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Nervensache

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NERVENSACHE

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Nervensache

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Jeder Nerv zählt Neurologische Erkrankungen zählen zu den größten medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Sie betreffen in Deutschland Millionen Menschen – oft plötzlich, manchmal schleichend. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist eine Diagnose stets ein einschneidendes Ereignis. Wir zeigen Ihnen, wo die Forschung heute steht, wie sich Diagnostik und Therapie bei ausgewählten Krankheiten verändert haben

und welche Unterstützung es für Patientinnen und Patienten im Alltag gibt. Unser Ziel ist es aufzuklären, Hoffnung zu geben und praktische Orientierung zu bieten. Denn viele neurologische Krankheiten sind heute besser behandelbar als noch vor wenigen Jahren. Frühdiagnose, Prävention und ein gesunder Lebensstil können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Ich wünsche Ihnen viele neue Erkenntnisse beim Lesen!

Nadine Effert Chefredakteurin

INHALTSVERZEICHNIS LEITARTIKEL

Forschung schafft Perspektiven — 3

PRÄVENTION

Was hält unsere Schaltzentrale fit? — 5

EPILEPSIE ALKOHOLSUCHT ANGSTSTÖRUNGEN

Kurzschluss im Gehirn — 7 Entzug heute: Sanft, aber ganzheitlich effektiv — 8 Das Genom im Visier — 9

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Forschung schafft Perspektiven

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LEITARTIKEL | VON NADINE EFFERT

Neurologische Erkrankungen zählen zu den drängendsten Gesundheitsherausforderungen des 21. Jahrhunderts. Um der wachsenden Krankheitslast zu begegnen, sind Prävention, frühzeitige Diagnostik, flächendeckende Versorgung und Entstigmatisierung zentrale Bausteine. Große Hoffnungen ruhen auf der Gehirnforschung – und der künstlichen Intelligenz.

Neurologische Krankheiten haben die höchste Krankheitslast in Deutschland. re Körperfunktionen, koordiniert vegetative Funktionen wie Atmung und Herzkreislauf. Das Verständnis des Zusammenspiels der rund 100 Milliarden Nervenzellen im Gehirn ist eine enorme Herausforderung für die Wissenschaft und Voraussetzung für unsere Gesundheit. Das Wissen um die Funktionen und Prozesse im Gehirn ist immens wichtig, denn es ist die Grundlage für die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden für neurologische und psychische Krankheiten beziehungsweise Störungen. Das Gehirn ist ein Teil des Nervensystems, eines Netzwerks aus Nervenfasern, das den ganzen Körper durchzieht. Es umfasst das zentrale Nervensystem (ZNS), bestehend aus Gehirn sowie Rückenmark, und das periphere Nervensystem (PNS). Zu Letzterem zählen all jene Nerven, die sich durch den Körper ziehen und so die Verbindung zwischen dem ZNS und der Körperperipherie schaffen. Alarmierende Zahlen Ob Migräne, Epilepsie, Multiple Sklerose oder Hirnhautentzündung: Erkrankungen oder Verletzungen des Nervensystems können weitreichende Folgen haben, von degenerativen Hirnerkrankungen über Wahrnehmungsstörungen bis hin zu Bewegungsstörungen und Lähmungen. Erkrankungen des Nervensystems gehören weltweit und in Deutschland zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. Laut Studien sind sie inzwischen die führende Ursache für Krankheitslast und Behinderungen. In Deutschland ist fast jeder dritte Mensch von einer neurologischen Erkrankung betroffen. Da die Bevölkerung zunehmend älter wird, befürchten Fachleute einen weiteren Anstieg, und zwar insbesondere bei den ohnehin schon häufigen neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, die Alzheimer-Krankheit und Morbus Parkinson. Gemäß einer in „The Lancet Neurology“ veröffentlichten Studie des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) hat die Zahl derartiger Erkrankungen bereits in den vergangenen drei Jahrzehnten um 59 Prozent zugenommen.

Neurologische Erkrankungen des Gehirns sind komplexe medizinische Zustände, die bis heute viele Rätsel aufgeben.

„Neurologische Erkrankungen nehmen weltweit zu, gleichzeitig haben sie aber ein enormes Präventionspotenzial, beispielsweise könnten global bis zu 45 Prozent aller Demenzerkrankungen durch das Vermeiden von Risikofaktoren verhindert werden“, sagt Prof. Dr. Daniela Berg, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Z A H L Z U M S TAU N E N

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So oft würden sämtliche Nervenbahnen eines erwachsenen Menschen die Erde umrunden, wenn man sie aneinanderreihen würde.

