Frühjahr 2022
Frühlingsgefühle zum Selberzüchten
Cowboy-Alltag im Sauerland
Es grünt so grün Golf & Rasenpflege
Die Mobilitätswende Interview zum Klimaschutz
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37 Ausgabe 16 – Frühjahr 2022
5 Editorial 12 Frühlingsgefühle zum Selberzüchten 18 Perspektiven-Interview Die Mobilitätswende 24 Omas Wissen Von Hefe-Hasen und Oster-Hühnern 26 Hömma Der Sauerländer und das feine Händchen 27 Ausflugsziele im Sauerland Auf Entdeckungstour 37 Cowboy-Alltag im Sauerland Von der Kunst des Rindertreibens
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43 Gewalt gegen Frauen auf Nimmerwiedersehen 52 Wo bisse wech? Kloster Wedinghausen
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54 Es grünt so grün Vor dem Golfsport kommt die Rasenpflege 58 So weit die Schienen tragen Eisenbahnfan Guido Schulte 62 Hände mit Herz Ehrenamtliches Engagement
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Ich wandere zwischen wilden Blumen und warte, bis aus der Raupe ein Schmetterling wird, ein wunderschöner, und den nenne ich Frieden. Unbekannt
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Editorial Fünf Jahre schon, liebe Leserinnen und Leser,
liefern wir Ihnen das HEIMATLIEBE-Magazin und empfehlen unsere Geschichten mit Neuigkeiten, Interessantem und bisher Unbekanntem Ihrer Aufmerksamkeit und Lektüre. 23 Ausgaben sind erschienen, mehr als 12 Millionen bedruckte Seiten durften wir produzieren für das Lesevergnügen. Das ist Anlass für ein großes Dankeschön: An Sie als Leserinnen und Leser für Ihr Interesse, für Aufmerksamkeit, Kritik, Lob und Tadel in dieser Zeit. Danke an die treue Kundschaft, die unser Magazin für ihre eigenen Werbebotschaften nutzt und damit geholfen hat, HEIMATLIEBE zu realisieren. Ganz besonders danke ich den vielen fleißigen und überaus engagierten Kolleginnen und Kollegen, die recherchieren, nachfragen, schreiben, fotografieren, gestalten und umsetzen: Ihr alle seid, Sie alle sind HEIMATLIEBE, ohne Euch, ohne Sie geht es nicht. Und doch fällt dieses kleine Jubiläum in eine Zeit, die unsere ganze Aufmerksamkeit fordert und in eine andere Richtung lenkt. Lesen Sie dazu meinen Kommentar auf der Folgeseite. In dieser Ausgabe berichten wir aus der Offenen Ganztagsschule in Sundern-Allendorf, wo selbst gezogene Sprossen ebenso gedeihen wie die Lust auf den Frühling (Seite 12). Apropos: Gehen Sie mit uns auf eine frühlingshafte Entdeckungstour durch unsere Heimat – in unserem Sauerland-Mantelteil ab Seite 27. Lesen Sie auf Seite 37, wie Sauerländer Cowboys die Kunst des Rindertreibens erlernen, und erfahren Sie, warum auf dem perfekten Golfplatz kein Grashalm dem anderen gleicht (Seite 54). Liebe Leserinnen und Leser, bleiben Sie gesund, passen Sie auf sich und Ihre Lieben auf! Bis zum Wiederlesen im Sommer, Ihr Gisbert Scheffer
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Aussichtsreich? Ein Kommentar An dieser Stelle des Magazins zeigen wir sonst unter dem Titel „Aussichtsreich“ doppelseitig und im Großformat Fotos aus unserer Region, die zeigen, wie schön es hier im Sauerland sein kann. Ich habe die Titelzeile in dieser Ausgabe mit einem Fragezeichen versehen, aus ganz aktuellem Anlass. Die Nachrichten, die Bilder, die uns alle seit Wochen aus den Kriegsgebieten in der Ukraine erreichen, sind an Dramatik und Brutalität nicht zu übertreffen. Sie machen uns klar: Es herrscht Krieg. Es gibt ein großes Fragezeichen, welchen Aussichten wir entgegengehen in Zukunft. Solche Bilder, vergessen geglaubt nach den Weltkriegen des vergangenen Jahrhunderts, kommen live und in Farbe, in Echtzeit zu uns. Sie zeigen, der Krieg ist brutale Realität, ist hier. Inzwischen spüren wir die Auswirkungen auch in der Region. Uns alle vereint, dass wir den Krieg auf das Schärfste verurteilen, dass wir Frieden wünschen für Europa, insbesondere für die angegriffene Ukraine. Eine ungeheure Hilfsbereitschaft der Menschen zeigt sich ebenso wie das Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber dem Kriegsgeschehen, seinen Auswirkungen. Und die Bilder wirken in uns. So wäre unser Titelbild noch im Frühling des vergangenen Jahres ein Bild der Vorfreude auf die warme Jahreszeit gewesen. Heute schwingt in den Farben Blau und Gelb sofort die Bedeutungsschwere eines Krieges hier in Europa mit, sie deuten unsere Sympathie für die Ukraine an. Der Krieg wirkt überall, ist allgegenwärtig. Lassen Sie Bilder und Nachrichten, die Sie erreichen, auf sich wirken. Versuchen Sie, sich Ihr eigenes Bild zu machen. Bleiben Sie kritisch und aufmerksam. Es wird notwendig sein. Für den Frieden. Gisbert Scheffer
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© Gisbert Scheffer
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kurz und knapp Geschichten von hier
Berufsinfotag „your UpDate“ Der Berufsinformationstag „your UpDate 2022“ findet in diesem Jahr am Mittwoch, 4. Mai 2022, statt. Zahlreiche Unternehmen und Institutionen aus der Region beteiligen sich wieder an der Aktion und stellen ihren Betrieb und einen Ausbildungsberuf näher vor. Ziel der Veranstaltung ist es, Jugendliche und Eltern zu informieren und die Kontaktaufnahme zu erleichtern. Alle Infos hier: www.sundern.de/your-update-2022
140 Jahre Männergesangsverein Westfalia Langscheid Der Männergesangsverein aus Langscheid – MGV Westfalia 1881 – hat zu Beginn dieses Jahres einen Imagefilm veröffentlicht. Mit eindrucksvollen Aufnahmen vom Sorpesee geben die Sänger auf dem Oberdeck der MS Sorpesee einen Einblick in das Chor-Leben. In den vergangenen anderthalb Jahren mussten die Chorproben aufgrund der Corona-Pandemie wiederholt ausfallen, doch die Sänger des Gesangsvereins konnten dem etwas Positives abgewinnen: „Viele haben in dieser Zeit neue Hobbys entdeckt, unser Hobby ist die Chronik geworden“, so Schatzmeister Markus Trippe, der mit einer Arbeitsgruppe an zahlreichen kreativen Schreibphasen für die neue MGV-Chronik beteiligt war. Das Ergebnis: ein fast 200 Seiten umfassendes Werk, das nun in Buchform erhältlich ist und im Januar an den Sunderner Bürgermeister Klaus-Rainer Willeke überreicht wurde.
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Grundschulkindern Roggen und Handwerk näherbringen Auf dem Weg zur Geprüften Brot-Sommelière hat Elisabeth Vielhaber von der Mühlenbäckerei Vielhaber ein eigenes Grundschulprojekt ins Leben gerufen: „Es ist mein Ziel, Grundschulkinder im Rahmen einer Unterrichtsstunde von Roggen und dem Handwerk zu begeistern“, erzählt sie. Die Bäckerei stellt den Schulen kostenloses Unterrichtsmaterial sowie leckere Milchbrötchen aus Roggenvollkorn und Dinkel, ohne Zucker und Zusatzstoffe, zur Verfügung. In dem Buch „Emma und Roggilino“, das Elisabeth Vielhaber mit dem Mundwerker Michael Klute aus Allendorf entwickelt hat, können die Kinder mit dem Mädchen Emma auf Entdeckungsreise gehen. Emma lernt viel über Roggen, Vollkorn, Handwerk und die Wertigkeit von Lebensmitteln. In der Unterrichtseinheit kann die Klasse zunächst gemeinsam die Geschichte lesen und im Anschluss eine Verkostung mit allen Sinnen durchführen.
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Neue Tagespflege in denkmalgeschützten Räumen Lange hatte der Caritasverband nach einem idealen Standort für eine Tagespflege in Neheim gesucht. Mit der ehemaligen Pauluskirche wurde schließlich das richtige Objekt gefunden und so kehrt wieder Leben in die denkmalgeschützten Räume ein. Für manche der Gäste ist das Gebäude mit schönen Erinnerungen verbunden. „Wir sind hier früher regelmäßig in die Kirche gegangen“, wissen einige zu berichten. An den bunten Fenstern kann man den ehemaligen Kirchenraum noch gut wiedererkennen. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit den neuen Räumen in der Pauluskirche den Menschen in Neheim ein tolles Angebot machen können und hoffen, dass sich die Gäste bei uns wohl fühlen werden“, so Marek Konietzny, kaufmännischer Vorstand des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern. Wer Interesse hat, kann sich direkt an die Einrichtungsleitung Sandra Than (E-Mail: s.than@caritas-arnsberg.de ) wenden. Es sind noch einige Plätze frei. 9
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Osterkrippen
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Krippen kennen wir aus der Weihnachtszeit, sie zeigen das Geschehen rund um Christi Geburt in Bethlehems Stall. Osterkrippen bilden weiterführend das Geschehen rund um sein Sterben bis hin zur Auferstehung ab. Für alle, die zwischen Ostereiern und Schokohasen die Zeit dazu finden, stellt Küster Erwin Kurz ab Palmsonntag in der evangelischen Kreuzkirche in Hüsten mit Holzfiguren die Ostergeschichte nach: vom Einzug Jesu in Jerusalem über die Kreuzigung bis zum Wunder der Auferstehung. Die Krippe stammt von Pfarrer Reinhard Weiß, der Ende 2021 in den Ruhestand verabschiedet wurde. In der katholischen Propsteikirche St. Laurentius in Arnsberg werkelt Küsterin Silke Hoyer-Rickert mit ihrem Mann Jörg Hoyer und Winfried Ortmann schon seit Beginn des Jahres an der Darstellung der 33 Lebensjahre von Jesus. Jeden Sonntag stellt das Team eines der Evangelien mit Biegepuppen in einer selbstgebauten Landschaft kindgerecht nach. Die Osterwoche wird in ihrem kompletten Ablauf gezeigt, mit dem letzten Abendmahl am Gründonnerstag, dem Tragen der Kreuze zum Ölberg und den Frauen am Grab. In Hüsten wird am Ostermontag letztmalig ein Püppchen bewegt, in Arnsberg geht die Geschichte bis Christi Himmelfahrt weiter.
Du Hexe! Ab dem 24. März ist im Sauerland-Museum die neue regionalhistorische Sonderausstellung zum Thema „DU HEXE! Opfer und ihre Häscher“ zu sehen. Zahlreiche historische Artefakte, Druckschriften, Gemälde, Briefe und Akten versetzen den Besucher ins 17. Jahrhundert, die Hochphase der Hexenverfolgung. Dabei liegt der Fokus in dieser Ausstellung nicht auf den Opfern, sondern auf den Tätern. Sie versucht zu ergründen, wie es dazu kommen konnte, dass eine Gesellschaft den Tatbestand „Hexerei“ erfand und verfolgte, die Opfer folterte und richtete. Eine Auswahl an Instrumenten, die bei Hexenprozessen Verwendung fanden, veranschaulicht die Praktiken, die damals zum Einsatz kamen. Aber auch den Gegnern der Hexenverfolgung ist ein Platz in der Ausstellung gewidmet. Sie zeigt, welche Widerstandshandlungen es gab und welche Auswirkungen diese hatten. Vor allem möchte die Ausstellung die Hintergründe dieser Taten beleuchten, die aus heutiger Sicht fast willkürlich Unschuldige zu vermeintlichen Tätern machten. Einen Tatbestand erschuf, der nicht existent war. Daher ist ein Teil der Ausstellung auch modernen Hexenjagden gewidmet, denn in einigen Ländern gehört der Glaube an Hexerei und Schadenszauber noch heute zum Alltag. Zu den Opfern zählen teils sogar Kleinkinder. Aber selbst heute in unserer westlichen Welt sind wir gegen Verfolgungsmechanismen, wie sie damals zum Einsatz kamen, nicht gefeit. Fake News,
pseudowissenschaftliche Beweise und Gerüchte, die Ängste schüren und Hetzen auslösen, werden heutzutage vor allem durch die sozialen Medien verbreitet. Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist der Escape Room, der Kleingruppen die Gelegenheit gibt, sich zwar spielerisch, aber dennoch intensiv mit der Geschichte der Hexenverfolgung in Westfalen zu beschäftigen. Die Ausstellung läuft vom 24. März bis 4. September 2022. Anmeldung zu Führungen und Rahmenprogramm unter 02931 944 444. Weitere Informationen: www.sauerland-museum.de
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Ich finde die Sprossenzucht irgendwie exotisch. Und die Sprossen echt lecker.
Jan
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Gesunder Sprossen-Spaß an der OGS Allendorf Vorfreudig schleichen Jan, Maja und Lena jeden Tag zum blauen Regal in der OGS Allendorf, gehen ganz nah heran an die Keimgläser und Sprossentürme und beobachten, wie ihre kleinen
Erbsen
Samen tatsächlich zum Leben erwachen. Langsam, leise, aber voller Energie. Buchweizen, Linsen, Radieschen, Alfalfa: Auf jeder Etage keimt und grünt es mittlerweile. Und das macht allen hier Lust auf den anstehenden Osterbrunch. Dann nämlich wird die eigene Ernte endlich aufgetischt.
Rotkohl
Sprossen und Keimlinge aus Getreideund Gemüsepflanzen sind längst als Nährstoffwunder bekannt. „Eine tolle Möglichkeit, in den Monaten außerhalb der Erntesaison an frische, lebendige und vollwertige Nahrung zu kommen“, findet auch Gabi Vogt, Leiterin der OGS an der Grundschule Allendorf und gelernte Gärtnerin. Der 9-jährige Jan bewundert gerade eine Linse, während er mit den Fingern den Keim freilegt: „Ich finde es unglaublich, was schon nach wenigen Tagen daraus kommt.“ Wenn die Kinder hier Sprossen ziehen, sind sie oft erstaunt,
was für eine Power die Natur bereithält. „Im Samen steckt die geballte Kraft der ganzen Pflanze“, erklärt Gabi Vogt, die seit Jahrzehnten selbst Sprossen züchtet und ihre Erfahrung gerne weitergibt, in VHS-Kursen und an den Nachwuchs. Sprossenzucht kinderleicht Wasser, Licht, Luft und ein wenig Geduld – mehr braucht es nicht, um den Frühling auf die eigene Fensterbank zu zaubern. Zur Sprossenzucht eignet sich am besten spezielle Sprossen-Saat, unbehandelt und möglichst in BioQualität. In Allendorf füllen die
Schülerinnen und Schüler die Samen in verschiedene Keimgefäße und weichen sie darin ein paar Stunden lang ein, um die Saat zu aktivieren. „Nicht zu viel auf einmal, ein bis zwei Esslöffel reichen“, leitet Gabi Vogt an. In den Tagen danach wässern sie die Samen zwei- bis dreimal täglich und halten sie bei Zimmertemperatur. „Das Wasser immer gut ablaufen lassen und für ausreichend Luft sorgen, damit die Saat nicht fault.“ Wie viel Licht die Sprossen vertragen und wann geerntet werden kann, hängt von der Sorte ab. „Fertig sind sie, wenn sie so grünlich sprießen“, erklären die jungen Gärtnerinnen und Gärtner fachmännisch. Viel Arbeit macht ihnen die Zucht eigentlich nicht: „Nur ein paar Mal wässern und dann einfach schnell aufessen.“ Und schon ist die nächste Hand voll im Mund verschwunden.
