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The Red Bulletin Dezember 2017 - CHDE

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SCHWEIZ

ABSEITS DES ALLTÄGLICHEN

DIE WÜSTE BEBT DAKAR & CO.

UNSER ROADBOOK ZU DEN EXTREMSTEN RALLYES DER WELT DEZEMBER 2017 CHF 3,80


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CONTRIBUTORS

EDITORIAL

Miko Lim

Wie man Stars verschiedener Genres energiegeladen in Szene setzt, weiss der kalifornische Fotograf spätestens seit seinen Shootings mit Lionel Messi oder Jay-Z. Für uns fotografierte Lim Jean-Claude Van Damme in Hollywood. Sein Fazit: „Er ist ein nachdenklicher Perfektionist. Aber auch ein wilder Hund.“ Treffen mit einer Action-Ikone, ab SEITE 42

Robert Wunsch

2010 machte der Berliner seine Passion für die Fotografie zum Beruf und sammelt seitdem Aufträge für „Elle“, „Vogue“ oder „GQ“. Derweil avancierte Marcel Hirscher zum besten Skifahrer der Welt. Für das CoverShooting blieb beiden weniger als eine Stunde. „Es war eine Herausforderung, aber man gewöhnt sich an kleine Zeitfenster“, so der Fotograf. Wir sagen: Bestzeit! SEITE 62

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In einem aussergewöhnlichen – und sehr persön­ lichen – Interview lässt der zurzeit beste Skifahrer der Welt weit hinter die Kulissen seines Erfolges bli­ cken: der Österreicher Marcel Hirscher, amtierender Ski­Gesamtweltcupsieger, Gesamtweltcupsieger, schildert seinen beinhar beinhar­ ten Trainingsalltag (300 Tage im Jahr), die mensch­ lichen Entbehrungen (seine eigenen und die seines Teams), die Faszination der Hundertstelsekunden­ Jagd (die noch immer nicht geringer wird), wieso er gerne Liegestütze im vollen Fussballstadion machen würde – und warum eine schwere Verletzung eine Erleichterung ist (ab Seite 62). Im Gegensatz zu Hirscher läuft der Schweizer Rémi Bonnet die Berge hinauf. Das kann er ziemlich gut: Zuletzt bewältigte er 3030 Höhenmeter (das entspricht zehn Eiffeltürmen) in 2:01 Stunden – Weltrekord. Mit uns sprach er über das Faszinierende am Mountain­Running: Wie intensiv man die Natur wahrnimmt, wie viel man dabei über sich lernt und wie man als Rookie optimal in diesen genialen Sport einsteigt (ab Seite 56). Viel Spass beim Lesen! Die Redaktion

THE RED BULLETIN

FLAVIEN DUHAMEL/RED BULL CONTENT POOL (COVER)

Highspeed und Höhenluft


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TEAM HELI PRO 24L


NEW ŠKODA

KAROQ

ANDERS ERLEBEN Anders beschleunigen und entschleunigen, anders in den Tag starten und ankommen – wie es gerade passt. Dazu bietet der neue ŠKODA KAROQ jede Menge Platz für Mitfahrer und Equipment und natürlich die modernsten Assistenzsysteme – das klingt nach perfekt entspanntem Fahrspass. Auf einer Probefahrt zeigt dieser Kompakt-SUV, wie rundum anders geht – auch als 4x4. ŠKODA. Made for Switzerland.


INHALT Dezember

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JEAN-CLAUDE VAN DAMME

Ein Treffen in HollyHolly wood mit dem AcAc tion-Star, der gerade mit seiner ComedySerie durchstartet.

Life and Style Beyond the Ordinary

14 Marilyn Manson, der 16 18 20 21 22

24 26 10

Schrecken aller Spiessbürger Mit diesem Gadget wirst du zum Graffiti-Künstler Diane Kruger über ihre Definition von Schönheit Slim-Fit-Raumanzüge als Haute Couture im Weltall Food: die Wassermelone mit Ecken und Kanten Flugtaxi gefällig? Hier kommt das geniale deutsche Start-up Lilium Jet Elektrogitarren als künstlerischer Blickfang Der Weg ist das Ziel: Japans Luxusreisezug

GUIDE

Get it. Do it. See it. 76 Destination Red Bull: Reisen 80 82

84 86 88 97 98

abseits des Alltäglichen Cocktail-Special in der Mata Hari Bar Zürich Winter-Extrem-Action & more: die Highlights auf Red Bull TV Uhren: So tickt Geschichte Die wichtigsten Termine der nächsten Wochen Gift-Guide: Geschenke, die man selbst behalten möchte Impressum Das Actionfoto des Monats: Skateboarder Simon Stricker

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RALLYE DAKAR

Von A wie Afrika, ursprüngliche Heimat der legendären Rallye, bis Z wie zusehen sehen – am besten auf redbull.com/dakar

THE RED BULLETIN

MIKJO LIM, THOMAS LAISNE/CONTOUR BY GETTY IMAGES, MARCELO MARAGNI/RED BULL CONTENT POOL

BULLEVARD


18 DIANE KRUGER

Die deutsche HollyHolly wood-Schauspielerin über Glück, SelbsterzieSelbsterzie hung und Vorsprechen bei Quentin Tarantino.

FEATURES

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Das Dakar-Abc

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Wüstentrip

Die härteste Rallye der Welt, Buch­ stabe für Buchstabe. Der Guide für Anfänger, Fans und Motor Motor­Nerds.

Wie der fünffache Rallye­Dakar­ Rallye Dakar­ Dakar Sieger Cyril Despres Sportgeschichte schreiben möchte.

42 Mr. Highkick

Neue Serie, neues Image: Wir treffen einen beneidenswert fitten Jean­ Claude Van Damme in Hollywood.

THE RED BULLETIN

50

Snow Drift

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Höhentraining

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Marcel Hirscher

Wintertraining für Fortgeschrittene. Wir zeigen, wo du dich mit deinem Gefährt auf Eis und Schnee so richtig austoben kannst: in Lappland. Der Schweizer Weltklasse­Bergläufer Rémi Bonnet über die Faszination der dünnen Luft: „Am Berg lernst du dich am besten kennen.“ … über Team, Training und Tiefs: das aussergewöhnliche Interview mit dem besten Skifahrer der Welt.

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photo © Scalp

#anotherbestday

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THE BEST GETS BETTER

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Egal ob Freeride, Freetour oder jetzt auch Skitour. Die legendäre 7 SERIES von Rossignol definiert Freeride auch diesmal wieder neu durch die Fusion von Ultraleichtigkeit und kompromissloser Performance. Die AIR TIP 2.0 Technologie mit verlängerter 3D-Waben-Struktur setzt Ausrufezeichen. Enjoy Another Best Day – no matter where the snow takes you. www.rossignol.com


BULLEVARD LIFE

&

STYLE

BEYOND

THE

ORDINARY

Bedrohlich und sexy: So beschreibt Marilyn Manson die Songs seines neuen Albums „Heaven Upside Down“.

UNIVERSALMUSIC/JIRO SCHNEIDER

MARILYN MANSON „ICH MALE MIT TINTE, WODKA UND URIN“ SEITE 14 THE RED BULLETIN

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Marilyn Manson

J

ede gute Geschichte braucht ihren Schurken. In der Popgeschichte hat Brian Warner, besser bekannt als Marilyn Manson, diesen Job inne. Als Agent Provocateur, Antichrist, Verkörperung des Bösen. Vom Establishment verabscheut, brachte es der Musiker, Maler und Schauspieler mit dieser Haltung zum Popstar – mit über 44 Millionen verkauften Alben in 23 Karrierejahren. Anlässlich seines neuen, zehnten Albums „Heaven Upside Down“ erklärt der 48-jährige US-Amerikaner, warum er Bösewichte liebt und was er von Schauspieler Charlie Hunnam gelernt hat. the red bulletin: Auf Ihrem neuen Album singen Sie: „Wenn du kämpfen willst, dann kämpfe ich mit dir. Wenn du vögeln willst, dann vögle ich dich.“ Sie sind kein Freund subtiler Botschaften, oder? marilyn manson: Die Zeile war eigentlich als Erinnerung an mich selbst gedacht, als ich mit der Arbeit an der Platte begann: Schreib Songs, zu denen es sich gut kämpfen und vögeln lässt. Ist Ihnen das gelungen? Viele Leute, die das Album vorab gehört haben, fanden die Songs bedrohlich und sexy. Sprich: Ja, ich meine, der Plan ist aufgegangen. Wie kommt es, dass Sie sich in der Rolle des Provokateurs so wohlfühlen? Ich habe keine Angst davor, gehasst zu werden. Ich sitze nicht nächtelang wach und denke mir, „Was tue ich nur, niemand mag mich. Was mache ich falsch?“ Drauf geschissen! Es ist okay, wenn mich die Leute als Bösewicht sehen. Ich mag das. Meine Lieblingscharaktere in Film und Literatur sind auch Bösewichte. Helden sind doch langweilig. Ist das der Grund, warum Sie in der TV-Serie „Sons of

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Der Schrecken der Spießbürger veröffentlicht sein zehntes Album und erklärt, weshalb er gehasst werden will und warum es sich mit Wodka und Urin gut malen lässt. Anarchy“ einen Rassisten gespielt haben? In erster Linie wollte ich damit meinem Vater einen Gefallen tun, er ist ein Fan der Serie. Abgesehen davon war meine Rolle in „Sons Sons of Anarch Anarchy“ eine schöne Herausforderung. Der Charakter, den ich spiele, ist sehr unaufgeregt. Er führt Dialoge auf einer sehr sachlichen Ebene. Ganz anders als die Rampensau Marilyn Manson. Genau. Ich hatte das Gefühl, aus mir herausgehen und mich in jemand anderen ver verwandeln zu müssen. Gelungen ist mir das mit der Hilfe von Charlie Hunnam (Haupt­ darsteller in „Sons of Anarchy“; Anm.). In einer Szene musste ich in ein Mobiltelefon sagen: „Ich vermisse meine Hunde.“ Aber ich wusste nicht, wie ich den Satz betonen soll. Worauf Charlie meinte: „Tu so, als wärst du völlig verrückt – und dir dessen nicht bewusst. Sei also ganz du selbst.“ Dieser Arsch! Aber seine Ratschläge waren Goldes wert. Ihr zweites Standbein neben der Musik ist die Malerei. Ihre letzte Ausstellung liegt allerdings drei Jahre zurück. Gibt’s Pläne für die nächste? Stimmt, das ist schon lange her. Aber ich habe auch ohne Ausstellungen viel gemalt: zirka 65 Bilder, die bislang noch niemand gesehen hat. Die Hälfte davon habe ich mit schwarzer Tätowiertinte gemalt, gemischt mit Wodka und Urin. Wie appetitlich! Nicht mit der Absicht, zu provozieren. Wenn ich im Kreativmodus bin, kann ich keine Pause einlegen. Wodka und Urin sind einfach die einzigen Flüssigkeiten in meiner unmittelbaren Nähe, wenn mir beim Malen das Wasser ausgeht. marilynmanson.com

„HELDEN SIND DOCH LANGWEILIG“

THE RED BULLETIN


UNIVERSALMUSIC/NICHOLAS ALAN COPE

MARCEL ANDERS

BULLEVARD

Leinwand & Langrille: Aktuell ist Marilyn Manson im Horrorfilm „Let Me Make You a Martyr“ zu sehen – als Auftragskiller. THE RED BULLETIN

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BULLEVARD

SprayPrinter Mit dem Handdrucker wirst du zum Graffiti-Künstler und kannst deine Fotos an Häuserwände sprühen.

SCHWING DIE DOSE WIE EIN PROFI

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S

prayPrinter holt Street Art elegant ins digitale Zeitalter: Mit diesem Spraydosenaufsatz wird jeder ohne viel Übung zum Graf ti-Künstler – und kann Graffi ganze Hauswände fotorealistisch besprühen. Neben dem Gadget braucht man dafür bloß ein Smartphone, ein Stativ und Sprühdosen. Die Anwendung ist denkbar einfach: Erst wählt man am Handy ein Foto aus und bearbeitet es mit der dazugehörigen App. Nun das Telefon am Stativ montieren und in ein paar Metern Abstand zur

Wand positionieren ( je weiter weg, desto größer das Motiv). Dann den SprayPrinter auf die Dose stecken, und es geht los. Zeile für Zeile fährt man die Wand ab, die App kommuniziert via Bluetooth mit dem Handdrucker und gibt vor, an welchen Stellen Farbe abgegeben werden muss und wo nicht. Die Punkte ergeben nach und nach ein komplettes Bild. Den SprayPrinter gibt’s online für zirka 300 Euro. sprayprinter.com

THE RED BULLETIN

ARTWORK BY JUKKA_HAKANEN, SPRAYPRINTER.COM

Auf der Website kann man sich Vorlagen oder SprayPrints anderer Künstler downloaden. Die App berechnet, an welcher Stelle der Wand der SprayPrinter Farbe sprühen muss. Der Sprayer fährt die Wand Linie für Linie ab, und der Printer setzt Punkte.

FLORIAN OBKIRCHER

Via Crowdfunding ergatterte die estnische Firma 120.000 Dollar für die Entwicklung des Gadgets.


X-WIND

AUTOMATIC SWISS MADE


BULLEVARD

T

he red bulletin: Für Ihren aktuellen Film „Aus dem Nichts“ ernten Sie Lobeshymnen und Auszeichnungen wie noch nie in Ihrer Karriere. Haben Sie jemals auch so etwas wie Selbstzweifel? diane kruger: Natürlich. Ganz oft – auch bei diesem Film. Ich war mir nicht sicher, ob ich gut genug bin und es schaffen kann, in die vom Re­ gisseur verlangte emotionale Tiefe zu gehen. Ich habe in meiner Karriere auch oft gedacht, dass meine ganzen Anstrengungen nichts bringen. Weil ich nicht die Rollen be­ kam, die ich wollte. Wie gingen Sie mit Ihren Selbstzweifeln um? Zum einen habe ich das Ge­ fühl, dass mich Selbstzweifel auch antreiben. Und ich habe inzwischen – durch Alter oder Reife – gelernt, meine Angst zu akzeptieren. Ich versuche nicht mehr, sie zu vertreiben. In dem Moment habe ich eben Angst und lebe das aus. Wenn ich mit einer beruflichen Herausforderung konfrontiert bin – zum Beispiel in einer Szene, die ich spielen muss –, hätte ich früher gesagt: „Kein Problem. Klar kann ich das.“ Ich habe versucht, es zu er er­ zwingen. Inzwischen habe ich gelernt zu sagen: „Ich fürchte mich. Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Unterstützt mich mal und gebt mir mehr Zeit.“ Das hilft oft. Was machen Sie, wenn Sie privat mal Zeit zum Nachdenken brauchen?

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Diane Kruger Selbstzweifel können sinnvoll sein, doch bei Leoparden setzt man besser auf Instinkt.

„ICH LEBE MEINE ANGST AUS“ Ich gehe wandern oder ver­ reise. In der Natur erlebe ich die Leichtigkeit und Einsam­ keit, um die wahren Dinge zu erkennen, ohne den ganzen Zirkus drumherum. Wie belastungsfähig sind Sie auf solchen Trips? Ich komme ohne Toilette und heißes Wasser aus, wenn es sein muss. Und ich bin schon mal in Patagonien 50 Kilo­ meter gewandert und habe danach einen 5800 Meter hohen Vulkan bestiegen – das war wie vom Everest Base Camp auf den Gipfel. Aber ich will nichts erzwingen. Ist et­ was zu schwierig, drehe ich um. Hauptsache, ich habe die Gelegenheit, mich in meinen Gedanken zu verlieren. Angeblich hatten Sie auf Ihren Reisen einmal eine Zufallsbegegnung mit einem Leoparden. Wie geht man mit so was um? In so einem Fall darf man an­ geblich nicht schreien und auch keine schnelle Bewegun­ gen machen, sonst greift er an. Ich habe zum Glück instinktiv das Richtige gemacht. warnerbros.de/kino/ ausdemnichts THE RED BULLETIN


RÜDIGER STURM THOMAS LAISNE/CONTOUR BY GETTY IMAGES

Diane Kruger aktuell: Für die Hauptrolle in „Aus dem Nichts“ erhielt sie 2017 in Cannes den Darstellerpreis.

THE RED BULLETIN

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Statt Michelin-Männchen-Stil trägt man im All jetzt Slim-Fit, designt vom SpaceX-Team. Die Anzüge werden schon 2018 auf einer Raummission zum Einsatz kommen.

Bisher waren Raumanzüge ja mehr Funktionskleidung als Haute Couture. Eine neue Kreation bringt nun aber beides unter einen Helm.

DER SMOKING DER ASTRONAUTEN 20

SPACEX

SpaceX Space Suit

lon Musk wusste schon 2002, wie man Show und Praxistauglichkeit verbindet. Damals (ein Jahr vor Tesla übrigens) gründete er SpaceX und setzte sich für sein Start-up zwei Ziele. Erstens: die Kosten für All-Reisen radikal senken. Zweitens: den Mars kolonisieren. Wie ernsthaft diese Ziele verfolgt werden, zeigen die erfolgreichen Raketentests im Orbit – und ein Schnappschuss, den Musk im August auf Instagram stellte. Der zeigt einen der wirklich lässigen Raumanzüge, die dereinst seine Astronauten tragen sollen. Dem SpaceX-Team gelang, woran andere RaumanzugEntwickler bisher hartnäckig scheiterten: ein körpernah geschnittener, praktischer Astronauten-Arbeitsanzug, der auch in ein Daft-PunkVideo passen würde. „Es war schwierig, die Balance zwischen Ästhetik und Funktion zu finden“, gab Musk zu. Aber: „Er funktioniert tatsächlich, ist keine Attrappe. Bereits bei doppeltem Vakuumdruck getestet.“ Der Anzug, der 2018 an Bord der SpaceX-DragonKapsel auf dem Weg zur Internationalen Raumstation getragen werden soll, begeisterte auch die Testpiloten. „Viel besser als der, den ich im Spaceshuttle anhatte. Viele tolle Innovationen“, twitterte US-Astronaut Garrett Reisman als Antwort an Musk. Bleibt für SpaceX also nur noch eine Aufgabe: Matt Damon für die Marsmission 2024 anzuwerben. spacex.com

TOM GUISE

E

THE RED BULLETIN


BULLEVARD

Eck mit Zweck Warum diese Melone über 100 Euro kostet, dabei aber alles andere als eine Gaumenfreude ist.

QUADRATISCH, PRAKTISCH, NICHT SO GUT

Um Ecken besser: Je schärfer die Kanten der Wassermelone, desto höher der Preis.

