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risControl 06 2019

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risControl Das Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation Nr. 06 - 2019 | Heft 480 | 40. Jahrgang

Fly me to the moon So weit ist es noch nicht, es wird noch dauern, bis wir am Mond Urlaub machen können. Aber hier auf der Erde, da lassen wir keine Reisedestination aus: Nepal, tiefster Dschungel, Mauritius oder Antarktis – es macht Freude, weitgereisten Menschen bei ihren Erzählungen über ihre Urlaubsreisen zuzuhören.

Sicheres Zuhause Urlaubszeit ist auch Einbruchszeit. Wer im Urlaub länger nicht zu Hause ist, sollte entsprechende Präventionsmaßnahmen vornehmen.

No Risk, No Fun Ob Naturereignisse wie Tsunamis, Hurrikans, Erdbeben oder Revolutionen, Bandenkriege und organisierte Kriminalität. risControl hat sich nach den geeigneten Urlaubsdestinationen für Adrenalin-Junkies umgesehen.

Sommer, Sonne, Reiseschutz Interview mit CEO Mag. Wolfgang Lackner und Klaus Kretz, Leiter Maklerund Agenturvertrieb der Europäischen Reiseversicherung.


© Lupi Spuma Fine Photography

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SO SIND WIR NICHT, ODER DOCH?

„Na und“? Diese eigenartige Gleichgültigkeit, die alle Tatsachen und Schicksalsschläge leicht werden lässt wie Schlagobers auf einer Melange ist ein Spezifikum dieses Landes. Daher war die Überraschung doch einigermaßen groß über die Empörung, die Ibiza-Gate auslöste. Aber vielleicht hat diese Reaktion mit einer anderen Eigenart zu tun, die Österreich so schrullig seltsam macht. Man handelt in diesem Land immer anders als man denkt, oder man denkt anders, als man handelt, schrieb Robert Musil über Österreich in seinem berühmten Aufsatz „Kakanien“. Weil dem so ist, bezahlt der Öffentlich-Rechtliche TV-Sender in diesem Land hohe Summen, um ausgewiesene Experten ständig dazu zu befragen, was Politiker eigentlich meinen, wenn sie dies oder jenes sagen. Angelsächsische Direktheit ist dem Österreicher fremd. Eher will er hinterfotzig sein, was so viel bedeutet wie weltgewandt und schlau, und nicht gleichzusetzen ist mit dem so unanständigen „perfide“. Und weil das nur die Österreicher verstehen, lassen sie sich von niemanden sagen, was richtig oder falsch ist. Jeder moralische Vorwurf von außen wird als Angriff auf die Souveränität des Landes verstanden. Mit rotzigen „Jetzt erst recht“-Kampagnen sorgt man in dieser Republik danach für garantierten Wahlerfolg. Hinter dieser seltsamen Reaktion steckt der verletzte Stolz einer historischen Großmacht, die mit ihrem einstigen Einfluss immerhin zwei Weltkriege mitverantworten durfte. Eigenwillige Moralvorstellungen gehen seither mit der Souveränität in diesem Land eine identitätsstiftende Symbiose ein, weil der Kauf von noch so vielen Eurofighter die Souveränität nicht garantieren kann. Wer glaubt der „Insel der Seligen“ durch investigativen Journalismus einen bösen Spiegel vorhalten zu müssen, oder sonst irgendwie belehren zu müssen, der macht sich des Angriffs auf die Souveränität der

03 | EDITORIAL

Republik schuldig. Liegt doch die größte Sünde hierzulande im Aufdecken, weil Österreich erst durch das Zudecken – dem Verhandeln hinter verschlossenen Türen, und nicht durch Kriege, Revolutionen oder dem transparenten und freien Spiel der Kräfte im Parlament zu dem geworden was es ist. Kein Land ist daher dem Zudecken und dem Verschließen zugeneigter als Österreich. Nirgendwo ist das Amtsgeheimnis heiliger als hier und hat sogar Verfassungsrang, was EU-weit einzigartig ist. Natürlich gibt es auch ein Gesetz zur Auskunftspflicht, was jedoch nur ein zahnloses Zugeständnis an moderne demokratische Entwicklungen, ohne praktische Bedeutung ist. Die Beamten entscheiden noch immer im Einzelfall bestimmte Dokumente zu publizieren, oder eben nicht. Dem Zudecken wird auch eine hohe moralische Verantwortung beigemessen. Es dient dem Schutz des Bürgers, denn nichts fürchtet der Österreicher mehr als die Berührung durch Unbekanntes. Dazu gehört auch die Wahrheit, die wohlwollend durch die herrschende Meinung von den Österreichern ferngehalten wird. Folgerichtig weist das größte Boulevardblatt des Landes die höchste Leserzahl pro Einwohner weltweit auf. Was uns wiederum nach Ibiza zurückbringt. Nein nicht wegen der geplanten Übernahme dieser Zeitung von Staatsmännern. Es ist das moralische Prinzip des Zudeckens, gegen welches so schändlich verstoßen wurde und daher vielleicht sogar wahrhaftige Empörung in dieser Operettenrepublik ausgelöst hat. Die Berührung mit der Wirklichkeit, aber auch die Entblößung derselben ohne Kitsch und saubere Hemden ist unangemessen in diesem Land. „A bissl“ Wahrheit hätte schon gereicht, aber sowas? Empört, aber auch nicht zu sehr, gibt der Österreicher zu Protokoll. „So sind wir nicht“. Mag. Christian Sec


30 17

22 36 Editorial 03

06 06 06 07 07

So sind wir nicht, oder doch?

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Jungfamilien-Studie

19 20

Personelle Weichen sind gestellt

20

ARAG Konzern

Großkundensparte CHUBB

Aufsichtspflicht im Schwimmbad D.A.S. Rechtsschutz AG

Aufsichtsrat

Vienna Insurance Group

Straßenverkehrsnovelle 140-jähriges Jubiläum Funk International Austria GmbH

Coverstory

40

18

Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde Bilanz 2018

10

News

ÖAMTC

32 36

Markt

Fly me to the moon No Risk, No Fun Mag. Christian Sec

Sicheres Zuhause

25 28 28 29 30 46 54 54 55 56

04 | INHALT

ARAG SE

Helvetia Österreich

Fußgänger in Gefahr Allianz Gruppe Österreich

Quartalszahlen

Generali Group/VIG Konzern/UNIQA Insurance Group

DNA-Analyse

UNIQA Insurance Group AG

VOR(SORGE)DENKEN – Ein Gebot der Stunde Kooperation TOGETHER CCA/GRAWE

Automobilbranche Acredia

Geldwäscherei Finanzmarktaufsicht

Noch immer Insel der Seligen Mag. Christian Sec

Urlaubszeit – keine Chance für Einbrecher Erweiterung der Unfallversicherung ERGO Versicherung AG

Rückblick 2018

Continentale Assekuranz Service GmbH

Flugverspätungs-Sofortschutz Der Spagat zwischen Unternehmenserfolg und Haftung


12 48

08 Interview 08 12 26 42

In Österreich ist vieles ganz anders

Finanzen 52

Risikofaktoren für Anleger und Absicherungsmöglichkeiten

John-Paul Pieper, CEO nexible

Michael Kordovsky

Dr. Ignaz Geiger, Dipl.-Vw. Jens Bühring, Ing. Walter Gandler, MBA und Ing. Mag. Herbert Orasche

Veranstaltung

Übernahme

Oesterreichisches MaklerDatenService (OMDS 3.0)

Thomas Novak, UNIQA, und Peter Bischof, DVM

Sommer, Sonne, Reiseschutz

Mag. Wolfgang Lackner, CEO und Klaus Kretz, Leiter Makler- und Agenturvertrieb Europäische Reiseversicherung

Leben 48

32 42

Der Feelgood-Boss

15 16 17 21 22 24 47

EFM Jahreskongress 2019 Exklusive Einblicke in die Arbeit von Biometrie-Spezialisten Naturkatastrophen als Geschäftsrisiken VVO

Auftaktveranstaltung in Salzburg Das war die VARIAS BU- und Vorsorge Roadshow 2019 Besser als die IDD fordert Pressegespräch Together CCA

05 | INHALT


Personelle Weichen sind gestellt ARAG Konzern

Der Vorstandsvorsitzende der ARAG SE, Dr.Dr.h.c. Paul-Otto Faßbender, wird sich mit Juli 2020 aus der operativen Führung des Unternehmens zurückziehen. Es wird keine Nachfolge im Vorstandsvorsitz der ARAG SE geben. Künftig wird ein Sprecher des Vorstandes die Arbeit des Vorstandsteams moderieren. Aufsichtsrat Dr. Renko Dirksen wird mit Wirkung 4. Juli 2020 mit der Aufgabe betraut. Er arbeitet seit 2005 im Unternehmen. Seit 2015 gehört er dem Vorstand der ARAG SE an und leitet das Ressort Kapitalanlagen/Konzernentwicklung/Betriebsorganisation. „Ich freue mich sehr, dass Dr. Renko Dirksen diese neue Aufgabe übernehmen wird. Er und

der gesamte Vorstand der ARAG SE genießen mein vollstes Vertrauen. Als Vor-

Dr.Dr.h.c. Paul-Otto Faßbender

Großkundensparte CHUBB

Brigitte Vorrath und Karine Paul wurden zu Global Client Executives (GCE) im Team der Major Accounts in Konti-

nentaleuropa bestellt. In ihrer neuen Position wird Brigitte Vorrath für Deutschland, Österreich, Polen, die Tschechische

Aufsichtspflicht im Schwimmbad D.A.S. Rechtsschutz AG

Jedes Jahr ereignen sich tragische Badeunfälle mit Kindern, bei denen es Verletzte und sogar Tote gibt. Ob und in welchem Umfang eine Aufsichtspflicht besteht, hängt nicht nur vom Alter der Minderjährigen, sondern auch von deren Reife, dem Entwicklungsstand und den individuellen Charaktereigenschaften ab. „Schwimmflügerl ersetzen aber keinesfalls die Aufsichtspflicht. Denn auch mit Schwimmhilfen können Kinder ertrinken oder gesund06 | NEWS

standsvorsitzender der ARAG Holding SE und natürlich vor allem als Mehrheitsaktionär der ARAG bleibe ich dem Unternehmen weiterhin erhalten“, stellte Dr. Paul-Otto Faßbender fest. Einen Wechsel in den Aufsichtsrat der ARAG SE schloss er nicht aus.

Dr. Renko Dirksen

Republik, Ungarn und Russland verantwortlich sein sowie auch den deutschsprachigen Teil der Schweiz betreuen. Karine Paul übernimmt eine überregionale Zuständigkeit für die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien zusätzlich zu Frankreich und Nordeuropa sowie den französischsprachigen Teil der Schweiz.

heitliche Schäden davontragen“, warnt Johannes Loinger, Vorsitzender des D.A.S.-Vorstands. In Österreich gibt es keine generelle gesetzliche Regelung, ob und wie viele Bademeister ein Schwimmbad haben muss. Allerdings kann die Anzahl im jeweiligen Betriebsanlagenbescheid festgelegt sein. Schwimmbadbetreiber sind dazu verpflichtet, sicherheitstechnische Anforderungen zu erfüllen und Risikoanalysen zu erstellen. Aber auch die Badegäste haben Rücksichtsund Sorgfaltspflichten und sollten sich auf jeden Fall an die ausgehängten Hinweisschilder und vorgegebenen Baderegeln halten. Bei Kindern müssen die Aufsichtspersonen einschätzen, ob diese in der Lage sind, die Regeln zu befolgen.


Der Aufsichtsrat der Vienna Insurance Group wurde gewählt. Erstmals in den Aufsichtsrat wurde Ph.D. Ass. Prof. Dr.h.c. Peter Mihók gewählt. Peter Mihók ist seit 1992 unter anderem Vorsitzender der Slowakischen Industrie- und Handelskammer, Vorsitzender der Weltkammerföderation der Internationalen Handelskammer in Paris und Berater im Wirtschafts- und Sozialausschuss der EU in Brüssel. Er studierte an der Wirtschaftsuniversität Bratislava, ist Ph.D. im Bereich Ost-West-Wirtschaftsbeziehungen und Ehrendoktor der Wirtschaftsuniversität Bratislava. Ne-

Die 31. Novelle der Straßenverkehrsordnung bringt vor allem Neuerungen für Nutzer von E-Tretrollern und der Benützung von der Rettungsgasse. Ab 1. Juni werden die meisten für Fahrräder festgelegten Regeln nun auch österreichweit für E-Tretroller gelten. Als E-Tretroller gelten Geräte mit einer Bauartgeschwindigkeit von maximal 600 Watt und 25 km/h. Personen, die mit solchen Geräten unterwegs sind, dürfen beispielsweise den Alkoholgrenzwert von 0,8 Promille nicht überschreiten und müssen vorhandene Radfahranlagen benutzen. Ist kein Radweg, Radfahrstreifen oder kombinierter Geh- und Radweg vorhanden, muss auf der Fahrbahn gefahren werden. Grundsätzlich verboten ist das Befahren von Gehsteigen, Ze-

Die in 5. Generation inhabergeführte Funk-Gruppe feiert ihr 140-jähriges Bestehen. An 35 internationalen Standorten sind über 1.250 Mitarbeiter beschäftigt. In Österreich betreuen 50 Mitarbeiter an vier regionalen Standorten Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen. Anlässlich des Jubiläums unterstützt der Versicherungsmakler und Risk Consultant ein Aufforstungsprojekt in Myanmar. „Denn seit 140 Jahren kümmert sich Funk darum, die Werte von Unternehmen für die Zukunft zu sichern.

Aufsichtsrat

Vienna Insurance Group ben zahlreichen weiteren Auszeichnungen wurde ihm 2013 das Große Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich vom damaligen Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer verliehen. Ausgeschieden aus dem Aufsichtsrat ist Propst Bernhard Backovsky. Komm.-Rat Dr. Günter Geyer wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Dr. Rudolf Ertl zum 1. Stellvertreter des Vor-

sitzenden des Aufsichtsrates und Mag. Maria Kubitschek zur 2. Stellvertreterin des Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Weitere Mitglieder des Aufsichtsrates sind: Komm.-Rat Martina Dobringer, Dr. Gerhard Fabisch, Ph.D. Ass.Prof. Dr.h.c. Peter Mihók, Hofrat Dkfm. Heinz Öhler, Dr. Georg Riedl, Gabriele Semmelrock-Werzer, Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell.

Straßenverkehrsnovelle

ÖAMTC

brastreifen und Gehwegen. Allerdings kann die zuständige Behörde das Befahren mit einem E-Tretroller auch auf Gehsteigen und Gehwegen erlauben – ist das der Fall, darf auf diesen Flächen nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Kinder ab 12 Jahren dürfen alle mit dem E-Tretroller fahren, jüngere – so sie nicht einen Radfahrausweis besitzen – dürfen dies nur in Begleitung einer zumindest 16 Jahre alten Person. Bis zum 12. Geburtstag besteht Radhelmpflicht. E-Tretroller müssen mit einer wirksamen Bremsvorrichtung, Rück-

strahlern oder Rückstrahlfolien (vorne weiß, hinten rot, seitlich mit gelb) ausgestattet sein. Bei Dunkelheit und schlechter Sicht (etwa Nebel) müssen zusätzlich ein weißes Licht nach vorne und ein rotes nach hinten vorhanden und aufgedreht sein. In der 31. StVO-Novelle wurde auch beschlossen, dass Leichenwägen die Rettungsgasse befahren dürfen. Hintergrund für die auf den ersten Blick nicht verständliche Maßnahme ist, dass Einsatzfahrzeuge verstorbene Unfallopfer nicht abtransportieren dürfen.

140-jähriges Jubiläum

Funk International Austria GmbH

Neben diesen individuellen Werten gibt es aber auch einen Wert, der für alle Menschen von Bedeutung ist: die Natur. Diese müssen wir für unsere Kinder und Enkel erhalten und dafür in erster Linie etwas gegen das rapide Fortschreiten des Klimawandels tun. Ein wirksames Mittel ist das Pflanzen von Bäumen, denn diese nehmen schädliche Klima07 | NEWS

gase auf. Für jedes der 140 Geschäftsjahre werden jeweils 1.000 Mangrovenbäume im Gezeitenbereich der Küste oder des Flussdeltas gepflanzt. Als Familienunternehmen ist Nachhaltigkeit in unseren Werten verankert“, sagt Dr. Anja Funk-Münchmeyer, Mitglied der Geschäftsleitung und Gesellschafterin von Funk.


In Österreich ist vieles ganz anders risControl traf John-Paul Pieper, dem CEO des deutschen Kfz-Digitalversicherers nexible zum Gespräch. Nach erfolgreicher Markteinführung in Deutschland mit nunmehr 50.000 Versicherten, ist die 100-prozentige Tochter der ErgoVersicherung seit April dieses Jahres am österreichischen Markt tätig und bietet über den Vertriebskanal durchblicker.at KfzHaftpflichtversicherungen an. von Mag. Christian Sec Sie sind seit Oktober 2017 am deutschen Markt mit einer digitalen Kfz-Versicherung, warum gerade Kfz? Pieper: Am Ende vom Tage war Kfz des-

wegen eine logische Entscheidung gewesen, weil es eine Pflichtversicherung ist. Zum zweiten ist Kfz ein sehr komplexes Produkt, weil der regulatorische Anteil sehr hoch ist. Dadurch, dass wir eine einheitliche Plattform sind, die in mehreren Ländern aktiv sein will, ist uns ein komplexes Produkt für den Launch des ersten Produktes lieber gewesen, um gleich die Herausforderung der technologischen Durchführung zu bestehen. Danach sind weitere Produkte im Vergleich dazu einfacher zu gestalten. Werden die Kostenersparnisse durch Digitalisierung und Technologisierung auch an die Kunden weitergegeben? Pieper: Das ist im Prinzip genau un-

sere Positionierung. Als Technologieunternehmen, das Menschen versichert, ist das Thema Verschlankung und Effizienz sehr wichtig für uns. Das nexible-Team hat in Summe 25 Mitarbeiter. Wir operieren zentral vom deutschen Hauptquartier aus. Unser Motto lautet daher: Wir stehen für „So wenig Versicherung wie möglich“. Damit ist einerseits unser Kunde gemeint, der sich mit dem Thema wahrscheinlich

nicht lange aufhalten will, andererseits technologisch, in dem wir die Dienstleistung verschlanken, um daraus wiederum Kostenvorteile zu generieren, die man an den Kunden weitergeben kann. wefox hatte große Problem, am österreichischen Markt Fuß zu fassen. Warum glauben Sie es besser machen zu können? Pieper: Unser Ansatzpunkt ist, dass wir

versuchen keine Ferndiagnose zu stellen, was den österreichischen Markt betrifft. Ich glaube die Historie ist voll von deutschen Unternehmen, die es versucht haben, weil sie glaubten, es ist alles irgendwie ganz ähnlich. Das glauben wir überhaupt nicht. Wir haben erstmal ein Produkt, von dem wir wissen, dass hier ein grundsätzlicher Bedarf besteht. Wir haben mit Durchblicker einen Vertriebspartner, der in Österreich eine gewisse Reichweite hat und dann wollen wir auf die Feedbacks der Kunden hören und die Entwicklung der Zahlen und dem Schadenverhalten analysieren. Auf Basis dessen werden wir unser Angebot weiteranpassen. Gibt es Spezifika des österreichischen Marktes, die sie bei der Produkteinführung beachten mussten? Pieper: Ja, so müssen wir im System si-

cherstellen, dass neben der Straße und 08 | INTERVIEW

Hausnummer auch Tür und Stiege vorgesehen sind. Auch das Thema Zulassungsstellen ist hier völlig anders geregelt und nicht zuletzt gibt es sprachliche Abweichungen. So heißt es in Österreich Polizze und nicht wie in Deutschland Police. Es ist einfach eine völlig andere Kultur- und Prozesslandschaft, davor haben wir großen Respekt, schon allein vor dem Hintergrund, dass hier noch kein ausländischer Digitalanbieter reüssiert hat. Mit Ergo Österreich haben wir einen Partner, der uns dabei natürlich unterstützt. Für mein Auto hat nexible auf Durchblicker kein Angebot gelegt, warum nicht? Pieper: Falls sie eine Kaskoversiche-

rung angefragt haben, dann sicher nicht, denn die bieten wir in Österreich nicht an. Ansonsten haben wir ein ganz klares Zielsegment, in diesem Segment sind wir preisseitig sehr attraktiv. Das ist die Zielgruppe, die ihr Leben idealerweise auf dem Smartphone erledigt, ein anderes Hauptkriterium bezieht sich auf bestimmte Fahrzeugtypen. Welche Fahrzeugtypen sind das? Pieper: Wir arbeiten mit einem sehr fei-

nen Risiko- und Tarifmodell, berücksichtigen dabei verschiedenste Faktoren sowie Ausprägungen. Bisher können noch nicht


Kunden, die zu uns passen, generieren wir dadurch einen Preisvorteil, für die anderen eher nicht, aber das ist ok. In Deutschland hat ­nexible 50.000 Kunden, bei einem Prämienumsatz von über 20 Millionen Euro. Wie stehen die Chancen für Österreich? Pieper: Dadurch, dass es

alle Fahrzeugtypen in diesem Modell abgebildet werden, wir sind allerdings stetig dabei, unser Model zu optimieren. Eine konkrete Aussage zu den Fahrzeugtypen ist deshalb aktuell nicht möglich.

Media behandelt haben. Wir fokussieren uns also auf Menschen, die eine asynchrone Kommunikation bevorzugen. Für diese können wir einen deutlichen Mehrwert stiften.

