„Intensiv und voller emotionaler Wucht!“ HUFFINGTON POST
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AB 18. DEZEMBER IM KINO
/ARTHAUS
WILLKOMMEN 03
23
BEVOR DER VORHANG AUFGEHT … —
Liebe Gäste und Freunde der Schauburg,
INHALT —
FILMVORSTELLUNGEN______________________________________ 04
es geht in großen Schritten auf Weihnachten und Silvester zu und wir möchten Ihnen herzlich danken, dass Sie im vergangenen Jahr uns weiterhin die Treue gehalten haben und sich auch von Umbaulärm und Umbau-Widrigkeiten nicht vom Besuch der Schauburg haben abhalten lassen. Unser Traditionskino mit fast 100-jähriger Geschichte wurde hinter den Kulissen mit moderner Lüftungs-, Heizungs- und Klimatechnik versehen und eine Brandmeldeanlage wurde installiert. Hier möchten wir auch der Georg-Fricker-Stiftung sehr herzlich danken, die mit diesen Investitionen und Maßnahmen kraftvoll und bestimmt das Lebenswerk dieses großen Karlsruher Kinomachers fortschreibt. Wir wünschen Ihnen allen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. Vielleicht sehen wir uns ja bei der schon traditionellen Schauburg Silvesterparty. Noch sind Karten an der Schauburg Kasse zu haben …
IM KELLER________________________________________________04 MAGIC IN THE MOONLIGHT__________________________________06 DER HOBBIT— DIE SCHLACHT DER FÜNF HEERE________________08 #ZEITGEIST_______________________________________________10 BLUE RUIN_ ______________________________________________12 THE LOFT – FÜNF MÄNNER. FÜNF SCHLÜSSEL. EIN MORD.________14 TITOS BRILLE_____________________________________________16 1001 GRAMM_____________________________________________16 THE HOMESMAN_ _________________________________________ 18 SERENA__________________________________________________20 CAFÉ OLYMPIQUE__________________________________________22 DIE WOLKEN VON SILS MARIA_______________________________23
Mit besten Grüßen
DAS WEIHNACHTSSPECIAL__________________________________ 25
KINDERKINO______________________________________________ 24
UNSERE PROGRAMMVORSCHAU FÜR JANUAR 2015_____________ 26
Impressum — Herausgeber Redaktion Gestaltung
Schauburg Kino Herbert Born | Marienstr. 16 | 76137 Karlsruhe T 0721 | 35 000 11 F 0721 | 38 00 47 redaktion@schauburg.de schauburg.de Herbert Born, Wolfram Hannemann (www.wolframhannemann.de) Dusan Tomic (mail@pictopunk.com)
Alle Starttermine sind unverbindlich. Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar. „SCHAUBURG“, das kostenlose Filmmagazin des Schauburg-Filmtheaters, erscheint monatlich.
FILMVORSTELLUNGEN 04
IM KELLER — ULRICH SEIDL ZEIGT MENSCHLICHE ABGRÜNDE ALS SORGSAM ARRANGIERTE BILDER MIT SCHOCKEFFEKT. TRAGIKOMISCHER BALANCEAKT ZWISCHEN EXHIBITIONISMUS UND VOYEURISMUS. SEIDL PROVOZIERT NICHT, ER PRÄSENTIERT UND STELLT DAMIT AUCH DIE ROLLE DES ZUSCHAUERS IN FRAGE. Schon der Beginn des Films liefert einen Vorgeschmack auf das, was kommt: Ein Mann sitzt starr und schweigend vor einem Terrarium, in dem eine lange weiße Pythonschlange liegt. Vor ihrem Kopf mümmelt ein nichts ahnendes Meerschweinchen. Der Mann schaut am Terrarium vorbei, aber jeder ahnt, was geschehen wird – die Frage ist nur, wie lange es dauert. Quälend langsam vergehen die Sekunden, der Tod des Meerschweinchens ist wie eine Erlösung, für das Tierchen, für die Zuschauer und natürlich auch für den Python, der nun ein paar Tage gesättigt ist. So sind und funktionieren Ulrich Seidls Filme, der seine Geschichten der Heimlichkeiten im Keller wieder als sorgsam inszenierte Tableaus präsentiert. Dabei ist das Publikum in der Situation des stillen Beobachters. Seidls Protagonisten verkörpern Python und Meerschweinchen, manchmal sogar in einer Person. Hier unten können sie alle sein, wie sie wollen: Die Kleinen können sich groß fühlen, die Unterdrückten mächtig und die Einsamen sind weniger allein. Sie sind sie selbst in ihrer Schrecklichkeit, in ihrer Primitivität, Perversion oder in ihrer dumpfen, bedrückenden Alltäglichkeit. Hier geht es nicht um schön und hässlich als Kriterien einer oberflächlichen Ästhetik, sondern um die Präsentation von Seelenzuständen. Und die sind allesamt verhältnismäßig grauenerregend, aber erstaunlich in der Konsequenz, mit der die Urheber zu ihren Obsessionen stehen. Das kann komisch wirken, wie der verhinderte Operntenor in seinem Schießkeller oder der Schwimmer in seinem Kellerpool, der für jede Bahn knapp drei Züge benötigt. Mindestens ebenso erschütternd wie der stumme Mann vor der Schlange ist die Frau, die im Keller lebensechte Säuglingspuppen in Schachteln aufbewahrt. Sie hebt sie heraus aus ihren Pappbettchen, hält sie im Arm und spricht mit ihnen. Hier zeigt sich sehr deutlich Ulrich Seidls Geschick, Erhabenes und Lächerliches zu einem Gesamtbild menschlichen Leides zu verbinden, das keinerlei Kommentars bedarf, sondern an sich schon eine ganze Geschichte erzählt. Ulrich Seidl macht vor dem Privaten ebenso wenig Halt wie vor dem Intimen. Er entblößt seine Protagonisten nicht nur bis auf die Haut, sondern bis in die Seele. Das, was da zum Vorschein kommt, sind die heimlichen Obsessionen, die kleinen und großen Marotten bis hin zu pathologischen Störungen, aber letztlich gehören sie doch zum Menschen und seiner Natur. Das ist oft schwer erträglich, wie in den allzu ausführlich dargestellten SM-Szenen, aber manchmal auch einfach saukomisch. AB 4. DEZEMBER IN DER SCHAUBURG Österreich 2014 — Dokumentation Regie Kamera Laufzeit Verleih
Ulrich Seidl Martin Gschlacht 85 Minuten Neue Visionen Filmverleih GmbH
IM KELLER Ein Film von
Ulrich Seidl
NEUE VISIONEN FILMVERLEIH PRÄSENTIERT EINE GEMEINSCHAFTSPRODUKTION VON ULRICH SEIDL FILM PRODUKTION / COOP 99 FILMPRODUKTION KOPRODUKTION: WDR MIT UNTERSTÜTZUNG VON ÖSTERREICHISCHES FILMINSTITUT FILMFONDS WIEN ORF (FILM-/FERNSEH-ABKOMMEN) LAND NIEDERÖSTERREICH IN ZUSAMMENARBEIT MIT ARTE MIT FRITZ LANG ALFREDA KLEBINGER MANFRED ELLINGER INGE ELLINGER JOSEF OCHS ALESSA DUCHEK GERALD DUCHEK CORA KITTY PETER VOKUREK WALTER HOLZER UVA. VERONIKA FRANZ KAMERA MARTIN GSCHLACHT ZUSÄTZLICHE KAMERA HANS SELIKOVSKY ZWEITE ZUSÄTZLICHE KAMERA WOLFANG THALER TON EKKEHART BAUMUNG SCHNITT CHRISTOPH BRUNNER PRODUKTIONSLEITUNG LOUIS OELLERER MAX LINDER HERSTELLUNGSLEITER KONSTANTIN SEITZ PRODUZENT ULRICH SEIDL © WIEN 2014 ULRICH SEIDL FILMPRODUKTION / COOP99 FILMPRODUKTION
REGIE ULRICH SEIDL IDEE UND KONZEPT ULRICH SEIDL
FILMVORSTELLUNGEN 06
MAGIC IN THE MOONLIGHT —
