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Jahresbericht 2001

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Raiffeisenverband Südtirol Gen.m.b.H.

Jahresbericht 2001 Der Raiffeisenverband Südtirol beehrt sich, Ihnen den Jahresbericht 2001 zu überreichen


JAHRESBERICHT 2001

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Schlernmassiv von Westen: Santner, Euringer Spitze und

2002 Jahr der Berge

Schlern

Mont’Agner Palagruppe, Nordkante

Heiligkreuzkofelgruppe

Langkofelgruppe: Langkofelspitze, Fünffinger, Grohmannspitze, Innerkoflerturm, Plattkofel

Gampenspitze, Gampenpass

Pflerscher Tribulaun, Alpenhauptkamm

Ortlergruppe

Rosengarten

Die Vereinten Nationen haben es so benannt, - im Wissen um ihre Bedeutung als Lebensraum und elementarer Bestandteil in der globalen Beschaffenheit der Erde. Im Streben des wirtschaftenden Menschen nach neuen Grenzen sind die Berge in den Mittelpunkt seines Wirkens gerückt. Schon werden die ersten Mahnrufe laut: die Berge müssen Raum intakten Lebens bleiben, eine Quelle des Wachstums in vertretbaren Maßen. Südtirol liegt eingebettet zwischen Gipfeln und Tälern. Das Leben in den Bergen hat die Menschen geformt, hat sie gelehrt nach ihren Gesetzen zu handeln und den Missbrauch zu zügeln. Es hat sie auch gelehrt, sich gegenseitig zu helfen in Raiffeisens Genossenschaften, um auch in unwirtlichen Regionen die Arbeit der Hände fruchtbar zu machen. So schufen sich die Menschen bescheidenen Reichtum in den Grenzen maßvollen Wachstums. Die Eintracht mit den Bergen muss oberstes Gebot sein, ihre Schönheit unser Auftrag im Wandel der Zeit.


Inhaltsverzeichnis

Organe des Verbandes ...............................................................................................................................................................................................8 Verbandsleitung ................................................................................................................................................................................................................9 Aufbau der Südtiroler Raiffeisenorganisation..........................................................................................................................10 Mitgliedschaften und Beteiligungen des Raiffeisenverbandes............................................................................11 Raiffeisen-Ehrennadel .............................................................................................................................................................................................12

I II III

IV V

VI

VII

Vorwort .............................................................................................................................................................................................................15 Allgemeines aus der Verbandsarbeit ....................................................................................................................21 Genossenschaftsüberwachung.........................................................................................................................................34 Die Serviceleistungen des Verbandes ..................................................................................................................40 1. Leistungspaket für die Raiffeisen-Geldorganisation der Hauptabteilung Raiffeisenkassen................................................................................................42 2. Leistungen, die auf alle Mitgliedsgenossenschaften ausgerichtet sind ..........................................................................................................................................................48 3. Informations- und Datenverarbeitung (I&DV) Raiffeisen-Informations-Systeme R.I.S. .......................................................................................55 4. Bildungsveranstaltungen ...................................................................................................................................58 5. Sonstige Tätigkeiten ...............................................................................................................................................60 Ausblick auf das laufende Jahr 2002 .......................................................................................................................62 Die Raiffeisen-Genossenschaften in Zahlen und Bildern im Jahr 2001 ........................................................................................................................64 1. Raiffeisenkassen ............................................................................................................................................................68 2. Obstgenossenschaften...........................................................................................................................................73 3. Kellereigenossenschaften..................................................................................................................................77 4. Milchhöfe/Sennereigenossenschaften und Viehwirtschaftsgenossenschaften..............................................................................................80 5. Landwirtschaftliche Bezugsund Konsumgenossenschaften..................................................................................................................85 6. Energiegenossenschaften ..................................................................................................................................88 7. Trinkwasser- und Beregnungsgenossenschaften ...............................................................91 8. Wohnbaugenossenschaften............................................................................................................................91 9. Kindergartengenossenschaften und Kulturheime............................................................92 10. Sonstige Genossenschaften............................................................................................................................92 11. Soziale Genossenschaften ................................................................................................................................94 12. Genossenschaftsverbände/Konsortien.............................................................................................94 13. Körperschaften ohne Revisionspflicht.............................................................................................95 Bilanz .............................................................................................................................................................................................................96 1. Bilanz zum 31.12.2001 .......................................................................................................................................98 2. Ergänzender Bericht zur Bilanz ...........................................................................................................101 3. Bericht des Aufsichtsrates............................................................................................................................106 Bilanzen der kontrollierten Gesellschaften .............................................................................................110 Raiffeisen Versicherungsdienst Ges.m.b.H. ........................................................................112 ZENFOR A.G. "Mutualitätsfonds"................................................................................................114

JAHRESBERICHT 2001

Inhaltsverzeichnis

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S ü dt i r o l i n Z a h l e n

Südtirol in Zahlen

Bevölkerung:

ca. 460.600

Sprachgruppen: 68% Deutsch 28% Italienisch 4% Ladinisch

Landesfläche: 7.400 qkm Landwirtschaftlich genutzte Fläche: 36,8% Wald: 39,3% Betrieblich nicht genutzte land- und forstwirtschaftliche Fläche: 1,7% Unproduktive Fläche: 22,2%


S ü dt i r o l i n Z a h l e n

JAHRESBERICHT 2001

Wirtschaftsbereiche: Landwirtschaft: 11% Erwerbstätige Produzierendes Gewerbe: 26% Erwerbstätige Dienstleistungen: 63% Erwerbstätige Bruttosozialprodukt: 9,0 Mrd. Euro Wirtschaftswachstum: 2,9% Importvolumen: 1.900 Mio. Euro (+5%) Exportvolumen: 1.655 Mio. Euro (+2,7%)

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Inflationsrate: 2,5% Beschäftigung: 215.000 Arbeitslosenrate: 2,1%

Quelle: Landesinstitut für Statistik ASTAT, Handelskammer Bozen


Organe des Verbandes

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Organe des Verbandes (Triennium 2000 - 2003)

Vorstand Baron Carl Eyrl, Terlan Matthias Josef Gamper, Algund Manfred Leiner, Marling Karl Dietl, Schlanders Karl Innerhofer, Lana Konrad Mathà, Andrian Erich Ohrwalder, Schlanders Florian Murr, Sarntal Alfons Pezzei, Corvara Heinrich Renzler, Rasen/Antholz Josef Telfser, Kastelbell Franz Wilhelm Tell, Kurtinig Erich Überbacher, Natz/Schabs Franz Varesco, Montan Gottfried Vigl, Naturns

Obmann Vizeobmann Vizeobmann

Vollzugsausschuss Baron Carl Eyrl Matthias Josef Gamper Manfred Leiner Erich Ohrwalder Heinrich Renzler

Aufsichtsrat Heiner Nicolussi-Leck, Pfalze Michael Grüner, Schnals Anton Pichler, Deutschnofen Georg Mayr, Ritten Josef Weger, Leifers

Vorsitzender eff. Aufsichtsrat eff. Aufsichtsrat Ersatzrat Ersatzrat


Verbandsleitung

Generaldirektion: Verbandsdirektor: Konrad Palla Vizedirektoren: Robert Nicolussi Paul Gasser

Hauptabteilung Genossenschaftsüberwachung: (Revision, Bilanzabschlussprüfungen) Robert Nicolussi

Hauptabteilung Raiffeisenkassen: (Banktechnische und bankwirtschaftliche Beratung und Betreuung, Unternehmensberatung und Marketing sowie verschiedene Dienste für Raiffeisenkassen) Paul Gasser

Hauptabteilung Fachberatung: - Allgemeines Recht: Alois Zelger - Steuerrecht: Herbert Oberkalmsteiner - Arbeitsrecht und Lohnverwaltung: Christian Tanner

Hauptabteilung Raiffeisen-Informations-Systeme (R.I.S.): Helmut Stroblmair

Abteilung Bildungswesen: Willy Gamper

JAHRESBERICHT 2001

Verbandsleitung

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A u f b a u d e r S ü dt i r o l e r R a i f f e i s e n o r g a n i s at i o n

JAHRESBERICHT 2001

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Aufbau der Südtiroler Raiffeisenorganisation Stand 31.12.2001


Mitgliedschaften und Beteiligungen

zum 31.12.2001

JAHRESBERICHT 2001

Mitgliedschaften und Beteiligungen des Raiffeisenverbandes

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Raiffeisen-Ehrennadel

JAHRESBERICHT 2001

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Raiffeisen-Ehrennadel

Die Raiffeisen-Ehrennadel wird vom Vorstand des Raiffeisenverbandes Südtirol im Sinne des Art. 3 Buchstabe a) Punkt 16 des Statuts verliehen, der folgenden Wortlaut hat: „die Stiftung sowie Verleihung von Ehrenzeichen an Personen, die sich um die Errichtung oder Führung von Genossenschaften oder aber um die Förderung oder Entwicklung des Genossenschaftswesens besondere Verdienste erworben haben“

Wir gratulieren unseren Geehrten Für ihre genossenschaftlichen Verdienste erhielten im Jahr 2001 die Ehrennadel in

Silber Alois Jäger, Dorf Tirol Hubert Pohl, Kastelbell/Tschars Heinrich Renzler, Rasen/Antholz Norbert Schönweger, Bozen

Bronze Emil Burger, Vahrn Karl v. Dellemann, Tisens Oswald Galler, St. Lorenzen Johann Gander, Prad a. St. Mathias Prugger, Prad. a. St.

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Die Raiffeisen-Ehrennadel

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Vorwort Das Jahr 2001: Ein Jahr, das Geschichte machen wird

Im Jahr 2001 sind die Koordinaten der Politik, Wirtschaft und Kultur auf eine Weise verschoben worden, wie das seit Jahrzehnten nicht mehr der Fall war. Wenn Wirtschaftsorganisationen oder Unternehmen Bilanz ziehen, wie wir dies heute tun, so gilt es, neben der Vorlage der Rechnungsergebnisse auch kurz zu skizzieren, unter welchen Rahmenbedingungen gearbeitet werden konnte oder musste. Die markantesten Ereignisse des abgelaufenen Jahres hatten weltweite Dimensionen und zumindest am Rande waren sie auch dort spürbar, wo die Raiffeisenorganisation unseres Landes ihre Aufgaben zu verrichten hatte. Es waren auch für uns spürbare Ereignisse, so vor allem was die Indikatoren der Wirtschaft angeht. Dabei war es einmal mehr die Konjunkturflaute der Vereinigten Staaten Amerikas, in deren Sog die Wirtschaft weltweit geraten war. Einem Amerika, am Rande der Rezession, wurde zudem durch die Terroranschläge vom 11. September in New York und Washington eine weitere Wunde zugefügt, die vorerst kaum zu heilen schien. Europa war geschüttelt von einer epochalen Krise in der Landwirtschaft, als Folge des Rinderwahnsinns und der Maul- und Klauenseuche,

und dies, wie auch die Ereignisse in Amerika, hatte zu großen Verunsicherungen im Konsumentenverhalten geführt. Das wirtschaftliche Debakel Argentiniens hatte überdies Auswirkungen, die nicht nur auf das Land begrenzt blieben und auch Japan kam aus seiner Rezessionsphase nicht heraus. Das politische Bild wurde neu gezeichnet und unvorstellbare Allianzen wurden geschlossen, um gegen einen neuen Feind anzutreten, der schwer auszumachen ist, sich aber im weltweiten Terrorismus kundtut. Bedauerlicherweise traten dabei die Klüfte auf kulturellem Gebiet zwischen Abendland bzw. den westlichen Demokratien und dem arabischen Raum, deutlich zutage. Das wirtschaftliche Gefüge wurde von all diesen Ereignissen weltweit stark tangiert, was insbesondere dadurch zum Ausdruck kam, dass alle wichtigen Börsen der Welt im Jahr 2001 eine negative Entwicklung hinnehmen mussten. Völlig an den Vorhersagen vorbei entwickelten sich die großen Währungen der Welt, wie der US-Dollar und der Euro. Während die Fachwelt uni-

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Verehrte Vertreter der Mitgliedsgenossenschaften!

Verbandsobmann Carl von Eyrl


Vorwort

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sono dem Dollar eine Wertminderung gegenüber anderen maßgeblichen Währungen der Welt voraussagte, war dem nicht so; er verspürte Rezession und Terrorismus höchstens am Rande und auch die Krise des amerikanischen Energieriesen Enron schien ihm nichts anzuhaben. Der Eurokurs hatte sich nur vorübergehend gegenüber dem Dollar leicht erholt und eine Aufwertung war ihm auch dann nicht beschieden, als er zu Beginn dieses Jahres physische Gestalt annahm bzw. in Umlauf gesetzt wurde. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hatte auf alle Ereignisse entschlossen und, wie es scheint, wohl auch richtig reagiert, so durch eine Serie von Zinssenkungen, wie dies kaum jemals zuvor der Fall war. Die Europäische Zentralbank sah sich in ihrer Zinspolitik der Preisstabilität äußerst verpflichtet, wenngleich wiederholte Male festgestellt werden konnte, dass die Steuerung der Kosten für das Zentralbankgeld auf den EuroKurs kaum Einfluss hatte. Das Wirtschaftswachstum der Euroländer fiel mit durchschnittlich 1,5% sehr bescheiden aus, und was besonders auffiel, war der äußerst schwache Konjunkturverlauf Deutschlands, welches als die Konjunkturlokomotive Europas schlechthin seit Jahrzehnten gilt. Das Wirtschaftswachstum von nur 0,7% dieses größten Landes im EU-Raum und eine Inflationsrate, die zu den höchsten zählt sowie ein Haushaltsdefizit, das die Grenzen des Stabilitätspaktes zu verlassen schien, dürfte das Vertrauen in die neue Gemeinschaftswährung besonders hart getroffen haben. Italiens Wirtschaft hatte vor einem neu-

en politischen Hintergrund keine schlechte Grundlage für eine Entwicklung in vorderen Rängen des Eurolandes. Mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8%, einer tendenziellen Inflation von 2,3% und einer Neuverschuldung der öffentlichen Haushalte von 1,1% sind die wesentlichen Vorgaben des EU-Stabilitätspaktes angemessen eingehalten worden und es scheint durchaus so, dass die Prämissen für eine gute zukünftige Entwicklung in den vordersten Positionen der EU-Staaten bestehen. Im vergangenen Mai hatte der MitteRechts-Block die Wahlen mit solider Mehrheit gewonnen. Die neue Regierung verfügt über eine Mehrheit im Parlament, die ein Regieren möglich macht, das auf Dauer, d. h. wohl auf die ganze Legislaturperiode, ausgelegt sein kann, was die Umsetzung von einschneidenden Reformen ermöglichen wird. Weniger Staat, Entbürokratisierung, Reformierung des Pensionssystems, Flexibilisierung des Arbeitsrechts und Vereinfachung des Steuersystems bei gleichzeitigem Zurückdrehen der Steuerschraube sind einige der Zielrichtungen, welche diese Regierung anstrebt; Teile davon sind auch schon realisiert worden.

Südtirol ist aus seiner räumlichen Dimension und Bevölkerungsanzahl im nationalen und internationalen Geschehen sicherlich eine weitgehend bedeutungslose Komponente. Dennoch ist die Position dieses Landes, als Brückenkopf zwischen zwei großen Kulturräumen, eine ganz besondere, und die Geschehnisse im nationalen und internationalen Raum waren auch bei uns wahrnehmbar, nachdem die


Vorwort

Auch das Genossenschaftswesen Südtirols geht über Funktionen der Selbstversorgung oder der Marktleistungen im lokalen Umfeld weit hinaus. So kann bei einer Apfelproduktion, die mehr als 1/10 der EU-Ernte und mehr als 1/3 der nationalen Produktion ausmacht, nur ein verschwindend kleiner Teil in unserem Land konsumiert werden. Auch die erzeugte Milch muss zu 2/3 Abnehmer außer Landes finden und die erzeugten Weine werden auch nur zur Hälfte in Südtirol verbraucht. Dazu sei bemerkt, dass die in Südtirol erzeugte Milch zu 100%, das Obst (Äpfel) zu 90% und die Trauben zu 70% von den Genossenschaften übernommen, verarbeitet und vermarktet werden. In der Geldund Kreditwirtschaft üben die Raiff-

eisenkassen zwar ihre Kernmission in der Kreditversorgung des lokalen Umfeldes aus. Die Liberalisierung der Geld- und Kreditwirtschaft und neue Technologien der Informatik haben es aber mit sich gebracht, dass bei der Veranlagung von Spargeldern Möglichkeiten auf uns zugekommen sind, die den Rahmen des Lokalen weit gesprengt haben und die weltweit Platz greifen. Auch im Zahlungsverkehr sind selbst von den kleinsten Raiffeisenkassen unseres Landes aus die Wege weltweit erschlossen. Vor diesem Hintergrund hatte das Genossenschaftswesen unseres Landes neue Wege zu beschreiten und sich mit neuen Problemen zu beschäftigen, die die weltweite Vernetzung der Informatik genauso betrafen wie etwa Fragen der Marktaufstellung, der Größenordnung und ganz allgemein des härter werdenden Wettbewerbes in einem zunehmend freieren Wirtschaftsraum.

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Außenbeziehungen unseres Landes erheblich sind, so besonders im Bereich eines stark entwickelten Tourismus.

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Vorwort

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Das wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Umfeld Südtirols war auch im Berichtsjahr ein gutes; die Stadt Bozen wurde laut Umfrage der renommierten Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 ore“ zur lebenswertesten Stadt Italiens gekürt. Dennoch kann dies, der relative Wohlstand und eine fortbestehende Vollbeschäftigung in unserem Land über viele Probleme nicht hinwegtäuschen, so auch nicht über versteckte Armut, Drogen, Alkohol u.a.m. Immerhin hatte unser Genossenschaftswesen im Großen und Ganzen einen fruchtbaren Boden, und dessen Verwurzelung, Attraktivität und Leistungsstärke hat unvermindert seinen Fortgang erfahren. Das RaiffeisenGenossenschaftswesen ist und bleibt in unserem Land ein Garant für Wohlstandsmehrung, Sicherheit, Wirtschaftsleistung und soziale Vernetzung mit außerordentlichen Perspektiven in der Zukunft. Das RaiffeisenGenossenschaftswesen ist und bleibt auch ein Leistungs- und Hoffnungsträger selbst in dieser Zeit der großen Veränderungen. Der Zuspruch ergibt sich aus einem weiteren Zuwachs der Einzelmitglieder, die bei den 320 Mitgliedsgenossenschaften des Verbandes mit 103.464 Einheiten am Jahresende erstmals in der Geschichte die 100.000-Grenze überschritten haben. Auch die Zahl der Mitgliedsgenossenschaften hat um 10 Einheiten zugenommen. Die Raiffeisenorganisation Südtirols hat sich sohin ein weiteres Mal hervorragend bewährt. Der Raiffeisenverband weiß um den wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Wert dieser Orga-

nisation und hat alle Anstrengungen unternommen, um diese zu vertreten, zu fördern, zu unterstützen und auch darüber zu wachen, dass ein ausgewogenes Vorankommen gewährleistet wurde. In der Folge wird über die einzelnen Leistungsfelder des Verbandes noch im Detail berichtet werden. Mir ist es ein Anliegen, an dieser Stelle darauf zu verweisen, dass die genossenschaftliche Selbsthilfe, unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Struktur unseres Landes, von gesellschaftstragender Bedeutung ist, und dass die genossenschaftliche Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung, wie sie von mehr als 100.000 Mitgliedern der Raiffeisen-Genossenschaften praktiziert wird, eine unveränderte Bedeutung für die Sicherheit und den Wohlstand dieses Landes darstellen. So ergeht von dieser Stelle aus an Sie alle der Aufruf, an dem genossenschaftlichen Werk unter dem Giebelzeichen weiterzubauen und im Sinne Raiffeisens die Werte der Selbsthilfe, der Selbstverantwortung und der Selbstverwaltung immer neu zu beleben. Wir müssen uns aber auch dessen bewusst sein, dass die einzelnen Raiffeisen-Genossenschaften dieses Landes als Unternehmen äußerst kleine und verwundbare Gebilde sind, die, auf sich allein gestellt, in den allermeisten Fällen keine Überlebenschance hätten. Der Verbund oder die Zusammenarbeit im Verbund ist aus dieser Sicht ein Gebot, das in dieser Zeit der Liberalisierung und der schrankenlosen Konkurrenzierung zur immer größeren Notwendigkeit wird. Jedes Auseinandertriften könnte hier unheilbare Wun-


Vorwort

für ihre Verlässlichkeit und ihre Identifikation mit unserer Organisation danken und Anerkennung aussprechen, an erster Stelle natürlich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserem Hause. Danken möchte ich aber auch allen Mitgliedsgenossenschaften für die gute und einvernehmliche Zusammenarbeit auf allen Ebenen der menschlichen, fachlichen und institutionellen Beziehungen. Ein besonderer Dank ergeht auch an alle jene privaten und öffentlichen Einrichtungen und Behörden, mit denen wir in Kontakt stehen, so insbesondere mit den Behörden des Landes, der Region und der Bankenaufsicht. DER OBMANN Carl von Eyrl

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den auftun. Der Raiffeisenverband Südtirol wird alles daransetzen, um auch Formen der Zusammenarbeit zu begünstigen und die Leistungen der Genossenschaften durch gemeinsame Vorgehens- und Handlungsweisen zu stärken. Der Verband wird sich auch bemühen, den Erfolg durch motivierte und fachlich kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu begünstigen und dies in dem Wissen, dass bereits große emotive Anbindung bei Tausenden von Menschen, die in unserer Organisation arbeiten, besteht. So möchte ich denselben an dieser Stelle für die erbrachten Leistungen,

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Allgemeines aus der Verbandsarbeit

Im Berichtsjahr 2001 konnte die Arbeit des Verbandes ein weiteres Mal einen stabilen Verlauf nehmen, wenngleich es auch einige Veränderungen in maßgeblichen Führungspositionen gab. In der Doppelfunktion, einerseits die Mitgliederinteressen zu vertreten sowie die Beratung und Betreuung, den Schutz, die Förderung und Entwicklung der Mitgliedsgenossenschaften zu gewährleisten und andererseits, im Sinne des behördlichen Auftrages die Genossenschaften zu überwachen und deren Bilanzen zu prüfen, galt es, als Synthese dieser Funktionen größtmöglichen Nutzen für die gesamte Raiffeisenorganisation zu stiften. Die Initiativen, Vorgehensweisen und Leistungsverrichtungen des Verbandes waren diesen Aufträgen verpflichtet und wenn man die Leistungsfähigkeit, Stabilität und Kontinuität der Raiffeisen-Genossenschaften ganz allgemein vor Augen hält, so können daran auch die Leistungen des Verbandes mitbeurteilt werden. Vieles ist in der alltäglichen Routine unserer Organisation zur Selbstverständlichkeit geworden und es fällt in der Regel gar nicht auf, dass die Vielgestaltigkeit der Raiffeisen-Genossenschaften unseres Landes ständig auch eine Fülle von Problemen

aufwirft, die es zu überwinden und zu lösen gilt. Dem galt unsere Beratung und Betreuung genauso wie die Vertretung von Interessen und die Verrichtung von Leistungen vielfältigster Art. Die Organisationsstruktur des Verbandes mit ihren Hauptabteilungen, Abteilungen und Dienststellen hält man im Großen und Ganzen nach wie vor für angemessen, wenngleich, auch vor dem Hintergrund des neuen behördlichen Auftrages der Bilanzabschlussprüfung für die Raiffeisenkassen, der Aufgabenbereich Revision und Bilanzprüfung verstärkt in eine Position der Unabhängigkeit und der Auffälligkeit eines behördlichen Auftrages gerückt wird. Richtschnur des Handelns waren also das Statut und der behördliche Auftrag. Im Detail kamen Beschlüsse des Vorstandes und des Vollzugsausschusses hinzu. Der Vorstand kam sohin zu fünf Sitzungen zusammen, der Vollzugsausschuss zu weiteren zehn. Dabei kamen allgemeine Verwaltungsangelegenheiten ebenso zur Behandlung wie organisationspolitische und strategische Sachverhalte. Letztere betrafen Fragen von strategisch-wirt-

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I

Verbandsdirektor Konrad Palla


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Die jährliche Vollversammlung, ein Spiegelbild des Leistungsvermögens der Raiffeisenorganisation unseres Landes.

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schaftlichen Beteiligungen, der Informatik, der Zusammenarbeit mit Zentralorganisationen, Gesetzesänderungen, die das Genossenschaftswesen betrafen u.a.m. Im Bereich der Sachinvestitionen konnten im Berichtsjahr bedeutsame Arbeiten der Erweiterung und Umgestaltung am Raiffeisenhaus zum Abschluss gebracht werden. So die Schaffung von zusätzlichen an die 30 unterirdischen Autoabstellplätzen, die Umgestaltung und Erweiterung der Raiffeisenbar samt Önothek und der Ankauf bzw. der Bezug der ex VOG-Büros im Raiffeisenhaus. Die Interessensvertretung wurde auf verschiedenen Ebenen direkt wahrgenommen, so durch Gespräche mit zuständigen Behörden in Brüssel, im Präsidialrat der Confcooperative in Rom, im Vorstand der Federcasse in Rom, in der regionalen Genossenschaftskommission und im regionalen Beratungskomitee für genossenschaftliche Fragen, bei der Landesregierung, der Bankenaufsichtsbehörde, im Kammerrat der Handelskammer, im Verwaltungsrat des WIFI und in Komitees, die mitunter ad hoc eingerichtet worden sind. So manches konnte dabei erreicht werden und die Stimme der Raiffeisenorganisation unseres Lan-

des war vielfach gegeben, wenn es um Weichenstellungen ging, welche dieselbe betrafen. Bei Behörden und Stellen der öffentlichen Verwaltung hat der Verband Interessen einzelner Genossenschaften genauso vertreten wie jene einzelner Kategorien oder der ganzen Organisation, und auch bei gerichtlichen Auseinandersetzungen wurden Erfolge von weittragender Bedeutung erzielt.

Die Mitgliedsgenossenschaften Am 31. Dezember 2001 waren im Genossenschaftsregister der Autonomen Provinz Bozen 866 Genossenschaften eingetragen, von denen 714 (82,5%) einem der drei in unserem Land tätigen und gesetzlich anerkannten Verbände angeschlossen waren. Bekanntlich besteht, im Gegensatz zum Ausland, in Italien und auch in der Autonomen Region TrentinoSüdtirol, die über primäre Zuständigkeiten im Bereich der Genossenschaftsüberwachung und Genossenschaftsförderung verfügt, kein Verbandszwang. Dazu gab es im Berichtsjahr zwei sich widersprechende Gesetzesinitiativen von Seiten der alten und der neuen Regierung. So sollten laut einem Ermächtigungsgesetz der alten Regierung (vor den Neuwahlen im Mai) alle Genossenschaften verpflichtet werden, sich der Revision eines anerkannten Verbandes zu unterwerfen, während im Zuge der Umsetzung eines entsprechenden Ermächtigungsgesetzes der neuen Regierung Initiativen in die Wege geleitet wurden, wonach die Genossenschaftsrevision den Verbänden entzogen und dem Arbeitsministerium zugewiesen werden sollte. Wegen der


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primären Zuständigkeit unserer Region hielt sich unsere Sorge in diesem Zusammenhang in Grenzen. Beide Initiativen sind mittlerweile jedoch versandet. Dem Raiffeisenverband Südtirol waren von den obgenannten Genossenschaften 320, das sind 44,8%, angeschlossen. Dabei handelt es sich jedoch um den Großteil all jener Genossenschaften in unserem Land, die der deutschen Sprachgruppe zuzuordnen sind und die vorwiegend wirtschaftliche Zwecke verfolgen. Nur vier gehören zur Kategorie der sozialen Genossenschaften. Aus der Sicht der Wirtschaftsleistung, der Mitgliederund Beschäftigtenzahl dürften diese Genossenschaften den Hauptanteil im Südtiroler Genossenschaftswesen einnehmen bzw. dasselbe schlechthin darstellen.

Feierliche Eröffnung des erneuerten Café Raiffeisen und der neuen

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Önothek

Die Mitglieder des Raiffeisenverbandes nach 13 homogenen Gruppen geordnet (Stand 31.12.2001) Mitglieder

Anzahl

21

Auf-

1.1.01 nahmen

Aus-

Anzahl

Geschäftsanteil

Stimmen

Einzelmitglieder

tritte 31.12.2001

€

%

zum 31.12.2001

±%

Raiffeisenkassen

52

0

0

52

134.160,00

31,03%

41.238

2,97%

Obst- und Saatbaugenossenschaften

49

1

3

47

108.876,00

25,18%

8.162 -1,26%

Kellereigenossenschaften

18

1

2

17

39.732,00

9,19%

3.850

Sennereigenossenschaften/Milchhöfe

0,21%

13

1

0

14

19.592,00

4,53%

7.337 -0,42%

Konsum- und Bezugsgenossenschaften 14

0

0

14

7.224,00

1,67%

5.973

Wassergenossenschaften

19

1

0

20

10.320,00

2,39%

4.374 13,79%

Energiegenossenschaften

31

7

0

38

19.608,00

4,54%

6.138 16,01%

Wohnbaugenossenschaften

7

2

0

9

4.644,00

1,07%

398 12,75%

Kindergarten- u. Kulturheimgen.

22

1

1

22

11.352,00

2,63%

1.416

0,35%

Sonstige Genossenschaften

68

5

3

70

40.216,00

9,30%

23.662

9,03%

Genossenschaftsverbände

13

0

0

13

19.092,00

4,42%

186 -6,53%

Soziale Genossenschaften

4

0

0

4

2.064,00

0,48%

730 10,44%

Körperschaften o. Revisionspflicht

21

1

0

22

15.480,00

3,58%

-

-

Zusammen

331

20

9

342

432.360,00

100,00%

103.464

4,65%

1,51%


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22

JAHRESBERICHT 2001

Neue Mitglieder: 1.

Kleingenossenschaft BIOKISTL Südtirol Gen.m.b.H., Lana (Sonstige Genossenschaften)

2.

Vereinshaus Völlan Gen.m.b.H., Völlan (Kindergarten- u. Kulturheimgen.)

3.

Vinschgauer Elektrizitäts-Konsortium Gen.m.b.H., Schlanders (Energiegenossenschaften)

4.

Kleingenossenschaft m.b.H. „E-Werk St. Jakob-Pfitsch“ (Energiegenossenschaften)

5.

Tourismusverband Seiser Alm-Schlerngebiet Gen.m.b.H., Seis am Schlern (Sonstige Genossenschaften)

6.

VPS-Verband der Privatvermieter Südtirols Gen.m.b.H., Bozen (Sonstige Genossenschaften)

7.

PROFRUT-Kleingenossenschaft m.b.H., Neumarkt (Obst- u. Saatbaugenossenschaften)

8.

Fernheizwerk Welsberg Niederdorf Gen.m.b.H., Welsberg (Energiegenossenschaften)

9.

Südtiroler Qualitätskontrolle, Terlan (Körperschaften ohne Revisionspflicht)

10.

