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The Red Bulletin AT 06/21

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ÖSTERREICH JUNI 2021 € 3,50

AB S E ITS D E

S ALLTÄG LIC

HEN

HILFE!

FABIO WIBMER HAT DIESES HEFT ENTFÜHRT!*

*ERST KNACKT DIESER RADFAHRER EINE MILLIARDE YOUTUBE-KLICKS. UND JETZT ÜBERNIMMT ER AUCH NOCH DAS RED BULLETIN!


E D I TO R I A L

WILLKOMMEN

EIN HEFT IM FABIO-STYLE

ALLES IM GRIFF

Hier arbeite ich am Story-Mix im Red Bulletin. Die drucken mir das sogar aus!

Es wird euch ja schon aufgefallen sein, dass bei diesem Heft alles ein bisschen anders ist. Das liegt an mir. Ich heiße Fabio Wibmer, bin Profi-Biker aus Tirol, und mein Medium ist normalerweise das Internet und nicht Papier. Aber als ich das Angebot bekam, als GastChefredakteur eine eigene Ausgabe des Red Bulletin zu gestalten, mit Themen, die ich cool finde, und ­Geschichten über mich, die euch ­hoffentlich interessieren – war ich aufgeregt und stolz. Wir haben tief in meiner Vergangenheit gekramt, Highlights meiner Karriere Revue passieren lassen und starke Storys zu Papier gebracht. Ich bin sogar mit meinem Bike unter die Dusche gestiegen (Seite 54). Außerdem habe ich mit Ski-Superstar Lindsey Vonn ­gesprochen (Seite 40) – über Rennen gegen Männer und ihren Buddy Dwayne „The Rock“ Johnson!

HI LINDSEY, WIE GEHT’S?

Ein Gespräch, das wirklich Spaß gemacht hat – was Lindsey mir alles anvertraut hat, lest ihr ab Seite 40.

KONSTANTIN REYER (COVER), NORMAN KONRAD, CARLOS BLANCHARD

Nun will ich euch aber nicht weiter zulabern, sondern wünsche euch viel Spaß beim Lesen! Bis bald am Trail, Fabio

EIN GLÜCK, DIESE NUMMER

Mit der Startnummer 800 holte ich beim Motocross meine erste Medaille. Seite 14

THE RED BULLETIN

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FABIO WIBMER Das gab es in der Welt von The Red Bulletin noch nie – der Tiroler Athlet kapert ein ganzes Heft. Der 25-jährige ProfiMountainbiker und Content Creator (1 Milliarde Klicks auf YouTube!) machte für uns den Gast-Chefredakteur.

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THE RED BULLETIN


I N H A LT The Red Bulletin im Juni 2021

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BUMM! Erzberg explosiv – Hindernis Nr. 12 heißt „Dynamite“.

MOUNTAINBIKEN

58 N EUE LEICHTIGKEIT PORTFOLIO

18 MEINE LIEBLINGSBILDER Wo Fabio sich Inspiration holt – Fotos, die seine Fantasie beflügeln.

MUSIK

KONSTANTIN REYER, ALYSSA GREENBERG/CONDE NAST, PATRIK FRASER/CONTOUR BY GETTY IMAGES

HERI IRAWAN

34 RICHTIG ABHEBEN

Der Song zum Red Bull Flug­ tag kommt von Folkshilfe. Sänger Florian Ritt im Talk.

40

FABIOS INSPIRATION

38 M ODISCHES VORBILD

LA BOOM  Lindsey Vonn im Gespräch mit Fabio Wibmer – zwei Stars im privaten Austausch.

Stardesigner Virgil Abloh ist einer von Fabios Helden. Warum? Hier erklärt er es.

PRIVATE TALK

40 G IPFELTREFFEN

Ein beeindruckend persön­ liches Gespräch: Fabio inter­ viewt Skiheldin Lindsey Vonn.

Wie die Schweizer Weltmeis­ terin Jolanda Neff die größte Krise ihres Lebens überwand.

ENDURO

64 AUFFI MIASS MA

Wie der Erzberg zu bezwingen ist – Motorrad-Champ Manuel Lettenbichler verrät’s.

GUIDE

Tipps für ein Leben abseits des Alltäglichen 71 REISEN. Der Giro d’Italia in der E-Bike-Variante – bellissima! 78 PLAYLIST. Fabios Lieblingssongs – mit einer echten Überraschung! 80 A USRÜSTUNG. Fabios Favoriten: Was Biker brauchen. 82 F ITNESS. Ein echter Muntermacher – was Fabio frühstückt.

AUSRÜSTUNG

50 FÜNF FREUNDE ­

Hat hier wer Drahtesel gesagt? Fabio erklärt, was ihm seine Bikes bedeuten.

INNOVATION

90 CRANKWORX. Bühne frei für die „Next Generation“.

Welchen Beitrag Österreich für die E-Wende leistet – drei Projekte, die beispielhaft sind.

92 BOULEVARD DER HELDEN. Michael Köhlmeier über den Befreiungskünstler Harry Houdini.

56 L AND AM STROME ­

38 NA BUMM!  Der US-Designer Virgil Abloh sorgt immer wieder für Knalleffekte, findet Fabio.

THE RED BULLETIN

86 TIPPS & TRENDS. Ganz viel Rad – das ist keine Überraschung.

6 GALLERY 12 ZAHLEN, BITTE!

14 FUNDSTÜCK 16 DAS PHILOSOPHEN-INTERVIEW

96 IMPRESSUM 98 CARTOON

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WÜSTE NEGEV, ISRAEL

HANNES BERGER

In der Sandkiste Als es um das erste Video für den neuen Bikepartner Canyon ging, hörte Fabio Wibmer Anfang 2020 ganz deutlich die Wüste rufen – die Negev im Süden Israels bietet genug auf­ regende Landschaft für einen wilden Ritt. Früher mit Kamelen, heute mit dem Drahtesel. „Eine irre Kulisse“, schwärmt Fabio, „Sand und Fels, so weit das Auge reicht. Es war etwas ganz Besonderes, dort durch die ­karge Einsamkeit zu fahren.“ Der QR-Code für das ganze Israel-Video:  7


LISSABON, PORTUGAL

Ende 2019 war Fabio in Portugals Hauptstadt, um ein Video für Partner MercedesBenz zu drehen. Es war Liebe auf den ersten Tritt. Besonders die magische Stimmung bei den alten Hafenanlagen an der Mündung des Tejo hatte es dem Tiroler angetan: „Das war ziemlich spektakulär“, erinnert er sich, „auch wenn man höllisch aufpassen musste, weil der Untergrund nass und ziemlich rutschig war. Aber die Bilder sind am Ende mega geworden.“ Mehr mega Bilder: Instagram @wibmerfabio 8

HANNES BERGER

Hingucker am Hafen


SAALBACH HINTERGLEMM, ÖSTERREICH

Ab auf die Piste! Aus einem Hubschrauber runterspringen, so richtig James-Bond-mäßig, das wollte ­Fabio schon immer mal machen. Beim Dreh für sein Video „Fabiolous Escape 2“ im Ski­ gebiet Saalbach Hinterglemm ergab sich 2018 die Möglichkeit dazu. Der Plot: Fabio will mit ­seinem Rad auf die Piste, wird aber an der Gondel abgewiesen. Nimmt er halt den Heli. In der Folge liefert er sich eine halsbrecherische Verfolgungsjagd mit der Pistenpolizei, Sprünge über Hütten und ein Salto über die Pistenraupe inklusive. Der volle Pistenspaß: QR-Code ­scannen – und los geht’s!


INNSBRUCK, ÖSTERREICH

Spielplatz vor der Tür „Innsbruck ist die perfekte Stadt, um sich mit dem Rad auszutoben“, sagt Fabio über seine Heimatstadt. „Für Street Trials gibt es unendlich viele Möglichkeiten, Lines und Obstacles“ (im Bild: das Olympia-Eisstadion). „Aber im Grunde kann man mit dem Trial Bike so gut wie überall Spaß haben“, meint er. „Man muss nur die Augen offen halten und ein bisschen kreativ sein.“ Abenteuer in Innsbruck: einfach QR-Code scannen; alle Fotos dieser Serie: hannesberger.com 10


HANNES BERGER


Z AHL EN, BI T T E!

FABIO IM HOME-OFFICE

Schöner scheitern In seinem mehr als 23 Millionen Mal geklickten YouTube-Video ­„Home Office“ trickst sich Fabio Wibmer scheinbar mühelos durch Haus und Garten. Wie viel Mühe der Spaß wirklich gekostet hat, erzählen diese Zahlen:

Versuche waren, gerundet, für alle Tricks nötig.

Jahre „Home Office“ hätte ein Mensch vor sich, wenn man sämtliche Aufrufe des 7 Minuten und 26 Sekunden langen ­Videos aneinanderhängte.

Mal schoss Fabio mit dem Vorderrad einen ­Dartpfeil Richtung Scheibe, bis er in der 17 stecken blieb.

1

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Versuch benötigt Fabio, um vom Dach seines Hauses in den Pool zu springen. Nur wenig ist tatsächlich so leicht, wie es aussieht.

Tricks sind insgesamt im ­Video zu sehen, darunter auch ein Sprung aus einem leeren Pool (3 Versuche).

600

30

Länder fanden „Home Office” so interessant, dass Medien darüber berichteten.

15.500.000.000

QR-Code scannen, Video sehen und staunen

voll beschriebene DIN-A4-Seiten entsprächen der Datenmenge (3,1 Terabyte), die für das Video an Rohmaterial produziert wurde. 12

THE RED BULLETIN

FLORIAN OBKIRCHER

Mal ging der Versuch ­daneben, mit dem Bike ein loses H ­ interrad wieder einzufangen.

CLAUDIA MEITERT

410

Mal versuchte Fabio einen Ball mit dem Hinterrad in einem Basketballkorb zu versenken. Erst bei Versuch 601 landete er endlich im Korb.

Aufrufe zählt das Video „Home Office“ bei Redaktionsschluss.

Drehtage waren nötig, bis „Home Office“ fertig war.

328

430

23.240.632

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GETTY IMAGES (2)

2700

196

Mal klappte der Backflip (Rückwärtssalto) am Trampolin nicht. Erst bei Versuch 197 war alles im Kasten.


F U ND ST Ü CK

FABIOS MOTOCROSS-MEDAILLE

Die glänzt wie Gold Bevor Fabio Wibmer seine Liebe zum Biken „ohne“ entdeckte, war er motorisiert unterwegs: Er fuhr schon als Kind Motocross. Sein großes Ziel war es, einmal an einem WM-Lauf teilzunehmen. Dieser Wunsch ging 2011 in Erfüllung: Fabio trat im Alter von 16 Jahren in Cingoli, Italien, für Österreich in der 125er-Klasse an. Er scheiterte zwar knapp an der Qualifikation für das Hauptrennen, „trotzdem ist es eine der coolsten sportlichen Erinnerungen, die ich bis jetzt habe“.

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CHARLOS BLANCHARD

Erinnerungsmedaille, die der Fahrradkünstler mit 16 Jahren bei einem Motocross-WM-Lauf bekam, 2011


KISKA.COM Foto: R.Schedl

ZIEHE DEINE KAMPFLINIEN.

MIT PRÄZISION! Es ist schon etwas Besonderes, sich beim ordentlichen Sound aus dem Auspuff eines Sport Bikes scharf in die Kurve zu legen. Dies gilt umso mehr, wenn du auf einem Naked Bike der Mittelklasse unterwegs bist. Die KTM 890 DUKE – unerwartet scharf.

ERFAHRE MEHR AUF KTM.COM Gezeigte Fahrszenen bitte nicht nachahmen, Schutzkleidung tragen und die anwendbaren Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung beachten! Die abgebildeten Fahrzeuge können in einzelnen Details vom Serienmodell abweichen und zeigen teilweise Sonderausstattung gegen Mehrpreis.


DAS F IK T IV E PHILO S O PHEN- IN T ERV IE W

GOETHE SAGT

„Wer Idolen nacheifert, wird eine schlechte Kopie“

Wie meinen Sie das? Bildung heißt, sich in der Welt umzu­ sehen, alles genau zu prüfen und sich stets zu fragen: Was kann ich von diesem Menschen lernen? Und was nicht? Das erfordert Geduld und Ruhe. Aber sehen Sie: Die Menschen Ihrer Welt nehmen sich gar keine Zeit mehr dafür. Heute ist der ein Vorbild, morgen ein anderer. Ich wundere mich, wie ich es angestellt habe, immer noch Beachtung zu finden …

Pardon, ich vergaß. Fabio Wibmer ist ein österreichischer Mountain­ biker und Videoproduzent mit „Bildung heißt, einer riesigen internationalen Fan­ sich in der Welt gemeinde. Ah, Respekt, Respekt! Aber sehen umzu­sehen und Sie: Das ist nicht das, worauf ich stets zu fragen: ­hinauswollte. Mir ging es gar nicht um Herrn Wibmer als Person, son­ Was kann ich dern darum, dass ich ihn nicht ken­ lernen?“ ne – so wie ich niemanden kenne: nämlich so gut kenne, wie ich ihn kennen müsste, um ihn mir zum Vorbild zu nehmen. Na ja, weil Sie den Menschen doch wohl immer Menschen sind unergründliche Individuen. Deshalb noch etwas zu sagen haben. taugen sie schlecht als Vorbilder. Ist das so? Nun gut. Dann hören Sie meine Worte: Schauen Sie nicht nach Vorbildern, sondern achten Aber Herr Geheimrat, es gibt auch viele Menschen, Sie geduldig darauf, was die Welt Ihnen zu sagen hat. die Sie zum Vorbild genommen haben. Eignen Sie sich die Welt an! So werden Sie einmalig, Wohl wahr, aber wollen wir das gutheißen? So man­ individuell, eine Persönlichkeit. Dann führt man viel­ che Dame wird es jedenfalls nicht begrüßen, wenn ihr leicht auch mit Ihnen knapp 200 Jahre nach Ihrem Gatte mich zum Vorbild nimmt. Aber lassen wir das. Tod ein Interview … Der Punkt ist doch: Anderen nachzueifern – gleichviel, JOHANN WOLFGANG VON GOETHE (1749–1832) gilt als be­ ob es nun Sportler oder Dichterfürsten sind – ­erscheint deutendster deutschsprachiger Dichter. Mit seinem Erstlings­ mir deshalb als unangemessen, weil es Menschen dar­ roman „Die Leiden des jungen Werther“ wurde er nicht nur an hindert, ihre eigene Individualität, ihre Persönlich­ ­europaweit zu einem der meistgelesenen Autoren, sondern schuf keit zu bilden. Bildung, nicht Nachahmung ist der auch eine Romanfigur, die ein neues Lebensgefühl verbreitete. Weg zu einer reifen Persönlichkeit. Als Naturforscher, Künstler, Staatsmann und Weltbürger ist Goethe selbst für viele Menschen zum Vorbild geworden.

Gerade das ist doch, was viele Menschen an Ihnen faszinierend finden: dass Sie so eine starke Persön­ lichkeit waren.

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CHRISTOPH QUARCH, 56, ist deutscher Philosoph, Theologe, Unternehmens-Coach und Autor zahlreicher philosophischer Bücher. Zuletzt erschienen: „Platon und die Folgen“.

THE RED BULLETIN

BENE ROHLMANN

the red bulletin: Heute suchen viele junge Menschen nach Orientierung. Da liegt es nahe, sich nach Vor­ bildern umzuschauen, die Groß­ artiges leisten – erfolgreiche Sportler wie Fabio Wibmer zum Beispiel. Was halten Sie davon? johann wolfgang von goethe: Entschuldigen Sie, aber ich kenne diesen Herrn nicht.

Da haben Sie recht, aber dorthin kommt man nicht durch ein Vorbild. Denken Sie nur an meinen jungen Werther. Den haben sich damals viele junge Männer zum Vorbild genommen – und sich wie meine Roman­ figur eine Kugel in den Kopf geschossen. So war das aber natürlich nicht gemeint. Ich wollte Menschen dazu ermutigen, ihre Leidenschaften zuzu­ lassen, aber doch nicht eins zu eins dem Werther als einem Vorbild zu folgen. Schauen Sie: Wenn junge Menschen ihren Idolen nacheifern, werden sie im besten Fall eine schlechte Kopie. Nicht jemandem nacheifern bringt uns voran, sondern mit jemandem ins Gespräch kommen.

DR. CHRISTOPH QUARCH

Der Weg zur reifen Persönlichkeit führt über den Mut zur Individualität. Behauptet nicht irgendeiner, ­sondern der deutsche Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe ­– in unserem fiktiven Interview mit dem ­deutschen Philosophen Christoph Quarch.


MOTORÖLE ADDITIVE AUTOPFLEGE

Das geht runter wie Öl!

** Die abgebildeten Produkte stehen stellvertretend für die jeweilige Produktgruppe.

Seit Jahren gibt es für uns nur eine Richtung: nach oben! Das gilt für die Spitzenqualität unserer Produkte genauso wie für die Beliebtheit unserer Marke. Wohl deshalb wählten uns die Leser*innen der führenden Automagazine 2021 erneut zu Deutschlands bester Schmierstoffmarke. Bei AUTO ZEITUNG sowie auto motor und sport bereits das 11. Mal in Folge. Zudem glänzen wir bei AUTO ZEITUNG wiederholt mit Platz 2 in der Kategorie Pflegemittel. Eine besondere Ehre, für die wir uns ganz besonders bei Ihnen bedanken!

