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Schauburg Cinerama Karlsruhe - Programmheft Oktober 2019

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PROGRAMMHEFT OKTOBER 2019 Oscar®-Preisträgerin

JULianne MOOre

Oscar®-nOMinierte

MicHeLLe WiLLiaMs

BiLLY crUDUP

„Unglaublich intensiv“ Variety

„Eine berührende Reise“ the Wrap

aFter the WeDDiNG JeDe FaMiLie Hat ein geHeiMnis

AB 17. OktOBER im kinO www.AftERthEwEdding-film.dE © atW DistrO, LLc 2019


INHALT NEU IM OKTOBER

“B Blueeste Rhy s Ba thm nd 2 & 015”

AB 3. OKTOBER DEUTSCHSTUNDE MEMORY GAMES LEAVING THE FRAME – EINE WELTREISE OHNE DREHBUCH Liebe Gäste und Freunde der Schauburg, AB 10. OKTOBER (Deu M. C. ESCHER – REISE IN DIE UNENDLICHKEIT t SCHWESTER HERZ Pop schBRUDER er P reisDERRoGLANZ ck & DER UNSICHTBAREN Die Schauburg ist ein Traditions-Kino, das dieses Jahr, regelmäßige 2015 JOKER Leser dieses Programm Heftes haben das ja schon an den monatli) EXKLUSIV IM 70MM-FORMAT! chen Sonderartikeln gemerkt, ihren 90. Geburtstag feiert. Einige von AB 17. OKTOBER AFTER THE WEDDING ihnen werden auch wissen, dass die Schauburg hinter der großen DAS KAPITAL IM 21. JAHRHUNDERT Bildwand auch noch eine große Bühne besitzt – mit Schnürboden, PARASITE Garderoben für die Künstler, großen Technikräumen, Scheinwerfern AB 24. OKTOBER LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER und allem was dazugehört, eine Bühnenveranstaltung erfolgreich AB 31. OKTOBER DAS PERFEKTE GEHEIMNIS durchzuführen. BIS DANN, MEIN SOHN Und diese 90-jährige Tradition hat uns veranlasst, wieder einmal VERTEIDIGER DES GLAUBENS unsere Bühne zu aktivieren und am 2. November ein Konzert zu PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN veranstalten. Wir haben die „Hörbie Schmidt Band feat. Lili Czuya“ ZWINGLI – DER REFORMATOR eingeladen, die eine frische Brise aus Rock, Blues, Funk, Jazz und Marien straßeaus dem Hohen Norden m itbringen. YUNG gefühlvolle Balladen 1 7

BEVOR DER VORHANG AUFGEHT

Samstag

2.1120.2Uhr 019

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6 6137 Karlsru Gitarrist, Hörbie Schmidt, und Komponist moderiert KarteTexter T. 072 Sänger, h n in de 1 350 e r SCHA im 0 wwwCharme mit Witz und ein buntes Musikprogramm 0 1 M SONDERPROGRAMM 8 UBURG mit eigenen u .schau sikhau , burg.d sS im TicCoverversionen ekreativen deutschen Texten und ketFor chlaile und von J. Hendrix,ME, it freund um Online liche r unter w in der Postg KINDERKINO Clapton, B.B. King, G.Moore, u.a. Unters alerie. ww.op tützung e r n der kino.d der Hamburger SENIORENKINO Die Bandmusiker gehören zur Creme de la Creme e Musikszene. Sängerin Lili Czuya hat mit Roger Cicero, Johannes Oerding und Jessy Martens zusammengearbeitet, Drummer SPECIALS IN DER SCHAUBURG Christian Nowak mit Chuck Berry und Gary Brooker (Procol Harum). WIE DIE SCHAUBURG ZUM CINERAMA-KINO WURDE Also … sehen wir uns beim Konzert??

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Mit cineastischen Grüßen

GROSS BILDW SPECIALS IN DER SCHAUBURG AND

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PROGRAMMVORSCHAU

PROGRAMMVORSCHAU FÜR NOVEMBER 2019

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IMPRESSUM AUSGABE #125

Schauburg Kino Herbert Born, Marienstr. 16, 76137 Karlsruhe Tel: 0721 35 000 11 Fax: 0721 38 00 47 redaktion@schauburg.de schauburg.de REDAKTION Herbert Born, Wolfram Hannemann (www.wolframhannemann.de) GESTALTUNG Dušan Tomić HERAUSGEBER

Alle Starttermine sind unverbindlich. Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar. Das kostenlose Filmmagazin des Schauburg Filmtheaters, erscheint monatlich.


NEU IM OKTOBER 04

DEUTSCHSTUNDE Deutschland 2019

Kongeniale Umsetzung der berühmten Romanvorlage von Siegfried Lenz, die auf eindringliche Weise von Deutschland in der NS-Zeit und der Rolle, die bedingungslose Pflichterfüllung darin spielte, erzählt. Im Jahr 1943 lebt der elfjährige Siggi (Levi Eisenblätter) mit seinem Vater Jens Ole (Ulrich Noethen) und der Mutter Gudrun (Sonja Richter) im norddeutschen Kaff Rugbüll. Siggis Bruder Klaas (Louis Hofmann) dient an der Front, ab und zu kommt die ältere Schwester Hilke (Maria Dragus) zu Besuch. Der Vater hat den „nördlichsten Polizeiposten Deutschlands“ inne, eine Aufgabe, die er ganz im Sinn des nationalsozialistischen Regimes pflichtversessen ausführt. Also belegt der Ordnungshüter den expressionistischen Maler Max Ludwig Nansen (Tobias Moretti) auf Geheiß von oben mit einem Arbeitsverbot, auch wenn er ihn schont seit der Jugend kennt. Siggi, der im Atelier des Malers ein und aus geht, soll das Verbot überwachen. Der Beginn einer mehrjährigen Gewissensqual... Wie der Roman nimmt die Adaption Siggis Perspektive ein, dessen Erinnerungen den Großteil des Films ausmachen. Ohne zu wissen, worum es eigentlich geht, gerät der Junge im Konflikt zwischen Nansen und dem Vater zwischen die Fronten. Während der Maler das Kind aus dem Zwist heraushält, will ihn der Vater auf Linie bringen: „Brauchbare Menschen müssen sich fügen, mein Junge.“ Inszenatorisch liefert Christian Schwochow sorgfältiges Qualitätskino. Im Wechsel aus halbnahen Einstellungen und Totalen vermisst der Kameramann Frank Lamm, mit dem Schwochow unter anderem auch bei „Paula“ und der Serie „Bad Banks“ zusammengearbeitet hat, die raue Küstenlandschaft. Das Meer, die Möwen, das Schilf und das Watt passen zum existenziellen Konflikt. Der Regisseur weiß um sein starkes Ensemble und erzählt viel mit reinen Bildfolgen. So spricht es Bände, dass das Familienleben der Jepsens hinter zugezogenen Vorhängen stattfindet. Die getragene Erzählweise durchbricht Schwochow nur gezielt, sehr eindrucksvoll etwa bei einem Flugzeugangriff am Nordseestrand.

AB 3. OKTOBER IN DER SCHAUBURG REGIE Christian Schwochow DREHBUCH Heide

Schwochow nach dem Roman von Siegfried Lenz DARSTELLER/INNEN Levi Eisenblätter, Ulrich Noethen, Tobias Moretti, Maria Dragus, Johanna Wokalek, Sonja Richter, Mette Lysdahl, Christian Serritiello LAUFZEIT 125 Minuten FSK 12 VERLEIH Wild Bunch


NEU IM OKTOBER 05

„Durch und durch ungewöhnlich und großartig!“ SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

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mit dem Gedächtnistrainer Thomas Hirt

BESTES DREHBUCH FESTIVAL DE CANNES

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Donnerstag, 03.10. um 17:00 Uhr

MEMORY GAMES Deutschland, USA, Schweden 2018 — Dokumentarfilm

Einen faszinierenden Einblick in die schier unendlichen Möglichkeiten des menschlichen Gehirns bietet die Dokumentation. Interessanter, kleiner Film, der vielleicht ein jüngeres, in jedem Fall aber wissensdurstiges Publikum anspricht. BRD Yanyaa ist eine junge Frau, die in der Mongolei geboren wurde und in Schweden lebt, wenn sie nicht gerade um die Welt reist. Sie spricht mehrere Sprachen, aber das ist noch nicht alles: Sie ist Gedächtnissportlerin und mehrfache Erinnerungsweltmeisterin – so kann sie sich beispielsweise innerhalb von 5 Minuten 400 zufällig ausgewählte Bilder einprägen oder riesige Zahlenkolonnen auswendig lernen und repetieren. Johannes und Simon sind Yanyaas Kollegen bzw. Kontrahenten und kommen aus Deutschland. Beide sind nicht nur Gedächtnissportler, sondern auch –trainer. Das gleiche gilt für den US-Amerikaner Nelson Dellis, der über die Alzheimerkrankheit seiner Großmutter zum Gedächtnissport fand. Alle vier treffen sich zur Gedächtnisweltmeisterschaft in Jakarta. So unterschiedlich die vier Persönlichkeiten sind, so haben sie doch eines gemeinsam: Sie schulen ihr Gedächtnis mit Techniken, die teilweise älter als 2000 Jahre sind. Die Grundlage ihrer phänomenalen Fähigkeiten ist der Gedanke, dass man sich Informationen besser merken kann, wenn man Bilder dazu findet. Jeder dieser vier Profis hat einen eigenen „Gedächtnispalast“. So nennen sie den Ort, wo Wissen und Informationen mnemotechnisch abgespeichert und abgerufen werden können. Wenn die Protagonisten von sich selbst erzählen, versteht man immer besser, wie sie vorgehen, mit welchen Mitteln sie sich scheinbar nebenbei Hunderte von Bildern in wenigen Minuten einprägen können oder ein komplettes, willkürlich gemischtes Kartenspiel in wenigen Sekunden genauso wieder zusammenlegen können, wie sie es vorgefunden haben. Auch wenn die Dokumentation vermutlich kaum Breitenwirkung erzielen dürfte, ist sie doch ein interessanter und lehrreicher Beitrag über menschliches Potenzial und dessen Möglichkeiten, also durchaus anspruchsvoll und ein Tipp für bildungshungrige Kinofans. Und wenn am Ende Nelson erzählt, wie er sich als Gedächtniskünstler ein paar Gratismahlzeiten verdient hat, dann ist das der passende humorvolle Abschluss eines liebevoll und gut gemachten kleinen Dokumentarfilms.

