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Sonderdruck aus „Der Landwirt“ Nr. 14 vom 31. Juli 2009 Suppl. S.I.A.P. 50%

Mehr Energieeffizienz für Südtirol

Pressekonferenz der KlimaHaus Agentur mit Raiffeisen – Konvention unterzeichnet

Der Raiffeisenverband und die KlimaHaus Agentur haben im Rahmen einer Pressekonferenz Mitte Juli in Bozen eine Konvention unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist die nachhaltige Senkung der Energieausgaben für Privathaushalte und kleine bzw. mittlere Unternehmen. Erreicht werden soll dies durch die gezielte Beratung und Energieanalyse bei Sanierungen und Bauvorhaben.

Wegen der hohen Energiepreise versuchen auch in Südtirol immer mehr

Menschen ihre Energiekosten zu reduzieren. Energiesparen ist angesagt. Hier setzt die neue Kooperation zwischen Raiffeisen und KlimaHaus Agentur an. Diese wurde am Dach des Landhauses für Raumordnung, Umwelt und Energie unterzeichnet.

Bausubstanz

Denn es besteht Handlungsbedarf: 150.000 Häuser und Wohnungen in Südtirol stammen aus den 70er-Jahren und weisen eine schlechte Bausubstanz auf. „Der durchschnittliche Energiever-

brauch liegt im Land noch bei 21 Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr“, sagte Norbert Lantschner, Direktor der KlimaHaus Agentur bei der Pressekonferenz. Ein Ziel sei es, diese Häuser auf KlimahausStandard zu bringen und deren Energieverbrauch um 70 bis 90 Prozent zu senken. Hier besteht im Bereich der energetischen Sanierung ein großes Potential.

Umfassende Beratung

Die Konvention ermöglicht es Personen, die ihre Wohnung bzw. ihr Haus sanieren oder Maßnahmen zur Energieeinsparung treffen wollen, über die Raiffeisenkassen eine umfassende Energieberatung in Anspruch zu nehmen. Energieberater und Experten der KlimaHaus Agentur führen einen GebäudeEnergiecheck durch, der energetische Schwachstellen der Immobilie aufzeigt. Sie informieren über geeignete Bau- und Modernisierungsmaßnahmen und wie hoch die dafür notwendige Investitionssumme ist.

Energie sparen

„Energieeinsparung ist ein Gebot der Stunde und dazu braucht es eine breit angelegte und effiziente Energieberatung“, sagte Landesrat Michl Laimer. Die Raiffeisenkassen mit ihrer kapillaren Struktur im ganzen Land bezeichnete Laimer dafür als wichtige und geeignete Partner. „Wir wollen im Netzwerk mit der KlimaHaus Agentur und dem Raiffeisen Energieverband Ansprechpartner im Energiebereich für unsere Kunden sein“, sagte Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes. Gasser sieht in der Konvention auch einen wichtigen Beitrag für die lokale Bauwirtschaft, um in der schwierigen Wirtschaftssituation die Auftragslage der Unternehmen anzukurbeln.

Beratungsleistung

Die Leistungen der Raiffeisenkassen bestehen in einem Gebäude-Energiecheck durch Energieberater und in einer Fi-

nanzierungsberatung durch den Raiffeisen-Experten.

In Zusammenarbeit mit Energieberatern und Experten der KlimaHaus Agentur wird ein Gebäude-Energiecheck durchgeführt, der energetische Schwachstellen der Immobilie aufzeigt. Der Energieberater informiert über konkrete Bau- und Modernisierungsmaßnahmen; er zeigt auf, wo effizient Energie eingespart werden kann und wie hoch die notwendige Investitionssumme dafür ist.

Finanzierungsberater

Der Finanzierungsberater knüpft an die Vorarbeit des Energieberaters an. Er entwickelt für alle Interessierten ein passendes Finanzierungskonzept, das individuell auf die Einsparmaßnahmen abgestimmt ist. Gleichzeitig werden die öffentliche Fördermittel und steuerlichen Vorteile sowie die sinnvollste Versicherungsform ausgelotet. „Der richtige Weg in die richtige Richtung“, sagte Lantschner.

Der Sitz der Raiffeisenkasse Tauferer-Ahrntal in Sand in Taufers wurde völlig umgestaltet. Heute entspricht er den Richtlinien eines Klimahauses der Kategorie A.
Unterzeichneten die Konvention zwischen KlimaHaus Agentur und Raiffeisen, im Bild von links: Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes, Landesrat Michl Laimer, Norbert Lantschner, Direktor der KlimaHaus Agentur.

