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Hautnah

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HAUTNAH

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GRUSSWORT

Rätselhaftes Superorgan Die Haut umhüllt uns wie ein schützender Mantel und gibt gleichzeitig viel über uns preis: unser Alter, unseren Lebensstil, unsere Stimmung. Wir kennen so gut wie jeden Zentimeter von ihr, und doch gibt sie uns immer wieder Rätsel auf. Wieso juckt die Haut im Winter? Was bedeuten die Schuppen am Ellenbogen? Warum wirkt sich meine Ernährung auf das Hautbild aus? Selbst Forschende entdecken unser größtes

Organ, dessen Gesamtfläche bei einer erwachsenen Person bei 1,5 bis 2 Quadratmetern liegt, immer wieder neu. Gut so, denn davon profitieren allein in Deutschland Millionen Menschen, die von Hautkrankheiten betroffen sind – durch eine verbesserte Diagnostik und neue Behandlungsmöglichkeiten. Ich wünsche Ihnen viele neue Erkenntnisse beim Lesen dieses Ratgebers rund um das Superorgan Haut.

Nadine Effert Chefredakteurin

INHALTSVERZEICHNIS LEITARTIKEL PSORIASIS AKNE INVERSA

Ein emotionales Wechselspiel — 3 Hautverbesserung durch Gewichtsreduktion? — 4 Schmerzhafte Entzündungen — 6

HANDEKZEM

Mehr als nur trockene Haut — 7

TELEDERMATOLOGIE

Hausbesuch aus der Ferne — 8

HAUTKREBS DARM-HAUT-ACHSE FORSCHUNG

Früh erkannt, gut behandelbar — 9 Darmflora im Fokus — 10 Mit 3D-Druck und Stammzellen gegen Tierleid — 11

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Ein emotionales Wechselspiel

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Es juckt, es brennt, es schmerzt. Hautprobleme sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Von Hautkrankheiten betroffene Menschen sind nicht nur körperlich, sondern auch psychosozial beeinträchtigt. Eine adäquate Behandlung ist daher sehr wichtig. Die Haut zeigt, wie es uns geht. Dass unsere Psyche mit der Haut verbunden ist – und zwar über das Nervensystem –, dafür gibt es stichfeste, unübersehbare Beweise: beispielsweise in Form einer Gänsehaut, wenn wir Angst haben, Rötungen im Gesicht, wenn uns etwas peinlich ist, oder Blässe, wenn wir extrem wütend sind. Stress führt zur Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin. Diese Stresshormone schwächen die Hautbarriere und kurbeln Entzündungsprozesse an. Verheerend ist dieser Mechanismus für die über zehn Millionen Menschen in Deutschland, die von chronischen Hautkrankheiten wie Schuppenflechte (Psoriasis), Rosazea und Neurodermitis betroffen sind. Denn Stress ist – wie auch Umwelteinflüsse, Allergene oder Hormonschwankungen – ein Trigger, der die Symptome verschlimmern kann. Gleichzeitig ist die psychische und psychosoziale Belastung durch die Hautkrankheit selbst in den meisten Fällen hoch. Ein Teufelskreis.

Stigmatisierung beenden

Personen, die mit Stigmatisierung konfrontiert werden, trifft es besonders hart. „Hautkrankheiten sind meist sichtbar und lösen bei Mitmenschen häufig ablehnendes Verhalten aus. Das führt zu Stigmatisierung, Diskriminierung und emotionalem Leid“, sagt Prof. Dr. med. Silke Hofmann, Direktorin des Zentrums für Dermatologie, Allergologie und Dermatochirurgie am HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal und Pressesprecherin der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Laut der europäischen „Burden of Skin Disease“-Studie der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) fühlen sich 14,5 Prozent der Menschen mit Hautkrankheiten von anderen abgelehnt, und 19,2 Prozent haben den Eindruck, dass andere sie mit Ekel betrachten. Stigmatisierung hat viel mit Vorurteilen und mit Wissenslücken zu tun. Dabei vergessen viele, dass Hautprobleme und -krankheiten jeden treffen können – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensstil.

Innovationen dank Forschung

Die gute Nachricht: „Wenn Anzeichen erkannt und richtig gedeutet werden, können Hautärztinnen und -ärzte

Die unsichtbare Last von Hautkrankheiten

88 %

empfinden ihre Erkrankung im Privatleben als peinlich.

83 %

erleben dieses Gefühl von Scham auch im Berufsleben.

25 %

mussten wegen ihrer Haut bereits den Beruf wechseln. Quelle: European Academy of Dermatology and Venereology (EADV), „Global Burden of Skin Disease Study 2023“

