ÖSTERREICH
ABSEITS DES ALLTÄGLICHEN
Im Interview:
SIENNA MILLER IGGY POP PETER KRUDER
„KITZBÜHEL IST
EXTREM“ AKSEL LUND SVINDAL über den korrekten Umgang mit Erfolgen, Rückschlägen und Idioten
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DIE WELT VON RED BULL
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PARTY-TRIP L. A.
Insider geben uns Tipps, wo die Nacht in Los Angeles richtig dampft.
Das kann jetzt ein bisserl wehtun. Wenn einer darin Experte ist, dann Aksel Lund Svindal. Das gilt fürs Körperliche. Die Liste seiner Verletzungen würde den Rahmen dieses Texts sprengen (und ist auch ein wenig unangenehm zu lesen). Sowie fürs Mental-Charakterliche. Der charismatische Ski-Hüne aus Norwegen wählt im Umgang mit seinen Mitmenschen den geraden Weg, heißt: sagt geradeheraus, was er denkt. Wie man das im Diskurs mit unfähigen Chefs tut und trotzdem nicht rausfliegt, erklärt er uns ab Seite 36. Eine Möglichkeit wäre: Pflanz deinem Boss eine gefälschte Erinnerung ein. Die Memory-Hackerin Dr. Julia Shaw erläutert das Schritt für Schritt – ab Seite 62. Viel Spaß beim Lesen! Die Redaktion 8
„Ich fordere nichts. Ich erwarte Dinge.“ AKSEL LUND SVINDAL, SEITE 36
THE RED BULLETIN
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FEBRUAR 2017
42 SIENNA MILLER
über den Geist der Roaring Twenties und das Genie der Präzision.
AUF EINEN BLICK GALLERY 14
GOOD SHOTS! Die Fotos des Monats
BULLEVARD 21
MENSCHEN, die uns inspirieren
FEATURES 28 Über 100 Prozent ... steil
56
Jérémie Heitz fährt Ski, wo andere sich anseilen.
36 Aksel Lund Svindal 54 Sébastien Buemi
Vom tragischen Scheitern in Le Mans zum grandiosen Sieg in der Formula E.
81 FISHERMAN’S ENEMY
Wer hat Lust, in ausgehöhlten Baumstämmen von Sansibar loszusegeln? Der Ngalawa Cup macht es möglich.
55 Eva Håkansson IGGY UND DIE ÄGYPTER
Iggy Pop, Godfather of Punk, erklärt uns, was wir uns – so wie er – von den Pharaonen abschauen könnten.
70
… fährt auf ihrem E-Bike „KillaJoule“ 270 Meilen (434 km/h) schnell.
60 The Clairvoyants
Zwei österreichische Magier in der Tradition Houdinis und Copperfields.
62 Die Memory-Hackerin
So erzeugt Dr. Julia Shaw völlig echte falsche Erinnerungen.
66 Der Profi-Test
Rallye-Crack Raimund Baumschlager fordert den Škoda Kodiaq heraus.
46 PETER KRUDER ÜBER FALCO
Österreichs erfolgreichster Popstar seit Falco über seinen Bruder im Geiste und die Kunst, öfter mal nein zu sagen. 10
SO WIRST DU RALLYE-PILOT …
… und so viel kostet ein Rallye-Auto. Diese und mehr Antworten gibt’s im Dossier zur World Rally Championship.
ACTION! 81
SEE IT. GET IT. DO IT. Reise, Gadgets, Uhren, Musik und Motor
97 SPECIAL Autos, die uns bewegen 110 MAKES YOU FLY Magischer Moment
THE RED BULLETIN
TOM CRAIG/TRUNK ARCHIVE, LE ROUX, RAINER HOSCH, OLIVER JISZDA, @WORLD/RED BULL CONTENT POOL
Über den korrekten Umgang mit Erfolg, Rückschlägen und Idioten.
NatĂźrlich aus dem Rauch-Tal .
THE RED BULLETIN BACKSTAGE FEBRUAR 2017
CONTRIBUTORS MIT AN BORD
MIKO LIM
Vollprofi: Svindal beim Red Bulletin-Shoot in Colorado
Der talentierte Mister Svindal Wie kaum ein anderer Weltcup-Skifahrer vereint der Norweger Aksel Lund Svindal sportliche Brillanz und analytisches Denken mit einer eleganten Lässigkeit im Auftritt. Dass sich der Olympiasieger und fünffache Weltmeister nach Verletzungen (zuletzt in Kitzbühel 2016) immer wieder zurückkämpfte, macht ihn als Gesprächspartner nur noch interessanter. Wir trafen Svindal zum Cover-Shooting in Copper Mountain, Colorado. Das Interview über seine Streif-Rückkehr (und das Leben ganz allgemein) lesen Sie ab Seite 36.
Als Fotograf von Jay Z und Wiz Khalifa arbeitet der Amerikaner mit der Kultur-Elite seines Landes. Wir schickten ihn lieber zu den Newcomern: den Pionieren des neuen Nachtlebens von Los Angeles. S. 74.
THE RED BULLETIN WELTWEIT TOM OLDHAM
Der Londoner fotografierte schon Sport-Ikonen (Usain Bolt) und Ausnahmesänger (Nick Cave). Ein Shoot mit einer Gedächtnis-Hackerin war aber selbst für ihn Neuland. Ein Date mit Dr. Julia Shaw, ab S. 62.
The Red Bulletin erscheint aktuell in acht Ländern. Im Bild das Frankreich-Cover mit Nikola Karabatic´, dem Handball-Nationalspieler und -Nationalhelden. Mehr nicht Alltägliches gibt’s auf: www.redbulletin.com
MAKING OF DAS SHOOTING DES MONATS
„… landest bei minus 20 Grad am Gletscher.“ FOTOGRAF DOM DAHER
Helikopter-Gang: Skifahrer Heitz (hinten, mit GoPro am Helm) und seine Medien-Crew
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Um Freeskier Jérémie Heitz auf seinen alpinen Expeditionen zu begleiten, waren die Fotografen Dom Daher und Tero Repo drei Monate auf Standby. „Du sitzt daheim am Kamin“, erzählt Daher, „das Telefon läutet, zwei Stunden später landet der Heli bei minus 20 Grad am Gletscher.“ S. 28.
THE RED BULLETIN
www.peugeot.at
DER NEUE PEUGEOT
3008 SUV
NOCH NIE WAR EIN SUV SO WEIT GEDACHT
NEUES PEUGEOT i-COCKPIT® / DIGITAL HEAD-UP DISPLAY / 3D CONNECTED NAVIGATION
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DER NEUE PEUGEOT 3008 SUV
GALLERY
JUMP-STYLE
FORT LAUDERDALE, FLORIDA, USA FOTO: IAN WITLEN Seit den 1970er Jahren zählt der „Revolution Live“-Club in Fort Lauderdale zu Floridas TopVeranstaltungsorten für alternative Musik. Neben etablierten Künstlern wie Steve Aoki oder den schwedischen Hardcore-Helden Refused nutzen vor allem Underground-Acts die zwei Club-Bühnen, um sich ins Rampenlicht zu spielen. Beispiel: der explosive Live-Gig von Isabel „Izzy“ Almeida und ihren New Yorker Indie-Rockern Hunters. Aktuelle Shows: jointherevolution.net
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STROMSCHNELLE
CLENDINNING CREEK, KANADA FOTO: ERIC PARKER „Die schönste Stelle, die ich je fuhr“, sagt Kajak-Virtuosin Nouria Newman, 25, aus Frankreich über die Granitstein-Wasserfälle im Clendinning Creek in British Columbia. Schon bevor man sich in das Wildwasser der Schwierigkeitsstufe V (von insgesamt VI) wagen kann, ist einiges an Ausdauer nötig. „Für die Anreise musst du ein Wasserflugzeug mieten“, sagt Newman, „danach über einen See paddeln und dein Kajak einen Berg hochschleppen.“ Mehr Action: instagram.com/nourianewman
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ACHTUNG, RASER!
TAXCO DE ALARCÓN, MEXICO FOTO: JULIO ARELLANO Die Kleinstadt Taxco de Alarcón nahe Mexiko City profitiert von ihrem Ruf einer doppelten Pilgerstätte. Während Gläubige an 364 Tagen im Jahr die 1758 geweihte Santa-Prisca-Kirche bewundern, stürzen sich beim Finale der City Downhill World Tour Biker aus der ganzen Welt die engen, steilen Pflasterstraßen der Altstadt hinunter. Der Bike-Pilger im Bild heißt Memo Cervantes und hatte es besonders eilig. Alle Stopps: www.citydownhill.com
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N I C H T J E D E R H AT M E I N E N S T I L . G U T S O. TOYOTA
Mehr erfahren: toyota.at
Toyota Frey Austria
Normverbrauch kombiniert: 3,8 – 6,3 l/100 km, CO2-Emission: 86 – 144 g/km. Symbolfoto.
BULLEVARD MENSCHEN, DIE UNS INSPIRIEREN
GUTE WAHL
ART STREIBER/AUGUST
EWAN McGREGOR GEHT MIT „T2: TRAINSPOTTING“ DORTHIN ZURÜCK, WO ALLES FÜR IHN BEGANN. „Sag ja zum Leben, sag ja zum Job, sag ja zur Kar riere“, schleuderte uns Ewan McGregor als Junkie Renton 1996 in den ersten explosiven Momenten von „Trainspotting“ entgegen. Im echten Leben ging’s der schottische Schauspieler anders an. 1999, drei Jahre nach „Trainspotting“, sicherte er sich in „Star Wars: Episode I“ als junger ObiWan Kenobi Nerdliebe auf Lebenszeit; Theater, Musicals, Action, RegieDebüt folgten. Seit 2004 setzt er sich als UNICEFBotschafter für Kinderrechte ein, etwa in „Long Way Round“, der ersten von zwei globalen Motorradreisen, bei denen er Millionen TVZuseher begeisterte und die ihn und seine Frau zur Adoption eines mongolischen Mädchens bewegten. Jetzt, mit 45, kehrt er beim „Train spotting“Sequel an den Anfang zurück. Ja zum Leben, offenbar keine ganz falsche Entscheidung.
THE RED BULLETIN
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BULLEVARD
DAS DUELL ZWEI EPOCHEN, ZWEI MUSIKALISCHE GENIES, GUT ZWEI JAHRHUNDERTE DAZWISCHEN. WER ÜBERTÖNT DEN ANDEREN?
vs CALVIN HARRIS
W. A. MOZART
Schotte, 33. Geburtstag am 17. Jänner 2017
Laut „Forbes“ seit 2013 bestbezahlter DJ der Welt. Kassiert für seine Las-Vegas-Show rund 375.000 Euro pro Auftritt. Geschätztes Vermögen: rund 160 Millionen Euro.
Kinderzimmer
Begann mit dreizehn oder vierzehn, anfangs mit einem Amiga-500-Plus-PC, Samples von Fatboy-Slim-CDs und den Lautsprechern eines Second-Hand-TVs in seinem Kinderzimmer.
Rekordzahlen
Über eine Milliarde Spotify-Streams. Mit neun Singles seines 2012er-Albums „18 Months“ in den UK-Top-10Charts brach er Michael Jacksons Rekord von sieben.
GELD
1:0 TALENT
1 :1 FANS
2:2
Pech in der Liebe
Von März 2015 bis Juni 2016 waren Taylor Swift und er das Traumpaar des Jahrtausends, davor hatte er eine Beziehung mit Sängerin Rita Ora. Aber zumindest läuft im Job alles problemlos …
Social-Media-Gigant
Mit über 8,9 Millionen Followern liegt er auf Platz 236 in Sachen Twitter-Anhängerschaft. Plus: 7,4 Millionen Instagram-Follower und über 14 Millionen Fans seiner offiziellen Facebook-Seite.
Model Calvin
Harris macht nicht nur am Mischpult gute Figur. Er war auch Unterwäsche-Model für Emporio Armani. Im Alltag trägt er gerne T-Shirts – oft dunkel ohne Muster, manchmal mit Design – und Dreitagebart.
Ohne Fleiß …
Gab 2002 sein Debüt, als er unter dem Namen Stou≠er zwei 12-Zoll-Singles herausbrachte. Es folgten vier Studioalben und über 80 Singles als Solokünstler, Feature-Gast, Producer oder Remixer.
Er sagte:
„Meine Karriere verdanke ich dem kometengleichen Aufstieg der Elektronischen Tanzmusik – ich war bloß zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“
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Auf großem Fuß
Nahm rund 5000 Gulden im Jahr ein, knapp 20-mal so viel wie ein Uni-Professor. 1791 starb er dennoch hoch verschuldet, weil er über seine Verhältnisse gelebt hatte.
Wunderkind
Mit drei spielte er Cembalo, mit vier komponierte er erstmals. Stellte seine erste Symphonie fertig, bevor er zehn war. Das Talent hatte er von Vater Leopold geerbt, ebenfalls Komponist und Musiker.
Dauertourer
Mit sieben begann er eine dreieinhalbjährige Europa-Tour Europa-Tournee mit Vater und Schwester. Als Teenager war er fast zwei Jahre in Italien, Frankreich und Spanien unterwegs.
Schwesterherz FRAUEN
3:3 ANHANG
4:4 STYLE
5:4 WERK
5:5 WEISHEIT
6:6
Mit 21 verliebte er sich in Mannheim in eine Sopranistin, aber sie trennten sich, weil er für seine Arbeit nach PaPa ris zog. Vier Jahre später wohnte er bei ihren Eltern, verliebte sich in ihre Schwester, die er dann heiratete.
Publikumsliebling
Vom Auftritt als Fünfjähriger am bayerischen HerzogHerzog hof in München bis zur Uraufführung der „Zauberflöte“ knapp zwei Monate vor seinem Tod mit 35 – Mozart begeisterte sein ganzes Leben lang die feine Gesellschaft.
Zweithaar
Dank dem Film „Amadeus“ und einem falschen Geschichtsverständnis stellen wir uns Mozart immer mit prachtvoller Perücke vor. Dabei trug er sie nur bei Auftritten und offiziellen Anlässen.
… kein Preis
Über 600 großteils erhaltene Werke; u. a., je nach Zählweise, gut 60 Symphonien (41 nummeriert), 27 Klavierkonzerte, 36 Violinsonaten, 23 Streichquartette, 21 Opern (einige mit Freimaurer-Bezug, denen er angehörte).
Er sagte:
„Es stimmt nicht, dass mir das Komponieren leichter fällt als anderen. Es gibt kaum einen berühmten Meister, dessen Werke ich nicht mit größter Intensität studiert habe.“
THE RED BULLETIN
ARMANI, GETTY IMAGES (4)
Viva Las Vegas
Salzburger, 261. Geburtstag am 17. Jänner 2017
BULLEVARD „ICH FÜHLE MICH WOHL IN MEINEM KÖRPER UND FINDE, FRAUEN SOLLTEN IN DER HINSICHT SELBSTBEWUSSTER SEIN.“
ENTFESSELT DAKOTA JOHNSON KENNT DEN WEG VOM SCHATTEN INS GANZ GRELLE RAMPENLICHT.
AUSTIN HARGRAVE/AUGUST
Talent liegt in Dakota Johnsons Familie. Schon Mutter (Melanie Griffith) und Großmutter (Tippi Hedren) waren Hollywood-Stars – aber in einem globalen Blockbuster wie „Fifty Shades of Grey“ waren beide nie zu sehen. Die Filmadaption des Erotik-Bestsellers machte Johnson zum Superstar. In ihrer Darstellung der BDSM-Studentin Anastasia Steele verzichtete Johnson großteils auf ein Body-Double (nur einmal lieh sie sich einen Po). „Ich schäme mich nicht für meinen Körper“, sagt die 27-Jährige, „im Gegenteil, ich fühle mich wohl darin und finde, Frauen sollten in der Hinsicht selbstbewusster sein. Solange sie Stil haben, finde ich Sex- und Nacktszenen wunderschön.“ Mehr von diesen Szenen gibt es in „Fifty Shades of Grey 2 – Gefährliche Liebe“ (ab 10. Februar im Kino) und „Fifty Shades of Grey 3 – Befreite Lust“, der 2018 kommt. Mama und Oma sind sicher mächtig stolz.
THE RED BULLETIN
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BULLEVARD
NEU IN DEINEM NETZWERK
WIE BITTE ...?
WIE DU MIT JEDEM LIKE, FOLLOW UND RETWEET SCHLAUER WIRST
TRIFFST DU AUCH UNTER DRUCK DIE RICHTIGEN ENTSCHEIDUNGEN? EHRLICH? EIN PAAR TIPPS VON LEUTEN, DIE SICH NICHT SO LEICHT AUS DER RUHE BRINGEN LASSEN, KÖNNEN GEWISS NICHT SCHADEN. „Verschwende deine Energie nicht mit dem Versuch, MeiMei nungen anderer zu ändern. Geh deinen Weg. Die Meinungen änän dern sich von selbst, sobald du der Boss bist. Oder auch nicht. Wen juckt’s? Mach dein Ding, egal ob das anderen gefällt.“
BLEEDING COOL
TINA FEY, COMEDIAN UND AUTORIN
„Ich kenne keine Angst vor diesen ganz großen Momenten. Klar spüre ich ein Kribbeln im Bauch und bin nervös. Aber das zeigt doch nur, dass ich bereit für den Moment bin!“
„Selbstvertrauen ist das Wichtigste in diesem Sport. Das angeborene Talent? Egal wie viel du davon hast, es gibt nur einen Weg, etwas draus zu machen: harte Arbeit.“ JACK NICKLAUS, GOLF-LEGENDE
STEPHEN CURRY, BASKETBALLER
„Lass deinen Charme spielen. Aber sei aufrichtig dabei.“ MILEY CYRUS, MUSIKERIN UND POPKULTUR-PHÄNOMEN
JESSICA ALBA, SCHAUSPIELERIN
instagram.com/ emilia_clarke Kein anderer „Game of Thrones“-Star ist SocialMedia-mäßig so cool unterwegs wie Emilia Clarke (Daenerys Targaryen) – was nicht daran liegt, dass die anderen es nicht versuchen würden. Richtig guter, staubtrockener Humor, nimmt ihre „GoT“-Kollegen augenzwinkernd auf die Schaufel, postet witzige Bilder.
NEW ATLAS
„Wenn mir wer Druck machen möchte, ignoriere ich ihn einfach.“ ZAYN MALIK, MUSIKER
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EMILIA CLARKE
facebook.com/ nwtls In der Zeitung stehen die Nachrichten von gestern, New Atlas bringt die News von morgen. Diese Facebook-Page ist unverzichtbar, wenn du in Sachen Technik, Wissenschaft, Gadgets und Innovationen auf dem Laufenden sein willst, vom nächsten Ducati-Bike bis zur 160 km/h schnellen Fledermaus in Brasilien. THE RED BULLETIN
GETTY IMAGES (6)
„Meine Theorie ist: Du kommst mit allem durch,, solange durch du überzeugt wirkst – selbst wenn du keine Ahnung hast, was du tust.“
twitter.com/ bleedingcool Wer ist der neue beste Feind von Superman? Zu welchen Sternen brechen die „Guardians of the Galaxy“ demnächst auf? Dieser Feed liefert alle Neuigkeiten und Gerüchte zu deinen Comic-Helden. Besonders spannend: echte Insider-Infos aus dem Marvel-Universum.
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STARKE ZAHLEN
SIMON EDER ÖSTERREICHS TOP-BIATHLET MACHT SICH FIT FÜR DIE HEIM-WELTMEISTERSCHAFT. MIT HAFERBREI, MENTALTRAINING UND EINER ROLLSKI-TOUR NACH PORTUGAL.
4769 TRAININGSKILOMETER habe ich während der Saisonvorbereitung von Anfang Mai bis Ende November auf Rollskiern zurückgelegt. Das ist ungefähr die Luftlinie von Wien nach Lissabon und retour.
