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Gottesdienst 21. März 2021

Deutsch Kirchengemeinde Atlanta Begrüßung und Bekanntmachungen Herzlich Willkommen lieber Gemeinde zu unserem gemeinsamen Gottesdienst: Der Wochenspruch zum heutigen fuenften Sonntag in der Passionszeit – Judika – „Schaffe mir recht!“: Wochenspruch: "Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele."Matthaeus 20: 28 Der Kaffeeklatsch trifft sich aich diese Woche wieder Mittwochs und Donnerstags um 3Uhr online mit Heike Siegmund und Martina Griffin. Den neue Zoom Link dafuer koennt Ihr in unserem Rundbrief und auf unserer Webseite finden. Am Samstag den 3. April, dem Tag vor Ostern, werden wir wieder so aehnlich wie in der Adventszeit eine „Oster Drive Through Extravaganza“ machen bei Redeemer. Alle die Kuchen, Plaetzchen, gefaerbte Eier und Osterhasen zum Verstecken kaufen wollen, um unsere Gemeinde zu unterstuetzen bestellen bitte vor dem 3. April die Waren bei Heike Siegmund. Genauere Informationen findet Ihr im letzten Newsletter, und auch auf unserer Webseite.


Heute werden wir nocheinmal gemeinsam basteln mit Haike Wenz. Erwachsene und Kinder sind herzlich eingeladen via Zoom gemeinsam fuer Ostern zu basteln. Naeheres auf unserer Webseite. Bitte denkt mit Euren Spenden an unsere Gemeinde und an die Suppenkueche von Redeemer. Wir brauchen Eure finanzielle Unterstuetzung. Vielen Dank! Unsere Konfirmanden und KonfirmandInnen treffen sich heute im Garten von Familie Kimmich zum Konfirmandenunterricht. Schoen, dass wir uns sehen koennen – natuerlich mit Mundschutz. Das Pruefungsgespraech wird am 16. Mai stattfinden und die Konfirmation dann am 23. Mai. Bitte merkt Euch diese Termine. Der Gottesdienst faengt dieses Mal so an wie auch der Konfirmandengottesdienst oft anfaengt, mit einer Lehre ueber ein Buch der Bibel mithilfe des Bibelprojekts, wo Zeichentrick Kuenstler die Bibel darstellen und erklaeren. Wir werden heute als Gemeinde das Buch des Hiob kennenlernen. Bitte habt etwas Geduld und unterstuetzt die Konfirmanden indem wir alle gemeinsam lernen warum das Buch des Hiob geschrieben wurde und warum es auch heute noch wichtig ist. Das Vorspiel und das Nachspiel sind Passionsstuecke die Joerg Daehnhart, unser langjaehrige Organist fuer uns aufgenommen hat, bevor er mit seiner Familie im Januar 2020 wieder nach Deutschland gezogen ist. Wir vermissen ihn und freuen uns, heute gewissermassen Joerg an der Orgel zu hoeren. Und nun feiern wir diesen fünften Passionsgottesdienst im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen


Lesungen aus dem Johannes Evangelium Patrick: Ich lese aus dem Johannes Evangelium Kapitel 18 Die führenden Priester brachten Jesus am frühen Morgen von Kajaphas zum Palast des römischen Statthalters. Sie selbst gingen nicht in den Palast hinein, weil sie nicht unrein werden wollten. Sonst hätten sie nicht am Passamahl teilnehmen können. 29 Pilatus kam zu ihnen heraus und fragte: »Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Mann?« 30 Sie antworteten: »Wenn er kein Verbrecher wäre, hätten wir ihn dir nicht übergeben.« 31 »Nehmt ihr ihn doch«, sagte Pilatus, »und verurteilt ihn nach eurem eigenen Gesetz!« »Wir dürfen ja niemand hinrichten!«, erwiderten sie. 32 So ging in Erfüllung, was Jesus gesagt hatte, als er von der Art seines Todes sprach. Heike: Ich lese weiter aus Johannes Kapitel 18 33 Pilatus ging in den Palast zurück und ließ Jesus vorführen. »Bist du der König der Juden?«, fragte er ihn. 34 Jesus antwortete: »Bist du selbst auf diese Frage gekommen, oder haben dir andere von mir erzählt?« 35 Pilatus erwiderte: »Bin ich etwa ein Jude? Dein eigenes Volk und die führenden Priester haben dich mir übergeben. Was hast du getan?« 36 Jesus sagte: »Mein Königtum stammt nicht von dieser Welt. Sonst hätten meine Leute dafür gekämpft, dass ich den Juden nicht in die Hände falle. Nein, mein Königtum ist von ganz anderer Art!« 37 Da fragte Pilatus ihn: »Du bist also doch ein König?« Jesus antwortete: »Ja, ich bin ein König. Ich wurde geboren und bin in die Welt gekommen, um die Wahrheit offenbar zu machen und als Zeuge für sie einzutreten. Wem es um die Wahrheit geht, der hört auf mich.« 38 »Wahrheit«, meinte Pilatus, »was ist das?« Pilatus ging wieder zu den führenden Priestern hinaus und sagte zu ihnen: »Ich sehe keinen Grund, ihn