EIN PROFESSIONELLER MAGIER SOLL EIN MEDIUM ALS SCHWINDLERIN ENTLARVEN SOLL. KOMÖDIE VOLLER ROMANTIK, IRONISCHEM WITZ UND LÄSSIGEM 20ER-JAHRE-CHARME, INSZENIERT VON WOODY ALLEN VOR DER BETÖREND SCHÖNEN KULISSE DER SOMMERLICHEN CÔTE D’AZUR. Ende der 20er Jahre ist Wei Ling Soo einer der größten Magier mit Auftritten rund um die Welt. Kaum jemand weiß, dass sich hinter der Maske des geheimnisvollen Chinesen der Engländer Stanley verbirgt. Stanleys Freund Howard möchte das ausnutzen und bittet ihn um Hilfe: An der Côte d’Azur ist die junge Sophie Baker aufgetaucht, die sich als Hellseherin ausgibt und damit offenbar nicht nur die Herzen, sondern auch die Brieftaschen der reichen Villenbesitzer erobert. Stanleys Aufgabe: Er soll, wie schon so oft, seinen brillanten Verstand und seinen unterkühlten britischen Charme einsetzen, um Sophie Baker als Schwindlerin zu entlarven, so wie er vor ihr schon sämtliche andere angeblichen Hellseher durchschaut hat. Stanley wird als angeblicher Geschäftsmann ins Gesellschaftsleben an der französischen Riviera eingeschleust, wo er schnell die Bekanntschaft von Sophie macht. Doch leider erweist sie sich als harter Brocken: Sophie ist nicht nur wunderhübsch und von entwaffnender Natürlichkeit, sondern auch als Medium so überzeugend, dass Stanley an sich selbst und seiner Skepsis zweifelt... So strahlend wie die Sonne am Mittelmeer, so heiter und ausgelassen ist dieser Film, eine flirrende Etüde in unbeschwerter Eleganz. Colin Firth und Emma Stone sind als Paar wunderbar aufeinander eingespielt. Zwischen ihnen fliegen die Dialoge wie hübsche, bunte Schmetterlinge. Die Handlung wird durch die kriminalistisch angehauchte Story um Stanleys Detektivauftrag zur wirklich spannenden Spurensuche, bei der der Love Interest streckenweise fast zum Nebeneffekt wird. Hier zeigt Woody Allen seine ganze Routine und vor allem seine Raffinesse als Autor: Die Liebesgeschichte kommt als klassische Screwball Comedy daher, die Spannung erwächst aber keinesfalls aus der Frage, ob Sophie und Stanley am Ende zueinanderfinden, sondern daraus, ob Sophie tatsächlich eine Schwindlerin ist, wie Stanley erwartet. Und wenn sie es ist: Wird er dann womöglich für Sophie seine zynische Haltung dem Leben gegenüber aufgeben müssen? Woran kann und soll er glauben, wenn sein Weltbild von der Sinnlosigkeit allen Seins plötzlich durch den Glauben an etwas erschüttert wird? Ganz anders als zuletzt in „Blue Jasmine“ und doch typisch: Woody Allen hat sich wieder – und hoffentlich nicht zum letzten Mal! – selbst übertroffen und eine wunderschöne Komödie geschaffen, mit der er nicht nur seine treue Fangemeinde erfreuen wird, sondern auch zusätzlich Publikum in die Kinos locken könnte. AB 4. DEZEMBER IN DER SCHAUBURG USA 2014 Regie & Buch Woody Allen Darsteller Colin Firth, Emma Stone, Marcia Gay Harden, Eileen Atkins, Hamish Linklater, Simon McBurney Laufzeit 97 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung Verleih Warner
AB 01.0 1.20 15 IM KIN O
FILMVORSTELLUNGEN 08
DER HOBBIT
DIE SCHLACHT DER FÜNF HEERE
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ORIGINAL VERSION AUF UNSERER CINERAMA-BILDWAND IN 3-D HFR (HIGH FRAME RATE) UND DOLBY SURROUND 7.1 SOUND
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MIT DEM FURIOS INSZENIERTEN DRITTEN TEIL FINDET DIE „HOBBIT“TRILOGIE IHREN BOMBASTISCHEN ABSCHLUSS. NOCH EINMAL ZIEHT PETER JACKSON ALLE REGISTER, UM DIE SCHAUBURG IN MITTELERDE ZU VERWANDELN. „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ bringt die abenteuerliche Geschichte von Bilbo Beutlin (Martin Freeman), Thorin Eichenschild (Richard Armitage) und der Gemeinschaft der Zwerge zu einem epischen Abschluss. Die Zwerge von Erebor haben den riesigen Reichtum ihres Heimatlandes zurückgefordert, müssen aber nun die Konsequenzen dafür tragen, dass sie den furchterregenden Drachen Smaug auf die schutzlosen Männer, Frauen und Kinder von Esgaroth losgelassen haben. Als er der „Drachenkrankheit“ anheimfällt, setzt der König unter dem Berg, Thorin Eichenschild, Freundschaft und Ehre aufs Spiel und macht sich auf die Suche nach dem legendären Arkenstein. Unfähig Thorin zur Vernunft zu bringen, sieht sich Bilbo zu einer verzweifelten und gefährlichen Entscheidung getrieben, nicht ahnend, dass noch größere Gefahren vor ihnen liegen. Ein alter Feind ist nach Mittelerde zurückgekehrt. Sauron, der Dunkle Herrscher, hat Legionen von Orks in einen Überraschungsangriff zum Einsamen Berg geschickt. Als sich die Finsternis über ihren eskalierenden Konflikt senkt, müssen sich Zwerge, Elfen und Menschen entscheiden, ob sie sich zusammenschließen oder vernichtet werden wollen. Bilbo kämpft um sein Leben und das seiner Freunde, während fünf große Heere in den Krieg ziehen. Die „Hobbit“-Trilogie spielt in Mittelerde 60 Jahre vor „Der Herr der Ringe“, den Jackson und sein Filmteam als Blockbuster-Trilogie auf die Leinwand brachten – Höhepunkt war der Oscar-preisgekrönte „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“. Ian McKellen kehrt nun als Gandalf der Graue zurück, Martin Freeman übernimmt die Rolle des Titelhelden Bilbo Beutlin, Richard Armitage die Hauptrolle des Thorin Eichenschild. Zum internationalen Ensemble gehören außerdem Evangeline Lilly, Luke Evans, Lee Pace, Benedict Cumberbatch sowie Cate Blanchett, Ian Holm, Christopher Lee, Hugo Weaving, Orlando Bloom und Mikael Persbrandt. Das Drehbuch zu „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ verfassten Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson und Guillermo del Toro nach dem Roman von J.R.R. Tolkien. Unter der Regie von Jackson wurde „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ in 3-D und mit 48 Einzelbildern pro Sekunde gedreht und wird in der Schauburg mit genau derselben hohen Bildrate präsentiert, wodurch der 3-D-Eindruck um ein Vielfaches verstärkt wird. AB 10. DEZEMBER IN DER SCHAUBURG USA 2014 Regie Darsteller Laufzeit FSK Verleih
Peter Jackson Sir Ian McKellen, Martin Freeman, Richard Armitage 163 Minuten 12 Warner
„Eine gelungene Mischung aus leichter Komödie und magischem Realismus mit viel südländischer Lebensfreude“ Programmkino.de
AGAT FILMS & CIE PRÄSENTIERT
ARIANE ASCARIDE JACQUES BOUDET – JEAN-PIERRE DARROUSSIN GÉRARD MEYLAN
Café
Olympique Ein Geburtstag in Marseille EIN FILM VON
PHOTO © JEROME CABANEL
ROBERT GUÉDIGUIAN
AB 25. DEZEMBER IM KINO
FILMVORSTELLUNGEN 10
