Geboren in Dresden, lebt in Berlin und arbeitet als Autorin für Titel wie „Welt am Sonntag“, „Monopol“ und „GQ“. Für uns interviewte sie den deutschen Rapper Marteria anlässlich seines neuen Albums. Die Story findet ihr ab Seite 22.
Jim Krantz
wurde mit den American Photo Awards und als IPA International Photographer of the Year geehrt. Seine Fotos werden von der Popkulturwelt begeistert aufgenommen. Für uns hat er Stuntfrau Michelle Khare in L. A. abgelichtet. Ab Seite 54
This man is on fire. Yungblud ist ein Rockstar, der Ballett und Pantomime liebt. Mit seinen Messages von Liebe und Selbstakzeptanz läutet er eine neue Ära im Musik-Business ein. Wie uns der Brite musikalisch wie menschlich packt, lest ihr ab Seite 40.
Alljährlich in seinen Bann zieht uns auch das Red Bull Erzbergrodeo, dessen 30. Auflage Anfang Juni ansteht. Traditionell schaffen es nur eine Handvoll der 1000 Starter ins Ziel – extremer geht echt nicht. Welche Fahrer und Fahrerinnen ihr am Erzberg im Auge behalten sollt und wer die Masterminds hinter dem Hard-EnduroRennen sind, erfahrt ihr ab Seite 26.
Heri Irawan
kommt aus Indonesien und arbeitet als Concept Artist für Gaming und Film in Wien. Er unterrichtet Entwurfzeichnen an der Universität für angewandte Kunst. Für uns hat er ein Lauftraining illustriert. Seite 6 im Wings for Life World Run Special
Kalt hat uns auch Julia Roberts nie gelassen, zuletzt faszinierte die Schauspielerin im Thriller „After the Hunt“. Warum sie ungemütlich wird, wenn das Essen nicht pünktlich am Tisch steht, erzählt sie ab Seite 20! Viel Freude mit dieser Ausgabe, die Redaktion
Mehr als fünf Millionen
Wer steckt hinter dem härtesten Enduro-Rennen der Welt, dem Red Bull Erzbergrodeo? Und wer führt es am Zweirad an?
Musik
Der britische Rockstar Yungblud revolutioniert ein Musikgenre: mit Liebe und Selbstakzeptanz.
Wasserski
Der österreichisch-kanadische Wasserski-Weltmeister Dorien Llewellyn kann „das Wasser lesen“. Wie geht das bitte?
YouTuberin und Stuntfrau
Michelle Khare traut sich über „Mission Impossible“- und Harry-Houdini-Stunts.
Valparaíso, Chile
Urban Cowboy
Die ganze Hafenstadt war aus dem Häuschen, als der Lokalmatador plötzlich in Führung lag. Felipe Agurto stammt zwar nicht aus Valparaíso (sondern aus Curacaví), er gilt aber als Chiles bekanntester Mountainbiker. Da ist die Teilnahme bei der Heimausgabe des größten urbanen Downhill-Rennens der Welt, bei Red Bull Cerro Abajo in Valparaíso, Ehrensache. Am Ende lag Agurto zwar zwei Sekunden hinter dem Sieger, eines war für ihn aber klar: „Nächstes Jahr gewinne ich!“ redbull.com
Afyonkarahisar, Türkei
Trainsurfing
Ein mit 120 km/h dahinratternder Güterzug. Eine Zivko Edge 540, die der Pilot auf genau 87 km/h drosseln muss. Eine Landefläche (auf dem letzten Zug-Container), die aufgrund des Flug-Sinkwinkels nicht zu sehen ist. Wer es unter solchen Umständen schafft, ein Flugzeug zu landen, gehört zu den besten Piloten der Welt. Dario Costa hat es geschafft. Nach erfolgreichem Touchdown hob der italienische Stunt-Pilot wieder ab. So geht Luftfahrtgeschichte! redbull.com
Meppen, Deutschland Höhenflug
Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring stand schon lange auf seiner Bucket List: Bevor Max Verstappen Mitte Mai aber das erste Mal mit seinen Teamkollegen an den Start gehen wird, wurde die neue Red BullLackierung des Mercedes-AMG Teams Verstappen Racing mit einem spektakulären BASE-Jump enthüllt: Der deutsche Athlet Max Manow sprang aus 131 Meter Höhe in den Kühlturm in Meppen. redbull.com
New
York, USA
Luft nach unten
Die Aussicht über Manhattan musste sie zumindest für 90 Sekunden komplett ausblenden: So lange dauerte die waghalsige Kür, die USAusnahmeTurnerin Lily Smith auf einem Schwebebalken 52 Stockwerke über dem Central Park zum Besten gab. Der anspruchsvollste Trick dabei: ein gehechteter Vorwärtssalto. Und als sei das alles nicht schon genug Angriff auf die Schwerkraft, befand sich der Balken auch noch auf einer Höhe von 2,9 Metern, also mehr als doppelt so hoch wie gewöhnlich. redbull.com
Feier deine Crowd!
Tore, Tanzen und Tennis –statt Dennis. Wir analysieren das persönliche Netzwerk von US-Fußballerin Trinity Rodman.
Emma Hayes
Head Coach & Tanzpartnerin
Die Trainerin des US-Nationalteams berief Trinity in allen Olympia-Spielen in die Startelf. Die zahlt das Vertrauen zurück – mit Toren und einem Jubeltanz. Hayes „Sexy Dexy“ googeln!
Ashley Sanchez
BFF (beste FußballFreundin)/Sidekick
Die 27-Jährige bildete mit Trinity drei Jahre lang ein gefürchtetes Angriffs-Duo – bekannt als „Sandman“ (Kombination der beiden Nachnamen). Sand ins Getriebe kam erst durch einen Trade, der die besten Freundinnen entzweite.
FUSSBALL
FAMILIE
Michelle Moyer
Mama, Vorbild, #1 Fan
Vom berühmten Ehemann verlassen, zog sie drei Kinder allein auf, und das kurzzeitig sogar im Motel. Auch deshalb ist sie für Trinity „der stärkste Mensch, den ich je getroffen habe“. Heute unterstützt Mama von der Tribüne aus – mit „Rodman Mom“-Kappe.
Dennis Rodman
Mehr Erzeuger als Vater
Von der NBA-Legende bekam Trinity Athletik, Siegeswillen und den Nachnamen, mehr nicht. „Er ist kein Vater“, sagt sie. Dennis ließ seine Familie nach der Trennung im Stich.
Trinity Rodman
FREUND
Ben Shelton
Bett- und Seelenpartner
Der Tennis-Profi (Karrierehoch Rang sechs) schlug im März 2025 offiziell an Trinitys Seite auf. Rodman sieht in Ben Shelton ihren „Soulmate“, der um die Mühen und Gefahren des Profisports weiß.
Die 23-Jährige ist seit Jänner die bestbezahlte Fußballerin der Welt. Ihr Wert hat nichts mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern mit ihren Leistungen: 2021 Rookie des Jahres und Liga-Champion mit Washington Spirit, 2024 Olympiasiegerin mit den USA. Stürmerin Rodman ist bekannt für ihre Kreativität – auf dem Fußballfeld, bei der Kleidungswahl, als Zeichnerin oder beim Aufwärmen: „Ich tanze lieber, statt mich still einzuschwören.“ Insta: @trinity_rodman
ALFA ROMEO JUNIOR
AB € 23.800,-* BEI FINANZIERUNG
*€ 23.800,- Aktionspreis gültig für Alfa Romeo Junior. Berechnungsbeispiel für Junior MHEV 145 PS Junior: Der Aktionspreis beinhaltet € 1.240 Modellbonus, € 1.860 Eintauschbonus, € 2.480 Finanzierungsbonus (bei Finanzierung über Stellantis Bank SA), € 1.240 Versicherungsbonus (bei Abschluss eines Versicherungs-Vorteilssets, bestehend aus Kfz-Haftpficht-, Kasko- und Insassenunfallversicherung, über die GARANTA Versicherungs-AG Österreich). Keine Barablöse möglich. Alle Beträge verstehen sich inkl. USt. Preisänderungen und Irrtümer vorbehalten. Symbolfoto. Satzfehler vorbehalten. Neuwagenangebot von Stellantis Bank SA Niederlassung Österreich gültig bis 30.04.2026. Weitere Details bei Ihrem Alfa Romeo-Partner. Alfa Romeo ist eine eingetragene Marke der FCA US LLC. Verbrauchs- und Emissionswerte nach WLTP Junior RANGE: Kraftstofverbrauch kombiniert: 0 – 5,3 l/100 km; kombinierter Energieverbrauch: 15,0 - 17,9 kWh/100km; CO2-Emission: 0-121 g/km. Verbrauchs- und Emissionswerte wurden gemäß der WLTP ermittelt und sind nur als Richtwerte zu verstehen. Stand: März 2026.
Pumpen nach Zahlen
Muskeln aufbauen oder Spaß haben? Running oder Bike? Sparring oder Dating? In dieser 3D-Welt kannst du aktuelle Fitness-Trends entdecken.
Daten und Text Tin Fischer
Illustration Tobias Wanders
HÄLT DER RUN AUF DIE STUDIOS AN? Corona dämpfte den Boom der Fitnessstudios. Heute sind die Zahlen der Mitglieder zurück in der alten Größe.
SIND WORKOUTS DAS NEUE TINDER?
Ob Workouts auch ein guter Ort für erste Dates sind? Da sind sich Strava-Nutzerinnen und -Nutzer der Gen Z laut einer Umfrage noch uneins. Die App wächst übrigens, während Tinder schrumpft. So viel dazu.
WARUM GEHST DU WIRKLICH INS FITNESS-STUDIO?
Muskeln aufbauen ist Gym-Besuchern offenbar doch wichtiger als Spaß haben - das geht zumindest aus einer Umfrage unter FitnessstudioBesuchern hervor. Kombinieren lässt es sich natürlich trotzdem!
WELCHE STRAVAGRUPPEN GEHEN STEIL?
Sich einfach zum Workout verabreden und die Straße zum Studio machen? Das wird immer beliebter. Auf Apps wie Strava wächst die Zahl der Gruppen rasant, Wander-Clubs haben sich 2025 weltweit fast versechsfacht.
Zocken mit Dreh
Dieser Gaming-Stuhl bewegt sich mit den Moves des Spielers. Tech-Checker Kirafn sitzt schon mal Probe.
Das Teil
Der Roto VR Explorer dreht sich mit den Kopfbewegungen des Spielers. Möglich machen das ein Sensor an der VR-Brille und ein Motor im Sockel. Das soll ein geschmeidiges Bewegungsgefühl ermöglichen und Motion Sickness vorbeugen.
Der Hype
Kirafin heißt bürgerlich Jonas Willbold, ist 31 und unterhält seine 1,3 Millionen Follower auf TikTok mit ComedyFormaten. Nebenbei folgt er seiner Faszination für Tech-Produkte und -Trends. Für uns nimmt er aktuelle Hypes unter die Lupe.
Der Check
Videos sind zwar rar, weil das Teil zu sperrig für Content ist, die vorhandenen gehen dafür zuverlässig viral. Etwa das TikTok von UFD Tech mit 1,3 Millionen Klicks und 103.000 Likes.
Vor allem für Hardcore-VRFans interessant, die keinen Platz für ein VR-Laufband haben oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Optimal für Rennsimulationen. Der Preis (ab ca. 700 Euro) ist auch okay. Wird aber trotzdem eher Nische bleiben.
MUST-HAVE-FAKTOR
Perfekt für …
… VR-Enthusiasten, die auch im Sitzen in Bewegung bleiben wollen.
Ungeeignet für …
… VR-Enthusiasten, die beim Bewegen auch ins Schwitzen kommen wollen –hallo VR-Laufband!
TASTES LIKE love at first sip
Julia Roberts
definiert
sich nicht mehr über berufliche Erfolge. Die Schauspielerin blickt lieber hinter den schönen Schein von Hollywood.
Was für sie wichtig ist: dass das Essen pünktlich am Tisch steht!
Text Rüdiger Sturm
Julia Roberts ist eine „Inquisitorin“. So beschreibt sie sich beim Interview im Hotel Cipriani in Venedig selbst. Denn die 58-Jährige versucht, die innere Wahrheit eines jeden Menschen herauszufnden. Im Leben wie auch in ihrem jüngsten Film. Im Thriller „After the Hunt“ spielt Julia Roberts die Hauptrolle der Alma Imhof –einer renommierten Philosophie-Professorin und jüngsten Dozentin in der Geschichte der Yale-Universität (Regie: Luca Guadagnino). Die Figur, ein komplexer Charakter mit dunklem Geheimnis, gerät durch eine Anschuldigung ihrer Lieblingsstudentin in eine existenzielle Krise.
Für die Darstellung des im vergangenen Herbst in den Kinos angelaufenen und mittlerweile über Streaming erhältlichen Films erhielt Roberts eine GoldenGlobe-Nominierung. Sie sagt: „Ich wollte wissen, wie diese Person funktioniert. Welche Schutzmechanismen hat sie um sich herum aufgebaut?“ Doch die Oscargewinnerin (für „Erin Brockovich – eine wahre Geschichte“, 2000) interessieren diese Fragen nicht nur in Bezug auf ihre Arbeit als Schauspielerin, sondern auf das Leben im Allgemeinen. Julia sucht nach Authentizität – die sie auch selbst lebt: „Ich kann anderen Menschen nichts vormachen. Deshalb sage ich die Wahrheit, selbst wenn das nicht allen gefällt. Ich will der Welt kein falsches Bild von mir vorgaukeln.“
Leicht gesagt für einen Hollywoodstar, dessen Person ohnehin in der Öfentlichkeit zelebriert und seziert wird. Wobei Roberts meist egal ist, was andere von ihr denken. 1991, auf einem Höhepunkt ihrer Popularität, ließ sie die Hochzeit mit ihrem Kollegen Kiefer Sutherland wenige
On point
Geboren 1967 in Atlanta, Georgia; wollte Tierärztin werden; lernte für den Film „Satisfaction“ Schlagzeug spielen, musste dann aber Bass spielen; liebt es, in Drehpausen zu stricken; bäckt für die FilmCrew gerne Bananenbrot (alles bio natürlich!); ist Fan von Manchester United
Tage vor dem Termin platzen, ohne Rücksicht auf die Außenwirkung. Ein paar Jahre später klinkte sie sich aus Hollywood aus, weil sie mit den Rollenangeboten nicht glücklich war. Lieber besuchte sie Freunde in Europa.
Kindliche „Realness“
Eine unveränderbare Konstante in ihrem Leben? Julia Roberts vertritt klare Ansichten. Obwohl nicht jeder ihrer Filme auf Anklang stieß, bereut sie nach eigener Aussage „keine einzige Entscheidung“ ihrer Karriere. In Interviews antwortet sie unverblümt. Auf die Frage, wann sie sich selbst gefunden habe, meint sie: „Sind Sie jemals in der Früh aufgewacht und haben sich gedacht: Ich habe mich selbst gefunden? Jeder sucht den Moment, wo Gott zu einem spricht, aber den erreichst du nur in ganz kleinen Schritten.“ Entscheidend sei, Fragen zu stellen. Denn: „Schweigen kann genauso schädlich sein, wie die Unwahrheit zu sagen. Wenn du gar nichts sagst, dann ist das manchmal ganz schön schmerzhaft.“ Roberts bewundert genau aus diesem Grund Kinder: „Die haben keinen Grund, irgendetwas zu verstecken. Und das ist die große Lektion, die wir von ihnen lernen können.“
Eine der Personen, die Roberts pure Authentizität vorlebten, war ihre Mutter, die für sie „eine Superheldin“ war, sagt sie. Vor allem weil sie ihre vier Kinder unter bescheidenen Umständen großzog und gleichzeitig berufstätig war: „Sie ist die große Inspiration meines Lebens. Ihre Haltung gegenüber uns Kindern war: Ich habe hart gearbeitet, deshalb: arbeitet noch härter! Ich habe einiges erreicht, jetzt erreicht ihr noch mehr!“
Wie innen, so außen
Bereits als Kind lernte Julia Roberts von ihrer Mutter, wie wichtig es ist, den Dingen auf den Grund zu gehen: „Eines Tages habe ich sie gefragt: Wie schafst du das alles nur? Dann hat sie es mir erklärt.“ Um Herr der Lage zu sein, reichten ganz banale Dinge. Zum Beispiel, Ordnung zu schafen: „Ein aufgeräumtes Zuhause ist die Voraussetzung für einen aufgeräumten Verstand.“ Und das sieht Julia, die Mutter von drei Kindern, den Zwillingen Hazel und Phinnaeus, 21, und Henry, 18 (die sie mit ihrem Ehemann hat, dem Kameramann Daniel Moder; Anm.), immer noch so.
