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RM6 vom 29.03.2013

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Raiffeisen Mitteilungen

des Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft

Frische Eier von Freilandhühnern für das Osterfest. Die Eier der Genossenschaft Schlernhof in Kastelruth stammen von Hühnern, die artgerecht gehalten werden.

Gesunde Ostereier aus Südtirol

Immer wieder erschüttern Lebensmittelskandale Öffentlichkeit und Verbraucher. Dabei gäbe es eine einfache Lösung: regionale Produkte aus kontrolliertem Anbau zu kaufen – wie die Freilandeier vom Schlernhof.

Immer wieder erschüttern Lebensmittelskandale die europäische Öffentlichkeit. Hunderte Landwirtschaftsbetriebe im Norden Deutschlands stehen im Verdacht, systematisch die Vorschriften bei der Haltung von Legehennen missachtet zu haben. So sollen deutlich mehr Tiere als erlaubt in Ställen zusammengepfercht worden sein. Die Eier seien aber dennoch mit dem Bio-Siegel verkauft worden.

Hühner sind keine Maschinen

„Das kann bei uns nicht passieren. Denn unsere Hühner sind keine Maschinen“, beteuert Andreas Profanter, Obmann der Genossenschaft „Schlernhof“ aus Kastelruth, die

auch Mitglied des Raiffeisenverbandes ist. Täglich werden die Eier der insgesamt 18.000 Hühner von den einzelnen Höfen zur zentralen Vermarktungshalle nach Seis gebracht. Dort werden sie frisch verpackt und für den Weitertransport verladen, um im Detailhandel verkauft zu werden. Die Hühner erhalten nur hochwertiges, gentechnikfreies Futter, dem kein Tiermehl, künstlichen Farbstoffe und keine antibiotischen Leistungsförderer zugesetzt sind. Regelmäßige veterinärmedizinische Kontrollen garantieren maximale Hygiene und Qualität. Jedes Ei ist mittels Code bis zum Bauernhof rückverfolgbar. Ohne Umwege kommen sie so frisch wie möglich in den Handel und damit zum Verbraucher.

Regionale Kreisläufe

Die Schlernhof Genossenschaft wurde 1998 von drei Kastelruther Bauern gegründet. Zur Zeit hat die Genossenschaft sieben Mitglieder, die sich mit viel Sachkenntnis und Einsatz mit der Legehennenhaltung befassen und täglich bemüht sind, Eier mit guter Qualität auf den regionalen Südtiroler Markt zu bringen. Neben dem Oberstampfeterhof haben die Familien am Pitzerhof, dem Obermaliderhof in Kastelruth, dem Zoarhof in Völser Aicha, dem Stoflerhof in Villanders, dem Fall in Aichhof in Barbian und vom Vierzehntagerhof in Seis den Weg in die Genossenschaft Schlernhof gefunden.

erinnerung

Vor 125 Jahren starb Friedrich W. Raiffeisen

Am 11. März 1888, kurz vor seinem 71. Geburtstag, starb der deutsche Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen in Neuwied (RheinlandPfalz). Als Bürgermeister gründete Raiffeisen den „Weyerbuscher Brodverein“. Wohlhabende Familien stellten die nötige Finanzierung für den Kauf von Mehl zur Verfügung. Die Keimzelle der Raiffeisen’schen Genossenschaftsidee war geboren. Die von ihm entwickelten „Darlehnskassenvereine“ reagierten auf das Kreditbedürfnis der Bauern, die damit den gemeinschaftlichen Bezug und Absatz ländlicher Waren organisieren konnten. Bei Raiffeisens Tod gehörten der Organisation mehr als 400 über ganz Deutschland verbreitete Genossenschaften an. Die Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung sind bis heute das Fundament der genossenschaftlichen Unternehmensform unter dem Giebelzeichen geblieben.

Roter Hahn

als Marke

Der Schlernhof ist nicht der einzige Betrieb in Südtirol, der auf artgerechte Tierhaltung setzt. Unter der Marke Roter Hahn vermarkten sechs weitere Betriebe Eier von Freilandhühnern, die dafür das Qualitätssiegel für artgerechte Hühnerhaltung führen dürfen. Wie die Hühner gehalten werden und woher die Eier stammen, erkennt der Konsument am Erzeugerkodex. „Ist die erste Zahl 0, stammt das Ei von einem Biobauernhof. Die 1 steht für Freilandhaltung. Das Kürzel BZ zeigt, dass das Ei aus Südtirol kommt“, erklärt Margareth Elsler vom Südtiroler Bauernbund in der Pressemitteilung dieser Woche. Freilandeier mit dem Qualitätssiegel „Roter Hahn“ gibt es vom Auslugerhof in St. Lorenzen, Buchhütterhof in Oberbozen am Ritten, Biohof Mairhof in Sand in Taufers, Biohof Rateiserhof in Völlan, Mittelflitzhof in Villnöss und vom Törggelehof in Lajen.

Andreas Profanter: „Die Tiere haben großen Auslauf, ausreichend Platz im Stall und sie lieben ihre Sandbäder.“

Der geistige spread fehlt!