Kresse 13
Ausgewogen und gesund: Mit Sprossen und Keimlingen lässt sich die eigene Ernährung leicht aufwerten. Sprossen machen sich gut auf dem Osterbuffet oder einfach auf dem Brot.
Rucola Heimisches Superfood Wirklich spannend sind die Vorteile, die Sprossen und Keimlinge für unsere Ernährung bieten: Sie weisen im Vergleich zur ausgewachsenen Pflanze eine besonders große Vitalstoffdichte auf, sind reich an wertvollem Eiweiß, sekundären Pflanzen- und Ballaststoffen. Vitamine und Mineralien enthalten die jungen Pflanzenaustriebe oftmals in hoher Konzentration. Durch die Keimung werden außerdem Enzyme aktiviert, die dafür sorgen, dass die Nährstoffe für den menschlichen Körper besonders gut verfügbar sind. Dass das Zimmergarten-Projekt an ihrer OGS höchst gesund ist, ist für
Zwiebeln
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die meisten Kinder hier Nebensache. Eher sind sie neugierig, ob die Vitamin-Bomben auch so gut schmecken, wie Gabi Vogt angekündigt hat. Maja und Lena haben schon einige der Sorten getestet. Von scharf über saftig bis mehlig-mild geht ihr Geschmacksurteil, in jedem Fall lecker.
Wasabi
Osterbrunch für kleine Zimmergärtner In der Küche können die Sprossen vielseitig verwendet werden. „Extra Rezepte braucht es nicht. Einfach über das gewohnte Essen streuen und austesten“, empfiehlt Gabi Vogt. Dabei sollten die Keimsprossen vor allem roh gegessen werden, so bleiben die wertvollen Vitalstoffe erhalten – im Müsli oder auf dem Quarkbrot, im Salat, im
Wok-Gemüse oder auf der Suppe. Aus den Sprossen, die in den nächsten Wochen in der Grundschule Allendorf wachsen, wird OGS-Köchin Eva ein kleines, aber feines Osterfrühstück zaubern. Neben Brötchen und selbst gemachter Erdbeermarmelade kommt dann Sprossenmüsli mit frischem Obst auf den Tisch. Bis dahin schleichen die kleinen Gärtnerinnen und Gärtner noch so manche Runde um ihre Keimgefäße herum. Und staunen, dass aus unscheinbaren Samen nach nur wenigen Handgriffen echtes Leben wächst. Text: Carina Middel, Fotos: u. a. Ralf Litera
Basilikum
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Ra d
blätter n e h -S c s up e i
mit Sprossen
Zutaten für 4 Personen ½ Zwiebel, gewürfelt 2 EL Naturreismehl 400 ml Gemüsebrühe 200 ml Milch, Pflanzenmilch oder Brühe ½ TL Meersalz Pr. Pfeffer, Pr. Muskat 40 g junge Radieschenblätter 30 g Sauerrahm oder Kokosfett 40 g Radieschen, geraspelt 1–2 EL Sprossen z.B. Radieschen
Zwiebelwürfel und Naturreismehl leicht anrösten, Gemüsebrühe und Milch unter Rühren aufgießen und 3 Minuten köcheln lassen. Anschließend abschmecken und zusammen mit den grob geschnittenen Radieschenblättern pürieren. Nochmals abschmecken und den Sauerrahm unterziehen. Mit Radieschenraspeln und -sprossen garnieren.
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Sprossenfrühstück mit Obst Zutaten für 4 Personen 200 g Sprossen-Müsli (z. B. aus Gerste-, Buchweizen-, Sonnenblumen- oder Hanfsamen) 1 Apfel 1 Birne 2 EL Sultaninen 1 EL Zitronensaft 1 EL Ahornsirup 4 EL geschlagene süße Sahne 4 EL Joghurt
Zutaten für 4 Personen
Li n
400 g Linsensprossen 50 g Sonnenblumensprossen 3 Frühlingszwiebeln 3 Möhren 5 EL Apfelessig 3 EL Olivenöl frisch gemahlener Pfeffer Meersalz ½ Bund Petersilie
p s n e s
Freie Wahl beim Sprossen-Topping 16
Apfel und Birne (je nach Geschmack auch anderes Obst) schälen und kleinschneiden. Mit dem Sprossenmüsli und den übrigen Zutaten mischen und in 4 Schälchen anrichten. Etwas von dem Obst zurückhalten und zum Dekorieren verwenden.
Die Linsensprossen kalt abspülen. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Die Möhren waschen, gut bürsten und grob raspeln. Aus Essig, Öl, Pfeffer und Salz die Salatsauce herstellen und mit den übrigen Zutaten mischen. 2 bis 3 Stunden durchziehen lassen. Nochmals abschmecken und mit gehackter Petersilie und Alfalfasprossen bestreuen.
alat s n e s s o r
Natürlich nachhaltig Tipps der OGS Allendorf für die Sprossenzucht: ·E in Glas mit Siebeinsatz und einer Vorrichtung zum Schrägstellen: Spezielle Keimgläser eignen sich gut für Einsteiger. ·O ft entstehen kleine Faserwurzeln, die nicht mit Schimmel zu verwechseln sind. Gesunde Saat riecht immer frisch, niemals moderig.
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·E in Klassiker für den Anfang: Sprossenzucht aus KresseSamen.
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Perspektiven-Interview Die Mobilitätswende – einer der wesentlichen Beiträge zum Klimaschutz
Es bedarf auf allen Ebenen eines Wandels. Lars Ohlig
Die Mobilität wird sich in den nächsten Jahren rapide wandeln. Bei aktuellen Spritpreisen jenseits der 2-Euro-Marke wird das Autofahren zwangsläufig zum Luxus – auch eine leichte Erhöhung der Pendlerpauschale wird nicht die erhoffte Entspannung bringen. Doch auch abseits dieser aktuellen Diskussion ist uns seit vielen Jahren klar, dass sich unsere Mobilität verändern wird und muss. HEIMATLIEBE hat mit beiden Seiten gesprochen: mit der, die unsere Wegenetze der Zukunft plant und umsetzt, sowie der, die bereits kreative Lösungen für das individuelle Pendeln gefunden hat.
Herr Ohlig, welche Herausforderungen kommen in diesem Jahrzehnt in Bezug auf die Mobilität ganz allgemein auf uns bzw. die Stadt zu? Lars Ohlig: Die Herausforderungen in Sachen Mobilität aktuell und in der näheren Zukunft sind riesig! Es bedarf hier auf allen Ebenen eines Wandels – zugleich wandelt sich kaum ein Angebotssegment so stark. Das Gelingen dieser „Mobilitätswende“ ist einer der wesentlichen Beiträge zum Klimaschutz. Mobilität ist darüber hinaus ein Grundbedürfnis von uns Menschen, allerdings stand jahrzehntelang das Auto im Mittelpunkt der Verkehrs- und Stadtplanung. Als Ergebnis nehmen wir zunehmend die negativen Effekte vom 18
Autoverkehr auf Klima, Umwelt und Menschen wahr, die es zu reduzieren gilt. Deshalb ist Mobilität nachhaltig aufzustellen und zu vernetzen. Wir gewinnen durch Mobilitätsmanagement mehr Raum, mehr Möglichkeiten, mehr soziale Gerechtigkeit, mehr Gesundheit – und mehr Lebensqualität. Für Sundern stellen sich deutlich komplexere Fragestellungen als lediglich die Frage nach dem Bau des nächsten Radweges oder dem Aufbau einer Ladeinfrastruktur. Vielmehr ist es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, deren Grundvoraussetzung ein gesellschaftlicher Konsens darüber ist, dass das Auto nicht mehr der Verkehrsträger der Zukunft sein wird – egal ob elektrifiziert oder nicht.
Wie sehen Vater und Sohn die Entwicklung? Thomas Baehr: Ansätze sind erkennbar, wie die Radwegplanungen von Arnsberg oder Sundern zeigen. Aber von dem, was erforderlich ist, um den Auto- bzw. Lkw-Verkehr deutlich zu reduzieren, sind wir noch sehr weit weg. In den Köpfen von Industriellen, Politikern und uns Bürgern muss erst ein Umdenkprozess in Gang gesetzt werden, um wirklich spürbar etwas zu bewegen. Wieso werden erst Mehrwertsteuer-Senkungen oder höhere Pendlerpauschalen gefordert? Der erste Gedanke müsste sein: Wo kann ich selbst einsparen? Mit Fahrgemeinschaften – oder Alternativen wie zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit, Schule oder zum Sport? Malte Baehr: Ich würde mir wünschen, dass zwischen den einzelnen Orten mehr Radwege geschaffen werden. Diese sollten vorzugsweise ohne Umwege und asphaltiert sein, sodass man sauber und schnell zur Arbeit kommt und diese auch mit einem Rennrad und nicht nur mit einem Mountainbike befahren kann. Ich bin mir sicher, wenn die Gefahr der viel befahrenen Straßen wegfiele und stattdessen sichere Radwege vorhanden wären, würden mehr Leute mit dem Rad oder E-Bike zur Arbeit fahren.
Wie kommen Sie morgens zur Arbeit? Lars Ohlig: Leider tatsächlich weitgehend mit dem privaten Pkw. Zwar gibt es von meinem Wohnort Neheim eine sehr gute Anbindung mit dem ÖPNV bis zum Rathaus – der Bus fährt im Halbstundentakt, stündlich sogar als Schnellbus – aber leider reichen meine Arbeitszeiten in den Abendstunden oftmals bis in Zeiten, wo der Bus nicht mehr oder nicht regelmäßig fährt. Zudem sind mit meiner Tätigkeit häufig Termine vor Ort oder Veranstaltungen außerhalb des Hauses verbunden, für die ich das Fahrzeug benötige. Dennoch ist es mein Ziel, künftig zumindest ein- bis zweimal die Woche den Bus zu nutzen. Auch die Idee, einzelne Tage mit dem E-Bike zur Arbeit zu fahren, existiert – allerdings würde ich hier auf die Fertigstellung des Radwegelückenschlusses zwischen Müschede und Reigern warten wollen, weil man als Radfahrer auf der B229 in diesem Abschnitt sehr gefährlich lebt. Thomas Baehr: Mein Sohn und ich fahren täglich mit dem Rad von Sundern nach Hüsten zur Arbeit. Eine Strecke sind ca. 17 Kilometer.
Der Ausbau von Radwegen wurde vernachlässigt. Thomas Baehr
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Auf dem Land sind die Möglichkeiten für Fahrradpendler doch sehr limitiert. Angebote wie Firmenbike-Leasing oder Lastenrad-Prämien sind nett, aber führen hier am Markt vorbei. Wie will man den Leuten dann das Radfahren schmackhaft machen? Lars Ohlig: Aus meiner Sicht führen Bike-Leasing-Angebote nicht am Markt vorbei. Im Gegenteil führen sie dazu, dass Menschen sich für entsprechende Investitionen entscheiden. Auch teile ich die Auffassung nicht, dass die Möglichkeiten für Fahrradpendler auf dem Land limitiert sind. Zwar fehlen teilweise nach wie vor sichere, überörtliche Verbindungen bzw. Abschnitte. Aber ich denke schon, dass der Ausbau der überörtlichen Radwegenetze in den vergangenen Jahren an Dynamik zugelegt hat. Bauchschmerzen bereiten mir eher die innerörtlichen Radwegenetze. Dort ist man im Ortseingangsbereich häufig gezwungen, von einem gut ausgebauten Radweg, der Ortsteil A und B verbindet, plötzlich auf eine vielbefahrene Straße auszuweichen. Man muss den Menschen das Radfahren auch nicht schmackhaft machen
– der Boom bei den Verkäufen zeigt, dass viele Menschen gerne Rad fahren. Allerdings konzentriert sich dies oftmals auf den Freizeitbereich. Für Alltagsverkehr sind andere Qualitäten von Verbindungen erforderlich – diese sollten zweckmäßig, gut ausgebaut und möglichst direkt sein. Was hat Sie dazu veranlasst, auf dem Land quasi nur noch aufs Rad zu setzen? Malte Baehr: Der Hauptgrund für meine Entscheidung, beim täglichen Pendeln das Rad zu nutzen, liegt im zeitlichen Vorteil. Durch meinen Sport, den Triathlon, benötige ich viel Zeit fürs Training. Damit das Lernen und Freundetreffen nicht zu kurz kommen, spare ich mir die Autofahrt, täglich mindestens 40 Minuten, und ersetze sie durchs Radfahren. Dadurch gewinne ich Zeit, die ich anders einsetzen kann. Der Nebeneffekt: Ich tue der Umwelt etwas Gutes und spare mir die Spritkosten. Das sind natürlich zusätzliche Pluspunkte.
Mein Ziel: ein- bis zweimal die Woche den Bus nutzen. Lars Ohlig
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Ich tue der Umwelt etwas Gutes und spare Spritkosten.
Malte Baehr
Zuletzt wurde bekannt, dass 60 Brücken der A45 über kurz oder lang erneuert werden müssen. Das bedeutet zwangsläufig: Verkehrschaos in der Region! Wie blickt die Stadt Sundern auf diese Vorgänge? Lars Ohlig: Wir sehen diese Entwicklung mit großer Sorge. Verschiedene Ortsteile sind unmittelbar von der aktuellen Schließung der Rahmede-Talbrücke betroffen. Und klar ist, dass der Zustand dieser Brücke kein Einzelfall ist. Leider sind die Möglichkeiten der Kommune hier begrenzt. Alle verkehrsrechtlichen Anordnungen werden in Abstimmung mit dem Straßenbaulastträger und der Polizei vorgenommen. Oftmals fehlt für Tempolimits die Möglichkeit – oder auch der Wille bei einzelnen Beteiligten. Es wurde viel zu lange nicht in die technischen Infrastrukturen investiert – zumindest nicht in ausreichender Form. Demgegenüber steht eine massive Zunahme von motorisierten Individual- und Schwerlastverkehren, die aus unserer Art zu leben und zu wirtschaften resultiert. Alles muss jederzeit verfügbar sein, Lagerhaltung auf den Straßen – das sind Entwicklungen, die in den 60er Jahren so nicht absehbar waren und auf die unsere Infrastruktur nicht ausgelegt ist. Wir sind allerdings gemeinsam mit politischen Mandatsträger*innen und den Ortsvorsteher*innen bemüht, hier im Dialog mit allen Beteiligten Lösungen zu finden.
