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Leben Mit Krebs

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LEBEN MIT KREBS

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Leben mit Krebs

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Impulse, die Hoffnung machen Anfang Februar 2026 gab die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bekannt, dass die Zahl der Krebserkrankungen in den 27 EU-Ländern deutlich gestiegen ist. Rund 40 Prozent der allein jährlich rund 520.000 Krebsdiagnosen in Deutschland wären durch ein gesundheitsbewusstes Verhalten vermeidbar. Krebs ist nach wie vor eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Neben Prävention ist die Früherkennung das wichtigste Mittel im Kampf gegen den Krebs – doch

hier hapert es oftmals an der Umsetzung. Das Gute: Dank großer Forschungsbemühungen haben sich die Therapien enorm verbessert und mit ihnen die Heilungschancen. Der Einsatz von unter anderem künstlicher Intelligenz (KI) und personalisierter Medizin ermöglicht bereits jetzt eine zielgenauere und zumeist schonendere Behandlung. Für Sie selbst oder für Menschen in Ihrem Umfeld, die an Krebs erkrankt sind, wünsche ich Ihnen beim Lesen wertvolle Erkenntnisse und ermutigende Impulse.

Nadine Effert Chefredakteurin

INHALTSVERZEICHNIS LEITARTIKEL

Kampf gegen Krebs: Jeder ist gefragt — 3

FORSCHUNG

Rasche Fortschritte – aber in Deutschland? — 4

PROSTATAKREBS

Ist die Tastuntersuchung noch zeitgemäß? — 6

PROSTATAKREBS-THERAPIE

Neue Chancen durch individuelle Behandlung — 7

PÄDIATRISCHE ONKOLOGIE

Hoffnung durch Forschung — 8

PALLIATIVMEDIZIN

Lebensqualität bis zuletzt — 9

AUFKLÄRUNG

Gesundheitskompetenz stärken — 10

HIRNTUMOREN

Präzision trifft moderne Therapie — 13

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Für uns steht die bestmögliche Lesbarkeit der Texte an erster Stelle. Deshalb verwenden wir in der Publikation auch das generische Maskulinum – diese Personenbezeichnungen stehen für alle Geschlechter.

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Das Papier dieser Reflex-VerlagPublikation stammt aus verantwortungsvollen Quellen.


Kampf gegen Krebs: Jeder ist gefragt

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Die Angst vor schweren Krankheiten belastet viele Menschen. Mit knapp 70 Prozent sind Krebserkrankungen bei den Deutschen am meisten gefürchtet. Das geht aus der repräsentativen Umfrage „Angst vor Krankheiten“ des Forsa-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit hervor. Woran liegt das? Ein Grund sind sicherlich allein die blanken Zahlen des Robert KochInstituts (RKI): Jährlich erhalten rund eine halbe Million Menschen in Deutschland die Diagnose Krebs – darunter zuletzt etwa 241.400 Frauen, 276.400 Männer sowie 2.300 Kinder und Jugendliche. Am häufigsten sind Brust, Prostata, Lunge und Dickdarm betroffen. Krebs ist nach Herz-Kreislauf-Krankheiten die zweithäufigste Todesursache. Über 200.000 Menschen sterben jährlich an ihrer Tumorerkrankung – wobei die Zahlen in nahezu allen Altersgruppen insgesamt rückläufig sind. Das verkündete das Statistische Bundesamt (Destatis) im Februar 2026. Krebs führe gerade bei Menschen im jüngeren und mittleren Alter seltener zum Tod als noch vor 20 Jahren. Als Ursachen für den Rückgang der Sterblichkeit werden verbesserte Behandlungsmethoden, Möglichkeiten zur Früherkennung und Prävention genannt. Enormes Präventionspotenzial Laut einer aktuellen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten sehr viele Menschen vor der belastenden Nachricht „Sie haben Krebs“ bewahrt werden. Weltweit müsste es 7,1 Millionen dieser Diagnosen pro Jahr nicht geben, denn 40 Prozent aller Krebserkrankungen gehen

auf vermeidbare Ursachen zurück – darunter Rauchen, Alkoholkonsum und Übergewicht. „Die Bekämpfung dieser vermeidbaren Ursachen bietet eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten, die weltweite Krebsbelastung zu reduzieren“, betont Dr. Isabelle Soerjomataram, Expertin bei der International Agency for Research on Cancer (IARC) und Seniorautorin der Studie. Hinzu kommt, dass die Reduzierung vermeidbarer Risikofaktoren nicht nur die Krebsinzidenz senkt, sondern sich langfristig auch positiv auf die Höhe der Gesundheitskosten auswirken und die Gesundheit sowie das Wohlbefinden der Bevölkerung insgesamt verbessern könnte. Selbst aktiv werden Da jedoch selbst der gesündeste Lebensstil das persönliche Krebsrisiko nicht auf null Prozent senken kann – schließlich spielen auch Alter, Genetik und Umweltfaktoren eine Rolle –, ist Vorsorge hinsichtlich der Heilungschancen das A und O. „Je früher eine Krebserkrankung erkannt

Laut RKI erkrankt fast jeder zweite Mensch in Deutschland im Laufe seines Lebens an Krebs. wird, desto schneller können wir mit der passenden Therapie beginnen. Deswegen sollten Vorsorgeuntersuchungen unbedingt wahrgenommen werden“, warnte Prof. Dr. Stefan Fichtner-Feigl, Ärztlicher Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg und Klinischer Direktor des Tumorzentrums Freiburg – CCCF, anlässlich des diesjährigen Weltkrebstages am 4. Februar.

Krebszellen sind Tumorzellen, die sich unkontrolliert vermehren und gesunde Körpergewebe zerstören.

iStock / anusorn nakdee

Die Diagnose Krebs ist ein immenser Schock. Auf ihr Konto gehen immerhin die zweitmeisten Sterbefälle in Deutschland. Doch die Überlebenschancen sind in den letzten Jahren gestiegen. Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto besser. Daher kommt – neben der Prävention – der Vorsorge eine große Bedeutung zu.

Optimale Versorgung Das Gute: „Viele Krebserkrankungen können heute früh erkannt erfolgreich behandelt werden“, so Dr. med. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). In der aktuellen Krebsmedizin vollzieht sich derzeit ein rasanter Wandel hin zu einer hochpräzisen, maßgeschneiderten Onkologie. Insbesondere zielgerichtete Medikamente, Immun- und Zelltherapien sowie künftig mRNA-Krebsimpfstoffe sind auf dem Vormarsch. Die Versorgung der Patientinnen und Patienten findet dabei in Deutschland in den von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Organzentren und den Comprehensive Cancer Centers (CCC), in denen medizinische Spitzenkompetenz, interdisziplinäre Zusammenarbeit und onkologische Forschung vereint sind, statt. „Und selbst wenn eine Krebserkrankung nicht vollständig geheilt werden kann – mit entsprechender Behandlung können viele Betroffene noch über lange Zeit ein aktives Leben führen“, sagt die Expertin vom DKFZ. 

Werbebeitrag – Verbandsporträt

Zertifizierte Zentren: Überlebenschancen steigen Etwa jede zweite Person erkrankt im Laufe ihres Lebens an Krebs. Die gute Nachricht ist, dass dank des medizinischen Fortschritts viele Menschen geheilt werden können oder langfristig mit der Erkrankung leben. Die besten Behandlungsergebnisse erzielen zertifizierte Zentren. Studien belegen, dass Überlebenschancen steigen, wenn sich Patientinnen und Patienten in zertifizierten Zentren behandeln lassen. Auch Komplikationen treten dort seltener auf, genauso wie Begleit- und Spätfolgen der Behandlung.

Dr. Konstanze Blatt, Generalsekretärin Deutsche Krebsgesellschaft e. V.

