Rieper Post 2016 Das Magazin rund um Futtermittel
Einkauf: wo Qualität beginnt Positive Bilanz trotz Milchkrise Zu Besuch bei Vorzeigebetrieben
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Die Inhalte dieser Ausgabe
INHALT
AKTUELLES
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04 Rohstoffeinkauf bei RIEPER 1 3 Kinderseite 24 RIEPER Legehennentag 28 Veranstaltungsrückblick 2015/16 30 Sieger der Viehausstellungen 2016
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FACHTHEMEN 10 16 26
Südtirol und die Milchkrise Belüftetes Heu richtig verwenden Wirtschaftlicher Kraftfuttereinsatz
HOFBESUCHE 14 Unterkoflhof, Fam. Martin Weissensteiner, Deutschnofen 20 David's Goashof, David Perathoner, Lajen 22 Seiterhof, Fam. Adalbert Braunhofer, Jaufental
IMPRESSUM Herausgeber: A. RIEPER AG B.-v.-Guggenberg Straße 6 39030 Vintl (BZ) Tel. 0472 867 900 www.rieper.com
Auflage: 5.000 Stück Grafik und Layout: hannomayr.communication
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Werte Kundinnen, werte Kunden! Im Schatten der weltumspannenden Nachrichten über Kriege, Terror, Naturkatastrophen und Flüchtlingsströme mag die Thematik um die Milchmengen von relativer Bedeutung sein. Doch auf Südtirols Landwirtschaft bezogen, hat der Wegfall der Milchquoten zu einer neuen Situation geführt, und mit Recht hat eine breite Auseinandersetzung um die Auswirkungen der Mengenfreigabe stattgefunden. Auch wir gehen in dieser Ausgabe auf die sogenannte Milchkrise ein mit dem Fazit, dass sich die Veränderungen in unserem Land bisher nicht so drastisch darstellen, wie anfänglich befürchtet. Natürlich wird jeder Betrieb für sich Berechnungen anstellen, auch jenseits der allgemein gängigen Kennzahlen, wo seine bestmögliche Größe liegt und wie für ihn eine ausreichende Rentabilität gegeben ist. Zumal jeder Betrieb auf Grund seiner Voraussetzungen eine individuelle Realität darstellt, ist es wünschenswert, dass Bewertungen und Einschätzungen einem gewissen Maß an Flexibilität unterliegen. Ganz allgemein kann wiederum bestätigt werden, dass sich, abgesehen von der Betriebsgröße, die Entscheidung märkte berichten von zufrieden stellender Nachfrage und einem noch soliden Preisniveau, obwohl der Preisdruck im Handel auch vor den Südtiroler Qualitätsprodukten nicht halt macht. Gerade diese lokalen Qualitätsprodukte finden, auch dank gelungener und kreativer Kampagnen immer mehr
EDITORIAL
zur Qualität bei den Landwirten und Milchhöfen als richtiger und erfolgreicher Weg erwiesen hat. Die Absatz-
Anhänger. In diesem Kontext erwähnenswert sind auch die Initiativen unserer zahlreichen, herausragenden Küchenchefs, die nicht müde werden, die Vorzüge und Einzigartigkeit der heimischen Erzeugnisse hervorzuheben. Die Informationen über den Ursprung und die Herstellungsart steigern das Interesse und die Wertschätzung. Sie schaffen Vertrauen und stärken die Bindung zum heimischen Territorium. Ohne in eine naive Romantik zu verfallen, kann man Südtirol als einen geschützten Raum sehen, in dem durch den täglichen Einsatz unserer Landwirte aus der verhältnismäßigen Kleinstrukturiertheit eine Stärke wird. Besonders erfreulich waren für uns auch heuer wieder die Hofbesuche. Wir danken unseren Kunden für die offenen Gespräche und sind immer wieder aufs Neue beeindruckt von der enormen Schaffenskraft dieser Familienbetriebe. Man gewinnt den Eindruck, dass auf den Höfen mit Begeisterung und seriöser Einstellung produziert wird und gleichzeitig kostbare Werte gelebt werden. Wir werden unsererseits auch in Zukunft alles daran setzen, Sie zur Zufriedenheit zu bedienen und Ihnen ein verlässlicher Partner zu sein. Ihre A. RIEPER AG Vintl, im Oktober 2016
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AKTUELLES 4
Rohstoffeinkauf bei RIEPER Grundstein für Qualität Das über 100-jährige Credo „Die Qualität fängt beim Korn an“ hat bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren.
onskanäle und Medien verschafft er sich aktuelle Informationen zum Wachstumsverlauf auf den Feldern, zu den Ernteergebnissen, zu Angebot und Nachfrage.
Demnach wird die Unternehmensphilosophie bereits
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Phase des
beim Rohwareneinkauf aktiv umgesetzt: er ist darauf
Wachstums, mit dem Ziel, Risikogebiete ausfindig zu
ausgelegt, nur erstklassige Rohstoffe für die Produk-
machen und beim Kauf zu vermeiden. Heute wer-
tion bereitzustellen. Allerdings ist deren Beschaffung
den Ernteregionen mittels Satellit überwacht, Re-
durch die Globalisierung der Märkte, die steigende
genmengen erfasst und Analysen bereits am Feld an
Auswahl an Rohwaren und Anbietern, sowie die im-
den Pflanzen und Böden vorgenommen. Unmittelbar
mer höheren Anforderungen an die Produkte um ein
nach der Ernte begibt sich der Einkäufer auf „Ern-
Vielfaches komplexer geworden und weist wenig Ge-
tetour“ und anhand hunderter Muster beginnt die
meinsamkeiten auf mit dem Einkauf von dazumal.
eigene Qualitätseinschätzung. Während dieser Zeit
Rohwarenbeschaffung 2016
Ware den Anforderungen entspricht und der Lieferant
Während in früheren Jahrzehnten sogenannte externe
die Voraussetzungen erfüllt, werden die entsprechen-
herrscht im Labor Hochbetrieb, und nur wenn eine
Vermittler damit beauftragt wurden, die gewünschten
den Kontrakte abgeschlossen. Hand in Hand mit den
Rohstoffe im Namen des Unternehmens einzukaufen,
Qualitätsüberprüfungen laufen die Preisbeobachtun-
ist heute ein professioneller Einkäufer, Ralf Kloeren,
gen. Jedes Erntejahr hat seine eigene Dynamik in Be-
Tag um Tag damit beschäftigt, alle jene Produkte zu
zug auf die Verfügbarkeiten am Markt, das Verhältnis
beschaffen, die in den Produktionen Mühle und Fut-
von Angebot und Nachfrage, Währungsschwankun-
termittelwerk benötigt werden.
gen, geopolitische Ereignisse, Bewegungen an den
Er besitzt hervorragende Markt- und Warenkenntnis-
großen Börsenschauplätzen und die entsprechenden
se und dank seiner Mehrsprachigkeit ist er in der Lage,
Auswirkungen auf die Preise. Es gilt zu analysieren,
gute Kontakte zu Lieferanten, Händlern und Verkäu-
in welche Richtung der Markt geht und diese Sig-
fern zu unterhalten. Über die Warenbörsen (Bologna,
nale richtig zu interpretieren. Den besten Zeitpunkt
Wien, Hamburg) und alle heute üblichen Informati-
für die Vertragsabschlüsse zu wählen erfordert einen
INTERNATIONALE ROHWARENBESCHAFFUNG RIEPER bezieht seine Rohstoffe aus Deutschland, Italien, Österreich und teilweise aus Frankreich, Ungarn, den USA, Kanada und Tschechien.
besonderen Spürsinn. RIEPER agiert grundsätzlich
Dabei kommen einem Einkäufer Erfahrung, gute Wa-
mit dem Ziel, große, homogene Partien einzukaufen,
renkenntnisse, Fingerspitzengefühl, Wachsamkeit,
um Konstanz im Fertigprodukt und möglichst stabile
Verhandlungsgeschick, Umsicht, gut dosierte Risiko-
Preise zu gewährleisten. Die richtige Einkaufsstrategie
bereitschaft und optimale Vernetzungen zugute.
ist erfolgsentscheidend.
Weizen
Mais
Roggen
Soja
Rubenschnitzel
Rohstoffe, die eingekauft werden, sind neben dem Mahlgetreide Weizen, Roggen, Dinkel und Kamut für die Mühle, alle Produkte zur Herstellung von Futtermitteln wie die Futtergetreide Weizen, Mais, Triticale, Gerste, Roggen und Hafer, Ölschrote, -kuchen wie Sojaschrot, Rapsschrot, pansengeschützter Rapsschrot, Sonnenblumenschrot, Lein- und Rapskuchen. Dazu kommen Zuckerrübenschnitzel, Melasse, getoastete Sojabohnen, Sojaschalen, Sojaöl, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Insgesamt werden ca. 30 Makrokomponenten und 50 Mikrokomponenten gekauft.
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ist er auch ein Stück weit „Chefsache“. Alexander
Angemessene Preise der Rohstoffe – Faire Preise im Verkauf
Rieper beobachtet persönlich die Märkte, besucht
Vielfach geht die Futtermittelbranche von reinen Bör-
AKTUELLES
Und weil dem Einkauf so hohe Bedeutung beikommt,
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Warenbörsen und hat als Ausschussmitglied in wis-
senpreisen für Standardspezifikationen bei Getreide,
senschaftsbasierten Forschungsanstalten (AGF –
Ölsaaten und Leguminosen aus. Werden hochwertige-
Detmold) und als Auftragsgeber für Forschungspro-
re, schadstofffreie Rohstoffe – mit strengeren Grenz-
jekte (WIG – Weihenstephaner Institut für Getreide-
werten als die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen –
forschung) Zugang zu den Forschungsergebnissen
gekauft, sind viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl
bezüglich Beschaffenheit, Veränderungen und Neu-
bei den Preisverhandlungen gefordert. Die Bemessung
züchtungen von Rohstoffen. Durch regelmäßigen
der Aufschläge für höhere Qualität seitens der Liefe-
Informationsaustausch mit anderen Mitgliedern der
ranten muss adäquat sein und darf den Preisrahmen
Mühlen- und Futtermittelbranche in Deutschland und
nicht sprengen. RIEPER legt großen Wert darauf, dass
Italien fließen Impulse auch in den Rohstoffeinkauf ein.
das Preis-Leistungsverhältnis für seine Kunden stimmt.