#ZEITGEIST — AM BEISPIEL VON SIEBEN FAMILIEN ZELEBRIERT JASON „JUNO“ REITMAN UNTER ANDEREM DIE MÖGLICHKEITEN UND GEFAHREN DER PORNO- INFLATION IN VIRTUELLEN WELTEN. AMÜSANTER BILDERBOGEN AKTUELLER ZEITGEIST-BEFINDLICHKEITEN Der Weltraum, unendliche Weiten. Majestätisch fliegt die „Voyager“Sonde durch das Universum, an Bord jene goldene Datenplatte mit Informationen über die Menschheit als Botschaft für Außerirdische. Mit diesem hübschen Bild über die ultimative Form von Kommunikation beginnt Jason Reitman sein Comedy-Drama über die Fallstricke sozialer Medien. Auf der Erde haben derweil sieben Familien in einer texanischen Kleinstadt ihre Päckchen mit der virtuellen Unterhaltung und der realen Liebe zu tragen. Da wäre zum Beispiel die Familie Truby. Papa Don (Adam Sandler) sucht sein sexuelles Glück erst auf diversen Pornoseiten und bucht dort schließlich eine maßgeschneiderte Prostituierte. Mama Rachel will ihr eingeschlafenes Liebesleben heimlich mit einer Online-Partnervermittlung aufmöbeln. Ihr 15-jähriger Sohn Chris ist derweil von virtuellem Lustgewinn längst frustriert: Als Zehnjähriger sah er seinen ersten Porno, mittlerweile fürchtet der Teenager, durch diese Überdosis etwas Probleme mit seiner Sexualität im realen Leben zu bekommen. Seiner Altersgenossin Brandy sind solche Gefahren völlig fremd, sie wird von ihrer hysterisch besorgten Mutter Patricia komplett überwacht, jede SMS liest die Mama mit und unterbindet rigoros alle Flirtversuche... Bei den US-Medien musste sich der sonst gerne gehätschelte Kritiker-Liebling Jason Reitman diesmal reichlich Häme gefallen lassen. „Der erste Reitman Film, in dem der 36-jährige Regisseur wirkt als sei er 400 Jahre alt“ ätzte das New Yorker „Time Out“. Tatsächlich präsentiert sich der sonst so pfiffige Seismograph gesellschaftlicher Befindlichkeiten bei dieser Verfilmung des Kultromans „Men, Woman & Children“ von Chad Kultgen erstaunlich brav und bieder. Das alles ist nicht unkomisch, urkomisch (wie etwa „Up in the Air“) aber eben auch nicht. Die Thematik digitaler Entfremdung bleibt auf Talkshow-Niveau, die Botschaft letztlich so banal wie die episodenhaften Liebeleien mit den üblichen Teeniefilm-Klischees inklusive früher Schwangerschaft. Als vergnüglicher Höhepunkt erweist sich das Wiedersehen mit „Breaking Bad“-Cop Hank Schrader alias Dean Norris. Dieser leinwandpräsente, charismatische Glatzkopf gibt den harten Hund mit weichem Herzen abermals auf grandiose Weise. Als Paradebeispiel für Coolness hätte Norris einen Platz auf der goldenen Datenplatte im „Voyager“-Gepäck allemal verdient. AB 11. DEZEMBER IN DER SCHAUBURG USA 2014 Regie Jason Reitman Darsteller Adam Sandler, Jennifer Garner, Judy Greer, Dean Norris, Ansel Elgort, Kaitlyn Dever, Rosemarie DeWitt Laufzeit 106 Minuten Verleih Paramount Pictures Germany
Beginn: 2000 Uhr Eintritt: 23 Euro (inkl. 1 Glas Sekt und alle Filme)
Aktuelles FILMPROGRAMM in bis zu 3 Kinos Kult-Entertainer TEDDY SCHMACHT & BAND LIVE auf der großen SCHAUBURG BÜHNE GROSSE TANZFLÄCHE durch ausgebaute Stuhlreihen im Schauburg-Saal KARTEN in der SCHAUBURG, im Musikhaus Schlaile, im TicketForum in der Postgalerie & im Ticket Office 24 im Hbf.
Schauburg, Marienstraße 16, 76137 Karlsruhe Tel. 0721-35 000 18 • www.schauburg.de
FILMVORSTELLUNGEN 12
BLUE RUIN — ALS ER ERFÄHRT, DASS DER MÖRDER SEINER ELTERN AUS DER HAFT ENTLASSEN WIRD, BEGIBT SICH EIN LANDSTREICHER AUF EINE RACHEMISSION. INTENSIVER, VIEL BEACHTETER INDEPENDENT-THRILLER. Dwight ist ein Rumtreiber. Nachts bricht er in Häuser ein, deren Besitzer sich im Urlaub befinden, schläft öfter dort und benutzt die Bäder. Die meiste Zeit verbringt er jedoch in einem kaputten, rostigen Autowrack am Strand. Auch wenn es das Leben nicht ganz so gut mit dem Landstreicher meint, hat sich Dwight mit seiner Situation arrangiert – bis eines Tages die Polizistin Eddy bei ihm vorbei schaut. Die ist nicht etwa wegen der kleinkriminellen Vergehen Dwights gekommen, sondern will ihn beim Erhalt einer Nachricht begleiten: Der Mörder seiner Eltern, Wade Clelands, wird nach 20 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Dwight packt der unwiderstehliche Drang, erduldetes Unrecht auszugleichen. Er macht sein Auto wieder fit und entfesselt eine Welle der Gewalt, die er bald nicht mehr unter Kontrolle hat… „Blue Ruin“ ist das Werk zweier Filmverrückter, die seit Grundschulzeiten miteinander befreundet sind: Jeremy Saulnier begann als SFX Maskenbildner für Splatter-Filme und machte sich anschließend als Kameramann einen guten Namen. Macon Blair spielt die Hauptrolle des Strandstreuners Dwight und ihm gelingt es überragend, jedem Zuschauer diesen wortkargen Antihelden ans Herz zu spielen. „Blue Ruin“ wurde komplett unabhängig produziert, weil Fans von Saulniers erstem Film das Budget per Crowdfunding zusammengetragen haben. Schließlich ist dies das Werk zweier alter Schulfreunde und der Regisseur diente sich selbst als Buchautor und eigener Kameramann. „Blue Ruin“ ist eines der seltenen Kinowunder unserer Zeit, das Filmfans nicht auf der großen Leinwand verpassen sollten. Der Thriller feierte seine Weltpremiere auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, wo er mit dem von der internationalen Filmkritiker- und FilmjournalistenVereinigung verliehenen FIPRESCI-Preis prämiert wurde. Danach wurde Blue Ruin unter anderem auf Filmfestivals in Locarno, Toronto, Chicago, Turin und beim Sundance Film Festival gezeigt. In Deutschland feierte der Film Premiere beim Fantasy Filmfest. AB 11. DEZEMBER IN DER SCHAUBURG USA 2013 Regie Jeremy Saulnier Darsteller Macon Blair, Devin Ratray, Amy Hargreaves Laufzeit 94 Minuten FSK 16 Verleih Falcom (Filmagentinnen)
TRAUMFABRIK 2014/15
ODYSSEE IN KUBRICK SPACE RETROSPEKTIVE STANLEY KUBRICK
Termine im Überblick So 9.11. – 15:00 – SCHAUBURG
KILLER‘S KISS | DER TIGER VON NEW YORK So 16.11. – 15:00 – SCHAUBURG
THE KILLING | DIE RECHNUNG GING NICHT AUF So 23.11. – 15:00 – SCHAUBURG
PATHS OF GLORY | WEGE ZUM RUHM So 30.11. – 15:00 – SCHAUBURG
SPARTACUS So 7.12. – 15:00 – SCHAUBURG
LOLITA So 14.12. – 15:00 – SCHAUBURG
JAN HARLAN: STANLEY KUBRICK – A LIFE IN PICTURES | EIN LEBEN FÜR DEN FILM In Anwesenheit des Regisseurs Jan Harlan Mi 17.12. – 18:00 – ZKM | Zentrum für Kunst & Medientechnologie Karlsruhe, Lorenzstr.19, Vortragssaal
FLUSSER IN KUBRICK SPACE
Ein Filmexploratorium zur Medientheorie von Vilém Flusser in den Filmen von Stanley Kubrick. Mit zahlreichen Filmzitaten, präsentiert von Wolfgang Petroll
So 18.01. – 15:00 – SCHAUBURG
DR. STRANGELOVE | DR. SELTSAM ODER: WIE ICH LERNTE DIE BOMBE ZU LIEBEN So 25.01. – 15:00 – SCHAUBURG
2001: A SPACE ODYSSEY | ODYSSEE IM WELTRAUM So 1.02. – 15:00 – SCHAUBURG
A CLOCKWORK ORANGE | UHRWERK ORANGE Fr 6.02. – 17:30 – Beginn AWWK-Filmseminar Traumfabrik in der Schauburg:
Veranstaltungsort (falls nicht anders angegeben) SCHAUBURG Filmtheater, Marienstrasse 16, Karlsruhe
STANLEY KUBRICK – FILME ALS MIKROSKOP FÜR MENSCHLICHES VERHALTEN.
6 Termine. Information/Anmeldung: www.awwk-karlsruhe.de
So 8.02. – 15:00 – SCHAUBURG
Eintrittskarten
BARRY LYNDON
an der Schauburg-Kinokasse Ermäßigung für Studierende.
So 15.02. – 15:00 – SCHAUBURG
Die TRAUMFABRIK 2014/15 kuratiert von Wolfgang Petroll und Herbert Born. Alle Filme mit Mikroeinführung von Wolfgang Petroll (Dozent für Film und Medienaesthetik; Lehrbeauftragter am ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale, KIT) und anschließendem Kinogespräch.
SCHAUBURG Eintritt Filme € 8,- / Ermäßigt € 7,- / Seminarteilnehmer € 5,-
Informationen / Anmeldung / Vorverkauf Filme: www.schauburg.de Seminare: www.zak.kit.edu www.awwk-karlsruhe.de Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, müssen wir uns jedoch ausdrücklich vorbehalten.