N

@FOODAISM

CHRISTIAN EBERLE-ABASOLO

ein, hier wurde keineswegs Photoshop bemüht. Dieses Bild ist echt. Und damit auch die kubische Wassermelone, die zu sehen ist. Was das soll? Platz sparen! Das dachte sich zumindest der japanische Künstler Tomoyuki Ono, der sich die Form 1978 patentieren ließ. Seit Jahrzehnten züchten nun japanische Bauern diese speziellen Früchte. Mit Hilfe

THE RED BULLETIN

von Glaskäfig-Würfeln, in die eingezwängt die Melonen zwei Monate lang gedeihen, wird das natürliche Wachstum eingeschränkt. Aus rund wird eckig. Aus kullernden Riesenkugeln wird kompaktes Obst, ideal für problemlosen Transport und eine ordentliche Auf Aufbewahrung im Kühlschrank. Die besondere Zuwendung hat allerdings ihren Preis. Ein Exemplar der Spezialität kann

mehrere hundert Euro kosten. Dabei gilt: je „eckiger“, desto teurer. Ärgerlich nur: Bei all der Liebe zur Form wurde auf den Geschmack vergessen. Damit die Früchte auf keinen Fall platzen, werden sie unreif geerntet. Daher taugen sie eher zur Dekoration anstatt zur Konsumation – und wer werden zu besonderen Anlässen als Geschenk verteilt. Dieses hält bei Raumtemperatur immerhin knapp einen Monat. Die gute Botschaft für all jene, denen die Fruchtquader noch nicht originell genug sind: Man bekommt Wasser Wassermelonen inzwischen auch in Pyramiden- und Herzform.

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MANHATTAN

Lilium Jet Taxi Distanz 19 km Zeit 5 min JFK INTERNATIONAL NTERNATIONAL AIRPORT

PREIS Grundgebühr 30 Euro kurzfristig 12 Euro vorbestellt 5 Euro

Distanz 26 km Zeit 55 min PREIS aktuell 50–60 Euro

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Lilium Jet TOM GUISE

Taxifahren ist praktisch. Fliegen ist praktisch. Wie praktisch müssten dann erst Flugtaxis sein? Ein Münchner Start-up ist drauf und dran, diese Frage zu beantworten.

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LILIUM GMBH

UBER DER WOLKEN THE RED BULLETIN


BULLEVARD

ZEITGEWINN

SICHERHEITSRESERVE

Lilium geht davon aus, dass sein E-Jet unser Leben verändern wird. Was werden wir mit all der Zeit tun, die wir nicht im Stau stehen?

Sollte eines der 36 Triebwerke ausfallen, kann der Pilot dennoch ohne Aufregung landen, sicher und planmäßig.

I

m April dieses Jahres kam die Menschheit (zumindest jener Teil, der seine Lebenszeit überwiegend im Stau stehend verbringt) einem ihrer großen Träume näher. Da testete das Münchner Start-up Lilium nämlich erfolgreich sein Automobil der Lüfte. Das Problem des Konzepts „innerstädtisches Fluggerät“ war ja bisher, dass die Ver Verheiratung von Flug- und Fahr Fahrzeug das Schlechteste beider Welten kombinierte. Lilium

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erfand die Idee daher neu und kreierte eine Flugmaschine, die senkrecht starten und landen kann. Der Antrieb: 36 von der Vertikalen in die Horizontale schwenkbare Triebwerke in den Flügeln. Das Fluggerät bietet fünf Passagieren samt Gepäck Platz und schafft bei 300 km/h Reisegeschwindigkeit bis zu 300 Kilometer pro AkkuLadung. Dadurch, dass alles elektrisch funktioniert, entstehen null Abgase bei minimaler Lärmentwicklung. Das wirklich Geniale ist aber, dass Lilium dir das Ding nicht verkaufen, sondern nur vorbeischicken möchte. Das

soll so ähnlich funktionieren wie bei Uber. Ebenfalls wie bei Uber kannst du die Fahrt auch mit anderen Passagieren teilen, was den Flug von einem Ende der Stadt zum anderen sogar billiger machen kann als eine herkömmliche Stop-and-goTaxifahrt (schneller sowieso). Das Konzept ist startklar. Lilium sammelte 90 Millionen Dollar (ca. 76 Mio. €) Kapital, heuerte Top-Angestellte von Airbus, Tesla und der MitfahrApp Gett an und formulierte ein Ziel: Schon 2025 soll jeder sein Flugtaxi rufen können. lilium.com

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BULLEVARD

V Zwei belgische Gitarren­ bauer hauchen einem Instrument neues Leben ein, inspiriert durch japa­ nische Handwerkskunst.

DIE KLANGKÜNSTLER

WWW.TAOGUITARS.COM

„Ein Sammler wollte eine neue Version unseres Tao-Modells“, sagen Serge & John. „Also haben wir uns das ultimative Exemplar ausgedacht, als Hommage an Japans Kunsthandwerk.“

PIERRE-HENRI CAMY

Tao Guitars

or zwölf Jahren gründeten John Joveniaux und Serge Michiels in Brüssel Tao Guitars – das Duo gilt seitdem weltweit als Instanz für Sonderanfertigungen von Gitarren. Zahlreiche Stücke der beiden haben ihren Ursprung in einer Zeichnung von Koson Ohara (1877–1945), die im Atelier von Serges Großvater an der Wand hing. „Die Makellosigkeit japanischer Kunst und japanischen Kunsthandwerks war für ihn ein absoluter Richtwert. Dieser Gedanke ist mir geblieben“, erklärt Serge. Am sinnbildlichsten wird die Schnittstelle Tao–Japan beim Gitarrenmodell Kusanagi (das Schwert „Kusanagi-no tsurugi“ ist ein Äquivalent von Excalibur): Fast 800 Stunden Arbeit stecken darin, Wert 18.000 Euro – oder mehr. Ein fairer Preis, mussten Serge & John doch spezielle Fertigungstechniken erlernen, etwa für die Silberapplikationen oder die Rochenlederverarbeitung. Tao begeistert mit seinen Instrumenten nicht nur fanatische Riff-Enthusiasten von den Dandy Warhols bis ZZ Top, wissen Serge & John: „Auch weniger namhafte Gitarristen holen sich damit eine Menge Energie in ihre Sessions.“ www.taoguitars.com

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THE RED BULLETIN


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BULLEVARD Laut der East Japan Railway Company soll der lichtdurchflutete Triebwagen seine Gäste „mit Zukunftshoffnung durchdringen“.

Er ist nicht schnell. Du kommst an, wo du losgefahren bist. Aber selten zuvor war ein Weg mehr Ziel.

SCHÖN REIST SICH’S RUND UM TOKIO Das Fahrerlebnis fühlt sich eher nach Luxushotel an als nach Eisenbahnabteil. Luxus-Badezimmer mit ZypressenholzBadewanne inklusive Die Train Suite Shikishima wurde von Ken Okuyama entworfen (ebenso wie der Ferrari Enzo).

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THE RED BULLETIN

GETTY IMAGES (2), ULLSTEIN BILD (2)

Shiki-shima-Zug

ie Japaner nehmen ihre Eisenbahnen ernst. Der Chūō Shinkansen Bullet Train zum Beispiel hält den Bahn-Geschwindigkeitsweltrekord: 603 km/h auf der Yamanashi-Teststrecke (ja, es gibt in Japan Eisenbahn-Teststrecken). In einer anderen Liga spielt die Train Suite Shiki-shima: Maximal 110 km/h schnell, aber auch sie ist eine Einzigartigkeit auf Schienen. Zehn Schlafwagen beher beherbergen 34 Passagiere in insgesamt 17 Suiten. Die meisten von ihnen sind mit WC und Dusche ausgestattet, zwei jedoch – doppelstöckig luxuriös – zudem mit ZypressenholzBädern, Baumwollkimonos und Swarovski-Ferngläsern. Das Leitthema der PianoLounge ist „komorebi“ – japanisch für „Sonnenlicht, das durch Zweige schimmert“. Hier blicken die Fahrgäste wie durchs Baumkronendach eines Waldes aus großen Fenstern in die Landschaft. Die futuristische Aussichtswarte im Triebwagen wiederum weckt die Sinne für „kinashi“ („große Dinge, die bevorstehen“). Währenddessen servieren Butler Köstlichkeiten von Japans erstem Michelin-Sternekoch Katsuhiro Nakamura. Die Reise führt von Tokio nach Tokio und dauert drei Tage. Um 10.800 Euro ist man dabei. jreast.co.jp

TOM GUISE

D


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DRIVE TOGETHER


Überlebens­ künstler Das Rallye-Raid-Abc oder: Wie du lange Offroad-Distanzen mit Highspeed bewältigst, ohne dabei auf der Strecke zu bleiben. Text: Werner Jessner 28


FLAVIEN DUHAMEL/RED BULL CONTENT POOL

Klassiker des Genres: Ein Peugeot 3008DKR Maxi wühlt sich hurtig durch die Dünen.


Wo selbst die besten Piloten der Welt an ihre Grenzen stoßen. Rallye Raid, auch Marathon- oder Langstreckenrallye genannt, fordert Fahrer auf zwei oder vier Rädern über mehrere Tage. Es ist die perfekte Kombination aus Racing und Abenteuer, aus Konstanz und Improvisation, aus Athletik und Fahrkunst.


A

wie Afrika

Afrika, das – Wird allweil die spirituelle Heimat der Langstrecken-Rallyes bleiben, selbst wenn die prestigeträchtige Rallye Dakar seit 2009 in Südamerika gefahren wird. Etliche kleinere Bewerbe finden nach wie vor am Schwarzen Kontinent statt, etwa die Marokko-Rallye oder das Africa Eco Race auf den Spuren der ursprünglichen Route. Eine Rückkehr der Dakar nach Afrika scheint aus politischen und wirtschaftlichen Gründen unrealistisch.

BENJAMIN CREMEL/DPPI/RED BULL CONTENT POOL, FLAVIEN DUHAMEL/RED BULL CONTENT POOL

B Siehe S wie Silk Way Rally

wie Biwak

Biwak, das – Fahrer, Beifahrer, Mechaniker, Ingenieure, Strategen, Organisatoren, Journalisten, Fotografen, Ärzte, Köche, Zeitnehmer und alle anderen aus dem Tross schlafen, wohnen und interagieren in einer Zeltstadt, die sich allabendlich neu aufbaut und morgens wieder verschwindet, inklusive Küche, Toiletten, Duschen, Lazarett, Mediacenter etc.

Die Strecke in Asien variiert, 2017 fuhr man von Moskau über Kasachstan in die chinesische Stadt Xi’an, 2016 endete man in Peking. Gefahren wird seit 2009, für die Kamaz Trucks ist es ein Heimspiel. Titelverteidiger bei den Autos: Cyril Despres auf Peugeot (Bild). Es sind nicht nur die Rennfahrer, die den riesigen Tross der Dakar ausmachen.

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C wie Coma Coma, der – Der Spanier Marc Coma hat fünf Dakar-Siege auf dem Bike zu Buche stehen und konnte über ein Jahrzehnt lang, wenn überhaupt, nur von Cyril Despres geschlagen werden. Seit seinem Rücktritt vom Sport vor zwei Jahren ist er für die Streckenplanung in Südamerika verantwortlich – der Mann weiß, wie man Show und Sport mit Sicherheit verbindet.

J

wie Jutta Kleinschmidt

Jutta Kleinschmidt, die – Die Deutsche ist nach wie vor die einzige Frau, die jemals die Rallye Dakar gewinnen konnte (2001, Mitsubishi). Hartnäckigster Gegner damals: ihr früherer Lebensgefährte Jean-Louis Schlesser, Dakar-Sieger 1999 und 2000.

D wie Dakar Dakar, die – Die senegalesische Hauptstadt war das ursprüngliche Ziel der erstmals 1979 in Paris gestarteten AbenteuerVeranstaltung. Bis zur Übersiedelung nach Südamerika im Jahr 2009, was aus Sicherheitsgründen erfolgte, endete die Rallye trotz wechselnder Routenführung nur zweimal nicht die Stadt am Lac Rose. Jutta Kleinschmidt: Hat auf dem Bike begonnen und im Auto gewonnen – als einzige Frau bisher.

Elemente, die – Abgesehen von Sand und Geröll werden Rallye-Raid-Piloten in Südamerika vor allem von zwei Naturgewalten geprüft. Mitunter sintflutartige Regenfälle sorgen für Schlamm, und bei Pässen auf Höhen über 4000 Metern sind nicht nur Motoren am Anschlag.

F wie Finish Finish, das – Anders als in der WRC wird in der Rallye Raid nur gewertet, wer auch tatsächlich das Ziel sieht. Daher tun Teilnehmer auch alles, um sich selbst nach schweren Unfällen irgendwie durchzuschleppen. Was anderswo Sekunden sind, sind hier Minuten, Minuten sind Stunden.

G wie GPS-Points

I wie Iritrack

GPS-Points, die – Das Ziel ist nicht nur das Ziel: Dazwischen müssen auf jeder Etappe zusätzliche Wegpunkte gefunden und in einem vorgegebenen Umkreis von meist nur wenigen Metern passiert werden. Ansonsten drohen Zeitstrafen oder schlimmstenfalls Disqualifikation.

Iritrack, das – Damit kein Fahrer verlorengeht, ist jedes Fahrzeug mit einem Tracking-System ausgerüstet, das dank Iridium-Technik selbst in Regionen ohne Handy-Empfang die Position des Fahrzeugs präzis erfasst und gleichzeitig als Notfall-Detektor dient. Außerdem erfasst es jederzeit die Geschwindigkeit und sendet sie in Echtzeit in die Organisationszentrale nach Paris.

H wie Hydration Hydration, die – Bis zu fünf Liter trinken Fahrer allein während der Sonderprüfungen: Körperliche Anstrengung, Sonne und vor allem die Höhenlage in Südamerika stellen den Organismus vor gewaltige Probleme. Rallye Raid ist Extremsport, egal mit welchem Fahrzeug.

K wie KTM KTM – Mit 16 Gesamtsiegen ist das österreichische Motorrad-Fabrikat die erfolgreichste Marke in der Geschichte und seit dem Jahr 2001 ungeschlagen – einsamer Rekord. Der russische Truck-Hersteller Kamaz hält bei 14 Siegen, Mitsubishi bei 12 Titeln in der Auto-Kategorie.

Lästig: Dreck. Lästiger: versenktes Werkzeug.

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THE RED BULLETIN

GETTY IMAGES (2), FRANCK FIFE/AFP/PICTUREDESK.COM

E wie Elemente


L wie Liaison

M wie Motorrad

N wie Notfall

Liaison, die – Zwischen den einzelnen Wertungsprüfungen liegen die Verbindungsetappen, die auf öffentlichen Straßen gefahren werden – und zwar mehrere hundert Kilometer pro Tag – und auf denen ein striktes Tempolimit gilt, das penibel über GPS überwacht wird. Jede einzelne Übertretung kostet ein paar hundert Euro.

Motorrad, das – Erst drei Fahrern in der Geschichte der Rallye Dakar ist es bislang gelungen, das Rennen sowohl auf dem Motorrad als auch im Auto zu gewinnen: Hubert Auriol, Nani Roma und Stéphane Peterhansel. Der fünffache Bike-Champion Cyril Despres aus Frankreich – mittlerweile Peugeot-Werkspilot – hat das Zeug, die Nummer vier zu werden.

Notfall, der – Stürzt ein Fahrer schwer, sind seine Mitbewerber zur Hilfeleistung verpflichtet. Wird der Notfallsender ausgelöst, gerät die Hilfskette in Bewegung, und der Fahrer wird in der Regel per Hubschrauber geborgen. Dem Ersthelfer wird die verlorene Zeit gutgeschrieben.

O

wie Orientierung

Orientierung, die – Neben „Wie schnell?“ ist „Wohin?“ die entscheidende Komponente für Erfolg im Rallye-Raid-Sport. Die Fahrer haben drei Hilfen zur Verfügung: das Roadbook, GPS und – ganz alte Schule – einen Kompass.

Kein Verfahrer, ein Überholmanöver. Wer sich verirrt, tut das meist um Dutzende Kilometer.

THE RED BULLETIN

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P

wie Peterhansel

Peterhansel, der – Man nennt ihn „Mister Dakar“: Der 52-jährige Franzose hat mit dem Bike sechsmal, mit dem Auto siebenmal gewonnen. Auch 2018 ist der Titelverteidiger wieder Top-Favorit. Härteste Gegner: seine Peugeot-Markenkollegen Carlos Sainz, Sébastien Loeb und Cyril Despres.

Stéphane Peterhansel ist „Mister Dakar“.

Q wie Quad

MARCELO MARAGNI/RED BULL CONTENT POOL, FLAVIEN DUHAMEL/RED BULL CONTENT POOL

Quad, das – Die vierrädrigen Minimalisten – auch: ATVs (All-Terrain Vehicles) – sind seit 2009 im Dakar-Starterfeld. Rekordsieger ist der Argentinier Marco Patronelli.

T

wie Trucks

Trucks, die – Die Dominatoren der internationalen Rallye-Raid-Szene kommen aus Nabereschnyje Tschelny, einer Stadt in Tartastan rund drei Flugstunden östlich von Moskau. Besonderheit: Die Piloten sind ganz normale Angestellte des Lkw-Werks und arbeiten als Mechaniker oder Ingenieure, wenn sie nicht gerade Rennen gewinnen.

R wie Roadbook Roadbook, das – Eine Papierrolle (bei den Bikern) bzw. ein Buch, in dem alle Abzweigungen, Gefahrenpunkte etc. vermerkt sind. Gewissenhafte Vorbereitung am Abend zuvor ist alles, erfahrene Piloten verwenden ein Farbsystem mit Leuchtstiften, um selbst unter Druck auf einen Blick die Übersicht zu bewahren.

S wie Silk Way Rally Silk Way Rally, die – Der zweiwöchige Sommerbewerb gilt als die „kleine Dakar“. Sieger der letzten beiden Ausgaben: Cyril Despres jeweils auf einem Peugeot. In der Trucks-Kategorie ist Kamaz seit 2012 ungeschlagen. Bikes sind nicht am Start. 35


Siehe K wie KTM Die Dakar-Sieger auf KTM stellen den Adel des Rallye Raid dar: Fabrizio Meoni, Richard Sainct, Nani Roma, Cyril Despres, Marc Coma, Toby Price und im letzten Jahr Sam Sunderland (Bild).


U wie UTV

W wie World Cup

UTV, das – Der günstigste Einstieg in die Welt des Rallye Raid stellen UTVs (Utility Terrain Vehicles) dar: Buggies mit kaum mehr als 100 PS und Heckantrieb, serien­ mäßig ab 20.000 Euro zu haben. Sieger 2017: die Brasilianer Leandro Torres und Lourival Roldan.

