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Deutschland, was bist du schön / Fernweh

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Wir sind dabei

Ab in den Urlaub

Der Sommer klopft an – und mit ihm das unwiderstehliche Fernweh. Ob Safari in Kenia, Surfen am Bondi Beach in Sydney oder Badeurlaub an den Stränden von Khao Lak – die Welt hält jede Menge aufregender Orte parat. Für einige davon muss man aber gar nicht in die Ferne schweifen. Deutschland ist schließlich nicht umsonst eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen und lässt mit seinen vielfältigen Landschaften Raum für Abenteuer. Während der Norden mit kilometerlangen Sandstränden aufwartet, locken im Süden der Bundesrepublik die glitzernde Weite des Bodensees, die sanften Hügel des

Allgäus oder der dichte, dunkle Schwarzwald. Wer es lieber urban mag, findet in Berlin und Hamburg pulsierende Metropolen, die im Sommer noch einmal richtig aufblühen. Und wer das große Abenteuer gar nicht braucht: Auch der eigene Garten kann – richtig gestaltet – zur perfekten Urlaubsoase werden. In dieser Beilage nehmen wir Sie mit auf eine Reise zu den schönsten Sommerzielen. Mit Tipps, Routen und Inspiration für jeden Geschmack –vom Aktivurlauber bis zum entspannten Sonnenanbeter. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre und einen schönen Sommer – wo auch immer er Sie hinführt!

Michael Gneuss

INHALTSVERZEICHNIS

Zwischen Heimatliebe und Fernweh — 3

LEITARTIKEL

STÄDTETOURISMUS

RHEINLAND-PFALZ

URLAUB IM SCHWARZWALD

BODENSEE

AUSFLUGSZIEL ALLGÄU

BAYERISCHER WALD

REZEPTE

URLAUB ZU HAUSE

FERNWEH

TIERE AUF REISEN

KREUZFAHRTEN

Berlin bleibt eine Reise wert — 4

Alte Mauern öffnen neue Türen — 5

Mehr als Kuckucksuhr und Kirschtorte — 6

Bewegung trifft Seeblick — 7

Wo der Zeitgeist zu Hause ist — 8

Für Groß und Klein — 9

Sommerglück vom Grill und aus dem Garten — 12 Wie der eigene Garten Urlaubsgefühle wecken kann — 13

Zwei Ziele für die Sehnsucht — 14

Bitte mit Abstand — 15

Reisen ohne Hektik — 16

IMPRESSUM : Projektmanagement Sara Tremper, sara.tremper@reflex-media.net Redaktion Jens Bartels, Michael Gneuss, Katharina Lehmann, Pia Wegener Layout Silke Schneider, grafik@reflex-media.net Fotos iStock / Getty Images, Coverbild iStock / Olga_Gavrilova, RicoK69 Druck Badische Neueste Nachrichten Badendruck GmbH V.i.S.d.P. Redaktionelle Inhalte Michael Gneuss, redaktion@reflex-media.net Weitere Informationen Pit Grundmann, pit.grundmann@reflexmedia.net, Reflex Verlag GmbH, Hackescher Markt 2–3, D-10178 Berlin, T +49 (0)30 / 200 8949 0, www.reflex-media.net Diese Publikation des Reflex Verlages erscheint am 24. Mai 2026 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Der Reflex Verlag und die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH sind rechtlich getrennte und redaktionell unabhängige Unternehmen. Inhalte von Werbebeiträgen wie Unternehmens- und Produktporträts, Interviews, Advertorials, Anzeigen sowie Gastbeiträgen und Fokusinterviews geben die Meinung der beteiligten Unternehmen beziehungsweise Personen wieder. Die Redaktion ist für die Richtigkeit der Beiträge nicht verantwortlich. Die rechtliche Haftung liegt bei den jeweiligen Unternehmen.

Für uns steht die bestmögliche Lesbarkeit der Texte an erster Stelle. Deshalb verwenden wir in der Publikation auch das generische Maskulinum –diese Personenbezeichnungen stehen für alle Geschlechter.

Friedrichstadt-Palast

Betriebsgesellschaft mbH 4 & 10 www.palast.berlin

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH 5 www.rlp-tourismus.de

Parkhotel Adler 6 www.parkhoteladler.de

Donaubergland Marketing und Tourismus GmbH 7 www.donaubergland.de

Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell GmbH 7 www.radolfzell-tourismus.de

Rapunzel Naturkost GmbH & Co. KG 8 www.rapunzel.de

ULRICHSHOF & Co. KG 9 www.ulrichshof.com

Die Sonne Frankenberg 10 www.sonne-frankenberg.de

Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH 10 www.rheingau.com

Landratsamt Alb-Donau-Kreis 10 www.tourismus.alb-donau-kreis.de

PLANT-MY-TREE® 11 www.plant-my-tree.de

doppler E. Doppler & Co GmbH 13 www.dopplerschirme.com/de

TravelEssence Deutschland GmbH 14 www.travelessence.de

PETA Deutschland e. V. 15 www.peta.de

nicko cruises Schiffsreisen GmbH 16 www.nicko-cruises.de

NABU (Naturschutzbund Deutschland) e. V. Bundesgeschäftsstelle 17 www.NABU.de/wald-schuetzen

Deutscher Jagdverband e. V. 18 www.jagdverband.de

Aktion Deutschland Hilft e. V. 19 www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Zum Dorfkrug Produktions- und Handelsgesellschaft mbH & Co. KG 20 www.zum-dorfkrug.de

Das Papier dieser Reflex-VerlagPublikation stammt aus verantwortungsvollen Quellen.

Zwischen Heimatliebe und Fernweh

LEITARTIKEL | VON MICHAEL

Die Bundesbürger reisen wie nie zuvor: ans Mittelmeer, in die Ferne und immer wieder gerne auch innerhalb Deutschlands. Doch mit der neuen Reiselust verändern sich auch die Ansprüche an den nächsten Trip. Nachhaltigkeit, Klimarisiken und steigende Kosten prägen zunehmend die Frage, wohin, wann und wie wir Urlaub machen.

Die Deutschen haben 2025 so häufig Urlaub gemacht wie noch nie. Nach ersten Ergebnissen der „Reiseanalyse 2026“ der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen lag der Anteil der Bevölkerung mit mindestens einer Urlaubsreise von fünf Tagen oder mehr bei 80,5 Prozent. Das entspricht rund 57 Millionen Menschen, ein neuer Höchstwert. Gleichzeitig erreichten auch die Ausgaben ein Rekordniveau: Für längere Urlaubsreisen gaben die Deutschen im vergangenen Jahr insgesamt 91,7 Milliarden Euro aus.

Beim Buchen setzt sich ein Trend fort, der schon seit Jahren zu beobachten ist: OnlineBuchungen gewannen weiter an Gewicht, Buchungen im Reisebüro verlieren. Auch künstliche Intelligenz mischt immer mehr mit: Bereits bei jeder fünften Urlaubsreise half sie im vergangenen Jahr bei Information oder Buchung. Auch hier dürfte das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sein.

Reiseziele nah und fern Für dieses Jahr sind laut „Reiseanalyse 2026“ bereits 76 Prozent der Deutschen fest entschlossen, eine Urlaubsreise zu unternehmen; bei 43 Prozent steht das Ziel dafür bereits fest. Und wer sich so sicher ist zu reisen, schaut nicht nur auf den Kalender, sondern vor allem auf die Karte. Und dort zeigt sich schnell: Die Deutschen urlauben gern am Mittelmeer, erkunden aber auch ferne Länder und haben darüber hinaus großes Interesse, die Schönheiten des

eigenen Landes zu entdecken. Insgesamt dominierte laut den Zahlen der „Reiseanalyse“ bei den Reisezielen im vergangenen Jahr weiterhin das Ausland mit einem Marktanteil von 78 Prozent. Auf einzelne Länder runtergebrochen bleibt Deutschland aber mit einem Marktanteil von 22 Prozent als Reisedestination bei den Bundes-

So stark das Ausland lockt, so reizvoll ist auch Deutschland als Reiseziel.

bürgern beliebt. Daneben besonders gefragt sind Spanien, die Türkei, Italien, Griechenland und Österreich. Zugleich wächst das Fernweh: Ziele wie Australien und Neuseeland, die Karibik oder Südostasien stehen für große Reiseversprechen – so zum Beispiel Erlebnisse in schönen Landschaften und Perspektivwechsel.

So stark das Ausland lockt, so reizvoll ist auch Deutschland als Reiseziel – gerade wenn mal nicht so viel Zeit für den Urlaub bleibt. Der Deutsche Reiseverband hat für 2025 die beliebtesten Kurzreiseziele im Inland ausgewertet. Mit 13,3 Prozent liegt Bayern klar auf Rang eins vor Nordrhein-Westfalen (7,6 Prozent), Baden-Württemberg (7,2 Prozent) und Berlin (6,8). Erst danach kommt im Ranking der Kurzurlaubsziele mit Niedersachsen (5,7 Prozent) das erste Land, das Küste bieten kann. Die durchschnittliche Reisedauer lag 2025 bei 12,4 Tagen, das ist etwas weniger als 2024 (13 Tage) und 2023 (13,3 Tage). Zum Vergleich: Im Jahr 1998 lag die durchschnittliche Reisedauer noch bei 15,1 Tagen.

Nachhaltiger unterwegs sein

Mit der wachsenden Reiselust verändert sich auch der Blick auf das Reisen selbst. Erholung

soll gelingen, aber immer öfter auch verträglicher werden – für Klima, Orte und Menschen vor Ort. Rund 83 Prozent der deutschen Reisenden sagen laut einer aktuellen Studie des Portals Booking. com, dass ihnen nachhaltigeres Reisen mittlerweile wichtig oder sehr wichtig ist. Zugleich wirkt der Klimawandel längst in die Urlaubsplanung hinein: Viele prüfen bei der Wahl von Ziel und Reisezeit das Risiko von Extremwetter. Fast drei von zehn Reisenden mussten Pläne deshalb bereits ändern oder stornieren. Auch das Bedürfnis nach mehr Ruhe prägt Entscheidungen. Interessant sind auch die Generationenunterschiede beim Blick auf mehr Nachhaltigkeit beim Reisen. So sagen etwa die Hälfte (51 Prozent) der Babyboomer, dass sie auf ihren Reisen in den vergangenen zwölf Monaten beispielsweise darauf geachtet hätten, dass sie recyclen, verglichen mit 46 Prozent der Gen X, 29 Prozent der Millennials und 34 Prozent der Gen Z.

Der Preis des Reisevergnügens

Allerdings wird Reisen auch immer teurer. Nach Zahlen der Stiftung für Zukunftsfragen lagen die durchschnittlichen Urlaubskosten im Jahr 2025 bei 1.636 Euro pro Person – fast 100 Euro mehr als im Vorjahr und mehr als 500 Euro über dem Niveau von 2015. Auch die Tagesausgaben erreichten mit 130 Euro pro Person einen Höchstwert. Auffällig sind dabei die Unterschiede nach dem Wohnort der Reisenden: Wer in Großstädten lebt, gab im Schnitt 165 Euro pro Reisetag aus, wer auf dem Land wohnt, nur 126 Euro. Mit steigendem Einkommen wachsen nicht nur Reisedauer und -frequenz, sondern auch die Ansprüche: Direktflug statt Umstieg, Hotel statt Hostel, Restaurant statt Selbstverpflegung. So werden Reisekosten fast zum sozialen Seismografen: Sie zeigen, wie unterschiedlich Spielräume, Erwartungen und Möglichkeiten verteilt sind. Reisen bleibt populär, aber die Leichtigkeit des Unterwegsseins ist längst nicht mehr gleich ausgeprägt. 

Die Sächsische Schweiz lässt sich am besten zu Fuß erkunden.
Die Alpen zählen zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen.

Berlin bleibt eine Reise wert

STÄDTETOURISMUS | VON MICHAEL GNEUSS

Die Bundeshauptstadt zieht nach wie vor unter den deutschen Metropolen die meisten Touristen an. Zahlreiche Attraktionen und die Historie der einst geteilten Stadt machen ihren Reiz aus.