Fachexpertise notwendig Doch was zeichnet zertifizierte Zentren aus? Krebs ist eine hochkomplexe Erkrankung, denn jede Krebsart benötigt anderes

Fachwissen und eine angepasste Behandlung. Zertifizierte Zentren sind auf eine oder mehrere Krebsarten spezialisierte Krankenhäuser oder ambulante Einrichtungen. Dort arbeiten Ärztinnen und Ärzte sowie onkologisches Fachpersonal verschiedener Disziplinen, wie etwa aus der Psychoonkologie, eng zusammen – von der Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge. Grundlage der Behandlung sind evidenzbasierte Leitlinien: Behandlungsempfehlungen, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Zertifizierte Zentren weisen in regelmäßigen Überprüfungen nach, dass sie die hohen

Qualitätsanforderungen erfüllen. Das sorgt für die beste Versorgung. Weniger Komplikationen In Deutschland gibt es mehr als 2.000 zertifizierte Zentren. Mein Rat: Eine Krebsbehandlung ist kein Routineeingriff. Auch wenn das zertifizierte Zentrum vielleicht nicht immer die Klinik um die Ecke ist, lohnt sich die Anreise, wenn dadurch Ihr Sterberisiko gesenkt wird oder Komplikationen verhindert werden. Zertifizierte Zentren in Ihrer Nähe finden Sie auf www.oncomap.de. www.krebsgesellschaft.de

Weitere Informationen unter  www.gesundheit-wissen.net

LEITARTIKEL | VON NADINE EFFERT


Rasche Fortschritte – aber in Deutschland? FORSCHUNG | VON NADINE EFFERT

Die Krebsforschung ist das wichtigste Instrument, um die Krebsmedizin weiter voranzubringen und somit die Heilungschancen vieler Patientinnen und Patienten zu erhöhen. Klinische Studien sind bei neuen Therapien eine zentrale Voraussetzung. Doch in Deutschland gibt es bei der Umsetzung zwei Hürden: Bürokratie und zu wenige Teilnehmende. Erste Anläufe zur Überwindung dieser Hindernisse sind jedoch bereits unternommen. Jährlich erhalten in Deutschland über eine halbe Million Menschen die Diagnose Krebs. Neue Erkenntnisse aus der Forschung machen Betroffenen Hoffnung und helfen außerdem auch bei der Früherkennung. Dank der Forschung kann Krebs heute immer häufiger geheilt werden. Dennoch sind in den Bereichen Ursachenforschung, Diagnostik und Therapien weiterhin Verbesserungen vonnöten. Das Gute ist: Die Krebsforschung läuft weltweit auf Hochtouren. Täglich

Klinische Studien sind Voraussetzung für neue Behandlungsansätze. erreichen uns Meldungen über Durchbrüche in der Grundlagenforschung, vielversprechende neue Behandlungsansätze sowie neue Erkenntnisse aus den Bereichen Prävention und Früherkennung. Weltweit starten jedes Jahr mehrere Tausend klinische Studien, also der Test an Menschen als letzte Hürde, die darüber entscheidet, ob eine medizinische Innovation hält, was sie verspricht. „Innovationen in der Krebsforschung

iStock / gorodenkoff

Leben mit Krebs

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Deutschland leistet exzellente Krebsforschung.

müssen klinisch erprobt werden, bevor sie Patientinnen und Patienten zugutekommen können. Klinische Studien schaffen dafür die Grundlage und bilden die Brücke zwischen Forschung und Behandlung“, sagt Prof.Dr. med. Dr. h. c. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Wichtig ist, dass die Forschung so ausgerichtet ist, dass sie tatsächlich bei den Betroffenen ankommt – und zwar möglichst zeitnah. Bürokratische Hürden Jegliche neuen Erkenntnisse aus der Forschung verpuffen, wenn sie nicht in klinischen Studien

getestet werden und ihren Weg in die Versorgung der Patientinnen und Patienten finden. Bevor neue Verfahren oder Medikamente – sei es zur Diagnostik oder Behandlung – zugelassen werden, müssen sie in klinischen Studien auf Wirksamkeit, Sicherheit und Nutzen getestet werden. Klinische Studien sind für jedes neue Medizinprodukt oder Medikament ein Muss, das eine Zulassung erhalten und in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen werden soll. Doch ausgerechnet in puncto Studienaktivität ist Deutschland das Schlusslicht unter den europäischen Ländern. Beispiel: Während in Dänemark pro eine Million Einwohnende 192 Studien zu neuen Arzneimitteln laufen, sind es in

Klinische Studien sind ein wichtiger Teil der Krebsforschung. Sie prüfen neue Therapien, zeigen, wie wirksam und sicher sie sind, und verschaffen Patient:innen mit schweren oder seltenen Krebserkrankungen Zugang zu Behandlungen, die noch nicht regulär verfügbar sind. Pharmaunternehmen wie BeOne Medicines tragen dazu bei, die klinische Forschung voranzutreiben. In Deutschland laufen mehr als 20.000 gesundheitsbezogene Studien, rund 2.000 kommen jährlich hinzu. Die Krebsmedizin ist mit einem Anteil von 30 Prozent das größte Forschungsfeld. Klinische Studien liefern Erkenntnisse über Wirkung und Sicherheit neuer Krebstherapien und bilden die Grundlage

© BeOne Medicines

Werbebeitrag – Studienpräsentation

Krebsforschung für neue Perspektiven

Klinische Studien sind ein wichtiger Teil der Krebsforschung.

für Medikamentenzulassungen, Leitlinien und Behandlungsentscheidungen. Für Menschen mit schweren oder seltenen Krebserkrankungen kann die Studienteilnahme eine zusätzliche Chance

eröffnen, wenn bisherige Behandlungsmöglichkeiten nicht ausreichen. Das gewonnene Wissen kommt auch Patient:innen zugute, die selbst nicht teilnehmen. Es hilft, Therapien weiterzuentwickeln

und die Versorgung zu verbessern. Studienaktive Kliniken erzielen zudem bessere Behandlungsergebnisse und eine höhere Patientensicherheit. BeOne orientiert sich bei der Durchführung von Studien an den Bedürfnissen von Patient:innen, Kliniken sowie Ärztinnen und Ärzten: „Klinische Forschung braucht verlässliche Abläufe und gut vorbereitete Prüfzentren. Wir kennen diese Anforderungen sehr genau und helfen den beteiligten Kliniken und Praxen, sie im Alltag umzusetzen“, erläutert Stefan Barbour, Vice President und General Manager Deutschland von BeOne Medicines. Bislang hat BeOne mehr als 175 klinische Studien mit über 30.000 Patient:innen durchgeführt. https://beonemedicines.de


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Beitrag zur Forschung leisten Wer an einer klinischen Studie teilnimmt, erhält Zugang zu innovativen Therapien, die noch nicht allgemein verfügbar sind, und wird medizinisch besonders intensiv betreut. Studienteilnehmende leisten mit ihrer Teilnahme einen wichtigen Beitrag zur Forschung und helfen aktiv dabei, die Krebsbehandlung künftig zu verbessern. Doch es gibt ein Problem: „Die Beteiligung von Krebspatientinnen und -patienten an klinischen Studien bleibt weiterhin zu niedrig“, sagt Markus Wartenberg, Sprecher des NCT-Patientenforschungsrats. Aus Datenanalysen geht eine Teilnahmequote von lediglich fünf Prozent der erwachsenen Menschen mit Krebs hervor. „Um die Teilnahme zu verbessern, sollten Patientinnen und Patienten

frühzeitig in die Entwicklung klinischer Studien einbezogen werden. Patientenorientierte Studien und gute, verständliche Kommunikation schaffen Vertrauen und stärken die Bereitschaft zur Teilnahme.“ Unsicherheiten begegnen Beate Hammersen, Leiterin des Telefondienstes beim Krebsinformationsdienst, kennt die Gründe für die geringe Teilnahme: „Die meisten unserer Anfragenden versprechen sich von der Teilnahme eine zusätzliche Chance, gegen die Krebserkrankung vorzugehen, und sind daher sehr interessiert.“ Es gäbe aber auch viele Unsicherheiten, etwa zu Teilnahmevoraussetzungen, Studienablauf und Nebenwirkungen. Auch die Kostenfrage wird oft gestellt: „Für Kosten, die im Rahmen einer klinischen Studie entstehen, kommt normalerweise der Anbieter auf – also die Klinik beziehungsweise der Studiensponsor“, erklärt die Expertin. „Es kann aber auch sein, dass zum Beispiel Fahrtkosten von den Teilnehmenden selbst zu tragen sind. Krankenkassen übernehmen keine Kosten für Studienmedikamente oder zusätzliche Untersuchungen, denn die Wirksamkeit des Verfahrens oder des Medikaments ist ja noch nicht abschließend bewiesen.“

KLINISCHE KREBS STUDIEN

NCT-Studienfinder: https://nct.dkfz.de/studienfinder.html Weitere Studienregister: Studiensuche in der Onkologie | DKFZ – Krebsinformationsdienst: www.krebsinformationsdienst.de/ fachkreise/ressourcen-center/ studiensuche

Grundsätzlich gilt: Patientinnen und Patienten sollten die Suche nach einer passenden klinischen Studie immer gemeinsam mit ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten beginnen. In öffentlichen Studienregistern können sie sehen, welche klinischen Studien aktuell in Deutschland durchgeführt werden. Dazu gehört seit Kurzem auch der sich im Aufbau befindende Studienfinder des NCT in Kooperation mit dem Krebsinformationsdienst. Interessierte können sich dort in verständlicher Sprache über die am NCT laufenden Studien informieren – zum Beispiel über die Krebsart der Studie, ihr Ziel, den Ort und die Art der Durchführung sowie die Einund Ausschlusskriterien. 

