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Gottesdienst Bulletin

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Gottesdienst 13. December 2020 Deutsch Kirchengemeinde Atlanta BegrĂźĂ&#x;ung und Bekanntmachungen

Liebe Gemeinde, liebe Freunde und liebe Konfirmanden und Konfirmandinnen: Wir gruessen Euch zum 3. Advent und freuen uns dass Ihr diesen besonderen Gottesdienst mit uns feiern werdet. Der Wochenspruch fuer diese Woche lautet: ""Bereitet dem HERRN den Weg; denn siehe, der HERR kommt gewaltig." Jesajah 40: 3 and 10 Wir sind dankbar, dass es Maria Welshes Ehemann Richard besser. Er ist noch im Krankenhaus, aber wird bald nach Hause entlassen. Wir danken wieder allen Schauspielern der Rudzinksi Familie die den Adventskranz und die Spendenkerzen fuer uns anzuenden. Schaut Euch auch den Link der Konfirmanden Familie Hamilton auf unserer Webseite an. Noah und seine Familie stellen sich der Gemeinde vor. Heute und auch am 4. Adventssonntag werden alle Kinder um 1 Uhr via Zoom basteln und die Erwachsenen um 2 Uhr. Heike Siegmund und Haike Wenz werden das Basteln anleiten. Schaut bitte auf unserer Webseite nach oder im Rundbrief nach genaueren Informationen. Heilig Abend wird es einen Online Gottesdienst fuer alle geben. (Zusaetzlich erforschen wir gerade ob wir auch um 11 Uhr am Heiligen Abend einen Draussengottesdienst organisieren koennen, natuerlich mit social distancing. Wir sind uns noch nicht sicher.


Naehere Informationen so bald wie moeglich.) Komentar: Je nach Entscheidung bitte abaendern? Bitte, soweit Euch moeglich ist, spendet weiterhin fuer die Suppenkueche von Redeemer und fuer unsere Gemeinde. Wir sind auf Eure Spenden angewiesen. Alle finanzielle Unterstuetzung ist willkommen und wird dankbar angenommen. Und nun lasst uns den 3. Advent miteinander feiern. Wir sind hier zusammengekommen und feiern im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Jesajah 40:1-11 Ich lese die prophetischen Worte aus dem Alten Testament Jesajah 40, die Verse 1-11: 401Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott. 2 Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist; denn sie hat die volle Strafe empfangen von der Hand des HERRN für alle ihre Sünden. 3Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott! 4Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden; 5denn die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des HERRN Mund hat’s geredet. 6Es spricht eine Stimme: Predige!, und ich sprach: Was soll ich predigen? Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. 7Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; denn des HERRN Odem bläst darein. Ja, Gras ist das Volk! 8Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.


9Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott; 10siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen. Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her. 11Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.

Lukas Kapitel 1 die Verse 5-20 Ich lese aus dem Neuen Testament Lukas Kapitel 1, die Verse 5-20 5Zu der Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester von der Ordnung Abija mit Namen Zacharias, und seine Frau war von den Töchtern Aaron, die hieß Elisabeth. 6Sie waren aber alle beide gerecht und fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig. 7Und sie hatten kein Kind; denn Elisabeth war unfruchtbar, und beide waren hochbetagt. 8Und es begab sich, als Zacharias den Priesterdienst vor Gott versah, da seine Ordnung an der Reihe war, 9dass ihn nach dem Brauch der Priesterschaft das Los traf, das Räucheropfer darzubringen; und er ging in den Tempel des Herrn. 10Und die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Räucheropfers. 11Da erschien ihm der Engel des Herrn, der stand an der rechten Seite des Räucheraltars. 12Und als Zacharias ihn sah, erschrak er, und Furcht überfiel ihn. 13Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Johannes geben.


