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Rieper Post 2017

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Rieper Post 2017 Das Magazin rund um Futtermittel

Unser Verkaufsinnendienst Abwehrkräfte mit Naturprodukten stärken Südtiroler Rindfleisch


Werte Kundinnen, werte Kunden! Die Zeit seit der letzten Ausgabe der RIEPER POST scheint wie im Flug vergangen, und waren wir vor einem Jahr noch vor allem mit den Auswirkungen der weggefallenen Milchquoten beschäftigt, beherrschen nun andere Themen das

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Geschehen. Die Milchpreise haben sich im internationalen Vergleich leicht vom Verfall erholt; bei der Butter kam es zu Verknappungen mit positiven Auswirkungen auf die Preise. Es ist sehr zu begrüßen, dass in Südtirols Landwirtschaft neue Konzepte zur Steigerung der Wertschöpfung gesucht werden. Um den Absatz der Südtiroler Milch auch in der Zukunft zu sichern, wurde das Projekt Heumilch gestartet. Die Vermarktung neuer Produktlinien aus Heumilch soll hier dem österreichischen Modell folgen. Für die Bauern stellt sich dabei die Frage, ob am Ende des Tages der höhere Milchpreis den Verlust an Milchmenge sowie den erhöhten Arbeits-

Die Inhalte dieser Ausgabe

aufwand wettmacht. Dazu gibt es verschiedene Meinungen. Es bedürfte einer gemeinsamen, nüchternen Analyse, in der auch der Erwartungshaltung der Konsumenten Rechnung getragen wird. Ziel sollte die langfristige, wirtschaftliche Gleich- bzw. Besserstellung der Milchbauern sein und damit einhergehend ihre finanzielle Unabhängigkeit vom Bei-

INHALT 2

Als Futterhersteller sind wir auf die neuen Anforderungen der Heumilchlieferanten eingegangen und bieten ein neues,

04 Hier geht’s rund: Der Verkaufsinnendienst 1 1 Kinderseite 18 Südtiroler Rindfleisch – gefragter denn je 30 Kochen mit den Südtiroler Bäuerinnen 32 Kuhsignale 34 Sieger der Viehausstellungen 2017

speziell abgestimmtes Produktsortiment an. Damit versuchen wir unseren Beitrag zu leisten, um diese Milchbauern bestmöglich zu unterstützen. Im Sinne einer stetigen Weiterentwicklung haben wir im abgelaufenen Jahr unsere Mühle komplett erneuert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Somit können wir unsere Kunden auch in Zukunft mit Qualität auf höchstem Niveau bedienen. Nach vielen Monaten der Vorbereitung konnten wir die Zertifizierung zum Umweltmanagementsystem nach der Norm ISO 14001 erlangen. Eine Reihe von Maßnahmen wurde festgelegt, deren Einhaltung einen möglichst sparsamen Einsatz von Ressourcen und eine Schonung unseres Lebensraumes gewährleistet.

FACHTHEMEN

Es freut uns darüber zu berichten, dass wir unser Verkaufsgebiet in Folge von Marktveränderungen auf das Gebiet

08 Abwehrkräfte mit Naturprodukten stärken 14 Fütterung von Mastrindern 24 Vorteile neuer Analysenwerte im Grundfutter

Nordtirol erweitert haben. Unsere neue, schlagkräftige Verkaufsmannschaft hat bereits ihre Tätigkeit aufgenommen. Wir sehen darin eine sinnvolle Ergänzung zu unseren Stammmärkten Südtirol und Trentino. Ihr Vertrauen und Ihre Zufriedenheit stehen bei uns an erster Stelle. Dem verpflichtet, werden wir auch weiterhin jeden Tag unser Bestes geben, um Ihnen stets ein verlässlicher Partner zu sein und Ihre langjährige Treue als Kunde immer

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HOFBESUCHE 12 20 22 28

Landmannhof, Fam. Philipp Lobis, Unterrinn am Ritten Schwaigerhof, Fam. Mayr, Lengstein am Ritten Grafhof, Fam. Lechner Tauber, Natz Lüch de Survisc, Fam. Manfred Vallazza, Wengen

IMPRESSUM Herausgeber: A. RIEPER AG B.-v.-Guggenberg Straße 6 39030 Vintl (BZ) Tel. 0472 867 900 www.rieper.com

Auflage: 6.000 Stück Grafik und Layout: hannomayr.communication

EDITORIAL

tragstopf der öffentlichen Hand. Denn nur so können landwirtschaftliche Betriebe zukunftsfähig und erfolgreich bleiben.

AKTUELLES

wieder aufs Neue zu gewinnen. Ihre A. RIEPER AG Vintl, im November 2017

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Trentino, in Nordtirol und Oberitalien liegt in der Verantwortung von Logistiker Matthias Weissteiner. Und das ist wahrlich keine kleine. Aufs Jahr verteilt sind das 50.000 Zustellungen, die Matthias über seinen 43 Jahre

Schreibtisch abwickelt. Zwischen Loseware im Tankwagen und Sackware auf Paletten kommen gut und gerne bis zu 60 Fahrten täglich zusammen, die auf 17 Tankwägen, 6 Pritschenwägen mit Planen, 7 Anhän-

Sarah Volgger

ger und etliche Wechselaufbauten aufgeteilt werden. Nicht zu vergessen, die Koordination der externen

Sachbearbeiterin Verkaufsinnendienst

Frächter, an die gewisse Warentransporte vergeben

Seit 2017 bei RIEPER

werden. Die Fahrten werden aus den 250 sich durchschnittlich

„Ich bin der „Neuling“ im Team. Meine lieben Kollegen haben mich aber gut eingelernt, sodass ich mich mittlerweile schon gut in meinen ganzen Aufgaben zurechtfinde. Neben der Arbeit gehe ich gerne in die Natur, man findet mich viel auf den Bergen im Winter zum Skifahren und im Sommer zum Wandern. Aber auch Schwimmen, Fotografieren und Lesen sind Freizeitaktivitäten, die ich gerne ausübe.“

im System befindenden Aufträgen, die per Telefon, Fax,

AKTUELLES

Email, direkt von den Kunden oder über die Hofberater ins Bestellsystem gelangen, zusammengestellt. Ein

Hier geht’s rund:

Computerprogramm, das auf die Bedürfnisse des Un-

Der Verkaufsinnendienst

Unterstützung damit Futtermittel, Mühlenprodukte

ternehmens zugeschnitten ist, bietet dabei wertvolle und Schnittbrot pünktlich und präzise ausgeliefert werden. Das Programm ordnet Lieferadressen aus

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Wer mit RIEPER telefonisch in Kontakt tritt,

gleichen Gegenden einander zu und erstellt daraus

dem werden als erstes die freundlichen Stim-

die optimale Route. Klingt eigentlich einfach. Wäre

und Baustellen und umfangreiche Lieferhinweise. So

da nicht eine Vielzahl von Variablen zu berücksichti-

können z.B. nicht alle Kunden mit allen Fahrzeugtypen

men der Mitarbeiter im Verkaufsinnendienst auffallen. Dass sich dahinter jedoch weit mehr verbirgt, und welch wichtige Funktion diese Abteilung für das gesamte Unternehmen hat,

gen, deren Umsetzung viel Fingerspitzengefühl und

beliefert werden, bei manchen Kunden darf nur zu be-

Erfahrung erfordert. Zulässige Fahrzeiten und Pausen

stimmten Uhrzeiten abgeladen werden. All das gilt es

der Lastwagenfahrer, Routenverlauf, Straßensperren

zu berücksichtigen.

möchten wir Ihnen in der heurigen Ausgabe der RIEPER POST vorstellen. 29 Jahre

An manchen Vormittagen will das Klingeln der Telefone kein Ende nehmen. Mitten drin, immer höflich, flink

Andrea Bergmann Sachbearbeiterin Verkaufsinnendienst

Buchhaltung

Außendienstmitarbeiter Futter und Mehl

und ruhig unsere drei Mitarbeiter, Andrea Bergmann, Sarah Volgger und Matthias Weissteiner. Wenn Not am „Mann“ ist, leisten Brigitte Engl und Maria Schmiedhofer

Verkaufsleiter

tatkräftige Unterstützung.

Seit 2014 bei RIEPER

Alle Mitarbeiter dieser Abteilung bringen besondere Fä„Meine Tätigkeit geht von der Bestellaufnahme bis zur Fakturierung der Aufträge. Auch Produktberatungen gehören zu meinen Aufgaben. An meiner Arbeit gefällt mir die Vielseitigkeit und vor allem auch der Umgang mit den Kunden, welche sehr verschieden sind. Die Freizeit verbringe ich mit meinen beiden Kindern, höre gerne Musik, gehe radfahren und wandern.“

higkeiten mit: Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Gespür für die Bedürfnisse der Kunden und Kommunikationstalent.

Reklamationen Qualitätsmanager

Produktentwicklung

Gute Kommunikation ist nicht nur zum Kunden hin sehr Verkaufsinnendienst

wichtig, die schnelle und korrekte Weitergabe von Informationen an die verschiedenen internen Abteilungen ist ausschlaggebend, um reibungslose Abläufe zu erreichen. So entsteht ein Netz an Informationsflüssen, in dessen Mittelpunkt der Verkaufsinnendienst steht.

Kunden Mehl

Produktion

Langeweile? Gibt es nicht! Die Organisation aller Warentransporte in Südtirol, im Kunden Futter

Lager & Auslieferung

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Ist der Zeitraum zwischen Eingang der Bestellung und Auslieferung der Ware sehr knapp wirkt sich dies erschwerend aus. Ebenso wenn ein Kunde kurzfristig Ware benötigt. Dann sind in besonderem Maße Organisationstalent und Flexibilität gefragt, weil die bereits

33 Jahre

feststehenden Fahrten neu kombiniert, Zusatzfahrten geplant und Lieferungen verschoben werden müssen. Anhand der Einteilung der Aufträge auf die verschiedenen Fahrzeuge planen Mühle und Kraftfutterwerk ihre Produktionen. Nur wenn dieses interne Mannschafts-

Matthias Weissteiner

spiel reibungslos und ohne Lücken funktioniert, können

Logistiker

die Aufträge zur Zufriedenheit der Kunden abgewickelt

Seit 2011 bei RIEPER

werden. Um die Abläufe zwischen Fahrteneinteilung, Produktion und Auslieferung zu optimieren, wäre ein Zeitfenster zwischen Bestellungseingang und Warenauslieferung AKTUELLES

von 2-3 Tagen wünschenswert.

„An meiner Arbeit gefällt mir immer wieder, wie kommunikativ diese ist. Jemand, der weniger kommunikativ ist als ich, hätte es in dieser Position sicherlich schwerer. In meiner Freizeit spiele ich Trompete in der Musikkapelle, gehe gerne mountainbiken, laufen und Tennis spielen. Bewegung und meine kleine Familie sind für mich der beste Ausgleich zur Arbeit.“

schenmenschliche Kontakt eine wichtige Komponente

In den letzten Jahren hat die Abteilung Verkaufsinnen-

dieser Abteilung: Die Zeit ein paar persönliche Worte

dienst viele Veränderungen erfahren. Märkte, Sparten

mit den Kunden zu wechseln, nehmen sich Andrea und

und Kunden sind dazugekommen; technische Weiter-

Sarah immer gerne.

entwicklungen haben Einzug gehalten. Doch im Mit-

Bei Bedarf springen Brigitte Engl und Maria Schmied-

ihre Beziehungen zueinander stehen.

telpunkt der Abläufe werden immer die Menschen und hofer, unsere langjährigen Mitarbeiterinnen, die nicht nur ihre eigenen Arbeitsplätze bestens unter Kontrolle haben, jederzeit bereitwillig ein.

