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Smart City

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SMART CITY Lebensräume von morgen

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Smart City

GRUSSWORT

Willkommen im Morgen Wie wollen wir morgen leben? Über diese Frage wird heute in der Politik ebenso entschieden wie in Wohnzimmern, Fabriken und landwirtschaftlichen Betrieben. Digitalisierung, Daten und smarte Technik verändern schon jetzt, wie wir wohnen, arbeiten und zusammenleben – in der Großstadt wie in der ländlichen Region. Und die Entwicklungen werden sich in den kommenden Jahren weiter beschleunigen. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, wie Verwaltungen mithilfe der Digitalisierung schneller und bürgernäher werden wollen und wie smarte Städte das

Leben der Bewohner vereinfachen. Wir berichten über vernetzte Wohnungen, in denen Heizung, Licht und Solaranlage zusammenarbeiten, um Energie zu sparen und den Alltag zu erleichtern. Der Blick in ländliche Regionen führt zu Landwirten, die moderne Technologien einsetzen und zum Beispiel mit Sensoren Wasser und Dünger einsparen, und zu Gemeinden, die mit Wind, Sonne und Biogas zu Energielieferanten werden. Stadt und Land rücken dabei enger zusammen, als es der alte Gegensatz vermuten lässt. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Michael Gneuss Chefredakteur

INHALTSVERZEICHNIS LEITARTIKEL DIGITALE SOUVERÄNITÄT SMART LIVING VERNETZTES ZUHAUSE ENERGIEWENDE REGIONALE RÄUME RESSOURCENSCHONENDE LANDWIRTSCHAFT

Die Stadt denkt mit – das Dorf auch — 3 Der Staat im Smartphone — 4 Lebst du schon? — 6 Cool bleiben — 7 Das Zuhause als Kraftwerk — 8 Das Land liefert — 9 Mehr aus weniger — 10

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Die Stadt denkt mit – das Dorf auch

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Ein Dienstagmorgen irgendwann in den 2030erJahren. Als Lena die Wohnungstür hinter sich zuzieht, hat sich die Heizung bereits heruntergeregelt. Die Waschmaschine wartet noch, sie springt erst an, wenn die Solaranlagen auf den Dächern des Viertels besonders viel Strom liefern. An der Haltestelle zeigt die App, dass der Bus in drei Minuten kommt, die Ampeln auf

Unsere Lebensräume verändern sich durch Digitalisierung, Daten und smarte Technik. seiner Strecke schalten für ihn auf Grün. Einen Parkplatz sucht hier kaum noch jemand, weil Sensoren melden, wo einer frei ist. Den neuen Personalausweis hat Lena am Vorabend vom Sofa aus beantragt. Vom Ranking in den Alltag Vieles davon ist keine Vision mehr, sondern schon heute real oder gut vorstellbar. Unsere Lebensräume verändern sich durch Digitalisierung, Daten und smarte Technik, und im besten Fall wird das Leben dadurch leichter: Wege werden kürzer, Prozesse einfacher, Energie und Ressourcen effizienter genutzt. Wie weit Deutschlands Großstädte sind, misst der Digitalverband Bitkom jedes Jahr. Im Smart City Index 2026 liegt erstmals Stuttgart vorn, mit 92,8 von 100 Punkten vor München und Hamburg. Die

Landeshauptstadt BadenWürttembergs gehört als einzige Kommune in allen fünf Kategorien zu den besten zehn. Wie viele Stellschrauben es für eine intelligente Stadt gibt, zeigt der Katalog der Prüfkriterien. Neu bewertet werden etwa das Energiemonitoring kommunaler Gebäude oder die digitale Wärmeplanung. Hinter Letzterem Die Stadt von morgen ist rundum steckt die Frage, welche digital vernetzt. Straßenzüge an das Fernwärmenetz angeschlossen Mehr als die Hälfte der Deutschen, 52 Prozent, werden können und wo die Wärmepumpe die nutzen laut Bitkom heute schon Smart-Homebessere Wahl ist. Im Verkehr verknüpfen Apps Anwendungen. Thermostate drosseln die Heiin der Smart City Bus, Bahn, Leihrad und Carzung, sobald ein Fenster offen steht, Jalousien sharing zur intermodalen Mobilität. Und je mehr fahren bei Hitze herunter, um die Sonne auszuStrom aus Wind und Sonne stammt, desto wichtiger werden Netze, die Erzeugung und Verbrauch sperren, das Licht geht aus, wenn niemand im laufend ausgleichen. Raum ist. Das spart Energie und schafft Komfort. Kommen Solaranlage, Speicher und WallDas Amt auf dem Sofa box dazu, wird der Haushalt selbst zum kleinen Die größte Baustelle liegt dort, wo Bürger und Akteur der Energiewende. Staat einander begegnen. Laut dem „eGovernment Monitor 2025“ der Initiative D21 empfinden Smart ist keine Frage der Postleitzahl 59 Prozent der Bürger den Kontakt mit Behörden Smart leben beschränkt sich aber nicht nur als sehr anstrengend, nur zwölf Prozent finden, auf die Großstädte. Mehr als die Hälfte der Bedass der Staat ihnen das Leben einfacher macht. völkerung lebt in ländlichen Räumen. Gerade dort Dabei wäre die Bereitschaft da: Zwei von drei entscheidet schnelles Internet darüber, ob junge Familien bleiben und Betriebe Fachkräfte finden. Menschen können sich vorstellen, bis 2030 alle Die Videosprechstunde erspart manchem PaVerwaltungsleistungen ausschließlich digital zu nutzen. Der Bitkom prüft inzwischen auch, ob Betienten die langen Fahrten in die Kreisstadt. Zuhörden KI-Assistenten einsetzen. Immerhin meigleich ist das Land Energielieferant: Windparks, nen einer Bitkom-Befragung zufolge zwei Drittel Freiflächen-Solaranlagen und Biogasanlagen (65 Prozent) der Bevölkerung, die öffentliche Verstehen überwiegend jenseits der Stadtgrenzen. waltung solle Vorreiter beim KI-Einsatz sein. Landwirte steuern Maschinen per GPS und bringen Dünger mithilfe von Sensoren nur dort aus, wo die Pflanzen ihn brauchen. Das schont Böden, Der Haushalt als Energiewende-Akteur Grundwasser und Klima. Lebensräume von morIntelligente Vernetzung ist in den eigenen vier gen können überall entstehen.  Wänden für viele Menschen längst Realität. iStock / metamorworks

Ampeln, die den Verkehr lesen, Heizungen, die das Wetter kennen, Ställe, die Strom liefern: Digitalisierung, Daten und vernetzte Technik verändern, wie wir wohnen, arbeiten und zusammenleben. Smart werden in Zukunft aber nicht nur urbane Lebensräume – auch ländliche Regionen ziehen mit.

Werbebeitrag – Messeporträt

Kommunen sind mehr als nur der Kellner Wenn Kommunen heute smarte Daseinsvorsorge betreiben, müssen sie ein Potpourri von Anforderungen erfüllen: Der Einsatz agentischer KI und die Umsetzung des NOOTS sollen Prozesse innerhalb der Verwaltung beschleunigen. Souveräne Speicher- und Arbeitsplatzlösungen sollen die Verwaltungsstrukturen resilient machen. Oft sind sie aber weder in die Gestaltung der Speisekarte noch ins Kochen eingebunden. Dementsprechend klein ist der Gestaltungsspielraum, wenn sie als Kellner das Essen austragen. Der Bund gibt vor, die Kommunen müssen umsetzen. Dabei fehlt nicht zuletzt das Geld. Die Beharrungskräfte bei den

Beschäftigten sind verständlich, wenn ein Projekt auf das nächste folgt, die Erfolgskontrolle aber ausbleibt: Die mangelhafte flächendeckende OZG-Umsetzung und ein gescheitertes EfA-Prinzip lähmen die Bereitschaft, umzusetzen. Die Kommunen und Kreise mit ihren Beschäftigten geben sich große Mühe, die Gleichzeitigkeit digitaler Anforderungen in der Daseinsvorsorge umzusetzen. Digitale Anträge suggerieren, dass Kommunen heute online agieren, aber das ist nur der sichtbare Teil des Eisbergs. Denn die Funktions- und Handlungsfähigkeit des Staates bemisst sich daran, wie Staat vor Ort funktioniert: digital ausgestattete

Gestalten Sie mit – auf dem Digitalen Staat für eine digitale und smarte Daseinsvorsorge!