Die Konsumgenossenschaft erneuert

Einweihung des neuen Geschäftslokals in Kastelruth – Seit 1923 im Dorfleben

Die Konsumgenossenschaft Kastelruth konnte Mitte Juni ihr neues Geschäft feierlich eröffnen. Auf nunmehr insgesamt 500 m2 werden die Waren zum Kauf angeboten.

Ein Ereignis, auf das wir lange gewartet haben, das aber nun Realität geworden ist“, meinte Obmann Karl Schieder vor den geladenen Ehrengästen und Kunden.

Die umfangreiche Produktpalette des neuen Konsum Marktes reicht von Lebensmitteln über Landwirtschaftsartikel und Futtermittel bis zu Eisenwaren und Gartenartikeln. Dabei legt die

Konsumgenossenschaft großen Wert auf den Verkauf von regionalen Produkten, Bioprodukten, Produkten aus dem fairen Handel sowie auf Südtiroler Spezialitäten. Ein absolut neues Angebot stellt der Waschmittelverkauf in loser Form dar, um unnötigen Müll zu vermeiden. „Weil wir keiner Lebensmittelkette angehören, können wir flexibel sein, auf Kundenwünsche eingehen und Waren anbiete, die es nicht überall gibt“, sagte Geschäftsführer Martin Silbernagl. Die Konsumgenossenschaft arbeitet eng mit der Metzgerei und der Bäckerei im Dorf zusammen, die mit einer Verkaufstheke im Geschäft präsent

sind. Robert Nicolussi, Revisionsdirektor im Raiffeisenverband, sprach in seinen Grußworten von einer interessanten Zusammenarbeit von zwei verschiedenen Betriebsformen mit Tradition, jener der Genossenschaft und jener des Familienbetriebes. Er wünschte der Konsumgenossenschaft Kastel-

ruth weiterhin viel Erfolg. Die Konsumgenossenschaft wurde 1923 als Sennereigenossenschaft gegründet. Nachdem die Milchbauern beschlossen hatten, ihre Milch in den Milchhof Bozen zu liefern, wurde 1977 aus der Sennereigenossenschaft eine landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft. 1982 erhielt man die Handelslizenz für alle Waren. Die Konsumgenossenschaft hat derzeit über 300 Mitglieder und 18 Angestellte. Mit dem neuen Namen Konsum Markt wurde nun eine neue Zeit eingeläutet. 

Wenig fluktuation beim Raiffeisenverband

Mitarbeitertagung im Raiffeisenhaus mit Führungskräften – Gutes Betriebsklima

Das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an ihrem Arbeitsplatz und ihre Sicherheit sind uns ein Anliegen, genauso wie eine freundliche und gesunde Arbeitsumgebung“, sagte Heiner Nicolussi-Leck, Obmann des Raiffeisenverbandes. Das ist wohl mit ein Grund dafür, dass es in den vergangenen Jahren wenig Personalwechsel gegeben hat.

Im Berichtsjahr ist die durchschnittliche Mitarbeiterzahl – unter Berücksichtigung der Umrechnung von Teilzeit- und saisonaler Beschäftigung in Vollzeitarbeit –von 213,3 Personen auf 220,5 angestiegen. Personalaufstockungen standen dabei in den Hauptabteilungen Bankwirtschaft und Raiffeisen Informationssystem an. Zu Jahresende standen 241 Personen unter Vertrag. Von den genannten

Mitarbeitern arbeiteten 29 mit Teilzeitvertrag. Mit elf Ferialjobs und vier Praktika hat der Raiffeisenverband Studentinnen und Studenten die Möglichkeit geboten, in Kontakt mit der Arbeitswelt zu treten. 30 Prozent der Mitarbeiterinnen im Verband sind Frauen. Das Durchschnittsalter aller Mitarbeiter liegt bei 40 Jahren.

Obmann Heiner Nicolussi-Leck lobte die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistete Arbeit. „Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass wir gut gewirtschaftet haben“. Die Hauptabteilungsleiter stellten ihrerseits die Schwerpunkte ihrer Arbeit bei der Mitarbeitertagung vor. Zentraler Orientierungspunkt ist

die neue strategische Ausrichtung des Verbandes, der entsprechende Maßnahmen bis 2013 vorsieht. „Der Erfolg hängt vom Einsatz eines jeden Einzelnen ab“, betonte Generaldirektor Paul Gasser in seinen Ausführungen. Die Tagung endete mit einem bekömmlichen Abendessen am Kalterer See. 