Die Verwaltung der Einkäufe ist von ihrer Abwicklung
Verkaufspreis hat, beeinflusst ein überteuerter Roh-
und vom Umfang her sehr aufwändig, müssen doch
stoff die Preisgestaltung am Markt negativ.
Da der Wareneinsatz maßgeblichen Einfluss auf den
alle Spezifikationen von den Verkäufern vertraglich akzeptiert und deren Einhaltung überprüft werden.
Anforderungen an die Rohstoffe
Mit außerordentlicher Zuverlässigkeit und Genauigkeit
Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz im
wickelt unsere Einkaufsassistentin Maria Unterthiner
Bereich der tierischen Lebensmittel reichen zurück
diese Vorgänge ab einschließlich der Rechnungskon-
bis auf die im Futter eingesetzten Rohstoffe. Mög-
trollen und bei Abweichungen nötigen Beanstandungen.
liche Risiken für die Konsumenten und die Gesund-
heit der Tiere werden bereits bei der Erstellung der
les Wissen um rohstoffbedingte Problematiken und
Spezifikationen berücksichtigt. Diese detaillierten,
deren Auswirkungen auf die Tiergesundheit. Dem-
verbindlichen Spezifikationen entstehen in enger Zu-
entsprechend erteilt er Weisungen, bezüglich Risi-
sammenarbeit mit dem Verantwortlichen für Qua-
ken durch Mykotoxine und anderer Schadstoffe, um
litätssicherung und Produktentwicklung Dr. Florian
den Einkauf belasteter Partien zu vermeiden. Zur
Piffrader. Die kalkulierten Werte der Inhaltsstoffe und
Absicherung dient ein firmeninternes, gezieltes Risi-
Nährwerte der einzelnen Futtertypen müssen bereits
komanagement und bei Bedarf wird die Anzahl der
in den Rohstoffen vorhanden sein und in der richti-
Analysen erhöht.
gen Kombination in der Rezeptur aufscheinen. Diese aufwändige Rezeptur- und Spezifikationserstellung
Bewährte, langjährige Lieferanten
erfordert hohe Fachkenntnis und wird intern unter-
Nicht jeder Rohstofferzeuger oder Händler eignet
stützt durch moderne Software-Programme.
sich als Partner von RIEPER. Bereits im Vorfeld müssen bestimmte Anforderungen laut einem Pflichten-
Dr. Piffrader steht laufend in Kontakt mit den wissen-
heft erfüllt werden: Einstellung zur Qualität, Zertifika-
schaftlichen Stellen, an denen Tierfütterung erforscht
te, Audits, Ausschluss der Kontaminationsmöglichkeit
wird. Neue Erkenntnisse und Trends, neue Züchtun-
mit GVO, Lagerstrukturen, Erntemuster, Probeliefe-
gen und Veränderungen an den Rohstoffen werden in
rungen, etc. Außerdem müssen sie in Bezug auf die
den Rezepturen berücksichtigt, mit den entsprechen-
Rückverfolgbarkeit absolut kooperativ sein, damit
den Anforderungen an den Rohstoffeinkauf.
diese, wie gefordert, bis zurück aufs Feld gewährleistet werden kann. Erst nach sorgfältiger Überprüfung
Als „Hüter der Qualität“ besitzt Florian Piffrader durch
wird ein Lieferant aufgenommen und nur die zuver-
die Warn- und Informationssysteme immer aktuel-
lässigsten werden unter Vertrag genommen. RIEPER
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5.600 LKWs pro Jahr
/
25
Brenner
LKWs pro Tag
laden bei RIEPER die Rohstoffe ab
Bozen Hintereinander aufg erei ht e rge ben die LKW s eine
Strecke . von Partschins bis Vintl
140.000 t
400
Gesamtmenge an Rohstoffen pro Jahr
verschiedene Artikel im Jahr werden bewegt
setzt bei der Lieferantenwahl möglichst auf den EinAKTUELLES
kauf direkt beim Produzenten. Über die Jahre konnte,
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Dazu kommen Mikrokomponenten, Handelswaren und Verpackungsartikel
Die zeitnahe Anlieferung – Logistische Feinarbeit
auch dank des eigenen korrekten Geschäftsgebarens,
Konnten bis vor 20 Jahren Rohstoffe noch in ganzen
ein dichtes Netz an lang bewährten, zuverlässigen
Zügen angeliefert werden, muss heute bedauerlicher-
Lieferanten aufgebaut werden.
weise in Ermangelung geeigneter Be- und Entladesta-
Dies bedeutet allerdings natürlich nicht ein bequemes
tionen an den Bahnhöfen sämtlicher Rohstoff mit LKW
Bestellen und Abholen. Die benötigten Mengen in der
zugestellt werden. Das bedeutet, dass täglich auch bis
genau richtigen Qualität, aus der geeigneten Her-
zu 30 Ladungen angenommen und eingelagert wer-
kunft, zum bestmöglichen Preis und zum festgelegten
den. Dieser Warenfluss muss genau auf den Bedarf der
Zeitpunkt bereitzustellen, erfordert den tagtäglichen
Produktionen und auf die vorhandene Lagerkapazität
Einsatz unseres Einkäufers und seiner Assistentin.
abgestimmt werden. Auf der Basis der Kaufverträge, die mit allen Einzelheiten digital im firmeninternen System hinterlegt sind, werden die Rohstoffe von den definierten Abgangslagern abgerufen. Seit 13 Jahren liegt die Organisation aller Anlieferungen in der Hand von Frau Maria Unterthiner, die diese anspruchsvolle Aufgabe mit viel Geschick und Zuverlässigkeit bewältigt. Als Verantwortliche für die gesamte Einkaufslogistik sorgt sie dafür, dass alle benötigten Rohwaren bestands- und bedarfsorientiert eintreffen. Gemeinsam mit den Produktionsleitern und dem Hauptsilowart erstellt sie Wochenprogramme, anhand derer die Rohstoffe angeliefert werden. Die Vergabe der Fahrten an Transportunternehmen bzw. der Abruf der Ware beim Verkäufer verlangt schnelles Handeln und Organisationstalent. Dank ihrer guten und konstruktiven Beziehungen zu den Frächtern aus den verschiedensten Ländern verläuft die Anlieferung auch in
MARIA UNTERTHINER
schwierigen Phasen meist gänzlich störungsfrei.
Verantwortliche für die gesamte Einkaufslogistik bei RIEPER
So sind auch im Einkauf gute Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern, reibungslose Abläufe mit Warenannahme und Labor unverzichtbare Elemente für eine durchgehende Qualität der RIEPER Produkte im Interesse unserer Kunden.
■
10 Fragen an den Einkaufsleiter Ralf Kloeren Wie sind Sie zu RIEPER gekommen?
Jahren Veränderungen?
Ich wurde von einer Personalagentur kontaktiert, und
Die größte Veränderung war der Wegfall der Inter-
nachdem ich beim Unternehmen vorgesprochen habe,
vention im Getreide. Die Intervention hat den Ge-
mir das Umfeld angesehen habe und auch meine Frau
treidemarkt stets reguliert, die Preisschwankungen
einverstanden war, habe ich zugesagt. Ich arbeite nun-
waren minimal. Vor einigen Jahren noch konnte man
mehr seit sieben Jahren bei RIEPER.
eine Partie Weizen angeboten bekommen und hatte eine Woche Zeit, sich zu entscheiden. Heute sind die
Wo waren Sie vorher beschäftigt?
Märkte sehr schnelllebig geworden und werden von
Ich war als Getreidehändler bei BayWa in München für
vielen, auch marktfremden Einflussfaktoren bestimmt.
den italienischen Markt tätig.
Jeder schaut auf die Notierungen der Pariser Börse, die sich im Minutentakt ändern und auf die Rohöl- und
Was ist für Sie das Besondere bei RIEPER?
Bioethanol Preise, da die Ethanolhersteller jede Men-
Die Sorgfalt, die Liebe zur Qualität und die Motivation,
ge Getreide aufkaufen. Man muss wissen, was z.B. die
die bei jedem Schritt auf unserem Gelände spürbar ist.
Märkte am Golf von Mexico und am Schwarzmeer machen, um zu sehen, wie wettbewerbsfähig das eu-
Was war für Sie anfänglich am schwierigsten?
ropäische Getreide ist. Auch wenn man sich auf diesen
Mein Handikap war, dass ich kein Wort Italienisch
Märkten nicht direkt bedient.
sprach. Aber die Firma RIEPER hat es mir ermöglicht, diese Sprache zu erlernen, und ich muss gestehen, dass
Was mögen Sie besonders an Südtirol?
mir das Lernen dieser Sprache viel Spaß gemacht hat.
Meine Frau und ich haben uns sofort in Südtirol verliebt und haben es nie bereut, diesen Schritt gegangen
Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrer heutigen Tätigkeit?
zu sein. Die Menschen hier sind sehr sympathisch, die
Wie ich schon bemerkt habe, der Qualitätsanspruch
Südtirol braucht man sich nicht zu beklagen.
Landschaft ist einfach herrlich und über das Essen in
aber auch die Vielfältigkeit der Aufgaben. Sie ist eine große Verantwortung und Herausforderung, macht aber zugleich den Job so interessant.
Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Ich fahre seit meinem 6. Lebensjahr Ski und habe in Südtirol wirklich tolle Möglichkeiten, diesem Hobby zu
Was sind die Eigenschaften, die ein Einkaufsleiter mitbringen muss?
frönen. Im Sommer trifft man mich häufig auf dem Mountain Bike und beim Wandern in den Bergen.
Als Einkaufsleiter muss man Entscheidungen treffen, die man auch im Nachhinein verantworten muss. Hier
Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
hilft das richtige Verhältnis zwischen der nüchternen
Dass die Qualität der Rohwaren stabil bleibt, dass es
Kalkulation und dem sogenannten Bauchgefühl.
stets GVO – freie Ware zu kaufen gibt und dass es mal ein oder vielleicht sogar zwei Jahre gibt, in denen es in
Gab es im Rohstoffmarkt in den letzten
Europa keine Qualitätsprobleme gibt.
■
9
Südtirol und die Milchkrise Der Milchpreisverfall bedroht die Existenz vieler Bauern in den Ländern der Europäischen Union. Währenddessen konnte in Südtirol der relativ hohe Auszahlungspreis der vergangenen Jahre im Milchwirtschaftsjahr 2015/2016 noch weiter gesteigert werden. Wie kommen die Preise zustande und welche Entwicklung ist zu erwarten? Gegenwärtig ist die Europäische Union der größte Milchproduzent weltweit. Mit dem Wegfall der Milchquote ist die Produktion in der EU im Zeitraum des Milchwirtschaftsjahres 2014/2015 bis 2015/2016 (April bis März) um 2,2 % angestiegen. Da in Europa aufgrund von rückläufigen Bevölkerungszahlen und einem veränderten Konsumverhalten der Milchverbrauch sinkt, gewinnt der Export aus der EU zunehmend an Bedeutung. Seit 2014 sind die Exporte jedoch rückläufig. Auslösende Faktoren dafür sind unter anderem der Rückgang der chinesischen Milchpulverimporte um 34 % von 2014 auf
EU-Maßnahmen zur Überbrückung
2015 aufgrund von Wirtschaftskrise und veränderten
der Milchkrise:
Essgewohnheiten sowie der Rückgang der russischen Käseimporte um 62 % von 2013 auf 2014 bedingt durch
Erlaubnis einer freiwilligen Mengenregulierung der Milchproduktionsmenge und Prämien für die Reduzierung der Milchproduktion Ausweitung der Marktunterstützung für Magermilchpulver und Butter Verabschiedung von Förderungen für den Milchmarkt in der Höhe von insgesamt einer Milliarde Euro
das Einfuhrverbot der russischen Föderation. Diese Entwicklung in Verbindung mit einem weltweiten erheblichen Anstieg der Milchproduktion hat bereits seit 2014 zu einem starken Verfall des Weltmarktpreises von Milch geführt. Der Wegfall der EU-Milchquote im April 2015 verstärkte diese Tendenz noch.
Die Zukunft der Milchwirtschaft Zur Überbrückung der Milchkrise hat die EU eine Reihe von Maßnahmen gesetzt. Unter anderem wurden eine freiwillige Regulierung der Milchproduktionsmenge und Prämien für die Reduzierung der Milchproduktion erlaubt sowie die Marktstützung für Magermilchpulver und Butter ausgeweitet. Außerdem wurden Förderungen für den Milchmarkt in Höhe von insgesamt einer
Verlauf des Verarbeitungsanteils der angelieferten Milch in den Südtiroler Sennereigenossenschaften in Prozent 100 95 90 85 80 75 70 65 60 55
2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000
50
Quelle: Geschäftsberichte der Raiffeisengenossenschaften der jeweiligen Jahre.
Milliarde Euro verabschiedet. Die Prognosen für welt-
leren Osten und in Asien, einschließlich Saudi-Arabien,
weit gehandelte Milchprodukte wie Milchpulver, Käse
Ägypten, Iran und Indonesien. Laut einer Studie von
und Butter gehen von einer kontinuierlich steigenden
OECD und FAO für den Zeitraum von 2016 bis 2025
Nachfrage- und Angebotsmenge aus. Vor allem in den
wird in den Entwicklungsländern eine Zunahme der
Ländern Asiens und Afrikas bewirken eine fortschrei-
jährlichen Nachfrage nach Molkereiprodukten zwi-
tende Verstädterung, eine veränderte Ernährungswei-
schen 0,8 % und 1,7 % erwartet, in den Industrieländern
se, ein kontinuierlicher Einkommenszuwachs und die
zwischen 0,5 % für Frischmilchprodukte und 1,1 % für
mittlerweile tiefen Preise eine steigende Importnach-
Magermilchpulver.
frage nach Milchprodukten. Der Pro-Kopf-Verbrauch
Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Milchpro-
von Milchprodukten steigt dabei am stärksten im Mitt-
dukten in den Entwicklungsländern und des teuren
11
ringe Milchmenge als Versandmilch zu Marktpreisen
der FAO bzw. OECD für den Zeitraum von 2016 bis
verkauft wird.
2025 trotz des aktuellen Tiefpunktes eine Erholung der
Der gute Milchpreis, die niedrigen Kraftfutterpreise
Milchpreise und einen eindeutigen Anstieg des Welt-
und der Wegfall der Milchquote im April 2015 führten
milchpreises im Laufe der nächsten zehn Jahren voraus.
in Südtirol zur höchsten Anliefermenge in der Geschichte des Landes. Damit wurde sogar die bisherige
Ein Blick nach Südtirol
Rekordmenge aus dem Jahr 2006 übertroffen, als die
Die verhältnismäßig positive Entwicklung in Südti-
Milchprämie von der Produktion entkoppelt und als
rol in Zeiten der aktuellen Milchkrise ist der hohen
Teil der Betriebsprämie ausbezahlt wurde.
Wertschätzung der heimischen Milchprodukte auf
Vor diesem Hintergrund kann davon ausgegangen
den Absatzmärkten zu verdanken sowie der hervor-
werden, dass man auch weiterhin dem Wettbewerb
ragenden Qualität der gentechnikfreien Produkte aus
auf den Absatzmärkten der Milch mit Stärke und Au-
dem Berggebiet. Von großer Bedeutung ist auch
thentizität begegnen wird. Die allgemeine Vitalität der
der hohe Verarbeitungsanteil der Milch zu qualitativ
landwirtschaftlichen Betriebe und Milchhöfe in Südtirol
hochwertigen Produkten, sodass nur mehr eine ge-
lässt zuversichtlich in die Zukunft blicken. ■
Entwicklung der Milchanlieferungsmenge an die Südtiroler Sennereigenossenschaften in Tonnen 400.000
390.000
380.000
370.000
360.000
350.000
Quelle: Geschäftsberichte der Raiffeisengenossenschaften der jeweiligen Jahre.
2015
2014
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2008
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2005
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2003
2002
2001
340.000 2000
FACHTHEMA 12
Ausbaues der Produktionskapazitäten sieht die Studie
Unsere Kinderseite
F inde den Losungssatz … Für jede Einsendung gibt es
und sende ihn per Post bis zum 16.12.2016 an: A. RIEPER AG,
eine kleine Überraschung
Stichwort „Rätsel“, B.-v.-Guggenberg Str. 6, I-39030 Vintl
als Geschenk!
oder per Email an: contest@rieper.com
1.
1. Dort verbringen viele Kühe den Sommer
2.
2. Fressen der Tiere
3.
3. Wird zum Geburtstag gebacken 4. Junges von der Kuh
4.
5. Region, in der du wohnst
5.
6. Landwirtschaftlicher Betrieb
6.
7. Anderes Wort für Gipfel
AKTUELLES
7.
8. Schuhe für den Regen
8.
9. Was gibt die Kuh?
9.
10. Produkt aus der Mühle
10.
11. Wo wird aus Korn Mehl gemacht?
11.
12. Wie heißt die Firma, die das Futter liefert? 13. Wenn die Getreidekörner vom Stroh getrennt
12.
13.
werden, nennt man das …
14. Knusprige kleine Gebäcke
13
14.
15. Gebäude, in dem Heu gelagert wird
15.
Welche Spur gehort zu welchem Tier ? Als Lösung ergibt sich die Bezeichnung für den zweiten Grasschnitt:
_______ 1
2
3
4
5
6
7
1
2
3
4
5
6
7
M
U
G
M
T
R
E
Eine lange Tradition wird weitergeführt Herzlich werden wir bei unser Ankunft auf
gehen anderen Berufen nach. In den Sommer- und
dem Unterkoflhof in Deutschnofen empfan-
Wintermonaten beherbergt die Familie zudem Gäste
HOFBESUCH
gen und erst einmal zu Kaffee und köstlichem,
14
selbstgebackenem Kuchen hereingebeten.
in drei Ferienwohnungen. 7,5 Hektar Grünland gehören zum Hof. Dazu hat die Familie den Nachbarshof mit 9 Hektar Grünland,
Wir haben uns sagen lassen, dass dies hier in der Ge-
1 Hektar großer Weide, Stall und Stadel für das Jung-
gend so üblich ist! Drei Generationen leben und ar-
vieh gepachtet. Ein Wald von 36 Hektar gehört zum
beiten zusammen und Ende September dieses Jahres
Hofbesitz.
konnten die Eltern Antonia Obertegger (66 Jahre) und Alois Weissensteiner (75 Jahre) den Hof stolz an ihren
Martin und seine Eltern halten 23 Milchkühe und 18
ältesten Sohn Martin übergeben, der damit in der 4.
Jungtiere der Rasse Grauvieh. Alle Jungtiere stammen
Generation den Hof weiterführen wird.
aus eigener Nachzucht und unter den Milchkühen
Der Unterkoflhof liegt inmitten von gepflegten Wie-
Sommer verbringen die Jungtiere auf der Alm, die Tro-
sen und Wäldern, in sonniger Lage, auf 1.300 Metern
ckensteher auf der Weide. Die Milchkühe werden im
befinden sich zwei ausgewählte Stiermütter. Den
Meereshöhe mit wunderschönem Ausblick auf die
hellen Anbindestall gehalten. Der Verkauf der Jungtiere
Bergwelt. Erste Erwähnungen gab es bereits im Jahr
erfolgt auf direktem Weg oder bei Versteigerungen.
