11. MAI 2018
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SONDERDRUCK, SUPPL. S.I.A.P. 50%
Raiffeisen Mitteilungen des Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft
Sitz der Raiffeisen Landesbank Südtirol AG in der Laurinstraße 1 in Bozen mit der neuen Kunstskulptur „Blue Sky“ am Eingangsbereich.
Höchster Reingewinn seit Bestehen Die Raiffeisen Landesbank Südtirol AG hielt Ende April ihre Jahresvollversammlung ab. Mit einem Reingewinn von 28,7 Mio. Euro erzielte sie das beste Geschäftsergebnis seit ihrem Bestehen. „Wäre die Bank ein Sportler, so wäre sie ein zäher Langstreckenläufer: schlank, agil, auf das Ziel konzentriert und als erster am Ziel“, sagte Präsident Michael Grüner bei der Vollversammlung in Bozen. Die Raiffeisen Landesbank habe im Jahr 2017 außergewöhnliche Ergebnisse erreicht. Die Ausleihungen an Südtiroler Unternehmen und die Einlagen von Kunden erreichten neue Höchststände. Die Betriebskosten, welche seit Jahren auf einem niedrigen Niveau liegen, konnten im Jahr 2017 weiter gesenkt werden. Raiffeisen konzentriert sich auf Südtirol und verschafft den heimischen Unternehmen die Geldmittel für ihre Investitionen. „Der Wirtschaftsmotor in Südtirol lief im letzten Jahr wieder runder.
Viele Betriebe haben diese Chance genutzt. Die dazu notwendigen Mittel haben wir ihnen in Zusammenarbeit mit den Raiffeisenkassen zur Verfügung gestellt“, sagte Grüner.
Höchststand an Krediten und Kundeneinlagen Vor allem geförderte Darlehen und Leasingfinanzierungen wurden stark nachgefragt. Mit einer Steigerung von 72,4 Mio. Euro (+5,14 Prozent) auf 1,48 Mrd. Euro erreichte die Raiffeisen Landesbank das höchste Kreditvolumen seit ihrer Gründung. Das Kreditvolumen nimmt seit über zehn Jahren kontinuierlich zu. Auch der Anteil der zahlungsunfähigen
Kredite am gesamten Kreditvolumen liegt seit Jahren auf bestem europäischem Niveau. 2017 konnten die Werte nochmals verbessert werden. „Die Südtiroler achten seit Jahren verstärkt auf die Solidität ihrer Bank. Die Raiffeisen Landesbank Südtirol verfügt über das italienweit beste Rating von Moody’s für langfristige Bankeinlagen“, sagte Generaldirektor Zenone Giacomuzzi. Die Kundeneinlagen sind weiter gewachsen und erreichten 1,15 Mrd. Euro (+0,52 Prozent). Die Gesamteinlagen inklusive Obligationen lagen mit 1,47 Mrd. Euro auf dem Vorjahresniveau. Die indirekten Einlagen wie Investmentfonds, Obligationen, Aktien und Lebensversicherungen haben
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marktbedingt um 290 Mio. Euro zugenommen. Sie beliefen sich zum Jahresende auf 3,9 Mrd. Euro (+8 Prozent). Die Betriebskosten konnten durch den disziplinierten Umgang mit den Ressourcen gegenüber dem Vorjahr weiter gesenkt werden und zwar um 1,5 Prozent auf 24 Mio. Euro. Das „Cost-Income“-Verhältnis, das bekannteste Maß für Effizienz bei Banken, liegt beim europäischen Spitzenwert von 31,6 Prozent.
