Ein Vortrag über «Fake News» zeigte Möglichkeiten auf, Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
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BASSERSDORF
JAGDPACHT
Nach rechtlichen Querelen ist die Jagdpacht nun an Fabian Moser bestätigt worden.
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BRÜTTEN
ÖFFNUNG
Neu können auch Vereine und Parteien der Gewerbegruppe Brütten beitreten. Die Öffnung soll die Vernetzung fördern.
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NÜRENSDORF
ATMOSPHÄRE
Die Buffalo Band Bassaville schafft es, eine Turnhalle in einen Festsaal zu verwandeln und untermalt dies mit Musik und Köstlichkeiten.
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Unabhängige Monatszeitung für die Gemeinden Bassersdorf, Brütten, Nürensdorf
Naturnahe Gärten wie jener von Peter und Christiana Maag in Nürensdorf fördern mit einheimischen Pflanzen, Totholz und Wasserstellen die Artenvielfalt, erklärt NBN-Präsidentin Beatrice Tschirky (Mitte). (bg)
NBN kämpft gegen Insektensterben
Mit sogenannten Trittsteingärten geht der lokale Naturschutzverein (NBN) gegen das Artensterben an. Nach dem guten Projektstart vor vier Jahren mit 41 Trittsteingärten in Bassersdorf, Nürensdorf und Brütten sind kaum weitere dazugekommen. Um den Wildbienen und generell den Insekten zu helfen, müssten dringend weitere folgen.
von Birgit Günter
Wenn ein Buckelwal in der Ostsee strandet, hält dies Tausende von Menschen in Atem. Direkt vor unserer Haustür findet jedoch ein Massensterben statt, das kaum Beachtung findet: das Insektensterben. «Dabei wäre das Insektensterben ein mindestens so drängendes Thema», betont Beatrice Tschirky, Präsidentin des Naturschutzvereins Bassersdorf-Nürensdorf (NBN). «Sterben die Insekten aus, überlebt
das mittelfristig auch der Mensch nicht.» Denn die Insekten helfen beim Bestäuben der Pflanzen, sie halten die Böden fruchtbar, und sie dienen als Nahrung für grössere Tiere wie etwa die Vögel, erklärt Tschirky. Gemäss Studien sind in Mitteleuropa in den vergangenen rund 30 Jahren drei Viertel aller Fluginsekten verschwunden.
Vernetzung wichtig
Um das Insektensterben aufzuhalten, hat der NBN vor vier Jahren das Projekt «Trittsteingärten» lanciert. Dabei
geht es darum, dass die Menschen in der Region ihre Gärten und Balkone möglichst insektenfreundlich gestalten – etwa, indem sie einheimische Blütenpflanzen und Sträucher fördern. «Eintönige Gärten mit englischem Rasen, sauber gestutzten Kirschlorbeerhecken und exotischen Pflanzen bieten unseren Insekten weder Nahrung noch Nistplatz», sagt Tschirky. Da gleichzeitig die Insekten in der industriellen Landwirt-
Spitze Feder
Es gibt in Bassersdorf ein Naturphänomen, das zuverlässiger ist als jede Wetterprognose und spektakulärer als der erste Grillrauch über den Balkonen und Ter-
schaft mit ihren monotonen, überdüngten Flächen keinen Lebensraum mehr finden, sei es unerlässlich, dass die Tiere wenigstens im Siedlungsraum überleben könnten.
Die Trittsteingärten unterstützen die Insekten insofern, als dass sie ihnen als Biotope für Nahrungssuche und Fortpflanzung dienen – und ihnen auch die Wanderung zwischen den einzelnen naturnahen Flecken ermöglichen. «Der Flugradius einer Wildbiene beträgt ungefähr 300 Meter», erläutert Tschirky. Sogar wenn
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rassen: Die grosse Veloschmelze. Jedes Jahr im April schlüpfen Hunderte von Fahrrädern aus ihren Winterquartieren, als wären sie Teil eines streng geheimen Wiederansiedlungsprogramms.
Ältere Zweiräder erkennt man am Geräusch. Ein Quietschen, das klingt, als würde ein Walross auf einem barocken Schaukelstuhl Platz nehmen. Dazu Bremsen, die eher an eine moralische Empfehlung erinnern als an ein funktionierendes, technisches System. Aber das hält niemanden vom «Biken» ab. Im Gegenteil: Es wird mit einer Entschlossenheit aufs Velo gestie-
einzelne Wildbienen noch weiterfliegen könnten, so sei der Bruterfolg dennoch geringer, weil die Biene dann mehr Energie für sich selbst brauche. «Deshalb ist eine enge Vernetzung dieser Trittsteine, sprich eine hohe Zahl insektenfreundlicher Gärten und Balkone, essenziell.»
Netz zu wenig dicht
Doch diesbezüglich ist noch viel Luft nach oben. Momentan zählt der NBN 42 Trittsteingärten; 24 in Bassersdorf, 11 in Nürensdorf und 7 in Brüt-
gen, als wäre mit dem Frühling ein Vertrag abgeschlossen worden. Besonders eindrücklich sind die Hobbyrennfahrer. Sie erscheinen meist schon Ende März in ihren hautengen Trikots. Mit hochrotem Kopf und heroischem Blick lenken sie ihre Rennmaschinen mit einer Ernsthaftigkeit um die hiesigen Kreisel, die man sonst nur bei Menschen sieht, die versuchen, einen der raren Parkplätze beim Dorfplatz zu ergattern.
Dann gibt es die Familienfraktion: Kinder, die mit neuen Helmen ausgerüstet sind, die so futuristisch aussehen, dass man sich fragt, ob
ten. Dies ist nur ein Garten mehr als zu Projektbeginn vor vier Jahren. Zwar seien in der Zwischenzeit neue dazu gekommen, andere aber wegen Hausverkauf wieder verschwunden. «Natürlich gibt es in den Gemeinden auch naturnahe Gärten, die nicht offiziell als Trittsteingärten erfasst sind beim NBN», relativiert Tschirky. Trotzdem zieht sie das klare Fazit: «Das Netz der Trittsteingärten ist zu grobmaschig.»
Neben Gärten können auch Balkone als Trittsteine dienen: «Wichtig
sie nicht mit Solarenergie und Lichtgeschwindigkeit den Antrieb verstärken. Hinter ihnen Eltern, die versuchen, pädagogisch wertvoll zu unterstützen. Und dann die Schönwetter-Fraktion: Sie steigen aufs Velo, sobald die Sonne scheint und steigen ebenso rasch ab, sobald sich ein Wölkchen am Himmel zeigt. Ihr natürlicher Bewegungsraum ist der Bereich zwischen «Ich sollte mehr Sport treiben» und «ach, morgen reicht auch noch dafür». So wird Bassersdorf im April zur Velometropole auf Zeit.
Tobias Jäger
ist, ein Angebot an einheimischen Blütenpflanzen bereit zu halten – das geht auch in Balkonkisten», erklärt Tschirky. Leider sei dem NBN bisher noch kein einziger «Trittsteinbalkon» gemeldet worden.
Bienen lieben’s wild
Das Trittsteinprojekt geht Hand in Hand mit einem anderen Schwerpunkt des NBN, der Förderung der Wildbienen. Die von Wildbienen-Experte Jürg Sommerhalder aus Nürensdorf mitentwickelte Bee-finder-
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Die nächste Ausgabe erscheint am 28. Mai 2026.
Während die Menschen dem Wal in der Ostsee nicht helfen konnten, sei dies bei den Wildbienen durchaus
App schlägt präzise auf den Wohnort ausgerichtete Pflanzen vor, mit denen gezielt dort vorkommende Wildbienen-Arten im Garten gefördert werden können. Wie wichtig der Siedlungsraum für das Überleben der Wildbienen ist, hat Sommerhalder bei der Kartierung der Wildbienen festgestellt (siehe Interview unten).
möglich, betont Tschirky. Mit Exkursionen und Vorträgen versuche der Verein, dieses Wissen zu vermitteln und Begeisterung für die Natur zu wecken. Ziel sei, die Zahl der Trittsteingärten deutlich zu erhöhen sowie
«Jeder Trittsteingarten ist ökologisches Gold wert»
Wildbienenexperte Jürg Sommerhalder fand in Bassersdorf seltene Wildbienen
Jürg Sommerhalder, Sie haben in Bassersdorf 137 Wildbienenarten gefunden – ist das ein gutes Zeichen für die lokale Wildbienen-Dichte?
Jein. Die Anzahl festgestellter Arten ist insofern als gut zu taxieren, als sie bedeutet, dass die Gemeinde Bassersdorf einfach sehr gut kartiert ist. Zwar wurden tatsächlich deutlich mehr Arten nachgewiesen als in den meisten Gemeinden des Kantons – in Brütten zum Beispiel kamen wir nur auf etwas über 80 Arten. Aber dort wurde der Fokus auf den Siedlungsraum gelegt, Naturschutzobjekte wurden nur wenige untersucht.
Entsprechen die Funde Ihren Erwartungen?
Nein. Meine Erwartungen sind oft unerfüllbar hoch. Es hätten gern mehr Arten der Roten Liste sein dürfen.
Wie ordnen Sie die Resultate generell ein?
Ich habe drei Arten der Roten Liste festgestellt, sowie sieben weitere, die auf der Vorwarnliste stehen. Diese Zusammensetzung der Bassersdorfer Wildbienenfauna entspricht in etwa dem, was man im Mittelland erwarten darf. Zudem war der Sommer 2024 ziemlich verregnet. In einem besseren Bienenjahr wäre wohl die eine oder andere Art hinzugekommen.
Was bringt eine WildbienenKartierung der Gemeinde?
Das Bieneninventar ist mit sei
nen konkreten Empfehlungen ein starkes Instrument für die Gemeinde, um ihrem Naturschutzauftrag nachzukommen. In Brütten, wo die Inventarisierung schon 2021 stattfand, wurden in der Folge drei oder vier Flächen spezifisch für Wildbienen aufgewertet. Ob dies auch Bassersdorf tut, bleibt der Gemeinde überlassen. Ich gehe aber davon aus, dass der NBN dafür sorgen wird, dass das Thema kein Papiertiger wird.
Was kann ich als Privatperson damit anfangen?
Die Bieneninventare fliessen in den beefinder.ch ein und unterstützen Private bei der Umsetzung von Fördermassnahmen in Gärten, auf Balkonen, Terrassen und begrünten Dächern.
Wo haben Sie besonders viele Wildbienen gefunden?
Im Siedlungsraum – er ist mit seinem Blüten und Strukturreichtum längst bekannt als idealer Rückzugsort für Wildbienen. Das hat sich auch in Bassersdorf gezeigt.
Tatsächlich fällt auf, dass Sie im Landwirtschaftsland keine Wildbienen fanden
Der Landwirtschaftsraum ist in unseren Breiten meistens eine entomologische Einöde. Da nützen auch Blühstreifen wenig, wenn sie isoliert stehen. In Bassersdorf wurde das Kulturland deshalb gar nicht kartiert, die periphere Erhebung fokussierte auf Naturschutzobjekte.
Wenn Sie die drei Gemeinden Bassersdorf, Nürensdorf und Brütten vergleichen – wo hat es am meisten Wildbienen? Jede Gemeinde hat ihre Spezialitäten. So habe ich etwa in Brütten eine für den ganzen Kanton spektakuläre Art gefunden, mit der niemand gerechnet hätte. Andererseits stellte ich in Bassersdorf Arten der Roten Liste fest, die ich in keiner der umliegenden Gemeinden fand.
Wo liegen generell die Wildbienen-Hotspots?
Intakte Lebensräume sind der Schlüssel. Wir müssen mehr Mut zur natürlichen Unordentlichkeit haben: Zum Beispiel Wald, in dem gestürzte Bäume verrotten dürfen. Ein toter Baum bietet über 1000 holzzersetzenden Arten Lebensraum! Bienenfreundlich sind auch natürliche Landschaften mit verdorrten Karden und Disteln oder Astund Steinhaufen. Weitere Hotspots sind die Ufer von Bächen und Flüssen, die mäandern dürfen, sowie Sand und Kiesgruben. Sie beheimaten oft seltene Pflanzen und Tierarten, darunter viele bedrohte Bienen.
Inwiefern sind «Trittsteine» wichtig für die Wildbienen? Sie sind in unseren gezähmten Landschaften unabdingbar. Wildbienen haben oft sehr kleine Flugradien. Um sich verbreiten zu können, aber auch für den genetischen Austausch mit benachbarten Populationen, sind Trittsteine enorm wichtig.
mindestens einen Trittsteinbalkon zu erfassen. Denn für die NBN-Präsidentin ist klar: «Angesichts des Artensterbens sollte jeder Garten und jeder Balkon zumindest teilweise naturnah gestaltet sein.»
Hat es genug Trittsteingärten? Es kann nie genügend Trittsteine geben. Sie haben die Funktion, fragmentierte ökologische Flächen wieder zu vernetzen. Jeder zusätzliche Trittstein ist ökologisches Gold wert.
Bassersdorf und Brütten haben Wildbienen kartieren lassen – und Nürensdorf? Leider hat die Gemeinde Nürensdorf die Schaffung eines Wildbienenkatasters mit der Begründung abgelehnt, dass Brütten und Bassersdorf bereits einen hätten und man daraus Aufwertungen in Nürensdorf ableiten könne. Diese Argumentation halte ich für falsch.
Warum?
Nehmen wir als Beispiel die Langobarden Furchenbiene: Diese anspruchsvolle Art konnte ich in meinem Nürensdorfer Garten nachweisen; sie wurde aber bislang weder in Brütten, Bassersdorf, Lindau noch Kloten festgestellt. Um die Untätigkeit der Gemeinde wenigstens in kleinen Teilen zu kompensieren, habe ich dem NBN zugesichert, ehrenamtlich unsere lokalen Trittsteingärten zu kartieren. Die ersten Resultate dürften zu Beginn des nächsten Jahres im beefinder. ch zur Verfügung stehen. (bg)
«Wir
sind ein Fitnesscenter, nur anders»
Die Entwicklung der Sportanlage bxa wird zurzeit diskutiert
von Susanne Gutknecht
Bernhard Dettwiler, VR-Präsident der «bassersdorf x aktiv ag» (bxa), und Geschäftsführer Roland Wittmann geben Auskunft über die Stellung der bxa und die Zukunftsaussichten.
Roland Wittmann, die bxa ist ein gewachsenes Konstrukt verschiedener Angebote... Die bxa-Anlage ist in der Tat nur ein Standbein unseres Betriebes. Die Anlage gehört der Gemeinde Bassersdorf. Als Betriebsgesellschaft hat sie uns das Sportgeschehen zum Verwalten übergeben. Es gehört neben der bxa auch das Hallenbad Geeren, das Freibad und kleinere Anlagen wie der Vitaparcours dazu. Zudem auch die Schulsportanlagenbelegung ausserhalb der Schulzeiten durch Vereine. Also ein umfassendes Portfolio.
Wie gross ist das Team, welches dieses Portfolio stemmt?
Roland Wittmann: Unser Team besteht aus rund 50 Angestellten, darunter Teilzeitarbeitende, die gesamthaft 2100 Stellenprozente vereinen. Speziell ist sicher, dass wir uns über verschiedene Branchen verteilen: hier arbeiten Bademeister, Schwimmlehrerinnen, Fachpersonen im Betriebsunterhalt, Reinigungspersonal, Köche und kaufmännisches Personal.
Wie stark sind Sie von der Gemeinde abhängig? Wo können Sie bestimmen?
Roland Wittmann: Die Gemeinde hat die Aktienmehrheit an der bassersdorf x aktiv ag und zwar die Stimmrechts- als auch die Kapitalmehrheit. Zudem hat jeweils ein Gemeinderatsmitglied Einsitz im Verwaltungsrat –zurzeit ist dies Selina Stampfli bis im Juni. Dann wird es eine andere Person sein, da sie ihre Behördentätigkeit beendet. Operativ im täglichen Betrieb sind wir autonom. Den laufenden Unterhalt der Anlage tragen
wir finanziell selbst, grössere Investitionen wie den Umbau des Sitzplatzes müssen wir frühzeitig für die Budgetrunde der Gemeinde melden. Es soll keine Überraschungen geben, da ist der Gemeinderat sehr klar in der Aussage. Für die Strategie und Entwicklung in die Zukunft gibt sich die Gemeinde stärker ein.
Bernhard Dettwiler: Wir sind momentan zwar stark eingespannt im Verwaltungsrat, es ist aber eine spannende Arbeit. Die Gemeinde ist seit einiger Zeit mit der Analyse der Sportanlagen beschäftigt und möchte für seine strategische Ausrichtung einen Planungshorizont bis 2040 abdecken. Mit dem GESAK, dem Gemeindesportanlagenkonzept, hat sie ein Grundlagenpapier erarbeitet, welches nun in Vertiefungen einzelner Themen weiter geschärft wird. Wir
erhielten vom Gemeinderat den Auftrag, bis zum 30. September letzten Jahres zu prüfen, wie eine Arealentwicklung aus der bxa-Betreiberperspektive aussehen könnte, auch mit einem allfälligen Betrieb einer neuen Dreifachturnhalle hier vor Ort.
Eine Klippe ist die Auslastung der Sportanlagen
Roland Wittmann: Als die Anlage noch der Swissair gehörte, war dieses Thema weniger im Fokus, da die Schichtarbeitenden der Swissair die Anlage tagsüber gut nutzten. Das ist heute weniger der Fall. Wir haben einzelne Organisationen wie Privatschulen und externe Vereine, welche die bxa nutzen. Eine Kombination mit dem Schulbetrieb wäre tagsüber sicher ideal. Aber diese Fragen klären wir zurzeit mit der Gemeinde.
Bernhard Dettwiler: Das Schulhaus auf dem bxa-Areal hat sich erledigt, es wäre nicht zonenkonform und eine Anpassung der BZO wäre eine grössere Sache. Dazu kommen lokale Schwierigkeiten wie Grundwasser und Hochspannungsleitungen. Wir haben in unserer Arealkonzeptstrategie aufgezeigt, welche Schwerpunkte wir in Zukunft auf unserem Areal sehen und was möglich ist. Es ist noch keine Machbarkeitsstudie, sondern zeigt Szenarien auf.
Welches sind heutige Schwerpunkte?
Roland Wittmann: Heute bilden unter anderem die Sportarten Fussball, Tennis, Unihockey und der Fitnessbereich eine wichtige Basis. Vor allem das Fitnesscenter mag räumlich klein sein, ist aber finanziell ein wichtiger
Bernhard Dettwiler, VR-Präsident der «basserdorf x aktiv ag» (li.) und Geschäftsführer Roland Wittmann setzen sich für moderne Fitnessgeräte ein.
Bereich. Wir sind keine Muckibude für angehende Bodybuilder, sondern legen Wert auf gesamtheitliche Fitness. Ich habe mich frühzeitig dafür eingesetzt, dass wir einen Gesundheitscenteransatz leben. An speziellen Geräten der Marke Milon können unsere Mitglieder eine Art Parcours an zwölf Geräten absolvieren. Die Voreinstellungen des Gerätes werden über einen Körperscan ermittelt, der auf einer Chip-Karte gespeichert ist. So sind auch unbetreute Zeiten möglich. Für Kontrolltrainings können Termine mit uns vereinbart werden. Diese Checks sind wichtig, damit das Programm angepasst werden kann und die Muskeln neuen Reizen ausgesetzt werden und ein optimaler Trainingserfolg auch möglich ist.
«Wir legen Wert auf gesamtheitliche Fitness»
Bernhard Dettwiler: Im Fitnessbereich haben wir unsere Nische gefunden. Wir sind ein Fitnesscenter, aber eben doch keines wie die anderen. Man sieht hier alle Altersklassen trainieren. Das Center ist auf relativ kleinem Raum, zählt aber doch 850 Mitglieder.
Wäre demnach dieser Bereich auch ausbaubar?
Roland Wittmann: Wir nehmen immer auch neue Geräte mit auf. Ich besuche Sportmessen oder informiere mich im Austausch mit Kollegen im Sportzentrum Magglingen. Das Sensopro-Gerät oder der Dividat sind solche neueren Geräte, welche koordinatives oder auch kognitives Training mit einbinden und so eine ganzheitliche Förderung ermöglichen.
Bernhard Dettwiler: Zu Beginn dachten wir, diese Geräte sind viel zu teuer und haben Roland für verrückt erklärt. Mittlerweile sehen wir jedoch, dass es nicht nur ein Trend war, sondern sich bei uns perfekt etabliert hat.
Neue Arealkonzeptstrategien wurden erarbeitet und dem Gemeinderat vorgelegt. (sg)
solchen Mehrzweckhallen ein Problemfeld: Die fix eingemieteten Vereine müssen sich wegen solcher Nutzungen einschränken. Bis dato war es mit der Gemeindeversammlung dreimal im Jahr noch gut machbar. Bernhard Dettwiler: Der Wunsch nach einer wettkampffähigen Sporthalle wurde in der Bevölkerungsumfrage und dem GESAK breit abgestützt, es fehlt aber ein Preisschild dahinter und die Fragen gehen tiefer, wenn man alle Nutzungswünsche aneinander vorbeibringen muss. Die Investitionen für eine Dreifachturnhalle mit oder ohne Mehrzwecknutzung sind gross, die laufenden Kosten mit den Abschreibern für eine solche Investition liegen schnell bei rund einer Million Franken jährlich. Es wird sich zeigen, ob die Bevölkerung gewillt ist, in der momentanen finanziellen Lage der Gemeinde diesem Anliegen ein Gewicht zu geben.
Wie wichtig ist ein Restaurant in diesem Kontext?
Denken Sie andere Trends mit in der Zukunft?
