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Programmheft September 2018

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PROGRAMMHEFT SEPTEMBER 2018 „Es ist wieder da, das Wackersdorf-Gefühl.“ Süddeutsche Zeitung

AB 20.9. IM KINO!


INHALT NEU IM SEPTEMBER AB 6. SEPTEMBER MENASHE AB 13. SEPTEMBER MACKIE MESSER – BRECHTS 3GROSCHENFILM GLÜCKLICH WIE LAZZARO EINGEIMPFT STYX AB 20. SEPTEMBER DAS DORF DER VERGESSLICHEN UTØYA 22. JULI Liebe Gäste und Freunde der Schauburg, KLEINE HELDEN vom 28. bis 30. September 2018 ist es wieder soweit. An diesen drei WACKERSDORF WIR SIND CHAMPIONS Tagen bestimmt das 70mm breite analoge Filmband das Programm AB 27. SEPTEMBER I CAN ONLY IMAGINE im großen Schauburg Cinerama Saal. Filmfreunde aus ganz THE MAN WHO KILLED DON QUIXOTE Deutschland und Europa, ja sogar aus Japan und den USA lassen es OFFENES GEHEIMNIS sich alljährlich nicht nehmen, das Königsformat des Kinos in einem

BEVOR DER VORHANG AUFGEHT

Filmtheater der „alten Schule“ zu genießen. Vorführungen, die so kaum noch möglich sind heutzutage. Schauern Sie doch einmal rein und erleben Sie Festival Atmosphäre mit Filmen wie z.B. Jacques Tatis „Playtime“, der in einer wunderschönen restaurierten 70mm Filmkopie zu sehen sein wird. Wir sehen uns in der Schauburg …

SPECIALS IN DER SCHAUBURG KINDERKINO SENIORENKINO

Mit cineastischen Grüßen

PROGRAMMVORSCHAU

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SONDERPROGRAMM

OKTOBER 2018

18 20 21

22

IMPRESSUM AUSGABE #112

Schauburg Kino Herbert Born, Marienstr. 16, 76137 Karlsruhe Tel: 0721 35 000 11 Fax: 0721 38 00 47 redaktion@schauburg.de schauburg.de REDAKTION Herbert Born, Wolfram Hannemann (www.wolframhannemann.de) GESTALTUNG Dušan Tomić HERAUSGEBER

Alle Starttermine sind unverbindlich. Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar. Das kostenlose Filmmagazin des Schauburg Filmtheaters, erscheint monatlich.


NEU IM SEPTEMBER 04

MENASHE USA 2017 — OmU (Jiddisch mit deutschen Untertiteln)

Ein Undercover-Agent und eine Meeresbiologin verlieben sich ineinander. Als sie auf Tauchgang geht, wird er entführt. Mischung aus Romanze, Terrorismus-Diskurs und Auseinandersetzung über den Umgang mit der Natur. Was für ein Shlimazel (Pechvogel)! Zuerst verliert Menashe seine Frau, und jetzt will ihm auch noch sein hochnäsiger Schwager diktieren, ob und wann er seinen Sohn Rieven sehen darf. Dabei ist Menashe doch mehr als bemüht, es allen recht zu machen: seinem Chef im koscheren Supermarkt, dem Ruv (Rabbiner) und natürlich der Mischpoke (Familie). Leider bringt Menashe – freundlich gesagt – nicht die besten Voraussetzungen mit: Er ist ziemlich tollpatschig, ein Chaot, wie er im Buche steht, und er tritt gern mal in alle zur Verfügung stehenden Fettnäpfchen. Auch als Vater macht er nicht immer eine gute Figur. Dabei möchte Menashe eigentlich nur eines: in Ruhe und Frieden allein mit seinem Sohn Rieven leben. Doch das geht nicht, sagt der Rabbi, weil die Thora das anders vorschreibt. Menashe muss wieder heiraten, erst dann darf er seinen Sohn wieder zu sich holen. Verschiedene Frauen stehen zur Wahl, aber Menashe kann und will sich nicht festlegen und schickt sie alle weg. Irgendwann muss sich der gutmütige Menashe entscheiden, welchen Weg er gehen will: für oder gegen die Tradition. Joshua Z. Weinsteins legt hier nach mehreren Dokumentationen seinen ersten Spielfilm vor. Sein Kinodebüt ist dabei sehr dicht am Dokumentarspielfilm, denn der sympathische, voluminöse Hauptdarsteller Menashe Lustig hat viel mit seiner Rolle gemeinsam. Auch er ist Witwer, Vater und Supermarktverkäufer, hat allerdings auch eine Karriere als Comedian gemacht und wurde bekannt als erster Chasside auf YouTube. Er spielt den Menashe als klassischen Helden wider Willen – seine Absichten könnten gar nicht besser sein, aber es mangelt an der Durchführung und vor allem am Selbstbewusstsein. Dieser freundliche, stämmige Mann mittleren Alters scheint so gar nicht zum Rebellen geboren, aber für seinen Sohn ist Menashe bereit, über seinen Schatten zu springen. „Menashe“ ist bei allem Willen zur höchstmöglichen Authentizität nicht nur ein interessantes Zeitdokument, sondern vor allem eines: eine sehr warmherzige, tragikomische Geschichte.

AB 6. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG

REGIE & BUCH Joshua Z. Weinstein DARSTELLER

Menashe Lustig, Yoel Weisshaus, Meyer Schwartz, Ruben Niborski, Yoel Falkowitz, Ariel Vaysman LAUFZEIT 83 Minuten FSK 6 VERLEIH Mindjazz Pictures


„Ein aufwühlendes Erlebnis, wie man es nur selten im Kino hat.“ SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

AB 20. SEPTEMBER IM KINO /Utoya.DerFilm


NEU IM SEPTEMBER 06

MACKIE MESSER – BRECHTS 3GROSCHENFILM Deutschland 2018

Auf die Leinwand gefunden hat es das Stück von Brecht und Weill nur selten. Weshalb das so ist, das erklärt dieses Opus, das Realität und Fiktion virtuos verschmelzen lässt. Ein mutiger großer Wurf, der dem deutschen Kino guttut! Am Anfang ist der Streit. Und der fällt heftig aus bei der Generalprobe von „Die Dreigroschenoper“ am Theater am Schiffbauerdamm. „Ist doch Quatsch, ist doch albern Herr Brecht!“, meckert Mackie Messer alias Tobias Moretti. „Das ganze Stück ist doch eine Sauerei!“ klagen andere. Doch die Premiere am 31. August 1928 gerät zum sensationellen Triumph und wird zum größten Theatererfolg der Weimarer Republik avancieren. Prompt will ein findiger Film-Produzent den populären Stoff ins Kino bringen. Brecht sollte die Grundlage für das Drehbuch liefern. Sein radikales Exposé „Die Beule – Ein Dreigroschenfilm“ sorgt bei der Nero-Film AG freilich für Entsetzen. Der Autor verweigert sich mit genüsslichem Trotz den Regeln der Filmindustrie. „Wer die Handlung nicht gleich begreift, braucht sich nicht den Kopf zu zerbrechen. Sie ist unverständlich. Wenn Sie nur etwas sehen wollen, was einen Sinn macht, dann müssen Sie auf das Pissoir gehen. Der Eintrittspreis wird auf keinen Fall zurückerstattet“, spricht er das werte Publikum direkt an. Parallel zur Geschichte vom Kampf des Brecht gegen die Branche („Die Filmindustrie ist zu doof und muss erst bankrott gehen.“) gibt es dessen Visionen einer Verfilmung seiner „Dreigroschenoper“ in Episoden zu erleben. Regisseur Joachim Lang weiß sehr genau, wovon er erzählt, immerhin schrieb er seine Doktorarbeit über die „Dreigroschenoper“ und war acht Jahre lang künstlerischer Leiter des Brecht-Festivals. Das ambitionierte Werk ist allemal sehenswert und unterhaltsam – und das nicht nur für Deutschlehrer und Brechtologen! Das hochkarätige Ensemble hat sichtlich Spaß an dieser Variante des Klassikers. „Ein Film, der mit Sehgewohnheiten bricht, Überraschungen bietet und neue Möglichkeiten aufzeigt. Es ist ein Experiment, ein Versuch etwas Neues zu wagen, ich bin mir bewusst, dass dies auch Widerspruch auslösen wird“, kommentiert der Regisseur sein Konzept. An dieser Verfremdungs-Wundertüte hätte Brecht wohl sein Vergnügen gehabt – ihm selbst bleibt das bewegende Schlusswort, „An die Nachgeborenen“ im Original-Ton mit Augsburger Dialekt.

