

THE DEATH OF
ROBIN HOOD HUGH JACKMAN
„ERFÜLLT DEIN HERZ BIS ZUM RAND MIT GLÜCK“
„EIN FILM, DER DIE HUMORVOLLEN UND ABSURDEN MOMENTE DES LEBENS FEIERT“
„VON BILDERN ATEMBERAUBENDER SCHÖNHEIT DURCHZOGEN“




Liebe Gäste und Freunde der Schauburg,
nach einer kurzen, aber intensiven Renovierungspause freuen wir uns sehr, Sie wieder in der Schauburg begrüßen zu dürfen. In den vergangenen Wochen wurde insbesondere unser „Cinema“-Saal umfassend modernisiert: neue Bestuhlung, neue Wandbespannungen, ein neuer Bodenbelag und zahlreiche weitere Arbeiten sollen künftig wieder für ein angenehmes Kinoerlebnis sorgen – ohne dabei den besonderen Charakter unseres Hauses zu verändern. Auch in anderen Bereichen der Schauburg wurde gearbeitet, verbessert und erneuert. Für Ihre Geduld während der Schließung danken wir Ihnen herzlich.

Direkt vor der Renovierung fand unser 8. Technicolor Festival statt, das erneut zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland nach Karlsruhe führte. Vier Tage lang stand die Schauburg ganz im Zeichen des analogen Kinos, originaler TechnicolorKopien und der besonderen Magie klassischer Filmprojektion. Ein besonderer Bestandteil des Festivals war die Ausstellung handgemalter Filmplakate aus den 1950er- und 1960er-Jahren aus dem Nachlass unseres im vergangenen Jahr tragisch verstorbenen Freundes Bernhard Marsch vom Filmclub 813 in Köln. Viele Besucher waren von der Größe, Farbigkeit und handwerklichen Qualität dieser seltenen Originale beeindruckt. Deshalb haben wir uns entschieden, eine Auswahl der Plakate auch über das Festival hinaus weiterhin in der Schauburg zu zeigen. Einige Werke können zudem zugunsten der Pflege von Bernhard Marschs cineastischem Nachlass erworben werden.
Gerade in einer Zeit vollständig digitaler Bilder erinnern diese handgemalten Leinwandplakate daran, dass Kino immer auch ein Ort des Handwerks, der Gestaltung und der sinnlichen Erfahrung war.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Kino-Juni und freuen uns auf Ihren Besuch in der „neuen alten“ Schauburg.
Mit cineastischen Grüßen

IMPRESSUM
AUSGABE #193
Neu im Juni
HERAUSGEBER Schauburg Kino
Herbert Born, Marienstr. 16, 76137 Karlsruhe Tel: 0721 35 000 11 / Fax: 0721 38 00 47 born@schauburg.de www.schauburg.de
Alle Starttermine sind unverbindlich.
Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar.
Das kostenlose Filmmagazin des Schauburg Filmtheaters erscheint monatlich.

Backrooms
Regisseur Kane Parsons verwandelt die Idee einer unberechenbaren Parallelwelt aus seltsam leeren Geschäftsräumen in einen beklemmenden Horror-Thriller.
Clark (Chiwetel Ejiofor), der Besitzer eines heruntergekommenen Möbelgeschäfts, entdeckt im Keller seines Ladens eine unsichtbare Tür. Bald ist er wie besessen davon, das Geheimnis dahinter zu lüften, und vertraut sich seiner Psychologin Dr. Mary Kline (Renate Reinsve) an. Als sie ihm dorthin folgt, lauert hinter den Wänden etwas Düsteres – und Gefährliches. Kahle, verschachtelte Büroflure, endlose beige-gelbe Wände, ein unaufhörliches, unerträglich lautes Surren von Leuchtstoffröhren: Die „Backrooms“ beschreiben eine neue Art von Albtraum, eine menschenleere Parallelwelt sich wiederholender, fensterloser Stockwerke, die unsere Realität auf den ersten Blick spiegelt und sich ihr doch mit jedem Schritt weiter entzieht. Verstörend verlassen wirken die labyrinthischen Räume, doch allein ist man dort nicht … Der Mythos der sogenannten „Backrooms“ entstand 2019 als Internetphänomen, fand schnell weltweit Anhänger und wurde über die Jahre weiterentwickelt. Regisseur Kane Parsons erster Beitrag dazu entstand vor vier Jahren: Mit dem Kurzfilm „The Backrooms (Found Footage)“, der seitdem auf Youtube über 71 Millionen Mal aufgerufen wurde, gelang ihm als damals 16-Jährigen ein Riesenhit. Den Kinofilm „ Backrooms“ drehte Parsons nun für A24 nach einem Drehbuch des renommierten Autoren Will Soodik („Westworld“, „Homeland“. „Ash vs Evil Dead“). In den Hauptrollen spielen die Oscar-nominierten Chiwetel Ejiofor („12 Years A Slave“, „The Life of Chuck“) und Renate Reinsve („Sentimental Value“, „A Different Man“), die sich in den Untiefen der unheimlichen Backrooms zu verlieren drohen. In Nebenrollen sind Mark Duplass, Lukita Maxwell, Finn Bennett, Avan Jogia und Robert Bobroczkyi zu sehen.
HORROR, MYSTERY, SCIENCE-FICTION
105 MIN USA, KANADA 2026
Regie KANE PARSONS Besetzung CHIWETEL EJIOFOR, RENATE REINSVE, MARK DUPLASS, FINN BENNETT, LUKITA MAXWELL, AVAN JOGIA




