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DAS KÖNNTEST DU SEIN DESTINATION RED BULL HIER GIBT’S DIE REISEN MIT DEM EXTRA-KICK ADRENALIN*
* Zum Beispiel den Flug im Red Bull Air Race-Cockpit mit einem der besten Kunstpiloten der Welt. Wuuuahhhhhh! Testbericht ab Seite 26
EDITORIAL
Die Idee ist ebenso einfach wie atemberaubend: Destination Red Bull ermöglicht jedermann, ins Leben von Red Bull-Athleten einzutauchen. Also zum Beispiel mit Mattias Ekström Rallye zu fahren, mit Roman Hagara zu segeln, mit Sofía Mulánovich zu surfen … oder mit Péter Besenyei zu fliegen. Red Bulletin-Redakteur Andreas Rottenschlager ließ sein Leben vom ungarischen Superstar auf den Kopf stellen. Sein Erfahrungsbericht in zehn Gefühlsausbrüchen ab Seite 26.
Unser Redakteur (bleich im Vordergrund) und Kunstflug-Superstar Péter Besenyei (entspannt im Hintergrund) beim Ausflug in die Relativierung der Schwerkraft. Ab Seite 26 fliegst du mit.
Einen Gefühlsausbruch der anderen Art löst für gewöhnlich Dita Von Teese aus. Nun versucht sich die BurlesqueIkone als Sängerin. Warum sie sich schon freut, dafür gehasst zu werden, verrät sie auf Seite 14. Versteckte Talente hat auch Hollywood-Schönheit Margot Robbie. Ab Seite 18 erfährst du, welche das sind. Viel Spaß beim Lesen! Die Redaktion
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MIT AN BORD IN DIESEM HEFT
JONAS BENDIKSEN
Der preisgekrönte Fotograf aus Oslo verbrachte im Auftrag der Agentur Magnum oder von „National Geographic“ schon viel Zeit in außergewöhnlichen Weltgegenden. Für uns reiste er nach Island zur nationalen Such- und Rettungs organisation. „Es war traumhaft. Die freiwilligen Mitarbeiter trotzen Kälte, Wind, Wasser und Eis, weil sie diese rauen Bedingungen einfach lieben. Das finde ich sehr inspirierend.“ Ab Seite 60.
JONAS VOGT
Nach der Arbeit kommt das Vergnügen. Das bekam der Musik journalist (schreibt unter anderem für „Die Zeit“, war Chefredakteur von Noisey Alps) beim Treffen mit Musikproduzent Thomas Rabitsch zu hören. „Wir saßen nach dem Interview lange in seinem Studio, und er spielte mir alte Slow-ClubNummern vor. Herrlich.“ Das Ergebnis der Arbeit davor gibt es ab Seite 70 zu lesen: wie man Talent erkennt, entwickelt, fördert.
THE RED BULLETIN
PREDRAG VUKOVIC (COVER)
WILLKOMMEN IN UNSERER WELT
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INHALT März
BULLEVARD Life and Style Beyond the Ordinary
10 Hollywood-Star Chris Hems-
worth: Inspiration im Outback 12 Aston Martin Valkyrie – Science-Fiction für die Straße 14 Der Reiz der Verletzlichkeit: Dita Von Teeses neue Rolle 16 An 100 km/h kratzen beim Skateboard Downhill 18 Wieso Margot Robbie Freunde tätowiert und Banjo spielt 20 Auf Augenhöhe mit Fischen im Unterwasser-Restaurant 2 2 Das modulare Survival-Kit 24 Die feurigsten Chilis der Welt
GUIDE
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Get it. Do it. See it. 78 Highlights auf Red Bull TV 80 Die besten Silizium-Uhren
DITA VON TEESE
82 Fitness-Innovation EMS-Anzug
Die BurlesqueQueen tauscht Korsett gegen Mikro. Und freut sich schon auf ihre Hater.
8 3 Top-Termine des Monats 84 Dominique Heinrich: wie dich
Gaming besser im Sport macht
86 Ausrüstung für Abenteurer 97 Impressum 98 Das Actionfoto des Monats
26 DESTINATION RED BULL
Reisen erweitert den Horizont. Oder dreht ihn um. Wie es ist, im Kunstflieger zu sitzen, und wo du zusteigen kannst. 6
THE RED BULLETIN
46 RONALD DLAMINI
GETTY IMAGES, PREDRAG VUKOVIC, PAUL SAMUELS
Der blinde Mixed-Mar tial-Arts-Champion: Er kämpft, er coacht, er inspiriert. Und er folgt einer globalen Vision.
FEATURES 2 6 Rendezvous mit den g-Kräften
Destination Red Bull: Skepsis, Herzklopfen, Euphorie. Und was es sonst noch im Cockpit eines der besten Kunstflugpiloten zu erleben gibt.
36 Formel-1-Feeling im Hybrid-Auto
Am Red Bull Ring mit dem Honda NSX. 600 PS, vier Motoren und jede Menge Spannung vor der Honda-Kooperation mit der Scuderia Toro Rosso.
4 4 Radprofi im Schlafzimmer
Der unglaubliche Weg von Tanja Erath zum Vertrag bei Canyon SRAM Racing.
4 6 Der blinde Fighter
Wie sich Ex-MMA-Champion Ronald Dlamini in den Ring zurückgekämpft hat.
5 4 Awolnation will’s wissen
Echtheit statt Perfektion: über ein ganz besonderes Studiokonzert in Wien.
6 0 Islands Lebensretter
Unterwegs mit der Such- und Rettungsorganisation ICE-SAR: freiwillige Helfer, tosende Eisflüsse, Gletscherspalten – und die Kraft des Teamgeists.
70 Ein Talent für Talente
Von Falco bis Christina Stürmer: Anekdoten aus dem Studio des Musik produzenten Thomas Rabitsch als Lehrstück über den Umgang mit Talent.
THE RED BULLETIN
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BULLEVARD LIFE
&
STYLE
BEYOND
THE
ORDINARY
Milliarden-DollarMann: „Thor“-Star Chris Hemsworth erzählt von seiner Jugend im Outback.
JOHN RUSSO/CONTOUR BY GETTY IMAGES
CHRIS HEMSWORTH „ICH BRAUCHE VENTILE FÜR MEINE ENERGIE“ SEITE 10
THE RED BULLETIN
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JOHN RUSSO/CONTOUR BY GETTY IMAGES
RÜDIGER STURM
B UL L EVA R D
Chris Hemsworth, 34, Actionheld und Hobby surfer: „Je größer die Welle, desto besser.“
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THE RED BULLETIN
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n seiner Jugend lief Chris Hemsworth am liebsten barfuß durch die Gegend, heute gehört der 34-Jährige zur Hollywood-Elite. Mit seinen bisher drei Filmen als Marvel-Actionheld „Thor“ spielte der Australier weltweit knapp zwei Milliarden Dollar ein. Am 8. März kommt sein Kriegsdrama „Operation: 12 Strong“ in die Kinos.
the red bulletin: Herr Hemsworth, Ihr aktueller Film handelt von einer Spezialeinheit und deren Einsatz in Afghanistan. Wer sind die mutigsten Menschen, denen Sie im wahren Leben je begegnet sind? chris hemsworth: Meine Mutter und mein Vater. Als ich klein war, hatte unsere Familie wenig Geld. Aber meine Eltern haben mich und meine Brüder (den Schauspielern Luke und Liam Hemsworth; Anm.) die Armut nie spüren lassen. Sie haben nonstop geschuftet, damit wir uns einen Urlaub leisten konnten oder das Surfboard, das wir unbedingt wollten.
Chris Hemsworth Der Superstar der „Thor“-Filmreihe wuchs im australischen Outback auf. Bis heute nutzt er die Natur als Inspirationsquelle.
„SPERRT EURE LAPTOPS WEG“ THE RED BULLETIN
Sie sind in Australiens Outback aufgewachsen … … in mehreren AboriginesGemeinden, ja. Ein komplett anderer Alltag, als wir ihn heute kennen. Wie sah dieser Alltag aus? Bei uns zu Hause liefen Büffel über die Straßen, in manchen Flüssen schwammen Kroko dile. Wir hatten zwar einen Fernseher mit zwei Kanälen, aber der war meistens kaputt. Wie haben Sie sich die Zeit vertrieben? Wir haben ganze Tage draußen verbracht und sind in die Aborigines-Kultur mit ihren Mythen und Geschichten eingetaucht.
Wovon erzählten diese Geschichten? Von Geistern, die angeblich im Outback in Höhlen wohnen. Meine Freunde und ich haben uns Waffen gebastelt und sind losgezogen, um die Höhlen zu erkunden. Tatsächlich haben wir dabei einmal sogar alte Wandmalereien entdeckt. Das alles sind Erfahrungen, die du in keiner Schule machen kannst. Sie sind bis heute großer Outdoor-Fan. Was suchen Sie in der Natur? Ich bin ein Mensch mit sehr viel Energie. Wenn ich dafür kein Ventil finde, fällt mir die Decke auf den Kopf. Das passiert mir, wenn ich länger in einer Stadt drehe. Ich will auch nicht ständig am Bildschirm kleben. Darum schließe ich meinen Laptop ab und zu in die Schublade ein. Dann geht’s raus in die Natur. Wo können Sie am besten abschalten? Beim Surfen! Je höher die Wellen sind und je weiter ich von meiner Komfortzone entfernt bin, desto besser. In solchen Momenten musst du voll präsent sein. Dieses Gefühl versuche ich dann den Rest des Tages aufrechtzuerhalten. Geisterhöhlen, Wellenreiten – okay. Was inspiriert Sie sonst noch? Ich finde es gefährlich, wenn man immer am selben Ort lebt. Das kann deine Weltsicht sehr stark einschränken. Also raus aus deiner Blase! Ich möchte andere Menschen und Kulturen kennenlernen und verstehen, wie sie leben. Der Gewinn daraus ist beträchtlich.
„Operation: 12 Strong“ läuft ab 9. März im Kino 11
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Aston Martin Valkyrie Sieht aus wie Science-Fiction, ist aber für die Straße zugelassen. Arme Straße.
Z
unächst gleich das Wichtigste: Nenn den Valkyrie niemals Super car. Denn das wäre eine Unter treibung an der Grenze zur Beleidigung. Wir sprechen hier von einer Koproduktion von Aston Martin und Red Bull Racing – mit dem dekla rierten Ziel, in Design und Performance alles Bisherige in den Windschatten zu stellen. Das Ergebnis? Kurz gesagt: ein straßentaugliches Formel‑ 1-Geschoss. Verzichtet kom plett auf Stahlteile. Besteht fast ausschließlich aus Carbon. Wiegt rund 1030 Kilo (weniger
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als ein Mini Cooper) – bei 1130 PS (so viele wie zwei Porsche 911). Dank V12- Hybrid-Motor bretterst du mit 400 km/h über die Renn strecke und cruist dann ent spannt nach Hause. „Er ist baumstark, aber gerten schlank“, sagt Marek Reich man, Chief Creative Officer von Aston Martin. „Die Aero dynamik ist mehr als präzise, das Handling unglaublich – mir fällt kein anderes Wort ein.“ Gefordert ist das Vokabular auch beim Preis: drei Millionen Dollar. Doch bevor du dein Konto checkst, entspann dich
– alle 150 Exemplare sind reserviert. Laut Aston Martin wurden „mehr als eine Hand voll“ von aktuellen oder ehe maligen Formel-1-Fahrern bestellt, geliefert wird 2018. Noch ein Wort über die Karosserie, Mister Reichman? „Ich weiß nicht … vielleicht wie ein wunderschönes Insekt oder ein Hai, der durch den Ozean gleitet. So etwas wie das gibt es nicht. Und wird es wohl auch nie wieder geben.“ astonmartin.com
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PETER FLAX
LUST AUF F1-FEELING?
Beim Valkyrie ist jedes Teil eine Sonder anfertigung. Das Logo besteht aus geätztem Aluminium und ist dünner als ein menschliches Haar.
So sieht das Privatauto aus, von dem Formel-1-Fahrer träumen. THE RED BULLETIN
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B UL L EVA R D Dita Von Teeses selbstbetiteltes Album erscheint am 18. Februar.
Electro-Troubadours Sébastien Tellier hat sie eine Platte voll sinnlicher Synthiepop-Perlen aufgenommen. the red bulletin: Die Welt kennt und liebt Sie als Burlesque-Tänzerin. Dass Sie auch singen, war uns neu. dita von teese: Ich bin keine Sängerin. Burlesque-Shows und Unterwäsche-Design, dar in bin ich Profi. Aber genau da lag für mich der Reiz: mich mit meiner Verletzlichkeit auseinanderzusetzen. Inwiefern? Ich habe volle Kontrolle über mein Image. Auf der Bühne präsentiere ich mich bewusst als glanzvolle, unnahbare Diva. Im Tonstudio dagegen fühlte ich mich neben den Profimusikern sehr unsicher. Ich war in einer ganz anderen Rolle. Und das war toll.
„ICH MAG ES, WENN LEUTE MICH HASSEN“ 14
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on der Ballerina zum Fetischmodel: In ihren frühen Zwanzigern wechselte Dita Von Teese vom Tutu ins Korsett, mit ihren lasziven Auftritten verdrehte sie Männern den Kopf. So auch Hugh Hefner, der sie 2002 aufs „Playboy“-Cover hievte. Seitdem gilt Von Teese als ver wegene Pop-Ikone, die gern für Schlagzeilen sorgt: mit ihren Burlesque-Shows, Mode linien, Büchern – und ihrer Ehe mit Schockrocker Marilyn Manson. Nun geht die Fünfundvierzigjährige neue Wege: Unter der Leitung des Pariser
Weil Fehltritte von Stars gern besonders gehässig kommentiert werden? Aber soll ich mich aus Angst davor daheim einsperren? Kritik gehört zur Karriere dazu. Und ehrlich: Ich mag es, wenn Leute mich hassen. Ich nehme das als Kompliment. Weil es bedeutet, dass ich ihnen nicht egal bin. Wenn dich alle mögen, ist das meistens ein schlechtes Zeichen.
artoftheteese.com
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MARCEL ANDERS
Die Burlesque-Queen greift zum Gesangsmikrofon: ein Gespräch über Verletzlichkeit und die Kraft, die im Kontrollverlust liegt.
JOHN RUSSO/CONTOUR BY GETTY IMAGES
Dita Von Teese
Klingt nicht nach der an genehmsten Erfahrung … Um erfolgreich zu sein, musst du mit deinen Gefühlen experimentieren. Schwierige Emotionen zulassen. Loslassen lernen und Kontrolle abgeben. Für mich war das eine sehr befreiende und lohnende Erfahrung. Ich wusste, dass Sébastien an mich glaubt. Warum sollte ich also diese Möglichkeit, meine Komfort zone zu verlassen, auslassen?
Skateboard Downhill Was tust du, wenn du mit 100 km/h eine Straße runterrast – ohne Bremsen? Du ge nießt es. Und machst eine Show draus.
DER ASPHALTSURFER
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KONSTANTIN REYER
in Mann. Ein Skate board. Eine steile Stra ße. Von Sekunde zu Sekunde wird er schneller, 60 km/h, 70, das Rauschen des Fahrt windes und die Rollgeräusche auf dem Asphalt werden lauter. „Ab 90 km/h ist es verrückt – da spürst du zusätzliche Ge schwindigkeit gar nicht mehr“, erklärt Nicola Nührig, besagter Mann, 30 Jahre alt und pro fessioneller Downhill-Skate boarder. Am Ende der Geraden zeigt der Tacho seines Begleit fahrzeuges 120 km/h. Per sönlicher Rekord für Nührig, den zweifachen österreichi schen Meister im Downhill. „Die Faszination liegt im Moment. Du darfst keinen Fehler machen, bist total fokussiert – und dann fühlt es sich wie Fliegen an“, sagt er. Und das Spektakulärste, das Sliden, folgt erst. Um enge Kurven möglichst schnell und dennoch sicher zu meistern, verlagert er seinen Schwerpunkt, stellt das Board quer, taucht ab, stützt sich mit der Hand ab. „Es ist wie Surfen auf Asphalt“, schwärmt Nührig. Nur dass sein „Neo prenanzug“ aus Leder ist. instagram: @nicolanuehrig
CHRISTIAN EBERLE ABASOLO
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Straßenmeister: Nicola Nührig, 30, fährt seit 1995 Skateboard, seit 2007 Downhill (ÖsterreichChampion 2013 und 2016). THE RED BULLETIN
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Skate-Pro Nicola Nührig beim Sliden in der Kurve. Für den Funken-E≠ekt sorgen Feuersteine im Handschuh.
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mit einem großen Studio abgeschlossen habe (Anm.: Robbies Produktionsfirma LuckyChap kooperiert seit 2017 mit Warner Brothers).
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eim wichtigsten Vorsprechtermin ihres Lebens verpasste Margot Robbie Leonardo DiCaprio einst eine Ohrfeige. Aber für ihre Karriere tat die australische Powerfrau noch viel mehr: Sie bestahl ihren eigenen Bruder.
the red bulletin: Mit „The Wolf of Wall Street“ wurden Sie 2013 schlagartig bekannt. Mittlerweile gelten Sie dank „I, Tonya“* als mögliche Oscar-Kandidatin. Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis? margot robbie: Ich hatte immer große Träume, ver folgte aber auch immer einen konkreten Plan. Ich bereite mich akribisch vor, anstatt zur Arbeit anzutanzen und mir zu denken, „Das schüttle ich schon irgendwie aus dem Ärmel“. Und: Ich nehme nie an, dass ich schon alles weiß. Ihr Erfolgsgeheimnis lautet also Demut. Ich versuche einfach, perma nent zu lernen. Wenn ich zum Beispiel von einer Schauspiel technik höre, die ich nicht kenne, buche ich einen Kurs. Genügt es, das Handwerk sauber zu beherrschen, um im Wirtschaftsimperium Hollywood erfolgreich zu sein? Nein. Ich musste mir auch ein eigenes Team aufbauen. Außerdem bringe ich einen gesunden Geschäftssinn mit. Ich bin extrem stolz darauf, dass ich als eine der jüngsten Produzentinnen einen Deal
Woher kommt Ihr geschäftliches Talent? Das entwickelte sich schon in der Kindheit. Sobald ich sprechen konnte, stellte ich Shows auf die Beine. Ich übte Zaubertricks und spielte sie meiner Familie vor, die dafür zahlen musste. Sobald ich sie um den Finger gewickelt hatte, mussten sie noch ein mal zahlen, damit ich ihnen den Trick verriet. Das ist fies. Ich habe auch die Spielzeuge meines Bruders geklaut und am Straßenrand verkauft. Ursprünglich dachte ich gar nicht daran, Schauspielerin zu werden. Ich wollte als Zauber künstlerin arbeiten und Hotels besitzen. Sie sprachen vorher von Ihrem Lernbedürfnis. Wie äußert sich das in Ihrem Privatleben? Ich entdecke kleine Hobbys. Vor zwei Jahren war ich von Trapezakrobatik fasziniert, also habe ich Stunden genom men. Dann fand ich Tattoos toll, also fing ich an, meine Freunde zu tätowieren. Und was machen Sie als Nächstes? Ich will Banjospielen lernen. Vielleicht wird das meine nächste Leidenschaft. Laufen Sie dabei nicht Gefahr, viele Dinge mittel mäßig, aber nichts davon gut zu können? Mal sehen: Auf dem Trapez war ich nicht schlecht. Im Tätowieren war ich furchtbar – dank mir laufen da draußen einige Leute mit grässlichen Tattoos herum. Aber darum geht es nicht. Ich tue einfach, was mir gefällt.