1559. Seit die Familie den Hof 1911, vor über 100 Jahren,
Um die Fütterung der Jungtiere kümmert sich in den
übernahm, hat sich einiges geändert. Neben dem Stall,
Wintermonaten Birgit und wo es eine tatkräftige Hand
der 1982 errichtet wurde, kam ein moderneres Wohn-
braucht, packt auch Altbäuerin Antonia immer noch
haus hinzu. Das heutige zweite Wohnhaus, welches
gerne mit an.
unter Denkmalschutz steht, wurde 2007 liebevoll von Martin und seiner Familie renoviert. Eine Werkstatt
Die Bewirtschaftungsweise vom Unterkoflhof weist
und Garage für die Maschinen wurde errichtet und
beachtliche Ergebnisse auf. Durchschnittlich lag die
mit einer Photovoltaikanlage
RIEPER UNTERWEGS
ergänzt. Sieben Personen leben derzeit auf dem Hof: Martin, seine Eltern, Birgit seine Frau und die drei Kinder. Die Geschwister
Unterkoflhof
von Martin sind
Fam. Martin Weissensteiner
ausgezogen und
Deutschnofen 1.300 m
RATION Leistung in den letzten Jahren über 6.000 kg Milch
8 kg
Heu
Damit ist der Unterkoflhof mit bei den führenden Hö-
4 kg
Grummet
fen in ganz Südtirol dabei und erhält jedes Jahr eine
2 kg
RÜBEN-KLEIE/p
2 kg
M-253/p ENERGIE
4 kg
M-261/p ECO
mit Inhaltsstoffen von 3,85 % Fett und 3,45 % Eiweiß.
Auszeichnungsplakette für die besten Milchlieferanten der Genossenschaft. Dabei spielt die bedarfsgerechte Fütterung der Milch-
300 g
kühe natürlich eine entscheidende Rolle. Das betriebs-
50 g
eigene, warmluftgetrocknete Dürrfutter Heu und
PANSAL P-17/p
Grummet wird mit ca. 2 kg einer pelletierten Rohfasermischung mit 50 % Rübenschnitzel und 50 % Kleie ergänzt. Dieses Rohfaserfutter liefert hochverdauliche Rohfaser zur Unterstützung des Milchfettgehaltes und fördert die Kotkonsistenz. Zum Ausgleich des proteinreichen Grundfutters werden 2 kg der Sondermischung M-253/p ENERGIE gefüttert. Es handelt sich dabei um ein konzentriertes Ergänzungsfutter mit 14 % Rohprotein und einem hohen Maisanteil. Als Leistungsfutter werden je nach Milchleistung bis zu 4 kg des ausgeglichenen Ergänzungsfutters M-261/p ECO mit 19 % Rohprotein zugeteilt. Durch den hohen Energiegehalt von
Für die Zukunft wünscht sich die ganze Familie, die gu-
7,3 MJ NEL ist es bestens zur Unterstützung höherer
ten Leistungen bei Milch und Zucht zu erhalten. Martin
Milchleistungen geeignet. Das Futtermittel enthält viel
hofft, dass später einmal eines seiner Kinder ebenfalls
Mais als hochwertige Energiequelle und viel pansen-
Lust zur Landwirtschaft haben wird und dazu den Hof
verfügbares Protein aus Rapskuchen zur Versorgung
der Familie in 5. Generation weiterzuführen. Er weiß
der rohfaserabbauenden Pansenbakterien mit dem
aber auch, dass die Arbeit nicht immer leicht ist und
notwendigen Rohprotein, das im Heu fehlt. Dadurch
es viel an Motivation bedarf. Darum sagt er, ist es so
ist das Futtermittel perfekt auf heureiche Grundfut-
wichtig, sich auch neben der Arbeit auf dem Hof die
terrationen abgestimmt. Zur Unterstützung der Pan-
nötige Zeit für einen Ausgleich zu nehmen. Er engagiert
senverdauung erhalten die Kühe bis zu vier Wochen
sich daher aktiv in der Volkstanzgruppe, ist Mitglied im
300 g des pelletierten Wirkstoffpräparates PANSAL/p.
Gemeinderat und im Ausschuss des Bauernbundes. An
Darüber hinaus erhalten sie noch das Mineralfutter
der Landwirtschaft schätzt er genauso wie seine Eltern
P-17/p, das unter anderem pansengeschütztes Vitamin
das Arbeiten in der Natur und mit den Tieren. Diese
A und hochverdauliche organisch gebundene Spuren-
Leidenschaft möchte er gerne weitergeben.
elemente enthält.
Die Eltern hoffen, dass sie noch lange fit bleiben, um
Neben den Milchkühen werden noch drei Schweine
Martin und seine Familie bei der Arbeit auch weiterhin
und 35 Legehennen gehalten.
tatkräftig unterstützen zu können.
■
FACHTHEMA
Belüftetes Heu richtig verwenden In den vergangenen Jahren hat der Einbau von Unterdach-Heutrocknungsanlagen zu einer wesentlichen Verbesserung der Grundfutterqualität geführt. Durch die Witterungsabhän16
gigkeit und die hohen Nährstoffverluste von
Strukturquelle in der Ration darstellt, muss überprüft werden, ob auch bei Verfütterung von Belüftungsheu der Strukturbedarf der Kuh gedeckt wird. Beim Einsatz als Hauptkomponente sollte das Dürrfutter mindestens 23 % Rohfaser enthalten, bei der Verwendung als Strukturträger zu Maissilage oder nasser Grassilage sollte der
20 bis 55 % kann mit der Bodentrocknung nur
Rohfasergehalt über 28 % liegen. Laut eigener Analysen
eine begrenzte Grundfutterqualität erreicht
wies das Heu fast immer den erforderlichen Rohfaser-
werden, die für die Versorgung von hochleis-
gehalt auf. Beim Grummet lagen jedoch 51 % und beim
tenden Milchkühen nicht ausreicht. Warmbelüftetes oder Entfeuchter getrocknetes Grundfutter hat einen wesentlich höheren Nährwert als bodengetrocknetes Heu.
Pofel 92 % der Proben unter einem Rohfasergehalt von 28 % und waren demnach nicht zur Beifütterung als Strukturfutter geeignet. 20 % der Pofelproben hatten sogar unter 23 % Rohfaser und können damit auch als alleiniges Futtermittel den Strukturbedarf der Kuh nicht mehr decken. In der Ration muss deshalb ein Mindes-
Es erhöht die Grundfutterleistung und verbessert damit
tanteil von 3-4 kg an ausreichend strukturiertem Heu
die Wirtschaftlichkeit der Milchviehfütterung. Bei der
sichergestellt werden. Die Verwendung von strukturar-
Verwendung dieser Grundfutterarten müssen jedoch
men Komponenten, wie heißluftbelüftete Luzerne, nas-
ihre besonderen Eigenschaften beachtet werden, die
se Silagen, Biertreber oder Kraftfutter kann durch den
vom traditionellen Dürrfutter stark abweichen können.
niedrigen Rohfasergehalt von Belüftungsheu einge-
Die folgenden Hinweise sollen dabei helfen, das Belüf-
schränkt werden.
tungsheu in der Ration richtig einzusetzen, damit die Installation einer modernen Heutrocknungsanlage zu
Hoher Zuckergehalt
keinen unangenehmen Überraschungen führt.
Während bei langer Feldliegezeit und bei der Nachgärung des Dürrfutters im Heustock ein Großteil des na-
Strukturversorgung beachten
türlichen Zuckergehaltes abgebaut wird und verloren
Durch den frühzeitigen Schnittzeitpunkt und die ge-
geht, ist bei der Unterdach-Trocknung mit einem viel
ringen Bröckelverluste weist das belüftete Heu einen
höheren Zuckergehalt zu rechnen. Da beim Heu mehr
um durchschnittlich 2 % geringeren Rohfasergehalt auf.
Stängel gebildet werden, ist der Zuckergehalt höher als
Zur Aufrechterhaltung der Pansenfunktion benötigt die
bei den Folgeschnitten. Beim Grummet ist der Zucker-
Kuh mindestens 400 g strukturwirksame Rohfaser pro
gehalt am niedrigsten und beim Pofel steigt er wieder
100 kg Lebendmasse. Wenn das Heu die hauptsächliche
an. Der Zucker ist eine wertvolle Energiequelle für die
Pansenbakterien und steigert den Energiegehalt des
erfasst. Bestimmte zuckerreiche Raygrassorten haben
Grundfutters. Wegen seiner schnellen Abbaubarkeit im
von Natur aus einen hohen Fructangehalt. Wenn Heu
Pansen kann er jedoch auch zu Pansenübersäuerung
vor Beginn der Blüte geschnitten wird, oder wenn die
führen. Deshalb sollte das Heu bei der Verwendung als
Folgeschnitte im Herbst bei niedrigen Temperaturen
Hauptkomponente nicht mehr als 12 % Zucker enthalten.
von unter 8° C oder sogar Frost gemäht werden, ist
Laut eigener Untersuchungen ist bei Belüftungsheu mit
der Fructangehalt besonders hoch, da die Umsetzung
einem um 3 % höheren Zuckergehalt zu rechnen als bei
der Fructane in Zucker langsamer abläuft. Da Fructane
Heu aus der Bodentrocknung. Der Durchschnittsgehalt
genauso wie Zucker von den Pansenbakterien sofort
von Zucker in den Grundfutterproben der Ernte 2015 lag
abgebaut werden, können sie bei zu hohen Gehalten
bei 11 %. Von diesen Proben hatten 31 % einen Zucker-
im Futter Pansenübersäuerung hervorrufen.
gehalt von über 12 % und waren demnach als alleinige Rationskomponente nicht geeignet. Bei Raygras, jung
Wenig lösliches Rohprotein
gemähtem Heu und bei Herbstschnitten spielt zusätz-
Ein weiteres Problem, das bei belüftetem Heu beachtet
lich zum Zucker der Fructangehalt eine Rolle. Fructane
werden muss, ist der geringe Anteil an löslichem Roh-
sind wasserlösliche Kohlenhydrate, die in der wachsen-
protein. Als lösliches Rohprotein wird der Anteil von
den Pflanze als Zwischenspeicher der Energie dienen.
