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LiMa 112 - 03/26

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Endlich Sommerferien! Doch wohin? Wir geben

Endlich Sommerferien! Doch wohin? Wir geben

Insp Ins Insp

Inspiration – und legen Ihnen die Welt in die Hände

Inspiration – und legen Ihnen die Welt in die Hände p E E

Internet-Abo ab 9.90

Hier leben wir

Auf geht’s

Ich habe meine Leute gebeten, von ihren Ferien zu schwärmen. Verkauf, Grafik, die Obrigkeit – alle. Das Resultat sind herzliche, emotionale und wunderbare Geschichten. Kein Wunder. Oder entsinnen Sie sich nicht gern Ihres letzten Urlaubs? Oder aller davor? Oder freuen sich auf jene, die da noch kommen mögen? Da verblüfft es im Grunde, dass es 112 Ausgaben brauchte, dem Reisen endlich das Gewicht beizumessen, das ihm gebührt.

Spoilerwarnung: Sie werden staunen.

Umso mehr schöpfen wir nun aus dem Vollen. Mit dem LiMa-Team reisen wir nach Bangladesch, Marseille, Norwegen, Nepal – Saas Almagell. Mit Nicole, Martina und Sabine haben wir zudem drei Ferienprofis gefragt, wie es ist, für andere die wichtigsten Wochen des Jahres zu organisieren – und was sie dabei schon alles erlebten. Spoilerwarnung: Sie werden staunen.

Im Weiler Villa, einem Idyll inmitten der Piemonteser Weinberge, haben wir ausserdem ein kleines Stück Liestal aufgespürt.

wir uns n gun t

Und schliesslich erlauben wir uns, auch unsere Genussseiten in den Dienst der Völkerverständigung zu stellen. Denn auch das ist Reisen: Kultur, Sprache, Austausch und natürlich Kulinarik.

Auf elegante Weise verquicken wir so Liestal mit der umstrittensten FussballWM der Geschichte (wer hätte das nach Katar gedacht?) – selbstredend, ohne Narzissmus, Egozentrik, übers Knie gebrochene Friedenspreise, Halbzeitshows und Powerbreaks (offiziell: Trinkpausen ) gutzuheissen.

Einen prächtigen Sommer. Und lassen Sie sich den Spass nicht verderben.

Lucas Huber, Chefredaktor lucas.huber@lima-magazin.ch

Reiselust

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Haben Sie schon Pläne? Das LiMa schon.

Titelseite: Alexia und Robin verreisen in diesem Sommer nach Indonesien, hoffentlich zumindest. Sie sind nämlich tatsächlich ein Paar – aber längst nicht so chaotisch wie in unserer Inszenierung. Wir treffen sie auf Seite 16 wieder.

Titel- und Editorialbild: Linda Schier; Abflughalle: stock.adobe.com

Das nächste LiMa erscheint am 25. August 2026

6 Porträt

Singer-Songwriter

Flavian Graber

8 Aufgefallen

16 Reisen

18 Die letzten Familienferien mit den Teenagern? Die Thommens wandern ins Wallis

23 Drei Reiseexpertinnen plaudern aus dem Nähkästchen

44

28 Hierhin will ich: die Reiseträume unseres Verlagsteams

36 Liestal im Piemont: eine fast schon zu klassische Reisestory?

41 Kulturagenda

44 Interview

Lionel Frey holt Silber bei «Schweizer Jugend forscht»

46 Food Corner Arepas, Seven Layer Dip und Utopenci: Fussball-WM für den Gaumen

49 Beigemüse

50 Genau meins Reto Scacchi ist der Mann, der das Basel Tattoo sicher macht

Lionel Frey Über den Einfluss von Social Media aufs politische Gewissen der Jugend

Weltmeisterlich

USA, Kolumbien, Tschechien: Wir feiern die Fussball-WM kulinarisch

52 Rätseln & Knobeln

54 Argumente

57 Vorschau, Lösungen, Impressum

58 Kolumne

Willi Näf: «Mit der anderen ist es fertig.»

Wir suchen Sie!

Sie finden: interessante Stellen in verschiedenen

Bereichen und Funktionen. Besuchen Sie unsere

Website oder rufen Sie uns an. Mit Freude bei der Arbeit. Das sind wir. Die ES

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Der Liedermacher

Flavian Graber, 41, ist Musiker, Songwriter und Baselbieter Kulturpreisträger 2024. Mit seiner Band

We Invented Paris veröffentlichte er mehrere Alben und tourte durch ganz Europa. Heute lebt er mit seiner Familie in Liestal, wo er an seinem Soloprojekt arbeitet.

Er studierte Sportwissenschaften und Musik mit Schwerpunkt Gesang und Songwriting, ist Teil des Beratungsteams des Musikbüros Basel und seit diesem Frühjahr Präsident des Kulturrats Baselland. Musikalisch macht er derzeit vor allem mit seinen Wanderkonzerten von sich reden, auf denen er Musik und Natur auf neue Weise miteinander verquickt. Gemeinsam mit dem Publikum tingelt er durch die Landschaft, spielt an ausgewählten Orten Songs – natürlich unverstärkt.

L ie iedeer en t ts s teehhen übbri r ge g n ns s Küüchheennt i iscch h n von o en,

Während er früher vor allem auf Englisch schrieb, hat er mittlerweile die Freude an seiner Muttersprache neu entdeckt; «früher war mir Mundart in der Musik eher unangenehm». Heute schätze er gerade die Direktheit und Nähe des Schweizerdeutschen. Viele seiner Lieder entstehen übrigens zuhause am Küchentisch und erzählen von Begegnungen, Familie und dem Alltag. luc

Offene Bank

Die BLKB plant eine Komplettsanierung ihres Hauptsitzes in Liestal. Der Clou: Das neue Gebäude wird – zumindest im Parterre – öffentlich sein, und zwar für alle. Gleichzeitig bildet das Grossbauprojekt den Startschuss für ein noch viel grösseres Vorhaben: die Umgestaltung der Rheinstrasse zwischen Stedtli und Spital, die dereinst im neuen Quartier «Rheinstrasse» münden soll, so sieht es der Masterplan vor. All das zusammen wird Liestal aufwerten – punkto Aufenthaltsund Lebensqualität. Und Wertschöpfung. Liestal luc

Ein Sportpark für Liestal

Drei Tage ohne Hausaufgaben

Ich habe ein dreitägiges Schnupper praktikum beim LiMa absolviert und schrieb mehrere Kurztexte. Höhepunkt war das Interview mit dem Sänger Flavian Graber (Seite 6). Es hat mir sehr gefallen, auch wenn der Journalismus wohl nicht ganz meinen beruflichen Zielen entspricht. Später werde ich lieber Gymnasiallehrperson. Da die beiden Berufe sehr nahe liegen, bleibt das Schreiben aber eine Möglichkeit für mich. Ich finde es dennoch schade, dass nach den drei Tagen die Schule wieder begonnen hat. lar

Der Autor Laurin Renfer besucht die Sek Frenkendorf, wo er auch zuhause ist. Er ist 14.

a t mir sehr er Journameinen spricht. r Da die he ei-er er endorf, . 14.

Im Goldbrunnenareal in Liestal hat das Sportamt Baselland kürzlich einen neuen Sportpark im Sinne einer Zwischennutzung eröffnet. Für die nächsten vier Jahre hat der alles zu bieten, was das Sportlerherz begehrt: von Pickleball bis Boccia über jegliche Fitnessgeräte und noch mehr. Vor Ort steht ebenfalls eine sogenannte BoxUp-Station, mit der man über die App kostenlos die sportliche Ausrüstung mieten kann. Liestal | sportmap-bl.ch lar

Mit Feinschliff

Handläufe und Katzentüren, Küchen, Fenster oder eine Auffrischung des Lieblingsmöbels? Lorenz Thommen ist der Mann dafür. Der Schreinermeister mit 35 Jahren Berufs-erfahrung hat sich Ende 2025 nämlich selbstständig gemacht. Als Einmannbetrieb verspricht er persönliche Beratung, Feinschliff mit Präzision, grösste Flexibilität und faire Preise. Der Fokus liegt auf Service- und Montagearbeiten für Privat kunden sowie Repa raturaufträgen für Liegenschaftsverwaltungen. Liestal | thommen-schreiner.ch luc

Jugendtherapie per App

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland in Liestal startet ein Pilotprojekt: digitale Therapie für Kinder und Jugendliche, schliesslich ist der Handlungsbedarf bei ihnen am grössten –genauso wie die Affinität für alles Digitale. Die App «Ylah» (sich einlassen) begleitet herkömmliche Therapiestunden gedacht, konkret nutzen die Kinder und Jugendlichen das digitale Medium, etwa mittels begleitender Übungen oder Tagebucheinträgen. «Ylah» hatte sich zuvor schon bei erwachsenen Patienten etabliert. Liestal | pbl.ch jos

Eben alt

Das Schloss Ebenrain in Sissach gehört zu den prägendsten spätbarocken Bauten in der Nordwestschweiz. Nun feiert es seinen 250. Geburtstag. Das Schloss, das sonst repräsentativen Anlässen des Kantons vorbehalten ist, öffnet in diesem Jahr seine Tore im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltungsreihe gleich mehrmals, sei es für die Plakatausstellung im Schlosspark (ab 27. August), den Ebenraintag (6. September), den Tag des Denkmals (12. September) oder einstündigen Führungen (23. Juni, 29. August, 23. Oktober, 20. November). Mehr Informationen sind auf der Jubi läums-Seite von baselland.ch zu finden. Sissach | baselland.ch jos

Heimsieg

Zwei Mal Liestal: Die beiden wichtigsten Preise der BLKB-Stiftung für Kultur und Bildung bleiben in der Hauptstadt. Den Kantonalbankpreis 2025 heimst die Spoken-Word-Künstlerin Daniela Dill ein, der Förderpreis für ehrenamtliches Engagement geht an die Inklusionsband Boxitos. Während Dill etwa den literarischen Nachwuchs mit Schreibworkshops fördert, stehen die Boxitos für soziale Teilhabe dank 14 Konzerten und dem neuen Album «Rasselbande». Liestal | danieladill.ch | boxitos.ch luc

Wundergarten

Mit dem «Wundergarten» erhält Liestal eine neue Spielgruppe, Eröffnung ist am 11. August 2026. Gründerin und Leiterin Beatrix Schmutz möchte für Liestals Familien einen «liebevollen, hochwertigen und wertvollen Ort» schaffen. «Hier bieten wir Raum für freies Spiel, feste Rituale, Geborgenheit, sanfte Ablösungsprozesse und eine persönliche und achtsame Begleitung in ihrem eigenen Tempo.» Liestal | spielgruppewundergarten.ch luc

Foto: zVg

Trinkwasserleitungen sanieren

. Rostwasser?

. Dünner

Wasserstrahl?

. Wenig

Druck?

. Rohrbruch?

Frischer Wind für Modeva

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Bei rostigen Wasserleitungen gibt’s Besseres als herkömmliche ErsatzVerfahren. Das patentierte und preisgünstige Promotec®Rohrsanierungssystem mit gesundheitlich unbedenklicher Beschichtung. Ganz ohne lärmiges Aufklopfen der Wände und ohne Wasserunterbruch. Promotec Rohrsanierung ist innovativ, schnell und preisattraktiv: eine saubere, sanfte und nachhaltige Lösung ohne bauliche Massnahmen.

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Mit dem Umzug nach Liestal wird das Unternehmen effizienter und bleibt fest im Baselbiet verwurzelt.

Der Entscheid für den neuen Hauptsitz an der Oristalstrasse 97 in Liestal hat auch wirtschaftliche Gründe: Prozesse sollen einfacher werden, Abläufe effizienter und die vorhandenen Ressourcen noch gezielter eingesetzt werden. Kurz gesagt: Modeva will sich schlanker aufstellen, um auch in einem anspruchsvollen Markt flexibel und erfolgreich zu bleiben.

Auch für Mitarbeitende und Partner bringt der neue Standort spürbare Vorteile: Er ist optimal erreichbar und bietet moderne, attraktive Rahmenbedingungen für den Arbeitsalltag sowie für eine noch engere Zusammenarbeit. Gleichzeitig ermöglicht die neue Struktur kürzere Wege in der Logistik – dadurch ist topaktuelle Ware noch schneller bei den Kundinnen und Kunden; und es kann zeitnah auf Trends und Bedürfnisse reagiert werden.

Mit dem Umzug nach Liestal setzt Modeva gezielt auf eine starke, wirtschaftlich stabile Basis, neue Impulse und eine erfolgreiche Zukunft – stets mit klarem Fokus auf Qualität, Effizienz und den Mehrwert für die Kundschaft.

Modeva AG
Hauptsitz: Oristalstrasse 97, 4410 Liestal, modeva.ch Filialen in Allschwil, Arlesheim, Bubendorf, Gelterkinden, Laufen, Liestal, Muttenz, Münchenstein, Reinach, Rheinfelden, Riehen
Modeva hat den neuen Hauptsitz an der Oristalstrasse in Liestal eingerichtet.

Das Basler Kultgebäck –Tradition zum Anbeissen

Wer in ein Basler Läckerli beisst, geniesst ein Stück Basler Geschichte. Das Läckerli Huus hat wesentlich dazu beigetragen, dass die traditionsreiche Spezialität ihren Weg in die ganze Schweiz gefunden hat.

Am Rezept wurde seit 1904 nie gerüttelt – und genau darin liegt die Magie der Original Basler Läckerli. Bis heute verbinden sich ausgewählte Zutaten wie Honig, Mandeln, Haselnüsse, Orangeat, Zitronat, eine geheime Gewürzmischung und ein Hauch Baselbieter Kirsch zu jenem Teig, der dem Läckerli seine typische Struktur und seinen unverwechselbaren Duft verleiht. Wo

immer möglich setzt das Läckerli Huus auf Schweizer Rohstoffe und langjährige Partnerschaften – ein stilles Versprechen an Qualität und Herkunft. Die erlesenen Zutaten, die feine Zuckerglasur und das charakteristische Format von 5 × 3,5 Zentimetern machen die Spezialität zu einem kleinen Stück Heimat. Am Produktionsstandort in Frenkendorf reichen Tradition und Moderne ein-

Genusswelt im Läckerli Huus

Wer mehr über das Basler Läckerli erfahren möchte, kommt in der Genusswelt in Frenkendorf auf seine Kosten. Hier wird degustiert, gestaunt und in die Live-Produktion geblickt. Auf Gruppen ab 6 Personen wartet im Läckerli Atelier ein besonders kreativer Spass – beim eigenen Backen, Glasieren und Dekorieren der Basler Läckerli. So wird aus Genuss ein Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleibt.

