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The Red Bulletin AT 02/26 Wings For Life World Run Special

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JETZT ANMELDEN: WINGS FOR LIFE WORLD RUN 10. MAI 2026

Was RallyeDakar-Sieger Matthias Walkner nach seinem schweren Sturz Hoffnung gibt

BLICK NACH

VORN

Audi Vorsprung durch Technik

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,4–3,2 l/100 km. Stromverbrauch kombiniert: 15,4–26,2 kWh/100 km (WLTP). CO₂-Emissionen kombiniert: 53–72 g/km. Symbolfoto. Stand 02/2026.

Der Audi A6 Avant e-hybrid

Mit einer elektrischen Reichweite von bis zu 100 Kilometern

EProfi-Tipps von HYROX-Weltmeister Alex Rončević und Extremsportler Michi Strasser. Coverstory

nach vorn 8 Wie Rallye-Dakar-Sieger Matthias Walkner nach Rückschlägen Stärke findet. Foto-Projekt

s gibt Tage, an denen Sport mehr ist als Sport. Zum Beispiel, wenn am 10. Mai wieder Millionen (Lauf)Schritte auf ein gemeinsames Ziel einzahlen. Wer beim Wings for Life World Run dabei ist, unterstützt die Rückenmarksforschung – egal, wo du läufst oder wie weit. Die Mission dabei: Querschnittslähmung heilbar zu machen. Auf den folgenden Seiten findest du Geschichten, die berühren und ermutigen. Lauf-Training Fit für deinen Run 6

Athleten-Power beim Flagship Run 2025 in Wien: Dominic Thiem, Andreas Goldberger, Michael Strasser, Johannes Lamparter, Thomas Morgenstern, Angelino Zeller, Philipp Kuttin, Lukas Müller und viele mehr

Lauf-Highlight des Jahres gibt’s auch im TV und als Stream: ServusTV und ServusTV On übertragen den Wings for Life World Run am 10. Mai von 12.00 bis 17.30 Uhr live aus Wien. Die beeindruckendsten Laufbilder aus aller Welt siehst du live auf Red Bull TV. Außerdem kannst du die Doku „Wenn die ganze Welt läuft – Der Wings for Life World Run“ bei ServusTV On streamen.

Hope 16 Betroffene erzählen: Was, wenn ich wieder gehen könnte?

App Run Events das ganze Land bewegen.

SO LÄUFT’S

Ob kurz und intensiv oder ultralang – HYROX-Weltmeister

Alexander Rončević und Extremsportler Michael Strasser kennen sich mit Lauf-Challenges aus. Sie verraten dir, wie du dich für den Wings for Life World Run motivierst, welche Gadgets du (nicht) brauchst und was hilft, wenn’s weh tut.

Fitnesstracker, Laktatmessung, Leistungsdiagnostik – ist das wirklich nötig?

alexander rončević: Nein, Hobbysportler sollten beim Laufen eher darauf achten: Wie fühle ich mich, habe ich genug getrunken, gut gegessen? So sammelst du Erfahrungen, lernst deinen Körper kennen und merkst, was er braucht und wie er nach zwei, fünf oder zehn Kilometern reagiert. Vertraut auf euer Gefühl, statt euch von Uhren oder Leistungen anderer verrückt machen zu lassen.

Wie wird das Lauftraining auf Dauer nicht langweilig?

Training?

michael strasser: Tragt euch das Lauftraining fx im Kalender ein, bucht einen Kurs, macht bei einem Run Club mit oder bildet eine Trainingsgemeinschaft mit Freunden. Wenn man weiß, da warten Leute, bleibt man viel eher dran.

alexander rončević: Abwechslung reinbringen. Mal am Laufband trainieren, die Tartanbahn für schnelle Läufe nutzen, einen Trail Run einbauen oder mit dem Zug rausfahren und in der Natur rennen. michael strasser: Ich fnde die Heatmaps auf der App Strava genial. Man sieht auf einen Blick, welche Strecken in der Umgebung beliebt sind, und kann sich ganz leicht neue Routen zusammenstellen – sehr praktisch auch im Urlaub.

Michael Strasser

Alter 42; fuhr mit dem Rad von Alaska nach Patagonien (Ice 2 Ice) und durch Afrika (Cairo 2 Cape); sein letzter Weltrekord war das „Projekt 771“ – er bestieg die sieben höchsten Berge der sieben Alpenländer in einer Woche; schaffte 2024 beim Wings for Life World Run 32 Kilometer – mit seinem Sohn im Laufkinderwagen.