Fortschritte in Diagnostik und Therapie führen dazu, dass immer mehr Menschen länger mit Krebs leben können. Wissenschaftliche Erkenntnisse über biologische Mechanismen von Krebserkrankungen bilden die Grundlage für innovative Forschungsansätze, insbesondere in der Immuntherapie. Bei Amgen bildet das Prinzip „Biology first“ die Grundlage für neue Therapieoptionen. Dabei gilt es zuerst, biologische Mechanismen und Prozesse von Erkrankungen möglichst genau zu verstehen. Auf dieser Basis werden wissenschaftliche Hypothesen entwickelt und daraus neue therapeutische Ansätze, insbesondere für schwer behandelbare Tumorerkrankungen, abgeleitet. Ein Beispiel ist das kleinzellige Lungenkarzinom (Small Cell Lung Cancer, SCLC). Charakteristisch hierfür sind ein rasches Tumorwachstum, frühe Metastasierung und die Tatsache, dass die Erkrankung häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wird. Hinzu kommt, dass das SCLC zwar oft zunächst gut auf eine Behandlung anspricht, Rückfälle und

spezifische Merkmal einer Krebsart erkennt und der T-Zelle damit hilft, die Tumorzelle gezielt zu zerstören.

© Amgen GmbH

Werbebeitrag – Forschungsporträt

Fortschritt beginnt mit Forschung

BiTE® Moleküle können T-Zellen gezielt gegen Krebszellen zu deren Zerstörung dirigieren.

Therapieresistenzen jedoch weiterhin eine zentrale Herausforderung darstellen. Bispezifisches Molekül Forschungsansätze bei Amgen gehen der Frage nach, warum und wie sich SCLC-Tumoren im Verlauf der Erkrankung verändern, um neue Perspektiven für eine gezielte Behandlung zu eröffnen. Doch der Weg von einer biologischen Erkenntnis bis zu einer möglichen medizinischen Innovation ist lang. Die von Amgen mitentwickelte

BiTE® (Bispecific T-cell Engager) Technologie veranschaulicht, wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen ein innovatives Therapiekonzept entsteht. Ausgangspunkt war die Frage, wie sich die natürliche Fähigkeit von T-Zellen – spezialisierten Abwehrzellen des Immunsystems –, veränderte Zellen zu erkennen und zu zerstören, gezielt für die Bekämpfung von Krebs nutzen lässt. Daraus entstand die Idee eines bispezifischen Moleküls, das T-Zellen und Tumorzellen miteinander verbindet, dabei das jeweils

Grundlage innovativer Therapien Im Labor ist dieser Entwicklungsprozess hochkomplex. Die BiTE® Technologie wird seit mehr als drei Jahrzehnten von Amgen am Forschungsstandort in München bei unterschiedlichen Tumorarten weiterentwickelt und bildet die Grundlage innovativer Therapien. Für Menschen mit Krebs sind solche Fortschritte weit mehr als wissenschaftliche Meilensteine. Sie schaffen neue Perspektiven, verbessern die Lebensqualität und ermöglichen gezieltere Behandlungsansätze. Gerade bei Tumorerkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf zeigt sich, wie entscheidend ein vertieftes Verständnis der Krankheitsbiologie für die Entwicklung künftiger Innovationen ist. Die Herausforderungen bleiben groß – aber ebenso die Chancen, aus neuen Erkenntnissen langfristig bessere Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene abzuleiten. www.amgen.de

Weitere Informationen unter  www.gesundheit-wissen.net

Deutschland lediglich 33 – und dies trotz gleicher gesetzlicher Vorgaben. Warum? Aufgrund juristischer Hürden dauert es oft Monate oder gar Jahre, bis eine klinische Studie startet. Hinzu kommt, dass es bei uns unterschiedliche Ethikkommissionen gibt, da Gesundheit Ländersache ist und außerdem verschiedene Behörden auf Bundesebene am Prozess beteiligt sind. Positiv zu bewerten ist eine seit Sommer 2025 eingerichtete zentrale Ethikkommission. Sie soll die Genehmigung für besonders innovative und komplexe Studien beschleunigen.


Leben mit Krebs

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Ist die Tastuntersuchung noch zeitgemäß? PROSTATAKREBS | VON TOBIAS LEMSER

Tumoren der Prostata sind in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Doch obwohl Prostatakrebs weit verbreitet ist, wird er oft erst spät entdeckt. Eine frühzeitige und präzise Diagnostik ist daher entscheidend. Doch welche Untersuchungsmethode liefert die aussagekräftigsten Ergebnisse? Dass Männer urologische Arzttermine gerne aufschieben, ist nichts Neues. „Das mache ich nächstes Jahr!“ oder „Ich habe doch keine Beschwerden“ sind typische Ausreden, obwohl eine Vorsorgeuntersuchung ab einem gewissen Alter sinnvoll ist. Denn je früher der Tumor entdeckt wird, desto besser die Behandlungsoptionen und günstiger die Heilungschancen. Lebensrettende Früherkennung Das Tückische an Prostatakrebs: Im frühen Stadium sind die Symptome zumeist unspezifisch. Erst später können Schmerzen beim Wasserlassen oder Samenerguss auftreten. Auch bei einem abgeschwächten Harnstrahl oder Erektionsproblemen ist eine urologische Untersuchung ratsam. Das Gute: Laut dem Zentrum für Krebsregisterdaten sind zehn Jahre nach der Diagnose noch rund 89 Prozent der Betroffenen am Leben. Dazu tragen vor allem die verbesserte Früherkennung, moderne diagnostische Verfahren und individuell angepasste Therapiekonzepte bei.

PSA besser als Abtasten Wie Prostatakrebs entsteht, ist weitgehend unbekannt. Jedoch weiß man, dass das individuelle Risiko unter anderem von der familiären Vorgeschichte abhängt. Um die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, gibt es das jährliche Früherkennungsprogramm für Männer ab 45, das neben einer Befragung auch die Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane und der Lymphknoten umfasst. Hinzu kommt die sogenannte digital-rektale Tastuntersuchung, bei der vom Enddarm aus mit dem Finger mögliche Veränderungen aufgespürt werden. Doch die Aussagekraft dieser Untersuchung ist begrenzt. Denn laut einer großen, bereits im Jahr 2023 veröffentlichten Studie lassen sich so nur rund 14 Prozent der Prostatatumoren ertasten, die mithilfe des PSA-Tests im Blut entdeckt wurden. PSA steht für das prostataspezifische Antigen. Ein erhöhter Wert kann auf Prostatakrebs hinweisen. „Die Tastuntersuchung führt sowohl zu inakzeptabel vielen falsch-negativen Befunden als auch zu falsch-positiven Befunden“, heißt es in der daraufhin im vergangenen Jahr neu verfassten Leitlinie zum Prostatakarzinom. „Wir sollten eine risikoadaptierte, bevölkerungsweite Einführung vorbereiten, die bei abklärungsbedürftigen Befunden die Möglichkeit einer MRT-Untersuchung beinhaltet“, empfiehlt

Prof. Dr. Rudolf Kaaks, Leiter der Abteilung Epidemiologie von Krebserkrankungen am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Biopsie und Genexpressionstests Zusätzlich kann die multiparametrische MRT (mpMRT) neben anatomischen Veränderungen auch funktionelle Eigenschaften des Gewebes sichtbar machen – etwa eine erhöhte Zell- oder Gefäßdichte. Durch die Kombination verschiedener Aufnahmen lassen sich Rückschlüsse auf unterschiedliche Gewebeeigenschaften ziehen. Ist der Tumor mithilfe bildgebender Verfahren nicht eindeutig zu beurteilen, kann eine Prostatabiopsie weiteren Aufschluss geben. Diese feingewebliche Untersuchung liefert Informationen über das Stadium, die Ausbreitung und die Aggressivität des Tumors. Noch einen Schritt weiter geht die Diagnostik auf molekularer Ebene – etwa mittels sogenannter Gen­ expressionstests. Diese zeigen an, welche Gene in den Tumorzellen besonders aktiv sind. So können die biologischen Eigenschaften des Tumors genauer charakterisiert und Risiken besser eingeschätzt werden. Denn je genauer ein Tumor bekannt ist, desto individueller und gezielter lässt sich die Therapie auf seine Eigenschaften abstimmen. 