AB 3. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

REGIE & DREHBUCH Janet Tobias, Claus Wehlisch KAMERA Zac Nicholson LAUFZEIT 85 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH Neue

Visionen

AB 31. OKTOBER IM KINO


NEU IM OKTOBER 06

LEAVING THE FRAME ——— EINE WELTREISE OHNE DREHBUCH Deutschland 2018 — Dokumentarfilm

M. C. ESCHER – REISE IN DIE UNENDLICHKEIT Niederlande 201

Ein Selbstfindungstrip führt eine Schauspielerin und einen Journalisten auf eine Reise um die halbe Welt. In ihrer selbstproduzierten Doku nehmen die beiden jetzt das Kinopublikum mit auf die Reise

„Es gibt nur eine Person, die einen guten Film über meine Drucke machen kann: ich selbst“, schrieb Escher einmal. Jetzt hat sich der preisgekrönte Doku-Filmer Robin Lutz darangemacht. Ein spannender Trip in faszinierend geheimnisvolle Bilderwelten.

Um einmal aus der durchgescripteten Filmwelt zu entkommen und mehr über sich selbst und das Leben zu lernen, erfüllte sich die 24-jährige Schauspielerin Maria Ehrich Anfang 2018 einen großen Traum: Gemeinsam mit ihrem Freund Manuel Vering (28), Journalist und Filmemacher, ging sie auf große Reise. Dabei drehten sie Reportagen über Menschen, die etwas in der Welt bewegen wollen. Reisebegleiter wird später ein alter VW Käfer, mit dem sie 20.000 Kilometer durch Nordamerika fahren. „Ich spiele seit 15 Jahren Rollen von Mädchen und Frauen, die starke Entwicklungen durchleben – aber um das weiterhin glaubhaft spielen zu können, musste auch ich selbst diesen wichtigen Sprung machen. Dafür haben wir nach Menschen gesucht, die selbst schon gesprungen sind.“, erklärt Ehrich. In Kenia versucht sie sich dafür als Journalistin, womit sie in einem Dorf des „Samburu“-Stamms, in dem nur Frauen leben dürfen, zunächst glorreich scheitert. Später reisen die Beiden nach Nordamerika und suchen in Mexiko City nach einem Reisegefährt. Nach längerer Autosuche werden sie schließlich fündig: Das Gefährt ihrer Wahl wurde vor 80 Jahren das erste Mal gebaut und hat gerade mal 50 PS. Es handelt sich um einen VW „Käfer“ mit dem sie schließlich 20.000 Kilometer von Mexiko City bis nach Neufundland fahren. Dabei schlafen die beiden in einem aufklappbaren Dachzelt. Auf Ihrer Reise begegnen Maria und Manuel Menschen, die sie faszinieren und aus deren Geschichten sie lernen und wachsen. Und es gelingt auch Maria und Manuel, bleibende Eindrücke zu hinterlassen. So schaffen sie es mit einem Spendenaufruf, dem Waisenkind Tabitha eine Augenoperation zu ermöglichen, damit diese wieder zur Schule gehen kann. Aber der Trip ist nicht nur von Erfolgserlebnissen geprägt. Nach einigen Rückschlägen geraten die Beiden an ihre Grenzen und müssen einen Weg finden, die Reise als Paar zu bestehen.

„Ich bin kein Künstler. Ich bin Mathematiker!“, stellt Maurits Cornelis Escher klar, als ihm Musiker Graham Nash seine Bewunderung ausdrücken will. Für Anerkennung hat der geniale Grafiker und Zeichner keine Antennen. Er staunt über anonyme Fanpost, klagt über seinen Kultstatus. Als „Time Life“ eine große Story bringt, interessiert ihn allenfalls, ob es ein Honorar für die Auskünfte über seine Arbeit gäbe. Ein bisschen sonderlich mag er schon gewesen sein, der 1898 im niederländischen Leeuwarden geborene Künstler - aber welchem Genie wollte man solchen Status nicht zugestehen. Im Alltag zeigte der visionäre Grafiker auch ganz normale Seiten. Schwer verliebt reagiert er 1923 auf die Urlaubsbegegnung mit der Russin Jetta Umiker, die er wenig später heiratet. Die gemeinsame Schiffsreise übers Mittelmeer organisiert er clever, in dem er der Reederei ein paar Zeichnungen verspricht. Über die tägliche Flasche Wein beim Gratis-Trip freut sich der Künstler ungemein. Assoziative Gedankenspiele, die er als Kind schon mochte, nutze er nun für seine Konstruktionen in der Kunst, beschreibt Escher seine Methode. Begeistert berichtet er, wie Orgelmusik in der Kirche seine Fantasie beim Zeichnen beflügle. Oder wie die maurischen Mosaik-Fliesen der Alhambra seine Vorstellungen der Geometrie inspirierten. Was zum beflissenen Kunstvortrag mit Gähnfaktor geraten könnte, klingt mit den eigenen Worten des Künstlers ausgesprochen spannend. Erst recht, wenn dessen Notizen, Briefe oder Tagebuchaufzeichnungen von Matthias Brandt gelesen werden, dessen prägnanter Stimme man so gerne zuhört. Ergänzt werden diese O-Töne durch Erinnerung von Eschers Kindern. Das vergnüglich verspielte Biopic wird dem Objekt seiner Begierde als cleveres Kaleidoskop meisterhaft gerecht und erfüllt Eschers größten Wunsch: „Vielleicht möchte ich die Menschen einfach nur staunen machen!“

AB 3. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

AB 10. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

REGIE Robin Lutz DARSTELLER Matthias Brandt

REGIE Maria Ehrich, Manuel Vering​LAUFZEIT 90 Minuten VERLEIH Koryphäen Film

(Stimme/Erzähler), Graham Nash, George Escher, Jan Escher LAUFZEIT 80 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH MFA+ FilmDistribution, VERTRIEB Die Filmagentinnen


Zur Premiere am Do. 10. Oktober um 18 Uhr sind Regisseur Tom Sommerlatte und Hauptdarstellerin Karin Hanczewski (u.a. bekannt als Tatort-Kommissarin) anwesend!


NEU IM SEPTEMBER 08

BRUDER SCHWESTER HERZ Deutschland 2019

Zwischen den Geschwistern Franz und Lilly kommt es zum Bruch, als Lilly beschließt, den gemeinsam bewirtschafteten Hof zu verlassen. Mit starken Breitwandbildern und einem spielfreudigen Ensemble inszeniertes, sinnliches Kino. Irgendwo in der deutschen Provinz betreiben sie ihren Hof: Die Geschwister Franz (Sebastian Fräsdorf) und Lilly (Karin Hanczewski), die seit Kindestagen unzertrennlich sind. Und seitdem die Mutter den Vater (Wolfgang Packhäuser) nach dessen schweren Unfall verlassen hat, sind es die Kinder, die sich um die Rinderzucht kümmern. Ein hartes Geschäft, das gerade so genug abwirft, um mehr schlecht als recht zu überleben. Während Franz mit der Situation zufrieden scheint, sich mit wechselnden Bekanntschaften vergnügt, die er in der lokalen Kneipe kennen lernt, sehnt sich Lilly zunehmend nach einem Wandel. Der kommt in Gestalt des Sängers Chris (Godehard Giese), der bei der Dorfkirmes mit seiner Band spielt und sehr zur Irritation von Franz plötzlich auf dem Hof ein und ausgeht. Und so kommt es wie es kommen muss: Nach einigen derben Späßen verlässt nicht etwa nur Chris den Hof, sondern auch Lilly, die ihren Bruder zum ersten Mal in dessen Leben mit der Verantwortung allein lässt... Cowboyidylle mitten in Deutschland scheint Tom Sommerlatte in seinem zweiten Spielfilm „Bruder Schwester Herz“ evozieren zu wollen. Die starken Breitwandbilder von Kameramann Willi Böhm tauchen den Hof der Geschwister in weiches Licht, die Einsamkeit der Landschaft wird betont, die Weite der Felder, auch die Freiheit, die ein Leben bereithält, das vom Leben und Arbeiten mit Rindern geprägt ist. Auf Pferden reiten die Geschwister bisweilen selbst zur Dorfkneipe, wo sie Whisky trinken, und bei solchen Bildern ahnt man, warum gerade Franz die Zeit am liebsten anhalten würde. Nach „Im Sommer wohnt er unten“ gelingt Tom Sommerlatte erneut kluges, sonnendurchflutetes Kino voller Sinnlichkeit, das sich kunstvoll zwischen spielerischer Geschwisterkomödie und berührender Liebesgeschichte bewegt. Das namhafte Ensemble spielt grandios auf mit ansteckender Lust an Zuspitzung und Einfühlung. „Bruder Schwester Herz“ ist junges deutsches Kino, wie es sein sollte: mutig, lustig, geistreich.

AB 10. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

REGIE & BUCH Tom Sommerlatte DARSTELLER

Sebastian Fräsdorf, Karin Hanczewski, Wolfgang Packhäuser, Godehard Giese, Jenny Schily LAUFZEIT 105 Minuten FSK 6 VERLEIH Kinostar


NEU IM OKTOBER 09

ES IST AN DER ZEIT, DIE M ACHT DES GELDES ZU HINTERFR AGEN

DER GLANZ DER UNSICHTBAREN »LES INVISIBLES« — Frankreich 2018

40% der Obdachlosen in Frankreich sind Frauen. Und mit Frauen, die einst selbst auf der Straße lebten hat Louis-Julien Petit seine sozialrealistische Komödie gedreht, die sich in Frankreich zum Überraschungserfolg entwickelte. Im Norden Frankreichs leitet Manu (Corinne Masiero) ein Tageszentrum für obdachlose Frauen. Jeden Morgen, kurz vor acht Uhr öffnen Manu und ihre Mitarbeiterinnen Audrey (Audrey Lamy), Angélique (Déborah Lukumuena) und Hélène (Noémie Lvovsky) die Pforten. Zu diesem Zeitpunkt stehen die Frauen unterschiedlichen Alters, manche sehr jung, die meisten älter, verlebt, schon länger an, warten darauf, sich im Aufenthaltsraum auszuruhen, einen Kaffee zu trinken, zu duschen. Abends müssen sie wieder hinaus, müssen hoffen, dass sie in einer Unterkunft ein Dach über dem Kopf finden. Auch wenn sie es laut dem Gesetzt nicht dürfen, versuchen Audrey und ihre Kolleginnen den Frauen aktiv zu helfen, organisieren Workshops und lassen die Frauen sogar in der Unterkunft übernachten. Auch wenn dies nur kleine Schritte sind: Das Selbstvertrauen und die Selbstachtung der obdachlosen Frauen steigt enorm. Das besondere an Regisseur Louis-Julien Petits Ansatz ist, dass er neben einigen Profis, vor allem viele Laien besetzt hat, Frauen, die früher auf der Straße gelebt, inzwischen jedoch den Absprung geschafft haben. Die Authentizität echter Erfahrungen ist dann auch die größte Stärke eines Films, der in losen Szenen zeigt, wie soziales Engagement oft an bürokratische Hindernisse stößt. Allzu organisiert ist das System, allzu ignorant gegenüber der Schwierigkeit von Obdachlosen, sich nach Jahren auf der Straße, wieder in Strukturen einzufügen. Im Ansatz erinnert Petits Film an Ken Loach oder die Dardenne-Brüder. Viel loser beschreibt Petit das Leben um das Tageszentrum, stellt lose Beobachtungen nebeneinander und konzentriert seinen Blick nur in Momenten auf das Schicksal einer einzelnen Protagonistin. Doch gerade in den Momenten, die stärker dokumentarisch wirken, in denen die Geschichte deutlicher am Schicksal der Darstellerinnen entlang erzählt ist, entstehen berührende Momente in denen deutlich wird, wie wenig es diese Frauen verdienen, unsichtbar zu sein.