Roland Wittmann: Das Padelfeld entstand durch private Initianten, welche bei uns eingemietet sind. Das Land für die Beachvolleyhalle wurde von der Gemeinde im Baurecht vergeben, der Bau mithilfe von Sponsoren verwirklicht. Sie nutzen unsere Infrastruktur und zahlen dafür einen Betrag, sind aber sonst autonom. Wir überlegen uns selbstverständlich, was die bxa bieten soll. Ein Thema sind Rückschlagsportarten. Dazu gehört der neue Trend Pickleball und Padel, aber auch Badminton und Tennis. Bernhard Dettwiler: Im Zuge der Strategiediskussionen haben wir uns überlegt, was die bxa der Bevölkerung bieten soll und was ihre Aufgabe ist. Für uns ist klar, dass die bxa ein Begegnungszentrum für die Bassersdorfer Bevölkerung sein soll und der Mix der möglichen Sportarten eine
wichtige Rolle für die Attraktivität einnimmt.
«Die bxa ist ein Begegnungszentrum»
In Bassersdorf wird eine fehlende Mehrzweckhalle moniert. Ist da etwas mitgedacht?
Roland Wittmann: Es macht Sinn, in der Grösse der Gemeinde Bassersdorf eine Mehrzweckhalle anzubieten. Wir haben hier bereits eine Mehrzweckhallennutzung. Eine umfassende Mehrzweck-Nutzung ist im täglichen Betrieb miteinzubinden schwierig. Es braucht einen Zuschauerraum für vielleicht rund 300 Personen. Dann fragt sich, ob eine Eventküche nötig ist, wie umfassend die Technik ausgelegt sein soll und wo man das Mobiliar unterbringt. Zudem ist die Mehrfachnutzung fast in allen
Roland Wittmann: Das Restaurant ist das Herzstück der Anlage, stellt aber auch eine Herausforderung für uns als Betreiber dar. Finanziell spüren wir die Corona-Nachwirkungen immer noch. Sassen früher die Vereinsmitglieder nach dem Training noch beisammen, gehen sie heute nach Hause. Ebenso ist die Anzahl an Mittagessen wegen der vielen Foodtrucks und der Homeofficearbeit zurückgegangen. Wir nutzen zwar Synergien mit der Badi und unserem Restaurant, aber auch dies ist in der Praxis dann herausfordernder als auf dem Papier.
Bernhard Dettwiler: Wenn wir die bxa als Begegnungsort etablieren wollen, dann braucht es das Restaurant. Der neu gestaltete Sitzplatz ist ein Bekenntnis dazu. Die Idee, das Restaurant von einem Pächter betreuen zu lassen, ist ebenfalls mit Risiken verbunden, da man trotz gut formulierter Verträge kaum Einfluss auf den operativen Betrieb hat.
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FESTSTELLUNG DER RECHTSKRAFT DER ERNEUERUNGSWAHLEN
Am 8. März 2026 fanden die Erneuerungswahlen der Gemeindebehörden und der reformierten Kirchenpflege für die Amtsdauer 2026/2030 statt. Die Ergebnisse wurden am 12. März 2026 amtlich veröffentlicht. Innerhalb der gesetzlichen Rekursfrist gingen keine Beschwerden ein. Damit bleiben die Resultate unverändert gültig und der Gemeinderat als wahlleitende Behörde stellt die Rechtskraft der Wahlergebnisse fest.
ERGREIFUNG GEMEINDEREFERENDUM ZUR ÄNDERUNG DES LEHRPERSONALGESETZES
Die Kosten der Volksschule steigen seit Jahren und belasten die Gemeindefinanzen. Die vom Kantonsrat beschlossene Änderung des Lehrpersonalgesetzes führt zu Mehrkosten von über 67 Mio. Franken jährlich. Damit verschärft sich das Ungleichgewicht: Der Kanton macht Vorgaben, die Gemeinden tragen 80 Prozent der Lehrpersonalkosten. Für viele Gemeinden ist die Mehrbelastung nur durch Steuererhöhungen zu bewältigen. Dies widerspricht dem verfassungsrechtlichen Auftrag zur Stabilität der Steuerquote. Weitere kostentreibende Reformen im Volksschulbereich stehen bevor. Über 60 Gemeinden unterstützen ein Gemeindereferendum. Der Gemeinderat schliesst sich an und fordert eine Volksabstimmung über die Gesetzesänderung.
LIZENZANPASSUNG UND ZUSATZKREDIT FÜR GEVER
Der Gemeinderat beschloss 2024 die Einführung der elektronischen Geschäftsverwaltung «OneGov GEVER». Mit der Teilrevision des Verwaltungsrechtspflegegesetzes treten neue Anforderungen in Kraft, insbesondere zur qualifizierten elektronischen Unterschrift. Die bestehende GEVER-Version erfüllt diese nur mit Zusatzaufwand, weshalb der An-
bieter eine weiterentwickelte Version mit integrierten Vorgaben und funktionalen Verbesserungen bereitstellt. Diese erhöht die Effizienz und verbessert die Benutzerführung. Für die Migration ist ein neuer Lizenzvertrag nötig, dem der Gemeinderat zustimmt und den Zusatzkredit genehmigt.
REVISIONSBERICHT
JAHRESRECHNUNG 2025
Im März 2026 prüfte die externe Revisionsstelle die Jahresrechnung 2025. Die Revisoren haben eine hohe Qualität der Rechnungsführung und somit keine fehlerhaften Sachverhalte festgestellt. Die Jahresrechnung per 31. Dezember 2025 entspricht den geltenden Vorschriften.
ZVV-FAHRPLANVERFAHREN
2027/2028
Der ZVV überprüft alle zwei Jahre das Fahrplankonzept des öffentlichen Verkehrs im Kanton Zürich und veröffentlicht Anpassungen zur Mitwirkung von Bevölkerung und Gemeinden. Im Rahmen der Rückmeldungen werden Klärungen zur Reduktion des Nachtbusses N66 nach Winterthur, zur Verlängerung der Linie 749 bis zum Bahnhof Dübendorf, zum Viertelstundentakt der Linie 765 an Sonntagen sowie zu einer zusätzlichen Verbindung zum Bahnhof Wallisellen (allenfalls Glattzentrum) verlangt. Dabei sollen die Nachfrage und die Kostenfolgen für die Gemeinde Bassersdorf berücksichtigt werden. Der Antrag einer Privatperson für einen Viertelstundentakt der Buslinie 765 an Sonntagen wird unterstützt, ebenfalls mit Klärung von Nachfrage und Kostenfolgen.
PETITION ZUR KARTONABFUHR
Im Dezember 2025 wurde die Petition «Einführung einer monatlichen Kartonabfuhr in Bassersdorf und Baltenswil» mit 209 Unterschriften eingereicht. Darin wird eine monatliche Kartonabfuhr in den Quartieren
AUS BEHÖRDE UND VERWALTUNG
beantragt. Die Gemeinde unterstützt das Anliegen und wird die Leistung im Rahmen der Neuausschreibung der Entsorgung von Haushaltkehricht und Grüngut im Jahr 2027 berücksichtigen.
Im Januar 2026 wurde die Petition «Verkehrsberuhigung Dietlikoner-/ Bahnhofstrasse Bassersdorf» mit 113 Unterschriften eingereicht. Darin wird eine Verkehrsberuhigung auf den Gemeindestrassen Dietlikonerstrasse und Bahnhofstrasse durch die Signalisation von Tempo 30 sowie durch geeignete Unterbrechungen der langen, geraden Strecken (z. B. Baumnischen, Blumentröge oder ähnliches) beantragt. Die Gemeinde unterstützt das Anliegen und lässt bis Sommer 2026 eine Tempo30-Konzeption prüfen. Grundlage bildet ein Gutachten zu den Belastungen der beiden Strassenabschnitte im Zusammenhang mit den SBBBaustellen, dem Projekt Hochwasserschutz sowie einer allfälligen späteren Einführung der Glattalbahn, unter Berücksichtigung der Nutzung durch den Busbetrieb.
WERTERHALTUNG BUNGERTWEG 2024
Im Jahr 2024 wurde der Bungertweg saniert. Die Schlussabrechnung resultierte gegenüber dem Kredit- und Vergabebeschluss des Gemeinderates vom Juli 2024 über CHF 337 000 mit Mehrkosten von CHF 8589.25.
VERSCHIEBUNG VON GEMEINDERATSGESCHÄFTEN WEGEN FÜHRUNGSWECHSEL APZ BREITI
Im Alters- und Pflegezentrum Breiti (APZ) ist per 1. April der neue Zentrumsleiter operativ tätig. Damit anstehende betriebswirtschaftliche Optimierungen nachhaltig umgesetzt werden können, werden die für April 2026 vorgesehenen Geschäfte «Genehmigung des angepassten Be-
triebskonzeptes aufgrund der Auflösung der Demenzabteilung» sowie «Umsetzung Optimierungsmassnahmen Verpflegungsbereich» zeitlich verschoben. Diese Geschäfte werden dem Gemeinderat bis spätestens August 2026 vorgelegt.
Gemeinderat Bassersdorf
AUS BEHÖRDE UND VERWALTUNG
GEMEINDE SUCHT DRINGEND WOHNRAUM
FÜR DEN ASYLBEREICH UND DIE NOTUNTERBRINGUNG
Die Situation bei der Unterbringung von Asylsuchenden sowie für Einwohnerinnen und Einwohner in einer Notlage ist in Bassersdorf sehr angespannt. Die Abteilung Soziales bewirtschaftet rund 60 Mietobjekte, von denen sich lediglich etwa 20 Prozent im Eigentum der Gemeinde befinden. Der überwiegende Teil besteht aus angemietetem Wohnraum, häufig in Form von befristeten Zwischennutzungen.
Bereits Ende 2025 mussten mehrere Wohnungen aufgegeben werden. Ende März 2026 fielen erneut einige dieser Zwischennutzungen weg. Ersatz konnte bisher nicht im gleichen Umfang gefunden werden, wodurch sich die Lage weiter verschärft. Per Ende Juni 2026 muss nochmals eine Liegenschaft in Zwischennutzung abgegeben werden.
Zwar hat der Kanton Zürich das Pflichtkontingent für die Aufnahme von Asylsuchenden per Januar 2026 von 1,6 auf 1,5 Prozent der Wohnbevölkerung gesenkt – für Bassersdorf entspricht dies einer Reduktion von 192 auf 180 Personen. Da aktuell jedoch erst 161 Personen untergebracht sind, ergibt sich daraus keine Entlastung. Zudem verbleiben Personen nach einem Statuswechsel – etwa nach der Anerkennung als Flüchtling – oft länger in den gemeindeeigenen Strukturen, da geeigneter Wohnraum fehlt.
Der Kanton fordert weiterhin die Erfüllung des Kontingents und verlangt, dass Bassersdorf ab sofort mindestens zehn Personen aufnimmt. Gleichzeitig fehlt derzeit Wohnraum für sechs Personen, die bereits in Bassersdorf leben und ihre bisherigen Wohnungen Ende März verlassen mussten und als Zwischenlösung in Hotels untergebracht sind.
Insgesamt benötigt die Gemeinde rund 200 Wohnplätze, um den gesetzlichen Auftrag im Asyl- und Notunterbringungsbereich erfüllen zu können. Die Bewirtschaftung der zahlreichen Mietobjekte, die laufende Suche nach neuem Wohnraum sowie die Organisation von Umzügen führen zu einem erheblichen administrativen Aufwand. In der Abteilung Soziales sind dafür derzeit rund 120 Stellenprozente eingesetzt.
Nachdem die Stimmberechtigten im November 2024 den geplanten Sozialbau abgelehnt haben, fehlt der Gemeinde nun dringend benötigter Wohnraum. Aktuell bestehen kaum Alternativen zur Unterbringung in Hotels oder zur weiteren Anmietung von teurem Wohnraum. Auch finanziell bleibt die Situation angespannt: Im Asylbereich entstehen der Gemeinde bereits im zweiten Jahr in Folge Nettokosten von über einer Million Franken. Eine Entlastung ist in den kommenden Jahren nicht absehbar. Selbst bei rückläufigen Flüchtlingszahlen dürfte sich die Lage aufgrund des allgemein knappen Wohnraums kaum entspannen.
Vor diesem Hintergrund arbeitet die Gemeinde derzeit an einer langfristigen Strategie mit dem Ziel, künftig mehr bezahlbaren Wohnraum in Bassersdorf zur Verfügung zu stellen.
Die Gemeinde Bassersdorf ist dringend auf zusätzliche Wohnmöglichkeiten angewiesen und bittet Eigentümerinnen und Eigentümer, freien Wohnraum an die Gemeinde Bassersdorf zu vermieten.
Haben Sie freien Wohnraum? Wir freuen uns über Ihren Anruf!
Abteilung Soziales
Telefon 044 838 85 90
EINLADUNG ZUR
EXKURSION
«SPANNUNGSFELD WALD»
Am 2. Juni lädt die Fachkommission Landwirtschaft und Naturschutz zur Exkursion bei der Waldhütte Heidenburg ein.
Die Wälder in und um Bassersdorf werden intensiv genutzt. Welche Auswirkungen hat das auf die Wildtiere und die Forstwirtschaft? Mit welchen Instrumenten steuert der Kanton die Entwicklung des Waldes – und in welchem Ausmass lässt sich diese überhaupt beeinflussen? Was zeichnet eine wildtierverträgliche Erholungsnutzung aus? Und weshalb gilt im Kanton Zürich für Hundehalter eine Leinenpflicht vom 1. April bis 31. Juli?
Der Kreisforstmeister Res Guggisberg, der Obmann der Jagdgesellschaft Bassersdorf, Fabian Moser, und der Revierförster des Gebietes «Hardwald Umgebung», August Erni, freuen sich über Ihr Interesse. Gemeinderat Richard Dunkel wird Sie begrüssen. Im Anschluss offeriert die Gemeinde Getränke und einen Imbiss vom Grill.
Die Gebäude an der Ufmattenstrasse 1–7 wurden vor 20 Jahren, am 6. Juni 2006, eingeweiht. Deshalb öffnen alle dort ansässigen Organisationen ihre Türen und laden die Bassersdorfer Bevölkerung zum Tag der offenen Tore ein. Gross und Klein sind eingeladen, einen spannenden Blick hinter die Kulissen folgender Bereiche zu werfen:
• Feuerwehr
• Zivilschutz
• Samariterdienst
• Strassenwesen
• Wasserversorgung
• Wertstoffsammelstelle
Bitte beachten Sie, dass die Anzahl Parkplätze begrenzt ist. Kommen Sie vorbei – wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Feuerwehr Bassersdorf Abteilung Bau + Werke
KOSTENLOSE IT-HILFE
Probleme mit Smartphone, Laptop oder Internet? Fragen zu Programmen oder Online-Anwendungen? Wir unterstützen Sie kostenlos, persönlich und vertraulich – einfach und verständlich. Für alle Einwohnerinnen und Einwohner von Bassersdorf.
Lift-Initiant Eduard Hofmann erklärte anhand einer Visualisierung die Durchgangsbreiten auf den Perrons. (sg)
«Bassersdorf-Finish» gewünscht Vorberatende Gemeindeversammlung nimmt mit 77:32 Stimmen an
von Susanne Gutknecht
Die 132 anwesenden Stimmbürger an der vorberatenden Gemeindeversammlung Ende März hatten über die Initiative für zwei Liftanlagen am Bahnhof Bassersdorf zu befinden.
Die Initiative für zwei Liftanlagen auf die Perrons 1 und 4 am Bahnhof Basserdorf, welche Eduard Hofmann von der IG Basi im Namen weiterer Parteien eingab, war an diesem Abend das einzige Geschäft. Der Gemeinderat und die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) sind sich einig: die geforderten Liftanlagen sind zu kostspielig und gesetzlich nicht nötig. Gemeindepräsident Christian Pfaller erläutert, dass die Kosten für die Liftanlagen vollständig von der Gemeinde getragen werden müssten, ebenso wie die anfallenden Unterhaltskosten sowie nach fünfzehn Jahren auch ein Ersatz derselben. Pfaller rechnet vor, dass sich der Betrag für den rund 2,5 Quadratmeter grossen Lift auf rund 2,2 Millionen Franken mit einer Kostengenauigkeit von 30 Prozent belaufen würde. Somit könnten diese Liftanlagen mit rund 2,9 Millionen Franken zu Buche schla-
gen. Errechnet wurden die Beträge anhand einer Vorstudie der SBB, welche vom Souverän an der Gemeindeversammlung im Juni 2025 mit einem Projektierungskredit über 140 000 Franken in Auftrag gegeben wurde. Die von der Gemeinde neu berechneten Zusatzkosten belaufen sich auf 121 000 Franken pro Jahr. Christian Pfaller erklärt: «Eine Einfügung der Lifte wäre im Projekt noch möglich, jedoch mit Verfahrensrisiken. Eine Realisierung ist auf Mitte 2027 geplant.» Er ergänzt, dass keine Mitfinanzierung von Seiten SBB oder dem Bund über das Agglomerationsprogramm möglich sei.
Bahnhof ist eine Visitenkarte Eduard Hofmann kam als Vertreter der Initianten zu Wort: «Wir haben schon 2001 davon gesprochen und sind immer wieder beim Gemeinderat vorstellig geworden.» Anhand eines rudimentären Aufbaues mit Absperrbändern und einem Leintuch in der Grösse des Liftes, visualisierte Hofmann die Durchgangsbreiten auf dem Perron. Der Bahnhof sei für ihn eine Visitenkarte eines Dorfes. Er regte an, die Gemeinden in der Nähe für eine Kostenbeteiligung anzufragen – beispielsweise Nürensdorf –und bat, den Lift gutzuheissen.
Wühlen in Dokumenten
RGPK-Präsident Lukas Müller erklärt daraufhin, dass die Behörde diese Initiative ablehne und genauer abgeklärt habe, warum die SBB nicht baue und zahle. Dafür hätten sie Hunderte Seiten von gesetzlichen Grundlagen durchgeackert, wie er scherzhaft erwähnt und sehr konkret formulierte Richtlinien für einen stufenfreien Bahnzugang gefunden. «Mit diesem Bassersdorf-Finish verlangen wir etwas, was geprüft und festgestellt wurde, dass weder der Bund noch die SBB verpflichtet sind oder eine Notwendigkeit sehen, Liftanlagen bei unserem Bahnhof zu realisieren.» Zudem könnten Reisende nicht davon ausgehen, auch am Zielbahnhof einen Lift anzutreffen. «Die angespannte Finanzlage der Gemeinde soll nicht belastet werden mit Ausgaben, welche über einen Standard hinausgehen, der schweizweit angewendet wird.»
Rampe zu steil
In den anschliessenden Voten wurden die Anwesenden mehrfach aufgefordert, einen Rollstuhl mit der vorgesehenen Rampensteigung von zwölf Prozent einmal zu schieben. «Geschweige denn im Rollstuhl sitzend von Hand hochzurädeln», ergänzt ein
Votant. Andere betonten, dass die Gesellschaft älter werde und dieses Projekt daher nachhaltig in die Zukunft investiere. Ein Votant, der früher als Bauvorstand den heutigen Bahnhof mitgeplant hatte, gab zu Bedenken, dass die SBB-Vorschriften nicht immer Sinn machten.
Das Thema um die Zusatzzahlungen von Nachbargemeinden oder der SBB trieb die Votanten um. Christian Pfaller wies darauf hin, dass man bezüglich der SBB gar Rekurs eingelegt habe und abgeblitzt sei. Es gebe klare Vorschriften, wann man andere Gemeinden für Zahlungen anfragen könne. Ein jüngerer Votant hat im Vorfeld mit älteren Personen gesprochen und kommt zum Schluss: «Sie erzählten mir, wenn sie auf Unterstützungsgefährte angewiesen seien, gingen sie nicht mehr auf Reisen.» Zudem baue kein Privater jemals ein Projekt, in dem eine Kostenungenauigkeit von 30 Prozent vorläge.
Am Ende wurde abgestimmt: Die Konsultativabstimmung mit der Empfehlung für die Urnenabstimmung am 14. Juni lautet klar: 77 Stimmbürger wollen einen Lift, 32 sprachen sich dagegen aus.
Beratung, Projektierung und Installation von Heizungsanlagen und Alternativheizungen
Am 28. März verwandelte sich die Oase Bassersdorf in einen Publikumsmagneten. Der Besucherandrang riss den ganzen Tag nicht ab.
Schon mit Türöffnung zeichnete sich ein grosses Interesse am Tag der offenen Tür des neuen Pflegezentrums Oase in Bassersdorf ab. Leiterin Céline Scherrer war erstaunt und zugleich erfreut über den grossen Andrang, der über den ganzen Tag anhielt. Zahlreiche Interessierte nutzten die einmalige Gelegenheit, die Anlage mit ihren Räumlichkeiten zu erkunden oder an einer der vielen Führungen teilzunehmen. Zudem standen während des Anlasses Mitarbeitende für Fragen und Erklärungen zur Verfügung.
Modern und hochwertig Schnell wurde sichtbar, dass die Räumlichkeiten auf die heutigen und künftigen Bedürfnisse betagter Menschen hervorragend ausgerichtet sind. Die Anlage bietet zum einen mehrere Seniorenwohnungen für Personen, die ihren Alltag noch gut allein meistern können. Bis auf eine sind sämtliche Wohnungen in diesem Bereich bereits vermietet und zum Teil auch schon bewohnt. Für pflege-
dürftige Bewohnerinnen und Bewohner gibt es eine eigene Pflegeabteilung mit Demenzbereich. Der Betrieb auf diesen Abteilungen startet zum 1. April, so dass hier ein uneingeschränkter Zugang möglich war. Alle Wohneinheiten zeichnen sich durch hochwertig ausgestattete moderne und helle Räume aus. Abgerundet wird das Angebot der Wohnanlage durch integrierte Diestleistungsanbieter wie Fitnesstudio, Coiffeur, Restaurant, Physiotherapie, Podologie. Die Einbindung lokaler Unternehmen wurde von den Besuchenden sehr geschätzt, wie sie erzählten. Auch für das leibliche Wohl war von Seiten der Veranstalter gesorgt. So konnten der BasiMetzg und der Beck aus dem Dorf für den Anlass gewonnen werden. Die Besuchenden durften sich unter anderem über Feines vom Grill freuen und die Gesel-
ligkeit bei leckerem Kuchen und Kaffee geniessen.
