Die Cannabis-Zeitschrift seit 1985
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Nigeria plant Cannabisgesetz Afrika erlebt weiterhin einen politischen Umbruch im Umgang mit Cannabis. Während Südafrika den Freizeitgebrauch legalisiert hat, konzentrieren sich andere Länder auf medizinische und industrielle Nutzung. Nigeria, das bevölkerungsreichste Land des Kontinents, steht inzwischen vor einem entscheidenden Schritt: Anfang Juni 2026 hat der Senat den Gesetzentwurf zur medizinischen Cannabislegalisierung in zweiter Lesung verabschiedet. Damit ist Nigeria so nah wie nie zuvor an einem regulierten medizinischen Cannabismarkt.
legaler Markt Arbeitsplätze schaffen, Investiti‑ onen anziehen und Forschung sowie pharma‑ zeutische Innovation stärken könnte. Regulatorisch ist Nigeria besser vorbereitet, als viele vermuten. Die nationale Arzneimittelbe‑ hörde NAFDAC hat bereits seit 2022 Richtlinien für medizinisches Cannabis ausgearbeitet. Diese sollen nun als Grundlage für die Gesetz‑ gebung dienen. Vorgesehen sind pharmazeuti‑ sche Qualitätsstandards, kontrollierte Abgabe an Patienten und eine klare Trennung zwischen medizinischer Nutzung und illegalem Konsum. Nigeria möchte sich als seriöser Akteur im globalen Cannabismarkt positionieren und
Allein 2026 wurden hunderte Hektar zerstört. Aktivisten wie Omoyele Sowore kritisieren diese Vorgehensweise scharf und fordern ein sofortiges Ende der Operationen, da sie im Widerspruch zum laufenden Reformprozess stehen. Der Konflikt zeigt, wie stark die Fronten zwischen Reformbefürwortern und konservati‑ ven Sicherheitsbehörden verhärtet sind. Die geplante Gesetzgebung hat Bedeutung weit über Nigeria hinaus. Sie steht symbolisch für Afrikas wachsende Rolle im globalen Cannabis‑ markt und könnte den Weg für weitere Länder ebnen, die medizinische Nutzung regulieren möchten. Mit der abgeschlossenen zweiten Le‑
Der Vorstoß ist nicht neu. Bereits 2025 bestätig‑ te der ehemalige Senator Athan Nneji Achonu, dass die Nationalversammlung an einem Gesetz arbeitet, das sowohl medizinische als auch wirtschaftliche Nutzung ermöglichen soll. Seitdem hat sich die Lage deutlich konkretisiert. Der Entwurf befindet sich nun in der Ausschus‑ sphase, in der die Feinheiten der Regulierung ausgearbeitet werden. Dazu gehören Lizen‑ zvergabe, Qualitätsstandards, Kontrollmecha‑ nismen und die Frage, wie streng die Abgren‑ zung zwischen medizinischem und illegalem Konsum ausfallen soll.
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Nigeria kämpft weiterhin mit hoher Inflation, sinkendem Pro‑Kopf‑Einkommen und einer starken Abhängigkeit von Ölpreisen. Cannabis könnte helfen, die Wirtschaft zu diversifizieren und neue Einnahmequellen zu erschließen. Prognosen gehen von mehreren Milliarden US‑Dollar jährlich aus, wenn medizinisches Cannabis und industrieller Hanf gemeinsam re‑ guliert werden. Befürworter betonen, dass ein
betont, dass medizinische Sicherheit und For‑ schung im Mittelpunkt stehen sollen. Trotz der politischen Fortschritte bleibt die Lage angespannt. Die Drogenbehörde NDLEA führt weiterhin großflächige Vernichtungsak‑ tionen gegen illegale Cannabisfarmen durch.
ONE LESS THING TO WORRY ABOUT
sung ist der politische Wille klar erkennbar. Nun hängt alles von der Ausschussphase und der finalen Abstimmung ab, die darüber entschei‑ den wird, ob Nigeria tatsächlich einen regulier‑ ten medizinischen Cannabismarkt einführt. Valentina Lentz
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Unternehmen
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Highness Distribution
Exzellenz und Innovation im italienischen CBD-Markt Highness Distribution wurde im Januar 2021 von zwei jungen italienischen Unternehmern gegründet: Leonardo und Vittorio. Ihre Vision ist es, eine führende Anlaufstelle für CBD zu schaffen und in einem komplexen und sich ständig weiterentwickelnden Markt durch Qualität und Innovation einen echten Mehrwert zu bieten.Highness Distribution erfüllt die Bedürfnisse einer zunehmend aufmerksamen und anspruchsvollen Kundschaft und hat sich zum Ziel gesetzt, Exzellenz, Transparenz und Schnelligkeit konsequent zu gewährleisten.
beweisen so die Effizienz und Zuverlässigkeit unseres Systems.
Welche Produkte sind auf dem europäischen Markt besonders gefragt? Wir haben beobachtet, dass die Kunden im Laufe der Jahre immer besser informiert sind und zwischen qualitativ minderwertigen und hochwertigen Produkten unterscheiden. Diese Entwicklung hat uns dazu veranlasst, uns auf die Forschung und die Entwicklung von Sorten mit immer höheren Qualitätsstandards zu konzentrieren. Zu unseren Flaggschiffproduk‑ ten gehören CBD-Blüten und Haschisch, die aufgrund ihrer hervorragenden Qualität und der großen Sortenvielfalt ausgewählt wurden. Wir legen Wert auf eine ständige und sorgfälti‑ ge Auswahl unseres Angebots.
Mit welchen Ländern arbeiten Sie am engsten zusammen und mit welchen möchten Sie Ihre Zusammenarbeit festigen? Wir kooperieren hauptsächlich mit Tschechien, Italien, Deutschland, Frankreich und Spanien – strategischen Märkten mit einer etablierten CBD-Kultur. Wir beabsichtigen, unsere Präsenz in Deutschland zu stärken, wo der Markt für Cannabisblüten wächst. Unser Auftritt auf der diesjährigen Mary Jane war ein Beweis dafür; unser 70 Quadratmeter großer Stand war ein unerwarteter Erfolg.
Haschisch ist in Deutschland ein beliebtes Produkt. Welche Extrakte bieten Sie deutschen Konsumenten an?
Guten Morgen, Vittorio und Leo, wie viele Mitarbeiter beschäftigt Ihr Unternehmen? Welche Fachkompetenzen bringen Ihre Mitarbeiter mit? Unser Unternehmen besteht derzeit aus einem Team von 25 Fachkräften. Seit 2025 haben wir uns mit der Eröffnung unseres neuen, 2.500 Quadratmeter großen Lo‑ gistikzentrums in Prag stark weiterentwic‑ kelt. Unser Team umfasst Fachkräfte mit übergreifenden Kompetenzen, von der Produktqualitätskontrolle über Marketing und Logistik bis hin zum Kundenmanage‑ ment. Jeder Einzelne bringt seine Professio‑ nalität und Leidenschaft ein und teilt unsere gemeinsame Vision, einen zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Service zu bieten. Darüber hinaus ermöglicht uns dieser multidisziplinäre Ansatz, alle operativen und strategischen Bedürfnisse unseres Unterne‑ hmens abzudecken.
Können Sie uns einen Einblick in Ihre Geschäftszahlen geben? Highness ist ein sich ständig weiterentwickel‑ ndes B2B-Unternehmen. Wir arbeiten derzeit mit über 500 europäischen Unternehmen
zusammen und erwirtschaften einen Umsatz von rund 22 Millionen Euro. Damit sind wir ein führendes Unternehmen im Großhan‑ del mit CBD-Produkten. Dank optimierter Logistik und eines schlanken Betriebsmo‑ dells wickeln wir auch große Aufträge ab und
In unserem Katalog bieten wir verschiedene Haschischsorten an, die den Geschmack deutscher Konsumenten treffen. Wir haben festgestellt, dass dieser Markt Produkte mit heller Farbe und weicher, sandiger Konsistenz bevorzugt, wie zum Beispiel Dry Shift und 3x Filtered. Diese Sorten, die sich durch intensive Aromen und hochwertige Verarbeitung aus‑ zeichnen, sind auf die spezifischen Bedürf‑ nisse eines erfahrenen und passionierten Publikums zugeschnitten.
Was sind Ihrer Erfahrung nach die größten Erfolgsfaktoren und welche Pläne haben Sie für die Zukunft? Eine unserer größten Freuden ist es, ein junges Team mit einem Durchschnittsalter von unter 35 Jahren zu sehen, das sich mit Leidenschaft für die Rückbesinnung auf die Kultur der Land‑ wirtschaft einsetzt. Das Wort „Kultur“, abgeleitet vom lateinischen „colere“ (anbauen), steht für die tiefe Verbindung zwischen unserer Arbeit und dem Land. Wir sind überzeugt, dass wir in diesem Sektor nicht nur produzieren, sondern auch Werte pflegen müssen, die unser tägliches Engagement bereichern. Mit Blick auf die Zukunft investieren wir in innovative Techno‑ logien, um die Qualität unserer Produkte zu verbessern und unsere Vertriebsprozesse zu optimieren. Wir erweitern unser Sortiment um neue Produktlinien und werden unsere Position auf den europäischen Märkten weiter festigen.
Wie können Fachleute Ihre Muster erhalten? Um unsere Muster zu erhalten, können Fachleute unser Vertriebsteam per E-Mail oder Telefon kontaktieren. Darüber hinaus finden Sie auf unserer Website im Bereich „Vertriebsnetzwerk“ die Telefonnummern unserer Vertriebsmitarbeiter und können kostenlose Muster anfordern, auch per WhatsApp. Unser Team steht Ihnen jederzeit beratend zur Seite und unterstützt Sie bei der Auswahl der Produkte, die Ihren Bedürfnissen am besten entsprechen.
Von welcher Stelle werden Ihre Produkte zertifiziert? Handelt es sich um ein italienisches Labor oder eine EU-Zertifizierungsstelle? Die Tests werden von externen, akkreditierten Laboren mit europäisch anerkannten Zerti‑ fizierungen durchgeführt. Dieses Verfahren ermöglicht es uns, unseren Kunden maximale Transparenz, Sicherheit und Qualitätssiche‑ rung für unsere Produkte zu bieten. www.highnessdistribution.com
Produkt
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BLACK ULTRA Die neue Generation der Beleuchtung von GB Lighting Black Ultra 300 W · Black Ultra 730 W · Black Ultra 1000 W Bei GB Lighting machen wir mit der Einführung von BLACK ULTRA einen Schritt nach vorne im Bereich der Indoor-Beleuchtung. Dabei handelt es sich um eine neue Serie professioneller LED-Leuchten, die für Züchter entwickelt wurde, die den Ertrag ihrer Pflanzen auf die nächste Stufe heben möchten: mehr Harz, mehr Aroma und mehr Ertrag. Die Serie umfasst drei Modelle – 300 W, 730 W und 1000 W –, die alle auf derselben Philosophie basieren: Leistung, Gleichmäßigkeit und ein fortschrittliches Spektrum, das die Pflanze während des gesamten Wachstumszyklus begleitet. Die Black Ultra 300W ist das kompakteste Modell mit 6 Leisten und 1008 LED-Chips. Dank ihres dimmbaren Systems lässt sich die Lichtintensität an jede Wachstumsphase anpassen, während ihr Spektrum 3000 K, 5000 K, 660 nm Deep Red, 730 nm Far Red und 450 nm Blue kombiniert. Der Black Ultra 730W steigert die Leistung auf 2016 LED-Chips, verteilt auf 6 Leisten, und bietet so eine höhere Intensität sowie eine gleichmäßige Lichtverteilung über das Blätterdach. Als Spitzenmodell der Serie verfügt der Black Ultra 1000W über 10 Leisten und 3360 LED-Chips und ist für ertragreiche Indoor-Kulturen konzipiert, bei denen Intensität und Gleichmäßigkeit im Vordergrund stehen. Alle drei Modelle verfügen über 660 nm Deep Red und 730 nm Far Red, um den bekannten EmersonEffekt zu nutzen, sowie über ein optimiertes Spektrum, das insbesondere die Blüte fördert. Drei Leistungsstufen. Eine Philosophie. BLACK ULTRA: engineered for elite growth. https://www.gbthegreenbrand.de/
VGN – VEGANIC DÜNGER Die Wurzeln der VGN-Linie liegen in der Philosophie der Kreislaufwirtschaft. Wir nutzen wertvolle Pflanzenreste und verwandeln sie in hochwertige flüssige Düngemittel. Unsere Produkte, zugelassen für den ökologischen Landbau durch die Control Union, liefern direkt verfügbare Nährstoffe für Pflanzen.
VGN-Dünger fördern ein blühendes Bodenleben dank ihres Reichtums an vielfältigen organischen Molekülen. Je höher der Gehalt an komplexen organischen Molekülen, desto besser wird das Bodenleben genährt. Dies führt zu gesünderen Pflanzen, duftenden Blumen und geschmackvollen Früchten – überzeugen Sie sich selbst vom Unterschied! Welche Produkte gehören zum Team? • VGN 5-2-2: Ziehen Sie gesunde grüne Pflanzen mit etwas extra Stickstoff. • VGN 2-2-4: Zusätzliches Kalium für gestärktes und kräftiges Pflanzenwachstum. • VGN 1-4-4: Mit extra Phosphor und Kalium für herausragende Blüten. • VGN CalMag: Wesentliche Elemente für starke Zellwände, unterstützte Zellproduktion und Photosynthese. Kombinieren Sie alle vier VGN-Produkte und passen Sie sie an die Bedürfnisse Ihrer Pflanze an! Finden Sie die revolutionäre VGN-Linie ab Juni in Ihrem nächsten Geschäft und kontaktieren Sie uns für weitere Informationen: Wilma's Lawn & Garden Deutschland GmbH, Telefon: +49 2041 723 0330 oder per E-Mail: info@wilmalg.de - support@wilmalg.de.
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Hybrid Filter Die Bag 55 Kunterbunt Edition LAUT IM REGAL. STABIL IM ZUG. Die Bag 55 Kunterbunt Edition hat eine neue Verpackung bekommen: Green, Magenta und Rainbow – jetzt bunter, kontrastreicher, auffälliger. Die Show ist außen. Die Substanz ist innen: 55 Stück patentierte Hybrid Supreme Aktivkohlefilter aus Zellstoff und Aktivkohle. Vier Segmente, vier Jobs: Die Zellstoffkappen halten Partikel und Kohlestaub zurück, während die Aktivkohle den Rauch filtert. Der Durchzug bleibt konstant – ohne Verstopfen. Was zählt: Voller Geschmack und kühler Rauch. Ohne Ablenkung. Bunt drehen, bewusst genießen. www.hybrid-filter.com
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Growrilla RDWC PRO 8 Acht Pflanzen, maximale Kontrolle
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Das Growrilla RDWC PRO 8 wurde für Grower entwickelt, die das Potenzial eines 240 × 120 cm großen Growzelts optimal nutzen möchten. Das System benötigt rund 180 × 205 cm Stellfläche und bietet Platz für acht 19-Liter-Töpfe. Die Nährlösung wird kontinuierlich umgewälzt und mit Sauerstoff angereichert, während die 50-mm-Rohre einen zuverlässigen Wasserfluss gewährleisten. Mit 50 cm Abstand zwischen den Töpfen bleibt ausreichend Platz für eine kräftige Entwicklung der Pflanzen. Eine leistungsstarke RDWC-Lösung für Indoor-Grower, die ihre Pflanzen ohne Substrat direkt über Wasser und Nährstoffe versorgen möchten.
TriPart® wird von Universitäten und Forschungslaboren, darunter auch die NASA, eingesetzt und durch strenge Versuchsreihen in Zusammenarbeit mit Gartenbauexperten kontinuierlich weiterentwickelt. TriPart® enthält ein vollständiges Spektrum an Spurenelementen und Mikronährstoffen, die häufig chelatiert sind, um eine optimale Aufnahme und Stabilität zu gewährleisten. https://www.terraaquatica.com/de/mineralische-vollnahrungslosung/tripart-4/
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The Hemp Cannoisseur’s Black Leaf Kolbenbong Best Delights Boutique Österreich’s erste und einzige Glass Gallery – Hanf Boutique – Heady Store & Grow Shop!
Willkommen bei THCBD Austria und TORCHLAND GlassCircus, der faszinierenden Schnittstelle zwischen Kunstfertigkeit, Nachhaltigkeit und Innovation in der Welt des Glases. THCBD Austria – The Hemp Cannoisseur’s Best Delights präsentiert stolz Österreichs führende Premium-Hanf-, Glas- und Lifestyle-Boutique in Wien. THCBD Austria wurde im Sommer 2019 von Thomas gegründet und hat eine einfache, aber tiefgreifende Mission: Euch die bezaubernde Welt des Glases als atemberaubende und funktionale Kunstform näher zu bringen. Es ist genau diese Mission, die uns zur Gründung des TORCHLAND GlassCircus geführt hat. Besuchen Sie sie in ihrer Boutique in der Landstraßer Hauptstraße 105 und lassen Sie sich bei einem kostenlosen Espresso persönlich beraten. www.thcbd.at
GRAND STORY OF BLACK LEAF
Die Grand Story of Black Leaf® geht in die nächste Runde - nee - Mission! Und nun hat man auch hier, in Los Hanfos, die Qual der Wahl zwischen den drei Protagonisten - Grinder, Perkolator-Icebong oder diese klassisch-schöne Beakerbong? Erfahrungspunkte bekommt man bei allen drei “Spielfiguren”, über die Schönheit des Erlebens entscheidet ganz allein der Gamer alias User mit seinen persönlichen Vorlieben. Damit punktet diese Beaker-Bong: - grandioses Grand Story-Design - Diffusorschlitz-Chillum & Kräuterkopf aus edlem Schwarzglas mit grünem oMarkenaufdruck - mit Cheatknopf -äh- Kickloch inkl. praktischem Stopfen Großhandel: www.neardark.de Markenshop: www.blackleaf.de
Anbau mit Stoney Tark
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Text und Bilder: Stoney Tark
Ernte im Freiland 2026 Was ihr wissen solltet!
Das Wetter war dieses Jahr extrem hart, und zahlreiche Hitzewellen haben den Züchtern viele Probleme bereitet; dennoch steht die Erntezeit nun kurz bevor. All eure harte Arbeit der letzten rund sechs Monate wird sich bald auszahlen, und ihr könnt euch darauf freuen, eure Reifegläser mit leckeren Bio-Blüten aus dem Freilandanbau zu füllen. In diesem Artikel erkläre ich euch, woran ihr erkennt, dass eure Pflanzen erntereif sind, wie ihr beschädigte Blüten erkennt und wie der Trocknungs- und Reifungsprozess abläuft. Anzeichen dafür, dass eure OutdoorPflanzen reif sind! Bevor ihr euch daran macht, eure Pflanzen zu ernten, solltet ihr sicherstellen, dass sie tatsächlich erntereif sind. Nicht alle Freiland‑ kulturen entwickeln sich genau so, wie es der Züchter vorhersagt. Schauen wir uns also die verschiedenen Möglichkeiten an, um den opti‑ malen Erntezeitpunkt zu bestimmen.
Reife der Trichome Du benötigst ein Vergrößerungsgerät, um die Trichomköpfe der Blüten zu überprüfen. Du wirst feststellen, dass die Trichome entweder klar, milchig oder bernsteinfarben sind. Auch wenn die Blüten bereits reif erscheinen mögen, solltest du am besten ernten, wenn die Trichome überwie‑ gend milchig sind und nur einen geringen Anteil an bernsteinfarbenen Trichomen aufweisen.
Farbe der Stempel Ein Vergleich der Anzahl reifer orangefarbener oder brauner Stempel mit den weißen kann Aufschluss darüber geben, wie weit die Ernte noch entfernt ist. Das bedeutet nicht, dass du die Pflanzen ernten kannst, sobald 85–90 % der Stempel braun sind; wenn du feststellst, dass die Trichomreife und die Knospenentwicklung deinen Vorstellungen entsprechen, kannst du die Farbe der Stempel als entscheidenden Faktor heranziehen.
Geschwollene Hochblätter Die Blütenstände bestehen aus einer Ansamm‑ lung von Blüten, und die Blüten setzen sich aus einer Struktur aus Hochblättern und Kelchen zusammen. Wenn Cannabis-Pflanzen in die letzten Wochen der Blütephase eintreten, sch‑ wellen sie so stark wie möglich an. Wenn du die Blüten sanft zusammendrücken kannst und sie sich dicht und kompakt anfühlen, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um die Ernte vorzubereiten.
Dieser Züchter hat einen Balkon voller Autoflowering-Pflanzen, die zur Ernte bereit sind schimmert vor lauter silbernen Harzdrüsen. Eine geringe Lichtintensität kann ebenfalls dazu führen, dass Pflanzen nur geringe Men‑ gen an Harz produzieren; in manchen Fällen lässt sich daran nicht viel ändern. Dennoch kann das Abwarten einer weiteren Woche eine maximale Harzproduktion ermöglichen.
Welche Probleme können vor der Ernte auftreten?
Harzproduktion
In den letzten zwei Wochen vor der Ernte müsst ihr wachsamer sein als je zuvor. Im Folgenden findet ihr eine Übersicht über die potenziellen Gefahren, denen Freilandzüchter ausgesetzt sein können.
Cannabispflanzen produzieren Harz, das die Blüten und die kleinen umgebenden Blätter bedeckt. Eine reife, ausgewachsene Pflanze
Schimmelbefall an den Blütenständen
Schimmel kann Blüten schnell schädigen, insbesondere wenn Pflanzen über längere Zeiträume hoher Luftfeuchtigkeit, Regen, schlechter Luftzirkulation oder dichtem Wuchs ausgesetzt sind. Untersuche die Pflanzen in den letzten Wochen der Saison regelmäßig und achte dabei besonders auf Bereiche, in denen Feuchtigkeit eingeschlossen bleiben kann. Gehe mit dem von Schimmel befallenem Material vorsichtig um und halte es von gesunden Pflanzen fern, um das Risiko einer Ausbreitung der Infektion zu verringern. Tra‑ ge beim Entfernen des befallenen Materials geeignete Handschuhe, verwende saubere Werkzeuge und desinfiziere diese zwischen den einzelnen Pflanzen. Entsorge stark befal‑ lenes Material sicher, anstatt es dem Kompost beizumischen, der für den zukünftigen Anbau bestimmt ist.
Echter Mehltau auf Blättern Echter Mehltau ist ein weiteres häufiges Pro‑ blem in der zweiten Hälfte der Vegetationsperi‑ ode. Er zeigt sich als charakteristischer weißer, puderartiger Belag auf den Blattoberflächen. Bei zu dicht stehenden Pflanzen und schlechter Luftzirkulation kann er sich rasch ausbreiten.
Raupen können Cannabis-Pflanzen im Freiland großen Schaden zufügen
Entferne stark befallenes Pflanzenmaterial mit sauberen Werkzeugen und entsorge es fern von gesunden Pflanzen. Eine Verbesserung des Pflanzenabstands und der Luftzirkulation kann ebenfalls dazu beitragen, ein für die Krankheit ungünstigeres Umfeld zu schaffen. Verwende befallene Blätter und Blüten niemals zur Her‑ stellung von Haschisch oder Extrakten!
Der Trocknungs- und Reifungsprozess Wie du deine Outdoor-Blüten trocknest und lagerst, hat einen enormen Einfluss auf Gesch‑ mack, Aroma und das gesamte Raucherlebnis. Cannabisblüten müssen über einen Zeitraum von 14 bis 21 Tagen langsam getrocknet werden. Ich finde, dass Zuchtzelte am besten funktionieren, da ich dort das Aroma mit einem Aktivkohlefilter kontrollieren kann und Trockennetze perfekt hineinpassen. • Die Temperatur im Trockenraum sollte bei etwa 15 Grad Celsius liegen • Die relative Luftfeuchtigkeit im Trockenraum muss zwischen 55 und 60 % liegen • Der Raum sollte gut belüftet sein und eine leichte Brise wehen • Richte Ventilatoren nicht direkt auf die Blüten; richte sie stattdessen auf den Boden oder die Wand • Der Anbauraum sollte vor Sonnenlicht ge‑ schützt sein Sobald die Blüten getrocknet sind und man beim Brechen eines trockenen Zweigs ein deutliches Knacken hört, besteht der nächste Schritt darin, die Blüten zur täglichen Reifung zu lagern. Bei der Reifung wird der Deckel des Glases oder Behälters täglich für 10 Minuten abgenommen. Der Luftaus‑ tausch alle 24 Stunden baut Chlorophyll ab und verbessert Geschmack, Aroma und Wirksamkeit. • Fülle die Reifegläser zu maximal 75 % und lasse oben im Glas Platz frei • Halte die Reifegläser von Sonnenlicht fern • Die Reifung dauert in der Regel zwischen 4 und 12 Wochen
Anbau
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CANNABISANBAU MIT HYDROKULTUR Die häufigsten Fragen der Grower Wenn sich ein Grower mit Hydrokultur beschäftigt, ist RDWC (Recirculating Deep Water Culture) die Variante, die die größte Neugier weckt. Um zu verstehen, wie sie wirklich funktioniert, und die häufigsten Zweifel der Grower zu klären, haben wir die Experten von Growrilla Hydroponics interviewt, einem auf Hochleistungs-Hydrokultursystemen spezialisierten Unternehmen.
• pH-Wert: Um die ideale Aufnahme jedes Elements zu gewährleisten. • EC-Wert: Um die genaue Konzentration der gelösten Mineralsalze zu messen. Hinzu kommt ein unschlagbarer praktischer Aspekt: Keine Säcke mit Erde oder Kokos, die transportiert und entsorgt werden müssen, und eine Indoor-Umgebung, die stets sauber und steril bleibt.
Viele fragen, welche Dünger man verwenden soll. Warum empfehlt ihr ausschließlich Mineraldünger? In der Erde gibt es Bakterien und Mikroorga‑ nismen, die organische Substanz aufspalten, um sie aufnehmbar zu machen. Im Wasser existiert dieses Ökosystem nicht. Die Verwen‑ dung organischer Produkte in einem RDWCKreislauf würde eine unerwünschte Bakte‑ rienvermehrung, die Bildung von Biofilm und die Ansammlung von Schlamm verursachen, wodurch Pumpen und Schläuche verstopfen. Chelatierte, lösliche Mineraldünger hingegen gewährleisten eine klare, stabile und sofort für die Pflanze verfügbare Nährlösung.
Wie viel Platz braucht man für den Anbau in RDWC? Wie dicht kann die Pflanzen zusammen setzen? Pflanzen in RDWC entwickeln imposante Wurzelsysteme und eine stark verzweigte Struktur. Wir empfehlen einen Ansatz, der eher an SCROG als an SOG erinnert: Etwa 4 Pflanzen pro 1,5 m², kombiniert mit einer kurzen vegetativen Phase. Eine Erhöhung der Topfanzahl auf gleicher Fläche steigert nicht den Gesamtertrag. Ein zu dichtes Blätterdach erzeugt Verschattung, verringert das Einfallen von Licht und beeinträchtigt die Entwicklung der unteren Blüten.
Eignet sich eine RDWC-Anlage auch für den Anbau in einer kleinen
Beginnen wir mit den Grundlagen. Was ist DWC, und worin besteht der wesentliche Unterschied zu einem RDWC-System? Deep Water Culture (DWC) ist die direkteste Form der Hydrokultur: Die Wurzeln wachsen unmittelbar eingetaucht in eine Nährlösung aus Wasser und Düngemitteln, die mit Sauer‑ stoff angereichert ist. Ein grundlegendes Ele‑ ment ist dabei der gelöste Sauerstoff (DO), der kontinuierlich über Luftpumpen und Sprudel‑ steine zugeführt wird, um die Wurzelatmung zu ermöglichen und Krankheitserreger zu vermeiden. RDWC nutzt dasselbe Prinzip, hat jedoch die kontinuierliche Wasserzirkulation. Bei DWC ist jeder Topf unabhängig, während bei RDWC alle Module an einen einzigen
Kreislauf angeschlossen sind, der bequem von einem zentralen Kontrollbehälter aus gesteu‑ ert werden kann.