AB 10. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

DAS

K A P I TA L IM 21 . JAHRH U NDERT

REGIE Louis-Julien Petit BUCH Louis-Julien Petit, Marion Doussot, Claire Lajeunie DARSTELLER

Audrey Lamy, Corinne Masiero, Noémie Lvovsky, Déborah Lukumuena, Adolpha van Meerhaeghe LAUFZEIT 102 Minuten FSK 6 VERLEIH Piffl

N AC H D E M B E S T S EL L ER VO N T H OM A S P I K E T T Y

AB 17. OK TOBER IM KINO


NEU IM OKTOBER 10

JOKER EXKLUSIV IM 70MM-FORMAT! USA 2019

Der verhaltensauffällige Arthur mutiert zum „Joker“. Todd Phillips‘ Film erweist sich auf allen Ebenen als ein Meisterwerk, das von der sensationellen schauspielerischen Leistung von Joaquin Phoenix noch getoppt wird. Arthur ist ein komischer Typ. Gelegentlich ist er verhaltensauffällig, weswegen er einmal die Woche zur Psychotherapie geht, aber ansonsten ist er ein guter Junge. Er sieht sich als Comedian, pflegt seine kranke Mutter und ist glücklich, wenn er Leute zum Lachen bringen kann, insbesondere die Kinder auf der Krankenstation. Doch mit seiner Clowns-Maske eckt er immer wieder an. Als er dann noch erfährt, dass seine Mutter gar nicht seine leibliche Mutter ist, sondern ihn adoptiert hat, bricht seine Welt vollends zusammen. Derart deprimiert, wird er von drei neureichen Bürgern Gothams in der U-Bahn angegriffen. Doch diesmal weiß er sich zu wehren. Doch das ist auch keine gute Entscheidung, denn sie löst die Metamorphose des warmherzigen Jungen zum kaltblütigen Joker aus. Diese Geburt Jokers erfahren wir hier nicht nur auf erzählerische Weise, auch visuell setzt Todd Phillips eine außerordentliche Initiationsgeschichte in Gang. Aus dem schüchternen Jungen, der wie ein geprügelter Hund durch die Straßen Gothams schleicht, wird ein selbstbewusster Clown, der durch die Metropole tanzt wie einst Fred Astaire. „Filme sind immer ein Spiegel des Gesellschaft”, meinte Todd Phillips in Venedig und tatsächlich können wir uns in seinen Bildern wiedererkennen, erkennen wir die Fratze des Neoliberalismus, die postfaktischen Reden der Politiker und den Aufstand der Massen, den er angelehnt an die Occupy-Bewegung inszeniert. Im Finale laufen alle mit einer Clownsmaske rum und keiner ist mehr in der Lage, die vielzähligen Verbrechen irgendeinem Täter zuzuordnen. So löst sich nicht nur die gesellschaftliche Ordnung auf, auch der Ruf nach einem Superhelden, der alles wieder richten mag, war nie nachvollziehbarer. So wird aus einem Fantasy-Action-Spektakel ein hochintelligenter Film, der alle Unterschiede zwischen Mainstream und Arthaus auflöst.

AB 10. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

REGIE Todd Phillips DARSTELLER Joaquin Phoenix,

Robert De Niro, Marc Maron, Zazie Beetz, Shea Whigham u.a. LAUFZEIT 122 Minuten VERLEIH Warner


10 Jahre

Traumfabrik #18

FILM FILM 2010-2020

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Filmemachen und Filmemacher in Kinofilmen

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Quentin Tarantino, 2019, OmU

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

Alle Filme mit Mikroeinführung und anschließendem Kinogespräch. Filmreihe kuratiert von Wolfgang Petroll und Herbert Born. Eintritt: 9€ / Studierende/ermäßigt 7,50€ /Seminarteilnehmer 6€

Mit freundlicher Unterstützung der

Änderungen vorbehalten. | Bildmotiv: © paseven – stock.adobe.com | Gestaltung: kummerdesign

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NEU IM OKTOBER 12

AFTER THE WEDDING USA 2019

Für das Remake des skandinavischen Oscar-Dramas „After the Wedding“ tauscht der Regisseur die Rollen. Diesmal sind es die Frauen der Familien, die in die Fänge eines geheimnisumwitterten, twistreichen Komplotts geraten. Die Entwicklungshelferin Isabel (Michelle Williams) kämpft Tag und Nacht für die Ärmsten der Armen. Trotzdem steht das von ihr beaufsichtigte Waisenhaus in Kalkutta kurz vor der Schließung. In der reichen Theresa (Julianne Moore) findet Isabel überraschend eine großzügige Spenderin. Einzige Bedingung: Die beiden Frauen sollen sich in Theresas Heimatstadt New York persönlich kennenlernen. Für Isabel ist das ein großes Opfer, das sie für ihr Lebenswerk jedoch zu bringen gewillt ist. Doch in der US-Metropole kommt schließlich alles anders. Dort platzt sie nämlich mitten in die Hochzeitsvorbereitungen der 21-jährigen Grace (Abby Quinn), Theresas Tochter. Insbesondere Theresa selbst besteht darauf, dass Isabel bleibt und den Feierlichkeiten beiwohnt. Doch je länger sie über die Situation nachdenkt und ihr eigenes Leben rekapituliert, desto mehr wird Isabel bewusst, dass sie nicht durch Zufall an diesen Ort gekommen ist... Bart Freundlichs Film ist eine Neuauflage von Susanne Biers „Nach der Hochzeit“. Trotzdem geht er für sein Remake noch einen Schritt weiter und vertauscht die (Geschlechter-)Rollen. Anders als im Original fällt dadurch ein ganz entscheidender Faktor weg: War die von Mads Mikkelsen verkörperte Hauptfigur in „Nach der Hochzeit“ noch völlig ahnungslos, weiß Isabel deutlich schneller, was hier eigentlich gespielt wird. Diesen neuen Ansatz musste Bart Freundlich in Kauf nehmen, als er sich entschloss, seine Geschichte aus der weiblichen Perspektive zu erzählen. Gleichzeitig gelingt es ihm trotzdem, das Publikum so lange wie möglich in einem Schwebezustand zu halten. Der Verlauf der Geschichte ist weitestgehend identisch, doch Freundlich variiert im Vergleich zur Vorlage nicht nur, wie die einzelnen Figuren zueinander stehen, sondern auch, wie sich ihre Schicksale im Verlauf des Films entwickeln. Das macht den Film auch für ein kundiges Publikum zu einem Erlebnis, wenn nicht ohnehin die starken Darstellerinnen und Darsteller ausreichen, um einen Kinobesuch zu rechtfertigen.

AB 17. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

REGIE Bart Freundlich DARSTELLER Julianne Moore, Michelle Williams, Billy Crudup, Abby Quinn, Will Chase, Doris McCarthy, Alex Esola, Elsa Davis LAUFZEIT 110 Minuten VERLEIH Telepool


NEU IM OKTOBER 13

PARASITE Südkorea 2019

Wie so oft bedient sich der koreanische Regisseur Bong Joon Ho unterschiedlichster Genremuster, um von gesellschaftlichen Missständen zu erzählen. In Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

DAS KAPITAL IM 21. JAHRHUNDERT Frankreich, Neuseeland 2019 — Dokumentarfilm

Der französische Ökonom Thomas Piketty beschäftigt sich in seinem Bestseller mit den Auswirkungen der Vermögenskonzentration in den Industrienationen. Dokumentarfilmer Justin Pemperton hat sich an eine Verfilmung gewagt. „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ ist die Adaption eines der bahnbrechendsten und einflussreichsten Bücher unserer Zeit. Der französische Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty bricht in seinem Bestseller mit der weit verbreiteten Annahme, dass die Anhäufung von Kapital immer auch mit sozialem Fortschritt einhergeht. Für seinen Dokumentarfilm hat Regisseur Justin Pemberton etliche namhafte Denker wie Faiza Shaheen, Gillian Tett und Joseph Stiglitz interviewt, um Pikettys These auf filmische Weise zu interpretieren. Pemberton deckt dabei den Betrug im Kern der Weltwirtschaft auf und fordert ein radikales Umdenken. Eine Zeitreise von der Französischen Revolution über zwei Weltkriege bis hin zum Internetzeitalter. Der französische Vordenker unter den Ökonomen, Thomas Piketty, hat mit seinem internationalen Bestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ zu einer weltweiten Debatte über globale Ungleichheit inspiriert. Der Film zum Buch ist eine fesselnde und zum Nachdenken anregende Reise durch die Geschichte des Kapitals – welche den Zuschauern die Augen öffnet. Wie es sich bewegt, wie es die Gesellschaft manipuliert und wer davon profitiert. Ein aufrüttelnder Film, der den Blick auf die Wirtschaftsprozesse unserer modernen Welt verändern wird.