zu verurteilen. 39 Es ist aber üblich, dass ich euch jedes Jahr zum Passafest einen Gefangenen freilasse. Soll ich euch den König der Juden freigeben?« 40 Sie schrien: »Nein, den nicht! Wir wollen Barabbas!« Barabbas aber war ein Straßenräuber. Philip: Ich lese das Ende der Verhoerung Jesu: Da ließ Pilatus Jesus abführen und auspeitschen. 2 Die Soldaten flochten aus Dornenzweigen eine Krone und setzten sie Jesus auf. Sie hängten ihm einen purpurfarbenen Mantel um, 3 traten vor ihn hin und riefen: »Hoch lebe der König der Juden!« Dabei schlugen sie ihm ins Gesicht. 4 Darauf ging Pilatus noch einmal zu ihnen hinaus und sagte: »Ich bringe ihn euch hier heraus, damit ihr seht, dass ich keinen Grund zu seiner Verurteilung finden kann.« 5 Als Jesus herauskam, trug er die Dornenkrone und den purpurfarbenen Mantel. Pilatus sagte zu ihnen: »Da, seht ihn euch an, den Menschen!« Issam: Ich lese aus Hiob Kapitel 19, die Verse 19-27. Dieser Text ist auch der Predigttext für heute: Und Hiob rief aus: 19 Die engsten Freunde zeigen nichts als Abscheu. Ich liebte sie, doch sie befehden mich. 20 Nur Haut und Knochen sind an mir zu sehen und mein Gesicht gleicht einem Totenkopf. 21 Ihr seid doch meine Freunde! Habt Erbarmen! Was mich zu Boden schlug, war Gottes Hand! 22 Warum verfolgt ihr mich so hart wie er? Habt ihr mich denn noch nicht genug gequält? 23 Ich wünschte, jemand schriebe alles auf, dass meine Worte festgehalten würden, 24 mit einem Meißel in den Fels gehauen, mit Blei geschwärzt, damit sie ewig bleiben!


25 Doch nein, ich weiß, dass Gott, mein Anwalt, lebt! Er spricht das letzte Wort hier auf der Erde. 26-27 Jetzt, wo die Haut in Fetzen an mir hängt und ich kein Fleisch mehr auf den Knochen habe, jetzt möchte ich ihn sehn mit meinen Augen, ihn selber will ich sehen, keinen Fremden! Mein Herz vergeht in mir vor lauter Sehnsucht! Predigt: Warum müssen Menschen leiden? Ist es Zufall, Schicksal, verdienteStrafe? Hat es einen tieferen Sinn? Und warum verhindert Gott esnicht, wenn er doch allgütig und allmächtig ist? Die Frage nach dem Leid berührt eine der Grundfragen unseresGlaubens. Das biblische Buch Hiob versucht eine Antwort auf dieheute sprichwörtlich gewordenen »Hiobs-Botschaften« zu geben. Hiob aus unserer Bibel ist dabei keine historische Person, sondern eine literarische Figur. Er ist ein Beispiel, an dem deutlich gemacht wird, wie wir mit dem Thema Leid umgehen können. Das Buch Hiob nimmt das Leiden ernst. Es redet nicht schön, esmacht nicht klein, es nimmt nichts weg. Das ist nicht einfach, denneine eindeutige Antwort auf die Frage nach warum und woher gibt es nicht. Nicht bei Hiob und auch nicht in unserem Leben. Warum trifft es mich? Warum andere? Warum gerade jetzt? War ich nicht immer gut? Habe ich mich nicht immer bemüht? Das Leiden wird auch im Buch Hiob weder erklärt noch gerechtfertigt. Es gibt keine Antwort auf das »Warum«, diese Frage bleibt offen. Ist das Leiden eine Strafe für ein Vergehen? Soll er Gott um Verzeihung für irgendwelche Sünden bitten? Handelt es sich um eine pädagogische Maßnahme von Gott, mit der er erziehen und fromm