Wenn Sie so etwas wie zum Zustand der A45 hören – was geht Ihnen da als verkehrspolitischem Laien und überzeugtem Radler durch den Kopf? Thomas Baehr: Die Kommunen, das Land und auch der Staat haben nicht nur den Ausbau von Radwegen vernachlässigt. Es gibt so viele schlechte oder geflickte Straßen. Wenn dann auch noch eine viel befahrene Straße oder Autobahn gesperrt wird, ist ein Verkehrschaos wie jetzt in Lüdenscheid die Folge. Hier sind wir als Radfahrer viel flexibler und können so einen Mega-Stau sehr gut umfahren. Stichwort E-Mobilität und alternative Antriebe: Hier ist noch viel zu tun, gerade in den kleineren Kommunen. Ein ausreichendes Ladenetz fehlt immer noch. Wie sieht das in naher Zukunft für Sundern und Umgebung aus? Lars Ohlig: Die Frage des Ladenetzes ist sicherlich zentral für die weitere Entwicklung der E-Mobilität. Allerdings ist hier auch die Frage zu klären, in welcher Verantwortung eine Kommune steht. Wir vertreten hier – übrigens nicht als einzige Kommune in der Region – die Auffassung, dass es in erster Linie in der Zuständigkeit anderer Akteure liegt, das Ladenetz sachgerecht auszubauen. Sicherlich gibt es Bereiche, in denen wir eigene Ladepunkte anbieten müssen und dies ja auch schon tun. Zum Beispiel auf den Parkplätzen am Sorpesee, am 21
Rathausplatz oder auch am Schulzentrum bzw. Hallenbad. Andererseits muss aber auch festgestellt werden, dass das Laden der Fahrzeuge dort stattfindet, wo Menschen sich längere Zeit aufhalten. Das bedeutet, dass hier seitens der Arbeitgeber*innen, der Gastronom*innen und natürlich auch der Eigentümer*innen der Wohngebäude Angebote geschaffen werden müssen. Ich würde behaupten, dass 90 bis 95 Prozent der Ladeinfrastruktur aus privaten Initiativen erfolgen – was richtig ist. Die Stadt Sundern wird flankierend versuchen, die Ladeinfrastruktur sukzessive auszubauen. Zudem gibt es Überlegungen, auch als Arbeitgeber für die Mitarbeiter*innen Angebote zu schaffen, zum Beispiel am Rathaus oder am neuen Standort der Technischen Dienste oder der Stadtwerke. Sind alternative Antriebe für Sie ein Anreiz, um irgendwann umzusteigen? Autos haben ja gegenüber Fahrrädern doch so ihre Vorteile … Malte Baehr: Ich finde die Vorstellung von einem E-Auto für den Arbeitsweg interessant, das wäre in den nächsten Jahrzehnten eine gute Alternative für den Winter. Im Frühling bis in den Herbst werde ich, auch wenn die E-Mobilität sich in den nächsten Jahren verbessern wird, auf das Rad setzten. Vor allem, weil das Radfahren mich fit und gesund hält. Viele Bürger*innen haben den Eindruck, dass die Politik an ihnen und ihren Interessen vorbeiplant. Könnte man sie nicht einfach mit in den gemeinsamen Dialog holen?
Lars Ohlig: Seit ich bei der Stadt Sundern als Stadtplaner angefangen habe, gibt es Diskussionen über die Einbindung von Bürger*innen in Planungsprozesse und deren Rolle und Abgrenzung gegenüber den politischen Entscheidungsträger*innen. Und das ist auch gut so, denn eine fortdauernde Debatte darüber, wie Entscheidungsprozesse transparent und nachvollziehbar gestaltet werden können, ist auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Akzeptanz von Entscheidungen wichtig. Es ist aber zu beobachten: Je konkreter die Maßnahme ist, desto höher ist die Bereitschaft, sich in der Diskussion einzubringen. Je komplexer die Thematik jedoch wird, desto schwieriger wird es, die Bürger*innen in die Diskussionen einzubinden. Und leider ist Mobilität ein Thema, das einen ähnlichen Komplexitätsgrad aufweist wie zum Beispiel der Klimawandel. Hier sind Maßnahmen auf vielen Ebenen erforderlich – da ist eine Partizipation immer schwieriger. Daher ist es umso wichtiger, zu informieren und zu erklären. Würden Sie sich mehr Beteiligung an Entscheidungen und Umsetzungen wünschen? Thomas Baehr: Sicherlich ist es immer besser, wenn man Betroffene anspricht und sich ihre Meinung anhört. Aber es wird für die Politiker auch immer schwieriger, Entscheidungen zu treffen. Das Interview führte Simon Engels, Fotos: Ralf Litera
Thomas und sein Sohn Malte Baehr leben in
Lars Ohlig ist seit 2018 Leiter des Fachbereichs
einer fünfköpfigen Familie in Sundern. Malte,
Stadtentwicklung und öffentliche Infrastruktur
19 Jahre und Familien-Jüngster, macht eine
bei der Stadt Sundern. Er studierte von 1990
Ausbildung als Mechatroniker. Thomas (55)
bis 1997 Geowissenschaften in Münster. Bei
fährt schon seit Jahren täglich mit dem Rad
der Stadt Sundern ist er schon seit 1998 in der
nach Hüsten zur Arbeit. Die große Familie be-
Stadtplanung tätig.
sitzt zwei Autos und kommt damit sehr gut zurecht – selbst wenn ein Auto wegen Reparatur mal ausfällt. Sie sehen sich als sehr sportliche Familie, die sich täglich viel bewegt.
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Der neue vollelektrische
ID.5*
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Die moderne Symbiose zwischen SUV und Coupé Komfortabel wie ein SUV, stilvoll wie ein Coupé und nachhaltig wie ein ID. - der neue ID.5 zeigt, wohin die Reise bei Volkswagen geht. Er kombiniert seine elegante Formensprache mit zeitgemäßer Ausstattung und intelligenten Ladetechnologien für alltagstaugliche Reichweite. Dabei ist er sogar „Over the Air“-updatefähig. Sein eindrucksvolles Exterieur-Design wird durch die optionalen 21-Zoll-Leichtmetallfelgen optimal abgerundet. Und das Open-Space-Interieur bietet viel Platz für neue Ideen. So kann morgen kommen. Lernen Sie den neuen ID.5 von Volkswagen bei uns kennen und entdecken Sie unsere günstigen Leasing- und Finanzierungsangebote auf www.friedrich-hoffmann.de. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage! * Stromverbrauch des neuen ID.5 Pro, kWh/100 km: kombiniert 16,2; CO2-Emissionen, g/km: kombiniert 0; Effizienzklasse: A+++. Stromverbrauch des neuen ID.5 Pro Performance, kWh/100 km: kombiniert 16,2; CO2-Emissionen, g/km: kombiniert 0; Effizienzklasse: A+++. Fahrzeugabbildung zeigt Sonderausstattung. Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungsstand abweichen. Stand 03/2022. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
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Mit wenigen Klicks lassen sich im Internet praktische Nähanleitungen, zum Beispiel für die Oster-Hühner, auffinden.
Wenn die Tage langsam länger werden und uns die Sonne wieder wärmer auf die Nase scheint, dann ist das Osterfest nicht mehr weit. Theo (9), Tom (6) und Lotta (6) sind heute zu Besuch bei ihrer Oma Lydia, denn sie hat sich etwas Besonderes überlegt: „Wir backen Hefe-Hasen und nähen OsterHühner.“ Schnell sind alle in der Küche verschwunden und mischen die Zutaten zusammen. Voller Ungeduld warten die Kinder, dass der Teig geht und ärgern in der Zeit mal kurz Opa Markus, denn der soll ja heute auch auf seine Kosten kommen. Aber bevor es in der Hasenbäckerei so richtig losgehen kann, muss der Teig noch eine Weile ruhen. Oma Lydia: „Ich backe am liebsten mit frischer Hefe. Man muss zwar viel Geduld haben, wird aber mit einem leckeren Backergebnis belohnt.“ Im Nähzimmer hat Oma Lydia schon einiges vorbereitet. Besonders Lotta hat hier viel Spaß und sucht sich jedes Detail selber aus, die Stofffarben sowie die Farben der Augen, und näht dann Schritt für Schritt mit Hilfe der Oma. Über beide Augen strahlt Lotta, als sie ihr Huhn am Ende fertig hat. Oma Lydia: „Am besten näht man direkt mehrere Hühner mit verschiedenen Stoffen, damit man hinterher eine schöne bunte Hühnerschar hat.“ Immer mehr verbreitet sich der Duft von Hefeteig im Haus. „Zeit für die Hasen“, rufen Theo und Tom und flitzen in die Küche. Am Esstisch formen die Kinder die tollsten Hasen. Lotta verziert mit Rosinen, Theo lieber mit Mandelstückchen und Tom hätte noch lieber Nutella. Zum Vernaschen der Hasen kommt die ganze Familie bei Oma Lydia und Opa Markus zusammen. Ratzfatz sind diese verputzt. Zu Ostern muss noch mal gebacken werden – da sind sich alle einig. Text und Fotos: Laura Kappen
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vb-sauerland.de
Rezept Hefe-Hasen Zubereitung: Zutaten für 10 Stück: 30 g Hefe 200 ml Milch 500 g Mehl 80 g Zucker 100 g Butter (weich) 5 Eigelb Mehl (zum Ausrollen) 3 EL Schlagsahne Hagelzucker Rosinen Mandeln (gestiftet)
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Die Hefe zerbröckeln und in der lauwarmen Milch auflösen. Hefemilch, Mehl, Zucker, Butter und 4 Eigelb zuerst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort mindestens 30 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen des Teiges verdoppelt hat. Den Teig auf wenig Mehl etwa 1 cm dick ausrollen. Mit Plätzchenausstechern Hasenfiguren oder mit einem Glas große und kleine Kreise ausstechen. Die Teigkreise als Köper und Kopf zusammensetzen, aus den Teigresten Hasenohren formen und an die Hasenköpfe setzen. Die fertig geformten Hefehasen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und nochmals an einem warmen Ort 20 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4) vorheizen.
4. Kurz vor dem Backen Sahne und
1 Eigelb verquirlen und die Hasen damit bestreichen. Hefehasen nach Wunsch mit Hagelzucker, Rosinen und Mandelstiften verzieren. Im vorgeheizten Backofen etwa 15 bis 20 Minuten goldgelb backen.
Einfach r Danke fü ! 150 Jahre
as erreich w m a s in Geme für Jetzt und ukunft . Z eine gute
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„Was einer nicht schafft, das schaffen viele!“ aus diesem Gedanken heraus legten Mescheder Bürger am 24. Januar 1872 den Grundstein für unsere heutige Volksbank Sauerland eG. Dieser Kern des genossenschaftlichen Prinzips bildet bis heute das Fundament unserer Bank. Wir sind dankbar und stolz, dass wir für viele Sauerländer über Generationen „meine Bank“ waren und sind. Für dieses Vertrauen bedanken wir uns ganz herzlich. Zuversichtlich schauen wir nach vorne und sagen: Morgen kann kommen.
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Der Sauerländer und das feine Händchen
Hömma, der Sauerländer an sich ist ja eigentlich scheu. Hände schütteln ist nicht so sein Ding, da kommt ihm die selbst im Sauerland heimisch gewordene Corona-Ghettofaust ganz gelegen. Er gruselt sich vor dem schwitzigen Waschlappenhändedruck, dem schmerzhaften „Schraubstock“ und vor dem „Toten Fisch“ beim Friedensgruß in der Kirche. Auch der Dauerschüttler, der sich partout nicht abschütteln lässt, macht den Sauerländer ganz kribbelich. Warum das so ist? Zu tief ist das Trauma aus der Zeit, als die Verwandtschaft zu Besuch kam: Das FEINE, nämlich rechte Händchen musste er geben, verbunden mit einem Diener. Als Dank für das artige Benehmen gab es vom Onkel den berüchtigten Backenkneifer. Von der Tante musste er den Scheitelstrubbler über sich ergehen lassen. Oder, noch schlimmer, eine Umarmung mit Busenklemmer, dem man zum Glück entkam, sobald man größer wurde. Nicht viel besser ist heutzutage die Luftküsschen-Begrüßung, die den Sauerländer vollends verwirrt. War es Bussi rechts, Bussi links? Oder links, rechts? Zweimal oder gar dreimal? So manche Beule am Kopf musste sein Gegenüber schon einstecken. Da ist der Sauerländer Gruß doch viel einfacher: Ein kurzes Nicken oder das Heben des Zeigefingers reichen völlig aus. Für gute Freunde gibt es einen kräftigen Klopfer auf den Rücken und bei besonderen Gelegenheiten den berherzten Knochenbrecher-Handschlag. Nicht mit feinen, dafür aber mit BEIDEN Händen, woll? Beatrix Collins 26
Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen spannende Ausflugsziele und Angebote im ganzen Sauerland. Gehen Sie im Geopark Grenz Welten auf Zeitreise durch die Erdgeschichte. Entdecken Sie Bodenschätze im Galileo-Park. Erleben Sie, wie die Tier- und Pflanzenwelt in den Wildparks zu neuem Leben erwacht. Und genießen Sie die heimische Natur auf den schönsten Wander- und Radwegen im Frühling.
Frühjahr 2022
Foto: Michael Bahr / Südwestfalen Agentur GmbH
Eine eindrucksvolle Entdeckungstour durch unsere Heimat!
as Grün der Wiesen gewinnt von Tag zu Tag an Farbe, Pflanzen und Kräuter beginnen zu blühen und zaubern wunderbare Düfte in die Luft – nach ihrem erholsamen Winterschlaf erwacht die Natur in der Region zu neuem Leben. Während die Bäume und Sträu-
zeigen sich von ihrer schönsten Seite. Und rund um Winterberg findet man eines der bedeutendsten Vorkommen in Nordrhein-Westfalen. Goldhafer, Schwarze Teufelskralle oder Hahnenfuß sind hier zu Hause und bieten pures Frühlingsfeeling, das Ausflügler auf einem extra angelegten, 4,4 Kilometer langen Themenweg entdecken können. Startpunk ist der Parkplatz am Kapellenhang in Altastenberg.
cher ihre jungen Triebe im noch sanften Sonnenlicht baden, machen sich jetzt auch wieder viele Sauerländer und Sauerland-Gäste auf, die erwachende Natur zu erleben. Denn es geht raus an die frische Luft, jetzt kommt neue Bewegung in die Freizeit und kleine und große Tagesausflüge stehen auf dem Programm! Wir haben die schönsten Frühlingstouren für Naturentdecker.
Bergwiesen bei Altastenberg Jetzt im Frühling erwachen auch die bunten Bergwiesen in den Sauerländer Höhenlagen wieder zu echtem Leben und 28
Liesetal und Hilmesberg Einen längeren Abstecher in die frühlingshafte Sauerländer Natur bietet eine Wanderung auf dem 13,2 Kilometer langen Naturerlebnisweg ins Liesetal und zum Hilmesberg nördlich von Hallenberg. Vom Startpunkt am Wanderparkplatz „Am Hilmesberg“ in Liesen geht es los, hinein in ein Mosaik aus Wiesenlandschaft und Waldräumen, umringt vom Zwitschern der Vögel und Surren der Insekten. Und auch hier kommt man mit etwas Glück in den Genuss, seltene, unter Naturschutz stehende Pflanzen wie die kugelblütige Trollblume oder das breitblättrige Knabenkraut zu entdecken.
