Programmheft Schauburg-Cinerama, Karlsruhe Februar 2026
„EIN FILM ZUM
„LAKONISCH LÄSSIG“
TTT – TITEL THESEN TEMPERAMENTE
„BERÜHREND“ VULTURE
Neu im Februar
AB
Liebe Gäste und Freunde der Schauburg,
das Schauburg Kino steht seit jeher für großes Kino – im wahrsten Sinne des Wortes. Unsere Spezialität und zugleich ein deutschlandweites Alleinstellungsmerkmal ist die stark gebogene Cinerama-Bildwand im großen Schauburg Saal und die Möglichkeit der Projektion des analogen 70mm Filmformates. Seit 1968, beginnend mit der legendären Erstaufführung von 2001: Odyssee im Weltraum, pflegen wir hier mit großer Leidenschaft die analoge Filmkunst. Immer wieder und regelmäßig zeigen wir Filme in der beeindruckenden 70mm-Technik – diese Art der Präsentation ist aufwendig und selten, aber unvergleichlich. Dabei verbinden wir Repertoire-Klassiker mit neuen Produktionen, die noch in diesem außergewöhnlichen Format vorliegen.
Umso mehr freuen wir uns, bereits jetzt auf drei kommende 70mm-Highlights aufmerksam zu machen, die uns in den nächsten drei Monaten erreichen werden. Freuen Sie sich auf Marty Supreme von Josh Safdie, auf Das Testament der Ann Lee von Mona Fastvold sowie auf die besondere Präsentation von Quentin Tarantinos Kill Bill: The Whole Bloody Affair Die genauen Vorführungsdaten finden Sie unter schauburg.de Wir freuen uns darauf, diese außergewöhnlichen Film-Ereignisse gemeinsam mit Ihnen auf unserer großen Bildwand zu erleben.
REDAKTION Herbert Born, Marcus Vetter, Wolfram Hannemann, Saskia Fleischhauer
GESTALTUNG Dušan Tomić www.duto.studio
Alle Starttermine sind unverbindlich.
Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar.
Das kostenlose Filmmagazin des Schauburg Filmtheaters erscheint monatlich.
KILL BILL: THE WHOLE BLOODY AFFAIR
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Irrsinnig komisch und tief berührend erzählt Regisseur und Autor Simon Verhoeven davon, wie schwierig es ist, sich seinen großen Gefühlen zu stellen. Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Bestseller-Romans von Joachim Meyerhoff.
Mit 20 wird Joachim unerwartet an der renommierten Schauspielschule in München angenommen und zieht in die Villa zu seinen Großeltern, Inge und Hermann. Zwischen den skurrilen Herausforderungen der Schauspielschule und den exzentrischen, meist alkoholgetränkten Ritualen seiner Großeltern versucht Joachim seinen Platz in der Welt zu finden – ohne zu wissen, welche Rolle er darin eigentlich spielt.
Regisseur Simon Verhoeven gelingt es, die humorvolle und melancholische Tonlage des Romans einzufangen: Die Geschichte ist gleichermaßen eine Coming-of-Age-Erzählung wie eine Hommage an die Kraft der Erinnerung. Senta Berger und Michael Wittenborn verkörpern das Großelternpaar mit einer Mischung aus Wärme, Witz und Tragik, während Bruno Alexander als Joachim die Unsicherheit und das Aufblühen eines jungen Künstlers eindringlich darstellt. Thematisch kreist der Film um die Suche nach Identität, die Bedeutung von Familie und die Frage, wie man seinen Platz in der Welt findet. Die titelgebende „Lücke“ steht dabei für die Brüche im Leben, die Leerräume, die Schmerz und Sehnsucht hinterlassen – aber auch für die Möglichkeiten, die sich aus diesen Zwischenräumen ergeben. Mit einer Mischung aus Drama und Komödie, getragen von starken Darstellern und einer sensiblen Inszenierung, ist Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke ein berührender Film über das Erwachsenwerden, die Kunst und die unvergesslichen Eigenheiten einer Familie. In weiteren Rollen spielen Katharina Stark, Laura Tonke, Devid Striesow, Anne Ratte Polle, Friedrich von Thun, Tom Schilling, Johann von Bülow, Moritz Treuenfels, Karoline Herfurth, Victoria Trauttmansdorff, Michael A. Grimm, Maeve Metelka, Dana Herfurth, Max Wolter, Benedikt Kalcher, Momo Beier, Mouataz Alshaltouh und Frida Lang.
DRAMA, KOMÖDIE 135 MINUTEN FSK 6 DEUTSCHLAND 2025
Regie SIMON VERHOEVEN Besetzung BRUNO ALEXANDER, SENTA BERGER, MICHAEL WITTENBORN, KATHARINA STARK, LAURA TONKE, DEVID STRIESOW
Der neue Film von Regisseur
MARC ROTHEMUND und Drehbuchautor
RICHARD KROPF
Ein Kuchen für den Präsidenten
Drama um ein Mädchen, das Anfang der 1990er-Jahre anlässlich von Saddam Husseins Geburtstag einen Kuchen backen muss. Aus einer Coming-of-Age-Erzählung erwächst ein politischer Kommentar.
Anfang der 1990er-Jahre tobt im Nahen Osten der Zweite Golfkrieg, ausgelöst durch die irakische Eroberung Kuwaits. Wirtschaftssanktionen sollen das von Diktator Saddam Hussein angeführte Regime in die Knie zwingen, treffen aber vor allem die Zivilbevölkerung, für die zahlreiche Lebensmittel plötzlich unerreichbar sind. Vor diesem Hintergrund erzählt Hadis Debütarbeit von der neunjährigen Lamia (Baneen Ahmad Nayyef), die in der Schule bei einer traditionellen (damals auch in der Wirklichkeit existierenden) Lotterie das „große Los“ zieht. Anlässlich des bevorstehenden Geburtstags von Staatsoberhaupt Hussein muss sie einen Kuchen für ihre Klasse backen. Leichter gesagt als getan, wenn man die nötigen Zutaten nur unter großen Anstrengungen auftreiben kann. Von der Herausforderung lässt sich das im archaischen Marschland im Süden des Iraks lebende Mädchen jedoch nicht abschrecken und fährt mit ihrer betagten Großmutter Bibi (Waheed Thabet Khreibat) in die nächste größere Stadt... Der parallel stattfindende Krieg ist zwar nicht direkt sichtbar, legt sich aber wie ein unheilvoller Schleier über die Handlung. Mehrfach donnern Kampfjets durch die Luft. Im Krankenhaus treffen Lamia und Saeed auf verletzte Soldaten. Und gerade die Jugend wird gebetsmühlenartig auf den Saddam-Kult eingeschworen. Trotz seines dramatischen Grundtons verfügt der größtenteils ohne künstliche Lichtquellen gedrehte Film auch über lustige Momente. Augenblicke, die für ein bisschen Auflockerung sorgen. Gegen Ende fühlt sich die Dramaturgie ein wenig hingebogen und mechanisch an. Als Entschädigung dafür wartet „Ein Kuchen für den Präsidenten“ aber mit einem wahrlich unter die Haut gehenden Schlussakkord auf. Szenen, die zwei Dinge deutlich unterstreichen: Der Krieg ist unglaublich nah und das Gefälle zwischen der Führungsclique und den „einfachen“ Menschen auf niederträchtige Weise groß. Dieser Ausklang brennt sich ein, keine Frage! programmkino.de / Christopher Diekhaus
DRAMA, HISTORIENFILM 102 MIN FSK 6 IRAK, USA, KATAR 2025
Regie HASAN HADI Besetzung BANEEN AHMAD NAYYEF, SAJAD MOHAMAD QASEM, WAHEED THABET KHREIBAT, RAHIM ALHAJ
Der Schimmelreiter
Die Geschichte eines Mannes, der die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels erkennt und alles riskiert, um seine Heimat vor einer Katastrophe zu bewahren. Bildgewaltige wie spannende Literaturverfilmung mit hochaktuellem Thema.