THE SHINING So 22.02. – 15:00 – SCHAUBURG
FULL METAL JACKET So 1.03. – 15:00 – SCHAUBURG
EYES WIDE SHUT So 8.03. – 15:00 – SCHAUBURG
STEVEN SPIELBERG: A.I. – ARTIFICIAL INTELLIGENCE | KÜNSTLICHE INTELLIGENZ Mit freundlicher Unterstützung der
FILMVORSTELLUNGEN 14 14
THE LOFT FÜNF MÄNNER. FÜNF SCHLÜSSEL. EIN MORD.
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CLEVERER KRIMINALPLOT UM FÜNF FREUNDE, DIE IN IHREM GETEILTEN APPARTEMENT PLÖTZLICH EINE FRAUENLEICHE VORFINDEN. FESSELNDER, SEHR UNTERHALTSAMER HOCHGLANZ-THRILLER MIT VIELEN HITCHCOCK-ANLEIHEN UND UNERWARTETEN TWISTS. Etwas Abwechslung kann nicht schaden. Gerade in einer Ehe. Das dachten sich auch die fünf Freunde Vincent (Karl Urban), Chris (James Marsden), Luke (Wentworth Miller), Marty (Eric Stonestreet) und Phil (Matthias Schoenaerts), als sie beschlossen, in einem neu errichteten Apartmentkomplex ein luxuriöses Loft anzumieten, von denen ihre Ehefrauen nichts wissen sollten. Hier konnten sie fortan ihre kleinen Geheimnisse ausleben, flüchtige Affären treffen und unbeobachtet ihren Spaß haben. Doch plötzlich kehrt sich dieses geheime Refugium in einen für alle Beteiligten grausamen Albtraum um. Eines Morgens findet Luke eine blutverschmierte Frauenleiche im Loft. Da die Alarmanlage ausgeschaltet war und keine Einbruchspuren vorhanden sind, kann nur einer der Fünf der Täter sein. Das Misstrauen zwischen den angeblich so guten Freunden wächst mit jeder Minute. Es stellt sich heraus, dass doch jeder ein Geheimnis mit sich herumträgt, von denen die anderen nichts wussten oder wissen sollten. Aus dieser Konstellation entwickelt „The Loft“ einen klassischen WhodunitPlot mit vielen falschen Fährten, Wendungen und überraschenden Enthüllungen. Der Belgier Eric Van Looy feierte 2008 mit „Loft“ nicht nur in seiner Heimat sensationelle Erfolge (1,2 Millionen Belgier sahen den Thriller). Auch in anderen europäischen Ländern und auf Festivals reüssierte der clever konstruierte Thriller, weshalb ein US-Remake seitdem immer wieder diskutiert wurde. Tatsächlich funktioniert die Geschichte in einem amerikanischen Setting noch etwas besser, wie die vorliegende, ebenfalls von Van Looy inszenierte Neuauflage beweist. Auch wenn die Handlung stets nah am Original bleibt und sich die Figuren sehr ähneln, besitzt die US-Version doch eine eigene Handschrift, was vor allem auf die Kameraarbeit von Van Looys Landsmann Nicolas Karakatsanis zurückzuführen ist. Die Bilder in „The Loft“ sind die einer klassischen US-Hochglanzproduktion und machen aus dem bereits stilvollen Original einen Hochglanzthriller. Die unterkühlten, jederzeit hochästhetischen Aufnahmen bilden dabei den perfekten Rahmen für einen nicht wirklich tiefgründigen, gleichwohl aber sehr unterhaltsamen weil spannenden Rätselspaß. Zu verdanken ist das nicht allein Van Looys präziser Regie sondern auch dem überzeugenden Hauptdarsteller-Quintett. „The Loft“ ruft wieder einmal in Erinnerung, wie wenig gute, überzeugende Thriller heutzutage noch das Kino erreichen. Da sollte man sich jede Ausnahme – ganz gleich ob Original oder Remake – keinesfalls entgehen lassen. AB 11. DEZEMBER IN DER SCHAUBURG USA 2014 Regie Erik Van Looy Drehbuch Wesley Strick, Bart de Pauw (Originalfilm „Loft“) Darsteller Karl Urban, James Marsden, Eric Stonestreet, Matthias Schoenaerts, Wentworth Miller, Isabel Lucas, Rachael Taylor Laufzeit: 103 Minuten FSK: 16 Verleih Universum
Verschenken Sie ein paar Stunden anregende Unterhaltung in der Schauburg. Entweder für „Film & Kinofrühstück am Sonntag“ (13,00 m) oder eine „Goldkarte“ (5 x Kino für 30,00 m) oder den klassischen Kinogutschein (8,00 oder 15,00 m)
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Erhältlich an der Kinokasse während der täglichen Öffnungszeiten oder per e-mail gutschein@schauburg.de und wir schicken Ihnen die Gutscheine direkt nach Hause. Telefonische Gutscheinbestellung: Mo. - Fr. 10.00 - 14.00 Uhr 0721-35 000 15 www.schauburg.de
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FILMVORSTELLUNGEN 16
TITOS BRILLE —
1001 GRAMM —
SCHAUSPIELERIN, REGISSEURIN, EHEFRAU, MUTTER, EXIL-JUGOSLAWIN UND JÜDIN ADRIANA ALTARAS BEGIBT SICH AUF DIE SUCHE NACH IHRER IDENTITÄT. EINE KURZWEILIGE, HELLSICHTIGE REISE IN DIE VERGANGENHEIT EINER KOMPLEXEN PERSÖNLICHKEIT. Geboren in Zagreb, das 1960 noch Teil von Titos Jugoslawien war, mit drei zur Tante der Mutter nach Italien geschmuggelt, dann nach Gießen, wo die Eltern im Nachkriegsdeutschland Karriere machen, Besuch einer Waldorfschule und schließlich erfolgreiche Theater- und Filmschauspielerin in Berlin, wo sie mit Mann und zwei Kindern lebt. Das sind in aller Kürze die Lebensstationen von Adriana Altaras, doch wer der Mensch Adriana Altaras wirklich ist, deuten diese nackten Fakten nur an. In ihrem 2011 erschienenen autobiographischen Buch „Titos Brille“ beschrieb Altaras, wie sie nach dem Tod ihrer Eltern ganze Kofferladungen voller Erinnerungsstücke erbt, die sie zum Anlass für eine Reise nimmt: Eine Reise in die Vergangenheit, zu Orten ihrer Kindheit und Jugend, aber auch zu den Geschichten, Mythen und Erzählungen ihrer Herkunft und der ihrer Eltern. Dieses Buch bildet die Vorlage für Regina Schillings Film, den man also als eine Art inszenierte Dokumentation bezeichnen könnte, bei der Altaras all die Menschen und Orte, die sie schon für ihr Buch besuchte, noch einmal aufsucht. Dass "Titos Brille" dennoch so spontan und frisch wirkt, spricht nicht zuletzt für Adriana Altaras, die mit Verve und Enthusiasmus eine Art Reiseführerin in ihre eigene Vergangenheit gibt und dabei gleichermaßen ernsthaft wie selbstironisch erzählt. Zum Beispiel von der titelgebenden Geschichte um Titos Brille: Ihr Vater, der mit Tito bei den Partisanen kämpfte, war ein Held, wie Altaras immer wieder in einem Tonfall betont, der andeutet, dass sich vor allem ihr Vater selbst so sah. Irgendwann während des Zweiten Weltkriegs – so erzählte es der Vater – ist Titos Brille zerbrochen und wurde vom Vater repariert. Eine tolle Geschichte, die Altaras auch so lange für bare Münze nahm, bis ihr auf Fotos und Bildern auffiel, dass Tito zu diesem Zeitpunkt gar keine Brille trug. Ob die Geschichte nun wahr, erfunden oder ausgeschmückt war, spielt letztlich keine Rolle, doch sie deutet an, worum es hier geht: Um die eigene Identität, die ebenso aus Erlebnissen und Erfahrungen entsteht, wie aus Mythen und Erzählungen. Dass Regina Schillings Film dies mit einer Leichtigkeit erzählt, die angesichts der Schwere der Thematik oft überrascht, liegt in erster Linie an Altaras selbst, die mit sprichwörtlich jüdischem Witz ihr Leben und ihre Vergangenheit voller Selbstironie betrachtet und kommentiert und dadurch „Titos Brille“ zu einem so kurzweiligen, hellsichtigen Film über Erinnerung und Identität macht. AB 11. DEZEMBER IN DER SCHAUBURG
