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Bergwelten Österreich Ausgabe 04/2018

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AU G U ST •  S E P TE M B E R 2018 EUR 6

Die Schönheit der Natur entdecken

DER RIESE VON SÜDTIROL

SERWAHL E L

Unsere 20 liebsten Hütten

WANDERN, BIKEN, BERGSTEIGEN: ALLES RUND UM DEN ORTLER

RENNRADFAHREN *AUF SCHMALEN REIFEN DURCH DIE WACHAU

* KLEINE ABENTEUER

FOTOS: XXXXXXX

FERIEN MIT STECKERLBROT UND LAGERFEUER

EIN SOMMER IN DEN BERGEN  GIPFELBLICKE IM AUSSEERLAND  HÜTTENWANDERN IM ALMTAL • BOULDERGLÜCK IM ÖTZTAL BERGWELTEN 2


Eine Alpensinfonie Das Ausseerland zog in seiner Geschichte die großen ­Schriftsteller und Komponisten an. Eine Spurensuche zwischen Dichterklausen und inspirierenden Gipfelpanoramen. TEXT: STEFAN SCHLÖGL  FOTOS: MANUEL PERIĆ

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Ein gewaltiges Panorama: Blick auf den Altausseer See, mit dem Dachsteinmassiv im Hintergrund.

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DIE SCHÖNSTEN HÜTTEN

WO WIR GERNE EINKEHREN Sie sind Refugien bei schlechtem Wetter, alpine Stützpunkte, kulinarische Fixsterne auf unseren Touren und nicht selten der eigentliche Grund, um nach oben zu gehen: Berghütten. Unsere Leserinnen und Leser haben online über die schönsten Hütten in den Alpen abgestimmt, 20 davon stellen wir auf den folgenden Seiten vor.

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FOTO: PHILIPP HORAK

Sie ist die klare Siegerin der Bergwelten-Hüttenwahl: Auf 1.693 Meter Höhe im Tiroler Rofangebirge liegt die Dalfazalm, die seit vier Generationen von Familie Moser bewirtschaftet wird.

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Becherhaus

Heinrich-Schwaiger-Haus

SÜDTIROL, 3.195 m

SALZBURG, 2.802 m

Südtirols höchste Schutzhütte wurde 1894 erbaut und „Kaiserin-Elisabeth-Schutzhaus“ genannt. Obwohl die Monarchin nie den Aufstieg wagte, hätten ihr die mit Holz eingerichtete Hütte und der spektakuläre Weitblick sicher gefallen.

Obwohl auch die holzvertäfelte Stube gemütlich ist, ist der schönste Platz am Heinrich-Schwaiger-Haus sicherlich die Sonnenterrasse mit Blick auf die umliegenden Gipfel und die türkisblauen Kapruner Stauseen.

Hinkommen: Den siebenstündigen Aufstieg aus dem Stubaital kann man mit der Stubai-Gletscherbahn verkürzen. Tipp: In der Hütte befindet sich auch das höchstgelegene Marienheiligtum der Alpen samt kleiner Kapelle.

Hinkommen: Vom Stausee Mooserboden in 2,5 Stunden. Tipp: Da es im Heinrich-Schwaiger-Haus feste Essenszeiten gibt, lohnt sich vor dem Aufstieg ein Anruf auf der Hütte, um die Tour entsprechend zu planen.

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Neue Regensburger Hütte

Bremer Hütte

TIROL, 2.286 m

TIROL, 2.413 m

Die Neue Regensburger Hütte ist für Kinder ein Paradies: Es gibt einen Klettergarten, einen Schwimmteich mit Floß, Hühner, Katzen und Hasen. Da die Kinder der Wirte den Sommer am Berg verbringen, ndet sich immer ein Spielpartner.

Der schönste Platz auf der Bremer Hütte ist die Bank direkt davor. Für den Sonnenuntergang empehlt Fotograf Timm Humpfer aber den Felsen gegenüber der Hütte. Und danach: die Spinatknödel mit Parmesan.

Hinkommen: Vom Hüttenparkplatz Falbeson durch den Wald und an einem Wasserfall vorbei in drei Stunden zur Hütte. Tipp: Da die Hütte im Sommer 2018 ausgebaut wird, stehen weniger Schlafplätze zur Verfügung. Also früh reservieren!

Hinkommen: Vom Gasthof Feuerstein im Gschnitztal sind es vier Stunden mit mehr als 1.200 Höhenmetern bis zur Hütte. Tipp: Mit dem Hüttentaxi kann man den Anstieg verkürzen, auch Gepäcktransport wird angeboten.

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FOTOS: PETER LION ROSENHEIM, DAV SEKTION MÜNCHEN, MARKUS LAMPLMAYR, TIMM HUMPFER

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Ein Rifugium im steinernen Meer: Das Ingolstädter Haus vor dem Großen Hundstod (2.593 m).

