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Schauburg Cinerama Karlsruhe Februar 2019

Page 1

PROGRAMMHEFT FEBRUAR 2019 N O M I N I E R U N G E N

®

BESTER DARSTELLER

U N T E R ANDEREM

6

GOLDEN GLOBE

BESTER REGISSEUR

BESTER FILM

„DER BESTE FILM DES JAHRES“ THE HOLLYWOOD REPORTER

IST IST

LYNNE CHENEY

IST

DICK CHENEY

DONALD RUMSFELD

IST

VON

GEORGE W. BUSH

ADAM MCKAY

D E M O S C A R ®- P R Ä M I E R T E N CO-AUTOR UND REGISSEUR VON

THE BIG SHORT

DER ZWEITE MANN DREHBUCH UND REGIE

ADAM McKAY

WWW.VICE-FILM.DE

/VICE.DERFILM

AB 21. FEBRUAR IM KINO © 2019 ANNAPURNA PICTURES, LLC. ALL RIGHTS RESERVED

IST

COLIN POWELL


" ERINNERT AN AMERICAN BEAUTY “

"EINE HYMNE AUF DAS LEBEN“

SPIEGEL ONLINE

ELLA

MARTIN

frEY wUttKE

EMILIA

H O F E R F I L M TA G E

CHRISTIAN

SOPHIE

TINA

BErNsDOrf friEDEL ROIS RULAND

GLÜCK ist was fÜr

wEiCHEiEr ein film von

ERÖFFNUNGSFILM

ANCA MIRUNA LĂZĂrEsCU

HOFER FILMTAGE 2018

AB 7. FEBRUAR IM KINO WWW.GLUECKISTWASFUERWEICHEIER-FILM.DE

/ CONCORDEFILMVERLEIH


BEVOR DER VORHANG AUFGEHT Liebe Gäste und Freunde der Schauburg, dieses Heft war schon fast in den Druckmaschinen, als noch eine Sondervorführung „ins Haus“ kam, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten und daher hier ankündigen. Eine oder um genau zu sein zwei Produktionen aus der Filmmetropole Karlsruhe. Doppelpremiere „Der Zirkel“ und „Die kuriosen Fälle des Dr. Kaminski“ bei uns in der Schauburg. Am Freitag, 22. Februar, werden die Pilotfolgen der neuesten Serienprojekte „Der Zirkel“ und „Die kuriosen Fälle des Dr. Kaminski“ präsentiert. Beginn des Filmprogramms ist um 19 Uhr. Natürlich werden viele Teammitglieder und Schauspieler anwesend sein und nach den Filmen Rede und Antwort stehen.

klopft. Eine geheimnisvolle Frau (Simona Constantin) betritt den Raum und bittet ihn um Hilfe. Merkwürdige Ereignisse ranken sich um einen westafrikanischen Nagelfetisch, der aus dem Besitz ihres verstorbenen Großvaters stammt. Nach anfänglichem Zögern stellt Dr. Kaminski erste Recherchen an und findet sich schnell wieder im Ränkespiel der Voodoo-Priesterin Madame Chipie (Gabriela Lang), einem politischen Skandal rund um Baubürgermeister Ulrich Harms (Thomas Winkler) und der Frage, wie dies alles miteinander zusammenhängt. Sehen wir uns in der Schauburg? Mit cineastischen Grüßen

INHALT NEU IM FEBRUAR DER ZIRKEL (Regie: Nadine Knobloch) Geschäftsmann Anton Stollenberg (Torsten Eikmeier), Antiquitätenhändler Tom Harting (Erik Rastetter) und Büroangestellte Helena Dupré (Nadine Knobloch) verbindet auf den ersten Blick recht wenig. Das ändert sich, als Anton nach Jahren wieder zurück in seine Heimatstadt Karlsruhe kommt. Mit einem mysteriösen Artefakt im Gepäck stattet er seinem ehemals besten Freund Tom einen Besuch ab, um mehr darüber herauszufinden. Unwissentlich bringt Anton so ein jahrhundertealtes Geheimnis ans Tageslicht, das nicht nur ihn, sondern auch Tom und Helena in höchste Gefahr bringt …

AB 7. FEBRUAR FRÜHES VERSPRECHEN 04 GLÜCK IST WAS FÜR WEICHEIER 06 ASI MIT NIWOH–DIE JÜRGEN-ZELTINGER-GESCHICHTE 07 HOLMES & WATSON 08 AB 14. FEBRUAR AILOS REISE–GROSSE ABENTEUER BEGINNEN MIT KLEINEN SCH. 09 IMPULSO 10 AB 21. FEBRUAR CAN YOU EVER FORGIVE ME? 10 DER VERLORENE SOHN 12 VICE – DER ZWEITE MANN 14 DER GOLDENE HANDSCHUH 15 AB 28. FEBRUAR WIE GUT IST DEINE BEZIEHUNG? 15 EIN KÖNIGLICHER TAUSCH 16 AB 7. MÄRZ MID90S 13

SONDERPROGRAMM KINDERKINO SENIORENKINO

18 19

SPECIALS IN DER SCHAUBURG DIE KURIOSEN FÄLLE DES DR. KAMINSKI: DER VOODOO-KULT (Regie: Oliver Langewitz) Dr. Kaminski (Jörg Bruckschen), ein renommierter Kunsthistoriker und Ethnologe, sitzt wie gewohnt in seinem Büro, als es an der Tür

SPECIALS IM FEBRUAR

20

PROGRAMMVORSCHAU

UNSERE PROGRAMMVORSCHAU FÜR MÄRZ 2019

22

IMPRESSUM AUSGABE #117

Schauburg Kino Herbert Born, Marienstr. 16, 76137 Karlsruhe Tel: 0721 35 000 11 Fax: 0721 38 00 47 redaktion@schauburg.de schauburg.de REDAKTION Herbert Born, Wolfram Hannemann (www.wolframhannemann.de) GESTALTUNG Dušan Tomić HERAUSGEBER

Alle Starttermine sind unverbindlich. Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar. Das kostenlose Filmmagazin des Schauburg Filmtheaters, erscheint monatlich.


NEU IM FEBRUAR 04

FRÜHES VERSPRECHEN Frankreich 2017

Der Film nach Romain Garys Autobiographie ist in jeder Hinsicht faszinierend, eine wunderbar humorvolle Liebeserklärung an seine Mutter Nina, die Charlotte Gainsbourg zum Niederknien gut spielt. Romain Garys Leben war außergewöhnlich: vom Kind einer russischjüdischen Familie in Wilna bis zum Diplomaten, gefeierten Schriftsteller und Mitglied der französischen Avantgarde. Außerdem war er Drehbuchautor und Filmregisseur. Seine Werke sind in Frankreich deutlich bekannter als hierzulande. Dieser charismatische Mann trug in sich das Erbe eines ganzen Kontinents. Er war Russe, Pole, Franzose und Jude, ein Weltbürger also, rastlos wie viele seiner Zeitgenossen, die durch Flucht und Vertreibung ihre Heimat verloren. Den Weg in dieses Leben, zu seinen Erfolgen, Abenteuern, Niederlagen und Chancen, bereitete ihm die Mutter, die für ihn Vorbild und Ansporn war. Heute würde man sagen: eine sehr dominante Mutter, eine Art Glucke, die sich in alles einmischte, ihm aber auch viel Rückhalt, Mut und Selbstvertrauen gab. Im 2. Weltkrieg wird Romain Gary Soldat und Mitglied der französischen Exilarmee unter Charles de Gaulle. Seine Mutter will einen Kriegshelden aus ihm machen, und er folgt ihr, wie immer. Eigentlich plant sie, dass er Adolf Hitler umbringen soll, doch kommt sie von dem Gedanken wieder ab, womit sie ihm wahrscheinlich, nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal, das Leben rettet. Romain wird als Pilot in England und Afrika eingesetzt, überlebt knapp und beginnt nach dem Krieg sowohl eine diplomatische als auch eine literarische Karriere. Er bleibt bis zu seinem Freitod 1980 eine schillernde Persönlichkeit. Der Fokus der Geschichte liegt ganz eindeutig auf der MutterSohn-Beziehung, und die hat es in sich. Zu Beginn, als Romain noch ein kleiner Junge ist, übernimmt Mama Nina die Rolle einer frühen Helikoptermutter: stets präsent, hilfsbereit, fordernd und fördernd. Sie treibt ihn an, ihr Sohn ist natürlich ein Genie, auch wenn frühe Versuche mit klassischer Musik scheitern. Dann bleibt ihm die Schriftstellerei, und darin übt er sich schon als Grundschüler. Nina opfert ihm ihr ganzes Leben, alles, was sie tut, einschließlich diverser Hochstapeleien, dient nur dem einen Zweck: ihrem Sohn das Leben zu ermöglichen, das er verdient.

