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Nr._20_-_18.11.2005_02

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Raiffeisenverband Südtirol

Neue Produktlinie mit Apfelschnitten

Vollversammlung der VOGProducts – Positive Bilanz trotz Preisrückgang

29 Obstgenossenschaften in ganz Südtirol mit über 7 000 Obstbauern sind die Eigentümer von VOG PRODUCTS, dem Verarbeitungsbetrieb des Verbandes der Obstgenossenschaften Südtirols mit Sitz in Leifers. Aufder Jahresvollversammlung wurden das laufende Erntejahr analysiert und über neue Strategien nachgedacht.

Seit der Gründung im Jahr 1967 hat sich VOG Products laufend den Herausforderungen des Marktes gestellt. Waren es zu Beginn ca 6 000 t Äpfeln werden heuteim Jahr durchschnittlich 200 000 t Früchte verarbeitet Nach wie vor steht der Apfel im Mittelpunkt, dazu zählen seit einigen Jahren auch Birnen,Pfirsiche,Nektarinen und Kiwis zum Sortiment Die Früchte werden sorgfältig gewaschen, sortiert und

gepresst Der gewonnene Saft wird über Verdampfungsanlagen zu Fruchtsaftkonzentrat verarbeitet und den Kundenwünschen entsprechend vorbereitet Von den 29 Mitgliedsgenossenschaften wurden im Geschäftsjahr

2004/2005insgesamt 14.168

Waggon angeliefert, das sind ca 30 Prozent weniger als im Vorjahr

Frische Äpfel als

Zwischenmahlzeit

In Zusammenarbeit mit dem Verband der Obstgenossenschaften in Terlan und dem Verband der Vinschgauer Obstproduzenten (VI P) will Gasser ein neue Produkt aufden Markt werfen: geschnittene Äpfel im praktischen 60g Packungen. Die Äpfel werden vorher gewaschen, geschält, sortiert, getrocknet,behandelt und bei 4 Grad Celsius

„Wir wollen neuen Absatzkanalnutzen“

Raiffeisenverband:Die Nachfrage an säurebetonten Äpfeln steigt Weshalb?

Obmann Franz Varesco:Die Nachfrage nach säurebetonten Äpfeln steigt, da für die Herstellung eines guten Apfelsaftes eben diese Äpfel unbedingt notwendig sind. Jedoch sind alte Sorten mit höherer Säure und Streuobst generell rückläufig. Des Weiteren steigen auch Länder wie Polen, welche bisher eher säurebetonte Äpfel angebaut haben,auf Apfelsorten mit niedrigerer Säure um. VOG PRODUCTS produziert u a saure Apfelsäfte aus den Sorten

Granny Smith,Cripps Pink und Braeburn.

Sie haben erstmals nach Polen ex-

portiert Ist der Osten Europas ein

Zukunftsmarkt?

Es ist vorstellbar, dass in Zukunft der Export nach Polen ein Teil unseres Geschäfts sein wird, genauso wie der Import von säurebetonten Konzentraten aus Polen für uns von Interesse sein könnte.

Sie wollen ein neues Produkt, nämlich Apfelschnitten,aufden

Markt werfen. Weshalb glauben sie daran?

Die Einführung der frischen

Apfelschnitten stellen für die Südtiroler Obstwirtschaft einen zusätzlichen Absatzkanalim Frischbereichdar. Des Weiteren sind dieseinnovativen Produktefür die Südtiroler Bauern und letztendlich

Eigentümer der VOG PRODUCTS aus der Sicht der Wertschöpfung interessant Interview:Stefan Nicolini

wollen ein neues Produkt aufden Markt werfen.

gelagert. Die Haltbarkeit sollte ca zwei Wochen garantiert sein.

Die Frage von Vertrieb und Logistik stehen nochoffen.

Umsatzsteigerung

Die VOG erzielteim Berichtsjahr einen Umsatz von 30,4 Mio. Euro, einem Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr Obwohl der Markt immer stärker wird und die Anbieter aus Osteuropa und Asien immer stärker aufden europäischen Markt drängen, konnte sichdie VOG Products im internationalen Vergleich behaupten. „Innovationskraft, eine gut durchdachte Verkaufspolitik, sowie motivierte Mitarbeiter sind in solchen Zeiten äußerst wichtig“, meinte Varesco. Durchdie Produktion von Spezialkonzentraten und neuen Produktvarianten konnteder Betrieb den Wettbewerbsdruckentgegenwirken.

