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Wie kann man mit der Unterrichtsplanung zur hรถheren Motivation beitragen?
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Zum Begriff Klassenführung
Klassenführung ist alles, was Lehrpersonen mittels Aktivitäten und Haltungen zur Steuerung der Interaktionen in der Klasse beitragen, wobei ihnen bewusst ist, dass die Klasse mehr ist als die Summe der einzelnen Schüler und dass sich die individuellen und die sozialen Lernprozesse gegenseitig beeinflussen. Ziel ist ein Klassenklima, welches gute Lehr- und Lernprozesse ermöglicht, die Entfaltung und den Schutz jedes Einzelnen gewährleistet, den Schülern ermöglicht, an gemeinschaftsbildenden Aktivitäten zu lernen und die Motivation der Schüler stärkt, sich zugunsten der Gemeinschaft einzusetzen (Bildungsdirektion Kanton Zürich, 2006, S. 1).
Dr. Andreja Retelj, Philosophische Fakultät Ljubljana
Merkmale einer effektiven Klassenführung (nach Kounin, 1976, 2006)
1. Disziplinierung: Fähigkeit des Lehrenden, bei Störungen durch Lernende auf eine klare, feste und nicht zu harte Weise zu reagieren.
2. Allgegenwärtigkeit und Überlappung: Fähigkeit des Lehrenden, den Schülern zu verdeutlichen, dass man über die Situation im Klassenzimmer stets informiert ist und ggf. einschreiten wird; sowie die Fähigkeit, bei gleichzeitig auftretenden Problemen die Aufmerksamkeit simultan auf mehrere Dinge richten zu können.
Dr. Andreja Retelj, Philosophische Fakultät Ljubljana
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3. Reibungslosigkeit und Schwung: Fähigkeit des Lehrenden, für einen flüssigen Unterrichtsverlauf zu sorgen und speziell in Übergangsphasen für eine fortgesetzte Auseinandersetzung mit den Lerninhalten zu sorgen.
4. Gruppenmobilisierung: Fähigkeit des Lehrenden, sich auf die Gruppe als Ganzes zu konzentrieren; gleichzeitig aber auch die Fähigkeit, den einzelnen Schüler individuell zu unterstützen.
5. Abwechslung und Herausforderung: Fähigkeit des Lehrenden, die Lernaktivitäten so zu gestalten, dass sie als abwechslungsreich und herausfordernd erlebt werden.
Acht Leitfragen der Unterrichtsplanung
(nach Ende, Grotjahn, Kleppin, Mohr, 2013)
1.
Was will ich erreichen? (Wissen und Kompetenzen)
2.
Wo stehen meine Lernenden?
3.
Was tun die Lernenden, um das Lernziel zu erreichen?
4.
Was tue ich?
5.
Wie arbeiten Lernende zusammen?
6.
Womit arbeiten die Lernenden?
7.
Wie pr채sentiere ich die Lehr-/Lernmaterialien?
8.
Wie evaluiere ich das Erreichen von Lernzielen?
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Die ersten Schritte meiner Unterrichtsplanung
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Aufgaben, die Spaß machen und einzelne Schüler fördern Binnendifferenzierung und Individualisierung
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Spiele im Unterricht
Ist das Spiel für Lernende interessant?
Welches Lernziel wird mit dem Spiel verfolgt?
Reicht die sprachliche Kompetenz der Lernenden für das Spielen aus? (notwendige Redemittel)
Welche Vorbereitung ist notwendig? (Material)
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Zur Überlegung
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Spiele im Unterricht
Wie kompliziert sind die Spielregeln? (bekannt oder unbekannt)
Wie viele können mitspielen? (Figuren, Spielbretter, Paare-Gruppen)
Wie lange wird gespielt? (Spieltempo)
Wie wird das Spiel beendet?
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Zur Überlegung
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Was für Spiele?
„Spiele können ihr Anregungspotenzial nur dann entfalten, wenn sie nicht als „Motivierungstechnik“ eingesetzt werden, sondern wenn sie auf Grund ihres Spielziels, ihres – möglicherweise auch vom Lerner gewünschten – Lernziels, ihrer Thematik, ihres Tätigkeitsfeldes oder ihres Spannungsbogens zum Mitspielen einladen.“ (Kleppin, 2003: 266)
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Kartenspiele, Brettspiele
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Alltagsgegenstände - Postkarten – Puzzle
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Mehrere Postkarten mit Motiven zum Unterrichtsthema werden zerschnitten.