Herzen, Figuren, Firmenlogos

Neben dem Klassiker entstehen im Läckerli Huus auch Sonderformen für Festtage, für Firmen und persönliche Geschenkideen. Mit einem feinen Wasserstrahl werden grosse Läckerli-Platten präzise zugeschnitten. Etwa zu Herzen, Tannenbäumen oder ganz individuellen Wunschformen. Bereits ab 250 Stück lassen sich eigene Ideen umsetzen. Der Kreativität sind dabei fast keine Grenzen gesetzt.

ander die Hand. Ein 24 Meter langer Ofen, 200 Meter Kühlbänder und eine kraftvolle Knetmaschine stehen in der Backstube mit einer Produktion von rund 900 Tonnen Läckerli pro Jahr. Und doch bleibt die Herstellung ein sensibles Handwerk: Rohstoffe, Temperatur, selbst die Luftfeuchtigkeit beeinflussen den Backvorgang. Hier braucht es Erfahrung, Intuition und das feine Gespür jener Menschen, die den Läckerli-Charakter seit Generationen bewahren.

Auch bei der Verpackung zeigt sich dieses Zusammenspiel. Die beliebten Läckerli-Säcke werden maschinell befüllt, doch Verschluss und Henkel entstehen mit ruhigen, präzisen Handbewegungen. Exklusive Geschenkpackungen und Dosen werden Stück für Stück in Handarbeit vorbereitet – nicht nur der Inhalt, sondern auch der erste Eindruck sollen ein Lächeln auslösen. So sehr das Original gehütet wird, so offen bleibt das Läckerli Huus für neue Genussmomente. Produktentwickler Adrian Krähenbühl kreiert Varianten, die den Klassiker liebevoll begleiten: Läckerli mit Fruchtstücken wie Apfel und Zitrone, mit Schokoladenüberzug oder als Läckerli Nature ohne Zusatz von Kristallzucker. Tradition bedeutet hier nicht Stillstand, sondern den Ursprung zu bewahren und gleichzeitig Neues zu wagen.

Besonders nah kommt man dem Läckerli in den Basler Filialen an der Gerbergasse und am Bahnhof SBB. Dort wird Originalteig frisch vor Ort gebacken und von Hand glasiert. Die so entstehenden «Frisch-Läckerli» sind dünner, intensiver im Aroma – und mit etwas Glück noch warm, wenn man sie probiert. Für Kennerinnen und Kenner sind sie ein Geheimtipp, der direkt ins Herz trifft.

So bleibt das Basler Läckerli, was es seit Generationen ist: ein Stück Basel zum Geniessen und Verschenken – vertraut, charaktervoll und unverkennbar.

Läckerli Huus AG Flachsackerstrasse 50, 4402 Frenkendorf T 061 264 23 00 info@laeckerli-huus.ch, laeckerli-huus.ch

Produktentwickler Adrian Krähenbühl tüftelt immer wieder an Kreationen, die das Sortiment der klassischen Original Basler Läckerli ergänzen.

Entdecken Sie unsere neue Herzklinik

Tag der offenen Tür

Wir laden Sie herzlich ein: Erleben Sie modernste Herzmedizin hautnah.

Nutzen Sie den Gratis Herz-Check, besuchen Sie spannende Fachreferate zur Herzgesundheit und entdecken Sie bei einer Führung die neuen Räumlichkeiten und das Angebot der Ergolz Klinik. Fragen sind willkommen.

Referenten:

Prof. Dr. med. Rolf Vogel, Prof. Dr. med. Ahmed Khattab Programm:

Fachreferate · Gratis Herz-Check · Führungen

Samstag, 20. Juni 2026, 13–19 Uhr

Ergolz Klinik, Hammerstr. 35, Liestal

Eintritt frei. Wir bitten um Anmeldung: j.leu@cardiance.com / Tel. +41 61 906 92 92

Sicherheit rund um die Uhr

Selbständig leben. Gut abgesichert sein. Der Rotkreuz-Notruf hilft per Knopfdruck, wo immer Sie sind – rasch und persönlich.

Wählen Sie die Lösung, die zu Ihrem Alltag passt.

Das Rote Kreuz Baselland ist für Sie und Ihre Angehörigen da.

Wir beraten Sie gerne

Telefon 061 905 82 01 notruf@srk-baselland.ch www.srk-baselland.ch/notruf

Wir sind unterwegs zu Ihnen

Bücheli Center Liestal

Dienstag, 9. Juni 2026 | 15.00 – 19.00 Uhr

Samstag, 13. Juni 2026 | 10.00 – 13.00 Uhr

Dienstag, 23. Juni 2026 | 15.00 – 19.00 Uhr

Dienstag , 14. Juli 2026 | 15.0 0 – 19.00 Uhr

Samstag , 25 Juli 2026 | 10.00 – 13.00 Uhr

Dienstag , 28. Juli 2026 | 15 00 – 19 00 Uhr

Dienstag , 11. August 2026 | 15 00 – 19 00 Uhr

Samstag, 22. August 2026 | 10.00 – 13.00 Uhr

Dienstag, 25. August 2026 | 15.00 – 19.00 Uhr

Reservieren Sie sich Ihren Termin online unter blutspende-termin.ch Bis bald im Bus!

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Tag der offenen Tür

Am Samstag, 19. September, lädt die Hirslanden Klinik Birshof zum Tag der offenen Tür ein.

Blicken Sie von 10 bis 15 Uhr hinter die Kulissen der Klinik – von der Notfallstation über Radiologie und Operationssaal bis hin zu Themen rund um den Bewegungsapparat wie Hand, Schulter, Hüfte, Knie oder Wirbelsäule. Erleben Sie moderne Medizin und Technologie sowie Behandlungsmethoden hautnah.

35 Jahre für mehr Beweglichkeit

Vier chirurgisch tätige Oberärzte gründeten vor 35 Jahren die Klinik Birshof in Münchenstein. Aus der kleinen Praxis-Klinik von 1991 wurde dank des Beitritts zur Hirslanden Gruppe ein modern ausgebautes Zentrum mit erweiterten Angeboten.

Die Hirslanden Klinik Birshof in Münchenstein steht für hochwertige und patientenorientierte Medizin rund um den Bewegungsapparat. Die Betreuung von der Notfallversorgung über Diagnostik bis hin zur Rehabilitation steht für Patientinnen und Patienten aller Versicherungsklassen offen. Akute Verletzungen oder Schmerzen am Bewegungsapparat werden am Orthopädischen Notfallzentrum rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche rasch und kompetent behandelt. Kurze Wege und die enge Zusammenarbeit aller Fachleute ermöglichen schnelle Entscheidungen und eine optimal abgestimmte Behandlung.

Neben spezialisierten Zentren für Hand-, Ellenbogen-, Schulter-, Wirbelsäulen-, Hüft-, Knie-, Fuss- und Sprunggelenkschirurgie bietet die Klinik ein breites Angebot an diagnostischen und nicht-operativen Fachbereichen wie Radiologie, Rheumatologie, Sportmedizin, Physiotherapie, und Ergotherapie.

Moderne Exzellenz und persönliche Betreuung

Innovative Technologien wie die roboterarm-assistierte Operationstechnik «Mako» ermöglichen bei ausgewählten Gelenkersatzoperationen eine besonders präzise Planung und Durchführung. Sie ergänzen die medizinische Expertise unserer Ärztinnen und Ärzte und stehen für Orthopädie auf höchstem Niveau – verbunden mit persönlicher Betreuung.

Für eine intensive Pflege nach der Operation steht die Intermediate Care Station (IMC) zur Verfügung – eine moderne Überwachungsstation zwischen Intensiv- und Normalstation. Dort sorgt ein interdisziplinäres Team für Sicherheit, Stabilität und eine individuell angepasste Betreuung. «Wir stellen jederzeit unsere Patien-

tinnen und Patienten in den Mittelpunkt. Damit sie ihre Beweglichkeit möglichst rasch verbessern oder zurückerlangen – getreu unserem Leitbild: medizinische Exzellenz verbunden mit menschlicher Nähe, Vertrauen und Respekt», erklärt Andreas Greulich, Direktor Hirslanden Klinik Birshof. Dank der festen Verankerung in der Region Basel arbeitet die Klinik eng mit Haus- und Fachärztinnen sowie Physiotherapiepraxen zusammen.

Mehr Lebensqualität

Bewegung ist Lebensqualität – und die Wiederherstellung dieser Beweglichkeit ist das zentrale Anliegen der Hirslanden Klinik Birshof. Ob nach einem Unfall, bei Gelenkverschleiss oder Überlastung: Ziel jeder Behandlung ist es, Menschen wieder zu einem aktiven und selbstbestimmten Alltag zu verhelfen – und damit zu mehr Lebensqualität.

Hirslanden Klinik Birshof

Reinacherstrasse 28, 4142 Münchenstein klinik-birshof@hirslanden.ch, hirslanden.ch/Birshof

Starke Orthopädie für mehr Lebensqualität: Die Hirslanden Klinik Birshof feiert 35 Jahre.
Hirslanden Klinik Birshof
Andreas Greulich, Direktor Hirslanden Klinik Birshof.

Die Schweizer sind Reisefüdlis, das zeigen die liebsten Destinationen unseres Verlagsteams, das Ihnen die Welt zu Füssen legt, während Familie Thommen die Langsamkeit entdeckt und ein Flecken Liestal im Piemont zum Dolce far niente bittet. Und was erleben eigentlich Reiseprofis alles in ihrem Alltag? Texte: Lucas Huber, Rafi Hunziker; Fotos Linda Schier die liebsten die

Familienferien der and

In zwölf Etappen ist die Familie Thommen von Ziefen nach Saas-Fee gewandert. Zwischen Glücksgefühlen und Zweifeln wurde es auch gefährlich, und auf dem Lötschenpass gönnte man sich die Präsidentensuite.

Neben unvergesslichen Erinnerungen bleibt eine grosse Portion Stolz.

Zwölf Etappen, 258 Kilometer zu Fuss, 12 007 Höhenmeter – und mittendrin eine Familie aus Ziefen, die sich auf ein Abenteuer eingelassen hat, das wohl länger nachhallen wird als jeder klassische Strandurlaub.

Am Freitag, 25. Juli 2025, um Punkt 16 Uhr ist es geschafft: Vater Beat, Mutter Janine, Tochter Ladina und Sohn Silvan erreichen Saas-Fee. «Wir sind von unserer ersten Heimat in unsere zweite

Heimat gewandert», umschreibt Beat Thommen die Familienferien der etwas anderen Art. Die Thommens haben eine Ferienwohnung am Zielort.

Zu viert hat sich die Familie vergangenen Sommer von Ziefen aus auf den Weg ins Wallis gemacht. «Wir wussten im Vorhinein nicht, ob wir es schaffen würden», gibt Beat zu bedenken. Immerhin sei eine solche Reise auch mit Risiken verbunden: «Was machen wir, wenn sich jemand auf der Reise verletzt oder das Wetter nicht mitspielt?» Zum Glück ist die ganze Familie unfallfrei am Ziel angekommen.

Rückwärts überschlagen

Eine so grosse Wanderung ganz ohne riskante Situationen zu meistern, ist allerdings fast unmöglich. Die heute

Wussten nicht, ob sie es schaffen würden – und erlebten unvergessliche Tage (v.l.): Silvan, Beat, Janine und Ladina Thommen wanderten von Ziefen nach Saas-Fee.
Weiter Weg: Auf der Startetappe durch Waldenburg.
Idyll um die Ecke: die Hintere Frenke zwischen Langenbruck und Waldenburg

deren Art

15-jährige Ladina erinnert sich noch genau an ihren Unfall beim Lötschenpass. «Ich bin beim Ausweichen auf einen Stein

«Es ist klar, dass wir nicht noch zehnmal als Familie in die Ferien gehen werden.»

Janine Thommen

getreten, der sich gelöst hat, und habe mich deshalb rückwärts überschlagen. Mir ist aber nichts passiert.» Mutter Janine ergänzt erleichtert: «Du hast grosses Glück gehabt.»

Für die beiden Teenager war das Projekt vor allem eines: ungewohnt. Der 18-jährige Silvan ist ehrlich: «Mehrere

Tage zu wandern ist nichts, was Ferien für mich ausmacht.» Er hätte sich mehr Erholung gewünscht. Darum sei sein Lieblingstag auch der einzige Pausentag in Faulensee gewesen. «Die einzigen Schritte, die ich an diesem Tag gemacht habe, waren nötig, um im Volg Chips zu kaufen», erzählt er schmunzelnd. Rückblickend ist er aber stolz auf die

grosse Wanderung. «Es ist toll, dass wir unser Ziel erreicht haben.»

Auch Tochter Ladina schaut mit gemischten Gefühlen auf die Wanderung zurück. «Ich würde es nicht unbedingt nochmals machen – vielleicht mit Freunden.» Während der Etappen, auf denen sie täglich 20 bis 25 Kilometer zurücklegten, habe die FMS-Schülerin viele Podcasts gehört, um sich abzulenken. «Man kann nicht immer zu viert laufen», sagt Mutter Janine. Jede Person habe ihr eigenes Tempo. Deshalb sei man immer wieder in kleineren Gruppen oder auch einmal allein unterwegs gewesen.

Hier ist die Schweiz noch flach: Heimenhausen im Oberaargau, Kanton Bern.
Blick durch die Reben am Spiezerberg aufs Schloss Spiez.
Typisches Emmental in Niederösch
Mystische Wetterstimmung in Richtung Kandersteg

gebucht.» Was nach Luxus klingt, ist nicht mehr als ein einfaches Doppelzimmer – die Alternative wäre ein Massenschlag gewesen. Der

Königsetappe: Vom Lötschenpass führt der Wanderweg hinab nach Gampel.

Luxus in kleinem Stil

Eine spezielle Vorbereitung habe die Familie nicht machen müssen. Das liege hauptsächlich daran, dass Wanderungen und Ähnliches sowieso zum Alltag gehören – zumindest bei den Eltern. «Personen ganz ohne Wandererfahrung würde ich eine solche Tour nicht raten», sagt Beat. Er habe die körperliche Anstrengung nach den Etappen gespürt. «Ich schrieb am Abend jeweils noch Tagebuch, schon das war eine kleine Herausforderung.» Er habe ausserdem ein Buch dabeigehabt – und dieses lediglich zu einem Viertel gelesen.

Wegen der herausfordernden Etappen war für die Familie klar, dass sie die Nacht nicht im Zelt verbringen wollte. «Wir haben die Unterkünfte bereits im Vorhinein rausgesucht, weil der Standort entscheidend ist.» Nach einem langen Wandertag wolle man sich nicht noch auf die Suche nach einer Schlafmöglichkeit machen.

Die Unterkünfte waren Bed & Breakfasts, Hotels und Berghütten. «In der Lötschenpasshütte haben wir uns einen kleinen Luxus gegönnt», erinnert sich Janine: «Wir haben uns die Präsidentensuite

Mitgefühl in der Idylle

Die Suche nach Unterkünften war nicht immer einfach, sagt Janine. «Wir haben keine bekannte Wanderroute gewählt, deshalb war die Auswahl beschränkt.»