AB 17. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

Familie Ki lebt in ärmlichen Verhältnissen ganz unten auf der sozialen Leiter. Im wahrsten Sinne des Wortes: Der Putz ihrer Wohnung im Tiefparterre blättert ab, in den Ecken breitet sich Schimmel aus, der Müll staut sich. Die Eltern Ki-taek und Chungsook sind arbeitslos, die fast erwachsenen Kinder, der Sohn Ki-woo und die Tochter Ki-jung unterstützen die Familie mit Gelegenheitsjobs. Das Glück wendet sich als ein Freund Ki-woo eine Tutorenstelle am anderen Ende der Stadt, am anderen Ende der sozialen Leiter vermittelt. Im mondänen, modernistischen Haus der Familie Park soll er der Tochter Englischstunden geben. Es ist der Beginn einer parasitären Beziehung der beiden Familien, denn bald arbeiten alle Kis für die Parks: Die Tochter kümmert sich um den Sohn, der Vater wird Chauffeur, die Mutter schließlich Haushälterin. Das Schicksal scheint es endlich gut mit Familie Ki zu meinen. Was bei anderen Regisseuren Stoff genug für einen Film wäre, erzählt Park Joon Ho in einem langen ersten Akt. Wie Familie Ki sich nach und nach in das Leben der Familie Park einschleicht und unersetzbar wird, erinnert an Filme wie Michael Hanekes „Funny Games“ oder Oskar Roehlers „Herrliche Zeiten“, doch bald dreht Bong die Schraube noch weiter. „Parasite“ lässt sich nur schwer einem Genre zuordnen. Unbekümmert bedient er sich hier und da, überrascht immer wieder mit völlig unvorhergesehenen Volten, doch am Ende sind Bongs Filme immer eins: Messerscharfe, genau beobachtete Satiren. Doch bei aller offensichtlichen Gesellschaftskritik macht es sich Bong dabei nicht zu einfach. Den Kis sieht man als offensichtliche Verlierer des kapitalistischen Systems ohnehin alles nach, doch auch die Parks sind keineswegs unsympathische Neureiche, im Gegenteil. Abgesehen davon, dass sie sich über den strengen Kellergeruch von Ki-taek wundern, ist von ihnen kein böses oder hochnäsiges Wort über ihre Angestellten zu vernehmen. Der wahre Schuldige an den gesellschaftlichen Missständen sind hier nicht einzelne Personen, sondern die Gesellschaft als Ganzes.

AB 17. OKTOBER IN DER SCHAUBURG REGIE Bong Joon Ho BUCH Bong Joon Ho & Han Jin Won DARSTELLER Song Kang Ho, Lee Sun

REGIE Justin Pemberton​ LAUFZEIT 103 Minuten FSK 12 VERLEIH Studiocanal

Kyun, Cho Yeo Jeong, Choi Woo Shik, Park So Dam, Lee Jung Eun, Chang Hya Jin LAUFZEIT 131 Minuten FSK 16 VERLEIH Koch Films, VERTRIEB Central


NEU IM OKTOBER 14

LIEBER ANTOINE ALS GAR KEINEN ÄRGER »EN LIBERTÉ!« — Frankreich 2017

Geschichte über irrtümlich verbreitete Heldensagen und wie die Witwe eines Polizisten sowie ein unschuldig im Gefängnis einsitzender Zeitgenosse mit ihren Schicksalen umgehen. Die Mischung aus Groteske und rührenden Beziehungsmomenten begeistert. In einem kleinen Städtchen an der französischen Riviera lebt die junge Kommissarin Yvonne. Sie ist die Witwe des örtlichen Polizeichefs Santi, der in der Gegend als Inbegriff von Recht und Ordnung gilt. Nach seinem Tod erlebt Yvonne eine böse Überraschung, denn seine Tugendhaftigkeit war nicht so makellos wie sein monumentales Denkmal im Ortskern suggeriert. Tatsächlich war Santi tief in der südfranzösischen Unterwelt verwurzelt und schickte einst an seiner Stelle den unschuldigen Antoine für acht Jahre ins Gefängnis. Als Antoine nach verbüßter Frist auf freien Fuß gesetzt wird, möchte Yvonne dem sichtlich ramponierten und verwirrten Mann helfen, neues Glück zu finden – natürlich ohne ihre Identität preiszugeben. Leider ist sie damit so erfolgreich, dass sich Antoine auf der Stelle in sie verliebt. Und auch Yvonne stellt entsetzt fest, dass ihr Herz für diesen schrägen, zerknirschten und gleichzeitig so energiegeladenen Typen zu schlagen beginnt. Doch Antoines Rückkehr ins normale Leben verläuft nicht nach Resozialisierungsplan. Antoine will sich nämlich endlich nehmen, wofür er bisher nur ersatzweise gebüßt hat … Turbulent, schräg und lustig – diese französische Komödie steckt voller Direktheit, frischem Humor und macht vor allem Laune. Regisseur Pierre Salvadori („Bezaubernde Lügen“) bringt zusammen, was das französische Kino am besten kann: zwischen zärtlicher Romantik, makabrer Situationskomik und raffinierter Filmkunst entsteht großes Komödienkino, das mit einer ganz eigenen Handschrift begeistert. Es ist in Summe das ungewöhnliche Konstrukt aus übertriebener Polizistengeschichte mit parodistischen Anleihen bei Cop-Movies in Verbindung mit Identitätssuche und sich neu anbahnenden Liebesgeschichten, die „En liberté!“ zu einer originellen und höchst unterhaltsamen Komödie werden lassen – nicht zuletzt auch dank einiger überraschender Regieeinfälle.

DAS PERFEKTE GEHEIMNIS Deutschland 2019

Wie viele Beziehungen und Freundschaften würden zerbrechen, wenn wir jederzeit in das Telefon unserer Liebsten schauen dürften? Eine Komödie darüber, dass gute Freunde wenig voneinander wissen, aber ihre Mobiltelefone voller Geheimnisse und pikanter Details stecken. Drei Frauen. Vier Männer. Sieben Telefone. Und die Frage: Wie gut kennen sich diese Freunde und Paare wirklich? Als sie bei einem Abendessen über Ehrlichkeit diskutieren, entschließen sie sich zu einem Spiel: Alle legen ihre Smartphones auf den Tisch, und alles, was reinkommt, wird geteilt. Nachrichten werden vorgelesen, Telefonate laut mitgehört, jede noch so kleine WhatsApp wird gezeigt. Was als harmloser Spaß beginnt, artet bald zu einem emotionalen Durcheinander aus – voller überraschender Wendungen und delikater Offenbarungen. Denn in dem scheinbar perfekten Freundeskreis gibt es mehr Geheimnisse und Lebenslügen, als zu Beginn des Spiels zu erwarten waren. „Das perfekte Geheimnis“ ist inspiriert vom italienischen Kinofilm „Perfetti Sconosciuti“ von Paolo Genovese aus dem Jahr 2016 (allein in Italien 2,7 Mio. Besucher). In zahlreichen Ländern wurde der Film adaptiert und avancierte zu einem weltweiten Phänomen. Das „Fack Ju Göhte“-Erfolgsduo Bora Dagtekin und Lena Schömann griff die Idee des Films auf und entwickelte eine zeitgemäße Interpretation für das deutsche Kinopublikum. Autor und Regisseur Bora Dagtekin sowie Produzentin Lena Schömann lassen einen Abend unter Freunden eskalieren und bringen dafür ein einmaliges Star-Ensemble an einen Tisch: Elyas M’Barek, Florian David Fitz, Jella Haase, Karoline Herfurth, Frederick Lau, Wotan Wilke Möhring und Jessica Schwarz spielen die Hauptrollen.

AB 24. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

AB 31. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

REGIE Pierre Salvadori DARSTELLER Adèle Haenel, Pio Marmaï, Vincent Elbaz, Damien Bonnard, Audrey Tautou LAUFZEIT 107 Minuten FSK 16 VERLEIH Neue Visionen

REGIE Bora Dagtekin​ DARSTELLER Elyas M'Barek, Karoline Herfurth, Florian David Fitz​ LAUFZEIT 110 Minuten VERLEIH Constantin


NEU IM OKTOBER 15

VERTEIDIGER DES GLAUBENS Deutschland 2019 — Dokumentation

Das Scheitern eines Papstes nennt Christoph Röhl seine Dokumentation im Untertitel, womit die Richtung seines Porträts des deutschen Papst Benedikt XVI. vorgegeben wird.

BIS DANN, MEIN SOHN China 2019

Der Unfalltod eines Kindes verändert das Schicksal zweier befreundeter Familien für immer. Großes, wuchtiges Filmmelodram über Schuld und Vergebung mit grandiosen Darstellern. China, eine Stadt im Norden im ausgehenden 20. Jahrhundert. Liyun und Yaojun sind ein glückliches Paar. Sie leben mit ihrem Sohn Xingxing im Wohnheim der Metallfabrik, in der sie arbeiten, Wand an Wand mit ihren Freunden Haiyan und Yingming, deren Sohn Haohao am gleichen Tag geboren ist wie Xing. Als Xing eines Tages bei einem Unfall ums Leben kommt, trennen sich ihre Wege. Yaojun und Liyun ziehen in die Provinz Fujian im Süden des Landes. Doch die Familien bleiben durch die Tragödie miteinander verbunden. Der vielfach preisgekrönte chinesische Meisterregisseur Wang Xiaoshuai erzählt die Geschichte zweier Familien vor dem Hintergrund der politischen und sozialen Umwälzungen in China. „Bis dann, mein Sohn“ ist meisterhaftes Kino, ein zutiefst berührendes Familienepos über Freundschaft und Veränderung, Verlust, Trauer und neue Hoffnung – und nicht zuletzt die Geschichte einer lebenslangen Liebe, die das Versprechen von den guten und den schlechten Tagen auf trotz allem Schmerz beglückende Weise einlöst. Wir versprechen: ein großes Filmmelodram, dem man sich in drei Stunden Filmzeit keine Minute entziehen mag. Plus: Zwei Hauptdarsteller zum Niederknien. Zwei Berlinale Bären als Beste Hauptdarsteller gab es für sie obendrein. So geht Kino, sagen wir.

Nicht nur in Deutschland war die Begeisterung groß, als im April 2005 der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger zum Nachfolger des verstorbenen Papst Johannes Paul II. gewählt wurde und fortan einer der größten Institutionen der Menschheit vorstand. Oder einer der größten Sekten, wie Kritiker die auf Verschwiegenheit bedachte Institution der Kirche oft nennen, die sich Anfang des 21. Jahrhunderts schon am Beginn einer der größten Krisen ihrer Geschichte sah. Missbrauchsfälle hatte es zwar immer wieder gegeben, doch nun wurde die Welle der Anschuldigungen immer stärker, verging kaum eine Woche, ohne neue Berichte über Priester, die Kinder sexuell missbraucht hatten, und das in allen Teilen der erdumspannenden katholischen Kirche. Wie Papst Benedikt mit diesem Skandal umgehen würde, sollte sein Pontifikat prägen und daran sollte er scheitern, so die Aussage von Christoph Röhls Dokumentation „Verteidiger des Glaubens.“ Viele Interviewpartner hat Röhl vor die Kamera geholt, Verteidiger Ratzingers, vor allem aber Kritiker, Opfer von Missbrauch, darunter ehemalige Mitglieder der Kongregation Legionäre Christi, die vor allem in Mexiko aktiv ist und massiv in den Missbrauchsskandal verstrickt war, aber vom Papst bis zuletzt geschützt wurde. Benedikt selbst hat Röhl nicht vor die Kamera bekommen, allein sein ebenso redegewandter wie telegener Privatsekretär Georg Gänswein steht Rede und Auskunft, wobei sich seine Rede eher auf Plattitüden und Floskeln beschränkt. Erstaunlicherweise konnte Röhl, der die Arbeit an seinem Film lange vor dem Rücktritt von Papst Benedikt 2013 begann, auch in den Archiven des Vatikans recherchieren und kann so die lange Karriere Ratzingers ab den 60er Jahren reichhaltig und interessant bebildern. Damals galt Ratzinger für kurze Zeit als Reformer, der die zunehmende Diskrepanz zwischen der erzkonservativen katholischen Kirche und der Realität der 60er Jahre, in der zumindest Teile der westlichen Gesellschaft nach immer größerer Offenheit und Liberalität verlangte, überbrücken sollte. Doch damit war es bald vorbei.