Schulen, krisensichere Auszahlung von Sozialleistungen und cybersichere Rathäuser. Vertrauen entsteht dort, wo Verwaltung funktioniert. Zu oft erleben wir schlechte Kommunikation darüber. Verwaltung muss öfter zusammenkommen, voneinander lernen,

regionale Besonderheiten betonen, wo sie einen Mehrwert haben. Es braucht starke Netzwerke, die dies hervorheben und sichtbar machen, damit Kommunen aktiv gestalten und am Ende die Suppe mitkochen können. www.behoerden-spiegel.de

Weitere Informationen unter  www.technologie-wissen.net

LEITARTIKEL | VON MICHAEL GNEUSS UND K ATHARINA LEHMANN


Der Staat im Smartphone DIGITALE SOUVERÄNITÄT | VON CHRISTIAN HARTWICH

Ein paar Klicks am Smartphone, digitale Identifizierung, Antrag abschicken – fertig. So sieht in Deutschland zumindest die Vision vom digitalen Staat aus. Die Verwaltung soll einfacher, schneller und bürgernäher werden. Doch von diesem Alltag ist das Land noch ein gutes Stück entfernt. Dabei hört sich alles recht einfach an. Im Zeitalter von Smartphone und Internet sollte ein digitaler Staat es problemlos ermöglichen können, staatliche Leistungen umfänglich online zu nutzen. Natürlich geht es dabei um mehr als nur PDF-Formulare. Daten sollen möglichst nur einmal abgefragt, zwischen Behörden sicher ausgetauscht und Verfahren digital bearbeitet werden. Um die dafür notwendige Koordination und entsprechende Standards voranzubringen, gibt es seit Mai 2025 das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Es bündelt zentrale Zuständigkeiten für Digitalpolitik, Verwaltung, Netzinfrastruktur und die IT des Bundes, wobei auch KI zum Aufgabenfeld gehört. Bei null muss Deutschland da zum Glück nicht anfangen. Schon heute lassen sich viele Behördengänge online erledigen. Autos etwa können digital zugelassen und Anträge elektronisch gestellt werden. Trotzdem ist der digitale Staat noch ein Flickenteppich. Unterschiedliche

Systeme und Zuständigkeiten erschweren einen durchgängigen Service. Das soll sich ändern. Künftig soll etwa die Wohnsitzummeldung überall im Land digital möglich sein. Familienleistungen sollen stärker automatisiert werden. KI kann Beschäftigte in der Verwaltung bei Routineaufgaben unterstützen und Verfahren beschleunigen. Für Bürger bedeutet das weniger Papier, kurze Wege und weniger Wartezeit. Unternehmen können Zeit und Kosten sparen. Digitalisierung braucht Vertrauen Die digitale Entwicklung hat aber auch eine Kehrseite. Je mehr Verwaltung digital arbeitet, desto gravierender sind die Folgen eines Ausfalls oder Cyberangriffs. Der jüngste Angriff auf das Berliner Landesnetz im August 2026 zeigte das ein-

Schon heute lassen sich viele Behördengänge online erledigen. drücklich. Derartige Vorfälle machen deutlich, dass ein digitaler Staat sicher und widerstandsfähig sein muss. Es sind aber nicht nur Sicherheitsaspekte und technische Probleme, die die Entwicklung hemmen. Auch das sehr komplexe

Der digitale Staat muss sicher und widerstandsfähig sein.

föderale System mit Bund, Ländern und Kommunen wirkt nicht gerade als Digitalisierungsturbo. Dazu kommen alte Fachverfahren, Standards, Fachkräftemangel und knappe Budgets. Digitalisierung gelingt nur, wenn Behörden ihre Prozesse wirklich neu organisieren. Die positive Nachricht: Bund und Länder arbeiten aktuell an weiteren Modernisierungsschritten. Dennoch wird es noch Jahre bis zum flächendeckenden digitalen Staat dauern. Entscheidend wird sein, ob Bürger einen Antrag stellen können, ohne sich durch einen Dschungel an Zuständigkeiten, Papier und Wartezeiten quälen zu müssen – und ob ihre Daten dabei sicher bleiben. Erst wenn beides selbstverständlich ist, ist der digitale Staat im Alltag angekommen. 

Werbebeitrag – Produktporträt

KI-Compliance wird zur Führungsaufgabe Wenn Behörden KI in Fachverfahren einsetzen, wird Verantwortung zur Schlüsselfrage: Wer darf auf welche Daten zugreifen, wer verantwortet Modelle im Betrieb, und wie wird das belegt? Digitale Souveränität darf deshalb nicht auf den Standort eines Rechenzentrums reduziert werden. EU AI Act, NIS-2 und DSGVO verlangen Kontrolle über Prozesse, Daten und Modelle. Compliance wird zur Voraussetzung für Automatisierung im Regelbetrieb. Eine intelligente Prozessplattform schafft ein gemeinsames Datenmodell und durchgängige Workflows über Fachbereiche hinweg. Vorgänge werden mit klaren Rollen und Fristen bearbeitet und lückenlos dokumentiert; bestehende Fachverfahren werden angebunden, nicht ersetzt. So kann KI auf strukturierte Vorgangsdaten zugreifen, während Bearbeitungsschritte nachvollziehbar und revisionsfähig bleiben. Mit dem AI Control Tower inventarisiert ServiceNow KI-Anwendungen, Modelle und Agenten – auch

ServiceNow AI Platform als Sovereign Partner Cloud in souveränen Umgebungen in Deutschland. Ein deutsches Unternehmen übernimmt Vertragsbeziehung, Support und Kundenmanagement. Institutionen verbinden so eine globale Plattform mit lokalen Verantwortlichkeiten und klaren Rechtswegen.

Treffen Sie uns auf der Smart Country Convention, und erfahren Sie mehr!

von Drittanbietern –, klassifiziert Risiken, ordnet Verantwortlichkeiten zu und hinterlegt Kontrollen. Nachweise entstehen so aus dem laufenden Betrieb. ServiceNow setzt zugleich auf Offenheit: Souveränität heißt, Modelle oder Anbieter wechseln zu können. Risiko und Compliance im selben Workflow Risiko- und Compliance-Management sind in dieselbe Plattform integriert. Kontrollen werden an Prozesse, Systeme und Datenobjekte gekoppelt und kontinuierlich

geprüft. Regelwerke wie BSI-ITGrundschutz, NIS-2 oder DSGVO lassen sich auf gemeinsame Kontrollsätze abbilden. Fällt eine Kontrolle aus, entsteht automatisch ein Vorgang mit Verantwortlichem und Frist; Audit-Nachweise und Risikoregister basieren auf denselben Daten. Auch externe Partner können in diesen Kontrollrahmen einbezogen werden. Souveräne Betriebsmodelle und Schlüsselhoheit Deutsche Telekom, STACKIT und noris network betreiben die

Die Schlüsselhoheit bleibt beim Kunden. ServiceNow Vault unterstützt „Bring Your Own Key“ und „Hold Your Own Key“. Behörden bestimmen selbst, wer verschlüsselte Informationen entschlüsseln darf. Feldverschlüsselung schützt sensible Daten; mit „Withdraw and Resupply“ kann der Zugriff so unterbrochen werden, dass enthaltene Daten für Dritte unlesbar werden. Innovation und Kontrolle sind kein Gegensatz. Wer Prozesse und Risiken steuert und Schlüssel sowie Zugriffsrechte kontrolliert, schafft die Grundlage, KI nachvollziehbar und kontrollierbar einzusetzen. Diese Verantwortung gehört auf die Leitungsebene. www.servicenow.com/de

iStock / B. Deekam

Smart City

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Wo bis 2020 noch alle paar Minuten ein Flugzeug in den Himmel donnerte, rattern heute die Baumaschinen. Auf dem Areal wird das Schumacher Quartier verwirklicht, das Wohnraum für mehr als 10.000 Menschen bieten wird. Direkt daneben entsteht mit der Urban Tech Republic ein Forschungsund Innovationsquartier, dessen Community bereits jetzt auf dem Gelände urbane Technologien entwickelt, erprobt und produziert. Im FUTR HUB, dem Kompetenzzentrum für urbane Daten der Berlin TXL Management GmbH, entsteht dabei die technische Grundlage, auf der künftig urbane Daten zusammengeführt und nutzbar gemacht werden – eine digitale Blaupause für viele weitere Städte und Smart-City-Projekte. Eine Stadt, die mit ihren Daten arbeitet Eine Smart City ist in der Lage, Daten aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzuführen, auszuwerten und für konkrete Anwendungen nutzbar zu machen. Verkehrsströme, Energieverbrauch, Gebäudedaten, Umweltinformationen oder Daten aus der Regenwasserbewirtschaftung können so zu einer gemeinsamen digitalen Grundlage werden. In der urbanen Datenplattform laufen diese Fäden zusammen: Informationen aus unterschiedlichen Bereichen des urbanen Lebens werden integriert, standardisiert, visualisiert und bereitgestellt. Dazu gehören unter anderem Sensordaten, Geodaten, Gebäudeinformationen im City-GML-Format sowie Daten aus Building Information Modeling (BIM). Auf dieser Basis können neue Anwendungen und Mehrwertdienste, darunter unter anderem sogenannte „digitale Zwillinge“, entstehen. Das macht beispielsweise ein intelligentes Regenwassermanagement oder einen Datenmarktplatz möglich. Die Anwendungsmöglichkeiten gehen dabei weit über ein einzelnes