World Cup, der – Umfasst elf unterschied­ lich lange Events auf verschiedensten Terrains. Amtierender Gesamtsieger: Nasser Al­Attiyah auf Toyota.

Y wie Youngsters V wie Volkswagen V Volkswagen, der – Die dunkelblauen Race Touareg zeigten erstmals, dass man mit Dieselmotoren Rallye­Raid­Bewerbe dominieren kann: 2010 und 2011 holte man sich jeweils einen Dakar­Dreifach­ sieg (!) – und zog sich danach aus dem Sport zurück.

X

Youngsters, die – Sogenannte Baja­Events in Europa oder Dubai eignen sich als Einstieg, sinnvolle nächste Schritte sind Marokko­, Katar­ oder Kasachstan­Rallye.

Z

wie Zuschauen

Zuschauen, das – Zusammenfassungen der Dakar 2018 auf redbull.com/dakar

wie in 4×4

MARCIN KIN/RED BULL CONTENT POOL, GETTY IMAGES

4×4 – oder Heckantrieb? Das ist die Frage bei den Autos. Allradler wie Mini oder Toyota haben mehr Traktion, Hecktriebler wie der Peugeot 3008 DKR Maxi mehr kon­ struktive Freiheiten. In den letzten beiden Jahren hat das Peugeot­Konzept gestochen.

Nicht der gewöhnliche SUV in deiner Garage: Dakar-Autos sind riesig. Der Peugeot 3008DKR Maxi ist 4,3 Meter lang, 1,8 Meter hoch und mit 2,2 Metern so breit, dass er auf Autobahnen nicht auf die Überholspur dürfte.

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CYRIL DESPRES hat die Rallye Dakar fünfmal auf zwei Rädern gewonnen und strebt das nun auch mit dem Auto an. Sind Biker die besseren Autofahrer?

„Hoppl

gleich passiert was“


FLAVIEN DUHAMEL/RED BULL CONTENT POOL

a,

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Es gibt nur drei Menschen, die die legendäre Marathon-Rallye sowohl auf dem Bike als auch im Auto gewinnen konnten: Hubert Auriol, Nani Roma, Stéphane Peterhansel. Man kann das mit Musikern vergleichen, die einen Oscar erhielten, mit PhysikNobelpreisträgern, die einen Bestseller schrieben, oder mit Unternehmern, die mehrere Firmen an die Weltspitze führten. Cyril Despres ist drauf und dran, sich in diese rare Liste einzuschreiben. Zehn Jahre nach seinem ersten Dakar-Sieg auf dem Bike wechselte er in einen WerksPeugeot, stand damit bei der Dakar 2017 bereits auf dem Podest und hat bei der Silk Way Rally seine ersten Gesamtsiege im Auto geholt. Wie lernt man so schnell? Sollten wir uns etwa alle ein Motorrad zulegen, um im Straßenverkehr sicherer und flüssiger unterwegs zu sein?

the red bulletin: Auf dem Motorrad warst du ein Einzelkämpfer: fahren, navigieren, reparieren. Ist Autofahren einfacher, weil du weniger zu tun hast? cyril despres: Im Gegenteil. Ich musste mir abgewöhnen, mich um alles kümmern zu wollen. Gut, dass mein Teamkollege Stéphane Peterhansel den Umstieg schon Jahre vor mir vollzogen hatte und mir erklären konnte, was ich falsch mache. Und zwar? Dass ich nicht ständig mit einem Auge aufs Navi des Beifahrers schiele, sondern mich auf das verlasse, was er mir diktiert. Rüberschielen wäre auch keine so gute Idee bei 150 km/h im groben Gelände … Da geht es um etwas anderes. Auf dem Motorrad hat das Hirn die Infos jahr jahrzehntelang über die Augen bekommen, im Auto kommen sie plötzlich über die Ohren. Ich musste von einem Sinnesorgan auf ein anderes umschulen – und zwar so, dass es auch unter Druck funktioniert. Wie macht man das? Mein Beifahrer David Castera und ich haben uns eine eigene Sprache ausgedacht. In dieser Sprache – und nur in dieser Sprache – kommuniziert er mit mir. Zum Beispiel? Normal würde man sagen: „In 300 Metern kommt ein Fels, Vorsicht!“ Bei uns kommt

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Interview: Werner Jessner die wichtigste Information zuerst: Achtung. Das versetzt mich in Alarmzustand. Danach Information, was es ist: in diesem Fall der Fels. Was ein Fels oder was ein Stein ist, wird auch präzise festgelegt. Zum Schluss die Entfernungsangabe. Das Kommando lautet also: „Achtung, Fels, 300.“ Die technische Komplexität macht dir nichts aus? Ein Motorrad ist doch ein vergleichsweise einfaches Ding, betrachtet man es neben einem Auto … Technisch war ich immer fit. Klar sind Autos komplizierter, aber du bist zu zweit, wenn es um Reparaturen geht. Mein Sensorium ist durch das Bike so geschult, dass ich Dinge fühle und höre, die nicht in Ordnung sind, selbst wenn Sensoren etwas anderes sagen. Bei einem Test in Marokko bin ich nach zwei Kilometern umgekehrt, weil ich gespürt habe, dass mit den Stoßdämpfern etwas nicht gestimmt hat. Und? Die Sensoren zeigten an, dass alles normal sei. Doch ich habe darauf bestanden, dass beide Stoßdämpfer vorn rechts zerlegt werden. Und siehe da: In einem hatte sich ein Luftpolster gebildet. Wenn du oft auf dem Bike sitzt, entwickelst du ein Gefühl, das Autofahrer niemals ausbilden müssen. Zu diesem Interview hat mich ein MotoTaxi gebracht, weil Bikes in Paris zeitlich kalkulierbarer sind. Der Fahrer macht

den Job seit 14 Jahren und behauptet, er sei noch nie gestürzt. Dabei fuhr er wirklich zügig und hatte einen Riecher, wann sich wo Lücken im Verkehr öffnen und schließen. In den 45 Minuten bis hierher musste er genau fünfmal einen Fuß auf den Boden setzen, und das war bei roten Ampeln. Auf dem Motorrad bekommst du ein Gefühl für den Flow, aber auch dafür, wann es haarig wird. Vielleicht ist Gefühl das falsche Wort, es ist eher ein Instinkt: Hoppla, jetzt passiert gleich was. Du wirst noch aufmerksamer, noch alerter, ohne notwendigerweise vom Gas zu gehen. Bei mir ist dieser Instinkt offensichtlich besonders stark ausgeprägt, denn bei 105 Rallye-Raid-Starts war ich 98-mal im Ziel. Heißt das, dass du zu weit weg vom Limit warst? Auf dem Motorrad ist keiner voll am Limit. Nicht bei der Dakar, nicht bei anderen Rallye Raids, klugerweise auch nicht im Straßenverkehr. Stéphane Peterhansel hat bei seinen Siegen nie mehr als 97 % gegeben, sagt er. Ich sowieso nicht. Das ist der Unterschied zu gelernten Autofahrern wie meinen Teamkollegen Sébastien Loeb oder Carlos Sainz: Die fahren zwischendurch auch 110 %, weil sie wissen, dass sie unter Umständen damit durchkommen. Was meinst du mit „Ich sowieso nicht“? Ich war nie der schnellste Fahrer im Feld. Mein alter Freund und Gegner Marc Coma konnte immer schneller fahren als ich. Und trotzdem habt ihr die Dakar gleich oft gewonnen: jeder fünfmal. Meine Verlässlichkeit hat mir auch den Job bei Peugeot eingebracht: Sie wussten, dass da jemand mit einem langen Atem ist, einer, der das Auto nach Hause bringt.

Ungewohntes Bild: Für seinen letzten Dakar-Start auf zwei Rädern tauschte Cyril die KTM gegen eine Yamaha.

THE RED BULLETIN


Gewohntes Bild: Cyril wirbelt mit einem Peugeot ordentlich Wüstensand auf.

MARCELO MARAGNI/RED BULL CONTENT POOL, FLAVIEN DUHAMEL/RED BULL CONTENT POOL

Sollte man Kinder aufs Motorrad setzen? „Unbedingt! So lernen sie, dass es ein Limit gibt.“ Soll man Kinder aufs Motorrad setzen? Unbedingt! So lernen sie, dass es ein Limit gibt, wo es liegt und was passiert, wenn man es nicht respektiert. Hypothetische Frage: Wenn du heute wieder aufs Dakar-Bike steigen wür würdest, wie schnell wärst du noch? Die junge Garde an der Spitze geht schon ein sehr hohes Tempo, rein fahrerisch, nimmt aber auch viel Risiko: Toby Price, Sam Sunderland, Matthias Walkner oder mein Landsmann Adrien van Beveren, von dem ich sehr viel halte. Vom reinen Speed hätte ich keine Chance gegen sie. THE RED BULLETIN

Aber gib mir eine lange, harte Etappe, die feucht ist und tückisch zu navigieren: Ich bin überzeugt, aus dem Stand noch immer in die Top 5 zu fahren. Was vermisst du auf dem Motorrad? Die kurze Leitung. Die Möglichkeit, schnell zu reagieren. Bikes wiegen 150 Kilo, der Peugeot 3008DKR Maxi das Zehnfache. Dem Bike gibst du einen schnellen Impuls, und schon bist du aus dem Schneider. Das Auto reagiert träger – trotzdem musst du es auf den Zentimeter genau bewegen können. Um das zu lernen, habe ich Zeit gebraucht.

Bist du nach einem Tag im Auto entspannter als nach einem Tag am Bike? Im Gegenteil. Es ist mehr Arbeit, ein Auto schnell zu fahren, als ein Motorrad, weil alles durch einen Filter passiert. Und sonst? Die Sinneseindrücke sind auf dem Motor Motorrad intensiver. Du hörst, siehst, spürst die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit – und du riechst. Weil dein Sensorium kompletter ist, sind deine Instinkte wacher. Du hast mehr Chancen, potenzielle Gefahren zu erahnen. Im Auto bist du abgeschottet. Was macht man dagegen? Trotz Klimaanlage mache ich das Fenster immer einen Spalt auf. So bekomme ich das Beste aus zwei Welten. redbull.com/dakar

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Van Damme erfindet sich neu Text: Nora O’Donnell Fotos: Miko Lim Styling: Rasheeda Ameera 42


Jean-Claude Van Damme in den Milk Studios in Hollywood


Dank Stunt-Doubles und Greenscreen-Technik --Technik braucht ein Durchschnittsschauspieler heutzutage gerade mal ein Paar Strumpfhosen, um zum Superhelden zu werden. Und einen Personal Trainer, der den Schwabbelbauch in ein Sixpack verwandelt. Doch bevor CGI und Männer in Umhängen das Kino beherrschten, gab es Actionstars, die all das nicht nötig hatten. Zum Beispiel Jean-Claude Van Damme.

In

den frühen neunziger Jahren war Van Damme mit seinen Roundhouse-Kicks und akrobatischen Spagaten einer der größten Stars dieses Planeten. Als erfahrener Kampfsportler beeindruckte er in Filmen wie „Bloodsport“ und „Timecop“ mit eigenen Stunts und verzauberte das Publikum – vor allem das weibliche – mit Charme und französischem Akzent. Als Hollywood in den folgenden Jahren das Interesse an traditionellen Actionfilmen verlor und Comicverfilmungen immer beliebter wurden, mussten sich Stars wie Van Damme häufig mit Directto-Video-Produktionen – mit Filmen nur für VHS, DVD oder Blu-ray – begnügen. Doch seine Fans blieben ihm treu, und in den letzten zehn Jahren kämpfte er sich wieder nach oben. 2008 mit dem belgischen Krimidrama von „JCVD“, in dem er eine fiktive Version seiner selbst spielt – so überzeugend, dass das „Time“Magazin die Performance als zweitbeste 44

des Jahres wertete, gleich nach der von Heath Ledger als Joker in „The Dark Knight“. 2013 dann in einem Volvo-Werbespot, als er zwischen zwei fahrenden Lkw den „epischsten aller Spagate“ vollführte. Der Clip wurde auf YouTube fast 87 Millionen Mal angesehen – Tendenz immer noch steigend. Jetzt, vier Jahre später, glänzt der 57-jährige Van Damme in der neuen Amazon-Prime-Comedyserie „Jean-Claude Van Johnson“. Wieder spielt er eine fiktive Version von sich selbst, diesmal einen alternden Actionstar, der aus dem Ruhestand zurückkehrt, um als Undercover-Agent zu arbeiten. the red bulletin: In der AmazonSerie „Jean-Claude Van Johnson“ zeigst du dich von einer überraschend witzigen Seite. Jean-Claude Van Damme als Komödiant, das ist neu. Wie fühlt es sich an, mal ein anderes Talent unter Beweis stellen zu können? jean-claude van damme: Befreiend.

Ich war sehr froh, was Neues zu probieren. Durch die Arbeit mit den Regisseuren John Woo und Ringo Lam bin ich als Schauspieler gewachsen. Sie gaben mir das Gefühl, dass das in mir steckt. Das erinnerte mich an meinen Vater, der vor vielen Jahren gesagt hatte, ich könnte eines Tages wie der französische Schauspieler Jean-Paul Belmondo sein, ein Actionheld mit Humor. Dennoch: ziemlich beängstigend. Was ist beängstigend? Eine andere Seite zu zeigen. Weil ich nicht weiß, wie das Publikum reagieren wird. Die Leute kennen mich als Actionstar – aber komme ich auch als Spaßvogel gut an? Kann ich beides sein? Die Pilotfolge auf Amazon ist beim Publikum sehr gut angekommen. Tja, wir haben ein super Team und einen genialen Autor, David Callaham (bekannt für „The Expendables“ und „Godzilla“; Anm.), der mich übrigens liebt. Wie das? Er ist vernarrt in mich, weil seine Mutter THE RED BULLETIN


„Die Leute kennen mich als Actionstar, aber komme ich auch als Spaßvogel gut an? Kann ich beides sein?“ Kampfsport liebte und Judo trainierte. Als er aufwuchs, brachte sie ihn dazu, meine Filme anzuschauen. Das war offenbar ein richtiges Ritual für ihn: zum Videoladen gehen, VHS-Kassette ausleihen, mit Mama auf dem Sofa chillen und zusehen, wie dein Held die Bösen verdrischt. Ein purer Moment der Liebe zwischen Mutter und Sohn, hahaha. Nein, wieder im Ernst: Ich profitierte natürlich auch vom Kult um Actionstars wie Arnold Schwarzenegger, das war eine gute Zeit für Jungs wie uns. Dank dem Drehbuch kannst du dich selbst auf die Schippe nehmen. Siehst du auch privat heute Dinge anders als früher? Entspannter? Anders auf jeden Fall. Je älter du wirst, desto weniger Risiko gehst du ein. Du folgst lieber deinem gewohnten Weg. Aber ich versuche mich dagegen zu wehren. Deswegen ist es besonders cool, mit dieser Serie einmal etwas anderes probieren zu können. Weil ich da mehr so sein kann, wie ich wirklich bin. Jemand, der gern Witze reißt. Ich bin ein glücklicher Mensch. Und ich bin ein altmodischer

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Typ. Und ein alter Knochen. (Lacht.) Man ist nur so alt, wie man sich fühlt, heißt es doch? Komm mir nicht damit! Nach dem Krimidrama „JCVD“ spielst du jetzt zum zweiten Mal eine fiktive Version deiner selbst, wenn auch eine ganz andere als 2008. Du bist in beiden Rollen sehr selbstironisch, aber welche ähnelt dir mehr? Hm. Im echten Leben bin ich vor allem sehr verantwortungsbewusst, wenn es um meine Familie geht. Ich will, dass sich jeder wohlfühlt. Im Umgang mit anderen bin ich aber umso kindischer. Ich will Spaß im Leben haben. Und ich liebe es, wie ein Kind jeden Tag neue Sachen zu lernen. Was hast du in letzter Zeit gelernt? Wie man den Goldenen Schnitt aus der Mathematik in der Kunst und Natur anwendet – das Gesicht von Mona Lisa hat zum Beispiel die perfekten Maße, es erfüllt also den Goldenen Schnitt. Ich habe mich auch damit beschäftigt, wie der Goldene Schnitt mit dem Alter der Erde zusammenhängt.

Ziemlich tiefsinnig. Nein, überhaupt nicht tiefsinnig. Ich mache mir nur Gedanken über die Zukunft unseres Planeten. Ich reise seit dreißig Jahren um die Welt und bemerke viele Veränderungen. Ich habe genug Geld, also nutze ich die Zeit, um zu lernen. Wie gut kommst du im Alltag mit deiner Popularität zurecht? Ziemlich gut. Wenn die Leute im Restaurant ein Autogramm oder ein Foto haben wollen, stelle ich meinen Burger zur Seite. Ohne die Fans könnte ich ja nicht reisen, ich hätte kein nettes Haus, könnte meine Familie nicht ernähren. Ohne Fans wäre ich nichts. Ich liebe Menschen einfach. Und ich liebe Tiere. Du unterstützt ja mehrere Tierschutzorganisationen. Warum ist dir das so wichtig? Was bringt es dir? Bringen? Nichts. Aber ich halte es für unsere Pflicht, Tiere zu schützen. Und es ist unsere Aufgabe, anderen Menschen beizubringen, wie sie helfen können. Jeder kann seinen Beitrag leisten, egal ob er Tiere beschützt, erneuerbare Energien

THE RED BULLETIN


Van Dammals bis heute: Ein Blick auf die Karriere von „The Muscles from Brussels“. „Bloodsport“ (1988) In seiner ersten Hauptrolle beeindruckt Van Damme das Publikum mit seinen Martial-Arts-Skills. Mittlerweile ein Kultstreifen.

„Karate Tiger 3 – Der Kickboxer“ (1989) Van Damme, diesmal als Kickboxer, rächt seinen Bruder. Ein Reboot des Kampfsportklassikers erschien 2016.

„Harte Ziele“ (1993) US-Debüt des Regisseurs John Woo aus Hongkong. Van Damme spielt in diesem Actionfilm einen harten Franko-Amerikaner mit Vokuhila.

„Timecop“ (1994) Ein Polizist reist durch die Zeit, um seine Frau vor dem Tod zu retten. Der Sci-Fi-Blockbuster machte Van Damme weltberühmt.

„JCVD“ (2008) Van Damme spielt eine fiktive Version seiner selbst und verblüfft mit der sensiblen Darstellung eines gescheiterten Actionstars.

„Jean-Claude Van Johnson“ (2017) Comedyserie des Autors von „The Expendables“. Van Damme glänzt in einer ebenso selbstironischen wie urkomischen Rolle als Agent.