Landwirtschaftliche Genossenschaft Schluderns Gen.m.b.H., Schluderns (Sonstige Genossenschaften)

11.

Pfelderer Genossenschaft Gen.m.b.H., Moos i. Pass. (Energiegenossenschaften)

12.

Wohnbaugenossenschaft Leben 2001 Gen.m.b.H., Eppan (Wohnbaugenossenschaften)

13.

SEA Sorvisc-Energia-Ambient Gen.m.b.H., St. Martin i. Th. (Energiegenossenschaften)

14.

BIOWATT-Taufers Gen.m.b.H., Sand in Taufers (Energiegenossenschaften)

15.

Tourismusverein Gsieser Tal-Welsberg-Taisten Gen.m.b.H. (Sonstige Genossenschaften)

16.

Sennereigenossenschaft Prad Gen.m.b.H., Prad a. St. (Sennereigen./Milchhöfe)

17.

TALISMAN Gen.m.b.H., Auer (Wohnbaugenossenschaften)

18.

Kellerei Bozen Gen.m.b.H., Bozen (Kellereigenossenschaften)

19.

Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung m.b.H., Prad a. St. (Sonstige Genossenschaften)

20.

Förderungsgenossenschaft Ulten Gen.m.b.H., St. Pankraz (Energiegenossenschaften)

Löschung von Mitgliedschaftspositionen: 1.

Kleingenossenschaft „Lebenswertes Ulten“ Gen.m.b.H., St. Walburg (Auflösung)

2.

ECOP Gen.m.b.H. (Fusion)

3.

BIO Vinschgau Gen.m.b.H. (Auflösung)

4.

Parkgarage Endide Gen.m.b.H., Neumarkt (Auflösung)

5.

Obstgenossenschaft Oberlana Gen.m.b.H., Lana (Inkorporierung)

6.

Bürgschaftsgen. zum Eigenheimerwerb in Südtirol Gen.m.b.H., Bozen (Auflösung)

7.

Vereinshausgenossenschaft St. Peter/Lajen Gen.m.b.H. (Auflösung)

8.

Kellereigenossenschaft Gries Gen.m.b.H., Bozen (Fusion)

9.

Kellereigenossenschaft St. Magdalena, Bozen (Fusion)

Siehe Berichte im Teil V „Die Raiffeisen-Genossenschaften in Zahlen und Bildern“


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Mit der Initiative, eine entsprechende Änderung des besagten R.G. herbeizuführen, kam man im Berichtsjahr jedoch, wohl auch aus Gründen zeitweiliger Untätigkeit der Regionalregierung, leider nicht voran. Die Einzelmitglieder, welche den 320 Mitgliedsgenossenschaften angehören, sind im Berichtsjahr um 4.594 Einheiten auf 103.464 angewachsen, was einen relativen Zuwachs von 4,65% bedeutet. Diesem Zuwachs steht allerdings auch eine um 3,2% größere Zahl an Mitgliedsgenossenschaften gegenüber. Obiger Zuwachs der Mitgliedskörperschaften kann durchaus auch dahingehend interpretiert werden, dass das Leistungsangebot des Verbandes attraktiv ist und den Anforderungen allgemein gerecht wird. Im Übrigen scheint es nach wie vor keine Anzeichen dafür zu geben, dass die Raiffeisen-Genossenschaften in Südtirol in ihrer Funktionsweise und Aufgabenverrichtung an Bedeutung und Spielraum verlieren würden. Vielmehr scheint es, dass alte und auch neue Betätigungsfelder erhöhtes Interesse erfahren, so in der Energiewirtschaft, aus deren Sektor sieben neue Genossenschaften dem Raiffeisenverband beigetreten sind. Auf gesamtstaatlicher Ebene haben entsprechende Gesetze und Gesetzesinitiativen im Berichtsjahr für erhebliche Aufregung gesorgt. Die neue Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, mit neuen Kriterien zwischen „echten“ und „unechten“ Genossenschaften zu unterscheiden, wobei für erstere auch der Begriff „verfassungsrechtlich anerkannte oder geschützte Genossenschaften“ geprägt wurde. Wesentliches

JAHRESBERICHT 2001

Als Mitglieder des Raiffeisenverbandes scheinen darüber hinaus 22 Körperschaften auf, die entweder mit dem Genossenschaftswesen verbunden sind oder ähnliche Zwecke der Gegenseitigkeit wie die Genossenschaften verfolgen. So waren dem Raiffeisenverband zu Jahresende 2001 insgesamt 342 Mitgliedskörperschaften angeschlossen, und das waren 11 mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt kamen im Berichtsjahr 20 Mitglieder neu hinzu, deren 9 sind, zum Großteil wegen Fusion oder Auflösung, ausgeschieden. In Bezug auf die Voraussetzungen für die Mitgliedschaft beim Raiffeisenverband besteht seit längerem die Absicht, eine Gesetzesinitiative zu initiieren, die eine Erweiterung des R.G. Nr. 7/1954 in jenem Punkt zum Gegenstand hat, der die Tätigkeiten der gesetzlich anerkannten Verbände grundsätzlich auf die Mitgliedsgenossenschaften beschränkt. Veränderte Gegebenheiten, wonach Mitgliedsgenossenschaften auch Beteiligungen bei Kapitalgesellschaften halten oder solche gar kontrollieren, lassen es zweckmäßig erscheinen, die Leistungen des Verbandes auch auf dieselben auszurichten. Die Mitgliedschaft solcher Gesellschaften beim Verband wäre demnach folgerichtig. Ebenso sollte es aus betriebswirtschaftlichen Gründen zumindest in begrenztem Maße möglich sein, das Leistungsangebot auch auf Gesellschaften oder Körperschaften ausdehnen zu können, bei denen der Verband selbst Beteiligungen hält, die grundsätzlich ja nur aus strategischen Gründen im Interesse der gesamten Raiffeisenorganisation eingegangen werden.

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Merkmal sollte für diese sein, dass sie ihre Leistungen zumindest mehrheitlich auf die Mitglieder ausrichten, und zwar in Form der Versorgung derselben mit Produkten oder Leistungen oder aber, dass Produkte und Leistungen, mit denen die Genossenschaften als Marktteilnehmer auftreten, mehrheitlich von ihren Mitgliedern stammen. Mit einem Ermächtigungsgesetz, das vom Senat am 28. September endgültig verabschiedet wurde, und das eine Reform des Gesellschaftsrechts zum Gegenstand hat, ist die Regierung laut Art. 5 ermächtigt bzw. beauftragt worden, obige Sachverhalte des Genossenschaftsrechts innerhalb eines Jahres zu regeln. Eine Regelung im obigen Sinne wird zweifelsfrei folgenschwere Auswirkungen auf den genossenschaftlichen Konsumbereich sowie auf die Arbeitsbzw. Produktivgenossenschaften haben. Auf die Raiffeisen-Genossenschaften unseres Landes werden die Auswirkungen hingegen begrenzt sein; der Raiffeisenverband hat vielmehr von je-

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der negativen Stellungnahme abgesehen, zumal die Zielrichtung der besagten Gesetzesmaßnahmen die Grundsätze der genossenschaftlichen Gegenseitigkeit unterstreicht und tatsächlich eine gewisse Ordnung in der Vielgestaltigkeit genossenschaftlicher Unternehmen schaffen könnte, bei der zuweilen Genossenschaften in Erscheinung treten, die mit diesen wirklich nichts gemeinsam haben. Mit obigen Regelungen sollen auch die Begünstigungen für Genossenschaften stark verknüpft werden. So gesehen scheint es aber auch sonderbar, dass bereits vor den ordnungsrechtlichen Regelungen Körperschaftssteuern für alle Genossenschaften vorgesehen worden sind, wenngleich dies in reduziertem Ausmaß angewendet werden und vorübergehenden Charakter haben sollen. Weitere Gesetzesmaßnahmen, die Auswirkungen auf das Genossenschaftswesen haben können, betreffen die sog. „devolution“, d. h. die Abgabe von zentralen Befugnissen an die

Mitgliederentwicklung in den diversen Genossenschaftssparten 1996

1997

1998

1999

2000

2001

± % 1996-2001

Raiffeisenkassen

34.174

36.062

37.546

38.872

40.049

41.238

20,67%

Obst- u. Saatbaugenossenschaften

7.960

7.997

8.258

8.372

8.266

8.162

2,54%

Milchhöfe u. Sennereigenossenschaften

8.144

7.781

7.454

7.407

7.368

7.337

-9,91%

Kellereigenossenschaften

3.883

3.880

3.865

3.846

3.842

3.850

-0,85%

Konsum- u. Bezugsgenossenschaften

5.136

5.384

5.631

5.698

5.884

5.973

16,30%

Wassergenossenschaften

4.194

4.290

4.360

3.736

3.844

4.374

4,29%

Energiegenossenschaften

3.438

3.616

3.859

4.689

5.291

6.138

78,53%

Wohnbaugenossenschaften

205

208

218

248

353

398

94,15%

Kindergarten- u. Kulturheimgen.

1.607

1.604

1.452

1.450

1.411

1.416

-11,89%

Sonstige Genossenschaften

15.299

16.021

21.327

22.026

22.363

24.392

59,44%

Genossenschaftsverbände

188

186

189

193

199

186

-1,06%

84.228

87.029

94.159

96.537

98.870

103.464

22,84%

Zusammen


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innerhalb der Mitarbeiterschaft der RGO und deren Familienmitglieder sowie nunmehr auch für pensionierte Mitarbeiter. Dem Verein gehörten am Jahresende 2.064 Mitglieder an und indirekt 1.954 zu Lasten lebende Familienangehörige. Im Berichtsjahr wurden in 5.409 Schadensfällen Rückvergütungen für einen Gesamtbetrag von 882.400,00 € ausbezahlt.

Zenfor AG (Mutualitätsfonds)

Den institutionellen Mitgliedschaften des Verbandes und dessen strategisch wirtschaftlichen Beteiligungen galt wiederum ein besonderes Interesse. In allen Fällen sollten daraus den Mitgliedsgenossenschaften oder der Festigung und Entwicklung der Raiffeisenorganisation unseres Landes Vorteile und Chancen erwachsen. Geht es bei den institutionellen Mitgliedschaften mehr um die Vertretung von Interessen oder die Umsetzung institutioneller Aufgaben, stehen bei den strategisch-wirtschaftlichen Beteiligungen wirtschaftlich-materielle Interessen oder Entwicklungspotenziale im Vordergrund.

Diese Gesellschaft, bei der der Verband 99,5% der Beteiligung hält, wurde im Sinne des Gesetzes Nr. 59/1992 bzw. des R.G. Nr. 15/1993 errichtet. Im Berichtsjahr flossen in den Fonds von Seiten der Mitgliedsgenossenschaften und im Sinne obiger Gesetze insgesamt 1.036.546,00 €. 57,24% davon stammen von den Raiffeisenkassen, 42,76% von anderen Genossenschaften. Im Laufe des Jahres wurden, in Beachtung der entsprechenden gesetzlichen und statutarischen Bestimmungen, 77 Verlustbeiträge für insgesamt 2.888.892,00 € an Genossenschaften oder für Aktivitäten zu deren Gunsten gewährt und dafür 1.870.611,00 € ausbezahlt. Am Jahresende wies der Fonds einen Stand von 4.496.015,00 € auf; der aushaftende Betrag für gewährte Darlehen belief sich auf 1.327.100,00 €. Die Gesellschaft weist ein Geschäftsergebnis nach Steuern von 78.442,00 € auf.

Wechselseitiger Krankenbeistandsverein der RGO (WKV)

Die Raiffeisen Versicherungsdienst Ges.m.b.H. (RVD)

Der Verein bezweckt, unter Ausnutzung steuerlicher und sozialrechtlicher Begünstigungen, einen solidarischen Kostenersatz in Krankheitsfällen

Direkt und indirekt handelt es sich dabei um eine 100%ige Tochtergesellschaft des Raiffeisenverbandes, die auch im abgelaufenen Jahr wiederum

JAHRESBERICHT 2001

Region im Sinne der Verwirklichung des Föderalismus. Allgemein wird davon ausgegangen, dass dabei ein irreversibler Weg eingeschlagen worden ist, der den Regionen viele Zuständigkeiten bescheren wird, etwa nach dem Vorbild unserer autonomen Provinz Südtirol. Diese Zuständigkeiten sollen u. a. auch das Genossenschaftswesen und die „Banken lokalen Charakters“ betreffen, wobei die Definition des Begriffes „lokaler Charakter“ erst noch vorzunehmen ist. Jedenfalls wird damit die Zuständigkeit der Region TrentinoSüdtirol in diesem Sachgebiet nicht mehr isoliert dastehen, was bei der Verteidigung solcher Kompetenzen der Autonomie durchaus positiv sein kann.

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JAHRESBERICHT 2001

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Eigentümer und Führungsspitzen des Raiffeisen Versicherungsdienstes.

beachtenswerte Erfolge aufweisen konnte. Mit Ausnahme der Lebensversicherung konnten in allen Sparten gute Zuwächse verzeichnet werden. Infolge des starken Einbruches bei den Renten und Dividenden und insbesondere bei den Börsen wie auch durch das Wegfallen steuerlicher Vorteile ist die Dynamik im Bereich Lebensversicherung stark eingebremst worden. So sind die Prämieneinnahmen von 37,32 Mill. € im Vorjahr um ganze 17,1% auf 30,97 Mill. € zurückgefallen. Die gesamten Prämieneinnahmen sind somit von 55.078.579,00 € um 1.443.300,00 € auf 53.635.279,00 € gesunken. 37% betrafen dabei die Sach- und 63% die Lebensversicherungen. Entsprechend zugenommen hat auch die Zahl der Schadensregulierungen. So wurden im Berichtsjahr 8.445 Schäden ausbezahlt, wofür 9.655.111,00 € aufgewendet worden sind. 2.380.074,00 € entfallen davon auf Hagelschäden. Die Gesellschaft hat an ihre Subagenturen, nämlich an die Raiffeisenkassen, 2.667.421,00 € an Provisionen ausbezahlt und damit 30,8% mehr als im Vorjahr. Der nach Steuern verbleibende Gewinn der Gesellschaft beläuft sich auf 65.237,00 €.

Versicherungsholding FINASSIMOCO AG Das Versicherungsgeschäft ist mit dem der Genossenschaften artverwandt; es beruht auf den Grundsätzen der Gegenseitigkeit und der Solidarität aller Beteiligten. Aus diesem Grund und auch wegen der nicht unbeachtlichen Finanzflüsse, die damit verbunden sind und so die Raiffeisenkassen auch aus dieser Sicht interessieren, ist der Raiffeisenverband seit Jahren bemüht, in diesem Tätigkeitsfeld Maßstäbe zu setzen. Die genossenschaftliche Mission Raiffeisens ist schließlich auch auf die Wohlfahrt und Sicherheit der Menschen ausgerichtet und damit haben Versicherungen in den verschiedensten Sparten etwas zu tun. Die Beteiligungen des Verbandes bei der Versicherungsholding FINASSIMOCO ist vor diesem Hintergrund zu sehen und, obwohl die Probleme, auch organisationspolitischer und bilanzieller Art, der von FINASSIMOCO direkt und indirekt kontrollierten Gesellschaften ASSIMOCO AG und ASSIMOCO Vita AG, so manche Sorge bereiteten, ist man im Verband der Meinung, das Engagement kapitalmäßiger und personenbezogener Art fortzusetzen bzw. zu intensivieren. So hat der Verband auch das volle Optionsrecht anlässlich einer weiteren Kapitalerhöhung im vergangenen Jahr bei FINASSIMOCO AG ausgeübt, wodurch dessen Beteiligung um 617.504,00 € auf 7.569.751,62 € angewachsen ist. Auch eine weitere Kapitalerhöhung im Frühjahr d. J. hat der Verband mitbestritten und dafür 1.203.591,00 € aufgewendet. Unser


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Raising Unified Network R.U.N. AG Auf der Suche nach Nutzung von Synergien und Erzielung von Kosteneinsparungen in der Informatik ist im Berichtsjahr ein historischer Schritt getan worden, der ein Zusammengehen mit der Südtiroler Sparkasse AG zum Gegenstand hatte. Die Errichtung einer gemeinsamen und zu gleichen Teilen getragenen Aktiengesellschaft mit der Bezeichnung R.U.N. AG (Raising Unified Network) am 22. Januar 2001 hatte die obige Zielsetzung konkretisiert. Die Gesellschaft hat ihre Tätigkeit Mitte des Jahres aufgenommen und betreibt nunmehr die Netzwerke der Informatik sowohl für die Raiffeisenorganisation als auch für die Sparkasse AG. Die Betätigungsfelder sollen noch ausgeweitet werden; bevor steht eine Serviceintegration im Bereich der Phonie. Die Gesellschaft konnte mit einem Überschuss nach Steuern von 133.165,00 € bereits im ersten Jahr aktiv bilanzieren. Auf ähnlicher Grundlage und jedenfalls vor dem Hintergrund der immer noch steigenden Bedeutung der Informatik und Telekommunikation ist der Verband auch eine Beteiligung von 7,5% am Kapital der Brennercom AG im Frühjahr dieses Jahres eingegangen. Bei einem 20%igen Aufpreis wurden dafür 1.857.600,00 € veranlagt.

Die Beziehungen nach außen wurden weiterhin gepflegt. Was diesbezüglich die nationalen Zentralstellen angeht, scheinen diese, vor dem Hintergrund sich verändernder Bezugspunkte, in einem vereinten Europa an Bedeutung zu verlieren. Die Wirtschafts- und Lebensräume werden sich mehr auf Gebiete konzentrieren, in denen eine bestimmte Konvergenz der Wirtschafts- und Lebensformen sowie der Sprache und Kultur besteht. Bei den nationalen Zentralstellen galten unsere Kontakte insbesondere dem genossenschaftlichen Dachverband „Confcooperative“ und dem Fachverband der Raiffeisenkassen „Federcasse“. Bei letzterem war unsere Präsenz hauptsächlich in den technischen Kommissionen für Rechts- und Steuerangelegenheiten sowie für arbeitsrechtliche Belange gegeben. In geschäftlich operativen Bereichen sind unsere Strategien eindeutig auf die Stärkung der eigenen Einrichtungen, auch im erweiterten Umfeld ausgelegt, so auf die RLB, auf die Informatik, auf die RK Leasing Ges.m.b.H., auf die Versicherungsagentur u.a.m.

JAHRESBERICHT 2001

Anteil am Kapital der FINASSIMOCO wurde dadurch mit 16,25% beibehalten. Projekte laufen darauf hinaus, unsere Organisation noch in weitaus größerem Ausmaß auch bei den operativen Versicherungsgesellschaften ASSIMOCO AG und ASSIMOCOVita AG zu beteiligen.

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Die Provisionen aus dem Versicherungsgeschäft an die Raiffeisenkassen konnten deutlich erhöht werden


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Themen und Entwicklungen des Genossenschaftswesens wurden zwischen den Genossenschaftsverbänden Bayerns, Nordund Südtirols in Kaltern beraten.

Unsere Kontakte mit dem Ausland waren wiederum auf verschiedenen Ebenen und bei zahlreichen Anlässen gegeben. So pflegen wir Kontakte mit den genossenschaftlichen Spitzenverbänden in Österreich und in Deutschland, mit denen wir in zunehmendem Maße Tätigkeitsfelder wie auch Maßnahmen und Strategien abstimmen, die für das Genossenschaftswesen Bedeutung haben. Im Sinne der Kooperationsvereinbarung vom 15. Juli 1993 zwischen den Raiffeisen- bzw. Genossenschaftsverbänden Bayern, Nord- und Südtirol wurde unter den hauptberuflichen Spitzenvertretern eine Tagung in Südtirol organisiert, bei der intensiv über aktuelle Themen und Entwicklungen des Genossenschaftswesens diskutiert und beraten wurde.

Im Bereich der Schulung und Ausbildung wurde erstmals ein gemeinsamer Ausbildungslehrgang für Führungskräfte der Raiffeisenkassen in Nord- und Südtirol organisiert, und nicht zuletzt gilt es auch die Ausbildungsmöglichkeiten zu erwähnen, welche uns die Raiffeisenverbände von Nordtirol, Oberösterreich und Bayern im Bereich der Bilanzabschlussprüfung bei den Raiffeisenkassen geboten haben. Das Internationale Institut für Genossenschaftsforschung im Alpenraum (IGA) mit Sitz in Innsbruck, dessen Gründungsmitglied auch der Raiffeisenverband ist, hat im Herbst v. J. unter dem Vorsitz dieses Verbandes im Raiffeisen-Pavillon eine weitere Tagung abgehalten. Diese stand unter dem Thema: „Rückzug der öffentlichen Hand – ein neuer Anstoß zur Selbsthilfe“, und dazu haben renommierte Fachleute aus dem In- und Ausland referiert. Im Rahmen dieses Institutes bestehen im Übrigen interessante Verbindungen unter Fachleuten des Genossenschaftswesens im gesamten Alpenraum. Besondere Aufmerksamkeit erregte nach wie vor die Strukturpolitik innerhalb unserer Organisation. Zentrale Themen sind dabei die Dimension genossenschaftlicher Unternehmen, ihre Versorgungs- oder Marktposition und nicht zuletzt Formen der Kooperation untereinander oder die Auslagerung von Tätigkeiten. Auf verschiedenen Gebieten der Verwaltung und der Koordination stellt der Raiffeisenverband dabei einen Kooperationsfaktor von erheblicher Dimension dar. Verschiedene Bereiche der genossenschaftlichen Verwaltung, der Koordination und der Kontrolle wären


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sitive Bild der Raiffeisenorganisation unseres Landes weiter zu festigen. Das Medieninteresse an den Raiffeisengenossenschaften ist unterschiedlich, im Großen und Ganzen jedoch ausreichend. Ein wichtiges Kommunikationsmedium stellen die „Mitteilungen des Raiffeisenverbandes“ dar, die im „Südtiroler Landwirt“ veröffentlicht werden und als Sonderdruck verschiedenen Organisationen und Stellen des In- und Auslandes zugesandt werden. Darin wird maßgeblich über Ereignisse und Entwicklungen in der genossenschaftlichen Organisation unseres Landes berichtet und auch fachliche Information geliefert. Diese Mitteilungen erscheinen vierzehntägig in einer Auflage von rund 18.000 Exemplaren. Als Kundeninformationsorgan der Raiffeisenkassen werden die „Raiffeisen-Notizen“ herausgegeben und zwar in einer Auflage von knapp 40.000 Stück, zehn Mal im Jahr. Die einschlägigen Themen zu Fragen des Geldes, der Geldanlagen sowie rechtliche und steuerrechtliche Informationen, die in den „Raiffeisen-Notizen“ abgehandelt werden, machen sie zu einem nützlichen Ratgeber für ein breites Publikum.

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ohne die Zusammenarbeit im Verband bzw. dessen Leistungsverrichtungen für die Mitgliedsgenossenschaften wohl kaum noch möglich. Anders stellt sich der Sachverhalt jedoch in Bereichen der Geschäftsabwicklung und des Marktauftrittes dar. Hier gilt es zu unterscheiden, ob die Geschäfte auf die Versorgung der Mitglieder gerichtet sind oder ob diese auf einen Markt hinprojeziert sind, der auch europaweite Dimensionen haben kann. Die dimensionale Problematik ist vor allen Dingen im letzteren Fall gegeben. Zehn Genossenschaften des Obstund Weinsektors bzw. des Gemüseanbaues haben im Berichtsjahr ihre Verschmelzung beschlossen und daraus gingen fünf Genossenschaften hervor. Formen der Zusammenarbeit in der Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte haben sich eher als problematisch herausgestellt. Eine korrekte Kostenverteilung ist dabei schwierig und aufwendig. Der Marktauftritt oder Marken eines Kooperationspartners können dabei Schaden nehmen und organisatorische Sachverhalte sind mitunter nur schwer zu bewältigen. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde im Berichtsjahr in herkömmlicher Form und mit herkömmlichen Inhalten fortgesetzt. Die Arbeit des Verbandes und seiner Mitgliedsgenossenschaften wurde damit angemessen in die Öffentlichkeit gerückt, soweit diese für die Öffentlichkeit von Interesse sein konnte oder für das Image unserer Organisation Relevanz hatte. So war es uns ein Anliegen, die geschäftlichen, sozialen und kulturellen Aktivitäten unserer Organisation zu vermitteln und das po-

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„Rückzug der öffentlichen Hand – ein neuer Anstoß zur Selbsthilfe“ war das Thema der IGA-Tagung in Bozen.


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211 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbandes arbeiteten 2001 für den Erfolg der Raiffeisenorganisation

Die Stelle für Öffentlichkeitsarbeit im Verband betreut auch Genossenschaften bei verschiedenen Veranstaltungen; dabei wird u. a. Unterstützung bei der Erstellung von Reden und Festschriften sowie bei Herausgabe von Broschüren geboten. Auch bei der Auszeichnung von Persönlichkeiten des Genossenschaftswesens mit der Ehrennadel des Verbandes oder bei sonstigen Ehrungen von Funktionären, Mitgliedern und Mitarbeitern ist die Pressestelle des Verbandes behilflich. Einen wichtigen gesellschaftlichen Höhepunkt stellte auch im vergangenen Jahr der vom Raiffeisenverband organisierte Wintersporttag dar, an dem an die 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Raiffeisen-Geldorganisation teilgenommen haben und der in Sexten, bei tatkräftiger Unterstützung der Raiffeisenkasse Hochpustertal, begangen werden konnte.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Der Personalpolitik und der Personalentwicklung wird in der Unternehmensführung des Verbandes große Aufmerksamkeit gewidmet. Fachliche Kompetenz, Verlässlichkeit in der Arbeitsverrichtung, Diskretion und emotive Anbindung an das Unternehmen und an die ganze Raiffeisenorganisation sind neben der Arbeitsproduktivität entscheidende Faktoren für den Erfolg des Verbandes und der ganzen Raiffeisenorganisation unseres Landes. Dabei muss der Blick auch auf die Kosten gerichtet sein, zumal die Personalkosten in einem Unternehmen dieser Art einen erheblichen Teil der Kostenrechnung ausmachen. Wert gelegt wird auf eine freundliche und gesunde Arbeitsumgebung genauso wie auf arbeitsplatzunterstützende Technologie und auf Rationalisierung der Arbeitsabläufe. Die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung des Personals stellt, im Lichte der Dynamik von normativen, prozeduralen und technologischen Veränderungen, eine besondere Notwendigkeit dar, auf die man bestrebt ist angemessen zu reagieren. Die Leistungsnachfrage ist dauerhaft und spürbar im Steigen und dies nicht nur in Bereichen der Beratung und Betreuung, sondern auch als Folge zunehmender Bedürfnisse bei den Mitgliedsgenossenschaften, Leistungen auszulagern. Vor diesem Hintergrund ist die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Verband von 208,8 auf 211,4 Einheiten angestiegen, was einen Zu-


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Stampfer (Leiter der Hauptabteilung Raiffeisenkassen) waren über drei Jahrzehnte in maßgeblichen Positionen des Verbandes tätig; seit Ende der Siebzigerjahre als verantwortliche Leiter obiger Hauptabteilungen. Für ihren Einsatz und ihre sach- und fachkundige Arbeit sei ihnen an dieser Stelle Dank und Anerkennung ausgedrückt. Die verantwortliche Leitung der Hauptabteilung Genossenschaftsüberwachung wurde ab 1. Dezember 2001 dem Vizedirektor Dr. Robert Nicolussi übertragen und mit der Leitung der Hauptabteilung Raiffeisenkassen wurde Dr. Paul Gasser betraut, der gleichzeitig zum zweiten Vizedirektor ernannt worden ist.

JAHRESBERICHT 2001

wachs von 1,27% ausmacht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Laufe des Jahres vom R.I.S vier Personen in die R.U.N. AG übergewechselt sind. Die Fluktuation lag bei 5%, was als ausgesprochen niedrig angesehen werden kann. Berücksichtigt man, dass von den insgesamt elf Abgängen fünf aus Pensionsgründen erfolgt sind, so liegt die Fluktuation unter 3%. Durch zwei Abgänge aus Pensionsgründen kam es zum Wechsel in zwei maßgeblichen Führungspositionen, nämlich in der „Hauptabteilung Genossenschaftsüberwachung“ und in der „Hauptabteilung Raiffeisenkassen“. Die Herren Dr. Willi Leitgeb (Revisionsdienstleiter) und Rag. Richard

Veränderungen des Personalstandes Tätigkeitsbereiche (Kostenstelle) Direktion und Verwaltung

Ø Beschäftigte

Ø Beschäftigte

Anzahl 2000

Anzahl 2001

16,26

16,68

Differenz 0,42

+2,58%

Hilfsdienste

11,43

11,55

0,12

+1,05%

Genossenschaftsüberwachung

23,89

24,75

0,86

+3,60%

Fachberatung

25,14

25,68

0,54

+2,15%

Schulung

3,00

3,00

0,00

0,00%

Hauptabteilung Raiffeisenkassen

21,26

20,85

-0,41

-1,93%

Raiffeisen-Informations-Systeme

107,76

108,88

1,12

+1,04%

Zusammen

208,74

211,39

2,65

+1,27%

31

Wechsel in den Hauptabteilungen Raiffeisenkassen und Revision: Auf Rag. Richard Stampfer (l.) folgte Dr. Paul Gasser, auf Dr. Willi Leitgeb Dr. Robert Nicolussi.