AB 13. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG

REGIE Joachim Lang DARSTELLER Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung, Joachim Król, Claudia Michelsen, Britta Hammelstein, Christian Redl LAUFZEIT 130 Minuten FSK 6 VERLEIH Wild Bunch Germany


NEU IM SEPTEMBER 07

GLÜCKLICH WIE LAZZARO Italien, Frankreich, Deutschland, Frankreich, Schweiz 2018

Jahrelang gelang es einer italienischen Adligen noch Anfang der 1980er Jahre ihre Landarbeiter in einer Art Leibeigenschaft zu halten. Poetisch-sozialkritische Fabel, die das neorealistische italienische Kino auferstehen lässt Irgendwo im kargen, gebirgigen Süden Italiens lebt Lazzaro (Adriano Tardiolo). Der gutmütige, junge Knecht mit dem kindlich-staunenden Blick arbeitet unermüdlich auf dem Landgut L’Inviolata. Ob nachts die Hühner vor dem Wolf geschützt werden müssen, die verkrüppelte Nonna ins Haus getragen werden muss oder Tabakkisten geschleppt, immer muss Lazzaro ran. Doch den jungen Mann scheint das wenig zu erschüttern. Zusammen mit einer Sippe von Landarbeitern lebt er in Armut. Denn alle zusammen schuften sie wie Leibeigene für die Zigarettenkönigin, die Marquesa Alfonsina de Luna (Nicoletta Braschi). Aber ausgerechnet De Lunas Sohn, der etwas überhebliche Tancredi (Luca Chikovani), bringt das feudale Gefüge seiner Mutter ins Wanken. Er nähert sich Lazzaro und überredet ihn seine Entführung vorzutäuschen … Meisterhaft lässt Regisseurin Alice Rohrwacher in ihrem poetisch-märchenhaften und zugleich krass realistischen Film das neorealistische italienische Kino auferstehen. Angefangen vom frühen, legendären Roadmovie „La Strada“ bis hin zu Bernardo Bertoluccis klassenkämpferischem Epos „1900“ finden sich Anklänge in ihren faszinierenden, oftmals lyrischen Bildern. Wie einst Gelsomina als tragisch tapfere Gestalt ihrem Zampano folgte, so folgt Rohrwachers Held Lazzaro voller Urvertrauen Tancredi, dem Sohn der Marquese. Dabei scheint auch er, trotz allem Unrecht, nie die Hoffnung aufzugeben, dass die Menschlichkeit sich doch noch in Tancredi regen wird. Klug zeigt die 36jährige Italienerin in ihrer zurückhaltenden Inszenierung ganz unspektakulär die Auswirkungen des global-entfesselten Kapitalismus der Moderne. Die scheinbar befreiten Landarbeiter geraten vom Regen in die Traufe. Und wie in De Sicas berührenden neorealistischen Klassiker „Fahrraddiebe“ können sie sich nur in Kleinkriminalität retten. Wie bereits in ihrem vorherigen Film „Land der Wunder“ erweist sich die preisgekrönte Regisseurin erneut als absolut herausragende Stimme des italienischen Gegenwartskino.

AB 13. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG

REGIE & DREHBUCH Alice Rohrwacher DARSTELLER

Adriano Tadiolo, Luca Chikovani, Tommaso Ragno, Nicoletta Braschi, Agnese Graziani, David Bennent, Alba Rohrwacher, Sergi Lopez LAUFZEIT 125 Minuten VERLEIH Piffl Medien


NEU IM SEPTEMBER 08

SONDERVORSTELLUNG in Anwesenheit des Regisseurs David Sieveking

EINGEIMPFT Deutschland 2018

Filmemacher David Sieveking nahm die Geburt seiner ersten Tochter zum Anlass, den Vor- und Nachteilen vom Impfen auf den Grund zu gehen. Spannender, aufklärerischer Beitrag zu einem vielschichtigen Thema. David Sieveking und seine Freundin Jessica de Rooij werden Eltern einer gesunden Tochter. Alles könnte harmonisch sein, doch schon nach wenigen Wochen wird die familiäre Idylle gestört. Denn das Mädchen soll gegen acht verschiedene Krankheiten geimpft werden. Spätestens jetzt kommen Fragen auf, mit denen sich die meisten Eltern irgendwann beschäftigen müssen. Fragen, die auf Spielplätzen und Kitas oft zu Diskussionen führen: Impfen, ja oder nein? Wann ist der richtige Zeitpunkt? Gegen was soll geimpft werden? Eine klare Antwort darauf scheint es nicht zu geben. Deshalb beschließt Sieveking, das Thema professionell zu bearbeiten und steigt in die Recherche ein. Sieveking verleiht seinem neuen Film nicht zuletzt deshalb einen persönlichen Anstrich, da er den Betrachter hautnah an seinem Alltag mit der Neugeborenen teilhaben lässt. Und damit ebenso an den Ängsten und Sorgen frischgebackener Eltern. Der Aspekt „Impfen“ steht dabei in den ersten Minuten gar nicht so sehr im Mittelpunkt, vielmehr zeigt Sieveking auf ebenso freimütige wie sympathisch-humorvolle Weise auf, wie sehr ein Kind das Leben von Eltern zunächst einmal durcheinander wirbelt. Nach und nach rückt „Impfen“ als filmisches Motiv dann in den Vordergrund. Der Filmemacher verknüpft seine eigene Geschichte in der Folge immer stärker mit einer umfassenden, allgemeinen Recherche zum eigentlichen Sujet des Films. So zynisch es klingen mag: Eine bessere Voraussetzung für die filmische Bearbeitung als die eigene Situation in der Familie, hätte sich der Regisseur dabei gar nicht wünschen können. Am Ende muss jeder individuell für sich die Frage beantworten, was er in welcher Form seinem Kind verabreichen will. Die Doku leistet aber in jedem Fall einen wichtigen Beitrag dazu, sich ausführlich über das Thema zu informieren und sich diesem in all seinen Facetten konstruktiv zu nähern.

AB 13. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG

REGIE & DREHBUCH David Sieveking DARSTELLER David Sieveking, Jessica de Rooji u.a. LAUFZEIT 95 Min. FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH Farbfilm

Sonntag, 23.09. um 20 Uhr


NEU IM SEPTEMBER 09

PREMIERE

in Anwesenheit der Regisseurin Madeleine Dallmeyer

STYX Deutschland / Österreich 2018

Eine Notärztin stößt beim Segeln auf einen manövrierunfähigen Fischkutter mit über hundert Flüchtlingen. Beklemmendes Drama, das die aktuelle Flüchtlingskrise auf einen moralischen Konflikt herunterbricht.

DAS DORF DER VERGESSLICHEN

Montag, 17.09. um 18:30 Uhr

Deutschland 2018 — Dokumentation

Rike (Susanne Wolff), Anfang 40, ist Notärztin, und sie beherrscht ihr Handwerk. Auf Gibraltar belädt sie ihr Segelboot mit allem, was sie für eine mehrwöchige Reise braucht. Ihr Ziel: die Insel Ascension im Südatlantik. Im Folgenden blickt ihr die Kamera genau zu: Segel setzen, steuern, navigieren, Funksprüche beantworten, sogar einen nächtlichen Sturm übersteht sie unbeschadet. Bei Rike stimmt jeder Handgriff, stets weiß sie, was zu tun ist. Doch plötzlich entdeckt sie, nur 150 Meter neben ihrem Segelboot, einen manövrierunfähigen Fischkutter, beladen mit über hundert Flüchtlingen vom afrikanischen Festland. Rike versucht, per Funk Hilfe herbeizurufen. Gleichzeitig wirkt ihr Boot auf die Flüchtlinge wie ein Magnet, der Rettung zu verheißen scheint: Sie springen ins Wasser. Ihr Boot ist aber zu klein, ihre Vorräte sind zu gering. Wie kann Rike helfen? Was für ein Gegensatz: Auf der einen Seite die deutsche Frau in ihrem schnittigen, Wohlstand signalisierenden Segelboot, auf der anderen Seite erschöpfte Flüchtlinge auf einem sinkenden Seelenverkäufer – das ist schon eine starke Allegorie, die Regisseur Wolfgang Fischer für seinen Film gefunden hat. In Zeiten, in denen rechtspopulistische Rattenfänger mit bangemachenden Parolen die Angst vor allem Fremden schüren, bricht „Styx“, jener mythische Fluss in der Unterwelt, bei dem die Götter ihre Eide schworen, die Flüchtlingsproblematik auf einen moralischen Konflikt herunter, für den es keine Lösung gibt. Nicht zu helfen, ist keine Option. Das ist die ebenso einfache wie einleuchtende Essenz des Films. Fischer zeigt das ohne Pathos, nichts wirkt aufgesetzt oder übertrieben. Die Dinge sind so, wie sie sind. Fast hat man den Eindruck, als nehme der Regisseur die Position des distanzierten Beobachters ein. Die Kamera sieht Rike geduldig zu, bei der Arbeit, beim Segeln, und lässt den Dingen ihre Zeit, so dass eine unterschwellige Spannung entsteht. Susanne Wolff verkörpert perfekt die tüchtige, erfolgreiche, aber auch bewusst lebende Frau, die für alles eine Lösung hat. Bis sie an ihre Grenze kommt.