EINE REISE NACH PARIS ÄNDERT DAS LEBEN EINER NORWEGISCHEN WISSENSCHAFTLERIN, DIE ES BERUFLICH MIT ALLEM SEHR GENAU NIMMT. ANSPRUCHSVOLLE LEICHTE KOMÖDIE MIT EINER UNGEWÖHNLICHEN, SEHR KONSEQUENTEN ERZÄHLWEISE, PERFEKT ABGESTIMMT AUF DIE HAUPTFIGUR. Eigentlich müsste sich Marie in einer tiefen Lebenskrise befinden: Ihre Ehe ist gescheitert, und ihr Mann nutzt ihre Abwesenheit, um tagtäglich immer noch mehr Einrichtungsgegenstände aus dem Vorstadthaus abzutransportieren, wo Marie nun alleine wohnt. Sie nimmt das einfach so hin, denn sie neigt nicht zu emotionalen Ausbrüchen, genauer gesagt, nicht einmal zu Gefühlsäußerungen, sondern wartet geduldig in ihrem winzigen knallblauen Elektroauto, bis der Exmann mitsamt seiner Ladung verschwunden ist. Bevor sie schlafen geht, sitzt sie rauchend und Wein trinkend in ihrem kahlen Haus, dessen kiesbestreuter Vorgarten ebenso praktisch wie abweisend wirkt. Beruflich ist Marie eine absolute Kapazität: Sie überprüft Maße und Gewichte, von der Briefwaage bis zur Sprungschanze. Ihr Vater ist ein weltweit geschätzter Wissenschaftler im norwegischen Eichamt, und Marie ist in seine Fußstapfen getreten. Eigentlich ist es seine Aufgabe, regelmäßig nach Paris zu fahren, um das norwegische Referenzkilo überprüfen und mit dem französischen Ur-Kilo vergleichen zu lassen. Doch ein Herzinfarkt bringt ihn ins Krankenhaus und Marie nach Paris zum „Kiloseminar“… Alle Details rund um Maße und Gewichte entsprechen den Tatsachen. Das ist dann nicht nur interessant, sondern besitzt einen durchaus skurrilen Charme. Wenn ca. 25 Wissenschaftler aus der ganzen Welt mit einheitlichen Regenschirmen und einheitlichen Behältnissen, in denen sich das jeweilige Referenzkilo befindet, im Gänsemarsch durch einen Park staksen, dann ist das ein wirklich komischer Anblick. Ane Dahl Torp spielt mit starker Präsenz die scheinbar unerschütterliche Marie, die so distanziert und trotzdem freundlich ist, wie es sich für eine Führungspersönlichkeit gehört. Sie wirkt ganz unscheinbar und zurückhaltend, ist aber dennoch extrem liebenswert – eine schauspielerische Glanzleistung! Bent Hamer hat für seine Geschichte nicht nur überzeugende, originelle Charaktere gefunden, sondern er schafft mit seiner Kombination von sparsamen Dialogen, strenger Ästhetik und ruhigen, oft kunstvoll gedehnten Bildern eine besondere Form der Komik, die optisch hochgradig spannend ist und ein cineastisch interessiertes Publikum begeistern wird. Hinzu kommt einer der hübschesten Schlussgags der jüngeren Filmgeschichte, der ebenso unerwartet wie logisch ist, aber vor allem richtig peppig!
AB 18. DEZEMBER IN DER SCHAUBURG
Deutschland 2014 — Dokumentation
Norwegen, Deutschland, Frankreich 2014
Regie Buch
Regie & Buch Bent Hamer Darsteller Ane Dahl Torp, Laurent Stocker, Stein Winge, Hildegun Riise, Per Christian Ellefsen Laufzeit 93 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung Verleih Pandora
Laufzeit Verleih
Regina Schilling Regina Schilling, nach dem autobiographischen Buch von Adriana Altaras 94 Minuten X Verleih
AU-DELÀ DE LA
NOUVELLE VAGUE
Mo 6.10. & Sa 11.10.
AUSSER ATEM (franz. OmU) Mo 13.10. & Sa 18.10.
LETZTES JAHR IN MARIENBAD (franz. OmU) Mo 20.10. & Sa 25.10.
SIE KÜSSTEN UND SIE SCHLUGEN IHN (franz. OmU) Mo 27.10. & Sa 1.11.
ROTE SONNE Mo 3.11. & Sa 8.11.
DIE JAGD
(norw. OmU)
Mo 10.11. & Sa 15.11.
DIE GESCHICHTE DER NANA S. (franz. OmU) Mo 17.11. & Sa 22.11.
DER SCHREI (ital. OmU) Mo 24.11. & Sa 29.11.
DAISIES – TAUSENDSCHÖNCHEN (tschech. OmU) Mo 1.12. & Sa 6.12.
DIE VERACHTUNG (franz. OmU) Mo 8.12. & Sa 13.12.
JULES UND JIM (franz. OmU) Mo 15.12. & Sa 20.12.
I HIRED A CONTRACT KILLER Mo 22.12. & Sa 27.12.
MEINE NACHT BEI MAUD (franz. OmU) Mo 29.12. & Sa 3.1.
ZUR SACHE, SCHÄTZCHEN Mo 5.1. & Sa 10.1.
ALPHAVILLE - LEMMY CAUTION GEGEN ALPHA 60 (franz. OmU)
montags 19 Uhr
Filmtheater Schauburg
Marienstraße 16, Karlsruhe www.schauburg.de — (0721) 35 000 18
samstags 23 Uhr
Mit freundlicher Unterstützung der
Georg Fricker Stiftung
FILMVORSTELLUNGEN 18
THE HOMESMAN — EINE WILLENSSTARKE FARMERIN UND EIN ALTER OUTLAW BEGEBEN SICH GEMEINSAM AUF EINEN BESCHWERLICHEN TRECK. EINDRINGLICHE GESCHICHTE ÜBER DIE DUNKLEN SEITEN DES AMERIKANISCHEN TRAUMS ABSEITS ÜBLICHER ERZÄHLWEISEN ALS UNIVERSALE PARABEL ÜBER MENSCHLICHE GRENZERFAHRUNGEN. Nebraska, Mitte des 19. Jahrhunderts. Mary Bee Cuddy (Hilary Swank) lebt allein in einem Weiler in den endlosen Weiten der kargen Landschaft des Mittleren Westens. Der Kampf gegen die unerbittliche Natur und die Einsamkeit im oft freudlosen Alltag ist nicht zuletzt für die Frauen der Pioniere hart. Trotzdem führt die 31jährige rechtschaffene Siedlerin ihren kleinen Hof umsichtig und gekonnt. Ab und zu bekocht sie ihren Nachbarn, der sich das auch gerne gefallen lässt. Ihr Heiratsangebot lehnt er jedoch ab. Grund: Sie sei zu autoritär. Er wolle sich lieber im Osten eine Frau suchen. Bald darauf bricht die resolute Farmerin selbst dorthin auf. Denn die ärmliche Dorfgemeinschaft überträgt lieber ihr als einem Mann die verantwortungsvolle Aufgabe: Mary Bee soll drei Frauen, die den Strapazen in der dünn besiedelten Landschaft nicht mehr gewachsen sind und an der Sprachlosigkeit ihrer Männer innerlich psychisch zerbrachen, zurück in die Zivilisation zur nächst größeren Stadt bringen. Zwar traut sich Mary Bee die mehrwöchige Fahrt zu. Doch als sie am Dorfrand auf den verschlossenen Outlaw George Briggs (Tommy Lee Jones) trifft, nutzt sie die Gelegenheit. Und so macht sich das ungleiche Paar mit seiner schwierigen Fracht im vergitterten Wagen auf den entbehrungsreichen Treck durch die Prärie. Tommy Lee Jones zweite Regiearbeit zeigt Anklänge an den subtilen Geschlechterkampf in John Hustons Hollywoods Klassiker „African Queen“, erzählt als schnörkellos inszenierten Western. Vor allem die zweifache Oscarpreisträgerin Hilary Swank erinnert mit ihrer herben trotzdem feinfühligen und gelassenen Selbstsicherheit an Hollywoods eigenwillige letzte Herrscherin und Heroine Katharine Hepburn. Nicht umsonst ist die willensstarke Brünette inzwischen die Leistungssportlerin unter Hollywoods großen Schauspielerinnen: unermüdlich auf der Suche nach Herausforderungen - und nie zimperlich mit sich selbst. Kein Wunder also, dass die unprätentiöse Amerikanerin aus dem Mittleren Westen auch in ihrem neuen Film zu absoluter Bestform aufläuft. Aber auch der 67jährige Tommy Lee Jones beweist erneut sein Talent, in kraftvollen Szenen die Handlung voranzutreiben. Dabei gönnt sich der Oscarpreisträger die eine oder andere Großaufnahme. Schließlich hat der kantige Texaner seinen stoischen Gesichtsausdruck nicht umsonst zu seinem Markenzeichen gemacht. AB 12. DEZEMBER IN DER SCHAUBURG USA 2014 Regie Tommy Lee Jones Darsteller Hilary Swank, Tommy Lee Jones, Meryl Streep, David Dencik, William Fichtner, James Spader, John Lithgow, Tim Blake Nelson, Jesse Piemons, Drehbuch Tommy Lee Jones, Kieran Fitzgerald, Wesley Oliver Kamera Rodrigo Prieto Laufzeit 122 Minuten FSK 16
AUDITION
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FILMVORSTELLUNGEN 20
