BULLY 1. DRITTEL – OKTOBER/NOVEMBER 2021
DAS STADIONMAGAZIN DES EC RED BULL SALZBURG
STÜRMER PETER SCHNEIDER IM GROSSEN INTERVIEW ALLES ZUR NEUEN SAISON PLUS TEAMFOTO DER RED BULLS EISHOCKEY 1X1 MIT MATTHIAS TRATTNIG STARTET WIEDER DURCH
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IMPRESSUM HERAUSGEBER EC Red Bull Salzburg GmbH, Gaisbergstraße 4a, A-5020 Salzburg REDAKTION Guido Stapelfeldt, Markus Knoblechner, Heiko Mandl PRODUKTION, LAYOUT & SATZ elchkopf design FOTOS GEPA-pictures , Florian Dorn DRUCK MEDIA DESIGN: RIZNER.AT GmbH & Co. KG, Stabauergasse 5, A-5020 Salzburg
#GoRedBulls
SERVUS, EISHOCKEY-FANS! … und Herzlich Willkommen in der Salzburger Eisarena! Nach einer Saison ohne Zuschauer freuen sich Spieler und Fans gleichermaßen darauf, wieder echten Live-Sport erleben zu dürfen. Auf dem Eis und auf den Tribünen. Die Red Bulls geben das mit Leistung zurück und freuen sich über einen guten Saisonstart sowohl in der Champions Hockey League als auch in der heimischen Meisterschaft. In der ersten Magazinausgabe der neuen Saison haben wir uns ausgiebig bei den Profis der Red Bulls umgesehen und „Globetrotter“ Peter Schneider zum Interview gebeten. Auch der Nachwuchs ist schon wieder fleißig am Trainieren, so legt etwa die erste Station von Eishockey 1X1 mit Matthias Trattnig nach über einem Jahr in der Salzburger Eisarena davon ein lebhaftes Zeugnis ab.
NAME EC Red Bull Salzburg
Die Red Bulls wünschen euch viel Vergnügen beim Lesen. Bleibt gesund, haltet euch an die Sicherheitsvorkehrungen und unterstützt die Red Bulls in der Salzburger Eisarena.
GEGRÜNDET 2000 STADION Eisarena Salzburg ADRESSE Hermann-Bahr-Promenade 2 A-5020 Salzburg WEB www.redbulls.com
#GoRedBulls
INHALT 4 | Erfolgreicher Start in der Champions Hockey League 6 | Neue Teams in der bet-athome ICE Hockey League 9 | ICE Hockey League-Modus & Spielplan bis Dezember 10 | Interview mit Peter Schneider 15 | Heimspiele der Red Bulls im eigenen Livestream 17 | Profi-Kader der Red Bulls mit Teamfoto 20 | Atte Tolvanen: neuer Torhüter vorgestellt 21 | Nicolas Wieser erklärt die neue Torraumregel 22 | Ein ungleiches Paar: Keegan Kanzig & Kilian Zündel 25 | So funktioniert die Akademie – ein Blick hinter die Kulissen 29 | Eishockey 1X1 mit Matthias Trattnig 32 | Fanclubs feiern mit den „Den Treuen“ Geburtstag
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BESTER CHL-AUFTAKT DER CLUBGESCHICHTE
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o gut sind die Red Bulls noch nie in die Champions Hockey League gestartet. Vier Siege aus den ersten vier Spielen gegen den norwegischen Grunddurchgangssieger Frisk Asker sowie den polnischen Meister JKH GKS Jastrzębie bedeuteten schon vorzeitig die Qualifikation für das Playoff der besten 16 Teams. Erst gegen den HCB Südtirol Alperia mussten sich die Red Bulls mit einem etwas dezimierten Team zuhause geschlagen geben (das Rückspiel fand nach Redaktionsschluss statt).
UNSERE GEGNER IN DER CHL:
Die erste Playoff-Runde mit Hin- und Rückspiel wird am 16./17. und 23./24. November ausgetragen. Die bessere Mannschaft – Gruppensieger spielen jeweils gegen Gruppenzweite – spielt zuerst auswärts.
PLAYOFF-MODUS Gewertet werden beide Spiele im bewährten CHL-Modus mit dem sogenannten Aggregate Score. Die Mannschaft mit dem besseren Gesamtergebnis (Summe aller Tore) aus beiden Spielen kommt eine Runde weiter. Das erste Spiel endet auch bei einem Unentschieden nach 60 Minuten. Eine 10-minütige Verlängerung (3 vs. 3) und ein mögliches Penalty-Schießen (5 Penaltys pro Team, danach bis zur Entscheidung) kann es erst nach dem zweiten Spiel geben, wenn dort nach 60 Minuten das Gesamtergebnis beider Spiele unentschieden ist. Gewinnt eine Mannschaft das erste Spiel und das zweite Spiel endet unentschieden, gibt es keine Verlängerung, da das Gesamtergebnis eindeutig für den Sieger des ersten Spiels spricht.
Ty Loney, der im Sommer von Wien nach Salzburg gewechselt hat, war nach vier Spielen mit vier Toren und drei Assists der Top-Scorer der Red Bulls, musste danach allerdings verletzungsbedingt pausieren. Gleich zum Auftakt beim 6:2-Erfolg in Asker zeigte er mit einem Doppelpack auf und ließ später zuhause gegen JKH GKS Jastrzębie einen weiteren folgen.
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#GoRedBulls
Der 19-jährige Danjo Leonhardt traf bei seinem CHL-Debüt in Asker gleich ins Schwarze und ließ zwei Tage später in Jastrzębie (großes Bild) schon den nächsten Treffer folgen. Auch Jakub Borzecki (kleines Bild) – beide haben bislang gemeinsam an der Red Bull Eishockey Akademie gespielt – fixierte sein erstes CHL-Tor. Der 19-jährige Stürmer mit deutsch-polnischer Doppelstaatsbürgerschaft traf ausgerechnet gegen Polens Meister.
Heiß her ging es beim Heimspiel gegen HCB Südtirol Alperia, in dem die Red Bulls am Ende erstmals keine Punkte in der Gruppenphase holten. Die Salzburger mussten auf einige rekonvaleszente Akteure verzichten, hatten aber genug Möglichkeiten, die rassige Partie für sich zu entscheiden. Peter Hochkofler traf gegen Bozens Schlussmann Kevin Boyle zur Salzburger Führung.
