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LiMa 113 - 04/26

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Nr. 113 | Ausgabe 4 | 2026

AUF LEISEN PFOTEN Peppi ist nicht wirklich nett, Spirit lässt die Sau raus, Indy fliegt dem Sonnenuntergang entgegen, und Nepomuk ist mürrisch wie eh und je; ein tierisches Heft


MOBILE M 39.90 /Mt. Telefonie- und Daten-Flat schweizweit. In weiteren 53 Destinationen Telefonie-Flat und 50 GB Daten.

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editorial

Hier leben wir Ein Büsi namens Otto Eigentlich ist mir das Prinzip Haustier ja suspekt. Nicht wegen des Tiers. Das mag ich ausnahmslos, obwohl Vögel in Käfigen nicht nur mich irgendwie ratlos zurücklassen. Und ich mag sogar Otto, den einstigen Kater der Familie. Der war mindestens so egozentrisch wie ein recht bekannter amerikanischer Pleitier, mit dem er ausserdem sowohl Pelzfarbe als auch die stattliche Beleibtheit teilte. Otto pflegte seine Streicheleinheiten mit Nachdruck einzufordern. Doch wenn es ihm reichte – was jeweils beängstigend unvermittelt geschah –, fuhr er die Krallen aus. So hing mir das Tier eines Abends im Gesicht, an einer Kralle tief eingebohrt in das Fleisch meiner rechten Wange.

Nicht das Tier ist suspekt, sondern der Mensch. Die Katze sträubte sich, ich zog, ja riss, doch die Kralle verhakte sich, die Haut spannte, das Fleisch schmerzte, Blut floss, und dann muss ich wohl gekreischt haben, denn plötzlich tummelte sich die Familie um mich und kugelte sich vor Lachen, wie ich da nun selber zappelte und die Katze nicht aus meinem Gesicht bekam. Suspekt ist mir das Prinzip Haustier wegen des Menschen. Dann etwa, wenn Hunde mit angezüchteten Schädeldeformationen in Handtäschchen vom Tier wahlweise zum Spielzeug oder Statussymbol oder beidem werden und dabei kaum Luft bekommen. Tiere als Gefährten? Unbedingt. Aber zur Belustigung?

HIGH FIVE! DAS IST SENNA, siebenjährige Tierschutzhündin aus Bulgarien ‒ und unser offizieller (und ziemlich bestechlicher) Redaktionshund mit eigenem Titel: Chief Executive Happiness Managerin.

Ohnehin waren sie ja einst unsere Mitarbeiter: Sie beschützten (Wachhunde), warnten (Grubenvögel), mausten (Hauskatzen). Und natürlich arbeiten manche auch heute noch, hochausgebildete Fachkräfte wie Therapie-, Assistenz-, Schlitten-, Spür- oder Rettungshunde. Otto arbeitete nie. Er forderte seine Streicheleinheiten, schlug sich den Wanst voll und fuhr, wenn ihm danach war, die Krallen aus. Dann lag er eines Tages überfahren in einem Strassengraben. Wie gesagt: Suspekt ist nicht das Tier, sondern der Mensch, der einfach weiterfuhr.

Bleiben Sie zuversichtlich.

Lucas Huber, Chefredaktor lucas.huber@lima-magazin.ch

Senna Happiness-Managerin LiMa 113 | Ausgabe 4 | 2026

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25 r M i g ro s

25 JAHRE

REGIONALITÄT, DIE VERBINDET.

Daniel Rohrbach, Gruyère aus Develier


6 Porträt Cowgirl meets Glacé: Miranda Ries 8 Aufgefallen

Foto: Mimmo Muscio

18 Auf leisen Pfoten 20 Immer Tiere um sich: Joana Fankhauser, Landwirtin und Besamungstechnologin 23 Wie zwei Catsitting Sisters nicht nur Katzen hüten

Von Katzensitting, Hundefotografie und einer Touristenhirtin in Zermatt

26 Outtakes: Tierfotografin Lea Styger öffnet uns ihr Archiv 31 Sonja Gantenbein behirtet in Zermatt nicht nur Schafe 34 Zwischen Gerührtheit und Kopfschütteln: zu Besuch im Katzenheim 38 Shortlist: Was wir noch zu sagen hätten 43 Kulturagenda 48 Interview Die Raisers leiten neu die Baselbieter Konzerte 52 Food Corner Lynette Oh und die hohe Nudelkunst 55 Beigemüse

Foto: Lea Styger

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Auf leisen Pfoten

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Verrückte Nudel Lynette Oh produziert in Liestal Ramen, Udon und Biang Biang 58 Genau meins Filmemacher Stefan Krauses Ode an den Chienbäse

60 Rätseln & Knobeln 62 Argumente

58 Titelseite: Senna gibt Pfötchen; Lea Styger hat unsere Redaktionshündin in ihrem Studio in Bubendorf fotografiert. Wir treffen sie übers gesamte Magazin verteilt immer wieder. Titel- und Editorialbild: Lea Styger

Genau meins Stefan Krause windet dem Chienbäse ein filmisches Kränzchen

65 Vorschau, Lösungen, Impressum 66 Kolumne Willi Näf steigt in den Seelenkeller

Eifach busfahre. Wir freuen uns tierisch darüber, dass pro Tag fast 25‘000 Fahrgäste und auch einige Hunde in unsere Busse einsteigen und mit uns sicher an ihr Ziel kommen.

Das nächste LiMa erscheint am 13. Oktober 2026

www.autobus.ag

LiMa 93 – Ausgabe 2, 2023

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porträt

Die Tatkräftige Eigentlich isst Miranda Ries selbst ja kaum Glacé. Und wenn, dann nur in den Ferien. Apropos: Diese verbringt sie übrigens am liebsten mit ihren Freundinnen vom Line Dance. Sie waren schon zusammen in Arizona, Irland oder Texas, und diesen September, da reisen sie nach Kanada. Line Dance und Reisen, das sind Ries’ Leidenschaften. Glacé produziert sie, die einst eine Ausbildung im Spielwarenhandel absolviert hat und später mehrere Confiserien leitete, seit diesem Frühling vollberuflich. Das hätte sie vor 2016 nicht im Traum gedacht. Damals war sie Pächterin des Cafés im Hallenbad Muttenz; mit der anfänglich kleinen Glacéproduktion ergänzte sie das Sortiment. Das Café hat sie mittlerweile abgegeben, die Glacé aber ist geblieben. Respektive: ist jetzt unter dem Label «Gluschtigs Glacé» ihre Profession. 55 komplett natürliche Sorten umfasst das Sortiment, wobei ständig neue hinzukommen – auch auf Kundenwunsch. Ihr Favorit ist übrigens Passionsfrucht.

Foto: zVg

Miranda Ries ist in Bubendorf zu Hause. Sie ist Line Dancerin, Reisefüdli, Mutter einer Tochter – und eine zuversichtliche, unerschütterliche, tatkräftige une Unternehmerin U mit Prinzipien und Verve. luc u

ABKÜHLUNG erfahren Hunde vor allem durch Hecheln, da einzig ihre Pfotenballen über Schweissdrüsen verfügen. Ansonsten: schattig-kühle Plätze, Wasser, ein Bad – oder Hundeeis, also Gelato für den Hund. Natürlich zuckerfrei.


Foto: Lea Styger

LiMa 113 | Ausgabe 4 | 2026

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Foto: zVg

Hammerlos Stars von morgen?

Foto: zVg

Diesen Namen muss man sich merken: The Two’s. So heissen die Sieger des Nachwuchsbandwettbewerbs WaldweidTalent 2026. Die neun Musikerinnen und Musiker der Regionalen Musikschule Gelterkinden sind zwischen neun und zwölf Jahren und spielen erst seit sieben Monaten zusammen; gleichwohl sicherten sie sich den Sieg beim Publikumsvoting. Als Belohnung eröffneten sie das Festival tags darauf als Opener. Waldenburg | waldweidfescht.ch red

Men only

Grüne Energie, schwarze Zahlen Selbst der wahrscheinlich sonnigste Sommer seit Menschengedenken neigt sich allmählich dem Ende. Mit einem weinenden, aber auch lachenden Auge dürfte das die ADEV sehen. Denn der Energiegenossenschaft mit Sitz in Liestal – übrigens eine der ältesten und grössten der Schweiz – dürfte das nach Rekordumsätzen im vergangenen Jahr neuerliche Erfolge in die Kassen spülen. Die ADEV baut seit über 40 Jahren an einer dezentralen Strom- und Wärmeversorgung aus erneuerbarer Energie; mittlerweile betreibt sie 140 Photovoltaik- und Wärmeanlagen sowie Wind- und Wasserkraftwerke. Liestal | adev.ch red

Windkraftwerk bei St-Brais JU.

Foto: ADEV/Lukas Pitsch

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Anfang Jahr hat Barbier Sedat Erdogan seinen Coiffeursalon in Gelterkinden eröffnet. Der «Salon No7 by Sedat» – die Ziffer steht für Erdogans Heimatregion – ist voll und ganz auf Männer ausgelegt – mit der gesamten Palette vom einfachen Haarschnitt über die klassische Nassrasur bis zum Augenbrauenzupfen. Besonders zu empfehlen, sagt der Chef, sei das «Gentleman’s Package». Gelterkinden | Insta: salon.no7 red

Zeitlich ungünstiger könnte dieses Spiel kaum fallen – zwischen Druck und Verteilung dieses Magazins nämlich. Aber wenn das grosse YB in Liestal antritt, können wir das natürlich nicht unerwähnt lassen. Und obwohl wir also nicht sagen können, wie diese Erstrundenpartie im Er Schweizer Cup S ausging (und Sie das ja ohnehin längst wissen), eine mutige Prognose: Das Gitterli war brechend voll, die Stimmung auf dem Siedepunkt – und die Young Boys haben den FC Liestal in einem umkämpften Spiel denkbar knapp besiegt. Stimmt’s? fcliestal.ch luc


Foto: zVg

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«Wir begleiten Frauen von der Jugend bis ins hohe Alter.» Dr. med. Brigitte Frey, Chefärztin in Co-Leitung Frauenklinik

Die Frauenklinik berät ihre Patientinnen auch zur HPV-Impfung, um das Risiko HPV-bedingter Krebserkrankungen zu senken.

Frauenklinik

Für Frauen in jeder Lebensphase Die gesundheitlichen Bedürfnisse von Frauen verändern sich im Laufe der Jahre. Ob Vorsorge, Schwangerschaft, gynäkologische Beschwerden oder Wechseljahre: Die Frauenklinik des Kantonsspitals Baselland (KSBL) ist in Liestal wie auch am Standort Bruderholz für ihre Patientinnen da.

I

n jungen Jahren stehen oft Fragen zu Verhütung, Zyklus oder Kinderwunsch im Vordergrund. Später kommen Themen wie Schwangerschaft und Geburt hinzu. Danach können gynäkologische Beschwerden, Veränderungen in den Wechseljahren oder Fragen zur Kontinenz, Knochengesundheit oder Sexualität wichtig werden. Jeder Lebensabschnitt einer Frau bringt eigene gesundheitliche Bedürfnisse mit sich, die eine individuelle Beratung verdienen. Genau diesen ganzheitlichen Ansatz verfolgt das KSBL. «Wir begleiten Frauen von der Jugend bis ins hohe Alter mit persönlicher Betreuung, moderner

Spezialisierte Hilfe Endometriose, Blasen- oder Beckenbodenprobleme sowie Beschwerden im Intimbereich können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Die Frauenklinik des KSBL bietet spezialisierte Sprechstunden und moderne Therapien. Viele Beschwerden lassen sich heute wirksam behandeln und müssen nicht einfach hingenommen werden. ksbl.ch/frauenklinik

Medizin und einem breiten Angebot, das weit über Schwangerschaft und Geburt hinausgeht», erklärt Dr. med. Brigitte Frey, Chefärztin in CoLeitung der Frauenklinik.

Vorsorge schafft Sicherheit Viele gynäkologische Erkrankungen lassen sich heute früh erkennen und erfolgreich behandeln. Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Sie schaffen Sicherheit, ermöglichen eine frühzeitige Diagnose und bieten Raum für persönliche Fragen – unabhängig vom Alter. Zur gynäkologischen Vorsorge gehören auch die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und die Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs. Das KSBL ist von Krebsliga Schweiz offiziell dafür zertifiziert, Mammografie-Screenings am Standort Liestal im Rahmen des kantonalen Screening-Programms durchzuführen.

viele Fragen mit sich. «Werdende Eltern wünschen sich eine Begleitung, die medizinische Sicherheit mit persönlicher Betreuung verbindet», weiss Brigitte Frey. «Genau das bieten wir – von den ersten Schwangerschaftskontrollen über Hebammensprechstunden und moderne Pränataldiagnostik bis zur Geburt.» Bei der Geburt stehen die Wünsche und Bedürfnisse der werdenden Mutter im Mittelpunkt. Je nach persönlicher Situation ist eine hebammengeleitete Geburt oder eine Geburt mit Begleitung durch Hebammen und Ärztin oder Arzt möglich.

Gut durch die Wechseljahre Mit den Wechseljahren beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Hormonelle Veränderungen können Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen mit sich bringen. Jede Frau erlebt diese Zeit anders. Deshalb setzt die Frauenklinik des KSBL auf eine individuelle Beratung und gemeinsam abgestimmte Behandlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern, die Gesundheit langfristig zu fördern und die Lebensqualität zu erhalten.

Schwangerschaft und Geburt Eine Schwangerschaft ist eine besondere Zeit. Sie ist geprägt von Vorfreude, bringt aber auch LiMa 113 | Ausgabe 4 | 2026

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Foto: Birsforum Medien/Mimmo Muscio

Hier bleiben die Eltern vor der Tür. Denn der Filmklub «Die Zauberlaterne» ist allein für den Nachwuchs. Das Ziel: Kids von sechs bis zwölf Jahren spielerisch an die Kinokultur heranzuführen, und das seit ein paar Jahren eben auch in Liestal. Der Rote Teppich im «Sputnik» ist also ausgerollt, das Programm handverlesen, die Moderation profimässig und die Betreuung durch Freiwillige lückenlos. Die Saison startet am 5. September 2026 und umfasst neun Vorführungen jeweils samstagmorgens. Liestal | zauberlaterne.org/liestal luc

Illustration: Denise Vane mithilfe von KI

Film ab!

Zweifelhaftes Podest Die SBB haben kürzlich eine etwas zweifelhafte Statistik veröffentlicht. Obwohl: Gewollt war das wohl eigentlich nicht. Doch dank «Zürcher Oberländer» und «SRF» sind die Zahlen nun einmal in der Welt. Und die besagen, dass in Liestal 2024 und 2025 14 Züge versehentlich nicht gehalten haben. Das bedeutet Silber, denn nur in Kemptthal ZH waren es mit 20 irrtümlichen Durchfahrten noch mehr. Gründe sind gemäss SBB Bahnhofsverwechslungen oder die Komplexität des dichten Taktverkehrs. luc

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Foto: Cédric Bloch

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Raphael von Arx (l.) und Ali Bilecen arbeiten bei der ESB auf dem Schild-Areal.

Die ESB

Arbeitgeberin und Dienstleisterin Damit die Kundschaft der ESB ihre bestellten Bauteile pünktlich und in einwandfreier Qualität erhält, ziehen täglich viele Mitarbeitende an einem Strang. Zwei von ihnen sind Ali Bilecen aus der mechanischen Fertigung und Raphael von Arx aus der industriellen Montage.

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n der Regel einmal monatlich treffen sich die Boxitos zur Probe. Steht ein Live-Auftritt bevor, treffen sich die Mitglieder der inklusiven Band der ESB noch öfter und Proben zusammen. Am Mikrofon sorgt Raphael von Arx für den Gesang im Einklang mit den Instrumenten. Als er vor neun Jahren seine Arbeit bei der ESB aufgenommen hat, war dieses Engagement nur schwer vorstellbar. «Ich war eher ein verschlossener Typ. Durch meine Arbeit hier auf dem Schild Areal in Liestal habe ich neue Kollegen kennengelernt und bin offener geworden», sagt der 27-Jährige. Zuerst hat er eine Tätigkeit in der mechanischen Fertigung als Mitarbeiter mit Unterstützungsbedarf aufgenommen. Mit der Zeit wurden ihm aber die Arbeiten zu repetitiv. Raphael konnte intern einen Wechsel in die Industrielle Montage vornehmen, in welcher er nun anspruchsvollere Arbeiten ausführen kann, die einiges an Feingefühl erfordern, wie z.B. das Montieren komplexer Baugruppen.

Handwerk trifft Soziales Seit anderthalb Jahren ist Ali Bilecen im gleichen Gebäude wie Raphael tätig, dies allerdings eine Etage tiefer. Bevor er seine Stelle als Gruppenleiter Mechanik bei der ESB angetreten hat, war er in einem Industriebetrieb zuerst als Mechaniker und später als Teamleiter tätig. Seine Diplomarbeit absolvierte er in der ESB und erinnert sich noch gut an seinen ersten Tag in Liestal: «Das Arbeitsklima war von Anfang an hervorragend und ich wurde sehr herzlich willkommen geheissen». So wurde aus dem temporären Besuch später eine feste Anstellung. «Die Kombination von Handwerk mit einer sozialen Tätigkeit entspricht mir. Es ist bereichernd, mitzuerleben, wie sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterentwickeln», sagt der 43-Jährige, der zurzeit eine erste Weiterbildung innerhalb der Arbeitsagogik absolviert. Als Gruppenleiter ist er unter anderem dafür verantwortlich, dass externe Aufträge auf einzelne Arbeits-

schritte heruntergebrochen werden, die man dann auf die Mitarbeitenden verteilen kann. So können die Produkte durch Teamwork pünktlich zur vollsten Zufriedenheit ausgeliefert werden.