Alexander Rončević

Alter 33; seine HYROX-Weltrekordzeit im Men Double Pro: 47 Minuten und 40 Sekunden (der Fitness-Bewerb kombiniert acht Workout-Stationen und acht Kilo meter Laufen); läuft vier bis sechs Mal pro Woche; hört bei entspannten Läufen Podcasts oder Rockmusik à la AC/DC; feiert heuer seine Wings for Life World Run-Premiere.

Wie schaft man es, die eigene Laufleistung zu steigern?

alexander rončević: Wenn du fünf Kilometer in einem gewissen Tempo schafst und noch Reserven hast, peil nicht direkt die zehn an, sondern spiel ein bisschen mit der Distanz. Etwa mit gezielten Technikeinheiten, Tempowechseln oder Intervallläufen: eine Minute schnell, drei Minuten langsam als Recovery. So steigert man sich behutsam und stetig –sonst steigt nur die Verletzungsgefahr.

Wenn

man

merkt, die Beine machen zu, kann man dann noch irgend-

was tun?

alexander rončević: Wenn einem das Laktat in die Beine schießt, empfehle ich kleine, schnelle Schritte, um es „rauszuschütteln“, bevor man in seiner normalen Pace weitermacht. Gels und elektrolythaltige Getränke können auch helfen. Wenn die Beine aber mal komplett zu sind, ist es eigentlich schon zu spät.

Und nach dem Training?

michael strasser: Ich mache mir immer einen Recovery Shake mit meinen Lieblingsfrüchten und ordentlich Ingwer, auf den schwöre ich wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung. Es gibt nämlich den „Open­Window­Efekt“ in den ersten ein bis drei Stunden nach hoher Belastung. In dem Zeitfenster reagiert der Körper besonders sensibel. Infektionsprophylaxe ist da wichtig.

„DU KANNST ES ALS AUSREDE NUTZEN – ODER ALS MOTIVATION“

Was machst du, wenn du ganz unten bist?

Nach einem schweren Sturz und 239 Tagen im Rollstuhl blickt Matthias Walkner, Rallye-Dakar-Sieger von 2018, nach vorn, denn: „Jammern ist fix keine Lösung –im Gegenteil!“

Im Sportzentrum Rif in Hallein trainiert Ex-Motocross-Fahrer

Matthias Walkner für den Wings for Life World Run am 10. Mai.
Matthias Walkner arbeitet an seinem Comeback. Egal auf welchem Gerät: Wille und Herzblut zählen.
2018

gewann Matthias Walkner als erster Österreicher die berüchtigte Rallye Dakar auf dem Motorrad. 2023 stürzte er beim Training in Kalifornien schwer, sein Sprunggelenk war völlig zertrümmert, eine Beinamputation drohte. 2025 schaffte er beim Wings for Life World Run acht Kilometer – mit Walkingstöcken.

Diesen Wert will er am 10. Mai 2026 verbessern. Denn Rückschläge haben ihn noch entschlossener gemacht.

26. Juli 2003, Ohlsdorf Bei einer Motocross-Benefz-Veranstaltung für ein Behindertenheim liegt Matthias Walkner nach der ersten Runde in Führung, als ein paar Plätze hinter ihm in Kurve 10 der damals 18 Jahre alte Zillertaler Hannes Kinigadner direkt vor den Augen von Matthias Walkners Vater stürzt. Das Rennen wird sofort abgebrochen. Hannes erleidet eine Rückenmarksverletzung und ist seither vom fünften Halswirbel abwärts gelähmt. Das wird zur Initialzündung für die Stiftung Wings for Life. Deren Ziel – Querschnittsverletzungen heilbar machen – ist von Stunde null an auch Matthias Walkners Ziel, und zwar aus höchst persönlichen Gründen. Für ihn ist es selbstverständlich, seinen Beitrag zu leisten. Ob als Teilnehmer beim Wings for Life World Run im strömenden Regen Münchens direkt vor dem Abfug zu einem wichtigen Rennen, beim App Run gemeinsam mit Marcel Hirscher und Max Franz oder mehrfach als Fahrer des Catcher Car mit eigenhändig zusammengestellter Playlist für alle Finisher beim Flagship Run in Wien: Sofern er nicht selbst akut verletzt war, hat er keinen einzigen Wings for Life World Run verpasst, obwohl der Prozess des Laufens für ihn aufgrund vieler Verletzungen stets mit Schmerzen verbunden ist: „Aber einmal pro Jahr kann man schon aus seiner Komfortzone herausgehen.“

