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The Red Bulletin Oktober 2016 - CHDE

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SCHWEIZ

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DIE WELT VON RED BULL

44 JAZZ IM SCHNEE

Snowboard-Pro Travis Rice über sein Kino-Epos „The Fourth Phase“ und die Tage in der „uncomfort zone“.

WILLKOMMEN Es ist keine Schwäche, ein Erfolgsgeheimnis zu kopieren. Etwa das von Travis Rice, dessen neuer Snowboard-Film „The Fourth Phase“ am 2. Oktober auf Red Bull TV Premiere hat: „Jeder Fehler erinnert dich daran, dass du es das nächste Mal besser machen musst“ (ab Seite 44). Filmregisseur Oliver Stone wiederum suchte sein Leben lang nach der Wahrheit – und lässt sich von seiner Prominenz nicht milde stimmen: „Geld war nicht der Grund, weshalb ich ins Filmgeschäft ging“ (ab Seite 38). Rosy Hodge wiederum tauschte ihr Leben als Surf-Proette gegen das einer erfolgreichen Surf-Kommentatorin: „Das Leben steckt voll von zweiten Chancen. Man muss sie nur erkennen“ (ab Seite 30). Viel Spaß beim Lesen! 6

Travis Rice: „Angst ist gut. Sie hält dich am Leben.“

THE RED BULLETIN


OKTOBER 2016 ROSY HODGE

Die Südafrikanerin kommentiert die Surf-WM für zwei Millionen Fans. Wir trafen sie zum Strand-Date.

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AUF EINEN BLICK GALLERY 12

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RED BULL ILLUME 2016

BULLEVARD 23

IDOLE & IKONEN. Wie sie wurden, was

sie sind. Was sie sagen und tun.

FEATURES SCOTT SERFAS (COVER), MIKO LIM, PAMELA LITTKY, GETTY IMAGES, SYO VAN VLIET/RED BULL ILLUME, ERIC RYAN ANDERSON/CONTOUR BY GETTY IMAGES

30 Rosy Hodge

Millionen Surf-Fans lieben diese Frau. Wir wissen, warum.

38 DER KINO-KÄMPFER

Oscar-Gewinner Oliver Stone porträtiert den Whistleblower Edward Snowden. Ein Interview über Haltung im Leben.

38 Interview: Oliver Stone EMBOLOS ENTSCHEIDUNG

Wie man eine Karriere konsequent ver verfolgt: Breel Embolos Weg vom FC Basel zum teuersten Einkauf von Schalke 04.

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Der Kult-Regisseur erklärt, was wir von Edward Snowden lernen können.

44 Snowboard-Philosoph

US-Profi Travis Rice über Mut, Lawinen und Abfahrten im Viervierteltakt.

60 Breel Embolo

Der junge Schweizer Stürmerstar weiß sein Talent klug einzusetzen.

66 Heroes

Alicia Keys, Pro-Gamer VeniCraft, Paul Banks und Surfer Frank Solomon.

69 MAGISCHE MOMENTE

Red Bull Illume ist der weltweit führende Contest für Actionfotografen. Wir kennen die Storys hinter ihren besten Bildern. THE RED BULLETIN

„FOLGE DEINEM INSTINKT“

Paul Banks, Sänger der Indie-Rocker Interpol, über seinen wichtigsten Kritiker und die Kraft positiver Gedanken.

ACTION! 73

SEE IT. GET IT. DO IT. Reise, Gadgets,

Uhren, Musik und Motor. 93 SPECIAL Outdoor-Tech und -Gadgets 98 MAKES YOU FLY Segeln auf Kufen

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THE RED BULLETIN BACKSTAGE OKTOBER 2016

CONTRIBUTORS MIT AN BORD

JUAN MORENO

Einsatz im Helikopter: Fotograf Tim Zimmerman

Weltreise mit Adrenalinkick Expeditionen in die Japanischen Alpen und auf die Vulkan-Halbinsel Kamtschatka, drei Jahre Drehzeit, revolutionäre Kameratechnik: Die Produktion des Snowboard-Epos „The Fourth Phase“ war nicht nur für Ausnahme-Rider Travis Rice ein Kraftakt, sondern auch für dessen Medien-Crew (im Bild oben: Tim Zimmerman, einer von fünf Fotografen). Im großen Interview zum Snowboard-Film des Jahres erklärt Rice, wie er und sein Team den Gefahren es Backcountry trotzten. „Winter Wunder“, ab S. 44.

MAKING OF DAS SHOOTING DES MONATS

Der deutsche Sportjournalist und Autor mehrerer Sachbücher, der u. a. für den „Spiegel“ schreibt, porträtierte für uns das Schweizer Stürmer-Juwel Breel Embolo. „England kann warten“, ab Seite 60.

RED BULLETIN WELTWEIT RÜDIGER STURM

Der Münchner Film-Experte traf den dreifachen Oscar-Gewinner Oliver Stone zum Interview über dessen neues kontroverses Regieprojekt: ein Porträt des Whistleblowers Edward Snowden (J. Gordon-Levitt). S. 38.

The Red Bulletin erscheint aktuell in zehn Ländern. Im Bild das aktuelle Südafrika-Cover, das den Motorrad-Ausnahmekönner Brad Binder zeigt. Alle Ausgaben zum Download: www.redbulletin.com/howtoget

Strand-Shooting: Model Hodge und Fotograf Lim in Kalifornien

„Sie fesselt dich mit ihrer Aura. An Land ebenso wie im Wasser.“ FOTOGRAF MIKO LIM ÜBER ROSY HODGE Der Amerikaner Miko Lim wollte eigentlich Surfer werden. Heute fotografiert er unter anderen für „Esquire“, „Vogue“ und „GQ“. Zu seinem Red Bulletin-Shooting mit Ex-Surf-Pro Rosy Hodge passte der Titel der Story perfekt. „Auf Wellenlänge“, ab S. 30.

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THE RED BULLETIN


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JeepÂŽ is a registered trademark of FCA US LLC

Jeep is Official Partner of Red Bull XRow.

Saturday, 8th October 2016


JETZT WIRD’S ENG SIERRA NEVADA, KALIFORNIEN, USA FOTO: CHRISTIAN PONDELLA KATEGORIE: CLOSE UP „Während eines Ski-Trips in die Sierra Nevada entdeckten wir diesen Korridor zwischen zwei Granitfelsen“, sagt Fotograf Christian Pondella. „Wir wussten, dass es in der Felsrinne nur bei Sonnenaufgang für wenige Minuten Licht geben würde. Also stiegen wir bereits um vier Uhr früh auf den Berg und warteten. Als es dämmerte, kletterte ich in die rechte Felswand und fand den perfekten Winkel. Dann bretterte Freeskier Max Hammer durch die Spalte.“ instagram.com/christianpondella


MOMENT DER ENTSCHEIDUNG Red Bull Illume ist der weltweit führende Contest für Action- und Adventure-Sport-Fotografie. Hier verraten fünf der 275 Semifinalisten 2016, wie man unter schwierigen Umständen großartige Bilder macht: mit Drohnen, am Ozeangrund, beim Skydiving in rabenschwarzer Nacht. 13


UNTER DER DONNERWALZE TEAHUPO’O, FRANZÖSISCH-POLYNESIEN FOTO: BEN THOUARD KATEGORIE: MASTERPIECE BY YODOBASHI „Es war ein guter Tag für Unterwasserfotos: Windstille, glasklare Wellen. Ich tauchte vier Stunden lang immer wieder unter die Wasserwalze. Irgendwann gelang mir dieses Bild. Das Problem: Ich wusste nicht, wen ich fotografiert hatte. Ich musste ein Jahr lang auf Social Media nach dem Surfer suchen, ehe mich die dreifarbigen Finnen zum Ziel führten. Sie gehören Landon McNamara, einem Profi aus den USA.“ instagram.com/benthouard

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HIER LANG! BROOKLYN, NEW YORK, USA FOTO: ALE DI LULLO KATEGORIE: NEW CREATIVITY „Ich hatte mich einige Jahre mit Aufnahmen durch transparente Flächen beschäftigt, ehe mir klar wurde, dass die simpelsten Ideen oft die besten sind: der Blick durch die Windschutzscheibe, eine Perspektive, die jeder kennt. Hier springt der US-Street-Rider Aaron Chase über ein Taxi in Brooklyn. Ich brauchte zwölf Versuche für das Bild. Und hatte jedes Mal Angst, dass die Scheibe einbricht.“ instagram.com/aledilullophotography

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RED BULL ILLUME:

ADRENALIN IN BILDERN Seit 2007 k체rt Red Bull Illume alle drei Jahre herausragende Leistungen im Bereich der Action- und Adventure-SportFotografie. F체r den Wettbewerb 2016 reichten 5645 Fotografen in elf Kategorien insgesamt 34.624 Bilder ein. Auf diesen Seiten zeigt The Red Bulletin eine Auswahl der 275 Semifinalisten 2016. Die Sieger werden von einer Fachjury ermittelt und am 28. September bei der Winner Award Ceremony in Chicago verk체ndet. Danach wandern die 55 besten Bilder sowie die elf Kategorie-Sieger und das Overall-Gewinnerfoto als Ausstellung um den Globus. Die Red Bull Illume Exhibit Tour zeigt die pr채mierten Bilder bis 2018 immer nachts in Lichtboxen. Mehr Semifinal-Fotos, Infos zur Award-Feier und alle Termine der Ausstellung unter: www.redbullillume.com

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ÜBERWACHUNG AUS DER LUFT RIEM (MÜNCHEN), DEUTSCHLAND FOTO: LORENZ HOLDER KATEGORIE: PLAYGROUND „Wenn du mit Drohnen fotografierst, ist Google Earth eine Riesenhilfe. Diesen Garten mit seinen kurvigen Beton­ wegen fand ich beim Location Scouting am Laptop. Die Idee war, den Skate­Trick mithilfe des Schattens besser sichtbar zu machen. Eine schwierige Aufgabe, weil der lila Untergrund aus grobem Plastik besteht. Aber Skater Conny Mirbach ist Profi. Er feuerte die Kickflips reihenweise ab.“ instagram.com/lorenzholder


DISCOFLIEGER KAZIMIERZ BISKUPI, POLEN FOTO: KUBA KONWENT KATEGORIE: ENERGY „Ich begann 2014 mit Skydiving und trainierte ein Jahr, ehe ich mich sicher genug fühlte, um auch in der Luft zu fotografieren. Den Nacht-Jump im Bild veranstaltet meine Flugschule nur einmal im Jahr. Es musste also alles klappen. Für den Shot montierte ich meine Kamera auf die rechte Tragfläche und löste sie per Fernsteuerung aus. Danach sprang ich mit meinen Freunden in die Nacht.“ instagram.com/konwentphotography

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s p i h c y h c n u r c extra


BULLEVARD MENSCHEN, DIE UNS INSPIRIEREN

WILLENSLEISTUNG

AUSTIN HARGRAVE/AUGUST

MARK WAHLBERG HAT SEIN LEBEN MIT KNALLHARTER ARBEIT WIEDER IN DEN GRIFF BEKOMMEN. Mit 16 saß Mark Wahlberg wegen versuchten Mordes 45 Tage hinter Gittern. Im Gefängnis hatte er Ge­ legenheit, ausführlich über seine Kumpel in der Gang, über seine Brüder und seine Schwester nachzudenken, die alle regelmäßig mit dem Gesetz in Konflikt kamen. Er beschloss, sein Leben zu ändern. Dafür brauchte er zwar ein wenig Zeit (Anfang 20 war er noch immer ein wütender junger Mann), aber er ging unbeirrbar seinen Weg, arbeitete hart, heiratete, wurde Vater von vier Kindern. Heute zählt Wahlberg zu Hollywoods guten Jungs: bescheiden, zuvorkommend, beliebt. Als einer der bestbezahlten Schauspieler der Welt hat man es dann im Leben trotz Vorstrafe leichter, aber arbeiten muss man auch mit 45 noch: Dem­ nächst ist er in „Deepwater Horizon“ zu sehen, einem Drama über die Ölpest im Golf von Mexiko 2010 (Kinostart: 6. Oktober).

THE RED BULLETIN

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BULLEVARD

DAS DUELL CLASH DER MUSIK- UND DER FUSSBALLWELT. WER ENTENTSCHEIDET DAS ED-TO-ED-DUELL DER 25-JÄHRIGEN FÜR SICH?

vs ED SHEERAN

EDEN HAZARD

Brite, 25, preisgekrönter Singer-Songwriter

77 Millionen Euro

„X“ war zweitmeistverkauftes Album der Welt (hinter Adeles „25“), dazu spielte er 119 Gigs, machte allein 2015 fette 51,5 Millionen für den rothaarigen Schnulzensänger.

Mercedes-Benz G-Klasse

Belgier, 25, Mittelfeldmotor bei Chelsea und Belgien

GELD

0 :1

90 Millionen Euro

Platz 85 auf der „Forbes“-Liste superreicher Sportler. 262.000 Euro pro Woche cashte er im ersten Halbjahr 2016, nur drei verdienen in der Premier League mehr.

Mercedes-Benz SLS AMG

TRANSPORT

Erst seit Oktober Führerscheinbesitzer. Fährt einen Mini Cooper und macht in London mit einer G-Klasse die Randsteine unsicher.

Als Audi noch Chelsea sponserte, lenkte er einen R8 V10 plus, mittlermittler weile fährt er einen Mercedes, dem Flügel verliehen wurden.

0:2 LIEBESLEBEN

16,7 Mio. Twitter-Follower

Sein bislang letzter Tweet verlinkte im Dezember 2015 auf eine Instagram-Abwesenheitsnotiz. Social Media macht Pause, neues Album im Herbst!

Schöne Saiten

2:3 GEHEIMWAFFE

3:4

Look … wie bitte?

STYLE

Erdbeermund

„Es gibt in England viele Rothaarige, die mit meinem Fame Mädels abschleppen wollen. Was soll ich da haten? Endlich kriegen wir auch mal jemanden ab! Das ist doch großartig.“

Zero to Hero

Gewann mit „Thinking Out Loud“ 2016 den Grammy Award für den „Song des Jahres“ . Nicht schlecht für einen Burschen, der 2010 noch als armer Schlucker bei Freunden auf der Couch schlief und deren Pizzareste aß.

Van der Liebe

2012 heiratete Hazard Natacha Van Honacker. Das Paar hat bereits drei gemeinsame Söhne, fehlen noch zwei zum Kleinfeld-Team.

SOCIAL MEDIA

Spielt Martin-Gitarren wie schon Elvis Presley, Johnny Cash, Willie Nelson, Bob Dylan. Eigenes SignaSigna ture-Modell (LX1E Ed Sheeran).

Sheeran sieht aus wie ein Typ ohne Kohle und ohne Zeit, sich zu stylen. Der ungewöhnlich gewöhnliche Look macht ihn aber umso sympathischer.

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1:3

3:4 ERKENNTNIS

4:4 SPECIAL

5:5

4,5 Mio. Twitter-Follower

Kann Hazard in die Zukunft sehen? 2012 twitterte er die Chelsea-Unterschrift … erst sieben Tage später kam die offizielle Bestätigung seitens des Klubs.

Dreifachgenie

„Kreiert Chancen, macht Tore, arbeitet extrem hart“, so das Urteil bei der 2015er-Wahl zum „FWA Footballer of the Year“.

O≠-trend

Untypischer Look für einen FußFuß baller: keine Unterarm-Tattoos, normale Friese, eine schlichte, sportsport liche Garderobe (von Sponsor Nike).

Zen-Fußballmeister

„In der Vergangenheit lief alles echt gut, 2015/16 für Chelsea eher weniger. Fußball ist eben so, da kannst du nichts machen. Ich hatte in meiner Karriere mehr Höhen als Tiefen. Worum es geht, ist, weiterzumachen.“

Dauerläufer

Mit 25 hat Hazard bereits 446 Profi-Einsätze (bei Ronaldo waren es 407, bei Messi 431). Noch zehn Jahre auf dem Level, und er könnte einer der wenigen Offensivspieler werden, die auf über tausend Spiele kommen.

THE RED BULLETIN

GETTY IMAGES (4), SPLASH NEWS, ATLANTIC RECORDS, PA

Ex auf „X“

Der Track „Nina“ handelt von seiner Verflossenen, der Singer-Songwriterin Nina Nesbitt. Mittlerweile tröstet er sich mit seiner alten Schulfreundin Cherry Seaborn (links).


BULLEVARD

KÄMPFERHERZ GEMMA ARTERTON STARKE FRAUEN? SPIELT KAUM JEMAND BESSER ALS SIE. NICHT OHNE GRUND.

ZIMMERMANN/MADAME FIGARO/LAIF

Auch wenn der Titel perfekt zu ihr passt, Gemma Artertons neuer Film „The Girl with All the Gifts“ (Kinostart in Großbritannien: Ende September) ist kein Biopic. Die 30-jährige Britin war bereits Bond-Girl („Ein Quantum Trost“), spielte in Komödien, Blockbustern, Independent-Filmen und im Theater am Londoner West End (diesen Herbst tritt sie dort, logisch, als G. B. Shaws Jeanne d’Arc auf). In den letzten Jahren machte sie Paris zu ihrer zweiten Heimat, die Sprachkenntnisse reichen mittlerweile sogar für Hauptrollen in französischen Filmen. Kürzlich verriet sie in einem Interview ihr Mantra, das ihr einst eine Schauspielkollegin mitgab: „Sie sagte: ‚Mach, wovor du dich fürchtest.‘ Das hab ich nie vergessen.“

„ICH BIN TOTAL NORMAL. GLAUBT NICHT, WAS IN DEN ZEITUNGEN STEHT!“ THE RED BULLETIN

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BULLEVARD

HORIZONT­ ERWEITERUNG

WIE BITTE?

SCHNELL SCHLAUER WERDEN PER RETWEET, LIKE ODER FOLLOW.

DAS LEBEN BESTEHT AUS ZIELEN: VOM MÜLL, DER RUNTERGEBRACHT WERDEN MUSS, BIS ZU ERNÄHRUNG, SPORT, KARRIERE. DIESE ÜBERFLIEGER WISSEN, WIE MAN’S ANGEHT.

„Ich weiß, dass andere viel talentierter sind als ich. Was mich auszeichnet, ist meine Arbeitsmoral. Während ­andere schlafen, arbeite ich. Während andere essen, arbeite ich. Während andere L ­ iebe machen … mache ich zwar auch Liebe – aber ich gebe mir verdammt noch mal richtig Mühe.“

„Erfolgreiche Menschen ­können nicht nur eine Sache gut. Sie schaffen es, ihre ­Stärken in verschiedenen ­Bereichen einzusetzen. Das ist das Geheimnis, warum sie so oft zu großartigen ­Ergebnissen kommen.“

WILL SMITH, MANN IN SCHWARZ

ROBERT DOWNEY JR., EISENMANN

„Jeder kennt den Druck, den Vorstellungen anderer zu entsprechen. Mit dem Alter merkst du, wie unbedeutend das ist. Du musst dir irgendwann klarmachen: ,Ich weiß, was mir gefällt – und genau das werde ich ab jetzt tun.‘“

„Wer nicht alles auf eine Karte setzt, hat schon verloren.“

HYPE MACHINE twitter.com/hypem Dieser Musik-Aggregator ist eine der wirklich globalen Top-Adressen für frische Sounds. Die Hype Machine sammelt seit über zehn Jahren, worüber Musikblogs gerade schreiben. Ideal, um neue Musik zu ent­ decken und DJs in Ver­ legenheit zu bringen: „Mann, was sagst du ­eigentlich zum neuen Drake-Remix?“

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FELICITY JONES, FRAU VON STEPHEN HAWKING

„Ich möchte mich stets ver­ bessern. Das heißt: mich selbst übertreffen. Es reicht nicht, es nur zu versuchen. Man muss es mehr wollen als alles andere.“

CRANK AND PISTON

KATY PERRY, MÄDCHENKÜSSERIN

„Ich bin Pessimistin, und v­ ielleicht ist das auch gut so. Ich nehme mir keine Zeit für die schönen Dinge des Lebens, ich genieße nie den Augenblick, ich lebe nie im Moment – ­sondern bereite mich immer ­sofort auf den nächsten vor.“

instagram.com/ ­crankandpiston Finger weg von diesem Account, wenn du keine Autos magst. Denn ­diese Blogger aus Dubai sind von allem besessen, was vier Räder hat und fährt. Sie posten richtig gute Fotos von ernsthaft abgefahrenen ­Autos – und versorgen Autofans mit einer ­täglichen Dosis Glückshormone.