28,7 Mio. Euro Reingewinn Bei der Vollversammlung konnte die Raiffeisen Landesbank das beste Geschäftsergebnis seit ihrem Bestehen ausweisen. Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 einen Gewinn vor Steuern von 41 Mio. Euro (+72,4 Prozent); der Reingewinn beläuft sich auf 28,7 Mio. Euro und liegt um 74 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Der Reingewinn der Raiffeisenkassen und der Raiffeisen Landes-
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bank insgesamt liegt bei knapp 105 Mio. Euro. Das Eigenvermögen der Raiffeisen Landesbank Südtirol ist im Laufe des Jahres 2017 von 339 Mio. Euro auf 359 Mio. Euro (+6,08 Prozent) angestiegen. Die harte Kernkapitalquote beträgt 14,46 Prozent und liegt damit weit über der aufsichtsrechtlichen Vorgabe. „ Damit ist ein gesundes Wachstum der Bank gesichert“, sagte Grüner. „Für 2018 erwarten wir uns wieder ein gutes Geschäftsjahr. Das Vertrauen unserer Kunden ist ungebrochen hoch“, sagte Generaldirektor Zenone Giacomuzzi. Bei den Einlagen rechnet die Landesbank weiterhin mit Zuflüssen. Insgesamt erwartet die Landesbank ein Halten der Geschäftsvolumen, der Liquiditätsreserven, der Bonität der Aktiva, der Effizienz sowie der Rentabilität auf dem guten Niveau des Jahres 2017. Die insgesamt positive betriebliche Situation erlaube es, mit vollem Einsatz an der
Zufrieden: RLB-Präsident Michael Grüner (l.) und RLB-Generaldirektor Zenone Giacomuzzi
Schaffung der Raiffeisengruppe Südtirol zu arbeiten. Damit würden die Voraussetzungen geschaffen, um auch in Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten, hieß es bei der Vollversammlung in Bozen.
Erfolgsbilanz für die Volkshochschule Die Volkshochschule Südtirol VHS konnte im Geschäftsjahr 2017 einen neuen Höchststand an Kursangeboten, Weiterbildungsstunden und Teilnehmern verzeichnen. auch die sinkende Ausfallsquote, also jener Angebote die wegen zu weniger Teilnehmer abgesagt werden müssen. „Wir freuen uns, die VHS in Südtirol wachsen lassen zu können und mit unseren Angeboten so viele Menschen zu erreichen“, sagte Direktorin Barbara Pixner. „Besondere Bestätigung in unser Arbeit bereiten die Rückmeldungen der Teilnehmer, die die VHS als Lern-
Freuen sich über den Erfolg: (v. l.), Vorstände Christoph Gufler und Marlies Dabringer, Präsident Oswald Rogger, Direktorin Barbara Pixner und Vorstand Stefan Demetz
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ort für alle, als sehr kundenorientiert und innovativ bewerten“.
Neues Qualitätsaudit 2017 war für die VHS zudem das Jahr der Erneuerung des Qualitätsaudits, welches erstmals von Quality Austria durchgeführt und erfolgreich bestanden wurde. Die Volkshochschule Südtirol gehört damit zu jenen Einrichtungen in Südtirol, die ein überdurchschnittliches Niveau an Qualität für ihre Interessensgruppen bieten. 2018 wird die VHS vor allem das Thema Ehrenamt begleiten. „Die Stärkung und Unterstützung unserer Ortsstellen ist uns hier besonders wichtig, aber auch das Thema Datenschutz beschäftigt uns“, sagte Präsident Oswald Rogger bei der Vollversammlung. Die Volkshochschule Südtirol, kurz VHS, ist die traditionsreichste Einrichtung im Bereich der Weiterbildung in Südtirol. 17 hauptamtliche Mitarbeiterinnen, 88 Ehrenamtliche in 23 Ortsstellen und über 600 Referenten gestalten jährlich das umfangreiche Angebot der VHS in den Bereichen Kultur & Gesellschaft, Sprachen, Beruf, EDV & Multimedia, Gesundheit & Bewegung und Hobby & Freizeit.
Foto unten: Volkshochschule Südtirol; Foto oben: Augustin Ochsenreiter
Noch nie war das Weiterbildungsangebot der VHS so umfangreich wie im Jahr 2017. Das wurde bei der Vollversammlung Ende April in Bozen betont. Mit 1530 durchgeführten Weiterbildungsveranstaltungen zu insgesamt 20.687 Stunden wurde der bisherige Höchststand erreicht. Zudem wurden erstmals über 18.000 Kursteilnahmen gezählt. Besonders erfreulich ist
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Genossenschaften zuversichtlich
saisonabschluss
Die Südtiroler landwirtschaftlichen Genossenschaften bleiben zuversichtlich. Das geht aus dem aktuellen Wirtschaftsbarometer der Handelskammer Bozen hervor.
Drei Traumreisen verlost
Laut WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen bleibt das Geschäftsklima in der Landwirtschaft weiter positiv. Im Jahr 2017 waren die Erzeugerpreise bei fast allen Genossenschaften zumindest befriedigend, in etwa 40 Prozent der Fälle sogar gut. Im Hinblick auf 2018 ist die Stimmung leicht verhaltener, alle Befragten gehen aber weiterhin von zufriedenstellenden Auszahlungen aus.