Welche Zielgruppen sind es konkret. Sprechen Sie da vor allem die Millennials als Zielgruppe an?

Fahren sie als 100 prozentige Tochter von Ergo ähnlich den renommierten Fluggesellschaften wie beispielsweise Lufthansa ein Zweiklassengeschäftsmodell, einerseits mit Ergo als Flaggschiffmarke und andererseits mit nexible als Billiganbieter?

Pieper: Also mit dem Alter hat es gar

nicht so viel zu tun. Es hat historisch noch nie so viele sich parallel entwickelnde Generationen gegeben, wie heutzutage. Wir fokussieren uns auf diejenigen, die ihr Smartphone nutzen, um ihr Leben zu organisieren. Diese Leute haben eine Aversion gegen mehr Papier zu Hause, wollen keine Synchronkommunikation über Hotlines, wollen nicht in der Warteschleife hängen, die wollen ihr Thema schnell über E-Mail über Social

Pieper: Gerade bei unserem Startpro-

dukt der Kfz-Haftpflichtversicherung spielt der Preis eine sehr wichtige Rolle. Es ist eine Versicherung, die will man schnell abhaken und wenig dafür zahlen. Um in dem Segment erfolgreich zu sein, muss man auch preiswert sein. Für die 09 | INTERVIEW

ungewiss ist, wie stark das Produkt angenommen wird, macht es keinen Sinn auf Zahlen zu schauen. Am Versicherungsmarkt glaube ich schon, dass es hier an digitalem Angebot fehlt. Wir haben gesehen, dass gerade Online in Österreich Kfz-Versicherungen sehr gut verkauft werden und wir die Mindeststandards erfüllen bzw. diese darüber hinaus gehen. Beispielsweise bieten wir 20 Millionen Euro Deckungsumfang und auch die monatliche Kündbarkeit haben wir am österreichischen Markt noch nicht beobachtet. Wie kontrollieren Sie die Zufriedenheit des Kunden, wenn es keinen direkten Kundenkontakt gibt? Pieper: Wenn man kein Telefon hat,

dann kommt jede Art des Feedbacks auf den sozialen Netzwerken zu tragen. Zusätzlich führen wir nach jeder Transaktion mit dem Kunden eine Befragung durch, in der der Kunde bewertet, wie leicht wir es für ihn gemacht haben, sein Thema loszuwerden. Was uns interessiert ist nicht der Score an sich: Die Art der Fragestellung bringt den Kunden dazu, uns vielleicht zu sagen, was ihm nicht gefallen hat. Dadurch können wir feststellen, ob sich vielleicht etwas Systemseitiges dahinter verbirgt, was wir verbessern können. Vielen Dank für das Gespräch.


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10 | MARKT


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Übernahme Mit Wirkung 1. April wurde Courtage Control Consulting GmbH von der Courtage Control Beteiligungs GmbH (CCC) übernommen. Die Nachricht hat einige Gemüter erhitzt stecken doch hinter der neuen Beteiligungs GmbH Personen, die in der Branche keine Unbekannten sind. Dr. Ignaz Geiger der den Versicherungsverband im Projekt OMDS 3.0 berät. Dipl.-Vw. Jens Bühring mit langjähriger Erfahrung in der Entwicklung von Fachsoftware, Ing. Walter Gandler, MBA und Ing. Mag. Herbert Orasche, die als Versicherungsmakler und ehemalige Maklergruppenchefs erfolgreich am Markt tätig sind. Wir haben einige Fragen an die Beteiligten gestellt.

12 | INTERVIEW

Herr Geiger, in einem Artikel sprechen Sie Synergiepotenziale in einigen Feldern an, die Sie nutzen wollen. Was sind das für Synergien und wie wollen Sie diese nutzen? Geiger: Da gibt es einige Effekte, die so-

wohl für Courtage Control wie auch für die neuen Miteigentümer positiv sind: Als erfahrener IT-Dienstleister in der Versicherungsindustrie haben wir sowohl technische wie auch branchenfachliche Übereinstimmungen mit CCC. Diese werden uns helfen, das Know-how in der CCC aufzubauen, zu verbreitern und nach Andrea Wellners Eintritt in den Ruhestand langfristig zu sichern. Wir bringen unsere Erfahrung und Expertise im Umgang mit Schnittstellen ein - u. a. sind wir in die Erarbeitung der OMDS 3 Schnittstellen in den Arbeitsgruppen des Versicherungsverbandes involviert. Als Miteigentümer bringen wir nun auch bei


links: Ing. Mag. Herbert Orasche, Ing. Walter Gandler, MBA, Dipl. Ing. Andrea Wellner, Dr. Ignaz Geiger und Dipl.-Vw. Jens Bühring

CCC unser Know-how ein, um die Services zu schärfen und die Anbindung der Partner zu optimieren. Unsere Kunden waren bis dato primär die Versicherungen. Hier kennen wir aus unseren Projekten heraus die inneren Prozesse und Kernsysteme der meisten Versicherungen sehr gut. Auch unsere operativen Ansprechpartner in den Versicherungen sind v. a. auf der IT-Ebene. Das hilft uns ebenfalls, die Anbindungen der CCC zu optimieren und an den richtigen Stellen anzudocken. Besonders interessant für Makler ist die stella App, die hervorragend in die CCC Infrastruktur passt. Mit stella kann ein Makler bestimmte Geschäftsprozesse mit seinen Kunden direkt und zeitsparend abwickeln. Die Datenversorgung der App wird künftig über CCC gewährleistet und CCC selbst kann mit der App ihre Services ergänzen und ihren eigenen Kunden einen sinnvollen Zusatznutzen anbieten. Zusätzlich ist im Maklerbereich mit der zunehmenden Digitalisierung und IT-Professionalisierung ein großer Bedarf an IT-Beratungsleistungen entstanden. Wenn es also darum geht, IT-Strategien zu entwickeln oder den Einsatz von bestimmten Systemen vorzusehen, können wir mit unserer Beratungsexpertise die CCC-Dienstleistungen gut ergänzen und deren Kunden unterstützen. Im selben Artikel verurteilen Ihre Partner die derzeit vorherrschende „politische Diskussion“ und spre-

Auf jeden Fall gibt es Konsens über die Notwendigkeit, Geschäftsprozesse zu standardisieren und zu automatisieren. 13 | INTERVIEW

chen sich für einen einzigen Standard, OMDS 3 für Österreich aus. Herr Orasche, wie wollen Sie dies durchsetzen? Heizt diese Aussage nicht die verurteilte „politische Diskussion“ erst richtig an. Sollte man Versicherungsunternehmen nicht die Wahlfreiheit lassen ob sie OMDS 3 oder BIPRO oder beide Standards umsetzen wollen? Orasche: Auf jeden Fall gibt es Kon-

sens über die Notwendigkeit, Geschäftsprozesse zu standardisieren und zu automatisieren. Mein persönlicher Eindruck ist, dass die ideologische Auseinandersetzung zwischen OMDS 3 und BiPro im Abnehmen ist. Wir beobachten, dass bei den Versicherungen (und das sind die Treiber in der Umsetzung von Schnittstellen) zunehmend eine nutzenorientierte Herangehensweise an die Implementierung von Schnittstellen herrscht, d. h. was ist in der Situation für mich als Versicherung die beste Lösung. Man darf nicht vergessen, dass OMDS 3 eine Initiative all jener Versicherungen ist, die in Österreich tätig sind. Insofern bin ich der Meinung, dass sich OMDS 3 langfristig als österreichischer Standard durchsetzen wird. Das hat mehrere Gründe: Zum einen ist OMDS 3 die logische Weiterentwicklung des OMDS Maklerdatensatzes, der außer Streit und bestens etabliert ist. Zum anderen steht OMDS 3 allen Marktteilnehmern frei über die Webseite des Versicherungsverbandes zur Verfügung. In diesem Punkt unterscheidet sich das Modell gravierend von jenem des BiPro-Vereins, wo man Mitglied sein muss, um in eine Umsetzung zu kommen. Herr Gandler, durch die Beteiligung zweier Makler an Courtage Control, gibt es eine große Unruhe unter den Kunden. Was tun sie, um diese zu beruhigen? Gandler: Ich denke diese Frage ha-

ben wir mittlerweile dargelegt, hier gibt es eine klare Antwort an den Markt. Herbert Orasche und ich kennen den österreichischen Versi-

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cherungsmarkt aus unserer eigenen Erfahrung als Versicherungsmakler und können wertvolle Impulse für benötigte Services einbringen. Gemeinsam mit Kap Dion sind wir Investoren in einer Beteiligungsgesellschaft und haben keine operativen Funktionen in der CCC. Das Unternehmen bleibt wie in der Vergangenheit unter der alleinigen Führung von Andrea Wellner, die wir sehr schätzen. Mit Ihrem Unternehmen sorgt sie für höchstmögliche Datensicherheit, die jeder Versicherungsmakler benötigt: einen verlässlichen Datenlieferanten, eine zentralisierte Datenhaltung und Dateneinspielung. Mit der gemeinsamen Beteiligung an CCC sichern wir die Kontinuität für die Branche, aber auch für unsere eigenen Maklerunternehmen. Courtage Control Consulting lebt von der Integrität, Bekanntheit, Kompetenz und Erfahrung ihrer bisherigen Eigentümerin. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger wird es nicht leicht haben. Befürchten Sie nicht viele Kunden zu verlieren, wenn sie ausscheidet? Geiger: Andrea Wellner bleibt in je-

dem Fall noch mindestens 3 Jahre lang in ihrer Funktion als Geschäftsführerin und anerkannte Know-how Trägerin in der CCC tätig. In den nächsten 3 Jahren werden wir daher gemeinsam und behutsam eine Nachfolgeregelung aufbauen. Dafür ist die Kap Dion mit ihrer technischen und fachlichen Expertise bestens prädestiniert und wir sind sicher, dass wir in dieser Zeit das Vertrauen der CCC-Kunden gewinnen werden. Herr Bühring, die Umsetzung des OMDS 3 kommt nicht richtig in die Gänge. Was planen Sie als CCC-Miteigentümer, um mehr Schwung in die Umsetzung zu bringen? Bühring: Es gibt Themen, wo auch

wir – als IT-Spezialist – die OMDS

Mit der gemeinsamen Beteiligung an CCC sichern wir die Kontinuität für die Branche, aber auch für unsere eigenen Maklerunternehmen.

3 Services nutzen, wie z. B. für die Authentifizierung, OMDS Abholung und Dokumentenabholung. Damit werden wir versuchen, auch unsere Versicherungspartner zu motivieren, diese OMDS 3 Standards mit uns umzusetzen. Bei anderen OMDS 3 Services spüren wir tatsächlich ein wenig Widerstand, da die OMDS 3 Initiative nicht befugt ist, die Marktteilnehmer zu einer Umsetzung zu zwingen – der Versicherungsverband kann hier nur die Modelle liefern. Diese Aktivitäten schreiten aber sehr gut voran, auch wenn die technische Umsetzung der Schnittstellen bei Versicherungen – die ja die hauptsächlichen Initiatoren sind – stark abhängig ist von den jeweiligen Ressourcen. Hier gibt es tatsächlich zurzeit viele Projekte bei den Versicherungen, nicht zuletzt wegen den rechtlichen Neuerungen. Meine persönliche Meinung ist aber, dass hier in Kürze ein Dominoeffekt eintreten wird, wenn mehrere Marktteilnehmer die gleiche Schnittstelle umge-

Andrea Wellner bleibt in jedem Fall noch mindestens 3 Jahre lang in ihrer Funktion als Geschäftsführerin und anerkannte Know-how Trägerin in der CCC tätig. 14 | INTERVIEW

setzt haben. Als Beispiel sei erwähnt, dass mittlerweile die Generali die KFZ-Antragsschnittstelle bis zur Dunkelverarbeitung produziert hat und die UNIQA nunmehr die gleiche Schnittstelle umsetzt. Auch für andere Massensparten (Sach-Privat, Unfall, Rechtsschutz) starten in Kürze Umsetzungen. Mit jedem Einsatz wird es einfacher werden und die Vielfalt an spezifischen Schnittstellen wird reduziert. Sie behaupten, dass Kap Dion den OMDS 3 Standard im VVO definiert und vorantreibt. Ist es nicht die im Verband agierende Arbeitsgruppe, bestehend aus Entsandten von Versicherungen, Kammer und Softwarehäusern, welche diese Aufgabe zufällt und Kap Dion ist nur zur Unterstützung des Projektes engagiert? Geiger: Da haben Sie völlig recht, ich

weiß ehrlich gesagt nicht, woher diese Aussage stammt. Ich möchte zwar unsere Mitwirkung nicht kleinreden, aber natürlich ist die OMDS 3 Initiative ein Werk vieler ambitionierter Beteiligter, die sich engagieren und unter Leitung des Versicherungsverbandes die OMDS 3 Normen definieren und auch missionarisch die Umsetzung bei den Marktteilnehmern vorantreiben. Sehen sie keinen Interessentenkonflikt als Eigentümer einer Maklersoftware und wie sie sagen maßgeblich Beteiligter am Festlegungsprozess des OMDS3? Geiger: Ganz im Gegenteil, CCC

ist primär ein Anwender des OMDS Datensatzes und baut seine Dienstleistungen auf dieser Expertise auf. Dort wo OMDS 3 Services für CCC Nutzen bringen, werden selbstverständlich diese eingesetzt. Ich sehe hier eher eine Möglichkeit, als einer von vielen Anwendern die Verbreitung des OMDS 3 zu unterstützen. Wir danken für das Gespräch.


EFM Jahreskongress 2019 Der alljährliche EFM Jahreskongress, bei welchem über 350 Personen aus der Versicherungsindustrie zusammentrafen, fand auch dieses Jahr am 16. und 17. Mai im Congress Schladming statt. Das Publikum war bunt gemischt: Neben zahlreichen EFM Franchiseunternehmern waren auch die Front OfficeKräfte und über 30 Versicherungsunternehmen als Aussteller vertreten. Nachdem der offizielle Startschuss des EFM Jahreskongresses gefallen war, begann ein informativer und hochspannender Tag, an dem sich Fachvorträge zu aktuellen und wichtigen Themen mit entspanntem Austausch im Rahmen der Produktmesse abwechselten. Der fachliche Schwerpunkt des ersten Tages lag hierbei auf der Vorsorge: Mag. Jürgen Holzinger brachte dem Publikum das Thema der Berufsunfähigkeit und die Wichtigkeit einer privaten Vorsorge näher und MMag. Florian Steger und Arno Slepice informierten über die bedarfsgerechte betriebliche Altersvorsorge. Neben diesen beiden informativen Fachvorträgen hatten die Teilnehmer auch die Möglichkeit sich gleich aktiv selbst um ihre Gesundheitsvorsorge zu kümmern: Den ganzen Tag über stand der UNIQA Vitaltruck für umfassende Gesundheitschecks zur Verfügung. Aber auch die neuesten Entwicklungen in der Branche kamen nicht zu kurz. Philip Barwinek stellte mit ISAAC den

neuen Roboadvisor der S7 Haus der Vorsorge GmbH vor, der das Gebiet der Vermögensanlage revolutionieren soll. Den Jubilaren des Jahres 2019 wurde ebenso gedacht und die langjährigen Mitarbeiter der EFM Gemeinschaft wurden geehrt. Den Abschluss bildete Fritz Strobl als Überraschungsgast und nahm uns mit auf seine Reise, von seinen Anfängen bis hin zum Olympiasieg. Nach diesem ereignisreichen Tag bot der anschließende Trachtenabend im Hotel Royer die optimale Gelegenheit, um sich über die neu gewonnenen Erkenntnisse auszutauschen. Der zweite Tag der Veranstaltung wurde mit einem interessanten Vortrag zur Balance von Körper und Seele von Mag. Angelika Wimmer eingeleitet, bei dem alle Teilnehmer mitmachen und so entspannt in den Tag starten konnten. Über 15 | VERANSTALTUNG

den restlichen Vormittag hinweg gab es noch einige weitere spannende Vorträge zum Schwerpunktthema Gewerbe: Zuerst brachte Mag. Michael Brandtner den Zuhörern erfolgreiches Markenmarketing näher, ehe Akad. Vkfm. Georg Eisenzopf über die Versicherungsdeckungen für Gewerbetreibende informierte. Im Anschluss daran gab es noch eine informative Podiumsdiskussion zum Thema Gewerbeversicherungen. An beiden Tagen stand neben der fachlichen Weiterbildung vor allem der Gedanke des Zusammenkommens und des Networkens im Vordergrund. Sowohl in den Pausen als auch im Anschluss an die Veranstaltung fanden sich Franchiseunternehmer, Front Office Kräfte und Versicherungspartner zu angeregten Gesprächen zusammen.


Exklusive Einblicke in die Arbeit von Biometrie-Spezialisten Mehr als 60 Teilnehmer des diesjährigen BU & Leben Intensivworkshops erlebten ein spannendes Programm in Anthering. Das Team der Continentale Assekuranz Service GmbH hatte unter dem Motto „Die Zukunft der Biometrischen Absicherung“ ins Salzburger Land eingeladen. „Wir pflegen den persönlichen Austausch.“ Mit diesen Worten begrüßte Mag. Gerfried Karner, Geschäftsführer der Continentale Assekuranz Service GmbH (CAS), die zahlreichen Teilnehmer des diesjährigen BU & Leben Intensivworkshops. „Hier sind Experten für Experten da – das ist der besondere wechselseitige Mehrwert, den unsere Veranstaltung bietet“, so Mag. Karner.

Prosperierender Markt für BU-Vorsorge und Fonds-Rente Das CAS-Team hatte für den ersten Workshop-Tag erneut Experten des Continentale Versicherungsverbundes aus Deutschland eingeladen. Sie sind für

beide Lebensversicherer des Verbundes – die Continentale und die EUROPA – zuständig. Die Biometrie-Spezialisten Günter Wagner, Leiter des Servicecenters Leben Leistung, Thomas Pollmer, Leiter des Produktmanagements Leben, und Adela Koch, als Produktmanagerin unter anderem für die Ablebensversicherung der EUROPA zuständig, gaben den Teilnehmern exklusive Einblicke in ihre Arbeit. Gespickt waren die Vorträge mit vielen praktischen Tipps für den Berateralltag. „Wir sehen in Österreich einen prosperierenden Markt für die BU- und insbesondere für die fondsgebundene Altersvorsorge“, betonte Pollmer. Daher habe sich die ­Continentale dazu entschieden, mit der Rente Invest eine speziell auf den österreichischen Markt zugeschnittene Fondspolizze zu konzipieren.

Leistungsfälle vor Gericht

Die Workshop-Teilnehmer nutzten die Pausen zum Gespräch mit den Experten von der Continentale Assekuranz Service GmbH. Hier im Foto (v.l.) Alexander Schwegelhofer mit Vertriebsunterstützer Stefan Jungwirth und dem Direktionsbevollmächtigen Christian Kickinger.

Die Vorsorge für den Todesfall und welche skurrilen Geschichten manchmal daraus entstehen, war Thema am zweiten

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Geschäftsführer Mag. Gerfried Karner begrüßte mehr als 60 Vermittler zum BU & Leben Intensivworkshop in Anthering.

Workshop-Tag. Unter dem Motto „Geld oder Leben“ berichteten die Rechtsanwälte Dr. Thomas Lederer und Mag. Maximilian Hoff mit feinem Humor von realen Streitigkeiten vor Gericht. Sie wiesen zudem auf mögliche Stolperfallen im Berateralltag hin.

Roadshow zum Thema Fonds-Rente im Oktober Für einen direkten Austausch mit allen Experten bestand in den Pausen und am Abend bei gutem Essen und kühlen Getränken viel Gelegenheit. Das CASTeam plant bereits die nächsten Veranstaltungen zum Thema Fonds-Rente. Die Roadshow macht am 2. Oktober in Graz, am 8. Oktober in Salzburg und am 10. Oktober in Wien Station.


Naturkatastrophen als Geschäftsrisiken VVO

schläge sind nicht zu unterschätzen. Dr. Gerhard Diendorfer, Leiter des österreichischen Blitzortungssystems ALDIS: „Blitzeinschlag ist derzeit die Brandursache Nummer 1“. Im Jahr 2018 registrierte ALDIS 125,549 Blitzeinschläge am Boden in Österreich, die heurige Blitzsaison hat erst begonnen. Wie wichtig Blitzschutzprävention ist, zeigt die aktuelle Brandschadensstatistik: 2017 entfielen fast 19 Prozent der Brände (1.376 Brandgeschehen) auf die Zündquelle „Blitzschlag“, die damit eine Brandschadensumme von 16.543.000 Euro verursacht hat. Die klassische Blitzschutzanlage verhindert zwar den Brand, schützt aber nicht vor Schäden durch Überspannungen in den elektrischen Einrichtungen, die bei einem direkten Blitzschlag, aber auch bei einem Blitz in der Nähe eines Gebäudes auftreten. Dafür müssen sogenannte Blitzstrom- oder Überspannungsableiter eingebaut werden. Welcher Typ von Ableiter zu verwenden ist, kann vom Fachmann im Rahmen eines Schutzkonzeptes festgelegt werden. „Es bringt wenig, wenn die Spannungsversorgung bei einem Gerät geschützt ist, aber z. B. Datenleitungen ungeschützt zu diesem Gerät geführt werden“, schließt Diendorfer.