Nicht-Protein-Stickstoffverbindungen und in einer de-
Sie werden mit der normalen Zuckeranalyse nicht mit
finierten Pufferlösung löslichem Reinprotein am Roh-
17
FACHTHEMA 18
protein bezeichnet, der im Pansen schnell abbaubar ist
Harnstoff ausgeschieden wird. Im Gegensatz dazu ent-
und den Pansenbakterien nach der Futteraufnahme
hält Heu mit 40 % einen geringeren Anteil an löslichem
rasch zur Verfügung steht. Die wertvollen rohfaserab-
Protein. Bei eigenen Analysen ist uns aufgefallen, dass
bauenden Bakterien, die aus dem Grundfutter Energie
warmbelüftetes Heu mit z.B. 20 % oft eine wesent-
gewinnen und die Essigsäure als Ausgangsprodukt für
lich geringere Proteinlöslichkeit aufweist als bodenge-
die Milchfettbildung herstellen, verwenden ausschließ-
trocknetes Heu. Durch die Warmlufttrocknung wird
lich Ammoniak als Stickstoffquelle für das Wachs-
offensichtlich der Anteil an geschütztem Rohprotein
tum. Insgesamt verwenden 82 % der Pansenbakterien
erhöht, was für die Hochleistungskuh im Grunde ei-
Ammoniak als Stickstoffquelle um Bakterienprotein
nen großen Vorteil darstellt. Gleichzeitig darf aber das
aufzubauen. Für eine optimale Versorgung der Pan-
lösliche Protein zur Versorgung der Pansenbakterien
senbakterien sollte die Proteinlöslichkeit in einer Milch-
nicht fehlen. Deshalb ist es wichtig, bei diesen Futter-
viehration 30-40 % betragen. Bei Grassilage, die durch
qualitäten ein Ergänzungsfutter mit ausreichend viel
die Vergärung eine hohe Proteinlöslichkeit von ca. 60 %
löslichem Rohprotein zu verwenden. Zu diesem Zweck
aufweist, ist bei höheren Leistungen eine Ergänzung
eignen sich M-261/p ECO, M-262/p und M-19/4/p HEU,
mit pansengeschütztem Protein erforderlich, damit das
die aufgrund der Rohstoffwahl einen höheren Anteil an
Protein im Pansen effizient ausgenützt und nicht als
löslichem, pansenverfügbarem Protein aufweisen.
FUTTERTYPEN TYPE
ROHNÄHRSTOFFE
M-261/p ECO
19 % XP, 4,5 % XL, 6 % XF
M-262/p
M-19/4/p HEU
19 % XP, 4 % XL, 7 % XF
19 % XP, 3,6 % XL, 5,9 % XF
DEUTSCHER FUTTERWERT
BESCHREIBUNG
7,3 MJ NEL
Ergänzungsfutter für Milchkühe zu Heu mit schnell abbaubaren Proteinen und langsam abbaubaren Kohlenhydraten.
7,1 MJ NEL
Ergänzungsfutter für Milchkühe zu schwer verdaulichem Heu mit Hefe, Pilzextrakt aus Aspergillus Oryzae und langsam freisetzbarem Harnstoff.
7,3 MJ NEL
Ergänzungsfutter für Milchkühe zu Belüftungsheu mit schnell abbaubaren Proteinen aus Rapskuchen und langsam freisetzbarem Harnstoff.
Schimmel und Hefen
wir in unseren laufenden Grundfutteranalysen bei der
Ein weiterer Punkt, der bei der Heubereitung beachtet
Ernte 2016 überraschend viele Heuproben mit teilweise
werden muss, ist die Futterhygiene. Durch die Rest-
hohen Hefegehalten gefunden. Die Ursache dafür kann
feuchtigkeit kann sich im Heustock Schimmel bilden, der
sein, dass sich durch den regenbedingten, um viele Wo-
für die Kuh ein großes Problem darstellt, weil er die Pan-
chen verzögerten Schnittzeitpunkt, die Hefen bereits
senverdauung stört und zu Durchfällen führen kann. Die
auf den überreifen Pflanzenteilen am Feld gebildet ha-
dadurch geschwächte Abwehrkraft kann Euterentzün-
ben. Darüber hinaus können sich die Hefen auch in sehr
dungen hervorrufen und diese können zu Vergiftungs-
feucht eingebrachtem Grundfutter im Heustock noch
erscheinungen führen, die sogar Aborte mit sich bringen
weiter vermehren. Ist ein Heu einmal verschimmelt oder
können. Während in den Silagen die Schimmelnester so-
stark mit Hefen befallen, kann es nicht mehr an Milch-
fort sichtbar sind und aussortiert werden können, tritt
kühe verfüttert werden. Es gibt keine Möglichkeiten, die
im locker geschichteten Heu der Schimmel in Form
Wirkung dieses Futterverderbs zu neutralisieren.
von Staub auf und bleibt meist unsichtbar. Wenn wir zweifelhafte Grundfutterproben auf das Vorhandensein von Schimmel untersuchen lassen, sind deshalb Silagen meist einwandfrei. Proben ohne sichtbaren Schimmel sind meist auch wirklich frei von Schimmel. Bei Heu hingegen müssen wir in äußerlich unscheinbaren Proben oft einen überhöhten Schimmelbefall feststellen. Richtig betriebene Belüftungsanlagen stellen durch die schnelle und gründliche Trocknung einen sicheren Schutz gegen Schimmelbildung dar. Das Ziel ist es, durch die Belüftung oder Entfeuchtung innerhalb von 3 Tagen einen Feuchtigkeitsgehalt von 14 % im Heu zu unterschreiten. Trotzdem gibt es häufig Fälle, in denen neue Belüftungsanlagen vor allem im ersten Jahr nicht korrekt betrieben werden. Da sich die Feuchtigkeit in dicken Stängeln oft länger hält und nur langsam freigesetzt wird, kann es passieren, dass die Anlage zu früh abgestellt wird oder dass zu wenig nachbelüftet wird. In diesem Fall kann es
DR. FLORIAN PIFFRADER
selbst bei Belüftungsheu zu einem starken Schimmelbe-
Experte für Tierernährung und Verantwortlicher für Produktqualität bei RIEPER
fall kommen. Schimmel bildet sich meist nur im ersten Monat nach der Einbringung, da in dieser Zeit das Heu von selbst nachgärt und austrocknet, sodass es nach 6-8 Wochen ausreichend lagerstabil ist. Während die Hefen im Heu normalerweise kein Problem darstellen, haben
■
19
HOFBESUCH
David’s Goashof: ein erfolgreicher beruflicher Neustart
Südtirol mit Skepsis beäugt. Trotz einigem Gegenwind
David Perathoner hat keinen für Südtirols
ließ er sich nicht von seiner Vision eines biologischen
Landwirtschaft klassischen Werdegang,
Ziegenhofes abbringen. Nach anfänglichen Erfahrun-
außer dass er bereits als Jugendlicher auf einem großen Hof in Norditalien gearbeitet hat. Vom Vater wurde ihm aber das Erlernen eines Handwerkes nahegelegt und es
20
perten aufzubauen. Dazu ist er weit in Europa herumgereist. Seine Pläne wurden vor allem im heimischen
hat sich für ihn ein interessanter beruflicher Werdegang ergeben.
gen mit Fleischziegen, kamen im Juli 2011 von einem Biohof im Allgäu die ersten Milchziegen, allesamt behornt, auf seinen neu errichteten Hof oberhalb von Tanirz, einer Fraktion der Gemeinde Lajen. Bewusst fiel seine Entscheidung dabei auf die elegante Bunte Deutsche Edelziege. Sie gilt als anspruchslos und anpassungsfähig, weist gute Milchleistungen auf, und ihre Milch schmeckt süßlicher als die anderer Ziegenrassen. Im
Über 25 Jahren später wollte er
April 2012 war dann Melkstart bei David
sich neu orientieren und er ließ
Perathoner und die Kunden ließen nicht
sich lenken von seiner Liebe zur
lange auf sich warten.
Natur mit ihren Zyklen, seiner Pas-
Die Betriebsstruktur weist einen sehr
sion für Tiere und seiner Freude am
hohen Standard auf: ein großer, heller
Ursprünglichen. Das Interesse an Ziegen prägte sich immer stärker aus und er begann, sich sein
Laufstall der optimal auf die Bedürfnisse und Gesundheit der Ziegen ausgerichtet ist, angrenzend der Swing-Over-Melkstand, von dem
ganz spezifisches Fachwis-
die Milch über ein Rohrleitungssystem direkt in den
sen und Netzwerk an Ex-
Verarbeitungsraum gelangt. Die Arbeitsabläufe sind gut strukturiert und so weit als möglich automatisiert. Zwischen eigenen und Pachtflächen, inklusive Almen, bewirtschaftet David Perathoner insgesamt 22,5 Hek-
www.goashof.it
ZIEGENMILCH - MEHR ALS NUR EINE MODE tar Wiesen, auf denen er drei Schnitte erntet. 2 Kilogramm dieses warmbelüfteten Raufutters, in einem genauen Verhältnis zwischen den einzelnen Schnitten zugeteilt, bilden die Basis der Fütterung. Das Kraftfutter wird im Melkstand gefüttert. Zie-
Produkte aus Ziegenmilch finden immer breiteren Zuspruch bei gesundheitsbewussten Konsumenten. Ihre gute Verdaulichkeit ist seit Langem bekannt. Die Caprinsäure gibt ihr den typischen, würzigen, leicht süßlichen Geschmack, der sie bei Genießern besonders beliebt macht. Besonders wertvoll ist sie wegen ihres hohen Gehaltes an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.
gen in voller Milchleistung erhalten bis zu 1 kg des energiereichen Ergänzungsfut-
den Ziegen. Dies wirkt sich sehr positiv auf die spätere Milchleistung aus. Seine 70 Melkziegen und 15 Jungtiere werden in zwei Gruppen gehalten. Dank des gefächerten Produktionszyklus’ kann er die Milchproduktion über das gesamte Jahr hinweg relativ konstant halten, mit positiven Aus-
wirkungen auf die Kostenverteilung und die Verfüg-
ters BL NATURA 18/p mit 18 % Rohprotein und zusätz-
barkeit am Markt seiner Endprodukte, welche regen
lich mittags eine Haferration, die sich durch den hohen
Absatz bei den Konsumenten finden.