Berlin bleibt ein Magnet für Touristen aus aller Welt. Trotz eines leichten Rückgangs von 2,7 Prozent auf 12,4 Millionen Ankünfte von Reisenden im vergangenen Jahr behauptet die Bundeshauptstadt ihre Spitzenposition als meistbesuchte Metropole Deutschlands. Damit zählt Großstadt an der Spree auch zu den beliebtesten Städtereisezielen Europas.

Der Reiz der Geschichte

Die Attraktivität Berlins liegt vor allem in einer einzigartigen Mischung aus Geschichte, Kultur

und urbanem Lebensgefühl. Kaum eine andere europäische Hauptstadt vereint historische Schauplätze, moderne Architektur und alternative Szenekultur auf so engem Raum. Insbesondere die facettenreiche Historie der einst in Ost und West geteilten Stadt fasziniert die Menschen aus anderen Teilen Deutschlands und der Welt. So gehören die Reste der Berliner

Rund 200 Museen sind in der Bundeshauptstadt angesiedelt.

Mauer, der frühere Grenzübergang Checkpoint Charlie sowie die East Side Gallery noch immer zu den wichtigsten Attraktionen der Stadt. Sie erinnern an die Zeit des Kalten Krieges und bieten noch heute Berührungspunkte mit der deutschen Geschichte des vorigen Jahrhunderts.

Viele Museen, Theater und Bühnen Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten gehören nach wie vor das Brandenburger Tor als Symbol der deutschen Einheit sowie der Reichstag mit seiner gläsernen Kuppel. Rund 200 Museen sind in der Bundeshauptstadt angesiedelt.

Die Museumsinsel zählt zum UNESCO-Welterbe. Hinzu kommen circa 150 Theater und Bühnen sowie drei große Opernhäuser. Auch Großveranstaltungen, Messen und Konzerte ziehen zahlreiche Gäste an.

Daneben macht Berlin einfach Spaß aufgrund seiner Vielfalt innerhalb der städtischen Szeneviertel wie Kreuzberg, Prenzlauer Berg oder Friedrichshain. Aber auch mit den vielen Seen, Wäldern und Parks in den inneren und äußeren Bezirken punktet die Hauptstadt. Zudem ist sie für ihre kreative Gastronomie und das pulsierende Nachtleben bekannt.

Anlaufpunkte für Besucher sind unter anderem auch der Fernsehturm am Alexanderplatz, der mit 368 Metern das höchste Gebäude Deutschlands ist. Er bietet in einer Höhe von 203 Metern auf der Aussichtsplattform eine beeindruckende Panorama-Aussicht auf die ganze Stadt. Oft besucht wird auch das HolocaustMahnmal direkt neben dem Brandenburger Tor. Einer der bekanntesten Plätze Berlins ist der Gendarmenmarkt mit dem Konzerthaus sowie dem Deutschen und dem Französischen Dom. Als die „grüne Lunge“ der Stadt wird der Tiergarten bezeichnet, der mit einer Fläche von 210 Hektar die größte innerstädtische Parkanlage Europas ist. 

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Tiefere Einblicke zu diesem Artikel finden Sie hier.

Der Friedrichstadt-Palast in Berlin

BLINDED by DELIGHT – die spektakuläre Grand Show. Lassen Sie sich bei einem Städtetrip nach Berlin von der Stadt und einem traumhaften Showerlebnis verzaubern.

Im Friedrichstadt-Palast werden Träume wahr: Die Grand Show BLINDED by DELIGHT begeistert das Publikum auf der größten Theaterbühne der Welt. Die Gäste tauchen ein in überwältigende Traumwelten voller Fantasie, Emotion und Opulenz. Bereits 350.000 Gäste haben diese außergewöhnliche Show seit der überragenden Premiere im Oktober 2025 schon erlebt.

Wie es wohl wäre, in einer Welt des Glücks aufzuwachen? Luci erwacht in der prachtvollen Traumwelt ihrer ungelebten Wünsche. Atemberaubend ist die Pracht dieser Traumwelt. Und vor ihr – der Mann ihrer Träume. Ein Neuanfang, flüstert ihre Fantasie. Träume platzen, sagt die Vernunft. Ihr Traummann spürt, dass Luci, geblendet von so viel Glück, diesem nicht trauen mag. Doch er weiß, dass sie nur dann eine Chance haben, wenn sie zulassen, dass ihre beiden Welten verschmelzen. Er kämpft

um die Liebe seines Lebens. Luci steht vor der großen Frage, die sich uns allen einmal stellt: Bleiben wir realistisch, oder haben wir den Mut, unsere Träume zu leben?

Auf der Bühne funkeln fast 600 maßgeschneiderte Kostüme von US-Stardesigner Jeremy Scott, der mit Swarovski erneut Millionen Kristalle in Szene setzt. Der Stardesigner arbeitete bereits mit internationalen Ikonen wie Madonna, Lady Gaga oder Rihanna zusammen und prägte 10 Jahre das Modehaus Moschino. Nun bringt er

seine fantasievollen Designs auf die Bühne des Palastes. Ein besonderes Highlight: Das berühmte Chandelier-Dress, das er für Katy Perry zur MET-Gala 2019 entwarf, wurde neu aufgelegt. Darüber hinaus erstrahlt das Markenzeichen des Palastes, die 32-köpfige Kickline, in über vier Millionen Swarovski-Kristallen.

Der Palast ist Europas größtes ShowTheater und steht für spektakuläre Bühnenkunst, die weltweit ihresgleichen sucht. Mit jährlich 700.000 Gästen ist er die Nr. 1 unter den Berliner

Bühnen. Die opulenten Grand Shows bieten einzigartiges Live-Entertainment, tänzerische Perfektion, berührende Songs und atemberaubende Artistik. Das gibt es in diesen Dimensionen nur in Berlin. BLINDED by DELIGHT ist eine überwältigende Erinnerung ans Glücklichsein – mit über 100 Künstlerinnen und Künstlern, die ein traumhaftes Gesamtkunstwerk erschaffen. Wer weiß, vielleicht beginnt jede Veränderung mit einem Traum, der nicht verfliegt.

Der Palast bietet seinen Gästen ein Fühl-Dich-Sicher-Versprechen. Falls Ihnen beim geplanten Besuch etwas dazwischenkommt, kann Ihr am Palast gekauftes Ticket bis zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn auf einen anderen Termin umgebucht oder in einen Gutschein umgetauscht werden. Gilt nicht für Tickets von Drittanbietern. Tickets für BLINDED by DELIGHT unter www.palast.berlin

www.palast.berlin

Die Museumsinsel zählt zum UNESCO-Welterbe.
Über 100 Künstlerinnen und Künstler begeistern in dieser Grand Show der Superlative.

Alte Mauern öffnen neue Türen

RHEINLAND-PFALZ | VON JENS BARTELS

Zwischen Flusstälern, Weinbergen und Höhenzügen verdichtet sich Geschichte zu eindrucksvollen Reisezielen: Burgen wachen über Mosel, Saar und Rhein, Schlösser setzen elegante Akzente in alten Kulturlandschaften. Wer unterwegs ist, entdeckt Aussicht, Architektur und Erzählungen, oft nur wenige Kurven voneinander entfernt.

Rheinland-Pfalz hat auch 2025 gezeigt, wie stabil seine Anziehungskraft ist: 8,9 Millionen Gäste zählten die Beherbergungsbetriebe im vergangenen Jahr – zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen legte um 1,2 Prozent auf 22,6 Millionen zu. Besonders

Geschichte steht hier auf Felsen, an Flüssen und mitten in der Landschaft.

deutlich fiel das Plus in Mosel-Saar aus, auch Mittelrheintal, Rheinhessen und Eifel meldeten Zuwächse. Das passt zu einem Land, in dem das Reisen selten nur eine Richtung kennt: Flüsse führen durch Weinberge, Seitentäler öffnen sich zu Dörfern, und über allem erheben sich

immer wieder Mauern, Türme und Zinnen. Wer hier unterwegs ist, begegnet Geschichte nicht im Museum allein. Sie steht auf Felsen, bewacht Flussschleifen und macht aus einer Wanderung oder Radtour schnell eine Zeitreise.

Qual der Wahl

Entsprechend überrascht es kaum, dass gerade die Regionen mit vielen sehenswerten Burgen und Schlössern zahlreiche Touristen anziehen. An der Mosel gehört etwa die Burg Eltz zu den großen Sehnsuchtsorten: versteckt im Wald, märchenhaft erhalten, fern genug vom Alltag. Über Cochem thront die Reichsburg, die den Fluss fast bühnenhaft rahmt. Im Mittelrheintal reihen sich Burgen so dicht, dass schon die Fahrt zur Aussicht wird: Marksburg, Burg Pfalzgrafenstein, Rheinfels oder Stolzenfels erzählen vom Handel, von Macht und mittelalterlicher Romantik. In Rheinhessen setzt Schloss Herrnsheim bei Worms einen eleganten Akzent, während die Eifel mit Burg Satzvey, Nürburg oder Burg Olbrück eher rau, grün und sagenhaft wirkt. So wird klar: Die Regionen, die touristisch zulegen, besitzen auch jene Bilder, die lange in Erinnerung bleiben.

Gegenwart trifft Geschichte

Zugleich bleibt das Thema in Bewegung. Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rhein-

Oberhalb der rheinland-pfälzischen Stadt Braubach am Rhein thront die Marksburg.

land-Pfalz bündelt 2026 wieder Führungen, Konzerte, Ausstellungen und Familienprogramme an historischen Orten; der Veranstaltungskalender verweist auf mehr als 200 Termine. Auf Burg Trifels etwa machen Entdeckertouren die Reichsgeschichte des Mittelalters für Familien zugänglich, während Schloss Villa Ludwigshöhe mit Formaten zwischen Hofküche, Musik und Geschichte lockt. So werden aus Denkmälern lebendige Reiseziele mit Gegenwart. 

Im Urlaub wollen viele Menschen zurück zur eigenen Balance finden und dabei die Kraft natürlicher Heilmittel erleben. Genau das ist in RheinlandPfalz zu finden: 15 traditionsreiche Heilbäder und Kurorte sind ein beliebtes Ziel für Besucherinnen und Besucher aus aller Welt.

Gesundheit ist eine bewusste Entscheidung und beginnt oft mit einem Ortswechsel. Mit ihren Wellness-Angeboten sind die Kurorte und Heilbäder in Rheinland-Pfalz – etwa in Bad Bertrich, Bad Ems, Bernkastel-Kues oder Bad Bergzabern – attraktive Reiseziele für eine gesunde Erholung.

Ein besonders kostbares Geheimnis bietet Bad Bertrich in der Eifel. Hier sprudelt Deutschlands einzige Glaubersalzthermalquelle. Das 32 Grad Celsius warme Wasser in der Glaubersalztherme verfügt über eine besondere Heilkraft, dient der Entgiftung und fördert die Tiefenentspannung. Egal, ob äußerlich angewendet oder als Trinkkur genossen, ist es ein Quell der Gesundheit und des Wohlbefindens. Ein weiteres Highlight für Ruhesuchende bietet der nahe liegende Landschaftspark Römerkessel.

Eine lange und berühmte Vergangenheit als Kurstadt hat Bad Ems an der Lahn. Im Jahr 2021 wurde der Ort mit seinen prachtvollen Gebäuden in den Kreis der „Great Spa Towns of Europe“, der großen Badeorte in Europa, aufgenommen und ist seither UNESCO-Welterbe. Mit seinen mineralhaltigen Quellen, der Therme und seiner eleganten Bäderarchitektur steht Bad Ems für eine ideale Verbindung von Tradition, Ruhe und Gesundheitskultur. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich Spaziergänge auf der Kurpromenade entlang der Lahn ebenso wie Trinkkuren an historischen Brunnen wie etwa dem Emser Kränchen.

Wellnessauszeit auf der Sonnenterrasse der Flusssauna der Therme in Bad Ems

In Bernkastel-Kues an der Mosel finden Reisende im Kurpark auf dem Kueser Plateau hoch über dem Ort eine Vielzahl neuer Besucherattraktionen. Erschlossen wird der neue Kurpark durch einen 6,4 Kilometer langen „Schöpfungsweg“. Im Park selbst gibt es einen Aussichtshügel mit Kräutertreppe, einen Moorgarten sowie eine Teichanlage und einen Senk- und Nebelgarten. Darüber hinaus wurde ein neuer Klimapavillon geschaffen. Für sportlich Ambitionierte stehen ein Beachvolleyballfeld und ein Outdoor-Fitnessbereich zur Verfügung. Es ist gerade die Bewegung in der Natur, die hier zu einer sanften Aktivierung durch Luft, Landschaft und Achtsamkeit führt.