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45 SEKUNDEN – so lange dauert eine Serie Seitstütz-Crunches, eine Rumpfübung, die ich jedem Freizeitsportler empfehle. Man beginnt im Seitstütz und führt das untere Knie mit der Faust der oberen Hand zusammen. Ideal sind drei Serien à 45 Sekunden pro Seite.
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TREFFER am Schießstand, also das Maximum, visualisiere ich mehrmals vor jedem Rennen. Den Trick brachte mir mein Vater bei, als ich 13 war. Sich Erfolg vorstellen wirkt – und beruhigt dich vor dem Wettkampf.
HERZSCHLÄGE pro Minute beträgt mein Ideal-Puls beim Schießen. Der Wert ist bei jedem Biathleten anders und hängt von der Pulsspanne des Sportlers ab. Meine reicht von 40 (Ruhepuls) bis 195 (Maximalpuls).
700 LEISTUNGSDATEN Disziplin: Biathlon Alter: 33 Größe: 1,86 m Gewicht: 80 kg Erfolge: Olympia-Silber 2010 und -Bronze 2014 (beide im Staffelbewerb). WM-Silber 2009 (Staffel) und -Bronze 2016 (Einzel) Saison-Highlight 2017: Heim-WM in Hochfilzen von 8. bis 19. Februar edersam.com
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KALORIEN verbrenne ich bei einem 10-Kilometer-Rennen. Das sind eineinhalb Big Macs. Mein Menü am Wettkampftag: in der Früh Haferbrei mit Leichtmilch und Bananen, mittags Kartoffeln oder Reis mit Rührei und ein Müsliriegel vor dem Rennen.
FITNESSTRACKER WIE KÖRPER UND GEIST IN FORM BLEIBEN
APP „ZOMBIES, RUN!“
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Dass sie Protein liefern, weiß jeder. Eine neue Studie, publiziert im amerikanischen „Jour„Jour nal of Nutrition“, hat nun aber auch herausheraus gefunden, dass Eier im Salat die Aufnahme von Vitamin E fördern – und damit die Regeneration nach dem Workout beschleunigen. jn.nutrition.org
THE RED BULLETIN
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BULLEVARD
MENSCH UND MASCHINE WERDEN EINS.
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Verbrauchswerte: 6,1– 6,6 l/100 km. CO2-Emissionen: 142–154 g/km. Symbolfoto.
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GRAD – UND MEHR Fa h r e n , w o a n d e r e sich anseilen: Jérémie Heitz lässt in seinem Film „La Liste“ alle übrigen Berge flach aussehen.
Text: Werner Jessner Fotos: Dom Daher, Tero Repo
Ins Licht: Mit dem neuen Film etabliert sich der Schweizer Extremskifahrer an der Spitze seines Genres: zwölf legendäre Berge, zwölf Abfahrten, kaum eine flacher als 50 Grad
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DIE TÜCKE DES AUFSTIEGS Ein bis zwei Stunden dauert es meist, um mit Pickel und Steigeisen zum Gipfel vorzudringen. Jenseits von 3000 Meter Seehöhe wird die Luft dünn, jeder Schritt beschwerlich. Du musst dir deine Kraft gut einteilen. „Bei der Abfahrt willst du starke Beine haben“, sagt Heitz. „Sonst kannst du nämlich gleich wieder umkehren.“
Jérémie Heitz, 27, Rising Star aus der Romandie: Vor zehn Jahren beendete er seine Rennkarriere und wurde Freerider. Die richtige Entscheidung
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ZU STEIL F Ăœ R L AW I N E N Schnee bleibt nicht mehr liegen, sondern rutscht einfach nach unten. Der Untergrund i s t e h e r e i n E i s p a n z e r, vom Wind mit ein wenig Pulver angezuckert.
an würde in dem kompakten blonden Kerl mit spärlichem Bartwuchs in dem Café in Martigny im Schweizer Kanton Wallis nicht den Freeski-Superstar erkennen, der neue Maßstäbe setzt, wüsste man es nicht besser. In dem offen über einem schlichten T-Shirt getragenen karierten Hemd steckt jener Mann, der sich zwölf legendäre Hänge der Westalpen gesucht hat, um sie so mit Skiern zu befahren, wie das noch kein Mensch vor ihm geschafft hat. Nicht nur runterkommen, nein: das alles ästhetisch aussehen lassen, leicht, flowig und vor allem schnell. Richtig schnell. Steilheit hat bei Jérémie Heitz eine neue Dimension erreicht, in der andere, ebenfalls sehr gute Freeskier längst ausgestiegen sind: Ab 50 Grad Gefälle wird es für ihn interessant. Zum Vergleich: Pisten, die steiler sind als 22 Grad, werden schwarz markiert. Für das, was Heitz fährt, gibt’s keine Kategorie. Er fährt dabei auch nicht im Schnee im eigentlichen Sinn: „Es ist eher Eis. Schnee rutscht bei dieser Steilheit ab. Du musst die Bedingungen sehr genau kennen, um zu wissen, wann der Hang
befahrbar ist.“ Ideal sind Frühlingstage mit leichten Plusgraden, an denen es zuvor geregnet hat, dann ist die Oberfläche am grif griffigsten. „Aber die Schläge, die du kassierst, sind gewaltig. Die Skier rattern, die Oberschenkel brennen, und du hast keine Chance, stehen zu bleiben. Wenn du in den Hang einfährst, bist du dir
„Der winzigste Fe h l e r b e d e u t et G a m e ov e r . B r e m sen oder gar stehen bleiben ist auf diesen Hängen nicht mehr möglich.“
Routensuche: Heitz, der gerade am Gipfel gestartet ist, wird nach drei weiteren SchwĂźngen in den Hang einfahren, etwa auf HĂśhe des kleinen Knicks am Grat. Danach wird es interessant.
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Auf manchen Bergen dauerte der Aufstieg zum Steilhang Stun den, auf anderen musste Jérémie biwakieren. Ehren sache: alles aus eigener Kraft
HART, SCHMAL, LANG Mit normalem Material wären die Hänge, die Jérémie sich aussucht, nicht befahrbar. „Vor zehn Jahren hätte das noch nicht funktioniert.“ Sein Skiausrüster Scott hat für ihn extra-harte, längere Freeride-Ski angefertigt, von denen Jérémie pro Jahr an die sechs Paar verschleißt. Weiteres Zugeständnis an die Belastung im Steilen: Er muss die Berge mit harten Rennschuhen ohne WalkFunktion besteigen.
bewusst, dass du erst ganz unten wieder stehen bleiben kannst.“ Zwei volle Jahre steckte er in ein Projekt, das anfangs bloß eine Idee war: „Ich legte eine Liste jener Berge an, die ich befahren wollte. Daher auch der Name des Projekts: La Liste.“ Diese Hänge waren teils seit Jahren nicht mehr befahren worden, andere begeisterten durch ihre Exponiertheit oder die Schönheit der Formation. Nach dem ersten Winter hatte er gerade einmal fünf Hänge bezwungen und war dutzende Male umgekehrt: „Wenn du nicht bereit bist, aufzugeben, darfst du erst gar nicht aufbrechen.“ Sein Stief Stiefvater, ein Bergretter, der nahezu täglich mit dem Heli unterwegs ist, um Verunglückte zu bergen,
war ihm eine große Hilfe: „So wusste ich immer, welche Berge sich gerade wie verhalten.“ Alle Entscheidungen traf man gemeinsam, denn nichts kann dich so schrecklich überraschen wie dein Hausberg an einem schlechten Tag: „Ich habe viel von ihm gelernt. Vor allem Geduld.“
J
érémie Heitz ist einer, der sich schnell langweilt. Eine Charakter Charaktereigenschaft, die einst seine Rennfahrer-Karriere zer zerschellen ließ: „Drei Stunden im Auto, bloß um ein paar Stangen zu fahren, nein danke.“ Und auch Heitz’ Karriere in der Freeride World Tour leidet daran, obwohl er noch immer Podiumsplätze einfährt. Aber nach fünf Jahren kennst du die Herausforderungen, die Hänge, die üblichen Verdächtigen. Steilhänge hingegen werden nicht langweilig – nie. So viele Linien, so viele scheinbare Unmöglichkeiten, die es möglich zu machen gilt – am richtigen Tag, unter den richtigen Bedingungen. Dafür lohnt es sich, zu warten. Mit der Brechstange brauchst du einem Gefälle jenseits der 50 Grad nicht zu begegnen, denn auch ohne bist du dem Berg oft hoffnungslos ausgeliefert und kannst bloß noch deinem Glück vertrauen: „Auf einem Hang ver verlor ich in der Abfahrt den rechten Ski, weil mir die Eisrippen die Bindung aufschlugen. Das war echt knapp. Ein paar Meter später, und ich wäre über Felsen abgestürzt!“ Diese Szenen in „La Liste“ gehören zu den eindringlichsten des ganzen Films. Erst anhand dieses Fehlers versteht der Zuschauer wirklich, wie steil die Hänge sind, die Heitz so scheinbar spielerisch hinunterrast. www.jeremieheitz.com „La Liste“ und weitere Wintersportfilme: on demand auf Red Bull TV
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HERR SVINDAL, WIE SCHAFFT MAN ES, SUPERNETT UND SUPERERFOLGREICH ZUGLEICH ZU SEIN? (UND KANN MAN ÜBER EINEN KREUZBANDRISS WIRKLICH LACHEN?) Die Liste der Erfolge des mittlerweile 34-jährigen norwegischen Skirennläufers Aksel Lund Svindal ist am übersichtlichsten durch ihre einzige Lücke dargestellt: Er gewann in seiner Karriere alles, ausgenommen die Abfahrt auf der Streif. Vor einem Jahr stürzte er ausgerechnet hier so schwer, dass seine Karriere beendet schien. Nun kehrt er zurück. Ein Gespräch über die Kraft des Verstandes. Und über den korrekten Umgang mit Erfolgen, Konflikten, Problemen, Rückschlägen und Idioten. Text: Stefan Wagner
Fotos: Rainer Hosch
T he red bulletin: Herr Svindal, wann waren Sie das letzte Mal verärgert? aksel lund svindal: Sie starten ja mit einer ziemlich schwierigen Frage … Verärgert? (Pause.) Hm, sorry, ich kann mich nicht erinnern. Ehrlich. Was müsste ich tun, um Sie zu ärgern? Tun Sie etwas Unfaires, etwas Irrationales, und argumentieren Sie es mit dem Satz „Es ist so, weil ich es eben sage“. Dann haben Sie eine ziemlich gute Chance, mich verärgert zu erleben. Ich kann Will kür nicht ausstehen. Einer der Gründe, warum ich Skifahren so mag, ist das Fehlen von Willkür. Kein Schiedsrichter, der einen Elfmeter gibt, weil sich jemand im Strafraum fallen lässt. Keine Wertungs richter, die Noten vergeben. Wir haben die Uhr, sonst nichts. Zwei plus zwei ist vier. Purer Sport. Wenn ich es geschafft habe, Sie zu ver verärgern, was tun Sie dann? Gras drüber wachsen lassen? Nein. Ich halte nichts von Warten. Ich halte viel davon, Sie zu fragen, warum Sie tun, was Sie tun. Problem sehen – Problem ansprechen – Problem lösen. Und wenn man keine Lösung findet, einigt man sich eben, dass man sich nicht einigt. Sie sprechen jedes Problem offen an? Wie klappt das im Alltag? Wenn wir zwei eine Meinungsverschieden heit haben, versuche ich, Sie von meinem Standpunkt zu überzeugen. Und Sie ver ver suchen dasselbe. Das ist doch das Nor Nor malste von der Welt! Warten, hintenrum tuscheln, das ist falsch. Wenn ich etwas sehe, das wir im norwegischen Team besser machen könnten, stehe ich beim Meeting auf und sage: „Leute, wenn wir Rennen gewinnen wollen, ist das oder das nicht gut genug. Das müssen wir ändern.“
Ich hätte permanent Konflikte, würde ich so mit meinen Kollegen umgehen. Ein Konflikt ist ja per se nichts Schlechtes. Wenn man ihn lösen kann, ist man weiter, als man davor war. Und lösen kannst du ihn nur, wenn du ihn wahrnimmst und akzeptierst. Konfliktbereitschaft ist eine gute Eigenschaft. Aber Leute wollen doch nicht hören, dass sie nicht gut sind! Dann arbeiten Sie mit den falschen Leuten zusammen. Leute, die wirklich erfolgreich sein wollen, hören am liebsten, worin sie sich verbessern können. Die bedanken sich dafür, dass Sie ihre Schwächen ansprechen. Natürlich, Sie müssen den Leuten auch Anerkennung geben, wenn es am Ende geklappt hat. Dazu müssen Sie zu sich selbst ehrlich sein. Niemand hat allein Erfolg. Wenn ich ein Rennen gewinne, dann als Vertreter derjenigen, die dafür geschuftet haben, dass das möglich wurde – Skifirma, Trainer, Serviceleute, Teamkollegen. Das heißt: Sie dürfen sich im Erfolg nicht allein feiern lassen. Sie müssen aber auch, wenn es nicht gut läuft, das gesamte Team in die Verantwortung nehmen und sagen: „Was tut jeder von uns, damit es besser läuft?“ Ein wenig komplizierter ist es, wenn Sie gewonnen haben, aber trotz dem manches nicht perfekt war. Denn das müssen Sie dann auch ansprechen. Arbeiten Leute gerne mit Ihnen? Die, mit denen ich gerne arbeite, die arbeiten gerne mit mir. Weil ich ehrlich bin. Leute, die nicht ehrgeizig sind, halten es für schwierig, mit mir zu arbeiten. Aber es ist ja auch meine Verantwortung, mir die richtigen Leute auszusuchen, mit denen ich zusammenarbeite. Fordern Sie manchmal zu viel von den Leuten rund um Sie? Fordern ist nicht das richtige Wort. Ich fordere nichts, ich erwarte Dinge. Etwas zu fordern heißt ja im Kern, jemandem etwas nicht zuzutrauen. Aber wenn ich etwas von Ihnen erwarte, habe ich das Vertrauen, dass Sie das können. Das klingt alles sehr schlüssig, aber schon auch sehr, sehr rational. Ich sehe mich als analytischen Menschen. Analytisch zu sein ist wahrscheinlich meine stärkste Eigenschaft. Deswegen bin ich auch so selten ärgerlich. Weil ich
„ ICH F OR DER E N ICH T. DEN N E T WAS ZU F OR DER N H EIS S T, J EM A N D EM E T WA S N ICH T Z UZ U T R AU EN.“ 38
damit beschäftigt bin, nach dem Grund des Problems zu suchen und nach dem besten Weg, es zu lösen. Dann sieht man automatisch etwas Positives. Glauben Sie mir, das funktioniert. Wer rational an eine Situation rangeht, ist nicht so leicht in ihr gefangen. Wie lerne ich, auch so analytisch an Dinge ranzugehen? Konzentrieren Sie sich darauf, was am wichtigsten für Sie ist. Angenommen, Ihr Boss ist fürchterlich, er trifft eine falsche Entscheidung nach der anderen. Aber Sie mögen Ihren Job, kündigen kommt also nicht in Frage. Was ist der erste Schritt? Ihn damit konfrontieren, dass ich ihn für einen Idioten halte, meinen Sie? Der wird es nicht sehr toll finden, wenn ich zu ihm gehe und sage: „Hey, Boss, Sie machen einen beschissenen Job.“ Sie könnten an Ihrem Ton arbeiten. Aber wäre er ein guter Boss, würde er Ihnen zuhören. Es würde ihn ja interessieren, wieso Sie ihn für einen Idioten halten. Okay, angenommen, der Boss ist uneinsichtig. Was würde Aksel Lund Svindal dann tun? Das Ziel ist, dass dieser Typ dem Unter Unter nehmen nicht weiter schadet. Das müssen Sie im Auge behalten. Sie müssen errei chen, dass er nicht mehr in einer Position ist, in der er falsche Entscheidungen tref tref fen kann. Ihr Boss hat sicher auch einen Boss, oder es gibt ein Board of Directors. Sie wollen darauf hinaus, dass ich meinen Boss bei seinem Vorgesetzten verpetze? Damit mache ich mir aber gar keine Freunde. Es geht um die Sache. Wenn Sie ein Pro blem nicht selbst lösen können, müssen Sie zu jemandem gehen, der es lösen kann. Okay, dann gehe ich zum Vorgesetzten meines Chefs … Unbedingt konkrete Beispiele für objektiv falsche Entscheidungen mitnehmen! Es darf nicht emotional sein. Es geht nicht um Ihren Boss als Person, es geht um seine Handlungen. Es geht nicht um Emotion, es geht um Fakten. Das ist wichtig. Und was tu ich, wenn der Vorgesetzte meines Bosses dann sagt: „Alles, was Sie sagen, ist richtig. Endlich hat’s jemand erkannt. Ab jetzt sind Sie der Boss.“ Vielleicht will ich das gar nicht? Sie bekommen den Posten angeboten, weil Sie jemand sind, der falsche Ent Ent scheidungen erkennen kann. Und der ver ver sucht, etwas dagegen zu tun. Das sind zwei wichtige Eigenschaften eines guten Chefs. Also haben Sie vielleicht das Talent dafür, selbst ein guter Boss zu sein? Haben die Skills, ohne es zu wissen? Aber wenn Sie es nicht tun wollen, dann sagen Sie einfach: „Nettes Angebot, aber ich THE RED BULLETIN
bleibe lieber in meiner Position.“ Wenn er ein guter Boss ist, akzeptiert er das. Sie sind einer der umgänglichsten und beliebtesten Kerle im Skizirkus, nehmen sich enorm viel Zeit für andere, für Serviceleute, Fans, Medien. Sind zu allen höflich, freundlich, haben unendlich viel Geduld. Könnten Sie als Skifahrer nicht noch erfolgreicher sein, wären Sie manchmal weniger nett? Vielleicht, manchmal … hm … nein. Wenn ich darüber nachdenke: eigentlich nicht. Natürlich, man hat nur eine gewisse Menge an Energie für jeden Tag zur Ver fügung. Und natürlich, je öfter ich ja sage, wenn mich jemand um etwas bittet, desto weniger Energie bleibt am Ende für mich selbst übrig. Aber so sehe ich das gar nicht. Ich sehe es anders: Ich habe die Ver Ver pflichtung, jeder Situation eine Chance aufs Gelingen zu geben. Das funktioniert nur, indem ich mich bemühe – zum Bei spiel, dass dieses Interview ein gutes Interview wird.