Ausgabe 6/2021

Ausgabe 9/2021

Ausgabe 9/2021

Ausgabe 17/2021

Ausgabe 17/2021

Ausgabe 17/2021 4/2021

Ausgabe 4/2021

Ausgabe 4/2021

Ausgabe 6/2021

1. Platz Kategorie Schmierstoffe** LIQUI MOLY

Ausgabe 4/2021

7/2021 Ausgabe 6/2021

Ausgabe 7/2021 15/2021

Ausgabe 15/2021

2. Platz Kategorie Pflegemittel** LIQUI MOLY


P O RT FO L IO

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„ Das sind Bilder, die meine Fantasie beflügeln“ Kreativität braucht Inspiration. Fabio Wibmer sammelt Fotos, die ihn berühren, in einem privaten Album. Hier erzählen wir ihre Geschichte. NILS OHLENDORF/RED BULL ILLUME

Protokoll ANDREAS WOLLINGER

Wilder Westen

Nils Ohlendorf, Moab, Utah, USA Das Festival Gobble Gobble Bitch Yeah ist ein legendäres Happening in einer grandiosen ­Gegend. Hier springt BASE-Jumper Andy Lewis 2016 in den Sonnen­untergang. „Alles fügte sich im richtigen Augenblick zusammen“, schwärmt Fotograf Ohlendorf.

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P O RT FO L IO

Letzte Rille

Ross Bell, Llandegla, Wales

Kade Edwards, 21, Junioren-DownhillWeltmeister von 2018, zeigt auf den Trails in den Wäldern seiner walisischen Heimat den für ihn typischen aggressiven Stil. „Ein schöner Gegensatz zu den lebendigen Farben und der Atmosphäre eines ziemlich feuchten Sommer­ tages“, findet Fotograf Ross Bell.

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ROSS BELL

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Kreativer Wettkampf

Daniel Bernstål, Ljusdal, Schweden Die Kunst von Skate- und Snowboarder Nils ­Arvidsson erschließt sich hier erst auf den ­zweiten Blick, während der erste noch über die Komposition des Bildes staunt. „Ich sehe es als einen ­kreativen Wettbewerb gegen mich selbst“, sagt sein Schöpfer Daniel Bernstål. „Wie einzigartig kann ich Fotos machen?“

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DANIEL BERNSTÅL/ RED BULL ILLUME


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Springen wie der Blitz

Jean-Baptiste Liautard, verschiedene Locations

JB LIAUTARD

Drei Biker, ein Thema: Eleganz im Sprung. „Ich ver­wende gern einen Blitz hinter meinen Objekten, um den Bildern etwas mehr Dramatik zu verleihen“, erklärt der Foto­ graf, „und um die Staubpartikel sichtbar zu machen.“ Großes Bild: Angel Suárez in Ponte de Lima, Portugal. Oben: Thomas Genon in Salavas, Frankreich. Unten: Hugo Frixtalon in British Columbia, Kanada.

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Cool am Pool VEGARD BREIE PHOTOGRAPHY/RED BULL ILLUME

Vegard Breie, Numedal, Norwegen

Kommt ein Freestyler ins Hallenbad. Was wie ein Witz klingt, ist ein lustiges, weil überraschendes Foto. „Anders Backe hat immer wieder ver­ rückte Ideen“, erzählt der Fotograf. „Beim ersten Mal hat es nicht geklappt. Aber hier, im Bad einer alten Schule, haben wir es durchgezogen.“

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Völlig schwerelos Bartek Wolinski, Salavas, Frankreich

BARTEK WOLINSKI/RED BULL CONTENT POOL, ROMAN NEIMANN/RED BULL ILLUME

Der aus Belgien stammende Spitzen­ fahrer Thomas „Fritte“ Genon beim Sprungtraining daheim in Frankreich. Wer es wie er beherrscht, genießt ein paar Augenblicke totale Freiheit.

Ganz große Oper

Roman Neimann, Tallinn, Estland

Nachdem sich Neimann mit seinen Kindern in ­ allinns Oper „Pinocchio“ angeschaut hatte, ging T ihm die Kulisse der Eröffnungsszene nicht mehr aus dem Kopf. „Nach sechs Monaten Verhandlungen bekam ich endlich ein paar Minuten für diese Auf­ nahme. Kurz danach haben sie alles abgebaut.“

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LORENZ HOLDER/RED BULL ILLUME

Ist da jemand?

Lorenz Holder, Raisting, Deutschland Diese Parabolantenne diente früher der Kommunikation mit Nachrichtensatelliten, heute steht sie unter Denkmalschutz. Fotograf Holder zweckentfremdete sie für dieses ­ikonische Snow­board-Bild – und wurde damit Gesamt­sieger des Fotowettbewerbs Red Bull Illume 2013.

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Hier geht’s direkt zur Händlersuche!

, R E H Ä N T S I T N O Z I R O H R DE . T S K N E D U D S L A

0X 0 5 E R I F CROSS

Brixton’s bisher größtes Bike ist bereit, den Asphalt zu erobern. Mit ihrem Zweizylinder-Reihenmotor und markantem X im Tank bringt die Crossfire 500 X pulsierende Agilität auf die Straße. Jetzt bei deinem Händler in der Nähe Probe fahren! brixton-motorcycles.com


SERGEY SHAKUTO/RED BULL ILLUME

P O RT FO L IO

Mut kommt vor dem Fall Serge Shakuto, Aerograd Kolomna, Russland

„Das war eines der ersten Fotos, die ich im freien Fall gemacht habe“, erinnert sich Serge Shakuto. Eine Mutprobe: Als Eugene Tarakhomin ihm das Shooting vorschlug, war Serge noch Skydive-Anfänger. „Ich habe einen ganzen Monat für die Vorbereitung gebraucht, doch dann haben wir zehn schöne Fotos im Lauf von zwei Sprüngen bei Sonnenuntergang geschossen.“

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Musik

Der Song zum Red Bull Flugtag kommt dieses Jahr von Folkshilfe. Sänger Florian Ritt über Abstürze, Höhenflüge und wie er seine Ziehharmonika aufs Nova Rock brachte. Interview KARIN CERNY

Was macht die Band Folkshilfe für eine Musik? Gute Frage, nicht leicht zu beantworten. Die Besetzung des Trios klingt nach Volksmusik: Stei­ri­ sche Harmonika, Gitarre, Schlag­ zeug. Andererseits tritt die Truppe auch bei Rockfestivals auf. Und der Rhythmus oszilliert zwischen Rock und Reggae. Nur eins ist fix: Die Mu­ sik macht großen Spaß. So gesehen gibt es für den offi­ ziellen Song des Red Bull Flugtags 2021 keine bessere Wahl als die 2011 gegründete Band. Auch der Red Bull Flugtag verweigert sich schließlich beharrlich jeder her­ kömmlichen Schublade: Bei der vor dreißig Jahren zum ­ersten Mal ab­ gehaltenen Ver­anstaltung geht es darum, mit selbst gebastelten „Flug­ geräten“ möglichst spektakulär von einer Rampe abzuheben – bewertet wird die Kreativität des Auftritts und die Grandezza des Scheiterns. Aber das Wichtigste ist, dass es Spaß macht. Inzwischen hat der Red Bull Flugtag Millionen Zuschau­ er in 52 Städten auf der ganzen Welt ­begeistert. Folgerichtig heißt der Folkshilfe-Song zum Red Bull Flugtag „Wir heben heid o“. Alles Weitere im ­Interview mit Harmonika-­ Spieler Florian Ritt – zum Beispiel, warum es Freiheit bedeutet, sich nicht ­festlegen zu lassen.

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the red bulletin: Folkshilfe ist eine Liveband, die es auf der Bühne gerne krachen lässt. Wie lebt es sich mit der Zwangspause? FLORIAN RITT: Das ist krass – aber nicht nur schlecht. Weil wir die vergangenen Jahre durchgehackelt haben. Wir waren 200 Tage im Jahr in unserem Tourbus unter­ wegs und haben Vollgas gegeben. Unsere Auftritte sind zwei Stunden Workout – inklusive Muskelkater danach. Wenn man wie ich immer die Quetschn drückt, muss man im Fitnesscenter eine G ­ egenbewegung einlegen, um auch die anderen Mus­ keln zu trainieren. Sag bloß, du gehst zum muskel­ schonenden Kieser-Training, das auch für ältere Menschen zweckmäßig ist? Ich bin der einzige Jugendliche dort! Nein, Spaß beiseite, ich bin ja auch schon dreißig. Aber je älter man wird, desto mehr merkt man, dass man einen Ausgleich braucht. Was ist deiner? Ich gehe laufen, Rad fahren, eis­ baden. Ich habe einen Freund, der ist Wim-Hof-Instruktor (eine spezielle Trainingsmethode, die Atmung, Meditation und Kälteeinwirkung vereint; Anm.), der hat mich in der Nacht bei Wind und Schnee in die Donau mitgenommen. Das hat eine enorme Kraft gehabt, das möchte ich nicht mehr missen.

Die Auftritte haben euch nicht gefehlt? Klar, da passiert die Magie, und der Funke springt über. Wir haben ja als Straßenmusiker angefangen, das Reisen war immer unser Ding. Da gibt es keine feste Szene, keiner versucht, dich auf ein Musikgenre festzulegen. Ich weiß noch genau, was Acts wie Attwenger in mir aus­ gelöst haben. Mit vierzehn hat man deutschen Hip-Hop geliebt, aber Att­wenger hat man trotzdem gehört. Wir sind auch mit unseren Dialekt­ songs nach Frankreich gereist und haben vor der Kathedrale in Straß­ burg gespielt. Und die Franzosen haben es cool gefunden. Dass euch keiner verstanden hat, war kein Problem? Bei Cloud-Rap versteh ich doch auch nicht alles! Für uns war es viel spannender, zu sehen, wie wenig die Sprache international eine Bar­ riere ist. Folkshilfe war in den ersten Jahren für Ö3 zu wenig poppig, für FM4 zu wenig alternativ und für Regionalsender zu wenig regional. Je länger es uns gibt, desto mehr verstehen die Leute, dass genau da­ rin unsere Stärke liegt. Wir wollen uns nirgends einordnen lassen. Ich komme aus dem Hip-Hop, habe aber Jazz-Gitarre und -Bass studiert. Ich kann am Vormittag den Rapper RIN hören, später Chopin, und dann geh ich weiter zu Warkings – das ist eine

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INGO PERTRAMER

Abheben, aber richtig

Mit Brotbacken hast du nicht ­angefangen? Das ist mir erspart geblieben, aber ich war knapp davor. Ich hab ge­ merkt, wie gut es mir tut, Routinen zu haben, selber zu kochen, zu be­ stimmten Zeiten ins Bett zu gehen, und dass man viel mehr Energie hat, wenn man ausgeschlafen ist. Des­wegen war der Lockdown in der ­ersten Phase gut für uns – auch für den kreativen Prozess.


„Manchmal muss man einfach ­loslaufen und wegspringen.“ Florian Ritt (links) mit seinen Folkshilfe-Freunden Paul Slaviczek (rechts) und Gabriel Fröhlich

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Musik

Folkshilfe-Sänger Florian Ritt über die Klangqualität der Band

Startklar: Folkshilfe im Auto aus ihrem Hit-Video „Simone“

krasse Rockband aus Tirol, die in Ritterrüstungen auftritt. Ich habe Respekt davor, wenn Leute einfach ihr Ding machen. Die Ziehharmonika hat ein Bierzelt-Image. Hast du sie bewusst deshalb ausgewählt? Ich habe eine Hassliebe zu diesem Instrument, weil ich ja auch keine Volkslieder spielen kann. Ich bin quasi ein Anti-Quetscher. Viele ­haben Berührungsängste, da geht es weniger um die Musik als um ein reaktionäres Image. Wenn man in der Großstadt lebt, möchte man sich abnabeln von seiner ländlichen Herkunft. Wir würden ja auch keine Trachten anziehen, das wäre nicht authentisch, weil keiner von uns so aufgewachsen ist. Aber wenn wir in Bayern auftreten und ich die ­jungen, alternativen Kids sehe, die global denken und lokal handeln und deshalb ihren Schafwollstrickjanker anziehen, dann gefällt mir das. Seht ihr euch als lokale Band? Weil wir nie in einer Schublade ­waren, haben wir viele Freiheiten.

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In Österreich möchten Musiker ­immer gern nach New York oder Berlin klingen. Aber was feiern denn wir bei den anderen? Zum Beispiel, wenn sie im Senegal produzieren und lokale Samples verwenden. Aber wenn bei uns einer sagt: Hey, ich hab eine neue Hip-Hop-Platte gemacht, da hört man die Kühe von einer Alm, dann schaut jeder schief. Ihr wart die Ersten, die mit der Quetschn am Nova Rock Festival im Burgenland gespielt haben. Am selben Tag war die US-Metal­ band Slipknot Headliner. Wir standen im Autogrammzelt, und dann kam ein Typ, 1,90 Meter groß, Bart, Slipknot-Kutte, und sagte: „Hey, Burschen, was ihr da grad gemacht habt, das ist das Geilste. Ihr habt die Bühne zerfetzt!“ Ohne arrogant ­klingen zu wollen, aber wir können das einfach. Viele denken wahrscheinlich: „Wir schauen mal, was dieses Quetschn-Trio macht.“ Dann staunen sie, wie fett unser Sound ist. Aber daran arbeiten wir seit zehn Jahren. Wir beherrschen unser Handwerk und lieben es, unsere Instrumente zu spielen. Wir funk­ tionieren wie eine Schweizer Uhr. In eurem Video zu „Mir laungts“ nehmt ihr Schlager auf die Schaufel, indem ihr etwa in pastelligen Anzügen auf der Alm posiert. Das war das coolste Video, das wir jemals gemacht haben. Wir hatten extrem viel Spaß, auch uns selbst zu verarschen. Aber viele haben die Ironie gar nicht sofort verstanden. Wir sind keine Lifestyle-Band, wir machen keine Playlist-Mucke. Ich mag es, in einer Band zu spielen, in der jedem egal ist, was man auf

der Bühne anzieht. Wir kennen uns halt auch schon lange, waren gemeinsam in der Schule. Wir wollen freundlich sein, auch zueinander und mit der Crew. Am Schluss sitzen wir alle im Hotel und trinken ein Bier. Wir sind eine Familie. Geht es um dieses Gemeinschafts­ gefühl auch in dem Song, den ihr für den Red Bull Flugtag ­geschrieben habt? „Wir heben heid o“ ist eine kleine Heldengeschichte. Schon während man das Flugzeug für den Red Bull Flugtag mit seinen Freunden baut, weiß man, dass man abstürzen wird. Aber das ist unwichtig, weil wir für etwas brennen. Für uns ist das zum Lockdown-Song geworden: Egal was jetzt mit der Musikbranche passiert, wenn ich mit meinen Freunden etwas gemeinsam mache, dann kann ich nicht abstürzen. Manchmal muss man einfach los­ laufen und wegspringen. Man spürt, es ist das Richtige. Mehr zum bunten Folkshilfe-Treiben: folkshilfe.at

Schöner untergehen Beim Red Bull Flugtag heben die Teilnehmer mit Vergnügen ab. Selbst gebaute „Fluggeräte“, eines spektakulärer als das andere – beim Red Bull Flugtag geht es darum, möglichst lässig abzuheben. Termin: 26. September, Brigittenauer Bucht, Wien. Lust mitzumachen? Dann kannst du dich hier anmelden – redbullflugtag.at

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PHILIPP HIRTENLEHNER, DAMIAN KRAMSKI/RED BULL CONTENT POOL

„Und dann staunen sie, wie fett unser Sound ist.“


Wo der Flow kein Ende kennt

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Fabios Held

Was Virgil Abloh, 40, angreift, wird zu Gold: Der US-Designer hat ein sicheres Gespür für Trends. Hier erklärt Fabio, warum ihn dieser Mann beeindruckt.

Mich hat von Anfang an fasziniert, wie Virgil Abloh es geschafft hat, sich mit seiner Marke Off-White von allen anderen zu unterscheiden. Wenn du jemanden siehst, der OffWhite trägt, erkennst du das sofort, nicht nur an dem ikonischen Logo mit den zwei gekreuzten Pfeilen. Er hat es hingekriegt, etwas Einzigartiges zu kreieren, etwas, was es in der Modewelt noch nicht gegeben hat. Anmerkung der Redaktion für alle, die nicht wissen, wer Virgil Abloh ist: Der 40-jährige US-Amerikaner mit Wurzeln im afrikanischen Ghana gilt als einer der aktuell einflussreichsten Designer weltweit. Nicht nur im Bereich der Mode, wo er neben seiner ­eigenen Marke Off-White für die Männerlinie von Louis Vuitton verantwortlich ist. Er arbeitete für Ikea und Vitra und revolutionierte mit Nike die Sneakers-Welt. Sängerin ­Rihanna pries ihn gar als „GOAT“, als „Greatest Of All Time“.

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Von seiner Art zu arbeiten habe ich für mich mitgenommen, dass es notwendig ist, offen zu sein, Inspi­ rationen zu sammeln aus allen Bereichen des Lebens – einfach mit ­offenem, interessiertem Blick durch die Welt zu gehen. Ich habe aber auch erkannt, dass Zeichen eine ganz wichtige Rolle spielen. Einfach, um wiedererkannt zu werden. Deshalb gibt es bei ­unserer Brand Nineyard – ich sage ­„unserer“, weil ich mit einem Team daran arbeite – bei jedem Stück ein rotes Label: bei den T-Shirts, bei den Hosen, überall, sehr dezent ­gehalten, damit es den Style nicht beeinträchtigt, aber vorhanden ist. Das Ziel unserer neuen Marke ist es, Sport mit Style zu fusionieren. Sie soll im Bikepark genauso funk­ tionieren wie abends in der Bar. ­Virgil Abloh ist ja für seine berühmte Drei-Prozent-Regel bekannt: „Nimm etwas, das man kennt, und verändere drei Prozent – sodass etwas Neues entsteht.“ Ich will mich nicht mit Virgil ­Abloh vergleichen, so vermessen bin ich nicht. Aber in meine Welt übersetzt bedeutet diese Regel, dass in unserem Nineyard-T-Shirt eine kleine Tasche mit Reißverschluss integriert ist, in die du beispielsweise die Karte deines Bikeparks stecken kannst – schließlich will man ja möglichst wenig mitnehmen.

