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Rm 04 2014 dt

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04 / 2014

das

magazin

Für Mitglieder und Kunden der Südtiroler Raiffeisenkassen

GELDPOLITIK

Sparen – lohnt sich das noch? 08 VORSORGE Kapital ansparen für die eigenen Kinder 14 SOMMER

Poste Italiane SpA – Versand im Postabonnement – 70 % – NE BOZEN – erscheint zweimonatlich

Versicherungsschutz in der Freizeit


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THEMA

04 Sparen – lohnt sich das noch?

Liebe Leserinnen, liebe Leser! In den wilden 1960er- und 1970er-Jahren löste die hohe Inflation in Italien eine Geldentwertung aus, die einen Wachstumsschub nach sich zog. So konnte ein Familienvater Frau und Kinder ernähren und nebenbei ein Einfamilienhaus bauen, da die hohe Inflation den Wert des Geldes binnen Jahren auffraß. Otto Normalverbraucher plagen heute andere Sorgen: lohnt sich Sparen noch, in Anbetracht dieser Zinsspanne? Seit Wochen zirkuliert in Finanzkreisen – und nicht nur dort – ein Wort: Deflation. Die EZB rudert dagegen, wie es scheint (noch) mit kaum spürbarem Erfolg. Verunsicherung macht sich breit. Doch in Panik zu verfallen wäre kaum sinnvoll, meinen die Gesprächspartner im Titelthema. Vielmehr gilt es jetzt, kluge Entscheidungen zu treffen und nicht zu kurzfristig zu denken.

Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf das historische Tief von 0,15 % gesenkt. Was bedeutet das für Sparer und Kunden?

GELD & MEHR

08 Zusatzvorsorge

Kapital ansparen für die eigenen Kinder 10 Kapitalerträge und -gewinne

Seit 1. Juli beträgt der Steuersatz 26 % 11 Baufuchs 2015

Der schlaue Berater bietet nützliche Hilfe für angehende Bauherren und -damen 12 Wirtschafts- und Finanzexperte Otte

„Genossenschaftsbanken sind ein wichtiger Partner für den Mittelstand“ 14 Schritt für Schritt bergauf

Versicherungsschutz in der Freizeit 16 Internet

Reale Risiken der virtuellen Welt Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf das historische Tief von 0,15 % gesenkt.

17 Voice over IP

Zukunftssichere und moderne Geschäftskommunikation

IM GESPRÄCH

18 Hubert Obwegs

„Mitarbeiter sind Wettbewerbsvorteil“

LAND & LEUTE

21 Neues aus den Raiffeisenkassen

Über musikalische Sommerabende, Lebensqualität durch Regionalität u. v. m. Impressum: Raiffeisen Magazin, 36. Jg., Ausgabe Nr. 4, Juli/August. Herausgeber: Raiffeisenverband Südtirol Genossenschaft; Raiffeisenstr. 2, I-39100 Bozen. Ermächtigung: Landesgericht Bozen vom 10. 1.1979. Presserechtlich verantwortlicher Direktor: Stefan Nicolini (sn). Leitender Redakteur: Thomas Hanni (th). Redaktion: Katia De Gennaro (kd), Irene Hofer (ih), Sabine Lungkofler (sl), Michael Frei (mf), Sabine Ohnewein (so), Christa Ratschiller (cr). Mitarbeiter: Daniel Hofer (dh), Olav Lutz, Martin von Malfèr (mm). Fotos: fotolia (10, 14, 29), Sabine Weissenegger (12, 23), ROL (15), RUN (17), Ladinisches Kulturinstitut (20, „Pfarrer Dasser“), Albert Piccolruaz (20, „Magnago“), Freddy Planinscheck (20, „Corvara“, „Einweihung“), VSS (22), Patrick Post (23), Fotomike (24), Olav Lutz (28), Archiv. Erscheinungsweise: zweimonatlich, zum Monatsanfang. Layout und Produktion: EGGER & LERCH, Wien. Druck: Karo Druck KG, Frangart. Kontakt: Presseabteilung Raiffeisenverband, Tel. +39/0471/945454, E-Mail: magazin@raiffeisen.it, Internet: www.raiffeisen.it/magazin. Abo: Adressänderungen, Abbestellungen u. dgl. müssen direkt an die eigene Raiffeisenkasse gerichtet werden.

RAT & UNTERHALTUNG

28 Erlebnis Natur

See- und Almwanderung im Mittelvinschgau 30 Literatur-Bücherjournal

„Wörter die klingen wie Münzen“


thema

04 Viele Kunden stellen sich die berechtigte Frage, ob Sparen sich noch lohnt. Dabei schafft die derzeitige Zinspolitik bei vielen ein neues Bewusstsein zum Thema Geld.

GELDPOLITIK

Sparen – lohnt sich das noch? Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf das historische Tief von 0,15 % gesenkt. Damit will sie die Deflation einbremsen und die Konjunktur in Europa antreiben. Was bedeutet dies aber für Sparer und Kunden?

Der Leitzins ist ein Instrument, das in erster Linie die Geldmenge im Finanz- und Bankensystem, aber auch in der Realwirtschaft, steuert. Je niederer dieser angesetzt wird, desto eher werden die Liquidität und die Inflationierung der Konsumentenpreise begünstigt – so der Konsens der Zentralbanken. Die Hüterin über die Variable „Leitzins“ ist die Europäische Zentralbank (EZB). Daran orientieren sich ­Banken bei der Festlegung ihres eigenen Zins­ gefüges: Je niedriger der Leitzins und in Folge die Geldmarktzinsen, desto weiter sinken auch die Zinsen auf Geldeinlagen bei Banken, und desto weiter sollten auch die Kreditzinsen fallen. „Die Verzinsung von Spargeldern wird weiter sinken“, meint Erich Innerbichler, Direktor der Raiffeisenkasse Bozen. „Es ist unvernünftig, sich dagegen zu stemmen. Wir werden aber umsichtig dabei vorgehen und über Jahre gewachsene Kunden­ beziehungen auch gegen kurzfristige Markttrends verteidigen.“ DIE EZB BETREIBT FINANZPOLITIK

Vor fünf Jahren hatte der Leitzins der EZB noch bei mehr als 4 % gelegen. Seit November 2013 betrug er nur mehr 0,25 %. „Die weitere Senkung auf historische 0,15 % ist eine von mehreren Maßnahmen, mit denen die EZB die Wirtschaft

vor allem in den Krisenländern Europas stützen will“, sagt Martin von Malfèr, Finanzexperte in der Raiffeisen Landesbank. Niedrige Zinsen ­können der drohenden Deflation entgegenwirken und die Konjunktur antreiben. In der Eurozo­ne ist die Inflation im Mai dieses Jahres auf 0,5 % gesunken. Europas Banken müssen künftig einen Negativ­zins bezahlen, wenn sie Geld bei der EZB hinterlegen, statt es in Form von Krediten an Unternehmen und Verbraucher weiterzugeben. Dafür wird der Einlagezins erstmals unter die Nulllinie auf minus 0,10 % gesenkt. KREDITVERGABE WIRD STÄRKER GEPRÜFT

Die Finanzexperten sind sich nicht sicher, ob ­diese Maßnahme, die laut EZB-Chef Mario D ­ raghi auch einen längeren Zeitraum einnehmen kann, den erhofften Erfolg zeitigt. Dieser Meinung ist auch Martina Krechel, Direktorin der Raiffeisenkasse Schlern-Rosengarten. Südtirols Raiffeisen­kassen haben kein Geld bei der EZB hinterlegt, die Basis der Kreditvergabe bilden seit jeher die Kundeneinlagen. Die Nachfrage der ­Unternehmen nach Fremdfinanzierungen ist allerdings ge­sunken, andererseits legen die Banken größeres Augenmerk auf die Qualität der Kreditnehmer. „Eine Kreditvergabe muss in einem guten Ver­hältnis zwischen der Preis-


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thema

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8 LEITZINS:

EUROLAND

USA

JAPAN

GB

6 4

QUELLE: WWW.FINANZEN.NET

EINE NEUE GESELLSCHAFTSORDNUNG

Den Preis dieser Zinspolitik zahlten die Sparer, meint der deutsche Wirtschafts- und Finanzexperte Max Otte. Beim 14. Anlegersymposion des Raiffeisen InvestmentClubs in Bozen (siehe S. 12) warnte er vor dem schleichenden Umbau ­unserer Gesellschaftsordnung zu einer Finanztechnokratie – einer Planwirtschaft, bei der Kapitalverwalter wie Investmentbanken und institutionelle Anleger, z. B. Pensionsfonds oder Versicherungen, die Herrschaft zu Lasten der produktiven Unternehmer und des Mittel­standes übernehmen. Die Sparer würden aufgrund der herrschenden Finanzrepression schleichend enteignet. „Die Kaufkraft schmilzt unmerklich, aber nachhaltig“, meint Otte. Die Raiffeisenkassen und Sparkassen bildeten ein wichtiges Gegengewicht, zeigte sich Otte überzeugt. „Wäre das Finanz­system der Welt vor allem genossenschaftlich organisiert, gäbe es keine Finanzkrisen, und der Mittelstand hätte auch genug Kredite.“ Die Niedrigzinspolitik hat auf die Südtiroler Raiff­eisenkassen große Auswirkungen.

ENTWICKLUNG DES LEITZINSES

2 0 –2

Jan 2001

Jan 2004

Jan 2007

Jan 2010

Jan 2013

ENTWICKLUNG DES HARMONISIERTEN PREISNIVEAUS 6 5 4 3

EZB-Ziel

2 1

QUELLE: EUROSTAT

findung und der B ­ eurteilung der Zukunft des Kreditnehmers ­stehen. – Risiko, Ertrag und Verantwortung ­müssen den Ein­legern gegenüber in einem abgewogenen Verhältnis s­ tehen. Somit kann die erneute Senkung der Leitzinsen nicht die erwünschte Wirkung ­bringen“, meint Krechel.