14Und du wirst Freude und Wonne haben, und viele werden sich über seine Geburt freuen. 15Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken und wird schon von Mutterleib an erfüllt werden mit dem Heiligen Geist. 16Und er wird viele der Israeliten zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. 17Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elia, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist. 18Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? Denn ich bin alt und meine Frau ist hochbetagt. 19Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden und dir dies zu verkündigen. 20Und siehe, du wirst verstummen und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die erfüllt werden sollen zu ihrer Zeit. Ich setze die Geschichte der Geburt des Johannes fort und lese aus dem Neuen Testament Lukas Kapitel 1, die Verse 5766 57Und für Elisabeth kam die Zeit, dass sie gebären sollte; und sie gebar einen Sohn. 58Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr große Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und freuten sich mit ihr. 59Und es begab sich am achten Tag, da kamen sie, das Kindlein zu beschneiden, und wollten es nach seinem Vater Zacharias nennen. 60Aber seine Mutter antwortete und sprach: Nein, sondern er soll Johannes heißen.


61Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt. 62Und sie winkten seinem Vater, wie er ihn nennen lassen wollte. 63Und er forderte eine kleine Tafel und schrieb: Er heißt Johannes. Und sie wunderten sich alle. 64Und sogleich wurde sein Mund und seine Zunge aufgetan, und er redete und lobte Gott. 65Und es kam Furcht über alle Nachbarn; und diese ganze Geschichte wurde bekannt auf dem ganzen Gebirge Judäas. 66Und alle, die es hörten, nahmen’s zu Herzen und sprachen: Was wird aus diesem Kindlein werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Tammes: Wir lesen den LOBGESANG DES ZACHARIAS aus Lukas 1, die Verse 67-80: Ingolf: 67Und sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt, weissagte und sprach: 68Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk 69und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils im Hause seines Dieners David – Tammes: 70wie er vorzeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten –, 71dass er uns errettete von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen, Ingolf:72und Barmherzigkeit erzeigte unsern Vätern und gedächte an seinen heiligen Bund, 73an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben, 74dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde,


ihm dienten ohne Furcht 75unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinen Augen. Tammes: 76Und du, Kindlein, wirst Prophet des Höchsten heißen. Denn du wirst dem Herrn vorangehen, dass du seinen Weg bereitest 77und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk in der Vergebung ihrer Sünden, 78durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, Ingolf: durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe, 79auf dass es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Tammes: 80Und das Kind wuchs und wurde stark im Geist. Und er war in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er vor das Volk Israel treten sollte.

Ich lese den Predigttext für den heutigen Sonntag: Liebe Gemeinde, liebe Freunde, liebe Konfirmanden und Konfirmandinnen, Im Dezember jeden Jahres sind oft zwei Gruppen von Menschen zu erleben: Die einen, die den Advent zelebrieren. Schon am 1. Dezember ist alles geschmückt. Lichter in den Fenstern und auf den Bäumen draußen, Plätzchen satt und natürlich Rituale – wie und was auch immer geschieht, klar ist: Jetzt ist nicht Alltag, jetzt ist eine besondere Zeit. Man lebt in Verheißung und vieles, was man tut, hat einen Über- schuss an Bedeutung, weist auf etwas anderes