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Aksel Lund Svindal, geboren am 26. Dezember 1982, 98 Kilo bei 1 Meter 89: „Ich habe die Verpflichtung, jeder Situation eine Chance aufs Gelingen zu geben.“
Das ist nett. Aber wer sagt denn, dass Sie diese Verpflichtung haben? Wir leben in einem System, das nur als Symbiose funktioniert. Skifirmen erzeugen das Material, sie bezahlen die Athleten, sie bezahlen die Servicemänner. Ohne diese Companys gäbe es keinen Rennlauf, zumindest nicht so, wie wir ihn jetzt betreiben. Was, wenn sich eines Tages alle Skifirmen zusammensetzen und sagen: „Das ganze Renn-Zeugs, das ergibt keinen Sinn für uns“ – was dann? Dann würden wir als Amateure herumgurken. Wir alle hängen voneinander ab. Wenn ich also Energie investiere, um Ihnen ein gutes Interview zu geben, dann kommt das dem ganzen Skisport zugute. Und damit nützt es am Ende wieder mir. Das Prinzip einer Kuh: Wenn alle sie füttern, gibt’s für alle ein Glas Milch. So könnte man es sagen. Wenn Sie einen Rennläufer sehen, dem es egal ist, ob er ein guter Botschafter für seinen Sport ist oder nicht, den nur seine eigene Leistung interessiert … 39
Ich glaube nicht, dass es möglich ist, immer nur zu nehmen, ohne etwas zu geben. Wer nur nimmt und nicht gibt, der schadet sich langfristig selbst. In Kitzbühel rissen Sie sich Anfang 2016 im rechten Knie ein Kreuzband und einen Meniskus, Ihr Knorpel wurde schwer beschädigt. Zum Zeitpunkt unseres Gesprächs (Ende November; Anm.) wissen Sie nicht, ob Sie je wieder rennfahren können. Wie gehen Sie denn diese Sache analytisch an? Die Situation ist ja nicht neu für mich … … 2014 riss Ihre linke Achillessehne. Das war nicht so schlimm, die verletzte Stelle lag im Skischuh, und der ist extrem steif, der stützt gut. Die aktuelle Situation ist eher wie 2007. Nach dem Sturz in Beaver Creek lag ich zwei Wochen im Krankenhaus, konnte nicht mal selbst aufs Klo gehen, verlor 17 oder 18 Kilogramm Muskelmasse. Ich kenne also die Situation, nicht zu wissen, ob ich je wieder rennfahren kann. Ich habe sie schon einmal bewältigt. Ich weiß, ich habe das mentale Rüstzeug, so etwas zu schaffen. Ich würde gerne Ihren Mentaltrainer kennenlernen. Der Typ muss gut sein. Ich bin kein Fan von Sportpsychologie. Wenn jemand zu mir kommt und sagt: „Du bist gut! Du bist toll! Du schaffst das!“, das ist nichts für mich. Ich sage dann: „Hey, das ist sehr nett von dir. Aber ich kenne mich in dem, was ich mache, viel besser aus als du. Daher glaube ich mir selbst mehr als dir.“ Wenn aber mein Coach sagt: „Du schaffst das“, dann glaube ich ihm, klar, er ist Experte. Mentale Stärke ist eine Frage der Fakten, nicht der Einbildung. Nehmen Sie den Unfall in Beaver Creek. Ich konnte danach ein Jahr lang nicht fahren. Nach Beaver Creek zurückzukommen, das war schwer. Wirk Wirklich, wirklich schwer. Ich schlief die ganze Woche schlecht, war unruhig. Ich fuhr die Strecke jeden Tag im Kopf sicher hundert Mal ab, und jedes Mal hatte ich sogar bei der Visualisierung Probleme beim GoldenEagle-Sprung, der Stelle, an der ich gestürzt war. Im Training fuhr ich dann schon im oberen Teil der Strecke total unkonzentriert, weil ich im Hinterkopf an diese eine Stelle dachte. Aber dann ging ich es mathematisch an. Zwei plus zwei ist vier, das gilt ja auch, wenn man Angst hat. Ich dachte: Golden Eagle ist ein Abschnitt von vielleicht zehn Sekunden. Der ganze Kurs sind rund hundert Sekunden. Ich sagte zu mir: Du hast so viel Angst vor zehn Prozent des Kurses, dass du die anderen neunzig Prozent nicht gut fahren kannst? Ist das dein Ernst? Dann war die Lösung klar: Voller Fokus auf die neunzig Prozent, und in den zehn Prozent fuhr 40
ich ohne Risiko. Das war der Trick, der funktionierte. … und zwar so gut, dass Sie das Rennen gewannen, bei dem Sie ein Jahr zuvor fast gestorben wären, und am folgenden Tag auch den SuperG. Was ist Ihr Trick gegen Nervosität am Start? Das Wichtigste: Du musst sie dir eingestehen. Viele Leute versuchen, ihre Nervosität zu überspielen. So überdecken sie das Problem nur, sie lösen es nicht. Kitzbühel ist da ein gutes Beispiel. Die Kerle, auf die du achtgeben musst, sind die, die am Start nervös sind. Denn die wissen, was auf sie zukommt, dass es ungemütlich wird, dass es gefährlich wird. Sie sind bereit, das Risiko einzugehen, das für ein gutes Rennen nötig ist. Didier Cuche war in Kitzbühel immer extrem nervös. Vor denen, die am Start rumscherzen, brauchst du keine Angst zu haben. Die sind damit beschäftigt, ihre Nervosität zu überspielen, statt sich mit ihr auseinanderzusetzen. Coach Ihres Teams ist Christian Mitter, ein Österreicher. Er wurde gefragt, wie so ein kleines Team mit wenig Budget den Österreichern und Schweizern um die Ohren fährt. Er meinte, in Norwegen haben junge Läufer weniger Druck. Kommt Erfolg von geringerem Druck? Druck ist gut auf der Rennstrecke. Aber nicht gut beim Abendessen. Im norwegischen Team haben wir die Nummern eins, zwei und drei in der Super Super-G-Weltrangliste, Kjetil Jansrud, Aleksander Aamodt Kilde, ich. Aber Gegner sind wir für zwei Minuten am Tag. In den übrigen 23 Stunden und 58 Minuten sind wir richtig gute Freunde. Ich hatte mal einen Trainer, der etwas sehr Cleveres sagte: „Skirennlauf ist Teamsport, ausgenommen die zwei Minuten auf der Strecke.“ Wenn du Konkurrent auf der Rennstrecke bist, heißt das noch lange nicht, dass du nicht Teamplayer und Freund sein kannst. Stimmt es, dass im norwegischen Team die Routiniers jedem jungen Läufer alle Tricks verraten? Wirklich alle? Wenn du es verdienst, dann ja. Mitglied unseres Teams zu sein bedeutet Geben und Nehmen. Wenn ein Junger kommt und glaubt, er muss nur nehmen, dann bekommt er gar nichts. Wenn er sich aber
eingliedert, sich nützlich macht, wenn er ein guter Kumpel beim Abendessen ist, dann kriegt er alles. Das war schon so, als ich ins Team von Aamodt und Kjus kam. Ist das norwegische Team das beste der Welt, obwohl es eines der kleinsten ist? Wie das in anderen Teams gemacht wird, ist mir nicht wichtig. Ich weiß nur, dass das Gefühl in einem Team wichtiger ist als das Budget. Die wichtigsten Dinge in einem Team kannst du nicht auf ein Blatt Papier schreiben. Die sind Kultur. Die sind einfach da. Oder eben nicht. Also die Kuh, die jeder füttert … Das reicht nicht. Es geht in einem Team auch um die Art, wie jeder Einzelne die Kuh füttert. Er muss es gern tun. Nur dann funktioniert ein Team wirklich. Aber was tun Sie, um Jansrud und Kilde zu schlagen? Teil Ihres Jobs ist es, auch Freunde zu besiegen. Das Einzige, was ich tun kann, ist so gut trainieren, wie ich kann. Mich besser aufs Rennen vorbereiten. Wenn ich das besser mache als Jansrud und Kilde, dann kann ich sie schlagen. Wenn nicht, dann nicht. In der Vorbereitung auf dieses Inter Inter view ist mir ein Zitat besonders auf gefallen: „Es gibt Wichtigeres im Leben als einen sauberen Riesenslalom schwung. Aber im Moment, in dem du um die Kurve fährst, gibt es nichts Wichtigeres auf der Welt.“ Wäre dieses Interview nur einen Satz lang, wäre das der Satz, den ich nehmen sollte? Wenn Sie ihn richtig verstehen, wäre er eine gute Wahl. Weil er über verschiedene Dinge sehr viel sagt. Zunächst über Fokus. Denn während du um ein Tor fährst, kannst du in diesem Moment nichts auf der Welt beeinflussen als bloß diesen Schwung. Das Beste, was du in deinem Leben in diesem Moment tun kannst, ist, den besten Schwung zu ziehen, den du ziehen kannst. Es hat keinen Sinn, sich über etwas den Kopf zu zerbrechen, das du nicht ändern kannst. Der Satz sagt auch etwas über Respekt. Denn du fährst ja nicht für dich allein, wie gesagt. Wenn ich jetzt hingehe und nicht mein Bestes gebe, dann bin ich unglaublich respektlos gegenüber jedem, der Energie investiert hat, um mir zu ermöglichen, schnell Ski zu fahren. Natürlich, global gesehen ist
„D I E W ICH T IG S T EN D ING E EIN E S T E A M S K A N N S T DU N ICH T AU FSCH R EIB EN. D IE SIN D K U LT U R .“ THE RED BULLETIN
„ ICH ZEIG E M EI N EN R E SP EK T VOR DEM GEG N ER , I N DEM ICH A L L E S V ER S UCH E , I H N Z U SCH L AG EN.“ 77. HAHNENK AMMRENNEN: K ITZBÜHEL, 17. – 22. 1. 2017 Die spektakulärste Ski-Weltcup-Woche startet am Dienstag, dem 17. Jänner, um 11.30 Uhr mit dem ersten Abfahrtstraining auf der Streif. Ebenso wird am Mittwoch (18. 1.) und Donnerstag (19. 1.) auf der schwierigsten aller Abfahrtsstrecken trainiert. Das RennWochenende wird Freitag (20. 1.) um 11.30 Uhr mit dem Hahnenkamm-Super-G eröffnet, Vorjahressieger: Aksel Lund Svindal. Samstag (21. 1.) geht um 11.30 Uhr der erste Läufer der Abfahrt auf die Streif. Vorjahressieger: der Italiener Peter Fill, Gewinner des AbfahrtsWeltcups 2015/16. Samstag um 18.30 Uhr wird der Abfahrtssieger feierlich im Zielgelände geehrt, Feuerwerk inklusive. Am Sonntag (22. 1.) findet der Slalom statt, der erste Durchgang beginnt um 10.30 Uhr, der entscheidende zweite um 13.30 Uhr. Im Vorjahr gewann der Norweger Henrik Kristoffersen, der auch im Slalom-Weltcup 2015/16 triumphierte.
der Skirennsport ziemlich unwichtig. Aber das darf keine Rolle spielen, wenn ich ein Rennen fahre. Sonst verrate ich meinen Sport und alle, die mit ihm zu tun haben. Denn was ist ein Skirennen wert, wenn es nicht ernst genommen wird? Gar nichts. Ich zeige meinen Respekt vor dem Gegner am besten, indem ich auf der Strecke alles versuche, ihn zu schlagen. Beaver Creek 2007: Jochbeinbruch, doppelter Nasenbeinbruch, tiefe Schnittwunde am Gesäß, Sie drohten zu verbluten. Olympia Sotschi 2014: Abreise wegen Allergien. Sölden 2014: Achillessehnenriss. Kitzbühel 2016: Kreuzbandriss, Meniskusriss, Knorpelschaden. Fehlt etwas in der Aufzählung der größeren Rückschläge? 2006, glaube ich, gab’s eine gebrochene Rippe, aber das war kurz vor der Weihnachtspause, da musste ich nur in zwei Rennen die Zähne zusammenbeißen. Und 2009 riss ein Wadenbein aus der Verankerung, das war auch keine große Sache. Nach Verletzungen posten Sie gerne Witze auf Facebook. Wie schaffen Sie das, so gelassen zu sein? Jeder Mensch hat gute und schlechte Tage. Aber das Leben eines Athleten ist extrem. Er hat sehr, sehr gute und sehr, sehr schlechte Tage. Ich versuche, das auszugleichen. Wenn ich gewinne, freue ich mich, aber nicht zu extrem. Wenn ich mich verletze, bin ich traurig, aber nicht extrem. Diese Balance ist nötig. Wenn ich die Emotionen extrem auslebe, gehe ich als Athlet durch Himmel und Hölle, jede Woche. Das hält ja keiner aus. Ich wäre nach spätestens einem Jahr fertig. Und weil Sie nach Rückschlägen fragen: Na gut, es ist passiert, Kreuzband gerissen, THE RED BULLETIN
Achillessehne gerissen. Und die Heilung braucht Zeit. Nun ist es meine Aufgabe, das Beste aus dieser Zeit zu machen. Bei der Achillessehne wollte ich zuerst auf die Uni gehen, das ging nicht, weil das Semester bereits begonnen hatte. Also fuhr ich stattdessen ins Silicon Valley, um dort von smarten Leuten etwas zu lernen. Die Schweizer sagen, Wengen ist das wichtigste Rennen der Welt. Die Öster Österreicher sagen, es ist Kitzbühel. Was sagen die Norweger? Kvitfjell? Hahaha, nein. Kitzbühel. Die schwierigste Passage auf der Streif? Der Start. Die ersten beiden Kurven nach dem Start, Mausefalle, Kompression, Pan oramakurve, Steilhangeinfahrt, Steilhang ausfahrt. Du bist binnen zwei Sekunden im Auge des Hurrikans. Von null auf hundert, wie mit dem Lichtschalter auf gedreht. Kein Herantasten, keine Sekunde Durchatmen bis zur Steilhangausfahrt. Bambambambambam, die Challenges flie gen dir um die Ohren. Ich glaube, diese Passage wurde noch nie perfekt bewältigt. Von keinem Läufer. Sie ist einfach zu schwierig, und alles passiert zu schnell. Sie haben zweimal den Super-G in Kitzbühel gewonnen, aber die Abfahrt noch nie. Ist die Karriere eines Abfahrers komplett ohne Sieg auf der Streif? Die Antwort ist wahrscheinlich nein. Aber ich habe noch nicht darüber nachgedacht. Sie denken nicht an diesen einen Sieg, der noch fehlt? Es kommt drauf an, wie Sie es sehen wollen. Ist das Glas fast voll? Oder ist es immer noch ein wenig leer? Sagen wir, ich gewinne Kitzbühel nicht mehr. Und dafür gibt es eine gute Chance, denn du kommst nicht zur Streif und sagst: „Hey, ich gewinne jetzt.“ Um hier zu ge winnen, müssen so viele Dinge passen … du musst eine sehr gute Leistung bringen,
viele äußere Faktoren müssen passen, angefangen vom Wetter. Wenn Sie mich fragen, ob es mein Ziel ist, einmal die Abfahrt auf der Streif zu gewinnen, sage ich: Nein. Mein Ziel kann nicht sein, ein Rennen zu gewinnen. Mein Ziel ist es, gut genug zu fahren, um das Rennen gewinnen zu können. Den Rest habe ich nicht unter Kontrolle. Also kann der Rest auch keine Rolle in meinen Gedanken spielen. Beim Rennen im Vorjahr, als Sie so schwer stürzten, waren die Verhältnisse mindestens grenzwertig, außer Ihnen stürzten zwei weitere Spitzenläufer an derselben Stelle schwer. Es wurde nach exakt 30 Läufern abgebrochen – nach 29 wäre das Rennen annulliert worden. Wie würden Sie nennen, was Ihnen passierte? Pech? Nein. Das wäre das Falscheste, was ich tun könnte. Inwiefern? Denn das würde heißen, dass es jederzeit wieder passieren könnte. Glück und Pech kann jederzeit passieren, ohne dass ich es kontrollieren kann. Ich würde ab sofort mit dem Bewusstsein fahren, ausgeliefert zu sein. Das wäre nicht gut. Alle nach Ihnen fuhren an dieser Stelle die weniger riskante, langsamere Linie. Der Sieger (Peter Fill; Anm.) war die schnellere Linie gefahren. Wenn du nach Kitzbühel kommst, weißt du: Kitzbühel ist eine extreme Strecke. Wenn du hier crashst, hat es Konsequenzen. Andere Strecken sind wie MotoGP-Circuits, mit großen Sturzräumen. Kitzbühel ist wie das legendäre Tourist-Trophy-Motorradrennen auf der Isle of Man. Oder wie die Formel 1 in Monte Carlo. Hier zu crashen bedeutet Konsequenzen. Andere Läufer würden sich über die Jury beschweren, dass trotz der extremen Verhältnisse nicht früher abgebrochen wurde, und ganz ehrlich: Ich würde sie verstehen. Wir könnten das jetzt stundenlang debattieren, aber es hat keinen Sinn. Es ist passiert. Okay. Ich war einer von drei, die exakt an derselben Stelle gestürzt sind. Okay. Aber ich habe die Aufgabe, mich auf meinen Part zu konzentrieren. Entscheidungen von FIS oder Rennleitung sind Fakten für mich. Müssen sie sein. Denn ohne Vertrauen können wir keine Rennen fahren. Wenn ich im Startgate stehe und zweifle, ob das Rennen sicher ist, dann ist das das Ende meiner Karriere. Dann muss ich sofort aufhören. Dann macht es ja keinen Spaß mehr. aksellundsvindal.com
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Sienna Miller, 35, vom Society-Thron Londons in den Olymp Hollywoods
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Lover&
Fighter
Hurra, wir leben noch!
Sienna Miller 체ber den Geist der Roaring Twenties und Genie, das sich in gnadenloser Pr채zision ausdr체ckt.
Text: R체diger Sturm Fotos: Tom Craig/Trunk Archive
S
Der Geist der 1920er?
Jeder hatte Tod und Zerstörung im Weltkrieg erlebt. Jetzt lebten alle für den Augenblick. Der „Wir haben überlebt!“-Spirit gab unglaubliche Power.
ienna Millers Gegenwart ist spektakulär. Nach einer Hauptrolle in „American Sniper“, dem finanziell er erfolgreichsten Film Clint East Eastwoods, und ihrem Auftritt im legendären Musical „Cabaret“ am Broadway ist sie jetzt als einer der Stars von „Live by Night“ zu sehen, inszeniert von Oscar-Gewinner Ben Affleck. Sienna Millers Vergangenheit ist Legende: Die ungekrönte Königin des Londoner Jetsets war dank ihres atemberaubenden Aussehens logische Darstellerin in zwei Filmen über berüchtigte Frauenhelden – „Alfie“ und „Casanova“ – und brillierte auch als ernsthafte Schauspielerin in Dramen wie „Factory Girl“. Nicht unbedingt ihre beste Zeit. Sie wurde von den Paparazzi verfolgt; die britische Boulevardpresse hörte sogar ihr Telefon ab. Aber die Tochter eines Models und eines Kunsthändlers hatte schon als Kind Durchhaltefähigkeit entwickelt, als sie mit acht aufs Internat geschickt wurde. Sie verklagte ihre Medien-Stalker und behauptete sich in Hollywood auf die harte Tour, erarbeitete sich mit aufreibenden Vorsprechterminen Prestigerollen in Dramen wie dem Oscar- und GoldenGlobe-prämierten „Foxcatcher“ und, siehe oben, „American Sniper“ und „Cabaret“. Nun bitte: Vorhang auf! Sienna Miller über ihre Arbeit in „Live by Night“:
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the red bulletin: Frau Miller, wie war die Zusammenarbeit mit Ben Affleck? sienna miller: Ben schafft eine ungemein produktive Atmosphäre. Ich habe noch nie einen so gut gelaunten Dreh erlebt. Ich respektiere ihn auch als Schauspieler enorm. Er kombiniert Charisma mit der Fähigkeit, in Nuancen unglaublich stark zu sein. Apropos Nuancen: Szenenbildner Jess Gonchor (u. a. „Foxcatcher“; Anm.) ist berüchtigt für seine Detailversessenheit. Ja, Wahnsinn. Das gilt sogar für Dinge, die man gar nicht sieht im Film. Ein Beispiel: In der Anfangsszene serviere ich von einem Tisch aus Drinks. In einer Pause öffnete ich bloß aus Interesse die Schubladen. Jess hatte da alte Füller hineingelegt. Und original Streichholzschachteln aus den Zwanzigern. Klingt ziemlich extrem … Das ist Präzision. Unsere Kostümbildnerin Jacqueline West war genauso. Sie sorgte sogar dafür, dass meine Unterwäsche zu den Zwanzigern passte, obwohl die keiner sieht. Wozu ist das dann gut? Kleidung prägt den Charakter. Das ist wichtig für die Rolle. Ich trug auch Schuhe, die mir zu klein waren. Aber sie waren Originale aus dieser Zeit. Das war mir wichtiger. Was ist so speziell am Spirit der 1920er? Das war eine Ära, in der sich alles änderte. Jeder hatte im Ersten Weltkrieg Tod und Zer Zerstörung miterlebt. Jeder hatte geliebte Menschen verloren. Deshalb lebten alle nur im Augenblick. Ich würde das nicht nostalgisch verbrämen wollen, aber ich liebe die Musik, die Architektur, die Dekadenz und das Chaos des Jazz-Zeitalters. Es lag eine Stimmung von „Wir haben überlebt“ in der Luft, was der jungen Generation eine unglaubliche Power verlieh. Mich inspiriert das sehr.