Anziehen wie Fabio: nineyard.world

Fabios neue Bike-Plattform Die Plattform heißt „Bikeflip“ und ist ein Online-Marktplatz, auf dem sowohl Privatpersonen als auch Fahrradhändler Komponenten und Bikes anbieten können. Auf Bikeflip findet man nicht nur Neuwaren, sondern auch gebrauchte ­Artikel aller Art – vom Kinderrad bis zum Downhiller. Während die Entwicklung von Bikeflip eine Herausforderung war, ist die Idee selbst ganz einfach ­entstanden: „Wir wussten selbst nicht, wo man ein Fahrrad online verkaufen kann. Auch nach Recherchen stellte sich heraus, dass es bis dahin keine nutzerfreundliche und spezialisierte Plattform gab. Darum haben wir das selbst in die Hand genommen“, sagt Fabio. Einfach reinschauen: bikeflip.com

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PATRICK FRASER/CONTOUR BY GETTY IMAGES

„Abloh hat etwas Einzigartiges geschaffen“

Ich habe übrigens selbst einen Off-White-Hoodie von Virgil Abloh. Den trage ich schon seit längerer Zeit gerne. Das ist für mich ein unmissverständliches Zeichen von Qualität: dass du etwas gerne immer wieder anziehst. Begonnen hat mein Interesse an Mode vor fünf, sechs Jahren. Da habe ich mein erstes MotocrossJersey entworfen. Das hat sich ­weiterentwickelt, mehr und mehr, und ich bin sehr tief in diese Materie eingedrungen – und dann habe ich meine Marke Sick Series gelauncht und entdeckt, was sich alles machen lässt. In den vergangenen zwei, drei Jahren ist in mir der Entschluss gereift, mehr zu machen. Aus zwei Gründen: Es gibt mir ein gutes Gefühl, an Projekten zu arbeiten, an die ich glaube. Und ich habe fest­ gestellt, dass es ein paar Dinge, die ich bei Bike-Bekleidung gerne hätte, so nicht gibt. Also habe ich mit meinem Team beschlossen, sie selbst zu entwerfen. Dafür steht Nineyard – für einen Mix aus funktionalem BikeStyle und stylischer Streetwear.


„Es ist wichtig, offen für Neues zu sein.“ Fabio über seinen Helden Virgil Abloh, den 40-jährigen Allround-Designer

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Wie gehst du mit Shitstorms um? Ist Dwayne „The Rock“ Johnson in echt so lässig wie im Film? Was wurde aus deinen Skirennen gegen Männer? Fabio Wibmer stellt Ski-Legende Lindsey Vonn Fragen, die er ihr immer schon stellen wollte. So wie diese:

„Lindsey, hast du ein deutsches Lieblingswort?“ Fabio Wibmer 40

Moderation WERNER JESSNER Fotos KONSTANTIN REYER und ALYSSA GREENBERG / CONDÉ NAST THE RED BULLETIN


Private Talk

„Schmarrn! Und ein paar, die ich hier lieber nicht sage.“ Lindsey Vonn THE RED BULLETIN

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F

abio wibmer: Ich freu mich total, endlich mit dir reden zu können. Als Bub habe ich mit meinen Eltern oft Skirennen geschaut, und du warst immer meine Heldin. Ich folge dir auf Instagram und sehe, welche interessanten Dinge du nach deinem Rücktritt machst und wie fit du noch immer bist. Fährst du eigentlich noch viel Ski? lindsey vonn: Im ersten Jahr nach ­meinem Rücktritt gar nicht. Ich war nur kurz in Kitzbühel, habe mir die HerrenAbfahrt angeschaut und Aksel Lund Svindal getroffen. Diesen Winter war es ein bisschen mehr, und ich war mit Freunden auf der Piste. Wir waren fast allein, der Pandemie wegen. War das Aufhören emotional für dich? Der Übergang war nicht einfach, aber mein Körper hat mir klargemacht, dass es keinen Sinn mehr hat. Ich wäre noch ewig weitergefahren, hätte ich das Gefühl gehabt, um Siege kämpfen zu können! Ich musste mir vorsagen, dass ich, was von meinem Körper übrig ist, noch brauche, um ein vernünftiges Leben mit einem Minimum an körperlicher Betätigung führen zu können. Mir hat geholfen, dass ich immer Projekte im Hintergrund laufen hatte, die mich beschäftigt haben.­ Das Rennfahren selbst fehlt mir am ­meisten. Das Adrenalin, die Siege. Dann die Menschen aus meinem Team. Mit ­einigen bin ich ohnehin noch in regel­ mäßigem Kontakt. Im ersten Jahr konnte ich mir keine Rennen im TV anschauen. Das wäre zu schmerzhaft gewesen.

Welche war die schlimmste? Der Drehbruch im Oberarm war schlimmer als alles, was mit den Knien passiert ist. Nach der OP spürte ich meine Hand nicht mehr. Null. Ich wusste nicht, ob die Nerven wiederkommen. Einen ­Knochen verschraubst du, ein Band lässt sich flicken, aber Nerven? Keiner kann dir eine definitive Antwort geben, ob es wieder wird. Ich hatte Angst. Noch heute habe ich eine Platte mit 18 Schrauben im rechten Oberarm. Das ist auch der Grund, warum ich bei Liegestützen so schlecht bin! Wie fühlt sich ein gebrochener Oberarm an? Schlimm! Ich konnte den Oberarm zwar heben, aber der restliche Arm baumelte lose dran. Und schmerzte wie Sau! Man musste mich ohrfeigen, damit ich nicht ohnmächtig wurde. Ein paar Wochen nach der OP kamen die Nerven langsam wieder. Noch Monate später konnte ich meinen Skistock mit der Rechten nicht ordentlich halten. Das war auch der Grund, warum ich bei der WM in St. Moritz 2017 den Stock verloren habe: Es war zu kalt, ich konnte meine Hand nicht spüren. Danach habe ich den Stock mit Klebeband am Handschuh befestigt, aber dafür wollte mich die FIS disqualifizieren. Wild. Im Alltag stelle ich mir eine ­gefühllose Rechte auch nicht sonderlich praktisch vor. Versuch mal, zu unterschreiben! Oder dich mit der Linken zu schminken! Ich habe fürchterlich ausgesehen. Aber es

„Noch heute habe ich eine Platte mit 18 Schrauben im rechten Oberarm. Darum bin ich bei Liegestützen so schlecht.“ Lindsey

„Ich bin nach einem Motocross-Unfall im November nach einem halben Jahr auf dem Weg zurück auf das Bike.“ Fabio

Wie viele Verletzungen hattest du in deiner Karriere? Ich zähle nur die, die operiert werden mussten: neun. 42

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Private Talk

FABIO WIBMER, 25

Führte als Gast-Chef­redakteur dieser Ausgabe ein sehr ­persönliches Gespräch mit der Ski-Legende.

LINDSEY VONN, 36

Zeigte sich im Gespräch mit Fabio sehr offen: „Mountainbiken? Nein, ich schau mir lieber deine Videos an.“

ist ja wieder gut geworden. Oh, meinen Daumen hab ich mir auch einmal aus­ einandergeschnitten. Kein normaler Chirurg wollte ihn anrühren. Mein Knie­ spezialist hat ihn dann aber zusammen­ geflickt. Guter Mann! Ich bin nach einem Motocross-Unfall im November nach fast einem halben Jahr endlich wieder auf dem Weg zurück aufs Bike. So was ist schon zäh. Wie bist du mit deinen Verletzungen mental umgegangen? Noch im Krankenhaus habe ich gefragt, wie lange es dauern wird. Dann habe ich versucht, diesen Wert zu unterbieten. THE RED BULLETIN

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Private Talk

Danach habe ich mir jeden Tag kleine Ziele für den nächsten Tag gesetzt, um das Gefühl zu bekommen, dass etwas weitergeht. Wird es mit den Jahren härter, die ­Motivation nicht zu verlieren? In meinem letzten aktiven Jahr hatte ich drei Operationen. Du weißt, dass etwas ziemlich schiefläuft, wenn du jeden im Krankenhaus mit seinem Vornamen anreden kannst! Dein Körper hat offenbar wirklich ­gelitten. Im Nachhinein: War es das alles wert? Jeder zahlt seinen Preis für Erfolg, egal was er macht. Ich habe meinen mit dem Körper bezahlt. Die Knieschmerzen werden nicht mehr verschwinden. Ski fahren geht, aber mit meinen Hunden spazieren zu gehen tut echt weh. Die armen Viecher kriegen meinetwegen viel zu wenig Auslauf! Ha, das kenne ich! Auf dem Bike bin ich schmerzfrei, aber sonst drückt und zwickt es überall. Themenwechsel: Ich habe mich immer gefragt, warum du so gut Deutsch sprichst. Im Alter von neun Jahren war ich zum ersten Mal in Österreich. In meiner Skigruppe konnte ich mit niemandem reden! Das war der Anfang. Mein Vater behauptete zwar, er würde Deutsch sprechen, aber sonderlich weit her war es damit nicht, wie ich herausfinden musste. In der Schule habe ich es dann ordentlich gelernt. Aber am meisten hat mir die Zeit geholfen, als ich in Salzburg trainiert habe. Zwischen den Trainings­ einheiten habe ich mit einem Privat­ lehrer geübt.

„Wo genau hast du denn in Salzburg trainiert?“ Fabio „Im Stadion von Red Bull Salzburg. Die Jungs waren draußen auf dem Fußballplatz, und ich hatte das ganze Gym für mich alleine.“ Lindsey FABIOS PERSPEKTIVE

Fabio launcht gerade seine Modelinie Nineyard und hat eine Internet-Plattform für neue und gebrauchte Bikes gestartet.

Ich habe immer bewundert, wie du bei Interviews vor der Kamera auf Deutsch geantwortet hast. Deutsch ist keine einfache Sprache. Danke! Ich glaube, es ist egal, welche Sprache du lernst. Es ist immer hart. Und man muss dranbleiben. Üben. Das merke ich heute, wo ich nicht mehr so viel in Österreich bin. Mein Deutsch rostet ein. Hast du ein Lieblingswort? Schmarrn! Und ein paar, die ich hier ­lieber nicht sage. Wo genau hast du in Salzburg ­trainiert? Meistens im Stadion von Red Bull Salz­ burg. Die Jungs waren draußen auf dem 44

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„Ich habe gesehen, wie knapp ich dran bin. Darum wollte ich gegen die Männer Rennen fahren.“ Lindsey „Wirklich schade, dass daraus nichts geworden ist.“ Fabio

Fußballplatz, und ich hatte das gesamte Gym für mich allein. Du hast generell viel mit Männern ­trainiert, oder? Ja, vor allem mit Aksel und den anderen Norwegern.

LINDSEYS PERSPEKTIVE

Sie hat eine Filmfirma, entwirft Sonnenbrillen und unterstützt mit ­ihrer Foundation Kinder und Jugendliche.

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Kam daher die Idee, gegen die Männer fahren zu wollen? Je mehr ich mit Männern trainiert habe, desto mehr habe ich gesehen, wie knapp ich an ihnen dran bin. Zeit habe ich ­eigentlich nur am Start bis zum ersten Tor verloren, weil ich mich nicht so kräftig abstoßen konnte. Vom reinen Speed habe ich dann kaum mehr was verloren. So habe ich die Idee von einem Start bei den Männern in die Medien getragen und mit der FIS geredet, aber die haben die Sache ganz schnell abgedreht. Die hätten mich gerade mal als Vorläuferin akzeptiert, aber das war keine Option für mich. Ich wollte im Rennen starten.

Wirklich schade, dass daraus nichts geworden ist. Ja, schade für den Sport. Aber es war schön, zu sehen, wie viele Männer meine Idee unterstützten – die Norweger rund um Aksel vor allem. Kommt es oft vor, dass Männer und Frauen auf derselben Strecke trainieren, oder warst du da ein Einzelfall? In Colorado ist das ganz normal, auch in Chile. Es gibt eine Rennspur, die teilen sich alle. Norweger, Franzosen, Slowenen. Wann immer ich mich nach einer Verletzung zurückkämpfen musste, habe ich mich ihnen angeschlossen, was toll war. Viele fuhren so wie ich Head-Ski, daher konnten wir uns auch beim Material austauschen. Ich fuhr ja auf MännerSkiern. Um ehrlich zu sein: Von Frauen habe ich oft keine ehrliche Antwort bekommen, wenn ich sie nach Details gefragt habe. Mit Männern war das leichter, weil wir ja nicht gegeneinander angetreten sind. Aber du hast schon besonders vom Training mit Männern profitiert, kommt mir vor. Ich habe das sicher am professionellsten betrieben. Man kann von jedem etwas lernen, aber dazu muss man Fragen stellen und unterschiedlichste Einflüsse­ zulassen. Das tun im Skisport nicht ­besonders viele. Woher kam deine Motivation, immer die Beste sein zu wollen? Aus mir selbst. Okay, mein Vater war auch ein Racer, das hat sicher geholfen, aber eher insofern, als er wusste, zu welchen Rennen wir in meiner Jugend fahren sollten. Niemand hat mich zum Skifahren gezwungen. Doch die Opfer, die meine Eltern für mich gebracht haben, waren enorm. Sie sind mit ihren fünf Kindern von Minnesota nach Colo­rado gezogen, damit eines der Kinder – ich – im Alter von zwölf Jahren ordentliche Bedingungen für den Skisport vorfindet. Ich weiß bis heute nicht, warum sie darauf vertraut haben, dass das etwas wird bei mir. Gab es so was wie den Urknall? Ich war neun Jahre alt, als ich Picabo Street (Super-G-Olympiasiegerin 1998 und Abfahrtsweltmeisterin 1996; Anm.) bei einer Autogrammstunde in Minne­ sota traf. Ihr Poster hängt noch immer in meinem Schlafzimmer. Klingt komisch, oder? Ich wollte sein wie sie. Es zu den Olympischen Spielen schaffen.   47


Mein Vorbild war Danny MacAskill. Ich habe Stunden um Stunden versucht, seine Tricks zu kopieren. Und irgendwann war ich dann an­ gekommen. Ich war knapp 17 Jahre alt, als ich ihre Teamkollegin wurde. Die Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City waren meine ersten und ihre letzten. Heute habe ich eine Filmproduktions­ firma. Wir arbeiten gerade an einem Porträt von ihr, und ich interviewe sie. Damit schließt sich der Kreis. Heute bist du ein Vorbild. Wie gehst du mit dieser Verantwortung um? Ich frage mich schon manchmal: Darf ich das jetzt machen? Soll ich das sagen? Wie komme ich rüber? Es ist nicht immer einfach, die Balance zu finden. Mit der Lindsey Vonn Foun­ dation versuche ich, Vorbild zu sein. Ich versuche, ich selbst zu bleiben und nach­ zudenken, bevor ich etwas mache. Ich weiß, dass ich beobachtet werde. Was Erwachsene denken, ist mir dabei im Prinzip egal. Es wird immer Leute geben, die schlecht finden, was du machst. Aber Kindern will ich ein gutes Beispiel sein. Mir fällt gerade eine andere Skifahrerin ein, die bei der Autogrammstunde in Minnesota dabei war. Sie war auf dem Weg zur Toilette, als ich sie um eine Unterschrift gebeten habe. Sie hat mir keine gegeben. Habe ich mir bis heute gemerkt. Wo ziehst du die Grenzen? Man kann ohnehin nicht alle glücklich machen. Nach dem Rennen war ich gern für alle da. Aber vor dem Rennen muss man ­einem Athleten die Chance geben, sich auf seinen Job vorzubereiten. Die meisten Menschen verstehen das aber ohnehin. Bist du eigentlich überall so bekannt wie hier? Österreich ist ein Sonderfall. In Amerika interessiert man sich für den Skisport hauptsächlich rund um die Olympischen Spiele. Wenn mich in New York jemand auf der Straße anspricht, sind es fast immer österreichische oder deutsche Touristen. Für meine Landsleute bin ich eher als Celebrity denn als Sportlerin in­ teressant – was ich gar nicht cool finde. Du warst immer wieder ein Opfer von Paparazzi. Ist jemals ein Fremder vor deiner Tür gestanden? Gottlob nicht! Ich habe einige Sicherheits­ vorkehrungen getroffen, und ich habe drei Hunde. Aber es ist schon gespens­ 48

„Welchen Film würdest du gern noch produzieren?“ Fabio

tisch genug, wenn man auf der Straße von einem Teleobjektiv abgeschossen wird und man nicht weiß, wo der Foto­ graf war. Oder wenn man seine eigene Adresse im Internet findet. Hast du Bodyguards in deinem Team? Nein. Social-Media-Beauftragte? Nein, das mache ich alles selbst. Mir ist wichtig, authentisch rüberzukommen. Qualität vor Quantität. Fans haben nichts von Pseudo-Authentizität, finde ich. Dieses Social-Media-Ding ist echt Arbeit. Ich versuche wenigstens, alle Messages zu lesen. Alle zu beant­ worten ist aber schlicht unmöglich. Stimmt. Hast du eine Lösung, wie weit man sich als Person, die in der Öffentlich­ keit steht, in soziale Themen ein­ bringen soll? Ich denke mir oft, ich hätte zu diesem oder jenem Thema schon etwas zu sagen, aber dann ­verkneife ich es mir.