hin, spiegelt Sehnsucht, Wünsche und Hoffnungen. Und wenn dann Weihnachten kommt, geht es bei vielen dieser Adventsmenschen ganz schnell. Mit dem Ende des zweiten Weihnachtsfeiertags ist das Fest dann auch vorbei. Der Baum kommt auf die Terrasse oder den Balkon. Der Alltag zieht wieder ein. Und es gibt andere, bei denen während des Advents eigentlich noch die Alltagsroutine läuft. Und erst kurz vor Weihnachten – auf den letzten Drücker – wird dann alles fertig gemacht: Geschenke gekauft, der Kühlschrank gefüllt und – ach ja, wo bekomme ich jetzt noch einen Weihnachtsbaum her? Aber Weihnachten wird dann zelebriert und eigentlich hätten sich die heiligen drei Könige noch etwas Zeit lassen können. Schade, dass die frohe Zeit am 6. Januar schon zu Ende ist. II. Es gibt Menschen, die sind eher Adventstypen und es gibt solche, die sind eher Weihnachtstypen. Sicher, nicht immer so eindeutig, manchmal aber schon, und vielleicht kennen Sie ja auch Menschen, die ganz gut einem dieser beiden Typen zuzuordnen sind. Auf welcher Seite würdet Ihr Euch einordnen? Und ich frage mich, wie man diese beiden Typen beschreiben oder charakterisieren kann. Weil ich glaube, dass es nicht zufällig ist, sondern etwas mit einer bestimmten Weltsicht zu tun hat. Vielleicht kann man es so beschreiben: Die Adventsmenschen suchen immer die Verheißung, waehrend die Weihnachtsmenschen die Vollendung suchen. Während die Adventsmenschen das Weihnachtslicht aus der Entfernung, gewissermaßen aus dem Zwielicht ihres Alltags heraus anschauen in der Hoffnung, dass dieses Licht ihren Alltag etwas verändert – bald, ja, es ist noch nicht soweit;


während also die Adventsmenschen gewissermaßen das Licht aus dem vorweihnachtlichen Alltag heraus in den Blick nehmen, und wenn es dann kommt, dann machen sie schnell zu und ziehen sich wieder in den allvertrauten Alltag zurueck. Schade eigentlich! Das Licht kam gar nicht so richtig bei mir an. Na, dann muss ich halt auf den naechsten Advent warten. Die anderen, die Weihnachtsmenschen warten nicht auf das Licht. Aber wenn es kommt, dann leben sie im Überschwang der Erfüllung. Alles ist da. Es leuchtet: Hier und jetzt. Alles ist gut. Und dann kehrt der Weihnachtsmensch wieder in den Alltag zurueck und vergisst das Licht. Es bleibt eine vage Erinnerung: „War es nicht schoen?“ Aber der Alltag wird nicht nachhaltig vom Licht von Weihnachten durchdrungen Und wie die Weihnachtsmenschen die Vorbereitung, das Warten und das Sehnen nicht so interessiert, sondern allein der Moment, wenn nun alles so ist, wie es sein soll, So könnte man sagen, dass die Adventsmenschen diesen erfüllten Moment doch eigentlich nur aus der Entfernung ertragen können, und manchmal sogar verpassen. Man könnte sagen: Auch wenn sie noch so sehr hoffen, dass es sich erfüllt, sie trauen der Erfüllung noch nicht so ganz. Hier, wo ich jetzt lebe, ist eben noch keine Erfüllung. III. Und diese beiden Perspektiven, die welche Licht aus der Entfernung mehr ahnen als sehen und aufnehmen,


und dann die anderen, die fuer einen Moment mitten drin ist, aber dann das Licht oft vergessen, kommen auch in unserem biblischen Predigttext zur Geltung. Vor der Geschichte der Geburt Jesu steht die Geschichte der Geburt des Johannes. Und über beiden Geschichten steht: Euch ist ein Kind geboren. Die Zukunft ist offen. Über beiden Geschichten hängt das Versprechen: Zukunft. Dass es weitergeht. Und zwar nicht irgendwie weitergeht, sondern anders: Heller, klarer, verheissungsvoll. Die Zukunft ist offen und sie liegt nicht in der Hand eines dunklen Schicksals, sondern in unserer Hand und in der Hand Gottes, der uns in herzlicher Barmherzigkeit zugetan ist. Und es gibt kein einfacheres und kein emotionaleres Bild für diese Zukunft als die Geburt eines Kindes, ja als die unwahrscheinliche Geburt eines Kindes. Das alte Ehepaar Elisabeth und Zacharias, das kinderlos geblieben ist und dachte: So bleibt es nun. Und dann kam es ganz anders. Jeder von uns kennt wohl jemanden – oder gehört selbst zu denen– dessen Kinderwunsch nicht erfüllt wurde, weiß, wie schwer es ist; und wir können die Freude der Eltern sofort nachvollziehen. Und dann in der zweiten Geschichte, noch unwahrscheinlicher: Das Ehepaar, das noch gar nicht intim voneinander wusste, Maria und Josef. IV. Und doch: So parallel die Geschichten von der Geburt des Johannes und der Geburt Jesu erzählt werden, so unterschiedlich sind sie. Und ich glaube: Johannes und Jesus, sie verhalten sich zueinander wie Advent und Weihnachten.


