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carpe diem 02/22

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carpe diem ZEIT FÜR EIN GUTES LEBEN

02/22 EUR 5,80

DIE GEHIRN-REVOLUTION Warum wir immer schlauer werden

DANKE, ZIRBE!

7 KREATIVE FINGERFOOD REZEPTE

Tiefer Schlaf & robuste Abwehr mit der Kraft des Zauberbaums

Was uns verbindet Das Wunder Liebe: Wie wir einander finden, stärken, wärmen – und wachsen lassen

DIE HAMMOND-METHODE Ausruhen neu gedacht GRÜNE ANTIBIOTIKA Sanfte Hilfe aus der Natur SPAGAT? KANN ICH! Schneller beweglich werden ZARTE LIPPEN Honigbalsam selber mixen


Editorial

„Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“ Das Hohelied der Liebe, 1. Korinther 13, 13

Ein bisschen mehr Wärme, haben wir uns gedacht. Ein bisschen mehr Nähe. Und ein bisschen mehr Verstehen. Ein Aufeinander-Zugehen. Von Mensch zu Mensch, von Herz zu Herz. Dann wäre das Leben nicht nur schöner und leichtfüßiger. Es wäre auch einfacher. Für alle. Und nicht nur ein bisschen! Wir nennen das Liebe. Und wir besingen sie. Ganze dreizehn Verse umfasst ihr berühmtes Hohelied. Es ist so überstrapaziert und kitschig, dass man es am liebsten von der Leseliste jeder Trauungsfeier streichen lassen möchte. Und es ist so wahr, dass man es dann doch ein ums andere Mal auf die Leseliste setzt. Weil es uns daran erinnert, wie hohl unsere Worte sind, wie nutzlos unser Wissen ist, wenn nicht die Liebe unser Tun leitet. In dieser Ausgabe haben wir deshalb versucht, dem Geheimnis der Liebe auf die Spur zu kommen. Das ist uns nicht ganz geglückt. Gut so. Andernfalls wäre es ja kein Geheimnis. Was wir dabei aber erfahren durften, war eine große Verbundenheit mit all dem, was uns auf wundervoll selbstverständliche Weise Tag für Tag umgibt: die Natur (ab Seite 36), die Kunst (ab Seite 50), Freunde, die wir bei einem gemeinsamen Spieleabend bewirten (ab Seite 56), oder Fremde, die zu Freunden werden (ab Seite 104). „Der Sinn der Liebe steckt in dieser­ Verbundenheit“, sagt der Neurologe Volker Busch (in unserem Dossier ab Seite 124), „das ist eines der stärksten menschlichen Grundbedürfnisse.“ Also haben wir die Verbundenheit genommen. Zusammen mit der Wärme, dem Verstehen und dem Aufeinander-Zugehen haben wir sie in 148 Seiten gepackt. Vielleicht spürst du sie. Ein bisschen. carpe diem

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JETZT ANMELDEN!

Lust auf was Neues? Wir wissen meistens ganz genau, was uns guttut oder welche Kleinigkeiten wir im Alltag ändern könnten. Trotzdem tun wir uns oft schwer, allein den ersten Schritt in eine neue Richtung zu setzen. Wir helfen dir dabei! Einmal im Monat überraschen wir dich mit einer Idee, wie du dein Leben ein kleines Stückchen bunter machen kannst. Eine Woche lang beschäftigen wir uns mit Themen wie gutem Schlaf, Yoga oder Nachhaltigkeit. Jede Challenge ist ein Schnupperkurs: Du entscheidest, was du davon anschließend in deinen Alltag packst. #wirmachenseinfach CARPEDIEM.LIFE/CHALLENGE


Inhalt

Ernährung

Gesund genießen.

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Wie Kunst uns verändert Jeden Tag ein bisschen Kunst? Ja, unbedingt! Weil sie uns mit anderen Welten verbindet – und mit uns selbst.

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Feiern mit Fingerfood

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Kreativ, bunt und im Nu aufgegessen. Über diese Häppchen freuen sich alle!

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Digital Detox für Anfänger Keine Sorge, fürs digitale Fasten muss man nicht komplett auf Smartphone

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& Co verzichten. Ein paar schnelle

Die Gehirn-Revolution

Life-Hacks bewirken aber schon viel.

Warum wir immer schlauer werden,

Wie ich erkannte, was mich wirklich entspannt

damit zu tun haben und wie sich unsere Denkleistung ein Leben lang kitzeln lässt.

Ausruhen ist auch eine Frage

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des Blickwinkels, meint die britische

Pimp my Brain

­Psychologin Claudia Hammond. Wir haben ihre Methode getestet.

Sechs Übungen, die unsere mentalen Batterien wieder aufladen.