RED BULLS IN DER CHAMPIONS HOCKEY LEAGUE Die Red Bulls waren in der Champions Hockey League von Beginn an dabei (seit 2014). Lediglich für die Saison 2019/20 waren die Salzburger nicht für die Königsklasse qualifiziert. In der letzten Saison wurde der Bewerb wegen Corona abgesagt. In der Spielzeit 2018/19 feierten die Red Bulls mit dem Einzug ins Halbfinale ihren bislang größten CHL-Erfolg.
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ICE HOCKEY LEAGUE NIMMT FAHRT AUF RÜCKKEHRER ZNOJMO SOWIE DIE NEULINGE AUS BRUNECK UND LJUBLJANA BELEBEN DIE LIGA
N
ach der sogenannten „Corona-Saison“ 2020/21, in der nur anfangs einige wenige Spiele noch vor Zuschauern ausgetragen wurden, kehren die Fans jetzt wieder in die Stadien zurück und lassen das einst gewohnte Live-Feeling wieder neu aufleben. Die bet-at-home ICE Hockey League profitiert darüber hinaus aber auch von der Aufstockung auf 14 Teams, was mehr Qualität, Abwechslung und Spannung in den Liga-Alltag bringt. Einhergehend mit der höheren Teilnehmerzahl wurde auch der Modus adaptiert, womit die unbeliebte Zwischenrunde abgeschafft und anstelle dessen ein Pre-Playoff eingeführt wurde (siehe S. 9).
HC ORLI ZNOJMO Der HC Orli Znojmo hat in der letzten Saison wirtschaftlich bedingt ein Jahr Pause eingelegt und in der 2. tschechischen Liga, was dem dritthöchsten Level entspricht, gespielt, konnte dort aber Corona-bedingt nur fünf Partien absolvieren. Davor waren die Tschechen bereits von 2011 bis 2020 Teil der Liga und feierten ihren größten Erfolg 2016 mit dem Einzug ins Finale der damaligen Erste Bank Eishockey Liga, in dem sie gegen die Red Bulls mit 2:4 Siegen unterlagen. Mittlerweile hat sich der Club wieder konsolidiert, musste aber im Sommer zu den Nachwehen der schwierigen Corona-Situation auch einen menschlichen Verlust verarbeiten. Miroslav Fryčer, Head Coach in Znojmo seit Februar 2018, ist im Frühjahr unerwartet mit 61 Jahren verstorben. Sein Nachfolger wurde Jiri Beroun, der zuletzt als Assistant Coach gearbeitet und davor bis 2018 noch selbst für den Club gespielt hat.
HK SŽ OLIMPIJA LJUBLJANA HK SŽ Olimpija Ljubljana ist ein slowenischer Verein, der 2004 als Nachwuchsverein aus dem früheren HDD Olimpija Ljubljana gegründet wurde und seitdem in der slowenischen Eishockeyliga gespielt hat. Beginnend mit 2012/13, nahm HK SŽ Olimpija Ljubljana an den Juniorenbewerben der Erste Bank Eishockey Liga teil und besetzte ab der Saison 2017/18 schließlich auch die Alps Hockey League. Die erfolgreichste Saison erlebte der Club 2018/19 mit dem Gewinn der AHL sowie der slowenischen Meisterschaft. Für die erstmalige Teilnahme an der ICE Hockey League wurde mit Mitja Sivic einen neuer Head Coach installiert. Der 41-jährige Slowene hat bis 2015 noch selbst Eishockey gespielt und wechselte in Lyon, seiner letzten Mannschaft als Aktiver, 2016 nahtlos in die Trainerposition. 2019 ging er nach Slowenien zurück und übernahm die AHL-Mannschaft von Ljubljana, mit der er in der letzten Saison slowenischer Meister wurde.
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#GoRedBulls
HC PUSTERTAL WÖLFE Der HC Pustertal Wölfe feiert zwar seine Premiere in der ICE Hockey League, ist den Red Bulls aber kein Unbekannter, denn der Club aus Bruneck im Osten Südtirols hat die letzten fünf Jahre in der Alps Hockey League gespielt und ist somit regelmäßig den Red Bull Hockey Juniors begegnet. Die Südtiroler waren in der AHL Dauergast in den Playoffs und erreichten 2019 auch das Finale, in dem sie sich Olimpija Ljubljana geschlagen geben mussten. Parallel dazu haben die Wölfe auch zweimal das Finale der italienischen Meisterschaft erreicht. Angeführt wird ‚das Rudel‘ von Head Coach Luciano Basile, der in Montreal geboren wurde und die kanadisch-italienische Doppelstaatsbürgerschaft besitzt. Der 61-Jährige kam 1990 nach Italien und hat im Prinzip seine gesamte Trainerlaufbahn in Europa verbracht. Neben Stationen in Spanien und Deutschland werkte Basile von 2004 bis 2019 in Frankreichs Top-Liga Ligue Magnus und übernahm vor der letzten Saison schließlich die Pustertaler Wölfe.
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WENN‘S UM DIE WURST GEHT Ablinger ist seit dieser Saison offizieller Partner der Red Bulls und freut sich auf eine gemeinsame erfolgreiche Spielzeit. Beim Videodreh für den Werbeclip hatten unsere Profis viel Spaß und haben auch als Schauspieler eine gute Figur gemacht.
Hier sieht man ein paar Impressionen von den Dreharbeiten – den kompletten Videoclip findet man hier:
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#GoRedBulls
BET-AT-HOME ICE HOCKEY LEAGUE Die bet-at-home ICE Hockey League wurde im zweiten Jahr unter diesem Namen von 11 auf 14 Teams aufgestockt. HC Orli Znojmo ist nach einem Jahr Pause in die Liga zurückgekehrt, dazu kommen die Neulinge HC Pustertal Wölfe und HK SŽ Olimpija Ljubljana. Damit sind in der Saison 2021/22 in der Liga acht österreichische Teams, zwei Teams aus Italien sowie je eines aus der Slowakei, Ungarn, Tschechien und Slowenien vertreten. Titelverteidiger ist der EC-KAC nach dem letztjährigen Finalsieg gegen HCB Südtirol Alperia. Die Red Bulls sind im Halbfinale gegen den späteren Champion aus Klagenfurt ausgeschieden.