SERENA — PACKENDES LIEBESDRAMA VOR DEM HINTERGRUND DER WIRTSCHAFTSKRISE 1929 MIT JENNIFER LAWRENCE UND BRADLEY COOPER ALS LEIDENSCHAFTLICHES LIEBESPAAR UND HOLZUNTERNEHMER IN NORTH CAROLINA. 1929 lassen sich George (Bradley Cooper), Spross einer alten Holzfällerdynastie und seine Frau Serena (Jennifer Lawrence) in den endlosen Wäldern von North Carolina nieder. Hier wollen die frisch Verheirateten reich werden und ihr eigenes Imperium aufbauen. Bald schon zeigt sich die junge Serena ihrem Mann ebenbürtig: Sie übernimmt das Kommando über die Holzfäller und verdient sich in der rauen Wildnis bald deren Respekt. Beflügelt von ihrer Leidenschaft und der Macht, die sie bald haben, gehen Serena und George ihren Weg ohne Rücksicht auf Verluste. Doch als Serena erfährt, dass George ein Kind mit einer anderen Frau hat, lässt sie der Gedanke daran nicht mehr los. Von Eifersucht getrieben schmiedet sie einen mörderischen Plan… „Serena“ ist nach „Love is all you need“ Susanne Biers zweite Hollywoodproduktion, in der sie ein wunderbares Ensemble vereinen konnte: „Die Tribute von Panem“-Star und Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence spielt die Titelheldin Serena in all ihren abgründigen und leidenschaftlichen Facetten an der Seite von Bradley Cooper (mit dem sie bereits in „Silver Linings“ und „American Hustle“ zu sehen war) als Serenas Ehemann George. Ergänzt wird der Cast mit Rhys Ifans („The Amazing Spider-Man“) und Toby Jones („Dame, König, As, Spion“). Vorlage für die Studiocanal Ko-Produktion ist der gleichnamige Roman von US-Bestsellerautor Ron Rash. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Christopher Kyle („Alexander“) und als Produzenten fungieren Ben Cosgrove, die 2929-Eigentümer Todd Wagner und Mark Cuban, Paula Mae Schwartz von Chockstone Pictures und Nick Wechsler mit seiner Nick Wechsler Productions. AB 18. DEZEMBER IN DER SCHAUBURG USA, Tschechien 2014 Regie Susanne Bier Darsteller Jennifer Lawrence, Bradley Cooper, Rhys Ifans Laufzeit 109 Minuten FSK 12 Verleih Studiocanal
Seniorenkino
in der Schauburg immer Mittwoch 14.30 Uhr im großen Schauburg Saal Eintritt 5 EUR; inkl. 1 Glas Sekt
Filme im Dezember 2014:
10.12.
17.12.
31.12.
Am 24.12. ist die Schauburg geschlossen.
Foto: © Monkey Business – fotolia.com
03.12.
FILMVORSTELLUNGEN 22
CAFÉ OLYMPIQUE — EINE FRAU, NICHT MEHR JUNG UND NOCH NICHT ALT, PROBIERT DEN LEISEN AUSBRUCH AUS IHREM LEBEN. LIEBENSWERT WITZIG UND FANTASIEVOLL ERZÄHLTER POETISCHER FILM, DER SCHÖN ANZUSEHEN IST UND ZUSÄTZLICH EIN CINEASTISCHES VERGNÜGEN BEREITET. Ob es ein runder Geburtstag ist erfährt man nicht, doch das es ein besonderer Ehrentag ist, den Ariane (Ariane Ascaride) begeht, merkt man schnell: Die Küche quillt vor Gekochtem und Gebackenem über, der Tisch gedeckt, selbst an eine prunkvolle Torte hat Ariane gedacht – doch die Gäste bleiben aus. Erst der Liebhaber, dann die Kinder und auch die Freunde rufen an, sprechen entschuldigende Worte auf den Anrufbeantworter, schicken im besten Fall Blumen. Allein bläst Ariane die Kerzen aus und setzt sich in ihr Auto. Nur weg aus ihrer Wohnung im Appartementblock, nur weg vom Leben in eingefahrenen Bahnen. Ohne Ziel fährt sie durch den Süden und landet nach einigen Umwegen im Café Olympique. Betrieben wird das kleine, traditionelle Lokal vom bärbeißigen Denis (Gérard Meylan), der neben vielen Touristen auch eine ganze Riege skurriler Gestalten bewirtet. Zum Inventar gehört zum Beispiel der so genante „Amerikaner“, ein Franzose namens Jack oder eher Jacques (Jacques Boudet), dazu ein Afrikaner (Youssouf Djaoro), der einst im Naturkundemuseum Nachtwächter war und nun auf das Lokal aufpasst. Für Kundschaft sorgt ein junger Bursche (Adrien Jolivet), der mit seinem Mofa durch die Gegend braust und Kunden anschleppt, wenn er nicht gerade mit seiner Freundin Lola (Lola Naymark) turtelt, die sehr zu seinem Verdruss auch Gelegenheitsprostituierte ist... In diesem Faden der Ariadne bzw. der Ariane, auf den der treffendere Originaltitel anspielt, dreht sich alles um Träume, aber auch den Ausbruch aus einem Labyrinth, das oft selbsterschaffen ist. Eine Begegnung führt Ariane zur nächsten, jede Erfahrung lässt sie reifen und tiefer in ihre Psyche eindringen, bis der Traum zu Ende ist. In loser, lockerer Struktur inszeniert Robert Guédiguian diesen Reigen, hält die Handlung auch schon mal für eine ausgelassene Tanzszene an einem Bahnübergang an und schwelgt in der Leichtigkeit des südfranzösischen Lebens, dass er im Lauf seiner inzwischen über 30jährigen Karriere immer wieder beschworen hat. Eine mal surrealistische, mal magische Atmosphäre sucht er zu evozieren, schreckt selbst vor einer sprechenden Schildkröte als Ratgeber nicht zurück und macht „Café Olympique“ zu einem Film, der vor allem von seiner Leichtigkeit und seiner Evokation südländischer Lebensfreude lebt. AB 25. DEZEMBER IN DER SCHAUBURG Frankreich 2014 Originaltitel Regie: Drehbuch Darsteller
Laufzeit: Verleih
Au fil d’Ariane Robert Guédiguian Robert Guédiguian und Serge Valletti Ariane Ascaride, Jacques Boudet, Jean-Pierre Darroussin, Anais Demoustier, Youssouf Djaoro 92 Minuten Schwarz Weiss Filmverleih
FILMVORSTELLUNGEN 23
„WEIHNACHTSDIE WOLKEN VON SILS MARIA —
EINE DIVA SOLL NOCHMALS IN JENEM STÜCK AUFTRETEN, MIT DEM EINST IHRE KARRIERE BEGANN – DIESMAL FREILICH IN DER ROLLE DER ALTEN, WÄHREND DIE JUNGE HÜBSCHE VON EINEM HOLLYWOODSCHEN DUMMCHEN ÜBERNOMMEN WIRD. HOCHKARÄTIG BESETZTES, VISUELL VERGNÜGLICHES SPEKTAKEL Was David Cronenberg recht, ist Olivier Assayas nun billig. Während der kanadische Regisseur den Ex-„Twilight“-Star Robert Pattinson bereits zweifach für sein ambitioniertes Kino recycelt hat, engagiert sein französischer Kollege dessen Vampir-Braut Kristen Stewart. Mit schwarzer Nerd-Brille ausgestattet und der Hand fast nonstop am Handy gibt sie die fleißige Assistentin der berühmten Schauspielerin Maria Enders (Juliette Binoche). Die soll in einer Neuauflage jenes Stückes auftreten, mit dem sie vor zwei Jahrzehnten den großen Durchbruch erlebte. Damals spielte sie die verführerische, ehrgeizige Sigrid, die ihre Chefin Helen in den Selbstmord trieb. Diesmal soll Maria den undankbaren Part der Alten übernehmen, derweil für ihre einstige Paraderolle ein skandalsüchtiges Hollywood-Sternchen (Chloe Grace Moretz) vorgesehen ist. Die Diva scheint nicht unbedingt begeistert, doch mit Engelszungen und reichlich Komplimenten kann der zaudernde Star vom renommierten Regisseur (Lars Eidinger) zum Remake überredet werden. Entspannt begibt sich Maria mit Valentine in die einsame Alpenregion Sils Maria, um sich dort in Ruhe auf das Stück vorzubereiten. Den Part der verführerischen Sigrid übernimmt als Stichwortgeberin ihre treue Sekretärin. Alsbald imitiert das wahre Leben zunehmend die Kunst... Was gefährlich nach seifenopernhafter Schmonzette klingen mag, entpuppt sich dank der beiden exzellenten Darstellerinnen sowie der eleganten Inszenierung als vergnüglich selbstironisches Vexierspiel über Alter, Jugend und Versagensängste sowie als amüsante Gefühlsschlacht mit geschliffenen Dialogen. Gleichfalls unter erhöhtem Kitschverdacht könnte das berühmte Naturschauspiel der aufziehenden Wolkenbänder in den Oberengadiner Tälern stehen, zumal wenn es mit pompös barocken Pachelbel-Klängen von dessen „Kanon in D-Dur“ unterlegt ist. Hier zaubert Assayas freilich elegant einen kreativen Entschuldigungsbrief aus dem Hut: Vor seiner eigenen, titelgebenden Himmels-Show zeigt er als Reverenz die Original-Ausschnitte aus dem Kurz-Dokumentarfilm „Das Wolkenphänomen von Maloia“ des Bergfilm-Pioniers Arnold Fanck. Dieses cineastische Juwel kam als Stummfilm anno 1924 noch ohne Soundtrack aus, doch die Zeiten ändern sich - so auch für Maria, die sich diese bittere Wahrheit schnippisch von der Nachwuchs-Diva sagen lassen muss.