Dokumentarfilm, der das Leben einer Gruppe von Demenzpatienten aus Deutschland und der Schweiz zeigt, die in einem thailändischen Dorf von einheimischen Pflegern und Pflegerinnen betreut werden. Demenzpatienten aus Europa, inmitten eines thailändischen Dorfes. In Faham im Norden Thailands werden sie Tag und Nacht gepflegt und versorgt. In Paaren bewegen sich Patienten und Pfleger durch die Straßen des Dorfes – für die Bewohner des Dorfes ein alltägliches Bild. Die Kulturen könnten kaum unterschiedlicher sein – und doch funktioniert der eine nicht ohne den anderen. Da ist Kurt, der über 70 ist, sich aber 30 wähnt. Die Freundinnen Margrit und Ruth, die sich – in einer Fantasiesprache – bestens verstehen. Pflegerin Nid, die sich mit unglaublicher Fürsorge ihrem eigenwilligen Patienten Geri widmet. Martin, der seit kurzem in Faham lebt, aber glaubt, nie in Thailand gewesen zu sein. Der Bürgermeister, der den Spagat zwischen Offenheit und Tradition schaffen muss. Und da ist der Schweizer Leiter Martin Woodtli, der aus eigener Not die Idee für dieses außergewöhnliche Pflegeprojekt hatte. Und dessen thailändische Frau, die eine Cowboy-Weihnachtsparty für das ganze buddhistische Dorf organisiert. Der Film erzählt vom Zusammenleben, vom Vergessen und Erinnern, von Liebe und Freundschaft. „Das Menschliche, nicht die Defizite, steht in diesem Dorf im Vordergrund und macht so auf wundervolle Weise selbst die unvorstellbarsten Situationen erlebbar. Der Verlust der Erinnerung durch Demenz ist traurig und schmerzhaft. Doch dass die Gegenwart weiterhin da ist und mit ihr das Erfahren von Freude, Humor und Freundschaft, hat mich sehr berührt“, sagt Regisseurin Madeleine Dallmeyer. Mit ihrem Langfilmdebut hat sie einen Film geschaffen, der auf tragische, aber mitunter auch sehr komische Weise ein Thema behandelt, das mit dem Älterwerden der eigenen Eltern so gut wie jeden betrifft.

AB 13. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG

AB 20. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG

REGIE Wolfgang Fischer DARSTELLER Susanne Wolff, Gedion Oduor Wekesa, Alexander Beyer, Inga Birkenfeld, Anika Menger LAUFZEIT 94 Minuten VERLEIH Zorro

REGIE Madeleine Dallmeyer LAUFZEIT 94 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH Filmdisposition Wessel


NEU IM SEPTEMBER 10

KLEINE HELDEN

UTØYA 22. JULI

Frankreich 2016

Norwegen 2018

Minutiöse Aufarbeitung des schlimmsten Terrorangriffs, der Norwegen vor genau sieben Jahren heimgesucht hat.

Doku über fünf Kinder, die trotz immenser gesundheitlicher Einschränkungen ihre Hoffnung nicht verloren haben. Lebensbejahender Film, der die Welt aus der Sicht von Kindern näher bringt. Bewegend und zutiefst ehrlich.

Die Gegen halb vier am 22. Juli 2011 explodierte im Osloer Regierungsviertel eine Bombe und tötete acht Menschen. Zwei Stunden später fiel auf der vor der norwegischen Küste gelegenen Insel Utøya der erste Schuss, abgefeuert von Anders Behring Breivik, der in den nächsten Minuten insgesamt 69 Menschen tötete, die meisten unter 20 Jahre alt, Schulkinder, die für ein Ferienlager auf der Insel weilten. Wie diese Jugendlichen die Minuten der Angst erlebten, wie sie mitansehen mussten, wie Freunde ermordet wurden, wie sie verzweifelt versuchten, sich zu retten, irgendwo ein Versteck zu finden, in Todesangst ausharrten, bis endlich die Polizei auf der Insel eintraf, um Breivik festzunehmen, das ist das Thema von Erik Poppes „Utøya 22. Juli.“ Die Form, die Poppe, der bislang eher Melodramen wie „Tausendmal gute Nacht“ oder historische Stoffe wie „The King's Choice – Angriff auf Norwegen“ gedreht hatte, dabei wählt, ist die einer immersiven, ungeschnittenen Einstellung. Nach ein paar Dokumentaraufnahmen, die den Bombenanschlag in Oslo zeigen, schneidet der Film auf die Insel, wo seine Hauptfigur Kaya (Andrea Berntzen) zusammen mit Schulfreunden gerade ihr Zelt einrichtet. Doch per Handy erfahren die Schüler erste Nachrichten vom Anschlag in der Hauptstadt, im Fernsehen laufen Bilder, die ein Bild des Chaos vermitteln, doch bevor die Nachricht sacken kann, geht das Grauen schon los: Schüsse hallen über die Insel, in Panik wegrennende Jugendliche lassen keinen Zweifel daran, was sich hier anbahnt. Im folgenden bleibt die mobile Kamera von Martin Otterbeck immer ganz nah bei Kaya, rennt mit ihr weg, versteckt sich mit ihr, liegt mit ihr hinter Büschen und auf dem Waldboden, blickt mal minutenlang in ihr verzweifeltes Gesicht, bleibt mal unbarmherzig auf der blutigen Wunde eines Schulfreundes hängen. Technisch betrachtet ist das fraglos eindrucksvoll, eine bemerkenswerte Koordinationsleistung, auch schauspielerisch überzeugend, gerade von Andrea Berntzen, die fast in jedem Moment im Bild zu sehen ist.

Ambre, Camille, Charles, Imad und Tugdual sind die „Kleinen Helden“ dieser Doku. Sie alle teilen dasselbe Schicksal: Sie sind todkrank und wissen, dass sie vielleicht nicht lange leben werden. Das hält die zwischen sechs und neun Jahre alten Kinder aber nicht davon ab mit Freunden zusammen zu sein, Quatsch zu machen, Fangen oder Fußball zu spielen. Dazwischen stehen für die Fünf immer wieder Untersuchungen, Therapien oder mehrmonatige Aufenthalte in Kliniken an. „Kleine Helden“ taucht in diese Welt zwischen Optimismus, Humor und dem Kampf gegen die Krankheit ein. Die Regisseurin des Films, Anne-Dauphine Julliand, arbeitet eigentlich als Journalistin und Autorin. Auf die Idee für „Kleine Helden“ kam sie durch ihr Buch „Deine Schritte im Sand“, das 2011 veröffentlicht wurde. Darin schildert die Französin das kurze Leben ihrer Tochter Thaïs die 2007 im Alter von drei Jahren starb. Im Jahr davor hatten Ärzte eine seltene, erblich bedingte Stoffwechselkrankheit bei dem Mädchen diagnostiziert. Obwohl es um Themen wie Krankheit und Vergänglichkeit geht, wird der Film von einer gelösten Stimmung dominiert und vermittelt fast ununterbrochen Lebensfreude. Julliand gelingt dies, da sie mit ihrer Kamera Ambre, Camille, Charles, Imad und Tugdual auf Schritt und Tritt folgt. Der Zuschauer nimmt so den uneingeschränkten Blickwinkel der Fünf ein und befindet sich beim Spielen und Herumtoben auf Augenhöhe mit ihnen. Es wäre ein leichtes, bei einem Film mit derartigem Inhalt in Schwermut und Pathos zu verfallen. Julliand aber macht genau das Gegenteil. Keine Spur etwa von kitschiger, übertrieben melancholischer Musik. Ebenso wenig hört man zwar gut gemeinte, aber letztlich oft inhaltsleere Phrasen und Durchhalteparolen von Angehörigen oder Medizinern. In „Kleine Helden“ kommen ausschließlich die Kinder zu Wort. Sie stehen einzig und allein im Fokus des Interesses. Auch weil gar nicht erst erwähnt wird, an was sie genau leiden. Damit vermeidet Julliand einen unangebrachten Voyeurismus sowie eine Verschiebung des inhaltlichen Schwerpunkts auf die Krankheiten.