machen will? Verständliche Fragen, Fragen, die wir uns alle stellen, wenn wir insolche Situationen kommen oder auch nur davon hören. Irgendwie muss es doch möglich sein, zu verstehen, was da passiert ist. Aber das ist es eben nicht. Egal, wie sehr wir unser Hirn zermartern, wir werden keinen Sinn und keine Erklärung finden. Gott allein ist es, der erklären und begründen könnte, warum Dinge passieren oder auch nicht. Und zu dieser Erkenntnis kommt nach langen und vielen Reden auch Hiob. Ihr seid allzumal leidige Tröster, so kommentiert er die erklärenden Tröstungsversuche seiner Freunde. Sie helfen ihm nicht, sie verstärken sein Leiden, er fühlt sich nicht geliebt, nicht angenommen, bedrängt, vielleicht doch selbst schuld an dem allen zu sein, obwohl er eigentlich weiß, dass es das nicht sein kann. Er zweifelt und er verzweifelt. Da sitzt Hiob. Er sieht nicht gut aus. Die Hose ist fleckig, am Jackett fehlen die Knöpfe. Abgerissen. Er selbst ist abgerissen. Das Haar ist ungekämmt. Seit Wochen unrasiert. Da sitzt Hiob. Er stinkt. Wenn er den Mund öffnet, steigt ein widerlicher Geruch auf. Da sitzt Hiob. Seit Tagen. UND KLAGT.


Schaffe mir Recht, Gott, / und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten! Da sitzt Hiob. Seine Frau wendet sich angewidert von ihm ab. Seine Kinder verachten ihn. Seine Mitarbeiter ignorieren ihn. Die Partner verlassen ihn. Seine Nachbarn verspotten ihn. UND HIOB KLAGT. Schaffe mir Recht, Gott, / und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten! Da sitzt Hiob. Seine Freunde sind noch da. Seine Freunde trösten ihn. Sie reden ihm gut zu. Sie erklären ihm sein Leid. UND HIOB KLAGT. Schaffe mir Recht, Gott, / und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten!


Seine Freunde reden ihm gut zu. Setzen ihm zu. Sie sprechen von sinnvollem Leiden. Welcher Sinn? UND HIOB SCHWEIGT. Seine Freunde spekulieren. Man muss die Lage immer auch aus der anderen Perspektive betrachten. Es gehören immer zwei dazu. Wie recht sie haben. Es gehören immer zwei dazu. Hiob und Gott. Gott und Hiob. UND HIOB KLAGT. Schaffe mir Recht, Gott, / Seine besten Freunde haben sich in Feinde verwandelt. Seine besten Freunde reden über ihn und haben keine Ahnung. Sie reden über Gott und haben keine Ahnung. Sie haben nie gemerkt, wie nahe man an den Abgrund tritt, wenn Gott nahe ist. Sie haben nie Gottes Zugriff gespürt. Sie sprechen vom guten Gott. Sie sprechen von der Liebe Gottes. UND HIOB KLAGT.


