SCHAUBURG PrOgrAMMHEFT
LH_Schauburg_Titel:Druck
18.08.2011
ANDRÉ WILMS
12:16 Uhr
AuSgABE 28 SEPTEMBEr 2011
Seite 1
KATI OUTINEN
JEAN-PIERRE DARROUSSIN
BLONDIN MIGUEL
E R V A H E L Ein
I K Ä M S I R U KI KA Film von A
inklusive programm der www.pandorafilm.de
open air
kinonÄchte
AB 8. SEPTEMBER IM KINO
Willkommen 03
Bevor der Vorhang aufgeht … — Liebe Gäste und Freunde der Schauburg, ab Oktober werden wir in leicht abgewandelter Form unsere Kultfilm Klassik Reihe am Donnerstagabend wieder aufnehmen und ihnen Filmklassiker so präsentieren, wie sie die Filmemacher gezeigt haben wollte ... auf der großen Kinobildwand. Wir sind offen für Ihre Wünsche und Anregungen und freuen uns, wenn Sie uns Ihre Filmklassiker nennen mögen, die Ihrer Meinung nach ein Wiedersehen verdienen. Schicken Sie uns eine E-Mail mit Ihren Wunschtiteln bis 20. September an redaktion@schauburg.de, wir verlosen unter allen Einsendungen fünf Goldkarten der Schauburg. Das Programm und die Gewinner werden im Oktober Heft genannt. Mit cineastischen Grüßen
Inhalt Willkommen
____________________________________ 03
Filmvorstellungen ____________________________________ 06
10
14
22
26
CAIRO TIME__________________________ 08 GIULIA GEHT ABENDS NIE AUS_________ 09 MEIN BESTER FEIND__________________ 10 PERRY RHODAN–UNSER MANN IM ALL___11 GERHARD RICHTER – PAINTING________ 12 LE HAVRE____________________________ 14 TASTE THE WASTE____________________ 14 TOURNÉE____________________________ 19 MEIN STÜCK VOM KUCHEN____________ 20 EL BULLI – COCKING IN PROGRESS_____ 22 MÄNNERHERZEN_____________________ 22 GIANNI UND DIE FRAUEN______________ 24 THE GUARD__________________________ 26 VALERIE_____________________________ 26 DAS KLEINE ZIMMER__________________ 28 VIER TAGE IM MAI____________________ 30
Special
____________________________________ 04
70mm-Filmfestival__________________ 04 Open Air Programm________________ 15
Impressum Herausgeber Redaktion Gestaltung
Schauburg Kino Herbert Born | Marienstr. 16 | 76137 Karlsruhe T 0721 | 35 000 11 F 0721 | 38 00 47 redaktion@schauburg.de schauburg.de Herbert Born, Wolfram Hannemann (www.wolframhannemann.de) Dusan Tomic (mail@pictopunk.com)
Alle Starttermine sind unverbindlich. Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar. „Schauburg“, das kostenlose Filmmagazin des Schauburg-Filmtheaters, erscheint monatlich.
Schauburg – Repertoire Open air – Special 04
70mm-Filmfestival in der Schauburg
Drei Tage Filmgenuss pur - zum siebten Mal findet in der Schauburg vom 7. – 9. Oktober 2011 in jährlicher Folge das weltweit einzige 70mm-Festival, dass in einem original erhaltenen Roadshow-Filmtheater der Todd-AO Zeit mit originaler tiefgekrümmter Cinerama Bildwand abgehalten wird, statt. Dr. Peter Kohl gibt einen Abriss der Geschichte dieses Festivals.
» Es kommt nicht oft vor, dass im Kino applaudiert wird, schließlich können die Filmakteure nicht vor den Vorhang treten und die Gunstbezeigungen ihres Publikums entgegennehmen. Aber nach der Vorstellung von „The Sound of Music“ wurde in der Schauburg geklatscht. Der Beifall galt einem Musical, das in den USA geradezu kultischen Charakter hat und immer noch dafür sorgt, dass das Salzkammergut zu den bevorzugten Reisezielen amerikanischer Touristen zählt. Die 1965 entstandene Musicalversion der Geschichte der Trapp-Familie, die vor den Nazis aus Österreich in die USA floh, wurde in Deutschland unter dem Titel „Meine Lieder – meine Träume“ in verstümmelter Version gezeigt, alle Nazi-Bezüge wurden getilgt. Die Schauburg bot bei dem 70mm-Filmfestival vom 7. bis 9.Oktober 2005 die seltene Gelegenheit „The Sound of Music“ in der unverstümmelten Originalversion zu erleben - und in dem Format, in dem der Film gedreht wurde. Der aufbrandende Beifall galt deshalb nicht allein dem Filmmusical, er galt auch dem Todd-AO-Format und der perfekten restaurierten Kopie. In ähnlich guter Verfassung präsentierte sich „The Agony and the Ectasy“, der Michelangelo-Film mit Charlton Heston, dem Breitwandhelden Hollywoods, und der Kriegsfilm „Patton“.
Schauburg – Repertoire 05
Was für ein kostbares und empfindliches Gut 70mm-Filmkopien sind, machte der Vergleich mit der Erstaufführungskopie von David Leans epischem Melodram „Ryans Tochter“ deutlich, deren Rotstich leider nicht zu übersehen war. „Farbfading“ nennen Filmexperten diesen Effekt und an Filmexperten war kein Mangel an diesen drei Tagen in der Schauburg. Sie kamen aus Großbritannien, den Niederlanden, Portugal, aus Frankreich und natürlich auch aus ganz Deutschland nach Karlsruhe. Über diverse Internetplattformen wurde die Kunde von dem Festival in aller Welt verbreitet. Die bekannteste Internetseite zum Thema 70mm unterhält der Däne Thomas Hauerslev (www. in70mm. com), der persönlich erschienen war, um eine Einführung in die Geschichte des Todd-AO-Formats zu geben. In groben Zügen zeigte er auf, wie der Filmproduzent Mike Todd die Entwicklung des Formats in den 50er Jahren zusammen mit der Firma American Optical (AO) vorantrieb. Wie das Todd-AO-Verfahren in die Welt kam, erste Triumphe feierte und sich schließlich doch nicht richtig durchsetzte, das ist auch in aller Ausführlichkeit in der Festivalbroschüre nachzulesen. Hollywood nutzte das Format aber am liebsten für große Musicals, die dann auch das Schauburg-Programm dominierten, neben „The Sound of Music“ waren noch „Doctor Dolittle“ und „Hello Dolly“ zu sehen. „My Fair Lady“ wurde sogar in einer Gala-Vorstellung gegeben, zu der man nur in Abendgarderobe erscheinen durfte. Beim Festival wurden die Filme, wo immer es ging, nicht einfach gezeigt, sondern zelebriert in der klassischen Roadshow-Version mit musikalischem Intro, Pause und Schlußmusik. Filmexperte Wolfram Hannemann gab vor jedem Film ebenso informative wie launige Einführungen in deutscher und englischer Sprache – ein Konzept, das sich bis heute bewährt hat. Das Programm schloß mit Kubricks Science-Fiction-Klassiker „2001“ und
wieder nahmen einige Fans mit ihren kleinen Digitalkameras Schnappschüsse von dem Film auf der großen Leinwand auf – für das Erinnerungsalbum an ein Filmwochenende von besonderem Format. Das Todd-AO-Verfahren, das nicht nur optisch mit ungeheurer Bildschärfe und räumlicher Tiefe, sondern auch akustisch – mit sechs getrennten magnetischen Tonspuren – das Nonplusultra der Kinotechnik darstellte, überlebte zwar seinen Namensgeber – Mike Todd, nebenbei zweiter Gatte von Elisabeth Taylor, kam 1958 bei einem Flugzeugunglück ums Leben - doch der große Durchbruch des aufwändigen Verfahrens stellte sich nicht ein. Als 1968 ein deutscher Ableger der amerikanischen Cinerama-Gruppe die Schauburg übernahm und auf das Breitwandformat umrüstete, war dessen Glanzzeit schon vorbei. Doch die Fehlspekulation erwies sich im Nachhinein als Glücksfall. Die Karlsruher Schauburg ist als eines von wenigen Kinos in Deutschland (und auch weltweit) mit 70mm-Projektoren ausgerüstet und verfügt auch noch in seinem großen Saal über die für das Format passende, gekrümmte breite Leinwand. Nachdem Georg Fricker die Schauburg übernommen hatte, präsentierte er, als bekennender Anhänger des ganz großen Hollywoodkinos, immer mal wieder einen 70mm-Klassiker. Herbert Born führt diese Tradition fort und setzte mit der Etablierung eines Festivals noch einen drauf. Der erste Anlauf war so erfolgreich, dass ein Jahr später vom 6. bis 8. Oktober 2006 das zweite offizielle 70mm Festival über die Schauburg-Bühne ging – mit einer erlesenen Mischung: die audiovisuelle Symphonie „Baraka“ (ein absoluter Geheimtipp), das rasante Starvehikel „Grand Prix“, der erste und einzige linke Monumentalfilm „Spartacus“, die zweite, farbige Filmversion von „Meuterei auf der Bounty“ (historisch korrekt im anamorphotischen „Ultra Panavision“-Format
Schauburg – Repertoire 06
präsentiert!), das Einwandereropus „In einem fernen Land“, das farbenfrohe, beschwingte Musical „South Pacific“, der Kriegsfilm „Agenten sterben einsam“, u.a. mit Clint Eastwood und Richard Burton, der bei dem Festival noch einen zweiten Auftritt hatte an der Seite seiner künftigen Gattin und Todd-Witwe Elizabeth Taylor in dem vierstündigen Historienschinken „Cleopatra“. In einer Gala-Vorstellung ging die „Titanic“ noch einmal in voller Pracht unter. Das Festival schloß mit „Terminator 2“ mit Arnold Schwarzenegger in voller Muskelpracht und alter Frische. Fast genau ein Jahr später, vom 5. bis 7. Oktober 2007, traf sich die 70mm-Gemeinde wieder in der Schauburg. Zu sehen gab es u.a. die klassischen Monumentalfilme „Ben Hur“ und „El Cid“, das koloniale Abenteuerepos „Khartoum“ und in der Originalversion „The King and I“, die klassische Version der Liebesgeschichte zwischen einer englischen Gouvernante (Deborah Kerr) und dem König von Siam, dargestellt von Yul Brynner. Der berühmteste Glatzkopf Hollywoods spielte auch die Titelrolle in „Taras Bulba“, der Verfilmung einer Erzählung von Nikolai Gogol über einen Kosakenhäuptling, der im 16. Jahrhundert gegen die Türken kämpft. Auch das Südstaaten-Melodram „Onkel Toms Hütte“, das historische Erotik-Epos „Kaiserliche Venus“ und der U-Boot-Kriegsfilm „Eisstation Zebra“ kamen zur Aufführung. Ein besonderes Schmankerl war Jacques Tatis raffiniertes Meisterwerk „Playtime“ in einer glänzend restaurierten Fassung. Der brachiale Rausschmeißer am Ende des Festivals war Peckinpahs Superwestern „The Wild Bunch“. Beim vierten Todd-AO-70mm-Festival vom 3. bis 5. Oktober 2008 freuten sich die Filmfreunde u.a. auf: „Star!“, eine opulente Darstellung des Lebens der Schauspielerin Gertrud Lawrence; „Song of Norway“, eine romanhafte Darstellung des Lebens von Edvard Grieg, in der sich gepflegte Langeweile und unfreiwillige Komik die Hand reichen; „In achtzig Tagen um die Welt“, die farbenfrohe, mit Stars aus aller Welt gespickte Verfilmung eines Buches von Jules Verne, die von