Rund zehn Kilometer von der französischen Grenze entfernt lädt das WinzerStädtchen Bad Bergzabern ein. Es ist als Kneipp-Heilbad prädikatisiert und genau der richtige Ort zum Entspannen. In einem einzigartigen Naturidyll rund um Bad Bergzabern finden Besucherinnen und Besucher hier etwa in der Südpfalz Therme Erholung in heilwirksamem Thermalwasser. Beliebt sind auch Wechselbäder und Wassertreten nach Kneipp im Kurpark. Weitere Informationen zu den Heilbädern und Kurorten in Rheinland-Pfalz gibt es online unter www.rlp-tourismus.de/wellness

Mehr als Kuckucksuhr und Kirschtorte

URLAUB IM SCHWARZWALD | VON PIA WEGENER

Dichte Wälder, unzählige Wanderwege und abwechslungsreiche Kulinarik: Nicht ohne Grund gilt der Schwarzwald als eines der gefragtesten Urlaubsziele in Deutschland. Rund 9,3 Millionen Besucher kamen allein im vergangenen Jahr in den Südwesten Baden-Württembergs. Einen Großteil machten erneut Urlauber aus dem Inland aus. Aber auch Reisende aus Italien, Spanien und den benachbarten Ländern haben den Schwarzwald und seine Vielfalt längst für sich entdeckt.

Auf 6.000 Quadratkilometern breitet sich in Baden-Württemberg eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen aus: Der Schwarzwald lockt vor allem in den Sommermonaten mit seinen rund 150 Wasserfällen, einem 1.250 Meter langen Baumwipfelpfad, der

Hirschgrund-Zipline und etwas über 24.000 Kilometer Wanderwegen Besucher aus dem Inund Ausland an. Besonders beliebt bei Urlaubern: Freiburg – und der Europa-Park Rust.

Abwechslung für Familien

Gefragte Aktivitäten sind Wandertouren, etwa zum höchsten Berg des Nationalparks, dem Feldberg, und Ausflüge zu einem der vielen ausgezeichneten Restaurants und Gasthöfe des Schwarzwalds, in denen sich die schwäbisch-elsässische Küche entdecken lässt. Auch Kinder kommen im Schwarzwald auf ihre Kosten. Auf den Kinderpfaden können

An verregneten Tagen lockt das Badeparadies Schwarzwald mit Tropen-Feeling.

sie erste Wandererfahrungen sammeln oder auf der längsten Rodelbahn Deutschlands, am Hasenhorn, Nervenkitzel erleben. Hinzu kommen einige Freizeitparks, Motto-Spielplätze und Kletterwälder. An verregneten Tagen lockt außerdem das Badeparadies Schwarzwald in Titisee mit ganzjährigem Tropen-Feeling.

Kulturprogramm mit Kunst und Design Wer lieber Kultur statt Natur erleben will, kann einen Ausflug nach Freiburg einplanen. Oder von August bis September dabei sein, wenn sich das Karlsruher Schloss im Rahmen der Schlosslichtspiele in ein digitales Kunstwerk verwandelt. In diesem Jahr stehen die „Lightyard Stories“ unter dem Motto „Visionen urbaner Lebensräume“ und beleuchten die besondere Architektur der UNESCO City of Media Art. Wechselnde Kunstausstellungen wiederum finden Besucher in der Kunsthalle Messmer in Riegel am Kaiserstuhl. Um Design und Ästhetik dreht sich alles im Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Bis zu zehn Ausstellungen pro Jahr bieten eine breite Themenpalette aus Design und Architektur, die abwechselnd im Museumsbau von Frank Gehry, im Schaudepot oder an anderen Orten auf dem Vitra Campus gezeigt werden.

Parkhotel Adler – Gastgeber seit 580 Jahren

Wer in diesem exklusiven Haus inmitten des Hochschwarzwalds ankommt, spürt sofort die entspannende Atmosphäre – kein Wunder, denn auf diesem Anwesen am Ortsrand von Hinterzarten wird seit 1446 geurlaubt.

Über 90 Prozent des historischen Hotels ließ Katja Newman, Geschäftsführerin in der 16. Familiengeneration, in den vergangenen Jahren renovieren. Das moderne Interieur harmoniert ausgezeichnet mit den verbliebenen traditionell gestalteten Bereichen. Beides zusammen macht das bekannte Parkhotel-Adler-Wohlfühlambiente aus. Dem Guide Michelin war das Gesamtangebot erstmals einen Key wert – vor einigen Monaten

traf die Auszeichnung ein und wurde vom Team gebührend gefeiert!

Stimmungsvoller Urlaub

In diesem Kleinod von einem Hotel spielt das Wetter keine große Rolle. Hier findet garantiert jeder seinen Lieblingsplatz. Die vielen Rückzugsorte in den charmanten Gebäuden sowie im weitläufigen Privatpark bieten auch bei einem längeren Aufenthalt ausreichend Raum. Der imposante Wellnesspavillon mit Außenbereich im Grünen beeindruckt durch seine Glasarchitektur und Besonderheiten wie eine Erd-Feuer-Sauna. Für den Sommer sei die Buchung einer luxuriösen Residenz Junior Suite oder der Adler Suite – beide mit Terrasse zum Hotelpark hin – empfohlen.

Essgenuss in außergewöhnlich stimmungsvoller Atmosphäre Unter dem mächtigen Dach des Schwarzwaldhauses von 1639 liegt das Restaurant „Adler Stuben“ mit fünf Räumen in unterschiedlichen Stilrichtungen. Sie bilden den passenden Rahmen für die wunderbaren Gerichte der Küchenmannschaft unter der Leitung von Bernhard König,

der als ausgebildeter Gewürzsommelier die geschmackliche Richtung prägt. An der schicken Bar in der Designer-Lobby lässt sich der Tag unterhaltsam ausklingen – am Samstag mit Live-Musik.

www.parkhoteladler.de

Die Genusspension mit Frühstück vom Buffet und drei weiteren Mahlzeiten am Tag ist in den Übernachtungspreisen für Erwachsene enthalten, ebenso weitere Extras wie die Greenfee für den benachbarten 18-Loch-Golfplatz. E-Bikes können gemietet werden. MEHR INFORMATIONEN

Mit seinen historischen Fassaden lädt Gengenbach zum Spazieren ein.
Auf bis zu 1.300 Meter erheben sich die saftiggrünen Hügel rund um Schönau im Schwarzwald.

Bewegung trifft Seeblick

BODENSEE | VON JENS BARTELS

2025 wurde der Bodensee erneut zum beliebtesten See in der Bundesrepublik gewählt. Zwischen Mainau, Marienschlucht und neuen Radrouten zeigt die Region, wie viel Abwechslung auf begrenztem Raum möglich ist und warum sie Jahr für Jahr so viele Menschen anzieht.

Der Bodensee hat es wieder geschafft. Bei der Publikumswahl des Portals Seen.de wurde er 2025 erneut zum beliebtesten See Deutschlands gekürt und setzte sich damit in einem Feld von mehr als 2.000 Seen und über 300.000 abgegebenen Stimmen durch. Das passt zu seinem Profil. Kaum eine andere Destination verbindet

Ein besonderes Ereignis feiert 2026 die Marienschlucht am Überlinger See.

so mühelos Wasser, Weite und Abwechslung. Der See ist groß genug für das Gefühl von Ferien am Meer und zugleich nahbar genug für spontane Pausen am Ufer, Schiffsfahrten oder Baden in lauschigen Buchten abseits des Trubels. Aktivurlaub beginnt hier oft ohne großen Plan: morgens ein Sprung ins Wasser, später mit dem

Rad am Ufer entlang, abends ein Glas Wein mit Alpenblick.

Kurze Wege garantiert

Wer den deutschen Bodensee entdecken will, landet schnell bei seinen Klassikern und merkt dann, wie gut sie sich kombinieren lassen. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten zählen die Insel Mainau mit ihrer Gartenpracht, die UNESCO-Welterbestätten Klosterinsel Reichenau oder das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen. Sie stehen für das, was Bodenseeurlaub so reizvoll macht: große Bilder, aber kurze Wege. Morgens Blumeninsel, mittags Fisch am Hafen, nachmittags Geschichte im Museum und dazwischen immer wieder der Blick aufs Wasser. Ein besonderes Ereignis feiert 2026 die Marienschlucht am Überlinger See. Nach elf Jahren Sperrung ist sie pünktlich zum Start der Wandersaison seit diesem Jahr wieder erlebbar. Herzstück ist der neue Panoramasteg aus Stahl, der aus Sicherheitsgründen nicht mehr durch den Grund der Schlucht führt, sondern darüber hinweg und damit spektakuläre Ausblicke eröffnet.

Genuss und Aussichtspunkte Besucher, die auf ganz viel Bewegung setzen, landen fast automatisch im Sattel. Praktisch hierbei: Ab Sommer 2026 lädt der Landkreis Konstanz mit einem neuen, einheitlich beschilderten

Von den höchsten Alb-Gipfeln bis zum „Schwäbischen Grand Canyon“.

Zwischen Schwarzwald, Bodensee und Schwäbischer Alb liegt mit dem Donaubergland eine der eindrucksvollsten Naturregionen Süddeutschlands. Rund um Tuttlingen an der Donau – dort, wo die höchsten Tausender der Schwäbischen Alb, weite Hochflächen und die Täler der Jungen Donau aufeinandertreffen – tut sich der „Schwäbische Grand Canyon“ mit markanten Felsformationen auf. Besucher erleben hier Natur, weite Ausblicke und Ruhe fernab des Alltags.

Mit der Donauversickerung prägt ein weltweit einzigartiges Naturphänomen die Region. Je nach Jahreszeit verschwindet die Donau teilweise oder

vollständig im Erdboden und tritt in Richtung Bodensee wieder zutage.

Das Donaubergland für Aktivurlauber und Genießer Prämierte Wanderwege wie der Donauberglandweg oder die „DonauWellen“ führen zu eindrucksvollen

Aussichtspunkten. Für Radfahrer birgt das „DonauBikeland“ echte Geheimtipps: 90 der schönsten Kilometer des Donauradwegs verlaufen hier! E-Bike-Genusstouren und weitere Routen verbinden Naturerlebnis mit regionaler Gastlichkeit.

Kulturelle Vielfalt

Von der Musikstadt Trossingen, dem Southside Festival über die Mittelalter-Klosterbaustelle „Campus Galli“ bis zum Freilichtmuseum Neuhausen: Museen, Feste und regionale Spezialitäten runden das Erlebnis ab und machen das Donaubergland zu einem Reiseziel für Natur- und Kulturgenuss.

PER PEDAL ZUM BODENSEE

Wer den Bodensee mit dem Rad ansteuern möchte, findet im SchwäbischeAlb-Radweg eine der reizvollsten Routen Süddeutschlands. Von Donauwörth aus führt der Radweg auf 416 Kilometern durch die gesamte Schwäbische Alb bis direkt ans „Schwäbische Meer“. Die Strecke verbindet Naturerlebnis und sportliche Herausforderung: Sanfte Anstiege wechseln sich mit aussichtsreichen Hochflächen ab, tiefe Täler und spektakuläre Felsformationen säumen den Weg. Besonders eindrucksvoll: die Durchquerung des UNESCO-Geoparks mit seinen Höhlen und Fossilienfundstätten. Unterwegs laden Burgen, Klöster und gemütliche Gasthöfe zur Rast ein. Die Region ist hervorragend auf Radtouristen eingestellt – Gepäcktransport und E-Bike-Ladestationen inklusive.