eine Vielzahl von Krankheiten früh und erfolgreich behandeln“, so Prof. Hofmann. Das ist den Innovationen in Diagnostik und Therapie zu verdanken. Dazu zählt etwa die Behandlung mit monoklonalen Antikörpern, sogenannten Biologika, bei chronischen Hautkrankheiten und schwarzem Hautkrebs. „Obwohl man nicht von einer Heilung bei Schuppenflechte oder Neurodermitis sprechen kann, so haben wir beispielsweise bei Psoriasis mittlerweile als Therapieziel die Besserung des Befundes bis zur nahezu kompletten Symptomfreiheit, die lange anhalten kann“, betont Prof. Dr. med. Amir Yazdi, Generalsekretär der DDG. Aktuell sind auch in der Diagnostik weitere Fortschritte zu erwarten: „Innovativ ist die Verknüpfung automatisierter Bildanalyse mit gut trainierter KI, die als Helfer bei der Diagnostik dient.“ Diese Entwicklung nutze der Prävention und erziele positive Effekte für die Hautkrebsfrüherkennung. So haben Erlanger Forschende vor Kurzem eine neue Methode vorgestellt, die eine bildgebende Technik mit KI-Bilderkennung kombiniert. Das Verfahren soll die Gesichtshaut in Echtzeit analysieren und ein Basalzellkarzinom, das zum hellen Hautkrebs gehört, erkennen, das mit bloßem Auge noch nicht sichtbar ist. 

Weitere Informationen unter  www.gesundheit-wissen.net

LEITARTIKEL | VON NADINE EFFERT


Hautverbesserung durch Gewichtsreduktion? PSORIASIS | VON TOBIAS LEMSER

Schuppenflechte zeigt sich auf der Haut, wirkt aber weit darüber hinaus: Die chronisch-entzündliche Erkrankung kann den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen. Häufig kommt Übergewicht oder Adipositas hinzu. Deshalb untersuchen Forschende, wie eng beide Leiden miteinander verbunden sind. iStock / Natalia Serdyuk

Hautnah

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Oft beginnt es mit einer kleinen geröteten Stelle auf der Haut – sei es an Ellenbogen oder Knie. Aber auch Kopfhaut, Hände, Füße oder Nägel können betroffen sein. Was zunächst harmlos wirkt, kann sich als Psoriasis herausstellen. Viele Menschen halten die Erkrankung, die sich mit starken Schuppungen und Rötungen an der Haut zeigt, immer noch für eine reine Hauterkrankung. „Tatsächlich verbirgt sich hinter den meist sehr belastenden Symptomen jedoch eine chronischentzündliche Systemerkrankung, die weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Körper haben kann“, erläutert der renommierte Hamburger Dermatologe Univ.-Prof. Dr. Matthias Augustin. So haben Betroffene auch ein deutlich erhöhtes Risiko unter anderem für Gelenkentzündungen (Arthritis), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und Depressionen.

Begleiterkrankungen und andere individuelle Faktoren können eine Rolle spielen. Besonders interessant ist dabei der Zusammenhang zwischen Psoriasis und Adipositas. Denn beide Erkrankungen gehen mit chronischen Entzündungsprozessen einher und treten nicht selten gemeinsam auf. Könnte das also heißen, dass eine Gewichtsreduktion nicht nur die allgemeine Gesundheit verbessert, sondern auch den Schweregrad der Psoriasis und die Lebensqualität von Betroffenen positiv beeinflusst?

Biologika lindern Symptome

Einfluss auf Schweregrad

Schuppenflechte kann nicht nur jucken und schmerzen, sondern den Alltag vieler Leidgeplagter stark beeinträchtigen. Viele Patientinnen und Patienten ernten skeptische Blicke und müssen mit Stigmatisierung leben. Dabei ist Psoriasis nicht ansteckend. Noch eine gute Nachricht: Psoriasis ist heute gut behandelbar. Neben äußerlichen Therapien stehen für Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis auch systemische Medikamente zur Verfügung. Eine wichtige Rolle spielen sogenannte Biologika. Sie greifen gezielt in bestimmte Prozesse des Immunsystems ein, die an der Entstehung der Entzündung beteiligt sind. Je nach Ausprägung und individuellen Voraussetzungen können sie die Hautsymptome deutlich lindern und die Lebensqualität verbessern.

Die typischen Schuppen zeigen sich häufig am Ellenbogen und an den Knien.

Eine aktuelle Metaanalyse, die im Dezember 2025 im „Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology“ publiziert wurde, liefert zumindest Hinweise darauf. Ausgewertet wurden 13 randomisierte, kontrollierte Studien mit insgesamt 1.145 Teilnehmenden. Über 70 Prozent der Probanden waren Frauen mit einem mittleren BMI von 30,8. Die Teilnehmenden in den Gewichtsreduktionsgruppen verloren im Durchschnitt 6,7 Kilogramm mehr Gewicht als diejenigen in den Kontrollgruppen. Gleichzeitig reduzierte sich der PASI-Wert, ein Maß für den Schweregrad der Psoriasis, im Mittel um 2,5 Punkte stärker. Die Ergebnisse sprechen daher dafür, das Gewichtsmanagement bei Menschen mit Psoriasis und Übergewicht beziehungsweise Adipositas als ergänzenden Bestandteil der Behandlung zu berücksichtigen. Allerdings weisen die Forschenden auf Unterschiede zwischen den Studien hin und betonen, dass stärkere Verbesserungen der Psoriasis bislang nicht eindeutig belegt sind. 

In Deutschland leben etwa zwei Millionen Menschen mit Psoriasis.