Leben wie daheim
Céline Scherrer zeigte sich sehr zufrieden mit dem Anlass. «Insgesamt durften wir rund 800 Besucherinnen und Besucher begrüssen. Viele nutzten die Gelegenheit, sich ein persönliches Bild von unserem Angebot zu machen. Für mich ist es besonders wichtig, den Bewohnerinnen und Bewohnern das Leben wie daheim, so nah wie möglich zu bringen.» Das Feedback der Besuchenden war sehr positiv und sie fügt hinzu: «Viele Gäste interessierten sich für das Konzept der Oase, insbesondere dafür, wie eine Seniorenwohnung funktioniert, welche Leistungen in einer solchen Wohnform inbegriffen sind und wie sich der Alltag in einer solchen Wohnform gestaltet. Für uns war die Eröffnung sehr erfreulich.»
ÜBERGABE
An der Festsitzung (GV) des Fakoba fand die vergangene Fasnachtssaison ihren Abschluss. Dabei übergab Obernarr Rolf Zemp den Stab an seine Nachfolgerin, der Obernärrin Andrea Bannwart. Manuela Marschall sitzt neu in der Geschäftsleitung mit ein, welche nun aus Andrea Bannwart (Mitte), Säckelmeister Daniel Vogler und der neuen Kritzlerin Manuela Marschall besteht. (um/zvg)
GASTBEITRAG:
MEINE COUSINE IDA UND DIE «SCHWEIZERFAMILIE»
Von meinem Elternhaus sah ich direkt auf den Bauernhof, auf dem meine Cousine Ida Rheiniger aufgewachsen ist. Als Redaktorin bei der «Schweizer Familie» erlebte sie vier Jahrzehnte Zeitungsgeschichte und erzählte gerne aus ihrem reichen Erfahrungsschatz. Wussten Sie, dass die «Illustrirten Wochenblätter» vom Verleger und SP-Nationalrat Eduard Schäubli in Bassersdorf gegründet wurden? Sie erschienen als Beilage zur «Glatt», dem heutigen «Zürcher Unterländer». Ida war Sekretärin beim Nachfolger Oskar Schäubli. Dieser Mann schenkte dem Turnverein Bassersdorf den legendären Omnibus. Gedruckt wurde im Haus Gutenberg – heute Papeterie – und später im Gebäude gegenüber. Eine Tafel mit dem Titelblatt aus dem Jahr 1902 erinnert an diese Zeit. 1933 verkaufte Schäubli die «Schweizer Familie» an den Tagesanzeiger und in den Sechzigerjahren zog die Redaktion nach Zürich. Bis ins hohe Alter schilderte Ida Rheiniger mit Freude und Leidenschaft von ihrer Arbeit und der Zeit, als Bassersdorf ein Medienzentrum war.
Viele Besuchende nutzten den Tag für einen Blick hinter die Kulissen. (as)
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Frauenapéro
Rückwärts ins Patriarchat? Das Referat von Christoph Walser, Theologe und Männercoach, beleuchtet gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen: Das Erstarken einer Männlichkeitsideologie, die all das rückgängig machen will, wofür wir auch in den Kirchen seit Jahren einstehen – Gleichberechtigung und Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern.
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Jagdpachtvergabe mit Nebengeräuschen
Bisherige Jagdgesellschaft musste Bewirtschaftung abgeben
von Reto Hoffmann
Alle acht Jahre wird die Pacht für die Jagdreviere im Kanton Zürich neu vergeben – aktuell für die Periode 2025 bis 2033. In Bassersdorf hat nun nach einer rechtlichen Intervention ein neuer Pächter den definitiven Zuschlag erhalten – sehr zum Unverständnis der früheren Jagdgesellschaft.
Obmann der neuen Jagdgesellschaft ist der Bassersdorfer Fabian Moser. Der 48-jährige hauptberufliche Ranger hatte sich mit seiner neu gegründeten Jagdgesellschaft im vergangenen Jahr neben der bestehenden Jagdgesellschaft unter dem damaligen Obmann Peter Grieder junior für die Pacht beworben. Interessantes Detail: Moser war sechs Jahre lang Mitglied der Jagdgesellschaft, wurde dann wegen Meinungsverschiedenheiten vor zwei Jahren aus der Gesellschaft ausgeschlossen.
Punktesystem entscheidet Bei der ersten Vergabe für die neue Bewirtschaftungsperiode des Jagdreviers hat der Gemeinderat Bassersdorf der langjährigen Pachtgesellschaft
den Zuschlag gegeben. Dagegen hat die neue Jagdgesellschaft beim Bezirksrat Bülach Rekurs eingelegt, mit dem Argument, bei der Punktevergabe seien Fehler geschehen. Diese Vergabe erfolgte nach einem neuen System. Es gibt keine einfache Versteigerung mehr an die meistbietende Jagdgesellschaft. Neu muss der Gemeinderat einen vom Kanton vorgegebenen Bewertungsbogen anwenden. Es entscheidet die höhere Punktzahl, wem ein Jagdgebiet zugeteilt wird.
Neubeurteilung wurde nötig
Der Bezirksrat beanstandete einen Rechtsauslegungsfehler und forderte eine Neubewertung, wodurch der Gemeinderat die Bewerbungen überarbeitete und schliesslich Fabian Moser überraschend den Zuschlag gab, da dieser mit seiner Bewerbung eine höhere Punktzahl erzielte.
«Als unterlegene Pachtgesellschaft konnten wir diese Kehrtwende des Gemeinderates überhaupt nicht nachvollziehen», sagt der ehemalige Jagdleiter, Kevin Ceotto. «Es war, als ob ein Stück des Herzens wegbricht. Über Generationen hinweg wurde diese Jagdpacht erfolgreich geführt, nun sollte einfach Schluss sein.»
Die vier Pächter rekurrierten ihrer-
Auf zu «neuen Ufern»
seits beim Bezirksrat Bülach gegen diesen Entscheid. Die Einsprache war jedoch erfolglos: Der Bezirksrat Bülach wies den Rekurs Ende 2025 ab. Da gegen diesen Beschluss keine Beschwerde einging, ist die Vergabe nun rechtsgültig, und der Jagdpachtvertrag mit der Jagdgesellschaft Bassersdorf (neu) mit Obmann Fabian Moser könne nun abgeschlossen werden, teilt der Gemeinderat mit.
Herzensangelegenheit
Obmann Moser zeigt sich erleichtert, dass dies nun alles über die Bühne ist. Er hätte das alles so nicht gewollt, sagt er. «Mir geht es um das Jagdrevier in Bassersdorf, das mir sehr am Herzen liegt.» Er wird in den kommenden acht Jahren zusammen mit
zwei befreundeten Gesellschaftern in der rund 235 Hektar grossen bejagbare Waldfläche zum Rechten schauen. «Doch bei unserer Arbeit geht es nicht nur darum, Tiere zu schiessen, um den Bestand zu regulieren. Es geht um die Zusammenarbeit mit Forst- und Landwirtschaft, Prävention von Wildschäden, beispielsweise von Wildschweinen, oder aktuell Probleme mit Krähen und Tauben oder die Rehkitzrettung mit Drohne», sagt Moser. Die alte Pachtgesellschaft wurde faktisch aufgelöst und die vier Jäger wandten sich gemäss Kevin Ceotto anderen waidmännische Tätigkeiten zu. Zwei von ihnen hätten noch ein anderes Revier, das sie betreuen würden, so der ehemalige Jagdleiter.
Sandra Riklin verlässt ihr langjähriges Amt in der Kirche Breite
von Aisha Gutknecht
Nach 13 Jahren hat sich Sandra Riklin entschieden, ihr Amt als Jugendarbeiterin und Katechetin per Ende März bei der Kirchgemeinde Breite aufzugeben und eine neue Aufgabe zu suchen.
Sandra Riklin blickt sehr positiv auf ihre Tätigkeit zurück. Es war kein spontaner Ent-
scheid, ihr Amt bei der Kirchgemeinde Breite aufzugeben. Bereits seit dem Frühling letzten Jahres hatte sie aufgrund interner und personeller Veränderungen mit der Idee gespielt. Als ihre langjährigen Kollegen Paul Zimmerli und Daniela Egli den Schritt wagten, war es auch für sie an der Zeit. Ihr Amt in der Sozialbehörde sei jedoch keineswegs ein Grund für die Kündigung, betont die Bassersdorferin.
Etwas bewirken können Besonders positiv hebt Riklin die Weihnachtszeit in der Kirche hervor. So gehörten nebst der Organisation und Durchführung der Weihnachtspäckli-Aktion auch die Weihnachtsspiele zu ihren liebsten Tätigkeiten.
Der Aufbau der Jugendarbeit in der Gemeinde, unterstützt durch positive Rückmeldungen seitens der Kinder und Eltern, hatte ihr viel bedeutet: «Ich konnte etwas bewirken.» Gene-
rell war es der soziale Aspekt, der für Riklin im Vordergrund stand: «Es war das Zwischenmenschliche, was die Arbeit für mich ausgemacht hat», sagt sie. «Die spontanen Interaktionen beim Einkaufen, oder auf dem Dorfplatz …!» Von diesen Kontakten und den gesammelten Ideen werde sie jedoch gleichsam in ihren Tätigkeiten in der Sozialbehörde und im Frauenverein zehren. Nun stehe erstmal die Familie im Vordergrund.
Die drei Mitglieder der neuen Bassersdorfer Jagdgesellschaft: (v.l.) Reto Baumann, Fabian Moser und Michael Würsten. (zvg)
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Obernarr wird als Böögg verbrannt Bassersdorf feiert sein eigenes
von Dunja Rhyner
Das diesjährige Bassersdorfer Sechseläuten verspricht einen guten Sommer: Nur gerade drei Minuten und 20 Sekunden dauerte es, bis der Kopf des Bööggs explodierte.
Der Bassersdorfer Böögg sorgt jedes Jahr für Aufmerksamkeit und das nicht ohne Grund. Seit mehr als 20 Jahren werden unterschiedliche Figuren –von internationalen Persönlichkeiten bis hin zu gesellschaftlichen Themen – in den Böögg verwandelt. Damit unterscheidet sich Bassersdorf bewusst vom Zürcher Original. In diesem Jahr fiel die Wahl auf Rolf Zemp, der nach 28 Jahren als Obernarr der Fasnacht zurückgetreten ist. «Es ist die grösste Ehre, auf dem
Sechseläuten
Sechseläutenplatz verbrannt zu werden», sagte Zemp schmunzelnd. Die Wahl sei zwar eine Überraschung gewesen, aber nicht unerwartet.
Schöner Sommer
Zahlreiche Schaulustige versammelten sich am Montagabend auf der Sechseläutenwiese in Bassersdorf, um dem traditionellen Spektakel beizuwohnen. Wie bereits im Vorjahr wurde das Fest unter einem verschärften Sicherheitskonzept durchgeführt. Das Publikum verfolgte das Geschehen hinter Absperrungen, während die Zünfte den Platz in einer rund 15 Minuten langen Aufwärmrunde den Platz umrundeten, bevor der Böögg von Bööggbauer Werner «Helmi» Hermann entzündet wurde. «Erfahrungsgemäss holen wir den Böögg in Zürich ein», meinte Zeremonienmeister Chrigel Weiss. Dieses
Bühne für Eitelkeiten
Jahr explodierte der Zürcher Böögg jedoch bereits nach 12 Minuten und 48 Sekunden. Der Bassersdorfer Böögg war mit drei Minuten und 20 Sekunden zwar deutlich schneller, konnte den zeitlichen Vorsprung von Zürich jedoch nicht wettmachen.
Bauprozess des Bööggs Begonnen hatten die Arbeiten am Böögg am 8. April. «Am ersten Abend
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entsteht die Idee meist nach ein paar Kreativbieren», erzählt Walter Truffer, einer der rund zehn bis zwölf Bööggbauer. Oft orientiere man sich an aktuellen Themen aus der Gemeinde oder der Politik. Kurzzeitig sei überlegt worden, den Aprilscherz rund um einen Steinbock aufzugreifen. «Wäre Zemp nicht die passende Wahl gewesen, hätten wir wohl einen Steinbock gebaut», meinte Truffer schmunzelnd.
Verwandlungen und spitze Beobachtungen mit dem «Duo Barista»
von Ute Müller
Auf Einladung der Kulturkommission Bassersdorf machte das Comedy-Duo «Barista» Ende März Halt in der Aula des Schulhauses Chrüzacher. Mit ihrem Stück «Block 22» servierten Babs Stehli und Annette Burkhardt dem Publikum eine pointierte und amüsante Studie über das Zusammenleben unter Nachbarn.
Bereits zu Beginn wird augenzwinkernd klargestellt, dass jegliche Ähnlichkeiten mit realen Personen rein zufällig seien. Eine Bemerkung, die im Verlauf des Abends wohl so manchen im Saal schmunzeln liess. Das Bühnenbild gibt sich minimalistisch: fünf grosse,
metallene, durchsichtige Würfel und zwei Damen in Schwarz. Mehr braucht es nicht für ein rasantes Spiel der Verwandlungen. Annette Burkhardt und Babs Stehli wechseln Figuren, Namen und Perücken in atemberaubendem Tempo und lassen die Bewohnerinnen und Bewohner des «Block 22» lebendig werden. Zwischen Tratsch, Streit und kleinen Intrigen entfaltet sich ein buntes Figurenkabinett.
Hausfrieden in Gefahr Ausgangspunkt der Handlung ist ein unscheinbares Bauprojekt. Im Keller wird durch den Ausbau eines Öltanks Platz frei, der neu genutzt werden soll. Eine Architektin erhält den Auftrag zur Neugestaltung, die Verwaltung ruft die Mieterschaft zur Mithilfe auf. Was nach Zusammenarbeit und Gemein-
schaft klingt, entwickelt sich schnell als Bühne für Eitelkeiten, Wunschträume und unterschwellige Spannungen. Denn im «Block 22» war bislang alles eher ruhig. Man grüsste sich höflich im Treppenhaus, traf sich gelegentlich in der Waschküche. Doch kaum soll gemeinsam über die Nutzung des neuen Raums entschieden werden, zeigen sich Risse im sozialen Gefüge. Mit scharfem Blick und viel Humor entlarvt das «Duo Barista» die Mechanismen des Zusammenlebens – persönliche Interessen, geschickte Bünd-
nisse und der feine Versuch, andere für die eigenen Ideen einzuspannen. Das Comedy-Duo ist seit drei Jahren mit «Block 22» unterwegs und trifft dabei den Nerv des Publikums. Auch in Bassersdorf wurde geschmunzelt und gelacht. Zum Abschluss dankte das Publikum mit viel Applaus. Die Mehrheit fühlte sich gut unterhalten und hat sich amüsiert. Einige Stimmen merkten aber auch an, dass der Funke nicht ganz übergesprungen sei – Meinungen, ganz wie in einem echten Wohnblock eben.
Mit einfacher Bühnenkulisse grosse Wirkung erzielt. (um)
Für die Zuschauer war sofort klar, wen der Böögg darstellt. (dr)
Spitzensportlerin besucht Schulprojekt
Stabhochspringerin Angelica Moser zu Gast im Schulhaus Geeren
von Fabienne Walker
Anfangs April war die erfolgreiche Zürcher Stabhochspringerin Angelica Moser im Rahmen des Projekts «Champions – Lernen und Sport» im Schulhaus Geeren zu Besuch.
Anfangs April durften sich die Kinder des Schulhauses Geeren beim Projekt «Champions – Lernen und Sport» (wir berichteten) über einen prominenten Gast freuen: Die Schweizer Stabhochspringerin Angelica Moser, die kürzlich an der Hallen-WM in Torun in ihrer Disziplin die Bronzemedaille gewonnen hatte, besuchte die Schülerinnen und Schüler an einem Mittwochnachmittag. Moser war als
offizielle Botschafterin der Laureus Stiftung Schweiz vor Ort – schliesslich wird «Champions – Lernen und Sport» massgeblich von dieser Stiftung unterstützt.
Für die Stabhochspringerin war es der erste Besuch als Botschafterin; sie ist erst seit diesem Monat in dieser Rolle tätig. «Dieses Projekt vermittelt die Wichtigkeit von schulischem Können und körperlicher Fitness auf gelungene Weise. Für mich ist es insbesondere schön, dass ich die Freude am Sport weitergeben kann. Es hat mir heute viel Spass bereitet, mit den Kindern Mattenlauf zu spielen», meinte Moser.
Erfreuliche Teilnehmerzahl Mit 55 teilnehmenden Kindern war das Angebot überdurchschnittlich gut
besucht – normalerweise haben in den vergangenen Wochen jeweils rund 25 Kinder am Programm teilgenommen. Einige sind sogar extra wegen Moser gekommen; «Zuerst Hausaufgaben zu lösen und anschliessend Sport zu treiben, finde ich toll. Und heute war es – mit Angelica Moser als speziellem Gast – besonders cool», sagte eine Schülerin. Zum Abschluss und als Erinnerung durften die Kinder noch eine Autogrammkarte entgegennehmen.
Die Stabhochspringerin Angelica Moser besuchte als Botschafterin der Laureus Stiftung Schweiz die Kinder im Schulhaus Geeren. (fw)
Zwischen Spänen und morschem Holz
Hans Wepfer gibt Amt nach 45 Jahren ab
von Frédéric Bettosini
Mitte April trafen sich im Hardwald ein Dutzend Turner der Männerriege Bassersdorf, um den Vita Parcours instand zu setzen. Dabei übergab Hans Wepfer nach jahrzehntelanger Arbeit die Leitung an Marco Maranini.
Am Samstagnachmittag Mitte April trafen sich bei angenehmen Temperaturen und trockenem Wetter die Turner der Männerriege Bassersdorf zur Instandhaltung des Vita Parcours im Hardwald. Die Männer hatten sich in drei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe reinigte alle Schilder des Vita Parcours. Die anderen zwei Gruppen teilten sich den Unterhalt des Rundlaufes. Späne wurden neu gestreut, fest installierte Geräte wurden gerei-
nigt, morsches Holz beseitigt. Die zeitintensivste Arbeit war der Unterhalt einer Treppe. Hier wurde mit der Motorsäge hantiert, gehämmert und Kies getragen, um die Treppenstufen auf dem Naturboden zu festigen.
Unfallfrei benützen
Oberturner Richard Nyffenegger meinte schmunzelnd: «Meine Aufgabe ist heute schaufeln.» Ziel dieses Einsatzes sei es, dass alle Vita Parcours-Nutzer dies unfallfrei machen könnten. Hans Wepfer, bereits über 80 Jahre alt, ergänzte: «In den 45 Jahren, seit ich es mache, hatten wir noch nie einen Unfall.» Vor dem jährlichen Unterhalt wird die Strecke von einer Person der Sammelstiftung Vita begutachtet. Sie weist darauf hin, was gemacht werden sollte.
Wepfer hat nun sein Amt als Instandhaltungschef abgegeben und erwähnte: «Im Winter inspiziere ich den
Parcours vielleicht alle drei Wochen, sonst unter dem Jahr alle zwei Wochen.» Marco Maranini ist neu der Leiter «Vita Parcours Instandhaltung». Er sagte dazu: «Ich wollte diese Herausforderung annehmen und es macht mir Spass in der Natur zu sein.» Auch er wird zweiwöchentlich nach dem Rechten sehen, versichert er. Einer, der zum ersten Mal
dabei war, ist Martin Thomann. Er sagte: «Ich helfe gerne mit, etwas Wohltätiges zu machen.» Die Stimmung unter den Männern ist gut. Mittlerweile hatten sich zwei Gruppen bei der Treppe im Wald eingefunden. Hier fiel die zeitaufwändigste und anstrengendste Arbeit an. Da war eine kurze Pause sehr willkommen, bevor es dann in den Schlussspurt ging.
Die Treppe ist die aufwändigste Arbeit an diesem Samstag. (fb)
Gehätschelte Schönheiten
Bassersdorfer Gärtnerei verkauft selbst gezogene Pflanzen
von Birgit Günter
In der Gärtnerei «Martin’s Blumenwelt» an der Bergstrasse werden seit diesem Jahr wieder Blumen aus eigener Produktion verkauft. Bis die Pflanze über den Ladentisch geht, hat sie bereits einen langen Weg hinter sich.
Wie kleine Soldaten an einer Militärparade stehen die Jungpflanzen auf dem Boden des Gewächshauses; in Reih und Glied, dicht an dicht. Es sind hauptsächlich junge Geranien und Petunien, deren Aufgabe es ist, rechtzeitig auf den Saisonstart Anfang Mai bereit zu sein. Insgesamt etwa 5000 Pflanzen wachsen in den beiden Gewächshäusern der Gärtnerei «Martin’s Blumenwelt» brav vor sich hin.
Nachhaltige Produktion
Das Spezielle daran ist: Ein Teil davon wurde vor Ort selbst gezogen.
Denn normalerweise werden die meisten Pflanzen, die in Wohnzimmern, auf Balkonen und Terrassen herumstehen, aus dem Ausland importiert. Doch Geschäftsführer Martin Müller «probiert gerne aus», wie er sagt, und er wollte darum eigene Pflanzen ziehen. «Finanziell lohnt sich das zwar nicht unbedingt, aber es macht Spass und ist nachhaltig», erklärt Müller.
Bereits im November haben er und seine vier Angestellten darum Stecklinge gemacht von Geranien. Anschliessend werden die Stecklinge gesetzt, gegossen, pinziert, wieder umgetopft – kurz: gehätschelt und gepflegt, bis sie zu stabilen, buschigen Pflanzen gewachsen sind, die verkauft werden können. «Viele Leute wissen gar nicht, welcher Aufwand da dahintersteckt», sagt Müller. Seine selbst gezogenen Geranien heben sich von der Massenware bei den Grossmärkten auch bezüglich Sorten ab: Er hat eher «atypisch aussehende» Geranien im Angebot; solche mit pa-
Ende März hielt der Gewerbeverein Bassersdorf Nürensdorf seine jährliche Generalversammlung ab und begrüsste elf neue Mitglieder.