Naturschutzgebiet Glockengrund in Marsberg-Udorf Der gut 4 Kilometer lange Rundwanderweg führt Ausflügler zu zehn Erlebnisstationen mit ganz besonderem Naturgenuss. Denn das Naturschutzgebiet beherbergt eine ganze Reihe geschützter Tier- und Pflanzenarten, die ihre Heimat in den dortigen Magerweiden gefunden haben. Hier heißt es dann: innehalten, die Ruhe und Schönheit der Natur genießen und das Gesamtspiel auf sich wirken lassen. Gut eine Stunde dauert der Ausflug mit Start am Ortseingang in Udorf. Er eignet sich perfekt, um abzuschalten und Energie zu tanken. Nuhnewiesen Auch am südlichen Rand der Medebacher Bucht finden Naturliebhaber in den dortigen Nuhnewiesen im Frühjahr einen idealen Ausflugsort. Sogenanntes Feucht- und Nassgrünland, gemischt mit Ackerterrassen, prägen die Landschaft. Und besonders jetzt im Frühjahr geht es hier blütenreich zu, wenn Wiesenknopf und Co sich von ihrer schönsten Seite zeigen. Das wissen vor allem zahlreiche geschützte Insektenarten zu schätzen. Aber auch das Braunkehlchen hat in den Nuhnewiesen sein Zuhause gefunden, weshalb man hier die größte Population in Nordrhein-Westfalen finden kann. 3,2 Kilometer lang ist der Naturweg mit Startpunkt am Parkplatz „Am Friedhof“ in Hallenberg. Text: Ralf Hermann; Foto: Andre Geißler
Info Mit der praktischen Sauerland-App kann man sich auf den Touren durch das Sauerland perfekt leiten lassen. Einmal kostenlos heruntergeladen, lassen sich die persönliche Tourenplanung, Tipps für spannende Abstecher am Wegesrand oder die praktische Übersichtskarte für den unvergesslichen Ausflug von unterwegs aus anzeigen. Darüber hinaus finden sich in der App Fotos, detaillierte Tourenbeschreibungen, Höhenprofile, Gastgeberinfos für die Einkehr unterwegs und natürlich noch viele weitere Informationen zu den schönsten 1.800 Wander- und Radtourenvorschlägen sowie rund 5.000 Sehenswürdigkeiten und Freizeittipps im Sauerland. Erhältlich ist sie in den gängigen Stores für Apple und Android.
Frühlingsgefühle in den Wild- und Freizeitparks
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Farbenmeer im Bilsteintal
Neue Fahrgeschäfte
Als Stefan Enste Anfang März ins Bilsteintal blickte, sah er den Huflattich aufblühen. „Da habe ich zu meinem Team gesagt: Der Frühling ist da!“, berichtet der Geschäftsführer des Bilsteintal e.V. Doch der sonnengelbe Huflattich kommt nicht allein, die violette Frühlings-Platterbse – ihr Name ist Programm –, das weiße Buschwindröschen und zig andere bunte Blümchen folgen ihm. Sie kommen als Farbenmeer daher, denn in diesem Jahr blüht das Bilsteintal so bunt und reichhaltig wie lange nicht mehr. Das liege, so berichtet Stefan Enste, an den vielen Pflegemaßnahmen und Säuberungsaktionen an den Waldsäumen im Wildpark, die sein Team engagiert ausgeführt hat. Überhaupt gibt es hier viel zu erleben – Frühlingsgefühle setzen auch bei den verschiedenen Tierarten ein, die in den großzügigen Gehegen zu Hause sind. Nach und nach wird Nachwuchs erwartet. Ein Besuch im Wildpark und in der benachbarten Bilsteinhöhle lohnt sich also immer wieder. Zumal das Besuchserlebnis mit der Ausstellung „BilstEinblicke“ nun um eine Menge spannender Aspekte erweitert wurde. Diese befindet sich in der Alten Jugendherberge und ist während der Öffnungszeiten der Bilsteinhöhle frei zugänglich. Hier erfahren Neugierige viel über die Pflanzen- und Tierwelt des Bilsteintals und können ihr neu erworbenes Wissen gleich zu Beobachtungen in der Natur mitnehmen. Doch auch die Urgeschichte der Umgebung kommt nicht zu kurz: Im Prähistorischen Zoo kann das rekonstruierte Skelett eines Höhlenbären bewundert werden, das vor mehr als 130 Jahren in der Bilsteinhöhle ausgegraben wurde. Und natürlich gibt es auch viel Wissenswertes zum Höhlensystem im angrenzenden Tal, aber auch zu den Höhlen in der gesamten Region zu erfahren. Infos: www.bilsteintal.de
Auch in den anderen Parks in der Region wartet Neues. Im Wild- und Freizeitpark Willingen können sich Familien zum Beispiel auf neue Fahrgeschäfte freuen: Der Sundancer, dessen Kabine sich in mehreren Dimensionen dreht und rotiert, zieht voraussichtlich ab Ende April ganz neu ein, außerdem ein Kettenflieger im Dino-Design für kleinere Kinder. Der Freizeitpark ist eine von mehreren Themenwelten, hinzu kommt ein Märchenwald, in dem kleine und große Gäste staunend in die Kulissen und die bewegte Darstellung von fast 30 Märchen eintauchen können. Die Hörspiele dazu sind in zwei Sprachen mitzuhören: auf Deutsch und Niederländisch. Im Dinoland begegnen die Besuchenden wiederum unterschiedlichen Sauriern, die im Wald hervorschauen. Eine Greifvogelstation und ein Papageiendschungel gehören ebenfalls zu dem weitläufigen Gelände. In den Wildgehegen leben außerdem Dam-, Rot- und Sikawild, Berberaffen, Braunbären, Wildkatzen und viele Tierarten mehr. Infos: www.wildpark-willingen.de
Besonders nah kommen Naturfans im Wildwald Vosswinkel an die Tiere heran. Denn hier gibt es keine Zäune, die Tiere leben – wie der Name es verrät – direkt im Wald. Auf rund 12 Kilometern verschlungener Waldwege schweifen Gäste hier unter dem Blätterdach durch den zauberhaften Lüerwald und erhaschen unterwegs zum Beispiel einen Blick auf Hirsche, Muffelwild und Wildschweine. Dafür aber müssen sie sich auf die Natur einlassen und leise in die Umgebung eintauchen. Einen Streichelzoo gibt es hier nicht, dafür aber freilaufende Schafe und Ziegen. Auf dem Abenteuerspielplatz toben sich die Kinder aus oder entdecken unterwegs Spannendes, blicken durch Insektenaugen in die Landschaft, probieren ein Flüstertelefon aus oder raten mit beim Suchspiel. Das Naturerlebnis lässt sich bis in die Nacht ausdehnen, denn im Wildwald Vosswinkel kann man auch übernachten, zum Beispiel im Schäfchenwagen, in einer Schlafkanzel oder in einem Baumzelt. Infos: www.wildwald.de
Für Ihr
Wohlbefinden
werbstatt.info
Tierbeobachtungen mitten im Wald
Der direkt am Land- und Kurhotel Tommes gelegene Heilstollen „Brandholz“ wird seit über 20 Jahren therapeutisch genutzt. Er ist ein Begriff für Gesundheit und Wohlbefinden geworden. Atmen Sie mal wieder richtig durch und tanken neue Energie.
Nordenauer Heilstollenkur – Höhlentherapie im Sauerland 8 Tage, ganzjährig, individuell verlängerbar • • • • •
Text: Ralf Hermann; Fotos: Heidi Bücker, Sabrinity, Klaus-Peter Kappest
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7 ÜN inkl. reichhaltigem Frühstücksbuffet Ein saisonales Schlemmer-Buffet Ein Begrüßungscocktail 6 x Genießer-Drei-Gang-Halbpension Ausführliche ärztliche Beratung und eingehender ärztlicher Check-Up, beinhaltend die Laboruntersuchung der relevanten Blutparameter im Umfang einer Klinikaufnahme (vollst. Blutstatus & -fette, Leber- & Nierenwerte, Elektrolyte usw.). Bei Indikation EKG Notfallversorgung, Psychologische Beratung Ohrakupunktur Gesprächsrunden zu verschiedenen Gesundheitsthemen 3 x Autogenes Training 2 x Wassergymnastik 2 x Massage der Physiotherapie (30 Min.) Schwimmbad- und Saunanutzung Freier Eintritt i. d. Schieferstollen Nordenau
648,– € im EZ ab 739,– €
Preis pro Person im DZ ab
Geöffnet: ganzjähr. tägl. 8.00 – 17.30 Uhr Eintritt ab 7,50 €, mit SauerlandCard 7,00 € Land- & Kurhotel Tommes, Inh. Torsten Tommes e.K. Heilstollenweg 9, 57392 Nordenau
www.heilstollen-nordenau.de
Faszinierende Zeitreise durch heimische Erdgeschichte Der Nationale Geopark GrenzWelten lädt mit einer Vielzahl an spannenden Ausflugszielen, Museen und digitalen Angeboten ein Haben Sie Lust auf eine Zeitreise durch die heimische Erdgeschichte? Sind Sie neugierig darauf, wie sich unsere Natur- und Kulturlandschaft in den letzten 400 Millionen Jahren entwickelt und verändert hat? Nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch. Dann werden Sie doch Augenzeuge einer atemberaubenden Entwicklung und besuchen Sie den Nationalen Geopark Grenz Welten! 370.000 Hektar geologisch faszinierende Mittelgebirgslandschaft am Ostrand des Rothaargebirges vom Rheinischen Schiefergebirge im Westen bis zur Hessischen Senke im Osten warten auf Entdecker.
Ob über oder unter der Erdoberfläche, im Geopark GrenzWelten mit zehn Geopark-Regionen von Battenberg bis Marsberg sowie von Winterberg bis Wolfhagen tauchen Sie ein in das Leben längst vergangener Zeiten, das bis heute sichtbare Spuren hinterlassen hat. Unter dem Motto „GrenzWelten“ trägt der Geopark zu einem Verständnis der Zusammenhänge zwischen Geologie und Landschaft, zwischen Mensch und Natur bei. Allein 120 Ausflugsziele und Lernorte umfasst der heimische Geopark. Über 25 Museen laden zum Besuch ein. Und mit der Korbacher Spalte als Glanzlicht bietet der Geopark GrenzWelten eines der bedeutendsten paläontologischen Bodendenkmale in Hessen. Sie gilt als die älteste bekannte Fossilien führende Spalte Europas. Ein wichtiges Aufgabengebiet ist der Natur- und Geotopschutz. Geotope sind erdgeschichtliche Bildungen der unbelebten Natur, die Kenntnisse über die Entwicklung der Erde und des Lebens vermitteln. Sie umfassen sowohl Naturschöpfungen als auch künstlich geschaffene Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralien und Fossilien sowie einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftsteile (z.B. Felsformationen). Geotope sind somit, vereinfacht ausgedrückt, wichtige „Schaufenster“ und „Archive“ der erdgeschichtlich geprägten Natur. Der Geopark GrenzWelten beheimatet allein rund 200 solcher Geotope, ca. 100 davon sind gut zugänglich, ca. 60 wurden für Präsentationen zum Beispiel mit Info-Tafeln vor Ort bereits erschlossen. Der Geopark GrenzWelten wird digital Der Nationale Geopark GrenzWelten ist in seiner ganzen Vielseitigkeit ein einmaliges Angebot, die Naturlandschaft in 32
Infos: Landkreis Waldeck-Frankenberg Projektbüro Nationaler Geopark Grenz Welten Tel. 0563 954-512 E-Mail: geopark@lkwafkb.de www.geopark-grenzwelten.de
unserer Region auf eine besondere Art und Weise zu erleben. Sie direkt vor Ort anzuschauen, manchmal auch zu berühren und dabei den Hauch der Geschichte zu spüren. Eine wunderbare Gelegenheit also, wieder in Berührung zu kommen mit erlebbarer Geschichte in der freien Natur, im Museum oder auch bei einem Ausflug unter die Erdoberfläche. Um dieses Erlebnis optimal zu ergänzen und aufzuwerten, braucht es aber zunehmend auch digitale Angebote. Sie öffnen, neben dem Erlebnis vor Ort, in den eigenen vier Wänden am Smartphone oder Laptop die Türen in die GrenzWelten und bieten einen bequemen Zugang zu den vielfältigen Informationen. „Deshalb haben wir uns in den vergangenen zwei Jahren sehr intensiv damit auseinandergesetzt, wie wir uns noch moderner und digitaler aufstellen können“, sagt Projektbüroleiterin Kim Peis. Ein Ergebnis dieses Prozesses ist die Neugestaltung der Webseite, die nun frisch, modern und benutzerfreundlich über den Geopark informiert. Spannend sind zurzeit auch die zwei bereits umgesetzten Augmented-Reality-Projekte. Diese bieten die Möglichkeit, über eine innovative Software mit dem Smartphone eine so genannte erweiterte Realität zu erzeugen. Zum Beispiel mittels Videos und Animationen, die beim Scannen von analogen Inhalten mit dem Smartphone aktiviert werden, um so ein zusätzliches und attraktives digitales Informationsangebot zu schaffen. „Zwei weitere dieser Projekte sind gerade in Bearbeitung. Darüber hinaus haben wir ein interaktives System für Tourist-Infos und Museen entwickelt, das Besucherinnen und Besuchern in Form von Medienstationen mit Touchpads zur Verfügung steht“, erläutert Kim Peis. In Kürze werde auch ein 3D-Modell der Korbacher Spalte inkluWas ist eigentlich sive Erklärvideo auf YouTube und den ein Geopark? Social-Media-Kanälen der Geopark • Als Geopark ausgewiesen werden weltweit Gebiete, die ein besondeGrenzWelten vorgestellt. So ist es ab res geologisches und landschaftlisofort also möglich, innovativ und ches Erbe beherbergen. • Das Prädikat Nationaler Geopark zukunftsorientiert in die Vergangenheit ist ein Qualitätssiegel für geowissenschaftlich besonders bedeutsame zu reisen – analog und digital! Text: Ralf Hermann; Fotos: Geopark GrenzWelten
Landschaften und es definiert konkrete Richtlinien für eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige regionalwirtschaftliche Entwicklung. • In einem Geopark wird die Bedeutung geologischer und geomorphologischer Prozesse für die räumliche Verteilung der natürlichen Ressourcen, für die Oberflächengestalt und Inwertsetzung der Landschaft und für die damit zusammenhängende Wirtschafts- und Kulturgeschichte einer Region nach innen und außen bewusst und erlebbar gemacht. • Mit der Förderung der regionalen Wirtschaftsentwicklung v. a. im Bereich Tourismus und Freizeitgestaltung sollen sich die Ziele des Natur- und Umweltschutzes sinnvoll verknüpfen.
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Bodenschätze: Geschichte(n) aus dem Untergrund Neue Ausstellung in den Sauerland-Pyramiden in Lennestadt-Meggen
Pyramiden im Sauerland – klingt vielleicht komisch, ist aber eine Erfolgsgeschichte. Hoch über dem Lennetal gelegen und weithin sichtbar liegen die Sauerland-Pyramiden – mittlerweile ist der Galileo-Park ein heimliches Wahrzeichen des Olper Sauerlandes. Jährlich wechselnde Ausstellungen ziehen ein breit gefächertes Publikum an. Seit dem 12. März läuft die Ausstellung „Bodenschätze – Geschichte(n) aus dem Untergrund“. Damit wurde eine Mitmach-Ausstellung für die ganze Familie geschaffen.