Charmante Unterstützung erhält unser Logistiker von

6

49 Jahre

Brigitte Engl Sekretärin Seit 2000 bei RIEPER „Als ich in meinem ersten Beruf angefangen habe, hätte ich niemals gedacht, dass ich später einmal bei RIEPER als Sekretärin arbeiten würde. Mein damaliger Arbeitgeber musste zusperren und so machte ich eine Umschulung zur Sekretariatsassistentin, suchte mir ein Praktikum und landete bei RIEPER. Mittlerweile arbeite ich seit 17 Jahren hier und es gefällt mir wie am ersten Tag. Besonders schätze ich die Vielseitigkeit und den Kontakt mit Menschen. Ich kümmere mich um viele verschiedene Dinge in der Firma, unterstütze den Verkauf, helfe bei Veranstaltungen, organisiere die Verteilung von Werbeartikeln und Büromaterial, bearbeite die Post und eingehende Rechnungen. In meiner Freizeit findet man mich vor allem in der Natur, beim Wandern oder Radfahren.“

seinen Kolleginnen Andrea Bergmann und Sarah Volg-

Brigitte Engl besetzt seit bereits 17 Jahren das allgemei-

ger. Neben der Annahme und Weiterleitung aller ein-

ne Sekretariat, wo sie die verschiedenen Tätigkeiten

gehenden Anrufe, nehmen sie die Kundenbestellungen

mit Zuverlässigkeit und Elan erledigt. Dank ihrer brei-

entgegen und geben diese unverzüglich in das System

ten Erfahrung kennt sie viele Abläufe der gesamten

der elektronischen Auftragsabwicklung ein. Unerläss-

Verwaltung. Sie ist bestens vertraut mit dem gesamten

lich ist es dabei, dieses genauestens zu beherrschen, um

Produktsortiment und mit allen Vorgängen, die mit dem

schnell auf Anfragen zu reagieren. Im Schnitt werden

Verkauf verbunden sind.

7

56 Jahre

täglich 150 Bestellungen per Telefon oder Email vom Verkaufsinnendienst angenommen und weiterbear-

Maria Schmiedhofer ist seit fast 38 Jahren in der Buch-

beitet. Wenn Außendienstmitarbeiter bei Abwesenheit

haltung beschäftigt. Neben allgemeinen Buchhal-

ihre Telefone in die Zentrale umlenken, sind es auch

tungsarbeiten sind viele ihre Aufgaben eng mit dem

noch mehr. Es ist wichtig, die Aufträge sofort richtig zu

Verkauf verbunden. Gekonnt und höflich informiert

erfassen, da diese vollelektronisch an die Produktion, die

sie die Kunden über eventuelle Änderungen bei den

Verladung und die LKWs übermittelt werden.

Zahlungsbedingungen, über Außenstände, Skonti und

Neben der direkten Bestellannahme antworten die

doppelt bezahlte Rechnungen. In Zusammenarbeit mit

beiden Sachbearbeiterinnen auf spezifische Kundenan-

Verkaufsleiter und Hofberater behält sie die Gesamtsi-

fragen, erstellen Angebote in Absprache mit dem Ver-

tuation im Auge. Auch in schwierigen Situationen ge-

laufsleiter, bearbeiten Lieferdokumente, Reklamationen,

lingt es ihr, stets ein gutes Verhältnis mit den Kunden zu

erledigen allgemeine Verwaltungsaufgaben und emp-

pflegen. Des weiteren betreut Maria Schmiedhofer das

fangen Kunden, Lieferanten und Besucher.

Preis- und Rabattsystem, um für die Kunden eine trans-

Vor 2 Jahren wurde mit der Einführung eines digitalen

parente Preispolitik zu gestalten. Eine weitere wichtige

Dokumentenmanagementsystems im Unternehmen

Aufgabe liegt in den Händen von Maria Schmiedhofer:

begonnen. Dieses hat auch im Verkaufsinnendienst

die Pflege der Kundenstammdaten. Änderungen von

Arbeitserleichterungen gebracht. So müssen die Rech-

Firmenbezeichnungen, Anschriften und Hofübernah-

nungskopien nicht mehr händisch sortiert und abgelegt

men - all diese Informationen müssen für eine korrekte

werden, sondern werden mit einem Scanner erfasst und

Ausführung der Kundenaufträge immer auf dem neu-

elektronisch archiviert. Dennoch ist und bleibt der zwi-

esten Stand sein.

Maria Schmiedhofer Buchhalterin Seit 1979 bei RIEPER „Die meisten Kunden haben mit mir Kontakt, wenn es ums Geld geht, denn seit 38 Jahren arbeite ich bei RIEPER in der Buchhaltung. Meine Aufgaben sind neben allgemeinen buchhalterischen Arbeiten, vor allem die Abwicklung der Belange unserer Kunden in Bezug auf Fragen bei der Bezahlung. Bei meiner Arbeit ist mir vor allem der Kontakt zum Kunden wichtig, welchen ich auch bei schwierigen Angelegenheiten versuche stets positiv zu gestalten. In meiner Freizeit mache ich gerne Sport, arbeite in meinem Garten und backe Kuchen, den ich zur Freude meiner Arbeitskollegen das ein oder andere Mal mit ins Büro bringe. Meine Kastanienherzen sind in der Firma legendär.“


Abwehrkräfte mit Naturprodukten stärken Bedrohung durch Oxidation Für hohe Milchleistungen ist bei der Milchkuh ein besonders hoher Energieumsatz notwendig. Dabei ent-

FACHTHEMA

stehen im Stoffwechsel der Zelle bei einer unvollständigen Verbrennung von Zucker und Fett unweigerlich

Schwerwiegende Folgen

Hochwirksame Polyphenole

laufend schädliche Verbindungen. Diese sogenannten

Sind zu wenig Antioxidantien vorhanden, geht die

In Pflanzen kommen zahlreiche natürliche Verbindungen vor, die eine viel höhere antioxidative Wirksam-

freien Radikale können die Zellmembranen und das

Milchleistung zurück, und die Gesundheit der Kuh

Erbgut zerstören. Sie müssen sofort durch Antioxi-

wird geschwächt. Wenn die Antioxidantien nicht zum

keit haben als Vitamin E. Die größte Wirkung hat die

dationsmittel neutralisiert werden, damit sie die Zel-

Schutz des Eutergewebes ausreichen, werden die Zel-

Stoffgruppe der Polyphenole, zu denen beispielsweise

len nicht unwiederbringlich vernichten.

Stressfaktoren

wie hohe Leistung, Kalbung, 8

Verdauungs- und Stoffwechselstörungen, Energiemangel,

Freie Radikale können Zellen beschädigen

len geschädigt und der Milchzellgehalt steigt an. Durch

auch die Gerbstoffe gehören. Sie kommen unter an-

die verminderte Abwehrkraft gegenüber Erregern ent-

derem in Traubenkernen, Zwiebeln oder Kastanien in

stehen vermehrt Euterentzündungen. In der Gebär-

großer Menge vor. Polyphenole sind wasserlöslich und

mutter kommt es bei einem Mangel an Antioxidantien

dadurch in ihrer Wirkung nicht an die Zellmembranen

zu Schäden in der Funktionsfähigkeit, die ein Anwach-

gebunden.

Polyphenole haben eine vielseitige und stärkere Wirkung als Vitamin E und dadurch eine höhere Wirksamkeit

Die

Umstallung und Hitze begünstigen die Bildung freier

sen der Embryonen verhindern und zu einer höheren

Radikale. Bei unsachgemäßer Lagerung bei hohen

Embryonensterblichkeit führen. Nach dem Kalben ver-

Temperaturen kann darüber hinaus auch das Fett im

zögert sich das Ablösen der Nachgeburt und es kommt

Futter ranzig werden und die Kuh mit zusätzlichen

zu Gebärmutterentzündungen, wenn die Häute nicht

freien Radikalen belasten. Werden diese Verbindun-

ausreichend mit Antioxidantien versorgt sind. Die Zell-

gen nicht sofort unschädlich gemacht, können sie sich

schädigung bewirkt eine beschleunigte Alterung des

durch einen Dominoeffekt immer weiter vermehren

Organismus und die Leistungsfähigkeit der Milchkuh

und großen Schaden im Körper anrichten.

kann lebenslang eingeschränkt bleiben. Bei den Käl-

fehlenswert, die Menge an Vitamin E, die über den

bern fördern die Antioxidantien das Wachstum und

Grundbedarf von 500 mg pro Milchkuh ergänzt wird,

Abwehrmechanismen

die Abwehrkräfte vor Krankheiten, bei den Masttieren

mit den wirksameren und vielseitigen Polypheno-

Zur Neutralisierung dieser freien Radikale stehen die

werden die Fleischqualität und die Haltbarkeit des Fet-

len zu ersetzen. Um diese Vorteile für alle landwirt-

körpereigenen antioxidativen Enzyme zur Verfügung,

tes in Speck und Wurstwaren verbessert.

schaftlichen Betriebe nutzbar zu machen, werden

seitiger,

umfas-

sender und stärker als jene von Vitamin E. Deshalb ist es emp-

ab sofort alle RIEPER Mineralfuttermittel mit einer

die Selen, Kupfer, Zink oder Eisen als wirksame Be-

Vitamin E

Ergänzung an Polyphenolen hergestellt. So wurden

Enzyme aus, um die freien

In der Vergangenheit stand neben einer angemessenen

im Mineralfuttermittel für die Trockenstehzeit P-14/p

Radikale unschädlich zu

Selenversorgung für eine ausreichende Bildung kör-

Polyphenole mit der Wirkung von 5.000 mg Vitamin

machen. Ist der oxidati-

pereigener Enzyme für die Verbesserung der Frucht-

E pro kg zugesetzt, im P-16/p, P-17/p und P-18/p sind

standteile enthalten. Normalerweise reichen diese

Oxidativer Stress behindert das Gleichgewicht der körper­­eigenen Enzyme

antioxidative Wirkung ist viel-

ve Stress zu groß, können

barkeit, der Abwehrkräfte und der Eutergesundheit

Polyphenole mit der Wirkung von 2.500 mg Vitamin E

die körpereigenen Enzy-

als Antioxidans nur die Ergänzung mit Vitamin E zur

pro kg enthalten.

me nicht mehr alleine die

Verfügung, von dem vor allem in der Vorbereitungsfüt-

schädlichen Moleküle im

terung 1.000 mg pro Kuh und Tag (z.B. in 100 g P-14/p)

Gleichgewicht halten und

und mehr verabreicht wurden. Da das Vitamin E als

müssen von Antioxidantien wie Vitamin E oder Vi-

fettlösliches Vitamin an die Zellmembranen gebunden

tamin C unterstützt werden, die durch die Nahrung

ist, ist seine Wirkung begrenzt. Die Ergänzungsmenge

aufgenommen werden.

über den Bedarf hinaus zu steigern bringt keinen Erfolg.

9


Spezialpräparate

pro kg und 20 mg Selen aus Selenhefe unterstützt

Wird eine Verabreichung von Polyphenolen unabhän-

werden. Alle Produkte werden in Säcken zu 25 kg an-

gig vom Mineralfutter gewünscht, kann das Wirk-

geboten und können in der Menge von 100 g pro Kuh

stoffpräparat ANTIOX verabreicht werden, das aus-

und Tag verabreicht werden. Da es sich bei den Poly-

Wer bekommt den K nochen?.

schließlich Polyphenole mit der Wirkung von 25.000

phenolen um keinen registrierten, einzelnen Wirkstoff,

Einfach mit einem Stift den Linien nachfahren und dann

mg Vitamin E pro kg enthält, die von 20 mg Selen aus

sondern um eine Mischung aus Naturprodukten han-

entdeckt ihr den Gewinner.

Selenhefe unterstützt werden. Im Falle von Problemen

delt, werden sie entsprechend den gesetzlichen Vor-

mit Euterentzündungen steht das Präparat SPIREAL

gaben als natürliche Aromastoffmischung pflanzlichen

speziell mit entzündungshemmenden und fiebersen-

Ursprungs deklariert. Um die Wirksamkeit genau ein-

kenden Kräuterextrakten zur Verfügung, die von Poly-

stufen zu können, wird die antioxidative Wirkung am

phenolen mit der Wirkung von 10.000 mg Vitamin E

Etikett im Vergleich zu Vitamin E angegeben.

PRODUKT­ FORM

VITAMIN E

POLY­ PHENOLE

SELEN ANORGANISCH

SELEN AUS HEFE

P-14/p

Mineralfutter für Trockensteher

pelletiert

5.000 mg/kg

5.000 mg/kg

28 mg/kg

22 mg/kg

P-16/p

Mineralfutter für Fruchtbarkeit

pelletiert

5.000 mg/kg

2.500 mg/kg

28 mg/kg

12 mg/kg

Mineralfutter für Laktation

pelletiert

5.000 mg/kg

2.500 mg/kg

28 mg/kg

12 mg/kg

Mineralfutter für Laktation

pelletiert

5.000 mg/kg

2.500 mg/kg

28 mg/kg

12 mg/kg

WZ-FM ANTIOX

Ergänzungsfutter mit Polyphenolen

mehlig

-

25.000 mg/kg

-

20 mg/kg

SPIREAL

Ergänzungsfutter für Abwehrkräfte

-

10.000 mg/kg

-

20 mg/kg

P-18/p

2

3

AKTUELLES

BESCHREIBUNG

P-17/p

1

■

PRODUKT

10

F inde den richtigen Schatten.