Welche konkreten Vorteile bietet diese Technik gegenüber anderei Anbauvarianten? Der Hauptvorteil ist die vollständige Kontrolle über die Nährstoffversorgung und die hohe Sauerstoffverfügbarkeit an den Pflanzenwur‑ zeln. Ohne ein Substrat als Vermittler nehmen die Wurzeln Wasser und Nährstoffe sofort auf, was sich in einem explosiven vegetativen Wachstum und einem schnelleren Anbau‑ zyklus zeigt. Der Grower kontrolliert den gesamten Prozess, indem er zwei Parameter überwacht:
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Zusammengefasst: Was ist das wahre "Ass im Ärmel" von RDWC für einen Cannabis-Grower? Die vollständige Kontrolle. Wasser, Nährstoffe und Sauerstoffversorgung präzise zu steuern, ermöglicht es, den Stoffwechsel der Pflanze zu maximieren. Hält man die Wassertemperatur zwischen 18 °C und 21 °C, um die maximale Menge an gelöstem Sauerstoff (DO) zu halten, erreichen Blütendichte und Endertrag ein Niveau, das nur schwer zu übertreffen ist. Im Grunde ist die Philosophie einfach: Die Wur‑ zeln brauchen keine Erde, wenn sie alles direkt aus dem Wasser erhalten!
Eine letzte, sehr praktische Frage: Wie aufwendig ist die tägliche Wartung eines RDWC-Systems im Vergleich zum traditionellen Anbau? Weniger als man denkt, aber es erfordert Beständigkeit. Man muss nicht jede Pflanze manuell gießen, aber täglich müssen pH-Wert, EC-Wert und Füllstand der Lösung im Behälter sowie die einwandfreie Funktion der Pumpen kontrolliert werden. Wer das System zu Beginn richtig einstellt, muss danach nur wenige Mi‑ nuten am Tag investieren – bei einer deutlich höheren Erntequalität im Vergleich zum traditi‑ onellen Anbau in Erde. www.growrillahydroponics.com/de/
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PNSB-Bakterien
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Revolutionäre, multifunktionale Mikroorganismen Nach mehr als einem Jahrhundert konventioneller Landwirtschaft – geprägt durch den massiven Einsatz synthetischer Düngemittel und Pestizide sowie durch intensive Anbaumethoden, die zur Bodenverarmung und Grundwasserbelastung beigetragen haben – ebnet die Wiedereinführung traditioneller landwirtschaftlicher Praktiken in Verbindung mit wissenschaftlicher Forschung den Weg für eine neue Vision der Landwirtschaft. Dieser Ansatz setzt auf natürliche biologische Prozesse und strebt ein ökologisch nachhaltigeres Modell an. In diesem Zusammenhang erweisen sich PNSB-Bakterien als äußerst wertvolle Ressource, die in der Lage ist, die Bodenfruchtbarkeit und die Ernteerträge zu steigern – auch beim Anbau von Cannabis.
DAS SIND PNSB-BAKTERIEN Purpurbakterien (international bekannt unter dem Kürzel PNSB – *Purple Non-Sulfur Bacte‑ ria*) sind eine Gruppe gramnegativer Proteo‑ bakterien, die sich durch ihre außergewöhnli‑ che metabolische Vielseitigkeit auszeichnen. Als anoxygene photosynthetische Organismen sind sie zur Photosynthese fähig, selbst wenn kein Sauerstoff vorhanden ist. Sie besitzen photosynthetische Pigmente – insbesondere
Bakteriochlorophylle und Carotinoide –, die ihnen je nach Art und Lichtverhältnissen eine Färbung von Hellrosa bis Purpur verleihen; die Bezeichnung „Purpur“ leitet sich genau von dieser Eigenschaft ab. PNSB kommen in der Natur fast überall vor und können sich an unterschiedlichste Ökosysteme anpassen. Sie besiedeln häufig Lagunen, Fließgewässer und Abwässer, gedeihen aber auch in extremen Umgebungen wie stark salzhaltigen Zonen oder Polarregionen.
Netzwerk aus PNSB-Bakterien, Foto von Maulucioni, via Wikimedia Commons
STOFFWECHSELWEGE Das Hauptmerkmal, das PNS-Bakterien aus‑ zeichnet, ist ihre Fähigkeit, sich mithilfe von vier verschiedenen Mechanismen zu ernähren. Die primäre Ernährungsweise ist die Photo‑
heterotrophie; sie findet unter Ausschluss von Sauerstoff statt, wobei die Bakterien Licht zur Energiegewinnung nutzen und dieses mit Kohlenstoff aus organischen Verbindungen der Umgebung kombinieren, um neue Zellen aufzubauen. Bei der zweiten Variante, der
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12 Photoautotrophie, nutzen die Bakterien Licht zur Energiegewinnung und fixieren atmosphä‑ risches Kohlendioxid, um ihren Kohlenstoff‑ bedarf zu decken. Die aerobe Chemoheterot‑ rophie stellt den dritten Stoffwechselweg dar, den PNS-Bakterien nutzen können; dieser Prozess läuft bei Abwesenheit von Licht, aber in Gegenwart von Sauerstoff ab – im Grunde betreiben die Bakterien Atmung und verwer‑ ten organische Stoffe zur Energiegewinnung, ganz ähnlich wie andere Mikroorganismen und Tiere. Schließlich gibt es noch die Chemoautot‑
oder nicht aufnehmbare Formen durch drei Hauptmechanismen in bioverfügbare Formen umwandeln: Produktion organischer Säuren, Metallchelatisierung und Mineralisierung von organischem Phosphor. Zunächst setzen die Bakterien organische Säuren frei, die den lokalen pH-Wert der Rhizosphäre senken; dies fördert die Lösung von Verbindungen wie Calciumphosphat und dessen Freisetzung in den Boden. Dieselben organischen Säuren können zudem Metalle
PNSB können die Phosphorverfügbarkeit steigern rophie – einen Stoffwechselmechanismus, der nur selten und in extremen Überlebenssitua‑ tionen zum Einsatz kommt: Bei Abwesenheit von Licht und Sauerstoff fixieren die Bakterien atmosphärisches CO2 zur Kohlenstoffge‑ winnung und synthetisieren anorganische Verbindungen, um durch spezifische anaerobe Reaktionen Energie zu erzeugen. Die Fähigkeit, unterschiedliche Stoffwechsel‑ strategien anzuwenden, ist nicht das einzige Merkmal, das PNS-Bakterien zu so einzigar‑ tigen und interessanten Mikroorganismen macht. In der Natur spielen diese Bakterien eine Schlüsselrolle bei zahlreichen biologischen Prozessen und tragen maßgeblich zur Gesund‑ heit und Stabilität von Ökosystemen bei.
STICKSTOFFFIXIERENDE FUNKTION Viele Bakterien dieser Gruppe sind Stickstoff‑ fixierer – sie sind in der Lage, atmosphärischen Stickstoff in Formen umzuwandeln, die von Pflanzen aufgenommen werden können. Wenn sie einen Stickstoffmangel in ihrer Um‑ gebung wahrnehmen, lösen sie die Produktion von Nitrogenase aus; dieses Enzym ist essen‑ ziell, um die Bindungen des atmosphärischen Stickstoffgases aufzubrechen und dieses in eine ammoniakalische Form zu überführen. Ein Teil des fixierten Stickstoffs wird von den Bakterien als Stoffwechselprodukt an die Umgebung abgegeben, während der Rest in ihrer Biomasse gespeichert und später durch den Abbau durch andere Mikroorganismen verfügbar gemacht wird, wodurch sie zur Bodenfruchtbarkeit beitragen.
PHOSPHAT-MOBILISIERENDE BAKTERIEN Ein weiteres wesentliches Merkmal von PNSB ist ihre Fähigkeit, die Phosphorverfügbarkeit durch Lösungsprozesse zu erhöhen. Phosphor ist ein für alle Lebewesen essenzielles Element. Bei Pflanzen spielt es eine grundlegende Rolle in zahlreichen biologischen Prozessen, darunter die Produktion von ATP – jenem Molekül, das Energie in Zellen speichert und überträgt – sowie die DNA- und RNA-Synthese, die Wurzelentwicklung und das vegetative sowie generative Wachstum. Obwohl Böden große Gesamtmengen an Phosphor enthalten, macht der lösliche Anteil – und damit der für Pflanzen aufnehmbare Teil – nur einen win‑ zigen Bruchteil aus. Das Problem liegt in der Neigung des Phosphors, sich mit anderen Ele‑ menten wie Calcium, Aluminium und Eisen zu verbinden und schwerlösliche Verbindungen zu bilden. PNSB können die Phosphorverfüg‑ barkeit steigern, indem sie schwerlösliche
nas palustris* und *Rhodospirillum rubrum* als besonders vielversprechend für den Canna‑ bisanbau erwiesen; sie werden vorwiegend als Flüssigsuspensionen in wässriger Lösung vertrieben. PNSB sind äußerst vielseitig ein‑ setzbar und eignen sich für sämtliche Kultur‑ substrate und Anbausysteme – von herköm‑ mlicher Erde und „Super-Soil“ bis hin zu Materialien wie Kokosfaser und Steinwolle (die häufig in der Hydroponik verwendet werden). Die Vorteile des Einsatzes von PNSB-Bakterien zeigen sich nicht nur im biologischen Anbau, sondern auch in Systemen, die mit Mine‑ raldüngern arbeiten. In solchen Systemen
wie Calcium, Eisen und Aluminium chelatisie‑ ren und in stabile Komplexe binden. Auf diese Weise wird das zuvor durch diese Elemente immobilisierte Phosphat als Orthophosphat freigesetzt – der Form, die von den Wurzeln am besten aufgenommen werden kann. Einige PNSB, darunter Stämme von *Rhodop‑ seudomonas palustris*, sondern Enzyme wie Phosphatasen und Phytasen ab, die in der Lage sind, phosphorhaltige organische Verbin‑ dungen aufzuspalten und den verfügbaren Anteil freizusetzen. Dieser Prozess wird als Mineralisierung von organischem Phosphor bezeichnet.
Ebenso wirksam ist die Blattapplikation; sie fördert die schnelle Aufnahme bestimmter Metaboliten und stärkt die Widerstandsfähig‑ keit gegenüber Umweltstress. Studien haben gezeigt, dass die Anwendung über die Blätter bei der Bekämpfung von Viruserkrankungen, wie etwa dem Tabakmosaikvirus, wirksam ist. Schließlich kann das Produkt auch im Rahmen der regulären Fertigation – durch Zugabe zur Nährlösung – oder bei der Herstellung von Komposttee verabreicht werden.
SELBSTGEMACHTES PNSB PNSB-Bakterien lassen sich zu Hause pro‑ blemlos in kleinem Maßstab kultivieren. Viele Anwender vermehren sie selbst, um große Mengen zu gewinnen und stets über ein frisches, biologisch aktives Produkt zu verfügen. Für den Prozess werden einige leicht erhältliche Zutaten benötigt: eine nährstof‑ freiche organische Basis, geeignete Behälter und ein PNSB-Impfmaterial. Die Sterilisierung von Werkzeugen und Behältern ist ent‑ scheidend, um das Kontaminationsrisiko zu minimieren, da Verunreinigungen den Erfolg der Kultur gefährden könnten. Die Behälter werden mit einer Mischung aus chlorfreiem
Die Vorteile von PNSB zeigen sich auch beim Anbau in Innenräumen deutlich
Cannabis benötigt große Mengen an Phosp‑ hor, insbesondere während der Hauptblütep‑ hase, und der Einsatz von PNSB könnte für viele Anbauer eine Lösung darstellen.
ROLLE IN DER RHIZOSPHÄRE PNSB fördern das Pflanzenwachstum nicht nur durch eine erhöhte Nährstoffverfüg‑ barkeit, sondern auch durch die Produktion pflanzenwachstumsfördernder Substanzen (PGPS). Diese Substanzen stimulieren die Wurzelentwicklung, die Nährstoffaufnahme sowie die Toleranz gegenüber Umweltstress und steigern so insgesamt die Vitalität und Produktivität der Pflanzen. Zu den wich‑ tigsten produzierten Substanzen gehören Phytohormone – wie Auxine, Gibberelline und Cytokinine – sowie B-Vitamine, Aminosäuren und Siderophore. Siderophore sind Moleküle, die Eisen binden und den Pflanzen verfügbar machen können, während sie es gleichzeitig pathogenen Mikroorganismen entziehen. Somit können PNSB auch als biologische Mittel zur Bekämpfung von Schadorganismen im Boden fungieren. Beim Cannabisanbau kann die Anreiche‑ rung von Schwermetallen auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein, darunter Düngemittel und Bodenhilfsstoffe – selbst solche organischen Ursprungs, bei denen fälschlicherweise oft angenommen wird, dass sie dieses Risiko nicht bergen. PNSB können dazu beitragen, diese Toxizität durch Pro‑ zesse wie Bioakkumulation, Chelatisierung und chemische Umwandlung zu verringern; dadurch wird die Bioverfügbarkeit der Metalle reduziert und deren Aufnahme durch die Pflanzen begrenzt.
PNSB UND CANNABIS Unter den bislang untersuchten PNSB-Bakte‑ rienstämmen haben sich *Rhodopseudomo‑
Produkt auf PNSB-Basis
können sie die Nährstoffeffizienz steigern, wo‑ durch sich die erforderlichen Aufwandmengen verringern, was wiederum zu Kosteneinspar‑ ungen und besseren Ergebnissen führt. Sie ersetzen keine Düngemittel, sondern verbes‑ sern vielmehr die Nährstoffverfügbarkeit. Die positiven Effekte von PNSB zeigen sich auch deutlich beim Indoor-Anbau unter künstlicher Beleuchtung, einschließlich geschlossener Systeme mit zusätzlicher CO2-Anreicherung. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Einsatz von PNSB-Bakterien im Cannabisanbau drei wesentliche Vorteile bietet: eine gestei‑ gerte Produktion, geringere Verluste durch biotischen und abiotischen Stress sowie eine geringere Umweltbelastung. Darüber hinaus berichten einige Hersteller von PNSB von einer deutlichen Zunahme der von der Cannabisp‑ flanze gebildeten Sekundärmetaboliten – insbesondere von höheren Konzentrationen an Terpenen und Cannabinoiden.
Wasser und Nährstoffen befüllt, der das Bakterien-Impfmaterial zugesetzt wird. Es ist wichtig, die Flaschen bis zum Rand zu füllen und die Verschlüsse nicht ganz festzudrehen; dies begünstigt die für das PNSB-Wachstum erforderlichen anaeroben Bedingungen und ermöglicht gleichzeitig das Entweichen der von den Bakterien produzierten Gase. Nach der Vorbereitung werden die Flaschen inkubiert – also Sonnenlicht oder künstlichem Licht ausgesetzt –, wobei die Dauer von einer Woche bis zu einem Monat reichen kann. Die ideale Temperatur liegt in dieser Phase bei etwa 25 °C. Verläuft die Kultur erfolgreich, färbt sich die Flüssigkeit allmählich rosa-violett, und am Boden bildet sich ein gleichfarbiges Sediment. Die Flaschen sollten immer dann ge‑ schüttelt werden, wenn sich Sediment absetzt, um die Bakterien in der Schwebe zu halten. Eine vollkommen homogene Flüssigkeit ohne erneute Sedimentbildung zeigt an, dass die Kultur ihre maximale Dichte erreicht hat. Die so gewonnene Stammlösung muss vor der Anwendung verdünnt werden. Auf dem Markt sind zudem spezielle Sets für die PNSB-Kul‑ tivierung erhältlich, die alle erforderlichen Zutaten und eine Anleitung enthalten.
ANWENDUNGSMETHODEN
UNTERSCHIED ZWISCHEN AKTIVEN UND INAKTIVEN PNSB
Es gibt verschiedene Anwendungsmethoden; bei Saatgut ist es am besten, die Samen vor der Aussaat zu inokulieren, indem man sie in einer PNSB-Lösung auf Wasserbasis einweicht. Auch Stecklinge und größere Pflanzen lassen sich behandeln, indem das Produkt beim Umpflan‑ zen direkt auf die Wurzeln aufgebracht wird.
Obwohl die meisten kommerziellen Produkte auf PNSB-Basis lebende Zellen enthalten, haben verschiedene Studien das Potenzial inaktivierter oder getrockneter Biomasse als Biostimulans und Düngemittel aufgezeigt – dank der Nährstoffe und Wirkstoffe, die in den abgestorbenen Bakterienzellen enthalten sind.
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Nachrichten
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Berliner Living-Soil-Entwickler gewinnt beim Autoflower World Cup 2026 Ein Berliner Living-Soil-Projekt sorgt international für Aufmerksamkeit: Steffen Gehre, Gründer von Living Terps Berlin, hat beim Autoflower World Cup 2026 in Berlin den 1. Platz in der Kategorie „Best New Autoflower“ gewonnen. Kultiviert wurde die eingereichte Genetik „Gummy Juice Auto“ von Bud Voyage, die nach dem Testgrow unter dem Namen „Voyager“ veröffentlicht wurde. Der Autoflower World Cup zählt zu den speziali‑ sierten internationalen Wettbewerben für moder‑ ne Autoflower-Genetiken. Bewertet werden unter anderem Erscheinungsbild, Aroma, sensorischer Eindruck und die Gesamtqualität der eingereich‑ ten Blüten. In der Kategorie „Best New Autoflo‑ wer“ setzte sich der von Steffen Gehre angebaute Beitrag gegen internationale Konkurrenz durch. Besonders bemerkenswert: Der erfolgrei‑ che Grow entstand nicht auf mineralischer Düngung, sondern in einem biologisch aktiven Living-Soil-System. Living Terps Berlin entwickelt lebendige Substrate auf Basis organischer Lang‑ zeitquellen, mineralischer Bodenbestandteile, Huminstoffe, Mykorrhiza, Trichoderma und aktiver Mikroorganismen. Ziel ist ein stabiler, lebendiger Boden, der Pflanzen über den ge‑ samten Zyklus natürlich versorgen kann. „Für mich ist dieser Titel mehr als ein Pokal. Er zeigt, dass moderner Cannabisanbau nicht zwangsläufig auf synthetische Düngesysteme angewiesen ist. Ein gesunder, biologisch aktiver Boden kann außergewöhnliche Qualität her‑ vorbringen – wenn Rezeptur, Mikrobiologie, St‑
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ruktur und Reifeprozess stimmen“, sagt Steffen Gehre, Gründer von Living Terps Berlin.
zu definieren, sondern den Boden als zentrales Qualitätsfundament zu betrachten.
Living Terps Berlin wurde in Berlin gegründet und verbindet praktische Grow-Erfahrung mit moderner Bodenbiologie. Unter dem Leitsatz „Erfahrung trifft Wissenschaft“ entwickelt das Unternehmen Substrate, Bodenaktivatoren und ergänzende Produkte für biologisch orientierte Growerinnen und Grower. Im Mittelpunkt steht dabei nicht kurzfristige Düngung, sondern ein funktionierendes Bodenökosystem.
„Die Genetik von Bud Voyage war außerge‑ wöhnlich. Aber die Aufgabe des Growers ist es, dieses Potenzial sauber, stabil und natürlich auszureizen. Genau dafür wurde unser Living Soil entwickelt“, erklärt Steffen Gehre. Mit dem Gewinn der Kategorie „Best New Autoflower 2026“ positioniert sich Living Terps Berlin als eine der spannendsten jungen Marken im Bereich biologischer Cannabissubstrate aus Deutschland. Das Unternehmen plant, den ausgezeichneten Grow künftig transpa‑ rent zu dokumentieren und das verwendete Living-Soil-System stärker in den Fokus seiner Produktkommunikation zu stellen.
Der Sieg beim Autoflower World Cup 2026 ist für das junge Berliner Unternehmen ein wichtiger Meilenstein. Er bestätigt den Ansatz, Cannabis‑ qualität nicht nur über Genetik und Beleuchtung
Über Living Terps Berlin Living Terps Berlin ist ein Berliner Unternehmen für biologisch aktive Living-Soil-Substrate, Bodenaktivatoren und organische Grow-Produkte. Der Fokus liegt auf lebendigen Böden, nachhaltiger Substratentwicklung, mikrobieller Aktivität und praxisnaher Anwendung im modernen Pflanzenanbau. Gründer Steffen Gehre verbindet langjährige Grow-Erfahrung mit wissenschaftlich orientierter Bodenentwicklung.
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@sudestfam
Die Evolution des Rosins Vom „Fresh Press“ zum „Budder“ Entgegen der weitläufigen Meinung endet der Rosin-Extraktionsprozess nicht immer mit dem Sammeln und der anschließenden Verpackung. Viele Hersteller widmen auch den Phasen nach der Gewinnung große Aufmerksamkeit, da das Rosin dabei höchst interessante Eigenschaften entwickeln kann. Das „Curing“ (Reifen/Aushärten) von Rosin ist ein Prozess der Harzreifung, der verschiedene Bearbeitungstechniken umfasst. Es gibt keine universelle Methode, da jede Harzsorte anders reagiert. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Reihe von Verfahren und Anpassungen, mit denen sich Textur, Aroma und – vor allem – Stabilität des Konzentrats beeinflussen lassen.
EINBLICK IN DIE ROSIN-REIFUNG Während der Reifephase ruht das Rosin bei kontrollierter Temperatur über Stunden, Tage oder Wochen hinweg, was die natürliche Entwicklung des Extrakts fördert. Unter be‑ stimmten Bedingungen können Phänomene wie die Kristallbildung von Cannabinoiden und die Trennung der Terpenfraktion auftreten; letztere neigt in manchen Fällen dazu, sich an der Oberfläche der Harzmasse anzureichern. Eines der Hauptziele des Rosin-Curings ist die Erhöhung der Langzeitstabilität im Vergleich zu „Fresh Press“-Rosin. Je nach angewandter Technik und Harzbeschaffenheit verän‑ dert sich die Textur und kann eine cremige, gleichmäßige Konsistenz annehmen – in der Branche als „Budder“ bekannt.
Lipiden spielt eine entscheidende Rolle für die endgültige Konsistenz des Extrakts. Jede Cannabissorte produziert ein Harz mit einzi‑ gartigen Eigenschaften; diese werden nicht nur durch die Genetik beeinflusst, sondern auch durch Anbaumethoden, Umweltbedingungen und den Reifegrad der Pflanze zum Zeitpunkt der Ernte. Selbst zwei Pflanzen desselben Phänotyps können Unterschiede in der Harz‑
Anfangsstadien des Prozesses
zusammensetzung aufweisen und folglich während des Reifeprozesses unterschiedlich reagieren. Manche Harze neigen dazu, eine trockenere Konsistenz zu entwickeln, während andere eine höhere Terpenkonzentration an der Oberfläche behalten und ein feuchteres, glänzenderes Erscheinungsbild annehmen – im Fachjargon oft als „wet“ bezeichnet.
des Rosins, etwa beim Bauen eines Joints. Allerdings bevorzugen manche Konsumenten – insbesondere Nutzer von Dab-Rigs – „Fresh Press“-Rosin (also unreifen Extrakt). Diese Vari‑ ante bewahrt die Eigenschaften des direkt aus der Presse stammenden Extrakts und erhält ein Terpenprofil, das dem Ausgangsmaterial am nächsten kommt.
DAS VERSTÄNDNIS DES HARZES Zahlreiche Faktoren beeinflussen den Rei‑ feprozess von Rosin und das Endergebnis. Zweifellos ist die Art des verwendeten Harzes dabei entscheidend. Der Gehalt an Canna‑ binoiden, Terpenen, Pflanzenwachsen und
Schließlich müssen die Umweltbedingungen berücksichtigt werden, unter denen das Rosin reift; Temperatur und Luftfeuchtigkeit spielen in dieser Phase eine entscheidende Rolle und tragen zu den deutlichen Unterschieden bei, die zwischen verschiedenen Chargen beobach‑ tet werden können. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren macht es nahezu unmöglich, den Reifeprozess vollständig zu standardisieren. Jede Charge stellt einen Einzelfall dar, der Beobachtung und ein gewisses Maß an Experimentierfreude erfordert, um die optimalen Bedingungen für das gewünschte Ergebnis zu ermitteln.
KALTHÄRTUNG VS. WARMHÄRTUNG Die Verfahren zum Aushärten von Rosin lassen sich im Allgemeinen in zwei Kategorien eintei‑ len: Kalthärtung (bei niedrigen Temperaturen) und Warmhärtung (unter Wärmezufuhr, um den Prozess zu beschleunigen und Phänome‑ ne wie Keimbildung und Phasentrennung zu fördern).
Die Reifung kann auch das Terpenprofil bee‑ influssen: Bei einigen Sorten wird das Aroma deutlich intensiviert, während bei anderen be‑ stimmte Schlüsselnoten verloren gehen kön‑ nen. Ein weiterer Vorteil des Reifeprozesses ist die einfachere Handhabung und Portionierung
Frisch gepresstes Rosin
Pressdauer beeinflussen die Eigenschaften des fertigen Extrakts erheblich.
Die Kalthärtung erfolgt typischerweise im Kühl‑ schrank oder bei Raumtemperatur – sofern diese unter 21 °C bleibt. Es ist ein Prozess, der mehrere Wochen in Anspruch nimmt und viel Geduld sowie eine ständige Überwachung erfordert, um den Zeitpunkt zu erkennen, an dem das Extrakt seinen optimalen Reifegrad erreicht hat. Kalthärtungsverfahren gelten als überlegen gegenüber hitzebasierten Metho‑ den, da sie die Terpene – flüchtige Verbin‑ dungen, die bereits ab 21 °C zu verdampfen beginnen – besser bewahren. Zudem trägt die Kühlung des Rosins zur Standardisierung des Prozesses bei, indem Temperaturschwankun‑ gen minimiert werden. Die Warmhärtung wird im Allgemeinen in einem luftdichten Gefäß unter kontrollierter Wärmezufuhr durchgeführt. Der Temperatur‑ bereich liegt je nach Harzart und gewünschter
Ein wesentlicher Aspekt betrifft das für die Ex‑ traktion verwendete Ausgangsmaterial. Rosin kann aus Blüten oder aus Haschisch – etwa „Dry Sift“ oder „Water Hash“ – hergestellt wer‑ den, was zu unterschiedlichen Zusammenset‑ zungen führt und das Verhalten des Extrakts während der Reifung beeinflusst. Ein weiterer wichtiger Unterschied besteht zwischen „Live Rosin“ und Rosin, das aus getrocknetem und bereits gereiftem Material gewonnen wurde. Live Rosin, das aus frisch eingefrorenem Material hergestellt wird, bewahrt im Vergleich zu Rosin aus zuvor getrocknetem Material meist ein reichhalti‑ geres Terpen- und Cannabinoidprofil. Dieser Unterschied wirkt sich ebenfalls maßgeblich darauf aus, wie sich das Extrakt während des Reifeprozesses entwickelt. Weitere entscheidende Faktoren liegen in der Phase der Rosin-Extraktion selbst. Parameter wie Presstemperatur, ausgeübter Druck und
Aufschlagen (Whipping)
Geschwindigkeit der Reifung des Extrakts zwischen 32 °C und 57 °C. Höhere Tempera‑ turen kommen bei speziellen Verfahren wie „Rosin Jam“ zum Einsatz – einer Methode, die
bereits in der letzten Ausgabe von Soft Secrets aus dem Jahr 2025 beschrieben wurde. Die Wärmeeinwirkung beschleunigt die Reifung des Extrakts und fördert Prozesse wie die Trennung der Terpenfraktion und die Kristal‑ lisation der Cannabinoide. Allerdings kann die Hitzeeinwirkung besonders flüchtige Terpene beeinträchtigen und das Gleichgewicht der im Extrakt enthaltenen Terpene verändern.