Der Galileo-Park lädt gemeinsam mit dem Museum und Park Kalkriese „Varusschlacht im Osnabrücker Land“ zu der Ausstellung ein. Welches Kind wollte nicht schon mal gerne Boden zaubern? Ein richtiges Skelett ausgraben oder einen Bären mit acht Pfoten sehen? Und was haben Kaurischnecke, Schokoriegel und Ameisenlöwe gemeinsam? Irgendwas mit Boden – aber was? Boden hat viel erlebt und kann richtig gut erzählen. Seine Geschichten handeln von Glück und Gefahr, guten Taten und unerfüllten Träumen. Doch damit nicht genug: Boden inspiriert Künstler, beherbergt die skurrilsten Gäste, ernährt uns alle und ist ein leidenschaftlicher Sammler. Eigentlich ist 34
er das größte Museum der Welt. Nur leider stellt er seine Schätze nicht aus. Um sie zu finden, muss man die Tricks der Profis kennen – und die lernt man hier. Wie entdeckt man mittelalterliche Burgen? Wie datiert man alte Knochen? Welche Bäume wuchsen vor 13.000 Jahren? Wie funktioniert eine archäologische Ausgrabung? Von A wie Ameise über M wie Moorleiche bis hin zu Z wie Zaubermaschine – ausgraben und ausprobieren, experimentieren und erforschen. Eine Ausstellung für Spürnasen, Feldforscher und Schatzsucher – und alle, die es werden wollen – ab 6 Jahren, bis Januar 2023! „Expeditionen ins Digi-Tal“ und „Allein im Universum“ Zwei weitere Ausstellungen laden ebenfalls nach Lennestadt ein. In der ganz neuen Ausstellung „Expedition ins Digi-Tal“
zeigt ein humanoider Roboter namens DIGI den Besuchern die Welt der Robotik und der Digitalisierung. An zahlreichen Mitmach-Stationen kann erforscht und erlebt werden, wie beispielsweise ein Computer arbeitet und wie er uns versteht. Eine spannende Reise, nicht nur für Kinder – ab 5 Jahren. Ob wir Menschen allein im Universum sind, wird bereits seit 2021 in einer Ausstellung für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene beleuchtet. Es gibt zahlreiche Phänomene und Artefakte auf unserem Planeten, die bis heute noch ungeklärt sind und vielleicht Hinweise darauf geben, dass wir Menschen nicht allein sind im Universum. Was haben Forscher im Dschungel Mittelamerikas oder auf den Hochebenen Südamerikas entdeckt? Schrift- und Bildzeichen zu enträtseln, soll bei der Aufklärung helfen. In diesem Jahr wurde die Ausstellung um etwas Besonderes ergänzt. Der Gründer der Pyramiden, Wolfgang Schmidt (*1962 – †2020), hat sich sein ganzes Leben mit den ungelösten Rätseln dieser Welt beschäftigt. Auf seinen Reisen durch die Welt hat er viele Exponate gesammelt, die die Ausstellung „Allein im Universum“ perfekt ergänzen. Seine Erben haben dem Galileo-Park die Exponate zur Verfügung gestellt, um den Besuchern des Galileo-Parks die Leidenschaft eines außergewöhnlichen Menschen näherzubringen, der auch nach seinem Tod weiterhin bei den Ausstellungen inspiriert.
Auch für die kleinen Besucher hat der Galileo-Park einiges zu bieten. Auf dem paläontologischen Lernspielplatz „SauerlandSaurierland“ werden die kleinen Gäste zu echten Forschern und können „Dinosaurierknochen“ ausgraben. Auch die „Galileo-Expedition“ quer durch den Park verspricht jede Menge Spaß und ganz viel neues Wissen. Ebenfalls wird ein tolles Kindergeburtstagsprogramm für Kinder von 6 bis 12 Jahren angeboten. Text: Julia Kleinsorge; Fotos: Yvonne Hennecke Termine in den Sauerland-Pyramiden: Die Saison im Galileo-Park hat bereits begonnen. Am 15. Mai ist Internationaler Museumstag, an dem sich alle Besucher über ermäßigten Eintritt freuen können. Am 3. Juli ist großer Galileo Künstler- und Hobbymarkt an den Sauerland-Pyramiden. Am 7. August ist Familientag. Wegen der langfristigen Planung der oben genannten Veranstaltungen kann es zu Änderungen kommen. Anfangszeiten, Eintrittskosten und Karten auf: www.galileo-park.de
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Cowboy-Alltag im Sauerland Von der Kunst des Rindertreibens
Ein eisiger Morgen im Februar, es liegt ein frostiger Hauch auf den umgebenden Hügeln, doch die Luft verheißt, dass der Frühling nicht mehr lange auf sich warten lässt. Es herrscht eine freundliche Atmosphäre auf der Hill of the Moon Ranch, ein ungewöhnlicher Name für die hiesige Region, noch ungewöhnlicher das Hobby der Kursteilnehmer, die sich hier heute treffen. Reiter aus allen Teilen NRWs sind angereist, um das Treiben von Rindern zu erlernen. Eine Arbeit, die uns allen aus amerikanischen Wildwestfilmen bekannt ist.
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E
s gibt zahlreiche Reiter, die davon träumen, wie ein Cowboy über die Prärie zu reiten und eine Herde Rinder zu treiben. Ein Traum, für den man nicht bis in die USA reisen muss. Iris Zacharias hat den Reitstall in Voßwinkel seit 2016 gepachtet und bietet seit einigen Jahren die Möglichkeit an, diese außergewöhnlichen Reit- und Arbeitsweisen zu erlernen. „Es sind Reiter aus allen Sparten, die sich hier treffen. Vorwiegend Freizeitreiter, aber auch Springreiter waren schon vertreten.“ „Das Treiben der Rinder mit Pferden ist eine ruhige Arbeit. Es geht darum, dass die Pferde gefordert werden und einen Sinn in ihrer Arbeit finden. Mensch und Pferd werden so zu einem Team“, berichtet Britta Franz, die für die Organisation der Kurse auf der Ranch verantwortlich ist. Einige Reiter nähmen auch wegen ihrer Angst auszureiten teil, da Pferde im Gelände bei Begegnung mit Kühen häufig scheuen. Hier in der Halle besteht nun die Möglichkeit, dass sich die Tiere gefahrlos begegnen können und die Pferde die Erfahrung machen, dass Rinder gar nicht so bedrohlich sind. Komm, hol das Lasso raus! Neben diesen Kursen gibt es ein weiteres Highlight, das hier auf der Ranch erlernt werden kann: das Roping, die Arbeit mit dem Lasso. Das große Ziel hierbei ist es, irgendwann einmal ein Rind mit dem Rope (Seil) einzufangen. Es ist ein langer, harter Weg und erfordert viel Geduld und Ausdauer, bis das glückt. Geübt wird zunächst an Holzdummys, die eine Ähnlichkeit mit Kühen haben. Es braucht Tausende von Versuchen, bis es gelingt, mit dem Seil das anvisierte Ziel zu treffen und das Lasso vom Pferd aus auf ein laufendes Rind zu werfen. Die Pferde müssen besonders gelassen sein und dürfen sich nicht vor dem Seil erschrecken. Eine der schwierigsten Aufgaben ist das Cutting, bei dem der Reiter ein Rind anvisieren und aus der Herde heraus zu einem bestimmten Punkt treiben muss. Das Pferd benötigt dabei höchste Aufmerksamkeit. Es spiegelt die Bewegungen des Rindes wider und im besten Fall braucht der Reiter nicht einzugreifen, weil das Pferd weiß, was zu tun ist. Hier wird sichtbar, worum es bei dem Kurs geht, darum, ein Team zu werden, bestehend aus Mensch und Pferd. Text: Heike Brill, Fotos: Ralf Litera
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Mensch und Pferd werden so zu einem Team. Britta Franz
Rinderhirten e. V. Dass diese Arbeit auch hierzulande Sinn macht, zeigt der Verein Rinderhirten e. V., dessen Sitz in Hagen ist. Er bietet seine Dienste professionell an. Bauern, die Vieh z. B. für Blutentnahmen oder für das Setzen der Ohrmarken von großen Flächen zusammentreiben müssen, überlassen diese Aufgabe den Rinderhirten. Auch bei der Flutkatastrophe in der Eifel waren diese im Einsatz, um Tiere, die durch die gewaltigen Wassermassen weggespült wurden, wieder einzufangen und zu sichern. Weitere Infos: www.rinderhirten-verein.eu
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Die E-Mobilität der Zukunft Das Autohaus Hoffmann geht mit innovativer Strategie in Sundern in die E-Offensive Wer die Zukunft der Mobilität möglichst einfach auf den kleinsten gemeinsamen Nenner bringen möchte, der wählt den Buchstaben „E“! Ohne Elektro läuft oder besser fährt aktuell und sicher auch in den kommenden Jahren gar nichts. Für Autohäuser gilt es deshalb mehr denn je, sich dieser Entwicklung nicht nur zu stellen, sondern sie aktiv und innovativ zu nutzen. Das Autohaus Hoffmann in Sundern setzt dabei schon heute Maßstäbe. Die Modell-Palette an E-Automobilen vom kleinen e-up für die City bis zum Audi e-tron ist enorm vielfältig und lässt auch bei individuellen Aus stattungsmerkmalen kaum Wünsche offen. Beim klassischen Automobil mit E-Antrieb bleibt es aber nicht im Hause Hoffmann. Im Gegenteil, das Team um Geschäftsführer Benedikt Kuhl mann sondiert kontinuierlich den Markt, beobachtet neue Trends, handelt konsequent und geht engagiert in die E-Offensive. Was dabei herauskommen kann? Ganz einfach: der E-Roller DREEMS im Retro-Style, flotte E-Scooter und der futuristisch 40
anmutende XBUS! Die E-Roller können bereits jetzt im Autohaus Hoffmann bewundert und gekauft werden, der XBUS folgt dann ab Mitte 2023.
Strategisch neue Zielgruppen erschließen für die E-Mobilität „Wir sind der Meinung, dass E-Mobi lität noch viel mehr ist als nur das Auto. Natürlich sind und bleiben wir von unseren Kfz-Modellen überzeugt, unsere E-Offensive geht aber ein paar Schritte weiter“, sagt Benedikt Kuhl mann. Er hat gemeinsam mit seinem Team eine Strategie entwickelt, um sich breiter aufzustellen. Nicht nur vier Räder sind Trumpf, auch auf innova tive Zweiräder sowie ein modulares Universal-Fahrzeug dürfen sich die Kunden künftig freuen. „Mit dem Aus bau unseres Angebotes möchten wir unsere Zielgruppe erweitern. Zudem haben wir vor, die Infrastruktur in Sachen E-Mobilität und Ladesäulen
deutlich auszubauen.“ Vorreiter ist das Autohaus Hoffmann im Stadtgebiet bereits im Bereich der leistungsstarken Ladesäulen. Am Standort in Sundern steht eine 50-kW-Ladesäule, die das Auftanken deutlich schneller macht und gerne von den Sundernern und Gästen genutzt wird. „Wir stellen uns so auf, dass wir Angebote im Bereich der E-Mobilität machen können, die sich nicht nur auf Strecken konzentrieren, die ein Auto im Alltag zurücklegen kann und muss. Es geht uns auch um die kurzen Wege in der Stadt oder im Dorf“, erläutert Benedikt Kuhlmann. Das Ergebnis dieser Strategie: Mit den DREEMSModellen holt das Autohaus Hoffmann die Generation der E-Roller ins Sauer land, der XBUS ist Zukunft pur und die E-Scooter machen das Gesamt konzept einfach rund. Wer es nun genau wissen möchte, was es mit dem Flotten-Zuwachs im Hause Hoffmann auf sich hat, der sollte sich die kommenden zwei Seiten nicht entgehen lassen …
Foto: Steffi Rost
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Da werden Träume wahr: Mit dem E-Roller „Dreems“ nachhaltigen Fahrspaß im Sauerland genießen Das Autohaus Friedrich Hoffmann optimiert die Mobilitäts-Flotte in Winterberg und Sundern mit den leistungsstarken Zweirädern im Retro-Style
Drei Modelle, 14 verschiedene Farben, lange Lebensdauer, kaum Verschleißteile „Mit den drei Dreems-Modellen bauen wir strategisch unser E-Mobil-Angebot konsequent aus. Wir sind sehr froh und stolz, dass wir an unseren Standorten in Winterberg und Sundern der erste Partner der Dreems-Elektroroller in Deutschland sind“, sagt Geschäftsführer Benedikt Kuhl mann. Wer einen Blick auf die Webseite des Autohauses wirft, wird sich vermutlich schnell verlieben in diesen RetroRoller mit E-Antrieb. 14 verschiedene Farben stehen zur Auswahl sowie viele nützliche Details wie zum Beispiel den USB-Ladeanschluss für das Smartphone. Zudem ist Platz für zwei Leute und – bei einem Modell – auch für zwei Akkus für eine Gesamtreichweite je nach Modell zwischen 65 und maximal 90 Kilometern. Apropos Akku, alle Dreems-Modelle sind ausgestattet mit leicht herausnehmbaren Akkus, die an jeder Steckdose aufgeladen werden können. Ein weiterer Trumpf ist zudem die Langlebigkeit bei den „Dreems“-Modellen. Alle Fahrzeugteile haben eine lange Lebensdauer, Verschleißteile sind Mangelware.
Die „Dreems“-Elektroroller sollen das Sauerland erobern. Nicht umsonst heißt es auf der eigenen Webseite: „Wir bieten E-Roller für moderne, umweltbewusste, supernette Menschen.“ Also für alle Sauerländerinnen und Sauerländer. Wer sich die Modelle gerne live und in Farbe ansehen möchte, ist herzlich eingeladen, in die Ausstellungshalle an der Remmeswiese zu kommen oder den Hoffmann-Standort in Sundern zu besuchen und sich selbst von den E-Rollern im Retro-Style zu überzeugen. Neben dem Verkauf der E-Roller sowie des passenden Zubehörs vom Helm über das TopCase bis zum Gepäckträger bietet das Autohaus auch den qualitativ hochwertigen Werkstatt-Service an. Wer also ein Date mit richtig Umdrehungen genießen möchte, sollte rasch einen Termin für eine Probefahrt machen. Zumal der coole Roller in den drei verschiedenen Ausführungen auch zu einem günstigen Monatspreis zu haben ist. Worauf also warten …
Foto: Steffi Rost
Mal eben ins Büro fahren, zum Einkaufen oder zu Freunden ins nächste Dorf? Schon immer waren Roller dafür ein beliebtes Fortbewegungsmittel. Gemütlicher Fahrkomfort, einfache Bedienung, sparsam im Verbrauch mit guter Leistung – dies zeichnet den Motorroller seit jeher aus! Ein Ende dieser Ära – nicht vorstellbar! Im Gegenteil, das Autohaus Hoffmann setzt in Zukunft nicht nur auf seine Automobil-Marken VW, VW Nutzfahrzeuge, Skoda und Audi. Im Zuge seiner E-Offensive wird die Mobilitäts-Flotte ausgebaut: Der E-Roller „Dreems“ rückt ab sofort in den Fokus! Im Retro-Style ist dieser Roller nicht nur ein absoluter Hingucker, er fährt zudem zu 100 Prozent elektrisch, ist emissionsfrei, schön leise und richtig gut gebaut! Nachhaltiger Fahrspaß pur also!