AB 20. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG REGIE Erik Poppe BUCH Anna Bache-Wiig & Siv Rajendram Eliassen DARSTELLER Andrea

Berntzen, Aleksander Holmen, Brede Fristad, Elli Rhiannon Müller Osbourne, Sorosh Sadat LAUFZEIT 92 Minuten VERLEIH Weltkino

AB 20. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG

REGIE & DREHBUCH Anne-Dauphine Julliand DARSTELLER Ambre, Camille, Tugdual, Charles, Imad LAUFZEIT 80 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH Little Dream

Entertainment


AB

13. SEPTEMBER IM KINO

VERGISS MEIN NICHT DER NEUE FILM VON DAVID SIEVEKING NACH

FAMILIE MIT NEBENWIRKUNGEN

SONDERVORFÜHRUNG IN ANWESENHEIT VON REGISSEUR DAVID SIEVEKING AM SO., 23. SEPTEMBER UM 20 UHR IN DER SCHAUBURG

EINGEIMPFT.FILM

WWW.EINGEIMPFT-FILM.DE

EINGEIMPFT.FILM DAS BUCH ZUM FILM ERSCHEINT IM VERLAG


NEU IM SEPTEMBER AUGUST 12

SONDERVORSTELLUNG in Anwesenheit des Regisseurs Oliver Haffner Dienstag, 25.09. um 18:00 Uhr

WACKERSDORF Deutschland 2018

Eine ganze Dorfgemeinschaft engagiert sich in den 1980er-Jahren gegen den Bau einer atomaren Wiederaufbereitsungsanlage. Regisseur Oliver Haffner errichtet diesen Bürgern nun ein filmisches Denkmal Die Oberpfalz in den Achtzigerjahren: In der kleinen Gemeinde Wackersdorf im Landkreis Schwandorf geht alles seinen gewohnten Gang, bis die bayerische Staatsregierung die Pläne für eine Wiederaufbereitungsanlage für Kernbrennstoffe aufnimmt. Damit die Bürger diesen einschneidenden Schritt fraglos über sich ergehen lassen, versuchen die Verantwortlichen vor allem den Landrat Hans Schuierer (Johannes Zeiler) auf ihre Seite zu ziehen und schmieren ihm deshalb ordentlich Honig ums Maul. Doch unter den Bürgern regen sich erste Widerstände, die auch an Schuirer nicht spurlos vorbeigehen … Heutzutage ist vor allem die niedersächsische Gemeinde Gorleben zum Inbegriff des Atomstreits geworden. Dort befindet sich eines der bekanntesten Atommülllager, das immer wieder von Protesten und argen Auseinandersetzungen zwischen Atomgegnern und der Polizei begleitet wird, wenn Züge ihren hochgiftigen Müll in die Verbrennungsanlage transportieren. Doch schon viele Jahre vorher kam es zu ähnlichen Konfrontationen: In „Wackersdorf“ schildert Regisseur Oliver Haffner („Ein Geschenk der Götter“) nun einen der ersten, auf der Frage „Atomkraft ja oder nein?“ basierenden Konflikte zwischen Bürgern und der deutschen Regierung. Die Einen mögen es trocken nennen, die anderen „aufs Wesentliche reduziert“ – „Wackersdorf“ ist erwartungsgemäß kein Film, in dem visuell auf der Leinwand viel passiert. Haffner hätte sein Projekt auch guten Gewissens für das öffentlich-rechtliche Fernsehen produzieren können, denn aus technischer Sicht präsentiert sich sein Film betont unspektakulär. Erzählerisch sagt sich der auch für das Drehbuch mitverantwortliche Haffner allerdings von den gängigen TV-Drama-Mechanismen los. In „Wackersdorf“ konzentriert sich alles auf die politischen Aspekte der Geschichte.

AB 20. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG

REGIE Oliver Haffner DARSTELLER Johannes Zeiler, Anna Maria Sturm, Peter Jordan, Fabian Hinrichs, Sigi Zimmerschied, Johannes Herrschmann, Frederic Linkemann, Monika Manz LAUFZEIT 123 Minuten FSK 6 VERLEIH Alamode


NEU IM SEPTEMBER 13

WIR SIND CHAMPIONS

I CAN ONLY IMAGINE

»CAMPEONES« — Spanien/Mexiko 2017

Deutschland 2018 — Dokumentation

Ein verkappter Trainer soll einen Sportklub für geistig behinderte Menschen übernehmen. Solider Feelgood-Film, der in ihrem Produktionsland Spanien zum riesigen Publikumshit avancierte.

Lose biographischer Film über Bart Millard, der in der Musikrichtung christlicher Rock ein großer Star ist. Ein Film von unbestreitbarer Kraft, der nebenbei von einem Teil Amerikas erzählt, der in Deutschland meist wenig Beachtung erfährt.

Am liebsten wäre Marco (Javier Gutiérrez) Profibasketballer geworden, doch das vereitelte seine geringe Körpergröße (nur 1,60 Meter). Nun ist er Zweittrainer der spanischen Nationalmannschaft und ein ziemlich ätzender Typ, der Alles und Alle mit Häme überzieht. Dann wird Marco aus dem Verein geschmissen, betrunken beim Autofahren erwischt, zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Die Sozialstunden soll Marco zu seinem Verdruss in einem Sportklub für geistig behinderte Menschen ableisten. Anfänglich genießt nur der kluge Marin (Jesús Vidal) Marcos Respekt, alle anderen Schützlinge würde der ruppige Kerl am liebsten schnellstmöglich loswerden. Trotzdem tut Marco so, als würde er die Chaoten für die anstehende Landesmeisterschaft vorbereiten. Dass er dabei sein Herz entdeckt, wundert kaum. Wider Willen – und wie zu erwarten – steigt Marco vom Saulus zum Paulus auf. Dramaturgisch und inszenatorisch verläuft „Wir sind Champions“ zwar in konventionellen Bahnen, doch das spielfreudige Ensemble um Javier Gutiérrez macht das schnell wieder wett. Außerdem ist der Film handwerklich gekonnt inszeniert. Matte Farben, fröhliche Musik. Teils erinnert das an Jeunets „Die fabelhafte Welt der Amélie“, wenn sich ein Funke Magie in den Alltag schleicht. Und ja, manche Gags sind lustig. Als Marco notgedrungen bei seiner Mutter übernachtet, stellt er sich nachts schlafend, als sie ins Zimmer kommt, und beteuert dann, bald ins Hotel zu gehen. Wo eine mütterliche Widerrede zu erwarten wäre, meint diese trocken: „Mach mir keine Hoffnungen.“ Die runter gerockte Sporthalle des inklusiven Sportvereins, wirkt fast wie ein eigener Charakter. Hier spielt ein Gutteil des Films. Bereits durch ihren maroden Zustand wirft die Halle einen flauen Blick auf den gesellschaftlichen Umgang mit versehrten Menschen. Weil die Komödie in diesem Punkt Partei für die gute Seite ergreift, die der Menschlichkeit, kann man den Macherinnen und Machern am Ende aller Peinlichkeiten zum Trotz kaum böse sein. Sie haben es ja nur gut gemeint – und der Erfolg gibt ihnen in gewisser Weise Recht.