NICKI MINAJ, RAP-SYMBOL

„Klappt Plan A nicht, habe ich noch Plan B, Plan C und Plan D.“ SERENA WILLIAMS, SERIENTÄTERIN

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facebook.com/­ killscreendaily Ausführliche Game-­ Reviews gibt es massenhaft auf „GamePro“, „4Players“ oder „Eurogamer“. Wenn du aber mehr über Spieletechnologie und kreatives Game- und Artdesign abseits von AAA-Titeln erfahren möchtest, dann holst du dir am besten Kill Screen in deinen Facebook-Feed. THE RED BULLETIN

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BULLEVARD

GORDON BENSON

DER TRIATHLET, DER BEI DEN EUROPASPIELEN IN BAKU GOLD GEWANN, HÄLT NICHTS VON EINEM ZU NIEDRIGEN KÖRPERFETT-ANTEIL.

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SO S O VIELE STUNDEN TRAINIERT BENSON WOCHE FÜR WOCHE An einem typischen Trainingstag widmet er sich allen drei Disziplinen. Sein Tagesablauf: morgens 90 Minuten schwimmen, nachmitnachmit tags 60 Minuten laufen, abends 65 Kilometer auf dem Rad. Um schneller zu werden, empemp fiehlt er zügiges Laufen: „Nicht voll sprinten, sondern mit 80 bis 90 Prozent Tempo 100 Meter laufen.“ Beim Schwimmen Paddles verwenden, „das stärkt den Rücken und hilft beim Wasserfassen“. Und beim RadRad fahren? Zunächst mit hoher Trittfrequenz pedalieren, dann in strammere Gänge schalten: „Das bringt Extra-Power im Rennen.“

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SO VIELE GOLD­ MEDAILLEN HAT ER GEWONNEN Wer Gold gewinnen will, muss den WechWech sel vom Wasser aufs Rad perfektionieren. „Ich mache meinen Wetsuit im Training mit einem Schlauch nass und ziehe ihn so schnell wie möglich aus“, sagt Benson. WichWich tig sind ein TrainingsTrainings partner – „Macht mehr Spaß und man pusht sich gegenseitig“ – und ausaus reichend Pausen während des Trainings: „Ein niedriger Körperfettanteil macht einen anfällig für Erkältungen.“

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3500 SO VIELE KALORIEN MUSS ER TÄGLICH ZU SICH NEHMEN Zum Frühstück gibt’s Porridge mit Zuckerrübensirup für den Ge Geschmack, an Wettkampftagen noch ein Croissant für die Extrakalorien. Benson isst täglich drei Protein Proteingerichte und zwischen den Trai Trainingseinheiten Milchreis oder pochierte Eier auf Toast. Ent Entscheidend ist gute Hydrierung: „Ich trinke Säfte mit Sirup und Red Bull und habe immer eine Flasche Wasser zur Hand.“

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ANZAHL DER WOCHENTAGE, AN DENEN ER SICH ERHOLT Freitag ist Bensons Regenera Regenerationstag, aber er pausiert nicht gänzlich. Er schwimmt – „Das Wasser hilft den Muskeln bei der Erholung“ – und macht Yoga. „Yoga entspannt mich, mental und körperlich“, sagt er. „Und es half mir bei meiner Position am Rad. Ich sitze be bequemer und kann daher mehr Leistung generieren. Somit bin ich schneller, was sich in den Ergebnissen nieder niederschlägt.“

LEISTUNGS­ DATEN

Disziplin: Triathlon Alter: 22 Größe: 190 cm Gewicht: 78 kg Erfolge: U23-Europa U23-Europameister 2014, Dritter bei der U23-Welt U23-Weltmeisterschaft 2014, Sieger bei den European Games in Baku 2015. Benson ist Teil des britischen Olympiateams in Rio.

FITNESSTRACKER HEISSE HEALTHTRENDS

APP DIRT SCHOOL

Ein MTB-Coach für das Smartphone: Lerne neue Skills, mach den MaterialMaterial check am Bike, lade Fahrten und Sprünge hoch. Auf die Videos gibt dir ein echter Coach Feedback, das kostet aber extra. dirtschool.co.uk

GADGET PEBBLE CORE

2017 bleibt das Phone endlich daheim: Denn der ab Jänner erhälterhält liche Pebble Core kann 3G und Spotify, speispei chert Läufe via GPS und sendet per NotfallNotfall knopf deine Position, wenn du einmal im Graben liegst. pebble.com

TREIBSTOFF GOLDEN MILK

Kurkuma-Latte hat das Zeug zum TrendDrink des Jahres. Das Gewürz soll dein Immunsystem stärken, entzündungshementzündungshem mend wirken und beibei nahe alle Krankheiten des Universums heihei len. Laut Google Food Trends demnächst in der Hipster-Bar deines Vertrauens. goo.gl/yxNzlu

THE RED BULLETIN

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AUF WELLEN-

Als Rosanne Hodges professioneller Surfkarriere ein vorzeitiges Ende drohte, bekam sie die Chance, ein Event ihres Sponsors Roxy live zu kommentieren. Das war der Moment, in dem eine Karriere begann, die sie zu den schönsten Plätzen der Welt führt. Und uns als Fans vor dem Webcast in ihren Bann zieht – gemeinsam mit Millionen anderen. Text: Jazz Kuschke Fotos: Miko Lim

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Die ehemalige ProSurferin Rosy Hodge macht jetzt als SurfKommentatorin gute Figur.


Sooft es geht, verbringt Rosy ihre Zeit im Wasser. Insider meinen, sie hat noch immer das Zeug zur Profisurferin.

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THE RED BULLETIN


„Das Leben steckt voll von zweiten Chancen. Man muss

sie nur erkennen.“

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THE RED BULLETIN

er Reisepass von Rosanne „Rosy“ Hodge ist eine Sammlung bunter Stempel. Ihr Programm der ersten Wochen dieses Jahres war repräsentativ: Sie begann mit zehn Tagen Malediven, auf fünf Tage zu Hause in San Clemente, Kalifornien, folgten drei Wochen auf Fidschi, nach einem Abstecher nach Hause für ein paar Nächte ging’s für zwei Wochen in ihre Heimat Südafrika für die Live-Übertragung der J-Bay Open. Irgendwo dazwischen fanden sich fünf Tage Zeit für ein Frauenfitness-Event von Roxy in Marseille – die Marke sponsert sie seit dem achten Lebensjahr, „da hätte ich doch unmöglich absagen können!“. „Ich habe den besten Job der Welt“, sagt die 29-Jährige aus East London an Südafrikas Ostküste. Wenige würden widersprechen. Als Teil des offiziellen Kommentatoren-Teams der

World Surf League (WSL) wird Hodge dafür bezahlt, die exotischsten und renommiertesten Spots der Surfwelt zu besuchen suchen und sich – frei vom Wettkampfdruck – dort auch in den WelWel len auszutoben. „Ich glaube, ich surfe mehr denn je. Und ich merke, wie gut es mir tut, den Sport auszuüben, den ich liebe.“ Ihr ganzes Leben dreht sich ums Surfen, um den eleganten Tanz auf den Wellen, und sie ist wirklich gut darin. Hodge wuchs im Umfeld mächtiger Wellen, heftiger Riffs und im AnAn gesicht großer Surf-Konkurrenz auf. Schon früh bemerkte der Bruder ihr Talent, ermutigte sie, immer weiter an sich zu arbeiten. Bereits mit sieben ritt sie die Wellen aggressiv, mit vier vierzehn schlug sie die gleichaltrigen Jungs (was sie naturgemäß cooler fand als die). 33


Heute erobert sie die Surfwelt auf dem

Inspiriert von der viermaligen Weltmeisterin Wendy Botha und den ehemaligen World-Tour-Mitstreitern Greg Emslie und Royden Bryson, gelang Hodge eine erfolgreiche Junior-Karriere mit neun South-African-Championship-Titeln, bevor sie sich im ersten Jahr nach der Schule für die damals noch unter dem Namen ASP Women’s World Championship bekannte Tour qualifizierte. Sie reiste um die Welt und behauptete sich auf der ASP World Tour vier Jahre in Folge mit regelmäßigen Top-Ten-Platzierungen. Ende 2010 dann wurde ihr Erfolgslauf aber abrupt gebremst. Die Ergebnisse waren gut, aber nicht gut genug: Es reichte nicht ganz für die Vorqualifikation. Surfer dürfen auf der Championship Tour – ausgetragen an den besten Surfspots der Welt – nicht zu sehr im Ranking abrutschen, sonst fallen sie in die Qualifying Series (QS) zurück. „Das war natürlich ein ziemlicher Schock. Seitdem ich klein bin, habe ich von der Tour geträumt“, sagt Hodge. „Damals brauchte ich Zeit für mich“, erzählt sie weiter. „Ich war am Rocky Point in Hawaii und traf zufällig eine der Frauen, die für Roxy und die Schwester Schwestermarke Quiksilver arbeiteten. Sie fragte, was ich jetzt tun werde.“ Hodge hatte darauf keine Antwort, sie wusste es selbst nicht: sich mühsam durch die Qualifikation kämpfen oder Sachen packen und zurück nach Südafrika, um einen soliden 9-to-5-Job zu finden? „Sie fragte mich, ob ich Lust hätte, die Roxy Pro an der australischen Gold Coast zu kommentieren“, erzählt Hodge. „Ich sagte nur: ‚Klar, ich hab ohnehin nichts zu tun!‘ Ich meine, die Goldie ist eine große Chance, und es ist immer toll, etwas Neues auszuprobieren.“ 34

Anfang 2011 tauschte sie schließlich endgültig Surfbrett gegen Mikro. „Natürlich war es nervenaufreibend, aber ich hatte auch echt viel Spaß“, sagt sie. „Danach bat mich Rip Curl, das Bell-Beach-Event zu machen. Und dann auch die Events an der australischen Westküste. Die konnten gar nicht genug von mir bekommen!“ Es folgten die Quiksilver Pro in Frankreich und bald sämtliche Roxy-Events. Zu dieser Zeit hatte sie eine kleine Rolle im Film „Blue Crush 2 – No Limits“; ein paar Jahre später folgte ein Auftritt in „Die per perfekte Welle“ an der Seite von Clint Eastwoods Sohn Scott. 2013 erwarb das Medienunternehmen ZoSea die ASP und machte daraus die WSL. Das bedeutete auch eine Abkehr vom bisherigen, vor allem von Männern geprägten Kommentarstil. Die Übertragungen wurden professioneller, das lag auch am neuen Vollzeit-Kommentatoren-Team. „Sie wollten die Übertragungen wirklich auf das nächste Level heben“, erklärt sie. „Ich war überglück überglücklich, als sie auf mich zukamen und mir eine Vollzeitstelle anboten. Diese Arbeit bedeutet mir so viel, ich möchte mich ständig verbessern.“ Hodges Surfkarriere nahm eine ganz neue Form an – aber es blieb eine besondere Herausforderung. Ihre Bikinifigur und ihr einnehmendes Lächeln allein reichten nicht, um neben erfahrenen Profi-Kommentatoren wie Joe Turpel, den ehemaligen Champs Martin Potter („Pottz“) und Peter Mel und dem World-Tour-Veteranen Ross Williams zu bestehen. Hodge musste sich erneut behaupten, so wie sie es schon als Kind getan hatte. Dass sie es aufs Neue schaffte, hat sie mehreren Faktoren zu verdanken: ihrer unkomplizierten Art, jahrelanger Erfahrung auf der Tour und dem direkten Draht zu den Athleten. Heute erobert sie die Surfwelt auf dem zweiten Karriereweg, bereist die Welt, nachdem vom einstigen Preisgeld lange nichts mehr übrig ist. Hat sie einfach nur unglaubliches Glück gehabt? Hodge ist überzeugt, dass sich das Prinzip ihres Werdegangs auf das Dasein jedes anderen übertragen lässt. „Das Leben ist voll von zweiten Chancen, man muss sie nur erkennen. Ich hatte ziemlich viel Glück, das Timing war perfekt. Aber ich hab die Gelegenheit auch beim Schopf gepackt“, sagt sie. „Ich liebe Sur Surfen, ich brenne dafür. Du musst deiner Leidenschaft folgen. Und du wirst sehen, wohin sie dich führt.“ Manche Dinge erscheinen viel leichter, als sie tatsächlich sind – auch wenn man das Hodge nicht anmerkt. „Es macht mich wahnsinnig, vor Publikum zu sprechen“, sagt sie, nur halb im Scherz. Bei Über Übertragungen sieht sie die Zuschauer nicht, aber Hodge THE RED BULLETIN

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zweiten Karriereweg und bereist die Welt.


Das Red BulletinShooting mit Rosy Hodge fand am T-Street Beach in San Clemente, Kalifornien, statt.

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Sie begann ihre ­Karriere ganz ohne Sprecher­ ausbildung: „LiveÜbertragungen sind pure Emotion.“


„Ich bewundere die Surf-Superstars, schaue zu ihnen auf. Aber den

besseren Job, den habe ich.“

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weiß, dass Abertausende da draußen live dabei sind. Der Tahiti-Event 2014 erreichte das größte Live-Publikum in der Geschichte des Pro-Surfens, der Webcast generierte 2,2 Millionen Stunden Live-Übertragung und erreichte über zwölf Millionen TV-Haushalte. „Wenn ich bloß daran denke, muss ich hyper hyperventilieren“, sagt sie. Wie kommt sie mit dem Stress zurecht? „Es ist leicht, die Nerven zu verlieren und es zu vermasseln. Ich finde, man muss ruhig atmen und die Nervosität positiv nutzen. Du musst dir einreden: ‚Schon gut, diese Aufregung kann dir helfen‘, und einfach weitermachen. Und ich bin der Meinung, es ist besser, wenn du bei Interviews einfach du selbst bist – genauso wie sonst im Leben.“ Hodge startete ihr Abenteuer ganz ohne Sprecher Sprecherausbildung. Immerhin, dank des professionellen WSLUmfelds und ihrer Kollegen sammelte sie eine Menge Berufserfahrung. „Ich werde immer noch nervös, das wird wohl nie weggehen. Ich atme dann ein paar Mal durch und fokussiere mich auf den Job“, sagt sie. „Ob es komisch ist, wenn ich mir meine Sendungen in der Wiederholung ansehe? Ich merke dann sofort, was ich besser machen kann. Ich stottere zum Beispiel gegen Ende immer noch zu viel und lasse das gefürchtete ‚Zurück zu euch, Jungs!‘ aus. Mist!“ THE RED BULLETIN

Für Hodge sind Live-Übertragungen von der Tour eine einzigartige Erfahrung. „Das ist pure Emotion, besonders wenn es Surfer nicht in die nächste Runde schaffen. Ich beobachte genau, was im Wasser passiert, und hol die Surfer direkt von der Welle ab. Mit jedem Event wird es besser, ich spüre, wie mein Selbstbewusstsein wächst.“ Natürlich bedeutet die Tour nicht nur Arbeit. Zwischen den Events der WSL World Championship liegen meist zehn Tage, die Veranstaltung selbst dauert (bei optimalen Bedingungen) nicht mehr als vier Tage. Es bleibt also genug Freizeit. „Es macht irrsinnigen Spaß“, sagt sie. „Ich dachte ehrlich, ich hätte irgendwann genug von den Jungs, aber wir sind eine richtig eingeschworene Truppe. Sogar an wettbewerbsfreien Tagen senden wir uns Nachrichten und scherzen miteinander. Ich muss mich manchmal kneifen, denn ich arbeite mit Weltmeister Ross Williams, zu dem ich seit meiner Kindheit aufgeschaut habe, und Ronnie und Joe, die großartig sind und ihren Job richtig gut machen. Es ist ein echt cooles Team.“ Ob sie die Zeiten vermisst, als sie selbst noch Contests surfte? „Das Niveau ist derzeit so hoch, dass es ein tolles Kompliment ist, wenn mir Pottz oder ein anderer sagt, ich surfe wirklich gut und könnte auf der Tour mitmachen“, sagt Hodge. „Ich bin richtig stolz darauf, was die Frauen er erreicht haben. Ich kenne Carissa (Moore, 23, dreifache Weltmeisterin; Anm.) und die anderen Mädels, seit wir klein waren. Ich bin einfach so stolz darauf, wo sie heute stehen. Besonders Bianca (Buitendag, 22, südafrikanische Surferin; Anm.), sie ist so gut. Ich bewundere sie alle, aber ich denke, ich habe den besseren Job.“ instagram.com/rosyhodge

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O L I V E R S TO N E H AT W I E D E R Z U G E S C H L A G E N . M I T „S N O W D E N “ S E T Z T D E R K U LT R E G I S S E U R D E M B E R Ü H M T E N W H I ST L E B L O W E R E I N P R OVO K AT I V E S D E N K M A L . D E R 6 9 -J Ä H R I G E S P R AC H M I T D E M R E D B U L L E T I N Ü B E R S E I N E L E B E N S L A N G E S U C H E N AC H WA H R H E I T U N D   D E N K A M P F G E G E N U N G E R E C H T I G K E I T.