„In der Schule war ich der Loser, der Dummkopf, der Außenseiter. Doch der Kampfsport veränderte mich.“ nutzt oder sich für etwas einsetzt, was ihm wichtig ist. Es gibt mehr gute als schlechte Menschen da draußen. Du bist mit zwanzig nach Hollywood gegangen, obwohl du in Belgien ein er erfolgreiches Fitnessstudio geführt hast. Warum hast du dieses Risiko auf dich genommen? So riskant war das gar nicht. Ich hatte ein bisschen Geld auf der Bank und wusste, 48

dass ich jederzeit nach Belgien zurück zurückkehren und ein neues Fitnessstudio auf aufmachen könnte. Ich war jung, ich gab mir zwei Jahre Zeit, es zu schaffen. Aus zwei Jahren wurden schließlich fünf, genug Zeit, um mich zu vernetzen. Ich fragte die Leute nach Visitenkarten und bat sie um Meetings. Einer dieser Leute war Kirk Douglas, der mich zu sich nach Hause einlud. Als ich zu ihm kam, saß er mit

seiner Frau am Esstisch, aß eine Karotte und trank Orangensaft. Er schüttelte mir die Hand und sagte: „Ich mag das, was du tust.“ Ich antwortete: „Danke, Mister Douglas. Vielen Dank.“ Dann ging ich und hörte nie wieder etwas von ihm. Aber zumindest hatte ich die Hand von Spartacus geschüttelt! Ich habe gelesen, dass du deinen Lebenslauf auf die Windschutzscheiben THE RED BULLETIN


von teuren Autos gelegt hast, die vor Filmstudios geparkt waren. Stimmt. Ich suchte Rolls-Royces, Ferraris, Porsches, weil ich mir dachte, die fetten Autos würden den großen Stars oder den wichtigen Produzenten gehören. Auf dem Lebenslauf war ein Foto von mir und der Text: „Falls Sie einen Schauspieler mit französischem Akzent brauchen, der kicken und springen kann, rufen Sie mich bitte an. Hier meine Nummer …“ So kam es, dass ich für „Predator“ angeheuert wurde (ja, tatsächlich; Anm.) und für einen Film namens „Karate Tiger“. Es hat also geklappt. Aber woher kam deine Motivation, diese Karriere anzustreben? Es hätte leichtere gegeben … Ich wollte meinen Eltern auf meine Art beweisen, wie sehr ich sie liebe, wie dank dankbar ich ihnen bin. Als Kind war ich sehr dünn und wahnsinnig ungeschickt. In der THE RED BULLETIN

Schule meinten sie, aus mir würde nie etwas werden – ich war der Dummkopf, der Loser, der Außenseiter. Ich flüchtete in die Welt der Comics. Mein Vater hatte einen Zeitungsstand, und es gab jede Woche neue Hefte wie zum Beispiel „Tim und Struppi“. Mit Tim und Struppi konnte ich durch die Welt reisen, sie waren meine besten Freunde. Aber dann schickten mich meine Eltern in eine Kampfschule, und das veränderte alles. Oder besser gesagt: Ich veränderte mich. … und du wurdest zu „The Muscles from Brussels“. Apropos: Wie trainierst du jetzt, als neuerdings 57-Jähriger? Das Wichtigste ist dehnen. Beweglich und flexibel bleiben. Sollte ich mal Trainingsvideos machen, dann nur für Leute mit Rückenschmerzen, Knieproblemen und so weiter. Denn um fit zu sein, musst du zuerst die richtige Körperhaltung lernen.

Du musst wissen, wie du richtig gehst und dich richtig bückst, bevor du Sachen aufhebst. Sonst heißt es dauernd: „Ver „Verdammt, mein Rücken!“ Wird es mit dem Alter wichtiger, dass man sich geistig oder dass man sich körperlich fit hält? Als Menschen haben wir das Glück, gleichzeitig Körper und Seele zu sein. Deine physische Form zahlt die Rechnungen, kümmert sich um die Familie, die Kinder, die Freunde. Aber mit deinem Geist, deinen Gedanken, kannst du deine eigene Geschichte schreiben. Und wenn du etwas wirklich willst, wird es sehr oft auch Realität. „Jean-Claude Van Johnson“ erscheint am 15. Dezember auf Amazon Prime Video. Grooming: Lisa Zimmitti Fotoassistenz: Denise Dorado und Jibril Jackson 49


NORDLICHT

Fahrtraining für Könner und Genießer: hemmungsloses Driften auf Schnee und Eis im Subaru BRZ im Arctic Driving Center in Rovaniemi, Finnland.

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SUBARU

Text: Werner Jessner


SUCHE W I N T E R U R L A U B F Ü R S C H N E L L E M Ä N N E R :

DRIFTEN IN LAPPLAND.


EIN

guter Urlaub hinterlässt Spuren, zum Beispiel ein leichtes Hinken am Weg zum Abfluggate in Rovaniemi. Verantwortlich dafür ist ein Muskelkater auf der Vorderseite des linken Schienbeins. Woher der kommt? Daher, dass das linke Sprunggelenk in den letzten Tagen Dinge tun musste, die es normalerweise nicht tut. Bremsen nämlich, um einen Subaru WRX STI 4×4 auf Schnee und Eis in der Balance zu halten in feinfühligem ZusammenZusammen spiel zwischen rechtem Fuß am Gas und linkem Fuß auf der Bremse. Willkommen im Arctic Driving Center in Rovaniemi, Nordfinnland, einem Paradies für alle, die unterwegs gern auch einmal die Seitenscheiben ihres Autos zum Raus­ schauen benutzen – in Richtung nach vorn, versteht sich. Nicht zu Unrecht eilt den Fin­ nen der Ruf voraus, absolute Weltspitze des instabilen Zustandes auf Schnee und Eis zu sein. Hier, am nördlichen Polarkreis, ergibt das alles Sinn. Temperaturen von deutlich un­ ter 20 Grad lassen den Untergrund zu einer pickelharten Eisschicht gefrieren, während seitliche Bänke aus staubtrockenem Schnee wie weiche Leitschienen funktionieren: Wenn du dich unterwegs vertust – sei es aus Übermut, Konzentrationsmangel oder Über Über­ forderung –, passiert nicht viel mehr, als dass es staubt. Gefahrloser, freudvoller und für 52

den Alltag nutzbringender als hier kann man nicht mit Autos spielen. „Wichtigste Regel: genügend Abstand zum Vordermann lassen“, sagen die Instruktoren bloß, bevor es auf die erste der vier unter unter­ schiedlichen Strecken geht, einen Handling­ parcours. Wer es winters im Alltag mit Schnee­ fahrbahnen auf engen Landstraßen zu tun kriegt, wird hier bestens präpariert. Was machst du, wenn dein Subaru Levorg in der Kurve nicht einlenken will und geradeaus schiebt? Warum tut er nicht, was du ihm sagst? Paradoxerweise deshalb, weil du zu stark gelenkt hast und die Vorderräder zu wenig Seitenhaftung aufbauen können, wie die Instruktoren überzeugend erklären. Im Arctic Driving Center kannst du problemlos Ausweichstrategien erproben, gegen deine


DIE WICHTIGSTE REGEL BEIM DRIFTEN? „HABT SPASS!“ Hintern raus, gegenlenken, und nach ein paar Minuten üben kann man sogar eine Hand vom Lenkrad nehmen, weil die Lenkarbeit ausschließlich mit dem Gaspedal passiert. Unglaublich, ist im Subaru BRZ aber so.


AUFS GLATTEIS! Lappland ist ein Paradies für Drift-Anfänger wie -Fortgeschrittene. Skandinaviens Norden ist aber in jedem Fall so eine Reise wert. D R I F T E N

E S S E N

S TAU N E N

Das Arctic Driving Center in Rovaniemi, Finnland, bietet seit 30 Jahren Fahrtraining auf Eis und Schnee in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, regelmäßige Präparierung, Schneesicherheit und erprobte Instruktoren. Preise und Packages auf Anfrage. www.arcticdrivingcenter.fi

Rentiersteak, Lachs, eingelegtes Gemüse, frisches Roggenbrot, dicke Suppen: Finnlands Küche ist so unterschätzt wie deftig. Das Sky Restaurant Ounasvaara schließt diese Bildungslücke, während man spektakulär auf Rovaniemi blickt. www.laplandhotels.com

Das Museum Arktikum erzählt die Geschichte des Nordens ebenso feinfühlig wie didaktisch klug und spannend, alles architektonisch beeindruckend verpackt direkt am Kemijoki-Fluss. www.arktikum.fi


Das Instrumenten-Look verrät, woher im BRZ der Wind weht: Der rote Bereich beim Drehzahlmesser – also da, wo es spannend wird – hat den prominentesten Platz.

Untadelige, auch sehr formschöne Sitze mit genügend Seitenhalt selbst an Tagen wie diesen, wo die Physik alles tut, um dich aus dem Konzept zu bringen. Plus Sitzheizung!

Was wir leider nicht zeigen können: den Sound des Boxermotors, der den BRZ bis 230 km/h zieht. Was wir zeigen können: den Schalthebel der sehr präzisen Sechs-Gang-Box.

LENKEN NUR MIT DEM GASPEDAL? FÜHLT SICH SCHON BALD VÖLLIG NATÜRLICH AN. Instinkte ankämpfen, und all das, was sonst in massiver Kaltverformung enden würde, lässt bloß Schnee im Rückspiegel stauben. „Allerwichtigste Regel: Habt Spaß.“ Das hier ist kein Fahrsicherheitstraining, das ist the real deal. Der nächste Parcours ist deutlich schneller, fließende Kurven gehen auf einem etwa eine Minute langen Rundkurs ineinander über, bei ausreichend Pisten­ breite. Der legendäre Subaru WRX STI 4×4 und der Sportwagen BRZ haben Spikereifen montiert, was einerseits Traktion verspricht, andererseits aber das Tempo erhöht. Der WRX STI 4×4 hat Allrad­, der BRZ Heckan­ trieb, und wieder einmal wird das alte Vor­ urteil widerlegt, dass man für ordentliche Drifts einen Hecktriebler benötigen würde. Mit dem BRZ gibt es deutlich mehr Dreher, vor allem nach innen. Der Allradler lässt sich deutlich einfacher wieder auf Schiene bringen, und schneller ist er außerdem. „Und jetzt wird es richtig lustig“, grinsen die Instruktoren vor den letzten zwei Statio­ nen, die sich schon verheißungsvoll „Drift“ nennen. Ziel ist, den instabilen Fahrzustand niemals enden zu lassen, was auf der Kreis­ bahn noch recht einfach gelingt: Hintern raus, gegenlenken, und nach ein paar Minuten üben kann man sogar eine Hand vom Lenk Lenk­ rad nehmen, weil die Lenkarbeit ausschließ­ lich mit dem Gaspedal passiert. Unglaublich, ist aber so. Diffiziler wird das schon auf dem zweiten Drift­Parcours mit seinen unterschiedlich

starken Rechts­ und Linkskurven. Mit dem linken Fuß (daher der eingangs erwähnte Muskelkater am Tag danach) entlastest du via Bremspedal das Heck und leitest jene köstliche Instabilität ein, die du mit dem Gas stabilisierst, während die Arme am Lenk Lenk­ rad damit beschäftigt sind, die Vorderräder immer in Fahrtrichtung zeigen zu lassen, ganz ungeachtet dessen, was das restliche Auto macht. Idealerweise hörst du am Scheitelpunkt ein leises „Tock“, weil du so­ eben den maximalen Lenkeinschlag erreicht hast. So geht das stundenlang und könnte noch viel länger gehen. Geht aber nicht. Winter in Finnland sind nicht nur eisig, sondern auch dunkel. Spätestens um 16 Uhr ist Schluss, was aber so schlecht auch wieder nicht ist: Rentiersteak im Eis­Iglu, ein Besuch im großartigen Lappland­Museum Arktikum oder dem touristischen Santa­Claus­Village, ­ ­Village, ein Blick über die Stadt von der Terrasse des gehobenen Restaurants Sky Ounasvaara oder dem Turm der lokalen Skisprungschanze aus, mit Glück einmal im Leben das Nordlicht sehen – keine Ahnung, warum man im Winter in den Süden fahren soll. (Gegen die Folgen der beißenden Kälte und der Verspannung im Sprunggelenk gibt es am Abend, natürlich, die notorische Sauna.) subaru.ch

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RAUF MIT DIR!

Text: Christine Vitel

Morgenlauf in 1500 Meter Seehöhe. Rémi Bonnet beim Training über Charmey (FR). 56

DAMIEN ROSSO/RED BULL CONTENT POOL

Berglauf-Genie Rémi Bonnet über die Faszination der dünnen Luft. Und was du bergauf über dich selbst, ­deinen Körper und das Leben lernst.


RÉMI BONNET IST

22, seit vier Jahren Bergläufer – und nicht irgendeiner: Er ist aktueller Sieger des prestigeträchtigen TransvulcaniaSkyrace auf La Palma, Spanien (Halbmarathon-Distanz), dazu seit 2015 Rekordhalter beim 3030-Höhenmeter-Lauf Red Bull K3. Rémi brilliert in den Laufschuhen (beim Skyrunning – Läufe auf über 2000 Meter Höhe einschliesslich Kletterei bis zum 2. Grad) ebenso wie auf den Tourenskiern (beim Vertical Race, das sind bis zu fünf Kilometer lange Skiaufstiege mit einer Höhendifferenz von 1000 Metern). Wir treffen ihn in Charmey, Kanton Freiburg, auf dem Bergzug der Gastlosen auf einer Seehöhe von 1475 Metern, dem Ausgangspunkt für sein tägliches Training. „Wenn dich die Faszination der Berge einmal gepackt hat, lässt sie dich nicht mehr los“, sagt Rémi Bonnet – und erklärt, wie du in acht Schritten zum Berglauf-Enthusiasten wirst.

SPIEL MIT DEM BERG

„Atme diese frische, klare, reine Luft, geniess die Ruhe heroben, schau dich doch auch einfach mal aufmerksam um: Du spürst sofort die Energie der Landschaft. Wenn du Berge im Laufstil erklimmst, bekommt dein Erlebnis eine ganz eigene Qualität. Der Berg wird zu deiner Spielwiese, und selbst wenn du tagtäglich auf demselben Berg trainieren solltest, ist

Beim Red Bull K3 überwand Rémi in der Rekordzeit von 2:01 Stunden 3030 Höhen­ meter – das entspricht zehnmal dem Eiffelturm. 58

jeder Lauf neu. Ich habe einen Hausberg, aber Langeweile kenn ich nicht. Die Natur wählt jeden Tag neue Herausforderungen für mich.“ Schritt 2:

NUTZE JEDE JAHRESZEIT

„Der Berg kennt keine Off-Season. Er for fordert dich in jeder Jahreszeit anders: Das Vertical Race auf Skiern ist eine extrem intensive, aber kurze Anstrengung – der

Lauf ist nach 30 bis 45 Minuten am ersten Gipfel vorbei. Beim Skyrunning in Lauf Laufschuhen variiert das Gelände, es gibt Steigungen und Gefälle, Kletterpassagen, Waldabschnitte … Die Rennen dauern auch erheblich länger, etwa drei Stunden.“ Schritt 3:

TANK DIE KRAFT DER NATUR

„Berglauf ist niemals Routine, jeder Lauf

THE RED BULLETIN

DAMIEN ROSSO/RED BULL CONTENT POOL

Schritt 1:


Steilstück-Highspeed-Bekletterung à la Bonnet: „Berglauf ist nie Routine, sondern jedes Mal ein neues Erlebnis.“

„BEIM SKYRUNNING LERNST DU DICH SELBST KENNEN: ALS ATHLET – UND MENSCH.“ ist ein Ereignis, ein neues Erlebnis. Die Landschaft gibt dir ein Gefühl der Freiheit und wirkt beruhigend, sie gibt dir Energie und Motivation. Diese unendliche Kraft der Natur kannst du im Training genies­ sen – und im Wettkampf für dich nützen. Muss ich im Rennen schwierige Passagen überwinden, hole ich mir zusätzliche Energie aus der Natur, aus der über­ wältigenden Vielfalt der Landschaft.“ THE RED BULLETIN

Schritt 4:

VERSTEH DEN GIPFEL ALS METAPHER

„Berglauf ist natürlich kein Spaziergang. Du musst einigermassen fit sein, gesund, du darfst nicht unter Höhenangst leiden. Das ist klar. Aber wenn diese Grundvor Grundvor­ aussetzungen gegeben sind, gibt es keine Entschuldigung mehr. Und es lohnt so sehr: Du lernst dich laufend am Berg neu

kennen, nicht nur als Athlet, sondern auch als Mensch. Ziele im Flachen haben immer etwas Beliebiges an sich. Das Ziel beim Berglauf hat etwas Absolutes, der Gipfel, der höchste Punkt. Den zu erreichen – auch angesichts der Potenzierung der Anstrengung auf dem Weg – gibt dir die grösste Zufriedenheit. Es macht dir Mut, dich an grossen Zielen zu versuchen – nicht nur als Athlet, sondern, wenn wir 59


„AM BERG IST JEDER SCHRITT VERANTWORTUNG. DU BIST EINFACH VOLL DA.“ den Gipfel als Metapher sehen, auch als Mensch, in jedem Bereich deines Lebens.“ Schritt 5:

SETZ DICH DEN ELEMENTEN AUS

„Du läufst im Flachen auf Asphalt oder Feldwegen? Dann mach dich auf eine faszinierende Entdeckung gefasst: Der Untergrund auf dem Berg kann auf nur wenigen Schritten trocken, schlammig, feucht und nass sein, auf festen Grund 60

folgt Geröll. Das Wetter kann blitzschnell umschlagen. Das heisst: Deine ganze Aufmerksamkeit ist gefordert, deine volle Präsenz. Und wenn dir die Kraft ausgeht? Im Flachen bleibst du stehen und gehst heim. Auf dem Berg bedeutet jeder Schritt volle Verantwortung.“ Schritt 6:

LERN DICH KENNEN

„Als Anfänger musst du erst lernen, dein Tempo zu finden. Aber je mehr Erfahrung

du bekommst, desto früher merkst du, ob du auf dem Berg zu schnell oder zu langsam bist. Und du wirst, wenn du vom flachen Land kommst, eine entscheidende Entdeckung machen: Nicht Atemfrequenz und Pulsrate sind die limitierenden Fak­ toren, sondern die Muskelkraft in deinen Beinen. Lern, auf deine Beine zu hören!“ Schritt 7:

BERGAB IST BELOHNUNG

„Organisatoren von Vertical Races bieten THE RED BULLETIN


an die Gelenke weiter. Ich liebe es, mich von der Schwerkraft ins Tal ziehen zu lassen!“ Schritt 8:

MACH DICH SUPERFIT

„Höhentraining ist ein geniales Training. Es stärkt deinen gesamten Organismus, kräftigt Muskeln ebenso wie Herz und Lunge. Lebst du nicht in den Bergen, soll­ test du dich vor einem grösseren Lauf für zwei oder drei Tage akklimatisieren, also

über 1800 Meter Seehöhe hinaus trainie­ ren. So gewöhnst du deinen Körper an die dünnere Luft mit dem geringeren Sauer Sauer­ stoffgehalt. Der Sauerstoffmangel in dei­ nem Blut lässt deinen Organismus mehr rote Blutkörperchen bilden, um Muskeln und Organe besser mit Sauerstoff ver­ sorgen zu können – den positiven Effekt wirst du auch ein paar Wochen lang nach der Rückkehr ins Flache spüren. Sportler kennen den Begriff des Höhentrainings, da wird genau dieser Effekt angestrebt.“

RUNNING-GADGETS Berglaufen ist in jedem Alter möglich, wenn du auf deinen Körper hörst (und auf deinen Arzt klarerweise). Du kannst die gleiche Ausrüstung nehmen, die du im Flachen verwendest. Diese vier Gadgets erhöhen den Fun-Faktor zusätzlich.