NEUER MODUS | ERSTMALS MIT PRE-PLAYOFFS Im Grunddurchgang wird eine doppelte Hin- und Rückrunde gespielt. Die Teams auf den Rängen eins bis sechs nach 52 Spieltagen qualifizieren sich direkt für das Playoff-Viertelfinale. Die Mannschaften auf den Plätzen sieben bis zehn bestreiten im Modus „best-of-three“ die Pre-Playoffs, wobei sich der Siebtplatzierte aussuchen kann, ob er gegen den Neunten oder Zehnten antreten will. Die Gewinner der beiden Serien komplettieren das Teilnehmerfeld für das Viertelfinale, dessen Paarungen weiterhin in einem Playoff-Pick festgelegt werden. Alle Runden einschließlich Finale werden im Modus „Best-ofSeven“ ausgespielt. Puls 24 ist der alleinige TV-Partner der Liga und überträgt in der Regel ein Freitagsspiel live. Es können aber auch sonntags Live-Spiele ins Programm aufgenommen werden. Zusätzlich werden vier Heimspiele der Red Bulls im Club-eigenen kostenlosen Livestream gezeigt (siehe Seite 15).
DIE NÄCHSTEN SPIELE 25 | Dienstag 19.10.21 19:15 ICLINIC BRATISLAVA CAPITALS VS. EC RED BULL SALZBURG 11 | Freitag
22.10.21 19:30 EC RED BULL SALZBURG VS. SPUSU VIENNA CAPITALS
12 | Sonntag 24.10.21 17:30 MOSER MEDICAL GRAZ99ERS VS. EC RED BULL SALZBURG 13 | Dienstag 26.10.21 18:30 HC ORLI ZNOJMO VS. EC RED BULL SALZBURG 14 | Freitag
29.10.21 19:15 EC RED BULL SALZBURG VS. HC PUSTERTAL WÖLFE
15 | Sonntag 31.10.21 16:30 EC RED BULL SALZBURG VS. EC GRAND IMMO VSV 18 | Dienstag 02.11.21 19:15 EC RED BULL SALZBURG VS. HCB SÜDTIROL ALPERIA 16 | Freitag
LIVESTREAM
05.11.21 18:30 HC ORLI ZNOJMO VS. EC RED BULL SALZBURG
17 | Sonntag 07.11.21 17:30 EC-KAC VS. EC RED BULL SALZBURG 19 | Freitag
19.11.21 19:45 HK SŽ OLIMPIJA VS. EC RED BULL SALZBURG
20 | Sonntag 21.11.21 16:30 EC RED BULL SALZBURG VS. MOSER MEDICAL GRAZ99ERS 21 | Freitag
26.11.21 19:15 HYDRO FEHÉRVÁR AV19 VS. EC RED BULL SALZBURG
22 | Sonntag 28.11.21 16:30 EC RED BULL SALZBURG VS. HK SŽ OLIMPIJA 23 | Freitag
03.12.21 19:15 EC RED BULL SALZBURG VS. HC PUSTERTAL WÖLFE
24 | Sonntag 05.12.21 16:30 EC RED BULL SALZBURG VS. HC TIWAG INNSBRUCK – DIE HAIE 26 | Freitag
10.12.21 19:15 EC RED BULL SALZBURG VS. HC ORLI ZNOJMO
27 | Sonntag 12.12.21 18:00 HCB SÜDTIROL ALPERIA VS. EC RED BULL SALZBURG Änderungen bei Spielterminen (aufgrund von TV-Livespielen oder CHL-Spielen) möglich
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#GoRedBulls
INTERVIEW PETER SCHNEIDER
„KANN MIR VORSTELLEN, LÄNGER ZU BLEIBEN!“ INTERVIEW | HEIKO MANDL
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eter Schneider kam im Sommer nach Salzburg und gehört zu den auffälligsten Spielern der Red Bulls. Nicht nur auf dem Eis, sondern auch in der Kabine hat der 30-jährige Stürmer den Respekt seiner Teamkollegen und wurde nicht umsonst zu einem der Assistenzkapitäne gewählt. Wir haben uns mit dem Routinier, der in Amerika und Europa schon viel erlebt hat, unterhalten.
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Wie geht es dir mit den Red Bulls nach den ersten Spielen in der ICE und Champions Hockey League? Mit der CHL können wir sehr zufrieden sein. Sicher war nicht alles perfekt, aber die Leistung und die Resultate haben gepasst. Wir haben gewusst, woran wir arbeiten mussten. Der Auftakt in der Liga war für uns auch super. Wir haben zum Beispiel gegen Dornbirn nicht so gut gespielt, aber wir haben darüber im Nachhinein geredet und jetzt passt es wieder. Solche Dinge passieren im Eishockey. Habt ihr euch als Mannschaft schon gefunden? Wir verstehen uns am Eis und auch privat sehr gut. Aber wir haben einige neue Spieler und unser Spielsystem ist sicher schwer zu spielen. Daran muss man sich erst gewöhnen und das braucht natürlich Zeit. Was hat dich im Sommer bewogen, nach den Stationen in Wien, Biel-Bienne und Brno den Weg nach Salzburg zu nehmen? Mein Ziel war es, einen Meistertitel zu gewinnen und ich habe eine Mannschaft gesucht, wo das auch möglich ist. Da war Salzburg ganz klar Favorit. Ich habe zudem viel Gutes von Spielern aus Salzburg gehört. Was auch eine Rolle gespielt hat, war das Jahr mit der Covid-Pandemie. Die Zeit war für niemanden leicht, so auch für uns nicht und ich wollte mit meiner Freundin wieder zurück nach Österreich. Wird das in Salzburg ein längerer Aufenthalt, nachdem du zuletzt viel gewandert bist? Ich hoffe es. Mir gefällt es sehr gut hier. Mir gefällt die Organisation im Verein, wie alles aufgebaut ist. Ich kann mir schon vorstellen, hier in Salzburg länger zu bleiben. Deine bislang längste Zeit an einem Ort – sportlich gesehen – hast du in Amerika an der University of Notre Dame verbracht. Wie hast du diese Zeit erlebt? Es war eine sehr schöne Zeit. Ich war vier Jahre im College an einer super Universität. Ich habe dort die akademische Ausbildung sehr genossen. Das Leben an der Uni hat mir sehr viel Spaß gemacht. In den vier Jahren spielte ich immer mit der
gleichen Mannschaft, da bauen sich auch tolle Freundschaften auf. Es war eine schöne Zeit. Was waren deine Highlights dort? Das war sicher der letzte Titel [NCAA, CCHA Champion, Anm.], den wir im letzten Spiel gewonnen haben. Das war ein tolles Erlebnis. Wie sehr hat sich der Amerika-Aufenthalt auf deinen Spielstil ausgewirkt? Ich glaube, die Jahre in Amerika haben mich sehr geprägt. Die Eisfläche ist kleiner, das Spiel ist viel geradliniger und es gibt viel mehr Zug zum Tor. Ich glaube, das habe ich noch immer in meinem Spiel drin. Ich muss schauen, dass ich den Spielstil nicht zu sehr hierher übertrage. Wir haben hier mehr Platz und Raum und ich muss versuchen, dass ich mir den Raum mehr nehme. Persönlich hat mich der Aufenthalt auch stark geprägt. Es ist immer großartig, wenn man im Ausland einen anderen Lebensstil kennenlernt. Ich wurde selbständiger und musste alles selbst erledigen.