An der Generalversammlung des Gewerbevereins Bassersdorf Nürensdorf (GVBN) war für einmal keine politische Grussbotschaft als begleitender Teil der Traktandenliste im Programm, sondern ein Besuch zweier Mitglieder der «natürli zürioberland ag», welche über ihre Produkte – den Käse – Einblicke gaben. Von diesen
gab es am Schluss gar noch ein Geschenk für alle Anwesenden.
Die Jahresrechnung zeigte ein Plus von rund 3400 Franken, nachdem der Aufwand für einmal markant unter Budget abschloss. Die Versammlung beliess die Vereinsbeiträge auch für das kommende Jahr unverändert.
Marco Schäuble (Events) und Tania Hess (Marketing) werden auf die Generalversammlung 2027 ihre Ämter zur Verfügung stellen und suchen entsprechend Nachfolger.
Losaktion erfolgreich Spannend waren für die Mitglieder dann die Ausführungen zu verschiedenen Vereinsaktionen. Markus
naschierten Blättern und einige, deren Blätter duften.
Ungewöhnliche Neuheiten
Ob die «Bassersdorfer Geranien» bei den Kunden ankommen, wird sich zeigen. Es ist die erste Saison, in der Müller selbst hergestellten Sommerflor anbietet, nachdem er im Jahr 2024 die vormalige «Zweerus-Gärtnerei» übernommen hat; bisher fehlte dafür die Zeit. Zudem nimmt Müller gern weitere Blumen in sein Sorti-
ment auf, etwa die «Blaue Mauritius», eine seiner Lieblingsblumen; ein Windengewächs. Auch die Petunienkisten, die jeweils die Hauptstrasse schmücken, würde er gern mit weiteren Blumen erweitern.
Bevor es so weit ist, rufen ihn wieder seine Schützlinge. Eine weitere Truppe muss pinziert werden: Dabei werden die Triebspitzen abgeknipst, damit die Pflanze buschiger wächst –und aus den strammen Soldaten kleine Schönheiten werden.
Süessli erzählte im Rückblick aus der Ladengruppe über die Losaktion in den Läden von Ende 2025 und stellte in Aussicht, dass diese Aktion – mit einigen Anpassungen – auch dieses Jahr wieder durchgeführt werden soll. Ebenso soll mit einer BeachflagAktion auf dem Gemeindeplatz auf das lokale Gewerbe aufmerksam gemacht werden, wie Vorstandsmitglied Stefan Hertach ausführte.
Gewerbe will sich zeigen Nachdem 2025 der Anlass «s’Gwerb im Dorf» abgesagt wurde, ist nun eine Arbeitsgruppe daran, sich um einen Ersatzanlass zu bemühen und sammelt dazu fleissig Ideen. «Wir
sind einfach der Meinung, dass eine so bevölkerungsreiche Region wie Bassersdorf/Nürensdorf einen Gewerbeanlass braucht», so die Initianten. Ein Folgeanlass ist jedoch frühestens im Spätsommer 2027 geplant. Der Gewerbeverein zählt mit seinen Aktiv- und Passivmitgliedern knapp 180 Mitglieder und durfte 2025 elf neue begrüssen.
Martin Müller, Inhaber der Gärtnerei «Martin’s Blumenwelt», produziert neu einen Teil des Sommerflors vor Ort. (bg)
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Am 9. März wurden von den Verkehrsbetrieben Glattal die geplante Angebotsänderung publiziert mit der Möglichkeit um Einreichung von Änderungswünschen. Da in den vergangenen Jahren intensiv mit den Verkehrsbetrieben zusammengearbeitet wurde, konnten die gewünschten Änderungen der Gemeinde Brütten bereits in die Planung für das Jahr 2027 implementiert werden, weshalb keine weiteren Wünsche eingebracht wurden. Sofern der Fahrplan vom Verkehrsrat genehmigt wird, erhält Brütten von Montag bis Freitag einen Halbstundentakt nach Effretikon, wobei die Anschlüsse in Richtung Zürich gewährleistet sind.
PRIVATER GESTALTUNGSPLAN ZENTRUM KREDIT RICHTPROJEKT
Der Gemeinderat Brütten hat am 17. Februar 2026 einen Kredit von 40 000 Franken für die Erarbeitung eines Gestaltungsplans im Zentrum bewilligt. Im Verlauf der Planung zeigte sich, dass für eine vollständige und fachgerechte Ausarbeitung ein ergänzendes Richtprojekt notwendig ist. Dieses war im ursprünglichen Projektumfang nicht enthalten.
Der Auftrag wurde an BP Architekten vergeben; die Landschaftsplanung übernimmt das Büro Ernst & Hausherr. Für das Richtprojekt hat der Gemeinderat einen zusätzlichen Kredit von 23 000 Franken genehmigt. Ein Richtprojekt bildet die detaillierte Grundlage für den Gestaltungsplan, weist dessen Umsetzbarkeit nach und zeigt die städ -
tebauliche Qualität auf. Der Gestaltungsplan macht diese Vorgaben anschliessend für die Grundeigentümer verbindlich.
ANSCHAFFUNG NEUER RASENMÄHER
Der Gemeinderat hat die budgetierten Kosten von Fr. 38 405.75 für die Anschaffung eines D21dH Walker Frontmähers beschlossen. Da dieses Modell über ein Dreiradkonzept verfügt, bei dem sich hinten nur ein Rad befindet, ist es besonders wendig und ermöglicht ein effizientes Arbeiten, wodurch der Zeitaufwand reduziert werden kann. Weiter ist der Mäher mit einer elektrohydraulischen Hochentleerung ausgestattet, was die Handhabung zusätzlich erleichtert. Der bisherige Rasenmäher wurde an den Meistbietenden verkauft.
EINZELINITIATIVE ZUR GRÜNDUNG EINER VERKEHRSKOMMISSION IN BRÜTTEN
Am 6. Februar 2026 wurde dem Gemeinderat eine Einzelinitiative zur Gründung einer Verkehrskommission eingereicht. Da kein initiativfähiger Gegenstand vorlag, wurde die Initiative als ungültig erklärt. Genauere Informationen zum Ungültigkeitsgrund sowie zum Inhalt der Initiative finden Sie auf der Gemeindehomepage und auf ePublikation.ch.
AUFTRAGSVERGABE
STRUBIKONERSTRASSE EICH – OBEREICH 1. ETAPPE
Mit dem Gemeinderatsbeschluss vom 17. März 2026 wurde ein Kre-
AUS BEHÖRDE UND VERWALTUNG
dit über 65 000 Franken inklusive MWST zur Sanierung des Deckbelags auf der Strubikonerstrasse zwischen Eich und Obereich genehmigt. Für die erste Etappe hat die Auftragsvergabe stattgefunden und es fällt ein Kostenaufwand in der Höhe von Fr. 42 019.55 an. Der Auftrag wurde an die Brossi AG vergeben. Desweiteren muss für die Bauarbeiten während mindestens einer Woche in diesem Bereich der Strubikonerstrasse ein Fahrverbot erlassen werden. Über den genauen Zeitpunkt der Sperrung wird frühzeitig informiert.
BACHVERBAUUNG JUNGHOLZTOBELBACH
Starkregen im Jahr 2025 zeigte, dass die Bachdurchlässe beim Jungholztobelbach und beim Tannholztobelbach saniert werden müssen. Der Gemeinderat bewilligte für den Jungholztobelbach einen budgetierten Kredit von 24 100 Franken. Die Sanierung des Tannholztobelbachs soll später erfolgen und ist im Budget 2027 vorgesehen.
ÄNDERUNGEN DES LEHRPERSONALGESETZES –ERGREIFUNG DES GEMEINDEREFERENDUMS
Gegen den Beschluss des Kantonsrates vom 2. März 2026 zur Änderung des Lehrpersonalgesetzes ergreift auch die Gemeinde Brütten das Gemeindereferendum. Sie schliesst sich damit mehreren anderen Gemeinden an. Weitere Informationen und die Beweggründe sind auf der Gemeindehomepage sowie in der entsprechenden Publikation auf e-Publikationen ersichtlich.
Gemeinde Brütten
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WIR GRATULIEREN!
DIAMANTENE HOCHZEIT
am 15. April
Marianne und Heinrich
Baltensperger-Dünner
Säntisstrasse 44
GEBURTEN
26.2.2026
Jayna Adina Mäder
Tochter von Sarina und Patrick Mäder
2.3.2026
Lena Yael Stiefel
Tochter von Nicole und Michael Stiefel
26.3.2026
Leona Meier
Tochter von Élida Selerger
Levandoski und Robin Meier
Den Eltern gratulieren wir herzlich zum Nachwuchs!
Gemeinde Brütten
AUS BEHÖRDE UND VERWALTUNG
DIE BIENE DES JAHRES IST AUCH IN BRÜTTEN ZU FINDEN
Zum zweiten Mal hat Bienen Schweiz die öffentliche Wahl zur Biene des Jahres durchgeführt. Gewonnen hat die «Blauschwarze Holzbiene», und zwar deutlich. Diese Wildbienenart ist, wie die Erhebung aus dem Jahr 2021 gezeigt hat, auch in Brütten anzutreffen, vor allem im Siedlungsgebiet.
Die «Blauschwarze Holzbiene» ist etwa zwei bis drei Zentimeter gross, hat einen tiefschwarzen Körper und bläuliche Flügel. Normalerweise ist sie von März bis Oktober anzutreffen, man erkennt sie auch durch ihr tiefes Brummen, das gut hörbar ist. Ihre Brutzellen nagt sie in gut besonntes, nicht zu hartes, aber trockenes Holz. Für die Verproviantierung der Brutzellen sammelt sie Pollen von Boraginaceae, Asteraceae und Fabaceae. Die Bienen ernähren sich selbst gerne an Glyzinien und auch an Obstbaumblüten.
Wenn Sie der «Blauschwarze Holzbiene» auch bei Ihnen im Garten unter die Arme greifen wollen, stellen sie am besten Totholz an einer gut besonnten Lage als Nistplatz zur Verfügung. Pflanzen Sie eine Blumenwiese mit Korbblütlern, Hülsenfrüchtlern und Raublattgewächsen. Wenn Sie dann noch eine Laube oder ein Gitter mit Blauregen bereitstellen, fehlt es der Biene an nichts.
Fall Sie Interesse haben zu erfahren, welche Wildbienenarten sonst noch bei Ihnen im Garten und in der Umgebung zu finden sind, dann schauen Sie mal auf www.bee-finder.ch nach. Dort finden Sie auch eine umfangreiche Liste mit Pflanzen zur Förderung unserer Wildbienen.
Gemeinde Brütten
«SCHON GEWUSST?» – ALTERSFACHSTELLE!
Wussten Sie, dass es in unserer Gemeinde eine kostenlose Beratung für Fragen rund ums Älterwerden gibt?
Ob es um Wohnen, Unterstützung im Alltag oder finanzielle Themen geht – die Altersfachstelle ist für Sie da.
Gerne stelle ich mich – Fabienne Müller – als neue Altersbeauftragte für Ihre Gemeinde vor. Angestellt bin ich von der Gemeinde Seuzach und bin zuständig für den Aufbau der Altersfachstellen der Gemeinden Brütten, Thalheim, Rickenbach, Hettlingen und Dättlikon.
Als Altersbeauftragte möchte ich für Sie da sein; offen, aufmerksam und mit Herz. Die Lebenserfahrung älterer Menschen schätze ich sehr – sie sind ein wichtiger und wertvoller Teil unserer Gesellschaft. Deshalb ist es mir ein grosses Anliegen, ihre Lebensqualität zu fördern und sie bedürfnisorientiert zu beraten und zu unterstützen.
Die Altersfachstelle ist jeweils am Dienstagnachmittag von 14 bis 16.30 Uhr geöffnet. Termine können unter der Telefonnummer 052 320 40 67 oder per E-Mail an: alters-fachstelle.bruetten@seuzach.ch vereinbart werden. Das Beratungsgespräch ist vertraulich, unverbindlich und auf Ihre persönliche Situation abgestimmt. Es findet bei Ihnen zuhause oder in den Räumlichkeiten des Zentrumscafé neben der Gemeindeverwaltung statt.
Herzliche Grüsse
Fabienne Müller
Altersbeauftragte Gemeinde
AUS BEHÖRDE UND VERWALTUNG
ALS DAS SCHULHAUS AUCH ARRESTLOKAL WAR
Bereits vor 400 Jahren besuchten Brüttens Kinder eine Schule im Dorf. Seither hat sich viel verändert.
Schon im 17. Jahrhundert gab es in Brütten ein Schulhaus. Es diente verschiedenen Zwecken, etwa auch für Trauungen, als Arrestlokal oder später auch für Abstimmungen und Gemeindeversammlungen.
Die Kirche prägt die Schule
Die ersten Nachrichten zum Brüttener Schulbetrieb stammen aus dem Jahr 1631. Damals besuchte nur die Hälfte der 75 Kinder und Jugendlichen in Brütten den Schulunterricht, denn die Schulpflicht wurde erst im 19. Jahrhundert eingeführt. Die Schulmeister in der frühen Neuzeit stammten aus dem Dorf, sie trugen typische Brüttener Namen wie Baltensperger, Trindler oder Egli. Die Schule war bis ins 19. Jahrhundert eine kirchliche Aufgabe. Die Lehrer waren dem Pfarrer unterstellt und der
Das 1862 erbaute alte Schulhaus im Oberdorf mit dem Pausenplatz vor der Bäckerei. Bis 1970 wurde hier Primarschulkinder unterrichtet. (Bild: Hansueli Kägi)
2. Etappe des Baus der neuen Schulhausanlage mit dem Bau der Mehrzweckhalle im Jahr 1971. (Quelle: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Com_F71-21616)
Die Oberschule der Primarschule Brütten 1931. Die Lehrpersonen im 20. Jahrhundert kamen wie Johannes Fisch (mit Krawatte) meist von auswärts, blieben aber zuweilen über Jahrzehnte in Brütten. Fisch war Mitautor der Brüttener Ortsgeschichte von 1972. (Quelle: StAZH W I 90.4159)
Unterricht auch inhaltlich durch die Bibel geprägt. Das Schlussexamen umfasste eine Prüfung im Katechismus. Wer bestand, erhielt ab 1638 zur Belohnung einen Examenweggen.
Reformen im Schulwesen
Nach einer gründlichen Reform des Zürcher Schulwesens wurde 1831 in Brütten erstmals eine Schulpflege gewählt, die den Unterricht mit geregeltem Stundenplan, Prüfungen der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen beaufsichtigte. 1906 erfolgt die Teilung der Schule in eine Unterschule bis zur dritten Klasse und eine Oberschule (4. bis 8. Klasse) mit zwei Lehrstellen. Fortan unterrichteten die Lehrpersonen je zwischen dreissig und fünfzig Kinder. Jugendliche aus Brütten besuchten ab den 1830er-Jahren die weiterführenden Schulen auf dem heutigen Stadtgebiet von Winterthur, so in Töss. Der lange Schulweg wurde damals zu Fuss, seit den 1920er-Jahren mit dem Velo, im Winter gar mit dem Schlitten zurückgelegt. 1963 gab es mit der Einführung eines Buskurses nach Winterthur dann eine willkommene Entlastung. 1998 entstand in Brütten der erste durch die öffentliche Hand betriebene Waldkindergarten der Schweiz. Ab 2004 besuchten die Oberstufenschülerinnen und -schüler die Oberstufe in Nürensdorf. Seit 2006 sind in Brütten Schulleiterinnen und Schulleiter tätig, die Aufgaben der Schulpflege haben sich seither stark verändert.
Laufender Ausbau der Bildungsinfrastruktur
Mit dem Bevölkerungsanstieg ab 1960 genügte der Schulraum nicht mehr. 1969 wurde das Schulhaus Chapf gebaut, 1971 folgte der Bau der Mehrzweckhallte. Ins alte Schulhaus zogen die damals neu eröffnete Gemeindebibliothek, die Gemeindekanzlei und der Kindergarten. Heute befindet sich darin das Kinderhaus Chrüsimüsi, nachdem der Kindergarten im Jahr 2015 Platz im neuen Schulhaus fand. 1990 wurde der erste, 2002 der zweite und 2023 der dritte und bis heute letzte Ergänzungsbau mit zusätzlichen Schulzimmern realisiert, mit welchen den stetig steigenden Schülerzahlen begegnet wurde.
Annina Sandmeier, Historikerin und Mitglied der Arbeitsgruppe Erinnerungsorte
AUS BEHÖRDE UND VERWALTUNG
TEXTE-AUS-BRÜT(T)EN
Ein Schreibprojekt für alle
Auch das Team der Bibliothek Brütten hat sich zur Jubiläumsfeier etwas Besonderes einfallen lassen: Ein Projekt, das von der Mitwirkung der Bevölkerung lebt, ebenso sehr wie von Brütten selbst, als Quelle der Inspiration.
Am Dorffest erlebt der «Geschichtenautomat» sein Comeback! Er hält jedoch nicht allein Geschichten bereit, sondern Texte aller Art. Zwei Merkmale haben diese gemein: Jeder Beitrag trägt «Brütten» in sich, ob offensichtlich oder diskret angedeutet, und stammt von einer Person aus dem Dorf.
Als erstes ist das Projekt auf Brüttenerinnen und Brüttener angewiesen, die Lust haben, Texte auszubrüten! Nach den Frühlingsferien informiert die Bibliothek (www.bibliotheken-zh.ch/bruetten/) über die Teilnahmebedingungen für interessierte Jugendliche und Erwachsene sowie das weitere Rahmenprogramm. Die Produkte für den Automaten können ab 1. Juni eingereicht werden, Einsendeschluss ist der 2. August.
Auch die Schule beteiligt sich an «TEXTE-AUS-BRÜT(T)EN», bietet das Projekt doch einen echten Schreibanlass, der sich ausgezeichnet in den Deutschunterricht einbetten lässt. Sämtliche Kinderbeiträge werden in den Lerngruppen gesammelt und vor Beginn der Sommerferien an die Bibliothek weitergeleitet.
Um die Freude am Schreiben zu wecken, lädt die Bibliothek Brütten Jugendliche sowie Erwachsene zu zwei kostenlosen Workshops im Juni ein. Diese werden in Zusammenarbeit mit «Linienflug» (www.linien-flug.ch) durchgeführt und können unabhängig voneinander besucht werden. Die Platzzahl ist beschränkt! Anmeldungen sind ab sofort möglich, per Mail (bibliothek@bruetten.ch) oder direkt bei der Buchausleihe.
Die Autorin dieses Textes arbeitet als Lehrerin für Begabungs- und Begabtenförderung an der Schule Brütten. Als Inhaberin von «Linienflug» bietet sie Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vielfältige Möglichkeiten, um schreibend abzuheben.
«TEXTE-AUS-BRÜT(T)EN» kommt nicht ohne Lesende aus! Deshalb hoffen die Initiantinnen, am Dorffest auf viele Menschen zählen zu dürfen, die einen Franken einwerfen, um sich von einem Beitrag aus dem «Textautomaten» überraschen zu lassen.
Freitag, 1. Mai (Tag der Arbeit) ganzer Tag geschlossen
Freitag, 8. Mai (Teamausflug) ganzer Tag geschlossen
SCHREIBWORKSHOPS
Freitag, 5. Juni, 18.30 – 21.30 Uhr «Ideen gibt es an jeder Strassenecke» Materialsammlung und Methoden des kreativen Schreibens
Samstag, 13. Juni, 9 – 12 Uhr «Umgekehrt wird ein Schuh daraus» Wirkungsvolle Textformen und handwerkliche Fragen
Mittwoch, 13. Mai ab 11.30 Uhr geschlossen
Donnerstag, 14. Mai (Auffahrt) ganzer Tag geschlossen
Freitag, 15. Mai (Brücke) ganzer Tag geschlossen
Montag, 25. Mai (Pfingstmontag) ganzer Tag geschlossen
Todesfall Bestattungsamt: Freitag, 15. Mai von 9 bis 11 Uhr unter Tel 079 723 54 81 erreichbar.
Bitte wenden Sie sich ausserhalb des Pikettdienstes direkt an den beigezogenen Arzt.
Wasserversorgung: bei Notfall oder Leitungsbruch Tel 052 355 03 69.
Gemeindeverwaltung
AUS BEHÖRDE UND VERWALTUNG
«ALLE DÜRFEN MITHELFEN»
Anja Stähli steht vor einer Mammutaufgabe: Sie sucht für über 4000 Stunden Fronarbeit am Dorffest freiwillige Helfer und Helferinnen.
Damit Brütten am Wochenende vom 14. bis 16. August im Festtaumel versinken kann, sind im Hintergrund Tausende von Einsatzstunden nötig: unter anderem für Aufbau, Gastronomie und Service in den diversen Lokalen, Sanität, Verkehrsdienst, Abwasch und vieles mehr. «Insgesamt sind es rund tausend Schichten», sagt Anja Stähli, die zusammen mit Pascale Stähli Co-Personalverantwortliche ist im Organisationskomitee des Dorffestes «Mir sind Brütte». «Das entspricht etwa 4000 Stunden.» Nicht eingerechnet sind hier die Stunden, welche die OK- und Sub-OK-Mitglieder zusätzlich übernehmen.
Wer mitmachen will, kann sich im Internet auf https://portal.helfereinsatz.ch/dorffest-bruetten-2026 eine Schicht aussuchen. Kaum war das Tool Anfang April aufgeschaltet, haben sich Dutzende von freiwilligen Helfern gemeldet. «Stand jetzt – gegen Ende April – sind bereits 651 Schichten vergeben», freut sich Stähli. «Es hat super angefangen. Doch aus Erfahrung wissen wir: gegen Ende wird es dann zäh.» Zudem kämen bis zum Beginn des Dorffestes laufend neue Schichten dazu.
