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Fischers Fritz 2019

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Ein Magazin aus der

-Familie

FRITZ

FISCHPORTRÄT: SCHLEIE   WATHOSEN   SCHLEPPANGELN    KÖDER UND HAKEN

FISCHERS

Das Magazin für Angler & Genießer

2019 Jahresedition EUR 6,80 CHF 10

HIE R DER K KOCHT APITÄ N Fisch re von See zepte leuten

DER BAMBUSFLÜSTERER

Die legendären Fliegenruten des Harald Langer

ANGELN IN WANDERSCHUHEN Paradiesische Gewässer, hoch in den Alpen

Wilde Schönheit Liebeserklärung an die Pielach, heilige Ruhe am Toplitzsee und im Drachental, Meeresrauschen auf Sylt, Königslachse in Alaska


INHALT

82

Wasser & Land 24 Am

stillen See

Der Toplitzsee im steirischen Salzkammergut hat neben seiner heiligen Ruhe auch einen reichen Bestand an Forellen und Saiblingen zu bieten.

44 Hoch

hinaus

Ausrüstung & Technik 82 Am

im Drachental

Glasklares Wasser und märchenhafte Wälder. Und Forellen, die noch nie zuvor eine künstliche Fliege gesehen haben. Ein Paradies in Bayern.

4 Fischers Fritz

Ende ist alles gut

40 Der

Bambusflüsterer

Meeresrausch

62 Der

Haken an der Sache

Königsdisziplin

64 Zugnummer

Matteo Rigali betreibt auf der italienischen Insel Elba eine exklusive ­Fischer-Lodge: Sie verbindet luxu­ riöse Ferien mit Hochseefischen.

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Auf ins Gebirge! Die Alpen haben für Angler mit Wanderlust jede Menge Abwechslung parat. Zum Beispiel im Schweizer Tessin.

54 Abenteuer

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Unter Anglern ist die Insel Sylt im Norden Deutschlands bis heute kaum ein Begriff – völlig zu Unrecht. 124

Einen Königslachs zu fangen ist Kunst und Geduldspiel zugleich. Und es macht süchtig. In Alaska treffen sich jeden Sommer die Junkies.

Gespließte Angelruten sind die Stradivaris der Angelwelt. Kaum jemand beherrscht das ungemein filigrane Handwerk so gut wie Harald Langer.

Er mag unscheinbar sein, aber ohne Angelhaken geht nichts: Alles, was Sie zum Thema wissen sollten.

Beim Schleppangeln vom Boot aus kann man Raubfische auch auf großen Seen hervorragend aufspüren. Wir zeigen, wie’s geht.

COVERFOTO: PHILIPP SCHUSTER; INHALT: MICHELE MOROSINI, PETER PODPERA, MIRCO TALIERCIO, MARCO ROSSI, BRYAN GREGSON, PAUL PFLÜGER

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STANDARDS 3 Vorwort 6 Hauspost, Impressum 8 Leserbriefe 10 Blickfang 14 Superfrisch: Trends, Tipps, Termine 52 Kaufberatung: Wathosen 72 Begegnung am Wasser: Seeadler 138 Angler wie wir

24

124

Mensch & Natur

Genuss & Stil

Damals & heute

30 Doktor

78 Schwarzes

132 Taschenangel

Fisch

Die Schleie, eine Karpfenartige, stand lange im Schatten des großen Bruders. Dafür sagt man ihr Heilkräfte nach. Und sie schmeckt fantastisch.

38 Wilde

Schönheit

Ewald Hochebner, Bewirtschafter der Pielach in Niederösterreich, macht seinem Revier eine Liebeserklärung.

120

90 Hier

100

Bevor sich Mitte des 19. Jahrhunderts Ruten und Rollen durchsetzten, war die Mutter aller Angeln in Gebrauch. Sie ist bis heute die simpelste Methode, um einen Fisch zu fangen.

kocht der Kapitän

Berufsfischer haben meist eine besondere Beziehung zum Meer und seinen Geschöpfen. Vier von ihnen aus ganz Europa verraten ihr Lieblingsrezept.

Was Angler antreibt

Christoph Schwennicke, Chefredakteur des deutschen Polit-Magazins „Cicero“ und leidenschaftlicher Fischer, im Gespräch.

Gold

Die extremen Gezeiten, der spezielle Sandboden und die Leidenschaft der bretonischen Fischer bringen die ­Königin der Miesmuscheln hervor.