AB 7. FEBRUAR IN DER SCHAUBURG REGIE Eric Barbier DREHBUCH Eric Barbier und

Marie Eynard (nach dem Roman von Romain Gary „Frühes Versprechen“) DARSTELLER Charlotte Gainsbourg, Pierre Niney, Didier Bourdon, Jean-Pierre Darroussin, Catherine McCormack, Finnegan Oldfield LAUFZEIT 131 Minuten FSK 6 VERLEIH Camino Filmverleih


SAMSTAG, 23.02.2019

22.–24. FEBRUAR 2019

FILMNACHT VON ARTE UND ZAK IM RAHMEN DER 23. KARLSRUHER GESPRÄCHE SCHAUBURG, AB 19.30 UHR

EXTRA

23.

ARTE-FILMNACHT

Weitere Informationen unter:

EINTRITT FREI

www.zak.kit.edu

S G N U T R O W T VERANLSCHAFT NG G E S E L H ER AU S F O R DER U

DI E

ZW ISCH EN FO R DER U N G U N D Ü BER

Fortschreitende Globalisierung, wachsende Umweltprobleme, zunehmende Migration, ständige Terrorismusgefahr und steigende soziale Ungleichheit. Resignieren oder Handeln? Die ARTE-Filmnacht sucht Antwort auf die Frage nach der Verantwortung von Politikern, Bürgern und Medien in einer sich wandelnden Gesellschaft. Meinungsbildend Vom Amtseid über russische Wahlkampfmanipulation bis zu seinen vehementen Angriffen auf die „Fake News“-Medien – Donald Trump stellt die Journalisten der New York Times vor neue Herausforderungen: „Mission Wahrheit – Die New York Times und Donald Trump“

Meinungsbildend 19.30 Uhr

Dokumentation von Liz Garbus ARTE / WDR 2018, 52 Min.

Antikapitalistisch 20.30 Uhr

Couragiert 21.00 Uhr

Basisdemokratisch 22.00 Uhr

Basisdemokratisch Enttäuscht von Präsident Macron fordert der 25jährige David aus der Pariser Vorstadt Créteil mehr politische Mitbestimmung und will mit seinen Freunden das Rathaus erobern: „Re: Bürger machen Politik. Neue Perspektiven für die Banlieue?“

Afrodigital Mobiles Bezahlen in den entlegensten Dörfern, 3D-Drucker, die Ersatzteile produzieren und Roboter, die den Verkehr regeln – Kreative Start-ups von Nairobi bis Accra stellen das gängige Bild von Afrika auf den Kopf: „Digital Africa – Ein Kontinent erfindet sich neu“

Dirty or clean? 500 Minuten Video auf Youtoube, 450.000 Tweets auf Twitter, 2,5 Millionen Posts auf Facebook. Pro Minute. Wer entscheidet im Auftrag von Facebook, Google, Twitter und Co. was die Welt sehen darf? „Im Schatten der Netzwelt. The Cleaners“

UNDERCOVER BEI DEN NEUEN RECHTEN – MEIN JAHR IN DER ALT-RIGHT Dokumentation von Steph Atkinson ARTE / ZDF 2018, 52 Min.

Couragiert Über ein Jahr besucht der schwule Pazifist Patrick die Treffen der „Alternativen Rechten“ in Trumps Amerika. Bis sie dachten, sie hätten ihn für sich gewonnen: „Undercover bei den Neuen Rechten – Mein Jahr in der Alt-Right“

RE: SKLAVEREI IN ITALIEN. YVAN SAGNETS KAMPF FÜR ERNTEHELFER Reportage von Katrin Sandmann und Fritz Schaap ARTE / ZDF 2018, 28 Min.

Antikapitalistisch Ein ehemaliger Erntehelfer aus Kamerun im Kampf gegen die „Caporale“, kriminelle Arbeitsvermittler, die die Arbeiter kontrollieren und immer wieder mit dem Tod bedrohen: „Re: Sklaverei in Italien. Yvan Sagnets Kampf für Erntehelfer“

MISSION WAHRHEIT – DIE NEW YORK TIMES UND DONALD TRUMP

RE: BÜRGER MACHEN POLITIK. NEUE PERSPEKTIVEN FÜR DIE BANLIEUE? Reportage von Sabine Jainski und Ilona Kalmbach ARTE / WDR 2018, 28 Min.

Afrodigital 22.30 Uhr

DIGITAL AFRICA – EIN KONTINENT ERFINDET SICH NEU Dokumentation von Elke Sasse und Bettina Haasen ARTE / ZDF 2018, 52 Min.

23.30 Uhr

LATE-NIGHT-IMBISS Dirty or clean?

00.00 Uhr

IM SCHATTEN DER NETZWELT. THE CLEANERS Dokumentarfilm von Hans Block und Moritz Riesewieck ARTE / WDR 2018, 90 Min.; FSK: 16

Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale Karlsruher Institut für Technologie (KIT)


NEU IM FEBRUAR 06

GLÜCK IST WAS FÜR WEICHEIER Deutschland 2018

Düstere Gedanken prägen das Leben der 12jährigen Jessica, die zudem noch an allerlei Zwangsstörungen leidet. Spielfilm, der sich mit erstaunlicher Souveränität zwischen satirischen und dramatischen Momenten bewegt und dabei vom Sterben, aber vor allem vom Leben erzählt. Die zwölfjährige Jessica (Ella Frey) pflegt einen ganzen Haufen Zwangsstörungen – vom unentwegten hoch und runter ziehen ihrer Strümpfe über ritualisiertes Anklopfen an jeden Raum, den sie betritt – und ist dementsprechend Außenseiter in ihrer Schule. Liebevoll kümmert sie sich um ihre Schwester Sabrina (Emilia Bernsdorf), die an einer unheilbaren Lungenerkrankung leidet. Seit dem lange zurückliegenden Tod der Mutter wachsen die Schwestern allein bei ihrem Vater Stefan (Martin Wuttke) auf, der Bademeister im lokalen Schwimmbad ist und seinen persönlichen Schmerz auf ganz eigene Weise zu übertünchen sucht: In einem Hospiz liest er den Patienten vor und versucht, ihnen den Tod schmackhaft zu machen. Als Jessica mit zunehmender Verzweiflung versucht, doch eine Methode zu finden, wie der unaufhaltsame Tod ihrer Schwester verhindert werden kann, werden ihre Symptome immer akuter. Ein auch nicht ganz normaler Psychiater (Christian Friedel) soll ihr dabei helfen, ein wenig normaler zu werden, doch will Jessica wirklich normal und durchschnittlich sein? Besonders der Ton, den Anca Mircia Lazarescu in ihrem zweiten Spielfilm, basierend auf einem Drehbuch von Silvia Wolkan, anschlägt ist ungewöhnlich: In der Zeichnung der zahlreichen Neurosen, die Jessica und Stefan prägen, ähnelt „Glück ist was für Weicheier“ eher leichten amerikanischen Komödien wie „Little Miss Sunshine“, die Ernsthaftigkeit, mit der oft eine Szene später dann Fragen von Leben und Tod verhandelt werden, ist dagegen eines Dramas würdig. Mit erstaunlicher Feinfühligkeit wird hier vom Sterben und dem Tod erzählt, vom Verlust eines geliebten Menschen, einer Trauer, die unendlich zu sein scheint und das Leben verdüstert. Sehenswert ist Lazarescus Film unbedingt, nicht zuletzt dank der beiden Hauptdarsteller. Von Martin Wuttke ist man natürlich nichts anderes gewohnt, aber das Ella Frey problemlos an seiner Seite besteht ist bemerkenswert. Mit einer Mischung aus Kindlichkeit und Reife spielt sie und macht ihre mit Neurosen und Eigenheiten anfangs fast überfrachtet wirkende Figur lebendig und berührend.

AB 7. FEBRUAR IN DER SCHAUBURG

REGIE Anca Miruna Lazarescu DARSTELLER Ella Frey, Martin Wuttke, Emilia Bernsdorf, Christian Friedel, Sophie Rois, Tina Ruland LAUFZEIT 95 Minuten FSK 12 VERLEIH Concorde


NEU IM FEBRUAR 07

AB 7. FEBRUAR IN DER SCHAUBURG BUCH & REGIE: Oliver Schwabe MIT Jürgen Zeltinger, Dennis Kleimann, Arno Steffen, Heiner Lauterbach, Wolfgang Niedecken, Christian Kahrmann, Anton Claassen, Susanne Zeltinger-Lehmköster LAUFZEIT 90 Minuten FSK 12 VERLEIH mindjazz pictures