COLD-CURE-VERFAHREN Die Kältehärtung von Rosin erfolgt bei Tempe‑ raturen zwischen 4 °C und 21 °C. Am besten lässt man das Extrakt in einem Kühlschrank oder Weinkühler ruhen. Für den Prozess benö‑ tigt man zwei luftdichte Gläser – vorzugsweise sogenannte Einmachgläser. Das Gefäß sollte etwa 40 % größer sein als das Volumen des Rosins, um ausreichend Hohlraum im Inneren zu gewährleisten. Gläser mit geraden Wänden
Verschiedene Harze und Texturen
eignen sich ideal, um auch die letzten Reste des Rosins zu entnehmen. Zudem benötigt man ein Dab-Werkzeug, um das Extrakt zum richtigen Zeitpunkt aufzuschlagen. Hier sind die einzelnen Schritte: • das Rosin in das Glas geben • das Gefäß verschließen • das Glas im Kühlschrank ruhen lassen • den Fortschritt des Extrakts alle 24 Stunden überprüfen • das Extrakt aufschlagen, sobald sich eine flüssige Schicht an der Oberfläche bildet • das Rosin in das zweite, saubere Glas umfül‑ len und fest verschließen • s obald die gewünschte Konsistenz erreicht ist, das Rosin zur langfristigen Aufbewahrung im Gefrierschrank lagern Einige Punkte bedürfen einer genaueren Erläuterung. Die Dauer des Prozesses kann je nach Harzart und Lagerbedingungen stark variieren; oft dauert es mehr als zwei Wochen, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist. Das zweite Glas dient zur Aufnahme des Rosins nach dem Aufschlagen; das Umfüllen der gesamten Masse in ein sauberes Gefäß ohne Rückstände an den Wänden sorgt für eine bessere Langzeitlagerung. Beim Aufschlagen wird die abgetrennte Terpenfraktion mit dem
17 kristallisierten Cannabinoid-Anteil vermischt. Dieser Schritt – auf den später noch näher eingegangen wird – führt zu einer cremigeren, homogeneren Konsistenz, ähnlich wie bei „Wet Budder“.
WARM-CURE-VERFAHREN Die Warmhärtung von Rosin erfolgt durch Erhitzen des Extrakts in einem luftdichten Glasbehälter. Als Wärmequellen eignen sich verschiedene Geräte, wie z. B. Mini-Kühl-/ Wärmeschränke (wie der iCure), Heizplatten von Rosin-Pressen oder Heizmatten für die An‑ zucht. Der geeignete Temperaturbereich liegt – je nach Harzart und gewünschter Prozessge‑ schwindigkeit – zwischen 32 °C und 57 °C. Gehe dabei wie folgt vor: •G ebe das Rosin in das Glasgefäß. •V erschließe das Gefäß fest. •S telle den iCure oder die Heizplatten auf 57 °C ein. •P latziere das Gefäß im iCure oder zwischen den Pressplatten. •B eobachte die Veränderung des Extrakts alle 15 Minuten. •F ühre einen „Whipping“-Vorgang (Aufschla‑ gen/Durchrühren) durch, sobald sich eine Oberflächenschicht bildet. • Überführe das Rosin in ein sauberes Gefäß und verschließe es fest. •S etze den Reifungsprozess bei einer Tempe‑ ratur von 32 °C fort. • Überwache weiterhin den Zustand des Rosins.
• Eine vollkommen gleichmäßige Farbe signali‑ siert den Abschluss des Prozesses. • Lager das Produkt im Gefrier- oder Kühl‑ schrank. Einige wichtige Hinweise zu den Glasgefäßen: Sie müssen stets fest verschlossen sein, um das Verdunsten von Terpenen zu verhindern. Zudem ist es entscheidend, das Gefäß vor dem Öffnen vollständig abkühlen zu lassen.
Regel etwa drei Stunden, wobei die Dauer je nach Harzart und gewünschtem Aushär‑ tungsgrad variieren kann.
AUFSCHLAGEN (WHIPPING) Beim Aufschlagen (oft als „Whipping“ be‑ zeichnet) wird das Harz mit festen, schnellen Bewegungen und einem speziellen Werkzeug (Dabber) bearbeitet. Ziel ist es, die Textur zu
in eine vollkommen gleichmäßige Konsistenz übergeht. Für größere Mengen lassen sich ein Akkuschrauber mit speziellem Edelstahlauf‑ satz oder ein Labormixer verwenden. Viele Hersteller schlagen Rosin auf, um die Optik zu verbessern (und eine cremige Textur zu er‑ zielen) sowie das Aromaprofil des Extrakts zu intensivieren. Trotz dieser Vorteile erhöht das Aufschlagen den Kontakt des Harzes mit Luft und Sauerstoff, wodurch oxidative Prozesse beschleunigt werden.
Der Gehalt an Cannabinoiden, LAGERUNG VON ROSIN Terpenen, Pflanzenwachsen und Lipiden spielt eine entscheidende Rolle für die endgültige Konsistenz des Extrakts. Das Rosin im Inneren sollte etwa 60 % des Gesamtvolumens einnehmen. Beim Erhitzen setzt Rosin Kohlendioxid frei, wodurch Druck im Gefäß entsteht; daher ist ein Luftpolster – der sogenannte „Headspace“ – neben einem sicheren, luftdichten Verschluss unerlässlich. Die für die Anfangsphase genannte Tempe‑ ratur von 57 °C ist ein Richtwert; es empfiehlt sich, schrittweise vorzugehen und mit etwas niedrigeren Temperaturen zu beginnen, um die Reaktion des Harzes zu beurteilen und das Endergebnis nicht zu beeinträchtigen. Der Warm-Curing-Prozess dauert in der
verändern, damit sie homogener und über längere Zeit – auch bei Raumtemperatur – stabiler bleibt. Der ideale Zeitpunkt für das Aufschlagen ist dann gekommen, wenn sich an der Oberfläche des Rosins eine flüssi‑ ge Schicht bildet. Durch die mechanische Einwirkung werden die beiden Hauptbestand‑ teile des Extrakts – die Terpenfraktion und die kristalline Cannabinoidfraktion – wieder miteinander vermengt. Das Aufschlagen kann auch bereits in einer früheren Phase des Prozesses erfolgen, während das Rosin von einer ungleichmäßigen, streifigen Optik
Ausgereiftes Rosin kann bedenkenlos bei Raumtemperatur gelagert werden. Um je‑ doch die Haltbarkeit zu verlängern und die Ei‑ genschaften optimal zu bewahren, empfiehlt sich die Aufbewahrung im Kühlschrank – oder für eine noch effektivere Konservierung im Gefrierschrank. Vor dem Öffnen kalt gelager‑ ter Gläser ist es wichtig, diese einige Minuten bei Raumtemperatur stehen zu lassen; so wird verhindert, dass an der Außenseite kondensierte Feuchtigkeit ins Innere gelangt und das Rosin verunreinigt. Es ist ratsam, die Gläser vor dem Öffnen mit einem sauberen Tuch gründlich abzutrocknen. Die Reifung von Rosin erfordert Beobacht‑ ungsgabe, Geduld und Experimentierfreude – Eigenschaften, die unerlässlich sind, um das Verhalten jeder einzelnen Charge zu verste‑ hen und deren einzigartige Charakteristika voll zur Geltung zu bringen.
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Hintergründe
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Was ist ein Terp-Pen und wie funktioniert er? Ein umfassender Leitfaden für Einsteiger
Da sich die Technologien zum Cannabiskonsum ständig weiterentwickeln, suchen Nutzer nach Geräten, die Komfort, Effizienz und ein reineres Erlebnis bieten. Traditionelle Methoden wie das Rauchen von Blüten oder die Verwendung sperriger Dab-Rigs haben zwar nach wie vor ihre Berechtigung, doch viele Konsumenten bevorzugen mittlerweile tragbare Lösungen, die zum modernen Lebensstil passen. Unter diesen Innovationen haben Terp-Pens aufgrund ihrer Einfachheit und Wirksamkeit große Aufmerksamkeit erlangt. Ganz gleich, ob du noch keine Erfahrung mit Konzentraten hast oder nach einer diskreteren Möglichkeit suchst, diese zu genießen – wenn du verstehst, wie ein Terp-Pen funktioniert, kannst du fundierte Entscheidungen treffen. Diese kompakten Geräte sind darauf ausgelegt, aromatischen Dampf abzugeben, ohne die Komplexität traditioneller Konsummethoden für Konzentrate mit sich zu bringen, was sie sowohl bei Anfängern als auch bei erfahrenen Nutzern immer beliebter macht.
Verstehen, was ein Terp-Pen ist Ein Terp-Pen ist ein tragbares Verdamp‑ fungsgerät, das speziell für den Konsum von Cannabis-Konzentraten entwickelt wurde. Im Gegensatz zu größeren Verdampfern oder herkömmlichen Dab-Rigs, die aus mehreren Komponenten bestehen, vereint ein Terp-Pen Komfort und Funktionalität in einem kompak‑ ten Handgerät. Dank seines Designs können Nutzer Konzentrate genießen, ohne dass Brenner, Glas-Rigs oder aufwendige Vorberei‑ tungen erforderlich sind. Der Name leitet sich von Terpenen ab, den
griert sind. Dank ihrer Tragbarkeit eignen sie sich für Menschen, die Wert auf Diskretion und einfache Handhabung legen und den‑ noch Zugang zu hochwertigem Konzentrat‑ konsum wünschen.
zentraten anfallen. Der Vorgang ist schnell, effizient und leicht zu erlernen – ein Grund, warum Terp-Pens für Menschen attraktiv geworden sind, die ein unkomplizierteres Erlebnis suchen.
Wie funktioniert ein Terp-Pen?
Wichtige Komponenten eines Terp-Pens
Das Funktionsprinzip eines Terp-Pens ist relativ einfach. Das Gerät enthält einen wiederaufladbaren Akku, der eine Heizspule oder ein keramisches Heizelement mit Strom versorgt. Bei Aktivierung erreicht die Heizkom‑ ponente eine Temperatur, die ausreicht, um Cannabiskonzentrate zu verdampfen, ohne dass es zu einer Verbrennung kommt.
Der Akku dient als Stromquelle für das gesam‑ te Gerät. Die meisten Terp-Pens verwenden wiederaufladbare Lithium-Ionen-Akkus, die über mehrere Sitzungen hinweg eine gleichb‑ leibende Leistung bieten. Je nach Modell verfü‑ gen die Akkus über unterschiedliche Spann‑ ungseinstellungen, die die Dampfentwicklung und die Geschmacksintensität beeinflussen.
aromatischen Verbindungen, die in Cannabis und vielen anderen Pflanzen vorkommen. Terpene tragen maßgeblich zum Geschmacks‑ und Aromaprofil bei, und Terp-Pens werden oft bevorzugt, weil sie dazu beitragen, diese Eigenschaften während der Verdampfung zu bewahren. Durch die effiziente Erhitzung der Konzentrate ermöglichen sie es dem Nutzer, die Nuancen verschiedener Konzentratpro‑ dukte zu erleben.
Im Gegensatz zu vielen Verdampfern, bei denen Konzentrate zuvor in eine Kammer eingefüllt werden müssen, arbeitet ein TerpPen oft nach dem Direktkontakt-Prinzip. Der Nutzer hält die erhitzte Spitze einfach an die Konzentratquelle, während er durch das Mundstück inhaliert. Das Konzentrat ver‑ dampft sofort und strömt als inhalierbarer Dampf durch das Gerät.
Das Heizelement ist eine der wichtigsten Komponenten. Viele Geräte verwenden Quarzoder Keramikmaterialien, da diese sich schnell und gleichmäßig erwärmen. Diese Ma‑ terialien werden oft aufgrund ihrer Fähigkeit ausgewählt, den Geschmack zu bewahren und gleichzeitig das Risiko des Verbrennens von Konzentraten zu minimieren.
Die meisten Terp-Pens verfügen über einen Akku, ein Heizelement und ein Mundstück, die in ein stromlinienförmiges Design inte‑
Dieser unkomplizierte Mechanismus macht viele der Vorbereitungsschritte überflüssig, die beim herkömmlichen Konsum von Kon‑
Das Mundstück und das Luftstromsystem ver‑ vollständigen das Design. Zusammen sorgen diese Komponenten für einen sanften Dampf
19 und gewährleisten gleichzeitig Komfort beim Inhalieren. Ein gut durchdachtes Luftstrom‑ system kann das Gesamterlebnis erheblich verbessern, indem es eine gleichbleibende Dampfentwicklung und Geschmacksentfal‑ tung gewährleistet.
Wichtigste Vorteile und Vorzüge der Verwendung eines Terp-Pens Einer der größten Vorteile ist die Tragbarkeit. Herkömmliche Dab-Rigs erfordern mehrere Ausrüstungsteile und sind in der Regel auf den Heimgebrauch beschränkt. Ein Terp-Pen hingegen passt in eine Hosentasche oder eine kleine Tasche, was ihn für Nutzer, die häufig unterwegs sind, weitaus praktischer macht. Die einfache Handhabung ist ein weiterer großer Vorteil. Für Neulinge wirkt der Konsum von Konzentraten aufgrund der erforderlichen Hilfsmittel und Techniken oft einschüchternd. Terp-Pens vereinfachen den Vorgang erhe‑ blich, senken die Einstiegshürden und bieten dennoch die mit Konzentraten verbundenen Wirkungen und Aromen. Viele Nutzer schätzen zudem das sauberere Erlebnis. Da das Gerät Konzentrate verdampft, anstatt sie zu verbrennen, entsteht im Verg‑ leich zu herkömmlichen Rauchmethoden oft weniger Geruch. Diese Eigenschaft trägt zur Diskretion bei und kann sowohl für die Nutzer als auch für ihre Umgebung eine angenehmere Atmosphäre schaffen.
Terp-Pen vs. herkömmliche Dab-Rig:
Was ist der Unterschied? Herkömmliche Dab-Rigs gelten seit langem als Standard für den Konsum von Konzentraten. Sie bestehen in der Regel aus einer Glas-Rig, einem Nagel oder Banger, einem Brenner und diversem Zubehör. Während viele Liebhaber das damit verbundene Ritual und die indivi‑ duellen Anpassungsmöglichkeiten schätzen, kann der Aufbau für den täglichen Gebrauch umständlich sein. Terp-Pens bieten eine optimierte Alternative. Dank ihres kompakten Designs sind offe‑ ne Flammen und aufwendige Ausrüstung überflüssig. Diese Bequemlichkeit spricht Personen an, die eine einfachere Methode wünschen, ohne dabei auf den Zugang zu Kon‑ zentratprodukten verzichten zu müssen. Ein weiterer wichtiger Unterschied betrifft die Handhabung. Bei herkömmlichen Rigs ist oft etwas Erfahrung erforderlich, um optimale Erhitzungstemperaturen und Dampfqualität zu erreichen. Terp-Pens verkürzen diese Le‑ rnkurve erheblich und machen sie somit auch für Nutzer zugänglich, die mit den Techniken des Konzentratkonsums möglicherweise noch nicht vertraut sind.
Tipps für ein optimales Erlebnis Die Verwendung hochwertiger Konzentrate ist eine der effektivsten Möglichkeiten, die Ergebnisse zu verbessern. Der Geschmack, die Konsistenz und die Reinheit des Konzentrats beeinflussen direkt die Dampfqualität und die allgemeine Zufriedenheit. Die Wahl seriöser
Produkte kann dazu beitragen, die Vorteile des Geräts voll auszuschöpfen. Ebenso wichtig ist die regelmäßige Wartung. Im Laufe der Zeit können sich Rückstände auf dem Heizelement und anderen Komponenten ansammeln. Die Reinigung des Geräts gemäß den Empfehlungen des Herstellers trägt dazu bei, die Leistung, die Geschmacksqualität und die Lebensdauer zu erhalten. Auch die Pflege des Akkus sollte nicht ver‑ nachlässigt werden. Das Gerät ordnungsgemäß aufgeladen zu halten und eine übermäßige Ent‑ ladung des Akkus zu vermeiden, trägt zu einem zuverlässigen Betrieb bei. Verantwortungsbe‑ wusstes Laden hilft zudem, die Lebensdauer wiederaufladbarer Komponenten zu verlän‑ gern und eine gleichbleibende Leistung über einen langen Zeitraum zu gewährleisten.
Die wachsende Beliebtheit tragbarer Konzentratgeräte Die Vorlieben der Verbraucher verlagern sich weiterhin zu Produkten, die Komfort mit Leis‑ tung verbinden. Branchentrends zeigen ein steigendes Interesse an tragbaren Verdamp‑ fungsgeräten, da Nutzer nach Alternativen zu traditionelleren Konsummethoden suchen. Terp-Pens fügen sich gut in diesen allgemeinen Trend hin zu Einfachheit und Mobilität ein. Auch Fortschritte in der Heiztechnologie haben u ihrer Beliebtheit beigetragen. Die Hersteller arbeiten kontinuierlich daran, die Akku-Effi‑ zienz, die gleichmäßige Erwärmung und die
Langlebigkeit der Geräte zu verbessern, was zu Produkten führt, die ein immer zuverlässi‑ geres Erlebnis bieten. Diese Verbesserungen machen Terp-Pens für ein breites Spektrum an Verbrauchern attraktiv. Mit zunehmendem Wissen über Cannabispro‑ dukte werden die Konsumenten immer wähle‑ rischer, was die Art des Konsums von Konzen‑ traten angeht. Viele legen Wert auf den Erhalt des Geschmacks, eine einfache Handhabung und die Tragbarkeit – allesamt Aspekte, die eng mit den Stärken der Terp-Pen-Technologie zusammenhängen.
Fazit Ein Terp-Pen ist ein kompaktes Verdampfungs‑ gerät, das den Konsum von Cannabiskonzentra‑ ten vereinfachen und gleichzeitig Geschmack und Komfort bewahren soll. Durch die Verwen‑ dung eines batteriebetriebenen Heizelements, das Konzentrate direkt verdampft, entfallen viele der Komplikationen, die mit herkömmli‑ chen Dab-Rigs und anderen Konsummethoden für Konzentrate verbunden sind Für alle, die eine tragbare, benutzerfreundliche und effiziente Option suchen, bieten Terp-Pens eine praktische Lösung. Dank ihrer Kombinati‑ on aus Zugänglichkeit, Diskretion und Leistung haben sie sich als beliebte Wahl unter moder‑ nen Cannabiskonsumenten etabliert, und ihre kontinuierliche Weiterentwicklung lässt darauf schließen, dass sie auch in den kommenden Jahren ein wichtiger Bestandteil der Konzen‑ trat- Landschaft bleiben werden.
Nachrichten Von Valentina Lentz
632 Kilo Medizinalcannabis vernichtet In Deutschland wird medizinisches Cannabis streng kontrolliert, aufwendig geprüft und unter hohen Sicherheitsstandards importiert. Umso absurder wirkt ein Fall aus Düsseldorf, bei dem mehr als eine halbe Tonne einwandfreie Ware nicht etwa wegen Qualitätsmängeln, sondern aufgrund eines bürokratischen Stillstands im Müllofen endete. Die Geschichte zeigt, wie schnell ein funktionierendes Versorgungssystem ins Stocken geraten kann, wenn Behörden, Unternehmen und rechtliche Vorgaben nicht sauber ineinandergreifen. Für Patient:innen, die seit Monaten über Lieferengpässe und steigende Kosten klagen, wirkt dieser Fall wie ein Schlag ins Gesicht.
Was wie ein Skandal klingt, ist in Wahrheit ein Paradebeispiel dafür, wie bürokrati‑ sche Abläufe im deutschen Cannabismarkt funktionieren – und manchmal komplett scheitern. In Düsseldorf wurden Anfang Juli insgesamt 632 Kilogramm medizini‑ sches Cannabis verbrannt. Die Ware war legal eingeführt, vollständig dokumentiert und ursprünglich für Patienten bestimmt. Trotzdem endete sie in einer Müllverbrenn‑ ungsanlage. Der Grund dafür lag nicht in fehlenden Genehmigungen oder Sicherheitsbedenken, sondern in einem simplen, aber folgensch‑ weren Verwaltungsproblem: Die Einfuhrum‑ satzsteuer von rund 23.000 Euro wurde nie bezahlt. Dadurch durfte die Lieferung nicht freigegeben werden und blieb über Monate im Zolllager liegen. Währenddessen wurde
über das einführende Unternehmen ein Insolvenzverfahren eröffnet – ein weiterer Grund, warum die Ware nicht bewegt wer‑ den durfte. Insgesamt vergingen rund 30 Monate, in denen das Cannabis ungenutzt lagerte. Als das Verfahren schließlich abgeschlossen
war, war das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten. Für medizinische Zwecke war die Ware damit nicht mehr verwendbar. Die Vernichtung war also nicht nur rechtlich vorgeschrieben, sondern auch pharmazeu‑ tisch notwendig. Der Fall zeigt, wie empfindlich das System für Medizinalcannabis ist: Selbst vollstän‑ dig geprüfte und legale Ware kann durch administrative Blockaden unbrauchbar werden. Besonders bitter ist das vor dem Hintergrund der aktuellen gesundheits‑ politischen Debatten, in denen Patienten zunehmend um ihre Versorgung kämpfen müssen. Während die Politik die Erstattung von Cannabisblüten einschränkt, landet geprüfte Medizin im Ofen – nicht aus bösem Willen, sondern wegen eines Systems, das keine Flexibilität kennt. Der Düsseldorfer Fall ist kein Einzelfall, son‑ dern ein Hinweis darauf, dass Deutschland dringend effizientere Prozesse braucht, um medizinische Cannabisprodukte sicher und zeitnah zu den Menschen zu bringen, die darauf angewiesen sind.
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Anbauen
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Von Robert Brungert | Bild: Archiv Soft Secrets
KcanG: Der Trend zum Eigenanbau Vor dem KCanG hätten bereits viele Konsumenten selber anbauen können und taten es nicht – es sei zu gefährlich. Heute gibt es Spielregeln, und wer sich daran hält, muss nichts mehr befürchten. Dann darf es schon mal aus dem Fenster duften oder bei einer Kontrolle werden ein paar Gramm gefunden. Das ist aber alles Selbstversorgung und Eigenbedarf, eine Abgabe hat es nie gegeben.
eigentlich ein gutes Gefühl, sich an das Gesetz zu halten, wenn gerade ein paar Beamte auf der Straße unterwegs sind. Wichtig bleibt, dass wir uns an dieses Gesetz so gut es geht halten. Sicherlich können wir unseren Pflanzen nicht erklären, dass sie bis 50 Gramm Trockenmasse aufbauen und nicht mehr. Wir können jedoch mit Autoflowering arbeiten und alle drei oder vier Wochen den nächsten Samen in die Erde stecken. Durch Autos können wir drei Pflanzen zeitversetzt ernten. Schon ist alles etwas siche‑ rer, da wir nicht mehr als 50 Gramm Trocken‑ masse einlagern. Bleibt dieser Trend zum Eigenanbau unge‑ brochen? Davon ist auszugehen. Die einen wollen Geld sparen, die anderen möchten den Schwarzmarkt aus gesundheitlichen Gründen meiden. Und dass die Anbaugemeinschaften wie Pilze aus dem Boden sprießen, ist eher unwahrscheinlich. Es sind vielleicht bald auch 10 % der Konsumenten, die in CSCs Cannabis beziehen – viel mehr ist aber kaum zu erwar‑ ten. Das Konzept der Anbaugemeinschaften auf Vereinsbasis mit all den bürokratischen Regelwerken wirkt letztendlich abschreckend. Ganz offen: Wer 100.000 Euro frei machen kann, wird doch wohl nicht einen CSC gründen und denen das Geld vorschießen. Gäbe es je‑ doch so etwas wie eine gemeinnützige GmbH, in der die Kontrolle bei einem selber liegt, wäre das vielleicht etwas anderes. Ähnlich wie im Verein könnte sich jeder ein Gehalt als Aufwandsentschädigung auszahlen. Es hat sich also etwas getan – auch bei den Konsumenten. Diese können letztendlich nur das konsumieren, was sie haben. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen? Patienten kön‑ nen sich legal über die Apotheken versorgen. Mitglieder in CSCs haben ebenfalls Zugang zu potentem Cannabis. Doch was ist mit allen anderen? Der Schwarzmarkt kennt immerhin keine Produktkontrollen – was also, wenn der Cannabis mit Pestiziden, Streckmitteln oder auch synthetischen Cannabinoiden verunrei‑ nigt ist? Das alles geht auf die körperliche und auch psychische Gesundheit. Der Eigenanbau wird damit zum willkomme‑ nen Ausweg für alle, die etwas Platz, ein paar Euro Startkapital und ein grünes Händchen mitbringen. Ganz schwierig ist es sicherlich nicht, doch von alleine wächst einem auch kein Blütenwunder unter der Kunstlichtlampe. Bereits im April 2026 veröffentlichte Haufe.de den Artikel „Was die Cannabis-Legalisierung brachte“. Das Kernthema war der Zwischenbe‑ richt zur „Evaluation des Konsumcannabisge‑
setzes“. In diesem Zuge wurden Konsumenten auch nach ihrer Bezugsquelle befragt. Im ersten Halbjahr 2024 – also vor dem KCanG – gaben 5,4
Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen? % den Eigenanbau an. Im zweiten Halbjahr 2025 waren es bereits 21,4 % – es wären noch mehr gewesen, wenn denn jeder eine stille Kammer hätte. Bei den meisten von uns passt das Grow‑ zelt doch nicht mehr in die Bude. Nur 3,5 % der Befragten gaben an, dass sie über eine sogenannte Anbauvereinigung Can‑ nabis beziehen. Haufe.de bemängelt, dass das Gesetz auch an dieser Stelle das ursprüngliche Ziel verfehlt und die CSCs quantitativ nicht richtig zünden.
Auch die Mund-Propaganda beflügelt den Eige‑ nanbau: Cannabis-Konsumenten sind in der Regel gesellig und sozial eingestellt. Hier findet also ein reger Austausch statt. Und seitdem der Eigenanbau toleriert wird, lässt sich viel offener darüber reden. Die Hemmschwelle ist geringer, mal eben einen der Kollegas mit in die Wohnung zu lassen, damit er einem den Grow rettet. Es findet also seit 2024 zugleich ein verstärkter Austausch unter den Konsu‑ menten über ihren Eigenanbau statt. Auch damit zündet bei vielen die Idee, sich selber ein Growzelt zu kaufen. Viele Händler bieten direkt Einsteiger-Sets an und versuchen, den Anfängern das Leben leicht zu machen. Seeds gibt es weiterhin im Versandhandel, Stecklinge finden sich sogar bei einigen Händlern. Wir stehen kurz davor, dass unsere potente Hanfsaat in Supermärk‑ ten mit in diesen Saat-Displays steht oder dass Gartenhandlungen Stecklinge anbieten. Früher gehörte es vielleicht zum guten Ton, auch ein Krimineller zu sein. Aber es ist doch
Nichts gegen CSCs auf Vereinsbasis – aber wes‑ wegen muss jedes Mitglied stimmberechtigt sein? Kleine Trägervereine und viele Mitglieder wären doch viel unkomplizierter. Aber auch dann würde als paralleles Konzept die „ge‑ meinnützige GmbH“ fehlen, in der lediglich die Geldgeber und Macher das Sagen haben. Dennoch ist es schön, wenn sich Menschen zusammenfinden und harmonisch im CSC Cannabis anbauen dürfen. Wir müssen immer auch ein Stück für das dankbar sein, was wir haben. Zufrieden geben müssen wir uns damit in unseren sachlich formulierten Forderungen jedoch nicht. Im direkten Vergleich hat also der geduldete Eigenanbau gegen das Konzept der Anbau‑ gemeinschaften klar gewonnen. Und auch hier hätten wir gerne eine andere Mengenbe‑ grenzung, die der Natur der Cannabispflanze näher kommt. Wir können es uns leider nicht aussuchen – take it or leave it!