Johannes lebt im adventlichen Abstand auf Jesu Geburt. Und dieser Abstand wird bleiben, solange Johannes lebt. Aber alles an seinem Leben ist auf Jesus ausgerichtet. Er ist der, wie es in der prophetischen Rede seines Vaters ganz präzise beschrieben wird, der dem Herrn vorangeht. Schon vor der Geburt Jesu ist Johannes auf diesen Jesus bezogen, er ist sein Cousin, fast so nah wie ein Bruder, und alles was er machen wird, solange er lebt, ist auf Jesus ausgerichtet. Und doch ist seine Botschaft die des Advents: „Kehret Um, waehlt eine neue Lebensweise. Werdet Euch der Gegenwart Gottes bewusst! Lasst Euch taufen“! V. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie wir dieses Verhältnis von Johannes und Jesus beschreiben können, nämlich entweder mit Blick auf Johannes oder aber mit Blick auf Jesus. Schauen wir auf Johannes und fragen, was es mit diesem Johannes auf sich hat, dann sehen wir: Alles das, was Johannes ist, alles das, was ihm in den Augen der Evangelisten Bedeutung verleiht, das liegt schon an dem Licht das Jesus in diese Welt gebracht hat. Johannes lebt ganz auf Jesus bezogen, ist ihm vorhergegangen und, wie es unser Predigttext ausdrückt, hat Jesus den Weg bereitet. Die Bedeutung von Johannes erklärt sich nur durch Jesus. So wie Advent immer auf Weihnachten bezogen ist: Der Advent erklärt sich nur durch Weihnachten. Die andere Perspektive ist jene, dass wir durch Johannes auf Jesus schauen, mit Johannes Augen Jesus ansehen. Und diese Perspektive ist die eigentlich wichtige.


Wenn die Erzählung von Johannes, der Bericht über seine Geburt, mehr sein soll als eine Randepisode, dann muss uns die Johannesgeschichte etwas über Jesus erzählen. Und ich glaube, es ist genau das, dass die Geburt und das Leben desJohannes aus der Perspektive der Erwartung, der Hoffnung oder der Sehnsucht angeschaut werden soll. Johannes sieht Jesus an mit Augen, die sagen: Noch nicht, aber hoffentlich bald. Er sieht (oder eigentlich ahnt er eher) das aufgehende Licht in der Finsternis das im Schatten unserer Welt leuchtet. Man könnte sagen: Johannes erblickt Weihnachten nur aus der Distanz des Advents. Die Zukunft ist offen, aber die Gegenwart ist eine Herausforderung und oft dunkel wie eh und je. VI. Und doch macht diese Licht das da kommen wird etwas mit Johannes. Auch wenn er als Adventsmensch die Fuelle und das Licht von Weihnachten nie erreicht, sondern im Halbdunkel stecken bleibt, dort, wo man nur an das Licht glauben, es aber nur schwer sehen kann. Und doch macht es etwas mit Johannes. Sein Leben ist total auf dieses Licht bezogen. Damit ist nicht alles gut. Es lebt nicht in der Fülle. Er schlägt sich durch in der Wueste und Duerre dieses Lebens. Und trotzdem ist sein Leben ein anderes, als wenn er nicht an das Licht glauben würde. Von Vaclav Havel stammt der berühmte Satz: »Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht.« Und ich bin mir sicher: In dieser Gewissheit lebt Johannes. Auch wenn sein Leben hart ist: Es ist durch kein dunkles Schicksal bestimmt, sondern er sieht sein Leben von der Hoffnung her, er lebt


