4.12.2015
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s�dtiroler landwirt
4. dezember 2015 nr.22/58.Jg. s�dtiroler landwirt
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Raiffeisen Mitteilungen des Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft
Auf der Haselburg in Bozen wurde kürzlich das neue Bildungsprogramm des Raiffeisenverbandes vorgestellt.
Bildung: „Allesbleibtanders“ „Allesbleibtanders“ lautet das Leitmotiv des neuen Bildungsprogrammes des Raiffeisenverbandes, das erstmals für zwei Jahre angelegt ist, um eine langfristige Planung zu ermöglichen. „Wir haben das Thema Veränderungen zum Hauptthema und gleichzeitig zum Leitmotiv unseres neuen Bildungsprogrammes gemacht“, erklärte Sandra Wess, Leiterin der Abteilung Bildungswesen, bei der Vorstellung. Denn glaubt man den Megatrends, sind für die kommenden Jahre auch in Südtirol große Veränderungen zu erwarten. Die Digitalisierung, Konnektivität, Neo-Ökologie, Individualisierung und der Arbeitsplatz der Zukunft bezeichnen nur einige der wichtigsten Bereiche, in denen Veränderungen zu erwarten sind. Über die aktuellsten Trends im Bildungsbereich informierten die Gastreferenten Thomas Lindauer, Sylvia Gafgo und Heinold Pider.
Entwicklung läuft über Bildung Die Herausforderung im Bildungswesen ist es, Lerninhalte anzupassen und neue Lernformate auszuarbeiten, um die Mitarbeiterschaft der Raiffeisenkassen und -genossenschaften rechtzeitig mit neuen Schlüsselkompetenzen auszustatten und fit für die Zukunft zu machen. Darauf sind auch die Inhalte und Neuerungen im Bildungsprogramm ausgerichtet. Aktuelle Entwicklungen im normativen Bereich werden ebenso vermittelt wie die Antworten auf die Frage, wie Berater künftig verstärkt in der Rolle eines Finanzcoachs auf ihre Kunden zugehen können. Weiters finden sich die banktechnische Ausbildung, Seminare, die auf die
neuen Standards des RGO-Projektes „Raiffeisen Prozessmodell (RPM)“ Bezug nehmen, und die von der Banca d’Italia verstärkt geforderte Aus- und Weiterbildung für Mandatare im neuen Bildungsprogramm. Für angehende Führungskräfte und High Potentials werden neue Lehrgänge zur Stärkung ihrer Leadership-Kompetenz angeboten. Eine kompakte Malik Management Ausbildung und eine neu im Angebot aufgenommene Ausbildung zum Compliance Officer runden das Programm ab. Das Bildungsprogramm ist für die Bildungsjahre 2016 und 2017 – und damit erstmals für zwei Jahre angelegt, um eine langfristige Planung zu ermöglichen.
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Trentiner Genossenschaften feiern 120 Jahre Der Trentiner Genossenschaftsverband „Federazione Trentina della Cooperazione“ feierte Ende November sein 120-jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt standen die vielfältigen genossenschaftlichen Dienstleistungen.
Die Federazione Trentina della Cooperazione, der über 500 genossenschaftliche Unternehmungen und 280.000 Mitglieder angehören, erzielt einen Umsatz von 2,4 Mrd. Euro und sichert über 20.000 Arbeitsplätze. Der 1895 von Don Lorenzo Guetti gegründete Verband ist heute eine starke wirtschaftliche Größe im Trentino. Die Geschichte und die aktuelle Bedeutung führte Präsident Giorgio Fracalossi ins Feld, der gemeinsam mit Landeshauptmann Ugo Rossi, Tiziano Mellarini vom Landesressort für Genossenschaften und Trients Bürgermeister Alessandro Andreatta das dreitägige Jubiläumsfest eröffnete.
Verbandsobmann Herbert Von Leon unterstrich die breite Zusammenarbeit mit dem Genossenschaftsverband Trient.