LOL 2.0
Der Hit „LOL“ von 2008 erhält eine verspätete Fortsetzung. Neu ist, dass zwar (auch) Sophie Marceau wieder im Fokus steht, diesmal aber die jüngste Tochter in den Fokus der Geschichte rückt.

Louise zieht bei ihrer Mutter Anne wieder ein, als ihr Freund Schluss macht und sie der gemeinsamen Wohnung verweist (und des gemeinsamen Start-ups, das abgewickelt wird). Wieder zuhause stellt sich ihr die Frage, was sie im Leben wirklich will. Erstmal kellnern, der Rest mag sich ergeben, während sie Zeit mit Freunden verbringt, keinesfalls der Hochzeit ihres Vaters mit ihrer ehemaligen Freundin Victoria beiwohnen will, und sich – vielleicht – neu verliebt. Derweil hadert Anne damit, dass sie Oma wird und Louises Freunde versuchen, sich ihr eigenes Leben aufzubauen.
„LOL 2.0“ verzichtet auf Lola, die Hauptfigur des Originalfilms. Sie kommt nicht vor, sondern wird nur erwähnt oder erhält Videobotschaften ihrer Familie. Ganz außen vor sind die Figuren des ersten Films damit nicht, Lolas erste Liebe hat hier einen hübschen, kleinen Auftritt. Aber in erster Linie geht es um Louise, die sich fragt, was sie mit ihrem Leben anstellen soll, aber auch um Anne, die ihre Freiheit genießt, jedoch ihre Probleme mit dem Altern hat. Um sie herum gibt es einen Mikrokosmos anderer Figuren, die nie allzu sehr in den Vordergrund treten, deren Geschichten aber dennoch vorangetrieben werden. Da ist Marie, die ihren Eltern die Hucke volllügt darüber, was sie im Leben macht, oder Tyro, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, oder auch Jules, der das Restaurant seines toten Vaters übernommen hat, aber darüber vergisst, dass er auch noch leben muss. Alle Figuren haben ihre mehr oder weniger kleinen Probleme, ihre Sorgen und Nöte, ihre Ängste und Freuden und – natürlich – auch all die anderen Momente, die das Leben nun mal so lebenswert machen. „LOL 2.0“ erfindet das Rad nicht neu, lebt aber von diesem europäischen Lebensgefühl, dass das US-Kino nur selten zu bieten hat, weil hier eine gewisse Authentizität mitschwingt. Diese Figuren fühlen sich echt an, sie sind Menschen, wie ein jeder sie kennt. programmkino.de / Peter Osteried
KOMÖDIE 105 MINUTEN FSK 12 FRANKREICH 2026
Regie LISA AZUELOS Besetzung SOPHIE MARCEAU, THAÏS ALESSANDRIN, VINCENT ELBAZ, ALEXANDRE ASTIER, FRANÇOISE FABIAN