Ich will mich in der Film branche behaupten – mit Langlebigkeit und Qualität. Für „I, Tonya“ mussten Sie richtig gut Eislaufen lernen. Ich sage nur: Schwellungen, Blutergüsse, Blasen. Aber all das war’s wert.
instagram.com/margotrobbie * Der Film erzählt die Geschichte der Eisläuferin Tonya Harding. Die Amerikanerin wurde 1994 als „Eishexe“ weltbekannt, nachdem ihr Ehemann ein Attentat auf Hardings Konkurrentin Nancy Kerrigan beauftragt hatte. Kinostart: 23. März
Margot Robbie Sie verdrehte Leonardo DiCaprio in „The Wolf of Wall Street“ den Kopf. Nun jagt sie ihren ersten Oscar. Das Geheimnis der Australierin? Disziplin und schräge Hobbys.
„ICH TÄTOWIERTE MEINE FREUNDE“
Wenn Sie wählen müssten: Worin wollen Sie wirklich gut werden? 18
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MARY ELLEN MATTHEWS/CPI SYNDICATION
RÜDIGER STURM
Schauspielerin, Produzentin, Banjo-Schülerin: Hollywood-Multitalent Margot Robbie, 27
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ein äußerlich er innert das Under in Lindesnes an Norwegens Südspitze ein wenig an Moby Dick, den alles verschlingenden weißen Wal aus den Tiefen des Ozeans. Und irgendwie ist die Analogie ja auch stimmig: Was zu nahe kommt, findet zuverlässig kulinarische Verwertung. Bei seiner Eröffnung im Jahr 2019 wird das Under das größte Unterwasserrestaurant der Welt sein. Serviert werden naheliegenderweise Fische und Krustentiere von jenseits der Panorama-Glaswand im Unterwassergeschoss, dazu Seevögel und Wildschafe, die im Umland grasen. Besonderes Feature: Durch Licht, Geräusche und Düfte wird Plankton angelockt, was wiederum Fische anzieht. Man isst also wie in einem Aquarium. Wenn auch mit vertauschten Rollen. under.no
Unterwasser restaurant Fangfrisch hat einen neuen Superlativ: In diesem Restaurant in Norwegen verspeist du, was rund um dich gerade noch gezappelt hat. Auf Augenhöhe.
DINNER À LA CAPTAIN NEMO
Hinter der Panorama-Glaswand wartet die Spezialität des Tages.
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MIR/SNØHETTA/STIAN BROCH
TOM GUISE
Auf dem Teller treffen sich Fauna und Flora der nächsten Umgebung.
Das Restaurant Under, entworfen vom Architekturbüro Snøhetta aus Oslo (und New York), ragt sechs Meter ins Meer. THE RED BULLETIN
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Abenteuer Überleben
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Bei jeder Expedition auf alle Fälle vorbereitet: Die geniale VSSL-Box ist der Rambo unter den Survival Kits.
RETTE DICH, WER KANN HIER IST DEIN RETTUNGSTEAM Die VSSL-Supplies-Edition (im Bild) enthält: Kompass im Deckel, präzise Version der Marke Suunto alternativ erhältlich Bienenwachs kerze, brennt sechs Stunden Feueranzünder, Streichhölzer und ein Spiegel, um Signale zu geben Notfallpfeife hochfestes 7‑Meter-Seil und Rasierklinge Erste-Hilfe- Zubehör
n der Wildnis die richtigen Tools dabeizuhaben kann über Leben und Tod entscheiden. Wer aber Seile, Messer und all das andere Zeugs nicht mühsam rumschleppen will, findet in der VSSL („Vessel“ ausgesprochen) den idealen Begleiter. Denn sie verpackt jede Menge potentiell lebensverlängernde Tools so schlau, dass sie in jeden Rucksack passen. Und macht dank Aluminiumbeschichtung nach Militärstandard sicher nicht vor dir schlapp. Erfinder der VSSL ist ExNavy-SEAL Todd Weimer. Als Kind im Norden Kanadas verzweifelte er an nassen Streichhölzern, bis er eines Tages auf eine wasserdichte Streichholzbox stieß. Jahrzehnte später erinnerte sich Weimer daran und bewarb eine aufpolierte Version auf Kickstarter. Das Allergenialste an der VSSL: ihr modularer Aufbau. Die Module lassen sich in den Behälter schlichten, du entscheidest, was mitmuss: Feuer anzünder, Erste-Hilfe-Aus rüstung oder – im Falle der augenzwinkernd gemeinten „Zombie“-Edition – ein Pflock. Im Deckel befindet sich eine starke LED-Taschenlampe. „Als wir Kinder waren, stellten wir unsere eigenen Survival Kits zusammen“, erzählt Weimer. „Dadurch lernte ich vieles, was mir später half. Zum Beispiel: Bereite dich stets gut vor. Improvisiere, wenn nötig. Und bleib locker, wenn die Kacke am Dampfen ist.“ vsslgear.com
Tabletten zur Wasserreinigung und Dosenöffner Draht-/Bogen säge nach Standard der U. K. Special Forces
LED-Taschen lampe, Batterien halten bei Fernlicht 20 Stunden, bei SOS-Leuchtmodus 40 Std.
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Wegmarkierer (die Hänsel und Gretel gebraucht hätten) THE RED BULLETIN
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Angelausrüstung mit 15-MeterSchnur
J A PA N C R A F T E D
Honda NEO SPORTS CAFÉ Japan hat eine lange Handwerkstradition, deren Qualität weltweit bekannt ist. In der Entwicklung eines neuen Sport-RoadsterSegments hat Honda klassische Retro-Elemente harmonisch mit hochmodernem Styling verbunden und ließ ein Motorrad entstehen, das mit viel Liebe zum Detail entworfen wurde. Gepaart mit beispielloser Performance. Pure Emotion für stilbewusste, routinierte Fahrer, die ihr Bike lieben und es voll auskosten wollen. Das perfekte Paket aus Leistung und Stil. Details unter www.honda.at Honda empfiehlt
Ab April beim Honda-Händler.
B UL L EVA R D
3,5 Mio.
Heiße Ware
max. 3,18 Millionen
Pepper X
Zu scharf? Gibt’s nicht, sagt Ed Currie. Auf seiner Farm züchtet der Amerikaner die feurigsten Chilis der Welt.
3 Mio.
EIN BISSEN LAVA GEFÄLLIG?
2,5 Mio.
max. 2,2 Millionen
2 Mio.
Carolina Reaper
2013 krönte das Guinness-Buch der Rekorde Cur ries Kreuzung zur schärfsten Chili sorte der Welt.
1,5 Mio.
1 Mio.
Du sabberst, deine Augen rinnen. Viele schreien, wälzen sich am Boden. Manche halluzinieren. Aber keine Angst: Gefährlich ist es nicht. Nach 10 bis 30 Minuten ist der Spuk vorbei.
500.000
400.000
max. 350.000
Habanero 300.000
200.000
100.000 50.000
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max. 5000
Tabasco sauce
L
eute bezahlen mich dafür, dass ich sie zum Heulen bringe“, sagt Ed Currie mit einem Zwinkern. Den Beweis dafür liefern tausende YouTube-Videos, in denen sich Verrückte filmen, wie sie seine Kreation, den Carlina Reaper, testen – die schärfste Chilisorte der Welt. Hier spricht er über ihre heilende wie halluzinogene Wirkung. the red bulletin: Warum haben Sie mit der Chilizucht begonnen? ed currie: Ich wollte nicht sterben. In meiner Familie gibt’s viele Krebsfälle. Als ich herausfand, dass Krebs bei Bevölkerungen, die sehr scharf kochen, deutlich seltener vorkommt, fing ich damit an. Was passiert, wenn ich den Carolina Reaper koste? Nach wenigen Sekunden fängst du an zu schwitzen.
Warum tut man sich das an? Der Chili-Kick macht süchtig! Aber es gibt auch Idioten, die prahlen wollen. Die liegen oft als Erste heulend am Boden. epper X, Ihre neueste P Kreuzung, ist schärfer als der Reaper. Merkt man da noch einen Unterschied? Klar! Nicht diejenigen, für die schon der Reaper nach Lava schmeckt. Aber als Experte ist dein Körper an die Schärfe gewohnt und will ständig mehr.
Hol dir den Chili-Kick: puckerbuttpeppercompany.com
Ed Currie, Boss der PuckerButt Pepper Company, züchtet Chilis seit den 1990ern.
THE RED BULLETIN
FLORIAN OBKIRCHER
Die 1912 von Wilbur L. Scoville entwickelte Skala gibt die Schärfe von Chilisorten in Scoville-Graden an. Der Wert hängt vom Capsaicin-Anteil der Pflanze ab, einem Alkaloid, das im Körper die Schärfe empfindung auslöst.
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Very well done! Frisch, frischer, ultrafrisch ... METRO bietet Gastro Profis das größte Sortiment an ultrafrischen Produkten: Wählen Sie aus über 1.000 österreichischen und internationalen Fleischund Wurstartikel und entdecken Sie begehrte Spezialitäten! Sorgfältige ausgewählte regionale Produkte unterstützen den Trend zu einer authentischen, heimischen Kulinarik. Innovative und rare Spezialitäten sichern den Erfolg experimentierfreudiger Köche.
Exklusiv mit der Karte
26 Looping über Ungarn: Pilot Péter Besenyei (hinten) testet die Nerven unseres Autors.
„WUUUAHHHHHH!“ Bei DESTINATION RED BULL kannst du Abenteuer buchen, die es bei keinem anderen Anbieter der Welt gibt – einen Flug im Red Bull Air Race-Cockpit zum Beispiel. Aber wie viel Mut braucht man als Laie für Sturzflüge und Loopings? Ein Selbstversuch in zehn Gefühlsausbrüchen. Text ANDREAS ROTTENSCHLAGER Fotos PREDRAG VUČKOVIĆ
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er Plan: Ich setze mich mit einem der weltbesten Kunstflugpiloten ins Cockpit und fliege haarsträubende Manöver. Ein Abenteuer, das jeder bei Destination Red Bull buchen kann, dem Anbieter für Reisen abseits des Alltäglichen und exklusive Treffen mit Top-Athleten (siehe Seite 34). Mein Pilot heißt Péter Besenyei, 61, ehemaliger Red Bull Air Race-Champion, Weltmeister im Kunstflug und Flugzeugentwickler. Besenyei flog 2001 als erster Pilot kopfüber unter der Kettenbrücke in Budapest hindurch und raste 2014 mit mehr als 300 km/h durch den Kanal von Korinth. Mit diesem Mann werde ich im Cockpit sitzen. Eine Vorstellung, die eine Reihe von Gefühlen in mir hervorruft.
SKEPSIS
Der Abend vor dem Start. Ich studiere „Aerobatic Flight“-Videos auf YouTube – also Videos von mehr oder weniger mutigen Menschen, die als Passagiere in den Cockpits von Piloten-Assen sitzen. Der erste Clip zeigt einen erwachsenen Mann, der wie ein Schulmädchen kreischt. Im zweiten Video schlägt eine Frau ihre Hände vors Gesicht. Ihr Gesicht ist weiß wie ein Leintuch. Video Nummer drei wurde von einer Begleitmaschine aus gefilmt. Es zeigt ein Flugzeug, das scheinbar führerlos Richtung Erde taumelt, während der Pilot über Funk mit seinem Passagier spricht. Der Pilot sagt: „Großartig, oder?“ Ich klappe meinen Laptop zu. 28
Profi-Briefing: Pilot Péter Besenyei erklärt vor dem Start die Flugmanöver.
THE RED BULLETIN
Besenyei flog 2014 mit 300 km/h durch den Kanal von Korinth. Mit diesem Mann werde ich im Cockpit sitzen.
THE RED BULLETIN
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Unser Flugzeug rast pfeilgerade Richtung Erde. Die Fußgänger am Boden werden größer. Einer streckt den Arm aus. Er zeigt auf uns.
NEUGIER
Beim Kunstflug zeigen Piloten Manöver, die jahrelange Erfahrung im Hoch leistungsbereich der Aeronautik voraus setzen. Zum Repertoire gehören Loopings, Taumelflüge und exotisch klingende Figuren wie der „Immelmann“ (ein halber Überschlag mit anschließender halber Rolle) oder die „Kubanische Acht“ (zwei Teil-Loopings und zwei halbe Rollen). Auf die Piloten wirken dabei Kräfte von bis zu 12 g (von lat. gravitas) – also die zwölf fache Schwerkraft. Ein 80 Kilo schwerer Mann wiegt bei 12 g somit 960 Kilo, wäh rend sein Flugzeug Richtung Erde stürzt. Bevor ich zu Bett gehe, denke ich an meine Frau, an meine Lebensversicherung und an die unbezahlten Kreditraten. Irgendwann, kurz vor dem Einschlafen, denke ich aber auch: Geile Sache, so ein Kunstflug.
SPORTLICHER ERWARTUNGSDRUCK
Der nächste Morgen. Ein weiß gestriche ner Hangar, 30 Autominuten westlich von Budapest. Péter Besenyei, groß, drahtig, schneeweißer Dreitagebart, grüßt mit festem Händedruck. Besenyei ist ein freundlicher Mann mit dem eiskalten Humor eines Weltklassepiloten. Außer dem kann er Gedanken lesen. „Wir tun nichts, was du nicht willst.“ „Wie bitte?“ „Während des Fluges. Ich kündige die Manöver an. Du sagst mir, wie sie dir gefal len haben. Dann sehen wir weiter.“ Besen yei sagt, er sei in dreißig Jahren mit mehr als tausend Passagieren geflogen. „ Keiner davon hat mein Cockpit beschmutzt.“ Der Satz ist nett gemeint, baut aber eine ungute Erwartungshaltung auf: Sei nicht der Erste von tausend, der in das Cockpit einer Fliegerlegende kotzt!
SELBSTVERTRAUEN?
Buddhistische Ruhe: Piloten-Legende Besenyei, 61, fliegt eine Rolle nach rechts.
Ich schlüpfe in den Fliegeroverall, der sich erstaunlich weich anfühlt. Ich setze den Helm auf und ziehe die Mikrofonantenne vor den Mund. Fast fühle ich mich wie ein richtiger Pilot. Nur die Sache mit dem Fliegen muss ich noch hinkriegen. Vor dem Hangartor parkt unser Flugzeug: eine Extra 330L, dunkelblau, Schülersitz vorn, Pilotensitz hinten, Spann weite: 7,70 Meter. Ich lege die Hand auf die Tragfläche und wippe mit dem Flügel. Das Flugzeug wirkt überraschend leicht, als wäre es innen hohl. Tatsächlich schiebt Besenyei die Maschine ohne fremde Hilfe auf die Startbahn. Dann hebt er einen Kieselstein auf und klemmt ihn unter das Heckrad des Flugzeugs. „Damit es nicht wegrollt.“ 31
Das könnte ein angenehmer Tag werden, denke ich. „Fliegen wir einen Looping!“, sagt Besenyei.
Besenyei im PilotenCockpit seiner Extra 330L. Beim Passagier sitz (vorn) fehlt der Steuerknüppel.
Ich fixiere den Kieselstein. Gedanken leser Besenyei legt seine Hand auf meine Schulter: „Falls du dich nicht wohl fühlst, wechseln wir in den Panoramaflug.“ „Ich will Manöver fliegen“, sage ich und versuche, abgebrüht zu klingen. „Gott sei Dank“, sagt meine innere Stimme. Ich zwänge mich in meinen Sitz. Vor mir eine nackte Armatur, zwei Mini-Tacho meter. Der Steuerknüppel fehlt. Meine Beine stecken in der Nase des Flugzeugs. Besenyei gurtet mich fest, steigt in den Pi lotensitz hinter mir und schließt die Luke.
LAMPENFIEBER
Besenyei startet die Maschine. Das Brum men des Rotors lässt meinen Brustkorb sanft vibrieren. Ich starre auf das einzige Instrument im Cockpit, das ich benutzen darf: einen weißen Knopf auf einem Hebel links neben meinem Knie. Der Knopf akti viert den Bordfunk. „Bereit?“, funkt Peter. Ich drücke den weißen Knopf. „Ähm … ja.“ 32
INTENSIVES HERZKLOPFEN
Tatsächlich ist dies der Moment, in dem mein Herz durch das Futter des Renn anzugs pocht. Ich sitze in einem filigranen Flieger, den ein Kieselstein auf der Start bahn zu halten vermag. Mein Leben liegt in den Händen eines Mannes, den ich nicht sehen kann, weil er hinter mir sitzt. Noch könnte ich den weißen Knopf drücken, eine Entschuldigung heraus würgen und aussteigen. Aber das wäre feig – und extrem dumm. Einen BesenyeiFlug kriege ich nur einmal im Leben. Bumm! Bumm! Bumm! macht das Herz. Schon heben wir ab.
ÜBERRASCHEND GROSSE EUPHORIE
Der Steigflug dauert nur wenige Sekunden. Die Sicht aus dem Cockpit ist großartig: Felder, Laubbäume, Ungarns weites Flach land. An Bord spüre ich selbst kleinste Steuerkorrekturen und zarte Luftstöße. „Mit dem Hintern fliegen“ nennen es Piloten, wenn sie ihr Flugzeug fühlen.
Jetzt weiß ich, warum. Das könnte ein angenehmer Nachtmittag werden. „Fliegen wir einen Looping!“, funkt Besenyei. „Äh, okay.“ Besenyei zieht die Nase des Flugzeugs hoch. Die Felder Ungarns verschwinden aus meinem Blickfeld. Dann wird mein Blickfeld blau, und wir steigen senkrecht in den Himmel. Das Flugzeug dreht sich weiter – wir stehen kopf –, dann stürzt unsere Maschine pfeilgerade abwärts. Folgendes Bild wird sich in mein Ge dächtnis brennen: ein ungarisches Feld, das auf uns zufliegt; drei Fußgänger auf einem Feldweg. Die drei Personen werden immer größer. Einer der drei streckt den Arm aus. Er zeigt auf uns. Dann fängt Besenyei das Flugzeug wieder ab. Eine unsichtbare Faust drückt mich in den Sitz. Und wir fliegen wieder geradeaus, als wäre nichts passiert. „Wie hat dir der Looping gefallen?“, funkt Besenyei. „Wuuuahhhhhh!“ THE RED BULLETIN
„Wie bitte?“ „Wuuuahhhhhh! Wow!“ Ich bräuchte jetzt ein paar Minuten, um das Manöver emotional zu verarbeiten. Ein ungarischer Riesen-Looping! Aber Besenyei will das Momentum nutzen. „Gleich fliegen wir kopfüber!“ Besenyei dreht die Maschine auf den Rücken. Der Boden ist nun oben, der Himmel unten. Ich hänge bombenfest im Gurt. Wie in der Achterbahn – großartig und babyleicht. Dann dreht Besenyei die Maschine wieder zurück.
2018 gastiert das Red Bull Air Race (im Bild: Pilot Nicolas Ivano≠, Team Hamilton) wieder in Budapest.