Adipositas und Psoriasis

Wie erfolgreich eine Therapie ist, hängt jedoch nicht allein vom verabreichten Medikament ab. Auch


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Bis Betroffene eine Behandlung finden, die wirklich zu ihnen passt, vergeht oft viel Zeit. Nicht wenige probieren unterschiedliche Cremes, Salben oder andere Maßnahmen aus. Hautveränderungen bessern sich zunächst, kehren jedoch später erneut zurück – häufig sogar an denselben Körperstellen. Heute weiß man, dass der Schuppenflechte Entzündungsprozesse im Immunsystem zugrunde liegen. Diese können nicht nur die Haut betreffen, sondern auch mit Begleiterkrankungen wie PsoriasisArthritis oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen verbunden sein.2 Deshalb ist es wichtig, Beschwerden nicht einfach hinzunehmen oder dauerhaft nur selbst zu behandeln. Eine frühzeitige

Die Haut erinnert sich Neuere Erkenntnisse aus der Forschung könnten auch erklären, weshalb Plaques immer wieder an denselben Stellen Schuppenflechte ist kein Grund, sich zu verstecken. auftreten. Bestimmte Bei leichter Psoriasis werden meist Immunzellen können nach einer äußerlich anzuwendende Präparate Entzündung in der Haut zurückeingesetzt. Bei mittelschweren bis bleiben. Selbst wenn äußerlich schweren Formen können unter nichts mehr zu sehen ist, tragen anderem Lichttherapien oder sysdiese Zellen möglicherweise eine temische Therapien infrage komArt Erinnerung an die vorherige men. Dazu gehören auch Biologika, Entzündung in sich. Werden die die gezielt an den zugrunde liegenbetreffenden Immunzellen erneut den Entzündungsprozessen im Köraktiviert, kann die Entzündung an per ansetzen. derselben Stelle wieder aufflammen. Fachleute sprechen hier vom Wenn die bisherige Behandlung „inflammatorischen Gedächtnis“ nicht ausreichend hilft oder die der Haut.3 Schuppenflechte den Alltag stark bestimmt, lohnt es sich, das Thema Diese Erkenntnisse lenken den Blick stärker auf eine Frage: Könnte erneut in der dermatologischen eine frühzeitige und wirksame Praxis anzusprechen. Hilfreich kann Behandlung verhindern, dass sich sein, Hautveränderungen mit Fotos die Entzündung dauerhaft in der zu dokumentieren und festzuhalten, Haut festsetzt? In Fachkreisen wird wann Beschwerden besonders stark diskutiert, ob ein frühes Eingreifen sind. Eine frühzeitige fachärztliche den Entzündungsprozess unterBetreuung kann helfen, die Entzünbrechen und möglicherweise auch dung langfristig zu kontrollieren und der Ausbildung eines solchen Entgemeinsam eine Behandlung zu finzündungsgedächtnisses entgegenden, die zum eigenen Leben passt. wirken kann. www.schuppenflECHTEhilfe.de Behandlung neu besprechen Welche Therapie geeignet ist, hängt nicht allein davon ab, wie groß die betroffenen Hautflächen sind. Auch Juckreiz, Schmerzen, die Lage der Plaques und die Belastung im Alltag spielen eine Rolle.

Mit freundlicher Unterstützung der JanssenCilag GmbH, a Johnson & Johnson Company 1 Augustin M et al. Arch Dermatol Res

2016;308:389–400.

2 Mrowietz U et al. Dtsch Arztebl 2024;121:467–472. 3 Matos TR et al. J Clin Invest 2017;127:4031–4041.

EM-207693

Wenn die Tage wieder kühler werden, beginnt für viele Menschen mit Schuppenflechte eine zwiespältige Zeit. Manche haben im Herbst und Winter verstärkt mit trockener, juckender oder schuppender Haut zu kämpfen. Andere sind erleichtert, dass sich auffällige Plaques nun leichter unter längerer Kleidung verbergen lassen. Dabei ist die Erkrankung nicht ansteckend – und niemand muss sich für die Veränderungen der Haut schämen.

Untersuchung bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt kann helfen, den Schweregrad der Erkrankung einzuschätzen und eine passende Therapie zu finden. © stock.adobe.com

Werbebeitrag – Aufklärungsporträt

Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland leben mit Schuppenflechte.1 Trotzdem fühlen sich viele mit den sichtbaren Hautveränderungen alleingelassen. Der Welt-Psoriasis-Tag (29.10.) macht darauf aufmerksam: Psoriasis ist kein Grund zur Scham – und es gibt heute wirksame Möglichkeiten, die Erkrankung zu behandeln.

Weitere Informationen unter  www.gesundheit-wissen.net

Psoriasis: Kein Grund zur Scham


Hautnah

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Schmerzhafte Entzündungen AKNE INVERSA | VON NADINE EFFERT