„WACH AUF UND ENTWICKLE EIN BEWUSSTSEIN FÜR DIE WELT“ INTERVIEW: RÜDIGER STURM FOTOS: PAMELA LITTKY

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Können Sie mit diesen Qualitäten etwas anfangen? In dem Alter war ich bei weitem nicht so reif. Ich hätte das mit 29 nie tun können. Aber inzwischen kennt man Sie als einen der mutigsten Filmemacher der Welt, der das US-System immer wieder kritisiert und herausgefordert hat. Trotzdem würde ich mich nicht mit Snowden vergleichen wollen. Es hat gedauert, bis ich mein Bewusstsein so richtig erweitert hatte. Zum Beispiel habe ich zunächst nicht gegen den Vietnam­ krieg protestiert. Ich musste erst mal einen klaren Kopf kriegen. Erst zwischen fünfzig und sechzig wurde ich so richtig aktiv. Ich ging aufs College und begann die amerikanische Geschichte zu studieren, weil ich das Grundmuster erkennen wollte, das hinter der US­Politik steckt. Wie waren Sie als Kind drauf? Ich war brav, kein Kind, das unmögliche Fragen stellte. Es gab einen Teil von mir, der Ungerechtigkeit verachtete, aber ich habe den nicht so richtig wahrgenommen und auch nicht ausgelebt. Ich war ein einsames Kind, fühlte mich wertlos. Deshalb wollte ich nur mit den anderen klarkommen und mich anpassen. Immer? In der dritten oder vierten Jahrgangsstufe gab es einen Jungen in meiner Klasse, der gemobbt wurde. Er war größer als alle anderen, so ein riesiges Gemüse, unbeholfen und ein schlichter Charakter. Ich mochte ihn nicht besonders, aber ich habe trotzdem auf ihn aufgepasst. Ich hielt einfach für falsch, was die anderen mit ihm anstellten. Als Konsequenz machte ich mich beim Rest der Klasse total un­ beliebt. Aber seither setze ich mich für Außenseiter und Underdogs ein. 40

Wo standen Sie in der Hackordnung? Irgendwo in der Mitte. Ich habe mich unauffällig verhalten, mich um meine Angelegenheiten gekümmert. Diesen Rat hatte mein Vater mir gegeben. Und über über­ haupt meinte er: „Sag nie die Wahrheit!“ – das war seine wichtigste Lektion. Im Lauf Ihrer Karriere taten Sie immer das glatte Gegenteil. Weil ich diese ganzen Unwahrheiten satthatte. Ich dachte, meine Eltern seien glücklich verheiratet, und dann ließen sie sich scheiden, als ich sechzehn war. Als ich nach Vietnam ging, merkte ich, dass dieser Krieg das reinste Lügengebäude war. Seither machen mich Ungerechtig­ keit und Lügen wütend. Wie sind Sie im Krieg gelandet? Nach meinem ersten Semester in Yale ging ich nach Saigon, wo ich an einer Schule Englisch unterrichtete. Daraus wurden sechs Monate – eine faszinierende Zeit. Die Schüler waren großartig, ich war da einer von den wenigen Weißen. Rückblickend betrachtet war es allerdings ganz schön gefährlich, denn damals wimmelte es dort schon von Vietcong­ Einheiten. Denen hätte es gut ins Konzept gepasst, einen Lehrer zu killen. Als ich dann 1966 wieder in die Staaten zurück zurück­ kam, bekam ich mein Leben nicht in den Griff. Deshalb ging ich zur Armee. Auch Edward Snowden wurde Soldat. Empfehlen Sie diese Erfahrung? Nein. Amerika hat ein grundsätzliches Problem: Es verehrt das Militär. Der Wähler bekommt eingebläut, dass man hart sein muss. Nur in den USA werden

Soldaten so gefeiert. Aber diese Haltung ist gefährlich. Keiner diskutiert, was wir in anderen Ländern angerichtet haben. Auf einer persönlichen Ebene kann ich hingegen sagen, dass Sie beim Militär viele gute und viele schlechte Menschen finden – wie im normalen Leben. Sie scheinen psychisch und physisch ungeschoren davongekommen zu sein. Ich habe überlebt, dank einer großen Portion Glück oder wie immer Sie das nennen wollen. Aber die Sache hätte übel ausgehen können. Es bestand immer die Gefahr, dass auch unsere Truppe so ein Massaker anrichtet wie in My Lai (Kriegsverbrechen der US-Armee 1968, bei dem 504 vietnamesische Zivilisten ermordet wurden; Anm.). An der Front ließ man dir alles Mögliche durchgehen. Ich habe das in „Platoon“ gezeigt. Aber ich habe meine Menschlichkeit bewahrt – dabei halfen mir die schwarzen Soldaten. Ich fuhr auf ihre Musik ab, ich rauchte mit ihnen Gras. Dank all dieser Erfahrungen begann ein Prozess, in dem ich mich zunehmend öff öff­ nete und eigenständig zu denken anfing. Was hätten Sie Ihrem inzwischen 31-jährigen Sohn gesagt, hätte er zur Armee gehen wollen? Das wollte er auch. Mit siebzehn, achtzehn war er ziemlich unglücklich. Deshalb wollte er einen harten Mann aus sich machen und in den Irak gehen. Aber mir gelang es, ihn davon abzubringen. Sie kämpfen jetzt zwar nicht mehr im Krieg, aber Sie werden ständig für Ihre unverblümten Ansichten attackiert. Wie kommen Sie mit diesen Angriffen klar? Indem Sie Gras rauchen? (Lacht.) Ich führe ein ziemlich gutes Leben, weil ich Glück habe. Als Buddhist versuche ich immer, den gesunden Mittel­ weg zu finden, die innere Balance. Ich will nicht ständig in einem Büßerhemd herumlaufen und mich mies fühlen. Zu viel Trübsal macht dich nur zynisch.

WAS WIR VON EDWARD SNOWDEN LERNEN KÖNNEN? KLARHEIT. UND LIEBE. THE RED BULLETIN

ACTION PRESS (2), PICTUREDESK.COM, GETTY IMAGES

the red bulletin: Was kann man von Edward Snowden lernen? oliver stone: Klarheit. Ein bewunderns­ wertes Maß an Konzentration. Ein stark ausgeprägtes Gewissen. Und Liebe. Die meisten wissen nicht, dass er seit zehn Jahren mit seiner Freundin Lindsay Mills zusammen ist. Dank ihr hat er sich seine menschliche Seele bewahrt.

Mochten Sie Ihre Schulzeit? Würde ich nicht behaupten. Ich war in einer reinen Jungenschule. Diese Testos­ teron­Umgebung förderte ein gnaden­ loses Konkurrenzdenken. Vielen der Kids hat man brutal mitgespielt. Das war ein bisschen so wie in „Herr der Fliegen“. Es gab die Champions, und den Typen am unteren Ende der Leiter trat man in den Hintern. Es war kein Spaß, das zu sehen.


„Midnight Express“ (1978/nur Drehbuch)

„JFK“ (1991)

Türken sind üble Kerle – in dieser Geschichte über einen US-Schmuggler, der zu 30 Jahren Haft in einem türkischen Gefängnis verurteilt wird.

Stones Spekulation: Hinter dem Mord an Präsident John F. Kennedy stecke eine Verschwörung der CIA und des „militärisch-industriellen Komplexes“.

DER TALENTIERTE MR. STONE MAL 4 DIE KONTROVERSIELLSTEN FILMPROJEKTE

„Natural Born Killers“ (1994)

„Comandante“ (2003/Doku)

Angeblich „inspirierte“ die Story über ein Killerpärchen an die 30 echte Mordfälle – darunter den Amoklauf an der Columbine High School (1999).

Oliver Stone hatte Fidel Castro 2002 drei Tage lang begleiten dürfen und porträtiert ihn eher als guten Kumpel denn als knallharten Diktator.


„VIEL ZU VIELE

AMERIKANER LEBEN IN DISNEYLAND ODER AUF EINEM GOLFKURS.“


VERRAT FÜR EINE GUTE SACHE DIE EINFLUSSREICHSTEN WHISTLEBLOWER DER LETZTEN FÜNFZIG JAHRE. 1971 US-Militäranalytiker DANIEL ELLSBERG (1) leitet Unterlagen an die „New York Times“ weiter, welche Täuschungsmanöver der US-Regierung zum Vietnamkrieg belegen. 1972/1973 Der damalige FBI-Agent MARK FELT (2), alias „Deep Throat“, informiert den „Washington Post“Reporter Bob Woodward über Präsident Richard Nixons illegale Abhörpraktiken – Stichwort „Watergate“.

2 1974 Technikerin KAREN SILKWOOD (3) deckt skandalöse Sicherheitsverletzungen der US-Nuklearindustrie auf. Sie stirbt im November 1974 bei einem mysteriösen Autounfall. 1996 JEFFREY WIGAND (4), Manager eines führenden Tabakkonzerns, macht öffentlich, dass die Zigarettenindustrie die Risiken des Tabakkonsums systematisch verheimlicht.

GETTY IMAGES (5)

2010 CHELSEA (vor der Geschlechtsumwandlung: Bradley) MANNING (5), Angehörige(r) der US-Armee, spielt der Plattform WikiLeaks Unterlagen über Menschenrechtsverletzungen von US-Truppen und geheime Depeschen von US-Botschaften zu. Im Juli 2016 soll sie versucht haben, sich im US-Militärgefängnis von Fort Leavenworth, Kansas, das Leben zu nehmen.

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Hätten Sie vielleicht lieber ein ein­ faches Leben geführt? Ohne Schmerz – aber auch ohne tiefere Einblicke ins Leben? Okay, stellen wir uns vor, ich wäre ein wohlgenährter Amerikaner aus Kansas City, der eine traditionelle Beziehung führt. Seine Existenz ist trotzdem schmerzvoll, nur weiß er es nicht. Denn er ist spirituell komplett tot, beschäftigt sich nur mit materialistischen Fragen. So ein Alltag wäre die Hölle auf Erden. Hätte ich mich nicht mit bestimmten Problemen auseinandergesetzt, hätte ich ein völlig nutzloses Leben geführt. Aber mein Leben sollte eine Bedeutung haben – spirituell, politisch, sozial, ökonomisch. Du musst aufwachen und ein Bewusstsein für die Welt entwickeln. Und dann kannst du nicht mehr ruhig leben. Das ist das Problem in Amerika. Viel zu viele Leute beschäftigen sich nicht mit Geschichte, sie leben in Disneyland oder auf einem Golfkurs. Ja, sie haben wirtschaftlich zu kämpfen, weil sie wollen, dass es ihnen materiell besser geht. Aber das ist das Einzige, woran sie denken. Sie machen sich nur um sich selbst Sorgen anstatt um den Rest der Welt. Aber was soll der machen, der nicht die Welt erfahren kann wie Sie? Lesen hilft. Ich empfehle das Buch „The Untold History of the United States“, das ich mit Peter Kuznick (Professor an der American University in Washington, D. C.; Anm.) geschrieben habe. Sehr wichtig sind auch Denker wie Noam Chomsky oder Howard Zinn. Letztlich ist alles eine Frage der Bildung. In anderen Teilen der Welt, in Europa oder Asien zum Beispiel, sind die Bürger nach meinem Eindruck viel gebildeter. Sie wissen, dass es Wich­ tigeres gibt, als nur Geld zu verdienen. Aber Sie haben doch selbst ziemlich gutes Geld verdient … Das ist nicht der Grund, weshalb ich ins Filmgeschäft ging. Ich habe diese Lauf Lauf­ bahn eingeschlagen, weil ich Geschichten erzählen wollte. Ich hatte auch keine Ahnung, dass aus der Branche so ein Milliarden­Business werden sollte. Das hat übrigens den Filmen an sich nicht geholfen, die wurden bloß schlechter.

ZUMINDEST KANN ICH ABENDS MIT DEM GEDANKEN EINSCHLAFEN, DASS ICH DAS RICHTIGE GETAN HABE. THE RED BULLETIN

Sie meinten anfangs, für Edward Snow­ den war und ist die Liebe wichtig. Ist sie die Antwort auf alle Ungerechtig­ keiten, so wie es im Poesiealbum steht? Hoffen wir’s. Sie ist eine wichtige Eigen­ schaft, die wir immer im Auge behalten sollten. Aber manchmal führt sie dich in die Irre. Die Buddhisten sagen: Du musst die Welt und das Leben lieben, nicht nur eine Person. Denn wenn sich ein Paar nur auf sich selbst fixiert, ist das nur eine Form von Egoismus, die nicht auf die Dauer funktionieren kann. Menschen, die nicht im Gleichgewicht mit der Welt leben, werden mit ihrer Beziehung keinen Erfolg haben. Sie sind mit Ihrer dritten Frau seit 1996 verheiratet. Eine glückliche Beziehung? Meine Frau und ich haben – seelisch betrachtet – komplett unterschiedliche Standpunkte, aber wir kommen mitein­ ander klar. Sie ist viel härter und kom­ promissloser drauf als ich, denn sie hat in Korea eine sehr schwierige Kindheit erlebt. Demonstranten in den USA, die ins Gefängnis wandern, sind für sie nur ver ver­ weichlichte Muttersöhnchen. Kann Ihr Kampf für Wahrheit und Gerechtigkeit jemals Erfolg haben? Oder müssen Sie auf ein besseres Leben im Himmel warten? Himmel und Hölle liegen für mich auf Erden. Wir können unseren eigenen Himmel schaffen. Indem wir was tun? Wir haben die Verantwortung, unser Be­ wusstsein zu entwickeln. Das können wir schaffen. Ein ehrgeiziges Ziel, aber ein realistisches. Wir können auch anderen helfen – nicht, indem wir sie von uns ab­ hängig machen, sondern sie lehren, sich selbst zu helfen. Letztlich läuft es immer auf diese altgriechische Weisheit hinaus: „Erkenne dich selbst.“ Das können wir auf Erden erledigen. Lern dich kennen und verhalte dich dementsprechend. Wenn dir das gelingt, was kannst du noch mehr er er­ warten? Sicher keine Engel mit Posaunen. Am Ende von „Snowden“ gibt es eine Einstellung, wo Edward in sein Innerstes schaut und sagt: „Zumindest kann ich abends mit dem Gedanken einschlafen, dass ich das Richtige getan habe.“ 43


WINTER

WUNDER

TRAVIS RICE IST DER MANN HINTER DEN GRÖSSTEN SNOWBOARDFILMEN, DIE ES GIBT – UND ER HAT DEN EHRGEIZ, DASS ES NOCH EINE WEILE DABEI BLEIBT. IN SEINEM NEUEN STREIFEN „THE FOURTH PHASE“ DEFINIERT RICE EXTREME NEU. TEXT: ANDREAS TZORTZIS FOTOS: SCOTT SERFAS, TIM ZIMMERMAN


● JACKSON HOLE,

WYOMING

Rice’ Spielplatz von klein auf. Nirgendwo im Film ist der Powder so pulvrig wie hier.

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● TORDRILLO

MOUNTAINS, ALASKA

Wenn es einen Gebirgszug gibt, der für Big Mountain Riding gemacht wurde, dann diesen.

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● TORDRILLO

M OUNTAINS,   A LASKA

Den berüchtigten „Crack“ erst­ befuhr Rice 2014, kurz danach ging Skifahrer Cody Townsend mit einem Point­of­View­Video viral.


T

ravis Rice ist seit fast zwei Jahrzehnten ein Synonym für fette Backcountry-Action. Er fährt Lines, die seine Kollegen fürchten. Und er benötigte nur zwei Filme, um unsere Erwartungen an Sportdokumentationen für immer zu verändern. Mit „That’s It, That’s All“ (2008) und „The Art of Flight“ (2011) gelang es, die Faszination des Snowboardens einem MainstreamPublikum nahezubringen, das sein Popcorn sonst eher zu Dingen wie „The Fast and the Furious“ mampft. Travis Rice selbst blieb dabei im Hinter Hintergrund. Er ist ein nachdenklicher junger Mann, der zuerst überlegt, bevor er etwas sagt, und lieber Freunden den Vortritt lässt. In „The Fourth Phase“ – Premiere am 2. Oktober auf Red Bull TV – rückt Rice allerdings in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem Nordpazifikwirbel, dem er dreieinhalb Jahre lang von Tahiti über Japan, Russland und Alaska bis zu sich nach Hause in Wyoming folgte. Zugleich ist der Film aber auch eine Geschichte über Rice, den Besessenen, der sein Leben lang Grenzen überschritt und jetzt zu akzeptieren lernt, dass es selbst für ihn Limits gibt. the red bulletin: Du bist in Jackson Hole aufgewachsen – einem Tal, das wir aus deinen Filmen kennen. Winter Wintersport muss von Anfang an selbstver selbstverständlich für dich gewesen sein. travis rice: Mein Vater war bei der Bergrettung. Meine Mutter stellte mich

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Travis Rice Gehört zu den besten Big-Mountain-Ridern seiner Generation. Er wuchs in Jackson Hole, Wyoming, auf, in einem Tal, das ausführlich in seinen drei Filmen gezeigt wird. Schon als Teenager ein Big-AirHeld, setzt er nun vor allem im Backcountry neue Standards.

mit zwei auf Skier. Ich fuhr, bis ich zwölf, dreizehn war, dann wollte ich boarden. Es sah nach Spaß aus, und es war neu. Dein Vater war sein Leben lang ein begeisterter Skifahrer … Er hat es nie angesprochen, aber ich spürte dieses „Bist du sicher, dass du das tun willst?“. Es musste schon ein besonders fetter Powdertag sein, damit mir das

Skifahren Spaß machte. Als ich mit dem Snowboarden anfing, waren da wieder dieser Genuss und diese Spannung, eine Kurve möglichst perfekt zu fahren. Boar Boarden ist asymmetrisch, ganz anders als Skifahren. Es ist ein bisschen schwerfälliger und vor allem zu Beginn fordernder, aber mit der Zeit kannst du so viel Ausdruck in jede einzelne Kurve legen. Du sprichst übers Snowboarden wie ein Musiker über seine Kunst. Diese Analogie passt zu hundert Prozent. Das Schöne daran, deinen Schwüngen einen Rhythmus zu geben, ist Folgendes: Denk an einen Song im Viervierteltakt, er hat etwas sehr Gleichmäßiges. Nur hält sich Mutter Natur nicht daran. Am Berg 49


â—? KAMTSCHATKA,

RUSSLAND

Eine vulkanische Halbinsel, die immer wieder Asche in den Pazifik spuckt. Nicht vorhersehbare Bedingungen bedeuten Drehpausen, aber es lassen sich kreative Zeitvertreibe finden.


Ein freier Tag bringt einen Ausflug in die Schwerelosigkeit. In einem russischen Helikopter aus der Zeit des Kalten Kriegs lebt es sich für Rice und Freunde leicht.

Ein Treffen mit Einheimischen auf Kamtschatka: Rice und die anderen Rider beteiligen sich spontan an der traditionellen Darbietung.

Der mühsame Weg zum Surfspot war nichts, verglichen mit den eisigen Gewässern, denen sich die Rider zu stellen hatten. Für Rice war die Aussicht auf Wellen ein Highlight.

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„DU GEHST DIE SACHE IM KOPF DURCH. DU REDEST DIR EIN, DASS DU ES KANNST. SO LANGE, BIS DU ES WIRKLICH TUST.“

● TORDRILLO

M OUNTAINS,   A LASKA

Die Tordrillo Mountains in Alaska sind einer der abgelegensten und zugleich schönsten BackcountrySpots der Welt. Darum sieht man die Region nicht nur in Rice’ Filmen, sondern auch in denen von anderen Boardern und Skifahrern. Hier fliegt Rice formvollendet über eine Kuppe.

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● HAKUBA,

JAPAN

Die Waldsessions in den Japanischen Alpen gehören zu den visuell beeindruckendsten Szenen im Film. Großes Bild: Local Shin Biyajima entdeckt die Nacht. Kleines Bild: Mikkel Bang auf Höhe mit den Baumwipfeln

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„DAS IST DIE SCHÖNHEIT, NACH DER WIR DA OBEN SUCHEN: MENSCHEN WOLLEN DIESEN FLOW, ES IST BLOSSE AKTION UND REAKTION.“


bekommst du ein Gefühl für den richtigen Rhythmus, fährst kurze Schwünge im steilen und lange im flachen Gelände. So weit das Prinzip. Der Takt kann sich allerdings jederzeit ändern, dann musst du dich anpassen, die Übergänge gut erwischen. Du spielst also mit der Topographie der Landschaft, machst einen auf Jazz-Musiker und wechselst, wenn nötig, den Takt. Bleiben wir im Bild und gehen wir auf die ganz großen Berge. Muss man ihre Topographie im Gedächtnis haben, um sie gut „spielen“ zu können? Ja. Man wird richtig gut darin, auf bestimmte Dinge zu achten. Und jeder Fehler erinnert dich daran, dass du es das nächste Mal besser machen musst. Betrachtet man seine Line aus der Ferne, geht es dar darum, Orientierungspunkte zu setzen. Bei einer Abfahrt gibt es viele kaum einsehbare Stellen – du siehst gerade mal ein paar Meter weit, alles dahinter ist weiß, und der Talboden in der Ferne ist auch keine große Hilfe bei der Orientierung. Also fokussierst du dich auf Teilbereiche. Und so weißt du, diese nicht einsehbare Stelle ist ein Orientierungspunkt. Den musst du dir merken, mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass du im Kopf keine Kapazitäten für Angst frei hast. Aber wir sprechen von Bergen mit Drops von über 30 Metern, von Schneewechten und Klippen. Wie kannst du da so schnell reagieren? Das ist die Schönheit, nach der wir dort oben suchen: Menschen wollen diesen Flow, bei dem du nicht alles bis ins letzte Detail berechnen kannst. Alles besteht nur noch aus Aktion und Reaktion. Ganz oben, wie nervös ist man da? Ist Angst wirklich kein Thema? Angst ist ja nichts Schlechtes, sie hält uns am Leben. Diese Urangst gibt es aus einem guten Grund. Ich liebe sie, man muss sie einfach lieben. Sie ist wie ein alter Freund, den man wieder umarmt. Ich bin ganz sicher nicht furchtlos. Meine Angst und ich haben eine tolle Beziehung. Und wie nimmst du den Mut zusammen für den Drop? Du gehst die Sache immer wieder im Kopf durch, überzeugst dich, dass du es kannst. So lange, bis du es wirklich glaubst (lacht). Gib dem Zweifel keine Chance. Ich muss mich von allem frei machen können. Noch zehn, fünfzehn Sekunden vor dem Drop denke ich, analysiere ich, rechne ich im Kopf alles durch, aber dann muss ich das abstellen. Mit den letzten Atemzügen drückst du die Angst von deinem Schädel tief in deinen Magen. Da ist sie besser aufgehoben. „The Fourth Phase“ zeigt dich als 56

● TAHITI,

FRANZÖSISCHPOLYNESIEN Rice, ein fanatischer Segler, sagt, dass er an Land erst so zu leben lernen muss wie auf See. Sein Katamaran spielt eine wichtige Rolle in „The Fourth Phase“. Rice zog sich gleich auf das Boot zurück, als die Arbeit an dem dreieinhalbjährigen Projekt abgeschlossen war.