4

5

K nifflige Fragen … 1. Wie kann man 1 Liter Wasser in einem Sieb transportieren? 2. Welche Schuhe haben keine Sohlen, berühren nicht den

Boden und passen an keine Füße?

3. Wie viele Kartoffeln passen in einen leeren Sack? mehlig

4. Welcher Vogel auf dem Bauernhof kann keine Eier legen,

obwohl er aus einem Ei geschlüpft ist?

5. Wie nennt man einen Hund in der Sauna?

Alle Produkte werden als Sackware zu 25 kg angeboten und können in der Menge von ca. 100 g pro Milchkuh und Tag zugeteilt werden.

6. Welcher Hahn kann nicht krähen, kann nicht laufen und lebt

Ab sofort werden alle RIEPER Mineral­futtermittel mit einer Ergänzung an Polyphenolen hergestellt.

noch nicht einmal auf dem Bauernhof?

Griast enk, ich bin der Paul und ein leidenschaftlicher Käse-Esser. Meine Schwester Paula und ich wollten gemeinsam mittagessen, aber nun hat sie sich versteckt. Will sie mich ärgern oder mir den Käse klauen? Bitte helft mir suchen, ich glaube, sie hat sich in diesem Heft versteckt.

Auflösungen: Der richtige Schatten ist Nr. 4. – Knifflige Fragen: 1. Wenn es gefroren ist., 2. Die Handschuhe, 3. Eine Kartoffel, danach ist der Sack nicht mehr leer., 4. Der Hahn, 5. Hot Dog, 6. Der Wasserhahn. – Paula versteckt sich auf Seite 31.

FACHTHEMA

Unsere Kinderseite

11


HOFBESUCH

Jungbullenmast ganz groß

12

Am Landmannhof in Unterinn am Ritten

Südhang mit Blick auf Rosengarten und Schlern. Un-

bedrohlich wirken, sind sie eine sehr friedfertige

Sind die Tiere ausgewachsen, können Bullen ein Ge-

kommt man sich schnell klein vor. Hier sind die

terhalb des Hofes geht es steil hinunter, Philipp nennt

Rasse, die auch mit großer Hitze und Kälte gut zu-

wicht von um die 1.700 kg erreichen. Die Fleischqua-

es das Gamsgebiet. Als die Familie ankam, gab es nur

rechtkommt. Die älteste Rinderrasse Italiens (2.000

lität hängt dabei auch sehr von der Fütterung ab. Um

einen zerfallenden Hof und einen ebensolchen Stadel.

Jahre) ist leider vom Aussterben bedroht. Man könnte

die gewünschte geringe Marmorierung zu erreichen

Heute sieht es hier ganz anders aus. Bauernhaus und

also sagen, dass man paradoxerweise mit dem Ver-

hat Philipp eng mit seinem Hofberater zusammenge-

Stadel sind vorbildlich saniert, ein modernes Wohn-

zehr des Fleisches zur Erhaltung der Art beiträgt.

arbeitet. Beide sind erfreut über die hervorragenden

Dimensionen ungewöhnlich groß. Die Rinder, die hier gezüchtet werden, sind von der größten Rasse, die es überhaupt gibt. Der Bauer Philipp Lobis ist knapp 2 Meter groß. Eine

Resultate dieser Entwicklung. Das Fleisch geht an die

haus steht daneben. Es gibt eine neue Kapelle und

liebenswerte Deutsche Dogge wohnt ebenfalls

einen Schwimmteich. Philipp hat in der Umbau- und

Als Grundfutter steht den Chianina-Mastrindern Lu-

Metzgerei Hannes Mair in Terlan und an ambitionier-

hier. Eine nähere Betrachtung der Abläufe löst

Bauphase selber unzählige Stunden gebaggert, ge-

zerneheu zur freien Aufnahme zur Verfügung. Über

te Gastbetriebe, die ihren Gästen etwas Besonderes

waltige Mengen an Beton wurden verbaut. 4,5 Hektar

die Wintermonate wird das Grundfutter mit Bier-

bieten möchten.

auch noch große Gefühle aus.

Weinberg gehören zum Hof, die der Jungbauer gerne

treber ergänzt. Die Rinder werden zwei Jahre lang

bewirtschaftet - aber sein Herz gehört der Fleisch-

gemästet. Sie erhalten je nach Lebendmasse und

Bauer Philipp lädt uns dann noch in seinen weiträu-

produktion.

Leistungsstadium 5 bis 8 kg Ergänzungsfutter. Beim

migen Keller ein, bewirtet uns mit einem köstlichen

Ergänzungsfutter handelt es sich um eine pelletierte

Becher Wein und zeigt uns seine Jagdtrophäen. Er

Nach ersten Mastversuchen mit den üblichen Rinder-

Sondermischung, die genau nach den Anweisungen

lebt am Hof mit seiner Mutter und seiner Freundin

ein Tier wohl jemals vorstellen würde. Als wir nach

rassen wurde Philipp Lobis klar: Er will eine besondere

und Erfahrungen des Betriebsleiters aus ausgewähl-

Dora. Die Schafe, Hasen und Katzen, die am Hof leben,

dem Namen des Stieres frage, bekommen wir keine

Rasse züchten. Wie könnte es anders sein, er hat sich

ten, hochwertigen und reinen Rohstoffen zusam-

bekommen wir leider nicht zu Gesicht, vielleicht sind

Antwort, aber eine Erklärung. Die Bullen sind maximal

dafür die größte Rinderrasse überhaupt ausgesucht.

mengesetzt ist. Die Ration der Mastrinder wird

auch die besonders groß.

zwei Jahre am Hof und dann schlachtet sie Philipp

Sie nennt sich Chianina und hat ihren geographischen

ausschließlich mit einer Getreidemischung ergänzt.

Lobis selber im Schlachthof. Ein Name erzeugt eine

Ursprung in der Toscana. Die Bistecca alla Fiorentina

Um die weiße Fettfarbe und körnige Fettkonsis-

Zum Abschluss unserer Begegnung fahren wir mit Philipp zum Schlachthof Ritten. Einen halben Tag

Philipp Lobis zeigt uns prompt das beeindruckende Ergebnis seiner Zucht- und Mastbemühungen. Einen weißen Stier, größer und kräftiger, als man sich so

emotionale Bindung, die diesen Vorgang unnötig ver-

muss im Original von einem Chianina-Rind stammen.

tenz zu fördern, wird auf Mais in dieser Getreidemi-

komplizieren würde.

Obwohl die Tiere durch ihre Größe und Massigkeit

schung verzichtet und nur 50 % Weizen gequetscht

Metzger in der 7. Generation war

RIEPER UNTERWEGS

in der Woche arbeitet er dort, damit er

und 50 % Gers-

seine Rinder selber schlachten kann.

te

gequetscht

So ist er bei der Hälfte der Tiere (die

verwendet. Der

andere wird zugekauft) von Geburt

Philipp bevor er

Proteinbedarf

bis zur Schlachtung dabei. Die Rin-

durch familiäre

der Mastrinder

derhälften, die er uns dort präsentiert,

Umstände

auf

wird mit dem

sind beeindruckend. Wohlgeformt, mit

den Hof kam. Der

Grundfutter und

ausgeprägter Muskulatur

Landmannhof

dem Biertreber

und natürlich be-

liegt am Rande

gedeckt.

sonders eines: groß. ■

des Ortes an einem

sonnigen

Landmannhof Fam. Philipp Lobis Unterrinn am Ritten 900 m

www.landmannhof.it

13


Fütterung von Mastrindern Für viele landwirtschaftliche Betriebe in Südtirol könnte die Rindermast ein wichtiges Standbein werden. Es gibt eine Reihe von interessanten, bodenständigen Zweinutzungsrassen, wie Grauvieh, Fleckvieh, Pinzgauer und Pustertaler Sprinzen, dies sich sehr gut für die Mast eignen. Die Fleischrinderhaltung bietet viele Möglichkeiten für jede Betriebsausrichtung, wie extensive Mutterkuhhaltung und Weidemast, Mastrassenzucht mit Verkauf von Deckstieren, Einstellererzeugung aus Gebrauchskreuzungen, bis hin zur einfachen Ausmast von Altkühen. Bei jeder der vielen unterschiedlichen Methoden der Fleischerzeugung kann man aber nur erfolgreich sein, wenn man durch eine passende Kraftfutterergänzung die notwendigen Gewichtszunahmen und die gewünschte Fleischqualität

FACHTHEMA

erreicht.

14

Mutterkuhhaltung

Kälberaufzucht

ein Schlachtgewicht von 250 bis 280 kg erreicht. Da

Für ein hohes Futteraufnahme- und Leistungsvermö-

durch die Milchfütterung die Entwicklung des Pansens

gen in der Rindermast soll in der Kälberaufzucht eine

gehemmt wird und das weiße Kalbfleisch eine Folge

gute Entwicklung des Pansenvolumens, Rahmens und

der Blutarmut wegen Eisenmangels ist, muss im Sinne

Fundaments der Kälber gesichert werden. Idealerwei-

des Tierschutzes ab der 8. Lebenswoche mit der Bei-

se sollen die Aufzuchtkälber in den ersten 3 Lebens-

fütterung von mindestens 50 g eines festen Futters pro

Die angepasste Energieversorgung der Mutterkühe si-

Selenmangel und von Nachgeburtsproblemen sollten

wochen mit angesäuerter Milch zur freien Aufnahme

Kalb begonnen werden, das bis zur 20. Lebenswoche

chert eine gute Fruchtbarkeit und Milchleistung. Mut-

in den letzten drei Trächtigkeitswochen 100 g des Mi-

versorgt werden, damit das Wachstumspotential best-

auf mindestens 250 g angehoben werden muss. Um

terkühe mit hohem Milchleistungspotential sollen in

neralfutters P-14/p zugeteilt werden.

möglich ausgenützt und der Stoffwechsel auf höchste

den Eisengehalt zu begrenzen, ist für das Beifutter eine

Leistung programmiert wird. Gleichzeitig wird bestes

Mischung aus gehäckseltem Stroh oder Maiscobs mit

den ersten Säugetagen eher zurückhaltend gefüttert werden, um beim anfangs noch geringen Milchauf-

Für eine zufriedenstellende Entwicklung der Kälber ist

Heu und Kraftfutter zur freien Aufnahme bereitgestellt.

Maiskörnern und Ergänzungsfutter für Kälber K-40/p

nahmevermögen der Kälber mögliche Euterentzün-

eine ausreichende Milchleistung der Mutterkuh be-

Mit dem 21. Lebenstag wird die Milch zweimal täglich

empfehlenswert, das zweimal täglich nach der Milch-

dungen und Kälberdurchfälle wegen eines zu raschen

sonders vom 2. bis zum 5. Säugemonat und eine Bei-

rationiert angeboten, wobei die Milchmenge bei der

tränke verabreicht wird. Es sollten kein Heu, keine Luzerne oder Grassilage gefüttert werden.

Anstiegs der Milchleistung zu verhindern. Spätestens

fütterung von 0,5-1,5 kg Kraftfutter K-40/p und gutem

Umstellung zunächst beibehalten wird und bis zum

nach drei Säugewochen muss eine bedarfsdeckende

Kälberheu im Kälberschlupf mit eigenem Fressbereich

Ende der Tränkeperiode mit 8-10 Lebenswochen lang-

Nährstoffversorgung der Mutterkuh erreicht werden.

im Stall notwendig. Ab dem 5. Säugemonat muss be-

sam aber kontinuierlich reduziert wird. Wenn das Kalb

Stiermast

Eine ausreichende Kraftfutterergänzung ist besonders

reits mehr als die Hälfte des Nährstoffbedarfs des Kal-

zusätzlich zur Milch mehr als 1 kg Kraftfutter pro Tag

Die Stiere müssen möglichst intensiv im Stall gemästet

bei schlechter Grundfutterqualität und bei ungünsti-

bes mit Grund- und Kraftfutter gedeckt werden.

aufnimmt, kann die Milch abgesetzt werden. Dadurch

werden. Die beste Fleischqualität wird bei besonders

wird frühzeitig die Entwicklung der Vormägen als

jungen Tieren mit einer Lebendmasse von 350-390 kg

an der idealen Körperkondition orientieren. Am Ende

Bereits vor dem Absetzen mit 8 Monaten und 300 kg

Grundlage für die Grundfutterverwertung und spätere

bei einem Alter von 16-17 Monaten erreicht. Aufgrund

der Säugeperiode und in der Trockenstehzeit dürfen

Lebendmasse sollte die Kraftfuttermenge gesteigert

Mastleistung gefördert. Nach dem Absetzen werden

der Nährstoffkonzentration ist die Verwendung von

die Mutterkühe nicht zu stark zunehmen. In dieser

werden, um einen Leistungseinbruch durch den Weg-

1,5 - 2,5 kg Kälberstarter K-40/p, KÄLBERMÜSLI oder

viel hochwertiger Maissilage mit einem geringen An-

Zeit werden die Kühe unter Beobachtung der Körper-

fall der Milch zu vermeiden. Das Absetzen darf auch

KÖRNERMÜSLI (nur bis zur 12. Lebenswoche) gefüt-

teil von Heu oder Grassilage ideal. Zur Sicherung einer

kondition mit energieärmerem und strukturreichem

nicht mit einer Grundfutterumstellung oder Umstal-

tert.

