahre alten Traum, Wagyu-Rinder ihrer Natur gemäß und qualitätsbewusst zu züchten. Der Schultenhof zu Bönkhausen wurde bereits 1447 erwähnt. Pächter und Besitzer wechselten mehrfach, bis er 1860 abbrannte. Das teils wieder aufgebaute Gut kaufte der Graf von Fürstenberg. Als Christoph Willeke und Katrin Schütz den Hof vom heutigen Eigentümer pachteten, fanden sie neben den Gebäuden gute Sauerländer Weiden mit einem Artenreichtum an Kräutern und Gräsern vor. Christoph, auf einem Bauernhof aufgewachsen, studierte Agrarwirtschaft in Soest, wo er auch Katrin begegnete. Bei einem Auslandsjahr in Australien lernte er die ursprünglich aus Japan stammenden Wagyu-Rinder kennen und begeisterte sich für die außergewöhnliche Qualität ihres Fleisches, das mit gleichmäßiger Fettmaserung einmalig saftig, zart und würzig ist. So kam in Bönkhausen das zusammen, was den beiden Jungunternehmern schon in kurzer Zeit etliche Preise einbrachte, zuletzt die begehrte Goldmedaille für Deutschlands bestes Wagyu-Fleisch. Hier bin ich Rind, hier darf ich’s sein Mit 20 Rindern sind die beiden 2019 in Bönkhausen angekommen, heute sind es über 80 Tiere. Die Kühe haben 18 Jahre Zeit, jedes Jahr ihre Kälber zu kriegen, und die Ochsen drei Jahre, um ein Höchstmaß an Fleischqualität zu erreichen. „Wir geben den Tieren das, wozu sie geschaffen sind: Sie können Gras fressen in natürlicher Umgebung und in diesem Element bleiben sie gesund“, umschreibt Katrin Schütz ihre Unternehmensphilosophie, die getragen ist von einer tiefgreifenden Verantwortung für die sehr zutraulichen Tiere. Bei selten auftretenden Krankheiten sollen Naturheilmittel statt Antibiotika helfen. „Das macht Spaß, den Tieren geht’s gut und man schmeckt es am Fleisch“, ergänzt Christoph. Während er sich um die landwirtschaftlichen Aufgaben kümmert, ist Katrin für das Marketing zuständig, denn von der Aufzucht bis zur Schlachtung und Qualitätskontrolle geschieht alles auf dem Hof durch ihre Hände. Text und Fotos: Jochem Ottersbach
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Subaru
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Serienmäßig noch mehr Sicherheit im Subaru Forester erleben – mit der neusten Version des Fahrerassistenzsystems EyeSight1. Mit nochmals optimierten Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen setzt der Subaru Forester e-BOXER Hybrid im aktuellen Modelljahr erneut Maßstäbe. Dabei begeistert er doch schon mit anderen serienmäßigen Vorzügen, vom permanenten symmetrischen Allradantrieb bis hin zur effizienten SUBARU e-BOXER-Hybridtechnologie. Außerdem serienmäßig erhältlich: • Flexibler mit dem funktionserweiterten Allrad-Assistenzsystem X-Mode • Immer auf dem Laufenden mit modernem Infotainment mit Apple CarPlay2 und Android AutoTM 3 • Überlegen im Gelände mit einer hohen Bodenfreiheit von 220 mm Der Subaru Forester e-Boxer Hybrid.
Bringt euch dahin, wo ihr noch nie wart. Abbildung enthält Sonderausstattung. *5 Jahre Vollgarantie bis 160.000 km. Optionale 3 Jahre Anschlussgarantie bis 200.000 km bei teilnehmenden Subaru Partnern erhältlich. Die gesetzlichen Rechte des Käufers bleiben daneben uneingeschränkt bestehen. 1Die Funktionsfähigkeit des Systems hängt von vielen Faktoren ab. Details entnehmen Sie bitte unseren entsprechenden Informationsunterlagen. 2Apple CarPlay ist ein Markenzeichen von Apple Inc., eingetragen in den USA und anderen Ländern. 3Android™ und Android Auto™ sind Markenzeichen von Google Inc.
Weltgrößter Allrad-PKW-Hersteller
www.subaru.de
Subaru Autohaus Bittner GmbH
autorisierter Vermittler von Subaru-Neufahrzeugen Amecker Straße 24 59846 Sundern-Amecke Tel.: 02393/868
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Quell des Lebens Trinkwasserversorgung in Arnsberg
„Mit der beginnenden Industrialisierung um 1900 und dem Aufkommen von Cholera- und Ruhr-Epidemien im Ruhrgebiet machte man sich Gedanken darüber, was man tun kann, um diese Krankheiten zu verhindern“, sagt Thomas Kroll. Er ist Geschäftsbereichsleiter Wasserversorgung bei den Stadtwerken Arnsberg, die diese im Stadtgebiet sichern. Im Jahr 2020 wurden knapp 76.000 Einwohner über ein 430 Kilometer langes Rohrnetz mit rund 3.724.000 Kubikmetern Wasser versorgt.
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ie Stadtwerke betreiben mit Langel in Freienohl (fast 37.000 Kunden) und Möhnebogen in Neheim (etwa 38.500 Kunden) zwei identisch aufgebaute Wasserwerke. Jedes hat die Kapazität, die gesamte Stadt mit Trinkwasser zu versorgen. Die Netzbereiche beider Werke sind seit 2008 über eine Verbundleitung miteinander verbunden, sodass im Ernstfall eines der beiden vom Netz genommen werden kann. Weiteres Trinkwasser wird über Brunnen an Lattenberg, Müssenberg und Vorkenbruch sowie an der Mintequelle gewonnen und vergleichsweise wenigen Haushalten zugeführt. „Die Müssenbergquelle hat eine sehr gute Qualität, es wäre schade, das Wasser hieraus 26
nicht zu nutzen“, erklärt Kroll. Zudem sei eine Zulieferung, beispielsweise zum sehr hoch liegenden Lattenberg, nicht rentabel, denn: „Trinkwasser ist ein Lebensmittel mit entsprechender Haltbarkeit. Es muss in Bewegung bleiben, um nicht hygienisch beeinträchtigt zu werden.“ Ein Problem, das ohnehin im gesamten Stadtgebiet für Arbeit sorgt. „Unser Rohrleitungsnetz ist in den 60er bis 70er Jahren geplant und gebaut worden. Damals prognostizierte man für das Jahr 2000 einen Pro-Kopf-Verbrauch von über 200 Litern am Tag und wählte einen entsprechend großen Rohrumfang. Tatsächlich sind es heute nur 125 Liter“, fährt der gelernte Wasserwirtschafts-Bauingenieur fort. Seit einigen Jahren werden die Rohre daher nach und
Wasser aus dem Möhne-Fluss wird auf zwei Entsickerungsbecken verteilt, von wo es langsam durch eine mit Sand aufgefüllte natürliche Schotterschicht sickert. Das Gelände am Möhnebogen ist ein 14.000 m² großes Biotop. Thorsten Peithner, Mitarbeiter in der Wasserversorgung, in Aktion.