Mike Todd produziert wurde und ausnahmsweise in 35mm CineStage gezeigt wurde; „Die Bibel“, John Hustons grandios gescheiterter Versuch das Alte Testament zu verfilmen; Pink Floyds Rockoratorium „The Wall“, das mit viel Dezibel den Saal in Schwingungen versetzte. Eine echte Wiederentdeckung war „Das vergessene Tal“, ein fast vergessener Historienfilm mit Michael Caine und Omar Sharif. Alles in den Schatten stellte aber „Lawrence von Arabien“, David Leans Meisterwerk in einer restaurierten Fassung. Auch am ersten Oktober-Wochenende 2009 (2. bis 4.10.) kamen die Filmfreaks von weit her und wieder war der Gabentisch reich gedeckt. Ein paar Klassiker waren darunter: „Julius Caesar“, die grandios besetzte Hollywoodversion des Shakespeare-Stücks, die Bibelschmonzette „Salomon und die Königin von Saba“, das mit Stars gespickte Monumentalepos „Der Untergang des römischen Reiches“, die sehr erfolgreiche oscargekrönte Musicalverfilmung „Funny Girl“ mit Barbra Streisand und das etwas weniger erfolgreiche Western-Musical „Paint Your Wagon“. Kein Hit zu seiner Zeit an den Kinokassen war auch der Kriegsfilm „Erster Sieg“ von Otto Preminger mit einem bemerkenswert zurückhaltenden John Wayne in der Hauptrolle. Als Kuriosität sind der Gaucho-Western „Die Verfluchten der Pampas“ und der Katastrophenfilm „Krakatoa“ zu verbuchen. Eine Wiederentdeckung war „Uzala, der Kirgise“, ein epischer Film über die Kartographierung Sibiriens um 1900, den der japanische Meisterregisseur Akira Kurosawa in den Weiten Russlands drehte. Zu einer „Traumreise unter weissen Segeln“ lud der 1962 gedrehte deutsche Kulturfilm „Flying Clipper“ ein. Filmnostalgie boten das auf 70mm aufgeblasene französische Melodram „Paris, Paris“, eine Hommage auf das Paris der 30er-Jahre, und das Kaleidoskop aus Kabinettstücken aus mehreren Jahrzehnten, mit denen der Filmriese MGM sich 1974 selbst feierte: „That´s Entertainment!“. Ein Motto, das auch über dem 70mm-Festival stehen könnte, das vom 1. bis 3. Oktober 2010 in die sechste Runde ging. Auf dem
Schauburg – Repertoire 07
70mm Programm Freitag, 7. Oktober 2011 12.00 Uhr | BELA Russland, 1966 (Originalfassung mit dt. UT) Regie: Stanislaw Rostozki Nach einem Roman von Michail Lermontow 15.00 Uhr | DIE GRÖSSTE GESCHICHTE ALLER ZEITEN (The Greatest Story Ever Told) USA 1965 (deutsche Fassung) Regie: George Stevens 20.00 Uhr | Special Guest: Kevin Brownlow (OSCAR Preisträger 2011) Vortrag: „From Biograph to Fox Grandeur. Early Experiments in Large Format Presentations“ 20.45 Uhr | THE BAT WHISPERS USA 1930 35mm Kopie der restaurierten Fassung von den original 65mm Negativen
Samstag, 8. Oktober 2011 10.00 Uhr | MISSOURI (Wild Rovers) USA 1971 Regie: Blake Edwards
Programm standen u.a. das melodramatische Spektakel „Zirkuswelt“ mit illustrer Starbesetzung (John Wayne, Rita Hayworth, Claudia Cardinale), Spielbergs grandioses Action-Abenteuer „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ ; die kultige Musical-Verfilmung „Grease“; „Cheyenne“, der letzte Western von John Ford,; Lord Jim“, die Verfilmung des Romans von Joseph Conrad; „König der Könige“, die breit ausgepinselte Verfilmung der Lebens- und Leidensgeschichte von Jesus Christus, diesmal in Gestalt von Jeffrey Hunter; „Das Zigeunerlager zieht in den Himmel“, einer der erfolgreichsten sowjetrussischen Filme überhaupt und immer noch ein Kultfilm des Ostens; „Jenseits von Afrika“, Sidney Pollacks episches Melodram, frei nach Tania Blixens Roman über ihre Jahre in Afrika. Und dann gab es noch besondere Schmankerl, zwei Filme, die vorher kaum einer gesehen hatte: „Scent of Mystery“ eine irrsinnige Schnitzeljagd durch Spanien, die 1960 die Ära des Films mit Geruch (Smell O Vision) einläuten sollte und danach fast spurlos verduftete, und „Das Goldene Haupt“, 1962 in Super Technirama gedreht, eine naive Räuber- und Gendarm-Geschichte um ein gestohlenes Kunstwerk in Ungarn. Das Wiedersehen mit diesem Trash De Luxe machte ein Riesenvergnügen, zumal es sich einer der Darsteller, der einstige Teeniestar Jess Conrad nicht nehmen ließ, persönlich bei einer der seltenen Wiederaufführungen zugegen zu sein. Und zur Erinnerung gibt es nicht nur mehr oder weniger scharfe Fotos von dem Geschehen auf der Leinwand, sondern auch zu jedem Festival opulent gestaltete Programmhefte, die kaum eine Frage in Sachen 70mm-Film unbeantwortet lassen. Für die Freunde des 70mm-Films findet die schönste Bescherung des Jahres nicht im Dezember an Weihnachten statt, sondern Anfang Oktober in der Schauburg.
13.00 Uhr | SHEHERAZADE – Der goldene Löwe von Bagdad (Sheherazade) Frankreich/Italien/Spanien 1963 deutsche Fassung 16.00 Uhr | DANCE CRAZE GB 1981
19.00 Uhr | HAMLET GB 1996 (engl. Originalfassung) Regie: Kenneth Branagh
Sonntag, 09. Oktober 2011 10.00 Uhr | CHORUS LINE USA 1985 deutsche Fassung Regie: Richard Attenborough 13.00 Uhr | 55 TAGE IN PEKING (55 DAYS AT PEKING) USA 1963 deutsche Fassung Regie: Nicholas Ray 16.30 Uhr | Kanadischer Kurzfilm 70mm
Peter Kohl
20.30 Uhr | STOSSTRUPP GOLD (KELLYS HEROES) USA 1970 deutsche Fassung
Filmvorstellungen 08
Cairo Time — Bei ihrem ersten Besuch in der ägyptischen Hauptstadt entwickelt sich aus der rein freundschaftlichen Beziehung einer Diplomatengattin zu ihrem Reiseführer eine zarte Liebesgeschichte. Regisseurin Ruba Nadda wandelt auf den Spuren von „Lost in Translation“ in einem groSSartig bebilderten Film.
» Kaum in Kairo angekommen erfährt die Diplomatengattin Juliette, dass ihr Mann im Gaza-Streifen festsitzt. An seiner Stelle wird sie von dessen ehemaligem Kollegen, dem Ägypter Tareq, empfangen. Der hat sich schon vor einiger Zeit von der UN verabschiedet und verbringt seinen vorzeitigen Ruhestand mit dem Betreiben eines Cafés. Als die attraktive Juliette am nächsten Morgen erstmals alleine in den Straßen Kairos unterwegs ist, wird sie von jungen ägyptischen Männern belagert. Sie weiß jetzt, dass sie nicht alleine spazieren gehen kann und bittet Tareq darum, ihr Begleiter zu sein. Bereitwillig übernimmt der alleinstehende, charismatische Ägypter die Aufgabe als Reiseführer. Je mehr er Juliette in die geheimnisvolle Welt Kairos einweiht, desto stärker fühlt sich Juliette zu ihm hingezogen... „Cairo Time“ könnte man als das passende Pendant zu „Lost in Translation“ bezeichnen. Dort war es eine tiefgreifende Begegnung in Tokio, hier ist es der Nahe Osten. Mit atmosphärisch stimmigen Bildern der grandiosen Stadt vor der einmaligen Kulisse der großen Pyramiden, erzählt die kanadisch-syrische Regisseurin Ruba Nadda eine sehr zarte Liebesgeschichte. Die Chemie zwischen Patricia Clarkson und Alexander Siddig stimmt perfekt und lässt die Liebelei sehr realistisch und dadurch nachvollziehbar erscheinen. Hoch anzurechnen ist es den Filmemachern auch, dass sie beim Ende des Films nicht zum Äußersten gehen, sondern denselben Weg wählen wie bereits Sofia Coppola in „Lost in Translation“. „Cairo Time“ ist anspruchsvolles Date-Kino für die reiferen Kinogänger. Ab 1. September 2011 in der Schauburg Kanada/Irland/Ägypten 2009 Regie Buch Darsteller
Laufzeit Bilder
Ruba Nadda Ruba Nadda Patricia Clarkson, Alexander Siddig, Tom Mccamus, Elena Anaya, Amina Annabi 88 Minuten Alamode
filmvorstellungen 09
„Der genialste, verrückteste und originellste Koch der westlichen Welt heißt Ferran Adrià und sein Restaurant El Bulli.“ Wolfram Siebeck, DIE ZEIT
ferran adria` BESTES RESTAURANT DER WELT 2002 2006 2007 2008 2009 RESTAURANT MAGAZINE
giulia geht aBends nie aus iTaLieniSche OriginaLFaSSung MiT deuTSchen unTerTiTeLn
—
EIN VErHEIrATETEr ScHrIFTSTELLEr MIT ScHrEIBBLOcKADE VErLIEBT SIcH IN SEINE ScHWIMMLEHrErIN, DIE EIN DuNKLES gEHEIMNIS uMgIBT. TIEF uNTEr DIE HAuT gEHENDES MELANcHOLIScH-KOMÖDIANTIScHES LIEBESDrAMA AuS ITALIEN.
» Schriftsteller guido steckt nicht nur inmitten seiner Midlifecrisis, jetzt plagt ihn auch noch eine Schreibblockade. Dabei gehört ausgerechnet er zu ein paar wenigen Autoren, die auf einen Literaturpreis hoffen dürfen. Während seine Frau und die pubertierende Tochter dabei sind, die Wohnung aufzulösen und in ein Haus umzuziehen, versucht sich guido an Kurzgeschichten, deren Inhalt sich bald schon mit der realität vermischen. Da seine Tochter nicht mehr zu dem für ein jahr im voraus bezahlten Schwimmunterricht gehen will, beschließt guido selbst Schwimmunterricht zu nehmen. Dort lernt er die attraktive Schwimmlehrerin giulia kennen. Die beiden kommen sich näher und verlieben sich ineinander. Doch giulia hütet ein dunkles geheimnis... Surreal und melancholisch schildert regisseur giuseppe Piccioni die zarte Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die verloren scheinen und sich trotzdem nicht gegenseitig retten können. Phantasie und Wirklichkeit verschmelzen hier fast unmerklich miteinander. Der großartig bebilderte Film (Kamera: Luca Bigazzi) fasziniert insbesondere durch das Spiel seiner Protagonisten. Valerio Mastandrea als Schriftsteller in der Krise, dessen Ehe kurz vor dem Aus steht, und Valeria golino als Schwimmlehrerin mit dunkler Vergangenheit, die sie extrem verletzlich gemacht hat. Ein tragisches Ende scheint vorprogrammiert. Damit die Tragik nicht die Oberhand über die geschichte bekommt, fl echtet Piccioni immer wieder geschickt humorvolle, aber auch gleichzeitig surreal anmutende Nebenhandlungen in seinen Film ein. Das Auf und Ab der Beziehung zwischen guidos pummeliger Tochter und ihrem höchst belesenen Freund ist eine solche. grotesk wie sie ist hält sie aber auch gleichzeitig guido einen Spiegel vor, was die eigene Beziehung angeht. „giulia geht abends nie aus“ ist Kino, das unter die Haut geht, wenn man sich darauf einlassen kann.
elcooking bulli in progress ein film von gereon wetzel
aB 1. septemBer 2011 in der schauBurg italien 2009 original Titel giulia non esce la sera Regie giuseppe Piccioni Darsteller Valerio Mastandrea, Valeria golino, Sonia Bergamasco, Domiziana cardinali, jacopo Domenicucci laufzeit 105 Min. (Omu) verleih cine global
www.elbulli-derfilm.de
AB 15. SEPTEMBER IM KINO
filmvorstellungen 10
»Ein unvergesslicher und hypnotischer Film« ROLLING STONE
mein Bester feind — PATRICIA CLARKSON
ALEXANDER SIDDIG
CAIRO T IME »Eine ruhige und entwaffnende Liebesgeschichte« NEW YORK MAGAZINE
DIE FrEuNDScHAFT ZWIScHEN EINEM juDEN uND EINEM SS-MANN WIrD AuF EINE HArTE PrOBE gESTELLT, ALS DEr juDE WÄHrEND DES ZWEITEN WELTKrIEgS DIE rOLLEN VErTAuScHT. rABENScHWArZE TrAgI-KOMÖDIE AuS ÖSTErrEIcH uNTEr DEr rEgIE VON WOLFgANg MurNBErgEr.