Schaffe mir Recht, Gott, / Stopf ihnen das Maul, dass ihnen ihre Obszönitäten im Hals stecken bleiben. Gott ist dunkel. Gott verbirgt sich. Gott lässt Hiob nicht in Ruhe. UND HIOB KLAGT. Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt? Ist Hiob der Einzige, der sich an Gott aufreibt? Die Freunde sind blind für Gottes dunkle Hand. Sie haben nicht gemerkt, dass Gott ihnen das Herz abschnüren kann. Sie erinnern sich nicht an das bange Fragen des kleinen Isaak. Sie haben vergessen, in welche Dunkelheit Gott Abraham gestürzt hat. Die Freunde sind sich ihres Glaubens sicher. Ihr Gott tut ihnen nichts. Ihr Gott ist lieb und treu und gut und mitfühlend und freundlich. Ihr Gott ist ein netter Typ.


UND HIOB KLAGT. Reibt sich wund. Zermartert sich das Hirn, ohne eine Antwort zu hören. Gott! Diese ganz Qual! Der Hunger, die Kranken und Toten, das viele Blut, die Wunden und die Angst. Das ergibt keinen Sinn, Gott! Da sitzt Hiob, klagt Gott an und schreit uns seine Verzweiflung ins Gesicht. Wenn wir nicht weglaufen, reißt er bei uns die Wunden auf, die so mühsam vernarben. Wir könnten es besser machen als die Freunde. Wir könnten versuchen, ihn nicht zu belehren. Wir könnten versuchen, seinen Worten zu trauen. Wir könnten versuchen, die Worte seiner Verzweiflung nachzusprechen und sie auswendig zu lernen. Da sitzt diese Elendsgestalt und will offensichtlich genau das. Hiob will, dass seine Not in Erinnerung bleibt. Sein Elend soll aufgeschrieben werden. Nicht die Vertröstungen der Freunde sollen aufbewahrt werden. Seine Schmerzen und seine Klage will Hiob in Buchstaben pressen, in Buchstaben, die nicht verblassen oder gelöscht werden können. Hiob will, dass sich seine Worte in unsren Herzen festsetzen. Hiob will, dass seine Worte ins Herz Gottes eingeschrieben werden. Wenn die Freunde seine Not nicht verstehen, dann sollen wenigstens wir die Worte bewahren, mit denen er sich gegen das Elend wehrt. Gott soll seine Worte bewahren. Da sitzt Hiob.


Will er, dass wir uns seine Klageworte leihen? Immer wenn wir vor Schmerz verrückt zu werden drohen? Wenn wir es nicht mehr ertragen, wie tatenlos Gott dem Blutvergießen zusieht? Wenn wir an Gott verzweifeln? Sollen wir Hiobs Streitworte gegen Gott nachsprechen? Hiob, hast Du nicht bessere Worte für uns, wenn wir das Dunkel nicht durchdringen? In deinen Worten wird der Abgrund um Gott noch bestürzender. Wie sollen wir das Dunkel mit deinen Worten aushalten? Mit deinen Worten ist meine Seele betrübt bis an den Tod. Hiob, du sitzt da. Du könntest uns auch die Worte der Psalmisten zurufen: Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meine Angesichts Hilfe und mein Gott ist. Hiob, du sitzt da. Wir sind nicht wie deine Freunde. Wir rechtfertigen das Leiden nicht. Wir erklären das Sinnlose nicht für sinnvoll. Wir fürchten den Schmerz und sehnen uns nach Erlösung. Wir sind nicht wie deine Freunde, die denken, dass Gott berechenbar sei. Wir sind erschüttert von deiner Not und von den Toden um uns herum. Aber wir glauben an Gott. Wir wollen an Gott festhalten. Wir ahnen an den guten Tagen, dass die Finsternis nicht finster ist. Hiob, du sitzt da und hast Gott nie aufgegeben. Hiob, du sitzt da und hältst gegen jede Vernunft an Gott fest. Hiob, du sitzt da. Du leidest und glaubst trotzdem.