Das sei die Magie des Wings for Life World Run: „Die Energie vor Ort ist unfassbar, und sie steigert sich von Jahr zu Jahr. Dieses Gemeinschaftsgefühl. Ein kleiner Teil von etwas Großem zu sein. Seinen Beitrag für die wichtige Sache zu leisten. Jedes Jahr ist anders, aber immer extrem lässig und wunderschön.“

20. Jänner 2018, Córdoba

Zwei Jahre nach einem Crash mit gebrochenem Oberschenkel, sehr starken Schmerzen, sieben Monaten Reha und einem sportlichen Herzschlag-Finish gewinnt Matthias Walkner die Rallye Dakar. Den Schrei der Erleichterung, Erlösung eher, hört man in der ganzen Welt. Dieser Sieg ist mehr als ein Comeback: eine Auferstehung.

5. Dezember 2023, Kalifornien

Bei der Vorbereitung auf die Rallye Dakar übersieht Matthias, der als einer der CoFavoriten für das Rennen gilt, bei einer Besichtigungsrunde wegen aufgewirbelten Staubs einen Abbruch und stürzt fünf Meter tief ins Nichts. Den Einschlag wird er später so beschreiben: „Als ob ich auf etwas Explosives getreten wäre.“ Und sein linkes Sprunggelenk sieht auch genauso aus.

1. Jänner 2024, UKH Graz

Nach mehreren Operationen, die längste davon fünfzehn Stunden, bei der die 31 (!) Teile des Sprunggelenks wieder zu einem Ganzen zusammengesetzt worden sind, bekommt Matthias Walkner Besuch. Ein Lichtblick an Tagen mit vierzehn Infusionen, die in dieser Zeit sein Alltag sind, der noch von vielen weiteren Operationen geprägt ist. Es ist der Motorsportler Reini Sampl, der nach einem Skiunfall seit Jahrzehnten querschnittsgelähmt ist. Man sieht Hiasi die Schmerzen an („9,5 von 10 auf einer zehnteiligen Skala“), und trotzdem rennt der Schmäh, so gut es eben geht. Ein guter Tag in der Reha, die sich noch bis weit in den Sommer ziehen sollte. „Ich bin in dieser Zeit schlauer geworden. Dein körperlicher Zustand sagt nicht unbedingt etwas darüber aus, wie glücklich du bist. Der Reini war mit seinem Optimismus eine Inspirationsquelle für mich. Wenn du selbst nicht mehr an dich glaubst, wer soll dann noch an dich glauben? Es gibt immer zwei Wege: Man kann Energie darauf verwenden, Ausreden zu erfnden – oder darauf, die Probleme zu lösen. Nur weil die Statistik gegen dich spricht, heißt das nicht, dass du keine Chance hast.“ Konkreter Anlass des Gedankens: Der Physiotherapeut der Rehaklinik Tobelbad hatte in seinen 27 Jahren im Dienst noch keinen Fuß gesehen, der so schlimm aussah und nicht amputiert werden musste. Zeit, zu kämpfen.

4. Mai 2025, Red Bull Ring

Unter die vielen Starterinnen und Starter des App Run Event hat sich ein Mann mit Walkingstöcken gemischt, dessen linkes Bein defnitiv nicht mehr zum Laufen gedacht ist. „An der Startlinie erinnerte ich mich an die Worte meines Anästhesisten Scott direkt nach meinem Sturz in Amerika. Er sagte: ‚Ein Viertel auf dem Weg zurück ist die Erstversorgung. Ein Viertel ist die Operation. Aber der Rest liegt an dir selber.‘“

„DIE SCHWERE DER VERLETZUNG SAGT NICHTS ÜBER DEINEN MENTALEN ZUSTAND AUS. NUR WEIL DIE STATISTIK

GEGEN DICH SPRICHT, HEISST DAS NICHT, DASS DU KEINE CHANCE HAST.“

Matthias Walkner 2018 als Sieger der Rallye Dakar. Next chapter: Matthias wird im Jänner 2027 bei der Wüstenrallye im Buggy (Sideby­Side) starten.

Hiasi hatte vor, bis zur ersten Kurve mitzuhumpeln. So schlecht lief das eigentlich gar nicht! Also kämpfte er weiter bis zur zweiten. Zur dritten ging es leicht bergab. In Hiasi brach sich der Sportler Bahn. Er würde watscheln, so weit es irgendwie gehen würde, ein Teilnehmer unter den Hunderttausenden auf der ganzen Welt, vereint in einem Ziel.