Grundfutter versorgt. Für die Mineralstoff- und Spu-

lung zusammenfallen. Die Mutterkuhkälber können

gen Witterungsbedingungen notwendig und soll sich

ausreichenden Tageszunahme von 1.300 g und zur Vermeidung eines frühzeitigen Fettansatzes ist im ers-

renelementversorgung sind 60 g Viehsalz und 40-80 g

entweder mit 10 Monaten geschlachtet werden oder

Milchmast

ten Mastabschnitt bis 400 kg Lebendmasse eine aus-

des Mineralfutters P-240/p notwendig. Zur Vermei-

auf der Weide oder im Stall als Kalbinnen oder Ochsen

Für die Erzeugung des traditionellen weißen Kalb-

reichende Proteinergänzung in der Höhe von 2-2,5 kg

dung von lebens- und saugschwachen Kälbern durch

weitergemästet werden.

fleisches wird das Mastkalb hauptsächlich mit Milch

M-265/p mit 25 % Rohprotein notwendig. Ohne Mais-

getränkt. Bei der Verwendung von Vollmilch kann auf-

silage ist die intensive Stiermast weniger wirtschaftlich,

grund des geringen Energiegehaltes der Milch und des

da nur geringere Tageszunahmen von 1.000 g erreicht

begrenzten Aufnahmevermögens von 16 Litern am Tag

werden können. Bei guter Grassilage ist eine Ergän-

nur ein relativ niedriges Schlachtgewicht von 120 kg in

zung mit 2-3 kg Getreidemischung und bei Heu einer

14 Wochen erreicht werden. Deshalb wird hauptsäch-

Gabe von 4-6 kg BOVIMAST 1/p mit 20 % Rohprotein

lich Milchaustauscher verwendet, dessen Konzentrati-

pro Tier und Tag notwendig. Im zweiten Mastabschnitt

on kontinuierlich von 125 auf 200 g pro Liter Milchträn-

ab 400 kg Lebendmasse (Endmast) wird der Protein-

ke (bis zu 15 Liter pro Tag) erhöht wird. Das passende

gehalt in der Ration reduziert (Umstieg auf das End-

Milchaustauscherfutter ist CELTILAIT MAST mit 50 %

mastfutter BOVIMAST 2/p mit 16 % Rohprotein) oder

Magermilchanteil, das bereits ab der 1. Lebenswoche

ein immer größerer Anteil des Ergänzungsfutters mit

verwendet werden kann. In 26 bis 28 Wochen wird

Getreidemischung ersetzt.

15


FACHTHEMA

ÜBERSICHT DER FUTTERMENGEN IN DEN VERSCHIEDENEN MASTARTEN

16

Ochsenmast

Kalbinnenmast

Ochsen sind die idealen Masttiere für die extensive Wei-

Die Mast von Kalbinnen ist nur bei fleischbetonten

de- und Almmast. Durch die Kastration sind die Tiere

Tieren aus Mastrassen, Gebrauchskreuzungen oder

TIERART

MILCHPHASE

BEIFUTTERPHASE

MILCHKÄLBER

3-11 Liter Milch mit 125160 g Pulver

11-15 Liter Milch mit 170-200 g Pulver, 250 g Stroh und K-40/p

GEWICHT

40-90 kg

90-270 kg

ALTER

1.-7. Wo

8.-28. Wo

MUTTER­ KUHKÄLBER

0,1 kg K-40/p

Heu, 1 kg K-40/p

Heu, Weide, 1 kg BOVIMAST 2/p

Heu, Weide, 1,5 kg BOVIMAST 2/p

GEWICHT

40-60 kg

60-200 kg

200-300 kg

300-360 kg

ALTER

1. Mo

2.-5. Mo

6.-8. Mo

9.-10. Mo

KALBINNEN

Milch zur freien Aufnahme, K-40/p, Heu

Milch von 12 l auf 0 reduzieren, K-40/p, Heu

1,5 kg K-40/p, Heu und Wasser zur freien Aufnahme

Grassilage oder Heu und Maissilage, 2,5 kg BOVIMAST 1/p

Weide- oder Almhaltung, 1,3 kg BOVIMAST 1/p

Heu, Maissilage, 2,5 kg BOVIMAST 2/p

AUFZUCHT

ANFANGSMAST

EXTENSIVE PHASE

AUSMAST

bei der Weidehaltung ruhiger und durch den früheren

aus der Mutterkuhhaltung interessant. Milchbeton-

Fettansatz ermöglichen Ochsen die beste Verwertung

te Typen, die aus der Zucht ausscheiden, liefern keine

GEWICHT

40-55 kg

55-80 kg

80-150 kg

150-250 kg

250-400 kg

400-550 kg

ALTER

1.-3. Wo

4.-8. Wo

9.-21. Wo

6.-9. Mo

10.-14. Mo

15.-19. Mo

OCHSEN

Milch zur freien Aufnahme, K-40/p, Heu

Milch von 12 l auf 0 reduzieren, K-40/p, Heu

1,5 kg K-40/p, Heu, Wasser

Heu, Maissilage, 1,5 kg BOVIMAST 1/p

Weide- oder Almhaltung ohne Kraftfutter

Heu, Maissilage, 2,5 kg FG-5/geq

GEWICHT

40-55 kg

55-80 kg

80-150 kg

150-250 kg

250-550 kg

550-650 kg

ALTER

1.-3. Wo

4.-8. Wo

9.-21. Wo

6.-12. Mo

13.-20. Mo

21.-23. Mo

STIERE

Milch zur freien Aufnahme, K-40/p, Heu

Milch von 12 l auf 0 reduzieren, K-40/p, Heu

1,5 kg K-40/p, Heu

Heu, Maissilage, 2 kg M-265/p

Maissilage, 2,5 kg BOVIMAST 2/p

GEWICHT

40-55 kg

55-80 kg

80-150 kg

150-400 kg

400-650 kg

ALTER

1.-3. Wo

4.-8. Wo

9.-21. Wo

6.-12. Mo

13.-17. Mo

von Grünlandfutter bei einer besonders guten Fleisch-

zufriedenstellenden Ergebnisse. Zur optimalen Aus-

qualität. Je nach Rasse und Mastintensität können die

schöpfung des Jugendwachstums sollten die jungen

Ochsen nach 14 bis 34 Monaten schlachtreif sein. Im

Kälber intensiv aufgezogen werden. Mit 3 Monaten

ersten Lebensjahr muss mit einer ausreichenden Ener-

bei 120 kg Lebendmasse soll das Grundfutter mit 1,5 kg

gie-und Eiweißversorgung für eine gute Entwicklung

Kälberkraftfutter K-40/p ergänzt werden. Bis zu

der Jungochsen gesorgt werden. Bei einer Lebendmasse

8 Monaten oder 250 kg Lebendmasse soll auf 2-3 kg

von 150 kg (4 Monate) werden zwischen 1 und 2 kg und

Anfangsmastkraftfutter BOVIMAST 1/p umgestellt

bei 250 kg Lebendmasse (8 Monate) zwischen 0,5 und

werden. Ab diesem Gewicht kann das Kraftfutter bis

1,5 kg Ergänzungsfutter benötigt. Zu Weide und Grassi-

zu Mastende auf 1,5-2,5 kg reduziert werden, das bis

lage passt BOVIMAST 2/p mit 16 % Rohprotein und zu

zur Schlachtung mit 500-550 kg beibehalten wird.

Heu- und Maissilagerationen BOVIMAST 1/p mit 20 %

Ebenso ist ab 250 kg eine extensive Weidehaltung mit

Rohprotein. Eine zu geringe Proteinversorgung kann in

auf 1-1,5 kg reduzierter Kraftfuttermenge möglich. Der

dieser Phase einen zu geringen Fleischansatz und eine

Wachstumsrückstand in dieser Zeit muss ab 400 kg

zu frühe Verfettung verursachen. Im zweiten Lebensjahr

Lebensmasse durch eine intensive Ausmast mit täglich

(ab 250-300 kg) ist eine Weide- oder Almhaltung mög-

2-3 kg Kraftfutter bzw. Getreidemischung aufgeholt

lich bzw. empfehlenswert. Bei guter Weide ist in diesem

werden. Die Nachteile sind, dass durch die extensive

Lebensabschnitt eine Mast ohne Kraftfutter möglich.

Fütterung die Schlachtreife erst später erreicht wird,

Auf eine ausreichende Mineralstoffversorgung mit 20 g

und dass durch die intensive Ausmast die Gefahr einer

Viehsalz und 50 g P-240/p sollte geachtet werden. An

Verfettung besteht.

die Weidephase muss ab dem 20. Lebensmonat (ab 500 kg Gewicht) eine gezielte Ausmast über 2-3 Monate mit

Ausmast von Schlachtkühen

1-3,5 kg Kraftfutter pro Tag anschließen, damit die not-

Die meisten Altkühe oder von der Zucht ausgeschie-

wendige Fettabdeckung des Schlachtkörpers mit der

denen Kalbinnen werden unvorbereitet geschlachtet.

gewünschten Marmorierung des Fleisches erreicht wird.

Durch eine gezielte Ausmast der Altkühe in den letzten

Da in dieser Phase der Proteinbedarf gering ist, kann die

2-3 Monaten vor der Schlachtung kann beim Verkauf

Ausmast auch mit einer reinen Getreidemischung wie

ein Zusatzerlös erzielt werden. Zunächst ist es wichtig,

z.B. FG-5/geq erfolgen. Da das Gras ein weiches und

dass die Kuh trockengestellt ist. Dann wird die Kuh mit

gelblich gefärbtes Fett erzeugt, ist die Ausmast im Stall

3-3,5 kg Getreidemischung pro Tag gemästet um ein

auch für die Verbesserung der Fettqualität notwendig,

höheres Körpergewicht und eine bessere Fettabde-

eine direkte Schlachtung von der Weide sollte aus die-

ckung zu erreichen.

sem Grund nicht erfolgen.

■

ALTKÜHE

Grundfutter und 3,5 kg FG-5/geq

GEWICHT

650-710 kg

ZEIT

3 Monate

Diese Produkte wurden verbessert und werden jetzt mit höherem Proteingehalt angeboten, um das vorhandene Grundfutter besser zu ergänzen: NEU Bovimast 1/p

NEU Bovimast 2/p

• Anfangsmastfutter mit 20 % Rohprotein.

• Endmastfutter mit 16 % Roh-

Ab 6 Monaten bis zu einem Gewicht von

protein. Ab einem Gewicht von

400 kg; für eine gute Ausnützung des

400 kg bis Mastende; für gute

Jugendwachstums und zur Unterstützung

Zunahmen und eine optimale

eines hohen Fleischansatzes.

Fleischqualität.