Radwegenetz dazu ein, die westliche Bodenseeregion auf rund 860 Kilometern zu entdecken. Die neue Genuss-Route sammelt dabei nicht einfach nur Kilometer, sondern verbindet Höfe, Hofläden, Aussichtspunkte, kleine Orte und kulinarische Stopps miteinander. Zwischen Konstanz, Radolfzell, Allensbach und der Höri entsteht so ein Radurlaub, der nicht auf sportliche Höchstleistung zielt, sondern auf schöne Übergänge: vom See ins Hinterland, vom Picknickplatz zur Fähre, vom Biohof zum Badesteg. 

Ursprung und Tradition, Natur und Kultur, Einkaufen, Schlemmen, Feiern und Erleben – das ist Radolfzell.

Sanft eingebettet in die Schönheit der Natur, liegt am westlichen Bodensee die charismatische „Kleinstadtperle“ Radolfzell. Das Städtchen wird von Einheimischen als Ort mit hoher Lebensqualität geschätzt und ist für Touristen ganzjährig eine beliebte Destination für Urlaub und Tagesausflüge. Kopfsteinpflaster, Einkaufsvergnügen und Einkehr, die historische Altstadt Radolfzells ist definitiv einen Besuch wert. Der Wochenmarkt am Mittwoch und am Samstag ist weit über die Stadtgrenze hinaus beliebt. In den Sommermonaten wartet der Abendmarkt mit seinen kulinarischen regionalen Köstlichkeiten auf, aber auch sonst hat Radolfzell einiges zu

MEHR INFORMATIONEN

Im Jahr 2026 blickt Radolfzell auf 1. 200 Jahre Stadtgeschichte zurück – ein eindrucksvolles Jubiläum, das die Vergangenheit würdigt, die Gegenwart feiert und den Blick nach vorn richtet. Unter dem Motto „Geschtern. Heit. Morge.“ stehen die Feierlichkeiten ganz im Zeichen von Tradition, Vielfalt und Zukunftsvision.

bieten. Wer aufs Wasser möchte, kann sich in Radolfzell unter anderem zwischen einer Rundfahrt mit der Solarfähre HELIO und einem Ausflug auf dem Bodensee-Kursschiff entscheiden. Sie sind perfekte Aussichtsposten für weite Blicke über den westlichen Bodensee.

Radolfzell, am nordwestlichen Ufer des Untersees, ist die drittgrößte direkt am Bodensee gelegene Stadt und gilt als heimliche „Umwelthauptstadt Deutschlands“. In den 10 Naturschutzgebieten auf städtischer Gemarkung ist Natur erlebbar, spürbar und spielt ebenso für die Freizeit, das gastronomische Angebot sowie für die Forschung und Umwelt eine bedeutende Rolle.

www.donaubergland.de

Wo der Zeitgeist zu Hause ist

AUSFLUGSZIEL ALLGÄU | VON JENS BARTELS

Alpwirtschaft, Kneipp-Tradition oder regionale Küche: Das Allgäu, ganz im Süden Deutschlands gelegen, passt erstaunlich genau zu den Reisewünschen von 2026. Natur, Ruhe und echte Lebensmittel werden wichtiger. Zugleich suchen viele Bundesbürger nach Orten, in denen Nachhaltigkeit nicht als Label, sondern als Alltag erlebbar ist.

Wenn Reiseziele 2026 vor allem eines leisten sollen, dann Erdung. Genau das zeigt der aktuelle Reisetrend-Check von TUI und Appinio mit 2.000 Befragten in Deutschland. 34,9 Prozent von ihnen bezeichnen Natur und Landschaft bei der Auswahl des Reiseziels als besonders wichtig. Gleichzeitig ist das Thema Natur mit 28,7 Prozent auch das am meisten gepostete Motiv im Urlaub. Klar ist also: Aufenthalte in der Natur zählen momentan zu den beliebtesten Urlaubsaktivitäten der Deutschen überhaupt. Das erklärt, warum das Allgäu gerade so gut in

die Zeit passt. Hier wirkt Natur nicht wie Kulisse, sondern wie Alltag: Almwiesen statt Animation, Bergpfade statt Dauerprogramm, Dörfer mit Hofläden statt austauschbarer Erlebniswelten. Wer Naturerlebnisse sucht, findet im Allgäu keine Inszenierung, sondern ein Reiseziel, das aus seiner Landschaft und Landwirtschaft und seinem Rhythmus heraus attraktiv ist.

Schlossblick mit Welterbe Zu diesem Naturbild gehört im Allgäu auch eine große Ikone: Schloss Neuschwanstein. Das meistbesuchte Schloss Deutschlands wurde im vergangenen Jahr in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Für das Allgäu ist das mehr als ein touristischer Prestigegewinn. Der Titel lenkt

Mehr als zwei Drittel der Deutschen wollen nachhaltiger verreisen.

den Blick stärker auf das Zusammenspiel von Landschaft, Architektur und kulturellem Erbe. Neuschwanstein steht weiter für die große Sehnsuchtskulisse, bekommt aber zugleich ein neues Gewicht als Ort von international anerkannter kulturhistorischer Bedeutung. Für Reisende ist das eine Einladung, den Blick zu weiten: weg vom schnellen Fotostopp hin zur Frage, wie Naturraum und Kulturerbe im Allgäu zusammenwirken.

Nachhaltig leben

Noch konkreter wird das Thema in Bad Hindelang. Dort ist die hochalpine Allgäuer

Alpwirtschaft als immaterielles UNESCO-Kulturerbe anerkannt. Das ist keine folkloristische Randnotiz, sondern ein Hinweis auf ein funktionierendes System: extensive Bewirtschaftung, Artenvielfalt, regionale Produktion und gelebte Tradition greifen hier ineinander. 2025 kam ein weiteres Signal hinzu: Der Ferienort Bad Hindelang wurde im vergangenen Jahr im Rahmen des weltweiten Wettbewerbs „Best Tourism Villages by UN Tourism“ ausgezeichnet. Erstmals überhaupt wurden deutsche Orte im Wettbewerb nominiert. Die Gemeinde zählt damit zu den 185 Ortschaften weltweit, die diesen begehrten Titel seit 2021 erhalten haben. Gewürdigt wurden vor allem Nachhaltigkeit, kulturelles Erbe und zukunftsfähiger Tourismus.

Genau darin zeigt sich, warum das Allgäu für viele so glaubwürdig wirkt: Bio-Landwirtschaft und regionale Spezialitäten sind hier kein Marketingaufschlag, sondern oft die Basis. Bergkäse, Heumilchprodukte, Kräuter, Wild oder Brot aus regionalem Handwerk verbinden Geschmack mit kurzen Wegen. Dazu kommt die Kneipp-Tradition wie etwa in Bad Wörishofen, wo Wasser, Bewegung, Ernährung und Ordnung seit jeher zusammengedacht werden.

Modell mit Zukunft

Dass dieses Modell Zukunft hat, zeigt auch der Blick auf die Reisenden selbst. Laut einem 2025 veröffentlichten Bericht des Umweltbundesamts wollen mehr als zwei Drittel der Deutschen nachhaltiger verreisen. Nur spiegelt sich dieser Wunsch bislang nicht immer im tatsächlichen Verhalten. Gerade darin liegt eine Chance für das Allgäu: Die Region macht nachhaltigen Urlaub leicht, ohne ständig darüber zu reden. 

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BAYERISCHER WALD | VON JENS BARTELS

Das Mittelgebirge im Osten des Freistaats ist wie gemacht für Ferien mit Kindern: viel Natur, kurze Wege zu echten Erlebnissen und genug Platz zum Toben, Staunen und Durchatmen. Mit Baumwipfeln, Naturseen, Wasserfällen, Glashütten oder Bergwerkstollen zeigt die Region, warum Familienurlaub nicht laut sein muss, um lange in Erinnerung zu bleiben.

Wenn Kinder den Urlaub planen dürften, sähe er ziemlich anders aus als in vielen Prospekten. Dies zeigt eine aktuelle Marriott-Bonvoy-Studie, für die in diesem Frühjahr in Deutschland 2.000 Eltern und Kinder zwischen fünf und sechzehn Jahren befragt wurden. Demnach gehört für 64 Prozent der Kinder die freie Auswahl am Frühstücksbüfett in der Unterkunft zu einem gelungenen Sommerurlaub, 56 Prozent finden lange aufbleiben großartig und fast genauso viele würden am liebsten Eis zum Mittag essen. Mehr als jedes zweite Kind genießt es außerdem, das Zimmer nicht selbst aufräumen zu müssen. Was Kinder dagegen gar nicht mögen, ist ebenso klar: 58 Prozent nennen Langeweile als schlimmsten Urlaubsfaktor, 43 Prozent wollen nicht zu Aktivitäten gezwungen werden, die vor allem Erwachsene glücklich machen. Für Familien ist das eine klare Botschaft: Gesucht werden keine komplizierten Programme, sondern Orte, an denen Kinder sich bewegen, entdecken und mitreden dürfen.

Hoch hinaus und nah ans Wasser Auf diese Wünsche antwortet der Bayerische Wald mit Naturerlebnissen, die groß genug für Abenteuer und unkompliziert genug für Familien sind. Ein Höhepunkt ist der Baumwipfelpfad im

SPIELE-IDEEN

• Kennzeichen-Bingo: Wer zuerst fünf Kennzeichen aus verschiedenen Regionen entdeckt, gewinnt.

• Reise-Safari: Kinder suchen unterwegs Dinge wie rote Scheune, Brücke oder Kuhherde und haken sie ab.

• Geschichten-Kette: Einer beginnt mit einem Satz, und jeder Mitreisende erzählt die Reisegeschichte ein Stück weiter.

Nationalpark Bayerischer Wald bei Neuschönau: 1.300 Meter lang, barrierearm angelegt und mit weitem Blick bis zu den Alpen. Ebenfalls beliebt ist der Waldwipfelweg in Sankt Englmar, der mit seinem 370 Meter langen Steg, einem 52 Meter hohen Turm und einem Naturerlebnispfad vor allem für Kinder viel Entdeckerpotenzial bietet. Wer Wasser mag, findet an Naturseen und Naturbädern sommerliche Ruhe ohne viel Chichi. Und für Familien mit etwas Kondition ist etwa der „Wildes-Wasser-Weg“ bei Bodenmais ein Volltreffer. Die Strecke ist rund zwölf Kilometer lang und ist je nach Tempo in etwa vier bis fünf Stunden zu bewältigen, inklusive der beiden höchsten

Wasserfälle des Bayerischen Waldes. So wird Wandern hier nicht zur Pflichtübung, sondern zur Schatzsuche in nasser, grüner Kulisse.

Glas und dunkle Stollen

Nach so viel Wald darf es im Familienurlaub auch einmal funkeln und unterirdisch werden. Im Bayerischen Wald gehören Glashütten seit Jahrhunderten zur regionalen Identität, und gerade in Bodenmais wird daraus ein Ausflug, der Handwerk und Mitmachen verbindet. Familien können nicht nur zusehen, wie Glas geformt wird, sondern bei Aktionen selbst kreativ werden. Direkt dazu passt das historische Besucherberg-

Die Region bietet viel Natur ohne lange Transferzeiten.

werk Silberberg in Bodenmais. Dort führt ein rund 600 Meter langer Stollen in die Welt des alten Bergbaus, kindgerecht, eindrucksvoll und mit genau der Portion Dunkelheit, die Abenteuer ausmacht. Die Mischung ist ideal: erst flüssiges Glas und Feuer, dann kühler Fels und Geschichten unter Tage. So zeigt der Bayerische Wald, dass Familienurlaub nicht zwischen Bildung und Spaß wählen muss. Hier geht beides in einem

Im

Tag und fühlt sich nicht nach Programm, sondern nach Entdecken an.

Am Ende entscheidet Mama Und wer trifft die letzte Entscheidung über den Familienurlaub? Auch dazu gibt es eine Zahl. Laut einer Studie von Kids & Fun Consulting, für die 2.500 Mütter im deutschsprachigen Raum befragt wurden, hat meist Mama das letzte Wort. Für 90 Prozent der befragten Mütter sind dabei gemeinsame Erlebnisse mit der Familie besonders wichtig. 77 Prozent achten stark auf den Preis, zugleich spielen kinderfreundliche Angebote, gute Infrastruktur und kurze Wege bei der Urlaubsentscheidung eine große Rolle. Genau deshalb passt der Bayerische Wald so gut in die Gegenwart: Die Region bietet viel Natur ohne lange Transferzeiten, viele Ausflugsziele auf kleinem Raum und Erholung, die auch Eltern entlastet. Dazu kommen familienfreundliche Unterkünfte, überschaubare Orte und genug Freiraum, damit Kinder nicht nur beschäftigt werden, sondern den Urlaub als ihr eigenes Abenteuer erleben können. 