„Auch wenn man die Unterwäsche im Film nicht sieht – sie prägt, wie Kleidung generell, den Charakter und ist daher enorm wichtig für die Rolle.“
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TECHNIK Das macht ein World Rally Car aus.
IDEALE BIOGRAFIE So werde ich Rallyepilot.
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PREISLISTE Was die Ersatzteile kosten.
AM HEISSEN SITZ So werde ich Beifahrer.
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INTERVIEW Was wir vom vierfachen Weltmeister Sébastien Ogier lernen können.
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FERNSEHEN Die TV-Über tragungen auf Red Bull TV.
Mitreißend, spannend und voller technischer Herausforderungen: Die World Rally Championship (WRC) boomt. Aber was kostet der Spaß? Was braucht es? Und wie kommt man dazu? Wir haben die Antworten. Text: Werner Jessner
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Hyundai im Anflug: sind nach dem Ausstieg von Volkswagen Titelfavoriten fĂźr kommende Saison.
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Das Basismodell kostet 15.000 Euro und findet sich auf jedem Supermarkt-Parkplatz, ein WRC-Auto kostet um Potenzen mehr. Warum ist das so? Der Stückpreis von fünf Millionen Euro bezieht sich auf die Entwicklung vom Serienmodell bis zum Rennauto. In mindestens drei Stadien werden Proto typen erdacht, entwickelt und gebaut, ehe man am Start der ersten Sonder Sonder prüfung steht. Jeder Her Her steller baut pro Saison etwa zehn komplette WRC Autos, plus Ersatzteile für noch einmal so viele. Ein WRCCar der Generation
Fahrwerk € 120.000,– 2017 kostet von 600.000 bis 900.000 Euro. Damit steht das Auto aber erst in der Garage und fährt noch nicht: Die Kosten für Revi sion, Verschleiß und Ver Ver brauch addieren sich auf 400 Euro pro Kilometer. Gebrauchte WRCAutos werden von den Werken nach frühestens einem Jahr an vertrauenswürdige Teams weitergegeben, wo sie von Privatfahrern in der WM eingesetzt wer wer den. Kosten: mindestens eine halbe Million Euro. Später werden sie in natio nalen Meisterschaften „aufgebraucht“ oder wandern in die Garagen von Sammlern.
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DER WELTMEISTER „BLEIB ENTSPANNT – SELBST WENN ES GLEICH GARSTIG WIRD“ Rallyepiloten sind die weltbesten Autofahrer. Sébastien Ogier, Champion der Jahre 2013 bis 2016, sagt uns, was wir für den Alltag von ihm lernen können.
the red bulletin: Woran erkennt man gute Autofahrer auf der Straße? sébastien ogier: Sie fallen nicht auf. Okay, drehen wir den Spieß um: Was macht schlechte Autofahrer aus? Sie sind zu hart auf der Bremse. Sie fahren Kurven nicht in einem Bogen, sondern in vielen Ecken. Auf Landstraßen fahren sie langsamer als erlaubt und auf der Autobahn ständig auf der linken Spur. Sie blinken nicht beim Abbiegen und gefährden damit den Motorradfahrer hinter ihnen. Es gibt so viele Punkte … Bist du ein guter Beifahrer? Meine Frau behauptet, ich wäre der
– nicht die rechte! – bei zwei Uhr aufs Lenkrad legst, sollte die Schulter noch Kontakt mit der Sitzlehne haben. Keiner fährt dauernd mit beiden Händen am Lenkrad. Nicht im Alltag. Stimmt schon. Aber auf einer schönen Bergstraße hat man so einfach mehr Kontrolle und auch Spaß. Grundsätzlich muss man den Schaltknauf während der Fahrt nicht festhalten. In den meisten Autos ist er angeschraubt. Richtig lenken also. Ist das tatsächlich so kompliziert? Um die Kurve kommt jeder, aber in kritischen Situationen hilft es, wenn du weißt, wie es korrekt geht. Daumen
Sébastien Ogier, 32: Greift 2017 im Ford Fiesta von M-Sport an.
schlechteste der Welt, weil ich ihr dauernd reinrede. Lass uns also bessere Autofahrer werden, nur für den Fall, dass du einmal bei uns einsteigst. Es beginnt mit der korrekten Sitzposition. Faustregel: Wenn du die linke Hand THE RED BULLETIN
haben nichts innerhalb des Lenkrades verloren, sondern liegen bitte außer außerhalb. Bei einem Unfall kann das sonst nämlich böse weh tun. Man hat spürbar mehr Kontrolle, wenn man das Lenkrad mit der kurvenäußeren Hand drückt, statt mit der inneren daran zu ziehen.
Wer das verinnerlicht, dessen Bewegungen werden automatisch sicherer und runder, und da rede ich noch nicht vom Rallyefahren. Das gilt auch im Alltag. Wie lernt man Multitasking im Auto? Grad Rallyefahrer machen, so kommt es einem vor, zehn Dinge zugleich. Das stimmt grundsätzlich, allerdings bezieht sich alles, was ich im Rallyeauto mache, aufs schnelle Fahren, und zwar ausschließlich. Ich checke während der Fahrt keine E-Mails, sondern Zwischenzeiten oder Autotemperaturen. Ich höre in der Freisprecheinrichtung keine Geschäftspartner, sondern den Co-Piloten, der mir die nächste Kurve ansagt. Diese Informationsflut zu bewältigen – das braucht Zeit. Telefonierst du nie im Auto? Doch, aber ich behaupte jetzt einmal, dass meine Fähigkeit, während der Fahrt viele Informationen zugleich zu verarbeiten, ziemlich gut ausgeprägt ist. Es gibt geübte und ungeübte Fahrer. Bei niedrigen Geschwindigkeiten funktionieren auch Ungeübte, selbst mit dem Telefon am Ohr. Wenn es aber schneller wird, reduziert sich die Qualität dessen, was sie tun. Darum sollte jeder Mensch Autofahren üben und sich freiwillig im gesicherten Rahmen in Stresssituationen bringen, um im Ernstfall cool zu bleiben. Wie fühlt sich Kontrollverlust an? Auf einer Rallye passiert das immer wieder, aber eben nur für Sekundenbruchteile. Wenn du länger out of control bist, wird es in der Regel laut und schmerzhaft. Was rätst du uns Normalfahrern, wenn wir merken, dass wir die Kontrolle verloren haben? Kämpft. Macht irgendwas: Lenkt, schaut vom Hindernis weg, löst die Bremse. Vermeidet den Moment des Einschlags, solange es geht. Dazu muss man den angeborenen Totstellreflex in Gefahrensituationen überwinden. Nur wer entspannt ist, kann sich auf seine Reflexe verlassen. 49
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2017 besteht die WRC-Saison aus 13 Läufen: auf Eis, Schnee, Asphalt, Schlamm oder Schotter – wie hier der Katarer Nasser Al Attiyah in Mexiko
„WER WELTMEISTER WERDEN WILL, MUSS AUF JEDEM UNTERGRUND BRILLIEREN.“
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Ford Focus WRC € 100.000,– 300 PS, Allrad, BAUJAHR: 2000 WAS DAFÜR SPRICHT: Platz 2 mit dem damaligen WM-Dritten Carlos Sainz bei der Rallye Monte Carlo.
WRC-CARS FÜR ALLE Gut eingefahren: sieben Rallyeautos für jedermann – von superbillig über historisch wertvoll bis hin zu unschlagbar schnell.
Lada 2106 € 6799,– 140 PS, Heck BAUJAHR: 1980 WAS DAFÜR SPRICHT: pure, billige Technik, Ostblock-Charme.
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Mitsubishi Lancer Evo IX € 45.900,– 280 PS, Allrad BAUJAHR: 2006 WAS DAFÜR SPRICHT: gut abgehangenes Rallyegerät, quasi das Schweizermesser der Rallyeszene.
Subaru Impreza WRC € 147.000,–
Lancia Delta Integrale Gruppe A € 295.000,–
320 PS, Allrad BAUJAHR: 2004 WAS DAFÜR SPRICHT: legendäres Design, Bubentraum einer ganzen Generation. Plus: goldene Felgen!
400 PS, Allrad BAUJAHR: 1992 WAS DAFÜR SPRICHT: ehemaliges Werksauto von Didier Auriol, einer Ikone der Szene, mit Wertsteigerungspotenzial.
MG Metro 6R4 € 150.000,–
Ford Fiesta WRC € 450.000,–
500 PS, Allrad BAUJAHR: 1986 WAS DAFÜR SPRICHT: neben der skurrilen Optik die günstigste Möglichkeit, ein Auto der brachialen Gruppe-B-Ära zu fahren.
300 PS, Allrad BAUJAHR: 2011 WAS DAFÜR SPRICHT: kompromissloses Sieger-Gerät für nationale Meisterschaften.
THE RED BULLETIN
STAND: 15. NOV. 2016. QUELLEN: MOBILE.DE, RALLYCARS4SALE.NET, WILLHABEN.AT, RACINGBAZAR.COM
ZWEITES LEBEN
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IDEALE BIOGRAFIE
SO WERDE ICH PILOT
Auch die Großen haben einst in der Wiese begonnen: der Weg in ein Werks-Cockpit. Bis 16 Jahre:
Mach Sport! Verschiedene Arten von Sport! Etwas Kartfahren zusätzlich kann nicht schaden. KOSTEN: 18 Euro für zehn Minuten.
17 Jahre:
Spiel auf gesperrten Strecken mit normalen Autos rum. Notfalls reicht auch die Wiese des Nachbarn. KOSTEN: je nach Auto eventuell sogar gratis.
18 Jahre:
Mach den Führerschein und löse eine Rennfahrer-Lizenz. Unerlässlich: ein ärztliches Attest. Internationale C-Lizenz: 284 Euro. Kauf ein billiges, aber verlässliches Rallyeauto und organisiere ein paar Freunde. Bestreitet jede Rallye, die ihr euch leisten könnt. Wenn ihr nicht fahrt, setzt das Auto wieder instand. KOSTEN DES AUTOS: ab 5000 Euro. KOSTEN PRO RALLYE: ab 2500 Euro.
19 Jahre:
Kratz das Geld für Starts bei internationalen Rennen zusammen. Nur so wirst du besser. KOSTEN PRO RALLYE: 5000 Euro (hoffentlich hält dein Auto noch).
21 Jahre:
Gewinn den Markenpokal und mach dir damit international einen Namen.
22 Jahre:
Setz alles daran, ein paar Läufe in einem WRC-Auto zu fahren, egal was es kostet. Finanzielles Risiko ist unabdingbar. KOSTEN: zwischen 100.000 und 150.000 Euro pro Lauf.
23 Jahre:
Mit Glück hast du nun ein Stamm-Cockpit in einem WRCTeam ergattert. Beweise, dass du schnell bist. Dabei darfst du dich ruhig ein paar Mal überschlagen.
THE RED BULLETIN
GETTY IMAGES (8), ATTILA GIMESI
SO WERDE ICH BEIFAHRER
Keiner ist näher an der Action als die Co-Piloten. Elf Tipps für die Karriere.
Sei fit und leicht! Jedes Kilo weniger zählt. Such dir einen Fahrer, dem du vertraust und der dir sympathisch ist. Ihr werdet viel Zeit auf engstem Raum verbringen. Bring grundlegende Mechaniker-Kenntnisse mit. Hab einen guten Magen und verzichte auf den Morgenkaffee. (Gekotzt hat trotzdem noch jeder irgendwann.)
24 Jahre:
Werde zum Frühaufsteher. Rallyes beginnen im Morgengrauen.
25 Jahre:
Organisiere dich. Du bist das Hirn im Auto, der Fahrer ist nur der Fahrer. Jedes Zuspätkommen gibt Strafzeit.
Zeig, was du kannst, und fahr erste Bestzeiten. Jetzt bist du reif für deinen ersten WRC-Sieg.
Jahresverdienst:
Je nach Verhandlungsgeschick und Erfolg bis zu sieben Millionen Euro.
Erstelle und verfeinere gemeinsam mit deinem Fahrer die Pacenotes, das „Gebetbuch“, bis ihr für jede Art von Kurve einen präzisen Code habt.
Schaff dir ein Netzwerk: Jede Information über Strecke etc. ist pure Sekunden wert. Hab keine Angst: Ihr werdet Unfälle bauen, und nicht immer wirst du etwas dafürkönnen. Sei bescheiden: Der Held ist immer der Fahrer, nie du.
RUHEPOL JULIEN INGRASSIA, 37 Der Franzose navigierte Sébastien Ogier mit Coolness und Übersicht zu vier WM-Titeln --Titeln en suite.
Lerne, mit einem Auge auf die Strecke und dem anderen auf deine Pacenotes zu schauen.
20 Jahre:
Dein Speed sollte jetzt passen, erste Sponsoren auf dich aufmerksam geworden sein. Schreib dich in einen Markenpokal oder eine SupportKategorie der Rallye-WM ein. KOSTEN PRO SAISON: 30.000 Euro für nationale, 200.000 Euro für internationale Serien.
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HIRN STATT GASFUSS
WUNDERKIND ANDREAS MIKKELSEN, 27 Das norwegische Skiund Motocross-Talent war mit 19 Jahren der jüngste Pilot, der je WRC-Punkte holen konnte.
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DIE WRC IM BILD
Good News für Benzinbrüder: jedes Rennwochenende auf Red Bull TV. FREITAG: Highlights vom Tag SAMSTAG: Highlights plus Superstage live SONNTAG: Wrap-up der gesamten Rallye 53
„MEIN GEHEIMNIS: SEI LOCKER, WENN ES HART WIRD“ SÉBASTIEN BUEMI Sein Traum vom Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans zerbarst nach 23 Stunden und 56 Minuten. Eine Woche später holte er den Gesamtsieg in der Formula E – weil die Enttäuschung ihn gelehrt hatte, lockerzulassen.
E
s war das wohl dramatischste Finish, seit die 24 Stunden von Le Mans im Jahr 1923 erstmals ausgetragen wurden: Nicht einmal zwei Runden vor Schluss blieb der überlegen f ührende Toyota von Buemi/ Davidson/Nakajima liegen. Selbst die Gegner trösteten danach die am Boden zerstörte Mannschaft. Eine Woche später holte sich derselbe Sébastien Buemi in einem Wahnsinns finish den Formula-E-Ge samtsieg. „Ohne das Drama von Le Mans hätte ich das wahrscheinlich nicht ge schafft“, sagt er heute.
Formula-E-Sieger: Sébastien Buemi, 28, lernte durch eine brutale Niederlage, den Moment wieder zu genießen.
LUKAS MAEDER
the red bulletin: Glaubst du, dass sich Glück und Pech am Ende ausgleichen? sébastien buemi: Wie willst du das ausgleichen, was in Le Mans passiert ist? Selbst wenn ich das Rennen noch fünfmal gewinnen sollte, wird die Wunde bleiben. Was tat am meisten weh? Zu erkennen, dass all die Zeit, die wir von Jänner weg investierten, die 17.000 Testkilometer, die 1000 Reifen, all der Aufwand vergebens waren. Zu erkennen, wie viel es braucht, um überhaupt in die Lage zu kommen, Le Mans zu gewinnen: das Auto, das Team, Glück, den richtigen Rennverlauf. Und dann implodiert der Traum eineinhalb Runden vor dem Ende. Woran dachtest du beim Einschlafen nach Le Mans? Motorsport war mir unendlich egal. So egal wie noch nie in meinem Leben. Ich habe meiner Familie sogar verboten, über das Rennen zu sprechen. Wie hast du die Enttäuschung weggesteckt? Ich habe einen Sohn, Jules, er ist noch kein Jahr alt. Bei meiner Heimkehr hat er mich angeschaut. Da habe ich das echte Leben gesehen. Davor agierte ich ausschließlich als Pilot. Die Box, die Strecke, das Rennen: Das ist dein Leben, und du denkst, nur darum geht es. Aber das stimmt nicht. Das ist mir in diesem Moment, als ich in Jules’ Augen geblickt habe, klar geworden. Distanz als Erfolgsgeheimnis? Das ist für einen Athleten das Schwerste: alles zu geben und trotzdem zu lächeln, wenn es nicht gereicht hat. Selbst in harten Stunden das große Bild zu sehen. Die Entscheidung in der Formula-E-Saison 2015/16 war an Dramatik unüberbietbar: Buemis letzter verbliebener Gegner Lucas di Grassi rammte ihn absichtlich von der Strecke, damit war der Titel quasi THE RED BULLETIN
weg. Immerhin war das Auto intakt. Einzige Chance: die schnellste Rennrunde drehen und mit den dafür vergebenen Extrapunkten doch noch den Titel an Land ziehen. Di Grassi wusste das und blockierte den Westschweizer auf der Strecke. Da ließ sich Buemi absichtlich zurückfallen, bis er Letzter war und freie Bahn hatte – und knallte jene Rekordrunde hin, die ihm den Titel brachte. Schwierig, oder? Bei all diesen Emotionen cool zu bleiben und punktgenau abzuliefern. Die Rekordrunde war meine letzte Chance. Alles andere durfte mich nicht mehr inter interessieren. Als es knallte, dachte ich: „Ich bin wirklich der Pechvogel vom Dienst.“ Aber schon im nächsten Moment war mir klar, dass nichts so schlimm sein würde wie der Ausfall in Le Mans. Mit welcher Einstellung bist du ins Rennen gegangen? Völlig locker. Sollte ich den Titel nicht holen, ginge die Welt auch nicht unter. Ich würde einfach mein Bestes geben, und wenn es reichen sollte: fein. Wenn nicht, geht am nächsten Morgen trotzdem die Sonne auf. Das war das Gute an der Woche nach Le Mans. Dass du lockerer wurdest? Ja. Ich weiß nicht, ob ich dem Druck sonst standgehalten hätte. Vor dem Rennen nahm mich mein Teamchef Alain Prost, dem 1984 ein halber Punkt zum Formel-1WMWM-Titel (den Niki Lauda gewann; Anm.) gefehlt hatte, zur Seite und sagte: „Genieß den Moment! Du bist einer von zwei Fahrern, die beim letzten Rennen noch die Chance haben, Meister zu werden. Das ist es doch, warum man diesen Sport ausübt.“ Vor Le Mans hätte ich über diese Aussage den Kopf geschüttelt. Nun ver verstand ich ihn und erkannte diese positive Energie. Werner Jessner www.fiaformulae.com
Eva Håkansson, 35, elektrisierende Frau: „Aufregend ist es erst ab 320 km/h.“
ÖKO-KRIEGERIN MIT 400 KM/H EVA HÅKANSSON steht unter Strom. Oder besser gesagt: Sie sitzt. Und das rasend schnell.