Naturkatastrophen sind für heimische verzeichnet die Webpage täglich. Die BeFirmen eines der größten Geschäftsrisi- fragung zeigte, dass nur knapp mehr als ken. Ein gemeinsames Pressegespräch des die Hälfte (55 %) der Klein- und MitVVOs mit dem Kuratorium für Verkehrs- telbetriebe in Gemeinden mit Hochwassicherheit und ALDIS – dem österreichi- ser-Gefahrenzonen davon ausgehen, von schen Blitzortungssystem – zeigt, dass Naturkatastrophen betroffen sein zu könKMU ein geringes Risikobewusstsein im nen. Während ein Drittel der Klein- und Bereich Naturkatastrophen haben. Eine aktuelle Studie des Kuratori- Mittelbetriebe schon einmal direkt von ums für Verkehrssicherheit unter öster- den Folgen eines Extremwetterereignisreichischen Klein- und Mittelbetrieben ses betroffen war, haben rund 59 Prozent zum Thema Naturkatastrophe hat un- der KMU, die in Gefahrenzonen liegen, ter anderem ergeben, dass sich diese ei- kein konkretes Prozedere für den Katasnen Präventionsbeauftragten, angesiedelt trophenfall geplant. Bei 27 Prozent der bei der Wirtschaftskammer Österreich, betroffenen Betriebe war das Ausmaß des wünschen. Der Präventionsbeauftragte Schadens so hoch, dass die Produktion/ sollte den heimischen KMU Informa- Dienstleistung eingestellt werden musste. tionen aus einer Hand bieten können. Denn die heimischen Klein- und Mittel- Blitzeinschlag ist derzeit betriebe sind nicht nur schlecht auf Na- Brandursache Nummer 1 turkatastrophen vorbereitet, es ist für viele auch nicht leicht, sich ausreichend Infor- Aber nicht nur Feuer und Hochwasser mationen einzuholen. Es fehlt an „gebün- sind existenzbedrohend, sondern auch delter Information“, so Thann, oft könnte Schäden entstehend durch Blitzeinman bereits beim Bauen etwaige Präventionsmaßnahmen berücksichtigen und diese nicht architektonischer „Schönheit“ opfern. „Es zeigt sich, dass die Sensibilisierung der Bevölkerung im Allgemeinen zugenommen hat. Doch ziehen die wenigsten befragten Unternehmen Schlüsse aus den Informationen, die für sie, auf ihren eigenen Standort und dessen Gefährdung durch Naturkatastrophen verfügbar wären“, erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. Obwohl sich Unternehmen auf www.hora.gv.at bereits im Vorfeld über die Lage ihres Unternehmens in einer etwaigen Gefahrenzone informieren Generalsekretär des VVO Prof. Dr. Louis Norman-Audenhove, Vorstandsvorsitzender KR Mag. könnten, wird das nur selten Dr.Othmar Ederer, Direktor des KFV Dr. Othmar Thann, VVO-Vize-Präsident und Leiter des genutzt. Nur circa 800 Zugriffe Österreichischen Blitzortungssystems ALDIS Dr. Gerhard Diendorfer 17 | VERANSTALTUNG


Bilanz 2018 ARAG SE

Der ARAG-Konzern hat seine gebuchten Bruttobeiträge im Jahr 2018 um 4,3 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro ausgebaut. Die Konzerngesamtleistung inklusive der Umsätze der Dienstleistungsgesellschaften beliefen sich auf 1,68 Milliarden Euro. Im Rechtsschutzgeschäft konnte der Konzern einen Meilenstein passieren, die Beiträge wuchsen um 7 Prozent auf über eine Milliarde Euro. Das Versicherungstechnische Ergebnis stieg auf 97,4 Millionen Euro, das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

lag bei 70,2 Millionen Euro. Die Combined Ratio des Konzerns verbesserte sich leicht auf 88,6 Prozent. An Kunden wurden Leistungen in Höhe von 870 Millionen Euro ausbezahlt. Die Konzern-Schadensquote sank auf 53,1 Prozent. Die Kostenquote lag mit 35,5 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.

Erstes Quartal Auch im ersten Quartal kann das Unternehmen seine Strategie des Wachstums

Jungfamilien-Studie Helvetia Österreich

„Zukunftssorgen sind für Österreicher in erster Linie Geldsorgen. Im letzten Jahr haben wir Berufseinsteiger befragt und herausgefunden, dass mehr als zwei Drittel der jungen Erwachsenen ihren eigenen Lebensabend als finanziell nicht abgesichert sehen. Da hat uns natürlich interessiert, wie die darauffolgende Generation, die jungen Familien, lebt und vorsorgt – auch für ihren Nachwuchs“, erklärt Thomas Neusiedler, Vorstand für Schaden-Unfall bei Helvetia Österreich, und ergänzt: „Immerhin gibt es derzeit 2,4 Millionen Familien in Österreich, davon 1,4 Millionen mit Kindern – und die Fertilitätsrate ist in den letzten Jahren wieder gestiegen.“ Das unabhängige Marktforschungsinstitut TripleM hat im ersten Quartal 2019 eine repräsentative Studie durchgeführt und österreichische Haushalte mit Kind/ern unter 14 Jahren zu ihrer Lebenssituation sowie ihrem Spar- und Vorsorgeverhalten online befragt. Neun von zehn Jungfamilien geben an, mit ihrem Einkommen gut auszukommen. 40 Prozent erwarten sich zudem eine Verbesserung ihrer finanziellen Situ-

ation in den nächsten zwei bis drei Jahren. 13 Prozent der Jungfamilien haben ein schlechtes Auskommen und damit keine Möglichkeit, zu sparen und vorzusorgen. Erwartungsgemäß entfällt der größte Ausgabenanteil mit knapp 36 Prozent auf Wohnen, gefolgt von Lebenserhaltungskosten mit 23 Prozent. Insgesamt geben 73 Prozent der befragten Familien an,

fortsetzen. Die Beitragseinnahmen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,8 Prozent auf 502 Millionen Euro gestiegen. „Unsere Erwartungen für 2019 sind gut. Wir erwarten, dass der Konzern seinen spürbaren Wachstumskurs fortsetzen kann und auch ertragsstark bleiben wird“, betonte der Vorstandsvorsitzende Dr. Paul-Otto Faßbender. „Wir beherrschen unser Geschäft und haben eine sehr genaue Vorstellung davon, wie wir diese Erfolgsstory weiterschreiben werden. Dazu gehören die weitere Internationalisierung des Unternehmens und die digitale Transformation – um zwei aus meiner Sicht elementare Zukunftsthemen zu nennen.“

Geld – wie viel auch immer – auf die Seite zu legen. Christina Matzka, Geschäftsführerin des Markt- und Meinungsforschungsinstituts TripleM: „Mit 6,9 Prozent der Ausgaben liegt die Sparquote bei Jungfamilien leicht über dem Durchschnitt in Österreich – dieser beträgt derzeit laut aktuellen Zahlen aus 2017 von der Statistik Austria 6,4 Prozent“. Derzeit nutzen bereits zwei Drittel der Jungfamilien (66 %) die Lebensversicherung als Sparform. Weitere sieben Prozent planen, in nächster Zeit eine Lebensversicherung abzuschließen. Damit liegt die

Werner Panhauser, Christina Matzka, Thomas Neusiedler

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Lebensversicherung genau auf demselben Niveau wie das klassische Sparbuch, das ebenfalls von 66 Prozent genutzt und von sieben Prozent geplant wird. Die meist verbreiteten Versicherungen sind Haushalts- und Kfz-Versicherung. An zweiter Stelle folgt bereits die Zukunftsvorsorge. Sieben von zehn Familien haben eine Lebens-/Pensionsversicherung. Der Anteil der Familien mit Zukunftsvorsorge steigt naturgemäß mit dem Einkommen sowie dem zunehmenden Alter. Bei der Umfrage wurde auch die Bedeu-

Eine aktuelle Verkehrssicherheitsstudie des Allianz Zentrums für Technik zeigt, dass jährlich eine halbe Million Menschen ihr Leben zu Fuß im Straßenverkehr verlieren. In Österreich verunglückten 2018 fast 4000 Fußgänger, davon 47 Personen tödlich. Die Hälfte aller Verunfallten ist über 65 Jahre alt, eine erhebliche Rolle spielt jedoch auch das Smartphone. „Ablenkung birgt zu Fuß ein nachweisbares Risiko. Als ‚Smombie‘ ist man durch den ständigen Blick auf das Smartphone im Straßenverkehr besonders gefährdet“, kommentiert Allianz-Vorstandsmitglied Mag. Xaver Wölfl. Im Allgemeinen verbesserte sich die Verkehrssicherheit in Österreich in den letzten Jahren, doch für den Fußverkehr gilt dies nur bedingt: Zwar ging die Zahl der verunfallten Fußgänger im langjährigen Vergleich zurück, der Anteil der getöteten Fußgänger an der Gesamtzahl der Verkehrstoten blieb allerdings annähernd gleich. Zudem kam es zu einer Verlagerung des Unfallgeschehens auf das Zweirad: „Neue Mobilitätsformen, wie E-Scooter oder Pedelecs, werden immer beliebter – vor allem im urbanen Raum. Aufgrund der unterschiedlichen Geschwindigkeit und ihres Gewichts sind sie aber eine Gefahr für den Fußverkehr“, so Wölfl.

Gefahren lauern überall „Gerade nächtliches Fahren verleitet zu weniger Aufmerksamkeit am Steuer. Alkohol, Müdigkeit sowie Regelverstöße

tung von Vorsorge für die Kinder abgefragt: 86 Prozent stimmen zu, dass man „Nicht früh genug mit Vorsorge anfangen kann“ und 77 Prozent sind der Meinung, dass Eltern den Grundstein für die Vorsorge der Kinder legen müssen. Der durchschnittliche Sparbetrag der Eltern speziell für den Nachwuchs beträgt 57 Euro. Von den lieben Verwandten wird mehr gespart, im Durchschnitt 84 Euro pro Monat. Die Sparziele sind eindeutig und klar: Ausbildung, Führerschein/das erste Fahrzeug und eigener Wohnraum

führen das Ranking mit Abstand an. Die beliebtesten Kindervorsorgeformen sind der Bausparvertrag mit 58 Prozent und das klassische Sparbuch mit 55 Prozent. 19 Prozent haben bereits eine Lebensversicherung für die Kinder abgeschlossen, 18 Prozent in Immobilien angelegt. „Uns erstaunt, dass bei der Vorsorge für Kinder eher auf konservativere Modelle gesetzt wird, zumal es attraktivere Vorsorgemodelle gibt. Offensichtlich besteht hier Aufklärungsbedarf“, so Werner Panhauser, Vorstand Marketing & Vertrieb.

Fußgänger in Gefahr Allianz Gruppe Österreich

sind nachts deutlich häufiger und bedeuten mehr Gefahr für Fußgänger“, betont Studienautor Dr. Jörg Kubitzki, Verkehrssicherheitsforscher im Allianz Zentrum für Technik. Dies bestätigt auch die Studie: 67 Prozent der Unfälle, bei denen Fußgänger tödliche Verletzungen erleiden, passieren im Orts- oder Stadtgebiet. Der Großteil der tödlichen Unfälle ereignet sich bei Dämmerung oder in der Nacht. Laut Allianz-Daten ereignet sich jeder sechste Fußgängerunfall in einer Parkzone, fast ein Viertel der Unfälle wird durch ein rückwärtsfahrendes Kraftfahrzeug beim Anfahren oder Rangieren verursacht. Schließlich korreliert auch die Smartphone-Nutzung der Fußgänger mit dem Unfallgeschehen. „Die Nutzung elektronischer Geräte erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen Fußgänger, einen Unfall zu erleiden“, erklärt Kubitzki. Für ihn folgt daraus: „Im Gegensatz zu Autofahrern entscheiden Fußgänger in 19 | MARKT

der Regel selbst, wann sie sich in eine konfliktträchtige Verkehrssituation begeben, beispielsweise beim Überqueren einer Straße, und dürften demnach besser in der Lage sein, das Telefonieren auf die jeweilige Situation abzustellen.“ Generell werde dem Thema Fußverkehr in der öffentlichen Diskussion zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, ist Wölfl überzeugt. „Trotz guter Erfolge in den letzten Jahren weist das Thema Fußgängersicherheit noch erhebliches Verbesserungspotenzial auf. 4.000 Verletzte und in manchen Jahren bis zu 70 getötete Fußgänger in Österreich können und dürfen nicht einfach hingenommen werden“, so Wölfl abschließend.


Quartalszahlen

Generali Group/VIG Konzern/UNIQA Insurance Group Vienna Insurance Group Die Vienna Insurance Group hat im ersten Quartal ein Gesamtprämienvolumen von 2,9 Milliarden Euro verzeichnet, das bedeutet einen Anstieg von drei Prozent. Das höchste Prämienwachstum ist mit rund zehn Prozent in der Krankenversicherung zu verzeichnen. Besonders positive Prämiensteigerungen trugen im ersten Quartal die Märkte in Bulgarien, den baltischen Staaten, Ungarn und Polen bei. Der Gewinn vor Steuern ist um neun Prozent auf 127,5 Millionen Euro gestiegen. Die Combined Ratio hat sich aufgrund zusätzlicher Schadensaufwendungen durch Naturkatastrophenschäden auf 96,8 Prozent erhöht (+0,6 %). Das Finanzergebnis im ersten Quartal 2019 be-

trug 186,6 Millionen Euro. Dieses lag um 21,7 Prozent unter dem Wert der Vorjahresperiode, was insbesondere auf verringerte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen zurückzuführen ist.

UNIQA Insurance Group

Die Ergebnisse des ersten Quartals der Generali Group in Kürze zusammengefasst: Der Nettogewinn ist um 28,1 Prozent auf 744 Millionen Euro gestiegen, was zum Teil auf Veräußerungen zurückzuführen ist. Der bereinigte Nettogewinn erhöhte sich um sechs Prozent auf 616 Millionen Euro. Das operative Ergebnis ist um 6,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gewachsen. Die Combined Ratio liegt bei 91,5 Prozent. Die Ge-

Die UNIQA Insurance Group hat das erste Quartal 2019 mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 42,3 Millionen Euro abgeschlossen. Die verrechneten Prämien (inkl. Sparanteile) sind leicht um 0,4 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zurückgegangen. Das versicherungstechnische Ergebnis ist um 34,8 Prozent auf 34 Millionen Euro gestiegen. Die Combined Ratio hat sich auf 96,3 Prozent verbessert. Das Kapitalanlageergebnis ist im Jahresvergleich um 28 Prozent bzw. 39,1 Millionen Euro auf 100,6 Millionen Euro gesunken. Im Vorjahreswert ist allerdings der Veräußerungsgewinn von 47,4 Millionen Euro aus dem Verkauf der Beteiligung an der Casinos Austria Aktiengesellschaft enthalten.

sorge, denn wir wollen nicht nur ein reiner Anbieter von Krankenversicherungen sein, der Krankenkosten bezahlt. Nein, wir wollen einen Beitrag zur Gesundheit liefern und Gesundheitskosten überneh-

men. Prävention und Vorsorge, das sind die großen Themen. Wir motivieren unsere Kunden zu einem gesunden und aktiven Lebensstil“, begründet Peter Humer, Vorstand Vertrieb bei UNIQA Österreich, warum die Leistungen um die Lifestyle DNA-Analyse ergänzt wurden. Oberstes Gebot bei hochsensiblen Daten, wie es genetische Daten sind, ist 100-prozentige Anonymität.

Generali Group

DNA-Analyse

UNIQA Insurance Group AG UNIQA bietet Kunden, die im Rahmen ihrer Krankenversicherung den Baustein VitalCheck inkludiert haben, eine DNA-Untersuchung an. Wie man am effizientesten Gewicht reduziert, kann nämlich eine DNA-Analyse klären. Diese individuelle Lifestyle DNA-Analyse kann dabei helfen, schlecht verträgliche Nahrungsmittel zu meiden, eingeschränkte Entgiftung von Schwermetallen, Pestiziden und Lösungsmitteln zu erkennen und den Körper optimal mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Die Analyse ermöglicht, abgestimmt auf die persönliche DNA, Stoffwechseldefizite, die einen Einfluss auf die Gesundheit und sportliche Leistung haben können, zu identifizieren und durch eine genetisch angepasste Ernährung bestmöglich zu eliminieren. Die Lifestyle DNA-Analyse kann einmal pro Vertragslaufzeit durchgeführt werden. „Wir fördern das Thema Gesundheitsvor-

samtbruttoprämien haben zum Stichtag 31.3.2019 18,9 Milliarden Euro betragen (Zuwachs: 6,6 %).

Peter Humer (UNIQA Österreich Vorstand Vertrieb), Peter Eichler (UNIQA Österreich Vorstand Personenversicherung), Brigitte Vesely (Leiterin Krankenversicherung) und Daniel Wallerstorfer (CEO Novogenia)

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Auftaktveranstaltung in Salzburg Im Mai veranstaltete DIE Maklergruppe ihr alljährliches Partnertreffen. Dieses Mal luden die beiden Geschäftsführer Matthias Lindenhofer und Rainer Vogelmann ihre Partnerbüros und Vertreter diverser Versicherungsgesellschaften in die Panzerhalle nach Salzburg. Insgesamt folgten rund 230 Personen ihrer Einladung. Zu Beginn wurden neue Maklergruppenpartner vor den Vorhang geholt und den bestehenden Partnern vorgestellt. Nach einem Kennenlernen und Networken mit den Vertretern der Versicherungen präsentierte Matthias Lindenhofer am Nachmittag das mit großer Spannung erwartete Kundenverwaltungsprogramm der Maklergruppe in Version 2.0. In der anschließenden Key-Note von Julian Teicke, CEO wefox-group, stellte dieser seine Visionen zum Thema „Wo steuert die Versicherungsbranche hin?“ vor. Nicht zuletzt diese Ausblicke in die Versicherungswelt lassen alle anwesenden Partner motiviert und voller Freude in die gemeinsame Zukunft mit der Maklergruppe und wefox blicken. Im folgenden Programmpunkt präsentierte Rainer Vogelmann noch weitere, zukunftsträchtige Geschäftsmodelle, unter anderem durch Auslagerung von Arbeiten an eine eigene 24 h Service-

Die Geschäftsführer der Maklergruppe Rainer Vogelmann und Matthias Lindenhofer leiteten durch einen spannenden Tag voller Visionen und Innovationen - unten mit Julian Teicke, CEO wefox.

hotline und eine zentrale Schadenserledigungsstelle. Am Abend gesellten sich dann noch einige Vorstände der Versicherungsgesellschaften unter die Veranstaltungsgäste, so z.B. Mag. Werner Müller ­(Allianz), Peter

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Humer (Uniqa), Michael Miskarik (HDI Leben) und Sven Rabe (VAV). Abgerundet wurde die gelungene Veranstaltung mit Auszeichnungen an für unsere Partner und durch das Kabarettprogramm von Max Mayerhofer.


Das war die VARIAS BU- und Vorsorge Roadshow 2019 Das Konzept der VARIAS Roadshow hat sich auch 2019 wieder voll bewährt. Die erstmalige Erweiterung auf zwei Themenschwerpunkte „Berufsunfähigkeit und Vorsorge“ war ein absoluter Erfolg und wurde von den Teilnehmern mit Begeisterung angenommen.

An drei Orten hieß es schon Wochen vor den Veranstaltungen ausgebucht, ausgebucht, ausgebucht. Anmeldung nur noch auf Warteliste möglich. Auch 5 Versicherungsgesellschaften (Dialog, ERGO, HDI Leben, Wiener Städtische und Zürich) nahmen an der Roadshow teil. Geballtes Know How mit insgesamt 12 Fachvorträgen wurde den Teilnehmern in kompakter Form geboten. Wo man hin hört, nur positives Feedback. Sowohl von den teilnehmenden Besuchern wie auch von den Versicherungsgesellschaften. Der Gastreferent Mario Woltsche, der BU Experte, zeigte wie wichtig es ist, dass Vermittler das Thema der Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit aktiv beim Kunden ansprechen. Rechtsanwalt Dr. Walter Niederbichler berichtete über Neuerungen in Verbindung mit der IDD und was Berater zu beachten haben. Ein spannender Vortrag nach dem Motto: „Um die IDD zu verstehen, muss man Europa verstehen…“ Wolfgang Staudinger zeigte die Software fynup.pro, mit der die Kosten von unterschiedlichen Anlageprodukten ge22 | VERANSTALTUNG

nau gegenübergestellt werden. Die zukünftige Schnittstelle zum VARIAS Tarifrechner für die Fondsgebundene-Lebensversicherung bietet auch hier einen enormen Mehrwert für den Berater. Arno Slepice präsentierte die neuen Softwarelösungen von VARIAS. Die digitale „Gesamt-Beratungslösung“ für alle Personen- und Sachsparten verblüffte so manchen Teilnehmer. VARIAS hat den Wunsch vieler Vermittler in nur einer Oberfläche, möglichst alle Abläufe erledigen zu können, mittlerweile sehr gut umgesetzt. Im Beratungsprozess sind bereits alle benötigten Formulare (Vollmacht, Informationspflichten, uvm.) integriert. Ein Laptop oder Tablet reicht aus und schon kann es losgehen. Wünsche- und Bedürfnistest, Risikoliste, Risikoanalyse für alle Sparten mit integrierten Tarifvergleich in allen Personen- und Sachsparten, mit anschließender Handlungs- und Produktempfehlung. Automatisch generierte Beratungsprotokolle und eine elektronische Unterschriftslösung für alle Dokumente inkl. elektronischer Zustellung der unterzeichneten


Arno Slepice

Dokumente komplettieren das System. Josef Hausleithner zeigte anhand zahlreicher konkreter Beispiele, worauf man beim Vergleichen biometrischer Produkte achten sollte, um sich Zeit und Ärger zu ersparen. Ebenso zeigte er, dass es nicht ausreicht sich als Berater eines guten BU- oder Risiko-Versicherers zu bedienen, da die Prämienunterschiede bei unterschiedlichen Berufsgruppen teilweise bis zu 200% ausmachen und es so schnell mal zu Prämiensummendifferenzen von EUR 20.000, - und auch noch mehr kommen kann. VARIAS stellte auch noch die neue Bedarfsanalyse für die Vermittlerhomepage vor. Hier kann sich der Kunde auf der Webseite des Vermittlers mit ein paar Klicks schnell einen Überblick über den

Dr. Walter Niederbichler

für ihn empfohlenen Versicherungsschutz machen. Auf Wunsch kann anschließend gleich eine Beratung zu bestimmten Themen angefordert werden. Die Bedarfsanalyse ist vom Vermittler völlig individuell gestaltbar und daher für viele Bereiche einsetzbar, wie z.B. Privatkunde, Landwirt, Ärzte oder Themenschwerpunkte wie bAV. Als kleines Geschenk Wolfgang Staudinger

Mario Woltsche

Josef Hausleithner

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erhielt jeder Roadshowteilnehmer von der VARIAS noch eine Gratislizenz der neuen Unterschriftslösung „VARIAS SIGN APP“ zur kostenlosen Nutzung für 4 Monate.