Abgesehen von den steigenden Patientenzahlen, seien neurologische Erkrankungen in Deutschland mit insgesamt 64,86 Milliarden Euro führend bei den Krankheitskosten– wenn man denn Krankheiten des Nervensystems, Demenzen und zerebrovaskuläre Erkrankungen wie den Schlaganfall berücksichtigt. Das ist mehr als die vom Statistischen Bundesamt zuletzt ermittelten höchsten Kosten des Kreislaufsystems mit 64,6 Milliarden Euro. Prävention und Früherkennung verbessern „Vor diesem Hintergrund sowie angesichts der rasant steigenden Kosten des Gesundheitssystems müssen wir uns fragen, wie wir

iStock / gorodenkoff

Es wiegt durchschnittlich gerade einmal durchschnittlich 1.300 Gramm und ist dabei das komplexeste Organ, das wir besitzen: das Gehirn. Es ist die Steuerzentrale des Körpers, verknüpft Sinneseindrücke mit Gefühlen, steuert unse-

dieser Entwicklung entgegenwirken können. Ein stärkeres Augenmerk auf Prävention und Gesunderhaltung der Bevölkerung zu legen, bietet sich hier nahezu als Patentlösung an“, erklärt die DGN-Präsidentin. Dabei werde die Genetik perspektivisch eine große Rolle spielen, da dadurch Prävention stärker individualisiert werden kann. Ein weiterer Punkt ist die verbesserte Früherkennung: Erste Bluttests für Alzheimer sind auf europäischer Ebene bereits zugelassen, bei Parkinson befinden sie sich noch in der Entwicklung. „Allein diese bereits greifbaren Perspektiven machen deutlich, dass es sich nicht nur lohnt, in die Erforschung neuer Therapien, sondern auch in die Präventionsforschung zu investieren.“ KI-Potenzial nutzen Großes Potenzial schlummert auch in der Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI). Sie könnte künftig maßgeblich die Versorgung, Therapie und den Alltag neurologisch kranker Menschen verbessern. Zum Beispiel im Fall der Parkinson-Erkrankung. Hier lassen sich bereits mittels KI-Algorithmen das Therapieansprechen auf die Tiefe Hirnstimulation (THS) vorhersagen, die implantierten Elektroden in Echtzeit optimal einstellen oder bei Parkinson-Betroffenen frühzeitig ein erhöhtes Demenzrisiko erkennen. Bei der Akutversorgung des ischämischen Schlaganfalls haben Ergebnisse aus einem interdisziplinären Projekt von Prof. Dr. Dorothee Saur am Universitätsklinikum Leipzig gezeigt, dass sich mithilfe von KI die klinischen Entscheidungsprozesse für oder gegen eine invasive Therapie signifikant verbessern lassen. Derartige Fortschritte verändern die Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland nachhaltig – und geben Menschen mit neurologischen Erkrankungen neue Perspektiven. 


50 Millionen Menschen

359 Millionen Menschen

weltweit leben mit Epilepsie. Bis zu 70 Prozent könnten anfallsfrei bleiben, wenn die Erkrankung richtig dia­­gnos­tiziert und behandelt wird. Quelle: World Health Organization (WHO): Epilepsy – Key Facts; letzter Zugriff: 07.09.2026

weltweit leben mit einer Angststörung. Damit gehören Angststörungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Quelle: World Health Organization (WHO): Mental disorders – Key Facts; letzter Zugriff: 07.09.2026

SCHON GEWUSST?

15 Millionen Menschen erleiden weltweit jedes Jahr einen Schlaganfall. Rund 5 Millionen Menschen sterben daran, weitere 5 Millionen bleiben dauerhaft beeinträchtigt. Quelle: World Health Organization (WHO): Stroke, Cerebrovascular accident; letzter Zugriff: 09.09.2026

871.000 Todesfälle pro Jahr sind weltweit schätzungs­weise mit Einsamkeit verbunden. Das sind 100 Todesfälle pro Stunde. Quelle: World Health Organization (WHO): Social connection linked to improved health and reduced risk of early death, 30.06.2025

Mehr als 57 Millionen Menschen leben weltweit mit Demenz, jedes Jahr kommen fast 10 Millionen neue Fälle hinzu. Bis zu 45 % des Demenzrisikos können mit beeinflussbaren Faktoren wie Bewegungsmangel oder Rauchen zusammenhängen. Quelle: World Health Organization (WHO): New WHO guidelines: up to 45 % of dementia risk could be prevented or delayed, 15.07.2026


Was hält unsere Schaltzentrale fit?

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beeinflussen lassen. Dazu zählen Bluthochdruck, Diabetes, Hörverlust, Depressionen und Bewegungsmangel. Wer sich regelmäßig bewegt, soziale Kontakte pflegt und geistig aktiv bleibt, kann sein Demenzrisiko reduzieren und seine

Ein gesunder Lebensstil ist das A und O.

Neurologische Erkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten Ursachen für langfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen. Laut einer Studie des US-amerikanischen Institute for Health Met­ rics and Evaluation (IHME) litten im Jahr 2021 mehr als 3,4 Milliarden Menschen – rund 43 Prozent der Weltbevölkerung – an einer Erkrankung des Nervensystems. Die schwerwiegendsten Auswirkungen hatte demnach der Schlaganfall.

geistigen Fähigkeiten länger erhalten. Untermauert wird diese Annahme durch eine im Februar 2026 veröffentlichte Langzeitauswertung eines Forschungsteams der US-amerikanischen Johns Hopkins University.