17


Qualitätsfleischprogramme in Südtirol Bio Beef vom Südtiroler Bauernhof

www.biobeef.it

Entstehung: 2004 von der ArGe Biofleisch Südtirol, Gruppe Südtiroler Bio Bergbauern, die Mutter- kuhhaltung betreiben; 2017 Umwandlung in Genossenschaft Bioregio Rassen: Grauvieh, Fleckvieh, Original Braunvieh, Puschtra Sprinzen Tierkategorien: Jungrinder Vermarktete Tiere: 150 pro Jahr Anzahl Betriebe: 23 Vertriebswege: Direktvermarktung inkl. Zerlegung/Verpackung und Lieferung an Privatkunden, ausgewählte Geschäfte, Gastronomie

Südtiroler Rindfleisch - gefragter denn je

AKTUELLES

In vielen Südtiroler Haushalten wird weniger

Sommer auf die Alm. Besonders kleine Betriebe, die sich

über Produzenten ist häufig durch Lebensmit-

durch die Milchwirtschaft nicht mehr rechnen, können

telskandale und undurchsichtige Herstellungs-

von einer Umstellung profitieren und so weiterbeste-

prozesse beschädigt. Konsumenten zweifeln oft

hen. Positiver Nebeneffekt ist die Weiterführung der

Wissen über die Herkunft des Fleisches und die 18

Graues Geisler Rind

Almen. Einige Südtiroler Landwirte haben dieses Potenzial er-

Dieser Trend zeichnet sich seit einigen Jahren immer

von der EU und dem Land geförderte Qualitätsfleisch-

stärker ab, aber nur langsam kommt Bewegung in die

programme entwickelt. Sie verfolgen alle denselben

Südtiroler Landwirtschaft, da die Umstellung eines Be-

Ansatz. Die Fleischqualität soll durch eine besonders

triebes meist mit hohen Investitionskosten verbunden

artgerechte Tierhaltung, mit viel Auslauf, Herdenhal-

ist. So ist noch heute die Rindermast meist eine Ne-

tung und natürlichem Futter erhöht werden. Studien

bentätigkeit zur Milchwirtschaft und es gibt bisher nur

belegen, dass Fleisch von Tieren aus Weidehaltung ei-

kannt. So haben sich in den letzten Jahren mehrere teils

wenige spezialisierte Mastbetriebe. Dennoch haben

nen höheren Gehalt an hochwertigen Omega-3 Fett-

sich in den letzten Jahren einige Qualitäts- und Mar-

säuren aufweisen. Lange Wege zur Schlachtung sollen

kenfleischprogramme entwickelt.

vermieden werden und die Verkaufswege kurz sein:

Bereits 2011 wurden in einer Studie des WIFO die

Onlineshops. Abnehmer finden sich auch in der lokalen,

Marktchancen für Südtiroler Rindfleisch erhoben. Das

gehobenen Gastronomie.

direkt beim Produzenten, bei lokalen Metzgern und in

Ergebnis war eindeutig. In Südtirol besteht eine Nachfrage nach regionalem Fleisch. Die meisten der Befrag-

Das gesteigerte Interesse an Qualitätsrindfleisch ruft

ten gaben an, dass das Wissen über die Herkunft, neben

auch die Universität Bozen auf den Plan: seit kurzem

Preis, Verkaufsart und Produktionsweise, am wichtigs-

wird zu den Themen Produktion, Konsumenten­

ten ist. Auf der Herstellerseite wurde deutlich, dass die

interesse und Trends geforscht. Neue Studienergeb-

Unterstützung durch die bäuerlichen Verbände beim

nisse werden für das kommende Jahr erwartet. Bewe-

Umstieg von Milch auf Mast fehlte. Dazu gäbe es nicht

gung kommt auch von der IDM, die bestrebt ist, für die

genügend Absatzkanäle. Dies, so die Studie, sei eine

verschiedenen Programme ein gemeinsames Konzept

Hemmschwelle für viele Landwirte. Dabei bietet die

auszuarbeiten.

Mastviehhaltung auch Vorteile gegenüber der Milchviehhaltung. So kann ein Stall meist im Nebenerwerb

Man darf also gespannt sein, welche Entwicklungen

bewirtschaftet werden, da die Tiere viel auf der Wei-

sich auf dem Südtiroler Rindfleischmarkt in den nächs-

de und in der Herde laufen. Kuh und Kalb werden in

ten Jahren zeigen werden.

www.villnoesser-brillenschaf.eu

Entstehung: 2012 Vereinsgründung „Graues Geisler Rind“ als Weiterentwicklung des Projekts „Villnösser Brillenschaf“ Rassen: Grauvieh Tierkategorien: Kälber, Jungrinder, Ochsen Vermarktete Tiere: 50-60 pro Jahr Anzahl Betriebe: 16 Vertriebswege: Lokale Gastronomie und Hotels, eine Partnermetzgerei

Pflege des Landschaftsbildes im Tal als auch auf den

Haltung der Tiere immer wichtiger.

www.roterhahn.it

Entstehung: 2013 wurde mit dem Bio-Frischfleischprogramm begonnen Rassen: Fleischrassen oder Doppelnutzungsrassen (mit eingekreuzten Fleischrassen) Tierkategorien: Kälber, Jungrinder, Ochsen, Stiere, Rinder Vermarktete Tiere: 80 pro Jahr Anzahl Betriebe: 5 Vertriebswege: Direktvermarktung ab Hof

der Regel selten getrennt und fast alle Tiere gehen im

Fleisch gegessen, denn das Vertrauen gegen-

an der Qualität des Fleisches. Für viele wird das

Frischfleischprogramm Roter Hahn

Laugen Rind

www.laugenrind.com Entstehung: 2004 als Leader-Projekt durch eine Gruppe Ultner Bauern Rassen: Vorwiegend Grauvieh Tierkategorien: Kälber, Jungrinder, Ochsen Vermarktete Tiere: 90-100 pro Jahr Anzahl Betriebe: 50 Vertriebswege: Frischfleisch: Lokale Metzgereien, Gourmetrestaurants oder Fleischpakete im Onlineshop Verkauf von veredelten Produkten: Ragú, Gulasch, Bratensaft, Kaminwurzen und Meraner Würste in Feinkostläden in Südtirol, Deutschland und Online

Sarner Fleisch

www.sarnerfleisch.com Entstehung: 2004 als Leader-Projekt um die Rasse Grauvieh zu stärken Rassen: Grauvieh, Fleckvieh (Simmental) und Schottisches Hochlandrind Tierkategorien: Kälber, Jungrinder, Ochsen, Stiere Vermarktete Tiere: 80-100 pro Jahr Anzahl Betriebe: 50 Vertriebswege: Lokale Metzgereien und Restaurants

Südtiroler Qualitätsfleisch

www.kovieh.com

Entstehung: 2007 vom KOVIEH, in Zusammenarbeit mit dem Assessorat für Landwirtschaft und dem Südtiroler Bauernbund Rassen: Alle Rassen Tierkategorien: Alle Kategorien Vermarktete Tiere: 385 pro Jahr Anzahl Betriebe: 200 Vertriebswege: Lokale Metzgereien

19


Kuhstall mit 1.000-jähriger Geschichte Direkt am Dorfplatz von Lengstein am Ritten, in einmaliger Lage befindet sich der historische

Grundfutter mit der nötigen Struktur zu ergänzen.

Alle Kühe, die mehr Milch geben, erhalten je nach

Gasthof Schwaiger. Ein Gemischtwarenladen

Das Grundfutter wird im Mischwagen mit 4,5 kg Ge-

Leistung über den Kraftfutterautomaten das Hochleis-

ten Elementen. Der gut gelaunte Wirt Markus erzählt,

ist mit im Haus. Hier war früher eine RIEPER

treidemischung aus 60 % Maisschrot und 40 % Gerste

tungsfutter PROTEC LE/p mit 18 % Rohprotein und 7,5

dass seine Mutter, als sie mit ihm schwanger war, die

Futtermittelvertretung und heute wird RIEPER

gequetscht ergänzt. Der hohe Gerstenanteil liefert die

MJ NEL, das wiederum geschützten Rapschrot, Lein-

farbliche Besonderheit in den Raum brachte.

Mehl verkauft. Der dazugehörige landwirtHOFBESUCH

schaftliche Betrieb ist ebenso beindruckend.

20

Ein kräftiger türkiser Grundton wird umrahmt von ro-

notwendigen pansenverfügbaren Kohlenhydrate, da-

kuchen und pansengeschütztes Fett enthält. Ihnen

mit die Pansenbakterien das lösliche Rohprotein aus

werden höchstens bis zu 5 kg PROTEC LE/p zugeteilt,

der Grassilage vollständig verwerten können. Zum

mit denen eine rechnerische Milchleistung von 36 kg

beiden regionale Spezialitäten und probieren auch

Ausgleich werden 2 kg granuliertes Proteinkonzen­trat

pro Tag abgedeckt werden kann.

gerne neue Rezepte aus.

Zusammen mit Markus' Frau Maria-Luise zaubern die

GRANMIX/g PROTEC 35 OPTIGEN verwendet. Der In der fünften Generation ist die Familie Mayr hier.

Hauptanteil dieses Proteinkonzentrates mit 35 % Roh-

Die Kälber werden mit dem Milchaustauscher Lak-

Alles ist in den letzten Jahrhunderten nicht gleich ge-

Stets war „Der Schwaiger“ ein Gasthaus mit dazuge-

protein besteht aus pansengeschütztem Rapsschrot,

topan K-2 und dem pelletierten Ergänzungsfutter für

blieben. Sonst würde die Familie Mayr immer noch eine Mühle und ein Weingut betreiben. Der Hotelbe-

hörigem Bauernhof. Damit das so bleibt, hat Altbauer

um der Kuh neben dem pansenlöslichen Rohprotein

Kälber K-40/p versorgt. Die Jungrinder erhalten den

Max beides im letzten Jahr seinem ältesten Sohn Mar-

aus der Grassilage eine ausreichende Menge darmver-

Mineralsalzleckstein zur praktischen Selbstversorgung

trieb mit 13 Zimmern, die von Ostern bis Allerheiligen

kus übergeben, der sich vorwiegend um das Gasthaus

fügbares Rohprotein zur Verfügung zu stellen.

mit einer Mindestmenge an Mineralstoffen.

von vielen Stammgästen bewohnt werden und die

Zusätzlich ist langsam freisetzbarer Harnstoff ent-

Im Jahr 2000 wurde der Stall ausgebaut und moder-

die kommende Generation mit Markus' Sohn Max

Nachzucht betreibt hauptsächlich sein Bruder Andreas.

halten, der als langsam fließende Stickstoffquelle die

nisiert. Der Laufstall mit Laufhof und Außenliegeboxen

interessiert sich für die Landwirtschaft. So steht den

Das macht er mit Hingabe und großem Erfolg. Die

Tätigkeit der rohfaserabbauenden Pansenbakterien

ist umgeben von 12 Hektar Weideland mit Blick auf

nächsten 1.000 Jahren Schwaiger in Lengstein erst ein-

Zuchtbemühungen wurden bei den letzten beiden lo-

aufrecht erhält und für eine gründliche Verdauung des

die Dolomiten. Die Nachzucht hat im Sommer sogar

mal nichts entgegen.

kalen Wettbewerben ausgezeichnet. Die Milchleistung

Grundfutters sorgt. Für die Grundversorgung mit Mi-

eine noch bessere Aussicht und darf auf dem Rittner

ist mit 8.850 kg (Fett 4,4 %; Eiweiß 3,7 %) beim Braun-

neralstoffen und Vitaminen werden im Mischwagen

Horn weiden.

mit Hotelbetrieb kümmert. Den landwirtschaftlichen Betrieb mit seinen 28 Milchkühen und der intensiven

Milchwirtschaft und Viehzucht laufen sehr gut. Auch

vieh und 10.100 kg (Fett 4,6 %; Eiweiß 3,3 %) bei den

pro Kuh 100 g Mineralfutter P-18/m beigemischt. Die-

Schwarzbunten überdurchschnittlich gut.

ses mehlige Mineralfutter sorgt mit pansengeschütz-

Besucht man einmal den Speiseraum des Gasthauses

tem Vitamin A, natürlichen Polyphenolen und orga-

wird man ihn so schnell nicht vergessen. Die Täfelung

Die Kühe erhalten eine aufgewertete Mischration, die

nisch gebundenen Spurenelementen für eine optimale

ist ungewöhnlich in Form und Farbe. 220 Jahre ist sie

je nach Leistung mit Kraftfutter aus dem Automaten

Versorgung der Kuh mit Wirkstoffen und unterstützt

alt, immer wieder entdeckt man Muschel- und Zopf-

ergänzt wird. Die Mischration besteht aus Grassilage,

dadurch die Fruchtbarkeit und die Abwehrkräfte. Mit

elemente. In Südtirol findet man das so kein zweites

Heu und zugekaufter Luzerne. Bei Bedarf wird etwas

der Ration aus dem Mischwagen wird eine durch-

Mal. Die Farben sind mindestens genauso einprägsam.

Stroh beigemischt, um das besonders hochwertige

schnittliche Milchleistung von 25 kg abgedeckt.