Besser als die IDD fordert Ende April und Anfang Mai hatte das Vergleichsportal Varias zu einer Roadshow in Tirol, Oberösterreich, Kärnten, der Steiermark und Wien eingeladen. Rund 600 Makler folgten der Einladung und wurden mit einem abwechslungsreichen Mix vielfältiger Themen belohnt. Ziel war eine umfangreiche Wissensvermittlung, die den Anforderungen der IDD nach Weiterbildung gerecht wird. Insofern war der IDD-konforme Vorsorge-Beratungsprozess ein Schwerpunkt der Veranstaltungen. Neben den Gastgebern von Varias, Arno Slepice und Josef Hausleithner, warteten weitere hochkarätige Referenten von Beratungsgesellschaften und Versicherern mit interessanten Vorträgen auf. Lutz Gronemeyer, Senior Produktmanager der Dialog Lebensversicherung, zog in seinem Vortrag den Bogen von den Anforderungen der IDD an die Produktentwicklung eines Versicherers, verbunden mit den Zielmarktdefinitionen und den Produktinformationsblättern (LIPID), hin zur konkreten Bera-

tung des Kunden bei der Absicherung biometrischer Risken. Gronemeyer unterstrich die von der IDD geforderte Passgenauigkeit des Versicherungsproduktes für den Kunden, ging in seiner Argumentation aber noch einen Schritt weiter. Es genüge nicht, dem Kunden einen Vertrag zu bieten, der zum Zeitpunkt des Abschlusses für seine Bedürfnisse passend sei. Vielmehr sollte der Tarif derart flexibel gestaltet sein, dass er auch während der Vertragslaufzeit auf sich ändernde Kundenbedürfnisse angepasst werden könne – am besten ohne eine erneute Gesundheitsprüfung.

Lutz Gronemeyer, Senior Produktmanager der Dialog Lebensversicherung, referierte über IDD

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Anhand konkreter Beispiele in der Ablebensversicherung zeigte der Referent der Dialog auf, wie die passende Auswahl von Summenverlauf und Beitragszahlungsart gleich zu Beginn den Grundstein für eine kundengerechte Beratung legen. Viele Risikoverträge dienen gezielt zur Absicherung von Immobiliendarlehen. In diesen Fällen sollte die Versicherungssumme auch dann angepasst werden können, wenn sich der Finanzierungsbedarf in den ersten drei Jahren nach Abschluss noch erhöht oder sich die Finanzierungskonditionen, in Form von Zins und Tilgung, während der Vertragslaufzeit ändern. Anschließend ging Gronemeyer auf die Berufsunfähigkeitsversicherung ein. Auch hier trennt sich bei den Versicherungsbedingungen die Spreu vom Weizen. Praxisbeispiele waren die Umorganisation von Selbständigen, Verstöße im Straßenverkehr, Meldefristen im Leistungsfall sowie zusätzliche Leistungen bei Arbeitsunfähigkeit und bei Vorliegen schwerer Erkrankungen. Als Fazit kann man festhalten, dass die IDD eine europaweite Messlatte für Mindestanforderungen an die Produktentwicklung gelegt hat. Ein kundenorientierter Versicherer bietet darüber hinaus weitere Vorteile an und ist damit letztlich sogar noch besser als die IDD fordert.


VOR(SORGE)DENKEN – Ein Gebot der Stunde Gerhard Heine, Partnervertriebschef der Wiener Städtischen über ein gutes Sozialsystem in Österreich und weshalb eine private, ergänzende Vorsorge zum Erhalt des gewünschten Lebensstandards in der Pension dennoch notwendig sein wird.

„Um eines klar zu sagen: Österreich hat ein hervorragendes staatliches Pensionssystem, auf das man zu Recht stolz sein kann“, so Gerhard Heine, Partnervertriebschef Wiener Städtische Versicherung. Allein die Tatsache, dass die ausgezahlten Pensionen von den eingehobenen Beiträgen der Erwerbstätigen zu finanzieren sind, stellt das öffentliche Pensionssystem – vor dem Hintergrund einer konstant steigenden Lebenserwartung bei gleichzeitigem Rückgang der Geburtenrate – vor immer größere Herausforderungen.

wird somit – als Ergänzung zur staatlichen Pension – eine noch wichtigere Rolle spielen und DAS unverzichtbare Produkt für eine ergänzende private Altersvorsorge bleiben. Denn eines scheint klar: Der Lebensstandard in der Pension kann nur mit einem regelmäßigen Zusatzeinkommen in Form einer privaten Zusatzpension aufrechterhalten werden. Genau dieses Erfordernis erfüllt die Lebensversicherung.

Lebensstandard halten!

Die Lebensversicherung sichert aber nicht nur das Langlebigkeitsrisiko (=monatliche Zusatzrente egal wie alt man wird!) ab, sondern bietet darüber hinaus bereits ab der ersten Prämienzahlung einen umfangreichen Versicherungsschutz. „Der Kernzweck der Lebensversicherung liegt seit jeher darin, biometrische Risiken zu decken, d.h. finanzielle Absicherung der Familie im Todesfall, ein finanzieller Polster bei Eintritt einer schweren Krankheit, Invalidität, Pflegebedürftigkeit oder bei Berufsunfähigkeit“, erläutert Partnervertriebschef Heine. Die Rolle der Lebensversicherung als Risikoträger für Schicksalsschläge nimmt daher, neben der finanziellen Altersvorsorge, einen zentralen Stellenwert ein.

Die Lebensversicherung, ob klassisch, fondsgebunden oder staatlich gefördert,

Die Wiener Städtische ist - nach der Fusion mit der s Versicherung 2018 - Österreichs größte Lebensversicherung: • Mehr als 2,5 Mio. Kundinnen und Kunden • 23 Prozent Marktanteil in der Lebensversicherung • 1,3 Mrd. Euro LebensPrämien • 23 Mrd. Euro Kapitalanlagen

An die Familie denken

Wiener Städtische – größter Vorsorgeanbieter des Landes „Neben der reinen klassischen Lebensversicherung bieten wir unseren Kunden 25 | MARKT

Gerhard Heine, Wiener Städtische: „Insbesondere für Kunden mit einem längerfristigen Veranlagungshorizont können fondsgebundene Lebensversicherungen bzw. Hybridprodukte durchaus von Vorteil sein.“

auch fondsgebundene Lebensversicherungen sowie Hybridvarianten an – hier können Teile der Prämie in Fonds investiert werden. Diese Produkte eignen sich einerseits zum Vermögensaufbau, andererseits kann das Kapital später auch für eine Rentenzahlung verwendet werden“, so Heine. Insbesondere für Kunden mit einem längerfristigen Veranlagungshorizont können fondsgebundene Lebensversicherungen bzw. Hybridprodukte hinsichtlich einer höheren Ertragschance durchaus von Vorteil sein. Wichtig dabei ist, dass der Kunde vor Vertragsabschluss ein ausführliches Beratungsgespräch in Anspruch nimmt, um dabei den persönlichen Bedarf und die Risikobereitschaft festzustellen.


Oesterreichisches MaklerDatenService (OMDS 3.0) Die Initiative Österreichisches Maklerdatenservice hat es sich zur Aufgabe gemacht Standards für die Informationstechnologie im Versicherungsbereich zu erarbeiten und unternehmensübergreifende Prozesse zu vereinheitlichen. Zu den bereits veröffentlichen Standards gehören die Authentifizierung, die Übermittlung von OMDS - Daten und Dokumenten sowie der Deep-Link, Schadenmeldung und Services für Berechnung, Offert - und Antragserstellung. Nach der Generali Versicherung realisiert nun auch UNIQA, zusammen mit DVM, den KFZ-Antragsprozess. Wir haben mit Thomas Novak, UNIQA, und dem Betreiber der Vergleichssoftware DVM, Peter Bischof gesprochen. Was denken Sie über normierte und standardisierte Prozesse. Kommt die Versicherungswirtschaft nicht auch ohne sie aus? Novak: UNIQA war schon maßgeblich

bei der Entwicklung des österreichischen Maklerdatensatzes beteiligt, es ist daher naheliegend auch bei OMDS 3.0 aktiv dabei zu sein. Ich bin davon überzeugt, dass die Digitalisierung der Prozesse in der Versicherungswirtschaft ein Gebot

der Stunde ist. Digitalisierung ist eine globale, soziale und wirtschaftliche Realität. Wir müssen unsere Kunden dort betreuen und unterstützen wo sie sich befinden. Das ist die Chancen für uns als Unternehmen zu wachsen, sich von seinen Mitbewerbern zu unterscheiden und am Markt erfolgreich zu bestehen. Bischof: Diesen Aussagen kann ich mich

nur anschließen. Als mittelständisches Familienunternehmen begrüße ich jede

Thomas Novak ist seit dreißig Jahren Mitarbeiter bei UNIQA, zuständig für Versicherungstechnik, Services und Kooperationen. Er war schon an der Entwicklung des österreichischen Maklerdatensatzes maßgeblich beteiligt und setzt sich nun mit großer Überzeugungskraft für die Umsetzungen von OMDS 3.0 ein.

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Maßnahme, die unseren Kunden und unserem Geschäftsmodell Vorteile bringt. Wer profitiert davon am meisten? Die Versicherungen oder Ihre Vertriebspartner? Novak: Ich bin überzeugt, dass beide Sei-

ten profitieren, da prozessuale und organisatorische Veränderungen angestoßen werden. Durch die sogenannte Industrialisierung des Versicherungswesens werden sowohl auf Seiten der Versicherungen als auch auf Seiten der Vertriebspartner Kosten gesenkt. Einfache immer wiederkehrende Abläufe werden durch Standardisierung und Normierung der automatisiert - das verschafft vor Allem dem Vertriebspartner Freiraum für qualifizierte Beratung. Im Versicherungsunternehmen erhöht sich gleichzeitig die Effizienz sowie die Geschwindigkeit der Verarbeitung und die wir vermeiden Fehler. Wir wollen das standardisierte Privatkundengeschäft mittels Dunkelverarbeitung in kürzest möglicher Zeit erledigen können. Bischof: Ich sehe in der Entwicklung

eine Win-win-Situation für alle - die Versicherungsunternehmen, die freien


Vermittler und für uns Softwarehersteller. Unsere Vergleichssoftware kommuniziert mit nahezu allen marktüblichen Bestandsverwaltungssystemen und zahlreichen Versicherungsunternehmen. Die zum Einsatz kommenden Schnittstellen sind lauter nicht genormte Einzelanfertigungen. Durch ihre Individualität sind sie allerdings sehr zeit-, wartungs- und kostenintensiv. Genormte Schnittstellen haben eben den Vorteil, dass keine oder nur geringe Anpassungen an den jeweiligen Partner notwendig sind. Wie wichtig diese Entwicklung für uns ist, sieht man daran, dass wir auch das finanzielle Risiko für die Umsetzung tragen. Finden sie die Organisation der Prozessfindung im Versicherungsverband zufriedenstellend. Werden umsetzende Unternehmen ausreichend unterstützt? Novak: Die Organisation des Normie-

rungsprozesses im Versicherungsverband erlebe ich als sehr effizient und flexibel. Die Zusammenarbeit in den einzelnen Organisationseinheiten ist sehr konstruktiv und lösungsorientiert. Allerdings könnten und sollten sich weit mehr Versicherungen und IT-Unternehmen am Vorhaben aktiv einbringen. Der Versicherungsverband und von diesem beauftragte externe Berater bieten zudem einen umfangreichen und fundierten Support. Wobei auch noch während der Umsetzung gewonnene Erkenntnisse in die jeweilige Norm einfließen. Bischof: Wir bewerten die Teilhabe am Normierungsprozess OMDS 3.0 als äußerst positiv. So haben wir die Möglichkeit unseren Erfahrungsschatz einzubringen und Entwicklungen zu beeinflussen. Die OMDS 3.0-Initiative hat einiges in Bewegung gesetzt. Herr Novak, Sie setzen gerade zusammen mit dem Vergleicher DVM, den KFZ-Antragsprozess um. Warum ist ihre Wahl gerade auf diesen Softwareanbieter gefallen. Werden Sie auch mit anderen Partnern zusammenarbeiten?

Peter Bischof ist Mitbegründer des Online-Vergleicher „Der Versicherungsmakler“ (DVM) und selbständiger Makler. Die Plattform bietet ein Vergleichsprogramm mit Risikoprüfung und eine Annahmerichtlinien­auswertung unter Berücksichtigung der allgemeinen- und besonderen Bedingungen. Die Plattform besteht bereits seit 2001.

Novak: DVM bietet einen qualitativ

hochwertigen Produktvergleich an, der von vielen unserer Vertriebspartner eingesetzt wird. In der KFZ-Branche werden kaum Verträge ohne vorherigen Vergleich abgeschlossen, daher deckt dieses Unternehmen besonders den aktuellen Bedarf des ungebunden Vertriebs. DVM ist ein zuverlässiger Partner mit umfangreichen „Know-How“ und Kenntnissen bei Serviceanbindungen zu UNIQA. DVM hat sich als Partner angeboten den Berechnungs- Offert- Antragsprozess zeitnah zu implementieren und uns war es wichtig, den Service rasch und implementieren. Bischof: UNIQA hat uns die Zusam-

menarbeit angeboten und wir haben die Chance ergriffen. Ist der genormte KFZ Antragsprozess einmal umgesetzt steht er allen interessierten Versicherern zur Verfügung. Als nächster Partner bietet sich die Generali an, die den KFZ-Antragprozess mit einem anderen Softwarehersteller bereits implementiert hat. Wie sehen Ihre Pläne aus? Werden Sie noch weitere Antragsprozesse implementieren? Novak: Wie bereits gesagt, arbeiten

wir nun an der raschen Umsetzung des KFZ-Antragsprozesses. Der Antragsprozess KFZ, wird in seiner vollen Aus27 | INTERVIEW

prägung, inklusive Antrag UNIQA und Dunkelverarbeitung noch 2019 allen DVM-Kunden zur Verfügung stehen. Voraussichtlich wird es bereits Mitte des Jahres einen Pilotbetrieb geben. Anschließend werden wir so rasch wie möglich den Antragsprozess Haushalt/Eigenheim in Angriff nehmen. Im Zuge der Implementierungen setzen wir auch die unter dem Begriff „Quick Wins“ zusammengefassten Normen um. Was möchten Sie uns noch mitgeben? Novak: Zum Abschluss möchte ich noch

alle Softwarehersteller als Implementierungspartner einladen, den von uns eingeschlagenen Weg mit uns zu gehen, damit der österreichische Normierungsund Standardisierungsprozess die größtmögliche Verbreitung und Akzeptanz erfährt. So können Prozessvereinfachung und Prozessbeschleunigung zu wesentlichen Meilensteinen der Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft werden. Bischof: Wir haben ebenso größtes In-

teresse sämtliche normierten Prozesse und Schnittstellen schnellstens umzusetzen. Wir sind jedoch von der Bereitschaft und dem Umsetzungswillen der Versicherungsunternehmen abhängig. Wir danken für das Gespräch.


Kooperation

TOGETHER CCA/GRAWE Zukünftig stellt die Grazer Wechselseitige Versicherung ihre OMDS-Daten über die TOGETHER-Plattform für Makler und Vermittler bereit. Die Kooperation wurde im Mai gestartet das Go-live wird Anfang Juli erfolgen. „Die zunehmende Digitalisierung in allen Lebensbereichen und der damit verbundene Trend in der Versiche-

rungsbranche hin zu einer vollelektronischen Geschäftsabwicklung macht eine Kooperation mit TOGETHER CCA auch mit Blick auf die Zukunft zu einem logischen nächsten Schritt“, sagt MMag. Georg Schneider, GRAWE-Vorstandsdirektor. Die Implementierung wird so schnell wie möglich angestrebt, die automati-

Automobilbranche Acredia

Das größte Problem der europäischen Autohersteller ist aktuell weder der Brexit noch drohende Automobilzölle in den USA, sondern die im April verabschiedeten neuen Vorschriften der Europäischen Union (EU) zur Begrenzung der Kohlendioxid-Emissionen (CO2). Zu diesem Schluss kommt Österreichs führende Kreditversicherung Acredia in ihrer aktuellen Studie, die gemeinsam mit Weltmarktführer Euler Hermes durchgeführt wurde. „Die europäischen Automobilhersteller müssen gemäß der Richtlinie die CO2-Emissionen innerhalb von nur zwei Jahren um 20 Prozent senken. Zum Vergleich: In den letzten 10 Jahren waren es minus 25 Prozent. Das ist mehr als sportlich“, sagt Gudrun Meierschitz,

Acredia-Vorstand, und erläutert: „Hinzu kommen weitere ehrgeizige Ziele, die sie bis 2025 und 2030 erreichen sollen. Das wird ein Wettlauf mit der Zeit, den die Autohersteller sehr wahrscheinlich verlieren werden.“ Die neuen Emissionsziele könnten nach Ansicht der Studie für die Automobilindustrie sogar ein katastrophales Szenario auslösen. Aktuell erfüllt kein Hersteller die geforderten Abgasnormen.

Hohe Geldbußen in Sicht „Für die Autohersteller ist es gleich in dreierlei Hinsicht eine riesige Herausforderung: industriell, finanziell und kommerziell“, sagt Meierschitz. „Es erfordert zum einen eine schnelle und drastische Anpassung des Antriebsstrangmix zugunsten von alternativ angetriebenen Fahrzeugen, insbesondere Elektrofahrzeugen. Zum anderen drohen bei Nichterreichen hohe Geldbußen: Wenn man von den Zahlen von 2018 ausgeht, würden sich diese auf 30 Milliarden Euro summieren. Das entspricht der Hälfte der 28 | MARKT

sche Einspielung der OMDS-2-Daten wird demnach bereits in wenigen Wochen möglich sein. „TOGETHER CCA hält als Digitalisierungspartner und Innovationstreiber der österreichischen Versicherungswelt die Marktführerschaft. Ich freue mich persönlich sehr, nun auch die GRAWE zu unseren Partnern zu zählen und auch hier die österreichische State-of-the-Art-Lösung für die digitale Geschäftsfallabwicklung zur Verfügung stellen zu dürfen“, sagt Ing. Mag. Gerhard Schuster, CEO von ­TOGETHER CCA.

gesamten Nettogewinne der Automobilhersteller. Außerdem würde eine vollständige Weitergabe der zusätzlichen Produktionskosten an die Kunden zu einem Rückgang der Automobilverkäufe führen, mit Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitsplätze.“ Die Produktionskosten könnten bis Ende 2020 um bis zu 7 Prozent und bis 2025 um bis zu 15 Prozent steigen. Deren vollständige Weitergabe an die Kunden würde zu Einbußen bei den Autoverkäufen um 9 Prozent bis Ende 2020 und um 18 Prozent bis 2025 führen.

Österreich verzeichnet sinkende Pkw-Zulassungen Von den möglichen Auswirkungen wäre auch Österreich betroffen, denn: „Der österreichische Automotive-Sektor hängt stark von der deutschen Automobilindustrie ab“, kommentiert Acredia-Expertin Marina Machan die heimische Situation. Und weiter: „Bereits 2018 sanken die Pkw-Zulassungen in Österreich gegenüber 2017 um 3,5 Prozent. Im ersten Quartal 2019 wurde ein Rückgang von 10,6 Prozent verlautbart“, so Machan.