the red bulletin: Dein Rekord-Motorbike heißt „KillaJoule“, du nennst dich Öko-Kriegerin. Was motiviert dich? eva håkansson: Ich liebe den Rennsport, aber eigentlich bin ich Ökofreak. Einige meiner Freunde sind sogar GreenpeaceAktivisten, sie klettern Kühltürme von Kraftwerken hoch. Ich halte das aber für falsch. Du verärgerst Leute und wirst ver verhaftet. Ich überlegte, wie man etwas für die Umwelt tun kann, ohne das Gesetz zu brechen. So kam ich zum E-Racing – es zeigt, dass Tempo und Power umweltfreundlich sein können. Sind E-Fahrzeuge die Zukunft? Sie sind die Gegenwart! Das Problem ist, dass sie als langweilig und nerdig gelten. Ich wollte das ändern, indem ich etwas baue, das kraftvoll, cool und wahnsinnig schnell ist. Wie fühlen sich 434 km/h auf einem E-Bike an? Bis 320 km/h ist es ein wenig langweilig. So richtig spürt man den Speed erst ab 400 km/h. Schafft KillaJoule noch mehr als 434 km/h? 480 sind mein Ziel. Und die werde ich erreichen. Matt Youson evahakanssonracing.com
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„RAUS AUS DEM BETT, REIN INS FEUER“ IGGY POP ist der Übervater des Punk-Rock. Er weiß, wie man durch Zweifel
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ehr Rock geht nicht: Iggy Pop war der erste Punk über überhaupt, 1970 erfand er das Stagediving. Seine stürmischen Platten mit der Band The Stooges gelten als Meilensteine der Rockgeschichte, seine Kollaborationen mit so verschiedenen Künstlern wie David Bowie, Balkan-Komponist Goran Bregović oder Pop-Prinzessin Kesha zeigen ihn als einen der wandlungsfähigsten Musiker der Gegenwart. Dass es gerade der kreative Austausch mit Kollegen ist, der den Neunundsechzigjährigen fit und neugierig hält, erzählt er im Interview. the red bulletin: Mister Pop, mit kaum jemandem in der Musikgeschichte wollten so viele Kollegen so sehr zusammenarbeiten wie mit Ihnen. Wie kam denn das? iggy pop: Mein großes Glück ist, dass ich am Anfang meiner Karriere sehr unsicher war, was mein Talent angeht. Unsicherheit als Glück? Das müssen Sie uns erklären. Es ist ganz einfach. Wenn du dir selbst nicht allzu viel
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zutraust, neigst du dazu, gemeinsam mit anderen zu arbeiten. Du umgibst dich mit einer Band, du tust dich mit anderen Musikern zusammen. Du willst nicht allein sein. In der Zusammenarbeit mit anderen kaschierst du deine Unsicherheit. Und indem man sich ver versteckt, wird man ein besserer Musiker? Du lernst neue Denkweisen kennen, wirst auch zu Experimenten gezwungen, und das ist der Schlüssel zum Erfolg. Denn so verbreiterst du dein Wissen, und nur mit breitem Wissen wirst du zum Meister auf deinem Gebiet. Klar, der Weg ist steinig, du fällst oft auf die Schnauze, aber … … Moment. Wie war das, als Mister Iggy Pop auf die Schnauze fiel? Am Anfang meiner Karriere wurde ich auf der Bühne mit Kleingeld beworfen. Und ver vermutlich wurde kein anderer Künstler so oft bespuckt wie ich in den ersten Jahren mit den Stooges. Die Leute sagten, das, was wir machen, ist Krach. Erst viel später nannte man den Krach Punk. Wieso haben Sie das mit der Musik nicht sein lassen? Mein Motto war schon damals:
Raus aus dem Bett, rein ins Feuer. Das hat sich bis heute nicht geändert. Man muss sich Herausforderungen stellen, sich entwickeln. Und für deine Entwicklung gibt es eben nichts Besseres als die Arbeit mit neuen Partnern, da sind wir wieder bei diesem Punkt. Wieso arbeiten Sie heute noch am liebsten mit anderen? Ihre Selbstzweifel sollten Sie mittlerweile überwunden haben. Das Problem ist: Wenn Menschen erfolgreich sind, tendieren sie oft dazu, sich abzuschirmen. Oder sich mit Schleimern zu umgeben. Das führt zu kreativem Stillstand. Eine Katastrophe! Wie findet man den Partner, der einen ideal inspiriert? Meine besten Partner traf ich durch Zufall. Vor ein paar Jahren landete ich am Weg zu einer Award-Show in einem Bus voller Journalisten. Eine Erfahrung, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünsche. Wie charmant! Hahaha. Es wurde aber eine lohnende Fahrt. Denn einer empfahl mir, diese neue Sängerin namens Peaches auszuchecken. Das tat ich – und war begeistert von ihrer Energie und ihrer frechen
RAINER HOSCH
zum Star wird. Und was man sich von Pharaonen abschauen sollte.
Iggy Pop, 69, Partnerschaftsexperte: „Vermutlich wurde kein anderer Künstler so oft bespuckt wie ich.“
„ICH HABE IMMER DEN DRANG, MEIN T-SHIRT AUSZUZIEHEN. ICH ARBEITE EINFACH BESSER, WENN MIR KEINE KLEIDUNG IM WEG IST.“ Schnauze. Kurz später waren wir gemeinsam im Tonstudio. Inwiefern beflügelte Sie diese Zusammenarbeit? Durch Peaches lernte ich eine ganz neue Musikszene kennen. Sie stellte mir tolle Bands wie Le Tigre vor, von denen ich noch nie gehört hat te. Auch das ist ein wichtiger Punkt: Eine gute Kollaboration löst einen Dominoeffekt aus. Über deinen Partner lernst du neue Partner kennen, mit denen du neue Projekte an gehen kannst. Wie bricht man bei der ersten Begegnung mit einem neuen Partner das Eis? Man sollte es nicht so machen wie Madonna oder Kesha: Die rückten beide beim ersten Treffen mit KameraCrews an. Was für ein Stimmungskiller! Wo Sie Kesha ansprechen. Die schwärmte nach Ihrer gemeinsamen Session davon, dass Sie im Tonstudio oben ohne aufnahmen. Das stimmt (lacht). Ich weiß auch nicht, ich habe immer den Drang, mein T TShirt auszuziehen. Ich arbeite ein
RAINER HOSCH, GETTY IMAGES (7)
DIE FORMEL POP fach besser, wenn mir keine Klamotten im Weg sind. Die Pharaonen waren auch immer oben ohne! Von denen habe ich mir das abgeschaut. Ihr aktuelles Album „Post Pop Depression“ haben Sie mit dem Queens-of-theStone-Age-Frontmann Josh Homme aufgenommen. Was hat Sie an ihm gereizt? Ganz einfach: Derzeit gibt es im Rockgeschäft niemanden, der so gut singen, Gitarre spielen und Songs schreiben kann wie er. Ein unglaublich talentierter Typ. In Interviews meinte Homme, Sie hätten ihm geflüstert, dass diese Platte Ihre letzte sein könnte … Ich war in den letzten zehn Jahren sehr aktiv. So aktiv, dass ich mit dem Gedanken spiele, eine Zeitlang einfach mal die Fresse zu halten. War Ihr letztes Projekt eine Einstimmung darauf? Wie meinen Sie denn das? Sie posierten kürzlich für Kunststudenten in New York als Nacktmodell. Ach, das genoss ich sehr. Vier Stunden stillzusitzen war allerdings ziemlich zäh. Was geht einem durch den Kopf, wenn einem zwanzig Studenten vier Stunden lang auf den Penis starren? Um die Zeit totzuschlagen, sang ich meine eigenen Songs immer wieder leise vor mich hin. Stücke wie „Nazi Girlfriend“ und „The Passenger“. Weil ich genau weiß, wie lange die dauern. So konnte ich die vier Stunden ziemlich genau berechnen. Können Sie die Erfahrung empfehlen? Uneingeschränkt. Es ist ein unglaublich befreiendes Gefühl, sich öffentlich auszuziehen, ohne dabei für einen Irren gehalten zu werden. Das erdet ungemein. Florian Obkircher Iggy Pops Lecture-Video gibt’s auf: redbullmusicacademy.com THE RED BULLETIN
Für Iggy gilt seit jeher: Jede neue Zusammenarbeit ist eine willkommene Herausforderung. Hier fünf seiner wichtigsten Kollaborationen – und ebenso viele Erkenntnisse des Godfather of Punk.
+ Iggy Pop + David Bowie = Selbstfindung 1976. Pop zieht mit Bowie nach WestBerlin, Berlin, um gemeinsam von den Drogen loszukommen. Der Plan scheitert zwar, doch die zweijährige Phase ist fruchtbar: Mit Bowie produziert Pop seine besten Soloalben („The Idiot“, „Lust for Life“). Bowie hilft Pop, seine Neurosen zu thematisieren und sie positiv zu nutzen. Dazu hören: „The Passenger“
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Iggy Pop + Sex Pistols + Blondie = Krisenbewältigung 1984. Pops Erfolg nimmt in gleichem Ausmaß ab, wie der Drogenkonsum zunimmt. Regisseur Alex Cox bittet Iggy um den Titelsong für seinen Film „Repo Man“. Der holt Steve Jones (Sex Pistols) und Nigel Harrison (Blon (Blon die) ins Studio. Der Song ist in 30 Minuten geschrieben und aufgenommen. Und bis heute einer seiner besten. Dazu hören: „Repo Man“
+ Iggy Pop + B-52’s = Authentizität 1990. Er ist in den USA eine Legende, dennoch hat Pop nur zwei Top30Hits Hits in den dortigen Charts. Einer da da von: das Duett „Candy“. Lange sucht er eine passende Gesangspartnerin, niemand passt, bis er in der B52’s B 52’s 52’s Sängerin Kate Pierson fündig wird – weil ihr Kleinstadtakzent der besungenen Dame sehr nahe kommt. Dazu hören: „Candy“
+ Iggy Pop + Donatella Versace = Offenheit 2001. Wegen seiner Bedenken, einen Verrat am Punk zu begehen, lehnt Pop Angebote aus der Modebranche lange Zeit ab. 2001 dann das Umdenken: „Wie viele Jahre habe ich diese Idioten bei Fashion Awards rum hampeln sehen. Als ob man das nicht besser machen könnte!“ Er spielt bei Donatella Versaces Modeschau, was letztlich seinen zweiten Karrierefrühling einläutet. Dazu hören: „V.I.P.“
+ Iggy Pop + Josh Homme = Vorbereitung 2016. Auf seinem aktuellen Album holte sich Pop die Hilfe des QueensoftheStoneAgeFrontmanns. Frontmanns. Weil die beiden sich vor ihrer Kollaboration kaum kannten, schickt Pop dem Kalifornier zur Einstimmung eine Sammlung seiner Zeichnungen, Tagebucheinträge und Kurzgeschichten über sein Sexualleben. Mit Erfolg: „Aus fast allem, was er mir schickte, wurden schnell Songzeilen“, sagt Josh Homme. Dazu hören: „Gardenia“
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Amélie van Tass und Thommy Ten sind das Mentalmagier-Duo The Clairvoyants: „Auftritte sind das beste Training.“
„WER WIRKLICH WILL, BRAUCHT KEINEN PLAN B“ THE CLAIRVOYANTS sprangen vor fünf Jahren als
Mentalmagier-Duo ins kalte Wasser. Jetzt gehen sie am Broadway an Land. Alles Zauberei?
OLIVER JISZDA
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he red bulletin: Clairvoyants heißt Hellseher. Die Show in einem Satz? thommy ten: Im Gegensatz zur Zauberei findet in der Mentalmagie alles im Kopf statt – in den Gedanken der Zuseher und Mitwirkenden. Wo seid ihr zum ersten Mal gemeinsam aufgetreten? amélie van tass: In einem TV-Studio, 2011 bei der ORFShow „Die Große Chance“. Vor wie vielen Zuschauern? thommy: Einer Million … obwohl: Im Studio waren’s 500. Wart ihr nervös? amélie: Es ist immer auf aufregend, egal wie viele Leute im Publikum sitzen. Am schlimmsten ist es, wenn Familienmitglieder zuschauen. Das Lampenfieber besiegen: Könnt ihr uns das lehren? amélie: Wichtig ist, es immer zu genießen. Dazu kommt perfekte Vorbereitung: Wir bereiten uns für eine Million Zuschauer genauso vor wie für fünf – wenn wir etwa bei einem privaten Geburtstag auftreten. Niederlagen im Showbusiness sind immer öffentlich und damit brutal … THE RED BULLETIN
amélie: … doch in der LiveSituation lernt man immer am besten aus Fehlern. thommy: Niederlagen sind lehrreicher als Erfolge. Nur dann denkt man daran, was man anders oder besser machen könnte. Eine Hilfe: Man muss nicht nur genau wissen, was man kann, sondern auch, was man nicht kann. Was lehren Niederlagen? amélie: Beim nächsten Mal besser zu scheitern – oder einen anderen Weg zu gehen. Das Schlimmste für Mentalmagier ist wohl ein passives Publikum …
Crew arbeiten, das sind dann 20-Stunden-Arbeitstage. Das Allerwichtigste aber ist: auf auftreten, auftreten, auftreten. Nur so lernst du, wie sich das Publikum verhält und wie man das Publikum unterhält. Jede Show ist ein perfektes Training. Wenn ich zu Hause vor dem Spiegel stehe und was verschwinden lasse, bin ich ja nicht wirklich verblüfft. Seid ihr gleichberechtigt? amélie und thommy (gleichzeitig, lachend): Ja. amélie: Interessant, wie sehr man das betonen muss und dass das Bild des Zauberers mit dem Hasen im Hut und der Assistentin im Glitzer Glitzerkostüm noch so fest in den Köpfen der Leute verankert ist.
nen. Man muss immer selbstkritisch sein und mit Kritik von anderen umgehen können. Uns kommt zugute, dass wir zu zweit sind – da kann sich im Ernstfall der jeweils andere einmal anlehnen. Gab es je einen Plan B, falls es nicht klappt: Beamtenkarriere, Kinder kriegen? thommy: Solange es von Herzen kommt und man Spaß hat an dem, was man macht, ist es nicht gut, zu viel zu überlegen, da verliert man den Fokus. Wer wirklich will, der braucht keinen Plan B. Ihr tretet im Planet Hollywood in Las Vegas auf und im Palace Theatre am Broadway … Seid ihr im MagierOlymp angekommen?
„UNS KOMMT ZUGUTE, DASS WIR ZU ZWEIT AUFTRETEN. DA KANN SICH IM ERNSTFALL DER JEWEILS ANDERE EINMAL ANLEHNEN.“ thommy: … nein, das ist gar nicht schlecht. Zuschauer, die aufs Applaudieren vergessen, sind besser als Standing Ovations. Ruhe im Saal erzeugen und Leute, die einfach nur gebannt zuschauen: Das ist ein Feeling, das man heutzutage als Künstler nur schwer er erreichen kann. Wie trainiert ihr? thommy: Natürlich müssen wir Programme entwickeln, die optimale Musik aussuchen, mit der Backstage-
Talente-Shows, Auftritte auf einem Kreuzfahrtschiff, 2015 der Weltmeistertitel in der Mentalmagie, 2016 Platz 2 im US-Talentebewerb „America’s Got Talent“: Was lernt man daraus? thommy: Erfolg kommt nicht über Nacht, er kommt immer Stück für Stück. Wie vermeidet man Tränen auf dem Weg nach oben? amélie: Es gibt bessere und schlechtere Shows – aber wer live auftritt, muss damit rech-
thommy: Wir haben das Jahr 2016 in Sydneys Opernhaus begonnen und am Broadway in New York beendet, wo vor uns bislang nur zwei Magier auftraten: Harry Houdini und David Copperfield. Eine Ehre und eine einmalige Reise, die es nicht jedes Jahr geben wird. Da muss man demütig bleiben. Robert Sperl Die Termine zur Österreich-Tournee ab 9. Februar unter www.theclairvoyants.com
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DIESE FRAU HACKT SICH IN DEIN GEDÄCHTNIS DR. JULIA SHAW ist Kriminologin und Psychologin, und sie weiß, wie sie uns Erinnerungen an
Begebenheiten einpflanzt, die wir nie erlebt haben. Gruselig? Klar. Aber auch sehr effektiv, wenn wir uns zum Beispiel schlechte Angewohnheiten abgewöhnen wollen.
the red bulletin: Frau Shaw, wir alle wissen, dass unser Gedächtnis nicht immer ganz zuverlässig ist. Sie gehen noch einen Schritt weiter und sagen, wir sollten unserem Gedächtnis nicht trauen. Warum denn das? julia shaw: Weil jede unse rer Erinnerungen falsch ist. Die Frage ist nicht, ob falsch oder richtig. Die Frage ist: ob sehr falsch oder nicht so sehr. Sie wollen also behaupten, dass, wenn ich Ihnen von meinem Abendessen gestern erzählen würde … … Sie können jetzt sogar Ihre Augen schließen und beschreiben, was Sie gerade 62
eben gesehen haben. Glauben Sie mir, Sie würden Dinge weglassen und andere dazu erfinden. Weglassen, klar. Aber dazuerfinden? Ja. Unser Gehirn kann die Realität nicht vollständig aufnehmen und abspeichern. Wenn unsere Erinnerung lückenhaft ist, erfinden wir unterbewusst Dinge dazu, um eine möglichst vollständige Erinnerung zu bilden, ein schlüssiges Gesamtbild. Ich habe einen Freund mit fotografischem Gedächtnis. Der kann das.
eine Sinnkrise, Frau Shaw. Wenn ich meiner Erinnerung nicht trauen kann, was bleibt mir dann? Eine wichtige Erkenntnis. Denn die Fehlerhaftigkeit unserer Erinnerung zeigt doch nur, wie flexibel unser Gehirn ist, wie einfallsreich es Lücken schließt. Und eben diese Flexibilität macht uns Menschen aus. Nur dank ihr können wir überhaupt kreativ sein, Probleme lösen und Informationen in neue Zusam menhänge bringen – während eine Festplatte nur Daten speichern kann.
erinnern, dass Ottawa die Hauptstadt von Kanada ist? Stellen Sie sich ein kräftig rotes Ahornblatt vor, auf dem ein O hüpft. Verbinden Sie die Fakten mit bizarren Vorstellungen, wir nennen das „multisensorische Esels brücken“. Dadurch bilden sich im Gehirn größere Netzwerke. Und auf die können Sie später leichter zugreifen. Kann ich auch etwas absichtlich vergessen? Ja. Sie müssen sich Ihr Gehirn wie eine WikipediaSeite Seite vor vor stellen. Sie sind Redakteur der Seite, aber eben andere auch.
„JEDE UNSERER ERINNERUNGEN IST FALSCH. DIE FRAGE IST NUR: WIE FALSCH?“ Sorry, aber das fotografische Gedächtnis gibt es nicht. Klar gibt es Menschen mit gutem Gedächtnis, aber dass man sich genau an etwas erinnern kann, das vor etlichen Jahren passiert ist, ist aus wissen schaftlicher Sicht unmöglich. Sie sagen also, wenn ich über mein eigenes Leben spreche, lüge ich? Im Prinzip ja. Vielleicht nicht in böser Absicht, aber: ja. Sie stürzen mich gerade in
Trotzdem würde ich lieber weniger Dinge vergessen. Geht das? Das Gehirn ist ein Netzwerk aus Neuronen. Wenn Sie Ihr Gedächtnis verbessern wollen, müssen Sie dieses Netzwerk erweitern. Das geht, indem Sie möglichst viele Verbindun gen herstellen. Machen Sie Fakten lebendig! Wie geht das? Ein ganz einfaches Bei spiel: Sie wollen sich daran
In Ihrem Buch erklären Sie, wie erschreckend einfach es ist, Unschuldigen ein Verbrechen einzureden, das sie nie begangen haben. Wir wollen wissen: Wie kann man Ihre Methoden positiv nutzen? Mögen Sie Eiscreme? Zu sehr. Wieso fragen Sie? In der Forschung suchen wir derzeit nach Methoden, mit denen wir Menschen falsche Erinnerungen einpflanzen THE RED BULLETIN
TOM OLDHAM
D
iese Frau will uns um den Verstand bringen, aber sie meint es gut. In ihrem aktuellen Bestseller „Das trügerische Ge dächtnis“ zeigt die kanadische Verhaltens psychologin Julia Shaw, wie vergesslich unser Gedächtnis ist, aber auch wie kreativ. Und wie manipulierbar: Denn es ist verblüffend einfach, Menschen dazu zu bringen, sich an Dinge zu erinnern, die nie geschehen sind.