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II Genossenschaftsüberwachung (Revision)

Innerhalb der Leistungen des Verbandes fällt der Überwachung der angeschlossenen Genossenschaften (Revision und Bilanzabschlussprüfung) eine ganz besondere Bedeutung zu. Es handelt sich um jenen Teil der institutionellen Aufgaben des Verbandes,

der auf gesetzlicher Grundlage und behördlichem Auftrag beruht, und die Überwachungsleistungen müssen die angeschlossenen Genossenschaften in Anspruch nehmen, das heißt, dies wird zur Pflicht für die Genossenschaft, welche die Mitgliedschaft beim


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unterwerfen, falls die Mitgliedschaft beim selben eingegangen wird. Probleme, die sich aus dieser Freiwilligkeit ergeben, sind selbst aus historischer Sicht kaum bekannt. Vielmehr besteht der Eindruck, dass die Prüfungen von den Mitgliedsgenossenschaften

JAHRESBERICHT 2001

Raiffeisenverband erwirbt. Es gibt hierzulande für die Genossenschaften keinen Verbandszwang, wohl aber den Zwang, sich der zweijährlichen Revision und, unter bestimmten Voraussetzungen, auch der Bilanzabschlussprüfung des Verbandes zu

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JAHRESBERICHT 2001

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allgemein positiv aufgenommen werden, und es wird zuweilen sogar um Vorverlegung der zweijährlichen Revision nachgesucht. Schon daraus ist erkennbar, dass die Prüfungsarbeit des Verbandes Sinn hat und Nutzen stiftet und den Mitgliedsgenossenschaften Sicherheit bietet. So gesehen ist die genossenschaftliche Selbstkontrolle dieser Art auch vor dem Hintergrund großer Veränderungen unserer Zeit, nach wie vor gewünscht und zeitgemäß; es besteht kein Handlungsbedarf dies zu ändern. Die Frage der Neutralität und Unabhängigkeit der Revision durch den „eigenen Verband“ kann überzeugend damit beantwortet werden, als dieser allenfalls kein Geschäft zu Grunde liegt, was bei externen Revisionsgesellschaften sehr wohl der Fall ist. Die Verbandsrevision wird überdies angeordnet und so kann sich die zu prüfende Genossenschaft die Prüfer nicht selbst aussuchen, was den Grad der Unabhängigkeit zusätzlich unterstreicht. Die Überwachung der Genossenschaften durch deren Verbände, wie dies nicht nur hierzulande der Fall ist, gründet schließlich auf ein moralisches Prinzip, das in einer gesellschaftlichen Ordnung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Es wird damit in aller Form bekundet, die Verantwortung für Ordnungsmäßigkeit in allen Belangen der Genossenschaftsführung selbst übernehmen zu wollen. Die Region Trentino-Südtirol, welche in der Genossenschaftsüberwachung primäre Zuständigkeit innehat, hat die Grundsätze der genossenschaftlichen Selbstkontrolle stets und in kohärenter Form anerkannt

und zur Anwendung gebracht, wohl nicht zuletzt auch in Anbetracht der Stabilität und Leistungsfähigkeit des Genossenschaftswesens in dieser Region, bei welcher das System der Selbstkontrolle nicht übersehen werden kann. Dies war wohl auch ausschlaggebend dafür, dass, im Zuge der Umsetzung der EU-Richtlinien über die Bilanzabschlussprüfungen bei den Banken, die Region mit Gesetz Nr. 1/2000 wiederum den anerkannten Genossenschaftsverbänden die Bilanzabschlussprüfung bei den Raiffeisenkassen anvertraut hat. Ebenso war dies bereits im Jahr 1993 mit R.G. Nr. 15 der Fall, als in Umsetzung des Staatsgesetzes Nr. 59/1992 die Bilanzabschlussprüfungen, denen andere Genossenschaften unter bestimmten Voraussetzungen unterworfen sind, ebenso den anerkannten Verbänden anvertraut worden sind. Die Überwachungsleistungen des Verbandes gliedern sich daher in zwei große Blöcke, und zwar: a) in die Durchführung von ordentlichen und außerordentlichen Revisionen laut R.G. Nr. 7/1954 b)in die Durchführung der Bilanzabschlussprüfungen laut den Regionalgesetzen Nr. 15/1993 und Nr. 1/2000. Darüber hinaus hat die Revisionsabteilung bislang auch die Innenrevision bei Raiffeisenkassen im Sinne der Überwachungsanweisung der Bankenaufsichtsbehörde, sofern die Raiffeisenkassen den Verband damit betraut hatten, durchgeführt. Diese Tätigkeit wird demnächst allerdings von der Hauptabteilung Raiffeisenkassen ausgeübt werden, um so eine Trennung aus der Sicht der Organisation und


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Die Revisionen im Berichtsjahr Laut Revisionsplan waren im Jahr 2001 170 Mitgliedsgenossenschaften der ordentlichen Revision zu unterziehen. Das vorgegebene Planziel, das auf die 100%ige Erfüllung des Revisionssolls ausgerichtet war, konnte nur zu knapp 90% erreicht werden, das heißt, dass die unerledigt gebliebenen Revisionen um einige Wochen aufgeschoben werden mussten. So sind im Berichtsjahr 149 Revisionen durchgeführt worden, wofür insgesamt 1.617 Arbeitstage verrechnet worden sind (siehe Aufstellung). Die durchschnittliche Revisionsdauer lag mit 10,86 Arbeitstagen um Einiges unter jener des Vorjahres. Dies hängt teilweise mit der Struktur und Größe sowie mit dem Organisationsgrad der

geprüften Genossenschaften zusammen, ist im Übrigen aber auch darauf zurückzuführen, als man bestrebt ist, Ergebnisse aus der Bilanzabschlussprüfung, soweit möglich, auch in die ordentliche Revision einfließen zu lassen. Man hat sich bereits eingehend damit beschäftigt, Synergien aus den beiden Prüfungsarten zu nutzen. Doppelte Prüfungen und demzufolge doppelte Kosten sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Mit Genugtuung kann darauf verwiesen werden, dass die Revisionsergebnisse der überprüften Genossenschaften weitestgehend positiv ausgefallen sind, was von einem hohen Grad der Ordnungsmäßigkeit in der Führung und Verwaltung der Genossenschaften zeugt. Aufgrund dieser Tatsache musste die Landesgenossenschaftskommission in keinem Fall angerufen werden, damit diese besondere Maßnahmen ergreife. Nur in einem Fall wurde eine außerordentliche Revision angeordnet und diese wurde vom Aufsichtsrat der Genossenschaft selbst beantragt.

JAHRESBERICHT 2001

Verantwortung herbeizuführen, die zwischen Pflichtprüfung und Innenrevision als zweckmäßig angesehen wird.

Durchgeführte Revisionen im Jahr 2001 Genossenschaftssparten

Anzahl der durch-

verrechnete

Ø Revisions-

Ø Revisions-

geführten

Revisions-

dauer in Tagen

dauer in

Revisionen

tage

2001

Tagen 2000

Raiffeisenkassen

29

691,50

23,84

38,10

Obst- und Saatbaugenossenschaften

19

256,00

13,47

15,50

Kellereigenossenschaften

10

143,50

14,35

18,20

Milchhöfe/Sennereigenossenschaften

7

166,00

23,71

17,70

Sonstige Genossenschaften

77

296,50

3,85

5,30

Verbände und Konsortien Zusammen

35

7

64,00

9,14

9,00

149

1617,50

10,86

14,80


G e n o s s e n s c h a f t s ü b e r wa c h u n g

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Bilanzabschlussprüfungen 63 Genossenschaften (Raiffeisenkassen ausgenommen) haben jene Parameter des Eigenkapitals oder des Umsatzes aufgewiesen, die sie laut R.G. Nr. 15/1993 verpflichteten, ihre Bilanz der Abschlussprüfung zu unterziehen. In allen Fällen war es möglich, die entsprechenden Prüfungsberichte vor dem Stattfinden der Vollversammlungen, bei denen die Bilanzen genehmigt wurden, zu erstellen, und in allen Fällen wurde die Richtigkeit der Bilanz ohne Einschränkungen bestätigt. Bei den Prüfungen hat man sich streng an die von den Berufsorganisationen erlassenen Revisionsgrundsätze wie auch an die „international accounting standards“ (IAS) gehalten. Für obige Prüfungen wurden rund 450 Arbeitstage aufgewendet und durchschnittlich 4.800,00 Euro je Bilanzprüfung in Rechnung gestellt. Die Bilanzprüfung durch den Verband kann sohin als sehr kostengünstig bezeichnet werden, wenn man diese mit marktüblichen Tarifen vergleicht. Wie dies aus nachstehender Übersicht hervorgeht, belief sich die ad-

dierte Bilanzsumme der 63 zertifizierten Genossenschaften auf 976 Mill. Euro; der Nettoumsatz betrug 986 Mill. Euro. Im Berichtsjahr hat sich der Verband auch intensiv auf die Prüfung der Bilanzen der Raiffeisenkassen zum 31. Dezember 2001 vorbereitet. Drei Mitarbeiter der Revisionsabteilung konnten diesbezüglich bei den Schwesterverbänden in Bayern, Oberösterreich und Nordtirol wertvolle Erfahrungen sammeln und bei einer Raiffeisenkasse wurde eine Abschlussprüfung simuliert und getestet, wofür auch die notwendige EDV-Unterstützung in die Wege geleitet worden ist. Bereits im Herbst wurde mit den Vorprüfungen im Kreditbereich begonnen und die Hauptprüfungen konnten dann im Frühjahr d. J. allesamt planmäßig zum Abschluss gebracht werden. Für den Raiffeisenverband war dies nicht nur eine Herausforderung besonderer Art, sondern auch eine neue Verantwortung von großer Tragweite. Dieser Arbeit galt unser ganzer Einsatz, insbesondere auch geistiger und fachlicher Art.

Kennzahlen der 63 zertifizierten Genossenschaften (Raiffeisenkassen ausgenommen):

-

addierte Bilanzsummen addierte bilanzierte Rücklagen addierter Nettoumsatz durchschnittliche Beschäftigtenzahl

Euro Euro Euro

976.228.366,00 340.889.739,00 985.938.024,00 50,6


G e n o s s e n s c h a f t s ü b e r wa c h u n g

fachlichem Wissen wird auch ständig durch unsere Fachabteilungen vermittelt. Die Planung der Hauptabteilung Genossenschaftsüberwachung ist im Jahr 2002 auf die huntertprozentige Erfüllung des Prüfungssolls ausgerichtet; auf jeden Fall werden alle Bilanzabschlussprüfungen termingerecht vorgenommen werden.

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In der Revisionsabteilung waren im Berichtsjahr durchschnittlich 24,75 Personen beschäftigt, 19 davon nahezu ausschließlich mit Prüfungsarbeiten. Die Einschulung der Nachwuchskräfte und das Schritthalten mit angemessener Wissensvermittlung stellen insbesondere in der Prüfungsarbeit eine ständige Herausforderung dar. Man ist bestrebt, diesen Erfordernissen gerecht zu werden und Vieles an

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III Die Serviceleistungen des Verbandes

Aus dem gesetzlichen und statutarischen Auftrag der Interessensvertretung, der Beratung und Betreuung sowie der Hilfeleistung bzw. dem Beistand und der Förderung der Mitgliedsgenossenschaften ergibt sich die umfangreiche Palette der Serviceleistungen des Verban-

des. So ist der Verband Anwalt, Berater, Betreuer und auch konsortialer Dienstleister für die angeschlossenen Genossenschaften, welche aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und der Suche nach fachlicher Kompetenz die Leistungen des Verbandes in hohem Maße in Anspruch


Die Serviceleistungen des Verbandes

stungen begegnet werden kann. In einigen Leistungsfeldern hat man begonnen, mittelfristige Vereinbarungen des Leistungsbezuges zu treffen. In der Folge nun einige wesentliche Informationen zu den besagten Serviceleistungen.

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nehmen. Dabei gibt es allerdings keine Abnahmeverpflichtungen für die angebotenen Leistungen von Seiten der Mitglieder. Dies und der auf die Mitglieder begrenzte Markt stellen für das Unternehmen Raiffeisenverband ein Risiko dar, dem nur mit hoher Qualität der Lei-

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1. Leistungspaket für die Raiffeisen-Geldorganisation der Hauptabteilung Raiffeisenkassen

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Die Hauptabteilung Raiffeisenkassen stellt innerhalb des Raiffeisenverbandes gewissermaßen den Fachverband für die Raiffeisen-Geldorganisation dar. Die Leistungen dieser Abteilung sind sohin auf die Raiffeisen-Geldorganisation ausgerichtet und waren im Berichtsjahr auf Folgendes konzentriert.

Banktechnische und bankwirtschaftliche Beratung Vor dem Hintergrund struktureller Veränderungen in der Bankenlandschaft, die sich mit Schlagwörtern wie Globalisierung, Konzentration und Deregulierung, Einführung des Euro sowie Beginn des Internet-Zeitalters beschreiben lassen, stellt die eigenständige Weiterentwicklung unserer lokal verwurzelten Raiffeisenkassen eine zentrale Herausforderung dar. Größe allein ist dabei keine Erfolgsgarantie. Diese Erkenntnis, auf die seit jeher das Zusammenwirken im genossenschaftlichen Verbund aufbaut, ist die Grundlage einer gezielten Strategie zur Bündelung der Kräfte. Mit der Optimierung genossenschaftlicher Verbundlösungen werden Kostensenkungspotentiale erschlossen und mit dem Ausbau zentraler Beratungsleistungen den Anforderungen an Spezialwissen entsprochen. Auch sind wir überzeugt, dass die Mehrheit der Südtiroler Bevölkerung der weltweit sich breitmachenden Entpersonifizierung des Bankgeschäftes skeptisch gegenübersteht. Für unsere Raiffeisenkassen bleibt ein ausgewogenes Nebeneinander von Technik und Mensch erstrebenswert, wobei die Nähe zu Mitgliedern und

Kunden sowohl räumlich als auch emotional als entscheidender Erfolgsfaktor gilt. Die Existenz und die Eigenständigkeit der Raiffeisenkassen zu wahren und ihre Position im Wettbewerb zu stärken, bilden somit einen zentralen Schwerpunkt der Aktivitäten unseres Verbandes. In diesem Verständnis hat die Hauptabteilung Raiffeisenkassen in der banktechnischen Beratung und Betreuung auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein umfangreiches Leistungspensum erbracht. Die vielfältigen bank- und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen, die oft Spielraum für Interpretationen offen lassen, erforderten eine sorgfältige Analyse und Bearbeitung. Besonderes Augenmerk wurde im Berichtsjahr auf das Meldewesen im Sinne der Bankenaufsicht, die Transparenzbestimmungen, die Risikozentrale, das Wuchergesetz, die Vorschriften für die Bilanzerstellung und Hinterlegung, die Consob-Bestimmungen im Bereich der Wertpapiergeschäfte sowie die Neuerungen im Bereich der Steuereinhebung gelegt. Auch die zahlreichen Vorarbeiten in den verschiedenen Arbeitsbereichen im Zusammenhang mit der Umstellung auf den Euro zogen sich wie ein roter Faden durch das


Die Serviceleistungen des Verbandes

Unternehmensberatung für die Raiffeisenkassen Das Leistungsangebot in der Unternehmensberatung, das auf eine ganzheitliche Entwicklung und Steuerung der Bank ausgerichtet ist, wurde auch im Berichtsjahr von den Raiffeisenkassen stark in Anspruch genommen. So wurde in den Bereichen Strategieentwicklung, Organisation, Vertrieb und Risikomanagement auf die begleitende Betreuung in den Entscheidungsprozessen und die fachliche und moderative Hilfestellung der Abteilung Unternehmensberatung zurückgegriffen. Neu in Angriff genommen wurde im Berichtsjahr ein Pilotprojekt im Personalmanagement, das auf die Schaffung einer leistungsorientierten Kultur ausgerichtet ist. Nicht zuletzt sollen dadurch die Möglichkeiten eines erfolgsabhängigen Vergütungssystems auf Grundlage des neuen gesamtstaatlichen Kollektivvertrages für die Angestellten der

Raiffeisen-Geldorganisation ausgeschöpft werden. Im Controlling wurde wiederum die Zielsetzung verfolgt, die Kosten-, Ertrags- und Risikoentwicklung der Raiffeisenkassen unter Kontrolle zu halten und ein ausgewogenes Gleichgewicht zu wahren. Hierzu haben sich die betriebswirtschaftlichen Jahresplanungen, die Budgetbetreuung, die regelmäßigen SOLL/IST-Vergleiche sowie ROI-Analysen als bewährte Maßnahmen der Steuerung bestätigt. Immer größere Bedeutung in der Gesamtbanksteuerung erlangen die Identifizierung, Bewertung und Überwachung der verschiedenartigen Risiken. Hier setzte man die Schwerpunkte im Bereich des Kredit- sowie des Zinsänderungs- und Kurswertrisikos und bediente sich für die Risikotragfähigkeitsberechnungen EDVgestützter Systeme.

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ganze Jahr hindurch. Hilfestellung wurde den Raiffeisenkassen auch in der Zusammenarbeit mit öffentlichen Ämtern, in der Abwicklung von Sammelbestellungen, in der Verwaltung des Raiffeisen-Hilfsfonds und des Werbefonds, in der Abrechnung der gestempelten Drucksorten und der Verwaltung der Gruppen-Versicherungspolizzen geleistet. Verbandsintern hat sich die Hauptabteilung Raiffeisenkassen gerade im normativen und aufsichtsrechtlichen Bereich als ein ständiger Berater und Begleiter der anderen Fachabteilungen hervorgetan.

Marketing für Raiffeisenkassen Wie in den vergangenen Jahren war man auch im Jahr 2001 bemüht, gezielte Akzente im Kinder- und Jugendmarkt zu setzen. Mit drei Schwerpunktthemen im Rahmen von Bank the future wurde ein attraktives In-

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Das neue Finanzportal der Raiffeisenkassen im Internet


Die Serviceleistungen des Verbandes

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Das Erscheinungsbild der Raiffeisenkassen wurde weiterentwickelt

formationspaket geschnürt mit dem Ziel, die Plattform für den regelmäßigen Kontakt und Dialog mit den Jugendlichen zu nutzen. Einen der erfolgreichsten Bausteine im Kinderund Jugendmarketing bildet seit vielen Jahren der Internationale Raiffeisen-Jugendwettbewerb. Allein in Südtirol beteiligten sich im letzten Jahr wiederum mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche. Der Raiffeisen-Investmentclub kann sich mit seiner inzwischen auf 3.500 Personen angewachsenen Mitgliederzahl eines beachtlichen Zuspruchs erfreuen. Eindeutige Schwerpunkte wurden im Event-Marketing gesetzt, wo Raiffeisen seine Anlagekompetenz öffentlich unter Beweis stellen und interessierte Anleger aktiv in das

Gemeinschaftserlebnis Club einbinden konnte. Das Marketingjahr 2001 stand weiters im Zeichen einer regen Informationstätigkeit und gezielter Marktrecherchen. Unter dem Namen Infoplus wurden den Kunden praxisnahe Informationen zu den Themen Euro, Erben und Reisen zur Verfügung gestellt. Der Bedeutung von regelmäßigen Marktuntersuchungen wurde mit einer Studie Rechnung getragen, die die Zielgruppe Firmenkunden zum Gegenstand hatte. Im Rahmen des Multi-ChannelAngebotes, das sich durch den Einsatz der modernen Informationstechnologien eröffnet, bieten sich für die Raiffeisenkassen zusätzliche Chancen im Wettbewerb. Dementsprechend konzentrierten sich die Bemühungen darauf, das Internetangebot als businessorientierte Plattform mit Mehrwert zu positionieren und das Finanzportal als zukunftsträchtigen Vertriebskanal weiter zu entwickeln. Hinsichtlich der inhaltlichen Ausrichtung war man bestrebt, diese noch stärker auf die Bedürfnisse der Nutzer abzustimmen.

Werbetätigkeit für die Raiffeisenkassen Die Strategie der Bündelung der Kräfte wird in der Kommunikation nach außen durch eine einheitliche Werbung vermittelt. Die Pflege eines einheitlichen Erscheinungsbildes der Raiffeisen-Geldorganisation ist deshalb ein besonderes Anliegen des Verbandes. In diesem Verständnis wurde im Berichtsjahr das bestehende Erscheinungsbild überarbeitet und fortentwickelt. Die neue Gestaltung bringt


Die Serviceleistungen des Verbandes

Für das laufende Jahr ist für die RGO wiederum eine umfangreiche Projektplanung im I&DV-Bereich erfolgt und den führenden Mitarbeitern der Kassen vorgestellt worden. Geachtet wurde dabei auf Kosten, die durch unnötige Vielfalt entstehen könnten, auf Nutzenstiftung und natürlich auf Prioritäten im Wettbewerb und in der strategischen Ausrichtung. Eine besondere Herausforderung wird dabei noch einmal die praktische Einführung des EURO darstellen. Die Gemeinschaftswerbung findet in einem alljährlichem Marketing- und Werbeplan ihren Niederschlag, der im Rahmen des Zentralen Werbefonds verwaltet wird. Die im Vorjahr beschlossene Neuausrichtung der Verwaltung des Zentralen Werbefonds hat sich im Berichtsjahr verbundsintern positiv ausgewirkt. Die Inhalte der Werbeaktionen wurden mit noch größerer Einbindung der Raiffeisenkassen definiert, und die Themenbereiche der Marketingaktionen in Arbeitsgruppen abgestimmt.

Durch Sponserverträge unterstützt wurden wiederum vornehmlich Sportorganisationen, Sport- und Kulturveranstaltungen sowie andere Ereignisse von landesweitem Interesse.

Raiffeisen-Hilfsfonds Auch im Berichtsjahr kam das gesellschaftliche Engagement durch vielfältige Unterstützungsmaßnahmen aus dem Raiffeisen-Hilfsfonds zum Ausdruck. Auf unbürokratische Weise konnte mehreren Menschen, Familien und wohltätigen Einrichtungen

Jugend und Sport standen wieder im Mittelpunkt der Sponsortätigkeit

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neben der Verbundenheit mit traditionellen Werten auch eine zeitgemäße Aufgeschlossenheit für Neues und Modernes zum Ausdruck. Das Giebelzeichen und der Schriftzug „Raiffeisen“ in Raiffeisengrün verkörpern die traditionelle und verwurzelte Kernmarke, während mit der Beifügung „Meine Bank“, die in elegantem Schwarz und modernem Schriftzug gehalten ist, die emotionale Stimmung und zeitnahe Orientierung verbildlicht werden. Das neue Logo „Raiffeisen Meine Bank“ spricht demgemäß die menschliche Nähe zwischen Kunde und Bank an.

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geholfen und damit Härtefälle gelindert werden. Ebenso wurden aus den Mitteln des Hilfsfonds die Bergbauernpreise und die Jungbergbauernpreise gestiftet, die alljährlich bei der Vollversammlung des Südtiroler Bauernbundes und der Vollversammlung der Bauernjugend überreicht werden.

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Beirat für die RGO Dieses für die Belange der Raiffeisen-Geldorganisation eingerichtete Gremium traf sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zu insgesamt sechs Sitzungen, bei denen verschiedene bankund verbundsrelevante Themen zur Behandlung gelangten. Von besonderer Bedeutung war die Erarbeitung und Genehmigung eines neuen Reglements, mit welchem die Zuständigkeiten und die Weichenstellung für die künftige Arbeitsweise neu definiert wurden.

Verwaltung des Fonds für den geförderten Wohnbau Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Verwaltung der Wohnbaudarlehen zur vollen Zufriedenheit der Darlehensnehmer und der zuständigen Landesämter abgewickelt werden. Die neu ausgereichten Darlehen haben gegenüber dem Vorjahr erneut zugenommen, und so wurden im Berichtsjahr der Raiffeisen-Geldorganisation vom Land 290 Darlehen neu zugewiesen, wobei 20,1 Mill. Euro (39 Mrd. Lire) an Darlehensnehmer zur Auszahlung kamen. Zu Ende des Berichtsjahres belief sich das aushaftende Kapital der vom Verband verwal-

teten Wohnbaudarlehen auf rund 378 Mill. Euro (731 Mrd. Lire). Die Rückzahlungen erfolgten, abgesehen von wenigen Ausnahmen, pünktlich. Trotz einer leichten Steigerung im vergangenen Jahr, wurde der Fonds für soziale Härtefälle immer noch relativ wenig beansprucht. Mit dem im August erlassenen Wohnbauförderungsgesetz Nr. 8 wurde das Wohnbau-Landesgesetz Nr. 13 vom 17.12.1998 in einigen wesentlichen Punkten abgeändert. Dabei wurden nicht nur neue Richtlinien für die Empfänger der Wohnbauförderungen eingeführt, sondern auch neue Bestimmungen erlassen, die sich auf die Verwaltung der Wohnbaudarlehen aus dem Landesrotationsfonds auswirken und mittelfristig zu einer Vereinfachung der Förderung selbst sowie der Verwaltungsarbeiten führen werden.

Hilfestellung bei Spezialkrediten und bei der Verwaltung der Rotationsfonds zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft und der Landwirtschaft Für diese speziellen Kreditarten hat der Raiffeisenverband den Raiffeisenkassen ebenfalls umfangreiche Beratungen und Abwicklungshilfen zur Verfügung gestellt. Im Berichtsjahr wurden dabei von der Raiffeisen-Geldorganisation 270 Darlehensverträge im Sinne des Landesgesetzes Nr. 9/91 für einen Gesamtwert von 51,7 Mill. Euro abgeschlossen, wobei das aushaftende Kapital des Landesrotationsfonds zum 31.12.2001 rund 265 Mill. Euro betrug. Weiters wurden insgesamt 2.061 Landwirtschafts- und Handwerkskre-


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Verwaltung der verschiedenen Gruppen-Versicherungspolizzen In Zusammenarbeit mit dem Raiffeisen Versicherungsdienst hat der Raiffeisenverband die bestehenden Gruppen-Polizzen den neuen Marktund Sicherheitserfordernissen, auch im Zusammenhang mit der Einführung des Euro angepasst, die Verrechnung der Prämien anteilsmäßig vorgenommen sowie von einzelnen Raiffeisenkassen gewünschte Sonderkonditionen berücksichtigt. Diese Koordination und Verwaltung der Sammelpolizzen nimmt den Raiffeisenkassen nicht nur viel Verwaltungsarbeit ab, sondern ermöglicht vor allem eine günstige Prämiengestaltung, die mit Einzelverträgen nicht zu erreichen wäre.

Die wichtigsten Gruppenpolizzen, die derzeit vom Raiffeisenverband verwaltet werden und den Raiffeisenkassen und deren Kunden einen vielfältigen „Rundum“-Versicherungsschutz garantieren, sind folgende: • Die Unfallversicherung für Raiffeisen-Kontoinhaber • Die Gruppen-Ablebensversicherung für Raiffeisen-Kunden • Die Einbruch-, Diebstahl-, Raub- und Wertträgerversicherung zum Schutz der von den Raiffeisenkassen verwalteten Wertbestände • Die Krankenversicherung für Mitarbeiter der RGO • Die allgemeine- und die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung • Die allgemeine Haftpflichtversicherung der „Studentenservice“Konten • Die Bancomat- und Kreditkartenversicherung

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dite durch die Raiffeisenkassen an uns weitergeleitet und bearbeitet, wobei mehr als 17 Mill. Euro zur Auszahlung gelangten.

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2. Leistungen, die auf alle Mitgliedsgenossenschaften ausgerichtet sind Darunter fallen im besonderen jene in den Bereichen des allgemeinen Rechts, des Steuerrechts und des Arbeits- und Sozialrechts.

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Allgemeine Rechtsberatung Die allgemeine Rechtsberatung des Verbandes wird in unzähligen Fällen von den Mitgliedsgenossenschaften wie auch von den Fachabteilungen des Verbandes und von der Verbandsleitung in Anspruch genommen. Das Betätigungsfeld der Rechtsabteilung ist ausgesprochen weitläufig; die Raiffeisenkassen nehmen die Leistungen besonders stark in Anspruch. Die rechtliche Beratung ist sowohl in den großen Bereichen des allgemeinen Rechts als auch in Spezialbereichen von zunehmender Rechtsunsicherheit gekennzeichnet, was die Beratungsarbeit zuweilen schwer belastet. In der Anzahl der Gesetze und Normen steht Italien EU-weit an der Spitze, und der Gesetzgeber bedient sich im Übermaß der Verordnungen, die kurzfristig in Kraft treten und so die rechtzeitige Anwendung zuweilen äußerst erschweren. Sachverhalte, die die Rechtsabteilung besonders beansprucht hatten, waren die Bestimmungen des sog. Wuchergesetzes (Nr. 24/2001), die Bestimmungen zur Abwehr der Geldwäsche sowie die Bestimmungen über die Schenkungen und Hinterlassenschaften, deren steuerliche Normen im Oktober mit Gesetz Nr. 383 gänzlich abgeschafft worden sind.

Die Raiffeisenkassen werden von der Rechtsabteilung kontinuierlich über Konkurse oder Zwangsvollstreckungsverfahren informiert, so dass diese gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zur Besicherung von Guthaben treffen können. Auch dabei leistet der Verband häufig Rechtsbeistand und Hilfe bei der Abwicklung der Eintreibungsprozeduren. Eine besondere Betreuung wird im Bereich des Vertragswesens gewährleistet. Den Genossenschaften werden Entwürfe für abzuschließende Verträge erstellt sowie Interpretationen und Übersetzungen zu bestehenden Verträgen geliefert. Die Raiffeisenkassen verwenden fast ausschließlich Vertragsvorlagen, die der Raiffeisenverband ausgearbeitet hat und die er ständig auf dem laufenden hält. Im Zusammenhang mit der Abwicklung der Konsortialkredite wurden zunehmend praxisnahe Hilfen aus rechtlicher Sicht angeboten und Vorlagen für die Durchführung dieser Kredite erstellt, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Den Verlustträgern von Inhabersparbüchern und –sparbriefen wird bei der Abwicklung der aufwendigen und langwierigen Gerichtsverfahren Hilfestellung geleistet, so dass eine schnellere gerichtliche Kraftloserklärung der


Die Serviceleistungen des Verbandes

Steuerberatung Die Obliegenheiten gegenüber dem Fiskus erfordern in der Führung und Verwaltung eines Unternehmens, und so auch der Genossenschaften, erhebliche Aufmerksamkeit und stellen, vor dem Hintergrund der Sicherheit, selbst einen zentralen Punkt der Verwaltung dar. Dabei ist das Interesse der

Mitgliedsgenossenschaften groß, auf die Fachkompetenz des Verbandes zurückzugreifen. Im Berichtsjahr haben die steuerlichen Sachverhalte selbst auf dem politischen Parkett Italiens große Aufmerksamkeit erfahren, nachdem die neue Regierung eine generelle Reform der öffentlichen Finanzen und Finanzverwaltung zum Programm erklärt hatte. Formelle Verpflichtungen sollten, soweit als möglich, abgebaut, der Steuerdruck zurückgefahren und die Struktur des gesamten Steuersystems stark verändert werden. Einiges davon wurde bereits umgesetzt, wie etwa die Abschaffung der Vidimation von Pflichtbüchern, und Steuern wurden abgeschafft oder reduziert (Erbschaftssteuer bzw. Werbesteuer). Dazu kam allerdings eine Besteuerung der Genossenschaften, wie sie im Frühjahr 2002 eingeführt worden ist. Die begünstigte Rückführung von Vermögen im Ausland mit einer Besteuerung von nur 2,5% war des Weiteren eine Maßnahme, mit der sich insbesondere die Raiffeisenkassen konfrontiert sahen. So hatte die Steuerabteilung des Raiffeisenverbandes wiederum alle Hände voll zu tun, damit alte und neue Bestimmungen bei den Genossenschaften ihre korrekte und rechtzeitige Anwendung erfahren konnten. Dazu bedurfte es eines ständigen sorgfältigen Studiums von Gesetzen und Verordnungen, die es galt zu übersetzen sowie gebrauchsgerecht und praxisnah den Genossenschaften zu kommunizieren. Dies geschah in fünf Tagungen und durch mehr als 100 Rundschreiben oder Rundbriefe. Man bemühte sich dabei, die jeweils not-

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verlorenen oder gestohlenen Sparbücher, und in seltenen Fällen der verlorenen Schecks, herbeigeführt wird. Dadurch können die Kunden der Raiffeisenkassen auf die Ausstellung der Duplikate in relativ kurzer Zeit hoffen, Unannehmlichkeiten vermeiden und Kosten sparen. Der Raiffeisenverband hält für die diversen Genossenschaftssparten Musterstatuten bereit, die dann den konkreten Bedürfnissen der Genossenschaften angepasst werden können. Dadurch sind gesetzeskonforme Satzungen garantiert. Werden Statutenänderungen geplant, so steht der Raiffeisenverband beratend zur Seite, um sicherzustellen, dass die von der Vollversammlung zu genehmigenden Änderungen mit dem Gesetz übereinstimmen. Auch die Interpretation von Statuten ist oftmals Gegenstand von Anfragen. In diesem Zusammenhang scheinen Schiedsgerichtsklauseln zunehmend problematischer zu werden, weil die entsprechenden Verfahrenskosten im Verhältnis zum Streitwert in eine mitunter absolute Unverhältnismäßigkeit ausufern. Dies wird uns zur Empfehlung veranlassen, derartige Klauseln aus den Satzungen zu streichen.