ASI MIT NIWOH DIE JÜRGEN-ZELTINGER-GESCHICHTE Deutschland 2018 — Dokumentation

2019 feiert er seinen 70. Geburtstag: Jürgen Zeltinger, der Kölner Punkmusiker mit der großen Klappe, der in keine Schublade passt. Mehr als zwei Jahre hat Oliver Schwabe ihn mit der Kamera begleitet. Was hätte er denn anderes machen können als Musik?, fragt Jürgen Zeltinger im Film, angelehnt an ein Mick Jagger-Zitat. Als quasi Straßenkind aufgewachsen, mit abgebrochener Lehre – er hatte seinen Chef k.o. geschlagen – ohne Aussicht auf eine geordnete Zukunft, da wäre er vermutlich Zuhälter oder Einbrecher geworden, so wie die anderen Jungs von der Straße, zu denen er gehörte. Nicht nur in seinen Konzerten ist ihm anzumerken, dass er die Musik für sich als Lebensretter betrachtet. Heute ist er 70, seine Auftritte absolviert er im Sitzen, weil er mit seinen zirka vier Zeltingerzentnern kaum noch bewegungsfähig ist. Wenn er von der Vergangenheit spricht, spürt man den Humor und die Leidenschaft, ganz besonders

die Leidenschaft, mit der er es verstand, sich durchzusetzen, ohne über besondere musikalische Kenntnisse zu verfügen. Aber er besaß die Fähigkeit, sich in seiner Musik loszulassen, er konnte einfach raussingen, alles rauslassen, was kümmern da Noten oder Töne, die getroffen werden wollen? Oliver Schwabe kombiniert mit einiger Finesse und viel Sinn für Stimmungen alte Musikaufnahmen, aktuelle Konzertbilder, Interviews und Alltagsszenen. Teilweise schneidet er in den Songs zwischen den Jahrzehnten hin und her, was zusätzlich sehr atmosphärisch wirkt – auch ein bisschen wehmütig. Das alles ist sehr kurzweilig, oft amüsant. Die Bilder aus der Kölner UndergroundMusikszene der 70er Jahre sind absolut sehenswert, das „Roxy“ und die Geschichte des Kölschrock gehört selbstverständlich dazu, der sich bis heute mit seinen sozialkritischen Songs, seinem politischen Engagement und einer erfreulich toleranten Haltung zur Subkultur behauptet. Wer damit oder mit dem kölschen Dialekt bisher nicht allzusehr vertraut ist, kann sich in dem kleinen Biopic bestens informieren. Zum besseren Verständnis gibt es sogar hin und wieder Untertitel. Allerdings sollte für den ungebremsten Filmgenuss eine gewisse Begeisterung für den rauen Charme hämmernder Bässe und harter Riffs vorhanden sein.

ABSCHLUSSFILM

OLDENBURG filmfestival

2018


NEU IM FEBRUAR 08

HOLMES & WATSON USA 2018  engl. Originalversion

Meisterdetektiv Sherlock Holmes plagen Zweifel: ist Dr. Watson etwa ein genialer Verbrecher? Mit Will Ferrell und John C. Reilly hochkarätig besetzte Komödie. Frankreich, England im viktorianischen Zeitalter: Sherlock Holmes (Will Ferrell), der größte Detektiv aller Zeiten, löst gemeinsam mit seinem kongenialen Partner Dr. Watson (John C. Reilly) reihenweise knifflige Fälle, wobei er sich stets auf sein Verkleidungsgeschick, seinen genialen Verstand und seine außergewöhnlichen Methoden verlassen kann. Doch dann bedroht Holmes‘ Erzfeind Moriarty (Ralph Fiennes) das Leben von Königin Victoria (Pam Ferris). Holmes und Watson bleiben nur zwei Tage, um den Fall zu lösen. Sherlock beschließt, dass er die Hilfe seines Bruders Mycroft (Hugh Laurie) benötigt, um den vertrackten Fall zu lösen. Der erklärt kurzerhand, dass der Täter aus Sherlocks Bekanntenkreis sein muss. Für Sherlock liegt da niemand näher als Dr. Watson – also lässt er ihn verhaften. Nach einiger Zeit plagen Sherlock Gewissensbisse und er beschließt, Watson im Gefängnis zu besuchen. Doch die Zelle ist leer, nur die Reste eines roten Kuchens scheinen dem Meisterdetektiv einen Weg weisen zu wollen... Vergessen Sie alles, was Sie über Sherlock Holmes und Dr. Watson zu wissen glaubten: Diese hochkarätig besetzte Komödie präsentiert eine ganz eigene Version des berühmten Ermittler-Duos. Die „Stiefbrüder“ sind wieder vereint – dieses Mal in den Rollen des weltgrößten Detektivs und seines loyalen Weggefährten. Will Ferrell und John C. Reilly sind Holmes und Watson. Ralph Fiennes („Heil: Cäsar!“, „James Bond: Spectre“), Rebecca Hall („Professor Marston and the Wonder Women“, „Iron Man 3“) sowie Rob Brydon („Swimming with the Men“) ergänzen den prominenten Cast. Drehbuch und Regie hat Etan Cohen („Der Knastcoach“) übernommen. Produziert wurde „Holmes & Watson“ von Will Ferrell, Adam McKay, Jimmy Miller und Clayton Townsend. Als Executive Producer zeichnen Chris Henchy, Jessica Elbaum und M. Riley verantwortlich.

AB 7. FEBRUAR IN DER SCHAUBURG

REGIE Etan Cohen​DARSTELLER Will Ferrell, John C. Reilly, Ralph Fiennes​LAUFZEIT 90 Minuten VERLEIH Sony Pictures


NEU IM FEBRUAR 09

AILOS REISE GROSSE ABENTEUER BEGINNEN MIT KLEINEN SCHRITTEN

ein film von

MArC DuGAiN

»AILO: UNE ODYSSÉE EN LAPONIE« — Frankreich 2018

Zwei Jahre lang trotzte ein Filmteam den widrigen Wetterverhältnissen in Lappland, um die frühe Lebensphase eines jungen Rentiers zu dokumentieren. Als Erzählerin fungiert Anke Engelke, die die kinotauglichen Bilder mit Informationen über die Natur Lapplands unterfüttert. „Das ist die Geschichte von Ailo, wie er geboren wurde, wie er lebte und wie er geliebt wurde,“ erklärt die passend gecastete Sprecherin Anke Engelke zu Beginn. Schon hier wirkt „Ailos Reise“ wie ein Märchen, was die Naturdoku einem jüngeren Publikum leichter zugänglich macht. Besonders in den ersten Szenen erinnert der verfrüht geborene Ailo, dessen Mutter sich für die Geburt in ein Waldstück zurückzieht und dadurch den Anschluss an die Herde verliert, an Disneys Tierbabyklassiker „Bambi“. Deutlich wird die märchenhafte Note auch anhand eines Polarfuchses, der immer mal wieder auftaucht und seine „große Liebe“ sucht – ein Unterfangen, das die Menschen umtreibt, das im instinktgesteuerten Tierreich jedoch weniger bedeutsam ist. Glücklicherweise überspannt der Dokumentarfilm die Vermenschlichung der Tiere nicht, sondern liefert der herzigen Erzählweise zum Trotz viele sachliche Informationen zur Lebensweise der Rentiere. Die Langzeitbeobachtung beginnt und endet im Winter. Dazwischen zeigt der Film die lappländischen Fjorde, Flüsse und Berge genretypisch im Wechsel der Jahreszeiten. Die von Daniel Meyer geführte Kamera ist mal mittendrin im Geschehen, mal auf halbnaher Distanz, und fliegt zwischendurch über die weite Landschaft. Auffällig sind einige Overshoulder-Aufnahmen, bei denen die hinter den Tieren platzierte Kamera mit diesen das Terrain überblickt. Vielleicht wurde hier mit Geweihen aus Jagdstuben getrickst, vielleicht stark herangezoomt. So oder so passt die ungewöhnliche Perspektive gut zur immersiven Wirkung, die der Film erzielen will. Unterstützt wird das Gefühl des Dabeiseins durch den Score von Julien Jaouen. Bei den Landschaftsbildern schwillt die Musik majestätisch an, beim Auftritt von Kleintieren wie Lemmingen fällt sie verspielt aus, bei den Wölfen bedrohlich. Bei aller Dramatisierung der durchweg hochwertigen Aufnahmen bildet der Film die Lebensweisen der Tiere adäquat ab. So entsteht eine unterhaltsam-informative Parabel über das Überleben, Heranwachsen und Sterben in der Wildnis

AB 14. FEBRUAR IN DER SCHAUBURG

„voller eleganz und raffinesse“ la croix

„eine subtile version von game of thrones“ le figaro

REGIE Guillaume Maidatchevsky SPRECHERIN Anke Engelke LAUFZEIT 85 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH NFP marketing &

distribution/Filmwelt

ab 28. Februar im kino


NEU IM JANUAR 10 10

CAN YOU EVER FORGIVE ME? USA 2018

Autorin und Biographin Lee Israel beginnt in den 1980er Jahren Briefe berühmter Menschen zu fälschen und dann teuer zu verkaufen. Anspruchvolle, hervorragend inszenierte Filmbiographie, in der es um Einsamkeit in der Großstadt geht.