Julia Shaw, 29, Gedankengärtnerin: „Ist unsere Erinnerung lückenhaft, erfinden wir Dinge dazu.“
In ihrer Studie gelang es Shaw, 70 Prozent ihrer Probanden zu überzeugen, sie hätten in der Jugend Straftaten begangen.
SO FÄLSCHST DU ERINNERUNGEN Von der Recherche über das Vertrauen bis zur Ermutigung: das Prinzip des Brain-Hackings, vereinfacht erklärt in fünf Schritten von Dr. Julia Shaw.
1
STÖBERE IN DER VERGANGENHEIT
2
SPRICH DIE PERSON AN
3
BAUE VERTRAUEN AUF
4
HILF DER ERINNERUNG NACH
5
WIEDERHOLE UND ERMUTIGE
Informiere dich über die Person, der du eine falsche Erinnerung einpflanzen willst. Erfrage von Verwandten Details aus ihrer Vergangenheit. Zum Beispiel den Namen des besten Jugendfreunds, ein Geschäft in der Nähe des Elternhauses oder das frühere Lieblingsrestaurant. Je mehr Details, desto besser.
Sprich die Person auf die „Erinnerung“ an, die du ihr einpflanzen willst. Präsentiere sie als Tatsache. Als Geheim-Info, die dir die Eltern der Person persönlich anvertraut hätten. Zum Beispiel: „Du hast als Jugendlicher geklaut, nicht wahr?“
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Bald werden wir uns wegen Handys, Internet, Social Media und Reizüberflutung gar nichts mehr merken können: Ist da was dran? Gerade Jungen wirft man oft vor, unter digitaler Amnesie zu leiden. Weil sie ständig auf ihre Handys starren. Was dabei übersehen wird: Wir müssen uns heute gar nicht mehr an alle Details erinnern. Es ist ja alles online verfügbar! Ich glaube nicht, dass Technologie unsere Erinnerung verschlechtert. Sie verändert sie nur. Ganz ehrlich, machen Ihnen Ihre Forschungserkenntnisse nicht manchmal Angst? Im Gegenteil, ich finde sie befreiend! Bei meinen Vorträgen rate ich den Besuchern immer: „Leben Sie im Jetzt, alles andere ist ohnehin Fiktion.“ Florian Obkircher
Du nutzt die Unsicherheit der Person aus, indem du vorschlägst, ihr beim Erinnern zu helfen. Schmücke das Erlebnis multisensorisch aus. Beschreibe, in welcher Jahreszeit der angebliche Diebstahl stattfand, wonach es im Geschäft roch und welche Süßigkeiten die Person stahl. Je mehr Sinne du im Gehirn der Person aktivieren kannst, desto echter wirkt die falsche Erinnerung.
Gehe das Erlebnis mit der Person wieder und wieder durch, bis sie anfängt, selbst Details in die Erzählung einzubauen. Ermutige die Person („Sehr gut! Deine Erinnerung scheint zurückzukommen!“). An diesem Punkt ist die Person so weit, dass sie deine Geschichte nicht nur glaubt, sondern irrigerweise als eigene Erinnerung betrachtet. TOM OLDHAM
können, um ihnen dabei zu helfen, schlechte Angewohnheiten abzulegen. Eine davon ist die Falsche-ErinnerungsDiät von Elizabeth Loftus. Sie können mir damit Süßigkeiten abgewöhnen? Noch besser: Das können Sie selbst! Wenn Sie das nächste Mal Appetit auf Eiscreme haben, bilden Sie sich ein, dass Ihnen davon schlecht wird. Reden Sie sich ein, dass Sie nach Ihrem letzten Eis kotzen mussten. Stellen Sie sich Farbe und Geruch des Erbrochenen vor, je mehr Details, desto besser. So pflanzen Sie sich eine falsche Erinnerung ein. Aber ich weiß doch, dass ich mir das nur einbilde. Wenn Sie sich Eiscreme wirk wirklich abgewöhnen wollen – das ist die Voraussetzung –, können Sie Ihr Gehirn mit dieser Methode austricksen. Glauben Sie mir.
Die Person streitet die Behauptung ab. An diesem Punkt streust du die Infos aus Schritt 1 ein. Am Beispiel: „Dein Freund X hat mir erzählt, dass ihr einmal, nachdem ihr in deinem Lieblingsrestaurant Y Pizza gegessen hattet, beim Geschäft Z Süßigkeiten habt mitgehen lassen.“ Du gibst vor, mehr zu wissen, als du wissen kannst, um das Vertrauen der Person zu gewinnen. Ziel: Die Person soll in Erwägung ziehen, sich an das Behauptete vielleicht einfach nicht erinnern zu können.
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Elegant auf der Straße. Tapferer V erbündeter im Gelände. Und nie wieder feuchte Hände, wenn es haarig wird! Autoexperte R aimund Baumschlager* hält ein Plädoyer für den SUV, am Beispiel des Škoda Kodiaq. Text: Robert Sperl Fotos: Agnieszka Doroszewicz
* Raimund Baumschlager gewinnt seit 1986 Rallyes, ist 13facher Staatsmeister und seit 2002 24-Stunden-Weltrekordler im Team (Durchschnittstempo 323 km/h im VW W12).
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ist eisig kalt und hat frisch geschneit: Der Winter bei mir im Gebirge beginnt pünktlich. Die erste Runde um den Škoda Kodiaq ist schon überraschender: Der Siebensitzer ist optisch viel Auto, trotz geschickt gesetzter Schlankmacher wie subtiler Sicken und feiner Falze in der Außenhaut. Sobald du einsteigst, verliert sich das Gefühl, der Raum könnte ein störender Rucksack sein. Hinterm Lenkrad stellt sich in der Sekunde smarte Handlichkeit ein. Wohl auch, weil die Karosserie, vom Fahrersitz aus betrachtet, höchst übersichtlich angerichtet ist: Der Wagen hört optisch dort auf, wo er ohnehin zu Ende ist. Trotzdem verströmt der SUV Sicherheit, das kann kein Nachteil sein. Erster Gang, los geht’s – schon ist das nächste Vorurteil beim Teufel, mit dem sich SUVs traditionell herumschlagen müssen: Das Auto ist agil wie ein junger Hund. Selbst bei zügiger Fahrt stört kein Rollen, kein Kippen, kein Wanken des Aufbaus. Dagegen straffer Muskeltonus, gut trainiert. Der Wagen ist gefühlt einen halben Meter kürzer und eine halbe Tonne leichter, als es das Bordbuch in Zahlen fasst. Das hat auch damit zu tun, dass der dezent grummelnde Motor echt Schmalz entwickelt, bereits aus nervschonenden Drehzahlen heraus. 150 PS sind die Goldene Mitte, wieder ein Vorurteil weniger: Ein moderner SUV wird zwar nie ein Ökonomierat sein, aber von Saufen keine Spur. Die insgesamt beachtliche Lebhaftigkeit im Kodiaq ist auch der smarten 7-Gang-Automatik geschuldet (zu haben wäre auch ein 6-Gang-Schaltgetriebe): Sie reagiert prompt, arbeitet ruckfrei, die Anschlüsse sind logisch – man gewöhnt sich schnell daran, dass der linke Fuß permanent on vacation ist. Charmant die Wippenschaltung am Lenkrad, etwas, das sonst nur sportliche Autos bieten: Die hätte ich nicht im Cockpit erwartet. Ein Bonustrack: Der Fahrer kann das Doppelschaltgetriebe auch manuell steuern. Thema Allradantrieb (Frontantrieb ist möglich, spießt sich aber mit dem Kodiaq als stressarmem Gesamtkunstwerk): Ich habe in den letzten vierzig Jahren alle 4×4-Varianten erlebt und erlitten – von der krachend zuschaltbaren Hinter Hinterachse bei Fronttrieblern über rubbelnde Varianten mit brutal gesperrten Rädern bis zu den aktuellen elektronischen Systemen, die oft etwas teigig daherkommen. Im Kodiaq arbeitet eine Variante mit elektronisch gesteuertem Mitteldifferential, die mit präziser Unauffälligkeit überzeugt. Ein Steuergerät errechnet permanent – und je nach Radschlupf – das ideale Antriebsmoment und verteilt es auf die Antriebsachsen. Das 4×4-Gesamtresümee? Du lenkst ein und pfeifst ungerührt ums Eck. Vorbei die Zeit der schweißnassen Hände: Mehr Allrad braucht es nicht, um souverän unterwegs zu sein, so patschert kannst du gar nicht sein. Die sensorüberwachte Elektronik sorgt immer für homogenen Vortrieb. Schlau auch der Offroad-Modus, aktivierbar durch Tastendruck, der Fahrwerk, Bremsen und Motor Motormanagement speziell auf raues Gelände einstellt. Rau ist natürlich relativ: Der Kodiaq ist kein Geländewagen, aber 68
Wer hat’s erfunden?
dank ausreichend Bodenfreiheit und robustem Unterbau hart im Nehmen – sogar beim Skijöring. Mit der elektronischen Park Parkbremse, die nur On und Off kennt, kann ich mich nicht recht anfreunden. Ich bin mit normalen Handbremsen sozialisiert worden und habe gelernt, sie in haarigen Situationen kontrolliert einzusetzen – man muss kein RallyeFahrer sein, um das etwa in engen Kurven oder auf Schnee ähnlich zu tun. Was die Hilfe der weiteren Elektronik betrifft, war ich zu Unrecht misstrauisch. Die Assistenten bewahren Fußgänger vor dem Überfahrenwerden, helfen beim Einparken mit einem Anhänger, halten Abstand zum Vordermann, checken, ob du nicht zu müde bist zum Weiterfahren, überwachen
Als erster SUV gilt der Chevrolet Carryall Suburban, gebaut ab 1935, obwohl: Den Begriff SUV für Sport Utility Vehicle hat die US-Firma Powell erst 1955 „erfunden“. Die Brüder Hayward und Channing Powell vermarkteten ihren Station Wagon als idealen Untersatz für Fischer und Bootfahrer; wohl auch deshalb hatte dieses von hinten beladbare Auto Seitenfächer für Angelruten und Köderbehälter. Der erste klassische SUV, jedoch mit Betonung der Geländetauglichkeit, ist der Range Rover (ab 1970). Am entgegengesetzten Rand rangiert der Bentley Bentayga, der seit 2015 den Luxusfaktor der SUVKlasse neu definiert.
Ein smarter 4×4 und die Geländetauglichkeit machen es möglich: Ein moderner SUV wie der Škoda Kodiaq ist auch für Späße wie Skijöring zu haben – wenn die Skiregion mitspielt (hier die Hutterer Höß in Hinterstoder). THE RED BULLETIN
Der Škoda Kodiaq ist für Raimund Baumschlager ein Mehrkämpfer, dem 365 Tage im Jahr der Schmäh nicht ausgeht: „Ein SUV kann netterweise in vielen Bereichen ein bisserl mehr.“
die Verkehrslage und per Kamera den Weg nach hinten und etliches mehr. Wer in der Zubehörliste all diese Goodies ankreuzt, borgt sich am besten ein zwölfjähriges Video-Kid als Bedienungsanleitung. Das Resümee nach einem Tag im Kodiaq als dem neuesten SUV-Vertreter? In der Stadt brauche ich ihn wahrscheinlich nicht, Stichwort Einparken. Wer aber auf dem Land wohnt und fünf, sechs Monate Winter erlebt … oder wer eine Reiselimousine möchte, die genau das Quäntchen mehr Komfort, Souveränität und Raumangebot bietet als jeder Kombi … der ist einem SUV schon näher, als er dachte. Raimund Baumschlager in Action auf redbulletin.com
THE RED BULLETIN
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Peter Kruder, 49, Downbeat-Meister: „Falco war verdammt gut im Kopieren, das war seine Stärke.“
„OHNE DIE WAHNSINNIGEN GÄB’S KEINEN FORTSCHRITT“ PETER KRUDER ist der größte heimische Popstar
seit Falco – und dessen Bruder im Geiste. Sein Credo: Trau keinem Experten und sag öfter nein.
OLIVER JISZDA
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dem New Yorker Pimp machte er den Wiener Strizzi. Seine Aneignungen waren so clever und witzig, dass sich alle dar darauf einigen konnten. Die Checker, weil sie seine Referenzen verstanden, genauso wie Nor Normalos, weil er den Hip-Hop in ihre Lebenswelt holte. Falco sagte einmal: „Ich bin ein Unangepasster in einem angepassten Geschäft.“ Kommt Ihnen dieses Gefühl bekannt vor? Ja, total. Wir unterschrieben in unserer Hochphase nie bei einer großen Plattenfirma. Wir gaben damals auch kaum Interviews. Und lehnten einen RemixAuftrag von David Bowie ab. Uns gefiel der Song einfach
Interview mit ihm machen wollte, soll er gesagt haben: „Gut, dann sollen s’ kommen.“ Das fand ich wahnsinnig cool. Dieses klassische Wien-Ding halt: Oszillieren zwischen Depression und Größenwahn. Bringt einen das Nein-Sagen weiter? Es ist wichtig, nicht immer dem Rat der selbsterklärten Experten zu folgen. Weil sie dir immer raten, auf Nummer sicher zu gehen. Aber um langfristig erfolgreich zu sein, musst du Risiken eingehen. Ohne die Wahnsinnigen, die den Regeln trotzen, gäbe es keinen Fortschritt. Bei uns war das schon am Anfang so. Viele sagten, wir sollten mit Sängern arbeiten, weil es für
s ist der Erfolg, der Falco und Kruder & Dorfmeister eint. Ersterer führte mit „Rock Me Amadeus“ 1986 die US-Charts an. Letztere wurden mit „The K&D Sessions“ 1998 international als Sound der Stunde gefeiert. In puncto Image könnten die exaltierte Rampensau und das coole Kiffer-Duo unterschiedlicher nicht sein. Und trotzdem, sagt Peter Kruder, „bei der Karriereplanung haben wir uns viel von Falco abgeschaut“.
gerade Ihre erste Band The Moreaus. Fanden Sie Falco da immer noch cool? Zu diesem Zeitpunkt war er schon jenseits von Cool und Uncool. Er war ein Weltstar. Davor hatte ich totalen Respekt. Meine Band spielte ja auch in seinem Musikvideo „Wiener Blut“ mit. Tanzend, mit Billa-Sackerln „bekleidet“. Das heißt, Österreichs größte Popstars trafen bereits 1988 aufeinander? Leider fand der Dreh ohne mich statt. Ich war damals Friseur und konnte mir an dem Tag nicht freinehmen.
the red bulletin: Herr Kruder, erinnern Sie sich an Ihren Erstkontakt mit Falco? peter kruder: Das war bei einer Tanzveranstaltung im Jugendzentrum in Favoriten (Wiens 10. Gemeindebezirk, damals ein Arbeiterbezirk; Anm.). Der DJ spielte Falcos „Der Kommissar“, und alle Kids flippten aus. Die meisten sangen den Text auswendig mit. Das fand ich als Vierzehnjähriger irre. Weil’s das erste Mal war, dass da jemand auf Deutsch sang und es cool war. Drei Jahre später stand Falco mit seinem Hit „Rock Me Amadeus“ am Zenit seiner Karriere, Sie gründeten
„FALCO WAR KLASSISCH WIEN: OSZILLIEREN ZWISCHEN DEPRESSION UND GRÖSSENWAHN.“
THE RED BULLETIN
Wie schaffte es Falco, den US-Markt zu knacken? Er war verdammt gut im Kopieren. Das war seine große Stärke. Das müssen Sie erklären. Falco studierte die erste HipHop-Welle in den USA. Er schaute sich viel vom Stil der frühen Rapper ab. Genau wie auch von David Bowie. Abkupfern ist eine Strategie für eine Weltkarriere? Er übertrug Elemente aus der Popwelt in seine eigene. Aus
nicht. Punkt. Diese Verweigerungshaltung war rückblickend sehr wichtig für unsere Karriere. Weil es den Mythos um uns noch anheizte. Viele unserer Underground-Kollegen folgten dem Lockruf der Musikindustrie – und mussten schnell erkennen, dass ihnen der Kompromiss nur kurzfristig Erfolg einbringen würde. Wir dagegen hatten immer eine prinzipielle Abscheu vor dem ganzen Apparat. Genau wie Falco auch. Als MTV ein
Instrumentalmusik keinen großen Markt gäbe. Denkste! Haben Sie Falco jemals per persönlich getroffen? 1997 lud er Richard Dorf Dorfmeister und mich in sein Haus in Gars am Kamp ein, um über eine Kollaboration zu reden. Was wurde daraus? Leider nichts. Er spielte uns seine „Out of the Dark“-Demos vor und fragte, ob wir nicht irgendwas zusammen machen könnten. Wir antworteten, dass das Zeug dafür schon zu 71
„IMMER AUF NUMMER SICHER? SO WIRST DU NICHT LANGE ERFOLGREICH SEIN.“
weit fortgeschritten sei, boten ihm aber an, dass er doch auf unserer Platte am Bass etwas einspielen könnte. Das fand er gut: „Weißt eh, irgendwas in EDur.“ Aber es kam nicht mehr dazu, sechs Monate spä ter passierte der Unfall. Wie haben Sie das Treffen in Erinnerung? Es war lustig. Wir läuteten an, und dann kam eine schwarz gekleidete Gestalt daher, die Bassgitarre umgeschnallt, und meinte: „Hey Burschen, alles cool? Habts hergefunden?“ Das Erdgeschoß war sein Reich, alles andere gehörte seiner Mutter. Wir saßen fünf Stunden mit ihm zusammen und redeten. Er wirkte frisch und clean. Aber er nahm sich auch selbst auf die Schaufel: „Vor drei Jahren hätten wir jetzt schon eine Line ge schnupft, die von Wien bis nach Salzburg reicht.“ Er gab uns auch KarriereTipps. Tipps. Welche? Zum Beispiel: „Burschen, ab der ersten Million sofort raus aus Österreich!“ Also was den Steuerwohnsitz angeht. Ich glaube, da hat er heftig Lehr Lehr geld gezahlt. 72
Inwiefern? Er ist ja aus Steuergründen in die Dominikanische Republik gegangen. Aber seine Um gebung war einfach Wien, die brauchte er, da kannte er sich aus. Sein Problem war, dass ihm das Team fehlte. Er hatte einen Manager, aber keine fünf, sechs Freunde, mit denen er nach Amerika hätte gehen können, um von dort aus die Welt aus den Angeln zu heben. Deswegen brauchte er auch diese Stadt, diese Freunde, die nichts mit Musik zu tun hatten und für ihn mehr oder weniger eine Ablenkung waren. Das war der Grund, warum er nie weggegangen ist. Zumindest ist das meine Erklärung. Sie haben seinen Rat aber auch nicht befolgt. Stimmt. Weil ich gern in Öster reich lebe. Und ich mich ver ver pflichtet fühle, meinen Beitrag zu leisten. Denken Sie nicht, dass Sie vielleicht noch mehr Erfolg hätten haben können, wenn Sie gleich am Anfang ins Ausland gegangen wären? Nein. Das wäre ein Fehler gewesen. Viele gehen ins Aus
land, weil ihre Karriere nicht in Schwung kommt. Der Punkt ist aber, im Ausland ist die Konkurrenz meist noch härter. Deshalb rate ich: Nutz die frühen Jahre daheim, um dir eine solide Basis aufzubauen. Um deinen Stil zu finden. Eine Lektion, die Sie sich bei Falco abgeschaut haben? Total. Falcos Auftreten war von Anfang an einzigartig. Bei Kon zerten von Drahdiwaberl (der Anarcho-Band, bei der Falco um 1980 Bass spielte; Anm.) trug er einen Anzug – mit durchsichtigem Plastikschutz aus der Wäscherei drüber, da mit der bei der Blutspritzerei auf der Bühne nicht dreckig wird. Als es bei ihm inter national richtig losging, wusste er genau, wer er sein wollte. Er hatte an seiner Kunstfigur jahrelang gearbeitet. Wäre er nicht verunglückt, hätte Falco noch einmal voll durchstarten können?