Teil von etwas Grossem sein Gefragt sind also zusätzliche gute Geister. «Alle dürfen mithelfen», betont Stähli. «Schenk uns ein paar Stunden deiner Zeit – und werde Teil von etwas, das unser Dorf verbindet» – mit diesem Satz wirbt sie um Helfende. «Auf je mehr Schultern die Arbeit verteilt ist, desto schöner für das Dorf und unser Gemeinschaftsgefühl», sagt sie. Nun hofft sie, dass bis im August alle Schichten vergeben sind und «wir Brüttener wieder gemeinsam etwas Grossartiges auf die Beine stellen».
Birgit Günter
«SPONSORENSUCHE LÄUFT AUF HOCHTOUREN»
Judith Marroni kümmert sich um die Sponsorensuche. Von der anvisierten mittleren fünfstelligen Summe hat sie bereits einen grossen Teil erwirtschaftet.
Seit einem halben Jahr schreibt Judith Marroni, Sponsoring-Verantwortliche vom Dorffest-OK Firmen und Personen in und um Brütten an zwecks Sponsorings am Dorffest. «Die Sponsorensuche läuft auf Hochtouren», sagt sie. Ziel sei, einen mittleren fünfstelligen Betrag an cash hereinzuholen. Diese Marke sei relativ hochgesteckt, gerade auch angesichts der Tatsache, dass Brütten oft Sponsoren anfragt; sei es für die jährliche Abendunterhaltung, den letztjährigen Juspo-Tag oder das erst vier Jahre zurückliegende, ebenfalls grosse Dorffest.
«Etwa 90 Prozent der bisherigen Sponsoren sind aus Brütten», sagt Marroni; der Rest komme aus der näheren Umgebung. Am Dorffest Brütten sind sämtliche Attraktionen inklusive Konzerte kostenlos für die Besucherinnen und Besucher – das sei nur möglich dank «grosszügiger Unterstützung der Sponsoren», betont Marroni.
Objekte sponsoren ist neu möglich Neu ist dieses Jahr im Vergleich zum vorherigen Dorffest, dass es auch möglich ist, Objekte zu sponsoren wie einen «Jöggelichaschte». Das Sponsoring für den Funpark mit Attraktionen hat beispielsweise die Gewerbegruppe Brütten übernommen. Ebenfalls kann man für 50 Franken eine Sitzbank mit seinem Namen anschreiben lassen.
Judith Marroni ist zum ersten Mal Hauptverantwortliche für das Sponsoring. Das Sponsoring-Konzept wurde inhaltlich und grafisch überarbeitet. Bis zum Dorffest dauert es noch rund drei Monate. Reicht das, um das anvisierte Ziel an Sponsorenbeiträgen zu erreichen? Judith Marroni lacht. «Klar», sagt sie, «da bin ich optimistisch – wie immer.»
Birgit Günter
Grosses Kino für die Kleinsten
Volles Haus beim österlichen Hühnerkino
von Janina Stettler
Die Bibliothek Brütten bringt Bilderbücher auf die Leinwand und lässt die Geschichten lebendig werden. Ein Ort der Gemeinschaft für Jung und Alt, voller Unterhaltung, Fantasie und Freude.
Voller Energie stürmen die Kinder in den Raum, während die Eltern erstmal gemütlich einen Kaffee geniessen und sich unterhalten. Über beide Stockwerke in der Bibliothek verteilt, schnuppern die Kleinen in Büchern oder suchen die versteckten Küken, eine Osteraktion der Bibliothek. Ein ungewohntes Ge -
tümmel für eine Bibliothek, doch genau das ist erwünscht: «Unsere Bibliothek soll ein Ort der Zusammenkunft und nicht nur des stillen Lesens sein», so Bibliotheksleiterin Petra Kowalski.
Betrügerisches Huhn
Das Kino geht los. Gespannt sammeln sich die kleinen Zuschauer auf ihren Kissen. Das Licht geht aus und das Titelbild des Buches wird an die Wand projiziert. «Mascha das Betrügerhuhn», sofort beginnt das Getuschel. Worum könnte es in diesem Buch nur gehen? Die Aufregung steigt. Die Geschichte erzählt, wie Mascha ihre Eier versteckt, damit die Bäu -
erin sie nicht findet. Auf den einzelnen Seiten können die Kinder die Eier suchen und mitfiebern. Es ist ein interaktives Erlebnis für alle, voller Spass und Lacher. Nach dem Kino konnte man, passend zum Buch, Eierbecher basteln. Während die einen mit Malen und Zusammenkleben beschäftigt waren, sahen sich die Anderen gespannt weitere Bücher an.
Konzept zum Wiederholen
Seit dem Umbau im Oktober 2025 ist die Bibliothek noch beliebter als zuvor. «Die Leute», erzählt Petra Kowalski, «kommen gerne her, die Kinder können sich bewegen und vergnügen. Es ist ein schöner Ort,
an dem man gerne Zeit verbringt.»
Die Bibliothek organisierte nicht zum ersten Mal einen solchen Event. «Das letzte Mal ist es super angekommen, also haben wir entschieden, es zu wiederholen», erklärt sie. Der neunjährige Andrin bestätigt aufgeregt: «Ich war schon ein paarmal hier und es ist immer mega cool!»
Die Begeisterung ist nicht nur bei den Jüngsten spürbar, sondern auch bei den Eltern. «Wir waren schon oft hier, aber an so einem Anlass war ich zum ersten Mal. Es ist mega cool gemacht und total herzig – mit so vielen Aktivitäten wie dem Kino, Basteln und der Hühnersuche», erzählt Tanja Schlumpf.
Stand in Brütten ein Motel für römische Reisende?
Neue Erkenntnisse zu Brüttens Untergrund
von Birgit Günter
Die neuesten Georadar-Messungen der Kantonsarchäologie zeigen Erstaunliches: In der Steig in Brütten stand zu Römerzeiten vermutlich eine Art Motel für Reisende.
Der Untergrund hält immer wieder Überraschungen bereit: Bislang hiess es stets, in Brütten sei zu Römerzeiten eine Villa gestanden. Nun haben die neuesten Forschungen der Kantonsarchäologie gezeigt: Bei den römischen Überresten in der Steig handelte es sich vielmehr um eine Raststätte mit Herberge und Stallungen. «Und zwar um eine erstaunlich geräumige Raststätte. Das grösste Gebäude hatte mehr als tausend Quadratmeter Grundfläche», erklärt Cornel Dora, Historiker aus Brütten. Die Interpretationen der neuen Funde sind noch nicht abgeschlossen. «Wir spekulieren ein bisschen, wenn wir von Stallungen sprechen», räumt Dora ein. Allerdings sei es sehr plausibel, dass oberhalb der Steig Gebäude für die Versorgung der Tiere standen. Belegt ist, dass die Steig Teil des römischen Wegnetzes war. Die antike Überlandstrasse, die das Legionslager in Windisch mit der römischen Siedlung in Oberwinterthur verband, verlief leicht nördlich der heutigen Zürcherstrasse. Interessanterweise stand das römische Motel somit nur wenige Meter vom heutigen Motel Steighof entfernt.
Rätselhaft ist auch, wieso die gepflästerte Zufahrtstrasse in derart spitzem Winkel von der Überlandstrasse wegführte – was vor allem unpraktisch war, wenn man von Westen kam oder dorthin weiterwollte. «Vielleicht gab es einen heute nicht mehr sichtbaren Weg, der wieder zurück auf die Strasse führte», so Dora. «Oder es war gut, abseits der Strasse zu sein, wenn man nachts Ruhe haben wollte.» Möglicherweise war der Komplex auch durch
eine Hecke, Baumreihe oder Gewässer abgetrennt. Unbekannt ist zudem, wie der Ort damals hiess – es gibt keine schriftlichen Quellen oder beschriftete Steine oder ähnliche Hinweise. Möglich wurden die neuen Erkenntnisse dank Georadar-Messungen, welche die Kantonsarchäologie im vergangenen Jahr auf Anregung der Arbeitsgruppe «1150 Jahre Brütten» durchgeführt hatte. Weitere Forschungen sind derzeit nicht geplant.
Mysteriöser Steinhaufen Einige Geheimnisse sind noch nicht gelüftet. So ist unklar, was es mit der Steinsammlung südöstlich der Gebäudekomplexe auf sich hat. «Vielleicht sind es Gebäudereste», mutmasst Dora, «oder es war ein Steinlager, als die alemannischen Siedler zwei Jahrhunderte später die Gebäude als Steinbruch nutzten.» Es könnte aber auch eine Götterstatue oder ein Kultort gewesen sein, der zusammengebrochen ist.
Beim Bäppurweg, zwischen Unterdorf- und Zürcherstrasse, beherbergte zu Römerzeiten vermutlich eine Art Motel jeweils Dutzende von Menschen und Tieren. (zvg)
Gewerbegruppe will sich öffnen
Statutenänderung wurde gutgeheissen
An ihrer Generalversammlung
Ende März beschlossen die 70 Mitglieder der Gewerbegruppe Brütten (GGB) eine Öffnung für Vereine und Parteien.
Die Rechnung gab an der GV wenig zu diskutieren. Sie schloss mit einer schwarzen Null, nachdem ein Defizit von 1000 Franken im Budget 2025 vorgesehen war. So ist einer der grösseren Posten in der Rechnung die Mitgliederveranstaltungen.
Dies kommt nicht von ungefähr, hat sich Gewerbegruppe doch seit drei Jahren für vermehrtes Netzwerken untereinander entschieden und mit verschiedenen Anlässen wie Firmenvorstellungen, Hockey-Besuchen und eben Versammlungen das
lokale Gewerbe untereinander zu stärken versucht. Präsident Marco Schäuble erzählt: «Die Vernetzungsevents finden Anklang und sind gut besucht.»
steht, ohne Notwendigkeit fünf Mitglieder zu finden.
park für die Jugend von Brütten», erläutert Schäuble. «Aber viele von uns sind auch andernorts am Helfen und engagieren sich am Fest.» www.gewerbegruppebruetten.ch von Susanne Gutknecht
Stärkeres Netzwerk
Der Vorstand präsentierte eine Statutenänderung, welche einige Passagen präzisiert und heutigen Gegebenheiten anpasst. Die grösste Veränderung ist jedoch die Idee, die GGB auch gegen aussen zu öffnen. Marco Schäuble erklärt es wie folgt: «Wir wollen das Gewerbe weiterbringen und Möglichkeiten für Aufträge aus dem Netzwerk heraus fördern.» Dazu sollen auswärtige Mitglieder zugelassen werden wie Vereine und Parteien.»
Ebenfalls in der Statutenänderung eingeschlossen ist, dass der Vorstand neu mit vier Vorstandsmitgliedern komplett ist und so kein Druck ent-
Im Budget 2026 sind 8000 Franken Sponsorbetrag für das Dorffest vorgesehen: «Wir sponsern damit den Fun-
Hunde-Spiel zeigt seinen fiesen Charakter
Eingefleischte Fans treffen sich
zum Spiel
von Frédéric Bettosini
Ende März fand ein «Brändi Dog»-Turnier statt. Bei guter Stimmung spielten viele Gleichgesinnte und wollten einen Podestplatz ergattern.
Die Organisatorin des erstmals stattfindenden Anlasses, Manuela D’Arsié, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Turnier. «Die Stimmung ist gut, es sind gute Leute hier», meinte sie. Bedenken hatte sie, dass vielleicht sehr fanatische Spielende teilnehmen würden. Dies sei aber nicht der Fall gewesen, meinte D’Arsié und fügte an: «Ich glaube, es wird eine Fortsetzung geben.» Unterstützt hatte sie Heinz Ehrsam. Seine Aufgabe war es, ein Programm zu entwickeln, um ein Ranking erstellen zu
können. Dazu Ehrsam: «Für das Turnier entwickelte ich, unterstützt durch den Einsatz künstlicher Intelligenz, eine Turniersoftware, welche den gesamten Ablauf digital unterstützte.» Die 40 Teilnehmenden füllten beide Tische des Pavillons Säntisblick voll aus. Die Atmosphäre war fröhlich, engagiert und das freundschaftliche Zusammensein prägte den Abend. Bei Speis und Trank wurden insgesamt vier Runden gespielt. Die ersten drei Paare wurden prämiert und einen Trostpreis gab es ebenfalls.
Kein anderes «Eile mit Weile» Sabina Nigro aus Brütten hatte «mega Freud», dass sie das Turnier als Team mit der Organisatorin habe spielen können. Karin Kink meinte: «Es macht einfach Spass, braucht Taktik und Glück.» Es sei eben nicht, wie manchmal be-
hauptet würde, ein anderes «Eile mit Weile.» Kink erklärt: «Man spielt in einem Team, spielt mit Karten und nicht mit Würfeln und kann mehr beeinflussen.» Ähnlich sieht es Francisco Otal, begeisterter «Brändi Dog»-Spieler: «Man kann zwar Züge strategisch planen, aber dass ein, zwei Züge später deine Pläne durcheinandergewirbelt werden, finde ich faszinierend.»
«Das Spiel heisst eigentlich Dog», klärte Patricia Weiss auf. Brändi sei die Firma, welche Menschen mit kognitiver oder psychischer Beeinträchtigung eine Arbeitsstelle biete und das Spiel entwickelt habe. So wie die Firma Brändi Inklusion lebt, so kam auch der Abend in Brütten daher: ein Miteinander in einer geselligen, sich respektierenden Runde.
Der fünfköpfige Vorstand hatte Erfolg mit der Statutenänderung. (zvg)
Saisoneröffnung:
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Ab 6. Juni bis 11. Juli 2026
Samstag 10:00 - 10:50 Uhr (bei fast jeder Witterung)
In den Sommerferien, 13. Juli bis 15. August 2026
Mittwoch 18:00 - 18:50 Uhr (nur bei guter Witterung)
Samstag 10:00 - 10:50 Uhr (bei fast jeder Witterung)
Die Kurse sind kostenlos und für jede Person geeignet. Das Trainingsmaterial ist vorhanden. Auskunft über die Durchführung gibt das Freibadtelefon 044 836 52 31.
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Montag 20. April 2020, 19.30 Uhr
EINLADUNG ZUR GENERALVERSAMLUNG DER FLURGENOSSENSCHAFT NÜRENSDORF
Rest. Sternen, Breite
Dienstag,19 Mai 2026, 19.30 Uhr
Montag 20. April 2020, 19.30 Uhr
Restaurant Sternen, Breite
Traktanden:
Rest. Sternen, Breite
1. Begrüßung
Traktanden:
Traktanden:
2. Wahl eines Stimmenzählers
3. Jahresbericht des Präsidenten
1. Begrüßung
1. Begrüßung
4. Abnahme der Rechnung 2019
5. Unterhaltsprogramm 2020
2. Wahl eines Stimmenzählers
6. Voranschlag 2020
2. Wahl eines Stimmenzählers
7. Statutenänderung ( Art 2 / Art 38 )
3. Jahresbericht des Präsidenten
8. Verschiedenes
3. Jahresbericht des Präsidenten
4. Abnahme der Rechnung 2025
Der Vorstand www.flächenreinigung.ch
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5. Unterhaltsprogramm 2026
4. Abnahme der Rechnung 2019
6. Voranschlag 2026
5. Unterhaltsprogramm 2020
7. Wahlen
6. Voranschlag 2020
8. Verschiedenes
7. Statutenänderung
(Art 2/Art 38)
Der Vorstand
8. Verschiedenes
Der Vorstand
BÜRGERRECHT
Der Gemeinderat hat gestützt auf das Bürgerrechtsgesuch und den positiven Antrag des Bürgerrechtsausschusses Brandtner-Hellmund Jana und Brandtner Paul, beide von Deutschland, ins Bürgerrecht der Gemeinde aufgenommen.
EINZELINITIATIVE PARKIERUNGSREGLEMENT
Der Gemeinderat hat die Einzelinitiative von Tiziano Rosa zur Einführung eines Parkierungsreglements für gültig erklärt. Die Initiative kommt voraussichtlich an der Gemeindeversammlung vom 11. November 2026 zur Behandlung.
GEMEINDEPERSONAL
Für die KV-Lehrstelle mit Lehrbeginn Sommer 2026 konnte ein Lehrvertrag mit Anuksha Selvakanthan abgeschlossen werden. Der Gemeinderat heisst sie herzlich willkommen und wünscht ihr viel Erfolg und Befriedigung.
ORTSMUSEUM
Der Gemeinderat hat mit dem Verein Ortsmuseum Nürensdorf die Ende 2026 auslaufende Leistungsvereinba-
ÖFFNUNGSZEITEN
1. Mai
rung überprüft und neu abgeschlossen. Die Leistungsvereinbarung ist befristet, so ist es möglich, dass sie bei einer Verlängerung den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden kann.
KREDITBEWILLIGUNGEN / ARBEITSVERGABEN
Für den Ersatz der Platzbeleuchtung des Fussballplatzes Längimoos hat der Gemeinderat einen Kredit von 54 000 Franken bewilligt. Der Auftrag geht an die Elektro Neidhart AG, Nürensdorf.
Für die Installation einer Klimaanlage im Gemeindehaus hat der Gemeinderat einen Kredit von 47 000 Franken bewilligt. Damit kann überschüssiger Strom aus der PV-Anlage sinnvoll genützt werden. Der Auftrag geht an die Scheco AG, Winterthur.
Für die Neugestaltung des Pausenplatzes der Schulanlage Hatzenbühl hat der Gemeinderat einen Kredit von 65 000 Franken bewilligt. Der Auftrag geht an die Spaltenstein GartenBau AG, Bassersdorf.
Für die Instandstellung der Duschanlagen in der Turnhalle Sunnerain hat der Gemeinderat einen Kredit von 85 000 Franken bewilligt. Die Aufträge gehen an diverse Firmen.
AUS BEHÖRDE UND VERWALTUNG
Für die Erstellung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Turnhalle Sunnerain mit Batteriespeicher hat der Gemeinderat einen Kredit von 95 000 Franken bewilligt. Der Auftrag geht an die Elektro Neidhart AG, Nürensdorf.
Für die Altlastensanierung der Schiessanlage Hundenwies hat der Gemeinderat einen Kredit von CHF 212 536.90 bewilligt. Der Auftrag geht an die Eberhard Bau AG / Eberhard Recycling AG, Kloten.
Für die Erstellung einer Fussgängerquerung über die Oberwilerstrasse, Höhe Niederrütelenweg hat der Gemeinderat einen Kredit von 40 000 Franken bewilligt. Die Aufträge gehen an diverse Firmen.
FINANZEN
Für sieben Handänderungen wurden Grundstückgewinnsteuern im Betrage von CHF 493 803.20 veranlagt. In elf Fällen gewährte der Gemeinderat Steueraufschub. Zwei weitere Handänderungen wurde ohne Grundstückgewinnsteuern veranlagt. Zusätzlich traf der Gemeinderat einen Einspracheentscheid.
Gemeinderat Nürensdorf
GRATULATION
WIR GRATULIEREN!
ZUR DIAMANTENEN HOCHZEIT
Am 27. Mai
Brigitte und Walter Rohr Rebenstrasse 43 8309 Nürensdorf
ABSCHIED
Meier, Hans-Jörg geb. 1950 verstorben am 8. März
Fiocchi, Margot Eugenie geb. 1943 verstorben am 18. März
Am Freitag, 1. Mai sind die Büros der Gemeindeverwaltung sowie der Werkbetrieb geschlossen.
Bei Todesfällen wenden Sie sich bitte an den beigezogenen Arzt. Die Gemeindewerke (Notfälle Wasserversorgung) erreichen Sie über die Telefonnummer 044 838 40 85. Ab Montag, 4. Mai um 8 Uhr sind wir gerne wieder für Sie da.
Auffahrt
Am Mittwoch, 13. Mai ab 15 Uhr bleiben die Büros der Gemeindeverwaltung bis und mit Freitag, 15. Mai geschlossen.
Für das Bestattungswesen und die Gemeindewerke (Notfälle Wasserversorgung) besteht über die Feiertage ein Pikettdienst. Tel. 044 838 40 50 (Tonband) gibt darüber Auskunft. Ab Montag, 18. Mai um 8 Uhr sind wir gerne wieder für Sie da.
Gemeindeverwaltung Nürensdorf
Siegrist, Rolf geb. 1941 verstorben am 28. März
Peter, Heinrich geb. 1936 verstorben am 2. April
Den Angehörigen sprechen wir unser herzliches Beileid aus.
Bestattungsamt Nürensdorf
AUS BEHÖRDE UND VERWALTUNG
SCHULRAUMPROJEKTE ERREICHEN MEILENSTEIN
Die Projekte für einen zeitgemässen Schulraum an der Primarschule Nürensdorf haben einen weiteren Meilenstein erreicht. Der Gemeinderat hat den Auftrag für die Projektierung der Sanierung und Erweiterung im «Sunnerain» an ein erfahrenes Architekturbüro vergeben. Für die Teilnahme am Projektwettbewerb zur Erweiterung der Schulanlage «Ebnet» wurden fünf Projektteams ausgewählt.
Die Infrastruktur der Primarschule in der Gemeinde Nürensdorf ist in die Jahre gekommen. Eine Gesamtsanierung der beiden Schulanlagen aus den 1960er und 1970erJahren ist angezeigt, um die Bausubstanz zu erhalten und an die aktuellen Vorgaben und zukünftigen Bedürfnissen anzupassen. Zudem ist der Raumbedarf der Primarschule in den vergangenen Jahren stark angestiegen und auch der Bedarf an schulergänzender Betreuung steigt stetig. Um auch in Zukunft einen gut funktionierenden, zeitgemässen Betrieb in der Primarschule Nürensdorf sicherzustellen, haben der Gemeinderat und die Schule ein Gesamtkonzept für die Schulraumentwicklung erarbeitet.