© Berlin TXL Management GmbH / Moriet & Brro

Werbebeitrag – Produktporträt

Startklar für die Zukunft: Mit Berlin TXL entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel ein wegweisendes Smart-City-Projekt. Dafür braucht es eine ebenso zukunftstaugliche Infrastruktur, die flexibel genug ist, um mit dem neuen Stadtquartier mitzuwachsen. Die Berlin TXL Management GmbH entschied sich daher für Managed Kubernetes von secunet cloud.

Urban Tech Republic, Herzstück des neu entstehenden Modellquartiers Berlin TXL

Quartier hinaus. Doch damit Smart-City-Anwendungen zuverlässig funktionieren, braucht es eine Infrastruktur, die ebenso flexibel ist wie die Anwendungen selbst. Hier kommt Managed Kubernetes von secunet cloud ins Spiel. Der Service wird von der SysEleven GmbH betrieben, einem hundertprozentigen Tochterunternehmen des Cybersicherheitsunternehmens secunet, einem IT-Sicherheitspartner der Bundesrepublik. Kubernetes als Grundlage für urbane Daten Bei Kubernetes handelt es sich um eine Open-Source-Plattform für die Orchestrierung von containerisierten Anwendungen, die sich als Standardtechnologie für moderne Cloud-native-Architekturen etabliert hat. Durch die Nutzung von Kubernetes können die Smart-CityPlattformen und -Anwendungen in Containern verwaltet werden. Container bieten eine standardisierte und isolierte Umgebung, um diese konsistent und effizient auszuführen. Das ermöglicht eine schnellere Implementierung neuer Anwendungen, Dienste und Funktionen. Für eine Smart City bietet dieses Prinzip konkrete Vorteile. Die Anforderungen an die Plattform werden sich mit jedem weiteren Bauabschnitt von Berlin TXL verändern. Die digitale Infrastruktur muss mit dieser Entwicklung Schritt halten. Das gilt beispielsweise für Datenmengen, Nutzerzahlen und die Zahl der angebundenen Anwendungen. Kubernetes stellt sicher, dass größere Datenmengen und

Nutzerzahlen laufend eingebunden, neue Anwendungen schneller bereitgestellt und bestehende Services unabhängig voneinander weiterentwickelt werden können. Zudem lässt sich die verfügbare Rechenleistung flexibel an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Gerade für ein Stadtentwicklungsprojekt mit einem langen Planungshorizont ist diese Skalierbarkeit entscheidend, denn niemand kann heute vollständig vorhersagen, welche digitalen Anwendungen in zehn oder 15 Jahren benötigt werden. Und auch Ausfälle lassen sich auf diese Weise vermeiden: Dienste, die perspektivisch in den Alltag einer Stadt integriert werden, müssen zuverlässig verfügbar sein. Kubernetes bietet dafür Mechanismen wie Load Balancing und die automatische Wiederherstellung ausgefallener Instanzen. Cloud statt eigener Infrastruktur Für die Berlin TXL Management GmbH war deshalb früh klar, dass eine Cloud-native-Infrastruktur die notwendige Flexibilität schaffen soll, um die verschiedenen Komponenten eines Smart-CityÖkosystems zu integrieren. Für öffentliche Projekte ist das mit besonderen Anforderungen verbunden: Datenschutz, Datensicherheit und die Einhaltung europäischer Vorgaben müssen ebenso berücksichtigt werden wie Wirtschaftlichkeit und die langfristige technische Unabhängigkeit vom Anbieter. Das Hosting sollte innerhalb der Europäischen Union

erfolgen. Zudem sollte es sich um eine Open-Source-basierte Plattform nach dem Prinzip „Public Money, Public Code“ handeln. Unter diesen Bedingungen lässt sich ein Vendor-Lock-in vermeiden, ohne die Anforderungen an Souveränität und Compliance zu vernachlässigen. secunet cloud verbindet diese Anforderungen mit seinem Managed-Kubernetes-Ansatz und übernimmt zugleich wesentliche Aufgaben rund um deren Betrieb. Dazu gehören unter anderem Back-up und Recovery, ClusterMonitoring sowie Dashboards zur Visualisierung. Für den Anwender bedeutet das, dass die Komplexität des Kubernetes-Betriebs nicht vollständig mit eigenen IT-Ressourcen abgedeckt werden muss. Das digitale Fundament für die Stadt von morgen Während in Berlin TXL neue Gebäude, Straßen und Grünflächen entstehen, wird im Hintergrund die Plattform aufgebaut, auf der urbane Daten verarbeitet und neue digitale Anwendungen realisiert werden können. Cloud-nativeTechnologien und Managed Kubernetes von secunet cloud schaffen dafür eine robuste und skalierbare Grundlage. Durch die Unterstützung von Ausfallsicherheit, einfacher Verwaltung, Flexibilität und Zukunftssicherheit tragen sie zur effizienten Umsetzung der SmartCity-Lösungen bei und schaffen so die Basis für eine verbesserte Lebensqualität in der Hauptstadt. www.secunet.com/branchen/ cloud-solutions

Weitere Informationen unter  www.technologie-wissen.net

Cloud-Fundament für Berlin TXL


Lebst du schon?

Welche der folgenden Smart-Home-Anwendungen nutzen Sie in Ihrem Haushalt? Lampen und Leuchten

SMART LIVING | VON JENS BARTELS

Das smarte Zuhause ist im Alltag angekommen: Lampen, Heizungen und Saugroboter arbeiten bereits vernetzt. Künftig wachsen Wohnen, Arbeiten und Mobilität noch enger zusammen. Künstliche Intelligenz soll dabei nicht nur Geräte bedienen, sondern Bedürfnisse erkennen und irgendwann vielleicht sogar das Aufräumen übernehmen. Smart Home ist längst kein Nischenthema mehr. Nach der aktuellen Befragung des Digitalverbands Bitkom vom August 2026 nutzen mittlerweile 52 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Smart-Home-Anwendung. 2022 waren es erst 43 Prozent, 2024 waren es 46 Prozent, so die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1.159 Personen ab 16 Jahren. Insbesondere bei den Menschen unter 50 Jahren ist das Smart Home beliebt: 73 Prozent der 16- bis 29-Jährigen und 70 Prozent der 30- bis 49-Jährigen nut-

Wichtigste Gründe für Smart Home sind mehr Komfort und Lebensqualität. zen Smart-Home-Anwendungen in den eigenen vier Wänden. Unter den Nutzenden sind smarte Lampen und Leuchten am weitesten verbreitet (46 Prozent), dicht gefolgt von WLAN-Steckdosen (44 Prozent). Deutlich zugelegt haben Staubsauger-Roboter, die inzwischen von 33 Prozent der Smart-Home-User genutzt werden, sieben Prozentpunkte mehr als noch im Jahr 2024. Die wichtigsten Gründe für den Gebrauch von Smart-Home-Anwendungen sind mehr Komfort und Lebensqualität. Für 82 Prozent der Nutzer ist das wichtig. 72 Prozent wollen mit digitalen Technologien zu Hause Energie sparen, 58 Prozent ihre Wohnung oder ihr Haus sicherer machen. Wichtig ist dabei der Unterschied