Nur etwa 30 Prozent der Ziele machbar Europäische Autohersteller dürften nach Einschätzung der Acredia-Experten die vorhandenen finanziellen Puffer nutzen und versuchen, weitere Kosten zu sen-


ken sowie von „Superkrediten“ zu profitieren. Auch Partnerschaftsverträge und sogenannte „Pools“ sowie eine weitere Konsolidierung werden wahrscheinliche Folgen sein. „Es ist nahezu sicher, dass die Automobilhersteller die geforderten CO2-Ziele nicht einhalten werden“, sagt Gudrun Meierschitz. „Selbst mit einer schnellen Anpassungsstrate-

gie werden sie voraussichtlich maximal ein Drittel der Ziele erreichen. Wir erwarten daher bis Ende 2020 einen Anstieg der durchschnittlichen Pkw-Preise um etwa 2,6 Prozent und in der Folge einen Rückgang der Neuzulassungen um 3,1 Prozent. Das dürfte zu einem Minus von 2,9 Milliarden Euro bei den verkauften Fahrzeugen führen und dadurch

etwa 60 000 Arbeitsplätze gefährden.“ Auf die europäische Automobilindustrie entfallen 13 Prozent der Produktion im verarbeitenden Gewerbe und 13,3 Millionen Arbeitsplätze. Angesichts dieser Größenordnung werden vermutlich auch Verbraucher und Politik gefordert sein, Maßnahmen zu ergreifen, um das Szenario abzumildern.

transfer-Verordnung im gesamten Ablauf der Präventionsverpflichtungen, von der Wahrnehmung von Auffälligkeiten, deren Plausibilisierung bis hin zur Erstattung der konkreten Verdachtsmeldung an die (für die strafrechtlichen Ermittlungen) zuständige Geldwäschemeldestelle. Das „FMA-Rundschreiben Meldepflich-

ten zur Prävention von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung“ tritt mit Veröffentlichung in Kraft und ersetzt das vorangegangene Rundschreiben aus dem Jahr 2011. „Im Kampf gegen Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung verfolgen wir eine Null-Toleranz-Linie. Unser neues Rundschreiben gibt den beaufsichtigten Unternehmen eine präzise Leitlinie, wie die aktuellen Bestimmungen des Finanzmarkt-Geldwäschegesetzes in der Praxis anzuwenden und zu leben sind“, so der Vorstand der FMA.

Geldwäscherei Finanzmarktaufsicht

Die Österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) hat in einem Rundschreiben die Anforderungen zur Prävention der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung für die von ihr beaufsichtigten Unternehmen verschärft. Es behandelt dabei alle Aspekte der Meldepflichten gemäß FM-GwG und Geld-

e chaft. c i v r e rs e Partners e l k a ihren NV M m. Stark tet mit bie en s Tea e herung rieb, Vermög k ic s r r e a V t t e e e S h B g c , la is n ohne rreich Lebens

R E M A S N I E GEM LG. ERFO WIR FFEN A H C S DAS.

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Noch immer Insel der Seligen Dem Bankensektor in Europa steht eine große Zeitenwende bevor. Der harte Wettbewerb und die in vielen Bankunternehmen ungelöste Problematik der hohen Kosten wird in den nächsten fünf Jahren zu einer Übernahmewelle führen, die auch einige große Namen dahinraffen wird. Mehr als ein Drittel der europäischen Banken gelten als Wackelkandidaten, wie Daniela Chikova, Partner Financial Services bei A.T. Kearney, anlässlich der aktuellen Retail-BankingStudie zeigt.

Die Studie zeigt, dass die Aufräumarbeiten in den Banken nach der Krise noch immer nicht abgeschlossen sind. Erträge stagnieren in mehreren Märkten oder sind sogar rückläufig. Österreich bleibt von dieser Entwicklung noch verschont. Insgesamt verbuchten österreichische Banken in den letzten vier Jahren ein Ertragsplus pro Kunde von 7,2 Prozent, während Deutschland ein Minus von 1,3 Prozent und die Schweiz ein mageres Plus von 0,4 Prozent aufweist. „Österreich ist noch immer eine Insel der Seligen“, so Chikova. Erzielte man europaweit 2008 noch Einnahmen von 700 Euro, liegt man 2018 bei nur mehr 623 Euro pro Kunde. Bis 2020/21 sinken diese Einnahmen dann nochmals auf 595 Euro, was die Banken unter einen enormen Kostendruck bringt.

BAWAG ist Vorzeigeschüler Während es in den letzten Jahren im Privatkundensektor um die Minimierung der Risikokosten gegangen sei, was schließlich auch europaweit gelungen sei, werde es nun darauf ankommen, die operativen Kosten zu senken, um im Wettbewerb mit Online-Banken und Neobanken zu bestehen, so Chikova. Die Expertin hebt vor allem die BAWAG als Vorzeigeinstitut hervor: „Die BAWAG ist nur eines von 14 Instituten europaweit, die ihre Kostenstruktur verbessern und gleichzeitig ihr Aufwands-Ertrags-Verhältnis

unter 55 Prozent drücken konnte“. Die besten Werte im Ertrags- sowie im Kostenbereich liefern skandinavische Banken, die in den letzten Jahren ihr Filialnetz um mehr als 50 Prozent verschlankten. Um einiges gemächlicher verläuft dieser Prozess in Österreich, wo das Netz um überschaubare zwei bis drei Prozent jährlich schmilzt.

Neobanken erhöhen Kostendruck Die hohe und mitarbeiterintensive Filialdichte geht auf Kosten der Effizienz. Während Retailbankmitarbeiter zwischen 200 und 1.200 Kunden betreuen, so sind es bei Neobanken zwischen 3.100 und 4.100 Kunden. Diese arbeiten ohne kostenintensive Filialen und richten sich überwiegend auf Mobilgeräten und Banking als Lifestyle-Plattform aus. „In den nächsten Jahren werden 50 bis 85 Millionen Europäer zu einer Neobank wechseln“, so Chikova. Nicht zuletzt deshalb werden Fusionen und Übernahmen im Bankensektor in den nächsten fünf Jahren verstärkt zu beobachten sein. „Es gibt deutliche Vorteile durch Fusionen aufgrund von Skaleneffekten“, so die Expertin. „Dabei wird es einige bekannte Namen in den nächsten fünf Jahren nicht mehr geben“, prophezeit Chikova. „Jene Institute, die sich besonders deutlich bei Kosten, Ertrag und Digitalisierung vom Wettbewerb absetzen, werden überleben“.

Für den aktuellen „Retail Banking Radar“ der internationalen Managementberatung A.T. Kearney wurden die Daten von 92 Privatkundenbanken in 22 europäischen Ländern hinsichtlich der Kriterien Ertrag pro Kunde und Mitarbeiter, Gewinn pro Kunde, Cost-Income-Ratio und Kreditrisikovorsorgequote untersucht.

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Fly me to the moon So weit ist es noch nicht, es wird noch dauern, bis wir am Mond Urlaub machen können. Aber hier auf der Erde, da lassen wir keine Reisedestination aus: Nepal, tiefster Dschungel, Mauritius oder Antarktis – es macht Freude, weitgereisten Menschen bei ihren Erzählungen über ihre Urlaubsreisen zuzuhören. Sonne, Strand und Berge, Wohlfühlurlaub mit Wellness oder Mountainbiken am Hochkönig, es gibt so viele Arten seinen Urlaub zu genießen, dass wir unzählige Seiten damit füllen könnten. Wohin zieht es denn die Österreicher heuer? Der jährliche Urlaubsbarometer der Europ Assistance zeigt es. Die gefährlichsten Reiseziele rund um die Welt – wir haben uns informiert. Ein Interview mit Mag. Wolfgang Lackner, CEO der Europäischen Reiseversicherung, und Klaus Kretz, Leiter Makler- und Agenturvertrieb, über Reiseversicherungen und fehlende Information bei Urlaubern.

Zu guter Letzt: Was tun bei einem Krankheitsfall im Urlaub, was bedeutet „Fit to Fly“ und welche Kosten können auf Urlauber zukommen, die keine Reiseversicherung haben? Und was kann passieren, wenn man nicht zu Hause ist – Einbruch, Wasserschaden und ähnliches. Wir wünschen viel Spaß bei der Urlaubsplanung und viel Vergnügen beim Lesen …

licht. Die repräsentative Studie zur Reiseplanung im Jahre 2019 wird in zwölf Ländern mit insgesamt 12.000 Befragten durchgeführt. 70 Prozent aller befragten Österreicher planen, in diesem Jahr in den Urlaub zu fahren. Damit liegen wir auf dem ersten Platz aller abgefragten Länder. Reisen immerhin noch 63 Prozent unserer deutschen Nachbarn, sind es nur 60 Prozent der Spanier und Portugiesen.

Urlaubsbarometer

Urlaubsbudget

Der in Österreich etablierte Urlaubsbarometer der Europ Assistance wird heuer bereits zum neunzehnten Mal veröffent-

Die Österreicher packen nicht nur gerne die Koffer, sie greifen auch tief in die Tasche.

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Das durchschnittliche Urlaubsbudget schrumpft zwar im direkten Vergleich zu 2018 um geringe ein Prozent auf 2.627 Euro, dennoch wird in keinem anderen Land mehr ausgegeben, abgesehen von den Schweizern (2.856 Euro). Nach Jahren des Sparens ist vor allem den Spaniern mit 1.798 Euro (+8 Prozent) und den Franzosen mit 2.201Euro (+10 Prozent) der Urlaub wieder mehr wert. Ein jahrelanger negativer Trend setzt sich bei den Briten fort. 2015 lagen die Engländer mit durchschnittlich 3.081 Euro in der Urlaubskassa unangefochten an der Spitze. Seit diesem Zeitpunkt ging es aber kontinuierlich nach unten. Im Jahr 2019 hat sich das Budget mit 2.151 Euro wieder um 5 Prozent reduziert. Der Brexit und das schwächere Pfund zeigen eine deutliche Auswirkung. Am wenigsten für Reisen geben mit 1.010 Euro die Polen aus.

Reisedestinationen Das Meer liegt wie jedes Jahr unangefochten an der Spitze der Wunschliste. 67 Prozent der Österreicher wollen Sonne, Sand und Meer. 19 Prozent planen einen Städteurlaub, 16 Prozent zieht es in die Berge, 23 Prozent wollen aufs Land und

20 Prozent planen eine Tour durch ein oder mehrere Länder. Spanien und Italien sind die Hauptreiseziele der Europäer in diesem Jahr, gefolgt von Griechenland und Portugal. Wollen 56 Prozent der Franzosen ihren Urlaub im eigenen Land verbringen, sind es 52 Prozent der Polen und 51 Prozent der Spanier. Bei den Belgiern (15 %) und Schweizern (18 %) ist die Anzahl weitaus geringer. Auf die Frage, welche Kriterien den Ausschlag zur Buchung geben, ist die häufigste Antwort seit Jahren dieselbe: Viel Leistung für möglichst wenig Geld. Der Wert des Euros der Österreicher liegt im Ausland im Sommer 2019 im Durchschnitt um 20 Prozent über seinem Inlandswert. Am meisten erhält man für seinen Urlaubseuro im Sommerurlaub in der Türkei, in Ungarn gefolgt von Kroatien. Aufgrund der starken Abwertung erhält man in der Türkei mehr als doppelt so viel wie in Österreich. Auch in Portugal, Griechenland, Slowenien und Spanien erhalten die Urlaubsreisenden mehr für ihren Euro. Für 66 Prozent der Europäer ist es am wichtigsten, ein günstiges Angebot zu buchen. 52 Prozent geben an, dass die Reisedestination wichtig ist. Fragt man

nach Orten oder Monumenten, die Reisende zumindest einmal im Leben gesehen haben möchten, dann führt der Eiffelturm die Spitze an (12 %), gefolgt von den Pyramiden (11 %) und der Chinesischen Mauer (7 %). Weiters auf der Liste stehen das Taj Mahal, die Freiheitsstatue, der Grand Canyon und die Niagarafälle. Recherchiert und verglichen wird hauptsächlich im Internet. Da verwundert es nicht, dass Bewertungen immer mehr an Bedeutung gewinnen. 31 Prozent der Befragten schauen auf Bewertungen von anderen Reisenden und lassen sich direkt von diesen beeinflussen. Mittlerweile geben schon 62 Prozent der Europäer an, nach der Rückkehr das gebuchte Hotel online zu bewerten. Knapp über die Hälfte (54 %) bewerten besuchte Restaurants und 35 Prozent sogar die Airline, mit der sie geflogen sind. Für die Tourismusbranche bedeutet dies, dass Bewertungen immer wichtiger werden und sie sich dementsprechend einstellen muss. Der Trend, sich im Internet zu informieren und zu buchen, lässt sich nicht aufhalten. Durch Plattformen wie AirBNB entwickelt sich ein weiterer Trend, der sich nun deutlich zeigt: Auch wenn das Hotel immer noch die erste Wahl der

Griechenland (Santorin) und Italien (Rom) sind zwei der Hauptreiseziele der Europäer im heurigen Jahr.

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Reiseveranstalter, die nicht über ein eigenes Nachhaltigkeitsmanagement verfügen. Es wird mit diversen Klimaschutzorganisationen zusammenarbeitet und man bemüht sich um Labels und Zertifikate. Gerade der Tourismus ist auf eine intakte Natur und Umwelt angewiesen.“

Keine Arbeit im Urlaub Immer mehr Personen geben an, sich im Urlaub komplett von der Arbeit loszulösen. 69 Prozent geben an, keine beruflichen E-Mails im Urlaub zu lesen oder Anrufe entgegenzunehmen. 19 Prozent lesen zwar kurz in ein E-Mail hinein, aber antworten nicht. Nur vier Prozent der Befragten geben an, auch im Urlaub zu arbeiten. Der Unterschied ist aber länderspezifisch enorm. Geben 75 Prozent der Briten an, im Urlaub für den Arbeitgeber nicht erreichbar zu sein, sind es nur knapp die Hälfte der Amerikaner. Aber wenn gearbeitet wird, ist die dafür verwendete Zeit überschaubar und beträgt

weniger als zwei Stunden in der gesamten Urlaubswoche.

Reiseversicherung Gehen die Europäer auf Urlaub, sorgen 66 Prozent der Befragten mit einer Reiseversicherung vor. Ein wenig mehr (67 %) sind es in Österreich. 31 Prozent der Österreicher kaufen ihre Versicherung direkt beim Reiseversicherer. Auf den Versicherungsschutz der Kreditkarte verlassen sich 36 Prozent. Den Versicherungsmakler des Vertrauens kontaktieren 26 Prozent und auf Versicherungsvergleichsportalen buchen sieben Prozent der Reisenden ihren Reiseschutz. Erfahrung mit einem Krankheitsfall im Urlaub hatten schon 33 Prozent der Österreicher, mit einem Autoschaden 34 Prozent und 45 Prozent mit einem Streik oder längeren Verzögerungen. Im internationalen Vergleich sind die Österreicher überdurchschnittlich gut versichert, auch wenn es hier noch Aufklärungsbedarf gibt.

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Unterkunftsart ist, nimmt der Anteil der privat gebuchten Apartmentwohnungen stark zu. Europäer wählen zu 48 Prozent das Hotel und schon 34 Prozent (Franzosen mit 57 %) bevorzugen ein Apartment. Camping steht mit 11 Prozent auch wieder höher im Kurs. Häufiger ist mittlerweile die Aussage, dass der ökologische Fußabdruck eine Bedeutung bei der Buchung hat. Geben europaweit 17 Prozent der Befragten an, dass das Thema eine Rolle bei der Urlaubsplanung spielt, sind es in Österreich immerhin 15 Prozent der Befragten. Besim Akinci, Geschäftsführer von Europ Assistance Österreich und Schweiz: „Ein Drittel der Bevölkerung hält nachhaltiges Reisen für wichtig, dennoch berücksichtigen nur 15 Prozent dies auch in ihrer Urlaubsplanung. Aber wir sehen einen Wandel, der sich Stück für Stück durchsetzt. Die Leute erwarten, dass sich Touristikunternehmen um Nachhaltigkeit kümmern, und die Branche reagiert. Es gibt kaum noch größere

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No Risk, No Fun Ob Naturereignisse wie Tsunamis, Hurrikans, Erdbeben oder Revolutionen, Bandenkriege und organisierte Kriminalität. risControl hat sich nach den geeigneten Urlaubsdestinationen für Adrenalin-Junkies umgesehen. von Mag. Christian Sec

Syrien ist ein Land, bei dem wir an Krieg und Zerstörung denken, aber die meisten nicht an Urlaub. Für die hartgesottensten unter der Sonne gibt es aber vom französischen Reiseveranstalter Clio trotzdem ein Angebot. Eine zehntägige Rundreise des Veranstalters führt unter anderem nach Damaskus, die derzeit als gefährlichste Stadt der Welt gilt, Palmyra, der antiken Oasenstadt und zum Bergdorf Maalula. „Der Erfolg war sofort da“, erklärt der stellvertretende ClioChef Jean-Pierre Respaut der Zeitung „Le Figaro“. Aufgrund der Nachfrage sind bereits fünf weitere Fahrten ab dem Herbst geplant. Das Auswärtige Amt warnt jedoch vor Reisen nach Syrien. Reisewarnungen werden nur in den Fällen ausgesprochen, wenn eine generelle Gefährdung für Leib und Leben besteht. Aktuell sind davon elf Länder weltweit betroffen (Afghanistan, Irak, Jemen, Libyen, Mali, Mauretanien, Niger, Soma36 | COVERSTORY

lia, Südsudan, Syrien, Zentralafrikanische Republik). Die Reisewarnungen haben auch versicherungstechnische Konsequenzen. Wer sich wider besseres Wissen für eine Reise in diese Länder entscheidet kann eben nicht mit der Hilfe der Reiseversicherer rechnen. Für eine Reise in die genannten Länder, haben alle Reiseversicherer in ihren Versicherungsbedingungen einen Passus, dass nicht für Ereignisse auf Reisen geleistet wird, die trotz Reisewarnung des Bundesministeriums für auswärtige Angelegenheiten angetreten werden, wie der Österreichische Reiseverband (ÖRV) mitteilt. Darüber hinaus ermächtigt das Konsulargebührengesetz die Republik Österreich dazu, die Kosten für allenfalls erforderliche Schutzmaßnahmen im Regressweg von Reisenden bis zu maximal 50.000 Euro zurückzufordern. Nicht nur ganze Länder, sondern auch bestimmte Gebiete, sind von Reisewarnungen betrof-


links: Die Umayyaden-Moschee, auch Omajjadenmoschee, ist eine Moschee in der syrischen Hauptstadt Damaskus, die derzeit als gefährlichste Stadt der Welt gilt.

fen (partielle Reisewarnungen). In Ägypten, einem der beliebtesten Reiseziele der Österreich, gilt z.B. eine partielle Reisewarnung für die Regionen Nordsinai und die Saharagebiete, an den Grenzen zu Libyen und zum Sudan (Sicherheitsstufe 5: Siehe Kasten). In den restlichen Gebieten der Sinai-Halbinsel, inklusive der Badeorte an der Ostküste im Bereich von Nuwiba bis Taba, sowie auch für das Innere des Sudsinais, mit dem berühmten Katharinenkloster gilt Sicherheitsstufe 3. Im restlichen Land, das heißt auch in den Badeorten, wie z.B. Sharm el Sheikh, Hurghada und Marsa Alam, in den Badeorten an der Westküste des Sinai bis Sharm el Sheikh, sowie die Küstenstraßenverbindung auf der Westseite der Halbinsel gilt Sicherheitsstufe 2. Sicherheitsstufe 2 gilt auch für die türkischen oder tunesischen Urlaubsdestinationen am Mittelmeer. Dort sei, laut Außenministerium mit terroristischen Anschlägen zu rechnen.

noch höhere Tötungsrate auf. Die Wahrscheinlichkeit in El Salvador einem Gewaltverbrechen zum Opfer zu fallen ist mehr als 100-mal höher als in Österreich. Eine Reisewarnung für El Salvador gibt es dennoch nicht. Auch wer einen Städteurlaub plant, der sollte vor allem in den lateinamerikanischen Metropolen auf der Hut sein. 42 der 50 gefährlichsten Metropolen (über 300.000 Einwohner) liegen in dieser Region. Angeführt wir diese Statistik von Los Cobos, einem Urlaubsparadies an der Südspitze der kalifornischen Halbinsel. Drogenbanden verwandeln dabei den mexikanischen Pazifikstrand regelmäßig in eine Todeszone. Los Cobos scheint damit dasselbe Schicksal zu ereilen wie Acapulco. Verschiedene Verbrechersyndikate kämpfen dort um die Vorherrschaft und liefern sich mitunter auch Schießereien mitten in der Touristenmeile am Strand, wo einst der internationale Jetset abstieg. Beide Städte verbuchen über 100 Morde pro 100.000 Einwohner jährlich. Nur wenige andere Städte außerhalb Lateinamerikas schaffen es in die Top-50. Johannesburg in Südafrika ist eine davon.

Nicht ohne Grund wird die vier Millionen Metropole im Volksmund nach ihrem Autokennzeichen GP auch „Gangsta´s Paradise“ genannt. Streng bewachte Millionärsvillen und Wellblechhütten sind nur wenige Straßenzüge voneinander entfernt und sind ein Ausdruck der ungleichen Chancenverteilung in dem Land und ein Dünger für die Gewalt. Nicht selten werden die Touristen bereits am Flughafen von bewaffneten Raubrittern in Empfang genommen. Selbst der Polizeiminister Südafrikas gestand ein, dass ein Großteil der Überfälle am Flughafen von Johannesburg unter Beteiligung der Polizei oder des Sicherheitspersonals erfolgt. Aber nicht nur Raubüberfälle und organisierte Kriminalität sind Tagesgeschäft in der südafrikanischen Metropole.

Mit dem falschen Shirt am falschen Ort Wer der Gefahr ins Auge blicken will und nicht unbedingt gleich vorhat in Bagdad oder Damaskus den Tod ins Auge zu blicken, der kann es ja einmal mit Kiew pro-

Lateinamerika auch ohne Terror und Krieg gefährlich Auch von Reisen nach Venezuela wird seitens des Ministeriums dringend abgeraten. Die instabile politische Lage, mit damit verbundenen Demonstrationen und Ausschreitungen, die erhöhte Gefahr von Entführungen und anderer Gewaltverbrechen, sowie der medizinische Versorgungsnotstand angesichts der fortschreitenden wirtschaftlichen Notlage führen zu einem hohen Risiko für Reisende in das südamerikanische Land. Laut dem Büro der Vereinten Nationen für Drogenund Verbrechensbekämpfung liegt das Land bei der Tötungsrate mit 62 Morden pro 100.000 Einwohnern weltweit an zweiter Stelle. Nur El Salvador mit einer Rate von 82,4 pro 100.000 Einwohnern weist eine

Marsa Alam ist ein Ferienort am Roten Meer in Ägypten. Er ist bekannt für seine Sandstrände und Korallenriffe. Die u-förmige Bucht von Abu Dabab ist für Meeresschildkröten bekannt. Doch dort gilt auch Sicherheitsstufe 2: Laut Außenministerium ist mit terroristischen Anschlägen zu rechnen.