Bewegung gegen Demenz Auch wenn sich nicht alle neurologischen Erkrankungen verhindern lassen, kann ein gesunder Lebensstil das Krankheitsrisiko senken – etwa bei Demenz. Laut der Alzheimer Forschung Initiative sind bis zu 45 Prozent der Demenzerkrankungen weltweit auf Faktoren zurückzuführen, die sich zumindest teilweise

Lang spürbare Effekte Die sogenannte ACTIVE-Studie ist eine randomisierte kontrollierte Untersuchung mit ursprünglich rund 2.802 Teilnehmenden, die zu Beginn durchschnittlich 73,6 Jahre alt waren. Die Langzeitauswertung zeigt: Bereits fünf bis sechs Wochen spezielles Training im höheren Alter waren mit einem deutlich geringeren

Regelmäßige Bewegung im Freien – ein einfacher Baustein für einen gesunden Lebensstil.

iStock / BartekSzewczyk

Unser Gehirn ist zwar immens leistungsfähig, aber nicht unverwundbar. Ob Demenz, Schlaganfall oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME): Ein gesunder Lebensstil und gezielte Vorsorge können dazu beitragen, neurologischen Erkrankungen vorzubeugen. Doch welche Maßnahmen helfen wirklich, und was sagt die aktuelle Forschung dazu?

Risiko für eine spätere Demenzdiagnose verbunden – ein Effekt, der sogar noch 20 Jahre später messbar war. Besonders gut schnitten jene Teilnehmenden ab, die ihre Verarbeitungsgeschwindigkeit trainierten. Sie mussten am Computer visuelle Informationen rasch erkennen und mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen. Die Schwierigkeit wurde in zehn Sitzungen von bis zu 75 Minuten automatisch

Advertorial

Neurologische Prävention beginnt früh Wie gesund wir älter werden, können wir in vielen Bereichen selbst beeinflussen. Denn Risikofaktoren für neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall oder Demenz sind zum Teil veränderbar. Dr. med. Leopold Zizlsperger, Neurologe und medizinischer Leiter von CERENEO PREVENTION, erklärt, warum es sich lohnt, frühzeitig auf die Gehirngesundheit zu achten und die eigene Gesundheit besser zu verstehen.

können wir nicht verändern. Viele andere Faktoren dagegen schon. Bewegung, Ernährung, Schlaf und Regeneration spielen ebenso eine Rolle wie Blutdruck, Stoffwechsel oder kardiovaskuläre Risiken. Wer seine persönlichen Risiko- und Schutzfaktoren kennt, kann gezielt dort ansetzen, wo er selbst Einfluss nehmen kann.

Dr. med. Leopold Zizlsperger, Neurologe und medizinischer Leiter CERENEO PREVENTION

Warum sollte man sich damit beschäftigen, wenn man sich gesund fühlt? Weil Prävention idealerweise beginnt, bevor Beschwerden entstehen. Wir haben in der Neurologie aber viele Krankheiten mit Vorlaufphasen von vielen Jahren und können diese zunehmend diagnostizieren, bevor sie klinisch manifest werden. Eigenverantwortung bedeutet für mich deshalb nicht, ständig die eigene Gesundheit zu optimieren. Sondern zu verstehen, was der eigene Körper und das Gehirn brauchen, um möglichst lange gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Herr Dr. Zizlsperger, wie viel Einfluss haben wir auf unsere Gehirngesundheit? Mehr, als viele denken. Alter und genetische Voraussetzungen

Aber wie weiß ich, was für mich persönlich relevant ist? Genau das ist die entscheidende Frage. Allgemeine Empfehlungen geben Orientierung, aber Menschen unterscheiden

CERENEO PREVENTION im Neuro Campus Hotel am Vierwaldstättersee

sich in ihren Voraussetzungen, Gewohnheiten und Risiken. Deshalb müssen wir zunächst verstehen: Wo stehe ich heute? Welche Faktoren sind für meine Gesundheit relevant? Und was kann ich konkret verändern? Wie unterstützt CERENEO PREVENTION dabei? Wir verbinden umfassende medizinische Diagnostik mit Bewegung, Ernährung und Regeneration und betrachten die Gesundheit als Ganzes. Unser Ziel ist, Menschen nicht nur zu sagen, was sie verändern sollten. Sie sollen verstehen, warum es für sie persönlich relevant ist. Gemeinsam entwickeln wir ein Präventionsprogramm für Bewegung, Ernährung und Regeneration, das sich auch

langfristig in den Alltag integrieren lässt. Denn innovative und nachhaltige Prävention entsteht nicht durch möglichst viele Gesundheitsregeln oder Verbote, sondern durch Wissen, Eigenverantwortung und konkrete Handlungsmöglichkeiten. Wer seine Gesundheit versteht, kann sie aktiv mitgestalten.