Langenbruck bis Laufen Die Mechanische Fertigung und die Industrielle Montage am Eichenweg 8 auf dem Schild Areal in Liestal sind zwei von insgesamt 23 Standorten der ESB zwischen Langenbruck und Laufen – mit einem kleinen Ableger im Gundeli in Basel. Rund 900 Mitarbeitende mit und ohne Unterstützungsbedarf sorgen an allen Standorten dafür, dass die externe Kundschaft die gewünschten Produkte und Dienstleistungen in einwandfreier Qualität erhalten. Auch gehen Mitarbeitende der ESB auf Kundenwunsch in mobilen Teams für einen definierten Zeitraum zur Kundschaft vor Ort und verrichten dort die anfallenden Arbeiten. Das ist für die Mitarbeitenden eine Abwechslung und ebenso eine wichtige Dienstleistung für die Kundschaft.

Schauenburgerstrasse 16, Liestal T 061 905 14 84, esb-bl.ch, esb@esb-bl.ch

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Foto: zVg

Tagesmutter Lene

Alter Bekannter Die Eingliederungsstätte Baselland, also die ESB in Liestal, verbindet eine langjährige Partnerschaft mit diesem Magazin. Und diese Partnerin erhält am 1. September einen neuen Geschäftsführer: Tobias Eggimann folgt auf Daniel Seeholzer. Als ehemaliger Geschäftsführer von Baselland Tourismus, langjähriges Kadermitglied der Wirtschaftskammer Baselland und zuletzt Geschäftsführer der Liestaler Asyl- und Integrationsmanagement-AG convalere ist Eggimann ein alter Bekannter. esb-bl.ch red

Wer ein Kind hat, weiss, dass Betreuungsarbeit ein Vollzeitjob ist. An dieser Stelle kommt Jandulene «Lene» Luz zum Einsatz. Seit einiger Zeit schon betreut sie Kinder nebenbei; nun hat sie sich als Tagesmutter selbstständig gemacht. Luz betreut Kids im Alter von null bis sechs Jahren mal einen ganzen Tag, mal nur ein paar Stunden, und holt sie auch von der Schule ab. Ein Schwerpunkt liegt auf gesunden Mahlzeiten. Liestal jos

Foto: zVg

Auf des Fuchses Fersen

DIE NATIONALE KURS KURSPFLICHT FÜR HUNDEHALTER wurde erst vor zehn Jahren abgeschafft. Nun liebäugelt die Legislative damit, das Obligatorium für Theoriekurse und Praxislektionen für Neuhundehalter auf Landesebene wieder einzuführen. Obwohl sich der Bundesrat gegen den Vorstoss ausspricht, gilt er als aussichtsreich.

Schon mal einen Foxtrail absolviert? Die Schnitzeljagden haben sich übers gesamte Land hinweg einen formidablen Ruf erarbeitet. Neuerdings ist nun auch Liestal dabei – mit der digitalen Schnitzeljagd «Foxtrail GO». Sie verbindet Rätselspass mit Stadtbummel und Entdeckungsreise und eröffnet manch eine neue Perspektive aufs schönste Stedtli der Welt. baselland-tourismus.ch/foxtrailgo | go.foxtrail.ch luc

Bodenständig «Für mich ist ein Boden mehr als nur eine Oberfläche; er ist die Basis eines Raumes, prägt das Wohngefühl und macht aus einem Haus ein Zuhause.» Der das sagt, ist Tobias Langlotz, und der hat sich mit Ehefrau Svenja Pichler gerade selbstständig gemacht. Floor to be nennt sich das Unternehmen mit Sitz in Sissach, das sich auf die Verlegung und Reparatur von Böden spezialisiert – ob aus Parkett, Vinyl, Laminat, Teppich oder Kork; ehrlich, präzise und mit einem kompromisslosen Anspruch an die Qualität. Sissach | floortobe.ch red

Foto: zVg

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Foto: zVg

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Foto: zVg

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Baselbieter Genusswoche 2026 10. bis 20. September Elf Tage, unzählige Genussmomente: Jetzt Tickets sichern und Programm mit über 50 Veranstaltungen entdecken.

baselbieter-genusswoche.ch Die Baselbieter Genusswoche steht unter dem Motto «Wald & Wild».

Elf Tage voller Geschmack, Begegnungen und Entdeckungen Vom 10. bis 20. September 2026 steht das Baselbiet ganz im Zeichen des Genusses. Die diesjährige Genusswoche widmet sich der Spezialität des Jahres «Wald & Wild» – einem Produkt, das seit jeher zur kulinarischen Tradition des Baselbiets gehört.

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ährend den elf köstlichsten Tagen des Jahres laden über 50 Veranstaltungen zu kulinarischen Entdeckungen rund um Wald & Wild ein. Erleben Sie zum Beispiel das Wildessen auf dem Hof Herrenmatt in Bennwil: An drei Daten verwöhnt Sie die Jagdgesellschaft Bennwil mit feinen Wildspezialitäten direkt aus heimischer Jagd – ganz im Zeichen der Spezialität des Jahres «Wald & Wild». Umrahmt werden die Anlässe von stimmungsvollen Jagdhornklängen und dem Erlebnismobil Wald und Wild, das spannende Einblicke aus erster Hand bietet. Doch das ist erst der Anfang – es warten weitere Highlights wie:

Genussfestivals • 20. September 2026, Liestal: Bäckerbrunch bei der Turmwirtschaft beim Aussichtsturm Liestal, 10 – 13.30 Uhr mit Märlistunde, Waldspielplatz und Zopftierlibacken für die kleinen Gäste. Tickets unter baselland-tourismus.ch/bäckerbrunch • 19./20. September 2026, Eptingen: Eptiger Gnussmärt – feine Spezialitäten (unter anderem auch Wildschweinwürste und Pilzgerichte), Kunsthandwerk, musikalische Darbietungen und Kinderprogramm. • 24. – 26. September 2026, Waldenburg: Wemotion WB-Tal: Nachwuchstalente verzaubern in Kulinarik, Tanz und Musik. Tickets unter wemotion-wbtal.ch

Genuss-Menüs rund um Wald & Wild • 10. – 20. September 2026, diverse Orte: Wald- und Wildmenüs in den Restaurants, zum Beispiel: – Hotel Bad Schauenburg, Liestal – Bad Bubendorf Hotel, Bubendorf – Berggasthaus Hintere Wasserfallen, Reigoldswil

Workshops & Führungen zum Mitmachen • 14. – 17. September 2026, Riniel’s Passion, Bubendorf: Herbstkranz binden • Diverse Daten: Wurstseminar oder Führungen im Metzgerhuus, Füllinsdorf • 14./15. September 2026, Frenkendorf: Führung durch die Genusswelt Läckerli Huus • 10. – 20. September 2026, diverse Orte: Bäckerwoche (Workshops und Blicke hinter die Kulissen). baselland-tourismus.ch/baeckerwoche

Hauptpartner:

Partner: Jagd Baselland, Stadt Laufen, Baselbieter Obstverband, EBL Trägerschaft: Ebenrain, Stadt Liestal, Liestal Tourismus, Gastro Baselland, Bäcker-Confiseure Regio Basel, Baselland Tourismus


Tel. 061 905 82 00, land.ch freiwillige@srk-basel

Rolan and an nd n d Pitte te et 0 1 90 061 906 95 95 10 Cyr Cy C yril B Be Bes es e ssi siirre 078 07 0 78 7 8 82 821 12 97

Freiwillige Gottis oder Gastfamilien gesucht Mit deinem Einsatz stärkst du ein Kind (4 bis 10 Jahre), aus deiner Region, in seiner Entwicklung. Ihr unternehmt zusammen einfache Aktivitäten wie basteln oder auf den Spielplatz gehen, so lernt das Kind auf spielerische Weise Deutsch. Zusammen verbringt ihr wöchentlich oder alle 14 Tage 2-3 Stunden. Setze auch du deine Fähigkeiten sinnstiftend für ein gutes Zusammenleben ein und gewinne wertvolle Erfahrungen.

Für Sie da in Füllinsdorff Gratis Beratung bei Ihnen zuhause e A bis Z Umbau mit Bauleitung kuechen-baeder.fust.ch

An unserer Online-Informationsveranstaltung erfährst du mehr über Freiwilligeneinsätze im Roten Kreuz Baselland. Donnerstag, 10. September, 17-18 Uhr Donnerstag, 19. November, 18-19 Uhr

Zum Goldbatzen

Jetzt anmelden! Wir freuen uns.

Ankauf Münzen und Medaillen Gold- und Silber-Schmuck Coppola Antonio Rathausstrasse 5, 4410 Liestal, +41 61 901 10 00 info@goldbatzen.ch, www.goldbatzen.ch Di 13 – 18 Uhr, Do 13 – 18 Uhr, Sa 9 – 14 Uhr oder nach Vereinbarung

TAG DER OFFENEN TÜR SAMSTAG, 19. SEPTEMBER 2026, 10–15 UHR Blicken Sie hinter die Kulissen der Klinik Birshof. Entdecken Sie unsere Notfallstation, die Operationssäle und die Patientenzimmer, lernen Sie unser Team kennen und erkunden Sie an interaktiven Themenstationen den Bewegungsapparat – von Fuss, Knie, Hüfte, Hand und Schulter bis zur Wirbelsäule. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! JETZT SCANNEN UND MEHR ERFAHREN WWW.KLINIK-BIRSHOF.CH/35JAHRE

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Senevita Dreiklang Lausen

Aufblühen im neuen Zuhause Seit der Eröffnung im November füllen Bewohnerinnen und Bewohner die Senevita Dreiklang mit Leben. Das durchmischte und fröhliche Miteinander prägt den Alltag. Ein Besuch bei Menschen, die ihren Platz gefunden haben.

Freie Wohnungen

gsmenü • inkl. 3-Gang-Mitta hl Wa h nac • 24h-Notrufsystem ung • Wöchentliche Reinig me räu fts cha ins • Geme • Waschsalon • Hausinterne Veranstaltungen

Öffentliche Führungen

Jeden Donnerstag um Kuchen. 14 Uhr mit Kaffee und Treffpunkt am Empfang, in kostenfreie Parkplätze lle. der Einstellha Keine Anmeldung nötig.

«Die Kombination aus Eigenständigkeit, Fürsorge und einem herzlichen Miteinander macht bei uns den Unterschied.» Benita Bislimi, Leiterin Administration & HR

Dank sorgfältiger Pflege blühen die Tagetes wochenlang.

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m Innenhof blüht und spriesst es. Versierte Frauenhände zupfen Unkraut aus den Hochbeeten, pflücken die ersten Tomaten der Saison und ernten eine grosse Handvoll Basilikum. Die Stimmung ist heiter, der gestrige Tanznachmittag mit Schlagermusik wirkt nach.

Ein Rückzugsort unter der Linde Wie so oft an diesen warmen Sommertagen verbringen Seniorinnen und Senioren der Senevita Dreiklang den Vormittag im Garten. Die Temperaturen sind angenehm – dank der schattenspendenden Linde, dank Sträuchern, Gräsern und Ranken. Frau Blatter schätzt das Grüne besonders. In ihrem Eigenheim hatte sie einen grossen Garten mit Gemüse, Beeren und Blumen. Heute lebt sie auf der Pflegeabteilung des nagelneuen Seniorenheims in Lausen. Dass hier alles so gut gedeiht, ist auch ihr zu verdanken. Noch im Frühling wollte kaum etwas wachsen. «Ich hatte den Verdacht, es könnte an der Erde liegen», erzählt sie. Sie hatte recht. Nachdem die Hochbeete mit «guter Erde» aufgefüllt

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«Als ich erfuhr, dass hier eine Senevita gebaut wurde, habe ich mich sofort angemeldet.» Herr Krieg, Bewohner Senevita Dreiklang

waren, schossen endlich erste Triebe aus dem Boden. Auch Frau Berger weiss, was es für gesundes Wachstum braucht. Die ehemalige Bäuerin hat ihren Pflanzgarten, wie sie ihn nennt, jahrzehntelang gehegt und gepflegt. Mit Frau Blatter und anderen Bewohnerinnen ist sie inzwischen gut befreundet.

Aus der Baustelle wurde das neue Zuhause Herr Mangold und Herr Krieg haben es sich im Garten ebenfalls gemütlich gemacht. Sie waren die ersten beiden Bewohner und

Hell, freundlich, gemütlich – Blick ins betreute Wohnen der Senevita Dreiklang.


Fotos: Fotos: zVg zVg

Anika Schulz, Geschäftsführerin

Von Anfang an in Gemeinschaft

«Bei uns muss niemand allein sein»

Im Restaurant Harmonie ist man immer in guter Gesellschaft.

bezogen im November ihre Pflegezimmer. Inzwischen lebt Herr Krieg dank besserer Gesundheit im betreuten Wohnen. Jeden Tag treffen sie sich, morgens unter der Linde und nachmittags im Restaurant Harmonie. Die beiden wirken vertraut. «Wir haben uns immer etwas zu erzählen», sagt Herr Krieg. Sein Entscheid, hierherzuziehen, fiel nicht schwer. Man könnte fast sagen, er hätte darauf gewartet. «Ich kannte die Senevita in Pratteln und war vom Konzept überzeugt.» An der DreiklangBaustelle in Lausen fuhr er oft vorbei. «Als ich erfuhr, dass hier eine Senevita gebaut wurde, habe ich mich sofort angemeldet.»

Jeder wie er will Nur ein paar Tage davor war Herr Mangold eingezogen. Er schätzt die gute Stimmung im Haus, und dass er seine Hobbys nach wie vor ausüben kann. Seine Gemälde nach dem Malennach-Zahlen-Prinzip sind imposant, bei trübem Wetter entstehen in seinem Zimmer selbst gefärbte Seidenschals. Trotz eingeschränkter Mobilität lässt er sich seine Freiheit nicht nehmen. Im elektrischen Rollstuhl spaziert er oft durchs Dorf. «Manchmal fahre ich bis nach Liestal», erzählt er stolz. Inzwischen haben die Gärtnerinnen ihre Ernte beendet. In den Händen der beiden Herren landen unverhofft frisch gepflückte, saftig rote Erdbeeren. Die Freude ist gross. Morgen trifft man sich wieder. Wer weiss, was als nächstes reif wird.

Senevita Dreiklang Hauptstrasse 64, 4415 Lausen T 061 927 38 00 dreiklang@senevita.ch, dreiklang.senevita.ch

Dass sich in der Senevita Dreiklang alle zuhause fühlen,ist Geschäftsführerin Anika Schulz ein persönliches Anliegen. Sie erzählt, wie das gelingt. Frau Schulz, was ist das Besondere an der Senevita in Lausen? Anika Schulz: Ich glaube, es ist das Persönliche. Unser Haus hat eine überschaubare Grösse. Die Pflegebereiche bestehen aus maximal 14 Personen. Hinzu kommt, dass wir ein sehr stabiles Team haben. Die Mitarbeitenden kennen alle Seniorinnen und Senioren beim Namen. Das macht es aus. Der Schritt, in ein Seniorenheim zu ziehen, ist kein einfacher. Was tun Sie, um den Einzug zu erleichtern? Wer bei uns neu einzieht, wird von mir und den Bereichsleitenden persönlich empfangen. Es gibt ein Willkommensritual mit Blumen und einem ersten gemeinsamen Mittagessen im Restaurant. Wir möchten, dass schnell das Gefühl entsteht, daheim zu sein. Dazu trägt auch die Inneneinrichtung mit hellen Farben und gemütlichen Gemeinschaftsräumen bei. Es fällt auf, dass der Empfang ins Restaurant integriert ist. Das wurde bewusst so gestaltet. Es hilft, dass wir nah an den Menschen sind und es eine gute Durchmischung zwischen Personal und Bewohnenden gibt. Es gibt bei uns keine Zweiertische. Beim Mittagessen sitzen Bewohnende an Vierer- oder Achtertischen. So entstehen Gespräche, man lernt sich kennen und knüpft neue Kontakte. Bei uns soll niemand allein sein. Was bewirkt diese Durchmischung? Je offener der Alltag ist, umso mehr fühlt man sich zugehörig. Die Aussenbereiche teilen wir uns mit den Menschen aus der benachbarten Wohnsiedlung, Mitarbeitende von externen Firmen kommen zum Mittagessen. Monatlich findet bei uns ein Elterncafé statt. Unsere Bewohnenden sind weiterhin Teil der Gesellschaft, das ist uns wichtig. Was war das schönste Kompliment, das Sie seit der Eröffnung erhalten haben? Eine Bewohnerin hat mir einmal ganz glücklich gesagt: «Hier kann ich einfach leben!» Nicht mehr zu müssen, vieles zu dürfen – das entspricht unserem Verständnis von Lebensqualität.


Während Catsitterin hütet Hirtin Sonja Tierfotografin Lea Styger in ihr Archiv gewährt lustigsten Hunde- und Und schliesslich waren wir wo die Ausgemusterten, und Geschundenen auf ein

Foto: stock.adobe.com

Texte: Lucas Huber, Dorothea Gängel, Rolf Zenklusen,

Auf leisen 18 LiMa 113 | Ausgabe 4 | 2026


Fotos Lea Styger, Cédric Bloch

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Foto: Lea Styger

Isabel Alloggia Katzen hütet, Gantenbein Touristen. hat uns ausserdem einen Blick und ein paar ihrer Pferdebilder ausgewählt. im Katzenheim, Unerwünschten, Vernachlässigten neues Plätzchen warten.


Fotos: Lea Styger

Tierliebe und Vertrauen liegen dem Beruf der Besamungstechnikerin zugrunde; Joana Fankhauser hat sich schon immer blendend mit den Tieren (wie hier mit Muni Silvano) auf dem Familienhof verstanden.