Die Familie entschied sich, so nah wie möglich entlang der Auto- und Zugroute zu wandern, die sie sonst nutzen, wenn sie in ihre Ferienwohnung reisen. Das heisst: von Ziefen über Balsthal, Herzogenbuchsee, dann durchs Emmental, Thun, Kandersteg und Visp. Am intensivsten war die Etappe vom Lötschenpass nach Gampel. Wegen des

Vor dem Start bei der Lötschenpasshütte.

Bergsturzes in Blatten musste die Familie auf einen Höhenweg ausweichen – zusätzliche 700 Meter bergauf und anschliessende 1400 Meter bergab. Vom Wanderweg aus hat die Familie das betroffene Gebiet gesehen. «In dieser idyllischen Landschaft sieht man eine solche Katastrophe; das ist sehr emotional», sagt Beat mit gedämpfter Stimme.

In der Lötschenpasshütte haben sie sich den Luxus der Präsidentensuite gegönnt – Doppelzimmer statt Massenschlag.

Unvergessliche Erfahrung

Zurück in Ziefen liegt auf dem Esstisch das grosse Fotoalbum, das die Familie zusammenbringt. Jedes Foto ist Teil einer Geschichte. Eine Erfahrung, die Tochter, Vater, Mutter und Sohn teilen und die ihnen

niemand mehr nehmen kann. Genau das macht ihre aussergewöhnliche Reise so wertvoll. Denn: «Unsere Kinder sind Teenager. Es ist klar, dass wir nicht noch zehnmal als Familie in die Ferien gehen werden», sagt Janine.

Die Reise war kein Abschluss – aber sicher ein wilder Ritt mit vielen Hochs und Tiefs. Es braucht Wille, Ausdauer, Spontanität und Organisation, um die Schweiz zu Fuss zu durchqueren. Und genau darauf ist die ganze Familie enorm stolz. rah

Fotos:
Ganz schön schmal – und klapprig? Wer in den Alpen wandert, sollte schwindelfrei sein.
St. Josefskapelle, im Hintergrund die Gemeinde Saas-Grund.
Am Ziel: Familie Thommen in Saas-Fee.

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«Heute buchen ihre Kinder die Ferien bei uns»

Sie haben je über 30 Jahre Erfahrung in der Reisebranche:

Martina Schneider, Nicole Di Venere und Sabine Zaugg. Wir haben sie nach aktuellen Trends gefragt, ihren emotionalsten Momenten, kuriosesten Beschwerden –und denkwürdigsten Reiseerinnerungen.

Die drei Reiseexpertinnen trafen sich zum Interviewtermin in Sissach zum ersten Mal – und verstanden sich auf Anhieb blendend. Leidenschaft verbindet eben. Wie sie für ihren Beruf brennen, ist beeindruckend. Und selten wurde bei einem Interview

so viel gelacht. Im Anschluss an das Gespräch werden sie sich noch auf der Strasse unterhalten, nachdem sich Journalist und Fotografin längst verabschiedet haben.

LiMa: Wohin verreist die Schweiz in diesem Sommer?

Sabine Zaugg: Zu den beliebtesten Reisezielen gehören das westliche Mittelmeer, die Kanaren und Griechenland.

Martina Schneider: Die USA werden gemieden; beliebt sind stattdessen Kanada, Costa Rica, Schottland, das Baltikum und natürlich Skandinavien.

Reisen wird ausserdem immer erschwinglicher.

Zaugg: Im Gegensatz zu many anderen Dingen des Alltags ist das Reisen über die Jahre ja massiv erschwinglicher geworden. Früher war das noch ganz anders, Übersee-Flüge kosteten ein halbes Vermögen. Heute kriegt man Transatlantikflüge manchmal schon für ein paar hundert Franken.

Apropos: Dürfen Sie über Geld sprechen? Schneider: Was möchten Sie wissen?

Wie viel kostete die teuerste Reise, die Sie verkauft haben?

Zaugg: Schwierig zu sagen. Ich habe

Martina Schneider, 53, war zuletzt mit der Hurtigruten entlang der norwegischen Küste unterwegs, als Nächstes geht es auf eine Studienreise nach Namibia. Sie ist Filialleiterin von Knecht Reisen in Gelterkinden. knecht-reisen.ch

Nicole Di Venere, 51, war gerade in Kenia, im Herbst geht es nach Simbabwe, rund fünf Monate des Jahres arbeitet sie von Tansania aus. Von Reigoldswil aus vertritt sie den deutschen Reiseveranstalter Abendsonne Afrika in der Schweiz. Das Unternehmen ist einer der grössten Spezialveranstalter für Reisen ins südliche und östliche Afrika. abendsonneafrika.de

Sabine Zaugg, 52, ist gerade von einer privaten Reise aus Japan zurückgekehrt. Auch ihr nächstes Reiseziel liegt in Afrika. Als Filialleiterin von TUI Suisse in Liestal ist sie Expertin für weltweit massgeschneiderte Ferien. tui.ch

schon Reisen für Gruppen mit über

100 Leuten organisiert; Sie können ausrechnen, wie viel da ungefähr zusammenkommt.

Schneider: Ich kenne das; da muss wirklich alles funktionieren.

Nicole Di Venere: Ich kann einen ziemlich konkreten Betrag nennen: 75 000 Franken. Pro Person. Aber das war eine riesige Ausnahme, once in a lifetime sozusagen.

«Bedürfnisse abzuklären ist eine Kunst.»
Martina Schneider

LiMa: Was war persönlich Ihr unvergesslichstes Reiseerlebnis?

Zaugg: Ich war mal vier Tage zum Rafting auf dem Rogue River in Oregon; vier Tage ohne Handyempfang, sechs Stunden am Tag paddeln zwischen all den Tieren – zum Glück ohne Bären –, abends vor dem Zelt kochen, erschöpft einschlafen, am nächsten Morgen weiterpaddeln – das werde ich nie vergessen. Ich hätte noch ein zweites, darf ich?

Bitte.

Zaugg: Im Hotel in Las Vegas haben wir einen Koffer vergessen, was wir aber erst in der nächsten Destination merkten.

Unser Anruf brachte leider nichts: Das Hotel war überhaupt nicht hilfsbereit. Eine Dame hatte das Gespräch mitgehört, trommelte ihre ganze Familie zusammen und fuhr vier Stunden hin und vier Stunden zurück, um unseren Koffer zu holen – und das alles ohne Gegenleistung. Schneider: Mir machen vor allem Begegnungen mit wildfremden Menschen Eindruck. Ein Beispiel: Wir sassen in einem Café in Banff, als wir mit einem Rancher ins Gespräch kamen. Beim Gehen übernahm er ganz selbstverständlich unsere Rechnung mit den Worten: «Welcome to Canada». Ich erinnere mich

an unzählige solche kleinen, unvergesslichen Begegnungen.

Di Venere: Ich lag gerade beim Mittagsschlaf im Zelt, als sich ein Elefant am Baum daneben den Rücken kratzte. Mit seinem Rüssel beschnüffelte er das Moskitonetz, wobei er den Schaukelstuhl dahinter berührte, der sich natürlich bewegte, sodass der Elefant ganz langsam das Gleichgewicht verlor und er mit seinen Stosszähnen wie in Zeitlupe durch die Zeltwand stiess. Er fing sich dann glücklicherweise rechtzeitig. Da ging mir der Puls; es war aber auch wahnsinnig schön.

«Manchmal werden wir auch zu Psychologinnen.»
Nicole Di Venere

Reisen für Schweizer bedeutet im Normalfall auch fliegen; ist Flugscham ein Thema?

Zaugg: Unsere Kundinnen und Kunden haben heute von sich aus ein starkes Bewusstsein für die ökologische Problematik des Fliegens. Wir haben keinen Erziehungsauftrag, sondern sehen uns als beratende Partner. Auf der einen Seite steht der berechtigte Wunsch nach Umweltschutz, auf der anderen ist das Reisen unschätzbar wertvoll, andere

Fotos: Lea Styger

Länder und Kulturen zu erleben und Horizonterweiterung zu erfahren. Meine Aufgabe sehe ich darin, die Kundschaft dafür zu sensibilisieren, bewusster zu reisen – indem wir beispielsweise möglichst Direktflüge empfehlen statt des dreitägigen Shoppingtrips nach New York.

Di Venere: Zudem unterstützen die Menschen mit ihren Reisen die lokalen Bevölkerungen, den Tierschutz und die Wirtschaft.

Schneider: Gewisse Inseln auf den Malediven verfügen heute nur wegen des Tourismus über Entwässerungssysteme. Davor floss das Abwasser ungefiltert ins Meer. Die Balance ist wichtig.

Di Venere: Für unser Unternehmen ist das Ethos gegenüber Tieren und der Bevölkerung fundamental, deshalb würden wir gewisse Reisen oder Ausflüge niemals anbieten. Wir haben beispielsweise schon den Transport von Nashörnern von Südafrika nach Botswana organisiert und bezahlt. Unsere Partner-Camps erheben ausserdem Gebühren, um lokale Schutz-, Förder- und Sozialprojekte zu finanzieren.

Zaugg: TUI hat die «Care Foundation», mit der wir soziale Projekte unterstützen, Natur und Umwelt schützen und eine nachhaltige Entwicklung fördern. Ich habe so ein Projekt in Sansibar besucht; es ist beeindruckend.

Ich habe Sie im Vorfeld um Anekdoten aus Ihrem Reisebüroalltag gebeten.

Möchten Sie eine teilen?

Di Venere: In einem Camp hat mal eine Hyäne eine Wasserleitung durchbissen, also hat die Aussendusche nicht mehr funktioniert. Aber es gab immer noch eine Innendusche. Ein Gast fand das gar nicht lustig.

Wollte er Geld zurück?

Di Venere: In diesem Fall nicht. Ein anderes Paar wollte mal eine Vergütung

für ihre Safari – weil die Löwen schliefen, oder wir mussten jemanden aus der Serengeti ausfliegen. Sie waren zur Grossen Wanderung da, für die meisten wäre das der Jackpot, doch ihnen war das zu laut, denn die Gnus blöken natürlich zwei Nächte ohne Pause.

«Selber zu reisen ist für uns die beste Weiterbildung.»
Sabine Zaugg

Schneider: Bei mir wünschte mal jemand eine Erstattung, weil kein Teekocher auf dem Zimmer war …

Zaugg: … oder weil fast ausschliesslich griechisches Essen serviert wurde – in Griechenland.

Di Venere: Das erinnert mich an einen Anruf auf unsere Notrufnummer, die ja logischerweise für Notfälle wäre.

Was war der Grund?

Di Venere: Es gab keinen Grüntee am Frühstücksbuffet.

Wie haben Sie reagiert?

Di Venere: Ich fragte ihn, ob er nun erwarte, dass ich jetzt mit einem Beutelchen Grüntee zu ihm nach Südafrika runterfliege. Es sind oft Kleinigkeiten, die die Leute verunsichern und zu Reklamationen veranlassen.

Zaugg: Die Erwartungshaltung hat sich gegenüber früher deutlich verändert; sie ist grösser geworden.

Di Venere: Ich glaube, das hat auch viel mit Social Media zu tun …

… unentwegt perfekt inszenierte Menschen in perfekt inszenierten Umgebungen bei perfekt inszenierten Aktivitäten.

Zaugg: Einerseits ist man weit gereist, hat sich viel Wissen angelesen und ist überhaupt super informiert; andererseits wird gern die komplette Verantwortung an uns abgegeben.

Ist das nicht selbstverständlich?

Schneider: Für die meisten schon. Aber: Wer zwei Wochen für die Nordlichter

nach Lappland reist, will abends hinausgehen und die Nordlichter sehen, ich verstehe das. Aber man kann Pech haben; die Nordlichter lassen sich nicht mit einem Fingerschnippen anknipsen. Darauf müssen wir unsere Kunden vorbereiten.

Di Venere: Eines unserer Hotels liegt an einem Wasserfall in Uganda. Wenn ich bei der Beratung erzähle, dass der Wasserfall dann übrigens auch in der Nacht ziemlich laut tost, ist das für die allermeisten natürlich logisch. Aber ich habe gelernt, dass ich es erzählen muss.

Man gibt viel Geld für so eine Reise aus. Zaugg: Manche sparen jahrelang darauf, da kann man verstehen, dass es ein unvergessliches Erlebnis sein soll. Schneider: Trotzdem gibt es leider einfach keine Garantie auf pünktliche Flüge und Sonnenschein. Aber was wir Ihnen hier erzählen, sind alles Ausnahmen; der allergrösste Teil unseres Berufs ist erfüllend. Es ist unglaublich, wie viel Dankbarkeit wir erfahren.

Klingt nach Traumberuf.

Schneider: Es ist der schönste Beruf, den man haben kann. Wir haben Kunden, die ihre Ferien seit 20, 30 Jahren bei uns buchen. Die kommen und sagen: «Du weisst schon, was uns gefällt.» Was für ein Vertrauen. Früher nahmen sie ihre Kinder mit, heute sind diese erwachsen – und buchen selbst ihre Ferien bei uns.

Zaugg: Apropos Dankbarkeit: Als wegen der Pandemie der Flugverkehr eingestellt wurde, setzten wir alle Hebel in Bewegung, um eine Teenagerin, die in Australien war, mit einem der allerletzten Flüge in die Schweiz zurückzuholen. Sie schickte uns einen Blumenstrauss und Fotos vom Empfang ihrer Familie am Flughafen.

Schneider: Fotos bekommen wir wirklich oft zugestellt. Einer der letzten Kommentare: «Es ist wirklich genauso schön, wie Sie es uns versprochen haben.»

Di Venere: Manchmal gibt’s auch Pralinen aus Dankbarkeit. Ich bin überzeugt, dass wir wirklich den schönsten Job der Welt haben.

Zaugg: Für mich ist das Schönste, dass ich meine eigene Leidenschaft, die Welt und ihre Kulturen zu entdecken, an unsere Kundschaft weitergeben kann.

Schneider: Weil wir den Menschen die schönsten Wochen im Jahr bescheren, und dabei spielt es keine Rolle, ob es für drei Tage nach Lugano geht oder für drei Monate nach Afrika.

Di Venere: Reisen ist eine Leidenschaft; diese weiterzugeben ist nicht nur ein grosses Privileg, sondern für viele Menschen auch wichtig. Als ich mit 18 das allererste Mal ins Reisebüro ging, war mein Mini-

Budget egal: Man hat mich ernst genommen. Dieses Gefühl gebe ich all meinen Kunden weiter. Kürzlich kam ein Pärchen eigens aus St. Gallen nach Reigoldswil – genau aus diesem Grund.