Für den Hollywoodstar besteht ein erfolgreicher Tag darin, dass sie berufliche und private Aufgaben gleichermaßen gut erledigt und „dass am Abend das Essen pünktlich auf dem Tisch steht“. Wahre Erfüllung fndet sie in einem „glücklichen Familienleben“. Roberts spricht über Kochen und Gartenarbeit mit der gleichen Leidenschaft wie über die Schauspielerei. Ihr Prinzip lautet: „Vermittle deine Überzeugungen durch dein Tun. Tritt für dich ein. Richte dein Leben nach deinem moralischen Kompass aus.“
Julia betont: „Wie ich mich verhalte, spiegelt meine Wertvorstellungen wider. Man muss ein Vorbild sein!“ Sie möchte aber niemandem ihre Überzeugung aufdrängen. „Ich würde niemals jemandem ungefragt Rat geben“, sagt sie, um dann mit einem lauten Lachen hinzuzufügen: „Man sollte auch keinen Rat von Schauspielern annehmen!“
Instagram: @juliaroberts „After the Hunt“ ist auf Prime Video zu sehen.
„Mein Verhalten spiegelt meine Wertvorstellungen wider. Man muss ein Vorbild sein!“
Julia Roberts, 58, findet wahre Erfüllung in ihrem Familienleben.
Marteria
wollte Fußballer werden, prägt aber seit zwanzig Jahren Hip-Hop in Deutschland. Nun legt der Rapper sein sechstes Album vor und versichert: Oft führen erst Umwege zum Ziel.
Text Anne Waak Foto Linh Nguyen
Etwa in der Mitte seines neuen Albums, in einem Song namens „Problemarten“, charakterisiert Marten Laciny, bekannt als Marteria, seinen eigenen Werdegang mit einem einprägsamen Bild: „Lebenslauf sieht aus wie ein EKG“, heißt es da. Das stimmt sowohl für das Privatleben des 43-Jährigen als auch für seine berufliche Laufbahn, wie ließe sich das auch trennen. Beides schießt wie eine Flipperkugel durch die Welt – und er mag das so. Laciny, dessen Debüt „Halloziehnation“ 2006 unter seinem zweiten Alter Ego Marsimoto erschien, gehört zu den einfuss- und erfolgreichsten deutschsprachigen Musikern überhaupt. Er sammelte Top-Chartplatzierungen und PlatinSchallplatten ein, er spielte ausverkaufte Touren und trug Anfang der Zehnerjahre entscheidend mit dazu bei, deutschsprachigen Hip-Hop zu dem populären Musikgenre zu machen, das es bis heute ist.
Fußball als Plan A
Dabei sah es lange so aus, als würde aus dem Jungen, der 1982 in Rostock zur Welt kam, einmal ein Proffußballer werden. Kapitän sämtlicher Jugendmannschaften beim F. C. Hansa Rostock, Rechtsverteidiger der U17-Nationalmannschaft – so hätte es weitergehen können. Wäre er 1999 nicht während einer Reise in New York City von einem Modelscout angesprochen worden: Ob er nicht in die Stadt ziehen und sich für große Modelabels casten lassen wolle? „Natürlich habe ich das gemacht“, sagt Laciny. „Fußball war mein Leben. Aber New York ist New York.“ Die Frage, ob es nicht klüger gewesen wäre, bei der Karriere als Sportler zu bleiben, statt sie gegen eine mit großer Unsicherheit einzutauschen, stellte sich für ihn nicht. Er macht, was ihm Auf-
On point
Geboren in Rostock, Deutschland; Alter 43; Alter Ego: Marsimoto (seit 2024 im Ruhestand); lebt auf Rügen; Status: Deutschraps Elder Statesman; Spotify-Streams: 2,4 Millionen pro Monat; Hobbys: Angeln, Kochen; Highlights 2026: neues Album, große Tour
regung verspricht, neue Erlebnisse und ein Maximum an Intensität. „So lange man kann, so viel wie geht“, wie es auf seinem neuen Album einmal heißt. Die Zeile könnte sein Lebensmotto sein.
Das mit der großen Karriere als Model klappte dann nicht, zumindest nicht auf lange Sicht. 2003 kehrte Laciny nach Deutschland zurück, zog nach Berlin und lebte fast fünf Jahre von Hartz IV. „In dieser Zeit habe ich meiner Fußballkarriere jeden Tag hinterhergetrauert“, sagt er. „Damals kam mir die Entscheidung gegen den Fußball wie der absolute Fehler vor.“ Aus heutiger Warte sei sie jedoch richtig und wichtig gewesen, fand er doch in dieser Zeit zurück zu dem, was er schon als Teenager und auch während seiner Fußballjahre immer gemacht hatte: texten, rappen, Musik machen. „Das, was wahrscheinlich meine wahre Bestimmung ist“, sagt er. Das klingt, als schließe er es nicht vollkommen aus, dass es da draußen etwas gibt, was ihn noch mehr erfüllt als die Musik.
Bye-bye, Alpakas!
Ganz oben auf der Liste dessen, was ihm im Leben am wichtigsten ist, steht: Reisen. Allein auf dem afrikanischen Kontinent kennt Laciny mehr als ein Dutzend Länder. Im Zentrum Luandas, der Hauptstadt Angolas, eines ehemaligen sozialistischen Bruderstaats der DDR,
sähen die Gebäude denen am Berliner Alexanderplatz zum Verwechseln ähnlich, erzählt er. Den zurückliegenden Winter hat er in Sri Lanka, Kenia und Thailand verbracht, mit Ayurveda, Angeln, Texteschreiben. Dabei hat er es versucht mit der Sesshaftigkeit. Aber die Hofnung, dass ein Haus auf der Ostseeinsel Rügen mitsamt Schafen und Alpakas ihn zur Ruhe bringen würde, hat sich nicht erfüllt. Um die Tiere kümmert sich jetzt sein Vater, wenn Laciny unterwegs ist. „Ich will unseren ganzen runden blauen Planeten sehen“, sagt er. Fernweh lässt sich ofenbar nicht einfach so abschalten. Was treibt ihn immer wieder hinaus in die Welt? „Ich komme vom Meer, mein Vater war Seemann.“ Auch seine vier Jahre ältere Schwester sei früh in die USA gegangen. Der Bewegungsdrang liege ihm wohl einfach in den Genen.
Ein Album voller Einfälle
Sein gerade erschienenes Album bildet den Abschluss seiner „Zum Glück in die Zukunft“-Trilogie. Wie schon auf den 2010 und 2014 herausgekommenen Vorgängern schaut Marteria hier zurück auf die vergangenen Jahre und zieht Bilanz. Das tight produzierte Album strotzt vor musikalischem Einfallsreichtum, es ist wahrscheinlich sein bestes bislang. Den Fans werden die vielen Zitate und Verweise auf ältere Songs auffallen. So stammt etwa die Marteria-typische Zeile „Die größten Fehler sind die, die man nicht gemacht hat“ aus „Zum König geboren“ von 2009.
„Captain Europa“ handelt vom schleichenden Bedeutungsverlust unseres Kontinents. Darin, mit der Überforderung umzugehen, die viele angesichts der Gegenwart verspüren, sieht der Rapper die Herausforderung unserer Zeit – und eine, die sich ihm ganz konkret stellt. „Wege zu zeigen, wie das Leben trotzdem gut sein kann, Hofnung und Mut zu verbreiten“, sagt er, „dafür tritt man doch an, wenn man Kunst macht.“
Die Frage, wie es sich im Hip-Hop gut altern lässt, beschäftige ihn dagegen kein bisschen: „Ich bin ja keine 80 Jahre alt.“ Die große Aufgabe im Leben sei es doch, sagt Laciny, sich überraschen zu lassen.
Instagram: @marteria
„Hoffnung und Mut verbreiten –dafür tritt man doch an, wenn man Kunst macht.“
In seiner Musik zeigt Marteria, wie das Leben trotz der aktuellen Weltlage gut sein kann.
Marie Bloching
ist eine prägende Schauspielerin ihrer Generation. Ihr Rezept vor der Kamera und im Leben: Sie macht ihr Glück nicht davon abhängig, ob genug Menschen sie mögen.
Text Anne Waak Foto Elli Holste
Irgendwann mitten im Gespräch sagt Marie Bloching den Satz, der auf den Punkt bringt, wie sie zu ihrem Job steht: „Das Positive an der Unsicherheit im Schauspiel ist, dass man zwischen Projekten auch Zeit hat, um anderes auszuprobieren.“ In Blochings Fall zum Beispiel die Forstwirtschaft, die Arbeit mit Ton, Farbe oder Bauschaum. Die Schauspielerin ist der lebendige Beweis dafür, dass man sich einer Sache eben nicht vollkommen verschreiben muss, um damit erfolgreich zu sein.
Und erfolgreich ist sie: Bloching, 30, ist eine der beeindruckendsten jungen Schauspielerinnen ihrer Generation. In dem Ensemble freidrehender Charaktere der ComedySerie „Die Discounter“ fungierte sie vier Stafeln lang als der Ruhepol – im wahrsten Sinne des Wortes. Blochings Figur Lia war dermaßen angeödet von ihrem Job als Kassiererin, dass sie die Waren schon mal mit einem Nackenkissen um den Hals über den Scanner zog, bereit, jeden Moment einzuschlafen. Wenn sie die sogenannte vierte Wand durchbricht, also direkt in die Kamera schaut – und damit in die Augen des Publikums –, ist da: Leere. Es ist nur schwer vorstellbar, dass es eine bessere Darstellerin für die Rolle gegeben hätte als Bloching. Ihre großen braunen Augen verleihen ihr etwas Kindliches, aber sie kann ihnen einen Ausdruck irgendwo zwischen Langeweile, Abgeklärtheit und totaler Desillusion verpassen.
Überzeugend ohne Worte
In ihrem neuesten Film „Schwesterherz“ spielt sie die Hauptrolle, Rose. Als eine junge Frau Roses Bruder Sam (Anton Weil) der Vergewaltigung beschuldigt, steht Rose vor der Entscheidung, ent
On point
Aufgewachsen bei Rosenheim; geboren 1996; lebt in Berlin; Durchbruch mit ihrer Rolle als Kassiererin Lia in der Serie „Die Discounter“; Preise: Deutscher Fernsehpreis für die Hauptrolle in „Angemessen Angry“; Instrumente: Klavier, Querflöte, Blockflöte, Ukulele
weder gegen ihren geliebten Bruder auszusagen oder ihn vor einer Strafe zu schützen und sich damit mitschuldig zu machen. Bloching schaft es, das Dilemma ihrer Figur fast ausschließlich über ihr nuanciertes Spiel zu erzählen, über ihr Gesicht, ihre Mimik und Gesten. Es gehört viel dazu, einen abendfüllenden Film nahezu allein zu tragen. Bei Marie Bloching wirkt es, als wäre nichts dabei. Bei ihrem Film „Fernlicht“, in dem sie eine Berliner Drogenkurierin spielt, ruht die Kamera sogar achtzig Minuten lang ausschließlich auf ihr.
Zweifel an der Berufswahl So talentiert, wie sie ist, könnte man erwarten, dass Bloching vollkommen in ihrem Beruf aufgeht. Stattdessen sagt sie: „Manchmal frage ich mich, ob es ein Fehler war, dass ich damit überhaupt angefangen habe.“ Sie fände es „ein bisschen gruselig“, sich erst einer Kamera und dann den Blicken des Publikums aussetzen zu müssen.
Aufgewachsen mit zwei älteren Brüdern in einer, wie sie sagt, „normalen bürgerlichen Familie“ in einem bayerischen Dorf, kam sie schon früh in Kontakt mit Filmen. Ihre Oma und ihre Großtante betrieben ein kleines, bis heute existierendes Programmkino. Was sie an Filmen interessiert hat und bis heute interessiert, seien die vielen Orte und Leben, in die
eine Geschichte sie transportieren könne. Sie erzählt vom Schlüsselmoment in ihrer Kindheit, in dem sie einen ihrer Brüder ansah und realisierte, dass sie niemals er sein kann. „Ich fand das schrecklich, weil ich die Sehnsucht hatte, auch jemand oder etwas anderes zu sein als ich selbst.“
Wunden aus Bauschaum basteln Mit 15 Jahren spielte sie in ihrem ersten Kurzflm; noch während sie in München die Schauspielschule besuchte, übernahm sie Rollen in Fernseh und Kinoflmen sowie am Theater. Spätestens seit „Schwesterherz“ 2025 auf der Berlinale lief, wird ihr auch internationale Aufmerksamkeit zuteil. Magnetisch sei ihr Spiel, so die Kritik, emotional kraftvoll.
Dennoch fühlt sich Bloching am wohlsten, wenn sie allein vor sich hin bastelt. Zu ihren liebsten Beschäftigungen gehört das Nachbilden möglichst realistischer Wunden mithilfe von Bauschaum; derzeit arbeitet sie außerdem an großformatigen Tonobjekten, malt und tuftet Teppiche. In ihrem Wohnzimmer hängt eine ihrer jüngeren Arbeiten: Die Malerei zeigt einen weiß gekachelten Raum, in dem an silbernen Haken Schweinehälften hängen. Die Innereien der Tiere hat Bloching mit langen Fäden gespickt.
Aber nicht nur Kunst und Handwerk interessieren sie, sie hat auch schon Vorlesungen über Forstwirtschaft besucht und im Friseurladen gearbeitet. „Ich käme mir blöd vor, wenn ich in meinem Leben nur eine Sache machen würde“, sagt Bloching. „Die Filmwelt spiegelt nicht die Realität wider. Manche Leute denken, nur weil man manchmal im Scheinwerferlicht steht, wäre man mehr wert.“ Vielleicht ist genau diese Halbdistanz Marie Blochings Erfolgsgeheimnis. Sie hält gesunden Abstand zu ihrem eigenen Beruf und macht ihr Lebensglück nicht davon abhängig, ob genug Menschen sie mögen. Aber wenn es darauf ankommt, ist sie vollkommen präsent.
Instagram: @marie.bloching
„Ich käme mir blöd vor, wenn ich in meinem Leben nur eine Sache machen würde.“
Zwischen Drehs und Auftritten widmet sich Bloching etwa Kunst und Handwerk.
Erzberg backstage
Es ist das härteste Enduro-Rennen der Welt: Zur 30. Auflage des Red Bull Erzbergrodeo zeigen wir, wer hinter dem Offroad-Spektakel steckt – und wen man Anfang Juni im Blick behalten sollte.
Text Werner Jessner
Mitarbeit Petra Sturma und Nina Kaltenböck
Der Dominator
Der Bayer Manuel Lettenbichler, 27, geht als Titelverteidiger an den ErzbergStart. Er hat die letzten vier Ausgaben gewonnen. Hier sehen wir ihn 2024 bei der Auffahrt zum Checkpoint Wacker Neuson.
Jedes Jahr versuchen mehr als 1000 Starter, darunter auch einige Frauen, sich für das Red Bull Erzbergrodeo zu qualifizieren. Weniger als die Hälfte schafft es. Wer am Sonntag im Startkessel steht, gehört zur Enduro-Elite. Wenn nach vier Stunden die Zielflagge fällt, ist oft nur ein Dutzend im Ziel. Alle Hintergründe zum ultimativen Härtetest.
Der Zeitnehmer
Peter Nesuta sorgt für exakte Ergebnisse.
„Ich mache diesen Job seit dem ersten Rennen 1995. Mit der Größe der Veranstaltung ist die Komplexität gewachsen. Andererseits macht die moderne Technik vieles einfacher. Einst haben wir mit Lichtschranken gearbeitet, heute bekommt jeder Teilnehmer einen Transponder. Früher hatten die Starter Sticker am Helm, und bei jedem Checkpoint wurde ein Feld abgestempelt. Später gab es Karten, die mit Zangen gelocht wurden: Stern, Mond, Herz. Seit Anbeginn gibt es Fahrer, die zu tricksen versuchen: von Checkpoint 1 rüber zu 4, 5 und 6, weil dort noch kein Verkehr ist, erst dann in Ruhe 2 und 3 erledigen. Unterschiedliche Motor räder, unterschiedliche Fahrer unter den Helmen: Ich habe alles gesehen. Doch wozu tricksen? Der Gegner ist der Berg. Zu sorgen, dass es gerecht zugeht, ist meine Aufgabe und die meiner zehn Mitarbeiter.“
Feuer frei!