Ferien mit Biss

Angelurlaub in Österreich, Florida, Schottland und Island: Wir zeigen, was dafür ins Gepäck gehört.

44

134

Peter, der große Angler

Peter Alexander war einer der größten Stars des deutschen Sprachraums. Wenn er privat sein wollte, ging Peter Neumayer angeln. Und wollte dabei möglichst wenig Menschen sehen.

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Revierbesuch

Glücksmomente am stillen See

Der Toplitzsee im steirischen Salzkammergut ist der kleine Nachbar des Grundlsees. Angler schätzen die unglaubliche Ruhe und das reiche Forellen- und Saiblingsvorkommen. TEXT: ACHIM SCHNEYDER FOTOS: MIRCO TALIERCIO

Knapp zwei Kilometer lang und bis zu 400 Meter breit, lockt der Toplitzsee an der Südseite des Toten Gebirges mit unverfälschter Natur und einem Fischlokal, wie es besser kaum sein könnte. Wirt Albrecht Syen und sein Sohn besorgen hier gerade Nachschub für die Küche.

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Fischporträt

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SCHLEIE

DOKTOR FISCH Die Schleie, auch „der Schlei“ genannt, zählt zu den Karpfenartigen – und stand lange im Schatten des großen Bruders. Dafür sagt man ihr Heilkräfte nach. Und sie schmeckt fantastisch. TEXT: ACHIM SCHNEYDER FOTOS: EISENHUT & MAYER

MIT BESONDEREN DANK AN GUT DORNAU/WWW.GUTDORNAU.AT

W

as für ein wunderschöner Fisch sie nicht ist! Goldgrün schimmern ihre von kleinen Rundschuppen besetzten Flanken, rubinrot leuchten ihre Augen. Und schmackhaft ist sie obendrein, die Schleie. Viele nennen sie gar den besseren Karpfen. Gedämpft in Weißweinsud etwa, dazu Kapernbutter – ein Gedicht. Das wusste der 1994 zum Koch des Jahrhunderts geadelte Österreicher Eckart Witzigmann schon in den frühen 1970ern, als er die gräten- und fettarme Schleie mit ihrem festen Fleisch – zur Überraschung vieler Feinschmecker – im legendären Münchner Restaurant Tantris erstmals servierte. Spaß macht es allerdings auch, sie zu fangen. Weil sie überlistet werden will, die Vertreterin der Karpfenartigen. Zögerlich,

vorsichtig und skeptisch gegenüber Schnüren nähert sie sich den ihr dargebotenen Ködern, vor allem in Gewässern mit reichlich Nahrungsvorkommen. Da spielt sie oft bloß unentschlossen mit dem Wurm, der Made, dem Weißbrot, dem Teig, dem Mais oder dem Käse, bevor sie wieder weiterschwimmt. Nur im Frühjahr, wenn sie ­ausgehungert ist nach dem Winterschlaf, beißt die Schleie vehement. Zu drillen ist sie dennoch leichter als der Karpfen. REGUNGSLOS AM BODEN Anzutreffen sind die lichtscheuen Einzelgänger nahezu in ganz Europa, wobei nährstoffreiche, möglichst verkrautete Seen und ruhige Flüsse zu ihren bevorzugten Revieren zählen. Da wie dort halten sie

sich tagsüber meist in Bodennähe auf, sehr oft auch völlig regungslos und von Unterwasserpflanzen umgeben. Machen sie sich schließlich auf die Suche nach Futter – ­Insektenlarven, Schnecken oder Algen –, ­bilden sie bisweilen auch Gruppen. Schleien werden bis zu 70 Zentimeter lang, derartige Exemplare wiegen rund ­sieben Kilo und gelten bereits als kapital. Im Schnitt werden Schleien mit einer Länge von 30 bis 40 Zentimetern gefangen. Ob nun groß oder klein, die dicke Haut der Schleien ist stets schleimig. Und diesem Schleim sagt man in Teilen Großbritanniens noch heute heilende Wirkung bei Fieber, Gelbsucht, Kopf- und Zahnschmerzen nach, weshalb die Schleie dort „Doktor Fisch“ genannt wird …

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Angelschule

Der Haken an der Sache Er mag klein und relativ unscheinbar sein, doch ohne ihn geht gar nichts: Hier verraten wir alles, was Sie zum Thema Angelhaken wissen müssen. REDAKTION: RAINER ROTH FOTOS: MARTIN KREIL