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Wie stark schätzt du die auf 14 Teams aufgestockte bet-at-home ICE Hockey League ein, nachdem du z.B. direkten Vergleich mit der Schweiz und Tschechien hast? Es ist ganz klar, dass die beiden Ligen in der Schweiz und Tschechien ein wenig besser sind als in Österreich. Der Unterschied ist aber nicht allzu groß. Es ist in Österreich auch sehr schwer zu spielen. Es gibt sehr hochkarätige Spieler in der Liga. In der Schweiz ist das Spiel schneller und in Tschechien zudem vom Spielstil härter. In der Schweiz dürfen nur vier Ausländer pro Verein spielen, die sind dann meist sehr gut.
#GoRedBulls Wo stehen die Red Bulls am Ende der Saison? Natürlich ganz oben. Das ist unser Ziel und daran glaube ich auch fest und ganz. Aber es wird ein hartes Stück Arbeit. Wie man jetzt schon sieht, ist die Liga heuer sehr ausgeglichen. Es wird für uns sehr schwer werden, es gibt viele gute Teams. Ich sehe uns aber trotzdem am Ende der Saison ganz oben. In der CHL wird es interessant. Die Gruppen-Phase ist fast vorbei und es warten jetzt einige europäische Spitzenteams. Wir werden sehen, wie wir uns hier schlagen werden. Wir werden auch hier unser Bestes geben und schauen, was am Ende rauskommt. Österreich hat die Olympia-Qualifikation für Peking 2022 im August verpasst. Wie sehr schmerzt das? Es ist natürlich sehr enttäuschend, weil wir sind ja hingefahren, um die Qualifikation zu schaffen. Wir haben aber auch gewusst, dass es sehr schwer wird. Die Slowakei war Favorit, Weißrussland hat ein sehr starkes Team. Am Ende hat es leider nicht gereicht. Nach der Niederlage gegen die Slowakei war die Luft etwas heraus. Es war ein sehr enges Spiel, wir haben gut gekämpft. Wir müssen zukünftig schauen, dass wir an die Spitzenteams in Europa näher rankommen. Du hast ein abgeschlossenes Wirtschaftsstudium und steckst gerade mitten im Jus-Studium. Beruflich stehen dir somit nach der Eishockey-Karriere viele Wege offen. Hast du schon Pläne?
Was schätzt du an deinem Team/Verein besonders? Die Organisation ist so aufgebaut, dass auf jedes kleinste Detail geschaut wird. Angefangen vom Training, das penibel überwacht wird. Es wird alles darauf abgestimmt. Der Verein schaut auf uns Spieler und wir können uns voll auf unseren Job konzentrieren.
Ich schnupperte damals in Amerika nach meinem Abschluss ein wenig ins Berufsleben rein. Ich habe ein Praktikum im Finanzbereich gemacht, was sehr interessant war. Ich habe jetzt noch keine konkreten Vorstellungen, aber so habe ich die Möglichkeit, neben dem Sport noch etwas für meinen Kopf zu tun. Für mich ist es wichtig, abseits vom Eishockey noch Ziele zu verfolgen und für die Zukunft vorzusorgen. Fortsetzung nächste Seite >>
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Wie lange möchtest du noch aktiv sein?
Verrate etwas über dich, was bisher noch keiner weiß!
So lange wie möglich. 10 Jahre, also bis ich 40 bin, wären super. Aber mal schauen, ob der Körper so lange mitspielt. Kannst du dir vorstellen, in Salzburg sesshaft zu werden? Auf jeden Fall, die Stadt gefällt mir sehr gut. Du hast sowohl das Stadt- als auch das Landleben hier gleich vor der Tür. Aber man wird sehen, wo es mich noch hin verschlägt und welche Türen sich auftun werden.
Ich spreche vier Sprachen: Tschechisch, Slowakisch, Deutsch und Englisch. Wie sehr liegt dir der Nachwuchs am Herzen? Sehr! Ich kann mich noch erinnern, als ich im Nachwuchs gespielt habe und die Profispieler sich die Zeit genommen haben, mit uns zu trainieren. Das freut die Kinder ungemein und ich möchte den Jungen sie viel wie möglich auf ihrem Weg mitgeben.
FACTBOX | PETER SCHNEIDER GEBURTSTAG 04.04.1991
GEBURTSORT
KLOSTERNEUBURG
STUDIUM ABGESCHLOSSEN MASTER IN WIRTSCHAFT
STUDIUM AKTUELL
RECHTSWISSENSCHAFT
PRIVAT
LEBT GEMEINSAM MIT SEINER FREUNDIN LENA & HUND DANGER
SPORTLICHE VITA NACHWUCHS:
EAC PINGUINE (WIEN), HC CESKE BUDEJOVICE, HC CESKY KRUMLOV , HC ZNOJEMSTI ORLI, HC SLOVAN BRATISLAVA
2010–11 2011–15 2014–16 2016–17 2016–18 2O18–19 2019–20 2020–21 2021 – ...
INDIANA ICE (USHL) UNIV. NOTRE DAME (NCAA) INDY FUEL (ECHL) FLORIDA EVERBLADES (ECHL) KALAMAZOO WINGS (ECHL) SPUSU VIENNA CAPITALS EHC BIEL-BIENNE (NL) HC KOMETA BRNO (EXTRALIGA) EC RED BULL SALZBURG
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#GoRedBulls
RED BULLS IM KOSTENLOSEN LIVESTREAM redbulls.com/livestream
DIE NÄCHSTEN SPIELE IM LIVESTREAM DI, 02.11.21 – 19:15 UHR VS. HCB SÜDTIROL ALPERIA DI, 28.12.21 – 19:15 UHR VS. STEINBACH BLACK WINGS LINZ DI, 04.01.22 – 19:15 UHR VS. HK SŽ OLIMPIJA LJUBLJANA DI, 01.02.22 – 19:15 UHR VS. HC ORLI ZNOJMO
FANS KÖNNEN FRAGEN STELLEN Die Fans haben bei den Livestreams wieder die Möglichkeit, über Facebook ihre Fragen an die Experten zu richten und erhalten so aus erster Hand interessante Zusatzinformationen zum aktuellen Geschehen auf dem Eis. Schaltet ein bei den nächsten Livestreams und nutzt die Chance, unsere Experten freuen sich auf eure Fragen.