SO GENIESST DU DEINEN FLUG Fünf Tipps für Passagiere 1. ISS, WAS DU MAGST Spezialnahrung am Morgen des Fluges? Nicht nötig, sagt Piloten-Legende Péter Besenyei: „Ein hungriger Magen ist genauso falsch wie Völlerei zum Frühstück. Iss einfach, als würdest du nach dem Frühstück joggen gehen.“ 2. VERTRAU DEM PILOTEN Bei Destination Red Bull buchst du Piloten der globalen Kunstflug-Elite. Es gibt keinen Grund zur Panik. Oder hättest du Angst davor, das Menü eines Sternekochs zu essen? Eben. 3. STELL DUMME FRAGEN Wo darf ich mich festklammern? Was soll ich anziehen? Darf ich während des Fluges telefonieren? Kommunikation macht dein Erlebnis besser. 4. SCHAU GENAU Für jedes Manöver gibt es Referenzpunkte, die du im Auge behalten kannst. Bei einer Rolle fixierst du die Nase des Flugzeugs. Beim Looping die Flügelspitze, die dir den aktuellen Steigungswinkel verrät. So genießt du jedes Manöver wie ein Profi.
ARMIN WALCHER/RED BULL CONTENT POOL
5. SEI EHRLICH Dir wird während des Fluges trotzdem schlecht? Funk nach hinten zum Piloten. Wenn du im Cockpit einer Rennmaschine sitzt (Stichwort: 360-Grad-Blick), schlägt selbst ein ruhiger Panoramaflug jeden Urlaubsflug um Längen.
Relax-Momente: Pilot (hinten) und Autor beim Panoramaflug über Ungarn
THE RED BULLETIN
SCHWINDEL
Fast habe ich den einzigen technischen Auftrag des Tages vergessen. Der Fotograf hat mich gebeten, Selfies von mir und dem Piloten zu schießen. Also nehme ich die GoPro-Actioncam aus der Halterung, starre in die Linse und verstoße gegen die wichtigste Passagier-Regel: Behalte stets den Horizont als Referenz im Auge, falls du nicht willst, dass dir schlecht wird. Während ich die Kamera hin und her schwenke, spüre ich ein leichtes Bohren im Magen, als hätte ich am Vortag in einem wenig vertrauenswürdigen Fischrestaurant gespeist. Ich denke an die tausend Mit flieger, von denen keiner Péter Besenyeis Cockpit beschmutzt hat, und drücke den weißen Knopf: „Panoramaflug!“ Sekunden später gleitet das Flugzeug ruhig und gerade durch den Himmel. Verschnaufpause. Tja, auch Panoramaflüge wollen getestet werden …
MÄNNLICHE SELBSTÜBERSCHÄTZUNG
Sobald mein Magen wieder fit ist, finde ich Panaromaflüge langweilig. Ich bin Kunstpilot! Mit Looping-Erfahrung! Über Funk verlange ich nach g-Kräften. Besenyei fliegt nun mit Highspeed S-Kurven und kippt seine Maschine bei jeder Schleife um 90 Grad. Die g-Kräfte pressen mich heftiger als vorhin in den Sitz und zerren spürbar an meinen Gesichtsmuskeln. Das ist Spitzensport. Rennmodus. Luke Skywalker im Anflug auf den Todesstern. Das müssen mindes-
DIE RED BULL AIR RACE-REISE DESTINATION RED BULL steht für Reiseerlebnisse abseits des Alltäglichen. Im Paket „Red Bull Air Race“ nimmst du als VIP-Gast am Rennen in Budapest (23. und 24. 6.) teil. Im Paket: Zugang zur Premium-Sky-Lounge, Übernachtung im 4-Sterne-Hotel, ein Treffen mit Péter Besenyei und den Red Bull Air Race-Piloten. Und als Highlight: dein Rendezvous mit den g‑Kräften beim Passagier-Kunstflug. Buchungen: destination.redbull.com
tens 8 g sein! („Vier“, wird mich Péter nach der Landung korrigieren). Innerhalb von Sekunden schrumpft mein Ego wieder auf Nichtpilotengröße, während mein Respekt vor den Renn- und Kunstpiloten dieser Welt steigt. Wahnsinn!
PATHOS (UND EIN WENIG STOLZ)
Mit einem sanften Hopser setzt das Flugzeug auf der Landebahn auf und kommt zum Stehen. Besenyei öffnet die Luke. Meine wackeligen Beine tasten sich über die linke Tragfläche zurück auf sicheren Boden. Dann fluten Glücks hormone meinen Körper. „Wow!“, sage ich zu Besenyei. „Nicht gekotzt“, jubelt meine innere Stimme. Ich bin jetzt airborne. Ich habe die Schwerkraft besiegt. Ich könnte sofort wieder Manöver fliegen. Am besten einen Looping.
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2018 startet die Scuderia Toro Rosso mit Honda-Power in die Formel 1. Mehr als Grund genug, um den NSX mit seinen vier Motoren und 600 PS am Red Bull Ring auszuführen. Text WERNER JESSNER Foto KONSTANTIN REYER
Supersportwagen Honda NSX in Spielberg: 120 Zentimeter hohe und 308 km/h schnelle Hybrid-Kompetenz der rassigen Art
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„Die Nachbarn freuen sich, wenn sie nicht vom Grölen eines Supersportlers geweckt werden. Denn der NSX kann auch leise.“ Im „Quiet“-Modus rollt der Honda lautlos aus der Boxengasse, als wäre er irgendein beliebiges Elektroauto.
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Designer, lasst euch von der Luft leiten: Sehr schön sieht man die Tropfenform des Dachs. Ebenfalls schön und e∞zient: versenkte Türgri≠e
Die Sitzposition ist kompakt und kuschelig, allerdings nicht so klaustrophobisch wie in den meisten anderen Supersportwagen.
„Es gibt derzeit wahrscheinlich kein Auto, mit dem ein Laie so schnell fahren kann, und schnell heißt: schnell-schnell.“
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osworth. Ferrari. Renault. In ihrer zwölf jährigen Formel-1-Geschichte ist die Scuderia Toro Rosso mit drei unterschiedlichen Motoren gefahren, die alle eines gemein hatten: Sie waren am freien Markt erhältlich, also nicht am letzten Stand der Technik. Von der Stange. Nicht perfekt ins Auto integrierbar. Friss oder stirb, aber zahl. Das Nachwuchsteam aus Faenza in der Emilia-Romagna hat nie Werksunterstützung gehabt, nicht einmal bei Sebastian Vettels sensationellem Sieg in Monza 2008. Die Erfolge zeigen, wie gut die kleine Truppe unter der Führung von Franz Tost arbeitet. Von Vettel über Ricciardo und Verstappen bis Sainz wurden junge Fahrer hier zu den Besten ihres Fachs ausgebildet. 2018 wird diese Arbeit endlich belohnt, und Toro Rosso wird erstmals in seiner Geschichte ein echtes Werksteam. Dafür muss man sich indirekt bei Fernando Alonso bedanken, der Honda bei dessen bisherigem Partner McLaren rausgeekelt hat: zu wenig Leistung, zu wenig haltbar seien die Motoren für Alonsos Ge
THE RED BULLETIN
schmack. Was der Weltmeister von 2005 und 2006 übersehen haben mag: die dramatischen Verbesserungen, die Honda im Verlauf des letzten Jahres geschafft hatte. Manche halten den Honda-Motor bereits jetzt für so stark und haltbar wie jenen von Renault, mit dem Toro Rosso in der Saison 2017 gefahren ist. Es wäre nicht das erste Mal, dass Honda ein wenig länger ge braucht hätte, um an die Spitze zu kommen. Zwischen 2006 und 2008 hatte man ein eigenes Team betrieben. Doch die Erfolge wollten sich nicht schnell genug einstellen, und so beschloss die Konzernzentrale, selbiges mit dem ganzen Rennstall zu machen. Teamchef Ross Brawn übernahm den Betrieb und das bereits fertig entwickelte Auto auf eigene Kosten – und wurde damit 2009 sensationellerweise mit Jenson Button Weltmeister. Auf dem Honda stand allerdings nicht mehr Honda drauf, sondern „Brawn GP“. Was für eine vergebene Chance, was für Folgen der Ungeduld! Im folgenden Jahr kaufte Mercedes den Laden und schmiedet seither im ehemaligen Honda-Werk WM-Titel. Man kann also davon ausgehen, dass Honda diesmal die Geduld aufbringen wird, um die Lorbeeren jener Bäume auch 41
Honda ist der größte Motorenhersteller der Welt und hat Senna und Prost in der Formel 1 zu Weltmeistern gemacht. Der Honda NSX aus der Vogelperspektive: Die Beschleunigung auf 100 km/h wird vom Hersteller nobel mit „unter drei Sekunden“ angegeben.
Lieb gewonnene Tradition schneller Hondas: Seit dem Roadster S2000 von 1999 werden sie mit einem Startbutton anstelle eines Schlüssels angelassen.
tatsächlich zu ernten, die man beim Comeback als Motoren lieferant im Jahr 2015 gepflanzt hat. Für Toro Rosso ist die Honda-Partnerschaft die Möglichkeit, erstmals gratis auf Maß arbeit zugreifen zu können, anstatt sich nach den Vorgaben eines Motorenherstellers zu richten. Statt mit Turnpatschen im Supermarkt einkaufen zu müssen, gibt es plötzlich angepasste Rennschuhe vom Spezialisten – umsonst. Honda ist der größte Motorenhersteller der Welt, hat Ayrton Senna und Alain Prost in der Formel 1 zu Weltmeistern gemacht und Mick Doohan und Marc Márquez in der MotoGP. Man kann davon ausgehen, dass Honda die komplexe Hybridtechnik des Formel-1-Motors unter Kontrolle bringen wird. Immerhin schafft man es ja auch, den aufregendsten Hybrid-Supersportwagen der Gegenwart zu bauen: Auftritt NSX.
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er nur 120 Zentimeter hohe Muskel, der in Box 30 des Red Bull Ring steht, hat insgesamt vier Motoren: zuallererst einen Sechszylinder im Heck mit 507 PS. Ihm geht ein direkt daran aufgesetzter Elektromotor mit 48 PS zur Hand, dessen Aufgabe es ist, dem Ben zinmotor bei tiefen Drehzahlen auf die Sprünge zu helfen. Das ist das Elegante am Hybrid-Konzept: E-Motoren sind konstruktionsbedingt umso stärker, je niedriger die Drehzahl ist. Bei Verbrennern ist es genau umgekehrt. Kombiniert man die beiden, bekommt man Leistung übers gesamte Drehzahlband. Und weil man E-Infrastruktur inklusive zentral und tief verpack ter Batterien bereits an Bord hatte, konstruierte man an jedes Vorderrad einen zusätzlichen E-Motor mit 37 PS. Jetzt hatte das Auto auch noch Allradantrieb. All das ist technisch so spektakulär und kompliziert, wie es klingt. Noch komplizierter ist es, das Komplizierte einfach wirken zu lassen. Nicht jeder kann mit 600 PS umgehen. Die Chance, be reits beim Losfahren zu scheitern, ist groß. Nicht aber im Honda NSX. Er hat ein 9-Gang-Getriebe, sogar mit Automatikfunktion. Wählt man den „Quiet“-Modus, rollt er überhaupt elektrisch los wie jedes beliebige Elektroauto. Beeindruckend, aber auch ein wenig gespenstisch. Und doch: Die Nachbarn werden sich freu en, wenn sie nicht vom Auspuffgrölen einer Supersportrakete geweckt werden. THE RED BULLETIN
Die Aerodynamik des NSX ist extrem effizient, ohne dass man es notwendigerweise bemerkt. Dieses Auto braucht keine massiven Spoiler für Downforce.
Doch der NSX kann auch anders. Wir drehen den großen s ilbernen Knopf in der Mittelkonsole: „Sport+“-Modus. Es gibt diese Menschen, die sich völlig verändern, sobald die Schein werfer angehen. Alles ändert sich: Körperspannung, Stimme, Mimik, Blick. So ein Auto ist der NSX. Wenn man ihn lässt, wird er zur Bühnensau. Die Beschleunigung auf 100 km/h, nobel mit „unter drei Sekunden“ angegeben, verliert auch darüber nichts an Vehemenz. Völlig linear zoomt die komplexe Antriebsarchitektur den weißen Flügel über den Spielberg, dass dir angst und bange werden könnte, wüsstest du es nicht zu genießen. An drei Stellen zeigt der digitale Tachometer 235 km/h: vor der OMV‑, der Remus- und der Rauch-Kurve. Die Telemetriedaten der Formel 1 weisen für 2017 ein TopspeedPlus von nicht einmal 100 km/h auf den Geraden aus. Warum das beeindruckend ist: Ein Motor der Formel 1 muss mit Fahrer 772 Kilo beschleunigen, die vier des NSX, ebenfalls mit Fahrer, immerhin 1,9 Tonnen. Noch spektakulärer:Die enge Remus-Kurve schafft der Honda mit knapp unter 70 km/h. Die Formel 1 liegt hier knapp unter 90 km/h. Wie aber fühlt es sich an, innerhalb von 120 Metern von 235 auf 70 km/h zu verzögern und danach den Einlenkpunkt ganz präzis treffen zu müssen? Die Antwort ist große Kunst: sicher, berechenbar, spektakulär. Der NSX bleibt total stabil, die Lenkung scheint Gedanken lesen zu können, und sobald du wieder aufs Gas wechselst, spürst du, wie dich die beiden Motoren an der Vorderachse behutsam auf die Ideallinie ziehen. Dazwischen zieht einem die Fliehkraft die Wangen vom Gebiss. Es gibt der zeit wahrscheinlich kein Auto, mit dem ein Laie so schnell fahren kann, und schnell heißt: schnell-schnell. Ein befreundetes Auto magazin ließ 2015 die Crème de la Crème der Supersportler unter Profi-Hand am Red Bull Ring antreten, von Porsche bis Aston Martin. Die Daten zeigen, dass sogar ein Amateur mit dem NSX im Spitzenfeld mitgemischt hätte. Nach ein paar fliegenden Runden lassen Konzentration und Bremsen aber nach, wir rollen in die Box – elektrisch, flüsterleise. In Box Nummer 30 des ansonsten leeren Red Bull Ring warten ein paar Kinder und wollen tatsächlich ein Autogramm; warum bloß? Das Auto war so gut, nicht der Fahrer. Sorry, Kids! scuderiatororosso.redbull.com 43
TAK E F I V E
TANJA ERATH
DER RADPROFI AUS DEM SCHLAFZIMMER Die 28-jährige Deutsche saß in ihrer winzigen Wohnung auf dem Hometrainer und radelte sich über die Online-Plattform „Zwift“ zu einem Profi-Vertrag im echten Leben.
2 Nur Leistung zählt
Ich liebe das Konzept der Zwift Aca demy. Normalerweise braucht man Kon takte oder einen bestimmten Background, um es in ein Profiteam zu schaffen. Aber bei Zwift ist das anders: Das Team weiß nichts über dich, beurteilt wird einzig und allein deine Leistung.
3 Sprint der Avatare
Bei Zwift fährst du auf wirklichkeits getreuen Strecken und nimmst als Avatar an Rennen teil. Wenn andere schneller fahren, überholen sie dich. Geht es berg auf, macht es dir dein Smart-Trainer ent sprechend schwieriger. Bergab ist es dann wieder leichter. Du musst dich wie bei einem echten Rennen anstrengen. Hinter den anderen Avataren stecken ja auch echte Menschen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich im Schlafzimmer so sehr pushen könnte, aber es geht.
4 Sieg über 2158 andere
2017 starteten 2159 Frauen in der Academy. In der ersten Runde musste man 15 Workouts in sechs Wochen ab solvieren – was nur knapp 600 schafften. Von denen qualifizierten sich zehn fürs Halbfinale. Ich stalkte die anderen mit der Strava-App, um mich zu vergleichen – und merkte: Meine Zahlen sind gut! Dann kamen sieben Workouts: vier auf Zwift, drei in echt. Die drei Finalistinnen reisten zum Trainingscamp von Canyon SRAM nach Koblenz. Es war surreal.
Die Ärztin und der Avatar mit Waden aus Stahl
1 Ein Traum Ich dachte, ich würde im Krankenhaus arbeiten – aber jetzt reise ich als Radprofi durch die Welt.“ TANJA ERATH
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Ich war seit meinem elften Lebensjahr Triathletin, 15 Jahre lang. Ich war gut, aber das Medizinstudium war mir wich tiger. Nach einer Verletzung 2016 konnte ich nicht mehr schmerzfrei laufen. Also konzentrierte ich mich auf das Radfahren. Ein Freund erzählte mir von einem Con test auf der Online-Plattform Zwift, die Radrennen simuliert. Dort konnte man einen Vertrag mit Canyon SRAM Racing gewinnen – und ich gewann! Ich dachte, ich würde im Spital arbeiten, aber jetzt reise ich als Profi durch die Welt.
5 Das neue Leben
Als ich gewann, war ich wirklich über rascht. Es veränderte mein ganzes Leben. Ich studiere nicht mehr und bin auch keine Ärztin. Ich lebe jetzt in Girona in Spanien und bin ein Profi, der trainiert, Rennen fährt, reist. In meinem Terminkalender steht „Yorkshire, Kalifornien, Frankreich“. Und es ist nicht virtuell, sondern alles echt.