Mitte der 80er Jahre wächst Bart Millard im ländlichen Texas auf. Er ist ein Junge voller Phantasie und Ideen, die jedoch von seinem cholerischen Vater Arthur (Dennis Quaid) für Hirngespinste gehalten werden. Nicht seinen Träumen soll Bart nachlaufen, sondern sich Gedanken darum machen, wie er Geld verdienen kann. Spätestens nachdem die Mutter die Familie verlassen hat wird Barts Leben zum einzigen Kampf gegen den Vater, der ihn schlägt und unterdrückt. Sobald er die High-School beendet hat flieht Bart und zieht nach Oklahoma City. Dort findet er, der inzwischen seine Lust am Singen und komponieren entdeckt hat, Anschluss an eine Band, die bald unter dem Namen MercyMe durch die Provinz tingelt. Doch noch haben sie, noch hat Bart nicht seine Stimme gefunden, nicht entdeckt, was ihn wirklich ausmacht. Erst ihr Manager Scott Brickell (Trace Adkins) erkennt das Talent des jungen Mannes, das immer wieder aufleuchtet. Doch erst als sich Bart seiner Vergangenheit gestellt und seinem Vater vergeben hat, kann er den Song schreiben, der ihn berühmt macht. In zehn Minuten habe er „I Can Only Imagine“ geschrieben, einen Song, der 2001 veröffentlicht wurde und sich schnell zum erfolgreichsten Song des Genres Contemporary Christian Music, in etwa zeitgenössische christliche Musik, mauserte und nicht zuletzt bei Beerdigungen immer wieder gespielt wird. Denn der Song erzählt von der ersten Begegnung mit Jesus, die jeden guten Christen erwartet, die aber kaum vorstellbar ist. So wie es Bart Millard beschreibt und der Film in lose biographischer, zwar zugespitzter, aber doch authentischer Weise erzählt, war es der Kampf seines Vaters mit dem Krebs, der ihn inspirierte. Spät fand der Vater zu Gott und wenn so ein Mann Gott finden kann, dann muss da was dran sein. Ungebrochen erzählen die Brüder Erwin, die schon zuvor erfolgreich im Genre des christlichen Kinos gearbeitet haben, die Geschichte, geprägt von Momenten der Erleuchtung, Szenen, in denen Konzertbesucher mit ausgestreckten Armen der Musik lauschen, als würde Jesus persönlich zu ihnen sprechen.

AB 20. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG REGIE Javier Fesser DREHBUCH David Marqués, Javier Fesser DARSTELLER/INNEN Javier Gutiérrez,

Athenea Mata, Juan Margallo, José de Luna, Sergio Olmo, Jesús Vidal, Gloria Ramos, Julio Fernández LAUFZEIT 124 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH Concorde

AB 27. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG

REGIE The Erwin Brothers BUCH Jon Erwin & Brent McCorkle DARSTELLER J. Michael Finley,

Dennis Quaid, Madeline Carroll, Trace Adkins, Cloris Leachman, Nicole DuPort LAUFZEIT 110 Minuten FSK 6 VERLEIH KSM Film


NEU IM SEPTEMBER 14

THE MAN WHO KILLED DON QUIXOTE Spanien, Portugal, Großbritannien 2018

Nach mehreren Jahrzehnten Genese hat es Terry Gilliam endlich geschafft sein Herzensprojekt zu realisieren – überbordend, oft hysterisch, bisweilen konfus, oft phantasievoll – eben durch und durch Gilliam. Toby ist ein Werbefilmregisseur, der einst von Größerem träumte. Beim Dreh in der kargen spanischen Natur stößt er zufällig auf eine DVD eines Studentenfilms, einer Don Quixote-Version, die er vor Jahren in einem nicht weit entfernten Dorf drehte. Kurzentschlossen macht er sich auf die Spurensuche: Sein ehemaliger Don, eigentlich ein Schuster, hält sich inzwischen für den leibhaftigen Mann aus La Mancha, doch vor allem geht es Toby um eine holde Maid (Joana Ribeiro), deren Leben sich durch den Dreh ebenso veränderte wie das Schicksal des ganzen Dorfes. Hinzu kommen ein eifersüchtiger Produzent (Stellan Skarsgård), seine nymphomane Geliebte (Olga Kurylenko) und ein russischer Oligarch (Jordi Mollá), Vielversprechende Bezüge zur Arbeit eines Regisseurs im allgemeinen und zu Gilliams Persona im besonderen hat die Quixote-Figur, auch die Frage, welche Folgen eine Filmproduktion für das Schicksal der Menschen in einem kleinen Dorf haben kann, das plötzlich für ein paar Wochen mit einer völlig anderen Welt konfrontiert wird, bietet viel Erzählpotential. Mit „Lost in La Mancha“ gibt es sogar schon eine Dokumentation über einen der zahlreichen Versuche von Terry Gilliam, einen Film über eine der berühmtesten Figuren der Literaturgeschichte zu drehen: Miguel de Cervantes Ritter von der traurigen Gestalt Don Quijote, auf englisch meist Quixote geschrieben. Damals sollte Jean Rochefort den Ritter spielen, in einer anderen Version John Hurt (diesen beiden, inzwischen verstorbenen Schauspielern ist der Film gewidmet), nun ist es Jonathan Pryce, der gegen Windmühlen kämpft. Eine Metapher war das schon im Roman, eine Metapher, die sich leicht auch auf das Leben eines Filmregisseur übertragen lässt, der oft allein gegen alle um sein Werk zu kämpfen scheint, seine Vision auf die Leinwand bringen will, gegen Investoren kämpft, denen es nicht um Kunst geht, sondern um Kommerz. Mag sein, dass sich Terry Gilliam wie ein Quixote fühlt, der nun endlich genug Geld zusammen hatte, um in Portugal und Spanien einen Film zu drehen, den er schon lange, vielleicht zu lange im Kopf hatte.

AB 27. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG REGIE Terry Gilliam BUCH Terry Gilliam & Tony Gisoni DARSTELLER Adam Driver, Jonathan Pryce,

Stellan Skarsgård, Olga Kurylenko, Joana Ribeiro, Sergi López, Rossy de Palma, Hovik Keuchkerian, Jordi Mollá LAUFZEIT 133 Minuten FSK 6 VERLEIH Concorde


LIVE

per Satellit in HD in die

SCHAUBURG

2019

06. Oktober 2018, 19 Uhr

12. Januar 2019, 19 Uhr

AIDA

Cilea

20. Oktober 2018, 19 Uhr

Saint-Saëns

02. Februar 2019, 19 Uhr

SAMSON ET DALILA

Bizet

27. Oktober 2018, 19 Uhr

Puccini

LA FANCIULLA DEL WEST

MARNIE

Donizetti Wagner

LA TRAVIATA

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

LA FILLE DU RÉGIMENT

30. März 2019, 17 Uhr

15. Dezember 2018, 19 Uhr

Verdi

CARMEN

02. März 2019, 19 Uhr

10. November 2018, 19 Uhr

Muhly

ADRIANA LECOUVREUR

DIE WALKÜRE

11. Mai 2019, 18 Uhr

Poulenc

Karten in der SCHAUBURG, im Musikhaus Schlaile und im TicketForum in der Postgalerie. Online unter www.opernkino.de

DIALOGUES DES CARMÉLITES

GROSSBILDWAND

Foto: Vincent Peters / Metropolitan Opera; Gestaltung: kummerdesign

Verdi

2018


NEU IM SEPTEMBER 16

OFFENES GEHEIMNIS Frankreich, Spanien, Italien 2018

Während einer Hochzeitsfeier in Spanien wird eine Halbwüchsige entführt. Brillant konstruiertes Drama, das auf die Farhadi eigene Weise Abgründe, Geheimnisse und Lebenslügen seziert. Die Spanierin Laura (Penelope Cruz) lebt seit Jahren in Argentinien, wo sie Alejandro (Ricardo Darin) geheiratet hat. Anlässlich der Hochzeit ihrer Schwester kehrt sie in ihre Heimat zurück, genauer gesagt in eine kleine Ortschaft in der Provinz, in der jeder jeden zu kennen scheint. Dementsprechend ist die Hochzeit das Ereignis des Tages, die unterschiedlichsten Gäste tauchen auf, unbekannte und bekannte Gesichter. Auch Paco (Javier Bardem) ist anwesend, einst Lauras große Liebe, der inzwischen eine Finca betreibt und glücklich verheiratet ist. Doch die Spannung zwischen ihm und Laura ist vom ersten Moment an zu spüren und wird durch das unerhörte Ereignis noch verstärkt, das die eigentliche Geschichte in Gang setzt: Während der Hochzeitsfeierlichkeiten ist plötzlich Lauras halbwüchsige Tochter Irene (Carla Campra) verschwunden. Schnell wird aus dem freudigen Fest eine fiebrige Suche, doch der schlimme Verdacht bestätigt sich: Laura wurde entführt. Was nun folgt ist klassisches Farhadi-Kino: Wie er es schon in „About Elly“, „The Salesman“ und vor allem in seinem Meisterwerk und Gewinner des Goldenen Bären „Nader und Simin – Eine Trennung“ durchexerziert hat, entfaltet sich ein immer dichter werdendes Geflecht aus Misstrauen und Verdachtsmomenten. Wie beim Häuten einer Zwiebel entfernt Farhadi eine Ebene nach der anderen, führt die Geschichte in immer neue (Un)-Tiefen. Immer neue Ebenen offenbart Farhadi nun, dreht die Geschichte mit kleinen (und diesmal auch größeren) Enthüllungen immer weiter und erzählt damit einmal mehr von großen Themen: Um Vorurteile geht es, lange zurückliegende, aber nie wirklich geklärte Ereignisse, um Schuld und Ehre.