Dieser englische Begriff dominiert seit Monaten die Schlagzeilen im Zusammenhang mit den italienischen Staatsanleihen und deren Zinsniveau. Sergio Gatti, plädierte in seinem Gastreferat für eine geistige Erneuerung der Finanzwelt.

„Wenn man die Texte liest, die Friedrich Wilhelm Raiffeisen vor mehr als 150 Jahren geschrieben hat, dann scheinen sie heute geschrieben zu sein“, stellte Sergio Gatti, Generaldirektor der ital. Genossenschaftsbanken BCC, in seinem Vortrag fest, den er anlässlich der Tagung der Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer im Raiffeisenhaus in Bozen gehalten hat. „Man kann sich nicht bereichern ohne zu arbeiten“, zitierte Gatti Giuseppe Toniolo, den Gründervater der Raiffeisenkassen in Italien. Gatti skizzierte in seinen Ausführungen die wirtschaftliche Entwicklung Italiens, im speziellen jene der Bankwirtschaft. Der hohen Staatsverschuldung gegenüber steht auf europäischer Ebene eine der niedrigsten Verschuldungsquoten der italienischen Haushalte. Das Bankengebäude, von einigen schwarzen Schafen abgesehen, ist solide“, meinte Sergio Gatti.

Dazu beigetragen haben die italienischen Genossenschaftsbanken BCC, die bisher trotz Krise eine gute wirtschaftliche Entwicklung aufweisen können. In den 398 Bankinstituten mit über 4000 Schaltern und 1,1 Millionen Mitgliedern arbeiten über 37.000 Mitarbeiter. Die Veranlagungen belaufen sich auf über 150 Mrd. Euro. Für die zweite Hälfte des laufenden Jahres könnte Italien laut Gatti aus der Rezession kommen. Bis die Strukturprobleme allerdings behoben sein werden wird es eine Dekade brauchen, meinte er.

den Geschäftsführer/ innen der Raiffeisenkassen Südtirols.

Sergio Gatti, Generaldirektor der ital. Genossenschaftsbanken BCC, sprach zu
Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888)

Mehr Mittel für Forschung und Innovation nötig!

„Forschung und Innovation sichern Wohlstand in einer globalen Welt.“ So der programmatische Titel des Vortrags von Michael Oberhuber, Direktor des Land- und Forstwirtschaftlichen Versuchszentrums Laimburg.

Bei der letzten Sitzung des Koordinierungsausschusses der landwirtschaftlichen Genossenschaften und Verbände hielt Michael Oberhuber im Raiffeisenhaus einen Vortrag über die strategischen Zielsetzungen der Laimburg und ihre Rolle innerhalb der Innovation im landwirtschaftlichen und lebensmitteltechnologischen Bereich. Dabei ging er auch auf die Investitionen im Forschungsbereich ein. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind in den Jahren von 2002 bis 2010 europaweit gestiegen. Während sie in Deutschland und Österreich bei 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen, kommt Südtirol nur auf 0,6 Prozent des BIP. Das benachbarte Trentino hingegen investiert mehr als 2 Prozent in Forschungsprojekten. Der Durchschnittwert in Italien liegt bei 1,3 Prozent. „Wir haben da einen großen Aufholbedarf und ich appelliere auch an die Landwirtschaft, sich mit uns in Verbindung zu setzen, um mögliche Kooperationen und Projekte gemeinsam anzugehen“, sagte Oberhuber. „Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit unserer Landwirtschaft steigern.“ Oberhuber sprach

des Land- und Forstwirtschaftlichen

Laimburg, spricht sich für mehr

aus.

sich auch für den Technologiepark in Bozen Süd aus, der einen wichtigen Impuls für die Südtiroler Klein- und Mittelbetriebe setzen kann. Zudem sollte sich die Laimburg zu einem „Food Science Park“ entwickeln, in der Produktlinien der landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion und Technologieplattformen zusammenlaufen.

40 Jahre Raiffeisenkasse Bruneck

Die Teilvollversammlungen in den einzelnen Gemeinden standen unter dem Zeichen des Jubiläums.

Am 24. Juli 1973 fanden in St. Lorenzen, Pfalzen und Rasen drei außerordentliche Vollversammlungen statt, bei denen sich die Mehrheit der Mitglieder für eine Fusion aussprachen. Das war die Geburtsstunde der Raiffeisenkasse Bruneck. Zum ersten

Obmann wurde Hans Hellweger aus St. Lorenzen gewählt, zum ersten Geschäftsführer Hermann Oberhollenzer aus Pfalzen. Bei den heurigen Teilvollversammlungen in den Einzugsgemeinden wurde dieses Jubiläum gebührend gefeiert und Zeitzeugen in einem Dokumentarfilm befragt. Geschäftsführer Anton Kosta ging in seinem Bericht auf die derzeitige wirtschaftliche Lage ein und beteuerte, dass trotz Unkenrufe Südtirol – und im speziellen das Pustertal – im Vergleich zu den anderen italienischen Regionen gut aufgestellt sei. „Auch wenn die Prognosen für das laufende Jahr 2013 laut Wirtschaftsbarometer in vielen Bereichen nach unten weisen, wird es zu keinen dramatischen Einstürzen oder zu einer rasanten Erhöhung der Arbeitslosigkeit kommen“, beruhigte Kosta. Auch die Zahl der Insolvenzen ist gestiegen, doch auch in diesem Fall verbürgte sich Kosta für die Stabilität der Raiffeisenkasse Bruneck.