Advertorial

Prostatakrebs: Lebensqualität im Blick Viele Männer suchen erst dann eine urologische Praxis auf wenn Beschwerden auftreten. Doch Prostatakrebs verursacht gerade in frühen Stadien oft keine Symptome. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können deshalb helfen, eine Erkrankung frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig wichtige Entscheidungen zu treffen. Eine Diagnose bedeutet heute nicht automatisch, dass sofort operiert oder bestrahlt werden muss. Bei manchen Patienten kann eine sogenannte Aktive Überwachung (Active Surveillance) infrage kommen. Dabei wird der Tumor regelmäßig kontrolliert, ohne dass eine unmittelbare Behandlung erfolgt. Doch wie lässt sich das persönliche Risiko besser einschätzen? Welche Fragen bleiben trotz PSA-Wert, MRT und Biopsie offen? Und können zusätzliche dia­ gnostische Verfahren, etwa Biomarker oder molekulare Tests, bei der Entscheidungsfindung unterstützen? Im Interview erklärt Prof. Dr. med. Axel S. Merseburger*, Direktor der Klinik für Urologie am Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), die wichtigsten Aspekte zum Thema Lebensqualität unter Active Surveillance.

Jetzt komplettes Interview lesen und mehr über personalisierte Therapieoptionen erfahren. * Prof. Merseburger ist für Eurobio Scientific als Berater tätig.

https://eurobio-scientific.de/de/ prolaris/patienten


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Neue Chancen durch individuelle Behandlung PROSTATAKREBS-THERAPIE | VON TOBIAS LEMSER

Die Therapie von Prostatakarzinomen wird immer gezielter. Neben Operation und Strahlentherapie kann bei langsam wachsenden Tumoren eine engmaschige Überwachung das Mittel der Wahl sein. Für fortgeschrittene Erkrankungen bietet die Nuklearmedizin neue Optionen. Ein Beispiel ist die PSMA-Radioligandentherapie. Wer an Prostatakrebs erkrankt, steht vor der entscheidenden Frage nach der passenden Therapie, die den Krebs besiegen kann. Die gute Nachricht: In der Forschung hat sich zuletzt viel getan. Die Behandlung dieser Tumorart ist inzwischen vielfältiger und individueller – und damit auch erfolgversprechender denn je. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt nicht nur vom Tumorstadium, der Aggressivität des Tumors und dem Alter des Patienten, sondern auch von dessen allgemeinem Gesundheitszustand ab. Abwarten und überwachen Doch nicht immer ist eine sofortige Therapie notwendig: Wächst der Tumor langsam und ist das Risiko einer weiteren Ausbreitung gering, kann eine Active Surveillance, also eine engmaschige Überwachung, eine gute Option sein. Ist der Krebsherd dagegen lokal begrenzt, kommt vor allem eine radikale Operation oder eine Strahlentherapie infrage. Eine weitere therapeutische Möglichkeit bietet die Nuklearmedizin. Sie wird vor allem dann angewendet, wenn herkömmliche Behandlungen wie Operation und Chemotherapie nicht mehr ausreichend wirksam sind. Dabei wird eine radioaktive Substanz, die sich gezielt am Tumorgewebe anlagert, per Infusion in den Körper eingebracht. Durch die beim Zerfall entstehende Strahlung werden die Tumorzellen von innen heraus zerstört. Nuklearmedizinische Studie Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Universitätsklinikums des Saarlandes zeigt, dass die sogenannte PSMA-Radioligandenthe­ rapie (Prostata-spezifisches Membran-Antigen) auch bei schwer behandelbaren Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs wirksam ist. Bei dieser Therapie wird eine radioaktive Substanz zielgenau zu den Krebszellen im Körper gebracht. Für die Studie wurden die Therapiedosen bei 227 Patienten individuell an die Tumorlast, die Nierenfunktion und den Krankheitsverlauf angepasst. Bei mehr als der Hälfte der Patienten sank der sogenannte PSA-Wert im Verlauf um mindestens die Hälfte – das mittlere Gesamtüberleben lag bei 14,5 Monaten. Die Ergebnisse könnten die Therapieoptionen für Patienten erweitern, die für Standardtherapien bislang häufig nicht infrage kommen. Wichtig zu wissen: Unabhängig davon, welche Therapie zum Einsatz kommt, sind neben neuesten Ansätzen auch gut informierte Patienten von Bedeutung. Denn nur wer über seine Erkrankung und die verfügbaren Therapieoptionen Bescheid weiß, kann im Arztgespräch die richtigen Fragen stellen und gemeinsam mit der behandelnden Ärzteschaft eine dem aktuellen medizinischen Standard entsprechende Therapieentscheidung treffen. 

Und

Sie?

Kennen Sie die

Optionen? Metastasierter Prostatakrebs Informieren Sie sich unter: leben-mit-prostatakrebs.de/ behandlung Nuklearmedizinische Bildgebungs- und Therapieoptionen können das Leben von Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs verbessern.

W I E L ÄS S T S I C H P R O S TATA K R E B S T H E R A P I E R E N ?

• kontrolliertes Zuwarten (Watchful Waiting) • Aktive Überwachung (Active Surveillance) • Operation (radikale Prostatektomie) • Strahlentherapie, Brachytherapie, Protonenbestrahlung, Radiochirurgie • fokale Therapien: vaskuläre gezielte photodynamische Therapie (VPT), hochintensiver fokussierter Ultraschall (HIFU), Kryotherapie und Irreversible Elektroporation/NanoKnife (IRE) • Hormontherapie, Chemotherapie, Lutetium-Therapie, Immuntherapie • Komplementär- und Alternativmedizin Quelle: www.prostata-hilfe-deutschland.de/prostata-wissen/prostatakrebs-therapien; letzter Zugriff: 26.08.2026

Ein Service von Novartis Pharma GmbH, Nürnberg FA-11560995-1/Stand 08/2026


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Hoffnung durch Forschung PÄDIATRISCHE ONKOLOGIE | VON NADINE EFFERT

Krebs, diese Diagnose erhalten in Deutschland jedes Jahr rund 2.300 Kinder und Jugendliche. Eine Zahl, die trotz medizinischer Fortschritte nahezu konstant ist. Dank geeigneter Therapien können heute viele der jungen Patientinnen und Patienten überleben. Doch es gibt noch viel zu tun. Die Diagnose Krebs ist ein schwerer Schlag – vor allem wenn sie das eigene Kind betrifft. Mit einem Wimpernschlag wird das komplette Leben der Familie auf den Kopf gestellt. Ängste, Verzweiflung, Wut und Hilflosigkeit kommen auf. Und das nicht ohne Grund, denn Krebs ist bei Kindern und Jugendlichen noch immer eine der häufigsten Todesursachen in der Altersgruppe der unter 18-Jährigen. Zwei von zehn Erkrankten sterben daran. Am häufigsten sind Leukämien mit etwa 30 Prozent aller registrierten Erkrankungen, Tumoren des zentralen Nervensystems (ZNS – Gehirn und Rückenmark) machen 24 Prozent der Diagnosen aus, gefolgt von Krebserkrankungen des lymphatischen Z A H L Z U M S TAU N E N

> 50.000

So viele Survivors (Überlebende) leben nach Schätzungen des Deutschen Kinderkrebsregisters in Deutschland.

Gewebes mit 15 Prozent. Warum gerade Kinder und Jugendliche besonders häufig an Krebserkrankungen des Blutes leiden, ist unklar. Bei der häufigsten Form, der akuten lymphatischen Leukämie (ALL), an der jährlich rund 600 Kinder erkranken, reichen mögliche Ursachen von genetischen Veränderungen vor der Geburt über vererbte oder spontane Mutationen in jungen Jahren bis hin zu Infektionen. Bessere Heilungschancen Die medizinischen Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte haben die Prognose für Erkrankte deutlich verbessert. In den 1950er- und 1960erJahren galt eine Krebserkrankung im Kindesund Jugendalter nahezu als Todesurteil: Damals konnten nur etwa 10 bis 20 Prozent der Betroffenen geheilt werden. Heute überleben laut dem Deutschen Kinderkrebsregister 85 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen ihre Krebserkrankung mindestens 15 Jahre. Bei der ALL liegen die Heilungschancen sogar bei neun von zehn Patientinnen und Patienten. „Jedes Kind, das geheilt werden kann, stimmt uns glücklich und macht deutlich, dass unsere Anstrengungen im Kampf gegen den Kinderkrebs wirken. Unser Ziel ist, dass in Zukunft noch mehr Kinder geheilt werden können sowie Nebenwirkungen und Spätfolgen der Therapien reduziert werden“, sagt Martin Spranck, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Kinderkrebsstiftung, in einer Pressemitteilung. Weiterer Forschungsbedarf Für eine weitere Verbesserung der Situation krebskranker Kinder läuft die Forschung auf Hochtouren. So wird etwa am HoppKindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) eine

SCHON GEWUS ST ?