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Weltpremiere: Der Prototyp des XBUS fährt Mitte 2023 erstmals vor und das Autohaus Hoffmann ist direkt mit dabei Ob Bus, Cabrio, Kipper oder Pick Up – Das modulare Leichtfahrzeug für die Mobilität der Zukunft erobert auch das Sauerland und ist Teil der E-Offensive Er gilt als die Revolution in der Zukunftsklasse der Leicht fahrzeuge, sieht tatsächlich futuristisch aus und besticht insbesondere durch seine Variabilität: Der von der Electric Brands AG entwickelte sowie in Itzehoe „Made in Germany“ produzierte XBUS kommt Mitte 2023 als modulares Serienmodell auf den Markt. Direkt mit dabei als Partner ist das Autohaus Friedrich Hoffmann. Mit dem innovativen XBUS komplettiert das heimische Autohaus das Angebot im Bereich der E-Mobilität auf außergewöhnliche Art und Weise, denn der XBUS ist nicht nur optisch ein echter Blickfang, er besticht auch durch ein nachhaltiges Konzept und Leistungsfähigkeit. „Der XBUS ist ein innovatives Universal-Fahrzeug, dass gerade im ländlichen Raum sowohl im privaten Bereich als auch für Unternehmen und städtische Betriebe wie Bauhof, Stadt- oder Wasserwerke eine nachhaltige Alternative zum Verbrenner sein kann“, sagt Benedikt Kuhlmann. Wand lungsfähig mit persönlichem Lifestyle, dazu ohne Abgase, mit einer guten Reichweite und mit angemessener Geschwin digkeit ist er ein echter Verwandlungskünstler mit Lang streckenqualität. Zwei Fahrgestelle stehen zur Verfügung: der XBUS City und der XBUS Offroad mit mehr Bodenfreiheit. Beide Varianten gibt es als Basis in der Version Freedom oder mit verschiedenen Modulen. Ob Bus, Cabrio, Camper, Kipper oder Pick UP – Die Module sind in kurzer Zeit selbst tauschbar. Ohne Spezial-Werkzeug. Alles was man braucht, sind vier Hände. 42
Umweltschonend produziert mit großer Reichweite Umweltschonend produziert mit kurzen Lieferwegen und kobaltfreien Batterien kann der leichte XBUS seinen Klimarucksack schon nach weniger als 10.000 gefahrenen Kilometern ablegen. Auch in Sachen Reichweite ist er gerade für den ländlichen Raum konkurrenzfähig. In der Basisversion mit acht Akkupacks (10 kWh) sind 100 bis 200 Kilometer möglich. Wer je nach Modul den XBUS mit Solarzellen im Dach integriert hat, kann die Reichweite auch um bis zu 200 Kilometer am Tag erweitern. Außerdem besteht die Möglichkeit, den XBUS an praktisch allen öffentlichen Ladesäulen oder Zuhause zu laden. Ladezeit: drei bis fünf Stunden. Der XBUS lässt sich auch nachträglich mit maximal 24 Akkupacks ausrüsten. Damit und mit Solarkraft vom Dach steigt die Reichweite im urbanen Raum auf über 600 Kilometer. „Wir freuen uns sehr, die Fahrzeuge anbieten zu können, denn sie sind Teil der Mobilitätszukunft und damit auch ein wesentlicher Bestandteil unserer E-Offensive. Wir sind sicher, der XBUS wird den Markt erobern und wir beraten unsere Kunden gerne schon jetzt über alle KombinationsMöglichkeiten“, so Benedikt Kuhlmann. Weitere Infos zum XBUS gibt es im Internet unter https://electricbrands.de! Texte: Ralf Hermann
Gewalt an Frauen auf Nimmerwiedersehen
Seit der Gründung 1919 hat es bereits etwa 30.000 Frauen weltweit in das Netzwerk der ZONTA Serviceclubs gezogen. Einst für die gegenseitige Stärkung von Frauen in der Berufstätigkeit gedacht, verzweigt sich das Netzwerk mittlerweile querbeet durch sämtliche Berufe. Auch im ZONTA Club Arnsberg engagieren sich 39 Ehrenamtlerinnen. Das große Ziel: Die Freiheit und Gleichberechtigung der Frau. In den letzten Jahrzehnten hat sich einiges getan. Doch die Gewalt gegen Frauen stellt nach wie vor ein weltweit bekanntes und dennoch tabuisiertes Thema dar. Wir müssen es endlich enttabuisieren, darüber reden. Auch dann, wenn es sich um unangenehme Inhalte handelt wie Gewalt an Frauen. Unsere Redakteurin spricht Tacheles.
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Kommentar von Thora Meißner
ch wollte das nicht. Das war aus Versehen. Keine Ahnung, wie das passieren konnte. Es wird nie wieder vorkommen. Versprochen. Worte, die ich nur allzu gut kenne. Ich erinnere mich noch sehr genau: Sonntagmorgen. Die ersten Sonnenstrahlen erschlichen sich den Weg durch die Jalousien. Das Wochenende verbrachte ich bei meiner Mutter – und ihrem damaligen Freund. Er setzte sich auf meine Bettkante, drehte nervös an seiner Bierflasche. Schaute mir nicht in die Augen. Senkte seinen Kopf. Alles sei nicht so gewollt gewesen – aus Versehen geschehen. Er täte es nie wieder. Was genau er meinte, sah ich erst, als meine Mutter hereinkam. Sie fragte, ob ich auch ein Frühstücksei mochte. Ich sah sie an. Keine klaren Augen, wie sonst um diese Tageszeit. Nicht glasig, wie am Abend zuvor. Sie sahen eher aus wie die eines Boxers. Eines gescheiterten Boxers. Dunkelblau unterlegt, geschwollen. Leer. Ebenso wie ihr Blick. Ich antwortete ihr – zum Frühstücksei. Wütend schaute ich ihren Freund an und verließ das Zimmer. Eine Szene, die so nicht die einzige bleiben sollte. Ebenso wenig wie seine Ausreden und Reuebekundungen. Damals schwieg ich. Um meiner Mutters willen. Um meines willens, um sie irgendwann nicht mehr nur an den Wochenenden sehen zu dürfen. Nur wenige Monate später verstarb sie an Herzversagen. Ich sah sie nie wieder. Diese Erinnerung ist mehr als 30 Jahre her und trotzdem aktuell. Heute ist statistisch gesehen jede vierte Frau von häuslicher Gewalt betroffen. Jede dritte Frau kämpft mindestens ein Mal in ihrem Leben gegen körperliche und/oder sexuelle Gewalt. Und dennoch ist das Thema nach wie vor ein Tabu. Wir müssen endlich darüber sprechen. Diesen Frauen eine Stimme und die Möglichkeit zur Selbsthilfe geben. Uns nicht nur schriftlich zur Istanbul-Konvention bekennen, die die Verhütung und Bekämpfung von Gewalt 43
gegen Frauen und häuslicher Gewalt zum Ziel hat – sondern sie leibhaftig leben. Erkennen, dass hinter Deutschlands Wohnungstüren eben alles nur Friede, Freude, Eierkuchen ist, dass dort teils grausame Dinge geschehen. Dinge, deren Leidtragende sich selbst kaum zu schützen wissen. Dinge, die Kinderseelen zersplittern lassen. In Splitter, die nie wieder zusammengesetzt werden können. Ein Umstand, auf den jährlich etliche Institutionen aufmerksam machen – so unter anderem auch der ZONTA Club Arnsberg mit der Aktion „ORANGE YOUR CITY“. Das orangene Leuchtfeuer gegen Gewalt an Frauen findet jährlich zwischen Ende November und Anfang Dezember in den Abendstunden statt. Ein Appell hinzuschauen und gleichzeitig eine Aufforderung, Frauen zu schützen und Gewalt zu vermeiden. Ein wichtiges Zeichen. Jedoch „nur“ ein Zeichen. Wie kann betroffenen Frauen unmittelbar und nachhaltig geholfen werden? Wie können diese Frauen erreicht werden? Das Frauenhaus bietet allen von psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern Zuflucht und Schutz an einem anonymen Ort. Die Frauenberatung unterstützt bei Problemen wie Trennung und Scheidung, psychischer, häuslicher und sexueller Gewalt, psychischen Erkrankungen wie Depression und Essstörungen. Das ist jedoch „nur“ ein Tropfen auf den heißen Stein. Betroffene Frauen brauchen mehr – mehr Unterstützung auf Landes- und Bundesebene. Mehr Koordination auf kommunaler Ebene – insbesondere in ländlichen Regionen wie dem Sauerland. Mehr Präventionsmaßnahmen. Mehr Beratung und Resilienzförderung. Mehr Aufmerksamkeit. Und ja, das erfordert auch: mehr Geld. Bekennen wir uns gemeinsam zur Istanbul-Konvention und erwecken wir sie zum Leben. Auch das ist ein großes Ziel des ZONTA Clubs Arnsberg. Der Fokus der ehrenamtlichen und der Gemeinwohlarbeit der rund 39 ZONTA-Frauen aus den verschiedensten Branchen und Berufszweigen liegt auf Frauen und Mädchen. Gemeinsam sollen Ideen und Herangehensweisen entwickelt werden, die zu mehr Resilienz, zu mehr Sicherheit und vor allem zu mehr Wissen und Akzeptanz in der Gesellschaft führen sollen. Wir alle können den ZONTA Club und die vielen betroffenen Frauen unterstützen. Indem wir hin- und nicht wegschauen. Indem wir Hilfe anbieten und/oder vermitteln. Indem wir betroffenen Frauen zeigen, dass sie nicht allein sind. Und: Indem wir das Thema „Gewalt an Frauen“ aus der Tabuzone herausholen und offen darüber sprechen. Nur so kann es gelingen, dass wir in 30 Jahren von ebensolchen Erinnerungen verschont bleiben. Auf Nimmerwiedersehen. Text: Thora Meißner 44
ZONTA Club Arnsberg Netzwerken für die Ziele von „Orange your City“ Ein Kernziel des Service-Clubs ZONTA International ist eine Welt, in der keine Frau in Angst vor Gewalt leben muss. Prävention sowie Schutz- und Hilfsstrukturen stehen deshalb auch im Zentrum des Handelns vom ZONTA Club Arnsberg.
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ber wie ist Schutz und Hilfe in einem Flächenland wie dem HSK zu gewährleisten? Schutz finden kann eine Frau im HSK, wenn sie oder jemand anders die Polizei verständigt. Oder wenn sie um Obdach im Frauenhaus bittet. Davon gibt es im HSK allerdings nur eines, das steht in Arnsberg und ist leider meistens voll belegt. Auch fachliche Hilfe zu bekommen, ist nicht ganz einfach. Zwischen Marsberg und Meschede liegen beispielsweise 50 Kilometer. In Meschede ist eine der beiden Frauenberatungsstellen, in Arnsberg die andere. Wissen Frauen im Ostkreis überhaupt davon? Wie kommen sie
konkret nach Meschede oder Arnsberg? Ein Ansatz könnte sein, in allen Städten des Kreisgebietes ganz niederschwellige erste Anlaufstellen anzubieten, an die sich betroffene Frauen direkt wenden können und die an die bestehenden Hilfs- und Unterstützungsangebote weiterleiten. Das Anliegen von ZONTA International und das Bekenntnis Deutschlands zur Istanbul-Konvention fordert vom HSK, allen Frauen Zugang zu greifbarer Hilfe und Beratung zu gewährleisten. Das zu erreichen, ist Ziel der Netzwerkarbeit von ZONTA Arnsberg mit den Kommunen, deren Gleichstellungsbeauftragten, anderen Service-Clubs und Frauenorganisationen
sowie den Trägervereinen der Beratungsstellen. Das Leuchtfeuer "Orange your City" ist eine Aktion, in der verschiedenste Kommunen, Institutionen, Unternehmen und Privatpersonen ihre Gebäude und Häuser in orangem Licht erstrahlen lassen. Ziel ist es, diese Unterstützung in den ganzen Kreis auszudehnen, flächendeckend das Bewusstsein für das Problem von häuslicher Gewalt zu vergrößern und die Kommunen hier zum konkreten Handeln zu bringen. Damit überall im Kreisgebiet betroffene Frauen zuverlässig Zugang zu Schutz, Hilfe und Stärkung bekommen. Text: ZONTA, Arnsberg Weitere Infos: www.zontaarnsberg.de
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Zeit für Kunst
Unter der Pandemie hat vieles gelitten. Dinge, die nicht zwingend notwendig waren, wurden verschoben, abgesagt, vergessen. Besonders hart haben die Maßnahmen auch Künstler getroffen. Ja, Kunst ist nicht lebensnotwendig. Wenn es sein muss, kann auf sie verzichtet werden. Aber trotzdem zieht es uns immer wieder zu ihr hin und das war schon immer so. Angefangen bei Höhlenmalereien aus Zeiten, die Zehntausende von Jahren zurückliegen, Kunst aus längst vergangenen Hochkulturen, die wir immer noch in den Museen dieser Welt bewundern, bis zu ganz moderner Kunst, vor der einige von uns auch gern mit gerunzelter Stirn stehen und sich fragen: „Ist das Kunst oder kann das weg?“
Kunst ist vielfältig, individuell und natürlich subjektiv. Dem einen gefällt ein Werk, der Nebenmann kann damit nichts anfangen. Und auch wenn wir sie nicht zum Überleben brauchen, so ganz ohne Kunst wäre das Leben doch ziemlich trist. Daher ist es schön, dass nun wieder mehr Kunst gezeigt werden darf, live, in Farbe und fast zum Anfassen. Denn in echt wirken Kunstwerke einfach mehr, als wenn sie nur in einem Buch oder auf dem PC zu sehen sind. Auch unser Kollege Ralf Litera ist Künstler und musste seine aktuelle Ausstellung immer wieder verschieben. Doch jetzt ist es endlich so weit. Ab dem 3. April 2022 werden seine Werke unter dem Titel „Pflanzen traurig“ in der Christuskirche in Neheim zu sehen sein. Der Künstler freut sich schon darauf, seine Bilder nicht nur zu zeigen, sondern vor allem mit anderen 46
darüber diskutieren zu können. Denn auch das soll und kann Kunst: Leute miteinander ins Gespräch bringen. „Pflanzen traurig“ Ralf ist Fotograf, für die Bilder seiner Ausstellung „Pflanzen traurig“ bediente er sich allerdings einer ganz alten fotografischen Methode, des Fotogramms, und kombinierte diese mit modernen Geräten wie einem Scanner. Auch etwas, was Kunst kann – Dinge verbinden, Neues schaffen, überraschen. Für seine Bilder legte Ralf Litera verschiedene Pflanzen teils wochenlang auf Fotopapier, um sie anschließend zu scannen. Herausgekommen ist eine Art modernes Herbarium mit großformatigen Bildern von eigentlich kleinen Dingen. „Das Thema meiner Bilder ist die Bedrohung und Vernichtung von Pflanzen, daher sollen sie nicht einfach nur schön wirken. Manche sind eher verstörend, bizarr oder irritierend“, beschreibt Ralf Litera selbst seine Werke. „Allerdings gibt es auch malerische Effekte, durch die ihnen dennoch eine gewisse Schönheit innewohnt“, gibt er zu. Aber eigentlich möchte Ralf Litera seine Werke gar nicht so genau erklären, sondern lieber abwarten, was die Bilder in ihren Betrachtern auslösen. „Die Bilder sollen als solche wirken, ohne dass ich die Technik oder meine Absicht genau erkläre. Lieber spreche ich darüber, was die Leute bei ihrem Anblick empfinden“, meint der Künstler. Selbst im Mittelpunkt zu stehen ist nicht so seins. Er freut sich, dass seine Ausstellung nach zweimaligem Verschieben nun gezeigt werden kann, hat aber gleichzeitig noch einige Tipps in petto, wo es im Arnsberger und Sunderner Raum weitere Möglichkeiten gibt, Kunst nun wieder zu erleben und unterschiedlichste Künstler und ihre Werke kennenzulernen. „Da sind 47
natürlich der Kunstverein Sundern und der Kunstverein Arnsberg, die immer wieder ganz wunderbare Ausstellungen zeigen. Oder Künstlergruppen wie ‚Der Bogen‘, in denen ganz unterschiedliche Künstler zusammenarbeiten“, erklärt Ralf Litera. Ein weiteres Projekt, das ihn begeistert, ist „aufruhr“ der Gemeinden Arnsberg, Bestwig, Meschede und Brilon, wo verschiedene Angebote zusammenfließen. „Klasse ist auch die Kulturkneipe Der Golem in Neheim, die hoffentlich bald wieder öffnet und Raum für Kunst und Kultur schafft, vor allem aber für viele Begegnungen mit tollen, interessanten Leuten.“ Text: Denise Weber, Fotos: Ralf Litera
Das Thema meiner Bilder ist die Bedrohung und Vernichtung von Pflanzen, daher sollen sie nicht einfach nur schön wirken.