AB 27. SEPTEMBER IN DER SCHAUBURG

REGIE & BUCH: Asghar Farhadi DARSTELLER Penélope

Cruz, Javier Bardem, Ricardo Darín, Eduard Fernández, Bárbara Lennie, Inma Cuesta, Elvira Mínguez, Ramón Barea, Carla Campra LAUFZEIT 133 Minuten FSK 12 VERLEIH Prokino


mm) | Frankreich 1949 Tatis Schützenfest — So, 09.09. 19h (35 h 1953 — So, 16.09. 19h (35mm) | Frankreic t lo Hu ur sie on M s de Die Ferien 8 Mein Onkel — So, 23.09. 19h (35mm) | Frankreich 195 ch 1967 — So, 30.09. 17h (70mm) | Frankrei n ite Ze he lic rr he tis Ta e Playtim h/Italien 1971 Trafic — So, 07.10. 19h (digital) | Frankreic en 1974 gital) | Frankreich/Schwed (di h 19 . .10 14 , So — e Parad

Mit freundlicher Unterstützung der

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de


SPECIALS IN DER SCHAUBURG

OPEN AIR

OPEN AIR-SPECIALS Auch dieses Jahr präsentiert die Schauburg das Open Air Kino am Schloss Gottesaue. In den letzten Terminen Anfang September warten wir mit weiteren Highlights auf:

RETROSPEKTIVE

100 JAHRE INGMAR BERGMAN Seit dem 14.07. zeigen wir immer samstags 17 Uhr & montags 19 Uhr eine kleine Retrospektive des „Besten Filmregisseurs aller Zeiten“ (Ehrung bei den Filmfestspielen in Cannes, 1997). Hier die zwei abschließenden Filme:

SZENEN EINER EHE SAMSTAG, 01.09. (DEUTSCH) & MONTAG, 03.09. UM 18.30 UHR (OMU)

DODOKAY & DIE 1000 GLOTZBÖBBEL DES DR. MABUSE SAMSTAG, 1. SEPTEMBER Am Samstag, den 01.09. beehrt uns der Comedian DODOKAY, der eine kleine Kostprobe seines bevorstehenden Bühnenprogramms darbieten wird. Anschließend sehen Sie seine schwäbische Neusynchronisation des Lang Klassikers „Die 1000 Augen des Dr. Mabuse“ unter dem Titel „Die 1000 Glotzböbbel des Dr. Mabuse“. Wir garantieren: Es wird kein Auge trocken bleiben.

Marianne führt die scheinbar perfekte Ehe. Ehemann Johann reicht jedoch ohne Vorwarnung die Scheidung ein, da er sich in eine jüngere Frau verliebt hat. Etwas später möchte er wieder zurück, allerdings hat sich auch Marianne eine neues Zuhause aufgebaut. Die beiden beginnen eine Affäre. Golden Globe 1975.

PULP FICTION SAMSTAG, 8. SEPTEMBER

HERBSTSONATE SAMSTAG, 08.09. UM 17 UHR (DEUTSCH) & MONTAG, 10.09. UM 19 UHR (OMU)

ROCKY HORROR PICTURE SHOW SONNTAG, 9. SEPTEMBER UM 20.30 UHR

Die ins Alter gekommene Star-Pianisten Charlotte kämpft um Versöhnung mit ihrer Tochter Eva. Bergman shoots Bergman: Ingrid Bergmans („Casablanca“) letzte Kinorolle als bittere Klavierspielerin, die im Leben falsche Prioritäten setzte, trifft ins Herz: Die Vergangenheit ist nicht korrigierbar.

Mittlerweile zur Tradition geworden, beenden wir auch dieses Jahr am Sonntag, den 09.09. mit dem Film ROCKY HORROR PICTURE SHOW (im englischen Original) die diesjährige Open Air-Saison. Leider ist outdoor das werfen von Reis und Konfetti nicht erlaubt – Tanzen und Singen hingegen schon.

Die lang ersehnte und bis zuletzt rechtlich schwierige Rückkehr von Quentin Tarantinos Meisterwerk „PULP FICTION“ auf eine große Kinoleinwand präsentieren wir am Samstag, den 08.09..


SPECIALS IN DER SCHAUBURG 19

IN ANWESENHEIT VON REGISSEUR OLIVER HAFFNER

WACKERSDORF

DIENSTAG, 25. SEPTEMBER UM 18 UHR Politdrama – Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis auf dem Filmfest München. Oliver Haffner, Regisseur der Produktion WACKERSDORF wird uns einen Besuch abstatten und bei einem Glas Sekt mit dem Publikum ins Gespräch kommen. In der beschaulichen oberpfälzischen Gemeinde Wackersdorf soll 1980 eine atomare Wiederaufbereitungsanlage gebaut werden. Der Freistaat geht ohne rechtliche Grundlage mit Gewalt gegen Proteste einer Bürgerinitiative vor, die sich für den Erhalt der Natur in ihrer Heimat einsetzt.

IM RAHMEN DER „FAIREN WOCHE 2018“

ZEIT FÜR UTOPIEN – WIR MACHEN ES ANDERS 22. SEPTEMBER UM 17 UHR

Wir bieten neuen wirtschaftlichen Zukunftsvisionen eine Plattform: Die Abkehr von Gier und Profitstreben soll steigender Armut begegnen: Urbanes Wohnen, das mit dem Bruchteil der jetzig investierten Energie möglich ist, fair produzierte Smartphones oder einen Bio-Großbetrieb mit Anstand und Ehre.

IM RAHMEN DER KARLSRUHER ATOMTAGE – IN KOOPERATION MIT BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

YELLOW CAKE DIE LÜGE VON DER SAUBEREN ENERGIE

DIENSTAG, 18. SEPTEMBER UM 19 UHR — EINTRITT NUR 5€

PREMIERE MIT REGISSEURIN MADELEINE DALLMEYER

DAS DORF DER VERGESSLICHEN DIENSTAG, 25. SEPTEMBER UM 18 UHR

Demenzpatienten aus Europa, inmitten eines thailändischen Dorfes: Hier werden sie Tag und Nacht gepflegt. In Paaren bewegen sich Patienten und Pfleger durch die Straßen des Dorfes – für die Bürger von Faham ein alltägliches Bild. Zur Karlsruher Premiere von DAS DORF DER VERGESSLICHEN stehen Regisseurin Madeleine Dallmeyer und Expertin Sylvia Kern von der „Deutsche Alzheimergesellschaft Baden-Württemberg“ für eine Diskussion nach der Filmvorführung bereit.

Der Anfang der nuklearen Kette ähnelt einer Terra incognita. Über dem Uranerzbergbau liegt seit fünfundsechzig Jahren ein Geflecht aus Geheimhaltung und Desinformation. Selbst nach Tschernobyl und Fukushima spielen die verheerenden Folgen des Uranerzbergbaus so gut wie keine Rolle. Der Film begleitet fünf Jahre lang das größte Sanierungsprojekt in der Geschichte des Uranerzbergbaus – ein Projekt, das von der bundesdeutschen und internationalen Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Er nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise, die von den ehemaligen Uranprovinzen Thüringen und Sachsen zu den großen Uranminen der Welt in Namibia, Australien und Kanada führt.

50 JAHRE CINERAMA

TATI

AB 9. SEPTEMBER, SONNTAGS UM 19.00 UHR

QUEERFILMNACHT

TACKLING LIFE

MITTWOCH, 26. SEPTEMBER UM 21.00 UHR Wir zeigen Ihnen Deutschlands erstes schwules Rugby-Team! Spielerisch sind sie allerdings leider die schlechteste Mannschaft weit und breit! Aber das ist kein großes Problem, weil es Adam, Nico, Su und den anderen Mitgliedern nicht nur ums Gewinnen geht, sondern vor allem um das Gefühl der Zugehörigkeit, das ihnen die Bruisers geben.