Folge Eraths Karriere auf wmncycling.com Text RUTH MORGAN Foto TINO POHLMANN THE RED BULLETIN
Der Kämpfer Mit dreißig war Ronald „The Black Mamba“ Dlamini ganz oben: Südafrikas erster schwarzer MMA-Champion, Vorbild, Star. Doch dann das Drama: Hirnhautenzündung, zehn Tage Koma. Als er erwachte, konnte er nicht mehr sehen. Am Tag darauf begann sein größter Fight. Text TOM WARD Fotos PAUL SAMUELS
Inspiration: der blinde MMA-Fighter Ronald Dlamini
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F
ight Night im Greyville Racecourse in der südafrikanischen Millionenmetropole Durban. Draußen Blitze, Donner; Regen peitscht auf die Straßen. Drinnen grelles Neonlicht, in einer bis zum letzten Platz gefüllten Halle fiebern 2000 Fans dem Beginn der Mixed-Martial-Arts-Kämpfe entgegen. Als Erster betritt Iksaan Rahaman den Ring. Der Bantamgewichtler vom örtlichen Team „Gorgeous Boyz Hardcore“, kurz GBH, ist schlank und durchtrainiert. Vor Anspannung hüpft er nervös von einem Bein aufs andere. Sein Gegner, ebenso kompakt, drahtig und definiert, macht noch ein kurzes Warm-up, dann beginnt der Kampf. Haut klatscht auf Haut. Das Publikum jubelt. Zunächst scheint es, als wäre das nicht Rahamans Nacht. Aber nach einem Hagel
Dlamini beim Spaziergang in Durban
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gut abgestimmter Kicks und einem späten Takedown besiegt er seinen Gegner durch K. o. Der Referee hebt Rahamans Hand. Später wird er erzählen, dass er diesen Sieg seinem Coach verdankt, Ronald Dlamini, dem ersten schwarzen MMAWeltergewichts-Champion Südafrikas. Was so besonders daran ist: Dlamini ist seit fünf Jahren völlig blind. „Für jemanden, der blind ist, kann dieser Mann unglaubliche Dinge“, sagt Rahaman. „Nicht nur als Trainer, auch als Kämpfer. Immer noch. Er bringt uns bei, dass es gar nicht nötig ist, alles zu sehen. Manchmal genügt, dass du es fühlst.“
Blinder Ehrgeiz
Dlamini wiegt 78 Kilogramm bei einer Größe von 1,76 Metern. Sein Körper ist breit, muskulös, athletisch. Die Blumenkohlohren verraten seine Vergangenheit als Profikämpfer. Seine imposante MMABilanz bis 2012, seinem letzten Profijahr, beträgt 27:4 (zwei Niederlagen durch K. o., zwei wegen vorzeitiger Verletzungen). „Kämpfen hat mich schon immer interessiert“, sagt er ruhig. „Ich kam aus einer armen Familie, war der stille, schüchterne Typ. Weil ich einen ziemlich großen Kopf hatte, wurde ich in der Schule von den anderen immer gemobbt. Ich musste mir also einen Weg überlegen, mich zu behaupten.“ Seine Kampfkarriere außerhalb der Schule begann, als er mit elf von seiner Großmutter, bei der er aufgewachsen
Obwohl Dlamini blind ist, trainiert er wie frßher – er versteht es, seine Intuition zu verfeinern.
war, zurück zu seinen Eltern und seinem vierzehnjährigen Bruder nach Mandeni in der Township Sundumbili zog, neunzig Autominuten von Durban entfernt. Sein Bruder trainierte Kyokushin-Karate, eine harte Vollkontaktvariante des Sports. Weil Dlamini sich zu Hause langweilte, begleitete er seinen Bruder eines Tages ins Dojo. Er wurde nicht wirklich warmherzig willkommen geheißen: Gleich am ersten Tag ließ man den blutigen Anfänger gegen einen der besten Kämpfer antreten. „Die haben mich gleich beim ersten Mal mit einem Schwarzgurt sparren lassen!“, sagt er und lacht. „Aber das war mir egal, Mann. Ich ließ mir nichts ge fallen. Ich hatte ja nichts zu verlieren. Danach beschloss ich, der Beste zu werden.“ Dlamini lief täglich zehn Kilometer ins Fitnesscenter, trainierte dort und lief wieder zurück nach Hause – zusätzlich zu seinem Sechs-Kilometer-Fußweg zur Schule. „Nach drei Monaten konnte ich erstmals einen Treffer gegen diesen Schwarzgurt landen. Nach fünf Monaten konnte er mir nichts mehr anhaben“, sagt er – immer noch sichtlich stolz. Dlamini hatte Blut geleckt. Bald hatte er genug vom Karate, mit neunzehn wechselte er zum Kickboxen, später zum Muay Thai, einer besonders harten Dis ziplin des Thaiboxens. Er war der einzige Schwarze unter den Kämpfern. Bei seinem ersten Thaibox-Fight schlug er seinen Gegner nieder und wartete in SpagatStellung, bis dieser wieder aufstand. Die
Zuschauer liebten es. „Alle riefen: ‚Black Mamba! Black Mamba!‘“, erzählt er lachend. Der Kampfname blieb ihm. Zum Mixed Martial Arts kam Dlamini durch Zufall: Er musste einspringen, weil ein Freund im letzten Moment ausgefallen war. Er gewann den Kampf, er gewann seine nächsten Kämpfe, er gewann, gewann und gewann. Doch je berühmter er wurde, desto schlimmer wurden die rassistischen Be leidigungen durch einen prominenten weißen Kämpfer. Dlamini blieb ruhig. Er revanchierte sich auf seine Art, im südafrikanischen Weltergewichtstitelkampf im Jahr 2010. „Ich hatte ihn am Boden, sein Trainer brüllte dauernd rein, er solle das tun und jenes. Ich grinste und sagte: ‚Das wird nicht klappen, Baby.‘“ Dlamini gewann den Kampf überlegen. Sein Trainer Rhyne Hassan wurde der erste schwarze Trainer eines MMA-Champions. Und Dlamini erster schwarzer Weltergewichtsmeister Südafrikas. Zwei Jahre später zog er sich aus dem Profikampfsport zurück. Er hatte alles erreicht. Es gab keine Herausforderungen mehr. Er war am Zenit angelangt.
Dunkle Tage
Zu dieser Zeit begannen seine hämmernden Kopfschmerzen. Im Krankenhaus wurde Meningitis diagnostiziert, allerdings eine heilbare Form. Als der Arzt sein Krankenzimmer verlassen hatte, kam eine Krankenschwester und spritzte ihm
Idol: Die MMA-Kämpfer seines Clubs hören auf die Ratschläge der Black Mamba.
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ein Mittel gegen seine Schmerzen. Er solle nur ja dem Doktor nichts davon erzählen. „Sie ging fünf Schritte zurück, und ich sah plötzlich nichts mehr“, sagt Dlamini. Es macht ihn immer noch schwermütig, sich an den Schock von damals zu erinnern. „Ich fiel ins Koma. Als ich nach zehn Tagen aufwachte, war ich wahnsinnig. Ich wollte kämpfen, war aggressiv gegen jeden – ich dachte, ich sei im Ring.“ Seine Zwillingsschwester besuchte ihn jeden Tag im Krankenhaus. Seine Freunde von GBH kamen vorbei, wann immer sie konnten. Auch wenn sie hartgesottene Kämpfer waren, es rührte sie zu Tränen, den Champ so hilflos im Bett liegen zu sehen. Er hatte Schmerzen, er konnte nichts essen, er magerte ab auf 49 Kilo. Aber Dlamini ließ sich nicht unter kriegen. Er beschloss zu kämpfen. Zog in sein Elternhaus, wo seine Schwester und seine Eltern ihn badeten und Essen für ihn kochten. In den nächsten Monaten lernte er langsam, sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Jeden Tag wurde er stärker, jeden Tag wurde er selbständiger. Dlamini meisterte diese neue Aufgabe mit derselben Entschlossenheit, mit der er in seinem ersten Leben zum Champion im Ring aufgestiegen war. „Irgendwann war ich so weit, dass ich nicht mehr einfach nur zu Hause rumsitzen konnte – blind hin oder her“, sagt Dlamini. Er wollte trainieren, wieder in den Ring steigen. „Wenn du blind wirst, macht dich das mutlos, kraftlos. Und das musst du überwinden. Ich glaube heute, dass mir dieses schwere Kreuz auferlegt wurde, weil ich es tragen kann.“ Die meisten Blinden, die Dlamini in der Reha traf, waren gebrochene Menschen. Viele waren überfallen oder sogar ver gewaltigt worden. Von da an war Dlamini sein Weg klar: Er würde sehbehinderten Menschen Selbstverteidigung beibringen. „Könnte ich noch sehen, hätte ich von diesen Leuten nie erfahren“, sagt er. „Ich will meine Fähigkeiten weitergeben.“ Er versuchte eine neue Normalität in sein Leben zu bringen, traf sich mit Freunden im Shoppingcenter zum Essen, machte Scherze. „Ich habe das beim Sport gelernt: Wenn du einen Kampf verlierst, besprich es mit deinen Freunden und lass es dann hinter dir. Ich wusste schon von früher, wie sich eine Niederlage, wie sich eine Enttäuschung anfühlt. Aber ich wusste auch schon von früher: Du musst einfach weitermachen.“ THE RED BULLETIN
Visionär: Dlamini möchte blinde Kämpfer in aller Welt unterrichten.
„Ich wusste von früher, wie man mit einer Niederlage umgeht.“
Auch ohne sehen zu können ist Dlamini ein gefürchteter Gegner. „Ich muss dich nur spüren, dann weiß ich, was du vorhast.“
Sparring mit Clubkollege Iksaan Rahaman
Der Kampf zurück
Trotz der Erblindung hat der 37-Jährige seine Fähigkeiten im Ring nicht verloren. Er bewegt sich leichtfüßig, geschmeidig, blitzschnell. Dlamini trainiert heute, wie so oft, mit seinem guten Freund Hassan, einem der allerbesten Kämpfer der Gor geous Boyz Hardcore. „Er hat gelernt, mit seinem Handicap umzugehen“, sagt Hassan, während er seinem Kumpel beim Training am Sandsack zusieht. „Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so stark ist. Er hatte ein erfülltes Leben, verlor es – und jetzt führt er ein neues erfülltes Leben. Ich fragte ihn eines Tages im Spital, was er tun würde, wenn er nur einen Wunsch frei hätte. Er sagte: ‚Ich möchte mit euch trainieren.‘ Das war sein einziges Ziel.“ Ironie des Schicksals: Drei Monate bevor Dlamini sein Augenlicht verlor, begannen er und Hassan, mit verbundenen Augen zu kämpfen – als Training, um sich im Dunkeln besser gegen Angreifer ver teidigen zu können. Beide konnten nicht ahnen, wie sehr Dlamini schon bald von diesem Experiment profitieren würde, wie sehr es ihm helfen würde, seine Sinne zu entwickeln. Dlaminis Orientierungssinn ist ver blüffend, er kann beim Autofahren als Beifahrer Richtungsanweisungen geben, er kann auch seinen aktuellen Aufenthaltsort exakt benennen. Aber im Ring, beim täglichen Sparring mit Blinden und Nichtblinden, wird noch THE RED BULLETIN
„Für Black Mamba gibt es keine Grenzen.“ um einiges deutlicher, wie gut er sich entwickelt hat. „Ich muss dich nur einmal berühren und weiß, wo du bist. Ich weiß, was du machst“, sagt er. Schritte und Manöver des Gegners hat er tatsächlich als Bilder in seinem Kopf. Und der untrügliche Instinkt des Kämpfers lässt ihn spüren, wann eine Faust auf ihn zufliegt – und er weiß: Sobald der Gegner attackiert, ist dessen Körper wahrscheinlich ungeschützt. Dann reagiert Dlamini blitzschnell, attackiert seinerseits den Gegner, packt ihn. Und jeder seiner Gegner weiß: Sobald die Schwarze Mamba dich umklammert hat, ist der Kampf so gut wie beendet. „Der stärkste Sinn des Menschen ist das Sehen“, sagt er. „Es ist schwer, etwas zu vergessen, das man gesehen hat. Jetzt fällt es mir schwer, etwas zu vergessen, das ich berührt habe. Auch alle anderen Sinne sind schärfer geworden: Ich rieche besser, höre besser. Wenn ich dich be rühre, weiß ich, wie viel du wiegst. Beim Sparring höre ich auf deine Atmung und auf deine Schritte. Und greife dich dort an, wo du am verwundbarsten bist.“
Zweites Gesicht
Bei der Fight Night im Greyville Racecourse am Samstagabend schlängelt sich Dlamini durch die Zuschauermenge. Mit dabei ist Hassan, Sonnenbrille, Trainingsanzug, viel Gold. Dlamini, ganz Black Mamba, mit dicker GBH-Kette, umgedrehter Kappe und GBH-T-Shirt. Andere Kämpfer grüßen ihn voller Respekt, wenn er an ihnen vorbeigeht. Der Abend wurde von der örtlichen Martial-Arts-Legende Larry Vorstor organisiert. Er wird ehrfurchtsvoll „Shihan“ Larry genannt (Shihan heißt „Meister“ auf Japanisch). In seinem Dojo wurde Dlamini nach dem Titelgewinn zum MMA-Trainer ausgebildet. „Ich liebe und bewundere ihn“, sagt Vorstor. „Für Ronald gibt es keine Grenzen. Er ist ein wahrer Champion. Er kam von ganz unten, er musste Vor urteile und Rassismus ertragen, er wurde blind. Und er gab niemals auf. Er ist eine unglaubliche Inspiration für uns alle.“ In der Umkleide, wo sich Rahaman und die anderen Kämpfer aufwärmen, wird Dlamini respektvoll „Sensei“ (japanisch für „Lehrer“) genannt. Es ist den GBH-Kämpfern wichtig, dass er bei der Besprechung der Kampftaktik dabei ist. Ruhig und konzentriert sitzt er da, ganz in seinem Element. „Ich kann den Kampf nicht sehen“, sagt er. „Aber ich habe jemanden, der ihn mir beschreibt. Dadurch habe ich den Kampf in meinem Kopf. So ‚sehe‘ ich ihn doch.“ Seine taktischen Ratschläge sind das eine – das a ndere ist seine schiere Anwesenheit. Sie gibt den anderen Kämpfern Kraft. „Wenn sie mich sehen, spornt sie das an. Weil sie wissen, dass ich der Typ bin, der niemals aufgibt.“ Dlamini hat viele Pläne für die Zukunft. Nächstes Jahr wird er Seminare über das Leben als Blinder geben. Und er wird eine zweite Gruppe Blinder in einem Nobelviertel Durbans zu MMA-Kämpfern ausbilden. Sein ganz großes Ziel ist es, blinde Kämpfer auf der ganzen Welt zu trainieren. „Ich möchte, dass jeder seinen Platz in unserer Gesellschaft bekommt. Niemand soll sich diskriminiert oder isoliert fühlen“, sagt er. „Ich möchte die Welt bereisen. Ich möchte Licht in das Leben von Menschen bringen. Es hat doch keinen Sinn, rumzusitzen und sich zu beschweren, dass alles vorbei ist. Chancen kommen nicht von selbst.“ Dlamini steht auf. Der nächste Kampf wartet. „Solange du atmest“, lächelt The Black Mamba, „musst du alles versuchen.“ 53
Awolnation-Livekonzert im Aufnahmestudio Supersense, Wien: Passiert der Band ein Fehler, landet der Fehler auf der Platte.
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AWOLNATION finden Echtsein wichtiger als Perfektsein. Darum nahmen die „Sail“-Stars in Wien ein analoges Live-Album auf – in einem Take und ohne die Chance, im Nachhinein das kleinste Detail zu verändern.
Interview ALEX LISETZ Fotos JORK WEISSMANN
spielte es auch keine Rolle, wenn nicht jede Note hundertprozentig saß, eher im Gegenteil“. Später dann, mit Awolnation, reißt er sich schmerzhaft ehrliche Texte aus dem Leib, „weil ich unsere Fans so berühren will, wie mich meine Lieblingsmusiker berührt haben“. Aber wie weit würde Aaron Bruno für seine Sehnsucht nach dem Echten wirklich gehen? Noch zwei Tage, dann wird er sich der ultimativen Probe stellen.
AZETAT UND SAPHIR
Konzert-Momente: Sänger Aaron Bruno (oben links mit Live-Gitarrist) während der Session in Wien.
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wolnation-Sänger Aaron Bruno steht barfuß auf einer winzigen Bühne und hat Sorge: dass ein Handy läutet. Vor ihm wartet ein Raum voller Awolnation-Fans darauf, dass er mit dem Konzert beginnt. Aaron könnte jetzt an die 79 Wochen denken, die sein Welthit „Sail“ in den Billboard Hot 100 Charts stand. An e inen Morgenlauf in den Hügeln von Malibu. Oder an den Blick seiner Frau, wenn sie scharf auf ihn ist. Aber er denkt an alles, was gleich schiefgehen könnte. Als der Toningenieur das vereinbarte Zeichen gibt, legt der Gitarrist neben ihm los. Aaron packt das Mikro und fängt an zu singen. Jetzt geht es um alles.
AUF DER SUCHE
Zwei Tage zuvor sitzt Aaron Bruno auf einer braun gemusterten Couch im obersten Stockwerk des 25hours Hotel im siebten Wiener Bezirk und gibt Interviews. 56
Aaron ist ein unkalifornischer Kalifornier, er mag Smalltalk nicht. Aber heute will er gar nicht aufhören zu reden, vor allem nicht über sein neues Awolnation-Album, das „Here Come the Runts“ heißt. „Ich wollte noch offener, noch schonungsloser zeigen, wer ich wirklich bin“, betont er in jedem Interview. Die Journalisten nicken höflich. Sie haben die Phrase vom „ehrlichsten, persönlichsten Album“ schon von vielen Popstars gehört. Aber dieser Mann meint das ernst. „Ich suche nach den echten Dingen“, sagt er, „weil rund um uns alles Fake ist. Unsere Nahrungsmittel sind Mogel packungen. Unsere Beziehungen sind Mogelpackungen, die Musik, die wir hören – alles.“ Aaron Bruno hat diese Sehnsucht, seit er denken kann. Als Jugendlichen fasziniert ihn die Straight-Edge-Bewegung: der Exzess, der ohne Alkohol und Drogen auskommt. An der Punkrock-Szene zieht ihn die rohe, unfrisierte Energie der Musik an. Und den Liedermacher Jeff Buckley liebt er für die pure Emotion seiner Stimme – „da
Am nächsten Morgen tröpfeln die Awolnation-Mitglieder Punkt neun Uhr aus ihrem Tourbus. Herkömmliche Rockstars gehen zu dieser Tageszeit allmählich zu Bett, doch Aaron Bruno ist hellwach. Er will endlich dieses kleine Wiener Studio sehen, von dem er schon so viel gehört hat. Es heißt Supersense, ist zugleich Café, Shop und Kuriositätenkabinett und so etwas wie das Mekka analoger Technik. Man kann hier zum Beispiel mit der weltgrößten Polaroidkamera die weltgrößten Polaroidfotos machen. Oder mit dem hoch wertigsten, bestrestaurierten OriginalEquipment der 1960er-Jahre eine Schallplatte aufnehmen. Diese Gelegenheit haben bereits Bands wie die Fantastischen Vier oder Triggerfinger wahrgenommen. Und sie ist auch der Grund, warum Aaron Bruno die lange Anreise von Los Angeles auf sich genommen hat. Florian „Doc“ Kaps ist der Gründer und Besitzer von Supersense. Er hat seinen Laden zur Institution von europaweitem Ruf gemacht und verpasst jetzt Aaron Bruno einen Crashkurs in Sachen analoger Aufnahmetechnik. „Jeder Ton, den eure Mikrofone einfangen, wird über das Mischpult direkt in diese Schall platten-Graviermaschine geleitet.“ Während er spricht, tätschelt er zärtlich ein Sammlerstück aus den 1960er-Jahren, das wie eine Mischung aus Wasch- und Zeitmaschine aussieht. „Hier oben ritzt ein Saphirstichel jede Schallschwingung direkt in die Lackfolie. Daraus entsteht eine Schallplatte, zweimal zwölf Minuten lang. Wir können die Aufnahme nicht stoppen, nicht wiederholen, und wir können nachher nichts mehr daran ver ändern. Wenn du dich versingst oder im Publikum ein Handy läutet, ist alles auf Platte.“ Aaron nickt. „Alles klar, Doc.“ Er geht ganz nah ran, schnuppert an der Folie. Seine Songs werden nach Azetatlack riechen, seine Stimme wird eine THE RED BULLETIN
Die Löcher im T-Shirt täuschen: Nach zehn Millionen verkauften Alben könnte sich dieser Mann durchaus ein ganzes leisten.
THE RED BULLETIN
„Ich suche nach den echten Dingen, weil rund um uns alles Fake ist.“ 57
Ein Mann mit intensivem Blick: Awolnation-Sänger Aaron Bruno will sich beim Singen tief in die Seele blicken lassen.