0 –1 –2 –3 –4 EURO-ZONE

DEUTSCHLAND

GRIECHENLAND

FRANKREICH

ITALIEN

GB


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Martina Krechel, Direktorin der Raiffeisenkasse Schlern-Rosengarten: „Eine Kreditvergabe muss in einem guten Verhältnis zwischen der Preisfindung und der Beurteilung der Zukunft des Kreditnehmers stehen.“

Anton Kosta, Direktor der Raiffeisenkasse Bruneck: „Was will ich in meinem Leben? Erst, wenn ich diese zentrale Frage beantwortet habe, kann ich mit einer seriösen Finanzplanung beginnen.“ Erich Innerbichler, Direktor der Raiffeisenkasse Bozen: „Wir werden umsichtig genug vorgehen und über Jahre gewachsene Kundenbeziehungen auch gegen kurzfristige Markttrends verteidigen.“

„Die Verzinsung ist so tief, dass man Sparern kaum höhere Zinssätze anbieten kann“, sagt Anton Kosta, Direktor der Raiffeisenkasse Bruneck. Auf lange Sicht sei sogar das genossenschaftliche Bankenmodell in Gefahr, das gerade auf der Zinsdifferenz zwischen Spareinlagen und Krediten Gewinne erzielt. Laut einer deutschen Studie könnte eine längere Krise des Geschäftsmodells der genossenschaftlichen Regionalbanken in Deutschland zu großen Veränderungen im Bankengefüge führen. Denn jedes Jahr laufen hochverzinste Anlagen aus, die die Genossenschaftsbanken nur zu schlechteren Konditionen wieder anlegen können. EIN NEUES BEWUSSTSEIN WIRD GEBOREN

Ein positiver Nebeneffekt der Zinssenkung ist jedoch auch hierzulande das gesteigerte Bewusstsein der Kunden gegenüber den eigenen Vermögenswerten. „Aufgrund der Finanzkrise stellen viele die zentrale Frage: ‚Was will ich in meinem Leben?‘ Erst, wenn ich diese Frage beantwortet habe, kann ich eine umfassende und nachhaltige Finanzplanung aufstellen.“ Nicht nur deshalb wird sich der Bedarf an Finanzdienstleistungen in den kommenden Jahren stark ändern. Auch aufgrund der Politik der öffentlichen Hand, die sich aus der Sozialvorsorge immer stärker zurückzieht. Das sei eine große Chance, meint Kosta. „Wir werden die Herausforderungen annehmen und sie meistern!“ Die Botschaft ist klar: Sparen lohnt _sn sich – auf kurze wie lange Sicht.

ZINSSENKUNG

„Grundlegende Strukturreformen nötig!“ Wie reagieren die Raiffeisenkassen auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank? Paul Gasser: Eine weitere Zinssenkung war

angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage zu erwarten. Somit war man bei Raiffeisen darauf bereits vorbereitet. Was ändert sich bei den Kunden und Mitgliedern? Paul Gasser: Für die Kunden und Mitglieder

der Raiffeisenkassen Südtirols hat es schon bisher keine Kreditengpässe gegeben, und somit hat Raiffeisen die beabsichtigte Wirkung der Zinssenkung der EZB bereits vorweggenommen. Zudem muss man feststellen, dass die Kreditzinsen noch nie so tief waren wie derzeit und deshalb nur ein geringer Spielraum für weitere Zinssenkungen gegeben sein dürfte. Ist das die richtige Maßnahme oder müssen weitere folgen, um die Inflation anzutreiben? Paul Gasser: Diese Zinssenkung kann als

hilfreiche Maßnahme zur Wirtschaftsbelebung angesehen werden, aber sie reicht bei weitem nicht aus, denn es braucht grundlegende Strukturreformen, die ein vertrauenswürdiges Umfeld schaffen und somit konsistentes Wirtschaftswachstum ermöglichen.

Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes


geld & mehr

08

ALTERSPYRAMIDE – LEBENSERWARTUNG STEIGT

ZUSATZVORSORGE

Kapital ansparen für die eigenen Kinder Die Zukunftssicherung der eigenen Kinder ist für alle Eltern eine Herzensangelegenheit. Der Raiffeisen Pensionsfonds ermöglicht es den Eltern, auch für ihre Kinder eine private Zusatzvorsorgeposition aufzubauen.

Die Grafik zeigt, dass die Senioren in den nächsten 30 Jahren die stärkste Bevölkerungsgruppe bilden werden. Stehen heute in Italien 100 Jugendlichen unter 15 Jahren „erst“ 150 Senioren über 65 Jahren gegenüber, sollen es im Jahr 2041 bereits 242 Senioren sein. 79,6 Jahre beträgt heute die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer in Italien und 84,4 Jahre jene der Frauen. Tendenz steigend. Die Rente bleibt damit für die Zukunft ein „heißes Eisen“ und die private Zusatzvorsorge ein Gebot der Stunde.

88 84 80 76 72 68 64 60 56 52 48 44 40 36 32 28 24 20 16 12 8 4 0

Männer

Mit dem Raiffeisen Pensionsfonds, der in über 20.000 Positionen ein Vermögen von rund 335 Mio. Euro verwaltet, können Eltern bereits in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder ein Kapital ansparen, auf das die künftige Zusatzvorsorge der Kinder aufbauen kann. „Dieses zweite Standbein der Alterssicherung ist unverzichtbar, um die Vorsorgelücke, die durch die sinkenden staatlichen Renten zwangsläufig entstehen wird, auszugleichen“, erklärt Gernot Häufler, Finanzexperte in der Raiffeisen Landesbank Südtirol AG. 1,0

JE FRÜHER, DESTO BESSER

Beim Beitritt zum Raiffeisen Pensionsfonds wird für jedes Kind eine eigene Mitgliedsposition angelegt, auf welche die Eltern einzahlen können. Diese Position läuft also schon von Anfang an auf den Namen des Kindes. Das hat den Vorteil, dass bei der Beantragung einer Vorschusszahlung aus dem Raiffeisen Pensionsfonds die erforderliche Voraussetzung, mindestens seit acht Jahren in den Fonds eingeschrieben zu sein, bereits erfüllt sein wird. Meistens zahlen die Eltern solange für ihre Kinder in den Raiffeisen Pensionsfonds ein, bis diese in die Arbeitswelt eintreten und somit selbst für ihre Zukunftssicherung sorgen können. „Was die Wahl der Investitionslinie anbelangt, so kann aufgrund des langfristigen Anlagehorizonts die Entscheidung für eine risikoreichere Linie von Vorteil sein“, erklärt Häufler. DAS KIND EINSCHREIBEN

Nur die Eltern – als gesetzliche Vertreter des zu Lasten lebenden Familienmitglieds – können ihre Kinder in den Raiffeisen Pensionsfonds einschreiben. Einzahlungen auf die Position der Kinder beim Pensionsfonds können jedoch auch

0,5

0,0

Frauen

2011 2041

0,5

1,0

Die Alterspyramide in Mittel- und Norditalien im Jahr 2011 im Vergleich mit der Entwicklungsprognose für das Jahr 2041 QUELLE: ITALIENISCHES STATISTIKAMT, ISTAT

von anderen Personen, wie beispielsweise den Großeltern und den Paten, in beliebiger Höhe und in Häufigkeit getätigt werden. Eltern können ihre Kinder bei jeder Raiffeisenkasse sowie beim Raiffeisen Versicherungsdienst in den Raiffeisen Pensionsfonds einschreiben. ALS ELTERN STEUERVORTEIL NUTZEN

Neben dem Aspekt der Zukunftssicherung für die Kinder hat die Einzahlung in einen Pensionsfonds den Vorteil, dass sie vom Familienoberhaupt in voller Höhe, maximal jedoch insgesamt im Ausmaß von 5.164 Euro, vom eigenen steuerpflichtigen _rm Einkommen abgezogen werden kann. Mehr dazu unter: www.raiffeisenpensionsfonds.it


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Sicherheit an erster Stelle

Zahlen & Fakten

Das soziale Netzwerk Looptown machte sich im Raiffeisenverband ein Bild von den ITSicherheitsvorkehrungen, die Raiffeisen für alle Kunden trifft. Robert Hartner, Abteilungsleiter für IT-Sicherheit, steht im Video Rede und Antwort. www.raiffeisen.it/IT-Sicherheit

Statistisches aus Wirtschaft und Leben im Überblick

4%

QUELLE: ­R AIFFEISENVERBAND

6%

ANDERE

47 %

AKTIEN

6%

EINLAGEN

VERSICHERUNG

11 %

So haben die Familien in Italien ihr Geld veranlagt

VERMÖGENSVERWALTUNG

QUELLE: IL SOLE 24 ORE, CONSOB

13 %

OBLIGATIONEN

13 %

STAATSPAPIERE

WAS AUS 100.000 EURO SEIT 2011 WURDE

Europäische Aktien 128.517,59 ���������������������������������������������������

Europäische Anleihen 121.685,43 ���������������������������������������������������

Sparbuch-Euribor 3M

Konsumentenklima im Ländervergleich SÜDTIROL

EU

ITALIEN

101.622,22 �������������������������������������������������� QUELLE: RLB

DEUTSCHLAND­­

ÖSTERREICH

20 0 – 20 – 40

QUELLE: WIFO – WIRTSCHAFTSFORSCHUNGSINSTITUT DER HANDELSKAMMER BOZEN

Ap r. 1 4

O kt. 13

Ap r. 1 3

O kt. 12

Ap r. 1 2

O kt. 11

Ap r. 1 1

O kt. 10

Ap r. 1 0

O kt. 09

– 60

Das Konsumentenklima in Südtirol liegt derzeit deutlich über dem europäischen und nationalen Schnitt. Index: 100 = alle Aussagen positiv, –100 = alle Aussagen negativ


Seit 1. Juli werden Zinsen und Erträge vieler Finanzprodukte mit 26 % statt wie bisher mit 20 % besteuert.

KAPITALERTRÄGE UND -GEWINNE

Seit 1. Juli beträgt der Steuersatz 26 % Mit Notverordnung Nr. 66/2014 wurden die Steuersätze der Quellen- und Ersatzsteuern auf Zinsen, Prämien und anderen Kapitalerträgen sowie auf Kapitalgewinne von 20 % auf 26 % erhöht.