https://cereneo-prevention.com

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PRÄVENTION | VON TOBIAS LEMSER


an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst. Einige Teilnehmende erhielten zusätzlich gezielte Auffrischungskurse. Multitasking punktet Und genau hier lag der entscheidende Vorteil, vor allem gegenüber der Kontrollgruppe: Durch das Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit ließ sich das Risiko für eine spätere Demenzdiagnose um etwa ein Viertel reduzieren. Bei den Gruppen, die ausschließlich ein Gedächtnis- oder Logiktraining absolvierten, war dagegen keine statistisch signifikante Verringerung nachweisbar. „Unsere Ergebnisse unterstützen die Weiterentwicklung kognitiver Trainingsprogramme für ältere Menschen, insbesondere solcher, die visuelle Verarbeitung und geteilte Aufmerksamkeit ansprechen“, betont Mitautor George Rebok. Was bedeutet das für die Demenzprävention? Offenbar können bereits kurze intensive Trainingsphasen Z A H L Z U M S TAU N E N

25 Prozent

Etwa jede vierte erwachsene Person wird im Laufe ihres Lebens einen Schlaganfall erleiden. Quelle: https://www.who.int/news-room/ fact-sheets/detail/stroke?utm_source=chatgpt.com; letzter Zugriff: 02.09.2026

in Kombination mit Auffrischungseinheiten langfristige Effekte haben. Besonders vielversprechend sind adaptive Programme, bei denen der Schwierigkeitsgrad an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst wird. Gefährliche Gerinnsel Aktiv vorbeugen: Das gilt auch für den Schlaganfall – zumindest für einen Großteil der Fälle. Nach Angabe der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sind rund 70 Prozent aller Schlaganfälle vermeidbar. Ein gesunder Lebensstil hilft, wichtige Risikofaktoren zu beeinflussen. Dazu zählen Bluthochdruck, Bewegungsmangel, Übergewicht, Vorhofflimmern, Diabetes mellitus sowie Rauchen und Alkoholkonsum. Viele dieser Faktoren begünstigen die Entstehung einer Arteriosklerose. Dabei lagern sich Cholesterin, Blutzellen, Bindegewebe und Kalksalze an den Innenwänden der Blutgefäße ab. Es entstehen sogenannte Plaques, an denen sich Blutgerinnsel bilden können. Löst sich ein solches Gerinnsel und gelangt in kleinere Hirnarterien, kann es dort ein Gefäß verschließen. Teile des Gehirns werden dann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt – es kommt zum Schlaganfall. Umso wichtiger ist es deshalb, beeinflussbare Risikofaktoren gering zu halten. Wer sein Übergewicht reduziert, kann damit unter Umständen Blutzucker und Blutdruck positiv beeinflussen. Auch regelmäßige Ausdauer- und Kraftübungen sind hilfreich. Wie viel Belastung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Fitness, dem Alter und möglichen Vorerkrankungen ab.

Plaques im Gehirn werden heute unter anderem durch die Amyloid-PET (Positronen-EmissionsTomografie) sichtbar gemacht.

Schutz vor FSME Prävention beginnt allerdings nicht erst bei Bewegung und Ernährung. Impfungen schützen vor bestimmten Infektionen des Nervensystems, darunter Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine durch Zeckenstiche übertragene Viruserkrankung, und bestimmte Formen der Meningitis. Auch eine ausreichende Versorgung mit bestimmten Vitaminen ist für das Nervensystem wichtig. Insbesondere ein Vitamin-B12Mangel kann Nervenschäden verursachen. Eine ausreichende Versorgung beugt solchen Folgen vor – vor allem bei Menschen, die etwa aufgrund einer veganen Ernährung zu einer Unterversorgung neigen. Bei Risikogruppen ist es daher sinnvoll, den Vitamin-B12-Status ärztlich überprüfen zu lassen. 

Advertorial

Wenn der Fokus fehlt Rund fünf Prozent der Erwachsenen in Deutschland leben mit ADHS, viele davon unerkannt. Auf einen Diagnosetermin warten Betroffene oft länger als ein Jahr. Immer mehr Menschen fragen sich deshalb, was sie selbst für Konzentration und Gehirngesundheit tun können. Ein Blick auf die Fakten und auf einen Berliner Anbieter, der Wissenschaft in den Alltag übersetzt. Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen bleibt ADHS bis ins Erwachsenenalter. Statt Zappeligkeit zeigt sie sich dann als Vergesslichkeit, innere Unruhe, ständiges Aufschieben. S I E B E N W I R KS TO F F E , KAPSEL IN KAPSEL

Außen: veganes Omega-3 mit 400 mg DHA und 200 mg EPA. Innen: Phosphatidylserin, Brahmi, Ginkgo, Ginseng, Vitamin B1 und B5. Vegan, ohne unnötige Zusatzstoffe. Ab 39 Euro auf epigenics.eu.