Unglaubliche zwei Runden schafte er, satte acht Kilometer mit Stöcken, unter beständigen Anfeuerungen der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie auch der Zuschauerinnen und Zuschauer. „Von all meinen Wings for Life World Runs war das der emotionalste. Ich nahm die Schmerzen in Kauf, weil ich unterwegs so viel zurückbekam. Noch heute bin ich froh, es durchgezogen zu haben.“ Sein Ziel für 2026: „Weiter zu kommen als das letzte Mal. Vielleicht schafe ich die zehn Kilometer.“ Ja, nach wie vor mit Stöcken. Nein, sie werden auch diesmal keine Ausrede sein.

31. Mai 2025, Eisenerz

Matthias Walkner ist im Rahmen des Red Bull Erzbergrodeos mit einem Buggy vor Ort. Merklich hinkend, aber voller Tatendrang. Die Karriere als MotorradRennfahrer ist nach drei WM-Titeln und einem Sieg bei der größten Rallye-Veranstaltung abgehakt: „Ich könnte vielleicht noch um Platz 10 oder 15 mitfahren, aber das ist es mir nicht wert.“ Das neue Ziel sind Langstrecken-Rallyes im Buggy –2027 in der Dakar. Daneben baut er ein Business auf, um Kunden das Abenteuer Wüste auf vier Rädern zu ermöglichen. Er telefoniert viel dieser Tage.

4. Februar 2026, Kuchl bei Salzburg

Hiasis Tochter Marina feiert ihren dritten Geburtstag. Er bindet einen Luftballon an ihr Bein, sie spielt damit Fangen. Vater und Tochter mussten mehr oder weniger gemeinsam gehen lernen. Das war das erste Rennen, das sie gewann. „Zu Beginn ihres Lebens wusste sie nicht, wie groß ich bin, weil sie mich nur liegend oder im Rollstuhl kannte. Als ich später für ein paar Schritte aus dem Rollstuhl aufgestanden bin, war sie regelrecht verwundert.“

Frische, die bewegt, lohnt sich.

Wir sind stolzer Frische-Partner des Wings for Life World Run.

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kommende

App Run Event!

APP GEHT’S!

Starten, wo du willst? Die Wings for Life World Run App macht’s möglich.

Download

Die Wings for Life World Run App ist für iOS im App Store und für Android­Geräte auf Google Play erhältlich –kostenlos.

Bei Kindern verläuft der Prozess des Gehenlernens intuitiv und natürlich. Hiasi konnte seine Tochter dabei beobachten, wie überrascht sie war, zu stehen und ein paar Schritte zu machen, wieder und immer wieder, „ich wünschte, ich wäre die ganze Zeit dabei gewesen“.

Für ihn war der gleiche Prozess bei der stationären Rehabilitation mit Unsicherheiten und Zweifel verbunden: Hält das Sprunggelenk? Wie schlimm werden die Schmerzen sein? Besonders emotional waren seine ersten Schritte nach den Monaten im Liegen und Sitzen: „Ich war schweißgebadet“, erinnert er sich.

Genau wie Querschnittsgelähmte hat auch Matthias Walkner neuronale Defzite: Die Nerven am verletzten Fuß funktionieren nicht. „Anfangs denkst du dir: cool, keine Schmerzen!“ In der Praxis bedeutet das: Fuß beim Duschen verbrüht, im Motorradstiefel aufgescheuert, die Wunde heilt wegen der schlechten Durchblutung kaum – Probleme, die auch Rollstuhlfahrer kennen. „Ich habe heute sicherlich einen anstrengenderen Alltag als vor zweieinhalb Jahren. Aber deswegen bin ich nicht unglücklich. Nein, im Vergleich zu vielen anderen Menschen geht es mir richtig, richtig gut.“

Instagram: @matthias_walkner

QR­ Code scannen und die Wings for LifeKollektion entdecken

Nach dem Download kannst du dich anmelden. Nutze die Share­Funktion, um deine Startnummer mit Freunden zu teilen!

Community

Ob Profiläuferin, Hobbysportler oder Menschen im Rollstuhl: Beim Wings for Life World Run laufen alle für ein großes Ziel. Schließe dich einem App Run Event an, tritt einem Team bei oder gründe dein eigenes. Über die neue Chatfunktion bist du mit der Community verbunden und hörst Sprachnachrichten von Familie und Freunden direkt beim Lauf.