IMPULSO Frankreich, Spanien 2017 — Dokumentarfilm

Dokumentarfilm, der die spanische Tänzerin und Choreografin Rocio Molina bei der Vorbereitung ihrer Arbeit für das Chaillot Theater begleitet. Im Flamenco, sagt man, sind Gefühl und Leidenschaft wichtiger als Technik. Und doch unterliegen Musik und Tanz strengen rhythmischen Konventionen. Es ist deshalb alles andere als leicht, ein meist anspruchsvolles Publikum mit Neuerungen zu begeistern. Die Spanierin Rocío Molina gehört zu den wenigen herausragenden Tänzerinnen, die dennoch nach neuen Wegen suchen. Mit ihrer Öffnung hin zur Improvisation verlangt sie sich und ihren Musikern Außerordentliches ab. Emilio Belmontes Film lässt die ungeheure Konzentration spüren, mit der diese Ausnahmekünstlerin arbeitet. Jeder ihrer fesselnden Auftritte ist eine Suche, die ein hohes Maß an Offenheit, Präzision, Kraft und Mut verlangt. Belmonte fängt diese intensive Arbeit in all ihren Facetten ein. Dank der sensiblen, dem Flamencorhythmus angepassten Bearbeitung gelingt es ihm, in seinem Film die Direktheit eines faszinierenden Tanzerlebnisses aufrechtzuerhalten. Belmontes Portrait, das auch der hervorragenden Musik viel Raum lässt, feiert die Sinnlichkeit von Molinas grenzüberschreitender Kunst und erkundet zugleich ihre tieferen Schichten. Dass diese nicht in einfacher Zurückweisung der Tradition, sondern mit Bezug auf sie entsteht, wird in einem bewegenden Auftritt mit der Flamenco-Legende La Chana deutlich. Belmontes Film zeigt, dass nur eine große Künstlerin wie Rocío Molina mit einer Tradition brechen und sie zugleich durch ihre radikale Veränderung neu entstehen lassen kann. (www.doku-arts.de)

Zwei Nein, sympathisch ist sie wirklich nicht. Lee Israel (Melissa McCarthy) ist stets schlecht gelaunt, unzufrieden und unfreundlich. Sie liebt ihre Katze mehr als die Menschen. Auf Partys, zu denen sie trotzdem gelegentlich eingeladen ist, steht sie allein in der Ecke, verweigert sich der Kunst des Small Talks und nimmt lieber ein Glas zuviel. Lee Israel ist Biographin. Sie hat ernsthafte Bücher über Tallulah Bankhead geschrieben. Doch wen interessiert’s? Lee schreibt am Publikumsgeschmack vorbei, ihre Bücher landen auf dem Grabbeltisch. Von nun an geht’s bergab: Ihre Agentin (Jane Curtin) wirft sie raus, ihre geliebte Katze wird krank, ihr Vermieter will sein Geld. Da kommt Lee auf die Idee, ihr Schreibtalent für das Verfassen gefälschter Briefe von berühmten Menschen, Noel Coward zum Beispiel, zu nutzen und an interessierte Antiquare zu verkaufen. Das Geschäft floriert, Lee ist obenauf. Als das FBI auf sie aufmerksam wird, überträgt sie die Verkaufsgespräche ihrem schwulen Freund Jack (Richard E. Grant). Doch das Ende ist nicht mehr aufzuhalten … Diese Lee Israel hat es wirklich gegeben, geboren 1939 in Brooklyn, gestorben 2014 in Manhattan. In den 1970er Jahren verdiente sie in New York ihren Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Portraits und Biographien von Prominenten, Anfang der 1980er Jahre wendete sie sich der Kunstform der Täuschung zu, bis sie 1993 von einem Gericht verurteilt wurde. Ihre gleichnamige Autobiographie erschien 2008 und sorgte für Kontroversen, weil hier eine Betrügerin und Fälscherin aus ihren Untaten, so der Vorwurf, noch Kapital schlug. Die große Überraschung des Films von Marielle Heller ist denn auch die Darstellung der Hauptfigur durch Melissa McCarthy, die man sonst als schwergewichtige Komikerin in nicht immer gelungenen Filmen kennt. Mit großer Nickelbrille, langweiligem Haarschnitt und unvorteilhafter Kleidung spielt sie diese alkoholabhängige Misanthropin und macht so aus „Can You Ever Forgive Me?“ eine beklemmende Studie über Einsamkeit in der Großstadt.

AB 14. FEBRUAR IN DER SCHAUBURG

AB 21. FEBRUAR IN DER SCHAUBURG

REGIE Emilio Belmonte​ LAUFZEIT 85 Minuten VERLEIH Arsenal

REGIE Marielle Heller DARSTELLER Melissa McCarthy, Richard E. Grant, Jane Curtin LAUFZEIT 107 Minuten VERLEIH Fox FSK ohne Altersbeschränkung


NEU IM FEBRUAR 12

DER VERLORENE SOHN USA 2018

Höchst bewegendes Drama um die Leidensgeschichte des 19-jährigen Jared, der von seinem streng religiösen Vater gezwungen wird, an einer Konversionstherapie teilzunehmen, um von seiner Homosexualität „geheilt“ zu werden. Im Jared ist ein ganz normaler Teenager. Vielleicht ein wenig sensibler und allemal religiöser als andere. Sein Vater Marshall (Russell Crowe), ein Autohändler und Baptisten-Prediger, reagiert stolz als der Sohn ein Date mit einem hübschen Mädchen hat. Mutter Nancy (Nicole Kidman) bleibt stets ein bisschen besorgt, selbst den Arm soll das einzige Kind nicht aus dem Autofenster lehnen, weil das gefährlich sein könnte. Dann stürzt die heile Familienwelt in der Südstaaten-Provinz plötzlich in eine schwere Krise. Die Schulleitung wirft Jared vor, er habe am College einen Mitschüler verführt. Die Eltern reagieren schockiert. Der Teenager bestreitet den Vorfall. Für den Vater gibt es nur einen Ausweg: Mit Konversionstherapie soll der Sohn von seiner Homosexualität „geheilt“ werden. „Willst du dich aus tiefstem Herzen ändern?“ fragt der besorgte Prediger. Verwirrt über die eigenen Gefühle stimmt Jared dem Plan zu und reist mit der Mutter in das Umerziehungscamp. Nichtlineare Erzählweisen liegen im Trend, gekonnt setzt auch dieses Drama auf die Dynamik mit Rückblenden. Mit dem jungen Ich-Erzähler als Verbündetem ist die Empathie-Brücke zum Publikum schnell gebaut. Die psychologisch plausible Entwicklung der Figuren, ob Opfer, Täter oder ohnmächtige Eltern sorgt für weitere Pluspunkte. Nach seinem gekonnten Regiedebüt mit „The Gift“ beweist Schauspieler Joel Edgerton abermals ein talentiertes Händchen beim Inszenieren von bewegenden Gefühlswelten, die ohne Kitsch und Klischees auskommen. Mit Crowe und Kidman versammelt der Australier zwei leinwandpräsente Stars seiner Heimat, die als religiöses Ehepaar erneut Oscar-Qualitäten bieten und mit minimalen Gesten für maximale Wirkung sorgen. Wobei der Ex-„Gladiator“ hier so rundlich daher kommt, dass man ihn zunächst fast nicht erkennt. Als Idealbesetzung erweist sich der 21-jährige Lucas Hedges, der im Vorjahr für „Manchester by the Sea“ eine Oscar-Nominierung bekam und zuletzt in „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ glänzte.

AB 21. FEBRUAR IN DER SCHAUBURG REGIE Joel Edgerton DARSTELLER Lucas Hedges, Nicole Kidman, Russell Crowe, Joel Edgerton, Xavier Dolan, Troye Sivan, Britton Sear, Joe Alwyn, Flea LAUFZEIT 115 Minuten FSK 12 VERLEIH Universal Pictures International Germany


NEU IM MÄRZ 13

PREMIERE

mit einem Glas Sekt Donnerstag, 7. März um 21:00 Uhr

MID90S USA 2018  engl. Originalversion

Eine Reisejournalistin sucht in japanischen Wäldern nach einer extrem seltenen Pflanze. Hinreißend märchenhafte Reise ins Innere der menschlichen Seele, zwischen rauschenden Wäldern und knisternder Stille. Jonah Hills (21 JUMP STREET, THE WOLF OF WALL STREET) Regiedebüt ist eine Zeitreise mitten in die 90er. Eine Zeit, in der Skateboarden sportliche Konventionen sprengte und man mit Mixtapes Mädels beeindrucken konnte. Stevie ist 13 und wächst unter schwierigen Verhältnissen in Los Angeles auf. Seine Tage verbringt er mit „Street Fighter II“ zocken und heimlich die CDSammlung seines großen Bruders rauf und runter hören. Als er anfängt, mit den Jungs vom Local Skateshop abzuhängen, öffnet sich ihm eine völlig neue Welt: Skaten an verbotenen Plätzen, Abhauen vor der Polizei, Hauspartys und natürlich Girls. Befreit aus der Umklammerung seiner alleinerziehenden Mutter und den Prügeln seines Bruders, fühlt sich Stevie unbesiegbar – bis er merkt, dass auch seine Idole auf die Schnauze fliegen können. Und das nicht nur beim Skaten. MID90S ist Jonah Hills Liebeserklärung an die 90er-Jahre. Gedreht auf 16mm und mit einem Soundtrack von den Pixies bis zum Wu-Tang Clan, gelingt dem Hollywood-Star ein Nostalgietrip in eine Zeit, deren Mode und Popkultur heute Kult sind. Mit an „Board“ die jungen Profiskater Na-kel Smith und Olan Prenatt. Das alles macht MID90S, vergleichbar zum Klassiker KIDS, zu einem Film wie ein Lebensgefühl in einer unzähmbaren Subkultur. MID90S landete in den Top 10 der US-Kinocharts, wo Jonah Hill mit seinem Erstlingswerk die Kritiker in Staunen versetzte. „Obwohl von einem Hollywood-Star gedreht, ist MID90s keine nostalgische Indie-Fabel im körnigen Skate-Punk-Look. Es ist etwas Kleineres und Reineres: ein Stück Straßenleben, das aus umherschwirrenden Momenten besteht, die eine tiefe Realität erreichen.“ – Variety