Rohfasergehalt und die gute Verdaulichkeit positiv auf
Täglich verarbeitet David Perathoner seine hochwer-
die Milchinhaltsstoffe auswirkt. Erwiesenermaßen übt
tige Bio-Milch zu frischer Trinkmilch, Fruchtjoghurt,
auch die Behornung der Tiere einen positiven Effekt auf
Trinkjoghurt, feinem Ziegenkäse, Ziegencreme und
die Milchinhaltsstoffe aus. Großes Augenmerk legt Da-
verschiedenen Desserts und verteilt diese an ausge-
vid Perathoner in die Nach- und Aufzucht seiner Tie-
wählte Geschäfte und einige wenige Hotels. Diese
re. Mit Erfolg betreibt er Eigenbesamung und konnte
Verlängerung der Wertschöpfungskette trägt dazu bei,
so die Genetik seiner Herde verbessern, mit positiven
dass er den Hof im Vollerwerb bewirtschaften kann. Er
Auswirkungen auf die Leistung und die Gesundheit der
ist ein Ein-Mann-Betrieb. Der kluge Rhythmus zwi-
Tiere. Auch die Aufzucht der Jungtiere ist genau struk-
schen Verarbeitung und Auslieferung ermöglicht ihm
turiert. Während der ersten 8 Lebenswochen werden
eine weitgehende Autonomie. Seine Position konnte er
die Kitze von den Muttertieren gesäugt, danach er-
laufend stärken, aber David Perathoner achtet behut-
halten sie dieselbe Kraftfuttermenge wie die melken-
sam darauf, eine für ihn sinnvolle Größe beizubehalten. Seine Arbeitsstunden zählt er nicht, und der Einsatz geht über 365 Tage. Aber die Freude an seinem Tun und die Leidenschaft bereichern sein Leben und er hat seine Entscheidung nie mehr in Frage gestellt.
RIEPER UNTERWEGS
David's Goashof David Perathoner Lajen 1.250 m
■
21
Familie Braunhofer: Vorzeigebetrieb in steiler Höhe Am Seiterhof, unweit von Sterzing, am Eingang
HOFBESUCH
des Jaufentales, auf 1.250 Metern Höhe zeigt
22
Etwa 12 der insgesamt 62 Hektar werden als Felder bewirtschaftet, der Rest ist Wald. Hinzu kommen
sich, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb auch
gut 12 Hektar teils ebene Pachtflächen. Erst kürzlich
in sehr steiler Lage mit beachtlichem Erfolg
wurden aufwändige Planierungsarbeiten auf 2 Hektar
geführt werden kann. Der Vater von Adalbert
abgeschlossen und so, dank einer Kulturabänderung,
Braunhofer hat den Hof 1964 erworben, damals noch ohne Zufahrt und bis zur langersehnten Erschließung im Jahr 1978 musste man sich mit
Feld dazu gewonnen. Dennoch muss ein großer Teil der Heuarbeiten per Hand erledigt werden, dabei hilft auch Davids Frau Dagmar fleißig mit. Die Braunviehherde besteht aus 30 Milchkühen, in-
einer Materialseilbahn begnügen. Inzwischen
klusive der Trockensteher und der gleichen Anzahl an
ist einiges an Modernisierungen dazugekom-
Jungtieren.
men und Adalbert Braunhofer betreibt den Hof
Von einem Doppel-Vierer-Fischgrät Melkstand ge-
mit seinem Sohn David. Die anderen drei Söhne arbeiten in getrennten Betrieben.
langt die Milch direkt in die Milchkammer und von dort wird sie schwebend über eine ausgediente, umgebaute Liftanalage an einem 600 m langen Seil in einem Inoxtank mit Eiswasserkühlung ins Tal zur Sammelstelle
Die zwei Generationen stehen für eine gelungene
befördert. In nächster Zukunft möchten die Braunho-
Zusammenarbeit: die Erfahrung des Vaters macht
fers ihren Freilaufstall ausbauen, um Stallklima und
sich Sohn David zunutze, der diese mit seinem in der
Kuhkomfort noch weiter zu verbessern. Auch mehr
Landwirtschaftsschule Auer erworbenen Wissen paart.
Platz für die Kälber soll entstehen. Aufgrund der ak-
Anfänglich ging er zusätzlich einer externen Beschäf-
tuellen GVE-Berechnungen könnten sie den Bestand
tigung nach, in der Zwischenzeit widmet auch er sich
vergrößern, was aber nicht angestrebt wird. Heute
ganztägig der Arbeit am Hof.
kann mit den eigenen und Pachtflächen der Bedarf an
RIEPER UNTERWEGS
Seiterhof Fam. Adalbert Braunhofer Jaufental 1.250 m
Grundfutter zum größten Teil abgedeckt werden.
aufgehängte Euter als Grundlage für Langlebigkeit und
Großes Augenmerk wird auf die Qualität des Grund-
reichhaltige Inhaltsstoffe sind vorrangig für die Nach-
futters gelegt. Dieses wird mit einer Warmluft-Ent-
zucht. Diese Kriterien sind ihm wichtiger als rein eine
feuchter-Trocknungsanlage belüftet. Der kostengüns-
hohe Leistung.
tige Strom aus der Elektrogenossenschaft Jaufental, in
Das Spitzen-Braunvieh vom Seiterhof ist weit über die
die sich Adalbert Braunhofer vor vielen Jahren einge-
Landesgrenzen hinaus bekannt. Lang ist die Liste der
kauft hat, ist dazu sehr nützlich.
Siegerpositionen und Auszeichnungen: Abteilungs-
Zusätzlich zum Dürrfutter in der Mischration werden
siege bei Jungrindern und der Jungzüchter Elite, Ge-
2 kg Heu pro Kuh und Tag getrennt am Futtertisch
samteutersiegerinnen, zweimal kam die Agrialp Sie-
angeboten. Das Grundfutter wird mit Maisschrot,
gerin vom Seiterhof. David betrachtet die Teilnahme
Maisflocken, Rübenschnitzel und einem Proteinkon-
an Ausstellungen als Hobby und Ansporn, auch wenn
zentrat mit 35 % Rohprotein aufgewertet. Das Pro-
viel Arbeit dahintersteckt.
teinkonzentrat ist eine mehlige Sondermischung, die
Im Gespräch lässt David hinter seinem ruhigen Wesen
laufend an die Bedürfnisse des Betriebes angepasst
den Profi erkennen: seine Begeisterung für die Land-
wird. Es enthält ein besonders ausgewogenes Ver-
wirtschaft, seine inzwischen beachtlichen eigenen Er-
hältnis aus pansengeschützten und pansenverfügba-
fahrungen, die Mischung aus Wissen und Gespür für
ren Rohproteinquellen und eine wichtige Ergänzung
die Situation und für die Tiere.
an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen.
Adalbert Braunhofers Kompetenz in Sachen Landwirt-
Händisch über den Futtertisch erhalten hochleistende
schaft zeigt sich nicht nur am eigenen Hof. Geschätzt
Kühe mit über 28 kg Milch zusätzlich eine tierindividu-
wird diese auch beim Milchhof Sterzing, wo er als Ob-
elle Zuteilung des pelletierten Futtermittels PROTEC
mann tätig ist. Außerdem ist er Vorstand der Braun-
LE/p. Dieses energiereiche Futter enthält neben einem
viehgenossenschaft Jaufental.
hohen Anteil an pansengeschütztem Rohprotein und
Adalbert und David Braunhofer stellen mit ihrer Mi-
pansengeschütztem Fett, zusätzlich Lein und Beta-
schung aus jahrzehntelanger Erfahrung, Wissen und
Carotin, welche die Fruchtbarkeit der Kühe positiv
Offenheit für neue Wege, gepaart mit harter und ehr-
beeinflussen.
licher Arbeit, ein Beispiel für gegenwärtigen Erfolg und
Die vom Sterzinger Milchhof angewandte Qualitäts-
Zukunftsfähigkeit dar. ■
gewichtung beim Auszahlungspreis kommt auch dem Seiterhof dank der ausgezeichneten Milchinhaltsstoffe sehr zugute. Mit 4,16 % Fett und 3,76 % Eiweiß bei einer
AUFGEWERTETE MISCHRATION FÜR 28 KG MILCH
Leistung von 8.800 kg im Vorjahr liegt man konstant über dem durchschnittlichen Auszahlungspreis. Im laufenden Jahr zeichnen sich noch bessere Werte ab.