A K N E I N V E R S A : B AS I S T H E R A P I E Unter Akne inversa leiden geschätzt rund 830.000 Menschen in Deutschland. Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die durch verstopfte Haarfollikel und Talgdrüsen verursacht wird, geht oft mit einem hohen Leidensdruck einher. Früh erkannt und behandelt, können Beschwerden gelindert und neue Schübe verhindert werden. Ob das An- und Ausziehen von Kleidung, das morgendliche Duschen oder das Sitzen auf dem Sofa: Das Leben mit Akne inversa kann eine immense Qual sein. Wie hoch der Leidensdruck für Betroffene wirklich ist, darauf macht die immersive Rauminstallation „Unbearable Home“, die im Sommer 2025 im St. Josef-Hospital – Klinikum der Ruhr-Universität Bochum gastierte, aufmerksam. Das begehbare Modellhaus soll das Bewusstsein für Menschen mit Akne inversa, auch Hidradenitis suppurativa (HS) genannt, schärfen. Warum dies wichtig ist, erklärte Prof. Dr. med. Falk Bechara, Leiter der Dermatochirurgie, bei der Eröffnung: „HS ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die von außen oft unsichtbar bleibt, aber das Leben der Betroffenen massiv einschränkt. Sie leiden unter starken Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und sozialer Isolation – häufig über Jahre hinweg, bevor eine Diagnose erfolgt.“ Zwischen den ersten Beschwerden und der Diagnose vergehen laut Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) durchschnittlich bis zu acht Jahre. Ein Grund: Viele Betroffene zögern aus Scham den Arztbesuch hinaus. Ein weiterer: Die schubweise verlaufenden Hautveränderungen werden besonders in frühen Stadien mitunter für gewöhnliche Abszesse gehalten oder auf eine Haarfollikel-Entzündung zurückgeführt.

Ursachen unklar

Akne inversa zeichnet sich je nach Schweregrad der Erkrankung durch wiederkehrende, schmerzhafte Knötchen,

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Menschen mit Akne inversa leiden unter depressiven Verstimmungen. Quelle: https://theunbearablehomehs.ca/ burden-of-hs; letzter Zugriff: 15.09.2026

• Ausschalten vorhandener Risiko- und Triggerfaktoren • Trockenhalten betroffener Areale (zum Beispiel Einlegen von Leinenläppchen) • Tragen weiter Kleidung zur Vermeidung von mechanischer Irritation • Verzicht auf Nassrasur • Tägliches Desinfizieren der betroffenen Areale und Hautpflege

Abszesse und Fisteln in den Achseln, in der Leistengegend sowie im Genital- und Afterbereich aus. Manchmal finden sich die entzündeten Hautstellen, an denen auch eitrige oder blutig-wässrige Sekrete spontan austreten und Narben entstehen können, auch an anderen Körperstellen, etwa unter der Brust. Worauf die Erkrankung, die familiär gehäuft auftritt, konkret zurückzuführen ist, ist unklar. Neben dem physischen Haarfollikel-Verschluss kommt auch ein überaktives Immunsystem, wodurch es zu einer Entzündungsreaktion (Inflammation) kommt, als Ursache infrage. Mögliche Triggerfaktoren für die inflammatorischen Prozesse sind beispielsweise Rauchen, Übergewicht, Stress und übermäßig starkes Schwitzen.

Symptomfreiheit möglich

Akne inversa ist nicht heilbar, aber behandelbar. Ein ganzheitlicher Ansatz und die Kombination verschiedener Maßnahmen sind in den meisten Fällen der beste Therapieansatz. „Als Basis setzt man antimikrobielle Lokaltherapien ein. Abszesse werden in der Regel im Akutstadium gespalten, und es erfolgt gegebenenfalls unterstützend eine Antibiotikagabe“, erklärt Dr. Kerstin Lommel, Chefärztin für Dermatologie und Allergologie, in einer Mitteilung des Helios Klinikums Berlin-Buch und ergänzt: „Möchten oder können Betroffene nicht operiert werden oder ist die Akne inversa nicht umschrieben lokalisiert, dann kommt eine Systemtherapie mit Spritzen infrage.“ Hierbei handelt es sich um sogenannte Biologika – aktuell zugelassen sind drei immunmodulierende Antikörper, die sehr gezielt in den Entzündungsprozess eingreifen. Ergänzend kann die Bestrahlung der Haut mit einer Kombination aus intensiv gepulstem Licht und Radiofrequenz eine Reduktion der Krankheitsaktivität erreichen. Bei einem besseren Umgang mit der Hautkrankheit helfen der Austausch in Selbsthilfegruppen (zum Beispiel mullewupp SHG), das Erlernen einer Entspannungstechnik sowie eine psychologische Unterstützung. 


Mehr als nur trockene Haut

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Handekzeme zählen zu den häufigsten Berufskrankheiten, insbesondere im Bereich Pflege, Reinigung und im Handwerk. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung sind entscheidend, um einen chronischen Verlauf zu verhindern. Trockene oder nässende Haut an den Händen, Bläschen und Juckreiz: Hinter diesen typischen Erscheinungen verbirgt sich die entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung namens Handekzem. Je nach Ursache gibt es drei verschiedene Formen: das kontaktallergische Handekzem, das durch den Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen entsteht, das irritativ-toxische Kontaktekzem, das durch äußere hautreizende Einflüsse hervorgerufen wird, und das atopische Handekzem, das im Zusammenhang mit Neurodermitis auftritt.