Lifestyle
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@sudestfam
Der Hauptmast
Joint-Filter: Zwischen Tradition und Innovation „Mach einen dicken Filter, dann schaffst du es immer, das Papier zu rollen und den Joint zuzukleben.“ Das sagte mir vor Jahren ein Freund, und ich tat es als einen dieser Ratschläge für Anfänger ab – eine jener Weisheiten, die man teilt, wenn die Blättchen knapp werden oder wenn sich die Person neben einem beim Zudrehen des Joints fast verknotet (so wie es bei mir der Fall war). Erst Jahre später begriff ich, dass es sich nicht um einen banalen Tipp handelte, sondern um eine echte Lektion in Architektur. Schließlich verleiht der Filter dem Joint seine Struktur; er hält ihn gerade und ermöglicht es, das Papier zu rollen, während man den Inhalt in Form bringt.
mit Keramikkappen verschlossen, die über Öffnungen für den Luftstrom verfügen. Aktiv‑ kohle ist ein hochporöses Material pflanzlichen Ursprungs mit hervorragenden Filtereigen‑ schaften, das in der Lage ist, beträchtliche Mengen an Schadstoffen zu binden. Dank ihres natürlichen Ursprungs ist sie zudem umwelt‑ freundlich und vollständig kompostierbar. Während der Rauch den durch die Aktivkohle gebildeten, gewundenen Weg durchströmt, wird ein Teil der Wärme abgeleitet, was zu ei‑ nem kühleren Zuggefühl im Halsbereich führt. Ein Nachteil einiger Modelle ist der erforderli‑ che Zugwiderstand, da sie sich beim Inhalie‑ ren etwas schwergängig anfühlen können. Modelle hingegen, bei denen eine der Kera‑ mikkappen durch einen Zelluloseschwamm ersetzt wurde, bieten meist ein angenehme‑ res Raucherlebnis. Aktivkohlefilter; Foto von El Mono Español, via Wikimedia Commons
Die gesamte Energie des Rauchs – dieses aufschlussreichen Boten – strömt durch dieses winzige Röhrchen und transportiert Aromen, Empfindungen sowie die Handschrift dessen, der den Joint gedreht hat. Der Filter ist der Hauptmast des Joints. Viele unterschätzen seine Bedeutung, doch ohne einen guten Filter führt selbst die beste Absicht zu einem schlecht gedrehten Joint. Filter sind nicht gleich Filter; die Art des Zugs hängt vom Filter und seinen Eigenschaften ab – etwa Dicke, Länge und Material. Im letzten Jahrzehnt haben viele Unternehmen neue Lösungen entwickelt und verschiedene Formen sowie Materialien eingeführt, um den Zug, die Rauchfiltration und das Gesamterleb‑ nis zu verbessern. Die Entwicklung reichte von einfachen faltbaren Pappstreifen – lange Zeit die einzige Option auf dem Markt – über inno‑ vative Materialien wie Zellulose und Aktivkohle bis hin zu raffinierten Glasmundstücken, die Funktionalität mit Ästhetik verbinden. Um diese Entwicklung zu verstehen, müssen wir ganz am Anfang beginnen: bei den Pappfiltern.
PERFORIERTE FILTERTIPS Perforierte Filtertips sind die klassischen Pappstreifen, die in kleinen Heftchen zus‑ ammengefasst sind; ihre Oberfläche weist werkseitige Mikroperforationen auf. Diese ermöglichen es, die Größe anzupassen oder den Tip ziehharmonikaartig zu falten – etwa zu einer „S“- oder „W“-Form im Inneren der Ziga‑ rette –, um als Barriere gegen losen Tabak zu
dienen, während der Rauch ungehindert hin‑ durchströmen kann. Das Kartenmaterial kann aus gebleichtem Papier (das durch chemische Behandlung eine charakteristische perlweiße Farbe erhält) oder aus ungebleichten Pflanzen‑ fasern bestehen. Letztere beeinflussen den Geschmack weniger und gelten als gesund‑ heitlich unbedenklicher. Die Abmessungen des Pappstreifens – und damit des fertigen Tips – haben einen erheblichen Einfluss auf den Zugwiderstand des Joints. Ein langer Tip sorgt
Obwohl die Hersteller von Aktivkohlefiltern be‑ haupten, dass das Terpenprofil des Ausgangs‑ materials unverändert bleibt, beeinflussen manche Modelle dennoch den endgültigen Geschmack. Aktivkohlefilter sind in verschiede‑ nen Größen erhältlich, wobei die Durchmesser von 5 bis 14 Millimetern reichen.
während Zellulose zu 100 % biologisch ab‑ baubar ist. Zudem weisen Zellulosefilter eine luftigere, weniger stark verdichtete Struktur auf, wodurch sie das Raucherlebnis weniger stark beeinflussen. Beide Materialien sind in verschiedenen Größen erhältlich – von „Extra Slim“-Modellen bis hin zu „Big Size“-Varianten mit einem Durchmesser von 9 Millimetern.
JILTER Der Jilter ist ein speziell für den Konsum von Cannabis und Cannabisextrakten entwickel‑ ter Filter. Er besteht aus natürlicher Zellulose und verfügt über eine Öffnung, in die sich ein herkömmlicher Pappfilter (Filter-Tip) einsetzen lässt. Jilter wurden gezielt dafür entwickelt, Verun‑ reinigungen – wie etwa Tabakkrümel – zurück‑ zuhalten und bestimmte Schadstoffe wie Nikotin und Teer zu filtern, ohne dabei den Geschmack oder die Wirkung nennenswert zu beeinträchtigen. Erhältlich sind sowohl eine
ACETAT ODER ZELLULOSE Acetatfilter sind die klassischen weißen Filter, die häufig bei industriell gefertigten Zigaretten und Drehtabak zum Einsatz kommen. Sie be‑
Aktivkohle ist ein hochporöses Material pflanzlichen Ursprungs mit hervorragenden Filtereigenschaften für einen kühleren, sanfteren Zug, während bei einem kurzen Tip die Verbrennungshitze stärker spürbar ist. In Brasilien bevorzugen viele Raucher lange Tips – mit einer Länge von mindestens 5 Zentimetern –, ein Trend, der inzwischen auch Europa erreicht hat.
AKTIVKOHLEFILTER Aktivkohlefilter gehören wohl zu den erfol‑ greichsten Innovationen in diesem Bereich. Diese Filterart besteht aus einer Außenhülle – einem stabilen Pappzylinder, der die Aktiv‑ kohle umschließt – und ist an beiden Enden
stehen aus einem synthetischen Material, das durch chemische Behandlung von Zellulose gewonnen wird. Der Acetatfilter fungiert als mechanische Barriere und hält vorwiegend Teer und einen Teil des Nikotins sowie Harze, Öle und andere Rauchpartikel zurück. Durch ihre Eigenschaft, Partikel und Kondensate zu filtern, kann sich auch die Menge der durchge‑ lassenen Cannabinoide und Terpene verringern. Der wesentliche Unterschied zwischen Acetat‑ filtern und Filtern aus reiner Zellulose liegt in ihrer Umweltverträglichkeit. Acetat benötigt mehr als fünf Jahre, um sich zu zersetzen,
Jilter
„Eco“-Variante aus ungebleichter Naturzel‑ lulose als auch eine „Fat“-Version mit einem Durchmesser von 7 Millimetern, die speziell für das Drehen dickerer Joints konzipiert wurde.
GLAS-TIPS Glasfilter gehören zu den beliebtesten Optionen unter Rauchern. Sie bestehen meist aus Boro‑ silikatglas – demselben Material, das auch für
23 herstellung über herkömmliche Materialien hinaus und verwenden Elfenbein sowie Na‑ turhorn. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist die Torino Horn Company, eine Marke, die Joint-Filter aus seltenen, hochwertigen Roh‑ stoffen in Handarbeit fertigt. Zu ihren exklusivsten Produkten zählen Filter aus fossilem Mammutelfenbein – einem jahrtausendealten Material, das aus den Stoßzähnen von Tieren gewonnen wird, die im Permafrostboden oder in anderen natürli‑ chen Umgebungen konserviert wurden. Kenner schätzen dieses Material besonders, da es den Geschmack des Rauchs in keiner Weise verfälscht. Neben seinem geringen Gewicht und seiner enormen Haltbarkeit besticht es durch eine schillernde Optik, die – in Verbindung mit seiner Geschichte – eine besondere Faszination ausübt.
GLOBALE TRENDS Europa ist einer der Märkte mit der größten Vielfalt an verfügbaren Lösungen – vor allem aufgrund der weit verbreiteten Gewohnheit, das Rauchmaterial mit Tabak zu mischen. In den USA – und generell auf dem ameri‑ kanischen Kontinent – r auchen die meisten Konsumenten reines Marijuana. Dies führt zu anderen Marktanforderungen, bei denen das Herausfiltern von Schadstoffen und Verunreinigungen eine weniger zentrale Rolle spielt. Glas-Mundstück mit mehreren Öffnungen von Vortex
das Drehen der bekannten „Donuts“ – reine Joints aus Cannabisblüten und Rosin – werden beispielsweise meist Mehrlochfilter mit einem Durchmesser von 10 bis 12 mm verwendet. An‑ dere Modelle sind so konzipiert, dass sie einen bereits mit einem herkömmlichen Papier-Tip gedrehten Joint aufnehmen können und somit wie ein klassisches Mundstück fungieren.
KERAMIKFILTER
Mammut-Fossil-Filter Bongs und Dab-Rigs verwendet wird. Glas-Tips stellen eine eigene Welt für sich dar und sind weit mehr als nur eine gewöhnliche Filtervariante. Im Gegensatz zu anderen Filtertypen auf dem Markt stehen sie nicht allein im Dienste der Funktio‑ nalität; viele Modelle werden von Glaskünstlern in Handarbeit gefertigt und entwickeln sich zu echten Sammlerstücken. Ihr entscheidender
beim Durchströmen ab, was für einen sanfteren Zug sorgt. Sie sind in verschiedensten Formen und Größen erhältlich, passend für jeden Gesch‑ mack und Verwendungszweck. Manche Modelle verfügen über innenliegende Verengungen, Spiralen oder Mehrlochsys‑ teme, die nicht nur kleine Pflanzenpartikel
Glasfilter kühlen den Rauch beim Durchströmen ab, was für einen sanfteren Zug sorgt Vorteil liegt in der Neutralität des Materials: Glas verfälscht den Geschmack nicht und nimmt kei‑ ne Aromen an. Zudem lassen sich die Filter nach einer einfachen Reinigung beliebig oft wiederver‑ wenden und werden so zu treuen Begleitern bei jedem Rauchritual. Glasfilter kühlen den Rauch
zurückhalten, sondern auch den Luftstrom optimieren. Die Durchmesser reichen dabei von mindestens 5 Millimetern bei „Slim“-Vari‑ anten bis hin zu über 12 Millimetern bei größe‑ ren Ausführungen. Die Wahl des Glas-Tips hängt auch vom jeweiligen Rauchgut ab: Für
Diese Filter bestehen aus hochfester technischer Keramik, die durch das Brennen von Tonen und Mineralien bei extrem hohen Temperaturen hergestellt wird. Das Material kühlt den Rauch ab, ohne dessen sensorische Eigenschaften nen‑ nenswert zu beeinträchtigen. Ein weiterer Vorteil ist die Wiederverwendbarkeit. Ein wesentlicher Nachteil sind jedoch Größe und Gewicht; sie kön‑ nen sperrig und bei der Zubereitung des Joints unhandlich sein – ein Grund dafür, warum sie auf dem Markt nur selten zu finden sind.
HOLZ UND METALL Obwohl es sich um völlig unterschiedliche Materialien handelt, teilen sie zwei wesentliche Eigenschaften: Langlebigkeit und Wiederver‑ wendbarkeit. Holzfilter – meist aus Bambus ge‑ fertigt – bringen eine organische Komponente ein; sie fühlen sich angenehm auf den Lippen an, verleihen dem Rauch aber auch eine erdige Note. Zudem neigen sie dazu, mit der Zeit unangenehme Gerüche aufzunehmen. Metal‑ lfilter (etwa aus Edelstahl) hingegen beeinflus‑ sen den Geschmack des Joints in keiner Weise, da das Material absolut geschmacksneutral ist.
SELTEN, EXKLUSIV UND AUSSERGEWÖHNLICH Einige Kunsthandwerker gehen bei der Filter‑
DER RICHTIGE FILTER Die Wahl des passenden Filters hängt vor al‑ lem vom gewünschten Raucherlebnis ab; es gibt keinen absolut „besten“ Filter. Die Größe spielt dabei eine entscheidende Rolle – oft eine wichtigere als das verwendete Material. Ein langer Filter sorgt unabhängig vom Mate‑ rial für eine stärkere Abkühlung des Rauchs und damit für einen sanfteren Zug. Im Gegensatz dazu ermöglicht ein kurzer, dicker Filter einen stärkeren, freieren Luftstrom. Das Material beeinflusst weitere Aspekte des Erlebnisses, etwa die Geschmacksneutralität bei Glas oder die hervorragende Filterleis‑ tung von Aktivkohle. Jeder Filtertyp bedient unterschiedliche Bedürfnisse. Was früher nur ein Nebenelement war, hat sich zu einem wesentlichen Merkmal entwic‑ kelt – einem festen Bestandteil des gesamten Raucherlebnisses.
Viva Sativa! Aus biologisch angebautem Sativa-Hanf
Anbau mit Robert B.
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Von Robert B. | Bild: iStock
Blüten – nicht mehr erstattungsfähig
Der medizinische Cannabismarkt boomt in Deutschland: 2024 wurden laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte immerhin 71,1 Tonnen potenter Cannabis für die Medizin und die Forschung importiert. Ein Jahr später waren es über 200 Tonnen. Wer die CDU/CSU-Argumentationen um die Gefahr der Blüten kennt, weiß, wie dieser Dorn im Auge sticht. Unter dem berechtigten Vorwand, die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherungen zu stabilisieren, wurde die Kostenübernahme durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz nun komplett gestrichen.
Wer selber zahlt und Privatrezepte erhält, kann sicherlich weiterhin Cannabisblüten erhalten. Wird bedacht, dass die Hersteller und Händler im direkten Konkurrenzkampf mit den Preisen auf 5 Euro pro Gramm runtergehen und den Schwarzmarkt damit deutlich unterbieten, bleibt es für Patienten interessant, sich weiterhin nicht strafbar zu machen. Das wäre nämlich für viele Patienten die Konsequenz, wenn die Abgabe der Blüten komplett verboten wäre. Anders, als anfangs vermutet, ist aber auch die Therapie mit Extrakten von jetzt an eingeschränkt. Wer sie bereits auf Kassenrezept erhält, wird erleichtert sein: Bestehende Behandlungen mit Extrakten dürfen weiterhin über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden. Anders sieht es aus, wenn ein Patient sich neu für die Cannabis-Behandlung entscheidet. Gibt es in dieser Situation ein zugelassenes Fertigarzneimittel mit Cannabinoiden, dann ist erst dieses in einem Therapieversuch, der sechs Monate dauert, anzuwenden. Erst anschließend dürfen die Ärzte Extrakte verschreiben.
Diese Regelung wird jedoch ausgehöhlt – erstens gibt es für viele Erkrankungen keine zugelassene Fertigarznei auf Cannabinoid-Basis. Zweitens müssen sich viele Fachärzte nicht an diese Regelung halten. Sie dürfen begründet direkt oder nach einer kürzeren Testphase Extrakte auf Kassenrezept verschreiben. Beispielsweise Schmerzpatienten können direkt Extrakte erhalten. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband verständigt. Diese wenden das neue Gesetz also nicht in voller
Ultradünnes, grünes Papier mit sichtbaren Naturfasern
Die Logiken der CDU/CSU-Fraktionen sind nicht immer ganz rational nachvo‑ llziehbar oder beinhalten nur die halbe Wahrheit. Worin wir uns mit der CDU/ CSU jedoch einig sein können: Cannabis ist kein Medikament, wie jedes andere. Es ist eine kleine Wissenschaft für sich und jeder Patient erlernt für sich den richti‑ gen Umgang mit seinem Cannabis. Dazu
Schmerzpatienten können direkt Extrakte erhalten Härte an – ein Signal an die CDU/CSU?
Green, Greener, Green Hemp
abbrechen können. Wer eine Fertigarznei einnimmt, hat es hingegen direkt zu 100 % im Organismus.
Wir blenden zurück zur CDU/CSUArgumentation: Die Cannabisblüten unterliegen (angeblich) starken Wirkstoffschwankungen von Blüte zu Blüte. Es lässt sich damit nicht sicher dosieren und das sei für die medizinische Verwendung sehr wichtig. Deswegen ist die medizinische Verwendung von Cannabisblüten unsicher und zu vermeiden. Außerdem rauchen viele Patienten ihre Blüten, das sei eine ungesunde Konsumform. Nur mit standar‑ disierten Fertigarzneimitteln ist die sichere Dosierung und damit eine medizinische Versorgung überhaupt erst gegeben. Dem gegenüber stellen wir all jene Patienten, die je nach Situation mal etwas mehr oder weniger konsumieren. Und wir stellen fest, dass inhalierende Patienten bereits während der Einnahme die Wirkung abschätzen und dann auch den Konsum
gehört auch, dass jeder Patient etwas anderes konsumiert – aber immer wieder auf seine Weise. Patienten erlernen damit den Umgang mit Extrakten oder Blüten und können damit umgehen. Wir halten also fest, dass es bei diesem Verbot der Kostenübernahme wohl eher darum geht: CDU und CSU wollen in ihrer Lebenswelt keine Cannabisblüten. Es geht weniger um gesundheitliche Aspekte oder die Einsparung von Kosten, es geht um ideo‑ logische Gesichtspunkte. Denn ein Extrakt oder Fertigarzneimittel enthält ebenfalls Wirkstoffe und hat seinen Preis. Weswegen also keine Cannabisblüten verschreiben? Wir wollen nicht alles schlechtmachen: Für Selbstzahler ändert sich nichts und wer mit einem knappen Budget haushalten muss, kann sich immer noch mit Extrakten anfre‑ unden. Aber eines vorweg: Sehr bald wird es für viele Indikationen das zugelassene
Fertigarzneimittel auf Cannabinoidbasis geben. Denn die Hersteller sehen, dass sich ihnen hier die Tür auftut – viele Ärzte wer‑ den ihre Fertigarznei und nicht die Extrakte verschreiben. An dieser Stelle spielt dieses GKV-Beit ragssatzstabilisierungsgesetz, welches am 30. Juli in Kraft trat, den größeren Pharmakonzernen in die Hände. Ein Zulassungsverfahren für Fertigarzneimittel ist für kleine Player viel zu aufwändig. Diese sind als Konkurrenz also draußen und können ihren Fokus auf Extrakte und Selbstzahler-Blüten legen. Kritiker sprechen von einem LobbyGesetz – es gab eine Einflussnahme mit Parteispenden über 560.000 Euro vor der Bundestagswahl 2025 durch Clemens Fischer. Das Fertigarzneimittel Exilby wird nun gestärkt, daran verdient Fischer, der darauf hingearbeitet haben soll. Es bleibt für uns Patienten abzuwarten, wie die Mediziner reagieren. Werden diese uns jetzt bereitwillig Extrakte aufschreiben oder doch die gewünschte Fertigarznei verordnen? Und werden Rezepte für Selbstzahler vielleicht nicht mehr so gerne unterschrieben? Das alles ist sicherlich vom Arzt abhängig – solange wir uns unsere Ärzte noch aussuchen dürfen, können wir wechseln. Abschließend sei angemerkt, dass es normal ist, dass Gesetze im Laufe der Zeit überarbeitet oder durch andere Gesetze umgeändert werden. Wir müssen also darauf hoffen, dass sich unsere konservati‑ ven Lager in künftigen Wahlen nicht so stark durchsetzen können. Doch an dieser Stelle hängt uns leider eine Gewitterwolke über den Köpfen.
Grow with Stoney Tark
25 Was kann ich mit den Schnittresten meiner Cannabis-Pflanzen aus dem Freilandanbau machen? Von Stoney Tark
Bevor man Haschisch herstellt, ist es wichtig zu verstehen, was gutes Ausgangsmaterial ausmacht. Während manche Züchter Blätter und kleinere Blüten nach der Ernte wegwerfen, kann harzreiches Pflanzenmaterial dennoch wertvoll sein. Wenn du dich fragst, was du dieses Jahr mit deinen Schnittresten aus dem Freilandanbau machen kannst, dann erklärt dieser Artikel zwei Möglichkeiten, Haschisch herzustellen. Ich liebe es, Haschisch herzustellen, und die Verwendung der „Sugar Trims“ am Ende jeder Ernte ist immer ein Bonus!
Ein Beispiel für Bubble-Hasch und Dry-Sift zusammen, bereit für die Wintersaison Die Verwendung von Eis und kaltem Wasser fördert die Abtrennung der Trichome vom Pflanzenmaterial. Da das Material bei diesem Verfahren gewaschen wird, können einige aro‑ matische Verbindungen ins Wasser übergehen.
Durch das Trocken sieben von Pflanzenmaterial entsteht ein sandartiger Pollen, der zum Rauchen bereit ist
Was sind Cannabis-Trimmreste und kann man davon high werden? Cannabis-Trimmreste sind die Blätter, die bei der Ernte während des nassen oder trockenen Trimmens von der Pflanze entfernt werden. Bei harzreichen Sorten können Trichome die kleineren Zuckerblätter und in manchen Fällen auch Teile der größeren Fächerblätter bedec‑ ken. Stark mit Harz überzogene Blätter können sich sogar nach innen rollen, wenn sich das Harz an ihren Rändern ansammelt.
Sollte ich die kleinsten Blüten aufbewahren? Kleine Blüten, die weiter unten im Blätterdach zu finden sind, können ebenfalls Teil des Trim‑ mmaterials werden. Da diese Blüten weniger Licht erhalten, sind sie zum Rauchen oft weniger begehrt. Sie können jedoch dennoch erhebliche Mengen an Trichomen enthalten. Im Allgemei‑ nen umfasst Cannabis-Trimm geeignetes Pflan‑ zenmaterial mit Trichomen, von Zuckerblättern bis hin zu kleineren Popcorn-Blüten. Das beste Material ist in der Regel sauber und harzreich, insbesondere die kleineren Blätter, die die Blüten umgeben. Kleine Blüten, deren Entnahme schwierig oder zeitaufwendig ist, können ebenfalls zur späteren Verarbeitung beiseite gelegt werden. Blätter können nützlich sein, wenn sie reichlich mit Trichomen bedeckt sind. Entsorge jedoch jegliches Pflanzenmaterial, das Schimmel, Me‑ hltau oder andere Anzeichen einer Verunreini‑ gung aufweist.
Welche Arten von Haschisch lassen sich herstellen? Im Kern geht es bei der Haschischherstellung darum, harzreiche Trichome vom umgebenden Pflanzenmaterial zu trennen. Verschiedene Can‑ nabissorten können als geeignetes Ausgangs‑ material dienen, solange die Blüten und Blätter ausreichend mit Trichomen bedeckt sind. Zwei gängige Verfahren sind das Trocken‑ sieben mit Sieben und die wasserbasierte Trennung mit Filterbeuteln. Jede Technik hat ihre eigenen Eigenschaften und führt zu unter‑ schiedlichen Haschischarten und -qualitäten. Beide werden im Folgenden erläutert.
Wasser-Haschisch mit Bubble Bags Bubble-Haschisch wird hergestellt, indem Trichome in kaltem Wasser vom Pflanzenma‑ terial getrennt und mithilfe von Filterbeuteln, allgemein als „Bubble Bags“ bekannt, aufge‑ fangen werden. Diese Beutel enthalten Siebe mit unterschiedlichen Mikronwerten, sodass das abgetrennte Material je nach Partikelgröße gesammelt werden kann. Bei der wasserbasierten Trennung können größere Mengen an Pflanzenmaterial verarbeitet werden, während durch mehrere Filterstufen verschiedene Haschischqualitäten hergestellt werden können. Einige der begehrtesten lösungs‑ mittelfreien Produkte werden mit bestimmten Mikronbereichen in Verbindung gebracht. Die Qualität hängt jedoch letztendlich vom Ausgangs‑ material und den Verarbeitungsbedingungen ab.
Je nach Technik kann das Ausgangsmaterial frisch gefroren oder getrocknet sein. Unabhängig davon, ob Trockenabsiebung oder wasserbasierte Trennung zum Einsatz kommt, bleibt die Qualität des Ausgangsmate‑ rials einer der wichtigsten Faktoren. Sauberes, harzreiches Pflanzenmaterial bietet eine wei‑ taus bessere Grundlage als Blätter oder Blüten mit geringer Trichombedeckung.
so lange aufbewahren, bis du bereit bist, Dry Sift oder Bubble Hash herzustellen. Durch die Lagerung im Gefrierschrank wird das Aroma gemildert und die Terpene sowie Trichome bleiben erhalten. Ich empfehle, auch Trimm‑ reste aus dem Indoor-Anbau beizumischen, da dies die Ausbeute bei der Haschischherstel‑ lung stets verbessert. • Wirf alle Blüten weg, die von Schimmel befallen sind • Blätter mit weißem Mehltau müssen ent‑ sorgt werden • Untersuche kleine Blüten sorgfältig auf Schimmel
Trockenabsiebung mit Sieben
Mein Fazit
Das Trockensieben ist eine einfache Alternative zur Trennung auf Wasserbasis. Dabei werden trockenes, harzreiches Pflanzenmaterial und feinmaschige Siebe verwendet, um die Trichome vom restlichen Pflanzenmaterial zu trennen.
Wenn du Dry Sift oder Water Hash herstellst, ist die wichtigste Zutat frisches, sauberes und unbelastetes Pflanzenmaterial. Das können Fächerblätter, kleine, noch nicht voll entwickel‑ te Blüten und im Grunde alles sein, an dem sich Harzklumpen befinden. Viel Erfolg bei der Her‑ stellung von leckerem Bio-Outdoor-Haschisch und viel Spaß mit deiner Outdoor-Ernte!
Siebe mit unterschiedlichen Maschenweiten ermöglichen eine Verfeinerung des Materials und die Trennung der Harzköpfe von uner‑ wünschtem Pflanzenmaterial. Traditionelles Haschisch nach marokkanischer Art ist ein bekanntes Beispiel für ein Produkt, das mit Trockensiebtechniken hergestellt wird. Bei diesem Verfahren wird in der Regel troc‑ kenes Material verwendet, und im Vergleich zu wasserbasierten Techniken ist der Aus‑ rüstungsbedarf relativ gering. Kühle Bedingun‑ gen können die Trichomabscheidung erleich‑ tern, während durch den Verzicht auf einen Waschschritt weniger Aromastoffe mit Wasser in Berührung kommen. Da das Material jedoch in einer offenen Umgebung verarbeitet wird, können Staub und Verunreinigungen aus der Luft das Endprodukt potenziell beeinträchtigen.