Vorbereitung

Jede und jeder kommt bei diesem Lauf ins Ziel. Vorbei ist es, wenn das virtuelle Catcher Car dich einholt. Im Goal Calculator setzt du dir dein Ziel und erfährst, welches Tempo du am 10. Mai dafür brauchst. Unter „Lauf“ begleitet dich die App bis zum Renntag im Training –inklusive motivierender Audio Experience von Andi Goldberger.

Audio Experience

Am Laufweg erwartet dich ein besonderes Hörerlebnis in der App. Motivatorin Gabi Hiller begleitet dich durch den Lauf und holt das Beste aus dir heraus – genau wie Gregor Bloéb als einzigartige Catcher Car­Stimme. Gemeinsam sorgen sie für Gänsehaut­Stimmung. Nimm deine Headphones mit und freu dich auf ein Warm­up, Updates zur Strecke und spannende Infos zum Lauf.

Am 10. Mai, 13 Uhr – weltweit laufen, wo du willst!

Volle Kraft voraus für das

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FACES OF

Ein Gedankenspiel: Wir haben querschnittsverletzte Menschen gefragt, was sie tun würden, wenn sie wieder gehen könnten.

„Ich habe es immer geliebt, zu tanzen. Das vermisse ich auch am meisten: mich zu Musik zu bewegen und die Energie rauszulassen.“

Moritz Brückner stürzte beim Surfen auf eine Sandbank und ist seither querschnittsgelähmt. Heute ist er Rollstuhl­Rugbyspieler.

„Mein

größter Wunsch wäre es, wieder Rad fahren zu können – und dass das ständige Kribbeln in den Beinen aufhört.“

Michaela Benthaus stürzte beim Downhillen und ist seither querschnittsgelähmt. Sie studiert Luft­ und Raumfahrttechnik und war vergangenes Jahr der erste Mensch mit Querschnittslähmung im Weltall.

HOPE

Plus: ein Ausblick aus der Welt der Rückenmarksforschung.

„Wir fördern zahlreiche bedeutende Forschungsprojekte. Jedes einzelne ist ein Puzzlestück auf dem Weg zur Heilung von Rückenmarksverletzungen.“

Dr. Beatrice Sandner ist Neurowissenschaftlerin und Research Portfolio Manager bei Wings for Life. Sie ist auf die Regeneration neuraler Stammzellen sowie auf zellbasierte Therapieansätze spezialisiert.

QR-Code scannen, weitere Lebensgeschichten lesen und „Faces of Hope“ sehen.

„Es ist längst keine Frage mehr, ob es eine Heilung geben wird, sondern wann.“

Dr. Verena May ist Executive Director Research Portfolio bei Wings for Life. Sie ist eine wichtige Schnittstelle zu Forschern aus aller Welt und maßgeblich daran beteiligt, dass Spenden effektiv eingesetzt werden.

EIN ZIEL

Die Wings for Life Stiftung hat eine Mission, die größer kaum sein könnte: eine Heilung für Querschnittslähmung zu finden.

Seit ihrer Gründung 2004 fördert die Wings for Life Stiftung weltweit Spitzenforschung von der Grundlagenarbeit im Labor bis zur klinischen Studie am Patientenbett. Was sie besonders macht: Jeder gespendete Euro fießt direkt in die Forschung. Dabei wird langfristig gedacht: Manche Projekte begleitet die Stiftung über Jahrzehnte, bei anderen setzt sie sich kurzfristig ein, wenn eine Idee plötzlich echte Chancen verspricht. Und der Wings for Life World Run? Dieser ist viel mehr als ein Charity-Event. Menschen auf der ganzen Welt laufen am selben Tag – für die, die es nicht können. Jeder einzelne Teilnehmer ist Teil einer weit größeren Mission –und hilft dabei, Projekte zu fnanzieren, die aus Visionen konkrete Therapien machen. Mehr Infos: wingsforlife.com

LAUFENDE FORSCHUNGSPROJEKTE

Hier sind zwei davon, die zeigen, wohin die Reise geht.