» Sie sind die dicksten Freunde seit ihrer jugend: Victor, der Sohn einer wohlhabenden jüdischen galeristen-Familie in Wien, und rudi, Sohn der Putzfrau der Familie. Nach langer Trennung treffen sich die beiden 1937 wieder in der österreichischen Hauptstadt, die schon bald zu Nazi-Deutschland gehören wird. Doch rudi ist inzwischen überzeugter Nazi geworden und hat sich der SS angeschlossen. richtig schlimm wird es für die jüdische Familie, als sich eine bislang unbekannte Zeichnung von Michelangelo in deren Besitz befi ndet. So wird veranlasst, dass man die Zeichnung bei den juden beschlagnahmt. und rudi ist letztlich verantwortlich dafür, dass die Familie im KZ landet. 1943 soll die Zeichnung anlässlich eines Treffens von Hitler mit dem italienischen Führer, dem „Duce“, eben jenem überreicht werden. Doch die Zeichnung entpuppt sich als Fälschung. um einen politischen Skandal zu verhindern, wird rudi damit beauftragt, das Original zu fi nden. Er holt Victor aus dem KZ und zwingt ihn, ihm zu helfen. Doch auf dem rückfl ug wird das Flugzeug mit Victor und rudi an Bord beschossen und nur die beiden überleben. Als sich eine chance ergibt, packt Victor diese beim Schopf: er schlüpft in rudis SS-uniform und gibt den Nazi als den gesuchten juden aus... Wenn sein Thema nicht so tragisch oder gar heikel wäre, könnte man Wolfgang Murnbergers („Der Knochenmann“) Film glatt als rabenschwarze Komödie durchgehen lassen. Doch Darsteller und Machart des Films lassen eine Komödie nur ansatzweise erkennen. Murnberger hat hier viel eher eine Art „Mission Impossible“ während des Zweiten Weltkriegs in Szene gesetzt. und das ist ihm hervorragend gelungen, was speziell in den cinemaScope-Bildern und der sinfonischen Filmmusik zum Ausdruck kommt. Es gibt zwar die genre-üblichen ungereimtheiten bei diesem Verwirrspiel, welche raum und Zeit etwas verzerrt erscheinen lassen, aber fallen diese angesichts des gelungenen Spannungsaufbaus und der exzellenten Darsteller (insbesondere georg Friedrich überzeugt hier als schleimiger SS-Mann rudi) nicht weiter ins gewicht. aB 1. septemBer 2011 in der schauBurg Österreich 2010 Regie buch Darsteller
www.cairo-time.de
länge bilder Fsk
AB 1. SEPTEMBER IM KINO
Wolfgang Murnberger Wolfgang Murnberger, Paul Hengge, nach seinem roman Moritz Bleibtreu, georg Friedrich, udo Samel, Marthe Keller, ursula Strauss, uwe Bohm 109 Minuten Neue Visionen 12
filmvorstellungen 11
perrY rhodan – unser mann im all — DAS PHÄNOMEN PErrY rHODAN EXISTIErT MITTLErWEILE SEIT 50 jAHrEN. WAS HAT ES DAMIT AuF SIcH, WEr SIND SEINE MAcHEr uND WEr DIE LESEr? EINE INTErgALAKTIScH VErgNÜgLIcHE DOKuMENTATION VErSucHT SIcH AN DEN ANTWOrTEN.
» Im September dieses jahres wird der bekannteste Astronaut Europas 50 jahre alt. Kein Astronaut aus Fleisch und Blut, sondern einer aus der erfolgreichsten Heftromanserie seit Bestehen des Heftromans: Perry rhodan. Mit einer Aufl age von mittlerweile 80.000 Exemplaren geht der Herrscher des universums Woche für Woche an den Start. grund genug für André Schäfer, dem Phänomen „Perryversum“ mit einem Dokumentarfi lm auf den grund zu gehen. Dafür holt er sich nicht nur die Macher der Serie, sondern auch ausgewählte Exemplare ihrer Leserschaft vor die Linse. und die ist breit gefächert – sehr breit! Vom kleinen Lümmel, der anhand von Figuren die Kernmannschaft aus den romanheften genau erläutert über das kleine Mädchen, das auf einer der vielen „cons“ davon erzählt, dass es außer Pferdebüchern auch Perry rhodan liest, bis hin zum Psychologen im besten Alter, der sich in einem comic-Laden als äußerst detaillierter Kenner der Perry rhodan Hefte outet. Der kurzweilige Dokumentarfi lm erklärt seinem Zuschauer nicht nur, wie Perry rhodan zu seinem Namen kam (eine Kombination aus der TV-Serie „Perry Mason“ mit einem der bekannten japanischen Film-Monster aus den sechziger jahren), sondern auch, dass dieser Held faschistische Züge trägt und als Ersatz-Hitler (!) fungiert. So jedenfalls erklärt das Zukunftsforscher robert jungk in einem Beitrag aus dem Fernsehmagazin “Monitor”, der in den sechziger jahren ausgestrahlt wurde. Oder dass Perry rhodan so deutsch ist wie eine Kuckucksuhr und nichts mit Amerika zu tun hat und somit eine chronik der vergangenen 50 jahre Bundesrepublik Deutschland darstellt. Denn selbstverständlich haben sich alle politischen und gesellschaftlichen Ereignisse dieser Zeit in die Serie mit eingearbeitet – in intergalaktischem Kontext natürlich. Schäfer fi ndet für seine Dokumentation auch die passenden Bilder wie z.B. ein Flugzeugfriedhof mitten in der Mojave-Wüste in Amerika. Wenn man dann den Schauspieler josef Tratnik (alias Perry rhodans Hörbuchstimme) im Off aus einem der Hefte rezitieren hört, in dem es um einen Weltraumfriedhof geht, dann kommt das fast schon einer Verfi lmung gleich. „Perry rhodan – unser Mann im All“ macht auch deshalb Spaß, weil man in den vielen „Nerds“, die ihre persönliche Perry rhodan Philosophie erläutern dürfen, ein Stück von sich selbst erkennt. aB 8. septemBer 2011 in der schauBurg usa 2010 original Titel Genre Regie Drehbuch Darsteller bilder
I'm Still Here – The Lost Year of joaquin Phoenix Dokumentarfi lm casey Affl eck casey Affl eck, joaquin Phoenix joaquin Phoenix, Antony Langdon, carey Perloff Neue Visionen
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filmvorstellungen 12
gerhard richter - painting — DOKuMENTArFILM ÜBEr DEN BEKANNTEN KuNSTMALEr gErHArD rIcHTEr, DEr ZuM ErSTEN MAL EINEr KAMErA gESTATTET, IHM BEI SEINEM ScHAFFENSPrOZESS ÜBEr DIE ScHuLTEr Zu ScHAuEN.
» In ihrem Dokumentarfi lm versucht sich regisseurin corinna Belz der Person des Künstlers gerhard richter zu nähern. Insbesondere dessen Schaffensprozess steht dabei im Mittelpunkt. richter ist schon seit vielen jahrzehnten im geschäft und gilt als einer der großen unter den zeitgenössischen Malern. Die Kamera beobachtet den Künstler in verschiedenen Ateliers, wo er an großformatigen, abstrakten Werken arbeitet. Dabei zuzuschauen ist sehr interessant, gibt es doch einen tiefen Einblick in die Entstehungsgeschichte solcher übergroßen Bilder. Sieht ein Bild für den Laien aus, als wäre es längst vollendet, so legt der Künstler erneut Hand an und verändert das Bild in Farbe und Struktur komplett. Dazu hört man einen der beiden Assistenten von gerhard richter sagen: „Wenn das Bild dem Betrachter gefällt, ist es höchste Zeit, es zu verändern!“ So fordern die Bilder ihren Schöpfer immer wieder zum Weitermachen heraus. corinna Belz begleitet richter auch zu einigen seiner Ausstellungen in den uSA und England und zeigt richter dabei als einen Menschen, dem die Nähe zum Publikum nicht unbedingt behagt. Auch die Anwesenheit einer Kamera beim eigentlich intimen Prozess der Kreativität gefällt ihm nicht so sehr, führt sie doch dazu, dass er sich anders verhält. Belz’ Film bleibt fast vollständig unkommentiert, abgesehen von ein paar Fragen, die die regisseurin dem Künstler aus dem Off stellt. Ergänzt wird das Portrait des Künstlers durch kurze TV-Interviews aus den sechziger jahren sowie etlichen Parallelfahrten über sein Ouevre. aB 8. septemBer 2011 in der schauBurg Deutschland 2011 Dokumentation Regie & buch laufzeit: bilder Fsk
corinna Belz 97 Minuten Piffl o.A.
CINE GLOBAL UND LIONELLO CERRI PRÄSENTIEREN EINE KOPRODUKTION VON RAI CINEMA UND LUMIÈRE & CO.