Dr. Markus Fischer, Leiter Hauptabteilung Steuerrecht, Raiffeisenverband

Die Neuerung betrifft alle wichtigen Kapitalerträge wie Zinsen auf Kontokorrent- und Spareinlagen (Sparbuch, Sparbrief, Festgeldanlage), Zinsen und andere Erträge auf Obligationen und gleichgestellte Papiere, Dividenden aus Beteiligungen an Kapitalgesellschaften, Erträge aus Investmentfonds, Erträge aus Pensionsgeschäften mit Wertpapieren und Fremdwährungen, Erträge aus Lebensversicherungen und andere Kapitalerträge. Was die Kapitalgewinne angeht, sind davon die Veräußerungsgewinne aus der entgeltlichen Abtretung von nicht qualifizierten Beteiligungen, Veräußerungsgewinne aus dem entgeltlichen Verkauf bzw. der Rückzahlung von Wertpapieren (ausgenommen Beteiligungen) und die Gewinne aus Derivatgeschäften betroffen. AUSNAHMEN VOM 26 %-STEUERSATZ

Einige Kapitalerträge und Kapitalgewinne werden weiterhin mit 12,5 % bzw. einem niedrigeren Steuersatz besteuert. So beispielsweise die Kapitalerträge aus italienischen Staatsanleihen und diesen gleichgestellten Papiere, Erträge aus ausländischen Staatsanleihen und

Anleihen von Gebietskörperschaften von WeißeListe-Staaten („White List“) sowie Erträge aus dem Rentenzusatzfonds. STICHTAG IST DER 1. JULI

Der Steuersatz von 26 % kommt für Zinsen, Prämien und andere Erträge zur Anwendung, die ab 1. Juli 2014 anfallen. Dies gilt beispielsweise für Zinsen auf K/K-Einlagen, Festgeldanlagen, Sparbücher und Sparbriefe von Banken. Die bis zum 30. Juni 2014 anfallenden Zinsen werden mit 20 % besteuert. Wenn beispielsweise ein Sparbrief vom 1. November 2013 bis zum 31. Oktober 2014 läuft und die Zinsen am 31. Oktober 2014 fällig sind, dann werden die bis zum 1. Juli 2014 anfallenden Zinsen mit 20 % besteuert. Ab 1. Juli 2014 anfallende Zinsen werden mit 26 % besteuert. Der Steuersatz von 26 % kommt für Dividenden zur Anwendung, die ab 1. Juli 2014 bezogen werden. Das Datum des Beschlusses über die Dividendenausschüttung ist unerheblich. Es besteht die Möglichkeit, den latenten Mehrwert der in Wertpapierdepots befindlichen Finanzinstrumente durch Zahlung der Ersatzsteuer von _mf 20 % steuerrechtlich anzuerkennen.


geld & mehr

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BAUFUCHS 2015

Schlauer Berater für angehende Bauherren und -damen

Der Baufuchs ist auch in zahlreichen Filialen der Raiffeisenkassen erhältlich.

Bauen musst du dreimal, damit du keine Fehler machst! Diese bittere Erfahrung muss nicht sein, wenn man gleich von Anfang an gut beraten ist. Die 12. Auflage des Beraterhandbuches „Baufuchs 2015“ bietet nützliche Hilfe.

Der neue Baufuchs erleichtert angehenden Bauherren und -damen die Orientierung und hilft bei der vielleicht größten finanziellen Investition im Leben, kompetente Verhandlungen zu führen, unnötige Ausgaben einzusparen und intelligente Lösungen zu finden. Das Handbuch bietet in sechs Kapiteln und über 50 Fachartikeln objektive und sachliche Informationen,

Ratschläge und Tipps für alle Phasen am Hausbau oder der Sanierung. Angefangen von der richtigen Planung, über Materialhinweise, Einrichtung, Steuer- und Fördermaßnahmen und bis hin zur Energieeinsparung. Themenschwerpunkte bilden der Wohnraumgewinn unterm Dach, die Innendämmung, die Baubiologie, die Gebäudeautomation – Smart Home, Heizsysteme

im Vergleich und gesunde Schlafsysteme. Der Baufuchs ist kostenlos in den Gemeinde-Bauämtern, an Schaltern der Landesämter und bei den Raiffeisenkassen erhältlich. Den Baufuchs gibt es auch im Internet unter www.baufuchs.com mit einem breiten Branchenverzeichnis sowie _th auf Facebook. Mehr dazu unter: www.baufuchs.com

BÖRSENKOMMENTAR

Die Inflation muss wieder zulegen! Wieder einmal wurden in diesen Tagen jene vorgeführt, die glaubten, die EZB wäre mit ihrem Latein am Ende. Angesichts der tiefen Strukturkrise und zunehmenden Deflationsbedrohung hat die Europäische Zentralbank nach dem Vorbild ihrer Schwestern in den USA, in Japan und Großbritannien nun ihre vormaligen Bedenken zerstreut und tritt nun wirklich auf das Gaspedal der Notenpresse. Nicht nur führt sie die vielzitierten Negativzinsen auf Einlagen ein (nach Schweizer und Japans Vorbild) und reduziert den Leitzinssatz auf 0,15 %. Sie hat auch ihre bisherige vorsichtige Haltung gegen eine zu schnelle Expansion der Geld-

menge in den periferen Euroländern (Immunisierungspolitik genannt) über Bord geworfen. Schließlich gelangt das Bankensystem unbegrenzt an Frischgeld zu einem extrem niederen Zinssatz, und dies unter bestimmten Umständen sogar für eine sehr lange Zeit. All dies zielt darauf ab, ein Überschwappen der Liquidität auf die Realwirtschaft über die Kreditvergabe der Banken zu begünstigen. Gleichzeitig soll (inoffiziell) mit diesen Maßnahmen auch der Euro gegenüber den wichtigsten Exportwährungen geschwächt werden, um das Ausfuhrgeschäft zu erleichtern. Springt die Liquidität tatsächlich auf den Produktionssektor über und werden die Sparer angeregt, wieder mehr zu

konsumieren, wird die Nachfragesituation in Europa verbessert, und, so geht der Gedanke, wird auch die Inflation wieder etwas zulegen. Letztlich müsste eine aufgehellte Konjunktur auch für sinkende Arbeitslosenziffern sorgen. Dass damit ein positiver Konjunkturzyklus angestoßen werden soll, darf zwar nicht offiziell gesagt werden, ist aber wohl ein positiver Nebeneffekt, den die EZB wohlwollend in Kauf nimmt. _mm

Dr. Martin von Malfèr, Abteilung Finanzdienstleistungen, Raiffeisen Landesbank Südtirol AG


geld & mehr

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WIRTSCHAFTS- UND FINANZEXPERTE MAX OTTE

„ Genossenschaftsbanken sind ein wichtiger Partner für den Mittelstand“ Er prophezeite die große Finanzkrise von 2008. Beim heurigen Anleger­ symposion des Raiffeisen InvestmentClubs brach der renommierte Wirtschafts- und Finanzexperte Max Otte eine Lanze für das k­ lassische Bankmodell der Kreditvergabe und Einlagensammlung, wie es die ­Raiff­eisenkassen als Genossenschaften seit jeher betreiben.

Herr Professor Otte, Sie warnten bereits 2006 vor der großen Finanzkrise, die dann auch in erschreckendem Maße eingetreten ist. Wovor warnen Sie heute? Max Otte: Vor dem schleichenden Umbau ­unserer Gesellschaftsordnung zu einer Finanztechnokratie – einer Planwirtschaft, bei der Kapitalverwalter wie Investmentbanken, Private Equity, Hedgefonds, Family Offices die Herrschaft zu Lasten der produktiven Unternehmer und des Mittelstandes übernehmen. Raiffeisenkassen und fairerweise auch Sparkassen sind da ein wichtiges Gegengewicht.

Prof. Max Otte: „Wäre das Finanzsystem der Welt vor allem genossenschaftlich organisiert, gäbe es keine Finanzkrisen.“

Die EZB hält an ihrer Strategie der niedrigen Zinsen und des billigen Geldes ­weiterhin fest. Was halten Sie davon? Max Otte: Wenn jemand nur einen Hammer hat, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus. Das ­billige Geld ist gut für spekulative Finanzmarktakteure. Auch die Staaten und Politiker freuen sich über niedrige Zinsen. Aber Sparer werden schleichend enteignet. Man nennt das Finanzrepression. Für Sparer und Anleger sind die Zinsen für sichere Geldanlagen so niedrig wie nie, während Aktien immer neue Höchstwerte erreichen und die Finanzmärkte überbewertet erscheinen. Viele Bankkunden fragen sich, was tun mit dem Geld? Max Otte: Geldvermögen ist in einer Hinsicht nicht sicher: aufgrund der Finanzrepression schmilzt die Kaufkraft langsam und ­unmerklich, aber nachhaltig wie Schnee in der Sonne. Es


DER DAX FÄHRT ACHTERBAHNFAHRT

Gie

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Gier

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Gier Platzen der Technologieblase

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9.000 8.000 7.000 6.000

Panik

Genossenschaftsbanken wie die Raiffeisen­ kassen haben in der Zeit der Finanzkrise einen großen Vertrauenszuspruch erfahren. Wie bewerten Sie das Modell der Genossenschaftsbanken? Max Otte: Genossenschaftsbanken sind seit fast 200 Jahren ein wichtiger Partner für den Mittelstand in Deutschland, Österreich und Südtirol. Ich habe vor einiger Zeit einen ­wissenschaftlichen Artikel zum Thema „Volks- und Raiffeisen­

RE FAI

5.000

EuroKrise

Finanzkrise, Lehmann

Panik

4.000 3.000

2013

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2.000 2000

Italien hatte letzthin kaum Schwierigkeiten mehr, sich genügend Geld an den F ­ inanzmärkten zu beschaffen. Sehen Sie eine dauerhafte ­Stabilisierung oder nur eine trügerische Ruhe? Max Otte: Ach, man hat im Zuge der Eurokrise immer auf Italien rumgehackt und es sogar mit Griechenland verglichen. Die offizielle Schuldenlast mag hoch sein, aber es gibt kaum ­versteckte Schulden. So gesehen steht das Land zum Beispiel viel besser da als die USA, England oder Japan. Italien hat außerdem Südtirol!

10.000

Panik

Seit der Finanzkrise wird davon gesprochen, vermehrt in reale Sachwerte zu investieren. ­Worauf sollten Sparer und Anleger achten, um ihr eigenes Depot krisensicher zu halten? Max Otte: Zu Sachwerten wie Immobilien, Edelmetallen und Aktien gibt es keine Alternative. Die meisten Anleger haben tendenziell zu viele Immobilien und zu wenig Aktien. Wichtig ist, dass das Depot gestreut ist und vor allem Aktien mit einem bekannten Geschäft und langer Firmengeschichte enthalten sind. Aktien kauft man gebraucht, selten neu. Auch breit streuende Fonds eignen sich, dann aber weltweite oder regionale Fonds, weniger Themenfonds.

Die Grafik zeigt die Entwicklung des Deutschen Aktienindexes (DAX, Leitindex der Deutschen Börse) seit 1999, die Otte als eine „massive Achterbahnfahrt“ bezeichnete. Zu den aktuellen A ­ nlagemöglichkeiten für Sparer und Anleger meinte der Finanzexperte, dass in jedes D ­ epot gemäß der optimalen Vermögensaufteilung nach André K ­ ostolany (je 1/3 in Geld/Gold, Sachwerte, Aktien) nicht nur Festgeld, Spareinlagen und Anleihen gehörten, sondern grundsätzlich auch A ­ ktien und Edelmetalle. Zur Bewertung der F ­ inanz- und Aktien­märkte meinte Otte, diese seien zwar insgesamt nicht überbewertet, aber die „Schnäppchen­jagd“ sei sicherlich vorbei.