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bieren. Laut einer Mercer-Studie ist die ukrainische Hauptstadt die gefährlichste Stadt Europas. Bewertet wurde dabei die Verbrechensrate, die interne Stabilität und die geopolitische Sicherheitslage der Länder, sowie der Zustand der Polizei und der Strafverfolgungsbehörden. Aber es gibt auch andere Wege sich in Gefahr zu bringen. Dabei man muss nicht unbedingt in vorgelagerte Kriegsgebiete reisen. Von Ex-Glasgow Rangers-Stürmer Brian Laudrup stammt das Bonmot: „Rangers gegen Celtic – Dagegen ist alles andere Kindergeburtstag“. Beide Klubs stehen für eine unüberbrückbare soziale Kluft in der schottischen Working-Class-Metropole – die einen streng katholisch, die anderen Protestanten. Wer am Tag des Old Firm – dem Glasgower Derby – glaubt mit einem Rangers Shirt durch East Glasgow, Hochburg der Celtic-Anhänger, spazieren zu müssen, dem wird wohl auch die beste Zahnzusatzversicherung nicht mehr helfen können. Ähnliches gilt für Belfast, wo die Pubs samt Publikum je nach Stadtteil entweder protestantisch oder katholisch sind. Auch an diesen verlängerten Wohnzimmern der Nordiren sollte man sich nicht als Missionar für Völkerverständigung versuchen, oder gar Partei für die andere Religionsgemeinschaft ergreifen, falls man das Ziel, sein Gesicht zu wahren und sein Pint unversehrt austrinken will. Dabei gilt wie in allen Lebenslagen, dass ein gesunder Menschenverstand schon die halbe Versicherung ist.

Südsee lockt mit Naturkatastrophen Aber nicht nur Menschen verursachen Gefahren. Es gibt Gebiete, die besonders von Naturkatastrophen bedroht und betroffen sind. Der Inselstaat Vanuatu ist laut Weltrisikoindex mit 36 Prozent „jährlichem Risiko“ das von Naturkatastrophen meist gefährdete Land der Welt. Der kleine Inselstaat ist dabei vor keiner Naturkatastrophe gefeit: Wirbelstürme, Tsunamis, Vulkanausbrüche gehören dazu. Auch die Fidschi-Inseln, die sich in einem seismologisch sehr aktiven Gebiet befinden und daher auch

Sicherheitsstufen des Auswärtigen Amtes Ausgehend von einem guten Sicherheitsstandard, der die österreichischen Verhältnisse als Maßstab nimmt, ist das Sicherheitsrisiko aufsteigend gestaffelt, um eine Differenzierung zuzulassen und findet seine höchste Stufe in der Reisewarnung. 1. Stufe: Guter Sicherheitsstandard mit Österreich vergleichbar 2. Stufe: Bei Reisen in das Land/Gebiet wird auf das erhöhte Sicherheitsrisiko hingewiesen“ Ursachen: Straßenraub, Überfälle auch tagsüber, vermehrt gewalttätige Demonstrationen, Naturkatastrophen (Vulkanausbruch, Erdbeben, Überschwemmungen), Terroranschläge 3. Stufe: Hohes Sicherheitsrisiko in einem bestimmten Gebiet: Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in das Gebiet wird abgeraten“. Erhöhte Terrorgefahr, Auseinandersetzungen mit Todesopfern 4. Stufe: Hohes Sicherheitsrisiko in einem Land „von nicht unbedingt notwendigen Reisen in das Land wird abgeraten“ 5. Stufe: Partielle Reisewarnung für ein bestimmtes Gebiet: Gründe können sein: Bürgerkriegsähnliche Zustände, verhängtes Kriegsrecht, Krieg, Bürgerkrieg. „ÖsterreicherInnen, die sich derzeit in diesem Gebiet aufhalten, wird dringend empfohlen dieses zu verlassen. 6. Stufe: Vor Reisen in dieses Land wird gewarnt: Gründe siehe Stufe 5. ÖsterreicherInnen wird empfohlen das Land zu verlassen.

verstärkt von Tsunamis bedroht werden stehen ganz oben im Weltrisikoranking. Aber nicht nur durch die Erdbebengefahr und Tsunamis oder Vulkanausbrüche werden die pazifischen Trauminseln bedroht. Gerade für die Inselgruppen der Südsee ist der Klimawandel sehr real geworden. So sind viele der 332 Inseln des Fidschi-Archipels infolge des steigenden Meeresspiegels vom schleichenden Untergang bedroht. Eines der ersten Länder, die in Folge des Klimawandels zum Großteil im Meer versinken dürfte Kiribati sein. Der Großteil der Inselgruppe befindet sich weniger als zwei Meter über dem Meeresspiegel. Schon Mitte 1999 wurde bei zwei Korallenriffe „Land-Unter“ bekanntgegeben. Die höchsten Punkte befinden sich 38 | COVERSTORY

jetzt 11 Meter respektive 1,8 Meter unter der Meeresoberfläche. Schon jetzt mussten ganze Siedlungen aufgegeben und umgesiedelt werden, weil immer mehr Meereswasser in die Dörfer eindringt. Laut Schätzungen der UN werde Kiribati 2060 bis 2070 im Meer versunken sein. Im Ranking der von Naturkatastrophen am meisten gefährdeten Metropolgebiete ist laut einer Studie des Rückversicherers Swiss Re Tokio ganz vorne zu finden. Urlauber dürfen sich in der japanischen Megastadt auf Erdbeben, Monsune, Überflutungen und sogar auf die Möglichkeit von Tsunamis freuen. Neben Tokio sind vor allem Menschen in den Regionen Manila, Hongkong und Osaka & Kobe sowie Jakarta durch Naturkatastrophen bedroht.


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NSo EnuUr b!ei der ARAG


Sicheres Zuhause Urlaubszeit ist auch Einbruchszeit. Wer im Urlaub länger nicht zu Hause ist, sollte entsprechende Präventionsmaßnahmen vornehmen. Bereits kleine Maßnahmen können große Wirkung zeigen. Überquellende Briefkästen, Werbematerialien auf der Türmatte und ständig heruntergelassene Jalousien legen den Schluss nahe, dass die Bewohner eines Hauses bzw. einer Wohnung auf Urlaub sind. Um das Risiko eines Einbruchsdiebstahls zu minimieren, sollte der Eindruck von Abwesenheit vermieden werden. Dies ist schon mit einfachen Sicherheitsvorkehrungen möglich: Tageszeitungen sollten während des Urlaubs abbestellt und vertrauenswürdige Personen darum gebeten werden, Post und Werbematerialien täglich einzusammeln. Die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt für das Jahr 2018 Anzeigen im Bereich der Eigentumskriminalität – Einbruchsdiebstahl in Wohnungen und Wohnhäuser einen Rückgang gegenüber dem Jahre

2017 auf 171.718 Anzeigen. Dennoch setzen einige Urlauber aufgrund der immerwährenden Präsenz auf den sozialen Netzwerken unverständliche Aktionen. Da werden Urlaubszeit, Ort und Dauer angegeben und im schlimmsten Fall sogar für den Nachbarn, der das leere Haus bewachen soll, Nachrichten hinterlassen, wo der Haustürschlüssel zu finden ist.

Sichere Reise Wie schon beim Urlaubsbarometer der Europ Assistance nachzu-

Überquellende Briefkästen, Werbematerialien auf der Türmatte und ständig heruntergelassene Jalousien legen den Schluss nahe, dass die Bewohner eines Hauses bzw. einer Wohnung auf Urlaub sind.

40 | COVERSTORY

lesen, verlassen sich 36 Prozent aller Reisenden auf den Versicherungsschutz der Kreditkarte und 33 Prozent hatten schon Erfahrung mit einem Krankheitsfall im Urlaub. Aber was macht man, wenn es keinen Versicherungsschutz im Urlaub gibt? Dann sollte man auf keinen Fall das nötige Kleingeld vergessen. Das Sozialversicherungsabkommen mit Österreich bedeutet in den meisten Urlaubsländern nur, dass die vorhandene E-Card einen dazu berechtigt, in akuten Fällen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus oder zu einem zugelassenen Arzt zu gehen. Eine Rückholung im Krankheitsfall ist auf keinen Fall gedeckt. Und die Kosten, die entstehen können, sind enorm. Als Beispiel folgender Fall: Ein Rentner verbringt die meiste Zeit seines Urlaubslebens in Thailand: Wärme, Meer und die Erfüllung seines Kindheitstraumes. Leider vergisst er bei Antritt seiner Reise auf den Abschluss einer Reiseversicherung. Er nimmt an, dass er ob seines Alters doch noch einige Zeit hat, um sich um seine Gesundheit zu kümmern und lässt negative Gedanken einfach nicht zu. Glücklich, wer das kann, aber leider nicht vernünftig. Nach fünf Wochen Urlaub erleidet unser glücklicher Pensionist an der Bar seines Lieblingslokals einen Schlaganfall: Sofortige Einweisung ins Krankenhaus und damit beginnt die unglaubliche Geschichte. Keine Reiseversicherung, daher auch kein Kostenvorschuss an das Krankenhaus. Nachdem Freunde, die mit dem Urlauber unterwegs


waren, für die erste Woche des Spitalaufenthaltes Geld hinterlegt hatten, wurde er eine Woche lang gut betreut und den Umständen entsprechend behandelt. Eine gute thailändische Freundin nahm sich seiner an und brachte den nun halbseitig Gelähmten bei ihr zu Hause unter, mit der Annahme, dass seine Kinder bald eine Lösung für die Heimholung des Kranken organisieren werden. Er braucht nur „Fit to Fly“ werden, dann könnte man ihn sofort nach Hause holen. Doch weit gefehlt, Fit to Fly ist man nicht so schnell und mit einem Schlaganfall ist man weit davon entfernt. Also bleibt einem nichts anderes übrig, als sich Hilfe zu holen. Doch wieder weit gefehlt: Ein Urlaubsreisender, der auf eine Reiseversicherung verzichtet und nicht durch einen Terrorakt in gesundheitliche Schwierigkeiten gekommen ist, wird nicht auf Kosten des Staates zurückgeholt. Da müssen sich schon die Angehörigen darum kümmern. Mit viel Beziehungen und Netzwerken bekamen die Kinder des Pensionisten ein günstiges Angebot für den Einsatz eines Ambulanzjets – 80.000 Euro. Das nicht gute Ende der Geschichte – der Schlaganfallpatient liegt in Thailand in einem Pflegeheim, das durch seine monatliche Pension gedeckt ist, kein besonders gutes, aber mit Deutsch sprechendem Personal und eines, was man sich leisten kann. Die Reiseversicherung hätte übrigens ca. 70 Euro gekostet.

Wann ist man „Fit to Fly“? Nach Operationen, gravierenden Krankheiten, Erkrankungen und Spitalsaufenthalten sollte man sich vorab eine medizinische Flugtauglichkeitsbescheinigung einholen. Denn ein Flugkrankentransport wird abgelehnt, wenn der Allgemeinzustand des Flugreisenden medizinische Komplikationen während der Flugreise erwarten lässt, eine medizinische Betreuung erforderlich ist oder eine infektiöse Krankheit an Mitreisende übertragen werden könnte. Der Flugkrankentransport wird nur vom Fluglinienarzt erteilt und gegebenenfalls die „Fit to Fly“-Erlaubnis mit Einschränkungen versehen. Je aufwendiger die zu erwartenden Maß-

Ein Urlaub in Thailand ist wunderschön, doch sollte man nicht auf die Reiseversicherung vergessen.

nahmen sind (Flugbegleitung, Sauerstoff, etc.), desto umfangreicher sind die notwendigen Abklärungs- und Vorbereitungsmaßnahmen im Vorfeld und die damit entstehenden Kosten. Eine pauschale Antwort, welche Bedingungen erfüllt werden müssen, um „Fit to Fly“ zu sein, gibt es nicht. Die internationale Luftverkehrsvereinigung mit Sitz in Montreal, Kanada, und 360 Mitgliedern hat ein IATA Medical Manual erstellt, in dem man die Anforderungen nachlesen kann.

Reiseschutz durch Kreditkarten Die Kreditkarte bietet nicht automatisch Versicherungsschutz, auch wenn das viele Reisende annehmen. Wir haben uns bei den Kreditkartenanbietern über ihre Bedingungen für einen Reiseschutz umgehört, hier einige wenige Beispiele: Bei American Express und deren Business Gold Card sind Heilbehandlungskosten, Krankenhausaufenthalt und ein eventueller Rücktransport bis zu 220.000 Euro unabhängig vom Karteneinsatz gedeckt. Bei der Platinum Card gibt es unbegrenzte Übernahme der Heilbehandlungs- und Krankenhausaufenthaltskosten, wenn die Reise mit der Kreditkarte bezahlt wurde. Bei den meisten anderen Kredikartenvarianten von American Express beträgt die Versicherungssumme zwischen 110.000 41 | COVERSTORY

und 220.000 Euro. Bei VISA und Mastercard können pauschale Auskünfte nicht gegeben werden, da es immer auf die ausstellende Bank und deren Versicherungspartner bzw. den Versicherungsbedingungen ankommt.

Reisetipps bei der Autourlaubsreise Warnwestenpflicht besteht für alle Insassen in Italien, Kroatien und Slowenien. In Österreich und Deutschland muss mindestens eine Warnweste vorhanden sein, Tragepflicht hat hier nur der Fahrer des Kraftfahrzeuges. Ersatzlampensets müssen in Italien, Slowenien und Kroatien mitgeführt werden. Ausnahmen bestehen für Fahrzeuge mit Xenon- und LED-Scheinwerfern. Tageslicht ist in Dänemark, Finnland und Norwegen, Polen und Slowakei für Autos überall verpflichtend, in Italien außerhalb bewohnter Gebiete. Für Motorradfahrer ist Tageslicht verpflichtend in Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Polen, Spanien, Slowakei und Slowenien. Die 4-monatige Überziehungsfrist beim sogenannten „Pickerl“ der § 57a-Begutachtung gilt nur in Österreich, in Kroatien gibt es sogar eine Gesetzgebung, die eine Überziehung ausdrücklich verbietet.


Sommer, Sonne, Reiseschutz CEO Mag. Wolfgang Lackner und Klaus Kretz, Leiter Makler- und Agenturvertrieb der Europäischen Reiseversicherung, im Gespräch über das heurige Urlaubsjahr. Die Vorfreude auf Sonne, Meer und Strand sollte einen umfassenden Reiseschutz nicht vergessen lassen. Wir haben mit den beiden Urlaubsexperten darüber gesprochen. Wie ist Ihr Rückblick auf das Jahr 2018? Lackner: Das vergangene Jahr war ein

Jahr des Reisens – viele Urlaubs- und Geschäftsreisen bedeuten einen Anstieg bei Reiseversicherungen. Auch je mehr Flugreisen unternommen werden, desto mehr Reiseversicherungen werden abgeschlossen, denn das Sicherheitsbedürfnis bei Flugreisen ist gefühlsmäßig höher als bei einer Autoreise. Wir Österreicher reisen rund um die Welt – Asien, Mauritius, Seychellen und auch die Destination Amerika boomen wieder. Das

Interesse an sehr hochpreisigen und langen Urlaubsreisen nimmt zu und daher steigt das Interesse an dementsprechenden Reiseversicherungen. In den letzten Jahren konnten wir ein sehr deutliches Wachstum verzeichnen, nicht nur im Bereich der Kurzurlaubsreise-Versicherung, sondern auch bei der Jahresversicherung. Die Hotelstornoversicherung bei unseren mehr als 3.000 Hotelpartnern hat ebenfalls deutlich zugelegt. Der Bereich Geschäftsreisen entwickelt sich in den letzten Jahren durchaus positiv. Die eingenommenen Prämien sind auf 68 Millionen Euro gestiegen. Im letzten Jahr

mussten wir an die 43.000 Schadensfälle verzeichnen. Wie hoch sind die durchschnittlichen Kosten eines Schadensfalles? Lackner: Ein sogenannter Durch-

schnittsschaden beträgt in etwa zwischen 800 und 900 Euro im Stornobereich und im Krankenbereich über 1.000 Euro. Je weiter die Destination entfernt ist, desto höher sind die Kosten der Schadensereignisse, Amerika ist medizinisch ein besonderes Hochpreisland. Ein Tag auf einer amerikanischen Intensivstation bedeutet Kosten in Höhe von etwa 10.000 Dollar. Letztes Jahr musste sich ein Reisender in Las Vegas einer Bypass-Operation unterziehen, die Kosten für die Behandlung waren jenseits der 500.000-Dollar-Grenze. Daher empfehle ich jedem, der seinen Urlaub in Amerika risikolos genießen möchte, eine Reiseversicherung mit einer Versicherungssumme von mindestens einer Million Euro. Der erste Urlaubsschwung ist bereits vorbei, wie zufrieden sind Sie mit dem heurigen Jahr? Lackner: Der erste Urlaubs-

schwung ist wirklich schon vorbei, weil traditionell der Sommerund Spätfrühlingsurlaub bereits in den Wintermonaten November bis Jänner gebucht werden. Das heu42 | INTERVIEW


rige Jahr ist im Vergleich zu 2018 etwas verhaltener gestartet. Mitte Mai waren wir ungefähr am Niveau des Vorjahres. Die nächsten zwei Monate werden zeigen, wie sich der Trend heuer entwickelt. Es gibt viele Faktoren, die das Reiseverhalten beeinflussen. Wie zum Beispiel das Wetter – je schlechter das Wetter in Österreich ist, desto mehr sehnen sich die Österreicher nach Sonne, Strand und Meer. Der Juni ist der entscheidende Monat für die Reisebranche. Heuer ist bereits positiv zu bemerken, dass wir in den ersten Monaten von großen Schadensereignissen verschont geblieben sind. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr gab es in den ersten Monaten eine sehr umfangreiche Grippewelle, die zu einigen Schadensfällen geführt hat. Wenn die Reisenden ihre Urlaubsreise verhaltener planen, bedeutet

das weniger Flugreisen und mehr Autoreisen? Sie haben schon angesprochen, dass das Reisesicherheitsbedürfnis bei Flugreisen höher als bei Autoreisen liegt, was macht die Europäische Reiseversicherung, um hier das Bewusstsein zu sensibilisieren?

darüber zu machen, ob er mit dem Auto nach Kroatien reist oder mit dem Flugzeug nach Mauritius. Klaus Kretz: Vertrieb, mein Stichwort

– es ist bei uns auch möglich, seine Urlaubsreise online mit einer Bedarfsanalyse

Lackner: Wir nützen jede Gelegen-

heit, um darauf aufmerksam zu machen, dass ein guter ausreichender Reiseschutz etwas existenziell Wichtiges ist. Durch Information, Aufklärung und öffentliche Aktivitäten, auch über unseren Vertrieb, versuchen wir dementsprechende permanente Informationen zu vermitteln. Die beste Möglichkeit für eine umfassende Absicherung ist, jemanden von einer Jahresreiseversicherung zu überzeugen. Denn nur dann braucht sich der Reisende niemals Sorgen 43 | INTERVIEW

Wir nützen jede Gelegenheit, um darauf aufmerksam zu machen, dass ein guter ausreichender Reiseschutz etwas existenziell Wichtiges ist.