A
uch in der Saison 2021/22 sind die Red Bulls in der bet-at-home ICE Hockey League neben den von Puls 24 gezeigten Livespielen im kostenlosen Livestream zu sehen. An vier ausgewählten Begegnungen im Grunddurchgang werden unsere Experten als CoKommentatoren die Spiele analysieren und den Zuschauern viel extra Wissen rund um den Eishockeysport und die Red Bulls vermitteln.
DIE EXPERTEN Die Kommentatoren werden dabei von Experten unterstützt, die bereits in der Vorsaison Livespiele spannend, interessant und kurzweilig vermittelt haben. Den Anfang am 2. November macht Matthias Trattnig (Bild rechts), der nach seiner langen Karriere bei den Red Bulls quasi immer noch aus dem Nähkästchen plaudern kann und – auch wenn das Karriereende mittlerweile schon zweieinhalb Jahre zurückliegt – weiterhin mit viel Herzblut für den Sport dabei ist. Am 28. Dezember freut sich Andreas Brucker, Sports Manager Academy/Youth in der Red Bull Eishockey Akademie, auf die Red Bulls und die Black Wings Linz, wo u.a. auch sein Sohn Marco spielt. Beim Heimspiel am 4. Januar steht uns Helmut de Raaf, Director of Development Academy, mit seiner Expertise zur Seite und wird auch Einblicke in die Akademiewelt der Red Bulls geben. Für das Spiel am 1. Februar gegen Znojmo ist der Co-Kommentator noch nicht fixiert.
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#GoRedBulls
17
DIE RED BULLS 2021/22 1
30
JP LAMOUREUX 20.08.1984
178
USA
AUT
183
EC Red Bull Salzburg
18
41
PAUL STAPELFELDT 20.09.1998
195
USA
180
85
Red Bull Akademie
42
LAYNE VIVEIROS
14.04.1989
93
KILIAN ÜNDEL ZÜ
23.11.1994
182
GER
14
ATTE TOLVANEN
14.05.2002
78
VINCENT LOVERDE
98
35
FLORIAN BUGL
30.08.1997
77
EC Red Bull Salzburg
AUT
31
NICOLAS WIESER
FIN
183
17.01.2001
85
EC Red Bull Salzburg
43
44
TJ BRENNAN
04.08.1995 AUT 183 CAN
USA
185
26.02.1995
98
CAN
200
Red Bull Akademie
Hartford Wolf Pack (AHL)
EC Red Bull Salzburg
HC Thurgau (NL)
San Diego Gulls (AHL)
55
67
90
91
3
LUKAS SCHREIER
PHILIPP WIMMER
24.12.1999 AUT
177
ALEXANDER PALLESTRANG
13.12.2001
75
194
AUT
04.04.1990
91
AUT
181
90
DOMINIQUE HEINRICH 170
04.04.1991
75
AUT
183
EC Red Bull Salzburg
Red Bull Akademie
EC Red Bull Salzburg
EC Red Bull Salzburg
HC Kometa Brno (CZE)
5
9
19
26
27
THOMAS RAFFL
ALI WUKOVITS
19.06.1986 AUT
193
ALJAŽ PREDAN
09.05.1996
106
AUT
184
PETER HOCHKOFLER
24.07.2000
78
SLO
178
72
04.10.1994 AUT 191 ITA
01.03.1992
92
USA
191
spusu Vienna Capitals
Red Bull Akademie
EC Red Bull Salzburg
spusu Vienna Capitals
40
48
53
52
63
LUCAS THALER
18.04.2001 AUT
177
DANJO LEONHARDT
21.01.2002
78
AUT
PAUL HUBER
22.08.2002
180
76
181
GER
AUT
193
17.01.2002 GER 186 POL
95
EC Red Bull Salzburg
Red Bull Akademie
Red Bull Akademie
EC Red Bull Salzburg
Red Bull Akademie
64
70
71
89
96
OSKAR MAIER
BENJAMIN NISSNER
05.02.2002 AUT
178
JAN-MIKAEL ÄRVINEN JÄ
30.11.1997
67
Red Bull Akademie
AUT
179
spusu Vienna Capitals
HEAD COACH
MATT MCILVANE (USA)
ASSISTANT COACH
DANIEL PETERSSON (SWE) BEN COOPER (CAN)
GOALIE COACH
MARKUS KERSCHBAUMER (AUT)
FLORIAN BALTRAM
26.02.1988
74
FIN
174
Malmö Redhawks (SHL)
AUT
181
08.08.1996
90
EC Red Bull Salzburg
EQUIPMENT MANAGER
RONNY LEHMANN (GER) HEINZ GABBAUER (AUT)
FITNESS COACH
THOMAS STADLER (AUT) RALF STIGLBAUER (AUT)
PHYSIOTHERAPEUT
92
MARIO HUBER
25.03.1997
80
93
JAKUB BORZECKI
10.06.2000
78
91
TY LONEY
EC Red Bull Salzburg
TIM HARNISCH
112
PETER SCHNEIDER
31.07.1990 AUT
76
KEEGAN KANZIG
03.04.1989
84
179
AUT
Vaasan Sport (Liiga)
ELIAS JACOB (GER) GERALD BREYMANN (AUT)
AUT
188
EC Red Bull Salzburg
85
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VORGESTELLT
ATTE TOLVANEN E
nde September haben die Red Bulls den finnischen Torhüter Atte Tolvanen nach Salzburg geholt und damit auf den längerfristigen Ausfall von JP Lamoureux reagiert. Der 26-Jährige hat in der letzten Saison für den finnischen Top-Club Ässät gespielt und wechselte im Sommer zu Vaasan Sport, von wo er nun den Schritt nach Salzburg gemacht hat. Gleich in seinem ersten Spiel der ICE Hockey League zuhause gegen Hydro Fehérvár AV19 zeigte der Finne all sein Können und feierte beim 3:0-Erfolg am Ende sogar ein Shutout. „Das war natürlich ein super Start für mich. Ich genieße die Spiele und die tolle Atmosphäre mit den Zuschauern im Stadion sehr, zumal ich davor längere Zeit nicht gespielt habe.“ Dabei hilft ihm die Erfahrung aus 45 Spielen in den letzten zwei Jahren in Finnlands Top-Liga Liiga. Der Vergleich mit der ICE Hockey League? „Beide Ligen sind sehr gut, ich kann das nach so kurzer Zeit nur schwer vergleichen. In beiden Ligen sind Top-Spieler unterwegs und wenn sie den Raum auf dem Eis haben, musst du bereit sein.“ Die Red Bulls sind für Tolvanen die erste europäische Station außerhalb Finnlands, wenn gleich er davor bereits sechs Jahre in Amerika gelebt und gespielt hat. „Ich habe nach einer solchen Möglichkeit gesucht. Ich wurde in Salzburg sehr
freundlich aufgenommen und möchte der Mannschaft helfen, die Meisterschaft zu gewinnen.“ Gelernt hat Tolvanen sein Handwerk in Finnland. Mit 19 Jahren ging er nach Amerika, spielte zunächst zwei Jahre in der NAHL (North American Hockey League) und anschließend vier Jahre in der NCAA an der Northern Michigan University. Danach absolvierte er in der amerikanischen AHL sechs Spiele für Syracuse Crunch und kehrte 2019 nach Finnland zurück, wo er 2019/20 bei den Pelicans und 2020/21 bei Ässät im Einsatz war. Die Amerikazeit hat ihn geprägt: „Es war eine wunderbare Zeit. Ich hatte ein großartiges Team und mag die gesamte Kultur, die dort um den Sport herrscht. Wie sich die Trainer ins Team einbringen und wie sie dich besser machen, wie sie dich fordern.“ Etwas, das Tolvanen nun auch in Salzburg findet, denn auch Matt McIlvane und sein Trainerteam arbeiten akribisch mit jedem einzelnen Spieler und mit dem gesamten Team. In der NCAA hat Tolvanen insgesamt 137 Spiele absolviert, in der finnischen Top-Liga Liiga kommt er auf 45 Einsätze. Zu seinen persönlichen Highlights zählen der U20 SM-Liiga Rookie of the Year-Award sowie in seinen letzten beiden College-Jahren gleich zweimal die Auszeichnung zum NCAA (WCHA) Goaltending Champion.