Von Leon: autonome Bankengruppe Zahlreiche Festredner betonten die Bedeutung der Unternehmensform Genossenschaft und skizzierten deren Herausforderungen für die Zukunft. Der Obmann des Raiffeisenverbandes, Herbert Von Leon, gratulierte dem Genossenschaftsverband Trient im Namen der Südtiroler Raiffeisenorganisation zum Jubiläum und unterstrich die erfolgreiche und kontinuierliche Zusammenarbeit auf
politischer, strategischer und organisatorischer Ebene. Von Leon ging auch auf die Selbstreform der Genossenschaftsbanken ein und erläuterte die Position der Südtiroler Raiffeisenorganisation, die sich gegen die Einführung eines zentral von Rom aus gesteuerten Bankenkonzerns ausgesprochen und eine eigene autonome Bankengruppe für die Raiffeisenkassen in Südtirol gefordert hat, weil ein von Rom aus gesteuerter Bankenkon-
zern den Südtiroler Besonderheiten nicht Rechnung tragen würde. Die Trentiner Genossenschaften nutzen das dreitägige Jubiläumsfest, um ihre vielfältigen Tätigkeiten einem breiten Publikum zu präsentieren. In Ständen vor dem Sitz des Genossenschaftsverbandes wurden Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Landwirtschaft, Soziales, Medien und Finanzen vorgestellt.
Rund um die Arbeitsmarktreform „Jobs Act“ Die Neuerungen im Bereich der Arbeitsmarktreform „Jobs Act“ standen kürzlich im Mittelpunkt einer Informationstagung für die Mitgliedsgenossenschaften im Raiffeisenhaus Bozen. Zu der von der Hauptabteilung Personal und Arbeitsrecht organisierten Tagung waren an die hundert Vertreter der Mitgliedsgenossenschaften, darunter Obmänner, Geschäftsführer und Personalsacharbeiter gekommen. Hauptabteilungsleiter Ralf Niederstätter gab einen Überblick über die von der Regierung angestrebten Ziele und Schwerpunkte der Reform.
Von „CoCoPRO“ bis „ANPAL“ Christof Gamper erläuterte die Änderungen bei den diversen Arbeitsvertragsformen wie befristete Arbeitsverträge, Lehrlingsvertrag, Arbeit auf Abruf, Teilzeitarbeitsvertrag oder
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atypische Arbeitsvertragsformen, wobei Gamper hier speziell auf die Abschaffung der Möglichkeit einer fortwährenden freien Projektarbeit (CoCoPro) einging. Verena Spitaler beleuchtete die Neuheiten bei den Abwesenheiten wegen Mutterschaft und bei den Elternfreistellungen und informierte über die Vereinheitlichung der Verwaltungsapparate und die geplante Gründung der nationalen Agentur „ANPAL“. Agnes Gurndin erklärte u. a. die Neuerungen bei der gezielten Aufnahme von beeinträchtigten Personen, der Führung des Einheitsregisters, der Kündigung und einvernehmlichen Auflösung von Arbeitsverhältnissen und bei den sozialen Abfederungs-
Mitarbeiter der Hauptabteilung Personal und Arbeitsrecht informierten über „Jobs Act“ & Co.
maßnahmen während der Arbeitsverhältnisse. Angesprochen wurden bei der Informationstagung schließlich auch die Neuerungen im Bereich der Videoüberwachung.
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„Kein Modell für das schnelle Kapital“ Genossenschaften sind ein flexibles Unternehmensmodell, das auf die Mitgliederbedürfnisse und den langfristigen Erfolg ausgerichtet ist, sich aber nicht für das schnelle Kapital eignet, sagt Prof. Dr. Hans H. Münkner. Herr Münkner, Sie kennen die Entwicklung des Genossenschaftswesens seit Jahrzehnten. Welche Entwicklungen kann man hier feststellen?
Es gibt zwei große Tendenzen: Einmal in Richtung auf Größenwachstum und Annäherung an das Modell der Aktiengesellschaft und auf der anderen Seite die Ausrichtung auf soziale Aktivitäten und eine vermehrte Integration in etwas, das man als „Economie Sociale“, also einen dritten Sektor zwischen staatlicher und privater Wirtschaft, bezeichnen kann. Beide Tendenzen sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Beim Größenwachstum stellt sich jedoch die Frage, wie kann man gleichzeitig groß werden und trotzdem die örtliche Nähe als zentrales Kriterium seiner Effizienz haben. Es gibt eigentlich keine ideale Größe für Genossenschaften?