Umsetzung mit zwei unabhängigen Projekten
Das Gesamtkonzept sieht vor, die Sanierung der Schulanlage Sunnerain und die Erweiterung der Schulanlage Ebnet mit einem Zentrumsgebäude parallel anzugehen. Für die Projektierung der beiden Bauvorhaben hat die Gemeindeversammlung im Juni 2025 je einen Projektierungskredit bewilligt. In der Zwischenzeit hat der Gemeinderat den Auftrag für die Projektierung im Sunnerain vergeben und eine Vorauswahl von möglichen Teilnehmenden am Projektwettbewerb für das neue Zentrumgebäude «Ebnet» getroffen.
Architekturbüro aus Winterthur plant im «Sunnerain»
Für den Projektierungsauftrag zur Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Sunnerain wurden fünf gültige, qualitativ vielversprechende Angebote eingereicht. Auf Antrag des Beurteilungsgremiums mit Vertretungen aus Schule und Gemeinde vergab der Gemeinderat den Auftrag für die Generalplanung an die Dahinden Heim Partner Architekten AG, Winterthur. Der Leistungsumfang beträgt rund 1,4 Millionen Franken. Die gewählte Anbieterin verfügt über viel Erfahrung mit vergleichbaren Schulprojekten und hat dazu ausgezeichnete Referenzen eingereicht. Ausserdem wurde eine realistische und gut durchdachte Umsetzung im laufenden Schulbetrieb aufgezeigt.
Das gewählte Planungsteam verfolgt das Ziel, die bestehende Schulanlage Sunnerain behutsam weiterzuentwickeln. Gemäss einer ersten Projektskizze ist die Erweiterung in Form eines kompakten Neubaus geplant, der sich ganz selbstverständlich in die bestehenden Gebäude einfügt. Im Inneren orientiert sich das pädagogische Konzept an modernen Lernclustern. Klassenzimmer, Gruppenräume und offene Lernzonen bilden zusammen flexible und gut strukturierte Lernlandschaften.
Dank einer überlegten Etappierung der Bauphasen sowie der gezielten Nutzung der Schulferien für lärmintensive Arbeiten, soll der Unterricht möglichst ohne grössere Störungen weitergeführt werden können. Bei der Detailplanung wird die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern und allen Mitarbeitenden im Mittelpunkt stehen.
Fünf Planungsteams dürfen Projektvorschlag «Zentrumsgebäude Ebnet» einreichen
Für die Erweiterung der Schulanlage Ebnet mit einem Zentrumsgebäude ist ein zweistufiger Projektwettbewerb vorgesehen. In einer ersten Phase (Präqualifikation) werden aus den 24 eingegangenen Bewerbungen fünf Planungsteams ausgewählt, die einen Projektvorschlag einreichen dürfen. Die Auswahl erfolgt aufgrund von verschiedenen Eignungskriterien. Dazu gehört insbesondere die Erfahrung mit vergleichbaren Schulbauten, welche mittels Referenzen nachgewiesen werden muss.
AUS BEHÖRDE UND VERWALTUNG
Ein Beurteilungsgremium mit Vertretungen aus Schule und Gemeinde sowie Fachleuten aus der Architektur hat diese Auswahl nun getroffen. Aus den zahlreichen Bewerbungen wurden fünf Teams präqualifiziert, dazu gehört ein Nachwuchsteam (vgl. Box).
Die ausgewählten Teams werden nun bis nach den Sommerferien einen Projektvorschlag ausarbeiten. Das Beurteilungsgremium wird sich dann für ein Projekt entscheiden, welches anschliessend zeitnah der Bevölkerung vorgestellt wird. Der gewählte Projektvorschlag dient als Basis für das spätere Bauprojekt.
Urnenabstimmung im Sommer 2027 geplant
Beide Projekte werden weiterhin durch eine Arbeitsgruppe von Gemeinde und Schule sowie von Fachleuten eng begleitet. Dabei werden die Gedanken der Lehrpersonen und Schulleitung genauso einfliessen wie die Planungsarbeit der Schulpflege und des Gemeinderates. Voraussichtlich am 6. Juni 2027 werden die Stimmberechtigten von Nürensdorf an der Urne über zwei Bauprojekte befinden können.
Gemeinderat Nürensdorf
AUSWAHL PLANUNGSTEAMS PROJEKTWETTBEWERB «EBNET» (in alphabetischer Reihenfolge)
AMJGS Architektur AG, Zürich
Fischer Landschaftsarchitekten GmbH, Richterswil
KUMMER/SCHIESS Architekten GmbH, Zürich
Eberli Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich
Studio Urbaite, Zürich
Johannes von Pechmann Stadtlandschaft GmbH, Zürich von Ballmoos Partner Architekten AG, Zürich
ORSTER PAYSAGES SA, Prilly
ARGE Wolfgang Rossbauer Architekt GmbH, Zürich + Notari Pagano Architektur GmbH, Zürich
extra Landschaftsarchitekten AG, Bern
Ersatzteams:
1. Masswerk Architekten AG, Zürich
Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH, Zürich
2. BUR Architekten AG, Zürich
Studio Vulkan Landschaftsarchitektur AG, Zürich
Der Zuschlag gilt vorbehältlich der noch laufenden Rekursfrist und ist noch nicht rechtskräftig.
So könnte es im Sunnerain einst aussehen. (zvg)
AUS BEHÖRDE UND VERWALTUNG
DIE BAUKOMMISSION ORIENTIERT
An der Sitzung vom 2. Februar wurden die folgenden baurechtlichen Bewilligungen im ordentlichen Verfahren erteilt:
• Christoph Knecht, Aufstellung mobiles Fertighaus (temporär für drei Jahre befristet), Auf der Halde 36
• Salt Mobile SA, Ausbau / Umbau der bestehenden Mobilfunk und WWL Basissation, Alte Winterthurerstr. 92
• Steve Meier, Anbau an bestehendes EFH mit Garagenunterstand, Morgenackerstr. 13
• Mutationsbewilligung; Parzellierung, Alte Winterthurerstr. 203
An der Sitzung vom 23. März wurden die folgenden baurechtlichen Bewilligungen im ordentlichen Verfahren erteilt:
• Leber Papier AG, Abbruch EFH und Neubau Mehrfamilienhaus samt Tiefgarage, Dorfstr. 4
• Romano Volpe, Natalina Pittella, Umbau EFH mit Einliegerwohnung und Carport, Steinackerstr. 1
Büchervorstellung mit Daniela Binder und gemütlichem Apéro
Mittwoch, 6 Mai, 14.30 Uhr
Bilderbuchkino mit Bär Otto für Kinder ab vier Jahren
Dienstag, 12. Mai, 16 Uhr
Spannende und unterhaltsame Kurzgeschichten für Erwachsene liest das Team der Bibliothek im Foyer des Zentrum Bären.
Geniessen Sie eine kurzweilige halbe Stunde. Eintritt frei.
Mittwoch, 13. Mai, 10 Uhr
Gschichtezug – Geschichten und Versli hören, zuschauen, mitmachen, spielen – für Kinder ab zwei Jahren mit Begleitung
Donnerstag, 21. Mai, 9.30 Uhr
Vers & Reim für die Kleinsten mit Marlies Mertl
Mittwoch, 27. Mai, 14.30 und 16 Uhr Schweizer Vorlesetag: Wir erzählen eine Geschichte um 14.30 und 16 Uhr
Öffnungszeiten während den Frühlingsferien
Während den Frühlingsferien vom 20. April bis 2. Mai ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 15 bis 19 Uhr und am Samstag von 9.30 bis 12 Uhr geöffnet.
Weitere Termine und Informationen erhalten Sie unter www.winmedio.net/nuerensdorf.
Bibliothek Nürensdorf
HELFER / HELFERINNEN FÜR ASYLKOORDINATION GESUCHT
Die Asylkoordination Nürensdorf sucht engagierte, freiwillige Helferinnen und Helfer, welche unsere Klientinnen und Klienten aus verschiedenen Kulturen und Sprachräumen in Alltagsdingen oder sich wiederholenden Anlässen wie zum Beispiel Ostereierfärben, Adventsfenster sowie Tag der offenen Tür unterstützen möchten.
Selbstverständlich werden Sie jederzeit von unserem Team der Asylkoordination unterstützt und professionell begleitet. Sollten Sie sich angesprochen fühlen und wir Ihr Interesse geweckt haben, Asylsuchende zu unterstützen und einen wertvollen Beitrag zur Integration zu leisten, so bitten wir Sie, sich an den CoLeiter der Fachstelle Soziales und Leiter der Asylkoordination, Nihat Halis, zu wenden. Telefon: 044 838 40 92, EMail: nihat.halis@nuerensdorf.ch
Gemeinsam fördern wir Begegnung, Verständnis und Zusammenhalt. Fachstelle Soziales-Asylkoordination Nürensdorf
KOMMISSIONSMITGLIED GESUCHT FÜR DIE KULTURUND FREIZEITKOMMISSION
Sind Sie in Nürensdorf wohnhaft und haben Freude daran, das kulturelle Leben in unserer Gemeinde aktiv mitzugestalten?
Für die Legislaturperiode 2026/30 suchen wir eine engagierte Persönlichkeit, die sich in der Kultur und Freizeitkommission einbringen möchte. Zu den Aufgaben gehören die Mitwirkung bei der Organisation und Durchführung von Anlässen wie der Sommerabendfeier, dem Martinimarkt und dem Schlosskonzert sowie die Teilnahme an den Kommissionssitzungen.
Nutzen Sie die Gelegenheit, das Gemeindeleben aktiv mitzuprägen und Teil eines motivierten Teams zu werden.
Bei Interesse freuen wir uns über Ihre schriftliche Kontaktaufnahme an: kultur@nuerensdorf.ch
Es würde uns sehr freuen, Sie für dieses spannende Amt gewinnen zu können.
Kultur- und Freizeitkommission
SELBSTBESTIMMT ZU HAUSE LEBEN IM FORTGESCHRITTENEN ALTER
Damit Sie so lange wie möglich selbstbestimmt daheim leben können, werden ab dem 1. Januar 2025 weitere Hilfsmittel und Unterstützungsleistungen von den Ergänzungsleistungen finanziert, um die Lebensqualität zuhause zu erhöhen.
Das heisst, wenn Sie eine AHVRente beziehen und Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben, könnten Sie Anspruch auf diverse Hilfsgegenstände im Haushalt wie auch Unterstützung im Alltag haben (Betreuung und Pflege zu Hause, Gehhilfen, Transport zur nächstgelegenen Behandlungsstelle, Kosten für Hilfsmittel etc.).
Um diesen Bedarf im Detail abzuklären, können Sie sich an das KZU Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit, Bassersdorf wenden.
Lassen sie sich beraten!
Bedarfsabklärungsstelle der Gemeinde Nürensdorf KZU Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit, Bassersdorf, T 044 838 51 47 oder disposition@kzu.swiss
AUS BEHÖRDE UND VERWALTUNG
WAHLBÜROMITGLIEDER GESUCHT
Möchten Sie sich aktiv für die Demokratie in unserer Gemeinde Nürensdorf engagieren?
Für die Legislaturperiode 2026/30 suchen wir zuverlässige Personen als Mitglieder des Wahlbüros. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, an Abstimmungs und Wahlsonntagen die eingegangenen Stimmen auszuzählen und so einen wichtigen Beitrag zu einem reibungslosen Ablauf der Urnengänge zu leisten.
Die Einsätze finden in der Regel an etwa 2 bis 4 Sonntagen pro Jahr statt. Wenn Sie Verantwortung übernehmen möchten, sorgfältig arbeiten und Interesse am politischen Geschehen haben, freuen wir uns auf Ihre Mitarbeit.
Bei Interesse melden Sie sich bitte per EMail an: gemeinde@nuerensdorf.ch.
Wir freuen uns, Sie für diese wichtige Aufgabe gewinnen zu können.
Gemeinderat Nürensdorf
Und welches ist dein Lieblingsinstrument?
Beruhigende Belagskissen
Pläne zur Verkehrsberuhigung Hatzenbühlstrasse liegen öffentlich auf
von Susanne Gutknecht
Bis am 9. Mai kann die Bevölkerung die überarbeiteten Pläne zur Verkehrsberuhigung der Hatzenbühlstrasse einsehen und der Gemeinde ihre Einwendungen angeben.
An einem Workshop im September 2025 mit rund 60 Personen machte der Gemeinderat die Pläne für die Verkehrsberuhigung der Hatzenbühlstrasse öffentlich und diskutierte Wünsche und Ideen mit den Interessierten. Seither wurden die Inputs mit dem beauftragten Ingenieurbüro näher beleuchtet und konkretisiert. Der Gemeinderat hat Ende März nun den neuen Plan abgenommen und legt ihn öffentlich auf.
Vergleicht man die Pläne des Workshops mit der Planauflage, sind einige der diskutierten Klippen nun korrigiert worden. So ist die Querung unterhalb des Hatzenbühlwegs nun direkt auf diese Kreuzung genommen worden und wird durch ein längliches Belagskissen, welches rot eingefärbt wird, deutlich markiert. Ebenso soll der bisherige Längsstreifen für Fussgänger links auf der bergauf führenden Seite mit Markierungen und Pollern von der Fahrbahn abgetrennt werden. «Die Wirkung des Radstreifens und dieser Fussgängerstreifen wird unterschätzt. Wir haben sie jetzt noch markanter gestaltet», erläutert Bauvorstand Daniel Neukomm.
Optische Kennzeichnung
Sämtliche Fahrbahnquerungen werden farblich markiert, wie dies am
Workshop gewünscht wurde. Ein weiterer vieldiskutierter Bereich ist die Einfahrt der Möslistrasse in die Hatzenbühlstrasse. Die Verengung soll bei der Fahrbahn-Querung entfernt werden und stattdessen ein ebenfalls farblich markierter Fussgängerstreifen die Übersicht an dieser neuralgischen Stelle verbessern. Sicherheitsvorstand André Meier sagt dazu: «Wir haben versucht, möglichst in der Maximalvariante das Feedback einfliessen zu lassen aus dem Workshop.» Alles war dennoch nicht möglich. So ist eine 30er-Zone weiterhin kein Thema: «Wenn wir die Strassenbreite baulich enger machen, sind wir zuversichtlich, dass der Einfluss auf die Geschwindigkeit nachhaltiger ist und wir die Situation in den Griff bekommen.» Abklärungen ha-
Jugendliche putzen Nürensdorf heraus
150 Kilogramm Abfall gesammelt an Clean-up-Day
von Birgit Günter
Am zwölften Nürensdorfer Clean-up-Day befreiten die Schülerinnen und Schüler der 3. Sekundarstufe die Gemeinde von Abfällen. Zu den grösseren Fundstücken gehörten ein Waveboard und ein Campingstuhl.
Jährlich im Frühling bekommt die Gemeinde Nürensdorf eine Schönheitskur verpasst. Am Clean-up-Day – der dieses Jahr bereits zum zwölften Mal stattfand –streifen jeweils rund 50 Schülerinnen und Schüler der 3. Sekundarstufe vom Schulhaus Hatzenbühl durchs Gemeindegebiet und sammeln ein, was andere liegengelassen haben: Getränkedosen, Plastiksäcke, Verpackungen oder Zigarettenstummel etwa.
Gefährlicher Abfall
Die Putzaktion hat nicht nur ästhetische Gründe, sondern auch gesundheitliche: «Der Abfall ist eine Gefahr für die Umwelt und damit letztlich auch für uns Menschen», erklärte Gemeinderat Daniel Neukomm am Clean-up-Day. «Wenn sich mit der Zeit die Abfälle zersetzen, gelangen viele problematische Substanzen in den Boden oder ins Wasser.»
Nach der Information in der Aula werden die Jugendlichen in Gruppen à je rund acht Schüler aufgeteilt und mit gelben oder orangen Leuchtwesten ausgerüstet – und dann schwärmen sie mit einem erwachsenen Leiter aus, um die Gemeinde von Müll zu befreien. Die Gruppe von Werksmitarbeiter Marco Sieber zum Beispiel nimmt sich den Altbach vor. Sie finden unter anderem zwei Schneepfosten und Plastikverpackungen im Wasser.
500 Liter Littering
Deutlich mehr Littering als in den Waldbächen liegt vor allem entlang von Strassen wie etwa der Eigentalstrasse herum. Insgesamt sammelten die Jugendlichen am Clean-up-Day 500 Liter Abfall mit einem Gewicht von rund 150 Kilogramm, wie Ron-
ben ergeben, dass die Idee eines Fahrverbots für den Schwerverkehr oder eine neue Bushaltestelle nicht möglich sind.
Messungen geben Klarheit
Die Gemeinde hat in den letzten Wochen Messungen gemacht und bei 9500 gemessenen Fahrzeugen festgestellt, dass 5,1 Prozent der Automobilisten schneller als 50 Stundenkilometer gefahren ist. «Dies zeigt uns, dass man mit geeigneten Massnahmen das Problem in den Griff kriegen sollte. Die neu gebauten zusätzlichen Parkplätze haben zudem das wilde Parkieren während Grossanlässen in der Turnhalle entschärft», erklärt André Meier. «Ebenso hat die Kontrolle des Parkordnungsdienstes gestartet. Falschparkierer werden gebüsst – das wirkt.»
nie Kunz, Leiter Abteilung Werke in Nürensdorf, mitteilte. Zu den besonderen Fundstücken gehörten dieses Jahr ein Waveboard sowie ein Kinder-Campingstuhl.
Die Aktion endete um die Mittagszeit beim Werkhof, wo ein Pasta-Mobil für Stärkung sorgte.
Am Altbach fischen die Sekundarschüler Schneepfosten und Plastiksäcke aus dem Wasser. (bg)
Die 16 Sänger des Männerchors in ihrem Element. (um)
Musik, Begegnung und gelebte Tradition Ein stimmungsvoller Nachmittag mit dem Männerchor Nürensdorf
von Ute Müller
Am zweiten Sonntag im April lud der Männerchor Nürensdorf zu einem gemütlichen und stimmungsvollen Unterhaltungsnachmittag in den Ebnetsaal ein. Anders als in früheren Jahren fand keine Theateraufführung statt, musikalische Darbietungen standen im Mittelpunkt.
Schon beim Eintreten war die gemütliche Atmosphäre spürbar. Die Landfrauen Nürensdorf hatten mit viel Herzblut ein Kuchenbuffet vorbereitet, das kaum Wünsche offenliess. Zwischen den einzelnen Programmpunkten blieb genügend Zeit, sich bei Kaffee und Kuchen auszutauschen, alte Bekannte zu treffen oder einfach den Moment zu geniessen.
Schwungvoller Start
Den Auftakt machte der Männerchor mit seinen 16 Sängern. Unter der Leitung von Tabea Herzog präsentierten sie eine Mischung aus bekannten Melodien und neu einstudierten Stücken. Präsident Werner Tschannen begrüsste die Gäste herzlich und zeigte sich erfreut über das grosse Interesse. Er kündigte das Eröffnungslied
«Marmor, Stein und Eisen bricht» an – ein Hit aus den 60er-Jahren. Mit einem Augenzwinkern sagte er, dass diesen Klassiker vor allem die «älteren Semester wie er», in Erinnerung haben dürften. Dieser und auch weitere Schlager wurden mit viel Freude vorgetragen, zauberten manchem im Publikum ein Lächeln ins Gesicht und sorgten für eine beschwingte Stimmung.
Zuhören und Staunen Als Verstärkung des Unterhaltungsnachmittages konnte Tschannen die «Zäuerliformation Zürichsee» gewinnen. Schon ihr Einzug mit Kuhglocken und in traditionellen Trachten beeindruckte. Die Gruppe besteht aus 18 Sängerinnen und Sängern und widmet sich dem Appenzeller Naturjodel. Mit ihren ruhigen, teils melancholischen Klängen schufen sie eine besondere Stimmung im Saal. Das Publikum lauschte gebannt den klaren Stimmen und dankte es mit langem Applaus.
Im zweiten Teil des Nachmittags erzählte der Leiter des Chors anschaulich von der Geschichte der Gruppe und erklärte die Bedeutung der verschiedenen Trachten.
Ob kunstvoll bestickte Sonntagstracht, schlichtere Alltagstracht oder
detailreich verzierte Hosenträger –jedes Stück hat seine eigene Geschichte. So wurde deutlich, wie lebendig die Traditionen aus dem Appenzellerland und dem Toggenburg bis heute noch sind.
Beschwerliche Aufführungen Neben all den schönen Momenten schwang jedoch ein nachdenklicher Ton mit. Der Präsident des Männerchors erklärte, dass für die immer älter werdenden Mitglieder der Aufwand für Proben und Aufführungen oft nicht mehr zu stemmen sei. So hat sich der Männerchor Nürensdorf bereits Ende letzten Jahres entschieden, nur noch den Sonntagnachmittag anzubieten und auf die Samstagabend Unterhaltung zu verzichten. Die Theatergruppe «Chrüz & Quer» des Gemischten Chors Oberwil-Birchwil war in den letzten Jahren Teil des Programms. Aber auch sie steht vor ähnlichen Herausforderungen. Wie die Präsidentin Susanne Illi erklärt, sei der Probenaufwand für nur eine Vorstellung zu hoch. Da die Mehrheit der Gruppe auch schon im Seniorenalter stehe, wurde deshalb dieses Jahr auf eine Theaterproduktion verzichtet. Darüber hinaus gibt Susanne Illi bekannt, dass sich der Gemischte Chor Oberwil-Birchwil
per Ende Mai 2026 als Verein auflösen wird. Wie es mit der Theatergruppe weitergeht, sei noch nicht entschieden und wird sich zeigen.
Frischer Wind nötig Auch der Männerchor spürt den Mangel an Nachwuchs. Viele Mitglieder sind schon lange dabei, es fehlen jüngere Sänger, die frischen Wind in die Reihen bringen könnten. Werner Tschannen sagt, dass Werbung seit Langem gemacht werde, aber nicht den gewünschten Erfolg gebracht habe. Für den Anlass hat der Chor sogar ein eigens einstudiertes Lied zum Besten gegeben, das für den Männerchor wirbt.
So war dieser Unterhaltungsnachmittag mehr als nur ein gelungener kultureller Anlass.