Wenn am Start eine Reihe nach der anderen losgelassen wird, ist die Nervosität der Protagonisten fast körperlich zu spüren. Diese Atmosphäre sollte man als Zuschauer zumindest ein Mal erlebt haben.
Das Mastermind
Gründer Karl Katoch hat alles im Blick.
„Am Renntag selbst bin ich komplett entspannt. Glaubt mir zwar keiner, ist aber so. Der Grund ist mein Team. Da weiß jeder, was er zu tun hat. In früheren Jahren war noch viel Improvisation dabei. Die haben wir durch Professionalität ersetzt. Mittlerweile sind wir so
gut aufgestellt, dass das Red Bull Erzbergrodeo auch ohne mich an der Spitze funktionieren würde. (Ja, okay, irgendwo müssen alle Fäden zusammenlaufen.) Aber am Renntag selbst ist meine Arbeit Vergnügen, die Krönung eines ganzen Jahres an Vorbereitung. Nach dem Start, den ich gemeinsam mit Heinz Kinigadner unten im Kessel abwickle, bleibt mir eine gute Stunde, um die Action auf der Strecke an ausgesuchten Punkten zu genießen. Danach fahre ich runter ins Ziel, um die Finisher zu begrüßen. Der Blick in ihre Augen, die gemeinsame Freude, das Abklatschen: Das macht es so speziell, jedes Jahr.“
Die GuideChefin
Anne Lovrin sorgt für Ordnung am Berg.
„Seit 2010 koordiniere ich die rund 300 Guides. Sobald jemand auf den Berg fährt, wird er ausnahmslos von uns begleitet. Wir sind so was wie die Polizei hier. Das ist nötig, denn wir befnden wir uns in einem aktiven Bergbaugebiet. Unsere Guides machen die Arbeit ehrenamtlich. 93 Prozent kommen wieder, nur sieben Prozent sind jeweils neu. Das sorgt für Kontinuität. In meinem Brotberuf bin ich bei der AUA für die Abfertigung am Flugfeld zuständig. Meine Koordinationsfähigkeit hilft mir am Erzberg – und dass ich durchsetzungsfähig bin. Was man im Alltag in einem Jahr erlebt, erlebt man hier an einem Wochenende. Von Sonne bis Schnee und Sturm hatten wir alles. Es sind meine Guides, die dafür sorgen, dass die Veranstaltung reibungsfrei abläuft. Darauf bin ich stolz. Den Erzberg machen die Leute aus, fnde ich.“
Hier kommt Karl Karl Katoch hat mit seinem Team in den letzten drei Jahrzehnten aus einer kleinen Veranstaltung in der Steiermark das prestigeträchtigste Offroad-Spektakel der Welt gemacht.
„Was man im Alltag in einem Jahr erlebt, erlebt man hier an einem Wochenende.“
Guide-Chefin Anne Lovrin
Einfach rauf Egal wie, Hauptsache, das Bike ist oben: Das Red Bull Erzbergrodeo verlangt dem Material alles ab – und die Fahrer beweisen Kreativität in der Art, wie sie Hindernisse bewältigen.
Der Streckenbauer
Georg Adamek erfindet Hindernisse.
„2006 habe ich hier gefnisht, einen Platz hinter US-Superstar Jeremy McGrath. Von den Geländefeinheiten hatte ich damals keine Ahnung. Es braucht Jahre, um sich reinzufuchsen. Manche Informationen bekommen wir erst drei Wochen vor Rennstart. Das macht die Streckenführung spannend –und dass wir viele Interessen ausbalancieren müssen: die VA Erzberg GmbH als Grundeigentümer, Jäger, Sicherheit. Die Strecke selbst entsteht in Handarbeit ohne Bagger. Das Material – Motorräder, Reifen – ist über die Jahre besser geworden, was unsere Arbeit beeinfusst. Was vor zehn Jahren noch schwierig war, ist für die aktuelle Generation beinahe einfach. Wir entscheiden nach Gefühl. Unser Job ist dann erledigt, wenn es das beste Dutzend der Welt bis ins Ziel schaft. Das ist der Anspruch. Ich selber könnte das heute nicht mehr, bei weitem nicht.“
Der Champion
Manuel Lettenbichler dominiert seit 2022.
„Es hat sich in den letzten Jahren eingebürgert, dass am Montag und Dienstag Touren am Berg veranstaltet werden, an denen viele Profs teilnehmen. Weil hier einzelne Sektionen des Red Bull Erzbergrodeo absolviert werden, gibt uns das die Chance zur Gewöhnung an das sehr spezielle Terrain. Die genaue Streckenführung des Renntags kennen aber nicht einmal wir. Ich reise also bereits am
Sonntag vor dem Rennen an, idealerweise mit vollen physischen und psychischen Akkus. Die Erzberg-Woche ist vor allem mental anstrengend, weil jeder etwas von uns Top-Fahrern will. Das Red Bull Erzbergrodeo ist unser Saisonhöhepunkt. Und den willst du nicht verhauen. Mein Game-Plan ist einfach: all in. Es gibt keinen Raum für taktische Spielchen. Zu schnell ist ein Fehler passiert. Also Flucht nach vorn und Konzentration auf mich selbst. Die Nervosität ist jedes Jahr enorm, daran können auch meine bislang vier Siege in Serie nichts ändern. Doch dass ich mit erst 16 Jahren zum ersten Mal gefnisht habe, hat mich vielleicht noch ein wenig stolzer gemacht als später der erste Sieg. Das zeigt den Nimbus: Erzberg-Finisher, das ist die härteste Währung.“
Hier leiden alle Selbst ein erfahrener Fahrer wie Jonny Walker muss für ein Erzberg-Finish an seine Grenzen gehen. Oftmals entscheiden Zentimeter, ob man Passagen fahrend bewältigt – oder schieben muss.
„Unser Job ist erledigt, wenn es das beste Dutzend der Welt bis ins Ziel schafft.“
Streckenbauer Georg Adamek
„Es
gibt die Show, das ganze Drumherum von früh bis spät am Abend. Es ist einfach super. Unser Favorit ist der Brite Graham Jarvis. Ihn verfolgen wir schon seit unserer Jugend. Er ist echt ein guter Trial-Fahrer. Und mit 50 Jahren immer noch gut drauf! Früher haben wir hier ordentlich Party g’macht. Das Bierbankrutschen ist legendär!“ Lukas und Gerd aus Eisenerz
Tradition
Das Red Bull Erzbergrodeo wird – wie die Super Bowl im US-Football – mit römischen Ziffern nummeriert. Zu runden Jubiläen, wie hier im Mai 2014, werden die Fahrer entsprechend im Startkessel aufgestellt.
Der Moderator
Andi Brewi ist die Stimme am Berg.
„Ich moderiere die Veranstaltung seit über einem Jahrzehnt. Eigentlich komme ich aus der Mountainbike-Szene, bin aber stets auch Motorrad gefahren. Karl Katoch habe ich einst auf einer Messe kennengelernt. Er hat mich ins kalte Wasser gestoßen. Das hat sich ein wenig nach Uni-Prüfung angefühlt, denn das Publikum beim Red Bull Erzbergrodeo kennt sich extrem gut aus, und mangelnde Vorbereitung würde sofort auffallen. Du darfst dir keine Fehler erlauben. Während des Wochenendes sorge ich nicht nur für Information und gute Stimmung, sondern auch dafür, dass das Publikum weiß, an welche Regeln es sich halten muss. Das ist in einem aktiven Bergbaugebiet einfach wichtig. Zusätzlich halte ich die Fahrerbesprechungen ab und kommentiere am Sonntag das komplette Rennen live. Von all meinen Jobs ist der beim Red Bull Erzbergrodeo der vielfältigste, echt eine arge Mischung. Nirgendwo sonst habe ich so viel gelernt.“
Die Speed Queen
Viktoria Dorfer wurde 2. unter 16 Starterinnen.
„Ich bin mit zehn Jahren das erste Mal Moped gefahren, mit zwölf die ersten Rennen und hab schon früh gewusst, dass ich mal EnduroFahrerin werden will. Ich gewann 2023 und 2024 das KRKA Enduro Raid und 2025 sogar die Enduro Trophy. Letztes Jahr startete ich zum dritten Mal beim Prolog des Red Bull Erzberg rodeo. Was mich aufregt, ist, wenn andere Teilnehmerinnen unfair sind: Eine Fahrerin aus Slowenien mit einer höheren Startnummer hat eine Zifer abgeklebt, damit sie nur noch zweistellig ist und fünf Stunden vor mir starten kann, wenn die Bedingungen auf der Strecke noch besser sind. Die Rennleitung hat die Teilnehmerin zum Glück disqualifziert. Der Erzberg ist mein Heimatberg, und ich liebe es, hier als eine von 16 Frauen neben den Männern zu fahren. Ich habe es geschaft, so wie 2023 Zweite in der Prolog-Damenwertung zu werden! Meine ganze Familie fährt Motorrad – Mama, Papa, Bruder. Unser Hobby ist ein schöner Ausgleich zu meinem Job als Schlosserin im Familienbetrieb in Trofaiach.“
„Das Rennen auf einem Foto zu sehen, ist eine Sache, aber es live in echt zu erleben, ist extrem! Hard Enduro mit Betonung auf ,Hard‘.“
Richard und Harriet, Fans aus Manchester und Leeds
Der Sicherheitsbeauftragte
Erwin Schume koordiniert die Rettungsteams.
„Während des Rennens sitze ich in der Kommandozentrale und habe über mehrere Funkkanäle den Überblick über das Geschehen am Berg. Draußen sind wir in Teams
aus drei Elementen organisiert: In jedem Rettungsauto sitzt neben den Sanitätern und Notärzten ein Bergrettungsmann, weil nur sie den Berg perfekt kennen. Zwei Motorrad-Guides machen die Eskorte. Wir haben neun Rettungsautos vor Ort, zusätzlich Hubschrauber in Bereitschaft. Muss ein Team seinen Platz wegen eines Einsatzes verlassen, zieht das nächste Team nach. Die gesamte Logistik ist hoch komplex und präzise choreografert. Jedes Rennen hat seine eigene Dynamik. Faustregel: Wo im Lauf des Wochenendes ein Sturz passiert, passieren mehrere. Zweite Faustregel: Ein Fünftel des Starterfeldes hat im Lauf des Wochenendes Kontakt mit uns, allerdings meist wegen kleinerer Blessuren wie Abschürfungen oder Prellungen.“
Hoher Besuch
Ski-Legende Marcel Hirscher stellte sich nach seiner (ersten) Karriere auf Schnee im Juni 2022 dem Erzberg.
Vorbild
Der Brite Graham Jarvis war 2006 zum ersten Mal hier, hat fünf Mal gewonnen – und fährt mit bald 51 Jahren noch immer.
Die
Beginner
Jonas und Linus Albert feiern Premiere.
„Es ist ein Wahnsinnserlebnis – so viele Motorradfahrer auf einem Haufen! Wir sind nachts aus Schweinfurt in Deutschland mit Mama angekommen – Papa ist grad vom Motorradfahren verletzt –, und schlafen hier im Wohnwagen. Am Sonntag geht’s wieder retour, weil wir am Montag in der Schule sein müssen. Wir haben vor fünf Jahren mit dem Hobby angefangen – und immer schon von diesem Rennen geträumt! Beim Start waren wir echt aufgeregt und hatten Angst, bei den Geschwindigkeiten zu stürzen, aber es ist alles glattgegangen. Mit den Platzierungen im Prolog sind wir sehr zufrieden, beim Rennen selbst sind wir bis Checkpoint 13 bzw. Checkpoint 9 von insgesamt 27 Kontrollpunkten gekommen.“
„Nach fünf Jahren durften wir endlich starten. Morgen geht’s retour, am Montag ist Schule!“
Jonas und Linus Albert, damals 17 und 16, gehörten 2025 zu den jüngsten Startern.
Noch mehr Einblicke ins Erzbergrodeo bekommt ihr in Werner Jessners Buch „Der eiserne Gigant und seine Helden“. Das 30. Red Bull Erzbergrodeo findet von 4. bis 7. Juni bei Eisenerz in der Steiermark statt. Tickets unter: redbullerzbergrodeo.com
Ein Rocker, der Ballett liebt und Hallen auf der ganzen Welt füllt: Yungblud läutet mit seinen Botschaften von Liebe und Respekt eine neue Ära ein. Wir haben ihn getroffen.
Yungblud, 28, auf seiner „Idols“-Tour in Berlin im Oktober 2025
THIS MAN IS ON FIRE THIS MAN IS ON FIRE
Der große Traum? „Stadionrock. Immer schon“, sagt Yungblud, während er sich im Zenith, einer Konzerthalle in München, auf seinen Auftritt vorbereitet. Hätte Dominic Harrison aka Yungblud aus Doncaster im Norden Englands vor sieben Jahren ein solches Ziel formuliert, man hätte ihn belächelt.
Heute, mit 28, ist Yungbluds erster Auftritt in einem Megastadion eine Frage der Zeit: 2025 stand er mit Aerosmith und dem im vergangenen Sommer verstorbenen Ozzy Osbourne auf der Bühne. Kein Wunder, dass er sich Ende letzten Jahres eine kleine Auszeit nahm. Im Gespräch erzählt er von seiner Community, dem Umgang mit Kritik –und davon, was Rock ’n’ Roll mit Theater zu tun hat.
Die Rock-Community tut sich manchmal schwer, etwas Neues, anderes zu akzeptieren. Doch Yungblud liebt es, am Status quo zu kratzen. Er möchte die Generationen zusammenbringen.
Tthe red bulletin: Du bist gerade auf Welttournee. Bist du schon ein Prof, was das Leben aus dem Koffer betrifft? Jede Nacht ein anderes Hotel … yungblud: Hotels kommen für mich nicht infrage –die machen mich wahnsinnig! Ich lebe in meinem Tourbus, genauer gesagt, in einem Raum ganz hinten im Bus. Den habe ich mir mit allem eingerichtet, was ich brauche: Bett, PlayStation, Gitarren, Kerzen, Räucherwerk. Das Beste am Unterwegssein ist jedoch etwas ganz anderes: dass mein Team aus meinen Freunden besteht. Wir touren gemeinsam, um die Welt zu erobern.
Wenn man auf die Charts und Ticketverkäufe der letzten Jahre blickt, scheint das mit dem Welterobern ganz gut zu funktionieren. Was ist das Geheimnis deines Erfolgs?
Was Yungblud ausmacht, haben von Anfang an die Fans bestimmt. Billie Eilish, Lil Peep, Mac Miller und Lil Nas X sind Teil einer Generation, die verstanden hat, wie mächtig – im Guten wie im Schlechten –Smartphones, Twitter, Instagram, TikTok sind. Wir sind damit aufgewachsen, dass jeder eine Stimme hat. Während sich Künstler früher an ihrer Radiopräsenz oder ihren Verkaufs- und Streamingzahlen gemessen haben, hat uns von Anfang an die Community interessiert, ihre Kultur, ihre Identität. Zu Beginn hat es sich fast so angefühlt, als wäre die Community wichtiger als die Musik. Erst jetzt, mit 28, geht es bei mir mehr um die Musik, um Kunst, Kreativität.
Du hast mal gemeint, dein jüngstes Album „Idols“ soll ein Album sein, mit dem sich auch ein älteres Publikum identifzieren kann, nicht nur die Gen Z. Ja. Und ich fnde großartig, wie viele verschiedene Altersgruppen mittlerweile zu einer Yungblud-Show kommen. Es gab eine ziemlich harte Zeit, das war nach dem Release meines dritten Albums („Yungblud“, 2022; Anm.), weil ich zu viele Meinungen an mich rangelassen habe, vom Label, den Medien, den Fans. Gefühlt hatte die ganze Welt eine Meinung zu allem, was ich tat und wie ich es tat. Ein schreckliches Gefühl.
Mit Verlaub: Du wusstest aber schon, dass du ein Star bist und in der Öffentlichkeit stehst? Klar, aber wenn du 18 bist, erwartest du doch nie, dass das Ding so groß wird. Du träumst zwar davon, aber du rechnest nicht damit.