The Death of Robin Hood
Ein gezeichneter Robin Hood ringt als alternder Gesetzloser mit seiner blutigen Vergangenheit. Eine mysteriöse Frau bietet ihm Erlösung – und der Mythos zerbricht. Düster, kompromisslos, atmosphärisch: das Ende einer Legende.
Ein vom Leben gezeichneter Einzelgänger, der nach einem Leben voller Verbrechen und Mord mit seiner Vergangenheit ringt, wird schwer verletzt von einer mysteriösen Frau gefunden, die ihm eine Chance auf Erlösung bietet. Es sind die letzten Tage des gesetzlosen Robin Hood. Er gilt als Rächer der Enterbten, Beschützer von Witwen und Waisen und steht wie keine andere Figur für Gerechtigkeit: Robin Hood. Die Legende des edlen Räubers reicht bis ins Mittelalter zurück und fasziniert die Menschen bis heute. Doch was, wenn diese Legende eine Lüge ist? „The Death of Robin Hood“ mit Hugh Jackman, Jodie Comer, Bill Skarsgård, Noah Jupe und Murray Bartlett bricht mit dem jahrhundertealten Mythos des schlitzohrigen, doch barmherzigen Diebes und Vorreiters sozialer Gerechtigkeit. Fernab von romantisierter Heldenerzählung muss sich Robin Hood – verkörpert von Hugh Jackman – als alternder, schwer gezeichneter Einzelgänger seiner blutigen Vergangenheit stellen. Nach „Pig” und „A Quiet Place: Tag Eins” folgt mit „The Death of Robin Hood“ der dritte Spielfilm von Michael Sarnoski, der sich als Garant für atmosphärische Erzählungen mit komplexen Hauptfiguren etabliert hat. Sarnoski erzählt eine kompromisslose Geschichte über Schuld und Sühne eines gnadenlosen Geächteten – das Ende eines Mythos.
ABENTEUER, THRILLER 121 MINUTEN USA 2025
Regie MICHAEL SARNOSKI Besetzung HUGH JACKMAN, JODIE COMER, BILL SKARSGÅRD, MURRAY BARTLETT, NOAH JUPE












The Love That Remains

Eine Familie an Islands Küste lebt zwischen Alltag, Natur und unausgesprochener Nähe. Hlynur Pálmasons Film feiert stille Momente, verspielten Minimalismus und die Schönheit des Unvollkommenen.
Gemeinsam mit ihren drei Kindern und Familienhund „Panda“ führen Anna und Magnús ein unaufgeregtes Leben an der weiten Küste Islands. Magnús, der von allen nur Maggi genannt wird, ist als Hochseefischer oft tagelang auf dem Meer, während Anna auf ihren Durchbruch als Künstlerin hofft. Dazwischen wandern sie mit den Kindern in den Bergen, stechen Fische auf den Seen, laufen Schlittschuh, schießen Bogen, sammeln Heidelbeeren oder beobachten Wildpferde und Wale. Dabei haben sich Anna und Maggi schon vor einer ganzen Weile getrennt. Doch irgendwie schaffen es die beiden nicht, auch ihre Leben voneinander zu trennen. Ist es nur der Kinder wegen oder ist da vielleicht noch eine Form von Liebe, die geblieben ist?
Mit „The Love That Remains“ gelingt dem vielfach preisgekrönten Regisseur Hlynur Pálmason ein Kunststück an verspieltem Minimalismus, das den wundersamen Zauber alltäglicher Momente feiert – und dahinter tiefe Wahrheiten über das Leben findet. Die vielfältige Schönheit der isländischen Natur ist hier nicht bloße Kulisse, sondern auch Spiegel der Figuren, die rau und sanft, warm und kalt, lustig und ernst sein dürfen. Mit gewitztem Einfallsreichtum und in Bildern großer Sinnlichkeit erzählt, ist „The Love that Remains“ ein Film, der die Seele durchatmen lässt und noch lange im Gedächtnis bleibt. Hlynur Pálmason über seinen Film: „Nach dem epischen „Godland“ wollte ich etwas Intimeres erzählen. „The Love That Remains“ richtet den Blick auf Natur, Familie und die kleinen Momente, die unser Leben prägen. Statt großer Konstruktionen filmte ich meine unmittelbare Umgebung –roh, persönlich, träumerisch. Ein Film über Nähe, Wandel und das Unvollkommene“.


Regie HLYNUR PÁLMASON Besetzung SAGA GARÐARSDÓTTIR, SVERRIR GUDNASON, ÍDA MEKKÍN HLYNSDÓTTIR, ÞORGILS HLYNSSON

DRAMA · 109 MIN · FSK 12 · ISLAND, DÄNEMARK, SCHWEDEN, FRANKREICH · '25
SOMMERFESTIVAL TOLLHAUS KARLSRUHE
26 | 06 – 09 | 08 | 2026
www. zeltival.de