Ausstellung: 03.04 - 31.08.2022 Christuskirche, Burgstr. 29 / Gransauplatz, 59755 Arnsberg-Neheim, Fr. 15 - 17 Uhr, Sa. 10 - 12 Uhr, So. 15 - 17 Uhr und während der Gottesdienste
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Ralf Litera
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Kreative Motorräder …
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Sauerlandkaserne
Kaltblut, Kraft und Disziplin
Kreativmarkt
Veranstaltungen und musikalische Vielfalt
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Um zu verstehen, muss man in der Zeit zurückgehen
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Neues Jahr – neues Glück? Wie ist der Plan, für 2022? Blitz-Interviews mit den drei Bürgermeistern
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Frohe Feiertage: Ideen & Rezepte
Im Flug über Sauerländer Wälder
Wir hatten die Wahl: Hier sind die Neuen!
Rotmilan erlitt Stromschlag und wurde gerettet
Drei Bürgermeister im privaten Portrait
John Cannizzaro verrät Lieblingsrezepte für gemütliche Winterabende
In Sachen Kühe weltweit unterwegs
Start-up im Lockdown
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Stephan Schneider
„bevandert“-Gründerinnen gehen mit dem Zeitgeist
Südsauerland wird WinterWunderland
Lichterglanz, Nikolaus und Genießen
Überwintern im Südsauerland
Bei den Weihnachtsmärkten
Kirchhundem . Lennestadt . Finnentrop
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Tipps, die dich hinter‘m Ofen hervor und auf die Piste locken Seite 72
Ausgabe Sommer/Herbst 2021
Ausgabe April 2020
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Tipps für einen guten Start ins neue Jahr
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#Wald: Ein Heft zum Thema „Wald im Wandel“ Reportagen und Aktionen Geschichten rund um unseren Wald
So geht Urlaub 2021: Hin zur Natur Folge unserer Heimatroute und finde Abenteuer & Entspannung
Wie ökologisch-soziale Marktwirtschaft funktioniert
Ein Dorf blüht auf ...
... und warum das Holz in China nicht unser Hauptproblem ist
Welschen Ennest entwickelt neue Lebensqualität
Das Leben wartet nicht: Lockdown in Budapest Was geht in Zeiten der Pandemie? Studentin Emilia Knebel berichtet live aus dem Erasmus-Semester
Von L.-A. hinaus in die Welt
Endlich... wieder Kultur! Saison 2021/22 startet
„Das Manifest der tausend Körbe“
Was auch immer passiert ... jetzt blühen wir auf Zeiten des Wandels sind gut für neue Ideen
Bühnensaison und „Indian Summer“ im September
Die schönsten Stuten ... „American Quarter Horses“
Attendorn . Olpe . Drolshagen . Wenden
Attendorn . Olpe . Drolshagen . Wenden
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200 Jahre Kreis Olpe Schlaglichter aus einer bewegten Zeit
Spaziergang im Fichtenforst
Zwei Generationen – eine Frage Niemals geht man so ganz ...
Die „Sauerländer Tanne“ ist Baum des Jahres 2017
Auf Spurensuche
Fußballromantiker und Groundhopper
Knochenbrecherin mit Fingerspitzengefühl
Gordana Mitrovic
Tier-Osteopathin Julia Schmale heilt kranke Vierbeiner
Zielstrebiges Handballtalent
Kleine Tankstellenkunde bei uns auf dem Lande
Mit Holz und Acrylfarbe
Unsere individuelle Mobilität steht vor großen Veränderungen
Kopfholz als Synonym für echte Freundschaft
Flieger, grüß`‘ mir die Sonne!
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Attendorn . Olpe . Drolshagen . Wenden
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Großes Heimatliebe RallyeGewinnspiel im Heft!
Der Biggesee hat es in sich Erstklassige Wasserqualität, erstklassiger Fischbestand
Der Stricknadelmord Leistungssport mit Pfeil und Bogen
Alle lieben den Schornsteinfeger
Eine Waidfrau, der Wald und das Wild
Ein Besuch bei den Bogensportfreunden Attendorn-Ennest
Sauerländer Fichte mit Blick auf das Levantische Meer
Rasanter Blätterteig Heinz Köster restauriert rare Sportwagen
Die Wüstenreiter Astronomie: eine weltumspannende Wissenschaft und ein wunderschönes Hobby für jedermann
Einzigartige Hochseeregatta und eine junge Olperin an Bord
Geliebtes Blech
Roter Teppich für Ärzte
Die Oldtimer-Rallye im Sauerland ist eine Herzblut-Geschichte
Schau mal, wo die Elfen wohnen Eine Geschichte nicht nur für Kinder
Die Ackerhelden von Ennest
Marita, Grata und der Ackersegen
Zehn Jahre sind nur ein Wimpernschlag
Drei Attendorner folgen dem Stern
Sprint über den Atlantik
Wendelin Wendelin Albus Albus ist ist Imker Imker in in vierter vierter Generation Generation
Praxis-Nachfolger Praxis-Nachfolger auf auf dem dem Land Land verzweifelt verzweifelt gesucht gesucht
Mit der 1000-Euro-Möhre bis Marrakesch
In Beirut schätzt man Holz und Handwerk aus unserer Heimat
Zehnkampf in luftigen Höhen Ludger Hacke ist Zapfenpflücker
Jetzt kommt ein neuer Krimi auf den deutschen Buchmarkt, übersetzt in Olpe.
Der Herr der Bienen
Das Glück trägt schwarz
Darum lieb´ ich alles was grün ist
Drei Drei Männer Männer betreiben betreiben historische historische Feldarbeit Feldarbeit
Lust auf Wandern
Lecker, lecker ... Kartoffeln
Gute Gute Luft Luft und und gute gute Aussicht: Aussicht: Fußreisen Fußreisen in in der der Heimat Heimat
Abenteuer Eisklettern
Abtauchen und Durchatmen
Herausforderung im Pitztal
Der Der Oldtimertreff Oldtimertreff Attendorn Attendorn feiert feiert Jubiläum Jubiläum
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Tauchsport Tauchsport im im Sauerland Sauerland
Magazine erscheinen in diesen Regionen Attendorn . Olpe . Drolshagen . Wenden
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Zwischen Vergangenheit und Zukunft Rolf Frank Römhild, der Kirchenmaler
Ein Deutscher in Paris Alfons Kaiser schreibt die erste deutsche Biografie über Karl Lagerfeld
Wie aus Gallen echte Tinte wird
Echte Naturerlebnisse
Biologin Sandra Schulte zeigt, wie das geht
Unzählige Geheimtipps
DIY – Oder: warum eigentlich?
Erlebbare Geschichte
Eine Fotoreportage über echte Macher
Der Bieketurm in Attendorn ist ein einzigartiges Museum
Naturnaher Garten
DIY – Oder: warum eigentlich?
Ein Lebensraum für alle
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Eine Fotoreportage über echte Macher
Der wohl schönste westdeutsche Dreizylinder-Zweitakter
Seit fünf Jahren beschreibt Heimatliebe das Lebensgefühl einer ganzen Region. Es vereint das Dorf, die Stadt, zeigt Menschen, Vereine, Unternehmen: alle miteinander. Viele weitere Informationen täglich aktuell auf:
www.heimatliebe-magazin.de
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Wo bisse wech? Kloster Wedinghausen
Über den gleichen Boden zu gehen wie einst die Prämonstratenser ist schon etwas Besonderes. Andreza Henriqueta dos Santos Alves
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Wer kann schon behaupten, in einem fast 900 Jahre alten Gebäude zu wohnen? Die katholische Gemeinschaft Shalom kann, denn seit November 2020 wohnt sie über dem Kapitelsaal des ehemaligen Klosters Wedinghausen in Arnsberg. „Als ich 2014 hierherkam, wurde uns gesagt, dass dies der ideale Ort für uns wäre, da die Prämonstratenser, die hier einst gewohnt haben, genau wie wir auch missionarisch unterwegs waren“, erklärt Andreza Henriqueta dos Santos Alves von Shalom und meint: „Nun über den gleichen Boden zu gehen wie einst die Brüder der Prämonstratenser, die hier vor Jahrhunderten lebten, ist schon etwas Besonderes.“ Durch die bedachtsame Renovierung sind die ehemaligen Mönchszellen nun helle, freundliche Wohnräume geworden, in denen man sich sehr willkommen fühlt. Gleichzeitig unterstreichen freigelegtes Fachwerk und historische Böden die lange Geschichte dieses Ortes, der bereits von so vielen Menschen geprägt wurde. „Ein ganz besonderes Gefühl“, meint Andreza.
In Südwestfalen zuhause – in der Welt unterwegs!
LOGISTIK – AUF DIREKTEM WEG.
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Geschichtsträchtiges zwischen alten Mauern Einst wurde das Kloster von Graf Heinrich I. von Arnsberg, angeblich als Sühne für den Tod seines Bruders, errichtet. Der Graf siedelte um 1170 Prämonstratenser-Chorherren aus dem niederländischen Marienweerd in Wedinghausen an und trat schließlich selbst als Laienbruder in den Orden ein. Im Laufe der Zeit wurde aus dem Kloster ein religiöses und kulturelles sowie wirtschaftliches Zentrum der Grafschaft Arnsberg und später des Herzogtums Westfalen. In einem überregional bekannten Skriptorium entstanden verschiedenste Handschriften, an deren Niederschrift unter anderem der englische Mönch Richard von Arnsberg beteiligt war, um dessen Hand sich eine geheimnisvolle Geschichte rankt. Spannende Geschichten gibt es zwischen diesen alten Mauern viele, manche wurden sogar erst vor Kurzem entdeckt wie die Fußbodenheizung für das Skriptorium. Näheres erfahren Interessierte auf Führungen durch die Klosterräume oder im digitalen Museum mit Hilfe eines QR-Codes. Nach dem Geist der Chorherren Die acht Mitglieder der Shalom-Gemeinschaft leben gern hier und möchten dem Geist der Chorherren treu bleiben. „Wie die Mönche vor uns, leben wir als eine Art Familie zusammen und haben für jeden, der zu uns kommt, ein offenes Ohr“, erklärt Andreza. Das vermittelt auch der lange Tisch neben der kleinen Küche, an dem bequem 16 Leute Platz finden. Gut so, denn Gäste sind hier immer willkommen, für ein paar Stunden oder gar einige Monate, um das Leben in der Gemeinschaft und ihre Aufgaben näher kennenzulernen. Sobald dies möglich ist, soll es einen jährlichen Tag der offenen Tür geben, an dem nicht nur die angrenzende Propsteikirche, sondern auch weitere Teile des ehemaligen Klosters inklusive der alten neuen Räumlichkeiten über dem Kapitelsaal zugänglich sein werden. Text und Fotos: Denise Weber
Weitere Infos: www.kloster-wedinghausen.de
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Es grünt so grün Vor dem Golfsport kommt die Rasenpflege
Hört man Begriffe wie Fairway, Greenfee oder Tee, dann befindet man sich höchstwahrscheinlich beim Golf. Ein Sport, der im Spätmittelalter entwickelt wurde und über Kurgäste aus Großbritannien nach Deutschland kam. Der erste deutsche Golfclub gründete sich 1892 in Darmstadt.