Bei der Eröffnung des neuen Geschäftslokals gab es einen großen Andrang.
Vizebürgermeister Martin Fill und Obmann Karl Schieder durchtrennten das traditionelle Band.
Die Konsumgenossenschaft in Kastelruth ist mit dem Auto leicht erreichbar.

Modernste technik im obstmagazin

Einweihungsfeier der Obstgenossenschaft CAFA in Meran – 20 Mio. Euro Kosten

In die Obstgenossenschaft CAFA Meran ist die Zukunft eingezogen. Eine neue Technologie kommt zum Einsatz, die auf der Präzision von Robotern baut und die interne Logistik völlig automatisiert. Damit wird die CAFA zu einer der modernsten Obstverarbeitungsbetriebe in Europa.

Die CAFA ist eine starke Genossenschaft mit einer großen Zukunft“, sagte Geschäftsführer Stefan Mittermair bei der Einweihungsfeier Ende Juli in der Obstgenossenschaft CAFA in Meran/ Untermais. Das gesamte Obstmagazin wurde grundlegend erneuert und den Erfordernissen eines modernen Betriebes angepasst. Eigentlich sollten die Bauarbeiten bereits im Herbst 2008 beendet sein, doch es zeigte sich, dass die interne Logistik größere Herausforderungen an die Techniker stellte als vorher angenommen. Es handelt sich dabei um die erste vollautomatisierte interne Logistik, die in einem Obstverarbeitungsbetrieb eingebaut wurde. Dazu gehören zwei neue Sortieranlagen mit insgesamt 102 Ausgängen, 12 Transport-Shuttles für den internen Warentransport und 12 Abpacklinien die für alle möglichen Verpackungsarten sind.

Hochregallager

kisten ermöglicht“, sagte Obmamn Stefan Klotzner, der sichtlich stolz auf die Vorzüge der neuen Anlage verweisen konnte. Auch Landeshauptmann Luis Durnwalder lobte die Genossenschaft durch ihre weitblickende Firmenstrategie. Landesrat Hans Berger verwies auf den immer stärker werdenden Konkurrenzdruck, der durch die großen Handelsketten erzeugt werde. Stärke und Gemeinsamkeit führten zum Ziel. Revisionsdirektor Robert Nicolussi überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Raiffeisenverbandes und hob den Innovationscharakter hervor, den die CAFA auszeichnet.

Besucherrundgang

Revisionsdirektor Robert Nicolussi überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Raiffeisenverbandes.

Was in anderen Branchen bereits erfolgreich eingeführt wurde, wagt nun auch die CAFA, nämlich den kontrollierten Zugang für Besucher. Nach den noch nötigen Sicherheitsmaßnahmen ist es interessierten Gästen und Einheimischen möglich, über einen 200 Meter langen Besucherrundgang Einsicht in das Innenleben einer Obstgenossenschaft zu bekommen. „Die Besucher bekommen einen Einblick in den gesamten Produktionsablauf“, sagte Mittermair. An den Führungen können auch Schulklassen teilnehmen. Der Parcours wird in deutscher, italienischer, englischer und spanischer Sprache angeboten.

Modernste Technik

Auf ein

einzelnen Apfels auf dessen Herkunft. Zudem bietet ein neues Verfahren die Möglichkeit, die Fruchtschalenoberfläche der Äpfel zu kartieren. Alle Äpfel laufen über einen Leuchttisch und werden dabei 50 Mal fotografiert. Die von einem Computerprogramm ausgewerteten Fotos ermöglichen eine exakte qualitative Bestimmung des jeweiligen Apfels. „Wir sind auf die kommenden Heraus-

forderungen gut vorbereitet“, meinte Obmann Klotzner. Trotz Automatisierung und dem Wegfall der Stapelfahrer wird es laut Betriebsführung keinen Stellenabbau geben. „Es gibt immer mehr Kleinverpackungen, die eine Handarbeit notwendig machen“, sagte Mittermair. Die Gesamtkosten des Umbaus belaufen sich auf 20 Mio. Euro.