Sie reisen beruflich ja auch tatsächlich. Zaugg: Selber zu reisen ist für uns im Grunde die beste Weiterbildung. Was ich selbst gesehen, erlebt und gespürt habe, ist in der Beratung das beste Argument und die ehrlichste Werbung. Und ja, wir gehen ein- bis zweimal im Jahr auf eine solche Studienreise, um dieses Wissen frisch zu halten.

Di Venere: Wir müssen ein enormes Wissen haben und nicht nur die Länder kennen, in die wir unsere Kunden schicken, sondern auch deren Einreisebestimmungen und kulturellen Gepflogenheiten, wie man sich kleidet, benimmt und richtig anstellt; jedes Detail im Grunde.

Schneider: Das bringt eine grosse Verantwortung mit sich. Zu spüren, was unsere Kunden wirklich wollen, wenn sie bei uns sitzen, ist einer der wichtigsten Aspekte überhaupt. Bedürfnisse abzuklären ist eine Kunst.

Di Venere: Manchmal sind sich Pärchen überhaupt nicht einig. Er will Erlebnisurlaub, sie Badeferien. Da werden wir dann manchmal auch zu Psychologinnen.

Schneider: Ich glaube, wir könnten locker ein ganzes Buch füllen mit unseren Geschichten. Interview: Lucas Huber

Schon im WM-Fieber?

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Mittwoch, 17. Juni & Samstag, 20. Juni von 14:00 – 17:00 Uhr

Traut ihr euch?

Gemeinsam tauschen, sammeln und die letzten Sticker sichern. Kommt dafür bei uns im 1. Untergeschoss (-1) des Bücheli Centers vorbei.

Samstag, 4. Juli von 14:30 – 16:30 Uhr

Tretet als 2er-Team im Tischfussball gegen die Bücheli Center Leitung an und sichert euch mit einem Sieg einen Gutschein im Wert von CHF 10.–fürs Bücheli Center.

Pro Person ist nur eine Teilnahme an der Tischfussball-Challenge möglich. Während der Tischfussball-Challenge werden Foto- und Videoaufnahmen gemacht, die für Website und soziale Medien verwendet werden können. Mit der Teilnahme erklärst du dich damit einverstanden.

«In Unterwäsche stand er da und bügelte seine Hose»

Weil ja eigentlich alle gern über Ferien sprechen, kommen hier endlich jene zu Wort, die gewöhnlich im Hintergrund glänzen: unser Verlagsteam. Sie verraten, wo’s am schönsten war. Den roten Faden bilden die beständigsten Reiseerinnerungen: Souvenirs.

Arlesheim

Bial Esp

Bialetti

Berz

Itali

Espressokocher; Berzo Inferiore, Italien

Unse of t R Fam

Unsere Wurzeln … oft Rückkehr zu Familie und Geborgenheit …

Heute noch Gänsehaut

Norwegen hat unsere Herzen gestohlen. Was uns an diesem Land fasziniert? Die Weiten, die Ruhe, die märchenhafte Natur und der respektvolle Umgang damit. Nur einen Elch sahen wir nie. Trotzdem ist jede Reise geprägt von wunderschönen Erinnerungen. Unser Highlight 2025: Ein Haus in der Natur, umgeben von einer Moorlandschaft. Mein Partner ist mit Hündin Senna draussen, als er plötzlich aufgeregt verkündet: «Es steht ein Rentier im Garten!»

Amman

Habibi

«Friede sei mit dir, wie geht’s? Was sind die Neuigkeiten?» wurde ich gefühlt zehn Mal am Tag gefragt und fragte das auch zurück. Jordanien habe ich primär durch seine Sprache kennengelernt. Einen Monat lang besuchte ich eine Arabischschule in Amman, und aufgrund der Intensität des Kurses bekam ich neben einigen Attraktionen hauptsächlich das Klassenzimmer zu sehen.

Yeslamu ideyk

gesegnet seien deine Hände

Dafür konnte ich eine Routine entwickeln und das neu Erlernte im Alltag erproben. Mir gefiel die Herzlichkeit der arabischen Sprache. «Yeslamu ideyk, gesegnet seien deine Hände», lernte ich zu sagen, wenn der Barista mir den Kaffee hinstellte.

Wie die Hühner ihre Körner suchen wir unsere Kameras zusammen. Der Joke: Es ist gar kein Rentier. Majestätisch stehen stattdessen eine Elchkuh mit ihrem Kalb da. Ein absolut überwältigendes Gefühl. Direkt vor unserem Haus treffen wir auf das Tier, das wir in all den Urlauben hier vermisst hatten. Und das im eigenen Garten. Wieder einmal hinterliess Norwegen in uns Ruhe, Zufriedenheit – und endlich auch die Erinnerung an einen leibhaftigen Elch.

«Ya’tik al-’afiya, möge Gott dir komplette Güte und Gesundheit schenken», erwiderte dieser zum Abschied. Fulminante Worte, alltäglicher Dialog.

Pinocchio, die lebendige Holzpuppe; zappelig, neugierig und verspielt; Florenz, Italien … so müssen kleine Jungs sein ... gerne auch zwei … sche zum Wor ige e; und alien n gerne

Jonit Schmid Praktikantin
Patricia Sterki, Produktmanagerin, mit Senna
Fotos: zVg

Matsukawa

Wenn Sie diese Zeilen lesen, werde ich mich gerade nach Japan abgesetzt haben. Endlich, muss man sagen, denn diese Reise schiebe ich schon seit Jahren vor mir her. Natürlich freue ich mich auf Tempel, Schreine, Onsen, Ryokan und überhaupt kulturellen Überschwang. Vor allem aber wende ich mich der Kulinarik zu: Hakata Ramen in Fukuoka, Okonomiyaki in Osaka – und Sashimi überall. Ganz oben auf der Liste steht aber Kaiseki, also die japanische Variante der Haute Cuisine, bei der man sich der Laune des Kochs samt und sonders ausliefert (Mitsprache punkto Menüwahl hat man nämlich keine). Oder genauer: Das Kaiseki-Menü im «Matsukawa», dem vielleicht exklusivsten Restaurant Tokios, jener Stadt mit den meisten Michelin-Sternen weltweit. Die Challenge steht also; crunch time! Denn: Das Matsukawa verfügt über höchstens 22 Plätze (die

Holzfiguren, handgeschnitzt; Brienz, Schweiz

Vielfältige Heimat … Bergwelt und Seen erleben … , nitzt; weiz eimat … d n

enüwah l hat man nü i m en it en ge steht Denn: üg t über

mit Mosaiksteinchen; Barcelona,

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Todesfälle sind zum Glück selten

ieben fü r en eine sehr t am Meer

Meine Familie und ich waren vor sieben Jahren für drei Monate in Malaysia. Wir haben eine sehr schöne, kleine Holzhütte direkt am Strand gemietet, gingen im Meer schnorcheln und genossen die warmen Temperaturen und die schöne Atmosphäre. Am Strand konnte man sich jedoch

Lucas Huber Chefredaktor
Laurin Renfer, Praktikant, Sekundarschüler 8. Klasse
Salamander
Spanien
Gaudi für Mama, dafür «Camp Nou» mit den drei «Jungs» …

Hakata Ramen in Fukuoka, Okonomiyaki in Osaka – und Sashimi überall

Angaben im Web schwanken), die das Restaurant nicht via Reservation vergibt, sondern ausschliesslich auf Empfehlung. Ich muss mich also bei einem Stammgast einschmeicheln (eher unwahrscheinlich), den Concierge eines Fünfsternhotels (in dem ich nicht logieren werde) schmieren oder mich einfach auf mein Glück verlassen und kurzfristig auf einen freien Tisch hoffen (erfahrungsgemäss unmöglich).

Oder die Segel streichen und all die anderen, weniger exklusiven Köstlichkeiten dieses Landes geniessen, auf das ich mich so freue. Doch was wäre so eine Reise ohne ordentliche Herausforderung? Ausserdem: Wenn ein Restaurant es sich leisten kann, nur zu bekochen, wer sich als würdig erweist, das wird einem den kulinarischen Himmel bereiten – und wahrscheinlich höllische Qualen beim Bezahlen.

nicht so zurücklehnen, wie wir es uns eigentlich wünschten. Unter den Liegestühlen hausten nämlich die einheimischen Komodowarane.

Das sind Riesenechsen, deren Körperlänge bis zu 2,6 Meter beträgt. Sie stehen in ihrem Lebensraum an der Spitze der Nahrungskette, weil ihr Biss giftig ist. Für Menschen ist der nicht ungefährlich; Todesfälle sind aber zum Glück selten, denn Warane greifen Menschen nur selten an.

Trotzdem wagten wir es nicht, uns auf einem dieser Liegestühle auszuruhen, obwohl es nur Jungtiere waren. p gif t ig der nic selte Me T

Holzeule mit Bernsteinen verziert; Helsinki, Finnland Beim Kauf belächelt … heute eine wertvolle Erinnerung … es n dem Ho ver He Bei bel ein Erin

Mehr als ein

Ferienort

Seit über 50 Jahren zieht es mich immer wieder nach Saas-Almagell – so alt ich halt bin. Und zwar sommers wie winters. Was einst mit Ferienreisen meiner Eltern begann, ist längst zu einer Familientradition geworden. Zuerst war ich als Kind dabei, später kamen meine eigene Familie und unser Sohn dazu. Dort habe ich das Skifahren gelernt – und viele Jahre später hat auch unser Sohn seine ersten Schwünge auf denselben Hängen gemacht.

Saas-Almagell ist für mich viel mehr als ein Ferienort. Es fühlt sich jedes Mal an, als würde ich in eine andere Welt eintauchen: die klare Bergluft, die Ruhe, die weite Natur – all das lässt mich durchatmen und zur Ruhe kommen. Über die Jahre habe ich viele Menschen aus dem Dorf kennengelernt, Gesichter, die mir vertraut sind wie alte Freunde. Eine Familie ist mir so ans Herz gewachsen, dass sie längst zu meiner zweiten Familie geworden ist.

Vielleicht ist das der wahre Grund, warum ich immer wieder zurückkehre: weil Saas-Almagell nicht nur ein Ort ist, sondern ein Stück Heimat fern von Zuhause.

Colette Eggler-Münger Buchhaltung
Fotos: zVg
Colette Eggler-Münger

Friedenstaube, Gusseisen; Katakolon, Griechenland … Familienzeit mit allem, was dazugehört …

A Auuf f – Weeg z S Shhaannty y t B gr g u upppe pe e

«Guten Durst»

Auf dem – sonst menschenleeren – Weg zur einzig wahren «The Shanty Bar» kommt unserer Reisegruppe eine ältere Irin entgegen. Wider die Annahme, sie würde wortlos an uns vorbeigehen, grüsst sie mit den Worten: «Oh, you’re going for a nice walk?» Von dieser irischen Offenheit

angetan, erzählen wir von unserem Vorhaben und laden sie ein, uns zu begleiten. Dies lehnt sie zwar dankend ab, doch aus eigener Erfahrung könne sie uns einen tollen Abend garantieren – und wünscht «guten Durst».

Oh, you’re going for a nice walk?

Tags darauf unternimmt unsere kleine Reisegruppe vom Küstenörtchen Dingle aus eine Bootsfahrt zur «Great Blasket Island». Als Empfangskomitee kommen uns einige neugierige Robben entgegen, während sich die Kolonie auf einem Strandabschnitt sonnt.

MatrjoschkaPuppe aus Holz; St. Petersburg, Russland … Eintauchen in eine fremde Welt …

Auf der Insel bietet sich uns ein 360-Grad-Panorama aufs offene Meer, vereinzelte Steincottages und die immergrünen, nur von Schafen bewohnten Wiesen. Der Gesamteindruck wirkt so surreal schön, dass die Insel wie meine perfekte Vorstellung von Irland erscheint –bis mir bewusst wird, dass ich mich bereits mitten darin befinde. Chefredaktorin Birsmagazin

h m ich mit befi nde. Claudia Kocher e aktorin

Pflanzbüste in Form eines antiken Frauenkopfs; Rom, Italien … die Vergänglichkeit ist spürbar … was bleibt?

Melanie Möckli Polygrafin

Lass es uns versuchen

In unserer Naivität …

Gourmet in der Gosse

Das «Limmat» wird in jedem Marseiller Reiseführer erwähnt. Aber sind wir hier wirklich richtig? Inmitten von Graffiti stehen verstreut ein paar Tische, junges Publikum, alles Mögliche rauchend. Das, ein Gourmet-Restaurant? Unser Tisch ins Eckli gedrückt, daneben voll Party? Er: «Ich weiss nicht.» Sie: «Lass uns fragen.»

Es gibt eine erste Etage, aber die Fensterplätze schon belegt. Er: «Hmm.» Sie: «Wir setzen uns in die Mitte des Raums.» Er: «Meinst Du?» Sie: «Lass es uns versuchen.»

Das Essen zum Teilen: Erbsenfrittata, Chèvre mit Maistoast und Kiwi-Chutney, Thoncarpaccio mit Kohlrabi. Selten so originell und so gut gegessen! Es lohnt sich immer wieder, Vorurteile über Bord zu werfen.

ankommen, und uns sogar Toilet- und Dining-Tents erwarten. Seltsam ungewohntes

Unvergessen bis heute.

Nepal, 1988, Trecking zum Annapurna Base-Camp. In unserer Naivität haben wir nicht damit gerechnet, dass uns Träger beinah alles abnähmen, dass also unsere Zelte aufgestellt sind, wenn wir am Abend

Gefühl, doch dank ihres Jobs können die Kinder unserer Träger zur Schule – so passt es für uns. Geniale Tage in genialer Umgebung, hoch und runter, eiskalt in der Nacht, brütend heiss am Tag, aber wunderbar auf schmalen Wegen bis hinauf auf über 4000 Meter zwischen Bergen ringsherum, die nochmal so hoch sind. Unvergessen bis heute.

Ueli Gröbli Mediaberater
Claudia Kocher Redaktorin
Fotos:
zVg

EISZEIT

Metall-Tiere, Kunsthandwerk; Livigno, Italien … nur noch die Zeit geniessen … ere,

Sie waren jung und hatten kein Geld. Dafür grosse Lust am Unkonventionellen. Das muss man vorausschicken, um zu verstehen, weshalb man auf die Idee kommen kann, im Januar mit Schneeschuhen an den Füssen sowie einem simplen Iglu-Zelt, Isoliermatte und Schlafsack am Rücken vom Neuenburger Jura ins Vallée de Joux zu wandern. Tagsüber haben wir im T-Shirt geschwitzt, die Minustemperaturen in der Nacht waren kaum zu ertragen. Die Erinnerungen an dieses Abenteuer haben sich umso mehr ins Gehirn eingefroren.

Lust am Unkonventionellen.