Was man sagen kann, ist, dass Genossenschaften sich nicht für Aktivitäten eignen, die schnell großes Kapital sammeln müssen. Dafür eignet sich die Aktiengesellschaft wesentlich besser. Genossenschaften arbeiten typischerweise mit Leuten, die Förderung suchen, also nicht großes Kapital investieren wollen, sondern Finanzierungsbeiträge für einen gemeinsamen Betrieb leisten, der gemeinsam ihre Interessen erfüllt. Genossenschaften sind auf die Bedürfnisse ihrer Mitglieder fixiert, also auf eine Bedarfswirtschaft, die langfristig Erfolge bringen muss und nicht auf kurzfristigen Gewinn fixiert ist. Die Genossenschaftsbanken haben sich in der Bankenkrise gut geschlagen, mit der Bankenunion stehen aber auch sie vor neuen Herausforderungen ...
Es ist immer noch gelungen, den Unterschied zwischen Genossenschaftsbanken und Finanzkapitalismus genügend zu betonen, um nicht einfach eine Gleichbehandlung aller nach den gleichen Standards durchzusetzen. So kann man sagen, dass das gute Abschneiden der Genossenschaftsbanken in der Krise auch ein Pluspunkt in ihrer eigenen Argumentation war. Auf der anderen Seite ist das Herausstellen der eigenen Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale wichtig, aber
Genossenschaftsrechtler Hans H. Münkner gilt als der Experte im internationalen Genossenschaftswesen.
wenn man die nach und nach alle absetzt, z.B. die demokratische Struktur der Leitung durch eine autoritäre Verwaltungsstruktur und nicht mehr mit Vertretern der Mitglieder, die da mitbestimmen, sondern extern eingekaufte Experten, die als externe Direktoren sozusagen das Geschäft machen, dann ist die Überzeugungskraft der Argumente, dass wir als Genossenschaft anders sind, etwas schwächer. Inwieweit tun sich Genossenschaften heute schwerer, ihren genossenschaftlichen Förderauftrag für die Mitglieder auch zu erfüllen?
Der Förderauftrag als Grundsatz lässt sich nicht wegnehmen, denn sonst verliert das ganze Modell seinen Sinn. Der Förderauftrag zeigt sich in der Identität von Träger und Nutzer, da die Mitglieder gleichzeitig Träger und Nutzer der Leistungen sind. Werden jedoch Investorenmitglieder zugelassen, die gar nicht die Genossenschaftsdienstleistungen nutzen, oder auch das Nichtmitgliedergeschäft, dann wird dieses Prinzip der Identität von Träger und Nutzer und damit auch der Förderauftrag in Frage gestellt. Da muss man vorsichtig sein, dass man nicht nur noch vom Namen her Genossenschaft ist – und nicht mehr von der Substanz. Sie haben über Jahre das Institut für Kooperation in Entwicklungsländern der Universität Marburg geleitet. Welche Bedeutung
haben Genossenschaften für Entwicklungsländer?
Die Genossenschaften haben vor allem in jenen Gebieten eine zentrale Funktion, in denen kapitalistische Unternehmen mit ihren ökonomischen Aktivitäten kein Interesse haben. In den Dörfern im ländlichen Afrika gibt es ohne Genossenschaften nur Tauschwirtschaft oder Familienwirtschaft, der Zugang zur Markt-, Geld- und Kreditwirtschaft führt allein über Genossenschaften.