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AB 18. DEZEMBER IN DER SCHAUBURG Frankreich 2014 Regie Darsteller
Laufzeit FSK Verleih
Olivier Assayas Juliette Binoche, Kristen Stewart, Chloe Grace Moretz, Hanns Zischler, Lars Eidinger, Angela Winkler 123 Minuten 6 NFP
8 x THEATER AB 64,00 EURO SIE SPAREN BIS ZU 13,00 EURO PRO KARTE AB JETZT IM VERKAUF! T 0721 3557-323/-324 WWW.STAATSTHEATER.KARLSRUHE.DE
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Das Königreich Arendelle fällt in einen ewigen Winter. Nur die Königstochter Anna kann den Bann brechen.
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Blu und Jewel haben Nachwuchs bekommen. Da Jewel der Ansicht ist, dass die Kleinen lernen müssen, wie ein richtiger Papagei lebt, landet die fünfköpfige Familie schließlich am Amazonas. Länge: 102 Min. / FSK:0
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Die Eltern des kleinen Rentiers Niko sind getrennnt und er bekommt unverhofft einen kleinen Bruder, den er nicht haben will... Länge: 77 Min. / FSK: 0
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Superschurke Gru hat mit seiner kriminellen Vergangenheit abgeschlossen. Als es aber zu mysteriösen Vorfällen kommt, sieht sich Gru vor neue Aufgaben gestellt – ob er will oder nicht. Länge: 98 Min. / FSK: 0
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DAS WEIHNACHTSSPECIAL 25
LIVE AUS DEM BOLSHOI-THEATER IN MOSKAU
DER NUSSKNACKER —
SONNTAG 21. DEZEMBER 2014 LIVE PER SATELLIT AUF DIE GROSSBILDWAND DER SCHAUBURG 16:00 UHR — 2 STUNDEN 20 MIN. MUSIK: PETER TSCHAIKOWSKI CHOREOGRAFIE: JURI GRIGOROWITSCH
Am Weihnachtsabend schenkt Maries Patenonkel Drosselmeyer ihr ein merkwürdiges Spielzeug: Einen hölzernen Nussknacker in Form eines kleinen Mannes. Um Mitternacht, als die Feierlichkeiten vorbei sind, erwachen alle Spielzeuge auf magische Weise zum Leben. Der Nussknacker wächst zu menschlicher Größe an und übernimmt das Kommando über die Blechsoldaten. Sie eilen Marie zu Hilfe, die vom Mäusekönig und seiner Armee bedroht wird... Basierend auf der Geschichte von E. T. A. Hoffmann ist Der Nussknacker einer der größten Klassiker der Welt. Mit der berühmten Musik von Tschaikowski und bezaubernden Kulissen und Kostümen zeigt dieses wunderschöne Märchen die allgemeinen Themen wie Liebe, Stärke und Bosheit. Diese choreografische Version - für Bolschoi von Juri Grigorowitsch kreiert – ist voller Romantik und philosophischen Reflektionen über die vollkommene Liebe. Meisterlich interpretiert von den Bolschoi-Tänzern wird dieses Ballett die ganze Familie in der festlichen Zeit verzaubern und beweisen, dass niemand zu jung oder zu alt ist, um von Der Nussknacker hingerissen zu sein. AM 21. DEZEMBER IN DER SCHAUBURG Karten an der Schauburg Kasse, an den bekannten Vorverkaufsstellen oder im Internet unter www.opernkino.de
FILMVORSCHAU 26
UNSERE PROGRAMMVORSCHAU FÜR
JANUAR 2015
NATIONAL GALLERY
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EINE TAUBE SITZT AUF EINEM ZWEIG UND DENKT ÜBER DAS LEBEN NACH
ST. VINCENT
Für Cineasten beginnt das neue Jahr mit einer Offenbarung. Mit Roy Anderssons neuem Film über zwei traurige Gestalten, die den Menschen den Spaß bringen wollen, läuft im neuen Jahr ein auf ganz eigene Art ergreifendes Meisterwerk an. Der schwedische Regisseur treibt hier sein in Vorgängerfilmen wie „Songs from the Second Floor“ erprobtes stilistisches Konzept auf neue Höhen. Der aus 39 teils für sich stehenden Szenen konstruierte Film wurde bei den Filmfestspielen in Venedig 2014 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet!
Bill Murray gibt in einer traumhaften Paraderolle den kauzigen Alten, dem erst der pfiffige Nachbarsjunge langsam das Herz öffnet. Als verbitterter Vietnam-Veteran vertrödelt der verwitwete Titelheld seine Tage mit Alkohol, Glücksspiel und einer russischen Prostituierten. Als eine alleinerziehende Mutter nebenan einzieht, sind die geruhsamen Tage des notorischen Nörglers gezählt. Das Rad der Komödie wird hier nicht neu erfunden, wenn das bekannte 'grumpy old man'-Menü aber derart perfekt und mit besten Zutaten serviert wird, kommt man bestens auf seine Kosten.
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Regie Frederick Wiseman Kinostart 01. Januar 2015
Regie Roy Andersson Darsteller Holger Andersson, Nils Westblom, Charlotta Larsson, Viktor Gyllenberg, Lotti Törnros Kinostart 01. Januar 2015
Regie Theodore Melfi Darsteller Bill Murray, Melissa McCarthy, Naomi Watts, Kimberly Quinn Kinostart 08. Januar 2015
FRAU MÜLLER MUSS WEG
SCHÄNDUNG
WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK
Mit seinem neuen Film verwandelt Sönke Wortmann eine Grundschule in eine Kampfarena elterlicher Eitelkeiten. Basierend auf dem erfolgreichen Theaterstück von Lutz Hübner ist diese perfekt abgestimmte Komödie eine bittersüße Abrechnung mit dem Bildungssystem in Deutschland. Je mehr der Elternabend aus dem Ruder läuft, desto weiter zieht der Film thematisch seine Kreise. Helikopter-Eltern üben den Aufstand im Klassenzimmer.
1994 werden zwei Geschwister brutal ermordet in einem Sommerhaus an der Küste aufgefunden. Der Verdacht fällt auf eine Gruppe Schüler, doch dann gesteht ein anderer die Tat und der Fall wird zu den Akten gelegt. Bis Carl Mørck 20 Jahre später von einem scheinbar verwirrten Mann auf offener Straße angesprochen wird. Er gibt sich als Vater der Opfer aus – und wird am nächsten Tag tot aufgefunden. Irgendetwas an der Sache stimmt nicht, und so begibt sich Mørck mit seinem Assistenten Assad auf die Spur der Morde.