Nordfriesland heute: Nach dem Tod seines Schwiegervaters übernimmt der ehrgeizige und im Einklang mit der Natur lebende Außenseiter Hauke Haien gleich zwei wichtige Funktionen im Küstenschutz. Er wird Deichgraf und Direktor des
LUNA WEDLER
Küstenschutzes. Doch seine Warnungen vor den dramatischen Auswirkungen des Klimawandels werden als Hysterie abgetan, einzig Haukes Frau Elke unterstützt ihn. Umsichtig und klug gelingt es ihr, Hauke Gehör zu verschaffen und seine Gegner zu beschwichtigen. Haukes Ansätze stoßen auf ein positives Echo in der Politik. Man verspricht, ihn zu unterstützen, doch bald wird bekannt, dass seine Pläne sehr viel weiter reichen, als er selbst bisher kundgetan hat: Nach dem Rückbau der ersten Deichlinie muss eine zweite geflutet werden, bei der die meisten Einwohnerinnen und Einwohner der Region Haus und Hof verlieren würden. Für dieses Unterfangen findet er kein Verständnis bei seinen Mitmenschen, niemand will Land aufgeben, das die Vorfahren dem Meer über Jahrhunderte abgetrotzt haben. Die aufziehende Katastrophe lässt sich nicht mehr abwenden.
„Der Schimmelreiter“ verbindet die literarische Vorlage von Theodor Storm mit den drängendsten Problemen der Jetztzeit. Nach einer Idee von Jan Richard Schuster und Michael Luda gelingt mit dem Transfer der Handlung in die Gegenwart ein spannender Eventfilm, der mit dem Klimawandel eines der relevantesten Themen unserer Gesellschaft in den Mittelpunkt stellt. Regie führte Francis Meletzky nach einem Drehbuch von Léonie-Claire Breinersdorfer, frei nach der gleichnamigen Novelle von Theodor Storm „Der Schimmelreiter“.
DRAMA, LITERATURVERFILMUNG · 105 MIN · FSK 0 · DE, AT · 2025
KARL MARKOVICS
Regie FRANCIS MELETZKY Besetzung MAX HUBACHER, OLGA VON LUCKWALD, ANNETTE FRIER, CHRISTOPH GLAUBACKER, ELINA LEITL
No Other Choice
Als ein Familienvater nach 25 Jahren loyaler Arbeit seinen Job verliert, greift er zu drastischen Maßnahmen, um selbst für eine offene Stelle zu sorgen. Ein wildes Kinoerlebnis voller unvorhersehbaren Wendungen.
Man-su hat sich mit viel Fleiß und harter Arbeit ein perfektes Leben geschaffen: Haus mit Garten, harmonische Ehe, talentierte Kinder und genug Zeit für sein geliebtes BonsaiHobby. Doch als KI plötzlich seinen Job ersetzt, müssen er und seine Familie auf allerlei Annehmlichkeiten verzichten: die Tennisstunden der Gattin, das Netflix-Abo der Kinder und selbst die zwei treuen Golden Retriever können sie sich nicht mehr leisten. Und je länger Man-su vergeblich Bewerbungen schreibt, desto näher rückt auch der Verlust des geliebten Hauses. Schließlich begreift er: Nicht der Mangel an Jobs ist das Problem, sondern die Menge an Mitbewerbern. Man-su bleibt keine andere Wahl, als sich – auf sehr kreative Art und Weise – seiner Konkurrenten zu entledigen.
Park Chan-wook ist einer der bekanntesten Regisseure Südkoreas, den seine explosive Bildsprache und ungewöhnliche Erzählweise berühmt machten. Für seinen Film „Oldboy“ (2003) gewann er den Grand Prix des Wettbewerbs von Cannes. Sein Film „Thirst“ (2009) wurde in Cannes mit dem Jury-Preis ausgezeichnet. Mit „Sympathy for Mr. Vengeance“ (2002) perfektionierte er seine einmalige und intensive Ästhetik, für die er heute international bekannt ist. Zu seinen weiteren Erfolgen gehören „I'm A Cyborg, But That's OK“ (2006), „Die Taschendiebin“ (2016) und zuletzt „Die Frau im Nebel“ (2022).
Regie PARK CHAN-WOOK Besetzung LEE BYUNG-HUN, SON YE-JIN, PARK HEE-SOON, LEE SUNG-MIN, YEOM HYE-RAN, CHA SEUNG-WON
DRAMA, KOMÖDIE, THRILLER 139 MINUTEN FSK 16 KOR, FRA 2025
Folktales — Mit Schlittenhunden ins Leben
Atmosphärisch dichter, inspirierender Dokumentarfilm, der Jugendliche aus aller Welt begleitet, die für ein Jahr an eine unkonventionelle Volkshochschule am norwegischen Polarkreis reisen.
Dieses lebensbejahende Dokumentarfilm-Meisterwerk der Oscar®-nominierten Filmemacherinnen Heidi Ewing und Rachel Grady begleitet junge Menschen, die sich für ein unkonventionelles Jahr an einer traditionellen Volkshochschule in der arktischen Wildnis Norwegens entscheiden, um jenseits der digitalen Welt wieder Mut, Sinn und Gemeinschaft zu finden. Die Schlittenhunde werden dabei zu ihren Lehrern und Spiegeln. Sie fordern Geduld, Vertrauen und Selbstbewusstsein – und schenken im Gegenzug bedingungslose Verbundenheit. Mit intimen Beobachtungen, atemberaubenden Landschaftsaufnahmen und einer tiefen Menschlichkeit erzählt der Film von einer Generation, die zwischen digitaler Entfremdung und dem Wunsch nach echter Verbindung steht – am Rande der Welt und am Anfang ihres eigenen Lebens.
Frage an die Filmemacherinnen: Sie drehen einen Verité-Dokumentationsfilm in einer Umgebung, die intensive Überlebensfähigkeiten erfordert. Wie haben Sie das in der Wildnis geschafft? Grady: „Es war in vielerlei Hinsicht wie eine „Special Ops Verité“: Es ist jeden Tag unter null Grad, man muss sich um die Ausrüstung und die technischen Teile kümmern und dann dreht man auch noch Hundeschlittenrennen. Irgendwie verrückt. Außerdem drehen wir gerade einen Verité-Film über Menschen, die von Geburt an mit Kameras und sozialen Medien aufgewachsen sind, also mussten wir uns auch Methoden ausdenken, wie wir sie so filmen konnten, dass sie uns vergessen und sich entspannen konnten. Hinzu kam, dass wir als Verité-Filmerinnen in einer fremden Sprache arbeiteten. Es gab also eine ganze Reihe von Herausforderungen.“ Ewing: „Ich habe jede Aufnahme wie ein Rätsel oder ein Spiel betrachtet, das es zu lösen galt. Eine Art endloses Mensa-Quiz! Natürlich konnten wir nicht wirklich alles kontrollieren (das unbeständige arktische Wetter und so weiter), aber wir konnten zumindest versuchen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.“
DOKUMENTATION 106 MIN FSK 6 USA, NORWEGEN 2025
Regie HEIDI EWING, RACHEL GRADY
DER NEUE FILM VON SÖNKE WORTMANN
NACH DEM BESTSELLER VON JAN WEILER
UND DEM KINOERFOLG DAS PUBERTIER
SEBASTIAN BEZZEL
PHILIP MÜLLER
JUDITH BOHLE THOMAS LOIBL
AB 5. FEBRUAR
Winter in Sokcho
Eine sensible und sinnliche Verfilmung des Romans von Elisa Shua Dusapin, in der Roschdy Zem die Rolle eines einsamen Comiczeichners spielt, der in einem verschneiten koreanischen Badeort gestrandet ist.