RIEPER UNTERWEGS

www.gasthof-schwaiger.it

RATION FÜR CA. 36 KG MILCH MISCHWAGEN 18 kg 4 kg

Grassilage (zur Zeit 1. Schnitt) Luzerne

2,5 kg

Heu

0,5 kg

Stroh

4,5 kg

Mais-Gerste gequetscht (60:40)

2 kg

Proteinkonzentrat GRANMIX/g PROTEC 35 OPTIGEN

100 g

Mineralfutter P-18/m

KRAFTFUTTERAUTOMAT Schwaigerhof Fam. Mayr Lengstein am Ritten 970 m

bis zu 5 kg PROTEC LE/p

■

21


Der Traum von 100 Litern Milch im Apfelparadies

Superklasse verliehen wird. Bei einem guten Stall-

das Futter weniger selektieren. Die Mischration reicht

durchschnitt erzielen sie 4 % Fett und 3,3 % Eiweiß.

rechnerisch für 30 kg Milchleistung. Zusätzlich erhal-

HOFBESUCH

ten die besten Kühe im Melkstand händisch noch eine

22

Fast das gesamte Hochplateau von Natz wird

geschafft hatten, erinnern sie sich gerne zurück. Doch

von Apfelbauern bewirtschaftet. Mitten drin

bis dahin war es ein langer Weg.

gibt es lediglich vier Viehbauern. Einer von diesen ist der Grafhof mit 38 Kühen, die Milch bester Qualität liefern.

Bewirtschaftet werden zwischen eigenen und Pacht-

leistungsabhängige Ergänzung von bis zu 4 kg PLAN-

flächen rund 16 Hektar, davon 6 Hektar Mais, der Rest

TA 14/p am Tag. Das einzigartige Kraftfutter PLANTA

ist Wiese. Die gesamten Flächen können bewässert

ist hoch verträglich und kann selbst bei hohen Kraft-

werden und somit ist es möglich, fast jedes Jahr den

futtermengen problemlos ohne Kraftfutterautoma-

„Der Helmut, der war in dieser Zeit unser Mann!“ Toni ist

gleichen Ernteertrag zu erzielen. Wenn die Zeit zum

ten zugeteilt werden. PLANTA ist ein hochkonzent-

überzeugt, dass ohne den Hofberater Helmut Unter-

Mähen gekommen ist, wird mit den Nachbarn zusam-

riertes Kraftfutter ganz ohne Rohfaserkomponenten,

hofer die Entwicklung niemals so gut verlaufen wäre.

mengearbeitet, um schlagkräftiger zu sein. Eine gute

das 5,5 % Fett und 34 % Stärke im PLANTA 16/p und

Der Vater hatte das Gras für die Kühe noch jeden Tag

Synergie besteht darüber hinaus mit den Obstbauern,

40 % Stärke im PLANTA 14/p enthält. In Verbindung

Seit acht Generationen befindet sich der Grafhof in

per Hand geerntet, der Stall war weit entfernt von mo-

welche sich die Gülle dankend für ihre Felder abholen.

mit dem hervorragenden Grundfutter können Milch-

Natz unweit von Brixen im Besitz der Familie Tauber.

dernen Standards. Die ersten Versuche mit dem Silo

Johann Tauber, der Vater von Elisabeth, konnte vor

gingen gründlich schief. Angesichts der schlechten Vo-

Die Kühe werden mit einer aufgewerteten Mischrati-

werden. Durch die gute Deckung des Energiebedarfs

zwanzig Jahren unerwartet und plötzlich der Arbeit

raussetzungen wundern sich Elisabeth und Toni heute,

on mit Maissilage und Grassilage aus eigenem Anbau

im Hochleistungsbereich haben die Kühe weniger

am Hof nicht mehr nachgehen. Elisabeth und ihr Mann

dass sie durchgehalten haben. Doch mit Helmuts Hilfe

gefüttert. Die Maissilage wird von einem Lohnunter-

Stoffwechselprobleme, halten die Milchleistung län-

Anton Lechner waren damals beide voll berufstätig

ging es stetig bergauf.

nehmer in Rundballen einsiliert. Die gut angewelkte

ger in einem hohen Bereich und haben eine bessere

Grassilage wird mit der eigenen Presse in Rundballen

Fruchtbarkeit. Durch die hohe Proteinwirksamkeit der

und hatten wenig mit der Landwirtschaft zu tun. Die

leistungen von bis zu 40 kg bequem ausgefüttert

Hofübernahme war erst zu einem späteren Zeitpunkt

Heute steht neben dem historischen Hof aus dem 16.

konserviert. Zur Verbesserung der Gärung, der Qua-

PLANTA Futtermittel können entzündungsfördernde

angedacht. Aus dem irgendwann wurde ein jetzt.

Jahrhundert ein modernes Wohnhaus mit drei gut ge-

lität und der Haltbarkeit der Rundballen wird das Si-

Proteinüberschüsse und die Harnstoffbildung verrin-

Damals war der Grafhof ein Mischbetrieb, wie er seit

henden Ferienwohnungen und seit 2004 ein Laufstall

liermittel BONSILAGE PLUS verwendet. Zum Struk-

gert und damit die Tiergesundheit noch weiter ver-

langer Zeit in Südtirol üblich war. Im Stall standen we-

mit Liegeboxen und Außenliegeboxen samt Auslauf. 38

turausgleich werden die Silagen im Mischwagen mit

bessert werden.

niger als eine Handvoll Kühe. Diese gaben anfänglich

Milchkühe aller Rassen und ein Stier werden hier ge-

3 kg zugekaufter, bodengetrockneter Luzerne und 0,5

nur 30 Liter Milch – alle zusammen.

halten. Toni hat einen Besamungskurs gemacht und

kg Stroh ergänzt. Die Mischration wird mit 7 kg PLAN-

Viel Fleiß und Durchhaltevermögen haben Elisabeth

danach entschieden, die Trächtigkeitssicherheit durch

TA 16/p pro Kuh aufgewertet. Das Kraftfutter wird in

Tauber und Anton Lechner in all den Jahren bewiesen,

Insgeheim war es ein Traum irgendwann 100 Liter

einen eigenen Stier am Hof zu gewährleisten. Bereits

granulierter Form als GRANMIX verwendet, damit es

um den Grafhof zu dem zu machen, was er heute ist:

täglich zu produzieren. An die Feier, als sie es endlich

seit 8 Jahren erhalten sie die Plakette, die für die 100 l

sich besser mit dem Grundfutter mischt und die Kühe

ein moderner, zukunftsträchtiger Vorzeigebetrieb. ■

RIEPER UNTERWEGS

RATION FÜR 30 KG MILCH 20 kg

Maissilage

14 kg

Grassilage

3 kg 0,5 kg 7 kg

Grafhof Fam. Lechner Tauber Natz 890 m

www.grafhof.it

Luzerne Stroh GRANMIX/g PLANTA 16

Zusätzlich händisch im Melkstand: bis zu 4 kg PLANTA 14/p.

23


Vorteile neuer Analysenwerte im Grundfutter Die genaue Einschätzung des Nährwertes des betriebseigenen Grundfutters ist die Voraussetzung für die Planung und Überprüfung der Futterration. Eine rein sensorische Beurteilung des Grundfutters und die ausschließliche Verwendung von Tabellenwerten führen oft zu schwerwiegenden Fehleinschätzungen. Nur die Laboranalyse der Grundfutterproben liefert ausreichend genaue Werte für eine verlässliche Rationsberechnung. Die A. RIEPER AG bietet schon seit vielen Jahren kostenlose Grundfutteranalysen für die Kunden im betriebseigenen Labor an. Diese Analysen sind wichtig für die Entwicklung und Auswahl von Kraftfuttertypen, die genau auf das vorhandene Grundfutter abgestimmt sind. Wegen der grundlegenden Bedeutung der Grundfutteranalysen wurden ab dem heurigen Jahr 2017 die Grundfutteranalysen

FACHTHEMA

um einige weitere wichtige Messwerte erweitert, die bei jeder Untersuchung mitgeliefert werden.

Zusätzliche Analysen ab 2017

Feuchtigkeit Rohasche

Zellinhalt

Rohprotein

Zellwand

25

Rohfett Stärke NfE Stickstofffreie Extraktstoffe

Rohfaser

Zucker

lulose und das Lignin. Mit den Gerüstsubstanzen kann

wird der unverdauliche Holzstoff (Lignin) analysiert.

überprüft werden, ob genügend Fasern für eine ein-

Die fortschreitende Verholzung ist ein Kennzeichen für

wandfreie Pansenfunktion vorliegen. In der Gesamtra-

überreifes Grundfutter. Der Holzstoff ist selbst für die

Fruktane

tion einer Milchkuh sollten mindestens 30 % NDF und

Pansenmikroorganismen der Milchkuh unverdaulich.

Organischer Rest

22 % ADF enthalten sein, wenn 75 % davon aus dem

Pektin

Grundfutter stammen. Da es sich bei NDF und ADL

Grassilagen sollten höchstens 12 % ADL bezogen auf

aber um rein chemische Werte handelt, muss immer

den NDF-Gehalt haben, Maissilagen sollten weniger als 7 % ADF bezogen auf die NDF aufweisen.

Hemizellulose

NDF

noch die ausreichende Strukturwirksamkeit der Rati-

Zellulose

ADF

on überprüft werden. Mit dem Faserbestandteil ADL

Lignin

ADL 600

Abb.: Bisherige Werte der Grundfutteranalysen und zusätzliche Analysenwerte ab 2017

Rohfaser

500

NDF ADF

400

ADL

300 200

Abb.:

100

Faserbestandteile

Durchschnittliche Faserwerte der

ge ila

itt

ai ss M

Sc

hn

itt ss

ila

ge

4.

Sc

hn

itt ra G

G

ra

ss

ila

ge

3.

Sc

hn

itt ila ss ra

G

G

ra

ss

ila

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1.

e

ge

4.

2.

Sc

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Sc rn ze Lu

hn

itt

itt hn

itt 3. e rn ze Lu

Lu

ze

rn

e

1.

2.

Sc

Sc

hn

itt hn

l fe Po e

hingegen umfasst nur die schwerer verdauliche Zel-

rn

Lösungsmittel der Gesamtanteil aller Faser- oder Ge-

ze

und Lignin. Die ADF oder Säure-Detergentien-Faser

Lu

Detergentien-Faser durch das Kochen in neutralem

et

hält die NDF die Bestandteile Hemizellulose, Zellulose

m

Futtermittels erfasst werden. Chemisch gesehen ent-

teile gemessen wird, kann als NDF oder Neutral-

ru m

nur der schwer verdauliche Anteil der Faserbestand-

H

rüstsubstanzen bzw. aller Zellwand-Bestandteile eines

eu

0

Während bei der Analyse der traditionellen Rohfaser

G

24

Bisherige Analysen

verschiedenen Grundfuttermittel in g/kg TM


Zucker

Stärke

Energiewert

Je nach Pflanzenbestand, Schnittzeitpunkt und

Bei den Maissilagen wird anstelle des Zuckers die Stär-

Die Verdaulichkeit entscheidet darüber, welche Ener-

bare organische Substanz eingeführt. Der Anteil des

Konservierungsmethode kann das Heu sehr unter-

ke untersucht. Die Stärke ist ein wesentlicher Mess-

gie das Tier aus einem Futtermittel verwerten kann.

Futtermittels, der sich bei der Behandlung mit dem

schiedliche Mengen an Zucker enthalten. Da Zucker

wert für den Kolbenanteil und den Reifezustand und

In der Vergangenheit wurde der Energiegehalt des

Enzym Cellulase auflöst, gibt uns die Information

im Pansen sehr schnell abgebaut wird und zu Pan-

somit für die Qualität und den Nährwert der Mais-

Grundfutters lediglich aus den Analysenwerten von

über die Verdaulichkeit eines Futtermittels im Pansen des Rindes. Mit den von der DLG vorgeschriebenen

senübersäuerung führen kann, sollte das Heu bei der

silage. Eine gute Maissilage sollte mindestens 30 %

Rohprotein, Rohfaser und Rohasche berechnet. Die-

Verwendung als Hauptkomponente nicht mehr als

Stärke in der Trockenmasse enthalten.

se Energiewertschätzung war ungenau, da zwei Fut-

Formeln wird der Energiegehalt der verschiedenen

12 % Zucker in der Trockenmasse enthalten. Aufgrund

termittel mit genau demselben Nährstoffgehalt eine

Grundfuttermittel aus der enzymlöslichen organi-

des hohen Stängelanteiles enthält der 1. Schnitt mit

andere Verdaulichkeit und folglich einen unterschied-

schen Substanz, Rohfett, ADF bzw. NDF und Roha-

durchschnittlich 11 % wesentlich mehr Zucker als die

lichen Energiegehalt aufweisen können. Deshalb

sche berechnet.

Folgeschnitte (Grummet 10 %, Pofel 9,7 %). Beim

Fett

■

wurde als zusätzlicher Analysenwert die enzymlös-

ig

ig tr

em

Ü

Ü

be

be

rs

rs

tä

tä

nd

nd

e

Ex

Ri

sp

en

sc

hi

ho

on spielen kann. So betrug beispielsweise der durchschnittliche Zuckergehalt aller analysierten Dürrfut-

üt

berechnung wichtig.