Zu Politik äußere ich mich nicht, auch wenn natürlich alles irgendwie politisch ist. Da erntest du unweigerlich Hass von einer Seite. Ich bin weder Republikanerin noch Demokratin. Wenn es etwas gibt, was einen wirklich stört, kann man das durchaus aussprechen, finde ich. Was Rennfahrer Lewis Hamilton für Black Lives Matter macht, hat meine volle Be­ wunderung. In der Formel 1 gibt es keine Diversität. Wir Athleten haben eben Plattformen abseits der konventionellen Kanäle, und die sollten wir verantwor­ tungsvoll nutzen. Wenn mich jemand nicht mehr cool findet, weil ich diese oder jene Aussage gemacht habe, ist es das Problem dieser Person, nicht meines. Shitstorms bist du ja gewöhnt. Die sind völlig normal mittlerweile. Eini­ gen Menschen kann ich es offensichtlich nicht recht machen. Im Lauf der Jahre habe ich mir diesbezüglich ein ziemlich dickes Fell wachsen lassen, auch wenn das leichter gesagt als getan ist. Ich ver­ schwende meine Zeit nicht mit diesen Hatern. Nehme ich mir zumindest immer wieder vor. THE RED BULLETIN


Private Talk

„Ein Heliski-Movie mit Aksel Lund Svindal, Marcel Hirscher und mir.“ Lindsey Wie verbringst du deine Tage heute? Gemeinsam mit meiner Freundin Claire habe ich eine Filmfirma. Wenn man bedenkt, dass es unser erstes Jahr im Business ist, läuft es schon recht gut. An Yniq-Skibrillen bin ich beteiligt und mache das Design. Ich bringe mich gern in Unternehmen ein, mit denen ich zu tun habe. Mein Vater hat immer Wert ­darauf gelegt, dass ich auf ein Leben nach der Karriere vorbereitet bin. Welchen Film würdest du gern ­produzieren? Ich möchte gern Geschichten erzählen, die sonst keiner erzählt. Claire hat mich diesbezüglich sehr beeinflusst. In der HBO-Dokumentation über mich hat sie viel gefilmt. Das weiß nur keiner, weil sie in den Credits nicht erwähnt wird. Aber das hat uns motiviert, gemeinsam loszulegen. Was ich cool fände: ein Ski-Movie mit Aksel Lund Svindal, Marcel Hirscher und mir. Heli-Skiing. Backcountry. Das wäre doch was! Hilft dir dein Name, oder ist er eher eine Belastung? Er hilft mir, den Fuß in die Tür zu bekommen. Oft geht es im Leben ja darum, Kontakte zu haben. Gute Kontakte. Die konnte ich im Lauf meiner Karriere knüpfen. Viele meiner BusinessBeziehungen sind extrem lang: Red Bull bin ich verbunden, seit ich neunzehn THE RED BULLETIN

geworden bin. Mit Rolex arbeite ich seit elf Jahren zusammen, mit Under Armour seit achtzehn Jahren. Apropos: Wie kam es eigentlich zur Zusammenarbeit mit Hollywoodstar „The Rock“ Johnson? Coole Geschichte! „Sports Illustrated“ hatte „Die besten Athleten der Welt“ als Titelgeschichte und fragte Dwayne „The Rock“ Johnson, ob irgendwer mit ihm im Gym mithalten könne. Und er antwortete: „Vielleicht Lindsey.“ Under Armour brachte uns zusammen. Mich wunderte, dass er meinen Namen überhaupt kannte. Nachdem er seine Fitness-Linie herausgebracht hatte, kam ich auf die Idee, dass ich das Gleiche ja für Frauen machen könnte. Und als Partner kam nur er in Frage. Wie ist euer Verhältnis? Wir sind wirklich gute Freunde. Ich kann ihn immer anrufen. Im echten Leben ist er noch netter als auf der Leinwand. Kaum vorstellbar, ist aber so. Für mich ist er Dwayne oder DJ. Haha. Bist du auch Mountainbikerin? Nein. Ich kenne meine Stärken und Schwächen. Ich schau mir lieber deine YouTube-Videos an! Das Video zum persönlichen Talk zwischen Fabio und Lindsey gibt’s auf: redbulletin.com

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Ausrüstung

FÜNF FREUNDE! Fabio und seine Fahrräder – eine Beziehungsgeschichte in fünf Bikes: Eines gibt Kraft, ein anderes macht ihn zur Rennmaschine, und sein Liebling darf sogar mit unter die Dusche. Text WOLFGANG WIESER Fotos NORMAN KONRAD

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DAS KRAFTPAKET Ich fahre seit drei, vier ­Jahren E-Bike. Einfach weil ich damit zweimal einen Berg hochfahren kann, wo ich es sonst nur ­einmal schaffen würde. Name: Canyon Spectral:ON, Mullet-Bike (29-Zoll-Reifen vorne, 27,5 Zoll hinten), Federweg: 160 mm, Carbonrahmen, wiegt deshalb nur knapp 22 Kilo.


DER ALLROUNDER Wenn ich nur mehr ein Bike verwenden dürfte, wäre es das: Passt für die Stadt, passt für Trails und erlaubt größere Sprünge. Und wenn ich mir einen Espresso gönne, darf es mir über die Schulter schau’n. Name: Canyon Spectral, Konfiguration wie die E-Variante, mit zirka 13 Kilo sehr leicht.


Ausrüstung

DIE RENN-­ MASCHINE Wenn’s wo schnell runtergehen soll, kommt dieses Bike ins Spiel – egal ob vom Berg oder eine lange Treppe in der Stadt. Name: Canyon Sender CFR, Doppelbrückengabel, die einen hohen Federweg (200 mm!) und extrem hohe Stabilität garantiert.

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Ausrüstung

DAS TRIALBIKE Mein Liebling. Hat mich zu dem gemacht, was ich bin. Erlaubt unglaublich viel Kreativität – und macht mein ganz alltägliches Umfeld zum Spielplatz. Canyon Trialbike, ein Proto­typ noch ohne Namen, wiegt dank Carbonrahmen unter zehn Kilo, enorme Brems­kraft (Magura-MT7Scheibenbremsen).

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DER FREERIDER Der perfekte Mix aus Rennmaschine und Allrounder. Bergauf super, bergab auch – und ideal für viel Spaß im Bike­park, sozusagen mein Frischekick. Name: Canyon Torque, 180-mm-Federweg, gibt es seit kurzem als erstes Fabio-ReplicaBike, also mit exakt der Ausstattung, in der Fabio es fährt.


INNOVATOR

STARTPIONIEREUPS, GENIALE UND FINDUNG EREN

Dynamisch Rot-weiß-Rot: Österreichs Mobilitäts-­ Innovatoren bringen die Zukunft auf die Straße

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E-Mobility

Land am Strome Der „Green Deal“ der EU soll Europa bis 2050 klimaneutral machen. Ohne E-Mobilität geht das nicht. Welchen Beitrag leistet Österreich? Ein paar Leuchtturm-Projekte weisen den Weg.

W

eltweit betrachtet werden derzeit 45 Prozent aller E-Autos in China zugelassen, 24 Prozent in Europa, 22 in den USA. Europäischer Musterschüler ist Norwegen mit einer E-Quote von 65 Prozent. Der Anteil batteriegetriebener Fahrzeuge bei Neuzulassungen liegt im EU-Schnitt bei 5,3 Prozent, in Österreich ist er bereits bei 6,4. Doch das ist nur der Anfang. E-Mobilität wird in den kommenden Jahren exponentiell wachsen. Wir müssen uns aber davor nicht fürchten, im Gegenteil. Wir sollten uns darauf freuen. Die Welt wird leiser, sauberer und ein kleines bisschen intelligenter werden. Auch die heimische Wirtschaft wird massiv von der Umstellung der Pkw-Flotte von fossil auf elektrisch profitieren. Experten gehen von 7000 neuen Arbeitsplätzen bis 2030 aus. Selbst wenn es in absehbarer Zeit kein E-Auto made in Austria geben wird, gibt es gut zu tun. Die Infrastruktur muss wachsen, die Energieversorgung mit dem erhöhten Bedarf Schritt halten (eine Million E-Fahrzeuge bedeutet ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber heute), und obendrein gibt es eine Reihe spannender Projekte, die – finanziell unterstützt vom Klima- und Energiefonds – uns den Sinn der Mobilitätswende erst richtig vor Augen führen werden. Hier drei zukunftsweisende Beispiele.

Upstream Mobility

GETTY IMAGES

WERNER JESSNER

Der Weg ist das Ziel

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Zero Logistics

Grünes Essen auf Rädern

In Linz beginnt die Zukunft der Kühltransporte: „Zero Logistics“ rüstet E-Transporter so um, dass die Kühleinheit direkt von der Fahrzeugbatterie gespeist wird – und nicht mehr von luftverpestenden Diesel-Aggregaten. Die flexiblere Architektur von E-Autos erlaubt es, bezüglich Effizienz auf das Maximum bei Kühltemperatur und Nutzlast zu gehen. Gretchenfrage: Lieber größere Akkus und damit mehr Reichweite oder doch die Möglichkeit, beispielsweise mehr Biogemüse zu laden? Das L ­ ogistiksystem dahinter operiert von einem zentralen City-Hub aus, wo die – im doppelten Sinn – geladenen Fahrzeuge ihre Tour starten und idealerweise bei jedem Stopp nachladen. Diese unterwegs eingesammelte Energie erlaubt es, die Akkus für den reinen Fahrbetrieb klein zu halten. home.leeff.at/zero/

move2zero

Emissionsfreie Öffis

Die Dekarbonisierung der gesamten städtischen Busflotte in Graz – dieses ambitionierte Ziel verfolgt man aktuell beim Projekt „move2zero“. Und zwar im ganzheitlichen Sinne, wie sich versteht. Denn emissionsfrei sollen hier nicht nur die eingesetzten Busse sowie die Infrastruktur sein, sondern ebenso die zugehörige Energieaufbringung. Zudem achtet man bei allen verwendeten ­Infrastruktur-Komponenten auf niedrige ­Emissions- und hohe Recycling-Fähigkeit. Move2zero – 2019 für den „Staatspreis Mobilität“ nominiert – beinhaltet gegenwärtig den Demonstrationsbetrieb von zwei Bus­linien: sieben Brennstoffzellenbusse und sieben batterie­ elektrische Busse. Am Projekt und vor allem an dessen Übertragbarkeit auf andere urbane Verkehrssysteme wird noch bis 2023 geforscht.

Eine App für alle Wege: „Upstream“ bündelt alle integrierten nachhaltigen Verkehrsmittel in einer einfachen App und verknüpft die unterschiedlichsten Mobilitätsangebote einfach und übersichtlich. Ob U-Bahn oder Leih-Bike, Taxi oder Car-Sharing – die App bietet die perfekte Lösung für den Weg von A nach B und macht es dem User so leicht wie möglich, sein Ziel so effizient und umweltfreundlich wie möglich zu erreichen. Upstream – entwickelt aus dem vom Klimaund Energiefonds geförderten E-Mobility-­ Projekt „Seamless“ – berechnet die einzelnen Angebote für den Weg von Haustür zu Haustür. Reservierung von Sitzplätzen oder Leihfahrzeugen sind in wenigen Klicks erledigt.

Der Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung des Klima- und Energiefonds.

upstream-mobility.at

klimafonds.gv.at

holding-graz.at/de/mobilitaet/move2zero

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HART IM NEHMEN

Jolanda Neff bei einem Rennen im dänischen Bogens: „Ich brauche keine Neunmalklugen, sondern Teamplayer, nicht Zweifler und Bremser, sondern Optimisten.“


Mountainbiken

NUR WER SICH ANSTRENGT, FINDET LEICHTIGKEIT

IMAGO/CTK PHOTO

Wie die Schweizer MountainbikeWeltmeisterin JOLANDA NEFF, 28, die größte Krise ihres Lebens überwand: Sie erschuf sich mit „Jolandaland“ ein eigenes Universum, das Glück produziert. Text CHRISTOF GERTSCH  Fotos BRANDON CLIFTON

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Mountainbiken

A

ls Jolanda Neff mit sechs Jahren ihr erstes Mountainbike-Rennen bestritt, lag der Tiefpunkt ihrer Karriere noch in weiter und eigentlich unvorstellbarer Ferne. Sie gewann immerzu: als Kind sechzig Wettkämpfe der nationalen Serie und in sechs Jahren nur einmal nicht die ­Gesamtwertung; als Nachwuchsathletin in drei Jahren dreimal den U23-Weltmeistertitel; bei der Elite schon im zweiten Jahr den Gesamtweltcup – als jüngste Fahrerin der Geschichte. Das war von 1999 bis 2015. Wer dach­ te da nicht, dass das immer so weiter­ gehen würde? Jolanda Neff schien mit unschlag­ barem Talent und unerschütterlichem Willen gesegnet, sie trieb Sport mit einer durch nichts getrübten Freude. Die Begeisterung dafür hatten ihre ­Eltern entfacht: Vater Markus war Mountainbiker, Mutter Sonja Geräteturnerin, ­Orientierungsläuferin und Schützin. ­Wöchentlich organisierten sie Mountain­ bike-Nachmittage für die Kinder aus der Gegend. Ob sich Jolanda Neff auf eine solche Ausfahrt begab oder mit ihren ­Geschwistern im Naturschutzgebiet am Alten Rhein Schwäne beobachtete, machte für sie keinen Unterschied – ­beides drehte sich um das Vergnügen, sich gemeinsam draußen aufzuhalten. 60

Diese Verspieltheit trug sie weit. Als 2016 in Rio de Janeiro Olympische Spiele stattfanden, war sie die große Favoritin. Doch sie gewann nicht Gold, Jolanda Neff gewann: gar nichts. Platz sechs. Dabei war sie mit der gleichen Ernsthaftigkeit und dem gleichen Ehrgeiz an den Start gegangen wie in all den Rennen in all den Jahren zuvor. Doch plötzlich fehlte der Spaß. Wie es dazu gekommen war, braucht nicht mehr im Detail bespro­ chen zu werden. Hier die Kurz­fassung in drei Punkten: Erstens ordnete Jolanda Neff in der Vorbereitung zu viel dem Sport unter. Sie schottete sich ab, weil sie glaubte, nur so habe man bei Olympia Erfolg. Zweitens fühlte sie sich trotz eines bemerkenswert einträglichen Vertrags nicht mehr wohl in ihrem Team, denn gegen ihren Willen hatten die Verantwortlichen ihren Vater entlassen – und damit ihren Mechaniker und Trainer und Begleiter seit Kindes­ tagen. Und drittens fühlte sie sich in Rio de Janeiro vom Verband nur halbherzig unterstützt. In ein Loch fallen alle einmal, auch ­unverschuldet. Die Frage ist, wie man wieder herausfindet. Jolanda Neff tat es mit dem verrücktesten, aber auch zauberhaftesten Projekt ihrer Karriere: Sie fing an, sich eine Welt zu erschaffen, in der ausschließlich Fröhlichkeit herrscht.

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nd hier, eigentlich erst hier, beginnt ihre Geschichte. Nicht, dass ihr vorher alles in den Schoß gefallen wäre, im Gegenteil, ihr Fleiß war über den Sport hinaus bekannt: Sie schrieb Zeugnisse mit lauter Einsern, war oftmals Klassenbeste. Trotzdem war lange vieles vorgezeichnet. Jetzt musste sie sich neu erfinden. Heute hat das Universum, das daraus hervorging, einen Namen: Jolandaland. Ein bisschen „La La Land“, wie Holly-

„Ich realisierte, dass ich Menschen brauche, mit denen ich lachen kann.“

wood manchmal genannt wird, ein bisschen „Alice im Wunderland“. Und heute kann Jolanda Neff, 28 Jahre alt, auch ganz g ­ enau erklären, wie es in dieser Welt aussieht. Aber unmittelbar nach der Ent­ täuschung von Rio de Janeiro handelte sie eher intuitiv. Weil sie Ablenkung brauchte, verließ sie das Elternhaus in Thal, einem Dorf an der Grenze des Kantons St. Gallen zum Kanton AppenzellAusserrhoden, und zog in eine WG in ­Zürich. Weil sie eine Beschäftigung für den Kopf suchte, schrieb sie sich an der Universität ein. Und weil sie nie mehr ­eine Entscheidung bloß des Geldes wegen treffen wollte, ignorierte sie acht Vertrags­angebote, darunter weitaus lukrativere, und unterschrieb beim kleinen polnischen Kross Racing Team. Was Jolanda Neff suchte, war die Unbeschwertheit von 2014, als sie als Nachwuchsfahrerin bereits im Elite-Weltcup der ganz Großen startete. Sie sagt: „Ich hatte keine Medientermine, keine Spon­ sorenverpflichtungen, nichts. Ich durfte einfach Fahrrad fahren.“ Sie gewann gleich den Weltcup-Auftakt und stand dann schon eine Runde vor Schluss als Gesamtsiegerin fest. Ab 2017 war alles, was sie anpackte, darauf ausgerichtet, dieses alte Ideal wiederherzustellen, bloß in einer neuen Wirklichkeit: Nach zwei GesamtweltcupSiegen war sie ein Aushängeschild im Mountainbiken, daran hatte die bittere Olympia-Niederlage nichts geändert. Ganz ohne Medientermine, Sponsorenverpflichtungen und einige weitere Verbindlichkeiten ließ sich die Karriere jetzt nicht mehr denken. Da kamen die Hingabe und Menschlichkeit des Teams Kross gerade richtig, aber auch die Selbstverständlichkeit, mit der man dort darauf verzichtete, Druck auf sie auszuüben. Es war die Umgebung, die Jolanda Neff brauchte, weit weg von der Schweiz. Beim Kross Racing Team wurde sie in Ruhe gelassen, stand weniger unter Beobachtung. „Ich realisierte, dass ich um mich herum Menschen brauche, mit denen ich ­lachen kann. Nicht Egoisten und Neunmalkluge brauche ich, sondern Team­ player, nicht Zweifler und Bremser, sondern Optimisten. Ich brauche Menschen, THE RED BULLETIN


„Ich fahre nicht gut, wenn ich nicht glücklich bin.“ NIEDERLAGEN KOMMEN VOR Was man auf diesem Bild aus Dornbirn nur ahnt: Schlamm, Kälte und Regen – Jolanda Neff stieg hier vorzeitig aus dem Sattel.

die das Gute erkennen, die voneinander lernen und sich gegenseitig vorwärts­ bringen wollen.“ Sie wisse, dass das vielleicht etwas ­banal klinge, sagt Jolanda Neff. „Aber ist das bei einschneidenden Erkenntnissen nicht häufig der Fall?“ Nicht das Training habe sie verändern müssen, sondern alles um den Sport herum, die Organisation des Lebens an sich. „Ich bin nicht glücklich, wenn ich nicht Rad fahren kann. Aber ich fahre auch nicht gut Rad, wenn ich nicht glücklich bin. Es ist ein sich selbst ver­ schärfender Kreislauf, der mich unglaub­ lich stark, aber auch wahnsinnig schwach machen kann.“

A SIEG IN WATERLOO Jolanda Neff reißt die Arme hoch, als sie die Ziellinie erreicht.