Er zeigte, wie wertvoll gemeinsames Musizieren und gelebte Traditionen sind – aber auch, wie sehr sich das Vereinsleben verändert. Die Anwesenden genossen die Stunden voller Musik, Begegnungen und Gemeinschaft – vielleicht mit dem leisen Bewusstsein, dass solche Momente nicht selbstverständlich sind.
Die Buffalo Band Bassaville bereicherte das Big Band Dinner mit musikalischen Darbietungen. (fw)
Funktionierendes Erfolgsrezept Harmonische Big-Band-Klänge trafen auf delikate Menügänge
von Fabienne Walker
Am letzten Wochenende im März lud die Buffalo Band Bassaville an zwei Abenden zu ihrem traditionellen Big Band Dinner ein: Der Anlass versprach musikalischen und kulinarischen Genuss im Einklang.
Ein feines Vier-Gänge-Menü, kombiniert mit drei abwechslungsreichen musikalischen Sets – so lautete auch dieses Jahr wieder das Erfolgsrezept des Big Band Dinners der Buffalo Band Bassaville. Ende März organisierten die Bandmitglieder an zwei Abenden für je rund 100 Gäste eine stimmungsvolle Veranstaltung im Ebnet-Saal in Nürensdorf. Das elegante Ambiente und die gedeckten Tische schufen eine gediegene Atmosphäre; die bunte Bühnenbeleuchtung und das zwischenzeitliche Klavierspiel des Barpianisten Michael Thoma verliehen dem Anlass einen festlichen Rahmen. «Es war ein schöner Abend, man konnte wahrlich für einige Stunden in eine Genusswelt abtauchen», meinte eine Besucherin.
Musikalisches Menü
Nachdem die Gäste jeweils einen Menügang genossen hatten, präsen-
tierte die Big Band ein Set mit instrumentalen und gesungenen Musikstücken. Dank der wöchentlichen Proben unter der Leitung des Bandleaders Fortunat Häfliger gelang es der Formation, eine ansprechende Auswahl an Werken unterschiedlichster Stilrichtungen zu präsentieren. Insgesamt stand das KonzertDinner aber ganz im Zeichen der Klarinette: Oft wechselten sich eindrückliche Klarinetten-Soli, gespielt von Angelo D’Amelio, mit schwungvollen Darbietungen des gesamten Klangkörpers ab. Für passende Übergänge zwischen den musikalischen Einlagen und den Menügängen sorgte der von Radio Zürisee bekannte Moderator Martin Diener – er führte das Publikum humorvoll durch den Abend.
Kulinarische Köstlichkeiten
Um eine genussvolle Kombination von musikalischen und kulinarischen Kompositionen zu schaffen, war jedoch nicht nur das harmonische Zusammenspiel auf der Bühne entscheidend: Auch die Küchenbrigade unter der Leitung von Marcel Brauchli und Thomas Zumstein leistete einen beachtlichen Beitrag zum stimmigen Galadinner. Schliesslich gelang es dem Küchenteam hervorragend, die
Speisen so vorzubereiten, dass diese jeweils gleichzeitig an alle Gäste serviert werden konnten. Dies erforderte allerdings ein gutes Timing. Der
Interview mit Koch Marcel Brauchli
Koch Marcel Brauchli bereitet schon seit 15 Jahren die Menügänge am Big Band Dinner zu – und verfügt über wertvolle Routine.
Marcel Brauchli, wie ist es für Sie, am Big Band Dinner zu kochen?
Da ich heute nicht mehr auf diesem Beruf tätig bin, ist es für mich jeweils eine Herausforderung, aber ich kann auf langjährige Freunde zählen, die mich tatkräftig unterstützen. Ich erhielt immer wieder zahlreiche positive Feedbacks, was erfreulich ist. Das Augenmerk auf das Kulinarische hat in den letzten Jahren zugenommen. So wird mittlerweile beispielsweise das Licht während des Essens im Saal heller gemacht.
Was sind die grössten Herausforderungen bei der Zubereitung der Menügänge?
Es ist eine einwandfreie Koordination nötig, damit die Menügänge jeweils an alle Gäste gleichzeitig serviert werden können. Fünf Stunden vor dem Anlass beginnen wir mit den Vorbereitungen. Wir sind fünf Personen in der Küche, so können wir Aufgaben untereinander gut aufteilen. Zudem ist eine gute Infrastruktur wichtig, die es erlaubt, in grösseren Mengen zu kochen.
Sehen Sie Parallelen zwischen Musik und Kulinarik?
Musik ist per se etwas Kreatives; dies ist beim Kochen grundsätzlich nicht anders. Kreativität wird auch in der Küche gefordert und benötigt. In den meisten Küchen, wo ich bisher arbeitete, lief auch Musik – gutes Essen und gute Musik gehören für mich einfach zusammen. (fw)
Viel Optimismus für zweiten Wahlgang
Ein Sitz in der Schulpflege
ist
noch zu besetzen
von Susanne Gutknecht
Für den zweiten Wahlgang vom 14. Juni haben sich vier Kandidierende in Stellung gebracht.
Die neue Schulpflegebehörde ist noch nicht ganz komplett. Am 8. März wurden vier Mitglieder gewählt, darunter Reto Baumgartner (SVP) als Präsident. Parteikollegin Iris Kühn, welche das vierte SVP-Mitglied in der Behörde wäre, verpasste das absolute Mehr, holte jedoch 27 Stimmen respektive 62 Stimmen mehr als die folgenden parteiunabhängigen Kandidierenden Thomas Sigrist (bisher in der Behörde) und Claudia Zimmermann, welche neu kandidiert. Brigitte Meier (parteiunabhängig) liegt mit 225 Stimmen deutlicher hinter
Kühn. Jetzt werden die Karten jedoch neu gemischt für den 14. Juni, an dem es wieder bei Null anfängt.
Keine Faust im Sack
Iris Kühns Motivation ist ungebrochen: «Ich möchte eine Veränderung bewirken und neuen Wind in die Behörde bringen«, sagt sie. «Die Faust im Sack zu machen ist nicht das richtige, daher möchte ich selbst mit anpacken.» Iris Kühn möchte dem Volk den Entscheid nicht abnehmen, ob eine fast ausschliesslich aus SVPMitgliedern bestehende Behörde richtig ist: «Für mich zählt meine Person und Motivation, nicht nur die Parteizugehörigkeit.»
Erfahrungen teilen
Thomas Sigrist ist der Einzige, der bereits Behördenerfahrung mitbringt. Seine Motivation ist, das ganze Wis-
Fulminantes Heimspiel
sen aus den vergangenen Jahren miteinzubringen. «Mir geht es um eine gut funktionierende Schule. Es sind zu viele Informationen und vertrauensvolle Beziehungen, die bei einem vollständigen Wechsel der Behörde verloren gehen und dadurch das ganze Schulsystem für längere Zeit lähmt und vermeidbare Kosten verursacht. Ich will unterstützen, dass dies möglichst nicht passiert.»
Verschiedene Berufskenntnisse
Claudia Zimmermann möchte ihre langjährige Erfahrung und ihr Wissen im Schul- und Bildungssystems einbringen. «Es braucht eine gute Durchmischung verschiedener Berufskenntnisse in einer Behörde. Der Blickwinkel als Eltern, als Lehrerin oder als Manager ist verschieden und jeder hat eine andere Perspektive auf die Thematik oder argumentiert ver-
schieden. Diese Vielfältigkeit in einer Behörde trägt zur Qualität der Schule bei.»
Schule ist wie ein Mobile Ebenso sieht es Brigitte Meier. Auch sie bringt Erfahrung im Bildungswesen mit und ist ausgebildete Schulverwaltungsleiterin. «Die Behörde stellt sich neu auf und daher ist eine gute Durchmischung der Kompetenzen wichtig. Also sowohl die Perspektive der Eltern als auch die fachliche Expertise aus dem Bildungssystem zu vereinen.» Es sei wie bei einem Mobile: «Ein Mobile ist im Lot, wenn alle Beteiligten einer Schule gemeinsam in eine Richtung arbeiten.» Wichtig sei jetzt, Stabilität und Ruhe in die Schule zu bringen –vor dieser Aufgabe habe sie den nötigen Respekt, jedoch ebenso grosse Lust dazu.
«Roger O’Dubler & The Crying Doves» spielten im Schlosskeller
von Astrid Steinbach
«Roger O’Dubler & The Crying Doves» waren auf Einladung der Kulturkommission Mitte April zu Gast im Schlosskeller und begeisterten mit folkigen Melodien und Stimmgewalt.
Viertel ab Sieben öffnete der Schlosskeller an diesem Abend seine Türen. Die Veranstalter waren selbst erstaunt über den riesigen Andrang und wussten lange nicht, ob es genügend Platz für alle Musikliebhaber haben wird. Mit Getränken und Snacks vom Selbstbedienungsbufett war bis zum Beginn des Konzerts und in der Pause für das leibliche Wohl gesorgt. Bis auf den letzten Platz gefüllt ging es eine Dreiviertel-Stunde später dann los.
Für die Band, bestehend aus Roger O`Dubler, der in Bassersdorf aufgewachsen ist und die Brüder Rico und Diego Colombarolli aus Nürensdorf war es ein Heimspiel. Viele der Besucherinnen und Besucher aller Altersklassen kannten die drei persönlich. O`Dubler, vielen bekannt als Mitglied der erfolgreichen Band «Pigeons on the Gate», traf bei seiner Suche nach einer neuen Herausforderung 2023 auf die Zwillinge Rico und Diego Colombarolli. Seither arbeiten sie zusammen.
Zwei Stunden Musikgenuss Mit eindrucksvoller Stimmgewalt und folkigen Melodien rissen die drei das Publikum mit, welches vom ersten bis zum letzten Song begeistert war und zwei Stunden in den Genuss charaktervoller Eigenkompositionen
kam – zumeist kraftvoll, aber auch melancholisch und nachdenklich.
Für die besondere Atmosphäre dieses Abends sorgte zum einen O`Dubler selbst, der zu jedem Song die Inspiration oder Entstehungsgeschichte mit dem Publikum teilte, aber auch der Schlosskeller als Veranstaltungsort, der dem Konzert
eine besondere Intimität und Intensität gab. Dieses Konzert zeigte einmal mehr, dass es keine grossen Shows oder ausgeklügelte Spezialeffekte für ein einzigartiges Konzerterlebnis braucht, sondern ein paar Vollblutmusiker, die ihr Handwerk verstehen.
Roger O`Dubler und die Brüder Diego und Rico Colombarolli. (as)
An der Eventa-Schule ist das Gemeinschaftsgefühl wichtig – wie hier bei einem gemeinsamen Znüni. (bg)
Wo Lernen Spass macht Hinter den Kulissen einer Privatschule – Eventa feiert 20-jähriges Bestehen
von Birgit Günter
Seit zwei Jahrzehnten bietet die Privatschule Eventa in Nürensdorf einen Ort, an dem Kinder wieder ohne Bauchweh zur Schule gehen. Früher kamen hauptsächlich die wilden Buben, heute die ruhigen Mädchen.
Von aussen deutet wenig daraufhin, dass sich hinter dem Gebäude an der Büelwiesenstrasse 17 eine Schule verbirgt. Innen jedoch sieht es aus wie in einer normalen öffentlichen Schule: Pulte im Raum, Zeichnungen an den Wänden und Ordner in den Regalen. Mit einem Unterschied: Hier werden in einem Raum 21 Kinder aus insgesamt sieben Klassenstufen unterrichtet, unterteilt in die beiden Gruppen Unter- und Mittelstufe. Und: Alle Kinder sind konzentriert am Arbeiten. Das Lernen scheint ihnen Spass zu machen.
Auf Kinder eingehen Gegründet hat die Schule vor zwanzig Jahren die Primarlehrerin Daniela Waigel. «Der Unterricht an der öffentlichen Schule hat mich nicht mehr befriedigt. Die Klassen wurden immer grösser und ich konnte immer weniger auf das einzelne Kind eingehen», er-
klärt sie. Auch fiel ihr auf, dass manche Kinder schon im Primarschulalter «abschalten» und die Freude am Lernen verlieren. «Traurig, oder? Das wollte ich ändern», sagt sie.
Eingespieltes Team
In ihrer Schule soll sich jedes Kind willkommen und angenommen fühlen, so Waigel. Um die derzeit 21 Kinder kümmern sich abwechselnd vier Lehrpersonen und zwei Schulassistentinnen. «So ist echte Nähe mit den Schülerinnen und Schülern möglich.» Zudem gibt es kaum Lehrerwechsel. Katharina Egli aus Brütten beispielsweise ist als Lehrerin seit der ersten Stunde an mit dabei; neben dem Schulstoff übernimmt die passionierte Sportlerin auch den Turnunterricht, der im «Hatzenbühl» stattfindet. Waigel und Egli kennen sich seit ihrer eigenen Schulzeit in Birchwil. Mit Cloé Maria Salzgeber arbeitet sogar eine ehemalige Schülerin als Assistentin mit. Besonders gefiel ihr damals «das schöne Miteinander an dieser Schule». Die Gründe, weswegen sich Eltern und Kinder für die Privatschule entscheiden, sind vielfältig. Fast alle fühlten sich aber an der öffentlichen Schule in der einen oder anderen Form überfordert. «Früher kamen hauptsächlich die sogenannten wilden
Buben zu uns, also Buben, die negativ auffielen», erzählt Waigel. Heute kämen mehrheitlich die «ruhigen Mädchen»; Mädchen also, die mit der rauen Atmosphäre in ihrer Klasse nicht zurechtkämen oder gar gemobbt würden. Manche davon litten unter Symptomen wie Bauch- oder Kopfschmerzen. «Bei uns können sie in einer respektvollen Atmosphäre neu anfangen. Ihre Symptome verschwinden meist im Nu», so Waigel.
Eltern zahlen Schulgeld
Wichtig ist den Lehrpersonen, den Kindern soziale Kompetenzen mit auf den Weg zu geben und sie in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Das Resultat: Viele der ehemaligen EventaSchüler würden in der späteren Oberstufe gut Anschluss finden und sogar zu Klassensprechern gewählt. Denn
nach den Jahren in der Eventa wechseln die meisten für die Oberstufe zurück an die öffentliche Schule. Wer sein Kind an die Eventa schickt, muss jedoch tief in die eigene Tasche greifen und das Schulgeld von monatlich knapp 2000 Franken selbst zahlen. Im Unterschied zu den Sonderschulen zahlen die Gemeinden in der Regel keine Beiträge für die Privatschulen. Trotzdem ist die Nachfrage ungebrochen hoch: «Wir müssen immer wieder Interessenten ablehnen», bedauert Waigel.
Am Samstag, 13. Juni, feiert die Nürensdorfer Privatschule mit einem Jubiläumsfest mit Crêpes und Grillwürsten das 20-jährige Bestehen. Auch Aussenstehende sind eingeladen, einmal hinter die Kulisse zu schauen und sich ein Bild der Schule zu machen.
Kind soll sich willkommen fühlen – so ein Motto der Eventa. (zvg)
Jedes
Das Ortsmuseum Nürensdorf hebt ab
Mit einer Ausstellung zur Swissair eröffnet das Ortsmuseum seine Saison
von Andrina Schmid
Am Ostersonntag öffnete das Ortsmuseum nach der Winterpause seine Tore. Zahlreiche Besucher kamen vorbei, um die neue Sonderausstellung über die Swissair zu entdecken.
Im Zentrum der neuen Sonderausstellung im Ortsmuseum steht die Entwicklung der Flugbegleiterinnen, damals noch als «Air Hostessen» bezeichnet. Ein besonderer Programmpunkt war eine Podiumsdiskussion mit der ehemaligen Flugbegleiterin Anita Rosa sowie dem Piloten Franz Muggli. Sie gaben persönliche Einblicke in den Arbeitsalltag und die Geschichte der traditionsreichen Fluggesellschaft. Die Ausstellung wurde unter anderem von Anita Rosa und Sylvia Dermont,
ebenfalls früher Air Hostess, konzipiert. «Es gäbe noch viel mehr Potenzial für so eine Ausstellung», erklärt Rosa. Aufgrund des begrenzten Platzes habe man sich fokussieren müssen. Viele der Ausstellungsstücke stammen aus privaten Sammlungen von Rosa und Dermont.
Einblick in die Ausstellung
Zu sehen sind unter anderem originale Uniformen und Namensschilder, die einen authentischen Eindruck der damaligen Zeit vermitteln. Ins Auge fällt auch das ausgestellte Porzellangeschirr, auf dem früher in der Economy als auch in der Business Class Mahlzeiten serviert wurden. Die Ausstellung gibt zudem Einblick in die frühere Ausbildung der «Air Hostessen». Ebenso ist der Niedergang der Swissair ein Thema. Umgesetzt wurde das als Film, der von einer Ausstellung
in Hüntwangen stammt. Der Film wurde eigens vom Team des Ortsmuseum Nürensdorf gekürzt und aufbereitet. Er zeigt eindrücklich die letzten Tage der Fluggesellschaft und vermittelt bewegend ihr Ende. Neben der Ausstellung konnte man im angrenzenden Bistro ein Mittagessen geniessen inmitten von Swissair-Bildern oder im angrenzenden Garten das schöne Wetter geniessen. Die Ausstellung wird am 3. Mai
nochmals zu sehen sein, dann mit musikalischer Begleitung der Jodlergruppe «Swissair».
Eiertütsche für guten Zweck Zum Ostersonntag lud das Team zum «Eiertütsche». Die gesammelten 400 Franken kommen der Theodora Stiftung zugute, die den Alltag von Kindern im Spital erleichtern möchte. (an)
Bewegte Balken mit bewegter Geschichte
Holzsäulen in Birchwil wurden fachgerecht instandgesetzt
von Ute Müller
Auf Initiative von Jacques R.L. Bernet wurde in der letzten Märzwoche das Kunstobjekt «Bewegte Balken» beim Brunnen an der Dorfstrasse 26 in Birchwil aufgefrischt.
Markante Holzsäulen prägen den Platz beim Brunnen an der Dorfstrasse 26. Das Werk «Bewegte Balken» entstand im Jahr 2008 und stammt vom Schweizer Künstler Daniel Ambühl, der als Maler, Konzeptkünstler, Buchautor und Naturforscher tätig ist.
Das Gebäude beim Brunnen wurde bereits 1504 erbaut, beherbergte über die Jahrhunderte zahlreiche Generationen und steht heute unter Denkmalschutz. Während einer früheren
Instandstellung wurde ein Fundamentstein des Hauses beim Brunnen platziert. Zudem fiel ein Teil der Holzbalken an, die entsorgt werden sollten. Ambühl erkannte darin jedoch Potential. Aus den Eichen- und Tannenbalken liess er von einem Drechsler Holzteile für insgesamt 18 charakteristische Säulen fertigen. Diese stehen seit 18 Jahren symbolisch für die Menschen und Generationen, die einst im historischen Haus lebten.
Sorgfältige Restaurierung
Im Laufe der Jahre setzten Witterungseinflüsse wie Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen dem Holz sichtbar zu. Risse und Verfärbungen machten eine Sanierung notwendig. Ambühl behandelte das Holz mit Leinöl, um es vor Feuchtigkeit zu schützen und zu-
gleich die natürliche Maserung hervorzuheben. Zusätzlich wurden im unteren Bereich der Säulen Stahlstangen eingesetzt, um die Stabilität der Konstruktion zu erhöhen. Mit dem Abschluss der Arbeiten bleibt die Verbindung aus Geschichte, Handwerk und Kunst erhalten. Die erneuerten «Bewegten Balken» zei-
gen eindrücklich, wie durch sorgfältige Pflege und fachgerechte Sanierung regionale Kulturgüter langfristig bewahrt werden können. Das Kunstwerk am Birchwiler Brunnen bleibt damit nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein lebendiges Zeugnis der lokalen Geschichte. www.danielambuehl.ch
Durch die Sanierung halten die Säulen weitere zehn Jahre der Witterung stand. (um)
Anita Rosa und Franz Muggli (re.) beim Podiumsgespräch. (zvg)
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Fake News im digitalen Alltag
Künstliche Intelligenz erschwert das Erkennen von Falschmeldungen
von Ute Müller
Der Vortrag «Fake News» Mitte April im Franziskuszentrum war der dritte Anlass des Themenjahres «digital vernetzt» der Arbeitsgruppe «Gemeinsam bis ins Hohe Alter (GeHA)». Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich damit zu beschäftigen.
Referent Marc Böhler, der seit Jahren Medienkurse in der ganzen Schweiz leitet, macht gleich zu Beginn klar: Falschmeldungen sind kein neues Phänomen. Neu ist jedoch die Geschwindigkeit, mit der sie sich verbreiten.
Rolle der digitalen Medien Früher galten Zeitungen, Radio und Fernsehen als verlässliche Informa -
tionsquellen. Heute hingegen verbreiten sich Nachrichten vor allem über Internet und soziale Medien –oft ungeprüft und in rasantem Tempo.
Fake News treten dabei in unterschiedlichsten Formen auf: erfundene Geschichten, manipulierte Bilder oder aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen. Anhand konkreter Beispiele zeigt Böhler, wie sich Technologien verändert haben. Während gefälschte, mit «KI» manipulierte Bilder früher oft leicht erkennbar waren – etwa durch unnatürlich gestaltete Details – sind moderne, durch «KI» erzeugte Inhalte, kaum mehr von echten zu unterscheiden. Diese Entwicklung sorgt für Verunsicherung. Eine Besucherin bringt es auf den Punkt: «Muss ich jetzt alles hinterfragen?» Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht.
Medienkompetenz ist gefragt Nicht jede falsche Information wird bewusst verbreitet – auch Fehler oder ungenaue Recherchen können zu Fehlinformationen führen, selbst in etablierten Medien.
Der Referent betont, dass Medienkompetenz immer wichtiger sei. Gerade für ältere Menschen stellt die digitale Welt eine Herausforderung dar, da sie nicht mit sozialen Netzwerken aufgewachsen sind. Doch es gibt einfache Strategien: Quellen prüfen, verschiedene Meldungen vergleichen und bei reisserischen Schlagzeilen skeptisch bleiben. Wer innehält und hinterfragt, schützt sich besser vor Täuschung.