Doch auch Schlafmangel, Stress, Schilddrüsenprobleme oder ein Nährstoffmangel können hinter Konzen­ trationsschwäche stecken. Wer den Verdacht hat, sollte ihn fachärztlich abklären lassen. Kein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt Diagnose oder Therapie. Was das Gehirn täglich braucht

Unabhängig von einer Diagnose gilt: Das Gehirn ist auf bestimmte Nährstoffe angewiesen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bestätigt, dass die Omega-3-Fettsäure DHA zur Erhaltung der normalen Gehirnfunktion beiträgt, Vitamin B1 zur normalen Funktion des Nervensystems und Vitamin B5 zur normalen geistigen Leistung. Bei pflanzlichen Extrakten wie Brahmi, Ginkgo oder Ginseng kommt es auf standardisierte Wirkstoffgehalte an, sonst schwankt der Inhalt von Charge zu Charge. Sieben Wirkstoffe, Kapsel in Kapsel

Neuro Fokus von epigenics vereint diese Bausteine in einem Kapsel-inKapsel-System: Die äußere Kapsel

enthält 1.000 Milligramm veganes Omega-3 aus Algen mit 400 Milligramm DHA, die innere Kapsel Phosphatidylserin, standardisierte Extrakte aus Brahmi, Ginkgo und Ginseng sowie die Vitamine B1 und B5 in voller Tagesdosis. So bleiben Fettsäuren und Pflanzenextrakte getrennt und stabil. Zwei Kapseln am Morgen genügen. Entwickelt für alle, die im Alltag konzentriert bleiben und ihr Gehirn langfristig gut versorgen möchten. Entwickelt für die eigenen Eltern

Gegründet wurde epigenics 2022 von der Medizinerin Dr. Maria von der Wettern und Rebecca Atzenweiler. „Wir wollten Produkte, die wir unseren eigenen Eltern guten Gewissens empfehlen können“, sagt von der Wettern. Hergestellt in der EU, jede Charge von unabhängigen Laboren in Deutschland geprüft. Mehr als 50.000 Kundinnen und Kunden vertrauen bereits darauf. Sichern Sie sich jetzt Neuro Fokus mit 15 Prozent Rabatt: Nutzen Sie auf epigenics.eu einfach den Code NERVEN15.

Dr. Maria von der Wettern (r.) und Rebecca Atzenweiler (l.), Gründerinnen von epigenic

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Kurzschluss im Gehirn

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EPILEPSIE | VON MARK KRÜGER

Es ist eine Krankheit, die wie ein Damoklesschwert permanent über den Betroffenen schwebt und mit der Angst vor dem nächsten Anfall verknüpft ist: Die Rede ist von Epilepsien. Diese neurologischen Erkrankungen führen zu kurzzeitigen Funktionsstörungen des Gehirns.

Epilepsie ist eine Fehlfunktion des Gehirns, bei der Nervenzellen unkontrolliert Impulse abfeuern.

iStock / AndreyPopov

Am 5. Oktober ist der „Tag der Epilepsie“. In Deutschland rückt er die schätzungsweise rund 800.000 Betroffenen in den Fokus. Einer von ihnen ist der FC-Bayern-Spieler Jamal Musiala, der zuletzt im August während eines Testspiels zusammenklappte und kurz bewusstlos am Boden lag. Laut der Deutschen Epilepsievereinigung sind Epilepsien, die durch eine überschießende oder synchronisierte Aktivität

von Nervenzellen verursacht werden, die zweithäufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems und können in jedem Alter auftreten. Die Ursachen reichen von genetischer Veranlagung über die Folgen eines Schlaganfalls oder einer Hirnverletzung bis hin zu angeborenen Veränderungen des Gehirns. Bei vielen Betroffenen lässt sich jedoch keine eindeutige Ursache feststellen. Anfälle unterscheiden sich Je nachdem, welche Hirnregion betroffen ist, haben manche Patientinnen und Patienten schwere Anfälle mit Zuckungen und Krämpfen, andere, wie der Fußball-Profi, kurze Ausfälle des Bewusstseins, sogenannte Absencen. Die Anfälle können sich auch auf das gesamte Gehirn ausbreiten und dann zu einem sogenannten „Grand mal“-Anfall werden. „Nicht jeder epileptische Anfall bedeutet automatisch, dass eine Epilepsie vorliegt“, erklärt Dr. Christoph Stein vom Medizinischen Kompetenzcenter der AOK. „Fieberkrämpfe bei Kindern oder Anfälle infolge akuter Erkrankungen oder Verletzungen können andere Ursachen haben.“ Von einer Epilepsie spreche man in der Regel erst, wenn wiederholt nicht provozierte Anfälle auftreten. Ziel: Anfallsfreiheit Dem Gros der Menschen mit Epilepsie kann mit anfallshemmenden Medikamenten geholfen werden, die heutzutage gezielter in die

ERSTE HILFE

Der einzelne epileptische Anfall ist kein Notfall, er schädigt das Gehirn nicht und hört von selbst wieder auf. Die Aufgabe der Ersthelfenden besteht vor allem darin, bei einem Anfall das Umfeld zu sichern und die Person vor weiteren Verletzungen zu schützen. Hat der Anfall nach 5 Minuten nicht aufgehört, sollte jedoch unbedingt ein Notarzt verständigt und ein Notfallmedikament – falls dieses vorhanden ist – verabreicht werden.

Signalübertragung der Nervenzellen eingreifen. Wenn Medikamente nicht ausreichend wirken, prüfen spezialisierte Epilepsiezentren, ob ein chirurgischer Eingriff infrage kommt. Ebenso können in einzelnen Fällen Verfahren wie die Vagusnervstimulation oder die Tiefe Hirnstimulation (THS) zum Einsatz kommen. Neben der Anfallsfreiheit ist eine Verbesserung beziehungsweise der Erhalt der Lebensqualität Ziel der Behandlung – und zwar durch Beachtung sozialmedizinischer Aspekte. Denn mit der Epilepsie gehen oftmals auch Beeinträchtigungen wie Gedächtnisprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten oder psychische Probleme einher. Bei Fragen zum Alltag mit der Krankheit helfen Epilepsieberatungsstellen weiter. 