Ab dem 9. September ist bei uns sonntags Monsieur Hulot zu Gast. Meist ab 19.00 Uhr kämpft er mit automatisierten Fischteichpumpen, modernem Küchenequipment, Strandlaternen oder Autoersatzteilen. Er ist der Mann, der vom technischen Fortschritt überholt wird, darüber staunt und die Situationen „wie ein rohes Ei“ durchsteht: Die Unbeholfenheit des zivilisierten Menschen im technokratischen Zeitalter. Im Kontext „50 Jahre Cinerama“ zeigen wir alle sechs Langfilme von Regisseur Jacques Tati, der in den letzten Dekaden zum steten Wegbegleiter der Schauburg wurde: TATIS SCHÜTZENFEST 09.09. UM 19 UHR, DIE FERIEN DES MONSIER HULOT 16.09. UM 19 UHR, MEIN ONKEL 23.09. UM 19 UHR, PLAYTIME – TATIS HERRLICHE ZEITEN 30.09. UM 17 UHR, TRAFIC 07.10. UM 19 UHR und

PARADE 14.10. UM 19 UHR


TÄGLICH 15.00 UHR

KINDERKINO IM SEPTEMBER nur

€

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30. AUGUST – 05. SEPTEMBER

06. – 12. SEPTEMBER

13. – 19. SEPTEMBER

DER KLEINE MAULWURF

WENDY 2

Der kleine Maulwurf erlebt und entdeckt sehr viel. Ob als Maler oder im Karneval – acht Episoden seiner schönsten Abenteuer als Kinofilm mit hohem Unterhaltungswert für die ganze Familie.

Wendy möchte mit dem ehemaligen Turnier­ pferd Penny an einem Jugendturnier teilneh­ men. Sie muss dem Pferd jedoch zuerst die Angst vorm Springen nehmen und dafür Sorge tragen, daß die Freundschaft zu ihrem ge­ liebten Wallach Dixie nicht in die Brüche geht.

ARRIETTY – DIE WUNDERSAME WELT DER BORGER

LÄNGE: 66 Min. FSK: 0 LÄNGE: 90 Min. FSK: 0

Als Sho in das Haus seiner Tante einzieht, entdeckt er die kleine Arrietty, die mit ihrer Familie unter den Dielen des Hauses lebt. Sie sind Borger und viel kleiner als die Menschen. LÄNGE: 95 Min. FSK: 0

20. – 26. SEPTEMBER

27. SEPTEMBER – 03. OKTOBER

MICHEL IN DER SUPPENSCHÜSSEL

CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK (1971)

Michel lebt mit seinen Eltern und Geschwistern in Smöland. Als er eine Schüssel ausschlecken will, rutscht er aus und bleibt darin stecken! LÄNGE: 95 Min. FSK: 6

Im Klassiker von Mel Stuart gewinnt der kleine Charlie einen Rundgang in der Schokoladen­ fabrik von Willy Wonka, die voller Wunder, Zauber und Oompah Loompahs steckt. LÄNGE: 90 Min. FSK: 0

STAG SK IN D ER ! AC H TU N G G EB U RT stag habt Ihr An Eurem Geburt

FREIEN EerINkinoTR! ITT ins Kind

GEBURTSTAGSFEIER IM KINO??

Es ist ganz einfach und viel günstiger als Sie vielleicht denken. Wenn gewünscht inklusive Feier mit Kuchen, Kakao und Führung hinter die Kulissen der Schauburg. Sprechen Sie uns einfach an ... Telefon 0721 35000 15 / ­17 / ­18 (Büro) info@schauburg.de

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat die SCHAUBURG von 1976 bis 2017 jährlich für ein hervorragendes Kinder- und Jugendfilmprogramm ausgezeichnet.


SEPTEMBER

SENIORENKINO Immer Mittwoch 14.30 Uhr im großen Schauburg Saal Eintritt 5€ inkl. 1 Glas Sekt

12.09.

19.09.

26.09.

Foto: © Monkey Business – fotolia.com

05.09.

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

GROSSBILDWAND


PROGRAMMVORSCHAU 22

UNSERE PROGRAMMVORSCHAU FÜR

OKTOBER 2018

3. OKTOBER 2018

4. OKTOBER 2018

11. OKTOBER 2018

Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt der Film über drei Epochen deutscher Geschichte von dem dramatischen Leben eines Künstlers, seiner leidenschaftlichen Liebe und dem folgenschweren Verhältnis zu seinem undurchsichtigen Schwiegervater, dessen wahre Schuld an den verhängnisvollen Ereignissen in seinem Leben letztlich in seiner Kunst und seinen Bildern ans Licht kommt.

Vor drei Jahren bezwangen zwei ExtremBergsteiger aus den USA die berühmte „Dawn Wall“ im kalifornischen Yosemite-Nationalpark. Die massive, von ihrer glatten Oberfläche geprägte Felswand galt als unbezwingbar. Wie die Freeclimber den Aufstieg schafften, zeigt diese mitreißende Dokumentation, die es in Sachen Spannung und Nervenkitzel mit jedem Hitchock-Thriller aufnehmen kann.

Am 20. Juli 1969 setzt Neil Armstrong als erster Mensch Fuß auf den Mond. Epische Geschichte des größten amerikanischen Triumphs, aufwändig erzählt vom “La La Land”-Regisseur. Es ist ein Film zum Staunen und Mitfiebern, eine Feier dessen, wozu Menschen fähig sind.

REGIE Florian Henckel von Donnersmarck DARSTELLER Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer

REGIE Josh Lowell, Peter Mortimer

REGIE Damien Chazelle DARSTELLER Ryan Gosling, Claire Foy, Pablo Schreiber

11. OKTOBER 2018

18. OKTOBER 2018

24. OKTOBER 2018

Als Daniel seinen alten Freund Patrick und dessen neue Freundin zum Abendessen einlädt, geraten Daniels Fantasien völlig außer Kontrolle: die Dame ist sehr attraktiv und nur halb so alt wie Patrick. Ausgelassene Geschlechterkomödie. Die mit Ironie und Augenzwinkern die gegensätzlichen Sichtweisen von Mann und Frau unter die Lupe nimmt.

Es hätte ein wunderbares Abendessen werden können. Doch als Thomas verkündet, dass er und seine schwangere Freundin ihren Sohn Adolf nennen wollen, bleibt allen bereits die Vorspeise im Hals stecken. Der Abend eskaliert: Die Diskussion über falsche und richtige Vornamen geht in ein Psychospiel über, bei dem die schlimmsten Jugendsünden und die größten Geheimnisse aller Gäste lustvoll serviert werden.

88 Jahre ist Frederick Wiseman inzwischen alt und arbeitet immer weiter an seinen Dokumentarfilmen, in denen fast immer amerikanische Institutionen im Mittelpunkt stehen. In „Ex Libris – Die Public Library von New York“ ist das nicht einfach eine Bibliothek, sondern ein ganzer Kosmos von Orten des Lernens, des Miteinanders, des Zusammenhalts in Zeiten zunehmender sozialer Spannungen

REGIE Daniel Auteuil DARSTELLER Daniel Auteuil, Sandrine Kiberlain, Gérard Depardieu

REGIE Sönke Wortmann DARSTELLER Justus von Dohnányi, Florian David Fitz, Caroline Peters

REGIE Frederick Wiseman

WERK OHNE AUTOR

VERLIEBT IN MEINE FRAU

DURCH DIE WAND

DER VORNAME

AUFBRUCH ZUM MOND

EX LIBRIS: DIE PUBLIC LIBRARY VON NEW YORKF


ALPHA

3D

AB DO

6.9.