Therapie: drei Säulen

Die Therapie basiert auf einer exakten Diagnose und drei Säulen: konsequenter Hautpflege, Vermeidung von Auslösern und gezielten Medikamenten. Eine rückfettende

Basistherapie mit regelmäßiger Anwendung von Pflegecremes ist grundlegend, um die geschädigte Hautbarriere zu stärken. Bei akuten Schüben kommen häufig entzündungshemmende Cremes mit Kortikosteroiden und juckreizlindernde Medikamente zum Einsatz. Bei schweren, therapieresistenten Verläufen sind heute zunehmend systemische JAK-Hemmer und Biologika eine Option. Wichtig: Eine frühzeitige hautärztliche Abklärung ist entscheidend, um die passende Therapie zu finden und Rückfällen vorzubeugen.  P R ÄV E N T I O N I M A L LTAG • Hände nicht zu häufig waschen; pH-hautneutrale Waschgele verwenden • nach jedem Waschen eincremen • bei Hausarbeit oder beruflicher Belastung Schutzhandschuhe tragen • allergieauslösende Stoffe konsequent meiden

Weitere Informationen unter  www.gesundheit-wissen.net

HANDEKZEM | VON MARK KRÜGER

ist, schämen sich viele Betroffene, verstecken ihre Hände oder vermeiden Berührungen.

Auslöser für ein Handekzem gibt es viele: Häufiges Händewaschen und der Kontakt mit Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln können die Hautschutzbarriere schwächen. Auch Stress, Allergien oder Neurodermitis können eine Rolle spielen.

Haut sowie Bläschen an Händen und Handgelenken. Beim Chronischen Handekzem (CHE) halten die Beschwerden länger als drei Monate an oder treten mindestens zweimal im Jahr auf.

Typisch sind juckende, schuppende, schmerzende oder rissige

Weil die Erkrankung nicht nur schmerzhaft, sondern auch sichtbar

Ein Check beim Hautarzt bringt Klarheit: Dort kann der aktuelle Schweregrad festgestellt und bei Bedarf eine innovative kortisonfreie Therapie eingeleitet werden – auch dann, wenn die Beschwerden schon länger bestehen. Neue Info- und Serviceseite mit Online-Check:

www.chronischeshandekzem.de

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Tippen, zeigen, greifen, berühren: Hände sind ständig im Einsatz und dass sie gepflegt aussehen, ist vielen Menschen wichtig. Doch was, wenn die Haut trotz Pflege trocken, rissig und gerötet ist? Oft steckt mehr dahinter als nur ein kosmetisches Problem: Handekzeme betreffen jedes Jahr neun Prozent der Erwachsenen. Ein Alltag, der die Hände stark fordert, erhöht das Risiko.

© AdobeStock

Werbebeitrag – Indikationsporträt

Juckende Hände? Besser mal checken


Hausbesuch aus der Ferne

– einem Teilbereich der Telemedizin, der sich der Versorgung von Hauterkrankungen annimmt.

Verbesserte Versorgung

TELEDERMATOLOGIE | VON TOBIAS LEMSER

Wegen eines Hautproblems digital mit der Hautärztin oder dem Hautarzt in Kontakt treten? Eine Option, die immer mehr Menschen nutzen. Ein schneller Befund und wenig Wartezeit sind die klarsten Vorteile. Doch es gibt noch mehr – erst recht für Landbewohnende, die kaum Zugang zur Dermatologie haben. Zumeist beginnt die Erkrankung bei Kindern mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Schnupfen und Magen-Darm-Beschwerden. Schnell scheint damit für Eltern die Diagnose klar: fiebriger Infekt. Eine ganz neue Dynamik bekommt der Erkrankungsverlauf jedoch dann, wenn am Tag darauf Bläschen um den Mund herum auftreten und später auch noch schmerzhafter, teils juckender Ausschlag an den Handflächen und Fußsohlen hinzukommt. Meistens schrillen bei erfahrenen Eltern angesichts so mancher bereits durchlebter Krankheitswelle im Kindergarten da gleich die Alarmglocken: vermutlich die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Ob es sich tatsächlich um diese hochansteckende Infektionserkrankung handelt, sollte jedoch ärztlich abgeklärt werden. Nur was tun, um möglichst schnell zu einer gesicherten Diagnose zu kommen – erst recht, wenn die Hautarztpraxis keine Sprechstunde mehr hat? Das ist die Gelegenheit, auf die Expertise einer teledermatologischen Praxis zurückzugreifen

Einfach mit dem Smartphone einige Fotos von der betroffenen Hautstelle aufnehmen, dazu einen Fragebogen ausfüllen und an eine teledermatologische Praxis senden. Pluspunkt der meisten dieser Praxen: Sie schicken in der Regel binnen weniger Stunden eine gesicherte Diagnose zurück – ohne dass ein Hautarzttermin in der Praxis vor Ort notwendig wird, was gerade bei erhöhter Ansteckungsgefahr ein großer Vorteil ist. Insbesondere bei eindeutigen Diagnosen wie der Hand-Fuß-MundKrankheit zeigen sich die Vorteile solcher Apps. Denn klar ist: Je schneller Klarheit herrscht, desto eher können Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Grundsätzlich sind die Anwendungsfelder der Teledermatologie immens. Stichwort Schuppenflechte: Nach erfolgter Primärdiagnostik in Präsenz kann mehreren Studien zufolge eine therapiebegleitende telemedizinische Versorgung bei Psoriasis empfohlen werden. Ähnlich bei anderen chronisch-entzündlichen Dermatosen oder der Versorgung von chronischen und akuten Wunden. Anders die Lage bei Hautkrebs: Hier zeigen die Ergebnisse einer Metaanalyse, dass in manchen Fällen die Präsenzdiagnostik der telemedizinischen Diagnostik überlegen ist, weshalb die Entscheidung für eine rein teledermatologische Diagnostik immer individuell erfolgen sollte.