NervGen

Nach einer Rückenmarksverletzung bildet sich an der betroffenen Stelle Narbengewebe. Es wirkt wie eine Barriere: Nervenfasern können nicht nachwachsen, Regeneration wird verhindert. Der Wirkstoff NVG291 setzt genau hier an und macht das Gewebe wieder durchlässiger. So sollen geschädigte Nerven angeregt werden, neue Verbindungen zu bilden. Erste Hinweise aus der Studie zeigen: Selbst Jahre nach einer Verletzung konnten Fortschritte erzielt werden. GEMEINSAM

Heinz Kinigadner

Der Vagusnerv

Er verläuft vom Gehirn bis tief in den Bauchraum und reguliert Herzschlag, Verdauung, Atmung. Nun könnte der Vagusnerv zur Schaltstelle einer neuen Therapie werden. Professor Michael Kilgard, University of Texas in Dallas, nutzt die Vagusnerv-Stimulation, um die Plastizität des Gehirns gezielt zu aktivieren: Wird der Nerv während gezielter Reha-Übungen mit elektrischen Impulsen stimuliert, vervielfacht sich die Zahl neuer Nervenverbindungen. Erste Ergebnisse betreffen Menschen mit inkompletten Rückenmarksverletzungen: Deren Handfunktion verbessert sich messbar.

1 PLATTFORM für frei zugängliche Forschungsergebnisse

Open Data Commons

Jedes Jahr entstehen in Laboren weltweit unzählige Datensätze, doch viele davon bleiben ungenutzt. Hier setzt die Plattform Open Data Commons an: Forschende können ihre Daten teilen, gemeinsam auswerten und voneinander lernen. Forschungsergebnisse werden auffindbar, zugänglich und frei nutzbar. Gerade in der Rückenmarksforschung, wo Studien komplex und teuer sind, kann dieser offene Austausch den Fortschritt deutlich beschleunigen.

15 LÄNDER

Australien

Belgien

Deutschland

Frankreich

Großbritannien

Japan Kanada Neuseeland

Durchschnittliche Förderdauer pro Projekt

Österreich

Portugal Schweden

Schweiz

Spanien

USA

VERTEILUNG der Forschungsbereiche

Grundlagenforschung Untersuchung grundlegender wissenschaftlicher Fragen 46 %

Präklinische Forschung Untersuchung von Erkenntnissen 37%

Klinische Forschung Testung von Therapien und Medikamenten am Menschen 18 % 3

* Wiederherstellung der beschädigten Schutzschicht von Nervenfasern

„WENN DIE WELT FÜR MENSCHEN WIE MEINEN BRUDER LÄUFT, IST DAS FÜR IHN EIN GLÜCKSMOMENT.“
Ricarda Lechner organisiert gemein­

sam

mit ihrem Bruder Florian (rechts im Rollstuhl) den Lauf in Saalfelden.

EIN GANZER ORT LÄUFT LOS

Seit einem Bergunfall sitzt

Florian Lechner im Rollstuhl. Mit seiner Schwester Ricarda organisiert er jedes Jahr ein App Run Event in Saalfelden. Aber nicht irgendeines.

2015.

Florian Lechner ist 20 Jahre alt, als er mit einem Freund auf dem knapp 3000 Meter hohen Hütteltalkopf in den Schladminger Tauern in der Steiermark unterwegs ist. Er ist ein geübter Bergsteiger, kennt die Berge gut. In seiner Heimat Saalfelden ist der gelernte Elektriker bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Er ist jemand, der zupackt und Verantwortung übernimmt. „Anderen mit meinem Einsatz zu helfen, war für mich das Größte“, sagt er. An diesem Freitag sind er und sein Freund um vier Uhr früh losgegangen, um elf Uhr waren sie auf dem Gipfel. „Der Tag hätte nicht schöner sein können“, erinnert sich Florian heute.

Doch beim Abstieg verliert er an einer vereisten Stelle den Halt. Er rutscht aus, stürzt über felsiges Gelände und fällt 270 Meter tief. Als er wieder zu sich kommt, kann er sich nicht mehr bewegen. Mit einem Hubschrauber wird er ins Krankenhaus nach Innsbruck gefogen und operiert. Seine Wirbel sind auf Höhe des 6. und 7. Halswirbels verschoben, das Rückenmark durchtrennt.

Seit diesem Tag sitzt er im Rollstuhl.