46 %

WLAN-Steckdose/ Smart Plug

44 %

StaubsaugerRoboter

33 %

smarte VideoÜberwachung smarte MultimediaSysteme

zwischen einzelnen smarten Geräten und einem vernetzten Zuhause. Eine app-gesteuerte Lampe ist bequem, ein vernetztes Zuhause dagegen führt Daten zusammen. Es weiß, ob jemand da ist, wie das Wetter wird und wann Strom günstig ist – und generiert aus all diesen Informationen selbstständig Entscheidungen. Die Steuerung verlagert sich damit vom Smartphone in den Hintergrund. Alles wächst zusammen Die Anwendungsfelder verschmelzen. Im Wohnbereich gehören dazu Licht, Heizung oder Sicherheitstechnik, im Homeoffice kommen vernetzte Displays, Technik für Videokonferenzen oder automatisierte Beleuchtungsszenen für unterschiedliche Arbeitsphasen hinzu. In der Mobilität sind es E-Autos, Wallbox oder Ladeplanung, die sich an Strompreis, Tageszeit oder Kalender orientieren, zusammen mit smarten Garagentoren und Paketboxen. Interessant wird es an den Schnittstellen. Das Auto meldet dem Haus die Ankunftszeit, woraufhin Heizung und Warmwasser hochfahren. Der Kalender kennt den nächsten Videocall, und das System dimmt Rollladen und Licht rechtzeitig. Wer im Homeoffice arbeitet, dessen Wohnung wird tagsüber zum Büro und abends wieder zum Rückzugsort mit unterschiedlichen Profilen für Temperatur, Licht und Klang. Reale und digitale Lebensbereiche gehen ineinander über. Ein Paketbote klingelt an der Tür, und das Smartphone zeigt

21 %

12 %

Basis: alle Befragten (n = 1.159); Mehrfachnennungen möglich

die Person, egal, ob man im Nebenzimmer oder in einer anderen Stadt sitzt. Der Roboter kommt in Etappen Auch ein bezahlbarer Alleskönner in Gestalt eines humanoiden Roboters wird bald seinen Dienst aufnehmen, allerdings wohl in Etappen. Zunächst übernehmen Geräte mehr Einzelaufgaben, später koordiniert KI sie, und im Anschluss daran erhält ein mobiler Helfer Hände und Lernfähigkeit. Positiv ist: Die Richtung stimmt schon heute. Offene Standards lassen Geräte verschiedener Hersteller miteinander sprechen, Künstliche Intelligenz macht aus starren Regeln echte Vorausschau, und Nachhaltigkeit wird vom Nebeneffekt zum Antrieb. So entsteht ein Zuhause, das nicht auf Befehle wartet, sondern mitdenkt, wenn man selbst anderweitig zu Gange ist. Ob der Haushaltsroboter künftig wirklich in jedem Zuhause kräftig mit anpackt, wird sich zeigen. Dem Bitkom zufolge können sich etwa die Hälfte der Deutschen grundsätzlich vorstellen, einen KI-gesteuerten humanoiden Roboter im Haushalt zu nutzen; 47 Prozent der Deutschen können sich das hingegen so gar nicht vorstellen. „Humanoide Roboter polarisieren“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Ihr menschenähnliches Aussehen fasziniert, kann aber auch verunsichern. Entscheidend für ihre Akzeptanz wird sein, ob sie im Alltag einen konkreten Nutzen bieten und den Menschen tatsächlich Arbeit abnehmen.“ 

Vernetzte Lebensräume von morgen Gastbeitrag

Stromspeicher füllt sich, wenn die Sonne scheint. Und der Rauchmelder ruft im Ernstfall gleich den Nachbarn mit an.

Norman Bartusch, Geschäftsführer der SmartHome Initiative Deutschland e. V., zeigt, wie vernetzte Technologien Wohnen, Energie und Pflege zusammenführen: Die Heizung weiß, wann man nach Hause kommt. Der

Was nach ferner Zukunft klingt, ist in vielen Wohnungen längst Alltag – und die einzelnen Bausteine wachsen gerade zu etwas Größerem zusammen.

zu Hause ist, und fährt runter, das Licht geht von selbst an. Noch spannender wird’s, wenn sich Themen mischen: Eine Wärmepumpe, die mit der Solaranlage kommuniziert, spart nicht nur Geld, sondern liefert auch Daten – kombiniert mit Sensoren aus der Altenpflege, entsteht ein genaues Bild vom Zuhause und seinen Bewohnern.

Vom Einzelgerät zum vernetzten Zuhause Vor ein paar Jahren war Smart Home noch eine Bastelkiste: einzelne Geräte, einzelne Apps, keines kannte das andere. Heute sprechen sie zunehmend dieselbe Sprache. Die Heizung weiß, dass niemand

Sicher und selbstbestimmt im Alter zu Hause Gerade für ältere Menschen macht das den entscheidenden Unterschied: Ein Sturzsensor, ein Herd, der sich selbst abschaltet, oder ein Notrufknopf entscheiden oft darüber, ob jemand in der vertrauten

Wohnung bleiben kann. Digitallotsen und Technikbotschafter erklären in vielen Städten ehrenamtlich, wie die Technik funktioniert, und nehmen die Angst davor. Am Ende zählt der Alltag, nicht die Spielerei Am Ende entscheidet nicht die beeindruckende Technik im Hintergrund, sondern der Nutzen im Alltag: eine Heizung, die zuverlässig läuft, eine Wohnung, die sicherer ist, und mehr Zeit, die man nicht mit Bedienungsanleitungen verbringt. Entscheidend wird, wie gut Wohnen, Energie, Gesundheit und Nachbarschaft künftig zusammenspielen.

Quelle: Bitkom Research, 2026

Smart City

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Cool bleiben

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VERNETZTES ZUHAUSE | VON JENS BARTELS

Die Sommer werden heißer, die Wohnungen auch. Wer seine eigenen vier Wände klimafest machen will, braucht mehr als eine Klimaanlage: Vernetzte Technik stimmt Sonnenschutz, Lüftung und Kühlung aufeinander ab. Auf diese Weise lassen sich auch längere Hitzeperioden komfortabel und energiesparend meistern. Deutschlands Wohngebäude sind auf Hitze schlecht vorbereitet. Das zeigt der im Juli 2026 veröffentlichte „Hitzeschutzmonitor 2026“. Der daraus ermittelte Hitzeschutzindex liegt bei nur 3,3 von 10 Punkten. Demnach verfügen rund 60 Prozent der Wohngebäude nicht über einen Hitzeschutz. Mehr als ein Drittel der Haushalte haben überhaupt keinen Sonnenschutz an den Fenstern, die aber das größte Einfallstor für Hitze sind. Fast sieben Millionen Haushalte sorgen sich, dass ihr Zuhause in der Hitzezeit künftig nicht mehr ausreichend bewohnbar ist. Vom Rollladen zur Automatik Für einen besseren Schutz vor Hitze ist die Reihenfolge entscheidend: erst die Wärme draußen halten, dann kühlen. Beispielsweise hält außen angebrachter Sonnenschutz Hitze ab, ohne den Raum zu verdunkeln. Innenrollos wirken schwächer, lassen sich aber leichter nachrüsten. Auch Rollläden, Markisen und Screens schützen Fenster und Terrassen vor Sonneneinstrahlung. Verschattung allein reicht

bei künftigen Hitzewellen jedoch oft nicht aus. Am besten ist die Kombination mit kühlerer Nachtluft. Wenn das nicht genügt, können auch Klimageräte oder reversible Wärmepumpen zum Einsatz kommen. Smart wird es dann durch das Zusammenspiel. Eine intelligente Steuerung be-

Erst die Wärme draußen halten, dann kühlen. rücksichtigt Temperatur, Anwesenheit, Wetter und Luftqualität, vermeidet Kühlung bei offenem Fenster und nutzt möglichst eigenen Solarstrom. Dafür braucht es Sensoren, motorisierte Elemente sowie sichere, offene Schnittstellen. Grüne Dächer für kühle Städte Auch Dach und Garten schützen vor Hitze: Begrünte Dächer und Fassaden verschatten Oberflächen und kühlen durch Verdunstung. Eine globale Studie aus diesem Jahr errechnet je nach Umfang der Dachbegrünung tagsüber 0,57 bis 1,58 Grad niedrigere städtische Oberflächentemperaturen. Auch sonst gibt es gute Ideen: Helle Dachflächen reflektieren Sonnenlicht, Bäume und Sträucher auf der Südseite schützen vor zu viel Sonne, und Regenwasserspeicher sorgen für Bewässerung. Je besser diese Bausteine über eine gemeinsame Steuerung