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wendigen und zutreffenden Informationen, auch nur Gruppen von Genossenschaften zu liefern, um jede Informationsflut zu vermeiden. In der Steuerberatung haben Anfragen über Lotus Notes und via Internet stark zugenommen. Diese Medien sind für die Fragesteller äußerst bequem, für den Berater stellen sie jedoch eine besondere Herausforderung dar, wenn es darum geht, schnell und erschöpfend die Fragen eben über diese Medien zu beantworten. Was die oben erwähnte Einführung der Besteuerung von Genossenschaften angeht, ist dieselbe vorerst auf zwei Jahre begrenzt, mit Ausnahme der Raiffeisenkassen, welche in den nächsten fünf Jahren mit der neuen Gewinnbesteuerung zu rechnen haben. Die verschiedenen Freibeträge der Bilanzgewinne reduzieren die allgemeine Gewinnbesteuerung von 36% auf rund 6,4% bei den Raiffeisenkassen, bei den landwirtschaftlichen Genossenschaften auf rund 11% und bei allen anderen Genossenschaften auf ca. 17%. Diese Besteuerung kann als erträglich angesehen werden, sie bricht jedoch endgültig mit einem historischen Grundsatz, wonach bisher bei den Genossenschaften die auf die unaufteilbaren Reserven gebuchten Rechnungsüberschüsse steuerfrei waren. Neben den Beratungsleistungen wurden auch ausführende Dienste der Steuerabteilung wiederum stark in Anspruch genommen und dies vor allem bei den Steuererklärungen, so was die MwSt., die Einkommensteuer, die regionale Wertschöpfungssteuer, die Erklärungen der Steuersubstitute und die Gemeindesteuern auf Immo-

bilien angeht. Die Einkommensteuern wurden dabei im Zuge der Bilanzerstellungen errechnet, eine Prozedur die sich mittlerweile, unter Berücksichtigung verschiedener Begünstigungen (VISCO, DIT), der Branchenkennzahlen u. a., als recht kompliziert gestaltet. Für mehr als 300 Genossenschaften wurden diese Leistungen verrichtet. Bezüglich der regionalen Wertschöpfungssteuer (IRAP) gibt es für Genossenschaften keine Begünstigungen, und so wurden als Steuern an die 12 Mill. Euro errechnet und eingezahlt. An die 270 Erklärungen betrafen die Steuersubstitute (Mod. 770) und dabei war die viel zu späte Festlegung der Inhalte der entsprechenden Datenträger von Seiten des Finanzministeriums Grund für aufwendige händische Eingaben. Die Gemeindesteuer auf Immobilien (I.C.I.) gestaltet sich in ihrer Berechnung als immer schwieriger, nachdem es die Gemeindeautonomien zulassen, unterschiedliche Steuersätze, Steuerfreibeträge und Termine festzulegen. Für die Mehrwertsteuern fielen monatliche, trimestrale und jährliche Erklärungen an. Hier hat sich die telematische Weiterleitung als äußerst rationalisierend erwiesen, und der Verband hat diesbezüglich als Intermediär an die 2000 Erklärungen im Berichtsjahr weitergeleitet. Häufig kommen immer noch Verwaltungsbescheide über Steuernachzahlungen oder Steuerzahlkartellen vor, bei denen es sich, wie auch im Berichtsjahr, in den meisten Fällen um Fehler der Finanzverwaltung handelt.


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demselben. Die entsprechenden Daten werden auf Datenträgern erfasst und auf elektronischem Wege weitergeleitet. Der Verband ist ebenso bereits vorbereitet, die Akten mit elektronischer Unterschrift telematisch zu hinterlegen, doch wurde diesbezüglich, wie bekannt, ein Aufschub von einem Jahr verfügt. Ein weiterer Dienst besteht in der Anforderung von Bestätigungen und Auszügen, wie etwa aus dem Handelsregister, vom Genossenschaftsregister u.a.m. Die angekündigten Reformen der öffentlichen Finanzen werden die Steuerabteilung des Verbandes auch in diesem Jahr stark in Anspruch nehmen. Darüber hinaus scheint der Bedarf der steuerrechtlichen Unterstützung in der Kundenberatung der Raiffeisenkassen zuzunehmen. Bei den von Genossenschaften kontrollierten oder beteiligten Gesellschaften besteht ebenso zunehmender Beratungsbedarf und die steuerliche Betreuung der Mitgliedsgenossenschaften via Internet nimmt ständig zu. Diesen Herausforderungen wird sich die Steuerabteilung im Verband zusätzlich zu stellen haben.

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Mehr als 130 dieser Art hatte die Steuerabteilung im Berichtsjahr zu bearbeiten; die meisten davon konnten im Verwaltungswege bereinigt werden, in drei Fällen wurden Rekurse an die Steuerkommissionen eingebracht. Die Steuerkontrollen sind eher weniger geworden; nur zehn Teilkontrollen waren im Berichtsjahr zu verzeichnen; eine globale Kontrolle gab es bei keiner Genossenschaft. Die Steuerabteilung leistet auch in solchen Fällen die notwendige fachliche Unterstützung. Der Steuerbeistandsdienst (Mod. 730) wurde von 108 Genossenschaften in Anspruch genommen. An die 1.700 Mitarbeiter konnten dadurch Steuerguthaben von rund 900.000 € bereits im Juli 2001 kassieren oder die geschuldete Steuer über ihren Arbeitgeber verrechnen. Der Buchhaltungsdienst wird zunehmend nachgefragt. Für 90 Mitgliedsgenossenschaften wurde im Verband die Finanz- und Mehrwertsteuerbuchhaltung erledigt. Die Steuerabteilung besorgt schließlich auch die Hinterlegungen der Bilanzen beim Handelsregister und die Anmeldungen von Neuwahlen bei

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Arbeitsrechtliche Beratung und Betreuung Die Genossenschaften messen in ihrer Arbeit den Menschen eine ganz besondere Rolle bei. Dies gilt nicht nur für die Mitglieder, sondern soll auch für die Mitarbeiter, die ihre Existenzgrundlage in den genossenschaftlichen Unternehmen suchen oder sich diesen dafür anvertrauen, ihre Bedeutung haben. In diesem Bewusstsein ist der Raiffeisenverband um ausgewogene Verhältnisse zwischen den Anforderungen der genossenschaftlichen Unternehmen und den Anliegen der Mitarbeiterschaft bei seinen arbeitsrechtlichen Beratungen und Betreuungen bemüht. Die Raiffeisenorganisation unseres Landes beschäftigt durchschnittlich an die 6.500 Lohnabhängige, und in der komplexen Materie, die sich mit den Arbeitsverhältnissen verbindet, finden die Genossenschaften im Raiffeisenverband einen zuverlässigen und kompetenten Berater. Die arbeitsrechtliche Beratung und Betreuung geht aber auch darüber hinaus, indem mit der HGV-Service-Genossenschaft und der Bauernbund-Genossenschaft eine enge Zusammenarbeit bei den Lohnabrechnungen für weitere rund 11.000 Beschäftigte besteht. Die Heterogenität unserer Organisation bringt es mit sich, dass 22 verschiedene Kollektivverträge angewandt werden und zusätzlich auch noch verschiedene provinziale Zusatzabkommen und betriebliche Vereinbarungen zu berücksichtigen sind. Die Personalabteilung des Verbandes wirkt grundsätzlich auf drei Ebenen, und zwar als:

• Verhandlungs- und Vertragspartner bei Abkommen auf nationaler, provinzialer und betrieblicher Ebene und durch Mitwirkung in verschiedenen Kommissionen und Arbeitsgruppen • Berater und Betreuer der Genossenschaften bei den verschiedensten Sachverhalten der Personalverwaltung • Dienstleister für Gehaltsabrechnungen und alle damit zusammenhängenden Obliegenheiten. Darüber hinaus vertritt der Verband die Mitgliedsgenossenschaften bei den verschiedensten Problemen und Anliegen gegenüber Ämtern und Stellen, die mit dem Personalwesen bzw. dem Für- und Vorsorgewesen zu tun haben. Auf gesamtstaatlicher Ebene kam es im Berichtsjahr zu drei Abkommen für die RGO, bei denen der Verband seinen Einfluss geltend gemacht hat, und weitere fünf Abkommen wurden in diesem Bereich auf lokaler Ebene unterzeichnet. Viel zu lange ließ die Erneuerung des Kollektivvertrages für die Führungskräfte der RGO auf sich warten und der entsprechende Abschluss im Februar d. J. brachte Neuerungen grundlegender Art mit sich, die selbst zu einem neuen Verständnis in der Unternehmensführung der Raiffeisenkassen Anlass geben werden. Intensiv war wiederum die Beratung der Mitgliedsgenossenschaften im Hause und vor Ort, so was Personalentwicklungen und Personalentscheidungen von der Auswahl über die Aufnahme bis hin zur Einstufung, Beförderung und auch Entlassungen anging oder aber in Bezug auf betriebsinter-


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der RGO in ihrem eigenen Wechselseitigen Krankenbeistandsverein (WKV) oder die 1.400 eingeschriebenen Mitglieder im Rentenzusatzfonds (Laborfonds). Die Lohn- und Gehaltsabrechnungen haben im Berichtsjahr eines ganz besonderen Einsatzes bedurft. Die Gesamtzahl der Lohn- und Gehaltsstreifen, die für die Mitarbeiterschaft unserer Mitgliedsgenossenschaften erstellt worden sind, ist mit insgesamt 84.100 nur um einen halben Prozent höher als im Vorjahr. Monatlich waren es sohin im Durchschnitt an die 7.000 Gehaltsstreifen, die zu etwa 30% die RGO betrafen, zu 44% die Obst-, Kellerei- und Sennereigenossenschaften und für den Rest andere Genossenschaften sowie 15 Altersheime. Acht Betriebe kamen im Berichtsjahr neu dazu. Für die 15 Altersheime wurden die Auswertungen zu Jahresende eingestellt. Stark zugenommen haben die Auswertungen für Leistungen aus fortwährender und freier Mitarbeit im Sinne der diesbezüglichen neuen Bestimmungen. Die Anwendung einer neuen Software für die Lohnabrechnungen führte zu nicht unerheblichen Problemen und konnte auch im Berichtsjahr noch nicht für alle Sparten bzw. angewandten Verträge genutzt werden. Eine neue Software für ein umfassendes Personalverwaltungssystem wurde bereits vor Jahren als unausweichlich erkannt und man setzte dabei auf moderne Technologie mit objektorientierter Architektur und relationalen Datenbanken sowie eine vollgraphische Benutzeroberfläche. Die Anforderungen waren ebenso auf

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ne Vereinbarungen, Streitbeilegungen u. v. a. m. Kontinuierlicher Beratungsbedarf besteht immer noch in den Bereichen der Bestimmungen über die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Beziehungen zu den Fürsorgeämtern oder Unfallinstituten sind von kooperativem Geist getragen, aber bezüglich der Beitragsleistungen gilt es dauerhaft Probleme zu lösen. Interpretationsschwierigkeiten der entsprechenden Bestimmungen und latente Unzulänglichkeiten in den Verwaltungen bis hin zu fehlerhaften Datenarchiven führen immer wieder zu Beanstandungen, zu falschen oder unberechtigten Beitragsforderungen, die dann einen erheblichen Aufwand der Prüfung, Beweislieferung und Rückforderung bewirken und, wenn auch vereinzelt, selbst zu gerichtlichen Auseinandersetzungen führen. Es handelt sich dabei mitunter auch um Beträge enormen Ausmaßes, wie z. B. bei der Aberkennung der Fiskalisierung von Beiträgen der landwirtschaftlichen Betriebe in Berggebieten. Hier stehen mehr als 17 Mill. € auf dem Spiel, von denen richterliche Urteile der ersten Instanz unsere Rückforderungen in mehr als zwei Dutzend Fällen als rechtens erklärt haben. Aber auch bei anderen Beanstandungen und Streitfällen ging es um Beträge in Millionenhöhe. Die Abteilung für Arbeitsrecht betreut auch Krankenzusatzversicherungs-Systeme und die Zusammenarbeit mit Pensionszusatzfonds, wie etwa die mehr als 1.000 Angestellten und Arbeiter der Obstmagazine im Krankenbeistandsverein „Cesare Pozzo“, die mehr als 2.000 Angestellten

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Mehrsprachigkeit ausgelegt wie auch auf Flexibilität für individuelle Anforderungen und sollten selbstverständlich, neben den Lohnabrechnungen, auch alle damit zusammenhängenden Auswertungen liefern und mit den Personalakten integriert sein. Der daraus sich ergebende Komplexitätsgrad führte zu ungeahnten zeitlichen Verzögerungen in der Entwicklung und auch zu Kosten, die die ursprünglichen Vorstellungen weitaus sprengten. Zur Zeit werden die Anwendungen stabilisiert und vervollständigt; durch den

umfassenden Verwendungszweck wird eine Verteuerung unserer entsprechenden Dienste bevorstehen. Im laufenden Jahr wird somit die vollständige Anwendung dieser neuen Lohnprogramme mit Priorität vorangetrieben werden. Im Übrigen ist zu erwarten, dass die Regierung Berlusconi mit gesetzlichen Änderungen aufwarten wird, die Vieles im Arbeits- und Sozialrecht reformiert, sodass gerade in diesen Bereichen die Beratungs- und Betreuungsleistungen des Verbandes stark gefordert sein werden.

Anzahl der jährlichen Gehaltsabrechnungen in den Jahren 1991 bis 2001

Anzahl der monatlichen Gehaltsabrechnungen im Jahresverlauf 2001


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Der Raiffeisenverband stellt umfangreiche Informationstechnologie zur Verfügung. Die Anwendungen sind grundsätzlich auf alle Genossenschaften ausgerichtet; den weitaus größten Leistungsbezieher stellt aber die RGO dar. Im Berichtsjahr wurden aber insbesondere auch die Leistungen für die Obstgenossenschaften erweitert und vervollständigt, und zwar mit einem starken Integrationsgrad auf zwei Ebenen, das heißt, zwischen den Erzeugerorganisationen VOG und VI.P. und deren Mitgliedsgenossenschaften. In der RGO ist dieser Integrationsgrad auf vier Ebenen gegeben, und zwar zwischen Kunden, Raiffeisenkassen, Raiffeisen Landesbank und Bankensystem im nationalen und internationalen Raum. Die Bewegungen auf den Konten der Banken sind mittlerweile zu 70 bis 90% voll automatisiert, sodass die Arbeiten im back-office enorm entlastet sind. Auf die Qualität und Sicherheit der Anwendungen wird besonderes Augenmerk gelegt, und die Antwortzeiten im Online-Bereich können im Durchschnitt mehr als zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Informatikleistungen hält der Raiffeisenverband für seine strategische Auftragserfüllung als besonders wichtig. Es hat sich in den letzten Jahren immer deutlicher herausgestellt, dass die Funktionstüchtigkeit der Informations- und Kommunikationssysteme zum unverzichtbaren Instru-

mentarium in der Unternehmensführung geworden ist und auch als entscheidender Wettbewerbsfaktor gilt. Die Internet-Technologie hat diese Erkenntnis noch zusätzlich verstärkt, und so hat der Verband von Anbeginn an auch in diesem Bereich Maßstäbe gesetzt. Selbstverständlich hat diese zunehmende Bedeutung der Informationsund Kommunikationstechnologie auch Kosten zur Folge, die mitunter herkömmliche Vorstellungen weitaus überschreiten. Dem gegenüber sind aber auch Rationalisierungs- und Optimierungspotentiale in ungeahnter Dimension erschlossen worden. Feststellbar ist allenfalls, dass die Kostendynamik der I&DV-Services des Raiffeisenverbandes deutlich hinter der Entwicklung von Inflation und Mengen zurückbleibt. Im Bereich des Netzwerkbetriebes wollte man aber dennoch Synergien aus der Zusammenarbeit mit anderen Partnern nutzen, so wie dies durch die Errichtung der R.U.N. AG, gemeinsam mit der Südtiroler Sparkasse AG, erfolgt ist. Allemal schwierig gestaltet sich die Kommunikation zwischen den Fachleuten der EDV und den EDV-Anwendern in deren täglichen Praxis. Aus diesem Grund wurde im Berichtsjahr im Rahmen der RGO ein eigenes Komitee (IT-Komitee) von den Raiffeisenkassen eingesetzt, das einheitlich als Auftraggeber in allen Sachverhalten der Informatik auftritt und dem

JAHRESBERICHT 2001

3. Informations-und Datenverarbeitung (I&DV) Raiffeisen-Informations-Systeme R.I.S.


Die Serviceleistungen des Verbandes

JAHRESBERICHT 2001

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Die technische Umstellung auf den Euro verlief reibungslos

auch weitere Kompetenzen der Kontrolle und Einflussnahme auf die entsprechenden Services übertragen worden sind. Daraus hat sich ein neues Verständnis und positives Klima in der Zusammenarbeit auf diesem komplexen Gebiet entwickelt. Im Berichtsjahr bildete, neben der Fortführung des allgemeinen Betriebes im R.I.S, nämlich in der Produktion, in der Anwenderbetreuung und im technischen Kundendienst, die Umstellung auf den Euro einen besonderen Schwerpunkt. Dieser historische Übergang auf die neue Einheitswährung wurde im R.I.S zwar schon seit vier Jahren in Tausenden von Details vorbereitet, es gab aber keinen vergleichbaren Fall in der Vergangenheit und daher keine Erfahrung, auf die man sich bei der konkreten Umstellung hätte stützen können. Es wurden deshalb alle denkbaren Maßnahmen getroffen bis hin zu unserem Ausweichrechenzentrum in München, in dem alle wesentlichen Komponenten

in der Simulation an mehreren aufeinander folgenden Tagen getestet wurden. Die Umstellung betraf, neben der Software die inzwischen mehr als 60.000 Programme umfasst, auch physische Sachverhalte wie etwa die Umrüstung der 260 Geldausgabeautomaten, der POS-Geräte u.a.m.. Das Ganze wurde dann auch ein voller Erfolg und die Umstellung gelang, aus der Sicht der Informatik, völlig reibungslos. Die Systeme hielten auch den enormen Anforderungen unbeeindruckt stand, als in den ersten Banktagen des Jahres die Frequenz an Transaktionen 40 bis 50% über dem Durchschnitt lag oder in den ersten 24 Stunden 27.500 Transaktionen allein bei den Geldausgabeautomaten zu verarbeiten waren. Hunderttausende von bilanzwirksamen oder auch nicht bilanzwirksamen Positionen der RGO wurden automatisch konvertiert und dann auch noch zwei Monate lang in der alten und neuen Währung geführt. Diese Währungsumstellung wurde


Die Serviceleistungen des Verbandes

Für die Genossenschaften, insbesondere des Obst- und Weinsektors, bedurfte es ebenfalls umfangreicher Vorbereitungen und Planungen, um die Euro-Umstellung in den Buchhaltungen und bei der Warenwirtschaft zu gewährleisten. Bei insgesamt 33 Betrieben dieses Sektors, die ihre Bilanz Ende Juli oder Ende August abschließen, wurde mit Beginn des neuen Rechnungsjahres auf den Euro umgestellt. Als neue Produkte sind im Berichtsjahr die zentrale Rechnungsarchivierung der Erzeugerorganisationen VOG und VI.P. zu nennen, bei denen zigtausende von Dokumenten elektronisch gesammelt und archiviert werden und die dann zentral abrufund druckbar sind. Für die Kellereigenossenschaften wurde innerhalb der Warenwirtschaftsprogramme ein Kontingentierungssystem für Qualitätsweine entwickelt, und für den VOG konnte ein dynamisches Ernteprognosen-Programm in Betrieb genommen werden. Viel Wert gelegt wird in der Informatik des Verbandes auf die Kundenbetreuung und Anwenderunterstützung. Dazu dienen telefonische Hotlines, Lotus-Notes und E-Mails. Über diese Medien gehen bis zu 180 Anfragen am Tag ein und bis zu ebensovielen werden beantwortet. Das R.I.S hat auch im Berichtsjahr beachtlichen Zuspruch erhalten, und so kamen zwei Raiffeisenkassen als Vollanwender neu hinzu und auch zwei weitere Betriebe des Obstsektors haben sich für die R.I.S-Lösungen entschieden.

JAHRESBERICHT 2001

auch zum Anlass genommen, große Teile unseres Informationssystems zu überarbeiten und verschiedene Anwendungen neu auszurichten. Dabei wurde Wert darauf gelegt, stärker auf Standards zu setzen und Sonderlösungen zu vermeiden. Behördliche Vorschriften sind dabei besonders sorgfältig berücksichtigt worden. So sollte die Euro-Einführung auch eine optimale Ausgangslage für die zukünftige Weiterentwicklung unserer I&DVProjekte schaffen. Parallel zur Umstellung wurden auch wesentliche Entwicklungen bei den automatischen Verbuchungen sowie in der Finanz- und Anlagenbuchhaltung umgesetzt. Bei den Finanzanlagen wurden im Bereich der Verwaltung von Wertpapieren, Fonds und Vermögen die Anwendungen weiter entwickelt und den veränderten Rahmenbedingungen angepasst. In den Bereichen der Kundengeschäfte und der Zahlungssysteme sowie des Controlling und Meldewesens wurden Anwendungen neu eingeführt oder Verbesserungen und Optimierungen umgesetzt. Die optische Speicherung für Schecks wurde vorangetrieben und Anwendungen in den Bereichen der Schatzamts- und Versicherungsdienste wurden optimiert und integriert. Als besonders aufwendig erweisen sich in der Wartung der Programme die vielfältigen Änderungen der behördlichen Vorgaben, die Bestimmungen der öffentlichen Finanzverwaltung oder sonstige formale Vorschriften, die oftmals ohne annähernde Vorstellungen erlassen werden, was sie an Kosten und Aufwand in der komplexen Materie der Informatik zur Folge haben.

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Die Serviceleistungen des Verbandes

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4. Bildungsveranstaltungen

JAHRESBERICHT 2001

Das Bildungsangebot des Verbandes ist im Berichtsjahr mit großem Engagement fortgesetzt worden. Es stieß auf reges Interesse bei den Mitgliedsgenossenschaften und wurde, wie es die Zahlen zeigen, nachhaltig angenommen. Es war unser Ziel, ein breitgefächertes Angebot an Lehrgängen, Kursen, Seminaren und Tagungen anzubieten und dabei Wissen zu vermitteln, das insbesondere auf die Führung genossenschaftlicher Unternehmen durch Hauptberufliche und Ehrenamtliche ausgerichtet war. Hauptabnehmer waren wiederum die Raiffeisenkassen, deren Mitarbeiter zum Teil selbst außerhalb der Arbeitszeit Lehrgänge absolvierten.

150 Bildungsveranstaltungen mit 2.450 Teilnehmern verzeichnete die Abteilung Bildungswesen im Jahr 2001

Inhaltlich fiel das Schwergewicht auf Kompetenzen in der Kundenberatung der Bankwirtschaft und das Führen von Genossenschaften. Ein fünftägiger Kurs für Aufsichtsräte und ein viertägiger Kurs für Vorstandsmitglieder waren auf die gewählten Vertreter ausgerichtet, und insgesamt 172 Personen haben daran teilgenommen.

Bildungsarbeit in Zahlen Insgesamt wurden im Berichtsjahr 150 Bildungsveranstaltungen organisiert und abgehalten, an denen 2.450 Personen teilgenommen haben, und die sich auf mehr als 300 Tage erstreckten. Die teilnehmenden Personen kamen zu 90% von den Raiffeisenkassen. In „Personentagen“ ausgedrückt, waren es im Jahr 2001 rund 5.000 und dazu kommen weitere Veranstaltungen, die innerhalb der Raiffeisenkassen durchgeführt worden sind. Die Investitionen in die Aus- und Weiterbildung waren also wiederum beachtlich und dies dürfte für die Leistungsfähigkeit und Stabilität des Raiffeisen-Genossenschaftswesens unseres Landes wohl auch seine Bedeutung haben. Was die Referenten angeht, wurde wiederum weitgehend auf organisationsinterne Personen zurückgegriffen. Im Berichtsjahr wurden Vorbereitungen für das Telelearning getroffen, womit sich Kursteilnehmer über das Internet fortbilden können. Dies schafft Unabhängigkeit von Ort und Zeit und gibt dennoch die Möglichkeit,


Die Serviceleistungen des Verbandes

triebswirtschaftlichen Lehrgang abzuhalten, an dem zehn Führungskräfte aus Nordtirol und ebenso viele aus Südtirol teilnehmen werden. Diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit kann als einmaliges und konkretes Beispiel für ein Zusammenwachsen in diesem geografischen Raum angesehen werden. Die berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung wird der Raiffeisenverband auch in Zukunft als eine wichtige Aufgabe vorantreiben und dabei die Kontakte mit dem Ausland jenseits des Brenners weiter intensivieren.

Anzahl der Weiterbildungstage in den Jahren 1991 bis 2001

JAHRESBERICHT 2001

mit Referenten und Trainern zu kommunizieren. Die Eignungs- und Funktionärsprüfungen der Mitarbeiter von Raiffeisenkassen wurden im Berichtsjahr abgeschafft; es wurden aber noch in 17 Prüfungssessionen die Eignungsprüfungen für 91 Bewerber abgenommen. Erstmals hat der Raiffeisenverband im Jahr 2002 mit seinem Schwesterverband in Innsbruck gemeinsam ein Seminar für Führungs-Nachwuchskräfte in der RGO abgehalten. Darüber hinaus wurden Vorbereitungen getroffen, einen gemeinsamen bankbe-

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Die Serviceleistungen des Verbandes

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5. Sonstige Tätigkeiten

JAHRESBERICHT 2001

Unternehmensberatung für Warengenossenschaften Diese Beratungsleistungen betrafen im Berichtsjahr besonders Buchhaltungs- und Bilanzierungsfragen sowie Kooperationen und Fusionen von Genossenschaften. Sie betrafen aber auch die Reorganisation von Genossenschaftsbetrieben, Investitions- und Finanzierungsfragen, Kostenrechnungen und Kostenkalkulationen sowie Beratungen bei Neugründungen und Auflösungen von Genossenschaften. Sachverhalte der Rechnungsführung und Bilanzierung werden von diesen Diensten auch intensiv betreut. Die Abteilung erstellte auch die sehr gefragten Jahresstatistiken für die genossenschaftlich organisierte Obstund Weinwirtschaft. Die selbe Abteilung verwaltet schließ-

lich auch die Milchquoten aller Südtiroler Milchproduzenten, berät die Milcherzeugergemeinschaften und betreut die Monats- und Jahresmeldungen für die einzelnen Milchproduzenten.

Technisches Büro Die Dienstleistungen unseres technischen Büros wurden vorwiegend von den Raiffeisenkassen in Anspruch genommen. Schätzberichte für Kreditsicherungen, Schätzungen bei Anund Verkäufen von Liegenschaften, Mietzinsberechnungen, technische Berichte und Expertisen, Bauabnahmen u.a.m. werden von unserem technischen Büro durchgeführt und auch Beratungen bei Neubauten, Umbauten, Einrichtungen u. ä. in zunehmendem Maße vorgenommen.


Die Serviceleistungen des Verbandes

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Der Ökonomats- und Kurierdienst wickelt umfangreiche Arbeiten in der Materialwirtschaft, hauptsächlich für die Raiffeisenkassen, ab. Die gemeinschaftliche Versorgung der Genossenschaften mit verschiedenen Materialien wie Drucksorten aller Art, Werbematerialien und insbesondere Hardware der Informatik läuft über das Ökonomat des Verbandes, und zwar für einen Verkaufsumsatz, der im Berichtsjahr 6,176 Mill. Euro ausmachte. Vier Kuriere des Verbandes erreichen täglich die Raiffeisenkassen, um sie mit den verschiedenen Materialien wie auch mit Auswertungen u.a.m. zu beliefern. Auch die Raiffeisen Landesbank und der Raiffeisen Versicherungsdienst bedienen sich dieses Dienstes.

JAHRESBERICHT 2001

Ökonomats- und Kurierdienst


60

IV Ausblick auf das laufende Jahr 2002

Die Ausübung der institutionellen und statutarischen Aufgaben mit fachlicher Kompetenz und Verlässlichkeit soll auch im laufenden Jahr den Raiffeisenverband zum Bezugspunkt und zuverlässigen Partner der Raiffeisenorganisation Südtirols machen. In der Überwachung wird die

100%ige Erfüllung des gesetzlichen Auftrages sowohl bei den ordentlichen Revisionen als auch bei den Bilanzabschlussprüfungen angestrebt. Fachliche Kompetenz, Objektivität und die Wahrung deontologischer Grundsätze sollen dabei bestimmende Elemente sein.


Ausblick

nossenschaftlichen Dachverband in Rom „Confcooperative“ entsprechenden Einfluss zu nehmen, und ebenso werden wir diesbezüglich mit den politischen Mandataren ins Gespräch kommen. Eine Sorge besteht schließlich in erklärten Absichten in Bezug auf eine nationale Kohäsion und Koordination der Raiffeisenkassen (Banche di Credito Cooperativo). Hier gilt es alles in Bewegung zu setzen, um die regionalen Zuständigkeiten zu wahren. Unser Bemühen wird schließlich auch auf die weitere Pflege und Intensivierung der Kontakte mit genossenschaftlichen Einrichtungen im Ausland gerichtet sein, um dabei allenfalls gemeinsam unsere Stimme auch bei den zuständigen Stellen in Brüssel erheben zu können. Alles in allem soll der Raiffeisenorganisation unseres Landes der Stellenwert einer eigenständigen Organisation erhalten bleiben, bzw. ist es unser Bemühen, diese weiter zu stärken und die bestehenden Einrichtungen auf Landesbene weiter zu entwickeln und zu begünstigen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auch auf das Versicherungswesen gerichtet sein, in dem wir uns noch stärker, in Verbindung mit dem deutschen Genossenschaftsversicherer R+V und dem nationalen Dachverband Confcooperative, zu engagieren beabsichtigen.

JAHRESBERICHT 2001

Im Genossenschaftsrecht soll es im Zuge der Umsetzung eines entsprechenden Ermächtigungsgesetzes auf gesamtstaatlicher Ebene zu einschneidenden Änderungen kommen, die auch steuerliche Folgewirkungen erzeugen werden. Der Verband wird es dabei nicht versäumen, über den ge-

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62

V Die Raiffeisen-Genossenschaften in Zahlen und Bildern im Jahr 2001

Als Raiffeisen-Genossenschaften Südtirols sind jene Genossenschaften zu verstehen, die dem Raiffeisenverband Südtirol als Mitglieder angehören und somit ermächtigt sind, das geschützte Markenzeichen, das ”Giebelzeichen”, zu führen.