Preisrückgang

Die Auszahlungspreiseerlitten im Vergleich zum Vorjahr einen

Rückgang. Für die Williams wurden 27 Eurocent/Kg(im Vorjahr 30) ausbezahlt, für Schäläpfel 16

Eurocent/Kg(2004: 20), für Musware9,5 Eurocent/Kg(2004:

10), für Saftäpfel Sortenrein 8

Eurocent/Kg, für Saftäpfel 6,5

Eurocent/Kg(2004: 8). Für BioSaftäpfel wurden 14

Eurocent/Kg ausbezahlt, für Musäpfel 33 Eurocent/KG und für Schäläpfel 47 Eurocent/Kg. Die Preisefür Schälprodukte erholen sichnur langsam, da noch alte Bestände am Markt angeboten werden, sagte Varesco. Inzwischen konntedas neue Schälwerkfür Golden Delicious in Leifers gebaut und die Maschinen installiert werden, wie Geschäftsführer Klaus Gasser anhand einiger Lichtbilder ausführte. Die ehrgeizigen Pläne des Geschäftsführers gehen aber noch weiter

Anlieferungsmengen der letzten 10 Jahre(in Waggon)

Obmann Franz Varesco und Geschäftsführer Klaus Gasser

Banken ersticken an Überreglementierung

Herbsttagung der IGA in Innsbruck– Förderpreis erstmals vergeben

Die Bankenwelt stöhnt. Immer neue Reglementierungen im Bereichder Bankenaufsicht kommen auf sie zu. Über deren

Nutzen,Sinnhaftigkeit und Kosten wurde aufder Tagung des Instituts für Genossenschaftsforschung im Alpenraum(IGA) intensiv diskutiert Dabei wurde ausdrücklich aufdie Gefahren für die Entwicklung der sozialen Marktwirtschaft hingewiesen.

Weltweit gibt es eine unheilige Allianz der Bürokraten“, brachtees Arnulf

Perkounigg,Direktor des Raiffeisenverbandes Tirol aufden

Punkt, der als Gastgeber die Tagung in den Raiffeisensälen in Innsbruckleitete. Die Kosten der Überregulierung lagen in Österreichim vergangenen Jahr bei 220 Mio. Euro, das entspricht 2,7 Prozent der Betriebskosten aller Bankanstalten zusammen. Einerseits sei eine verschärfte Kontrolle der Finanzflüsseim Zeichen des verstärkten internationalen Terrorismus verständlich,andererseits sei die Unabhängigkeit der Regionalbanken in Gefahr, meinte Perkounigg.

Grenzeerreicht

Manfred Url,Vorstandsdirektor der Raiffeisenzentralbank Österreich, wünschte sichmehr Vertrauen in die Selbstregulierungsmechanismen der Branche. „Die Grenzen einer Regulierung müssen definiert und beachtet werden“, meinte Url. Neben der Umsetzung der neuen Richtlinien Basel II, stellt die Umstellung der Rechnungslegung aufdas IAS –System (International Accounting Standards) die Genossenschaftsbanken vor große Schwierigkeiten.

Die EU hat sichfür die IAS/IFRS als einheitliche Rechnungslegungsnormen entschieden. Indiesen Standards werden Regeln zur externen Berichterstattung von Unternehmen aufgestellt. Dabei ist eine Übergangsfrist bis Anfang 2007 für zwei Gruppen von kapitalmarktnotierten Unternehmen vorgesehen:Erstens international

agierende Unternehmen, die bisher die Notierung ander USamerikanischen Börse anwenden; zweitens Unternehmen, die lediglichmit Schuldtiteln am Kapitalmarkt notiert sind. Indiese Gruppe fallen alle Genossenschaftsbanken wie die Raiffeisenkassen und Volksbanken. Bernd Spohn,Vorstandsdirektor des Österreichischen Genossenschaftsverbandes, sieht in der Einführung der neuen Reglementierung keinen Vorteil für die Genossenschaftsbanken.