VALERIO MASTANDREA VALERIA GOLINO
GIULIA GEHT ABENDS NIE AUS
EIN FILM VON GIUSEPPE PICCIONI
LIONELLO CER R I MIT
PR ÄSENTIERT
GI U L I A GE H T A B E N D S N I E AUS – GI U L I A NON E SCE L A SE R A
EI N F I L M VON
GIUSEPPE PICCIONI
E I N E KO PRODU KT IO N VO N
R A I CINEM A
UND
LU M I È R E & CO
VA L E R I O M A ST A N D R E A , VA L E R I A G O L I N O , S O N I A B E R G A M A S C O U N D D E R B ET E I L IGU NG VON A N T O N I A L I S KO VA U N D D E R B ESON D E R E N B ET E I L IGU NG VON P I E R A D E G L I E S P O ST I , D O M I Z I A N A C A R D I N A L I ,
J AC O P O D O M E N I CUC CI , J AC O P O B I C O C CH I , S A R A T O ST I , CH I A R A N I C O L A , F A B I O C A M I L L I , S A S A V U L I CEV I C , PAO LO S A S S A N E L L I , L I D I A V I TA L E STOF F U ND DR EH BUCH GI US E P P E P I C CI O N I , F E D E R I C A P O N T R E M O L I R EGI E A S SI ST E NZ S O P H I E CH I A R E L LO, CH I A R A P O L I Z Z I SCH N I T T PAO L A B O N E L L I CAST I NG F A B I O L A B A N Z I TON R E M O UG O L I N E L L I , A L E S S A N D RO PA L M E R I N I TONSCH N I T T M I M M O G R A N AT A T O N M IS CH U NG F R A N C E S C O C U C I N E L L I S CH N I T TA S SIST E N Z F A B I O F E R R A N T I SOU N D E F F E KT E A N Z E L L O T T I S O U N D KO ST Ü M M A R I A R I T A B A R B E R A S Z E NO GR A F I E G I A D A C A L A B R I A M U S I K E R ST E L LT VO N
F R A N C E S C O B I A N C O N I U N D I N T ER PR ET I ERT VON B AU ST E L L E © WA R N E R C H A P P E L L M U S I C I TA L I A N A / E M I M U S I C PU B L I S H I N G I TA L I A SCH N I T T E S M E R A L D A C A L A B R I A K A M ER A
LU C A B I G A Z Z I ORGA N IS AT ION M A S S I M O D I R O C C O , LU I G I N A P O L E O N E , B E AT R I C E B I G G I PRODUZ I ERT VON L I O N E L LO C E R R I R EGI E VON G I U S E P P E P I C C I O N I U N T ERST Ü T ZU NG DU RCH M I N I ST E R O P E R I B E N I E L E A T T I V I T À C U LT U R A L I D G C I T A L I A N U N T E R B E T E I L I G U N G R E G I O N E L A Z I O D U R C H F I . L A . S . S . P . A . I N Z U S A M M E N A R B E I T M I T T O S C A N A F I L M C O M M I S S I O N U N D R E G I O N E T O S C A N A
CINE GLOBAL FILMVERLEIH
filmvorstellungen 14
le havre —
taste the Waste —
EIN ALS ScHuHPuTZEr ArBEITENDEr ScHrIFTSTELLEr LÄuFT NOcH EINMAL Zu HOcHFOrM AuF, ALS Er EINEM ILLEgAL EINgEWANDErTEN AFrIKANIScHEN FLÜcHTLINgSjuNgEN Zur ÜBErFAHrT NAcH ENgLAND VErHILFT. WuNDErScHÖN ErZÄHLTES MÄrcHEN VON AKI KAurISMÄKI, DEM SELBSTErNANNTEN PESSIMISTEN DES KINOS.
ErScHrEcKENDE DOKuMENTATION ÜBEr DIE MASSEN AN LEBENSMITTELN, DIE MODErNE ÜBErFLuSSgESELLScHAFTEN VErScHWENDEN, uND DErEN WEITrEIcHENDE FOLgEN FÜr uMWELT uND WELTKLIMA. rEAL-HOrrOr, DEN jEDEr VErBrAucHEr SEHEN MÜSSTE.
» Marcel Marx, einst Schriftsteller und Bohemian, hat sich in das Armenviertel von Le Havre zurückgezogen. Tagsüber versucht er als Schuhputzer geld zu verdienen, abends wird er von seiner lieben Frau Arletty bekocht. Eines Tages muss Arletty ins Krankenhaus. Wie ernst es um sie steht, verheimlicht sie ihrem Mann jedoch. Denn in ihren Augen ist er immer noch ein Kind. Zur gleichen Zeit nimmt sich Marcel des afrikanischen Flüchtlingsjungen Idrissa an, der illegal eingewandert ist und sich im Hafen vor der Polizei versteckt. Marcel beschließt, dem jungen zu einer Überfahrt nach England zu verhelfen, wo dessen Mutter auf ihn wartet. Noch einmal läuft Marcel zu Hochform auf und setzt alle Hebel in Bewegung, damit Idrissa das Land verlassen kann. Das Täuschen der Polizei gehört ebenso dazu wie das Organisieren eines Benefi zkonzerts, mit dem die reise fi nanziert werden soll. Manch einer dürfte sich nach Ende des Films fragen, ob dieser denn tatsächlich von jenem Filmemacher stammt, der weltweit für seinen grenzenlosen Pessimismus bekannt ist. In der Tat hat Aki Kaurismäki mit „Le Havre“ ein schönes, puren Optimismus ausstrahlendes Märchen abgeliefert. und das in der Form französischer Filme der fünfziger jahre. Ausstattung, Musik, Farbgebung, ja sogar die Darsteller – alles scheint aus einer längst vergessenen Zeit zu stammen. Die geschichte selbst indes ist aber aktueller denn je. Kaurismäki nimmt sich einem immer akuter werdenden Problem an: dem Schicksal von Flüchtlingen, die Hilfe suchend illegal nach Europa kommen. Der ganzen Tragik solcher Schicksale kann man vermutlich nur mit grenzenlosem Optimismus begegnen. Das nur so vor glück strotzende Ende seines Films dürfte das Wunschdenken des Filmemachers sein. Aber er hat recht. Denn gibt es nur einen Bruchteil der Solidarität, die er im Film zeigt, müsste das Problem keines mehr sein. Ein wunderschöner Feel-good-Film mit einem fabelhaften Ensemble.
» Es sind erschreckende, abstoßende Bilder und Fakten, die Valentin Thurn in seiner Dokumentation „Taste the Waste“ zusammenträgt. Bilder, die jedem Horrorfi lm Ehre machen würden, mit dem unterschied, dass es hier nicht um Fiktion geht, sondern um die traurige, tägliche realität der modernen Überfl ussgesellschaften. Speziell die Verschwendung von Lebensmitteln zeigt Thurn auf. Da sieht man Supermärkte, die erst in ein, zwei Tagen ablaufende Lebensmittel palettenweise aus dem regal nehmen, Bauern, die Kartoffeln aussortieren, weil sie zu groß, klein oder einfach nicht schön geformt sind, großbäcker, die kiloweise Brot vernichten, weil Supermärkte und Verbraucher auch kurz vor Ladenschluss noch voll gefüllte regale erwarten. Man könnte diese Liste endlos fortführen, die Verschwendung kennt keine grenzen. Zum glück belässt es Valentin Thurn nicht bei diesen reinen Negativbeispielen, sondern zeigt auch Wege auf, die Verschwendung einzudämmen. So zeigt er eine großbäckerei, die ihren Brotabfall zu Brennstoff verarbeitet und damit die Öfen heizt. Denn die Konsequenzen der Verschwendung liegen nicht einfach nur in weggeworfenen Produkten. um das ganze Ausmaß der Misswirtschaft zu verstehen, müssen auch die Kosten der Produktion und der Lebensmittelvernichtung berücksichtigt werden. Der Energieaufwand, das Wasser, aber auch die Abgase, die für die dann weggeworfenen Lebensmittel verbraucht werden, tragen enorm zum Treibhauseffekt bei, die Verschwendung schadet der Erde also doppelt. Zu erwarten, dass die Verbraucher ihre über lange jahre entwickelten Verhaltensweisen so schnell ändern, dürfte utopisch sein. und so zeigt Thurn im zweiten Teil seines Films Versuche auf, die Verschwendung zumindest einzudämmen. Vor allem aber will dieser Film aufrütteln und ein Problem unserer industrialisierten Überfl ussgesellschaft aufzeigen. Er tut dies ohne anzuprangern, ohne polemisch zu werden. Das ist auch gar nicht nötig, die Perversion dieser Verschwendung ist auch so allzu offensichtlich, auch wenn sie in der breiten Öffentlichkeit kaum beachtet wird. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Film ein wenig zur fraglos schwierigen Veränderung beitragen kann.
premiere mit anschliessendem konZert von little BoB (dem Musiker aus dem Film) AuF DEr ScHAuBurg BÜHNE
sonntag, 4. oktoBer um 20.00 uhr aB 8. septemBer 2011 in der schauBurg Finnland/Frankreich/Deutschland 2011 Regie & buch Aki Kaurismäki Darsteller André Wilms, Kati Outinen, Blondin Miguel, Laika, jean-Pierre Darroussin, Elina Salo, Kuoc-Dung Nguyen, Evelyne Didi, Pierre Étaix, jean-Pierre Léaud laufzeit 93 Minuten
aB 8. septemBer 2011 in der schauBurg Deutschland 2011 Dokumentation Regie & buch laufzeit Format bilder Fsk
Valentin Thurn 90 Minuten Digital W-fi lm o.A.
Filmvorstellungen
präsentiert:
riesenbildwand 24x10 meter
22.07. bis 18.09. 2011
Filmbeginn: Juli 21.30 Uhr August 21.00 Uhr September 20.30 Uhr
Abendkasse & Biergarten im Schloßpark ab 19.00 Uhr Karten & Geschenk-Gutscheine ab sofort in der SCHAUBUrG, marienstraße 16, Karlsruhe, im musikhaus Schlaile, im TicketForum in der Postgalerie & an der Tourist-information am Hbf
Schloß Gottesaue Schlachthausstraße, Karlsruhe • Haltestelle »Tullastraße«, Linien 1, 2, S4, S41, S5 + Bus
info: 0721/35 000 18 oder www.schauburg.de
Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Änderungen sind nicht beabsichtigt, müssen wir uns aber ausdrücklich vorbehalten.
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Filmvorstellungen 16
Fr. 22.07. — The King‘s Speech
Der König der Oscars - spannend, anrührend, amüsant und großartig gespielt. Drama; 2010; Mit: Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena B. Carter; 118 Min.; FSK: 0
Sa. 30.07. — Kokowääh
In dieser Komödie wird Til Schweiger der Kopf von einer 8-Jährigen zurechtgerückt.
Sa. 23.07. — Pirates of the Caribbean –
Komödie; 2011; Regie: Til Schweiger; Mit: Emma & Til Schweiger; 126 Min.; FSK: 6
Jack is back! Captain Jack Sparrow auf der Suche nach dem Quell ewiger Jugend.
Eine Gruppe von Kleinstadtjungs kommt dem Geheimnis eines Aliens auf die Spur.
Fremde Gezeiten
So. 31.07. — Premiere: Super 8 (engl. OV)
Abenteuer/Fantasy; 2011; Mit: Johnny Depp, P. Cruz, G. Rush; 136 Min.; FSK: 12
Science Fiction; 2011; Regie J.J. Abrams; 112 Min.; FSK: noch nicht bekannt
So. 24.07. — True Grit
Di. 02.08. — Pina
Western; 2010; Regie: Joel & Ethan Coen; Mit: Jeff Bridges; 110 Min.; FSK: 12
Doku/Tanz; 2011; Regie: Wim Wenders; Mit: Pina Bausch; 107 Min.; FSK: 0
Di. 26.07. — Das Schmuckstück
Mi. 03.08. — Source Code
Komödie; 2010; Regie: François Ozon; Mit: C. Deneuve, G. Depardieu; 103 Min.; FSK: 6
Thriller/Science Fiction; 2011; Regie: Duncan Jones; Mit J. Gyllenhaal; 93 Min.; FSK: 12
Mi. 27.07. — Fast & Furious 5
Do. 04.08. — Wasser für die elefanten
Action; 2011; Mit: Vin Diesel, Paul Walker, Dwayne Johnson; 130 Min.; FSK: 12
Drama; 2011; Mit: Reese Witherspoon, Robert Pattinson; 120 Min.; FSK: 12
Do. 28.07. — Thor
Fr. 05.08. — rapunzel - Neu verföhnt
Fantasy/Action; 2011; Regie Kenneth Branagh; Mit: C. Hemsworth; 115 Min.; FSK: 12
Trickfilm/Komödie; 2011; Sprecher: Alexandra Neldel, M. Bleibtreu; 100 Min.; FSK: 0
Fr. 29.07. — Black Swan
Sa. 06.08. — Hangover 2
Drama; 2010; Regie: Darren Aronofsky; Mit: Natalie Portman; 117 Min.; FSK: 16
Komödie; 2011; Regie: Todd Phillips; 102 Min.; FSK: 12
Küppelharter Western der Coen Brüder zum Outdoor Genuss. Bitte reiten Sie vor!
Komödie mit einer glänzenden Deneueve, die ihrem Gatten zeigt, wo der Hammer hängt.
High-Speed-Action mit Muscle Shirts, Muscle Cars und heißen Fahrgestellen.
Gottessohn Thor im Kampf um das Königreich seines Vaters.