Dieses mit zwei Pferdeköpfen stilisierte Giebelkreuz ist das Markenzeichen der Raiffeisen-Genossenschaften Südtirols. Es wurde in dieser Form vom Raiffeisenverband hinterlegt und ist international geschützt. Die Mitgliedsgenossenschaften des Raiffeisenverbandes sind berechtigt, dasselbe


Die Raiffeisen-Genossenschaften

schaftlichen Bedeutung haben dieselben jedoch ein maßgebliches Gewicht im Genossenschaftsszenario dieses Landes; sie charakterisieren das Genossenschaftswesen Südtirols schlechthin.

JAHRESBERICHT 2001

Von den 866 Genossenschaften, die in Südtirol am 31. Dezember 2001 im Landes-Genossenschaftsregister eingetragen waren, gehörten zum selben Zeitpunkt 320, das sind 37%, dem Raiffeisenverband als Mitglieder an. Aus der Sicht der wirt-

63


Die Raiffeisen-Genossenschaften

JAHRESBERICHT 2001

64

Ganz vorne in der Bedeutung steht die Raiffeisen-Geldorganisation mit 52 Raiffeisenkassen und einer Raiffeisen Landesbank. Die Raiffeisen-Geldorganisation ist sowohl im Einlagenals auch im Kreditgeschäft des Südtiroler Bankensystems marktführend. Es folgen die landwirtschaftlichen Genossenschaften des Obst-, Milch- und Weinsektors. Darüber hinaus sind weitere Bereiche des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens von Raiffeisengenossenschaften stark durchdrungen. Im Jahr 2001 haben diese Genossenschaften wiederum Leistung und Kontinuität bewiesen, sie konnten ihre Bedeutung in der Wirtschaft und Gesellschaft ein weiteres Mal unter Beweis stellen. Der Grad der Zufriedenheit bei den Mitgliedern und deren positive Einstellung zu ihren Genossenschaften war durchwegs gut, und die Ergiebigkeit der Wirtschaftsleistungen ist selbst unter dem Druck der Konkurrenz, welche durch europa- und weltweite Liberalisierung spürbar zugenommen hat, ungebrochen. Der breite Zuspruch, den das Raiffeisen-Genossenschaftswesen in Südtirol genießt, ist sohin unverändert gegeben. Ablesbar ist dies u.a. auch an den Gründungen neuer Genossenschaften und am ständigen Zulauf neuer Mitglieder bei den angeschlossenen Genossenschaften. Die Raiffeisenkassen haben ihre Marktstellung behauptet. Die Dynamik der Entwicklung bei den maßgeblichen Eckdaten verlief gegenüber dem Vorjahr etwas ausgewogener; das Rechnungsergebnis ist mit dem des Vorjahres nahezu identisch. So sind die verfügbaren Einlagen wiederum etwas stärker gewachsen und die Abwande-

rung von Sparquoten in alternative Anlageformen erfuhr einen deutlichen Dämpfer. Der Zuwachs bei den Ausleihungen war ein weiteres Mal hoch. Die Tendenz der Liquiditätsverknappung hat sich somit nicht entspannt und die Ausleihungen überstiegen um einige Prozentpunkte die verfügbaren Einlagen. Von den drei wichtigsten Sparten der landwirtschaftlichen Genossenschaften, nämlich den Obstgenossenschaften, den Milchhöfen/Sennereigenossenschaften und den Kellereigenossenschaften, kann Folgendes berichtet werden: Die Obstgenossenschaften konnten die durchschnittlichen Kilopreise des Vorjahres um 16,4% verbessern. Trotz geringerer Erntemenge (-5,3%) wurde den Mitgliedern um 10,6% mehr als im Vorjahr für das angelieferte Obst ausbezahlt. Bei den Milchhöfen/Sennereigenossenschaften setzte sich der Preisdruck vor allem aus der internationalen Konkurrenz fort. Trotzdem konnten die Bruttoerlöse je angeliefertem Liter Milch um 6,1% gesteigert werden. Dies schlug sich auf die Auszahlungspreise nieder, welche durchschnittlich um 4,4% über dem Vorjahresniveau lagen. Bei den Kellereigenossenschaften fällt eine um 5% höhere Anlieferungsmenge bei hoher Qualität auf. Der durchschnittliche Preisanstieg im Weinverkauf lag bei 8%, und so wurden für die Mitglieder zufriedenstellende Einkommen erzielt. Auch bei allen übrigen Genossenschaftssparten konnten im Großen und Ganzen gute Leistungen bzw. Ergebnisse erzielt werden.


Die Raiffeisen-Genossenschaften

auf deutlich höhere Zinsausschüttungen auf die Einlagen bei den Raiffeisenkassen und auf höhere Auszahlungsvolumina im Obst-, Wein- und Milchsektor.

JAHRESBERICHT 2001

Die Werte, welche Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter aus den Raiffeisengenossenschaften Südtirols im Jahr 2001 geschöpft haben, liegen gegenüber dem Vorjahr um 15,7% höher. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich

65

Wertschöpfung der Raiffeisenorganisation im Vergleich 2000 - 2001 (in Milliarden Lire) Genossenschaft

an Mitglieder/Kunden

an Mitarbeiter

Abschreibung u. Gewinn

insgesamt

+/- %

2000

2001

2000

2001

2000

2001

2000

2001

Raiffeisen-Geldorganisation

212,2

276,2

170,4

207,9

161,6

162,9

544,2

647,0

18,9%

Obstgenossenschaften

341,2

364,4

79,0

84,3

59,0

62,2

479,2

510,9

6,6%

Milchhöfe/Sennereigen.

273,8

290,7

37,6

42,1

20,4

22,5

331,8

355,3

7,1%

Kellereigenossenschaften

76,2

85,1

18,2

19,6

12,3

12,1

106,7

116,8

9,5%

Sonstige Genossensch.

70,0

110,5

7,0

27,5

1,5

14,8

78,5

152,8

94,6%

Zusammen

973,4

1.126,9

312,2

381,4

254,8

274,5

1.540,4

1.782,8

15,7%

Die Raiffeisen-Genossenschaften sind im Berichtsjahr anzahlmäßig um zehn Einheiten gewachsen; die Einzelmitglieder dieser Genossenschaften haben erstmals die 100.000-Grenze überschritten und die Zahl von 103.464 erreicht. Trotz restriktiver Personalpolitik

hat die Raiffeisenorganisation schließlich mehrere Dutzend zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, und die Investitionen in Sachanlagen kamen an die 140 Mrd. Lire heran. Im Folgenden werden nun die wichtigsten Sparten in Zahlen und Bildern detailliert dargestellt.


Die Raiffeisen-Genossenschaften

66

JAHRESBERICHT 2001

1. Die Raiffeisenkassen

Der Trend einer starken Kreditnachfrage setzte sich auch im Berichtsjahr fort

Die Raiffeisenkassen können auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2001 zurückblicken. Die unternehmerische Leistung der Gruppe hat in allen maßgeblichen Sektoren zu zufriedenstellenden Ergebnissen geführt, sodass ihre Führungsposition in der Geldund Kreditwirtschaft des Landes weiter gefestigt werden konnte. Die Ergiebigkeit in der institutionellen Aufgabenerfüllung – sei es wirtschaftlich oder genossenschaftlich – wurde auch im Berichtsjahr unter Beweis gestellt. Infolge einer umsichtigen Geschäftspolitik, die konsequent auf die Bedürfnisse der Mitglieder und Kunden ausgerichtet war, gleichzeitig aber auch der kontrollierten Entwicklung von Erträgen, Kosten und Risiken Augenmerk schenkte, kann die Überschusserwirtschaftung als erfreulich und die betriebswirtschaftliche Situation der Raiffeisenkassen als unverändert gut und stabil bezeichnet werden. Beachtliche Zuwächse wurden im Kredit- und Einlagengeschäft erzielt. Der Trend einer starken Kreditnachfrage setzte sich im Berichtsjahr fort

und schlug sich in entsprechenden Zuwachsraten niede. Die Forderungen an Kunden (einschließlich RLB) weisen einen Zuwachs von 13,2% auf und erreichten zum Jahresende 4.675 Mill. Euro. Stabil zeigt sich immer noch die Risikosituation im Kreditgeschäft; die notleidenden Kredite lagen mit 1,75% der gesamten Ausleihungen auf dem Niveau des Vorjahres und damit deutlich unter dem nationalen Durchschnitt. Die direkten Kundeneinlagen, die neben den traditionellen Spar- und Kontokorrenteinlagen, die Sparbriefe, die Pensionsgeschäfte, die Bankobligationen sowie die Mittel aus dem Rotationsfonds des Landes umfassen, sind um 13,5% (einschließlich RLB) auf 4.847 Mill. Euro gestiegen. Diese überdurchschnittliche Steigerung der Kundeneinlagen ist primär auf die negativen Entwicklungen der internationalen Finanzmärkte zurückzuführen. Die Talfahrt an den Börsen führte dazu, dass viele Investoren von risikoreichen Anlagen Abstand nahmen und sich wieder auf traditionelle und sichere Anlageformen zurückbesannen. Obige Sachverhalte schlugen sich natürlich auf die Entwicklung bei den indirekten Einlagen nieder. Dieser Bereich, zu dem Wertpapiere Dritter, Investmentfonds, Vermögensverwaltungen und Veranlagungen in Versicherungsprodukte zählen, verzeichnete einen Einbruch von 10,9%. Die indirekten Einlagen betrugen zum Jahresende (einschließlich RLB) 1.698 Mill. Euro. Die Liquiditätssituation blieb trotz der positiven Entwicklung der Kundeneinlagen angespannt. Im Landesdurchschnitt reichten die verfügbaren Kundeneinlagen ein weiteres Mal


Die Raiffeisen-Genossenschaften

tionalen Finanzmärkten ist es zuzuschreiben, dass das Provisionsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 4,39 Mill. Euro (-11,9%) verzeichnen musste. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich im Jahr 2001 um 5,8% auf 150 Mill. Euro und lag somit deutlich unter dem Bilanzwachstum (11,9%). Die ausgeglichene Kostensituation zeigt auch die Kennzahl „Cost-Income-Ratio“ (Verhältnis der Betriebskosten zu den Erträgen). Mit 63,16% ist sie im Vergleich zum Vorjahr (62,7%) nahezu unverändert geblieben.

Entwicklung der Ausleihungen der RaiffeisenGeldorganisation in Mio. Euro (Raiffeisenkassen und RLB)

Ertragssituation Das Geschäftsergebnis der Südtiroler Raiffeisenkassen fiel im Berichtsjahr zufriedenstellend aus. Der Zinsüberschuss, als nach wie vor stärkste Ertragsquelle, konnte trotz der rückläufigen Zinsentwicklung auf den Geld- und Kapitalmärkten, um 4,2% auf 207 Mill. Euro gesteigert werden. Das Dienstleistungsgeschäft stand im vergangenen Jahr ganz im Zeichen der schlechten Börsensituation. Den anhaltenden Turbulenzen und negativen Entwicklungen auf den interna-

Entwicklung der Kundeneinlagen der RaiffeisenGeldorganisation in Mio. Euro (Raiffeisenkassen und RLB)

JAHRESBERICHT 2001

nicht aus, um die Kreditnachfrage zu decken. Demzufolge mussten immer mehr Raiffeisenkassen Mittel über Refinanzierungen am Kapitalmarkt beschaffen. Dies erfolgte vorwiegend über die Raiffeisen Landesbank, die sich auch 2001, mit einem Rating von A- durch „Standard & Poor’s“, den Weg zu den internationalen Refinanzierungsquellen sichern konnte. Die Eigenkapitalausstattung der Raiffeisenkassen hat sich weiter erhöht. Einschließlich des Rechnungsüberschusses des Jahres 2001 beträgt sie 1.062 Mill. Euro. Mit 16,6% der Bilanzsumme liegt die Eigenkapitalquote im nationalen und internationalen Vergleich weit über dem Durchschnitt. Der Solvabilitätskoeffizient (haftendes Eigenkapital in Prozent der Risikoaktiva) liegt mit durchschnittlich 23,8% um ein Vielfaches über der aufsichtsrechtlich geforderten Mindesthöhe von 8%. Zum 31. Dezember 2001 hat sich die addierte Bilanzsumme aller Raiffeisenkassen gegenüber dem Vorjahresstichtag um 677 Mill. Euro (+11,9%) auf 6.383 Mill. Euro erhöht.

67


Die Raiffeisen-Genossenschaften

Das Finanzergebnis (Ergebnis aus dem Handel und der Bewertung der eigenen Wertpapiere) erfuhr im Geschäftsjahr 2001 eine deutliche Verbesserung. Während im Vorjahr dieser Posten den negativen Wert von 3,5 Mill. Euro aufwies, konnte er im Berichtsjahr auf einen Ertrag von 3,0 Mill. Euro verbessert werden. Ausschlaggebend hierfür war die rückläufige Zinsentwicklung am Geld- und Kapitalmarkt. Bei der Interpretation dieses Ergebnisses ist zu berücksichtigen, dass es sich bei der Bewertung der Wertpapiere um eine periodenbezogene Betrachtung handelt, die zu erheblichen Schwankungen im Zeitverlauf führen kann. Der Rechnungsüberschuss der Raiffeisenkassen blieb mit 64,9 Mill. Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (65,9 Mill. Euro). Diese positive Geschäftsentwicklung ist gerade vor dem Hintergrund des schwierigen ökonomischen Umfeldes des Jahres 2001 bemerkenswert.

JAHRESBERICHT 2001

68

Mitarbeiter Die Raiffeisenkassen beschäftigten zum 31. Dezember 2001 1.546 Mitarbeiter nach 1.518 im Vorjahr. Die Bereitschaft, wachsende und sich ständig wandelnde Kundenerwartungen so gut als möglich zu erfüllen, setzt lebenslanges Lernen voraus. Um für diese Herausforderungen gerüstet zu sein, wurde im Berichtsjahr die Fach, Beratungs- und Vertriebskompetenz der Mitarbeiter durch eine Vielzahl von Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen weiter gezielt gefördert.

Mitglieder Die Mitgliedschaft als identitätsstiftendendes Merkmal der genossenschaftlichen Bankengruppe erfuhr auch im vergangenen Jahr regen Zuspruch. Ein Beweis dafür sind die gestiegenen Mitgliederzahlen, die sich im Vergleich zum Vorjahr um 3% auf 41.238 erhöhten.

Geschäftsstellen

Entwicklung der Investitionsverhältnisse I, II und III von 1997 bis 2001

Die 52 Raiffeisenkassen verfügen mit 194 Schaltern über ein sehr dichtes Geschäftsstellennetz. Zwei Raiffeisenschalter werden in der Provinz Trient (Vigo und Pera im Fassatal) und einer in der Provinz Belluno (Arabba) geführt. Der Schalter der Raiffeisenkasse Algund im Krankenhaus Meran wurde geschlossen. Mit den 191 in der Provinz Bozen betriebenen Geschäftsstellen verfügen die Raiffeisenkassen über knapp die Hälfte aller Bankschalter in Südtirol. Bis auf neun sind die Raiffeisenkassen in allen Gemeinden unseres Landes mit einem oder mehreren Schaltern vertreten.


Die Raiffeisen-Genossenschaften

Jubiläen

69

jähriges Bestandsjubiläum. Diese Jubiläen wurden in feierlichem Rahmen begangen.

Die Raiffeisenkassen Taufers i. M. und Tschars feierten 2001 ihr 100-

2000

Anzahl der Raiffeisenkassen

+/- Veränderung gegenüber dem Vorjahr

2001

+/- Veränderung gegenüber dem Vorjahr

52

0,0 %

52

0,0 %

Anzahl der Mitglieder

40.049

3,0 %

41.238

3,0 %

Anzahl der Mitarbeiter/innen

1.518

3,5 %

1.546

1,8 %

Anzahl der Schalter

195

0,0 %

194

-0,5 %

Gemeinden mit Raiffeisenschalter

107

-1,8 %

107

0,0 %

*) Forderungen an Kunden

4.128,9 Mio. €

Forderungen/verfügbare KE

102,7%

Forderungen/verfügbare KE u. fr. Eigenkapital Forderungen/gesamte KE Notleidende Kredite (in % zu Forderungen)

14,9 %

4.674,5 Mio. €

13,2 %

12,7%Pkte.

103,0 %

0,3 %Pkte.

84,1%

9,5 %Pkte.

85,2%

1,1 %Pkte.

93,2%

10,4 %Pkte.

93,8 %

0,6 %Pkte.

1,76%

0,13 %Pkte.

1,75 %

-0,01 %Pkte.

*) verfügbare Kundeneinlagen

3.885,5 Mio. €

0,9 %

4.420,9 Mio. €

13,8 %

*) gebundene Kundeneinlagen

385,9 Mio. €

17,5 %

425,8 Mio. €

10,3%

*) Kundeneinlagen gesamt

4.271,4 Mio. €

2,2%

4.846,7 Mio. €

13,5 %

*) Verwaltete Mittel

6.176,9 Mio. €

6,5 %

6.544,2 Mio. €

5,9 %

davon Wertpapiere Dritter

1.042,5 Mio. €

5,5 %

890,8 Mio. €

-14,6 %

davon Investmentfonds

497,3 Mio. €

18,6 %

411,6 Mio. €

-17,2 %

davon Vermögensverwaltung

234,9 Mio. €

98,7 %

231,8 Mio. €

-1,3 %

5.706,6 Mio. €

4,0%

6.383,4 Mio. €

11,9 %

Anlagevermögen (wertberichtigt)

114,1 Mio. €

6,8 %

125,9 Mio. €

10,3 %

Eigenkapital und Rechnungsüberschuss

995,8 Mio. €

7,4 %

1.061,6 Mio. €

6,6 %

Solvabilitätskoeffizient

24,2 %

-1,6 %

23,8 %

-0,42 %Pkte.

Gesamterlöse

381,2 Mio. €

12 %

411,6 Mio. €

8,0 %

Zinsen an Einleger

103,2 Mio. €

17,1 %

133,7 Mio. €

29,5 %

Bilanzsumme insgesamt

Durchschnittsverzinsung Einlagen Zinsen von Kreditnehmern

2,65 % 226,2 Mio. €

0,40 %Pkte. 22,9 %

3,12 % 263,1 Mio. €

0,47 %Pkte. 16,3%

Durchschnittsverzinsung Forderungen an Kunden

6,58 %

0,28 %Pkte.

6,76 %

0,18 %Pkte.

Zinsschere (Diff. Zinsen Einlagen/Forderungen)

3,93 %

-0,12 %Pkte.

3,64 %

-0,29 %Pkte.

Abschreibungen

14,9 Mio. €

-7,2 %

15,5 Mio. €

4,1 %

Personalaufwand

80,3 Mio. €

3,2 %

85,6 Mio. €

6,7 %

Personalaufwand je Mitarbeiter

52,9 Tsd. €

0,3 %

55,4 Tsd. €

4,7 %

Cost income ratio

62,70 %

63,16 %

0,46 %Pkte.

*) einschließlilch der Werte der RLB

-11,00 %Pkte.

JAHRESBERICHT 2001

Kennzahlen und Eckdaten der Raiffeisenkassen im Raiffeisenverband Südtirol


Die Raiffeisen-Genossenschaften

70

JAHRESBERICHT 2001

Sammelbilanz der 52 Raiffeisenkassen Südtirols zum 31.12.2001 Aktiva

2000 (TSD Euro)

2001 (TSD Euro)

Veränderung (TSD Euro)

Veränderung in %

Kassa Wertpapiere Forderungen gegenüber Banken Forderungen gegenüber Kunden (Ausleihungen) Aktien, Quoten und Dividendenpapiere Beteiligungen Anteile an verbundenen Unternehmen Immaterielle Anlagewerte Sachanlagen Sonstige Vermögenswerte Aktive Rechnungsabgrenzung Summe der Aktiva

38.193 1.374.874 177.067 3.815.978 0 59.782 40 1.901 112.242 94.109 32.431 5.706.618

48.555 1.336.384 367.806 4.311.372 522 60.433 0 1.930 123.964 104.002 28.402 6.383.371

10.362 -38.490 190.739 495.394 522 652 -40 29 11.722 9.893 -4.029 676.753

27,13 -2,80 107,72 12,98 0,00 1,09 -100,00 1,52 10,44 10,51 -12,42 11,86

Passiva Verbindlichkeiten gegenüber Banken Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Einlagen) Sonstige Passiva Passive Rechnungsabgrenzung Personalabfertigungsfonds Rückstellung Risiken/Verpflichtungen Kapital/Aufpreis (Geschäftsanteile) Reserven und Rücklagen Rechnungsüberschuss Summe der Passiva

302.894 4.096.725 183.259 29.725 32.495 65.763 794 929.047 65.915 5.706.618

279.051 4.598.659 297.969 35.535 33.417 77.110 859 995.910 64.860 6.383.371

-23.843 501.934 114.710 5.810 923 11.347 65 66.863 -1.056 676.753

-7,87 12,25 62,59 19,55 2,84 17,25 8,17 7,20 -1,60 11,86

Gewinn- und Verlustrechnung Zinserträge - Zinsen von Kunden - Zinsen aus Schuldverschreibungen Zinsaufwände - Zinsen an Kunden - Zinsen auf Schuldtitel Dividenden und Provisionen Provisionsaufwendungen Ertrag/Aufwand aus Finanzgeschäften Sonstige Erträge Verwaltungsaufwand - Personalaufwand - andere Verwaltungskosten Wertberichtigung (Abschreibung) Risikorückstellungen Sonstige Aufwendungen Wertberichtigung Kreditrisiken Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie Finanzanlagen bewertet werden Erträge aus Wertberichtigung Kreditrisiken Ergebnis aus Geschäftstätigkeit a.o. Erträge a.o. Verluste Veränderung Fonds für Bankrisiken Steuern auf Betriebsergebnis Rechnungsüberschuss

310.041 226.161 72.032 -111.585 -57.093 -46.134 43.892 -6.864 -3.496 20.003 -141.987 -80.268 -61.719 -14.933 -11.116 -1.074 -6.096 -64 1.125 77.846 6.167 -1.888 -3.768 -12.441 65.915

347.308 263.072 69.042 -140.537 -68.909 -64.800 39.651 -5.964 3.053 20.982 -150.235 -85.617 -64.618 -15.540 -10.197 -1.281 -9.458 -547 1.164 78.400 2.509 -1.391 -3.291 -11.366 64.860

37.267 36.911 -2.991 -28.951 -11.815 -18.666 -4.241 900 6.550 979 -8.248 -5.349 -2.899 -607 919 -206 -3.362 -483 39 554 -3.658 497 477 1.075 1.056

12,02 16,32 -4,15 25,95 20,69 40,46 -9,66 -13,10 187,34 4,89 5,81 6,66 4,70 4,06 -8,27 19,19 55,16 753,26 3,45 0,71 -59,32 -26,33 12,65 -8,64 -1,60


Die Raiffeisen-Genossenschaften

Im Berichtsjahr hat die Anzahl der dem Raiffeisenverband angeschlossenen Obstgenossenschaften von 46 auf 44 abgenommen. Die Obstgenossenschaft OGOL Lana ist nämlich durch Verschmelzung in die Obstgenossenschaft Lanafrucht inkorporiert worden, die Obstgenossenschaft Bio-Vinschgau hat die Tätigkeit aufgelassen und ist aufgelöst worden. Als Mitglied dazu kam die Kleingenossenschaft PROFRUT. In der nachstehenden Übersicht mit Kennzahlen und Eckdaten sind nur 40 Obstgenossenschaften berücksichtigt worden, nachdem sich deren vier nur mit komplementären Tätigkeiten der Obsterzeugung, -verabeitung und -vermarktung befassen. Die Gesamtzahl der Einzelmitglieder hat gegenüber dem Vorjahr um 0,5% abgenommen und betrug 7.738, während die Obstbaufläche dieser Mitglieder um 0,6% zugenommen und das Ausmaß von 16.607 ha erreicht hat. Von dieser Fläche sind 768.117 t Kernobst und 7.226 t Gemüse, Steinobst und verschiedenes Obst den Obstgenossenschaften abgeliefert worden, wovon rund 1,5% auf die biologische Anbauweise entfiel. Auf die Obstgenossenschaften entfielen somit rund 90% der Südtiroler Kernobsternte. Gegenüber dem Vorjahr hat die Produktion um 5,3% abgenommen. Die Lagerkapazität hingegen ist um 1,6% erweitert worden, womit rund 96% des Tafel- und Schälobstes gelagert werden konnte. Mit 49,5% der Tafelobstanlieferung stellt die Sorte Golden Delicious

nach wie vor den mit Abstand höchsten Anteil. Gegenüber dem Vorjahr hat die Menge jedoch um knapp 11% abgenommen, wobei die Produktion in den Tallagen um rund 1/4 zurückgegangen ist. An zweiter Stelle liegt die Sorte Red Delicious mit 12%, gefolgt von Granny Smith mit 9% und Gala mit 8,5%. Das Erntejahr 2000 war geprägt von frühem Erntebeginn, von z.T. heftigen Hagelschlägen und von hohen Niederschlagsmengen in den Monaten Oktober und November. Dementsprechend hoch war der angelieferte und sortierte Anteil an Industrieobst, und das Klassifizierungsergebnis konnte die Vorjahreswerte nicht erreichen. Trotzdem war es möglich, die gesamten Erlöse aus Obstverkäufen um 15,6% auf 734,5 Mrd. Lire zu steigern. Demgegenüber hat auch die Kostensteigerung mit 13,6% beinahe das Ausmaß der Erlössteigerung im Verkauf mitgemacht. Mit Lire 364,4 Mrd. konnte den Mitgliedern aber immerhin um 10,6% mehr ausbezahlt werden als im Vorjahr. Der durchschnittliche Auszahlungspreis lag, einschließlich der Beiträge für AGRIOS und Verwirrungstechnik, mit

JAHRESBERICHT 2001

2. Die Obstgenossenschaften

71

Auf die 44 Obstgenossenschaften entfielen rund 90% der Südtiroler Kernobsternte


Die Raiffeisen-Genossenschaften

Lire 485,0/kg um Lire 68,4/kg, d.s. 16,4% höher als im Vorjahr, jener für Tafelobst sogar um 22,8%. Für das angelieferte Industrieobst konnte hingegen nur ein durchschnittlicher Auszahlungspreis von Lire 127,7/kg erzielt werden, ein Ergebnis, das um gut 1/3 unter jenem des Vorjahres lag. Für das biologische Obst konnte ein um rund 40% höherer Auszahlungspreis als für das aus traditioneller Anbauweise stammende Obst ausbezahlt werden. Das Preisspektrum der einzelnen Sorten hat sich gegenüber den Vorjahren, auch unter Berücksichtigung der Sorten Fuji und Cripps Pink, kaum verschoben. Mit Lire 21,94 Mill. (€ 11.330) pro ha ist der ha-Erlös des Vorjahres um 10% übertroffen worden. Unter Berücksichtigung der Beiträge aus dem „Operationellen Programm“ für um-

JAHRESBERICHT 2001

72

Im Berichtszeitraum haben die Obstgenossenschaften Sachinvestitionen von rund 65 Mrd. Lire (33,6 Mill. Euro) vorgenommen

weltschonende Produktion konnte ein ha-Erlös von Lire 22,64 Mill./ha (€ 11.693) erzielt werden. In Bezug auf die Anlieferungsentwicklung, die Auszahlungspreise und den ha-Erlös konnte sich das Vinschgau gegenüber den anderen Anbaugebieten deutlich absetzen. Im Berichtszeitraum haben die Obstgenossenschaften Sachinvestitionen in Höhe von rund Lire 65 Mrd. (€ 33,6 Mill.) vorgenommen. Demzufolge hat die Verschuldung weiter zugenommen. Der Fremdmittelanteil der Anlagenfinanzierung hat mittlerweile knapp 1/3 erreicht. Mit der Ernte 2000 konnte der Abwärtstrend in der Obstwirtschaft unterbrochen werden. Das Preisniveau für Kernobst ist aber nach wie vor bescheiden und lag für die Ernte 2000 unter jenem von vor zehn Jahren.