„Diese Reglementierungsnormen überfordernden Mittelstand. Sie sollten nur für kapitalmarktorientierte Unternehmen angewandt werden“, unterstrich Spohn.

In Italien bereits Pflicht

In Italien wie auchinden balti schen Staaten wirddie neue Reglementierungsnorm bereits im kommenden Jahr für alle Finanzdienstleister verbindlich eingeführt. Bei der Podiumsdiskussion,ander auch Anton Kosta, Direktor der Raiffeisenkasse Bruneck, teilnahm, forderte Paul Gasser,Vizedirektor des Raiffeisenverbandes, eine ver-

Podiumsdiskussion ander IGA-Tagung in den Raiffeisensälen

stärkte Lobby-Arbeit aufeuropäi-

scher Ebene, umdie spezifischen Eigenheiten von ver-

gleichbaren regionalen Kleinbanken den Entscheidungsträgern zu erklären.

Unternehmensberater erhält Förderpreis

Am Ende der Tagung wurde dem Unternehmensberater Sebastian Told der Förderpreis der IGA in Höhe von 3.500 Euro verliehen. Told hattein seiner Dissertation ander Universität Innsbruckdas Millieu in Genossenschaftsbanken in Zusammenhang mit den Prozessen und mit der Organisation bei Fusionen studiert Told habe ein gut lesbares und teilweise unterhaltsames Werkhingelegt, meinte Univ. Prof. Dr. Rudolf Steckel (Universität Innsbruck) in seiner Preisrede. Told bedankte sich bei den Vorstand der IGA aufs Herzlichste.

Neues Gemeindehaus in Percha eröffnet

Im Rahmen einer kleinen Feier wurde Ende Oktober das neu gestaltete Gemeindehaus von Percha seiner Bestimmung übergeben. Auchdie Raiffeisenkasseerstrahlt in neuem Lichte.

Ineiner ersten Bauphase wurde das Gemeindeamt renoviert, in einem zweiten Schritt das Erdgeschoß erneuert Neben den Gemeindeämter sind im Erdgeschoss das Postamt, ein Fußpflegeraum und der Bankschalter der Raiffeisenkasse Bruneck untergebracht. Bürgermeister Joachim Reinalter freute sich über die gelungenen Arbeiten. Er bedankte sich bei den Technikern,Grafikern und Handwerkern, die für den reibungslosen Einsatz verantwortlich waren. Gleichzeitig bedankteer sich bei der Bevölkerung für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit Während

H einri c h

R en z le r , Ob m a nn der Raiffeisenk a sse

B rune c k , in seinen

Kurreferat die wechs el v olle

Geschichteder Raiffeisenkassein

Percha skizz ie rt e , zeigte sich

Neues Gemeindehaus in Percha mit Mehrfachfunktion

Verbandsdirektor Konrad Palla in seinem Statement erfreut

über die neuen Räumlichkeiten. Zu dieser Feierstunde konnte Bürgermeister Joachim

Reinalter auch Verbandsobmann Heiner Nicolussi-Leck,

Geschäftsführer Anton Kosta so-

wie u a Altbürgermeister Gottfried Niederwolfsgruber begrüßen. Die neuen Räumlichkeiten wurden von Ortspfarrer Viktor Plaikner gesegnet Der Umbau des Dachgeschosses als dritte Bauphasemuss nochin Angriff genommen werden.

Innsbruck.

Kartoffelpreisein Europa im Keller

Vollversammlung der Saatbaugenossenschaft – Leichte Erholung erkennbar

Die Saatbaugenossenschaft in Bruneckkonnte aufder Ende Oktober abgehaltenen Vollversammlung ihren Mitgliedernnur Mut zusprechen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: in nahezu allen Erntelinien gab es im Erntejahr 2004einen markanten Preissturz Für die heurige Ernteist man vorsichtig optimistisch.