Sarah Spale Rabea Egg Martin Vischer
Eine Handvoll Mut und eine Prise Liebe
* ZELTIVAL TOP 15 NUR 15 EURO
26.06. LES YEUX D'LA TÊTE
27.06. VON WEGEN LISBETH
28.06. TINA DICO & HELGI JONSSON
30.06. BODO WARTKE & DIE SCHÖNEGUTENA-BAND
01.07. COMPOTA DE MANANA
02.07. FRESHLYGROUND
03.07. JOSH.
04.07. TOCOTRONIC
05.07. BARBATUQUES
07.07. JAN GARBAREK GROUP
FEAT. TRILOK GURTU
08.07. CURTIS HARDING
10.07. GROSSSTADTGEFLÜSTER
12.07. IMARHAN
13.07. GILSONS *16.07. LÉZARD
17.07. SHANTEL & BUCOVINA CLUB SOUNDSYSTEM
18.07. MICA MILLAR & TANZAB ZELTIVAL SPEZIAL
19.07. kleines zeltival KEKSE & KAKAO
21.07. MARI FROES
22.07. MUSICAL GARDENING
*28.07. JEMBAA GROOVE
29.07. ÁSGEIR
30.07. THE WOMBATS
31.07. CHARLES PASI
01.08. JORIS
02.08. DOPPELKONZERT MOS & UKULELE DEATH SQUAD
05.08. SYSTEMA SOLAR
*06.08. STUZZI
*07.08. CHOCOLATE REMIX
*08.08. OMAR DAHL
*09.08. CARAMURU … UND VIELES MEHR

Ein Film von PIERRE MONNARD

Couscous und Geheimnisse
Mehdi führt ein Doppelleben: brillanter Koch am Tag, „perfekter Sohn“ am Abend. Als seine Freundin endlich seine Mutter kennenlernen will, eskaliert alles. Warmherzige Culture-Clash-Komödie über Liebe, Familie und kleine Notlügen.
Der junge algerische Koch Mehdi lebt ein Doppelleben: Tagsüber ist er der brillante Koch im Bistro, kurz davor, den Laden gemeinsam mit seiner Partnerin Léa zu übernehmen – doch abends spielt er vor seiner algerischen Mutter Fatima den „perfekten Sohn“. Dumm nur, dass in dieser Rolle weder Léa noch Mehdís große Liebe zur französischen Gastronomie vorgesehen sind. Als Léa endlich darauf besteht, Fatima kennenzulernen, greift Mehdi unter Druck zur schlechtesten aller Lösungen – und löst damit eine Kettenreaktion aus, bei der Missverständnisse schneller heißkochen als Couscous.
„Couscous und Geheimnisse“ ist eine Regiearbeit von Amine Adjina, der gemeinsam mit Fabien Gorgeart das Drehbuch schrieb. Das Leinwanddinner wird angerichtet mit einer Vielzahl an guten Zutaten: In den Hauptrollen köcheln mit jeder Menge Charme und Herz Younès Boucif („Drôle - Einfach komisch“), der erst vor Kurzem beim Prix Lumière mit einer Nominierung als „Vielversprechendster Nachwuchsschauspieler" geehrt wurde, und Clara Bretheau („Forever Young“) als Liebespaar Mehdi und Léa. Ergänzt wird das Ensemble u.a. mit Hiam Abbass („Lemon Tree“, „Die syrische Braut“) in einer ganz besonderen (Doppel-)Rolle und Malika Zerrouki („My Everything“) als Mehdis Mutter Fatima. Entstanden ist eine liebevolle Culture-Clash-Komödie über ein Leben zwischen zwei Kulturen, unvereinbaren Familienbildern und kleinen Notlügen, die man aus Angst vor Enttäuschungen serviert.
KOMÖDIE, DRAMA 104 MINUTEN FSK 6 FRANKREICH 2025
Regie AMINE ADJINA Besetzung YOUNÈS BOUCIF, CLARA BRETHEAU, HIAM ABBASS, GUSTAVE KERVERN, LAURENT STOCKER