Beschwingte Besamerin Auch Huhn, Rind und Schaf sind Haustiere. Joana Fankhauser hat mit ihnen nicht nur als Landwirtin zu tun; als angehende Besamungstechnikerin sorgt sie auch für deren Fortpflanzung. e eine Ziege. Und als Schwingerin gewann sie gerade

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andwirtin, Schwingerin und bald Besamungstechnikerin: Joana Fankhauser, 20, weiss genau, was sie will. Tiere, Natur, körperliche Arbeit und eine schöne Portion Entschlossenheit prägen ihr Leben. Sie wuchs auf dem Hof Oestel in Lupsingen auf, 72 Hektaren zwischen Mutterkühen, Ziegen, Schafen, Hunden und Katzen. Schon als Kind war Fankhauser immer da, wo’s rundging: auf dem Traktor, beim Reiten, im Stall. Die Landwirtschaft war nie einfach nur ein Umfeld, sondern ein Zuhause. Gleichwohl war sie stets davon ausgegangen, ihr jüngerer Bruder werde den Hof eines Tages übernehmen. «Ich

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ar keine Gedanken habe gar daran verschwendet.» Erst in der Oberstufe ich der Schalter legte sich ana Fankhauserr um. Joana ied sich für eine entschied wirrttiin wi n Lehre als Landwi Landwirtin – «die beste Entscheidung, die ich treffenn ». konnte».

Unkraut aut jäten, nein danke Gegenwärtig wärtig arbeitett sie auf dem Sohrhof ohrhof in

Wintersingen, einem Milchviehbetrieb mit 30 Kühen. Kein Tag ist gleich, und immer ist etwas zu tun. Draussen sein, – Tiere versorgen, Maschinen bedienen bedie sie, das ist ihr Alltag, und den liebt si wenn auch mit Ausnahmen. Besonders Beso ungeliebt ist das Entfernen vo von Blacken, einem lästigen lä Unkraut aus grossblättgros rigen Ampferpfla Ampferpflanzen. Neben der Land Landwirtschaft hat Joana Fankhauser Fan eine weitere Leidenscha Leidenschaft: das Schwingen. Sie trainiert eeinmal pro Woche im luzernischen luzernisc Wolhusen (LU) bei beim Frauenschwing Frauenschwingclub Steinhuserbe Steinhuserberg und Umgebung und manchm manchmal auch bei den MänM nern, wo sie


auf leisen pfoten

«richtig ziehen» könne, wie sie sagt. Schwingerin ist sie nun seit zwei Jahren. Zwar wartet sie noch auf den ersten Kranzsieg, aber eine Ziege hat sie gerade gewonnen. Bei den Frauen ist halt alles noch etwas kleiner.

Perfekter Match Und dann schlug die schwingende Landwirtin gerade eben ein weiteres Kapitel auf: Mitte August hat sie bei

Schafe sind heute Fleischlieferanten und Landschaftsgärtner; ihre Wolle spielt praktisch keine Rolle mehr.

Swiss Genetics, der grössten Schweizer Organisation für Rindviehgenetik, eine Ausbildung zur Besamungstechnikerin begonnen, ein Beruf, der perfekt zu ihr passe. Nach dem Abschluss Ende November wird sie von Hof zu Hof fahren, wenn nötig auch ziemlich spontan, denn Kühe sind nun mal nicht auf Knopfdruck brünstig. Und dann wird sie sie besamen. Dass dieser Job anspruchsvoll ist, schreckt Joana Fankhauser nicht ab. Kühe beobachten, den optimalen Zeitpunkt der Brunft erkennen, die Bauern beraten: Genau diese Mischung aus Fachwissen, Tierliebe und Verantwortung reizt sie. Dass Männer ihr als Frau dabei bisweilen mit Skepsis begegnen werden, ist ihr bewusst. Aus der Ruhe bringen lässt sie sich dadurch allerdings nicht. Sie

schmunzelt: «Damit kann ich schon umgehen.» Ausserdem ist der Anteil von Frauen in der Besamungstechnikerausbildung mittlerweile bei knapp der Hälfte.

Die Mischung aus Fachwissen, Tierliebe und Verantwortung reizt sie. Fürs Erste plant sie mit einem 80-Prozent-Pensum als Besamungstechnikerin, daneben Landwirtschaft und Schwingen. Mittlerweile ist auch klar, dass der Bruder den elterlichen Hof tatsächlich übernehmen wird. Fankhauser kann gut damit leben. Eines Tages wird sie trotzdem ihren eigenen Betrieb führen, am liebsten mit ihrem Lebenspartner, vielleicht kombiniert mit ihrer Arbeit bei Swiss Genetics. «In einem Beruf ausserhalb der Landwirtschaft sehe ich mich jedenfalls nicht.» zen

Innige Beziehung: Joana Fankhauser liebt Ausritte auf ihrem Hengst Cowboy.

Statt eines Munis wie bei den Männern gewinnen erfolgreiche Schwingerinnen etwa Ziegen – wie Geiss Lia.

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Fotos: Lea Styger

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Katzen allein zu Haus

Futterautomat auf zwei Beinen, der übrigens auch die Funktionsfähigkeit echter Futterautomaten täglich überprüft.

Die Schwestern Isabel Alloggia-Bader und Miriam Sotelo-Bader haben ihre Jobs vor zehn Jahren gegen ihr Herzensprojekt eingetauscht: Sie kümmern sich um Katzen, während Frauchen und Herrchen Ferien machen.

D

er Start als Katzensitterinnen begann für Miriam Sotelo-Bader (53) und Isabel Alloggia-Bader (51) mit einer Familienfeier. Zum 65. Hochzeitstag der Grosseltern in Österreich sollten alle Verwandten anreisen. Die Vorfreude war gross, nur: Wer würde sich um all die Hunde, Katzen und Fische in den Familien kümmern? Bisher hatte man sich damit stets gegenseitig ausgeholfen. Die Suche im Internet nach einem Tiersitter verlief erfolglos, weshalb man schliesslich gute Bekannte einspannte. «Mit diesem Problem sind wir doch sicher nicht die Einzigen», dachten sich die Schwestern. Also besuchten sie einen Start-up-Kurs und gründeten eine GmbH, die «Homesitting Sisters Liestal». Es war ihnen von Anfang an wichtig, als Firma aufzutreten: «Das empfanden wir als

seriöser», sagt Miriam. Schliesslich gewähren ihnen ihre Kunden Zutritt ins Privateste: ihre Wohnungen und Häuser, entsprechend wichtig ist das Vertrauen. Denn die Sisters sitten die Katzen in deren gewohntem Zuhause, dort, wo sie sich am wohlsten fühlen. Das Geschäft lief von Anfang an gut. Zunächst wurden die Schwestern von Anfragen für Hundesitting geradezu überrannt und stiessen fast an ihre Kapazitätsgrenzen. So beschlossen sie, keine Hunde mehr anzunehmen, da diese allein für den Auslauf viel Zeit benötigen. Heute ist das Angebot auf Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen ausgerichtet.

Blondine im Garten Während der Ferienzeit ist Hochbetrieb. «Die Pausen sind rar, da wir ja auch Samstag und Sonntag im Einsatz sind»,

sagt Isabel. «Da müssen die Tiere schliesslich auch gefüttert und ihr Klo sauber gemacht werden.» Zumal sich Miriam mittlerweile aus persönlichen Gründen aus dem operativen Geschäft zurückziehen musste. Dafür sind ihre Eltern nun stets auf Abruf parat, wenn die Zeit einmal hinten und vorne nicht reicht. «Unterdessen sind wir zu einem kleinen Familienunternehmen geworden», sagt Isabel. Ihr Vater radelt mit den Werbeflyern von Briefkasten zu Briefkasten und sorgt so für neue Kunden. «Die beste Werbung ist allerdings die Mundpropaganda», sagt Miriam. Sie erinnert sich, wie sich einmal der LiMa 113 | Ausgabe 4 | 2026

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Ab in den Herbst!

Saisoneröffnung Willkommen in der Herbstsaison! Der Herbst zieht ins Bücheli Center ein. Neue Mode, frische Trends und alles für die goldene Jahreszeit unter einem Dach. Komm vorbei und starte stylisch in die neue Saison.

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Fotos: Lea Styger

Foto: stock.adobe.com

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Die Katzensitterin kümmert sich auch um Nager wie Meerschweinchen und Kaninchen.

Ein Herz und eine Seele: Die Schwestern Miriam Sotelo-Bader (r.) und Isabel Alloggia-Bader haben die Homesitting Sisters Liestal gemeinsam gegründet.

Nachbar eines Kunden nach der «Blondine im Garten» erkundigt habe. Als er dann noch wissen wollte, ob auch er sie buchen könne, antwortete der Kunde seinem Nachbarn: «Klar, und wenn du dir ein Halsband umlegst, geht sie vielleicht sogar mit dir Gassi.»

Vorlieben und Eigenheiten

Foto: zVg

Für Isabel Alloggia ist das Tiersitting eine Herzensangelegenheit. Wenn die Besitzer entspannt ihre Auszeit geniessen und die Tiere in guten Händen wissen, dann hat sie ihre Arbeit gut gemacht. Um ihre Dankbarkeit auszudrücken, bringen dr vviele ihrer Kunden kleine Geschenke von ihren Reisen mit – «mal einen Fächer, einen

FERIEN KÖNNEN FÜR TIERHALTER zur Herausforderung werden. Während sich Katzen in ihrem gewohnten Umfeld am wohlsten fühlen, sind Hunde – je nach Destination – vorzügliche Urlaubsbegleiter, wenn auch nicht ganz ohne Aufwand, Equipment und dann halt doch gewisse Einschränkungen.

Während der Sommerferien düst Miriam Sotelo-Bader von Katzenklo zu Katzenklo.

Seidenschal oder eine landestypische Spezialität». In zehn Jahren versandten sie auch nie eine Mahnung. Doch am Anfang steht das Gespräch, in dem sie Vorlieben, Eigenheiten und die medizinischen Bedürfnisse der Tiere abklären. Seit zwei, drei Jahren sähen sie immer Abgeschlossen ist öfter Futterautomaten für Katzen. ein Auftrag erst, «Aber auch die können einmal wenn die Besitzer nicht funktionieren und müssen wieder zu Hause gereinigt, aufgefüllt und kontrolliert sind – keine Minute werden.» früher. Auf Kundenwunsch bietet Isabel Alloggia auch längere Streicheleinheiten und Spielzeit an, und wie es der Firmenname besagt, gehört auch Homesitting zum Angebot, also den Rasen zu wässern etwa, den Briefkasten zu leeren oder die Rollläden hoch- und runterzufahren. Und auf Wunsch senden sie ihren Kunden natürlich auch Fotos ihrer Liebsten in die Ferien. Und abgeschlossen ist ein Auftrag erst, wenn die Besitzer wieder zu Hause sind, keine Minute früher. Denn auch auf den letzten Kilometern könne noch etwas geschehen, sagt Miriam: «Dann sind wir selbstverständlich da.» dog LiMa 113 | Ausgabe 4 | 2026

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Foto: abenteuerhunde.ch

Wenn LiMa-Fotografin Lea Styger nicht für dieses Magazin hinter der Kamera steht, ist sie voll und ganz auf Hund und Pferd spezialisiert. Doch Tiere haben ihren eigenen Kopf – und Humor.

«Ich kannte Joggeli schon von früheren Shoots. Für mein Fotospecial in der Elisabethen Kirche in Basel las er uns eine private Predigt und sang mir, seiner Besitzerin und einem Kirchenmitarbeiter auch noch ein paar Lieder; wie schön.»

Wir haben Tierfotografin Lea Styger, 29 und preisgekrönt, gebeten, für uns ihr Archiv zu durchforsten. Der Auftrag: Such uns deine lustigsten Foto raus, jene, die nicht auf dem Matchplan der Kundschaft stehen. Das Resultat ist die Auswahl auf diesen Seiten. Besonders Studioaufnahmen, sagt die Fotografin, würden wegen der edlen Fotos gebucht. Doch manchmal schleiche sich auch das eine oder andere Outtake rein. «Lustigerweise bestellen die Kunden diese bei der Bildauswahl eigentlich immer.» Sie lacht: «Oder buchen sie diese Shootings eigentlich nur dafür?» Natürlich hat sie auch eine eigene Hündin: Nagini ‒ «meine beste Freundin.» Sie ist bei allem dabei, vom Wandertrip bis zum Stand-Up-Paddeln. Stygers Strategie beim Fotografieren: Ruhe, Geduld, leckere Bestechungen ‒ «und ein grosses Repertoire lustiger Geräusche, die ich von mir geben kann». luc

Für Foxterrier Bonny bin ich bis nach Trin Mulin gefahren. Die eigens für die Fotos gebadete und frisierte Hündin zog ein weiteres Bad aber dem geplanten Steg vor – und sprang noch vor dem ersten Bild kopfvoran ins Wasser. Die Frisur war dahin, der Spassfaktor aber hoch.»

o t o F e i d Das si t nd nich

Weihnachtsshooting zu gewinnen Das LiMa verlost 1 Weihnachtsshooting für Sie und Ihren Hund bei Lea Styger in Bubendorf. Laden Sie ein Foto Ihres Hundes hoch; das originellste Bild gewinnt. Das schönste Foto von der Fotosession erscheint dann als Porträt in der Weihnachtsausgabe des LiMa (bitte bedenken Sie das bei der Teilnahme). Mitmachen unter lima-magazin.ch/ wettbewerb, Teilnahmeschluss ist der Sonntag, 27. September, die Gewinner werden benachrichtigt. Viel Glück.

Lina hatte einen Riesenspass im Tulpenfeld, bis sie den Pöstler sah – und bis zur nächsten Kreuzung verfolgte, es war wie im Film. Zum Glück ist nichts passiert, und Lina kam Voller Stolz zurück, hatte sie den Störenfried ja erfolgreich vertrieben. Heute lebt sie in Lappland. Ob’s da auch nervige Pöstler gibt?


«Welpentypisch war Brynja

Indy flog am Ende des Fotoshootings gen Sonnenuntergang – oder viel mehr dem Apportierbeutel hinterher, den Frauchen geworfen hat. Wer so kurze Beine hat, muss halt gelegentlich abheben, um zu sehen, wo die Beute gelandet ist.

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verspielt und offen. Blätter, Spielzeug: Sie spielte mit allem, und der Serienmodus meiner Kamera lief heiss. Brynja starb mit nur anderthalb Jahren bei einem Autounfall. Diese Bilder erinnern ihre Besitzerin an ihr fröhliches und freches Wesen.»

a b h t l e l n e ; t s e b r e b e g g a r t f u A e i d e i d , os Ein Pferd kann dir alle Knochen brechen, aber niemals dein Herz.

Frecher Schimmel: Hengst Zobrist hatte anderes im Sinn, als fürs Foto zu posen. Dass so ein einmaliger Schnappschuss entstand, ist ihm trotzdem egal.


Wegen der sommerlichen Hitze ging es für dieses Fotoshooting schon um 5 Uhr morgens zum Sonnenaufgang auf den Murenberg in Bubendorf. Für das frühe Aufstehen bedankte sich Loki mit ausgestreckter Zunge.»

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Hengstfohlen Amun

sind j ene,

«Welpe Pax hatte nur Unfug im Sinn. Wobei ich ihn hier gerade erwischt habe, weiss ich nicht mehr, aber ich fuhr lachend und mit einem warmen Herzen nach Hause.»

wollte sich während der Fotosession mal kurz eine Verpflegung gönnen; leider lassen sich diese runden, glatten Äpfel aber gar nicht so leicht vom Baum pflücken.

über die «Matias spürte, dass dieses Fotoshooting

Spirit hatte irgendwann keine Geduld mehr, also liess man ihn bei Bocksprüngen und Wälzeinlagen die Sau rauslassen. Danach war er so ausgeglichen, dass er sich sogar für weitere Porträtaufnahmen zur Verfügung stellte.

hier wichtig ist für seine Angela, und er schenkte uns viele schöne Momente, die ich für sie festhalten konnte. Drei Tage nach diesem schönen Abend entschloss sich Matias mit seinen 15 Jahren, es wäre Zeit zu gehen. Ich bin sehr dankbar, durfte ich Matias noch kennenlernen und Angela Erinnerungen für immer schenken.»


Mischlingshündin Rhaja aus Rumänien, war hier erst ganz frisch in der Schweiz angekommen. Mit ihrer Besitzerin hatte sie aber bereits so eine enge Freundschaft geknüpft, dass sie den Schnee in vollen Zügen genoss. Auch die Herausforderung für eine Schneeballschlacht nahm sie mit Freude an.

auf leisen pfoten

. n e h c a l n e t s h c i l z r e h «Eila hatte bereits ein Jahr

zuvor ein Fotoshooting bei mir, nun sollten noch ein paar Bilder im Wasser dazukommen. Viel tun dafür mussten wir nicht: Sie bot mir diese Action aus purer Freude am Wasser.»

m a sie

Mmmhhh, Leberwurstpaste ...

Die Huskymischlinge Meeka und Aelin waren für die Weihnachtsaktion zu Besuch im Fotostudio. Es wurde viel Leberwurstpaste geschlabbert, da blieb keine Zeit für ein schönes Lächeln.


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Foto: zVg/Gornergrat Railway

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Wuschelige Sympathieträger: Die Schwarznasenschafe sind ebenso genügsame wie vermarktungsfähige Kletterkünstler.

Die Schafe sind pflegeleicht

Foto: stock.adobe.com

Walliser Schwarznasenschafe sind putzig, geduldig und zutraulich. Das macht sie zu den perfekten Werbeträgern fürs touristische Zermatt. Als Hirtin hatte Sonja Gantenbein diesen Sommer nicht nur über die Tiere die Aufsicht. Morgens kommen jene Gäste, die wirklich die Schafe treffen wollen. Mittags trudeln dann eher die Spontanen ein, weil’s grad passt oder es die Schafe halt noch abzuhaken gilt, been there, done that und Strich drunter. Am späteren Nachmittag sind es dann die Selfiejäger, die übernehmen. Ihnen geht es nicht um die Tiere, sondern ums spektakulärste Foto. Eigentlich ist Sonja Gantenbein, 57, ja Lehrerin für Pflegeberufe in Bern. Doch diesen Sommer ist die Liestalerin, die heute in Nuglar zu Hause ist, für sechs Wochen nach Zermatt

gezogen. Nicht für Urlaub, sondern einen Ferienjob. Man muss wissen: Gantenbein liebt Schafe, das war schon immer so. «Die Ruhe, die sie ausstrahlen, erdet mich; Schafe tun mir gut.» Ausserdem träumte sie schon immer von einem Alpsommer.