Ich bin schon 30 Jahreim Verwaltungsrat aber so schlimm wie im vergangenen Jahr war es nochnie“, sagte Obmann Anton Kronbichler zur Eröffnung der Vollversammlung der Saatbaugenossenschaft in Dietenheim. Von den 137 Mitgliedsbauern bauen 89 Saat- und Speisekartoffeln an, 25 Speiserohnen, vier Mitglieder Blumenkohl, weitere vier Kopfkohl, drei Radicchio und ein Mitglied Knollensellerie.

Überproduktion 2004

Die europaweite Überproduktion machte auchden Pusterer Kartoffelbauern zu schaffen. Die gesamtein Europaangelieferte

Menge der Ernte 2004 betrug

5.6768.170 kg, das war ein Zuwachs von knapp 15 Prozent Wie im Jahr zuvor wurden

Speisekartoffeln

aus Deutschland und Frankreich zu Schleuderpreisen in Italien abgesetzt Der durchschnittliche Ausz a hl u ng s p r ei s ging markant zurück und lag bei 0,1472 Eurojekg; das entspricht einem Preisrückgang von 37 Prozent.„Wir konnten nocheinen akzeptablen Preis erzielen, aber die Bauernin SchleswigHolstein zum Beispiel haben Verlustegeschrieben“, erinnerte

Obmannstellv Anton Mairhofer

wurde. Am Ende lagder Auszahlungspreis bei 0,1318 Eurojekg (- 23 Prozent). Die Knollensellerie, die von einem Mitgliedsbauer aufeinem Hektar angepflanzt wirderfuhr einen um82 Prozent erhöhten Durchschnittsertrag und einen um 67 Prozent gesunkenen Auszahlungspreis.

Zum vierten Mal wurde im Ern-

Geschäftsführer Daniel Felder: „Wir sind vom Marktpreis abhängig“

Geschäftsführer Andreas Felder die Mitglieder. Bei den Rohnen (Anbaufläche 48 Hektar) stieg die Anlieferungsmenge um8 Prozent, obwohl die Anbaufläche um14 Prozent reduziert

tejahr 2004

auch Blumenkohl von vier

M itgliedern

angebaut und über die Genossenschaft verm a rktet

Sowohl der

Durchschnittsertrag von 28.512 kg je Hektar (- 24 Prozent) als

auchder durchschnitt-

liche Auszahl u ng s p r ei s mussten einen Rückgang erfahren (- 51 Prozent).

Ernte 2005geringer

Die heurige Ernteist laut Geschäftsführer Felder vom Anbau her betrachtet im Pustertalein sehr gutes Jahr Inder alten EU der 15 Mitgliedsstaaten liegt die Ernte bei 43,5 Mio. Tonnen, das sind um9 Prozent weniger als im vergangenen Rekordjahr Inder auf 25 Staaten erweiterten

EU liegt die Erntemenge bei 61,5 Mio. Tonnen (- 6,5 Prozent). Die Erntemenge der Saatbaugenossenschaft liegt heuer bei 512 Waggon, was einem Rückgang von knapp 10 Prozent entspricht.

Geschäftsführer Felder setzt weiterhin aufdie bewährte Vermarktungsschiene, die praktische 5kg-Tragtasche. „Damit heben wir uns von den

Konkurrenten ab und werden wahrgenommen“, meint Felder Helmut Scartezzini, Amtsdirektor im Landesamt für Obst- und Weinbau, erinnertein seinen Grußworten daran, dass die Kartoffel in der EU keiner Marktregelung unterworfen sei, die La nde sr egie ru ng aber begleitende Maßnahmen bei der Förderung des Kartoffelanbaus einsetzt

Neuer

Verwaltungsrat Im Rahmen der Vollversammlung fanden auchdie Neuwahlen des Verwaltungsrates statt Anton Kronbichler wurde von der Vollversammlung mit überwältigender Mehrheit als Obmann bestätigt Im Verwaltungsrat sind weiters Anton Mairhofer (Obmannstv.),Andreas Huber,Josef Kronbichler,Paul Mairvongroßpeinten,Martin Felder,Alessandro Casarotto,Reinhold Huber,Arthur Aichner

Neue Garantiegenossenschaft „Confidi“in Trient gegründet

Am14. November wurde in Trient die neue Genossenschaft „Confidi"gegründet Sie ist eine Genossenschaft zweiten Grades und fungiert als Dachorganisation der Garantiegenossenschaften der Region Trentino–Südtirol.