Das Sommerbuch
Ein Sommer auf einer finnischen Insel: Sophia und ihre Großmutter erkunden Natur, Leben und Verlust, ohne je über den Tod der Mutter zu sprechen. Leiser, leuchtender Film über Kindheit, Trauer und die Kraft der Nähe.
Basierend auf Tove Janssons beliebtem Roman erzählt „Das Sommerbuch“ die Geschichte von Sophia, einem neunjährigen Mädchen, das in diesem Sommer schneller erwachsen werden muss, als es sollte, und ihrer Großmutter, die sich dem Ende ihres Lebens nähert. Zusammen mit Sophias Vater verbringen sie Zeit im Sommerhaus der Familie auf einer winzigen, unberührten Schäreninsel im Finnischen Meerbusen, erkunden die Insel, sprechen über das Leben, die Natur und alles andere – nur nicht über den Tod von Sophias Mutter und ihre Liebe zueinander. Ein aufziehender Sommersturm wird emotionale Wunden heilen und Bindungen vertiefen … „Das Sommerbuch“ ist ein leises, leuchtendes Werk über Trauer, Kindheit und das Vergehen der Zeit. An der Seite der achtfach Oscar-nominierten Glenn Close, deren Verkörperung einer weisen, eigenwilligen Großmutter internationale Kritiker begeistert, gibt Neuentdeckung Emily Matthews als ihre Enkelin ihr Leinwanddebüt. Der Regisseur beschreibt, wie Tove Janssons „Das Sommerbuch“ ihn sofort in eigene Kindheitssommer auf einer Insel zurückversetzte. Janssons Sprache wecke Gerüche, Geräusche und Sinneseindrücke – genau diese sinnliche Qualität wolle er filmisch einfangen. Die Verfilmung soll das Publikum in die helle wie dunkle Atmosphäre der Insel eintauchen lassen, die selbst zur Hauptfigur wird und als Metapher für den Lebenszyklus dient. Im Zentrum stehen Großmutter, Sophia und der Vater: drei Lebensphasen, drei Perspektiven. Die Großmutter, am Ende ihres Lebens, wird ruhig und geerdet gezeigt; Sophia erlebt den Sommer neugierig und überhöht; der Vater ist in Trauer gefangen und findet erst allmählich wieder Zugang zu seiner Umgebung. Die Kamera soll diese unterschiedlichen Blickwinkel spiegeln. Die Besetzung sei entscheidend: Glenn Close verleihe der Großmutter Tiefe und stille Präsenz, Anders Danielsen Lie verkörpere den Vater mit großer Sensibilität, und Emily Matthews sei die ideale Sophia. Der Regisseur betont seine Verantwortung gegenüber Tove Jansson und ihren Leserinnen und Lesern – und seinen Wunsch, dem Werk mit größtem Respekt zu begegnen.
DRAMA, LITERATURVERFILMUNG 90 MINUTEN FIN, GBR, USA 2025
Regie CHARLIE MCDOWELL Besetzung GLENN CLOSE, ANDERS DANIELSEN LIE, EMILY MATTHEWS, INGVAR SIGURÐSSON, PEKKA STRANGA
WUNDERVOLLES, KULINARISCHES WOHLFÜHL-KINO AUS FRANKREICH: BON APPÉTIT!

Ein Film von Amine Adjina
„Dieser wunderschöne Film geht wirklich zu Herzen!“
– PARIS MATCH
„Eine vergnügliche Komödie!“
– ELLE
„Kino, das den Appetit anregt und das Herz erwärmt.“
– TECHNIKART
Ex Nihilo präsentiert
Younès Boucif Clara Bretheau Hiam Abbass Gustave Kervern
AB 25. JUNI
IN IHREM LIEBLINGSKINO MIT LIEBE ANGERICHTET
Hallo Betty
Betty Bossi – die erfundene Köchin, die zur Ikone wurde. Eine Werbeidee entfesselt Kult, Karriere und Chaos –humorvoll, retro und voller Schweizer Charme. Eine wahre Emanzipationsgeschichte mit köstlichem Kinoaroma.

TV-Kochshows boomen auf allen Kanälen, Fernsehköche haben längst Promi-Status. Ganz ähnlich ging es in der Schweiz zu. Dort erfindet anno 1956 die Werbetexterin Emmi Creola (Sarah Spale) eine kluge Hausfrau namens Betty Bossi. Mit deren Rezepten im Zeitungsformat soll der Umsatz von Speiseöl gesteigert werden. Pech nur, dass bei Emmi die kulinarische Kompetenz auf sehr niedriger Stufe köchelt. Ihr Rösti-Rezept der ersten Ausgabe gerät zum Flop. Zum Glück findet sich alsbald eine clevere Komplizin, die nicht nur für köstliche Kreationen nach italienischer Art sorgt, sondern zudem „gelingsichere Rezepte“ verspricht. Der PR-Coup gelingt, Betty Bossi avanciert zur Köchin und Hausfrau der Nation. Sogar eigene Supermärkte mit ihrem Namen werden eröffnet. Doch bald verlangen die Fans nach der echten Betty. Die Fake-Köchin muss zum Leben erweckt werden. Und so schlüpft Werbetexterin Emmi in die Rolle ihrer erfundenen Kunstfigur. Das Leben als Kultfigur gerät zur Tortur für die dreifache Mutter... Mit dem Drogendrama „Platzspitzbaby“ gelang Regisseur Pierre Monnard vor sechs Jahren ein Kino-Coup, der in seiner Heimat zum erfolgreichsten Film des Jahres avancierte. Sein „Hallo Betty“ sagt gleichfalls Hallo Publikum: 50.000 Zuschauer in den ersten zwei Wochen bescheren einen Platz in den Top Ten. Gemeinsam mit „Heldin“ gehört „Betty“ in diesem Jahr zu den meistgesehenen Filmen der Eidgenossen. Das Rezept für einen Crowdpleaser? Beste Zutaten bei Drehbuch und Besetzung! Man nehme eine märchenhafte, aber wahre Geschichte über eine sympathische Frau. Mit Charme und Cleverness setzt sie sich als Hausfrau und Mutter in einer toxischen Männerwelt selbstbewusst durch. Serviert wird die amüsante Emanzipationsgeschichte mit nostalgischem Retro-Charme der 50er Jahre: Das Auge isst schließlich mit! Für die Geling-Garantie sorgt eine leinwandpräsente Sarah Spale, die ihrer Figur die richtige, süßsaure Mischung aus Selbstbewusstsein und Zweifeln, aus Frustration und Euphorie verleiht. Die echte Emmi Creola hätte wohl Geschmack an diesem kinematografischen Kochkunstgenuss gefunden. programmkino.de / Dieter Oßwald
KOMÖDIE, BIOGRAFIE 108 MINUTEN FSK 0 SCHWEIZ 2025
Regie PIERRE MONNARD Besetzung SARAH SPALE, MARTIN VISCHER, RABEA EGG, VERA FLÜCK, UELI JÄGGI, CYRIL METZGER, THOMAS DOUGLAS