Suchenden, immer auf die nächste große Challenge in unberührtem Gebiet aus. Wann hat das begonnen? Schon ganz früh. Mein Vater arbeitete im Sommer als Fliegenfisch- und Back Backpacking-Guide, Abenteuer kenne ich von klein auf. Als ich älter wurde, half ich ihm

„DU WIRST ZUR LANGSAMKEIT GEZWUNGEN ... DAS IST ETWAS WUNDERSCHÖN EINFACHES.“ THE RED BULLETIN


ALASKA

RUSSLAND

● ALASKA RANGE,

ALASKA

OyashioStrom ● KAMTSCHATKA,

KANADA

Alaskastrom

RUSSLAND

● JACKSON HOLE,

WYOMING

● HAKUBA,

USA

JAPAN

PAZIFISCHER OZEAN

Japanstrom

Kalifornienstrom Nordäquatorialstrom

TIM­MCKENNA.COM

Äquatorialer Gegenstrom

im Sommer und kam bei Ausflügen mit. Ich war der Lama­Junge. Ich führte den Lama­Zug, kümmerte mich um die Tiere. Ich werde diesen Job nie vergessen. Es war so einfach: Du warst verantwortlich für diese schönen, majestätischen, ehrwürdigen, stinkenden Kreaturen, die dir ins Gesicht spucken. Vielleicht drücken Lamas ihre Zu­ neigung ja durch Spucken aus. Am Ende des Trips wussten sie immerhin, dass ich für Nahrung und Wasser zu­ ständig war. Dann haben sie andere angespuckt (lacht). Wonach sucht ihr jetzt, da draußen im Backcountry? Wir suchen nach diesen geologischen Seltsamkeiten. Wir wollen schräge Dinge. Die sind das Beste, aber wirklich Schräges ist selten. Du verbringst viel Zeit in den Bergen auf der Suche nach diesen be­ sonderen bizarren Features zum Spielen. Es geht darum, diese topographischen Einzigartigkeiten in Verbindung mit der richtigen Schneemenge, der richtigen Temperatur zu finden, manchmal müssen sie windgeschützt sein … die Faktoren müssen zusammenspielen. Geht es darum, den Berg als Erster zu befahren? Oder geht es einfach nur um die Abgeschiedenheit? Es geht darum, dass du als Boarder kreativ ausdrückst, wie man diesen Berg befahren kann. Wenn ein flaches, wunderschönes Face vor dir liegt, kannst du an Nuancen deiner Schwünge arbeiten. Aber du musst umso mehr interpretieren, je schräger es wird. Du musst diese Perversionen der Landschaft wie spezielle Puzzleteile zu­ sammensetzen. Das macht es so beson­ ders. Was die Abgeschiedenheit betrifft: Darum geht jeder gern ins Backcountry. Abgeschiedenheit isoliert dich und deine Freunde, und diese Isolation bringt euch zusammen, lässt euch gemeinsam Pro­ bleme lösen und neue Wege finden. Es ist eine Magie, abgeschieden zu sein und mit THE RED BULLETIN

Der Nordpazifikwirbel Das Narrativ im Film folgt dem Nordpazifikwirbel, dem größten Ökosystem der Erde. Die Reise der Crew beginnt im Südpazifik, führt in die Japanischen Alpen, über die vulkanische Halbinsel Kamtschatka und Russlands Kurilen durch die Alaska-Kette bei Anchorage, bevor sie in Rice’ Heimat Jackson Hole zu Ende geht – unterwegs wird nach den schönsten und abgelegensten Spots der Welt gesucht.

Verbündeten in der Abgeschiedenheit Er Er­ lebnisse zu teilen. Es gibt ein großartiges Zitat von dir im Film: „Es hat etwas Magisches, wenn man mit jemandem an einem Ort ist, an dem zu sein er sich nie hätte vor­ stellen können.“ Erzähl mehr darüber. Ich glaube, es geht darum, gemeinsam zu wachsen. Jeder von uns ist ständig mit Dingen konfrontiert, die er gerne ver­ meiden würde. Es ist einfach, wegzulaufen und zu sagen: „Passt schon, ist nicht mein Ding.“ Denn tief in uns drinnen ist diese Angst, Dinge falsch zu machen und wie ein Idiot auszusehen. Aber wenn du es zumindest versuchst, wird es nie umsonst sein, selbst wenn die Erfahrung im ersten Moment negativ sein mag. Ich weiß, wovon ich spreche, ich habe ganze Tage in der „uncomfort zone“ verbracht. Und genau darum bin ich ein guter Boarder. Ich war tausend Mal an diesem Ort. Ich finde es großartig, wenn man sieht, wie jemand diesen Schritt macht. Wenn er sagt: „Scheiß drauf“, wenn er es einfach versucht. Mit fliegenden Fahnen unterzugehen … … ist doch großartig! Und von mir aus gleich eine Million Mal! Jeder kennt diese Dinge, von denen er glaubt, dass er sie ein Leben lang nicht schaffen wird. Und ich sage: Scheiß drauf. Probier es. Scheitere! Und du wirst dich wundern, wie oft du gar nicht scheiterst. Mein Leben ist voll von Erfahrungen mit Freunden, denen ich

Dinge zugetraut habe, die sie einfach nur nicht wahrgenommen haben. Für mich gibt es fast nichts Geileres, als einen Freund an einen Ort zu bringen, den er für unerreichbar hielt. Das ist auch einer der Stränge im Film. Du bringst Leute auf diese einzigartigen Berge, weil du es ihnen zutraust – nicht, weil sie es sich zutrauen. Ja, wenn du mich fragst, dann dreht sich dieser Film gar nicht um mich, sondern um meine Leute, meine Mitstreiter, um die Jungs, mit denen ich boarde. Aber es ist schwierig, wenn der Film sich zum Finale erzählerisch zuspitzt und du immer hörst: „Oh, Travis, du bist unser roter Faden.“ Verdammt, nein! Dieser Film ist genau das nicht. Dieser Film, das sind die Plätze, die wir besuchen, und die Leute, mit denen wir das tun. Du glaubst nicht, dass dein Leben genug Stoff für einen Film bietet? Ich bin die falsche Person, um diese Frage zu beantworten. Wenn ich das entscheiden könnte, wäre der Film ausgeglichener, aber dann müsste er auch länger sein. Ich entwarf diese Reise, hatte die Idee dazu. Es ist ein Privileg, die Jungs auf diese Trips mitzunehmen, und ich mache das, weil ich großartig finde, was sie draufhaben. Sie sind alle einzigartig, dafür liebe ich sie. Aber vielleicht gehört das ins nächste Kapitel. Diese Jungs sagen auch, dass du dich erst dann zufriedengibst, wenn du be­ kommst, was du willst. Was willst du? Ich möchte eine Idee, die aus dem Nichts etwas erschafft. Ist das nicht der Grund, warum wir überhaupt hier sind? Absolut, aber du suchst diese Ideen auf 4000 Meter hohen Gipfeln und Berg­ rücken mit tödlichen Abgründen. Ich habe mich da herangetastet. Ich mach das schon so lange, mit der Routine wird es irgendwann normal. Dann möchte man es steigern … Das Ziel ist doch, dass wir es interessant halten. Dafür muss es dieses „Noch ein kleines bisschen mehr, noch einen Grad schwieriger“ haben. Für mich ist das eine Willensfrage: Will ich mich weiterentwickeln? Ja, unbedingt. Hört sich anstrengend an. In erster Linie ist es unglaublich be­ friedigend. Aber irgendwann merkst du, dass es kein Ende gibt. Du machst einfach immer weiter, bis du diesen einen Punkt erreichst, an dem du dich fragst: „Warum mache ich das Ganze eigentlich?“ So wie Forrest Gump. Irgendwann hat er einfach aufgehört zu laufen. Wann erreichst du deinen Forrest­ Gump­Punkt? Keine Ahnung. Ich weiß nur, ich bin noch nicht am Ziel. Die Sache beschäftigt mich 57


● TORDRILLO

M OUNTAINS,   A LASKA Lawinen fallen unter das Berufsrisiko.

schon lange, ich suche schon ein halbes Leben. Ich glaube, an einem Punkt habe ich gemerkt, dass meine anfänglich unschuldige, weltoffene, offenherzige Expedition immer mehr zu einem Ausstieg wurde. Konntest du dir jemals ein Leben mit einem normalen Nine-to-five-Job vorstellen? Ich habe lange nicht richtig kapiert, dass das Snowboarden mein Ding ist. Ich arbeitete im Sommer am Bau, mit dem Geld konnte ich im Winter reisen. Davon abgesehen hab ich mich immer für alles interessiert, was mit Natur zu tun hatte. Um nicht zu sagen: Alles andere inter­ essierte mich kaum. Wenn man mit deinen Freunden über dich spricht, betonen sie das immer wieder. Sie meinen, dass du die Natur

„ICH MÖCHTE EINE IDEE, DIE AUS DEM NICHTS ETWAS ERSCHAFFT. IST DAS NICHT DER GRUND, WARUM WIR HIER SIND?“ 58

nicht nur respektierst, sondern geradezu verehrst. Ist es deine Art, der Natur näher zu kommen, dass du einen Berg runterfährst? Das Snowboarden ist nur ein Mittel, Zeit draußen zu verbringen. Zeit, um die Natur nicht nur von einem bequemen Sessel aus wahrzunehmen, sondern mittendrin zu sein und zu spüren, wie unmittelbar Natur sein kann. Die direkteste Form der Natur, wenn man das so sagen will, sind in deinem Fall Lawinen. Du hattest schon einige Erfahrungen. Hat dich das geprägt? Sehr. Lawinen verkörpern diese schreck­ liche Schönheit der Naturgewalten, die mein ständiger Begleiter sind. Wir haben eine große Crew, wir haben viele Leute am Berg, vor allem wenn wir ein Camp aufschlagen. Jeder ist ständig exponiert, dieses Bewusstsein muss man immer im Kopf behalten. Für mich ist das Wichtigste, dass wir jeden wieder gesund nach Hause bringen. Wenn ich das schaffe, dann wird diese Erfahrung zum größten Geschenk, das man sich vorstellen kann. Alles andere ist da nebensächlich. Du beginnst deine Reise in der Nähe von Französisch-Polynesien, am Beginn des Wasserkreislaufs, dem du fortan

folgst. Dort wirkst du ruhiger als oben in den Bergen. Du wirst zur Langsamkeit gezwungen. Daran liegt’s. Du musst Eindrücke ver­ arbeiten, das Boot auf Kurs halten, du kannst dich nicht einfach verpissen. Der Wind ändert sich, das Wetter, und du bist nur eine unbedeutende Variable in die­ sem riesigen Meer. Die Sache hat etwas wunderschön Einfaches. In deinen letzten zwei Filmen ging es darum, das Spektakel auf dem Berg einzufangen – habt ihr euch dieses Mal bewusst anders entschieden? Diese beiden Filme hatten eine starke Bild­ sprache, unglaubliche Locations … krasse Aerials, die haben die Zuseher perfekt für diesen Ride abgeholt. Nach „The Art of Flight“ hatte ich das Gefühl, in dieser Art von Film alles gesagt zu haben. Unsere Crew war bereit für eine größere Heraus­ forderung. Der dokumentarische Stil hat uns alles abverlangt, wir wussten nicht, wohin uns das Ende des Films führt. Wir haben zum Beispiel nicht damit gerechnet, dass wir den Campingtrip in Alaska strei­ chen müssen. Und wir dachten, drei Jahre seien genug Zeit für das ganze Projekt. Welche Rolle spielt das Publikum in dem Prozess? Machst du den Film für THE RED BULLETIN


ein Publikum? Oder geht es dir allein darum, etwas zu schaffen, mit dem du selbst zufrieden bist? Wir verschwenden nicht allzu viele Gedanken daran, wie die Außenwelt den Film wahrnehmen könnte. Wir machen einen Film, den wir selbst gerne sehen würden. Aber es bleibt natürlich ein Snowboard-Film. … bei dem du aber über den Tellerrand hinausblickst. Das ist nötig. Ich sehe mir SnowboardVideos an, seit ich zwölf bin. Ich bin schon so lange dabei, dass ich etwas Neues brauche. Trotzdem vergesse ich nie, was einen Snowboard-Film ausmacht. Man darf das nicht kleinreden. Wenn jemand sagt, Snowboard-Filme seien nur harte Musik und Action, dann hat er nicht ver verstanden, worum es geht. Die Filme ver vermitteln ein Gefühl. Die Leute schätzen die Einfachheit der Filme, gute Musik, gute Lines, gute Sprünge. Daran ist nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Dennoch hebst du dich jetzt bewusst davon ab. Das Ding sollte ehrlich sein, so bin ich an das Projekt herangegangen. Und das war natürlich ein anstrengender Prozess. So schön die Orte auch waren, es war ziemlich schwer, daraus etwas in sich Geschlossenes zu machen. Ist der Film eine Art Vermächtnis? Der Film soll einfach zeigen, was Snowboarden für mich bedeutet. Snowboarden ist so viel mehr als Triple Corks bei Olympischen Spielen. Es ist auch viel mehr als wir und das Backcountry, unser Kampf

Kleine Kameras, große Sprünge Drei Jahre lang filmten Rice und Regisseur Jon Klaczkiewicz an „The Fourth Phase“. Eine Reihe technischer Neuerungen beim Equipment ermöglichte der Crew Aufnahmen in atemberaubender Qualität. Etwa eine GoPro auf einem Gyro-stabilisierten Stick, mit der Rice einem Rider einen Bergrücken hinunter folgte und damit „den Eindruck eines Videospiels erzeugte“, so Klaczkiewicz. Oder neue, stabilere Drohnen, die erstmals mit Superzeitlupenkameras bestückt werden konnten und ihre 4000 Bilder pro Sekunde ganz ohne Helikopter schossen. „Es ist verrückt, welchen Sprung die Technik gemacht hat, und allmählich wird das Equipment leistbar“, sagt Klaczkiewicz. „Vorne dabei ist nur, wer kreative Lösungen findet und beim Storytelling überzeugen kann.“ GoPro-Kameras fingen sowohl Action-Shots als auch ruhigere Momente zwischen den Ridern ein, die ein Kameramann wohl verpasst hätte.

Fotograf Tim Zimmerman zeigt Respekt vor dem Steilhang.

mit dem Wetter, fette Jumps und heftige Lines. Es geht um etwas viel Einfacheres: Freunde gehen in die Berge und teilen beim Boarden persönliche Momente. Das ist der Grund, warum ich boarden gehe! Dieses Gefühl will ich vermitteln. Weißt du, Snowboarding hat mir so viel gegeben. Wenn ich mit meinen Filmen jemanden inspirieren kann, rauszugehen und zu boarden, dann habe ich alles erreicht, was ich wollte. Selbst wenn es nicht mal Snowboarden ist, selbst wenn er nur raus in die Natur geht, habe ich gewonnen. „The Fourth Phase“: weltweite Premiere am 2. Oktober um 21 Uhr auf Red Bull TV Kinostart in der Schweiz: 3. Oktober

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Breel Embolo: erst neunzehn Jahre alt und doch der bislang teuerste Schalke-04-„Einkauf“ Rechts, Euro 2016: Embolo im Duell gegen Frankreichs Star Paul Pogba und Frankreichs Keeper Hugo Lloris

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Text: Juan Moreno Fotos: Bettina Matthiessen

BETTINA MATTHIESSEN/EQ IMAGES, GETTY IMAGES (2)

SCHALKE-04-NEUZUGANG BREEL EMBOLO WIRD EINE WELTKARRIERE VORAUSGESAGT. WEIL DER SCHWEIZER STÜRMER ETWAS WEISS: NICHT ALLEIN DEIN TALENT ZÄHLT, SONDERN WIE KLUG DU ES EINSETZT.

ENGLAND KANN WARTEN


Oben links: im neuen Dress mit alter Rückennummer: „Die 36 hat mir schon in Basel Glück gebracht.“

Oben rechts: mit starkem Antritt im Laufduell gegen Frankreichs Innenverteidiger Laurent Koscielny

Unten links: Ballannahme samt Blick für den Mitspieler: Breel bei der Euro 2016 im Match gegen Rumänien

Unten rechts: Breel, der in 60 Ligaspielen für den FC Basel 21 Mal scorte, nimmt nun für Schalke Maß.