AB 31. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

AB 31. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

REGIE Wang Xiaoshuai​ DARSTELLER Yong Mei, Wang Jingchun​ LAUFZEIT 185 Minuten VERLEIH Piffl​

REGIE & BUCH Christoph Röhl LAUFZEIT 90 Minuten VERLEIH Real Fiction


NEU IM OKTOBER 16

PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN »PORTRAIT DE LA JEUNE FILLE EN FEU« — Frankreich 2019

Ein Kostümdrama über die Liebe zweier Frauen, das vor allem von gesellschaftlichen Diskursen und kunsttheoretischen Überlegungen der Gegenwart erzählt. Eines der Highlights des diesjährigen Wettbewerbs von Cannes. Wir schreiben das Jahr 1770. Marianne ist Portraitmalerin und hat einen neuen Auftrag angenommen. Eine verwitwete italienische Gräfin (Valeria Golino) beauftragt sie, das Bild ihrer Tochter Héloïse (Adèle Haenel) zu malen. Dieses Bild ist dringend notwendig, um die geplante, arrangierte Ehe von Héloïse zu bestätigen. Diese ist einem ihr unbekannten Mann im fernen Mailand versprochen, der sie nie gesehen hat. Doch Héloïse sträubt sich gegen diese arrangierte Verbindung, weigert sich, für das Portrait Modell zu sitzen. So muss Marianne im Geheimen, aus dem Gedächtnis malen und blickt Héloïse während gemeinsamer Spaziergänge an der rauen Küste umso eindringlicher an. Unweigerlich verlieben sich die beiden jungen Frauen und beginnen während der kurzzeitigen Abwesenheit der Mutter eine Affäre … Unabhängig und frei wirkt Marianne zunächst, einen selbstständigen, künstlerischen Beruf ausübend, nicht den Zwängen der Gesellschaft unterworfen. Doch bald zeigt sich, dass diese vermeintliche Freiheit nur bedingt existiert: Mit einem Portrait wie dem von Héloïse, dass in einer Zeit vor der Photographie notwendig ist, um fernmündliche arrangierte Ehen zu bestätigen, trägt sie zur Aufrechterhaltung der Konventionen bei. Ihr weiblicher Blick auf ihre Subjekte ersetzt sozusagen den männlichen Blick. Über den wird in Bezug auf das Kino seit langem diskutiert. Bei Sciamma herrschst nun ein dezidiert weiblicher Blick. Bis auf eine kurze Sequenz zu Beginn kommen Männer noch nicht einmal zu Wort. Und dennoch ist „Portrait einer jungen Frau in Flammen“ keineswegs ein dogmatischer, ideologischer Film. Zwar zeigt Sciamma Mechanismen der Unterdrückung auf, deutet die Schwierigkeit für eine Frau wie Marianne an, in einer von Männern dominierten Welt wirklich unabhängig zu leben, doch didaktisch wird sie nie. Am Ende erzählt sie in brillanten Bildern, mit zwei hervorragenden Schauspielerinnen von einer unmöglichen Liebe, einer Verbindung, die auch dann noch existiert, als die beiden Frauen zumindest räumlich schon lange getrennt sind.

AB 31. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

REGIE & BUCH Céline Sciamma DARSTELLER Noémie Merlant, Adèle Haenel, Valeria Golino LAUFZEIT 119 Minuten VERLEIH Alamode / Wild Bunch


Samstag

2.11.2019 20 Uhr

Mit freundlicher UnterstĂźtzung der


NEU IM OKTOBER 18

ZWINGLI – DER REFORMATOR

YUNG

Schweiz, Deutschland 2018

Deutschland 2018

Biopic über Luthers Schweizer Zeitgenossen, den Kirchenrebellen Ulrich Zwingli. Pompöses Historiendrama, das durch spannende Dramaturgie sowie einen charismatischen Hauptdarsteller überzeugt.

Der Alltag vier junger Mädchen in der pulsierenden und hedonistischen Subkultur des modernen Berlin. Realistisches, extremes und gleichzeitig liebevolles Portrait dieser neuen „Lost Generation“

„Es gibt nichts Sinnloseres auf der Welt als diese Mast-Säue in ihren braunen Mönchskutten.“ – deftige Worte, mit denen der junge Kirchenrebell Ulrich Zwingli seine klerikalen Mitbrüder abkanzelt. Kaum ist der junge Theologe zum Leutpriester in Zürich berufen, weht ein frischer Wind durch die Gemäuer des ehrwürdigen Großmünsters. Gleich im ersten Gottesdienst verspricht Zwingli seiner Gemeinde, die Bibel fortan nicht wie üblich lateinisch vorzulesen, sondern auf Deutsch. Die Menschen sollen schließlich verstehen, was der Herr ihnen zu sagen hat! „Wenigstens kapiert man mal was“, freut sich das Volk. „Fang‘ mir nicht an, hier herumzufuhrwerken wie der Luther!“, warnen die alten KirchenBonzen, die um ihre Pfründe fürchten. Zwingli lässt sich nicht einschüchtern. Im Gegenteil, er wettert gegen teuer bezahlte Seelenmessen, die ein vermeintliches Fegefeuer verhindern sollen.. Mit einem Etat von fünf Millionen Franken erweist sich das Historiendrama für Schweizer Verhältnisse als echte Großproduktion. Tatsächlich zahlen sich die Investitionen auf der Leinwand visuell aus. Tricktechnisch überzeugen die Bilder einer kleinen, dreckigen Stadt am Limmat, die Jahrhunderte später zum protzigen Eldorado einer Finanzmetropole werden wird. Die Ausstattung fällt für einen Historienfilm außergewöhnlich überzeugend aus – welcher Kostümschinken kann im Nachspann schon einen Hutmacher aufweisen? Was die historische Wahrhaftigkeit betrifft, haben Schweizer Medien in gewohnter Gründlichkeit einschlägige Wissenschaftler befragt, die ihre Absolution für diese Darstellung des Nationalhelden gegeben haben. Gut zu wissen. Noch besser, dass dieses Biopic keiner Heldenverehrung huldigt. Dieser Zwingli hat Hurenkinder. Macht Fehler. Hadert mit dem Schicksal. Ulrich Zwingli, ein ganz normaler Mensch mit Macken und großen Visionen. Dieses filmische Denkmal, radikal und bescheiden gleichermaßen, steht diesem Rebellen gut – und dürfte das Publikum auch nach 500 Jahren ziemlich beeindrucken.

„Yung“ ist der flirrende Trip von vier jungen Mädchen durch die pulsierende und hedonistische Subkultur des modernen Berlin, vor allem aber ein pures, raues und authentisches Portrait ihrer Freundschaft. Janaina (17) verdient sich etwas Taschengeld mit Webcam-Sex hinzu. Für ihre beste Freundin Emmy (18) ist die Stadt ein einziger Rausch, dabei realisiert sie nicht, dass sie immer tiefer in den Strudel der Abhängigkeit gerät. Joy (17) sinnt über die Liebe nach, wenn sie nicht gerade Drogen verkauft, und die süße Abbie (16) träumt davon nach Los Angeles abzuhauen. Mit „Yung“ gibt Henning Gronkowski sein Spielfilm-Regiedebüt. Er schrieb das Drehbuch, nachdem er mehr als zwei Jahre zusammen mit Berliner Teenagern das Projekt entwickelt hatte. Es ist ein realistisches, extremes und gleichzeitig liebevolles Portrait dieser neuen "Lost Generation" – das ihnen gewidmet ist. Der Regisseur über seinen Film: „Es ist ein Film über Teenager, die in vielerlei Hinsicht ein aufregendes und exzentrisches Leben führen. Vier Mädchen, die Drogen nehmen, wild feiern und ihr Sexleben ausleben. Es ist das echte Berlin. Es ist eine echte Geschichte. Mit Leidenschaft und großer Energie erzählt, basierend auf den Abenteuern dieser Teenager und ihrer Freunde. Sie erzählten mir davon und sie zeigten mir echte Emotionen. Diese Energie ist in jedem Bild zu spüren. Daneben greift der Film Teile meines persönlichen Lebens auf und der Welt, in die ich in den letzten 10 Jahren abgetaucht war. Ich bin nicht unbedingt stolz darauf, aber ich bereue es auch nicht. Ich habe einen Weg hinaus gefunden und einen Film über meine Erfahrungen und die Menschen geschaffen, die ihn inspiriert haben – eine Katharsis. Ich wollte eine Berliner Jugendsubkultur zeigen, die sich in einer dem öffentlichen Bewusstsein verborgenen Parallelwelt abspielt. Es ist eine Generation von Kids, die alle Möglichkeiten im Leben haben. Auf der anderen Seite haben sie keine Ahnung davon, was sie damit machen wollen. Zumindest sollte man versuchen, sich selbst zu finden, während man noch YUNG ist!“

AB 31. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

AB 31. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

REGIE Stefan Haupt DARSTELLER: Max Simonischek, Sarah Sophia Meyer, Anatole Taubman, Stefan Kurt LAUFZEIT 128 Minuten VERLEIH W-Film

REGIE Henning Gronkowski​DARSTELLER Janaina Liesenfeld, Emily Lau, Joy Grant​LAUFZEIT 95 Minuten VERLEIH Wild Bunch (Central)


Täglich 15.00 Uhr

KINDERKINO IM OKTOBER 4 nur

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26. SEPTEMBER – 02. OKTOBER

03. – 09. OKTOBER

10. – 16. OKTOBER

KÖNIGREICH ARKTIS

DIE HEXE UND DER ZAUBERER

Fulminant fotografierte Familien­Doku über die von der Klimakatastrophe bedrohte Tier­ welt im Eis des Nordpolargebiets.

Disney’s Adaption der Arthus­Sage: Fanta­ sievoll und herrlich albern ringen Zauberer Merlin, Lehrling Floh und Hexe Mim um den zukünftigen König von England.