Übrigens: Laut des Referenten gelten Regionalzeitungen – wie der dorfblitz – als verlässliche Informationsquelle. Auch in Zeiten von Fake News.
Bühne frei für junge Blockflöten-Talente
Regionale
Flötenspielerinnen qualifizieren sich
von Fabienne Walker
Mitte April fand in der reformierten Kirche Brütten eine öffentliche Vortragsübung statt, an welcher junge Talente ihr Können zeigten.
Mitte April organisierte Blockflötenlehrer Stefano Lai von der Jugendmusikschule Winterthur und Umgebung für seine Schülerinnen und Schüler eine öffentliche Vortragsübung in der Kirche in Brütten. Ziel dieser öffentlichen Vortragsübung war es primär, den Kindern die Möglichkeit zu bieten, Auftrittsroutine zu sammeln. Insgesamt traten elf junge Musikerinnen und Musiker auf; unter anderem auch drei Musikschülerinnen aus der dorfblitz-Region, welche erfolgreich am
Entrada-Wettbewerb des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs auftraten.
Der Schweizerische Jugendmusikwettbewerb (SJMW) ist der grösste nationale Musikwettbewerb für jugendliche Amateure. Im Rahmen des SJMW finden jeweils zunächst interregionale Wettbewerbe statt, sogenannte Entrada-Wettbewerbe, an denen sich die Erstplatzierten für das nationale Finale des SJMW qualifizieren können. Beim diesjährigen Entrada-Wettbewerb in Winterthur konnten gleich drei Musikschülerinnen aus der Region mit ihrem Blockflötenspiel schöne Erfolge erzielen: Salome Bürki (10) aus Birchwil gewann in der Kategorie I, BlockflöteSolo, den ersten Preis und qualifizierte sich fürs Finale. Alissia Keller (10) aus Nürensdorf und Simona
für nationales Finale
Waldburger (12) aus Breite bei Nürensdorf gewannen je einen tollen zweiten Preis.
Auftrittsroutine fördern
Salome Bürki spielte im Rahmen der Vortragsübung in Brütten ihr Programm, das sie auch am nationalen Finale des SJMW anfangs Mai in Zü-
rich vortragen wird. Mit sichtbarer Spielfreude präsentierte sie den rund 35 Anwesenden souverän ihr Können. «Der Sieg am Entrada-Wettbewerb kam für mich sehr unerwartet –ich habe einfach mein Programm gespielt. Nun freue ich mich auf das Finale und bin gespannt, wie es sein wird», sagte die junge Künstlerin.
Salome Bürki wird anfangs Mai am Finale des SJMW in Zürich auftreten. (fw)
Ein kurzweiliges Referat zum Thema Fake News boten: (v.l.) Roger Oesch, Evelina Els, Marc Böhler (Referent) und Nadine Bürgi. (um)
Frühlingsblumen sind die heimlichen Stars des Frühlingsbeginns – sie zaubern Farbe, Duft und gute Laune in den Garten, den Park oder auf den Balkon. Mit den nachstehenden fünf Webseiten hat man im Nu einen grünen Daumen, sodass der Frühling definitiv kommen kann.
pflanzen-wiki
detektor
bäume pflanzen
bestens informiert
pflanzendoktor
FloraWeb ist ein kostenloses Informationsportal aus Deutschland, was beinahe jede Pflanzenart des europäischen Raums kennt. Konkret stellt die Internetseite zu mehr als 4000 Pflanzenarten Informationen zu deren Verbreitung, Gefährdung, Schutzstatus, Biologie und Ökologie bereit. Zu jeder Art gehören auch geografische Verbreitungskarten sowie Fotos. Dank weiterführenden Links kann man bei jeder Pflanzenart noch weitere Details wie zum Beispiel deren geschichtliche Bedeutung aufrufen.
www.floraweb.de
Oft sieht man eine Pflanze und man würde gerne wissen, um was für eine Pflanzenart es sich handelt. «Plantnet.org» schafft Abhilfe und ermöglicht es, Pflanzen mittels eines hochgeladenen Fotos zu identifizieren –entweder direkt über die Website oder mit der App für das Mobiltelefon. Das System nutzt künstliche Intelligenz und basiert auf Millionen von Nutzerfotos, die fortlaufend die Erkennungsgenauigkeit verbessern. Weltweit wurden bereits über sechzigtausend Pflanzenarten erfasst. Jede hochgeladene Beobachtung trägt zur globalen Biodiversitätsforschung bei und hilft Wissenschaftlern, die Pflanzenvielfalt besser zu verstehen. www.plantnet.org
«Farmerama» ist ein Spiel, welches man direkt im Internetbrowser spielen kann und Pflanzenenthusiasten viel Spass verspricht. Es geht darum, Felder und Äcker zu bepflanzen und gleichzeitig Tiere zu züchten, sodass ein immer grösserer landwirtschaftlicher Betrieb entsteht und entsprechend mehr Spielgeld und Erfahrungspunkte gesammelt werden können. Die angebauten Waren können mit anderen Spielern gehandelt werden, was für einen interessanten Vergleich unter den Bauernhöfen sorgt. Darüber hinaus gibt es saisonale Events und sogenannte «Quests», sodass es garantiert nie langweilig wird.
www.farmerama.com
Beinahe 300 Millionen Naturbeobachtungen wurden bereits auf «INaturalist» registriert. Einerseits gibt es auf dieser Plattform viel zu lernen, andererseits ist es faszinierend, welche Schönheiten und Seltenheiten unsere Natur zu bieten hat. Jeder Nutzer kann Auffälligkeiten oder Beobachtungen in der Natur mittels eines Fotos auf die Internetseite hochladen. Anschliessend wird der Fund geteilt und entsprechend von Wissenschaftlern, aber auch sonstigen naturbegeisterten Menschen diskutiert und verordnet. Dank diesem Ansatz können Wissenschaftler und Naturschützer verstehen, wann und wo welche Organismen auf der Erde vorkommen. www.inaturalist.org
Anstelle von einer stundenlangen Suche im Internet kann es helfen, bei Problemen mit den eigenen Pflanzen im Forum der Pflanzenfreunde nachzufragen. Hier gibt es zahlreiche Personen, welche kostenlos Tipps und Tricks zur Rettung oder weiterer Erhaltung der eigenen Pflanzen geben. Häufige Fragen sind: «Gibt es noch Hoffnung, diese Pflanze zu retten?» oder «Wie schütze ich meine Pflanze vor Schädlingen?». Dank einer engagierten Community wie jener der «Pflanzenfreunde» erhält man oft innerhalb von wenigen Stunden eine massgenaue Antwort und hat so alle Pflanzen im Griff.
www.forum.pflanzenfreunde.com
Texte: Fabian Rahm / Fotos: www.pixabay.com
Wenn Kunst den Alltag bereichert –die Raiffeisenbank Bassersdorf als Galerie
Die Raiffeisenbank Bassersdorf hat sich zu einem festen Ort für Kunst entwickelt: Seit 2022 prägen wechselnde Ausstellungen das Erscheinungsbild der Bank und verwandeln die Räumlichkeiten in einen offenen, inspirierenden Begegnungsraum, in dem regionale Kunst sichtbar wird und den Alltag bereichert.
Nach Ausstellungen von Grapa Gautschi, Piet Blanken und Susy Giesch, Nadia & Peter Reinhard und Peter Ridolfi sind derzeit die Acrylmalereien von Heidi Thöni zu sehen.
Die in Wettingen geborene Künstlerin lebt heute in Kloten und arbeitet in ihrem Atelier im Industriequartier von Bassersdorf. Seit über 40 Jahren widmet sie sich mit Leidenschaft der Malerei. Ihr Gesamtwerk umfasst eine Vielzahl von Techniken und Stilrichtungen, wobei der Expressionismus mit pop-artigen Einflüssen hervorsticht; prägend sind kraftvolle Farbkontraste, spontane Gestik und vielschichtige Strukturen.
Objektkünstler Grapa Gautschi, der das Ausstellungsformat initiiert hat, beschreibt die Idee so: «Bankräume sind Orte, an denen täglich Menschen aus verschiedensten Lebenswelten zusammenkommen. Kunst kann genau dort wirken – sie öffnet Blickwinkel, schafft Nähe zur Region und gibt lokalen Talenten eine Bühne, die mitten im Alltag sichtbar wird.»
Die Galerie ist von Montag bis Freitag jeweils von 09.00–12.00 Uhr sowie 14.00–17.00 Uhr geöffnet. Besuchen Sie die Ausstellung und
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Einladung zur Kunstausstellung mit Apéro
Am Donnerstag, 28. Mai 2026, von 17.00 bis 20.00 Uhr, laden Grapa Gautschi und die Raiffeisenbank Bassersdorf zur nächsten öffentlichen Kunstpräsentation der Werke von Heidi Thöni ein. Nutzen Sie diese Gelegenheit die Galerie zu besichtigen, mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen und sich begeistern zu lassen.
Die aktuelle Ausstellung zeigt «Acryl Malerei» der Klotener Künstlerin
Erhältlich im Coop Bassersdorf, Volg Nürensdorf und Volg Brütten.
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Mehr Infos: gewinnen. von
Gegend im Kt. ZH
Unterschrift bemängeln kanad. Musiker
beschuldigt Vorsilbe: gemäss
Finanzwelt trifft Kunstszene: Ausstellung in der Raiffeisenbank Bassersdorf
Italien in der Landessprache Schadstoffe Handlung (Buch) Sportanlage
weibl. Kurier
altes Mass d. Drucks befest. Ufer am Hafen
venezol. Strom Schneehütten Musikdramen lat. Signatur
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Ein Besuch lohnt sich!
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Die Raiffeisenbank Region Glatt verlost monatlich einen attraktiven Preis. Senden Sie das Lösungswort bis spätestens am letzten Donnerstag des Monats an: regionglatt@raiffeisen.ch. Der/Die Gewinner/in wird von uns schriftlich benachrichtigt. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.
KURZNEWS UNIHOCKEY
UBN
Die Damen verpassen nach einer sensationellen Saison den Aufstieg in die NLB. Die Herren 2 von UBN haben ebenfalls um den Aufstieg in die 2. Liga gekämpft, müssen sich schlussendlich in den Aufstiegsplayoffs Embrach geschlagen geben.
Resultate Herren
UBN vs. Limmattal 4:2. Limmatal vs. UBN 7:3. UBN vs. Limmattal 3:2. Limmatal vs. UBN 5:4. UBN vs. Limmattal 5:4.
Resultate Damen
UBN vs. Appenzell 3:6. Appenzell vs. UBN 4:0. UBN vs. Appenzell 4:5 n. V.
FUSSBALL
FCB
Die Damen kämpfen um den Ligaerhalt in der 3. Liga. Sechs Spiele vor Ende der Meisterschaft liegen die Bassersdorferinnen auf einem Abstiegsplatz am Tabellenende. Auf den rettenden neunten Platz fehlen zurzeit sieben Punkte, welche der FCB gegenüber dem FC Schwerzenbach aufholen muss.
Resultate Herren
Herrliberg vs. FCB 2:0. FCB vs. Beringen 3:0. Brüttisellen vs. FCB 2:2. FCB vs. Wiesendangen 0:0.
Resultate Damen
Schaffhausen vs. FCB 5:0. FCB vs. Embrach 2:3. Neftenbach vs. FCB 3:1. FCB vs. Zürich 2:0. (ph)
Viel Kampfgeist und am Ende ein Lachen im Gesicht. (zvg)
Unihockey-Märchen mit Aufstieg
Präsident Weder schiesst UBN ins Glück
von Fabian Rahm
Ein Abend für die Vereinsgeschichtsbücher: Unihockey Bassersdorf Nürensdorf (UBN) gelingt der Coup gegen Unihockey Limmattal und steigt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Nationalliga B auf. Der Mann des Spiels: UBNPräsident Simon Weder.
Nachdem die Kontrahenten aus dem Limmattal die Serie 2:2 ausgleichen konnten, stand am Sonntagabend das alles entscheidende Spiel in der Nürensdorfer Hatzenbühl-Halle an. Die Partie versprach viel Spannung und zog viele Zuschauer an. So viele, dass aufgrund feuerpolizeilicher Vorschriften das Höchstlimit an 250 Besuchern erreicht wurde und einige Fans mit dem Live-Stream vertröstet wurden.
Viel Spannung
Die Partie war an Spannung kaum zu überbieten. Kaum erzielte Unihockey Limmattal die Führung, sorgte UBN umgehend wieder für den Ausgleich. Simon Weder, gleichzeitig Spieler und Präsident, gelangen dabei gleich zwei Treffer mit Weitschüssen. Knapp zehn Minuten vor Schluss
stellte Fabian Fenaroli für UBN plötzlich die 4-3 Führung her, was das ausverkaufte «Hatzi» in Jubel versetzte. Doch es vergingen, wie schon das ganze Spiel, nur wenige Minuten bis zum erneuten Ausgleich. Und wie es sich kein Märchenautor schöner hätte ausdenken können, gelang Simon Weder vier Minuten vor Schluss der Hattrick und Siegestreffer für UBN. «Ich frage mich, wer der Drehbuchautor dieses Spiels war. So viel Spannung, Jubel und eine überaus fantastische Stimmung», fasst Zuschauer Simon Gaus das Spiel zusammen.
Fast ausgeschieden
Nach dem Spiel konnte Simon Weder die Situation kaum fassen: «Es ist einfach nur surreal. Ich hätte mir nie ein schöneres Szenario vorstellen können». Weiter ergänzt der 37-Jährige: «Kurz vor dem Ausscheiden im Viertelfinal habe ich mich ans Team gewandt und gesagt, dass es hier und jetzt nicht mein letztes Spiel sein kann. Das hat eine spürbare Welle ausgelöst, die mit dem heutigen Aufstieg ihren Höhepunkt erreicht hat».
Tatsächlich stand UBN in den Playoffs mit dem Rücken zur Wand: Gegen die Rheintal Gators sah sich UBN früh mit einem 0:2-Serienrück-
stand konfrontiert und gewann drei Spiele in Folge, um das frühe SaisonAus abzuwenden. «Wir haben uns während den Playoffs stark gesteigert und uns immer mehr in einen Rausch gespielt», erzählt der dreifache Torschütze.
Krönung einer langen Saison
Auch der Trainer des Fanionteams von UBN war nach dem besiegelten Aufstieg sichtlich zufrieden: «Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft und die Funktionäre des Vereins. Eine solche Saison mit dem Aufstieg zu krönen ist natürlich das Schönste», erzählt Luca Schaffner. Nach der Leistungssteigerung während der Playoffs gefragt, entgegnet er: «Während den gesamten Playoffs hatten wir kaum Verletzungen und konnten somit auf einen breiten Kader zugreifen, was schlussendlich viele Vorteile mit sich brachte».
UBN darf nun in der kommenden Saison in der zweihöchsten Spielklasse der Schweiz spielen. «Wir sind gespannt, was diese Reise alles bringen wird», erzählt Luca Schaffner und geht anschliessend mit der Mannschaft zum verdienten Feiern in die Garderobe.
«Wir möchten unser eigenes Potenzial entfalten»
FCB-Trainer setzt auf vereinsinternen Nachwuchs
von Fabian Rahm
Seit Ende März ist die Rückrunde für den FC Bassersdorf eingeläutet. Trainer Christian Pandiani blickt mit viel Hoffnung und Zuversicht auf die kommenden Monate und setzt dabei auf viel junge Kräfte aus dem eigenen Nachwuchs.
Mit zwei Unentschieden, einer Niederlage und einem Sieg sind die Zürcher Unterländer in der Rückrunde angekommen. Dabei ist es den Bassersdorfen aus der unteren Tabellenhälfte gelungen, gegen das zweitplatzierte Stäfa zu punkten. Gegen das Tabellenschlusslicht Beringen reichte es gar zu einem 3:0-Sieg, was die Ambitionen der Mannschaft unterstreicht: «Wir wollen ganz klar in der Liga
verbleiben. Mit dem Potenzial unserer Mannschaft liegt meiner Meinung nach sogar eine Platzierung in der vorderen Tabellenhälfte drin», sagt Trainer Christian Pandiani.
Viel junges Talent
Mit einem Durchschnittsalter von unter 23 Jahren setzt der FCB unter Trainer Christian Pandiani auf viele junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. «Das junge, dynamische Team gibt mir viel Zuversicht und ich denke, dass wir zusammen viel erreichen können. Die Nachwuchsabteilung beim FCB macht eine super Arbeit», erklärt Pandiani und sagt weiter: «Im Sommer haben uns viele Leistungsträger verlassen und wir haben dank der jungen Mannschaft auch teilweise militärbedingte Abwesenheiten.» Aus diesem Grund liege die Festigung der Mannschaft derzeit
Schoggistängeli-Wettkampf
im Fokus, um das volle Potenzial anschliessend entfalten zu können.
Mit Trainingslager vorbereitet
Auf die Rückrunde hat sich das Fanionteam unter anderem mit einem Turnier, Testspielen und einem Trainingslager in Spanien vorbereitet.
«Natürlich können wir nicht in der gleichen Kadenz wie Profiteams trainieren, doch wir haben fleissig trainiert und auch viele teambildende Aktivitäten gemacht», blickt Trainer Pandiani zurück und sagt: «Nun geht es darum, die gute Vorbereitung in zählbare Punkte umzumünzen.»
Ende März veranstaltete der Sportclub Nürensdorf in der Turnhalle Hatzenbühl in Nürensdorf den SchoggistängeliWettkampf im Geräteturnen.
Der Sportclub Nürensdorf organisierte zum zweiten Mal einen SchoggistängeliWettkampf, der den Turnerinnen einen optimalen Start in die Saison ermöglichen soll. Insbesondere die einheimischen Turnerinnen konnten so im gewohnten Umfeld, aber unter Wettkampfbedingungen turnen und wertvolle Erfahrungen sammeln.
Schoggistängeli für alle Rund 270 Turnerinnen von acht verschiedenen Turnvereinen aus der Um-
gebung nahmen am Wettkampf teil. Dabei massen sich die Teilnehmerinnen in sechs verschiedenen Stärkeklassen in den Kategorien Sprung, Boden, Ring und Reck. Nach einem Wettkampf gab es jeweils eine Rangverkündigung, wobei die ersten drei Platzierten einen Blumenstrauss erhielten. Zudem bekamen alle Teilnehmenden ein Schoggistängeli.
Eine Festwirtschaft sorgte dafür, dass sich die Gäste und die Teilnehmenden während des Anlasses gut verpflegen konnten. «Der Umsatz, den der Sportclub Nürensdorf mit dieser Veranstaltung generiert hat, soll in ein neues Turndress investiert werden», erzählt Sharon Reiser, Leiterin der Geräteturnriege des Sportclubs Nürensdorf.
Um den unterstützenden Sponsoren gebührend zu danken, lud der Sport-
club sie im Rahmen des Schoggistängeli-Wettkampfes zu einem Apéro ein. «Als Präsident freue ich mich sehr über einen rundum gelungenen Schoggistängeli-Wettkampf: Dank der hervorragenden Organisation und dem grossen Einsatz unserer zahlreichen Helfenden konnte der anspruchsvolle Zeitplan bestens eingehalten werden. Die Freude, die Nervosität und die beeindruckende Disziplin der Turnerinnen haben mich tief beeindruckt, und die vielen Zuschauenden haben mit ihrer Begeisterung eine wunderbare Stimmung in die Halle gebracht», berichtete Manfred Lutz, Präsident des Sportclubs Nürensdorf.
Genügend Schachteln Schoggistängeli warten bereits vor der Siegerehrung auf die jungen Turnerinnen. (zvg)
Mit vielen jungen Spielern im Einsatz: Das FCB-Fanionteam. (zvg)
GEMEINDE BASSERSDORF
www.bassersdorf.ch
Einmalige Anlässe Tag Datum Zeit Veranstalter Anlass Ort / Kontakt
Sa 02.05. 10:00–12:00 Genossenschaft Pro Sagi Bassersdorf Vorführung, Alte Sagi im Wiesenthal
Sa 02.05. 10:00–12:00 Schmitte Bassersdorf Vorführung Schmitte
Kontaktperson: Bruno Binz Tel. 0793091503 bruno.binz@bluewin.ch
Türmli, im EG, Aktionsraum ithilfe-bassersdorf@proton. me 076 595 95 36
Jeden Mi 19:30–21:00 Rainbow Chor Chorprobe Franziskuszentrum www.rainbow-chor.ch Nach Absprache individuell Jugendarbeit Bassersdorf Offenes Büro – Jugendberatung
JAM, jugendarbeit@bassersdorf.ch
Jeden Do ausser Schulferien 14.00–16.30 Reformierte Kirche Breite Begegnungscafé Heiliger Bimbam Ref. Kirchgemeindehaus
Jeden Do 14:00–15:00 15:00–16.30 Kjz-Kloten
14:00–15:00 Uhr (mit Anmeldung) 15:00–16:30 Uhr (ohne Anmeldung) Wiegen und Messen sind ohne Anmeldung möglich
Türmli im EG, Aktionsraum mvb.kjzkloten@ajb.zh.ch, jeden 1. Do 14:00–16:00 Nachbarschaftshilfe Basi offenes Haus für alle Interessierten und Engagierten Ref. Kirchgemeindehaus Jeden 1. Sa 10:00–11:30 Pro Sagi Bassersdorf Öffentliche Vorführung der Sagi (April-Oktober) Sagi im Wisental Jeden 1. Sa 10:00–12:00 Schmitte Öffentliche Vorführung der Schmitte (April-Dezember) Schmitte im Dorfzentrum Täglich 11:45–13:00 KZU Mittagstreff ohne Anmeldung KZU, Im Bächli 1 (Cafeteria)
Regelmässig Mo 13:30–15:30 Di–Fr 9:30–11:30 Gemeinde Bassersdorf Familientreff-Türmli