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NEUE TORRAUMREGEL
Trapezoid – wie stark verändert die neue Torraumregel das Torhüter-Verhalten? Mit Beginn der laufenden Saison 2021/22 wurde neben anderen Neuerungen im IIHF-Eishockey eine neue Regelung für den Torraum eingeführt; das sogenannte Trapezoid, das in der NHL schon seit vielen Jahren praktiziert wird mit dem Ziel, das Spiel attraktiver und offensiver zu machen. Was besagt die Regel? Torhüter dürfen den Puck hinter der verlängerten Torlinie nur noch in einem durch Linien markierten Bereich, der der Form entsprechend Trapezoid genannt wird, spielen (im Bild grün markiert). Spielen sie die Scheibe außerhalb dieses Bereichs, müssen sie Kontakt zum Torraum haben. Ist dies nicht der Fall, erhalten sie eine Zweiminutenstrafe wegen Spielverzögerung.
NICOLAS WIESER: „MAN GEWÖHNT SICH SCHNELL DARAN“ Salzburgs alzburgs Torhüter Nicolas Wieser, der in der neuen Saison schon etwa ein Dutzend Spiele absolviert hat, sieht bei der Umstellung auf die neue Regel wenig Probleme. „Wenn nur ein Gegenspieler kommt und die Scheibe in der Ecke liegt, bin ich früher manchmal schon rausgefahren und habe die Scheibe weggespielt. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Mein Spiel beeinflusst das aber nicht so sehr.“ Die Ausflüge der Goalies in die Ecken, wie man sie bis zur letzten Saison noch gesehen hat, sind damit Geschichte. „Es ist schon fast automatisiert. Ich habe mich schnell daran gewöhnt. Manchmal im Spiel überlege ich schon noch kurz, darf ich jetzt gehen oder nicht, aber prinzipiell ist es schon ganz normal geworden.“ Fazit des 24-jährigen Villachers: „Für mich war es insgesamt keine große Umstellung. Es gibt natürlich Tormänner, die die Scheibe mehr gespielt haben als ich, für die wird es wohl etwas länger dauern, sich darauf einzustellen.“
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GEGENSÄTZE Der eine ist 1,79 m groß, wiegt 75 kg und ist 20 Jahre alt. Der andere bringt bei 2 m Körpergröße 112 kg auf die Waage und ist 26 Jahre alt. Auf den ersten Blick passen Kilian Zündel und Keegan Kanzig überhaupt nicht zusammen. Und doch funktioniert das Verteidigergespann erstaunlich gut, weil jeder seine individuellen Stärken einbringt und sich beide somit ergänzen. Kilian Zündel, seit 2016 an der Red Bull Eishockey Akademie, hat in der letzten Saison schon den Großteil der Spielzeit in der ICE Hockey League gespielt und stand heuer von Anfang an mit den Profis auf dem Eis – und dort meistens an der Seite von Keegan Kanzig: „Wir verstehen uns super, er ist ein total netter Mensch, auch wenn man das am Eis wohl nicht vermuten würde [grinst]. Auf dem Eis mussten wir uns zuerst mal kennenlernen, aber jetzt kommen wir super miteinander aus und wissen, wie der andere tickt. Es reicht oft ein Wort, um dem anderen etwas zu signalisieren.“ Keegan Kanzig kam Mitte August nach Salzburg und hat damit nur das Red Bulls Salute verpasst. Der Kanadier hat davor in der AHL für die San Diego Gulls gespielt und bei den Red Bulls sein erstes Engagement in Europa angenommen. Auch er fühlt sich in der Linie mit Kilian Zündel trotz aller vermeintlichen Unterschiede wohl: „Er ist ein großartiger Spieler, es ist leicht, an seiner Seite zu spielen. Schon nach kurzer Zeit des Zusammenspielens hat die Chemie zwischen uns gestimmt. Wir können beide viel voneinander lernen.“
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ZIEHEN SICH AN Dennoch hat Kanzig einen Erfahrungsvorsprung von sechs Jahren, wovon Zündel mehr profitiert als umgekehrt: „Wenn im Spiel etwas unklar ist, sagt er mir, wie es besser gehen würde, welcher Laufweg der richtige wäre, wer welchen Mann nimmt. Das hilft natürlich sehr. Wenn ich im Spiel mal unsicher bin, übernimmt Keegs das Kommando, er weiß eigentlich immer, was zu tun ist.“ Der körperliche Unterschied fällt für Zündel überhaupt nicht ins Gewicht: „Im Gegenteil, unsere unterschiedlichen Spielstile ergänzen sich gut. Gegensätze ziehen sich an [grinst wieder]. Er ist stämmig und macht die Dinge, die ich nicht so gut kann, wie z.B. die Leute vorm Tor wegzuräumen oder ‚box-outs‘ zu machen. Ich suche meine Vorteile in der Technik, versuche die Situationen auf spielerische Art zu lösen.“ Im Spiel bedingt der Größenunterschied allerdings eine unterschiedliche Denkweise: „Ich muss viel mehr laufen als Keegs. Wenn er zwei Meter von der Bande weg ist, kann er einen Gegenspieler mit seiner Spannweite noch locker kriegen. Ich müsste in der Situation meinen Turbo einschalten, um den Gegenspieler noch abzufangen.“ Verstecken muss sich Zündel allerdings keineswegs, auch er beherrscht das Körperspiel – wenn auch in einer anderen „Gewichtsklasse“ – und fährt saubere Bodychecks. Übrigens gibt es auch mindestens eine Gemeinsamkeit: beide haben in der laufenden ICE Hockey League-Saison schon ihren Premierentreffer erzielt.