AB 7. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE Jonah Hill DARSTELLER Lucas Hedges, Sunny

Suljic, Katherine Waterston, Na-kel Smith, Olan Prenatt LAUFZEIT 85 Minuten VERLEIH MFA


NEU IM FEBRUAR 14

VICE – DER ZWEITE MANN USA 2019

Ein latent rassistischer Einfaltspinsel heuert in den 60er Jahren als Chauffeur für einen sehr gebildeten, schwarzen Musiker an. Vergnüglichstes Arthaus-Kino in Bestform – nach einer wahren Geschichte! „Vize-Präsident, das ist doch der Mann, der rumsitzt und wartet, bis der Präsident stirbt.“ Eigentlich sind sich Lynne und Dick Cheney, eine Art US-amerikanisches Macbeth-Paar, einig. Diesen Job will der Hinterzimmer-Politiker Cheney nicht annehmen, nachdem er schon unter Nixon sowie Reagan gearbeitet hatte, und auch die Sympathien von Papa Bush genoss. Doch der alte Taktiker wittert seine Chance, als Bush Jr. Hilfe braucht. Wie man das politische System der USA von innen heraus aushebeln kann, hat Cheney schon Jahre vorher geplant. Und so kommt 2001 mit den Anschlägen des 9/11 sein großer Moment. Zuerst ordnet er ohne Genehmigung des Präsidenten Bush das Abschießen von Passagier-Flugzeugen an. Dann startet auf seine Initiative der Überfall auf Afghanistan und später den Irak. Allein der letzte, auf einer Lüge („Massenvernichtungswaffen“) basierende Krieg, kostete 600.000 Menschen aus dem Irak das Leben. Zehntausende mehr starben durch den IS, laut „Vice“ eine direkte Folge der weltpolitischen Interventionen Cheneys. Diese Karriere eines Massenmörders kommt nun keineswegs moralisch oder stockernst daher. „Vice“ erzählt Politik mit wilder Montage. Hauptdarsteller Christian Bale scheint den Clip-Stil von seinem „American Psycho“ mitgebracht zu haben. Da springen Comics und die Jagd der Löwen aus einem Tierfilm ins Bild. Das Fliegenfischer-Hobby Cheneys ist nicht nur Anekdote, es beschreibt bestens den geduldigen Charakter des abwartenden Politikers. Und wunderbar seine Taktik, wenn er den jüngeren Bush am Haken hat und sich die Vize-Präsidentschaft sichert. Die Politik-Geschichte eines unscheinbaren Mannes, der hinter vier republikanischen Präsidenten zum Monster wird, macht Regisseur Adam McKay – basierend auf Büchern der Journalisten Jane Mayer und Barton Gellman – zur exzellent inszenierten und getimten Farce. Er bringt damit quasi seinen Banken-Krimi „The Big Short“ und die MedienAbsurdität „Der Anchorman“ zusammen. Bemerkenswert, unterhaltsam und nachdenklich machend.

AB 21. FEBRUAR IN DER SCHAUBURG

REGIE Adam McKay DARSTELLER Christian Bale, Amy Adams, Steve Carell, Sam Rockwell LAUFZEIT 132 Minuten VERLEIH Universum Film, VERTRIEB DCM


NEU IM FEBRUAR 15

WIE GUT IST DEINE BEZIEHUNG? Deutschland 2019

Steves gemütliche Beziehung wird aus der Bahn geworfen, als dessen bester Freund von der Freundin verlassen wird. Flottes Tempo, hübsches Figurenkarussell mit vergnüglich aufspielendem Ensemble sowie smarte Dialoge sorgen für ein gelungenes Kino-Vergnügen!

DER GOLDENE HANDSCHUH Deutschland 2019

Die wahre Geschichte des Frauenmörders Fritz Honka, inszeniert als Horrorfilm unter Regie von Fatih Akin. Hamburg-St. Pauli in den Siebzigerjahren: Auf den ersten Blick ist Fritz "Fiete" Honka ein bemitleidenswerter Verlierertyp. Seine Nächte durchzecht der Mann mit dem kaputten Gesicht in der Kiezkaschemme „Zum Goldenen Handschuh" und stellt einsamen Frauen nach. Keiner der Stammgäste ahnt, dass der scheinbar harmlose Fiete in Wahrheit ein Monster ist. Fatih Akins Horrorfilm „Der goldene Handschuh“ basiert auf dem wahren Fall und dem gleichnamigen Roman von Heinz Strunk. Er erzählt die Geschichte des Frauenmörders Fritz Honka und seiner Stammkneipe, „Zum Goldenen Handschuh", in der deutsche Schlager zu Tränen rühren und der Suff gegen Sehnsucht und Schmerz helfen soll.

„Du trägst seit Jahren denselben Pulli. Und aus irgendwelchen politischen Gründen hast du Haare unter den Achseln!“ – Carola (Julia Koschitz) wird von bester Freundin Anette (Maja Beckmann) wieder einmal zugeschüttet mit Vorwürfen und besten Ratschlägen. Die stichelt als überzeugter Single stets gern gegen das PärchenGlück („Ist deine Beziehung eine Diktatur?“ – „Nein!“ – „Dann ist sie ein Kompromiss!“). Gleichwohl ist Carola seit fünf Jahren eigentlich ziemlich glücklich mit ihrem Steve (Friedrich Mücke). Der bärtige Softie, Beruf Software-Entwickler, mag es gemütlich. „Ich will, dass alles so bleibt, wie es ist!“ lautet des bequemen Programmierers Programm für das Leben. Die heimelige Harmonie gerät gehörig ins Wanken, als der beste Kumpel Bob (Bastian Reiber) unvermittelt von seiner Freundin verlassen wird, die ihr Glück fortan beim sehr viel älteren Tantra-Lehrer Harald (Michael Wittenborn) erhofft. Plötzlich plagen Steve akute Beziehungsängste. Damit nicht genug, sorgen am gemächlichen Arbeitsplatz hinterhältige Unternehmensberater-Bubis für ungeahnten Stress … Mit seinem Speed-Dating-Debüt „Shoppen“ (Bayerischer Filmpreis) sowie der erfolgreichen WG-Komödie „Wir sind die Neuen“ hat sich Drehbuchautor und Regisseur Ralf Westhoff recht schnell einen guten Namen im Komödien-Genre geschaffen – und das ohne die klassische Filmausbildung! Auch in seinem jüngsten Streich präsentiert der studierte Wirtschaftswissenschaftler und Journalist eine clever gestrickte Komödie, die seinem Vorbild Helmut Dietl durchaus nahe kommt und mit den hierzulande sehr spärlich gesäten Screwball-Qualitäten aufwartet. Leichtfüßig flottes Tempo, ein hübsches Figurenkarussell mit Wiedererkennungswerten samt vergnüglich aufspielendem Ensemble sowie smarte Dialoge im Florett-Modus sorgen für ein gelungenes Vergnügen jenseits einheimischer Schenkelklopfer. Ein gelungener Wurf!

AB 21. FEBRUAR IN DER SCHAUBURG

AB 28. FEBRUAR IN DER SCHAUBURG

REGIE Fatih Akin​DARSTELLER Jonas Dassler,

REGIE und Drehbuch: Ralf Westhoff DARSTELLER Julia Koschitz, Friedrich Mücke, Bastian Reiber, Maja Beckmann, Michael Wittenborn LAUFZEIT 111 Minuten VERLEIH X Verleih VERTRIEB Warner Bros.

Margarethe Tiesel, Prof. Hark Bohm​ LAUFZEIT 115 Minuten VERLEIH Warner Bros.