Familienglück im Bayerischen Wald

Nature • Family • Design: Im ULRICHSHOF verschmelzen Naturerlebnis, stilvolles Design und grenzenloser Familienspaß zu einem Urlaubskonzept, das Kinder begeistert und Eltern entspannt.

Mitten im Bayerischen Wald, in Zettisch bei Rimbach, empfängt der ULRICHSHOF seine Gäste als 4-Sterne-Superior-Resort mit Geschichte und Zukunft. Was einst als Bauernhof begann, ist heute ein 64.000 Quadratmeter großes Refugium für Familien, die Komfort, Erlebnis und Erholung vereinen möchten. Schon beim Ankommen entsteht Wohlgefühl: eine lichtdurchflutete Lobby mit Schaukeln, viel Grün und gemütlichen Rückzugsorten. Die modernen Suiten verbinden warme Holzarchitektur mit zeitlosem Design. Für besondere Momente sorgen exklusive Pool-Suiten sowie ein Penthouse mit privatem Infinity-Pool. Herzstück

für kleine Gäste ist die 10.000 Quadratmeter große Spiel-KISTE – ein Paradies mit Kletterwelt, Trampolin, Autoskooter und liebevoll betreuter Kinderwelt. Draußen locken Waldspielplatz, Reitstall und Schlittenhügel zu Abenteuern in der Natur. Auf 5.500 Quadratmetern entfaltet sich eine Wellnesswelt für die ganze Familie: Während Kinder im Felsen-BAD toben, genießen Erwachsene Ruhe im Eltern-SPA oder entspannen bei Anwendungen im Wald-SPA. Kulinarisch begeistert das Panorama-Restaurant „OHM“ mit Ausblick und feiner Küche. Die inkludierte Wohlfühlpension rundet das Erlebnis ab – für einen Familienurlaub, der lange nachklingt.

Deutschland steckt voller Überraschungen: Von der Küste bis zu den Alpen, vom Bodensee bis Berlin – unsere Karte zeigt einige der schönsten Reiseziele der Republik. Folgen Sie uns, und entdecken Sie Deutschland einmal anders.

Reise-Highlights in Deutschland

Rheingau

Rheingau | Wandern in der Rieslingheimat Rheingau – wo sich Wein, Natur, Kultur und Geschichte auf besondere Weise verbinden. Geprägt vom Rhein, weiten Ausblicken und lebendiger Kultur, lädt der Rheingau zu genussvollen Wanderungen zwischen sonnigen Weinbergen auf den Riesling Schleifen oder stillen Ruhepunkten auf dem Rheingauer Klostersteig ein. www.rheingau.com

Die Sonne Frankenberg Frankenberg | Im nordhessischen Frankenberg, nahe dem Nationalpark Kellerwald-Edersee, verbindet das Boutique-Hotel „Die Sonne Frankenberg“ Weinkultur, Genuss und echte Erholung. Eingebettet in ein modernisiertes Fachwerk-Ensemble, bildet die Gastronomie das Herzstück des Hauses: Im Sterne-Restaurant Philipp Soldan und in den Sonne Stuben treffen regionale Produkte auf internationale Handschrift. Als ruhiger Gegenpol bietet das „Sonne Spa“ Raum für erholsamen Rückzug. www.sonne-frankenberg.de

FRANKENBERG

RHEINGAU

Schwäbische Alb und junge Donau

Alb-Donau-Kreis | Ein sonniges Urlaubsziel im Süden Deutschlands – gut gegen Fernweh und ganz in Ihrer Nähe. Im Alb-Donau-Kreis können Sie wunderbar Aktivurlaub machen und dabei berührende Orte, Natur und Kulinarik erleben. Auf 20 Eiszeitpfaden durch urzeitliche Täler wandern und Höhlen, Felsen und blaue Quellen entdecken. Oder mit dem E-Bike eine von 23 Fahrrad-Erlebnistouren machen. Der Alb-DonauKreis gehört zum UNESCO-Geopark Schwäbische Alb und ist Teil des UNESCO-Biosphärengebiets Schwäbische Alb. www.tourismus.alb-donau-kreis.de

Friedrichstadt-Palast Berlin | Die einzigartige Grand Show BLINDED by DELIGHT im Friedrichstadt-Palast Berlin nimmt Sie mit auf eine bewegende Reise in die Welt der Träume und des Glücks. Erleben Sie blendende Show-Unterhaltung mit über 100 wundervollen Künstlerinnen und Künstlern auf der größten Theaterbühne der Welt – einfach traumhaft schön! www.palast.berlin

© Nady
El-Tounsy
ALB-DONAU-KREIS

Über 90 Prozent des jungen Waldes bestehen aus natürlicher Verjüngung, das heißt der Wald erneuert sich durch das Keimen aus den Samen bestehender Bäume.

Mit 53 Prozent sind Rehe über das Jahr hinweg die häufigsten Verkehrsopfer, gefolgt von Hasen und Kaninchen mit jeweils 11 Prozent.

32 Prozent der gesamten Landfläche Deutschlands sind bewaldet. Das sind circa 11,5 Millionen Hektar Wald.

SCHON GEWUSST?

26.951 Tonnen regionales Wildbret vermarkteten Jägerinnen und Jäger in der Saison 2023/24. Umgerechnet in Wildbratwürste, wären das 270 Millionen Stück.

„Die Rückkehr der Verantwortung”

Abkommen stagnieren und Berichtspflichten weichen, doch die Klimafrage bleibt existenziell. Was ist uns unsere Lebensgrundlage wert? Sören Brüntgens gehörte mit PLANT-MY-TREE® europaweit zu den ersten Akteuren und bricht das globale Problem auf die Fläche vor unserer Haustür herunter. Ein Gespräch über die Rettung heimischer Ökosysteme, echte Verantwortung und die Kraft des ersten Schritts.

Herr Brüntgens, viele Menschen fühlen sich angesichts der globalen Krisen machtlos. Woher nehmen Sie Ihren Optimismus? Machtlosigkeit entsteht oft, wo der Bezug zur Wirkung verloren geht. Wenn wir nur auf Kurven und globale Statistiken schauen, wirkt das Problem erdrückend. Aber Nachhaltigkeit ist keine Theorie, sondern Praxis. Ich sage immer: Machen ist wie Wollen, nur besser. Sobald man aktiv wird, wandelt

Sören Brüntgens: „Den Wald als Erbe bewahren.“

sich Ohnmacht in Wirksamkeit. Wir sehen jeden Tag, dass Veränderung möglich ist. Es ist ein sinnstiftendes Gefühl, Teil eines Prozesses zu sein, der über das eigene Leben hinausreicht.

Die Wirtschaft blickt gerade auf regulatorische Lockerungen. Besteht die Gefahr, dass der Naturschutz jetzt wieder zur Nebensache wird? Wer Naturschutz nur als Pflicht versteht, verpasst

Circa 48 Prozent des deutschen Waldes befinden sich in Privatbesitz. 29 Prozent gehören den Bundesländern.

Auf 72 Prozent der deutschen Waldfläche stehen die vier häufigsten Baumarten: Kiefer, Fichte, Buche und Eiche. Die Kiefer hat die Fichte als häufigste Baumart abgelöst.

das Wesentliche. Die ökologische Frage ist ethisch: In welcher Welt wollen wir leben? Unternehmen müssen heute Integrität zeigen. Partner kommen zu uns, um das Richtige zu tun, nicht weil Gesetze es fordern. Ein Wald vor der Tür ist ein greifbares Zeichen und lädt dazu ein, Teil einer positiven Geschichte zu werden.

Was macht ein nachhaltiges Aufforstungsprojekt heute aus? Es geht um Biodiversität und Langfristigkeit. Die Zeit der Monokulturen ist vorbei; wir müssen heute die stabilen Mischwälder von morgen pflanzen. Ein komplexer Prozess, der Geduld erfordert. Wir kombinieren gezielt Arten für ein resilientes Ökosystem, das Wasser speichert und Tieren Rückraum bietet. Ein solcher Wald ist kein kurzfristiges Produkt, sondern ein Organismus, den wir über Jahrzehnte schützen und pflegen.

Welches Vermächtnis möchten Sie mit PLANT-MY-TREE® hinterlassen? Ein Erbe für Generationen! Wir möchten Brücken bauen zwischen Ökonomie und Umwelt. Unser Ziel ist es, Flächen über unsere Stiftung generationenübergreifend zu sichern. Wenn wir heute Bäume pflanzen, tun wir das für die Kinder, die in 50 Jahren dort spazieren gehen. Es geht darum, Spuren zu hinterlassen, auf die man stolz sein kann. Der Wald ist unser Erbe, und es liegt in unserer Hand, dieses zu bewahren und zu vergrößern.

www.plant-my-tree.de

MEHR INFORMATIONEN

PLANT-MY-TREE® verwandelt seit 2007 unternehmerische Verantwortung in geschützte Mischwälder direkt vor unserer Haustür.

Quellen: Bundeswaldinventur, 2025; Verbandsbericht des Deutschen Jagdverbandes, 2025

Sommerglück vom Grill und aus dem Garten

REZEPTE

Flammkuchen Elsässer Art vom Grill

Zutaten

• 220 g Mehl (Type 405 oder 550)

• 2 EL Olivenöl

• 120 ml Wasser

• Salz

100 g Schmand

Zubereitung

Zutaten für

Zubereitungszeit

• 100 g Crème Fraîche

• 1 halbe Zwiebel

• 60–80 g Speckwürfel

• Pfeffer

Pizzastein oder Plancha 10 bis 15 Minuten aufheizen. Mehl, 2 EL Olivenöl, 120 ml Wasser und eine Prise Salz miteinander vermengen und gut durchkneten. Teig ausrollen und mit Schmand-und-Crème-Fraîche-Mixbestreichen. Mit geschnittenen Zwiebeln und Speckwürfeln belegen, pfeffern. Pizzaschieber mit Mehl bestreuen, damit der rohe Flammkuchen problemlos vom Brett auf den Pizzastein rutscht. Flammkuchen auf den Pizzastein schieben. Mit geschlossenem Deckel benötigt der Flammkuchen 4 bis 6 Minuten. Nach circa 2 bis 3 Minuten Flammkuchen drehen.

Gefüllte Hähnchenbrustfilets

Zutaten

150 g Rucola

• 60 g Rauchmandeln

• 60 g Parmesan (gerieben)

• 20 g Kapern

• 60 ml Olivenöl

• 2 Büffel-Mozzarella

• Salz und Pfeffer

Zubereitung

Zutaten für

Zubereitungszeit

4 Hähnchenbrustfilets

• 2 Birnen

• 300 g Rotkohl (Kühlung)

• 25 ml Apfelessig

• 2 EL Ahornsirup

• 20 ml Haselnussöl

Für das Pesto 100 g Rucola mit Mandeln, Parmesan, Kapern und 50 ml Olivenöl pürieren. Für die Füllung Mozzarella klein schneiden, mit einem Drittel des Pestos mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Hähnchenbrustfilets seitlich einschneiden, mit Mozzarella-Mischung füllen, verschließen, mit restlichem Olivenöl einreiben und bei indirekter mittlerer Hitze bei geschlossenem Deckel 6 bis 8 Minuten grillen. Dann wenden und weitere 10 Minuten grillen. Inzwischen Birnen vierteln, entkernen und würfeln. Rotkohl mit Apfelessig, Ahornsirup, Haselnussöl, restlichem Rucola und Birnenwürfeln mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gefüllte Hähnchenbrustfilets mit dem Rotkohl-BirnenSalat anrichten und mit restlichem Pesto genießen!