In Sokcho, einer kleinen Stadt am Meer in Südkorea, führt die 23-jährige Soo-Ha (Bella Kim) ein routiniertes Leben zwischen den Besuchen bei ihrer Mutter, einer Fischhändlerin, und der Beziehung zu ihrem Freund Jun-oh. Die Ankunft des Franzosen Yan Kerrand in der Pension, in der sie arbeitet, weckt Fragen über ihre eigene Identität. Während der Winter die Stadt betäubt, beobachten sie sich gegenseitig, prüfen sich und knüpfen eine zerbrechliche Verbindung.
„Winter in Sokcho” wurde nach dem gleichnamigen Roman von Elisa Shua Dusapin verfilmt, der mit dem Robert-Walser-Preis 2016 und dem Prix Régine Déforges ausgezeichnet wurde. „Als ich das Buch las, spürte ich eine tiefe und nuancierte Verbindung zur Hauptfigur und zur Welt der Autorin. Diese Chemie verstärkte sich noch, als ich Elisa kennenlernte, während ich die Geschichte in ein intimes Werk umsetzte, das mein eigenes Leben widerspiegelte", so der Regisseur. Koya Kamura gab sein Debüt als Spielfilmregisseur mit seinem Kurzfilm „Homesick" im Jahr 2019, der in der Sperrzone von Fukushima spielt und viel Beifall und internationale Auszeichnungen erhielt, darunter eine Auswahl für die César-Verleihung 2021. Mit „Winter in Sokcho” legt Koya Kamura sein Langfilmdebüt vor, in den Hauptrollen der renommierte französische Schauspieler Roschdy Zem und Bella Kim. Derzeit arbeitet Kamura an seinem Spielfilm „Evaporé”, einem Film Noir, der erneut in Fukushima angesiedelt ist. „Winter in Sokcho“ ist eine visuelle und intime Erkundung dieser universellen Fragen nach der Identität eines jeden Menschen. Das Kochen, eine von ihrer Mutter weitergegebene Kunst, wird für Soo-Ha zu einem Mittel des Ausdrucks und des Trostes, das ihre kulturellen Wurzeln symbolisiert. Die Interaktionen zwischen Soo-Ha und den anderen Figuren mit den anderen Figuren offenbaren ihre inneren Kämpfe und ihren Weg zur Akzeptanz ihrer gemischten Wurzeln. Diese inneren Kämpfe werden durch animierte Sequenzen hervorgehoben, die dem Publikum einen Einblick in Soo-Has emotionalen Zustand geben.
104 MINUTEN FSK 12 FRANKREICH, SÜDKOREA 2024
Regie KOYA KAMURA Besetzung BELLA KIM, ROSCHDY ZEM, PARK MI-HYEON, RYU TAE-HO, GONG DOYU, JUNG KYUNG-SOON
DRAMA
Wuthering Heights –Sturmhöhe
Ein Sturm aus Leidenschaft, Obsession und Macht: Emerald Fennells Film entfesselt die zerstörerische Liebe zwischen Catherine und Heathcliff neu – düster, intensiv und getragen von Margot Robbies radikaler, fesselnder Präsenz.
Emerald Fennells „Wuthering Heights - Sturmhöhe“ erzählt die obsessive, zerstörerische Liebe zwischen Catherine Earnshaw (Margot Robbie) und Heathcliff (Jacob Elordi) neu. In einer modernen, düster-erotischen Interpretation des BrontëKlassikers entfaltet sich ein Strudel aus Leidenschaft, sozialer Ausgrenzung und Rache, der die Figuren an die Grenzen ihrer Identität und Moral treibt.
Emerald Fennell beweist erneut, dass sie literarische Stoffe nicht einfach adaptiert, sondern radikal neu denkt. Ihre Version des Brontë-Romans ist kein klassisches Kostümdrama, sondern ein intensives, atmosphärisch aufgeladenes Psychodrama, das die zerstörerische Dynamik zwischen Catherine und Heathcliff in den Mittelpunkt rückt. Margot Robbie spielt Catherine mit einer Mischung aus verletzlicher Sehnsucht und gefährlicher Entschlossenheit. Sie zeigt eine Frau, die zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und ihrer eigenen inneren Wildheit zerrieben wird. Jacob Elordi verkörpert Heathcliff als charismatische, aber unberechenbare Figur, deren Obsession ebenso anziehend wie bedrohlich wirkt. Fennell inszeniert die Beziehung der beiden nicht als romantische Tragödie, sondern als toxische Spirale, die sich aus Begehren, Macht und tief sitzenden Verletzungen speist. Die kargen Landschaften, das gedämpfte Licht und die fast körperlich spürbare Soundkulisse verstärken die klaustrophobische Intensität des Films. Besonders bemerkenswert ist, wie Fennell die bekannten Motive – soziale Ausgrenzung, Klassenunterschiede, emotionale Abhängigkeit – in eine zeitlose, fast mythische Bildsprache überführt. Der Film polarisiert bewusst: Er ist roh, provokant und emotional kompromisslos. Wer eine klassische Literaturverfilmung erwartet, wird irritiert sein. Wer sich jedoch auf Fennells Vision einlässt, erlebt eine kraftvolle, verstörende und zugleich hypnotische Neuinterpretation eines der berühmtesten Liebesdramen der Literatur. Robbie liefert eine ihrer mutigsten Rollen ab – und Fennell festigt ihren Ruf als eine der spannendsten Regisseurinnen ihrer Generation.
DRAMA, ROMANZE 130 MINUTEN UK, USA 2025
Regie EMERALD FENNELL Besetzung MARGOT ROBBIE, JACOB ELORDI, HONG CHAU, SHAZAD LATIF, ALISON OLIVER, MARTIN CLUNES
Die Ältern
Das geordnete Familienleben eines Schriftstellers gerät ins Wanken, als Job, Ehe und Kinder gleichzeitig aus dem Ruder laufen. Erst eine neue Begegnung bringt ihn dazu, seine Komfortzone hinter sich zu lassen und neue Pfade einzuschlagen.
Hannes (Sebastian Bezzel) hat eigentlich alles, was man zum Glücklichsein braucht: eine liebevolle Familie, ein Haus im Grünen und eine solide Karriere als Schriftsteller. Die großen Bestsellerjahre sind zwar vorbei, doch Hannes nimmt das mit stoischer Gelassenheit – er ist einfach gerne Ehemann und Vater. Nur seine Familie sieht das anders: Seiner Frau Sara (Anna Schudt) und den Kindern Carla (Kya-Celina Barucki) und Nick (Philip Müller) geht er mit übermotivierter Fürsorge und Spätboomer-Weisheiten zunehmend auf die Nerven. Und dann kommt alles auf einmal: Der Verlag stellt seine Romanreihe ein, Nicks Aussicht auf das Abitur sieht schlecht aus und Carla beschließt, von Zuhause auszuziehen. Als seiner Frau Sara schließlich eine Auszeit von der Ehe will und mit Tochter Carla eine WG gründet, steht Hannes’ Wohlfühlwelt endgültig Kopf. Er kapituliert – bis er Vanessa (Judith Bohle) begegnet. Gelingt es ausgerechnet ihr, Hannes endlich aus seiner Comfort Zone zu kicken?