in Überzeugung, dass das Licht kommen wird und versteckt schon da ist. Und so macht sein Leben Sinn. VII. Wir alle sind noch nicht Weihnachtsmenschen und wir leben gerade in diesem Jahr nicht immer aus der Fülle und für uns alle ist die Zukunft nicht immer offen und wahrlich nicht immer sorgenfrei. Wir leben, um im Bild zu bleiben, die meiste Zeit im adventlichen Warten, und nur selten im vollen weihnachtlichen Glanz. Und trotzdem macht dieses kommende Licht etwas mit uns – oder zumindest wünsche ich, dass es etwas mit uns macht. Dass das Licht uns ausrichtet und unsere Schritte lenkt, wie Zacharias das sagt. Dass dieses Licht uns die Gewissheit gibt, die wir brauchen, um unseren Weg zu gehen. Das Vertrauen, dass unser Weg richtig ist, dass er Sinn macht. Und die Hoffnung dass unser Leben, auch wenn es nicht so ist oder ausgeht wie wir uns das wuenschten, und der Glaube, dass unser Leben Sinn macht, egal wie es ausgeht. Und Advent bedeutet auch, dass wir selbst es sind, die mit unseren Wünschen, Hoffnungen und unseremGlauben an unserer Zukunft mitstricken. Dass wir das tun, was uns wichtig ist, und indem wir unserer Sehnsucht und unserem inneren Licht folgen. Im Vertrauen, dass uns das passieren kann: Dass uns Weihnachten ein Kind geboren wird, dass sich die Dimension des Lichtes wieder fuer uns oeffnet, und dass wir dieses Licht in den naechsten 364 Tagen des Alltags nicht vergessen oder verlieren. Das wünsche ich uns sehr.


Amen.

Fuerbitte 3. Advent Kerstin: Lasst uns nun gemeinsam das Fuerbittengebet beten: Das Licht wird wiederkehren, das hast du verheiĂ&#x;en. Die Schatten des Todes werden verschwinden, auch das hast du uns verheiĂ&#x;en, du Gott des Lebens. Wir warten. Wir sehnen uns nach Licht und Leben. Komm. Ella: Come to all those who are sick and infected, All who are on ventilators and in Intensive Care units. Come to those Who treat them and who accompany them. Chase the shadow of death away. Come! Kerstin: Komm zu den Familien, in Anspannung und Sorge.


Komm zu den Alleingelassenen, die sich vor Weihnachten fĂźrchten. Vertreib die Finsternis. Komm. Ella: Come to those who have power And fill their heart with love for justice. Come to those who have influence And awake in them the love for peace. Come! Kerstin: Komm zu deiner Kirche und mache uns zu Hoffnungsboten. Richte unsere FĂźĂ&#x;e auf den Weg des Friedens, du Gott des Lebens. Wir warten auf dich. Komm. Wir beten gemeinsam: Vater unser im Himmel Geheiligt werde Dein Name Dein Reich komme Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden.


Unser taegliches Brot gib uns heute Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vegeben unseren Schuldigern und fuehre uns nicht in Versuchung sondern erloese uns von dem Boesen Denn Dein ist das Reich, und die Kraft und die Herrlichkeit In Ewigkeit, Amen

Segen:

Gott, segne uns und beh端te uns Gott, sch端tze unser Leben und bewahre unsere Hoffnung. Gott, lass dein Angesicht leuchten 端ber uns, dass wir leuchten f端r andere. Gott, erhebe dein Angesicht auf uns und halte uns fest im Glauben, dass das Leben lebendiger ist als der Tod


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