„Damit werden die lokalen Ressourcen besser genutzt und die Unternehmen stärker gefördert“, meinte LuisaGnecchi,Landesrätin für das Genossenschaftswesen in einer ersten Reaktion. Ziel der neu gegründeten Garantiegenossenschaft ist es, die einzelnen

Sektoren der regionalen Wirtschaft besser zu unterstützen und den davon abhängenden Unternehmen mehr Sicherheit zu gewähren.

"Zum anderen stellt die neue Dachorganisation aber auch sicher, dass die Pflichtbeiträge der Garantiegenossenschaften nicht wie vorgesehen aneinen staatlichen Fonds abfließen, sonderninder Region verbleiben“, erklärte Gnecchi.

Dem zehnköpfigen Verwaltungsrat gehören je vier Vertreter der provinzialen Garantiegenossenschaften an, sowie je ein Vertreter der Landesregierung. Den Vorsitz führt für die ersten drei Jahre Umberto Gambarotta."Die erste Aufgabedes neuen Verwaltungsrates ist es die Richtlinien der Förderung zu erstellen und die Aufteilung der Mittel aufdie beiden Länder durchzuführen", sagte der zuständige Abteilungsdirektor und Vorstandsmitglied Maurizio Bergamini Riccobon Die Region stellt der neuen Garantiegenossenschaft ein Startkapital von 500 000 Euro zur Verfügung.

,Obmann Anton Kronbichler,Geschäftsführer Daniel Felder bei der Vollversammlung in Dietenheim.

Bankkaufmann und Bankkauffrau auchin Italien

Neuerungen für Bankangestellte– Änderung des Lehrlingsgesetzes

Am 27. September wurde der gesamtstaatliche Kollektivvertragfür die Beschäftigten im Bankensektor erneuert. Neu eingeführt wurde das Berufsbild „Bankkaufmann/frau“, das in anderen Staaten schon lange besteht. Dazu muss aber das Lehrlingsgesetzes geändert werden. Über das Wie ist man sich nochnicht einig.

Verhandlungen bis in die frühen Morgenstunden waren vorausgegangen, bis sichdie Sozialpartner in Rom Ende September aufein gemeinsames Papier einigen konnten. Am 20 Oktober 2005 wurde dann ein gewerkschaftliches Abkommen auflokaler Ebene unterzeichnet, das den lokalen Eigenheiten Rechnung trägt Beim gesamtstaatlichen Vertrag war man bestrebt, eine grundsätzliche Harmonisierung in der Behandlung aller leitenden Angestellten (quadridirettivi) herbeizuführen. Dabei wurde die Arbeitszeit der Mitarbeiter der 4. Berufsebene, 1. und 2 Gehaltsstufe jener der Mitarbeiter der 4. Berufsebene, 3 und 4. Gehaltsstufe angepasst Insofern wird nicht mehr von den durchschnittlichim Monat im Gehalt inbegriffenen 10 Mehrstunden gesprochen, sonderndavon, dass

die gehaltliche Behandlung ein gewisses Maß an Mehrarbeit beinhaltet, die immer dann zu leisten ist, wenn dies effektiv erforderlichist Diese Regelung wird ab dem Jahr 2006 zum Tragen kommen, sodass die Mehrarbeit der leitenden Angestellten der ersten beiden Gehaltsstufen des Jahres 2005nachden herkömmlichen Kriterien abgerechnet wird.

Gesetzliche

Unterschiede

Mit Erneuerung des gesamtstaatlichen Kollektivvertrages wirddas Berufsbild des Bankkaufmannes/der Bankkauffrau vorgesehen. Der Weg zu dieser beruflichen Qualifikation führt über eine mehrjährige Banklehre. Während in allen anderen italienischen Regionendas Lehrlingsgesetz eine vierjährige Lehrzeit vorsieht, sind es laut dem Landesgesetz aus dem Jahre1981 nur drei Jahre, die auchimneuen

Gesetzesentwurf beibehalten werden sollen. Das Amt für Lehrlingswesen ist nämlichim Begriffe mit den zuständigen Experten den Entwurfeines neuen Gesetzes zu erstellen. Christian Tanner, Leiter der Personalabteilung im Raiffeisenverband, konnteineiner Aussprache mit den Verantwortlichen des zuständigen Landesamtes die Vorstellungen der hiesigen Bankenwelt deponieren.