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INGOLSTÄDTER HAUS

FOTO: DAV-SEKTION INGOLSTADT/ HERMANN

SALZBURG, 2.120 m

Wenn es etwas gibt, wovon das Ingolstädter Haus nicht zu wenig hat, dann sind das begeisterte Gäste. Bis zu 7.000 Nächtigungen zählt das 1929 errichtete Haus, das als Refugium, Ziel und Zwischenstation im Steinernen Meer thront. Für die Hüttenwirte Resi und Rudi Senninger sind die Tage entsprechend lang – trotzdem geht ihnen der Schmäh nicht aus. In der sechsten Saison bewirtschaften sie das Ingol­ städter Haus. „Nächstes Jahr steht das verixte siebte Jahr an“, feixt Rudi – dass die beiden da das Hand­ tuch schmeißen könnten, steht nicht zur Debatte. Die Gäste hingegen können, so sie den Aufstieg hinter sich gebracht haben, hier oben komplett ent­ spannen. An warmen Tagen ist die Sonnenterrasse

bummvoll. Serviert werden Wildragout, Kasnocken und Grenadiermarsch – und natürlich Resis groß­ artiger Kaiserschmarren. An kalten Sommertagen wird der Kachelofen in der Stube eingeheizt. Aber egal wie das Wetter ist, so mancher Tag endet hier mit Musik und Gesang, denn zum Hütteninventar ge­ hören Steirische Ziehharmonika und Gitarre. Hinkommen: Von Pürzlbach wandert man über die Kallbrunnalmen und den Dießbach-Stausee in 4,5 Stunden zur Hütte. Tipp: Die Kallbrunnalmen mit gut 30 Almhütten sind die größte Almsiedlung im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet. In der Käsehütte der Kallbrunn­alm kann man sich beim Aufstieg stärken.

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Der Riese von Südtirol Der Ortler: Ob er 3.905 oder 3.899 Meter hoch ist, mag unklar sein. Sicher ist, dass er Südtirols höchster Berg und Selbst-Nachmessen eine ernsthafte alpine Unternehmung ist. Eine Annäherung aus vier Richtungen. TEXT: CHRISTIAN THIELE  FOTOS: JULIAN BÜCKERS

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FOTO: AMADEUS WALDNER

Von den blühenden Wiesen der Malser Haide bis zu den Gletschern des Hochgebirges: Als wuchtiger Klotz überragt der Ortler die Landschaft bei St. Valentin auf der Haide.

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Auf den Spuren von Mark Twains berühmten Jugendhelden Tom Sawyer und Huckleberry Finn: Der Autor unterwegs mit Michi (9 Jahre), Katrin (7 Jahre) und Hund Gandhaa.

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KLEINE ABENTEUER, TEIL 2

Huckleberry Finns Erben Wo ein einfaches Rindenstück zum Boot wird, ein Ahornblatt zum Segel und ein Kind zum Kapitän: am Hausberg der Familie, im Wald hinterm Garten. Sechs Anleitungen fürs Bauen und Basteln in der Natur. TEXT: ROBERT MARUNA  FOTOS: ANDREAS JAKWERTH  ILLUSTRATIONEN: ANNA FROHMANN

Draußen sein und Neues erleben: ein Feuer machen, ein Boot zu Wasser lassen, ein Steckerlbrot aufrollen.

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Wachau-Neulinge Christian Wieners, Gui da Rosa und Marvin Mangalino genießen die Auffahrt zwischen Weinterrassen auf der Seiberer Bergstraße. Rechts, ein paar ­Stunden später: aus­ gepowert im Gasthof Prankl in Spitz.

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RENNRADFAHREN

Die Reifenprüfung Ein Wachau-Wochenende auf schmalen Rädern: Vom viel befahrenen ­Donauradweg muss man nur einen Haken nach Norden schlagen, ­um zu den schönsten Auffahrten im Osten Österreichs zu kommen. TEXT: MARTIN FOSZCZYNSKI FOTOS: PHILIPP SCHÖNAUER

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Heimvorteil für Babsi Bacher: Die Ötztalerin im sehr anspruchsvollen Überhang der Route „Twilight Force“ im Gebiet Land of Giants.

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BOULDERN

IM TAL DER GIGANTEN Das Ötztal war ungewöhnlich lange ein weißer Fleck auf den Boulder-Landkarten. In den letzten Jahren aber wurden hier ein paar der spannendsten Felsen Tirols herausgeputzt. TEXT: FLO SCHEIMPFLUG  FOTOS: RAY DEMSKI