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SO FUNKTIONIERT DIE AKADEMIE S
eit mittlerweile sieben Jahren trainieren, spielen, lernen und leben unsere Nachwuchsspieler ab 14 Jahre in der Red Bull Eishockey Akademie und wollen sich dort zu Profi-Spielern entwickeln. Dabei kümmern sich viele Akademie-Mitarbeiter im Umfeld der Talente darum, dass jeden Tag aufs Neue für etwa 120 Spieler alles reibungslos funktioniert; von der Eisaufbereitung über den Schlittschuhschliff bis zur individuellen Betreuung. Wir haben einen Blick hinter die Kulissen geworfen und zeigen einige der Mitarbeiter, die – jeder in seinem Bereich – immer für ihre Schützlinge da sind.
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TRAINER, DIE WISSEN, WOVON SIE SPRECHEN Die Salzburger Ex-Bundesligaspieler Manuel Latusa (im Bild) oder Daniel Welser waren jahrelang Publikumslieblinge bei den Red Bulls. Ihr Know-How geben sie seit 2018 an die zukünftigen Profis weiter.
HIER GEHT ES SCHARF ZUR SACHE Die vier Equipment Manager Roland, Flo (im Bild), Ronny und Olli haben pro Woche rund 180-200 Paar Skates zum Schleifen oder Profilieren. Auf die Wünsche der Spieler können die vier dabei bis ins kleinste Detail eingehen.
MEDIZINISCHE RUNDUMVERSORGUNG Egal ob Nähte gezogen werden müssen, Krankheitssymptome diagnostiziert oder präventiv am Körper gearbeitet wird. Rund um die Uhr wird auf die Gesundheit der Akademiespieler geachtet.
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NEXT STOP: ALPS HOCKEY LEAGUE Als 17-Jähriger auf Seniorenlevel zu spielen bedeutet vor allem körperlich eine enorme Umstellung. Mit David Cernik und Philipp Krening (beide im Bild) sowie Luca Auer, Fabian Gschliesser und Tommy Purdeller debütierten heuer fünf im Jahr 2004 geborene Stürmer in der Alps Hockey League für die Red Bull Hockey Juniors.
VORSICHT, GLATTEIS! Die Qualität einer Eisschicht kann den Unterschied machen. Die vierköpfige Ice Crew kümmert sich darum, dass die rund 4cm dicke Eisschicht immer spiegelglatt und top in Schuss ist. An einem Spieltag mit bis zu drei Spielen rücken Martin (im Bild) und seine Kollegen bis zu 20mal zur Eisreinigung aus.
SAUBERKEIT & HYGIENE Als Eishockeyfan kennt man den speziellen Geruch, den Eishallen bzw. Kabinen verströmen können. Doch in der Akademie sucht man danach vergebens. Rund 80-mal laufen die Industriewaschmaschinen pro Woche, um Ausrüstung, Wäsche und Trikots der Spieler und Trainer bestens duften zu lassen.
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DIE EISARENA SALZBURG VON DEN KINDERN EINGENOMMEN
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a war Anfang Oktober beim Eishockey 1×1 mit Matthias Trattnig ganz schön was los auf dem Eis. Über 70 Kinder im Alter von 3–10 Jahren haben die Eisfläche zu einem riesengroßen Spielplatz verwandelt. Da wurde am Eis auf dem Bauch gerutscht, die Spieler von den Profis am Schläger über das Eis gezogen oder mit Tennisbällen erste Schüsse im Tor versenkt. Egal ob blutjunger Anfänger ohne Eislaufkenntnisse MA oder bereits stabil auf den Kufen unterwegs, das TraiH nerteam hatte für jedes Kind die richtige Station. Waren die ersten Schritte bei den Neulingen zunächst noch recht wackelig, wurde sich ein Sesselchen geschnappt. So ging es vorwärts und die Stunde war wie im Nu verflogen.
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Am Ende des Eishockey 1x1 Trainings wurde mit den Fans (den Eltern) noch in Profimanier abgeklatscht, ehe sich die hochroten, verschwitzen Köpfe bereits auf die nächste Einheit freuen durften.
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LUKAS SCHREIER, VERTEIDIGER DER RED BULLS UND IM SALZBURGER NACHWUCHS GROSSGEWORDEN „Das sind Kindheitserinnerungen, die wach werden, wenn man die Anfänger am Eis sieht. Ich habe im Kindergartenalter genauso angefangen, genau in derselben Eishalle. Und das ist schon cool, nun hier mit der nächsten Generation am Eis zu sein. Den Spaß bei den Kindern zu sehen, das macht unglaublich Freude.“
MATTHIAS TRATTNIG, EHEMALIGER SPIELER UND LANGJÄHRIGER KAPITÄN DER RED BULLS „Nach der Karriere wollte ich diesem tollen Sport einfach etwas zurückgeben und den Kindern den Sport nahebringen. Da es in Österreich an einer Vielzahl an Nachwuchsspielern fehlt, wollen wir unten an der Basis etwas bewegen. Es geht dabei nicht darum, den nächsten Profi zu finden, sondern die Faszination für das Eishockey zu wecken und einfach Spaß an der Bewegung am Eis zu haben.“
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… UND SO GEHT ES DANN WEITER Bei den Anfängern und beim Eishockey 1x1 versuchen die Trainer, die Begeisterung für den Sport zu wecken und den Kleinsten viel Selbstbewusstsein am Eis mitzugeben. Im Anschluss geht es für die Kinder zum ersten Jahrgangsteam, der U8-Mannschaft. Dort flitzen die Kinder bereits quirlig dem Puck hinterher und versuchen im Training und bei Turnieren eigenständig zu spielen. Das Nachwuchskonzept, vor einigen Jahren vom Finnen Niklas Hede entwickelt und nun von Landsmann Tommi Rouvali und den Nachwuchstrainerteams umgesetzt, hat für alle Jahrgänge die wichtigsten Entwicklungsschritte ausgearbeitet. Nicht nur Saison für Saison, sondern teilweise auch schon nach wenigen Wochen zeigen die Kinder gewaltige Entwicklungsschritte und können ihren großen Vorbildern langsam näherkommen. So wird der heutige U10-Spieler vielleicht in zehn Jahren neben dem zukünftigen Routinier Lukas Schreier Tore gegen die Red Bulls verhindern bzw. selbst welche schießen.