nach ausgetauscht. Bei einer zu großen Verweilzeit des Wassers im Rohrsystem müssen die Stadtwerke die Leitungen durchspülen. Durch die klimatischen Veränderungen hat außerdem ein Umdenken zum Abschalten der kleineren Anlagen stattgefunden. Angesichts der Trockenheit bleibt Kroll insgesamt jedoch gelassen: „Die Menge des Wassers, die wir dem Fluss entnehmen, ist in Relation zu dem, was durch ihn fließt, gering.“
Trinkwasser ist ein Lebensmittel mit entsprechender Haltbarkeit. Es muss in Bewegung bleiben, um nicht hygienisch beeinträchtigt zu werden. Thomas Kroll
Der Weg zum sauberen Trinkwasser Die Gelände der Wasserwerke sind, seit einer drohenden Überflutung wegen Starkregens 2007, vollständig von einem Deich umzogen. Am Möhnebogen wird dem 27
Möhnefluss Wasser entnommen, in zwei Entsickerungsbecken geleitet und bei der Durchsickerung durch eine mit Sand angefüllte Schotterschicht zum ersten Mal gereinigt. Eine zweite Reinigung erfolgt auf dem bis zu zwei Wochen langen Weg zu tiefer liegenden Heberbrunnen durch Kies, Mikroorganismen und Sande. Von einem Sammelbrunnen aus geht es anschließend in die Entsäuerungsanlage. „Hier wird natürlich vorkommende Kohlensäure herausgefiltert, es gäbe sonst einen Lochfraß in älteren, metallischen
Leitungen“, sagt der 53-Jährige. Dann wird das Wasser weitergepumpt in eine Zwischenvorlage, anschließend in eine Membrananlage, wo Partikel, Keime, Bakterien und Viren kleinstmöglich herausgefiltert werden. Danach werden in einer Aktivkohlestufe organische Stoffe und Chemikalien herausgefiltert. Bevor das Trinkwasser in das Liefernetz gefördert wird, erfolgt abschließend eine Desinfektion über zwei UV-Reaktoren, um letzte Keime und Bakterien abzutöten. Im Entnahmebauwerk findet bereits eine erste Qualitätskontrolle von Trübung, pH-Wert, Leitfähigkeit und Temperatur statt. Beim Überschreiten gewisser Werte erfolgt ein Alarm, der bis zur Abschaltung des Wasserwerks reichen kann. Im Sammelbrunnen und am Wasserwerksausgang stehen weitere Überwachungen an. „Einmal in der Woche prüft zudem ein externes Labor Proben aus dem gesamten Netz. Darüber hinaus werden wir, so wie alle Mitglieder der AG Wasserwerke an der Ruhr von Winterberg bis Duisburg, automatisch durch den Ruhr-Alarm-Plan über Ölunfälle oder Ähnliches informiert“, schließt Kroll. Text: Karin Hillebrand, Fotos: u.a. Katrin Kaiser
Die Membrananlage des Wasserwerks Möhnebogen im Vordergrund sowie die Aktivkohlestufe in den blauen Tanks dahinter. Wasserspeicher am Speiberg, Hüsten. „Die Müssenbergquelle hat eine sehr gute Qualität, es wäre schade, das Wasser hieraus nicht zu nutzen“, meint Thomas Kroll ▼
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© Stadtmarketing Sundern - sabrinitiy
Lust auf eine spannende Entdeckungsreise durch das schöne Sauerland sowie Siegen-Wittgenstein? Dann nehmen wir Sie auf den folgenden Seiten gerne mit in unsere Heimat. Es warten viele attraktive Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele und Freizeit-Angebote auf Sie und Ihre Lieben. Versprochen! Der „Astenkick“ in Winterberg-Altastenberg zum Beispiel macht seinem Namen alle Ehre. Die zweitlängste Megazipline Europas bietet ein ganz besonderes „Flugerlebnis“. Das Sauerland hat aber noch viel mehr zu bieten. Trailparks zum Beispiel, Badebuchten oder entspannende Schifffahrten. Im Siegerland sowie in Wittgenstein ist nicht nur die Natur märchenhaft, auch Schlösser, Burgen und Wanderwege entführen in fantastische Sagen und Geschichten. Tauchen Sie ein in die Welt der Märchen und entdecken Sie geschichtsträchtige Schlösser und Burgen. Ab an die Grillzange lautet das Motto am 20. und 21. August auf dem Gutshof Original in Sundern. Dort findet die Premiere der Sauerländer Grillmeisterschaft statt. Jeder kann mitmachen oder sich als Zuschauer auf den Geschmack eines zünftigen Grillfestes bringen lassen …
Sommer 2022
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Sommerzeit im Sauerland So entdeckst du Deutschlands inspirierende Outdoorregion für dich!
Die Sonne scheint, das Wochenende steht vor der Tür und die Lust auf Erlebnis steigt von Minute zu Minute – perfekte Voraussetzungen für einen Tagestrip oder vielleicht sogar gleich mehrere Tage Erlebnis. Und da bietet Deutschlands inspirierende Outdoorregion die perfekten Voraussetzungen.
Der Sommer im Sauerland hält Aktivitäten für jeden Typ und jeden Anspruch bereit. Egal ob du jetzt Adrenalin-Junkie bist, entspannte Stunden in der Natur verbringen möchtest oder einfach nur nach Spaß suchst. Glaubst du nicht? Hier sind unsere Argumente für unvergessliche Momente. Du stehst auf Action und Abenteuer?
Auch da hat das Sauerland genau die passenden Angebote. Verbring doch den Nachmittag mit deiner Familie auf dem Aventura SpielBerg in Medebach und liefere dir kleine Challenges auf dem mit 160 Metern längsten Spielgerät Europas. Oder du schnappst dir eines der dreirädrigen Mountaincarts und cruist lässig durch die Wälder an der Ruhrquellenhütte hinab ins Tal. Im Anschluss noch eine Runde Adventure Golf in Grönebach? Miniatur-Versionen von touristischen Highlights wie der Winterberger Skisprungschanze sind hier die Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Ein Vernügen für die ganze Familie und nur eines von vielen Ausflugszielen mit Spaßgarantie für Groß und Klein.
Du liebst es entspannt? Idyllische Momente zum Relaxen und Abschalten bieten die Sauerland-Seen. Eingebettet in die grüne Landschaft bieten sie die ideale Kulisse für deine persönliche Auszeit vom Alltagsstress. Die genießt du dann wahlweise an Bord der Personenschiffe, bei einem Spaziergang entlang der Seepromenaden oder an einer der Badebuchten. Oder doch lieber eine entspannte Radtour? Mit E-Unterstützung absolut nicht schweißtreibend, dafür aber umso erlebnisreicher. Auswahl gibt es garantiert genug! 32
© Rothaarsteigverein e.V. - Klaus-Peter Kappest
Du möchtest Spaß?
© Klaus-Peter Kappest
Dann sind die Bike- und Trailparks der Region für dich ein absolutes Pflichtprogramm. Der Puls steigt und das Adrenalin kickt, wenn es rasant die Trails hinabgeht. Hier ist fahrerisches Können gefragt. Auf Entdeckungstour durch die Region führen dich wiederum die Wanderwege der Sauerland-Wanderdörfer. Schmale Pfade, knackige Anstiege und imposante Aussichten erwarten dich auf den Tages- und Halbtagestouren. Und wenn du danach noch nicht genug von Action und Adrenalin hast, stürzt du dich mit der Zipline auf Höhe der Baumwipfel hinab ins Tal.
Hoch über dem Lennetal gelegen und weithin sichtbar liegen die SAUERLAND-PYRAMIDEN, mittlerweile ein heimliches Wahrzeichen des Sauerlandes. Darin befindet sich der GALILEO-PARK, ein Wissens- und Rätselpark in dem auf unterhaltsame und doch anspruchsvolle Art und Weise Wissen vermittelt und Interesse an neuen Themen geweckt wird. Räumlichkeiten werden jedoch nicht nur für Ausstellungszwecke genutzt, sondern können auch gemietet werden: Ob Seminare, Kongresse, Buchlesungen oder Trauungen der GALILEO-PARK bietet Ihnen den passenden Rahmen, um Ihre ganz persönliche Veranstaltung unvergesslich werden zu lassen.
Da schau her ein Roboter!
Da schau her ein Roboter!
Expedition ins Digi-tal 12. März 2022 bis 08. Januar 2023
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GALILEO-PARK | Sauerland-Pyramiden 4-7 | 57368 Lennestadt | info@galileo-park.de | 02721 60077-10 | www.galileo-park.de
Dann weißt du ja jetzt, wo es hingehen wird. Denn das Sauerland ist nicht nur das Land der tausend Berge, sondern auch das Land der tausend Möglichkeiten. Also schau rein auf www.sauerland.com und gestalte deinen perfekten Trip mit unvergesslichen Highlights oder lade dir die praktische Sauerland-App runter und inspiriere dich bequem vom Smartphone aus. Text: Sauerland-Tourismus | Rouven Soyka
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© Sauerland-Tourismus - Klaus-Peter Kappest
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SO WÜRDE DEINE RUSH HOUR IN SÜDWESTFALEN AUSSEHEN Berufliche Sicherheit, bezahlbarer Wohnraum, grüne Work-Life-Balance? Das klingt doch alles zu schön, um nicht da zu sein!
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suedwestfalen.com/undbleib Foto: Sauerland-Tourismus / Klaus-Peter Kappest
Projekt gefördert durch:
Die Freude aus dem Körper schreien Am „Astenkick“ in Winterberg-Altastenberg
© Astenkick
bekommt das Fliegen eine neue Bedeutung
Die Arme weit ausgebreitet und an der Megazipline hängend geht es hinab ins Tal. Die Mutigen haben die Wahl – entweder fliegen sie im Sitzen oder im Liegen in die Tiefe. Der Spaßfaktor ist bei beiden Varianten riesig – und der Flug natürlich hundertprozentig sicher. Beliebtes Ausflugsziel von Touristen aus ganz Deutschland ist der Astenkick in Winterberg-Altastenberg.