Die potenziellen Anwendungsfelder sind immens.

Die digitale Sprechstunde erspart den Gang in eine Arztpraxis und oft lange Wartezeiten vor Ort.

iStock / seb_ra

Hautnah

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Ländliche Gegenden profitieren

Dass die Teledermatologie in der Behandlung von Hautkrankheiten wegweisend sein könnte, wird durch den inzwischen chronischen Mangel an niedergelassenen dermatologischen Fachleuten untermauert. Immer mehr Patientinnen und Patienten greifen deshalb vermehrt zur App. Gerade im ländlichen Raum sind die Angebote der Teledermatologie inzwischen Gold wert. Denn hier einen Spezialistentermin zu bekommen, ist schwierig. Viele Vorsorgeuntersuchungen können deshalb nicht durchgeführt werden, und mögliche Hautkrebserkrankungen bleiben unentdeckt. Warum es vor allem auf dem Land kaum Dermatologen gibt, liegt auch an der unattraktiven Facharztausbildung. Wie eine Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter rund 8.600 Medizinstudierenden zur Wahl ihres Weiterbildungsfachs ergab, kam die Dermatologie nur auf den vorletzten Rang. Die Gründe liegen dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen nach an den begrenzten Unterrichtsstunden und der geringen Attraktivität, wie das Fach im Studium dargestellt wird. 


Früh erkannt, gut behandelbar

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iStock / Inside Creative House

Hautkrebs ist in Deutschland eine der häufigsten Krebserkrankungen. Wichtig sind Früherkennung und Prävention mittels eines richtigen Sonnenschutzes. Alarmierend sind die im Mai veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Demnach hat sich die Zahl der Hautkrebspatienten in den vergangenen 20 Jahren fast verdoppelt. Vor allem heller Hautkrebs, der oft an sonnenexponierten Stellen am Kopf vorkommt, sei häufiger diagnostiziert worden. Die Zahl der Fälle stieg seit 2004 um 117 Prozent. Ein Grund hierfür dürfte die alternde Bevölkerung sein, denn das Hautkrebsrisiko steigt mit dem Alter deutlich an. „UV-Strahlung schädigt das Erbgut der Hautzellen. Der Körper kann zwar viele dieser Schäden reparieren, aber vor allem wenn die Haut jahrelang immer wieder ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist und sich die Schäden summieren, steigt das Risiko, an Krebs zu erkranken“, erklärt Aurelia Tegtmeyer, Ärztin bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse.

Auffälligkeiten auf der Haut sollten umgehend abgeklärt werden.

Schutz vor UV-Strahlung

Früh entdeckt – zum Beispiel im Rahmen eines Hautkrebsscreenings –, sind die Heilungschancen gut. Eine Befragung der AOK hat jedoch ergeben, dass jede fünfte Person über 34 Jahren diese Untersuchung für nicht notwendig hält. Genauso wichtig wie ein ärztlicher Check bei Auffälligkeiten ist Prävention. Die Expertin der KKH rät zu umfassenden Schutzmaßnahmen: direkte Sonneneinstrahlung und vor allem die Mittagssonne vermeiden, lange, luftige Kleidung und Kopfbedeckung tragen sowie unbedeckte Hautstellen großzügig mit Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen. 

Weitere Informationen unter  www.gesundheit-wissen.net

HAUTKREBS | VON MARK KRÜGER

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Wenn aus einem kleinen Fleck mehr wird: neue Perspektiven beim weißen Hautkrebs Ein kleiner schuppiger Fleck, eine Wunde, die nicht verheilt, oder ein langsam wachsendes Knötchen – was zunächst harmlos erscheint, kann weißer Hautkrebs sein.Tatsächlich zählt der nicht-melanotische Hautkrebs heute zu den häufigsten Krebserkrankungen weltweit. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt seit Jahren1 Besonders belastend ist die Diagnose, wenn sich der Tumor im Gesicht oder an anderen gut sichtbaren Körperstellen befi ndet. Für viele Betroffene geht es nicht nur um die Heilung, sondern auch um Fragen zu Narben, Schmerzen oder weiteren Eingriffen. Die Erkrankung kann das Selbstbild und die Lebensqualität erheblich beeinflussen. Die gute Nachricht: Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Neben der Operation stehen – abhängig von Größe, Lage und Art des Tumors – heute verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung. Hierzu zählen unter anderem die Strahlentherapie, topische Therapien, Laserverfahren, die Brachytherapie sowie moderne gewebeschonende Verfahren. Eine dieser Möglichkeiten ist die lokale Anwendung von Rhenium-188. Dabei gibt Rhenium-188 eine Form der Strahlung (Beta-Strahlung) ab, die gezielt auf den Tumor beschränkt ist und gesundes Gewebe Referenzen: 1. Sadeghpour S et al., Front. Med. 2025; 12:1707729. 2. Castellucci P et al., J Nucl Med 2025; 00:1–6. 3. Cardaci G et al., Adv Radiat Oncol. 2025; 10:101802.