5,5 kg
Heu
6 kg
Grummet
2 kg
Luzerne
wünschten Erfolge. Beim Samenzukauf achtet er vor
6 kg
Grassilage
allem auf die Genetik, nicht auf den Preis. Anpassungs-
6 kg
Getreidemischung
fähigkeit der Tiere, ein gesundes Fundament und hoch
2 kg
Proteinkonzentrat Mix/m Braunhofer
Seit 7 Jahren praktiziert David die Eigenbesamung, und auch der Einsatz von gesextem Sperma bringt die er-
Je nach Leistung zusätzlich bis zu 3 kg PROTEC LE/p mit ß-Carotin.
23
Dr. Giuliano Scarpellini
Dr. Florian Piffrader
Freiberuflicher Tierarzt für Legehennen
Experte für Tierernährung bei RIEPER
RIEPER Legehennentag Erstmalig wurden Kunden zu einer Fortbildungsveranstaltung für Legehennen eingeladen. Am Programm standen Fachvorträge, Pieter-Jan Luykx
eine Betriebsführung und bei einem gemein-
Berater Lohmann Tierzucht
samen Mittagessen reichlich Zeit für Erfahrungsaustausch. Damit Legehennen Hochleistung erbringen, ist in ihrer Aufzucht auf ganzheitliche Faktoren wie Futterqualität, Haltungssysteme, Hygiene etc. zu achten. So stellte Juniorchef Alexander Rieper in der Eröffnung der Tagung die bedingungslose Qualitätspolitik dar, welche die A. RIEPER AG im Laufe der Jahre zum Marktführer für Legehennenfutter in Südtirol gemacht hat. Pieter-Jan Luykx vom Unternehmen Lohmann Tierzucht sprach in seinem Vortrag über Legehennenhaltung. Er wies darauf hin, dass die Junghennen bei der Aufzucht bereits an dasselbe Haltungssystem gewöhnt werden müssen, in dem sie als Legehennen gehalten werden. Ebenso können unterschiedliche Fütterungs- und Tränksysteme in der Aufzucht und in der Haltung zu Gewöhnungsproblemen bei der Umstallung führen. Unverzichtbar ist strenge Hygiene durch gründliche Reinigung und Desinfektion
der Räume, Schädlingsbekämpfung und geeignete Schutzkleidung für Besucher. Florian Piffrader, Verantwortlicher für Produktqualität bei RIEPER stellte die Qualitätsmaßstäbe, die Zusammensetzung und die verschiedenen Futtertypen vor. Die Futteraufnahme der Legehennen muss laufend überprüft werden, da dies einen wichtigen Rückschluss auf mögliche Gesundheitsprobleme bei den Legehennen erlaubt. Der freiberufliche Tierarzt für Legehennen, Dr. Giuliano Scarpellini, gab mithilfe von umfangreichem, anschaulichem Bildmaterial einen vollständigen Überblick über die verschiedenen Krankheiten und Parasiten, die die Legehenennen befallen können und welche Vorbeuge- und Behandlungsmaßnahmen dagegen gesetzt werden können. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die nach Wiederholung verlangt. ■
Wirtschaftlicher Kraftfuttereinsatz Eine ausreichend hohe Milchleistung der Kühe
zahl. Eine wichtige Grundlage zur leistungsgerechten
ist eine wesentliche Voraussetzung für die
Versorgung der Milchkuh ist eine hohe Grundfutterqualität. Durch eine gute Pflege des Pflanzenbestandes,
wirtschaftlich erfolgreiche Milchproduktion.
den richtigen Schnittzeitpunkt, eine schonende Ernte
Jede Kuh hat unvermeidliche Fixkosten, wie
und eine optimale Konservierung kann das Leistungs-
den Bedarf an Futterfläche und Güllefläche,
potential des Grundfutters stark erhöht werden. Bei
den Stallplatz, die Kosten für die Grundfut-
der Leistung, die für eine wirtschaftliche Milchproduk-
tererzeugung, die tägliche Arbeitszeit für die
tion notwendig ist, kann der Nährstoffbedarf der Kuh
Tierbetreuung und die Kosten für die Nach-
wegen der begrenzten Futteraufnahme nicht mit dem Grundfutter allein gedeckt werden. Nur eine Ergän-
zucht. Diese Aufwände sind für jede Kuh im
zung des Grundfutters mit konzentriertem Kraftfutter gen, der für eine hohe Leistung notwendig ist. Dabei muss bedacht werden, dass das Kraftfutter immer als
Die Einnahmen pro Kuh hängen aber im Wesentlichen
Teil der Ration und in Verbindung mit dem Grundfutter
von der Milchleistung ab. Je höher die Leistung einer
zu sehen ist.
Kuh ist, umso weniger fallen die Fixkosten ins Gewicht.
Da die Kühe versuchen, ihre Milchleistung entspre-
Bei steigenden Kosten und geringeren Erträgen ist die
chend ihren genetischen Möglichkeiten konstant zu
Leistungssteigerung in einem begrenzten Rahmen
halten, soll das Kraftfutter vorwiegend die Leistung
eine wirksame Wachstumsstrategie, um ohne zu-
unterstützen. Kühe mit hohem genetischen Potential
sätzliche Investitionen die Rentabilität des Betriebes
verwerten das Kraftfutter effizienter und sollen des-
zu steigern und das Einkommen abzusichern. Die Vor-
halb mehr Kraftfutter erhalten als Kühe mit niedrigem
aussetzungen für eine Leistungssteigerung sind natür-
genetischen Potential. Durch eine bedarfsgerechte
lich das Leistungspotential der Kühe und ausreichende
Versorgung wird der Körperfettabbau auf einen an-
Kenntnisse des Betriebsleiters.
nehmbaren Bereich beschränkt, Stoffwechsel- und
Es ist selbstverständlich, dass die Kühe bei einer höhe-
Fruchtbarkeitsstörungen aufgrund Unterversorgung
ren Milchleistung auch einen höheren Nährstoffbedarf
werden vermieden, und die Persistenz der Milchleis-
haben. Wird dieser Nährstoffbedarf nur ungenügend
tung wird angehoben. Da zu Laktationsbeginn wegen
gedeckt, können die Kühe ihre Milchleistung nicht hal-
der langsamen Anfütterung bei hoher Leistung eine
ten, sind anfällig für Stoffwechselerkrankungen, haben
bedarfsdeckende Versorgung praktisch nicht durch-
niedrigere Milchinhaltsstoffe und eine niedrige Gefrier-
führbar ist, ist eine begrenzte Mobilisierung der Kör-
Entwicklung des durchschnittlichen Milchauszahlungspreises 55 50 45 40 35
Milchpreis der Südtiroler Sennereigenossenschaften
30
RIEPER-Kraftfutterpreis
25
2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
20 2001
26
kann den Nährwert der Ration in einen Bereich brin-
oder weniger Milch gibt.
2000
FACHTHEMA
Stall annähernd gleich hoch, egal ob sie mehr
in Cent/kg ohne MwSt.
Steigerung der Wirtschaftlichkeit durch hohe Grundfutterqualität + konzentriertes Kraftfutter (= rentabelstes Betriebsmittel
Fixkosten
in der Milchproduktion)
- Futterfläche - Güllefläche - Stallplatz - Grundfuttererzeugung - Arbeitszeit - Nachzucht
perreserven in der Größenordnung von umgerechnet
unwirtschaftlich, weil nur eine vergleichsweise geringe
6-7 kg Milchleistung natürlich und akzeptabel. Ist das
Leistungssteigerung zu erwarten ist, wenn die erblich
Energiedefizit höher, wird eine Stoffwechselstabilisie-
festgelegten Potentiale der Kuh bereits ausgeschöpft
rung mit blutzuckerbildenden Substanzen wie Propy-
sind. Darüber hinaus führen die über den Bedarf hin-
lenglycol oder Flüssigfuttermitteln wie ENEREX oder
ausgehenden nicht benötigten Kraftfuttermengen zu
STIMULEX erforderlich. Solange das Kraftfutter für eine
einem übermäßigen Ansatz von Körperfett, das wie-
soweit möglich bedarfsdeckende Versorgung der Kühe
derum Stoffwechselstörungen in der folgenden Lak-
verwendet wird, ist ein Kraftfuttereinsatz immer wirt-
tation begünstigt, wenn die optimale Körperkondition
schaftlich. Weniger Kraftfutter bedeutet in diesem Fall
überschritten ist.
immer hohe Verluste durch geringere Milchleistung,
Sofern das Leistungspotential der Milchkuh vorhan-
geringeren Milcheiweißgehalt und durch Stoffwechsel-
den ist, werden für 1 kg Milchleistung im mittleren und
und Fruchtbarkeitsstörungen. Genauso notwendig ist
höheren Leistungsbereich unter Berücksichtigung der
auch eine ausreichende Kraftfutterversorgung in der
physiologischen Grundfutterverdrängung ungefähr 0,6
Vorbereitungsfütterung drei Wochen vor dem Kalben.
kg Kraftfutter benötigt. Das heißt, dass die Ausfütte-
Durch die zurückgehende Grundfutteraufnahme leidet
rung einer höheren Milchleistung immer wirtschaftlich
die Kuh in dieser Zeit unter einem Energiemangel, der
ist und zu einem höheren Einkommen aus der Milch-
bereits Körperfettabbau und Leberverfettung bewirkt
produktion beiträgt, solange der Milchpreis höher als
und in der folgenden Laktation zu Gesundheitspro-
60 % des Kraftfutterpreises ist. Bei den aktuellen Milch-
blemen und geringer Milchleistung führt. In einer pas-
und Kraftfutterpreisen beträgt der Milchpreis nahezu
senden Vorbereitungsfütterung soll die Futtermenge
160 % des durchschnittlichen Kraftfutterpreises. Somit
langsam bis zum Abkalben auf eine Höhe von 3 kg
zählt das Kraftfutter zu den rentabelsten Betriebsmit-
bzw. 30 – 40 % der zu Laktationsbeginn notwendigen
teln in der Milchproduktion, das im Verhältnis zu sei-
Kraftfuttermenge gesteigert werden. Kraftfuttermen-
nen Kosten die höchsten Erträge bringt.
gen, die über den Bedarf der Kuh hinausgehen, sind
■
27
Veranstaltungsrückblick 2015/16
AKTUELLES
2015 war ein Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen für RIEPER. Neben der traditionellen Landwirtschaftsmesse Agrialp im Herbst konnte RIEPER auf den jährlichen Märkten unter anderem in Bruneck, Glurns und Kuppelwies die Kunden zu 28
einem kleinen Umtrunk begrüßen. Auf dem Stegener Markt wurde der neue RIEPER Marktstand eingeweiht. WIEVIELE KÖRNER SIND IM GLAS? Das Schätzspiel am RIEPER Stand auf der Agriapl 2015 fand regen Anklang … und es gab tolle Gewinne!