Einfrieren von Pflanzenmaterial Es ist ratsam, deine im Freien geernteten Trimmreste und Pflanzenmaterial im Ge‑ frierschrank aufzubewahren. Du kannst sie
The new Evergreen
Verpackung aus Zuckerrohrfasern, natürliche Akaziengummierung
Grow mit Johnny Stardust
26
Terps Von Johnny Stardust
Aromastoffe, Wirkmodulatoren und ein spannendes Forschungsfeld Wenn über Cannabis gesprochen wird, stehen meist die Cannabinoide THC und CBD im Mittelpunkt. Doch auch die Terpene („Terps“) rücken zunehmend stärker in das Interesse von Konsumenten und Wissenschaft. Diese natürlichen Aromastoffe verleihen Cannabis nicht nur seinen charakteristischen Geruch und Geschmack, sondern beeinflussen höchst wahrscheinlich auch das Wirkprofil der Cannabinoide.
deutlich in ihrer subjektiven Wirkung. Genau hier vermuten Wissenschaftler einen mögli‑ chen Einfluss der Terpene.
Der Entourage-Effekt Im Zusammenhang mit Terpenen fällt häufig der Begriff des Entourage-Effekts. Diese Hypothese beschreibt die Annahme, dass Cannabinoide und Terpene gemeinsam ein anderes Wirkprofil erzeugen als isolierte Einzelstoffe. Demnach könnte THC beispielsweise je nach Terpenprofil einer Sorte stärker entspannend, aktivierend oder angstlösender wahrgenommen werden. Der Begriff „Entourage-Effekt“ wurde erstmals 1998 von den israelischen Forschern Shimon Ben-Shabat und Raphael Mechoulam geprägt. Sie beschrieben damit die Idee, dass verschie‑ dene körpereigene Cannabinoid-ähnliche Verbindungen gemeinsam eine stärkere oder veränderte biologische Wirkung entfalten kön‑ nen als einzelne Moleküle. Später wurde das Konzept auf Cannabis und das Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen übertragen. Wichtig ist jedoch die wissenschaftliche Einord‑ nung: Der Entourage-Effekt ist bislang nicht ein‑ deutig nachgewiesen. Zwar existieren zahlreiche präklinische Hinweise und theoretisch plausible Mechanismen, aussagekräftige klinische Studien am Menschen fehlen jedoch weitgehend.
Die wichtigsten Cannabisterpene im Überblick
Date In den vergangenen Jahren hat das Interesse an Cannabisterpenen deutlich zugenommen. Gleichzeitig wächst die Zahl wissenschaftlicher Studien, die sich mit der Frage beschäftigen, ob Terpene mehr sind als reine Duftstoffe. Beson‑ ders im Zusammenhang mit dem sogenannten Entourage-Effekt, über den ich bereits in der letz‑ ten Ausgabe der Soft Secrets geschrieben habe, wird diskutiert, ob sie gemeinsam mit Cannabi‑ noiden das subjektive Erleben und möglicher‑ weise auch die therapeutischen Eigenschaften von Cannabis beeinflussen können. Trotz vielversprechenden Ergebnissen muss betont werden, dass sich die Forschung dazu noch in einem frühen Stadium befindet. Viele Erkenntnisse stammen bislang aus Laborun‑
tersuchungen oder Tierstudien. Klinische Untersuchungen am Menschen sind verg‑ leichsweise selten, weshalb zahlreiche vermu‑ tete Wirkungen derzeit noch als Hypothesen gelten. Dennoch zeichnet sich bereits heute ab, dass Terpene einen wesentlich größeren Einfluss auf Cannabis haben könnten als es lange angenommen wurde.
Was sind Terpene? Terpene sind eine große Gruppe natürlicher organischer Verbindungen, die von zahlrei‑ chen Pflanzen gebildet und meist in zwei Gruppen differenziert werden: Monoterpene sowie Sesquiterpene. Der Pflanze dienen sie unter anderem als Schutz vor Fressfeinden, locken Bestäuber an oder helfen ihr dabei, auf Umweltstress zu reagieren. Neben Cannabis
kommen Terpene beispielsweise auch in Lavendel, Zitrusfrüchten, Kiefern, Hopfen, schwarzem Pfeffer und zahlreichen weiteren Pflanzen vor. Bis heute wurden in der Natur mehrere zehn‑ tausend verschiedene Terpene identifiziert. In Cannabis konnten bereits mehr als 200 unter‑ schiedliche Terpene nachgewiesen werden, wobei jede Sorte eine individuelle Zusammen‑ setzung besitzt. Dieses sogenannte Terpenpro‑ fil ist maßgeblich dafür verantwortlich, warum manche Sorten intensiv nach Zitrone riechen, während andere eher erdige, würzige oder blumige Aromen entwickeln.. Interessanterweise unterscheiden sich zwei Cannabissorten mit gleichem THC-Gehalt oft
Bisabolol Bisabolol ist vor allem als Inhaltsstoff der Ka‑ mille bekannt und besitzt ein mildes, blumiges Aroma. In der Kosmetik wird es seit vielen Jahren aufgrund seiner hautberuhigenden Eigenschaften eingesetzt. Wissenschaftlich un‑ tersucht werden außerdem mögliche entzün‑ dungshemmende Effekte. Im Cannabis scheint Bisabolol eher eine unterstützende als eine eigenständige Rolle einzunehmen, quasi als subtile Beeinflussung des Gesamterlebnisses. Strains: Harle-Tsu, ACDC, Bubble Gum, Tangerine Dream, einige Phänotypen von Wedding Gelato. β-Caryophyllen β-Caryophyllen nimmt unter den Terpenen eine besondere Stellung ein. Es besitzt ein würzig-pfeffriges Aroma und kommt auch in schwarzem Pfeffer oder Nelken vor. Es ist auch dieses Terpen, welches von Polizeihunden erschnüffelt wird. Anders als die meisten anderen Terpene bindet β-Caryophyllen direkt an den CB2-Rezeptor des Endocannabinoidsystems. Aus diesem Grund
27 wird es teilweise sogar als pflanzliches Canna‑ binoid bezeichnet. Die Forschung untersucht insbesondere mögliche entzündungshem‑ mende, schmerzlindernde und angstlösende Eigenschaften. Da CB2-Rezeptoren keine psy‑ choaktive Wirkung vermitteln, gilt Caryophyllen als besonders interessantes Forschungsobjekt für medizinische Anwendungen. Strains: Girl Scout Cookies, GMO, Bruce Banner. Humulen Humulen verleiht Cannabis einen hopfen‑ artigen, leicht herben Geruch. Präklinische Untersuchungen deuten auf entzündungs‑ hemmende Eigenschaften hin. Zusätzlich wird diskutiert, ob Humulen appetitzügelnd wirken könnte und damit einen möglichen Gegenpol zu den typischen THC-induzierten Heißhunger-Attacken darstellt. Ob dieser Effekt tatsächlich beim Menschen relevant ist, muss allerdings noch durch klinische Studien bestätigt werden. Strains: White Widow, Skywalker OG, Headband. Limonen Limonen ist vor allem aus den Schalen von Zitro‑ nen und Orangen bekannt und sorgt für ein fri‑ sches, zitrusartiges Aroma. Präklinische Studien deuten darauf hin, dass Limonen stimmungs‑ aufhellende, aktivierende und leicht angstlö‑ sende Eigenschaften besitzen könnte. Dies ist möglicherweise der Grund dafür, weshalb limonenreiche Cannabissorten ein energeti‑ sches, klares und motivierendes High erzeugen. Ein weiterer Forschungsansatz beschäftigt sich mit der Frage, ob Limonen THC-bedingte Ängste oder Unruhe teilweise reduzieren kann. Auch hierfür liegen bislang jedoch keine ausreichen‑ den klinischen Belege vor. Strains: Sour Diesel, Super Lemon Haze, Wedding Cake. Linalool Linalool ist vielen Menschen aus Lavendel bekannt und besitzt ein angenehm blumiges, leicht süßliches Aroma. Dieses Terpen gehört zu den am besten untersuchten Pflanzenstof‑ fen hinsichtlich beruhigender Eigenschaften. Tierstudien, Laboruntersuchungen sowie Erfahrungswissen aus Selbstmedikationen deuten auf angstlösende und schlaffördernde Effekte hin. Im Zusammenhang mit Cannabis wird vermutet, dass Linalool die entspannenden Eigenschaften von THC oder CBD unterstützen könnte. Viele linaloolreiche Sorten werden daher bevorzugt am Abend konsumiert.
Strains: Lavender, LA Confidential, DO-Si-Dos Myrcen (β-Myrcen) Myrcen gehört zu den häufigsten vorkommen‑ den Terpenen in Cannabis. Sein Aroma wird meist als erdig, moschusartig und leicht fruch‑ tig beschrieben und erinnert teilweise an reife Mangos. In wissenschaftlichen Untersuchun‑ gen wird Myrcen häufig mit entspannenden und muskelrelaxierenden Eigenschaften in Verbindung gebracht. Viele Konsumenten be‑ schreiben myrcenreiche Sorten als körperlich beruhigend und verbinden sie mit dem soge‑ nannten "Couch-Lock", also einer ausgepräg‑ ten körperlichen Schwere. Strains: Granddaddy Purple, OG Kush, Sensi Star Nerolidol Nerolidol besitzt ein holziges, leicht florales Aroma und wird unter anderem in Jasmin gefunden. Präklinische Studien beschreiben antioxidative und antimikrobielle Eigenschaf‑ ten sowie eine mögliche beruhigende Wirkung. Im Cannabisbereich wird Nerolidol häufig mit tiefer körperlicher Entspannung, Angstlin‑ derung sowie einer Förderung des Schlafs in Verbindung gebracht. Strains: Skywalker OG, Maui Wowie, Chemdawg #4. Ocimen Ocimen sorgt für süße, blumige und fruchtige Duftnoten und kommt auch in zahlreichen Kräutern und Blütenpflanzen vor. Die wis‑ senschaftliche Datenlage zu diesem Terpen ist bislang noch vergleichsweise dünn. Erste Untersuchungen deuten auf antimikrobielle, antifungale und möglicherweise entzündungs‑ hemmende Eigenschaften hin. Im Zusammenhang mit Cannabis wird Ocimen häufig mit einer eher aktivierenden und erfri‑ schenden Gesamtwirkung assoziiert. Strains: Amnesia Haze, Lemon Thai, Green Crack und Sour Diesel. α- und β-Pinen Pinene verleihen Cannabis den typischen Duft nach Kiefernwald, Harz und frischem Holz. Sie gehören ebenfalls zu den weltweit häufigsten Terpenen. In der Literatur werden Pinene häufig mit einer verbesserten Konzentrations‑ fähigkeit und geistigen Klarheit in Verbindung gebracht. Zusätzlich existieren Hinweise auf bronchienerweiternde Eigenschaften, weshalb Pinene auch in der Aromatherapie untersucht werden. Besonders interessant ist die Hypothese, dass Pinene THC-bedingte
Gedächtnisprobleme teilweise abschwächen könnten. Auch hierfür fehlen bislang allerdings aussagekräftige Humanstudien. Strains: Jack Herer, Chemdawg , Strawberry Cough.
Terpinolen Terpinolen besitzt ein frisches, leicht süßliches Aroma mit krautigen und floralen Noten. Die‑ sem Terpen wird eine stimulierende Wirkung zugesprochen. In Bezug auf den Cannabiskon‑ sum würde dies eine gesteigerte Kreativität und mentale Aktivität bedeuten. Laborstudien wei‑ sen außerdem auf antioxidative Eigenschaften hin. Ob sich diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, bleibt derzeit offen. Strains: Jack Herer, Dutch Treat, Golden Goat.
Aktivierende und beruhigende Terpenprofile Obwohl jede Cannabissorte ein individuelles Mischungsverhältnis verschiedener Terpene besitzt, lassen sich grob zwei Wirkungsrichtun‑ gen unterscheiden. Limonen, Pinene, Terpino‑ len und Ocimen werden häufig mit einem eher aktivierenden, konzentrationsfördernden oder kreativen Erlebnis in Verbindung gebracht. Diese Terpene finden sich häufig in Sorten, die tagsüber bevorzugt konsumiert werden. Myrcen, Linalool und Nerolidol stehen dagegen eher für körperliche Entspannung, Beruhigung und teilweise sedierende Eigenschaften. Sie dominieren häufig in Sorten, die abends oder zur Förderung von Ruhe eingesetzt werden. β-Caryophyllen, Humulen und Bisabolol nehmen eine Zwischenstellung ein. Ihnen werden weni‑ ger stark psychoaktive Eigenschaften zugeschrie‑ ben, vielmehr könnten sie entzündungshem‑ mende oder modulierende Effekte entfalten.
Pharmakologischer Wirkmechanismus Die Forschung geht heute davon aus, dass Terpe‑ ne über verschiedene biologische Mechanismen Einfluss auf den Organismus nehmen könnten. Diskutiert werden unter anderem Wechselwir‑ kungen mit sogenannten TRP-Ionenkanälen, die an der Wahrnehmung von Temperatur, Schmerz und Entzündungen beteiligt sind. Darüber hinaus könnten einige Terpene sero‑ tonerge, dopaminerge oder GABAerge Signal‑ wege beeinflussen, die wiederum Stimmung, Angst oder Schlaf regulieren. β-Caryophyllen nimmt gewissermaßen eine Sonderstellung unter den Cannabisterpenen
ein, da dieses Terpen direkt an CB2-Rezep‑ toren bindet und somit unmittelbar mit dem Endocannabinoidsystem interagiert. Welche Bedeutung diese Mechanismen im mensch‑ lichen Organismus tatsächlich besitzen, ist allerdings noch nicht eindeutig geklärt.
Was sind flüchtige Schwefelverbindungen? Inzwischen ist bekannt, dass nicht nur die Ter‑ pene, sondern auch flüchtige Schwefelverbin‑ dungen (Volatile Sulfur Compounds, VSCs) einen wichtigen Beitrag zum Cannabisaroma leisten. Zu den bisher identifizierten VSCs gehören unter anderem verschiedene Prenylthiolverbindun‑ gen wie 3-Methyl-2-buten-1-thiol (VSC3) sowie weitere schwefelhaltige Verbindungen wie Bis(3-methyl-2-butenyl)sulfid und Bis(3-methyl2-butenyl)disulfid. Obwohl sie nur in sehr geringen Mengen vorkommen, besitzen sie eine extrem niedrige Geruchsschwelle und prägen intensive Aromen wie Knoblauch (ich denke an den GMO-Strain), Käse, Diesel oder den typi‑ schen „Skunk“-Geruch vieler Sorten. Über ihre möglichen biologischen Wirkungen ist bislang nur wenig bekannt; die Forschung konzentriert sich derzeit vor allem auf ihre Bedeutung für das Aroma und die chemische Charakterisierung verschiedener Cannabissorten.
Fazit Cannabisterpene sind weit mehr als bloße Duftund Aromastoffe. Sie bestimmen das charakte‑ ristische Geruchs- und Geschmacksprofil jeder Cannabissorte und könnten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum individuellen Wirkprofil leisten. Obwohl Cannabinoide wie THC und CBD weiterhin die Hauptwirkung der Pflanze bestimmen, sprechen erste wissen‑ schaftliche Hinweise dafür, dass Terpene diese Effekte modulieren und möglicherweise verstä‑ rken oder abschwächen können. Fest steht, dass die Terpenforschung zu den dynamischsten Bereichen der modernen Can‑ nabiswissenschaft gehört. Mit zunehmender Forschung, verbesserten Analysemethoden und einer wachsenden Zahl klinischer Studien dürfte unser Verständnis dieser faszinieren‑ den Pflanzenstoffe in den kommenden Jahren erheblich zunehmen. Terpene könnten sich dabei als wichtiger Schlüssel erweisen, um die komplexe Biologie der Cannabispflanze und ihre vielfältigen Wirkungen noch besser verste‑ hen zu können.
Anbau
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Warum manche Ernten besser schmecken und intensiver duften Wenn Grower über Qualität sprechen, beginnt die Diskussion oft mit den prozentualen Cannabinoidgehalten. Doch fragt man einen erfahrenen Cultivator, was eine gute von einer außergewöhnlichen Ernte unterscheidet, lautet die Antwort häufig: das Aroma. Dieses Aroma wird maßgeblich durch Terpene bestimmt – eine vielfältige Gruppe flüchtiger Verbindungen, die in den Drüsentrichomen der Pflanze gebildet werden. Sie sind für den charakteristischen Duft von Cannabis verantwortlich und tragen zum einzigartigen Profil jeder Sorte bei. Während die Genetik letztlich bestimmt, welche Terpene eine Pflanze produzieren kann, haben die Anbaubedingungen einen erheblichen Einfluss darauf, wie vollständig dieses genetische Potenzial ausgeschöpft wird. Die Optimierung der Terpenproduktion ist daher keine Frage eines einzelnen Tricks oder Zusatzprodukts. Sie ist das Ergebnis guter Genetik, einer gesunden Kultur, optimaler Umweltbedingungen und einer sorgfältigen Behandlung nach der Ernte. Jeder Schritt zählt.
Alles beginnt mit der Genetik Keine Anbautechnik kann ein Terpenprofil erzeugen, das genetisch nicht vorhanden ist. Jede Sorte besitzt ihren eigenen genetischen
Bauplan, der sowohl die dominanten Terpe‑ ne als auch deren potenzielle Konzentration bestimmt. Eine Sorte mit hohem Limonenge‑ halt wird nicht allein durch eine Änderung des
Düngeprogramms oder des Lichtspektrums plötzlich Myrcen-dominant. Die Auswahl stabiler, gut entwickelter Genetik ist daher die erste und wohl wichtigste Ent‑ scheidung, die ein Grower trifft. Die Umwelt‑ bedingungen bestimmen anschließend, wie nahe die fertige Ernte an dieses genetische Potenzial herankommt.
Terpene entstehen in gesunden, aktiv wachsenden Pflanzen Terpene sind sekundäre Pflanzenstoffe. Obwohl sie nicht direkt für das Wachstum verantwortlich sind, benötigt ihre Produktion Energie und Ressourcen. Pflanzen, die ständigem Stress ausgesetzt sind, müssen ihr Überleben gegenüber der Produk‑ tion sekundärer Pflanzenstoffe priorisieren.
Nährstoffmangel, Probleme im Wurzelbereich, Trockenstress, Sauerstoffmangel an den Wur‑ zeln, Schädlingsdruck oder Krankheiten lenken Energie von der Terpensynthese ab. Gesunde Wurzeln sind dabei besonders wichtig. Ein gut funktionierendes Wurzelsys‑ tem ermöglicht der Pflanze eine effiziente Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Das unterstützt die Photosynthese und stellt die Bausteine bereit, die für die Produktion von Zuckern, Cannabinoiden und Terpenen benötigt werden. Aus diesem Grund konzentrieren sich erfah‑ rene Grower häufig weniger darauf, Probleme erst spät in der Blüte zu korrigieren, sondern vielmehr darauf, während des gesamten Kul‑ turzyklus konstante Bedingungen im Wurzel‑ bereich aufrechtzuerhalten.
29 Licht treibt den Motor an Die Photosynthese liefert die Energie, die für nahezu alle Stoffwechselprozesse der Pflanze benötigt wird – auch für die Terpenproduktion. Eine höhere Lichtintensität ermöglicht es Pflanzen grundsätzlich, mehr Kohlenhydrate zu produzieren, die später in sekundäre Pflan‑ zenstoffe investiert werden können. Mehr Licht ist jedoch nur dann von Vorteil, wenn die übrigen Anbaubedingungen damit Schritt halten können. Sobald CO2, Nährstoffversorgung, Bewäs‑ serung oder Temperatur zu limitierenden Faktoren werden, kann eine weitere Erhöhung der Lichtintensität den Pflanzenstress sogar verstärken, anstatt die Qualität zu verbessern.
Auch das Lichtspektrum spielt eine Rolle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ultraviolettes Licht, insbesondere UVB-Strahlung, die Produktion schützender sekundärer Pflanzenstoffe stimulieren kann – darunter bestimmte Terpene und Cannabinoi‑ de. Viele moderne LED-Systeme ermöglichen es Growern daher, während der späten Blüte zusätzlich UV-Licht einzusetzen. Diese Strate‑ gien sollten jedoch mit Bedacht angewendet werden, da eine übermäßige UV-Exposition Pflanzengewebe schädigen und die Gesamt‑ leistung der Pflanze beeinträchtigen kann. Natürliches Sonnenlicht enthält bereits ultravi‑ olette Wellenlängen, während Gewächshaus‑ verglasungen häufig einen erheblichen Teil der UV-Strahlung herausfiltern, um die Konstrukti‑ on selbst zu schützen.
Die Temperatur ist wichtiger, als viele Grower denken Im Gegensatz zu Cannabinoiden sind Terpe‑ ne hochgradig flüchtig. Viele Monoterpene beginnen bereits bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen zu verdampfen. Zu warme Anbaubedingungen können daher das Aroma bereits vor der Ernte allmählich reduzieren. Moderate Temperaturen im Bereich der Pflanzenkrone während der späten Blüte helfen dabei, das Terpenprofil zu bewahren und gleichzeitig die weitere Blütenentwicklung zu ermöglichen. Dasselbe Prinzip gilt nach der Ernte. Werden Blüten zu schnell oder bei zu hohen Tempe‑ raturen getrocknet, kann dies zu erheblichen Terpenverlusten führen. Eine langsame Trocknung unter kontrollierten Umgebungs‑ bedingungen bewahrt das Aroma in der Regel deutlich besser als eine schnelle Trocknung.
Nährstoffversorgung unterstützt Qualität – nicht nur Ertrag Eine ausgewogene Nährstoffversorgung bee‑ influsst weit mehr als die Größe der Pflanze. Für die Produktion von Terpenen benötigt die Pflanze kontinuierlich Energie, Kohlenstoff‑ verbindungen und mineralische Nährstoffe. Ein unausgewogenes Nährstoffangebot kann die photosynthetische Effizienz reduzieren oder die Fähigkeit der Pflanze beeinträchti‑ gen, während der Blüte einen aktiven Stoff‑ wechsel aufrechtzuerhalten. Statt nach maximalen Nährstoffkonzentrati‑ onen zu streben, setzen erfolgreiche Grower meist auf Konstanz. Stabile EC-Werte, eine ausgewogene Nährstoffverfügbarkeit und
Foto: Esteban Lopez gesunde Wurzelbedingungen führen in der Regel zu qualitativ hochwertigeren Blüten als aggressive Düngeprogramme. Auch die Unterstützung des Stoffwechsels während der Blüte kann von Vorteil sein. Viele Grower setzen Blütezusätze ein, die darauf ausgelegt sind, die photosynthetische Aktivität aufrechtzuerhalten und die natürlichen Energieprozesse der Pflanze während Phasen hoher Nachfrage zu unterstützen. Produkte wie CANNABOOST Accelerator wur‑ den nach diesem Prinzip entwickelt. Sie erset‑ zen kein ausgewogenes Nährstoffprogramm, sondern sollen dieses ergänzen, indem sie die natürliche Stoffwechselaktivität der Pflanze während der gesamten Blüte unterstützen. In Kombination mit einer stabilen Anbaustrategie berichten Grower häufig von Verbesserungen bei der Blütenentwicklung, dem Aroma und der allgemeinen Gleichmäßigkeit der Kultur.
Unnötigen Stress vermeiden Nicht jeder Pflanzenstress ist von Vorteil. Während kontrollierte Anpassungen der Umweltbedingungen die Produktion sekundä‑ rer Pflanzenstoffe beeinflussen können, hat chronischer Stress durch ein mangelhaftes Bewässerungsmanagement, Wurzelschäden, Nährstoffungleichgewichte oder instabile Kli‑ mabedingungen meist den gegenteiligen Effekt. Blüten von höchster Qualität entstehen typischerweise unter stabilen Anbaubedin‑ gungen, bei denen die Pflanze ihre Energie in die Blütenentwicklung statt in das Überleben investieren kann. Konstanz ist daher häufig wertvoller, als die Umweltparameter ständig zu verändern, um
Wussten Sie schon?
auf der Suche nach höheren Terpengehalten immer neue Einstellungen auszuprobieren.
Zum richtigen Zeitpunkt ernten Selbst perfekt kultivierte Blüten können an Qualität verlieren, wenn sie zum falschen Zeitpunkt geerntet werden. Die Zusammen‑ setzung der Terpene verändert sich während der Reifung kontinuierlich. Eine zu frühe Ernte führt häufig zu weniger ausgeprägten Aromen, während ein zu spätes Ernten das Risiko für den Abbau und die Oxidation von Terpenen erhöht. Die Entwicklung der Trichome zu beobachten, bleibt eine der zuverlässigsten Methoden, um das optimale Erntefenster zu bestimmen. Der ideale Zeitpunkt hängt letztlich von der gewün‑ schten Balance zwischen Aroma, Cannabinoid‑ profil und den individuellen Anbauzielen ab.
Der letzte Schritt wird oft unterschätzt Ein erheblicher Teil des Terpenverlusts findet erst nach der Ernte statt. Unsachgemäßes Trocknen, übermäßige Handhabung, wie‑ derholter Kontakt mit Luft sowie die Einwir‑ kung von Wärme oder Licht und schlechte Lagerbedingungen können den Terpengehalt erheblich reduzieren. Eine langsame Trocknung bei sorgfältig kon‑ trollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit, gefolgt von einer geeigneten Reifung und einer luftdichten Lagerung, trägt dazu bei, das während des Anbaus entwickelte Aromaprofil zu bewahren.
Qualität entsteht während des gesamten Kulturzyklus
Terpengehalt über Nacht drastisch erhöht. Außergewöhnliches Aroma ist das Ergeb‑ nis zahlreicher Anbauentscheidungen, die konsequent und präzise umgesetzt werden. Die Auswahl der richtigen Genetik, gesunde Wurzeln, eine ausgewogene und hochwerti‑ ge Nährstoffversorgung, ein konsequentes Umweltmanagement und ein sorgfältiger Umgang mit den Blüten nach der Ernte tragen allesamt dazu bei, das volle aromatische Potenzial der Pflanze zu bewahren. Für professionelle Grower geht es nicht einfach darum, den Terpengehalt zu maximieren oder die Produktion bis an ihre Grenzen zu treiben. Ziel ist es, das geneti‑ sche Potenzial jeder Kultur zuverlässig und reproduzierbar auszuschöpfen. Wahre Qualität zeigt sich im Gesamtbild: vitale und gesunde Pflanzen, zuverlässige Erträge, eine gleichmäßige Entwicklung und ein reichhalti‑ ges, ausdrucksstarkes Terpenprofil, das von der Ernte bis zum finalen Konsumentener‑ lebnis erhalten bleibt. Dieses Gleichgewicht erfordert mehr als eine aggressive Düngestrategie. Es braucht ein Nährstoffprogramm, das eine effiziente Nähr‑ stoffaufnahme, einen gesunden Pflanzen‑ stoffwechsel und eine stabile Kulturleistung während des gesamten Kulturzyklus un‑ terstützt. Diese Philosophie steht im Mittel‑ punkt des forschungsbasierten Ansatzes von CANNA. Durch den Fokus auf die Pflanzenp‑ hysiologie statt auf die bloße Maximierung der Nährstoffzufuhr unterstützt CANNA Grower dabei, Kulturen zu produzieren, die kommerzielle Leistung mit den Qualitäts‑ merkmalen verbinden, die zunehmend für den Premiumanbau entscheidend sind.
Es gibt keine einzelne Technik, die den
• Der Terpengehalt kann zwischen verschiedenen Blüten derselben Pflanze variieren. • Die Intensität eines Aromas lässt nicht immer auf den gesamten Terpengehalt schließen. • Das am häufigsten vorkommende Terpen ist nicht zwangsläufig dasjenige mit dem intensivsten Geruch. • Der Erntezeitpunkt kann das Terpenprofil einer Blüte erheblich verändern. • Zwei Blüten mit einem ähnlichen THC-Gehalt können völlig unterschiedliche Aromaprofile aufweisen. • Gezielte Blütestimulatoren wie CANNABOOST können Pflanzen dabei unterstützen, ihr natürliches Aromapotenzial auszuschöpfen.