1999

stimmt auch nicht, dass die Aktienmärkte generell überbewertet sind. DAX-Unternehmen können Sie zum 16- bis 17-fachen des Gewinns kaufen. Viele Immobilien sind teurer.

QUELLE: BLOOMBERG

banken als Stabilitätsfaktor in Wirtschafts­krisen“ geschrieben. Wäre das Finanzsystem der Welt vor allem genossenschaftlich organisiert, gäbe es ­keine Finanzkrisen und der Mittelstand hätte auch genug Kredite. Aber die Genossenschaftsbanken sind den Investmentbanken oftmals ein Dorn im Auge. Wir müssen aufpassen, dass der Genossenschaftssektor nicht über ­Lobbyismus in Brüssel zerstört wird.   _th


geld & mehr

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VERSICHERUNGSSCHUTZ IN DER FREIZEIT

Schritt für Schritt bergauf Auf Almen und Schutzhütten steigen, Aussichtspunkte erklimmen und hochalpine Pässe überqueren: Wandern und Bergsteigen zählen zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen. Der Panoramablick ins Tal lässt den mühsamen Aufstieg schnell vergessen. Nicht vergessen sollte man, dass der Aufenthalt in den Bergen immer auch mit Risiken verbunden bleibt.

Natur erleben ist hierzulande Programm: Südtirol lockt mit einem weitverzweigten und bestens ausgeschilderten Wandernetz. Je nach Höhenlage können Waalwege, Panoramawege oder Höhenwege beschritten werden, und auch der anspruchsvollere Bergsteiger kann aus dem Vollen schöpfen und aus über 350 Gipfeln ­wählen, die über 3.000 Meter liegen.

UNFÄLLE BEIM WANDERN

Erschöpfung, Herz- und Kreislauf­ probleme ca. Stolpern, Umknicken, Ausrutschen ca.

60%

20% QUELLE: DAV-BERGUNFALLSTATISTIK 2012, WWW.ALPENVEREIN.DE

Blockierung durch Wettersturz, Erschöpfung oder Wegeverlust ca.

20%

GESUND FÜR KÖRPER UND GEIST

Wandern ist nicht nur bei Jung und Alt beliebt, sondern bei einer regelmäßigen Betätigung nachweislich eine besonders gesunde Freizeitbeschäftigung mit positiven Auswirkungen auf die körperliche Kondition. Auch die Stimmung steigt, da Stress und Anspannungen im Gehen abgebaut werden. Diese wohltuende Erfahrung hat wohl jeder von uns nach einem ausgiebigen Wanderausflug in die Natur bereits gemacht. NIE OHNE AUSRÜSTUNG HINAUF

Eine Faustregel am Berg besagt, dass je höher man steigt, desto besser sollte auch die Ausrüstung sein. Die Natur – besonders im steilen Gelände und in der Höhe – sollte niemals unterschätzt werden. Gerade einfache Wanderungen sind dabei nicht ungefährlich. Zu den häufigsten Ursachen von Unfällen zählen Stolpern und Ausrutschen, aber auch Erschöpfung und Überanstrengung, Hitzeschlag und ­Erfrierungen. Zu klassischen Risiken am Berg gehören ebenfalls Stein- und Blitzschlag oder der Abgang von Lawinen.


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RATGEBER VERSICHERUNG

Sie fragen, wir antworten! Gerade wenn’s passiert ist, dann ist guter Rat teuer. Das Team im Schadenbüro Raiffeisen Versicherungsdienst/Assimoco in Bozen bearbeitet bis zu 60 Schadenfälle täglich. Diese Rubrik beantwortet häufig gestellte Fragen. Greift die Versicherung im Urlaub? Wir fahren für 2 Wochen nach Griechenland in den Urlaub. Mein Mann verfügt über eine private Unfall- und Krankenversicherung, über die die gesamte Familie versichert ist. Sind wir bei Unfällen oder Erkrankungen im Ausland auch abgedeckt?

Beim Wandern kommt es sehr häufig zu Unfällen und Notfällen – deutlich öfters, als etwa beim Bergsteigen, Klettern oder Skitourengehen.

WANN GREIFT DIE VERSICHERUNG?

„Ein Wanderunfall kann teuer enden“, erklärt Armin Mair, Versicherungsberater im Raiffeisen Versicherungsdienst, besonders wenn Kosten für die Bergung und den Abtransport anfallen oder ein Hubschraubereinsatz beansprucht wird. Hier greift die private Unfallversicherung, denn sie übernimmt die Transportkosten bis zum nächsten Krankenhaus, und zwar auch im Falle einer Hubschrauberbergung. Löst ein Wanderer im steilen Gelände einen Stein aus, der nachfolgende Personen trifft und verletzt, übernimmt hingegen die Familienhaftpflichtversicherung etwaige Schadenersatz_ih forderungen.

Der Versicherungsschutz der privaten Unfall- und Krankenversicherung gilt immer weltweit und damit auch im Ausland. Die Krankenversicherung übernimmt die Behandlungskosten bei Unfall oder Krankheit, während die Unfallversicherung vor den finanziellen Folgen schützt. Vor Reiseantritt ist es empfehlenswert, die privaten Versicherungsverträge überprüfen zu lassen, denn abhängig davon, wohin Sie reisen und wie lange Ihre Reise dauert, ist abzuklären, ob der bestehende Versicherungsschutz ausreicht. Bei Reisen in Übersee-Staaten mit teuren Gesundheitssystemen wie in den USA oder Kanada kann es zum Beispiel vorkommen, dass der normale Versicherungsschutz nicht ausreicht, um die bei Unfällen oder Erkrankungen entstehenden Kosten zu decken. Dies kann auch für Notfalltransporte im Ausland und für die Rückführung nach Hause der Fall sein. In diesen Fällen ist es sinnvoll, noch eine zusätzliche Reiseversicherung abzuschließen. Kommt es im Urlaub tatsächlich zu einem Unfall oder einem Krankheitsfall, sollte die Versicherungsgesellschaft so schnell wie möglich davon in Kenntnis gesetzt werden. Je eher die Versicherung verständigt wird, umso schneller kann sie die notwendigen Maßnahmen zur Regulierung des Schadens einleiten. Dabei ist es wichtig, dass die Angaben zum Schadenfall so vollständig wie möglich sind. In den meisten Fällen müssen Sie Ihre Behandlung vor Ort bezahlen. Bitte bewahren Sie alle Rechnungen und Belege über Behandlungsdauer, Diagnose und Kosten auf. Mehr dazu unter: www.rvd.bz.it/Ratgeber

Manuel Bortolotti, Fachabteilung Versicherung Raiffeisen Versicherungsdienst


geld & mehr

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INTERNET

Reale Risiken der virtuellen Welt Jede Menge praktische Sicherheitstipps gab es auf der ­Informations­tagung für Bozner Oberschüler „Internet: reale Risiken der virtuellen Welt“, die Raiffeisen OnLine in Zusammenarbeit mit der ­Postpolizei Bozen im Juni an der Eurac in Bozen veranstaltet hat.

im Web aussetzen: Cybermobbing, Internet-Pädophilie, digitaler Identitätsdiebstahl und OnlineBetrug sind alltägliche Phänomene. SCHUTZ DER DIGITALEN IDENTITÄT

„Als ich klein war, bläute mir meine ­Mutter ein, keine Bonbons von Unbekannten anzunehmen. Heute muss man Teenager vor fragwürdigen Begegnungen auf Facebook warnen“, sagte der Bozner Kripo-Chef Giansante T ­ ognarelli zu Beginn der Schüler-Informations­tagung „Inter­ net: reale Risiken der virtuellen Welt“ zu den rund 200 versammelten Jugendlichen. SOZIALE NETZWERKE EROBERN DIE WELT

Vertreter der Postpolizei Bozen und von Raiffeisen OnLine informierten Oberschüler über die Risiken im Internet.

Einer von vier Jugendlichen in Italien hält sich bis zu zehn Stunden täglich im Internet auf, und eines von fünf im Internet aktiven Kindern unter 13 Jahren hat sich in einem sozialen Netzwerk ­älter ausgegeben, um dort ein eigenes Profil erstellen zu können. Nicht immer ist jungen Menschen bewusst, welchen Gefahren sie sich

Die Obermeister Luigi Lamberti und Roberto Santin von der Bozner Postpolizei und Dietmar Elsler, Social-Media-Experte bei Raiffeisen ­OnLine, gaben den Jugendlichen praktische Tipps zum Schutz ihrer digitalen Identität. Jugendliche verwenden soziale Netzwerke in erster Linie zum Austausch von persönlichen Daten, Fotos und Videos. Welche Konsequenzen dies haben kann, ist den Teenagern oft nicht ausreichend bewusst. Die Polizeibeamten unter­ strichen, dass alles, was ins Internet gestellt wird, dort grundsätzlich für immer abrufbar bleibt. Wer im Internet Fotos oder Videos veröffentlicht, die andere Personen abbilden, unterstrichen die Polizeibeamten, muss zuvor deren Einverständnis einholen. DIE RICHTIGE TECHNIK

Die technischen Aspekte von Online-Sicherheit vertiefte ROL-Experte Elsler. In seinem Vortrag wies er auf die Gefahr des Identitätsdiebstahls hin. Als Beispiele nannte Elsler die Nutzung nicht geschützter öffentlicher WiFi-Netze, die bei Jugendlichen besonders beliebt sind, weil sie ihnen den kostenlosen Einstieg ins Internet über das Smartphone ermöglichen, und die Verwendung schwacher Passwörter. In einer praktischen Vorführung zeigte Elsler, wie leicht es für einen Computer mit durchschnittlicher Leistung ist, ein unsicheres Passwort zu knacken. ­Spezielle Programme brauchen dafür nur den Bruchteil einer Sekunde.   _kd


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VOICE OVER IP

Zukunftssichere und moderne Geschäftskommunikation Voice over IP bildet das Fundament einer kostengünstigen telefonischen Kommunikation und trägt heute wesentlich dazu bei, dass Unternehmen ihre Geschäftsabläufe zunehmend revolutionieren können.