ARMIN M. KÜSTENBRÜCK, DDP IMAGES, PRISMA/LUBOS PAVLICEK

Gerade hat sie ein Rennen der Women Elite gewonnen.

SIEGESWILLE Jolanda Neff (li.) bei einem Weltcup-Rennen im Zweikampf mit der Dänin Langvad: „Am Tag, an dem ich nicht mehr den Sieg anstrebe, beende ich meine Karriere.“

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nfang 2017 fühlte sie sich wie eine Pflanze, die beinahe vertrocknet wäre und nun wieder Wasser be­ kam. Sie sah den ganzen Tag Menschen, saß in Hörsälen, büffelte Stoff. Abends um zehn ging sie im Dunkeln auf dem Zürcher Hausberg biken. Sie ahnte, dass das für die unmittel­ bare sportliche Leistung nicht ideal sein würde, von Platz 18 beim Weltcup-Start waren nur Außenstehende überrascht. Doch sie wusste auch, dass es diese Zeit braucht, damit sich Jolandaland ent­ wickeln kann. In der Semesterpause im Sommer holte sie einen Teil des verpass­ ten Trainings nach. Im Herbst wurde sie zum ersten Mal Elite-Weltmeisterin. Im Winter brach sie das Studium wieder ab. Und: Sie sprach sich mit Swiss Cycling aus, dem Schweizer Radsportverband – was zur Folge hatte, dass sie sich im ­Nationalteam als Mountainbikerin und Frau heute nicht mehr wie früher gering­ geschätzt fühlt, sondern – im Gegenteil – auf eine weltweit wahrscheinlich einzig­ artige Unterstützung zählen kann. Sie sagt: „Der Verband hat seit Rio de Ja­ neiro viel in uns Mountainbikerinnen in­ vestiert, wir haben jetzt unser eigenes   61


Mountainbiken

Trainerteam und fast jeden Monat ein Trainingslager.“ Jolanda Neff hat Jolandaland in erster Linie für sich selbst erschaffen, doch es ist keine ausschließlich nach innen gerichtete Welt. Viele Wege führen auch ­hinaus zu den Leuten: die Kolumne auf ihrer Website jolandaneff.ch; Instagram natürlich; auch YouTube, wo sie alle paar Monate eine neue Episode des ungewöhnlich ambitionierten Videoblogs ­„ Jolandaland“ hochlädt. Ausgerechnet ihren spannendsten Kommunikationskanal hat sie vorläufig allerdings einstellen müssen: das vierteljährlich erscheinende Printmagazin „trois mois“, das sie voriges Jahr lanciert hatte. „Ich liebe Worte, liebe das Schreiben, ich liebte die Arbeit an dem Heft“, sagt sie. „Aber ich verbrachte jeden Tag Stunden damit, manchmal mehr als fürs Training. Das konnte ich mir in der Olympiasaison nicht leisten.“ Im 21. Jahrhundert ein Printmagazin zu lancieren, noch dazu als Sportlerin, ist einerseits ziemlich old school. Es ist aber natürlich auch sehr avantgardistisch. Mit Sicherheit passte es zu Jolanda Neff. Ob sie nun ein Instagram-Selfie postet oder ein zwölfminütiges YouTubeVideo von einem Trail in der Toskana hochlädt: Sie strahlt so viel Lebhaftigkeit aus, dass jemand schon ein besonderer Griesgram sein muss, um sich davon nicht anstecken zu lassen. Sie glaubt fest daran, dass man Glück teilen soll, hält umgekehrt aber nichts davon, den Menschen Märchen zu er­ zählen. Eine der wichtigsten Botschaften von Jolandaland lautet, dass nur Leichtigkeit findet, wer sich anstrengt. Jolanda Neffs Unbeschwertheit auf dem Bike, wie sie den Berg hinauffliegt und hinuntertanzt: Das ergibt sich nur, wenn man es zwanzig Jahre lang jeden Tag übt.

M

ittlerweile startet sie für das USTeam Trek, begleitet wird sie wieder von Vater und Mutter. Sie sagt: „Als ich mich fragte, auf wen in meinem Leben wirklich Verlass ist, wer immer für mich da war, an Rennwochenenden auch mitten in der Nacht – da hatte ich die Antwort schnell: meine Eltern.“ Ebenfalls zum engeren Kreis gehört der US-Downhill-Biker Luca Shaw, seit drei 62

IHR NEUES LEBEN GEFÄLLT IHR Seit sie selbst das Kommando übernommen hat, ist sie nicht nur erfolgreich, sondern auch zufrieden.

„Als ich mich fragte, auf wen Verlass ist, war die Antwort klar: auf meine Eltern.“ Jahren ihr Lebenspartner. Jolandas schwerer Sturz kurz vor Weihnachten 2019, als die Milz riss, eine Rippe brach und beinahe die Lunge kollabierte – der geschah bei ihm daheim, in einem Waldstück bei Asheville, North Carolina. ­Jolanda Neff wusste monatelang nicht, ob sie zu alter Kraft zurückfinden würde, ohne die Corona-bedingte Verschiebung wären die Olympischen Spiele in Tokio für sie zu früh gekommen.

Nun kann sie diesen Sommer geraderücken, was vor fünf Jahren schiefging: Sofern sie stattfinden, sind die Olym­ pischen Spiele 2021 ihre Chance auf Wiedergutmachung. Doch so sieht sie es gar nicht, nicht in Jolandaland. Sie will Gold, das schon. Sie sagt: „Am Tag, an dem ich nicht mehr den Sieg anstrebe, beende ich meine Karriere.“ Aber sie will Gold nicht mehr um jeden Preis. Sie will sich, wenn sie als Erste ins Ziel fährt, sagen können, dass es ein guter Weg war, der sie hierhergeführt hat, dass sie ihn mit guten Menschen gegangen ist und dass sie dabei viel zu lachen hatte. Sie will zurückblicken können mit der Ge­ wissheit, dass sie es ganz genau so noch einmal machen würde. Jolandas Welt besuchen: jolandaneff.ch THE RED BULLETIN


Energetic by nature. Your Energy Bikes. fazua.com


DER BERG RUFT!

Manuel Lettenbichler bei seinem Auftritt am steirischen Erzberg 2019. Nach einem Jahr Pause ist heuer wieder Action angesagt.

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Enduro

DAS MONSTER IM VISIER Das RED BULL ERZBERGRODEO ist das härteste Eintages-Enduro-Rennen der Welt. Hier erklärt dessen jüngster Bezwinger, wie man den Berg besiegt. Text WERNER JESSNER  Illustrationen HERI IRAWAN

V ERZBERG-EXPERTE

PHILIP PLATZER/RED BULL CONTENT POOL, PEDRAG VUCKOVIC/ RED BULL CONTENT POOL, LUKAS PILZ/RED BULL CONTENT POOL

Der Deutsche Manuel ­ ettenbichler, 23, ist der L Jüngste, der je ins Ziel kam. Seinen exklusiven Strecken-­Guide gibt’s auf der nächsten Seite.

ERZBERG-DEBÜTANT Michael Walkner, 23, Cousin von DakarSieger Matthias, stellt sich 2021 zum ersten Mal der größten Prüfung im Enduro-Sport.

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origes Jahr war das Red Bull Erzbergrodeo eine eher ein­ same Angelegenheit: Das ­epische Enduro-Rennen auf dem steirischen Erzberg – seit jeher so angelegt, dass nur eine Handvoll der 500 Teilnehmer ins Ziel gelangt – fand nur symbolisch statt: als Videoproduktion, in der Manuel Lettenbichler den einzigen Starter, Partygast und Sieger gab. Keine Spur von Menschenmassen, von Stürzen und Heldenepos, bloß ein verlorener Mani und seine KTM im Regen.

Stein auf Stein

2021 ist der Berg als Helden-Macher zurück. In den 27 Jahren des Red Bull Erzbergrodeo hat er nichts von seiner Mächtigkeit verloren. Obwohl, objek­ tiv stimmt das nicht ganz: Bis auf die Zeit, in der hier Motorrad­fahrer das Kommando haben, wird ganzjährig Erz abgebaut, gesprengt und ver­ laden. Effekt: Der Start liegt heute um zwei Etagen tiefer als zu Beginn. Im Osten ist eine ganze Bergflanke verschwunden. Der Bergbau stellt den Streckenbau-Trupp jährlich vor Herausforderungen: Je nach Spreng­ plan müssen neue Umleitungen oder Verbindungen geplant werden, Sek­ tionen sind danach schwieriger oder auch einfacher. Manuel Lettenbichler: „Der Abschnitt ‚Grüne Hölle‘ war

im ersten Jahr völlig unfahrbar. Die ­Spitzenfahrer – darunter mein Vater – haben sich zusammengetan und ­einen Friedenspakt geschlossen, um da überhaupt wieder rauszukommen. Sie sind danach ex aequo ins Ziel ­gefahren – es war das einzige Jahr, in dem es nicht nur einen, sondern vier Sieger gab.“

Neues Leben

Aus dem anfänglich argwöhnischen Beschnuppern von Montan- und ­Motorradmenschen ist inzwischen innige Zuneigung geworden. Bestes Beispiel ist das relativ neue „Zentrum am Berg“ bei der Einfahrt zum legen­ dären „Dreikönig“-Steilhang: Hier hat die TU Graz einen Tunnel gegraben, in dem etwa simuliert wird, was ­passiert, wenn E-Autos im Tunnel zu brennen beginnen. Doch die Tech­ niker sind auch glühende Bike-Fans und baten händeringend, die Strecke doch durch das Loch im Berg zu füh­ ren. Oder der „Sturm auf Eisenerz“, der Motorrad-Corso vor dem Rennen: Das will die Gemeinde mindestens so dringend wie die Biker, weil es die Stadt mit Leben erfüllt. Wegen der aktuellen Gesetzeslage erwartet die Teilnehmer 2021 sogar noch eine Verschärfung: Der gesamte Berg ist No-Help-Zone. Zuschauer, die Fahrer mit Seilen etc. bergen, wird es nicht geben. Höchstens unterein­ander dürfen sich die Fahrer zur Hand gehen. Es wird also noch einmal härter, der Berg noch einmal schwieriger zu bezwingen. Das gilt vor allem für Neulinge wie Michael Walkner, Cousin von Dakar-Sieger Matthias. Mani Lettenbichler meint: „Beim ersten Mal durchzukommen ist absoluter Wahnsinn!“   65


DIE STRECKE Auch wenn sie sich jährlich ändert, gibt es ein paar Klassiker: Manuel Lettenbichler führt uns durch das Red Bull Erzbergrodeo – vom „Rocket Ride“ bis in den „Zumpferlwald“.

CARL’S DINNER

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MOTOREX GRÜNE HÖLLE

11

10

„Wir Profis verbringen die halbe Renndauer in diesem Gesteinsfeld. Wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Bei Hitze besonders schlimm.“

8  12

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„Steil und eng. 2015 zum ersten Mal dabei, damals unfahrbar. Im Regen schlammig. Wer hier durch ist, weiß: Den Rest schaffe ich auch noch.“

GEORGE AVENUE

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„Der längste Steilhang. Es geht über eine Kuppe, und dann sind es noch ein­ mal 50 Meter bis zur Kante. Motorleistung sticht.“

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DYNAMITE

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LAZY NOON

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ZIEL

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„Jahrelang der letzte Check­ point. Steine und Geröll ohne Ende. Die Strecken­ führung variiert.“

„Junge Sektion. Anfangs großes Drama, weil es noch keine Spuren gab. Inzwi­ schen etwas einfacher.“

„Wer abgewunken wird, kann stolz auf sich sein. Vorn dabei zu sein ist unbeschreiblich.“

ERZBERGRODEO ARENA

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14  15

„Das Fahrerlager gleicht ­unter normalen Bedingungen einem riesigen MotorsportFestival. Tolle Atmosphäre!“ 66

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Enduro  8

MACHINE

„Früher erste No-Help-Zone. Technische Auffahrt im Zickzack. Große Steine.“

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„Hier geht’s auf die andere Seite des Bergs. Letzte Chance durchzuschnaufen, bevor die wirklich harten Passagen kommen.“

5 4  6

6

CROSSING

ZENTRUM AM BERG

„Hieß früher ‚Dreikönig‘ und ist einer der längsten Steil­ hänge. Neu: ein Tunnel, in dem wir umdrehen müssen.“

3

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ZUMPFERLWALD

„Waldstück mit schwieriger Einfahrt. Für Profis kein Thema, aber auf den hin­ teren Plätzen kommt es hier ­immer wieder zu Stau.“

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BADEWANNE

„Nomen est omen: Würde man sie fluten, wäre sie ein See. Steile Abfahrt, gefolgt von einer steilen Auffahrt.“

3

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WASSERLEITUNG

„Erste wirklich lange Auf­ fahrt. Ein absoluter Klassi­ ker, den es seit Anbeginn gibt. Jetzt geht das Rennen richtig los.“

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ROCKET RIDE STEILHÄNGE

„Chaos, vor allem weiter hinten. Das Feld ist noch eng beisammen. In diesem Gedränge passieren zwangs­ läufig Fehler.“

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START

„Riesige Nervosität, tolle Atmosphäre. Wer sich beim Prolog nicht für die ersten zwei Startreihen qualifiziert, hat kaum eine Chance, ins Ziel zu kommen.“

Die Strecke beginnt hier THE RED BULLETIN

redbullerzbergrodeo.com 3. bis 6. Juni 2021

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DIE ZUKUNFT IST CUPRA Gekommen, um die Autowelt zu revolutionieren: Die Marke CUPRA steht für Lifestyle und sportliches Fahren, mit Leidenschaft für den Rennsport – das hebt sie vom Rest der Welt ab.

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Der Formentor ist das erste ­Modell mit 100 % CUPRA-DNA.

CUPRA Formentor – ein SUV-Coupé voll innovativer Kraft Die Symbiose aus Leistung, Formsprache und ausgereifter Techno­ logie macht die CUPRA-Modelle zu etwas Besonderem. Klar definiert im neuen CUPRA Formentor. Die charakterstarke Optik des SUVCoupés unterstreicht seine Vielfältigkeit und Emotionalität. Um seine Sportlichkeit zu betonen, liegt der CUPRA Formentor tiefer, wobei der visuelle Schwerpunkt auf dem Heckspoiler liegt. Gleichzeitig ­werden die dynamischen Proportionen des Fahrzeugs durch seine gestreckte Motorhaube ausdrucksvoll zur Geltung gebracht. Mit ins­ gesamt zehn kraftvollen und effizienten Antriebsvarianten, darunter zwei leistungsstarke e-HYBRID-Versionen, seinen umfassenden ­Konnektivitätsfunktionen und modernen Sicherheits- und Komfortsystemen ist der sportliche Crossover-Coupé auf dem aktuellsten Stand der Technik.

Der CUPRA Formentor ist stilistisch eine Klasse für sich und mit einer MotorenBandbreite von 150 bis 390 PS extrem wandelbar. Als Benziner, Diesel oder e-HYBRID. Weltpremiere zum dritten Geburtstag Seinen dritten Geburtstag feiert der spanische Automobilhersteller mit einem ganz besonderen Ereignis: der Weltpremiere des neuen CUPRA Formentor VZ5. In dieser Version beeindruckt das weltweit auf 7000 Stück limitierte Sondermodell mit dem legendären ­5-Zyinder-Motor (390 PS) mit einer noch größeren Dynamik und ­einem noch exklusiveren Fahrerlebnis. Gleichzeitig begeistert der kompakte Performance-CUV mit einer Vielzahl von ausgefeilten Funktionen, die ihn zum perfekten Begleiter im Alltag machen. Entdecke den einzigartigen CUPRA Spirit: cupraofficial.at

CUPRA UND MIRJA GEH | MIRJA GEH PHOTOGRAPHY

Andrea Schlager fährt als Marken­botschafterin vor Nicht nur in ihrem Job als Motorsport-Moderatorin bei ServusTV, sondern auch als Testimonial von CUPRA Österreich übernimmt die 38-jährige Steirerin gerne das Steuer: „Ein Auto muss für mich echt Power auf die Straße bringen. Aber vor allem muss mich das Design überzeugen“, so Andrea Schlager. Attribute, die perfekt zu den Markenwerten von CUPRA passen. Außerdem verrät sie … Wie ihr Auto der Zukunft aussieht: „Da ich nach wie vor gerne alles selbst im Griff habe, gehöre ich nicht zu der ‚Selbst­ fahrende ­Autos sind die Zukunft‘-Fraktion. Was mir a ­ llerdings schon gefallen würde, wäre das sich selbst servicierende Auto.“ ;-) Ein echtes Power-Paar: Andrea Schlager und ihr CUPRA Formentor.