Im kommenden Februar wird das ganz normale Leben genüsslich seziert und mit jeder Menge Witz porträtiert: Willkommen bei der mitreißendsten Midlife-Crisis des Jahres! Unter der Regie von Sönke Wortmann, der nicht nur mit „Der Vorname“, „Der Nachname“, „Der Spitzname“ oder „Contra“ bewiesen hat, dass er die Herzen der deutschen Kinofans zugleich berühren und zum Lachen bringen kann, und nach dem Drehbuch von Romanautor Jan Weiler mit Robert Gold („Der Fall Collini“) spielen an der Seite von Sebastian Bezzel („Eberhofer“-Reihe) und Anna Schudt („Hundertdreizehn“) u.a. Kya-Celina Barucki („Mädchen, Mädchen“), Philip Müller („Die Schule der magischen Tiere 4“), Judith Bohle („Safe“), Thomas Loibl („Konklave“) und Nilam Farooq („Contra“).
DRAMA, KOMÖDIE 104 MINUTEN FSK 6 DEUTSCHLAND 2025
Regie SÖNKE WORTMANN Besetzung SEBASTIAN BEZZEL, ANNA SCHUDT, PHILIP MÜLLER, JUDITH BOHLE, KYA-CELINA BARUCKI, THOMAS LOIBL,
Das Flüstern der Wälder
Ein alter Wald, ein geduldiger Beobachter, ein verborgenes Tierreich: „Das Flüstern der Wälder“ führt tief in die moosigen Vogesen und zeigt die Natur in ihrer stillen, berührenden Poesie.
Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier auf seinen Streifzügen tief in die alten, moosbedeckten Wälder der Vogesen mitbringen muss. Mit Rucksack, Stock und einer warmen Jacke ausgestattet, zieht es ihn immer wieder tief hinein in die Stille des Waldes, zu einem ganz besonderen Ort: einer Tanne, die zu seinem Versteck geworden ist. Unter ihren Ästen scheint der alte Mann mit der Natur zu verschmelzen. Über achthundert Nächte hat er dort verbracht, lauschend, beobachtend - immer auf der Suche nach Füchsen, Rehen, Hirschen, Luchsen und dem geheimnisvollen König der Wälder: dem Auerhahn. Sein Sohn Vincent teilt die Faszination des Vaters seit seinem zwölften Lebensjahr. Von ihm hat er gelernt, die Spuren der Tiere zu lesen, kennt die Plätze, an denen sie fressen, wo sie jagen, ihre Nester bauen und schlafen. Gemeinsam mit Vincents Sohn Simon begibt sich das Familien-Trio auf eine Reise in die atemberaubende Schönheit der Natur.
Nach der mit einem César ausgezeichneten NaturDoku „Der Schneeleopard“ gelingt es dem französischen Wildtierfotografen und Dokumentarfilmer Vincent Munier mit „Das Flüstern der Wälder” nicht nur die visuelle Pracht, sondern auch die poetischen Klänge des Waldes einzufangen. Sein Film ist eine Ode an Flora und Fauna der Vogesen, ein Brückenschlag zwischen Vater, Sohn und Enkel, zwischen Menschen und Natur, zwischen Fotografie und Film, zwischen Tag und Nacht, zwischen Persönlichem und Universellem. Auf die Frage, auf welches „Flüstern“ der Filmtitel anspielt, erklärt der Regisseur: „Die größte Herausforderung des Films war es, dem Wald eine Stimme zu geben. Er hat seine eigenen Geräusche, es ist fast ein Gesang – fein, leise und manchmal mächtig. Der Ton spielt eine entscheidende Rolle, mit all seinen Nuancen. Seit rund zehn Jahren gehört er fest zu meiner Arbeit. Er ist ebenso wesentlich wie das Bild – manchmal sogar mehr. Der Ton öffnet einen Raum für Vorstellungskraft. Ich wollte, dass der Zuschauer glaubt, er säße selbst im Versteck, umgeben von Dunkelheit, mit wachen Sinnen.“
DOKUMENTATION 100 MINUTEN FSK 0 FRANKREICH 2025
Regie VINCENT MUNIER Besetzung VINCENT MUNIER, MICHEL MUNIER, SIMON MUNIER
Dead of Winter — Eisige Stille
Spannungsgeladener Thriller von Regisseur Brian Kirk, in dem die zweifache Oscar®-Preisträgerin Emma Thompson als ungewöhnliche Heldin in der klirrenden Kälte Minnesotas ums Überleben kämpfen muss.
Barb (Emma Thompson) reist in die Abgeschiedenheit des nördlichen Minnesotas, um den letzten Wunsch ihres verstorbenen Mannes zu erfüllen: seine Asche an jenem einsamen See zu verstreuen, an dem ihre gemeinsame Geschichte einst begann. Tief in der Wildnis, ohne Handyempfang und Meilen entfernt von jeglicher Zivilisation, wird Barb Zeugin eines grausamen Verbrechens: eine junge Frau wird verschleppt und in einer verlassenen Hütte gefangen gehalten. Ganz auf sich allein gestellt, setzt Barb alles daran, das Mädchen zu befreien. Es beginnt ein nervenzerreißender Überlebenskampf, nicht nur gegen das skrupellose Entführer-Pärchen (Judy Greer und Marc Menchaca), sondern auch gegen die tödliche Kälte Minnesotas.
LUNA WEDLER
„Dead of Winter – Eisige Stille” ist ein spannungsgeladener Thriller mit der zweifachen Oscar-Preisträgerin Emma Thompson („Men in Black: International“, „Late Night“) in der Hauptrolle der furchtlosen Barb. Neben ihr sind Judy Greer („Jurassic World“, „Ant-Man“), Marc Menchaca („Ozark“, „Homeland“) und die Newcomerin Laurel Marsden („Ms. Marvel“) zu sehen. Die junge Barb wird von Emma Thompsons Tochter Gaia Wise („Picknick mit Bären“) gespielt. Regie führte Brian Kirk („21 Bridges“, „Game of Thrones“), das Drehbuch schrieben Nicholas Jacobson-Larson und Dalton Leeb. Die Filmmusik komponierte Oscar-Preisträger Volker Bertelmann. ACTION, THRILLER 98
Regie BRIAN KIRK Besetzung EMMA THOMPSON, JUDY GREER, MARC MENCHACA, LAUREL MARSDEN, GAIA WISE, CÚÁN HOSTY-BLANEY
KARL MARKOVICS
Sie glauben an Engel, Herr Drowak?
Eine unerschütterlich optimistische Studentin trifft auf einen verbitterten Einzelgänger. Zwischen Schreibtherapie, Poesie und verdrängten Dämonen entsteht eine fragile Verbindung, die beide zwingt, an das Unmögliche zu glauben.