DER KLEINE RABE SOCKE 2 – DAS GROSE RENNEN

JAHR: 2007 / LÄNGE: 84 MIN. / FSK: 0

Als dem kleinen Raben durch ein Missgeschick die Ernte in den Fluss purzelt, muss ganz drin­ gend Nachschub her! Das Geld will Socke beim großen Rennen durch den Wald gewinnen.

JAHR: 1963 / LÄNGE: 80 MIN. / FSK: 0 JAHR: 2015 / LÄNGE: 73 MIN. / FSK: 0

17. – 23. OKTOBER

24. – 30. OKTOBER

31. OKTOBER – 06. NOVEMBER

MEIN LOTTA-LEBEN

PIPPI GEHT VON BORD

Verfilmung der gleichnamigen Kinderbuch­ reihe von Alice Pantermüller und Daniela Kohl über den chaotischen Alltag der liebenswerten elfjährigen Lotta Petermann.

Kapitän Langstrumpf möchte Pippi mit nach Taka­Tuka­Land nehmen. Sie kann jedoch ihre traurigen Freunde nicht allein zurücklassen und bleibt in der Villa Kunterbunt.

HOTEL TRANSSILVANIEN 3 – EIN MONSTER URLAUB

JAHR: 2019 / LÄNGE: 95 MIN. / FSK: 0

JAHR: 1969 / LÄNGE: 85 MIN. / FSK: 6

Draculas Tochter Mavis bucht für ihren Vater zur Entspannung eine Monster­Kreuzfahrt. Tat­ sächlich sehnt sich der verwitwete Blutsauger allerdings nach einer Frau an seiner Seite. JAHR: 2018 / LÄNGE: 98 MIN. / FSK: 0

STAG SK IN D ER ! AC H TU N G G EB U RT stag habt Ihr An Eurem Geburt

FREIEN EerINkinoTR! ITT ins Kind

GEBURTSTAGSFEIER IM KINO??

Es ist ganz einfach und viel günstiger als Sie vielleicht denken. Wenn gewünscht inklusive Feier mit Pizza, Chicken Nuggets oder Kuchen und Kakao. Eine Führung hinter die Kulissen der Schauburg ist möglich. Sprechen Sie uns einfach an ... Telefon 0721 35000 15 / ­17 / ­18 (Büro) / info@schauburg.de

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat die SCHAUBURG von 1976 bis 2017 jährlich für ein hervorragendes Kinder- und Jugendfilmprogramm ausgezeichnet.


SCHAUBURG SPECIALS 20

WIE DIE SCHAUBURG ZUM CINERAMA-KINO WURDE von Sebastian Graf Der Umbau des Karlsruher Traditionskinos und die Wiedereröffnung mit Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum am 25.09.1968 „Die alte Schauburg gab Ihren Geist auf,“ hieß es am 2. Juli 1968 in den Badischen Neuesten Nachrichten zur Privatsanierung des einzigen Kinos der Karlsruher Südstadt. Der ehemalige Besitzer Willi Mansbacher, der das Kino an die Deutsche Cinerama (Tochter der amerikanischen Cinerama-Gruppe) verpachtet hatte, scheute weder Kosten noch Mühen, um durch eine Modernisierung dem Publikum ein seinerzeit völlig neues Kinogefühl zu vermitteln. Ihre Pforten in der Marienstraße öffnete die Schauburg bereits 1929 in den Räumen des ehemaligen Apollo-Varietétheaters, in welchem seit 1906 auch Filme vorgeführt worden waren. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Filmtheater komplett zerstört und erst 1949 am selben Ort neu aufgebaut, im Sommer 1968 komplett renoviert und am 25. September 1968 als „das einzige ständige Cinerama-Lichtspiel-Theater Baden-Württemberg“

(BNN vom 25.09.1968) mit der Aufführung von Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum wiedereröffnet, der zwei Wochen zuvor seine Deutschland-Premiere feiern durfte, und noch aus heutiger Sicht einen mehr als würdigen Filmbeitrag zu diesem Ereignis darstellt. Nicht ganz so lange wie die fast 3-jährigen Dreharbeiten hat der – trotz goldener Tapeten – die für heutige Verhältnisse verschwindend geringe Summe von ca. 300.000 DM verschlingende Kino-Umbau zum ersten Karlsruher Großraumkino gedauert. Die Strategie der Verantwortlichen bestand darin, sich die Gunst des Publikums durch technisch einschneidende und ästhetisch ansprechende Umbaumaßnahmen zu erkämpfen. Wesentlicher Bestandteil hierfür sind entsprechende kinotechnische Vorkehrungen. Die 17x7m große und 120 Grad gekrümmte Cinerama-Leinwand, welche die alte, nur 6,90x4,50m messende Leinwand ersetzte, ist dafür prädestiniert, dass sich der Filmfreund bei ausverkauftem Haus als einer unter maximal 670


SCHAUBURG SPECIALS 21

Zuschauern mitten im Geschehen des Cinerama-Kinos wiederfinden darf. Der große Schauburg-Saal fasste nach dem kriegsbedingten Wiederaufbau im Jahre 1949 unglaubliche 1000 Besucher. Das derzeitige Fassungsvermögen beträgt 350 Zuschauer. Die Leinwandgröße ist bis heute unverändert geblieben. Auch optisch erstrahlte das Filmtheater 1968 in neuem Glanz; lediglich das Oval der Treppenaufgänge zum Balkon, dem heute als „Cinema“ bekannten Kinosaal mit einem Fassungsvermögen von 150 Besuchern, vermittelte passionierten Schauburg-Gängern ein Gefühl von Vertrautheit. Das Treppenhaus des Kinos mit seiner geschwungenen, gegenläufigen Treppe aus dem Jahre 1949 steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Zugang zu den Treppen bietet sich über die 25m lange Wandelhalle, welche den Eingangsbereich in der Marienstraße mit (damals nur) einer Bar für Snacks und Erfrischungen verbindet. Der nun vom Foyer aus zu erreichende Vorführraum wurde auf die untere Ebene verlegt, damit zwei Projektoren, welche den

Projektionsstrahl im rechten Winkel aus einem der fünf Projektionsfenster in 70mm, 35mm und 16mm auf die gekrümmte Leinwand werfen können. An den beiden äußeren Reihen des Balkons wurden Gitter verwendet, welche dem Publikum eine ungetrübte Durchsicht auf die untersten Leinwandecken ermöglichten. Der zur Neueröffnung aufgeführte Spielfilm 2001: Odyssee im Weltraum bot schon damals keinesfalls nur „kitzelige WeltraumBegegnungen“ (BNN vom 25.09.1968), sondern setzte Mäßstabe; weit über das bis dahin kaum ernsthaft wahrgenommene ScienceFiction-Genre hinaus. Mit 2001: Odyssee im Weltraum hat Kubrick Filmgeschichte geschrieben und einen Genrebeitrag geliefert, der auch heute noch sehenswert ist, da er aufgrund seiner technischen und philosophischen Vielschichtigkeit weder an Unterhaltungswert noch an Brisanz verloren hat. Er führt daher den Aufbruch in ein neues (Kino-) Zeitalter wie kaum ein anderer vor Augen.


SCHAUBURG SPECIALS 22

Die Auswahl des Kubrick’schen Meisterwerks als Eröffnungsfilm der „neuen“ Schauburg symbolisiert zugleich den Aufbruch in eine neue Art der Filmrezeption als Kinoerlebnis der besonderen Art, bei dem die Zuschauer mittendrin im Filmgeschehen sind. Der architektonische Flair der umgebauten Schauburg mitsamt der projektionstechnischen Innovation kongruiert mit der Progressivität des Films und prägt über Jahrzehnte hinweg ein Höchstmaß an Kino-Atmosphäre; genauso wie Kubricks Sci-FiWerk das Genre des phantastischen Films. Der großflächige Abschied von der Holzklasse vollzieht sich zugunsten eines hellerstrahlenden Glanzes, ähnlich wie bei Kubricks 140-Minuten-Epos; dort designtechnisch als Space Age inszeniert als Kontrast zu den dunklen Weiten des Weltalls. Ebenso wie die Schauburg anno ’68 war nämlich 2001: Odyssee im Weltraum mit seiner überwältigenden Mise-en-scène und seiner technischen Perfektion etwas noch nie Dagewesenes. Die Inszenierung von Bewegtbildern erfolgte in der Cinerama-Schauburg fast ebenso technisch ausgeklügelt wie bei Stanley Kubrick und war damals ebenso progressiv-visionär wie die von ihm akribisch insenzierten Bild- und Klangwelten. Der von ihm in Super Panavision 70 nach Vorlage einer bereits 1948 geschriebenen Short Story von Arthur C. Clarke gedrehte Film mit Produktionskosten von 10,5 Millionen US-Dollar war der finanziell erfolgreichste Film des Jahres ’68 und stand mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 190 Millionen US-Dollar an der Spitze der damaligen Kino-Charts. Eine Cinerama-Leinwand wie in der Schauburg scheint wie gemacht für die gewaltige Bildersprache des MGM-Klassikers, weil der Film davon lebt; und zwar vor allem die Weltraumszenen im Mittelteil. Somit ist er alles andere als ein Kammerspiel, der auch nach einem gebührenden Aufführungsort verlangt. Die Schauburg ist ästhetisch genauso stilbildend wie 2001: Odyssee im Weltraum und hat bis heute genauso wenig von ihrer Faszination eingebüßt. Doch die Ägide unter der Betreiberschaft der Deutschen Cinerama GmbH währte nicht lange. Willi Mansbacher kündigte bereits drei Jahre später den Pachtvertrag und verkauft kurz darauf die Schauburg an den jungen und enthusiastischen Karlsruher Kinomacher Georg Fricker, der die Schauburg mit einem Wechsel zum Programmkino und anspruchsvollen Film eine Richtung gab, die heute noch gültig ist und dem Kino einen Platz unter den führenden Filmkunstkinos Deutschlands einbrachte. Obwohl das unter Denkmalschutz stehende Filmtheater etwas Abseits der Karlsruher Eventmeilen in der Innenstadt liegt, zieht es Filmfreunde und Cineasten aus aller Welt an. Gerade auch die nunmehr in der 15. Auflage alljährlich stattfindenden 70mm-TODD-AO-Festivals versprühen einen internationalen Charme, dem nicht nur damals Kinofreunde erlagen. Und nicht zuletzt dadurch, dass die Schauburg als eines der wenigen Lichtspielhäuser in Deutschland mit ihrer Projektionstechnik die Kultur für Filmproduktionen im 70mm-TODD-AOFormat bis zum heutigen Tag erhalten und gepflegt hat, wird sie dem filmischen Anspruch von Stanley Kubrick und anderen Hollywood-Altmeistern mehr als gerecht.