raiffeisen tirol

Riesentorte zum Jubiläumsjahr

Seit 125 Jahren gibt es in Tirol die Raiffeisenbanken: Die erste Raiffeisenkasse wurde 1888 in Oetz gegründet, wenig später folgten Inzing, Mils und Kirchberg. Das Geschäftsmodell der Tiroler Raiffeisenbanken steht seitdem wie kein anderes für Stabilität, Sicherheit und Nähe. Heute gibt es in Tirol 81 selbstständige Raiffeisenbanken mit 261 Bankstellen, die im Besitz von 120.000 Tirolerinnen und Tirolern stehen. Fast jeder zweite Tiroler ist Kunde einer Tiroler Raiffeisenbank.

Im Bild Geschäftsleiter und Vorstände aus den Regionen der ersten vier Tiroler Raiffeisenbanken.

Michael Oberhuber, Direktor
Versuchszentrums
Innovationsbereitschaft
Eine Torte zum 40. Geburtstag der Raiffeisenkasse Bruneck bei der Teilvollversammlung in St. Lorenzen.

Neues Wanderbuch erschienen

Der Tappeiner Verlag und der Raiffeisenverband haben vergangenen Freitag den neuen Führer „Wanderungen für Groß & Klein“ vorgestellt. Wandertipps mit besonderen Highlights für die ganze Familie.

Olav Lutz arbeitet als Wohnbauberater bei der Raiffeisenkasse Lana. In seiner Freizeit entpuppt er sich als ein begeisterter Wanderer, zumal er auch geprüfter Wanderführer ist. In einer eigenen Rubrik im „Raiffeisen Magazin“, der Zeitschrift für Kunden und Mitglieder der Raiffeisenkassen, hat er die letzten Jahre seine Wanderungen beschrieben, die er meist mit seiner Familie erlebt hat. Der Tappeiner Verlag hat diese Sammlung unterschiedlichster Wanderungen, die auf ganz Südtirol verstreut angeboten werden, in einem Buch zusammengetragen und neu zusammengestellt.

„Zu Frühlingsbeginn kann uns schon die Leidenschaft des Wanderns packen und dieses Buch bietet eine gute Gelegenheit auch unbekannte Wanderwege zu beschreiten“, meinte Heiner Nicolussi-Leck,

Obmann des Raiffeisenverbandes, bei der Präsentation im Raiffeisenhaus. Im Buch werden Wanderungen in ganz Südtirol für die ganze Familie im Sommer und Wintervorgestellt.

Ob mit Lamas in Tabland durchs Tal unterwegs, in den Gampl-Stollen am Vigiljoch, vom Kurtatscher Weinlehrpfad über den Wassererlebnisweg nach St. Jakob im Defreggental. Es gibt kurzweilige Touren für Groß und Klein, für Jung und Alt, für jedermann. Bei jeder Wanderung befindet sich ein Highlight kultureller oder kulinarischer Art: von der Höhlenbesichtigung bis zur Essigverkostung ist alles dabei. Jede Tour ist reich bebildert, detailliert beschrieben, sowie mit den genauen technischen Daten versehen. Das Buch ist um 19,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Buchvorstellung im Raiffeisenhaus: Autor Olav Lutz, Sigrid Runggaldier (Tappeiner Verlag), Heiner NicolussiLeck (Obmann des Raiffeisenverbandes)

Raiffeisen Weiterbildungskurse

Auch die Startseite von Ethical Banking wurde neu gestaltet.

ethical banking

Neue Webseite

Ansprechend, interessant und transparent – so erscheint die neu gestaltete Homepage von Ethical Banking. Alle wichtigen Informationen, Ziele und geförderten Projekte werden darin vorgestellt. Sparer und auch Kreditnehmer erzählen von ihren Erfahrungen im Bereich ethische Finanz. Das Thema stößt auch in Südtirol auf immer größeres Interesse, was das kontinuierlich steigende Geschäftsvolumen von Ethical banking beweist. Hier hat nämlich jeder Anleger die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wofür sein Geld verwendet wird. Mehr dazu unter: www.ethicalbanking.it

Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft, Druck: Athesiadruck – Ermächtigung vom Landesgericht Bozen, 13.4.1984, Nr.13/84
Presserechtlich verantwortlich: Guido Steinegger, Redaktion: Stefan Nicolini, Thomas Hanni (Raiffeisenverband Südtirol, 0471 945453, rvs-presse@raiffeisen.it, www.raiffeisenverband.it)

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