obstgenossenschaft CAfA Meran in Zahlen

Mitglieder 354

Mitarbeiter 106

Netto-Anbaufläche ca. 1000 ha Erntemenge 2008 61.370 Tonnen Sortierleistung 42.000 kg/h

Bayern: Konsequenzen aus der Wirtschaftskrise

„Neuland betritt die Obstgenossenschaft auch durch die Errichtung eines Hochregallagers, das den Stellplatz für über 7500 Groß-

Die neue Sortieranlage der CAFA entspricht der IQS3-Klassifizierung und ermöglicht eine lückenlose Rückverfolgbarkeit jedes

Politik und Wirtschaft müssen endlich Konsequenzen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise ziehen und zielgerichtet handeln. Das forderte Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, auf dem 110. Verbandstag der bayerischen Genossenschaften. In einer Grundsatzrede plädierte er für zügige Veränderungen auf fünf Ebenen. Mit Blick auf den Bankenmarkt trat Götzl erstens dafür ein, dass die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells einer Bank zum zentralen Kriterium für die Beurteilung ihrer Stabilität werden müsse. Götzl: „Wachstum ohne Nachhaltigkeit ist für sich ge-

nommen noch kein Geschäftsmodell. Banken, die nicht über ein nachhaltig profitables Geschäftsmodell verfügen, haben in einer Marktwirtschaft keine Existenzberechtigung.“ Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) vereint unter seinem Dach 1118 genossenschaftliche Unternehmen mit etwa 2,7 Millionen Mitgliedern. Dazu zählen 317 bayerische Volksbanken und Raiffeisenbanken mit einer Bilanzsumme von 114,3 Milliarden Euro, 546 ländliche Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften sowie 166 gewerbliche Warenund Dienstleistungsgenossenschaften.

Glas: Landeshauptmann Luis Durnwalder, Obmann Stefan Klotzner, L-Abg. Seppl Lamprecht, Stadträtin Angelika Margesin, Geschäftsführer Stefan Mittermair
Obmann Stefan Klotzner am Rednerpult bei der Einweihungsfeier in der neuen Verarbeitungshalle der CAFA in Meran.

gute und gesunde Marillen aus dem Vinschgau Marillenernte im

Vinschgau im Gange – Normale Erträge – Guter Preis

Nach dem Katastrophenjahr 2008 können die Marillenbauern im Vinschgau heuer aufatmen. Um den 20. August werden die letzten Anlagen geerntet. Die Erntemenge liegt im Durchschnitt, die Qualität ist gut und der Auszahlungspreis ebenso.

Im vergangenen Jahr konnten nur knapp 100 Tonnen eingefahren werden. Heuer sind die Marillenbauern zufrieden:

„Wir bewegen uns auf dem Mengenniveau vom Jahr 2007, das heißt wir kommen auf 250 Tonnen bei 75 Hektar Anbaufläche“, sagt Gerhard Eberhöfer, Verkaufsleiter des Verbandes der Vinschgauer Produzenten. Der Vereinigung der Vinschgauer Marillenbauer sind

inzwischen 120 Marillenbauern beigetreten, die ihre Früchte gemeinsam vermarkten. Die Anlieferung, Sortierung, Verpackung und weitere Vermarktung der Marillen wird in den Räumlichkeiten der Obstgenossenschaft Mivor durchgeführt. Mittlerweile sind es um die 90 Prozent der im Vinschgau produzierten Marillen, die in der Genossenschaft verarbeitet werden. Dabei müssen die Marillenbauern in mehreren Durchgängen die Früchte vom Baum holen. „Die Marillen sind sehr sensibel; sie reifen nicht alle auf einmal, das bedeutet viel Arbeit während der Erntezeit“, sagt Peter Prister, erfahrener Marillenbauer in Kastelbell. Der größte Feind ist der Regen. Er beeinträchtigt die Qualität der Fürchte, die sehr rasch

Mehrfachrückstände beim Obst reduzieren

Seit nunmehr drei Jahren ist die Südtiroler Obstwirtschaft von Seiten deutscher Kunden mit der Forderung nach vertraglicher Limitierung der Rückstände von Pflanzenschutzmitteln konfrontiert. Ausgelöst durch die Kampagne von Greenpeace haben führende Kettenbetriebe ihre Anforderungen an Begrenzung der Rückstandshöchstmengen weit über die gesetzlichen Regelungen hochgeschraubt. Eine sachlich geführte Diskussion ist kaum mehr möglich. In den letzten drei Jahren haben sich die Verbände VI.P und VOG geweigert, hierzu schriftliche Garantieerklärungen abzugeben, doch inzwischen müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass sich der gesamte deutsche Lebensmitteleinzelhandel ganz klar in die gleiche Richtung bewegt. Uns ist klar, dass der integrierte Anbau nach AGRIOS sowie

die Zertifizierung nach GlobalGAP die Basis unserer Produktion ist. Wer den deutschen Markt jedoch beliefern will, kann die neuen Anforderungen der Ketten nicht ignorieren.