Dank Netzwerktechnik und InternetBreitband gewinnt die IP-Telefonie (Voice over IP) zunehmend an Bedeutung. Mit der Internettelefonie der 90er-Jahre, als man begann, das Internet als kostenlosen Übertragungsweg zu nutzen, um hohe Telefongebühren zu umgehen, hat die IP-Telefonie wenig gemein. Vielmehr können Unternehmen im Vergleich zu herkömmlichen Bürotelefonen heute mit VoIP-Telefonen Kosten sparen, die Zusammenarbeit verbessern und so für eine höhere Produktivität sorgen. SPRACHKOMMUNIKATION IM NETZWERK

Voice over IP, kurz VoIP, ist die Übertragung und Vermittlung von Sprachkommunikation in einem IP-Netzwerk. Das Netzwerk kann sowohl lokal (LAN), ein Weitverkehrsnetzwerk (WAN) oder das Internet sein. Bei der IP-Telefonie wird die Sprache in Datenpakete aufgeteilt und durch das Netzwerk geschickt. Durch Priorisierungsverfahren wird der Datenverkehr in unterschiedliche Wichtigkeitsstufen eingeteilt, wobei die Sprachübertragung und die Sprachqualität höchste Priorität genießen. VOICE OVER IP: TREND IN SÜDTIROL

Die RUN AG setzt seit Jahren auf Cisco Unified Communications Manager (CUCM). Dabei ­handelt es sich um die entsprechende Software zur Anrufsignalisierung und zur Bereitstellung von Sprach-, Video- und Datendiensten für die Cisco IP-Telefonie. CUCM ist zugleich das Herzstück der Cisco-IP-Telefonie. Flexibilität, Ressourcen- und Kosteneffizienz stehen für Unternehmen heute im Mittelpunkt, um sich auf dem Markt zu behaupten. Die IP-Telefonie ist dabei ­heute ein wichtiger Faktor. Darum wird VoIP mit Video, Voicemail, Webmeetings, egal ob vom PC, Smartphone oder Tablet, zusammengeführt. Das einheitliche Nutzungsinstrument

VOICE OVER IP ÜBER RUN AG

ɍɍ Kostenersparnis durch zentrales Management ɍɍ Gemeinsame Nutzung von Zusatzdiensten ɍɍ Höchste Skalierbarkeit ɍɍ Modulares System ermöglicht einfache Migration

Cisco Jabber ermöglicht es, all diese Dienste einfach und schnell zu nutzen: Anrufsteuerung, Presence-Information, Instant-Messaging, Video, Desktop-Freigabe, Konferenzen und vieles mehr – die sogenannte Unified Communications, deren Möglichkeiten auch in Südtirols Unternehmen zunehmend genutzt werden.   _so Mehr dazu unter: www.run.bz.it

Mit einer modernen IP-Telefonie können Unternehmen Kosten sparen und auch für eine höhere Produktivität sorgen.


im gespräch

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REGIONALE WERTSCHÖPFUNG

„Mitarbeiter sind ­   Wettbewerbsvorteil“ Er gilt als umsichtiger Verwalter und kluger Stratege. Hubert Obwegs ist Geschäftsführer der Raiffeisenkasse Val Badia, die heuer ihr 125-Jahr-Jubiläum feiert.

Sehr geehrter Herr Direktor, wie sieht die Bilanz Ihrer Raiffeisenkasse für das abgelaufene Jahr aus? Hubert Obwegs: Das abgelaufene Jahr ist für ­unsere Raiffeisenkasse zufriedenstellend zu Ende gegangen. Die Kreditnachfrage war ver­ halten, die Einlagen haben einen guten Zuwachs verzeichnet und die Versicherungstätigkeit ­genießt weiterhin das Interesse und Vertrauen unserer Kunden. Der erwirtschaftete Gewinn war zwar mit 2,9 Mio. Euro niedriger als im Vorjahr, aber trotzdem angemessen für die notwendige Kapitalausstattung der Kasse. Weiter­ hin rückläufig war das Zinsergebnis aus dem Kunden­geschäft, zum Vorteil unserer Mitglieder und Kunden. Die Kreditwertberichtigungen­ ­hielten sich in Grenzen dank der stabilisierenden Wirkung eines funktionierenden und ­qualitativ hochwertigen Tourismus. Positiv wurde die B ­ ilanz vom Ergebnis aus der Bewirtschaftung des Eigenportfolios und negativ von der gestiegenen Steuerbelastung beeinflusst. Wenn man die Bilanzzahlen der Raiffeisen Landesbank betrachtet, könnte man meinen, die Wirtschaftskrise habe die ­Raiffeisenkassen nicht berührt. Hubert Obwegs: Die Bilanzzahlen der Raiffeisen Landesbank sind sehr erfreulich. Das gute Ergebnis ist das Resultat einer umsichtigen und gelungenen Geschäftsgebarung und einer richtigen Kredit­politik. Um Aussagen über die wirtschaft­ liche Situation in Südtirol zu treffen, müsste man wohl die Ergebnisse aller Lokalbanken zusam-

menführen. Die Wirtschaftskrise trifft alle B ­ anken gleich, die Geschäftspolitiken der einzelnen Banken sind jedoch unterschiedlich, und daraus ergeben sich unterschiedliche Resultate. Worin liegt das Erfolgsgeheimnis der ­Raiffeisenkasse als lokale Bank? Hubert Obwegs: Ausschlaggebend für den Erfolg einer lokalen Raiffeisenkasse sind meiner Meinung nach die Kundennähe, die ­persönliche Beziehung, ein Vertrauensverhältnis und eine qualitativ hochwertige Leistung zu einem konkurrenzfähigen Preis. Unser größter Wett­ bewerbsvorteil sind in jedem Fall die Mitarbeiter, deren Engagement und Identifikation mit dem Betrieb. Ich glaube, hier unterscheiden wir uns am meisten von den Mitbewerbern. Die erste Raiffeisenkasse Südtirols wurde vor 125 Jahren in Welschellen gegründet. Wie stark ist der genossenschaftliche ­Gedanke im Gadertal verankert? Hubert Obwegs: Die Initiative zur Gründung der ersten Raiffeisenkasse Südtirols ging vom Pfarrer von Welschellen, Josef Dasser, aus. Die Selbsthilfe war die einzige Antwort für den Erhalt der Besitztümer und gegen die ­Wucherei der städtischen Händler. Von Welschellen ­breitete sich der genossenschaftliche Gedanken sehr schnell auf das ganze Tal aus. Mit dem Aufkommen des Tourismus und einhergehendem Wohlstand verlor dieser genossenschaft­liche Gedanken dann aber an Schlagkraft. Eine teilweise Renaissance ­erlebte er wieder mit der Krise


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BIOGRAFISCHES

Hubert Obwegs, Geschäftsführer der Raiff­eisenkasse Val Badia: „Der Genossenschafts­ gedanke erlebte eine teilweise Renaissance mit der Krise der letzten Jahre.“

ɍɍ Geboren 1961 in Enneberg ɍɍ 1981 – 1987 Studium der Betriebswirtschaftslehre in Innsbruck ɍɍ 1987 – 1992 Mit­arbeiter der Bank für Trient und Bozen ɍɍ 1992 – 2001 führender Mitarbeiter der Raiff­eisenkasse Val Badia ɍɍ 2001 – 2006 Geschäftsführer der Raiffeisenkasse Welschnofen ɍɍ 2006 – 2009 Geschäftsführer der Raiffeisenkasse Vintl ɍɍ Seit 2009 Geschäftsführer der Raiffeisenkasse Val Badia ɍɍ Verheiratet, drei Kinder


im gespräch

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1. Pfarrer Josef Dasser, Gründer der ersten Raiffeisenkasse. 2. Landeshauptmann Silvius Magnago (Bildmitte) 1972 zu Besuch. 3. Corvara in den 1970erJahren. 4. Am grünen Band Hubert Obwegs, RaiffeisenverbandObmann Heiner Nicolussi-Leck, Obmann Alfons Pezzei

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der letzten Jahre. Diese hat gezeigt, wie wichtig weiterhin die Selbstbestimmung und die Hilfe zur Selbsthilfe für eine lokale Gemeinschaft und Wirtschaftsraum sind. Welche sind die Herausforderungen für die kommenden Jahre? Hubert Obwegs: Die größten Herausforderungen der kommenden Jahre kommen einerseits von den regulierenden Behörden und andererseits von den Veränderungen am Markt. Die Raiffeisenkassen werden mit der Umsetzung der Vorgaben von Basel III, mit den Ansprüchen der Aufsichtsbehörden zur Governance und Organisation der Bank stark belastet. Stets neue Funktionen, Aufgabentrennungen, Anforderungen an das Risikomanagement und die Compliance fordern die Kapazitäten und gefährden die Eigenständigkeit der Kassen. Die anhaltende Niederzinsphase mit entsprechend geschrumpften Zinserträgen, gepaart mit steigenden Kosten aus aufsichtsrechtlichen Vorgaben und Beratungsleistungen und größerem Steuerdruck fordert die Kassen in der Suche nach dem notwendigen Gleichgewicht. Auch der Markt ist in ständiger Bewegung, die Bedürfnisse der Kunden verändern sich. Die Raiffeisenkasse muss imstande sein, alle Bedürfnisse bestens oder aber mindestens besser als die Mitbewerber zu befriedigen. Den Kunden muss der Zugang zur Bank über alle verfügbaren Kanäle ermöglicht werden, von der Filiale bis hin zur mobilen Geräten, orts- und zeitunabhängig. Die Anforderungen an die Beratung und Betreuung werden steigen, während die reine operative Abwicklung abnehmen wird. Die Herausforderung hierbei wird sein, alle Mitarbeiter am Markt zu professionellen Beratern zu _sn entwickeln.

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125 JAHRE CASSA RAIFFEISEN VAL BADIA

1889 gründeten 20 Bauern im Gasthaus „Al Cargà“ in Rina/Welschellen die erste Raiffeisenkasse im heutigen Südtirol. Treibende Kraft war Ortspfarrer Josef Dasser, der Sitz der Bank das Pfarrhaus, in dem sonntags von zehn bis zwölf Uhr die Kassastunden abgehalten wurden. 1890 werden die Raiffeisenkassen in Antermoia/Untermoj, 1891 in Mareo/Enneberg, La Val/Wengen und Badia/ Abtei gegründet. 1893 entsteht die Cassa Raiffeisen Ladinia für Corvara und Calfosch. 1972 schließen sich die Raiffeisenkassen Ladinia, Abtei, Wengen und St. Martin zusammen. Corvara wird zum Hauptsitz der neuen Cassa Raiffeisen Val Badia, Alfons Pezzei zum Obmann gewählt. 2014 wurde im Rahmen der Vollversammlung der 125 Jahre des Bestehens gedacht und die neuen Räumlichkeiten am Hauptsitz in Corvara offiziell eingeweiht.