Zurück ins Leben

Vieles muss Florian neu lernen. Bewegungen, die früher selbstverständlich waren, brauchen plötzlich Zeit, Geduld und Kraft. Der Alltag hat sich von einem Moment auf den anderen komplett verändert. Es beginnt eine lange Phase aus Operationen, Therapie und Rehabilitation. Schritt für Schritt arbeitet sich Florian zurück ins Leben. Geblieben ist der Halt seiner Schwester Ricarda. Die beiden Geschwister sind eng verbunden – vor allem seit dem Tod ihres Vaters sind sie einander die wichtigste Stütze im Leben. Zusammen versuchen sie nach vorne zu schauen. Und irgendwann fnden sie auch gemeinsam eine Mission. „Auf Reha habe ich das erste Mal den Wings for Life World Run im Fernsehen mitverfolgt. Ich war gefesselt, er hat mich nicht mehr losgelassen“, erzählt

Florian. Die ganze Welt ist an diesem Tag verbunden durch das gemeinsame Engagement für die Rückenmarksforschung. „Das hat mir damals einen solchen Aufwind gegeben.“ Einige Jahre später beschließen die Geschwister, selbst aktiv zu werden. „Wir haben uns gedacht: Warum nicht auch bei uns etwas auf die Beine stellen?“

Seitdem organisieren Florian und Ricarda jedes Jahr ein App Run Event im Rahmen des Wings for Life World Run. Bei App Run Events laufen Teilnehmer gemeinsam los und werden vom virtuellen Catcher Car in der Wings for Life World Run App verfolgt, welche auch die Zeitnehmung übernimmt.

Das Band zwischen den beiden Geschwistern könnte nicht enger sein.

Oft entstehen so kleine lokale Events mit Rahmenprogramm, bei denen die Menschen den Tag gemeinsam verbringen. Aus dem globalen Lauf wird also ein persönliches Erlebnis vor der eigenen Haustür. „Das ist für uns ein ganz besonderer und positiver Tag“, sagt Florian. Für die Geschwister ist dieser Tag weit mehr als ein Laufevent. „Wenn die Welt für Menschen wie meinen Bruder läuft, ist das für ihn ein Glücksmoment“, so Ricarda. „Er sagt immer, das ist für ihn wie Weihnachten, Geburtstag und alle Feiertage zusammen.“

Das App Run Event in Saalfelden hat sich in den vergangenen Jahren zu einem ganz besonderen Trefpunkt entwickelt. Livemusik, Verpfegung und ein großes Kinderprogramm sorgen für eine Atmosphäre, die eher an ein Familienfest als an ein klassisches Laufevent erinnert. Familien, Freunde und viele Unterstützer kommen zusammen, um gemeinsam zu laufen. „Am Ende des Tages muss ich oft weinen“, sagt Ricarda. „Vor Dankbarkeit. Und weil ich sehe, wie glücklich Flo ist. Es gibt nichts Schöneres, als jemandem einen guten Tag zu schenken.“

Wenn die Welt für dich läuft

Auch Florian engagiert sich selbst für die Vision von Wings for Life. Mit regelmäßigen Therapieeinheiten arbeitet er daran, seine Situation zu verbessern. Gleichzeitig hilft er dabei, Menschen für den Lauf zu begeistern. Denn die Hofnung auf eine Heilung ist für die Geschwister unerschütterlich. „Ich wünsche mir, dass nur ein bisschen Gefühl oder ein paar Fähigkeiten wiederkommen. Schon allein die kleinste Verbesserung würde die Welt ausmachen“, sagt Florian, und seine Schwester ergänzt: „Ich wünsche dir, dass du aufstehen und gehen kannst. Du bist so groß, fast zwei Meter, und ich möchte wieder zu dir

App Run Events in ganz Österreich

Vergangenes Jahr haben unglaublich viele App Run Events stattgefunden, darunter in Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt, im Zillertal und am Red Bull Ring. Jeder kann sich für ein App Run Event in seiner Nähe anmelden oder Organisator eines solchen werden. wingsforlifeworldrun.com

Ricarda und Florian stecken viel Zeit in die Organisation und Bewerbung des eigenen App Runs. Und achten auch darauf, dass der Spaß nicht zu kurz kommt.

Laufend Gutes tun: DJ Ötzi und Wings for LifeVorstandsvorsitzende Anita Gerhardter (links) in Saalfelden beim App Run Event.

aufschauen.“ Florian nickt. „Ich möchte mich wieder allein und ohne Hilfe bewegen können. Ich denke mir oft nach dem Aufwachen: Bitte heute mal nicht. Heute mal kein Querschnitt, sondern einen einzigen Tag frei davon sein.“ Das bewegt auch Ricarda: „Daran halten wir fest. Bis dahin sind wir füreinander da.“

Das App Run Event in Saalfelden zeigt jedes Jahr aufs Neue, was diesen einen Tag im Jahr so besonders macht: Gemeinschaft. Hofnung. Oder, wie Florian es beschreibt: „Wenn die ganze Welt läuft, dann fühlt es sich für einen Moment so an, als würde sie für dich laufen.“

Weitere App Run Events gibt es in der App. QR-Code scannen und mitlaufen!