Die Gewinner der Traumreisen mit einigen Gratulanten
Wein und Milch bleiben optimistisch Die Stimmung ist vor allem in der Weinwirtschaft optimistisch. Im vergangenen Jahr konnten drei Viertel der Kellereien ihren Umsatz steigern, mit besonders guten Verkaufszahlen in Südtirol und in Italien. Auch die Exporte entwickelten sich positiv. Alle Weingenossenschaften konnten somit befriedigende – in den meisten Fällen gute – Auszahlungspreise gewährleisten. Die Weinlese war aufgrund von Spätfrost- und Hagelschäden um etwa 20 Prozent geringer als in den Vorjahren, die Qualität wird aber von den Kellermeistern positiv bewertet, was auch für 2018 befriedigende bis gute Auszahlungspreise erhoffen lässt, heißt es im WIFO-Wirtschaftsbarometer vom April. Das Geschäftsklima ist auch in der Milchwirtschaft positiv: Die Hälfte der Milchhöfe und Sennereien bewertet die Auszahlungspreise im Jahr 2017 als gut, die andere Hälfte als befriedigend. Der Südtiroler Markt entwickelte sich sehr günstig, und der Absatz konnte auch auf dem italienischen Markt
erhöht werden. Die Steigerung der Verkaufspreise konnte die wachsenden Produktionskosten wettmachen und die Rentabilität wurde erhalten. Für 2018 erwartet man ein weiteres Wachstum der Umsätze und die Auszahlungspreise an die Milchbauern dürften befriedigend ausfallen. „Unser Erfolgsrezept liegt weiterhin in der Nachhaltigkeit und in der Konzentration auf Qualität“, meint Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes.
Obstwirtschaft etwas verhalten In der Obstwirtschaft ist das Geschäftsklima etwas verhaltener, denn die letzten Jahre waren von Problemen gekennzeichnet, die die Apfelpreise stark gedrückt haben: von der Überproduktion in Europa, dem russischen Embargo, bis zu den Krisen in Nordafrika. Die Auszahlungspreise an die Obstbauern im Jahr 2017 werden zwar von fast allen Genossenschaften positiv bewertet, allerdings nur selten als gut. In den letzten zwölf Monaten sind aber die Marktpreise deutlich angestiegen, weil die Ernte 2017 europaweit durch Spätfröste erheblich beeinträchtigt wurde. Auch in Südtirol verursachten Frost und Hagel Ernteausfälle von etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Vermarktung läuft aber aufgrund des reduzierten Angebots gut und derzeit liegen die Lagerbestände um die Hälfte unter dem Niveau des Vorjahres. Daher gehen heuer alle Genossenschaften von mindestens befriedigenden Auszahlungspreisen aus.
Landwirtschaft:
Ende März fand bei der Bergstation Pichlberg im Skigebiet Reinswald das traditionelle Abschlussfest statt. Dabei wurden unter den Besitzern einer gültigen Saisonkarte der Ortler Skiarena drei Traumurlaube verlost. Zu den Gratulanten zählten neben OrtlerSkiarena-Präsident Erich Pfeifer und Geschäftsführer Fritz Raffeiner auch Bettina Manfra, Miss Südtirol 2017, der Direktor der Raiffeisenkasse Sarntal Peter Gasser, Bildungsleiterin Sandra Wess und Hauptabteilungsleiter für Bankwirtschaft Andreas Mair am Tinkhof vom Raiffeisenverband sowie der Bürgermeister der Gemeinde Sarntal Franz Locher. An der Feier der „Ortler Skiarena“ – ein Sponsorpartner von Raiffeisen – nahmen an die tausend Skipassinhaber teil.
Grafik: WIFO - Wirtschaftsbarometer
Auszahlungspreise nach Branchen
Die landwirtschaftlichen Genossenschaften rechnen auch für 2018 mit zufriedenstellenden Auszahlungspreisen an die Bauern.
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Abschied von Dietmar Pircher Am 22. März ist der langjährige Verkaufsleiter des Verbandes der Südtiroler Obstgenossenschaften Dietmar Pircher verstorben. Nach vielfältigen Erfahrungen im Obsthandel, kam Dietmar Pircher im Januar 2000 als Mitarbeiter zum VOG. In den vielen Jahren konnte er wichtige Impulse für die weitere Entwicklung der Verkaufstätigkeit in Italien und vielen europäischen Märkten setzen. In seiner Aufgabe als Verkaufsleiter hat er all seine Energie und Leidenschaft eingesetzt und dazu beigetragen, dass das noch junge Projekt der Clubäpfel zum Erfolg geführt werden konnte. In den letzten drei Jahren hatte Pircher mit einer schweren Krankheit zu kämpfen. Dieser schwierigsten Aufgabe in seinem Leben hat er sich mit Mut und Tapferkeit bis zum letzten Tag gestellt. Der VOG verliert mit Dietmar Pircher einen geschätzten Mitarbeiter und wertvollen Freund.