Die optimistische, lebensfrohe Studentin Lena (Luna Wedler), eingeschrieben für Germanistik und Puppenspiel, übernimmt im Auftrag des „Amtes für Ruhe und Ordnung“ einen Job als Schreibtherapeutin. Bei ihrem Kurs gibt es allerdings nur einen einzigen Teilnehmer: Hugo Drowak (Karl Markovics), ein einsamer, alter Misanthrop voller Hass, ein Alkoholiker, der sich zwischen seinen leeren Flaschen eingeigelt hat - und der wenig zugänglich scheint. Doch Lena lässt sich davon nicht abschrecken. Ihr temperamentvoller Ehrgeiz weckt in Drowak völlig unerwartet sein literarisches Talent. Lena ist verzaubert von seiner Poesie über Liebe und Magie. Und je tiefer Drowak in seine Erinnerungen eintaucht, umso stärker erwachen verdrängte Dämonen in ihm. Lena kämpft darum, Drowak vor sich selbst zu schützen und ihm zu helfen, wieder an das Gute im Leben zu glauben.
Der Schweizer Regisseur Nicolas Steiner, der bislang vorwiegend in dokumentarischen Formaten arbeitete, hat mit seinem ersten Spielfilm eine Tragikomödie inszeniert, in der die Schatten der Vergangenheit bis in die Gegenwart reichen - und zu Literatur werden. Steiner gelingt es, in schwarzweißen Bildern eine fast surreale Gegenwartswelt zu schaffen, mit brutalistisch anmutenden Bauten und kantigen Wohnklötzen, während er die Szenen in der Vergangenheit in warmen Farben wiederaufleben lässt. Mit einer hochkarätigen Besetzung verfilmte der Regisseur das Original-Drehbuch der deutschen Schriftstellerin Bettina Gundermann, das sie gemeinsam mit Pascal Nothdurft erarbeitete, mit vielen skurrilen Einfällen und Anspielungen (nicht umsonst taucht Dominique Pinon aus „Delicatessen“ in einer Nebenrolle auf). „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ hatte im Juni beim Internationalen Festival von Shanghai Weltpremiere, wo der Film den Preis für die beste Kameraarbeit gewann.
TRAGIKOMÖDIE, DRAMA 127 MINUTEN FSK 12 DE, CH 2025
Regie NICOLAS STEINER Besetzung LUNA WEDLER, KARL MARKOVICS, LARS
EIDINGER, DOMINIQUE PINON, JAN BÜLOW, AGA AGNES SUSANNA SARKOLA
Souleymans Geschichte
Die Geschichte des Mittzwanzigers Souleyman, einem Migranten aus Guinea, der in Paris sein Glück sucht. In Cannes und bei den Césars vielfach ausgezeichnetes, bemerkenswertes Sozialdrama.
Schon von Berufs wegen kommt Souleyman (Abou Sangare) kaum zur Ruhe: Als Fahrradkurier rast er durch die Straßen von Paris, hetzt von Restaurants zu Empfängern, unerbittlich überwacht von der App seines Auftragsgebers. Jede Minute zählt, Zeit ist Geld, allzu viel bleibt am Ende der Woche ohnehin nicht übrig, denn Souleyman ist ein sans-papier, ein Migrant ohne Papiere, der deswegen keiner regulären Arbeit nachgehen kann. So mietet er quasi das legale Konto eines Kameruners, der schon länger in Frankreich ist, der legal vor Ort ist und deswegen auch schon mal über „diese Afrikaner“ motzt, die immer wieder ihren Ruf als unzuverlässig zu bestätigen scheinen. Nur die Hälfte seines Verdienstes kann Souleyman behalten, zumindest ist das die Abmachung, aber dass daraus nichts wird, ahnt man schnell...
In einem früheren Film hatte der französische Autor und Regisseur Boris Lojkine den langen Weg von Westafrika nach Europa beschrieben, in „Souleymans Geschichte“ geht es nun um das Schicksal, das viele Migranten im Herzen Frankreichs erleben. In jeder Szene ist Souleyman zu sehen, ganz nah bleibt die Kamera an ihm dran, folgt ihm, wenn er durch die Straßen fährt, Autos ausweicht, möglichst schnell seine Lieferungen erledigen will. Kontakt mit Kunden, mit weißen Franzosen, gibt es kaum, auch in den Restaurants werden Lieferanten wie Souleyman meist nicht gerne gesehen, müssen oft draußen warten, trotz der Kälte. Unerbittlich schildert Lojkine dieses Leben, das exemplarisch für das vieler Migranten steht, die irgendwie im Westen bleiben wollen. Wer Lieferando oder Flink benutzt, wer seine Pakete von Amazon bekommt, mag nach diesem Film beim nächsten Mal vielleicht ein bisschen genauer hinschauen, wer denn da das Essen oder Anderes liefert. Meist sind das auch in Deutschland Menschen mit Migrationshintergrund, denn andere haben auf diese Jobs meist keine Lust. Ihr Schicksal stellt „Souleymans Geschichte“ in den Mittelpunkt, ihnen verleiht Boris Lojkines eindringlicher Film eine Stimme. programmkino.de / Michael Meyns
Zwischen Mythos und Moderne erzählt der Animationsfilm die Reise einer jungen Frau, die im Schatten von Verlust und Rache ihren eigenen Weg finden muss – bildgewaltig, emotional und voller magischer Intensität.
Der visionäre, für den Oscar® nominierte Filmemacher Mamoru Hosoda („MIRAI – Das Mädchen aus der Zukunft“) präsentiert ein kraftvolles, zeitübergreifendes Animationsabenteuer über Scarlet, eine mittelalterliche Prinzessin, die mit dem Schwert kämpft und sich auf eine gefährliche Mission begibt, um den Tod ihres Vaters zu rächen. Doch ihre Mission scheitert und sie findet sich schwer verletzt in einer jenseitigen Welt wieder. Dort begegnet sie einem idealistischen jungen Mann aus unserer Gegenwart, der ihr nicht nur bei der Heilung hilft, sondern ihr auch die Möglichkeit einer Zukunft ohne Bitterkeit und Wut aufzeigt. Als sie erneut mit dem Mörder ihres Vaters konfrontiert wird, steht Scarlet vor ihrer größten Herausforderung: Kann sie den Kreislauf des Hasses durchbrechen und einen Sinn im Leben außer der Rache finden?
Mit „Scarlet“ wagt Mamoru Hosoda einen deutlichen stilistischen Schritt weg von seinen warmherzigen Familiengeschichten hin zu einem düstereren, mythologisch aufgeladenen Fantasy-Drama. Die Geschichte um die junge Prinzessin Scarlet, die den Mord an ihrem Vater rächen will und dabei in ein Zwischenreich aus Leben und Tod gerät, verbindet klassische Motive des Rachemythos mit Hosodas typischer Sensibilität für emotionale Entwicklung. Doch diesmal dominiert nicht die Nostalgie, sondern eine harsche, fast archaische Atmosphäre. Visuell entfaltet der Film eine beeindruckende Wucht: Studio Chizu setzt auf kräftige Farben, scharf konturierte Figuren und eine Welt, die gleichermaßen mittelalterlich wie traumhaft entrückt wirkt. Besonders das Reich der Toten ist ein Höhepunkt – ein Ort, der zugleich bedrohlich und verführerisch erscheint. Hosoda nutzt diese Kulisse, um die innere Zerrissenheit seiner Heldin zu spiegeln: zwischen Pflicht, Schmerz und der Möglichkeit eines anderen Lebens. Am Ende steht ein Film, der mutig, bildgewaltig und emotional komplex ist. Hosoda beweist, dass er auch im dunklen Fantasy-Genre eine unverwechselbare Stimme besitzt.