DAMIEN ROSSO/RED BULL CONTENT POOL, ISMF

Rémi – ausnahmsweise einmal horizontal unterwegs – auf einem Bergkamm der Gastlosen in den Freiburger Voralpen.

häufig den Abstieg per Seilbahn an, die Abfahrt auf Skiern ist ja nicht Teil des Rennens. Ich aber nutze für den Abstieg nur dann die Gondel, wenn ich total er er­ schöpft bin. Es heisst, dass das Laufen bergab die Knie zu sehr belaste. Das ist richtig, wenn man einfach irgendwie vor sich hin läuft. Das ist aber falsch, wenn man mit guter Technik läuft … es leicht und federnd einfach laufen lassen, nur die Schwerkraft lenken. Wer sich ver ver­ krampft, wer bremst, der gibt alle Stösse THE RED BULLETIN

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„ES IST GLÜCK UND ELEND, ES IST FLUCH UND SEGEN.“

MARCEL HIRSCHER Das Interview mit dem besten Skifahrer der Welt über Preis und Wert des Erfolgs. Text: Stefan Wagner Fotos: Robert Wunsch 62


T

the red bulletin: Beginnen wir unser Gespräch* an einem Sonntagmorgen im Herbst, vier Uhr dreißig, Treffpunkt Talstation, ein ganz normaler GletscherTrainingstag des Marcel Hirscher fängt an. Wie viele Leute sind da dabei? marcel hirscher: Der Mike, der Josef, der Johann, der Graggi, mein Vater, ich. Wie viele pünktlich? Meistens sind alle schon um zehn vor halb da. Pünktlich ist jeder. Immer. Weil in dem Team jeder Einzelne weiß, was für einen Wert jeder einzelne Trainingstag hat. Da rede ich jetzt gar nicht vom Geld, wie viel jede Fahrt kostet, das ganze Überseegepäck, das Verschiffen vom Material, die Container, dass – nur ein Beispiel – die Pistenbetreiber in Chile pro Athlet einen Tausender pro Tag kassieren. Und da rede ich auch nicht vom Sportlichen, vom Trainingswert für mich als Athleten. Da rede ich davon, dass Trainingstage im Sommer und im Herbst die wichtigste Währung für einen Rennläufer sind, was Entwicklung und Abstimmung vom Material betrifft. Im Sommer und im Herbst kannst du ein paar Zehntel verlieren, die du im Winter nie aufholst. Oder du kannst sie gewinnen. Da ist jeder Tag so wertvoll, da kommt keiner auf die Idee, dass er sich noch einmal umdreht, wenn der Wecker läutet. Zwischen sechs und sieben geht die Sonne auf, Sie fahren die ersten Tore und merken: Am Ski passt was Gröberes nicht. Was tun Sie? Sofort alle zusammenrufen, beratschlagen, was wir da heroben am Gletscher machen können. Sie haben zwei der besten Serviceleute der Welt mit oben auf dem Gletscher, und die sind nicht nur mit Schraubenzieher und Schleifpapier angerückt, vermute ich. Trotzdem lässt sich nicht alles lösen. Sie rufen aber nicht an einem Sonntag um halb sieben in der Früh bei Atomic an. Passiert selten, aber wenn der Hut brennt, natürlich ruft man da an, „Guten Morgen, es ist jetzt sieben, ich will, dass um neun der, der und der in der Fabrik ist.“ Wann ist das zuletzt passiert? Voriges Jahr, Anfang Oktober, zwei, drei Wochen vor Sölden. Da war die Kacke richtig am Dampfen, aber wir haben’s dann ganz gut hingekriegt, in Sölden war ich Zweiter. Da steht wirklich eine halbe Fabrik auf Stand-by wegen Ihnen? Nicht wegen mir. 64

Natürlich wegen Ihnen. Nein. Weil die den Erfolg genauso wollen. Wenn nicht alle Beteiligten Vollgas geben, kannst du’s vergessen. Mit „nine to five“ wirst nicht Weltcup-Sieger. Angenommen, ich bin ein toller PhysioPhysio therapeut und bewerbe mich in Ihrem Team. Wie finden Sie heraus, ob ich geeignet bin? Das merkt man schnell. Ein paar erste sehr offene Gespräche, ein paar erste Szenarien … Zum Beispiel? Zum Beispiel dass wir irgendwo in Frankreich um vier Uhr nachmittags draufkommen, dass genau der Ski, den wir morgen zum Rennen brauchen, in der Fabrik in Salzburg steht. Das heißt: Sie setzen sich ins Auto, fahren sieben Stunden in die eine Richtung und sieben Stunden in die andere. Spätestens morgen um sechs Uhr früh muss der Ski da sein. Aber ich bin Physiotherapeut, nicht Botenfahrer. Ganz falsche Antwort. Okay, ich setz mich also ins Auto … … und sind am nächsten Tag um sechs in der Früh da. Dann fahr ich mit dem Ski das Rennen und gewinne es im besten Fall. Und weil Sie mein Physiotherapeut sind, haben Sie mich vor dem Rennen, zwischen den Durchgängen und nach dem Rennen ordentlich behandelt. Ausgeschlafen ist in der Saison selten wer. In Ihrem Team würde sich jeder ins Auto setzen? Jeder. Darüber brauchen wir gar nicht reden. Diese Bereitschaft ist Grundvoraussetzung. Alle die gleiche Mission, alle die gleiche Einstellung, alle die gleiche Begeisterung, alle die gleiche Bereitschaft. Anders geht’s auch nicht, sonst können wir alle miteinander zu Hause bleiben. Wenn einer diese Bereitschaft nicht hat, dann fährt er auch gleich. Aber halt nur in eine Richtung, und seinen Koffer nimmt er gleich mit. So einen brauchen wir nicht, der hält uns nur auf. Wie schwören Sie Ihre Leute auf diese gemeinsame Mission ein? Es geht nicht ums Einschwören, es geht ums Vorleben. Sie müssen also … Nicht ich, jeder. Jeder lebt vor, um was es geht. Allein mein Vater, wie der alle motiviert, Wahnsinn. Oder der Mike, beim Pistenherrichten, das glaubt mir keiner, was der weghackelt. Kommt mitten in der Nacht von einem Rennen oder einem Training heim, setzt sich die Stirnlampe auf, rauf auf den Berg. Wenn es schneit, schöpft er die Nacht durch, damit der Kleine am nächsten Tag trainieren kann. Und wenn der Mike nicht fertig wird, was ist dann meine Aufgabe, wenn ich um fünf oder sechs in der Früh hinkomm? Ein sechsfacher Gesamtweltcup-Sieger schaufelt nicht selber Neuschnee aus der Trainingspiste. Wenn er dazu nicht bereit wäre, wäre er nicht sechsfacher Weltcup-Sieger geworden.

*Das Gespräch mit Hirscher, 28, sechsfacher WeltcupSieger, fand Anfang Oktober in Salzburg statt. Der Zeitpunkt seines Comebacks nach dem im August erlittenen Knöchelbruch war damals noch ungewiss. Styling: Chantal Drywa-Wunsch


EINZELSPORT? TEAMSPORT! Marcel Hirschers Siege sind Ergebnis von Teamwork auf höchstem Niveau – an rund 300 Tagen im Jahr. Hirscher selbst stellt seine „Glorreichen Sieben“ vor.

Marcel Hirscher (hier in Kitzbühel 2017): Sieben Top-Experten arbeiten dafür, dass er perfekt vorbereitet in seine Rennen gehen kann.

FERDINAND HIRSCHER

CHRISTIAN JOHANN HÖFLEHNER STROBL

Vater & Betreuer

MICHAEL PIRCHER Trainer

Der frühere ÖSVSlalomchef, Magister der Sportwissenschaften, ist seit der Saison 2012/13 Hirschers Trainer. Hirscher: „Der Mike ist ein unglaublicher Perfektionist. Und er ist sich für nichts zu schade.“ 66

Im Team ist er nicht Hirschers Vater, sondern – so sagt der Sohn selbst – „oberster Antreiber, Supervisor, Motivator. Er bringt so viel Energie rein, dass es sogar mich beeindruckt – wären wir nicht an der Spitze, wären sein Einsatz und sein Perfektionismus absurd hoch.“

THOMAS JOSEF GRAGGABER PERCHT Servicemann

Physiotherapeut

Salzburger, früherer Junioren-Weltmeister in der Abfahrt. Hirscher: „Der Graggi weiß aus eigener Erfahrung, worum es geht. Mit ihm red ich von Skifahrer zu Skifahrer.“

Nachfolger von PhysiotherapeutenLegende Alexander Fröis. Hirscher: „Der Josef hat sich der Mission Hirscher verschrieben. Zurücklehnen? Kennt er nicht. Eher sucht er sich Fleißaufgaben.“

Global Race Director bei Atomic

Hirschers ExTrainer ist kein unmittelbares Mitglied des Teams Hirscher mehr, aber als Atomic-Verantwortlicher die wahrscheinlich wichtigste Schnittstelle. Hirscher: „Der perfekte Übersetzer. Er weiß hundertprozentig, wie ich ticke.“

Servicemann Hirscher: „Johann ist seinerzeit mit ServicemannLegende Edi Unterberger ins Team gekommen. Ist noch nicht allzu lang im Geschäft, aber ein echter Zauberlehrling, lernt extrem schnell dazu.“

THE RED BULLETIN


GEPA PICTURES/RED BULL CONTENT POOL, PICTUREDESK, GEPA PICTURES(3)

STEFAN ILLEK

Medienbetreuer Nicht nur Medien-, sondern auch SkiInsider: früherer ORF-Kamerafahrer, ausgebildeter C-Trainer und Coach. Hirscher: „Der Stefan ist nicht nur Experte, sondern auch ganz enger persönlicher Vertrauter.“ THE RED BULLETIN

Ich stelle mir Marcel Hirscher als Chef mit cholerischen Zügen vor. Das ist zu 99 Prozent falsch. Was muss ich tun, um das eine Prozent kennenzulernen? In Frankreich fragen: „Könnte nicht lieber ein anderer statt mir fahren?“ Um es ein bissl hochtrabend zu sagen: Man kann in jedem Detail die Mission verkörpern, und man kann sie in jedem Detail verraten. Ich würd’s nicht in diesen Worten aus­ drücken, aber ja. Wenn sich einer für den leichteren Weg entscheidet, ist das Verrat am Team. Das gilt in kleinen Sachen genauso wie in großen. Verdient man als Mitglied im Team Hir Hir­ scher wenigstens wahnsinnig viel Geld? Man verdient gut, aber von einer goldenen Nase sind wir weit weg. Umgerechnet auf die Stunden ist es wahrscheinlich nicht mehr als in jedem anderen Job. Das Geldtascherl ist es nicht. Ihre Motivation verstehe ich ja noch: Sie stehen im Mittelpunkt, Sie machen sich zur Sportlegende. Aber Ihr Servicemann, Ihr Physiotherapeut, Ihr Medienbetreuer? Was treibt den an? Der sitzt eh da, fragen wir ihn doch. (Hirscher deutet auf seinen Medienbetreuer Stefan Illek, der ebenfalls am Tisch sitzt.) stefan illek: Am Anfang ist es einfach. Man weiß ja, Team Hirscher, das heißt besonderer Einsatz, und allein sich dieser Herausforde­ rung zu stellen, das ist ein so großer Reiz, da bist du automatisch motiviert. Sobald aber dann die Routine in den Alltag kommt, im zweiten, dritten Jahr – immer dieselben Orte zur selben Jahreszeit, dieselben Hotels, dieselben Flughäfen, der Trott –, musst du genau in diesem Alltag die Begeisterung am Leben erhalten. Und wie gelingt das? illek: Das geht nur im Team und als Team. Da motiviert uns die gemeinsame Verantwor Verantwor­ tung, Marcel die bestmöglichen Vorausset­ zungen für Erfolg zu schaffen. Marcel gibt uns auch zu verstehen, dass er diesen Einsatz würdigt, und jeder Erfolg ist schon auch ein Dank an uns und eine Bestätigung für uns. Ausgleich haben wir dann sowieso im Som­ mer, wo es unterm Strich recht ruhig ist. Ihr Sommer ist aber kein halbes Jahr. hirscher: (Lacht.) Wenn wir ehrlich sind: April, Mai, Juni. Das ist das, was wir Sommer nennen. Und wie hält man neun Monate durch­ gehend am Anschlag aus? Die Frage geht an Sie, Herr Illek. illek: Dauerhaft nur, wenn auch eine per per­ sönliche Beziehung da ist, eine Freundschaft. Als reine Geschäftsbeziehung ginge das ein Jahr, maximal zwei. Ich mache das jetzt sechs Jahre.

Wie geht man mit Motivationstiefs im Team um? Die Frage geht an Sie, Herr Hirscher. hirscher: Dann muss ich da sein. Dann muss ich antreiben. Der, der zum Mike sagt, dass ich noch härter trainieren mag, noch besser, das muss ich sein, und vielleicht hab ich in dem oder dem Bereich dazu eine Idee, sag ihm, dass er sich das oder das einmal genauer anschauen soll, oder es geht um neue Ideen zur Skiprä­ parierung oder um ein neues Videoanalyse­ System fürs Training. Das ist dann schon mein Job, dass alle schauen, dass wir in ihrem Bereich wirklich das Maximum herauskitzeln, dass wirklich kein Trott entsteht, auch nicht in Details, keine Routine. Hin und wieder krieg ich einen Rappel und ruf der Reihe nach alle durch und sag jedem, was mir eingefallen ist, was wir brauchen, was noch besser sein könn­ te, da geh ich dann allen total auf den Geist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie Ihren Vater anrufen und sagen: Denk mal über das nach, schau dir mal das an, gemma, gemma. Mein Vater ist da auch ausgenommen. Aber nicht weil er mein Vater ist, zwischen privat und Skifahren trennen wir schon. Sondern weil mein Vater der größte Antreiber von allen ist, noch viel mehr als ich, der ist eine Maschine. Stefan Illek sagt, Freundschaft spielt eine wichtige Rolle in Ihrer beruflichen Beziehung. Das widerspricht einer Management­Regel, wonach man mit Mitarbeitern nicht befreundet sein soll. Vergessen Sie normale Regeln, dafür ist unsere Situation zu extrem. Wenn es diese Freund­ schaft im Team nicht gibt, fährt doch keiner sieben Stunden hin und sieben zurück wegen einem depperten Paar Ski. Aber Autorität braucht auch Distanz. Und Freundschaft heißt, wenn man sie ernst nimmt, das Gegenteil von Distanz. Dass man sich öffnet, Schwachstellen zeigt, Zweifel … Damit hab ich null Problem. Im Gegenteil, das macht alles ja auch leichter. In so einer Inten­ sität kannst du nicht miteinander arbeiten, wenn du nicht auch befreundet bist. Darf ein Teammitglied Kritik an Ihnen üben? Ja. Und finden Sie das gut? Es ist wichtig, dass es möglich ist. Und wie können Sie damit umgehen? Sagen wir: immer besser. (Lacht.) Es gibt nicht viele Chefs, die es für wichtig halten, kritisiert zu werden. Wenn wir genau sind: Der wirkliche Chef bin eh nicht ich. Der wirkliche Chef ist nicht die Person Marcel Hirscher, sondern die Mission Marcel Hirscher. Und in dieser Mission bin ich selber nur einer im Team, der mitarbeitet. Da gilt die – wenn Sie so wollen – Unternehmens­ kultur für mich genauso wie für jeden anderen. Gibt es einen Moment, in dem Sie vom Team­ player zum Einzelsportler switchen? Ich bin immer Einzelsportler. Ich meinte: auch gegenüber Ihrem Team. 67


Hab ich auch so verstanden. Ich bin EinzelEinzel sportler. Immer. Jetzt widersprechen Sie aber allem, was Sie bisher in diesem Gespräch gesagt haben. Da haben Sie schon recht. Aber diese LeistungsLeistungs orientierung, auch diesen Egoismus für den Erfolg, den muss ich haben. Den muss ich mir bewahren. Auch innerhalb des Teams. Das klingt jetzt ein bisschen kompliziert. Ich erklär’s Ihnen. Ich habe ein gewisses Maß an Verständnis, an Menschlichkeit, das schon. Aber es muss den Punkt geben, an dem ich auch Nachteile für andere in Kauf nehme, um selbst erfolgreich sein zu können. Gehen wir zu dem Beispiel, zu dem Ski, der in Salzburg gege blieben ist: Klar könnte ich sagen, dass ich vielviel leicht mit einem anderen Ski auch gewinnen würde. Muss deswegen einer die Nacht durchdurch fahren, wegen einem Paar Ski? Als Freund sag ich: nein. Als Sportler muss ich sagen: natür natürlich, und fahr bitte sofort, und gib Gas, sonst bist du nicht pünktlich da. Was Sie von Ihren Leuten verlangen, das geht ja tief ins Privatleben rein, mitten ins Familienleben. Stefan Illek hat in einem Interview gesagt: Im Winter sieht er Sie öfter als seine Frau, und wir wissen ja jetzt auch, was bei Ihnen „Winter“ heißt. Dass einer am Kitzbühel-Wochenende fragt, ob er freikriegt, damit er zur Hochzeit vom Großcousin dritten Grades fahren kann? Das meinen Sie? (Lacht.) Vielleicht nicht der Großcousin dritten Grades, vielleicht die Schwester? Wo ist die Grenze? Ich will verstehen, wie weit hinein ins Privatleben der Job Ihrer Leute geht. (Lacht.) Sorry. Für so was haben wir den Sommer. Wenn es ein Trainingstag ist: klar. Aber bei einem Rennen? Da kommt nicht einmal einer auf die Idee zu fragen. Das ist so was von weit weg … (Lacht herzlich.) illek: Aber für meine Kinder hast du mir freigegeben. Erster Schultag? illek: Nein, Geburt. Herr Hirscher, weil wir beim Thema Familie sind: Sie haben gesagt, dass Sie im Umgang mit Ihrem Vater zwischen privat und beruflich trennen können. Ich glaub Ihnen nicht, dass das funktioniert. Tut’s aber. Und muss es auch. Weil dass mein Vater daheim so mit mir redet wie auf der Piste, das gibt’s in 1000 Jahren nicht. Und umgekehrt auch nicht. Sie meinen, dass es im beruflichen Alltag eine gewisse Ruppigkeit gibt? Den Respekt, den ich vor meinem Vater habe, als Vater, den kann ich auf der Piste nicht an den Tag legen. Sonst würden wir nicht wirklich ernsthaft und offen und faktisch diskutieren. Das heißt, Sie sagen Ihrem Vater auf der Piste Sachen, die Sie abseits der Piste niemals sagen würden? Genau. 68