Rund ein Prozent der Menschen in Deutschland lebt mit Epilepsie 1. Dennoch ist die Erkrankung oft von Unsicherheit, Vorurteilen und Mythen begleitet. Viele Menschen mit Epilepsie erleben, dass nicht sie selbst im Mittelpunkt stehen, sondern ihre Diagnose. Dabei ist Epilepsie nur ein Teil ihres Lebens – nicht das, was sie als Menschen ausmacht. Für viele Menschen mit Epilepsie wiegen Stigmatisierung und falsche Vorstellungen schwer. Epilepsie wird häufig immer noch mit stark vereinfachten Bildern verbunden: Kontrollverlust, Hilflosigkeit, Einschränkung. Doch diese Bilder zeigen nur einen kleinen Ausschnitt. Nicht jeder Anfall ist von außen deutlich sichtbar, nicht jede Epilepsie verläuft gleich, nicht jeder Mensch mit Epilepsie ist im Alltag stark eingeschränkt. Gerade diese Vielfalt bleibt oft unsichtbar. Vorurteile belasten doppelt

Das kann Folgen haben – in der Schule, im Beruf oder im sozialen Umfeld. Manche Menschen sprechen aus Sorge

vor Ablehnung oder Benachteiligung nicht über ihre Diagnose. Andere erleben, dass eher über ihre Erkrankung gesprochen wird als über ihre Fähigkeiten, Interessen und Ziele. Mehr als die Diagnose

Menschen mit Epilepsie stehen mitten im Leben. Sie arbeiten, studieren, gründen Familien, treiben Sport oder engagieren sich gesellschaftlich. Sie haben Pläne, Talente und Träume. Je nach Krankheitsverlauf und Behandlungssituation können viele ihren Alltag aktiv und selbstbestimmt gestalten. Epilepsie ist nicht das, was einen Menschen definiert. Umso wichtiger ist ein offener und unvoreingenommener Umgang mit Epilepsie: weg von Unsicherheiten und Mythen, hin zu Wissen, Respekt und Begegnung auf Augenhöhe. Wissen schafft Nähe

Genau hier setzt Angelini Pharma mit seinem Engagement im Bereich „Brain Health“ an: Neben medizinischem Fortschritt geht es darum, Wissen zugänglich zu machen,

Unsicherheiten abzubauen und einen offenen Umgang mit Epilepsie zu stärken. Die Kampagne „Epilepsie. Menschlich wie Du.“ stellt deshalb bewusst den Menschen in den Mittelpunkt. Sie lädt dazu ein, Epilepsie neu zu betrachten: differenzierter, offener und empathischer. Denn echte Teilhabe beginnt dort, wo Vorurteile

hinterfragt werden – und Menschen nicht auf ihre Diagnose reduziert, sondern in ihrer ganzen Persönlichkeit gesehen werden. Mehr Informationen zur Kampagne: www.angelinipharma.de 1

osenow, F. (o. D.). Epilepsie. Deutsche HirnR stiftung. Abgerufen am 14. August 2026 von https://hirnstiftung.org/erkrankung/epilepsie/

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Epilepsie hat viele Gesichter


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Entzug heute: Sanft, aber ganzheitlich effektiv ALKOHOLSUCHT | VON TOBIAS LEMSER

Ganz allein gegen eine Suchterkrankung anzugehen, ist besonders herausfordernd und sogar gefährlich – zu groß das Risiko für körperliche Komplikationen. Als nachhaltiger und vor allem gesünder gilt die sogenannte qualifizierte Entzugsbehandlung. Trauriger Fakt ist: Alkohol ist hierzulande die mit Abstand am häufigsten konsumierte psychoaktive Substanz. Wie die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) bei der Veröffentlichung ihres Jahrbuchs 2026 jüngst mitteilte, konsumierten im Jahr 2025 circa 8,6 Millionen Menschen der 18- bis 64-jährigen Bevölkerung in Deutschland riskante Mengen Alkohol – das bedeutet, dass das Risiko für viele Erkrankungen – darunter Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten – und psychische Schäden deutlich erhöht ist. Jedes Jahr kommt es deshalb zu etwa 44.000 Todesfällen. Für eine Abhängigkeit spricht etwa, wenn Betroffene stets den starken Wunsch haben, Alkohol zu konsumieren beziehungsweise sie die Menge kontinuierlich steigern, um eine Wirkung zu erzielen. Gleiches gilt, wenn sie Verpflichtungen zugunsten des Alkoholkonsums

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vernachlässigen. Spätestens dann ist dringend gegenzusteuern, indem man sich Hilfe sucht, etwa bei den bundesweit vertretenen Suchthilfestellen. Qualifizierter Entzug Galt in früheren Jahren der „kalte“ Alkoholentzug zumeist als die einzige Behandlungsoption, wird heute davon strikt abgeraten, da er schwere