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Neuigkeiten aus den Raiffeisenkassen Südtirols

KURZ NOTIERT

400. Frau als Mitglied

RAIFFEISENKASSE EISACKTAL

Partnerschaft für eine nachhaltige Almen- und Hüttenwirtschaft Im Jahr 2006 wurde der Verein der Hüttenwirte und Almenbetreiber der Tourismusregion Gitschberg-Jochtal gegründet. Mittlerweile zählt er 30 Hüttenwirte und Almenbetreiber als Mitglieder. Zu den Tätigkeiten des Vereins zählen unter anderem die Organisation von Events, Weiterbildungsveranstaltungen und Infoabenden, die Herausgabe des Hüttenführers und die Prämierung der Alm des Jahres. Ziel des Vereins ist es, die Qualität bei der Hütten- und Almenbewirtschaftung zu sichern,

gemeinsam Marketingaktivitäten durchzuführen, für die Belange des Umwelt- und Naturschutzes im alpinen Bereich einzutreten und ländliches Brauchtum zu fördern. Seit Mai ist die Raiffeisenkasse Eisacktal Sponsoringpartner vom Verein der Hüttenwirte und Almenbetreiber. Für die Raiffeisenkasse ist diese Partnerschaft Teil ihres genossenschaftlichen Förderprogramms zur Unterstützung einer nachhaltigen wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung in ihrem Tätigkeitsgebiet.

Maria Masoner ist das 400. weibliche Mitglied unter den derzeit rund 1.724 Mitgliedern der Raiffeisenkasse SchlernRosengarten. Als kleines Zeichen für die runde weibliche „Mitgliederzahl“ überreichte Direktorin Martina Krechel eine Orchidee und einen Wellnessgutschein. In neuem Glanz

Nach gut einjähriger Bauzeit erstrahlt die Geschäftsstelle der Raiffeisenkasse Bozen in der Europazone in neuem Glanz. Die Filiale ist durchgehend von 8.05 bis 15.30 Uhr geöffnet, denn die Möglichkeit, Bankgeschäfte auch über Mittag zu erledigen, wird von den Kunden sehr geschätzt. Alfred Gianotti erhält Ehrennadel

Alfred Gianotti, langjähriger Obmann der Landwirtschaftlichen Bezugsgenossenschaft Leifers-Branzoll (BLB), wurde mit der Raiffeisen-Ehrennadel in Bronze geehrt. „Alfred Gianotti stand 41 Jahre ehrenamtlich und unentgeltlich im Dienste der Genossenschaft und hat sich als Aufsichtsrat, Obmann und Vizeobmann große Verdienste erworben“, sagte Raiffeisenverband-Obmann Heiner Nicolussi-Leck in der Laudatio. Gianotti war zudem 23 Jahre Aufsichtsrat in der Raiffeisenkasse Branzoll-Auer. Die RaiffeisenEhrennadel wird vom Raiffeisenverband für Verdienste im Südtiroler Genossenschaftswesen verliehen.

Klaus Faller (Bürgermeister Gemeinde Rodeneck), Alex Ladurner (Raiffeisen-Filialleiter Rodeneck), Alex Widmann (Vorstandsmitglied), Florian Mair (Geschäftsführer TV Gitschberg-Jochtal) und Vereinspräsident Meinrad Unterkircher


land & leute

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MINI-WM-TROPHÄE

Mit Spaß und Freude zum Weltmeistertitel Während in Brasilien um den Fußball-Weltmeistertitel gekämpft wurde, war der Vinschgau Austragungsort der VSS/Raiffeisen Mini-WM 2014. Insgesamt 18 Mannschaften aus Süd­ tirol, dem Trentino, den Abruzzen, Österreich, Schweiz, Deutschland, Kroatien, Slowenien und Ungarn spielten mit viel Ehrgeiz aber noch viel mehr Spaß und Freude am Sport um die begehrte Mini-WM-Trophäe. Dass der Mini-WM-Titel am Ende an die Mannschaft der Badischen Auswahl ging, die für Deutschland antrat, war deshalb beinahe nebensächlich. „Wenn Nachwuchs­spieler aus unterschiedlichen Ländern und Sprachräumen zusammenkommen um miteinander Fußball zu spielen und Spaß zu haben, sind alle Teilnehmer Sieger“, fand Landeshauptmann Arno ­Kompatscher passende Worte. VSS-Obmann G­ünther Andergassen konnte dem nur zu­

stimmen, zumal die Mini-WM als große Bühne für das VSS-Jahresmotto „Fair Play“ diente, mit dem der VSS neben den Sportlern v. a. Eltern, Zuschauer, Funktionäre, Trainer und Betreuer ansprechen will. „Die Kinder sollen mit Spaß Fußball spielen, frei von zu hohem Erwartungsdruck der Eltern und Betreuer“, erklärte Andergassen das Jahresmotto, das auch von Südtiroler Raiff­ eisenkassen unterstützt wird.   _dh

Der Mini-WM-Titel ging an die Mannschaft der Badischen Auswahl, die für Deutschland antrat.

RAIFFEISENVERBAND

Raiffeisen-Ehrennadel für Johann Pramsohler Johann Pramsohler, langjähriger Obmann der Energiegenossenschaft Villnöss, wurde mit der Raiffeisen-Ehrennadel in Bronze geehrt und zum Ehrenobmann ernannt. Pramsohler stand der Energiegenossenschaft von 1977 bis 2013 als Obmann vor. „Johann Pramsohler hat die E-Genossenschaft zu einem Erfolgsmodell gemacht und dabei stets auf das Wohl der Mitglieder und des Tales geschaut“, sagte Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes, in der Laudatio. Er überreichte Pramsohler die Raiffeisen-Ehrennadel für dessen Verdienste um das Genossenschaftswesen. Paul Gasser, Johann Pramsohler


Moderator Eberhard Daum, die Referenten Christoph Prantner und Max Otte, Zenone Giacomuzzi, Obmann Raiffeisen InvestmentClub

RAIFFEISEN INVESTMENTCLUB

350 Mitglieder beim Anlegersymposion im Sheraton „Politik kontra Wirtschaft. Ist unser Wohlstand haltbar?“ Unter ­diesem Motto stand das 14. An­ leger­symposion des Raiffeisen InvestmentClubs mit 350 Clubmitgliedern im Hotel S ­ heraton in Bozen. Wirtschafts- und Finanz­ experte Prof. Max Otte beleuchtete in seinem Vortrag die aktuelle Marktentwicklung und die Ent-

wicklung nach der Finanzkrise (siehe Interview auf Seite 12). Christoph Prantner, gebürtiger Vinschger und Leitender Redakteur Meinung „Der Standard“, sprach darüber, wie die europäische Außenpolitik unser Leben beeinflusst, und betonte, dass es keine Alternative zu einer verstärkten gemeinsamen EU-Außen- und

RAIFFEISENKASSE BOZEN

Musikalische Sommerabende auf Bozens Burgen Zum 15. Mal finden derzeit im Rahmen der Klangfeste musikalische Erlebnisse auf Bozens Burgen statt. Unter dem Motto „­Spiegelungen – riflessi“ hat das Südtiroler Kulturinstitut mit der Raiffeisenkasse Bozen als Partner der ersten Stunde zwischen dem 12. Juni und dem 26. Juli neun abendliche Konzerte auf Schloss ­Runkelstein und Schloss Maretsch organisiert. Für das Programm zeichnet Matthias Mayr als künstlerischer Leiter verantwortlich. Die ­Raiffeisenkasse Bozen lädt alle ihre Mitglieder mit Raiffeisen Advantage Card zu einem Konzert ihrer Wahl ein. Alle anderen Konzertkarten erhalten die Mitglieder gegen Vorlage dieser exklusiven Kreditkarte zum ermäßigten Preis. Das Programm unter: www.raiffeisenkasse.it, www.kulturinstitut.org

Sicherheits­politik gäbe, wenn sich Europa zwischen den USA, China, Russland, Indien und Brasilien behaupten wolle. Der Raiffeisen InvestmentClub wurde im Jahr 2000 gegründet und zählt derzeit 5.257 Mitglieder. Mehr dazu unter: www.investmentclub.it


Die drei Siegerklassen aus der Europaregion Tirol vor der EURAC in Bozen

SCHULWETTBEWERB „EDUCACOOP“

Junge Genossenschaftsideen ausgezeichnet Neun von 22 teilnehmenden Schulklassen aus Tirol, Südtirol und Trentino bestritten Ende Mai in der Bozner EURAC das Finale des grenzüberschreitenden Schulwettbewerbs zum Genossenschaftswesen „Educacoop“, der unter dem Leitwort „Genossenschaften im Dialog“ stand und sich um die genossenschaftliche Erziehung in den ­Schulen der Europaregion Tirol drehte. Dabei setzten sich die Schüler mit den genossenschaft-

lichen Werten auseinander und arbeiteten für eine selbst gewählte Patengenossenschaft jeweils eine Werbekampagne zur Stärkung der Genossenschaftsidee aus. Eine Jury bestimmte die Ex-aequo-Sieger­ projekte: den ersten Preis unter Südtirols Finalisten holte sich die Klasse 4A der WFO Bruneck. Ihr Werbefilm zeigt, dass lokaler und gemeinsamer Einsatz topaktuelle Werte sind und dass die Raiffeisenkassen auch bei Jugendlichen Inte-

resse auf Genossenschaft wecken. Die Klasse 3AK der Tourismus­schule Villa Blanka Innsbruck punktete mit einem Projekt für die Partnergenossenschaft Hogast. Die Klassen 4A und 4B des Istituto Pavoniano Artigianelli aus Trient siegten mit einem Projekt für die Sozialgenossenschaft Relè. Der Wettbewerb wurde vom Gemeinsamen Büro der Europaregion in Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsverbänden und Schulverwaltungen organisiert.

RAIFFEISENKASSE ALGUND

Artur Lechner folgt auf Eduard Enrich Artur Lechner ist seit 1. Juli neuer Direktor in der Raiff­ eisenkasse Algund. Er folgt auf Eduard Enrich, der in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist. Eduard Enrich trat 1973 in die Raiffeisen Geldorganisation ein und wurde im Jahr 2000 zum Direktor der Raiffeisen­kasse Algund bestellt. In den l­ etzten 14 Jahren war er für Verwaltungsrat und Aufsichtsrat stets ein kompetenter und problem­ lösender Gesprächspartner. Dank seiner professionellen ­Führung wurde der Raiffeisenkasse Algund immer w ­ ieder eine gesunde und umsichtige Betriebsgebarung bescheinigt. Für die Mitarbeiter hatte Enrich stets ein offenes Ohr und jeder konnte seine Anliegen unkompliziert und ­kollegial vorbringen. Der neue Direktor Artur Lechner weist neben einer 15-jährigen Erfahrung bei Raiffeisen auch Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen einer grenzüberschreitenden Regionalbank auf. Der langjährige Direktor Eduard Enrich mit seinem Nachfolger Artur Lechner


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RAIFFEISENKASSE FREIENFELD

REDEWETTBEWERB

Partnerschaft mit dem ASV Freienfeld Raiffeisen verlängert

Reden, argumentieren, abwägen

Die Raiffeisenkasse Freienfeld und der Amateursportverein Freienfeld Raiffeisen haben ihre Partnerschaft um drei Jahre verlängert. Der ASV Freienfeld Raiffeisen zählt vier Sektionen und 360 Mitglieder und setzt besonders auf den Jugendsport. Im Vorjahr wurde mit Unterstützung der Raiffeisenkasse ein neuer Vereinsbus angekauft.

