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The Red Bulletin F1 Daily AT 22/02

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SAMSTAG, 9. JULI 2022

EIN FAST UNABHÄNGIGES FORMEL-1-MAGAZIN

BENZIN-BRUDER BEI TAG, ÖKO-RÄCHER BEI NACHT!


2 Bullauge F1 RedBullRing

redbulletin.com/f1special

9. Juli 2022 The Red Bulletin

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PADDOCKGEFLÜSTER „Hallo? Ja, ich weiß, wir wollen seine Lippen zu…, aber, hey, er hat das Zeug schon auf den Augenlidern!“

Grünling Seb auf ÖkoMission legt Wert auf korrekte Übersetzung seiner Message: „Schützt die Biere!“

ERIC SILBERMANN, JUSTIN HYNES

Als kreative Maßnahme gegen Tsunoda s Fluchen wollte das Team dessen Lippen zusamm enkleben. Foto: Franz Tost bereut, dass er den Vers chluss der Klebstofftube mit seinen Zähnen löste. Aber es sollte noch schlimmer kommen …

ULRICH ZINELL, GETTY IMAGES

Reportagen! Action! Interviews! Nö, gibt’s hier nicht. Unsere Rubrik „Bullauge“ konzentriert sich auf die Beobachtung denkwürdiger Ereignisse im Fahrerlager.


The Red Bulletin 9. Juli 2022

redbulletin.com/f1special

F1 Red Bull Ring Bullauge 3

Beide Piloten in den Punkterängen! Seit Silverstone feiert Haas eine wilde Party. Augenscheinlich so lange, dass Günther Steiner auf dem Weg zum Red Bull Ring übersah, dass er noch immer ­seinen Pyjama trägt.

„Lass es, Lewis!“, rief Angela. Aber der siebenfache Weltmeister eilte forschen Schrittes (Foto) zu seinem amerikanischen Schneider, um ihm die Lewisiten zu lesen: Hamilton hatte ihm Hosenmaße in Zentimetern angegeben, doch der Falott fertigte sie in Inches an!

Falls du wissen wolltest, warum die Ösis noch nie die Tour de France gewanne n, hier der Beweis: Versu ch mal, in Shorts aus einer toten Kuh Fahrrad zu fahren.

Kleines Einmaleins in der Rennfahrerschule: Wenn du den Racing-Löwen siehst – halt voll drauf!

f t amused, dass Max darau Jos (re.) und Co waren no – ten rei ch zus ab s pede bestand, die Strecke per äck von der Anreise. gep nd Ha m de t mi noch dazu


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9. Juli 2022 The Red Bulletin

Die Red Bull Racing-Crew achtet pein Und ! ime Reg essFitn ihr auf lich genau er wenn Ole nicht ins Gym kann, stemmt 8. eben das vordere Ende eines RB1

ERIC SILBERMANN, JUSTIN HYNES

Wir sagen ja nicht, dass Aston Martins Safety-Car langsam ist, aber: Esteban Ocon schaffte es den ganzen Hügel ­hinauf bis zu Kurve 3, bevor sie ihn einholten, um ihr Bike zurückzufordern.

„Sag mal, Max, versteckst du dich da unten? Komm raus. Zuerst fahren wir Formel 1. Und danach springe ich einen Backflip vom eisernen Bullen – mit dir am Rücken!“ ­Mountainbike-Megastar Fabio Wibmer schmiedete ­große Pläne vor seiner Taxifahrt im Red Bull Racing-­ Doppelsitzer. Doch Max wusste: Sein Auto hatte keinen ­Biketräger. Fabios Plan musste scheitern .

Volle Race-Action, spannende Hintergründe – live vom Red Bull Ring SAMSTAG, 9. JULI 10:25 Live-Übertragung inkl. Doku „Lauda – the untold story“, Legenden-Talk, Film über den Architekten des Red Bull Ring, Günther Domenig 15:30 Vorbericht zum Sprint inkl. Film über das Motorhome von Max Verstappen im Fahrer­ lager des Red Bull Ring 16:30 Live-Übertragung Sprint

Woran erkennst du, dass du zu Hause bist? Zum Frühstück gibt’s …

Gewinn eine Fahrt im Red Bull Raci ng F1 2-Seater bei Red Bull Tryouts: redbull.com/ 2-seater

GETTY IMAGES, JÖRG MITTER/RED BULL RING, ULRICH ZINELL, PHILIP PLATZER/RED BULL CONTENT POOL

4 Bullauge F1 RedBullRing


Natürlich erfrischend. Einzigartig im Geschmack dank Zutaten aus 100% natürlicher Herkunft.