Das Streben einer Ballerina nach Perfektion, zwischen purem Horror und großer Oper.
Wenders beeindruckende Hommage an die kürzlich verstorbene Choreografenlegende.
Duncan Jones‘ zweites Werk - ein smarter und spannender Actionthriller mit Sci-Fi-Touch.
Magisch bebilderte Bestsellerverfilmung mit Twilight Star Robert Pattinson.
Die Frisur sitzt! Amüsantes und romantisches Animationshighlight von Disney.
Eine fette Party, die mal wieder mächtig in die Hose geht.
Filmvorstellungen 17
So. 07.08. — Nader und Simin
Fr. 19.08. — Nichts zu verzollen
Drama; 2011; Regie: Asghar Farhadi; Länge/FSK: noch nicht bekannt
Komödie 2011; Regie: Dany Boon; Mit: Dany Boon, Philippe Magnan; 108 Min.; FSK: 12
Di. 09.08. — Das Lied in mir
Sa. 20.08. — Harry Potter und die Heiligtümer
Drama; 2011; Mit: Jessica Schwarz, Michael Gwisdek; 93 Min.; FSK: 12
Das bildgewaltige Finale auf der großen Leinwand des Open Airs.
Mi. 10.08. — Transformers 3
Fantasy; 2011; Regie: D. Yates; Mit: D. Radcliffe, E. Watson; Länge/FSK: noch nicht bekannt
Action; Regie: Michael Bay; Mit: Shia LaBeouf; Länge/FSK: noch nicht bekannt
Ein Araber versucht als Italiener durchzugehen. Doch im Ramadan wirds schwer.
Do. 11.08. — Soul Kitchen
Komödie; 2010; Regie: Olivier Baroux; Mit: Kad Merad; 102 Min.; FSK: 12
Komödie; 2009; Regie: Fatih Akin; Mit: Moritz Bleibtreu; 100 Min.; FSK: 12
Einfühlsame Parabel über Menschlichkeit und Freundschaft, die Generationen verbindet.
Fr. 12.08. — The Social Network
Drama/Komödie; 2010; Regie: Jean Becker; Mit: G. Depardieu; 82 Min.; FSK: 6
Drama/Biographie; 2011; Regie: David Fincher; Mit: J. Timberlake; 120 Min.; FSK: 12
Adaption der Fernsehserie aus den Sechzigerjahren, die Bruce Lee berühmt machte.
Sa. 13.08. — Almanya - Willkommen
Action/Komödie; 2010; Regie: Michel Gondry; Mit: Cameron Diaz; 119 Min.; FSK: 12
Familie Yilmaz zurück in der Türkei. Politisch erfrischend unkorrekt und mit viel Herz. Komödie; 2011; Regie: Yasemin Samdereli; 101 Min.; FSK: 6
Ein liebenswerter Zoowärter, der feststellt, dass alle Tiere in seiner Obhut sprechen können. Komödie; 2011; Regie: Frank Coraci; Mit: Kevin James; 102 Min.; FSK: 0
So. 14.08. — KLASSiKer: Frühstück bei Tiffany
Fr. 26.08. — Brautalarm
Unvergesslich schöne Komödie mit Audrey Hepburn als Holly Golightly.
Die weibliche Antwort auf „Hangover“!
Komödie; 1960; Regie: Blake Edwards; Mit: Audrey Hepburn; 115 Min.; FSK: 12
Komödie 2011; Regie: Paul Feig Mit: Kristen Wiig; 125 Min.; FSK: 12
Di. 16.08. — Premiere: midnight in Paris
Sa 27.08. — Kung Fu Panda 2
Iranische Tragödie einer Trennung, die die sozialen, psycholog. & polit. Hintergründe beleuchtet.
Jessica Schwarz als Adoptivkind auf der Suche nach ihren Eltern und ihrer Identität.
Wird auf der Riesenbildwand des Open Airs phänomenal aussehen…
Komödie mit viel Herz und exzellentem Soundtrack - Futter für die Seele.
Zuckerbergs Porträt und Zeitbild ist der künstlerisch herausragende Film des Jahres.
in Deutschland
Woody Allens Liebeserklärung an Paris
Komödie; 2011; Regie: W. Allen; Mit: O. Wilson; 94 Min.; FSK: noch nicht bekannt
Mi. 17.08. — r.e.D. - Älter, härter, besser
Rente? Von wegen! Pensionierte Topagenten lassen es noch einmal so richtig krachen. Action; 2010; Mit: Bruce Willis, Morgan Freeman, John Malkovich; 111 Min.; FSK: 16
Do. 18.08. — Larry Crowne
Ein Mann mittleren Alters, der wieder die Schulbank drückt und sich in seine Lehrerin verliebt. Komödie; 2011; Von und mit Tom Hanks; 99 Min.; FSK: 0
Dany Boon ist zurück und lässt französische und belgische Grenzbeamte aufeinander los.
des Todes: Teil 2
So. 21.08. — Fasten auf italienisch
Di. 23.08. — Das Labyrinth der Wörter Mi. 24.08. — The Green Hornet Do. 25.08. — Der Zoowärter
Back in Black! (and white): Panda Po legt erneut Martial-Arts-mäßig und lustig los. Trickfilm / Komödie; 2011; Regie: Jennifer Nelson; 96 Min.; FSK: 6
So. 28.08. — Alles koscher!
Ein weltoffener Moslem erfährt, dass seine leiblichen Eltern Juden waren. Komödie 2010; Regie: Josh Appignanesi; Mit: Omid Djalili; 105 Min.; FSK: 12
Di. 30.08. — Von menschen und Göttern Eine Gruppe von Mönchen gerät in Algerien in die Mühlen islamistischer Gewalt.
Drama; 2010; Regie: Xavier Beauvois; Mit: Michael Lonsdale; 122 Min.; FSK´: 12
Filmvorstellungen 18
Mi. 31.08. — The Tourist
Sa. 10.09. — Fasten auf italienisch
Thriller; 2010; Regie: F. H. v. Donnersmarck; Mit: A. Jolie, J. Depp; 102 Min; FSK: 12
Komödie; 2010; Regie: Olivier Baroux; Mit: Kad Merad; 102 Min.; FSK: 12
Do. 01.09. — Biutiful
So. 11.09. — Small World (nach martin Suter)
Florian Henckel von Donnersmarck lässt Venedig und Angelina Jolie strahlen.
Pure Kinopoesie mit einem umwerfenden Javier Bardem.
Ein Araber versucht als Italiener durchzugehen. Doch im Ramadan wirds schwer.
Drama; 2010; Regie: Alejandro González Iñárritu; Mit: J. Bardem; 147 Min.; FSK: 16
Berührende Verfilmung über Kindheitserinnerungen, Familienbeziehungen und Gedächtnisverlust. Drama; 2010; Regie: Bruno Chiche; Mit: G. Depardieu, A. M. Lara, F. Fabian; 98 Min.; FSK: 6
Fr. 02.09. — meine Frau, unsere Kinder
Di. 13.09. — Barfuss auf Nacktschnecken
Der Focker-Frieden ist beendet! Gaylord schlägt zurück.
Drama; 2010; Regie: Fabienne Berthaud; Mit: D. Kruger, L. Sagnier; 109 Min.; FSK: 12
Komödie; 2010; Regie: Paul Weitz; Mit: Robert De Niro, Ben Stiller; 98 Min.; FSK: 6
Mi. 14.09. — Green Lantern
und ich
Sa. 03.09. — mamma mia!
Nach einem Schicksalsschlag ordnet ein Schwesternpaar sein Leben neu.
Mit viel Action und Humor kämpft Ryan Reynolds im Kostüm des DC-Superhelden.
„Mamma Mia“ denkt Sophie, als sie das Tagebuch ihrer Mutter in Händen hält.
Action 2011; Regie: Martin Campbell; Mit: R. Reynolds, P. Sarsgaard; 114 Min.; FSK: 12
Musical 2008; Mit: Meryls Streep, Pierce Brosnan; 109 Min.; FSK: 0
Do. 15.09. — What a man
So. 04.09. — Sommer in Orange
Die neue romantische Komödie mit Matthias Schweighöfer.
Culture-Clash-Komödie um eine Sannyasin-WG in einer bayerischen Ortschaft in den Achtzigern.
Komödie/Lovestory; 2011; Von: Matthias Schweighöfer; Laufzeit/FSK: noch nicht bekannt
Komödie; 2011; Regie: M. H. Rosenmüller; 110 Min.; FSK: noch nicht bekannt
Fr. 16.09. — Planet der Affen – Prevolution
Di. 06.09. — Premiere: Le Havre
Erzählt die Vorgeschichte zur legendären Planet der Affen Reihe.
Traumhaft schönes Sozialmärchen mit dem „Happiest Ending in Filmhistory“.
Science Fiction; 2011; Regie: Rupert Wyatt; Länge/FSK: noch nicht bekannt
Komödie/Drama 2011; Regie: Aki Kaurismäki; 93 Min.; FSK: noch nicht bekannt
Sa. 17.09. — Cowboys & Aliens
Mi. 07.09. — machete
Comic-Adaption, in der sich Indianer und Cowboys verbünden, um gegen Aliens zu kämpfen.
Trejo als rasender Rächer auf der Spur seiner Gegner aus dem US-Establishment.
Action/Science Fiction; 2011; Regie: Jon Favreau; Länge/FSK: noch nicht bekannt
Action 2010; Regie: Ethan Maniquis, R.Rodriguez; Mit: Danny Trejo; 105 Min.; FSK 18
So. 18.09. — Almanya - Willkommen
Do. 08.09. — Dschungelkind
in Deutschland
Atmosphärische Verfilmung des autobiographischen Bestsellers von Sabine Kuegler.
Familie Yilmaz zurück in der Türkei. Politisch erfrischend unkorrekt und mit viel Herz.
Drama 2010; Regie: Roland Suso Richter; Buch: Sabine Kuegler; 131 Min; FSK: 12
Komödie; 2011; Regie: Yasemin Samdereli; 101 Min.; FSK: 6
Fr. 09.09. — The Kids Are All right
Intelligente Komödie über ein lesbisches Paar, das sich mit dem Vater ihrer Kinder konfrontiert sieht. Komödie, USA 2010; Regie: Lisa Cholodenko; Mit A. Bening, J. Moore; 106 Min; FSK: 12
Fotos Open Air 2010: www.fabrytorz.de / Gestaltung: www.kummerdesign.de
Filmvorstellungen 19
Tournée — Ein vor vielen Jahren in die USA immigrierter Fernsehproduzent versucht mit einer Burlesque-Show in Frankreich wieder FuSS zu fassen. Mathieu Amalric nimmt den Zuschauer buchstäblich mit auf eine Reise, bei der er weniger eine Geschichte erzählen als ein Gefühl vermitteln will: das Gefühl des Unterwegsseins.