Die Raiffeisen-Genossenschaften

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28

ALPE - Laas BOGAL - Algund Brixen CAFA - Meran COFRUM - Marling EGMA Unterland - Auer EOFRUT - Tramin ESO - Bozen Fruchthof Überetsch Gargazon GEOS - Schlanders GOG - Girlan GRUFRUT - Steinmannwald KAISER ALEXANDER - Leifers Kaltern Kastelbell KURMARK - Margreid Lana LANAFRUCHT - Lana LEV - Vilpian Meran MIVO - Latsch Nals Naturns-Plaus NEUFRUCHT - Neumarkt NEUSELIFRUT - Neumarkt OBSI - Siebeneich OGA - Algund

29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 30 40

OGS - Bozen ORTLER - Latsch OVEG - Eyrs POG - Partschins POMUS - Lana SACRA - Eppan TISOG - Tisens TOG -Terlan Tscherms UNIFRUT - Neumarkt UVO -Tschars Zwölfmalgreien - Bozen

in der Statistik nicht erfasst 41 BIO Meran - Tscherms 42 BIOLAND VerarbeitungsgenossenschaftTerlan 43 Deutschnonsberger landw. Erzeugergenossenschaft DELEG - Laurein 44 OSIRIS - Burgstall 45 PROFRUT Kleingenossenschaft Neumarkt

Verbände/Konsortien VOG - Bozen VI.P. - Latsch VOG – Leifers

JAHRESBERICHT 2001

Mitglieder

73


Die Raiffeisen-Genossenschaften

74

Kennzahlen und Eckdaten der Obstgenossenschaften im Raiffeisenverband Südtirol

JAHRESBERICHT 2001

Beschreibung

1999/2000

+/- % Veränderung gegenüber Vorjahr

1) Anlieferung und Auszahlung Gesamtproduktion und Anlieferung 818.937,5 t Anteil der Kernobstproduktion von Südtirol 89,1 % Anlieferung an TW je Mitglied im Schnitt 89,8 t Produktion TW je ha im Schnitt 42,3 t Auszahlung an die Mitglieder Lire 329,4 Mrd. Auszahlung je Mitglied Lire im Schnitt 42,4 Mill. Auszahlung je kg Gesamtanlieferung im Schnitt 402,2 Lire Auszahlung je kg Tafelware im Schnitt 437,9 Lire Auszahlung je ha Lire im Schnitt 20,7 Mill. Anteil der Auszahlung an den Gesamterlösen 47,7 % 2) Daten zur Bilanz addierte Bilanzsumme Lire 952,2 Mrd. Wertberichtigtes Anlagevermögen 631,8 Mrd. Eigenkapital 423,8 Mrd. (Zugang Sachanlagen) 101,5 Mrd. (Abschreibungsgrad im Schnitt) 42,6 % Kundenforderungen Lire 150,1 Mrd. (Kundenforderungen in % zum Umsatz) 22,8 3) Daten zur Erfolgsrechnung Gesamterlös Lire 690,2 Mrd. Bruttoerlöse aus Obstverkauf 637,1 Mrd. (Bruttoerlös je kg Tafelware im Schnitt) 840,7 Lire Gesamtaufwendungen Lire 319,4 Mrd. (Gesamtaufwendungen je kg TW im Schnitt) 432,7 Lire (Anteil Kosten an Gesamterlösen) 46,3 % Wertberichtigung/Anlagegüter Lire 52,4 Mrd. (Abschreibung je kg TW im Schnitt) 71,0 Lire Personalaufwand Lire 79,0 Mrd. (Personalaufwand je kg TW im Schnitt) 107,0 Lire Rechnungsüberschuss Lire 6,6 Mrd. 4) Andere Daten Anzahl der Verbandsgenossenschaften 46 Anzahl der Mitglieder 7.776 Gesamtanbaufläche 16.516,0 ha Gesamtanbaufläche je Mitglied im Schnitt 2,1 ha Lagerkapazität 680.190 t Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 1.921 Umsatz pro Mitarbeiter in Lire 332,4 Mill. Gesamtaufwand pro Mitarbeiter in Lire 172,9 Mill. Personalaufwand je Mitarbeiter Lire im Schnitt 41,1 Mill. Durchschnittliches Zahlungsziel der Kunden 67,6 Tage Verkauf Inland Menge in % 63,8 % Verkauft sonderverpackt in % 47,6 % NB: TW = Tafelware

2000/01

+/- % Veränderung gegenüber Vorjahr

- 10,6 + 0,7 - 16,2 - 15,9 - 9,9 - 11,9 + 0,7 + 6,3 - 11,4 - 1,7

% % Pkte % % % % % % % % Pkte

775.343,1 89,7 83,6 39,0 364,4 47,1 469,9 537,9 22,6 46,7

t - 5,3 % + 0,6 t - 6,9 t - 7,8 Mrd. + 10,6 Mill. + 11,2 Lire + 16,8 Lire + 22,8 Mill. + 9,2 % - 1,0

% % Pkte % % % % % % % %Pkte

+ 8,1 + 10,2 + 6,7 + 41,6 +0,5 - 3,8 + 0,3

% % % % % Pkte % % Pkte

1.008,5 664,9 444,9 64,7 43,0 164,7 21,8

Mrd. + 5,9 Mrd. + 5,2 Mrd. + 5,0 Mrd. - 36,3 % + 0,4 Mrd. + 9,7 - 1,0

% % % % % Pkte % % Pkte

- 6,8 - 5,9 + 7,4 - 4,8 + 8,2 + 0,9 + 0,4 + 14,0 - 5,6 + 7,2 ---

% % % % % % Pkte % % % %

779,8 734,5 988,7 350,6 491,7 45,0 57,4 80,5 84,3 118,3 4,8

Mrd. + 13,0 Mrd. + 15,3 Lire + 17,6 Mrd. + 9,8 Lire + 13,6 % - 1,3 Mrd. + 9,5 Lire + 13,4 Mrd. + 6,7 Lire + 10,6 Mrd. - 27,3

% % % % % % Pkte % % % % %

0,0 % + 2,1 % + 1,7% 0,0 % + 5,1 % - 4,0 % - 1,7 % - 4,0 % - 1,7 % + 2,1 % + 0,4 % Pkte + 1,4 % Pkte

45 7.738 16.607,0 2,1 691.170 2.214 332,4 158,1 38,1 70,0 68,7 51,0

- 2,2 - 0,5 ha + 0,6 ha + 1,0 t + 1,6 + 15,3 Mill. 0,0 Mill. - 8,6 Mill. - 7,3 Tage + 3,6 % + 4,9 % + 3,4

% % % % % % % % % % % Pkte % Pkte


Die Raiffeisen-Genossenschaften

Die Weinanbaufläche der 3.785 Einzelmitglieder der Kellereigenossenschaften Südtirols, die alle dem Raiffeisenverband angeschlossen sind, umfasst 3.202 ha, das sind rund 2/3 der gesamten Weinbaufläche des Landes. Im Berichtsjahr konnte mit 38.455 t Trauben eine um 5% höhere Erntemenge als im Vorjahr, mit sehr guter Qualität gelesen und den Kellereigenossenschaften abgeliefert werden. Die Kellereigenossenschaften erzeugten damit rund 70% der „Südtiroler Weine“. Absolut gesehen konnte die Sorte Vernatsch zulegen, anteilsmäßig jedoch war ein weiterer Rückgang zugunsten anderer Sorten zu verzeichnen. Der Anteil der Weißweinsorten erreicht mittlerweile 36,5%. Auf die Sorte Vernatsch folgen Weißburgunder mit 13%, Chardonnay mit 10%, Magdalener mit 5% sowie Lagrein und Ruländer mit jeweils 4%. Der Weinverkauf war mengenmäßig um knapp 1% rückläufig. Den Kellereigenossenschaften ist es jedoch gelungen, für den guten Jahrgang 7% mehr als im Vorjahr an Verkaufserlösen zu erzielen. Dies ist einerseits durch die Anhebung der Verkaufspreise um durchschnittlich 8% und andererseits durch die Steigerung um 10% der in 7/10-Flaschen verkauften Weine zurückzuführen. Der Anteil der in 7/10-Flaschen hat 1/4 der Gesamtverkäufe erreicht. Der Export und der Detailverkauf haben um mehr als einen halben Prozentpunkt abgenommen.

Für die Abwicklung ihrer Tätigkeit haben die Kellereigenossenschaften rund 10% mehr an Aufwendungen als im Vorjahr getragen. Trotz geringerer Zukäufe lagerten am Jahresende um 1,7% mehr Weinvorräte, die um durchschnittlich 4% höher bewertet wurden als im Vorjahr. Die Kundenforderungen haben eine Zunahme von 7% erfahren. Das abschreibbare Anlagevermögen hat um Lire 10,2 Mrd. (€ 5,3 Mill.) zugenommen und das Anlagevermögen ist zu 64,6% abgeschrieben. Die Finanzierung sowohl des Anlagevermögens als auch des Weinlagers mit Eigenkapital und langfristigen Fremdmitteln ist ausreichend gegeben. Die Auszahlungsergebnisse des Vorjahres konnten deutlich übertroffen werden. Die Auszahlungssumme lag um Lire 6,9 Mrd. (€ 3,56 Mill.), das sind. +8,8%, über jener des Vorjahres, die Auszahlungspreise an die Mitglieder waren durchschnittlich 3,5% mehr. Letztere betrugen im Durchschnitt Lire 2.212/kg (€ 1,142). Die Höchstpreise erzielten die Sorten Gewürztraminer, Sauvignon und Cabernet. Der mit Abstand geringste Auszahlungspreis betrifft mit Lire 1.771/kg (€

JAHRESBERICHT 2001

3. Die Kellereigenossenschaften

75

Im Berichtsjahr konnte mit 38.455 t Trauben eine um 5% höhere Erntemenge als im Vorjahr den Kellereigenossenschaften angeliefert werden


Die Raiffeisen-Genossenschaften

76

JAHRESBERICHT 2001

0,915) die Hauptsorte Vernatsch. Mit insgesamt Lire 85,1 Mrd. (€ 44,0 Mill.) ist erneut ein Auszahlungsrekord erreicht worden, genauso wie mit Lire 25,86 Mill./ha (€ 13.355). Auch im Jahre 2001 konnten die Kellereigenossenschaften Südtirols zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen für ihre Weine erringen und damit ihren guten Ruf weiter festigen.

Mitglieder 1 Andrianer Kellerei 2 Burggräfler Kellereigenossenschaft Marling 3 Eisacktaler Kellereigenossenschaft Klausen 4 Erste & Neue Kellereigenossenschaft - Kaltern

Die Eigenproduktion der Kellereigenossenschaften umfasste im Berichtsjahr knapp 283.000 hl Wein

5 Kellereigenossenschaft Girlan 6 Kellerei Gries 7 Kellereigenossenschaft Kaltern 8 Kellerei Kurtatsch 9 Kellereigenossenschaft Nals/ Magreid-Entiklar 10 Kellereigenossenschaft Schreckbichl - Girlan 11 Kellereigenossenschaft St. Magdalena - Bozen 12 Kellerei St. Michael - Eppan 13 Kellereigenossenschaft St. Pauls 14 Kellereigenossenschaft Terlan 15 Kellereigenossenschaft Tramin 16 Meraner Kellereigenossenschaft

ohne eigene Verarbeitung 17 Kellereigenossenschaft Salurn 18 Weinproduzentengenossenschaft Brixen Neustift u. Umgebung


Die Raiffeisen-Genossenschaften

77

Beschreibung

1999/00

1) Anlieferung und Auszahlung Gesamtproduktion und Anlieferung 366.228,0 Anteil der Weinproduktion in Südtirol 69,5 Anlieferung je Mitglied im Schnitt 94,3 Produktion je ha im Schnitt 112,2 Eigenproduktion 271.471,6 Ausbeute im Schnitt 78,2 Auszahlung Mitglieder u. Nichtmitglieder Lire 78,2 Auszahlung je Mitglied Lire im Schnitt 20,2 Auszahlung je kg im Schnitt (Mitglieder) 2.137,0 Auszahlung je ha Lire im Schnitt (Mitglieder) 23,98 Anteil der Mitgliederauszahlung 47,2 an den Gesamterlösen 2) Daten zur Bilanz addierte Bilanzsumme Lire 146,2 Wertberichtigtes Anlagevermögen 44,2 Eigenkapital 75,8 (Zugang Sachanlagen) 11,6 (Abschreibungsgrad im Schnitt) 67,4 Kundenforderungen Lire 41,4 (Kundenforderungen in % zum Umsatz) 25,7 Endbestände Wein Lire 35,4 (Bewertung Endbestand Wein Lire je Liter) 2.135 3) Daten zur Erfolgsrechnung Gesamterlös Lire 161,5 (Bruttoerlös aus Wein je Liter im Schnitt) 4.603,0 Gesamtaufwendungen Lire 63,9 (Gesamtaufwendungen je lt/KT im Schnitt) 1.825,3 (Anteil Kosten an Gesamterlösen) 39,6 Wertberichtigung/Anlagegüter Lire 8,3 (Abschreibung je lt/KT im Schnitt) 237,1 Personalaufwand Lire 18,2 (Personalaufwand je lt/KT im Schnitt) 519,4 Rechnungsüberschuss Lire 4,0 4) Andere Daten Anzahl der Verbandsgenossenschaften 18 Anzahl der Mitglieder 3.780 Gesamtanbaufläche 3.177,0 Gesamtanbaufläche je Mitglied im Schnitt 0,84 Lagerkapazität 587.364 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 301 Personalaufwand je Mitarbeiter Lire im Schnitt 60,5 Verkauft lose 26,7 Verkauft abgefüllt 49,3 Verkauft in 0,75 lt-Flaschen 24,0 Exportiert 23,1

Veränderung gegenüber Vorjahr

2000/01

Veränderung Vorjahr %

dt % dt dt hl % Mrd. Mill. Lire Mill. %

+ 9,6% + 0,7% Pkte + 11,0% + 10,6% + 9,6% - 0,3% Pkte + 7,4% + 8,4% - 1,9% + 8,6% + 3,3% Pkte

384.553,8 dt 69,6 % 98,9 dt 116,9 dt 282.973,0 hl 77,8 % 85,1 Mrd. 21,9 Mill. 2.212,1 Lire 25,86Mill. 47,9 %

+ 5,0% + 0,1% Pkte + 4,9% + 4,2% + 4,2% - 0,4% Pkte + 8,8% + 8,4% + 3,5% + 7,8% + 0,7% Pkte

Mrd. Mrd. Mrd. Mrd. % Mrd. % Mrd. Lire

+ 4,2% + 4,7% + 6,2% - 22,7% + 0,5% Pkte + 4,2% - 1,2% Pkte + 5,7% - 1,4%

156,2 Mrd. 48,4 Mrd. 79,5 Mrd. 10,2 Mrd. 66,8 % 44,4 Mrd. 25,7 % 37,5 Mrd. 2.225 Lire

+ 6,8% + 9,5% + 4,9% - 12,1% - 0,6% Pkte + 7,2% 0,0% Pkte + 5,9% + 4,2%

Mrd. Lire Mrd. Lire % Mrd. Lire Mrd. Lire Mrd.

+ 6,3% + 3,6% + 5,7% + 0,3% - 0,2% Pkte + 3,6% - 2,1% - 0,5% - 5,3% -----

172,8 Mrd. + 7,0% 4.965,7 Lire + 7,9% 70,2 Mrd. + 9,9% 2.017,3 Lire + 10,5% 40,7 % + 1,1% Pkte 8,6 Mrd. + 3,6% 248,0 Lire + 4,6% 19,6 Mrd. + 7,7% 561,8 Lire + 8,2% 3,5 Mrd. - 12,5%

ha ha hl Mill. % % % %

0,0% - 0,9% - 0,7% 0,0% - 0,9% - 0,3% 0,0% + 1,9% - 2,3% + 0,4% + 0,1%

KT = Durchschnitt der verarbeiteten und verkauften Weinmengen in hl

Pkte Pkte Pkte Pkte

18 3.785 3.202,0 ha 0,85ha 592.598 hl 312 62,6 Mill. 26,7 % 46,7 % 26,6 % 22,8 %

0,0% + 0,1% + 0,8% + 0,7% + 0,9% + 3,7% + 3,5% 0,0% - 2,6% + 2,6% - 0,3%

Pkte Pkte Pkte Pkte

dt = Dezitonne (100 kg)

JAHRESBERICHT 2001

Kennzahlen und Eckdaten der Kellereigenossenschaften im Raiffeisenverband Südtirol


Die Raiffeisen-Genossenschaften

78

4. Die Milchhöfe/Sennereigenossenschaften und die Viehwirtschaftsgenossenschaften

JAHRESBERICHT 2001

Mit Ausnahme der „ab Hof-Verkäufe“, die nur unbedeutende Mengen ausmacht, ist die Verarbeitung und Vermarktung der in Südtirol erzeugten Milch zu 100% genossenschaftlich organisiert. In Südtirol bestehen 14 Genossenschaften des Milchsektors und ein Milchverarbeitungskonsortium, von denen acht in der Verarbeitung und Vermarktung tätig sind. Alle sind Mitglieder des Raiffeisenverbandes. Allein an das Konsortium MILKON, das von den Genossenschaften Mila, Senni und der Sennereigenossenschaft Burgeis getragen wird, sind im Jahr 2001 mit 219,13 Mill. Liter, das sind 63,4% der in Südtirol erzeugten Milch abgeliefert worden. Nach wie vor hat die Südtiroler Milchwirtschaft eine große Bedeutung

Nach wie vor hat die Südtiroler Milchwirtschaft einen hohen Stellenwert in der Ernährungswirtschaft

und einen hohen Stellenwert in der Ernährungswirtschaft, die weit über die Grenzen des Landes hinausreichen. Immerhin werden in Südtirol rund 3% der italienischen Gesamtproduktion an Milch erzeugt, während die Bevölkerung nur 0,7% und die Oberfläche Südtirols nur 2,45% von Italien ausmacht. Dies erklärt, dass mindestens 2/3 der in Südtirol erzeugten Milch oder der daraus gewonnenen Produkte außerhalb des Landes abgesetzt werden müssen. Die Milchablieferung an die oben genannten genossenschaftlichen Betriebe hat im Jahr 2001 345,6 Mill. Liter betragen, was einer Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr von 1,7% entspricht. Im Berichtsjahr konnten die Milchquoten im Rahmen der „Agenda 2000“ von 384,6 Mill. kg um 2,1% auf 392,6 Mill. kg aufgestockt werden. Die Umstrukturierung auf weniger Milch produzierende Betriebe hat sich aber trotzdem fortgesetzt. Die Anzahl der Mitglieder hat zwar nur um 0,4% abgenommen, jene der Milchquoteninhaber aber um 2,0% und die aktiven Milchproduzenten haben um 1,8% auf 6.318 Einheiten abgenommen. Durch die Aufstockung der Milchquoten haben nur mehr 2.087 Erzeuger ihr Milchkontingent überschritten, das sind 14 weniger als im Vorjahr. Im abgelaufenen Jahr war die Menge der engros verkauften Milch mit 143,3 Mill. Lire gleich hoch wie im Vorjahr; der Anteil an der Gesamtanlieferung lag daher mit 41,6% gering-


Die Raiffeisen-Genossenschaften

sind im Berichtsjahr weitere wichtige Schritte in Richtung der Erzeugung und Vermarktung von gentechnikfreier Milch getan worden.

Mitglieder mit Verarbeitungstätigkeit 1 MILA - Bozen *) 2 Milchhof Brixen - BRIMI 3 Milchhof Bruneck - SENNI *) 4 Milchhof Meran 5 Milchhof Sterzing 6 Sennereigenossenschaft Algund 7 Sennereigenossenschaft Innichen 8 Sennereigenossenschaft Sexten 9 Sennereigenossenschaft Toblach

JAHRESBERICHT 2001

fügig unter jenem des Vorjahres. Eine hohe Steigerungsrate weist wiederum die Joghurtproduktion mit 11,2% auf, aber auch die Produktion von Topfen und Käse konnte deutlich zulegen. Mit einem Minus von 20,4% fiel die Erzeugung von H-Milch stark zurück. Die Marktversorgung mit verarbeiteten Produkten konnte weiter ausgebaut werden, was schlussendlich zur Steigerung der Bruttoerlöse um 7,9% auf 518,9 Mrd. Lire beigetragen hat. Je Liter Milchanlieferung ist ein Bruttoerlös von 1.502 Lire erzielt worden, das sind 6,1% mehr als im Vorjahr. In der an die Mitglieder zur Verteilung gelangten Auszahlungssumme von 290,7 Mrd. Lire (inklusive MwSt.) konnte diese Steigerungsrate weitergegeben werden. Den 7.282 Mitgliedern sind durchschnittlich 39,6 Mill. Lire ausbezahlt worden, womit sie um 5,5% mehr als im Vorjahr vereinnahmen konnten. Wird dieser Auszahlungsbetrag durch die Anzahl der aktiven Lieferanten dividiert, so ergibt sich eine durchschnittliche Auszahlungssumme von 46 Mill. Lire. Der entsprechende Auszahlungspreis lag mit durchschnittlich 841 Lire/Liter um 4,4% über dem Vorjahr. Die Anzahl der Mitarbeiter ist in den milchverarbeitenden Genossenschaften um 1,2%, das sind 8 Personen, zurückgegangen. Für das Personal sind durchschnittlich 42,1 Mrd. Lire aufgewendet worden, das sind 6,0% mehr als im Jahr 2000. Die addierte Bilanzsumme dieser genossenschaftlichen Unternehmen stieg um nur 0,7% auf 366,5 Mrd. Lire, das nicht wertberichtigte Anlagevermögen um 4,2% auf 241,4 Mrd. Lire. Von der Südtiroler Milchwirtschaft

79

ohne Verarbeitungstätigkeit: 10 Molkereigenossenschaft Tirol 11 Sennereigenossenschaft Burgeis 12 Sennereigenossenschaft Gherdeina, Wolkenstein 13 Sennereigenossenschaft Prad

Verbände/Konsortien Sennereiverband Südtirol - Bozen MILKON Südtirol - Bozen *) In nebenstehender Aufstellung als Konsortium MILKON, welches die Verarbeitung und den Verkauf der an MILA und SENNI angelieferten Milch vornimmt, zusammengefasst.

Den 7.282 Mitgliedern sind durchschnittlich 39,6 Mill. Lire ausbezahlt worden


Die Raiffeisen-Genossenschaften

80

Kennzahlen und Eckdaten der Milchhöfe/Sennereigenossenschaften im Raiffeisenverband Südtirol Beschreibung

2000

+/- % Veränderung

2001

+/- % Veränderung

gegenüber Vorjahr

gegenüber Vorjahr

1. Anlieferung, Verarbeitung, Auszahlung Anlieferung Liter

JAHRESBERICHT 2001

Durchschnittliche Anlieferung je Mitglied

339,9 Mill. 46.507

2,6%

Liter

3,7%

Versandmilch Liter

143,3 Mill.

3,2%

Verarbeitete Menge Liter

196,6 Mill.

7,3%

Anteil der verarbeiteten Menge

57,8%

4,5%

Erzeugung Frischmilch Liter

23,4 Mill.

Erzeugung H-Milch Liter

345,6 Mill. 47.458

1,7%

Liter

2,0%

143,3 Mill.

0,0%

202,3 Mill.

2,9%

58,5%

1,2%

2,4%

22,7 Mill.

-2,8%

27,4 Mill.

-26,3%

21,8 Mill.

-20,4%

Erzeugung Konsumrahm Liter

1,8 Mill.

5,9%

2,0 Mill.

11,1%

Erzeugung Butter kg

2,9 Mill.

8,7%

2,9 Mill.

0,8%

Erzeugung Käse kg

9,9 Mill.

8,0%

11,5 Mill.

16,2%

Erzeugung Topfen, Ricotta, Mascarpone kg

0,7 Mill.

---

1,4 Mill.

100,0%

Erzeugung Joghurt Stück

379,0 Mill.

22,3%

421,6 Mill.

11,2%

Auszahlung mit MWSt.an die Mitglieder Lire

273,75 Mrd.

4,7%

290,66 Mrd.

6,2%

Auszahlung je Mitglied Lire

37,5 Mill.

5,9%

39,6 Mill.

5,5%

Auszahlung pro Liter

806

Lire

2,0%

841

Lire

4,4%

addierte Bilanzsumme Lire

364,06 Mrd.

11,7%

366,52 Mrd.

0,7%

Anlagevermögen zum Anschaffungswert Lire

231,74 Mrd.

6,0%

241,40 Mrd.

4,2%

(Wertberichtigungsgrad)

38,5%

1,3%

42,4%

10,1%

Eigenkapital Lire

163,33 Mrd.

7,9%

167,64 Mrd.

2,6%

3,03 Mrd.

-34,4%

2,21 Mrd.

-27,0%

Bruttoerträge Lire

481,17 Mrd.

7,3%

518,94 Mrd.

7,9%

(Bruttoerträge je Liter Anlieferung)

1.416

Lire

4,6%

1.502

Lire

6,1%

(Bruttoerträge je Mitarbeiter) Lire

700,4 Mill.

2,2%

764,3 Mill.

9,1%

Personalkosten Lire

39,70 Mrd.

5,6%

42,06 Mrd.

6,0%

(Personalkosten je Mitarbeiter) Lire

57,8 Mill.

0,5%

61,9 Mill.

7,2%

Pkte

Pkte

2. Daten zur Bilanz

Rechnungsüberschuss Lire

Pkte

3. Daten zur Erfolgsrechnung

(Verarbeitete Menge je Mitarbeiter)

Lire

2,2%

Lire

4,1%

Wertberichtigungen/Anlagegüter Lire

286.176

17,39 Mrd.

19,6%

20,32 Mrd.

16,8%

(Wertberichtigungen je Liter Anlieferung)

51

13,4%

59

14,9%

8

0,0%

8

0,0%

Anzahl der Mitglieder

7.308

-1,0%

7.282

-0,4%

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

687

5,0%

679

-1,2%

Lire

297.887

Lire

4. Andere Daten Anzahl der verarbeitenden Genossenschaften

Pkte


Die Raiffeisen-Genossenschaften

81

Die Viehwirtschaftsgenossenschaften

• Südtiroler Braunviehzuchtverband, Bozen • Südtiroler Rinderzuchtverband, Bozen • Südtiroler Fleckviehzuchtverband, St. Lorenzen • Südtiroler Haflinger Pferdezuchtverband • Verband der Kleintierzüchter

Die Milch- und Viehwirtschaft stellt zweifellos den wichtigsten Erwerbszweig der bergbäuerlichen Familien dar und ist zu 100% genossenschaftlich organisiert. Das Jahr 2001 ist für die Viehwirtschaft durch die BSE-Krise und die Maul- und Klauenseuche denkbar ungünstig verlaufen. Dies hat sich vor allem auf die Anzahl der verkauften Zuchttiere und noch mehr auf den Verkaufspreis ausgewirkt. Der Rückgang an verkauftem Zuchtvieh konnte mit 2,6% noch in Grenzen gehalten werden, der Umsatzrückgang hingegen belief sich auf knapp 11%. Laut Angaben der zuständigen Landesstellen wird der Bestand an Rindern anhand der Prophylaxekampagne 2001 auf 160.000 Stück geschätzt. Die Landwirtschaftszählung 2000 hat hingegen nur 144.196 Rinder ermittelt. Die bei den Zuchtverbänden gemeldeten Herdebuchkühe haben

JAHRESBERICHT 2001

Die Südtiroler Viehwirtschaft weist nach wie vor eine beachtliche Vielfalt auf und umfasst neben der Rinderhaltung Pferde, Schafe, Ziegen, Schweine und Kleintiere wie z.B. Kaninchen. Nachstehende Verbände, die im Grunde Genossenschaften der Primärstufe sind, leisten in diesem Wirtschaftszweig umfassende und unverzichtbare Arbeit in den Bereichen der Herdebuchführung, der Zuchtauslese, der Leistungsprüfung, der Ausstellungen, der Vermarktung u. a. m.

Für die Viehwirtschaft ist das Jahr 2001 durch die BSE-Krise und die Maulund Klauenseuche denkbar ungünstig verlaufen


Die Raiffeisen-Genossenschaften

82

JAHRESBERICHT 2001

gegenüber dem Vorjahr um rund 1% zugenommen, die Neupunktierungen um 5%. Rückläufig waren die Erstbesamungen und Zuchtviehversteigerungen, die Anzahl der verkauften Zuchtrinder sowie der wertmäßige Umsatz. Die Anzahl der zur Schlachtung verkauften Tiere (KOVIEH) hat um 1%

abgenommen und erreichte 33.850 Stück, wobei ein Preiseinbruch von durchschnittlich 17% in Kauf genommen werden musste. Bei Rindern war der Preisverfall mit 27% besonders dramatisch. Bei den Pferden und Kleintieren war dem gegenüber ein Preisanstieg von 20% zu verzeichnen.

Kennzahlen und Eckdaten der Viehzuchtverbände im Raiffeisenverband Südtirol

Beschreibung

Anzahl der Verbandsgenossenschaften

Jahr

Veränderung

Jahr

Veränderung

2000

gegenüber

2001

gegenüber

Vorjahr

Vorjahr

±%

±%

3

3

Anzahl der Züchter (A-Mitglieder)

6.928

+ 2,0

6.965

+ 0,5

Anzahl der Vermarkter (B-Mitglieder)

1.949

+ 6,0

2.043

+ 4,8

47,5

+ 2,4

43,0

- 9,5

Anzahl der Mitarbeiter

Bilanzsumme Lire

Mrd.

17,44

- 19,4

15,83

- 9,2

Anlagevermögen (Sachanlagen) Lire

Mrd.

3,51

- 40,7

3,59

+ 2,3

Eigenkapital Lire

Mrd.

10,44

+ 1,9

10,43

- 0,2

Personalaufwand Lire

Mill.

2.736,8

+ 8,0

2.689,3

- 1,7

Personalaufwand je Mitarbeiter Lire

Mill.

57,6

+ 5,6

62,5

+ 8,6

Anzahl Herdebuchkühe

55.371

+ 3,8

55.890

+ 0,9

Neupunktierungen

14.565

- 2,4

15.306

+ 5,1

Erstbesamungen

97.152

+ 1,2

94.370

- 2,9

Zuchtviehversteigerungen

34

+ 2,9

32

- 5,9

verkaufte Stück an Zuchtvieh

6.696

+ 0,0

6.519

- 2,6

Umsatz Versteigerungen Zuchtvieh Lire

Mrd.

15,17

- 0,1

13,53

- 10,9

Abschreibequote

Mill.

305,6

+ 2,0

431,6

+ 41,2

Gewinn

Mill.

49,2

- 66,5

63,5

+ 29,0


Die Raiffeisen-Genossenschaften

83

Den fünf landwirtschaftlichen Bezugsgenossenschaften, welche die Versorgung der Bauern mit landwirtschaftlichen Produktionsgütern und Bedarfsartikeln betreiben, sind 1.127 Mitglieder angeschlossen. Im Berichtsjahr gab es bei diesen Genossenschaften einen Umsatzeinbruch. Der durchschnittliche Umsatz pro Mitglied ist somit von 5,2 Mill. Lire auf 4,3 Mill. Lire gesunken. In diesem Tätigkeitsbereich ist auch die landwirtschaftliche Einkaufsgenossenschaft „LEG“ angesiedelt. Sie hat für die 16 angeschlossenen Mitgliedsgenossenschaften (vorwiegend Obstgenossenschaften) den gemeinsamen Einkauf von Pflanzenschutzund Düngemitteln, Material für Stützgerüste sowie anderen landwirtschaftlichen Bedarfsgütern mit einem Geschäftsvolumen von 4,5 Mrd. Lire getätigt. Für die Hotel- und Gastbetriebe betreibt die Einkaufsgenossenschaft HO-

GAST die Versorgung mit vielfältigen Gebrauchs- und Verbrauchsgütern. Der Genossenschaft sind 377 Mitglieder angeschlossen, mit denen sie einen Umsatz von 139,7 Mrd. Lire abwickelte. Dies entsprach einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr von ganzen 25,7%.

Mitglieder: 1 Ü.B.E.G. - Überetscher Einkaufsgen. für die Landwirtschaft 2 Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft Branzoll 3 Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft Kurtatsch 4 Bezugsgenossenschaft Leifers 5 Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft Salurn Atypische Bezugsgenossenschaft: 6 Landwirtschaftliche Einkaufsgenossenschaft L.E.G. Meran

JAHRESBERICHT 2001

5. Die landwirtschaftlichen Bezugsgenossenschaften und die Konsumgenossenschaften


Die Raiffeisen-Genossenschaften

84

Kennzahlen und Eckdaten der Bezugsgenossenschaften im Raiffeisenverband Südtirol 2000

+/- Veränderung

2001

JAHRESBERICHT 2001

gegenüber dem Vorjahr

+/- Veränderung gegenüber dem Vorjahr

Anzahl Genossenschaften Anzahl der Mitglieder Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Konsolidierte Bilanzsumme in Lire

6 1.207 7,6 6.877,4 Mill.

0,0 % 4,1 % 9,0 % -4,6 %

6 1.244 6,7 7.496,7 Mill.

0,0 % 3,1 % -11,8 % 9,0 %

Anlageverm. z. Anschaffungswert in Lire

6.399,4 Mill.

2,7 %

6.783,3 Mill.

6,0 %

Anlagevermögen z. Restbuchwert in Lire Endbestände Umsatzgüter Lire EB: in % zum Umsatz Eigenkapital (+ 97% d.akt.Übersch.) Lire Abschreibegrad in % Umsatz in Lire Umsatz je Mitarbeiter Lire Personalaufwand Lire Gesamtkosten Lire Personalaufw. pro Mitarbeiter Lire Umschlagshäufigkeit Bruttospanne in % Rückvergütungen an Mitglieder in Lire

3.821,1 Mill. 1.619,2 Mill. 9,8 3.014,2 Mill. 40,3 16.530,0 Mill. 460,6 Mill. 2.214,4 Mill. 3.762,5 Mill. 48,7 Mill. 8,4 25,1 45,5 Mill.