„CHEF IM TEAM MARCEL HIRSCHER IST NICHT DIE PERSON HIRSCHER. SONDERN DIE MISSION HIRSCHER.“ In einem Ton, den man als Sohn gegenüber dem Vater üblicher üblicherweise nicht anschlägt? Genau. Und er kann das auch nehmen? Absolut. Ginge auch nicht anders. Und umgekehrt ist es genauso. Sie fahren seit einem Jahrzehnt im Weltcup. In Ihrem Team gibt es genau zwei, die die gesamten zehn Jahre durchgehalten haben: Ihren Vater und Sie. 2014 haben Sie in einem Inter Interview mit dem Red Bulletin vor allem das permanente In-derÖffentlichkeit-Stehen als das Zehrendste beschrieben. Und das wird ja seither nicht weniger geworden sein. Sie könnten sich längst zurückziehen, Sie haben ausgesorgt, Sie haben mehr erreicht, als je ein Skirennläufer vor Ihnen erreicht hat. Was treibt Sie noch an? Das ist watscheneinfach: Rennfahren. Rennfahren, glaube ich, ist eine Sucht. Die Grenzen ausloten, über die Grenzen hinausgehen, über sich selbst hinauswachsen. Und zwar durch einen inneren und äußeren Druck. Du wirst durch diesen Druck in einen Zustand gepresst, der dich noch fokussierter macht, als du das jemals allein zusammenbringen

würdest, noch schärfer, noch stärker. Rennfahren, das ist, wie wenn du Nitro in ein Auto tankst. Erlebst du außerhalb nicht. Und außerdem bin ich einer, dem es taugt, wenn er zeigen kann, was er kann. Stecken Sie mich in ein volles Fußballstadion zu einem – völlig wurscht – LiegestützContest, und ich komm sicher auch in so einen Zustand. Sie schaffen vor 20.000 Zuschauern mehr Liegestütze als daheim allein im Keller? Unter Garantie. Herr Hirscher, Sie fahren seit über zwei Jahrzehnten Skirennen, Sie zeigen seit zwei Jahr Jahrzehnten dauernd, wie gut Sie skirennfahren können, und es schauen nicht 20.000 Leute zu, sondern Millionen. Das nützt sich doch ab. Sie sind kein Rennläufer, gell? Dann verstehen Sie das nicht. Rausgehen und irgendwas bis ans Äußerste ausquetschen, das ist halt schon sehr, sehr cool. Sie können doch mit 28 nicht mehr so fasziniert sein wie mit 18. Es geht, Verzeihung, um rote und blaue Stangen. Das weiß ich schon. Ich bin ja nicht deppert. Aber ich sag Ihnen, die Faszination ist noch größer als früher. Der Perfektionismus wird größer, und du hast mehr Möglichkeiten, dich dem Perfektionismus zu stellen. Andre Agassi hat irgendwann im Lauf seiner Karriere beschlossen, dass er nicht mehr spielt, um Tennismatches zu gewinnen, sondern dass er seine Popularität als Tennisspieler für wichtigere Sachen nützen möchte, in seinem Fall, um eine Schule für Kinder aus armen Familien zu gründen. Soll ich ehrlich sein? Ja, bitte. Schauen Sie sich Fotos von mir an, im Ziel, nach einem guten Lauf, schauen Sie mir nur in die THE RED BULLETIN


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Augen. Achten Sie drauf, wie die strahlen. Das sind schöne Bilder. Da sieht man einen glücklichen Menschen. Bei unserem Gespräch 2014 hatte ich das Gefühl, Sie können es kaum erwarten aufzuhören. Jetzt hab ich das Gefühl, ich muss mir Sorgen um Sie machen, wenn Sie aufhören. Vielleicht geht es mir dann schlecht. Oder vielleicht geht es mir super. Ich weiß es nicht. Es ist eben nicht schwarz oder weiß, sondern es ist beides, es ist Glück und Elend, es ist Fluch und Segen. Das Rennfahren ist das, was mich ausmacht, ich bin mehr Rennfahrer als sonst was. Und auf der anderen Seite diese öffentlichen Auftritte, die saugen am Akku. Aber es geht jetzt besser als 2014, da war ich wirklich knapp am Durchbrennen … Sie haben damals gesagt, Sie können sich nicht vorstellen, Olympia 2018 noch zu fahren. Ich kann mit dem Leben jetzt besser umgehen als damals, ich mein jetzt das öffentliche Leben, das Leben außerhalb der Skipiste. Da hat mir auch mein Team extrem geholfen. Wenn es Ihnen einmal nicht gut geht, darüber reden Sie mit Ihrem Team? Ja. „Ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr, mir geht alles auf den Arsch“, so? Kommt vor, ja. Hilft dann Trost mehr, „Ja, du hast recht, du Armer!“, oder ein resches „Reiß dich z’samm’, was ist los mit dir?“ Eher Ersteres. illek: Es ist eine Grundregel im Coaching, dass du den Klienten ernst nimmst. Zu sagen „Geht schon, gemma, ist net so schlimm“ wäre Schwachsinn. Du musst seine Wirklichkeits­ konstruktionen ernst nehmen und ihn dort abholen, wo er gerade ist. Herr Hirscher, Sie haben beim ersten öffentöffent lichen Auftritt nach Ihrem Knöchelbruch gesagt, dass Sie während der Reha manchmanch mal verzweifelt waren. Aber irgendwie haha ben Sie, während Sie das sagten, gelöst gege wirkt, entspannt, gar nicht verzweifelt. Was stimmt jetzt: Verzweiflung oder Gelöstheit? Beides. Äh. Stellen Sie sich vor, ich tu mir nicht weh. Dann geht alles weiter wie bisher, alles ab Platz zwei wird wieder als Niederlage gesehen. Wie oft hätte ich den Glasbecher noch gewinnen müs­ müs­ sen, dass alle zufrieden sind? Und wenn der Vorsprung auf den Zweiten diese Saison kleiner ist als im Vorjahr, wie nennt man das dann? Krise? Alles das ist jetzt durch die Verletzung vorbei. Neustart. Durch die Verletzung gibt es neue Erwartungen, endlich normale Erwar Erwar­ tungen. Es gibt wieder die Möglichkeit, dass es einen Erfolg gibt, der nicht selbstverständlich ist. Ich darf einmal Dreißigster werden. Nicht dass ich’s will, aber ich darf. Aber ich glaub, das ist nicht leicht zu verstehen. 70

„WENN SICH EINER FÜR DEN LEICHTEREN WEG ENTSCHEIDET, IST DAS VERRAT AM GANZEN TEAM. DAS GILT IN KLEINEN SACHEN GENAUSO WIE IN GROSSEN.“ Ich glaube, Sie sind der erste Sportler, der sagt, eine Verletzung ist eine Erleichterung. Im Moment fühlt es sich aber ein bissl so an. illek: Ich war an dem Tag im August, als das passiert ist, ein paar Stunden nicht erreichbar, dreh das Telefon auf und hab 25 Anrufe, drei vom Marcel. Ich ruf ihn als Ersten zurück, es war ein, zwei Stunden nach dem Un­ fall. Er sagt: „Du, ich hab mir den Fuß gebrochen.“ Wir reden ein bissl, aber irgendwie klingt er gar nicht zerstört, und dann frag ich

den Marcel: „Erleichtert?“ Und er: „Ja, schon ein bisschen.“ Und was ist mit der Verzweif Verzweiflung? Es ist ja wirklich nicht leicht, für das ganze Team, speziell für die Therapeuten, allein der Josef, Wahnsinn, wie sich der reinhaut. Trotzdem: Zwei Schritte vor, ei­ ei ner zurück. Ein Schritt vor, zwei zurück. Jetzt, die letzten drei Tage vor unserem Gespräch, eine Katastrophe, wenn wir ehrlich sind. Auf einmal tut die Scheiße wieder weh. Warum? Keiner weiß es. Da bist du halt dann verzwei­ felt. Aber wissen Sie was? Die ganze G’schicht’ ist die totale Her Her­ ausforderung. Voll das Abenteuer. Jetzt übertreiben Sie aber. Gar nicht. Weil wissen Sie, was das Ärgste für mich ist? Ich habe THE RED BULLETIN


es momentan nicht in der Hand. Mit Vollgas alles umreißen? Nein. Willenskraft, Disziplin, Zwang? Bringt alles nix. Sobald ich zu sehr andrück, schreit der Kerl da unten. (Zeigt auf sein Sprunggelenk.) Wenn man einen verletzten Körperteil zu früh belastet, dann tut’s halt weh. Sie haben mich nicht verstanden. Es reicht, wenn ich mir Druck mach. Wenn ich den Haxen zu etwas zwingen will, zack, tut er weh. Der Haxen ist der Chef, nicht ich. Er macht die Regeln. Lernen Sie einmal, das zu akzeptieren, wenn Sie bisher alles im Leben erzwungen haben, jeden Sieg. Ich hab alles, was ich er erreicht hab in meiner Karriere, mehr oder weniger erzwungen. Mir ist nie was in den Schoß gefallen. Im Erzwingen bin ich richtig gut, das weiß ich. Aber das hilft mir jetzt nichts. Jetzt muss ich lernen, dass es was gibt, was sich nicht erzwingen lässt. Wo das, was ich am besten kann, nicht nur nix nützt, sondern sogar schadet. Das dreht alles um im Schädel. Wenn man an Ihre legendären Läufe denkt, das waren tatsächlich immer Gewaltakte, man hatte immer den Eindruck, Sie fah­ ren da runter mit dem Beißdruck eines Rottweilers. … und steifes Kiefer am Morgen danach. Und aufwachen in der Nacht, weil die Zähne so wehtun vom Aufeinanderpressen. Ich hab das mit dem Rottweiler nicht wörtlich gemeint. Ich schon. Sie wachen nach großen Siegen in der Nacht auf, weil die Backenzähne so aufeinander malmen? Und wie die malmen, kompletter Kieferkrampf. Jetzt ist alles anders. Nicht jeden Tag um Punkt acht im Fitnesscenter sein, nicht seit September täglich Ausnahmezustand, ob eh alles passt bis Sölden. Sondern auf der Terrasse, wenn ein schöner Herbsttag ist, daheim in der Sonne

in Ruhe frühstücken. Wann hab ich zuletzt im Oktober in Ruhe gefrühstückt? Vor zehn Jahren, vor zwölf? Das klingt, als würden Sie Gefallen dran finden. Ich hoffe, ich finde nicht zu großen Gefallen daran. Angenommen, Sie kommen auf einmal wirklich drauf: Hey, das Leben muss nicht allerweil der Wahnsinn sein. Man kann ja vielleicht auch ein super Renn­ läufer sein, wenn man in aller Ruhe gefrühstückt hat. Was dann? Werde ich dann noch Gesamtweltcup-Sieger? Ich weiß es nicht. Ich weiß es. Ich werde nicht Weltcup-Sieger. Aber muss ich das dann noch? Beweisen müssen Sie doch niemandem mehr was. (Hirscher lacht, dann Ruhe, erstaunlich langes Schweigen im Raum.) Ich hatte mir als letzte Frage einen Satz aus Ihrem Interview von 2014 aufgehoben. Sie ha­ ben damals gesagt: „Stillstand ist der Anfang vom Schlechter­ werden.“ Wenn ich Ihnen so zuhöre, gilt der Satz jetzt gar nicht mehr. Natürlich gilt er noch. Das ist der nächste Wider Wider­ spruch. Nein. Es wäre ja extrem unprounpro fessionell, jetzt meinen Job nicht zu machen. Natürlich ruf ich bei Atomic in der Fabrik an und frag: „Wie schaut’s aus? Bringts was weiter?“ Natürlich muss ich denen weiter Gas geben. Weil wenn ich wieder da bin, muss ja alles pfeifen. Aber es wird dann in Ihrem Kopf schon alles anders

„DU MUSST EINE ENTSCHEIDUNG TREFFEN: NORMALITÄT ODER SECHSMAL DIE KUGEL GEWINNEN.“ 72

ausschauen, wenn Sie wieder da sind, oder? Ja, es wird schon anders sein. Wird es dann eine Freude am Tun geben? Wie meinen Sie denn das? Ich meine, dass Ihnen das Ski­ fahren Spaß macht, nicht nur das Gewinnen. Da kennen Sie mich aber schlecht. (Lacht.) Wenn ich wieder fit bin, wenn nix wehtut, und ich bin zu deppert, um eine Kurve zusammenzubringen, dann bin ich ganz schnell wieder der Alte. Sicher? Hmmm … nein. Nicht sicher. Aber wahrscheinlich. (Lacht.) Sehr wahrscheinlich. Entweder du bist ein Rennfahrer, oder du bist ein Brauser. Dann ist es besser, du bleibst daheim. Übrigens hat lustigerweise mein Vater vor 30 Jahren genau die gleiche Verletzung gehabt wie ich jetzt. Und? Er hat gesagt, er hat zwei Jahre durchgedreht wegen der Schmer Schmerzen. Durchgedreht. Zwei volle Jahre. Aber er hat ja auch nach zwei Wochen den Gips runter runtergeschnitten und gemeint, das passt schon so. Sie können Ihren Vater nicht verleugnen, oder? Ich habe den Gips fast so lange oben gehabt, wie die Ärzte gesagt haben. Aber wieso nur fast? Was bringt dieses „fast“? Geht nix normal bei Ihnen? Weil du mit Normalität nix gewinnst. Ich glaube, dass du eine Entscheidung treffen musst: Normalität oder sechsmal die Kugel gewinnen. Das Gegenbeispiel wäre Roger Federer. Der hat jahrelang für seine Verhältnisse gar nichts gewonnen. Die Leute haben gesagt, er soll endlich aufhören, er beschädigt sein Denkmal. Und er hat gesagt: „Warum soll ich aufhören? Ich spiele einfach wahnsinnig gerne Tennis!“ Wäre das kein Vorbild? Nein. Kann man sich nicht auch über Platz 17 freuen? Beim Motorradfahren vielleicht, beim Autofahren, wurscht. Aber beim Skifahren? Nein. Das ist mir zu wichtig. marcelhirscher.at THE RED BULLETIN


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GUIDE

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Reisen abseits des Alltäglichen

THE RED BULLETIN: Was erwartet den Teilnehmer, der mit Ihnen unterwegs ist? HANS-PETER STEINACHER: Alle Facetten des Segelsports. Er ist von der Planung am Morgen bis zum Crew-Feedback am Abend dabei. Wie arbeiten wir als Team zusammen? Welche Arbeiten stehen an? Nur aufs Boot zu steigen und loszusegeln ist zu wenig. Als Highlight geht er bei der Regatta mit an Bord. Welche Voraussetzungen muss er mitbringen? Stehvermögen. Das wird kein reiner Genuss, es gibt viel zu tun. Dazu einen freien Kopf! Es warten viele nicht alltägliche Eindrücke. Die muss man verarbeiten können. Was lernt der Teilnehmer auf der Reise? Ein Sail-Race läuft im Grunde ab wie das Leben. Es gibt Höhen und Tiefen, Bedingungen, die einem liegen oder nicht liegen. Du musst dich durch alles durchkämpfen – mit Erfolg und Misserfolg, dich immer wieder aus dem Schlamassel herausholen. Im Gegenzug darfst du nach Siegen nicht zu euphorisch sein, sollst aber Motivation und Flow mitnehmen. Braucht’s noch etwas? Flexibilität, also die Fähigkeit, schnell zu reagieren, zu improvisieren. Darauf kann man sich täglich besinnen und es zu seinem Vorteil nutzen.

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DAS AUF DEM BILD KÖNNTEN SIE SEIN Zujubeln war gestern. Sportstars und andere Ausnahmekönner nehmen Sie mit in ihre Welt.

HUGO SILVA/ RED BULL CONTENT POOL

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urfen mit Björn Dunkerbeck, fliegen mit den Red Bull Air Racern oder backstage feiern mit Rap-Heros? Destination Red Bull macht es möglich. Auf diesen Reisen feuern Sie Ihre Idole nicht an, Sie schlüpfen in ihre Haut. Was das bedeutet? Nachgefragt bei Hans-Peter Steinacher, Doppel-Segelolympiasieger und mit Roman Hagara Host eines einzigartigen Vier-Tage-Segeltörns.

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Destination Red Bull

Antithese einer Kreuzfahrt: Viertagestrip mit Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher, Olympiasieger 2000 und 2004.

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Do it

REISEN ABSEITS Entdecken Sie die faszinierende Schulter an Schulter mit Sportidolen Unvergessliches erleben. Events aus Perspektiven feiern, die sonst nur den Pros vorbehalten sind. Hier zeigen wir Ihnen eine Auswahl der Reisen abseits des Alltäglichen. Willkommen bei „Destination Red Bull“! 1

Weitere Infos und Buchung unter www.destinationredbull.com

EXTREME-SAILING-WETTKAMPF IM TEAM HAGARA-STEINACHER

Die Elemente pur erleben mit den Doppel-Olympiasiegern.

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RED BULL AIR RACE ABU DHABI

Leben Sie den Traum vom Fliegen in einem Red Bull Air Race Cockpit.

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RED BULL BATALLA DE LOS GALLOS WORLD FINAL

Mit den besten Rappern spanischer Zunge auf und hinter der Bühne des Kultevents feiern.

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RED BULL CLIFF DIVING WORLD SERIES POLIGNANO A MARE

Mittendrin im Finalbewerb der besten Klippenspringer. Wagen Sie den Sprung Ihres Lebens!