DABEI SEIN MIT HALTUNG

Warum der Wings for Life World Run mehr ist als ein Lauf-Event? Diese Sportler wissen es.

„Ich fnde, man sollte sich immer vor Augen halten, dass es ein großes Privileg ist, überhaupt laufen zu können. Viele würden es gerne tun, können es aber nicht. Ich habe mittler weile auch viele Bekannte und Freunde, die leider im Rollstuhl sitzen. Für diese Menschen ist es so wichtig, Hofnung zu haben. Und auch für sie bin ich jedes Jahr am Start.“

„Ich habe die Energie beim Lauf regelrecht aufgesaugt – es tut einfach gut. Jeder ist super drauf, es wird gelacht, angefeuert, und man läuft gemeinsam für einen richtig guten Zweck. Ich glaube, ich habe gefühlt 400 Selfes gemacht, alle im Laufschritt natürlich. Auch an der Strecke war die Stimmung top – so viele Leute, so viel Unterstützung. So macht Laufen Spaß.“

„Es ist mir jedes Jahr eine große Ehre, die Fahrerin des Catcher Cars zu sein. Die Leute feiern, sind gut drauf, und man spürt die Verbunden heit aller für dieses eine große Ziel. Egal ob Hobby sportler oder ProfAthleten – für mich ist es ganz besonders, von Anfang bis Ende dabei zu sein und alle für den guten Zweck einzuholen.“

„Es macht jedes Jahr großen Spaß, auch wenn die Tage danach mit etwas Muskel kater verbunden sind. Ich war schon beim Wings for Life World Run dabei, bevor ich Lukas Müller kannte – aber jetzt habe ich auch noch einen Freund zu Hause, der ebenfalls querschnittsgelähmt ist. Für mich ist es selbst ver ständlich, bei so einer Aktion mit zumachen, die sich so gezielt für eine wichtige Sache einsetzt.“

Anna Gasser
Andreas Goldberger
Manuel

9 Fragen an Gabi Hiller

Die Moderatorin über den Nervenkitzel vor dem Start und wie sie sich motiviert, wenn es beim Wings for Life World Run richtig zäh wird.

Was geht dir durch den Kopf, wenn du am Start des Wings for Life World Run stehst?

Ich freu mich, weil wir es jedes Jahr schaffen, so viele Menschen zu motivieren und mit der Ö3-Laufgruppe das größte Team Österreichs zu stellen.

Gabi Hiller, 40, moderiert den „Ö3-Wecker“. Die Niederösterreicherin ist Motivatorin der Audio Experience beim App Run und Captain des Ö3-Teams beim Wings for Life World Run.

Dein Tipp für die Lauf-Vorbereitung?

Nicht übertreiben. Lieber regelmäßig locker laufen als einmal heldenhaft zehn Kilometer und danach zwei Wochen Schmerzen haben.

Was denkst du, wenn du vom Catcher Car eingeholt wirst?

„Na geh, jetzt schon?“ Aber im zweiten Moment: „Alles gut, Rückenmarksforschung gewinnt.“ Und dann steig ich mit Würde aus dem Lauf aus.

Ein kluger Satz, der nicht von dir ist?

„Sei du selbst – alle anderen gibt es schon.“

Angeblich von Oscar Wilde … der wusste, was Sache is’.

Eine Trainingsroutine, auf die du nie verzichten willst?

Vorm Laufen 30 Jumping Jacks zum Warmwerden.

Nach dem Lauf: dehnen. Mein Körper grantelt sonst sofort.

Ein Song, der dich auch an schlechten Tagen inspiriert, dranzubleiben?

„High Hopes“ von Panic at the Disco und „All I Want for Christmas Is You“ von Maria Carey (geht immer!).

Worauf freust du dich besonders im Frühling?

Ich liebe echten Kontakt und echte Reaktionen, einerseits im „Ö3-Wecker“, aber auch auf der LiveBühne. Dieses besondere Gefühl, das gemeinsame Im-Moment-Sein, ist ganz speziell auch bei unseren „Hawi d’Ehre“-Podcast-Liveauftritten mit Paul Pizzera und Philipp Hansa spürbar.

Was steht bei dir immer im Kühlschrank?

Oliven, Parmesan, Joghurt, Zitronensaft, Senf.

Deine persönliche Motivation, wenn es beim Laufen richtig zäh wird?

Jetzt aufzuhören, wär’ auch anstrengend. Dann muss ich verschwitzt heimgehen.

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