2022 warst du immerhin schon 25 … und auch ganz anders drauf als damals, als ich angefangen habe. Mit 18 war ich irgendein Kerl aus dem Norden Englands, extrem politisch, laut, rotzig. Dann kam die Zeit, in der ich begann, meinen Namen nicht mehr zu mögen. In der ich unsicher wurde, weil ich im Internet Kommentare las, zu meiner Musik, meiner Authentizität, meinem Körper. In der Öffentlichkeit aufzuwachsen, ist verrückt, und es verschiebt die Wahrnehmung. Yungblud war in sieben Ländern auf Platz eins, und ich war trotzdem enttäuscht! Doch diese harten Zeiten hatten sehr viel Gutes: Sie haben dazu geführt, dass ich „Idols“ gemacht habe – und dass ich jetzt so richtig zufrieden, geerdet und dankbar bin.
Du hattest Kunst als Leistungskurs, bist als Schauspieler in Serien aufgetreten, malst. Warum bist du bei der Musik gelandet – und dort geblieben?
Ich liebe jede Form von künstlerischem Ausdruck, Theater, Pantomime, Tanz, Ballett – alles. Das wird ja auch manchmal gegen mich verwendet, vor allem in der Rock-Community. Da heißt es: „Wie kann ein Typ, der Theater liebt, ein Rockstar sein?“ Aber denk doch an Iggy Pop, Lou Reed, David Bowie oder an Freddie Mercury: Ihre Kunst hatte ihre Wurzeln und ihre Einfüsse in den verschiedensten Disziplinen. Die künstlerische Ausdrucksfreiheit einzuengen, ist das Unrock ’n’ rolligste überhaupt. Rock ’n’ Roll bedeutet, einen Raum zu schaffen, in dem du deine Fantasien ausleben kannst.
Siehst du dich eher als Fackelträger des Classic Rock oder vielmehr als Wegbereiter für eine neue Art Rockstar?
Ich bin ein Produkt meiner Idole, so wie meine Idole ein Produkt ihrer Idole waren. Classic Rock wurde lange als ein bisschen peinlich und altbacken gesehen. Zu Unrecht! Ich möchte junge Bands dazu inspirieren,
„Yungblud bin nicht nur ich. Yungblud ist eine Bewegung.“
IM AKKORD
7 private Fragen an Yungblud
Tour-Essentials?
Bier, Inhalator, pinke Socken.
Aktuelle Playlist?
Vor allem 1970er-ClassicRock, Outlaw Country – Hank Williams, Johnny Cash, Led Zeppelin, The Allman Brothers Band – und 1980er-Rock: Guns N’ Roses und so Zeug.
Wie viele Tattoos hast du?
Keine Ahnung. Elf? Zwölf?
Ich liebe es, mir Tattoos stechen zu lassen, weil dein Körper danach nie wieder derselbe ist. Es ist wie eine Wiedergeburt: Es tut richtig weh, doch danach bist du ein anderer Mensch.
Eine Rock-Ikone, tot oder lebendig, die du treffen möchtest?
David Bowie. Ich würde gern mit ihm über jede seiner Phasen reden – und darüber, was sie mit ihm gemacht haben.
Larger than life: Nirgends fühlt sich Yungblud wohler als bei Auftritten vor tausenden Menschen.
Im Gegenteil. Nicht das kleinste bisschen Angst. Die Bühne ist mein Lieblingsort auf der Welt.
Was macht Menschen attraktiv?
Wenn jemand einfach er selbst ist. Es gibt nichts, was so sexy ist, wie authentisch zu sein. Lampenfieber?
Welche Rolle könnte dich zurück zur Schauspielerei bringen?
Eine richtig komplexe Rolle, in die ich mich wirklich reinbeißen kann, etwas von Tim Burton oder aus dem Superhelden-Universum.
„Rock ’n’ Roll bedeutet, einen Raum zu schaffen, in dem du deine Fantasien ausleben kannst.“
auf Queen, Led Zeppelin, Oasis, Joy Division, The Cure, The Who, The Allman Brothers Band zu referenzieren, nur eben auf eine Art, die neu und frisch klingt. Am Ende entscheiden die Leute, was groß wird. Natürlich ist manches von früher überholt, „Wie viel kann ich trinken?“, „Wie viele Groupies kann ich mit auf Tour nehmen?“ Diese Sachen sind mit den Achtzigern gestorben. Heute geht es um Liebe, Zusammenhalt und Freiheit, um Meinungsfreiheit und Positivität.
Liebe, Zusammenhalt und Freiheit als Pfeiler einer neuen Rock-Ära?
Für mich: ja! Ich liebe es, Grenzen zu verschieben. Gerade mit dem neuen Album habe ich meine Sexualität wirklich erforscht, meine Körperlichkeit. Ich trainiere viel, bin ft geworden. Als Teenager hatte ich Probleme mit meinem Körperbild. Nun habe ich diese sexuelle Seite an mir entdeckt, genieße das und fnde es vor allem extrem befreiend. Das alles kommt aus dieser neuen Haltung, in Abgrenzung zu diesem Old-School-Klischee vom Rockstar, der viel zu junge Frauen datet. Es kommt aus einem Gefühl von Befreiung. Ich glaube, wir sind in einer neuen Phase von Liebe, Body Positivity und Respekt angekommen. Auch im Rock. Vielleicht gerade im Rock.
Glaubst du, dass junge Menschen heute mehr emotionale Unterstützung als früher brauchen?
Stichwort: Internet.
Das Internet ist ein sehr seltsamer Teil unseres Lebens. Du hast dich schon vor dem Frühstück mit 15 Leuten verglichen, die du nicht kennst. Du hast eine eigene Meinung zu einem Thema? Dann wird’s gefährlich. Das Internet zwingt uns, einen neuen Weg zu fnden, wie wir miteinander existieren. Wir müssen lernen, Meinungsverschiedenheiten als etwas Positives, Bereicherndes zu betrachten. Ich vermisse die Zeit, in der man sich mit jemandem mit komplett anderen politischen Ansichten an einen Tisch setzt. Das sollte okay sein, denn genau das ist Demokratie! Wir müssen auch wieder lernen, Dinge in ihrer Komplexität zu sehen. Das Internet vereinfacht alles, und nichts im Leben ist einfach. Das Internet zu benutzen, um den Leuten zu sagen, sie sollten sich für ein paar Stunden verdammt noch mal vom Internet abmelden – das versuche ich.
Du thematisierst in deiner Musik deine Probleme sehr offen. Zugleich klingen deine Songs so aufbauend, positiv. Wie geht sich das für dich auch innerlich aus?
Nach außen wirke ich extrem aufgekratzt und extrovertiert. Aber in mir ist es oft sehr dunkel. Meine Kunst, vor allem jetzt auf „Idols“, beschreibt auch meine Suche nach dem Licht, das diese Dunkelheit besiegt. Du darfst dich nicht nur mit Schmerz und Depressionen beschäftigen. Schau ihnen ins Gesicht
Sprung in die Vergangenheit: Was seine Posen auf der Bühne betrifft, bedient sich Yungblud gern bei den Legenden der Rockmusik – hallo Van Halen!
und sag: „Fuck you, ich werde euch besiegen.“ Mach dir bewusst, dass atmen, vor die Tür gehen, auf zwei Beinen laufen können, dass das alles Geschenke sind. Alles in diesem Leben ist ein Geschenk, unser ganzes Leben ist es. Wenn wir uns in der Dunkelheit suhlen und dabei vergessen, wie viel Licht um uns herum ist: Das ist der Kern von „Idols“ für mich.
Woher kommt der Name des Albums? Es ist ein völlig schräges Konzept, aus ganz normalen Leuten Idole zu machen. Wir vergöttern Menschen nur deswegen, weil wir nicht den Mut haben, zu uns selbst zu stehen – zu unserer eigenen Geschichte, unserem eigenen Überleben, unserem eigenen Weg. Dieses Album ist eine Art Wendepunkt in meinem Leben, weil ich meine Vorbilder losgelassen und stattdessen an mich selbst geglaubt habe. Der Effekt war verrückt: Plötzlich wurden aus früheren Idolen Kollab-Partner. Als hätte sich wie von selbst eine Tür geöffnet. Die letzten Monate waren einfach verrückt.
Klingt so, als wären weitere Kollaborationen wie zuletzt jene mit Aerosmith geplant? Auf jeden Fall. Ich liebe mehr denn je, was ich tue. Einfach Musik machen, mit diesen fantastischen Leuten ins Studio gehen. Es läuft wie von selbst, ich fühle mich inspiriert. Rockmusik ist im Mainstream wieder willkommen – also die Musik, die ich liebe. Teil zwei von „Idols“ ist so gut wie fertig. Ich platze vor Energie!
Instagram: @yungblud
SHAPE OF WATER
Seine Eltern: Sport-Legenden. Er selbst: zweifacher Weltmeister. Dorien Llewellyn ist zwischen dem Traunsee und Florida aufgewachsen und hat im Wasserskisport alles erreicht – auch, weil er Gewässer lesen kann wie ein Physiker.
Text Nina Kaltenböck
WASSERSKI
Dorien Llewellyn, 29, bei den World Waterski Open am Salmsee in Steyregg, Oberösterreich
2021 ist Dorien Llewellyn Wasserski-Weltmeister im Trick-Bewerb und 2025 in der Kombination geworden. Zum Start der neuen Saison verrät er, wie das gelang: Er lernte von klein auf von den Besten –seinen Eltern. Mutter Britta aus Gmunden stellte in ihrer aktiven Zeit vier Weltrekorde auf, Vater Jaret aus Kanada ganze elf.
Die Stufen zum Erfolg mit dem richtigen Mindset nehmen: „Ich sehe immer Potenzial zum Besserwerden“, sagt Dorien Llewellyn.
Er hat die Ausdauer in der DNA
Die Latte lag hoch. Schließlich sind Vater und Mutter nicht weniger als Ikonen im Wasserskisport. Mama Britta GrebeLlewellyn aus Oberösterreich holte zehnmal EM-Gold in Folge, zwei WM-Titel und vier Weltrekorde. Der aus Alberta stammende Vater Jaret ist neunfacher Weltmeister mit elf Weltrekorden und 117 Siegen bei Prof-Events. Der Sport prägte Dorien Llewellyns Leben, seitdem er mit drei Jahren das erste Mal auf Wasserskiern stand. Knapp 26 Jahre später, im August 2025, ist Dorien selbst am Zenit des Wassersports angekommen: Der in Orlando, Florida, geborene Sonnyboy ist frisch gebackener
Wasserski-Kombi-Weltmeister. Sprich: Er hat insgesamt die höchste Punktzahl im Slalom, Trick-Ski und Springen erreicht. „Fast 25 Jahre davor hat mein Dad am gleichen See denselben Titel geholt“, sagt Dorien. „Der Sieg in Recetto (Norditalien; Anm.) wird uns für immer verbinden. Es war die Erfüllung meines Childhood Dreams.“ Hört man genau hin, hat Doriens American English einen Touch Gmundner Lokalkolorit. Aufgewachsen ist er nämlich am Traunsee, der Heimat seiner Mutter. Der Weg zum Kombi-Weltmeisterstitel (2021 gewann Dorien bereits die TrickSki-WM) war für ihn alles andere als leicht. 2023 verletzte er sich am rechten Sprunggelenk und wusste lange nicht, ob er je wieder so unbeschwert wie früher fahren können würde. Doch nachdem er im Frühling 2025 drei Wochen im Red Bull Athlete Performance Center im Salzkammergut verbracht hatte, sah die Sache an-
Die Erfolgsstory der Familie weitergeschrieben: Dorien Llewellyn holte sich 2025 in Recetto, Norditalien, den Weltmeistertitel in der WasserskiGesamtwertung aus Slalom, Tricks und Jump.
Der Titel Overall World Champion muss gefeiert werden! Dorien (li). mit dem zweitplatzierten Louis Duplan-Fribourg, Mutter Britta und Vater Jaret.
ders aus. Akribisch feilte Dorien an seinem Comeback. Dort, wo er seine ersten Schritte im Wasserskisport gemacht hatte, fand er zu seiner alten Stärke zurück. Dazu gehört neben mentalen und athletischen Skills Doriens großes physikalisches Verständnis jenes Elements, ohne das er seinen Sport nicht ausüben könnte: Wasser.
Spins & Flips:
Dorien 2020 beim Trickskiing auf kurzen, finnenlosen Skiern
Er versteht das Wasser
Doriens Karriere hat in Oberösterreich am Salmsee bei Steyregg und in Fischlham am Planasee angefangen. Die zwei Seen seien „Weltklasse-Orte für den Wasserskisport“ sagt Dorien. „Sie sind lang und schmal, haben die Form einer länglichen Tablette. Das ist für Wasserskifahrer am besten. So kann der Wind nicht solche Wellen erzeugen wie am riesigen Traunsee bei
Gmunden“, erklärt Dorien. Fährt man mit 100 Stundenkilometern auf die Schanze zu und gibt es dabei auch noch Wellen, kann das gefährlich werden.
Im Vergleich dazu sind Doriens „Heimseen“ in Florida, wo die Wasserski-Weltmeisterschaften 2021 und 2023 stattgefunden haben, warm, weich und sehr leicht zu fahren. „Bin ich dann wieder in Oberösterreich, fühlt sich das Wasser richtig schnell und hart an“, sagt Llewellyn. „Da bekommt man so viel Speed am Wasser, dass es manchmal wie Eis wirkt. Das verzeiht keinen Fehler. Dafür kommt man dann beim Slalom viel schneller von einer Boje zur nächsten.“ In der Praxis bedeutet das neben dem stabilen Core ständiges Justieren beim Fahren – je nachdem, ob es der weiche Sunset Lake in Florida ist, die härteren, kühlen Seen in Österreich oder rutschiges Salzwasser in Australien. Bei einem Bewerb in Melbourne wird in
einem Fluss mit Brackwasser, einer Mischung aus Süß- und Meerwasser, gefahren. „Da gleitet man höher am Wasser und kommt nicht so schnell zur Boje. Wenn man beim Slalom bei der Boje dreht, ragt schon fast die Finne aus dem Wasser – da haut es einen auch schneller hin.“ Wieder eine andere Challenge für
Top platziert im Jahr 2016. Doriens Ausgleich heute: Cartfahren und Schach
Dorien holte 2023 Gold bei den Pan American Games - und das, obwohl er verletzt war.
Wassersportler ist ein äußerst phosphatreicher See in Mexiko, wo auch einer der Bewerbe stattfndet. Phosphate sind oft Bestandteile von Reinigungsmitteln. „Hier musst du Handschuhe tragen, weil alles so rutschig ist!“
Warum das physikalische Verständnis von Wasser so wichtig ist? Die Boote sind stärker geworden, das Material besser, die Athleten schneller und wendiger.
Mutter Britta Grebe-Llewellyn, ganze 19 Jahre lang unter den Top fünf der Welt, bestätigt: „Nicht der jüngste und mutigste Fahrer gewinnt. Es geht darum: Wer behält einen kühlen Kopf? Und wer kann Wind und Wasser besser lesen?“ Doriens Doppelstudium Physik und Spanisch hilft. Sein Engineering-Master ebenfalls. Nun hängt er ein weiteres Master-Studium an, in Systemtechnik. Dorien hat nämlich einen großen Traum: Eines Tages will er an Formel-1-Boliden tüfteln.
Er hat das beste Team um sich
Seinen Interessen nachzugehen und sie zu perfektionieren, hat Dorien von Mama Britta in die Wiege gelegt bekommen. Mit vier Jahren war sie Turnerin, als Teenie Ruderin, mit siebzehn begann sie in einem Wasserski-Club, und mit achtzehn ging sie mit 100 Dollar in der Tasche allein in die USA. Sie schlief in der Wasserskischule, jobbte als Köchin und Reinigungskraft. Mit Risikofreude, Talent und Zielstrebigkeit stellte Britta vier Weltrekorde im Wasserski-Springen auf, während ihr Ehemann Jaret sogar der erfolgreichste Wasserski-Athlet überhaupt wurde.