AB 25. JUNI




Das wird Dein Kino-Sommer!
Draußen an der frischen Luft, Popcorn, Kino und ein tolles Team!
Draußen an der frischen Luft, Popcorn, Kino und ein tolles Team!
Wir suchen Mitarbeiter*innen für unser Open Air Kino vom
Wir suchen Mitarbeiter*innen für unser Open Air Kino vom 24. Juli - 13. September 2026. 24. Juli - 13. September 2026.

Bewirb Dich direkt hier:

Ein Film von Lisa Azuelos
Ingeborg Bachmann — Jemand, der einmal ich war
Sandra Hüller wird zu Ingeborg Bachmann: Ein hybrides, funkelndes Biopic, das Archivmaterial, Briefe und Spielszenen zu einem sinnlichen Mosaik verwebt. Weit entfernt von trockenem Pflichtkino lädt es ein, die sprachgewaltige Autorin neu zu entdecken.

Wie nähert man sich filmisch einer außergewöhnlichen Künstlerin? Am besten mit einer nicht minder außergewöhnlichen Schauspielerin. Sandra Hüller schlüpft in die Rolle der Ingeborg Bachmann, einen Tag lang verbringt sie dazu in einer Wohnung in Rom, in der die Schriftstellerin einst gelebt haben könnte. Gleich zum Auftakt legt Regisseurin Regina Schilling die Karten auf den Tisch. Sie erzählt, wie es zur Zusammenarbeit mit dem Schauspiel-Star kam. Sie zeigt, wie die Hüller in der Maske zur Bachmann wird. Später wird die Regisseurin einen Monolog kritisieren, der von der lächelnden Schauspielerin erneut in anderer, jetzt selbstbewussterer Tonalität gesprochen wird. Eine Wiederholung, die den Schlüsselsatz „Ich existiere nur, wenn ich schreibe!“ mit unaufdringlicher Raffinesse verstärkt. Work in progress, und das Publikum ist mittendrin. Ein Handy auf dem römischen Balkon gerät gleichfalls noch zum verspielten Verfremdungsmittel.
„Das harte Klatschen einer harten Hand ins Gesicht. Die erste Erkenntnis des Schmerzes“, werden bittere Jugenderfahrungen aus dem Roman „Malina“ zitiert. Das literarische Mosaik entsteht aus Originaltönen der Autorin, aus Audiound TV-Aufnahmen aus dem Archiv. Die genreüblich üppige Verwendung von Zeitzeugen als Talking-Heads wird hier zum Glück sparsam dosiert. Für ihre kluge Showmaster-Doku „Kulenkampffs Schuhe“ bekam Regisseurin Regina Schilling beste Kritiken sowie den Grimme- und den Deutschen Fernsehpreis. Ähnliche Würdigungen dürfte es für dieses essayistische Porträt über die Ausnahme-Schriftstellerin geben. Kein betulicher Wikipedia-Eintrag. Kein angestrengtes Streber-Kino oder eine bleischwere Pflichtübung für Deutsch-Leistungskurse. Stattdessen eine poetische Spurensuche, ein kreatives Wimmelbild über eine sprachgewaltige Künstlerin. Und la Hüller? Famos wie in „Rose“ und „Der Astronaut – Project Hail Mary“ – mindestens! Ein rigoroseres Geburtstagsgeschenk hätte Ingeborg Bachmann sich wohl kaum wünschen können. programmkino. de / Dieter Oßwald
DOKUMENTARFILM, BIOGRAFIE 95 MINUTEN FSK 6 DEU, AUT 2025
Regie REGINA SCHILLING Besetzung SANDRA HÜLLER, INGEBORG BACHMANN, MAX FRISCH, PAUL CELAN, HANS WERNER HENZE