Wildes Grill ­ Baguette

Zutaten

• 2 Mozzarella

• 1 Baguette

• 4 Wildbratwürste

• etwas Olivenöl

1 Zweig Kirschtomaten

Zubereitung

Zutaten für 4 Personen

Zubereitungszeit 30 Minuten

• 1 Bund Lauchzwiebeln

• 1 Bund Schnittlauch

• 1 Bund Petersilie

• Salz und Pfeffer

Den Käse abtropfen lassen beziehungsweise mit Küchenpapier trocken tupfen. Das Baguette längs aufschneiden und mit gewürfeltem Mozzarella belegen. Den Darm der Wildbratwurst entfernen. Das Brät auf dem Baguette verteilen und fest andrücken. Die Oberfläche mit ein wenig Öl beträufeln. Nun bei mittlerer, direkter Hitze auf den Grill geben, bis das Fleisch gut angeröstet ist. Tomaten würfeln, Zwiebeln und Kräuter fein hacken. Alles vermengen, etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer dazugeben. Über die fertigen Wild-Baguettes geben und anrichten.

Gegrillte Rehschulter mit Giersch ­ Salat

Zutaten

1 Rehschulter

• Öl, Salz und Pfeffer

• 1 halbe Zitrone

• 1 EL Senf

• 2 EL Honig

• 1 Bund Thymian

• 2 Bund Giersch

Zubereitung

Zutaten für 3 Personen

Zubereitungszeit

Minuten

1 Bund Radieschen

• 1 Zehe Knoblauch

• 1 Tasse Löwenzahnblüten

• Sonnenblumenöl

• 1 Schuss fruchtiger Essig, Schwarzkirsch- oder Himbeerbalsam

Die Rehschulter ölen und salzen. 15 Minuten ruhen lassen. Bei direkter Hitze drei bis vier Minute je Seite grillen. Für die Marinade einen Schuss Öl, Saft einer halben Zitrone, einen EL Honig und einen EL Senf mischen. Die Rehschulter mit der Marinade einpinseln. Für noch mehr Aroma: mehrere Thymianzweige zusammenbinden und als „Pinsel“ benutzen. Die Rehschulter bei indirekter Hitze und geschlossenem Deckel bei etwa 160 bis 180 Grad Celsius unter gelegentlichem Wenden für eineinhalb Stunden lang grillen. Giersch richtig bestimmen und sammeln. Anschließend waschen und abtropfen lassen. Mit Radieschen, Knoblauch und frischen Kräutern verfeinern. Für das Dressing Öl, fruchtigen Essig, Honig, Salz und Pfeffer mischen und über den Salat geben.

Wie der eigene Garten Urlaubsgefühle wecken kann

Was vor einigen Jahren noch als langweilig verschrien war, liegt in Zeiten steigender Spritund Kerosinpreise und hoher Hotelkosten voll im Trend: Wer sich für einen Urlaub im eigenen Garten, eine sogenannte Staycation, entscheidet, schont den Geldbeutel, das Nervenkostüm und das Klima. Schon mit kleinen Umgestaltungen kann aus dem Garten eine Erholungsoase werden.

„Alles Unheil der Menschen kommt daher, dass sie nicht ruhig zu Hause bleiben können“: Schon der französische Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal plädierte für mehr Auszeiten in den eigenen vier Wänden. Nicht erst seit der Pandemie verbringen auch immer mehr Deutsche ihre freien Tage lieber zu Hause, statt ins Ausland zu reisen. Kein Wunder, lässt sich der eigene Garten doch mit wenigen Mitteln in eine Ruheoase, Outdoor-Küche oder einen naturnahen Rückzugsort verwandeln. Hängematten und Liegestühle erzeugen beispielsweise für ein entspanntes Flair, Kinder können sich im selbst gebauten Baumhaus, auf der Schaukel oder an

der DIY-Kletterwand austoben. Blumenbeete, Kräutergärten und gute Sonnenschirme machen den Garten zum blühenden Erholungsparadies –und sorgen für Abkühlung an warmen Sommertagen. Noch mehr Urlaubsfeeling entsteht durch mediterrane Pflanzen wie etwa Olivenbäume oder Lavendel und Rosmarin.

Erholung vor der eigenen Haustür Einen Schritt weiter gehen Gartenbesitzer, die sich einen Pool zulegen oder sich direkt eine Sauna in den Garten integrieren. Abkühlung können aber auch kleine Wasserbrunnen mit ihrem leisen Plätschern oder eine OutdoorMinibar gewährleisten. Gemütlich wird es nach Sonnenuntergang mit Lichterketten, Laternen, Lampions oder Feuerschalen. Für kulinarischen

Gemütlich wird es nach Sonnenuntergang mit Lichterketten oder Lampions.

Genuss gibt es mit Outdoor-Minibars und Grills. Und wer Sorge hat, dass die Kosten für die kleine Urlaubsoase vor der eigenen Haustür das Budget übersteigen: Lichterketten und andere Lampen sind solarbetrieben erhältlich. Smarte Bewässerungssysteme wiederum gewährleisten einen effizienten Einsatz von Wasser. Nachhaltig wird der eigene Garten aber auch auf andere Weise: Insektenhotels, Wildblumenwiesen und Vogeltränken machen den Garten nicht nur schöner, sondern auch zum kleinen Naturschutzgebiet.

Design

Die minimalistische Konstruktion aus beigefarbenbeschichtetem Aluminium verbindet Robustheit mit klarer Ästhetik. In Kombination mit der automatischen Knickfunktion Knirps Easy Tilt ® sowie der praktischen Höhen- und Tiefenverstellung wird Apoll zum stylischen Schattenspender mit kompromissloser Funktionalität.

CHECKLISTE SONNENSCHIRM

• UV-Schutz: Ein guter Schirm bietet einen starken UV-Schutz, am besten UPF 50+.

• Hochwertiges Material: Stoffe wie Acryl oder Polyester sind UV-beständig und langlebig.

• Lichtechtheit: Stoffe mit hoher Lichtechtheit bleichen weniger schnell aus.

• Stabiler Halt: Je größer der Schirm, desto größer der benötigte Sockel. Soll der Schirm häufig den Standort wechseln, empfiehlt sich ein verschiebbares Modell mit Rollen.

• Passende Form: Eckige Schirme nutzen den Platz oftmals besser aus. Für kleinere Terrassen eignen sich aber auch runde Schirme.

Urlaubsfeeling nach Hause holen Wer den Garten als vollwertigen Urlaubsort begreifen möchte, gestaltet ihn gezielt nach seinem liebsten Urlaubsort oder nach einem persönlichen Wohlfühlthema um. Ob japanischer Zen-Garten mit Kieselsteinen, Bonsai und Bambus, rustikale Almhütten-Atmosphäre mit Holzmöbeln, Brotzeit und Wolldecken oder karibisches Strandfeeling mit Palmen, Miniwasserfall und Sandbereich für die Kinder –der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Wer seinen Garten bewusst als Urlaubsdestination plant, statt ihn nur nebenbei zu nutzen, erlebt, wie viel Erholungspotenzial direkt vor der Haustür schlummert – ganz ohne Anreisestress, Gepäckaufgabe und überfüllte Strände. So wird der Urlaub im eigenen Garten wirklich erholsam. 

Mit ein wenig Fantasie wird der Garten zur grünen Oase.

Zwei Ziele für die Sehnsucht

FERNWEH | VON JENS BARTELS

Ferne Länder gewinnen wieder an Zugkraft. Australien und Neuseeland stehen 2026 für das, was viele jetzt suchen: große Landschaften, starke Kontraste und Reisen, die mehr sind als ein Ortswechsel. Hier tropische Küste und urbaner Genuss, dort alpine Dramatik und Naturerlebnisse mit neuem Dreh. Bei beiden Destinationen gehört die lange Anreise zum Versprechen.

Die Lust auf die große Distanz ist zurück. Laut der aktuellen Deutschen Tourismusanalyse führten 17 Prozent der Haupturlaubsreisen 2025 außerhalb Europas. 2015 lag dieser Anteil noch bei 11 Prozent. Die Reisezeit blieb dabei mit knapp 13 Tagen weitgehend stabil. Fernreisen stehen also

als der älteste tropische Regenwald der Erde.

nicht für längere Auszeiten, sondern für eine andere Priorität: mehr Sehnsucht, mehr Horizont, mehr Perspektivwechsel. Genau davon profitieren Australien und Neuseeland. Beide stehen für Landschaften, die größer wirken als jeder Alltag, und für Reisen, die nicht nur den Ort wechseln, sondern den Blick auf die Welt.

Down Under mit Riff und Markt

In Australien finden Reisende etwa in Port Douglas einen idealen Einstieg. Der Ort an Queenslands tropischer Nordostküste verbindet auf seltene Weise gleich zwei großartige Erlebnisse: das Great Barrier Reef und den Daintree Rainforest. Tagsüber geht es hinaus zum Schnorcheln oder Tauchen, später auf schattige Pfade

Fernreisen stehen für eine andere Priorität.

durch uralten Regenwald. Dazwischen entfaltet Port Douglas genau jenen lässigen Küstencharme, den viele mit Australien verbinden: kleine Boutiquen, entspannte Cafés und die Macrossan Street als Flaniermeile. Den urbanen Gegenpol liefert Sydney. Dort startet der Anfang des Jahres neu eröffnete Sydney Fish Market

Unter der Wasseroberfläche eröffnen sich spannende neue Welten.

durch, der mehr als 40 Anbieter unter einem Dach bündelt und auf über sechs Millionen Besucher pro Jahr ausgelegt ist. Aus dem Klassiker ist damit ein moderner Genussort direkt am Wasser geworden. So spannt Australien den Bogen vom Korallenriff bis zur Großstadt, ohne seinen lässigen Grundton zu verlieren.

Neue Ausblicke garantiert

Auch Neuseeland schärft 2026 sein touristisches Profil. So läuft auf der Südinsel die große Modernisierung der Skyline Queenstown. Neue Aussichtsebenen und erweiterte Flächen im Gipfelbereich begeistern seit diesem Frühjahr Einheimische wie internationale Gäste. Darüber hinaus bleibt Rotorua auf der Nordinsel Neuseelands ein Sehnsuchtsort. Geothermalfelder, Redwoods und Māori-Kultur machen den Ort auch in diesem Jahr zu einem der vielseitigsten Aktivziele des Landes. 

Down Under abseits ausgetretener Pfade

Frank Petry kann nur empfehlen, in Australien und Neuseeland die typischen Touristenrouten zu verlassen und das Land einmal anders zu entdecken. Er selbst hätte vermutlich sonst nie erfahren, wie grüne Baum-Ameisen schmecken.

Auch wenn dieses Erlebnis nicht für jeden Geschmack ist, so ist es dem Down-Under-Spezialisten doch lange in Erinnerung geblieben. Es zeigt, dass Erlebnisse abseits des Mainstreams Reisenden ein Gefühl für das wahre Australien oder das echte Neuseeland vermitteln. „Besonders gerne erinnere ich mich an mein Bush-Tucker-Erlebnis bei einer Aboriginal-Tour in Port Douglas. Dazu gehörte, ganz in der Tradition der Bewahrer des Landes, grüne Baumameisen zu testen. Und wissen Sie was? Sie schmecken tatsächlich ein wenig nach Limetten”, lacht der Reiseberater von TravelEssence.

Der ursprünglich aus Neuseeland stammende Anbieter, der in Deutschland mit neun Büros vertreten ist, überzeugt Kundinnen und Kunden mit seiner Ortskenntnis und einem

Auf einem Walkabout tauchen Sie in die Kultur und Geschichte der indigenen Bevölkerung ein.

besonderen Servicelevel. Frank Petry ist überzeugt: „Abseits der typischen Routen, im Gespräch mit den Einheimischen und auf persönlich geführten Touren erleben Sie die wahre Magie des Landes.”

Mehrtageswanderung mit indigenen Guides

Ein echtes Abenteuer sei beispielsweise auch ein Walkabout, eine mehrtägige Wanderung durch den Nordosten Tasmaniens. TravelEssence kooperiert mit einem Anbieter, der es auf seinen Touren über die Insel Interessierten ermöglicht, das Land durch die Augen der Palawa zu sehen.

Auf den Spuren des Volkes, das hier schon seit Jahrtausenden zu Hause ist, geht es durch die Bay of Fires, zu den Cobler Rocks und durch den Mt. William National Park. „Känguruoder Wallaby-Sichtungen sind hier beinahe garantiert.”