Auf die Frage, wie viel Druck das für ihn bedeutete, winkt Dorien ab. „Dass meine Eltern sportlich in ihrem Bereich die Besten waren – und das auch noch weltweit –, hab ich als Vorteil gesehen. So hatte ich um mich herum immer das beste Team, das ich mir vorstellen konnte“, sagt er grinsend. „Für mich ist jede Competition etwas Besonderes. ‚To compete‘ bedeutet ja eigentlich ‚striving together‘ – gemeinsam besser werden! Genau das ist auch meine Motivation: gegen die Besten antreten, mich pushen lassen und über meine Limits gehen!“
Dorien als vergnügter Beifahrer bei Papa Jaret und Mama Britta, der Gmundner WasserskiIkone
Er ist nah am Wasser gebaut
„Am Wasser quasi zu schweben oder zu tanzen, das ist das Größte“, sagt Dorien. Seit 27 Jahren begleitet ihn Wasser in all seinen Aggregatzuständen. Natürlich auch im gefrorenen Zustand, ist sein Vater doch Kanadier. In der Highschool begann Dorien mit Eishockey, und noch heute verbringt das Multitalent in der Nebensaison so viel Zeit am Eis wie ein Profspieler, und zwar in Orlando und West Palm Beach. (Dorien schwärmt für Tampa Bay Lightning und die Florida Panthers, zwei rivalisierende Mannschaften.) Dazu kommt Doriens Passion für Skifahren, Segeln und Surfen. „Wasser ist mein Element. Es verändert die Form, aber egal in welcher: Es macht mich glücklich.“
„Österreichs Seen sind hart und schnell. Sie verzeihen keine Fehler.“
Dorien hat das Athleten-Mindset vererbt bekommen. „Ich will alles ausprobieren und seh immer das Potenzial zum Besserwerden. Einer meiner Mentaltrainer hat einmal gesagt: ‚Es ist schade, dass wir nicht an unsere 100 Prozent kommen! Aber es ist auch gut so: So kann man immer an etwas arbeiten.‘ Das seh ich ganz genauso!“
Instagram: @dorienllewellyn
Dorien im Jahr 2000. Viele Jahre später wird er mit seinen Sprungskiern die 70MeterMarke knacken.
Mission erfüllt: Mithilfe der Red Bull Air Force rekonstruierte Khare Tom Cruise’ berühmten Flugzeugstunt aus „Mission: Impossible –Rogue Nation“ (2015).
READY FOR TAKE-OFF
Schafft sie die Hell Week der Navy SEALs? Oder den Entfesselungstrick von Houdini? Die US-Amerikanerin Michelle Khare ist ein Action-Star der neuen Generation. In ihren YouTube-Videos stellt sie sich ihren größten Ängsten – und Millionen schauen zu.
Text Sheila Yasmin Marikar & Peter Flax Fotos Jim Krantz
Von außen wirkt
Michelle Khares Büro wie ein Haus unter vielen hier in Burbank, Kalifornien: kubische Formen, glatte weiße Wände, offene Fensterfächen. Umso ungewöhnlicher wird es im Inneren. Da hängen ein Basecap mit SecretServiceLogo und ein Schild mit der Aufschrift „Madame President“ an der Wand, im Regal steht eine Biografe des legendären Entfesselungs und Zauberkünstlers Harry Houdini. Ins Auge springt, passend dazu, ein Poster im Stil klassischer FilmnoirPlakate: Darauf steckt Khare im schwarzen Badeanzug kopfüber in einem Wassertank. Sie ist mit Ketten gefesselt.
Das Bild zeigt eine Szene, die sich tatsächlich zugetragen hat, als Zitat des legendärsten HoudiniTricks. Michelle Khare musste mehr als zweieinhalb Minuten lang die Luft anhalten, ehe sie sich aus den Ketten und dem Wassertank befreit hatte.
„ES GING NICHT NUR DARUM, DIE SACHE ZU ÜBERLEBEN.
Die meisten Requisiten aus Michelle Khares YouTubeFilmen und Andenken an ihre denkwürdigsten Auftritte lagern im Keller des Hauses. „Sieh mal, damit habe ich mich in die ‚Mission: Impossible‘Premiere geschlichen“, sagt Khare und zieht die Folie von einer Latexmaske, die einen weißhaarigen Greis zeigt. „Ich hatte die Wahl: Entweder ich ziehe ein hübsches Kleid an und hoffe darauf, Tom Cruise zu treffen und ein Foto mit ihm zu kriegen. Oder ich gehe aufs Ganze.“ Sie entschied sich für Letzteres und bekam ein Foto mit Tom Cruise, als sie sich auf dem roten Teppich die Greisenmaske vom Gesicht riss.
„Aufs Ganze gehen“ kann man durchaus als Khares Lebensprinzip sehen. In den vergangenen sieben Jahren schaffte es die heute 33 Jährige mit ihrer YouTubeDokureihe „Challenge Accepted“ auf mehr als fünf Millionen Abos. In der Reihe absolviert sie Prüfungen aller Art: 911Notrufe entgegennehmen, vom KampfsportNeuling in 90 Tagen zum Schwarzgurt werden oder den berühmtesten Schauspieler der Welt auf dessen eigener Premiere verblüffen.
ES GING DARUM, DABEI BADASS AUSZUSEHEN.“
Als Actionstar der neuen Art ist für Khare der Weg zum Stunt ebenso Teil der Show wie der Stunt selbst. Sie führt uns in den oberen Stock des Hauses, in ein schlichtes Konferenzzimmer. „Hier haben wir den FlugzeugStunt geplant“, sagt sie. Mit „FlugzeugStunt“ meint Khare eines ihrer jüngsten und zugleich bisher riskantesten Projekte: sich außen an einem Militärfugzeug festhalten, bei 240 km/h, ohne Fallschirm, ohne Schutzbrille. Sie trug dabei einen maßgeschneiderten grauen Anzug, genauso wie Tom Cruise bei seinem Stunt in „Mission: Impossible – Rogue Nation“.
Geradezu obsessiv bereitete sie sich auf das Projekt vor, unter anderem mit knallharten Drills zum Training der Oberkörper und Nackenmuskulatur, bei hurrikanstarkem Gebläse im Windtunnel. „Es ging nicht nur darum, dass ich die Sache überlebe“, sagt Michelle Khare. „Es ging darum, dass ich dabei badass aussehe.“
Im Juni letzten Jahres war es so weit: Khare schnallte sich an eine C130 Hercules. Was ihr auf 600 Meter Höhe durch den Kopf ging, nur eine winzige Unachtsamkeit von einer Katastrophe entfernt? „Festhalten und ruhig bleiben“, sagt sie so entspannt, als würde sie von einer SamstagmorgenYogastunde erzählen.
„Challenge Accepted“ gibt es seit 2018. Inzwischen ist die Serie zu einem genresprengenden Koloss gewachsen – halb Dokumentation, halb DraufgängerPerformance. Und ganz Khare. Sie arbeitet sich in den verschiedenen Folgen an den Aufnahmehürden bei Eliteberufen ab: Feuerwehrfrau, NASAAstronautin, SecretServiceAgentin, Schachgroßmeisterin. Die Einsätze gehen immer an die körperlichen und mentalen Grenzen –und oft darüber hinaus. Schafft sie die Hell Week der Navy SEALs? Kriegt sie eine Mandantin in einem simulierten Mordprozess frei? Welche Figur macht sie als Victoria’sSecretModel?
Star-Qualitäten: Mehr als fünf Millionen Abonnenten folgen der YouTube-Dokuserie „Challenge Accepted“. Darin stellt sich Michelle Khare mentalen und körperlichen Herausforderungen im Grenzbereich.
KHARE SCHNALLTE SICH AN EINE C-130-HERCULESMASCHINE UND STIEG 600 METER IN DIE LUFT.
Länge und Tiefe
Das Format ist YouTube-typisch – knallige Thumbnails, rasanter Schnitt –, es ist aber nicht fürs Nebenbei-Scrollen gemacht. Eine der meistgesehenen Folgen, die 90-Tage-Schwarzgurt-Challenge, dauert satte 77 Minuten. „Das ist lang, ja“, sagt Khare, „aber die Folge ist dicht und schnell. Jeder Moment musste sich seinen Platz in diesen 77 Minuten verdienen.“ In einer Zeit schrumpfender Aufmerksamkeitsspannen liefert Khare den Beweis dafür, dass Tiefe und Länge ihr Publikum fnden – vorausgesetzt, die Geschichte trägt. „Es stimmt nicht, dass Jüngere nicht mehr aufmerksam zusehen können“, sagt sie. „Menschen gehen einfach selektiver mit ihrer Zeit um. Wir sitzen nicht mehr eingepfercht im Kino wie früher. Im Kino von heute kann man sich in jeder Sekunde wegklicken. Deshalb ist es meine Aufgabe als Creatorin, Host und Produzentin, jeden einzelnen Moment mit Unterhaltung und Inspiration zu füllen.“
Khare wurde in Memphis, Tennessee, geboren, wuchs aber in Shreveport, Louisiana, auf – einem Ort, an dem das Kino, wie sie sagt, „so etwas wie unsere Kirche“ war. „Es gab nicht viel anderes zu tun“, erzählt sie, „also gingen wir jedes Wochenende ins Kino.“ Ihr Vater, eingewandert aus Indien, lernte Englisch, indem er Actionflme im Original sah; Streifen mit Tom Cruise liefen daheim auf und ab. „Filme waren Teil unserer Familie. Wir gingen gemeinsam ins Kino, danach diskutierten wir stundenlang, was uns gefel und was nicht.“
In der Schule passte Khare in kein Raster. Sie nahm an Wissenschaftswettbewerben teil und qualifzierte sich für die US-Nachwuchsmeisterschaften im Fechten; sie liebte Taekwondo ebenso wie Differenzial- und Integralrechnung. „Einer meiner Lieblingssprüche lautet: ‚Ein Alleskönner ist zwar Meister in nichts, aber oft besser als ein Meister in einer Sache.‘ Die meisten kennen nur die erste Hälfte des Spruchs.“
Später studierte sie Digital Media Technology, belegte Code-Seminare, vertiefte sich in alles, was mit Film zu tun
hat. Es folgten Praktika, dann wechselte Khare als Produzentin zu BuzzFeed – damals, Mitte der 2010er, der Prototyp des viralen Digital-Publishers. „Schreiben, drehen, spielen, Regie führen, schneiden, hunderte Videos in zwei Jahren. Ich lernte zu scheitern – und schnell wieder aufzustehen.“
Zur selben Zeit unterschrieb sie einen Vertrag als Radrennfahrerin. Das hieß: unter der Woche neben dem Bürojob wie eine Prof-Athletin trainieren, am Wochenende quer durch die USA zu Rennen fiegen. Der Zeitplan war auf Dauer nicht durchzustehen. Doch sie wollte weder das eine noch das andere aufgeben. Also suchte sie einen dritten Weg: „Ich dachte: Was, wenn ich meinen sportlichen Ehrgeiz, meine Neugier und meine Leidenschaft fürs Storytelling verbinde?“ Aus diesem Gedanken entstand „Challenge Accepted“. Manche der frühen Folgen dauerten nur vier Minuten, andere – etwa das Training für Victoria’s Secret – mehr als zwanzig. „Wir analysierten die Zahlen und waren erstaunt: Die längeren, aufwendigeren Filme performten am besten“, sagt Khare. „Also fragten wir uns: Was, wenn wir uns auf wenige, aber umso größere Projekte konzentrieren?“
Eine Ego-Sache
Je größer das Projekt, desto größer der Aufwand und das Risiko, auch das wirtschaftliche – und Rückschläge gab es reichlich. In einer Folge belegte sie einen Crashkurs an der renommiertesten Butler-Akademie der Welt in den Niederlanden und – Spoiler – fel durch. Ihre In-90-Tagen-zum-Schwarzgurt-Reise scheiterte letztendlich am Ziegel, den sie mit der Handkante nicht durchschlagen konnte. „Ich ging trotzdem weiter jeden Samstag in den Unterricht“, sagt sie. „Ich dachte: Egal ob es im Video landet oder nicht, ich werde diesen Ziegel brechen.“
Sechs Monate später, es war Tag Nummer 264, zerbarst der Ziegel unter ihrer Handkante. Das Video ist auf Instagram zu sehen: Khare durchschlägt den Ziegel zum ersten Mal, auf ihren Kampfschrei folgt ein fast verwunderter Schrei der Erleichterung, ehe sie in Tränen ausbricht.
„Ironischerweise war es dann irgendwann gar nicht mehr nötig, dass ich den schwarzen Gurt am Ende doch schaffe“, sagt sie. „Es war mehr eine Ego-Sache. Das Stärkste an der Geschichte war, das ehrliche Scheitern zu zeigen.“
Einfach durchziehen
Bei manchen Herausforderungen mag das Scheitern dramaturgisch reizvoll sein, bei anderen wäre es dramatisch –wie beim „Rogue Nation“-Stunt. „Den berühmtesten Stunt von Tom Cruise zu wiederholen, war die bei weitem verrückteste Idee, die wir je hatten“, sagt sie. „Und es war ein Riesenglück, dass wir sie gemeinsam mit Red Bull um setzen konnten.“ Vom ersten Gedanken bis zur Umsetzung vergingen sechs Monate. „Viel schneller, als ich das für möglich gehalten hätte“, sagt Khare.
Das Team brachte top-professionelle Partner an Bord: Safari Technologies, Hollywoods führende Kameraspezialisten in Sachen Stunts und Action, montierten einen maßgefertigten Kameraarm an das Flugzeug und eine RED-Kamera auf einem gyrostabilisierten Halterungssystem an einen Helikopter, der – gefogen vom Red Bull Air Force-Piloten Aaron Fitzgerald – die Maschine während des Stunts umkreiste. „Wir hatten eine komplette Luftfahrt-Crew, wie bei einer Hollywood-Produktion“, sagt Khare. „Ich trug einen grauen Anzug wie Tom im Film, keine Schutzbrille, nur maßgefertigte Sklerallinsen zum Schutz. Ein einziges Steinchen im Auge bei dieser Geschwindigkeit, und es ist vorbei – das ist, als wärst du von einer Pistolenkugel getroffen worden.“
Risiko Fallschirm
Der furchteinfößendste Teil der Challenge? Khare musste auf die Sicherung durch einen Fallschirm verzichten. „Ein Fallschirm wäre in so einem Setting kein Sicherheitsfaktor, sondern ein zusätzliches Risiko“, erklärt sie. „Wenn er sich öffnet, während du außen festgeschnallt bist, wirst du in Sekundenbruchteilen zum Fixpunkt – das kann dich ernsthaft verletzen.“
Als einzige Rückversicherung blieb ein vereinbartes Handzeichen als Signal an die Leute im Flugzeug, die Tür zu öffnen und Khare im Notfall blitzschnell ins Innere zu ziehen. „Mehr Spielraum gab es nicht.“
Einige der wichtigsten Trainingseinheiten galten der Psyche. Unter Anleitung von Sean MacCormac von der Red Bull Air Force absolvierte Khare mehrere Sessions im Indoor-Windtunnel.
Kettenreaktion: Nach ihrem Houdini-Stunt wurde Khare in einem Außenpool des Goldwyn House fotografiert, der Villa des Studiomoguls Samuel Goldwyn.
Sollbruchstelle: In einer Folge von „Challenge Accepted“ versuchte Khare, in nur 90 Tagen den Schwarzgurt in Taekwondo zu schaffen. Sie scheiterte – erreichte ihn rund sechs Monate später aber doch. Teil der Abschlussprüfung: einen Ziegel mit der bloßen Hand in zwei Teile brechen.
STÄRKSTE PART DER GESCHICHTE.“
„Wir machen keine einfachen Sachen“, sagt Michelle Khare. Hier wird sie am HollywoodSchriftzug in Los Angeles fotografiert.
„EINE
ACTIONHELDIN IST JEMAND, DIE IHR LEBEN IN VOLLEN ZÜGEN LEBT. UND DABEI IMMER WIEDER IHRE ANGST BESIEGT.“
„Sie drehten die Windstärke auf weit über 200 km/h, dann simulierten wir den Stunt“, sagt sie. „Sean ließ mich die Szene in allen erdenklichen Variationen durchspielen: wie es perfekt laufen, was alles schiefgehen könnte. Ich sollte, egal was passiert, den Atem kontrollieren und Ruhe bewahren. Denn ein großer Teil eines gelungenen Stunts ist die Per formance: immer souverän bleiben, zur Kamera schauen, die Augen offen halten.“ Sie absolvierte Atemübungen und gezieltes Training, um dem enormen Druck der Windströmung auf Nacken und Schultern standhalten zu können. „Du kannst es dir so vorstellen, als müsstest du im Orkan auf wackeligem Untergrund eine halbe Stunde lang den Upward Dog halten, wie im Yoga“, sagt sie.