ANIMATION, FANTASY, ACTION 111 MINUTEN JAPAN 2025
Regie MAMORU HOSODA Besetzung MANA ASHIDA, MASAKI OKADA, KOJI YAKUSHO, KAZUHIRO YAMAJI, TOKIO EMOTO, MUNETAKA AOKI
AB 24. FEBRUAR
REGIE STANLEY KUBRICK
2001: a space odyssey
NEUE 70mm Kopie
SONNTAG, 15. FEBRUAR | 13 UHR ENGL. OV
SONNTAG, 8. MÄRZ | 16.30 UHR ENGL. OV
OSTERMONTAG, 6. APRIL | 13 UHR DF
inkl . PROGRAMMHEFT zu jeder Vorstellung
Ein fast perfekter
Antrag
Ist es für die Liebe wirklich jemals zu spät? Mit perfektem komödiantischem Timing und unwiderstehlichem Charme spüren Iris Berben und Heiner Lauterbach dieser Frage nach.
Der eigenwillige Witwer Walter (Heiner Lauterbach) vertreibt sich seine Zeit im Ruhestand damit, Restaurants zu testen und akribisch im Internet zu bewerten. Bei einem seiner Restaurantbesuche trifft er zufällig seine Jugendliebe Alice (Iris Berben) wieder. Vor 40 Jahren hatte er ihr einen Heiratsantrag gemacht und war spektakulär gescheitert. Die lebensfrohe und freigeistige Kunstprofessorin ist auch heute noch das genaue Gegenteil des altmodischen, akkuraten Walter. Der Ehrgeiz des pensionierten Ingenieurs ist geweckt. Er will es diesmal besser machen, während Alice gar nicht daran denkt, denn sie liebt ihr unabhängiges Leben und braucht keinen Beziehungsstress. Sie stellt eine Bedingung: Erst wenn er echtes Interesse an ihrer Welt zeigt, bekommt er vielleicht eine zweite Chance. Und so schreibt sich Walter, der sich nie für Kunst interessiert hat, zu Alice Entsetzen als Gaststudent in ihrem Kurs ein – fest entschlossen, sich selbst und ihr zu beweisen, dass es nie zu spät ist, neue Wege zu gehen. Aber nicht nur Alice stellt ihn vor ungeahnte Herausforderungen, sondern auch die Begegnung mit seinen 40 Jahre jüngeren Kommiliton*innen. Unerwartet finden sich Alice und Walter in einem neuen, aufregenden Kapitel ihres Lebens wieder und müssen sich fragen: Rostet alte Liebe wirklich nicht?
„Ein fast perfekter Antrag” ist die neue Komödie von Erfolgsregisseur Marc Rothemund („Mein Blind Date mit dem Leben“, „Dieses bescheuerte Herz“) und Drehbuchautor Richard Kropf („4 Blocks“, „Kleo“), die mit ihrem letzten Film „Wochenendrebellen“ einen Millionenerfolg in den deutschen Kinos landeten. Auch „Ein fast perfekter Antrag” hat den Finger am Puls der Zeit und erzählt mit Witz und Leichtigkeit eine erfrischende Liebesgeschichte über die zweite Liebe im Leben, die mit unwiderstehlichem Humor und Herz verzaubert.
ROMANTISCHE KOMÖDIE
Regie MARC ROTHEMUND Besetzung HEINER LAUTERBACH, IRIS BERBEN, JONATHAN PERLETH, AMIRA DEMIRKIRAN, JULIUS FORSTER
ENDE JEDES MONATS
SONNTAG — 21 UHR
Marty Supreme
Schuhverkäufer Marty träumt vom Tischtennis-Olymp – und riskiert für seinen großen Traum alles. Nach einer bitteren Niederlage beginnt eine wilde, weltumspannende Reise voller Obsession, Humor und Selbstfindung.
Schuhverkäufer Marty (Timothée Chalamet) hat nur ein Ziel im Leben: Weltmeister im Tischtennis zu werden und somit in den Olymp der gefeierten Athleten aufzusteigen, zu denen er sich selbst ohnehin schon lange zählt. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, setzt der junge New Yorker alles auf eine Karte, muss sich im nervenaufreibenden Finale aber dem japanischen Sportstar Endo (Koto Kawaguchi) geschlagen geben. Doch das ist erst der Anfang der Odyssey eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg alles zu riskieren. Denn für den kleinen Schuhladen seines Onkels ist Martys Traum definitiv ein paar Nummern zu groß.
„Marty ist der Inbegriff eines Träumers, denn er ist der ultimative Romantiker und unerbittlichste Optimist“, sagt Drehbuchautor und Regisseur Josh Safdie, der das Originaldrehbuch gemeinsam mit seinem langjährigen Kollegen Ronald Bronstein geschrieben hat. „Es ist eine Coming-of-AgeGeschichte, die untersucht, wie eine kompromisslose Individualität in der Jugend sowohl befreiend als auch einschränkend sein kann. Für Marty führt sein blindes Vertrauen in seinen Traum auf indirekte Weise zur wahren Selbstfindung – zu einer echten Veränderung.“ Mit seinem siebten Spielfilm, der seine siebzehnjährige Karriere seit dem Solo-Regiedebüt „The Pleasure of Being Robbed" krönt, bringt Safdie seinen charakteristischen adrenalingeladenen Stil und seine emotionale Kraft in dieses weltumspannende Epos ein. Das Ergebnis, das über viele Jahre recherchiert und entwickelt wurde, ist eine frische, unterhaltsame und rasante Achterbahnfahrt von der Lower East Side nach London, Paris, Tokio und zu den Pyramiden von Gizeh und zurück. Mit der makellosen Handwerkskunst eines Teams begabter Mitarbeiter und einer hochkarätigen Besetzung – darunter Gwyneth Paltrow, Tyler Okonma, Abel Ferrara, Fran Drescher, Emory Cohen und Odessa A'zion – ist „Marty Supreme“ eine rasante Fahrt durch Obsession und Spektakel, so dreist und berauschend wie sein Held.
DRAMA, KOMÖDIE, BIOPIC 150 MINUTEN FSK 16 USA 2025
Regie JOSH SAFDIE Besetzung TIMOTHÉE CHALAMET, GWYNETH PALTROW, ODESSA A’ZION, KEVIN O’LEARY, TYLER OKONMA, ABEL FERRARA
Father Mother Sister Brother
In Jarmuschs lakonischem Roadmovie kreuzen sich vier verlorene Seelen auf der Suche nach Familie, Freiheit und einem Funken Bedeutung – still, schräg, poetisch und voller trockener Wärme.
„Father Mother Sister Brother“ ist ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: FATHER ist im Nordosten der USA angesiedelt, MOTHER in Dublin und SISTER BROTHER in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie.