Bl

nes hohen Energiegehalts ist das Fett für die Energie-

de

meist nicht vollständig aufgebraucht wird und der Restzuckergehalt eine wesentliche Rolle in der Rati-

440

eEn

üblicherweise vermuteten Bereich liegen. Wegen sei-

e

nachlässigt werden, da der Zucker bei der Vergärung

Grassilage 3. Schnitt

490

ss

wir heuer Fettwerte gemessen, die weit über dem

Grassilage 2. Schnitt

itt

wird. Besonders bei Grassilagen und bei Pofel haben Auch bei Grassilagen darf der Zuckergehalt nicht ver-

Grassilage 1. Schnitt

540

üt

4 % liegen, weil sonst die Rohfaserverdauung gestört

M

halt über 12 % auf.

Pofel

590

Bl

Der Fettgehalt sollte in der Gesamtration nicht über

nn

können aber einen erhöhten Fettgehalt aufweisen.

lich 4 % der Luzerneproben wiesen einen Zuckerge-

Grummet

gi

6,5 % Zucker in der Trockenmasse bestätigen. Ledig-

Heu 640

Be

her nicht untersucht. Bestimmte Futterqualitäten

en

nur geringe Schwankungen aufweist, wurde er frü-

futter konnten wir Luzerne mit durchschnittlich nur

eb

21,3 % und beim Pofel 20 %. Als zuckerarmes Dürr-

en

Da der Fettgehalt im Grundfutter normalerweise

Sc

26

ckergehalt von mehr als 12 % auf, beim Grummet nur

Im

FACHTHEMA

Heu wiesen immerhin 31,5 % der Proben einen Zu-

terproben 10,7 %, in den Grassilagen war aber mit durchschnittlich 5,6 % immerhin noch fast die Hälfte des Zuckers enthalten.

DR. FLORIAN PIFFRADER Fütterungsexperte und Verantwortlicher für die Produktentwicklung und -qualität

Unsere eigenen Laboranalysen sind die wichtigste

Grundlage für die zuverlässige Wirkung unseres Kraftfutters. Anhand der zahlreichen Analysen des vorhandenen Grundfutters können wir das Kraftfutter genau auf die Bedürfnisse der Tiere abstimmen. Die neuen Analysenwerte ermöglichen es uns nun noch präziser zu arbeiten und dadurch die Rationen noch genauer zu berechnen.

Abb.: Verlauf der Enzymlöslichen Organischen Substanz (ELOS) in g/kg Trockenmasse

27


Bauer Manni fordert den 40-Stunden-Tag Schon bei der Begrüßung spürt man die Dy-

übersäuerung verhindert, Leistung und Milchinhalts-

von Beta-Carotin, das in der Konzentration

mag, bekommt er oder sie auch noch eine

namik. Manfred Vallazza sitzt auf dem Traktor

stoffe erhöht und mit dem hohen Nährstoffgehalt

von 5.000 mg/kg, gemischt mit Weizen-

Nachspeise aus handverlesenem Mohn.

und erst mitten im Gespräch kann er sich von HOFBESUCH

der Arbeit losreißen. Der Lüch de Survisc auf

28

1475 m Meereshöhe in Wengen im Gadertal ist

höhere Milchleistungen ermöglicht. 2 kg der Energie-

futtermehl, für eine gezielte Versorgung der

mischung MIX MOP werden verwendet, ergänzt um

Kühe verabreicht wird.

In der schönen, hellen Gaststube stehen glänzende Pokale aus der Zeit, in der sich

PLANTA 20/p. Aufgrund des hohen Zuckergehaltes und

der Mittelpunkt vielfältiger Unternehmungen

der geringen Strukturwirksamkeit des warmbelüfteten

Manni ist mit dem Resultat der Fütterung

Manni noch öfter furchtlos die Hänge hin-

Grundfutters wird Kraftfutter mit hochverdaulicher

mehr als zufrieden: 7.000 kg Milch mit Spit-

untergestürzt hat. Heute macht er das nur

der gesamten Vallazza-Familie.

Rohfaser eingesetzt. So enthält die Getreidemischung

zen bis zu 10.000 kg, mit 4,1 % Fett und 3,5 % Eiweiß

noch selten, aber Hornschlittenrodeln tut er immer

MIX MOP, neben Mais und Gerste, 25 % Rübenschnit-

sprechen eine eindeutige Sprache. Besonders zufrieden

noch gerne. Früher hat er mit seinen Kollegen stun-

zel. Das Kraftfutter PLANTA 20/p FASER wurde mit

ist er mit der Wirkung des Futters auf die Gesundheit

denlang an den Schlitten gebastelt, um sie immer noch

Cians ist ein für die Gegend typischer Weiler. 16 Fami-

Rübenschnitzeln und Sojaschalen, aber nicht mit Kleie

und die Fruchtbarkeit der Tiere. Dadurch ist der Tierarzt

schneller zu machen. Ein anderes Horn hat es dem

lien leben hier, 7 von ihnen betreiben Landwirtschaft.

angereichert.

ein seltener Gast und 17 Kälber werden in den nächsten

Manni auch noch angetan. Bei der örtlichen Musik-

Eine davon ist die Familie Vallazza. Ihr Hof befindet sich zentral gelegen im Weiler, der Stall knapp ober-

Da PLANTA die optimale Mineral- und Wirkstoffver-

halb desselbigen. Dass er Bauer wird, war für Manfred,

sorgung sicherstellt, ist außer im besonderen Bedarfs-

Wochen dafür sorgen, dass es am Hof nicht langweilig

kapelle ist er nach zehn Jahren Klarinette mittlerweile

wird.

zum Basshorn gewechselt.

der von allen nur Manni gerufen wird, immer schon

fall keine Beifütterung von Mineralfutter oder ande-

Langweilig wird es auf dem Hof ohnehin nie: neben

Eine weitere Leidenschaft liegt der Familie Vallazza

klar. Er ist der Älteste der 7. Generation. So wie jede

ren Spezialfuttermitteln notwendig. Trockenstehende

dem Vater, den Geschwistern und der Freundin, die

im Blut: die Politik. Vater und Mutter waren schon

neue Generation ist auch er mit frischen Ideen in seine

Milchkühe erhalten mit dem Mineralfutter P-14/p eine

tatkräftig mithelfen, betreibt Mutter Annamaria sehr

Mitglieder im Gemeinderat. Manni ist Orts- und Ge-

Aufgabe gestartet. Aus 12 Kühen im Stall sind 25 Stück

bedarfsgerechte Wirkstoffversorgung, unter anderem

erfolgreich eine Hofschänke. Die Grundlage dafür ist

bietsobmann der SVP. Er ist im Bauernbund aktiv und

der Rasse Fleckvieh geworden. Dafür hat er die bewirt-

mit Beta-Carotin, Vitamin E, Polyphenolen und orga-

ein Acker neben dem Hof, auf dem sie allerlei Gemüse

noch in einigen weiteren Ämtern und Vereinen tätig.

schafteten Flächen durch Pacht und Kauf vergrößert,

nisch gebundenen Spurenelementen einschließlich Se-

anpflanzt. Das muss sie auch schon mal vor ihrem

Die Politik betreibt er, damit der Arbeit der Bauern

auf ca. 50 Hektar insgesamt. Ein großzügiger Laufstall

lenhefe, um Nachgeburtsprobleme zu vermeiden und

Mann verteidigen, der am liebsten alles an die Kühe

der Wert zugeschrieben wird, den sie verdient. Den

mit Auslauf wurde gebaut und 2008 eingeweiht.

den Grundstein für eine gute Fruchtbarkeit zu legen.

verfüttern würde. Aus den Früchten des Ackers neben

von ihm geforderten 40-Stunden-Tag wird er wohl

Um den Kalbezeitraum erhalten die Kühe, falls erfor-

dem Hof und dem am Hof produzierten Fleisch kocht

eher nicht durchsetzen können, aber beim umtriebi-

Dank der Unterdachtrocknung verfügt der Betrieb

derlich, das flüssige Diätfuttermittel STIMULEX, um

sie bäuerliche Gardertaler Spezialitäten. Täglich gibt es

gen Manni sollte man sich da nicht so sicher sein. ■

über besonders hochwertiges Heu und Grummet.

Leberverfettung und Appetitmangel durch die Stoff-

köstliche „Turtres“, so heißen hier die Tirtlen. Annama-

Wie schroffe Dolomitenfelsen ragen die Heumassen

wechselerkrankung Ketose zu vermeiden. Im Falle von

rias Küche ist berühmt für ihre „Cajinci arstis“, Kartof-

beeindruckend vor dem Betrachter auf. Als Kraftfutter

schwacher Brunst erhalten die Kühe eine Ergänzung

wurde das hochkonzentrierte

felteigtaschen gefüllt mit Spinat und Topfen. Die zahlreichen Gäste verspeisen diese kleinen Wunderwerke

RIEPER UNTERWEGS

mit Freude. Wenn Annamaria einen Gast besonders

RATION FÜR CA. 30 KG MILCH 8 kg

Heu

das aufgrund sei-

5 kg

Grummet

ner einzigartigen

2 kg

MIX MOP

7 kg

PLANTA 20/p FASER

PLANTA gewählt,

Wirkstoffe

die

Verdauung

ver-

www.survischof.bz

bessert, PansenLüch de Survisc Fam. Manfred Vallazza Wengen 1.475 m

29


Kochen mit den Südtiroler Bäuerinnen

Scholdra Krapfla

Knäckebrot

Zutaten

)

Zutaten (für ein Backblech

k)

Für den Teig

rnmehl

200 g RIEPER Weizenvollko 4 EL Sonnenblumenöl 100 ml Wasser ½ TL Salz

Klara Mair Oberhofer

Zum Bestreuen

vom Gadnerhof in Vintl

te Sesam, Leinsamen, gehack

Nüsse oder Haferflocken

lech)

AKTUELLES

250 g Butter

Für den Belag

200 g Zucker

1 TL gemahlener Zimt

40 g RIEPER Buchwe izenmehl fein 80 g RIEPER Bio KAMU T® khorasan Mehl 100 g RIEPER Weichwe izenmehl Type 00 gelb 4 Eier 1 Prise Salz 1 Messerspitze Zitronen

schale

½ Messerspitze Vanill

½ Briefchen Backpulv

e

er

vom Rechtlechnerhof

Pfeffer

in Schalders

2 EL Öl

1 Prise Muskatn

Johanna Larcher

uss 2-3 EL Schnittla uch Milch nach Be darf

ehlige Kartoffel

n

Milch nach Be

darf

Erdnussöl zum Au

sbacken

Zubereitung:

Alle Kartoffeln

in Salzwasser ko chen und noch die Kartoffelpr warm durch esse drücken. Teig: Alle Zuta ten für den Teig vermengen un mittelfesten M d zu einer asse kneten. bel in kleine W ürfel schneiden

31

und in Öl leicht

r die Fülle und

die restliche, er kaltete vermengen. M it Salz und Pfeff er abschmecke n. Den Teig dünn ausrollen. Mit einem runden Durchmesser) Ausstecher (7-8 Scheiben ausste cm ch en , m it Fü lle die Ränder fest be le ge n, fa lten und zusammendrüc ken. Die Krapfen sc hwimmend im heißen Öl ausb mehrmals wen acken, dabei den. Heiß servie rt schmecken sie am besten. Kartoffelmasse

Zutaten (für ein Backb

n

Salz

Alle Zutaten fü

in Welschnofen

70 g Topfen

150 g RIEPER W eichweizenmeh l Type 00 blau 1 Ei

anrösten.

vom Kronlechnerhof

Apfelrhabarberkuchen

300 g Kartoffel

Roggenmehl

Fülle: Die Zwie

Anna-Maria Kofler Gall

30

350 g RIEPER

l

1 EL Öl

Salz

rollen arbeiten. Den Teig dünn aus em festen, glatten Teig ver ein zu z Sal und r sse Wa Mehl, Öl, chen und mit einem er Gabel gleichmäßig einste ein Mit en. leg ech kbl Bac und auf ein gefettetes treichen und mit Sesam, . Mit Wasser oder Milch bes den nei sch cke Stü ige ieb bel Teigrad in goldgelb andrücken. Bei ca. 200°C ferflocken bestreuen und ht variieren. Leinsamen, Nüssen oder Ha leic je nach Mehlart n. Die Wassermenge kann ute Min -15 10 ca. it kze Bac backen.