„EMBOLOS GROSSE STÄRKE: IM ENTSCHEIDENDEN MOMENT NICHT DAS SPEKTAKULÄRE, SONDERN DAS RICHTIGE ZU TUN.“


D GETTY IMAGES (4)

ie Welt bekam das womöglich nicht mit, aber vor ziemlich genau zwei Jahren, am 1. Oktober 2014, wurde ein Star geboren, einige würden sagen: ein Weltstar. Breel Donald Embolo war damals 17 Jahre alt und bereits einer der besten Stürmer, die der FC Basel je gesehen hatte. Ein körperlich starker, beidfüßiger Angreifer, der zentral und auf den Flügeln spielen konnte, robust und selbstbewusst in jedem Zweikampf, was allerdings nicht immer nötig war, weil sein Antritt es vielen Abwehr Abwehrspielern schlichtweg unmöglich machte, überhaupt in eine solche Situation zu kommen. Gute zehn Jahre war es her, dass Breel Embolo mit seiner Mutter Germaine von Kamerun nach Basel gekommen war. Fußball hatte in seiner Familie nie eine Rolle gespielt. Keiner weiß, woher dieses Riesentalent kommt. Es ist einfach da. Der 1. Oktober war ein Mittwoch, 15 Grad hatte es in Basel, bewölkt, viertel vor neun, erstes Saison-Heimspiel der Champions-League-Gruppenphase. Liverpool, eine der traditionsreichsten Mannschaften des Planeten, war in den St. Jakob-Park gekommen. Die Stadt war elektrisiert. Englische Experten waren sich vor dem Spiel sicher, dass Liverpool, mochte es auch nicht in seiner besten Verfassung sein, als ein Team, in dem Leute wie Steven Gerrard, Martin Škrtel oder Mario Balotelli spielen, gegen jede Mannschaft aus der Schweiz Favorit ist, selbst wenn der Gegner Serienmeister Basel heißt. Die Experten irrten sich, Liverpool verlor verdient mit 0:1. Nicht zuletzt, weil Embolo, der blutjunge Stürmer, von dem die Welt bis dahin noch nie gehört hatte, mit seiner Kraft, seinem Tempo, vor allem aber mit einigen sehr klugen Pässen die Abwehr der Engländer immer wieder demontierte. Unter anderem mit einem Zuspiel, das er mit der Hacke an der Strafraumgrenze ansetzte und seinen Mitspieler Derlis González damit völlig frei zum Schuss kommen ließ. Ein unglaublicher Pass. Sein Sturmkollege Marco Streller sagte einige Zeit später: „Viele Leute haben auf ihn eingeredet, dass er vom Talent her einmal auf einer Stufe mit Messi oder Cristiano Ronaldo stehen könnte. Er hat aber nie abgehoben, sondern beharrlich gearbeitet. Wenn er so weitermacht, steht er vor einer Weltkarriere.“

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Embolo schoss an diesem Abend kein Tor – das holte er ein paar Wochen später gegen das bulgarische Team Ludogorez nach und wurde damit sechstjüngster Tor Torschütze in der Champions-League-Geschichte –, er bewies aber bereits gegen Liverpool, dass er viel mehr ist als nur ein weiterer sehr junger Spieler mit einer möglicherweise großen Zukunft. Embolo zeigte in diesem Spiel, dass er ein Talent dafür hat, sich der Situation anzupassen, ein Talent, im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen. Talent, das nicht zielgerichtet ist, Talent ohne Kopf ist in erster Linie eines: Verschwendung. Wenn sehr junge sogenannte Wunderspieler in einem Champions-League-Spiel League-Spiel auf dem Platz stehen, wieder wiederholt sich gern das immer gleiche Muster: Sie sind hyper hyperaktiv, versuchen sofort mit riskanten Aktionen ihren Einsatz zu rechtfertigen und das Publikum zu begeistern. Sie stürzen sich übereifrig in Dribblings, die sie meist nicht gewinnen. Embolo, dessen große Stärke ausgerechnet Eins-gegen-eins-Situationen sind, der normalerweise den Verteidiger regelrecht sucht, um ihn dann stehen zu lassen, machte diesen Fehler nicht. Er spielte klug, ruhig, mannschaftsdienlich, abgeklärt. Er spielte wie jemand, der weiß, was die Situation erfordert, jemand, der sich Gedanken gemacht und sich einen Plan zurechtgelegt hat. Jemand, der alles Mögliche zu sein scheint, nur keine siebzehn. Es dauerte nicht lang, und Embolo war einer der beliebtesten Spieler Basels. Natürlich, er hat ein sonniges Gemüt, lacht viel, gibt Interviews, für die man sich nicht fremdschämen muss, und Kollegen, die über ihn reden, betonen immer wieder, wie „schwer in Ordnung der Breel“ ist, wie „gern und bereitwillig er Rat annimmt und verinnerlicht“. Einer, der bodenständig bleibt. Vermutlich schadete es seinem Image auch nicht, dass ein Berufsschulkollege am Morgen nach einem Champions-LeagueSpiel ein Video online stellte, in dem zu sehen ist, wie Embolo gerade sein Schulgebäude verlässt. Keine zwölf Stunden davor hatte er noch die höchste europäische Spielklasse aufgemischt, jetzt war er einfach ein nor normaler Azubi, der sich als angehender Kaufmann mit Buchführung herumzuschlagen hatte. „Ich hatte es meiner Mutter versprochen“, erklärte Embolo, als man ihn auf das Video ansprach. Seine Mutter hatte auf einer Ausbildung bestanden, sonst hätte er nicht ihre Erlaubnis gehabt, Profi zu werden. Außerdem ahnte sie nicht, wie gut ihr Sohn wirklich war. „Natürlich hatte er Flausen im Kopf, aber ich wusste, dass er das Herz am rechten Fleck hat“, sagt die Mutter. Frühere Trainer fügen noch etwas anderes hinzu: dass er schon als Zehnjähriger seine gleichaltrigen Mitspieler reihenweise stehen ließ. Er war ihnen körperlich und technisch 63


Er will doch nur spielen. Eine gewisse Leichtigkeit prägt Embolos Stil immer. Nicht nur auf dem Platz.


Ein wenig Akrobatik gefällig? Breels Fallrückzieher in der Super League im Spiel gegen FC Vaduz

Embolo bejubelt seinen 2:1-Führungstreffer gegen Tel Aviv in der ChampionsLeague-Quali 2015 (o. re.).

„SCHALKE WEISS, WIE ICH TICKE. SIE HABEN EINEN PLAN BREEL.“

BETTINA MATTHIESSEN/EQ IMAGES, GIUSEPPE ESPOSITO/EQ IMAGES, GETTY IMAGES

weit überlegen. Niemand zweifelte damals, dass er es weit bringen würde. Es war absehbar. Darum konnte es auch nicht überraschen, dass Embolo im Sommer, nach einer ordentlichen Europameister Europameisterschaft 2016 für die Schweizer Nationalmannschaft, halb Fußball-Europa am Telefon hatte. Eine ganze Reihe deutscher Klubs war schon länger an ihm dran gewesen, aber auch Teams aus Spanien und England, darunter Manchester United, einer der reichsten Vereine der Welt. Die Red Devils ließen José Mourinho, ihren neuen Trainer, bei Embolo anrufen, um den Jungen zu einem Wechsel von Basel nach Manchester zu überreden. Manchester United ist nicht unbedingt ein Verein, der das oft tun muss. Es gibt nicht viele Spieler, die man von einem Wechsel zu ManU überzeugen muss. Was aber machte Embolo? Er sagte ab und entschied sich für Schalke 04, eine Mannschaft, die in der neuen Saison nicht in der Champions League spielen wird, weil sie zuletzt nur Fünfter in der Bundesliga wurde. Geschätzte 27 Millionen Euro überwiesen die Gelsenkirchener nach Basel, der teuerste Einkauf der Schalker Vereinsgeschichte. „Für mich war wichtig, dass meine neue Mannschaft einen Plan Breel hat. Dass die Verantwortlichen ver verstehen, wie ich ticke, wie ich Fußball spiele, wie ich als Mensch bin. Und dass sie mich auch als Spieler voranbringen“, sagte Embolo. Natürlich ist es riskant, einem Verein wie Manchester United abzusagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein der derart namhafter Verein in ein paar Jahren wieder anruft, ist nicht sehr groß. Aber Schalke hat mit Markus Weinzierl einen sehr guten, recht jungen Coach, jemanden, der vor THE RED BULLETIN

zwei Jahren von der Vereinigung der Vertragsfußballspieler zum besten Trainer der Saison gekürt wurde, vor Pep Guardiola und Jürgen Klopp. Und außerdem: Schalke ist kein schlechtes Sprungbrett, wie man an Leroy Sané sehen kann, dem deutschen Riesentalent, das der neue Manchester-City-Trainer Pep Guardiola gerade nach England geholt hat. Von außen betrachtet, mag die Entscheidung Embolos etwas seltsam wirken. Warum zu einem guten, aber keinem absoluten Spitzenverein, wenn doch die Möglichkeit bestand, ganz oben zu landen? Vielleicht ist der Grund in Embolos großem Talent zu finden, nämlich der Gabe, im entscheidenden Moment nicht das Spektakuläre, sondern das Richtige zu tun. Der FC Chelsea beispielsweise hat rund 60 Spieler unter Vertrag, die Mehrheit sind als Leihgabe bei anderen Vereinen. Real Madrid, Barcelona, Manchester, sie alle horten gute Spieler, die auf eine Chance warten. Embolo wollte nicht warten, er wollte spielen, denn nur so wird man ein wirklich Großer. Stars werden auf dem Platz gemacht, nicht auf der Bank. Es erfordert Mut, so sehr auf sich zu vertrauen, dass man den vermeintlich einfachen Weg ausschlägt. Zu erkennen, dass die große Verlockung nicht unbedingt dein Freund ist, sondern vielleicht dein Feind. Man ist nur ein einziges Mal zwanzig, will man diese Zeit auf einer Reservebank sitzen, nur um etwas mehr Geld zu verdienen? Es ist ja nicht so, dass Schalke Lebensmittelmarken überweist. Es bedarf eines elementaren Talents, zu erkennen, wann man sich wie zu verhalten hat: Embolo, dem ohne Frage eine große Zukunft bevorsteht, hat genau das. schalke04.de

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HEROES

„AKZEPTIERE DICH, WIE DU BIST“ ALICIA KEYS ist eine Pop-Queen, die auf die

Regeln des Business pfeift. Nach Perfektion streben? Hält sie für absurd.

the red bulletin: Ihre neue Single „In Common“ ist ein Statement gegen das Streben nach Perfektion. Was stört Sie daran? alicia keys: Lassen Sie mich eine Gegenfrage stellen: Wie definieren Sie Perfektion? Vollkommenheit? Damit kommen wir dem Kern des Problems schon näher. Ist das Streben nach Vollkommenheit als Mensch mit all seinen 66

Makeln nicht absurd? Da sind Scheitern und Frustration doch vorprogrammiert. Sich hohe Ziele zu setzen ist doch nicht verkehrt? Sie sollten sich fragen: Wer setzt diese Ziele? Sind es wirk wirklich Sie selbst? Oder werden sie Ihnen diktiert? Schauen Sie sich um: Die Gesellschaft schreibt uns vor, wie wir auszusehen haben, was wir essen dürfen. Die Industrie drillt uns darauf, einem Ideal zu entsprechen, weil sie ihre Produkte verkaufen will. Aber Ihre Branche ist doch mitverantwortlich dafür!

ich, Diskussionen in Gang zu bringen. Zum Beispiel mit Ihrem neuen Stück „Holy War“, da singen Sie: „Krieg ist heilig, Sex ist obszön. Wir bringen da etwas gewaltig durch­ einander.“ Genau. Denn es ist doch absurd: Wir empfinden Krieg als legitimes Mittel, um unsere Interessen durchzusetzen – während wir gleichzeitig etwas so Natürliches wie das Ausleben unserer Sexualität wie ein Tabu behandeln. Nicht jeder hat ein so großes Sprachrohr wie Sie. Wie kann ich selbst eine Dis­ kussion in Gang setzen? Sie fangen bei sich selbst an: Öffnen Sie die Augen.

„WIR KÖNNEN DIE WELT NUR DANN VERBESSERN, WENN WIR SCHWIERIGE THEMEN OFFEN UND EHRLICH ANSPRECHEN.“ Absolut richtig. Deshalb setze ich ein Zeichen dagegen. Ich schminke mich nicht mehr. Weder privat noch auf der Bühne. Weil mir irgendwann bewusst wurde, dass ich Makeup mein ganzes Leben lang als Schutzschild verwendet hatte. Um mein wahres Ich zu ver verstecken. Im Glauben, dadurch glamouröser zu sein. Ich dachte, dass ich geschminkt sein muss, um im ShowGeschäft erfolgreich zu sein. Totaler Blödsinn!

musst. Weder dein Gesicht hinter einer Wand von Schminke noch deine Ansichten hinter der vorherrschenden Meinung. Das heißt konkret …? Im Leben ist es oft einfacher und sicherer, seine Meinung für sich zu behalten und so Konfrontationen aus dem Weg zu gehen. Aber ich glaube fest daran, dass wir die Welt nur dann verbessern können, wenn wir schwierige Themen offen und ehrlich ansprechen. Mit meinen Songs versuche

Ja? Versuchen Sie, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Brechen Sie aus Ihren Denkmustern aus, informieren Sie sich. Sie wer werden sehen, dass Sie dadurch selbstbewusster in Ihrem Denken werden. Und dass es Ihnen leichterfallen wird, Ihre eigene Meinung auch überzeugt zu vertreten. Marcel Anders www.aliciakeys.com THE RED BULLETIN

PAOLA KUDACKI

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it 75 Millionen verkauften Tonträgern und 14 Grammy Awards ist Alicia Keys einer der erfolgreichsten Popstars der Gegenwart. Was die US-Musikerin von den meisten Kolleginnen und Kollegen unterscheidet: Seit Beginn ihrer Karriere 2003 schreibt sie ihre Songs selbst – ebenso wie die Regeln, denen sie folgt. „Die Konventionen des Showgeschäfts interessieren mich nicht.“ Vor kurzem gab sie öffentlich bekannt, sich nie wieder schminken zu wollen. Als klares Statement für natür natürliche Schönheit, gegen Perfek Perfektionismus. Denn nur Selbstliebe führt zum Erfolg, sagt sie.

Die meisten Manager wür wür­ den Ihnen widersprechen. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich habe kein Problem damit, wenn Frauen Make-up tragen. Das ist eine persönliche Entscheidung. Ich fühle mich aber ungeschminkt wohler. Und es freut mich, dass ich für meine Entscheidung viel positives Feedback von jungen Frauen bekomme. Denn ich glaube fest daran: Um im Leben erfolgreich zu sein, musst du dich wohl in deiner Haut fühlen. Was können Männer von Ihrer Einstellung lernen? Ganz einfach: Akzeptiere dich so, wie du bist. Und lass dir von niemandem einreden, dass du dein wahres Ich verstecken


Alicia Keys, 35, un­ geschminkte Wahrheit: „Lass dir von keinem einreden, dass du dein wahres Ich verstecken musst!“


Rafael alias Veni­ Craft, 19, Spieler aus Leidenschaft. „Du musst bereit sein, zu arbeiten!“


„TU, WAS FÜR DICH DAS RICHTIGE IST“ VENICRAFT spielt. Und bis zu 70.000 Leute sehen zu. Täglich. Der 19-Jährige wurde Österreichs Top-Gamer, weil er alles auf eine Karte setzte.

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MARTINA DRAPER, ERIC RYAN ANDERSON/CONTOUR BY GETTY IMAGES

igentlich hätte Rafael, 19, in diesem Frühjahr die HTLMatura ablegen sollen. Doch wenige Monate davor beendete er seine SchulKarriere und wurde der professionelle Gamer VeniCraft. 370.000 YouTube-Fans – kein Österreicher hat im Branded Entertainment mehr – geben ihm ebenso recht wie Ver Verträge mit Telekom-Unter Telekom-Unternehmen und Agenturen. the red bulletin: Du warst sicher nicht der einzige Jugendliche, der seine Zeit lieber mit Games und YouTube verbrachte als mit Hausaufgaben. Aber die wenigsten steigen kurz vor der Matura aus. Was gab bei dir den Ausschlag? venicraft: Ich wusste schon länger, dass Gaming und YouTube das ist, was ich wirklich kann. Und die Frage, wozu ich jeden Tag acht Stunden in der Schule ver verbringe, wurde einfach immer massiver. Damit ich nachher einen Job kriege, in dem ich täglich im Büro sitze, der mir keinen Spaß macht und den ich nicht wirklich gut kann? Deine Eltern waren sicher begeistert von der Idee, die Schule zu schmeißen und Profi-Gamer zu werden. Es war gar nicht so schlimm. Natürlich hätten sie sich gewünscht, dass ich die Schule abschließe. Aber als sie sahen, dass ich genau weiß, was ich will, haben sie mich hundertprozentig unterstützt. Und du wusstest wirklich genau, was du wolltest? THE RED BULLETIN

Ja, total. Ich hatte ein klares Ziel vor Augen. Einen Master Masterplan. Und den habe ich konsequent verfolgt. In nur einem Jahr hast du es vom Schulabbrecher zu Österreichs populärstem Gamer und Unternehmer geschafft. Deine größte Er Erkenntnis in diesem Jahr? Du musst nicht immer das tun, was die Gesellschaft von dir erwartet. Wenn du über überzeugt bist, dass etwas für dich das Richtige ist, dann tu es. Du brauchst nur Leidenschaft und Ehrgeiz, dich immer weiterzuentwickeln. Und du musst bereit sein, zu arbeiten. Was du tust, sieht aber nicht wirklich nach Arbeit aus. Oft glauben die Leute, ich lasse mich einfach beim Computerspielen beobachten. Doch dass für eine Stunde Spielvideo ein Vielfaches an Zeit für Schnitt und Social-Media-Arbeit anfällt, bedenken die wenigsten. Ich arbeite zehn Stunden täglich, sieben Tage die Woche. Hast du Angst, dass der Traum platzen könnte? Immer wieder. YouTube, Instagram, Twitch sind so schnelllebige Kanäle. Wer heute in ist, kann morgen ver vergessen sein. Ein Gedanke, mit dem du immer ins Bett gehst. Ist das nicht sehr belastend? Das darf es nicht sein. Wenn es morgen vorbei wäre … tja, dann war es eine gute Zeit. Klingt abgebrüht … … realistisch. Du nimmst allein auf deinem Weg so viel Erfahrung mit, die dich im Leben weiterbringt – egal wie’s weitergeht. Alexander Amon

the red bulletin: Ihr neues Album ist ein Mix aus IndieRock und Hip-Hop. Ob Ihre Fans das Experiment mögen? paul banks: Nicht so wichtig. Als Künstler hast du nur deinen Instinkt. Der ist das Wichtigste. Denn wenn dir der abhandenkommt, bist du am Arsch. Du verlierst deine Orientierung, wenn du versuchst, den Geschmack des Publikums zu treffen. Nur wenn du deiner eigenen Vision folgst, wirst du denen gerecht, die dich wirklich mögen. War die stilistische Gratwanderung eine Herausforderung? Wenn ich Songs schreibe, denke ich nicht in Genres. Musik Musikmachen entspannt mich, ob dabei etwas rauskommt oder nicht. Was haben Sie aus der Kollaboration mit RZA gelernt? Er ist ein viel freundlicherer Mensch als ich, genießt den Umgang mit anderen. Ich bin sehr introvertiert und negativ. Menschen nerven mich. Darüber denke ich jetzt nach. Denn RZA zeigte mir, wie kraftvoll positives Denken ist. Andreas Tzortzis

Game City Wien, 23. –25.9.

Nächster Gig: Austin City Limits (30. 9., USA), Festival live auf redbull.tv

Paul Banks, 38, bekehrter Mis­ anthrop: „… egal ob dabei etwas raus­ kommt oder nicht.“

„DEIN INSTINKT IST DAS WICHTIGSTE“ PAUL BANKS ist ein Star, der Herausforderungen

liebt. Was der Interpol-Sänger bei der Arbeit mit Wu-Tang-Clan-Chef RZA lernte, erzählt er hier.

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„ES IST NICHT EINFACH, SEINEN TRAUM ZU LEBEN“ FRANK SOLOMON hat im Big-Wave-Surfen den Sinn

des Lebens gefunden. Jetzt wurde sein Leben verfilmt – mit ihm selbst in der Hauptrolle.

the red bulletin: Wie kam es zu „Let’s Be Frank“? frank solomon: Zuerst muss ich etwas loswerden: Nicht in meinen wildesten Träumen hätte ich daran ge­ dacht, dass jemand einen Film über mich drehen will. Aber dann traf ich Regisseur Peter Hamblin auf der Premiere sei­ nes Surf Surf­Streifens „The Wright Side of Wrong“ und erzählte ihm, was ich so mache. Nach 70

ein paar Bieren sagte er, wir müssen einen Film machen und ihn „Let’s Be Frank“ nen­ nen. (Ein Wortspiel, „frank“ bedeutet im Englischen auch „ehrlich“; Anm.) Ich sagte „meinetwegen“ und feierte weiter. Ein paar Tage später rief er tatsächlich an: „Erin­ nerst du dich noch an mich? Ich will das machen. Und ich meine, es wird ziemlich cool.“ Was hast du erzählt, als er nach deiner Story fragte? Nun ja, ich postete Fotos mei­ ner Reisen auf Instagram. Von außen sah es wohl so aus, als sei ich ständig an den groß­

erzählt, dass ich Pro­Surfer werden möchte, wäre ich ausgelacht worden. Aber ich habe es geschafft. Eins sage ich dir: Es ist nicht einfach, seinen Traum zu leben. Es waren zehn Jahre voller Ein­ satz und Hingabe nötig, um das zu erreichen. Ich erzählte den Leuten, ich bin Pro­Surfer, und ich war es nicht einmal. So sehr wollte ich es. Du dachtest, so könntest du dir einen Namen machen? Heutzutage kannst du mit Social Media extrem viel aus­ probieren. Das heißt, du kannst Pro­Surfer sein, ohne an vielen Wettkämpfen teil­ zunehmen. Ich surfe Contests, aber sie sind definitiv nicht mein Schwerpunkt. Mir geht es darum, sichtbar zu sein und coolen Content zu schaffen.