NEU IM FEBRUAR 16

EIN KÖNIGLICHER TAUSCH »L'ÉCHANGE DES PRINCESSES« — Frankreich, Belgien 2017

Zwei junge Prinzessinnen werden nach Frankreich bzw. Spanien geschickt und müssen heiraten, um den Frieden zu sichern. Historisch präzise erzähltes und eindrucksvoll ausgestattetes Historiendrama. Frankreich, am Hof von Versailles, 1721. Um den Frieden mit Spanien zu sichern, ersinnt Herzog Philipp von Orléans (Olivier Gourmet), Regent, bis Ludwig XV. alt genug ist, um König zu werden, einen Plan: Seine zwölfjährige Tochter Louise Elisabeth (Anamaria Vartolmei) wird nach Madrid geschickt, um den gleichaltrigen Don Luis (Kacey Mottet Klein) zu heiraten, Sohn des spanischen Königs Philipp V. (Lambert Wilson). Im Gegenzug wird die erst vier Jahre junge Tochter Philipps, Maria Anna Victoria (Juliane Lepoureau) nach Paris geschickt, um Gemahlin des zukünftigen Königs Ludwig XV. zu werden. An der Grenze der beiden Länder findet der so genannte Austausch der Prinzessinnen statt, beide Mädchen finden sich plötzlich in völlig ungewohnter Umgebung wieder, müssen sich als Gemahlin beweisen, ohne recht zu wissen, was ihnen geschieht … Eine erstaunliche, tatsächlich wahre historische Episode hat Chantal Thomas für ihren historischen Roman ausgegraben, der nun die Basis für Marc Dugains Film liefert. Vor ein paar Jahren hatte Thomas auch die Vorlage für den damaligen BerlinaleEröffnungsfilm „Leb wohl, meine Königin!“ geliefert, der von Marie-Antoinette und ihrer Vorleserin handelte. Einige Jahre früher spielt nun „Ein königlicher Tausch“, indem erneut zwei Frauen, bzw. junge Mädchen die Hauptrolle spielen, die zum Spielball des Hofes werden. Als reine Verhandlungsmasse werden die Mädchen – und natürlich auch die jungen Männer - benutzt, zwischen den Reichen hin und her geschoben, als Friedensbeweis, als Gebärmaschinen behandelt, ihre eigenen Gefühle oder Wünsche komplett ignoriert. Ganz selbstverständlich geschieht das, weil es schon immer so war, weil es Gott so wünscht, so betont es gerade Philipp V. immer wieder, den Lambert Wilson, als beeindruckendster erwachsener Schauspieler im Film, voller Wehleidigkeit und Pathos spielt. Doch meist bleibt Dugain auf Höhe der Kinder bzw. Jugendlichen, beschreibt, wie ihre Gefühle füreinander sich verändern, aber nie das sein dürfen was sie sind.

AB 28. FEBRUAR IN DER SCHAUBURG REGIE Marc Dugain BUCH Chantal Thomas &

Marc Dugain, nach dem Roman von Chantal Thomas DARSTELLER Lambert Wilson, Anamaria Vartolomei, Olivier Gourmet, Catherine Mouchet, Kacey Mottet Klein, Juliane Lepoureau LAUFZEIT 100 Minuten VERLEIH Alamode


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07. – 13. FEBRUAR

14. – 20. FEBRUAR

MEIN NACHBAR TOTORO

MICHEL MUSS MEHR MÄNNCHEN MACHEN

DIE UNENDLICHE GESCHICHTE

Aufregend, so ein Umzug! Überall gibt es etwas zu entdecken. Aber die tollste Entdeckung macht die kleine Mei, als sie zwei putzigen Wesen ins Gebüsch folgt und den freundlichen Waldgeist Totoro trifft.

Weil die Nachbarn der Svenssons genug von dem Lausebengel haben, wollen sie ihn nach Amerika abschieben. Dabei hat Michel ganz andere Probleme...

Basiert auf Teilen des gleichnamigen Kinderbuchklassikers von Michael Ende und entführt uns mit dem Jungen Bastian Balthasar Bux ins magische Reich Phantásien. JAHR: 1984 / LÄNGE: 99 MIN. / FSK: 6

JAHR: 1988 / LÄNGE: 87 MIN. / FSK: 6

JAHR: 1972 / LÄNGE: 94 MIN. / FSK: 6

21. – 27. FEBRUAR

28. FEBRUAR – 06. MÄRZ

07. – 13. MÄRZ

DER KLEINE DRACHE KOKOSNUSS

WILDHEXE

DER KLEINE EISBÄR 2

Der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde Oscar und Matilda machen sich auf, das wertvolle Feuergras, das gestohlen wurde, wiederzufinden.

Die 12-jährige Clara ist wie jedes andere Mädchen, bis sie von einer schwarzen Katze gekratzt wird. Sie kann jetzt mit Tieren sprechen. Sie ist eine Wildhexe und dazu noch eine ganz besondere.

Phantasievolle Verfilmung der Eisbärabenteuer von den Regisseuren Piet De Rycker und Thilo Rothkirch basierend auf den erfolgreichen Kinderbüchern von Hans de Beer.

JAHR: 2014 / LÄNGE: 83 MIN. / FSK: 0

2005 / 81 MIN. / FSK: 0 JAHR: 2018 / LÄNGE: 90 MIN. / FSK: 6

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GEBURTSTAGSFEIER IM KINO??

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Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat die SCHAUBURG von 1976 bis 2017 jährlich für ein hervorragendes Kinder- und Jugendfilmprogramm ausgezeichnet.


FEBRUAR

SENIORENKINO Immer Mittwoch 14.30 Uhr im großen Schauburg Saal Eintritt 5€ inkl. 1 Glas Sekt

13.02.

20.02.

27.02.

Foto: © Monkey Business – fotolia.com

06.02.

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

GROSSBILDWAND


SPECIALS IN DER SCHAUBURG DIE JUBILÄUMS-FILMTOUR DES DEUTSCHEN ALPENVEREINS

BERGE 150

DONNERSTAG, 7. FEBRUAR UM 20:00 UHR Eine Auswahl der besten Bergfilme aus 100 Jahren Filmgeschichte zurück auf die große Leinwand und zeigt Skifahren, Klettern, Bergsteigen und große Expeditionen zu den höchsten Bergen der Welt – heute und damals. Freut euch auf ein zweistündiges Bergfilm-Programm! Zusammengestellt von den Machern der European Outdoor Film Tour.

BAHNHOFSKINO DELUXE IN ANALOGER 35MM FILMPROJEKTION

MIDNIGHT MOVIES: EDITION KNOCHENBRECHER IMMER SAMSTAGS UM 23 UHR IM GROSSEN SAAL

ROSENMONTAGS-SPECIAL

THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW engl.

OV

MONTAG, 4. MARZ UM 21:00 UHR

Als Mainstream-Flop wurde diese Produktion mehr oder weniger ungewollt zum Midnight Movie-Hit. Erst nach dem New Yorker Kinobetreiber den Streifen in Ihren Mitternachtsschienen platzierten ging der Siegeszug um Rocky, Brad und Janet so richtig los. Mit der Zeit etablierten sich feste Rituale, die jede Vorstellung begleiteten: Ausrufe, das Werfen von Reis und Konfetti, wildes Tanzen und Klatschen. Auch Jahrzehnte danach pilgern die Rocky-Horror Fans alljährlich zum Rosenmontag in die Schauburg, um die Party fortleben zu lassen.

FILMFESTIVAL

TRAUMFABRIK #16 – CHINA IM KINO IMMER SONNTAGS UM 15 UHR

Unsere Traumfabrik geht in die 16. Runde. In Zusammenarbeit mit dem ZAK und der AWWK eröffnet Dozent Wolfgang Petroll jede Vorstellung mit kurzer Einführung. Nach den Filmvorstellungen gibt es Raum zur Diskussion.

Begleitend zu unserer Traumfabrikreihe „China im Kino“ zeigen wir immer Samstag abends zur Spätvorstellung ein paar BodensatzPerlen des chinesischen Kung Fu-Kinos der 70er Jahre.

SAMSTAG, 2. FEBRUAR DIE 10 SIEGREICHEN DER SHAOLIN Ende der Ming Dynastie: Als der Kaiser hört, daß in der Nähe einige verbündete Rebellen leben, welche den Feind stürzten könnten, macht er sich auf den Weg. Kaum Story und viele sehr gut choreographierte Kämpfe ohne übernatürlichen Schnick-Schnack.

SAMSTAG, 9. FEBRUAR DER TODESHAUCH DES GOLDENEN DRACHEN Ein Killer tötet im Namen der Regierung landesweit Köche. Master Glutton ahnt noch nicht, dass dies mit seiner Vergangenheit zusammenhängt und er selbst auf der Abschussliste steht… Flotte Kung Fu-Komödie – dazu gestohlene Musik von „Spiel mir das Lied vom Tod“ bis „Der weiße Hai“. Köstlich! Trashy!

SAMSTAG, 16. FEBRUAR DIE RÜCKKEHR IM SCHATTEN DES ADLERS Ah Fu ist ein Meister der "Snake fist"! Und Nan Kung Ping beherrscht die KungFu-Technik der "Mantis-Fist". Gut gegen Böse – und los geht’s … Selbstverständlich sehen Sie hier die inoffizielle Fortsetzung des Kung Fu-Klassikers „Die Schlange im Schatten des Adlers“. Wenn Sie schlechte Filme mögen, kommen Sie vorbei…

SAMSTAG, 23. FEBRUAR DER SILBERSPEER DER SHAOLIN

SONNTAG, 3. FEBRUAR UM 15 UHR HUMAN FLOW Mit der Dokumentation des Künstlers Ai Weiwei schließt sich unsere 16. Traumfabrik-Reihe. Der Film dokumentiert den weltweiten „Fluss von Menschen“, die Migrationswellen, ausgelöst durch Globalisierung, ökonomische Ungleichheit, politische Krisen, Kriege und Machtkämpfe. Dabei wird eine humanitäre Katastrophe erfahrbar, der wir nur mit größeren Bemühungen um Interkulturalität und Transkulturalität angemessen begegnen können.