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„Ich glaube, wir bewundern das Perfekte, aber es ist das nicht Perfekte, was uns berührt und eine Verbindung schafft.“ THE RED BULLETIN
Rille sein, seine Energie wird eine Schicht schwarzen Lack formen. Aaron lächelt, und seine unruhigen Augen werden ganz weich.
EVA MÜHLBACHER
TAKTLOSIGKEITEN
Aaron, sagen wir, erklär uns, warum du im Jahr 2017 ein Album mit der Technik von 1960 aufnehmen willst? „Die analoge Technik holt dich aus der Komfortzone heraus“, sagt Aaron. „Wenn du eine Schallplatte live mitschneidest, zeigst du dich ohne Filter. Da ist kein Platz für Tricks.“ Aber analog aufzunehmen ist umständlich und altmodisch, wenden wir ein. „Man sollte nicht immer den kürzesten Weg nehmen“, widerspricht Aaron. „Natürlich hat digital aufzunehmen eine Million Vorteile. Aber kannst du zu einer Sounddatei eine Beziehung aufbauen? Ich habe eine abgegriffene John-DenverWeihnachts-LP daheim. Oder meine legendäre ‚Brothers in Arms‘-Platte von den Dire Straits. Die ist so zerkratzt, dass man sie kaum mehr anhören kann. Diese Stücke sind echte Wegbegleiter für mich.“ Guter Punkt, sagen wir. Und wenn wirklich etwas schiefgehen sollte, könnt ihr den Rohling ja wegwerfen und die Aufnahme mit einem anderen Rohling wiederholen, oder? Aaron macht jetzt ganz große Augen. „Nein, weil wir uns mitsamt unseren Fehlern zeigen wollen“, sagt er, „weil es wichtiger ist, echt und authentisch zu sein, als fehlerfrei zu sein.“ Und dann erzählt er die Geschichte seines Megahits „Sail“, der (nach „Radioactive“ von Imagine Dragons) länger in den Top 100 der Billboard-Charts war als jeder andere Song der Geschichte. „Ich habe die Vocals in zwanzig Minuten eingesungen, jede Tonspur ein Take“, sagt er, „und ich mochte die rohe Energie der Nummer.“ Dass die Aufnahme alles andere als perfekt war, merkte er erst nach der Veröffentlichung: „Beim Gesang sind ein paar Töne richtig flach, und die Percussion Drum ist von Anfang bis Ende völlig aus dem Takt.“ „Sail“ verkaufte sich trotz dieser Schönheitsfehler mehr als zehn Millionen Mal. Oder gerade deswegen? „Ich glaube, wir bewundern das Perfekte“, sagt Aaron Bruno, „aber es ist das nicht Perfekte, was uns berührt und eine Verbindung schafft. Darum sollten wir uns viel öfter trauen, uns nicht so perfekt zu zeigen, wie wir wirklich sind.“ THE RED BULLETIN
BLANK LIEGENDE NERVEN
Das Blöde ist nur: Wir Menschen zeigen uns nur ungern von unserer unvollkommenen Seite. Darum ist zwei Stunden vor der Liveshow jedes Teammitglied merklich angespannt. Lukas Obwaller, der Cutting Engineer vor Ort, geht noch einmal alle Schritte durch: Maschine in Gang setzen, Einlaufrille für die Plattennadel eingraben, Startzeichen an die Band, Instrumente überwachen. Eric Stenman, der Producer der Band, klebt Post-its auf sein Mischpult. Er hat sich beim Soundcheck aufgeschrieben, an welcher Stelle er das Echo zurücknehmen muss, wann er welchen Regler hochdrehen kann. Seine Sorge: Wenn die Band auch nur um zehn Sekunden überzieht, ist die Platte vielleicht mitten in einem Takt zu Ende. Gar nicht elegant.
So entsteht eine Direktschnittplatte Digitale Aufnahmen sind seit zwei Musikergenerationen Industrie-Standard, weil sie billiger, e∞zienter und leichter zu bearbeiten sind. Die Songs werden nach der Aufnahme gemischt und ge mastert, alle Informationen komprimiert, sodass sie möglichst wenig Speicherplatz verbrauchen. Direktschnittplatten werden in einer Schallplatten-Schnittmaschine im Wortsinn „mitgeschnitten“: Ein Saphirstichel prägt eine komplexe dreidimensionale Rille in den Rohling, während ein Staubsauger den freigeschabten Span entfernt. Die Nadel des Plattenspielers übersetzt den Verlauf der Rille später in Schwingungen der Lautsprechermembranen zurück. Im Supersense-Studio lief während des Awolnation-Konzerts zusätzlich ein ana loges Tonband mit. Aus dieser Aufnahme wurden in den Tagen nach dem Konzert in Echtzeit und mühsamer Handarbeit 77 weitere Lackschallplatten geschnitten, die im Shop bestellt werden können: masterrecord.supersense.com/ awolnation
Dabei könnten alle ganz entspannt sein. Digital Detox hat Awolnation immerhin schon ein paarmal richtig gutgetan. Aaron Bruno schrieb das komplette zweite Awolnation-Album in einer abgelegenen Holzhütte ohne Internetanschluss. Seinen aktuellen Hit „Passion“ nahm er – so wie den Rest des neuen Albums – mit der selben billigen Gibson-Gitarre aus den 1950er-Jahren auf, auf der er einst Gitarre spielen gelernt hat.
EIN INTIMER MOMENT
Um 20.37 Uhr betritt Aaron Bruno die Bühne und raunt seinen Leuten beruhigend zu: „Es geht heute nur darum, Spaß zu haben.“ Dann beginnt Aaron an all das zu denken, an das er nicht denken wollte. An defekte Mikros. An Texthänger. An verpasste Einsätze. Dann startet der erste Song, „7 Sticks“. Die Band gibt von Anfang an Vollgas, und Aaron Bruno findet schnell in seine Rolle. Er singt kraftvoll und konzentriert, das Publikum geht ab, aber er fühlt den Flow noch nicht ganz. Als Nächstes kommt „Passion“, die neue Single. Die Hände gehen in die Höhe, Aaron surft locker über eine schwierige Stelle, und da sind die zwölf Minuten der ersten Seite schon wieder vorüber. Es gibt eine kurze Unterbrechung, dann startet die Aufnahme der zweiten Seite. Da passiert es – beim Intro von „Hollow“ bricht ein Schlagzeugpedal. Während der Saphirstichel unaufhörlich die Rille in die kreisende Lackfolie prägt, muss der Song neu angespielt werden. Das Erstaunliche dabei ist: Es macht gar nichts. Im Gegenteil, der kleine, augenzwinkernde Schlenker schafft auf einmal eine noch engere Verbindung zum Publikum. Und auch in Aaron Bruno scheint ein Schalter umgelegt. Jetzt singt er wie entfesselt, erst „Hollow“, dann „Sail“, in einer Version, die man so noch nicht gehört hat, energiegeladen, aber dennoch intim, nah bei sich und seinen Gefühlen und zugleich ganz nah bei jedem Zuhörer im Publikum. Dann ist die Aufnahme fertig, und keiner im Team versteht mehr, was Aaron zuvor so nervös gemacht hat. Weil es doch immer nur um die einfachste Sache der Welt geht: echt zu sein, aber nicht fehlerlos.
„Analog In Vienna“, der Film über die Aufnahme der Awolnation EP on demand auf redbull.tv; awolnationmusic.com 59
EINSATZ AN DEN GRENZEN Island hat keine Armee, aber ein schlagkräftiges Heer ehrenamtlicher Lebensretter: eine Reportage aus dem Inneren der nationalen Such- und Rettungsorganisation und ein Lehrstück über Selbstlosigkeit, Härte und Teamwork. Text NORA O’DONNELL Fotos JONAS BENDIKSEN
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Eiskalt: die ehren amtlichen Suchund Rettungshelfer Islands beim Training im Nordatlantik
Mitglieder des ICE-SAR-Teams in Selfoss beim Anmarsch zu einem Einsatzort
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or der Küste Islands, ein paar Kilometer südwestlich von Reykjavík, springt, rast, dreht sich ein Rettungsboot über den Nordatlantik wie ein Rallyeauto im Drift. Darinnen sitzen zwei Crewmitglieder in leuchtend karmesinroten Trockentauchanzügen. Dahinter sitze ich. Ich klammere mich an i hren Sitzen fest, damit ich nicht wie Popcorn durch die kleine Kabine geschleudert werde. „Wollt ihr, dass ich kotze?“, brülle ich gegen das Heulen des Motors an. Ich höre nicht, was sie antworten, aber ich sehe sie kichern. Es nieselt an diesem Oktobersamstag, und das Meer ist ruhiger als üblicherweise um diese Jahreszeit. Und so nutzt die Crew das für ein bisschen „Spaß“. Freilich sagen sie nicht Spaß zu ihren wilden Manövern, sondern Training: Je virtuoser sie ihr Boot auch in Extremsituationen
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beherrschen, desto besser. Wenn man Leben retten will, sagen die beiden in der ersten Reihe, könne man gar nicht gut genug vorbereitet sein. Islands wild zerklüftete, einsame Landschaft mit ihren aktiven Vulkanen, tosenden Flüssen und von Spalten durchzogenen Gletschern ist ein Naturparadies – und gefährlich. Wenn etwas passiert (und es passiert ziemlich viel), rücken die ehrenamtlichen Rettungsteams aus. Das Land hat zwar Polizei und Küstenwache, aber kein Militär. Es sind einfache Bürger – Tischler, Lkw-Fahrer, Studenten, Archivare –, die sich um Verunglückte kümmern. Sie lassen bei einem Notfall alles liegen und stehen, egal ob sie gerade mit den Kindern spielen oder eigentlich einen wichtigen Termin wahrzunehmen hätten. Diese erstaunliche Gruppe von Freiwilligen nennt sich „Icelandic Search and Rescue Association“, kurz ICE-SAR (isländisch: Slysavarnafélagið Landsbjörg). Sie zählt etwa 4000 Mitglieder, in knapp 100 Teams im ganzen Land organisiert. Seit der
Gründung des ersten Teams 1928 befreiten diese Samariter zehntausende Menschen aus Schneestürmen, Hochwassern und Lawinen. Allein 2017 half ICE-SAR in über 1000 Notfällen, 150 davon lebensbedrohlich. Und nichts von alldem wird vom Staat finanziert. Die Mitglieder der ICE-SAR verkaufen Feuerwerkskörper und Schlüsselanhänger, die wie Retter aussehen – und sie verkaufen wirklich eine Menge von dem Klimbim. „In diesem Jahr verdiente unsere Abteilung 6000 Euro durch Schlüssel anhänger“, sagt Heimir Haraldsson, 41, ein stämmiger, sanftmütiger Schiffstechniker, Vorsitzender der lokalen Booteinheit nahe Reykjavík. Haraldsson ist der Veteran an Bord und damit Leiter des heutigen Trainings. Als wir über den bitter kalten Nordatlantik fahren, erzählt er, dass er in Hof aufwuchs, einem kleinen Dorf im Südosten Islands. Und dass er im Hafen arbeitete, weil er von den örtlichen Kapitänen lernen wollte, sein Boot sicher durch die meterhohen Wellen zu lenken. THE RED BULLETIN
„Erfrischend“, sagt einer über das lebensgefährlich kalte Wasser.
Ein Wildwasser-Spezialist springt von einem Felsblock in den tobenden Fluss Tungufljót.
Magnús Sigurdsson trainiert mit Bruder Elias die Rettung aus der Spalte des Gletschers Sólheimajökull.
Allzeit bereit: 40 bis 50 Rettungseinsätze warten pro Jahr. 64
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„Aber ich wusste schon früh, ich will nicht in Hof bleiben“, überbrüllt er den Motorenlärm. „Ich kannte mein ganzes Leben lang nur Fisch, Fisch, Fisch. Vielleicht ging ich deshalb in die Stadt, nach Reykjavík. Und zum Rettungsteam.“ Haraldsson wurde als Teenager nicht Pfadfinder, sondern ging zur ICE-SAR-Jugendabteilung. „Das ist das Wichtigste bei der ICE-SAR: die Nachwuchsarbeit – dass junge Leute kommen und richtig gut ausgebildet werden“, sagt er.
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as achtköpfige Team, das heute Nachmittag auf dem offenen Meer übt, besteht aus jungen Leuten, viele von ihnen erst Anfang zwanzig. Rund die Hälfte von ihnen steckt noch in der 18-monatigen Grundausbildung, in den Kursen über die Basics: Seenotrettung, Bergsteigen, Erste Hilfe. Nach der Grundausbildung können sich die Mit glieder spezialisieren, zum Beispiel auf Disziplinen wie Berg- oder Wildwasserrettung. „Ich weiß noch nicht, in welche Richtung ich später gehen möchte“, sagt Dagbjört Jónsdóttir, die einzige Frau an Bord. „Ich bin Anfängerin.“ Die 31-jährige Architektin, ausdrucksvolle Augen, zwei liebevoll geflochtene Haarzöpfe, sitzt an Deck des Bootes, das rhythmisch über die Wellen klatscht, und wischt sich mit dem Handschuh das arktische Meerwasser vom Gesicht. Es ist erst ihr zweites Mal auf dem Boot. Bei der Diskussion, wer bei der heutigen Übung das Unglücksopfer spielen darf, wird ihr darum das Privileg zuteil, als Erste gefragt zu werden. Ob sie Lust hat, ins Wasser zu springen. Jónsdóttir schmunzelt und antwortet mit einem gedehnten Ton, der nur wenig Überzeugung erkennen lässt. Man kann ihr die Zurückhaltung nicht verdenken. Das Wasser hat ungefähr vier Grad, ohne Neoprenoder Trockenanzug verliert man in kaum zehn Minuten die Kontrolle über seine Muskeln und ertrinkt. Die Leute von ICE-SAR sind freilich geübt im Umgang mit natür lichen Gefahren – und das auch außerhalb ihrer Einsätze: Fast alle, mit denen ich sprach, machen in ihrer Freizeit Extremsportarten wie Kaltwasser-Surfen oder Eisklettern. „Ich liebe Mountainbiken“, sagt Jónsdóttir. „Die Liebe zur Bewegung,
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Heimir Haraldsson, 41, kommandiert das Boot auf dem Ozean in der Nähe von Reykjavík.
zum Sport in freier Natur ist einer der Gründe, warum ich so gern im Rettungsteam bin. Es ist der perfekte Ort, um Leute mit gleichen Interessen zu treffen. Wir haben so viel Natur hier. Und wenn das Wetter beschissen ist, gehst du trotzdem raus und hast Spaß. Solange du richtig angezogen bist, hast du nichts zu befürchten.“ Alle an Bord tragen die gleichen clownhaft knallroten Trockenanzüge, für den Fall, dass sie ins eisige Meerwasser springen müssen. Der, der heute tatsächlich springen „darf“, ist Daniel Ágústsson, 20, Fotografie- Student. Er soll bei der Übung einen ertrinkenden Fischer spielen. Wieder und wieder springt Ágústsson ins eisige Meer, damit ihn seine Kollegen wieder und wieder aufs Boot hieven können. Er bläst vor Kälte die Wangen auf wie ein Kugelfisch und kneift die Augen zusammen. Auf See arbeiten die Teams der ICE-SAR oft mit der Küstenwache zusammen, und die hat einen Heli kopter. Im besten Fall evakuiert der Helidie Menschen, die in Gefahr geraten sind, und die Leute der ICE-SAR bringen Boote in Sicherheit oder bergen Wrackteile. „Aber der ‚beste Fall‘ ist nicht die Norm“, sagt Haraldsson, „denn manchmal kann der Helikopter nicht starten oder fällt aus anderen Gründen aus. Aber wir dürfen nicht ausfallen, egal was passiert.“ Haraldsson ist keiner, der ausfällt. Der Routinier löst die extremsten
Fälle auch unter den härtesten Bedingungen. Jónsdóttir hingegen, Rookie, wird noch oft am Stützpunkt eingesetzt. „Ich verstehe das natürlich“, sagt sie und seufzt leise. „Aber man ist natürlich ungeduldig. Gerade neulich sagte ich zu einer Freundin: ‚Wenn ich hier rumsitze, habe ich das Gefühl, ich mache nichts.‘ Sie antwortete: ‚Ach was, überhaupt nicht. Du bist eine große Hilfe.‘ Und sie hat ja auch recht. Die anderen sind nach ihren Einsätzen physisch und psychisch kaputt. Stell dir vor, sie kehren zum Stützpunkt zurück, und niemand ist da, der sich um sie kümmert. Wenn man einfach nur da ist und eine positive Ausstrahlung hat, ist das schon wichtig. Jeder hilft eben auf seine Weise.“ Neben den Rettungsaktionen gibt es immer wieder auch Sucheinsätze – wie etwa im Jänner 2017, als die 20-jährige Birna Brjánsdóttir verschwand. Bei der größten Suchaktion in der Geschichte Islands durchkämmten mehr als 700 Freiwillige 11.000 Quadratkilometer. Nach acht Tagen entdeckte eine HubschrauberCrew den leblosen Körper der jungen Frau an einem entlegenen Strand. Neun Monate später wurde ein Seemann aus Grönland verurteilt. Es war einer der seltenen Mordfälle in einem Land mit einer der niedrigsten Verbrechensraten der Welt. Pro Jahr besuchen zwei Millionen Menschen aus aller Welt die Insel, 65
„Touristen machen manchmal Dinge, bei denen ich mich frage, wo ihr gesunder Menschen verstand geblieben ist.“
entsprechend oft muss die ICE-SAR ortsunkundige, mangelhaft vorbe reitete oder leichtsinnige Touristen retten. 2015 sorgten zum Beispiel vier junge britische Abenteurer für Schlagzeilen. Sie mussten bei ihrem Versuch, Island auf Skiern zu durchqueren, gleich dreimal gerettet werden. Ein Jahr später ignorierten Dutzende Touristen Absperrketten und Warnschilder am Wasserfall Gullfoss und begingen einen vereisten Weg – mit dramatischen Folgen, Rettungsbergung inklusive. Ebendort kletterte im Jahr 2017 eine Touristin die steilen Klippen unter dem Aussichtspunkt hinunter. Sie riskierte ihr Leben – für ein Selfie. „Wenn Touristen solche waghalsigen Dinge tun, frage ich mich, wo ihr gesunder Menschenverstand geblieben ist“, sagt Ágúst Kjartansson, ein 28-jähriger ICE-SAR-Teamleiter und Ausbildner. „Aber manchmal liegt es wohl auch an Unterschieden in der Mentalität. Und für Ausländer können unsere Hauptstraßen wie Feldwege aussehen.“ Kjartansson erzählt, dass letztes Jahr ein Tourist mitten auf der Hauptstraße an der Südküste stand und die Polarlichter beobachtete. Er wurde von einem Auto getötet. „Wenn es nicht absolut ungefährlich aussieht, was du tust“, rät Kjartansson allen, die Island besuchen, „dann lass die Finger davon.“
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Dagbjört Jónsdóttir und Stefán Reynisson im Rettungsboot auf dem Nordatlantik
inen Tag nach der Übung im Ozean schließe ich mich Kjartansson und seinem Team an, das in Selfoss im Süden Islands stationiert ist. Wir treffen uns am Fluss Tungu fljót in der Nähe von Strokkur, einem aktiven Geysir und beliebten Reiseziel für Touristen. Kjartansson leitet heute ein Wildwassertraining. Unter ganz besonderen Bedingungen: Gletscherwasser hart am Gefrierpunkt, wilde Stromschnellen, Strudel und Wirbel, Felsblöcke und unter der Wasseroberfläche tausende scharfkantige Steine. „Das Wasser ist wirklich kalt“, sagt Magnús Sigurdsson, ein weiterer Ausbildner. „Richtig erfrischend.“ Es sieht weniger erfrischend aus als schlicht furchteinflößend. Das Tosen der Stromschnelle macht alle nervös, aber sie überspielen ihre Nervosität. „Normale Leute würden hier nie reinspringen“, sagt einer. „Aber wir sind keine normalen Leute“, entgegnet ein anderer. 67
„Ich bin kein Held. Ich bin nur Teil eines Teams. Held ist das Team.“ Selfoss-Teamleiter Ágúst Kjartansson evakuiert seinen Kollegen während einer Rettungsübung.