Der Beratungsring wird daher auf Wunsch der Vermarktungsorganisation VI.P und VOG spezifische Empfehlungen erarbeiten und über Rundschreiben bekannt machen, damit das Obst bei Einlagerung die geringst mögliche Anzahl an Mehrfachrückständen aufweisen wird. Aber es bleibt immer unser oberstes Prinzip, die legitimen Interessen der Produzenten nach Schutz der Kulturen und einer gesunden Lagerqualität zu verteidigen.

Sepp Wielander, Direktor der Vinschgauer Obstproduzenten (Kurzfassung des Artikels aus: VI.P Blick, 2/2009)

Raiffeisenverband Südtirol–Mitteilungen–Impressum

braune Flecken bekommen und dann für die Zubereitung von Marmelade Verwendung finden. Anfang Juli wurden bereits die ersten Marillen der Sorte Orange Red in den tiefen Lagen um Naturns auf 500 Meter Seehöhe geerntet. Die besten Lagen liegen auf der Nörderseite, erklärt Eberhöfer, da hier die Marillenbäume im Frühjahr erst dann zum Blühen beginnen, wenn die Frostgefahr gebannt ist. 80 Prozent der Anbaufläche stellt

Marillenbauer

Peter Prister ist mit der heurigen Marillenernte zufrieden.

die klassische Vinschger Marille, die einzig und allein im Vinschgau beheimatet ist. 20 Prozent fallen auf die neuen Sorten wie Orange Red, Hargrand oder Gold Rich. Obwohl heuer eine größere Menge zur Verfügung steht, wurde die Marille zum selben Preis verkauft wie im vergangenen Jahr: 2,70 Euro die erste Qualität und 2,20 die B-Ware. „Die Nachfrage ist nach wie vor groß, was den Preis rechtfertigt“, meint Eberhöfer. 

Südtiroler Weine stellen top-Qualität

Der neue FalstaffWeinguide 2009/2010 für Österreich und Südtirol ist erschienen. Über 3000 aktuelle Weine sind im neuen Guide verkostet und bewertet, über 600 davon ausführlich beschrieben; 460 Weingüter porträtiert und klassifiziert. Aus Südtirol sind 31 Weingüter und Weinkellereien vertreten und rund 250 Weine aus den aktuellen Jahrgängen 2008 bis 2005 angeführt. Die Bewertung der Weine wurde von Falstaff Italien-Redakteur Othmar Kiem nach dem internationalen 100-Punkte-System durchgeführt. 75 Weine erhielten eine Bewertung von 90 Punkten oder mehr und zählen damit zu den herausragenden Weinen. Mit jeweils 94 Punkten sind

es drei Weißweine, die die Rangliste anführen. „Beleg dafür, dass Südtirol immer mehr zu einem Spitzenweinbaugebiet im Bereich der Weißweine wird“, sagte Kiem. Den mit 94 Punkten besten Chardonnay (Jahrgang 1997) stellt die Kellereigenossenschaft Terlan. Bei den Süßweinen liegt der Goldmuskateller Serenade Passito 2006 der Kellereigenossenschaft Kaltern voran. Der beste Rotwein ist der Lagrein Riserva Abtei Muri 2006 der Klosterkellerei MuriGries. Die besten Produzenten sind Weingut Alois Lageder Tòr Löwengang, Margreid, das Weingut J. Hofstätter, Tramin, die Kellerei St. Michael-Eppan, Eppan und die Kellerei Terlan.

Redaktion und gestaltung: Dienststelle für Presse und Öffentlichkeitsarbeit im Raiffeisenverband, Tel. 0471 945453, Fax 0471 970228, E-Mail: rvs-presse@raiffeisen.it

Verantwortlicher Leiter: Dr. Stefan Nicolini; Redaktion: Mag. Thomas Hanni; fotos: Archiv Internetadresse: www.raiffeisen.it/raiffeisenverband

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