6 Kolumne F1 Red Bull Ring

redbulletin.com/f1special

9. Juli 2022 The Red Bulletin

HIER SCHREIBT HELEN PARADYCE

Bunte Schafe, schwitzende Davids, die Urtriebe der Fans – vernetflixt und zugenäht: Die frechste Kolumnistin der Formel 1 ist wieder da!

M

ein letzter F1-Ausflug verschlug mich ja nach Miami, und ich sage euch: Einen größeren Kontrast dazu als den Red Bull Ring kann man sich nicht wünschen. Während sich in Miami alles um das Netflix-Publikum drehte, das in exklusiven Gästebereichen an Cocktails nippte, ist Spielberg charmant altmodisch; die Fans auf dem Campingplatz sind weniger mit PrimeStreaming-Diensten vertraut als mit ihren Urtrieben und dem Verschlingen von Tieren, die sie in den Bergen rund um die Rennstrecke mit bloßen Händen getötet haben. Apropos Netflix: In Kanada wurde bekannt, dass eine Filmcrew bei einem Treffen der Teamchefs zugegen war, bei dem es um verzweifelte Versuche der FIA ging, das „Porpoising“ einzudämmen. Das ist dieses ulkige Hüpfen der Boliden. Einige der Hauptakteure sollen während dieses Treffens äußerst lebhaft reagiert haben. Ob sie nun wirklich verärgert waren oder nur die Szenerie für die Kameras auflockern wollten, ist noch nicht geklärt. Klar ist hingegen: Der gerüchteweise von Lewis Hamilton und Brad Pitt produzierte neue F1-Film muss nicht lange nach Charakterdarstellern suchen. Wer einen Terminator im Sinne von „I’ll be bääck … wenn wir ein anständiges Auto bauen“ spielen könnte, liegt auf der Hand. Bittere Streitigkeiten zwischen Teamchefs sind so alt wie die römischen Wagenrennen der Antike, als man gegen das Team SpartaCars protestierte, weil es den Hafer seiner Pferde vor dem Rennen zu kühl gelagert hatte. Seit jeher übt die Formel 1 eine ­magnetische Anziehung auf Rennen an Orten aus, die eigentlich die Hilfe von UN-Friedenstruppen vertragen könnten. So war das früher. Und heute? Jetzt brennen die heißesten Kriege innerhalb der F1. Brüllende Teamchefs, Piloten, die darüber streiten, wer wann der Vergessenheit anheimfällt, und dann noch die F1 und die FIA, die sich in einen kalten Krieg eingraben, garniert von einem unziemlichen internen Aderlass, den sich der Dachverband nach seinem blutigen Regimewechsel leistet. Weil wir gerade so schön am Abwägen sind: Im Vergleich zum britischen Grand Prix strahlt der Red Bull Ring wie Disneyland (aber mehr so mit Kühen statt mit Mäusen). Wer also einen Ort sucht, an dem abends so richtig nichts los ist: Silverstone! Und das im Gegensatz zu good old Austria ganz ohne spektakuläre Landschaften,

*„Pressemitteilung“: Dokument, das auf einer elektrischen Schreibmaschine ­erstellt, 120-mal in einem Team-Wohnmobil fotokopiert und dann per Hand an Journalisten verteilt wird, die es nicht lesen. Erstaunlich, aber wahr.

IMPRESSUM Chefredakteur Alexander Müller-Macheck Stv. Chefredakteure Justin Hynes, Werner Jessner, Paul Keith Creative Directors Erik Turek (Ltg.), Kasimir Reimann Art Directors Marion Bernert-Thomann, Miles English Head of Photography Eva Kerschbaum Digitalredaktion Christian Eberle-Abasolo (Ltg.), Lou Boyd, Lisa Hechenberger Chefin vom Dienst Marion Lukas-Wildmann Managing Editor Ulrich Corazza Grafik Martina de Carvalho-Hutter, Kevin Faustmann-Goll Herausgeber & Geschäftsführer Red Bull Media House Publishing Andreas Kornhofer Managing Director Stefan Ebner Head of Media Sales & Partnerships Lukas Scharmbacher Publishing Management Bernhard Schmied (Ltg.), Sara Varming Executive Creative Director Markus Kietreiber Herstellung & Produktion Veronika Felder (Ltg.), Martin Brandhofer, Walter O. Sádaba, Sabine Wessig Lithografie Clemens Ragotzky (Ltg.), Josef Mühlbacher Lektorat Hans Fleißner (Ltg.), Monika Hasleder Druck 1a druck Judenburg, Aichfelder Druck Ges.m.b.H., A-8750 Judenburg Verlagsanschrift Am Grünen Prater 3, A-1020 Wien Telefon +43 1 90221-0 Fax +43 1 90221-28809 Web redbulletin.com Medieninhaber, Verlag & Herausgeber Red Bull Media House GmbH, Oberst-Lepperdinger-Straße 11–15, A-5071 Wals bei Salzburg, FN 297115i, Landesgericht Salzburg, ATU63611700 Geschäftsführer Dkfm. Dietrich Mateschitz, Dietmar Otti, Christopher Reindl, Marcus Weber