In seinem neuesten Geniestreich lässt Regie-Ikone Jim Jarmusch den hochkarätigen Cast um Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore und Luka Sabbat die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten. „Father Mother Sister Brother“ wurde bei den 82. Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Regie-Kommentar: „Mein Film ist eine Art Anti-Actionfilm; sein subtiler und ruhiger Stil ist sorgfältig aufgebaut, um kleinen Details Raum zu geben, sich zu entfalten – fast so, als würden Blumen behutsam in drei zarten Arrangements platziert. Die Zusammenarbeit mit den meisterhaften Kameraleuten Frederick Elmes und Yorick Le Saux, dem brillanten Editor Affonso Gonçalves sowie weiteren regelmäßigen Weggefährten erhebt das, was mit Worten auf einer Seite begann, zu einer Form von reinem Kino.“
KOMÖDIE 111 MIN FSK 12 USA, IRLAND, FRANKREICH 2025
Regie JIM JARMUSCH Besetzung TOM WAITS, ADAM DRIVER, MAYIM BIALIK, CHARLOTTE RAMPLING, CATE BLANCHETT, VICKY KRIEPS
AB 26. FEBRUAR
DRAMA,
Specials im Februar
PREMIERE in Anwesenheit von Regisseur STEFAN SICK
DAS FAST NORMALE LEBEN
SAMSTAG · 7. FEBRUAR · 16.00 UHR
Die intensive Dokumentation beobachtet den Alltag von vier Mädchen in einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort. Getrennt von ihren Eltern ringen sie um Anerkennung, Selbstliebe, Selbstbestimmung und Geborgenheit. Stets mit dem sehnlichen Wunsch, irgendwann wieder nach Hause zu kommen. Zur Premiere begrüßen wir Regisseur Stefan Sick für ein Filmgespräch.
SONDERVORSTELLUNG DER 70MM VERSION
ONE BATTLE AFTER ANOTHER
SONNTAG · 8. FEBRUAR · 20.30 UHR · OMU
SONNTAG 15. FEBRUAR 17.00 UHR OMU
Für einige Filmkritiker ist dieser Streifen die beste HollywoodProduktion des Jahrtausends. Für andere ist es ein weiterer, sehr gelungener Paul Thomas Anderson Film, der einen abgehalfterten Leonardo di Caprio und einen grell überzeichneten Sean Penn auf der Leinwand brillieren lässt. Im originalen Vistavision-Format gedreht, zeigen wir eine analoge 70mm Version des Films.
THEATER FILME – IN KOOPERATION MIT DEM BADISCHEN STAATSTHEATER FALLENDE BLÄTTER
MONTAG 9. FEBRUAR 19.00 UHR
Zwei einsamen Menschen auf der Suche nach Liebe. Erschwert wird diese Suche durch die Alkoholsucht des Mannes, verlorene Telefonnummern, die Unkenntnis des Namens und der Adresse des jeweils anderen – und nicht zuletzt durch die allgemeine Tendenz des Lebens, denjenigen, die ihr Glück suchen, Steine in den Weg zu legen. Kaurismäki auf der Höhe - Kinopoesie pur!
WUTHERING HEIGHTS – STURMHÖHE
Emerald Fennells Remake ist eine mutige und originelle Interpretation des großen Literaturklassikers von Emily Brontë. Margot Robbie („Barbie“) als Cathy und Jacob Elordi („Priscilla“) als Heathcliff stehen dabei im Mittelpunkt einer epischen Geschichte um verbotene Liebe, die sich von romantischer Sehnsucht zu einem berauschenden Strudel aus Lust, Leidenschaft und Wahnsinn steigert.
ROSENMONTAGS-SAUSE
THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW
MONTAG 16. FEBRUAR 21.00 UHR OV
Als Mainstream-Flopp wurde diese Produktion ungewollt zum Midnight Movies-Hit. Erst nachdem New Yorker Kinobetreiber den Streifen in den 70ern in Ihren Mitternachtsschienen platzierten ging der Siegeszug um Rocky, Brad und Janet so richtig los. Mit der Zeit etablierten sich feste Rituale, die jede Vorstellung begleiteten: Ausrufe, das Werfen von Reis und Konfetti, wildes Tanzen und Klatschen. Auch Jahrzehnte danach pilgern die Rocky-Horror Fans alljährlich zu Rosenmontag in die Schauburg, um diese Party fortleben zu lassen.
SONDERVORSTELLUNG DER NEUEN 70MM KOPIE
2001: ODYSSEE IM WELTRAUM
SONNTAG · 15. FEBRUAR · 13.00 UHR · OV
Eine weitere Gelegenheit den Film aller Film in gebührlicher Form anzusehen. In perfekter analoger Qualität und in der englischen Version sogar mit 5 Frontkanälen ausgestattet, präsentieren wir Stanley Kubricks Science Fiction-Klassiker auf unserer riesigen gekrümmten Cinerama-Leinwand. Philosophischer Tiefgang und extravaganter Bildperfektionismus gehen hier Hand in Hand.
QUEERFILMNACHT NIGHT STAGE
MITTWOCH · 25. FEBRUAR · 19.00 UHR · OMU
Dem aufstrebenden Schauspieler Matias gefällt es, angeschaut zu werden – sei es auf der Bühne oder beim nächtlichen Sex in der Öffentlichkeit mit dem Politiker Rafael. Letzterer will Bürgermeister von Porto Alegre werden, und beiden liegt viel daran, ihre Beziehung zugunsten ihrer jeweiligen Karriere geheim zu halten. Intrigen und Verrat könnte alles auffliegen lassen. Heisser Psychothriller zwischen Brian De Palma und Paul Verhoeven.
FILMREIHE
Ghibli & Beyond
Hayao Miyazaki prägt seit den 80er Jahren das japanische Animationskino. Mit Studio Ghibli schuf er Meisterwerke und ebnete anderen Regisseuren den Weg. Die Filme verbinden fantasievolle Welten mit ökologischen Themen und stellen Fragen nach Menschlichkeit. Was wie Kinderunterhaltung wirkt, entfaltet komplexe Geschichten für Erwachsene Donnerstags · 19.00 Uhr · OmU
PRINZESSIN MONONOKE
12. FEBRUAR 4K PROJEKTION
Kann es ein friedliches Nebeneinander von Menschen und Natur geben? Als Japan noch von Göttern regiert wurde, kämpft Prinzessin Mononoke gegen die profitsüchtige Eboshi, um den Wald zu retten. Mystisch und actiongeladen!
ANGEL‘S EGG
19. FEBRUAR 4K PROJEKTION
Ein kleines Mädchen lebt in einer kaputten Zukunftsutopie und hütet ein geheimnisvolles Ei. Mamoru Oshii, Schöpfer von GHOST IN THE SHELL, überzeugt mit dichter Inszenierung, symbolhaftem Erzählen und verträumter Tonspur.
TRAUMFABRIK #29
26. FEBRUAR 4K PROJEKTION
Nach „Mirai" und „Belle" kommt 2025 ein neuer Film von Mamoru Hosoda ins Kino. Eine mittelalterliche Prinzessin will mit einem Schwert den Tod ihres Vaters rächen. Wilder Ritt in Anlehnung an Shakespeares Hamlet.
Hitchcock – Appetit auf Filmkultur
Kunst und Erfolg müssen sich nicht ausschließen: Hitchcock gibt das Beispiel eines unterhaltsamen, amüsanten, spannenden und zugleich inhaltlich wie stilistisch anspruchsvollen Filmautors mitten im Kommerzkino der synthetischen Traumfabriken Hollywoods.
THE BIRDS
SO 01. FEBRUAR 15.00 UHR OMU
Apokalyptischer Öko-Thriller und Umkehrung der Hackordnung: Nach rätselhaften Angriffen von sonst harmlosen Vogelschwärmen mit spitzen Schnäbeln befinden sich die Einwohner einer kleinen kalifornischen Stadt am Meer auf einmal unter den gefährdeten Arten. Eine vorausschauende Metapher über das Verhältnis Mensch und Natur.