CUPRA, mit nur drei Worten beschrieben: „Sportlich, schnell und gutaussehend.“


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1  E-ENDURO DER EXTRAKLASSE 2  DER KOLUMBUS DER ALPEN Zu Hause, wo für andere Endstation ist: Das topausgestattete SUPERIORE LTD ist das Premium-Enduro-Bike von MALAGUTI. Mit seinen hochwertigen Komponenten unterstützt es geübte Fahrer auf den steilsten Anstiegen und lädt selbst beim anspruchsvollen Downhill zum Gasgeben ein. Aber auch für ausgedehnte AdventureTrips über Stock und Stein ist das Bike jederzeit bereit. malaguti-bicycles.com

Die Zeit der großen Entdecker scheint lange vorüber, doch das PROWLER von KTM bringt ein Stück dieser Sehnsucht zurück. Ob quer durch Wälder, über Bergketten, hin zum Secret-Spot oder im Bikepark, das hochwertige Fully garantiert mit seinem StraightLine-Link (SLL) Rahmen-Dämpfungskonzept maximalen 160/150 mm ­Federweg-Fahrspaß abseits des Alltäglichen. ktm-bikes.at

3  ULTRALEICHT UNTERWEGS

Zu viel Ausrüstung für die Taschen, aber nicht genug für einen Rucksack? Dann ist der ultraleichte und bequeme Trail Hüftgurt von SCOTT die perfekte Lösung: Er lässt sich an jede Körpergröße anpassen und verfügt über Mesh-Taschen im Hauptfach zur besseren Organisation kleiner Gegenstände. Außerdem bietet er Platz für eine Wasserflasche und Riemen zum Befestigen der Knieschoner. scott-sports.com

4  ÜBER ALLE BERGE

Leichter Carbon-Rahmen mit kompaktem Antriebssystem? Das brandneue Trek E-Caliber bietet beides. Und definiert so die Kategorie der leichten E-MTBs neu. Neben dem leistungsstarken FAZUA-Antrieb beeindruckt das Bike zudem mit Treks exklusiver IsoStrut-Technologie und einer qualitativ hochwertigen Ausstattung. trekbikes.com & fazua.com


GUIDE

LA PRESSE/ALFREDO FALCONE

Tipps für ein Leben abseits des Alltäglichen

ASPHALT- HELDEN Ein Blick in die Gesichter zeigt: Hier beweisen die Amateure echten Profi-Spirit.

Auf E-Rennrädern können Amateure den Profi-Fahrern beim Giro d’Italia nacheifern. Auf der nächsten Seite geht’s los!

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GUIDE Reisen

„Der Giro-E ist mehr echter Giro, als ich mir je erträumt hätte.“ Autor und Hobby-Radler Martin Foszczynski nahm die Herausforderung an. Hier erzählt er uns davon.

C

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Adria im Blick: Von Manfredonia nach Vieste rollt man am Sporn von Italiens Stiefel entlang.

in einen Vollblut-Rennfahrer. Eine dicke Ader auf seiner Schläfe erzählt von elf Tour-de-France-Teil­nahmen und zwei ­Giro-Etappensiegen. Jetzt führt Max das ENIT-Team des italienischen Tourismus­ verbands an und trägt seit Tagen das ­violette Trikot des Gesamtführenden – eine Wertung, die sich beim Giro-E aus der Mannschaftsleistung bei täglichen „Challenges“ sowie den Zielsprints der Mannschaftskapitäne zusammensetzt. Und dieses Trikot will er um jeden Preis verteidigen. Am zweiten Tag ist der Ab­ lauf schon ein bisschen Routine – und doch fühlt man sich wie im falschen Film. Wie bei den Pros werden wir vor zahl­ reichen Schaulustigen auf einer Bühne

präsentiert. Das Abspielen des TeamSongs beim „Einzug“ darf ebenso wenig fehlen wie die Unterschrift im Rennbuch. Heute heißt es, sich die Kräfte auf 97 hügeligen Kilometern nach Vieste an der Adria gut einzuteilen. Schon wenige Minuten nach dem Start schrauben wir uns den Monte Sant’Angelo von Meeres­ niveau auf 800 Meter hoch. Bis oben ­sollen wir einen Speed von 23 km/h hal­ ten. Plötzlich streikt der Elektromotor meiner tschechischen Kollegin Michaela. Ich höre sie hinter mir nach Luft japsen, während Max sie von der Seite anbrüllt: „Dai, dai, Michaela!“ Mit letzter Kraft ­rettet sie sich über die Kuppe. Auf der höchsten von fünf Stufen ist der Akku THE RED BULLETIN

LA PRESSE/ANDREA ALFANO(2), LA PRESSE/ALFREDO FALCONE MARTIN FOSZCZYNSKI

azzo!“ Massimiliano Lelli ist sauer. Sehr sauer sogar. „Dov’è il team?“ – Wo ist das Team? Ich kann kaum Italienisch, aber was mir mein Kapitän gerade an den Kopf wirft, verstehe ich: Ich habe es verkackt! Mein Puls rast. Wir stehen auf der flirren­ den Autobahn irgendwo zwischen Grot­ taglie und Brindisi in Apulien, an Italiens Stiefelabsatz, während eine Radlergruppe nach der anderen an uns vorbeibraust. „Max“ hält ungeduldig Ausschau nach den restlichen vier Teammitgliedern, die ich habe abreißen lassen, weil ich mich allzu verbissen auf sein Hinterrad kon­ zentrierte, um den 40-km/h-Schnitt zu halten. Der größtmögliche Fehler! Ins Ziel rollen wir wieder geschlossen ein – nur eine Stunde später werden hier die Profis Peter Sagan & Co um den Sieg sprinten. Immerhin habe ich heute zwei wichtige Dinge über den Giro-E, an dem auch Freizeit-Radler wie ich teil­ nehmen dürfen, gelernt. Erstens: Diese Italienrundfahrt ist kein echtes Rennen, auch wenn wir mit sündteuren E-Renn­ maschinen auf verkürzten Original-Etap­ pen unterwegs sind. Was zählt, ist nur die Team-Performance, nicht die des Einzel­ nen. Und zweitens: Es geht trotzdem um etwas – zumindest wenn „Max“ Lelli Ka­ pitän deines Teams ist. Im Sattel verwan­ delt sich der sanftmütige Ex-Profi wieder


Italien

Unsere drei Test-Etappen 1. Etappe 6 GROTTAGLIE –  BRINDISI Auf dieser kurzen und flachen SpeedEtappe über die Autostrada 7 bleiben die Akkus fast unangetastet. Ziel ist die süditalienische Hafenstadt Brindisi. Distanz  53 km Schwierigkeit          2. Etappe 7 MANFREDONIA – VIESTE Entlang des Sporns des italienischen Stiefels eröffnen sich immer wieder traumhafte Ausblicke auf den Golf von Manfredonia. Das hügelige Terrain und bissige Anstiege summieren sich im Ziel auf fast 2000 Höhenmeter. Sehenswert: der natürliche Felsbogen am Strand von Vieste. Distanz  97 km Schwierigkeit

Rom

3 Caramanico Terme

2 Vieste

Roccaraso 1 Manfredonia Brindisi Grottaglie

3. Etappe 8 CARAMANICO TERME –  ROCCARASO Fast nur bergauf: Es geht durch den rauen Majella-Nationalpark hoch nach Roccaraso, einen Skiort auf 1658 Metern. Der letzte Anstieg über Kehren ist bis zu 12 Prozent steil und verlangt Profis wie Amateuren alles ab. Distanz  71 km Schwierigkeit

Selbst die Bergdörfer der Abruzzen schmücken pinke Giro-Ballons.

Chef: Ex-Profi Massimiliano Lelli (li.) war Kapitän des Teams unseres Autors. THE RED BULLETIN

bergauf binnen weniger Kilometer leer. Pro Etappe sind nur zwei Batteriewechsel erlaubt – mit dem Energievorrat muss man also sparsam haushalten. Endlich bergab! Wir rollen am Golf von Manfredonia entlang, die Adria immer im Blick, vorbei an Fischerdörfern und Steilklippen. Im Pinienwald des Gegen­ anstiegs spreche ich ein zierliches Mädel mit tätowierten Unterarmen vom Team Toyota an. Der kleine Flirt bringt großes Ungemach, denn ich vergesse den AkkuWechsel – der nächste Kar­dinalfehler! Bertrand, der gemütliche Franzose aus meinem Team, saugt schon an der drit­ ten Batterie – für mich ist keine mehr übrig, ich muss mit den letzten Reserven   73


GUIDE Reisen

Zielankunft in Vieste: Beim Giro-E geht es in erster Linie um den Spaß, nicht um das Sprinten.

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Hier geht’s ab LA MARMOTTE 27. Juni 2021 Auf den Spuren der legendären Alpen-­ Anstiege der Tour de France: Wer diese 177-Kilometer-Runde über Alpe d’Huez, Galibier und Co bewältigt, hat in Summe brutale 5000 Höhenmeter in den Beinen. lepapemarmottegranfondoalpes.com

„Was wäre eine GiroEtappe ohne Drama?“

L’EROICA 3. Oktober 2021 Wolltrikots statt Lycra: Die legendärste Vintage-Radrundfahrt der Welt lockt ­tausende Bike-Freaks ins kleine Gaiole in Chianti. Zugelassen sind nur vor 1987 produzierte Rennräder, gefahren wird auf den Schotterstraßen der Toskana.  eroica.cc

Autor Martin Foszczynski in Aktion

der größten Radrennen der Welt zu fahren. So nahe komme ich dieser Illusion wohl nie wieder. Der Giro 2022 findet von 7. bis 29. Mai statt. Preis pro Etappe als Teilnehmer in einem der Teams: 1000 EUR; giroe.it

PARIS – ROUBAIX CHALLENGE 9. April 2022 Nur 24 Stunden vor den Profis können Amateur-Rennradler den Ritt durch die kopfsteingepflasterte „Hölle des Nordens“ wagen. Anders als beim legendären Rennklassiker stehen drei Routen von 70 bis 172 Kilometern zur Auswahl. parisroubaixchallenge.com THE RED BULLETIN

MARTIN FOSZCZYNSKI

Drei weitere ganz besondere Radrennen für Amateur-Fahrer.

LA PRESSE/ALFREDO FALCONE, MAURO BELLUCCI

meines Akkus auskommen. Böse Krämpfe plagen meine Oberschenkel, während ich meinen Daumen daran ­hindere, den Power-Knopf zu drücken. Im Zielort Vieste zeigt der Akku­stand noch zwei Prozent. Am dritten Tag hat es um zehn Grad abgekühlt und es regnet. Wir sind mittlerweile in der Gebirgsregion der Abruzzen. Mit dem Skiort Roccaraso steht eine echte Bergankunft mit 1800 Höhen­ metern auf dem Programm. Gleichmäßig spulen wir unser Tempo auf die Straße. „Very good, guys!“, kommt es da sogar dem Kapitän über die Lippen. Doch was wäre eine Giro-Etappe ohne Drama? Diesmal trifft es Co-Kapitän Maurizio. Die letzte Team-Challenge hat eben begonnen, bloß: Seine Batterie ist leer. Max schiebt ihn, ich helfe mit. Endlich sind wir als echtes Team unterwegs. Die letzten Kilometer sind bis zu 12 Prozent steil – so ein Anstieg ist selbst mit E-Motor eine Schinderei. Ich ziehe im Sprühnebel davon. Diese Momente möchte ich ganz für mich allein erleiden. Ich möchte einmal das Gefühl auskosten, als gefeierter Held ins Etappenziel eines


Kaum ein Platz auf der Welt eignet sich dermaßen gut zum Mountainbiken wie Tirol. Mit rund 6200 Kilometer Routen sowie mehr als 300 Kilometer Singletrails ist die Bergwelt wie geschaffen für das ultimative Flow-Erlebnis auf zwei Rädern.

GREAT TRAILS TIROL Egal, ob du den Uphill-Flow suchst, bergab das Adrenalin spüren willst oder einfach beides liebst: In Tirol entstehen dafür von Jahr zu Jahr immer mehr offiziell genehmigte Singletrails. Und fünf davon haben sich gar das Prädikat „Great Trail“ verdient. Sie stehen exemplarisch für rund 115 Singletrails, die Biker vom Abenteuer auf schmalen Wegen träumen lassen – vom Arzler Alm Trail in Innsbruck bis zum Plamort Trail am Reschenpass.

GREAT TRAILS TIROL

Der Blindsee Trail präsentiert sich flowig, knackig und mit spektakulärem Panorama.

MÜ

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1 h

5 2 BLINDSEE TRAIL

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FLECKALM TRAIL

ARZLER ALM TRAIL

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4 3

LEITERBERG TRAIL

PLAMORT TRAIL LI

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1. ARZLER ALM TRAIL

2. BLINDSEE TRAIL

3. PLAMORT TRAIL

Über Innsbruck gelegen, beeindruckt der größtenteils naturbelassene Trail mit einem Wechselspiel aus Anlieger­ kurven, flowigen Sprüngen und ­Wurzelfeldern.

Herrliches Panorama und zum Schluss ein Sprung ins kühle Nass – der Singletrail zum Blindsee ist eine Naturschönheit in der Tiroler Zugspitz Arena.

Grenzenloses Abfahrtsvergnügen und herrliche Ausblicke auf den stahlblauen Reschensee – ein abso­ lutes Muss bei jedem MountainbikeBesuch in Nauders.

Forstweg Arzler Alm

Grubigalm

Bergstation Bergkastel

3 km

7 km

6 km

15 min

1 h

36 min

mittelschwierig

schwierig

mittelschwierig


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Rasante „Rides“ bietet der LeiterbergTrail in Sölden.

TIROL RUFT, DAS BIKE GROOVT!

„WURZELDURCHZOGENE WALDWEGE, HOCHALPINE STEIGE, ENGE KURVEN UND WEITE ALMEN – IN TIROL FINDEN BIKER IHR PARADIES.“

• Mehr als 200 qualitätsgeprüfte Radunterkünfte • 8 Bikeparks heißen Downhill Mountainbiker willkommen • Top-Radregionen von A wie Achensee bis Z wie Zillertal • Hunderte Bikeverleihe & Service stationen im ganzen Land Mehr Highlights & Planung deiner Tour auf: tirol.at/mountainbiken

© STEFAN SCHOPF/WOM-MEDIEN GMBH

ROADTRIPS AUF DEM (E-)MOUNTAINBIKE

Hochsölden

Bergstation Fleckalm

5 km

7,1 km

Wer als Biker so richtig in die Bergwelt eintauchen will, begibt sich am besten auf eine mehrtägige MTB-Tour. Routen dafür gibt es in allen Teilen Tirols – von leicht bis schwer, zwischen zwei und sechs Tage lang. Diese lassen sich be­ sonders ideal mit dem E-Bike erfahren. Mit zahlreichen Ladestationen bzw. nutzbaren Steckdosen halten die Routen zum Großteil nicht nur die nötige Infrastruktur, sondern auch besonders imposante Ausblicke und idyllische Plätze bereit. Sie führen zu wunderschönen Bergseen oder zu liebevoll geführten Almen und Alpenvereinshütten in hochalpiner Umgebung.

30 min

45 min

Noch mehr Action gibt’s auf

mittelschwierig

mittelschwierig

tirol.at/singletrails

4. LEITERBERG TRAIL

5. FLECKALM TRAIL

Sehr abwechslungsreicher und anspruchsvoller Weg durch Almwiesen, Wald und Fels – hoch über dem Ortsteil Leite, einem der Urhöfe in der Geschichte Söldens.

Einer der längsten Singletrails in Tirol. Inmitten der beeindruckenden Bergwelt der Kitzbüheler Alpen schlängelt sich die abwechslungsreiche Strecke rund 1100 Höhenmeter talwärts.