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YANNICK DE LA PÊCHE (COVER), YANN LEGENDRE

Schnitzel oder eine herrlich unbekümmerte Ein­ stellung zum Rauchen in geschlossenen Räumen. Stichwort Nostalgie: Mit Wehmut erinnere ich mich an die Zeiten vor Social Media. Da wurden wir Journalisten mit einfacherer Kost wie Pressemitteilungen* unterhalten. Im Jahr 2000 zum Beispiel absolvierte David Coulthard in Österreich seinen 100. Grand-Prix-Start, und in einem Schreiben von McLaren gab es jede Menge „lustige Statistiken“ zum Nachdenken. Darunter die Tatsache, dass David im Laufe dieser ­Rennen 300 Liter Flüssigkeit verschwitzt hatte. Nimm das, TikTok! Bei einer anderen Gelegenheit ließ das Benetton-Team seine Fahrer, Giancarlo Fisichella und Alex Wurz, mit neun Schafen posieren, deren Wolle in verschiedenen Farben gefärbt war. Natürlich schauten die Fahrer … verlegen. Auf die Frage, warum sie sich für Schafe entschieden hatten, wo doch Schweine in Österreich viel beliebter seien, antwortete ein Benetton-Sprecher, dass es schon genug Schweine im Fahrerlager gibt. Herrgott, wie ich die United Colors of Bäääänetton vermisse!

HELEN PARADYCE

Der F1Terminator: „I’ll be bääck … wenn wir ein anständiges Auto bauen!“


The Red Bulletin 9. Juli 2022

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F1 Red Bull Ring Lifestyle 7

CAMPING WIE EIN PROFI Unsere absolut unverzichtbaren Gadgets für ein gelungenes Formel-1-Wochenende.

Kernöl-Spender

gibt Alte Steirer schwören: Es ht nic l rnö Ke das en geg nichts, – st hilft und wozu es nicht pas enub Ha jüngst wurde es sogar in ehen. küchen auf Speiseeis ges den den bin Um dem völkerver ierSte der is Pre Event „Großer ter Ös stRe h auc mark (und eh he tisc op de sen pas reichs)“ die ver­ und olfaktorische Note zu vor h leihen, empfehlen wir, sic ermp ­jedem Verlassen des Ca ld Go nen vans mit dem grü einzuschmieren.

PICTUREDESK.COM, GETTY IMAGES, ADOBE STOCK

WERNER JESSNER

Versperrbarer Kühlschrank

Aus wertvollen Medien wie diesem wissen wir, dass für AlphaTauri-Pilot Yuki Tsunoda das ­Beste an der Formel 1 das Essen im Fahrerlager ist. Was abe r, wenn er sich verirrt und plötzlich vor deiner Tür steht? Mit großen Augen die Fleischstücke auf dem Kingsize-Griller hypnotisi ert? ­Behauptet, noch nie etw as so Faszinierendes gesehen zu haben wie Instant-Suppe? Schü tze dein Essen mit einem Schloss.

Klompen Traurige Wahrheit: Das Wetter ist beim Campen nicht immer schön. Sollte also ein Gewitter den Campingplatz überfluten, lassen sich die traditionellen ­holländischen Holzschuhe als Rettungsboote nutzen. Grober Notfallplan: Das Aichfeld endet an der Mur. Die Mur mündet in die Drau, die Drau in die Donau, die Donau ins Schwarzen Meer. Von dort gibt es Schiffe nach Hause.

Wendehut

Ein multifunktio nales Tool, das sowohl Rege n als auch Hitze abhält. Da man ja immer auf de r Siegerseite steh en will, empfiehl t sich beispielsw eise ein Modell mit Ferrari auf der Außen- und McLaren auf de r Innenseite. Je nach Rennve rlauf wird es ­unterschiedlich getragen. ­Wendehüte sind in verschiedene n Designs erhältl ich. Einzige Ausnahme: Das Mod ell „Max“ ist auf beiden Seite n gleich.