Öhr oder Plättchen zur Befestigung der Angelschnur Hakenschenkel mit Widerhaken zur Fixierung des Köders Widerhaken sorgen für Halt und dafür, dass der Fisch den Haken nicht so leicht abschütteln kann. Die Hakenspitze sollte sehr scharf sein, damit sie leichter ins Fischmaul eindringt. Hakenbogen, klein für Fische mit kleinerem Maul, groß für besseres Eindringen und Halten des Fisches

B

ei  der Vielfalt der heute angebotenen Angelhaken den richtigen   für den jeweiligen Einsatzzweck zu finden ist keine   ganz einfache Übung. Größe, Form und Stärke ei­ nes Angelhakens richten sich prinzipiell nach der Angelmethode, dem eingesetzten Köder und dem angepeilten Zielfisch. Lang­ schenkelige, dünndrahtige Plättchenhaken mit engem Haken­ bogen werden für kleine Köder und entsprechend kleine Ziel­ fische verwendet, kurzschenkelige, stärkere Haken mit weitem Hakenbogen für kräftige, große Tiere. Die Größe von Normalhaken, hergestellt aus Stahl oder Edel­ stahl, wird nach der sogenannten Redditch-Skala mit Zahlen von 1 bis 30 angegeben, wobei mit 30 der kleinste Haken bezeichnet wird. Diese Größenangabe bezieht sich nicht auf die Länge ­(dafür gibt es eigene Bezeichnungen, etwa XXLong), sondern auf den ­Radius des Hakenbogens. Für Welse oder Meeresfische gibt es ­darüber hinaus noch größere Haken als die mit der Nummer 1. Die einschlägigen Größen reichen von 1/0 bis 12/0 wobei in die­ sem Fall interessanterweise ein 12/0er-Haken der größte ist.

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Die gebräuchlichsten Haken werden durch ein Öhr an der Angel­schnur befestigt. Es kann entweder gerade ausgeführt oder in Bezug auf die Angelspitze nach innen oder außen gebogen sein. Weist das Öhr nach innen, hat das bessere Hakeigenschaften zur Folge; ragt es nach außen, verbessert sich die Beweglichkeit, mit der der Köder durchs Wasser geführt werden kann – so lässt er sich etwa beim Forellenangeln verführerischer präsentieren. ÖHR ODER PLÄTTCHEN? Haken mit geradem Öhr sind universell einsetzbar. Plättchen­ haken (ohne Loch) werden hauptsächlich für vorgefertigte Vor­ fachmontagen verwendet. (Für Interessierte: Den Knoten zur ­Befestigung finden Sie in der Herbstausgabe 2018 auf S. 72.) Zu beachten bei der Hakenwahl ist auch, ob es bei dem an­ gestrebten Gewässer Einschränkungen gibt. Mancherorts sind bei­ spielsweise Drillinge verboten oder dürfen nur eingeschränkt ver­ wendet werden. Häufig – besonders dort, wo nur Fliegenfischen erlaubt ist – sind widerhakenlose Schonhaken vorgeschrieben.


Eine Auswahl der gängigsten Angelhaken und ihre Anwendung.

HINTERGRUND: YOUR PHOTO TODAY

Die Darstellung entspricht der Originalgröße.

Allroundhaken Gr. 8 mit Öhr nach innen: sehr gute Hak­ eigenschaften

Jighaken Gr. 4 für die Ver­ wendung von Gummi­ködern oder zum Binden von Jigstreamern.

Offset-Haken Gr. 1/0 für be­ sondere Be­ weglichkeit des Köders; vermin­ dert außerdem die Gefahr des ­Hängenbleibens

Lachshaken Gr. 10: gute Basis zum Binden von Lachsfliegen

Karpfenhaken Gr. 2 für BoilieFischerei: beson­ ders dickdrahtig für starke Fische

Plättchenhaken Gr. 8 für das Angeln auf Fried­ fische mit Maden oder anderen kleinen Ködern

Spiralhaken Gr. 4 zum Be­ festigen von Teig oder Forellen­ pasten

Haken Gr. 4 mit Öhr nach außen für bessere Be­ weglichkeit; be­ sonders gut für Forellen­angelei

Kunstköder­ haken Gr. 1 mit besonders großem Öhr als Alternative für Drillinge an Kunstködern