Auf dem roten Teppich der „Mission: Impossible“Premiere nutzte Khare die Gelegenheit, ihr Idol nach seinem Rezept für einen SignatureStunt der Marke Tom Cruise zu fragen. „Trainieren“, sagte er. „Trainieren, trainieren, trainieren. Wissen, was man tut. Alles methodisch und sehr gründlich aufbauen.“ Cruise’ Worte hallten während der beinharten Drills in ihr nach – besonders jene, die er zum Abschied zu ihr sagte: „Es geht nicht darum, vorsichtig zu sein. Es geht darum, dass du weißt, was du tust.“
Ready und fokussiert
Trotz aller Perfektion und Professionalität in der Vorbereitung: In der Woche vor dem Event plagten Khare Albträume. „Es gibt die Produzentin Michelle und die Künstlerin Michelle“, sagt sie. „Die Produzentin denkt: Toll, das wird unglaublich! Die Künstlerin: Oh nein, jetzt muss ich es wirklich tun.“ Auf dem Flugfeld machte es dann klick. „Die Crew war bereit, vorbereitet, ruhig. All systems go. Von einer Sekunde auf die andere waren alle Zweifel und Ängste verfogen. Ich war komplett ready, ruhig, fokussiert.“
Zurück im Schnittraum des „Challenge Accepted“Büros in Burbank zeigt Khare eine Sequenz aus den Aufnahmen: Sie hängt an der Flanke der C130
Hercules, kein Schrei, kein Zucken, auch als die Maschine beschleunigt und die immer stärkere Windströmung ihre Füße von dem schmalen Tritt reißt, auf dem sie zu Beginn stand. Sie hält den Blick blinzelnd nach vorn, später nach unten – trotz ihrer Höhenangst. „Etwa auf halber Strecke wurde es sogar richtig spaßig“, sagt sie und grinst. „Ich war voller Adrenalin, wie nie zuvor in meinem Leben. Ich kannte Adrenalin durch körperliche Anstrengung – das hier war Adrenalin durch pure Reizüberfutung.“ Als die Maschine aufsetzte, sprang Khare zu Boden – und ließ die Tränen fießen. „Es war der größte Kick meines Lebens“, sagt sie. „Ich werde nie vergessen, wie ich danach die Crew umarmt habe. Es war ein gemeinsamer Erfolg, zu dem alle etwas beigetragen haben.“
Es ist wohl das Wechselspiel zwischen der Produzentin Michelle und der Per formerin Michelle, das sie antreibt. „Wir machen keine einfachen Sachen“, sagt sie. „Wenn es nicht herausfordernd ist, ist es keine Geschichte für uns.“
An Khares Badezimmerspiegel klebt ein Postit. Auf ihm steht: „Wenn ich heute nur ein junges Mädchen inspirieren kann, habe ich meinen Job gemacht.“ Sie erklärt, was es mit der Notiz auf sich hat: „Wenn du so einen Kanal startest wie ich, denkst du am Anfang nur an Views und daran, das nötige Geld für den nächsten Dreh zu verdienen. ‚Views‘ klingt ja so technisch. Doch in Wahrheit sind das Menschen, die dir zusehen. Millionen Menschen, die du beeinfusst, inspirierst. Du hast Wirkung, und die zählt. Daran soll mich dieser Zettel täglich erinnern.“
Und wohin geht „Challenge Accepted“? Was sind Khares Pläne, den Erfolgskanal weiterzuent wickeln? „Das defniere ich“, sagt sie. „Oder genauer gesagt: meine Angst.“
„Denn eine Actionheldin“, sagt Khare, „ist jemand, die ihr Leben in vollen Zügen lebt. Und dabei immer wieder ihre Angst besiegt.“
Code scannen und die Dokuserie „Challenge Accepted“ von Michelle Khare auf YouTube sehen.
Wo geht’s hier zu den Big Waves? Die Surf-Profis Laura Coviella und Ben Larg jagen gemeinsam mit unserer Autorin Traumwellen auf Teneriffa –und entdecken eine Insel voller Überraschungen.
Die Wellen von Punta del Hidalgo verblüffen mich. Man hört sie, lange bevor man sie sieht: den rhythmischen Puls des wogenden Wassers, unterbrochen vom Geräusch der Felsbrocken, die von der Flut ans Ufer der Halbinsel im Norden Teneriffas gespült und wieder zurückgeschleudert werden.
An unserem dritten Tag auf der größten der Kanarischen Inseln sind wir auf der Suche nach extragroßen Wellen. Wir fahren über Bergpässe, vorbei an einem Fleckerlteppich aus Bananen, Avocadound Drachenbäumen zu den schwarzen Sandstränden im Norden. Die Bedingungen sind perfekt. Die Surfprofis Laura Coviella, eine Einheimische, und der zu Besuch weilende Schotte Ben Larg hechten mit ihren Boards ins Wasser, bevor die Wellen wieder kleiner werden.
Im Schatten der hoch aufragenden Klippen von Bajamar paddeln sie hinaus und werden bald zu zwei winzigen Punkten im fernen großen Blau. Laura und Ben sind auf der Jagd nach Barrels, also jenen
Röhren, die entstehen, wenn Wellen beim Brechen nach vorn klappen.
Die heutige Mission beginnt im frühen Morgengrauen. Für Ben, der schon sein Leben lang surft, ist früh aufzustehen Alltag. Er wuchs auf der schottischen Insel Tiree auf, begann im Alter von zwei Jahren
ZUM ANBEISSEN Laura Coviella und Ben Larg genießen gegrillten Oktopus in einem Lokal bei Los Realejos.
in den kalten Gewässern seiner Heimat zu surfen, und ritt mit sechzehn bereits die Monsterwellen in Nazaré. Heute reist der mittlerweile 21Jährige fast permanent um die Welt – immer auf der Suche nach idealen Wellen zum Trainieren. Zuletzt war er etwa in Portugal und auf Lanzarote. Teneriffa jedoch bietet noch unerforschte Gewässer. „Es ist schon ewig her, dass ich an einem völlig neuen Ort war“, sagt er, während wir uns für die Action bereitmachen.
Auf Adrenalin
Laura Coviella hat Ben Larg eingeladen, um die vielfältigen Spots der Insel zu testen. Die 26 Jährige sammelte ihre ersten Erfahrungen am windigen Strand El Médano auf Teneriffa, bevor sie Profi wurde. „Ich habe Adrenalin schon immer geliebt“, sagt sie grinsend, während sie ihr Board in unseren gemieteten Minivan lädt. „Als ich merkte, dass Adrenalin und Surfen eins sind, dachte ich: Okay, das ist genau mein Ding.“
Text Amy Woodyatt
TENERIFFA ROCKS
Wer vor dieser Insel surft, hat die markanten Vulkanfelsen immer gut im Blick.
Travel-Tipps
Teneriffa, die größte der Kanarischen Inseln, liegt etwa 300 Kilometer vor der Westküste Marokkos. Die Insel verfügt über zwei Flughäfen – Teneriffa Nord und
Teneriffa Süd – mit täglichen Flügen von und nach Österreich. Wer Adrenalin liebt, Surfen aber weniger, kann paragliden, Kajak fahren oder wandern. Wer Entspannung sucht, besucht die Altstadt von San Cristóbal de La Laguna (UNESCOWelterbe) oder beobachtet nachts die Sterne im TeideNationalpark. Ein Traum! webtenerife.de
DUNKLE SEITE
Ben Larg steht mit seinem Surfboard auf den charakteristischen schwarzen Steinen im Nordosten Teneriffas.
„Teneriffa ist ziemlich crazy – ein Ort nach meinem Geschmack.“
Ben Larg, Big-Wave-Surfer
Laura lebt heute auf der Nachbarinsel Lanzarote und weiß alles über die zahlreichen Spots der Insel. Dank des ganzjährig warmen Klimas gelten die klaren Gewässer Teneriffas als perfekte Anfängerwellen. Aber auch Profis kommen auf ihre Kosten. Ab und zu wachsen die Wellen auf bis zu sechs Meter heran. „An großartigen Tagen kann man die Brandung vom Ufer aus sehen“, erzählt mir Lauras Freund Aki, während wir frühmorgens in den Van steigen und uns auf den 45minütigen Weg zum Riffbreak von Punta del Hidalgo
machen. Auf der Suche nach Surfspots haben wir Zeit, die Kontraste Teneriffas zu erleben. Das vulkanische Erbe der Insel fällt als Erstes auf, wenn man an der Südküste entlangfährt und die Schicht um Schicht aufeinandergetürmten schwarzen Felsen betrachtet. Im Norden könnte man meinen, man befände sich in einem anderen Land: Sukkulenten, Farne und Bäume ragen aus steilen Klippen hervor, und die Gipfel der Berge sind in Wolken gehüllt. „Die Schönheit der Insel ist der Grund, warum ich es immer genieße, nach Hause zu kommen“, erzählt mir Laura.
Auf zu den Brechern
Sie hat die Information bekommen, dass es am nächsten Tag im Norden der Insel vielversprechende Brecher geben werde. Als wir den Atlantik hinter den
IM GRÜNEN Auf den gewaltigen Wellen ist der Schotte Ben Larg in seinem Element.
dramatischen Klippen von Punta del Hidalgo sehen, wissen wir, dass Laura Coviellas Planung sich ausgezahlt hat. Während ich auf der schwarzen Vulkanlandzunge warte und mir die Gischt entgegensprüht, beobachte ich, wie Ben Larg sich in seinem natürlichen Lebensraum durch das Wasser arbeitet und immer wieder Wellen durchtaucht, um sich in Position zu bringen. Als eine richtig große Welle auf ihn zukommt, paddelt er wie wild, steht auf, verschwindet kurz in einer meterhohen Röhre und gleitet dann triumphierend heraus.
Augenblicke später taucht er aus dem Wasser auf. „Hast du die gesehen?“, fragt er mit verschmitztem Lächeln. Auch wenn es nicht die größte Welle seines Lebens war, ist sie für Ben Larg dennoch genauso befriedigend. „Manchmal sind Sessions wie heute die lohnendsten“, sagt er. „Man hat das Gefühl, die besten Wellen gefunden und gesurft zu haben, sprich, dass man einfach alles richtig gemacht hat!“
Amy Woodyatt schreibt als Autorin über Abenteuersport auf der ganzen Welt: amywoodyatt.com
REISETIPP/
RADLER, AN DIE ANGEL!
Auf zum Bikepacking im Dreiländereck Kärnten, Italien und Slowenien. Zum Finale geht’s bis zum Nabel ins Wasser.
„Führ uns zum Schotter!“, so die Ansage an Johanna. Die Vollblutgravelerin ist unser Bikeguide für die kommenden drei Tage. Worum es uns geht: natürlich nicht darum, Geld zu scheffeln, sondern uns ins Gelände-Abenteuer „Gravel × Flyfish“ zu stürzen. Unser Startpunkt ist Velden am Wörthersee. Von Kärnten geht’s über das italienische Tarvis zum Fliegenfischen in den slowenischen Alpenflüssen rund um Bled. Jeden Tag gilt es, zwischen 50 und 70 Kilometer und 400 bis 600 Höhenmeter zu überwinden. Guiding und Angelausrüstung sind über W-Gravel Collection buchbar, eine Initiative zur Vernetzung der All-Terrain-Radl-Community in der Region Wörthersee-Rosental.
Nach der Abfahrt biegen wir bei erster Gelegenheit ins Gebüsch ab. Hier, auf einem schmalen Trail entlang der Drau, rollt es sich besonders schön. Durch saftiges Grün blitzt immer wieder unwirkliches Eisblau. Am Grenzübergang Arnoldstein
RUHE AM HAKEN Die Ausrüstung zum Fliegenfischen, bestehend aus Wathose (Bild oben), Angel und Kescher, bringt Profi Niko (unten) mit.
Schotteria statt Schickeria: Von Velden geht’s mit Guide Johanna (im Bild rechts) über Tarvis nach Bled, meist über geschotterte Straßen.
legen wir einen Stopp ein: Verschnaufen mit Panoramablick über Karawanken und Karnische Alpen. Der erste Tag endet im italienischen Grenzörtchen Tarvis bei einer großen Portion Penne Amatriciana.
Lesen, was der Fluss erzählt
Bevor wir an Tag zwei über den Alpe-AdriaRadweg gen Slowenien rollen, radeln wir noch hoch zu den beiden Laghi di Fusine. Der Anstieg lohnt: Besonders im unteren See spiegelt sich das Bergpanorama verwunschen schön. Dann tauchen wir in ein völlig neues Abenteuer ein. An der Sava treffen wir Angel-Guide Niko zum Fliegenfischen. Hier tauschen wir Radlshorts gegen Wathosen. Niko führt uns in den Rollwurf ein, erklärt, warum man sich immer stromaufwärts hinter den Fischen
anpirschen soll, und dann steigen wir bis zum Nabel ins Wasser.
Langsam haben wir den Wurf raus, und siehe da, ein Fisch beißt an. Doch auch das flotte Rausziehen will gelernt sein. Wer eine Regenbogenforelle gefangen hat, kann sie zum Grillen abends mitnehmen, alle anderen Fische müssen nach dem Catch-and-Release-Prinzip wieder in den Fluss entlassen werden. Fürs Erste bleibt das Netz leer, unser Herz hingegen ist voll: Naturverbundenheit in Bewegung und Ruhe in feinster Gesellschaft. Am letzten Tag erfolgt die Heimreise individuell. Es empfiehlt sich, das Auto daheim zu lassen, um den Bahnhof für die Rückreise je nach Lust und Kondition auszuwählen.
Mehr Infos unter w-gravel.com Insta: @w_gravel_collection; @wiener_schotteria
MINDGAME/
WOHIN FÄHRT DEIN BIKE?
Willkommen zu einer neuen RätselChallenge, die deine mentale Fitness trainiert. Folge 7: Bestimme die Fahrtrichtung der Räder.
DIE AUFGABE
Hier siehst du zwei neuartige Antriebe: Schau sie dir genau an und finde heraus, in welche Richtung es geht, wenn du vorwärts trittst. Tipp: Mit Stift kommst du schneller ans Ziel.
Auf der richtigen Spur? QR-Code scannen und Lösung checken.
FITNESS/ PUSH DICH
Cardio-Training am Indoor-Bike zu fetten Beats macht oft bessere Laune, als bergauf oder durch die Stadt zu radeln. Willkommen bei SuperCycle!
Es gibt Radler, die frische Luft und Fahrtwind brauchen – aber immer mehr auch jene, die lieber in einer Gruppe bei bester Mucke und Club-Vibes euphorisiert in die Pedale treten. Letzteres ist das Konzept von SuperCycle. Die beiden Gründerinnen Rhana Loudon und Olivia Hromatka haben 2026 – zehn Jahre nach ihrem Aufschlag
Creatorin Toni
28,
in der Fitness-Szene – das fünfte SuperCycle-Studio in Wien eröffnet, und zwar in der Invalidenstraße. Auch in den Bundesländern bieten einige Gyms ähnliche Indoor-Cycling-Classes zum Auspowern an. Trainer Mathias Blaha erklärt: „Super Cycle ist ein intensives Full-Body-Workout, bei dem zusätzlich zu den Beinen Core und Arme trainiert werden, begleitet von einem großartigen Lichtsystem und diversen Musikstilen. Pures Discofeeling!“
Autorin und Content Creatorin Toni Schulz (aka @mutausbrueche) cycelt mindestens einmal die Woche: „Das schweißtreibende 45-minütige Workout gibt mir einen Push. Ich liebe die TaylorSwift- oder Pitbull-Music-Sessions.“ Specials gibt es auch zu Ikkimel, Eurovision oder Stranger Things. Doch egal zu welchen Beats, Toni sagt: „Ich fühl mich nach einer Klasse immer besser als zuvor. Und das, obwohl ich im Alltag überhaupt keine Radfahrerin bin!“
40 Genres, von Punk bis Afrobeats, ist ein Erlebnis.
Workout Wear zum Indoor-Biken
Even&Odd active Sport-Top mit Kontrasteinsätzen; € 24,09
Even&Odd active Cycling Shorts € 14,99; beides bei zalando.at
HIIT AM BIKE
Musik aus
Schulz,
cycelt gern zu House, Techno, Taylor Swift und Pitbull.
Im Gym, auf Trails, im Büro:
Mit diesem innovativen Gear bestehst du wirklich jede Fitness-Challenge.