Sanduhr

und beliebig Dieses nachhaltige are Präzisions­ oft wiederverwendb dazu völlig werkzeug, das noch ergie ausohne elektrische En ßlich mit lie kommt und aussch arbeitet, n ffe to ­natürlichen Rohs hervor­ 22 20 n ist in der Saiso net, den Rückragend dafür geeig hen Weltstand des siebenfac milton in meisters Lewis Ha auf die Spitze seinem Mercedes messen. des Fahrerfeldes zu

Spanisch-steirisches Wörterbuch

Nachdem Fernando Alonso mittlerweile Spielberger Nahezu-­ Ehrenbürger ist, schadet es nicht, für ein eventuelles Treffen gewappnet zu sein, sollte er seinen Campingstuhl nach einem weiteren Out wieder im Kiesbett aufstellen. Biete ihm zur Stärkung also ­„potaje“ statt „Erdeiplflgulasch“ an und rede von „accidente“ statt „Vullklescha“. „Schlager“ heißt übersetzt übrigens „canción ­popular“, aber das weiß er sicher eh selbst. Und „nach Hause“ ist „a casa“, fußläufig erreichbar.


8 Comic F1 Red Bull Ring

Story MATT YOUSON

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Illustration YANNICK DE LA PÊCHE

Die Idylle trügt! In den verträumten Obstgärten des Schweizer Kantons Thurgau regt sich eine makabre Düsternis, eine grausame Brise kräuselt das kristallklare Wasser des Bodensees, Ver­ brechen allerschändlichster Natur (von regel­ widrig gefärbten Geranien bis zu falsch sortiertem

9. Juli 2022 The Red Bulletin

Recyclingmüll!) lauern in finsteren Ecken – und es gibt nichts, was dieser fatalen Entwicklung Einhalt geböte, außer: SEBASTIAN VETTEL! Einst war er nur ein ganz gewöhnlicher vierfacher Formel-1­Weltmeister. Doch dann g ­ eschah dieser Unfall mit experimentellem KERS, schlecht markierter nasser Fahrbahn und 17 Jägerbombs, der Sebastian für immer verändern sollte. Bei Tag ist Vettel der Rennfahrer, wie wir ihn kennen, doch bei Nacht verwandelt er sich: in SEBMAN!, den maskierten Rächer, den Helden, der die Dunkelheit – mit extrem vernünftigen Vorschlägen! – zurückdrängt. Aber Obacht, SEBMAN!, die Düsternis kennt keinen Schlaf, die Düsternis ist immer da, und sie wartet …

Der SEBMAN ruht niemals! Er … kümmert sich um … Zeug. Sein Zeug!

Seb, er ist wieder da.

Jeder Held hat seinen Helfer. Selbst wenn er gar keinen braucht. Heiliger Hilfiger, SEBMAN! Es gab eine Katastrophe!

Okay, ich hol die Leiter. Oh, FFS. Die Ruchlosen, äh … Dr. M. …, schlafen nie! Und so gilt dies auch für uns, die Verfechter des vernünftigen Mittelweges, die Streiter für Humanismus, kollektive Verantwortung und Ratio!

Nein, kein Kätzchen auf dem Baum – es gab eine ENTFÜHRUNG!


The Red Bulletin 9. Juli 2022

redbulletin.com/f1special Oder hat jemand vielleicht bloß ein Tor offen gelassen …?

Plötzlich war sie weg! Butterblume, die Kuh?

Entführt von Aliens!

Genau das passiert, wenn Leute die Regeln des Landlebens nicht respektieren!

Du bist auf den ältesten Trick der Welt hereingefallen, SEBMAN ! Jetzt bist du aus dem Weg, und ich kann meinen teuflischen Plan in die Tat umsetzen.

F1 Red Bull Ring Comic 9


10 Comic F1 Red Bull Ring

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9. Juli 2022 The Red Bulletin

Ich hab nichts gehört!

Hast du eben dieses wahnsinnige Gelächter gehört?

Es kam von dieser Krähe. Augenscheinlich ein Roboter, denn infolge des massiven Einsatzes von Pestiziden wird die Gattung Corvus in ihrer natürlichen Form immer seltener beobachtet. Wir müssen uns beeilen!