Österreichs größter Popstar: Johann Hölzel alias Falco
Jede Karriere hat Höhen und Tiefen. Da kannst du nichts dagegen machen. Wichtig ist es, zu wissen, wie du aus dem Tief wieder herauskommst. Wir lernten Falco als sehr selbstkritischen Menschen kennen. Als jemanden, der sich dieser Abläufe total be wusst ist. Zur Zeit unseres Treffens war er gerade dabei, sich zu häuten, sich neu zu erfinden. Er befand sich mit ten in diesem Prozess. Und ich glaube, so clever und talen tiert, wie er war, wäre es ihm auch gelungen. Im Rahmen des Red Bull Music Academy Events „Junge Roemer: Eine Woche für Falco“ in Wien werden Sie Falco-Songs neu remixen und live präsentieren. Welche werden Sie auswählen? Ich möchte mir seine schwächsten Stücke zur Brust nehmen. Denn bei aller Falco Liebe, einige seiner Sachen klingen, vermutlich weil er unter Zeitdruck seitens seiner Plattenfirma stand, nicht ganz perfekt. Da möchte ich schauen, ob man sie in neu em Licht erstrahlen lassen kann. Natürlich könnte man sich auch seine Juwele vor nehmen. Aber da müsste man wirklich eine Sternstunde haben – sonst täte man nie mandem etwas Gutes. Florian Obkircher Das ganze Programm zu „Junge Roemer: Eine Woche für Falco“ (26.– 29. Jänner, Wien) gibt’s auf redbull.com/rbma THE RED BULLETIN
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DIG DEEPER DIE BESTEN PART YS GIBT’S IM UNDERGROUND Hinter einigen der geilsten Underground-Partys, die die Stadt der Engel je erlebt hat, stecken Masha Martinovic (Bild) und Alison Swing. Gemeinsam sind sie das DJ-, Produzenten- und Veranstalter-Duo Dig Deeper. Ihr Erfolgsgeheimnis? Feine Ohren und das gewisse Gespür. Als den beiden die Hollywood-Megaclubs zu eintönig wurden, schmissen sie Partys in Privathäusern oder alten Lagerhallen. Ein wachsendes KuratorenNetzwerk verbreitete schließlich die Musikästhetik von Dig Deeper. „Die Underground-Szene, der wir angehören, entwickelte sich in den letzten Jahren rasant“, sagt Martinovic. „Du musst nicht nach Berlin oder sonst wohin in Europa reisen, um die besten DJs zu sehen, denn wir bringen sie hierher.“ facebook.com/DigDeeperLA
LOCKER BLEIBEN Keine Genehmigung? Keine Security-Leute? Alles kein Problem für die 26-Jährige: „Es könnte ja unsere letzte Party sein.“
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L.A. ERWACHT
M E G A- D J S , PA R T Y S I N L A G E R H A L L E N U N D K U LT I G E RETRO-BARS – WILLKOMMEN IM NEUEN NACHTLEBEN VON LOS ANGELES. Te x t : B a i l e y P e n n i c k F o t o s : M i k o L i m
New
York gilt als die Stadt, die niemals schläft. Diesen Titel will ihr nun eine Stadt im Westen der USA streitig machen: Los Angeles. Die Metropole hat ebenso viele Facetten, Geschichten und Gesichter wie die Drehbücher, die hier Tag für Tag verfilmt werden. Gerade seine Vielfalt macht L. A. so aufregend. Du willst die Nacht durchfeiern? Ab nach Koreatown. Oder dich neben Wolkenkratzern wie eine Ameise fühlen? Dann ab in die Innenstadt. Lust auf Sand zwischen den Zehen und eine Meeresbrise im Haar? Strände gibt es hier genug. Die Landschaft ist weitläufig, die Leute leben wie in einem Drang, sich ständig neu zu erfinden, wodurch L. A. grenzenlos wirkt. Das mag inspirieren oder einschüchtern, das mag für jeden, der hier lebt, auf Dauer ein Belastungstest für Körper und Geist sein. Aber ein Besuch lohnt sich allemal. Du wirst garantiert eine Community finden, die dich mit offenen Armen und einem starken Drink empfängt. The Red Bulletin sprach mit Pionieren des frisch erwachten Nachtlebens darüber, was Los Angeles gerade derzeit so elektrisierend macht.
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DIE ARBEIT DER NACHT „LA Weekly“-Kolumnistin Lina Lecaro ist seit den Neunzigern Nachtschwärmerin von Beruf: „Ich versuche nicht, meine Erfahrungen zu verbergen.“
LINA LECARO SCHWULENBARS ROCKEN! Am besten schreibt man über jene Partys, die man standesgemäß mitgefeiert hat. An dieses Prinzip hält sich Lina Lecaro schon seit den 1990ern. Auf ihrem Schreibtisch stapeln sich die begehrtesten Einladungen der Stadt. Als BerufsNachtschwärmerin von „LA Weekly“ war Lecaro eine der Ersten, die den Aufstieg der DJs in Los Angeles miterlebten. „Ich habe großen Respekt vor Leuten, die gut mit Musik umgehen können“, sagt sie. „Der Einfluss der DJs hat das Nachtleben in L. A. verändert, die gesamte Musik ist jetzt anders, nicht nur EDM oder Hip-Hop.“ Herkömmliche Nachtclubs verlieren an Boden.
„Ich gehe immer weniger in Hollywood-artige Clubs“, sagt Los Angeles’ Königin der Nacht. „Das ist einfach nicht so lebendig und abwechslungsreich, wie eine ganz neue Band zu erleben oder etwa in eine Schwulenbar zu gehen.“ Und welche Musik, glaubt Lecaro, wird in den nächsten Jahren die Welt erobern? „Ich würde mich freuen, wenn der raue Cock Rock zurückkäme“, sagt sie breit grinsend. „L. A. war einmal genauso pulsierend wie New York in den frühen PunkJahren … und bei der heutigen Politik brauchen wir erst recht wütende, aggressive Musik!“ laweekly.com
BROWNIES AND LEMONADE WO IST DIE NÄCHSTE PARTY? Zwei- bis dreimal pro Woche präsentiert die Partycrew Brownies and Lemonade Acts, von denen du in Zukunft bei jeder Cocktailparty erzählen wirst. „L. A. ist einer der wenigen Orte, an denen Musik gedeiht. Weil die Leute ständig nach etwas Neuem suchen“, sagt Kushan Fernando. Während seiner Studienzeit an der UCLA gründete
er Brownies and Lemonade gemeinsam mit seinem Mitbewohner Jose Guzman. „Jeder will die neuesten und coolsten Sachen aus der Welt der Musik, der Mode und sogar der Elektronik haben. Los Angeles ist der Ort, an dem die Menschen all das und noch viel mehr entdecken können!“ Fernando klingt wie ein stolzer Vater, als er einige Künstler nennt, die er mit seiner Crew bereits als Headliner präsentierte. Er zählt Namen wie Lido, Jai Wolf und Louis the Child genauso begeistert auf – wenn nicht sogar begeisterter –
wie Skrillex oder DJ Quik. „Wir begannen, regelmäßig und gezielt nach Künstlern zu suchen, die groß im Kommen sind oder mit innovativem Sound überzeugen können“, sagt Fernando. „Es liegt uns sehr am Herzen, innovative Künstler nach L. A. zu bringen, damit sie hier performen.“ browniesandlemonade.com
DIE PROFIDRAUFGÄNGER Jose Guzman (mit Hut) und Kushan Fernando (mit Kappe) starteten mit wilden HousePartys an der UCLA.
JIMMY HAN CRAFT BEER IM HERZEN V O N K-T O W N „Koreatown war immer eine eigene kleine Blase“, sagt Jimmy Han. „Seit unserer Eröffnung vor fünf Jahren entdecken aber immer mehr Leute Koreatown, die gar keine Koreaner sind.“ Das Viertel liegt günstig zwischen Innenstadt, Holly wood und Beverly Hills und wurde zu einem Zentrum des Nachtlebens von L. A. Im Herzen von KTown be findet sich Beer Belly, Jimmy Hans bewusst unkoreanisches Lokal, in dem Craft Beer zu erstklassigen Happen serviert wird. „Mir war immer am wichtigsten, dass wir unverwechselbar sind“, sagt Han. Er ist einer der vielen, die Korea town für Nachtschwärmer zum Land der unbegrenzten Möglich keiten machen. „Das Angebot wird immer vielfältiger“, sagt er. „Neue Restaurants, Geheimtipps wie Ka raokebars oder Spas, die 24 Stun den offen haben. KTown entwickelt sich ständig. Das ist vor allem der Atmosphäre des Viertels zu ver danken, der Kultur, der Community; alles ist eng hier, viele Betreiber haben Schanklizenzen. Sogar 2008, als der Markt zusammenbrach und sich die Geschäftsleute um die Zukunft sorgten, ging es weiter. Die Leute gehen immer essen und trinken, auch wenn die Zeiten nicht so rosig sind.“ beerbellyla.com
DER BIERKÖNIG V O N K O R E AT O W N Han, geboren und aufgewachsen in L. A., eröffnete Beer Belly im Jahr 2011. Bei ihm gibt es Craft Beer und verführe rische Happen.
BOBBY GREEN BOWLEN WIE ANNO 1927 Bobby Green schickt seine Kunden gerne auf Zeitreise. Gemeinsam mit seinen Partnern Dmitry Liberman und Dimitri Komarov führt er unter dem Markennamen „1933 Group“ nostalgisch eingerichtete Bars, die den Besucher Jahrzehnte zurück‑ versetzen. „Es ist wie Disneyland“, sagt Green. „Wer ist nicht begeis‑ tert, wenn er in vergangene Welten und Epochen eintaucht?“ Green, nach eigener Einschätzung hoff‑ nungsloser Nostalgiker, brachte seine Expertise zuletzt auch bei der Renovierung vieler alter Gebäude in L. A. ein. „Das ist extrem wichtig“, sagt er mit ernster Miene, obwohl
Von A nach B in L. A. er sonst eher ausgelassen wirkt. „Es frustriert mich, dass manche wundervollen Bauten abgerissen wurden. Darum freut es mich enorm, dass nun einige gerettet werden konnten. Es wurde Mode, historische Gebäude und andere alte Dinge zu erhalten.“ Teil seiner Mission ist seine jüngste Kreation: das Highland Park Bowl. Hier bowlt man auf einer renovierten Bowling‑ bahn des Jahres 1927 aus gebeiz‑ tem Holz und macht es sich auf Ledersofas gemütlich. Green weiß, dass auch die anderen Bars in L. A. ihr Angebot erweitern müssen, um auf die Zukunft vorbereitet zu sein: „Biete für die Nachbarschaft einen Lieferservice an. Die Leute werden immer wieder kommen, aber sie werden nicht immer kommen. Und du musst Teil deines Viertels sein.“ highlandparkbowl.com
U-BAHN: Eine einfache Fahrt vom Strand in die Innenstadt kostet mit einer TAP-Card umgerechnet 1,65 Euro, inklusive Umstieg auf andere Linien. RIDESHARE: Die gleiche Strecke kostet mit einer Mitfahr-App 19 bis 28 Euro. AUTO: Vom Strand bis in die Innenstadt sind es etwa 25 Kilometer; für Benzin zahlst du rund 1,90 Euro, fürs Parken jedoch mindestens 9,40 Euro zu Spitzenzeiten.
Nie war man in L. A. lieber hungrig. Die Gastro-Szene in L. A. boomt. Eine (viel zu) kleine Auswahl der Must-eat-Plätze. Park’s BBQ, Koreatown: der Klassiker unter den vielen koreanischen BBQ-Restaurants. Allein schon die als „Banchan“ servierten Beilagen sind besser als die Steaks in deinem bisherigen Lieblingslokal. Bestia, Innenstadt: Wird von einem israelischen Küchenchef und seiner Frau, einer Bäckerin, geführt. Bietet moderne Varianten von rustikalen italienischen Gerichten. Barbrix, Silver Lake: Genieß spanische Tapas im HipsterViertel von Ost-L. A. Liegt abseits der Straße, angenehm entspannte Atmosphäre.
HELD VON GESTERN Seit gut 17 Jahren verwandelt die „1933 Group“ alte L. A.‑Bauten in auf‑ regende Bars, indem sie deren Retro‑ Charme bewahrt.
The Musso & Frank Grill, Hollywood: Kult-Restaurant, in dem sich Hollywoodstars seit fast 100 Jahren saftige Steaks und geschüttelte Martinis servieren lassen. Das Ambiente hat sich bis heute kaum verändert – genau deswegen ein absoluter Pflichtbesuch.
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AC T I O N ! TRAVEL
FISHERMAN’S ENEMY
In ausgehöhlten Baumstämmen. 800 Kilometer segeln. Auf dem Indischen Ozean. Okay?
THE ADVENTURISTS
Der Indische Ozean ist nicht immer besonders gut aufgelegt. Kaum jemand weiß das besser als die Einheimischen im Sansibar-Archipel, das zu Tansania gehört. Seit Jahrhunderten verwenden sie Fischerboote, die aus zusammengeschnürten, ausgehöhlten Mangobäumen bestehen. Die Teilnehmer des Ngalawa Cup folgen ihren Spuren. Neun Tage und 800 Kilometer lang.
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TRAVEL
GEAR
MEDIA
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HOW TO 81
ACTION
TRAVEL SCHIFF AHOI Weitere epische OzeanEinsätze
Leicht matrose
INSIDER-TIPP
„Lass dir von Einheimischen helfen“, sagt Delahunt. „Sie sind am Meer aufgewachsen und kennen sich aus. Sie zeigen dir die nächste Insel, das nächste Riff, die besten Routen. Menschen in modernen Gesellschaften haben so was nie gelernt.“
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Kapitän
Steuere eine Yacht im Atlantik von der portugiesischen Insel Madeira bis zu den Azoren mithilfe eines Sextanten – und hol dir den RYAOcean-YachtmasterAnstecker. rubicon3.com
Decks mannschaft
Segle als Mitglied einer achtköpfigen Crew im Zweimaster auf 23-tägiger Expedition von den Cookinseln Australiens bis in die Einsamkeit des Südpazifiks. adventuresailing.net
THE RED BULLETIN
THE ADVENTURISTS
„Halse? Vergiss es. Du kannst das Boot nicht umsegeln, auf Sicht und per GPS zu navigieren und drehen, nur wenden. Pass mit dem Paddel spontane Reparaturen auszuführen. Wie gefährlich auf. Setzt du es zu hart ein, tauchen die Aus der Cup ist, weiß Delahunt seit dem allerersten leger unter, und es wirft dich ins Wasser. Rennen. „Einer Crew knickten gleich zwei Richtest du das Boot falsch aus, bläst dich Masten an einem Tag. Eine andere kenterte, SansibarArchipel, der Wind über Bord.“ Wovon Dylan Dela wir suchten sie sechs Stunden lang im Meer. Tansania hunt hier spricht, das ist ein kleiner Auszug Es war Nacht, wir fürchteten das Schlimmste. Daressalam aus den Regeln für die Teilnehmer am Aber als wir sie fanden und mit Scheinwerfern Alle Infos zu einem Ngalawa Cup, der verrückten Segelregatta anleuchteten, sangen sie ,Always Look on the wahren Segel mit Fischerbooten im SansibarArchipel, Bright Side of Life‘.“ Abenteuer: einer Inselgruppe vor Tansanias Küste. Manche Crews segeln ihre eigene Route bis theadventurists.com Der Name stammt von den Booten, die zum Ziel, andere ankern an schönen Plätzen, Einheimische „ngalawa“ nennen, ein etwa um zu schnorcheln. Die einzige Regel: Vor fünf Meter langer ausgehöhlter Mango Sonnenuntergang muss man die Küste oder baumstamm mit einem Segel und zwei eine Insel erreichen und bleiben, wo man ist. Auslegern. Eignet sich ideal für den Fisch Beim Rennen 2016 blieb die Crew „Usain fang an der Küste – ist für die offene See Boat“ in Erinnerung. „Die Jungs gingen in aber denkbar ungeeignet. Sansibar in eine Bar, bestellten zwei Bier und Genau das reizte Dylan Delahunt 2015, als er die ein Huhn und kamen tatsächlich mit zwei Bier und ei Idee für die Regatta hatte. Die primitive Technologie ner lebenden Henne in der Tasche zurück. Usain Boat sorgt für einen ausgeglichenen Wettkampf – Erfah segelte schließlich einen Tag lang mit der Henne an rung mit Yachten hilft wenig. CrewMitglieder müssen Bord.“ Das Happy End blieb aus: Hinterher ließen sie während der gesamten Fahrt auf den Auslegern sich das Hähnchen vom Lagerfeuer schmecken. stehen, um das Boot in Balance zu halten. Der geringe Tiefgang und das Fehlen von Flaschenzug und Rigg Surferfahrung hilft machen das Segeln selbst in den ruhigsten Gewässern bei mächtigen zu körperlicher Schwerarbeit. Dennoch kann am Cup Wellen und Wind mit 30 Knoten. so gut wie jeder teilnehmen. „Du musst nur schwim men können“, sagt Delahunt. Und das obligatorische Training vor dem Rennen durchstehen. Wer das nicht schafft, muss einen Skipper anheuern. Denn ab dem ersten Renntag müssen die Crews in der Lage sein, die Strömung einzuschätzen, Riffe zu
EDDY LAWRENCE
Die Einheimischen wissen, wie man ein Ngalawa flottkriegt.
Segle an Bord eines 103 Jahre alten Schiffs von Argentinien in die Antarktis. Du hilfst bei simplen Aufgaben an Deck mit, holst die Segel ein und bestaunst nebenbei Gletscher und Pinguine. anotherworld adventures.com
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GEAR
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ACTION
GEAR
UHREN
Redaktion: Gisbert L. Brunner
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Swatch Sistem51 Irony
Swatch? Keine allzu große Sache, meinen viele. Aber das Gegenteil ist der Fall: Swatch rettete einst die Schweizer Uhrenindustrie. Wegen der japanischen Quarzuhr-Revolution 1983 (in der Schweiz „Quarzkrise“ genannt) gingen hunderte Hersteller mechanischer Uhren in Konkurs, der Schweizer Weltmarktanteil fiel von 50 auf 15 Prozent. Rettung kam in Form der ersten Swatch. Sie hatte 51 Bauteile statt der üblichen 91. Das senkte die Produktionskosten um 80 Prozent. Die Swatch aus Kunststoff war kein Luxus-, aber umso mehr ein Mode- und LifestyleArtikel. Heute ist Swatch der weltweit größte Uhrenkonzern und Eigentümer von Luxusmarken wie Omega oder Breguet. Was sich nicht verändert hat: Swatch produziert immer noch preiswerte Uhren und hat ein Faible für Revolutionen. Das gerade mit der Sistem51 ausgelebt wird: Die mechanische Uhr besteht aus genauso vielen Teilen wie seinerzeit die erste Quarzuhr von Swatch, sie werden aber erstaunlicherweise von nur einer Schraube zusammengehalten. Sistem51 wird von Maschinen gefertigt, das Gehäuse mit Laser verschweißt, das Uhrwerk kann also nicht repariert werden. Einwegartikel? Eher Wegbereiter. swatch.com/de_at
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Das Bike ist momentan nur ein Konzept. Wann wird es Realität?