„Redetalent 2014“ Martin Blaas, Andreas Mair am Tinkhof

ASV-Vizepräsident Hubert Ralser, ASV-Präsident Albert Gasser, Rk-Obmann Nikolaus Holzer, Rk-Direktor Markus Neulichedl, ASV-Kassier Alexander Gradl

Reden, argumentieren, abwägen, Standpunkte verteidigen: Der Redewettbewerb der Südtiroler Bauernjugend bot jungen Menschen wieder eine Bühne für ihre Gedanken und Meinungen. Als ­Sieger ging Martin Blaas hervor. Der Meraner wurde zum „Redetalent 2014“ gekürt. SBJ-Landesleiterin Christine Tschurtschenthaler, SBJ-Landes­ obmann Hannes Dosser und Andreas Mair am Tinkhof, Leiter der Hauptabteilung für Bankwirtschaft im Raiffeisenverband, gratulierten den Teilnehmern und Siegern, die sich über Gutscheine von Bank The Future freuen konnten.

RAIFFEISEN MERAN

Erstes M-POS-Gerät überreicht Smartphones können jetzt auch für Kartenzahlungen genutzt werden. In Kombination mit einem kleinen Kartenlesegerät verwandelt sich das Smartphone in ein POS-Gerät. POS steht für „Point of Sale“ und bedeutet Kasse. Akzeptiert werden Bankkarten und Kredit­karten. Das Gerät unterstützt Zahlungen mit Chiptechnik, Magnetspur sowie „Contactless“. Kürzlich konnte Daniel Mano, Filialleiter in der Goethestraße, das erste Gerät an Martin Brunner aushändigen. Der Bauer vom Sittnerhof unterm Berg bietet Urlaub auf dem Bauernhof. Damit sei er ein idealer Nutzer dieser neuen Zahltechnik, hieß es. Durch fast uneingeschränkte Mobilität und geringe Kosten eigne sich das sogenannte M-POS-Gerät vor allem für Betriebe und Geschäftstreibende, die bis heute aus wirtschaftlichen Gründen keine Zahlungen mit Karte entgegennehmen konnten. Filialleiter Daniel Mano, M-POS-Nutzer Martin Brunner mit Tochter Verena


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RAIFFEISENKASSE TOBLACH

Obfrau Maria Wurz Seehauser (Bildmitte) überreichte den langjährigen Mitgliedern ein „Eggentaler Kistl“ als Geschenk.

Goldmedaille und Diplom für Karl Krister

RAIFFEISENKASSE WELSCHNOFEN

„Eggentaler Kistl“ für langjährige Mitglieder Bei der Jahresvollversammlung informierten Projektbetreuer Christian Fischer und Fördervereinspräsident Florian Zelger die Mitglieder über die Initiative „Eggentaler Kistl“. Eggentaler Landwirte haben sich zu dieser Initiative zusammengeschlossen, um ihre hofeigenen Produkte besser zu vermarkten. Mittlerweile gibt es das „Eggentaler Kistl“ schon in einigen Lebensmittelläden, auch direkt ab Hof kann eingekauft werden. Die Initiative „Eggentaler Kistl“, die auch von der Raiffeisenkasse gefördert wird, plant zudem eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Gastgewerbe. Allen Mit­ gliedern, die seit 25 bzw. seit mehr als 50 Jahren der Raiffeisenkasse „die Stange“ halten, überreichte Obfrau Maria Wurz Seehauser ein „Eggentaler Kistl“ als Anerkennungsgeschenk.

Bei einer Feier im Merkantilgebäude Bozen wurde Karl Krister für seine 40-jährige Betriebszugehörigkeit in der Raiffeisenkasse Toblach mit Goldmedaille und Diplom geehrt. Die Ehrung für langjährige Arbeitstreue wurde von Landeshauptmann Arno Kompatscher und Handelskammerpräsident Michl Ebner vorgenommen.

RAIFFEISENKASSE UNTERLAND

Lebensqualität durch Regionalität Unter dem Motto „Lebensqualität durch Regionalität“ fand Mitte Mai der erste Geranientag in Leifers statt. Alle Kunden, die an diesem Tag in einem der teilnehmenden Geschäfte eingekauften, wurden mit einer Geranie beschenkt. Ein Frühlingsgruß und gleichzeitig ein Dankeschön an alle Kunden, die vor Ort einkaufen. Die Initiative rund um den ersten Geranientag wurde in Zusammenarbeit mit der Raiffeisenkasse Unterland durchgeführt.

Hans Peter Pircher (Leiter Marktbereich Rk Unterland), Pietro Perez, Irene Anesi, Michela Bassi (alle hds), Liliana Di Fede (Bürgermeisterin Leifers), Elda Paolazzi (hds), Geschäftsstellenleiter Peter Quirini


Die Sieger des RaiffeisenJugendwettbewerbs „Traumbilder – Nimm uns mit in deine Fantasie“

DIE SIEGER

44. RAIFFEISEN-JUGENDWETTBEWERB 2014

Malwettbewerb: Anne Gruber, Matthias Rieder, Patricia Menghin, Sonja Hasler, Lena Gruber, Leonard Mathias Gamper, Daniel Nagler, Maria Bozzetta, Aylin Ebenkofler; Kreativitätswettbewerb: Schulband „Estintores“ der Mittelschule St. Johann/Ahrntal, Mittelschule Blumau 2C

Sieger auf Schloss Runkelstein prämiert „Traumbilder – Nimm uns mit in deine Fantasie“ lautete das Thema beim heurigen Raiffeisen-Jugendwettbewerb, der unter dem Ehrenschutz von Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder stand. Mit viel Einsatz hatten über 11.000 Grund- und Mittelschüler aus dem ganzen Land Malarbeiten, Kreativ- und Multimediaarbeiten angefertigt. Die Sieger wurden Ende Mai auf Schloss Runkelstein offiziell gekürt und mit schönen Preisen bedacht. „Der Raiffeisen-Jugendwettbewerb ist weltweit der größte Jugendwettbewerb, und er wird von 21 Genossenschaftsbanken mitgetragen“, sagte Andreas Mair am Tinkhof, Leiter der Hauptabteilung Bankwirtschaft im Raiffeisenverband Südtirol. Auch heuer wogen die Raiffeisenkassen jedes eingereichte Bild mit 50 Cent auf; die 6.000 Euro kommen dem AEB – Arbeitskreis Eltern Behinderter zugute und wurden der Vizepräsidentin Ida Psaier bei der Schlussveranstaltung überreicht.

Andreas Mair am Tinkhof überreichte AEB-Vizepräsidentin Ida Psaier einen Scheck in Höhe von 6.000 Euro.

RAIFFEISENKASSE PRAD-TAUFERS

Traditionelles Sumsi- und GoCard-Fest Die Raiffeisenkasse Prad-Taufers veranstaltete Ende Mai wieder das traditionelle Sumsi- und GoCard-Fest für alle Kinder von null bis 14 Jahren. Dieses Jahr konnten die Kinder in der Sportzone von Prad am Stilfserjoch ihre Geschicklichkeit an den selbstgebauten Holzspielen von Hanspeter Schönthaler (www.spielideen.net) testen. Auch beim T-Shirt-Malen, Gesichterschminken und Ponyreiten fanden alle ihren Spaß. Die Kinder verbrachten mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Raiffeisenkasse einen erlebnisreichen Nachmittag.

An selbstgebauten Holzspielen konnten die Kinder ihre Geschicklichkeit testen.


rat & unterhaltung

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ERLEBNIS NATUR

Naturdenkmal Zirmtaler See Er ist einer der schönsten Bergseen im Vinschgau. Mit seiner gleichnamigen urigen Alm und dem exotischen Hüttenwirt Max bildet der Zirmtaler See ein lohnendes Ausflugsziel für Jung und Alt.

Im Frühjahr ist der Vinschger Sonnen-

Natur- und Landschaftsführer Olav Lutz, olav.lutz@rolmail.net

ROUTE

Gesamtgehzeit: ca. 5 Std. Höhenmeter: ca. 850

berg ein beliebtes Ziel für erste Wanderungen. Im Hochsommer sollte man stattdessen lieber den Vinschger Nörderberg besuchen. Wir fahren bis Kastelbell, überqueren vor dem Schloss die Brücke über die Etsch und fahren über Latschinig und Freiberg erst über Teer, dann über Schotter bis zur Freiberger Säge, wo wir parken. Von dort nehmen wir den Almweg bis zur Marzoner Alm, die wir in etwa 30 Minuten erreichen. Mit „gehfaulen“ Kindern kann man sich hier niederlassen, uns aber treibt es weiter. TÜRKISBLAUER BERGSEE

Wir folgen dem Weg Nr. 18 zum „Schweinstall“, der sich steil neben dem rauschenden Bergbach hinaufschlängelt. Über Almrosenhänge

SEE- UND ALMWANDERUNG IM MITTELVINSCHGAU

N

Marzoner Alm

Tomberger Alm Zielpunkt

Zirmtaler See Zirmtaler Alm


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Der Zirmtaler Seen, ein romantischer, klarer Bergsee inmitten des Waldes, liegt auf 2.114 Metern Meereshöhe.

und Brücken erreichen wir schweißgebadet nach ca. 1,5 Stunden den türkisblauen Bergsee. Unzählige Regenbogenforellen tummeln sich im klaren See. Nur die Harten unter uns wagen freiwillig ein Bad in diesem Eiswasser oder müssen eine Kneippkur machen, wenn sie beim Watten verlieren. BEIM HÜTTENWIRT MAX

Manche machen es sich in den schönen Wiesen am See gemütlich, wir aber besuchen den Hüttenwirt Max. Er führt uns zu den Schwefelschlammfeldern oberhalb der Hütte und erklärt uns die heilenden Kräfte des stinkenden Heilschlamms. Mehr interessiert uns aber sein einmaliger Stall mit ­Schweinen, Hasen, Hennen und als „Highlight“ sein Papagei, dessen Sprüche schon allein diese Wanderung wert sind. Die Zirmtaler Alm hat nicht nur einen besonderen Tierpark, auch das Essen ist speziell. Hüttenwirt Max, ein gestandener Pseirer, ist ein hervorragender Koch; gepaart mit seiner Pusterer Freundin und der gesamten Familie gibt diese Alm eine besonders spaßige Truppe ab. Wer nun gestärkt eine Rundwanderung machen möchte, kann den Weg 18A zur ­Tomberger Alm nehmen und dann dem Almenweg folgend wieder zur Marzoner Alm zurückkehren. Der Weg ist um eine halbe Stunde länger, auch steiler und mehr der Sonne ausgesetzt, als der Weg Nr. 18 beim Aufstieg. Nach etwa 2 Stunden sind wir am Ausgangspunkt angelangt. Und was der Papagei auf der Zirmtaler Alm für Sprüche auf Lager hat, sollte jeder am besten selbst erleben.