»
Einst war Joachim Zand ein gefeierter TV-Produzent in Frankreich. Doch eine Menge Ärger, dazu haushohe Schulden und Feindschaften an jeder Ecke sorgten dafür, dass er Frau und Kinder verließ und sich in die USA absetzte. Jahre später schöpft er als Produzent für eine amerikanische „New Burlesque“ Show wieder Hoffnung und tourt mit der weiblichen Truppe durch die Hafenstädte Frankreichs. Doch das von ihm so sehr herbeigesehnte große Comeback in seinem Heimatland gestaltet sich sehr schwierig. Der fulminante Tourabschluss in Paris ist gefährdet... Die Hauptattraktionen drängen gleich zu Beginn ins Bild. Es sind die ausladenden Formen der Tänzerinnen, die für den Auftritt geschmückt werden mit aberwitzigen Kostümen und versteckten Requisiten. Die Damen helfen sich beim Schminken und streichen sich Klebstoff um die Brustwarzen, damit dort Federbüschel Halt finden. Ihre Bühnennummern sind unterschiedlich angelegt, enden aber immer damit, dass die Tänzerinnen fast nackt vor dem Publikum stehen, obwohl ihre Körper nicht den marktgängigen Normen entsprechen. Doch das gehört zum sinnlichen wie feministisch-lesbischen Selbstverständnis der Darstellerinnen. Schaut her, jeder Körper hat etwas zu bieten, und man kann sich auch über ihn lustig machen. So lautet in etwa die Botschaft. Gespielt werden sie von echten Burlesque-Darstellerinnen mit so klingenden Namen wie Mimi Le Meaux und Dirty Martini und gedreht wurde bei richtigen Shows, die die Fetisch-und-Fummel-Truppe für den Film in Frankreich gab. Beides verleiht „Tournée“ trotz seines Spielfilmcharakters einen dokumentarischen Anklang. „Man ist irgendwo, ohne wirklich dort zu sein“, fasst Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Regisseur Mathieu Amalric die Grundstimmung des TournéeLebens zusammen, die auch seinen Film durchzieht. Ab 8. September 2011 in der Schauburg Frankreich 2010 Buch & Regie Kamera Darsteller
Laufzeit Bilder FSK
Mathieu Amalric Christophe Beaucarne Mathieu Amalric, Mimi Le Meaux, Kitten on the Keys, Dirty Martini, Evie Lovelle, Julie Atlas Muz, Roky Roulette 11 Minuten Farbfilm 12
*** In Cannes wurde der Film 2010 mit dem Preis für „Beste Regie“ sowie dem „FIPRESCI-Preis“ ausgezeichnet. ***
filmvorstellungen 20
premiere mit prosecco & BreZel —
MITTWOcH, 14. SEPTEMBEr uM 19.00 uHr
mein stÜck vom kuchen — EINE ALLEINErZIEHENDE MuTTEr OHNE jOB TrITT EINE STELLE ALS PuTZFrAu BEI EINEM rEIcHEN BÖrSENSPEKuLANTEN AN. NAcH uND NAcH KOMMEN SIcH DIE BEIDEN NÄHEr. SOZIALDrAMA MIT KOMÖDIANTIScHEN uNTErTÖNEN ÜBEr DIE IMMEr grÖSSErE WErDENDE ScHErE ZWIScHEN ArM uND rEIcH.
» gegensätzlicher könnten zwei Menschen nicht sein. Da ist France, alleinerziehende Mutter dreier Töchter, die eben ihren job in einer Fabrik in Dünkirchen verloren hat und verzweifelt nach Arbeit sucht. und dort gibt es Stephan (oder Steve), einen kaltblütigen Börsenspekulanten, der nur so in geld schwimmt. Der Zufall will es, dass sich die beiden treffen. rein berufl ich natürlich. Denn France tritt eine Stelle als Putzfrau in Steves Pariser Nobelapartment an, um ihre Familie durchzufüttern. Als plötzlich auch noch Steves kleiner Sohn auftaucht, den seine Mutter ohne Vorwarnung im Apartment abgibt, tritt France schließlich auch noch in die Fußstapfen eines Kindermädchens – bei vorbildlicher Bezahlung versteht sich. unweigerlich kommen sich Steve und France näher und lernen die Probleme des jeweils Anderen kennen. Als Steve France schließlich auf eine Dienstreise nach London mitnimmt, funkt es zwischen den beiden. jetzt erst muss France erfahren, dass es ausgerechnet Steve und seine geldsucht waren, denen ihr Arbeitsplatz zum Opfer gefallen ist... Wie die beiden Welten, aus denen seine Protagonisten stammen, prallen auch in cédric Klapischs Film zwei Welten aufeinander. Sozialdrama einerseits, Komödie andererseits. Dass diese Kombination durchaus funktioniert, verdankt der regisseur nicht zuletzt den fabelhaften Schauspielern. Karin Viard als Mutter, die jeden cent umdrehen muss, um zu überleben und gilles Lellouche als der im Luxus schwimmende Finanzjongleur, für den sein kleiner Sohn nur eine große Last darstellt – beide spielen ihre rollen sehr überzeugend. Wenn es France im Verlaufe der geschichte tatsächlich gelingt, bei Steve Interesse an seinem Sohn zu erwecken, darf man als Zuschauer ein bisschen Hoffnung schöpfen. Doch Klapisch hat ein fast tragisches, jedoch offenes Ende für seinen Film vorgesehen. Alles andere hätte auch mehr mit „Pretty Woman“ zu tun als mit der realität. aB 15. septemBer 2011 in der schauBurg Frankreich 2010 original Titel Ma part du gateau Regie & buch cedric Klapisch Darsteller Karin Viard, gilles Lellouche, Audrey Lamy, jean-Pierre Martins, Zinedine Soualem laufzeit 109 Minuten bilder Kinowelt Fsk o.A.
filmvorstellungen 21
Valeri e Die Geschichte einer Liebe
HUBERTUS MEYER-BURCKHARDT PRÄSENTIERT EINEN FILM VON JOSEF RUSNAK
Ab 22. September im Kino MIT BESONDEREM DANK AN DAGMAR REIM
www.valerie-derfilm.de
filmvorstellungen 22
el Bulli – cooking in progress — DAS „EL BuLLI“ uND SEIN BETrEIBEr FErrAN ADrIÀ SIND SYNONYME FÜr DIE SOgENANNTE MOLEKuLArKÜcHE. EIN gANZES jAHr LANg BEOBAcHTETE EIN KAMErATEAM DEN BErÜHMTESTEN KOcH DEr WELT BEI SEINEr ArBEIT uND gEWÄHrT TIEFE EINBLIcKE IN SEINE KuNST.
» Es ist wohl das berühmteste restaurant der Welt: das “El Bulli” an der spanischen Küste bei Barcelona. Inhaber und 3-Sterne-Koch Ferran Adrià wurde für seine experimentierfreudige Molekularküche bereits mehrfach prämiert. Der eigentliche clou bei der geschichte: das “El Bulli” hat nur sechs Monate im jahr geöffnet, nämlich von juni bis Oktober. Die verbleibenden Monate zieht sich der Meister mit seiner crew in ein hochmodernes Küchenlabor in Barcelona zurück, wo sie gemeinsam neue Kreationen entwickeln. Ob es nun sich aufl ösende ravioli sind oder cocktails aus Wasser und Haselnussöl – nichts scheint hier unmöglich zu sein. regisseur gereon Wetzel hat den gesamten Kreislauf – von der ersten Idee im Labor bis hin zum Betrieb des restaurants – über den Zeitraum von einem jahr mit seinem Filmteam beobachtet. Meister Adrià lässt sich und seinem Team ungehemmt über die Schulter schauen. Egal, ob ein Essensexperiment misslingt oder von den Köchen sogar als genial eingestuft wird – die Kamera ist stets dabei. Sie ist auch dann dabei, wenn Adrià seine etwa 70-köpfi ge Mannschaft auf die neue restaurantsaison einschwört und seine Philosophie erläutert. Der Film bleibt dabei vollkommen unkommentiert. Das ist auch gut so. Denn dadurch wird die Stimmung im Küchenlabor und unter realbedingungen während des laufenden Betriebs möglichst unverfälscht präsentiert. premiere AM SONNTAg, 18. SEPTEMBEr uM 17.00 uHr Mit Molekular-Fingerfoodmenü präsentiert und teilweise live zubereitet von Andreas Kellermeier aus dem Hannah’s
www.hannahs.eu VOr DEM FILM cremant D'alsace mit Apfelnitro und Espuma (auch alkoholfrei) dazu Sphärische gurkenravioli mit Wachholder Espuma
mÄnnerherZen und die ganZ ganZ grosse lieBe — LEBENSENTWÜrFE uND WAHrHEITEN PrALLEN TurBuLENT AuFEINANDEr uND BErÜHrEN, BEI ALLEr KOMIK, gANZ gANZ TIEF MIT IHrEr EHrLIcHKEIT – MÄNNEr EBEN! LANg ErWArTETE FOrTSETZuNg DES DEuTScHEN KINOHITS AuS DEM jAHrE 2009.
» Eine neue runde für die sechs Prototypen des starken geschlechts ist eingeläutet: Philip (Maxim Mehmet) hat es geschafft und in Berlin sein Bio-café „Life“ eröffnet. Es läuft so gut, dass er eine zweite Filiale plant und mit seiner Nina (jana Pallaske), die kurz vor der geburt von Zwillingen steht, in eine schöne, große Wohnung zieht. Freund Niklas (Florian David Fitz) dagegen, einst erfolgreicher Werber, ist nach dem Scheitern seiner Beziehung und dem Verlust des jobs auf dem Tiefpunkt angekommen und träumt nur noch vom Wiedersehen mit Maria (Inez Björg David), inzwischen erfolgreicher Serienstar. Musikproduzent und Ex-Womanizer jerome (Til Schweiger) kehrt, nachdenklich geworden, zurück in seine Vergangenheit und sucht in der Provinz bei den Eltern nach einem neuen Sinn in seinem einstigen Überfl ieger-Leben. Nur Schlagerstar Bruce (justus von Dohnányi) explodiert geradezu vor Energie: Er entdeckt das Internet und steigert sich in einen jugendwahn hinein, der seinen neuen Song „Die ganz, ganz große Liebe“ auf einer Welle ganz, ganz nach oben tragen soll. Während der gewerbeaufsichtsbeamte günther (christian ulmen) weiter an sich und seiner Männlichkeit arbeitet, die Freundin Susanne (Nadja uhl) von ihm einfordert, verbüßt ihr Ex-Mann roland (Wotan Wilke Möhring) seine Haftstrafe – immerhin hatte er günther den Krokodilen zum Fraß vorgeworfen. roland hofft auf vorzeitige Entlassung und kämpft um die Zuneigung seines Sohnes. jetzt pochen sie wieder: „Männerherzen“ war im Herbst 2009 mit über 2,1 Millionen Kinozuschauern ein Publikumshit. Aber auch die Kritik begeisterte sich für die urkomischen und nicht nur Männerherzen berührenden Erlebnisse einer gruppe von Männern auf der Suche nach sich selbst, der Liebe und dem eigenen kleinen glück. Zahlreiche Preise zeigen, dass regisseur Simon Verhoeven und seinen Produzenten quirin Berg und Max Wiedemann mit ihrer Komödie etwas Außergewöhnliches gelungen war – keine Selbstverständlichkeit in diesem genre. „Männerherzen“ wurde mit dem „jupiter-Award“, dem größten deutschen Publikumspreis, als bester deutscher Film des jahres 2009 ausgezeichnet. Dem Publikum sind seine „Männerherzen“Helden richtig ans Herz gewachsen - nur folgerichtig also, dass es weitergeht mit deren humor- und gefühlvollen großstadteskapaden.
NAcH DEM FILM Auf der Schauburg Bühne Kochen-mit-Stickstoff-Show mit chilligrieß und Olivenkräutergrieß auf Bruschetta Vereiste Espumas Mango, Apfel und cocos ANScHLIESSEND IM FOYEr Sousvide gegarte Poularde mit vacuum marinierten Pilzen Zitronenpannacotta mit Mangoschaum aB 15. septemBer 2011 in der schauBurg Deutschland 2010 Regie script Darsteller
laufzeit bilder
gereon Wetzel Anna ginestí rosell, gereon Wetzel Ferran Adrià, Oriol castro, Eduard Xatruch, Eugeni de Diego, Aitor Lozano 108 Minuten Alamode
aB 15. septemBer 2011 in der schauBurg Deutschland 2011 Regie & buch Simon Verhoeven Darsteller justus von Dohnanyi, christian ulmen, Florian David Fitz, Til Schweiger, Maxim Mehmet, Nadja uhl, Wotan Wilke Möhring, Liane Forestieri, jana Pallaske, Stephan grossmann, Amon Wendel laufzeit 112 Minuten bilder Warner
DER SENSATIONSERFOLG AUS FRANKREICH!