Leider ist das Risikobewusstsein der Österreicher nicht sehr ausgeprägt und viele glauben, dass die e-card einen ausreichenden Versicherungsschutz auch im Ausland bietet.

abzusichern. Bereits 2001 konnte man bei der Europäischen Reiseversicherung Reiseversicherungspolizzen online abschließen, mittlerweile haben wir pro Jahr bereits zweistellige Zuwachsraten aus dieser Vertriebsschiene. Sehr interessant ist es auch, dass bereits mehr als 50 Prozent dieser Abschlüsse auf elektronischen Endgeräten erfolgen. Als Leiter des Makler- und Agenturvertriebes ist es mir auch besonders wichtig, ganz klar auszusprechen, dass allen Vertriebswegen die gleichen Produkte mit den gleichen Prämien zur Verfügung stehen. Der Onlinevertrieb ist bei uns keine Konkurrenz zu anderen Vertriebswegen. Leider ist das Risikobewusstsein der Österreicher nicht sehr ausgeprägt und viele glauben, dass die e-card einen ausreichenden Versicherungsschutz auch im Ausland bietet. Dem ist aber nicht so. Hier müssen wir informieren. Wie schon Mag. Lackner angesprochen hat, ist das Risikobewusstsein bei einer Flugreise viel höher als bei einer Autoreise, obwohl das Risiko fast gleichzusetzen ist. Denn es gibt auch in näher gelegenen Urlaubsdestinationen, wie zum Beispiel in Griechenland, oft keine ausreichende Versorgungssicherheit. Auch eine Rückholung im Krankheitsfall aus einem Urlaubsland kann zu einer enormen finanziellen Belastung werden. Die e-card deckt diese Kosten nämlich in keinem Fall. Bei Reiseversicherungen über Kreditkarten verhält es sich oftmals genauso, auch wenn

Kunden davon überzeugt sind, dass sie damit ausreichend abgesichert wären. Es gibt zwei Dutzend gängige Kreditkarten, die am österreichischen Markt verkauft werden. Dementsprechend gibt es unterschiedlichste Deckungen, Bedingungen und oft auch hohe Selbstbehalte. Man muss sich, wie bei jeder Versicherung, immer informieren. Oft denken Kunden auch nur an Stornoschutz und an den Ersatz von verlorenem Gepäck. An Rückholung im Krankheitsfall und an ärztliche Versorgung wird leider nicht immer gedacht. Ist in der Vermittlerschaft das Bewusstsein vorhanden, den Kunden aktiv eine Reiseversicherung anzubieten? Kretz: Grundsätzlich gehört in eine or-

dentliche Bedarfsanalyse bei jedem Kunden eine Reiseversicherung. Jeder Gewerbekunde mit Mitarbeitern, die auch im Ausland tätig sind, benötigt eine Dienstreiseversicherung. Das Risikopotenzial ist in beiden Bereichen gegeben. Der durchschnittliche Österreicher zwischen 19 und 70 Jahren verreist mindes-

44 | INTERVIEW

Was gibt es Schöneres, als über den noch ausstehenden Urlaub zu sinnieren – Meer, Sonne, Strand oder eine Städtereise – es gibt kein schöneres Thema als den Urlaub. tens zweimal im Jahr und das oft ohne Absicherung. Beratungshaftung beim Thema Reiseversicherung? Kretz: Die Beratungspflicht ist immer

gegeben, bei einer ordentlichen Bedarfsanalyse sollte das Thema angesprochen werden. Denn es kann zu hohen Selbstleistungen im Schadensfalle kommen, und dann versucht man sich irgendwo zu regressieren. Lackner: Im Kundengespräch ist eine Reiseversicherung immer etwas Positives. Was gibt es Schöneres, als über den


Kretz: Die Reiseversicherung ist

für die Vermittler ein Mitnahmeprodukt, eine geringe Prämie mit einer enormen Wirkung im Schadensfall. Was würden Sie sich für dieses Jahr wünschen? Lackner: Marktseitig wünsche

noch ausstehenden Urlaub zu sinnieren – Meer, Sonne, Strand oder eine Städtereise – es gibt kein schöneres Thema als den Urlaub. Daher mein Appell an jeden, der noch keine Reiseversicherung hat: Im Frühsommer ist die beste Zeit, um an eine Jahresreiseversicherung zu denken. Zurückzukommend auf die Haftung: Jeder Reisebüroagent hat die Verpflichtung, beim Abschluss einer Urlaubsreise über allfällige Risiken, Rückholung und Versorgung im Krankheitsfall aufzuklären. Das ist in der Gewerbeverordnung verankert. Das sollte in jedem Beratungsbereich ein Thema sein. Herr Kretz, Sie haben das Thema Dienstreisen angesprochen, was ist hier zu beachten? Kretz: Im Allgemeinen Bürgerli-

chen Gesetzbuch ist die Fürsorgepflicht des Dienstgebers gegenüber dem Dienstnehmer niedergeschrieben. Wenn ein Dienstnehmer auf Reise, Montage usw. geschickt wird, müssen eine dementsprechende Krankenversicherung und eine Absicherung des Krankheitsfalles bzw. der Rückholung aus dem Ausland gewährleistet sein. Vielen Unterneh-

men ist es nicht bewusst, dass hier ein Haftungsrisiko besteht, wenn es keine Absicherung des Dienstnehmers gibt.

ich mir, dass die Leute heuer besonders viele Flugreisen und Urlaube mit einer entsprechenden Reiseversicherung bei der Europäischen Reiseversicherung buchen. Der zweite Wunsch ist, dass die wirtschaftliche Stimmung positiv bleibt, denn dann bleiben auch die Geschäftsreisen stabil. Auch das Thema Sicherheit liegt mir am Herzen: Es wäre schön, wenn sich die Menschen über die Leistungen von e-card oder Kreditkarte vor ihrem Urlaub informieren. Das Bewusstsein für die Sicherheit beim Reisen muss stärker verankert werden.

Lackner: Bei großen Unternehmen ste-

Kretz: Sozialpolitisch würde ich mir

hen die Kosten nicht im Vordergrund, jedoch die Assistance-Leistungen. Die Organisation eines Krankentransportes aus dem Ausland bedarf einiger Erfahrung und die Inanspruchnahme eines großen Netzwerkes. Bei kleineren und mittleren Unternehmen, aber auch bei Start-ups, können jedoch bereits die Kosten zu einem großen Problem werden. Hier sehe ich sehr wohl Entwicklungsbedarf.

Die Organisation eines Krankentransportes aus dem Ausland bedarf einiger Erfahrung und die Inanspruchnahme eines großen Netzwerkes. 45 | INTERVIEW

wünschen, dass sich die Österreicher vermehrt bewusst werden, welchen Versicherungsschutz sie wirklich brauchen. Nicht nur im Bereich Reiseversicherung, sondern auch hinsichtlich Krankenversicherung und Pensionsvorsorge. Man sollte schon in der Schule mit dem Thema Versicherung und Vorsorge beginnen. Beruflich wünsche ich mir, dass sich sowohl Dienstgeber als auch Vermittler ihrer Haftung hinsichtlich Dienstreisen ihrer Mitarbeiter und Urlaubsreisen ihrer Kunden bewusst werden. Lackner: Verabschieden möchte

ich mich mit einem Zitat von Alexander von Humboldt: „Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.“ Daher wünsche ich mir zum Abschluss mehr Weltoffenheit der Menschen. Vielen Dank für das Gespräch.


Urlaubszeit – keine Chance für Einbrecher Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser ist 2018 gegenüber dem Vorjahr um rund 17 Prozent gesunken. Bei nahezu 50 Prozent aller Wohnraumeinbrüche in Österreich im Jahr 2018 blieb es beim missglückten Versuch. Das ist nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen, dass sich die Bevölkerung immer besser schützt und Einbrechern das Leben immer schwerer macht. UNIQA gibt wertvolle Tipps, die jeder brauchen kann, damit Langfinger keine Chance haben. „Dass wir in Österreich seit 2014 immer weniger Einbrüche in Wohnungen und Häuser verzeichnen, ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. Sie zeigt deutlich, dass Aufklärung und präventive Maßnahmen funktionieren. Mit anderen Worten, es zahlt sich aus, Kunden daran zu erinnern, ein paar wenige Punkte zu berücksichtigen, um die eigenen vier Wände vor Einbrechern zu schützen“, sagt Franz Lehner, Leiter UNIQA Makler- und Partnervertrieb.

Einbrecher haben oft leichtes Spiel Täter wählen in der Regel – wenig überraschend – den Weg des geringsten Widerstands. Dabei gibt es neben Alarmanlagen, Videoüberwachung, Sicherheitstüren oder hochwertigen Schlössern ganz einfache Maßnahmen, um sein Eigentum zu schützen. Diese erscheinen zwar selbstverständlich, die Erfahrung zeigt aber, dass sie nicht immer eingehalten werden.

Einfach, aber wirksam Über das Versperren der Eingangstür und Schließen der Fenster hinaus ist es ein probates Mittel, jedes Zeichen der Abwesenheit zu vermeiden. Wer in den Urlaub fährt, sollte bedenken, dass volle Postkästen, heruntergelassene Rollos oder zugezogene Vorhänge signalisieren können, dass niemand zu Hause ist. Meldungen in sozialen Medien wie Face-

book, Instagram oder Twitter, auf welchem Flughafen man sich gerade befindet, tragen ebenfalls nicht zum Schutz vor „ungebetenen Gästen“ bei. Am besten ist es, Nachbarn über den bevorstehenden Urlaub zu informieren und wenn möglich zu bitten, den Briefkasten zu leeren, Werbung von der Eingangstür zu entfernen und vielleicht auch ein Auge auf das abgestellte Auto zu werfen. Für alle Urlauber, die eine Alarmanlage aktivieren oder Zeitschaltuhren verwenden, die Licht, Musikanlagen oder Fernseher unregelmäßig ein- und ausschalten, ist es ebenfalls von Vorteil, wenn Nachbarn darüber Bescheid wissen. Für Hausbesitzer gilt darüber hinaus noch, Terrassenoder Kellertüren gut zu versperren und nichts im Garten zurückzulassen, speziell wenn es sich um Leitern oder Gartenwerkzeug handelt. Einmal unterwegs ist es wichtig auf Wertsachen zu achten. Vor allem an Orten, wo Gedränge herrscht, zum Beispiel am Bahnhof, Flughafen oder in der U-Bahn nützen Taschendiebe die günstige Gelegenheit. Es empfiehlt sich Handtaschen und Rucksäcke gut zu verschließen und vor dem Körper zu tragen. Geld, Kreditkarten und Dokumente sollte man beispielsweise in Geldgürteln aber jedenfalls eng am Körper tragen. Ebenso wichtig ist es, das Gepäck immer im Auge zu behalten oder in Schließfächern zu verwahren. 46 | MARKT

Franz Lehner, Leiter UNIQA Makler- und Partnervertrieb

Ein voll bepacktes Auto gibt oftmals zu erkennen, dass Touristen unterwegs sind, und signalisiert, dass es etwas zu holen gibt. Deshalb ist es ratsam das Auto immer abzuschließen und nichts im Fahrgastraum sichtbar liegen zu lassen. Am Urlaubsort angekommen ist der beste Aufbewahrungsort für Reisepass, Schmuck und Geld der Hotelsafe.

Prävention wird belohnt Vorbeugen ist besser. Deshalb belohnt UNIQA den Einbau einer Alarmanlage oder Sicherheitstüre mit einem Prämiennachlass von 10 Prozent. Wer dennoch durch einen Einbruch zu Schaden kommt, kann sich mit dem Baustein Zuhause PLUS24extra wertvolle Unterstützung holen, zum Beispiel ein neues Schloss.


Anlässlich ihres Innovation Day lud ­TOGETHER CCA zum Pressegespräch mit Vertretern österreichischer Versicherungen und des Österreichischen Versicherungsverbandes ein. Im Mittelpunkt stand die Digitalisierung im Allgemeinen und das Oesterreichische MaklerDatenService, bekannt unter der Marke OMDS 3.0, im Besonderen. Ing. Mag. Gerhard Schuster, Geschäftsführer together CCA GmbH, wies in seinem Eröffnungsstatement darauf hin, dass für die Zusammenarbeit verschiedener Systeme die Einhaltung gemeinsamer Standards, wie sie OMDS 3.0 definiert sind, unabdingbar sei. Der Einsatz normierter Prozesse spare dem Makler genau diese Zeit, welche er zur Erfüllung seiner Kernaufgaben, Kundenberatung und -betreuung, besser nutzen könne. Normen steigern die Effizienz der Abläufe nicht nur im Maklerbüro, sondern auch in den Versicherungsunternehmen. Darüber sind sich alle Teilnehmer des Pressegesprächs einig. Die Umsetzung und Implementierung der Normen ist allerdings ein langwieriger Weg und die Anforderungen an die IT sind hoch. So schätzt Arno Schuchter, Vorstand für Vertrieb und Marketing der Generali Versicherung, dass 10 Prozent der österreichischen Versicherungsunternehmen, einzelne

Pressegespräch Together CCA

Normen des OMDS 3.0 umgesetzt hätten. Das Komitee Marketing und Vertrieb im Versicherungsverband, deren Vorsitzender Arno Schuchter ist, setzt sich für die Entwicklung der Normen ein, hat jedoch keinen Einfluss auf die Um-

setzungsgeschwindigkeit durch die Versicherungsunternehmen. Darüber, dass die Vertriebspartner die Errungenschaften des OMDS 3.0 annehmen könnten, bestehen keine Zweifel. Die Vorteile für alle Beteiligten überwiegen.

Mag. Harald Riener, Vertriebsvorstand, DONAU Versicherung, Mag. Christian Eltner, Leiter Abteilung Recht und Internationales, Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs-VVO, Ing. Mag. Gerhard Schuster, CEO, TOGETHER CCA, Arno Schuchter, Vorstand für Vertrieb-Marketing, Generali Versicherung AG

Mit dir fühl ich mich sicher. 47 | VERANSTALTUNG

Sicher.Entspannt.Unterwegs


Der Feelgood-Boss Werner Panhauser, Vorstandsmitglied der Helvetia Versicherung, ist nicht nur ein Topmanager und liebender Familienvater, sondern auch ein vierfacher österreichischer Vizestaatsmeister und österreichischer Staatsmeister 2016 sowie tschechischer Vizestaatsmeister im Rallye-Cross. Das Geheimnis seines Erfolges liegt im Gewinnergen und in seiner Fokussierung auf die wichtigsten Dinge seines Lebens: Familie – Arbeit – Sport. Wir haben mit ihm über sein Lebenselixier gesprochen.

Seit wann ist Motorsport für Sie ein Lebensbestandteil?

mit 2003 bin ich zum Rallye-Cross gewechselt.

Panhauser: Seit Mitte der 80er-Jahre –

Und sind dabei auch Staatsmeister geworden?

begonnen hat es mit Kartsport. Nicht in Hallen, sondern im Freigelände mit 30 PS starken Karts, dann die Teilnahme an der Staatsmeisterschaft im Kart, wo ich das Vergnügen hatte, einige Rennen gegen Karl Wendlinger zu bestreiten. Karl war nur immer Erster und sein Weg führte ihn in die Formel 1, ich war halt Zweiter oder Dritter, und mein Weg führte mich zur Rallye-Cross-Meisterschaft und in die Versicherungsbranche. Wie hat sich die Leidenschaft zum Motorsport entwickelt? Panhauser: Die Leidenschaft hat bei

einem Bergrennen begonnen. Mit einem ausgeborgten Tourenwagen bin ich in der zugehörigen Wagenklasse gestartet und habe auch gleich den dritten Platz belegt. Das war für mich eigentlich nicht schwer und machte Lust auf mehr. Dann folgte die österreichische Tourenwagen-Challenge bis ins Jahr 2000 und 48 | LEBEN

Panhauser: Viermal Vizestaatsmeister,

Vize-Zonen-Europameister (Österreich, Ungarn, Tschechien und Italien) und österreichischer Staatsmeister im Jahre 2016. Im Jahre 2014 hätte ich es auch beinahe geschafft, Staatsmeister zu werden, genau ein Punkt fehlte auf den Gesamtsieg. Leider habe ich mich im vorletzten Rennen überschlagen und damit war der Sieg dahin. Was möchten Sie im Motorsport noch erreichen? Panhauser: Zu Beginn meiner Fahrerkarriere war es mein Ziel, Staatsmeister zu werden, und das habe ich erreicht. Das wird mir immer Freude bereiten, denn es war ein harter Kampf und nicht leicht. Jetzt möchte ich im Laufe der nächsten Jahre unterschiedliche Serien fahren. Zwei bis drei Rallye-Cross-Rennen


Start Ziel gerade in Le Mans bei Nacht in Führung, am Weg zum Titel 2016

im Jahr, aber auch Tourenwagenrennen, denn man kann mit mehr Speed fahren, dafür weniger driften und querfahren. Ich muss noch ein paar legendäre Strecken abarbeiten, Nürburgring, Spa, solange ich konditionell und gesundheitlich in der Lage dazu bin. Dazu noch eine Rallye im Jahr als Training für das präzise Fahren. Rallyes dauern meistens zwei oder drei Tage mit Besichtigungszeit, neben der zeitlichen ist es auch eine geistige Herausforderung: Zwei Tage lang darf man keinen Fehler machen und muss sich komplett auf das Fahren fokussieren. Bei einer Rallye ist ein Fehler oft gleich mit einem Kontakt mit der Umwelt verbunden und das kann sowohl das Ende der Veranstaltung als auch das Ende des Autos bedeuten. Für mich erzeugen zwei Tage voller Konzentration auf den Motorsport einen besonderen Entspannungseffekt. Keine Zeit für anderes, du darfst auch an nichts anderes denken – das kann sich ungemein positiv auf das geistige Wohlbefinden auswirken. Am Sonntagabend, wenn wir zusammenpacken, bin ich tiefenentspannt. Was war im Motorsport Ihr bisheriges absolutes Highlight? Panhauser: Das Rennen zum Staats-

meister – ein Rennen Mann gegen

Mann. Das Duell David Gerencser gegen Werner Panhauser, wo ich ihm im Rennen die letzten Punkte abgerungen habe, um den Titel zu erreichen – das war ein Highlight, das ich sicherlich nie vergessen werde. Aber auch die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen in Le Mans voriges Jahr, wo wir in der Tourenwagenklasse gestartet sind, vom 72. Startplatz weggefahren und als 3. in der Tourenwagenklasse ins Ziel gekommen sind. Was ist das für ein Feeling in Le Mans dabei zu sein?

nungen ausgestattet ist. Es campen mehr als 30.000 Menschen an dem Wochenende in Le Mans, es ist ein Miteinander, das seinesgleichen sucht. Es gibt einen riesigen Rummelplatz für Kinder, alle fühlen sich wohl und haben eine harmonische Zeit miteinander. Schlussendlich startet man am Samstagnachmittag und kommt am Sonntagnachmittag ins Ziel. In dieser Zeit hat man alles, was bei einem Autorennen möglich ist: Bremsen wechseln, tanken, Fahrerwechsel, Reparatur am Auto,

Panhauser: Unbeschreiblich, es ist

wirklich ein unbeschreibliches Gefühl, denn Le Mans ist keine permanente Rennstrecke. Le Mans besteht aus mehreren Teilen von lokalen Bundesstraßen, die mit Leitschienen ausgestattet sind und nur einmal im Jahr für ein Rennen verbunden werden. Le Mans hat mit der Hunaudieres die längste Gerade Europas, die Porsche-Kurve, den Dunlop-Bogen und die Arnage-Kurve. Legenden des Motorsports nehmen an dem Ausnahmerennen teil. Im Jahre 2018 waren über 123.000 Besucher vor Ort. Es steht den Besuchern und Fahrerteams der größte Campingplatz der Welt zur Verfügung, der ob seiner Größe sogar mit Straßenbezeich49 | LEBEN

Unter seiner Führung hat sich das Neugeschäft der Helvetia in Österreich in den letzten 10 Jahren verfünffacht, dies zuletzt bei einer Combined Ratio von unter 90 % und diversen Auszeichnungen als bester Arbeitgeber. Teamführung, Motivation, Work Life Balance, das alles vereint Werner Panhauser auf sehr spannende Weise.


sport wäre es gefährlich, wenn nicht gar tödlich, den Respekt zu verlieren. In meinem Arbeitsalltag ist es für mich wichtig, jedem Menschen Respekt entgegenzubringen. Und zu guter Letzt: Der Umgang mit den eigenen Kräften, das Einteilen der Energie – wann hat man eine Chance, wann muss man sie nützen und wann muss man abwarten und investieren. Im Vergleich: Am Anfang der Kurve muss ich investieren, damit ich am Ende der Kurve gut rauskomme, das ist im Geschäftsleben auch so. Wie kann man die Motorsportleidenschaft mit Familie und Beruf in Einklang bringen?

etc. Man fährt am Tag und in der Nacht, muss sich auf seine Konkurrenten einstellen und seine Energie einteilen. Es ist alles enthalten, was man sich bei einem Autorennen in den kühnsten Träumen nur vorstellen kann.

ten auf die Straße fallen lässt, dann gibt es nur eine Verschiebung von 1 cm im sogenannten Käfig im Inneren.

Sicherheit ist auch ein wichtiges Thema im Motorsport?

Panhauser: Den sportlichen Anspruch, den ich an mich stelle, transportiere ich unbewusst in viele Unternehmensbereiche der Helvetia Versicherung, in denen ich tätig sein darf, siehe auch unsere Strategie „Bester Partner für den Vertrieb". Ich habe wahrscheinlich eine Gewinner-Mentalität in mir und das nehme ich auch in den Arbeitsalltag mit. Wir müssen als Helvetia nicht immer die Besten sein, aber ein Podiumsplatz sollte sich schon ausgehen (lacht). Was ich mir auch noch mitnehme, ist der Respekt. Beim Motor-

Panhauser: Auf alle Fälle, Sicherheit

ist mir sehr wichtig. Zu Beginn in den 70er- und 80er-Jahren war die Sicherheit der Autos noch nicht so ausgeprägt. Heute ist in meinem Rallyecross-Citroen 27 Meter härtester Stahl verarbeitet, nur besondere Unglücksmomente können zu gefährlichen Situationen führen. Als Beispiel: Wenn man heute ein Rallyeauto aus drei Meter Höhe mit dem Dach nach un-

Was nehmen Sie sich von Ihrem Sport in den Arbeitsalltag mit?

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Panhauser: In meinem Leben liegt der

Fokus auf drei Bereichen: meiner Familie, der Helvetia Versicherung und dem Motorsport. Zusätzliche Ehrenämter, Vereinsmitgliedschaften oder ähnliches gehen sich nicht aus, möchte ich nicht machen. Wenn man sich fokussiert, dann funktioniert es auch. Die Zeiteinteilung muss durchgeplant sein und wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringe, dann gibt es auch nichts anderes. Wir verbringen die Zeit miteinander – mit Unternehmungen, die uns Freude machen, und einander, was unseren Tag bewusst erfüllt. Seit letztem Jahr sind wir Besitzer eines Wohnmobils und daher haben wir noch mehr Möglichkeiten, gemeinsam auch bei Kurzreisen bewusst Zeit zu verbringen. Vielen Dank für das Gespräch.