Dietmar Pircher war Verkaufsleiter des VOG
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Neunzigster für Erich Kobler Der ehemalige Obmann des Raiffeisenverbandes feierte seinen 90. Geburtstag.
Der ehemalige Obmann des Raiffeisenverbandes Erich Kobler feierte im vergangenen April seinen 90. Geburtstag. Unter den Gratulanten in Magreid waren auch Vertreter der Raiffeisenkasse Salurn: Obmann Michele Tessadri, Vizeobfrau Adelinde Mark, Direktor Manfred Huber, Vizedirektor Erich Mayr und Geschäftsstellenleiter Alfred Mayr beglückwünschten ihren langjährigen Vizeobmann zum runden Geburtstag und sprachen ihm Dank und Anerkennung für seine Raiffeisen-Verdienste aus. Erich Kobler war vielfältig genossenschaftlich engagiert. So war er unter anderem von 1973 bis 1976 Obmann und weitere Jahre Vizeobmann des Raiffeisenverbandes, wo er als Verantwortlicher auch die Gründungsphase des Raiffeisen-Rechenzentrums begleitete. Zudem war Kobler Obmann der 1973 neu gegründeten RaiffeisenZentrale Südtirol, der heutigen Raiffeisen Landesbank,
und Obmann der Obstgenossenschaft Kurmark im Heimatdorf Margreid. Kobler ist Träger der RaiffeisenEhrennadel in Gold und anderer genossenschaftlicher Auszeichnungen.
Ehrennadel für Heinrich Eisendle Bei der Vollversammlung der Raiffeisenkasse Wipptal erhielt der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich Eisendle die Raiffeisen-Ehrennadel in Bronze. Heinrich Eisendle wurde 1988 in den Aufsichtsrat der Raiffeisenkasse Wipptal gewählt. Von 1989 bis 2014 war er dessen Vorsitzender und blieb dann weiterhin Aufsichtsratsmitglied. Bei den Neuwahlen im April stellte er sich nicht mehr der Wahl. Heinrich Eisendle war 30 Jahre im Aufsichtsrat der Raiffeisenkasse tätig und davon ein Vierteljahrhundert als Vorsitzender. „In diesen drei Jahrzehnten hat er seine Aufgabe mit größter Sorgfalt und Kompetenz ausgeführt“, sagte Revisionsdirektor Robert Nicolussi in seiner Laudatio. Neben seiner Tätigkeit in der Raiffeisenkasse war Eisendle 24 Jahre in den Gremien der Raiffeisen Landesbank tätig: von 1991 bis 2000 als Verwaltungsrat und von 2000 bis 2015 als Aufsichtsrat. Von 2006 bis 2012 war er Aufsichtsratsmitglied im genossenschaftlichen Fernheizwerk Gossensaß. Als Verwaltungsrat in der Skiliftgesellschaft „Ratschings Jaufen GmbH“ setzte er sich für das Skigebiet Ratschings ein. Ende der 60er-Jahre war Eisendle erst Revisor und dann Koordinator
Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft, Druck: Athesia Druck
Ermächtigung vom Landesgericht Bozen, 13. 4. 1984, Nr. 13/84
Presserechtlich verantwortlich: Guido Steinegger, Redaktion: Thomas Hanni
(Raiffeisenverband Südtirol, 0471 945454, rvs.unternehmenskommunikation@raiffeisen.it, www.raiffeisenverband.it)
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Jubilar Erich Kobler (3. v. l.) mit den Gratulanten der Raiffeisenkasse Salurn.
für das Raiffeisen-Rechenzentrum im Raiffeisenverband, wo er für zwei Amtsperioden in den Jahren 2003 bis 2009 auch Ersatzaufsichtsrat war. Die Raiffeisen-Ehrennadel wird vom Raiffeisenverband für Verdienste um das Genossenschaftswesen verliehen.
Ehrennadel-Träger Heinrich Eisendle (l.) und Revisionsdirektor Robert Nicolussi