BIS ZUM NÄCHSTEN JAHR! Die Agrialp 2017 findet anders als sonst von Donnerstag bis Sonntag, 23. bis 26. November 2017 statt!
Tag der GrĂźnlandtechnik in Vintl 09. Mai 2015
Markt in Kuppelwies, Ulten
Stegener Markt
22. September 2015
26.-28. Oktober 2015
Allerseelenmarkt in Glurns
Maienmarkt in Stegen
02. November 2015
13. Mai 2015
Sieger der Viehausstellungen 2016 Herzlich gratuliert die A. RIEPER AG allen Züchtern, die bei Leistungsschauen unterschiedlicher
AKTUELLES
Zuchtverbände im Laufe des Jahres 2016 mit Siegertieren für ihre Zuchtarbeit ausgezeichnet wurden. Jubiläumsschau „15 Jahre Grauvieh Jungzüchterverein Passeier“ am 16. April 2016
Ennemoser Heinrich, Gostnerhof, Pill/Moos in P. Siegerin: 1. Gruppe Kalbinnen
Schaffler Franz, Innerprünsthof, Vernur/Riffian 30
Siegerin: 2. Gruppe Kalbinnen
Reinstadler Gustav, Veitenhof, Rabenstein/Moos in P. Siegerin 3. Gruppe Kalbinnen
Kofler Christian, Jennerhof, Platt/Moos in P. Siegerin 4. Gruppe Kalbinnen
Night-Show in Franzensfeste am 23. April 2016
Leitner Norbert, Santer, Egg/Freienfeld Siegerin: Kategorie I Jungrinder und trächtige Kalbinnen
Eisenstecken Konrad, Stocknerhof, Gereut/Brixen Siegerin: Kategorie II Jungrinder und trächtige Kalbinnen
Marginter Werner, Aichner, Tulfer/Pfitsch Siegerin: Kategorie IV trächtige Kalbinnen
Profanter Manfred, Siederhof, Pardell/Villnöss Siegerin: Kategorie V Jungrinder in Laktation
Ferdigg Lorenz, Obermessner, St. Magdalena/Villnöss
Siegerin: 7. Gruppe Kalbinnen
Siegerin: Kategorie VI Jungkühe in Laktation Gesamtsieg Jungkühe
Pichler Andreas, Pranterhof, Außerwalten/St.Leonhard in P.
Frener Martin, Prast, St. Leonhard/Brixen
Flarer Konrad, Locherhof, Rabenstein/Moos in P.
Siegerin: 1. Gruppe Erstlingskühe
Gögele Martin, Joselehof, Platt/Moos in P. Siegerin: 4. Gruppe Erstlingskühe Grauviehausstellung der Züchter des Sarntals am 23. April 2016
Heiss Albert, Inderst, Innerpens/Sarntal Siegerin: 1. Gruppe Jungzüchter
Murr Josef Leonhard, Oberkranzer, Außerpens/Sarntal Siegerin: 4. Gruppe Kalbinnen Siegerin: 2. Gruppe Erstlingskühe
Mair Maria, Aster, Pens/Sarntal Siegerin: 1. Gruppe Erstlingskühe
Regele Alois, Thalgruber, Riedelsberg/Sarntal Siegerin: 3. Gruppe Erstlingskühe
Obkircher Lydia, Krösshof, Durnholz/Sarntal Siegerin: 1. Gruppe Mehrmelkkühe
Trojer Gerlinde, Wankhof, Auen/Sarntal Siegerin: 4. Gruppe Mehrmelkkühe
Siegerin: Kategorie VII Jungkühe in Laktation Reservesieg und Eutersieg Jungkühe Reservesieg Mehrmelkkühe
Braunhofer Adalbert, Seiterhof, Jaufental/Ratschings Siegerin: Kategorie VIII Zweitmelkkühe in Laktation Siegerin: Kategorie IX Drittmelkkühe in Laktation Gesamtsieg Mehrmelkkühe
Reifer Christian, Egarter, Gereuth/Brixen Reservesieg Jungrinder
Stolz Johann, Huberhof, Vals/Mühlbach Eutersieg Mehrmelkkühe 120 Jahre Braunvieh – Ausstellung Vinschgau in Lichtenberg am 30. April 2016
Staffler Adolf, Gafairhof, Parnetz/Laas Siegerin: Kategorie I Jungrinder Reservesieg Kalbinnen
Habicher Alois, Unterlutaschghof, Schlinig/Mals Siegerin: Kategorie II Jungrinder und trächtige Kalbinnen
Hellrigl Alois, Bachhof, Taufers in Münster Siegerin: Kategorie IV trächtige Kalbinnen
Maas Folie Maria Elisabeth, Glaser, Reschen/Graun
Fleckviehschau in Kastelruth am 07. Mai 2016
Siegerin: Kategorie V trächtige Kalbinnen Gesamtsieg Kalbinnen
Walter Mahlknecht, Grunserhof, St.Valentin/Kastelruth
Ladurner Peter, Schnatzhof, Sonnenberg/Naturns
Siegerin: Champion Kalbinnen Siegerin: 1. Gruppe trächtige Kalbinnen
Siegerin: Kategorie VI Jungkühe in Laktation Siegerin: Kategorie VII Jungkühe in Laktation
Albert Geiser, Pfeiferhof, St. Felix Siegerin: 2. Gruppe trächtige Kalbinnen
Waldner Alois, Madeinhof, Schleis/Mals Siegerin: Kategorie VIII Jungkühe in Laktation
Lamprecht Walter, Wacker, Spinges/Mühlbach
Kaserer Franz, Walda, Meiern/Martell
Siegerin: Champion Jungkühe Siegerin: 1. Gruppe Jungkühe
Siegerin: Kategorie XI Viertmelkkühe in Laktation Gesamtsieg Kühe
Perkmann Karl, Unterstrommerhof, Mölten Siegerin: 2. Gruppe Jungkühe
Hölbling Franz Josef, Gollhof, Reschen/Graun Reservesieg Jersey
Reiterer Florian, Moar zu Gassen, Hafling Siegerin: 3. Gruppe Jungkühe
Wallnöfer Peter, Tartsch/Mals Eutersieg Jersey
Trompedeller Horst, Schmalzer, Tiers Siegerin: 2. Gruppe Zweitmelkkühe
Holsteingala in St. Lorenzen am 30. April 2016 1. Gemeinsame Ultner Tierschau in Kuppelwies/Ulten am 14. Mai 2016
Rainer Hubert, Hanzer, Winnebach/Innichen Siegerin: 2. Gruppe Erstlingskühe Siegerin: 1. Gruppe Jüngere Kühe Siegerin: 1. Gruppe Ältere Kühe Reserve Schausiegerin Gesamt Schausiegerin
Oberhollenzer Meinhard, Büschele, Pfalzen Siegerin: 2. Gruppe Jüngere Kühe Eutersiegerin
Gräber Manfred, Weliser, Stefansdorf/St.Lorenzen Siegerin: 2. Gruppe Ältere Kühe Gemeinsame Tierschau in Vöran am 01. Mai 2016
Breitenberger Stephan, Threinhof, St. Nikolaus/Ulten Siegerin: Holsteinrasse trächtige Kalbinnen Siegerin: Holsteinrasse trockenstehende Kühe Siegerin: Holsteinrasse Reserve Schausiegerin
Kollmann Siegfried, Jerber, Laurein Siegerin: Holsteinrasse Erstlingskühe Siegerin: Holsteinrasse Eutersiegerin
Staffler Karl, Untergschör, St. Nikolaus/Ulten Siegerin: Holsteinrasse 1. Gruppe Mehrmelkkühe Siegerin: Holsteinrasse Gesamt Schausiegerin
Karnutsch Richard, Simianhof, St. Walburg/Ulten
Greif Josef, Pfrontscherhof, Vöran
Siegerin: Braunviehrasse Reserve-Schausiegerin Siegerin: Jerseyrasse Reserve-Schausiegerin
Siegerin: Grauvieh Gruppe Kalbinnen Grauvieh Eutersiegerin
Gruber Leonhard, Enderstenhof, St. Gertraud/Ulten
Egger Hansjörg, Dureggerhof, Aschl/Vöran
Siegerin: Jerseyrasse Gesamt-Schausiegerin Siegerin: Jerseyrasse Eutersiegerin
Siegerin: Grauvieh Gruppe Jungkühe Grauvieh Reserve-Schausiegerin
Breitenberger Helmut, Pflanz, St. Walburg/Ulten
Alber Josef Albert, Gfrarhof, Aschl/Vöran Siegerin: Grauvieh Gruppe Kühe Grauvieh Gesamt-Schausiegerin
Siegerin: Original Braunvieh Rasse Eutersiegerin Siegerin: Original Braunvieh Rasse Reserve-Schausiegerin Siegerin: Original Braunvieh Rasse Gesamt-Schausiegerin
Staffler Andreas, Innergruber, St. Nikolaus/Ulten Kröss Maria Bernadette, Wieserhof, Vöran Holstein Eutersiegerin
Siegerin: Fleckviehrasse Eutersiegerin Siegerin: Fleckviehrasse Gesamt-Schausiegerin
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