„NACH EIN PAAR BIER SAGTE ER, WIR MÜSSTEN UNBEDINGT EINEN FILM MACHEN. ICH SAGTE ,MEINTEWEGEN‘ UND FEIERTE WEITER.“ artigsten exotischen Orten. Es stimmt schon, ich war am Surf Spot Mavericks in Kalifor Surf­ Kalifor­ nien, aber dazwischen hatte ich vier oder fünf Jobs und schlief auf dem Fußboden anderer Leute. Diese Bilder postete ich natürlich nicht, also glaubte Peter, dass mein Leben ein einziger Traum aus glänzenden Wellen ist. Nach­ dem er begriff, wie es wirklich war, reizte ihn der Kontrast zwischen Schein und Realität umso mehr. Und kreativ, wie

stark vom Film „Snatch – Schweine und Diamanten“ beeinflusst. Wir drehten in Irland, Großbritannien, Süd­ afrika, Mexiko, Hawaii, Kali­ fornien – alles Orte, an denen ich schon gesurft bin. Wir drehten sogar, während ich auf Reisen war. Peter kam dann zu mir, und wir arbeiteten am Film. Wusstest du schon immer, dass du mal so ein Leben führen würdest? Hätte ich früher jemandem

Wenn ich meine Sponsoren glücklich machen kann und dabei relevant bleibe, ist das doch ziemlich cool. Du ziehst also dein eigenes Ding durch? Allerdings! Und das Tolle daran: Die Leute respektieren, was ich mache. Louis Raubenheimer franksolomon.co.za Die Premiere von „Let’s Be Frank“ läuft am 19.9. auf redbull.tv THE RED BULLETIN

CHRIS SAUNDERS

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er Südafrikaner Frank Solomon ist ein verdammt guter Surfer. Nur, verdammt gute Surfer gibt es wie Sand am Meer. Was Solomon besonders macht? Sein Mut, seine Verrücktheit und seine Bereitschaft, ein komfortables Leben gegen Tage in riesigen Wellen und Nächte auf frem­ den Fußböden zu tauschen. Dazu kommt seine Hart­ näckigkeit – hat sich Solomon etwas in den Kopf gesetzt, verschwindet das Wort „Nein“ aus seinem Wortschatz. Seiner erstaunlichen Geschichte wurde jetzt ein filmisches Denkmal gesetzt: „Let’s Be Frank“ erzählt die Story eines Big­Wave­Verrückten. ­ ­Verrückten.

er ist, wusste er, wie wir dar dar­ aus einen Film machen. Er machte also einen Spielfilm, der auf einem Kontrast beruht? Ja, kann man so sagen. Ich meine, mein Leben ist schon interessant. Es gibt viele Ge­ schichten über mich, und Peter spitzte sie eben zu. Bevor wir begannen, schickte er E­Mails an meine Freunde und fragte nach den krassesten Storys. Er nahm den wahren Kern und machte daraus seine eigene, wilde Version. Wie die Untergrund-Kampf Untergrund-Kampfszene in Irland? Im Film geht mir die Kohle aus, das ist wirklich so passiert. Ich musste jedoch nie an einem Untergrund­Faustkampf teil­ nehmen, um wieder zu Geld zu kommen. Die Szene ist


Frank Solomon, 33, Wellenverrückter: „Er schickte E-Mails an meine Freunde und fragte nach den krassesten Storys.“


DER GESCHMACK VON KIWI-APFEL. DIE FLÜGEL VON RED BULL.

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ICH BIN DANN MAL WEG

In vier Wochen zum Rennsegler werden. Und dann in 48 zum Weltumsegler.

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Lust auf ein Jahr Pause samt Weltreise? Gib deinen Job auf, sag Lebewohl zu Freunden und Verwandten und nimm an einer der härtesten Um-die-Welt-Regatten teil. Das Verrückteste daran: Du brauchst keine Vorkenntnisse!

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TRAVEL

GEAR

WHEELS

CULTURE

EVENTS

HOW TO 73


ACTION

TRAVEL ANDERE UFER

… und wenn die Yacht im Hafen liegt?

Wände mit Aussicht

„Ich habe die meiste Zeit meines Lebens auf See verbracht“, sagt Peter Thornton, Kapitän des britischen Teams bei der Regatta „Clipper round the World“. „Schon mein Vater war Seemann, wie ich.“ Das beruhigt ein wenig, denn im August 2015 war der 39-jährige frühere Leutnant der Royal Navy eines der wenigen segelerfahrenen Mitglieder der Crew an Bord einer 70-Fuß-Yacht, der eine elfmonatige Weltumsegelung bevorstand, 40.000 Seemeilen (74.000 Kilometer) lang. „Mindestens die Hälfte der Crew war vorher nie auf einem Boot“, sagt Thornton. „Das zeigt ihre mentale Stärke. Denn kaum eine Herausforderung kann es mit dem Clipper Race aufnehmen.“ 1995 von Sir Robin Knox-Johnston ins Leben gerufen – dem ersten Menschen, der im Einhandsegeln nonstop die Welt umschiffte –, müssen Kandidaten für einen Platz auf einer der zwölf identischen RennYachten drei Voraussetzungen erfüllen:

INSIDER-TIPP „Das Steuer zu übernehmen ist ein gutes Mittel gegen Seekrankheit“, sagt Peter Thorn­ ton. „Du bekommst ein Gefühl für die Bewegung des Bootes und kon­ zentrierst dich auf etwas anderes.“ fierceturtle.co.uk

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Rennstart: London Gatwick Bewerbungen für die Regatta 2017/18 möglich unter: clipperround theworld.com

18 Jahre Mindestalter, Fitness, Abenteuerlust. Wer angenommen wird, lernt in vier Wochen Segeln, Kochen, Putzen und sich selbst auf dem Meer zu versorgen. „Auf manchen Etappen verbringen wir mehr als vier Wochen ununterbrochen auf See. Es kann heiß und ungemütlich werden, mit wenig Schlaf, Salzwasser- und Hitzeausschlägen. Dann zählt es. Dann musst du ruhig und konzentriert bleiben.“ Auf der ersten Etappe kletterte ein Mann auf den Mast, um ein Tau einzuholen. Das Spannseil verrutschte, er wirbelte herum, brach sich zweifach den Arm und holte sich eine schwere Schnittwunde unter der Achsel. „Wir waren tausende Meilen von einem Hafen entfernt, also nähte ich seine Wunde mit 17 Stichen, renkte ihn ein, stützte ihn mit einer Schiene. Er blieb zwei Wochen an Bord und wollte bei der nächsten Etappe dabei sein, aber es war zu riskant. Doch als wir Kapstadt erreichten, gab ich das Okay. Er konnte zur Crew zurück.“ Nicht alle Unfälle enden so – relativ – glimpflich. Während der Regatta 2015/16 gab es die beiden ersten und einzigen Todesfälle in 20 Jahren Renn-Geschichte. Trotz der Gefahr überwiegt für viele der Reiz einer unvergleichlichen Erfahrung. „Die Natur ist der härteste, unberechenbarste Gegner, den es gibt“, sagt CrewMitglied Dan Hardy, ein Brite, der Ultimate Fighting betreibt. „Du musst alles geben, um das zu überstehen. Ich würde jeden 25-Minuten-Kampf gegen einen x-beliebigen Gegner vorziehen. Kein Mensch kann so erbarmungslos sein wie der Atlantik.“

Minecraft Etappe fünf führte nach Da Nang, Viet­ nam. Und zu einer 7­Kilometer­Tour durch eines der welt­ weit spannendsten Höhlensysteme im Nationalpark Phong Nha­Ke Bang. danang experience.com

Braukunst Etappe sechs star­ tete in Tsingtao, der Heimat von Chinas verdächtig europäisch schmeckendem Bier. Ein Brauereibesuch klärt auf: Sie wurde 1903 von britischen und deutschen Sied­ lern gegründet. tsingtaobeer.com

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CLIPPERROUNDTHEWORLD.COM/GETTY IMAGES

Vier Wochen am Stück auf See: Alltag für Welt­ umsegler

2015 endete die erste Clipper­Race­Etappe in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro – Ort einiger der spektakulärsten Kletterrouten der Welt. ancoraue.com


ACTION

GEAR

TECHNIK RAUS!

Bereit, wenn du es bist: abenteuertaugliche Gadgets und Tools für die steck­ dosenfreien Zeiten im Leben.

Leatherman Tread Für dieses Multi-Tool musst du nicht in die Tasche greifen. Direkt am Handgelenk stehen 29 Tools zum Einsatz bereit. leatherman.de

Die Edelstahlglieder gibt es als Schraubendreher, Inbusschlüssel, Ringschlüssel und, natürlich unverzichtbar, Flaschenöffner.

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Mophie Powerstation Pro

Gerade mal so groß wie ein Kartendeck, passt in jede Campingtasche. Leuchtet mit 135 Lumen, bis zu 52 Stunden lang. bioliteenergy.com

Innen liefert der USB-Akku 6000 mAh für bis zu drei Smartphone-Ladezyklen, außen schützt die Hülle vor Wasser, Staub und Stößen. eu.mophie.com

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Goal Zero Nomad 7 Plus

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Das Smartphone, das Batman benutzen würde: Wasser- und staubdicht, gehorcht dank Wet-TouchFunktion auch feuchten Fingern. crosscall.com

Lade Gadgets mit Sonnenkraft: Das leichte Solarpaneel (363 g) gibt via LED-Anzeige Feedback zur optimalen Ausrichtungsposition. goalzero.com

Das Hauptfach dieses 36 Liter fassenden Rucksacks ist wasserdicht, klamme Kleidung trocknet in der Vordertasche. mountainhardwear.com

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ACTION

INNOVATION: DAS RAD NEU ERFINDEN

Nach 5500 Jahren behauptet ein Mann, die größte Erfindung der Menschheit verbessert zu haben – indem er sie zum Quadrat macht.

GEAR Was ist das Shark Wheel? DER KOPF Es gab bisher zwei Arten von Rädern: ZUR IDEE mit wenig Grip oder langsame David Patrick, schnelle mit viel Grip; unseres vereint Speed 51 und Grip. Es folgt einer Sinuswelle, wie Im Zuge seiner Ar­ beit an Rotoren und Turbinen entdeckte der kalifornische Erfinder eine neue Radform, die mit geringerem Wider­ stand, schneller und mit mehr Grip rollte. Gemeinsam mit dem früheren TennisPro und heutigen Geschäftsmann Zack Fleishman, 36, sammelte er via Kickstarter fast 80.000 Dollar, bevor die beiden 2015 in der RealityEntrepreneur-Show „Shark Tank“ weitere 225.000 Dollar auf­ stellten. Das war der Moment, in dem das Shark Wheel zubiss.

die Flosse eines Fischs. Du schiebst weniger, denn es rollt schier ewig, und bei Belastung greift es richtig gut. Denk an ein Auto: Wenn du eine Brems­ schwelle mit beiden Vorderreifen triffst, ist der Aufprall hart, aber wenn du aus einem bestimmten Winkel kommst, ist er sanfter. Unsere Rollen tun genau das. Die größte Sorge eines Skateboarders ist, von einem Kiesel gestoppt zu werden. Unsere Reifen kicken ihn weg oder rollen drüber.

Wie kam es zur Idee?

Bei der Propeller-Entwicklung. Wir ­hatten bereits mit der Sinusform ex­ perimentiert, als ein Teil zu Boden flog und immer weiter rollte. Da begriffen wir das Potential, machten ein Rad dar­ aus und sicherten das Design-Patent.

War es sofort ein Erfolg?

Zu Beginn machte die LongboardingIndustrie auf Social Media Witze über uns. Also sandten wir Rollen an alle, die uns gehatet hatten; von jedem Einzelnen kam super Feedback. Dann kontaktierten wir die Pro-Rider. Und gewannen in der Folge Contests, wie den 24 Hour Ultraskate in Miami.

Wo wollt ihr die Räder einsetzen?

Überall, wo sich Räder nicht neigen (wegen der Wellenform passt das nicht für unsere). Manche Branchen werden wir komplett umwälzen. Ganz oben stehen Laufrollen, etwa für Servier­ wagen in Krankenhäusern. Schon mal einen Einkaufswagen mit einem eiern­ den Rad geschoben? Unsere machen das nie. Gewöhnliche Traktorreifen ziehen Furchen und können durch­ drehen; unsere bewegen sich wie eine Schlange durch Gras.

Autos? Das neue Rad in der Form von drei Sinuswel­ len verbindet die Eigenschaf­ ten von Würfel und Kreis.

Es gab eine Anfrage für einen militäri­ schen Hummer: Der Reifen würde sich durch den Sand graben und zugleich geschmeidig auf dem Highway fahren. Aber um einen Autoreifen zu machen, muss man den Weg durchs Verkehrs­ ministerium gehen. Das ist sehr teuer. Golf-Carts aber, die sind unser Ding. Wir bauen gerade einen Prototyp.

Wo ist das Shark Wheel dem normalen noch überlegen?

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Im Wasser funktioniert es wie ein ­Propeller. Ob es ein Sportboot oder ein Fahrrad auf dem Wasser wird, wir wollen ein Amphibienfahrzeug bauen. Das wäre echt großartig!

HERI IRAWAN

Ein schmales Rad schneidet in weiche Ober­ flächen. Das Shark Wheel schlängelt sich jedoch über eine größere Oberfläche.

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ICONIC HOTELS IN ICONIC PLACES

#DCmoments

Le Richemond

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ACTION

GEAR Ein Mondmonat umfasst nicht 30 Tage, sondern genau 29 Tage, 12 Stunden, 44 Minuten und 2,9 Sekunden. Sieh genau hin, und du erkennst den Fußabdruck eines Astronauten nach jeder Mondphase.

UHREN

Redaktion: Gisbert L. Brunner

wurde Teil des Raumfahrtpro­ Raumfahrtpro gramms und ist seither auch unter dem Namen Moonwatch bekannt. Am 20. Juli 1969 trug Buzz Aldrin sie als erster Mensch auf dem Mond. Neil Armstrong ließ seine als Ersatz für eine defekte elektronische Zeitschaltuhr in der Mondlande­ Mondlande fähre. Ironischerweise trug kei­ kei nes ihrer Modelle die Inschrift „First Watch Worn on the Moon“ – der Schriftzug zierte erst nachfolgende Versionen. Die Speedmaster Moonphase zeigt jetzt erstmals den Mond. Sie hat eine Tachymeterskala aus Liquidmetal und ein antimagne­ antimagne tisches Master Master­Co­Axial­9904­ Uhrwerk. Die Mondphasen dik­ dik tiert sie zehn Jahre lang, bevor man sie neu einstellen muss. omegawatches.com/de/

RAUM UND ZEIT Omega Speedmaster Moonphase Co-Axial Master Chronometer Chronograph

Die erste Armbanduhr auf dem Mond war die mechanische Omega Speedmaster Profes­ sional. Ihre Teilnahme an der Apollo­Mission Mission verdankte sie der Sputnik­Krise: Krise: Mit dem Start ihres Weltraumsatelliten Sputnik 1 am 4. Oktober 1957 schockte die Sowjetunion die USA so sehr, dass ein Wett­ rüsten um die Vorherrschaft im All begann. Die Speedmaster Professional, eigentlich ein Renn­Chronograph, Chronograph, bestand alle NASA­Tests ­­Tests Tests bravourös – ex­ treme g­Kräfte Kräfte und Temperatu­ Temperatu ren, Erschütterungen, Lärm –,

MONDSÜCHTIG Zum Heulen schöne Zeitmesser

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Girard-Perregaux 1966 Full Calendar

Junghans Meister Kalender

Maurice Lacroix Les Classiques Phases de Lune

Benannt nach dem ursprünglichen Er Er­ scheinungsjahr des Modells. Die 1966 Full Calendar mit 40­mm­Stahlgehäuse zeigt Tag, Datum und Monat an und verfolgt präzis die Mondphasen. girard­perregaux.com

Diese mechanische Uhr verfügt über ein versilbertes Zifferblatt mit umweltfreund­ licher Leuchtmasse und zeigt Tag, Datum, Monat sowie Mondphasen. Eine Meister Meister­ leistung der deutschen Fabrikation, die seit 1861 Uhren herstellt. junghans.de

Kratzfestes, gewölbtes, innen entspiegel­ tes Saphirglas und ein Edelstahlgehäuse schützen die Mondphasenanzeige dieser Uhr. Sie ist wasserdicht bis 3 atm, die Wasservorkommen auf dem Mond sind also kein Problem. mauricelacroix.com

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.15 4 1 G : ZU A. 14 .45 T R A T S E C 15.00 E S N E IMM GASSE CA. A. 15.15 HOHLE ACHT A. R. C KÜSSN EN CA. 15.35 RASSE MEGG AHNHOFST ZIEL: B N CA. 16.05 LUZER

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N E F U A L x 3 N R E D U R RO X N / H 3x C . L R L U B E D E Z WW.R

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SEE R E T T Ä DST , L A W R IE EN . P V P & A T E E E ZUGERS 9 FREUNDE, 6 KEN & 1 BOOT 27 KM, , 3 LANDSTREC 2 SEEN W

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ACTION

WHEELS MOTORMERCH

Aventador LP 750-4 Superveloce: Brüllen in drei Stufen

Accessoires mit dem gewissen PS-Extra

The Classic Car Book 250 Legenden der Automobilgeschichte von Chevys Bel Air bis Ferraris Testarossa – wer auf DesignIkonen abfährt, wird diesen Wälzer des Autoexperten Giles Chapman lieben. gileschapman.com

DREIMAL BRÜLLEN

Lego Technic 911 GT3 RS

Shmee150 zähmt den Aventador LP 750-4 Superveloce, Lamborghinis neues Ungeheuer. Die Namen der meisten Lamborghini verweisen auf die Begeisterung des Markengründers Ferruccio Lamborghini für den Stierkampf. Im Fall des Aventador ist es das Tier, das 1993 die Trofeo de la Peña La Madroñera gewann. Der Zusatz „Superveloce“ beschreibt das Auto aber auch nicht schlecht – „superschnell“. Ich konnte es kaum erwarten, den um 50 Kilo abgespeckten und rennstreckena∞nen Superveloce mit dem Original zu vergleichen, bei nur 600 gebauten und sämtlich bereits ausverkauften Modellen nicht leicht. Erster Eindruck: Er fühlt sich größer an, obwohl er gleich groß ist. (Lamborghini werden für kleinere Leute gebaut – sagte ich immer schon.) Sein Brüllen kommt in drei Tonlagen: Mit der Strada-Einstellung lässt sich der Aventador komfortabel durch die Gegend manövrieren. Im Sport-Modus wird es lauter und schneller, den Boliden dreht es noch schwungvoller aus der Kurve. Und wenn es auf der Rennbahn auf jedes Hundertstel ankommt, dann schalte man in den Corsa-Modus. Mittels Schaltwippen kitzelt man das Beste aus dem mächtigen V12-Motor heraus, und mit bis zu 8500 U/min klingt der mit 750 PS stärkste Lamborghini aller Zeiten so, wie er soll: episch und hemmungslos.