Die Ortskenntnis der Reiseberater nutzen

MEHR INFORMATIONEN

Jetzt kostenlose Reise-Präsentation in Frankfurt besuchen: www.travelessence.de/vortrag

Neuseeland

Samstag, 13. Juni 10:30 Uhr

Australien

Samstag, 13. Juni 13:30 Uhr

Über TravelEssence

Der Neuseeländer Andrew Morten etablierte das individuelle Reisekonzept von TravelEssence in Europa. Jahr für Jahr begeistert es hunderte Reisende. Die Weiterempfehlungsrate liegt bei 98 Prozent.

Das Team von TravelEssence ist einmal im Jahr Down Under. Dabei lernen die Expertinnen und Experten nicht nur die Erlebnisse und Guides, sondern auch die außergewöhnlichen Unterkünfte kennen, die TravelEssence im Portfolio hat. Weit mehr als 2.000 sind es mittlerweile, weiß Frank Petry. „Bei manchen Hosts fühle ich mich schon fast wie zu Hause”, sagt Petry. „Ich freue mich, wenn Sie sie auch kennenlernen!", sagt er.

Der Daintree-Regenwald im Nordosten von Queensland gilt

Bitte mit Abstand

TIERE AUF REISEN

Exotische Tiere zu beobachten, gilt vielen Reisenden als eine der großen Besonderheiten des Urlaubs. Doch hinter vielen touristischen Tierattraktionen stecken Ausbeutung und Tierleid. Dabei müssen sich verantwortungsvolles Reisen und Tierschutz gar nicht widersprechen – wenn man nur etwas Abstand bewahrt.

Kamele, die stundenlang durch die Dünen Gran Canarias trotten, beladen mit Touristen, die für ein Foto posieren wollen. Löwenbabys in Südafrika, die auf Safari-Farmen zum Streicheln angeboten werden – und deren Müttern sie wenige Wochen nach der Geburt entrissen

Wildtiere in Freiheit zu

beobachten, ermöglicht echte, unvergessliche Erlebnisse.

wurden. Oder Elefanten in Thailand, die als Jungtiere durch Schlafentzug und Hunger gefügig gemacht werden, um später Reisende durch den Dschungel zu tragen. Was für Urlauber wie ein unvergessliches Erlebnis wirkt, ist für die Tiere häufig ein Leben voller Stress, Schmerz und Entbehrung. Grundsätzlich gilt:

Tierschutzfalle Urlaubsreise

Urlaub, die schönste Zeit des Jahres: Doch für viele Tiere in Touristenhochburgen bedeutet sie das Gegenteil, ihr Dasein prägen Schmerz, Gewalt, Entbehrung und Zwang.

In vielen Urlaubsländern verdienen skrupellose Anbieter weiterhin auf Kosten der Tiere. Vielerorts wird Tierschutzstandards nur wenig Beachtung geschenkt, und stilles Leid lässt sich leicht vertuschen. Reiseveranstalter und geschickte Händler vor Ort preisen Kamelritte zu den Pyramiden oder „Eseltaxis“ auf steilen Wegen an. Aktivitäten, die längst aus der Zeit gefallen sind, erzeugen leider immer noch Aufmerksamkeit für die Insta-Story oder den Schnappschuss. Die Torturen hinter solchen Angeboten kennen viele nicht.

Vor aller Augen werden Tiere als Beförderungsmittel missbraucht

Seit Jahren dokumentiert die Tierschutzorganisation PETA das Leid von Eseln und Maultieren auf der griechischen Urlaubsinsel Santorini. Bei sengender Hitze müssen

„Direkter Kontakt zu Wildtieren ist kein Zeichen von Tierfreundlichkeit – sondern ein Warnsignal“, kritisiert Daniela Freyer, DiplomBiologin und Mitbegründerin der Tierschutzorganisation Pro Wildlife. Dahinter verberge sich ein milliardenschweres Geschäftsmodell, das vom Tierleid profitiert. Der internationale Druck auf die Reisebranche wächst: Die Weltnaturschutzunion IUCN kritisiert, dass touristische Angebote mit Wildtieren in Gefangenschaft Tierleid verursachen und Risiken für die biologische Vielfalt sowie die menschliche Gesundheit bergen.

Genutzt hat der Protest bisher wenig. Nach wie vor tragen allein in der Kamelstation in Maspalomas, Gran Canaria, laut der Tierschutzorganisation Animals’ Angels etwa 30 Kamele jeweils zwei Reisende durch die Dünen – eine große Anstrengung für die Tiere. In Asien leben noch immer rund 16.000 Elefanten in Gefangenschaft, hat die Tierschutzorganisation Samui Elephant Haven ermittelt. Viele dieser Elefanten leiden unter schlechten Haltungs- und Lebensbedingungen und werden als Reittiere für Urlauber benutzt. Wie viele Tiere über alle Arten hinweg weltweit für den Tourismus ausgebeutet werden, ist nicht bekannt.

Wildtiere nicht füttern

Die gute Nachricht: Tierschutz und spannender Natururlaub schließen sich keineswegs

Bunt geschmückt – und verwundet: Sogenannte Eseltaxis auf Santorini werden kaum medizinisch versorgt.

die Tiere die etwa 600 Stufen zwischen dem Hafen und der Altstadt von Firá hoch- und herunterlaufen. Dabei werden sie tags mit schweren Inselbesuchern und nachts mit Müllsäcken beladen. Sind die Esel zu schwach, um weiterzugehen, folgen Peitschenhiebe und Stockschläge. Medizinische Versorgung, ausreichend Trinkwasser und Schatten bleiben den Tieren oft verwehrt. Können die

aus. Wildtiere in Freiheit zu beobachten, ob bei geführten Touren in Nationalparks oder in Naturreservaten, ermöglicht echte, unvergessliche Erlebnisse. Wichtig dabei ist aber, auf ausreichend Abstand zu achten und die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum nicht zu stören – oder gar anzulocken und zu füttern. Seriöse Auffangstationen für verletzte Tiere bieten Besuchern Einblicke in das Leben geretteter Wildtiere – ohne direkte Interaktion, aber mit echtem Mehrwert für das Verständnis der Tiere. Wer im Urlaub Tierschutzprojekte besucht oder lokale Schutzorganisationen mit einer Spende unterstützt, leistet zudem einen konkreten Beitrag vor Ort.

Auch auf das Wohl heimischer Tiere achten Doch Tierschutz ist keine reine Frage der Fernreise. Auch wer seinen Sommer in Deutschland verbringt, trägt Verantwortung. In den Nationalparks des Landes, ob im Schwarzwald, im Harz oder im Bayerischen Wald, sind Wildtiere durch Füttern und Annähern gefährdet: Die Nationalparkverwaltung Harz etwa warnte im Sommer 2025 ausdrücklich davor, Füchse zu füttern. Wer Rehe, Wildschweine oder Vögel mit Essensresten versorgt, schadet ihnen mehr, als er ihnen nützt – denn menschliche Nahrung kann krank machen, und zu enge Gewöhnung an Menschen wird gefährlich. Ähnliches gilt für Kutschfahrten oder Ponyreiten an deutschen Küsten und in Kurorten: Mancherorts sind die Tiere über zehn Stunden im Einsatz, und das ohne ausreichende Pausen zum Fressen, Trinken, Ausruhen. Die Regel ist einfach – und gilt überall auf der Welt: Wer Tiere wirklich liebt, der lässt sie in Ruhe. 

Esel nicht mehr arbeiten, werden sie häufig einfach ausgesetzt. Die griechischen Behörden stempeln die Missstände als Einzelfälle ab; Strafanzeigen laufen ins Leere. Fehlende Kontrollen und unzureichende Umsetzungen von Tierschutzregelungen führen dazu, dass die Esel und Maultiere auf Santorini weiterhin leiden.

Unter gleichen Bedingungen werden auch im ägyptischen Gizeh, in Luxor sowie in der jordanischen Felsenstadt Petra Huftiere als Transportmittel und Fotorequisiten missbraucht. Sie tragen die Besucher zu den Pyramiden, den Königsgräbern und durch das weitläufige und steile Gelände der Ruinenstadt. Geht ihnen die Kraft aus, müssen auch sie Schläge erdulden. Selbst offene Wunden bleiben unversorgt.

Trotz eindringlicher Bemühungen von Tierschützern hat sich für die Tiere vor Ort kaum etwas verbessert. Gesetzesänderungen zu ihrem Schutz, Verbote von ausbeuterischen Ritten und konsequente

Mit Schlägen und gefesselten Beinen werden Kamele im Tourismus gefügig gemacht. Können sie nicht mehr arbeiten, werden sie getötet.

Kontrollen sollten das Tierleid in Urlaubsgebieten unterbinden.

Um Tierleid im Urlaub vorzubeugen, rät Dr. Yvonne Würz, Fachreferentin für Tiere im Tourismus bei PETA, Angebote für Attraktionen mit Tieren konsequent abzulehnen und auf Tierschutzgründe zu verweisen.

„Nutzen Sie tierfreie Alternativen“, ergänzt die Expertin. „Auf Santorini steht für den Aufstieg zur Altstadt eine Seilbahn zur Verfügung. Auch eine Unterschrift kann helfen. Mit unserer Petition fordern wir ein Verbot von ‚Eseltaxis‘ auf Santorini.“

www.PETA.de/aktiv/ Santorini-Esel-Petition

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Reisen ohne Hektik

KREUZFAHRTEN | VON JENS BARTELS UND KATHARINA LEHMANN

Kreuzfahrten verbinden Komfort, Kultur und Entschleunigung: Während Städte und Inseln, Berge und Strände vorbeiziehen, bleibt das Hotel immer dabei. Klassische Routen führen über das Mittelmeer, durch die Karibik oder zu den Fjorden Norwegens. Aber auch Touren über Flüsse wie Rhein, Donau und Mosel eröffnen überraschende Perspektiven.

Ob über die großen Ozeane oder über heimische Flüsse – Kreuzfahrten treffen einen Nerv: Sie versprechen, viel zu sehen, ohne ständig neu anzukommen. Statt Koffer zu packen oder Tagesetappen zu planen, gleitet die Landschaft vorbei. Morgens liegt das Schiff vor einer Altstadt, nachmittags zieht ein Weinberg am Sonnendeck vorüber, abends wartet die nächste Uferpromenade. Diese Mischung aus Bewegung und Beständigkeit macht den Reiz aus.

Bereits seit Jahren hat die Branche Rückenwind: Im vergangenen Jahr sind weltweit 37,2 Millionen auf Kreuzfahrtschiffen über die Ozeane geschippert, hat der internationale Branchenverbands Cruise Lines International Association (Clia) ermittelt – ein Plus von 7,5 Prozent. Aus Deutschland stammten dem Verband

zufolge rund 2,8 Millionen HochseekreuzfahrtPassagiere. Auf hochhausgroßen Linern durchkreuzten sie die Karibik mit ihrem türkisfarbenen Wasser und den sanft im Passatwind wiegenden Palmen, das Mittelmeer, das zwischen antiken Küstenstädten und mondänen Häfen kulturelle Vielfalt auf engstem Raum entfaltet, oder die norwegischen Fjorde, wo steile Felswände dramatisch ins Wasser abfallen und die Natur

Viel zu sehen, ohne ständig neu anzukommen.

in stiller Größe überwältigt. Ebenso locken die exotischen Inselwelten Südostasiens mit tropischer Üppigkeit, während Alaska mit seinen Gletschern und der rauen Weite ein Gefühl von ursprünglicher Wildnis vermittelt.

Kreuzfahrt durch die Heimat Für eine aufregende Kreuzfahrt müssen Reisende aber gar nicht so weit in die Ferne schweifen.

Auch heimische Flüsse wie Donau, Mosel oder Rhein lassen sich per Schiff erkunden. Die Donau steht für die europäische Bilderbuchroute – von Deutschalnd aus geht es nach Passau über Wien bis Budapest. Dagegen lebt der Rhein vom Wechselspiel aus Städten, Burgen und Mittelrheintal, in dem die Loreley bis heute ihren Zauber entfaltet. Die Mosel ist die leisere Schwester: Schleifen, Steillagen, Winzerorte und Städte wie Cochem oder Trier geben ihr einen eigenen Rhythmus. Diese Strecken sind eingespielt, aber längst nicht abgegriffen.