Ghibli & Beyond Ghibli & Beyond Vol. 2 Vol. 2
Alle Filme in OmU - Donnerstags um 18.45 Uhr
18.06. HAYAO MIYAZAKI WIE DER WIND SICH HEBT
25.06. GORŌ MIYAZAKI DER MOHNBLUMENBERG
02.07. ISAO TAKAHATA DIE LETZTEN GLÜHWÜRMCHEN
09.07. HAYAO MIYAZAKI DAS WANDELNDE SCHLOSS
16.07. YOSHIFUMI KONDŌ STIMME DES HERZENS
23.07. MAMORU HOSODA DAS MÄDCHEN, DAS DURCH DIE ZEIT SPRANG 4K
30.07. MAMORU OSHII GHOST IN THE SHELL 4K
06.08. ISAO TAKAHATA TRÄNEN DER ERINNERUNG
13.08. HAYAO MIYAZAKI PRINZESSIN MONONOKE 4K
20.08. HAYAO MIYAZAKI CHIHIROS REISE INS ZAUBERLAND
27.08. HAYAO MIYAZAKI DAS SCHLOSS IM HIMMEL




TRAUMFABRIK #30 · 100 JAHRE TONFILM
EMOTION CINEMA
Filmkomponisten und Filmmusik
SONNTAGS · 15:00 UHR

21. JUNI UHRWERK ORANGE OMU
Was wäre, wenn es eine wissenschaftliche Methode gäbe, um den menschlichen Aggressionstrieb völlig zu unterdrücken? Kubricks SciFi-Noir zeigt das verstörende Zusammenspiel von Straftäter und Strafverfolgung, Therapie und Politik. Ein faszinierender Mix von Pop Art, Swinging London, Jugendgewaltkultur und Beethoven, interpretiert von W. Carlos.

THEATER FILME
KOOPERATION MIT BADISCHEM STAATSTHEATER TANZ DER VAMPIRE
MONTAG 15. JUNI 19.00 UHR OMU
„Eine Hommage an das alte HorrorKino und seine Effekte, zugleich eine Satire auf die tragikomischen Bemühungen bürgerlich-aufklärerischer Biedermänner im Kampf mit einer buchstäblich blutsaugerischen Aristokratie. Ein fantasievoll-intelligentes Vergnügen, das erneut Polanskis Thema der Menschlichkeit in einer feindlichen Umwelt anklingen läßt.“ – Lexikon des internationalen Films

28. JUNI FITZCARRALDO
Der Abenteurer Fitzcarraldo, verspottet als „Eroberer des Nutzlosen“, unterstützt von der Bordellbesitzerin Polly, will einen Traum realisieren: große Oper mit Enrico Caruso im Urwald. Doch um das zu finanzieren und ein unzugängliches Kautschuk-Gebiet zu erschließen, muss es ihm gelingen, ein Schiff über einen Berg zu ziehen.

QUEERFILMNACHT
DONKEY DAYS
MITTWOCH 24. JUNI 19.00 UHR OMU
Anna und Charlotte leben in konstantem Wettbewerb miteinander. So jedenfalls will es Mutter Ines, die mal die eine bevorzugt, und es die andere spüren lässt. Trotzdem kehren die ungleichen Schwestern – die eine queer und unangepasst, die andere eine vermeintlich toughe Erfolgsfrau – in das Haus ihrer Kindheit in Norddeutschland zurück. Eine schwarze Komödie der kleinen Fiesheiten.

EXTREMSPORT-DOKUMENTATION
RUNNING VIA ALPINA
DONNERSTAG 25. JUNI 19.00 UHR
Maggy und Susi wollen das Abenteuer ihres Lebens wagen: Acht Länder, 2.000 Kilometer, 120.000 Höhenmeter – zu Fuß, laufend, über die legendäre Via Alpina. Zwei Jahre lang haben sie trainiert, geplant und jedes Detail vorbereitet. Nichts scheint sie aufhalten zu können. Eine filmische Hommage an die Schönheit und Härte der Alpen –und an eine Freundschaft, die trägt, wenn alles andere zu zerbrechen droht.
15.00 Uhr
FürGroß &Klein

21. – 27. MAI PIPPI LANGSTRUMPF
Die Geschichte eines kleinen Mädchens, das alleine in einer großen Villa lebt, den Erwachsenen an Kraft und List überlegen und damit ganz zufrieden ist.
JAHR: 1968 / LÄNGE: 100 MIN. / FSK: 6