Weitere Informationen unter  www.technologie-wissen.net

KLINIK OHNE K L I M A A N L AG E

Der Hitzesommer 2026 hat gezeigt, wie schnell sich auch öffentliche Gebäude aufheizen. Krankenhäuser, Schulen, Verwaltungseinrichtungen verfügen noch immer nur selten über Klimaanlagen. Bislang setzen viele Kommunen auf passiven Hitzeschutz: Außenjalousien, neue Fenster und Lüftungsanlagen, die Gebäude nachts durchlüften. Doch wenn auch die Nächte kaum abkühlen, reicht das nicht mehr. Gerade in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, in denen vulnerable Menschen besonders unter Hitze leiden und Beschäftigte stets Höchstleistungen erbringen müssen, kann es schnell lebensgefährlich werden. Doch bisher sind nur rund fünf Prozent der Patientenzimmer klimatisiert, 59 Prozent der Häuser können kein einziges kühlen, zeigte im August eine Blitzumfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft DKG. „Niemand würde ein Krankenhaus ohne Heizung bauen“, sagt DKG-Chef Gerald Gaß und fordert, Krankenhäuser bis zum Sommer 2027 in die Lage zu versetzen, ihre Gebäude zügig mit Kühltechnik nachzurüsten.

zusammenspielen, desto komfortabler bleibt das Zuhause, auch wenn die Anzeige auf dem Thermometer draußen steigt. 

Der Sommer 2026 war nach vorläufiger Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1881. Vor allem die Hitzewelle Ende Juni brachte beispiellose Rekordwerte mit Temperaturen von über 41 Grad und tropische Nächte ohne spürbare Abkühlung. Die Folge: Der Bedarf an Klimageräten wächst – und mit ihm der Energieverbrauch. Wie lassen sich Wohnräume im Sommer kühl halten, ohne dauerhaft auf energieintensive Klimaanlagen angewiesen zu sein? Eine effektive Antwort ist intelligenter Sonnenschutz. Funkmotorisierte Rollläden, Jalousien und Markisen halten die Sonneneinstrahlung bereits an der Gebäudehülle zurück und reduzieren den Wärmeeintrag. Eine Studie der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG) zeigt: Wirksamer Sonnenschutz trägt dazu bei, die Raumtemperatur auch an intensiven Hitzetagen auf moderate 26 bis 28 Grad zu begrenzen.*

Einfach nachrüsten Funktechnologien vereinfachen die Motorisierung und Automatisierung deutlich. Da sie keine Steuerleitungen benötigen, lässt sich der Sonnenschutz auch in Bestandsgebäuden unkompliziert nachrüsten. Solarbetriebene Motoren erleichtern die Modernisierung zusätzlich: Sie beziehen ihre Energie über ein kompaktes Solarpanel mit integriertem Akku und kommen ohne Stromanschluss aus. Das macht die Installation von außen einfach, sauber und schnell. Auch längere Schlechtwetterphasen überbrückt das System zuverlässig – selbst dann, wenn bis zu 45 Tage keine Sonne scheint. Wie funktioniert automatischer Sonnenschutz? Herzstück moderner Sonnenschutzlösungen ist eine intelligente Steuerung. Sie verbindet Funkmotoren mit Wettersensoren und sorgt dafür, dass Rollläden, Jalousien und Markisen automatisch auf Sonneneinstrahlung, Temperatur und Tageszeit reagieren.

© Somfy GmbH

Werbebeitrag – Produktporträt

Kühl bleiben trotz Hitzerekorden

Hitze draußen halten, Kosten im Griff: Automatischer Sonnenschutz macht’s möglich.

Diese Aufgabe übernimmt der Smart Home Hub TaHoma Switch von Somfy. Komfort zu jeder Jahreszeit An heißen Sommertagen schließt der Sonnenschutz automatisch, bevor die Hitze ins Gebäude gelangt. Auch nach längerer Abwesenheit erwartet die Bewohner ein spürbar kühleres Zuhause. Im Winter öffnen die Behänge an sonnigen Tagen, damit möglichst viel Sonnenenergie genutzt werden kann. Erst am Abend fahren sie wieder herunter, um die gewonnene Wärme im Gebäude zu halten. Auf diese Weise trägt die Automatisierung

das ganze Jahr zu einem angenehmen Raumklima bei. Flexibel erweiterbar Über Somfy TaHoma Switch lässt sich der Sonnenschutz Schritt für Schritt um Heizung, Lüftung oder Beleuchtung ergänzen. So entstehen individuelle Lösungen, die Komfort und Energieeffizienz verbinden und Gebäude auf die Herausforderungen eines wärmeren Klimas vorbereiten. www.somfy.de * Ingenieurbüro Prof. Dr. Hauser (2023, im Auftrag der RTG): Studie zur integralen Bewertung des sommerlichen Wärmeverhaltens.


Smart City

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Das Zuhause als Kraftwerk ENERGIEWENDE | VON JENS BARTELS

Solarstrom vom Dach, beheizte Räume dank Wärmepumpe und Strom für das Fahrzeug aus der eigenen Wallbox: Die Nutzung klimafreundlicher Technik gehört in immer mehr deutschen Eigenheimen zum Alltag. Doch erst wenn ein intelligentes System Erzeugung, Verbrauch und Energiepreise abgleicht, lassen sich die Stärken der grünen Lösungen voll ausspielen. Rund 35 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs entfallen auf Gebäude. Entsprechend groß ist der Hebel für die Energiewende im eigenen Zuhause. Wie groß genau, hat das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI im Auftrag des Branchenverbands ZVEI untersucht. Das Ergebnis: Mit elektrischen und digitalen Technologien lässt sich der End­ energiebedarf eines Gebäudes im untersuchten Best-Case-Szenario je nach Typ um 52 bis 69 Prozent reduzieren. Den größten Beitrag daran

leistet der Umstieg von der Gas-Brennwerttherme zur Wärmepumpe. Ergänzend wirken unter anderem LED-Beleuchtung, Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaik und Batteriespeicher. Die Lebenszyklusanalyse über 20 Jahre zeigt zudem: Wer elektrische und digitale Technologien von Beginn an mitdenkt, fährt langfristig günstiger als bei einer späteren Nachrüstung, selbst wenn Technologien zunächst noch nicht installiert werden. Viele Bausteine für ein System Grundsätzlich greifen bei der smarten Energiewende im Eigenheim viele Bausteine ineinander: Auf dem Dach liefert die Photovoltaikanlage vor allem mittags erneuerbaren Strom, ein Batteriespeicher verschiebt die Nutzung des überschüssigen Sonnenstroms in den Abend und in die Nacht. Darüber hinaus heizt die Wärmepumpe effizient und kann Räume oder Wasser bevorzugt erwärmen. An einer steuerbaren Wallbox lädt zudem das E-Auto, sobald Solarstrom verfügbar oder Netzstrom günstig ist. Auch Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler lassen sich in passende Zeitfenster verschieben. Grundsätzlich gleicht dabei ein smartes Zuhause Erzeugung, Verbrauch, Preise und Wetterprognosen ab. Dafür braucht es neben effizienter Technik auch ein koordinierendes Energiemanagementsystem als Schaltzentrale sowie ein Smart Meter, also einen intelligenten Stromzähler, der dynamische Stromtarife und damit finanzielle Anreize erst ermöglicht.

Das Smart Home wird zum Prosumer. Es erzeugt seine eigene Energie und nutzt sie gleichzeitig selbst.

Vom Verbraucher zum Mitspieler Das Potenzial steuerbarer Anlagen für die Energiewende, aber auch für jeden Einzelnen ist beträchtlich: Dem Fraunhofer ISI zufolge könnte ein ambitionierter Elektrifizierungs- und Digitalisierungspfad die Primärenergienachfrage im deutschen Gebäudebestand bis zum Jahr 2045 um rund 210 Terawattstunden reduzieren. Das ergäbe eine Senkung der direkten Treibhausgasemissionen von rund 98 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten. Laut dem im September 2026 erschienenen „Connectivity Report 2026“ des Energiemanagement-Anbieters GridX gibt es in Deutschland bereits rund 11,8 Millionen steuerbare Anlagen. Dazu zählen 4,8 Millionen Photovoltaikanlagen, 2,1 Millionen Heimspeicher, zwei Millionen Elektroautos, 0,9 Millionen Wallboxen und zwei Millionen Wärmepumpen. Für einen Musterhaushalt mit PV-Anlage, Speicher, E-Auto

Das Potenzial steuerbarer Anlagen für die Energiewende ist beträchtlich. und Wärmepumpe beziffert der Bericht das jährliche Sparpotenzial durch Vernetzung, Eigenverbrauchsoptimierung und dynamische Tarife auf bis zu 1.500 Euro. Ein Teil davon könnte künftig auch aus sogenannten Flexibilitätsdiensten stammen: Haushalte stellen ihre Geräte dem Stromnetz als Kurzzeitspeicher zur Verfügung und werden dafür vergütet. Dafür müssen aber unter anderem Smart Meter schneller verbreitet, technische Standards vereinheitlicht und Daten geschützt werden. So wird aus dem eigenen Zuhause ein aktiver und kostensparender Mitspieler der Energiewende. 