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WINDSURFEN MIT BJÖRN DUNKERBECK

Im Fahrwasser des 42-fachen Weltmeisters behaupten Sie sich gegen Wind und Wellen.

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GUIDE Destination Red Bull

DES ALLTÄGLICHEN Welt von Red Bull hautnah

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ABENTEUER-WOCHE MIT SOFIA MULANOVICH IN PERU

Genießen Sie eine ganze Woche mit Sofia und erleben Sie ihren Surfing-Lifestyle.

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RED BULL CLIFF DIVING WORLD SERIES AZOREN

RED BULL CONTENT POOL

Eine atemberaubende Kulisse für Ihre Zeit mit den besten Klippenspringern der Welt.

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RED BULL BC ONE WORLD FINAL

Behind the Scenes beim Breakdance Battle des Jahres.

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WINGS FOR LIFE WORLD RUN

Mit Ihrem Idol laufen Sie für die, die es nicht können – ein einzigartiger globaler Event.

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MOUNTAINBIKEN MIT AKSEL LUND SVINDAL

Verbringen Sie einen Tag mit Ihrem Idol und entdecken Sie, wo seine Geschichte begann.

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GUIDE

Do it

NIGHT CALLS

Woran erkennt man eine gute Bar? Wie kommt man rasch an seinen Drink, wenn sich’s am Tresen staut? Und wie feiert man feuchtfröhlich – und bekommt keinen Kater? Nützliche Night-Guidelines von Ravi Böhler, Mixologe der Zürcher Mata Hari Bar.

Mix-Genie Ravi Böhler: „Ein guter Barkeeper ist ein Begleiter.“

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Nightlife

WINTERSPECIAL

Ravis CocktailEmpfehlungen für die kalte Jahreszeit

Burning Manzana … … im exotischen Tiki-Becher, MataHari-Bar-gemäss.

gut. Meine Empfehlung: Signalisiere dezent, dass du bestellen möchtest, und bleib ab da entspannt und locker in der Warteposition. Der Barkeeper wird dich womöglich vorziehen.

Burning Manzana 3 cl Wodka 3 cl Butter Scotch 1 cl Zitronensaft

Tricks, um die Nacht feuchtfröhlich durchzufeiern – ohne Kater am nächsten Tag? Tipp Nummer eins: Spirituosen niemals mischen! Also: Wenn dein erster Drink ein Whisky­Cocktail ist, dann bleib bei den Whisky­Drinks – die ganze Nacht.

4 cl naturtrüber Apfelsaft Red Bull 3 Apfelschnitten Zimt, Limette Zubereitung: Zutaten im Cocktailshaker auf Crashed Ice gut schütteln. Im TikiGlas mit Apfelspalten und Zimt als Deko anrichten. Ausgehöhlte Limette mit Rum anzünden.

The Power and the Piña 1 Ananas 3 cl Jamaika-Rum 2 cl Triple Sec ½ Limette (ausgepresst) 6 cl Ananassaft 1 Dash Angosturabitter MANUEL RICKENBACHER

Red Bull Tropical Zubereitung: Zutaten im Cocktailshaker auf Crashed Ice gut schütteln. In die ausgehöhlte Ananas füllen. Mit Strohhalm servieren.

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E

ine gute Bar hat … … Stil. Und oft ein über­ raschendes Konzept. Die Matahari ist eine Tikibar mit Cabaret­Elementen. An den Wänden hängt Bambus und die ge­ schnitzten Riesenstatuen der Polynesi­ schen Götter beschützen symbolisch das Lokal. Dazu spielen wir alle Spar Spar­ ten guter Rockmusik ... Wir stehen voll hinter dieser Idee. Und das macht es für die Gäste authentisch. Dein Tipp, um an einer vollen Bar rasch bedient zu werden? Wenn du ungeduldig wirkst oder dich vordrängst, kommt das weniger

Und Tipp Nummer zwei? Zwischendurch gut essen, es kann ruhig richtig fett sein. Dann Salz­ stangen immer am Tisch haben, denn Salz verhindert Kater! Dazu immer viel Wasser trinken. Und wenn du mal doch zu wild gefeiert hast, halten tags darauf Aspirin und Elektrolytgetränke den Schaden in Grenzen. Deine Definition eines guten Barkeepers? Ein Barkeeper begleitet dich durch den Abend. Ein Beispiel: Wenn jemand zum ersten Mal hier hereinkommt, sollte er nicht denken, er ist ein Frem­ der. Ich suche sofort den Augenkon­ takt und signalisiere: „Hab dich gese­ hen, bin gleich bei dir.“ mataharibar.ch

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GUIDE

See it

EINMAL UM DIE GANZE WELT Von Australien bis Alaska: Begleite Red Bull TV auf Weltreise mit Skiern, RallyeAutos, Mountainbikes und Snowboards.

SO SIEHST DU RED BULL TV ÜBERALL

Red Bull TV ist deine globale digitale Destination für Entertainment abseits des Alltäglichen, empfangbar rund um die Uhr an jedem Ort der Welt. Geh auf redbull.tv, hol dir die App oder connecte dich via Smart TV. Alle Infos: www.redbull.tv

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3 Dezember

ON DEMAND

THE FOURTH PHASE

Nach „The Art of Flight“ (2011) setzte „The Fourth Phase“ im Vorjahr wieder neue Maßstäbe bei Snowboard-Filmen. Von Travis Rice mittels 360-Grad-Aufnahmen, RED-Kameras und in 4K-Auflösung bildgewaltig in Szene gesetzt, folgten Top-Rider wie Mark Landvik, Mikkel Bang und Victor de Le Rue dem „Wasserkreislauf des Nordpazifiks“ und erkundeten unberührte Backcountry-Landschaften in Wyoming (USA), Japan, Russland und Alaska.

Abgesetzt: Heli-Skiing in Russland

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November/ Dezember Travis Rice bringt sogar Schnee zum Rauchen.

SCOTT SERFAS/RED BULL CONTENT POOL (2), PALLY LEARMOND, JOSH LETCHWORTH/RED BULL CONTENT POOL, JAANUS REE/RED BULL CONTENT POOL, ALEXIS WUILLAUME

Erlebe handverlesene Musik und persönliche Künstler-Interviews. Unsere Empfehlung:

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November

PREMIERE

SAME DIFFERENCE

Alpin-Skifahrer Felix Neureuther (Bild), die Freeskier Fabian Lentsch und Sven Kueenle sowie SlopestyleAss Paddy Graham in einer aufregenden Dokumentation der preisgekrönten Crew von Legs of Steel.

DIGGIN’ IN THE CARTS

17 17

November

PREMIERE

BLOOD ROAD

Bikerin Rebecca Rusch begibt sich auf eine emotionale, knapp 2000 km lange Reise auf dem Ho-ChiMinh-Pfad. Ihr Ziel: die Stelle, an der ihr Vater im Vietnamkrieg als Kampfpilot abgeschossen wurde.

November

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November ON AIR

Die von Künstler und Musiker Nick Dwyer gehostete Show setzt sich mit der japanischen Videogame-Musik auseinander. „Diggin’ in the Carts“ taucht ein in die Geschichte von Geräuschen und Melodien, die weltweit Millionen Gamer aus den Soundtracks ihrer Lieblingstitel kennen. In acht Episoden gibt es Interviews mit legendären Komponisten und weiteren zukunftsweisenden Künstlern der Spielewelt.

LIVE

WRC AUSTRALIA

Die diesjährige World Rally Championship endet mit der Kennards Hire Rally in Coffs Harbour an der Küste von New South Wales. Gefürchtet: die schmalen Waldpassagen und die feinen Schotterpfade.

ZU HÖREN AUF: REDBULLRADIO.COM

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GUIDE Redaktion: Gisbert L. Brunner

Get it

BELL & ROSS BR V2-94 BELLYTANKER

Überflieger

Nach dem 2. Weltkrieg verhalfen Autonarren den Benzintanks von Kampffliegern zu einem zweiten Leben und verbauten sie in Rennwagen. Die Uhr zollt diesen „belly tankers“ Tribut. bellross.com

Presage Auto Chrono: Zeitreise in Uhrform

ALS SEIKO DIE ZEIT BESIEGTE

Als Seiko zum offiziellen Zeitmesser der Olympischen Spiele 1964 in Tokio ernannt wurde, bedeutete das zuallererst sehr viel Stress. Denn: Der japanische Uhrengigant hatte keinerlei Erfahrung mit Stoppuhren. 172 Techniker stellte man für die Entwick Entwick­ lungsarbeit ab, die bis zur Eröffnungs­ zeremonie tatsächlich 1278 olympische Zeitmessgeräte produziert hatten. Dar­ unter digitale Anzeigetafeln, elektronische Stoppuhren, die automatisch mit den Start­ pistolen synchron gingen, und – passender passender­ weise standen die Spiele unter dem Motto „Scientific Olympics“ – die erste Quarz­ Armbanduhr der Welt. Sie sollte die Indus­ trie für immer verändern.

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CHOPARD MILLE MIGLIA CHRONO

SEIKO PRESAGE AUTOMATIC CHRONOGRAPH

So tickt Geschichte

1964 war ein ereignisreiches Jahr: Olympische Spiele in Tokio, Cassius Clay Weltmeister, John Surtees F1Champion – und Seiko zeigte Japans ersten Chronografen. Anleihen an dieser historischen Uhr nimmt die Presage Auto Chrono von 2017, deren Wurzeln sogar bis zum emaillierten Zifferblatt von Seikos allererster Armbanduhr reichen, der Laurel von 1913. Die Presage Auto Chrono ist ein Meisterstück – vier vierzig Jahre Erfahrung von Zifferblattspezialist Mitsuru Yokozawa stecken in Glasur und Glanzbrand der Ziffer Zifferblattbeschichtung. Jede der römischen Zahlen ist zehnfach handgemalt, um diesen fabelhaften 3D-Effekt zu erzielen. Geschützt wird das Meisterwerk vergleichsweise zeitgenössisch: mit doppelt gekrümmtem und entspiegeltem Saphirglas. seiko.de

Designklassiker

Jedes Jahr würdigt Chopard die große Vintage-Rallye-Tradition der Mille Miglia mit einer Uhr. Die diesjährige hat von Startnummern inspirierte Ziffern und ein Gummiarmband, das an einen DunlopReifen erinnert. chopard.com

TAG HEUER CARRERA CALIBRE HEUER 01 RED BULL RACING SPECIAL EDITION

Teamgeist

In der aktuellen F1-Saison trägt das gesamte Red Bull RacingTeam diesen TAG Heuer-Chronografen. Beim Daumendrücken hilfreich ist dieses Keramikmodell in den Teamfarben. tagheuer.com

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Gemeinsam fĂźr die Zukunft der Meere.

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SchĂźtze die Welt, in die unsere Kinder geboren werden.


GUIDE

Do it

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November / Dezember / Januar 11. & 30. 12. Wavy feat. 3Hunna6 Eigentlich hatte Amos von 3Hunna6 nur eine kleine Geburtstagsparty auf Facebook ankündigen wollen. Dann tauchten so viele Gäste auf, dass die Polizei anrückte und die Feier auflöste. Der Grundstein zu einer Kar Karriere als crazy Partymacher war gelegt: Heute sind 3Hunna6 das angesagteste Rap/DJ-Kollektiv der Schweiz, ihre allmonatliche Wavy im Zürcher Klub Exil ist die legendärste Party der Stadt. Exil, Zürich; www.facebook.com/3hunna6

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bis 20. Januar

LAAX OPEN

Wenn sich die besten Freestyler der Welt im „besten Freestyle Resort der Welt“ treffen, werden auch beim Partymachen Welt­ klasseleistungen erbracht. Beim Laax Open, dem bedeutendsten Snowboard­Bewerb Bewerb Europas, ver ver­ spotten Pros und Fans eine Woche lang gemeinsam überholte physi­ kalische Regeln – und küren im Finale die stärksten Rider im Slopestyle (Freitag) und in der Halfpipe (Samstag). open.laax.com

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An beschaulicher Beleuchtung zur Weihnachtszeit besteht im Alpenraum kein Mangel. Das kosmopolitische Lausanne kontert nun mit Weihnachtsbeleuchtung 2.0: Bei Einbruch der Dunkelheit erwachen die Installationen von 15 internationalen Lichtkünstlern zum Leben. Illuminierter Vorweihnachtsspaziergang, ganz neu. festivallausannelumieres.ch

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11. bis 16. 12. European Outdoor Film Tour Die spannendste Sache nach Snowkiten in Grönland, Einbaumpaddeln im Dschungel und Freeriden in Gletscherspalten ist, anderen dabei zuzusehen: Die European Outdoor Film Tour macht bis Mitte Dezember in 15 Schweizer Städten Station, pro Abend werden die sieben besten Abenteuerfilme des Jahres gezeigt. www.eoft.eu

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Dezember Red Bull Itemania Das ist Action-Strategie auf einem neuen Level: Alle Items, die in diesem nationalen League-of-LegendsTurnier zum Einsatz kommen, müssen von den vier Teams vor dem Turnierstart in einer Live-Auktion ersteigert werden. Der Showdown findet im Luzerner Verkehrshaus statt, qualifizieren kann sich jeder und jede über 16 online – einzige Voraussetzung ist ein Schweizer Wohnort. Verkehrshaus, Luzern; www.toornament.com

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LAAX/PHILIPP RUGGLI

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11. bis 31. 12. Festival Lausanne Lumières


PROMOTION

must-haves

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1 FITBIT IONIC

Dynamisches Personal Coaching, und das direkt am Handgelenk – mit Übungsfolgen, die sich an dein Feedback anpassen. Kontinuierliche Messdaten der Herzfrequenz am Display und sofortiger Zugriff auf wichtige Informationen wie Wettervorhersagen sowie auf beliebte Apps. Zeichne automatisch ausgewählte Sportarten und mehr auf, die dann in der Fitbit-App gespeichert werden. www.fitbit.com

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2 SALOMON QST 106

Der QST 106 ist vornehmlich im Powder zu Hause, überzeugt aber auch auf der Piste durch eine präzise und stabile Skiführung. Sein zuverlässiges, auf Auftrieb ausgelegtes All-Terrain-RockerProfil und der 3D Holzkern sind mit C/FX verstärkt, um bei Bedarf die notwendige Power parat zu haben. Dieser Ski ist der neue Alleskönner! www.salomon.com

3 EASTPAK BUST REFLECT LIGHT

Weiß, in kantigem Look und mit reflektierenden Patches verlangt dieser hoch entwickelte luxuriöse Rucksack die volle Aufmerksamkeit und ist von den neuesten Trends in Material und Mode inspiriert. Mehrere Taschen innen und außen sorgen für leichtes Ordnen und Transportieren deiner Gegenstände. Die Rückseite besteht aus Air-MeshGewebe für maximalen Komfort und Style. www.eastpak.com

4 ATOMIC HAWX ULTRA XTD

Dieser innovative Skischuh kombiniert das legendäre Hawx-Gefühl, kraftvolle Abfahrtsperformance und erstklassige All-MountainFeatures mit der natürlichen Bewegungsfreiheit der Backland-Serie. Skifahrer kommen so in den Genuss der besten Technologien aus zwei Welten – Alpinskifahren und Tourengehen! Auf diesen Skischuh haben Pistenfahrer wie Backcountry-Fans gewartet. www.atomic.com

5 KLAESI PUFFER JACKET

Klaesi Holdeners Puffer ist eine Daunenjacke mit Oversized Frontpockets und einer verdeckten Regenkapuze. Die Puffer Jacket hat einen Tunnelzug mit Elastik am Saum und ist exklusiv erhältlich im Flagshipstore in Berlin oder über den Webshop. Um höchste Standards von Materialien und Fertigung zu erfüllen, entsteht die Kollektion in kleinen Manufakturbetrieben in Italien. www.klaesiholdener.com

6 HONOR 9

Das Smartphone Honor 9 hat viel zu bieten: einen schnellen Prozessor, eine innovative Dualkamera, perfekt abgestimmten Klang und ein Design, das man weder aus den Augen lassen noch aus der Hand geben will. Für Digital Natives, die mutig ihre Träume leben – getreu dem Slogan «For the Brave». Erhältlich in den Farben Sapphire Blue, Glacier Grey, Midnight Black. www.hihonor.com

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Tech Smarte Gadgets für noch mehr Spass bei Action in- und outdoor. Im Uhrzeigersinn von links oben:

BEATS SOLO3 WIRELESS: Für knapp CHF 300 darf man perfekt sitzende kabellose Kopfhörer mit glasklarem Sound er­ warten. Herausragend ist aber eine Akkulaufzeit von 40 Stunden. Und im Schnelllademodus rei­ chen fünf Minuten, um für weitere drei Stunden genügend Energie zu haben. beatsbydre.com

SUUNTO SPARTAN TRAINER GPS-SPORTUHR: Diese Uhr begleitet dich bei jeder Aktivität – über 80 ver­ schiedene Sportarten sind voreingestellt. Alle, die ein Brustgurt zur Herzfrequenzmes­ sung stört, werden die Spartan lieben. Die Puls­messung erfolgt direkt am Handgelenk. suunto.com HUAWEI HONOR 9: Ein gutes Smartphone muss nicht hunderte Franken kos­ ten. Ab­striche bei der Leistung? Keine. Super­ schneller Achtkern-­Pro­ zessor mit 4 GB RAM, brillantes 5,15-Zoll-FullHD-Display, Dual­kamera mit 12-/20-MP-­Objektiv sowie Auto- und manuel­ lem Fokus. Was braucht man mehr? hihonor.com LIFEPROOF AQ10: Was nüt­ zen wasserdichte Laut­ sprecher, wenn sie im See untergehen? Der AQ10 ist nicht nur sturzfest, son­ dern auch schwimmend. Nettes Feature: Die ein­ gebaute Dry-Box hält auch Geld, Schlüssel oder Kredit­karten trocken. lifeproof.com

CANON POWERSHOT G9 X MARK II: Ganz viel Technik in einer ultrakompakten Kamera (nur 98 mm breit): 20-MegapixelProzessor, Zeitrafferund Zeitlupen-VideoFunktion, WiFi, Bluetooth. canon.ch

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GIFTGUIDE

Geschenke, die wir am liebsten selbst behalten wĂźrden. Fotos: DIMITRI NEWMAN


GUIDE

Im Uhrzeigersinn von links oben: SAMSUNG GALAXY NOTE 8: Das Galaxy Note 8 spielt in der absoluten Topliga – es ist wasserdicht, hat ein super Design und einen blitzschnellen Arbeitsspeicher von 6 GB. Das 6,3 Zoll grosse randlose Infinity-Display stellt in Quad-HD+-Auflösung (2960 x 1440) dar. Videos nimmt das Smartphone von Samsung in 4K-Auflösung auf. Mit dem ins Gehäuse integrierten S-Pen-Stylus (mit 4096 Druckpunkten für präzises Schreiben und Zeichnen) lassen sich ganz leicht Notizen am Sperrbildschirm machen. samsung.ch