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Am Sorpesee rollte der erste Ball ein Jahrhundert später über das Grün.
dyllisch ist es auf dem Golfplatz am Haus Amecke. Geführt wird die Anlage von der dort ansässigen Familie von Wrede. Für die zugehörige Golfgemeinschaft erstrecken sich ein 6-Loch-Platz, der auch für Familien geeignet ist, sowie ein 9-LochPlatz mit einer Gesamtlänge von 4300 Metern um das Anwesen. „Die Landschaft macht hier den Reiz des Spiels aus“, sagt Betreiberin Andrea von Wrede. „Die sich durchschlängelnde Sorpe und die Teiche, die aus ihr gespeist werden, müssen überspielt werden.“ „Man muss präzise dabei sein. Die Bahnen sind kürzer – je kürzer, desto weniger Schläge hat man je Bahn“, sagt 54
Tony Teasdale, der im britischen Reaseheath die Ausbildung zum Golfplatzmanager absolviert hat und seit der Eröffnung 1999 als Head Greenkeeper für die Pflege der Fläche verantwortlich ist. Grashalm ist nicht gleich Grashalm Während der Außenstehende auf eine große, sanft geschwungene Rasenfläche blickt, ist für Teasdale Grashalm nicht gleich Grashalm. Das Fairway, das im Sommer dreimal pro Woche auf 17 Millimeter getrimmt wird, ist die Fläche zwischen dem Abschlag und dem zu erreichenden Grün mit Loch und
Fahne. Das Semi-Rough daneben, das wöchentlich auf 38 Millimeter gekürzt wird, trennt die Bahn vom Rough, dem höher wachsenden Gras rund um das Gelände. Dieses mäht ein Bauer zweimal im Jahr. Anspruchsvoller ist die Pflege der Abschläge (Schnitt dreimal pro Woche) und der Grüns (sechsmal pro Woche auf 3,2 Millimeter), damit der Ball präzise gespielt werden kann. „Vor dem Mähen wird der Tau vom Gras abgewedelt, damit sich keine Pilzkrankheiten ausbreiten“, erklärt der 53-Jährige. Im Oktober beginnt er mit der Tiefen-Aerifizierung an den Grüns. Hierbei werden 18 Zentimeter tiefe Löcher in den Boden gebracht, damit
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die Wurzeln Luft bekommen und der Frost schneller in den Boden gelangt und diesen lockert. Unterstützt wird er seit 2009 von Greenkeeper Wolfgang Rogoll, der in Amecke geschult wurde. Golfplatz mit Greenkeeper-Ausbildung
Vor dem Mähen wird der Tau vom Gras abgewedelt. Tony Teasdale
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„Wir waren der erste Golfplatz in Deutschland, der einen Greenkeeper ausgebildet hat – damals in Kooperation mit einem Landschaftsgärtner“, erzählt Teasdale aus den Anfangszeiten. „Die Grüns der 9-Loch-Bahn haben insgesamt eine Fläche von 500 Quadratmetern, es werden 200 Aerifizierungslöcher pro Quadratmeter gestochen.“ Danach wird Eisen als Nährstoff für den Boden und gegen die Ausbreitung von Moos aufgebracht. Kalk hält dabei den pH-Wert stabil. „Die Sommergrüns sollen bei Raureif und Frost nicht betreten werden“, führt der Head Greenkeeper aus. Dann wird ein naheliegen-
des Wintergrün angespielt. Dadurch kann die Anlage das ganze Jahr über genutzt werden. Im Frühjahr folgt eine weitere Aerifizierung um fünf Zentimeter, mit der etwas Wurzelfilz herausgeholt wird, sodass Wasser in den Boden laufen kann. Es folgt das Vertikutieren – ein vertikaler Schnitt, durch den sich das Gras nach dem Winter wieder aufstellt und Moos und Unkraut herausgezogen werden. In die Löcher wird zur Lockerung ein feinerer Quarzsand eingebracht. Gedüngt wird ungefähr ab März, denn ab einer Bodentemperatur von sieben Grad beginnt der Rasen zu wachsen. Auch die Pflege von Bäumen und Sträuchern sowie die Wartung der Maschinen liegt in der Hand der Greenkeeper. Für jeden Schnitt gibt es einen anderen Mäher. Ein Trecker zum Aerifizieren und zwei kleinere Pritschenwagen ergänzen den Fuhrpark. Auch Unerfahrene dürfen sich am Sorpesee probieren. Text: Karin Hillebrand, Fotos: u. a. Karin Hillebrand, Tim Hoffmann
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Eisenbahnfan Guido Schulte
So weit die Schienen tragen
Weil man Berührungsängste vor dem Automaten hat, möchte man seine Fahrkarte im kleinen Reisebüro GlobRailer im Arnsberger Bahnhof kaufen, oder man wünscht detaillierte Fahrplanauskünfte. Recht bald überzeugt die Sachkenntnis von Inhaber Guido Schulte und wie er seine Kunden durch den Tarifdschungel der Deutschen Bahn führt, egal ob nach Dortmund oder Moskau. Das kommt nicht von ungefähr, ebenso wie die zahlreichen Zuglaufschilder an den Bürowänden nach Milano, Prag, Warschau, Wien, Budapest oder Thessaloniki. Guido Schulte ist Eisenbahnfanatiker und damit auch Weltenbummler. Ihn interessiert die Infrastruktur der Gleissysteme auf der ganzen Welt. Es fasziniert ihn, dass Schienen Länder und Erdteile lückenlos über Grenzen und Erdoberflächen hinweg verbinden und durchgängig machen, auch wenn politische Gegebenheiten dies erschweren. „Wenn man hier in Arnsberg an einer Schiene zieht, wackelt sie im Bahnhof von Peking“, umschreibt Schulte diese Vorstellung. Seinen Plan, möglichst alle Eisenbahnziele der Welt mit der Bahn von Arnsberg aus zu erreichen, ohne dabei ein andersartiges Verkehrsmittel zu nutzen, hat er schon weitgehend verwirklicht. Spontan fallen ihm Vietnam, China, Hongkong, Südamerika, Australien, Namibia, Südafrika, Miramar, Russland, Ägypten, Kanada und Nordkorea ein. Gespannt ist er auf die Fertigstellung der Bahnstrecke über den Himalaya. Kaviar im Einmachglas Grundsätzlich findet er den wochenlangen Aufenthalt im Zug mit Schlaf- und Speisewagen und die ständig neuen Eindrücke erholsam und entspannend. Anders gestalten sich Zugfahrten in Asien 58
Dampfzug in Eritrea
Bahnhof von Tolongoina, Madagaskar
oder Afrika. Dort ist die Bahn oft das einzige Verkehrsmittel im Land. In den für uns meist vorsintflutlichen Zügen mit entsprechenden Gleistechniken spielt sich das wahre Leben ab. In überfüllten Waggons transportieren Einheimische in Körben und Taschen das, was sie auf entfernten Märkten verkaufen wollen. Während der stunden- oder gar tagelangen Fahrten kommt Schulte nach anfänglicher Zurückhaltung in interessante Gespräche, die ihn in völlig neue, exotische Lebensverhältnisse entführen, mittendrin in lebhaft bunter Geschäftigkeit der Mitreisenden. Bonbons für die Kinder brechen oft das Eis. Dagegen wurde ihm in der Transsibirischen Eisenbahn auch Kaviar in Einmachgläsern angeboten. Nicht immer nach (Fahr-)Plan Bei den zahlreichen Zwischenstopps lernt er Land und Leute genauer kennen. Seine längste Fahrt ging nach Saigon, das er von Arnsberg aus nach fünf Wochen erreichte. Die völlig anderen Reisebedingungen solcher Fahrten setzen eine akribische Planung nach den fahrplanmäßigen An- und Abfahrtzeiten voraus. Insbesondere Grenzübertritte, die in Zentralasien gerne einen halben Tag erfordern, gestalten sich oft abenteuerlich. In Kasachstan waren es acht Stunden, zumal der Zug auf eine andere Spurweite umgerüstet werden musste. Verpasst man einen Zug, weil Fahrpläne oft nur vage Anhaltspunkte sein können, muss man oft tagelang bis zu einer Woche auf den nächsten warten, sodass die gesamte Reiseplanung hinfällig wird. Guido Schulte schätzt seine Reisen als wenig gefährlich ein, in China jedoch wurde er einmal leicht an der Schulter verletzt, als ein Mann mit einer Eisenstange durch die geöffneten Fenster des langsam fahrenden Zugs auf die Passagiere einstach. Zusammenfassend beurteilt Schulte den Unterschied zum Reisen in Deutschland so: „Von Moskau braucht der Zug nach Wladiwostok acht Tage. Mit deutscher Technik würde die Bahnfahrt fünf Tage dauern, zusätzliche drei Tage müsste man aber für Verspätungen einrechnen.“ Text: Jochem Ottersbach, Fotos: Guido Schulte, Jochem Ottersbach Usbekische Händlerinnen im Zug nach Moskau
Zugbegegnung bei der Transsibirischen Eisenbahn in Bajkal-Amur Bahnfahrt entlang dem River Kwai, Thailand
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WOOHOO! Outdoorzentrum Sorpesee unter neuer Flagge
„WOOHOO!“ Dieser freudige Ausruf che Fahrräder aufgestockt und in könnte am Sorpesee jetzt öfter zu Das WOOHOO passt perfekt einem neuen Gebäude untergebracht, hören sein, denn so lautet der neue zu unserem Unternehmen. das in den nächsten Wochen noch Name des ehemaligen MOSAIK Outgebaut wird. Zudem sind eine Michael Beste, SKS-Geschäftsführer doorzentrums, das seit Januar zur SKSFahrradwerkstatt sowie ein SKSUnternehmensgruppe gehört. Warum Markenshop in Planung. Ein kleiner der Sunderner Fahrradzubehör-Hersteller ein Outdoor- Gastro-Bereich lädt mit gesunden Snacks und Getränken zu zentrum mitsamt Hochseilgarten, Bootshaus und Bogen- einer Rast ein. parcours erworben hat? „Weil es perfekt zu unserem Unternehmen passt“, erklärt SKS-Geschäftsführer Michael Mitarbeiter-Events mit Blick auf den See Beste. „Hier findet man ideale Bedingungen für all das, was Geplant sind außerdem Händler-Schulungen und Kundenauch das Fahrradfahren ausmacht: Bewegung in der Natur, Veranstaltungen mit Blick auf den See. Die SKS-Belegschaft Abenteuer, Spaß und sportliche Herausforderung.“ darf sich auf Workshops und Teambuilding-Maßnahmen freuen und viele Aktivitäten zu Mitarbeiter-Konditionen Förderung des Radverkehrs in Sundern nutzen. Christoph Hillebrand sieht darin einen weiteren Das bewährte Konzept des bisherigen Anbieters wird fortge- Vorteil: „Wir möchten unsere Mitarbeiterinnen und führt, neu ist der Ausbau des Fahrradbereichs. „Damit leis- Mitarbeiter durch die Angebote motivieren, ihre Gesundheit ten wir einen großen Beitrag zur Förderung des Radverkehrs zu fördern und uns als attraktiven Arbeitgeber in der Region in Sundern“, ergänzt Christoph Hillebrand, Kaufmännischer darstellen.“ So bietet SKS neben einem betriebsinternen Leiter des WOOHOO. Der Fahrradverleih wird um zahlrei- Fitnessstudio nun ein zusätzliches Highlight und einen weiteren Anreiz für zukünftige Bewerberinnen und Bewerber: Welches Unternehmen kann schon ein eigenes OutdoorDas WOOHOO-Team vor zentrum vorweisen? dem SKS-Firmengebäude. Fotos: WOOHOO
Info: Saisonbeginn: 9. April 2022 Im Zeichen der Eule: WOOHOO klingt nach Eulenschrei, Indianer, Marterpfahl, Wasser, Wood und auch Robin Hood. Wer genau hinschaut, kann die Aktivitäten wie Hochseilgarten, Wassersport, Bogenschießen, Radsport sowie die Sauerländer Berge erkennen.
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Iris Krause (72), Herdringen, Einzelhandelskauffrau in Rente
Seit zehn Jahren engagiere ich mich als ehrenamtliche Diakoniepresbyterin in der evangelischen Kirchengemeinde Hüsten und berate Menschen in Notlagen, beispielsweise mit Verschuldung, Suchterkrankung oder Familienproblemen. Als ausgebildete Demenzbegleiterin spreche ich mit betroffenen Angehörigen über das Krankheitsbild und den Umgang damit. Im Ernst-WilmHaus, einer Altenhilfeeinrichtung, feiere ich mit den Bewohnern Psalm- und Symbolandachten entlang des Kirchenjahres und unterstütze die Mitarbeiter bei Vorbereitungen für Trauerfeiern und Heiligabend. Zudem war ich mit Unterbrechungen 30 Jahre als Geschäftsführerin, Fachwartin und auch Übungsleiterin im Sport aktiv und habe hierfür Aus- und Fortbildungen durchlaufen. Es fördert die eigene Sozialkompetenz, stärkt das Selbstbewusstsein und das Gemeinschaftsgefühl. Man muss aber auch Idealist sein, denn Ehrenamt bedeutet nicht nur Lob.
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Austausch mit Kollegen. Klaus Lürbke (36), Arnsberg, Koch und Diätassistent
Der Prüfungsausschuss der Köche der Industrie- und Handelskammer besteht aus 25 gelernten Köchen. Ich bin seit 2011 hierfür tätig, habe 2019 den Vorsitz übernommen. Wir kümmern uns um die Zwischenprüfung des zweiten Lehrjahres, die Abschlussprüfung des dritten Lehrjahres und vereinzelte Nachprüfungen. Wir legen den Warenkorb und die Anzahl an Komponenten für die einzelnen Gänge fest und schauen, dass das Grundlegende am Prüfungstag vorhanden ist. Die Auszubildenden erstellen hieraus ein dreigängiges Menü. Wir bewerten fachliche Richtigkeit, kaufmännisches Wissen und den Ablauf sowie Zubereitung, Optik, Geschmack und Schwierigkeitsgrad der gekochten Speisen. Einige von uns geben außerhalb der IHK zweimal im Jahr Workshops an der Berufsschule und unterstützen diese bei internen Wettbewerben. Ich treffe auf viele Kollegen, lerne von den Älteren, aber auch von den Prüflingen, deren Entwicklung ich verfolgen kann.
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Dai Plattduitske Frauluie haben sich 1976 gegründet. Ich bin seit dreißig Jahren dabei, seit fünf Jahren als Vorsitzende. In Zeiten ohne Corona treffen wir uns einmal im Monat, sprechen, singen und lesen Plattdeutsch. Manche Texte müssen umgeschrieben werden, denn jeder Ort hat seine eigene Aussprache – selbst innerhalb Sunderns gibt es Unterschiede. Wir treten bei anderen Vereinen auf und gestalten die plattdeutsche Messe, für die wir eine Broschüre mit allen Texten erstellt haben. Über die Sitten, Bräuche und Dönekes aus Stockum und Dörnholthausen haben wir ein Buch verfasst. Uns liegt die Pflege der Sprache am Herzen, mit dem Nachwuchs sieht es aber schlecht aus. 2018 haben wir mit Kindern Schule auf Plattdeutsch gespielt, eine Wiederholung fiel coronabedingt aus. Einige von uns sind Teil eines Forschungsprojekts der Uni Siegen. Mein Mann und ich sind echte Dörfler. Das, was wir tun, machen wir gerne für das Dorf.
Telefon: Termin: ___________________________________ ___________________________________ Termin: ___________________________________ Termin: ___________________________________
23.11.2017 23.11.2017 23.11.2017
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Teil der Gemeinschaft sein. Marc Blome-Drees (21), Sundern, Industriemechaniker, studiert Maschinenbau
Ich kam 2008 über meine Oma, die Kochfrau beim Zeltlager war, zur KJG St. Johannes und habe vier Jahre am Lagerleben teilgenommen – für mich war das Abenteuer pur. Vor sieben Jahren habe ich die Leute im Leitungsteam kennen gelernt und Gefallen an den Aktionen gefunden. Wir holen im Januar die Tannenbäume ab, feiern mit den Kindern eine Halloweenparty im Herbst. Ich engagiere mich hauptsächlich ab dem Frühjahr im Zeltlagerleitungsteam. Wir organisieren den Zeltplatz und den Bus und schauen, dass die Küche vor Ort ist. Die Feinabstimmung erfolgt kurz vorher. Dieses Jahr wird es nach Simmerath gehen. An den 14 Zeltlagertagen sind wir für etwa 60 Kinder verantwortlich. Dafür haben wir einen Erste-Hilfe-Kurs und einen Kindeswohlgefährdungskurs absolviert. Zudem bin ich im Jungvorstand des Schützenvereins Sundern. Ich mag die Gemeinschaft und die regelmäßigen Treffen. Außerdem plane und organisiere ich gerne. Text und Fotos: Karin Hillebrand
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erscheint am 1. Juli 2022
IMPRESSUM Herausgeber: Mues + Schrewe GmbH Kreisstraße 118 · 59581 Warstein T. 02933 909700 facebook.com/HeimatliebeArnsbergSundern www.heimatliebe-magazin.de
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