1 kleine Zwiebe

Für den Teig

250 – 300 g m

Zubereitung:

Für den Teig

Für die Fülle

(für ca. 60 Stüc

1 bis 2 EL Zucker 2 große Stängel Rhab

arber (herbstliche Varia nte: geraspelter Kürbis, Me nge nach Belieben) 3 Äpfel (Golden Delici ous)

Zubereitung:

Die Butter schaumig rüh

ren. Dann Zucker, Vanill e, lz dazu geben und ver mengen. Die Eier unter ständigem Rühren nach und nach dazu geben. Die Mehle mischen und mi t Backpulver unter die Masse heben. Die Teigmasse auf ein mit Backpapier ausge legtes Backblech streichen. Den Teig mi t dem kleingeschnitte nen Obst dicht belegen. Zimt mit Zucke r mischen und über da s Obst streuen. Bei 180°C 30 - 40 Minu ten backen. Zitronenschale und Sa

In Zusammenarbeit mit: Unter der Marke „Südtiroler Bäuerinnen. Aus unserer Hand“ bietet die Südtiroler Bäuerinnenorganisation eine Reihe von Dienstleistungen und Kursen zu den Themen Kulinarik, Handarbeit, Dekoration sowie Kultur und Natur an. Das Ziel ist es, bäuerliches Wissen weiterzugeben und alte Traditionen zu wahren. Südtiroler Bäuerinnen kochen und backen ausschließlich mit heimischen Produkten. Qualität, die man schmeckt!

www.baeuerinnen.it


Kuhsignale

Die 6 Vorteile der Weide im Stall umsetzten …

… für mehr Kuhgesundheit und eine bessere Leistung

... erkennen, verstehen und handeln!

Besonders hervorgehoben hat Manser zudem,

Darum ging es in der eintägigen

dass vor allem die schwachen Kühe, die in der

Fortbildung der RIEPER Hofberater

Wasser

im Frühjahr 2017 mit Christian

Rangordnung der Herde weit hinten sind, Futter

1

Licht

Manser vom Landwirtschaftlichen

Der Weg zur Tränke sollte ohne

Zentrum aus St. Gallen in der

Hindernisse zu erreichen sein.

die

Kühe trinken bis zu 180 Liter

erhöht die Futteraufnahme.

Schweiz.

Ein heller Stall stimuliert Milchleistung

4

und

von den starken Kühen erst zum Fressen gelasdie notwendigen Futter- und Wassermengen

eine Kuh zu wenig, nimmt die Futterverwertung ab und die

aufnehmen und ihre Körperkondition, Gesund-

Milchleistung lässt nach.

5

Erfahrungen liegt hinter den Hofberatern. In einem theoretischen Teil am Vormittag AKTUELLES

wurde anhand von Bildern und Videos er-

32

klärt, worauf es bei der Rinderhaltung zu achten gilt und wie das Wohlbefinden einer

2

Luft

heit und Leistung nicht aufrechterhalten. Beim anschließenden, praktischen Teil der Schu-

Der Stall sollte gut belüftet

Ruhe

lung besuchten die Hofberater zwei Ställe, einen

sein. Die optimale Raum-

Kuh Einfluss auf die Milchleistung hat. Kühe,

(normal zwischen 12 – 14 Stunden am Tag). Das Liegen ist wichtig, damit die

Laufstall und einen Stall mit Anbindehaltung.

temperatur liegt zwischen

Kühe sollten möglichst viel liegen

so Manser, brauchen nicht viel um glück-

fügung haben müssen. Diese Kühe können nur dadurch ihre Leistungen bringen. Werden sie sen, sobald diese fertig sind, können sie niemals

am Tag. Die optimale Höhe der Tränke ist 60 cm. Trinkt

Ein Tag voller interessanter Eindrücke und

und Wasser in ausreichenden Mengen zur Ver-

Dort konnten sie die erworbenen Kenntnisse

5°C und 15°C. Ist es im Stall

direkt in die Praxis umsetzten und versuchen,

zu heiß, ist die Kuh gestresst.

Kuhsignale richtig zu deuten und zu beurteilen.

lich und zufrieden zu sein. Es sind lediglich

Kuh die Klauen entlasten kann und das

Natürlich stand Herr Manser mit Rat und Tat zur

sechs Hauptkriterien, die über das globale

Euter besser durchblutet wird, was

Seite und in der Gruppe konnten letztlich alle

Wohlbefinden einer Kuh im Stall entschei-

wiederum die Milchleistung erhöht.

Futter

den: Licht, Luft, Ruhe, Raum, Futter und

Kühe sollten den ganzen Tag die Möglichkeit haben, qualitativ hoch-

Wasser. Wenn die Kühe im Stall bei diesen

wertiges Futter zu fressen. Die gesamte Fressdauer beträgt 5 - 8

sechs Punkten möglichst keine Einschrän-

Stunden, wobei ca. 12 Mal am Tag in einem Rhythmus von 20 – 40

kungen haben, kann davon ausgegangen

Minuten gefressen wird, unabhängig davon ob Tag oder Nacht ist. Der

werden, dass sich die Kühe wohler fühlen und dadurch eine bessere Leistung aufwei-

Raum

sen. Tierarztkosten können verringert werden und die Wirtschaftlichkeit des Betriebes steigt. Dabei leitet Manser die Punkte von den Grundbedürfnissen der Kuh ab, die sich am Verhalten von freilaufenden Kühen auf der Weide orientieren.

In den Ställen sollten ausrei-

3

Fressplatz sollte ohne Hindernisse zu erreichen sein und der Futtertisch ausreichend Platz nach vorne bieten. Selbstverständlich ist auch die bedarfsdeckende und ausgewogene Futterration, sowie die wiederkäuer-

chend Liegeplätze vorhanden

gerechte Rationsgestaltung und Fut-

sein, die eine optimale Liegefläche bieten. Die Kuh muss pro-

terzuteilung eine Grundlage des Wohl-

blemlos abliegen und aufstehen können. Der Liegeplatz darf

befindens und der Leistungsfähigkeit

nicht zu kurz sein und muss nach vorne genügend Kopffreiheit

einer Milchkuh. Dazu trägt wesentlich

ermöglichen. Kühe verbringen 30 – 40 % des Tages mit Wie-

auch die Verwendung eines geeigne-

derkauen und das mit Vorliebe liegend.

ten, hochwertigen Kraftfutters bei, das zum vorhandenen Grundfutter passt.

6

problematischen Punkte gefunden und Verbesserungsvorschläge formuliert werden. Insgesamt war der Fortbildungstag sehr lehrreich und es wurde deutlich, dass Leistung und Gesundheit eng mit Futteraufnahme und Wohlbefinden der Tiere zusammenhängen. Die RIEPER Hofberater konnten ihre Kompetenzen weiter ausbauen. Sie können nun den Kunden wertvolle Tipps geben und sie noch individueller beraten. Wer die Signale einer Kuh besser versteht, kann konkret handeln und somit die Leistung seines Betriebs weiter steigern.

■

33


AKTUELLES

Sieger der Viehausstellungen 2017 Herzlich gratuliert die A. RIEPER AG allen Züchtern, die bei Leistungsschauen unterschiedlicher

Breitenberger Stephan, Treinhof, St. Nikolaus/Ulten

Zuchtverbände im Laufe des Jahres 2017 mit Siegertieren für ihre Zuchtarbeit ausgezeichnet wurden.

Siegerin: Kategorie VII Braunvieh – Erstmelkkühe in Laktation

Pinzgauer Zuchtrinderschau in Lajen am 06. Mai 2017

Mayr Andreas, Oberebner, Lengstein/Ritten

Wiedenhofer Martin, Zachhof, Klobenstein/Ritten

Siegerin: Kalbinnenin Holstein

Siegerin: Kategorie VIII Braunvieh – Erstmelkkühe in Laktation

Fink Manfred, Neuhof, Klobenstein/Ritten

Breitenberger Florian, Oberjaisten, St. Nikolaus/Ulten

Siegerin: Erstlingskühe Holstein

Siegerin: Kategorie X Braunvieh, Zweitmelkkühe in Laktation

Schenk Meinhard, Zehenter, Lajen Siegerin: Jungrinder

Domanegg Josef, Weber, Flaas/Jenesien Siegerin: Trächtige Kalbinnen

34

Siegerin: Erstlingskühe

Siegerin: Zweit- und Drittmelkkühe

Tatz Franz, Plonerhof, Unterinn/Ritten Siegerin: Kalbinnen Fleckvieh

Ploner Matthias, Tantscher, Dorf/Lajen

Egger Andreas, Pertmern, Laurein Siegerin: Kategorie XIII Braunvieh – Dauerleistungskühe

Siegerin: Trockenstehende Kühe

Messner Peter, Ronacher, Gebrack/Ritten

Siegerin: Erstlingskühe

Siegerin: 1. Gruppe Mehrmelkkühe Fleckvieh

Oberkofler Gerhard, Zinalhof, Mölten

Eutersiegerin und Schausiegerin

Siegerin: 1. Gruppe Mehrmelkkühe Fleckvieh

Siegerin: Kategorie XV Jersey Erstmelkkühe

Ploner Josef, Gutshof Moar, Lajen

Tauferer Konrad, Marbacher, Lengstein/Ritten

1. Gruppe Mehrmelkkühe

Siegerin: Kalbinnen Braunvieh

Siegerin: Zweitmelkkühe in Laktation

Reserve Schausiegerin

Gall Josef, Kronlechner, Welschnofen Reservesieg Kalbinnen

Unterhofer Georg, Pirchner, Lengstein/Ritten Gemeinsame Tierschau in Sand in Taufers am 13. Mai 2017

Siegerin: Erstlingskühe Braunvieh

Gebietsfleckviehschau in Toblach am 06. Mai 2017

Gesamtschausiegerin: Braunvieh

Auer Michael, Weger, Rein/Sand in Taufers

Eutersiegerin: Braunvieh

Schuster Andreas, Oberredensberg, Neunhäusern/Rasen-Antholz

Siegerin: 2. Gruppe Trächtige Kalbinnen

Wiedenhofer Martin, Zachhof, Klobenstein/Ritten

Gesamtsiegerin

Oberarzbacher Hermann, Laner, Rein/Sand in Taufers

Siegerin: 1. Gruppe Mehrmelkkühe Braunvieh

Eutersiegerin

Siegerin: Sechst- und Mehrmelkkühe

Reserveschausiegerin: Braunvieh

Siegerin: Drittmelkkühe

Ebenkofler Josef, Pichlerhof, Ahornach/Sand in Taufers

Gemeinsame Tierschau in Kuppelwies/Ulten am 06. Mai 2017

Eutersiegerin

Preindl Josef, Siebenterhof, Oberolang/Olang Reservesiegerin

Siegerin: Trächtige Kalbinnen

Weiss Stefan, Lind, St. Felix

Siegerin: Jungkühe

Siegerin: Kategorie I Braunvieh – Jungrinder und trächtige Kalbinnen

Siegerin: Sechst- und Achtmelkkühe

Alton Manfred, Neuwirt, Niederrasen/Rasen-Antholz Siegerin: Gruppe 1 Jungkühe

Gemeinsame Tierschau in Klobenstein/Ritten am 29. April 2017

Staffler Siegfried, Unterjochmair, St. Gertraud/Ulten Schweigkofler Robert, Boar, Gissman/Ritten

Siegerin: Kategorie III Braunvieh – Jungrinder und trächtige Kal-

Stabinger Reinhard, Talerhof, Eggerberg/Niederdorf

Siegerin: Kalbinnen, Grauvieh

binnen

Siegerin: Gruppe 2 Jungkühe

Tauferer Andreas, Ebnicherhof, Oberbozen/Ritten

Innerhofer Helmut, Haashof, Hinterkofl/Vöran

Siegerin: 1. Gruppe Mehrmelkkühe Grauvieh

Siegerin: Kategorie IV Braunvieh – Trächtige Kalbinnen

Burger Arnold, Lafer, St. Magdalena/Gsies

Siegerin: Kategorie XII Braunvieh – Mehrmelkkühe mit mind. 4

Siegerin: Gruppe 1 Zweitmelkkühe

Siegerin: Gruppe 1 Jungzüchter

Untermarzoner Franz, Finkhof, Mittelberg/Ritten

Abkalbungen in Laktation

Siegerin: 2. Gruppe Mehrmelkkühe Grauvieh

Siegerin: Mehrmelkkühe

Gesamtschausiegerin: Grauvieh

Monthaler Gebhard, Unterpuenland, Oberolang/Olang Siegerin: Gruppe 2 Zweitmelkkühe

35


A. RIEPER AG B.-v.-Guggenberg StraĂ&#x;e 6 I-39030 Vintl (BZ) Tel. +39 0472 867 900 Fax +39 0472 869 221 info@rieper.com www.rieper.com


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