Geisterstunde in Schottland

Das erste Mal nach Schottland reiste ich mit 19 Jahren im Jahr 1978, mit Travelers Cheques im Wert von 300 Franken – für drei Wochen. Mit Zug, Bus, per Autostop und vor allem ohne Plan oder Landkarte. Seither fanden vier weitere Reisen statt, mit grösserem Budget und Mietauto. Die mystische Landschaft fasziniert mit ihren Seen und Burgen, gefühlt mehr Schafen als Menschen und fast so vielen Whiskydestillerien. Ob Skye, die Highlands, Loch Ness oder Kintyre – gerne wieder, und vielleicht bekomm ich endlich Nessie oder ein Gespenst zu Gesicht.

Thomas Kramer Geschäftsführer
Katharina Schäublin Korrektorin

Fremder im leeren Haus

Die Holzhütte in Bangladesch ist fast leer. Nur ein vergilbter alter Kalender hängt an der Wand. Markierungen an der Tür erinnern daran, wie hoch das Wasser bei den letzten Überschwemmungen stand. Alles andere ist kahl im Haus. Ich sitze an einem Plastiktisch – auf dem einzigen Stuhl, vor mir ein Teller Milchreis und ein Glas Wasser. Meine Gastgeberin und ihr Sohn

stehen vor einer löchrigen Schlafmatte. Immer mehr Menschen drängen sich in die Hütte, neugierig auf den weissen Besucher.

Unter den Blicken des halben Dorfes esse ich den Milchreis ohne Appetit, bemüht, Gedanken an Hygiene zu verdrängen. Sauber ist hier nichts. Doch den Reis abzulehnen, wäre ein Affront

gegen die muslimische Gastfreundschaft.

Zuvor hatte mich der Sohn, ein Student, in der Hauptstadt Dhaka angesprochen und zu seiner Mutter geführt. Bevor wir mit Rikschas und

Immer

mehr
Menschen drängen sich in die Hütte, neugierig auf den weissen Besucher.

Booten aufbrachen, sagte er: «I need to iron my pants first.» In Unterwäsche stand er da und bügelte seine Hose auf einem wackligen Tisch. Ich fragte mich, ob er nur eine Hose hat – und wie gross die Armut sein muss, die das Leben auf so wenige Dinge reduziert.

Redaktor Rolf Zenklusen war 1995 vier Wochen in Bangladesch unterwegs –ohne Lebensmittelvergiftung.

Eine kleine Wohnung und liebe Freunde; Brissago, Tessin

Ein Ort der Ruhe und des Ankommens. Und der schöne Blick in die Ferne gibt die Kraft zum Weitergehen …

Rolf Zenklusen Redaktor
Denise Vanne Typo-Gestalterin
Keramikfrosch;

Audienz im Castello

Knappe fünf Autostunden von zuhause entfernt existiert ein kleiner Flecken Liestal. Mitten im Monferrato, diesem pittoresken Hügelland im Piemont, liegt der Weiler Villa, in dem die Liestaler Hotelkette Sunstar ein Boutiquehotel betreibt. Wir haben’s ausprobiert.

Peter Müller führt diese Weinverkostungen manchmal sogar mehrfach wöchentlich durch. Dann trommelt er seine Gäste zusammen und versammelt sie in seinem Weinkeller mit den mehr als 200 handverlesenen Tropfen. Gläser stehen bereit und ein Plättchen mit Coppa, Schinken, Salami und dreierlei Käse. Müller wird die Weine, die er heute einschenkt, spontan auswählen und dabei einen Steigerungslauf hinlegen, mit einem fruchtigen Barbera beginnen, eskalieren, zu einem Nebbiolo wechseln und zum Finale

schliesslich einen Barolo dekantieren. Es ist kein Zufall, dass sich diese Geschichte, bevor es um das Hotel geht, das Peter Müller leitet, erst einmal mit dem Genuss auseinandersetzt. Denn das Piemont, sagt man hier, sei für Weinliebhaber und Verfressene. Kirschen sind hier ganz gross, Haselnüsse, Trüffeln; Vitello Tonnato, Agnolotti, Risotto, Tajarin, natürlich Brasato al Barolo. Dafür reisen die meisten an; Italianità, ein Idyll von einer Landschaft und eine relative Nähe zur Heimat gibt’s obendrein.

Doch ganz oben steht der Wein. Das Piemont ist Barbera- und Nebbiololand und also Ort und Hort zahlloser Winzereien. Eine davon ist iDivini, das Herzensprojekt von Anna und Koen de Backer. Richtig, die beiden sind keine Alteingesessenen, sondern Zugezogene, zwei Innenarchitekten aus Belgien, die beruflich mal um mal ins Piemont reisten, sich in die Region verliebten und schliesslich beschlossen, umzusiedeln und sich hier ihrer wahren Passion hinzugeben: dem Weinbau.

Keine fremden Bonzen

Also besuchten sie gemeinsam einen Winzerkurs, bevor sie dieses alte Weingut in Isola d’Asti erwarben, kein Bijou im klassischen Sinne, aber mit grossem Potenzial und Rebstöcken, die teils mehr als 60 Jahre auf dem Kerbholz haben.

Natürlich wurden sie anfangs kritisch beäugt. Doch als die Einheimischen sahen, dass die Neuankömmlinge keine fremden Bonzen sind, die schuften lassen, sondern selber ackern und zackern, pflanzen, binden, schneiden, lesen und gar keltern, da schlossen sie sie in ihre Gemeinschaft. Das war 2018. Mittlerweile hat sich das Paar etabliert.

Piemont, das ist

Genuss, Italianità, landschaftliches Idyll – und recht nah.

Genauso wie dessen Weine, die mitunter recht unüblich sind für die Region. Wie der Sauvignon Blanc etwa, eine Rebsorte also, die hier eigentlich nichts zu suchen hat – und deren Ertrag das Paar zum Reifen auch noch ins Holzfass gibt. Typischer sind der Barbera, den es zu Ehren des Vorgängers «Pian di Rös» nennt; «Land der Rosen» hiess das Weingut im Piemonteser Dialekt vor ihrer Ankunft. Oder der «Cadó dla Tèra», also das «Geschenk des Bodens», ein Freisa. Die traditionelle Rebsorte ist eng mit dem Nebbiolo verwandt und bringt kräftige, säurehaltige und tanninreiche Rotweine hervor. Die Tropfen der de Backers führt auch Peter Müller auf seiner Weinkarte, der Hoteldirektor, der seine Gäste gern in den Weinkeller lädt, nicht nur, um ein guter Gastgeber zu sein, sondern auch, weil er seine Leidenschaft gern teilt. «Und weil es einfach so viel zu entdecken gibt.» Das gilt für den Wein. Das gilt für die Region Monferrato. Und das gilt für dieses Kleinod von einem Weiler mittendarin.

Gänsehaut dank Nonnen

Der heisst Villa, gehört zur Gemeinde Isola d’Asti und liegt ziemlich optimal

Das Piemont ist Weinland, typische Reben sind Nebbiolo, Freisa, Barbera und Cortese.

Peter Müller, gebürtiger Zürcher, arbeitet seit über 20 Jahren im Hotel.

Piemont first: Im gut bestückten Weinkeller finden sich ausschliesslich Weine aus der Region.

Das Sunstar Piemont schmiegt sich an den Hang des Hügels, auf dem der Weiler Villa über der Ebene thront.

Schlemmen, Wein und schönes Wetter: kein Wunder, rangiert Italien unter den beliebtesten Feriendestinationen.

Poolterrasse: Abkühlung mit Panorama.

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Unser Angebot richtet sich an pflegeund betreuungsbedürftige Menschen. Unser Ziel ist eine ganzheitliche, bedürfnisgerechte und liebevolle Betreuung im eigenen Zuhause. Bei uns stehen Sie im Mittelpunkt.

Anreise

Ca. fünf Stunden ab Liestal mit dem Auto via Gotthard; Autobahnmaut pro Weg ca. EUR 20.–. Vorsicht innerorts vor den orangen Strassenwächtern; die blitzen.

Unterkunft

Sunstar Hotel Piemont, Villa d’Asti. Boutiquehotel mit Liestaler Wurzeln. 27 Zimmer, Suiten und Loftwohnungen, wo keines wie das andere ist; zwei Restaurants, Grappabar, Pool-Terrasse mit Panoramasicht, Tiefgarage. piemont.sunstar.ch

Feinkost

Alfieri Food Stories, Feinkostgeschäft in Malagno Alfieri. Für Pasta, Haselnusspaste, Pane Guttiau, Sughi, Dolci … alfierifoodstories.it

Salami, Lardo & Co.

AgriSalumeria Luiset. Grosse Auswahl traditioneller Wurstwaren und Schinken. Und wer am Hauptsitz in Ferrere kauft, sieht mit etwas Glück sogar die hofeigenen Schweine weiden. agrisalumeria.it

Wein iDivini in Isola d’Asti.

Moderne Weine, grosse Tradition, handgelesen und selbstgekeltert; Direktverkauf; und auf Weinverkostungen (auf Italienisch, Französisch, Englisch, Flämisch oder Deutsch) gibt’s gegen Vorweisen dieser Seiten 50 Prozent Rabatt. idivini.org

Weg von den Touristen Serralunga di Crea, kleiner Pilgerort mit historischem Dorfkern, Kapellenweg und Panorama.

Sonst so E-Bike-Touren werden immer beliebter; das Piemont ist ausserdem Golfparadies; zahlreiche Schlösser; Turin mausert sich mehr und mehr zur Trenddestination; und zum Meer ist es auch nur eine Stunde.

iDivini trägt nicht nur die «Vini» (Weine) in seinem Namen, sondern auch das Göttliche – übrigens ohne ...

... Grössenwahn, wie Anna de Backer relativiert. Mit ihrem Mann hat sie das Weingut 2018 übernommen.

zwischen den Weinbauhochburgen Alba und Asti. Enge Haarnadelkurven, dicht bewachsen mit Klatschmohn, führen zwischen den Reihen von Reben hoch ins Dorf, in dessen Zentrum sich das Hotel nicht nur an die altehrwürdige Dorfkirche schmiegt; der neueste Teil des Hotels, das man hier als Castello bezeichnet, gehörte als Konvent einst sogar zur Kirche, die Mauern einzelner Zimmer sind auch die Mauern der Kirche, so nah ist man sich hier.

Das fahre vor allem dann ein, erzählt ein lächelnder Peter Müller, wenn die Nonnen des Klosterchors ihre Psalmen einüben, die Stimmen, der Hall –er bekomme Gänsehaut, wenn er allein schon daran denke. Genauso verwinkelt wie die Flure, Treppengänge und Loftwohnungen im einstigen Konvent sind auch die Suiten und Zimmer in den früheren Stallungen. Die haben die Chefs aus Liestal vor ein paar Jahren ebenfalls umbauen lassen.

Zurück in Peter Müllers Weinkeller, der eigentlich kein Keller ist, sondern einsehbar neben dem Ristorante liegt. Wenn also der Sommelier hinüberdüst, um einen der ausschliesslich piemontesischen Weine zu holen, kann man ihn dabei beobachten, während man den abendlichen Viergänger geniesst. Küchenchef Giuseppe Baldassarre setzt dabei auf

hiesige Lieferanten; bei ihm kommt nichts auf den Teller, das nicht aus der nächsten Umgebung stammt, ob nun das Carne Cruda vom Fassona-Rind, die Maltagliati an Haselnusspesto, das Kaninchen all’astigiana oder die Rüeblitorte mit Yoghurtglasur.

Apropos Rüebli

Die trägt bisweilen ein gewisser Michele in seinem Flechtkörbchen zur Küche. Der Rentner kümmert sich nicht nur liebevoll um den hoteleigenen Gemüsegarten; er gehört auch zu jenen neugierigen Dorfsenioren, die den Bau der Tiefgarage unter der PoolTerrasse fast täglich inspizierten. So ein Riesenloch, erzählt Peter Müller, der seit 20 Jahren in diesem Hotel arbeitet, habe es im Ort halt wohl noch nie zu sehen gegeben.

Dass er die Nonni schliesslich alle zur Einweihung einlud, zeigt, welch familiären Spirit man hier lebt. Gegenüber des Ortes, dessen Stolz man ist, und gegenüber der Menschen, zu deren innerem Kreis man zählt; gegenüber des Teams, dessen Chef längst nicht der einzige ist, der seit über 20 Jahren hier arbeitet; und natürlich gegenüber den Gästen, die etwa zur Hälfte Stammgäste sind. Auch unter ihnen tummeln sich einige, die seit 20 Jahren und länger hierherkommen. Und das sagt ja eigentlich alles. luc

Fotos: Lucas Huber
Foto: zVg

962026

LAUFENDE VERANSTALTUNGEN | DAUERAUSSTELLUNGEN

Datum Zeit Ort Zahl s. Plan Veranstaltung | Dauerausstellung

LAUFEND 12.15 Uhr Kino Sputnik

Mittagskino im Sputnik | palazzo.ch

Aktuelle Filmauswahl und Infos unter palazzo.ch

Hendrix-Bistro Z33 Jimi Hendrix Jubiläums-Photoausstellung «West Coast Seattle Boy». Über 250 Exponat: Fotos, Bilder… Zeughausgasse 33 Do – Sa 16 – 24 Uhr, Führungen auf Voranmeldung: 077 429 29 95.

BIS Kunsthalle Palazzo Körpersprache | palazzo.ch

28.6.26 Sofía Durrieu, Pawel Ferus, Thomas Hauri, Anastasia Müller. Vernissage Fr 24.4., 18 Uhr

3.6. BIS 15 – 17 Uhr Sportbad Gitterli Bücher-Welle: Vorlesenachmittag im Gitterlibad | kbl.ch ab 4 J.

5.8.26 Mitarbeitende der KBL laden jeden Mittwoch (bei Badewetter) zum gemütlichen Vorlesen ein.

11.6. BIS jeden Do Kantonsbibliothek SpielZeit | kbl.ch freier Eintritt, ab 9 J., *ausser Schulferien

20.8.26* 15 – 17 UhrBaselland Games, Quiz, Escape-Room, Robotik, Programmieren, kreative Apps. Ausprobieren, spielen und kreativ sein.

4.8. BIS Ziegelhofareal Moonlight Cinema 2026 | palazzo.ch

15.8.26 Openair Kino auf dem Ziegelhofareal. Food ab 19 Uhr, Filmstart um 21 Uhr. BIS Museum.BL Fix it! Vom Glück des Reparierens | museum.bl.ch 3.1.27 In die Kulturgeschichte des Reparierens eintauchen und lernen, wie man Gegenständen ein 2. Leben schenkt BIS DISTL Badekuren im Entdeckerland. Zur Geschichte des Fremdenverkehrs zwischen Jura und Rhein

3.1.27 Ein Streifzug durch die Tourismusgeschichte von den internationalen Kurgästen des 19. Jh. bis heute

DAUER- DISTL

Überraschend neu! Das Dichter:innen- und Stadtmuseum DISTL | distl.ch AUSSTEL- Komplett neu gestaltete Dauerausstellung zu Geschichte, Literatur und Brauchtum der Stadt Liestal. LUNGEN LUNGEN LUNGEN

Galerie Altbrunnen

Bilder Paul Degen. Liestal – New York Grammetstr. 20. Liselotte Lüthi-Degen zeigt jeden 1. Sonntag im Monat von 14 –18 h Bilder von ihrem Bruder. Museum.BL Seidenband. Kapital, Kunst & Krise | museum.bl.ch Aufstieg und Niedergang der Seidenbandindustrie in der Region Basel. Wildes Baselbiet. Tieren und Pflanzen auf der Spur | museum.bl.ch Die Naturschätze der Region entdecken.