Der Traum vom Alpsommer «Meet the Sheep» (siehe Box) vereint für Sonja Gantenbein beides: die Nähe zu Schafen und den Traum vom Alpsommer. Denn ihr offizieller Jobtitel lautet «Hirtin/Gästebetreuerin», sie hat also nicht die volle 24-7-Verantwortung für die Herde, denn mehrere Hirten teilen sich den Job. Ihre LiMa 113 | Ausgabe 4 | 2026

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Foto: zVg Foto: zVg

Designertäschchen trifft auf Bodenständigkeit: Sonja Gantenbein erklärt einer asiatischen Touristin den Umgang mit den Schwarznasen.

Die Schafe lassen sich per GPS und App aufspüren.

Fotos: zVg/Gornergrat Railway

Aufgabe ist vielmehr, die Touristenströme zu lenken. Das bedeutet, dass sie die Tiere weniger hütet als behütet, und zwar vor ebendiesen Touristen. Die sind nämlich so begeistert von den ja auch wirklich putzigen und überaus zutraulichen Tieren, dass sie bisweilen sämtliche Distanzregeln vergessen, den Tieren buchstäblich auf den Pelz rücken, sie herumzutragen versuchen oder ihre Kinder auf sie setzen. Mit etwas zynischer Zuspitzung könnte man sagen: Die D Hirtin hütet nicht die Tiere, sondern die Menschen. so «Das macht es hochspannend», bblickt sie zurück. Denn diese Menschen – bis zu 200 täglich – sc kommen vorwiegend aus Asien und ko den USA, alpine Amtssprache ist hier oben also Englisch. Sie begrüss rüsst, beantwortet Fragen, klärt auf lacht: «Die Zeit mit den – Gantenbein Gan Schafen war wunderschön; die TouSchafe risten in Schach zu halten, aber manchHerausforderung.» luc mal eine H

Sonja Gantenbein hat sich mit ihrem Sommerjob in Zermatt den Traum vom Alpsommer erfüllt.

Die Walliser Schwarznasenschafe sind nicht nur wuschelig, sondern auch äusserst zutraulich.

info Meet the Sheep Von Juni bis am 12. September beweiden bis zu 125 Walliser Schwarznasenschafe die Wiesen rund um den Alpingarten hoch über Zermatt. Begleitet vom Hirtenteam lassen sich die Tiere täglich von 10 bis 16 Uhr kostenlos und aus nächster Nähe erleben. Einige Schafe sind mit GPS-Trackern ausgestattet, damit die Gäste sie auch finden. Sonja Gantenbein behirtete die Herde von Mitte Juni bis Ende Juli. sheep.gornergrat.ch

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Fotos: Cédric Bloch

Lebt auch privat mit Katzen ‒ und Hunden, Schlangen, Spinnen, Schildkröten, Meerschweinchen und einem Gecko: Manu Wicki ist im Katzenheim des Tierschutzbundes für Büro und die Pflege der Katzen gleichermassen zuständig.

Geht’s um Tiere, wird sie zur Zu wenig Zeit, zu viele Haare – zu teuer: Das Katzenheim des Tierschutzbundes Basel Regional kümmert sich um Büsis, denen übel mitgespielt wurde. Ein Besuch bei Griesgram Nepomuk, Grande Dame Tialda und einem Kitten namens Chueli.

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an kommt nicht umhin, den Kopf zu schütteln, wenn man Manu Wickis Erzählung lauscht. Und manchmal, da ist man sogar angewidert. Wicki arbeitet im Katzenheim des Tierschutzbundes Basel Regional in Muttenz, einerseits auf der Geschäftsstelle, andererseits an der Front, also bei den Katzen, die sie behütet, herzt und füttert. Denn hier landen die Unerwünschten und Vernachlässigten, die Geschundenen, Unterernährten und Misshandelten.

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Simba und Lady, ein Duo, das sie auch nur im Duo vermitteln werden. Sie sind bereits zum zweiten Mal im Tierheim, nachdem sie nach nur ein paar Wochen zurückgebracht wurden. Der Grund: Lady haart zu viel, Simba ist fast blind. Manu Wicki zuckt mit den Schultern: «Manche möchten keine beschädigten Katzen.» Die gelernte Tierpflegerin ist Tierliebhaberin durch und durch, und die leidet übrigens selbst an einer Allergie auf

Katzenhaare. «Wie ich damit umgehe? Ich ignoriere sie einfach», sagt sie und lacht. Da überrascht es auch nicht, dass sie und ihre Mitbewohner selber Tiere halten: drei Hunde, sechs Katzen, sieben Meerschweinchen, sechs Schildkröten, zwei Schlangen, eine Vogelspinne und ein Gecko.

Hier hat jedes Büsi lebenslanges Bleiberecht. Fast klickten die Handschellen Wenn ein Haustier in Not gerät, ist Wicki jene, die man ruft, wenn es dafür die Resolutheit einer Powerfrau braucht. Und die scheut sich auch vor Konfrontationen nicht, um ein Tier vor Schaden zu


auf leisen pfoten

Peppi Die zerzauste, alte Dame ist mit 19 Jahren der Methusalem im Katzenheim.

eine Allergie auftrat, sie ausgesetzt oder beschlagnahmt wurde. Das geschah erst kürzlich, da hat das Veterinäramt fünf Katzenmütter mit 15 Kittens aus einer Wohnung gerettet, die jüngsten Kätzchen nur ein paar Tage alt. «Eine Woche später, und die ersten wären verhungert», bilanziert Wicki kopfschüttelnd.

Peppi ist eine Patenkatze, ihre Paten können sie auch besuchen. Mit 19 ist sie der Methusalem des Heims, ihr Fell entsprechend struppig und ihre Leberwerte zum Davonlaufen, überhaupt ist sie schwerkrank. Und auch nur bedingt nett. Oder wie es Manu Wicki formuliert: «Sie hat einfach einen starken Charakter.» Die Kittens, die mitunter Säuli, Schöfli und Chueli heissen, werden problemlos neue Bleiben finden; knuddeliger können

Löwin bewahren. Man könnte sagen: Wenn es um Tiere geht, wird Wicki zur Löwin. «Einmal wurde ich beinah festgenommen. Die Polizei hat mich erwischt, wie ich gerade eine Katze aus einem Auto befreien wollte. Unglaublich: Die wurde in dem Auto gehalten. Die Polizei sah aber nur, wie ich ein Auto aufbrechen wollte.» Am Ende kam nd Wicki nicht ins dann alles gut und Gefängnis.

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Drei Monate verbringt eine Katze durchschnittlich im Katzenheim, bevor sie vermittelt wird. Sie strandet hier, weil ihrem Halter das Geld ausging, plötzlich

Simba und Lady Das Pärchen gibt’s nur im Doppelpack.


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Fotos: Cédric Bloch

Knuddeliger können Kreaturen kaum sein. Kreaturen kaum sein. Andere haben keine Chance. «Doch wir werfen kein Büsi raus; jedes Tier hat bei uns lebenslanges Bleiberecht.» Ob es kaum handelbar ist, weil ungemein scheu oder bissig; ob es sich nicht mit Artgenossen oder Menschen verträgt oder so krank ist, dass seine Tierarztrechnung eigentlich für Kopfzerbrechen sorgt. Was übrigens auch aktuell gilt, wo das Katzenheim aus allen Nähten platzt, wo also alle knapp 100 Plätze und sogar die Notfallboxen belegt sind und die Anfragen trotzdem nicht abebben, die Medien berichteten gerade landesweit darüber.

Nepomuk, den sein Halter abgab, weil er zu wenig Zeit für ihn hatte, kommt bestens mit seinen Artgenossen aus; Menschen gegenüber ist er skeptisch.

Tialda und Nepomuk

Zum Kuscheln und Spielen sei er also sicher nicht der Richtige, sagt Manu Gegensätze ziehen sich an: Wicki: «Aber hätte er Kuschelkatze Tialda und Einzelgänger Nepomuk. einen Menschen für sich allein, der ausserdem keine Nähe von ihm einfordert, wäre er ein Superkater.»

Ohne die zahlreichen Spenden und das grosse Engagement der vielen Freiwilligen könnte sich das Katzenheim unmöglich finanzieren, das Haus 15 Kittens mit ihren Müttern stammt aus einem Legat. zogen kürzlich kürz notfallmässig 70 Pensionsplätze stocken ins Katzen Katzenheim. Die Namen ausserdem das Budget wie Säuli o oder Chueli gaben

Chue Chueli und Co. Mitarbeite Mitarbeiterinnen.

auf. Die sind während der Schulferien praktisch ktisch ausgebucht. Und schliesslich helfen fen die Patenschaften.

Tialda alda, 17-jährig, ist das Büsi mit den meisten sten Patenschaften und Besuchern, ein Steckbrief beim Empfang betitelt sie als Königin des Heims. Keine Katze hier ist verschmuster, keine zutraulicher. «Tialda würde sich kahlstreicheln lassen», sagt Wicki augenzwinkernd. Deshalb war sie die logische Wahl, als kürzlich das SRF da war, um eine Katze für eine Filmszene zu rekrutieren. Manu Wicki, das «Mädchen für alles» im Katzenheim, hat so etwas wie einen Traumjob. Denn sie will nicht nur Tiere um sich; sie will den Tieren helfen. So wie alle hier im Katzenheim. luc LiMa 113 | Ausgabe 4 | 2026

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Shortlist Es gäbe einfach immer noch viel mehr zu erzählen als das, was wir tatsächlich in unserem Schwerpunkt unterbringen. In dieser Rubrik präsentieren wir Ihnen darum jeweils eine Auswahl an Fundstücken, Ideen, Impressionen, Tipps und Wissenswertem.

pet economy

Foto: Lea Styger

Fast jeder zweite Schweizer Haushalt beherbergt ein Haustier, vor allem sind dies Katzen (über anderthalb Millionen), Fische (etwa 900 000 in Aquarien), Hunde (etwa 550 000) und Nager im Allgemeinen (auch etwa eine halbe Million). Und die haben Hunger, werden krank, bedürfen Beschäftigung. Entsprechend boomt die sogenannte pet economy, also die Branche für Tierprodukte. Die setzt allein in der Schweiz jährlich über 1,5 Milliarden Franken um – mit Futter, Accessoires und Veterinärleistungen. Weltweit setzt die Branche über 300 Milliarden US-Dollar um, Tendenz stark steigend. Entsprechend prognostiziert Wirtschaftsanalystin Bloomberg ein Wachstum auf etwa 500 Milliarden US-Dollar bis 2030. Weil einerseits immer mehr Menschen immer mehr Haustiere halten. Und weil diese Menschen immer tiefer in die Tasche greifen andererseits.

DIE CHICSTEN LEINEN sind geprägt und handgeflochten. Uns Hunden ist das zwar schnuppe, aber unsere Frauchen und Herrchen freut’s umso mehr. Dass es in und rund um Liestal gleich mehrere Fachgeschäfte für Accessoires gibt, kommt also allen gelegen.

Für Premiumfutter etwa oder altersspezifische Nahrungsergänzungsmittel, für smarte Fressnäpfe, handgewobene poop bags und Medizinisches, das von Vorsorge und Diagnostik über Shiatsu und Akupunktur bis hin zu Psychiatrie und Chirurgie reicht. luc

Kleiner Biss, grosse Wirkung Anders als bei Hundebissen, die bisweilen schwere Verletzungen nach sich ziehen, sind Katzenbisse eher trügerischer Natur. Denn sie wirken oftmals harmlos, gelten medizinisch allerdings als besonders infektionsgefährlich, was an der Anatomie der Katzenzähne liegt. Diese sind lang und spitz und verursachen zwar kleine, aber eben tiefe Stichwunden, die sich an der Oberfläche oft schnell verschliessen, was die Bakterien tief im Gewebe einschliesst. Deshalb: gründlich reinigen, Wunde beobachten und allenfalls ärztliche Verstärkung zuziehen. luc


Fotos: stock.adobe.com

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am Wisenberg in Läufelfingen, andererseits das Tierkrematorium Region Basel in Füllinsdorf. Füllinsdorf | Tierkrematorium.ch

Pudelwohl TIERKREMATORIUM Die Kadaversammelstelle hat nicht nur einen etwas ruppigen Namen; für geschätzt die meisten Tierhalter dürfte sie auch nicht die erste Wahl sein, wenn es darum geht, den verstorbenen Gefährten beizusetzen. Doch die nähere Umgebung hat gleich zwei Alternativen im Köcher. Einerseits den Tierfriedhof

Das «Bad Schauenburg» ist eigentlich vor allem für seine idyllische Lage, die behaglichen Gemäuer und die vortreffliche Küche bekannt. Das historische Hotel ist allerdings auch Hundeparadies. Will heissen: Begrüssungsleckerli, Hundebar, Übernachtung im Hundebettchen und Gassiservice. Und der Clou: Herrchen und Frauchen dürfen sogar dabei sein. Liestal | badschauenburg.ch/ packages red

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Bachem folgen Sie schrittweise der Herstellung von Peptiden und erfahren, wie man sich richtig im Reinraum verhält. Carbogen Amcis lädt zum Experimentieren ein und informiert über die vielen Lehrange-

Foto: Samuel Bramley

29 Unternehmen, 100 Abenteuer

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Bei Lichterloh in Lichtwelten eintauchen und ein eigenes Lichtkunstwerk gestalten.

bei Michel Krantrans steuern Sie selbst einen Lkw-Kran. In der Schreinerei Büchi werden eigene Werkstücke geformt, bei Wahl Glas- und Metallbau Rosenvasen geschweisst und bei Etavis elektrische Schalter gebaut. Wie man effizient reinigt, das erleben Sie auf dem spielerischen Parcours von Miru-Clean.

Handwerkskünste in Liestal Die Linie B verbindet Bubendorf mit Liestal, dem Knotenpunkt der drei Shuttle-Linien. Bei der EBL in Liestal verfolgen Sie den Weg des Stroms, fliegen mit der VR-Brille über ein Solarfeld und handeln im Planspiel mit Energie. Unweit entfernt lädt Unser Bier zum Rundgang durch die Brauerei und zur Blinddegustation. An der Lausenerstrasse reihen sich die Firmen auf wie Perlen an einer Kette: Bei der Garage Keigel verwandeln Sie unter dem Motto «Pimp my Ride» ein Fahrzeug in ein Kunstwerk, die Garage P. Schweizer fordert zum Radwechsel-Duell,

Lausen, Itingen, Sissach: von Knopfbatterie bis Trafo Die Linie C führt über Lausen und Itingen bis nach Sissach. In Lausen zeigt Thingware, wie sich mit einem Smart Home Energie sparen lässt. Im IKEAVerteilzentrum in Itingen erleben Sie, wie Unmengen an Bestellungen effizient und automatisiert verarbeitet werden. Renata produziert derweil täglich über eine Million Knopfbatterien, die unsere Uhren am Laufen halten und in der Medizintechnik unverzichtbar geworden sind. An der Industrienacht ent-


Foto: Samuel Bramley

Tipps und Tricks 1 Ticket für die ganze Nacht Das Industrienacht-Ticket kostet 10 CHF und verbindet sämtliche Arbeitswelten in einem 7-stündigen Nachtgang durch Innovation, Know-how und Geschichte. Tickets können im Vorfeld online auf Eventfrog, an sechs Vorverkaufsstellen in der Region oder am Tag der Industrienacht ab 12 Uhr an einer der fünf Abendkassen bezogen werden. Auf industrienacht.com finden Sie alle wichtigen Informationen zu Ticket, Mobilität und Programm.

Kostenlos unterwegs mit Bus und Zug

Die grosse Welt der Logistik erleben: bei Planzer Transport, der Schweizerischen Post und IKEA.

Mit dem IndustrienachtTicket gratis TNW-Netz und Shuttle-Busse nutzen.

decken Sie, wie diese kleinen Energiebündel entstehen. In Sissach öffnet Lichterloh die Lichtwerkstatt, gleich nebenan zeigt das Pizzaofenhaus Di Lello, wie der perfekte Ofen gelingt. Bei Rauscher & Stoecklin besichtigen Sie die Produktion der tonnenschweren Transformatoren, durch die der Strom jeder zweiten Steckdose der Schweiz fliesst.

Kanalreiniger in Füllinsdorf, Logistikriesen in Pratteln Die Linie A führt via Füllinsdorf nach Pratteln. In Füllinsdorf bietet das Metzgerhuus Stadt und Land eine Führung durch den Betrieb. Marquis Kanalservice zeigt ihre Fahrzeugflotte, mit der sie jährlich 30 000 Tonnen Schlamm recycelt. Das Tierkrematorium bietet derweil Einblick in den würdevollen Ablauf einer Heimtierkremation. In Pratteln bei der INRA Group erfahren Sie, wie wichtig passgenaue Rohre für die Pharmaindustrie sind. Interes-

sierte können sich an der Biegemaschine versuchen. In den imposanten Hallen von Planzer Transport und der Schweizerischen Post wird die grosse Welt der Logistik konkret erlebbar. Den letzten Höhepunkt setzt das Lachmatt Areal mit einer besonderen Vielfalt an Unternehmen: Hier tauchen Sie ein in den Alltag einer Autosattlerei, eines Datacenters und einer Druckerei. Mutige können ihr Geschick im Parcours mit Stapler und Hebebühne versuchen.

Industrienacht Regio Liestal Verein Industrienacht Basel frage@industrienacht.com, industrienacht.com

Damit Sie möglichst rasch und direkt von Arbeitswelt zu Arbeitswelt gelangen, stehen Ihnen die öffentlichen Verkehrsmittel im TNW-Gebiet (16 Uhr bis Betriebsschluss) und die Shuttle-Busse (17 bis 24 Uhr) zur Verfügung. Mit dem Industrienacht-Ticket ist die Nutzung dieser Transportmittel kostenlos, Gedanken um Fahrscheine müssen Sie sich also keine machen.

Persönliche Entdeckungstour planen Ein handliches Programmheft begleitet durch den Abend. Es ist erhältlich bei den KulturboxStellen, bei allen teilnehmenden Firmen, an den Vorverkaufsstellen und den Abendkassen. Die rund 100 Programmpunkte sind online einsehbar unter www.industrienacht.com/programm. Mit den Filterfunktionen können Sie das Programm individuell nach Format, Sprache und persönlichen Interessen sortieren – so kann die eigene Entdeckungstour schon im Vorfeld bis ins Detail geplant werden.