weitgehend schont.2 Für geeignete Patientinnen und Patienten kann sie gute kosmetische Ergebnisse ermöglichen und zeichnet sich durch ein gutes Verträglichkeitsprofil aus.2,3 Diese Informationen dienen dazu, Gespräche mit Ihrer Hautärztin oder Ihrem Hautarzt zu unterstützen – sie ersetzen diese jedoch nicht. Welche Therapie die richtige ist, sollte immer individuell gemeinsam mit der Hautärztin oder dem Hautarzt entschieden werden. Gut vorbereitet zum Arztgespräch: Mit freundlicher Unterstützung der OncoBeta GmbH ®

www.oncobeta.com


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Darmflora im Fokus DARM-HAUT-ACHSE | VON MARK KRÜGER

Pickel, Rötungen oder Irritationen – Hautprobleme können uns das Leben offensichtlich schwer machen. Dabei liegt die Ursache für ein gestörtes Hautbild oft tiefer: nämlich im Darm. Was viele nicht wissen: Sowohl die Haut als auch der Darm verfügen über ein Mikrobiom, das aus unzähligen Bakterien und anderen Mikroorganismen besteht. Während das Hautmikrobiom einen Schutz vor äußeren Einflüssen bietet und zur Feuchtigkeitsregulation beiträgt, unterstützen Bakterien im Darm nicht nur die Verdauung. Sie produzieren auch Botenstoffe, die unter anderem auch Entzündungsprozesse auslösen können. Ist die wechselseitige Kommunikation zwischen unserem Verdauungssystem und der Haut gestört, ist die Darmflora außer Balance, dann können dermatologische Erkrankungen begünstigt werden. Umgekehrt beobachten Menschen mit

beispielsweise Akne oder Neurodermitis, dass bestimmte Nahrungsmittel ihre Erkrankung positiv beeinflussen.

Mikrobiomfreundliche Ernährung

Um ein gesundes Mikrobiom aufzubauen, ist eine ausgewogene und vielfältige Ernährung wichtig. Ganz besonders gut für den Darm sind Lebensmittel, die Präbiotika enthalten. Diese finden sich zum Beispiel in Zwiebeln oder Chicorée. Zudem mag das Mikrobiom ballaststoffreiche Lebensmittel. Dazu zählen verschiedene Gemüsesorten wie Paprika, Kohl oder Fenchel, aber auch Hülsenfrüchte, wie beispielsweise Linsen oder Kichererbsen. Außerdem sollten Vollkorn- statt Weißmehlprodukte auf dem Teller landen, da sie reich an Mineral- und Ballaststoffen sind. Um stark verarbeitete Lebensmittel und Fertigprodukte sollte hingegen ein großer Bogen gemacht werden. 

Eine gesunde Haut verfügt über ein aus­ geglichenes Mikrobiom – auch im Darm.

Jeden Tag begegnen uns neue Trends und Versprechen für mehr Wohlbefinden. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach weniger Selbstoptimierung und mehr Vertrauen in das, was sich im Alltag bewährt hat, sich gut anfühlt und zu den eigenen Bedürfnissen passt. Einfachheit, Qualität und Authentizität gewinnen dabei an Bedeutung. Statt jedem neuen Impuls zu folgen, entscheiden sich viele Menschen bewusster: für nachvollziehbare Zutaten, vertraute Herstellungsweisen und Produkte mit Geschichte. Gerade traditionelle Lebensmittel erfahren so neue Wertschätzung. Sie stehen für Erfahrung, Handwerk und Prozesse, die Zeit brauchen.

Bewährtes neu entdecken Brottrunk verbindet diese Tradition mit einem zeitgemäßen Anspruch. Seit Jahrzehnten wird er aus biologischem Vollkornbrot nach traditioneller Rezeptur hergestellt. Durch das besondere Herstellungsverfahren enthält Brottrunk lebende Milchsäurebakterien und Vitamin B12. Das Vitamin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und unterstützt die normale Funktion von Nerven- und Immunsystem. Eigenschaften, die viele Menschen mit einem aktiven und bewussten Lebensstil verbinden. Vertrauen statt Trends Nicht alles, was heute Aufmerksamkeit bekommt, bleibt auch morgen relevant. Beständiger sind Qualität, Transparenz und das Wissen, wofür

© iStock / gzorgz

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Was uns heute wirklich guttut

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ein Produkt steht. Vielleicht liegt genau darin eine moderne Form des Wohlbefindens: nicht immer mehr zu wollen, sondern bewusster auszuwählen, was zum eigenen Leben passt. www.kanne-brottrunk.de


FORSCHUNG | VON NADINE EFFERT

In der Wissenschaft sind Tierversuche oft noch der Standard. Auch in der Kosmetik und in der Entwicklung neuer Therapien gegen Hautkrankheiten kommen sie – aufgrund von Gesetzeslücken – noch zum Einsatz. Das Gute: Es gibt bereits tierversuchsfreie Möglichkeiten, und es wird eifrig an der Weiterentwicklung von solchem „Hautersatz“ getüftelt, um Tierleid zu verhindern.

iStock / vadimrysev

Tierversuche sind grundsätzlich ethisch problematisch. Und wenn es um die Haut geht, liefern derartige Tests in der Regel zudem nicht einmal gute Ergebnisse. Der Grund: Tierische Haut, etwa von Mäusen, unterscheidet sich stark von menschlicher Haut – etwa bezüglich der Dicke, des pHWerts, der Behaarung, aber auch in Bezug auf Versuche an Mäusen stehen immunologische Eigenin der Kritik. schaften.