Stücke werden ausgeteilt.
Schüler versuchen passende Stücke zu finden und die Postkarten wieder zusammenzustellen.
Wortwolke online oder offline – gemeinsam Entscheidungen treffen
Wordle online
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Tafel mit Post-it Zetteln
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Kommunikation - Rollenspiele
Dialoge aus dem Lehrwerk nachlesen als Rollenspiel bearbeiten und vorspielen.
Sich in eine „echte, lebensnahe Rolle“ versetzen, die Situation gut durchdenken und ein eigenes Rollenspiel entwerfen, Manuskript schreiben und vorspielen.
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Kreatives Schreiben im Unterricht
Haiku
Wortanfang
Limericks
Sätze kreativ erweitern
Rondell
Bildwörter
Ideogrammwörter
Anagramm
Rücken-SMS
Gedichte zu Ende schreiben
Lipogramm
Spontanes Schreiben
Akrostichon
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Elfchen Gedichte
Ein Elfchen besteht aus elf Wörtern und 5 Zeilen.
1. Zeile: Ein Wort (eine Farbe oder eine Eigenschaft)
2. Zeile: Zwei Wörter ( ein Gegenstand oder eine Person mit Artikel)
3. Zeile: Drei Wörter (Wo und wie ist der Gegenstand, was tut die Person?)
4. Zeile: Vier Wörter (etwas über sich selbst schreiben)
5. Zeile: Ein Wort (als Abschluss des Elfchens)
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Szenariendidaktik - Handlungsorientierte Aufgaben 4
Phasen:
Auswahl
der Aufgaben Erarbeitungsphase Optimierung Präsentation Dr. Andreja Retelj, Philosophische Fakultät Ljubljana
Kreativität
Umgang mit der Sprache
Sinnvolles Lernen
Eigenverantwortung
Selbstständigkeit
Teamfähigkeit
Soziales und kooperatives Lernen
Eigenes Lerntempo
Nicht unterfordert und nicht überfordert
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Aufgabenangebot Kreative, handlungsorientierte und
zielorientierte Aufgaben.
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Aufgabenangebot • Was kannst du am besten machnen? • Was interessiert dich? • Womit mächtest du dich auseinandersetzen?
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Klassenführung von der ersten Deutschstunde an
Regel festlegen
Aufgaben vorstellen
Erwartungen klarstellen
Disziplinierungsmaßnahmen erklären – kein Recht andere zu stören
Eigenverantwortung für das Lernen
Mitbestimmungsrecht
Augen auf den Rücken haben – Rechtzeitig und kurz ermahnen Dr. Andreja Retelj, Philosophische Fakultät Ljubljana
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Blog DaF-Unterrichtsideen
http://dafunterrichtsideen.blogs pot.com/
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Literatur
Bildungsdirektion Kanton Zürich. (2006). Klassenführung: www.bildungsdirektion.zh.ch.
Ende, K., Grotjahn, R., Kleppin, K., Mohr, I. (2013). Curriculare Vorgaben und Unterrichtsplanung. Berlin: Langenscheidt, Goethe Institut e.V.
Kounin, J. S. (2006). Techniken der Klassenführung. Münster: Waxmann.
http://www.sowi-online.de/
https://www.youtube.com/watch?v=uoOKwRH6Pm4
Dr. Andreja Retelj, Philosophische Fakultät Ljubljana
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Literatur
Hilbert Meyer (2004): Was ist guter Unterricht? Berlin: Cornelson Scriptor
Mattes, Wolfgang: Methoden für den Unterricht. 75 kompakte Übersichten für Lehrende und Lernende, Paderborn 2002.
http://vsmaterial.wegerer.at/deutsch/pdf_d/schreiben/kartei/kreatives_SchreibenWerkstatt.pdf
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Danke für Ihre Aufmerksamkeit! DIFFERENZIERT, INDIVIDUALISIERT, FÖRDERT UND FORDERT!