Alkohol ist die mit Abstand am häufigsten konsumierte psychoaktive Substanz. körperliche und psychische Folgen haben kann. Alternativ dazu gibt es inzwischen wissenschaftlich geprüfte sanftere Alternativen. Stichwort: qualifizierte Entzugsbehandlung. Zwar steht hierbei genauso der Verzicht auf Alkohol im Zentrum, vielmehr handelt es sich jedoch um individuell abgestimmte, ärztlich überwachte Behandlungsprozesse, die sowohl körperliche

als auch psychische Aspekte berücksichtigen und somit den Entzug erheblich erleichtern. Der qualifizierte Entzug, der zumeist in einer Entzugsklinik stattfindet, geht über die körperliche Entgiftung und Behandlung von Entzugssymptomen hinaus, indem die seelische, körperliche und soziale Dimension der Suchterkrankung beleuchtet wird. Komplementäre Therapien und psychotherapeutische Arbeit gehören zum Konzept dazu. Gerade in der Erkennung und Bearbeitung der seelischen Ursachen sehen Fachleute den entscheidenden Schlüssel in der Psychotherapie. Präventiv gegen den Rückfall Nicht nur bei Alkoholsucht, auch bei Medikamenten- und Drogensucht ist die qualifizierte Entzugsbehandlung immer häufiger das Mittel der Wahl. Klar ist jedoch: Damit die Betroffenen im Alltag nicht in alte Verhaltensmuster zurückfallen, ist die Nachsorge zentral. Hierzu zählen die Teilnahme an Selbsthilfegruppen genauso wie den Tag neu zu strukturieren, das soziale Umfeld zu verändern und potenzielle Suchtmittel aus dem Haushalt zu verbannen – die beste Voraussetzung, das Rückfallrisiko erheblich zu reduzieren. 


Das Genom im Visier

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ANGSTSTÖRUNGEN | VON NADINE EFFERT

Das Herz schlägt schneller, der Atem wird flacher, nervöses Schwitzen setzt ein: Angst ist ein Gefühl, das jeder Mensch kennt. Doch sie kann auch überhandnehmen, krankhaft werden – wie

Etwa jeder Vierte leidet im Laufe seines Lebens an einer Angsterkrankung. bei über zehn Millionen Menschen in Deutschland, Tendenz steigend. Vor allem die drastische Zunahme bei jungen Menschen, besonders Frauen, ist besorgniserregend. Das zeigt eine Studie der KKH Kaufmännischen Krankenkasse aus dem Jahr 2024, die hierfür primär die AusTelefonwirkungen der Corona-Krise Seelsorge: verantwortlich macht.

0800 1110111/ 0800 1110222 oder 116 123

Krankhafte Angst hat viele Gesichter: Panikstörungen, also plötzlich auftretende, heftige Angstanfälle, die generalisierte

Angst, bei der sich die Betroffenen über einen längeren Zeitraum übermäßig, schwer kontrollierbare Sorgen über alltägliche Dinge machen, sowie Phobien vor konkreten Objekten oder Situationen. „Wichtig ist, sich seinen Ängsten zu stellen und sie aktiv zu bewältigen“, sagt Dr. Aileen Könitz, KKH-Ärztin und Expertin für psychiatrische Fragen. Die gute Nachricht: Angsterkrankungen lassen sich gut behandeln – mit einer Kombination aus Psychotherapie, insbesondere kognitiver Verhaltenstherapie, und Medikamenten. Genetische Studie Doch wodurch entwickeln Menschen Angststörungen? Möglich sind genetische und neurobiologische Faktoren, aber auch soziokulturelle Einflüsse und traumatische Erlebnisse. Neue Erkenntnisse zu den genetischen Mechanismen lieferte kürzlich die weltweit größte Auswertung der DNA bei Angsterkrankungen mit fast 700.000 Teilnehmenden unter Beteiligung der Würzburger Universitätsmedizin. Insgesamt wurden 74 Positionen im Genom identifiziert, an denen genetische Unterschiede mit Angstsymptomen in Zusammenhang standen. Allerdings wird betont, dass jemand mit einem sehr hohen genetischen Risiko nicht

Angststörungen sind vor allem bei Frauen weit verbreitet.

iStock / Motortion

Angst ist ein überlebenswichtiger Gefühlszustand und eine normale Reaktion auf Bedrohungen oder auf psychischen Stress. Bei immer mehr Menschen steht die Angst jedoch in keinem angemessenen Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung. Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit. Welche Rolle dabei die Gene spielen, zeigt eine internationale Studie.

automatisch eine Angsterkrankung entwickeln muss. „Genetische Einflüsse wirken zusammen mit Lebenserfahrungen, sozialen Kontexten und psychologischen Faktoren und stehen mit ihnen in Wechselwirkung, um das individuelle Risiko zu formen. Der Anstieg der Angstraten, den wir beobachten, weist auf Umweltfaktoren hin“, sagt Megan Skelton, Research Fellow am Institute of Psychiatry, Psychology & Neuroscience (IoPPN) des King’s College London und Erstautorin der Studie. „Das Verständnis genetischer Risiken kann uns helfen zu erkennen, wer für diese Faktoren besonders anfällig sein könnte, und letztlich zu wirksameren Präventions- und Behandlungsstrategien beitragen.“ 

Werbebeitrag – Therapieporträt

Digital gegen Ängste: Risiko Chatbot

M E H R I N F O R M AT I O N E N

velibra ist eine Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) für Erwachsene mit Angststörungen. Das Online-Programm basiert auf Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und vermittelt Strategien, um Ängste besser zu bewältigen. velibra kann auf Rezept verordnet werden. Die Kosten übernehmen bei entsprechender Indikation die gesetzlichen Krankenkassen.