Wie hältst du das aus? Wieso entlässt du Gott nicht einfach aus der Verantwortung? Was weißt du, das deine Freunde nicht wissen? UND HIOB SCHWEIGT Hiob, du Leidender, was weißt du von Gott? Hiob, du Gequälter, woran glaubst du? Hiob, so antworte. UND HIOB SPRICHT Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben. Nachdem meine Haut noch so zerschlagen ist, werde ich doch ohne mein Fleisch Gott sehen. Ich selbst werde ihn sehen, meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust. Amen Martin Luther sagte einmal dass man gegen Gott zu Gott hin fliehen müsse. Das Leiden hat keinen Sinn, aber es gibt zumindest ein Gegenüber, zu dem ich hingehen und meinen Schmerz abladen kann. Und solange ich mit Gott hadere, zweifle, ihn anklage,


mit ihm streite, so lange lasse ich ihn nicht los. Wie Hiob: In allen Zweifeln hält er an Gott fest. Und dann kann es geschehen, dass sich der Blick auch wieder weitet, sich Hoffnung und Zuversicht einstellen. Nicht als theologische Lehre, sondern als Erfahrung und Gewissheit, die nur im Glauben erlebt werden kann. Als Bewusstsein, dass mit Gott in meinem Leben zu rechnen ist. Nicht im Sinne eines althergebrachten Tun-Ergehen-Zusammenhangs, nach dem Motto: Wenn ich Gutes tue, werde ich belohnt, wenn ich Schlechtes tue, werde ich bestraft. Hiob ist die Identifikationsfigur für alle Menschen, die leiden. An ihm wird gezeigt, was es bedeutet, so leiden zu müssen, mit allen Schmerzen, mit allen Fragen, mit allen äußerlichen und vor allem inneren Wunden. Hiob will dadurch ein Vorbild sein. Ein Beispiel, wie wir mit Schicksal und Leid umgehen können: Streiten, kämpfen, erklären, zweifeln, aushalten, annehmen – und am Ende hoffentlich vertrauen. Ich weiß, ich spüre, ich ahne, dass ich trotz allem gehalten und getragen bin, dass Gott auf meiner Seite steht: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.


Amen

Fuerbitten Henning: Lasst uns gemeinsam das Fuerbittengebet sprechen: Verborgener Gott, den es nicht gibt, wie es etwas geben kann, du bist nicht dort, wo wir dich zu wissen meinen. Doch geschiehst du, wo wir dich vermissen. Rebecca: Erweise deine Nähe, wo nichts und niemand mehr nah ist, wo es nichts mehr zu hoffen gibt, wo Lebensgerüste zerfallen. Henning: Erweise deine Nähe, wo Worte und Verstehen enden, wo das Wort „Gott“ nichts mehr sagt, wo der Glaube ins Offene fällt. Rebecca: Erweise deine Nähe, wo das Elend zu groß ist, um es zu begreifen, wo das Dunkel ohne Widerspruch regiert,


wo die tiefe Nacht alle Gewissheiten raubt. Henning: Erweise Deine Nähe, wo der Tod den Abschied von allem fordert und Menschen zwingt, sich selbst zu verlassen. Rebecca: Erweise Deine Nähe, wo Menschen selbstlos lieben und das Gute tun, ohne es sich anzurechnen, ohne sich besser als andere zu fühlen, weil sie dir allein in sich Raum geben. Henning: Erweise Deine Nähe, wo du fern bist, bei denen, die sich selbst überheben, die andere dem eignen Vorteil opfern, die keine Gnade und keine Vergebung kennen. Rebecca: Verborgener Gott, du fehlst uns und wir ahnen doch, dass du uns näher bist, als wir es fassen, näher als wir uns selbst.


So werden wir still vor dir: Stille Henning: Mit Hiob beten wir: „Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt und als der letzte wird er sich über den Staub erheben. Ich selbst werde ihn sehen, meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder.“ Rebecca: Und so mit Jesus beten wir, wie er uns gelehrt hat: Rebecca und Henning: Vater unser im Himmel Geheiligt werde Dein Name Dein Reich komme Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser taegliches Brot gib uns heute Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vegeben unseren Schuldigern und fuehre uns nicht in Versuchung sondern erloese uns von dem Boesen Denn Dein ist das Reich, und die Kraft und die Herrlichkeit In Ewigkeit, Amen


Segen

Der Herr segnet dich und behütet dich. Gott geht an deiner Seite. Der Dich geschaffen hat hört deine Fragen und deine Bitten. Der Dich erlösen will ist deine Hilfe jetzt und immer.


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