5 × 2 Tickets zu gewinnen Unser Medienpartner LiMa verlost 5 x 2 Tickets für die Industrienacht Regio Liestal am Freitag, 18. September 2026. Mitmachen unter lima-magazin.ch/wettbewerb, Teilnahmeschluss ist der 6. September 2026. Viel Glück.


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42 LiMa 113 | Ausgabe 4 | 2026

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Wir fördern das lokale Kulturschaffen mit einem finanziellen Beitrag an den LiMa Kulturkalender.

27 8 2026

LAUFENDE VERANSTALTUNGEN | DAUERAUSSTELLUNGEN Datum

Zeit

Ort

LAUFEND

12.15 Uhr

Kino Sputnik

Zahl s. Plan Veranstaltung | Dauerausstellung

Mittagskino im Sputnik | palazzo.ch Aktuelle Filmauswahl und Infos unter palazzo.ch

Hendrix-Bistro Z33 Zeughausgasse 33

Jimi Hendrix Jubiläums-Photoausstellung «West Coast Seattle Boy». Über 250 Exponat: Fotos, Bilder…

5.9. BIS 25.10.26

Kunsthalle Palazzo

Ausstellung Peter Brunner Brugg | palazzo.ch

BIS 3.1.27

Museum.BL

Fix it! Vom Glück des Reparierens | museum.bl.ch

BIS 3.1.27

DISTL

Badekuren im Entdeckerland. Zur Geschichte des Fremdenverkehrs zwischen Jura und Rhein

Do – Sa 16 – 24 Uhr, Führungen auf Voranmeldung: 077 429 29 95.

In die Kulturgeschichte des Reparierens eintauchen und lernen, wie man Gegenständen ein 2. Leben schenkt Ein Streifzug durch die Tourismusgeschichte von den internationalen Kurgästen des 19. Jh. bis heute

DAUERAUSSTELLUNGEN LUNGEN

Überraschend neu! Das Dichter:innen- und Stadtmuseum DISTL | distl.ch

DISTL

Komplett neu gestaltete Dauerausstellung zu Geschichte, Literatur und Brauchtum der Stadt Liestal. Galerie Altbrunnen Grammetstr. 20. Museum.BL

LUNGEN

Bilder Paul Degen. Liestal – New York Liselotte Lüthi-Degen zeigt jeden 1. Sonntag im Monat von 14 –18 h Bilder von ihrem Bruder.

Seidenband. Kapital, Kunst & Krise | museum.bl.ch Aufstieg und Niedergang der Seidenbandindustrie in der Region Basel. Wildes Baselbiet. Tieren und Pflanzen auf der Spur | museum.bl.ch Die Naturschätze der Region entdecken.

AUGUST Datum

DO

27

Zeit

Ort

15 – 17 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Zahl s. Plan Veranstaltung Games, Quiz, Escape-Room, Robotik, Programmieren, kreative Apps. Ausprobieren, spielen und kreativ sein.

18 Uhr

Kino Sputnik

Premiere in Anwesenheit des Regisseurs: Unisono – Von der Liebe zur Musik | palazzo.ch

20 Uhr

Kulturhotel Guggenheim

Famiglia Dimitri – Cabaret Sorelle Forelle | ninadimitri.ch

Kulturhotel Guggenheim

Comedy Dinner mit Max Bünzli

SpielZeit | kbl.ch freier Eintritt, ab 9 – 16 J., jeden Donnerstag ausser in den Schulferien

Regie: Georges Gachot, Dokumentarfilm Schweiz 2026, 87’, Dialekt

FR

28

18.15 Uhr 20 Uhr

SO

30

Datum

1 MI 2

DI

9 – 16 Uhr

Drei Frauen – drei Clowns – ein Abend voller Widersprüche. Schön, mutig… und manchmal gefährlich! Das erste Mal im Kanton Basel-Land – ein Abend voller Lachen und Genuss!

Surpise Strassenchor | jurtensommer.ch

Eventzelt Rheinstrasse 20b

30 Chormitglieder aus fünfzehn verschiedenen Ländern singen gegen ihre soziale Ausgrenzung.

Pfarrei Bruder Klaus

Sundays for future | jurtensommer.ch Nichts tun. Die Seele baumeln lassen. Spielen. Essen. Meditieren. Ein Tag ohne Müssen — nur Sein.

Zeit

Ort

17.30 – 18 Uhr

Museum.BL

Museumsbar: Mit Echo durch die Nacht. Wie Fledermäuse sich orientieren | museum.bl.ch freier Eintritt,

10.15 – 11.45 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Shared Reading® – Zusammen lesen | kbl.ch keine Vorbereitung oder Vorkenntnisse notwendig

17 – 18 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Strick-Treff | kbl.ch freier Eintritt Wir bringen unsere eigenen Strick-, Stick-, Häkel- und Nähprojekte samt Garn und Werkzeug mit und legen los.

ESB Schauenburgerstr. 16

Kulinarisch Deftiges & Chabezo, Rap, Konzert 19.30 Uhr

18 Uhr

Zahl s. Plan Veranstaltung Mit Pascale Hutter, reg. Koordinationsstelle Fledermausschutz BL, Bar bis 19.30 Uhr, exkl. Konsumation. Nehmen Sie sich eine kurze Auszeit, um in ein Stück Literatur einzutauchen. Anmeldung erwünscht.

Kulturrestaurant: Live im L’ambiente | esb-bl.ch


SEPTEMBER Datum

DO

3

Zeit

Ort

Veranstaltung

15 – 17 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Escape-Room «Schoggi-GmbH» | kbl.ch für Kinder ab 9 J., jüngere Kinder in Begleitung eines Erwachsenen.

20.15 Uhr

Kino Sputnik

Landkino: Mar adentro | landkino.ch

18 – 21 Uhr

Kunsthalle Palazzo

Vernissage Peter Brunner Brugg | palazzo.ch

18.30 Uhr

Stadtkirche

Heure Mystique: La Royale - Königlicher Glanz | ref-liestal-seltisberg.ch

Taucht ein in eine spannende Geschichte und löst gemeinsam während maximal 30 Minuten knifflige Rätsel. Regie: Alejandro Aménaba Mit: Javier Bardem, Spanien 2004, 125’ SP/d

FR

4

Mit Peter Bader, Augsburg, an der Orgel 19.30 Uhr

DISTL

«s’Füür vo Lieschtel» mit Stefan Krause und Martin Klaus | distl.ch Gespräch über Krauses neuen Chienbäse-Film und erste Vorführung eines Ausschnitts.

EBL Elefantehuus

Schreiber vs. Schneider – Schatz! | schreiber-schneider.ch

Rathausstrasse

Lichternacht 2026 | lichternacht.ch

10.30 Uhr

Kino Sputnik

Zauberlaterne: Der internationale Filmklub | zauberlaterne.org/liestal für Kinder von 6 – 12 J.

11 – 12 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

20 Uhr

Kurz, knapp, mehrdeutig – und voller Andeutungen zum ganz normalen Beziehungsalltag.

FR 4. UND 17 Uhr SA 5.9. 16.30 Uhr SA

5

Erleben Sie eine faszinierende Lichtshow, die Bild und Klang zu einem einzigartigen Erlebnis verbindet. Bei der Zauberlaterne können Kinder jeden Monat einen Film im Kino entdecken.

17.15 – 19 Uhr beim Törli

Schenk mir eine Geschichte – Ein Leseförderungsangebot für Familien auf Türkisch/Türkçe | kbl.ch Aileler için Türkçe okuma alışkanlığı kazandırma projesi. Çocukları 2 – 5 yaş arasında olan aileler için. Steppin Stompers: Lichternacht 2026 | steppinstompers.ch «Spielen was Spazz macht!»

20 Uhr

EBL Elefantehuus

Henrik Freischlader – Precious Time Tour 2026 | henrikfreischlader.com Das Publikum darf sich auf eine neue musikalische Dynamik freuen.

SO

6

ab 10.30 Uhr Kino Sputnik

«Allianz Tag des Kinos» | palazzo.ch

14 – 15 Uhr

Museum.BL

Theaterführung: Tierische Signale. Leuchtkäfer, Wildkatze und Waldkauz | museum.bl.ch

14 – 17 Uhr

Museum.BL

Webstuhl-Vorführung in der Ausstellung «Seidenband» | museum.bl.ch ohne Voranmeldung Die Weberin zeigt an einem Sägerwebstuhl, wie mit Schiffchen und Seidenfäden Schmuckbänder entstehen.

17 Uhr

Stadtkirche

Eine Reise nach Mexiko | ref-liestal-seltisberg.ch

Jeder Eintritt kostet nur CHF 7. In der Ausstellung «Wildes Baselbiet» tauchen wir in die Welt der Sinne und Signale im Tierreich ein.

Musical mit dem Kinderchor und Band. 18 Uhr

Theater Palazzo

Theaterfestival Basel: «Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2» | palazzo.ch

15 Uhr

Kunsthalle Palazzo

Rundgang mit Kurator Michael Babics | palazzo.ch

16 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Geschichtenkoffer «Auge ryybe, Ohre massiere … dr Gschichte-koffer goot wieder uf!»| kbl.ch ab 4 J.

19.30 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

SportTalk mit Matthias Kyburz | kbl.ch CHF 15/10, Tickets erhältlich in der KBL und beim Sportamt

Kulturhotel Guggenheim

Bröckelmann & Bröckelfrau – «warten» | bröckelmann-bröckelfrau.ch

Kino Sputnik

Landkino: Volver | landkino.ch

Ein Stück von Rabih Mroué & Lina Majdalanie. Schauspiel: Augustin Groz und Claudia Kottal.

MI

DO

9 10

20 Uhr 20.15 Uhr

Mitarbeitende der Kantonsbibliothek erzählen jeden Monat eine neue Kindergeschichte aus dem Koffer. Der Marathon- und Orientierungsläufer Matthias Kyburz gibt im Gespräch Einblicke in seine Karriere. Das Stück soll die Menschen zum Lachen, aber auch zum Nachdenken bringen. Regie: Pedro Almodovar Mit: Penelope Cruz, Carmen Maura, Spanien 2006, 121’ SP/d

FR

11

14 – 15 Uhr

Museum.BL

Time Slips für Privatpersonen | museum.bl.ch ohne Anmeldung, kostenlos, exkl. Konsumation.

16.30 – 18 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Shared Reading® – Zusammen lesen | kbl.ch keine Vorbereitung oder Vorkenntnisse notwendig

19.30 Uhr

DISTL

Eine Liestaler Jugend im 19. Jh. mit Regula Grauwiller | distl.ch

19.30 Uhr

Stadtkirche

Stimmen zu Gast: Vokalensemble CINQUECENTO | stimmen-zu-gast.com

Gemeinsam erfinden Menschen mit Demenz Geschichten zu Kunstwerken. Nehmen Sie sich eine kurze Auszeit, um in ein Stück Literatur einzutauchen. Anmeldung erwünscht. Peter Schafroth stellt die Biografie Carl Aenishänslins vor, Regula Grauwiller liest Zitate daraus. The Peterhouse Mass – Tye und Tallis 20 Uhr

Kulturhotel Guggenheim

Florian Schneider Trio – Premiere «Der Maa vo Weiss nit wo» und CD-Taufe «Schangsongs 5» Premiere mit dem Wundergeiger Adam Taubitz und dem vieleitigen Pianisten Roman Bislin.

Die aufgeführten Sponsoren engagieren sich dafür, dass das reichhaltige Angebot in der breiten Region kommuniziert werden kann.

Hier leben wir. An welchen Anlass Sie auch gehen, wir fahren Sie hin und wieder zurück. www.autobus.ag

Das Magazin für Liestal und Umgebung


SEPTEMBER Datum

SA

SA

SA

12

Zeit

Ort

10 – 17 Uhr

Sportanlage Gitterli

11 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

12

13 – 17 Uhr

Museum.BL

12

20 Uhr

15

Liestaler Kindertag: Ärde, Wasser, Füür, Luft und zu zmittst drin | kindertag-liestal.ch Verschiedene Attraktionen, beliebter Posten(s)pass und ein tolles Kinderkonzert mit Laurent & Max.

Buchstart | kbl.ch ab 2 – 3 J. mit erwachsener Begleitperson. Freiwilliger Unkostenbeitrag. «Geschichtenzeit» mit Leseanimatorin Bruna Matter Cottini. Erlebe die Welt als Fledermaus! Das Tier des Jahres 2026 zu Gast im Museum.BL Aus einem vorgefertigten Bausatz kreierst du einen sicheren Unterschlupf für Fledermäuse und verwandelst dich selbst in eine Fledermaus. Mit einer Virtual Reality-Brille erlebst du die Echoortung hautnah: Durch eigene Rufe navigierst du durch die virtuelle Welt – ganz wie die Tiere in der Nacht. In Zusammenarbeit mit Wilde Nachbarn beider Basel und BATVISION. Ohne Anmeldung, kostenlos. museum.bl.ch Foto: zVg BATVISION

Kulturscheune

Jan Galega Brönnimann & Michael Zisman – «Live aus den Vidmarhallen» | kulturscheune.ch Jan Galega Brönnimann (Bass-Klarinette) & Michael Zismann (Bandoneon) mit ihrer Lieblingsmusik.

Kulturhotel Guggenheim

Living in the 80s – Tribute Band

14.30 – 16.30 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Medienspielplatz: Hier wird ausprobiert! | kbl.ch ab 3 – 8 J. in Begleitung eines Erwachsenen. Freier Eintritt.

19.30 Uhr

DISTL

Literarische Geheimtipps aus dem Waldenburgertal | distl.ch

10 – 12 Uhr

Kunsthalle Palazzo

Mittwoch Matinée mit Peter Brunner Brugg | palazzo.ch

10.15 – 11.45 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Shared Reading® – Zusammen lesen | kbl.ch keine Vorbereitung oder Vorkenntnisse notwendig

17 – 18 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Strick-Treff | kbl.ch freier Eintritt Wir bringen unsere eigenen Strick-, Stick-, Häkel- und Nähprojekte samt Garn und Werkzeug mit und legen los.

20 Uhr

Kino Sputnik

Premiere in Anwesenheit des Regisseurs: Tristan Forever | palazzo.ch

20.15 Uhr

Kino Sputnik

Landkino: Todos lo saben | landkino.ch

ab 17 Uhr

div. Orte in der Region

Industrienacht Regio Liestal | industrienacht.com

20 Uhr

EBL Elefantehuus

20 Uhr

DI

Zahl s. Plan Veranstaltung

Bist du bereit für eine Zeitreise zurück in die 80er, dem wohl verrücktesten Jahrzehnt der Musikgeschichte? Kinder und Erwachsene entdecken gemeinsam spielerisch digitale Medien.. Rémy Suter erinnert an regionale Dichterinnen, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind.

MI

DO

16 17

Im Gespräch mit den Kurator:innen (Kooperation Museen Basel). Nehmen Sie sich eine kurze Auszeit, um in ein Stück Literatur einzutauchen. Anmeldung erwünscht.

Regie: Tobias Nölle, Dokumentarfilm Schweiz 2026, 90’, OV/d Regie: Asghar Farhadi Mit: Penelope Cruz, Javier Bardem, Ricardo Darin, Spanien 2018, 132’ Sp/d

FR

18

Eine Nacht lang öffnen über 29 Unternehmen ihre Werkstätten, Versuchslabors, Baustellen und Fertigunshallen.

Anet Corti – Quantensprung | anetcorti.ch Anet Corti wagt den Sprung – mitten ins Chaos der Welt und ihrer eigenen Geschichte.

20.15 Uhr

Theater Palazzo

Das Theater im Pfarrhauskeller Waldenburg im Palazzo: Six Chicks: A Cappella | palazzo.ch Das Ensemble bezaubert ausschliesslich mit Stimme, Charme und Harmonie.

SA

19

10 – 11 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Schenk mir eine Geschichte – Ein Leseförderungsangebot für Familien auf Serbisch/Srpski | kbl.ch

10–16 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Books & Dragons | kbl.ch ab 14 J. CHF 5 Teilnahmegebühr. Anmeldung erforderlich. Erlebe als fiktive Charaktere fantasievolle Abenteuer, löse Rätsel und besiege Gegner.

11 – 12 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Aileler için Türkçe okuma alışkanlığı kazandırma projesi. Çocukları 2 – 5 yaş arasında olan aileler için.

Stadtkirche

Singstimmen Baselland: Zur See/Von Sehnsucht, Sturm und stillen Ufern | singstimmenbaselland.ch

19 Uhr

Čitanje i pričanje priča za celu porodicu na srpskom jeziku. Animacija za roditelje i decu od 2 do 5 godina.

Schenk mir eine Geschichte – Ein Leseförderungsangebot für Familien auf Türkisch/Türkçe | kbl.ch

Mit Werken von R.V. Williams, F. Mendelssohn, J.Brel, Ch.Trenet, Patent Ochsner u. a. Leitung: Timo Waldmeier. 20 Uhr

Kulturscheune

Sarah Chaksad Quartet – «When We Leave» | kulturscheune.ch Sarah Chaksad (Sax), Albin Ormegard (Git), Dominique Girod (Bass) & Iago Fernandez (Dr) mit neuer CD.

MI

23

Kantonsbibliothek Baselland

Geschichtenkoffer «Auge ryybe, Ohre massiere … dr Gschichtekoffer goot wieder uf!»| kbl.ch ab 4 J.

18.30 Uhr

EBL Elefantehuus

EBL Power Talk – Windkraft oder Gas? Was sichert unsere Zukunft? | ebl.ch

15 – 17 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Escape-Room «Schoggi-GmbH» | kbl.ch für Kinder ab 9 J., jüngere Kinder in Begleitung eines Erwachsenen.