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Sebastian Barnert und Christian Mienert (beide 38) hatten die Idee, sich mit der Megazipline selbstständig zu machen. Beide hatten beruflich bedingt das Sauerland verlassen und wollten wieder zurück in die Heimat. Und das mit einem grandiosen Plan im Gepäck. Vier Jahre dauerte die Umsetzung und seit 2018 ist der Astenkick in aller Munde. „Hör dein Herz trommeln“ lautet der Slogan des Astenkick. Und ja, wer auf dem Startturm steht, sich die Instruktionen des Guides anhört und den Blick in das Tal wirft, der hört definitiv sein Herz trommeln. Dann zählt der Guide runter: 3, 2, 1 … es geht los. Eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Stundenkilometern erreicht der Flieger auf der 1000 Meter langen Strecke. Während die einen einfach die atemberaubende Aussicht genießen, schreien andere die pure Freude an diesem außergewöhnlichen Flug-Erlebnis heraus. Es ist der besondere Kick, den sie vielleicht nicht ganz so gewaltig erwartet haben. Es ist dieses besondere Glücksgefühl, das auch nach der Ankunft auf dem Landeturm noch lange anhält. Die zweitlängste Megazipline Europas Der Astenkick ist die zweitlängste Dual-Megazipline in Europa, und darauf sind Geschäftsführer Christian Mienert und Betriebsleiter Sebastian Barnert stolz. Mit dieser Doppelseilrutsche haben sich die beiden ihren Traum erfüllt. Besucher können den Flug fast ganzjährig genießen, nur im November nicht – da macht das Team Urlaub. Circa zehn Mitarbeiter kümmern sich um die Abenteuerhungrigen, die gar nicht so viele Bedingungen erfüllen müssen, um den Höhenrausch zu erleben. Sie müssen mindestens 1,50 m groß sein, müssen mindestens 40 kg und dürfen maximal 140 kg wiegen. Nur nach der umfangreichen Sicherheitseinweisung, richtig eingegurtet und mit Helm werden die Fluggäste auf die Megazipline gelassen. Aber es gibt auch einige, die dem Flug noch ein persönliches Krönchen aufsetzen. „Wir hatten zum Beispiel mal ein Brautpaar in Hochzeitskleidung, das geflogen ist“, erzählt Sebastian Barnert. Aber auch Flieger mit Gitarre oder Superman sollen auf der Anlage schon gesichtet worden sein. Text: Carmen Ahlers
© Astenkick
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Der direkt am Land- und Kurhotel Tommes gelegene Heilstollen „Brandholz“ wird seit über 20 Jahren therapeutisch genutzt. Er ist ein Begriff für Gesundheit und Wohlbefinden geworden. Atmen Sie mal wieder richtig durch und tanken neue Energie.
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7 ÜN inkl. reichhaltigem Frühstücksbuffet Ein saisonales Schlemmer-Buffet Ein Begrüßungscocktail 6 x Genießer-Drei-Gang-Halbpension Ausführliche ärztliche Beratung und eingehender ärztlicher Check-Up, beinhaltend die Laboruntersuchung der relevanten Blutparameter im Umfang einer Klinikaufnahme (vollst. Blutstatus & -fette, Leber- & Nierenwerte, Elektrolyte usw.). Bei Indikation EKG Notfallversorgung, Psychologische Beratung Ohrakupunktur Gesprächsrunden zu verschiedenen Gesundheitsthemen 3 x Autogenes Training 2 x Wassergymnastik 2 x Massage oder Physiotherapie Schwimmbad- und Saunanutzung Freier Eintritt i. d. Schieferstollen Nordenau Preis pro Person im DZ ab
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n i g u l f s u ? t f a h c s A chbar a N e i d Dann lassen Sie sich von den MärchenWäldern Siegen-Wittgensteins verzaubern
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Märchen und Wald, das passt perfekt zusammen. Viele Märchen spielen im märchenhaft schönen Wald mit seinen knorrigen alten Bäumen, feenhaften Farnen, idyllischen Bächlein und den scheuen Tieren. So wie in SiegenWittgenstein: Die frische Luft, der würzige Duft des Harzes, der weiche Waldboden und die leisen Geräusche der Pflanzen und Tiere laden ein, sich vom Alltag zu erholen und zu genießen. Einen beeindruckenden Gegensatz dazu bietet der weltbekannte „Alte Flecken“, der historische Stadtkern von Freudenberg mit den rund 80 schwarz-weißen Fachwerkhäusern. In Siegen-Wittgenstein gibt es viele wunderbare Plätze zum Entdecken. Ob mit Kindern, dem Partner oder mit Freunden. Nicht nur die Natur in Siegerland und Wittgenstein ist märchenhaft, auch Schlösser, Burgen und Wanderwege entführen in die fantastische Welt der Sagen und Geschichten. Sogar eine echte Prinzessin wohnt auf Schloss Berleburg – Benedikte Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, die Schwester der dänischen Königin Margarete II. Frei zugänglich ist der bezaubernde Schlosspark mit der Orangerie. Hier entlang führt auch die „Märchenspur“. Die etwa sechs Kilometer lange Märchenspur in Bad Berleburg entführt Kinder und Erwachsene ins Reich der Fantasie. Auf dem kinderfreundlichen Weg lernen die Wanderer die historische Altstadt, das Schloss Berleburg, den Schlosspark und mystische Wälder kennen. Die Tour steckt voller Abwechslung und Abenteuer, Erlebnis und Erholung. Rapunzel, der Froschkönig und die Bremer Stadtmusikanten begleiten durch den Märchenwald. Um die sechs Märchen zu entdecken, ist auch 38
die eigene Fantasie gefragt. Ein Märchenquiz rundet den Wanderspaß für die ganze Familie ab. Urige Bäume, schier unendliche Wege, weite Aussichten und ein liegendes weißes R auf tiefrotem Grund – das ist der als Weg der Sinne bekannte Rothaarsteig, ein Top Trail of Germany. Oben rauschende Baumwipfel, unter den Wanderstiefeln grüne Wiese und weiches Moos. Herrliche Waldluft, sanfte Hügel, beeindruckende Panoramen, beschauliche Dörfer und traumhafte Natur, so weit das Auge reicht. Links und rechts der Pfade warten die Rothaarsteig-Spuren und viele Naturschönheiten. Geschichtsträchtige Orte wie die Ruine der Ginsburg sorgen für Abwechslung. Von hier aus plante Wilhelm I. von Oranien-Nassau 1568 unter anderem die Befreiung der Niederlande von der spanischen Herrschaft. Noch tiefer in die europäische Geschichte eintauchen können Radfahrer auf der deutsch-niederländischen Oranier-Route. Auf dieser Route liegt auch Siegen mit dem Oberen Schloss samt Siegerlandmuseum und der Ausstellung der Werke des Malers Peter Paul Rubens, 1577 in Siegen geboren. Die nassauischen Landesherren haben das Stadtbild geprägt: Auch das Untere Schloss mit seinem Dicken Turm ist imposant. Es beherbergt heute einen Campus der Universität Siegen und die Fürstengruft. Hier hat einer der schillerndsten Oranier, Fürst Johann Moritz, seine letzte Ruhestätte gefunden. Direkt nebenan im ehemaligen Telegrafenamt ist das hochkarätige Museum für Gegenwartskunst untergebracht. Text: Ralf Hermann, Fotos: u.a. Tina Scheffler
© Klaus-Peter Kappest
Ein digitaler Brief fürs Land, online in den Wald und matschige Abenteuer für Kinder Zündstoff-Themen fürs Land, nützliche Infos für Waldbesitzer und jede Menge Aha-Momente für Kinder: Drei neue Medienformate richten sich vor allem an Menschen im ländlichen Raum – und gehen dabei etwas andere Wege.