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Mein Vater und die "Hasch-Kekse"
Ich bin schon lange ein Cannabisfreund, der dieses Heilkraut für seine Entspannung nutzt – das wissen auch meine Eltern, die selbst nie Erfahrungen damit machen wollten. Umso überraschter war ich, als mir mein Vater eröffnete, dass er doch mal das von mir so angepriesene "Schmerzmittel" ausprobieren wolle…
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Vaters die richtige Menge war und blieb auch noch eine ganze Weile nach der Ein‑ nahme, um zu schauen, wie es ihm damit ging. Als er nach zwei Stunden von keinerlei spürbaren Veränderungen berichtete, fuhren wir in der Hoffnung nach Hause, dass sich vielleicht doch noch eine Reduzie‑ rung seiner Schmerzen einstellen würde. Als wir eine Stunde später wieder daheim waren, rief ich nochmal bei meinem Vater an, der aber nicht ranging. Eine Stunde später dasselbe. Erst gegen 23 Uhr (eine Zeit, zu der ich meine Eltern normaler‑ weise nicht mehr anrufe, weil sie dann längst im Bett liegen) erreichte ich meinen matt klingenden Vater, der mir erklärte, dass ihn der halbe Keks dann doch noch "völlig außer Gefecht gesetzt" habe. Er hatte nach eigener Aussage eine ganze Zeit lang das Gefühl gehabt, er stehe kurz davon, sich übergeben zu müssen und dann musste er tatsächlich kotzen. Außerdem konnte er sich wohl gar nicht mehr bewegen und hatte nur "apathisch herumgehangen". Als er sich wieder be‑ wegen konnte, hatte er mehrmals leichte Schwindelanfälle gehabt – was natürlich für Senioren, die eh nicht mehr ganz so stabil und im Gleichgewicht sind, eine ernsthafte (Sturz)Gefahr darstellt. Wir hatten leider nicht daran gedacht, aber Glück gehabt. Mein Vater war an diesem Abend nicht gestürzt, konnte gut ein- und durchschlafen, klagte am nächsten Tag aber telefonisch über eine Art THC-Kater ("war den ganzen Tag über ganz schlapp"). Immerhin: Die Schmerzen hatten sich während der Wirkdauer spürbar reduziert - aber die unerwartet heftigen Neben‑ wirkungen waren dann doch zu überwäl‑ tigend für ihn. Und hier leider ganz klar im negativen Sinne - mein Vater erklärte, dass er von "Hasch-Keksen" endgültig genug habe.
Meine Eltern sind schon sehr alt, und obwohl sie derzeit noch selbständig in ihren eigenen vier Wänden leben, häufen sich ihre altersbedingten Beschwerden: So kippte meine Mutter vor ein paar Wochen mit ihrem Rollator um und brach sich dabei den Oberschenkelhalsknochen, weshalb sie ins Krankenhaus und ansch‑ ließend in die Reha musste. Während dieser Wochen war mein Vater ganz allein in ihrem gemeinsamen Haus und hatte seinerseits mit starken Hüftschmerzen zu kämpfen, die sich vor allem dann zeigen, wenn er sich stark bewegt. Mittlerweile hatte sich auch in unserer Familie herumgesprochen, dass Cannabis für immer mehr Menschen eine praktika‑ ble Alternative zur immer noch gängigen Schulmedizin-Praxis deutscher Hausä‑ rzte ist. Denn diese Praxis hatte im Fall der chronischen Hüftschmerzen meines
Vaters leider komplett versagt - ebenso das opioidbasierte Schmerzmittel Tilidin, das er verschrieben bekam. So kam es, dass mich mein Vater zu meiner großen Überraschung darum bat, ihm mal ein paar "Hasch-Kekse" zu backen. Was wir gar nicht mussten, da wir noch genug solche Kekse vorrätig hatten - schließlich habe ich meine klebrigen Erntereste nie einfach weggeschmissen, sondern stets meiner lieben Frau überreicht, die daraus Cannabisbutter und anschließend Kekse machte. Da wir selbst aber kaum Kekse essen, hatte sich bei uns schon ein größe‑ rer Vorrat gebildet, und ich war froh, mei‑ nem Vater seine Bitte nahezu umgehend erfüllen zu können. In dem Wissen, dass man sich im hohen Alter und als Neuling in Sachen THC nur ganz langsam an seine ideale persönliche Dosis herantasten sollte (und Menschen
ganz unterschiedlich auf THC reagieren können) empfahl ich meinem Vater, erst‑ mal nur mit einem halben Keks zu starten. Unsere Vergleichsperson war meine Sch‑ wiegermutter, der wir auch schon mal ein paar Kekse gegen ihre Schlafstörungen mitgebracht hatten und die damit gute Erfahrungen gemacht hatte. Nach eigener Aussage hatte sie nach dem Verzehr eines Kekses nur kaum wahrnehmbare Nebenwirkungen und einen guten Schlaf. Und als sie bei einer Feier zwei Kekse auf einmal aß, wurde sie außergewöhnlich lustig, empfand das Ganze aber auch schon als Überdosierung. Allerdings ohne negative Symptome - es war wohl eher überraschend überwältigend. Im positi‑ ven Sinne. Und anschließend schlief sie so gut durch "wie schon lange nicht mehr". Ich ging daher davon aus, dass ein halber Keks für den ersten Selbstversuch meines
Womit die Geschichte zu Ende war. Dach‑ te ich zumindest. Aber Vatern hörte auch in den folgenden Wochen nicht auf, über seine Hüftschmerzen zu klagen - und mir fiel in diesen Momenten nichts besseres ein, als ihm erneut einen Selbstversuch mit unseren psychoaktiven Keksen anzu‑ bieten. Was er schließlich überraschen‑ derweise annahm. Da mein Vater in letzter Zeit immer ver‑ gesslicher wird, schärften wir ihm mehr‑ fach ein, dieses Mal nur ein kleines Stück‑ chen von einem Keks zu essen - und wenn dann nach drei Stunden nichts passiert ist, vielleicht nochmal ein ebenso kleines. Wenn das dann nichts bringt, könne er ja am nächsten Tag direkt mal ein etwas größeres Stück probieren. Irgendwann sollte er dann erste leichte Wirkungen spüren - dann wäre die entscheidende
31 Einen Tag später klingelte kurz vor ein Uhr nachts mein Handy. Irritiert ging ich ran und kriegte einen Riesenschreck und das auch gerne schriftlich bestätigt, sodass die Einsatzkräfte nicht mehr in der Verantwortung sind.
Frage, ob sein Schmerz nun deutlich ge‑ lindert sei und die Nebenwirkung für ihn erträglich (oder vielleicht sogar angene‑ hm) sei. Rückblickend waren das vermutlich zu viele Infos für meinen nicht mehr sehr erinnerungsfähigen Vater, denn einen Tag später klingelte kurz vor ein Uhr nachts mein Handy. Irritiert ging ich ran und kriegte einen Riesenschreck. Der Anruf kam von einem Einsatzteam der Schnellen Medizinischen Hilfe (SMH), das sich ge‑ rade bei meinem Vater befand, da dieser seinen Notfallknopf gedrückt hatte. Man wollte nun von mir wissen, was genau in dem Keks war, den mein Vater gegessen habe - denn ebenjener würde sich gerade "die Seele aus dem Leib kot‑ zen". Tatsächlich konnte ich im Hinterg‑ rund entsprechende Geräusche hören
Keks nichts weiter als Cannabis gewesen sei, bestünde auch kein Grund für große Sorge – so der durchgängig freundliche Notfallsanitäter. Immerhin schien es mei‑ nen Vater nun schon wieder etwas besser zu gehen, und so fragte ich ihn erstmal das Wichtigste: "Willst du mit ins Kran‑ kenhaus oder alleine zuhause bleiben?" woraufhin ich nur ein gequältes "Zuhause bleiben" vernahm. Natürlich wollte ich wissen, was diesmal so viel schlimmer als bei seiner ersten Kekserfahrung war, sodass er den SMH-Notrufknopf drückte und die Sache nicht einfach wieder "aussaß". So richtig nachvollziehen konnte ich seine (unter akutem THC-Einfluss gemachte) Antwort leider nicht, verstand aber, dass er dies‑ mal viel länger und ausgiebiger kotzen musste und anschließend "gar nicht mehr wusste, was ich noch machen soll, damit
Ich fragte noch nach, ob ich mit rechtli‑ chen Konsequenzen rechnen müsse, da ich meinem Vater ja praktisch das Arznei‑ mittel Cannabis ohne Rücksprache mit seinem Arzt oder eine medizinischen Fach‑ kraft einfach überlassen hatte und ganz offensichtlich nicht in der Lage war, eine vernünftige Dosierung sicherzustellen. Was dann ja den Notfall-Einsatz verurs‑ acht hatte – meine schlimmste Befürcht‑ ung war kurzzeitig nicht nur eine Anzeige bei der Polizei, sondern dazu auch noch ein Kostenbescheid für die ganze (von mir verursachte) "Rettungsaktion". Wobei mir der Notfallsanitäter diese Angst schnell wieder nehmen konnte: "Nee, da brau‑ chen Sie keine Angst haben - für mich und meinen Kollegen gilt die Schweigepflicht, und daran halten wir uns auch." Als ich tags darauf mit meinem Vater telefonierte und wir die Nacht nochmal
gemeinsam Revue passieren ließen, schwor er erneut, in Zukunft lieber die Finger von unseren "Hasch-Keksen" zu lassen. Über seine Form am Tag danach konnte er diesmal aber nicht klagen ganz im Gegenteil, er fühlte sich sogar fit genug, um alleine mit dem Auto zu meiner Mutter ins Krankenhaus zu fahren. Dabei hatte er ja diesmal gleich doppelt so viel Keks intus gehabt - und trotzdem ging's ihm am Tag nach der Notfall-Nacht (nach eigener Aussage) erstaunlich gut. War der diffuse "THC-Kater" am Tag nach seiner ersten (viel schwächeren) Kekserfahrung vielleicht ein Placebo-Kater? Das Thema Cannabis ist für meinen Vater nun erstmal wieder vom Tisch. Sollte er in Zukunft nochmal über Schmerzen klagen, werde ich ihm einen achtel Keks "für alle Fälle" dalassen - denn ich will die Hoffnung nicht aufgeben, dass er doch noch die für ihn optimale THC-Dosierung findet und damit seine chronischen Schmerzen dau‑ erhaft reduzieren kann. Und die Neben‑ wirkung vielleicht sogar genießen kann.
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Ich ging davon aus, dass ein halber Keks für den ersten Selbstversuch meines Vaters die richtige Menge war WWW.MAINHATTAN-SEEDS.DE und versuchte dem Notfallsanitäter die Situation zu erklären. Nicht so ausführlich wie in diesem Artikel - aber fünf Minuten vergingen bestimmt, bis ich alles erzählt und versichert hatte, dass in dem Keks "nur" etwas Cannabis gewesen sei. Ich schloss mit der Frage, ob man wisse, wie‑ viel mein Vater gegessen hatte und bekam die Antwort, dass es wohl ein ganzer (!) Keks war. Was mir schlagartig verdeutlich‑ te, dass es in Zukunft keinen Sinn mehr macht, meinem Vater irgendetwas in dem Glauben zu sagen, dass er es sich zuver‑ lässig merken kann. Plötzlich sollte ich nun telefonisch ent‑ scheiden, ob mein Vater mit ins Kranken‑ haus sollte oder alleine zuhause bleiben könne - was dann aber auf unsere eigene Verantwortung geschehe. Seine Wer‑ te wurden überprüft und waren stabil, inzwischen konnte er sich auch schon wieder besser bewegen, und wenn in dem
meine Gedanken wieder meinen Körper erreichen." Was ich so interpretierte, dass er sich einfach nicht mehr bewegen konnte, obwohl er es intensiv versuch‑ te. In diesem für ihn völlig unbekannten Zustand hatte seine Kraft dann vermutlich nur noch ausgereicht, um den SMH-Not‑ rufknopf zu drücken (den er wie eine Uhr am Handgelenk trägt). Ich konnte ich es mir dann auch nicht ver‑ kneifen, neugierig nachzufragen, warum er diesmal gleich einen ganzen Keks gefut‑ tert hatte - und war nach seiner Antwort fast so geplättet wie er von dem Keks: "Ich habe dazu keine Dosierungsempfehlung erhalten." Das konnte und wollte ich in dieser Situa‑ tion nicht weiter kommentieren oder dem gar widersprechen und bat daher darum, wieder mit dem Notfallsanitäter sprechen zu können. Diesem erklärte ich dann, dass mein Vater lieber zuhause bleiben wolle
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Botrytis oder Grauschimmel bei Cannabis Wie man ihn erkennt und was zu tun ist, wenn er auftritt Hast du vertrocknete oder bräunliche Blätter bemerkt, die aus deinen Blüten herausragen? Oder hast du einen braunen Fleck im Inneren einer Blüte entdeckt, die ansonsten gesund aussieht? Wenn ja, hast du es möglicherweise mit Botrytis zu tun, auch bekannt als Grauschimmel. Es handelt sich um eine der am meisten gefürchteten Krankheiten unter Cannabiszüchtern, da sie sich oft unbemerkt im Inneren der Blüten entwickelt und innerhalb weniger Tage einen erheblichen Teil der Ernte zerstören kann. Botrytis kann im Freilandanbau, in Gewächshäusern und im Indoor-Anbau unter künstlicher Beleuchtung auftreten. Das größte Risiko besteht in den späteren Phasen der Blüte, wenn die Blüten groß und dicht sind und sich darin leicht Feuchtigkeit ansammeln kann. Botrytis kann jedoch auch an kleineren Blüten auftreten. Alles, was der Erreger benötigt, sind günstige Umweltbedingungen. Und die Gefahr endet nicht mit der Ernte – der Schimmel kann auch während der Trocknung auftreten und sich weiterentwickeln.
So erkennst du Botrytis an Cannabis Eines der ersten Anzeichen für Botrytis ist oft ein unauffälliges, vertrocknetes oder aus‑ trocknendes Blatt, das aus einer ansonsten gesund aussehenden Knospe herausragt. Diese Blätter können sich rostrot oder braun verfärben und lassen sich oft schon durch leichtes Ziehen herausziehen. Manchmal
zerbröckeln sie sogar zwischen den Fingern. Ein solches vertrocknetes Blatt kann eines der zuverlässigsten Warnzeichen dafür sein, dass sich im Inneren der Knospe etwas tut. Wenn du Schimmel vermutest, öffne die Knospe vorsichtig und untersuche das Innere, idealerweise bis hinunter zum Stiel. Während die Außenseite der Knospe noch
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Vertrocknete Blätter an Blüten sind immer ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. fast völlig gesund aussehen mag, findest du im Inneren möglicherweise bräunlichen oder graubraunen Schimmel sowie abgestorbenes Pflanzengewebe. Die Infektion entwickelt sich oft vom inneren Teil der Blüte aus und kann manchmal direkt am Stiel beginnen. Botrytis hat zudem einen recht charakteristi‑ schen Geruch. Schimmelbefallene Teile der Blüte riechen deutlich anders als gesundes Cannabis, und erfahrene Züchter können das Problem oft allein am Geruch erkennen. Der Geruch ist sehr intensiv und süßlich. Verlasse dich daher bei der regelmäßigen Inspektion deiner Pflanzen nicht allein auf deine Augen – nutze auch deinen Geruchssinn.
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Wann ist das Risiko für Grauschimmel am höchsten? Botrytis tritt am häufigsten in der zweiten Hälfte der Blütephase auf. Zu diesem Zeit‑ punkt sind die Blüten am größten und am dichtesten, und in den kompakten Blüten‑ ständen kann über einen langen Zeitraum hinweg eine erhöhte Luftfeuchtigkeit herr‑ schen. Beim Anbau im Freiland steigt das Ri‑ siko erheblich bei anhaltendem nassem Wet‑ ter, wiederholten Regenfällen, Morgentau oder Nebel. Besonders problematisch sind die Bedingungen, wenn die Pflanzen tagsüber nicht schnell genug trocknen können.
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Beim Indoor-Anbau gestalten und steuern die Züchter die Umgebungsbedingun‑ gen selbst. Das größte Problem ist in der Regel eine hohe relative Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit unzureichender Luftzirku‑ lation durch das Blätterdach. Ein zu dichtes Blätterdach und zu eng aneinanderliegende Blütenstände erhöhen das Risiko zusätzlich. In den letzten Wochen der Blüte ist ein hoch‑ wertiger Luftentfeuchter mit ausreichender Leistung eines der besten Mittel zur Vorbeu‑ gung von Schimmel. Bleibt die relative Luft‑ feuchtigkeit im Anbauraum konstant hoch,
kann es äußerst schwierig und in manchen Fällen praktisch unmöglich sein, sie ohne einen Luftentfeuchter zu senken.
Was tun, wenn du Botrytis entdeckst? Sobald du Schimmel entdeckst, musst du schnell handeln. Entferne den befallenen Teil der Knospe vorsichtig und entsorge ihn. Gehe dabei behutsam vor, um eine unnötige Ausbreitung der Sporen auf andere Pflan‑ zenteile zu vermeiden. Ein häufiger Fehler ist es, nur den Teil der Blüte zu entfernen, an dem Schimmel deutlich sichtbar ist. Die Infektion kann sich jedoch bereits auf das umliegende Gewebe ausgebreitet haben, das noch keine offen‑ sichtlichen Symptome zeigt. Es ist daher besser, einen etwas größeren Abschnitt der Knospe zu entfernen, als zu riskieren, dass sich die Infektion weiter ausbreitet. Nachdem du einen befallenen Bereich ent‑ deckt hast, untersuche den Rest der Pflanze sowie benachbarte Pflanzen gründlich. Achte besonders auf die größten und kompak‑ testen Blüten. Ist der Befall umfangreicher und nähert sich die Pflanze dem Ende ihres Wachstumszyklus, kann es sinnvoll sein, eine vorzeitige Ernte in Betracht zu ziehen, selbst wenn die Pflanze noch ein oder zwei Wochen von der optimalen Reife entfernt ist. Unter ungünstigen Bedingungen könnte das Warten auf den idealen Erntetermin dazu führen, dass ein viel größerer Teil der Ernte verloren geht. Leider endet das Risiko einer Schimmelaus‑ breitung nicht mit der Ernte. Botrytis kann auch während des Trocknungsprozesses auftreten. Vor dem Trocknen ist es daher unerlässlich, alle Teile zu entfernen, an denen Schimmel sichtbar ist oder bei denen du einen Befall vermutest. Verdächtiges Material kann von den Blüten, die du als gesund erachtest, getrennt und separat getrocknet werden.
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Schimmel kann sowohl an der Spitze als auch in den unteren Teilen einer Blüte auftreten. Auch hier können vertrocknete Blätter dabei helfen, das Problem zu erkennen.
Dies hilft zu verhindern, dass ein potenzielles Problem den Rest der Ernte gefährdet.
Vorbeugung ist der wirksamste Schutz Bei Botrytis ist Vorbeugung besonders wich‑ tig, da die Behandlungsmöglichkeiten sehr begrenzt sind, sobald sich der Schimmel im Inneren der Blüten entwickelt hat. Ein Fungi‑ zid, das den Schimmel zuverlässig beseitigen kann, lässt sich in den letzten Phasen der Blüte realistisch gesehen nicht mehr einset‑ zen, ohne das Risiko einzugehen, die Ernte mit seinem Wirkstoff zu kontaminieren. Ein weiteres Problem besteht darin, dass sich der Schimmel im Inneren der Blüten verbirgt, wo Spritzmittel auf Basis sicherer Kontaktfungizi‑ de ihn nur schwer wirksam erreichen können. Beim Anbau unter künstlicher Beleuchtung ist es wichtig, eine angemessene relative Luft‑ feuchtigkeit aufrechtzuerhalten und mithilfe von Ventilatoren für eine ausreichende Luft‑ zirkulation zu sorgen. Das Blätterdach sollte nicht unnötig dicht sein, und die einzelnen Blütenknospen sollten nicht zu eng beieinan‑ der stehen. In einem Gewächshaus ist eine regelmäßige Belüftung besonders wichtig. Das Ziel ist es, zu verhindern, dass zwischen den Pflanzen anhaltend hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Den Blüten ist zudem ein schnelle‑ res Trocknen zu ermöglichen. Im Innenanbau kann neben der Senkung der relativen Luft‑ feuchtigkeit auch eine regelmäßige Desinfek‑ tion oder Luftreinigung hilfreich sein. Beim Anbau im Freien sollte die Vorbeugung bereits mit der Wahl des richtigen Standorts beginnen. Pflanzen profitieren von reichlich Sonnenlicht und guter Luftzirkulation. Wenn du in Kübeln anbaust, hast du zudem den Vorteil, dass du die Pflanzen bei länger an‑ haltendem Regen oder Morgennebel unter einen überdachten Bereich oder an einen trockeneren Standort bringen kannst. PrevGard, ein natürliches Kontaktmittel auf Basis von ätherischem Orangenöl, kann zur Vorbeugung eingesetzt werden. Altela ist ein weiteres Produkt, das sich sowohl zur Vor‑ beugung als auch zur Behandlung eignet. Es enthält natürliche Enzyme, Polyketide, nicht lebende Bakterien, Pflanzenextrakte und bestimmte Spurenelemente wie Mangan und Zink, die die natürlichen Abwehrkräfte der Pflanzen gegen Krankheiten stärken. Wenn du photoperiodensensitive Sorten im Freien anbaust, die eine große Größe errei‑ chen und erst im September oder Oktober reif werden, versuche, einzelne Zweige so zu führen, dass die Luft ungehindert durch die
Wenn man die Knospe öffnet, findet man in der Regel grauen Schimmel, der sich im Inneren der Blüte bildet.
Schimmel kann sowohl Pflanzen befallen, die im Freien als auch unter künstlicher Beleuchtung angebaut werden.
Pflanzen zirkulieren kann. Stützen oder ein Spaliersystem sind hierfür ideal, da du die Zweige damit entsprechend lenken und abste‑
sobald du etwas Verdächtiges bemerkst, den betroffenen Bereich zu untersuchen, bevor sich das Problem erheblich ausbreiten kann.
hen lassen kannst. Das Entfernen einiger Blät‑ ter aus den unteren Bereichen der Pflanzen kann ebenfalls dazu beitragen, die Luftzirkula‑ tion durch das Blätterdach zu verbessern.
Je früher du Botrytis erkennst, desto besser
Unterschätze nicht die Bedeutung der Sortenauswahl Auch die Genetik spielt eine wichtige Rolle, insbesondere beim Anbau im Freien. Große, dichte und sehr kompakte Blüten sehen zwar schön aus, neigen aber auch dazu, Feuchtigkeit leichter zu speichern, was ideale Bedingungen für die Entwicklung von Botrytis schafft. Offene, luftigere Blüten haben einen gewis‑ sen Vorteil, wenn es darum geht, Botrytis vorzubeugen. Sie trocknen nach Regen oder Morgentau schneller ab, wodurch die Bedin‑ gungen für die Schimmelbildung im Inneren der Blüten deutlich ungünstiger werden. Wenn du im Freien in einer Region anbaust, in der es im Spätsommer und Frühherbst tendenziell kühl und regnerisch ist, kann die Schimmelresistenz einer Sorte daher ein ebenso wichtiger Faktor sein wie Ertrag, Geschmack oder Blütenstruktur. Vielleicht solltest du auch in Erwägung ziehen, selbstblühende oder schnell blühende Sorten anzubauen. Wenn die Pflanzen während der trockeneren Sommermonate reifen, ist das Schimmelrisiko im Allgemeinen etwas gerin‑ ger. Wenn selbstblühende Sorten nicht dein Ding sind, ziehe eine schnell blühende Sorte in Betracht, die früher zu blühen beginnt und auch schneller ihre Reife erreicht.
Achte besonders auf die größten Blüten Botrytis ist besonders gefährlich, da er lange Zeit im Inneren einer Blüte verborgen bleiben kann. Wenn der Schimmel an der Oberfläche deutlich sichtbar wird, ist die Infektion im Inneren der Knospe möglicher‑ weise bereits viel weiter fortgeschritten. Du solltest deine Pflanzen daher regelmäßig kontrollieren, insbesondere bei feuchtem Wetter oder wenn die relative Luftfeuchtig‑ keit in Ihrer Anbauumgebung erhöht ist. Achte besonders auf die größten und kom‑ paktesten Knospen. Achte auf bräunliche oder vertrocknende Blätter. Wenn du ein Problem vermutest, rieche an der Blüte und öffne die Knospe vorsichtig, damit du das In‑ nere und den Stiel untersuchen kannst. Es ist jedoch nicht notwendig, ständig jede Knospe auseinanderzunehmen. Entscheidend ist, die ersten Warnzeichen zu erkennen und,
Wenn es um Grauschimmel geht, ist das rich‑ tige Timing entscheidend. Entferne verdäch‑ tige Blüten, sobald du das erste Anzeichen einer Infektion bemerkst. Versuche gleichzei‑ tig, die relative Luftfeuchtigkeit zu senken und die Luftzirkulation um die Pflanzen herum zu verbessern. Beim Anbau im Freien oder im Gewächshaus ist dies natürlich schwieriger. Im besten Fall kannst du die Form und Struk‑ tur der Pflanze beeinflussen. Lüfte in einem Gewächshaus regelmäßig, während du im Freien einen sonnigen, gut belüfteten Stan‑
dort wählst und deine Pflanzen in Risikopha‑ sen häufiger kontrollieren solltest. Beim Anbau in Innenräumen solltest du die relative Luftfeuchtigkeit unter Kontrolle halten – idealerweise mit einem Luftent‑ feuchter – und einen ausreichend leistungs‑ starken Ventilator einsetzen, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besonders gut funktioniert, einen Ventilator nahe der Decke des Anbauraums zu platzieren und die warme Luft von der Decke wieder nach unten in Richtung der Pflanzen zu leiten. Ich hoffe, deine Blüten bleiben bis zur Ernte gesund. Viel Erfolg beim Anbau!Cannabis‑ harz enthält eine Vielzahl von
Strain Report
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N13 Kush Von Johnny Stardust
Beerenaroma trifft auf tiefenentspannende Kush-Power Da ich am liebsten indicalastige Sorten anbaue und verköstige, war ich schon sehr gespannt auf die N13 Kush. Diese Sorte wurde mit vor einiger Zeit von einem Bekannten angepriesen, der sie für ihr ausgeprägtes Beerenaroma, ihren gesunden Wuchs, ihre einfache Handhabung sowie für ihre entspannende Wirkung gelobt hatte. Naheliegend, dass ich diese Sorte selbst einmal ausprobieren wollte. Ich war gespannt darauf, ob sich die beschriebenen Beerennoten tatsächlich so intensiv zeigen würden. Um es schon einmal vorweg zu nehmen – ich habe in Bezug auf Cannabis selten etwas beerigeres gerochen.
Genetik Die N13 Kush besteht zu 90 % aus Indica und 10 % aus Sativa. Sie vereint die G13 Hash Plant mit der Nicole Kush und bringt damit klassische Indi‑ ca-Eigenschaften wie einen kompakten Wuchs, kräftige Harzproduktion und eine intensive körperliche Wirkung mit. Gleichzeitig sorgt die Nicole Kush für fruchtige Terpene und verleiht der Sorte ihren besonderen Charakter.