Tim Burton – Spitzname Shmee150 – ist einer der bekanntesten Supercar-Kenner in den sozialen Medien. Jetzt stellt er seine Expertise The Red Bulletin zur Verfügung. Shmees kompletten Fahrbericht gibt’s auf redbulletin.com.

EINCHECKEN

hielt der Motorblock einen neuen Biturbo und eine integrierte Performance-Abgasanlage. Ergebnis: ein Auto, das selbst bei 300 km/h wie auf Schienen fährt. Im Innenraum hält Brabus eine komplett maßgeschneiderte Lederausstattung bereit. Abgerundet wird das Angebot der Annehmlichkeiten durch Kühlschrank, Panorama-Schiebedach und Business-Class-Bett – das schnellste Fünfsternehotel der Welt.

Hochleistungs-Tuner Brabus dreht den Mercedes-Maybach S 600 bis zum Anschlag.

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Es gibt immer Luft nach oben: Der MerMer cedes S 600 wurde zum AMG S65, dann zum Mercedes-Maybach und schließlich zum Brabus Rocket 900: mit 900 PS und 1500 Nm Drehmoment (zur Sicherheit mit elektroelektro nischer Begrenzung auf 1200 Nm) aus einem 6,3-Liter-V12Ungeheuer. Wie für jede Brabus-Edition üblich, wurde auch alles unter der Motorhaube gründgründ lich behandelt. Um auf 900 PS zu kommen, erer

Der Tag wird schöner, wenn du dieses Lego-Technic-Modell des Porsche 911 GT3 aus 2704 Teilen zusammengebaut hast. Ideales SchreibtischSpielzeug und Sammlerstück. Aber nur für richtig coole Kids. shop.lego.com

Der Traum vom Supercar Shmee150’s „Affären“ mit Supersportwagen gibt es jetzt auch als Taschenbuch. Tim Burton nimmt dich darin auf eine Reise in 76 Supercars durch 14 Länder mit. amazon.de

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ACTION

CULTURE FILM

HOCH BEGABT Jack Reacher ist zurück, gespielt vom 1,70 großen Tom Cruise. Wer, wenn nicht er? Hmm …

Liam Neeson Robo-Rebellion: Wo war noch mal der Kill Switch?

ALMOST HUMAN

In der neuen Serie „Westworld“ brennen intelligenten Robotern in einem Freizeitpark die Sicherungen durch. Ist an der düsteren Zukunftsvision etwas dran? Was ist „Westworld“? Ein 1973 erschienener Science-Fiction-Klassiker von „Jurassic Park“-Autor Michael Crichton. Die Besucher eines Freizeitparks bekommen es darin nicht mit Dinos, sondern mit durchgeknallten Roboter-Killermaschinen zu tun. Jetzt folgt die actiongeladene TV-Serie, die philosophische Fragen anschneidet (Stichwort: künstliches Bewusstsein) und tiefer in das Konzept eines Parks eintaucht, in dem Besucher mit Hilfe von Androiden ihre Fantasien ausleben. „Wir wollen die subversivste und abgefahrenste Serie schaffen, die es je gab“, sagt Co-Creator Jonathan Nolan. Wann öffnet das echte Westworld? Walt Disney schuf den ersten menschlichen Roboter – Abraham Lincoln nachempfunden – zur New Yorker Weltausstellung 1964/65. Bis Roboter mit Künstlicher Intelligenz (KI) zur Ausstattung von Freizeitparks gehören, ist es aber noch ein langer Weg. „Wir werden in diesem Leben ganz sicher nicht das Niveau menschlicher Intelligenz erreichen“, so Dr. Simon Stringer vom Oxford Centre for Theoretical Neuroscience and Artificial Intelligence. „Wer auf dem Gebiet arbeitet, weiß von den Limitierungen, über die im Film gern hinweggesehen wird.“ Vielleicht ist das gar nicht so schlecht … Einige der größten Denker unserer Zeit sehen die KI-Entwicklung kritisch. Tesla-CEO Elon Musk hält sie für „eventuell gefährlicher als Atomwaffen“, und Stephen Hawking glaubt, dass ausgereifte KI „das Ende der Menschheit bedeuten könnte“. Dr. Stringer ist optimistischer. „Science-Fiction hat die Vorstellungen von Wissenschaftlern und Technikern beflügelt und leistet einen unglaublich positiven Beitrag auf den Feldern der KI und Robotik.“ „Westworld“ läuft ab 2. Oktober auf Sky On Demand, Sky Go und Sky Ticket; hbo.com/westworld

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TECHNISCHES K. O.

Mörderische Maschinen in Film und TV

„2001: Odyssee im Weltraum“ (1968) „Es tut mir leid, Dave, aber das kann ich nicht tun“, ist die wohl höflichste Form des „Computer Says No“. HAL 9000, der Rechner mit der Neurose, tut alles, damit man nicht den Stecker zieht. Zutiefst menschlich und ziemlich gefährlich. „Terminator“ (1984) Unbeeindruckt von den RoboSpezialeffekten des „Westworld“-Originals – nicht mehr als eine Schaltplatte hinter einer Maske –, schuf James Cameron mit dem T-800 eine gnadenlose Kampfmaschine, die selbst als nacktes Endoskelett nicht das Töten lässt.

Dolph Lundgren Autor Lee Child verpasste Reacher dunkelblonde Haare und eisblaue Augen. Sein Gesicht machte er kantig, als wäre es kunstvoll, aber flüchtig aus Stein gemeißelt. Val Kilmers beste Zeiten sind bekanntlich vorbei, aber dieser Schwede ist noch immer in Reacher-tauglicher Form.

„Itchy & Scratchy Land“ („Die Simpsons“, 1994) In der „Westworld“-Hommage laufen mechanische Katzen und Mäuse in einem von Disney inspirierten Freizeitpark ganz gehörig Amok. Euro Itchy & Scratchy Land bleibt zum Glück verschont.

Dwayne Johnson Im Buch „Die Gejagten“ gleicht Reacher mit einem Oberkörper wie ein Football-Brustpanzer und Basketballgroßen Bizepsen einem AnabolikaMonster. Passt! Auch die Arme von „The Rock“ scheinen ja mit jedem Film an Umfang zuzulegen. „Jack Reacher 2: Kein Weg zurück“ kommt am 10. November ins Kino.

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HBO, GETTY IMAGES(3)

TV

Im Buch „Der Anhalter“ wird Reacher als wahrer Herkules mit muskulösen Armen und Beinen beschrieben; weiser, anziehender Blick, freundlich und trostlos zugleich. Der dreimalige „Taken“-Star punktet mit 1,93 Metern, Weisheit und Traurigkeit.


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KLASSISCH UND ZEITLOS

Der Old Skool ist der erste Vans Classic Skateschuh mit dem unverkennbaren Sidestripe. Er überzeugt mit Obermaterial aus robustem Canvas und Veloursleder, verstärkter Zehenkappe für starke Be­ anspruchung, charakteristischer Waffel­ Gummisohle und gepolstertem Schaft für mehr Halt und Flexibilität. In den letzten 39 Jahren konnte der Old Skool bereits unzählige Fans aus der Welt der Kunst, Musik, Mode und des Action­Sports be­ geistern. Der Old Skool bietet in diesem Herbst traditionelle Modelle in neuen angesagten Farbkombinationen für Herren und Damen. Verkaufspreis: ab CHF 90.– www.vans.eu 4

NORTH FACE BASE CAMP DUFFEL BAG

Um das 30­jährige Jubiläum der Base Camp Duffel Bag gebührend zu feiern, hat The North Face eine Limited Edition mit neuen Motiven auf den Markt gebracht. Die praktische Tasche ist für jede Gelegen­ heit geeignet – egal ob auf Reisen, zum Sport, für ein Abenteuer in der Natur oder den Ausflug in der Stadt. Verkaufspreis: ab CHF 100.– www.thenorthface.com


CULTURE

PLAYLIST STEPHEN MARLEY

PIMP MY PHONE Besser als jedes Hup­ konzert: drei essen­ zielle Apps als Begleiter auf der Autofahrt zur Arbeit.

Bob Marleys zweitgeborener Sohn war – Über­ raschung! – schon als Kind Musik­Allrounder. Mit sieben spielte er mit seinen Geschwistern bei The Melody Makers Gitarre und Schlagzeug und per­ formte auf Festivals mit dem Vater. Der mittler­ weile 44­jährige ­­jährige Produzent und Musiker hat acht Grammy Awards gewonnen, so viele wie kein Reg­ gae­Künstler vor ihm. Sein neues Album „Revela­ tion Pt II: The Fruit of Life“ vereint Roots­Reggae mit Rap­Versen von Busta Rhymes oder Iggy Azalea. Für uns gibt er den musikalischen Reise­ führer und nennt fünf Lieblingssongs aus seiner Heimat Jamaika. stephenmarleymusic.com

Bob Marley and the Wailers

Toots & the Maytals

„One Love“

„Pressure Drop“

„Wohl keine Überraschung, dass meine erste Wahl auf meinen Vater fällt. Der Einfluss seines Song­ writing ist bis heute ungebrochen, für viele ist er die Personifizierung jamaikanischer Musik. Kein anderer Song fängt den Vibe der Insel besser ein als ‚One Love‘. 1976 schrieb er diesen Aufruf zur Einigkeit während blutiger politischer Unruhen. Ich liebe es, diese zeitlose Hymne des Friedens auf meinen Konzerten zu covern.“

„Uncle Toots, wie wir ihn stets nannten, war ein Freund meines Vaters. Bis heute sprüht er nur so vor Leben – dafür liebe ich ihn. Seine energiegeladenen Live­ Shows gaben ihm den Ruf des jamaikanischen James Brown. Dieser Upbeat­Song auf dem Film­ soundtrack von ,The Harder They Come‘ half dabei, Reggae in der Welt zu verankern. Einer der besten jamaikanischen Songs aller Zeiten. Punkt.“

Alton Ellis

Culture

„I’m Still in Love with You“

„Jah, Jah See Dem a Come“

„Wer tiefer in die Welt jamaika­ nischer Musik eintauchen möchte, muss diesen Song hören. Viele kennen das Cover von Sean Paul, nur leider haben sie vom Original von Alton Ellis – einem der Rock­ steady­Pioniere – noch nie etwas gehört. Rocksteady war noch vor Reggae; ein bisschen schneller, stark von US­Soul inspiriert, darum haben viele Songs auch diesen positiven Vibe. Wunderschön – unbedingt anhören!“

„Für manche ist Reggae unbe­ schwerte Musik. Was viele nicht wissen: Reggae kann richtig poli­ tisch sein, besonders die Songs der 1970er. Von der US­Bürgerrechts­ bewegung inspiriert, schrieben jamaikanische Künstler wie Burning Spear oder Culture gesellschafts­ kritische Songs, die meinen Blick auf die Welt schärften. Als Teenager waren Songs wie ,Jah, Jah, See Dem a Come‘ Teil meiner politischen Bildung.“

Third World „1865 (96° in the Shade)“ „Dieser Song ist wie eine Lehrstunde in jamaikanischer Geschichte. Die Lyrics sind eine poetische Nach­ erzählung der Ereignisse des Morant­ Bay­Aufstands 1865 (eines Protests armer schwarzer Jamaikaner gegen Regierung und Justiz der Kolonial­ macht Großbritannien; Anm.). Ich war erst neun, als ich den Song zum ersten Mal hörte, aber ich verstand ihn damals schon. Er ist Zeugnis der revolutionären Kraft jamaikanischer Musik.“

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CAR VITALIZER Wer Autosound wirklich ernst nimmt, sollte sich die App des deutschen Experten SPL ansehen, bei der man exakte Positionen von Boxen und Fahrer angibt. Regler­ funktionen wie der Virtual Subwoofer machen auch sehr tiefe Bassanteile hörbar. Bounce, Baby. Nur für iOS

CARTUNES MUSIC PLAYER Diese App hilft dir, den Verkehr nicht aus den Augen zu lassen. Einfache Touch­ gesten (ein Wisch für den nächsten Song, kreisende Bewegung zur Lautstärke­ regelung …), ein simples Interface und individuell anpassbare Einstellungen machen die App nützlich. Nur für i0S

GADGET Domio

Der Bluetooth­Lautsprecher Lautsprecher im Puck­Look ermöglicht sicheren Musikgenuss: Halterung auf den Helm kleben, Lautsprecher fixieren, Musik kommt via Mikro­Vibrationen Vibrationen durch die Helmschale. Versprochen werden 360­Grad­Audio Audio und – anders als bei Kopfhörern – die Wahrnehmung von Um­ gebungsgeräuschen. domio.co

RADIOOOOO Diese musikalische Zeit­ maschine bringt dir Songs aus allen Ecken der Welt. Wähle ein Land und ein Jahr­ zehnt, gib an, was genau du hören möchtest – langsames, schnelles, schräges Zeug –, und mach dich bereit für einen Roadtrip durch Raum und Zeit, von finnischem Tango bis zu russischem Techno. Für iOS und Android

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WONDER KNACK

ACTION


CULTURE

ACTION

KUNST IN KLEINEN DOSEN

DIETMAR KAINRATH

Dietmar Kainraths spitze Feder

41. RYDER CUP, CHASKA, MINNESOTA, USA: 30. SEPTEMBER BIS 2. OKTOBER

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ACTION

CULTURE

MEIN SPIELE-LEBEN BRYNLEY GIBSON

CATCH ’EM ALL

Der Executive Producer eines der Launch-Titel zeigt uns, wie PlayStation VR ab Oktober 2016 unsere Vorstellung von Gaming nachhaltig verändern wird. MEINE ERSTE SPIELERFAHRUNG: „BATMAN“

Action-Adventure; 1986; ZX Spectrum/Amstrad PCW/CPC Daheim zockte ich „Manic Miner“ und „Sopwith“, aber mein Freund hatte einen Amstrad, also verbrachte ich viel Zeit bei ihm mit diesem Spiel auf Basis des ersten Films. Rückblickend war das Game grottig, aber hey, es war „Batman“, das reichte. Früher waren Gamer auch gnädiger.

Mit diesen Jagd-Tools bist du bei „Pokémon Go“ einen Schritt voraus.

Pokémon GO Plus Das offizielle NintendoGadget vibriert, wenn Pokémons in der Nähe sind. Ein Knopfdruck genügt, das Pokémon gehört dir. Mütter atmen auf: Jetzt hast du wieder die Straße im Blick. pokemongo.com

MEIN NEUESTES SPIEL: „PLAYSTATION VR WORLDS“

Virtual Reality; 2016; PS4 Mit der 5-in-1-Spiele-Sammlung zeigen wir, was PlayStation VR kann. In „VR Luge“ geht es auf dem Longboard liegend in den Downhill, Gegenverkehr inklusive; „The London Heist“ könnte auch ein Guy-Ritchie-Film sein; bei „Ocean Descent“ lauert ein Weißer Hai; „Danger Ball“ hat das Zeug zum „Pong“ der Zukunft; und „Scavenger’s Odyssey“ macht dich zum ballernden Alien-Piloten. Zusammengehalten wird die Sammlung vom VR-Erlebnis. Erhältlich ab 13. Oktober

DAS ERSTE SPIEL, AN DEM ICH ARBEITETE: „THE MOVIES“

GIBSONS TOP-TIPP „Es mag auf der Hand liegen, aber seht nach, was sich bei ,VR Worlds‘ um euch herum abspielt – es gibt so viele Dinge zu entdecken. Manche vergessen das, aber wenn ihr daran denkt, taucht ihr in eine komplett neue Welt ein.“

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Simulation; 2005; PC/Mac Mein erster Spielejob nach der Uni. In „The Movies“ musste der Spieler ein Filmstudio von den Anfängen des Kinos bis heute leiten, Filmsets bauen, Drehbücher in Auftrag geben, Filme veröffentlichen, Stars besänftigen. Man konnte sogar Filme drehen und sie online stellen. Es war seiner Zeit voraus, gewann einen BAFTA Video Game Award, aber verkaufte sich nur mäßig.

DAS SPIEL, DAS MICH INSPIRIERTE: „THE LEGEND OF ZELDA: OCARINA OF TIME“

Action RPG; 1998; Nintendo 64 Das perfekte Spiel, ein Riesenschritt im Vergleich mit den 2DTiteln. Eine großartige Welt voller Dungeons, Schätze, Zeitreisen und die stimmungsvollste Windmühlen-Musik aller Spiele-Zeiten.

Pokédrone Nerdfaktor 1000: Dank GPS und Kamera schnappst du dir auch Pokémons auf Autobahnen, im Garten nerviger Nachbarn und an anderen schwer zugänglichen Plätzen. trndlabs.com

MEIN AKTUELLES LIEBLINGSSPIEL: „POKÉMON GO“

Augmented Reality; 2016; iOS/Android Der weltweite Hype besteht absolut zu Recht. Mit GPS-Gaming hatte ich noch nie so viel Spaß, mal abgesehen vom Geocaching mit Freunden. Du läufst durch die echte Welt und jagst Pokémon mit Hilfe deiner Smartphone-Kamera. Da oben ist einer, wirf einen Pokéball!

iPhone Smart Battery Case Die Pokémon-Jagd zwingt den Smartphone-Akku schneller in die Knie, als du „Pika-pi, Pikachu!“ sagen kannst. Die offizielle AppleLadehülle erweitert dein Jagdrevier. apple.ch

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IN STORES: 15.09.16

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TM


ACTION

„Wir brauchen jede Flug­ minute mit dem Helikopter zum Training, damit wir Ernstfall helfen können.“ Robert Andenmatten, Chef­Pilot der Air Zermatt

Rund 1500 Einsätze im Jahr fliegen die neun Piloten der Helikopter­ sta≠el Air Zermatt.

RED BULL TV

UP & DOWN

Der TV-Monat bringt wagemutige Rettungsaktionen, rasanten MTB-Downhill, beeindruckende Snowboard-Abfahrten und pralle Motorrad-Action – auf einem und zwei Rädern – auf deinen Bildschirm.

THE HORN ON DEMAND 17. OKTOBER NEW ORIGINAL SERIES PREMIERE

Die neue Red Bull TV-Serie begleitet das beste Such- und Rettungsteam der Welt – die Air Zermatt. Die Hubschrauber-Piloten setzen dabei täglich ihr Leben aufs Spiel, um Verunglückten rund um das Schweizer Matterhorn Hilfe zu leisten.

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CULTURE RED BULL TV-HIGHLIGHTS

RED BULL RAMPAGE

LIVE 14. OKTOBER Elfte Auflage des prestigeträchtigsten Big-Mountain-Events der Welt. 21 der besten MTB-Downhiller, -Slopestyler und -Freerider stellen in Utahs rauer Natur ihr Können und ihren Mut auf die Probe.

THE FOURTH PHASE

SO SIEHST DU RED BULL TV ÜBERALL Red Bull TV ist ein innovativer Multi-Platform-Channel mit unterhaltsamem, inspirierendem Programm „beyond the ordinary“. Red Bull TV ist auf einer Vielzahl von Geräten jederzeit und überall zu sehen. Alle Infos: redbull.tv

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ANDREW GERACI (2), ORIGINAL MEDIA,BARTEK WOLINSKI/RED BULL CONTENT POOL, SCOTT SERFAS/RED BULL CONTENT POOL, GETTY IMAGES/RED BULL CONTENT POOL, GARTH MILAN/RED BULL CONTENT POOL

FILMPREMIERE 2. OKTOBER, 21.00, KINO: AB 3. 10. Travis Rice („The Art of Flight“) entführt mit seinem neuen, fulminanten Snowboardfilm u. a. in die Berge von Alaska und Japan.