Die Legende der hochkarätigen Shaw-Brothers Schmiede Wang Yu ist hier mit an Bord. Trashiger Kung Fu-Smasher mit einigem Augenfutter: Blutige Speerkämpfe, Kämpfe unter Wasser, Kämpfe mit lebenden Skeletten (!!!), eine Spezialwaffe, welche in der Luft schwebt und Körperteile der Opfer abhackt und ein spektakuläres und leichenreiches Finale mit einem tollen Feuer-Stunt vor verschneiter Landschaft! Sehr sehenswert!

SAMSTAG, 2. MÄRZ GOODBYE, BRUCE LEE Ein Filmproduzent möchte Lee Shaio (Bruce Li) anwerben, um einen echten, aber nicht vollendeten Bruce Lee Streifen fertigzustellen. Durchaus unfreiwillig komische Hommage an Lee.


SPECIALS IM FEBRUAR 21

PREVIEW MIT EINEM GLAS SEKT IN ANWESENHEIT DER FILMEMACHER

REISS AUS ZWEI MENSCHEN. ZWEI JAHRE. EIN TRAUM SAMSTAG, 2. MÄRZ UM 25:00 UHR

Ein halbes Jahr Auszeit wollen sich Ulli und Lena nehmen und von Hamburg nach Südafrika fahren. Dort kommen sie nie an. Stattdessen rollen sie in ihrem alten Land Rover Terés und dem 40 Jahre alten Dachzelt, das sie von Ullis Patentante geschenkt bekommen, knapp zwei Jahre durch Westafrika. Ulli und Lena sind am 02. März unsere Ehrengäste in der Schauburg. Nach der Filmvorstellung gibt es Raum zur Filmdiskussion mit den beiden.

QUEERFILMNACHT

JUST FRIENDS niederländisches OmU MITTWOCH, 27. FEBRUAR UM 21:00 UHR

Nach geschmissenem Studium jobbt Yad als Haushaltskraft bei der rüstigen alten Dame Ans. Deren Enkel Joris kommt bald ins Spiel und verdreht Yad nach allen Künsten der Verführung den Kopf. Ellen Smit und Henk Burger lassen in ihrer rasant geschriebenen romantischen Komödie nicht nur ein hinreißendes Paar zueinanderkommen, sondern auch eine ganze Reihe herrlich skurriler Nebenfiguren auftreten. Ein umwerfend charmant queerer Sommerfilm lässt uns die Sehnsucht nach Sonne und Wellen spüren.

LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS DER METROPOLITAN OPERA IN NEW YORKS

CARMEN VON GEORGES BIZET SAMSTAG, 2. FEBRUAR UM 19:00 UHR

Die realistische Milieuschilderung, Dramatik und schicksalhafte Tragik machten CARMEN zu einem Vorläufer des Verismo. Wegen dieser vom Publikum als „krass“ empfundenen Handlungsdarstellung wurde die Uraufführung am 3. März 1875 in der Opéra-Comique eher ablehnend aufgenommen. Bald darauf jedoch wurde CARMEN zu einem der größten Welterfolge der Operngeschichte, den der Komponist allerdings nicht mehr miterleben durfte.

LA FILLE DU RÉGIMENT VON GAETANO DONIZETTI SAMSTAG, 2. MÄRZ UM 19:00 UHR

Die Oper erzählt die Geschichte einer jungen Liebe, die anfangs zu scheitern droht, aber am Ende siegreich ist. Sie bietet dem Komponisten das, was er für eine erfolgreiche Oper benötigt: reichlich Gelegenheit zu schwungvoll-rhythmischer Musik, mal militärisch, mal tänzerisch-beschwingt, mal romantisch. Und dem Tenor bietet sie die anmutige Cabaletta „Ah! Mes Amis“ mit den gefürchteten neun hohen Cis!

WEITERE ZUSATZTTERMINE

PARIS – ALLES ANSICHTSSACHE, REISEREPORTAGE

SONNTAG, 24. FEBRUAR UM 17:00 UHR

Daniela und Uwe Schebek entführten uns bereits zwei Mal in ausverkauften Vorstellungen in Frankreich’s Metropole Paris. Doch nur, wer die ausgetretenen Touristenpfade entlang Eiffelturm und Notre-Dame verlässt, kann das wahre Paris entdecken: Idyllische kopfsteingepflasterte Gassen, versteckte Hinterhöfe und nostalgische Einkaufswelten. Sichern Sie sich schnell ihre Karten, bevor es zu spät ist.

PREVIEW

DER VERLORENE SOHN

MITTWOCH,, 20. FEBRUAR UM 21:30 UHR Der 19jährige Garrard lebt als Sohn eines Baptistenpredigers in einem kleinen Dorf in Arkansas. Der Junge wird als homosexuell geoutet, was die konservative Gemeinde nicht dulden möchte. Unter Druck soll er an einem Umerziehungsprogramm teilnehmen. Bittere Moral-Parabel mit Staraufgebot.


PROGRAMMVORSCHAU 22

UNSERE PROGRAMMVORSCHAU FÜR

MÄRZ 2019

7. MÄRZ 2019

7. MÄRZ 2019

In den 1950er Jahren studiert Ruth Bader Ginsburg als eine von wenigen Frauen Jura an der Elite-Universität Harvard. Nach ihrem Abschluss muss sie sich jedoch mit einer Stelle als Professorin zufriedengeben. Dank ihres Mannes wird sie auf den Fall Charles Moritz aufmerksam. Ruth wittert einen Präzedenzfall, der eine seit Jahrzehnten stillstehende Gesetzeslage ad absurdum führt. Ein verfilmtes Glanzstück der Emanzipationsgeschichte.

Eines Tages steht die Japanerin Yu vor Karls Tür. Sie hat sich vor zehn Jahren um Karls Vater Rudi in Tokio gekümmert. Sie möchte das Grab von Rudi sehen und das Haus, in dem er gelebt hat. Widerwillig fährt Karl mit ihr aufs Land, aber er kann sich dem Charme von Yu nicht entziehen. Doris Dörries neuer Film ist eine Gespenstergeschichte und kreist um die wiederkehrenden Themen ihres Werkes: Liebe, Verlust, Familienbande und die Poesie des Lebens.

Zwei Jahre nach seinem überraschenden Oscar-Gewinner „Moonlight“ thematisiert Barry Jenkins in „Beale Street“ erneut die afro-amerikanische Gegenwart – auch wenn sein Film in den 70ern spielt. Basierend auf einem Roman von James Baldwin erzählt er von Liebe, Rassismus und der Ungerechtigkeit des amerikanischen Justizsystems.

REGIE Mimi Leder DARSTELLER Felicity Jones, Armie Hammer, Justin Theroux

REGIE Doris Dörrie DARSTELLER Golo Euler, Aya Irizuki, Felix Eitner

REGIE Barry Jenkins DARSTELLER KiKi Layne, Dave Franco, Diego Luna

7. MÄRZ 2019

14. MÄRZ 2019

14. MÄRZ 2019

In einem dicht besiedelten Vorort Bakus passt der Zug jeden Tag um Haaresbreite vor den Haustüren hindurch. Bei seiner letzten Zugfahrt klaubt der pensionierende Lokführer Nurlan ein verirrtes Kleidungsstück von seiner Lokomotive: einen feinen, blauen BH. Nurlan begibt sich auf die Suche nach der Besitzerin und somit nach einem neuen Leben. Eine mit viel Feingefühl und in unbeschwertem Tonfall erzählte Geschichte von der Suche nach Liebe.

Eine Gruppe Sträflinge begibt sich auf eine brenzlige Raumschiff-Mission. Die dubiose Bordärztin will mit Fortpflanzungsexperimenten die Herrin über neues Leben werden. All das wird als Kammerspiel im All samt verruchter Sex-Sequenzen inszeniert: Begierden- Odyssee im Weltraum! Mit Ex-Vampir-Hübschling Robert Pattinson sowie Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche an Bord lässt sich allemal sagen: Beam me up, Claire.

Jeder Fußballfan kennt diesen Namen, und jeder andere sollte ihn ebenfalls kennen, denn Bernd Trautmann wurde nicht nur zur Torwartlegende, sondern zum Symbol für die Versöhnung zwischen Deutschland und Großbritannien nach dem Ende des 2. Weltkriegs. Die an sich schon spannende Lebensgeschichte des Ausnahmesportlers als bewegendes Melodram, das spannend und unterhaltsam mit einem glänzenden David Kross in der Hauptrolle punktet!

REGIE Veit Helmer DARSTELLER Miki Manojlovic, Paz Vega, Maia Morgenstern

REGIE Claire Denis DARSTELLER Mia Goth, Robert Pattinson, Juliette Binoche

REGIE Ralf Westhoff DARSTELLER Julia Koschitz, Friedrich Mücke, Bastian Reiber

DIE BERUFUNG – IHR KAMPF FÜR GERECHTIGKEIT

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE ...