EIN FILM VON
MATHIEU AMALRIC
PREIS DER FILMKRITIK FESTIVAL DE CANNES
O N I K M I R E B M E EPT
AB 8. S
WWW.TOURNEE-DERFILM.DE
SOUNDTRACK IM HANDEL ERHÄLTLICH
filmvorstellungen 24
gianni und die frauen — ALS EINEM VErHEIrATETEN ruHESTÄNDLEr SEINE EINSTIgE jugENDLIEBE WIEDEr ÜBEr DEN WEg LÄuFT, BEgINNT FÜr IHN DEr ZWEITE FrÜHLINg. cHArMANTE SOMMErKOMÖDIE MIT FABELHAFTEN DArSTELLErN, DIE ZuM ScHMuNZELN uND TrÄuMEN EINLÄDT.
» Sein Tagesablauf ist immer derselbe. Seit gianni schon mit 50 jahren in den ruhestand gegangen ist, verbringt der Ehemann und Vater einer studierenden Tochter seine Zeit damit, seinen Hund und den der Nachbarin gassi zu führen, einzukaufen, rechnungen zu bezahlen und vor allem für die Eskapaden seiner alten Mutter aufzukommen. Eigentlich ist sein Leben schon gelaufen. Als ihm sein Kumpel jedoch steckt, dass das Leben mit Ende 50 noch lange nicht gelaufen ist, sieht er plötzlich auf Schritt und Tritt schöne Frauen um ihn herum. Denn das ist es, was er am meisten vermisst: Eine Affäre muss her! Doch für den gutmütigen gianni ist das gar nicht so einfach mit der Liebe. Als ihm jedoch plötzlich wieder seine jugendliebe über den Weg läuft, ist es um ihn geschehen... Man muss ihn einfach mögen, wenn er schmachtenden Blickes schönen Frauen jeden Alters hinterherschaut. Hauptdarsteller und regisseur gianni Di gregorio verkörpert die Figur des äußerlich zwar alternden, aber innerlich noch immer von der heimlichen Liebe träumenden gianni wirklich perfekt. Das gilt aber auch für den rest des Ensembles. Valeria De Franciscis Bendoni als giannis Mutter, eine steinalte Aristokratin, die gerne Poker spielt und sich das Fernsehgerät zu jeder Tages- und Nachtzeit vom Sohnemann justieren lässt, ist einfach köstlich. Passend zur Liebe fängt die Kamera von gogo Bianchi das leicht beschwingte Sommerfl air des „Bella Italia“ großartig ein. Ein schöner Sommerfi lm zum Träumen und zum Schmunzeln. aB 22. septemBer 2011 in der schauBurg italien 2010 Regie buch Darsteller
laufzeit bilder
gianni Di gregorio gianni Di gregorio, Valerio Attanasio gianni Di gregorio, Valeria Di Franciscis Bendoni, Alfonso Santagata, Elisabetta Piccolomini 90 Minuten Neue Visionen
filmvorstellungen 25
„Ein beglückender Film – ehrlich und authentisch.“ (Cinema)
Ab 29.09.2011
filmvorstellungen 26
the guard – ein ire sieht schWarZ —
valerie —
WELTEN PrALLEN AuFEINANDEr ALS EIN MÜrrIScHEr KLEINSTADTPOLIZIST MIT EINEM FArBIgEN FBI-AgENTEN ZuSAMMENArBEITEN MuSS. rABENScHWArZE IrIScHE KOMÖDIE MIT TOLLEN DArSTELLErN.
ALS IHr LEBENSgEFÄHrTE INS KOMA FÄLLT, BEScHLIESST VALErIE EIN VIDEO-TAgEBucH ANZuFErTIgEN uND LÄSST DADurcH DIE gEScHIcHTE IHrEr grOSSEN LIEBE rEVuE PASSIErEN. EXPErIMENTELLEN MONOLOgFILM ZWIScHEN POESIE, PATHOS uND PHILOSOPHIE MIT IrrITIErENDEN BILDErWELTEN.
» Seine Schwäche sind billige Nutten und subversiver Humor, mit dem er sich gerne mit Leuten anlegt. gerry Boyle ist Polizist in einem kleinen Kaff an der Westküste Irlands. Dass ihm jetzt auch noch ein junger Kollege aus Dublin zur Seite gestellt wird, passt ihm ganz und gar nicht – was er den Kollegen auf Schritt und Tritt spüren lässt. Doch es kommt noch schlimmer. Der amerikanische FBI-Agent Wendell Everett kommt ins irische Örtchen, um gemeinsam mit der Polizei einen bevorstehenden millionenschweren Kokaintransport auffl iegen zu lassen. Dass dieser Wendell auch noch ein Farbiger ist, geht Boyle zu weit. Fortan überhäuft er den Agenten mit rassistischen Äußerungen. Als jedoch plötzlich der Kollege aus Dublin spurlos verschwindet und auch ein paar andere seltsame Dinge sich ereignen, muss Boyle über seinen Schatten springen und mit dem FBI-Agenten zusammenarbeiten...
» Valerie (Franka Potente) ist eine selbstbewusste und moderne Frau – sie pendelt zwischen L.A., wo sie arbeitet, und Berlin, wo sie mit ihrem Lebensgefährten über den Dächern der Stadt lebt. Als er erkrankt und ins Koma fällt, wacht sie an seinem Krankenbett. Valerie fasst den Entschluss ein letztes Mal nach L.A. zurückzukehren, dort alle Brücken abzubrechen und für immer nach Berlin zu ziehen. Für ihre Abwesenheit beschließt sie ein Video-Tagebuch aufzunehmen und beginnt am Vortag ihrer Abreise für ihren Liebsten zu erzählen. Angedacht als einfache Liebesbotschaften, entladen sich Valeries Erinnerungen plötzlich inmitten der Aufnahmen. Spielend verliert sie ihre Scheu vor der Kamera, ihre Emotionen brechen auf und lassen sie noch einmal die geschichte ihrer großen Liebe erleben. Was als Spiel begann, wird zu einer Abrechnung mit dem Leben und der Liebe. „Valerie“ ist der letzte Teil einer Trilogie von Monologfi lmen des Produzenten Hubertus Meyer-Burckhardt (Polyphon), die 2002 mit „Mein letzter Film“ begann. Hannelore Elsner nimmt darin ihre Lebensbeichte auf Video auf und erhielt dafür den Deutschen Filmpreis. Es folgte 2005 „Ein ganz gewöhnlicher jude“ mit Ben Becker. Während bei den ersten zwei Filmen Oliver Hirschbiegel regie führte, übernahm bei „Valerie“ josef rusnak die Leitung. Für die Bildgestaltung konnte Benedict Neuenfels („Die Fälscher“, „Anonyma“) gewonnen werden. Das Drehbuch verfasste roger Willemsen, basierend auf seinem ersten roman „Kleine Lichter“, der 2005 beim Fischer Verlag erschienen ist. In seinem romandebüt nähert sich roger Willemsen so leidenschaftlich wie klug, so innig wie genau dem Phänomen der Liebe. Er erzählt nicht nur eine geschichte an der Bruchstelle zwischen Leben und Tod, sondern erkundet behutsam das Wesen und die Sprache der Liebe selbst.
aB 22. septemBer 2011 in der schauBurg
aB 22. septemBer 2011 in der schauBurg
irland 2011
Deutschland 2010
Regie & buch Michael McDonagh produzent chris clark, Flora FernandezMarengo, Ed guiney, Andrew Lowe Darsteller Brendan gleeson, Don cheadle, Liam cunningham, David Wilmot, Mark Strong, rory Keenan, Katarina cas, Fionnula Flanagan, Dominique McElligot laufzeit 96 Minuten bilder Ascot Elite Fsk 16
Regie Darsteller laufzeit bilder Fsk
josef rusnak Franka Potente, Stephanie Stumph, Maria Hartmann 87 Minuten farbfi lm 12
September 15, 2011 8 pm
One Man, Two Guvnors by Richard Bean
London
October 6, 2011 8 pm
The Kitchen by Arnold Wesker
December 1, 2011 8 pm
Collaborators by John Hodge
March 1, 2012 8 pm
The Comedy of Errors
Season 2011/12
by William Shakespeare
Two to three additional dates will also be announced for spring/summer 2012. Doors are at 7:45 pm for all shows.
All productions will be presented in the original English language version with English subtitles Photo: One Man, Two Guvnors
(English subtitles subject to availability)
admission: 18,00 € regular / 13,00 € In partnership with
students
Live Übertragung in die Schauburg Auf unserer Großbildwand Tel: 0721/3 50 00 18 Marienstr. 16 76137 Karlsruhe www.schauburg.de
filmvorstellungen 28
das kleine Zimmer — DIE BEgEgNuNg EINEr juNgEN KrANKENScHWESTEr MIT EINEM ALTEN MANN HILFT BEIDEN, IHrEN jEWEILIgEN ScHMErZ Zu ÜBErWINDEN. TIEF BErÜHrENDES DrAMA VOM DIALOg ZWIScHEN DEN gENErATIONEN.
» Die Totgeburt ihres Babys hat rose noch immer nicht überwunden. Das liebevoll vorbereitete Kinderzimmer existiert nach wie vor. Weil ihr Mann Marc gerne einen Schlussstrich ziehen möchte, kommt es zwischen den beiden zu einer Krise. Als Marc geschäftlich in die uSA muss, nimmt sich rose des alten Edmond an, den sie in ihrer Funktion als mobile Krankenpfl egerin täglich besuchen muss. Denn Edmonds Sohn will seinen grantigen Vater in ein Altersheim abschieben. rose nimmt Edmond bei sich zuhause auf. Als ihm roses Leid bewusst wird, öffnet sich ihr der alte Mann ganz allmählich und hilft rose, ihren Schmerz zu überwinden. Mit großartigen Schauspielern schildern die beiden regisseurinnen Stephanie chuat und Veronique reymond, wie sich zwei Menschen unterschiedlichsten Alters gegenseitig beistehen und helfen können, die Probleme des jeweils Anderen zu lösen. Edmond leidet noch immer unter dem Verlust seiner geliebten Frau, die schon vor 40 jahren gestorben ist. rose trauert nach wie vor um den totgeborenen Sohn. Durch ihre Begegnung lernen die beiden ihren Schmerz zu überwinden – ein jeder auf seine Weise. „Das kleine Zimmer“ ist emotional bewegendes Kino, das unter die Haut geht und war der Schweizer Beitrag für den Auslands-Oscar. aB 29. septemBer 2011 in der schauBurg schweiz/luxemburg 2010 Regie Drehbuch Darsteller
laufzeit bilder
Stéphanie chuat, Véronique reymond Stéphanie chuat, Véronique reymond Michel Bouquet, Florence Loiretcaille, Eric caravaca, joël Delsaut, Valérie Bodson, Fabienne Barraud 87 Minuten Arsenal Filmverleih
filmvorstellungen
DEr PubLiKumSLiEbLiNG DEr bErLiNALE 2011 29
EiN FEst DEs SCHwA w rzEN HumOrS. wA EiN briLLANtEr r Film! DiE ZEit
DON
CHEADLE
BRENDAN
GLEESON
E TH D R A U G rz A w H SC t H E i E S r i N i E
Ab 22. SEPtEmbEr im KiNO www.GUARD-DERFILM.DE
filmvorstellungen 30
4 tage im mai —
WENIgE TAgE VOr ENDE DES 2. WELTKrIEgES ErgIBT SIcH AN DEr OSTSEEKÜSTE EINE uNgEWÖHNLIcHE PATT-STELLuNg. ANTIKrIEgSFILM, DEr MIT SIcHErEr INSZENIEruNg uND guTEM SPIEL DAS PAuSIErEN VOM KrIEg IN uNErWArTETEN STIMMuNgEN ErLEBBAr MAcHT.
