Letzter
Showdown
am Rand der Welt
Die James-Bond-Insel
Khao Phing Kan in der Andamanensee
... vielleicht das nächste Bond-Girl?
Weniger Kontemplation, dafür mehr Explosionen, Action und den DoppelNull-Status verspricht ein anderes Reiseziel, das als Zwischenstopp auf unserer MEERraum-Route liegt. Wer ein abenteuerliches Leben sucht oder zumindest die Geschichten von abenteuerlichen Leben gerne hört, trifft in der Andamanensee im Süden Thailands auf einen legendären Ort. Denn hier gab schon James Bond alias Roger Moore ein paar tödliche Schüsse ab, natürlich im Geheimdienst ihrer Majestät. Alles für Krone und Vaterland. Zur Strecke gebracht wurde seinerzeit der „Mann mit dem goldenen Colt“. Khao Phing Kan war der letzte irdische Ort, den Christopher Lee mit eigenen Augen sah, bevor er auf der Jagd durch ein im Felsen verborgenes Kabinett des Schreckens sein Leben aushauchte. „Schiefer Felsen“, so lautet der Name des Eilands wörtlich übersetzt. Es bestand ursprünglich aus einem großen Massiv, das nach heftigen Monsunstürmen in zwei Teile zerbrach. Die kleine, beinahe verborgene Bucht in der thailändischen Provinz Phang Nga wurde 1974 mit dem Kinostart des BondKlassikers schlagartig weltberühmt. Das Ergebnis: Wir sind heute nicht allein. Wer nach Phuket kommt, möchte die JamesBond-Insel einmal mit eigenen Augen gesehen haben, was immer noch für regen Bootsverkehr sorgt. Trotzdem gibt es hier Wodka Martini natürlich ebenso wenig wie die unterirdische Kommandozentrale des Schurken Scaramanga. Die Insel ist auch ohne James ein Eyecatcher: mit grün bewachsenen, bis zu 300 m hoch aufsteigenden Felsen, von kleinen Höhlen und Grotten durchlöchert, mit bizarr-schönen Kalksteinhängen und der umgebenden smaragdgrünen See durch Naturgewalten geformt, als diese noch alleine herrschten. Dem Eiland vorgelagert ist Khao Ta-Pu, eine 30 m hohe Felsnadel, die praktisch unbegehbar ist und zusammen mit Khao Phing Kan zu einem geschützten Naturreservat gehört. Auch sie spielte im „Mann mit dem goldenen Colt“ eine ganz besondere Rolle. Fotoreportage: Tom Richter