Foto: Stadtarchiv Karlsruhe, BA Schlesiger A16/ 4/7/17

Textquelle: „Die neue Schauburg ist nicht wiederzuerkennen“, aus: Badische Neueste Nachrichten, 25.09.1968


SPECIALS IN DER SCHAUBURG WOODY ALLEN WERKSCHAU VON OKTOBER BIS ANFANG DEZEMBER

Von Oktober bis Anfang Dezember ist ein guter alter Bekannter zu Gast in der Schauburg. Alle seine Filme liefen in den letzten 50 Jahren regelmäßig auf unseren Leinwänden. Ob in unserer Reihe Traumfabrik mit klassischen Titeln oder mit aktuellen Werken, Woody Allen hat das Gesicht unserer Schauburg genauso geprägt wie Jacques Tati, Ingmar Bergman oder François Truffaut. Er ist einer der letzten großen Regie-Titanen, der trotz so langer Schaffensphase noch immer in zuverlässigem Abstand neue Werke fertig stellt. Woody Allen ist eine personifizierte Neurose, die mit der Absurdität des Seins und der Moderne hadert und verzweifeltbelustigt kämpft. Unsere Werkschau umspannt sein Lebenswerk. Angefangen mit „Was gibt’s neues Pussy“ über „Der Stadtneurotiker“ hin zur Preview seines neusten Streifens „A Rainy Day in New York“. Zu sehen sonntags und montags, stay tuned…

SONDERVORSTELLUNG IN KOOPERATION MIT DEM „BÜNDNIS GERECHTER WELTHANDEL KARLSRUHE“

10 MILLIARDEN – WIE WERDEN WIR ALLE SATT? MONTAG, 7. OKTOBER UM 18.30 UHR

Im Rahmen der "Fairen Woche" zeigen wir in Kooperation mit dem „Bündnis Gerechter Welthandel“ Valentin Thurns Analyse der gegenwärtigen Welternährungssituation im Kontext wirtschaftlicher und politischer Realitäten – und das ganze ohne erhobenen Zeigefinger! Im Anschluss an die Vorstellung laden wir das Publikum zu einer kleinen Filmdiskussion ein.

SONDERVORSTELLUNG

ATOMTAGE KARLSRUHE IN KOOPERATION MIT BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, EINTRITT NUR 5€

ELVIS UNLEASHED (OMU)

TAG DER WARHEIT

Ein brandneuer Musikfilm um Elvis Presleys Comeback Special: Elvis Unleashed wirft einen neuen Blick auf das Star-Revival der Sonderklasse, inklusive alternativer Filmaufnahmen und klassischer Bühnen-Momente – 30 Minuten Zusatzmaterial sehen Sie exklusiv nur hier bei uns im Kino. Erleben Sie Elvis in perfekter Bild- & Tonqualität auf unserer großen Bildwand!

Die Wahrheit über den Zustand des Kernkraftwerks Haut-Rhin im Dreiländereck soll ans Licht kommen, das ist das Ziel von Attentäter David Kollwein. Er bringt das Kraftwerk in seine Gewalt und erpresst Politik und Betreibergesellschaft. Die deutsche Staatsanwältin Marie Hoffmann (Vicky Krieps) hat nur drei Stunden, um im Reaktor die Kernschmelze zu verhindern…`

MONTAG, 7. OKTOBER UM 20.30 UHR

DIENSTAG, 8. OKTOBER UM 18.30 UHR


SCHAUBURG SPECIALS 24

PREVIEW IM ENGLISCHEN ORIGINAL IM ANALOGEN 70MM FILMFORMAT

JOKER

MITTWOCH, 9. OKTOBER UM 20.00 UHR Freunde des hochauflösenden analogen Filmvergnügens bekommen von uns einen weiteren Leckerbissen serviert: „Joker“ läuft ab Donnerstag, den 10.10. in unserem Lichtspielhaus in deutscher, rein englischer und englischer Fassung mit deutschen Untertiteln. Doch bereits einen Tag im Vorhinein können Sie Joaquin Phoenix im Königsformat der analogen Projektion in unserer englischen Preview sehen!

PREMIERE MIT EINEM GLAS SEKT IN ANWESENHEIT VON HAUPTDAR STELLERIN KARIN HANCZEWSKI & REGISSEUR TOM SOMMERLATTE

BRUDER SCHWESTER HERZ FREITAG, 6. SEPTEMBER UM 20.30 UHR

Alexandre entdeckt, daß der Priester, der ihn als Kind missbraucht hatte noch immer seines Amtes waltet. Zusammen mit anderen Leidgenossen fordert er nun entschlossen Konsequenzen. François Ozon („Franz“) liefert einen empörten Film – beruhend auf wahrer Begebenheit geht er mit der katholischen Kirche berechtigt hart ins Gericht. Silberner Bär 2018!

SONDERVORSTELLUNG ZUR KRANKHEIT „MULTIPLE SKLEROSE“

IMMER & EWIG

SONDERVORSTELLUNG IN KOOPERATION MIT NPH KINDERHILFE LATEINAMERIKA E. V.

THE LAND OF HIGH MOUNTAINS (ENGL. OMU) MONTAG, 30. OKTOBER 18.30 UHR

Der Dokumentarfilm "The Land of High Mountains" erzählt die berührende Geschichte des einzigen Kinderkrankenhauses in Haiti. Es ist die beeindruckende Erzählung über die Zusammenarbeit von Haitianern und ausländischen Helfern, die gemeinsam für die Gesundheit der Kinder der Insel arbeiten. Ein Film über Würde, Freude und Hoffnung, mit anschließendem Filmgespräch!

QUEERFILMNACHT

BONNIE & BONNIE

(OMU) MITTWOCH, 30. OKTOBER UM 21.00 UHR Yara lebt mit ihrem albanischen Vater und den drei Geschwistern in Hamburg-Wilhelmsburg – neben ihrem Job im Supermarkt schmeißt sie den Familienhaushalt. Als sie eines Tages der toughen Kiki begegnet, ist plötzlich nichts mehr wie zuvor. Aber niemand darf von der Beziehung wissen, vor allem nicht Yaras konservativer Vater, der schon einen Ehemann für sie ausgesucht hat …

SONDERVORSTELLUNG DES CINE MAR – SURF MOVIE NIGHT-TEAMS

MITTWOCH, 30. OKTOBER UM 19.00 UHR

HEAVY WATER

Von Basel aus kreuz und quer durch Südeuropa. Am Steuer des Campers sitzt Niggi, leidenschaftlicher Fotograf und Tüftler, neben ihm Annette, seine vom Hals abwärts gelähmte Frau. Seit 20 Jahren ist sie rund um die Uhr auf Hilfe und Pflege angewiesen. Mutig und mit Witz und Charme ringt das in die Jahre gekommene Liebespaar dem Leben ab, was immer es an Schönem für sie bereithält.

Surf-Begeisterte aufgepasst! Nach unseren Cine Mar Surf Movie Nights gibt es hier Nachschlag: „Heavy Water“ begleitet Surfer Nathan Fletcher durch die Evolution des Surfens und sein Faible für Big Waves. Wir blicken tief hinter die Kulissen der Surf- und Skatekultur bis hin zu den Z-Boys (Dogtown Boys).

MITTWOCH, 6. NOVEMBER UM 20.30 UHR


SCHAUBURG SPECIALS 25

25

OKTOBER

SENIORENKINO Immer Mittwoch 14.30 Uhr im großen Schauburg Saal Eintritt 5€ inkl. 1 Glas Sekt

LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS DER METROPOLITAN OPERA IN NEW YORK

TURANDOT (VON PUCCINI) SAMSTAG, 12. OKTOBER UM 19.00 UHR

Wir starten in die neue Metropolitan Saison mit einem Knall: Mit Puccini’s letzter Oper ertönt mit „Nessun dorma" eine der berühmtesten Arien der Opernliteratur. Die üppige Inszenierung von Franco Zeffirelli sorgt zudem für optischen Genuss. Gesungen in Italienisch (mit deutschen Untertiteln)

02.10.

09.10.

16.10.

23.10.

30.10.

LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS DER METROPOLITAN OPERA IN NEW YORK

MANON (VON MASSENET)

SAMSTAG, 26. OKTOBER UM 19.00 UHR

Foto: © Monkey Business – fotolia.com

Die Neuinszenierung des Franzosen Laurent Pelly besticht durch ihre inspirierte Kulissenwahl - von den Dächern über Paris bis zum düsteren Innenraum von Kirchen und Casinos. Obwohl in ihrer Tendenz eine tragische Oper, gelang es Pelly, auch ihre komischen Aspekte herauszustellen. Gesungen in Französisch (mit deutschen Untertiteln)

LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS DEM BOLSCHOI THEATER IN MOSKAU

RAYMONDA

SONNTAG, 27. OKTOBER UM 19.00 UHR Auch die Übertragungen aus Moskau gehen bei uns in eine neue Runde. Raymonda spielt in Ungarn zur Zeit der Kreuzzüge. Die immer wieder erscheinende weiße Frau symbolisiert ein Gespenst aus der frühen Neuzeit. Ein feinsinniges Ballett aus dem zaristischen Russland.

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

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PROGRAMMVORSCHAU 26

UNSERE PROGRAMMVORSCHAU FÜR

NOVEMBER 2019

7. NOVEMBER 2019

7. NOVEMBER 2019

Erzählt wird die wunderschöne, aber auch tragische Liebesgeschichte zwischen Leonard Cohen und seiner norwegischen Muse Marianne Ihlen. In vielen bisher unveröffentlichten Aufnahmen folgt der Dokumentarfilm der Beziehung zwischen Marianne und Leonard von den Anfängen auf Hydra, einer unbeschwerten Zeit der freien Liebe, und begleitet ihren gemeinsamen Weg über die Jahre, in denen Leonard Cohen ein erfolgreicher Musiker wurde.

Mittendrin, statt nur dabei: Gabi Röhrl nimmt Sie mit auf eine einzigartige JakobswegDokumentation. Der Weg beginnt in St. Jean Pied de Port, von wo aus jedes Jahr unzählige Menschen aufbrechen, um das 800 km entfernte Santiago de Compostela zu erreichen. Erleben Sie große und kleine Glücksmomente mit den Pilgern, beeindruckende Landschaften und interessante Begegnungen. Der Film zeigt Ihnen, wie es wirklich ist, diesen strapaziösen Weg auf sich zu nehmen – und dabei ein Stück weit zu sich selbst zu finden.