15 Uhr

Kunsthalle Palazzo

Rundgang mit Kuratorin Olivia Jenni | palazzo.ch

16.30 – 18 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Shared Reading® – Zusammen lesen | kbl.ch keine Vorbereitung oder Vorkenntnisse notwendig

19.30 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Yael Inokai «Die Auster» Lesung und Gespräch | kbl.ch CHF 15/10, Tickets erhältlich in der KBL

DISTL

Johann Peter Hebel – ein Mann für den Frieden und … Apokalyptiker | distl.ch

16 Uhr

Mitarbeitende der Kantonsbibliothek erzählen jeden Monat eine neue Kindergeschichte aus dem Koffer. Der Power Talk vom 23. September 2026 widmet sich der Stromversorgung der Zukunft.

24 FR 25 DO

19.30 Uhr

Taucht ein in eine spannende Geschichte und löst gemeinsam während maximal 30 Minuten knifflige Rätsel.

Nehmen Sie sich eine kurze Auszeit, um in ein Stück Literatur einzutauchen. Anmeldung erwünscht. Nach einem Mord in einem Kaufhaus gerät die Reinigungskraft Leonora Bloch mitten in die Ermittlungen. Zum 200. Todestag Hebels erinnern Niggi Ulrich und Manfred Jung an den populären Literaten.


SEPTEMBER Datum

26 DI 29 MI 30 SA

Zeit

Ort

Zahl s. Plan Veranstaltung

9 – 16 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Manga Day | kbl.ch ab 10 J., freier Eintritt, Anmeldung erforderlich. Quiz, Deko zum Basteln, Mangas zum Entdecken und ein Manga-Workshop mit Morten Widrig.

14.30 – 17 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Escape-Room «Schoggi-GmbH» | kbl.ch ab 9 J., jüngere Kinder in Begleitung eines Erwachsenen.

10.15 – 11.45 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Shared Reading® – Zusammen lesen | kbl.ch keine Vorbereitung oder Vorkenntnisse notwendig

17 – 18 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Strick-Treff | kbl.ch freier Eintritt

Taucht ein in eine spannende Geschichte und löst gemeinsam während maximal 30 Minuten knifflige Rätsel. Nehmen Sie sich eine kurze Auszeit, um in ein Stück Literatur einzutauchen. Anmeldung erwünscht. Wir bringen unsere eigenen Strick-, Stick-, Häkel- und Nähprojekte samt Garn und Werkzeug mit und legen los.

OKTOBER Datum

DO

1

Zeit

Ort

Zahl s. Plan Veranstaltung

14.30 – 17 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Escape-Room «Schoggi-GmbH» | kbl.ch ab 9 J., jüngere Kinder in Begleitung eines Erwachsenen.

20.15 Uhr

Kino Sputnik

Landkino: Paris, Texas | landkino.ch

Taucht ein in eine spannende Geschichte und löst gemeinsam während maximal 30 Minuten knifflige Rätsel. Regie: Wim Wenders Mit: Harry Dean Stanton, Natassja Kinski, Deutschland 1984, 147’ OV/d

SO

4

13 – 17 Uhr

Kunsthalle Palazzo

Projekt «Hidden Landscape» - Komposition Edu Haubensak + New2Art | palazzo.ch

14 – 15 Uhr

Museum.BL

Theaterführung: Das Seidenband. Aus dem Leben einer Baselbieter Posamenterin | museum.bl.ch

14 – 17 Uhr

Museum.BL

Webstuhl-Vorführung in der Ausstellung «Seidenband» | museum.bl.ch ohne Voranmeldung Die Weberin zeigt an einem Sägerwebstuhl, wie mit Schiffchen und Seidenfäden Schmuckbänder entstehen.

14.30 – 17 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Escape-Room «Schoggi-GmbH» | kbl.ch ab 9 J., jüngere Kinder in Begleitung eines Erwachsenen.

20 Uhr

Kino Sputnik

Sondervorstellung in Anwesenheit von Wiebke Lühmann: Same Sun | palazzo.ch

In den Räumen der Kunsthalle Palazzo Eine Reise ins Baselbiet der 1930er-/40er-Jahre mit Seidenbandweberin Elsbeth aus dem Föiflibertal.

DI

6

Taucht ein in eine spannende Geschichte und löst gemeinsam während maximal 30 Minuten knifflige Rätsel. Regie: Fabienne Engel, Wiebke Lühmann, Dokumentarfilm Deutschland 2026, 82’, OV/d

DO

8

14.30 – 17 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Escape-Room «Schoggi-GmbH» | kbl.ch ab 9 J., jüngere Kinder in Begleitung eines Erwachsenen.

20.15 Uhr

Kino Sputnik

Landkino: The Soul of a Man | landkino.ch

14 – 15 Uhr

Museum.BL

Time Slips für Privatpersonen | museum.bl.ch ohne Anmeldung, kostenlos, exkl. Konsumation.

16.30 – 18 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Shared Reading® – Zusammen lesen | kbl.ch keine Vorbereitung oder Vorkenntnisse notwendig

10 – 16 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Books & Dragons | kbl.ch ab 14 J., CHF 5 Teilnahmegebühr. Anmeldung erforderlich.

14.30 – 16.30 Uhr

Kantonsbibliothek Baselland

Medienspielplatz: Hier wird ausprobiert! | kbl.ch ab 3 – 8 J. in Begleitung eines Erwachsenen. Freier Eintritt.

19.30 Uhr

DISTL

«…die holdesten Laute, die je über Menschenlippen als Mitlauter der Seele flossen…» | distl.ch

19.30 Uhr

Stadtkirche

Baselbieter Konzerte: Simon Höfele, Trompete; CHAARTS chamber artists | blkonzerte.ch

Taucht ein in eine spannende Geschichte und löst gemeinsam während maximal 30 Minuten knifflige Rätsel. Regie: Wim Wenders Mit: Chris Thomas King, Keith Brown, Steve, Ronnog Seaberg, Deutschland 2002, 103’ OV/d

FR

9

11 DI 13

SO

DI

Gemeinsam erfinden Menschen mit Demenz Geschichten zu Kunstwerken. Nehmen Sie sich eine kurze Auszeit, um in ein Stück englische Literatur einzutauchen. Anmeldung erwünscht. Erlebe als fiktive Charaktere fantasievolle Abenteuer, löse Rätsel und besiege Gegner. Kinder und Erwachsene entdecken gemeinsam spielerisch digitale Medien. David Studer spielt Maultrommel und zeigt das Instrument als Mittlerin zwischen Musik und Sprache. Musik von Richard Strauss, Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven, Erwin Schulhoff und Elvis Costello

VIEL L MEHR R ALS BÜCHER kbl.ch

46 LiMa 113 | Ausgabe 4 | 2026

18.09.2026 Industrienacht Regio Liestal

Pratteln Liestal Lausen Sissach Füllinsdorf Bubendorf Itingen


Foto: Cédric Bloch

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Roland Stohler und Brigitte Frei bei der ausführlichen Beratung eines Kunden.

Stohler Bett – do ligsch richtig Die Fachleute von Stohler Bett sorgen für ein komplett entspanntes Schlaferlebnis.

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Ausgeprägte Nachbetreuung

Unser Angebot richtet sich an pflegeund betreuungsbedürftige Menschen. Unser Ziel ist eine ganzheitliche, bedürfnisgerechte und liebevolle Betreuung im eigenen Zuhause.

Ist das Schlafsystem installiert, hört die Arbeit der Experten von Stohler Bett nicht auf. Das Kompetenzzentrum Schmerzfrei Schlafen ist weitherum bekannt für die ausgeprägte Betreuung auch nach dem Verkauf. «Ich bin überrascht, was gutes Liegen und Schlafen wirklich bringen kann», sagt Doris Fähndrich aus Basel stellvertretend für viele zufriedene Kundinnen und Kunden.

Bei uns stehen Sie im Mittelpunkt. Am Puls Spitex GmbH Kasernenstrasse 22|4410 Liestal|079 504 96 44|spitex.ampuls@hin.ch|am-puls-spitex.ch

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LiMa 113 | Ausgabe 4 | 2026

47


«Es sind

Veränderungen angesag Das Powerpaar Michèle und Martin Raiser hat vor einem Jahr die Leitung der Baselbieter Konzerte übernommen. Ein Gespräch über Motivation, Musikaffinität und Zukunftspläne. Sie haben die Leitung der Baselbieter Konzerte von Ernst und Vreni Schäfer übernommen; wie blicken Sie auf diese Ära zurück? Michèle Raiser: Sehr positiv. Seit 2014/15 ergab sich durch den Beizug des Musikers Andreas Fleck zusätzlich eine wichtige Professionalisierung. Früher machte Gründerin Silviane Mattern fast alles alleine.

Foto: zVg

Was war die Motivation, dieses Amt zu übernehmen? Michèle Raiser: Wir sind beide sehr musikaffin. Martin spielte früher Piccolo, ich selbst Klavier, aber beide nicht mit höheren Ambitionen. Unsere Kinder förderten wir musikalisch schon früh. Unser älterer Sohn erhielt bereits mit drei Jahren eine Geige. Und wir gehen sehr oft in Konzerte.

Martin Raiser: Schäfers suchten nach bald 20 Jahren dringend Nachfolger und fragten uns an, ob wir die Aufgabe übernehmen würden. Ich selbst bin Speditionsfachmann, was mir das Organisieren leicht macht; meine Frau war

«Wir wollen ein verstärkt jüngeres Publikum ansprechen.» Michèle Raiser

ihrerseits Chefarztsekretärin. Das heisst, dass wir im Rahmen unserer Aufgaben – ich mit Präsidium und der Leitung der Geschäftsführung, Michèle mit dem Sekretariat – vorbereitet waren.

Was inspiriert Sie? Michèle Raiser: Einerseits aktiv etwas zum Musikleben von Liestal und der Region beizutragen, andererseits die Möglichkeit, persönlich Künstlerinnen und Künstler kennenzulernen. Anregend ist auch der Kontakt zu Behörden und Stiftungen, die uns unterstützen. Martin Raiser: Für mich ist es eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die das kulturelle Leben der Region bereichert. Die Qualität der Konzerte KLASSISCHE MUSIK übt auf Hunde nachweislich eine beruhigende Wirkung aus. ist einmalig im Baselbiet.

Studien belegen, dass Hunde bei Beschallung mit Klassik ruhiger liegen, weniger bellen und einen niedrigeren Stresspegel haben als bei Stille oder anderen Musikgenres.

Worauf freuen Sie sich? Michèle Raiser: Ich freue mich auf

Am Ort des Geschehens, der Liestaler Stadtkirche, wo die meisten der «Baselbieter Konzerte» stattfinden: Michèle und Martin Raiser, die die Leitung der Konzertreihe vom legendären Ehepaar Schäfer übernommen haben.

die kleineren Konzerte wie die beiden «Classic Nights» in der Kulturscheune oder auch auf «Soul of Klezmer». Respekt habe ich vor dem Kontakt zu den Geldgebern und der richtigen Verteilung der Plätze durch ein digitales System. Sind Sie auch ein bisschen stolz? Michèle Raiser: Von Stolz möchte ich weniger sprechen, eher von einer Befriedigung, wenn wir das Niveau halten oder steigern können. Wohin soll denn die Reise gehen? Michèle Raiser: Natürlich wollen wir weiterhin musikalische Highlights bringen. Unser Ziel ist es aber auch, verstärkt


Foto: Linda Schier

interview

gt» info Vielfältiges Engagement Mit ihrem Engagement für den Verein «Baselbieter Konzerte» haben sich Michèle und Martin Raiser für ein an Vielfältigkeit kaum überbietbares Ehrenamt verpflichtet. Sie führen die Geschäftsstelle, kümmern sich um Abos und Ticketing (die sie in diesem Jahr digitalisiert haben), betreuen die Künstler, buchen die Locations, verhandeln mit Geldgebern und Sponsoren und amten an der Abendkasse auch noch als Gastgeber. Sie sind pensioniert und in Lupsingen zu Hause.

ein jüngeres Publikum anzusprechen, also unter anderem den Kontakt zur Musikschule zu pflegen. Angedacht ist, dass Eltern mit Kindern zu tieferen Preisen Einlass erhalten könnten. Welche Bedeutung hat Andreas Fleck für den Stellenwert der Baselbieter Konzerte? Martin Raiser: Eine sehr grosse Bedeutung. Er hat den Erstkontakt zu den Künstlerinnen und Künstlern, gestaltet das Programm und ist selbst Mitglied der CHAARTS Chamber Artists. Zudem verfügt er über einen Budgetrahmen. Rund ein Drittel wird durch Abo- und

Ticketverkäufe gedeckt, der Rest durch den Swisslos-Fonds, Stiftungen, Gemeinden, Inserenten und Gönner. Michèle Raiser: Andreas Fleck hat viele Musiker selbst gefördert; sie kommen gerne nach Liestal zurück. Gibt es Veränderungen im Vergleich mit dem bisherigen Konzept? Michèle Raiser: Durchaus. Wir planen jeweils von 18.45 bis 19.10 Uhr Künstlergespräche vor den Konzerten, die dann um 19.30 Uhr beginnen. Zudem versenden wir Newsletter, die einen raschen Vorverkauf und eine umfassende Information ermöglichen. thb

2 × 2 Tickets Wir verlosen 2 × 2 Tickets für die Baselbieter Konzerte am 27. Oktober 2026 in der Stadtkirche Liestal: Klarinettist David Orlowsky spielt mit den CHAARTS chamber artists Musik von Felix Mendelssohn oder John Williams. Mitmachen: lima-magazin.ch/wettbewerb, Teilnahmeschluss ist der 27. September 2026, die Gewinner werden benachrichtigt. Viel Glück. Komplettes Programm: blkonzerte.ch


Fotos: Sportamt BL/Jasmin Haller

Publireportage

Zum Beispiel Fechten: Am Baselbieter Schnuppersporttag am 5. September 2026 können Kinder 28 Sportarten kennenlernen.

Kostenlos 28 Sportarten ausprobieren Am Samstag, 5. September 2026, können Kinder ab 5 Jahren auf den Sportanlagen Gitterli, Frenke und im Gitterlibad zwischen 10 und 16 Uhr total 28 verschiedene Sportarten ausprobieren. Die Anmeldung erfolgt direkt vor Ort.

E

in Tauchgang im Hallenbad Gitterli? Auf den Slacklines balancieren? Mit dem Mountainbike über Hindernisse fahren? Den Schläger beim Tennis, Tischtennis oder Pickleball schwingen? Mit einer Pistole ins Ziel treffen? Im weichen Sand Fussball spielen? Bei Kampfsportarten wie Aikido, Judo, Karate, Kung-Fu oder Light-Contact Boxing die richtigen Techniken kennenlernen und sich ganz stark fühlen? Dies und noch vieles mehr ist im Rahmen des Schnuppersporttages des Sportamts Baselland am Samstag, 5. September 2026, in Liestal möglich.

Bewegungsvielfalt fördern «Uns ist es wichtig, einen möglichst breiten und niederschwelligen Zugang zu neuen Sportarten

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zu schaffen und die Bewegungsvielfalt der Kinder aus dem Baselbiet zu fördern», sagt Veranstaltungsleiterin Sandra Thommen vom Sportamt Baselland. Gemeinsam mit ihrem Team und zahlreichen regionalen Sportorganisationen hat sie ein attraktives Angebot mit insgesamt 28 verschiedenen Sportarten zusammengestellt, die am Samstag, 5. September 2026, zwischen 10 und 16 Uhr auf den Sportanlagen Gitterli und Frenke sowie im Gitterlibad in Liestal von Kindern ab ca. 5 Jahren kostenlos ausprobiert werden können. Eine Voranmeldung für den Event ist nicht notwendig. Einfach am Veranstaltungstag zur gewünschten Zeit an einem der beiden InfoPoints im Stadion Gitterli und beim Haupt-

eingang der Sporthalle Frenke anmelden, das Armband beziehen und los geht’s. Sport- und Badekleidung mitbringen und einen vielfältigen, spannenden und attraktiven Sporttag geniessen. Die meisten Angebote starten im Halbstundentakt, für einzelne Angebote (z.B. Tauchen) bestehen Vorgaben betreffend Mindestalter oder fixe Startzeiten.

Erstmals mit Beachsoccer Angelo Schirinzi, seit 2001 Nationaltrainer des erfolgreichen Schweizer Beachsoccer-Nationalteams, beteiligt sich mit Swiss Beachsoccer und in Zusammenarbeit mit dem Fussballverband Nordwestschweiz erstmals am Baselbieter Schnuppersporttag. «Die Voraussetzungen im Gitterli-Areal sind mit dem spezifischen Beachsoccer-Feld, wo einst die Chargers Baselland auf höchstem Niveau gespielt haben, ideal. Wir freuen uns sehr, an diesem Tag den Kindern unsere faszinierende Sportart näherbringen zu können», sagt er.


Anmeldestart für den Baselbieter Team-OL

Kompetente Fachpersonen begleiten die Kinder bei ihren ersten Schritten in einer neuen Sportart.

ationen Weitere Inform rsporttag: zum Schnuppe

So wie Beachsoccer geht es den meisten angebotenen Sportarten am Schnuppersporttag. Sie wollen primär auf ihre Sportart aufmerksam machen und jungen Menschen Einblicke gewähren. Ob sich daraus später ein Vereinseintritt oder sogar eine Karriere in der jeweiligen Sportart ergeben wird, ist unerheblich. «Die Kinder sollen in erster Linie Spass haben und in einem einladenden Umfeld mit professioneller Aufsicht den Mut aufbringen, neue Sporterfahrungen zu machen», so Sandra Thommen vom Sportamt Baselland. Folgende Sportarten werden am Schnuppersporttag 2026 angeboten: Aikido, Baseball & Softball, Basketball, Beachsoccer, Biathlon, Curling, Fechten, Handball, Judo, Karate, KungFu, Leichtathletik, Light-Contact Boxing, Mountainbike, Pickleball, Pistolen und Gewehr, Radball, Rugby, Wassersportarten wie Schwimmen, Turmspringen, Wasserball und Tauchen, Slacklines, Tanzen, Tennis, Tischtennis, Kunstturnen und Unihockey. Je nach Zeitplan können die Kin-

Der Baselbieter Team-OL gehört zu den grössten und beliebtesten Breitensportanlässen der Region. Jedes Jahr nehmen rund 1500 OLBegeisterte teil. Am Sonntag, 25. Oktober 2026, geht es vom Wettkampfzentrum auf den Sportanlagen Tannenbrunn in Sissach zum Laufgebiet auf der Zunzgerhard. 34 verschiedene Kategorien erlauben es, alters- und leistungsgerecht einen sportlichen Vormittag im herbstlichen Baselbieter Wald zu geniessen. Für die 74. Auflage dieses vom Sportamt Baselland organisierten Traditionsanlasses erfolgt die Anmeldung über das Tool von ol-events.ch. Anmeldeschluss ist am 12. Oktober 2026. Für die offenen Bahnen (schwarz, rot und blau), für den Walk-OL und die beiden Trail-OL für Familien und Menschen mit Beeinträchtigung ist eine Nachmeldung am Lauftag bis 11 Uhr möglich. In allen Jugend- und Schulkategorien ist die Teilnahme kostenlos.

der natürlich mehrere Sportarten auswählen und ausprobieren.