3D-Bioprinting

An der TU Wien entwickeln Forschende daher aktuell ein 3D-Druck-Verfahren, mit dem lebendes biologisches Gewebe hergestellt werden kann. „Wir bauen aus lebenden Zellen, Biopolymeren und sorgfältig ausgewählten Materialien Schicht für Schicht ein dreidimensionales Gewebe auf“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Aleksandr Ovsianikov. An diesem könnten nun unterschiedliche Krankheiten wie Psoriasis und die Wirkung von Medikamenten studiert werden.

Realistische Nachbildung

In Deutschland setzt derweil das Fraunhofer-BiotechStart-up TigerShark Science auf Laborhaut aus menschlichen Stammzellen, die nahezu alle Strukturen der menschlichen Haut aufweist. Die Modelle ermöglichen Therapien für chronische Wunden sowie Anwendungen im Bereich Haarwachstum und Hauterkrankungen – ganz ohne Tierversuche. Künftig sind weitere Modelle mit Immunzellen und Blutgefäßen sowie Tumorzellen geplant, um Krankheiten wie Hautkrebs oder Hautfibrose zu simulieren und zu erforschen. 

Advertorial

Wie Tiere für unsere Schönheit leiden Tierversuche für Kosmetik sind EU-weit verboten – eigentlich. Was jedoch auf Tiegeln und Tuben steht, erzählt nicht immer die ganze Geschichte. Noch immer leiden Kaninchen, Mäuse und Ratten für Inhaltsstoffe, die in Cremes oder Make-up stecken. Wie kann das sein? Woran lässt sich Kosmetik erkennen, für die keine Tierversuche in Kauf genommen werden? Die Tierrechtsorganisation PETA klärt auf.

PETA. „In anderen Versuchen müssen schwangere Ratten Chemikalien einatmen.“ Manche Tests dauern Monate. Dabei verbietet die EU seit 2013 Tierversuche für Kosmetik und kosmetische Inhaltsstoffe. Doch das Verbot hat eine Lücke: „Viele Stoffe sind per Definition Chemikalien und unterliegen somit der Europäischen Chemikalienverordnung REACH“, sagt Engel. „Und die kann Tierversuche auch für Inhaltsstoffe von Kosmetik verlangen.“

Kaninchen werden fixiert, dann schieben Experimentatoren ihnen einen Schlauch durch den Hals. Eine unfassbare Vorstellung, die auch im Jahr 2026 für viele Tausende Tiere tödliche Realität bedeutet. „Die Stoffe können Entzündungen, Geschwüre und Blutungen verursachen“, weiß Sabrina Engel, Fachreferentin im Bereich Tierversuche bei der Tierrechtsorganisation

Engel gegen Tierversuche Auch der Aufdruck „Nicht an Tieren getestet“ schaffe leider keine Gewissheit, mahnt Sabrina Engel. „Er kann sich auf das fertige Produkt beziehen – vielleicht wurden jedoch Inhaltsstoffe getestet. Und ein Hersteller, der selbst keine Tierversuche durchführt und damit wirbt, kann Tests durch andere Firmen durchführen lassen.“

„PETA Approved“ Wer sichergehen will, sollte genau hinschauen, rät die Biotechnologin, die sich unermüdlich für den schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen einsetzt. „Unter ‚PETA Approved‘ gelistete Unternehmen verpflichten sich schriftlich, weder fertige Produkte noch deren Inhaltsstoffe an Tieren zu testen, Tests in Auftrag zu geben oder anderweitig in Kauf zu nehmen – und zwar nirgendwo weltweit.“ Denn Produktsicherheit ohne Tierversuche ist keine Utopie, sondern für viele Unternehmen längst Standard. PETA listet alle tierversuchfreien Marken unter: peta-approved.de

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Ein echter Dauerjob Suchen Sie bei anhaltend juckenden Hautarealen oder anderen Auffälligkeiten eine dermatologische Praxis auf? Wissen Sie, wie Psyche und Darm mit der Haut in Wechselwirkung stehen? Lassen Sie Ihre Muttermale regelmäßig von Fachärztinnen oder -ärzten inspizieren? Wenn Sie alle Fragen mit „Ja“ beantworten, dann Glückwunsch! Dann haben Sie diese Lektüre nicht

nur aufmerksam gelesen, sondern verstehen auch, wie wichtig es ist, der Haut Aufmerksamkeit zu schenken und sie zu pflegen. Trotz ihrer unglaublichen Fähigkeit zur Regeneration braucht die Haut uns und bei Krankheit die Unterstützung durch wirkungsvolle Therapien. Und wir wiederum brauchen eine gesunde Haut, um uns in ihr wohlzufühlen. Vergessen Sie das nicht!

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