-5,7 % 6,2 % -3,0 % Pkte -0,6 % 15,5 % Pkte 9,5 % 4,4 % 4,2 % 10,6 % 0,4 % 3,7 % -10,4 % Pkte -49,1 %

3.849,2 Mill. 1.829,8 Mill. 10,3 3.033,9 Mill. 43,3 17.804,5 Mill. 414,0 Mill. 2.285,0 Mill. 3.812,8 Mill. 48,7 Mill. 8,2 25,4 50,5 Mill.

0,7 % 13,0 % 5,1 % Pkte 0,7 % 7,4 % Pkte 7,7 % -10,1 % 3,2 % 1,3 % 0,0% -2,4 % 1,2 % 11,0 %


Die Raiffeisen-Genossenschaften

85

Die Konsumgenossenschaften Mitglieder 1 Konsumgenossenschaft Kastelruth 2 Konsumverein Kurtatsch 3 Konsumgenossenschaft Laas 4 Konsumgenossenschaft Tramin 5 Konsumverein Salurn 6 Konsumgenossenschaft Völs Atypische Konsumgenossenschaften 7 GEKA - Genossenschaft für KVW-Aktionen Pustertal 8 IVONAT Konsumgenossenschaft 9 Landesmensa- und Konsumgenossenschaft Bozen

Kennzahlen und Eckdaten der Konsumgenossenschaften im Raiffeisenverband Südtirol 2000 Anzahl Genossenschaften Anzahl der Mitglieder Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Konsolidierte Bilanzsumme in Lire Anlageverm. zum Anschaffungswert Anlagevermögen zum Restbuchwert Endbestände Umsatzgüter Lire EB: in % zum Umsatz Eigenkapital (+ 97% d. akt. Überschusses) Abschreibegrad in % Umsatz in Lire Umsatz je Mitarbeiter Lire Personalaufwand in Lire Gesamtkosten (inkl. Personal) Personalaufw. pro Mitarbeiter Lire Umschlagshäufigkeit Bruttospanne Umsatz je Mitglied in Mill. Lire

5 1.127 1,2 3.162,6 Mill. 1.137,8 Mill. 750,4 Mill. 1.621,6 Mill. 28,1 1.169,9 Mill. 34,0 5.709,3 Mill. 925,0 Mill. 300,2 Mill. 713,2 Mill. 50,9 Mill. 3,3 17,3 5,1

+/- Veränderung

2001

+/- Veränderung

gegenüber dem Vorjahr 0,0 % 1,4 % 0,0 % 15,1 % 2,6 % -0,6 % 23,0 % 0,0 % Pkte -2,1 % 6,6 % Pkte 21,5 % 16,7 % -0,3 % 8,4 % -1,9 % -6,5 % 12,3 % Pkte 21,4 %

5 1.127 1,2 2.791,2 Mill. 1.094,3 Mill. 705,1 Mill. 1.611,0 Mill. 28,1 1.176,8 Mill. 35,6 4.850,1 Mill. 815,0 Mill. 304,7 Mill. 720,1 Mill. 51,6 Mill. 2,6 16,8 4,3

gegenüber dem Vorjahr 0,0 % 0,0 % 0,0 % -11,7 % -3,8 % -6,1 % -0,7 % 0,0 % Pkte 0,6 % 4,7 % Pkte -15,0 % - 11,9 % 1,5 % 1,0 % 1,4 % -21,2 % -2,9 % Pkte -15,7%

JAHRESBERICHT 2001

Mit sechs Konsumgenossenschaften ist die Anzahl dieser Art von Genossenschaften gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Denselben gehörten 1.244 Mitglieder an, das sind 3,1% mehr als im Jahr 2000. Diese Genossenschaften konnten den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 7,7%, erhöhen. Auch die Rückvergütungen an die Mitglieder sind gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen, und zwar um 11%. Die Konsumgenossenschaften erfüllen in der Nahversorgung nach wie vor wichtige Funktionen.


Die Raiffeisen-Genossenschaften

86

6. Die Energiegenossenschaften

JAHRESBERICHT 2001

Der Energiemarkt war auch im Jahr 2001 stark in Bewegung. Demnach waren die E-Werksgenossenschaften vor allem mit den zahlreichen Neuerungen konfrontiert, welche die nationale Energiebehörde (autority) erlassen hat. Diesbezüglich wurden auch Anstrengungen unternommen, die Verwaltungsabläufe zu vereinheitlichen. Außerdem sind die Verhandlungen mit der Landesregierung in Bezug auf den lokalen Strommarkt weitergeführt worden. Die Anzahl der E-Werks-Mitglieder hat um 4,7%, jene der Stromabnehmer um 0,9% zugenommen. Die Nennleistung der 23 in der Auswertung erfassten E-Werksgenossenschaften ist im Jahre 2001 um 18,7% auf 18.174 kW gesteigert worden. Somit konnten auch die Stromerzeugung

Dem Raiffeisenverband sind 25 genossenschaftlich organisierte E-Werke und 13 Fernheizwerke angeschlossen

um 16% auf rund 136 Mill. kWh und der Stromumsatz um 10,8% auf Lire 18,6 Mrd. (€ 9,6 Mill.) erhöht werden. An die Mitglieder und Abnehmer sind pro kWh im Durchschnitt Lire 169,3 (€ 0,0874) in Rechnung gestellt worden. An den Netzwerkverwalter (gestore della rete) ist der Strom hingegen im Durchschnitt um Lire 113,8/kWh (€ 0,0588) verkauft worden. Im abgelaufenen Jahr sind dem Raiffeisenverband sechs neue Energiegenossenschaften, und zwar zwei EWerke und vier Fernheizwerke als Mitglied beigetreten. Somit sind dem Raiffeisenverband derzeit 25 genossenschaftlich organisierte E-Werke und 13 Fernheizwerke angeschlossen.


Die Raiffeisen-Genossenschaften

87

Elektrogenossenschaften 1. Ahrntaler Elektrizitätswerk 2. Elektrizitätsgenossenschaft Lüsen 3. Elektrizitätsgenossenschaft Mittertal-Jaufental 4. Elektrizitätsgenossenschaft Pflersch 5. Elektrizitätsgenossenschaft Vierschach-Winnebach-Innichberg 6. Elektrizitätsgenossenschaft Villnöß 7. Elektrizitätsgenossenschaft Wengen 8. Elektrizitätsgenossenschaft Winkel 9. Elektrizitätswerk Aschbach 10. Elektrizitätswerk Kalmtal 11. Elektrizitätswerk Prad 12. Elektrizitätswerk Stilfs 13. Elektrizitätswerk Welsberg 14. Elektrogenossenschaft Pens 15. Elektrogenossenschaft St. Helena-St. Pankraz 16. Elektrogenossenschaft St. Leonhard/Gomion 17. Elektrowerk Gsies 18. Elektrowerk Walten 19. Energie-Gen.m.b.H. OberlandRojenbach ”EGO” 20. Energiegenossenschaft Albeins, Brixen 21. Kleingenossenschaft m.b.H. EWerk St. Jakob-Pfitsch 22. Konsortium E-Werk Rabenstein, Moss in Passeier 23. Kraftwerk Wielenbach, Bruneck 24. Vinschgauer Elektrizitäts-Konsortium 25. Welschnofner Energiegewinnungsgenossenschaft ”WEG”

Fernheizwerke 26. BIOWATT-Taufers 27. Energiegenossenschaft Sulden 28. Energieversorgung Vals, Mühlbach 29. Fernheizwerk Toblach Gen.m.b.H. 30. Fernheizwerk Vintl 31. Fernheizwerk Vöran Gen.m.b.H. 32. Förderungsgenossenschaft Ulten 33. Heizwerk Sarnthein Gen.m.b.H. 34. Pfelderer Genossenschaft 35. SEA servisc-Energia-Ambient 36. Schludernser Energie-Genossenschaft, Schluderns 37. Südtiroler Biomasse, Toblach 38. Wärmewerk Antholz Gen.m.b.H.

JAHRESBERICHT 2001

Mitglieder


Die Raiffeisen-Genossenschaften

88

Kennzahlen und Eckdaten der Energieerzeugergenossenschaften im Raiffeisenverband Südtirol

Jahr 2000 Art der

Werte

Veränderung

Werte

Veränderung

23

Vorjahr % + 21,1%

23

Vorjahr % 0

4.441

+ 21,1%

4.649

+ 4,7%

7.993

+ 3,7%

8.063

+ 0,9%

6,0

+ 0,5%

6,1

+ 2,6%

34,0

+ 9,7%

36,0

+ 5,9%

Einheit Anzahl der Verbandsgenossenschaften Anzahl der Mitglieder Anzahl der Stromabnehmer

JAHRESBERICHT 2001

ø-Anschlusswert pro Stromabnehmer in

kW

Anzahl Personal

Jahr 2001

Maximale Nennleistung

kW

24.536

+ 12,6%

27.686

+ 12,8%

Nennleistung laut Konzession

kW

15.317

+ 7,1%

18.174

+ 18,7%

Mittlere Nennleistung

kW

13.790

+ 10,2%

15.753

+ 14,2%

Mittlere Nennleistung in % von max. Nennl.

56,2%

- 1,2% Pkte

56,9%

+ 0,7% Pkte

Stromerzeugung kWh

Mill.

117,3

+ 7,9%

135,9

+ 15,9%

Stromzukäufe kWh

Mill.

11,0

- 1,0%

9,6

- 12,7%

Stromerzeugung in % der eingespeisten Energie

91,4%

+ 0,7% Pkte

93,4%

+ 2,0% Pkte

Stromzukäufe in % der eingespeisten Energie

8,6%

- 0,7% Pkte

6,6%

- 2,0% Pkte

Eigenverbrauch kWh in % von eingesp. Energie

0,6%

+ 0,1%

1,0%

+ 0,5% Pkte

Stromverluste auf eingespeiste Energie in %

4,7%

- 0,4% Pkte

4,5%

- 0,2% Pkte

Mrd.

16,78

- 5,4%

18,59

+ 10,8%

Stromverkauf insgesamt in kWh

Mill.

121,6

+ 48,0%

137,57

+ 13,1%

Verkäufe an"Netzwerkverwalter" kWh

Mill.

71,3

+ 15,7%

84,7

+ 18,9%

58,6%

+ 6,4% Pkte

61,6%

+ 3,0% Pkte

Summe Stromumsatz

Verkäufe an "Netzwerkverwalter" in % Stromzukauf von ENEL und Land Lire

Mill.

1.012,2

- 14,5%

1.241,2

+ 22,6%

Anschlusswert der Stromabnehmer

kW

47.818

+ 10,5%

49.512

+ 3,5%

Stromzukauf

L/kWh

91,7

+ 12,4%

128,8

+ 40,5%

Stromverkauf insgesamt

L/kWh

138,0

+ 13,2%

135,1

- 2,1%


Die Raiffeisen-Genossenschaften

89

Insgesamt 20 Genossenschaften, denen 4.374 Mitglieder angeschlossen sind, sind im Bereich der Trinkwasserversorgung, der Verteilung von Beregnungswasser bzw. der Trockenberegnung tätig.

Mitglieder 1 Beregnungsgenossenschaft Latzfons/Feldthurns 2 Beregnungsgenossenschaft Schabs 3 Beregnungsgenossenschaft Völs 4 Elektrizitäts- und Trinkwassergenossenschaft Stefansdorf-St. Lorenzen 5 Gaidnerbach Erhaltungs- und Nutzungsgen. Andrian 6 Meliorierungsgenossenschaft Gemeinde Ratschings 7 Trinkwassergenossenschaft Afers 8 Trinkwassergenossenschaft Girlan-Schreckbichl

9 Trinkwassergenossenschaft Kastelruth 10 Trinkwassergenossenschaft Lajen-Dorf 11 Trinkwassergenossenschaft Missian-Unterrain 12 Trinkwassergenossenschaft Prissian 13 Trinkwassergenossenschaft St. Konstantin 14 Trinkwassergenossenschaft St. Michael/Eppan 15 Trinkwassergenossenschaft St. Pauls/Berg 16 Trinkwassergenossenschaft Terlan 17 Trinkwassergenossenschaft Turmbach-Maderneid 18 Trinkwassergenossenschaft Vilpian 19 Trinkwassergenossenschaft Völs 20 Wassergenossenschaft Neptunia Seis

8. Die Wohnbaugenossenschaften Die Kategorie der Wohnbaugenossenschaften war in den vergangenen Jahren allgemein im Abnehmen begriffen, im Berichtsjahr hat die diesbezügliche Mitgliederanzahl des Raiffeisenverbandes jedoch um zwei Einheiten zugenommen. Von den neun Wohnbaugenossenschaften haben deren vier ihre Bautätigkeit abgeschlossen und stehen deshalb vor der Auflösung

Mitglieder 1 Siedlungswerk St. Albuin Brixen 2 „Talisman“ Gen.m.b.H. - Auer 3 Wohnbaugenossenschaft Bozen I 4 Wohnbaugenossenschaft Leben 2001 – Eppan 5 Wohnbaugenossenschaft "Perathoner" – Bozen 6 Wohnbaugenossenschaft St. Pauls-Dorf – Eppan 7 Wohnbaugenossenschaft Sarnthein 8 Wohnbaugenossenschaft Schenna 9 Wohnbaugenossenschaft Widumangerle – Marling

JAHRESBERICHT 2001

7. Trinkwasser- und Beregnungsgenossenschaften


Die Raiffeisen-Genossenschaften

90

9. Kindergartengenossenschaften und Kulturheime

JAHRESBERICHT 2001

22 Genossenschaften dieser Art sind derzeit dem Raiffeisenverband angeschlossen. Acht davon führen einen Kindergarten, während die anderen Kultur- oder Bildungshäuser verwalten.

Mitglieder 1 Bildungshaus Schloss Goldrain 2 Deutscher Kindergarten und Kulturheim Leifers 3 Dorfgemeinschaft Karneid 4 Dorfgemeinschaft Kortsch 5 Gemeinschaft Maria Heim – Bozen 6 Gen.m.b.H. Heinrich v. Stuck Bruneck 7 Haus Unterland und Kindergarten Neumarkt 8 Kindergartengenossenschaft Johann Gamper – Andrian 9 Kindergarten und Vereinshaus M. Gamper Prissian

10 Kindergartengenossenschaft Kaltenbrunn 11 Kindergartengenossenschaft Siebeneich 12 Kindergartengenossenschaft St. Gertraud – Bozen 13 Kindergartengenossenschaft St. Quirinus – Bozen 14 Kindergartengenossenschaft Vilpian 15 Kulturhaus Branzoll 16 Kulturhaus Mals 17 Kulturheim Burgeis 18 Kulturheim W. von der Vogelweide – Bozen 19 Kuratorium Schloss Prösels 20 Genossenschaft Oswald von Wolkenstein – Seis 21 Vereinshausgenossenschaft Algund 22 Vereinshaus Völlan

10. Sonstige Genossenschaften In diese Kategorie der Mitgliedsgenossenschaften des Raiffeisenverbandes fallen all jene Genossenschaften, die keiner der bisher genannten Gruppe direkt zugeordnet werden können. Ihre Tätigkeiten haben im Prinzip die soziale, schulische, kulturelle, sportliche oder touristische Förderung der Mitglieder oder auch andere Tätigkeiten zum Gegenstand. Im Berichtsjahr sind fünf Genossenschaften dieser Art als Mitglieder des Raiffeisenverbandes aufge-

nommen worden, während drei ausgeschieden sind. Ganz generell kann gesagt werden, dass auch diese Genossenschaften wichtige Aufgaben erfüllen und ihre Ziele im Berichtsjahr im Wesentlichen erreicht haben.

Mitglieder 1 2

AFRA – Jugendhaus Dr. Josef Noldin – Salurn Agrargenossenschaft Freienfeld-Trens


Die Raiffeisen-Genossenschaften

Agrargenossenschaft St. Georgen Alpenrose Gen.m.b.H. St. Martin i. Th. 5 AMATIA Gen.m.b.H. – Mals 6 ASP GIOVACCHINI Kleingen. Bozen 7 Bauernbundgenossenschaft Bozen 8 Cooperativa Agricom Val Badia Wengen 9 Dorflift Deutschnofen 10 EMVA Freiwillige Wechselseitige Fürsorgekörperschaft der Prov. Bozen 11 Entwicklungsgenossenschaft Gratsch 12 Freunde der Bozner Messe Bozen 13 Garantiegenossenschaft für Handwerker – Bozen 14 Gemeinschaft Südtiroler Sägewerker – Bozen 15 Gemeinschaftsstall Tranrüs Corvara 16 Genossenschaft der Südtiroler Feuerwehren – Vilpian 17 Genossenschaft für Sport und Freizeitgestaltung – Leifers 18 Gen. für Weiterbildung und Regionalentwicklung – Prad a. St. 19 Genossenschaft Viehverwertung Sarntal 20 Haflinger Pferdezuchtverband Bozen 21 HGV-Service-Genossenschaft Bozen 22 HOGAST IItalien – Bozen 23 Indexport – Bozen 24 Kleingenossenschaft Biokistl Südtirol - Algund 25 Kleingenossenschaft „Ergo“ Bozen 26 Kleingenossenschaft Maschinenring Weinbau-Keller

Südtirol – Partschins 27 Kleingenossenschaft Schlernhof Völs 28 Kooperative Genossenschaft Taxi-Dienst – Bozen 29 KOWI Gen.m.b.H. – Bozen 30 KSB-Konsortium Südt. Baumschuler – Auer 31 Kuratorium Schloss Kastelbell Kastelbell 32 Landwirtschaftliche Bezirksgenossenschaft Bruneck 33 Landwirtschaftliche Genossenschaft Prad 34 Landwirtschaftliche Genossenschaft Schluderns 35 Landwirtschaftliche Genossenschaft Tarsch 36 LTS Gen.m.b.H. – Bozen 37 LVH-Bildung und Service Gen.m.b.H. – Bozen 38 PUK – Frangart 39 Raiffeisen OnLine Gen.m.b.H. Bozen 40 SBB-Weiterbildungsgenossenschaft – Bozen 41 Seilbahngenossenschaft Meransen 42 Sommeliervereinigung Südtirol Bozen 43 Sozialwerk KVW – Bozen 44 Sportförderungsgenossenschaft Oberbozen 45 Sportring Bozen 46 Südtiroler Baumschulgenossenschaft GRIBA – Bozen 47 Südtiroler Bildungszentrum Bozen 48 Südtiroler Braunviehzuchtverband Bozen 49 Südtiroler Fleckviehzuchtverband St. Lorenzen 50 Südtiroler Heu- und Wasserbäder Verband – Saltaus

JAHRESBERICHT 2001

3 4

91


Die Raiffeisen-Genossenschaften

JAHRESBERICHT 2001

92

51 Südtiroler Kinderdorf – Meran 52 Südtiroler Rinderzuchtverband Bozen 53 Südtiroler Werkstätten – Bozen 54 TANGRAM – Meran 55 Taxigenossenschaft Meran 56 Taxilos Gen.m.b.H. – Gais 57 Tiefgarage Weber Tyrol – Eppan 58 Tischlereigenossenschaft Passeier St. Martin/Pass. 59 Tourismusverband Crontour Bruneck 60 Tourismusverband Seiser Alm Schlerngebiet 61 Tourismusverein Gsieser Tal-Welsberg-Taisten

62 Tschauferhof-Genossenschaft Jenesien 63 Verband der Südtiroler Kleintierzüchter – Bozen 64 Viehverwertungsgenossenschaft Passeier 65 Viehverwertung Schlerngebiet Kastelruth 66 Vinschgauer Kunsteis – Latsch 67 Volksbildungsheim Meraner Urania 68 VPS-Verband der Privatvermieter Südtirols 69 Welt Laden Twigga – Bruneck 70 Wipptaler Sportfischerei – Sterzing

11. Soziale Genossenschaften Vier Genossenschaften dieser Art sind dem Raiffeisenverband angeschlossen. Sie verfolgen Ziele, die auf ganz besondere Art und Weise die genossenschaftlichen Prinzipien der Gegenseitigkeit und der Solidarität zum Inhalt haben und die, unter erschwerten Umständen, der genossenschaftlichen Selbsthilfe Ausdruck verleihen.

Mitglieder 1 2 3 4

Altenheim Eden Soziale Genossenschaft m.b.H. - Meran HANDICAR Sozialgenossenschaft m.b.H. – Bozen Lebenshilfe für Leistungsbehinderte – Bozen Soziale Genossenschaft Villa Carolina Pro Senectute - Meran

12. Genossenschaftsverbände/Konsortien Verschiedene Genossenschaftsgruppen verfügen ihrerseits wiederum über Genossenschaften zweiten Grades, die unterschiedlich als Verband, als Konsortium oder auch nur als Genossenschaft bezeichnet werden. Die Aufgabengebiete dieser Einrichtungen sind sehr unterschiedlich, jedoch immer auf präzise Bedürfnisse der sie tragenden Genossenschaften zuge-

schnitten. Ihre Tätigkeiten liegen schwerpunktmäßig in der Betreuung marktspezifischer Sachverhalte, in der Werbung, in der Qualitätsprüfung u.a.m. Es handelt sich um nachstehende Körperschaften, die jedoch teils schon unter vorhergehenden Berichten über die einzelnen Genossenschaftssparten angeführt sind.


Die Raiffeisen-Genossenschaften

93

Mitglieder

2 3 4 5 6 7

BIOG Dienstleistungskonsortium Burggrafenamt – Meran KOVIEH-Südtiroler Viehvermarktungskons. – Bozen Landwirtschaftliche Einkaufsgen. LEG – Meran OG-Dienstleistungskonsortium Bozen Sennereiverband Südtirol – Bozen Südtiroler Weinbauernverband Eppan Verband der Südtiroler Kellereigenossenschaften – Bozen

8

Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften – Terlan 9 Verband der Südtiroler Wohnbaugenossenschaften Bozen 10 VI.P. – Latsch 11 VI.P. Service Genossenschaft Latsch 12 VOG Service Genossenschaft Terlan 13 VOG-Verwertungsbetrieb Leifers

13. Körperschaften ohne Revisionspflicht Die Körperschaften ohne Revisionspflicht sind laut Art. 4 Ziffer 5 des Statuts Mitglied des Raiffeisenverbandes. Sie können alle Leistungen des Verbandes in Anspruch nehmen, unterliegen jedoch nicht der Revisionspflicht, weil sie nicht die Rechtsform einer Genossenschaft aufweisen.

Mitglieder 1 2 3

AGRIOS – Terlan Alpenbank AG – Bozen Bergrettungsdienst im Alpenverein Südtirol - Bozen 4 Bodenverbesserungskonsortium Frangart-Girlan 5 Bodenverbesserungskonsortium Natz u. Umgebung – Natz/Schabs 6 Jugenddienst Dekanat Bozen 7 Kellereigenossenschaft Algund 8 Konsortium Mooslege – Terlan 9 Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols - Vilpian 10 Landesverband der Handwerker Südtirol – Bozen

11 Meliorierungskonsortium Kortsch 12 Raiffeisen-Landesbank Südtirol AG 13 Stromeinkaufkonsortium SKO Terlan 14 Südtiroler Beratungsring für Obstund Weinbau – Terlan 15 Südtiroler Biomasse – Toblach 16 Südtiroler Qualitätskontrolle Terlan 17 Südtiroler Volksgruppen-Institut Bozen 18 Trinkwasserinteressentschaft Perdonig-Gaid 19 Verband der Volkshochschulen Südtirols – Bozen 20 Verband der Altersheime Südtirol Bozen 21 Vereinigung Südtiroler Tierzuchtverbände – Bozen 22 Wechselseitiger Krankenbeistandsverein für die RGO - Bozen

JAHRESBERICHT 2001

1


94

VI BILANZ ZUM 31.12.2001

-

Bilanz

-

Ergänzender Bericht

-

Bericht des Aufsichtsrates

Es wird vorausgeschickt, daß der Vorstand in seiner Sitzung vom 30. April 2002 beschlossen hat, nachstehenden Bilanzentwurf der Vollversammlung zur Genehmigung vorzulegen. Er wurde in der Folge, zusammen


Bilanz zum 31.12.2001

dem Bericht des Aufsichtsrates, zusammen mit den vollständigen Bilanzen der kontrollierten Gesellschaften und der konsolidierten Bilanz, am Sitz des Verbandes zur Einsichtnahme durch die Mitglieder auf.

JAHRESBERICHT 2001

mit dem ergänzenden Bericht zur Bilanz dem Aufsichtsrat zur Überprüfung übergeben, was in der Sitzung vom 6. Mai 2002 erfolgt ist. Gemäß Art. 2429 des ZGB lag dieser Bilanzentwurf samt ergänzendem Bilanzbericht und

95


Bilanz

96

1. Bilanz zum 31.12.2001 AKTIVA

A)

(in Lire)

(in Lire)

31.12.2000

31.12.2001

Forderungen aus einzuzahlenden Geschäftsanteilen a

Forderungen aus noch einzuzahlenden Geschäftsanteilen

3.000.000

b

Forderungen aus Geschäftsanteilen auf unbestimmte Zeit gestundet

92.700.000

2.936.270 95.700.000

90.900.000

JAHRESBERICHT 2001

95.700.000

B)

93.836.270

Anlagevermögen I

Immaterielles Anlagevermögen 3a EDV-Programme

5.053.875.653

3b Aktivierte Kosten für Instandhaltung

663.697.873

II

6.742.129.277 5.717.573.526

530.958.298

7.273.087.575

Materielles Anlagevermögen 1

Immobilien

8.350.832.783

8.333.089.437

2

Maschinen und maschinelle Anlagen

2.635.667.372

1.527.323.907

4

Einrichtungen und sonstige Anlagegüter

640.609.740 11.627.109.895

1.010.960.091

1a Beteiligung an Gesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung

3.197.500.000

3.198.717.884

1b Beteiligung an anderen Gesellschaften

14.331.962.090 17.529.462.090

16.354.490.576

19.553.208.460

643.415.535

588.644.654

588.644.654

12.323.915.641 12.323.915.641

12.972.310.735

12.972.310.735

III

10.871.373.435

Finanzanlagen

2

Akonto Steuern auf Abfertigungsansprüche

3

Wertpapiere

643.415.535

47.841.476.687

C)

51.258.624.859

Umlaufvermögen I

Warenbestand 1

Warenbestand-Verbrauchsgüter

101.015.695

164.870.294

4

Warenbestand-Umsatzgüter

1.816.348.696

2.126.340.465

5

Anzahlungen an Lieferanten

3.414.603.624

II

5.331.968.015

1.876.390.999

4.167.601.758

Kundenforderungen 1

Sonstige Kundenforderungen

9.652.272.277

2

Forderungen an verbundene Gesellschaften

207.461.219

5 IV 1 3

11.575.375.807 9.859.733.496

79.224.410

11.654.600.217

Sonstige Forderungen

25.724.992.359 25.724.992.359

23.750.141.624

23.750.141.624

Bankguthaben

20.356.508.575

17.885.183.851

Barmittel

14.260.931 20.370.769.506

5.731.811

61.287.463.376

D)

93.836.270

Aktive Posten der Jahresabgrenzung TOTALE AKTIVA

708.924.178

708.924.178 109.933.564.241

17.890.915.662 57.463.259.261

523.707.577

523.707.577 109.339.427.967


Bilanz

97

PASSIVA (in Lire)

31.12.2000

31.12.2001

Eigenkapital I

Geschäftsanteile

835.000.000

837.165.697

III

Aufwertungsrücklage

2.077.488.661

2.077.488.661

IV

Gesetzliche Rücklagen

9.279.270.110

9.995.733.236

VI

Statutarische Rücklagen

42.540.140.311

45.299.262.053

IX

Jahresergebnis

3.582.315.629 58.314.214.711

4.658.917.050

58.314.214.711

C)

Personalabfertigungsrückstellung

D)

Verbindlichkeiten 3

Verbindlichkeiten gegenüber Banken

6

Lieferantenverbindlichkeiten

10 Verbindlichkeiten an kontrollierte Unternehmen

7.962.502.203

7.962.502.203

62.868.566.697

8.568.358.177

0

0

7.578.265.939

6.938.703.615

3.612.362.671

2.672.969.082

12 Verbindlichkeiten Sozialversicherungsinstitut

744.466.048

1.027.664.179

31.626.112.003 43.568.406.661

27.170.336.306

43.568.406.661

E)

Passive Posten der Jahresabgrenzung TOTALE PASSIVA

8.568.358.177

7.200.000

11 Verbindlichkeiten an Steuerämter 13 Sonstige Verbindlichkeiten u. Verrechnungskonten

62.868.566.697

88.440.666

88.440.666 109.933.564.241

37.809.673.182 37.809.673.182

92.829.911

92.829.911 109.339.427.967

JAHRESBERICHT 2001

A)

(in Lire)


Bilanz

98

ERFOLGSRECHNUNG 2001

A)

1

Erträge aus Dienstleistungen u. Warenverkäufen

2

Bestandsveränderung Umsatzgüter

JAHRESBERICHT 2001

2001

-155.535.009

-155.535.009

68.895.905.486

68.895.905.486

309.991.769

309.991.769

6.042.675.355

6.175.858.960

5b Öffentliche Beiträge

4.223.902.609 10.266.577.964

4.060.366.863

72.847.768.287

10.236.225.823 79.442.123.078

6

Zukäufe Handelswaren und Bedarfsgüter

7.527.129.865

7.527.129.865

11.749.862.497

11.749.862.497

7

Aufwendungen für Dienstleistungen

22.443.227.046 22.443.227.046

22.728.624.637

22.728.624.637

8

Aufwendungen für Nutzung Güter Dritter

76.251.179

76.251.179

9

Personalaufwendungen:

107.823.810

107.823.810

9a Gehälter

18.680.927.585

19.993.121.083

9b Sozialabgaben

4.259.696.807

4.554.797.090

9c Abfertigungsrückstellungen

1.505.581.491

1.538.366.965

9e Sonstige Personalkosten

973.621.376 25.419.827.259

936.582.586

10a Abschreibung immaterielle Güter

3.725.776.623

4.918.429.033

10b Abschreibung materielle Güter

2.770.539.384

6.496.316.007

1.746.835.310

6.665.264.343

21.272.428

21.272.428

-63.854.599

-63.854.599

7.186.826.497

7.186.826.497

6.977.413.159

6.977.413.159

14 Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen

27.022.867.724

Aufwendungen für Betriebstätigkeit

69.202.422.912

75.156.428.940

ERGEBNIS DER BETRIEBSTÄTIGKEIT (A-B)

3.645.345.375

4.285.694.138

15 Erträge aus Beteiligungen an anderen Gesellschaften

4.377.780

8.029.780

16 Zinserträge

1.401.498.186

1.294.737.743

17 Zinsaufwendungen

-146.865.132

Finanzerfolg (15+16-17)

E)

2000

5a Mitgliedsbeiträge

11 Bestandsveränderung Bedarfsgüter

C)

(in Lire)

62.736.725.332 62.736.725.332

Erträge aus der Betriebstätigkeit

B)

(in Lire)

1.259.010.834

-101.335.938

1.259.010.834

20 Außerordentliche Erträge

572.794.262

21 Außerordentliche Aufwendungen

-313.834.842

1.201.431.585 1.201.431.585

1.133.793.545 258.959.420

-277.541.218

856.252.327

Außerordentliches Ergebnis (20-21)

258.959.420

856.252.327

BETRIEBSERGEBNIS VOR STEUERN (A-B+C+E)

5.163.315.629

6.343.378.050

22 Steuern auf das Betriebsergebnis

-1.581.000.000

-1.684.461.000

26 JAHRESERGEBNIS (A-B+/-C+/-E-22)

3.582.315.629

4.658.917.050


Bilanz

99

1. Bewertungskriterien Das immaterielle Anlagevermögen bezieht sich auf zugekaufte EDV-Programme, die zu Anschaffungskosten abzüglich der jährlichen Wertberichtigungen aktiviert worden sind. Die Immobilien beziehen sich ausschließlich auf das Raiffeisenhaus, welches zu Anschaffungskosten, zuzüglich der gesetzlich vorgesehenen Aufwertung und abzüglich der jährlichen Wertberichtigungen, aktiviert worden ist. Ebenso sind sämtliche bewegliche Anlagegüter zu Anschaffungskosten abzüglich der jährlichen Wertberichtigung aktiviert worden. Die Beteiligungen beziehen sich ausschließlich auf Gesellschaften, die nicht an der Börse notiert sind. Sie sind zum ursprünglichen Anschaffungspreis bewertet, der nicht unter dem Wert liegt, der aus den letzten verfügbaren Bilanzen zu entnehmen ist, mit Ausnahme der FINASSIMOCO A.G. Bei dieser steht der Beteiligung von 14.657 Mill. Lire ein Bilanzwert von 10.635 Mill. Lire gegenüber. Der Fehlbetrag von 4.022 Mill. Lire ist aus-

reichend durch den Geschäftswert der Versicherungsgesellschaften gedeckt. Von einer Abwertung wurde abgesehen, nachdem es sich um eine nicht dauerhafte Wertminderung handelt. Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten zuzüglich den anteilsmäßig angereiften Ausgabedifferenzen aktiviert worden. Die Bestände an Umsatz- und Verbrauchsgütern sind zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten nach dem LIFO-Prinzip, gleich wie im Vorjahr, bewertet worden. Die übrigen Aktivposten sind Nominalwerte und entsprechen genau den effektiven Forderungen zum Bilanzstichtag. Die Übereinstimmung der Banksalden ist, unter Berücksichtigung der offenen Posten, gegeben. Die Kundenforderungen sind zur Gänze als einbringlich zu betrachten.