Schnuppern seit 2011 Bei allen Sportanlagen des Schnuppersporttages gibt es ein Verpflegungsangebot. Der Eintritt ins Gitterlibad ist für die Nutzung der Angebote des Schnuppersporttages kostenlos. Begleitpersonen haben nur in Bade- oder lockerer Freizeitkleidung Zutritt. Im Stadion Gitterli stehen neben den angebotenen Sportarten auch eine Hüpfburg und ein Bungee-Tower zur Verfügung, im Foyer der Sporthalle Frenke können sich die Teilnehmenden an der digitalen twall-Reaktionswand versuchen. Den Baselbieter Schnuppersporttag gibt es seit 2011 und er fand zuletzt im Zweijahres-Rhythmus statt. Im Jahr 2022 war er Teil der 50-Jahr-Jubiläumsaktivitäten von Jugend + Sport.

ationen Weitere Inform r Team-OL zum Baselbiete


Fotos: Cédric Bloch

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iebe Italiener, das wird jetzt schmerzhaft, aber die besten Nudeln gibt’s in Asien. In China, Südkorea, Taiwan – und Japan. Natürlich! Nun liegt Liestal zwar nicht in Asien, aber ein kleines bisschen Asien in Liestal, an der Industriestrasse genau, wo Lynette Oh, die aus Singapur stammt, Ramen, Udon und Biang Biang produziert. Eigentlich ist Lynette Oh, 54, ja Chemikerin und Laborantin. Sie machte in den USA Karriere und kam auch wegen big pharma in die Schweiz, das sagt sie selber so, wenn auch mit einem Augenzwinkern. Doch obwohl sie für die Chemie brennt, für Bausteine, Verbindungen und die Komplexität von Formeln, wagte sie 2024 einen Neuanfang, weil sie auf der Suche war: nach Sinn, Passion, Unabhängigkeit – und so richtig guten, handgefertigten asiatischen Nudeln aus der Schweiz. Die fand sie nämlich weit und breit nicht. «Ausserdem spielt die Chemie bei der Nudelproduktion ja eine ziemlich grosse Rolle.»

Asiatische Nudelperfektion made in Liestal: Lynette Oh stammt aus Singapur; bei ihren Nudeln setzt sie auf regionales Mehl aus Solothurn, dem Aargau ‒ und Maisprach.

Al dente war einmal Asiatische Nudeln sind next level. Und die gibt’s quasi vor der Haustür, denn als Einfraubetrieb produziert Lynette Oh in Liestal Udon, Ramen und Biang Biang. Für das perfekte Mundgefühl geht’s um Proteingehalt, Umkehrosmose und katsui. 52 LiMa 113 | Ausgabe 4 | 2026


food corner

Alle lieben Nudeln

«Uns Nudelmacher gab es schon vor 2000 Jahren; und es wird uns auch in 2000 Jahren noch geben.» Dass in deren Herstellung ziemlich viel Wissenschaft steckt, wird schnell deutlich – trotz der ja wirklich übersichtlichen Zutatenliste. Denn mehr als Mehl, Wasser und Salz kommt ja eigentlich gar nicht hinein in so einen Teigwarenteig. Umso wichtiger sind die Details. Das Wasser etwa, um es zu enthärten, lässt Lynette Oh durch ein Umkehrosmose-

Gerät fliessen. Das hat genauso Einfluss auf die Textur wie der Proteingehalt des Mehls, das übrigens aus Maisprach sowie Solothurn und dem Aargau stammt. Bei der Ramenherstellung kommt ausserdem eine Mischung alkalischer Salze zum Zug, das sogenannte katsui. Das verleiht den Nudeln ihren typischen Biss, der fester, ja regelrecht elastisch ist, und den Zähnen diesen ganz besonderen Widerstand leistet.

Die Sinnlichkeit des Kauens Dieser Biss spielt in der asiatischen Küche eine weitaus eminentere Rolle als in unserer Kultur, die Textur einer Nudel ist

Fotos: Lea Styger

Dass die quirlige Frau also Expertise und Berufung verquickt, ist mehr als ein schöner Nebeneffekt. Vor allem aber geht es ihr schon darum, möglichst gute Nudeln herzustellen. Schliesslich liebe sie Nudeln über alles – als Suppe, mit ein paar Resten angebraten oder wie auch immer. Ausserdem weiss sie, dass sie damit nicht allein ist: «Alle lieben doch gute Nudeln.»

In der asiatischen Nudelkultur spielt der Biss eine zentrale Rolle. Eine grosse Rolle dabei spielt der Proteingehalt des Mehls.


Foto: Lea Styger

Ftot: stock.adobe.com

re ze pt Biang Biang Nudeln , wie man sie in Xi’an (China) isst woher die Nudeln ursprünglich stammen. Für 1 Person. 150 g Biang Biang Nudeln 80 g Lammhack fleisch 2 EL gehack te Tomaten je 1 EL Austernsauce, Sojasauce, Chiliöl (z.B. Lao Gan Ma, optional), Chiliflocken, Kecap Manis, Kreuzkümmelpulver, gehack ter Knoblauch, gehack ter Ingwer etwas Pflanzenöl Nudeln nach Anleitung kochen, abschrecken. Fleisch mit Knobli, mel Ingwer, Tomaten und Kreuzküm und anbraten, mit Kecap Manis Austern- sowie Sojasauce ablöschen. Kurz weiterbraten, vom n, Herd nehmen. Nudeln unterhebe en, in einem Schüsselchen anricht Chiliflocken darübergeben, das , Pflanzenöl erhitzen, bis es raucht über die Flocken giessen, unterrühren, nach Geschmack mit dem Chiliöl beträufeln, geniessen.

Die Hydration des Ramenteigs ist enorm tief; die tröpfchenweise Beigabe des Wassers zum Mehl sorgt für eine gleichmässige Verteilung und ist auch für die Elastizität der Nudeln entscheidend.

Teil des Genusses, ein sinnliches Erlebnis und mindestens genauso wichtig wie Aroma und Geschmack. Man könnte sagen: Das geht weit über al dente hinaus, das ja im Prinzip «nur» den Gargrad beschreibt. Die Japaner haben dafür übrigens auch ihren eigenen Begriff: koshi.

«Chemie spielt bei der Nudelproduktion eine zentrale Rolle.» Ebenfalls aus Japan stammen Ohs Maschinen: jene, die den Teig verknetet (wobei übrigens die tröpfchenweise Beigabe des Wassers ebenfalls einen grossen Einfluss auf die spätere Textur der Nudel hat); und jene, aus der die fertigen Nudeln gleiten, die sie zum Teil direktverkauft, die sie aber auch an diverse Ramenshops und Restaurants liefert. Allein für die «Tibits»-Kette produziert sie 400 Kilogramm Nudeln im Monat. In den Wintermonaten kommt sie auf ein Total von rund zwei Tonnen monatlich.

Diese Nudelproduktion bedeutet Lynette Oh mehr als Broterwerb und Leidenschaft. Denn sie folgt einer uralten Tradition: «Uns Nudelmacher gab es schon vor 2000 Jahren; und es wird uns auch in 2000 Jahren noch geben.» Sagt sie und wendet sich wieder ihrem Teigmischer zu, in dem das Mehl wirbelt, in das wiederum das enthärtete Wasser tröpfelt. «Schau dir das an: wunderschön!», schwärmt die Nudelmacherin: «Ich könnte stundenlang zuschauen.» luc

info Nudelmanufaktur Lynette Oh nennt ihre EinfrauNudelmanufaktur Halestron: «Hale» ist eine hawaiianische Begrüssung; «stron» steht für Strontium, Chemikerin Ohs Lieblingselement, das man vor allem vom Feuerwerk kennt (die roten Lichter). Die Singapurerin lebt seit 2016 in der Schweiz, ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Kinder.


Foto: zVg

beigemüse der ser Seite sind von Die Tipps auf die ählt und ver fasst. Es handelt ew sg au Redaktion . Wir sind zahlte Werbung sich nicht um be nach Newsfut ter aus der rig ng hu eit erz agazin.ch. jed lkommen @lima-m Gastr oszene: wil

Florale Kaffeefreuden

Fotos: zVg

Aus der Villa 27 in Sissach wurde im Frühsommer die Villa Traumwerk, die eine Kombination aus Café, Bistro und floraler Boutique mitsamt Dekosortiment und Geschenkartikeln ist. Wer also zum Zmorge, Znüni oder Zmittag bei Gastgeberin Franziska Steiner einkehrt, tafelt in behaglichem Grün, ist auch zu den regelmässigen Themenabenden und Tavolatas willkommen und kann hier sogar Privatfeiern ab zehn Personen veranstalten. Sissach | villatraumwerk.ch luc

Mit frischem Wind

Fo to: zVg

Die Geschichte des «Amtshüsli» ist bewegt, Schliessungen folgten Wiedereröffnungen auf dem Fusse. «Schluss damit!», sagte sich das junge Wirtepaar Manon Odenheimer und Chris Ramsthaler und erfüllte sich seinen Traum vom eigenen Restaurant. Mit frischem Wind und Leidenschaft setzen die beiden gelernten Köche auf eine nachhaltige, qualitativ hochstehende Küche zu fairen Preisen. Empfehlung des Hauses: Thunfischtatar, Tomatenrisotto, Burger. Liestal | restaurant-amtshaus.ch luc

Momos von Tashi

26 Wemotion 20

hende Starnde, lasse ange be A ei dr e nf tigen hm Man ne elle ihnen die kü st , ln be ir w -köche zwischen, köchinnen und cke das Ganze ro d un te ei S r nten aus Ser viceasse zu grössten Tale n de it m n ge n Gän ene. vor und nach de Per formancesz d un ik us M -, nz m ion», steigt vo der hiesigen Ta dann «Wemot ch si t nn ne eu t ger «L e» Das Resulta im Waldenbur 6 2 0 2 r be m te im WB -Tal. 24. bis 26. Sep d Kulturevent un ik ar in ul K und ist das al.ch luc wemotion-wbt Waldenburg |

Momos, das sind diese gefüllten Teigkugeln tibetischen Ursprungs, geradeso einen perfekten Mund voll, aromatisch und … am besten selber kosten. Möglich ist das seit Frühling auch in Liestal. Sol-Tsik heisst der entsprechende Foodtruck, betrieben von Tashi. Er füllt seine Momos mit Fleisch oder Gemüse und dämpft oder frittiert sie wahlweise. Zu geniessen gibt’s das dann – ergänzt mit hausgemachtem Lassi und Chai – zum Lunch gegenüber des Bücheli Centers. Liestal | sol-tsik.ch luc LiMa 113 | Ausgabe 4 | 2026

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Foto: Cédric Bloch

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«Viele Produkte werden bis heute von Hand abgefüllt.» Jürg Reimann, Inhaber Cenovis AG

Würzige Tradition aus dem Baselbiet Die echte Würze aus Arisdorf heisst Cenovis. Die Kultmarke verbindet Tradition, Handarbeit und natürliche Zutaten – und bereichert mit ihrem unverwechselbaren Geschmack sowohl ione Gastronomie. die Alltagsküche als auch die professionelle

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er Cenovis noch nicht kennt, sollte es unbedingt probieren. «Brot, Butter und … Cenovis» – dieser Leitsatz begleitet seit Generationen Geniesserinnen und Geniesser in der Schweiz. Die Kultmarke aus der Tube veredelt jeden Brotaufstrich und überrascht mit einem unglaublich wür-zigen Aroma. Es schmeckt nach purem Umami, mi, hinterlässt einen herzhaften, tiefen und leicht bitteren Geschmack und erinnert an konzentrierte ierte Gemüse- und Hefearomen – ein Profil, dass man sofort wiedererkennt.

Mit Vitaminen aus Bierhefe Seinen Ursprung verdankt Cenovis dem m weitsich-

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tigen gen Bierbraumeister Alex Villinger aus Rheinfelden. Vor bald 100 Jahren stellte er sich di die Frage, wie man die nährstoffreiche Brauereihefe mit ihren bekannten gesunden Eigenschaften in ein wohlschmeckendes Genussmittel verwandeln könnte. Die Idee liess ihn nicht mehr los. Dank der zahlreichen B-Vitamine und Mineralstoffe der Bierhefe war das Potenzial offensichtlich – und im Frühjahr 1931 war es so weit: Die Erfolgsrezeptur für Cenovis war geboren. Eine Rezeptur, die bis heute unverändert geblieben ist.

Hinter dieser würzigen Tradition steht die Cenovis AG in Arisdorf, ein Familienunternehmen mit starken Wurzeln im Baselbiet. Cenovis ist zu 100 Prozent natürlich, frei von Zusatzstoffen und weit mehr als nur ein Aufstrich für Brot, Gipfeli, Zopf oder Toast. Es verleiht auch Salatsaucen, Fondue oder Gemüsegerichten eine spannende, aromatische Tiefe. Neben der klassischen Flüssigwürze, die ebenfalls auf Basis von sisch Bierhefe hergest hergestellt wird, gibt es Cenovis in drei Alpenkräuter, charaktervollen Würzmischungen: Würzmisc sind Paprika Passion und Senf Estragon. Erhältlich Erh die Spezialitäten in den Regalen der meisten Schweizer Detailhändler, im charmanten Fabriklädeli in Arisdorf sowie im Online-Handel.

Bouillons, Salatsaucen usw. Doch Cenovis ist nur eine von vielen würzigen SpeSp zialitäten, die im Gewerbequartier von Arisdorf Arisd entstehen. Mit zwölf Mitarbeitenden entwickelt entw


Fotos: zVg

Coole Rezepte Würziges Obazda, geschmackvolle Eiermuffins, Rindstatar, Quinoa-Tätschli, Gazpacho und vieles mehr – im Internet präsentiert Cenovis viele leckere Rezepte, die das kulinarische Repertoire erweitern.

Hummus-Toast mit Granatapfelkernen Zutaten 100 g Hummus 102 TL Cenovis Granatapfelkerne Petersilie (gehackt) Brot Körnerbrot (2 Scheiben) Zubereitung – Hummus mit Cenovis mischen und auf ein Stück Brot streichen. – Mit Granatapfelkernen und Petersilie garnieren. Weitere Rezepte:

Auf dem Brot mit Butter kommt der unvergleichliche Geschmack von Cenovis am besten zur Geltung.

und produziert der Familienbetrieb eine breite Palette an Würzmitteln für Gastronomie, Industrie, Detailhandel und Privatkunden. Neben den bekannten Cenovis-Produkten werden in Arisdorf Bouillons, weitere Würzmischungen, Flüssigwürzen, Salatsaucen und Kräutermousses für unterschiedlichste Anwendungen kreiert.

Viel Handarbeit Mit ihrer Flexibilität hebt sich die Cenovis AG klar von Mitbewerbern ab. Das Arisdörfer Unterneh-

men arbeitet mit kleineren Anlagen und kann dadurch auch kleine Produktionsmengen wirtschaftlich herstellen. «Viele Produkte werden bis heute von Hand abgefüllt», sagt Inhaber Jürg Reimann mit berechtigtem Stolz. «So können wir individuelle Kundenwünsche und spezielle Rezepturen effizient umsetzen.» Gastronomiebetriebe, Industriekunden und Handelspartner schätzen diese Nähe zum Produkt. Und natürlich bleibt die Cenovis AG innovativ und kundenorientiert. Die Verbindung aus handwerklicher Sorgfalt, modernem Know-how und regionaler Verankerung bildet das Fundament der Firma. «So entstehen im Baselbiet seit Jahrzehnten Produkte, die in professionellen Küchen ebenso geschätzt werden wie in Schweizer Haushalten», erklärt Reimann. Mit ihrer Kombination aus Tradition, Flexibilität und Qualitätsbewusstsein steht die Cenovis AG für echten Geschmack aus der Region – damals wie heute.

Weniger ist mehr Übrigens hat Jürg Reimann noch einen Tipp zum Brotaufstrich von Cenovis auf Lager. «Streichen Sie zuerst Butter oder Margarine aufs Brot oder aufs Gipfeli und danach nicht zu viel Cenovis: Dann kommt der Geschmack schön zur Geltung», empfiehlt er – und gehört damit wohl zu den wenigen Genussmittelherstellern, die mit einem Augenzwinkern auf das Motto «weniger ist mehr» setzen.

Cenovis AG Nahrungsmittel Berstelstrasse 16 (Fabrikladen) 4422 Arisdorf, info@cenovis.ch cenovis.ch, shop.cenovis.ch

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genau meins

Verborgenes Eldorado: Filmemacher Krause inmitten der Chienbäse-Wagen, gelagert etwas ausserhalb des Stedtlis.

Verrückt, wunderschön – und zutiefst menschlich Jedes Jahr lodert im Stedtli vor 40 000 Schaulustigen ein flammendes Inferno. Mit einem Kinofilm ehrt Filmemacher Stefan Krause nun den Chienbäse – und die Menschen dahinter.