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Brexit, Handelskonflikte, geopolitische Krisen und Wirtschaftsabschwung

Risikofaktoren für Anleger und Absicherungsmöglichkeiten Die Aktienkurse haben schon ein positives Szenario vorweggenommen, während im Staatsanleihensegment der entwickelten Ländern kaum noch Potenziale bestehen. Negative Überraschungen sind nun von allen Seiten ausgehend möglich. Doch man kann sich absichern mittels Optionsscheine, Hebelzertifikate, Stopps und die richtige Diversifikation mit Edelmetallen und Alternativen Fonds. von Michael Kordovsky Eine schwache Industrie steht im Euroraum einem soliden Servicesektor gegenüber und das Wirtschaftswachstum hat sich vom 2. Quartal 2018 bis zum 1. Quartal 2019 von 2,2 auf 1,2% verlangsamt – Tendenz weiter rückläufig, denn: Die aktuellen Umfrageergebnisse von IHS Markit für den Einkaufsmanagerindex der Privatwirtschaft der Eurozone deuten lediglich auf ein BIP-Wachstum von knapp 0,2% auf Quartalsbasis hin. Während die Industrie in der stärksten Rezession seit 2013 verharrte, schwächte sich im April das Geschäftswachstum im Servicesektor leicht ab. Das erklärt auch zumindest (noch) im März die gegenüber Februar von 7,8 auf 7,7% rückläufige Arbeitslosenquote, die mittlerweile im Euroraum den niedrigsten Stand seit September 2008 erreichte. In der Leitwirtschaft Deutschland liegt die Arbeitslosenquote nur noch bei 3,2%! Fachkräftemangel ist eine Herausforderung, insbesondere im Servicesektor – eine Entwicklung, die auch auf die USA zutrifft. Lohnsteigerungen über Inflationsniveau sind deshalb sowohl im Euroraum als auch in den USA zu beobachten. In den USA könnten sie bald ein erneutes Umdenken der Fed bewirken, denn: Die Arbeitslosenquote erreichte dort im

April mit 3,6% den niedrigsten Stand seit Dezember 1969 und die Stundenlöhne stiegen um 3,2%. Im Euroraum stieg die Inflationsrate im April von 1,4 auf 1,7% nachdem sich die mit 44,47% im HVPI gewichtete Beschäftigungskomponente mit einem Teuerungsschub von +1,1 auf +1,9% bemerkbar machte. Noch signalisieren Fed und EZB nach wie vor eine relativ moderate bzw. im Falle der EZB sogar expansive Geldpolitik, doch die Stimmung könnte hier schnell umschlagen. In Europa könnte beispielsweise eine Ernennung von Jens Weidmann zum Nachfolger von EZB-Präsidenten Mario Draghi, dessen Mandat Ende Oktober ausläuft, so ein Wendepunkt sein. Die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios stieg, da Deutschland nun dem Franzosen Michel Barnier als neuer EU-Kommisionspräsident den Vortritt lassen könnte. Im Gegenzug würde Paris auf den Vorschlag des französischen Notenbankchefs Francois Villeroy de Galhau als künftigen EZB-Präsidenten verzichten. Weidmann würde das Zinsniveau im Euroraum – ohne Rücksicht auf Krisenländer wie Italien und Griechenland – schrittweise normalisieren. Hinzukommt eine Wachstumsabschwächung am US-Aktienmarkt, während in Eu52 | FINANZEN

ropa die Konjunktur ohnehin schwächelt, was auch negativ für die Unternehmensgewinne ist. In den USA hat indessen im 1. Quartal 2019 die Wachstumsdynamik der S&P 500 Unternehmen ausgesetzt. Für das Gesamtjahr 2019 erwarten Analysten nach dem hohen Vorjahresniveau infolge von Steuersenkungen nur noch ein Gewinnwachstum von 3,6% im S&P 500, dessen 12-Monats-Forward-KGV per 26.04. mit 16,8 über dem 5-Jahres-Schnitt von 16,4 und 10-Jahres-Schnitt von 14,7 liegt. Hinzukommen die Unsicherheiten rund um den Brexit, der Irankonflikt, der sich abzeichnende Bürgerkrieg in Venezuela sowie zeitweise Unstimmigkeiten zwischen den USA und der Türkei sowie Russland und den USA. Besonders gefährlich ist dabei der Irankonflikt: Die USA wollen die Ölexporte des Irans stoppen. Doch für diesen Fall drohen die iranischen revolutionären Garden mit einer Schließung der Straße von Hormus, der wichtigsten Ölhandelsroute im Persischen Golf. Hinzukommt eine erneute Eskalation im Handelskonflikt USA-China. US-Präsident Donald Trump drohte mit zusätzlichen Zöllen. Dies sandte die Aktienkurse erneut auf Talfahrt.


Was bereits getan werden sollte Volaspitzen zum Covered Call Writing nützen: Für Anleger besteht per 7. Mai akuter Handlungsbedarf. Die implizite Volatilität hat im S&P 500 erneut mehr als 16% erreicht. Wer größere Aktienpositionen hat, sollte Vola-Spikes wie diese nützen und darauf durch die Aktien im Portfolio gedeckte Call-Optionen verkaufen, die sich leicht aus dem Geld befinden. Allerdings rentieren sich diese Transaktionen erst bei größeren Positionen. Absichern mit Put Optionsscheinen: Optionsscheine haben gleich mehrere Vorteile: Sie gelten als verbriefte Derivate und realisierte Kursgewinne unterliegen nicht der Einkommenssteuer sondern nur dem KEST-Abzug von 27,5% und diese wird von heimischen Depotbanken auch tatsächlich abgeführt. Ein weiterer Vorteil hängt mit dem Pricing zusammen. Ein Faktor des Optionsscheinpreises ist auch die Volatilität. Je niedriger sie ist, desto billiger ist der Optionsschein zu haben. Wer beispielsweise aufgrund einer gewissen Korrelation der Aktien im Portfolio mit dem DAX sich dazu entscheidet, eine Absicherung des Portfolios mittels eines Put-Optionsscheines auf den DAX vorzunehmen, sollte daher wie folgt vorgehen: Sobald der VDAX-NEW unter 15 fällt, können die Puts erworben werden, wobei sich die optimale Absicherung aus einer Division des abzusichernden Volumens durch das Omega des Optionsscheines („wahrer Hebel“) ergibt. Bei 40.000 Euro und einem Omega von 8 wäre ein Put-Optionsschein-Investment in Höhe von 5.000 Euro optimal. Allerdings sollte im Crash-Fall wieder schnell reagiert werden und bei Volaspitzen während des Kurseinbruches könnte sich ein antizyklisches schnelles Verkaufen durchaus bezahlt machen, denn die Kurseinbrüche von heute verlaufen Blitzschnell ehe wieder Ruhe einkehrt. Diese Ruhe würde aber dann dem Optionspreis schaden. Diversifikation mit Gold: Die niedrigen Goldpreise sollten zu Goldkäufen

genützt werden und es kann sogar von Vorteil sein, in Höhe von 10 bis 15% des Aktienportfolios mit einem gehebelten Gold-ETC zu diversifizieren. Ein Beispiel wäre der ETFS 3x Daily Long Gold (ISIN: JE00BYQY4X40) von WisdomTree mit einem Hebel von 3 auf den Gold-Futures-Preis. Strukturiert ist der ETC als Inhaberschuldverschreibung, wobei die Gold-Performance über besicherte Swap-Geschäfte abgebildet wird. Die Gold-Absicherungskomponente hat dabei folgenden historischen Hintergrund: Eine inverse Zinskurve war in der Vergangenheit immer wieder ein zuverlässiger Rezessionsindikator: Liegen die Renditen der 3monatigen US-Treasury Bills über jenen 10jähriger Treasuries, ist das ein negatives Signal. Vom 22. Bis 28. März war die Renditedifferenz zwischen 10jährigen und 3monatigen Laufzeiten erstmals seit 2007 wieder negativ. Fakt ist dabei, dass in den USA jeder der 7 Rezessionsphasen seit dem Jahr 1970 auf 6 bis 17 Monate eine inverse Zinskurve (3monatige Laufzeiten mit höherer Jahresrendite als 10jährige Laufzeiten bei US-Staatsanleihen) voranging. In den Rezessionsphasen seit 1973 erzielte der Goldpreis immer eine positive Performance, wobei sich die Bandbreite zwischen 1,0% (1990/91) und 78% (1973 bis 1975) bewegte. Im Schnitt beflügelte eine Rezession den Goldpreis um 20,8% - So die Daten aus einer aktuell verfassten Studie von Ronald Stöferle und Mark Valek. Hinzukommt, dass Gold in den Aktienbaisse-Phasen seit 1956 im Schnitt um 7,6% zulegte. Diversifikation mit Managed Futures Funds: Dieser Schritt erfordert besonderen Mut, zumal sich die trendfolgenden CTAs in punkto Bruttoperformance laut einer bis ins Jahr 1877 zurückgehenden Studie mit dem Titel „A Century of Evidence on Trend-Following Investing“ (Autoren: Brian Hurst, Yao Hua Ooi und Lasse Heje Pedersen) in der bis dato schwächsten Dekade befinden. Unabhängig von den Ursachen der aktuellen Trendfolger-Schwäche ist es Tatsache, dass im Marktstress die Korrelationen zwischen riskanteren Asset-Klassen, wie Aktien, High Yi53 | FINANZEN

eld Bonds, REITs u. Rohstoffen, zunehmen und im Extremfall Richtung Eins streben. Gleichzeitig kann eine Flucht in „Sicherheit“ wie Deutsche Staatsanleihen, US-Treasuries, Schweizer Franken und Gold stattfinden. Es lassen sich wieder Trends in bestimmte Richtungen erkennen und Trendfolger können hervorragend verdienen. Aus diesem Grund brachte die genannte Studie folgende Ergebnisse zu Tage: Mit 15,5% pro Jahr um 5,3 Prozentpunkte besser als in Aktienbullenmärkten waren die simulierten Trendfolgesysteme in Bärenmärkten. In 8 der 10 größten Verlustphasen eines zu 60% aus US-Aktien und 40% 10ährigen US-Staatsanleihen bestehenden Portfolios erzielte der simulierte Futures Fonds eine positive Performance. Die Performance in der Finanzkrise eindrucksvoll illustrieren beispielsweise der FTC Futures Fund Classic B EUR (ISIN: LU0082076828) und der SMN Diversified Futures Fund (ISIN: LU0070804173), die es im Jahr 2008 jeweils auf 42 bzw. 59% brachten. Angesichts dieser Tatsachen können 8 bis 12% des Depotvolumens auf trendfolgende Managed Futures Fund gesetzt werden.

Aktienmarktsignale für Proxy-Hedge Am besten man arbeitet mit einem sehr langfristigen gleitenden Durchschnitt jener Aktienindizes, die mit den abzusichernden Aktien(fonds)positionen am stärksten korrelieren. Sehr langfristig wäre ein 220 bis 230-Tagesdurchschnitt. Sobald dieser erkennbar unterschritten ist, können entsprechende Short-Hebelzertifikate gekauft werden, wobei sich der Hebel wegen der Knock-Out-Schwellen in einem überschaubaren Bereich von 7 bis 10 bewegen sollte. Maximal sollte die sich aus Division von abzusicherndem Aktiendepotvolumen durch Hebel ergebende Summe investiert werden. Ein Ausstiegssignal für den Hedge wäre gegeben, sobald der betreffende GD wieder nach oben durchkreuzt wird. Achtung: Diese Absicherung funktioniert nur im Falle nachhaltiger Trends.


Erweiterung der Unfallversicherung ERGO Versicherung AG Die ERGO Versicherung bietet einen smarten Unfallschutz mit SOS Notfall-Service und Smart-Fahrradhelm an. Über 8.000 Personen wurden im Jahr 2018 bei Unfällen mit dem Fahrrad, E-Bike oder Elektro-Scooter verletzt, 41 davon sogar tödlich (Quelle: Unfallstatistik der Statistik Austria). Dennoch ist im Alltagsverkehr nur jeder fünfte und im Freizeitverkehr nur jeder dritte Radfahrer mit Helm unterwegs. Etwa 80 Prozent der Unfälle passieren in der Freizeit und sind daher nicht durch den gesetzlichen Unfallschutz gedeckt. „Bei einem Fahrradunfall mit Kopfverletzung können Sekunden entscheidend sein. Digitale, innovative Ansätze wie der Smart-Helm und der SOS

Notfall-Service unterstützen uns dabei, dass im Fall des Falles die Hilfe rasch zur Stelle ist“, so Philipp Wassenberg, Vorstandsvorsitzender der ERGO Versicherung AG. Dieser Fahrradhelm von Livall stellt durch einen Bewegungssensor fest, wenn der Radfahrer stürzt. Dadurch schalten sich automatisch die Warn-Blinklichter am Helm ein, um auf den Verunfallten aufmerksam zu machen. Bewegt sich der Fahrer 90 Sekunden nach dem Sturz nicht, sendet der Smart-Helm über eine Smartphone-App eine SOS-Nachricht inklusive GPS-Daten an das SOS Notfall-Service der ERGO Versicherung. Das Notfall-Service-Team versucht dar-

Philipp Wassenberg

aufhin, den Verunfallten telefonisch zu erreichen. Hebt dieser nicht ab, wird automatisch die Rettungskette ausgelöst.

Rückblick 2018

Continentale Assekuranz Service GmbH Der auch auf dem hiesigen Markt aktive Continentale Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit konnte seine Marktposition 2018 weiter festigen. Die Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft stiegen um 1,3 Prozent auf 3,87 Milliarden Euro. Die Unternehmensgruppe ist mit den Marken Continentale, EUROPA und Mannheimer erfolgreich tätig. Dr. Christoph Helmich, Vorstandsvorsitzender des Continentale Versicherungsverbundes, zeigt sich mit der Geschäftsentwicklung zufrieden: „Angesichts nicht einfacher Rahmenbedingungen sind wir mit unserer Geschäftsstrategie auch 2018 insgesamt gut gefahren. Nach wie vor stehen dabei hohe Sicherheit und Verlässlichkeit für unsere Kunden, Vertriebspartner und Mitarbeiter an oberster Stelle.“ Der Verbund erzielte im vergangenen Jahr ein Bruttoer-

gebnis von 567 Millionen Euro, das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr um 55 Millionen Euro auf 844 Millionen Euro. Das Kapitalanlagevolumen nahm um 4,1 Prozent auf 22,76 Milliarden Euro zu. Beide Lebensversicherer des Verbundes (Continentale Lebensversicherung AG und EUROPA Lebensversicherung) weisen für 2018 bei allen Solvency II-Quoten hohe Überdeckungen aus. Der Continentale Versicherungsverbund ist in Österreich im Geschäftsfeld Lebensversicherung tätig und konnte ein Beitragseinnahmenwachstum von 3,6 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro verzeichnen. Bei der Continentale Lebensversicherung AG stiegen die Beitragseinnahmen um 5,5 Prozent auf 808 Millionen Euro. Die laufenden Beiträge 54 | MARKT

Dr. Christoph Helmich

der Gesellschaft nahmen um 5,5 Prozent zu; die Einmalbeiträge wuchsen um 5,7 Prozent. Die EUROPA Lebensversicherung weist zum Jahresende 2018 Beitragseinnahmen von 361 Millionen Euro aus. Dies bedeutet eine Zunahme von 0,8 Prozent. Nach wie vor konzentriert sich der Direktversicherer auf das Kerngeschäft Risikolebensversicherung.


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Weil Sie sich aber auf Ihren Urlaub freuen wollen und sicher keine Lust haben, sich mit der „Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004 über eine gemeinsame Regelung für Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen für Fluggäste im Fall der Nichtbeförderung und bei Annullierung oder großer Verspätung von Flügen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 295/91“ zu beschäftigen, haben unsere ARAG Inhouse Juristen das für Sie getan. Ansprüche bei Verspätung Je nach Länge der Flugstrecke und Dauer der Verspätung stehen Ausgleichszahlungen bis zu EUR 600,- zu. Ansprüche bei Annullierung Wird Ihr Flug von der Fluggesellschaft gestrichen, muss Ihnen die Gesellschaft

zunächst die Wahl zwischen folgenden Möglichkeiten anbieten: • Einen Flug, der zeitlich nah an der gebuchten Abflugzeit liegt, inklusive Versorgung, Möglichkeiten zur Telekommunikation und gegebenenfalls eine Unterkunft. • Einen Flug zu einem späteren Datum. • Oder die Erstattung Ihres Ticketpreises. „Damit Sie sich damit nicht ärgern müssen, haben wir unseren neuen digitalen ARAG Flugverspätungsrechner für Sie entwickelt. Wir bieten die Berechnung der Entschädigung für jedermann gratis auf unserer Homepage an. Die rechtliche Durchsetzung des Anspruches gegenüber der Fluggesellschaft übernehmen unsere ARAG Inhouse Juristen. Unser Angebot unterscheidet sich we55 | MARKT

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Der Spagat zwischen Unternehmenserfolg und Haftung „Keine Zeit ist so erbärmlich, dass man nicht wieder ehrlich werden könnte“, wusste schon der englische Dramatiker William Shakespeare. Unter dem Eindruck aktuellerpolitischer Ereignisse, in Österreich, erscheinen diese Zeilen äußert passend. Rechtschaffenheit, Moral und Anstand gelten nach wie vor als Grundpfeiler erfolgreicher (Unternehmens)führung, auch wenn in unserer heutigen Zeit schöne Worte (comforting lies) lieber gehört werden als unangenehme Wahrheiten (unpleasant truths). Der Markt für D&O Versicherungen hat sich seit der Finanzkrise vor einem Jahrzehnt stark verändert. Die Schadenfälle sind deutlich gestiegen, vor allem durch die Veränderung der D&O-Risiko Landcsape. Besonders europäische Unternehmen sind stärker als je zuvor durch Sammelklagen bedroht. Inzwischen können wir auch mehr und langanhaltende D&O-Schäden aufgrund von regulatorischen oder politischen Veränderungen sehen. Auch die D&O-Ansprüche sind komplexer geworden. All dies bedeutet größere und häufigere D&O-Schäden Nach Veröffentlichung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft lag die Schadenquote in Deutschland im Jahr 2017 bei 85,3 Prozent und im Jahr zuvor sogar bei 99,1 Prozent. Auch ohne statistisches Material kann man von einer ähnlichen Sachlage in Österreich ausgehen. Die Haftungsrisiken der Unternehmensführung haben sich seit Einführung der D&O-Versicherung vor rund 20 Jahren signifikant verändert. Fortschreitende Globalisierung, komplexe Gesetzgebung mit einer Vielzahl neuer Haftungsrisiken sowie eine verschärfte Rechtsprechung sind eine Reihe von Problemen. Darüber hinaus haben sich Überkapazitäten, Prozessfinanzierung, Wettbewerbsdruck - insbesondere durch neue Marktteilneh-

mer - bei steigenden Verlusten auch auf die Prämien ausgewirkt. Mehr als 90 Prozent der D&O-Schäden im deutschsprachigen Raum betreffen die Innenhaftung. Unternehmen verzichten in der Regel nicht mehr auf einen Ausgleich für finanzielle Nachteile, wenn eine D&O-Versicherung besteht. Und Insolvenzverwalter sind zur Geltendmachung von Schadenersatz verpflichtet, sofern der Verdacht von MaWalter Lentsch, Country President und nagementfehlern naheliegt. Hauptbevollmächtigter, Chubb, Österreich Hinzu kommt noch, dass auch Vermögensverluste durch etwaige, nicht über andere Ver- in verschiedensten Industrien des eurosicherungen gedeckte Schäden, wie Cy- päischen Aktienmarktes investiert haben. ber oder Vertrauensschäden durch Social Unternehmensleiter operieren in eiEngineering, im Rahmen der persönli- ner beispiellosen Zeit komplexer Gesetze, chen Haftung der Unternehmensleiter Regeln und Vorschriften und sind mit und damit bei der D&O-Versicherung neuen Risiken und Datenschutzbestimgeltend gemacht werden. International mungen sowie erhöhten regulatorischen hat eine extensive Zunahme von Aktio- Aktivitäten konfrontiert – ein Spagat also närsklagen zu einer starken Erhöhung der zwischen Unternehmenserfolg und perSchäden durch Außenhaftung geführt. sönlicher Haftung. Dieses Risikoumfeld Nahezu zehn Prozent aller Fortune 500 und die zunehmende Anzahl von SchaUnternehmen war im letzten Jahr Ziel ei- denfällen sowie steigende Kosten werden ner Sammelklage. In diesem Zusammen- unweigerlich dazu führen, dass die Branhang ist zu beobachten, dass aktivistische che für den Risikotransfer auch adäquate Fondsgesellschaften nun auch verstärkt Beiträge verlangen wird. 56 | MARKT


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Vorschau

Vorstandsvorsitzender Michael Stille und Dir. Willi Bors der Dialog Lebensversicherung im Interview

Die Rechtsschutzversicherungsspezialisten unter anderem zum Thema „Wertanpassung“

Impressum “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für

Versicherung- und Finanzinformation 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221 Telefon: +43 (0)720 515 000 Fax: +43 (0)720 516 700 e-mail: office@riscontrol.at

Team: Doris Schachinger, Chefredak-

teur; Isabella Schachinger, Geschäftsführer; Christian Proyer; Christoph Schönfellner, Layout; Ilse Mantler; Michael Kordovsky; Mag. Christian Sec; Mag. Sigrid Hofmann.

Fotos: Blendfabrik, risControl/Chris-

toph Schönfellner, Adobe Stock, EFM, Versicherungsverband Österreich VVO/ APA-Fotoservice/Hautzinger, Kolarik Andreas, Foto Wilke, Martina Draper, TOGETHER CCA/Franziska Liehl,

Martin Birkner, Philipp Lipiarski/www. goodlifecrew.com. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung 58 | SCHLUSS

oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher sprachformen verzichtet. Sämtliche Personen Bezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2019 / (ca)


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