MARIANNE & LEONARD – WORDS OF LOVE

REGIE Nick Broomfield DARSTELLER Leonard Cohen, Marianne Ihlen

NUR DIE FÜSSE TUN MIR LEID

REGIE Gabi Röhrl

7. NOVEMBER 2019

LARA

Pianist Viktor steht vor der Premiere seines großen Konzertes. Die besorgte Mama kauft vorsorglich die Karten auf. Die Fassade ihrer Fürsorglichkeit bekommt jedoch Risse. Ist sie so eiskalt, wie einstige Kollegen behaupten? So unbarmherzig ehrgeizig, wie der ExEhemann klagt? Atmosphärisch dichtes, visuell verspieltes sowie bestens besetztes, intensives Drama. REGIE Jan-Ole Gerster DARSTELLER Corinna Harfouch, Tom Schilling, André Jung

28. NOVEMBER 2019 21. NOVEMBER 2019 7. NOVEMBER 2019

DAS WUNDER VON MARSEILLE Die wahre Geschichte des aus Bangladesch stammenden Fahim, der eine unglaubliche Schachbegabung und nur ihr zu verdanken hat, dass er immer noch in Frankreich ist. In seiner Heimat droht ihm Gefahr, Asyl zu bekommen ist dennoch ein schweres Unterfangen. Mit leichter Hand erzählt, wird der Tragödie das Komische gegenübergestellt und bezaubert den Zuschauer mit einem zu Herzen gehenden Film. REGIE Pierre-François Martin-Laval DARSTELLER Ahmed Assad, Gérard Depardieu, Isabelle Nanty

BERNADETTE

Bernadette ist anders als die perfekt organisierten Mütter aus der Nachbarschaft. Sie ist chaotisch, exzentrisch, sensibel – und schläft schlecht. Als Bernadettes penible Nachbarin darum bittet, die wuchernden Brombeerbüsche an der Grundstücksgrenze zu entfernen, setzt das eine Kette von Missgeschicken in Gang, die Bernadettes Leben endgültig auf den Kopf stellen. Warmherzige Komödie mit sprühendem Witz und feinen Zwischentönen. . REGIE Richard Linklater DARSTELLER Cate Blanchett, Billy Crudup, Kristen Wiig

DIE SCHÖNSTE ZEIT UNSERES LEBENS Als Maximes Vater Victor zunehmend zu einer Nervensäge wird, setzt ihn seine Frau Marianne vor die Tür. Da hat Maxime hat eine Idee. Sein Freund hat eine Firma, die Kunden ermöglicht, in einem raffiniert eingerichteten Filmstudio in eine Zeit ihrer Wahl zu reisen. Victor willigt ein und entscheidet sich für den exakten Tag, an dem er sich in seine Frau Marianne verliebt hatte. Mitreißende Komödie voller Lebenslust, Charme und Esprit, die auf leichte und amüsante Weise mit der Frage spielt, was das Leben letztlich schön macht. REGIE Nicolas Bedos DARSTELLER Daniel Auteuil, Guillaume Canet, Fanny Ardant


AB DO

3.10.

Von Ang Lee („Life of Pi“, „Hulk“) Mit Will Smith („Men in Black 3“) Mary Elizabeth Winstead Clive Owen („Children of Men“) Henry Brogen ist ein Weltklasse-Attentäter, der sich in den Ruhestand begeben will. Da setzt sein ehemaliger Vorgesetzter Clay Verris plötzlich einen gefährlichen Assassinen auf ihn an, der sich als Henrys eigener, im Geheimen erzeugter und vor allem viel jüngerer Klon entpuppt. Es entbrennt ein ebenbürtiges Duell zwischen dem menschlichen Original und seiner Kopie, in dem beide immer den nächsten Schritt des jeweils anderen zu kennen scheinen. Werden die Profi-Killer den tödlichen Teufelskreis durchbrechen können, den der undurchsichtige Verris in Gang gesetzt hat?

FILMhighlights im OKTOBER TERMINATOR: DARK FATE Von Tim Miller („Deadpool“) Mit Linda Hamilton („Terminator 2“) Arnold Schwarzenegger („True Lies“) Mackenzie Davis („Blade Runner 2049“) Natalia Reyes Gabriel Luna Diego Boneta

PREVIEW am Mi 2.10. 20:15 Uhr

DEM HORIZONT SO NAH

Vor wenigen Tagen war das Leben von Dani Ramos noch in bester Ordnung – und dann änderte sich alles: Plötzlich befindet sie sich inmitten eines Krieges zwischen den Menschen und den Maschinen, in dem ihr neben Sarah Connor glücklicherweise auch die weiterentwickelte Grace zur Seite steht. Denn im Kampf um Leben und Tod treffen die Frauen nicht nur auf den T-800, sondern auch auf einen neuen Terminator, der es auf sie abgesehen hat.

AB DO

10.10. Von Tim Trachte („Abschussfahrt“) Mit Luna Wedler („Das schönste Mädchen der Welt“) Jannik Schümann („Tatort“) Jamie Bick („Vampirschwestern“) Luise Befort („Club der roten Bänder“) Julia Eiber („Die Goldfische“) Frederick Lau („Die Welle“) Jessica (18) ist jung, liebt das Leben und hat Aussichten auf eine vielversprechende Zukunft, als sie sich eines Tages Hals über Kopf in Danny (20) verliebt. Er ist gutaussehend, charmant und selbstbewusst, doch hinter der perfekten Fassade liegt ein dunkles Geheimnis. Jessica muss einsehen, dass es die gemeinsame Zukunft, von der sie geträumt hat, so nicht geben wird, aber eins ist für sie klar: Sie glaubt an diese Liebe und an Danny und sie wird für ihn und diese Liebe kämpfen, denn es kommt nicht darauf an, wie lange man geliebt hat, sondern wie tief.

DIE ADDAMS FAMILY

3D

Die Addams-Familie bereitet sich auf ein rauschendes Fest vor. Dafür erwarten Familienoberhaupt Gomez, seine Frau Morticia, ihre beiden Kinder Wednesday und Pugsley sowie der verschrobene, aber liebenswerte Onkel Fester die Ankunft weiterer Mitglieder des Familienclans. Währenddessen mischt die aufdringliche TV-Moderatorin Margaux Needler das Happening allerdings gehörig auf. Neues animiertes Kino-Abenteuer der Kult-Grusel-Familie, die ihren Ursrpung in einem Zeitungs-Cartoon aus dem Jahr 1938 hat.

nur Mi 9.10. um 19:45 Uhr

AB DO

10.10. Von Todd Phillips („Hangover“) Mit Joaquin Phoenix („Gladiator“) Robert De Niro („Der Pate“) Für immer allein in der Menge, sucht Arthur Fleck nach Anschluss. Doch während er die verrußten Straßen von Gotham City durchstreift, trägt Arthur zwei Masken. Die eine malt er sich täglich für seine Arbeit als Clown auf. Die andere kann er niemals ablegen; sie ist die Verkleidung, die er trägt, in seinem vergeblichen Versuch, sich als Teil der Welt zu fühlen. Aufgewachsen ohne Vater, hat Arthur eine zerbrechliche Mutter, die ihm den Kosenamen Happy gab. Dieser Spitzname brachte in Arthur ein Lächeln hervor, das allen Schmerz dahinter zu verbergen weiß. Doch jedes Mal, wenn er von Teenagern auf der Straße drangsaliert, von Anzugträgern in der U-Bahn verspottet oder einfach nur von seinen Arbeitskollegen gehänselt wird, entfernt sich der soziale Außenseiter einen Schritt weiter von seinen Mitmenschen.

PREVIEW am Mi 9.10. 20:00 Uhr

3D

AB DO

17.10.

Von Joachim Rønning („Pirates of the Caribbean: Salazars Rache“) Mit Angelina Jolie („Salt“, „Wanted“) Elle Fanning („Super 8“) Michelle Pfeiffer („Hairspray“) Ed Skrein („Deadpool“) Chiwetel Ejiofor („12 Years a Slave“) Das langerwartete Fantasy-Abenteuer MALEFICENT: MÄCHTE DER FINSTERNIS setzt mehrere Jahre nach den Ereignissen seines erfolgreichen Vorgängerfilms ein: Während eine neue, dunkle Bedrohung finster am Horizont ihrer magischen Reiche aufzieht, sehen sich die gehörnte Fee und die junge Prinzessin schon bald gezwungen, zum Schutz der verzauberten Moore und ihrer liebenswerten Kreaturen neue Allianzen zu schmieden.

AB DO

24.10.

Von Conrad Vernon („Madagascar 3 Flucht durch Europa“, „Shrek“) Greg Tiernan („Sausage Party“)

LadyPalast inkl. ein Glas Sekt

MALEFICENT: MÄCHTE DER FINSTERNIS

AB DO

24.10.

PREVIEW

am So 20.10. 14:30 Uhr

DAS PERFEKTE GEHEIMNIS

AB DO

31.10.

Von Bora Dagtekin („Fack ju Göhte“) Mit Elyas M’Barek („Der Fall Collini“) Karoline Herfurth („SMS für Dich“) Florian David Fitz („100 Dinge“) Jella Haase („Die Goldfische“) Jessica Schwarz („Romy“) Wotan Wilke Möhring („25 km/h“) Drei Frauen. Vier Männer. Sieben Telefone. Und die Frage: wie gut kennen wir unsere Liebsten wirklich? Bei einem Abendessen wird über Ehrlichkeit diskutiert. Spontan entschließen sich die Freunde zu einem Spiel: Alle legen ihre Smartphones auf den Tisch und alles, was ankommt, wird geteilt, Nachrichten werden vorgelesen, Telefonate mitgehört. Was als harmloser Spaß beginnt, artet bald zu einem großen Durcheinander aus – voller Überraschungen, Wendungen und Offenbarungen. Denn in dem scheinbar perfekten Freundeskreis gibt es mehr delikate Geheimnisse, als man am Anfang des Abends annehmen konnte.

LadyPalast inkl. ein Glas Sekt nur Mi 30.10. um 19:45 Uhr

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PROGRAMMHEFT OKTOBER 2019

15. 4.–6.10.2019

TODD-AO 70mm-Filmfestival

Freitag 4. Oktober 2019 13.00 COBRA VERDE Werner Herzog | DF 16.00 AIRPORT George Seaton | DF 19.30 MY FAIR LADY George Cukor | DF 22.45 Get-Together Samstag 5. Oktober 2019 11.00 15.00 19.30 22.00

CRY FREEDOM RYANS TOCHTER 70mm Sneak Preview STIRB LANGSAM

Richard Attenborough | OmU David Lean | DF

OV

John McTiernan | DF

Sonntag 6. Oktober 2019 11.00 Kurzfilme, Trailer & Vortrag 13.00 DUNE David Lynch | OV 16.30 ROMA Alfonso Cuarón | OV 20.00 APOCALYPSE NOW Francis Ford Coppola | DF

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

Mit freundlicher Unterstützung der

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