Genau wie ich dachte. Während wir abgelenkt waren, fasste jemand den heimtückischen Plan, den F1-Kalender auf … 26 RENNEN zu erweitern!

Aber … ich meine … vielleicht ist das gar nicht so übel? Ich mag Rennen.

Aber denk doch an die ökologischen Auswirkungen. Denk an die Opfer, die die Crews in den Werkstätten und Fahrerlagern erbringen, ihren Liebsten entrissen …

Oh ja. Die Liebsten!


The Red Bulletin 9. Juli 2022

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F1 Red Bull Ring Comic 11

Tags darauf …

… und deshalb müssen wir den Kalender 2023 natürlich auf vernünftige 20 Rennen reduzieren.

Heilige Pressekonferenz, SEBMAN! Du hast uns wieder einmal gerettet. Ja, aber wir wissen immer noch nicht, wer hinter der Sache steckt.

War es vielleicht Otmar Szafnauer?

Ich hab dir doch schon erklärt, dass ein „Z“ im Namen nicht automatisch auf böse Absichten schließen lässt. Wahrscheinlich werden wir es nie erfahren …

Verflucht ! Schon wieder vereitelt !

Aber wart nur ab, SEBMAN, wir sehen uns wieder !!!

Nächstes Mal: SEBMAN gegen das Smogmonster. Seb räumt auf, ein Feinstaubkörnchen nach dem anderen!


12 Zeitreise F1 Red Bull Ring

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9. Juli 2022 The Red Bulletin

HARTES PFLASTER Es begann am Österreichring: Gleich zwölf Formel-1-Fahrer sind hier ihren ersten Grand Prix gefahren. Für einen war es auch schon der letzte. Und WM-Punkte hat zum Start kein Einziger geschafft – obwohl sich ein paar ganz große Namen in unserer Zeitleiste finden.

1964

JOCHEN RINDT

TIM SCHENKEN

Jochen Rindt (1942–1970), hier bei seinem F1-Debüt in Zeltweg 1964

Der Österreichring war neu, und ein Fahrer im Feld war es auch: Der Australier Tim Schenken ersetzte Brian Redman bei Williams. Das Auto war, um es höflich zu formulieren, eine komplette Gurke: Der eingesetzte De Tomaso 505 war schwer, unzuverlässig und kaum zu kontrollieren – was Piers Courage beim Grand Prix der Niederlande in jener Saison das Leben gekostet hatte. Tim Schenken kam bei seiner F1-Premiere mit dieser Kiste immerhin 25 Runden weit.

MOTORSPORTARCHIV, MOTORSPORT IMAGES

1970

WERNER JESSNER

Nur drei Jahre nach seinem ersten Autorennen überhaupt debütierte der Weltmeister von 1970 beim Heimrennen auf der Flughafenpiste in Zeltweg. Sein Rennwagen: ein Brabham im Team von Rob Walker. Auf der „Waschrumpel“ genannten Betonpiste havarierte mehr als die Hälfte aller gestarteten Autos, darunter auch jenes von Rindt: Out zu Rennhälfte durch einen Lenkungsschaden.


The Red Bulletin 9. Juli 2022

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F1 Red Bull Ring Zeitreise 13

1971

HELMUT MARKO & NIKI LAUDA Das Rennen um die Nachfolge des 1970 tödlich verunglückten Jochen Rindt als Österreichs Motorsport-Star war voll entbrannt. Niki Lauda hatte sich fürs Heimrennen einen March ­finanziert, Helmut Marko einen BRM, nachdem er sich zwei Wochen zuvor beim GP von Deutschland in einem McLaren nicht hatte qualifizieren können. Am Österreichring schlug Marko Lauda im Qualifying klar (Position 17 bzw. 21). WM-Punkte waren mit zwei Runden Rückstand auf Sieger Jo Siffert allerdings keine drin. Lauda schied aus.

1974

DIETER QUESTER

Niki Lauda 1971 in der Boxengasse des Österreichrings. Im Hintergrund sehen wir seinen March, der im Rennen nach 20 Runden den Geist aufgeben sollte.

1975

JO VONLANTHEN & BRETT LUNGER Den Amerikaner Brett Lunger, der den ersten seiner ins­ gesamt 32 F1-Starts in Österreich absolvierte, kennt man hauptsächlich als einen der Lebensretter von Niki Lauda bei seinem Feuerunfall am Nürburgring. Noch unauffälliger verlief die F1-Karriere des Schweizer Autohändlers Jo Vonlanthen, dessen Österreich-Start als einzige WM-Teilnahme geführt wird (seine anderen beiden F1-Rennen zählten nicht zur WM): Keiner der beiden 1975er-Debütanten holte jemals auch nur einen einzigen Punkt.