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Ätherische Öle für einen freien Kopf

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Lippenpflege selber machen

Was tun, wenn es sticht, pocht oder

Dieser einfache Honigbalsam schützt

dröhnt? Basilikum, Zypresse und

gegen Winterwetter und Heizungsluft.

Pfefferminze schaffen Linderung.

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Langlauf ins Glück Wie du den Zauber des Gleitens entdeckst und dabei auch noch Körper und Geist stärkst.

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FOTOS: Susanne Einzenberger, Melina Kutelas; ILLUSTRATION: Luisa Rivera, Vanessa Lovegrove

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was Speiseplan und Smartphone


Bewegung

Erholung

Den Körper spüren.

Bewusstsein

Durchatmen, loslassen.

Dir selbst vertrauen.

104 „Was, wenn es doch

klappt und vielleicht ­sogar richtig gut wird?“

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Meine liebe Zirbe

56

Warum hat Gisbert ein Stück altes Holz im Schlafzimmer hängen?

124 Erklär mir Liebe

102

So gelingt der Spagat Grazil wie eine Ballerina, eine Körperbeherrschung wie Chuck Norris? Mit dieser Anleitung kommst du dem Spagat Schritt für Schritt näher.

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Das Gute in der Welt sehen

Standards 3 6 10

In Mexiko erfährt Reise-Autorin Waltraud Hable eine Lektion in Sachen Optimismus und Verantwortung.

Wie wir einander finden, stärken, wärmen – und wachsen lassen. Ein carpe diem -Dossier über die geheime, aber ganz alltägliche Kraft, die unsere Welt zusammenhält.

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Saures für die Abwehrkräfte Unser selbst angesetzter Kurkuma-ChiliEssig lässt die Darmbakterien jubeln.

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Herz aus Stein

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Editorial Fragen, die das Leben stellt Daniela Zeller: Wie werde ich meine schlechten Angewohnheiten los? Der optimierte Wagner Ode an die Pudelhaube Maria Dorner: Geht’s noch? Kopfknistern Leserbriefe Impressum Rätsels Lösung Cartoon

Eine Gute-Nacht-Geschichte für Erwachsene, erzählt

Cover-Illustration: Anna Kövecses/

von Mignon Kleinbek.

Handsome Frank

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Fragen, die das Leben stellt

Was sind grüne Antibiotika, und wie helfen sie mir? Gegen alles ist ein Kraut gewachsen – und das ist nicht nur so dahergesagt: Weil sich auch Pflanzen gegen Bakterien, Viren und Pilze schützen müssen, haben sie hochpotente Wirkstoffe entwickelt, die unserer Gesundheit bei leichten Infekten helfen können. Das Beste: Manche der natürlichen Heilmittel finden sich sogar in deiner Küche. Quellen: DR. EBERHARD J. WORMER, Autor von „Grüne Antibiotika – Heilkräftige Medizin aus dem Pflanzenreich“ (­Verlag Mankau, gemeinsam mit Stephen Harrod ­Buhner); Forschungsbericht der Uniklinik ­Freiburg, Bereich Phytotherapie

Wann sind antibiotisch wirkende Pflanzen gut für mich, wann nicht? Grüne Antibiotika kommen bei leichten und mittelschweren Infekten der Atemund Harnwege sowie des Magen-Darm-

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Trakts zum Einsatz. Auch bei Haut- und Pilzerkrankungen zeigen sie Wirkung, weil sie (anders als klassische Antibiotika) nicht nur gegen Bakterien, sondern oft auch gegen Viren und Pilze helfen. Prinzipiell ist die Anwendung immer medizinisch abzuklären, und bei schweren bakteriellen Entzündungen wird

von grünen Antibiotika abgeraten. Hier braucht es „richtige“ Antibiotika, denn die pflanzlichen Alternativen können – vereinfacht gesagt – nicht dieselbe Wirkstoff­konzentration erreichen. Sie werden zudem vom Körper schneller abgebaut, und man riskiert mit sehr hohen Dosen auch allergische Reaktionen.

FOTO: Melina Kutelas

TEXT Waltraud Hable


Welche Pflanzen sind gut erforscht? Richtig spannend ist der Einjährige Beifuß (Artemisia annua). Sein Wirkstoff Artemisinin – für dessen Entdeckung die chinesische Pharmakologin Youyou Tu im Jahr 2015 den Nobelpreis erhielt – wird weltweit in der Malaria-Therapie eingesetzt. Ebenfalls gut dokumentiert sind die keimhemmenden Senföle in der Kapuzinerkresse und in der Krenwurzel. „Die Wirkung der beiden Pflanzen in Kombination entspricht der eines Breitspektrum-­ Antibiotikums“, bestätigt Prof. Sigrun Chrubasik-Hausmann in einem ­Forschungsbericht der deutschen Universität Freiburg. Vor allem bei akuten Harnwegsinfektionen zeige das Duo Wirkung, da die antimikro­ biellen Senföle mit dem Harn ausgeschieden werden und die Inhalts­ stoffe aus der Kapuzinerkresse zusätzlich die Blasentätigkeit ankurbeln.