GESUNDHEITSTIPP

Tipps für heiße Sommertage! Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen: Heiße Sommertage können für Menschen mit Herzproblemen, Bluthochdruck und Übergewicht zur Herausforderung werden. Daher einige einfache Tipps: ɍɍ Ausreichend trinken, denn beim Schwitzen gehen schnell einige Liter Flüssigkeit, Kochsalz und die Elektrolyte Kalium und Magnesium verloren. Herzpatienten sollten jedoch nicht über zwei Liter täglich trinken. Keinen Alkohol und nicht zu kalte Getränke konsumieren, denn beides regt die körper­eigene Wärmeproduktion nur zusätzlich an! ɍɍ An heißen Tagen physische Aktivitäten wie Garten­arbeit, Sport etc. in schattige Bereiche verlegen. Sport am bestens morgens oder abends bei geringerer Sonneneinstrahlung. Auch Fahrradtouren, bei denen der Fahrtwind für Kühlung sorgt, sind an wärmeren Tagen zu empfehlen. ɍɍ Essgewohnheiten möglichst an die höheren Temperaturen anpassen. Lieber öfters am Tage weniger essen, als üppige Mahlzeiten einnehmen. Viel frisches Obst, Gemüse und Salate – Rohkost schmeckt im Sommer besser als in der kalten Jahreszeit! ɍɍ Pausen machen, Beine etwas höher legen und sich eine frische Abkühlung suchen! ɍɍ Besonderheiten gibt es auch bei einigen Medikamenten zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere für Diuretika, etwa bei einer Herzschwäche oder für Blutdrucksenker bei Bluthochdruck­ erkrankungen. Teilweise müssen die Dosierungen dieser Medikamente in den Sommermonaten etwas reduziert werden. Herzkranke P ­ atienten sollten die Dosierung ihrer M ­ edikamente vom Arzt überprüfen lassen. In Zusammenarbeit mit www.herzstiftung.org


30 DER GOLDENE PLACHUTTA

Rehrücken LITERATUR-BÜCHERJOURNAL

„Wörter die klingen wie Münzen“ Aus: Ewald und Mario Plachutta – Der goldene Plachutta. Über 1.000 Rezepte, Brandstätter Verlag, Wien 2012

Eine Rehrückenform mit Butter ausstreichen, mit Mehl ausstauben. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Handwarme Butter mit Staubzucker, Vanillezucker und Salz mit einem Handrührer schaumig rühren. Dotter beigeben, Kuvertüre einrühren. Eiweiß mit Kristallzucker zu Schnee schlagen. Mit einem Kochlöffel ein Drittel des Schnees unter die Buttermasse rühren. Eischnee und die mit den Bröseln vermischten Mandeln unterheben. Masse mit Hilfe einer Teigkarte in die vorbereitete Form füllen, verstreichen. Im vorgeheizten Rohr backen. Auf ein mit Backtrennpapier belegtes Kuchengitter stürzen. Ausgekühlt waagrecht halbieren, mit 100 g Marmelade füllen. Restliche Marmelade aufkochen, Kuchen damit bestreichen, Rehrücken auf ein Kuchengitter stellen, mit Glasur überziehen. Mandelstifte in die Glasur stecken. Backdauer: 50 Minuten

ZUTATEN

ɍ Butter, Mehl, Salz ɍ 120 g Kuvertüre ɍ 130 g Butter ɍ 50 g Staubzucker ɍ 1 EL Vanillezucker ɍ 6 Dotter und Eiweiß ɍ 70 g Brösel, süß ɍ 130 g Mandeln, gerieben ɍ 100 g Mandeln, gestiftet ɍ 200 g Marillenmarmelade ɍ Sacherglasur

„Nutzen und Schönheit der Literatur liegen in ihrem geistigen Vermögen, das Leben zu beleuchten.“ Ha Jin

Seit mehr als drei Jahrzehnte engagiert sich der Verein der Bücherwürmer in Lana in der Vermittlung von Literatur. Es ist ein Ort der literarischen Begegnung und Debatte. Die Programmleiterin Christine Vescoli schrieb in der Festschrift zum dreißigjährigen Jubiläum: „Lana versucht dem literarischen Sprechen einen Raum zu geben ...“ Dieser Versuch ist mehr als gelungen und findet im dargebotenen Programm immer wieder auch zu Höhepunkten. Zu einem dieser Höhepunkte gehörte die Präsentation des Gedichtbandes „Dorfspiel“ von Andrea Zanzotto am 23. April 2014 in Bozen im „Lungomare“. Die Übersetzerin Donatella Capaldi las aus dem Buch und stellte mit den Mitübersetzern Ludwig Paulmichl und Peter Waterhouse frühe Gedichte des großen Erneuerers der italienischen Lyrik vor. Andrea Zanzotto, geboren 1921 in Pieve di Soligo bei Treviso, wuchs unter dem Faschismus auf. Diese Erfahrung prägte sein ganzes späteres Schreiben. Der Gedichtband „Dorfspiel“ beinhaltet Gedichte aus verschiedenen Schaffensperioden. Seine Themen und Motive sind die Hinterfragung der Geschichte und somit die Auseinandersetzung mit Gewalt und Krieg, die Verwüstungen

Andrea Zanzotto (1921 – 2011): „Dorfspiel“, Urs Engeler und Folio Verlag 2014. 153 Seiten, 18,80 Euro

des Konsumismus, die Zerstörung der venetischen Landschaft und die Betrachtung der Landschaft mit ihrem Dahinter. Nirgendwo mehr als in der Sprache empfinde ich den Reichtum, in zwei Kulturen zu leben. Ich schätze es, wenn Gedichtbände zweisprachig oder mehrsprachig editiert werden. Diese Sprachwechsel schaffen ästhetische Glücksmomente. Im Gedicht „Perchè siamo“ – „Da wir sind“ zwingt uns Andrea Zanzotto, unser „Augenherz“ zu öffnen. „Perchè siamo al di qua delle alpi / su questa piccola balza /perchè siamo cresciuti tra l’erba di novembre / ci scalda il sole sulla porta ... „Da wir diesseits der Alpen sind / auf dieser winzigen Klippe /da wir zwischen Novembergras wuchsen / uns die Sonne unter der Tür wärmt ... Die zweisprachige Werkausgabe von Andrea Zanzotto bei Urs Engeler und Folio verdient Lob und Anerkennung.

Helmuth Cazzanelli, Privatkundenbetreuer Raiffeisenkasse Unterland


rat & unterhaltung

31

1 Schutzhütte in Martell

2

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Ausgangsstellung Südt. Ltg.bei Mess- Präsident geräten

Wiener Maler (Gustav) † 1918

6

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Abk.: As- Abk.: sociation North for Europ. Transport Carolina

10 Fernsprechapparat

exakt

3

Abk.: Turbinenschiff

span. Stoßdegen

Anlageform Europ. Fußballverband eh. äthiop. Titel

Abk.: außer Dienst

US-Notenbank (Kw.)

9

Zimmer

1

Schienenverkehrsmittel

anhänglich

Kurort in Graubünden (Schweiz)

Farce, Burleske, Schwank

span.: Insel

5

Abk.: Rechnungsnummer

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persönl. Fürwort, 3. Person Singular

engl., frz.: Alter

altägypt. Königsname

Abk. für einen Bibelteil

SternAbk.: schnuppe Landesrat

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Fußgänger

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Finanzierungsform

zwei RheinZuflüsse

Angelstock

duftende Gartenpflanze

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svd1212.2-53

svd1212.2-53

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DER LETZTE SCHLIFF

­Dresscode bei ­dreißig Grad und mehr

See in Schottland (Loch ...)

engl.: wirklich d. Ackerbau betreffend

8 Ausruf des Verstehens

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wilde Schar

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früherer portug. Fußballspieler

Südt. Abgeordneter

8

Die heißesten Tage im Jahr verlangen von allen berufstätigen Menschen viel ab. Es ist eiserne Disziplin angesagt – nur die geschickte Kleidungswahl schafft etwas Erleichterung. Im traditionellen Geschäftsleben erwartet man eine konservativ-klassische Kleidung – auch bei dreißig Grad im Schatten. Das bedeutet bei Herren dunkle Anzüge und Hemden mit langen Ärmeln sowie eine dezent gemusterte Krawatte. Erleichterung bei Hitze kann man sich korrekterweise nur über die Wahl der Materialien ver­ schaffen: Keine Synthetics, feine leichte Wollstoffe und Socken aus Seide. Der Kragenknopf bleibt auf jeden Fall unter der Krawatte geschlossen. Für Damen besteht die klassische Variante aus dem Businesskostüm/­ Hosenanzug oder Kombination in mittleren bis dunkleren Farben, heller Bluse bzw. feinem Shirt, Strümpfen und geschlossenen Schuhen. Schultern und Oberarme müssen immer bedeckt sein. Wie für Männer besteht auch für Frauen ein Tabu bei Sandalen. Keine Klima­ an­lage: Leichte Kleidung ist angesagt. ­Achten sie trotzdem darauf, besonders als Dame, dass nicht zu viel Haut sichtbar wird, denn das enthebt sie jeglicher Autorität. Trotzdem sollten Spaghetti­träger, sichtbare BHs, Shorts und dergleichen nur als Freizeitkleidung während der heißen Tage getragen werden. Vor allem im Sommer sollte ein „Notfallpaket“ im Schreibtisch bereit liegen: Ein frisches Hemd oder Bluse, Strümpfe und Unterwäsche, kühlendes Körpergel, Deo­ doranttücher und ein leichtes Parfum. Elisabeth Motsch, www.motsch.at

W G ENZ I ANHUE T T E U DECO NESS KL I MT REAL P L A AD UE FA P L ANGGER F ED BAHN R AROSA G PASSANT ME T EOR U G I R S RAMS E S L EAS I NG I L L RUT E RESEDA (1-10) Hochsommer


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