Standard­ haken  Gr. 6 mit Rundbogen und geradem Öhr, universell ein­ setzbar

Zwillingshaken Gr. 2 für das Angeln auf Raub­ fische mit toten Köderfischen

Wurmhaken Gr. 1 mit Wider­ haken am Haken­ schenkel für ­besseren Halt des Köders bei weiten Würfen

Circle-Haken Gr. 1 zum Fischen mit Naturködern; damit ist kein Anhieb nötig, der Fisch hakt sich aufgrund der Form selbst

Drilling Gr. 2 für das Angeln auf Raubfische mit Kunst­ködern oder toten Köder­fischen – die Konstruktion hilft, Fehlbisse zu vermeiden

Krautschutz­ haken Gr. 1/0: bleibt nicht an Wasserpflanzen hängen; der Fisch drückt den Bügel beim Biss nach unten

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Revierbesuch

Abenteuer im Drachental

Glasklares Quellwasser und märchenhafte Wälder. Traumhafte Forellen, die noch nie zuvor eine künstliche Fliege gesehen haben. Tobias Cordes entdeckt das Dorado der Forellenflüsse am Fuße der Alpen. FOTOS: PHILIPP NOSS, JONATHON MUIR

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E

s kann nichts Vollkommeneres geben, als sich beim Anbruch des ­Tages eine Fliegenrute zu greifen, den Rucksack zu packen und die Aussicht auf einen Tag an einem wilden, nahezu unberührten Fluss zu genießen. Es ist ein klarer, himmelblauer Tag im späten Mai. Die Luft ist warm, und die Wälder sprießen in sattem Grün. Eine Bergstraße führt mich durch bezaubernde Fichtenwälder, über kleine Bäche und saftige Weiden. Am Horizont schimmern die Kämme der Voralpen im Morgenlicht. Dann öffnen sich die dicht bewaldeten Hänge des magischen Drachentals vor mir; still liegt es unten zwischen den umliegenden Felswänden. DIE LEGENDE Vor rund 500 Jahren ließen sich die ersten Siedler im Süden des Leitzachtals nieder. Sie bauten ihre Häuser an den Hängen der Berge und hörten die Leitzach tief unten im Tal donnern. Den Weg dorthin mieden sie allerdings. Sie glaubten, dass in der Tiefe Drachen hausten. Wenn am Morgen der Nebel an den Berghängen hinaufstieg, dachten sie, das sei der Rauch des Drachenfeuers. Der Name „Drachental“ war geboren. Er ist bis heute geblieben.

Frühling am Fluss, ein Genuss: Unser Autor Tobias Cordes, hauptberuflich Bassist der Berliner Band Seeed, am Ufer der Leitzach. Ihr türkisfarbener Pool erinnert an slowenische Gewässer, die Stelle gilt als das Tor zum geheimnisvollen Drachental.

EIN FLUSS VOLLER LEBEN Im Oberlauf meist gesäumt von weitläufigen Wiesen, fließt die Leitzach durch die malerische Landschaft der Voralpen. Sie steckt voller Leben. Das liegt an ihrem frischen, sauerstoffreichen, glasklaren Wasser mit den sprudelnden Stromschnellen und tiefen Pools – alles in allem ein idealer Lebens­raum für Regenbogen- und Bach­ forellen sowie Äschen.

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Seemanns-Rezepte

HIER KOCHT DER KAPITÄN Berufsfischer haben meist eine besondere Beziehung zum Meer und seinen Geschöpfen. Hier zeigen vier von ihnen aus ganz Europa ihre Lieblingsrezepte.

Angélique Colfort, Cavalaire, Frankreich Wie eine Landratte an der Côte d’Azur mit einem über 60 Jahre alten Holzkahn ihre Berufung fand.

Eigentlich ist sie ja in Nordfrankreich aufgewachsen, weit weg vom Wasser. Doch der Ozean übte auf Angélique immer schon eine magische Anziehungskraft aus. Also übersiedelte sie gleich nach der Schule ans Mittelmeer, wo sie schließlich in der Fischerei ihren Traumberuf fand. Vor sieben Jahren kaufte sie das Holzboot eines alten Fischers und restaurierte das über 60 Jahre alte Schiff liebe-

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voll. Heute verdient sie damit ihren Lebensunterhalt: In aller Früh steuert sie die Finistère hinaus aufs Wasser, um dort ihre ­Netze auszuwerfen: „Es ist immer wieder spannend, welche Schätze das Meer bereithält.“ Seit ein paar Jahren verkaufen Angélique und ihre Kollegen ihren Fang nicht mehr an Händler, sondern selbst, direkt neben dem Anleger. Besser – und frischer – geht’s nicht.