» Das Ende des Zweiten Weltkrieges steht kurz bevor. Einen aus nur acht Männern bestehenden Trupp der roten Armee verschlägt es an die deutsche Ostseeküste, wo sie sich in einem Kinderheim einnisten – sehr zum Missfallen der Erzieherinnen und ihrer Schützlinge. Fast gleichzeitig taucht am Strand eine Überzahl deutscher Soldaten auf. Der Neffe der Heimleiterin, der kleine Peter, wird aufgrund seiner russischkenntnisse zum Sprachrohr zwischen den Feinden. Doch Peter, dem es nicht gefällt, dass sich sein großer Schwarm Anna in einen der russen verliebt, nutzt sein Privileg zur gegenseitigen Aufstachelung der deutschen und russischen Soldaten. Der Konfl ikt eskaliert...
Die Idee zum Film stammte von Hauptdarsteller und Ko-Produzent Aleksei guskov, der als verhinderter Dirigent aus „Das Konzert“ auch bei uns bekannt wurde. Erstaunlich friedlich und harmonisch zeigt sich Krieg in „4 Tage im Mai“: gräuel werden nur angedeutet, Schrecken ereignet sich allein im Off. „Ich habe den jungen zu der wahren geschichte hinzu erfunden und versuche, das ganze aus einer naiven und kindlichen Perspektive zu erzählen,“ erklärte Achim von Borries die ungewöhnliche Sichtweise. So entsteht in dieser einzigartigen, isolierten Situation eine seltsame Patt-Stellung, bei der es immer wieder Treffen der feindlichen Truppen, aber lange keine gefechte gibt. Von Borries referiert bewusst nicht auf bekannte deutsche Antikriegs-Filme. Aber auch guskov setzt sich von der viel zahlreicheren Tradition sowjetischer Kriegsfi lme ab. Die ungewöhnliche Entscheidung, russen von russen spielen zu lassen und die Wehrmachts-Krieger mit Deutschen zu besetzen, sorgt ebenso wie die Beibehaltung der jeweiligen Sprachen ohne Synchronisation für größere glaubhaftigkeit. glücksfall eines interessanten und sicher viel besprochenen Films, der auch internationales Publikum stark bewegte.
aB 29. septemBer 2011 in der schauBurg Deutschland, Russland 2011 Regie & buch Achim von Borries Darsteller: Pavel Wenzel, Aleksei guskov, Andrej Merzlikin, grigoriy Dobrygin, Angelina Häntsch, gertrud roll, Petra Kelling, Alexander Held, Martin Brambach laufzeit 97 Minuten bilder X-Verleih Fsk 12 Anzeigen
Schauburg – Repertoire
DIE DREI MUSKETIERE
AB DO 1.9.
REGIE: Paul W.S. Anderson („Resident Evil“) MIT: Logan Lerman („Percy Jackson - Diebe im Olymp“) Milla Jovovich („Das fünfte Element“) Til Schweiger („Keinohrhasen“) Orlando Bloom („Fluch der Karibik“) Christoph Waltz („Inglourious Basterds“) Frankreich im 17. Jahrhundert. Gleich an seinem ersten Tag in Paris legt sich der junge D‘Artagnan mit den Musketieren Athos, Porthos und Aramis an. Doch als er mit geschickter Klinge die Truppen des Fieslings Rochefort in die Flucht schlägt, nimmt das Trio den jungen Abenteurer in ihrem Kreis auf. Gemeinsam müssen sie einen drohenden Krieg zwischen Frankreich und England abwenden, den der machthungrige Kardinal Richelieu und die teuflische Milady de Winter herbeiführen wollen. Opfer ihrer Intrige sind der leichtgläubige König Louis XIII. und der Herzog von Buckingham. Der Auftrag stürzt die Vier in atemberaubende Abenteuer zu Lande, zu Wasser und in der Luft und führt sie an die geheimsten Orte und in die gefährlichsten Situationen. Um zu überleben, haben sie nur eine Chance: Einer für alle! Alle für einen!
KILL THE BOSS
FILMhighlights im September 31
TOP GUN (1986)
Ausgezeichnet mit dem OSCAR! REGIE: Tony Scott („Unstoppable“, „Mann unter Feuer“, „Der Staatsfeind Nr. 1“) MIT: Tom Cruise („Knight and Day“, „Operation Walküre“, „Mission: Impossible“) Val Kilmer („Alexander“, „Heat“) Tim Robbins („Die Verurteilten“) Fliegen - das war schon immer der Traum von Pete „Maverick“ Mitchell und das bei der Army der Vereinigten Staaten. Diesen Traum will sich der junge Draufgänger gemeinsam mit seinem Freund Nick „Goose“ Bradshaw nun endlich erfüllen, als er auf der Luftwaffenakademie zu der Elite-Einheit der „Top Gun“ stößt. Dabei fällt „Maverick“ zunächst einmal durch sein loses Mundwerk auf - aber auch mit einem Flugzeug scheint er umgehen zu können. Allerdings riskiert er einmal zu viel. Es kommt zu einem tragischen Zusammenstoß - ausgerechnet mit seinem Freund „Goose“, der dabei ums Leben kommt. Die Begeisterung für die Fliegerei kann das bei Pete allerdings nicht lähmen. Im Gegenteil: Er „trainiert“ von nun an noch fanatischer und alle halten ihn für Wahnsinnig...
AB DO 1.9.
REGIE: Seth Gordon („Mein Schatz, unsere Familie und ich“) MIT: Jason Bateman („Umständlich verliebt“) Jason Sudeikis („Alles erlaubt“) Jennifer Aniston („Meine erfundene Frau“) Colin Farrell („Miami Vice“, „S.W.A.T“) Kevin Spacey („American Beauty“, „21“) Jamie Foxx („Dreamgirls“) Donald Sutherland („Space Cowboys“) Nick, Kurt und Dale erleben ihre tägliche Plackerei inzwischen als derart unerträglich, dass es für sie nur noch eine Option gibt: Weil sie sich eine Kündigung nicht leisten können, müssen sie ihre Bosse loswerden. Zu diesem Zweck trinken sie sich reichlich Mut an und lassen sich von einem aufdringlichen Ex-Knacki zu einem windigen Komplott überreden … das Ergebnis ist ein komplizierter, angeblich todsicherer Plan, der sie ein für alle Mal von ihren Arbeitgebern befreien soll. Ein kleines Problem bleibt allerdings ungelöst: Selbst die besten Pläne sind nur so narrensicher wie die Köpfe, die sie sich ausgedacht haben.
CONAN
AB DO 8.9.
REGIE: Marcus Nispel („Freitag der 13.“) MIT: Jason Momoa (Serie „Stargate: Atlantis“) Stephan Lang („Avatar“) Rachel Nichols Ron Perlman („Hellboy“) Um den Mord an seinem Vater und das Gemetzel an den Bewohnern seines cimmerischen Heimatdorfes zu rächen, macht sich Conan auf die Suche nach dem sadistischen Warlord, der das Blutbad verantwortet. Doch dieser Warlord, Khalar Zym, sucht seinerseits die junge Tamara, die sich ihm immer wieder entzieht – sie spielt in einem rätselhaften Auferstehungsritual eine entscheidende Rolle. Als Conan Tamara entführt, um sie als Köder zu benutzen, verfolgen ihn Monster und ganze Heere, bis er sich in einer uralten verwunschenen Opferhöhle dem Kampf stellt... Conan und seine Abenteuer werden im hyborianischen Zeitalter als kolossaler 3D-Action-Film zu ganz neuem Leben erweckt.
PREVIEW am Mi 7.9., 20:00 Uhr
FREUNDE MIT GEWISSEN VORZÜGEN
AB DO 8.9.
REGIE: Will Gluck („Einfach zu haben“) MIT: Justin Timberlake („The Social Network“, „Bad Teacher“) Mila Kunis („Nie wieder Sex mit der Ex“, „Black Swan“) Woody Harrelson („Sieben Leben“, „2012“) Die junge New Yorker Headhunterin Jamie überredet den aufstrebenden Dylan , seinen Job in San Francisco zu kündigen und einen neuen im Big Apple anzutreten. Obwohl sich die beiden sofort voneinander angezogen fühlen, erkennen sie in sich all das, wovor sie in früheren Beziehungen immer geflüchtet sind, und entscheiden sich daher, nur gute Freunde zu werden. Freunde mit gewissen Vorzügen. Jamie und Dylan scheinen das perfekte Arrangement für sich gefunden zu haben – bis sie feststellen, dass an alles im Leben immer auch bestimmte Bedingungen geknüpft sind.
LADYPALAST
inklusive Buffet und ein Glas Sekt
nur Mi 7.9., 19:45 Uhr
MI 14.9. 19:45 UHR
MÄNNERHERZEN 2
AB DO 15.9.
REGIE: Simon Verhoeven („Männerherzen“) MIT: Til Schweiger („Kokowääh“) Nadja Uhl („Dschungelkind“) Christian Ulmen („Jerry Cotton“) Florian David Fitz („Vincent will Meer“) Maxim Mehmet („Unter Nachbarn“) Die Helden aus „Männerherzen“ kehren zurück und suchen mehr denn je „die ganz, ganz große Liebe“. So heißt auch der neue Song von Schlagerstar Bruce Berger, der sich jetzt reif für ein eigenes Plattenlabel hält und dafür Hilfe von Günther und Niklas braucht. Während Bruce sich „leicht“ überschätzt, nimmt Jerome eine Auszeit bei seinen Eltern auf dem Land, Niklas stürzt sich ins Dating-Game, Philip wird Vater, und Günther hat sehr spezielle Beziehungsprobleme... Lebensentwürfe und Wahrheiten prallen turbulent aufeinander und berühren, bei aller Komik, ganz ganz tief mit ihrer Ehrlichkeit – Männer eben!
PREVIEW am Mi 14.9., 20:00 Uhr
WICKIE AUF GROSSER FAHRT
AB DO 29.9.
REGIE: Christian Ditter („Vorstadtkrokodile“, „Französisch für Anfänger“) MIT: Jonas Hämmerle Christoph Maria Herbst Günther Kaufmann Wann wird aus dem kleinen Wickie endlich ein richtiger Wikinger? Diese Frage lässt seinem Vater Halvar keine Ruhe. Doch als der Schreckliche Sven den Häuptling von Flake entführt, schlägt unverhofft Wickies große Stunde. Als stellvertretender Häuptling führt er die Starken Männer an und bekommt dabei Unterstützung von der furchtlosen Svenja. Sie nehmen Kurs aufs Kap der Angst und gelangen nach turbulenten Abenteuern zu Svens Burg, aus der Halvar befreit werden muss. Die größte Aufgabe steht den Wikingern aber noch bevor: Über stürmische Ozeane, tropische Strände und durch gefährliche Eiswüsten machen sie sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Schatz der Götter. Auch der Schreckliche Sven setzt alles daran, ihn zu bekommen, aber Wickie wäre nicht Wickie, wenn er dies nicht mit schlauen Einfällen zu verhindern wüsste.
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Filmvorstellungen
32 MORITZ
BLEIBTREU
GEORG
FRIEDRICH
URSULA
STRAUSS
UWE
BOHM
MARTHE
KELLER
UDO
SAMEL
NACH „DER KNOCHENMANN“ UND „SILENTIUM“ DER NEUE FILM VON
WOLFGANG MURNBERGER
„Ein großes Vergnügen.“ Süddeutsche Zeitung
„Gewitzt und überraschend.“ Spiegel Online
AB 01. SEPTEMBER IM KINO