„Ágúst ist ein ziemlich guter Schwimmer“, sagt Sigurdsson, bevor sie ins Wasser springen. „Sieh ihn dir an.“ Kjartansson erinnert tatsächlich an einen Wikinger. Mit den rötlichen Wangen, seinem langen karamell farbenen Bart und dem eher kleinen, aber strammen, sehnigen Körper könnte er wahrscheinlich auch ein Langschiff aus dem 10. Jahrhundert allein rudern. Kjartansson, der Trockenanzug und Helm trägt, springt ins Wasser. Er lässt sich flussabwärts durch die Stromschnellen treiben, nutzt die schwächere Strömung um einen Fels block zur Richtungsänderung und schwimmt stromaufwärts – schnell und mit roboterhafter Präzision. Auf einem Felsblock erwarten ihn zwei Kollegen, sie beugen sich zu ihm r unter, strecken ihre Hände aus und ziehen ihn hoch. 68
Jeder Einzelne muss diese Aufgabe erfüllen, wieder und wieder. Mit klammen Fingern, völlig unterkühlt, mit Eiswasser in den Lungen, wieder den Fluss runter, wieder z urück gegen die Stromschnellen. Zurück an Land, wendet sich einer von der Gruppe ab und erbricht vor Erschöpfung. Bei der Mittagspause wenig später in einer nahen Cafeteria sind die Strapazen kein Thema. Die Gruppe scherzt darüber, dass sie eigentlich alle miteinander verwandt sind – kein Witz, sondern Tatsache auf einer 330.000-Einwohner-Insel, die jahrhundertelang relativ isoliert war. Isländer können sogar mittels App in einer Genpool-Datenbank nach forschen, um festzustellen, ob sie mit potenziellen Partnern zu nah ver wandt sind. Es gilt das Motto: „Geht gemeinsam in die App, bevor ihr ge meinsam ins Bett geht.“
Diese große Verbundenheit, die manchmal auch eine Bürde sein kann, motiviert aber alle Helfer bei jeder großen Rettungsmission umso mehr. Es ist so, als wäre das ganze Land ein Dorf, in dem jeder jedem gern hilft. Viele Mitglieder des Selfoss-Teams sind Bergsteiger. Magnús Sigurdsson, 27, und sein jüngerer Bruder Elias, 20, brechen nach dem Essen zum Sól heimajökull-Gletscher auf, um eine Spaltenbergung zu üben. Vor zwei Jahren war der Weg dorthin noch nicht befestigt, aber jetzt besuchen Touristen häufig die eisige Attraktion. Ein gefährliches Unterfangen: Hier kann ein einziger falscher Schritt eine Katastrophe bedeuten. Magnús und Elias werden in eine Gletscherspalte abgeseilt. Elias spielt das Opfer. Magnús hebt seinen Bruder auf seinen Schoß, sichert ihn mit einem Seil und signalisiert den beiden THE RED BULLETIN
Kollegen oben, dass sie mit dem Hochziehen beginnen sollen. Die zwei machen das alles so mühelos, dass man sie bitten muss, innezuhalten und in die Kamera zu lächeln. Das Selfoss-Team kommt im Durch schnitt auf 40 bis 50 Rettungseinsätze im Jahr. Die Helfer können jederzeit angerufen werden – auch wenn sie in der Arbeit sind. Bringt das keine Probleme mit den Chefs? Nein, alle winken ab. Die Chefs sind da sehr kulant. Die Mitglieder von ICE-SAR genießen im ganzen Land hohen Respekt. Jeder hier schätzt, dass die ehrenamtlichen Retter rund um die Uhr bereitstehen für Einsätze, die viele Stunden dauern können – tagsüber, nachts, an Wochenenden oder Feiertagen. „Auch zu Weihnachten machen wir keine Pause“, sagt Elias auf der Rückfahrt nach Selfoss.
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m 26. Dezember 2015 erhielt das Selfoss-Team um ein Uhr morgens einen Anruf. Ein Mann, der seinen Job verloren hatte, war in den Fluss gesprungen. Es hatte draußen minus zwölf Grad. Elias, Magnús und Kjartansson suchten mit ihrem Team 48 Stunden lang nach dem Mann – bei insgesamt gerade einmal acht Stunden Pause. „Angenehm war es nicht“, erzählt Kjartansson am nächsten Tag in einem Café in Reykjavík. Er pendelt
Leichtes Gepäck: Rettungen in un wegsamem Gelände werden oft mit mini maler Ausrüstung durchgeführt.
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von Selfoss nach Reykjavík, wo er als Programmierer an der Uni-Klinik arbeitet. „Als wir im Motorboot über den Fluss fuhren, gefror das Spritzwasser sofort an unseren Trocken anzügen“, sagt er. „Und es war völlig dunkel. Wir hatten nur Scheinwerfer und Taschenlampen, um uns zurechtzufinden – und um nach dem ab gängigen Mann zu suchen.“ Jeder in Selfoss war an der Suche beteiligt, Freiwillige, Polizei, Feuerwehr, Küstenwache. Aber der Mann wurde nie gefunden. Als Freiwillige bekommen die Mitglieder von ICE-SAR kein Geld. So frage ich Kjartansson, ob er dieser Arbeit nicht manchmal überdrüssig ist – zum Beispiel wie vergangenes Jahr zu Weihnachten, als er völlig durchnässt durch die Nacht fuhr, der Anzug vereist, die Nase halb erfroren. „Nein“, sagt er bestimmt. „Wir helfen, weil wir es können und wollen. Ich denke nie an mich. Wenn es so weit ist, vergesse ich alles andere und konzentriere mich nur noch auf die Mission. Ich will dazu beitragen, dass alles gut ausgeht. Klar kommen Emotionen auf, wenn du wirklich müde bist oder erschöpft. Aber das gehört einfach dazu.“ Außerdem bekommt man einen ordentlichen Adrenalinrausch, wenn man es schafft, jemanden zu retten. Vor ein paar Wochen, erzählt Kjartansson, hatte er eine Teambesprechung im Stützpunkt. Plötzlich kam der Anruf, dass ein Mann von einer Brücke am Fluss gesprungen war. Das Selfoss-Team stürmte los und brachte sein Boot zu Wasser. „Ich war auf dem Boot“, erinnert sich Kjartansson. „Ich sah den Mann und sprang ins Wasser, um ihn zu beatmen.“ Gerade einmal neun Minuten waren seit dem Notruf vergangen. Kjartansson und sein Team hoben den Mann ins Boot, am Ufer warteten schon Sanitäter, die Küstenwache kam per Helikopter und brachte das Opfer ins Krankenhaus. Es ist Kjartansson wichtig, dass er nicht wie ein Held behandelt wird. „Ich hätte das Boot nie so schnell zum Fluss bringen können, wäre ich allein gewesen. Und ich hätte den Kerl nie allein hochheben können. Obwohl ich derjenige war, der ihn beatmete, war ich nur Teil einer langen Kette. Alles klappte, weil die Kette der Belastung standhielt. Der Held ist allein das Team.“
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Talent-Turbo: Thomas Rabitsch, 61, mit dem legendären Neve-CapricornMischpult (Jahrgang 1990) in seinem Studio in Wien-Ottakring.
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homas Rabitsch hat viel erlebt. Der Einundsechzigjährige war Gründungsmitglied der Hallucination Company, Bandleader von Falco und Teil des Slow Club. In seinem berühmten Studio am Wiener Wilhelminenberg rappte Nazar, kanalisierten Drahdiwaberl ihr Chaos auf Platte und sangen Willi Resetarits und DJ Ötzi für Tsunami-Opfer. 2008 erlitt Hansi Lang dort einen Schlaganfall, an dessen Folgen er später starb. Rabitsch sah die Exzesse der Achtziger, arbeitete in den Nullerjahren als musikalischer Leiter vieler ORF-Castingshows und war Projekt leiter des Falco-Tribute-Konzerts beim Donauinselfest 2017.
Der Geburtshelfer
Talent erkennen, fördern, beschützen, lenken: Kaum jemand kann das besser als THOMAS RABITSCH. Der österreichische Musikproduzent über das Wesen der Kreativität und die Arbeit mit Falco, Hansi Lang und Co. Text JONAS VOGT Foto ELSA OKAZAKI
the red bulletin: Fangen wir gleich mit einer schwierigen Frage an: Was ist Kreativität? thomas rabitsch: Kreativität heißt, seine Antennen auszufahren. Robert Stolz wurde angeblich einmal gefragt, wie ihm denn das Lied „Im Prater blüh’n wieder die Bäume“ eingefallen ist. Er meinte: „Es schwirrte einfach um mich herum, und ich hab es nur auffangen brauchen.“ Dieses Auffangen, das ist der entscheidende Moment, ja ein fast religiöser Prozess. Dazu muss man aber bereit sein und sich gänzlich fallen lassen können, wie in einer Meditation. Kann man das lernen? Man kann es schärfen. Die Methodik, die Herangehensweise, sich dabei durch nichts und niemanden ablenken zu lassen. Und man muss sich auch selbst die Umgebung schaffen, in der man das 71
erreichen kann. Aber letztlich muss jeder Mensch herausfinden, wie er am besten arbeitet. Stefan Weber von Drahdiwaberl hat nicht nur Texte geschrieben, sondern auch immer fein ziselierte Zeichnungen dazu gemacht. Das gehörte für ihn dazu, das war sein Weg. Du hast lange bei Castingshows im ORF gearbeitet. Wie erkennst du Talent? Mir muss es erst mal gefallen. So einfach ist das. Ich merke in der Sekunde, wo jemand den Mund aufmacht, ob der oder die singen kann. Wenn sich bei mir die Nackenhaare aufstellen und sich ein wohliges Gefühl einstellt, dann passt es. Kannst du an meiner Stimme hören, ob ich singen kann? Nicht an der Sprechstimme, dafür müss test du singen. Das erspar ich allen Beteiligten. Da geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Charisma. Man merkt immer sehr schnell: Haben die Menschen etwas zu sagen, haben die schon was erlebt? Steht da ein Typ mit Ecken und Kanten vor dir, der so markant ist, dass du ihn nie wieder vergisst? Wer war der charismatischste Sänger, mit dem du je gearbeitet hast? Das war Hansi Lang. Was hatte der, was andere nicht haben? Wenn Hansi auf die Bühne kam, haben alle die Augen aufgerissen. Der hat zwei, drei Sätze gesagt und hat das Publikum sofort gehabt. Mit ihm hab ich persönlich auch sehr viel erlebt, bin mit ihm sozu sagen in der musikalischen Sandkiste aufgewachsen. Wir haben in der Band
damals alle gedacht, der Hansi wird’s schaffen. Geschafft hat’s der Falco. Der war auch charismatisch bis zum Exzess, aber viel cleverer. Der wusste genau, wo seine Talente, aber auch wo seine Grenzen liegen. Was meinst du damit genau? Falco hat immer gesagt: „Ich kann nicht viel, aber das, was ich kann, kann ich gut verkaufen!“ Oder nimm zum Beispiel die Christina Stürmer: Die war mit 19 Jahren das erste Mal bei mir hier im Studio. Sie sang einen Coversong, und ich sagte ihr: Probier es doch mal so oder so, vielleicht fällt dir noch was anderes ein. Aber sie sang es beim zweiten Mal wieder haar genau so wie beim ersten Take. Da wusste ich: Die weiß genau, was sie will, und kann und will es gar nicht anders machen als so, wie sie es eben spürt. Schwierig wird es nur dann, wenn jemand kommt und sagt: „Ich will berühmt werden, weiß aber überhaupt nicht, wie.“ Du kannst als Produzent niemandem erklären, wie er etwas interpretieren soll, wenn er es nicht selbst weiß. Das funktioniert nicht. Wie arbeitet es sich mit großen Charismatikern? Nie einfach. Wenn es darum geht, als ernstzunehmender Künstler sein Innerstes nach außen zu kehren, wird man oft sehr verletzlich, und der Produzent muss einen dann auch beschützen. Liebevoll mit dem Säugling umgehen, zu dem dieser Mensch dann oft wird. Sie können leicht einschnappen oder überempfindlich auf Vorschläge oder Kritik reagieren. Des halb brauchen sie eine Safe Zone, in der sie sich ausbreiten können, ohne sofort an den Pranger gestellt zu werden. Man muss ihnen immer auch die Möglich
„Mit Charismatikern zu arbeiten ist nie einfach. Sie reagieren verletzlich wie Säuglinge, überempfindlich, schnappen schnell ein.“
keit geben, Dinge auszuprobieren, auch wenn’s mal schiefgeht. Ist es schwieriger, mit Bands oder mit einzelnen Künstlern aufzunehmen? Einzelinterpreten sind übersichtlicher, Bands dafür umso faszinierender, weil es dann noch mehr ins Psychologische geht. Du bist als Produzent ja eigentlich eine Art Geburtshelfer, weil du bei einem kreativen Prozess mitmachst. Wir kreieren gemeinsam ein Ding, stellen es in die Welt. Je mehr daran beteiligt sind, desto schwieriger wird es. Aber wenn man das Gefühl hat, dass dieses Projekt am Ende auch wirklich wahrgenommen wird, ist es eine irrsinnige Befriedigung. Erkennst du, wenn du einen Hit vor dir hast? Ja, aber man täuscht sich da auch oft. Man kann Erfolg nicht am Reißbrett ent werfen. Oder vielleicht kann auch nur ich das nicht, weil ich nicht so bin wie zum Beispiel Dieter Bohlen, der alles grund sätzlich nur einer Maxime unterwirft, nämlich der reinen Verkaufsmöglichkeit – das hat ja nichts mit Musik zu tun. Mit Erfahrung sieht man irgendwann natür lich gewisse Mechanismen. Aber letztlich ist es auch G’spür und Glück: Ist es die richtige Zeit für diesen Song, diesen Style? Leute klagen manchmal, dass es heute keine echten „Originale“ mehr gebe. Teilst du diese Ansicht? Ganz und gar nicht! Schau nur mal, wie schnell das jetzt ging mit Voodoo Jürgens, Wanda oder Bilderbuch. Es gibt zu jeder Zeit Künstler, die Dinge versprühen, von denen du weißt: Das kann in der Form jetzt gerade nur genau derjenige machen! Jede Zeit hat ihre besonderen Künstler, jede Zeit hat ihre Originale. Glaubst du, dass Falco – nicht als Person, sondern als Phänomen – heute noch einmal möglich wäre? Klar! Vom Zugang zum Pop scheint mir das etwa bei Bilderbuch wahrscheinlich. Ihr Sänger Maurice ist ein faszinierender Mensch, der auch mit einem begnadeten Charisma ausgestattet ist. Er macht sich aber sicher auch viele Gedanken um das Erscheinungsbild und den Flow des Gan zen. Auch Falco konnte damals schon auf einer gewissen Metaebene denken und wusste, was Image ist. Solche Leute wird es Gott sei Dank immer wieder geben, daran glaube ich fest. Man muss sich halt gedulden, weil so oft fallen die ja auch wieder nicht vom Himmel.
redbull.com/music 72
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Rabitschs ProduzentenPortfolio
Von Austropop bis Rap: Der Blick auf die Arbeit von Thomas Rabitsch ist zugleich ein Quer schnitt der letzten Jahrzehnte österreichischer Musikgeschichte.
HANSI LANG
Für Rabitsch talentierter als Falco: „Kam er auf die Bühne, rissen alle die Augen auf.“
FALCO
Sagte über sich selbst: „Ich kann nicht viel, aber das, was ich kann, kann ich gut verkaufen.“
THOMAS DAVID
GETTY IMAGES (3), PICTUREDESK (2)
Der Singer-Song writer nutzte „Die große Chance“ und Rabitschs ruhige Art beim Produzieren.
CHRISTINA STÜRMER
Die Popsängerin beeindruckte Rabitsch mit Fokus und Gespür: „Die weiß genau, was sie will.“
THE RED BULLETIN
NAZAR
„Falco hätte mit ihm einen Song gemacht“, so Rabitsch über den Rapper. Er selbst tat dies 2014. 73
BEREIT FÜR NEUE ABENTEUER Der Grandland X ist der neue Athlet unter den Opel-Modellen. Nur logisch, dass er das Interesse von Sportlern wie Anna Stöhr und Kilian Fischhuber weckt. Wir haben das dynamische „Trio“ einen Tag lang begleitet.
THE RED BULLETIN PROMOTION
FACTS Der Opel Grandland X hat so einiges zu bieten. Optisch überzeugt er durch seine klaren Konturen und den athletischen Look. Weitere Highlights sind: bequemeres Einsteigen und höheres Sitzen sparsame und effiziente Motoren 360-Grad-Kamera, Grip Control, LED‑Scheinwerfer automatische Gefahren bremsung mit Fußgänger erkennung
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FOTOS: PHILIPP SCHUSTER
interwunderland und Sonnenschein – der perfekte Tag für ein Abenteuer. Die erfolgreichen Sportkletterer und Boulder-Spezialisten Anna Stöhr und Kilian Fischhuber sind mit dem Opel Grandland X zu einem besonderen Spot im Zillertal unterwegs. Bestens gerüstet Anna und Kilian sind bestens ausgerüstet, denn Sicherheit geht vor. Beim Klettern vertrauen die beiden aufeinander und auf zwei große Matten, die sie im großzügigen Gepäckraum des Grandland X verstaut haben. Auf der Straße schätzen sie die Vorzüge des Opels: Mit der 360-Grad-Kamera haben sie alles rund um das Fahrzeug im Blick; die automatische Gefahrenbremsung mit Fußgänger erkennung gibt Warnung bei zu schneller Annäherung an das vorausfahrende Fahrzeug; und dank der innovativen LEDScheinwerfer ist die Sicht um
30 % besser als mit Halogen scheinwerfern. Action, please! Am Spot angekommen, geht es direkt an den Felsen. Man merkt sofort, dass hier Profis am Werk sind. Für guten Halt setzen Anna und Kilian auf ihre Technik, auf ihr Schuhwerk und Chalk. Gute Haftung bei jedem Untergrund ist ihnen auch beim Autofahren wichtig – die Grip Control des Grandland X macht es in fünf Modi möglich. Wohlfühlzone Nach der Boulder-Action bei Minusgraden lassen sich die beiden entspannt in die beheizten Ergonomiesitze des Opels fallen – eine wahre Wohltat. Der Tag neigt sich dem Ende zu, Zeit für die Rückfahrt. Anna und Kilian sind jedoch schon wieder bereit für das nächste Abenteuer.
www.opel.at/GrandlandX
Der Opel Grandland X ist der perfekte Begleiter für neue Abenteuer. Worauf wartest du noch? Einsteigen, wohlfühlen – und auf geht’s: Das Leben ist Grand!