DOUGIE’S WHEELIE

LIVE 24. SEPTEMBER Der Snaefell Mountain Course der legendären Isle of Man TT gilt als berüchtigtste Zweirad-Rennstrecke. Trial-Ikone Dougie Lampkin will die ganzen knapp 61 Kilometer auf dem Hinterrad absolvieren.

STRAIGHT RHYTHM

LIVE 22. OKTOBER Kopf-an-Kopf-Supercross-Duelle auf einer geraden, rund 800 Meter langen Motocross-Strecke. Dieses Jahr finden Training, Qualifikation und Rennen an nur einem Tag statt. Das Finale: unter Flutlicht.

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ACTION

EVENTS SAVE THE DATE Weitere Pflichttermine in den nächsten Wochen

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September Fade Dieser Red Carpet Event feiert Mode, Kunst und Design: Jungdesigner präsentieren ihre Kollektionen, Künstler performen on stage, dazu demonstrieren beim „Beauty Artist of the Year“-Event TopVisagisten ihr Können live auf der Bühne. 22.9.; Kaufleuten, Zürich

ab 7. Oktober European Outdoor Film Tour Schweiz-Start: 24. 11., Lausanne 200.000 Abenteuer-Fans bei 300 Vorführungen in 14 Ländern: Europas größtes OutdoorFilmfestival verlegt jährlich das Abenteuer ins Kino. Zwei Programm-Highlights 2016: „Lunag Ri“ zeigt Kletterstar David Lama (AUT) bei der Besteigung des gleichnamigen bis dato unbezwungenen Himalaya-Gipfels (6895 m). Und: „La Liste“, ein Film über den Schweizer Freeskier Jérémie Heitz und sein Projekt der Befahrung der steilsten Alpenhänge. eoft.eu

17./18. September Swiss Alpine Battle

27. – 29. Oktober Zermatt Unplugged Kaufleuten Zürich, Kaufleuten

Villars-sur-Ollon Bei dem einzigartigen Zweierteambewerb matchen sich CrossFit-Athleten in den Waadtländer Alpen auf 1300 Meter Seehöhe. Zwei Tage lang wird indoor und outdoor gepusht, gelaufen, gehangelt (Bild: ein Teilnehmer beim anspruchsvollen Toes2Bar-Workout). Tickets, Infos: swissalpinebattle.com

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8. Oktober Red Bull Alpitude Arosa

Grossartige Musiker, ungefilterter Sound: Dafür steht Europas einziges Akustik-Festival seit fast zehn Jahren. 2015 gastierte das Zermatt Unplugged zusätzlich im Zürcher Kaufleuten und geht im Oktober in die zweite Runde. Fans freuen sich auf Acts wie den US-Soulstar Aloe Blacc („I Need a Dollar“), den irischen Singer/Songwriter Chris de Burgh oder Schottlands RockLegenden Simple Minds. zermattunpluggedkaufleuten.ch

Faszination Orientierungslauf erleben: Topläuferin Judith Wyder (o.) ist der Star bei diesem einzigartigen Event. Gelaufen wird auf zwei Höhenebenen, verbunden durch die Weisshornbahn. Die es rechtzeitig zu erwischen gilt. Maximal 150 Teilnehmer! Registrierung: redbull.ch/alpitude

Stilsicher: Aloe Blacc beim Zermatt Unplugged Kaufleuten

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September Chopfab Race Die spassigsten 35 km/h des Herbsts: Auf mit Elektromotoren ausgerüsteten Bierharassen geht’s beim Chopfab Race über die Piste in der Industriehalle der Brauwerkstatt Doppelleu in Winterthur. Info & Anmeldung: chopfab-race.ch

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Oktober Marketing Natives … ist die Community, die Marketing-Pros und Studenten vereint. Im Angebot für Mitglieder: Kontakte, Workshops – sowie Top-Events. Motto diesmal: „Digital Transformation“. marketingnatives.ch; 3. 10.; Zürich

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MANFRED STROMBERG, RXD PHOTOGRAPHY, PHIL GALE/RED BULL CONTENT POOL, UNIVERSAL MUSIC

Bike-Film „Flow“: Gipfeltreffen der Outdoor-Filme


ACTION

HOW TO

WIE DU EIN WIPEOUT ÜBERSTEHST

Big-Wave-Surfer Ross Clarke-Jones weiß, wie du Riesenwellen bezwingst. „Eigentlich müsste ich längst tot sein“, sagt Ross Clarke-Jones, der in den letzten dreißig Jahren die größten Wellen des PlanePlane ten surfte. 2001 gewann er als erster Nicht-Hawaiianer den renommierten und selten abgehaltenen Bewerb „Quiksilver in Memory of Eddie Aikau“ (die Wellen müssen schon auf dem offenen Ozean mindestens 20 Fuß [6,1 Meter] hoch sein; Anm.) am Waimea Bay. Im Februar wurde der 50-jährige Australier bei diesem Event Zweiter. Uns erzählte er, wie er es schaffte, all die Jahre zu überleben.

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Finde nach oben

„Unter Wasser ist es manchmal pechschwarz und kaum zu erkennen, wo oben und unten ist. Ich surfe schon so lange, dass ich mich orien­ tieren kann – mir hilft der Wasserdruck. Bleib wachsam: Im klaren Wasser kommt es, wenn die Wellen brechen, unter ihnen zu langen, zylinder­ förmigen Strömungen – wie bei einer Waschmaschine. Mach die Augen auf und ver­ suche, sie zu meiden.“

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Check deinen Kopf

„Unter Wasser kann die Strömung deine Glieder herumwirbeln. Viele kugeln sich die Schulter aus, reißen sich Bänder und verrenken ihren Nacken. Spann deinen Körper an, aber beruhige deinen Geist. Geh in die Fötusposition, position, drücke Arme und Beine an den Körper. Zieh den Kopf ein. Denn wenn du ausgeknockt geknockt wirst und das Bewusstsein nicht rechtzeitig wieder­ erlangst, ertrinkst du.“

Bleib ruhig, du kommst raus

„Ruhig bleiben, wenn eine große Welle auf dich zu­ kommt. Denn Panik verbraucht Sauerstoff. Atme gleichmäßig ein und aus, fülle deine Lungen mit Sauerstoff. Musst du unter Wasser ausatmen, dann nur kleine Mengen in langen Abständen. Der Auftrieb der Luft in deinem Körper bringt dich auch ohne Schwimmweste wieder an die Oberfläche.“

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Fall nicht, spring

„Wenn du auf dem höchsten Punkt der Welle kurz davor bist, vom Board zu fallen, spring nach vorn. Versuche kerzengerade und mit den Füßen zuerst zu landen, damit du das Wellenface durchstoßen kannst. Machst du es richtig, tauchst du hinter der Welle wieder auf. Wenn nicht, stürzt du die Wellenwand hinunter, wirbelst mit der Lip (oberer Teil der Welle; Anm.) auf und ab und kommst in den freien Fall … oder es passiert Ärgeres.“

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Bleib manchmal unten

BEN SMITHURST

MARK THOMAS

„Wenn du herum­ geschleudert wirst, fühlt sich eine Minute wie eine Stunde an. Dabei sind es vielleicht nur 18 Sekunden zwischen den Wellen in einem großen, reinen Swell. Damit du nicht unter eine Welle gerätst, musst du sie vorbeiziehen lassen. Du hörst das, du bemerkst eine Änderung im Wasserdruck und spürst den Widerstand. Ist sie vorbeigezogen, tauch auf.“

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MORECAST Regen, Gewitter oder Schnee. Der MORECAST Sturm Tracker warnt dich punktgenau, wenn es in den nächsten 60 Minuten zu regnen oder schneien beginnt. www.morecast.com


T H E R E D B U L L E T I N GU I DE F Ü R T ECH U N D G A DGE T S

SHOW YOUR ACTION

MIT DIESEN OUTDOOR-BEGLEITERN ERLEBST DU DIE ACTION ... TEILEN K ANNST DU SIE MIT DER GANZEN WELT.

AU S DAU E R N DE S F L I EGE N GE W I C H T MIT SKYCONTROLLER ERREICHT DIE DROHNE G E WA LT I G E 2 K I L O METER REICHWEITE.

Ein Manko vieler Drohnen: die kurzen Flugzeiten. Die Parrot Bebop 2 ist der erste FlugFlug begleiter in der Kategorie 500 Gramm mit einer Batterielaufzeit von 25 Minuten. Die Steuerung erfolgt ganz einfach und intuitiv per Smartphone oder Tablet. Ebenso wichtig: das Thema Sicherheit. Die Propellerflügel sind flexibel und blockieren bei Kontakt mit einem Gegenstand. parrot.com

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TECH UND GADGETS

AUF TAU C H STAT I O N

U N T E RWASS E R R O B OT E R Für den nächsten Urlaub am Meer. Die SeaDrone ist eine propellergetriebene und per Tablet gesteuerte Unterwasserdrohne, die hauptsächlich zur kosten­ günstigen Bootskontrolle und Fischwirtschaftsüber­ wachung eingesetzt wird. Durch ihre Form kann sich die Drohne im Wasser selbst stabilisieren. Das sorgt für gestochen scharfe Bilder für Hobby­Meeresforscher. seadronepro.com

Warum ein teures Unter­ wasser­Case, das nur für eine bestimmte Kamera passt? Das Overboard Waterproof Zoom Lens Case ist kompatibel mit den meisten gängigen Kompaktkameramodellen und garantiert wasser­ dicht bis 6 Meter Tiefe. overboardusa.com

S O N N E N S P I EG E L WOZU EIN UNTER­ WASSERGEHÄUSE? DIE GARMIN VIRB XE IST BIS 5 0 M E T E R W A S S E R D I C H T.

G LÜ H W Ü R M C H E N Wenn man wieder einmal im Dunkeln nicht den Schlüssel oder das Türschloss findet. Der TEC­S3 Glow Fob Schlüsselanhänger aus rostfreiem Stahl ist mit einem speziellen Glüh­ pulver gefüllt. Wird dieses Sonnenlicht ausgesetzt, leuchtet es in der Folge bis zu zwölf Stunden lang. tecaccessories.com

Immer Strom dabei – ob beim Surfen, Biken oder Skifahren. Das SunnyBAG Action Solar Case , knapp 300 Gramm leicht, wasserdicht, stoß­ und kratzfest, versorgt Smartphones, GP­Geräte oder GoPros (diese werden in weniger als 100 Minuten voll geladen) direkt mit bis zu 3,15 Watt Energie. Nötiges Zubehör findet im Polyurethan­Stauraum weich gepolstert Platz. sunnybag.at

B EW EG E N D E BILDER Umlegeschalter be­ tätigen, und los geht’s. Die Garmin Virb XE nimmt HD­Videos im 1440p/60fps­Modus auf. Um den action­ geladenen Aufnahmen noch mehr Ausdruck zu verleihen, können über integrierte Sen­ soren Daten wie Ge­ schwindigkeit, Höhe und GPS­Position im Sichtfenster auf­ genommen werden. Weißabgleich und Belichtungskorrektur machen die Video­ qualität noch besser. Nicht umsonst ist Garmin der o∞zielle Partner des Red Bull Air Race. virb.garmin.com

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TECH UND GADGETS

IM NOT FA L L V ER ­ S TÄ N DIGT DA S SYS T E M RETTUNGSDIENSTE UND ANGEHÖRIGE.

S M A RT   &   H A RT Gut ausgestattete Motorrad-Smarthelme kommen gern einmal auf 1500 Euro. Das Fusar Mohawk Kit macht aus jedem herkömmlichen einen smarten Motorradhelm und kostet dabei nur ein Drittel. Das umfangreiche Paket inkludiert: HD-ActionCam, Aktivitätstracker (mit GPS-Daten und Beschleunigungsmesser), Kommunikationseinheit, Navigationsgerät, Musik-Player, Black Box. Die nächste Motorradtour kann also kommen. Voraussichtlich erhältlich ab Herbst 2016.

SPRICH MIT MIR Der Amazon Tap ist kein gewöhnlicher OutdoorLautsprecher. Per Knopfdruck kann man mit Hilfe von Sprachassistentin „Alexa“ seine Lieblingssongs über die Dienste Amazon Music Prime, Spotify oder TuneIn abrufen. (Tap ist aktuell nur über den US-Shop erhältlich.) amazon.com

fusar.com

JAG D M E I ST E R Worauf es beim Überleben in der Wildnis wirklich ankommt? Nahrungsbeschaffung! Die Suunto Traverse Alpha Foliage GPS-Uhr zeigt Mondaufgangs- und Monduntergangszeiten, Wettertrends sowie spezielle Points of Interest zum Angeln und Jagen. suunto.com

AU F A BW EG E N So gelangt man standesgemäß zur Outdoor-Action. Der Rallye-Dakar-erprobte Pick-up Toyota Hilux ist zuverlässiger Partner in jedem noch so unwegsamen Gelände. Im Innenraum regiert mit stylischem Zentralbildschirm und hochwertigen Materialien der Komfort. toyota.com

SICHTWEISE Die Gloryfy G9 Radical blue Brille macht garantiert jede sportliche Action mit. Die verspiegelten Linsen (mit Antifog-Beschichtung) und die Bügel sind unzerbrechlich. Die rahmenlose Konstruktion spart Gewicht und sorgt für beste Belüftung. gloryfy.com


TECH UND GADGETS

IMMER DABEI: EIN MEDIENSERVER, MIT DEM VIDEOS SOFORT GESICHTET WERDEN KÖNNEN.

P E RS O N A L TRAINER

H E R Z R AS E N

Die Polar V800 ist die vielleicht kompletteste Sportuhr am Markt und wie gemacht für Triathleten. Um die persönliche Leistungsfähigkeit gezielt zu steigern, zeichnet die Uhr die Trainingsbelastungen der verschiedenen Einheiten auf. polar.com

Die TomTom Bandit Full-HD-Action-Cam mit 16-MP-Bildsensor ist für alle, die schnell ein herzeigbares Video der Aktivität haben wollen. Ein einfaches Schütteln des mit der Kamera verbundenen Smartphones reicht, um mit zuvor definierten Tags ein ActionVideo zu erstellen. Weiters kann man ein Pulsmessgerät an die Kamera koppeln. Diese registriert, wenn der Herzschlag höher ist, um so Markierungen im Video zu setzen. Auch praktisch: Der Akku der TomTom Kamera lässt sich ganz schnell austauschen. tomtom.com

BLADE RUNNER Der Nachteil von Rollern? Man muss selber treten. Anders die ACTON R10 Rocket Skates: einfach über den Straßenschuh anschnallen, Motor einschalten, Fußspitzen leicht nach unten drücken … und schon cruist man völlig mühelos mit bis zu 20 km/h durch den Fußgängerverkehr. actonglobal.com

PA R A L L E LW E LT Wenn man mal keine Zeit für den Abenteuerurlaub hat … dann entflieht man einfach mit der Samsung Gear VR in eine virtuelle Welt von atemberaubenden 360-Grad-Rundumpanoramen, Filmen, Videos und mehr als 150 verfügbaren Spielen. samsung.com

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KRAFTWERK In der heutigen Zeit sind technische Begleiter auch bei Abenteuertouren nicht mehr wegzudenken. Doch was tun, wenn die nächste Steckdose fern ist? Das Goal Zero Nomad 7 Plus Solar Panel kann täglich bis zu 6000 mAh Energie erzeugen, um damit USBund 12-V-Geräte zu laden. goalzero.com


TECH UND GADGETS

KEINE S C H O C KSTA R R E Speziell für Piloten konzipiert, können der Casio G-Shock Gravitymaster Fliehkräfte, Magnetismus oder Vibrationen nichts anhaben. Bei der Energieversorgung durch Solarzellen im Zifferblatt wird an die Umwelt gedacht. g-shock.eu

OHRENZEUGE Wo Bild, da auch Ton. Die Sennheiser MX 686G SPORTS Kopfhörer wurden gemeinsam mit Athleten entwickelt. Regen, Schweiß und Vibrationen bei intensiven Bewegungen können ihnen nichts anhaben. Und das Wichtigste: gut klingen tun sie natürlich auch. sennheiser.com

SPHÄRISCHE AUFNAHMEN IN EINER GESTOCHEN SCHARFEN 8 K- B I L D A U F L Ö S U N G .

DIE WÜRFEL S I N D G E FA L L E N Bereits mit einer GoPro Hero Action-Cam kann man spektakuläre Videos drehen. Und mit sechs erst? Das GoPro Omni ist ein synchronisiertes Array aus sechs GoPro Hero4 Black Kameras (in einem kompakten und robusten Aluminiumgehäuse), das hochauflösende Virtual Reality und 360-Grad-Videos in Profi-Qualität ermöglicht. Mit der kompatiblen Kolor-Software wird auch das Zusammenschneiden der Videos zum Kinderspiel. Der Preis? Nicht billig, doch moderat. Rund 5000 US-Dollar muss man dafür lockermachen. vr.gopro.com

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S C H A R F M AC H E R Man kann den Fotoapparat getrost zu Hause lassen. Das Sony Xperia Z5 besitzt die beste Kamera, die in einem Smartphone verbaut ist – 23 MP Auflösung und blitzschneller Autofokus (0,03 Sek.). Außerdem kommt es auch mit schlechten Lichtverhältnissen bestens klar. sonymobile.com

E I S M AS C H I N E Ein kühles Bier-Sixpack reicht einfach nicht, wenn man mit seinen Freunden nach der Outdoor-Action abfeiert. In den robusten Igloo Trailmate passen bis zu 144 Getränkedosen oder über 60 Einliterflaschen (Flaschenöffner am Trailmate inklusive). Eiswürfel tauen vier Tage lang nicht auf. igloocoolers.com

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MAKES YOU FLY

GENF, SCHWEIZ, 29. JUNI 2016 Ritt auf Rasierklingen, buchstäblich: Die Schweizer Sébastien Schneiter und Grégoire Siegwart (re.) steuern ihren „Flying Phantom“Katamaran zum Sieg bei der Red Bull Foiling Generation-Regatta am Genfersee. Dank Ultraleichtbauweise und dem Auftrieb J-förmiger Schwerter (Foils) heben sich die Boote bereits ab sieben Knoten (ca. 13 km/h) aus dem Wasser. Finale Red Bull Foiling Generation: 18. – 23. 10., Newport, USA; redbull.com/foilinggeneration

Grégoire Siegwart (re.) hebt mit Teampartner Sébastien Schneiter auf ihrem Weg zum Sieg bei der Red Bull Foiling GenerationRegatta am Genfersee ab.

DIE NÄCHSTE AUSGABE DES RED BULLETIN ERSCHEINT AM 18. OKTOBER 2016. 98

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LORIS VON SIEBENTHAL/RED BULL CONTENT POOL

„… fühlt sich an wie fliegen.“


SCHUTZENGEL (ab CHF 35 im Jahr)

DIE RETTUNGSKARTE VON AIR ZERMATT Geh bei all deinen Touren auf Nummer sicher – mit der Rettungskarte der Air Zermatt. Wir schßtzen dich in der gesamten Schweiz: Egal ob es einen Helikopter, eine Ambulanz oder gar ein Flugzeug braucht. Und auch wenn du im Ausland mal medizinische Beratung oder einen Repatriierungsflug brauchst, kannst du dich auf die Air Zermatt verlassen.

ahr tzt 1 J tt e j r i Hol d Zerma te

Air ngskar u Rett + aben : sg u 12 A Bulletin Red The F 35

ab CH

www.air-zermatt.ch


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