Noch spannender wird es dort, wo weniger Menschen sofort hinschauen. Deutschland besitzt Wasserwege, die nicht ganz so berühmt sind und gerade deshalb überraschen. Eine reizvolle Route führt von Berlin über Havel, Elbe und Nord-Ostsee-Kanal bis nach Kiel. Sie verbindet Havelseen, Wasserbaukunst, Hansestädte und am Ende sogar Ostseeluft; Höhepunkte wie die Kanalbrücke bei Magdeburg oder das Schiffshebewerk Scharnebeck geben ihr Profil. Eine andere Variante liegt auf Main und Neckar: weniger ikonisch als Rhein und Donau, dafür intimer, mit Fachwerk, Weinorten und Städten wie Heidelberg. Auch die Saar gehört zu den unterschätzten Flüssen. Sie ist kleinräumiger, grüner, kurvenreich. Solche Routen zeigen den Zauber von Flusskreuzfahrten: nicht allein berühmte Namen, sondern ruhiges Entdecken. 

AUF GROSSE ENTDECKERTOUR ZU DEN SCHÖNSTEN SEHNSUCHTSORTEN

Wenn der Horizont ruft und das Fernweh stärker wird, beginnt mehr als nur eine Reise. Von Hamburg aus führt Sie diese Entdeckerroute über die Atlantikinseln, Südamerika, durch den Amazonas und Karibik, weiter durch den Panamakanal bis in die Südsee. Eine Entdeckertour voller Kontraste, Kulturen und Momente, die bleiben.

81 Tage | 03.11.2026 – 22.01.2027 | Buchungscode: S31VHPP-VDG Hamburg • Teneriffa • Barbados • Panama-Stadt • Santiago de Chile • Tahiti

Mehr erfahren:

Diese Route ist auch in einzelnen Teilstrecken buchbar! oder unter: www.nicko-cruises.de

Angebot gilt nur für Neubuchungen bis 30.06.2026. Begrenztes Kontingent. Es gelten die Reisebestätigung und AGB der nicko cruises Schiffsreisen GmbH. nicko cruises Schiffsreisen GmbH Mittlerer Pfad 2 | 70499 Stuttgart | info@nicko-cruises.de ab 11.679 € p. P. inkl. Rückflug

Buchen Sie jetzt direkt bei uns oder in Ihrem Reisebüro 0711 – 24 89 80 10

37,2 Millionen Menschen gingen 2025 auf Kreuzfahrt. Das waren 7,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Deutschland ist nach den USA weltweit der zweitgrößte Kreuzfahrtmarkt.

SCHON GEWUSST?

Am 22. Januar 1891 stach die „Augusta Victoria“ in See – damit startete die erste organisierte Kreuzfahrt.

Über die Hälfte der Kreuzfahrtschiffe können im Hafen ihre Motoren abschalten und an Landstrom angeschlossen werden.

Quellen: https://cruising.org/resources/state-cruise-industry-report-2026; https://www.hl-cruises.de/hapag-lloyd-cruises/ unsere-geschichte/1891?; https://cruising.org/environmental-technologies-and-practices-old; letzter Zugriff 13.05.2026

Unsere Wälder, unsere Zukunft

Der NABU setzt sich für den Schutz unserer Wälder ein. Denn sie bieten Lebensraum für unzählige Arten, speichern Wasser, kühlen die Landschaft und stabilisieren das Klima. Doch Hitze, Trockenheit und intensive Nutzung setzen ihnen zu. Es braucht einfach mehr alte Bäume, die noch älter werden dürfen – dafür brauchen wir konsequenten Waldschutz.

Nicht am Waldrand beginnt der Wald. Er beginnt dort, wo es still wird. Ein Schritt hinein genügt: Das Licht wird weicher, der Boden federnd, die Luft schmeckt nach Erde und Zeit. Der Wald ist kein Ort, sondern ein Geflecht – aus

Geräuschen, Gerüchen, Licht und Leben. Tausende Arten teilen sich diesen Raum. In einem mitteleuropäischen Buchenwald leben unzählige Pflanzen, Pilze und Tiere, ein Netzwerk, das seit Ewigkeiten gewachsen ist. Vermeintlich. Es verändert sich ständig und gerade immer schneller als je zuvor.

Das Blättermeer trocknet aus Hitzeperioden, Trockenheit und anfällige Monokulturen setzen den Wäldern zu. Ganze Hänge stehen plötzlich grau und kahl, wo früher Schatten war. Und es betrifft mehr als nur die Bäume: Wälder speichern Wasser, kühlen die Landschaft und stabilisieren das Klima. Werden sie geschwächt, verlieren auch wir an Sicherheit.

Gleichzeitig ist der Wald Rückzugsort und Resonanzraum: Hier trommelt der Schwarzspecht an alten Stämmen, der seltene Schreiadler zieht seine Kreise, Luchse kehren zurück. Doch diese Vielfalt gerät unter Druck – durch intensive Nutzung, Pestizide und die Folgen der Klimakrise.

45 Prozent der aktuell in Bau befindlichen oder in Auftrag gegebenen Kreuzfahrtschiffe werden künftig mit LNG angetrieben.

Circa 82 Prozent der Kreuzfahrtgäste planen, in Zukunft erneut auf Kreuzfahrt zu gehen, um neue Reiseziele zu entdecken.

Die gute Nachricht: Wachsen lassen!

Der Wald kann sich erholen, wenn man ihn lässt. Naturnahe Wälder, in denen alte Bäume stehen bleiben, in denen Totholz liegen bleibt und neues Leben nährt, sind widerstandsfähiger. Sie speichern mehr Wasser, trotzen Hitze besser und bieten Raum für Arten, die andernorts längst verschwunden sind. Es sind die Urwälder von morgen – und sie entstehen nur, wenn wir heute anders handeln.

Genau hier setzt der NABU an. Mit Projekten, die Wälder schützen, behutsam umbauen und ihnen Zeit geben, wieder sie selbst zu werden. Das Ziel: lebendige, vielfältige Waldlandschaften, die kommenden Generationen das bieten, was wir auch heute brauchen – Ruhe, Vielfalt und Stabilität.

Mit einer NABU-Waldpatenschaft wird aus einem guten Gefühl ein konkreter Beitrag. Die Patenschaft ist zweckgebunden und unterstützt direkt den Schutz

Eine große Freude: Nachwuchs bei Familie Luchs! Nachweis mittels einer Fotofalle in Thüringen

der heimischen Wälder. Patinnen und Paten bleiben nah dran – mit regelmäßigen Einblicken in Projekte, persönlicher Urkunde und Berichten aus dem Wald. Werden Sie Waldpatin oder Waldpate beim NABU, helfen Sie mit, die Urwälder von morgen wachsen zu lassen.

Hier können Sie sich über eine Waldpatenschaft informieren.

Der Waldkauz bevorzugt Laub- und Mischwälder, zuweilen brütet er auch in Parks.

„Mit Drohnen im Morgengrauen Rehkitze retten”

Im Frühjahr droht auf Wiesen und Feldern eine ungeahnte Gefahr für Rehkitze und andere Jungtiere: Große Maschinen, mit denen gemäht wird – oft mit tödlichen Folgen. Wald, Feld und Flur sind jetzt eine große „Kinderstube Natur“: Von Stockente bis Reh und Fasan setzt der Nachwuchs vieler Arten auf Tarnung und regungsloses Verharren, um zu überleben. Genau hier setzen Jägerinnen und Jäger an und leisten tausendfach ehrenamtliche Rettungsarbeit. Wie umfangreich dieser Einsatz ist, erklärt Biologe Torsten Reinwald, stellvertretender Geschäftsführer und Pressesprecher vom Deutschen Jagdverband.

Warum ist die Jungwildrettung gerade im Frühjahr so wichtig? Jetzt im Frühjahr verwandelt sich die Natur in eine riesengroße Kinderstube. Viele Tiere bringen ihre Jungen in Wiesen zur Welt. Wenn das Gras hüfthoch steht, bietet das sehr guten Schutz vor Fressfeinden wie dem Fuchs – aber eben nicht vor dem Kreiselmäher. Die gut getarnten Jungtiere sind nahezu geruchlos, ducken sich und bleiben reglos liegen. Das ist perfekt gegen natürliche Feinde, aber fatal bei der Mahd. Deshalb ist es so wichtig, jetzt draußen aktiv zu sein und mitten in der Nacht aufzustehen.

Wie groß ist dieser Einsatz eigentlich? Wir haben in Deutschland mehrere Hundert Drohnenteams, die von März bis in den Juni unterwegs sind. Die suchen jedes Jahr deutlich über eine halbe Million Hektar Fläche ab – das entspricht etwa fünf- bis sechsmal der Fläche der Stadt Berlin.

©Recklinghausen/DJV
„Wenn die Natur zur Kinderstube wird, hilft ‚Ducken und Tarnen‘ gegen den Fuchs – aber nicht gegen die Mähmaschine.“

Wer macht diese Arbeit konkret?

Sind das nur Jäger? Die Drohnenteams sind bunt gemischt. Viele Jäger sind dabei, aber auch Landwirte und andere Freiwillige, die helfen möchten. Sie alle investieren viel Zeit, frühmorgens vor der eigenen Arbeit. Wer sich engagieren will, kann sich sehr gerne an die örtliche Jägerschaft wenden – jede helfende Hand ist willkommen.

Wie läuft so eine Wildrettung ab?

Zum Einsatz kommen Drohnen mit Wärmebildkameras, die am besten funktionieren, wenn der Boden noch schön kühl ist. Dann hebt sich das Kitz oder das junge Häschen als roter Farbpunkt ab. Die

Jungwildretter sammeln die Tiere dann mit Handschuhen und mit Gras ein, damit kein menschlicher Geruch übertragen wird – denn der könnte dazu führen, dass Elterntiere ihre Jungen verstoßen. Die Jungtiere werden am Rand der Fläche gesichert und nach der Grasernte wieder freigelassen, die Elterntiere finden ihren Nachwuchs sehr schnell.

Und lohnt sich der ganze Aufwand denn am Ende? Auf jeden Fall. Diese vielen Jungtiere verlassen sich auf „Ducken und Tarnen“. Das schützt hervorragend vor Fuchs oder Greifvögeln, aber eben nicht vor der Mähmaschine. Allein bei den Teams der Deutschen Wildtierrettung werden jedes Jahr etwa 10.000 Rehkitze, Tausende Junghasen und viele Brutvögel gefunden und in Sicherheit gebracht. Das ist gelebter Tier- und Artenschutz.

Was sollten Naturbesucher tun, wenn sie zufällig ein Rehkitz oder Vogelküken finden? Bitte Abstand halten und nicht anfassen. Es gehört für viele Jungtiere zur Überlebensstrategie, die meiste Zeit des Tages allein zu sein. Die Elterntiere

beobachten ihren Nachwuchs, kommen aber nur zum Füttern vorbei. Falsch verstandene Tierliebe kann aus gesunden Jungen schnell Waisen machen, die ein Leben lang auf den Menschen angewiesen sind.

MEHR INFORMATIONEN

Zahlen zur Jungwildrettung

Großer ehrenamtlicher Einsatz: Eine gemeinsame Umfrage von Deutscher Wildtierrettung, Deutscher Wildtier Stiftung und Deutschem Jagdverband zeigt, wie viel Arbeit in der Jungwildrettung steckt. 2023 haben 490 Teams zusammen rund 475.000 Hektar Grünland und vergleichbare Flächen abgesucht – etwa ein Fünftel der jährlich gemähten Grünlandfläche in Deutschland. Pro zehn Hektar wurde im Schnitt ein Rehkitz gefunden. Jedes Team investierte von März bis Juli durchschnittlich 271 Stunden in ehrenamtliche Tierschutzarbeit, allein im Mai rund 118 Stunden – also drei volle Arbeitswochen. Im Schnitt waren zwei Drohnenpiloten und sechs Helfer pro Team aktiv, etwa 70 Prozent davon Jäger, 30 Prozent Landwirte.

Torsten Reinwald, Deutscher Jagdverband

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