FRENZY
SO 08. FEBRUAR 15.00 UHR ENGL. OV 35MM TECHNICOLOR KOPIE
Ein Serienmörder beunruhigt London; Chief Inspector Oxford versucht ihn zu stellen, während er von seiner eigenen Frau mit French Cuisine traktiert wird. Hitchcocks vorletzter Film war eine Rückkehr an Orte seiner Kindheit und zu klassisch englischen Stoffen wie dem von Jack the Ripper.
Regie HAYAO MIYAZAKI
Regie MAMORU OSHII
Regie MAMORU HOSODA SCARLET
29. JANUAR – 04. FEBRUAR DER ZAUBERER VON OZ
Das Mädchen Dorothy, die Vogelscheuche, der Zinnman und der ängstliche Löwe suchen den Zauberer von Oz, in der Hoffnung, dass dieser ihre Wünsche erfüllen kann.
JAHR: 1939 / LÄNGE: 102 MIN. / FSK: 0
19. – 25. FEBRUAR MICHEL IN DER SUPPENSCHÜSSEL
Michel lebt mit seinen Eltern und Geschwistern in Smöland. Als er eine Schüssel ausschlecken will, rutscht er aus und bleibt darin stecken!
JAHR: 1971 / LÄNGE: 95 MIN. / FSK: 0
05. – 11.
BIBI BLOCKSBERG
Junghexe Bibi Blocksberg ist zurück! Beim großen Hexenkongress bricht Chaos aus, die Althexen spielen verrückt. Nun müssen Bibi, Schubia und Flauipaui handeln – denn die Zukunft aller Junghexen steht auf dem Spiel.
JAHR: 2025 / LÄNGE: 89 MIN. / FSK: 0
26. FEBRUAR – 04. MÄRZ DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE 4
Miriam zieht zu Ida und besucht die Wintersteinschule – nichtsahnend, was dort passiert. Überraschend erhält sie das magische Tier Fitzgeraldo. Als die Schule vor dem Aus steht, muss Miriam sich zwischen Vergangenheit und neuer Gemeinschaft entscheiden.
JAHR: 2025 / LÄNGE: 102 MIN. / FSK: 0
Der kleine Tiger, der kleine Bär und die Tigerente finden eine rätselhafte Karte in einer alten Kiste und begeben sich prompt gemeinsam auf Schatzsuche.
JAHR: 2012 / LÄNGE: 74 MIN. / FSK: 0
05. – 11. MÄRZ DAS SAMS
Liebenswerte und vergnügliche Verfilmung von Paul Maars zeitlos angesagtem Kinderbuchbestseller.
JAHR: 2001 / LÄNGE: 100 MIN. / FSK: 0
Es ist ganz einfach und viel günstiger als Sie vielleicht denken. Wenn gewünscht inklusive Feier mit Pizza, Chicken Nuggets oder Kuchen und Kakao. Eine Führung hinter die Kulissen der Schauburg ist möglich. Sprechen Sie uns einfach an ... Telefon 0721 35000 15 / -17 / -18 (Büro) / info@schauburg.de
FEBRUAR
12. – 18. FEBRUAR JANOSCH – KOMM WIR FINDEN EINEN SCHATZ
Mit großer Vorfreude möchten wir Ihnen bereits jetzt drei besondere Kinoereignisse ankündigen, die uns in den kommenden drei Monaten als 70mm-Kopien erreichen werden.
Den Auftakt macht Marty Supreme von Josh Safdie, ein energiegeladenes Porträt eines charismatischen Außenseiters, der mit Ehrgeiz, Risiko und Tempo seinen Platz in der Welt erkämpft.
Es folgt Das Testament der Ann Lee von Mona Fastvold, ein intensiv erzähltes historisches Drama über Glauben, Gemeinschaft und die Entstehung einer spirituellen Bewegung im Amerika des 18. Jahrhunderts.
Abgerundet wird die Reihe durch Kill Bill – The Whole Bloody Affair, Quentin Tarantinos legendäre Rache-Saga in einer viereinhalb Stunden (!) langen Spezialfassung, die beide Teile zu einem epischen Gesamterlebnis verbindet.
Alle drei Filme eint nicht nur ihre cineastische Wucht, sondern auch das besondere Erlebnis der analogen 70mm-Projektion auf unserer Cinerama Bildwand – ein Format, das wir sehr lieben.
Die genauen Vorführungsdaten finden Sie auf unserer Webseite www.schauburg.de
Wir können es kaum erwarten, diese außergewöhnlichen Filme gemeinsam mit Ihnen auf der großen Bildwand zu erleben.
Immer Mittwoch 14.30 Uhr im großen Schauburg Saal Eintritt 6€ inkl. 1 Glas Sekt
Vorschau auf März
AB 5. MÄRZ
MONSIEUR ROBERT KENNT KEIN PARDON
Regie PIERRE-FRANÇOIS MARTIN-LAVAL Besetzung CHRISTIAN CLAVIER, ISABELLE NANTY, JENNIE-ANNE WALKER
Ein pensionierter Lehrer plant Rache an seinen ehemaligen Schülern für die ruinierten Jahre seiner Jugend, wobei ihm seine computerversierte Mutter hilft. Die chaotische Racheaktion des ungleichen Duos ist zunächst gnadenlos, wird am Ende aber doch noch menschlich.
AB 12. MÄRZ
THE TESTAMENT OF ANN LEE
Regie MONA FASTVOLD Besetzung AMANDA SEYFRIED, THOMASIN MCKENZIE, LEWIS PULLMAN
In Mona Vastvolds Film entfaltet sich das Vermächtnis einer Frau, die jahrzehntelang schwieg – bis ihre Aufzeichnungen ein Netz aus Schuld, Loyalität und verdrängter Wahrheit offenlegen. Ein atmosphärisch dichtes Drama über Erinnerung, Macht und die Frage, wie viel Wahrheit eine Familie erträgt.
Als rätselhafte, handgeschriebene Briefe auftauchen, wird eine Frau gezwungen, sich verdrängten Erinnerungen und einer Wahrheit zu stellen, die ihr Leben leise, aber unwiderruflich verändert. Ein stilles, eindringliches Drama.
19. MÄRZ
LA GRAZIA
Regie PAOLO SORRENTINO Besetzung TONI SERVILLO, ANNA FERZETTI
Als ein rätselhaftes Wunder ein kleines Küstenstädtchen erschüttert, geraten Leben, Moral und Sehnsüchte aus dem Gleichgewicht. Ein visuell überwältigendes Mysterium über die fragile Schönheit menschlicher Hoffnung. Paolo Sorrentino entfaltet ein poetisches Spiel aus Glauben, Begehren und göttlicher Laune.
NOUVELLE VAGUE
Regie RICHARD LINKLATER Besetzung GUILLAUME MARBECK, ZOEY DEUTCH, AUBRY DULLIN
Eine amerikanische Filmstudentin trifft in Paris auf eine Gruppe junger Cineasten, deren Gespräche, Streifzüge und Konflikte ihr Leben leise, aber unwiderruflich verändern. Ein verspieltes, dialoggetriebenes Mosaik über Kunst, Identität und die Frage, wie Filme unsere Wirklichkeit formen.
AB 26. MÄRZ PILLION
Regie HARRY LIGHTON Besetzung ALEXANDER SKARSGÅRD, HARRY MELLING, DOUGLAS HODGE
Eine zufällige Mitfahrt zwingt zwei Fremde in eine ungeplante Nähe. Auf der Rückbank eines Motorrads entfaltet sich ein stilles, vibrierendes Kammerspiel über Vertrauen, Verletzlichkeit und die flüchtigen Momente, in denen ein kurzer Weg das ganze Leben verschieben kann.