„Das Leben auf dem Land hat ganz viele Facetten“, sagt Patrick Liste, Chefredakteur beim Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben. Seit mehr als 175 Jahren zeigt das Fach- und Familienmagazin aus dem Landwirtschaftsverlag Münster alle Seiten des Landlebens. Entsprechend groß ist die Themenvielfalt. Sie reicht von Agrarpolitik über Pflanzenbau, Tierhaltung und Forst bis hin zu Gartentipps und Rezepten. „Das ist eine absolute Besonderheit und Stärke. Gleichzeitig erreicht uns regelmäßig der Wunsch, bestimmte Themen umfassender darzustellen“, sagt Liste, der in Sundern-Amecke wohnt und fest mit dem Landleben verbunden ist. Genau diesen Wunsch erfüllt das Wochenblatt-Team jetzt mit drei neuen Medienformaten, die seit wenigen Wochen auf dem Markt sind: Landbrief – Post fürs Land Aus der Großstadt betrachtet ist das Landleben wahlweise idyllisch oder öde. Die Wahrheit liegt dazwischen. Genau da setzt der Landbrief an. Er bietet eine Art digitalen Bericht zur Lage auf dem Land – mit Fakten, Informationen und Links, die alle benötigen, um auf dem Land und für das Land mitdenken, mitreden und mitentscheiden zu können. Zuletzt ging es zum Beispiel um Dorfgemeinschaft, Grundsteuerreform und ärztliche Versorgung. Der Landbrief erscheint zweimal pro Woche, ausschließlich digital. Er wird per E-Mail versandt. Der Landbrief ist aber kein schnell zusammengebastelter Newsletter, sondern ein Brief. Er greift die bekannte und persönliche Form der Mitteilung auf und interpretiert sie neu: journalistisch und digital. Der Landbrief ist unabhängig und ohne Werbung, kann 30 Tage kostenlos bezogen werden und kostet dann 8 €/Monat. www.landbrief.de 40
waldnews.de – Wir informieren Waldbesitzer Der Wald ist ins Bewusstsein von Politik und Gesellschaft gerückt. Auf der einen Seite erfüllt er eine wichtige Klimaschutzfunktion, auf der anderen Seite sterben durch Trockenheit, Stürme und Borkenkäfer riesige Waldflächen ab. Gerade die mehr als 150.000 Kleinwaldbesitzer in NRW stehen vor großen Herausforderungen. Das Online-Portal www.waldnews.de richtet sich genau an sie. Es liefert Hintergründe sowie konkreten Rat zu Waldbau, Förderung, Holzverkauf sowie Recht und Steuern. Es gibt Antworten auf typische Fragen wie: Bin ich als Selbstwerber versichert? Oder: Muss es beim Brennholz immer Fichte sein? Ein 14-täglicher Newsletter ergänzt die Website. Zum Start ist der Zugang zur Website zwei Monate kostenlos, dann kostet das Abo 2,95 €/Monat. www.waldnews.de
MATSCH! Alles für kleine Landentdecker Das Wissen über Zusammenhänge in der Natur und die Produktion von Nahrungsmitteln ist in den vergangenen Jahren in den Hintergrund gerückt. Dabei ist es unsere Lebensgrundlage. Das Kindermagazin MATSCH! will diese Wissenslücke schließen. Das 44-seitige Heft erscheint monatlich. Es richtet sich an alle Kinder ab 5 Jahren – sowohl vom Land als auch aus der Stadt. Inhaltlich geht es um Umwelt, Natur, Wald, Landwirtschaft sowie Ernährung. Die vergangenen Ausgaben zeigten unter anderem, wie wichtig Honigbienen sind und warum Schafe auf Deichen grasen. Im Heft gibt es einen Mix aus Geschichten zum Lesen oder Vorlesen, Rätseln und Anleitungen zum Selbermachen. Textlich und grafisch gut aufbereitet versucht MATSCH!, die jungen Leserinnen und Leser für diese Themen zu begeistern. Das Jahresabo mit zwölf Ausgaben kostet 36 €. www.matsch-magazin.de
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Wer wird der
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Sauerländer Grillmeister? Event-Premiere am 20. und 21. August auf dem Gutshof Original in Sundern Grillen? Ist nicht einfach nur Essen zubereiten! Grillen ist Leidenschaft, Genuss, Lebensfreude und Geselligkeit! Wer wirklich grillt, der zelebriert es. Und genau darauf kommt es bei der „1. Sauerland Grill Meisterschaft“ an. Die Premiere steigt am 20. und 21. August auf dem Gutshof Original in
© Ralf Litera
Sundern. Und alle potentiellen Grillmeister können mitmachen!
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ie Idee, diese außergewöhnliche Challenge ins Leben zu rufen, hatte eine kleine Gruppe von Grill- und Genussfans mit Wurzeln im Sauerland. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Rinderzüchter, Metzger, Griller, BBQer, Vertriebler sowie Grillhändler, Profi- und Hobbyköche. Alle sind leidenschaftliche GrillFans und möchten diese Leidenschaft mit möglichst vielen Sauerländern teilen. So ist das Projekt entstanden, bei dem im Rahmen eines Hoffestes ein Grill-Wettbewerb gestartet wird. Wer also die Grillzange perfekt im Griff hat und auf saftiges Steak steht, der sollte sich rasch anmelden. Ob im Team oder solo, ist dabei völlig egal. Der Spaß ist garantiert. 3 Herausforderungen: Steak-Contest, Sauerländer Burger und Schmorgericht Im Mittelpunkt des Events unter der Schirmherrschaft der im Jahr 2013 in den USA gegründeten Steak Cookoff Association (SCA) steht der Steak-Wettbewerb. Zudem wird an den zwei Tagen der beste Sauerländer Burger mit Burger-Patties vom hofeigenen Premium-Rind gesucht. Zu guter Letzt gilt es am Sonntag, ein Schmorgericht aus dem so genannten Dutch Oven (Gusstopf ) herzustellen. Ob Fisch, Rind, Schwein, Wild, vegan oder vegetarisch, spielt dabei keine Rolle. Einzige Voraussetzung bei der Zubereitung des Schmorgerichts: Es muss das Grevensteiner Landbier Verwendung finden. Eine fachkundige Jury schaut an beiden Tagen genau hin, bewertet unter anderem Optik, Geschmack und Gar-Grad des Grillguts. Wer an allen drei Wettbewerben teilnimmt, hat die Chance, zum 1. Sauerländer Grillmeister gekürt zu werden. Wer sich dem Wettbewerb stellt, sollte den eigenen Grill, das passende Werkzeug wie Messer und Grillzange, einen Tisch, Stuhl und Zelt sowie Stromkabel, Kühlung, Feuerlöscher, Verbandsmaterial, Beleuchtung und Löschdecke mitbringen. Das Fleisch stellen die Veranstalter, um Chancengleichheit zu wahren. Der Gutshof Original bietet das perfekte Ambiente, wird dort doch die seltene Rasse der Zwergzebus gezüchtet. Auch das Rahmenprogramm auf dem Hof kann sich absolut sehen lassen: Grillvorführungen, Hofführungen bei den Zwergzebus, Verkauf und Beratung von Grills und Grillzubehör, gutes Essen, natürlich vom Grill von der eigens angereisten Beef und Meat BBQ-Ranch aus Werl, für große und kleine Gäste sowie erfrischende Getränke und Musik. Hobby-Grillmeister dürfen sich auf Jens Vaassen freuen. Der Mannschafts-Koch und Ernährungs-Coach des SV Werder Bremen ist absoluter Fan des Gutshofes sowie der Zwergzebus und hat sein Kommen zugesagt. Text: Ralf Hermann
Anmeldungen online möglich Also, nichts wie ran an die Grillzange und teilnehmen. Anmeldungen sind möglich über die Facebook-Seite www.facebook.com/sauerlandgrillmeisterschaft. Dort gibt es auch alle weiteren Infos und Kontaktadressen. Wer mehr über den Hof Original und die Rinderzucht wissen möchte, findet viele Details im Web unter www.zwergzebu.com!
Wir sind davon überzeugt, dass das helle Pülleken den Menschen auch weiterhin ein Gefühl von Unbeschwertheit und Unbefangenheit nach Hause bringen wird. Dr. Volker Kuhl
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Sympathieträger:
Veltins will Pülleken-Erfolg 2022 ausbauen Das Pülleken in der handlichen Drittel-Liter-Flasche in Euro-Flaschen-Optik mit dem tänzelnden Harlekin auf dem impulsstarken Etikett ist in wenigen Monaten zu einem Sympathieträger für einen neuen Biergeschmack und für eine neue Marke mit regionaler Prägung geworden.
Das noch junge Produkt der Brauerei C. & A. Veltins nimmt gerade einen erfreulichen Erfolgsweg und übertraf mit einem Ausstoß von über 200.000 hl im Geschäftsjahr 2021 alle Erwartungen. An diesen Erfolg wird die Brauerei C. & A. Veltins im Jahr 2022 weiter anknüpfen, immerhin ist das Pülleken die erfolgreichste Einführung in der Geschichte des Grevensteiner Familienunternehmens. Nie zuvor konnte ein Neuprodukt der Premium-Brauerei innerhalb von so kurzer Marktpräsenz und dazu noch unter hartem Wettbewerbsdruck im Handel so überzeugend wirken. „Sowohl der rasche Distributionsaufbau als auch die Wiederkäufe der Verbraucher beweisen die hohe Sympathie und lassen eine weiter steigende Nachfrage erwarten. Als Veltins-Antwort auf die Frage nach einem unbeschwerten Biergenuss in schwieriger Zeit konnte das junge Produkt ein deutliches Markenstatement setzen“, sagt Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb der Brauerei C. & A. Veltins. „Es war die richtige Entscheidung,
mit einem innovativen Produkt- und Markenkonzept den Sortentrend des Hellen völlig neu zu interpretieren.“ Das Pülleken schafft eine deutliche Differenzierung zur weißblauen Sortenfolklore, die dem Verbraucher wenig Orientierung bietet. Das Konzept des Püllekens funktioniert, weil mit seiner Leichtigkeit im optischen Auftritt und dem süffigen Geschmack dem Sortencharakter des Hellen jene Schubkraft gegeben wurde, die einen raschen Markterfolg als Grundvoraussetzung erst möglich macht. „Diesen Schwung nehmen wir mit in den Sommer 2022 und werden die Distribution weiter ausbauen. Wir sind davon überzeugt, dass das helle Pülleken den Menschen auch weiterhin ein Gefühl von Unbeschwertheit und Unbefangenheit nach Hause bringen wird und dabei genau den richtigen Ton in der Ansprache und den passenden Geschmack in Sachen Genuss trifft“, so Dr. Volker Kuhl.