RED BULL MIT DEM GESCHMACK VON ZITRONE-LIMETTE.
BELEBT GEIST UND KÖRPER®.
guide Get it. Do it. See it.
Ausdauer und Technik vereint: Cross-CountryProfi Anton Sinzow (RUS)
10 BARTEK WOLINSKI/RED BULL CONTENT POOL
März
BIKE-ACTION LIVE IM TV
Die Stars der Cross-CountrySzene starten zum Auftakt der UCI Mountainbike-Weltcupsaison im südafrikanischen Stellenbosch. Das Rennen: live auf redbull.tv
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See it Nino Schurter (SUI) auf dem Weg zur World-Cup-Krone in Vallnord, Andorra, vergangenen Juli
Auf Red Bull TV erlebst du in diesem Monat unter anderem den größten aller Mountainbike-Wettbewerbe, eine eisige Rallye und die Legende unter den Snowboard-Events.
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bis 10. März LIVE
BURTON US OPEN
SO SIEHST DU RED BULL TV ÜBERALL
Red Bull TV ist deine globale digitale Destination für Entertainment abseits des Alltäglichen, empfangbar rund um die Uhr an jedem Ort der Welt. Geh auf redbull.tv, hol dir die App oder connecte dich via Smart-TV. Alle Infos: redbull.tv
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Der wohl wichtigste Event im professionellen Snowboarding kehrt nach Vail, Colorado, heim. Auch im 36. Jahr beweisen die besten Rider der Welt ihre unglaublichen Skills im Slopestyle und auf der Halfpipe.
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bis 18. Februar LIVE
RALLYE SCHWEDEN
Station zwei der WRC-Saison führt durch Eiswälder in Schweden und Norwegen. 200.000 Fans an der Strecke, große Tradition (Premiere: 1950!), vier Tage als extreme Challenge für die Piloten und Top-Action für dich.
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BARTEK WOLINSKI/RED BULL CONTENT POOL, JEFF BROCKMEYER/RED BULL CONTENT POOL, JAANUS REE/RED BULL CONTENT POOL, ELIAS HOLZKNECHT, FELIPE GABRIEL/RED BULL CONTENT POOL
NEED FOR SPEED
Februar / März
10 März LIVE
Ausgewählte Musik und inspirierende Künstler-Interviews. Aktuelle Empfehlung:
Beim UCI MTB World Cup begeistert die inter nationale Elite der Cross-Country-Mountainbiker tausende Zuschauer. In die neue Saison starten die Stars erstmals auf den Slopes der Coetzenburg- Anlage in Stellenbosch, Südafrika. Kann der amtie rende Champion Nino Schurter (SUI) seinen Titel gegen das starke französische Team verteidigen?
RISKY BUSINESS
CROSS COUNTRY MOUNTAIN BIKE WORLD CUP 2018
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Februar ON AIR
bis 13. Februar ON DEMAND
YA MAS
Wie der Untertitel „Snowmads in Greece“ verrät, geht es für die Crew um Freestyle-Skifahrer Fabian Lentsch im umgebauten Feuerwehr truck diesmal nach Griechenland. Erlebe Powder-Spaß am Mittelmeer.
Gerd Janson ist DJ im Berghain und Chef eines der einflussreichsten House-Labels der Gegenwart („Running Back“). In seiner Show auf Red Bull Radio (neu: jeden vierten Donnerstag im Monat) präsentiert er House, Disco, Techno und mehr aus seiner persönlichen Sammlung. AUFDREHEN: REDBULLRADIO.COM
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Energieschub.
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www.alpinamed.at
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Get it
Watches
ULYSSE NARDIN MARINE TORPILLEUR MILITARY
Volle Kraft voraus
Von Taschenuhren der Schi≠s kapitäne des 19. Jahrhunderts inspiriert, segelt diese Hommage unverzagt in die Zukunft – dank diamantbeschichteter SiliziumHemmung und patentierter Unruh. ulysse-nardin.com
Baume & Mercier goes Silizium: vorn Zeitlosigkeit, hinten Zukunft
SILIZIUMZEIT Ein Indikator für den Fortschritt der Menschheit ist unsere Fähigkeit, Rohstoffe schlau zu nützen: Stein, Bronze und Eisen haben wir schon geschafft, jetzt ist Silizium dran. Das Element ist halbleitend und lässt sich zu reinen Kristallen „züchten“ – perfekte Eigenschaften zur Produktion jener Mikrochips, die unser Leben revolutioniert haben. Ebenfalls geeignet ist Silizium zum Aufwerten traditionellerer Technologien wie der schwingenden Spiralfeder einer mechanischen Uhr. Es ist nicht magnetisch, nicht so korrosiv wie Stahl oder Nickel, stoßfester und bleibt auch ohne Schmierung reibungsfrei. Hält also ziemlich sicher, bis das nächste Materialzeitalter kommt.
BAUME & MERCIER CLIFTON BAUMATIC
Federführend Baume & Mercier wurde 1830 von zwei Brüdern in Les Bois, einem Schweizer Dorf in den Jura-Bergen, gegründet und steht für wunderbar schnörkellose, erprobte mechanische Uhren. Die Clifton Baumatic verdankt ihre schlichte Zuverlässigkeit einer komplexen Wundererfindung: der patentierten TwinSpirSpiralfeder. Sie besteht aus zwei versetzt zueinander angeordneten Siliziumschichten, die sie temperaturstabiler und elastischer machen – und die Uhr bis zu fünf Tage lang präzis ticken lassen. Das ist so beeindruckend, dass Baume & Mercier nicht nur gerne darüber spricht – man hat die Rückseite der Uhr auch noch transparent gestaltet, damit niemand auf die Idee komme, das technische Wunderding nicht zu bestaunen. baume-et-mercier.com
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TUDOR HERITAGE BLACK BAY CHRONO
Volles Programm
Motorsport- und Tauchdesign in exklusivem Materialmix. Das Edelstahlgehäuse beherbergt eine Spiralfeder aus dem thermisch stabilen Silizium „Silinvar“, das Konzernmutter Rolex mit entwickelte. tudorwatch.com
ZENITH DEFY EL PRIMERO 21
Voll gehemmt
Der Titanchronometer hat patentierte Karbon-Nanofaser-Spiral federn und zwei Silizium-Hemmungen: eine für die Zeitanzeige, die andere für die Stoppuhr. Der Stoppzeiger, der einmal in der Sekunde umläuft, zeigt Hundertstelsekunden an. zenith-watches.com
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P RO M OT I O N
must-haves
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1 READY FOR TAKE-OFF
In Kooperation mit Red Bull, Heinz Bauer Manufakt und den Flying Bulls wurde das handgemachte Unikat aus Kalbsleder gefertigt – die unverwechselbare WINGS (one) Piloten jacke, gemacht für echte Kerle, die das Abenteuer lieben. Sie verbindet stilvoll hoch wertigen Vintage-Style mit modernster Funk tionalität aus hoch qualitativen Materialien. redbullshop.com/ wingsone
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2 FÜHLE DIE 3 COLMAR HERREN- 4 NICHT NUR SCHWERELOSIGKEIT SKIJACKE HAINES FÜR ATHLETEN Der Cloud X von On ist der leichteste voll ge dämpfte Laufschuh der Welt. Details wie eine Einlegesohle mit zwei Dichtegraden, die naht lose Zunge und die neu esten Innenmaterialien setzen in puncto Kom fort ganz neue Maß stäbe; unsichtbar von außen, aber garantiert spürbar. Eine große Auswahl an Laufschuhen der Topmarken findest du im Gigasport OnlineShop. www.gigasport.at
Die Herren-Skijacke Haines zeichnet sich durch eine jugendliche Linie aus und wurde in Hinblick auf maximalen Tragekomfort und optimierte Performance entwickelt. Elastisches, dreilagiges Gewebe, kaschiert auf ein super leichtes Strickgewebe, das ein Futter überflüs sig macht und somit das Kleidungsstück leichter und praktischer macht. www.colmar.it
Der Windbreaker aus der „Racing Athletics“Kollektion von REVIEW besticht durch sein Retro-Design – so sehen Sieger im Alltag aus! Ra sante Streifen in Orange treffen auf Navy, Grün und Grau. Lässige Jeans dazu – und das FashionRennen ist gewonnen! Noch mehr coole Street styles von REVIEW sind in den P & C Verkaufs häusern und im P & C Online-Shop zu finden. www.peek- cloppenburg.at
5 ANTELOPE.CLUB
ANTELOPE.CLUB ist die weltweit erste leistungs steigernde Sporttextilie. Sie hilft dir dabei, effek tiver zu trainieren und deine Fitnessziele mit wenig Zeitaufwand schneller zu erreichen. Basierend auf dem Prin zip der Elektromuskel stimulation (EMS), wer den über Elektroden die tieferliegenden Muskeln beim EMS-Training mit Strom stimuliert. Mit ANTELOPE.CLUB holst du aus jeder Sportart das Maximum heraus. info.antelope.club
6 PERFEKT AUSGERÜSTET
Die wasserfeste OXOM Jacke von AlphaTauri lässt den Träger dank ihrer reflektierenden Funktion im Dunkeln leuchten. Ein integrier ter Cooling-Effekt ist imstande, sich den Außentemperaturen anzupassen, und sorgt so für ein wohliges Ge fühl. Zusätzlich wird die Jacke mit Taurex® ab gerundet, eine Textil technologie, die dem Träger abgegebene Energie zurückgibt. www.alphatauri.com
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Get it
Fitness
MAXIMALE EFFIZIENZ
Das Anzug-Zubehör für erfolgreiches Ganzkörper-Training KOMPRESSIONSSTOFF
Sorgt für perfek ten Sitz und regt die Durchblutung zusätzlich an.
16 ELEKTRODEN
leiten die elek trischen Impulse an den Körper weiter.
BASE PLATE
verbindet den Booster (den Impulsgeber) mit dem Anzug.
BOOSTER INTEGRIERTE V ERKABELUNG
Die Short ist via Stecker mit dem Shirt verbunden.
ANTELOPE.APP
HANDWÄSCHE
Wiewohl aus antibakteriellem Material, darf der EMS-Suit nicht in die Maschine.
Herz und Hirn zugleich: Liefert den Strom für die Elektroden und generiert die Impulse. Der Akku hält bis zu vier Stunden.
DER EMS-ANZUG IST GEEIGNET FÜR
Der Booster wird über Bluetooth mit dem Smart phone verbunden. Per App wählt man aus unter schiedlichen Trainings modi aus.
Wie die Elektro-Muskel stimulation zum Anziehen dein Training effizienter macht. Man kennt das Prinzip von der Rehabilitation, etwa nach Sportverletzungen oder Operatio nen: Auf die Haut geklebte Elektroden werden unter Strom gesetzt, kontrahieren und ent spannen die Muskeln – ähnlich wie es das Gehirn macht, wenn wir uns etwa den Befehl geben, zu laufen. Der ANTELOPE.SUIT kombi
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CALF-GUARDS Perfekte Ergänzung zum Suit: Integrierte Elektroden steuern gezielt die Waden muskulatur an und verbessern Sprungkraft, Schnelligkeit – und Optik.
Preis: € 1399,–, info.antelope.club
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KURT KEINRATH & MICHAEL ZECHANY
FIT DURCH DEN EMS-ANZUG
niert den bioelektrischen Impuls mit einem externen elektrischen, was die Wirkung multi pliziert. Und weil unser Körper lernfähig ist, passen sich die Muskeln an die neuen Reize an – je häufiger und intensiver, desto mehr. Das ist die Grundlage jedes Trainings. Unter dem Stoff des ANTELOPE.SUIT ver bergen sich 16 Elektroden (an Bauch, Brust, Nacken, Rücken, Oberarmen, Beinbizeps, Quadrizeps, Gesäß), die durch den Booster – eine Kombination aus Akku und Steuergerät – mit Impulsen versorgt und per App über ein Smartphone gesteuert werden. So lässt sich das Training effizienter gestalten. Zudem sind neue Bestleistungen auch für sehr gut Trainierte möglich. Bonus: Der integrierte Regenerationsmodus beugt Muskelkater vor.
WERNER JESSNER
Laufen, Fitness, Yoga
GU I D E Februar / März
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Februar King Krule Er ist rothaarig, dürr und sieht aus wie dreizehn. Doch wenn King Krule den Mund aufmacht, wird der 23-jährige Brite zum Giganten. Sein tiefes, rauchiges Timbre, das an den jungen Tom Waits erinnert, paart er gekonnt mit jazzigen New‑Wave-Gitarren. Mit Erfolg: Sein aktuelles Album „The Ooz“ wurde vom renommierten USMusikmagazin „Pitchfork“ zum besten Rockalbum 2017 gekürt. Arena, Wien; kingkrule.co.uk
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Februar Fever Ray Acht Jahre nach ihrem von der Kritik gefeierten Debütalbum veröffentlichte Fever Ray im Oktober ihr neues Meisterwerk „Plunge“: Frostige ElectroBeats treffen auf unheimliche Stimmen, politische Texte auf eingängige Melodien. Besonders empfehlenswert sind die Konzerte der Schwedin, die wegen der Kostüme der Musiker wie rituelle Zeremonien von Außerirdischen anmuten. Szene, Wien; feverray.com
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Do it und 3. März Circle Industry Was 2009 als kleiner Wett bewerb begonnen hat, ist zehn Jahre später eines der TopBreakdance-Events Europas. Und dank 2-gegen-2-Battles sowie dem weltweit einzigartigen Checkmate-Format (5 gegen 5; Tänzer müssen taktisch klug eingesetzt werden) für Zuseher eines der spannendsten. Kulturhaus EmailWerk, Seekirchen, bzw. Republic, Salzburg; circleindustry.com
bis
25 Februar
WINTER AM RING
Du sehnst dich schon nach Motorsport am Spielberg? Dann gibt es nur eine Lösung: Ski-Doo it yourself! Das 80-PS-Gerät (siehe Bild) katapultiert dich in 5,1 Sekunden auf 100 km/h und lässt dich das Rennstreckengelände völlig neu erfahren. Ebenso empfehlenswert für „Wintersportler“: Schnee-Driften mit einem der O≠road-Buggys. Red Bull Ring, Spielberg; projekt-spielberg.com
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PHILIP PLATZER, MATT KENNEDY/MARVEL STUDIOS
ab
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Februar „Black Panther“ Ehe Ende April der „Infinity War“ ausbricht, schickt Marvel noch einmal einen Super helden solo auf die Leinwand. Chadwick Boseman verkörpert T’Challa alias Black Panther. Dieser tritt in seiner afrikanischen Heimat Wakanda die Thronfolge an – nicht ohne Widerstand. Bosemans Gegenspieler sind wahre cineastische Schwergewichte: „Creed“Fighter Michael B. Jordan und der „King Kong“-Darsteller von 2005, Andy Serkis. Im Kino; marvel.com/movies
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Get it
Gaming
SPIELZEUG
Dominique Heinrich über „Kabine“, „Schläger“ und „Helm“ für den Gamer
GAEMS Vanguard Gaming-Koffer
ALLES UNTER CONTROLLER
Dominique Heinrich zählt zu Österreichs besten Eishockey-Spielern – weil er Talent hat, hart trainiert … und Play Station spielt. Wie Gaming auch dich zu einem besseren Sportler macht. THE RED BULLETIN: Du behauptest, dass Gaming dich auf dem Eis stärker macht. Schwer zu glauben … DOMINIQUE HEINRICH: Wenn du es richtig angehst, kannst du von Computerspielen immer etwas mitnehmen.
Was zum Beispiel? Spielwitz. Beim Eishockeyspielen auf der PlayStation musst du den haben, weil du sonst keine Tore schießt. Wie auch in der Liga. Wenn mir also etwas im Game gelingt, probiere ich das auch auf dem Eis. Du spielst das Game nach? Nein, ich kopiere nichts. Es kommt einfach. Gewisse Bewegungen und Tricks
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gehen in dein Repertoire über. Online spiele ich mit Kollegen oft im Drei-gegendrei-Modus. Das heißt: noch mehr Tricks, noch mehr Spaß. Alles ein wenig übertrieben, aber durchaus fruchtbar. Aus Übertreibung entstehen oft gute Ideen. Wie sieht es unter Teamkollegen aus? Lässt sich Spielverständnis auf der PlayStation trainieren? Kleinigkeiten kann man auch im spielerischen Bereich verbessern: das Erkennen der Laufwege, den Zeitpunkt für den Pass durch die Linien, das Verständnis für den Raum. Viele würden meinen, dass Sportler mit Gaming nur ihre Zeit totschlagen. Natürlich zocken wir in erster Linie, weil es Spaß macht. Aber Gaming ist ähnlich wertvoll wie Ausgleichssportarten. In der Freizeit sind Stunden auf dem Ergometer oder in der Kraftkammer einfach Pflicht. Weitere Tätigkeiten sorgen für ein gewisses Extra. Du kannst dabei Koordination von Augen und Händen schulen oder neue Bewegungen verinnerlichen. redbulls.com/icehockey
Scuf Gaming- Controller
Zusätzliche Paddles im unteren Bereich ersetzen Knöpfe, die du sonst nur mit dem Daumen erreichst. Für Sportspiele nicht unbedingt notwendig, aber ideal für andere Games wie Ego-Shooter. scufgaming.com
Razer Headset
Unentbehrlich zur Kommunikation unter Online-Gamern. Im Team mit den Kollegen müssen wir uns koordinieren, dürfen nicht blind nach vorn stürmen – und können miteinander schimpfen, wenn einer einen Fehler macht. razerzone.com
THE RED BULLETIN
ROHRBACHER
Dominique Heinrich war fünfmal Meister mit dem EC Red Bull Salzburg. Und Nr. 16 im NHL-OnlineRanking
Seit drei Jahren mein treuer Begleiter im Bus oder im Flugzeug. Bildschirm, PlayStation und Controller sind sicher verpackt. Auch Snoop Dogg sowie einige NFL-Spieler schwören darauf. gaemspge.com
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WIR LAUFEN FÜR ALLE, DIE NICHT LAUFEN KÖNNEN. WIEN 6. MAI 2018 – 13:00 UHR 100% DER STARTGELDER FLIESSEN IN DIE RÜCKENMARKSFORSCHUNG.
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GUI D E ACTIVE STYLE
RAUS IN DIE NATUR
Der Mensch ist ein Lebewesen ohne dicke Haut, wärmendes Fell oder schützendes Gefieder. Doch diese Schwachstellen nutzt er zu seinem Vorteil, um Stoffe und Accessoires zu entwickeln, mit denen er in jeder Umgebung zurechtkommt.