S

tefan Krause sieht die Dinge anders als andere. Denn was er betrachtet, läuft als Film vor seinem inneren Auge ab. Auch bei einem Besuch des Chienbäse war das so. Logische Konsequenz: Wie könnte er das filmisch festhalten? Nicht der brennenden Besen und des lodernden Feuers wegen. Er betrachtete die Menschen, die die Wagen zogen und sich im Schatten des Feuers bewegten. «Zuerst hatte ich die Bilder, dann musste ich drumherum

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eine Geschichte konstruieren», erzählt er. Nicht nur die Tradition mit dem Feuer jeweils am Sonntag nach Aschermittwoch trieb ihn an. Die Menschen interessierten ihn. Die Hände, die das Holz binden. Die Gesichter beim Warten. Der Moment, bevor die Flamme des Bunsenbrenners das Holz berührt. «Da hat sich ein ganzer Strauss eröffnet.» All die Menschen etwa, die hinter dem Spektakel stecken – von den Wagenführern über Sanität, Polizei und die ganze Organisation.

Für eine einzige Nacht Da ist Vanessa Amstutz, die erstmals am grossen Feuerwagen steht; Feuerwehrkommandant Roger Salathé, Metallbauer Martin Jauslin, Fasnachtsobmann Martin Klaus, Stadtpräsident Daniel Spinnler; und da sind Hausi Iberg, der das Gedächtnis der Tradition verkörpert, oder Christian Rösch, der die zehn Feuerwagen koordiniert. «Diese Menschen in Liestal, die Tage und Wochen an etwas arbeiten, das in einer einzigen Nacht verbrennt: Das ist verrückt; das ist wunderschön – und zutiefst menschlich.» Hauptberuflich arbeitet Stefan Krause, 59, als Kameramann beim Schweizer Fernsehen, in Bern, in der Newsredak-


Foto: Mimmo Muscio

genau meins info «s’Füür vo Lieschtel – Herzblut und Asche» Premiere: Samstag, 12. September 2026, 19 Uhr, für geladene Gäste. Öffentliche Vorstellungen: 13.9.2026, 19 Uhr, 19.9.2026, 20 Uhr, 26.9.2026, 20 Uhr, 27.9.2026, 19 Uhr, 3.10.2026, 20 Uhr, 4.10.2026, 19 Uhr Tickets: eventfrog.ch/sfueur

4 × 2 Tickets

Foto: zVg

LiMa verlost 4 × 2 Tickets für die Premiere vom 12. September 2026, 19 Uhr. Mitmachen unter lima-magazin.ch/wettbewerb, Teilnahmeschluss ist am 30. August 2026. Viel Glück.

nach, sondern beobachtet lediglich. Herausgekommen ist ein Dokumentarfilm, der 93 Minuten dauert. Weltpremiere feiert er im Kino Oris – jenes Lichtspielhaus, das im Winter 2025 Konkurs ging. Dass der Film dort trotzdem laufen kann, hat Stefan Krause ausgehandelt. Sieben Vorstellungen werden es sein, den Saal dafür richtet er eigenhändig her. Das Oris eines Tages wieder dauerhaft zu öffnen, ist Krauses Traum, es gebe sogar Bestrebungen in diese Richtung, mehr möchte er dazu aber noch nicht sagen. «Und dann die Kino-Ära der 70er- bis Anfang der 2000er-Jahre aus der Kiste holen». Damit würde sich für ihn ein Kreis schliessen. Schon als Kind hat er im Kinderzimmer mit kleinen Projektoren Geschichten von Hand gedreht und später als Jugendlicher Kinos eingerichtet. «Wenn ich Glück habe, taucht einer mit einem Koffer voller Geld auf, um diesen Traum zu verwirklichen.» Zuerst aber hofft er, dass möglichst viele Leute seinen Film anschauen wollen. cko

Stefan Krause brennt nicht nur für Liestaler Traditionen, sondern auch für die lodernden Flammen am Chienbäse.

alleine: die Interviews im Vorfeld, die Vorgeschichte mit den Wagenreparaturen in den Werkstätten, das Binden der Chienbäse. «Ich habe so viele tolle Menschen kennengelernt, die mir ihre Herzen öffneten und aus dem Nähkästchen plauderten; das ist das, was ich wollte – ein Plaudern auf Augenhöhe.» Die Begeisterung, die er spürte, trieb ihn an.

Wiederbelebung des Kinos «s’Füür vo Lieschtel – Herzblut und Asche» enthält weder Erklärungen noch eine Stimme aus dem Off. Die Bilder und die Menschen sprechen für sich. Die Kamera stellt nichts

Foto: zVg

tion. Sein neugieriger Blick auf Liestal hat auch damit zu tun, dass er vor einigen Jahren mit seiner Familie von Rheinfelden nach Liestal gezogen ist und viel Liebe für das Stedtli empfindet. Bereits 2024 bannte er den Liestaler Banntag auf die Leinwand. «Die Leute sind hier so offen. Und auch wenn alle sagen, hier sei nicht viel los, erlebe ich das überhaupt nicht so.» Dieses Jahr fand der Chienbäse am 22. Februar statt. Um filmisch möglichst viel einzufangen, war Stefan Krause an diesem Tag nicht allein: Neun Leute waren im Einsatz, acht an den Kameras, drei davon navigierten Drohnen, dazu Corsin Bader am Ton. Den Rest drehte er

ALERT: VOLLE AUFMERKSAMKEIT T gilt bei vielen Spezies, wenn Gefahr im Anzug ist. Sie nehmen Infraschallwellen wahr, womit sie Stürme oder Vulkanausbrüche «vorhersagen» können. Andere reagieren extrem empfindlich auf kleinste Luftruck veränderungen und statische Aufladungen oder spüren winzige Erschütterungen, was sie vor Unwettern, Tsunamis oder Erdbeben warnt.


rätselspass

Rätseln und Knobeln Schwedenrätsel

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Sudoku mittel

Bimaru Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 × 3-Blöcke nur einmal vorkommen.

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren, auch nicht diagonal, und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Die Lösungen finden Sie auf Seite 65

Inspiration. Innenarchitektur. Einrichtung.

roesch.ch Möbel Rösch AG Güterstrasse 210 4053 Basel


argumente

Fotos: zVg

Liestaler äussern sich die In dieser Rubrik SP, tionen glp /EV P, rak tsf ra er hn Einwo ie Mitte zu einem P/d FD d un P SV Grüne, ak tuellen Thema.

Gib Pfötchen Auf leisen Pfoten pirschen sich nicht nur Hund und Katz heran, sondern bisweilen auch eher wilde Kreaturen wie Waschbär, Wolf und weitere, die unseren Einwohnerrat beschäftigen.

Domenic Schneider, glp; glp/EVP-Fraktion

Thomas Grieder, Fraktion SP

Freude und Verantwortung

Wir sind die Maus

Unser Weihermätteli ist ein Ort der Begegnung, der Erholung und der Freude. Und der neue Spielplatz macht ihn für Familien noch attraktiver. Als Stiftungsrat freue ich mich, dass wir diesen besonderen Ort weiterentwickeln konnten. Doch hinter allem Schönen stehen tägliche Arbeit und wachsende Herausforderungen. Wegen Hitze und Trockenheit finden unsere Tiere auf den Weiden zu wenig Futter. Deshalb müssen wir Futter zukaufen. Das bereitet mir Sorgen. Denn auch viele Landwirtschaftsbetriebe kämpfen mit knappen Futterreserven. Für mich wird hier greifbar, welche Folgen der Klimawandel für Tiere und Landwirtschaft haben kann. «Auf leisen Pfoten» bedeutet deshalb auch, Verantwortung zu übernehmen. Für unsere Tiere, für die Natur und für die Zukunft des Tierparks Weihermätteli.

Meine Katze liebt die Mäusejagd. Auf leisen Pfoten schleicht sie sich an und schlägt blitzschnell zu. Die Maus ahnt nichts von ihrem Schicksal – sie hätte wohl nur bei voller Aufmerksamkeit eine Chance gehabt, sich in Sicherheit zu bringen. In den letzten Wochen kommt es mir vor, als wären wir Menschen die Maus und das Klima die Katze. Über Jahre haben sich heisse Sommer und extreme Klimazeichen leise angeschlichen. Mahner gab es früh, doch haben wir auf sie gehört? Mit Lokalpolitik in Liestal stoppen wir den globalen Klimawandel zwar nicht. Aber wir können seinen Auswirkungen konsequent entgegentreten. Mit Baumpflanzungen, Entsiegelungen, dem Schwammstadt-Prinzip und weiteren Massnahmen mindern wir die Hitze. Um im Bild zu bleiben: Wir müssen unsere Mauslöcher raschestmöglich herrichten.

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Freies Malen für Kinder Wir probieren mit Pinsel und Händen, was in der Welt der Farben möglich ist. Auf dieser spielerischen Entdeckungsreise werden Maltechniken erkundet, z.B. Drucktechnik mit Verpackungsmaterial (Upcycling). Welche Bilder entstehen an einer Malwand? Termine sind wöchentlich oder alle 14 Tage buchbar. Ich freue mich auf Sie!

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Gesundheit-Kunsttherapie Jacqueline Saladin Benzburweg 18, Liestal T 079 380 30 76 www.jacqueline-saladin.ch

Glaser Nähcenter " # # $ % & !


Andreas Sutter, Grüne-Fraktion

Lorenz Holinger, Fraktion SVP

Simon Fluri, FDP; FDP-Mitte-Fraktion

Lebensräume schützen

Der Wolf zurück im Baselbiet

Schleichende Veränderungen

Leise schleicht er durchs Baselbiet – und erobert dabei immer mehr Lebensraum: der Waschbär. Was auf den ersten Blick sympathisch wirkt, ist aus ökologischer Sicht auch problematisch. Als Neozoe findet er dank milderer Winter und eines grossen Nahrungsangebots ideale Bedingungen. Für bodenbrütende Vögel, Amphibien, Reptilien kann das zum Problem werden. Der Waschbär erinnert uns daran, dass der Klimawandel nicht nur Verlierer kennt. Manche Arten profitieren – oft zulasten unserer einheimischen Tierwelt. Umso wichtiger ist es, unsere natürlichen Lebensräume zu schützen und zu vernetzen. Eine vielfältige Natur ist kein Selbstläufer. Sie braucht Platz, Weitsicht und den politischen Willen, sie auch für kommende Generationen zu erhalten. Dafür setzen wir uns ein.

Noch unter dem Radar und meist unbemerkt – im wahrsten Sinne auf leisen Pfoten – ist der Wolf seit 2021 schrittweise zurück ins Baselbiet gelangt. In der jüngeren Vergangenheit kam es im oberen Baselbiet vermehrt zu Sichtungen. Auch wenn es aktuell kein aktives Rudel gibt: Die Rückkehr der Einzeltiere hinterlässt Spuren. Nach vereinzelten Rissen von Nutztieren empfiehlt das Amt für Wald und Wild den Bauern nun dringend, ihre Herden aktiv zu schützen. Es ist davon auszugehen, dass der Wolf nicht mehr aus unserer Gegend verschwindet. Früher oder später wird er damit sicherlich auch bei uns zum emotionalen Politikum werden – so wie er dies seit längerem in den Bergkantonen ist.

Manche Veränderungen schleichen sich auf leisen Pfoten in den Finanzhaushalt. Liestal steht für eine hohe Lebensqualität, eine attraktive Infrastruktur und zählt zu den beliebtesten Wohnorten der Region. Doch all das muss finanziert und langfristig erhalten werden. Hohe Schulden, ein schrumpfendes Steuersubstrat und bereits hohe Steuerfüsse engen den finanziellen Handlungsspielraum ein. Jetzt braucht es finanzpolitische Disziplin. Die Ausgaben müssen sorgfältig geprüft, hinterfragt und priorisiert werden. Ebenso wichtig ist es, die Attraktivität Liestals als Wohn- und Wirtschaftsstandort weiter zu stärken, insbesondere auch für Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sowie Unternehmen. Denn nur mit einer nachhaltigen Finanzpolitik bleibt Liestal ein Ort mit Zukunft.

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TEATIME

Abwarten und Teetrinken? Von wegen! Ob würziger Chai, trendiger Matcha, klassische Teatime oder instagrammable Bubble Tea: In der kommenden Ausgabe drehen wir uns ganz um die Kunst, den Genuss und das Ritual des Teetrinkens. Dazu werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und richten einen Appell an die Gastronomie. Teatime wird behaglich, informativ und garantiert dampfend gut. Inputs? lucas.huber@lima-magazin.ch LÖSUNGEN DIE GLÜCKLICHEN GEWINNER AUS DER LETZTEN NUMMER:

Basel Tattoo Mario Dubini, Niederdorf Yannik Zambonis neue Düfte Jann Buser, Lausen Franziska ska Schmidlin, Itingen Gaby Steinhardt, Liestal

SCHREIBEN SIE UNS

willkommen@lima-magazin.ch Redaktion: lucas.huber@lima-magazin.ch lima-magazin.ch Unsere nächste Ausgabe erscheint am 13. Oktober 2026

impressum

Herausgeberin: BirsForum Medien GmbH

Malsmattenweg 1, 4144 Arlesheim, T 061 690 77 00 willkommen@lima-magazin.ch, lima-magazin.ch Verlagsleitung: Thomas Bloch, Thomas Kramer Redaktionsleitung: Lucas Huber (luc) lucas.huber@lima-magazin.ch Mitwirkende dieser Ausgabe:

Texte: Lucas Huber (luc), Claudia Kocher (cko), Jonit Schmid (jos), Dorothea Gängel (dog), Thomas Brunnschweiler (thb), Rolf Zenklusen (zen) Fotografie: Lea Styger, Linda Schier, Cédric Bloch, Mimmo Muscio Gestaltung und Produktion: Denise Vanne Korrektorat: Katharina Schäublin Produktmanagement: Patricia Sterki Medienberatung und Anzeigenverkauf:

Swen Mösch, 061 690 77 10 swen.moesch@birsforum.ch Paul Wisler, 061 690 77 04 paul.wisler@birsforum.ch Tarife: lima-magazin.ch Erscheinung: LiMa erscheint 6 mal pro Jahr:

Unser nächster Erscheinungstermin: 13. Oktober 2026 Inserateschluss: 28. September 2026

Foto: Lea Styger

19. Jahrgang, Nr. 113

Weitere Erscheinungstermine: lima-magazin.ch Auflage: 29 300 Ex. kostenlos an alle Haushaltungen und

Postfächer in Liestal, Arboldswil, Arisdorf, Böckten, Bubendorf, Frenkendorf, Füllinsdorf, Gelterkinden, Hölstein, Itingen, Lampenberg, Lausen, Liedertswil, Lupsingen, Niederdorf, Nuglar-St. Pantaleon Oberdorf, Ormalingen, Ramlinsburg, Reigoldswil, Seltisberg, Sissach, Titterten, Waldenburg, Ziefen.

Ueli Gröbli, 061 690 77 05 ueli.groebli@birsforum.ch

Abonnement: Preis für sechs Ausgaben: CHF 45.00

Andreas Kunle, 061 690 77 08 andreas.kunle@birsforum.ch

Copyright: Alle Rechte bei BirsForum Medien GmbH ISSN-Nummer 1663-6236

DAS WAR’S, REDAKTIONSHUND SENNA meldet sich hiermit ab. «Danke für Ihren Biss, bis zur letzten Seite durchzuhalten. Ich hoffe, es hat sich für Sie nicht nur wegen meiner Fotogenität gelohnt.»


Foto: Jen Ries

kolumne

Gefühlsgerümpel im Seelenkeller Zu Lebzeiten war meine Mutter gesprächiger als mein Vater. Wie es jetzt ist, weiss ich nicht. Der Tod verändert einiges im Leben. Aber ich höre sie bis heute am Esstisch sagen: «Pa, es hat noch Salat.» Und ihn sehe ich vor mir, wie er dann Salat schöpft. «Jemand sollte an Uelis Beerdigung gehen», sagte Ma auch mal. «Stimmt», hätte Pa erwidern können, oder auch «nein, es gibt am Liichemöhli ja doch nur Wienerli und Kartoffelsalat». Stattdessen ging er Trauer feiern. «Wir waren schon lange nicht mehr bräteln», sagte Ma, gerne samstags im August, wenn das Emd eingebracht war und der Wetterbericht für den Sonntag gut. Pa wusste sehr wohl, wie es um Wetter und Ernte stand. Er wusste auch, wie es um Ma stand. Er ahnte schon am Freitag, dass sie am Samstag das Bräteln aufs Tapet bringen würde. Wir waren jeden August bräteln. Willi Näf, satirischer Redner und Schreiber, Bubendorf, willinaef.ch

Ma manipulierte Pa häufig in der Appellsprache. So forderte sie ein, ohne einzufordern. Oder kritisierte, ohne zu kritisieren. Sie bespielte sein schlechtes Gewissen, bevormundete ihn zu oft und nahm ihn zu selten ernst. Was auch nicht immer einfach war, denn Pa war ein Meister des Appellschweigens. Egal ob er laut schwieg oder leise, er erwartete stets, dass sie heraushörte, was er nicht aussprach. So tat auch er seinen Willen kund, ohne ihn kundtun zu müssen. Er vermied selbst jene Auseinandersetzungen, die sie gebraucht hätte zum Planen, Klären und Leben. Allzu vieles empfand er allzu schnell als Kritik, und sie setzte darum allzu oft auf Appelle. In der zweiten Ehehälfte sprachen sie oft miteinander, ohne miteinander zu sprechen, und das Unausgesprochene sammelte sich im Seelenkeller an wie Gerümpel im Hauskeller. Bis sie sich nicht mehr ans Aufräumen wagen mochten, weil sie auf manches Unverstandenes gestossen wären. Sie gewöhnten sich so an das Seelengerümpel, dass sie es im Alter gar nicht mehr sahen, sondern einfach zufrieden waren, immer noch zusammen zu sein in ihrem gemeinsamen Lebenshaus. Aber wie gesagt, das war noch zu Lebzeiten. Wie es jetzt ist, weiss ich nicht. Vielleicht plaudern und lachen sie entspannt über alles. Ausser über den Salat.

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