Der Spross einer Wiener Baumarkt-­ Dynastie checkte sich für den Österreich-GP einen Surtees – nicht gerade ein siegverdächtiger Wagen. Legendär die Geschichte, dass ein Mechaniker beim Start seine Werkzeugkiste vor Dieters Auto vergessen hatte. Machte aber nichts, denn er startete ohnehin von ganz hinten. Immerhin hielt das Auto durch: Platz 9 beim einzigen F1Rennen seines Lebens. Danach widmete sich Quester höchst erfolgreich dem Thema Touren- und Sportwagen.

3 der 13 WM-Starts von Hans Binder fanden in Österreich statt.

1976

HANS BINDER Der Tiroler Holzhändler und Onkel des Langstrecken-Racers René Binder schaffte den Durchbruch in der Formel 2 im Team von Helmut Marko. Für den Österreichring kaufte sich Binder bei Ensign ein. Vom 25. Startplatz aus ins Rennen gegangen, war für ihn in Runde 49 Schluss – das Gasseil war gerissen. Ein Jahr darauf beendete er mit einem Penske PC4 des deutschen ATS-Teams sein Heimrennen immerhin auf Platz 12. Beim dritten Versuch 1978 scheiterte er an der Qualifikation und ließ es danach gut sein.


14 Zeitreise F1 Red Bull Ring

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9. Juli 2022 The Red Bulletin

1980

NIGEL MANSELL

1984

GERHARD BERGER

Dank Unterstützung von BMW gab Gerhard Berger 1984 sein Debüt im ATS-Team.

Österreicher-Festspiele in Zeltweg: Lauda gewinnt, Jo Gartner fährt sein viertes Rennen, Berger sein erstes. In einem ATS und mit Unterstützung von BMW schafft er gleich bei der Premiere Platz 20 im Qualifying und Rang 12 im Rennen. Zwei Rennen später sollte es überhaupt historisch werden: In Monza siegte Lauda erneut, Gartner wurde Fünfter, Berger Sechster. Damals gab es nur Punkte für die ersten sechs – drei davon gingen an Österreich. So etwas sollte es seither nie wieder geben.

WERNER JESSNER

2000

LUCIANO BURTI Durch eine Erkrankung des Stammfahrers Eddie Irvine rutschte Burti kurzfristig ins Cockpit von Jaguar – jenes Teams, aus dem 2005 Red Bull Racing werden sollte. Ein durchwachsenes Wochenende für den Brasilianer: Sowohl im Qualifying als auch im Rennen schaffte er es nur, den völlig hoffnungslosen Argentinier Gastón Mazzacane im Minardi hinter sich zu lassen. Im Jahr darauf begann Burti bei Jaguar, um vier Rennen später schon wieder ins unterlegene Prost-Team abgeschoben zu werden. WM-Punkte? Fehlanzeige.

Kurzes Gastspiel: Der Brasilianer Luciano Burti, Österreich-Debütant im Jahr 2000, wurde nach 15 Rennen ausgetauscht.

2020

NICHOLAS LATIFI Der bislang letzte Debütant beim Österreich-GP ist der Kanadier im Williams. Noch nie zuvor war eine Saison so spät gestartet: Anfang Juli ist normalerweise schon die halbe WM um, aber 2020 war eben in vielerlei Hinsicht speziell. Im unterlegenen Williams riss Latifi wie erwartet keine Bäume aus: Letzter im Qualifying, letztes fahrendes Auto im Rennen (die hinter ihm gewerteten Kwjat und ­Albon waren ausgeschieden). So kennen wir ihn bis heute.

MOTORSPORT IMAGES, MOTORSPORTARCHIV, GETTY IMAGES, PICTUREDESK.COM

Der Weltmeister des Jahres 1992 galt als großer Kämpfer, der von unten kam. Er hatte sein Haus verkauft, um die Karriere zu finanzieren. 1980 schließlich die Erfüllung eines Lebenstraums: erster F1-Start am Österreichring in einem Lotus! Für das Rennen qualifizierte er sich als Letzter, doch das war noch nicht das Schlimmste: Wegen eines Benzinlecks saß er rundenlang im giftigen RennSprit und zog sich Verbrennungen zweiten und dritten Grades zu. Doch er biss sich durch. Schließlich erlöste ihn ein Motorschaden. Danach konnte es nur noch aufwärts gehen …


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