KIRSCHBLÜTEN UND DÄMONEN

HIGH LIFE

7. MÄRZ 2019

BEALE STREET

TRAUTMANN


THE LEGO MOVIE 2

3D

AB DO

7.2.

Von Mike Mitchell („Für immer Shrek“, „Trolls“) Trisha Gum („The Lego Batman Movie“) In dem brandneuen Action-Abenteuer „The LEGO Movie 2“ finden die Helden von Steinstadt wieder zusammen, um ihre geliebte Heimatstadt zu retten. Denn fünf Jahre nach dem grandiosen Auftakt werden die Bürger einmal mehr von einer großen Gefahr bedroht: LEGO DUPLO Invasoren aus dem All zerstören die LEGO-Welt schneller, als man sie wieder aufbauen kann. Im Kampf gegen die Aliens und für die Harmonie im LEGO-Universum geraten Emmet, Lucy, Batman und ihre Freunde in weit entfernte, unerforschte Welten wie die seltsame Galaxie, in der alles ein Musical ist. Unsere Helden müssen ihren ganzen Mut, ihre Kreativität und ihre Fähigkeiten als Meisterbauer einsetzen, um erneut zu beweisen, was wirklich in ihnen steckt.

DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT 3

3D

FILMhighlights im FEBRUAR MEIN BESTER & ICH

Mit Bryan Cranston („Breaking Bad“) Kevin Hart („Central Intelligence“) Nicole Kidman („Moulin Rouge!“) Der reiche Industrielle Phillip ist gelähmt, sitzt im Rollstuhl und benötigt einen Pfleger. Auf diesen Job bewirbt sich der frisch aus dem Knast kommende Dell. Vor allem seine Assistentin Yvonne ist alles andere als begeistert von dem unkonventionellen Kandidaten, denn sie merkt schnell, dass er den Job gar nicht will, sondern sich nur eine Bescheinigung für das Arbeitsamt abholen will. Da Philip von Dells Weltansicht begeistert ist und er von ihm nicht wie ein fragiler Pflegefall behandelt wird, erhält Dell wider Erwarten den Job. Die anfangs grundverschiedenen Männer müssen sich erst einmal mit der neuen Situation zurechtfinden. Doch es dauert nicht lange und Philip blüht bei den abenteuerlichen Ausflügen mit Dell auf. Auch Dell kann sich mehr und mehr mit Philips Welt einlassen. So wird aus den beiden völlig fremden Menschen schnell ziemlich beste Freunde.

7.2.

Von Dean DeBlois („Lilo & Stitch“, „Drachenzähmen leicht gemacht“)

OSTWIND - ARIS ANKUNFT Mit Meret Becker („München“) Sabin Tambrea („Ludwig II“)

Durch einen Zwischenfall werden Mika und ihr Ostwind auf eine harte Probe gestellt. Mikas Großmutter, Sam und Herr Kaan versuchen unterdessen, Gut Kaltenbach am Laufen zu halten, wobei sie Unterstützung von der ehrgeizigen und scheinbar netten Isabell bekommen. Aber alles geht schief: Das Gestüt droht in fremde Hände zu fallen und Ratlosigkeit macht sich breit. Bis Fanny die impulsive und kratzbürstige Ari nach Kaltenbach bringt und damit für mächtigen Wirbel sorgt. Ari fühlt sich sofort von Ostwind angezogen und scheint eine besondere Wirkung auf den berühmten Hengst zu haben. Ist es möglich, dass Ostwind und Mika eine weitere Seelenverwandte auf Gut Kaltenbach finden? Und wird Ari es schaffen, Ostwind vor dem skrupellosen Pferdetrainer Thordur Thorvaldson zu schützen?

14.2.

Von Robert Rodriguez („Machete Kills“) Mit Christoph Waltz („Django Unchained“) Jennifer Connelly („Requiem for a Dream“) Michelle Rodriguez („Fast & Furious“)

CLUB DER ROTEN BÄNDER - WIE ALLES BEGANN

AB DO

14.2.

Von Felix Binder Mit Tim Oliver Schultz („Systemfehler“) Jürgen Vogel („Die Welle“) Das Leben von Leo, Jonas, Emma, Alex, Hugo und Toni scheint nicht anders zu sein als das von anderen Teenagern. Leo ist glücklich und liebt es, Fußball mit seinen Freunden zu spielen. Seine restliche Zeit verbringt er mit seinen Eltern und seiner Schwester. Jonas wäre froh, wenn ihm sein Bruder nicht das Leben zur Hölle machen würde. Emma versucht alles, um es ihren Eltern recht zu machen, und Alex hat Ärger mit seiner Lehrerin. Toni sagt immer unverblümt, was er denkt, und sucht Hilfe bei seinem Opa. Und Hugo nimmt für einen Sprung vom Zehnmeterturm seinen ganzen Mut zusammen. Doch dann wird Leo schlagartig aus seinem Alltag gerissen und muss ins Krankenhaus. Alles ist plötzlich anders, Untersuchungen und Diagnosen bestimmen sein Leben, und sein Bettnachbar macht ihm zusätzlich das Leben schwer. Er entdeckt aber auch schon Emma, traut sich jedoch noch nicht, sie anzusprechen.

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28.2.

Von Theresa von Eltz („4 Könige“)

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In einer fernen Zukunft wird die zurück gelassene Alita auf einem Schrottplatz von Ido gefunden, einem mitfühlenden Cyber-Arzt, der die bewusstlose Cyborg Alita in seine Klinik mitnimmt. Als Alita zu sich kommt, hat sie keinerlei Erinnerung daran, wer sie ist, noch kann sie irgendetwas wiedererkennen in der Welt, in der sie erwacht ist. Für Alita ist alles neu, sie erlebt alles zum ersten Mal. Während sie lernt, sich in ihrem neuen Leben und den heimtückischen Straßen von Iron City zurecht zu finden, versucht Ido, Alita vor ihrer mysteriösen Vergangenheit zu schützen, während ihr smarter neuer Freund Hugo ihr dabei hilft, ihre Erinnerungen zu triggern. Zwischen den beiden entwickelt sich eine wachsende Zuneigung, bis tödliche Kräfte hinter Alita her sind und ihre neu gefundenen Freundschaften bedrohen.

21.2.

Von Neil Burger („Die Bestimmung“)

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Zusammen mit der mutigen Astrid an seiner Seite erschuf Hicks als Stammeshäuptling von Berk eine ebenso friedliche wie manchmal chaotische Drachenutopie, die schon bald aus allen Nähten zu platzen droht. Ohnezahn behauptete sich währenddessen als Anführer der Drachen. Ein zufälliges Treffen mit einem noch ungezähmten Tagschatten-Weibchen, das Ohnezahn gehörig den Kopf verdreht, stellt die Freundschaft zwischen Drachen und Reiter vor neue Herausforderungen. Am Horizont taucht eine finstere, alles bedrohende Gefahr für das Dorf und seine Bewohner auf, die Hicks und Ohnezahn zwingt, ihre geliebte Heimat zu verlassen und sich auf die Suche nach einer verborgenen Welt zu begeben, die man nur aus mythischen Erzählungen kennt. Während dieser abenteuerlichen Reise offenbart sich beiden ihr wahres Schicksal: Nur wenn Drache und Reiter ihre Kräfte vereinen und gemeinsam kämpfen, können sie das Wertvolle in ihrem Leben bewahren.

AB DO

HARD POWDER

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28.2. Von Hans Petter Moland Mit Liam Neeson („96 Hours“) Emmy Rossum („Das Phantom der Oper“) Laura Dern („Der große Trip - Wild“) John Doman („Mystic River“) Tom Bateman („Mord im Orient-Express“) Willkommen in Kehoe! Das Thermometer zeigt Minus 10 Grad in dem glitzernden Skigebiet in den Rocky Mountains. Der Schneepflugfahrer Nels Coxman führt mit seiner Familie ein beschauliches Leben, bis sein Sohn sich mit dem schillernden Drogenboss Viking einlässt – und auf dessen Befehl ermordet wird. Rasend vor Wut legt sich Nels mit dem mächtigen Kartell an. Und auch wenn sein Wissen über Mord und Totschlag bislang nur aus Krimis stammt: Ein Drogengangster nach dem anderen fällt seiner Rache zum Opfer. Während Nels immer mehr Männer verschwinden lässt, macht Viking seinen langjährigen Rivalen White Bull verantwortlich. Die Situation eskaliert in einen wahnwitzigen Bandenkrieg, und die strahlenden Hänge der Kleinstadt leuchten bald blutrot.

WWW.FILMPALAST.NET


PROGRAMMHEFT FEBRUAR 2019

ein film von jonah hill EXKLUSIV AM 7.3. NUR IM KINO! Weitere Termine unter kino.de

/Mid90s_Germany

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Schauburg Cinerama Karlsruhe Februar 2019 by Schauburg Kino & Theater - Issuu