FRISCHE KOMMT SELTEN ALLEIN.
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Leidenschaft ist, was uns verbindet. Frisches VELTINS.
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Ein Haus für Kultur und Begegnung Wie aus einer Vision in Sundern Schritt für Schritt Wirklichkeit wird
Stell dir vor, da ist Kultur und wirklich alle gehen hin. Max, weil er mit seinen Jungs aus der Musikschule im mit ihrem Chor zur Probe hier ist – und sich mit ihm zu einer Proberaum einen Song einspielen will. Bahira, die nach dem Lesung im September verabredet. Endlich mal wiedergesehen! Deutschkurs bei der VHS noch mit Renate auf einen Schnack Jetzt noch kurz in den Gastro-Bereich. Einen frischen Salat, zusammensitzt. Anna, weil sie hier mit anderen Künstlerinnen im Hintergrund nutzt ein Songwriter die ungezwungene ein kleines Atelier angemietet hat. Daniel und Miri und die Öffentlichkeit. Im Foyer schlendern ein paar Spaziergänger HAUS FÜRKids: KULTUR BEGEGNUNG STANDORT 2: ALTE JOHANNESSCHULE HAUS Viele 2 sitzen MoritzUND verschwindet gleich in SUNDERN der Spielecke, während an ausgestellten Pop-Art-Gemälden vorbei. Lea sich auf den Theaterworkshop freut. Klaus trifft bei den draußen auf der Terrasse. Einfach weil der Kaffee gut ist und Vorbereitungen für das große Konzert am Abend Petra, die der Ort sie einlädt zu bleiben. Hier soll es stehen: Ein Baukörper markiert am FranzJosef-Tigges-Platz den Ort, an dem sich das Kulturzentrum demnächst befinden soll. Der Entwurf aus der Machbarkeitsstudie der Architekten Lindner Lohse aus Dortmund ist keine architektonische Vorgabe, sondern dient dazu, sich das Gebäude im konkreten Umfeld besser vorstellen zu können.
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© Lindner Lohse Architekten BDA
VORSCHLAG
HAUS FÜR KULTUR UND BEGEGNUNG SUNDERN
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Alle Interessierten sind herzlich willkommen, in der Projektgruppe mitzuwirken. Ansprechpartnerin ist Uta Koch vom Kulturbüro Sundern.
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am Entstehen des Hauses mitzuwirken?
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mit eigenen Ideen STANDORT 2: ALTELust, JOHANNESSCHULE
© Lindner Lohse Architekten BDA
Text: Carina Middel
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Nach drei öffentlichen Kulturforen, bei denen interessierte Bürgerinnen und Verantwortliche der Stadt ausgelotet haben, wo die Kultur in Sundern steht, ist man sich einig: Sundern braucht einen festen Ort für Kultur und Begegnung. Nichts abgehobenes, nichts abseitiges, sondern ein zentrales Haus, in dem Kunst und Kultur von Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen genossen, das Miteinander gelebt werden kann. Ein Erlebnisraum und Aktionshaus. Authentisch, zukunftsorientiert, mitten im Alltag und vor allem präsent in der Stadt: ein Ankerpunkt, der auch Sunderns Innenstadt belebt. Im letzten November hat unter Bürgerbeteiligung ein Prozess begonnen, in dem die Bedarfe an einen solchen Ort bei öffentlichen Institutionen, heimischen Vereinen, Kulturaktiven und engagierten Bürgern abgefragt und die Machbarkeit des Projekts geprüft wurde. Inzwischen gibt es einen konkreten Raumplan: Neben VHS, Musikschule, dem städtischen Kulturbüro, gut ausgestatteten Kreativräumen, einer Galerie und einem Veranstaltungsraum für bis zu 300 Personen soll das Haus eine öffentliche Gastronomie und eine große Gemeinschafts- und Begegnungsfläche umfassen. Eine Projektgruppe hat ein Leitbild erarbeitet und wird ein inhaltliches Konzept vorstellen. Die Standortentscheidung ist in der Politik auf die Alte Johannesschule am Franz-Josef-Tigges-Platz US FÜR KULTUR UND BEGEGNUNG SUNDERNgefallen, der anvisierte Zeitplan ist knapp: Spatenstich 2024. Auch wenn die globalen politischen und wirtschaftlichen Zeichen in ONZEPT diesen Monaten eher schlecht stehen – in Sundern gibt es nicht nur jede Menge Ideen, wie Austausch und Kultur an
so einem Ort zu neuem Leben erwachen können. Sondern auf allen Seiten auch die Zuversicht und den festen Wunsch, dass aus den Visionen bald Wirklichkeit wird.
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Ein Blick in Sunderns Zukunft?
STANDORT 2: ALTE JOHANN
Erhalt Platznutzung
Abriss/ aufwändige Sanierung
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Fläche Neubau
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© Lindner Lohse Architekten BDA
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Für und mit den Menschen aus Sundern Tag der offenen Tür im Josefsheim an der Hauptstraße Seit gut einem Jahr ist das Josefsheim nun fest verankert mitten im Herzen von Sundern: An der Kurzen Straße wird von den Bewohner:innen während des Tag der offenen Tür gezeigt, wie „Echte Teilhabe“ funktioniert. Sie entsteht nämlich immer genau dann, wenn das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung zur Normalität wird. „Als unser neuer Standort in Sundern eröffnet hat, sind einige Bewohner:innen bewusst nach Sundern um- oder Zuhause erstmals ausgezogen. Viele pendeln nun nach Arnsberg oder Bigge, wo sie arbeiten“, so Janine Rottler, pädagogische Ge schäftsführerin der Josefsheim gGmbH. „Nun möchten wir im Rahmen unseres Sommerfestes am 12. August die Türen für alle Sunderner öffnen: Nachbar:innen, Bewohner:innen, Angehörige, Vereinsmitglieder, Angestellte des Josefsheims – jeder kann sich eingeladen fühlen, vorbeizukommen!“ Besonders die Zeit für gute Gespräche liegt der Einrichtung – nicht nur an diesem Tag – am Herzen. Viele der
Bewohner:innen sind durch die Wohnmöglichkeiten an der Hauptstraße selbstständiger geworden: „Endlich kann ich wieder einkaufen gehen oder meine Wäsche selber waschen!“, erklärt eine junge Bewohnerin, die 5 Jahre in einem Seniorenheim wohnen musste, weil es keinen passenden Wohnraum für junge Menschen mit Behinderung gab. Mit Stolz öffnen daher auch einige sogar die Türen zu ihren privaten Wohnungen, um einen Einblick in ihren Alltag zu geben und zu zeigen, wie schön sie gemeinsam in ihrer „neuen alten“ Heimat wohnen.
Info Sommerparty: Neben leckerem Essen vom Grill und guter Musik sorgen Graffiti-Sprayer:innen vom Jugendbüro dafür, Außen flächen kreativ zu verschönern. Los geht der o ffizielle Teil mit einer Begrüßung durchs Josefsheim, einer Einsegnung und einem Impulsvortrag zum Thema Sozial raumo rientierung am 12.08.2022 ab 11 Uhr. Ab 12.30 Uhr schließt sich dann die fröhliche Sommerparty mit leckerem Essen vom Grill an.