Keimung und Vegetationsphase Für diesen Grow kam ein einzelner Samen zum Einsatz. Die Keimung verlief zügig und völlig un‑ kompliziert. Bereits nach wenigen Tagen entwic‑ kelte sich ein kräftiger, vitaler Sämling, der von Beginn an einen gesunden Eindruck machte. Die Vegetationsphase dauerte insgesamt drei Wochen. Während dieser Zeit zeigte die N13 Kush ein gleichmäßiges und stabiles Wachstum. Da ich ein vorgedüngtes All-Mix-Substrat ver‑ wendet habe, war eine zusätzliche Nährstoffga‑ be zunächst nicht erforderlich. Erst gegen Ende der Vegetationsphase, etwa ab Woche zweiein‑ halb, begann ich mit der Düngung.
ließend konzentrierte sich die Pflanze vollstän‑ dig auf die Blütenbildung. Bereits nach 1,5 Wochen zeigten sich die ersten weißen Härchen, worauf die Buds Woche für Woche kontinuier‑ lich an Größe zunahmen und sich immer stärker mit Harz überzogen.
beim Öffnen des Curingbeutels steigt einem ein intensiver Duft nach roten und schwarzen Beeren entgegen. Dabei handelt es sich nicht um eine künstliche Süße, sondern vielmehr um das Aroma reifer Waldbeeren mit einer leicht stechenden Note. Mir kam jedesmal die Asso‑ ziation eines aufdringlichen, aber natürlichen „Waldbeeren-Parfums“ in den Sinn. Im Hinterg‑ rund sind zwar auch dezente erdige Kush-Noten erhalten, aber sie unterstützen die Fruchtigkeit lediglich und überdecken sie nicht. Auch geschmacklich setzt sich dieser Eindruck konsequent fort. Die Beerennoten bleiben vom ersten bis zum letzten Zug präsent und sorgen für ein außergewöhnlich angenehmes Rau‑ cherlebnis. Selten hatte ich eine Kush-Sorte, die
Mit fortschreitender Blüte intensivierte sich auch das Aroma im Growraum deutlich. Schon während der letzten Wochen war der fruch‑ tig-beerige Duft unverkennbar und machte neugierig auf das fertige Endprodukt.
Blütephase
Geschmack und Aroma
Nach der Umstellung auf 12/12 setzte zunächst noch einmal ein moderater Stretch ein. Ansch‑
Das Terpenprofil der N13 Kush gehört für mich ganz klar zu ihren größten Stärken. Bereits
Die Wirkung setzt schnell ein und Innerhalb weniger Minuten breitet sich eine wohltuende Entspannung aus, die den gesamten Körper erfasst. Besonders positiv fiel mir die schmer‑ zlindernde Wirkung auf. Kleinere körperliche Beschwerden rückten deutlich in den Hinterg‑ rund, während gleichzeitig eine angenehme innere Ruhe entstand. Mit fortschreitender Wirkung entwickelte sich ein immer stärker werdender schlaffördernder Effekt, weshalb ich die N13 Kush bevorzugt für die letzten Stunden des Tages nutze. Sie gehört eindeutig zu den Sor‑ ten, mit denen man den Tag auf sinnliche Weise entspannt ausklingen lassen kann.
Die N13 Kush von Sensi Seeds hat sich im ge‑ samten Grow als unkomplizierte und zuverläs‑ sige Indica erwiesen. Die schnelle Keimung, der stabile Wuchs und die problemlose Entwicklung ohne jegliche Trainingsmaßnahmen machten die Kultivierung sehr angenehm. Trotz einer deutlichen Streckung blieb die Pflanze jederzeit kompakt und ließ sich problemlos kontrollieren.
Ernte und Trocknung
Auf Trainingsmethoden wie Topping oder LST habe ich bewusst verzichtet. Die Pflanze durfte sich vollständig natürlich entwickeln und bildete dabei eine harmonische Struktur mit einer kräf‑ tigen Hauptcola sowie mehreren gut entwickel‑ ten Seitentrieben.
Wirkung
Fazit
Die Ernte erfolgte schließlich nach 63 Blütetagen und lag damit genau innerhalb des vom Breeder angegebenen Zeitfensters. Ihr Wuchshöhe betrug 67 cm.
Nach der Ernte wurden die Pflanzen schonend getrocknet und anschließend im Trockentrimm verarbeitet. Die Buds präsentierten sich dabei angenehm kompakt, schwer und ausgespro‑ chen harzig. Nach dem Feintrimm landeten rund 30 Gramm trockene Blüten auf der Waage; ein Ergebnis, mit dem ich angesichts der kurzen Vegetationszeit zufrieden war. Anschließend wurden die Blüten für vier Wochen gecured. Wie so oft entwickelte sich das Terpenprofil während dieser Zeit noch einmal deutlich weiter. Das Aroma wurde runder und intensiver.
probieren durfte.
Besonders überzeugen konnten mich jedoch die fertig ausgehärteten Blüten. Das intensive Aro‑ ma aus roten und schwarzen Beeren mit seiner leicht stechenden, fast parfumartigen Note hebt sich deutlich von vielen anderen Kush-Sorten ab und sorgt für einen hohen Wiedererkenn‑ ungswert. Zusammen mit der beruhigenden, schmerzlindernden und schlaffördernden Wirkung ergibt sich eine Sorte, die sich ideal für entspannte Abendstunden eignet. Wer unkomplizierte Indicas mit außergewöhnlichem Geschmack und einer tief entspannenden Wir‑ kung sucht, kann der N13 Kush guten Gewissens eine Chance geben. geschmacklich so deutlich in Richtung Waldbee‑ ren geht. Für mich gehört die N13 Kush definitiv zu den leckersten Sorten, die ich in letzter Zeit
Geschichte
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Text: Martin Müncheberg
Drogenland Niederlande Schon seit Jahrhunderten kommt ein Großteil der in Europa verbrauchten exotischen Waren über die Niederlande auf den europäischen Binnenmarkt - darunter auch stets Drogen aller Art. Und auch heute noch befindet sich das Epizentrum des europäischen Drogenhandels bei unseren freundlichen Nachbarn im Westen - doch mit den illegalen Drogen gelangen zunehmend auch Kriminalität und Brutalität in einem Ausmaß nach Europa, wie man es zuvor nur aus Südamerika kannte... Nachbarnation, die schon immer fast aussch‑ ließlich auf den Welthandel setzte. Durch die Nähe zum Wasser - und den damit verbunde‑ nen historischen Transportwegen - wurden die Niederlande schon früh ein wichtiges Tor für den weltweiten Handel. Die ganze Infrastruktur dieses flachen Landes ist darauf ausgerichtet, dass der Warenstrom aus aller Welt ungehindert fließen kann. Und so ist im Königreich der Niederlande auch heute noch der Handel König, wie der niederländische Wirtschaftsjournalist Jan Meeus bestätigt: "Wir sind ein Land der Kaufleute, wir waren schon früh ein Knotenpunkt des Warenverkehrs und ein Standort für Banken und Leute mit Geld. Die erste Börse der Welt wurde in Amsterdam
eröffnet, als internationales Handelszentrum haben wir damals einen beträchtlichen Teil unseres Wohlstands generiert." Als Seefahrer-Nation gelang es den verhält‑ nismäßig kleinen Niederlanden Ende des 16. Jahrhunderts durch systematische Raub‑ züge ein erstaunlich großes Kolonialreich aufzubauen. Vor allem in Südostasien und Lateinamerika wurde alles gestohlen, was sich daheim gut verkaufen ließ. Gleichzeitig betrachtete man sich aber als international erfolgreiche Kaufleute - auch wenn in der Praxis fast nur VERkauft wurde. Die exoti‑ schen und in Europa heiß begehrten Koloni‑ alwaren wurden ja nicht etwa vor Ort bezahlt, man nahm sie sich einfach und ließ Sklaven für Nachschub sorgen. Was man kaufte, wa‑ ren vor allem Schiffe, um die Handelsrouten auszubauen. Die Niederlande war ja längst nicht die einzige europäische Nation, die sich ein umfangreiches Kolonialreich eroberte aber anfangs die erfolgreichste. So legten die "Vereinigten Niederlande" mit ihrem neu eigeführten "Mehrwert" im frühen 17. Jahrhundert den Grundstein für den mo‑ dernen Kapitalismus. Das Land erschloss sich mit neuen Eroberungen auch immer direkt die jeweiligen Märkte, und bald kaufte man alle verfügbaren Kolonialwaren der Nachbarlän‑ der auf, um sie zu verarbeiten und mit hohen Gewinnen europaweit zu verkaufen. Das Instrument dieser Strategie war die Flotte der "Niederländischen Ostindien-Kompanie"
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Von 2019 bis 2024 fand im schwer gesicher‑ ten Hochsicherheitsgebäude "De Bunker" in Amsterdam Nieuw-West der sogenannte "Marengo-Prozess" statt. Dieser richtete sich gegen siebzehn Verdächtige, die als mutmaßli‑ che Mitglieder der sogenannten "Mocro-Mafia" für zahlreiche Morde und Mordversuche in den Niederlanden von 2015 bis 2017 verant‑ wortlich gemacht wurden. Auf der Anklage‑ bank saßen Drogenbosse und ihre Handlan‑ ger, denen 19 Morde (bzw. Mordversuche)
es herrschte ein Klima der Angst, da im Laufe des Prozesses ein Journalist und der Anwalt eines Zeugen ermordet wurden. Selbst dem niederländischen Ministerpräsidenten und der Kronprinzessin wurde mit Entführung gedroht - also hatten alle Angst. Und alle stellten sich die gleiche Frage: Wer wird der nächste sein?" Der Marengo-Prozess gilt als historisch, da er erstmals ein Bündnis aus Straßenkriminel‑ len, Geschäftsleuten und Mafia-Bossen auf‑
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Bereit Für Das Beste? vorgeworfen wurden. Selbst im Gerichts‑ saal versuchten die Angeklagten noch, die Staatsanwälte (und damit den niederländi‑ schen Staat) einzuschüchtern. Der Journalist Paul Vugts beobachtete den Prozess und erklärte dazu: "Es war ein entset‑ zliches Verfahren - sowohl Staatsanwälte als auch die Richter wollten anonym bleiben, denn
deckte - eine Struktur, die sich inzwischen in ganz Europa finden lässt. Und nicht nur Paul Vugts fragt sich: "Wann hört das auf? Und wie sind wir überhaupt in diese katastrophale Lage geraten?" Wie so oft lohnt sich ein Blick in die Geschich‑ te, denn die heutige Lage ist ein Ergebnis der hunderte Jahre langen Geschichte unserer
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36 Schiff 60 kg Heroin fand, staunte sie nicht schlecht, weil die Kisten mit der Aufschrift 'pharmazeutische Produkte' versehen waren. Daraufhin wurden Ermittlungen ein‑ geleitet, denen es gelang, die Herkunft der Heroinlieferung zurückzuverfolgen. Die Er‑ mittler stießen dabei auf eine pharmazeuti‑ sche Fabrik in Narden, einer Kleinstadt in der Nähe Amsterdams. Der dortige Betriebsleiter Nieuwenhuis entpuppte sich als Oberhaupt eines internationalen Drogenrings, der lega‑ le Geschäfte zur Verschleierung seiner illega‑ len Aktivitäten nutzte. Ein echter Pionier des modernen Drogenhandels, von dem nur eine einzige bekannte Fotografie existiert, die sich zufällig in den Archiven der UNO fand. Ende der 1920er Jahre tauchte sein Name verstärkt in den nationalen Polizeiregistern vieler europäischer Länder auf. Kein Wunder – dieser Niederländer kontrollierte damals ganz alleine etwa die Hälfte des illegalen Wel‑ thandels mit Opium, Morphium, Heroin und Kokain. Nieuwenhuis hatte einflussreiche Kontakte in China, der Türkei, Deutschland, England, Frankreich, der Schweiz und vielen anderen Ländern, in denen er erfolgreiche illegale Netzwerke betrieb.
(VOC), die zu dieser Zeit größer war, als alle Flotten aller anderen Länder zusammen (!). Die VOC war auch die erste Aktiengesellschaft der Geschichte - und damit eines der mächtigsten Privatunternehmen aller Zeiten (dagegen ist Elon Musk heute ne kleine Nummer). Mit eige‑ nem Militär, eigenem Münzrecht und einem Monopol auf den Gewürzhandel im Indischen Ozean. Die VOC plante und gründete auch Kolonien in Nordamerika, wo aus New Amster‑ dam später New York wurde. Auch der erste Börsen-Crash fand in den Niederlanden statt, nachdem Tulpenzwiebeln ihren zuvor astronomischen Wert verloren hat‑ ten und eine ganze Botanik-Branche mit sich in den Abgrund rissen. Die weniger Überleben‑ den wandten sich nun einer anderen Pflanze zu, die hohe Profit versprach: Dem Schlaf‑ mohn. Also sicherten sich niederländische Händler im 18. Jahrhundert das Opium-Mono‑ pol, machten es rauchbar und verkauften es in sogenannten "Opium-Höhlen". Von den gigan‑ tischen Summen, die diese Drogengeschäfte einbrachten, wurden viele der schönen histo‑ rischen Häuser an den Grachten Amsterdams erbaut. Es war ein so enorm profitables und langfristig spitzenmäßiges Geschäft, dass im 19. Jahrhundert die niederländische Regierung neidisch und gierig wurde und ganz offiziell den zuvor privaten Drogenhandel übernahm, um mit den Gewinnen neue Kolonien in Indo‑ nesien zu finanzieren. Allerdings galt Opium inzwischen eher als ungesundes Laster, weshalb die niederlän‑ dischen Behörden die Preise dafür stark erhöhten, um den Konsum einzuschränken. Doch der Opium-Geist war nun schon aus der Flasche, da nun illegale Händler ihre Chancen sahen und weniger liquide Kunden bedienten. Ende des 19. Jahrhunderts standen die Nieder‑ lande so vor einem Dilemma: Sie mussten sich positionieren zwischen Legalität und Illegalität, zwischen Volksgesundheit und Steuereinnah‑ men. Und ob nun bei Opium, Tabak oder Alko‑ hol - die Konflikte, die sich damals am Opium entzündeten, sind bis heute aktuell.
Anfang des 20. Jahrhunderts begannen die Niederländer dann mit der Gewinnung und Vermarktung eines neuen Produkts: Kokain. Als versierte Botaniker pflanzten sie aus Kolonien in Peru exportierte Koka-Pflanzen auf der indonesischen Insel Java (damals niederländische Kolonie) neben Kaffee und Tee an. Die Koka-Sträuche gediehen auf Java sogar noch besser als in ihrer peruanischen Heimat, wodurch der Wirkstoffgehalt in den Blättern ebenso deutlich stieg, wie die weltwei‑ te Nachfrage. Die in Amsterdam errichtete und von der niederländischen Kolonialbank
zu bestrafen und ihnen den Krieg zu erklären. Dieser Wendepunkt markiert den Beginn der Drogenkriminalisierung - und zugleich die Ge‑ burt eines lukrativen Geschäftsmodels." meint Tom Decorte, Kriminologe und Professor an der Universität Gent. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Völker‑ bund - der Vorläufer der UNO - gegründet, der all seine Mitgliedsstaaten dazu verpflichtete, den nun illegalen Drogenhandel zu bekämp‑ fen. Unter dem Druck der USA und Chinas un‑ terzeichneten zahlreiche Staaten die Haager
Als die Rotterdamer Polizei 1928 auf einem Schiff 60 kg Heroin fand, staunte sie nicht schlecht, weil die Kisten mit der Aufschrift 'pharmazeutische Produkte' versehen waren. finanzierte Kokain-Fabrik NCF machte ab 1900 der deutschen Firma MERK Konkurrenz, die hier bis dato als führend galt. Zu der Zeit waren Heroin, Morphium und Kokain frei verkäuflich und wurden als moderne neue Arznei- bzw. Wundermittel vermarktet. Von Suchtgefahren war damals noch gar keine Rede. Im ersten Weltkrieg nutzten die Niederlande dann ihre Neutralität gewinnbringend und belieferten sowohl die deutschen als auch die britischen und französischen Truppen tonnenweise mit Kokain - wodurch sie in diesem Bereich zum internationalen Markt‑ führer aufstiegen. "Historisch gesehen waren die meisten uns bekannten Drogen für eine lange Zeit legal. Ei‑ nes Tages beschloss man aber, ihren Konsum
Opiumkonvention. Damit begann eine neue Ära in der internationalen Drogenpolitik – das Zeitalter der Prohibitionisten brach an. Der freie Verkauf von Betäubungsmitteln nahezu aller Art wurde verboten, ihr Erwerb erforder‑ te nun ein ärztliches Rezept – und die gesell‑ schaftlichen Folgen waren verheerend. Denn die längst zahlreichen Freizeitkonsumenten sahen sich nun plötzlich mit einem Stigma und Entzugserscheinungen konfrontiert. Was blieb den Betroffenen da anderes, als sich dem Schwarzmarkt zuzuwenden? Durch diese Nachfrage entstand der weltweite illegale Drogenhandel, wie wir ihn auch heute noch kennen. In den Niederlanden wurde dieser neue Markt sofort von Kriminellen besetzt, die direkt die Spielregeln für alle festlegten. Als die Rotterdamer Polizei 1928 auf einem
Das führte fast zwangsläufig zur Entstehung einer niederländischen Anti-Drogen-Behörde, die mit dem "Centraal-Bureau" die erste Dro‑ genbekämpfungseinheit der Menschheitsge‑ schichte gründete – zunächst mit nur zwei Po‑ lizisten und einem Chef. Die drei waren fleißig und erstaunlich erfolgreich: Sie fanden nicht nur das Heroin von Nieuwenhuis, sondern ver‑ hafteten auch zahlreiche Opium-Schmuggler und legten die damals umfangreichste Kartei für internationale Drogenstraftäter an. In den 1930er Jahren nutzten Nieuwenhuis und seine Partner bereits chiffrierte Telegramme und das internationale Banksystem, um ihre weltweiten illegalen Geschäfte abzuwickeln und eigene Netzwerke weiter auszubauen. Die Hauptroute für Opium verlief damals über Istanbul und Marseille nach Rotterdam. Auch heute noch ist der Rotterdamer Hafen für Heroin und Kokain das größte Einfallstor in bzw. nach Europa. Es sind zwar nicht mehr die gleichen kriminellen Netzwerke wie in den 1930er Jahren, aber die Vorreiter des illegalen Drogenhandels erkannten damals etwas, was uns heute regelrecht banal er‑ scheint: Sie mussten ihre illegalen Geschäf‑ te über legale Netzwerke abwickeln. Und Rotterdam (schon damals Europas größter Hafen) bot dafür die besten Voraussetzun‑ gen, da Polizei- und Zollbehörden nicht mal ansatzweise jeden Frachtcontainer über‑ prüfen konnten. Und es heute natürlich erst recht nicht können. In den späten 60er Jahren kamen dann mit der weltendeckungsfreudigen Hippie-Welle auch Cannabissamen nach Europa, die vor allem in den Niederlanden sehr geschätzt wurden. Der niederländische Kriminologe Dirk Korf kommentiert das so: "In unserer romantischen Vorstellung waren natürlich alle Hippies Antikapitalisten – es gab aber auch geschäftstüchtige Leute unter ihnen, die in müffelnden Mänteln nach Afghanistan reis‑ ten, sich vor Ort gute Hotels leisten konnten und das Ganze locker mit dem Schmuggel von Haschisch finanzierten." Weiter geht's in der kommenden Ausgabe der Soft Secrets
Strain Report
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Text und Fotos: Johnny Stardust
MASTER KUSH Einfache Anzucht & Erstklassiges Bubble Hash
MK Bubble Hash finished
MK Bubble Hash
Die Master Kush von White Label gehört zu den klassischen Kush-Genetiken. Ihre afghanisch-indischen Wurzeln zeigen sich in einem kompakten Wuchs, einer unkomplizierten Kultivierung und vor allem in einer starken Harzproduktion. Genau deshalb fiel die Wahl für diesen Durchgang auf diese Sorte. Ziel war es, die gesamte Ernte in hochwertiges Bubble Hash zu verwandeln; idealerweise mit einem traditionellen Aroma, das mich an meine Zeit in Indien erinnert.
Unkomplizierter Anbau
Bubble Hash aus Eiswasser
Schon in der Anzucht zeigte sich die Master Kush sehr stabil und gleichmäßig. Alle drei Pflanzen entwickelten sich ohne Probleme, wuchsen kräftig und reagierten gut auf Trai‑ ning. Aufgrund des begrenzten Platzes im Zelt wurden sie früh getoppt und anschließend vorsichtig heruntergebunden. Das führte zu ei‑ ner kompakten, buschigen Struktur mit vielen kräftigen Seitentrieben.
Für die Extraktion kam die klassische Ice-Wa‑ ter-Methode zum Einsatz. Das gefrorene Pflanzenmaterial wurde mit Eis und Wasser vermischt und vorsichtig bewegt. Durch die Kälte lösen sich die Trichome von der Pflanze und schwimmen anschließend im Wasser.
Nach etwa drei Wochen Vegetation ging es in die Blüte. Typisch für die Kush-Genetik blieb der Stretch gering, während sich stabile, dichte Blütenstände ausbildeten. Schon früh überzog eine deutliche Schicht Trichome die Buds, was das Potenzial für die spätere Haschproduktion klar erkennen ließ. Nach rund acht Wochen Blüte waren die Pflanzen erntereif.
Fresh Frozen zur Erhaltung der Terpene Die Ernte ergab etwa 380 Gramm Nassmaterial. Statt die Blüten zunächst zu trocknen, wurde das Material direkt nach dem Schnitt eingefro‑ ren. Dieses Vorgehen hat sich bei hochwertigen Extrakten etabliert, da es das Terpenprofil deutlich besser erhält als getrocknetes Material. Flüchtige Aromastoffe beginnen bereits kurz nach der Ernte zu verfliegen. Durch das soforti‑ ge Einfrieren bleiben sie weitgehend erhalten, während die Trichome ihre Struktur behalten und sich später im Eiswasser sauber lösen lassen. Vor dem Einfrieren wurden lediglich die großen Fächerblätter entfernt, während Zucker‑ blätter und Blüten vollständig erhalten blieben. Das Material wurde bei etwa –18 °C eingefroren.
Das Wasser wurde danach durch Bubblebags gefiltert. Verwendet wurden dabei bewusst nur zwei Siebe: ein 160-Mikron-Beutel als Vorfilter und ein 73-Mikron-Beutel zur Sammlung der eigentlichen Trichome. Die Verwendung von nur zwei Bubblebags hält den Arbeitsaufwand geringer und liefert dennoch eine sehr aroma‑ tische Fraktion. Ein wichtiger Schritt ist das gründliche Nachspülen mit einem Pumpdrucksprüher und eiskaltem Wasser, um Pflanzenreste zu entfernen und die Reinheit zu erhöhen.
Anschließend wird die Harzmasse mit einem gekühlten Löffel vorsichtig entnommen.
Trocknung und Ausbeute Die anschließende Trocknung ist ebenfalls sehr entscheidend, da frisches Bubble Hash noch viel Restfeuchtigkeit enthält. Um Schim‑ melbildung zu vermeiden, wurde das Material dünn auf einem Presssieb über saugfähigem Küchenpapier verteilt. Dadurch konnte die Feuchtigkeit gleichmäßig entweichen. Nach etwa vier Tagen war das Hasch vollständig trocken und zeigte eine krümelige, gleichzeitig leicht klebrige Konsistenz. Es konnte zwischen den Fingern mühelos binnen weniger Sekun‑ den zusammengepresst werden. Am Ende entstanden 13 Gramm Bubble Hash aus 380 Gramm Nassmaterial, was einer Aus‑ beute von rund 3,4 Prozent entspricht. Auch wenn der Ertrag etwas höher hätte ausfallen dürfen, steht für mich immer die Qualität im Vordergrund, und die hätte für meinen persön‑ lichen Geschmack kaum besser sein können.
Fruchtiges Kush-Aroma Die größte Stärke des Endprodukts liegt im Aroma. Durch die Fresh-Frozen-Verarbeitung blieb das Terpenprofil besonders lebendig. Der
Duft kombiniert klassische erdige Kush-Noten mit einer frischen, leicht orangigen Süße, die an Orangenbonbons erinnert. Dazu kommt eine klare Kiefer- bzw. Piniennote. Insgesamt wirkt das Aroma deutlich komplexer und frischer als bei getrocknetem Ausgangsmaterial. Auch die Konsistenz überzeugt: Das Hasch ist sehr harzreich und lässt sich dennoch sehr gut auf‑ bröseln. Beim Erhitzen beginnt es zu blubbern und schmilzt nahezu vollständig – ein Hinweis auf einen sehr hohen Reinheitsgehalt ohne pflanzliche Verunreinigungen („Full Melt“).
Kraftvolle Indica-Wirkung Die Wirkung entspricht dem klassischen Kush-Profil. Schon kleine Mengen sorgen für tiefe körperliche Entspannung bei gleichzei‑ tig ruhigem, klaren Kopfgefühl. Bei höherer Dosierung tritt eine deutliche Sedierung ein, weshalb sich das Hasch besonders für den Abend eignet. Positiv hervorzuheben ist auch die spürbare Linderung chronischer Schmer‑ zen. Bereits kleine Mengen reichen oft aus, um den Körper zu entspannen und den Tag ruhig ausklingen zu lassen.
Fazit Die Master Kush von White Label bestätigt erneut, warum klassische Kush-Genetiken für die Haschherstellung so geschätzt werden. Der unkomplizierte Anbau, die stabile Entwicklung und die starke Harzproduktion machen sie zu einer sehr guten Wahl für Ice-Water-Extrakte. Besonders überzeugend finde ich die Kombi‑ nation aus Genetik und Fresh-Frozen-Verarbei‑ tung. Auch wenn die Ausbeute mit 3,4 Prozent eher im mittleren Bereich liegt, kompensiert die Qualität des Endprodukts diesen Aspekt vollständig. Das intensive Terpenprofil, die hohe Reinheit und die starke Wirkung zeigen das volle Potenzial dieser Sorte. Geschmack‑ lich erinnert das Ergebnis stark an meine Zeit in Indien – jedoch in deutlich potenterer und moderner Form.
Lifestyle Text: Martin Müncheberg
Cannabis roh essen? Natürlich kann man Cannabisblätter und -blüten auch roh essen, aber macht das dann auch Sinn? Giftig ist die Pflanze ja nicht, aber gibt es vielleicht sogar gute Gründe Cannabis roh zu essen? Und macht das dann tatsächlich (wie oft in Filmen und Serien gezeigt) auch high bzw. stoned?
38 Pflanzen auch vor UV-Strahlung und diversen Krankheitserregern. Zu den spezifischen Flavo‑ noiden in rohem Cannabis gehören Cannflavin A und B (entzündungshemmende Wirkstoffe), Kaempferol (das die körpereigene antioxidative Abwehr gegen freie Radikale stärkt), Quercetin (das helfen kann, Entzündungen, Allergiesymp‑ tome und Blutdruck zu reduzieren) sowie Antho‑ cyane (die den Blutdruck senken, die Sehkraft verbessern, die Vermehrung von Krebszellen hemmen, der Tumorbildung entgegenwirken so‑ wie entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften besitzen können). Ganz gleich also, ob man Cannabis als Gemüse oder als Kraut betrachtet – rohes Cannabis hat sich längst einen Platz auf der Liste der Super‑ foods verdient. Das ist nur noch nicht allgemein bekannt. Aus rein ernährungsphysiologischer Sicht ist Cannabis tatsächlich reich an Proteinen, Ballaststoffen, Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen. Und da Cannabisblätter und Hanfsamen sowohl Omega-3- als auch Omega6-Fettsäuren enthalten, ist es gut möglich, dass Cannabis-Salate bald Fisch-Gerichte als sinnvolle Option für die Herz-Kreislauf-Gesundheit ergän‑ zen oder eines Tages sogar ganz ersetzen. Laut Dr. Rachel Knox (Mitbetreiberin der „Ame‑ rican Cannabinoid Clinics“) dienen Omega-3und Omega-6-Fettsäuren als Ausgangsstoffe für unsere körpereigenen Endocannabinoide: „Anandamid und 2-AG werden aus Omega-3 und Omega-6 gebildet, OEA und PEA aus Omega-3. Sie alle besitzen neuroprotektive Eigenschaften. Omega-Fettsäuren werden auch als essenzielle Fettsäuren bezeichnet, da unser Körper sie nicht [in ausreichender Menge] selbst herstellen kann. Wir müssen sie daher über die Nahrung aufnehmen.“ Die Blüten und Blätter müssen jedoch möglichst frisch sein. Schon durch Trocknen oder zu langes Lagern von Cannabis werden viele Cannabinoide und Terpene abgebaut. Um von diesen Nährstof‑ fen zu profitieren, sollte die Pflanze also weder getrocknet, gekocht, gedämpft, geraucht oder verdampft werden.