SCHNUPPER- UND ANFÄNGERTRAINING WAS WIRD BENÖTIGT?
Mitzunehmen sind lediglich eigene Eislaufschuhe, warme Winterkleidung und ein Paar Skihandschuhe. Helme mit Gitter, Knieschoner und Schläger werden von den Red Bulls zu Verfügung gestellt.
WAS SIND DIE TRAININGSZEITEN?
Montag & Mittwoch von 15:30–16:30 Uhr in der Salzburger Eisarena
TRAINER MATHIAS BARTH KONTAKT Mobil: 0664–887 90 390 E-Mail: mathias.barth@redbulls.com
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AUF GEHT‘S SALZBURG, KÄMPFEN UND SINGEN!
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ie haben in den letzten eineinhalb von Corona geprägten Jahren neben den Spielern auf dem Eis am meisten gelitten: Die Fanclubs der Red Bulls, die auf der C-Tribüne in der Salzburger Eisarena für Stimmung sorgen und den Spielen ihren typischen Heimspielcharakter verpassen. Endlich darf auf den Tribünen wieder gesungen, getrommelt und laut gejubelt werden! Mit der Wieder-Öffnung der Stadien sind auch die Fanclubs an ihre angestammten Plätze im Fanblock zurückgekehrt und geben alles, um ihre Red Bulls wieder live zu unterstützen.
35 JAHRE „DIE TREUEN“ Ein ganz besonderes Jubiläum durften heuer mit Saisonbeginn „Die Treuen“ feiern – einer von drei eingeschriebenen Fanclubs der Red Bulls –, die seit 35 Jahren hinter dem Salzburger Eishockeyteam stehen und dabei alle Höhen und Tiefen mitgetragen haben. Laut eigenen Angaben sind sie sogar der älteste registrierte Eishockey Fanclub Österreichs! Im Rahmen eines AHL-Spiels der Red Bull Hockey Juniors feierte der Fanclub sein Jubiläum standesgemäß in der Salzburger Eisarena und freute sich auch über den Besuch vom Head Coach des Profi-Teams der Red Bulls, Matt McIlvane, der es sich nicht nehmen ließ, einige Mitglieder der Treuen etwas näher kennenzulernen. Die Red White Wings, der jüngste Fanclub der Red Bulls, verneigten sich vor der gelebten Tradition der Treuen mit einem Banner, das sie den Jubilaren vor einem Bundesligaspiel der Red Bulls auf dem Eis überreichten. Eine schöne Geste, die den Zusammenhalt unter den Fanclubs symbolisiert, auch wenn die Philosophien voneinander abweichen mögen.
Stefan Dehner, Michael Gruber, Rob, Jutta & Christian Klinger, Kerstin Scheicher
Ernst Schosser, Christian Klinger, Verena Fagerer, Jutta Klinger, Christel Hallinger (die „Fan-Mutti“), Matt McIlvane
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KURZPORTRAITS WELCHER FANCLUB PASST ZU MIR? DIE TREUEN
Obmann Christian Klinger: „Wir sind wie eine Familie und stehen hinter der Mannschaft, auch dann, wenn es mal nicht gut läuft. Das Fachsimpeln über Spiele, ein Teil des Clubs zu sein und auch mal kleine Aufgaben zu übernehmen, auf der Fantribüne Lieder anzusingen, das Trommeln und gemeinsame Choreografien vorzubereiten; all das macht Spaß und verbindet.“ WO TRIFFT MAN UNS? „Findet uns ganz einfach persönlich im Fansektor des Stadions, dort bin auch ich immer anzutreffen. Ansonsten über unsere Website www.dietreuen.at oder auf Facebook.“ Jährlicher Clubbeitrag: 35 EUR.
SUPPORTERS C-MITTE Obmann Markus Lienhardt: „Wir mögen den Eishockeysport, stehen zu den Red Bulls und suchen Gespräche mit Gleichgesinnten. Dabei schauen wir gern auch etwas über den Tellerrand hinaus. Wir kümmern uns um unsere Mitglieder, um Sammelbuchungen bei Fanfahrten, Sommerstammtische, Fanclub-BBQs, Weihnachtsfeiern usw. und haben gern Spaß zusammen.“ WO TRIFFT MAN UNS? „Am besten vorm Spiel bei uns im Fanstüberl im Two Seasons [Stadionrestaurant] oder direkt auf der Tribüne vorbeischauen, sich mal vorstellen und gleich ein bisserl mitquatschen. Sonst auch auf Facebook.“
RED WHITE WINGS Obmann Michael Racz: „Wie bei allen Fanclubs steht auch bei uns die Unterstützung der Mannschaft, der Spaß am Eishockey und die Wertschätzung anderer Vereine und Fangruppierungen im Vordergrund. Auch gemeinsame Aktivitäten wie Auswärtsfahrten zu den Spielen der Red Bulls, auch zu Heimspielen von Red Bull München, Sommerfeste und Weihnachtsfeiern stehen bei uns am Programm. Der Zusammenhalt abseits der Eishalle ist uns besonders wichtig.“ WO TRIFFT MAN UNS? „Bei jedem Heimspiel im Fansektor, danach auch oftmals im Two Seasons oder auch regelmäßig im Bricks. Am einfachsten erreicht man uns aber per E-Mail unter ec.redwhitewings@gmail.com oder auf Facebook.“ Die Red Bulls bedanken sich für die jahrelange Unterstützung der Fanclubs und freuen sich auf weitere gemeinsame erfolgreiche Zeiten. Infos zu den Fanclubs findet ihr auch hier: redbulls.com/fanclubs
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