Datum Zeit Ort Zahl s. Plan

DI 9 18 – 20 Uhr Museum.BL

MI 10 15 – 17 Uhr Gitterlibad

Veranstaltung

Buchvernissage «Heimwege – Geschichte einer verlorenen Jugend» | museum.bl.ch

Aufzeichnungen von Boris Oppliger über sein Aufwachsen als Verdingkind, freier Eintritt.

Bücher-Welle: Vorlesenachmittag im Gitterlibad | kbl.ch Mitarbeitende der KBL laden jeden Mittwoch (bei Badewetter) zum gemütlichen Vorlesen ein. Kinder ab 4 J. FR 14 – 17 Uhr Kunsthalle Palazzo Baue deinen Klangroboter | palazzo.ch

Workshop für Kinder ab 8 Jahren, durchgeführt von Tönstör.

DO 11 18 – Museum.BL Erzählcafé: Was beschäftigt mich am Thema Fürsorge und Zwang? | museum.bl.ch freier Eintritt

20.30 Uhr Austausch zu Erfahrungen und Fragen rund um fürsorgerische Zwangsmassnahmen. Anm. bis Fr 5. Juni 2026

19 Uhr Kulturhotel

SongwriterCircle Liestal | fl aviangraber.com annagosteli.com Guggenheim Abschlusskonzert – Die stärksten Songs aus einem Jahr.

20.15 Uhr Kino Sputnik

FR 12 14 – 15 Uhr Museum.BL

19.30 Uhr DISTL

FR 12 20 Uhr Eventzelt

SA 13

Rheinstrasse 20b

10.30 Uhr Rathausstrasse 33

Landkino: Shadows in Paradise | landkino.ch

Regie: Aki Kaurismäki, mit: Matti Pellonpää, Kati Outinen, Sakari Kuosmanen, FIN 1986, 74’ OV/d

Time Slips für Privatpersonen | museum.bl.ch ohne Anmeldung, kostenlos, exkl. Konsumation

Gemeinsam erfinden Menschen mit Demenz Geschichten zu Kunstwerken.

Lesung von Regula Grauwiller zu Adelheid Duvanels 90. Geburtstag | distl.ch «Nächster Halt: Liestal!» Dominik Wunderlin erzählt die spannende Geschichte des Liestaler Bahnhofs.

Haarige Geschichten – Performative Lesung | jurtensommer.ch

Bewegende Geschichte von Anna Tschannen, Coiffeuse für Menschen am Rand, und Heidi Gürtler, Akkordeon.

Regionale Musikschule Liestal: Strassenmusik | rm-liestal.ch

Mit dem RML-Ensemble Harfeon unter der Leitung von Béatrice Scholtes.

Datum Zeit Ort

Veranstaltung

Zeughausplatz Wanderausstellung «Ich bin einfach niemand gewesen» – Fürsorge und vor Museum.BL Zwang in der Schweiz Die mobile Gastausstellung macht während drei Wochen Halt auf dem Zeughausplatz und beleuchtet die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen, von denen in der Schweiz bis 1981 Hunderttausende betroffen waren. Behörden konnten Menschen, die als «verwahrlost» oder «liederlich» galten, ohne Gerichtsentscheid in Heime, Kliniken, Arbeitsanstalten oder Pflegefamilien einweisen. Die Ausstellung beleuchtet ein lang verdrängtes Kapitel der Schweizer Geschichte, macht das Spannungsfeld zwischen Fürsorge und Zwang sichtbar, gibt Betroffenen eine Stimme und fragt: Wann wird Fürsorge zu Zwang? Ohne Anmeldung, freier Eintritt. Foto: Paul Senn

MI 17 14 – 17 Uhr Kunsthalle Palazzo

14.30 – Kantonsbibliothek

Baue deinen Klangroboter | palazzo.ch

Workshop für Kinder ab 8 Jahren, durchgeführt von Tönstör.

ElternZeit | kbl.ch Dauer: 2 Std., ab 3 – 8 J. in Begleitung eines Erwachsenen

16.30 Uhr Baselland Medienerziehung ist eine fordernde Aufgabe. Neues auszuprobieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.

DO 18 20.15 Uhr Kino Sputnik

FR 19 18.30 Uhr Zeughausplatz

FR 19 18.30 Uhr Stadtkirche

Landkino: Wolves | landkino.ch

Regie: Jonas Ulrich Mit: Selma Kopp, Bartosz Bielenia, Judith Hoffmann, Schweiz 2025, 97’ CH/d

Literatur Open Air Liestal | kbl.ch, distl.ch

Erleben Sie Literatur und Open-Air-Stimmung auf dem Liestaler Zeughausplatz. In diesem Jahr lesen Katerina Poladjan, die Gewinnerin des diesjährigen Preises der Leipziger Buchmesse, sowie der Schweizer Kolumnist und Autor Max Küng aus ihren aktuellen Romanen. Einen unterhaltsamen Einstieg in den Abend bieten die drei Poetry-Slammer:innen Fine Degen, Micha de Roo und Vera Hiltbrunner mit ihren besten Texten. Ein Abend zum Geniessen!

Heure Mystique: Klangspektrum – Dialog auf zwei Orgeln | ref-liestal-seltisberg.ch Mit Alexandr Nisse, Dublin (Orgel) und Ilja Völlmy (Orgel, Truhenorgel)

20 Uhr EBL Elefantehuus Goccia di Voci – Von Ost bis West Kulturen die einander zuhören. Goccia di Voci steht für musikalische Überraschung und ansteckende Freude.

20 Uhr Eventzelt Regionale Musikschule Liestal goes Jurtensommer | jurtensommer.ch

Rheinstrasse 20b Crazy People und Jazz Master Class – zwei Bands der Musikschule Region Liestal live am Jurtensommer.

SA 20 Sportbad Gitterli

Kletterwand-Event | gitterlibad.ch

Spannender Wettkampf an der 5 Meter hohen Wasser-Kletterwand. Keine Voranmeldung notwendig.

SO 21 17 Uhr Aula Regionale Musikschule Liestal: Sommerserenade | rm-liestal.ch

Sekundarschule Frenke Harfen und Gitarren mit einem bunten Programm und rhythmischen und melodischen Leckerbissen.

MI 24. 14 – 17 Uhr Kunsthalle Palazzo Baue deinen Klangroboter | palazzo.ch

Workshop für Kinder ab 8 Jahren, durchgeführt von Tönstör.

18 – 19 Uhr Kunsthalle Palazzo Körpersprache | palazzo.ch

Abschlussperformance mit den selbstgebauten Klangrobotern für Kinder ab 8 J., durchgeführt von Tönstör.

FR 26 15 Uhr Kunsthalle Palazzo Körpersprache | palazzo.ch

Rundgang mit Kuratorin Olivia Jenni

20 Uhr Eventzelt FOURTASTIC – ’round Midnight | jurtensommer.ch

Rheinstrasse 20b Eine Achterbahnfahrt durch die Nacht – Willkommen zu einem traumhaften A cappella-Abend.

26.6. UND ab 18 Uhr Ziegelhofareal

BERTHA FESTIVAL Fr 30.–, Sa 30.–, beide Tage für 50.–, Vorverkauf im HEBDI

27.6.26 Es spielen verschiedene Bands, die heftiges Ohrensausen und unkontrollierte Zuckungen in den Beinen bescheren.

26.6. BIS Sportbad Gitterli OPEN SKY CINEMA: 6 aktuelle Kinofilme in einer einmaligen Atmosphäre.| gitterlibad.ch

1.7.26 Von Action über Comedy zu Kinderfilmen – es ist für alle etwas dabei!

FR 28 13 – 17 Uhr Kunsthalle Palazzo Finissage: Körpersprache | palazzo.ch 15 Uhr Rundgang mit den Künstler:innen und Kurator:innen

Datum Zeit Ort Zahl s. Plan Veranstaltung

MI 1 18 Uhr ESB

Kultur-Restaurant: Live im L’ambiente | esb-bl.ch

Schauenburgerstr. 16 Kulinarisches aus Italien und Luca Di Felice, Konzert 19.30 Uhr

Die aufgeführten Sponsoren engagieren sich dafür, dass das reichhaltige Angebot in der breiten Region kommuniziert werden kann.

An welchen Anlass Sie auch gehen, wir fahren Sie hin und wieder zurück www.autobus.ag

Das Magazin für Liestal und Umgebung

Datum Zeit Ort Zahl s. Plan Veranstaltung

SA 4. Sportbad Gitterli 2. Raiffeisen Zeltnacht | gitterlibad.ch

FR 10 Sportbad Gitterli

AUGUST

Datum Zeit Ort Zahl s. Plan

Campen für die ganze Familie! Tolle Spiele, Abendunterhaltung mit Singen am Lagerfeuer und Zmorgä-Buffet.

Wasser-Olympiade | gitterlibad.ch

Ein Tag voller Spiel und Spass im Gitterlibad!

Veranstaltung

SA 2 Sportbad Gitterli MIGROS Family-Sunday | gitterlibad.ch

4.8. BIS

15.8.26

FR 7. 20 Uhr

Ziegelhofareal

Eventzelt

Ein spezieller Tag für alle Familien mit vielen Attraktionen – unterstützt von der MIGROS Basel!

Moonlight Cinema 2026 | palazzo.ch

Openair Kino auf dem Ziegelhofareal. Food ab 19 Uhr, Filmstart um 21 Uhr.

ORION Stockholm – Bern und zurück | jurtensommer.ch

Rheinstrasse 20b Emilia Amper, schwedische Volksmusikerinnen mit dem Schweizer Klangkünstler Carlo Niederhauser.

8.8. UND Sportbad Gitterli Das traditionelle Gitterlibad-Fest | gitterlibad.ch

9.8.26

DO 13 18 Uhr Kulturscheune

Viele Aktivitäten, leckere Snacks und jede Menge Spass am letzten Wochenende vor Schulbeginn!.

SongwriterCircle Liestal | fl aviangraber.com annagosteli.com

Anna Gosteli & Flavian Graber laden zum Austausch mit anderen Songwriter:innen ein.

FR 14 20 Uhr Eventzelt Peppers | jurtensommer.ch

Rheinstrasse 20b Von gewöhnlichen und kuriosen Leuten aus Provinz und Stadt singt und erzählt die Band Peppers.

SA 15 Sportbad Gitterli Rock am Pool mit Chill Bill & Rabbit Hill | gitterlibad.ch Konzert mit Coverversionen der grössten Rockhits der letzten Jahrzehnte gespielt von zwei regionalen Bands.

FR 21 Üetental Wanderkonzert: Sonnenuntergang mit Weindegustation | wanderkonzerte.ch

Kulturspaziergang u.a. mit Flavian Graber und Lisette Kaufmann, Musik, Wein und Natur.

20 Uhr Eventzelt TAF – Live. Laut. Legendär. | jurtensommer.ch

Rheinstrasse 20b Gegründet in einem Hühnerstall, covern sie Songs von Polo Hofer über Status Quo bis Fleetwood Mac.

SO 23 14 – 15 Uhr Museum.BL Theaterführung «Fix it!»: Dem Faden nach. Mit Araneus, der Kreuzspinne, in der Reparaturwerkstatt Wir hangeln uns durch das Spinnennetz und schauen, wo wir überall hängenbleiben.

Freies Malen für Kinder

Wir probieren mit Pinsel und Händen, was in der Welt der Farben möglich ist.

Auf dieser spielerischen Entdeckungsreise werden Maltechniken erkundet, z.B. Drucktechnik mit Verpackungsmaterial (Upcycling). Welche Bilder entstehen an einer Malwand?

Termine sind wöchentlich oder alle 14 Tage buchbar. Ich freue mich auf Sie!

Gesundheit-Kunsttherapie

Jacqueline Saladin Benzburweg 18, Liestal T 079 380 30 76 www.jacqueline-saladin.ch

Wie entstehen politische Meinungen auf Instagram – und wie schnell geraten junge Erwachsene dabei in Filterblasen?

Lionel Frey geht dieser Frage nach – und holte mit seiner Arbeit zu politischem Microtargeting in den Social Media Silber bei «Schweizer Jugend forscht».

Sie haben sich im Rahmen Ihrer Maturarbeit mit dem Thema politische Meinungsbildung in den sozialen Medien befasst. Sind Sie ein politischer Mensch? Politik ist ein Thema, das mich seit vielen Jahren begleitet. Ich bin in einer sehr politischen Familie aufgewachsen. Als Kind habe ich schon viel mit meinen Eltern und Grosseltern über Politik geredet. Meine Mutter ist in der DDR aufgewachsen, und deshalb weiss ich auch, was es heisst, wenn man in einem Land politisch unterdrückt wird. Für mich sind Politik und unsere Demokratie etwas vom Wichtigsten. Deshalb bin ich selbst aktiv.

Das heisst?

Ich bin seit etwa zwei Jahren in der SP. In einer Zeit, in der durch die sozialen Medien die demokratische Diskussionskultur zunehmend verloren geht, ist es mir wichtig, etwas für die Demokratie zu tun.

info

Der Wettbewerb

Die «Schweizer Jugend forscht» hierzulande zum 60. Mal. Die 88 Finalprojekte wurden an der FHNW in Muttenz ausgestellt, am 2. Mai 2026 erfolgte die Prämierung, an der Lionel Frey Silber errang. In Muttenz geht er auch zur Schule, im Sommer schliesst er die Matura ab. Er ist 19 und in Füllinsdorf zuhause.

Zu Ihrer Maturarbeit: Können Sie Ihr Thema erläutern?

Die Arbeit untersucht, wie schnell jugendliche Personas, also mögliche Personengruppen in der Gesellschaft, auf Instagram in eine Filterblase geraten. Filterblasen sind homogene Räume, in denen die Informationsvielfalt begrenzt ist und die eigene Meinung bestätigt wird. Ausserdem hat mich interessiert, welche Rolle «Microtargeting», also der Einsatz gezielter personalisierter Beiträge, spielt. Luka Bekavac von der Universität St. Gallen hat mich bei der Forschung unterstützt.

Zu welchen Ergebnissen kam die Untersuchung?