2. Veränderungen des Anlagevermögens Im letzten Geschäftsjahr hat sich das immaterielle und das materielle Anlagevermögen folgendermaßen verändert:

Immaterielle Anlagegüter Immaterielle Anlagegüter (in Lire) Bestand 31.12.2000

Zugänge 2001

Abschreibung 2001

Bestand 31.12.2001

EDV Programme

5.053.875.653 6.473.943.082

4.785.689.458 6.742.129.277

Aktivierte mehrjährige Kosten

663.697.873

132.739.575

5.717.573.526 6.473.943.082

4.918.429.033 7.273.087.575

530.958.298

Materielle Anlagegüter (in Lire) Bestand 31.12.2000

Zugänge 2001

Immobilien

8.350.832.783

259.609.352

277.352.698 8.333.089.437

Maschinen und Anlagen

2.635.667.372 1.248.031.613

1.143.123.808 1.213.251.270 1.527.323.907

Einrichtungen u. sonst. Anlagegüter

640.609.740

Summe

640.018.790

11.627.109.895 2.147.659.755

Abgänge 2001

13.437.097

Abschreibung 2001

Bestand 31.12.2001

256.231.342 1.010.960.091

1.156.560.905 1.746.835.310 10.871.373.435

JAHRESBERICHT 2001

2. Ergänzender Bericht zur Bilanz


Bilanz

100

3. Beteiligungen Die Beteiligungen haben sich von 17.529 Mill. Lire um 2.024 Mill. Lire auf 19.553 Mill. Lire erhöht und gliedern sich wie folgt: a) Gesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung (in Lire) Bestand 31.12.2000

Bestand 31.12.2001

Veränderungen

2.998.500.000

2.999.717.884

1.217.884

- ZENFOR AG

199.000.000

199.000.000

0

Insgesamt

3.197.500.000

3.198.717.884

1.217.884

Bestand 31.12.2000

Bestand 31.12.2001

Veränderungen

200.000.000

200.000.000

0

13.461.428.500

14.657.082.970

1.195.654.470

- ICCREA AG Rom

100.000.000

100.000.000

0

- CISCRA AG Rom

285.000.000

370.282.606

85.282.606

- ECRA Ges.m.b.H. Rom

2.000.000

2.000.000

0

- Raiffeisen OnLine Gen.m.b.H.

50.000.000

50.000.000

0

- Sviluppo & Formazione Soc. a r.l. Rom

6.990.000

6.990.000

0

- Raiffeisen Versicherungsdienst Ges.m.b.H.

JAHRESBERICHT 2001

b) andere Gesellschaften (in Lire) - Raiffeisen Landesbank Südtirol AG Bozen - FINASSIMOCO AG Rom

Avalon AG

226.543.590

Raising Unified Network AG

-226.543.590 968.135.000

968.135.000

16.354.490.576

2.022.528.486

Bestand 31.12.2000

Bestand 31.12.2001

Veränderungen

Geschäftsanteile

835.000.000

837.165.697

2.165.697

Aufwertungsrücklagen

300.954.245

300.954.245

0

Aufwertungsrücklage Ges. 413/91

1.776.534.416

1.776.534.416

0

Gesetzliche Rücklagen

9.279.270.110

9.995.733.236

716.463.126

Statutarische Rücklagen

42.540.140.311

45.299.262.053

2.759.121.742

Jahresergebnis

3.582.315.629

4.658.917.050

1.076.601.421

Eigenkapital

58.314.214.711

62.868.566.697

4.554.351.986

Insgesamt

14.331.962.090

4. Eigenkapital Das Eigenkapital hat sich wie folgt verändert: Eigenkapital (in Lire)

Die Geschäftsanteile sind von 835.000.000 Lire auf 837.165.697 angestiegen. Im Geschäftsjahr sind 19 Mitglieder neu eingetreten, die jeweils einen Geschäftsanteil gezeichnet haben. Im selben Geschäftsjahr sind 8 Genossenschaften ausgetreten, wovon 6 Genossenschaften ein Geschäftsanteil und 2 Genossenschaften fünf Geschäftsanteile von je 1.000.000 Lire zurückgezahlt wurden. Die gesetzliche und die statutarische Rücklage wurde durch den Überschuss aus dem Vorjahr im Betrag von Lire 3.475.584.868 aufgestockt.


Bilanz

Aufwertung Ges.Nr. 576/75

Aufwertung Ges. 72/83

Aufwertung Ges. 413/91

Gesamtaufwertung

Immobilien

0

278.111.749

1.776.534.416

2.054.646.165

Anlagen und Maschinen

0

22.842.496

0

22.842.496

Summe

0

300.954.245

1.776.534.416

2.077.488.661

Aufgrund des Art. 105, Abs. 7 der V.P.R. vom 22.12.1986 Nr. 917 wird ausdrücklich erklärt, dass die gesetzliche und die statutarische Reserve sowie auch andere in der Bilanz geführte Rücklagen aufgrund der geltenden Bestimmungen und des Statutes weder während des Bestehens der Genossenschaft noch bei Auflösung derselben in irgend einer Form ausgeschüttet werden dürfen. Dabei wird festgehalten, dass die gesetzlichen und statutarischen Rücklagen auch jene Zuweisungen enthalten, die im Sinne des Art. 12 des Gesetzes Nr. 904 vom 16.12.1977 vorgenommen wurden.

5. Personalabfertigungsrückstellung Die Personalabfertigungsrückstellung im Betrag von 8.568 Mill. Lire entspricht den Ansprüchen aller Mitarbeiter zum Bilanzstichtag. Im Berichtsjahr sind dieser Rückstellung 1.368 Mill. Lire zugewiesen worden und 737 Mill. Lire für Vorschusszahlungen und definitive Auszahlungen verwendet worden. Darüber hinaus sind 26 Mill. Lire an Ersatzsteuern abgebucht worden.

6. Forderungen und Verbindlichkeiten Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten sind kurzfristig. Die sonstigen Forderungen setzen sich wie folgt zusammen: (Beträge in Lire)

31.12.2000

31.12.2001

Veränderungen

Geleistete Kautionen

48.483.839

53.488.531

5.004.692

421.918.890

421.918.890

3.821.049.168

3.786.719.549

-34.329.619

Forderungen an ausländische Steuerämter

32.351.075

43.105.850

10.754.775

Zweifelhafte Forderungen Fondsverwaltung

135.735.341

138.368.551

2.633.210

Wechselbestand landw. Rotationsfonds

13.588.524.031

14.401.906.913

813.382.882

Sonstige Forderungen

8.098.848.905

4.904.633.340

-3.194.215.565

Summe

25.724.992.359

23.750.141.624

-1.974.850.735

Mehrwertsteuerguthaben Steuerguthaben IRPEG und ILOR

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: (Beträge in Lire)

31.12.2000

31.12.2001

Veränderungen

Verbindlichkeiten Spezialkredite

3.417.587.864

2.828.860.850

-588.727.014

- Wohnbaufonds

6.798.110.000

5.990.993.462

-807.116.538

- Landwirtschaftlicher Rotationsfonds

14.934.304.982

15.293.804.293

359.499.311

Sonstige Verbindlichkeiten und Verrechnungskonten

6.476.109.157

3.056.677.701

-3.419.431.456

Summe

31.626.112.003

27.170.336.306

-4.455.775.697

JAHRESBERICHT 2001

(Beträge in Lire)

101


Bilanz

102

7. Rechnungsabgrenzungen Der Betrag der aktiven Rechnungsabgrenzungen gliedert sich wie folgt: Aktive Rechnungsabgrenzungen (in Lire)

31.12.2001

- angereifte und noch nicht fällige Wertpapierzinsen

220.342.431

- im Voraus bezahlte Beträge für Mieten u. Wartung von EDV-Maschinen u. Programmen

303.365.146

Summe

523.707.577

JAHRESBERICHT 2001

Die passiven Rechnungsabgrenzungen betreffen nachstehenden Aufwendungen: Passive Rechnungsabgrenzungen (in Lire)

31.12.2001

- angereifte und nicht fällige Aufwendungen

92.829.911

Summe

92.829.911

8. Erträge Die Erträge aus Dienstleistungen und Warenverkäufen gliedern sich wie folgt: (Beträge in Lire)

31.12.2000

31.12.2001

Veränderungen

- Verkauf Handelswaren

7.966.139.156

11.959.685.263

3.993.546.107

- EDV-Dienstleistungen

42.399.403.227

42.837.396.780

437.993.553

- Werbetätigkeit für Dritte

1.974.722.251

2.242.167.472

267.445.221

- Aktivierung von Umsatzgütern

105.396.370

307.688.089

202.291.719

- andere Dienstleistungen

10.291.064.328

11.548.967.882

1.257.903.554

Summe

62.736.725.332

68.895.905.486

6.159.180.154

9. Dividenden Die Dividenden von 8.029.790 Lire beziehen sich auf Beteiligungen bei der ICCREA AG und der Raiffeisen Landesbank Südtirol.

10. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen gliedern sich wie folgt: (Beträge in Lire)

31.12.2000

31.12.2001

Veränderungen

- Zinsen an Banken

5.785.330

1.875.009

-3.910.321

- sonstige Zinsaufwendungen

141.079.802

99.460.929

-41.618.873

Summe

146.865.132

101.335.938

-45.529.194


Bilanz

103

11. Außerordentliche Posten

(Beträge in Lire)

31.12.2000

31.12.2001

Veränderungen

- Mehrerträge aus Verkauf von Anlagegütern

17.536.056

486.452.814

468.916.758

- periodenfremde Erträge

328.339.830

197.408.556

-130.931.274

- Mieterträge

89.115.710

186.260.024

97.144.314

- Kondominiumsverwaltung

39.317.876

35.969.447

-3.348.429

- sonstige außerordentliche Erträge

98.484.790

227.702.704

129.217.914

Summe

572.794.262

1.133.793.545

560.999.283

Die außerordentlichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: (Beträge in Lire) - periodenfremde Aufwendungen

31.12.2000

31.12.2001

Veränderungen

250.945.177

151.529.966

-99.415.211

60.406.558

60.406.558

- Mindererlöse Verkauf von Anlagegütern - sonstige außerordentliche Aufwendungen

62.889.665

65.604.694

2.715.029

Summe

313.834.842

277.541.218

-36.293.624

12. Mitarbeiter Der Raiffeisenverband beschäftigte im Jahr 2001 durchschnittlich 211 Mitarbeiter.

13. Vergütungen an Organe Die Vergütung an die Vorstandsmitglieder betrug 239 Mill. Lire und an die Aufsichtsräte 28 Mill. Lire. Der Vorstand weist darauf hin, dass der Raiffeisenverband ausschließlich Leistungen im Dienste der Mitgliedsgenossenschaften erbracht hat und somit den Förderauftrag im Sinne des Statutes und des Art. 2 des Ges. Nr. 59 vom 03.01.1992 voll erfüllt hat. Der Vorstand schlägt vor, 20 % vom ausgewiesenen Überschuss, das sind 931.783.410 Lire, der gesetzlichen Rücklage zuzuweisen, 3 % im Sinne des Art. 11 des Gesetzes Nr. 59/92 dem Mutualitätsfonds zu überweisen, das sind 139.767.512 Lire und den restlichen Betrag von 3.587.366.128 Lire der statutarischen Rücklage zuzuweisen.

Bozen, den 30. April 2002

DER OBMANN Carl von Eyrl

JAHRESBERICHT 2001

Die außerordentlichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:


Bilanz

104

3. Bericht des Aufsichtsrates Sehr geehrte Vertreter der Mitgliedsgenossenschaften!

JAHRESBERICHT 2001

Der Vorstand hat die Bilanz zum 31. Dezember 2001 mit der entsprechenden Erfolgsrechnung und mit dem ergänzenden Bericht erstellt, wie sie Ihnen, zusammen mit dem Lagebericht, zur Überprüfung vorgelegt wird.

Die Vermögenssituation setzt sich laut Bilanz zum 31. Dezember 2001 wie folgt zusammen: (in Lire) Aktiva

(in Lire)

109.339.427.967

Passiva

46.470.861.270

Eigenkapital

58.209.649.647

Geschäftsergebnis

4.658.917.050

Summe

109.339.427.967

109.339.427.967

Aus der Erfolgsrechnung gehen folgende Daten hervor: (in Lire) Gesamtleistung

79.442.123.078

Aufwendungen für die Gesamtleisutng

75.156.428.940

Differenz

4.285.694.138

Finanzerfolg

1.201.431.585

Außerordentliches Ergebnis

856.252.327

Steuern auf das Ergebnis

-1.684.461.000

Jahresergebnis

4.658.917.050

Im Bericht des Vorstandes werden die Lage der Genossenschaft sowie die Zusammensetzung des Geschäftsergebnisses erläutert. Im Anhang finden sich die notwendigen Erklärungen zu den einzelnen Posten der Aktiva und Passiva sowie zu den angewandten Bewertungskriterien. Außerdem werden die einzelnen Posten der Erfolgsrechnung erläutert. Alle Berichte tragen den Bestimmungen der Artikel 2424, 2425 und 2427 des Z.G.B. sowie jenen des Statutes der Genossenschaft Rechnung. Der Aufsichtsrat selbst kann nach Durchführung der gesetzlichen Überprüfungen folgende Feststellungen treffen: • Die Bilanz zum 31. Dezember 2001 und die entsprechende Erfolgsrechnung für das Geschäftsjahr 2001, wie sie vom Vorstand verfasst wurden, stimmen mit den Ergebnissen der nach den gesetzlichen Bestimmungen geführten Buchführung überein.


Bilanz

Laut den Bestimmungen des Z.G.B. und der Genossenschaftssatzungen hat der Aufsichtsrat auch im abgelaufenen Jahr seine Kontrollfunktion ausgeführt. Er hat an sämtlichen Sitzungen des Vorstandes und des Vollzugsausschusses teilgenommen und darüberhinaus die gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollsitzungen abgehalten. Durch die Teilnahme an allen Sitzungen der Verwaltungsorgane kann der Aufsichtsrat bestätigen, dass der Vorstand und der Vollzugsausschuss im Rahmen der statutarischen Befugnisse mit der gebotenen Sorgfalt ihre Aufgabe erfüllt haben. Bei den Kontrollsitzungen sind einzelne Bereiche der Geschäftsgebarung stichprobenweise überprüft worden. Dabei konnte die formelle und gesetzliche Richtigkeit des Rechnungswesens festgestellt werden. Schließlich erklärt sich der Aufsichtsrat mit den Ausführungen des Vorstandes einverstanden, welche die angewandten Kriterien in Bezug auf die genossenschaftliche Aufgabenerfüllung laut Art. 2, Abs. 2 des Gesetzes Nr. 59/1992 betreffen. Mit diesen Feststellungen glaubt der Aufsichtsrat Sie in die Lage versetzt zu haben, sich über die vom Vorstand verfasste und Ihnen zur Genehmigung vorgelegte Bilanz zum 31.12.2001 sowie über die Erfolgsrechnung 2001 und den Anhang ein Urteil bilden zu können.

JAHRESBERICHT 2001

• Die Buchungssalden der Banken und der Kassa stimmen, nach den notwendigen Überleitungen, mit den entsprechenden Werten auf den Kontoauszügen der Kreditinstitute bzw. dem tatsächlichen Kassastand zum 31.12.2001 überein. • Das Anlagevermögen und die diesbezüglichen Änderungen sind im Bilanzbericht festgehalten. • Die Aktivierung der immateriellen Anlagegüter in Höhe von Lire 6.473.943.082 wurde vom Aufsichtsrat überprüft und gutgeheißen. • Die Bilanzierung der Zugänge im Immobiliar- und Mobiliarvermögen erfolgte zu den Anschaffungskosten. • Die Anlagegüter wurden abgeschrieben und wertberichtigt, wobei der effektiven Abnutzung und der Restnutzungsdauer derselben Rechnung getragen wurde. • Die Bewertung der Wertpapiere, die im Anlagevermögen aktiviert sind, erfolgte zu den Anschaffungskosten, erhöht um anteilsmäßig angereifte Differenzen zwischen Ankaufs- und Rückzahlungskurs. • Die Beteiligungen scheinen im Finanzanlagevermögen auf und sind zu Anschaffungskosten bewertet. • Die Bewertung der Warenbestände wurde zu den jährlich ermittelten durchschnittlichen Einstandspreisen nach dem LIFO-Prinzip vorgenommen. Dabei wurden die Bewertungskriterien des Vorjahres beibehalten. • Die Rückstellung für den Personalabfertigungsfonds entspricht den Ansprüchen aller Mitarbeiter zum Bilanzstichtag und wurde laut zivilrechtlichen und kollektivvertraglichen Bestimmungen erstellt. • Die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungen wurden nach dem Prinzip der wirtschaftlichen Zurechnung ermittelt.

105


Bilanz

106

Somit kann der Aufsichtsrat der Vollversammlung empfehlen, die Bilanz samt Erfolgsrechnung, so wie diese vorliegt und erläutert wurde, zu genehmigen, sowie der Verwendung des Überschusses, wie vom Vorstand vorgeschlagen, zuzustimmen, und zwar:

JAHRESBERICHT 2001

• Lire 931.783.410 der gesetzlichen Rücklage; • Lire 139.767.512 dem Mutualitätsfonds im Sinne des Art. 11 des Gesetzes Nr. 59/1992; • den Restbetrag von Lire 3.587.366.128 der statutarischen Rücklage. Abschließend möchte der Aufsichtsrat die Gelegenheit wahrnehmen, den Mitgliedsgenossenschaften für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Raiffeisenverband zu danken. Ein besonderer Dank gilt dem Obmann, dem Vollzugsausschuss und dem Vorstand des Verbandes, die mit großem Einsatz und mit Umsicht im Berichtsjahr für das Genossenschaftswesen tätig waren. Ein besonderer Dank gilt auch dem Verbandsdirektor, den Vizedirektoren, den Abteilungsleitern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich im abgelaufenen Jahr neuerlich mit viel Einsatz und Tatkraft für die Raiffeisenorganisation unseres Landes eingesetzt haben.

Bozen, den 6. Mai 2002

DER AUFSICHTSRAT


JAHRESBERICHT 2001

Bilanz 107


108

VII Bilanzen der kontrollierten Gesellschaften

Im Sinne der einschlägigen Bestimmungen werden nachstehend die Bilanzen der von Raiffeisenverband Südtirol kontrollierten Gesellschaften ausgewiesen.

1. Raiffeisen Versicherungsdienst Ges.m.b.H. Sitz in Bozen, Raiffeisenstraße 2, Steuernummer 01406850212, eingetragen im Handelsreg. Bozen unter der Nummer 16306, Gesellschaftskapital Lire 3.001.218.500 voll eingezahlt.


Bilanzen der Kontrollierten Gesellschaften

2. ZENFOR AG „Mutualitätsfonds“ Sitz in Bozen, Raiffeisenstraße 2, Steuernummer 00545140212, eingetragen im Handelsregister bei der

Handelskammer Bozen unter der Nummer BZ 008-9574, Gesellschaftskapital Lire 200.000.000 voll eingezahlt.

JAHRESBERICHT 2001

Beteiligung des Raiffeisenverbandes Südtirol Gen.m.b.H.: 99,95%

109

Beteiligung des Raiffeisenverbandes Südtirol Gen.m.b.H.: 99,50%

Rosengartengruppe, Abendglühen über Bozen


Bilanzen der Kontrollierten Gesellschaften

110

Raiffeisen Versicherungsdienst Ges.m.b.H. Bilanz zum 31.12.2001 Bilanz

JAHRESBERICHT 2001

AKTIVA B) I)

II)

III)

C) II)

IV)

D)

31.12.2000 Lire

31.12.2001 Lire

Anlagevermögen Immaterielle Anlagewerte 4 Konzessionen, Lizenzen, Warenzeichen und ähnliche Rechte und Werte Summe immaterielle Anlagewerte

22.214.325 22.214.325

21.541.054 21.541.054

Sachanlagen 2 Technische Anlagen und Maschinen 3 Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 Sonstige Anlagen Summe materielle Anlagewerte

6.171.000 253.200.048 63.918.780 323.289.828

3.993.000 180.203.397 21.306.260 205.502.657

Finanzanlagen 3 Sonstige Wertpapiere des Anlagevermögens Summe Finanzanlagen Summe Anlagevermögen (B)

2.709.986.642 2.709.986.642 3.055.490.795

2.394.986.642 2.394.986.642 2.622.030.353

Umlaufvermögen Forderungen 1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 Sonstige Forderungen Summe

73.200.000 2.857.207.288 2.930.407.288

83.022.174 2.264.213.839 2.347.236.013

Liquide Mittel 1 Guthaben bei Kreditinstituten u. Postscheckguthaben 3 Kassenbestand Summe Summe Umlaufvermögen (C)

2.085.891.443 9.797.143 2.095.688.586 5.026.095.874

2.642.126.938 972.504 2.643.099.442 4.990.335.455

114.012.487 8.195.599.156

93.010.190 7.705.375.998

3.000.000.000

3.001.218.500 20.796.572

Rechnungsabgrenzungsposten Summe Aktiva

PASSIVA A) Eigenkapital I) Gesellschaftskapital IV) Gesetzliche Rücklage VI) Satzungsmäßige Rücklagen VII) Sonstige Rücklagen 1 Freiwillige Rücklagen IX) Bilanzgewinn (Bilanzverlust) Summe Eigenkapital (A) B)

Rückstellungen 3 Sonstige Rückstellungen Summe Rückstellungen (B)

16.277.701 309.276.346 90.377.424 3.415.931.471

393.916.399 126.318.058 3.542.249.529

58.043.239 58.043.239

51.615.457 51.615.457


Bilanzen der Kontrollierten Gesellschaften

Abfertigungen für Arbeitnehmer

D)

Verbindlichkeiten 6 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10 Verbindlichkeiten gegenüber herrschenden Unternehmen 11 Verbindlichkeiten aus Steuern 12 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 13 Sonstige Verbindlichkeiten Summe Verbindlichkeiten (D) Summe Passiva

ERFOLGSRECHNUNG A) Gesamtleistung 1 Erlöse aus Lieferungen und Leistungen 5 Sonstige betriebliche Erträge Summe Gesamtleistung (A) B)

E)

502.019.241

33.633.525 57.221.219 450.656.922 93.090.664 3.527.937.010 4.162.539.340 8.195.599.156

45.556.064 21.509.690 447.054.078 98.559.562 2.996.812.377 3.609.491.771 7.705.375.998

6.961.062.551 404.974.241 7.366.036.792

8.421.162.766 464.410.565 8.885.573.331

57.231.780 4.735.279.482 109.553.276

72.434.166 5.986.816.637 109.774.661

Herstellungskosten Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren Aufwendung für bezogene Leistungen Aufwendungen für Nutzung von Gütern Dritter Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen c) Aufwendungen für Abfertigungen d) Aufwendungen für Ruhegeld und ähnliche Verpflichtungen e) Sonstige Aufwendungen 10 Abschreibungen und Abwertungen a) Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte b) Abschreibungen auf Sachanlagen 14 Sonstige betriebliche Aufwendungen Summe Aufwendungen für Gesamtleistung (B) Betriebserfolg (A - B)

1.582.736.471 452.698.337 120.886.519 0 48.778.145

1.739.358.979 488.653.947 86.507.941 78.091.665 39.358.665

22.338.764 176.276.015 12.314.017 7.318.092.806 47.943.986

29.484.071 168.301.771 13.296.976 8.812.079.479 73.493.852

Erträge und Aufwendungen im Finanzierungsbereich b) aus Wertpapieren des Finanzanlagevermögens, die keine Anteile darstellen c) aus Wertpapieren des Umlaufvermögens, die keine Anteile darstellen d) Sonstige Erträge 17 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Finanzerfolg (C)

258.371.505 40.818.914 42.276.934 -2.074.915 339.392.438

206.805.696 59.839.965 49.455.024 -1.814.018 314.286.667

Außerordentliche Erträge und Aufwendungen 21 Aufwendungen Außerordentliches Ergebnis (E) Ergebnis vor Steuern (A - B + C + E) 22 Steuern auf das Betriebsergebnis 26 Jahresergebnis

-37.000 -37.000 387.299.424 -296.922.000 90.377.424

-2.232.461 -2.232.461 385.548.058 -259.230.000 126.318.058

6 7 8 9

C)

559.085.106

JAHRESBERICHT 2001

C)

111


Bilanzen der Kontrollierten Gesellschaften

112

ZENFOR A.G. "Mutualitätsfonds" Bilanz zum 31.12.2001 Bilanz

31.12.2000

31.12.2001

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b) Andere

6.039.135.917

6.005.639.590

Summe Anlagevermögen (B)

6.039.135.917

6.005.639.590

2.832.292.675

2.592.067.675

163.055.603

58.609.763

2.594.574.083

1.409.589.365

Summe Umlaufvermögen (C)

5.589.922.361

4.060.266.803

Rechnungsabgrenzungsposten

25.347.774

49.150.664

11.654.406.052

10.115.057.057

6.024.262.421

8.494.773.185

Geschäftsanteile

200.000.000

199.997.328

IV) Gesetzliche Rücklage

38.779.863

46.112.468

705.843.150

845.111.863

IX) Ergebnis des Geschäftsjahres

146.598.646

151.884.941

Summe Eigenkapital (A)

1.091.221.659

1.243.106.600

10.320.472.910

8.705.498.186

10.358.550

10.358.550

10.330.831.460

8.715.856.736

AKTIVA B)

Anlagevermögen

JAHRESBERICHT 2001

III) Finanzanlagen:

C)

Umlaufvermögen: II) Forderungen: a) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2) Andere Forderungen b) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 2) Andere Forderungen IV) Zahlungsmittel

D)

Summe Aktiva

Ordnungskonten - Andere Verpflichtungen

PASSIVA A) Eigenkapital I)

VII) Sonstige Rücklagen: b) Rücklagen Mutualitätsfonds Art. 12/4 Gesetz 59/92

B) Rückstellungen: 3a) Verpflichtung Mutualitätsfonds Art. 11 Gesetz 59/92 3b) Rückstellung für zweifelhafte Forderungen Summe Rückstellungen (B)


Bilanzen der Kontrollierten Gesellschaften

113

D) Verbindlichkeiten: b) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

150.240.000

62.514.720

3) Andere Verbindlichkeiten

82.112.933

93.579.001

232.352.933

156.093.721

11.654.406.052

10.115.057.057

6.024.262.421

8.494.773.185

2000

2001

219.310.648

228.015.411

Summe Verbindlichkeiten (D) Summe Passiva

- Andere Verpflichtungen ERFOLGSRECHNUNG B) Aufwendungen für Gesamtleistung 7) Aufwendungen für Dienstleistungen 10) Wertberichtigungen und Abwertungen b) Verluste aus Forderungsausfällen

7.924.374

14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

3.825.954

Summe Aufwendungen für Gesamtleistungen (B)

-227.235.022

-231.841.365

Betriebsergebnis (A-B)

-227.235.022

-231.841.365

b) Zinsen Wertpap. d. Anlagever. die keine Beteil. darstellen

268.157.691

400.784.680

d) Sonstige Zinserträge

115.741.772

68.617.644

-2.000

-11.632

383.897.463

469.390.692

C) Kapitalerträge und Kapitalaufwendungen 16) Andere Kapitalerträge

17) Aufwandszinsen und sonstige Kapitalaufwendungen Finanzerfolg (C) D) Wertberichtigung zu Finanzanlagen und Wertpap. des Umlaufvermögens 18) Wertberichtigungen b) Verwendung von Rückstellungen

21.976.320

Summe der Wertberichtigungen (D)

21.976.320

0

41.754.893

614

E) Außerordentliche Erträge und Aufwendungen 20) Außerordentliche Erträge: b) Sonstige 21) Außerordentliche Aufwendungen: b) Sonstige

-381.008

Außerordentliches Ergebnis (E)

41.373.885

614

Betriebsergebnis vor Steuern (B+/-C+/-D+/-E)

220.012.646

237.549.941

22) Steuern auf das Betriebsergebnis

-73.414.000

-85.665.000

26) Jahresergebnis

146.598.646

151.884.941

JAHRESBERICHT 2001

Ordnungskonten


114


115

Hochgall von NordWesten, Rieserfernergruppe, Morgenstimmung


Herausgeber: Raiffeisenverband Südtirol Gen.m.b.H. Bozen, Juni 2002 Satz und Layout: Studio Mediamacs • Bozen Bergfotos: Oliver Renzler Fotonachweis: Raiffeisenverband Südtirol, Othmar Seehauser, Südtiroler Bauernbund Umschlag: Seppi Werbefoto Druck: CISCRA – Interregional Vertriebs- und Verlagsgesellschaft der Raiffeisenkassen, Villanova del Ghebbo (Ro)


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