D

as sieht aber gemütlich aus!“, ruft eine ältere Dame, die zu­ fällig vorbeispaziert und uns beim entspannten Sonnen­ bad auf den Bouldermatten betrachtet. Doch ihr Eindruck trügt: Was wie Faulen­ zen aussieht, ist in Wahrheit fokussiertes Regenerieren nach einer höchst finger­ fordernden Klettersession. Ein feiner Un­ terschied, der für Nichtboulderer kaum wahrnehmbar ist. Für die Züge am persön­ lichen Limit braucht man nämlich nicht nur Kraft, sondern auch Geduld. „Stark wird man erst in der Pause“, lasse ich mir von Stew Watson versichern. Stew muss es wissen. Der aus Manches­ ter stammende und mittlerweile im Tiro­ ler Längenfeld lebende Physiotherapeut ist ein integraler Bestandteil der Ötztaler Boulderszene. Er ist hier die schwersten Boulder geklettert und zählt obendrein zu

den eifrigsten Erschließern zwischen Sau­ tens und Obergurgl. Mit ihm und den bei­ den Schwestern Sabine und Babsi Bacher sind wir losgezogen, die Boulder-Möglich­ keiten im Ötztal auszuloten. BIOTOP UND WEISSER FLECK

Hornhaut ist wichtig, um kleine Griffe schmerzfrei halten zu können. Auf Babsi Bachers Fingerkuppen ist davon reichlich vorhanden.

Es gibt wenige Orte in Österreich, an de­ nen das Biotop namens Klettern so leben­ dig blüht wie hier. Die Ötztaler Kletterszene ist vor allem eines: hochkarätig. ­Et­liche Locals wie die Bacher-Schwestern oder Lukas Ennemoser sind jahrelang im Boulder-Weltcup vorne mitgeklettert. Ab­ seits des Scheinwerferlichts der Wettkampf­ bühne haben Lokalmatadore wie Markus Haid die Höchstschwierigkeiten im Ötztal bis in den 11. Grad gepusht. Last, but not least hat Hansjörg Auer, einer der stärks­ ten Alpinisten der Gegenwart, hier seine kletterischen Wurzeln. >

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Der Arctic Circle Trail zeigt alle Schattierungen von Grau, Grün und Braun. Steinmännchen weisen den Weg, zur Sicherheit hat man aber doch lieber ein GPS-Gerät dabei.

BERGWELTEN AUF REISEN

Ein arktischer Sommer Durch Grönland führt ein grandioser Weitwanderweg. Zwar ohne Verpflegungsmöglichkeit und ohne Handyempfang, aber mit Mitternachtssonne, herrenlosen Kanus und auch ein bisschen Schnee. TEXT: ANKE EBERHARDT  FOTOS: LOOKPHOTOS/CHRISTIAN FRUMOLT

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Termine

Bergwelten erleben: unser Sommer-Kalender

Dabei sein, Neues lernen und die Schönheit der Natur entdecken: Was wir in den nächsten Monaten unternehmen werden. bergwelten.com/termine

ILLUSTRATIONEN: ALEXANDRA HUNDSDORFER, FOTO: ALEXANDER HUBER: JAN VINCENT KLEINE

Familien-Klettersteig-Schnuppern

Mit Alex Huber auf den Watzmann

Fr., 10., bis So.,

Sa., 8., bis Mo.,

12. August 2018,

10. September

Hochkar,

2018, Watzmann,

Niederösterreich

Bayern

Am Hochkar in Niederösterreich gemeinsam mit Bergführern von „Outdoor Leadership“ auf Tour gehen und die Faszination Klettersteig selbst erleben – das ist ein Hit für die ganze Familie! Das Programm reicht von betreuten Indoor-Stationen zum Klettern bis zu individuellen ­Sicherheitseinschulungen, und es gibt reichlich Gelegenheit, die beiden Steige kennenzulernen.

Diese Bergwelten-Tour ist etwas ganz Besonderes: Gemeinsam mit Alex Huber, Deutschlands bekanntestem Kletterer und Ex­ tremalpinisten, besteigen wir den Watzmann, den vielseitigsten und schönsten Berg Bayerns. Nach einem Abend im luxuriösen Hotel Kempinski in Berchtesgaden geht es mit Alex Huber und lokalen Bergführern über das Watzmannhaus auf den Gipfel.

bergwelten.com/hochkar

bergwelten.com/alexhuber

Bergwelten wandert in Tirol

Mein erster Klettersteig

Sa., 15. Septem-

Fr., 5., bis So.,

ber 2018,

7. Oktober 2018,

Kitzbühel, Tirol

Ramsau, Steiermark

Der Bergwelten-Wandertag kommt in die prominente Tiroler Sport-Stadt Kitzbühel – genau gesagt auf das reizvolle Kitz­ büheler Horn. Es warten geführte Wanderungen, ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm bei atemberaubendem Blick auf das Panorama des Wilden Kaisers, der Hohen Tauern und der Kitzbüheler Alpen.

Wandern in der Vertikale, gekonnt und sicher durch Felswände steigen, wo sonst nur Kletterer unterwegs sind: Mit BergweltenChefredakteur Klaus Haselböck und den Ramsauer Bergführern in der Dachstein-Region Klettersteige erleben, eine neue Sportart erlernen, aktuelle Ausrüstung testen und im Hotel Matschner entspannen.

bergwelten.com/wandertagkitz

bergwelten.com/meinersterklettersteig

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