18. – 24. JUNI
TIERISCH ABGEFAHREN – RETTET DIE PETS
Waschbär Falcon nimmt einen Job an und gerät in ein rasantes Abenteuer: Ein führerloser Hochgeschwindigkeitszug voller Haustiere rast außer Kontrolle. Nur Falcon kann die tierischen Passagiere vereinen und das Chaos stoppen.
JAHR: 2026 / LÄNGE: 87 MIN. / FSK: 6

25. JUNI – 1. JULI
WILLI UND DIE WUNDER DIESER WELT
Reporter Willi reist quer über den Globus, um die atemberaubende Vielfältigkeit unseres Planeten zu präsentieren.
JAHR: 2008 / LÄNGE: 78 MIN. / FSK: 0






Immer Mittwoch 14.30 Uhr im großen Schauburg Saal Eintritt 6€ inkl. 1 Glas Sekt 3.06. 10.06. 24.06. 17.06. Wegen Renovierung geschlossen! Wegen Renovierung geschlossen!








ASTRID LINDGREN
Vorschau auf Juli


Regie LEYLA BOUZID Besetzung EYA BOUTERAA, HIAM ABBASS, MARION BARBEAU
Die überaus sensiblen Fähigkeiten eines hoch talentierten Klavierstimmers lassen ihn eine unerwartete Begabung zum Knacken von Tresoren entdecken – was sein Leben total auf den Kopf stellt. Spielfilmdebüt des Oscar-prämierten Regisseurs von „Nawalny“ über eine Welt voller ungeahnter Möglichkeiten in einem sehr speziellen Beruf.

Regie NICOLE SCHERG
„Geburt folgt keinem Drehplan“ – dieser zentrale Gedanke zieht sich durch den Film, der fünf Hebammen in Äthiopien, Brasilien, Marokko, Nepal und Österreich begleitet. In eindringlichen Bildern und persönlichen Geschichten zeigt er, wie universell und zugleich individuell Geburt ist – ein natürlicher Prozess, der sich jeder vollständigen Kontrolle entzieht.
Ein Todesfall in Tunesien führt eine junge Frau zurück in ihre alte Heimat und konfrontiert sie mit einer konservativen Welt, in der sie als lesbische Frau nur schwer ihren Platz findet. Auch in ihrem neuen Film beschäftigt sich die tunesische Regisseurin Leyla Bouzid mit Konflikten zwischen alter und neuer Heimat, zwischen Tradition und Moderne.

DIE ODYSSEE
Christopher Nolans neuestes Filmprojekt ist ein bildgewaltiges Action-Epos, das mit brandneuer IMAX-Technologie an Schauplätzen auf der ganzen Welt entstanden ist. Der Film bringt Homers mythische Heldensaga auf die große Leinwand.

BITTERES FEST
Regie PEDRO ALMODÓVAR Besetzung BÁRBARA LENNIE, LEONARDO SBARAGLIA, AITANA SÁNCHEZ-GIJÓN
Zwei Zeitebenen verschränken sich: Regisseurin Elsa flieht nach einer Krise nach Lanzarote, während Autor Raúl genau ihre Geschichte schreibt. Pedro Almodóvars neuer Film erkundet typische Grenzräume zwischen Leben und Kunst – ein Spiel aus Realität, Fiktion und Schmerz.
AB 9. JULI MIT LEISER STIMME
AB 2. JULI THE PIANO TUNER
Regie DANIEL ROHER Besetzung LEO WOODALL, DUSTIN HOFFFMAN, HAVANA ROSE LIU
AB 9. JULI WISE WOMEN – FÜNF HEBAMMEN, FÜNF KULTUREN
AB 16. JULI
Regie CHRISTOPHER NOLAN Besetzung MATT DAMON, TOM HOLLAND, ANNE HATHAWAY
AB 30. JULI
MET OPERA
LI VE I M KINO
2026/2027
19. September 2026
GEBURTSTAGSGALA
20 Jahre Met live im Kino
3. Oktober 2026
COSÌ FAN TUTTE
Wolfgang Amadeus Mozart
17. Oktober 2026
MACBETH
Giuseppe Verdi
5. Dezember 2026
SAMSON ET DALILA
Camille Saint-Saëns
23. Januar 2027
LA FANCIULLA DEL WEST
Giacomo Puccini
3. April 2027
MANON
Jules Massenet
24. April 2027
OTELLO
Giuseppe Verdi
5. Juni 2027
PARSIFAL
Richard Wagner

Änderungen vorbehalten

Foto: Jonathan Tichler / Metropolitan Opera