SCOTT KINABALU TRAIL EINSATZBEREIT
Der Laufschuh „Kinabalu Trail“ wurde komplett neu entwickelt: Als Allrounder für kürzere Distanzen und gemäßigtes Terrain, der mit seiner Zwischensohle aus Kinetic Fusion Foam Laufspaß, Tempo und Flexibilität zusammenbringt. Scott, € 159,95; scott-sports.com
Souveräner auftreten: Dank 4-Millimeter-Stollen aus Gummi fühlt sich das Laufen mit dem „Scott Kinabalu Trail“ vergleichsweise weich an.
THERABODY
THERAGUN PRIME G6 STABIL
Die Massagepistole „Theragun Prime“ begleitet dich in ihrer sechsten Generation auch bei besonders intensiven OutdoorAbenteuern. Mit stoßfester Gummihülle und verstärkten Ecken übersteht sie Stürze aus bis zu drei Metern Höhe. Therabody, € 319; therabody.eu
ODLO PERFORMANCE X-LIGHT SOMMERFRISCH
Höchstleistungen auch bei Hitze sind mit der Funktionsunterwäsche „X-Light Base Layer“ kein Problem. Sie besteht aus hochelastischem und thermoregulierendem Gewebe. Die „HeiQ Mint Technologie“ reduziert Gerüche. Odlo, € 49,95; odlo.com
SUUNTO RUN SCHWERELOS
Die extrem leichte Laufuhr „Run“ wiegt nur 36 Gramm, ist aber vollgepackt mit Technik: präzise Standortverfolgung, zwölf Tage Akkulaufzeit oder die Messung der Trainingsbelastung helfen, die Laufleistung zu optimieren. Suunto, € 249; suunto.com
Stabiler Typ: Die Ferse bietet sicheren Halt bei schweren die anatomisch geformte Sohle des Adidas „Dropset 4“ erlaubt präzise Körperwahrnehmung.
BROOKS GLYCERIN FLEX RASANT
Der Laufschuh „Glycerin Flex“ punktet mit seiner innovativen Dual-CellTechnologie: Größere Zellen im Fersen bereich dämpfen die Landungen, kleinere Zellen im Vorfußbereich sorgen für ein dynamisches Abstoßen der Zehen. Brooks, € 140; brooksrunning.com
ADIDAS DROPSET 4
FUNKTIONAL
Ob Seilklettern oder Boxjumps: Der FitnessSchuh „Dropset 4“ ist für funktionelles Training gemacht. Seine durchgehende RepetitorSchaumstoff-Zwischensohle gibt Energie gleichmäßig zurück, und Energyrods stützen die Ferse auch beim Heben von schweren Gewichten. 130; adidas.de
Dank seinem innovativen Lens-Lock-System lassen sich die Filter der Sportbrille „Speedsense“ mit nur wenigen Handgriffen Ihr Rahmen besteht unter anderem aus organischen Nebenprodukten der Landwirtschaft und ist frei von fossilen evileye.com
ROSSIGNOL VEZOR GEDÄMPFT
Gemacht für schroffes
Gelände: Das Herz des TrailSchuhs „Vezor“ ist eine Dämpfung, die stickstoffinjizierten N+FOAM- und EVA-Schaumstoff kombiniert. Sie schützt vor Steinschlägen und gibt bei jedem Schritt Energie an den Läufer zurück. Rossignol, € 180; rossignol.com
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GEFEDERT
Laufen wie auf Wolken: Gleich drei Lagen des massiven Dämpfungssystems CloudTec machen den „Cloudmonster 3“ zum perfekten Schuh für Läufer, die weiche Landungen und kraftvolle Abstöße schätzen. On, € 200; on.com
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Medizin trifft Design: Das Tiefenwärmepflaster „Thermo Pad“ ist nicht nur wiederaufladbar und kabellos, sondern auch ultradünn und flexibel. So lindert es mit seiner konstanten Wärme von 43 °C Verspannungen, Muskelschmerzen oder Menstruationsbeschwerden, ob im Büro oder rund ums Training. Blackroll, € 149,90; blackroll.com
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ULTRA 100 V3
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Der Trail-Schuh „Ultra 100 V3“ ist für die Langstrecke gemacht: Besonders leicht und komfortabel dank superkritischem Schaumstoff in der Mittelsohle, besonders sicher auch in schwierigem Gelände dank integrierter Stabilitätselemente. Dynafit, € 160; dynafit.com
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Die neue Lauf- und Triathlon-Smartwatch „Forerunner 970“ mit brillantem AMOLED-Touchdisplay verfügt über datenbasierte Laufmetriken auf EliteNiveau. Sie misst sogar, wie stark man beim Aufsetzen des Fußes am Boden abbremst. Garmin, € 749,99; garmin.com
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Salewa stellt mit der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2026 das bewusste Unterwegssein in den Fokus. Nicht Geschwindigkeit als Leistung zählt, sondern Bewegung als persönliche Erfahrung – im Einmit dem eigenen Körper. Im Mittelpunkt stehen drei Eigenschaften: Leichtigkeit, Schutz und Dynamik. Hoch atmungsaktive Materialien, präzise Schnitte und ein reduziertes Gewicht maximale Bewegungsfreiheit – auch auf anspruchsvollen Trails. Die Teile sind vielseitig einsetzbar und funktionieren sowohl bei wechselhaften Bedingungen als auch auf steilen Anstiegen oder entspannten Touren. Klare Linien, moderne Schnitte und warme Farben verleihen der Kollektion zudem einen sportlichen Look, der Funktionalität und Stil verbindet. So bist du für jedes Tempo
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MUSIK/ TANZ DIE RASIERKLINGE
Scharfsinn und viel schwarzer
Humor: So blickt Musiker Voodoo Jürgens auf das Leben. Das ist sein liebster Soundtrack dazu.
Konditor, Friedhofsgärtner, Komponist, Erzähler, Schauspieler, Maler – das sind die Stationen in Voodoo Jürgens Karriere. Für die Titelrolle im Kinofilm „Rickerl – Musik is höchstens a Hobby“ wurde der 42-Jährige aus dem niederösterreichischen Tulln sogar mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet. Drei Amadeus Music Awards bestätigen sein musikalisches Talent. Der Durchbruch gelang dem Mundart-Poeten 2016 mit „Heite grob ma Tote aus“. 2021 shakten wir zu seiner Single „Taunzn“. Die neue Single heißt „Vaschwindn“ – die erste Auskoppelung aus seinem im März beim Lotterlabel erschienenen vierten Studioalbum „Gschnas“, Wienerisch für „Kostümfest“. Auch das Artwork der Platte entspringt Voodoos Talent. Welche Alben der Künstler heute liebt und was ihm schon als Kind getaugt hat? Seht und hört!
Instagram: @voodoojuergens
Tickets und Merch auf voodoojuergens.com
Nirvana
Nevermind (1991)
„Die Kassette hat mir Mama in der 3. Klasse Volksschule geschenkt. Allerdings hat der Kassettenrekorder alles viel zu schnell abgespielt. Da bin ich erst später draufgekommen, dass Nirvana eigentlich gar nicht so wild klingt. Das war jedenfalls der Soundtrack zu meinem schulischen Autoritätsproblem. Die Lehrer wechselten oft, und es war ein bissl: ich gegen die Welt.“
Sein neues Album heißt „Gschnas“. Damit tourt Voodoo Jürgens bis Ende September durch Österreich, Deutschland und die Schweiz.
The Velvet Underground
The Velvet Underground & Nico (1967)
„Das Cover wurde von Andy Warhol gestaltet, und die Musik hat sich wohltuend von der Flower-Power-Bewegung abgehoben. Ich war Fan! Als Lehrling habe ich mit einem Freund zu der Platte angefangen zu malen. Eine Art Safe Space und der Grundstein für die Lust am Malen. Meine Bilder habe ich später in Wien und Düsseldorf ausgestellt.“
Tom Waits Swordfishtrombones (1983)
„Tom Waits ist ein konstante Inspirationsquelle. Der hat ja auch schauspielerische Ausflüge gemacht. Den Song ‚In the Neighborhood‘ hat Josef Hader mal in Mundart gecovert. Die Kombi aus schummriger Pianomusik und einer Stimme, die klingt, als hätte Tom Waits Rasierklingen verschluckt, taugt mir: kratzig und knurrend.“
Voodoo Jürgens
Gschnas (2026)
„Aktuell dreht sich auch mein neues Album ab und zu auf meinem Plattenteller. Diesmal hab ich den Prozess verändert und zuerst die Musik und dann erst die Texte geschrieben. Darüber sinniert hab ich beim Spazierengehen und erste Ideen ins Handy gesungen. Freunde lass ich nicht Probe hören, die Bandmitglieder geben eh ihren Senf dazu! Das reicht.“
Erfrischende Tiefe
Bittersüße Kräuternoten, kombiniert mit frischer Zitrone, belebender Minze und der Schärfe von Penja-Pfeffer: Gemixt mit ORGANICS Minty Blackberry, ergibt das einen vielschichtigen Drink.
Blackberry Breeze
Zutaten
250 ml The ORGANICS by Red Bull Minty Blackberry
4 cl alkoholfreier Wermut
3 cl alkoholfreier Campari
1,5 cl Weißer-Penja-Pfeffer-Cordial
2 cl frischer Zitronensaft
2 Stängel Minze
Garnitur: Minzspitze oder Zitronenzeste
Zubereitung
Die Minzstängel in ein hohes Highball-Glas geben und behutsam muddlen, sodass die ätherischen Öle freigesetzt werden, ohne Bitterstoffe zu lösen. Das Glas vollständig mit Eiswürfeln füllen. Alkoholfreien Wermut und Campari, Pfeffer-Cordial und Zitronensaft direkt ins Glas gießen und sanft verrühren. Mit gut gekühltem ORGANICS Minty Blackberry auffüllen und nochmals kurz unterheben.
CHRIS NIEGELHELL
setzt als Barchef im „drops“ in Graz auf Qualität in jedem Detail und hat eine Handschrift entwickelt, die man schmeckt.
„Der Drink ist lebendig und erwachsen. Mit genug Frische für lange Abende jenseits klassischer Mocktail-Klischees.“
Barchef Chris Niegelhell
Ulle & Rick
Radsport von innen: Die Ex-Profis Jan Ullrich und Rick Zabel sprechen über das, was im Peloton wirklich zählt, von Taktik über Training bis Teamdynamik. Sie diskutieren etwa den dominanten Saisonstart von Red Bull – BORA – hansgrohe, Rennstrategien auf Kopfsteinpflaster und analysieren, wie junge Talente die Szene verändern.
Einfach mal luppen
Nach dem Karriereende von Toni Kroos bei Real Madrid sprechen er und sein jüngerer Bruder Felix in ihrem gemeinsamen Podcast über alles, was sie bewegt: den letzten Freistoß, Kabinengeschichten, Familien-Eskapaden im Schrebergarten oder Treffen mit Robbie Williams und Cristiano Ronaldo. Sympathisch!
Herzerl mit Janko
STREAMING/
SCHON GEHÖRT?
Vom Strafraum bis in die Boxengasse: Diese Podcasts und Serien zeigen, was und wer hinter Toren, Tabellen und Schlagzeilen steckt.
Watch-Tipps
Drive to Survive
Die erfolgreiche Formel-1-Doku verdichtet die Ereignisse der Saison 2025 durch Interviews mit Fahrern und Teamchefs, ergänzt um Behind-the-ScenesMomente. (Netflix)
100 Foot Wave
Die ausgezeichnete Doku-Serie begleitet Big-Wave-Pionier Garrett McNamara und andere Surf-Profis an Orte wie Nazaré in Portugal, wo Wellen bis zu 30 Meter Höhe brechen. (HBO Max)
Zwei ÖFB-Legenden, ein ehrlicher Fußballtalk: Dieser Podcast mit Marc Janko ist neu und schon nicht mehr wegzudenken. Janko und Andi Herzog sprechen darin ohne journalistischen Co-Host über aktuelle Spiele, Taktik, Hintergründe und persönliche Erfahrungen aus dem Profifußball.
Full Swing
Die Golf-Doku-Serie begleitet Profis durch die Saison, zeigt Druck und Rivalitäten auf der Tour. Auch für Nicht-Golfer spannend, weil es um Leistung und Fokus geht. (Netflix)
EVENT/ PURES RACING
Wenn Traumautos um Zentimeter fighten, bedeutet das: Die DTM ist von 24. bis 26. April zu Gast am Spielberg.
Lamborghini, Ferrari, Porsche oder McLaren: allesamt Traumwagen und jeder davon eine gültige Antwort auf die beliebte Frage an Auto-Fans: Was würdest du dir kaufen, wenn du im Lotto gewonnen hättest? In scharfer GT3-Spezifikation, wie diese Autos seit 2021 in der DTM eingesetzt werden, sind sie die Arbeitsgeräte der besten Tourenwagen-Piloten. Die kommen in der DTM nicht nur aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt.
So spektakulär Optik und Sound ausfallen, so knapp ist das Racing: Das Reglement sorgt für Chancengleichheit und Spannung bis zum Schluss. Dazu kommt ein Charakteristikum, für das Tourenwagen-Rennen auf der ganzen Welt von ihren Fans geliebt werden: Ein wenig Schubsen und Drängeln gehört zum guten Ton und ist durchaus erwünscht. Wegen eines Kratzers an der
Stoßstange lässt sich hier keiner graue Haare wachsen. Während Rennfahren in vielen Serien immer mehr zur Wissenschaft wird, bietet die DTM gutes altes Racing – Auto gegen Auto, bei dem der schnellere (oder auch willensstärkere) Fahrer gewinnt.
Austro-Power
Erfreulicherweise für die Fans am Red Bull Ring ist die DTM eine wahre Österreicher-Domäne. Lucas Auer, Thomas Preining und der in Wien lebende Italiener Mirko Bortolotti sind allesamt Sieg-Kandidaten. Besonders für Lamborghini-Pilot Bortolotti ist es ein Heimspiel, startet er doch für das TGI Team by GRT aus dem benachbarten Knittelfeld. Red Bull TV zeigt das Rennen.
Preining gibt Autogramme.
„Heimrennen sind immer cool. Mein Sieg 2022 bleibt unvergesslich.“
Thomas Preining,
Porsche Scan den QR-Code und check dir Tickets für die DTM am Red Bull Ring presented by VKB-Bank!
KEINE GNADE
Niki Lauda Kurve in der DTM-Startphase bedeutet: Chance auf LackAustausch. Unten: Thierry Vermeulen in der Box, Thomas
EVENTS/ TANZ DICH WARM
Die Temperaturen steigen. Dafür sorgen nicht zuletzt schweißtreibende Battles, spektakuläre Rennen oder krachende Konzerte.
19.
April
Red Bull BC One Cypher Austria
Headspins, Windmills, Bergluft:
Beim Red Bull BC One Cypher Austria 2026 batteln sich die besten B-Girls und B-Boys des Landes in Innsbruck. In der Villa Blanka auf der Hungerburg misst sich die heimische Breaking-Szene in potenziell legendären Eins-gegen-eins-Tanzbattles. Die Besten erhalten die Chance, sich für das Red Bull BC One World Final im kanadischen Toronto zu qualifizieren. Breaking und Graf fiti, die bekanntlich zwei wichtige Säulen der Hip-Hop-Kultur bilden, sind beide in der Villa Blanka zu sehen: Der Graffiti-Künstler HNRX interpretierte Red Bull BC One Cypher Austria in Form eines freien, mobilen Mural – und Vorjahressiegerin Jana bringt ihre Moves ein.
Können B-Girl Jana und B-Boy Marox ihre Siege wiederholen?
Künstler HNRX kreiert ein Red Bull BC One Cypher Austria Mural.
31.
Mai Challenge Family
Triathlon mit Tradition: Die Athleten beim Challenge Family in St. Pölten schwimmen gleich in zwei Seen, und zwar im Viehofner und Ratzersdorfer See (1,9 Kilometer), radeln durch die Weinberge der Wachau (90 Kilometer), und zum Abrunden laufen sie entlang der Traisen und durch die barocke Innenstadt von St. Pölten (21,1 Kilometer). Weitere Rennen: eine Staffel, eine AquaBike- und BikeRun-Challenge sowie ein Company- und Fun-Triathlon.