Wohlig warm im Winter, angenehm kühl im Sommer. So ein Raumklima wünschen sich viele! Die M-Serie von Mitsubishi Electric ist hierfür die perfekte Lösung. Die auf Heizen spezialisierte Klimaanlage ist in der Gerätekombination MSZ-RZ25VU + MUZ-RZ25VUHZ der aktuelle Testsieger bei Stiftung Warentest und die erste Wahl für Wohnkomfort und Energieversorgung an 365 Tagen im Jahr.

Dank durchdachter Invertertechnologie passt die M-Serie ihre Leistung exakt an den benötigten Wärmebedarf an. Sie gewinnt mit einer Kilowattstunde Strom bis zu fünf Kilowattstunden Wärmeenergie aus der Umgebungsluft. Im Frühjahr und Sommer versorgt sie Räume genauso wirtschaftlich mit angenehmer Kühle. Sowohl im Heiz- als auch im Kühlmodus arbeitet sie nahezu geräuschlos, verhindert dank smarter

M E H R I N F O R M AT I O N E N

Weitere umfassende Infos zu zukunftssicherer Wärme­ erzeugung, Fördermöglichkeiten und Referenzprojekten finden Sie auf der Website von Mitsubishi Electric. Hier bietet der Hersteller auch eine Fachpartnersuche für qualifizierte Handwerksbetriebe in ganz Deutschland. Starten Sie in Ihre persönliche Wärmewende jetzt!

© Mitsubishi Electric

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So smart zieht Lebensqualität ein!

Hocheffiziente Wärme und kühle Frischluft: Wohlfühlklima das ganze Jahr – mit der M-Serie

Sensoren direkte Zugluft und ist damit selbst für Schlafzimmer geeignet. Ihre Wärme beziehungsweise Kälte gibt die M-Serie direkt an die Raumluft ab. Damit kann sie sowohl im Neubau als auch bei der Modernisierung einfach und flexibel installiert werden – in einzelnen intensiv genutzten Räumen, Ferienhäusern oder Wohnungen im Mehrfamilienhaus. Für

zusätzlichen Wohnkomfort sorgt hochmoderne Filtertechnologie. Sie neutralisiert Viren und Bakterien und entfernt Schimmelsporen, Feinstaub und Allergene aus der Raumluft. Ein echtes Plus an Lebensqualität für Allergiker und alle anderen, die Wert auf saubere Atemluft legen. www.mitsubishi-les.com


Das Land liefert

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Urbanisierung ist ein Megatrend, doch die Landkarte rückt das Bild zurecht. In Deutschland leben nach Angaben des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat 57 Prozent der Menschen in ländlichen Räumen, die 91 Prozent der Fläche ausmachen. Zu den ländlichen Räumen zählen auch Klein- und Mittelstädte. Pendlerströme, Lieferketten und Stromleitungen verbinden diese Räume mit den urbanen Zentren des Landes. Und das ist gut so, denn das Land ist die Speisekammer der Städte. Laut Bundesinformationszentrum für Landwirtschaft ernährt ein Landwirt heute rechnerisch 153 Menschen, mehr als doppelt so viele wie 1990. 2026 holten die Betriebe 41,9 Millionen Tonnen Getreide von den Feldern.

Bei Kartoffeln und Zucker erzeugt Deutschland deutlich mehr, als es verbraucht, beim Obst deckt die heimische Ernte nur gut ein Sechstel des Bedarfs. Mehr als nur Ernte Doch bei aller Versorgung muss die Branche ihre Umweltbilanz verbessern. Laut Umweltbundesamt verursachte sie 2025 rund 8,2 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen,

Das Land ist die Speisekammer der Städte. seit 1990 sanken diese nur um 28 Prozent. Der Ökolandbau wächst langsam: 11,7 Prozent der Fläche werden bio bewirtschaftet, die Bundesregierung peilt 30 Prozent bis 2030 an. Dabei stieg der Bio-Umsatz 2025 laut dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) um 6,7 Prozent – doch der Handel importiert viel, was auch hierzulande wachsen könnte. Neue

Eine Landwirtin oder ein Landwirt ernährt heute 153 Menschen.

iStock / jacoblund

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland leben auf dem Land, auch wenn die Debatte meist um Metropolen kreist. Dort entsteht, was Städte täglich brauchen: Lebensmittel, Energie, Erholung. Damit das so Bestand haben kann, muss die Landwirtschaft rentabel bleiben und gleichzeitig klimafreundlicher werden.

Einnahmen verspricht die Energiewende. Bei der Agri-Photovoltaik stehen Solarmodule über oder zwischen den Kulturen, darunter wird weiter geerntet. Laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE liegen die Erzeugungskosten bei sieben bis 12 Cent je Kilowattstunde. Akzeptanz finden solche Projekte vor allem, wenn die Wertschöpfung in der Region bleibt. Wer Nahrung und Strom liefert, sichert die Versorgung der Städte und die eigene Zukunft. 

Werbebeitrag – Unternehmensporträt

Die Landwirtschaft steht unter Stress Ernteeinbußen, hohe Energie-, Diesel- und Düngemittelpreise, Arbeitskräftemangel, notwendige Klimaanpassungen und steigende Anforderungen von Handel und Verbrauchern stellen die Landwirtschaft vor massive Herausforderungen. Gleichzeitig wird von ihr erwartet, die Menschen in Deutschland auch in Zeiten geopolitischer Veränderungen verlässlich mit Lebensmitteln zu versorgen. Die entscheidende Frage ist, wie Landwirtschaft den Spagat zwischen diesen Anforderungen meistern und dabei rentabel und wettbewerbsfähig bleiben kann. Innovationen können entscheidend dazu beitragen, Produktion und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, Ressourcen effizienter einzusetzen und die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Smarte Bewässerungssysteme, klimarobuste Züchtungen, sensorbasierte Bodenanalysen und KI-Prognosen ermöglichen einen präziseren Einsatz von Wasser, Dünger und Pflanzenschutzmitteln. Automatisierung und Robotik können Betriebe angesichts des Fachkräftemangels entlasten. Alternative Antriebe, effiziente Bewässerungssysteme und Agri-PV

Säule den Aufbau von Netzwerken und Wissen. Die dritte Fördersäule bilden die Nachrangdarlehen der Rentenbank, mit denen bislang 37 Start-ups aus Land-, Forstwirtschaft, Gartenbau und Aquakultur in der frühen Markteintrittsphase gefördert wurden.

Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Landwirtschaftlichen Rentenbank

mit Speichern schonen Ressourcen und tragen zur Energieversorgung der Betriebe bei. Technologischer Fortschritt ist kein Selbstzweck. Innovationen sind eine betriebswirtschaftliche und gesellschaftliche Notwendigkeit. Ohne Kapital kann Innovation nicht in die Fläche kommen. Als eine Fördersäule ist die Landwirtschaftliche Rentenbank über Venture-Capital-Fonds, die in AgTech und Food-Tech-Start-ups investieren, mit knapp 175 Millionen Euro Zusagevolumen an mehr als 260 Start-ups beteiligt. Gleichzeitig gilt: Kapital allein reicht nicht. Wissen, Netzwerke und der Zugang zu relevanten Akteuren sind entscheidend, damit neue Technologien aus Forschung und Start-ups in die landwirtschaftliche Praxis gelangen. Daher unterstützt die Rentenbank als zweite

Über alle drei Säulen hinweg fließen damit knapp 200 Millionen Euro in neue Ideen für eine moderne deutsche Landwirtschaft. Das Engagement der Rentenbank ist wichtig, denn gerade bei kapitalintensiven disruptiven Geschäftsmodellen mit langen Entwicklungszeiten ist privates Kapital zurückhaltend. Der Agri-Food-Sektor erhält weltweit nur einen vergleichsweise kleinen Anteil des Venture-Capitals. 2023 entfielen nur 5,5 Prozent des weltweiten VC-Finanzierungsvolumens auf den Sektor, obwohl er für rund 15 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts steht. In Europa ging das investierte Kapital von 2021 bis 2024 um 65 Prozent zurück. Finanzierungslücken bestehen insbesondere in der Wachstumsphase, bei langen Entwicklungszyklen und bei der Skalierung von Produktionskapazitäten. Klassische Bankfinanzierung kann diese Lücken häufig nicht schließen. Die Folge: Erfolgreiche europäische Start-ups sind auf ausländisches

Kapital angewiesen. Damit kann die Erwartung verbunden sein, den Unternehmenssitz oder Teile der Wertschöpfung zu verlagern. Das können und sollten wir ändern. Europa braucht einen integrierten und leistungsfähigen Kapitalmarkt, der Start-ups über alle Wachstumsphasen finanziert und ihnen ermöglicht, in Europa zu wachsen, Arbeitsplätze zu schaffen und Wertschöpfung hier zu halten. Entscheidend ist auch Offenheit gegenüber neuen Technologien. Deutschland verfügt über exzellente Forschung, innovative Unternehmen und Gründer. Dieses Potenzial müssen wir in wirtschaftliche Stärke übersetzen. Dafür brauchen Innovationen neben guten Ideen Kapital, Marktzugang und verlässliche Rahmenbedingungen. Wenn es gelingt, diese Voraussetzungen zusammenzubringen, können deutsche und europäische Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und neue Märkte erschließen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft tragen gemeinsam Verantwortung dafür, dass technologischer Fortschritt zu einer zukunftsfähigen Land- und Ernährungswirtschaft wird. www.rentenbank.de

Weitere Informationen unter  www.technologie-wissen.net

REGIONALE RÄUME | VON K ATHARINA LEHMANN


Smart City

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Mehr aus weniger

Wer so viel Boden nutzt, muss sorgsam damit umgehen.

RESSOURCENSCHONENDE LANDWIRTSCHAFT | VON SASKIA SCHUMANN

Laut Schätzung des Bundeszentrums für Landwirtschaft (BZL) erreichte der landwirtschaftliche Produktionswert 2025 rund 78,7 Milliarden Euro, vier Prozent mehr als im Vorjahr. Gut die Hälfte davon, 40,1 Milliarden Euro, stammt aus der Tierhaltung. Nach Abzug von Futter, Dünger, Energie und anderen Vorleistungen blieb eine Bruttowertschöpfung von 32,4 Milliarden Euro. Effizienz rechnet sich in der Landwirtschaft doppelt – für die Umwelt und für die Betriebe. Denn wer effizient wirtschaftet, spart nicht nur an den Kosten. Jedes Kilogramm Dünger beispielsweise, das die Pflanze tatsächlich aufnimmt, spart Geld und landet nicht als Nitrat

iStock / fotokostic

Die Landwirtschaft bewirtschaftet rund die Hälfte der Fläche Deutschlands und erzeugt Waren im Wert von fast 79 Milliarden Euro im Jahr. Wer so viel Boden, Wasser und Dünger nutzt, muss sorgsam damit umgehen. Und wer Tiere hält, trägt Verantwortung, die sich am Ende auch wirtschaftlich auszahlt.

in Gewässern oder als Lachgas in der Luft. Wie viel sich bewegt hat, zeigt der Blick auf den Stickstoff: Laut Umweltbundesamt sank der Überschuss seit 1994 um rund 40 Prozent auf 70 Kilogramm je Hektar und Jahr, gemessen im Fünfjahresmittel. Damit ist das Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie erstmals erreicht.

Entwarnung gibt das Amt trotzdem nicht, denn beim Nitrat im Grundwasser zeigt der Trend noch nicht nach unten. Gesunde Tiere, stabile Höfe Auch im Stall hängen Ökologie und Ökonomie zusammen. Tiere mit mehr Platz, Frischluft

Werbebeitrag – Messeporträt

Intelligence in Animal Farming Die EuroTier 2026 ist die Weltleitmesse für professionelle Tierhaltung und Livestock-Management. Unter dem Leitthema „Intelligence in Animal Farming“ zeigt sie, wie die Branche mit Innovationen nachhaltiger und zugleich produktiver werden kann. Experten aus Nutztierhaltung, Industrie und Wissenschaft geben Impulse, wie Datenmanagement und neue Technologien im Betriebsalltag unterstützen. Die internationale Tierhaltung steht vor großen Herausforderungen: geopolitisch angespannte Märkte, Klimafolgen und Risiken

Hubertus Paetow, Präsident der DLG e. V.

durch Tierseuchen wie Afrikanische Schweinepest oder Vogelgrippe. Um die Versorgung mit hochwer tigen Lebensmitteln

langfristig zu sichern, braucht die Branche Strategien, die an regionale Voraussetzungen angepasst sind. In Europa stehen Tierhalter zudem unter wachsendem Kosten-, Wettbewerbs- und Effizienzdruck und müssen Tierwohl und Umweltschutz gerecht werden. Intelligente Technologien und innovative Konzepte müssen deshalb Produktivität, Nachhaltigkeit und Tierwohl verbinden. Digitale Werkzeuge sind ein wichtiger Bestandteil solcher Konzepte. Sensoren und Kameras erfassen Aktivität, Ruhezeiten und Fressverhalten, erkennen Auffälligkeiten und können Krankheiten oder Hitzestress

frühzeitig anzeigen. Künstliche Intelligenz hilft, Informationen zu ordnen, Risiken zu erkennen und Abläufe effizienter zu gestalten. Ihren größten Nutzen entfaltet sie im Zusammenspiel mit menschlicher Intelligenz, Wissen und Erfahrung aus der Praxis. Das gilt auch für Robotik und Automatisierung: Automatisiertes Melken, Füttern und Reinigen können Arbeitskräfte entlasten und Freiräume für die Weiterentwicklung der Betriebe schaffen. www.dlg.org www.eurotier.com/de

Advertorial

Landwirte zu Wasserwirten Die Zahlen sind alarmierend: Bis 2100 könnte sich der landwirtschaftliche Bewässerungsbedarf in Deutschland im Zuge des Klimawandels gut verdreifachen. Doch woher soll das Wasser kommen? Um die drohende Wasserkrise auf unseren Feldern und in unseren Landschaften abzuwenden, müssen Wasserwirtschaft und Landwirtschaft zusammengehen. Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen: Wer kurzfristig Erträge steigern will und dafür massiv Ressourcen einsetzt

– vor allem Wasser –, der gefährdet langfristig die Funktionalität von Ökosystemen. Gleichzeitig gilt: Ökologische und wasserwirtschaftliche Maßnahmen dürfen nicht auf marginale, unproduktive Flächen beschränkt bleiben nach dem Motto: hier Wasserwirtschaft, dort Landwirtschaft. Vielmehr muss eine moderne Landnutzung Wasserwirtschaft integrieren. Dafür liefert die Universität Kassel mit ihrem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften wegweisende Erkenntnisse. Beispielsweise wird im

Projekt ADAPT die Anpassung der Landwirtschaft an Dürre und Wetterextreme untersucht. Die Projekte AKHWA und TRIO erforschen, wie sich regenerative Ackerbaustrategien und die ökologisch-funktionelle Intensivierung des Ackerbaus auf Wasserhaushalte auswirken. Ziel ist es, nachhaltige und klimaresiliente Anbausysteme zu entwickeln. Dabei zahlt sich aus, dass die Agrarwissenschaft an der Universität Kassel mit Fachgebieten aus dem Ingenieurwesen, der Landschaftsplanung und den Naturwissenschaften zusammenarbeitet.

Der ökologische Wandel gelingt nur mit ökonomischem Realismus. Landwirte müssen auch als Wasserwirte verstanden werden, und sie benötigen für ihre Gemeinwohlleistungen im Sinne des Erhalts funktionierender Ökosysteme eine faire Entlohnung. Wie das geht, das wird an der Universität Kassel entwickelt.

www.uni-kassel.de


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Investitionsbereitschaft im Ökolandbau – Planen Sie in den nächsten zwölf Monaten Investitionen?

Dargestellt sind die „Ja“-Antworten in Prozent

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73

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Effizienz rechnet sich in der Landwirtschaft doppelt.