Immer mehr Menschen sprechen mit Chatbots – auch über ihre Ängste. Die Ärztin Juliane Meiners warnt vor den Risiken. Chatbots werden immer häufiger genutzt, wenn Menschen mit Angststörungen Hilfe suchen. Die Ärztin und Digital-Expertin Juliane Meiners sieht jedoch klare Grenzen: „Wo ‚echte‘ Therapie erforderlich ist, haben Chatbots nichts zu suchen.“ Gerade Menschen mit Angststörungen falle es oft schwer, den ersten Schritt zu machen. „Ein Chatbot senkt diese Hürde, ersetzt aber keine Diagnostik oder evidenzbasierte Therapie. Man muss sich im Klaren sein, dass eine KI die Nutzenden lange im Programm halten will. Deshalb sorgt sie dafür, dass man beispielsweise positiv bestärkt wird.

Moderne Angsttherapie: Digital ja, Chatbot nein!

Auch in psychischen Krisen laufen Betroffene Gefahr, dass Chatbots mehr schaden als helfen“, warnt die Ärztin.

Hilfe zur Selbsthilfe Eine Psychotherapie ist hingegen darauf ausgelegt, dass Menschen mit Angststörungen ungünstige

Denk- und Verhaltensmuster verändern und neue Strategien für den Alltag entwickeln. „Dank moderner Online-Therapien ist auch die Angst vor Wartezeiten und vor Bewertung unbegründet“, sagt Meiners. Digitale Gesundheitsanwendungen wie „velibra“ sind einsatzbereit und immer und überall abrufbar. www.velibra.com


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10 KOMMENTAR

Neurowissenschaft im Wandel Das Verständnis des Zusammenspiels der rund 100 Milliarden Nervenzellen im Gehirn ist eine enorme Herausforderung für die Wissenschaft und zugleich die Voraussetzung für unsere Gesundheit. Viele neurologische und psychische Erkrankungen lassen sich immer besser behandeln – dank moderner Behandlungsmöglichkeiten, die zielgerichtet zum Einsatz kommen und auf die jeweilige erkrankte Person

zugeschnitten sind. Zudem hat sich die Neurologie von einer rein diagnostischen Disziplin zu einer tragenden Säule der Patientenversorgung entwickelt, die den Erfordernissen einer alternden Gesellschaft gerecht werden soll. Noch sind nicht alle Rätsel rund um unser Nervensystem gelöst. Ich bin mir aber sicher: Die nächsten spannenden Erkenntnisse werden bestimmt nicht lange auf sich warten lassen!

Nadine Effert Chefredakteurin

IMPRESSUM

Projektmanagement Myriam Krämer, myriam.kraemer@reflex-media.net, Sara Tremper, sara.tremper@reflex-media.net Redaktion Nadine Effert, Mark Krüger, Tobias Lemser Layout Silke Schneider, grafik@reflex-media. net Fotos iStock / Getty Images, Coverbild Adobe Firefly Druck Badische Neueste Nachrichten Badendruck GmbH V.i.S.d.P. Redaktionelle Inhalte Nadine Effert, redaktion@reflex-media.net Weitere Informationen Pit Grundmann, pit.grundmann@reflex-media.net, Reflex Verlag GmbH, Hackescher Markt 2–3, D-10178 Berlin, T +49 (0)30 / 200 8949 0, www.reflexmedia.net Diese Publikation des Reflex Verlages erscheint am 21. September 2026 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der ­Reflex Verlag und die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH sind rechtlich getrennte und redaktionell unabhängige Unternehmen. Inhalte von Werbebeiträgen wie Unternehmens- und Produktporträts, Interviews, Advertorials, Anzeigen sowie Gastbeiträgen und Fokusinterviews geben die Meinung der beteiligten Unternehmen beziehungsweise Personen wieder. Die Redaktion ist für die Richtigkeit der Beiträge nicht verantwortlich. Die rechtliche Haftung liegt bei den jeweiligen Unternehmen. J E T Z T S C AN N E N

Wir sind dabei

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epigenics GmbH Lottumstraße 13 a 10119 Berlin www.epigenics.eu

6

Angelini Pharma Deutschland GmbH 7 Elsenheimerstraße 45 80687 München www.angelinipharma.de LIFESPRING GmbH Willy-Brandt-Straße 19 53902 Bad Münstereifel www.lifespring.de

8

GAIA AG Hans-Henny-Jahnn-Weg 53 22085 Hamburg www.gaia-group.com/de

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