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CASIO XJ-V2 PROJEKTOR: Gute LaserBeamer sind mittlerweile erschwinglich, eine hohe Auflösung (1024 x 768 Pixel), 3000 Lumen und starke Farbwiedergabe inklusive. Für Umweltbewusste: Casios Laser-Projektoren kommen ohne giftiges Quecksilber aus und verringern den Stromverbrauch um bis zu 40 Prozent. casio-europe.com SONY XPERIA XZ1: Mit diesem SmartSmartphone spielt man definitiv in der Oberklasse – und ist obendrein buchbuchstäblich up to date: Das Xperia XZ1 ist das erste Smartphone, bei dem bereits ab Auslieferung Android 8

installiert in stalliert ist. Wer viele Apps verwenverwendet, wird sich besonders über den schnellen Achtkernprozessor mit 2,45 GHz freuen, der auch beim InterInternetsurfen seine Stärken ausspielt. Witziges Feature: eine 3D-Scan-Funk3D-Scan-Funktion von Gesichtern, die man sogar per 3D-Drucker ausdrucken könnte. sonymobile.ch

LIBRATONE Q ADAPT ON-EAR KOPFHÖRER: Der Bluetooth-Kopfhörer ist der ideale Begleiter im hektischen Stadttrubel. Der CityMix Noise Canceller unterdrückt je nach Wunsch die Stärke der Umgebungsgeräusche. Auf der Touch-Oberfläche des Q Adapt

On-Ear kann man mit einer Fingerbewegung Tracks skippen, die Lautstärke regulieren oder ein Gespräch annehmen. Akkulaufzeit bei voller Ladung: ergiebige 20 Stunden. libratone.com/ch SONOS ONE: Der neue Lautsprecher kombiniert grossartigen Sound mit Amazons Sprachsteuerung „Alexa“. Du wünschst, Alexa führt aus – und spielt etwa Musik von 47 verschiedenen Streamingdiensten oder hilft mit bereits über 15.000 zur Verfügung stehenden „Alexa-Skills“. Über WLAN ist er natürlich auch in mehreren Räumen nutzbar. sonos.com THE RED BULLETIN


Grooming Pflegeprodukte, die speziell für Männer entwickelt wurden. Im Uhrzeigersinn von oben:

LAB SERIES DAILY MOISTURE DEFENSE GESICHTSLOTION: Die Lotion schenkt der Haut Feuchtigkeit, schützt mit SPF 15 vor schädlicher UV‑Strahlung, glättet die Ober‑ fläche und reduziert Alterungs‑ erscheinungen. labseries.com

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MÜHLE GOLD R89 RAZOR, BRUSH AND HOLDER SET: Ciao, Einwegrasierer, her mit dem Style! Rasierset aus rotgoldenem Metall. Die Silvertip‑ Fibre‑Kunstfasern des Pinsels sind an den Spitzen extrem weich und dabei stabiler als Naturhaar. Rasierhobel für präzise Konturen. muehle‑shaving.com

GILLETTE FUSION PROGLIDE STYLER: Ein Rasierer, drei Funktionen – Bart‑ haar‑Trimmer mit drei austausch‑ baren Kammaufsätzen, gründlicher Nassrasierer und Konturierer. Natürlich auch für die Körperrasur geeignet. gillette.de L’OCCITANE CADE RASIERÖL: Gegen Hautreizungen. Biologische Öle schüt‑ zen die Haut vor der Rasierklinge. loccitane.com

JACK BLACK FACE BUFF ENERGIZING SCRUB: Gesichtspeeling mit Tiefen‑ pflege. Angenehm: Mentholduft weckt den Geist, Vitamin C erfrischt die Haut. getjackblack.com AESOP THE INTREPID GENT KIT: Gesichts‑ reinigungsgel, Koriandersamen‑ Körperreiniger und marokkanische Neroliöl‑Rasierlotion. aesop.com

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GUIDE

Outdoor Tools für die Wildnis, die auch in der Stadt eine gute Figur machen.

Im Uhrzeigersinn von links: MYCHARGE ADVENTUREULTRA: Kleines Kraftwerk für den Rucksack. Die Powerbank speichert 13.400 mAh in einem Akku und bietet einen maximalen Energie-Output von 45 Watt; das reicht aus, um einen Laptop komplett zu laden oder einen 42-Zoll-Fernseher für drei Stunden zu betreiben. mycharge.com LEATHERMAN SIGNAL TOOL: Mit dabei sind ein Hammer, um Zeltheringe einzuschlagen, Säge, Zange, Kombimesser, Flaschen-/Dosenöffner, Signalpfeife und Feuerstarter. leatherman.ch VICTORINOX SWISSCHAMP WOOD TASCHENMESSER: Wer hat’s erfunden? Genau, die Schweizer. Der Traditionshersteller brachte 29 verschiedene Werkzeuge in einem 185 Gramm leichten Multifunktionstool unter. Die Nussbaumholzschale sieht nicht nur gut aus, sondern liegt auch super in der Hand. victorinox.com

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Im Uhrzeigersinn von links oben:

NEMO STARGAZE LUXURY CAMPINGSTUHL: Warum beim Camping auf Sitzkom­ fort verzichten? Freischwingender Stuhl mit robustem Alurahmen und hoher Kopfstütze. nemoequipment.com YETI HOPPER FLIP 18 COOLER: Die ulti­ mative Outdoor­Lunchbox – eine Schaumstoffisolierung innen hält Essen und Getränke extrem lange kühl. Zwei Bier­Sixpacks sind selbst nach 48 Stunden bestens temperiert. yeti.com

GOAL ZERO LIGHT-A-LIFE MINI QUAD USB LIGHT SET: Eine richtig taffe Lichter­ kette mit 110 Lumen, die an jedem USB­Anschluss betrieben werden kann. Die Lampen sind einzeln schalt­ bar, die Schirme in Weiss oder Bunt wechselbar. goalzero.com LIBRATONE ZIPP LAUTSPRECHER: Der WiFi­und­Bluetooth­Lautsprecher mit seinem 360­Grad­Sound sorgt für Schallabstrahlung in alle Richtungen. Ausserdem können bis zu sechs Laut­ sprecher für synchrone Wiedergabe gruppiert und ganz leicht per App gesteuert werden. libratone.com NESPRESSO CREATISTA: Acht Zuberei­ tungsarten (von Espresso bis Latte macchiato) sowie elf Temperatur­ optionen (warm bis sehr heiss) stehen zur Wahl. Startklar ist die Maschine nach nur drei Sekunden Aufheizzeit. nespresso.ch SOURCE WIDEPAC TRINKSYSTEM: Ein Schiebeverschluss macht das Füllen, Entleeren und Reinigen der Trink­ blase kinderleicht. Eine spezielle PE­Folie im Inneren verhindert Kunst­ stoffgeschmack. Gibt’s in drei Grössen. sourceoutdoor.com QBO YOU-RISTA KAFFEEMASCHINE: Mit Kaffee in Barista­Qualität in den Mor­ gen starten. Mit der Qbo­App kannst du per Smartphone oder Apple Watch ganz leicht ein individuelles Lieblings­ kaffeerezept kreieren und speichern. eduscho.at THE RED BULLETIN

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GUIDE

Style Ist funktionell raffiniert und sieht dabei auch noch gut aus.

Im Uhrzeigersinn von oben: BURTON ANALOG ATF KAIDEN KAPUZENPULLOVER AUS FLANELL: Das Polyester-Flanell ist wasserabweisend und das Taftfutter schnell trocknend. burton.com JACK WOLFSKIN WHITE ROCK 40 RUCKSACK: 40 Liter, 7 Fächer und Taschen, ein Organizer für Sicherheitsequipment und Befestigungen für Ski. Praktisch: ein frostsicheres Trinksystem. jack-wolfskin.ch MAMMUT XERON COURIER 25: Der Rucksack verbindet Outdoor-Komponenten mit Alltagstauglichkeit. Zum Hauptfach hat man durch den Rolltop-Verschluss besten Zugriff, zum Laptop über einen separaten Reissverschluss. mammut.ch VANS ULTRARANGE HI MTE: Dieser Winterschuh ist nicht Kompromiss, sondern Kombination aus robustem Outdoor- und trendigem Lifestyle-Schuh: guter Sohlengrip, angenehme Dämpfung, gepaart mit urbanem Sneaker-Style. vans.ch JACK WOLFSKIN ARGO SUPREME DOWN JACKET: Jacke mit beeindruckendem Wärme-Gewichts-Verhältnis. Die 320 Gramm leichte und bauschfähige Gänsedaune ist wasserabweisend. Eine besondere V-förmige Steppung verhindert ein Verrutschen der Daunen und somit Kältebrücken. jack-wolfskin.ch SMARTWOOL PHD OUTDOOR MEDIUM PATTERN CREW SOCKEN: Merinowolle und Mesh-Einsätze sorgen für ein gutes Klimamanagement, eine nahtlose Zehenkonstruktion und Materialverstärkungen für optimalen Tragekomfort. smartwool.com

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Im Uhrzeigersinn von links oben:

L’OREAL MEN EXPERT 3-TAGES-BART- & GESICHTSPFLEGE: Creme mit ätherischem Zedernholzöl macht Bartstoppeln weicher und verhindert Juckreiz. menexpert.de SEVEN-24 BANDIT: Mit Edelstahlarmband und Automatik-Uhrwerk. seven-24.watch LOTUS 18556-1: Reduzierter schwarzer Chronograf mit Edelstahlarmband und Mineralglas. Erhältlich bei timemode.com

TAG HEUER CARRERA CALIBRE HEUER 01: Gebürstetes Edelstahlgehäuse, Keramik-Lünette, beidseitig entspiegeltes Saphirglas und Automatik-Uhrwerk mit 50 Stunden Gangreserve. tagheuer.com PELICAN MPB35 RUCKSACK: Dieser 35-Liter-Rucksack ist richtig hart im Nehmen. Die Nylon-Aussenschicht sowie die robusten Reissverschlüsse sind absolut wasserdicht. Laptop oder Tablet sind in einem separaten Fach bestens geschützt. Garantie auf den Rucksack: lebenslang. pelican.com

POLICE HERREN-SEILARMBÄNDER: Männer dürfen auch Schmuck tragen. Die Lederarmbänder für Herren vermitteln einen maskulinen Look, die Edelstahl-Zylinderplättchen einen sehr technischen Style. policelifestyle.com LÖFFLER BIKE ZIP-OFF JACKE SAN REMO: Es gibt kein falsches Wetter. Mit dieser Jacke macht die sportliche Radtour auch bei Wind und Regen Spass. Die Ärmel der Softshelljacke sind abtrennbar. Die anatomische Passform mit hohem Kragen und verlängertem Rücken sowie Silikongummiabschlüsse schützen auch exponierte Stellen des Körpers vor den Wetterelementen. loeffler.at/ch THE RED BULLETIN

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GUIDE

Check it

THE RED BULLETIN WORLDWIDE Die US-Eishockey-Königin, Kreativtipps aus Mexiko und Berglaufen in der Schweiz: die Highlights unserer globalen Ausgaben im Dezember.

USA HILARY KNIGHT Amerikas beste EishockeyStürmerin über den Kampf um Gleichberechtigung in ihrem Sport.

The Red Bulletin als E-Paper: redbulletin.com

MEXIKO VIVA LA IMPROVISACIÓN! Mexikos OpinionLeader verraten ihre Kreativtricks.

FRANKREICH DOING IT FOR

THE THRILL Equal parts misfits and astonishing endurance athletes, the bike messenger community is thriving even as the digital age is upending their business. Once a year, the North American Cycle Courier Championships is where they gather to compete, carouse and commiserate. Words: Seth Gruen Photography: Thomas Chadwick 44

USA DIE WM DER FAHRRADBOTEN Tattoos, Rennräder, Schnurrbärte und Alkohol – zu Besuch bei der Weltmeisterschaft der Fahrradkuriere in Milwaukee. 96

JEAN-CLAUDE VAN DAMME Legendäre Spagate, kultige Fights: Für das Frankreich-Cover fotografierten wir einen extrem fitten „JCVD“ in Hollywood.

„ICH LAG IN EINEM FLUSSBETT, DER RETTUNGSHELI KREISTE ÜBER MIR.“ GROSSBRITANNIEN SAM SUNDERLAND Der britische Motorrad-Pilot und Dakar-Sieger 2017 über Niederlagen, Comebacks und Triumphe im Rennsport. THE RED BULLETIN


Dezember

IMPRESSUM SCHWEIZ

Editorial Director Robert Sperl Chefredakteur Alexander Macheck

RAUF MIT DIR!

Text: Christine Vitel

Morgenlauf in 1500 Meter Seehöhe. Rémi Bonnet beim Training über Charmey (FR).

DAMIEN ROSSO/RED BULL CONTENT POOL

Berglauf-Genie Rémi Bonnet über die Faszination der dünnen Luft. Und was du bergauf über dich selbst, deinen Körper und das Leben lernst.

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SCHWEIZ RÉMI BONNET Der prägende Bergläufer der Schweiz erzählt uns, wie man in sportsport lichen Extremsituationen Extremsituationen zu sich selbst findet: ab Seite 56 in diesem Heft.

ÖSTERREICH MARCEL HIRSCHER Der beste Skifahrer der Welt im Exklusiv-Interview. Wer ihn stark macht. Wie er sein Team pusht. Was er über Erfolg gelernt hat.

THE RED BULLETIN Schweiz, ISSN 2308-5886 Länderredaktion Arek Piatek Lektorat Hans Fleißner Country Channel Management Melissa Stutz Anzeigenverkauf Marcel Bannwart, marcel.bannwart@ ch.redbull.com Abo The Red Bulletin Leserservice, Postfach, CH-6002 Luzern, +41 41 329 22 00 abo@ch.redbulletin.com Druck Prinovis GmbH & Co. KG, Betrieb Nürnberg, 90471 Nürnberg

Creative Director Erik Turek Art Directors Kasimir Reimann (Stv. CD), Miles English Head of Photography Fritz Schuster Photo Director Rudi Übelhör Chefin vom Dienst Marion Lukas-Wildmann Managing Editor Ulrich Corazza Redaktion Stefan Wagner (Textchef), Andreas Rottenschlager, Freie Mitarbeiter: Werner Jessner, Clemens Stachel, Florian Wörgötter Grafik Marco Arcangeli, Marion Bernert-Thomann, Martina de Carvalho-Hutter, Kevin Goll, Carita Najewitz Fotoredaktion Marion Batty, Susie Forman, Ellen Haas, Eva Kerschbaum, Tahira Mirza Commercial Director Franz Renkin Anzeigendisposition Andrea Tamás-Loprais Creative Solutions Eva Locker (Ltg.), Martina Maier, Verena Schörkhuber, Edith Zöchling-Marchart Country Management & Marketing Sara Varming (Ltg.), Magdalena Bonecker, Kristina Trefil, Stephanie Winkler Marketing Design Peter Knehtl (Ltg.), Simone Fischer, Alexandra Hundsdorfer Herstellung Michael Bergmeister Produktion Wolfgang Stecher (Ltg.), Walter O. Sádaba, Friedrich Indich, Michael Menitz (Digital) Lithografie Clemens Ragotzky (Ltg.), Claudia Heis, Nenad Isailović, Maximilian Kment, Josef Mühlbacher

„ICH RAPPE 150 TAKTE OHNE PAUSE.“

Office Management Kristina Krizmanic

SAMY DELUXE: Rapper, Musiker, Maler, Produzent: Das Hamburger Multitalent gilt als einer der Urväter des deutschen Hip-Hop.

IT Systems Engineer Michael Thaler „GEBT MIR EIN MIKRO. DANN WIRD DIE BUDE ABGERISSEN!“

AFROB: „Reimemonster“, „Get Up“, „Ich lebe für Hip-Hop“: Der Stuttgarter hat Hits für zwei Karrieren im Gepäck und beeindruckt mit explosiven Live-Gigs.

„DIE JUNGS KÖNNEN SICH WARM ANZIEHEN. MIT SCHAL UND WINTERJACKE.“

EKO FRESH: Der ehemalige BattleRapper toppte 2013 mit seinem Album „Eksodus“ die Charts. Mittlerweile ist der Kölner auch als Schauspieler aktiv.

Abo und Vertrieb Peter Schiffer (Ltg.), Klaus Pleninger (Vertrieb), Nicole Glaser (Vertrieb), Yoldaş Yarar (Abo) Samy Deluxe, Eko Fresh und Afrob gegen Crack Ignaz, Soufian und LGoony: Beim Red Bull Soundclash treffen zwei Genera­ tionen deutschen Hip­ Hops im Live­Wett­ streit aufeinander. Wir haben die Rap­Stars nach ihren Erfolgs­ rezepten gefragt. Text: Jan Wehn Fotos: Christoph Voy 55

DEUTSCHLAND RED BULL SOUNDCLASH Geballte Rap-Power mit Samy Deluxe, Afrob und Eko Fresh (v. l. n. r.).

THE RED BULLETIN

Verlagsanschrift Heinrich-Collin-Straße 1, A-1140 Wien, Telefon +43 1 90221-28800, Fax +43 1 90221-28809, Web www.redbulletin.com Medieninhaber, Verlag & Herausgeber Red Bull Media House GmbH, Oberst-Lepperdinger-Straße 11–15, A-5071 Wals bei Salzburg, FN 297115i, Landesgericht Salzburg, ATU63611700 General Manager & Publisher Andreas Kornhofer Geschäftsführer Christopher Reindl, Andreas Gall

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GUIDE

Action-Highlight

Wer einen Weltrekord für eine Skateboardfahrt auf zwei Rollen aufstellen will, beachte: „Du kannst bergab nicht bremsen, musst aber lenken und balancieren“, so Simon Stricker, der so als Erster über zwei Kilometer schaffte. „Das Schwierigste? Der Mix aus flachen und steilen Passagen. Vom Schneckentempo beschleunigst du urplötzlich auf 40 km/h.“ redbull.ch

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„Mit 40 km/h den Berg runterbalancieren – die Idee gefiel mir!“ Der Schweizer Simon Stricker bolzt den Bernina­ pass (GR) hinunter. Das Coole daran? Er tut’s in „Manual“­Manier, nur auf den Hinterrollen seines Boards. 2,17 Kilometer lang. Weltrekord.

BODO RÜEDI/RED BULL CONTENT POOL

Berninapass, Graubünden

Makes You Fly

Die nächste Ausgabe des Red Bulletin erscheint am 10. Dezember 2017.

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