District Ride In den 1970er-Jahren brachten die „Z-Boys“, eine Gruppe legendärer Wellenreiter aus Kalifornien, ihre Surftricks vom Ozean auf die Straße. Der 28 Zoll lange Mexico Bandito Cruiser von D Street, gefertigt aus sieben Lagen Hardrock-Ahorn, erinnert mit seinem klassischen Torpedo-Design an diese glorreiche Zeit – wenn auch mit modernen Einflüssen wie einem praktischen Kick Tail und weichen 80a-Rädern. dstreetlongboards.com
Taffer Kerl Die Formex Element stellt sich jeder Herausforderung. Die schwarze Lünette aus Zirkoniumoxid (die Hightech-Keramik ist siebenmal härter als Edelstahl) ist praktisch kratzfest und stoßfest, das robuste Gehäuse bis 100 Meter wasserdicht. formexwatch.com
Retro-Star Fila hat sich in den 1970er-Jahren mit der Unterstützung von Stars wie der Tennislegende Björn Borg einen Namen als Sportmarke gemacht. Der Low-Sneaker Riot 2.0 L huldigt diesen frühen Tage mit einem Retro-inspirierten Look, kombiniert mit modernster Technologie wie dem Flex-Groove-Profil. fila.de
Klassiker Das Poloshirt wurde ja nicht für den Pferdesport erfunden, sondern vom französischen Tennis-Champ René Lacoste 1926 eingeführt und später von Ralph Lauren für seine Polo-Serie übernommen. Aber egal, wofür man es trägt, ein klassisches Baumwoll- Polo ist die perfekte Mischung aus Komfort und Funktiona lität. timezone.de
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ACTIVE STYLE
Gradmesser In den lebensfeindlichsten Ecken der Welt werden Legenden geboren. Sir Ernest Shackleton war eine der Schlüsselfiguren des heroischen Zeitalters der Antarktisforschung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Und die Kleidung, die seinen Namen trägt, ist die Antwort auf die gnadenlose Umwelt im ewigen Eis. Die Shackleton Endurance-Jacke wurde in der Antarktis auf minus 20 Grad Celsius getestet und beansprucht für sich, leichter, wärmer, stärker und wasserdichter als jede andere Jacke am Markt zu sein. shackletoncompany.com
ACTIVE STYLE
ALLES DABEI Gutes Rucksackdesign stellt normalerweise Funktion über Form schönheit. Doch diese Auswahl an robusten und leichten Ruck säcken enttäuscht in beiden Punkten nicht. Mit einem Gewicht von weniger als einem Kilo gramm hat jeder den Anspruch viel (leicht zugänglichen) Platz für Ausrüstung zu bieten – von Skiern über Wanderstöcke bis zu Wasserbeuteln. Egal ob du eine Felswand erklimmst oder in den Bergen wanderst … mit diesen Begleitern wirst du gut aussehen. Bloß schade, dass dort oben nicht viele Leute sind, um dich zu bewundern. SALOMON Evasion 25 salomon.com MAMMUT Trion Light mammut.com OSPREY Exos 48 ospreyeurope.com McKINLEY CRXSS 7 intersport.at
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GU I D E ACTIVE STYLE
AUSSENSCHICHT Wenn du den Elementen trotzen willst, werden diese Jacken deine besten Freunde.
BILLABONG Leichte, atmungsaktive, wasser abweisende Tradewinds Rever sible-Jacke. eu.billabong.com
Talkmaster JACK WOLFSKIN Warme, winddichte und wasser abweisende Neon-Daunenjacke. jack-wolfskin.com
Wenn dein Leben abseits der ausgetretenen Pfade verläuft, wählst du ein passendes Auto. Und für das Smartphone gilt in Zukunft das Gleiche. Land Rover ist zwar eher für seine robusten O≠road-Fahrten als für Klingeltöne bekannt, das wird sich mit der Markteinführung des Outdoor-Mobiltelefons Land Rover Explore aber ändern. Vorteile: lange Akkulaufzeit, robustes Gehäuse, die Fähigkeit, Wasser sowie extremer Hitze und Kälte zu widerstehen. Eine großartige GPS-Funktionalität stellt sicher, dass man am Ende jeder Expedition nach Hause kommt … egal ob sie auf den Berg oder ins Einkaufszentrum führt. landrover.com
Zeitreisender Die Stiefel Wilderness AC+ von Merrell paaren Freude an klassischem Design mit dem Komfort moderner Technologie. Der Look mag aus den Achtzigern stammen, dafür bietet der Lederstiefel extremen Komfort: Polsterung von der Ferse bis zu den Zehenspitzen, atmungsaktives MeshFutter und eine schützende Gummi-Zehenkappe, um sicherzustellen, dass deine Füße zurück in der Zukunft bleiben. merrell.com
HENRI DUVILLARD Männerjacke Sunset aus leichtem, funktionellem und schnell trocknendem Material. henri-duvillard.com
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Traditions-Stoff Canvas, also Segeltuch, ist fast so alt wie die Zivilisation selbst – in China benutzte man den vielseitigen Sto≠ bereits vor über 3000 Jahren. Einst aus Hanf gewebt, wird er heute meist aus Baumwolle hergestellt, wie beim 23-Liter-Rucksack DC Crestline – ein Canvas-Tragesystem, perfekt für das moderne Leben. Externe Kompressionsriemen und Steckverschlüsse halten alles von losen Gegenständen bis hin zu Laptops in einem geordneten Rahmen – egal ob beim Wandern, Radfahren oder Skaten. dcshoes-austria.at
DAMENWAHL Diese Damenjacken kom binieren unglaublichen Schutz mit grandiosem Style.
UNDER ARMOUR Printed-Run-Laufjacke mit Stehkragen und Reflektor. underarmour.eu
HENRI DUVILLARD Toubkal-Jacke mit Kunstfell und Primaloft-Isolierung. henri-duvillard.com
Auf den ersten Blick sieht die Kronaby Apex wie eine klassische analoge Armbanduhr aus. Doch in ihrem robustem Edelstahlgehäuse hinter gewölbtem Saphirglas steckt viel mehr. Wenn sie mit einem Smartphone verbunden ist, wechselt sie beim Überqueren einer Zeitzone automatisch zu den korrekten Ortszeiten. Außerdem verfügt der schwedische Zeitmesser über einen Schrittzähler und meldet sich bei dir, wenn du zu lange untätig herumsitzt. Und wenn man die Uhr einmal verlegt hat, kann man sie ganz leicht mit einer App lokalisieren. kronaby.com
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HUMMEL Sirius-Allwetterjacke aus atmungsaktivem, wasser dichtem Material. hummel.net
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CHRIS BRINLEE
Bewegte Zeit
ACTIVE STYLE
Aktivist Cotopaxi macht mehr als nur Kleidung, um uns vor der Umwelt zu schützen. Die amerikanische Firma schützt auch die Umwelt und verwertet Materialien wie Polyester-Ta≠eta, aus dem dieser Teca-Wind breaker genäht wird. cotopaxi.com
GUI D E ACTIVE STYLE
Behütet und umhüllt
Ein Tag am Strand muss nicht immer bloß Sonnenbaden und Eiscremeschlecken bedeuten. Mit dem Buff Amby Sno/Cru Hat und Comber Wrap lässt es sich das ganze Jahr über an der Küste gut aushalten. buff.eu
Action-Man
Cooler Anzug Bei den extremsten Bedingungen, die die Weltmeere zu bieten haben, wird der Norrøna unstad 6/5-Surfanzug mit Kapuze zum zuverlässigen Partner beim Kaltwassersurfen. Zwar kann er dich nicht vollständig vor eisigem Wasser auf der Haut schützen, aber zumindest das Erlebnis erträg licher machen. Die Innovationen des Anzugs sind vielfältig: Verschweißte Nähte an der Außen- und Innenseite erhöhen den wasserabweisenden Effekt. Unterschiedliche Materialien gewähr leisten maximale Flexibilität und Schutz dort, wo er am meisten benötigt wird. norrona.com
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Smart Shorts Wenn es bei Sporthosen einen Schwachpunkt gibt, sind es oft die unbequemen Innenhosen. Die Saxx Kinetic Run 5 ZollShorts lösen dieses Problem, indem sie die bewährte eng anliegende Micromesh-Innenhose mit BallPark Pouch in eine lockere Außenhose integriert. saxxunderwear.com
THE RED BULLETIN
ANTTON MIETTINEN, MAX HOFSTÄTTER (2), JANE STOCKDALE
Die Action-Kamera Hirec Lynx 730 kommt auch dorthin mit, wo andere Kameras schlappmachen – etwa am sandigen, nassen Strand oder bei der Kletter tour in den Bergen. Eine Fernbedienung erlaubt die Steuerung aus bis zu 20 Meter Entfernung. Mit dem integrierten Wi-Fi lassen sich flott Live-Bilder streamen oder Kameraeinstellungen vom Smartphone aus ändern. Scharfe Sache: Videos nimmt die Kamera in 4K-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Das robuste Schutzgehäuse sorgt für eine Wasserdichte von bis zu 30 Metern. hirecworld.com
ACTIVE STYLE
STILSICHER IM SATTEL Ob abgehärteter Profi oder Wochenend- Biker, die Kombination von Retrostyle und moderner Textiltechnologie wird deine Ausfahrten verbessern. Im Uhrzeigersinn von oben: Das Castelli Aero Race W-Jersey FZ für Frauen (castelli- cycling.com) hat eine 3D-Mesh-Rückseite, um Überhitzung zu verhindern. Loefflers Damen-Jersey Life Fz (loeffler-shop.at) isoliert, trocknet schnell und reflektiert – ideal für die unberechen baren Tage. Das Herren-Trikot Merino Alphonsine von Café du Cycliste (cafedu cycliste.com) hat winddichte RipstopEinsätze an den Schultern. Und das HerrenLongsleeve-Polo von Rapha (rapha.cc) besteht aus atmungs aktiver, geruchs abweisender Merinowolle.
CARE – DIE TÄGLICHE AUGENPFLEGE. hyloeyecare.at
Hersteller: URSAPHARM Arzneimittel GmbH, Industriestraße 35, 66129 Saarbrücken Vertrieb Österreich: URSAPHARM Ges.m.b.H. 3400 Klosterneuburg, Tel. +43 2243 26006
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STILSICHERE KOOPERATION Dass Clemens Doppler und Alexander Horst beim Beachvolleyball eine gute Figur machen, ist bekannt. Ihre Stilsicherheit abseits des Spielfelds stellen sie nun als neue Testimonials von Kleider Bauer unter Beweis.
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leider Bauer blickt nicht nur auf eine lange Modetradition zurück, sondern führt sie auch weiter. Als eines der größten Modeunternehmen Österreichs ist Kleider Bauer
„DIE NEUEN VIZE-WELTMEISTER PASSEN PERFEKT ZU UNS – WIE MAN SCHON AN DEN ANZÜGEN SIEHT. ICH FREUE MICH AUF DIE ERFOLGREICHE ZUSAMMENARBEIT MIT DEN NEUEN MARKENBOTSCHAFTERN VON KLEIDER BAUER!“ Werner Graf Geschäftsführer Kleider Bauer
FOTOS: KLEIDER BAUER/CLEMENS BEDNAR
die richtige Anlaufstelle für moderne stil- und qualitäts bewusste Männer. Sportler mit Stil Clemens Doppler und Alexander Horst kennen die meisten nur in ihren Sport-Outfits. Aber sie können auch anders und kleiden sich gerne elegant. Dabei vertrauen
sie auf die Markenvielfalt und die Expertise von Kleider Bauer. Der Beginn einer großartigen Kooperation.
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Ausgewählte Anzugmarken von Kleider Bauer
Maßarbeit: Für einen gelungenen Auftritt im Anzug muss die Passform perfekt sein. Darauf achten die Schneider von Kleider Bauer besonders.
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Check it
THE RED BULLETIN WELTWEIT
MEXIKO DEPECHE MODE
Workout-Tipps aus den USA, Erfolgsprinzipien von Deutschlands Kletter-Ass und eine der einflussreichsten Bands der Welt im Interview: die Highlights unserer Ausgaben im März.
Die Synthie-Pop-Titanen Dave Gahan und Martin Gore im Interview: So meisterst du die Prüfungen des Lebens.
The Red Bulletin als E-Paper: redbulletin.com
NEXT-LEVEL FITNESS DON’T TRAIN HARDER. TRAIN SMARTER.
Here, five world-class athletes share workout secrets and mental tips to help you get stronger, faster and leaner—and otherwise crush it this summer. Words WILL COCKRELL
Pro rugby star Carlin Isles shows off his explosive power with this modified push-up.
Photography MIKO LIM
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USA FITNESS-GUIDE Stärker, schneller, fitter. Drei Athletinnen und zwei Athleten der Weltklasse teilen ihre Workout-Geheimnisse mit dir.
THIBAULT GACHET/RED BULL CONTENT POOL
Si Vince Reffet rate son avion, il le prend en vol. Une poignée de minutes plus tôt, il s’est élancé d’un sommet suisse à 4 158 m d’altitude.
UNE PORTE DANS LE CIEL
En rentrant, le 13 octobre dernier, dans un avion à 138 km/h par une porte de 1,58 m de large sur 1,25 m de haut, les Soul Flyers FRED FUGEN et VINCE REFFET ont réalisé le projet le plus risqué et le plus flippant de toute leur carrière. Décryptage. Texte PATRICIA OUDIT
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FRANKREICH EIN TOR IM HIMMEL Per Wingsuit in ein fliegendes Flugzeug: das unglaubliche Projekt der Soul Flyers.
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„ES IST DAS UNPERFEKTE, WAS UNS BERÜHRT.“ ÖSTERREICH AWOLNATION Die US-Rocker nahmen in Wien eine Platte analog auf. Warum? Weil Echtsein einfach mehr zählt.
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März
IMPRESSUM Aiming high: Lake’s personal best stands at 1.96m – the height she jumped in Birmingham last July at Team GB’s trials for the World Championships
RAISING THE
BAR MORGAN LAKE became the first British woman ever to reach an Olympic high-jump final, thanks to a rare combination of physical power and sporting passion. Now, the 20-year-old athlete is honing her mental muscle to reach even headier heights in a season that could make hers a household name Words PAUL WILSON
Photography ALEXIS CHABALA
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GROSSBRITANNIEN MORGAN LAKE Zwischen Hochsprung und PsychologieStudium: Die Britin erklärt, wie dich mentales Training höher hinaus bringt.
SCHWEIZ MARKUS „MÄ“ KELLER Der einstige Halfpipe-Weltmeister gab auf, was er am besten konnte. Und wurde noch besser. Ein Gespräch im tiefsten Powder Japans über Selbstfindung durch das Verlassen deiner Komfortzone.
ÖSTERREICH
Chefredakteur Alexander Macheck THE RED BULLETIN Österreich, ISSN 1995-8838 Länderredaktion Christian Eberle-Abasolo Lektorat Hans Fleißner (Ltg.), Petra Hannert, Monika Hasleder, Billy Kirnbauer-Walek Country Project Management Kristina Hummel Anzeigenverkauf Alfred Vrej Minassian (Ltg.), Franz Fellner, Thomas Hutterer, Bernhard Schmied anzeigen@at.redbulletin.com Abo Abopreis: 25,90 EUR, 12 Ausgaben/Jahr, www.getredbulletin.com, abo@redbulletin.at Druck Prinovis GmbH & Co. KG, Betrieb Nürnberg, D-90471 Nürnberg Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz Informationen zum Medien inhaber sind ständig und unmittelbar unter folgender Web-Adresse auffindbar: redbull.com/im/de_AT Redaktionsadresse Heinrich-Collin-Straße 1, A-1140 Wien Telefon +43 1 90221-28800 Fax +43 1 90221-28809 Kontakt redaktion@at.redbulletin.com
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DAS ZIEL IM GRIFF
IT Systems Engineer Michael Thaler Abo und Vertrieb Peter Schiffer (Ltg.), Klaus Pleninger (Vertrieb), Nicole Glaser (Vertrieb), Yoldaş Yarar (Abo)
ALEXANDER MEGOS ist einer der besten Kletterer der Welt. Warum? Weil er auf jeder Route seine 10 Prinzipien des Erfolgs befolgt.
FRANK KRETSCHMANN/RED BULL CONTENT POOL
Text BEN KRISCHKE
Alexander Megos, 24, Ausnahmekletterer: „Scheitern beginnt in dem Moment, in dem du dein Ziel unterschätzt.“
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DEUTSCHLAND ALEX MEGOS Auf den schwierigsten Kletterrouten der Welt eben so gültig wie im Büroalltag: die zehn Prinzipien des Erfolgs des deutschen Ausnahme-Kletterers.
THE RED BULLETIN
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GUI D E
Action-Highlight
Wer als Tourist nach Beirut reist, findet ziemlich weit oben auf der Pflichtenliste einen Besuch der Taubenfelsen von Raouché: zwei mächtige Kalkbrocken, die sich direkt vor der Küste aus dem Meer erheben. Für eine eher individuelle Form der Besichtigung entschied sich Alex Mason: Der US-Extremsportler spazierte in 40 Meter Höhe von einem Felsen zum anderen. Das Video gibt’s auf Redbull.tv
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„Nicht runtersehen, nicht runtersehen, nicht runtersehen …“ Wellen, die Meeresbrise, Zuseher in Booten und Baustellenlärm vom Festland: US-Slackliner Alex Mason musste eine Konzentrations-Meisterleistung erbringen, um seiner Linie treu zu bleiben.
ROY MRAD/RED BULL CONTENT POOL
Raouché, Libanon
Makes you fly
Die nächste Ausgabe des RED BULLETIN erscheint am 13. März 2018 THE RED BULLETIN
DIE EVENTHIGHLIGHTS 2018 AM SPIELBERG! 07.04. – 08.04. 08.06. – 10.06. 29.06. – 01.07. 20.07. – 22.07. 10.08. – 12.08. 21.09. – 23.09. 29.09. – 30.09.
JOSEFIMARKT ADAC GT MASTERS FORMULA 1 GROSSER PREIS VON ÖSTERREICH 2018 EUROPEAN LE MANS SERIES MOTORRAD GRAND PRIX VON ÖSTERREICH 2018 DTM KRONE E-MOBILITY PLAY DAYS
SEASON PASS 2018
POLE POSITION AM SPIELBERG AB 195 EURO NÄHERE INFORMATIONEN UND TICKETS UNTER: PROJEKT-SPIELBERG.COM ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN
DER NEUE JAGUAR E-PACE
LÄSST NIEMANDEN UNBEWEGT.
DER NEUE JAGUAR E-PACE – AB 37.000,— €* Nicht zu übersehen: Der neue E‑PACE ist ein echter Jaguar. Und das gebaut in Österreich. Mit beeindruckender Fahrdynamik, verbunden mit erstaunlicher Vielseitigkeit. Bei dem Herz und Verstand Hand in Hand gehen. Einer, der Sie bewegt wie kein Zweiter: unser erster Kompakt‑SUV. Überzeugen Sie sich selbst bei einer Probefahrt. Ab sofort bei Ihrem Jaguar Partner. jaguar.at
1 Mehr Informationen zu Jaguar Care unter: jaguar.at/JaguarCare *Unverbindlich empfohlener, nicht kartellierter Richtpreis inkl. 20 % USt. und NoVA. Freibleibendes Angebot.
Kraftstoffverbrauch in l/100 km: 9,7 – 5,6 (innerorts); 7,0 – 4,2 (außerorts); 8,0 – 4,7 (komb.); CO2‑Emissionen in g/km: 181 – 124. Symbolfoto.