Wirken alle pflanzlichen Antibiotika auf gleiche Weise? Nein. Manche wirken nur lokal, etwa im Darm oder auf der Haut. Andere gehen auch in die Blutbahn über (z. B. Extrakte aus Beifuß, Wolfsmilchgewächsen, Zweizahn). Weiters gibt es so­ genannte Synergiekräuter, die besonders in Kombination ihre beste Leistung erzielen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Ingwer. Eine seiner Eigenschaften ist, die Blut­gefäße zu erweitern und den Kreislauf anzuregen – was wiederum andere Arzneikräuter stärker wirksam werden lässt. Viele Heilrezepturen enthalten genau aus diesem Grund die scharfe Knolle.

Führen grüne Antibiotika zu Resistenzen? Prinzipiell ist das möglich. In der Malaria-Therapie mit Artemisinin forscht man bereits nach Kombi­ na­tionstherapien, um dies zu ver­ hindern. Da antibiotisch wirkende Pflanzen aber selten nur einen Wirkstoff beinhalten, treten Resistenzen höchst selten auf.

Sind grüne Antibiotika für meinen Darm verträglich? In der Regel wird der Verdauungstrakt kaum in Mitleidenschaft ge­ zogen, da nicht alle Arzneipflanzen im Darm wirken.

Wie wendet man die Pflanzenmedizin überhaupt an? Tee, Frischpflanzensaft, Pulver, Tinktur, Wasser-/Öl-/Alkoholauszug, Dampfinhalation, Salbe … Die Darreichungsform hängt davon ab, wie und wo die Kräuter im Körper am besten wirken. Und: Manche Wirkstoffe sind etwa schlecht wasserlöslich, was bedeutet, dass man sie durch spezielle Öl- oder Alkoholextraktion gewinnen muss.

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GRÜNE ANTIBIOTIKA AUS DER KÜCHE Echter Thymian Thymus vulgaris Die wichtigste Rolle spielt hier das ätherische Öl des Küchenkrauts – genauer geht’s um die Naturstoffe Thymol und Carvacrol. Beide hemmen Bakterien, Viren und Pilze und wirken antioxidativ. Thymian hilft bei grippalen Infekten, er stärkt die Atemwege, heilt Mund- und Schleimhäute und wird sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet – als Tee, Tinktur, frischer Pflanzensaft, Salbe oder Fertigpräparat.

Knoblauch Allium sativum Schreckt Vampire und Sitznachbarn im Bus oder Büro ab – Knoblauch stärkt aber auch wunderbar die Atemwege, die Darm- und Vaginal­ flora sowie das Immunsystem. Ein Laborversuch der Universität von East London hat gezeigt, dass der Knoblauch-Inhaltsstoff Allicin das Potenzial hat, gewisse Staphylo­ kokkenarten, die z. B. Lungenentzündung verursachen, zu beseitigen.

Honig Dass biologischer Wildblumen­honig als Auflage bei Haut­infektionen mit antibiotika­resistenten Bakterien hilft, haben mittlerweile über dreißig klinische Studien bestätigt. Bei Mund- und Genitalherpes war Honig sogar der Anwendung von Aciclovir überlegen. Mittlerweile gibt’s auch medizinischen Honig (z. B. Revamil), der in Kliniken zur Wundversorgung benutzt wird.

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DEM

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GLÜCK


Bewegung

AUF DE R SPUR Der Schnee, der leise unter den Skiern knirscht. Dein Atem in der Winterluft. Der Wind zwischen den Bäumen – und sonst nichts. Warum Langlaufen Körper und Geist stärkt. Plus: ganz persönliche Beobachtungen vom Zauber des Gleitens über Weiß. TEXT Maria Dorner FOTOS Susanne Eizenberger

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Ernährung

Das Leben ist ein Fest! Spieleabend, Film-Marathon, Geburtstagsjause oder einfach nur mit Freunden eine gute Zeit haben: Über diese kreativen Fingerfood-­ Überraschungen freuen sich alle – aber vor allem unser Gaumen. FOTOS

Melina Kutelas REZEPTE

Maria Kornhofer FOOD-STYLING

Alexander Höss-Knakal SET-STYLING

Evelyne Zemplenyi

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Dossier

Erklär mir Liebe Wie wir einander finden, stärken, wärmen – und Mensch werden lassen. Ein carpe diem-Dossier über die geheime, aber ganz alltägliche Kraft, die unsere Welt zusammenhält. TEXT Nicole Kolisch, Waltraud Hable, Jochen Brunner ILLUSTRATION Vanessa Lovegrove

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