Krankheitsbilder, Ursachen, Diagnostik und Therapien: www.kinderkrebsinfo.de bietet in vier Sprachen umfassende, wissenschaftlich fundierte und qualitätsgesicherte Informationen zu Blut- und Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter.

klinische Studie vorbereitet, in der voraussichtlich ab dem kommenden Jahr 18 Jugendliche mit metastasiertem Nierentumor mit einer neuen, zielgerichteten T-Zelltherapie behandelt werden sollen. Ein weiteres aktuelles Beispiel ist die RCSI University of Medicine and Health Sciences in Dublin, wo im Rahmen einer Pilotstudie ein neuartiger mRNA-Impfstoff gegen Neuroblastome, also bösartige Tumoren des sympathischen Nervensystems, entwickelt wird. Fest steht: Trotz aller Erfolge gibt es noch viel Handlungsbedarf – vor allem bei Tumoren, die vorwiegend im Kindes- und Jugendalter auftreten. Ein weiteres Problem ist, dass Standardtherapien bei einem Rückfall oft nicht mehr wirken. Längst sind nicht alle Fragen rund um Krebs im Kindes- und Jugendalter beantwortet. „Gerade deshalb ist es umso wichtiger, die Forschung in der pädiatrischen Onkologie konsequent weiter voranzutreiben. Nur durch stetige wissenschaftliche Fortschritte können wir die Situation vieler krebskranker Kinder entscheidend verbessern“, resümiert Spranck. 

Advertorial

Kinderonkologische Forschung am Wendepunkt Da Kinderkrebs selten ist, forscht die Pharmaindustrie nur unzureichend. Die im Jahr 1994 von betroffenen Eltern gegründete Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder setzt sich daher gemeinnützig für die kinderonkologische Forschung ein. Rund 2.300 Kinder und Jugendliche erkranken in Deutschland jährlich neu an Krebs. Etwa 85 Prozent von ihnen überleben. Doch selbst die Überlebenden tragen oft die Last der Therapie ein Leben lang: Wachstumsstörungen, Organschäden, kognitive Einschränkungen, aber auch Zweittumoren können durch die heute eingesetzten aggressiven Standardtherapien entstehen, die nicht zwischen Krebs- und gesunden Zellen unterscheiden.

Angriffspunkte identifizieren

Im Dr. Petra Joh-Forschungshaus forschen bis zu 60 Wissenschaftler:innen in direkter Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt. Immun- und Gentherapien, personalisierte Therapien versprechen enormes Potenzial für die Entwicklung effektiverer und schonenderer Therapien. Das Institut für

Experimentelle Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (EPHO) unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Heckl setzt genau hier an: In drei Arbeitsgruppen wird an Krebsformen mit noch schlechten Pro­ gnosen geforscht, wie an der akuten myeloischen Leukämie oder soliden Tumoren. Sein Ansatz: die molekularen Überlebensmechanismen der Krebszellen verstehen und präzise Angriffspunkte identifizieren, die Krebszellen zuverlässig eliminieren können. Die EPHO ist exzellent aufgestellt, um dieses Momentum zu nutzen. Die Frankfurter Stiftung sichert diese Forschung – unabhängig, langfristig und mit einer klaren Vision: Kein Kind soll mehr an Krebs sterben.

M E H R I N F O R M AT I O N E N

Forschen hilft heilen – helfen Sie forschen: Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder info@kinderkrebsstiftung-frankfurt.de

www.kinderkrebsstiftungfrankfurt.de


Lebensqualität bis zuletzt

9 M E H R I N F O R M AT I O N E N

Palliative Versorgung bedeutet weit mehr als nur Schmerztherapie: Sie zielt darauf ab, das Wohlbefinden zu erhalten, Ängste zu lindern und schwerkranke Menschen sowie ihre Angehörigen zu begleiten. Entscheidend ist dabei, möglichst früh über die Möglichkeiten der palliativen Versorgung zu sprechen. Die Palliativmedizin nimmt angesichts unserer alternden Gesellschaft und der zunehmenden Zahl chronisch und unheilbar erkrankter Menschen eine immer wichtigere Rolle ein. Was vielen nicht bekannt ist: Das Ziel der Palliativmedizin besteht nicht darin, die Lebenszeit maximal auszudehnen. Vielmehr geht es darum, etwa bei einer nicht kurierbaren Tumorerkrankung, die Lebensqualität so hoch wie möglich zu halten. Hierbei gilt es, Schmerzen und weitere belastende Beschwerden zu lindern sowie Ängste und Sorgen aufzufangen. Zudem soll die Palliativmedizin Betroffene und ihre Angehörigen in dieser schwierigen Lebensphase bestmöglich begleiten – sei es zu Hause, in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern oder Hospizen. Palliative Pflege zu Hause Was auffällt: Im Gegensatz zu früheren Jahren ist ein plötzlicher, unerwarteter Tod, etwa durch einen Unfall oder eine kurze Krankheit, seltener geworden. Für die meisten Menschen kündigt sich das Sterben langsam an. Das bedeutet, sich bewusst mit dem Lebensende zu beschäftigen und Vorbereitungen zu treffen, wo dieses stattfinden soll. Je nach Umfrage wünschen sich bis zu 80 Prozent der Befragten, zu Hause zu sterben. „Hier können wir uns emotional zeigen und müssen kaum Rücksicht auf Fremde nehmen. Es

ist der Bereich, den die Gesellschaft dem Individuum überlässt und der durch Intimität, emotionale Fürsorge, selbstbestimmte Gestaltung und Eigenkontrolle gekennzeichnet ist“, sagt Gregor Sattelberger, Leiter des ambulanten Bereichs beim Christophorus Hospiz Verein München. Studie deckt Defizite auf Das Problem dabei ist jedoch: Wie Untersuchungen der Krankenkassen ergaben, erhalten bis zu 30 Prozent der Krebspatientinnen und -patienten in den letzten beiden Wochen ihres Lebens noch eine Tumortherapie. Diese

Circa 140.000 Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich für schwerstkranke Menschen. „überengagierte Versorgung“ am Lebensende führt dazu, dass viele Menschen im Krankenhaus sterben, obwohl sie sich das anders wünschen. Hinzu kommt: Obwohl die Palliativversorgung in Deutschland zwar im internationalen Vergleich als gut empfunden wird, ist der Informationsfluss zum Versorgungsangebot jedoch oft lückenhaft. Deshalb erhalten viele Betroffene erst spät Zugang zu den unter anderem rund 1.500 ambulanten Hospizdiensten. Eine Arbeitsgruppe aus Ontario in Kanada hat sich genau mit dieser Problematik beschäftigt und vor knapp zwei Jahren eine Studie in der

Wegweiser Hospiz- und Palliativ­ versorgung: www.wegweiser-hospizpalliativmedizin.de/de AOK-Palliativwegweiser: www.aok.de/pk/palliativwegweiser Krebsinformationsdienst: www.krebsinformationsdienst.de/ adressen-und-links/palliativmedizin

Fachzeitschrift „JAMA Network Open“ veröffentlicht. Ziel der Autoren war es, den Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt der Palliativversorgung und der Einleitung einer intensiven medizinischen Behandlung in der letzten Lebensphase zu untersuchen. In die Untersuchung wurden Daten von 8.297 verstorbenen Patientinnen mit Ovarialkarzinom eingeschlossen. Zeitnahe Versorgung wichtig Die Ergebnisse dieser Kohortenstudie zeigen, dass eine zeitnahe Versorgung wichtig ist. Eine frühe Integration von Palliativmedizin ist mit einer weniger intensiven medizinischen Therapie verbunden als eine erst drei Monate oder weniger vor dem Lebensende einsetzende palliativmedizinische Betreuung. Die Autoren kommen daher zu dem Schluss, dass Strategien implementiert werden sollten, die eine frühe Palliativversorgung ermöglichen. So können die Lebens- und Versorgungsqualität sowie die Nutzung von Gesundheitsressourcen am Lebensende optimiert werden. Hierbei können auch telemedizinische Optionen in Betracht gezogen werden, die sich in Studien als ebenso wirksam erwiesen haben wie eine persönliche Betreuung vor Ort. 

Eine Krebsdiagnose verändert vieles – sowohl für die Betroffenen, als auch für ihre Angehörigen. Gerade in der letzten Lebensphase brauchen Menschen einfühlsame Begleitung, die ihre Würde und Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt. Der ASB steht dabei schwerstkranken Menschen in dieser Zeit zur Seite. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat sich genau diesem Anspruch verschrieben und unterstützt Menschen in ihrer letzten Lebensphase mit einem professionellen Angebot aus Beratung, palliativer und hospizlicher Versorgung. Schwerstkranke Menschen jeden Alters sowie ihre An- und Zugehörigen finden durch diese Unterstützung Sicherheit, Entlastung und Lebensqualität – unabhängig von der Grunderkrankung.