Wir konnten beobachten, dass die Algorithmen von Instagram nur wenige Inputs brauchen, um eine Filterblase zu erzeugen. Für jede Persona haben wir 250 Posts erhoben und konnten zeigen, dass dabei mehrere Filterblasen entstanden sind. Das zeigt, dass in kurzer Zeit auf Instagram eine Homogenität entsteht und wir uns digital isolieren. Wir konsumieren nur noch Inhalte, die uns politisch ansprechen. Es findet keine Diskussion statt. Das ist gefährlich für eine Demokratie.

Im Moment wird ein Verbot von sozialen Medien für Jugendliche diskutiert. Wie sehen Sie das? Soziale Medien sind wie digitales Fast Food. Wir konsumieren es, aber es ist

«Soziale

wie digit

System durchschaut: Gymnasiast Lionel Frey hat Filterblasen in Social Media entschlüsselt.

Medien sind

t ales Fast Food»

ungesund für uns. Es entsteht eine Abhängigkeit. Neben der politischen Gefahr besteht auch eine starke psychologische Abhängigkeit. Es gibt Pro- und Kontraargumente für ein Verbot. Ich habe noch keine abschliessende Meinung. Ein Verbot ist sehr kompliziert, und die Umsetzung ist sehr schwierig. Sicher gibt es auch andere Wege.

Haben Sie selbst politische Ambitionen?

In der Politik weiss man nie, was auf einen zukommt. Ein politisches Mandat würde mich aber sehr ansprechen. In der Politik aktiv zu sein heisst, für die Menschen aktiv zu sein und umzusetzen, was eine Gesellschaft bewegt. Ich fände es sehr spannend, künftig ein politisches Amt –wo auch immer – ausüben zu dürfen.

Nun haben Sie Silber gewonnen; stolz? Und konnten Sie vom Wettbewerb profitieren?

Ein bisschen schon, selbstverständlich. Ausserdem konnte ich meine Arbeit nochmals weiterentwickeln und verbessern. Wichtig ist mir aber hauptsächlich, dass ich mit dieser Arbeit noch viele Menschen erreiche, weil das Thema in der Schweiz und auf der ganzen Welt relevant ist. Zurzeit wird noch zu wenig über den Einfluss von sozialen Medien auf die politische Meinungsbildung gesprochen. rah

Weltmeisterliche Schlemmerrunde (v.l.): Yenny Durán aus Kolumbien, Nicholas Gonzales aus den USA und Linda Schier aus Tschechien.

Weltmeisterd

Wir feiern die Fussball-WM für einmal nicht sportlich, sondern kulinarisch. Also haben wir Landsleute aus drei teilnehmenden Nationen gebeten, eine Spezialität aus ihrer Heimat zuzubereiten. Das Resultat: eine Tavolata, die alle kulturellen und sprachlichen Hürden niederreisst. h, aus ihrer

Drder Herzen

er Ort, an dem Fremde zu Freunden werden, ist der Tisch. Und der ist reich gedeckt. An der Fussball-WM der Männer in Kanada, Mexiko und den USA nehmen 48 Nationen teil. Menschen aus dreien von ihnen haben für uns eine Spezialität aus ihrem Land zubereitet, die man sich gewöhnlich gemeinsam beim Fussball einverleibt, zuhause oder in der Beiz, ganz egal. So kommt ein Grüppchen

Wildfremder zusammen, Menschen, die in dieser Konstellation vielleicht nie wieder zusammensitzen werden, die aber gemeinsam lachen und schwelgen und sich zur Verabschiedung in den Armen liegen werden, entzückt darob, Gleichgesinnte gefunden zu haben, die genauso für die Gemeinschaft und gutes Essen schwärmen. Und so ist es eigentlich nicht der Fussball, der sie verbindet, sondern Herzlichkeit und Gaumenfreude. Letztere schliesslich ist garantiert, und zwar mit …

• Arepas, Empanadas und frittierten Kochbananen aus Kolumbien

• Chlebícˇky und Utopenci aus Tschechien

• Seven Layer Dip mit Nachos aus den USA

Authentisch eintauchen

Und damit nun aber endlich zum Essen und zu dieser reichhaltig gedeckten Tafel, die einem das Wasser in den Mund treibt. So viele Spezereien, und durch die probieren sich die Gäste nun nach und nach. Während also Yenny vormacht, wie man ihre gegrillten Maisfladen, die

Arepas, füllt, zeigt Nicholas, wie man den Nacho authentisch in den Seven Layer Dip taucht.

Letzterer ist der amerikanische Party-Dip schlechthin. Namensgebend sind seine sieben Schichten aus Bohnenmus, Guacamole, Sauerrahm, Salsa, Tomaten, geriebenem Käse und Oliven respektive Jalapeños, die Nicholas eigentlich vorzöge und die er auch selber kultiviert, deren neue Ernte allerdings noch aussteht. Er serviert eine milde und eine etwas pikantere Variante des Dips, den er im Februar auch zur Super-Bowl-Party bei seinen Freunden mitbrachte.

Der Dip ist, wie man sich American Food vorstellt: schwer, intensiv, würzig, cremig, mastig, lecker – kurzum: gustatorisch überwältigend. Das gilt übrigens auch für die Utopenci, Tschechiens wohl beliebtesten Kneipensnack. Niemand trinkt mehr Bier als die Tschechen, und weil Bier bekanntlich hungrig macht, brauchen die hospedy (Wirtshäuser) unverderbliche Happen.

República de Colombia

Yenny Durán, 39, die ursprünglich aus Kolumbien stammt, heute mit ihren drei Kindern aber in Sissach lebt, hat sich ins Fussballtrikot ihres Landes geworfen und eigens die Flagge abgehängt, die gewöhnlich in ihrem Schlafzimmer hängt. Sie kann die WM kaum erwarten – und traut ihren Landsleuten so ziemlich alles zu.

Fotos: Linda S c h e r

United States of America

Nicholas Gonzales, 63, lebt seit sechs Jahren in Liestal. Er wuchs allerdings in Utah auf, ganz in der Nähe der Hauptstadt Salt Lake City. Der Rentner bringt nicht nur Ehefrau Laurie mit, die in der Finanzabteilung von Ikea arbeitet, sondern auch Hund Javier. Dass die WM in seinem Heimatland stattfindet, wusste er nicht einmal.

gewürztes Rindfleisch (wobei auch Schwein ginge), und Perico, ein mit Zwiebeln, Tomatenwürfeln und Gewürzen gebratenes Rührei.

Unverderbliche Ertrunkene

Der Legende nach war es ein Gastwirt, der Brühwürste, die špekác ˇky, zusammen mit Zwiebeln, Peperoni und Gewürzen in eine Essiglake einlegte, bei Raumtemperatur ziehen liess und die nun in Utopenci, also Ertrunkene verwandelten Würste direkt vom Tresen weg verkaufte. Ihr Aroma ist säuerlich, sehr würzig und deutlich kräftiger als vergleichbarer eingelegter Würstchen (die Legende endet übrigens mit dem Ertrinkungstod des Gastwirts).

«Am besten schmecken sie übrigens, wenn sie mindestens zwei Wochen in der Lake ziehen konnten», klärt Linda auf und betont die Bedeutung des Biers, in diesem Fall ein Helles von Hülftebräu aus Frenkendorf. Ausserdem, erzählt sie weiter, sei ein Fest in Tschechien undenkbar ohne Chlebícˇky, also Brötchen, und tatsächlich ähneln sie dänischem Smørrebrød, italienischer Bruschetta oder unseren Belegten Brötli, nur dass Lindas Variante mit Frischkäse, Fleischsalat, Ei, Gurke, Käse, Salami und eingelegter Paprika daherkommt.

Fus Arepas g ros

Yenny brauchte nicht lange zu überlegen, was sie für die Fussball-Tavolata zubereiten würde: Arepas selbstverständlich. Die handgrossen Maisfladen sind ein zentraler Bestandteil der kolumbianischen Alltagsküche – und das perfekte Fingerfood für einen feierlichen WM-Abend. Yenny hat zweierlei Füllungen vorbereitet: Peluda, das ist gezupftes, zur Perfektion

Doggybags mit Spezereien Ebenfalls aus Mais besteht die Hülle von Yennys Empanadas. Die Teigtaschen, die sie mit einer Füllung aus Fleisch und Zwiebeln füllt und ausfrittiert, sind klassisches lateinamerikanisches Streetfood und typischer Begleiter eines rauschenden Fussballabends. Dazu serviert Yenny Guacamole und Patacones, süsslich-knusprige Kochbananen aus der Fritteuse.

Am Ende teilen sich die Gäste die Reste, Doggybags mit Spezereien aus Tschechien, Kolumbien und den USA, zusammengeführt auch dank des Fussballs, vor allem aber dank der Offenheit und der Freigiebigkeit von Yenny, Linda und Nicholas. Erstere ist überzeugt, der Seven Layer Dip entspräche genau den Vorlieben ihres ältesten Sohnes, und die Redaktion freut sich auf die übriggebliebenen Utopenci, die noch einen Moment in ihrer Essiglake ziehen dürfen. luc

C ˇeská republika

Linda Schier, 46, wurde in Brno geboren, in der Schweiz ist sie seit 2004. Mit ihrem Mann betreibt sie eine Zahnarztpraxis in Liestal, wo das Paar mit seinen beiden Teenagern auch zuhause ist. Daneben fotografiert sie auch für dieses Magazin (so wie diese Seiten). Träfe die Schweiz an der WM auf Tschechien, schlüge ihr Herz wohl für ihre Wahlheimat.

Die Tipps auf dieser Seite sind von der Redaktion ausgewählt und verfasst. Es handelt sich nicht um bezahlte Werbung. Wir sind jederzeit hungrig nach Newsfutter aus der Gastroszene: willkommen@lima-magazin.ch.

Franz for president

Im Aprilheft suchten wir einen neuen Präsidenten für den Trägerverein des Liestaler Genussmarkts, der sich als samstäglicher Wochenmarkt so fabelhaft etabliert hat.

Nun ist er gefunden: Nachfolger von Ueli Vögtlin wird Franz Kaufmann, ehemaliger Stadtrat und Bürgergemeindepräsident. Dass er’s auch kulinarisch draufhat, ist kein Geheimnis: Kaufmann ist Winzer, auch wenn mittlerweile Tochter Lisette das Weingut führt. Liestal | genussmarkt-liestal.ch luc

Ein Weltmeister für Seltisberg

Pietro Sementilli ist Pizza-Weltmeister – wortwörtlich. Vor drei Jahren wurde er beim «Campionato del Mondo di Pizza» zum Besten in der Kategorie «Pizza Fritta» gekürt. Nun kann man sein Talent in seinem neuen Restaurant «Il Grottino Romano di Pietro Sementilli» (ehemaliger Gasthof zum Schützen) in Seltisberg erschmecken. Mit beinahe 30 Jahren Erfahrung verfügt Sementilli über ein umfangreiches Repertoire, sowohl als Gastgeber als auch als Koch. «Ich bin bereit, alle Einwohner von Seltisberg zu verwöhnen und zufriedenzustellen.» Seltisberg jos

Das Kochbuch zum Thema

Immerhin mit Deutschland

Tempura Rolls, also Sushi mit einer frittierten Garnele im Herzen, sind mundgerecht, schmackhaft – und also perfekt für einen Fussballabend vor dem TV. Auch wenn weder China noch Vietnam an die Weltmeisterschaft fahren, finden sich dieses und weitere Rezepte der asiatischen Küche im Kochbuch «Neue asiatische Küche» von The Duc Ngo (der eben chinesisch-vietnamesische Wurzeln hat). Immerhin gehört seine heutige Heimat Deutschland zu den Favoriten.

The Duc Ngo: Neue asiatische Küche, erschienen 2025, 271 Seiten, ca. Fr. 35.–

Alle Ehre

In Zusammenarbeit mit dem Dorling Kingsley Verlag verlost das LiMa 1 Exemplar des Buches. Mitmachen: lima-magazin.ch/wettbewerb, Teilnameschluss ist am 12. Juli 2026. Viel Glück.

Das Bierfestival Liestal wächst und gedeiht, dass es Liestals hopfiger Historie alle Ehre macht. 20 Brauereien waren bei der Ausgabe 2026 dabei (aus dem LiMa-Gebiet: Hoptopus, Varius, Föifliberbier, Stedtli Bier, Hülftebräu, Unser Bier), dazu die Cidermacher von Incider und Festivalgründer Otto van Gogh mit seinem Lädchen «Biertipp». Hinter der Organisation steht mittlerweile ein Verein, der im Mai 2027 zum nächsten Bierfestival lädt. Liestal | bierfestival-liestal.ch luc

Foto: zVg
Foto:Mimmo Muscio
Foto: zVg

«Einmal am Tag muss man sich blam

Reto Scacchi, 64, trägt die Verantwortung für die Sicherheit am Basel Tattoo – ehrenamtlich. Trotz der Hektik rund um den Grossanlass begegnet er den Herausforderungen mit bemerkenswerter Ruhe.

Reto Scacchi erscheint im dunkelgrün-rot-blau karierten Anzug, er erinnert an einen Highland-Laird im modernen Businesslook, als er sich am Rand des Kasernenareals setzt. Clans, Familien oder auch ganze Regionen in Schottland haben ihre eigenen Tartanmuster; dasjenige auf seinem Anzug gehöre zum Basel Tattoo, für das er sich seit knapp zehn Jahren ehrenamtlich engagiert; Reto Scacchi ist für die Sicherheit beim zweitgrössten Open-Air-Tattoo der Welt verantwortlich.

«Wie sollte die Gesellschaft ohne Ehrenamt funktionieren?»

Freiwilliges Engagement ist hier nicht mit fehlender Expertise gleichzusetzen: Scacchi verfügt über gut 30 Jahre Erfahrung in diesem Bereich. Vor seiner Pension im vergangenen November war er Ausbildungsleiter bei der Rettung Basel-Stadt und verantwortete die Sicherheitskonzepte in der Abteilung.

Im Ernstfall evakuieren

Scacchi, der in Waldenburg wohnt, war zudem an der Einrichtung der Notfalltreffpunkte in Basel-Stadt beteiligt, die vergangenes Jahr eingeweiht wurden. Bei der Vorführung der Notrufsäule kam es zwar zu technischen Problemen –es konnte keine Verbindung hergestellt werden –; inzwischen funktioniere die Anlage jedoch einwandfrei. Scacchi nimmt die Panne gelassen: «Einmal am Tag muss man sich blamieren», sagt er vergnügt.

Die Leichtigkeit, die Scacchi an den Tag legt, gehört zum Berufsbild: «Es braucht eine gewisse Gelassenheit und ein gutes Gefühl von Nähe und Distanz.» Privat beschäftigt er sich übrigens alles andere als intensiv mit Sicherheit; Scacchi schüttelt vehement den Kopf: «Wenn du das acht Stunden am Tag machst, dann reicht das.» Er verbringe lieber Zeit mit seiner Familie und den Grosskindern. Während der Konzerte sei hingegen eine gesunde Grundspannung vorhanden. Das grösste Sorgenkind hierbei sei das Wetter, klar: Es handelt sich um ein Freiluftfestival, und er müsse laufend abschätzen, wann allenfalls sogar ein

Abbruch der Veranstaltung notwendig wäre. «Ich kann ja nicht einfach auf einen Knopf drücken und alles beenden. Im Ernstfall müssten 7500 Personen evakuiert werden.» Glücklicherweise sei das bisher aber nie nötig gewesen. Und falls in Zukunft doch: Scacchi hätte einen Plan zur Hand.