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Ich liebe Auftritte
Gesangstalent Amy Mae Fengler
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„Das gefällt mir nicht – können wir die Strophe wiederholen?“, fragt Amy. Gemeinsam mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen covert sie den Song „194 Länder“ von Mark Forster. Erst seit zwei Tagen weiß sie, mit welchem Song sie heute arbeiten wird. Weder Geld noch Ruhm warten bei diesem Projekt auf sie, denn es ist ausschließlich für die jungen Deutschlernenden gedacht. Das interessiert sie nicht. Als sie erfährt, dass es sich um ein Projekt mit geflüchteten Kindern und Jugend lichen handelt, sagt sie direkt zu. Nun singt sie. Mit einer Genauigkeit, als stünde ihre Karriere auf dem Spiel. Und mit einer Stimme, die innerhalb weniger Sekunden für Gänsehaut sorgt. „Ich singe eigentlich englische Balladen. Covere Billie Eilish oder auch Adele. Deswegen war das mit Mark Forster auch etwas anderes für mich“, sagt die 18-Jährige. Bereits seit 10 Jahren singt Amy Mae Fengler. Zunächst in einem Chor, dessen Leiter ihr Talent schnell auffällt. Kurzerhand beginnt sie mit dem Gesangsunterricht. Ihre damalige bereits der etwas älteren Generation angehörende Gesangslehrerin lässt sie hauptsächlich Musicals singen. „Das ist so gar nicht meins“, sagt Amy. „Damals gab es die Musik schule in Neheim aber noch nicht.“
Singer-Videos (audiofloor – youtube)
Dank Projektförderung create music NRW dreht Amy ihr erstes Video Eines Tages lernt sie Martin Schneider kennen, ihren nunmehr langjährigen Gesangslehrer der Musikschule Neheim im Hause Audiofloor. „Das hat richtig viel gebracht. Es hat sich jetzt nicht nur meine Stimme verbessert, sondern auch die Angst vor Auftritten ist komplett weg!“, sagt sie. Das spiegelt sich auch in der Schule wider – Präsen
tationen vor der gesamten Klasse und Auftritte auf Schulfesten fallen ihr leicht. Audiofloor bietet neben professionellen Ton- und Filmproduktionen auch Probe- und Mieträume für Ver anstaltungen sowie Musiker und Kreative – darunter auch Musikunterricht und Workshops. Auch Amy dreht hier ihr erstes Musikvideo. Damals im Zuge der Projektförderung create music NRW. Die diesjährige Abiturientin sieht die Musik als ihren großen Traum – der sie jedoch nicht abheben lässt. Denn auch in ihrem jungen Alter weiß sie schon genau, was sie will. „Erstmal möchte ich ein Jahr jobben. Geld verdienen, um meine Eltern zu entlasten. Danach möchte ich nach Berlin gehen und Design studieren. Am liebsten im Bereich Fashion und Fotografie“, so Amy. „Und dann gehe ich entweder in die Richtung Journalismus oder Creative Director.“ Ein Plan, fernab jugendlicher verträumter Leichtgläubigkeit. Auch wenn sie am liebsten den ganzen Tag Musik machen würde, weiß sie, dass sie ein solides Standbein im Leben braucht. „Mein Traum ist es, bekannt zu werden“ Ihre persönliche Fanbase hat sie bereits. Eltern und Freunde sind stolz auf Amy, teilen und unterstützen ihren Traum, wo es nur geht. Und das können sie auch, denn schließlich belegte Amy innerhalb der Talent-Show Lokalzeit Secret Star des WDR 2020 den zweiten Platz. Auch bei The Voice of Germany hätte sie auftreten können, cancelte ihre Anmeldung jedoch der Schule wegen. Irgendwann wird ihr Tag kommen – da ist sie sich sicher. Ob das bodenständige Nachwuchstalent nun ein Star wird oder nicht, steht in den Sternen. Eines ist jedoch 51
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gewiss: Sie liebt die Musik und steht gerne auf der Bühne. „Mein Traum ist es, bekannt zu werden. Nicht so wie Beyoncé. So, dass man noch rausgehen kann, es aber trotzdem Leute gibt, die einen cool finden“, sagt Amy. „Ich liebe Auftritte und möchte noch viele haben. Damit würde ich gerne mein Geld verdienen!“ Text und Fotos: u. a. Thora Meißner „Meine Freunde unterstützen mich total. Bei meinen Auftritten stehen sie in der ersten Reihe – das ist echt süß.“
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Kränze ganz einfach selbst gemacht
Wer kennt es nicht? Immer kennt man jemanden, der oder die einen besonders grünen Daumen hat. Alle Pflanzen blühen prächtig, die Blumen haben strahlende Farben. Aber bei uns zuhause verwelkt alles! Trifft das auf euch zu? Dann haben wir hier nun DIE perfekte Idee für euch, wie ihr euer Zuhause trotzdem wunderbar blumig gestalten könnt, ohne auch nur einen grünen Finger dafür haben zu müssen. Text und Fotos: Julia Bankstahl
Der Deko-Trend Trockenblumen Trockenblumen könnt ihr in verschiedenen Blumenge schäften erwerben oder ganz einfach selber trocknen. Das ist meist sogar die günstigere Alternative. Dafür könnt ihr Blumen selber pflücken und müsst sie anschließend nur für ein paar Tage kopfüber zuhause aufhängen. Das Tolle dabei: Einmal richtig getrocknet, halten sie unendlich lange.
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Wir zeigen euch heute, wie ihr in ganz einfachen Schritten mit Trockenblumen ein wunderschönes Dekoelement für eure Haustür oder euer Fenster zaubern könnt.
Was ihr benötigt: • • • •
dünnen Blumendraht (ca. 0,35 mm) einen Metallring verschiedenste Trockenblumen ein Band zum Aufhängen
Wenn ihr eine kleine, aber feine Sammlung an Trockenblumen zusammengestellt habt, könnt ihr direkt kreativ loslegen: Viele kleine Mini-Sträuße binden. Stellt euch aus verschiedenen Trockenblumen kleine Sträußchen zusammen. Umwickelt jeden Ministrauß fest mit einem kurzen Stück von dem dünnen Draht. Die Blütenstängel können relativ kurz abgeschnitten werden. Wiederholt Schritt 1 ganz oft! Je nachdem, wie viel ihr von dem Metallring am Ende bedecken möchtet (z. B. nur die untere Hälfte oder aber den ganzen Ring), braucht ihr relativ viele kleine Ministräuße. 20 Stück mindestens! Ministräuße an Metallring befestigen. Dann fangt ihr an, den ersten kleinen Ministrauß an den Metallring zu halten. Schneidet euch dazu ein längeres Stück Draht ab und wickelt den ersten Strauß mit dem Draht um den Ring. Weiter geht’s! Mit dem langen Draht bindet ihr immer weitere Ministräuße an den Ring, so lange, bis der Draht aufgebraucht ist. Dann macht ihr mit dem nächsten Stück Draht weiter. Wichtig ist: Ihr bindet von oben nach unten. Mit jedem neuen Ministrauß verdeckt ihr die Anlegestelle zwischen Metallring und Blumenstängel.
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• Das könnt ihr nun so lange machen, bis ihr meint, dass es schön genug aussieht. Fertig ist euer selbstgemachter Trockenblumenring! Was mit Trockenblumen auch wunderbar funktioniert, sind Trockenblumen-Sträuße! Hier müsst ihr nur die Trockenblumen zusammenstellen und binden (Schritt 1) und in eine schöne Vase stellen (die kein Wasser benötigt). Und schon habt ihr einen lange haltenden Blumenstrauß, der alle schwer beeindrucken wird!
Eine Insel im Dornröschenschlaf Das Arnsberger Mühlenviertel
Bei einem Spaziergang vom Ruhrwehr am Alten Feld entlang, vorbei am Naturschutzgebiet und den Kleingärten begleitet einen rechterhand der Mühlengraben in seinem künstlich angelegten Bett. Das ruhig vor sich hinfließende Wasser lässt kaum erahnen, dass sein geringes Gefälle Meter für Meter ein ungeheures Kräftepotenzial aufbaut, bis es sein Ziel, das Arnsberger Mühlenviertel, erreicht. Dies präsentiert sich zunächst mit kleinen schmucken Häuschen in einer Wiesen- und Gartenlandschaft und der Blick von der Brücke über den Mühlen-
Vom Mühlengraben umflossener Ziegelbau der Schennenschen Mühle, im Sommer völlig zugewachsen
graben lässt diesen wie eine kleine Gracht, gesäumt von grün bewachsenen Häusern, erscheinen. Der dann folgende historische Kern des Mühlenviertels macht allerdings im derzeitigen Zustand einen eher verwahrlosten Eindruck.