Wunscherfüllern begleiten die Fahrgäste mit ihren Angehörigen dabei in dem speziell ausgestatteten ASBWünschewagen zu ihrem ganz persönlichen Sehnsuchtsort. Das Wunschziel bleibt dabei ganz dem Fahrgast überlassen: Ob zum Wiedersehen mit der Familie, zum An 23 Standorten begleiten die ASB-Wünschewagen Spiel des Lieblingsvereins Menschen an ihr Wunschziel. oder noch einmal an einen besonderen Ort aus der Wenn Wünsche Kraft geben eigenen Lebensgeschichte zu reisen Ein besonderes Angebot für Menschen in – jede Wunschfahrt erzählt ihre ganz ihrer letzten Lebensphase ist der Wün- eigene Geschichte. schewagen des ASB. Bundesweit erfüllen die ASB-Wünschewagen schwerst- Seit dem Start des ersten ASB-Wünkranken Menschen einen individuellen schewagens im Jahr 2014 wurden Wunsch. Qualifizierte ehrenamtliche bundesweit bereits über 8.800 Teams aus Wunscherfüllerinnen und letzte Wünsche erfüllt. Mit den © Barbara Bechtloff

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Gut begleitet in der letzten Lebensphase Wunschfahrten ermöglicht der ASB wertvolle Augenblicke und schafft Erinnerungen, die bleiben. JETZ T UNTERSTÜTZEN

Die Wünsche der Fahrgäste werden kostenfrei erfüllt, da der ASB-Wünschewagen durch Spenden finanziert wird. Helfen Sie mit, diese besonderen Fahrten auch in Zukunft möglich zu machen.

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PALLIATIVMEDIZIN | VON TOBIAS LEMSER


Gesundheitskompetenz stärken

Leben mit Krebs

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AUFKLÄRUNG | VON MARK KRÜGER

Aufklärungsarbeit ist nicht nur wichtig, sondern unverzichtbar. Sie befähigt Menschen, fundierte Entscheidungen in den Bereichen Prävention, Früherkennung und Behandlung zu treffen – was nachweislich Leben retten und die Lebensqualität verbessern kann.

Ab 50 Jahren wird Frauen alle zwei Jahre eine Mammografie zur Brustkrebs-Früherkennung empfohlen.

Nutzen von Vorsorgeprogrammen Und diese ist elementar wichtig – beispielsweise wenn es um das Thema Vorsorge geht. „Eine geringe Gesundheitskompetenz führt dazu, dass

Viele Menschen machen von den angebotenen Vorsorgeprogrammen keinen Gebrauch. Vorsorgeangebote wie Krebs-Screenings nicht ausreichend genutzt werden. Wer den Nutzen solcher Untersuchungen nicht versteht, verzichtet oft darauf – dabei können sie gerade bei

iStock / peakSTOCK

Krebs ist und bleibt eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Viele dieser Fälle wären vermeidbar – durch Prävention sowie frühzeitige Erkennung und somit rechtzeitige Behandlung. Eine fundierte Aufklärung über Risikofaktoren, Warnsignale und vor allem über die verfügbaren Früherkennungsangebote ist daher eine zentrale Waffe im Kampf gegen die heimtückische Krankheit und trägt zu einer hohen Gesundheitskompetenz bei.

Krebs entscheidend sein“, erklärt DAK-Gesundheit-Vorstandschef Andreas Storm im November 2025 anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse. Besonders deutlich zeigt sich die Auswirkung beim Darmkrebs: Seit Einführung der Vorsorgekoloskopie im Jahr 2002 sank die Sterblichkeit bei über 50-Jährigen um 46 Prozent. Aktuell ist die Frage interessant, wie das neue seit April 2026 laufende bundesweite Früherkennungsprogramm für Lungenkrebs für Hochrisikogruppen angenommen und sich langfristig auf die Sterblichkeit auswirken wird. Die dritthäufigste Krebsart in Deutschland lässt sich inzwischen, wenn sie frühzeitig diagnostiziert wird, gut behandeln.

Nachholbedarf bei Vorsorge Trotz der breiten Verfügbarkeit von Vorsorgeleistungen nehmen noch immer zu wenige Menschen in Deutschland diese Angebote wahr: Zur Krebsvorsorge gehen laut Umfrage 63 Prozent. Dabei engagieren Frauen sich stärker für ihre Gesundheit als Männer. So nehmen 77 Prozent der Frauen, aber nur 49 Prozent der Männer Krebsvorsorgeuntersuchungen in Anspruch. Was sind mögliche Gründe? Beispielsweise können Angst vor der Diagnose, fehlendes Wissen, zeitliche Hürden oder auch die Unterschätzung des persönlichen Risikos eine Rolle spielen. Das bedeutet: Es braucht noch mehr Aufklärung, um mit Vorurteilen aufzuräumen und das Bewusstsein dafür zu schaffen, dass

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Onkologie im Wandel Wissenswertes zu Lymphomen und Leukämien Krebserkrankungen werfen viele Fragen auf. Doch die Fortschritte der Forschung geben Hoffnung. Denn gerade bei der Behandlung von Lymphomen und Leukämien hat sich in den letzten Jahren viel getan.

Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie hier – informativ und verständlich aufbereitet.

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Aber was unterscheidet ein Lymphom von einer Leukämie? Welche Möglichkeiten bietet die moderne Medizin? Wie funktionieren diese Therapien in der Praxis? Gilead Sciences GmbH Fraunhoferstraße 17, 82152 Martinsried b. München, Deutschland, Tel.: 089 899 8900, info.germany@gilead.com, www.gileadsciences.de

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SELBSTHILFE

Selbsthilfegruppen geben Betroffenen und Angehörigen Halt in allen Krankheitsphasen: Sie teilen Erfahrungen, beantworten Fragen, vertreten die Interessen von Patientinnen und Patienten in Politik und Öffentlichkeit und bieten durch gemeinsame Aktivitäten Ablenkung. Immer mehr Selbsthilfegruppen arbeiten auch online und ermöglichen Betroffenen jederzeit Zugang zu Informationen, geben Tipps und Hilfestellungen. Eine allgemeine Suchmöglichkeit bietet beispielsweise die NAKOS (www.nakos.de): Die Abkürzung NAKOS steht für die Nationale Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen. Sie ist die bundesweite Aufklärungs-, Service- und Netzwerkeinrichtung der Selbsthilfe und leistet generelle Aufklärungsarbeit über Möglichkeiten der Selbsthilfe für Betroffene und Angehörige. Anlaufstellen: Frauenselbsthilfe Krebs – Bundesverband e. V. www.frauenselbsthilfe.de „Männertreff“ des Projekts „Gut gegen Kopfkino“ www.gutgegenkopfkino.de Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs https://junge-erwachsene-mit-krebs.de https://yeswecan-cer.org Pathly www.pathly.app

Frauen

Brustdrüsen

Lunge

10,4 %

10,3 %

malignes Melanom der Haut

Gebärmutterkörper

Bauchspeicheldrüse

5,4 %

Männer

Darm

31,1 %

Prostata

4,6 %

Lunge

4,1 %

Darm

28,8 %

12,1 %

10,9 %

malignes Melanom der Haut

Harnblase

Bauchspeicheldrüse

5,2 %

4,7 %

3,6 %

Quelle: https://www.gbe.rki.de/SharedDocs/Publikationen/DE/RKI-2025-Krebs-in-Deutschland.html; letzter Zugriff: 08.09.2026

Lungenkrebs trifft auch Nichtrauchende Seit Kurzem gibt es ein Lungenkrebs-Screening für Menschen, die viel geraucht haben – ein wichtiger Fortschritt. Doch es erreicht nicht alle: 15 bis 20 Prozent der Betroffenen haben nie geraucht. Bei ihnen vergeht oft viel Zeit bis zur Diagnose, weil typische Beschwerden anders gedeutet werden. Deshalb gilt: Anhaltender Husten, Atemnot, wiederkehrende Infekte, Müdigkeit oder Schmerzen im Brustkorb sollten ärztlich abgeklärt werden – auch ohne bekanntes Risikoprofil.

© Boehringer Ingelheim

Ebenso wichtig können andere Fachleute sein, die zum Beispiel bei sozialrechtlichen Fragen beraten oder bei der Verarbeitung der Krankheit psychologisch unterstützen. Als sehr hilfreich für den alltäglichen Umgang mit der Erkrankung erachten viele Patientinnen und Patienten auch den Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen. Hier geht es auch darum, die Krankheit zu enttabuisieren, Vorurteile abzubauen und Menschen mit Krebs aus der Isolation zu holen. 

Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebs­ neuerkrankungen in Deutschland 2023

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Wissen, das zählt Hier setzt die gezielte, zielgruppengerechte Aufklärungsarbeit an, die in Deutschland unter anderem von zentralen Informationsdiensten und Forschungseinrichtungen, gemeinnützigen Organisationen und Fachgesellschaften sowie den Pharmaunternehmen geleistet wird. Dabei geht es natürlich auch um die Vermittlung von Wissen im Krankheitsfall. Was passiert im Körper bei Krebs? Welche Therapieoptionen gibt es? Welche vielversprechenden neuen Behandlungsansätze stehen zur Verfügung? Wo erhalte ich die beste Behandlung? Wie gehe ich mit Nebenwirkungen um? Wo bekomme ich psychologische Unterstützung? Welche Hilfsangebote gibt es? Für viele Krebserkrankte ist nicht nur die bestmögliche medizinische Behandlung von großer Bedeutung.

Weitere Informationen unter  www.gesundheit-wissen.net

Krebs in der Regel eben nicht von allein verschwindet, sondern ohne medizinische Behandlung fortschreitet.

seine Beschwerden ernst nimmt und seinen Biomarkerstatus kennt, ebnet den Weg zu einer frühen Diagnose und bestmöglichen Behandlung.

Nach einer Diagnose lohnt sich ein Blick auf die Genetik des Tumors: Bei Nichtrauchenden liegen häufig Mutationen vor, die das Wachstum des Tumors antreiben und gezielt behandelt werden können – oft mit besserer Prognose. Fragen Sie deshalb nach Ihrem Biomarkerstatus.

QR-Code scannen und mehr über Lungen­krebs bei Nichtrauchenden erfahren.

Wichtig zu wissen: Lungenkrebs ist keine reine Raucherkrankheit. Wer

Referenz: Schüler, A., Bösl, T.: Lungenkrebs bei Nichtraucher:innen. Forum (2026). https://doi.org/10.1007/s12312-026-01585-8


Rund 75.000

35 Millionen

Frauen erhalten in Deutschland jedes Jahr die Diagnose Brust­ krebs. Damit ist diese Krebsart weiterhin die häufigste Tumor­ krankung bei Frauen.

jährliche Neuerkrankungen soll es weltweit bis 2050 geben: eine nahezu Verdopplung der SCHON GEWUSST? Brustkrebsdiagnosen. Quelle: World Health Organization (WHO), Global Status Report on Cancer 2026

Quellen: Zentrum für Krebsregisterdaten, Deutsches Krebsregister (Stand: 2023)

770 Männer

80 Prozent

erhalten jährlich die Diagnose Brustkrebs. Damit ist diese Krebsart bei ihnen zwar selten, aber nicht ausgeschlossen.

der Brustkrebserkrankungen treten bei Frauen auf, bei denen außer Alter und Geschlecht keine spezifischen Risiko­faktoren bekannt sind.

Quelle: Zentrum für Krebsregisterdaten (Stand: 2023)

Quelle: World Health Organization (WHO), Breast cancer: Key Facts (Stand: 2024)

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Akte Leben – der Podcast Fünf Geschichten über Brustkrebs – persönlich, journalistisch erzählt und medizinisch fundiert. Das ist der erste Podcast von Pink Ribbon Deutschland. Jeden Samstag im Brustrkebs-Monat Oktober erscheint eine neue Folge. Eine Krebsdiagnose trifft einen Menschen – und verändert gleichzeitig das Leben vieler anderer. Partner:innen werden zu Pflegenden, Kinder müssen mit Ängsten umgehen, Freundschaften verändern sich, der Beruf gerät ins Wanken. Und auch für die Erkrankten selbst geht es plötzlich um weit mehr als um medizinische Befunde und Therapien: um Beziehungen, Selbstbild, Zukunftspläne, Ängste, Hoffnung und die Frage, wie das eigene Leben weitergeht. Genau dort setzt „Akte Leben. Der Pink Ribbon Podcast“ an. Zum Brustkrebsmonat Oktober startet Pink Ribbon Deutschland erstmalig eine fünfteilige Podcastreihe, in der Krebs nicht ausschließlich als medizinisches Thema betrachtet wird,

hat zugleich ihren Vater während dessen Krebserkrankung begleitet. Schauspielerin und Moderatorin Vanessa Eichholz verlor ihre Mutter an Brustkrebs und erlebte, wie sich ihre Rolle von der Tochter zur Pflegenden veränderte.

M E H R I N F O R M AT I O N E N

Pink Ribbon Deutschland schafft mehr Aufmerksamkeit für das Thema Brustkrebs, damit Vorsorgeuntersuchungen selbstverständlich werden. Dazu gehören einfache Maßnahmen wie das regelmäßige Abtasten der eigenen Brust – hinfühlen statt wegsehen. BrustkrebsFrüherkennung kann Leben retten.

Echte Geschichten

sondern als eine Erfahrung, die weit in das persönliche und gesellschaftliche Leben hineinreicht. Zwei Frauen, zwei Perspektiven

Moderiert wird „Akte Leben“ von Alexandra Kröber und Vanessa Eichholz. Beide verbindet mit dem Thema Krebs weit mehr als ihre professionelle Arbeit vor Kamera und Mikrofon. Die Journalistin, Coachin und Fernsehmoderatorin Alexandra Kröber ist selbst an Brustkrebs erkrankt und

Statistisch gesehen, erkrankt jede achte Frau in Deutschland im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs – im Jahr sind das über 75.000 Neuerkrankungen. Und doch steckt hinter jeder Diagnose eine ganz individuelle Erfahrung. Für jede Episode wird daher eine Betroffene im Studio zu Gast sein und von ihren Erlebnissen erzählen. Alexandra Kröber und Vanessa Eichholz führen durch die Geschichten. Expertinnen und Experten aus Medizin und weiteren Fachgebieten ordnen ein, erklären Zusammenhänge und geben konkrete Orientierung. Dabei geht es ausdrücklich auch um Fragen, die im medizinischen Alltag leicht zu kurz kommen: Wie verändert eine

Therapie das eigene Körpergefühl? Was kann ich selbst gegen Nebenwirkungen tun? Wo finde ich Informationen über klinische Studien? Wie lebt und arbeitet man mit Fatigue? So verbindet „Akte Leben“ persönliche Erfahrungen mit journalistischem Storytelling und fachlicher Expertise – offen, empathisch und ohne Tabus.

www.pinkribbon-deutschland.de


Präzision trifft moderne Therapie

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Kopfschmerzen, epileptische Anfälle oder Sehstörungen können die unterschiedlichsten Ursachen haben. In seltenen Fällen könnte dahinter jedoch auch ein Hirntumor stecken. Doch was heißt das, und wie kann so ein Tumor entstehen?

Zu den wenigen Risikofaktoren zählt eine vorausgegangene Bestrahlung. Hirntumoren können gut- und bösartige Geschwülste im Gehirn sein, die ihren Ursprung im Gehirn selbst haben (primäre Hirntumoren). Sie können sich jedoch auch aus Tumorzellen anderer von Krebs befallener Organe bilden. Brust-, Lungen- und Nierenkrebs sowie Melanome

gehören zu den bekanntesten Krebsarten, die zu sogenannten Hirnmetastasen (sekundären Hirntumoren) führen können. Biopsie schafft Klarheit In der Regel wird ein Hirntumor mittels MRT oder CT diagnostiziert. Je nach Fragestellung wird dabei eine Substanz in die Vene injiziert, durch die der Tumor besser sichtbar wird. Mithilfe verschiedener Sequenzen lassen sich so unterschiedliche Eigenschaften eines Tumors darstellen. Bleibt die Diagnose uneindeutig, liefert eine Biopsie gegebenenfalls genaueren Aufschluss. Abhängig davon, welcher Tumor vorliegt, wo er sitzt, wie groß er ist und wie aggressiv er wächst, gestaltet sich die anschließende Therapie. Ist der Tumor klein und wächst langsam, kann zunächst eine regelmäßige MRT-Kontrolle frei nach dem Motto „Watch and wait“ erfolgen. Innovative OP-Verfahren Sinnvoll ist eine Operation in der Regel dann, wenn der Tumor gut zugänglich ist und entfernt werden kann, ohne wichtige Hirnfunktionen erheblich zu gefährden. Konnte ein gutartiger Hirntumor durch eine Operation vollständig entfernt werden, ist eine Heilung zumeist möglich. Bei bösartigen Hirntumoren, an denen laut Deutschem Krebsforschungszentrum im Jahr 2020 etwa 7.300 Menschen erkrankten,

Ein Hirntumor ist eine Gewebeveränderung im Gehirn, die durch das unkontrollierte Wachstum von Zellen entsteht.

iStock / pondsaksit

Erkrankungen im Gehirn stellen Betroffene und Ärzteschaft oft vor große Herausforderungen. Besonders bei bösartigen Hirntumoren sind die Behandlungsoptionen bislang begrenzt. Doch innovative Verfahren wie die Laser Interstitial Thermal Therapy (LITT) eröffnen neue Möglichkeiten für eine präzise Behandlung.

kann eine möglichst vollständige Entfernung die Lebenserwartung verbessern, auch wenn eine Heilung meist nicht möglich ist. Doch auch wenn der Tumor schwer erreichbar ist, kommt eine Operation infrage – dank der Laser Interstitial Thermal Therapy (LITT), einem innovativen minimalinvasiven Verfahren. Bei dieser Operationsvariante wird unter MRT-Kontrolle eine feine Lasersonde präzise in den Tumor eingeführt. Durch gezielte Wärmeentwicklung wird das Tumorgewebe zerstört, während das umliegende gesunde Hirngewebe möglichst geschont wird. 