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über den Ladenpreis lässt sich der Umbau aber kaum finanzieren. Das Bundeszentrum für Landwirtschaft verweist auf die Lücke zwischen erklärter Zahlungsbereitschaft und tatsächlichem Einkauf, Fachleute halten staatliche Hilfe für nötig. Gelingt die Finanzierung, gewinnen alle: Tiere, Höfe und Verbraucher, die wissen wollen, woher ihr Essen kommt. 

Ökolandbau n = 2.184

2025

Volatile Märkte, gestiegene Kosten, zunehmende Wetterextreme und hohe gesellschaftliche Erwartungen verlangen den Betrieben ein Höchstmaß an Engagement und Anpassungsfähigkeit ab. Umso wichtiger ist der offene Dialog zwischen Landwirtschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Zukunftsfähige Lösungen entstehen dort, wo gegenseitiges Verständnis, fachliche Kompetenz und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit aufeinandertreffen. Unsere bäuerlichen Familien- und Mehrfamilienbetriebe sind bereit, ihren Beitrag zu leisten. Sie investieren in moderne Technologien, in Tierwohl,

2024

Werbebeitrag – Verbandsporträt

Gastbeitrag

konventionelle Landwirtschaft

Ein perfekter Kreislauf

Moderne Landwirtschaft Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands, sieht die Landwirtschaft heute mehr denn je im Mittelpunkt gesellschaftlicher und politischer Debatten. Sie sorgt täglich für sichere und hochwertige Lebensmittel, pflegt unsere Kulturlandschaften und trägt Verantwortung für die Entwicklung der ländlichen Räume. Gleichzeitig stehen unsere Betriebe vor großen Herausforderungen:

konventionelle Landwirtschaft Teilbetrieb Ökolandbau

Quelle: DLG-Agrifuture Insights, K. Hau, 2025

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Weitere Informationen unter  www.technologie-wissen.net

und Beschäftigung sind in der Regel robuster. Das senkt Tierarztkosten und den Einsatz von Antibiotika, was wegen möglicher Resistenzen auch die Humanmedizin betrifft. 2024 wurden laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit 562 Tonnen Antibiotika an Tierärzte abgegeben, zwei Drittel weniger als 2011. Tierwohl ist zudem ein Verkaufsargument: Die Initiative Tierwohl startete 2026 Programme für Frischluftställe und Auslaufhaltung. Allein

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands

Klima- und Umweltschutz sowie in die nachhaltige Weiterentwicklung ihrer Höfe. Unsere Landwirtschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bewiesen, dass sie Veränderung gestalten kann. Dafür braucht sie jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen, Planungs- und Investitionssicherheit sowie gesellschaftliche Anerkennung für ihre Leistungen. Nur so können wir die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln sichern und gleichzeitig die wirtschaftliche Perspektive für kommende Generationen erhalten.

Rund 9.500 Biogasanlagen sorgen in ganz Deutschland nicht nur für flexible Stromerzeugung und regionale Wärmeversorgung – sie sind darüber hinaus ein ganz wichtiger Teil der Landwirtschaft und für viele Bauern mehr als nur ein zweites Standbein. Biogasanlagen können aus Gülle und Mist, Energiepflanzen und Bioabfall sowohl Energie als auch hochwertigen Dünger erzeugen. Was am Ende des Gärprozesses übrig bleibt – das sogenannte „Gärprodukt“ –, wird wieder auf die Felder ausgebracht und sorgt hier für neues Pflanzenwachstum. Im Herbst werden die Energiepflanzen geerntet und siliert – und stehen anschließend das ganze Jahr als „Futter“ für die Biogasanlage zur Verfügung. Ein riesiger Energiespeicher, der je nach aktuellem Bedarf zu Biogas umgewandelt werden kann. Neben der Top-Energiepflanze Mais kann fast alles, was auf unseren Felder wächst, in Biogasanlagen vergoren werden – mit unterschiedlicher Gasausbeute. Eine mehrjährige Blumenwiese beispielsweise bringt deutlich weniger Biogas pro Hektar, schafft dafür aber Biodiversität auf den Feldern und leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Arten- und Bodenschutz. WürBiogasanlage de diese Leistung für Natur und Gesellschaft stärker finanziell honoriert, wären viel mehr Landwirte bereit, diesen Weg zu gehen. Biogas verbindet Ökologie und Ökonomie, sichert regionale Wertschöpfung, verlässliche Energie und Klimaschutz. www.biogas.org


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Smart City

KOMMENTAR

Die Kuh geht online Früher schleppte der Landwirt Zaunpfähle und Draht über die Weide – heute zieht er den Zaun mit dem Zeigefinger auf dem Smartphone und legt seinen Kühen oder Schafen solarbetriebene GPS-Halsbänder um. Funkmasten registrieren die Bewegungen der Tiere. Nähert sich eines der unsichtbaren Grenze, piept es: erst leise, dann lauter. Wer nicht hören will, bekommt einen leichten Stromimpuls. Nach etwas Training lernt das Tier, wann es umkehren muss. Soll die Herde umziehen, verschiebt der Landwirt die Grenze per Fingertipp, statt Pfähle

neu zu setzen. So können sich abgeweidete Flächen erholen, und das Gras wächst besser nach. In Neuseeland, Australien und den USA grasen Herden längst auf virtuell begrenzten Weiden, in Europa wird die Technologie unter anderem in Irland und Norwegen verwendet. Schweden hat die digitalen Weidezäune zum Jahresbeginn erlaubt. In Deutschland fällt die Technik derzeit unter ein Verbot des Tierschutzgesetzes. Ob der Gesetzgeber nachzieht, ist offen. Bis dahin stehen deutsche Kühe weiterhin offline auf der Weide.

Michael Gneuss Chefredakteur

IMPRESSUM

Projektmanagement Joachim Reffert, joachim.reffert@reflex-media.net Redak­ tion Jens Bartels, Michael Gneuss, Christian Hartwich, Katharina Lehmann, Saskia Schumann Layout Silke Schneider, grafik@reflex-­media.net Fotos iStock / Getty Images, Coverbild Adobe Firefly Druck Badische Neueste Nachrichten Badendruck GmbH V.i.S.d.P. Redaktionelle Inhalte Michael Gneuss, redaktion@reflex-media. net Weitere Informationen Pit Grundmann, pit.grundmann@reflex-media.net, Reflex Verlag GmbH, Hackescher Markt 2–3, D-10178 Berlin, T +49 (0)30 / 200 8949 0, www.reflex-media.net Diese Publikation des Reflex Verlages erscheint am 14. Oktober 2026 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der ­Reflex Verlag und die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH sind rechtlich getrennte und redaktionell unabhängige Unternehmen. Inhalte von Werbebeiträgen wie Unternehmens- und Produktporträts, Interviews, Advertorials, Anzeigen sowie Gastbeiträgen und Fokusinterviews geben die Meinung der beteiligten Unternehmen beziehungsweise Personen wieder. Die Redaktion ist für die Richtigkeit der Beiträge nicht verantwortlich. Die rechtliche Haftung liegt bei den jeweiligen Unternehmen. J E T Z T S C AN N E N

Wir sind dabei

Unsere Ausgaben finden Sie auch auf unserem Wissensportal: www.portal-wissen.net

Pro-Press Verlagsgesellschaft mbH 3 Friedrich-Ebert-Allee 57 53113 Bonn www.behoerden-spiegel.de

SmartHome Initiative Deutschland e. V. 6 Kurfürstendamm 121 a 10711 Berlin www.smarthome-deutschland.de

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Somfy GmbH Felix-Wankel-Straße 50 72108 Rottenburg am Neckar www.somfy.de

secunet Security Networks AG Kurfürstenstraße 58 45138 Essen www.secunet.com

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Mitsubishi Electric Europe B.V. Niederlassung Deutschland Mitsubishi-Electric-Platz 1 40882 Ratingen www.mitsubishi-les.com

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Landwirtschaftliche Rentenbank 9 Postfach 10 14 45 60014 Frankfurt/Main www.rentenbank.de

Deutscher Bauernverband e. V. 11 Claire-Waldoff-Straße 7 10117 Berlin www.bauernverband.de

DLG e. V. Eschborner Landstraße 122 60489 Frankfurt/Main www.dlg.org

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Fachverband Biogas e. V. Angerbrunnenstraße 12 85356 Freising www.biogas.org

Universität Kassel Mönchebergstraße 19 34109 Kassel www.uni-kassel.de

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