Der künstlich angelegte Mühlengraben taucht bereits 1667 in einem Arnsberg-Kupferstich von Rudolf von Essl auf. Er wird am Wehr im Alten Feld von der Ruhr abgezweigt und erreicht nach etwa zwei Kilometern seinen Arbeitsort, um dort die gespeicherte Wasserkraft nutzbar zu entfalten. Am Anfang des Mühlenviertels teilt sich der Graben. Ein Abzweig beschreibt einen Halbkreisbogen, der sich mit dem geradeaus laufenden Teil wieder vereinigt, bevor er an der Jägerbrücke in die Ruhr zurückfließt. Somit ist das Mühlenviertel eine Insel. Auf Essls Kupferstich erkennt man auf ihr die Stadtmühle zum Mahlen von Getreide und wohl auch eine Sägemühle. Weiter nördlich davon eine so genannte Wasserkunst, die mit Wasserkraft Wasser auf den Schlossberg förderte. Dank des gleichmäßigen Flusses im
Mühlengraben konnten schon vor etwa 350 Jahren diese und alle späteren Mühlen völlig unabhängig von den Wasserständen der Ruhr kontinuierlich arbeiten. Das Hasenclever-Haus Die Hauptarbeit verrichtete die Wasserkraft im 19. Jahrhundert. Um 1825 gründete der Lohgerber Johann Christoph Hasenclever im Süden der Insel an der Stelle einer bereits vorhandenen Perlgraupenmühle eine Lohmühle zum Mahlen von Lohe für das Gerben von Häuten. 1887 wurde die Lohmühle zur Mahlmühle. In dem Mühlenhaus erblickte 1837 Wilhelm Hasenclever, der spätere Mitbegründer der SPD und Reichstagsabgeordnete, das Licht der Welt. Kurz vor der Jägerbrücke versteckt sich rui55
nenhaft zwischen Bäumen der dreigeschossige Ziegelbau einer Knochenmühle von ca. 1840. Später wurde sie zur Lohmühle, als sie in den Besitz der Familie Schennen kam, die schräg gegenüber eine Gerberei betrieb. Dieses Haus beherbergt heute, originalgetreu restauriert mit der Trockengalerie für die gegerbten Häute, die Gaststätte Mühlenbräu. Trostlose Relikte der Vergangenheit Am Ende des 19. Jahrhunderts erlebte Arnsberg Anfänge der Industrialisierung, getragen von bedeutenden Unternehmerdynastien. Die 1882 gegründete Cosacksche Papierfabrik an der Hüstener Straße nutzte auch die Wasserkraft des Mühlenviertels, indem die historische Stadtmühle mit Sägewerk fortan als Holzschleiferei diente. Kurz nach 1900 vollzog sich auch im Mühlenviertel der Wandel weg von der direkten Nutzung der Wasserkraft hin zur Herstellung von elektrischem Strom durch wassergetriebene Turbinen. Heute sind ein solches noch in Betrieb befindliches Kraftwerk, das Hasencleverhaus und der Backsteinbau der Schennenmühle trostlose Relikte eines immer mehr in Vergessenheit geratenen handwerklichen und frühindustriellen Fleißes im Mühlenviertel. Dieses wichtige Potenzial könnte zum Beispiel in musealer Form wiederbelebt und als Arnsberger Museumsinsel ein zusätzlicher touristischer Anziehungspunkt der Stadt werden. Ressourcen dafür sind vorhanden und ein Denkmalschutz wäre nützlich. Text und Fotos: Jochem Ottersbach Vorne das Hasencleverhaus, dahinter ein Wehr und das Elektrizitätswerk von etwa 1910, darunter Wohnbebauung im Mühlenviertel Gaststätte Mühlenbräu im originalgetreu restaurierten Gerberhaus mit Trockengalerie im Obergeschoss Stauwerk zum Abzweig des Mühlengrabens (rechts) am Alten Feld unterhalb des Eichholzes
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Ferien zuhause Die Sommerferien sind lang und die Kinder wollen beschäftigt werden. Um auf die Frage „Und was machen wir heute, Mama?“ die passende Antwort zu wissen, hat die Heimatliebe-Redaktion einige Ausflugstipps zusammengestellt. Praktischerweise liegen die Ziele direkt vor der Haustür und sind oft sogar kostenlos. Also, viel Spaß beim Entdecken des Sauerlands ...
Airlebnisweg Amecke
Der etwas andere Spaziergang Spazierengehen stößt meist auf wenig Begeisterung beim Nachwuchs. Das ist auf diesem besonderen Rundweg etwas anders, weil es viel zu entdecken gibt. Der Weg führt um das Vorbecken der Sorpe, vorbei an vielen Stationen rund um die Leitthemen Wasser und Atmung. Dafür wurden vor allem die natürlichen Gegebenheiten entlang der Strecke genutzt und miteinbezogen. Kindern macht es vor allem Spaß, einmal Schuhe und Strümpfe auszuziehen, um die vielen Barfuß-Elemente zu erspüren, wobei sich der Matschplatz besonderer Beliebtheit erfreut. Spannende und ruhige Stationen wechseln sich auf diesem barrierefreien Weg gekonnt ab. So lässt es sich im historischen Aroma- und Duftgarten herrlich entspannen, im Sinneslabyrinth kann man bewusst abtauchen und alles auf sich wirken lassen. Während auf dem Spielplatz auch einfach nach Herzenslust getobt werden kann. Außerdem erwartet mit dem „Sorpediamant“ ein außergewöhnliches Membranbauwerk die Besucher, in dessen Innerem sich alles um Ruhe, Wasser, Klang und Erholung dreht. Wem der knapp 4 km lange Weg noch nicht reicht, der kann sich noch von der MS Sorpesee von Amecke nach Langscheid und wieder zurück fahren lassen und dabei die Sorpe aus einer weiteren Perspektive kennenlernen.
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Wasserspielplatz und Natur-Erlebnis-Raum Arnsberg
Kühle Füße an heißen Tagen
Der Wasserspielplatz an der Promenade in Arnsberg ist schon lange ein beliebter Ort, vor allem im Sommer, wenn mit Handpumpen das Wasser zum Fließen gebracht wird. Nun wird der Spielplatz nach und nach erneuert und damit noch attraktiver gestaltet. Die neue Sand- und Wasserlandschaft ist bereits fertig und lädt zum herrlichen Matschen ein. An heißen Tagen eine willkommene Abwechslung, daher sollten Eltern sicherheitshalber Wechselkleidung mit in die Picknicktasche packen. Nur fünf Minuten weiter Richtung Rundturnhalle befindet sich der NaturErlebnis-Raum, der durch seine Weidentipis im Sommer ebenfalls Abkühlung verspricht. Inzwischen wurde neben den Kletter- und Balanciermöglichkeiten für Kinder und dem Barfußpfad ein begehbares Insektenhotel gebaut. Auf zahlreichen Infotafeln lässt sich genau erkunden, welche Tiere sich hier eingenistet haben. Der unmittelbare Zugang zur Ruhr verspricht kühle Füße an heißen Tagen.
Im Escape Room
Museen in Arnsberg
Perfekt für Regentage Auch im Sommer regnet es mal, und damit auch an solchen Tagen keine Langeweile aufkommt, empfiehlt sich ein Besuch im Museum. Das SauerlandMuseum bietet in seiner Sonderausstellung „Du Hexe“ ein besonderes Highlight, den Escape Room. Aus dem muss zwar nicht ausgebrochen werden, aber viele spannende Hinweise warten darauf, entschlüsselt zu werden. So können die Besucher der Wahrheit hinter den Anschuldigungen einer vermeintlichen Hexe auf die Schliche kommen. Geeignet ist der Escape Room bereits für Kinder etwa ab der 3. Klasse, aber auch Erwachsene haben hier noch viel Spaß. Arnsberg kann allerdings noch mit einem weiteren Museum aufwarten, das Klein und Groß begeistert. „Brennpunkt“ heißt das Feuerwehrmuseum, in dem die Besucher nicht nur viel über die Arbeit der Feuerwehrleute erfahren, sondern sich auch selbst ein wenig so fühlen können, denn das Einsteigen in die historischen Autos ist hier ausdrücklich erwünscht. Info: Bitte die individuellen Öffnungszeiten der Museen beachten!
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Heinrich-Knoche-Welt Herdringen
Mathematik auf andere Art erleben
In den Ferien an Mathematik denken? Das hört sich für viele wahrscheinlich nicht besonders verlockend an, aber die Heinrich-Knoche-Welt in Herdringen könnte auch so manchen Mathe-Muffel interessieren. Der Lehrer und vor allem Rechenmeister, der Jahrzehnte in Herdringen unterrichtete, gilt als Vorreiter des modernen Mathematikunterrichts. Dem vielseitig interessierten Mann wurde in Herdringen inzwischen ein Rundweg gewidmet, der nicht nur an interessante Orte seines Schaffens führt, sondern Mathe mal in einer ganz anderen Form erlebbar macht. Ein großer Abakus oder auch der Satz des Pythagoras als Bodenintarsie lassen Zahlen und Formeln in spielerischer Form plötzlich viel spannender erscheinen. Auch lässt sich auf diesem Weg Herdringen entdecken und der neugestaltete Dorfplatz lädt zum Pausieren ein. Denn Pausen sind doch immer noch die schönsten Schulfächer. Text und Fotos: u. a. Denise Weber
Im Feuerwehrmuseum
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Das fünfte Fach Zwei Abiturienten erbringen besondere Lernleistung Der schulische Abschluss ist eine bedeutsame
Arnsberg überrascht in diesem Jahr mit einem extra langen Kultursommer vom 11. Juni bis 4. September 2022. Auf die Besucherinnen und Besucher wartet eine Auswahl hochkarätiger Konzerte, Ausstellungen und Performances. Zudem laden unterschiedlichste Musikkurse und Workshops dazu ein, die eigene Kreativität zu entdecken. Das vollständige Programm finden Sie unter
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Stellschraube im Leben. Zum Abitur werden vier Fächer, drei davon schriftlich, eines mündlich, geprüft. Welche dies sind, wählen Schülerinnen und Schüler nach gewissen Vorgaben selbst. Weniger im Bewusstsein ist vielen dabei das heimliche fünfte Fach: die besondere Lernleistung.