Okay, die letzte Frage kann ich mir gegenüber Lesern der SOFT SECRETS eigentlich sparen, denn die wissen längst, was Dr. Junella Chin (Ärztin für integrative Cannabinoid-Medizin) hier nochmal bestätigt: „Rohes Cannabis macht nicht high, da es nicht decarboxyliert wurde – das bedeutet, dass das nicht-psychoaktive Cannabinoid THCA nicht durch einen Erhitzungsprozess in das psychoak‑ tive Cannabinoid THC umgewandelt wurde.“
Gehirnzellen haben könnte – das könnte zu wei‑ terer Forschung über mögliche Einsatzgebiete bei neuroinflammatorischen und neurodegene‑ rativen Erkrankungen führen.
Cannabis-Befürworter und Forscher wie Dr. Chin sind jedoch der Ansicht, dass der Verzehr von rohem Cannabis einzigartige Vorteile für unsere Gesundheit und unser allgemeines Wohlbefin‑ den bieten kann. Denn rohes Cannabis enthält drei Cannabinoide mit einer angehängten Car‑ bonsäure: Delta-9-Tetrahydrocannabinolsäure (THCA-A), Cannabidiolsäure (CBDA) und Cannabigerolsäure (CBGA). Und diese drei Car‑ bonsäuren haben eine potenziell therapeutische Wirkungen – Forscher gehen zum Beispiel davon aus, dass THCA eine entzündungshemmende Wirkung haben könnte.
Rohes Cannabis hat sich längst einen Platz auf der Liste der Superfoods verdient.
Eine im „British Journal of Pharmacology“ veröf‑ fentlichte Studie stützt zudem Dr. Chins Aussage, dass THCA auch eine schützende Wirkung auf
Weitere Studien, die in der Fachzeitschrift „Inter‑ national Immunopharmacology“ veröffentlicht wurden, untersuchten derweil die Wirkung von
nicht erhitztem Cannabisextrakt und stellten fest, dass THCA auch zur Stärkung des Im‑ munsystems beitragen kann. Andere Forscher untersuchten die Wirkung von THCA gegen Übelkeit bei Ratten und stellten fest, dass es Übelkeit und Erbrechen wirksam lindert. Das Forschungsteam, das seine Ergebnisse im „British Journal of Pharmacology“ veröffentlichte,
äußerte sogar die Vermutung, dass THCA eine medizinisch wirksamere Alternative zum beraus‑ chenden THC darstellen könnte. Bekannt ist auch, dass Terpene sehr empfindlich auf hohe Temperaturen reagieren. Beim Verzehr von rohem Cannabis bleiben diese Verbindun‑ gen jedoch in ihrem natürlichen Zustand erhal‑
Okay, für viele klingt die Vorstellung, auf fri‑ schen Marihuana-Blüten und -Blättern herum‑ zukauen, wenig verlockend – doch keine Sorge: Viele Köche greifen die neuesten wissenschaft‑ lichen Erkenntnisse bereits auf und integrieren teilweise rohes Cannabis in ihre Speisekarten, um ebenso gesunde wie köstliche Alternativen zu kreieren. „Im ‚Cafe Cannal‘ in New York City mixen wir rohe Cannabisblätter in unsere grünen Smoothies“, sagt zum Beispiel die Köchin und Gründerin Maya Hayashi. „Wir beziehen die Ware von loka‑ len Hanfbauern aus dem Hudson Valley, die dort vor allem junge Hanfblätter ernten."
ten, sodass therapeutische sekundäre Pflan‑ zenstoffe wie Limonen und Myrcen biologisch verfügbar sind, die Entspannung fördern und unser Wohlbefinden steigern können.
Aber Cannabis landet hier nicht nur im Smoothie: "Unser charakteristischer Cannabis-Blattsalat enthält junge, rohe Cannabisblätter, Grünkohl, Avocado, geröstete Rote Bete und ein Dressing aus Meyer-Zitrone. Und auch unsere speziellen Kräutertee-Mischungen werden mit rohem Cannabis zubereitet, das keine psychoaktive Wirkung hat. Für diese Mischungen verwenden wir die Rohformen von CBD und THC, besser bekannt als CBDA und THCA.“
Last, but not least runden Flavonoide das che‑ mische Profil von rohem Cannabis perfekt ab. Als Pigmente (die Pflanzengewebe färben, um Bestäuber anzulocken) schützen Flavonoide die
Fazit: Es macht durchaus Sinn, entfernte Blätter und Ernteabfälle für den Salat des Tages zu ver‑ wenden. Schaden kann das auf keinen Fall - ganz im Gegenteil.
Hintergründe
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Von Robert Brungert | Bild: iStock
Cannabis und Psychosen Alles nur synthetisch?
Cannabis und Psychosen – wir können es kaum noch hören und vielleicht bleibt dieses Verbotsargument auch deswegen in Mode. Nun wurde vor dem KCanG vor der Gefahr dieser „Legalisierung“ gewarnt: Es würde viel mehr Psychosen geben. Es sind über zwei Jahre vergangen – und tatsächlich, es gibt einen Anstieg von 1000 Patienten, die nach dem Konsum von Cannabis wegen Psychosen in Deutschland behandelt wurden – es sei ein Anstieg um ein Sechstel. Die Krankenhausaufenthalte durch Überdosis mit Cannabis stiegen sogar um ein Drittel im Vergleich zum Zeitraum vor dem KCanG.
synthetische Substanzen umgeschrieben wer‑ den. Demnach gibt es Partygänger, die sich ihre Pillen, Pulver und Trips gegeben haben und sich irgendwann damit „durchgehauen“ haben. Vor‑ her konnten sie all das und den Cannabis ganz normal konsumieren – nun werden sie davon irre, paranoid und damit psychotisch. Der Auslöser wäre dann nicht unser Lieblings‑ kraut – aber auch das vertragen wir dann nicht mehr.
Diese Daten gehen auf das aerzteblatt.de zurück – „Zunahme cannabisspezifischer Krankenhausaufnahmen“ Die Autoren haben die Zahlen von Januar 2022 bis September 2025 ausgewertet und dabei geprüft, wie viele Menschen wegen Cannabis behandelt wurden. Jetzt kommt die Überraschung: Die Autoren vermuten, dass dieses Phänomen auf den verbesserten Zugang zum durchaus starken Medizinalcannabis zurückzuführen ist. Denn insbesondere bei Erwachsenen kommt es gehäufter zu Problemen. Letztendlich bleibt das eine Vermutung, da die auswertbare Datenlage wohl kaum erhebt, wo‑ her der Cannabis bezogen wurde. Aber ganz offen: Was der medizinische Cannabismarkt zu bieten hat, ist echt beeindruckend. Dass der Konsum von hochpotentem Cannabis bei Risikopatienten problematisch ist, bleibt also das beliebteste Argument der Verbotsliga. Dass es unter Alkoholkranken gehäuft zu alko‑
… es gibt einen Anstieg von 1000 Patienten … holindizierten Psychosen kommt, wird jedoch niemals erwähnt und ist an dieser Stelle kaum ein Argument. Alkohol ist immerhin Kulturgut, und für ein paar wenige Problemfälle lässt sich kein CDUler seinen Alkohol schlechtmachen. Und ja, es gibt diese Menschen, die nicht mehr kiffen können, weil sie dann in einer krankhaf‑ ten Gedankenwelt abheben oder wie auf Trip sind. Meistens konnten diese Menschen pro‑ blemlos konsumieren und dann irgendwann
nicht mehr. Aber was ist nun der Unterschied zwischen vorher und nachher – was ist der Auslöser dieser sogenannten Kiffer-Psychose, die immer wieder durch THC aktiviert wird? Vorweg: Es handelt sich hierbei ebenfalls nur um Theorien, die sich bislang nicht mit wissen‑ schaftlichen Daten oder Zahlen untermauern lassen. Dennoch ist es eigentlich sehr plausibel und spiegelt sich in vielen Fällen wider. Das muss aber nicht heißen, dass es bei jedem Fall so sein muss. Die Theorie: Der Cannabis-Konsument kom‑ mt im Laufe seines Lebens mit synthetischen Substanzen in Kontakt. Es kann sich hierbei um Partypillen, Trips oder ähnliche synthetische Designerdrogen handeln. In Betracht kom‑ men auch synthetische Cannabinoide, die als Räuschermischungen vermarktet werden. Diese können auf deren Dauerkonsumenten sehr negativ wirken und diese insgesamt verändern. Und dann wäre es ebenfalls denkbar, dass es sich um schwache Marijuanablüten handelt, die mit synthetischen Cannabinoiden versetzt werden. Weswegen sollte ein Dealer seine Blüten mit synthetischen Cannabinoiden versetzen und nicht eine gute Qualität anbieten? Ganz ein‑ fach: Wer gepackt wird, landet vor dem Richter – immer noch. Und hier entscheidet nicht die Gefährlichkeit, sondern der Wirkstoffgehalt. Es wird auf THC getestet. Je weniger enthalten ist, umso besser für den Dealer. Es ist für unsere Großdealer also ein Vorteil, wenn sie ein sehr schwaches Marijuana modi‑ fizieren und dann verkaufen. Und auf diesem Wege haben vermutlich schon viele von uns etwas Synthetisches geraucht – eben nicht nur Streckstoffe. Der entscheidende Punkt: In unserem Orga‑ nismus haben wir eine Biochemie, die sehr komplex ist. Und diese kann anscheinend durch
Was ist eine Kiffer-Psychose? Ein bischen Kif‑ fer-Paranoia, die am nächsten Tag wieder weg ist, ist definitiv keine Kiffer-Psychose. Diese ist auch am nächsten Tag und auch in Wochen noch da. Aber auch diese Kiffer-Paranoia kann bereits so weit stören, dass man psychotisch wirkt und keinen Spaß mehr empfindet. Auch diese Kiffer-Paranoia war bei vielen einst nicht da und ist jetzt immer wieder nach dem
Cannabiskonsum ein Störfaktor. Diese geht als Vorstufe der Psychose vielleicht bereits auf synthetische Substanzen zurück. Einst war Marijuana schwächer – es gab aber auch weit weniger synthetische Substanzen. Vielleicht gehen all diese Psychosen zum Großteil auf synthetische Substanzen zurück? Cannabis aktiviert dann lediglich das Problem und es scheint äußerlich an diesem zu liegen. Besonders gefährdet für diese Probleme sind unabhängig von den eigentlichen Auslösern immer diejenigen, die die Veranlagung mitbrin‑ gen. Wer bereits in seiner Verwandtschaft Vorfälle beobachtet, sollte nicht nur die synthe‑ tischen Substanzen, sondern ganz allgemein den Schwarzmarkt meiden. Der Eigenanbau, der CSC oder im Krankheitsfall auch das Rezept wären die deutlich bessere Wahl. Weiterhin bleibt ein wichtiger Punkt, dass es nicht darum gehen sollte, welches Marijuana das stärkste ist. Wichtiger ist das eigene Wohl‑ befinden. Das schwächere Kraut, mit dem ich mich besser fühle, ist die richtige Wahl. Kiffen soll immerhin Spaß machen und einen nicht ins Paralleluniversum kicken.
Reisebericht
40 Sieben Länder in sieben Wochen Text und Fotos von Rob Peace
Soft Secrets besucht Südostasien Sieben Wochen, sieben Länder. Das war der Plan. Rob Peace von Soft Secrets begab sich auf eine anspruchsvolle Reise durch Südostasien. Die Tour begann in Hanoi (Vietnam) und führte über Singapur, Brunei, die Philippinen, Hongkong, Thailand und Laos, bevor es per Flugzeug von Vietnam aus wieder zurückging. Hier sind seine Eindrücke.
HANOI, VIETNAM – 4:20 OHNE GRAS
öffentlicher Plätze (Littering) zu einer Geldstrafe von 1.000 Singapur-Dollar (650 Euro) verurteilt wurden. Derzeit gibt es in Singapur 90.000 Überwachungskameras, und die Polizei plant, diese Zahl in den nächsten zehn Jahren auf 200.000 zu erhöhen. Drogenbesitz und -handel können mit der Todesstrafe geahndet werden. Die Schwelle für die Verhängung der Todesstrafe liegt bei 15 Gramm Heroin, 30 Gramm Kokain und 500 Gramm Cannabis. Im Jahr 2025 wurden 17 verurteilte Personen gehängt.
BRUNEI – DER SULTAN HAT DAS SAGEN
Es war ein beeindruckender Anblick: die berühmte „Train Street“, durch deren enge Gasse ein Zug rumpelt. Die Behörden hatten sie vor einigen Jahren aus Sicherheitsgründen gesperrt, doch nach Protesten der Anwohner – die dort inzwischen alle eigene Cafés oder Restaurants betreiben – ist sie wieder die Touristenattraktion Nummer eins in Hanoi. Natürlich wollte ich im Café „4:20“ auf den Zug warten. Leider wurden meine hohen Erwartungen enttäuscht; im „4:20“ gab es alles – nur kein Gras. Zum Glück entschädigte die Ankunft des Zuges dafür. Die gewaltige Maschine kommt einem beängstigend nahe und fährt nur wenige Zentimeter an den Knien vorbei. Hunderte von Smartphones halten das Ritual fest, danach leert sich die Train Street schnell wieder. Bis der nächste Zug eintrifft.
Obwohl ich die Antwort eigentlich schon kenne, frage ich unseren Reiseleiter trotzdem: Wie ist die Lage in Bezug auf Cannabis in Brunei? „Cannabis ist streng verboten. Man kann in Brunei auch kei‑ ne Zigaretten kaufen; dafür muss man ins Ausland fahren.“ Erdöl hat den 29. Sultan von Brunei zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht. Er besitzt rund 7.000 Luxusautos, darunter 600 Rolls-Royces. Ein Besuch seines Palastes (der über 1.000 Zimmer hat) ist enttäuschend; wir stehen lediglich fünf Minuten vor den Palasttoren. Glücklicherweise behält der Sultan nicht alle Einnah‑ men für sich. Bildung und Gesundheitsversorgung sind praktisch kostenlos, und jeder Haushalt verfügt über vier Autos. Kiffen in Brunei? Zwei Einheimische wurden kürzlich wegen des Schmug‑ gels von 200 Gramm Cannabis zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. „Hoffentlich sehen wir uns in Brunei wieder“, sagte der Reiseleiter zum Abschied. Auch darauf kannte ich die Antwort bereits.
SINGAPUR – ÜBERWACHUNGSSTAAT
PHILIPPINEN – 1,5 JAHRE HAFT FÜR EINEN HALBEN JOINT
Im Stadtviertel Little India entspannen sich Männer in einem kleinen Park – wobei „Park“ viel‑ leicht etwas übertrieben ist für einen kleinen Platz, auf dem ein Stück Kunstrasen die Illusion von ein wenig Natur erzeugen soll. Überwachungskameras beobachten das Geschehen von allen Seiten. An verschiedenen Stellen stehen große Warnschilder: „Bitte halten Sie den Rasen schön, hier nicht schlafen“ und „Alkohol ist in diesem Bereich verboten“. Ein Stück weiter weist ein weiteres Schild darauf hin, dass im vergangenen Monat 48 Personen wegen der Verschmutzung
Kaum setze ich einen Fuß in Puerto Princesa auf der Insel Palawan, müssen meine Gedanken so‑ fort an Tim Bouwens wandern. Im Jahr 2023 reiste dieser niederländische Backpacker von Bang‑ kok in die philippinische Hauptstadt Manila – mit einem vergessenen halben Joint im Gepäck. Was in Thailand legal ist, auf den Philippinen jedoch streng verboten, bescherte Tim anderthalb Jahre Haft unter katastrophalen Bedingungen. Unter dem ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte führte die Regierung einen mörderischen „Krieg gegen die Drogen“; Menschenrechtsorganisati‑
41 onen zufolge kamen dabei 30.000 Menschen ums Leben. Unter dem amtierenden Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. ist die Politik zwar weniger blutig, doch das Ziel bleibt eine „zu 100 % drogen‑ freie Gesellschaft“.
CHIANG MAI, THAILAND – EIN ÜBERANGEBOT AN CANNABIS-SHOPS Am Flughafen wird davor gewarnt, dass die Ausfuhr von Cannabis verboten ist: „Allein in diesem Jahr wurden schon zehn Passagiere festgenommen!“ Diese Zahl erscheint mir überraschend niedrig. Während unserer Reise gab die thailändische Regierung bekannt, dass Tausende von Cannabis-Verkaufsstellen geschlossen worden seien – doch in Chiang Mai ist davon nichts zu spüren; dort gibt es Dutzende von Shops. Viel Geschäft machen sie allerdings nicht – es herrscht ein deutliches Überangebot. Das merkt man auch am Preis: Cannabis ist für weniger als einen Euro pro Gramm zu haben. In Chiang Rai, das noch weiter nördlich liegt, besuchen wir einen Laden mit dem passenden Namen „Northern Lights“. Kurz bevor wir für eine zweitägige Bootsfah‑ rt auf dem Mekong die Grenze nach Laos überqueren, überprüfen wir unser Gepäck und unsere Kleidung noch einmal genau, um sicherzugehen, dass wir „sauber“ sind.
HONGKONG – HARTE STRAFEN Als Hongkong noch ein teilautonomer Stadtstaat war, genoss die Bevölkerung eine gewisse Frei‑ heit. Es entstand rasch ein florierender CBD-Markt; Restaurants und Cafés boten Speisen und Ge‑ tränke mit Cannabidiol an, und Wellness-Produkte wie Shampoos und Hautpflegeartikel füllten die Schaufenster zahlreicher Schönheitssalons. All dem wurde ein jähes Ende gesetzt, nachdem China die Kontrolle übernommen hatte. Am 1. Februar 2023 wurde CBD verboten; auf den Besitz stehen nun bis zu sieben Jahre Haft. Die Behörden meldeten kürzlich, dass die Zahl der Festnahmen wegen Drogendelikten weiter steigt. Immer wieder werden Reisende, die aus Bangkok kommen, wegen Cannabisbesitzes festgenommen. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslange Haft!
MEKONG, LAOS – „WIR BAUEN KEIN OPIUM MEHR AN“ Unser Reiseleiter Deng erzählt, dass es im laotischen Teil des Mekong keine Krokodile mehr gibt: „Wir haben sie alle aufgegessen.“ Auch Vögel sieht man dort nicht. „Die haben wir auch gegessen.“ Die wenigen Elefanten, die in einem Schutzgebiet im Fluss baden, hatten offenbar Glück; vielleicht schmeckt den Laoten Elefantenfleisch einfach nicht. Deng stammt aus einem kleinen Dorf nahe der Grenze zu Myanmar. „Früher haben wir hier Opium angebaut, aber das machen wir nicht mehr.“ Weit verbreitet sind Cannabissorten mit niedrigem THC-Gehalt, die auch in der Küche ver‑ wendet werden. Im Backpacker-Paradies Vang Vieng ist es ziemlich einfach, an Gras zu kommen – zum Beispiel in der Reggae-Bar Jaidee. Reisende berichten von zwielichtigen Geschäften, bei denen sich die Polizei etwas dazuverdient. Deng äußert sich zu diesem Thema nur zurückhaltend. Wir besuchen jedoch ein kleines Dorf, in dem illegal hochprozentiger (50 %) Reiswhisky gebrannt wird. Im Jahr 2024 starben sechs junge Touristen in Vang Vieng, nachdem sie mit Methanol vers‑ etzten Alkohol getrunken hatten. So etwas passiert bei Cannabis nie.
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Text: Martin Müncheberg
WAS GIBT’S NEUES? Die Medienseite der SOFT SECRETS Alley Cats Die neue Animationsserie von Ricky Gervais dreht sich um eine Gruppe Straßenkatzen (Alley Cats) und ist perfekt geeignet, um bekifft abzulachen. Im Mittelpunkt der kurzweiligen Serie steht Gus, eine faule, großmäulige Katze mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein und einer tief sitzenden Abneigung gegen alles, was nach Schwäche aussieht. Gemeinsam mit einer Gruppe anderer Außenseiter streift er durch die Straßen und versucht, in einer Welt zu überleben, in der niemand auf ihn wartet und niemand ihm etwas schenkt. Es ist eine Ansammlung schräger Figuren, deren größte Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie mit sich selbst kaum zurechtkommen. Dass diese Figuren Katzen sind, ist dabei weit mehr als ein niedlicher Anstrich für eine Comedyserie. Denn Katzen haben gegenüber Menschen einen entscheidenden Vorteil: Sie müssen ihre Existenz nicht rechtfertigen. Sie fressen, schlafen, scheißen, markieren ihr Revier und werfen Dinge vom Tisch, weil ihnen danach ist. Kein Lebenslauf, keine Selbstoptimierung, kein Seminar über die eigenen Stärken – bis die Vierbeiner dann anfangen zu reden...
B-Tight: Bestes Stück Spätestens seit seinem Album "Wer hat das Gras weggeraucht?" ist B-Tight auch unter Cannabisfreunden kein Unbekannter mehr. Der in Californien geborene Deutschrapper war anfangs bei Aggro Berlin unter Vertrag und besitzt inzwischen mit "Jetzt Paul" auch eine eigene Plattenfirma. Ende August erschien mit "Bestes Stück" (nach mehreren Jahren ohne Veröffentlichung) sein neues Album, was sich übrigens NICHT um seinen Penis dreht. Das neue Album enthält 16 neue Track, musikalisch knüpft "Bestes Stück" an den klassischen Sekte-Sound an, übersetzt ihn jedoch in eine zeitgemäße, hochwertig produzierte Form. B-Tight hat das Album vollständig selbst produziert, gemixt und gemastert – jede Zeile, jeder Klang ist also ganz bewusst gesetzt und Ausdruck eines langen, stetigen Prozesses. Inhaltlich geht es um Identität, Loyalität, Selbstzweifel und Selbstbehauptung, ohne Pose, ohne Filter. Ein Album über Reife, Haltung und das Wiederfinden der eigenen Stimme – roh, reflektiert und konsequent ehrlich.
Harry Gold und der CannabisZeitsprung Was, wenn Cannabis nicht einfach nur eine Pflanze ist – sondern das grüne Gedächtnis der Menschheit? Der junge Harry Gold entdeckt im Wald eine mysteriöse Samenkapsel. Berührt er sie, katapultiert ihn ein Zeitsprung durch die Jahrtausende – in Kulturen, in denen Cannabis heilig war: Bei Schamanen der Altai, Mönchen in China, Sadhus in Indien, Kriegern der Skythen, Heilern Ägyptens und den Gelehrten der Renaissance. Was als Neugier beginnt, wird zu einer spirituellen Mission: Die Rückeroberung eines verdrängten Wissens, das die Menschheit heilen – oder retten könnte. Das Buch behandelt weder Konsum noch Politik, sondern geht deutlich tiefer – es erzählt vom Verlust uralten Wissens, vom Wandel des Bewusstseins und der Rückkehr eines pflanzlichen Archetyps. Der Roman vereint Fakten, Poesie, Visionen und Geschichte zu einem literarischen Mosaik, das unser Bewusstsein öffnen soll.
Mein bester Freund, seine Freundin & ich Matze verliebt sich in Rebecca – und plötzlich war es das mit der heiligen Dreifaltigkeit aus kiffen, saufen und bloß nicht erwachsen werden. Aus dem kindischen Rebellen ist über Nacht ein echter Langweiler geworden, für den nur noch seine Freundin zählt. Das reicht in dieser NetflixProduktions aus, um bei Matzes bestem Freund Olli den inneren Katastrophenschutz auszulösen. Denn Olli betrachtet diese Veränderung nicht als das, was sie ist: das ziemlich normale Ende einer Lebensphase. Für ihn ist sie eine feindliche Übernahme. Die Frau nimmt den Freund – und dagegen muss man doch etwas tun können... Die Rom- und Bro-Comedy bietet so manchen gelungenen Lacher, auch wenn längst nicht alle Gags zünden. Es ist aber das erste Mal in einer deutschen Komödie, dass die Polizei im Film zufällig eine Cannabispflanze entdeckt und dann aber (sehr) cool darauf reagiert - die Legalisierung ist inzwischen also auch in der Filmwelt angekommen.
The Hawk Für Fans von Will Ferrell ist diese Serie ein echtes Muss - auch wenn man nicht auf Golf steht. Ferrell spielt einen ehemaligen Golfstar, der nach dem Ende seiner Karriere noch einmal zu alter Größe zurückfinden will. Sein Ziel der Gewinn des einzigen Major-Turniers, das ihm noch zum perfekten Vermächtnis fehlt. Doch auf dem Weg dorthin muss er nicht nur gegen die Konkurrenz auf dem Grün antreten, sondern auch gegen seine eigene Vergangenheit – und gegen seinen entfremdeten Sohn, der mittlerweile selbst zu den größten Talenten des Golfsports gehört. Und obwohl sein Körper ihm dabei Grenzen setzt und sein Umfeld längst mit ihm und seiner Karriere abgeschlossen hat, klammert sich der ebenso ego- wie exzentrische Sonderling an die Hoffnung auf ein letztes großes Comeback. “The Hawk” ist eine spritzige, unterhaltsame und überraschend herzliche Comedy-Serie, die genau das liefert, was man von Will Ferrell sehen möchte: absurde Situationen, große Gesten und einen Hauptdarsteller, der auch nach all den Jahren noch genau weiß, wie man aus Selbstüberschätzung Comedy macht.
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Ein Wort des Herausgebers: Soft Secrets ist ein im Abstand von zwei Monaten erscheinendes kostenloses Magazin, das in den Niederlanden (dort als “Highlife”), Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Polen, der Tschechischen Republik und Chile erscheint. Weltweit erleben wir derzeit einen Prozess der relativen Liberalisierung hinsichtlich des Cannabiskonsums, sei es für medizinische
oder Freizeitzwecke. Mehrere Länder haben Cannabis legalisiert, um weiche und harte Drogen voneinander zu trennen, wie es sich in Holland bewährt hat. Andere Länder haben die Verwen‑ dung von medizinischem Cannabis legalisiert, einschließlich des Rechts, Cannabispflanzen für den eigenen Gebrauch anzubauen. Der Herausgeber möchte die Aufmerksamkeit verstärkt auf den Prozess der Normalisierung des Cannabiskonsums lenken. Hierbei wird vorausgesetzt, dass er nicht unbedingt mit allem einverstanden ist, was in Artikeln und Anzeigen erscheint. Der Verlag distanziert sich somit ausdrücklich von veröffentlichten Aussagen oder Darstellungen, die den Eindruck erwecken könnten, dass der Konsum oder die Produktion von Cannabis befürwortet wird. Es ist untersagt, ohne das vorherige Einverständ‑ nis des Herausgebers oder anderer Inhaber von Urheberrechten irgendetwas - gleich welchen Formats - von diesem Magazin zu kopieren oder zu reproduzieren. Der Verlag ist nicht verant‑ wortlich für den Inhalt von Anzeigen und/oder für Auffassungen, die darin zum Ausdruck kommen, auch übernimmt er keine Verantwortung für unaufgeforderte Einsendungen. Der Herausgeber ist bestrebt, alle Rechteinhaber von Fotos und/oder Abbildungen zu erreichen. Wer meint, noch Anspruch auf diese Rechte zu haben, kann sich an den Verlag wenden. Die nächste Ausgabe erscheint am
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