FOTOS: PAUL PFLÜGER. ALL RIGHTS RESERVED. @THECAPTAINSDINNER

REDAKTION: ANDREAS WOLLINGER  FOTOS: PAUL PFLÜGER


MAKRELEN-RILLETTE ZUTATEN

ZUBEREITUNG

2 große ganze Makrelen (ca. 1 kg) Olivenöl ca. 10 schwarze Pfefferkörner 1 Lorbeerblatt 1–2 Zweige Estragon 100 g Cornichons (Gewürzgurkerl) 100 g Zucchini 100 g Schalotten 100 g gelbe Paprika 50 g getrocknete Tomaten bunter Pfeffer 2 EL Mayonnaise wahlweise Dill, Minze, Petersilie oder Schnittlauch

1. Makrelen ausnehmen und im Ganzen

4 Personen • 1 Stunde & 2 Nächte

in einem Topf mit Wasser und ein we­ nig Olivenöl, den Pfefferkörnern, dem Lorbeerblatt und den Estragonzweigen für 10 Min. köcheln. 2. Dann die Makrelen aus dem Topf neh­ men und abkühlen lassen. Den Sud durch ein Sieb gießen und ca. 1/2 Tasse davon zurückbehalten. 3. In der Zwischenzeit das Gemüse mit dem Messer in sehr feine Würfel schneiden. Sobald die Makrelen ab­ gekühlt sind, die Haut abziehen, das komplette Fleisch mit den Fingern von

den Gräten abziehen, mit dem fein ge­ würfelten Gemüse in eine große Schale geben und mit dem aufbewahrten Sud vermischen. 4. Die Rillette mit buntem Pfeffer (und je nach Geschmack etwas mildem Chili­ pulver) abschmecken und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. 5. Einen Tag später Mayonnaise unter die Rillette mischen. Am besten noch ein­ mal 12 bis 24 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, Kräuter unter­ mischen und mit Baguette servieren.

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Mode

FERIEN MIT BISS Wir fahren fort. Und was machen wir dort? Genau. Was für einen gelungenen Angelurlaub ins Gepäck gehört.

Österreich

FOTOS: MICHAEL ZECHANY & KURT KEINRATH  STYLING: KARIN BOBA  REDAKTION: NORBERT NOVAK

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Das Gute liegt so nah: Österreich ist ein wahres Anglerparadies mit abwechslungsreichen Gewässern plus spannenden Zielfischen – von Aal bis Zander. Stellvertretend für alle hier abgebildet: der Hecht.

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Linke Seite: 1. Trucker-Kappe „Black Orange“ von Fox, ¤ 15 2. Brotdose „Plus S“ von Sigg, ¤ 26 3. Flachmann von Guideline, ¤ 32,50 4. Trinkbecher von Stanley, ¤ 28 5. Clogs „Chunk Camo“ von Fox, ¤ 18 6. Kescher „Input III“ von Anaconda, ¤ 50 Rechte Seite: 7. Wasserfester Rucksack (85 Liter) von Ortlieb, ¤ 160 8. „Lightweight Cargo“-Shorts von Fox, ¤ 32 9. T-Shirt „Dark Khaki Classic“ von Fox, ¤ 10 10. Halstuch „CoolNet UV+“ von Buff, ¤ 18 11. Karpfenrute „Tournament ­Basiair 12 ft 3 lbs“ von Daiwa, ¤ 500 12. Für die Ohren: Musik von Falco und Edelweiß 13. Weitwurfrolle „Black Basia 17“ von Daiwa, ¤ 398 14. Lesestoff von Thomas Bernhard: „Ereignisse“, Suhrkamp, ¤ 6

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Revierbesuch

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Voller Einsatz an den Tetrapoden: Die Betonblocksteine dienen dem Küstenschutz und sind Sylts inoffizielles Wahrzeichen. Ambitionierte Angler wie Sven Frank finden hier ­einen der besten Fangplätze der Insel.

Meeresrausch

Sylt hat mehr als 100 Kilometer Küstenlinie und einen vielfältigen Fischbestand. Unter Anglern ist die Insel allerdings kaum bekannt – völlig zu Unrecht. TEXT: KURT DE SWAAF FOTOS: STEPHAN PRAMME

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