RAIFFEISEN-WEITERBILDUNGSKURSE

24.11. Allgemeine Rechtsgrundlagen (Teil 1) Kandlburg/ -25.11für Kundenberater, -betreuer und Kreditsach- Mühlbach bearbeiter

29.11. Basisausbildung für Sachbearbeiter Hotel Eberle/ Personalwesen (Folgetag) Bozen

1.12 Bankbetriebswirtschaftlicher Lehrgang Hotel Eberle/ für Führungskräfte

Bozen

5.12.- Master-Lehrgang "FA - European Financial Hotel Eberle/

6.12 Advisor"– Modul IX Bozen für Kundenberater und -betreuer

6.12.- Allgemeine Rechtsgrundlagen (Teil 2) Kandlburg/

7.12.für Kundenberater, -betreuer und Kreditsach- Mühlbach bearbeiter

6.12.- Betriebswirtschaftliche Verantwortung im Verkauf Hotel Eberle/

7.12.für Kundenberater, -betreuer Bozen

6.12 Verantwortung und Haftung für die Arbeits- Hotel Eberle/ sicherheit in Genossenschaften Bozen für Obmänner von Genossenschaften

Bei einer Informationsveranstatung erläuterten Verbandsdirektor Konrad Palla und Christian Tanner, Leiter der Personalabteilung im Raiffeisenverband, die Führungskräfteder Raiffeisenkassen den neuen Kollektivvertrag.

Die Meinungen wie die Ausbildung auszuschauen hat, gehen noch auseinander Ein Modell sieht eine innerbetriebliche Ausbildung der Bankkauf-Figur vor, die von einem Tutor betreut wird. Ein anderes Modell sieht eine externe Ausbildung vor, die mit einer Abschlussprüfung endet.„Dazu könnten die Bildungs-

strukturen in den einzelnen Bankanstalten akkreditiert werden“, meint Christian Tanner Der Raiffeisenverband wie auchdas regionale ABI-Komitee drängen aufeine baldige politische Lösung, denn im kommenden Jahr sollen die Weichen für die neue Berufsausbildung gestellt werden.

Bürokratieabbau durch Technik

Helmut Stroblmair,Leiter der Raiffeisen Informationssysteme im Raiffeisenverband: „Effizienz im Netz schaffen“

Das Europäische Forschungszentrumfür Bankwirtschaft und Informationstechnologie - FIT präsentiertekürzlichineiner Tagung am Vigiljochihreneuesten Forschungsergebnisse. Diesem Institut gehören das Institut für Bankinformatik in Regensburg (IBI research), das Institut für Management der Universität von St. Gallen, das Technologiezen-

trumder Business School von Fonteinebleau (Insead) und des Zentrumfür Finanztechnologie der Universität La Cattolica von Mailand (Cetif) an. Robert Winter,Leiter des Instituts, unterstrichdie Bedeutung von Forschung und Entwicklung in einem Unternehmen. Helmut Stroblmair,Leiter der Raiffeisen Informationssysteme im Raiffeisenverband, wies in seinem Referat daraufhin, dass die Gefahr, die Unternehmen zunehmend ausgesetzt sind, in der Komplexität der Abläufe zu finden sind. Stroblmair sieht die Lösung im Netz und in der Schaffung differenzierter Einheiten, in der die Wertschöpfungsketteerkennbar wird.

Die Raiffeisen Informationssysteme, die dieses Meeting organisiert haben,arbeiten bereits seit geraumer Zeit mit dem europäischen Forschungszentrum FIT und den daran beteiligten Instituten erfolgreich zusammen.

@raiffeisen.it Verantwortlicher Leiter: D

Internetadresse: www raiffeisen.it/mitteilungen

ndwirt Redaktion und Gestaltung: Dienststelle für Presse und Öffentli

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