GUIDE Playlist FABIOS CHARTS

„Songs, auf die ich abfahre“ Bei Roadtrip, Training, Videodreh: Hier sind vier Songs, die Fabios Bike-Karriere prägen. Einer davon hat uns wirklich überrascht. Mötley Crüe? Echt jetzt? Diese langhaarigen Heavy-Metal-Typen, die das Rock-’n’-Roll-Klischee zum Prinzip erhoben haben? Ja, Fabio liebt „Kickstart My Heart“, und wer reinhört, erkennt sofort, ­warum. Erstens spielt Gitarrist Mick Mars ein Intro, das klingt, als würde ein Motorradfahrer sehr flott hochschalten. Und zweitens macht die energiegeladene Nummer einfach irren Spaß. Wer’s nicht glaubt, nimmt sich fünf ­Minuten und zehn Sekunden ­Auszeit und schaut sich das „­Official Video“ auf YouTube an. Echt jetzt. Fabios komplette Playlist für Rad ’n’ Roller, hier QR-Code scannen:

THE OFFSPRING

MÖTLEY CRÜE

SEAN KOCH

LINKIN PARK FEAT. JAY-Z

THE KIDS AREN’T ALRIGHT (1999)

KICKSTART MY HEART (1989)

LIFT YOU UP (2016)

NUMB/ENCORE (2004)

„The Offspring ist eine meiner Lieblingsbands. ‚The Kids Aren’t Alright‘ ist eine Anspielung auf den Song ‚The Kids Are Alright‘ von The Who von deren Debütalbum aus dem Jahr 1965. Eigentlich beschreibt der Offspring-Song die düstere Zukunft einer US-Kleinstadt. Aber er hat extrem viel Kraft. Als ich zu biken begonnen hab, hab ich ihn rauf und runter gehört.“

„Eine Nummer, die mich sofort elek­ trisiert: geiler Rhythmus, geiler Vibe, voll Adrenalin. Das Video dazu wurde übrigens im legendären Rock-Club Whisky a Go Go in Hollywood gedreht. Bei meinem letzten Roadtrip durch Frankreich hab ich das ohne Pause gehört – es ist deshalb auch mit tollen Erinnerungen verbunden.“

„Die Nummer ist der Soundtrack zu ‚Wibmer’s Law‘, meinem bis jetzt erfolgreichsten Video. Klar, dass er mich immer an die Dreharbeiten und die tolle Zeit, die wir dabei hatten, ­erinnern wird. Ich mag seine sanfte Intensität und die Botschaft – diese ‚Komm her, ich helfe dir wieder auf die Beine‘-Ansage.“

„Linkin Park gehören wie The Offspring zu meinen Lieblingsbands. Diese spezielle Kombi aus Rock und Rap hat mich sofort gefangen genommen. Der Song ist tatsächlich ein Mash-up aus ‚Numb‘ von Linkin Park und ‚Encore‘ von Jay-Z. In ‚Numb‘ geht es um den Druck, der auf vielen lastet. Jay-Z ist das glatte Gegenteil, er rappt, wie großartig er ist.“

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THE RED BULLETIN

KONSTANTIN REYER

The Offspring & Co: Musik, die Fabio vom Sessel reißt


FLÜÜÜGEL FÜR JEDEN GESCHMACK.

NEU

NEU


GUIDE Ausrüstung

FABIOS FAVORITEN

Was Biker brauchen Ausrüstung, die Fabio Wibmer taugt. Produkte, an deren Entwicklung er beteiligt war. Und die ersten Stücke seiner neuen Modemarke „Nineyard“. Handwerk Bike-Handschuhe aus veganem Leder – mit perfektem Grip. nineyard.world Kopfschutz Sieht nicht nur cool aus, schützt auch das Wichtigste: der Helm. Modell: Coron Air Spin. pocsports.com

Sonnenkönig Wenn Biker Sonne tanken – Shades mit Fabios Signa­ tur: Will Fabio Edition. pocsports.com

Pannenhilfe Regel Nr. 1: Niemals ohne Werkzeug aus­ rücken – Prepbox von Topeak für alle Fälle. topeak.com

Drucksache Braucht nur fünf Worte zur Erklärung: Der ­Reifendruck muss ­immer passen. Modell Joeblow Sport. topeak.com

Kniefall Schutz für die Gelenke. Für Knie und Ellbogen im Fabio-Design: VPD Air Knee Fabio Edition. pocsports.com

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THE RED BULLETIN

KONSTANTIN REYER

Hallo, ist da jemand? Phone & Phones – stets dabei, um Musik zu hören oder coole Shots mit der ­Community zu teilen: Galaxy S21 Ultra & Buds Pro. samsung.com


Bewegungsfreiheit Signature Tech Riding Pants – passen sich dank Spezial-Stretch ­jedem Körper an. nineyard.world

Faserschmeichler Superweiches Longsleeve, dazu Socken mit ­eingebauter Dämpfung. nineyard.world

Radschlag Freerider-Modell „Torque CF Fabio Wibmer“ von Canyon. Ideal für schnelle Abfahrten, auch perfekt für Runden im Bikepark. canyon.com

Energiespender Stärkt Geist und Körper vor einem Run oder ­einem neuen Trick. redbull.com

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Vergissmeinnicht So bequem, dass man bald nicht mehr daran denkt – obwohl: auf einen Rücken- und Brustprotektor sollte man nie vergessen: VPD System Torso. pocsports.com

Entwicklungsschritt Sneakers mit Extra-­ Grip auf den Pedalen: Stamp Lace White / ­Fabio Wibmer Edition. crankbrothers.com

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GUIDE Fitness

Fabio mit Freundin Laura Fabios Lieblingsbowl mit Nussund Beerenpower

LAURAS BOWL: DAS REZEPT

Dieses Frühstück gibt Fabio Kraft Wie Fabio Wibmer entdeckte, dass ihm die Früchte-Bowl seiner Freundin Laura ungeahnte Energie spendet. Vor seiner Verletzung – ein Beinbruch nach einem Sturz beim Motocross im November – war Ernährung für Fabio kein großes Thema. Doch dann sprach er mit seinem Arzt darüber, was er tun könnte, um die Genesung zu beschleunigen. „Auf gesunde 82

Ernährung achten“, war eine der Antworten. Und dann kam die Früchte-Bowl von Freundin Laura: „Ich habe gemerkt, dass mir das richtig Energie gibt.“ Nur der Bäcker, bei dem Fabio früher Käsestangen und Nuss-Nougat-Hörnchen holte, vermisst ihn ein wenig.

ZUTATEN

ZUBEREITUNG

FÜR DIE BASE: ½ gefrorene Banane 125 g Tiefkühl-Beeren 1 EL Açaípulver 1 EL Proteinpulver etwas Wasser oder Pflanzenmilch

1. A lle Zutaten für die Base in einen Mixer geben, pürieren, dann in eine Schale füllen.

FÜR DAS TOPPING: Granola-Müsli frische Blaubeeren & Himbeeren ½ Banane, in Scheiben geschnitten Chiasamen Kokosraspeln Nüsse (am besten Cashews) Mandelmus Erdnussbutter

2. Alle Topping-Zutaten sorg­ fältig auf der Base dekorieren, zum Schluss etwas Mandelmus drüberstreichen und einen kleinen Erdnussbutterklecks hinzufügen. KONSTANTIN REYER, HANNES BERGER

ERNÄHRUNG

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MOUNTAIN BIKE LEOGANG-SALZBURGERLAND WORLD CUP AUSTRIA

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11. - 13.06.2021 #MBWORLDCUP TITLE PARTNER

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| ©Moritz Ablinger, Stefan Voitl


MAKE YOUR MOVE Die neue Mercedes-Benz V-Klasse ist gemacht für alle, die sich die Freiheit nehmen, ein etwas abwechslungsreicheres Leben zu ­leben. Für jemanden wie Fabio W ­ ibmer. Er ist nicht nur Y ­ ouTube-Star, sondern vor ­allem ein ­Multitalent auf dem Bike.

F

abio Wibmers Leben passt in keine Schublade.  Darum braucht es für den Ausnahmesportler  ­einen Begleiter, der ihm alle Freiheiten lässt: Die V-Klasse von Mercedes-Benz ist für den Osttiroler nicht nur ein zuverlässiger Partner auf langen Fahrten, sondern auch ein Transportmittel für seine Bikes, ein Shuttle für lange Mountainbike-Missionen in den Bergen und nicht zuletzt ein Rückzugsraum zum Entspannen geworden. Möglich macht dies ein variables Raumkonzept, welches dank individueller Bestuhlung mit bis zu 8 Sitzplätzen und Schienensystem Platz für jedes Hobby bietet. So können beispielsweise bis zu vier Bikes stilvoll und sicher transportiert werden. Intelligente Assistenz- und Sicherheitssysteme sowie ein ausgezeichnet vernetztes Multimediasystem namens

MBUX (Mercedes-Benz User Experience), welches sich intuitiv und einfach mittels Sprachsteuerung bedienen lässt, runden das Angebot ab und lassen jede Fahrt zum Erlebnis werden. Mit Sicherheit ein Vorbild Vor allem für längere Fahrten macht sich das Sicherheitskonzept der V-Klasse bezahlt. Highlight ist das optionale Fahrassistenz-Paket, das 4 Assistenz- und Sicherheitssysteme kombiniert. Sie unterstützen ­dabei, einen Mindestabstand einzuhalten, Fahrzeuge im toten Winkel zu bemerken und die Fahrspur nicht unbeabsichtigt zu verlassen. Und das ist auch gut so – schließlich geht es bei Fabios spektakulären Stunts ­gefährlich genug zu.

Kraftstoffverbrauch V-Klasse 300 d kombiniert: 7,3–8,5 l / 100 km, CO²-Emissionen: 193–222 g/km. Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen ­ essverfahren ermittelt. Es handelt sich um „WLTP-CO²-Werte“ i. S. v. Art. 2 Nr. 3 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden M auf Basis dieser Werte errechnet. Die Werte variieren in Abhängigkeit der gewählten Sonderausstattung.

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„Für Reisen mit viel Gepäck ist es für mich das ultimative Traumauto.“ Fabio Wibmer bei der Übergabe seines neuen Dienstwagens mit Gottfried Vallant, Head of Marketing Operations Vans bei Mercedes-Benz Österreich.

MERCEDES-BENZ ÖSTERREICH

Raumwunder: der Mercedes-Van bietet viel Platz für Bike und Equipment.

Groß – und oho! Trotz ihrer inneren Größe lässt sich die V-Klasse auf der Straße auch auf engem Raum hervorragend manövrieren und überzeugt mit ihrem kleinen Wendekreis sowie der 360-Grad-Kamera, die das Einparken dank Fahrzeugansicht aus der Vogelperspektive einfach und komfortabel gestaltet. Angetrieben von ihren leistungsstarken und verbrauchsarmen Motoren1, weist die Großraumlimousine den Weg in eine vielversprechende Zukunft und bringt Fabio dorthin, wo Action ist. Seit 2020 ist die V-Klasse auch vollelektrisch als EQV unterwegs und bietet vollen V-Klasse Komfort mit bis zu 348 km emissionsfreier Reichweite. Ob Verbrenner oder Elektro-Van – jetzt einsteigen auf mercedes-benz.at/v-klasse


GUIDE Tipps & Trends LEICHTER AUFSTEIGEN HAIBIKE ALLMTN 7 Sein Carbonrahmen verleiht diesem E-Mountainbike jene Leichtigkeit, die nötig ist, um Trails ganz entspannt nach oben zu klettern (mit Yamahas 600-Wh-PW-X2-Motor), 160 mm Federweg machen jede Abfahrt zum Vergnügen. 6499 Euro; haibike.com

RAUS AUS DEM KÄFIG

PERSÖNLICHER BETREUER

FIDLOCK TWIST BOTTLE

GARMIN EDGE 830

Statt im üblichen „Käfig“ wird diese Trinkflasche (Modell 590) mit einer Magnethalterung am Rahmen befestigt. Das gibt ihr eine neue Freiheit: Lösen lässt sie sich – trotz festen Halts – mit einer einfachen Drehbewegung. 39,90 Euro; fidlock.com

Dieses Teil ist ein Leicht­ gewicht (362 Gramm). Einmal montiert, wird es zu ­deinem Trainingspartner – der Computer checkt dein Fitnesslevel, ­informiert über Anstiege und erinnert dich daran, regelmäßig zu trinken. 399,99 Euro; buy.garmin.com

POWERBANK Hier sitzt das TractionLink-System. Es sorgt für eine perfekte Kraftübertragung.

GRIP FÜR ENGE KURVEN GHOST E-RIOT TRAIL PRO Kräftiger Bosch-Motor (625 Wh), fein abgestimmte Trail-Geometrie, solider Federweg (150 mm/140 mm), das Herz dieses Bikes ist jedoch das TractionLink-System: Es sorgt dafür, dass auch scharfe Kurven ein Vergnügen bleiben. 6499 Euro; ghost-bikes.com

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SO HILFT DIR DEIN PEDAL

DA GEHT DIR EIN LICHT AUF

GARMIN RALLY XC 100

LUPINE PIKO

Dieses Pedal kennt dich besser als du dich selbst. Es misst Gesamtleistung, Trittfrequenz und Kraft­ verteilung – und hilft dir so, deine Leistung zu ver­ bessern. Natürlich mit ­Edge-Computern (links) kompatibel. 699,99 Euro; buy.garmin.com

Diese Stirnlampe ist stoßund wasserfest, leuchtet 210 Meter weit, lässt sich ganz einfach auf deinem Helm montieren und per App programmieren. Und zwar so, dass du sie auch ganz problemlos als Leselampe verwenden kannst. 354 Euro; lupine.de

Richtig gutes Zeug Richtig viel Rad! Liegt nahe, wenn Fabio Wibmer Gast-Chef dieser Ausgabe ist.  Text WOLFGANG WIESER

PERFEKTE BALANCE MALAGUTI CIVETTA FS6.1 Ein E-Bike, mit dem sich dank Bosch-Motor (625 Wh) auch Trails auf unbekanntem Terrain erforschen lassen. 150 mm Federweg, Mixed-Wheel-Konzept (29/27,5 Zoll) und steiler Sitzwinkel sorgen für ungetrübtes Fahrvergnügen. 4499 Euro; malaguti-bicycles.com

SCHUTZ UND SCHÄRFE POC VENTRAL LITE & POC DEVOUR CLARITY Minimalistischer Auftritt, maximaler Schutz – der Helm Ventral Lite wiegt weniger als 200 Gramm, schützt aber perfekt. Die ­Brille ­Devour schärft Grün- und Brauntöne – perfekt für Trails. Helm: 270 Euro; Brille: 249 Euro; pocsports.com THE RED BULLETIN

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GUIDE Tipps & Trends EDLES TEIL FÜR LANGE TRAILS LITEVILLE 301CE PRO.ONE Kann alles, was ein E-Mountainbike können muss (170 mm ­Federweg, Top-Akku mit 630 Wh, Mullet-Aufbau mit 29- bzw. 27,5‑Zoll-Reifen vorn/hinten) und noch einiges mehr. Ideales Bike für anspruchsvolle, lange Trails. 8999 Euro; liteville.com

VOLLER DURCHBLICK EVIL EYE TRAILEYE PRO Die Scheibe groß und durchgehend, das Sichtfeld dadurch nahezu un­begrenzt. Weiteres Plus: Der abnehmbare Sweat Bar reduziert Zugluft und verhindert, dass Schweiß in die Augen läuft – Rundumschutz für den besten Durchblick. 279 Euro; evileye.com

FESCHER BIKEN KARPOS VAL FEDERIA TEE & VAL VIOLA SHORT T-Shirt und Shorts aus kühlem Spezialgewebe. Die Shorts r­ eichen übrigens nur bis zum Oberschenkel, damit beim Biken Sonnenbräune generiert werden kann. Gibt’s in mehreren Farben. T-Shirt: 42,90 Euro; Short: 84,90 Euro; karpos-outdoor.com

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Das Salzkammergut wird zum brennheißen Pflaster.

BASKETBALL IM BLITZTEMPO

EINMAL HÖLLE UND ZURÜCK

QUALIFIKATION IN GRAZ

SALZKAMMERGUT TROPHY

3  ×  3 ist neu: nämlich als ­kleiner Basketball-Bruder im Olympia-Programm! In Tokio fighten erstmals drei Spieler pro Team unter einem Korb in nur zehn Minuten Spielzeit um Medaillen. Letztes Qualifikations­ turnier in Graz: 26. –  30.  Mai, fiba3x3.basketball

Sieben unterschiedliche Strecken stehen von Bad Goisern aus zur Auswahl, die 210 Kilometer lange ­Extremdistanz steht heuer unter dem Motto „Einmal Hölle und zurück“. Aber ­keine Sorge: Es gibt auch kürzere Strecken. 17. Juli, salzkammergut-trophy.at

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S. PRÖLL, BARTEK WOLINSKI/RED BULL CONTENT POOL

DETAILVERLIEBT In der Steckachse am ­Hinterrad befindet sich eine zusätzliche Schraube fürs Schaltauge.


KLINGT HÖLLISCH GUT

DIE WELTBESTEN BIKER AM WERK

TEUFEL BOOMSTER GO

WELTCUP-ELITE ZU GAST IN LEOGANG

Lässt sich bequem in einer Hand tragen und mittels Schlaufe und Gewinde montieren, wo immer du willst. Zwei Boomster-­Go-Boxen ergeben, über Bluetooth verbunden, astreinen Stereo-Sound. 99,99 Euro; teufelaudio.at

Nach der WM 2020 (oben: die Britin Tahnée Seagrave) kehrt die Mountainbiker-Elite in den Epic Bikepark Leogang zurück: Der Fight um Weltcuppunkte darf mit Spannung erwartet werden. Die Entscheidungen am 12. und 13. Juni gibt es live auf: redbull.tv


GUIDE Crankworx

Der deutsche Slopestyler Erik Fedko zeigt in Innsbruck sein Können.

MOUNTAINBIKEN

Bühne frei für die „Next Generation“

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quer und stylish gegen die Flugrichtung zu drehen. In den drei weiteren Pro-Kate­ gorien (Downhill, Dual Slalom, Pump Track) gibt es eine spannende Neuerung: Erst­ mals stehen Wettbewerbe ­eigens für 13- bis 19-Jährige auf dem Programm – eine Bühne für den Nachwuchs der Szene, die „Crankworx Next“Generation. Infos zum Programm, Teilnehmer, Tickets, die Expo in der Innenstadt und Feierlichkeiten zum fünf­ jährigen Innsbruck-Jubiläum ­aktuell auf: crankworx.com

Gewann im Vorjahr den Slopestyle-Contest: Emil Johansson

BORIS BEYER/RED BULL CONTENT POOL

2020 war ein spezielles Jahr – auch für die Crankworx World Tour, die aufgrund ein­ geschränkter Reisemöglich­ keiten auf die Krönung ihres Kings und ihrer Queen ver­ zichtete. Und so werden von 16. bis 20. Juni im Bikepark Innsbruck die Nachfolger der Gesamtsieger von 2019, Mitch ­Ropelato (USA) und Vaea ­Verbeeck (CAN), gekürt. Den Auftakt im Gipfeltreffen der versiertesten Mountainbiker der Welt macht der Whip-OffEvent, bei dem es gilt, das Bike in der Luft möglichst

WOLFGANG WIESER

Auf der Crankworx World Tour werden erstmals Wettbewerbe für 13- bis 19-Jährige ausgetragen. Im Juni auch in Innsbruck.