Von Albert Hughes („The Book of Eli“) Mit Kodi Smit-McPhee („X-Men“) Léonor Varela („Blade II“) Natassia Malthe („Elektra“) Vor 20.000 Jahren, während der letzten Eiszeit: Die erste Jagd mit der Elite seines Stammes nimmt für einen jungen Mann ein entsetzliches Ende: Schwer verletzt stürzt er eine Schlucht hinunter und wird von seinen Männern als tot geglaubt zurückgelassen. Als er verwundet und allein wieder zu Bewusstsein kommt, muss er sich augenblicklich der rauen, erbarmungslosen Wildnis stellen, um auch nur die geringste Chance des Überlebens zu haben. Auf seinem Weg begegnet er einem einsamen Wolf, den er unter größtem Widerstand versucht zu zähmen. Langsam nähert sich das ungleiche Paar an und fasst Vertrauen, bis sie sich schließlich gemeinsam den Gefahren und Herausforderungen der skrupellosen Natur stellen – denn der tödliche Wintereinbruch naht…

KIN

FILMhighlights im SEPTEMBER KLASSENTREFFEN 1.0

Von Til Schweiger („Honig im Kopf“) Mit Til Schweiger („Kokowääh“) Milan Peschel („Der Nanny“) Samuel Finzi („Hot Dog“) Lilli Schweiger („Keinohrhasen“) Mit 18 fühlten sich die Schulfreunde Nils, Thomas und Andreas noch unsterblich. Doch mit der Einladung zum 30-jährigen Klassentreffen bekommen sie schwarz auf weiß, wie schnell die Zeit vergeht. Ein willkommener Anlass, noch einmal richtig auf die Piste zu gehen: Partys, Suff und Frauen! So weit der Plan … Doch im Gepäck sind Alterszipperlein, gebrochene Herzen und die aufmüpfige Tochter von Thomas’ großer Liebe: Die 17-jährige Lili! Mit viel Helium, diversen Pornstar Martinis und einer Rede auf Ecstasy versenken die Schulfreunde das Klassentreffen im Vollchaos. Und schon auf dem Rückweg wird ihnen klar, was im Leben wirklich wichtig ist: Familie, Freundschaft und Liebe!

AB DO

13.9.

Von Jonathan Baker & Josh Baker Mit James Franco („127 Hours“) Zoë Kravitz („Die Bestimmung“) Dennis Quaid („Day After Tomorrow“) Jack Reynor („Glassland“) Myles Truitt Auf einem seiner Streifzüge durch ein verlassenes, in Trümmern liegendes Gelände findet Teenager Eli einen mysteriösen Gegenstand, der nicht von dieser Welt zu sein scheint. Zunächst hält er seinen Fund geheim, doch als sein frisch aus dem Gefängnis entlassender Bruder Jimmy von seinem alten Gangsterboss bedroht wird, nutzt Eli den Apparat, der sich als mächtige, überirdische Hightech-Waffe erweist, um seinem Bruder zu helfen – nicht ahnend, dass sie dadurch zu Gejagten werden. Jetzt sind nicht nur eine Bande Krimineller und die Polizei hinter ihnen her, sondern auch die außerirdischen Streitkräfte, die die Waffe einst zurückgelassen haben und sie wieder zurück wollen – und das um jeden Preis!

PREDATOR - UPGRADE

LadyPalast inkl. ein Glas Sekt nur Mi 19.9., 19:45 Uhr

BALLON

Mit Friedrich Mücke („SMS für Dich“) Karoline Schuch („Katharina Luther“) David Kross („Der Vorleser“) Alicia von Rittberg („Charité“) Thomas Kretschmann („Operation Walküre“) Sommer 1979 in Thüringen. Die Familien Strelzyk und Wetzel haben über zwei Jahre hinweg einen waghalsigen Plan geschmiedet: Sie wollen mit einem selbst gebauten Heißluftballon aus der DDR fliehen. Doch der Ballon stürzt kurz vor der westdeutschen Grenze ab. Die Stasi findet Spuren des Fluchtversuchs und nimmt sofort die Ermittlungen auf, während die beiden Familien sich gezwungen sehen, unter großem Zeitdruck einen neuen FluchtBallon zu bauen. Mit jedem Tag ist ihnen die Stasi dichter auf den Fersen – ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

13.9.

Von Shane Black („Iron Man 3“) Mit Yvonne Strahovski („Killer Elite“) Olivia Munn („X-Men: Apocalypse“) Jacob Tremblay („Wunder“, „Raum“) Thomas Jane („Deep Blue Sea“) Sterling K. Brown („Black Panther“)

DAS HAUS DER GEHEIMNISVOLLEN UHREN

AB DO

20.9.

Von Eli Roth („Hostel“) Mit Jack Black („King Kong“) Cate Blanchett („Elizabeth“) Kyle MacLachlan („Der Wüstenplanet“) Owen Vaccaro („Daddy‘s Home 2“) Der zehnjährige Lewis findet nach dem schrecklichen Verlust seiner Eltern bei seinem Onkel Jonathan ein neues Zuhause. Umsorgt werden sie von der nicht minder seltsamen Nachbarin Mrs. Zimmermann. Doch nicht alles ist ruhig in Lewis’ neuem Leben. Tief in den Gemäuern von Jonathans knarzigem altem Haus tickt unaufhörlich eine mysteriöse Uhr, die sich trotz aller Anstrengungen nicht aufspüren lässt. Ungewollt überschlagen sich die Ereignisse. Als Lewis entschlossen versucht, das sonderbare Mysterium zu lösen und dem Ticken ein Ende zu bereiten, erweckt er versehentlich den Geist einer mächtigen Hexe, die durch die korrekte Justierung der magischen Uhr das Ende der Welt heraufbeschwören will. Lewis bleibt keine Wahl: Er muss im größten Abenteuer seines Lebens über sich hinauswachsen und die bedrohliche schwarze Magie aufhalten...

AB DO

27.9. Von Michael Bully Herbig („Der Schuh des Manitu“, „Bullyparade: Der Film“)

AB DO

In Shane Blacks explosiver Neuauflage der Predator-Reihe beginnt die Jagd erneut – von den äußersten Ecken des Universums bis in die verschlafenen Straßen der Vororte. Nur sind die gefährlichsten Jäger des Universums, seit sie sich mit DNA anderer Spezies genetisch aufgerüstet haben, noch stärker, klüger und tödlicher als je zuvor. Als ein kleiner Junge versehentlich ihre Rückkehr auf die Erde ermöglicht, werden eine bunt zusammengewürfelte Truppe von Ex-Soldaten und ein miesgelaunter Lehrer (für Naturwissenschaften) zur einzigen Hoffnung, das Ende der Menschheit zu verhindern.

AB DO

20.9.

DIE UNGLAUBLICHEN 2

3D

AB DO

27.9.

Von Brad Bird („Ratatouille“, „Mission: Impossible - Phantom Protokoll“) Allmählich kehrt der Alltag bei den Unglaublichen ein, nachdem sie mit vereinter Familienpower dem Schurken Syndrome das Handwerk gelegt haben. Doch von Ruhe ist keine Rede, denn jetzt muss Mutter Helen Parr es mit dem einen oder anderen Rabauken aufnehmen. Das bedeutet natürlich, dass Vater Bob Zuhause den Kochlöffel schwingen und den Familienalltag mit den drei Kindern Violetta, Flash und Baby Jack-Jack organisieren muss. Doch das ist natürlich leichter gesagt als getan, zumal noch nicht so ganz klar ist, welche außergewöhnlichen Fähigkeiten der kleine Jack-Jack entwickeln wird. Chaos ist also vorprogrammiert! Als ein zwielichtiger Bösewicht auftaucht und die Bürger von Metroville mit einem perfiden Plan bedroht, müssen die Unglaublichen doch wieder in ihre unglaublichen Outfits schlüpfen, um gemeinsam mit Freund Frozone das Schlimmste zu verhindern...

WWW.FILMPALAST.NET


PROGRAMMHEFT SEPTEMBER 2018 THE BEST OF 70MM

14.TODD-AO

70mm-Filmfestival 28. – 30.09.2018 Freitag, 28.9. 12.30 JIMMY HOFFA 16.00 DERSU UZALA (OmU) WEST SIDE STORY (OV) 20.00 Samstag, 29.9. 11.00 BLADE RUNNER 14.30 MURDER ON THE ORIENT EXPRESS (OmU) HAUPTMANN FLORIAN VON DER MÜHLE 17.00 21.00 2001: A SPACE ODYSSEY (OmU) Sonntag, 30.9. 11.00 TODD-AO VORTRAG & KURZFILM: „A Year Along the Abandoned Road“ in Anwesenheit von Regisseur Morten Skallerud PHANTOM THREAD (OV) 13.30 PLAYTIME (OV) 17.00 20.30 READY PLAYER ONE (OV)

www.70mm-festival.de

www.70mm-festival.de

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

Mit freundlicher Unterstützung der GROSSBILDWAND


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