„Verleiht das Schreiben ein Gefühl von Macht?“, werden Madita Schwarz und Samu Richter nach einer Lesung gefragt. Die beiden 18-Jährigen verneinen dies. „Es ist eher ein Gefühl der Verantwortung. Wenn ich eine Schreibblockade hatte, habe ich mich schlecht gefühlt, weil ich meinen Figuren nicht gerecht wurde“, führt Madita aus und Samu ergänzt: „Es ist, als würde man einen anderen Menschen kennen lernen. Man hat die groben Charakterzüge umrissen, beim Schreiben treten sie dann deutlicher hervor.“ Beide wurden von ihren Deutschlehrern vor einem Jahr gefragt, ob sie sich eine besondere Lernleistung zutrauen, und haben die folgenden zwölf Monate – neben den üblichen Vorbereitungen auf die Abiturprüfungen – für ein Literaturprojekt im Fach Deutsch verwendet. „Es galt, eigenständig eine Idee für die Geschichte zu entwickeln und ein Lerntagebuch anzulegen, das wir stichpunktartig führten. Das Buch musste mindestens 100 Seiten in der Schriftgröße 12 in einem WordDokument umfassen“, beschreibt Samu die Anfänge. Lesung in der Stadtbibliothek Neheim „Wir mussten das Buch auch veröffentlichen. Für das Design des Buchcovers habe ich ein Foto gemacht, den Klappentext geschrieben und Kapitelüberschriften eingefügt“, erklärt Madita. Darüber hinaus zählte das Organisieren einer Lesung zur Lernleistung. „Wir haben in der Stadtbibliothek Neheim gefragt und einen Lesungstermin vereinbart“, erzählt Samu. „Wir haben Pressematerial zur Bewerbung der Veranstaltung zusammengestellt und Textstellen für die Lesung ausgewählt. Von dem Honorar konnten wir den Druck bezahlen.“ Hinzu kam eine theoretische Aufarbeitung in Form einer dreißigseitigen Facharbeit. „Ich habe die Entwicklung meiner Hauptfigur mit Helden anderer literarischer Werke in Bezug auf die Erzählperspektive verglichen“, sagt Samu. Madita hat ihre Geschichte entlang einer
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r e s o l r e s KosKtoen o l n e t s r e s o l n e t r s e o s K r o l e l n e e t u s d o i K r v i e l d l e n i ind u d i v i r e l l e u d i r v i e l d l n e i u d i v i t d s n i e t h Se Seh t s e t s SSeehhtteestt
Aus einem Gedanken wurde Wirklichkeit Für die Abiturnote bedeutet diese zusätzliche Leistung Folgendes: Während üblicherweise die Noten aus den vier Abiturprüfungsfächern mal fünf gerechnet und zusammengezählt werden, kommt die besondere Lernleistung quasi als fünftes Fach hinzu und alle fünf Fächer werden mal vier gerechnet und addiert. „Das ist theoretisch in jedemInkl. Fach Prüfung: Inkl. Prüfung: möglich, man braucht eine betreuende Lehrkraft“, erklärt - des binokularen Gleichgewichts Inkl. Prüfung: - desPrüfung: binokularen Gleichgewichts Samu weiter. Warum all der Aufwand? „Ich schreibe Inkl. - des räumlichen Sehens Gleichgewichts -- des binokularen des binokularen räumlichen Sehens Kurzgeschichten, seitdem ich schreiben kann. Samu und ich des Gleichgewichts - eventueller prismatischer Wirkungen -- des räumlichen Sehens waren 2020 zusammen bei einem Workshop in der eventueller prismatischer Wirkungen des räumlichen Sehens I-Pro�ler �essung �ur individuellesten eventueller prismatischer Wirkungen Stadtbibliothek und hatten beide den Gedanken, irgend- eventueller I-Pro�ler �essung �ur individuellesten prismatischer Wirkungen Glasfertigung auf�essung 1/100 wann mal ein Buch zu schreiben. Ich habe auch daran - Glasfertigung I-Pro�ler �urgenau individuellesten aufdpt. 1/100 dpt. genau I-Pro�ler �essung �ur individuellesten und vieler weiterer Parameter gedacht, meinen Notendurchschnitt hiermit zu verbessern. Glasfertigung auf 1/100 dpt. genau und vieler weiterer Parameter Glasfertigung auf 1/100 dpt. genau Aber ohne wirkliche Leidenschaft schafft man die zusätzliche und vieler weiterer Parameter und vieler ist weiterer Parameter Arbeit nicht“, antwortet Madita. „Wir haben Denn einen gutes Vertrauenssache DennSehen gutes Sehen ist Vertrauenssache Wettbewerb daraus gemacht und uns gegenseitig angetrieDenn gutes Sehen ist Vertrauenssache ben. Das hat geholfen durchzuhalten“, fügt Samu hinzu. Birgit und Bernd Wendt Denn gutes Sehen ist Vertrauenssache Hauptstraße 93 Sein Lehrer sandte abschließend je zwei fertige Exemplare an 59846 Sundern Tel. 02933 5777 die Deutsche Nationalbibliothek – das ist bei einer Inh. B. Wendt www.augenoptik-leib.de Inh. B. Wendt Veröffentlichung verpflichtend. Auf den Buchdeckeln ist zu Inh. B. Wendt Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr, 9.00 bis 13.00 Uhr + 14.30 bis 18.00 Uhr lesen: „Unser Ende der Welt – Madita Schwarz“ und „Satyar Wendt Mi, Sa 9.00 bis 13.00 Inh. UhrB.(nachmittags geschlossen) Samu Richter“. Text und Fotos: Karin Hillebrand 61
Die nächste Der Sauerländer und die Heiligen
Hömma, der Sauerländer an sich glaubt ja eigentlich fest an seinen heiligen Namenspatron. Deshalb wird so mancher Namenstag ausgiebiger gefeiert als der Geburtstag. Den Heiligen werden nämlich große Kräfte zugeschrieben. Zum Beispiel sollte man zum heiligen Fickeltünnes beten, wenn man etwas verklüngelt hat. Auch den Psychologen kann man sich dank der Heiligenschar sparen: Der heilige Vitus soll bei Hysterie helfen, der heilige Bartholomäus verjagt Dämonen und der heilige Ulrich erweist sich wirksam gegen Tobsucht. Bekannt geworden durch die Pandemie ist die heilige Corona. Sie hilft zwar nicht bei Virusinfektionen, dafür aber beim Aufspüren verborgener Schätze, spricht man nur das magische Kronengebet. Prominentester Heiliger aber ist Hubertus, Patron zahlreicher Schützenbruderschaften und Markenzeichen eines beliebten Kräuterschnapses. Nach dessen übermäßigem Genuss am Schützenfestmontag soll es vermehrt zu Erscheinungen des Hubertushirschen gekommen sein. So manch verkaterter Schützenbruder musste am nächsten Morgen sogar einen der 14 Nothelfer um Beistand bitten: „Heiliger Dionysius, Retter bei elenden Kopfschmerzen, lass mein Flehen zu dir kommen.“ O Herre, ob das wohl hilft? Wer’s glaubt, wird selig, woll? Beatrix Collins
erscheint am 25. November 2022
IMPRESSUM Herausgeber:
Mues + Schrewe GmbH Kreisstraße 118 · 59581 Warstein T. 02933 909700 facebook.com/HeimatliebeArnsbergSundern www.heimatliebe-magazin.de
Redaktionsanschrift I Anzeigenverkauf: Mues + Schrewe GmbH c/o Büro Sundern Hauptstraße 169 59846 Sundern
Gabi Scheffer T. 02933 90970-50 Mail: gabischeffer@mues-schrewe.de
Redaktion: Julia Bankstahl, Beatrix Collins, Simon Engels, Karin Hillebrand, Thora Meißner, Carina Middel, Jochem Ottersbach, Gisbert Scheffer, Denise Weber
Korrektorat: Carina Middel
Gestaltung: Mues + Schrewe, Warstein
Art Direction: Susanne Espert
Druck: www.becker-druck.de, 59821 Arnsberg
Titelfoto: Stadtmarketing Sundern / sabrinity
Fotos: Astenkick, audiofloor (youtube Screenshots), Julia Bankstahl, DKJS Dennis Reimann, Saskia Holsträter, Katrin Kaiser, Klaus-Peter Kappest, Ralf Litera, Thora Meißner, Petra Tolle, Jochem Ottersbach, Sauerland-Tourismus, Adobe Stock, Denise Weber, Karin Hillebrand, Susanne Espert, Gisbert Scheffer, Tina Scheffler, Stadtmarketing Sundern – sabrinity, Rothaarsteigverein e.V., VeltinsBrauerei
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