interview: thomas hanni
zur person
Hans H. Münkner Prof. Dr. Hans H. Münkner, emeritierter Professor für in- und ausländisches Gesellschaftsrecht, Wirtschaftswissenschaften und Genossenschaftslehre, hielt im November an der Freien Universität Bozen einen Vortrag zum Thema „Kooperative Wirtschaftskulturen und rechtliche Rahmenbedingungen von Genossenschaften im internationalen Raum“. Der Vortrag findet sich auf www.raiffeisennachrichten.it
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Raiffeisen bleibt Generalsponsor des VSS Der Raiffeisenverband Südtirol bleibt auch für die nächsten fünf Jahre – bis 2020 – Generalsponsor des VSS. Der Sponsorvertrag wurde Anfang November in Bozen unterzeichnet. Seit dem Jahr 2006 ist der Südtiroler Raiffeisenverband nun bereits Generalsponsor des Verbandes der Sportvereine Südtirols (VSS). Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wurde kürzlich um fünf weitere Jahre verlängert. VSS-Obmann Günther Andergassen und Verbandsobmann Herbert Von Leon setzten im Café Bistro Thaler über den Bozner Lauben im Beisein eines Großteils des VSS-Vorstandes, von Generaldirektor Paul Gasser und Andreas Mair am Tinkhof, dem Leiter der Hauptabteilung Bankwirtschaft, die Unterschrift unter den neuen Vertrag.
Sport ist wert(e)voll „Der VSS stellt das kommende Jahr unter das Motto „Sport ist wert(e)voll“, das trifft im besonderen Maße auch auf die Zusammenarbeit mit Raiffeisen zu“, fand VSS-Obmann Günther Andergassen passende Worte. „Raiffeisen und der VSS vertreten dieselben Werte. Wir bauen auf eine solide Basis, gesunde Beziehungen und auf Verlässlichkeit“, erklärte Herbert Von Leon. Für beide Seiten war die Vertragsunterzeichnung daher ein logi-
Sponsorverlängerung besiegelt: Spitzenvertreter des VSS und des Raiffeisenverbandes
scher nächster Schritt in der langjährigen Zusammenarbeit.
Jugend- und Breitensport Besonders die Förderung des Jugend- und Breitensports ist beiden ein großes Anliegen. „Es macht mir Freude, wenn ich sehe, wie alle Sportler, Trainer, Betreuer begeistert bei der Sache sind. Deswegen bin ich froh, dass wir dieses Sponsoring verlängern konnten“, so Herbert Von Leon. „Ohne die großzügige Unterstützung des Raiffeisenverbandes und der
Raiffeisenkassen wäre eine so umfangreiche Jugendförderung überhaupt nicht möglich“, bedankte sich Günther Andergassen. Der VSS ist mit rund 85.500 Aktiven der mitgliederstärkste Verband Südtirols.
Mehr Infos VSS und Raiffeisen unterzeichnen Sponsorvertrag - Video
Raiffeisen Weiterbildungskurse kursangebot
termin
ort
20.1.2016
Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn
21.1.–13.4.2016
Hotel Eberle/Bozen
12.1.2016
RIS-Schulungsraum
14.–15.1.2016
Hotel Eberle/Bozen
18.1.2016
RVS-Raiffeisensaal
19.–20.1.2016
Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn
19.–20.1.2016
RIS-Schulungsraum
raiffeisen-geldorganisation (rgo) Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit erhalten und fördern – Gesundheit beginnt im Kopf! Qualifizierung im Servicebereich
waren- und dienstleistungsgenossenschaften (wdl) Excel 2010 – Workshop Datenbank & Pivottabellen BWL CRASHKURS, GRUNDLAGEN DER BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE – Modul 2 Jährliche Auffrischung Hygiene/HACCP – KELLEREIGENOSSENSCHAFTEN Praxisorientiertes Logistikmanagement
rgo und wdl Word 2010 – Training für die Praxis I
Impressum:
Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft, Druck: Athesia Druck –
Raiffeisen Nachrichten
Ermächtigung vom Landesgericht Bozen, 13.4.1984, Nr.13/84
Mehr Informationen aus dem Raiffeisen Genossenschaftswesen: www.raiffeisen-nachrichten.it
Presserechtlich verantwortlich: Guido Steinegger, Redaktion: Thomas Hanni (Raiffeisenverband Südtirol, 0471 945454, rvs.unternehmenskommunikation@raiffeisen.it, www.raiffeisenverband.it)
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