Rostock 1992. Stefan hat sich schon lange von seinem Vater, einem SPD-Politiker abgewandt. Er hängt mit seiner Clique herum, darunter ein Rechtsradikaler. Die Vietnamesin Lien hat nach der Wende einen Job gefunden und will im Gegensatz zu ihrem Bruder und dessen schwangerer Frau in Deutschland bleiben. Am Abend des 24. August 1992 macht ein brauner Mob im Ortsteil Lichtenhagen Jagd auf Ausländer und wirft Brandsätze ins sogenannte Sonnenblumenhaus, wo Asylbewerber untergebracht sind. Ein starkes Drama, in dem der Angriff auf das Asylbewerberheim in Rostock-Lichterhagen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird.
Regie Sönke Wortmann Darsteller Gabriela Maria Schmeide, Justus von Dohnányi, Anke Engelke Kinostart 15. Januar 2015
Regie Mikkel Nørgaard Darsteller Nikolaj Lie Kaas, Fares Fares, Pilou Asbæk Kinostart 15. Januar 2015
Regie Burhan Qurbani Darsteller Jonas Nay, Joel Basman, Saskia Rosendahl Kinostart 22. Januar 2015
Im klassischen Direct-Cinema-Stil zeigt Frederick Wiseman, was er als stiller Zeuge im Museum alles beobachtet: Die großen Kunstwerke in monumentalen Großaufnahmen, die Besucher und ihr Blick auf die Bilder, die Führungen, Vorträge, Konzerte, Kuratoren und Kunstvermittler, die Museumsleitung und Marketingspezialisten bei der Arbeit. Ein großartiger Film über die Kunst und den Betrieb, eine Hommage an die Alten Meister, ein Crashkurs in Kunstgeschichte und eine Führung durch die berühmte Galerie.
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Alles ist Liebe
AB DO
4.12.
Regie Markus Goller („Frau Ella“) Mit Nora Tschirner („Zweiohrküken“) Wotan Wilke Möhring Heike Makatsch („Bücherdiebin“) Christian Ulmen („Männerherzen“) Tom Beck („Alarm für Cobra 11“) Von der Weihnachtszeit bis Heiligabend überschlagen sich die Ereignisse: Sei es die ungleiche Liebe auf den ersten Blick zwischen Jan und Kiki, die Suche nach der verlorenen Liebe mit Martin, die Belastungen einer langjährigen Beziehung mit Simone und Ted, die familiären Schwierigkeiten vor der Hochzeit von Viktor und Klaus oder Clara und Hannes, die nach Trennung und Affären merken was sie aneinander hatten: In diesem Film geht es um die Liebe und darum sie zu verlieren, sie zu finden und vor allem darum sich einfach auf sie einzulassen...
FILMhighlights im DEZEMBER Bibi & Tina: Voll verhext!
AB DO
25.12. Regie Detlev Buck („Rubbeldiekatz“) Mit Lina Larissa Strahl Lisa-Marie Koroll Louis Held Schlechte Stimmung auf Schloss Falkenstein: Mitten in den Vorbereitungen zum großen Kostümfest wird plötzlich eingebrochen. Nicht nur die wertvollen Gemälde sind weg, nein - es fehlt auch noch Graf Falkos gesamte Monokelsammlung. Doch damit nicht genug: Auch auf dem Martinshof ist die Laune im Keller. Kein einziger Feriengast ist bisher in Sicht. Bibi und Tina müssen sich etwas einfallen lassen und setzen alles daran, die Werbetrommel zu rühren. Und: Bibi verknallt sich zum ersten Mal! Ausgerechnet in Tarik, der mit seinen vier chaotischen Geschwistern - den „Schmülls“ - nicht nur den Reiterhof unsicher macht, sondern auch ein dunkles Geheimnis hütet.
LadyPalast
inkl. ein Glas Sekt
nur Mi 3.12., 19:45 Uhr
AB MI
10.12.
Regie Peter Jackson („Herr der Ringe“) Mit Ian McKellen („X-Men“) Luke Evans („Dracula Untold“) Cate Blanchett („Elizabeth“) Orlando Bloom („Fluch der Karibik“) Hugo Weaving („Matrix“) Die Zwerge von Erebor haben den riesigen Reichtum ihres Heimatlandes zurückgefordert, müssen aber nun die Konsequenzen dafür tragen, dass sie den furchterregenden Drachen Smaug auf die schutzlosen Männer, Frauen und Kinder von Esgaroth losgelassen haben.
EXODUS: Götter und Könige
MIDNIGHTPREVIEW am Mi 10.12., 0:01 Uhr AB DO
18.12. Regie Susanne Bier („Love is all you need“) Mit Jennifer Lawrence („Silver Linings“) Bradley Cooper („American Hustle“) Rhys Ifans („The Amazing Spider-Man“) Sam Reid () Toby Jones („Tinker Tailer Soldier Spy“) Sean Harris () 1929 lassen sich George, Spross einer alten Holzfällerdynastie und seine Frau Serena in den endlosen Wäldern von North Carolina nieder. Hier wollen die frisch Verheirateten reich werden und ihr eigenes Imperium aufbauen. Bald schon zeigt sich die junge Serena ihrem Mann ebenbürtig: Sie übernimmt das Kommando über die Holzfäller und verdient sich in der rauen Wildnis bald deren Respekt. Beflügelt von ihrer Leidenschaft und der Macht, die sie bald haben, gehen Serena und George ihren Weg ohne Rücksicht auf Verluste. Doch als Serena erfährt, dass George ein Kind mit einer anderen Frau hat, lässt sie der Gedanke daran nicht mehr los. Von Eifersucht getrieben schmiedet sie einen mörderischen Plan…
Nachts im Museum - Das Geheimnisvolle Grabmal
Honig im Kopf
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25.12. Regie Til Schweiger („Keinohrhasen“) Mit Emma Schweiger („Kokowääh“) Dieter Hallervorden („Sein letztes Rennen“) Til Schweiger („Schutzengel“) Jan Josef Liefers („Tatort“) „Honig im Kopf“ erzählt die Geschichte der ganz besonderen Liebe zwischen der elfjährigen Tilda und ihrem Großvater Amandus. Das humorvolle, geschätzte Familienoberhaupt wird zunehmend vergesslich und kommt mit dem alltäglichen Leben im Hause seines Sohnes Niko nicht mehr alleine klar. Obwohl es Niko das Herz bricht, muss er bald einsehen, dass für Amandus der Weg in ein Heim unausweichlich ist. Doch Tilda will sich auf keinen Fall damit abfinden. Kurzerhand entführt sie ihren Großvater auf eine erlebnisreiche und unvergessliche Reise, um ihm seinen größten Wunsch zu erfüllen: Noch einmal Venedig sehen!
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18.12.
Regie Shawn Levy (Real Steel) Mit Ben Stiller (Das erstaunliche Leben des Walter Mitty) Robin Williams (Der Club der toten Dichter) Owen Wilson (Midnight in Paris) Ben Kingsley (Schindlers Liste) Nachtwächter Larry und seine historischen Freunde aus dem Museum wie Octavius, Jedidiah und Teddy Roosevelt müssen eine abenteuerliche Reise nach London ins Britische Museum unternehmen, um ihr Überleben zu sichern. Denn die Tafel von Akmenrah beginnt ihre Magie zu verlieren und nur die ursprünglichen Besitzer - die Eltern des Akmenrah - wissen wie diese erhalten werden kann. Hier angekommen, erwachen ganz neue historische Figuren zum Leben, so dass Larry und seine Freunde von einem Abenteuer ins nächste stolpern. Aber die Zeit drängt, denn die Tafel verliert mehr und mehr ihre Kraft…
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25.12.
Regie Ridley Scott („Prometheus“, „Gladiator“) Mit Christian Bale („The Dark Knight“) Joel Edgerton („Warrior“) Ben Kingsley („Gandhi“) Sigourney Weaver („Avatar“) Aaron Paul („Need for Speed“) Ridley Scott, einer der weltweit erfolgreichsten und renommiertesten Regisseure bringt mit EXODUS – GÖTTER UND KÖNIGE ein neues episches Action Abenteuer der Superlative in die Kinos: die legendäre Geschichte eines Mannes, der sich mutig einem übermächtigen Imperium entgegenstellt. Mit atemberaubenden Visual Effects und in 3D erweckt Scott die Geschichte von Moses zu neuem Leben - der kühne Anführer, der sich gegen Pharao Ramses auflehnt und sein Volk von 400.000 Sklaven in einer monumentalen Flucht aus dem von grausamen Plagen gestraften Ägypten führt.
IMAX 3D-TRIPLE am Di 9.12., 17:30 Uhr
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3D
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