Zweikampf: Tomáš Slavík vergangenen Oktober im Dual Slalom THE RED BULLETIN


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B O U L E VARD DER HEL DEN

HARRY HOUDINI

DER ENTFESSELUNGSKÜNSTLER Serie: MICHAEL KÖHLMEIER erzählt die außergewöhnlichen Geschichten inspirierender Figuren – faktentreu, aber mit literarischer Freiheit. Folge 13: Wie der geniale Zauberer fast einer Intrige zum Opfer gefallen wäre.

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BENE ROHLMANN, CLAUDIA MEITERT MICHAEL KÖHLMEIER

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GETTY IMAGES

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piritismus ist Intrige gegen die Natur­ dennoch gefährlich, manche lebensgefähr­ gesetze.“ Dies ist der erste Satz eines lich. In seinem Vortrag an der Universität Vortrags, den der amerikanische erzählte er die Geschichte einer Intrige, die Entfesselungskünstler Harry Houdini ihn beinahe das Leben gekostet hätte. Eines 1925 an der Columbia-Universität Tages habe ihn ein Herr aus Philadelphia in New York hielt. Die naturwissenschaft­ besucht. Er stellte sich als Agent vor und bot lichen Institute hatten ihn anlässlich der Er­ seine Dienste an. Er habe schon vorgearbeitet, scheinung seines Buches „A Magician Among sagte er. So sei er mit über zwei Dutzend MICHAEL KÖHLMEIER Der Vorarlberger the Spirits“ eingeladen. Der Vortrag fand Großveranstaltern in den USA und einem Bestsellerautor gilt vor nur wenigen ausgewählten Gästen statt. weiteren Dutzend in Europa im Geschäft, er als bester Erzähler Mister Houdini hatte nämlich zu bedenken werde eine weltweite Tournee organisieren, deutscher Zunge. gegeben, er werde einige Dinge sagen, die, Mister Houdini werde ein reicher Mann Zuletzt erschienen: wenn sie Kreise zögen, der Universitätsleitung werden. Und ein berühmter Mann, ein in der „Die Märchen“, Unannehmlichkeiten bereiten könnten. Der ganzen Welt berühmter Mann, schließlich 816 Seiten, Verlag Carl Hanser. zitierte erste Satz spielte bereits auf diese gebe es niemanden, der ihm in seiner Kunst Unannehmlichkeiten an. „Aber wenn es ­etwas das Wasser reichen könne. Houdini ließ gibt“, fuhr der Redner fort, „was die N ­ aturgesetze den Mann ausreden. Er habe ein gutes Gespür dafür, ­aushebeln kann, dann ist es die Intrige.“ ob einer ein Scharlatan sei oder ehrlich, erklärte er vor Nachdem sich Harry Houdini vom Showgeschäft dem Auditorium und erntete anerkennendes Gelächter zurückgezogen hatte, setzte er seine ganze Autorität – wer denn sonst, wenn nicht Harry Houdini. Er habe ein, um, wie er sich ausdrückte, „der Seuche des Spiri­ gespürt, dass der „Agent“, wie der Mann sich nannte, tismus“ den Krieg zu erklären. Der Spiritismus und ihm schmeichelte, weil er in Wahrheit etwas anderes ­seine Praxis – Geisterbeschwörung, Totenbeschwörung, im Schilde führte. Und schließlich rückte der Mann da­ Tischrücken und so weiter – war seit Mitte des 19. Jahr­ mit heraus: Er habe eine Geisterseherin unter Vertrag, hunderts zu einer Modeerscheinung in den USA ge­ eine gewisse Madame Pick-Pock. Vor ihm, Houdini, worden, weit mehr: zu einem hysterischen Massen­ brauche er nicht den Naiven zu spielen. phänomen, sodass sich der Kongress genötigt sah, eine atürlich sei sie eine Schwindlerin, aber, Hand Untersuchungskommission einzurichten, der Harry aufs Herz, alle Künstler seien Schwindler, die Houdini als ihr prominentestes Mitglied angehörte. ungeschickten geben es zu, die geschickten nicht, Am Beginn dieser merkwürdigen Bewegung standen und den ganz Geschickten komme man nicht drauf. die Schwestern Margaret und Kate Fox, die behaupteten, Die Entfesselungskunst, die er, Houdini, betreibe, sei mit Verstorbenen über Klopfzeichen zu kommunizieren. großartig, aber eigentlich, müsse er doch zugeben, sei Sie traten im ganzen Land auf und demonstrierten ihre sie ­großartig gewesen. Die Zeit solcher Späße sei vor­ „Fähigkeiten“. Sie waren Betrügerinnen und gestanden bei. Die Attraktion sei der Spiritismus. Mit ein bisschen es am Ende ihres Lebens öffentlich ein. Knacksen und Tischrücken, mit Hu-hu aus dem Bühnen­ Houdini betonte stets, seine Kunst beruhe auf Tricks boden ließen sich heutzutage dreimal mehr Menschen und Übung, manche dieser Tricks verriet er, die sensatio­ anlocken als mit den kühnsten und gefährlichsten Vor­ nellen nicht, alle waren sie bis ins Detail berechnet und


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B OU L EVAR D DE R HE L D E N

führungen der Entfesselungskunst. Und dies war der Vorschlag des Herrn: Harry Houdini werde um die ganze Welt reisen, ein letztes Mal werde er sich, kopfüber an der Fahnenstange eines Hochhauses hängend, aus einer zwanzig Meter langen Stoffbahn wickeln, ein letztes Mal aus einem Staatsgefängnis ausbrechen, ein letztes Mal einen Elefanten verschwinden lassen. Dann werde er sich zur Ruhe setzen und in aller Ruhe die Machenschaften der Spiritisten anprangern, alle Machenschaften aller Spiritisten – mit einer Ausnahme: Madame PickPock. Sie werde er als Einzige ihres Fachs anerkennen. Wenn der große Houdini, der Spürhund im Kampf gegen Scharlatanerie, dieser Dame und ihrer Show ein Echtheitszertifikat ausstelle, ihr als Einziger, dann gebe es bald keine Halle in Amerika, die nicht ausverkauft sei. Und er, Houdini, würde Prozente kassieren. Sage er zu, jetzt, auf der Stelle, sei er, der Agent, bereit, ihm 10.000 Dollar in bar auszuzahlen, als Vorschuss sozusagen. Im Hörsaal der Columbia-Universität war es still. Alle warteten darauf zu erfahren, wie sich Harry Houdini, der Unbestechliche, verhalten hatte. Und alle waren entsetzt, als er sagte: „Ich war einverstanden.“ Er habe, sagte er, das Geld genommen.

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arry Houdini wurde am 24. März 1874 in Budapest als Erik Weisz geboren. Noch bevor er in die Schule kam, wanderten seine Eltern nach Amerika aus. Schon im Alter von sechzehn Jahren trat er mit Zauberkunststücken auf, bald gab er sich einen neuen Namen: Harry Houdini. Den Vornamen wählte er als Hommage an den Zauberkünstler Harry Kellar, den Nachnamen in Verehrung für den französischen Magier Jean Eugène Robert-Houdin. Mit neunzehn heiratete er die Tänzerin und Sängerin Bess Rahner, die beiden wurden von einem katholischen Pfarrer und einem Rabbiner getraut. Gemeinsam traten sie von nun an auf, gemeinsam ­entwickelten sie die Entfesselungsnummern. Bess war Harry eine treue Frau, Harry Bess ein treuer Mann. Die beiden waren immer zusammen, privat und in der Arbeit, sie führten kein geselliges Leben und waren damit zufrieden – ein glückliches Paar. Harry wollte den Betrüger betrügen. Er nahm das Geld und spendete es der Society of American Magicians, der Vereinigung der amerikanischen Illusionskünstler, die sich inzwischen als erste Aufgabe gestellt hatte, den Spiritismus zu bekämpfen und die Menschen daran zu erinnern, dass es so ­etwas gab wie Vernunft, die nichts anderes sei als der Ausgang aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit. „Ich dachte“, erzählte Houdini in seinem Vortrag, „das

„Ich dachte, das wäre ein gelungener Streich: den Betrüger zu betrügen.“ 94

wäre ein gelungener Streich: den Betrüger zu betrügen. Und ich ließ es ihn wissen.“ Der Agent war ein rachsüchtiger Mensch. Er sah ein, dass ihm keine legale Möglichkeit offenstand, sein Geld zurückzubekommen. Und ihm war auch gar nicht mehr so viel daran gelegen. Er wollte kein Geld von Houdini, er wollte Houdini vernichten. Obwohl Houdini niemandem, dessen Hilfe er nicht für seine Show benötigte, seine Tricks verriet, gelang es dem betrogenen Betrüger, wahrscheinlich wieder mit Bestechung, wenigstens ein Detail eines Tricks in Erfahrung zu bringen. Ein entscheidendes Detail allerdings. Dies war die berühmteste, unglaublichste Entfesselungsnummer: Mitten im Winter ließ Houdini im zugefrorenen East River in New York ein Loch in das Eis schlagen. Dann fesselten ihn zwei Polizisten mit Ketten an Armen und Beinen und sperrten ihn in einen Safe. Der Safe wurde in dem Eisloch versenkt. Auf der Brooklyn Bridge drängten sich Tausende von Zuschauern. Sehr dramatisch verabschiedeten sich Harry und Bess voneinander. Bess weinte und schrie, flehte ihren Gatten auf Knien an, er möge auf diese Vorführung verzichten. Kurz schien es, als wanke Houdini, als sei er sich nicht mehr sicher, ob er dieses Wagnis bestehen könnte. Dann küsste sich das Ehepaar innig, und Houdini ließ sich die Ketten anlegen. Ein Teil des Tricks bestand darin, dass Bess ihrem Mann beim Kuss den Schlüssel zu den Ketten in den Mund schob. Und diesen Teil des Tricks hatte der Agent herausbekommen.

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ess war eine sehr schöne, sehr leidenschaftliche und, bevor sie Harry kennengelernt hatte, lebenslustige und gesellige Frau, die sich, im Unterschied zu ihrem Mann, leicht in einen emotionalen Ausnahmezustand bringen ließ. Das wusste Harry, und er wusste, dass sie in diesem Zustand leicht zu manipulieren war. Er wiederum war berufsbedingt ein misstrauischer Mensch, der es gewohnt war, jede Eventualität zu erwägen und in seine Berechnungen einzubeziehen. Er liebte seine Frau und kannte seine Frau und vertraute seiner Frau, aber er wusste auch – oder meinte zu wissen –, dass niemand in die tiefste Seele eines anderen Menschen schauen kann. Darauf setzte der Agent. Über einen Mittelsmann flüsterte er ihm Misstrauen ein. Bess habe einen anderen Mann kennengelernt, sie habe sich bedingungslos verliebt, und weil sie wisse, dass Harry sie nie freigeben werde, habe sie gemeinsam mit ihrem Liebhaber seinen Tod geplant. „Wenn es etwas gibt, was die Naturgesetze aushebeln kann, dann die Intrige“, wiederholte der Redner in der Columbia-Universität. Der Trick mit dem Safe im Eisloch vom East River war gefährlicher als alle Kunststücke zuvor. Dazu kam, dass der Trick bis dahin nur im Trockenen und Warmen geprobt worden war. Es blieben Houdini nur wenige ­Sekunden, um sich zu befreien. Der Safe war zwar mit versteckten Luftkissen ausgestattet, damit er nur

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langsam sank, aber im Eiswasser würde ein Mensch auch mit Taucheranzug nicht lange überleben. Das hieß: Jeder Gedanke, der nicht auf die Aktion gerichtet war, könnte verhängnisvoll sein. Und dies war die böse Überlegung des Agenten. Ist wahr, was mir über Bess zugeflüstert wurde? Ich kenne sie doch? Kenne ich sie wirklich? Wenn nun der Schlüssel in meinem Mund der falsche ist? Muss ich mich darauf vorbereiten? Gibt es darauf überhaupt eine Vorbereitung?

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arry Houdini hat sich nicht irritieren lassen durch seine Gedanken. Er hat das größte Kunststück in seiner Karriere, das größte Stück, das je ein Entfesselungskünstler präsentierte, bravourös absolviert. Die Brooklyn Bridge bebte unter dem Getrampel der johlenden Zuschauer, als er aus dem Loch im Eis auftauchte. Er wusste, er hatte einen bösen Feind. Einen Feind, der ihn vernichten wollte. Einen Intriganten. „Intrige“, sagte er zu seinen Zuhörern, „kann man nur bekämpfen, indem man sie öffentlich macht.“ Das und nur das sei der Grund, warum er diese G ­ eschichte

Harry wusste, er hatte einen bösen Feind. Einen Feind, der ihn vernichten wollte. Einen Intriganten. erzählt habe. Ein Jahr nach dem Vortrag in der Columbia-­ Universität sprach Harry Houdini vor Studenten dar­ über, wie er für seine Vorführungen trainierte. Er blähe seine Muskeln auf und ziehe sie zusammen, sodass er seine Arme und Beine aus jeder Fessel befreien könne. Und er sei misstrauisch allem und jedem gegenüber, dem Material gegenüber und jedem Menschen gegenüber. Das Misstrauen sei seine Überlebensgarantie. Das bedeute, er sei immer und auf alles gefasst. Da holte ­einer der Studenten mit der Faust aus und schlug ihm in den Magen. Houdini war darauf nicht gefasst. Er starb an den Folgen des Schlages.

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Gesamtleitung Alexander Müller-Macheck, Sara Car-Varming (Stv.) Chefredaktion Andreas Rottenschlager, Andreas Wollinger (Stv.) Creative Direction Erik Turek, Kasimir Reimann (Stv.) Art Direction Marion Bernert-Thomann, Miles English, Tara Thompson Grafik Martina de Carvalho-Hutter, Cornelia Gleichweit, Kevin Goll Fotoredaktion Eva Kerschbaum (Ltg.), Marion Batty (Stv.), Susie Forman, Tahira Mirza, Rudi Übelhör Digitalredaktion Christian Eberle-Abasolo (Ltg.), Lisa Hechenberger, Elena Rodriguez Angelina, Benjamin Sullivan Head of Audio Florian Obkircher Special Projects Arek Piatek Managing Editors Ulrich Corazza, Marion Lukas-Wildmann Publishing Management Ivona Glibusic, Bernhard Schmied, Anna Wilczek Managing Director Stefan Ebner Head of Media Sales & Partnerships Lukas Scharmbacher Head of Co-Publishing Susanne Degn-Pfleger Projektmanagement Co-Publishing, B2B-Marketing & Communication Katrin Sigl (Ltg.), Mathias Blaha, Katrin Dollenz, Thomas Hammerschmied, Teresa Kronreif (B2B), Eva Pech, Valentina Pierer, Stefan Portenkirchner (Communication), Jennifer Silberschneider Creative Services Verena Schörkhuber-Zöhrer (Ltg.), Sara Wonka, Julia Bianca Zmek, Edith Zöchling-Marchart Commercial Management Co-Publishing Alexandra Ita Editorial Co-Publishing Raffael Fritz (Ltg.), Gundi Bittermann, Mariella Reithoffer, Wolfgang Wieser Executive Creative Director Markus Kietreiber Senior Manager Creative Elisabeth Kopanz Art Direction Commercial & Co-Publishing Peter Knehtl (Ltg.), Erwin Edtmayer, Simone Fischer, Martina Maier, Andreea Parvu, Alexandra Schendl, Julia Schinzel, Florian Solly, Dominik Uhl, Sophie Weidinger, Stephan Zenz Abo & Vertrieb Peter Schiffer (Ltg.), Marija Althajm, Nicole Glaser, Victoria Schwärzler, Yoldaş Yarar Anzeigenservice Manuela Brandstätter, Monika Spitaler Herstellung & Produktion Veronika Felder (Ltg.), Friedrich Indich, Walter O. Sádaba, Sabine Wessig Lithografie Clemens Ragotzky (Ltg.), Claudia Heis, Nenad Isailović, Sandra Maiko Krutz, Josef Mühlbacher Finanzen Mariia Gerutska (Ltg.), Klaus Pleninger MIT Christoph Kocsisek, Michael Thaler Operations Melanie Grasserbauer, Alexander Peham, Yvonne Tremmel Projekt Management Dominik Debriacher, Gabriela-Teresa Humer Assistant to General Management Sandra Artacker Herausgeber & Geschäftsführer Andreas Kornhofer Verlagsanschrift Heinrich-Collin-Straße 1, A-1140 Wien Telefon +43 1 90221-0 Fax +43 1 90221-28809 Web redbulletin.com Medieninhaber, Verlag & Herausgeber Red Bull Media House GmbH, Oberst-Lepperdinger-Straße 11–15, A-5071 Wals bei Salzburg, FN 297115i, Landesgericht Salzburg, ATU63611700 Geschäftsführer Dkfm. Dietrich Mateschitz, Dietmar Otti, Christopher Reindl, Marcus Weber

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Die nächste Ausgabe des RED BULLETIN erscheint am 8. Juni 2021.

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