«Es braucht eine gewisse Gelassenheit.»

Diese grosse Verantwortung macht seine Aufgabe ziemlich bedeutungsvoll. Und anstrengend. Dass er diese in einem Ehrenamt wahrnimmt, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit, zuckt mit den Schultern und sagt auf seine unbekümmerte Art: «Ich finde Ehrenamt wichtig.» Er wisse nicht, wie die Gesellschaft ohne selbiges funktionieren würde.

Nicht mal musikalisch

Zur Basler Musikshow hat Scacchi vor seinem Engagement kaum Berührungspunkte, und besonders musikalisch sei er auch nie gewesen. Andererseits hatte er während des Militärdienstes als Kompaniekommandant das Militärorchester in seiner Kompanie; «mit dem musikalischen Teil hatte ich aber nichts zu tun. Ich habe dafür gesorgt, dass die Musikanten zur richtigen Zeit am richtigen Ort

trägt

mieren»

waren und ihr Material bei sich hatten.»

Doch der Einblick in die Welt der Militärmusik war gleichwohl lehrreich –und die Präzision der Musizierenden beeindruckt ihn bis heute.

Das Gemeinschaftliche empfindet er als wichtigsten Aspekt bei seiner freiwilligen Tätigkeit: «Es klingt klischiert, aber wir sind wie eine Familie.» Auch wenn die Veranstaltung nur einmal im Jahr stattfindet. «Es gibt doch Menschen, die man sehr selten sieht; aber jedes Mal, wenn man sich trifft, schliesst man direkt dort an, wo man zuvor stehengeblieben ist.» Genau das sei auch der Fall mit seiner «Tattoo-Familie». jos

1 × 2 Tickets

Das Basel Tattoo feiert 2026 20-jähriges Bestehen. Wir verlosen 1x 2 Tickets für die Vorstellung am 19. Juli 2026 um 19.30 Uhr. Mitmachen: lima-magazin.ch/wettbewerb, Teilnahmeschluss ist am 28. Juni 2026. Die Gewinner werden benachrichtigt. Viel Glück.

Reto Scacchi
seinen Anzug im Tartan-Muster des Basel Tattoo.

rätselspass

Rätseln und Knobeln

Schwedenrätsel

Sudoku

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 × 3-Blöcke nur einmal vorkommen.

mittel

Bimaru

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren, auch nicht diagonal, und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Die Lösungen finden Sie auf Seite 57

In dieser Rubrik äussern sich die Liestaler Einwohnerratsfraktionen SP, Grüne, SVP, FDP/die Mitte und glp/EVP und zu einem aktuellen Thema.

Natascha Brönnimann, Fraktion SP

Sommerferien

Der Sommer klopft an, und mit ihm die grossen Ferien. Den Sommer über hält aber auch die Politik inne. Zumindest die Parlamente wie unser Einwohnerrat. Wie und wohin der in Urlaub fährt? Na so!

Das Gute liegt so nah

Meine letzte Reise liegt erst wenige Tage zurück. Ich war lange mit dem Zug unterwegs und kam erschöpfter nach Hause, als ich aufgebrochen war. Johann Wolfgang von Goethe fragte bereits: «Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.» Auch in der nahen Umgebung lässt sich Neues entdecken. Vielleicht trägt dies mehr zur Entschleunigung bei als Reisen in die Ferne.

Gerade dort, wo Strassenräume nicht nur für Autos gedacht sind und Verkehrsteilnehmende auf Passanten Acht geben, können Begegnungen entstehen, die sonst kaum möglich wären. Gegenseitige Rücksicht schafft Verständnis, Verbindung und stärkt das Zusammenleben. Vielleicht beginnt genau dort die eigentliche Lebensqualität – nicht in der Distanz, sondern in der Art, wie wir im Alltag miteinander unterwegs sind.

Dominic Cavegn, Grüne-Fraktion

Sommerzeit ist Reisezeit … … und Reisen ist für Menschen, denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt, stets ein zwiegespaltenes Thema. Dabei bietet Liestal eine flügellose Variante zu diversen Reisezielen: Wie wäre es mit einem Kaffee in Milano, einem Döner in Berlin, Smørrebrød in Kopenhagen oder Kaiserschmarrn in Wien? Oder wie klingen eine traumhafte Wanderung zum Giessen, actiongeladene Abfahrten von der Wasserfallen, römische Faszination in Augusta Raurica oder der atemberaubende Weitblick vom Aussichtsturm?

Reisen ohne Flieger heisst nicht zwingend Verzicht, sondern für uns Liestalerinnen und Liestaler ein paar Mal umsteigen. Die Ästhetik und Barrierefreiheit unseres Bahnhofs werden zurecht kontrovers diskutiert, seine Funktion als Reisezentrum zu den schönsten Orten in Europa ist hingegen diskussionslos.

Ferien

Bald beginnen in unserem Land die Sommerferien – und auch die politischen Sitzungen machen Pause. Es ist wichtig, sich ein paar Wochen Zeit zu nehmen, um abzuschalten, neue Energie zu tanken und bewusst Zeit mit der Familie zu verbringen. Ich finde, es spielt keine grosse Rolle, wo man die Ferien verbringt – ob im Ausland oder in der Schweiz.

Wenn man Kinder hat, ist der Ort ohnehin zweitrangig. Für sie zählt vor allem, Zeit mit den Eltern, Geschwistern oder Grosseltern zu verbringen und von morgens bis abends mit ihren Liebsten zusammen zu sein.

Ich persönlich geniesse diese Tage mit meiner Tochter sehr. In dieser Zeit muss ich mir keine Gedanken darüber machen, ob abends noch eine Sitzung oder ein anderer Termin ansteht. Diese gemeinsamen Momente wird sie nie vergessen – im Gegensatz zu einem teuren Hotel oder einem luxuriösen Ferienort.

Der Augenblick

Früher reiste ich mit Spiegelreflexkamera und drei Filmen im Gepäck. Das Motto: «Nur ausgesuchte Motive.» Jeder Klick verbunden mit einem Gebet an den «Fotogott», dass niemand blinzelt, die Belichtung stimmt und das Bild scharf ist. Dies führte zu einer aufmerksamen Betrachtung der Umgebung, und es wurden nicht nur Bilder mit der Kamera festgehalten, sondern auch Momentaufnahmen im Kopf als Erinnerung.

Heute ist die Digitalkamera dabei. Ich mache mehr Bilder, damit sicher ein «geniales» Foto dabei ist. Zu Hause schaue ich mir die Bilder an und erkenne, dass die «genialen» Fotos fehlen. Da ich die Reise durch den Sucher der Kamera erlebt habe, fehlt noch mehr, die Bilder, die im Kopf als Erinnerung für immer festgehalten werden. Geniessen wir wieder mehr den Augenblick beim Reisen.

Reiseziel Liestal

«Mir si d’Lieschtler Trachtelütli, do und dört efang bekannt.» Mit diesen Worten begann das traditionelle Maitanzen am Muttertag. Liestal lebt sein vielfältiges Brauchtum und begeistert mit charmanter Altstadt, kultureller Vielfalt und zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Und Liestal ist offen für alle und alles, für Tradition und Fortschritt. Wussten Sie ausserdem, dass sich das DISTL dem Werk des Liestaler Literatur-Nobelpreisträgers Carl Spitteler verschrieben hat? Ebenso beeindruckend ist der 30 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Schleifenberg, der einen herrlichen Panoramablick über Liestal und das Baselbiet bis hin zu den Alpen bietet. Lernen Sie Liestal noch besser kennen bei einer Stadtführung oder einer Erkundung mit Rätselspass oder Genussstationen.

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Lukas Heinzelmann, Fraktion SVP
Markus Bürgin, FDP; FDP-Mitte-Fraktion
Verena Wunderlin-Friedli, glp; glp/EVP-Fraktion

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Bächliackerweg 14, Frenkendorf, T 061 906 85 85 info@glasbauwolfgang.ch www.glasbauwolfgang.ch

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LÖSUNGEN

19. Jahrgang, Nr. 112

Herausgeberin: BirsForum Medien GmbH Malsmattenweg 1, 4144 Arlesheim, T 061 690 77 00 willkommen@lima-magazin.ch, lima-magazin.ch

Verlagsleitung: Thomas Bloch, Thomas Kramer

Redaktionsleitung: Lucas Huber (luc) lucas.huber@lima-magazin.ch

Mitwirkende dieser Ausgabe: Texte: Lucas Huber (luc), Rafi Hunziker (rah), Jonit Schmid (jos), Laurin Renfer (lar)

Fotografie: Lea Styger, Linda Schier,Mimmo Muscio, Lucas Huber

Gestaltung und Produktion: Denise Vanne

Korrektorat: Katharina Schäublin

Produktmanagement: Patricia Sterki

LiMa 113 AUF LEISEN

LiMa 113 AUF LEISEN

Medienberatung und Anzeigenverkaufsleitung:

Ueli Gröbli, 061 690 77 05 ueli.groebli@birsforum.ch

Andreas Kunle, 061 690 77 08 andreas.kunle@birsforum.ch

Paul Wisler, 061 690 77 04 paul.wisler@birsforum.ch

Tarife: lima-magazin.ch

Erscheinung: LiMa erscheint 6 mal pro Jahr: Unser nächster Erscheinungstermin: 25. August 2026

Inserateschluss: 10. August 2026

Weitere Erscheinungstermine: lima-magazin.ch

Hund und Katz und auf dem Balkontisch der Spatz: Unser nächstes Heft wird ziemlich tierisch, und zwar mit Tiefgang, was uns zu Joana Fankhauser bringt. Die schickt sich nämlich gerade an, Besamungstechnikerin zu werden. Ausserdem stellen wir Ihnen einen YouTuber vor, der von Arboldswil aus die Klemmbausteinszene aufmischt. Haben Sie anekdotische, berührende oder einfach erheiternde Geschichten mit Ihren Haustieren? Oder anderweitige Inputs? Bitte melden. lucas.huber@lima-magazin.ch

Hund und Katz und auf dem Balkontisch der Spatz: Unser nächstes Heft wird ziemlich tierisch, und zwar mit Tiefgang, was uns zu Joana Fankhauser bringt. Die schickt sich nämlich gerade an, Besamungstechnikerin zu werden. Ausserdem stellen wir Ihnen einen YouTuber vor, der von Arboldswil aus die Klemmbausteinszene aufmischt. Haben Sie anekdotische, berührende oder einfach erheiternde Geschichten mit Ihren Haustieren? Oder anderweitige Inputs? Bitte melden. lucas.huber@lima-magazin.ch

DIE GLÜCKLICHEN

GEWINNER

AUS DER LETZTEN NUMMER:

Kochbuch «Ich lieb’s» Nora Burri, Liestal Die Formenwelt des Meeres an deinen Füssen (Socken) Mark-Jan Frehner, Lausen

Freilichtmuseum Ballenberg Sylvia Böni, Pratteln

SCHREIBEN SIE UNS willkommen@lima-magazin.ch Redaktion: lucas.huber@lima-magazin.ch lima-magazin.ch

Unsere nächste Ausgabe erscheint am 25. August 2026

Auflage: 29 300 Ex. kostenlos an alle Haushaltungen und Post fächer in Liestal, Arboldswil, Arisdorf, Böckten, Bubendorf, Frenkendorf, Füllinsdorf, Gelterkinden, Hölstein, Itingen, Lampenberg, Lausen, Liedertswil, Lupsingen, Niederdorf, Nuglar-St. Pantaleon Oberdorf, Ormalingen, Ramlinsburg, Reigoldswil, Seltisberg, Sissach, Titterten, Waldenburg, Ziefen.

Abonnement: Preis für sechs Ausgaben: CHF 45.00

Copyright: Alle Rechte bei BirsForum Medien GmbH

ISSN-Nummer 1663-6236

«Mit der anderen ist es fertig.»

«Daten» ist doch so ein kalter Begriff, nicht? Früher nannte man das balzen, turteln und bezirzen, herzen, scherzen und scharwenzeln, tändeln, höfeln und flattieren, schäkern, necken, kokettieren: Er brachte ihr den Schmus, sie machte ihm schöne Augen, hinauf ging es in den Heustock, schwanger wieder hinunter ins Tenn, und schon war der Rest des Lebens aufgegleist. Ich weiss wirklich von Zeugungen im Heustock. Wie kompliziert dieses «Dating» schon früher war, zeigt der folgende handgeschriebene Brief aus den 50er-Jahren an meine Mutter:

«Liebste Trudi! Nun gebe ich dir das Ja, denn mit der anderen ist es fertig. Es kam nämlich so: Hännes und ich gingen heim, als wir zu Preisigs Haus kamen, standen Vroni und Emmi draussen. Als ich schon ein Stück gegangen war, erzählte Hännes, die Vroni wolle mich nicht mehr, denn sie habe von mir allerhand vernommen. Da dachte ich, mir auch recht, dann muss ich nicht mehr lange nachdenken, sonst hätte ich nicht gewusst, mit welcher ich gehen müsste. Ich sagte nur noch, dann ist es eben fertig, und ich ging heim. Nun weisst ja, dass ich mit keiner anderen gehe, und ich hoffe auch, dass du mit keinem anderen gehst. Wegen dem Heustock will ich es dir jetzt sagen, es kam so: Am Nachmittag machten wir Völk, und als ich um vier Uhr die Kühe füttern musste im oberen Gaden, kamen alle mit, aber Hännes und ich taten als ob sie nicht da wären, und fütterten einfach die Kühe. Emmi, Anna und Gerda gingen in den Heustock hinauf und legten sich im Heu nieder, da riefen alle miteinander: Kommt herauf, wir sind bereit, ihr könnt nur anfangen. Wir machten aber kurzen Prozess, liessen sie wo sie waren und schauten nach den Kühen, denn erstens waren drei oben gewesen, und zweitens hätte ich mit allen sowieso nichts angefangen. Noch vielen Dank für den Brief. Es grüsst und küsst Dich so bald als möglich, Migg.»

Es wurde dann nichts aus Migg und Trudi, weder mit Heustock noch Heirat. Zum Glück. Nicht auszudenken, wenn Migg mein Vater geworden wäre. So, und jetzt wünsche ich allen einen wonnigen Sommer. Übrigens bieten manche Bauernhöfe «Schlafen im Heu» an. Mit Empfang.

Willi Näf, satirischer Redner und Schreiber, Bubendorf, willinaef.ch

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