Buchtipp Kochen wie die Kicker
Was Marko Arnautovic, David Alaba und Co am liebsten schlemmen, verrät der Nationalteam-Chefkoch Fritz Grampelhuber. In seinem neuen Kochbuch „Fritz, was gibt’s?“ serviert er 33 tolle Rezepte, gewürzt mit FußballerAnekdoten.
30.
Mai
Beat the City
Linzathlon
Dieser Hindernislauf ist die härteste Sightseeing-Tour des Landes. Städte wie Wien, Innsbruck und Graz laden Extremläufer zum etwas anderen Städtetrip ein. Auch Linz errichtet auf der 5 oder 10 Kilometer langen Strecke 10 bzw. 20 Hindernisse. Beim „Linzathlon“ hüpfen die Teilnehmer in den Gatsch, klettern an Wänden, steigen Stufen und rutschen ins Wasser. Muskeln aus Eisen sind von Vorteil, doch im Vordergrund steht der Spaß.
bis 26. April
Red Bull – BORA –hansgrohe Challenge
Radsportfans, aufgepasst: Die digitale Rad-Challenge von Red Bull – BORA –hansgrohe bringt euch auf Touren! Wie? Einfach kostenlos über die Strava-App anmelden und einen Monat 500 Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegen. In der Strava-App lauten die passenden Aktivitätstypen „Radfahrt“, „Virtuelle Radfahrt“, „Handbike-Fahrt“ und „E-Bike-Radfahrt“. Die Challenge läuft bis 26. April in Österreich und Slowenien. Alle erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Chance, im Juli die größte und wichtigste dreiwöchige Rundfahrt in Frankreich aus nächster Nähe zu erleben. Dabei erhalten sie exklusiven Zugang zum Red Bull – BORA – hansgrohe Team, blicken hinter die Kulissen des Profisports und erleben abwechslungsreiche Tagesaktivitäten. Die Teilnahme an der Challenge ist kostenlos und offen für Personen ab 18 Jahren.
16.
und 17. Mai
24 Stunden Nürburgring
Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring heißt es: Heute Nacht wird durchgemacht! Im deutschen Nürburg fahren seriennahe Renntourenwagen gegen GT3-Boliden. Am Steuer sitzen sowohl ambitionierte Amateure wie auch Profipiloten. Nach drei Stunden wechseln sie mit ihren Teamkollegen ab. Auch der vierfache Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat sich erstmals angekündigt und bringt den F1-Spirit in die „Grüne Hölle“ in der Eifel. Fans können das 24-Stunden-Rennen live auf Red Bull TV und dem YouTube-Kanal von Red Bull Motorsports verfolgen. 22.
bis 24. Mai
Formel-1Grand-Prix von Kanada
Seit 1978 auf dem Circuit GillesVilleneuve in Montreal ausgetragen, ist der Grand Prix von Kanada ein Klassiker im Formel-1-WM-Kalender. Hier ist Topspeed auf den drei langen Geraden gefragt und ein mechanisch solides Auto für die langsamen Kurven. Der Sprint am Samstag und das Rennen am Sonntag verdoppeln die Spannung. ServusTV und ServusTV On übertragen den Grand Prix von Kanada live.
bis 31. Mai
Red Bull X-Alps Challenger
Mayrhofen im Tiroler Zillertal wird zur Bühne des ersten Red Bull X-Alps Challenger. Drei Tage lang treffen sich dort junge Hike-&-FlyTalente und messen sich in Hiking, Trailrunning, Mountaineering und Paragleiten. Das intensive Format orientiert sich an dem legendären Red Bull X-Alps. Im Gegensatz zum Vorbild bietet der Challenger auch Damen eine eigene Wertung. Wer am Ende gewinnt, sichert sich eine Wildcard für Red Bull X-Alps 2027. Drei Tage, vier Disziplinen, ein Ziel: der Sprung in die Königsklasse.
Mai
Red Bull Cliff Diving World Series Indonesien
Weltpremiere beim Red Bull Cliff Diving in Bali: Erstmals in einer World-SeriesCompetition springen die Akrobaten und Athletinnen von einem Baum – in das Becken unter dem Kroya-Wasserfall. Die Finalrunde bestreiten die Klippenspringer dann am ikonischen Kelingking Beach in Nusa Penida. Damit startet in Indonesien die Saison der Red Bull Cliff Diving World Series. Zwölf Männer und zwölf Frauen springen weltweit von Klippen aus 27 bzw. 21 Metern Höhe. Ihr Ziel: die legendäre King Kahekili Trophy. Zu sehen auf Red Bull TV.
29.
Mai Youth Speak Forum Austria
Innovation und Unternehmergeist stehen im Fokus des Youth Speak Forum 2026. In Wien diskutieren junge Menschen im Vienna International Centre mit Gründerinnen und Experten – über KI, industriellen Wandel und nachhaltiges Wachstum im Kontext des Sustainable Development Goal 9. Keynotes, Workshops und Networking sollen neue Chancen und Perspektiven für die nächste Generation bringen.
29. April
Red Bull Basement
Von Graz nach Kalifornien? Why not! Beim Red Bull Basement pitchen innovative Köpfe ihre Ideen. Wenn sie beim National Final im Unicorn Graz die Jury um Dominic Thiem überzeugen, gewinnen sie exklusiven Support und Mentoring – unterstützt durch Red Bull, AMD und Microsoft. Danach geht’s nach San Francisco zum dreitägigen World Final, wo sie um den Hauptgewinn von 100.000 US-Dollar mitmischen.
25. und 26. April
MotoGP in Spanien
Im vierten Rennen der MotoGP-Saison 2026 geht es für die Motorradstars nach Jerez de la Frontera. Beim Großen Preis von Spanien startet die MotoGP traditionell ihre zwölf Stationen umfassende Europa-Tournee. Heuer feiert sie dabei sogar ein Jubiläum, denn bereits zum 40. Mal dreht die spektakulärste Motorsportserie der Welt in der andalusischen Sherry-Metropole ihre Runden. Im Mittelpunkt dieses Jahr: das Match zwischen den stolzen Rennsportnationen Spanien und Italien. Die Statistik dominieren aktuell die Spanier um Marc Márquez mit 15 zu 11 Siegen. Wer macht diesmal das Rennen? ServusTV und ServusTV On übertragen den Grand Prix von Spanien live. Auch Red Bull TV zeigt das Rennen.
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Meike Koch
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Hier schreibt unser Kolumnist
Marcel Hirscher über sein
ganz persönliches Sport-Jahr.
Die Bewegung, die Herzen verbindet
Mein inspirierendstes Sport-Großevent weltweit? Der Wings for Life World Run – dort gewinnen immer alle. Der Welttag der Hofnung bei Querschnittslähmung fällt diesmal auf den Muttertag. Wenn am 10. Mai, Punkt 13 Uhr MESZ, rund um den Globus der Startschuss für den Wings for Life World Run fällt, dann laufen, gehen und rollen zeitgleich hunderttausende Menschen aus Freude an Solidarität –für alle, die nicht laufen können. Der Charity-Run für die Rückenmarksforschung ist Schrittmacher einer Bewegung, die Herzen verbindet.
AUSNAHMEATHLET
Als Slalom- und Riesentorlaufspezialist und sechsfacher „Sportler des Jahres“ hat der Salzburger Skirennfahrer Marcel Hirscher, 37, mit acht Gesamtweltcupsiegen in Folge die Geschichte des alpinen Skisports neu geschrieben. Hier geht es zu Marcels InstagramAccount:
Wir gehen durchs Leben. Machen Schritte. Und halten es für das Selbstverständlichste der Welt. Doch was es für ein Privileg ist, jederzeit und überall aufstehen und gehen zu können, wissen die weltweit 15 Millionen Menschen am besten, die im Rollstuhl sitzen. Und nein, es sind nicht vor allem Extremsportler. Querschnitts lähmung kann jeden von uns trefen. Jederzeit und überall: Im Straßenverkehr. Beim Wandern. Daheim beim Glühbirnenwechseln. Oft reicht ein falscher Schritt für die Schockdiagnose, die das Leben in einer Millisekunde verändert. Pro Jahr kommt eine Viertelmillion neuer Fälle dazu. Und: Je weiter oben an der Wirbelsäule Rückenmarks verletzungen auftreten, desto dramatischer sind die gesundheitlichen Langzeitfolgen für Betrofene. Das menschliche Rückenmark, die verbindende Lebensader zwischen Kopf und Körper, ist leicht verwundbar, aber kaum heilbar. Noch!
Die größte Hofnung, dass sich das ändert, ist Inspiration made in Austria. Die Geschichte ist bekannt: 2004 gründeten Dietrich Mateschitz und Heinz Kinigadner die Wings for Life Stiftung, um der internationalen Rückenmarksforschung Flügel zu verleihen. Exakt ein Jahrzehnt später fand der erste Wings for Life World Run statt. Anita Gerhardter hat ihn mit Unterstützung von Red Bull zum globalen Maßstab für Fundraising durch Sport gemacht. Die Bilanz ist beeindru ckend: Mehr als 1,8 Millionen Menschen aus 170 Ländern haben beim Wings for Life World Run für den guten Zweck inzwischen 16,5 Millio nen Kilometer abgespult. Mit anderen Worten –sie haben die Erde mehr als 410 Mal zu Fuß um rundet. Dank dieses Engagements sind inzwischen 60,5 Millionen Euro eins zu eins in Forschungs projekte gefossen, um die größte Sehnsucht von Menschen mit Querschnittslähmung zu erfüllen – dass sie irgendwann aus ihrem Rollstuhl einfach aufstehen und gehen können.
Der Horizont der Heilung naht. Im Moment laufen 72 Forschungsprojekte, die von Wings for Life weltweit gefördert werden. Dabei geht es um Interventionen, um Entzündungs und „Recycling“ Prozesse im verletzten Gewebe in Gang zu setzen. An Elektro Stimulation für ver bliebene Nervenbahnen. An Molekülen, die den Schalter für neues Nervenzellwachstum umlegen
„Für die integrative Kraft des Wings for Life World Runs bin ich ein gutes Beispiel: Gäbe es ihn nicht, hätte ich noch nie an einem Laufevent teilgenommen.“
sollen. KI‑gestützte Datenanalyse beschleunigt den Erkenntnisgewinn; neue Kombinations therapien aus Rehabilitation und Medikamenten zeigen selbst bei chronischen Rückenmarks verletzungen deutliche Verbesserungen der Arm‑ und Handfunktionen.
Forschung und Fortschritt helfen Betrofenen. Betretenes Mitleid allein tut das nicht. Der Wings for Life World Run setzt woanders an: statt stum men Bedauerns aktive Beteiligung aus Freude an Solidarität. Mich inspiriert der Mix aus großen Live Events, den Flagship Runs, und dem App Run, an dem weltweit jeder mit Handyempfang teil nehmen kann. Für einen Tag hebt der Wings for Life World Run nicht nur die Zeitverschiebung auf, sondern auch die Illusion von Getrenntheit zwischen Kontinenten, Ländern und Menschen; zwischen analoger und digitaler Welt. Auf der richtigen Seite zu sein, ist in diesem Fall einfach: anmelden, mitlaufen, mitgehen oder mitrollen. In Tokio wird um 4 Uhr früh gestartet, in Sydney um 21 Uhr abends, bei uns in Europa zu Mittag. Und trotzdem sind alle, die es können, gemein sam zeitgleich nur für dieses eine große Ziel auf den Beinen. 190 Nationen, eine gemeinsame Mission, ein positives Mindset: Wie oft passiert das in unserer Welt?
Für die integrative Kraft des Wings for Life World Runs bin ich ein gutes Beispiel: Gäbe es ihn nicht, hätte ich bis heute noch nie an einem Laufevent teilgenommen – Skirennläufer sind meist keine Volksläufer. Was mich gecatcht hat?
Die große Mission, die Kreativität und der unver gleichliche Spirit der Community. Wir alle laufen ständig Zielen hinterher. Ist es da nicht schön, wenn das Ziel wenigstens einmal im Jahr von hinten nachkommt und einen unterwegs gemüt lich einholt? Ein hupender Audi voll freundlicher Menschen, die applaudieren: Das Catcher Car startet 30 Minuten nach dem Feld und folgt ihm als rollende Ziellinie. Wen es erreicht, der weiß, dass er seines zur guten Sache beigetragen hat. Nicht zuletzt deshalb ist der Wings for Life World Run längst eine Bewegung, die Herzen verbindet. Beim für mich inspirierendsten Sport Großevent weltweit geht es nämlich nicht ums Bessersein, sondern ums Dabeisein. Sieger?! Sind alle, die mitmachen. Und unter ihnen gibt es noch besondere Siegerinnen und Sieger. Läuferinnen und Läufer, die 60, 70 Kilometer weit kommen – und mit dem Applaus zufrieden sind. Apropos Dabeisein: Ich habe auch heuer die Ehre, Captain unseres VAN DEER Red Bull Sports Teams beim App Run zu sein. Und wir freuen uns über alle, die mit uns laufen, gehen oder rollen wollen, um der Rückenmarksforschung Flügel zu verleihen.
Weise Worte von Marc Elsberg
Mit seinen Thrillern erreicht er ein Millionenpublikum. Hier erzählt der öster reichische Bestsellerautor, was er vom Leben gelernt hat.
„Dummheit und Mut werden gerne verwechselt.
Mut beginnt, wo das eigene Risiko anderen hilft.“
„Zweifel gehört zum Kreativen. Er ist kein Hindernis, er ist der permanente Antrieb.“
„Ich denke beim Schreiben in Filmen, nicht in Worten.“
„Böse Charaktere sind spannender als die guten. Die Bösen in Geschichten sind immer nur eine Verkörperung der dunklen Seite in uns selbst.“
„Technologie war lange ein Werkzeug. Mit KI sind wir an einem Scheideweg, an dem wir entscheiden müssen, ob sie Werkzeug bleibt.“
„Die wenigsten Menschen wollen die Welt kaputtmachen. Wir haben nur unterschiedliche Vorstellungen davon, wie ein guter Ort aussieht.“
Marc Elsberg geboren 1967 in Wien, arbeitete zunächst in Werbung und Design, bevor er mit dem Thriller „Blackout“ international bekannt wurde. Seine Romane behandeln große gesellschaftliche Fragen zu Technologie, Macht und Verantwortung. Im Februar 2026 erschien sein neues Buch „Eden“.
„Optimist kann man nur sein, wenn man Realist ist. Nur wer die Welt versteht, kann sie verändern.“
„Man staunt, wie wenig wir aus Krisen lernen.“
„Ich habe Wasser, Konserven für zehn Tage und ein Kurbelradio, aber keinen Notstromgenerator. Irgendwo muss man ja auch realistisch bleiben.“
Die nächste Ausgabe von THE RED BULLETIN erscheint am 12. Juni 2026.
MUST-HAVES
1 VOM AUTO ZUM CAMPER
Die TentBox Cargo 2.0 ist ein robustes Hartschalen-Dachzelt für zwei Personen. In Sekunden aufgebaut, verwandelt es dein Auto in einen Camper. Optional lassen sich auf der Oberseite Dachträger montieren, um Fahrräder oder andere Ausrüstung zu transportieren – perfekt für spontane Abenteuer. 5 Jahre Garantie inklusive. tentbox.de
2 DIE NEUE RENNMASCHINE
Gebaut für den Rennsport, auf Sieg getrimmt: Das neue SCOTT Gambler ist das ultimative Racing-Bike, entwickelt, um Bestzeiten zu brechen und Inside Lines wie auf Schienen zu fahren. Gemeinsam mit den schnellsten Fahrern der Welt entwickelt, verschafft es dir auf jeder Strecke den entscheidenden Vorsprung. scott-sports.com
3 CARBONRAKETE
Die neue KTM GRAVELATOR Carbon-Serie hebt Graveln auf ein neues Level. Sie vereint modernste Technik mit dem Gefühl grenzenloser Freiheit. Das Herzstück dieser Modelle ist der komplett neu entwickelte Carbonrahmen inklusive FIS – Full Integrated Storage: unsichtbar im Unterrohr, praktisch im Einsatz. ktm-bikes.at
4 EIN STYLE, DER PASST
Der Rootage 2 Mips® von Alpina ist gemacht für anspruchsvolle Trails: tiefgezogene Bauweise für maximalen Schutz, Mips®System gegen Rotationskräfte und ein 360-Grad-Fitsystem für perfekten Sitz. Das handgezeichnete Special Design auf der robusten Triple-ShellKonstruktion ist eine Hommage an Sport, Natur und Szene. alpina-sports.com