Der Welthirntumortag macht jedes Jahr auf die Situation von Menschen aufmerksam, die mit einem Hirntumor leben. Allein in Deutschland erhalten jedes Jahr Tausende Menschen diese Diagnose. Besonders das Glioblastom gilt als einer der aggressivsten Hirntumoren und stellt Betroffene, Angehörige sowie behandelnde Ärztinnen und Ärzte vor enorme Herausforderungen.

aktuelle Studie, veröffentlicht in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communications“, konnte in einem randomisierten klinischen Studiendesign erstmals zeigen, dass die Kombination aus minimalinvasiver Lasertherapie und Immuntherapie die Überlebenszeit von Patientinnen und Patienten mit wiederkehrenden hochgradigen Hirntumoren deutlich verlängern kann.

Gleichzeitig zeigt die medizinische Forschung immer wieder neue Wege auf, um die Behandlungsmöglichkeiten weiter zu verbessern: Eine

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

© Julian Huke Photography

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Neue Hoffnung bei Hirntumoren

Prof. Dr. Michael Sabel und Prof. Dr. Marion Rapp

• medianes Gesamtüberleben 11,8 statt 5,2 Monate • 18-Monats-Überleben: 42 Prozent statt 0 Prozent • l ängeres progressionsfreies Überleben • h öhere Ansprechrate auf die Behandlung. Minimalinvasives Verfahren

Die Laser Interstitial Thermal Therapy (LITT) ist ein modernes, minimalinvasives Verfahren, bei dem Tumorgewebe unter MRT-Kontrolle gezielt mittels Laserenergie behandelt wird.

Forschende gehen davon aus, dass die Therapie zusätzlich die körpereigene Immunantwort aktiviert und dadurch die Wirksamkeit einer Immuntherapie verbessern kann. Die Beta Klinik Bonn gehört zu den erfahrensten Zentren Europas für die Anwendung der Laser Interstitial Thermal Therapy bei Hirntumoren und pharmakoresistenter Epilepsie und verfolgt die neuesten Entwicklungen zu diesem Thema. Wachoperationen

Ein weiterer Schwerpunkt der Neurochirurgen sind funktionserhaltende Operationen: Wachoperationen mit intraoperativem Mapping, 5-ALA-Fluoreszenz (Gliome) und Fluoreszin (Metastasen) für maximale Sicherheit bei bester Schonung gesunden Gewebes.

Bedürfnisse zu behandeln und zu betreuen. „Wir betrachten unsere Patientinnen und Patienten, ihre Erkrankung und ihr Umfeld individuell“, erläutert Prof. Sabel. „Wir orientieren uns nicht am Behandlungsstandard, sondern am wissenschaftlich basierten Machbaren. Leitlinie ist immer die Balance zwischen Lebensverlängerung und Lebensqualität.“ Dabei reicht die Versorgung weit über die Therapie hinaus: „Mit psychoonkologischer Betreuung, Ernährungsberatung und neurokognitivem Training begleiten wir unsere Patientinnen und Patienten auf dem Weg zurück in den Alltag“, so Prof. Rapp.

Menschlich, individuell, ganzheitlich

In der Beta Klinik Bonn legen die Fachärzte Prof. Dr. Michael Sabel und Prof. Dr. Marion Rapp großen Wert darauf, jeden ihnen anvertrauten Menschen gemäß seinen persönlichen

www.betaklinik.de/ fachrichtungen/zentrumneuroonkologische-neurochirurgie

Weitere Informationen unter  www.gesundheit-wissen.net

HIRNTUMOREN | VON TOBIAS LEMSER


Leben mit Krebs

14 KOMMENTAR

Anlass zu Optimismus Noch gibt es keine Wunderpille gegen die heimtückische Krankheit mit den vielen Gesichtern. Doch dank verbesser ter Diagnostik, neuer Therapien und unermüdlichem wissenschaftlichem Engagement steigen die Chancen auf Heilung. Ob künstliche Antikörper, die unser Immunsystem gegen den Tumor aktivieren, Bluttests, die Krebszellen sichtbar machen, oder künstliche Intelligenz (KI) als strategischer Partner bei der Diagnosestellung –

heute steht ein ganzes Arsenal an innovativen Therapien und Verfahren zur Verfügung, die den Weg für eine zielgerichtete, personalisierte Krebsbehandlung weiter ebnen. Das größte Potenzial für Verbesserungen schlummert jedoch in der Vorsorge. Minimieren Sie also Ihr persönliches Risiko, indem Sie stets einen gesunden Lebensstil pflegen, sodass Sie die moderne Medizin erst gar nicht in Anspruch nehmen müssen!

Nadine Effert Chefredakteurin

IMPRESSUM

Projektmanagement Laura Colantuono, aura.colantuono@reflex-media.net Redaktion Nadine Effert, Mark Krüger, Tobias Lemser Layout Silke Schneider, grafik@reflex-media.net Fotos iStock / Getty Images, Coverbild iStock / Giuseppe Ramos Druck Badische Neueste Nachrichten Badendruck GmbH V.i.S.d.P. Redaktionelle Inhalte Nadine Effert, redaktion@reflexmedia.net Weitere Informationen Pit Grundmann, pit.grundmann@reflexmedia.net, Reflex Verlag GmbH, Hackescher Markt 2–3, D-10178 Berlin, T +49 (0)30 / 200 8949 0, www.reflex-media.net Diese Publikation des Reflex Verlages erscheint am 21. September 2026 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der ­Reflex Verlag und die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH sind rechtlich getrennte und redaktionell unabhängige Unternehmen. Inhalte von Werbebeiträgen wie Unternehmens- und Produktporträts, Interviews, Advertorials, Anzeigen sowie Gastbeiträgen und Fokusinterviews geben die Meinung der beteiligten Unternehmen beziehungsweise Personen wieder. Die Redaktion ist für die Richtigkeit der Beiträge nicht verantwortlich. Die rechtliche Haftung liegt bei den jeweiligen Unternehmen.

J E T Z T S C AN N E N

Wir sind dabei

Unsere Ausgaben finden Sie auch auf unserem Wissensportal: www.portal-wissen.net

Deutsche Krebsgesellschaft e. V. 3 Kuno-Fischer-Straße 8 14057 Berlin www.krebsgesellschaft.de

Eurobio Scientific Service GmbH 6 Marie-Curie-Straße 1 53359 Rheinbach www.eurobio-scientific.de

BeOne Medicines Germany GmbH Theresienhöhe 12 80339 München https://beonemedicines.de

Novartis Pharma GmbH Sophie-Germain-Straße 10 90443 Nürnberg www.leben-mit-prostatakrebs.de

Amgen GmbH Riesstraße 24 80992 München www.amgen.de

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Frankfurter Stiftung für Krebskranke Kinder Komturstraße 3 a 60528 Frankfurt https://kinderkrebsstiftungfrankfurt.de

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Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. Sülzburgstraße 140 50937 Köln www.asb.de Gilead Sciences GmbH Fraunhoferstraße 17 82152 Martinsried bei München www.gilead.com/de-de

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Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG 11 Binger Straße 173 55218 Ingelheim am Rhein www.boehringer-ingelheim.com/de

Charity Communication GmbH & Co. KG 12 Weßlinger Straße 22 82234 Weßling www.pinkribbon-deutschland.de Beta Klinik GmbH Joseph-Schumpeter-Allee 15 53227 Bonn www.betaklinik.de

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