Selbstfahrende Autos waren gestern. Morgen kommt BMWs Motorrad, das niemals umfällt.
„Die Technik ist nicht außerirdisch. Gyroskope sind heutzutage Standard, Dinge wie Cloud Intelligence sind im Kommen. Den Flexframe – ein Bauteil, das menschlichen Muskeln nach empfunden ist – verwenden bereits andere Ma schinen, also kann er auch am Motorradrahmen angebracht werden. Wie gesagt: Wir müssen für die Technik nicht zum Mars fliegen.“
Wie erfindet man das Motorrad neu?
„Am Anfang stand ein Gedanke: In 30 Jahren ist alles vernetzt, gesteuert von künstlicher Intelli genz. Viele Dinge, die wir heute noch selbst tun, haben längst Roboter übernommen. Wie erlebe ich dann noch die analoge Welt? Wie komme ich zu authentischen Erlebnissen? Wir beschlossen, dass die Fahrt mit unserem Bike wie der Ritt auf einem Pferd sein muss; völlig frei, ohne Helm, ohne die vielen Anzeigen und Daten. Und das alles – das finde ich am spektakulärsten –, dass du nur in Jeans und TShirt damit fahren kannst.“
Wie funktioniert dieser Visor?
„Nach dem Prinzip der Schwarmintelligenz. Fahrer, Bike, Cloud stehen in direktem Austausch, die Datenflut wird vom System verarbeitet, damit du dich aufs Fahren konzentrieren kannst. Der Visor wird erst bei Gefahr aktiv oder wenn der Fahrer Infos wünscht. Und nicht nur der Visor wird aktiv. Wenn du abbiegst, vibrieren die Ärmel der Dress.“
Ist das Bike sicher, vor allem wenn ich mal richtig Gas gebe?
„Das ist schon bei unseren aktuellen Modellen der Fall. Fahre eine S 1000 RR auf der Rennstrecke, und du wirst dich dank elektronischer Fahrwerks abstimmung und Schräglagensensor nicht nur
Es sieht definitiv aus wie ein Teil aus einem Science-Fiction-Film … Der Visor ver bindet Bike und Rider. Blick nach oben: Rück spiegelfunktion. Nach unten: Kar tenansicht, Tem po und Schräg lagenwinkel.
„Manche sagen, es sieht nach ,Tron‘ aus. Aber wir wollten gar nichts Abgehobenes bauen. Das Bike sollte unverkennbar eine BMW sein. Und das ist uns gelungen. Du kannst nicht genau sagen, warum, doch du erkennst: Das ist eine BMW. Schon die R32 (BMWs erstes Bike von 1923, Anm.) war sehr klar und einfach im Ver gleich zu den damaligen Bikes. Das Ding jetzt hat auch den typischen Dreiecksrahmen und natürlich die klassische Boxermotorform.“
Edgar Heinrich, 58 Dieser Mann kennt sich mit Motorrädern aus. Als Chefdesigner von BMW Motorrad entwickelte Heinrich 2009 das Superbike S 1000 RR. Anlässlich des 100. Geburtstags von BMW im Jahr 2016 erfand sein Team das Bike komplett neu. Die Vision Next 100 ist ein elektrisches, selbst balancierendes Bike, das unfallfrei fährt und selbst im Stand nicht umfällt. „Du fliegst sicher über den Asphalt, spürst trotzdem den Wind, die Vibration, die Beschleunigung, die Kurven“, verspricht Heinrich. „Das sind die archaischen Er lebnisse, deretwegen Motorradfahren auch in Zukunft immer wichtig bleiben wird.“ bmwmotorrad.at
Gyrosensoren und Assistenz systeme ver hindern, dass das Bike umfällt, und machen dich zum besseren Fahrer.
HERI IRAWAN
Wird der Lenker bewegt, dreht sich nicht nur die vordere Gabel, sondern der gesamte Rahmen verformt sich – ein Gefühl wie beim Reiten.
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ACTION
MEDIA TRAININGS LAGER
„The Lego Batman Movie“: Mit einem guten Schuss Ironie läuft Batman zu neuer Höchstform auf.
Keanu Reeves musste für seine jüngste Rolle richtig schuften. Wie schon andere vor ihm.
„John Wick: Kapitel 2“ (2017)
RITTERSCHLAG
Lego-Batman flattert zurück ins Kino. Wir befragen Kevin Controy, die Stimme aus dem Batman-Zeichentrick der 90er und den „Arkham“-Games, zum Dunkler-Ritter-Sein.
Wie wird man Batman? Ich bewarb mich 1991 für die Rolle. Ich war beruflich in Los An‑ geles, und mein Agent meinte, ich solle für eine neue animierte Batman‑Serie vorsprechen. Damals kannte ich Batman nur von der Serie mit Adam West aus den 60ern. Es hieß, sie wollten den Film‑Noir‑ Noir Touch der Tim‑Burton‑Verfilmung von 1989 einfangen, Noir‑ den ich nicht kannte. Ich improvisierte und versetzte mich in eine schmerzvolle, dunkle Welt, und plötzlich sprach ich mit dieser tiefen, rauchigen Stimme. Es fühlte sich gleich richtig an. Aber „The Lego Batman Movie“ ist eine Komödie. Wie verleihst du deinem dunklen Ritter Witz? Man muss beim Charakter bleiben, aber ihm einen Twist ver ver‑ passen. Mit unterschiedlichen Stimmen für Bruce und Batman wollte ich seine Tarnung überzeugender gestalten, am Ende wurde Bruce einfach verspielter. Da liegt Ironie in der Stimme. Selbst schon mal in der Öffentlichkeit erkannt worden? Nicht zu Beginn. Ganz ehrlich, ich hab keine Ahnung, wer die Cartoons meiner Kindheit sprach, aber heutzutage landet ja über das Internet jeder gleich bei dir. Kürzlich überquerte ich mit meinem Hund den Broadway, als mich ein Polizist anleuchtete. Ich dachte: „Oje, hab ich was getan?“ Dann rief er aus dem Auto: „Du bist Kevin Conroy! Batman! Zeit für ein Foto?“ Ich liebe, wie die Leute auf den Charakter reagieren, das ehrt mich sehr. Könnte dein Batman die anderen in die Pfanne hauen? Echt jetzt? Mein Batman ist der schlimmste Badass‑Batman, Batman, den es je gab. Es ist interessant zu sehen, wie jeder Darsteller seinen Charakter prägt. Mein liebster Joker ist natürlich Co‑Star Mark Hamill, aber Heath Ledger war super crazy auf seine Art. „The Lego Batman Movie“, Kinostart: 10. 2.; legobatman.com
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SOLO YOLO
Lego-Batman ist nicht der einzige Charakter, der einen Neustart wagt. „Deadpool“ (2016) Ryan Reynolds’ Auftritt als Deadpool, alias Merc with a Mouth, in „X‑Men Origins: Wol‑ verine“ war 2009 ein Desaster, aber beharrliche Fans und ge‑ leaktes Material ließen den Ein‑ zelgang klappen. Das derbe Re‑ sultat (FSK 16) brach Rekorde. „Better Call Saul“ (2015) Die Vorgeschichte von Saul Goodman (u.), dem unethischen Anwalt aus „Breaking Bad“, war ein Hit. Zunächst als 30‑minü‑ tige Sitcom geplant, erhält das 60‑Minuten‑Episodenformat nun gar eine dritte Staffel. „Ewoks – Die Karawane der Tapferen“ (1984) George Lucas gab den pelzigen „Stars“ aus „Die Rückkehr der Jedi‑Ritter“ eine eigene Platt‑ form: einen TV‑Film, in dem die Ewoks zwei Kindern helfen, ihre Eltern zu finden. Trotz Verriss kam das Sequel.
„Der letzte Mohikaner“ (1992) Wenn ein Schauspieler weiß, wie man sich für eine Rolle in Form bringt, dann ist es Daniel Day‑Lewis nach seiner Vorbereitung auf dieses Historien‑ Drama. Der passionierte Method‑ Actor lebte vor Drehbeginn einige Monate in der Wildnis, eignete sich Überlebens‑Skills an und aß nur Tiere, die er selbst erlegt hatte.
„Die Tribute von Panem“ (Teil 1, 2012) Eine olympische Bogenschützin brachte Jennifer Lawrence bei, mit Pfeil und Bogen zu hantieren. So gut, dass nicht nur das Kinopublikum be be‑ eindruckt war, sondern auch die Bo Bo‑ genschützen‑Community. Und auch genschützen glamouröser, als ein Eichhörnchen zu häuten (wie einst in „Winter’s Bone“).
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WARNER BROS, NIKO TAVERNISE, LIONSGATE, BEN LEUNER/AMC
FILM
Anfang 2016 tauchten Videos auf You‑ Tube auf, die Keanu Reeves beim Kampf‑ und Schusstraining für das Sequel zeigten. Das und der hybride Martial‑Arts‑Stil aus dem ersten Teil machen Reeves wohl noch tödlicher als der Auftragskiller, den er spielt.
MEDIA
PLAYLIST STEVE AOKI
ACTION
MUSIK ZUM SEHEN Vergangenes Jahr pimpten Beyoncé und Frank Ocean ihre Alben mit Kurzfilmen. Mit ihrer Version eines Seh-und-hör-Meisterwerks waren sie nicht die Ersten …
23,5 Millionen Dollar im Jahr 2015: Das befördert Steve Aoki auf Platz 5 der „Forbes“-Weltrangliste der bestverdienenden DJs. Seine Angewohnheit, Torten ins Publikum zu werfen und die Crowd mit Champagner zu duschen, machte ihn zum Partyabgott der EDM-Szene. Die Netflix-Doku „Schlafen kann ich noch, wenn ich tot bin“ zeichnet ein minder überdrehtes Bild des in Kalifornien lebenden DJs und Producers. Zu sehen ist ein knallhart arbeitender Musik-Freak – der 39-Jährige spielt gut 300 Club-Shows pro Jahr –, ziemlich frei von jeder ADHS-Attitüde. Hier steckt uns Aoki, welche Zutaten ein DJ-Set erfolgreich machen. steveaoki.com
THE BEATLES „A HARD DAY’S NIGHT“
OutKast
Rage Against the Machine
„Hey Ya!“
„Bulls on Parade“
„Als DJ muss man die Crowd überraschen. Jedes Set braucht einen guten Klassiker, der den Leuten das ,Yeah, das ist der Song meiner Jugend‘-Gefühl gibt. Am liebsten spiele ich ‚Hey Ya!‘, der Song besteht ausschließlich aus guter Laune und Energie. Ich habe OutKast immer geliebt, mein erster DJ-Name war Kid Millionaire, das war meine Verneigung vor dem großartigen André-3000-Feature auf dem Kelis-Track.“
„Ein gutes DJ-Set versprüht Energie, und genau darum spiele ich diesen Song so gern – ein Musik gewordener Molotow-Cocktail. Sobald die Snare reinhaut, dreht die Crowd durch. Dann hört man Zack de la Rocha ‚Bulls on parade!‘ schreien, und ich möchte nur noch headbangen. Der Song bedeutet mir alles, Rage hatte viel gemeinsam mit der Hardcore-PunkSzene, die mich zur Musik brachte.“
Steve Aoki
Steve Aoki
„What We Started“
„Titanic“
„In jedes Set gehört ein Track zum Mitsingen. ,What We Started‘ habe ich genau für diesen Zweck gemacht: eine EDM-Hymne, super eingängig mit möglichst simplem Text. Ich spielte den Track beim Tomorrowland-Festival (im belgischen Boom, nahe Antwerpen; Anm.) letzten Juli, und Menschen aus 200 Nationen sangen sofort mit, obwohl sie ihn gerade das erste Mal hörten. Da wusste ich: Mission accomplished.“
„Manche Kritiker sagen, ich hätte EDM mit dem Remix von Celine Dions ,My Heart Will Go On‘ ruiniert. Aber wie erklärt man sich dann, dass meine Fans beim Drop vollkommen durchdrehen? Der Drop ist der Moment, bei dem sich in einem Track die ganze Anspannung löst, die Bass-Drum reinhaut und jeder ausflippt. Für einen DJ ist der Drop ein wichtiges Tool, hier ändert er die Stimmung von himmlisch auf aggro.“
Die Komödie der Fab Four erschien 1964, der FilmSoundtrack wurde fast zur selben Zeit als gleichnamiges Album veröffentlicht. Einer der einflussreichsten Musikfilme und der Wegbereiter des visuellen Albums.
DAFT PUNK „INTERSTELLA 5555“ Daft Punk selbst bezeichnete den Sci-Fi-Film (der 2003 mit Anime-Legende Leiji Matsumoto entstand) als „animiertes House-Musical“. Die Tracklist des ersten modernen visuellen Albums stammt vom zweiten DaftPunk-Album „Discovery“.
Queen „Bohemian Rhapsody“ „Wähle den letzten Track im Set mit Bedacht, und die Leute werden sich noch lang daran erinnern. Über Jahre habe ich mit diesem Klassiker geschlossen. Einer der besten Popsongs aller Zeiten, jeder kennt ihn. Ist für mich der perfekte Endpunkt einer musikalischen Reise, auf die der DJ die Crowd mitnimmt. Mit all seinen Facetten ist der Song selbst schon ein krasser Trip. Plus: Freddie Mercury ist einfach der beste Sänger aller Zeiten.“
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GADGET Kano Speaker Kit
Lust, selbst Musik zu machen? Dieser Do-it-yourselfTechnikbaukasten vereint Lautsprecher und Synthesizer. Der Code ist simpel, selbst Einsteiger bauen die Box rasch zusammen und verwandeln sie per Drag & Drop und einfache Algorithmen in einen kabellosen Lautsprecher, ein Theremin oder eine Drum Machine. kano.me
ANIMAL COLLECTIVE „ODDSAC“ Die US-Avantgarde-Rocker waren die Ersten, die mit diesem Meisterwerk den Begriff „Visuelles Album“ verwendeten. Wie bei Frank Oceans „Endless“ ist auch hier die Musik nur in Verbindung mit den psychedelischen Bildern erhältlich. DVD-Release war 2010.
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ACTION
„Dieser Film fasst alles zusammen, was meine mehr als 15 ProfiJahre ausgemacht hat.“ Eero Ettala, finnische Snowboard-Legende, über den Film „Ender“
„Ender“-Szene: Eero Ettala fliegt über einen Innenhof. Mit nur einem Fuß in der Bindung, damit es spannender wird
DAS LÄUFT IM JÄNNER UND FEBRUAR
SCHNEE & EIS
Der Jahresbeginn auf Red Bull TV steht im Zeichen des Wintersports. Auf dem Snow Channel von Red Bull TV erwarten dich gleich mehrere atemberaubende Freeski- und Snowboardfilme.
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MEDIA RED BULL TV-HIGHLIGHTS
RED BULL CRASHED ICE LIVE 4. FEBRUAR
100.000 Zuseher sind vor Ort in St. Paul, Minnesota (USA), zugegen beim Klassiker unter den Icecross-Downhill-Rennen. Im Kampf Mann gegen Mann wird geschubst, gestürzt – und gewonnen.
WRC: RALLYE SCHWEDEN LIVE 10.– 12. FEBRUAR
„ENDER“ JETZT ALS FILM ON DEMAND In „Ender“ zeigt Eero Ettala, was alles auf einem Snowboard möglich ist: Der Finne fliegt über Hausdächer, springt auf Stiegengeländer und landet nach dreifachen Drehungen in zehn Meter Höhe wie eine Katze auf seinem Brett – und hat dabei auch noch verdammt viel Spaß.
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SO SIEHST DU RED BULL TV ÜBERALL Red Bull TV ist deine globale digitale Destination für Entertainment abseits des Alltäglichen, empfangbar rund um die Uhr an jedem Ort der Welt. Geh auf redbull.tv, hol dir die App oder connecte dich via Smart TV.
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PASI SALMINEN, FLORIAN HOPFENSPERGER/RED BULL CONTENT POOL, JYRI PAAJAMAA/RED BULL CONTENT POOL, JYRI PAAJAMAA/RED BULL CONTENT POOL, @WORLD/RED BULL CONTENT POOL, KLAUS POLZER, LEITMOTIF CREATORS
Die World Rally Championship ist der ultimative Test für die weltbesten Autofahrer. Die neue Saison bringt 13 spektakuläre Rennen, der Eis-Test in Schweden ist das zweite Highlight der Saison 2017.
GENERATION OF FREESKIING FILM PREMIERE AM 26. JÄNNER
Von Tiefschnee in Alaska bis Slopestyle bei Olympia: Newcomer wie Lisa Zimmermann und Legenden wie Fuzzy Garhammer sprechen über die Faszination Freeskiing.
ARCHAIC FESTIVAL SERIE ON DEMAND
Ein ganzes Dorf in England spielt so was wie Fußball, in Japan rasen Männer auf Bäumen einen Hügel hinunter, und auf den Philippinen bestreitet ein indigenes Volk seine eigenen Olympischen Spiele.
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ACTION
MEDIA
LEBEN IN SPIELEN BRYCE COCHRANE
REALITY CHECK
Zubehör, das die virtuelle Realität noch näher bringt
„Dead Rising 4“ ist die knallharte Antwort auf die Zombie-Apokalypse. Der Produzent des Spiels verrät, was seiner Karriere den entscheidenden Kick gab. DAS ERSTE GAME, AN DEM ICH ARBEITETE: „JAMES BOND JR“ Action-Adventure, 1991, NES, SNES „Während des Studiums bekam ich einen Sommerjob bei einer Videospiel-Firma, weil ich zeichnen und einen Computer bedienen konnte. Ich testete Spiele und räumte Zeichensachen weg. Ich haute mich voll rein. Am Ende gab es eine Vollzeitanstellung.“
MEIN AKTUELLES SPIEL: „DEAD RISING 4“
Survival-Horror, Beat ’em up, 2016, Xbox One, PC „Ich habe Zombie-Filme und -Games schon immer geliebt. Als Capcom anrief und fragte, ob ich mittun möchte, sagte ich sofort zu. Das Team von Capcom Vancouver ist großartig, Teil davon zu sein noch großartiger. Es war eine der besten Erfahrungen meiner Karriere – ich darf mir in der Arbeit ausdenken, wie man Zombies möglichst absurd in ihre Einzelteile zerlegt. Wer die Untoten mit abgefahrenen Waffen aufmischen möchte, für den ist das Game Pflicht.“
MEIN ERSTES SPIEL: „PONG“
BRYCE’ TOP-TIPP „Bevor du auf eine Horde Zombies losgehst, lade erst mal nach und wähle die richtige Waffe. Wenn du dir nicht ganz sicher bist: Der ‚Blambow‘ – eine Armbrust mit farbenfroh explodierenden Feuerwerksraketen – ist mein Favorit.“
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Ping-Pong, 1972, Arcade „Als ich zum ersten Mal ‚Pong‘ spielte, war ich total davon fasziniert, dass ein Computer Pixel auf einem Bildschirm bewegen konnte und dass etwas so Einfaches so unglaublich viel Spaß machte. Mein Taschengeld ging komplett für Computer-Magazine drauf, und außerdem ich tippte tausende Zeilen von Codes, damit ich stets die neuesten Spiele zocken konnte.“
DAS SPIEL FÜR DIE EINSAME INSEL: „RED DEAD REDEMPTION“ Action-Adventure, 2010, PS3, Xbox 360 „Gesetzeshüter im Rücken, über die Schulter feuern und beten, dass du das Kopfgeld bezahlen kannst. Groß. Aber mich hat vor allem die Story gefesselt, eine unabwendbare Katastrophe.“
Kopfschutz Bei einer heftigen VRPartie kann man schon mal ordentlich ins Schwitzen kommen. Das VR-Cover hält Kopf und Headset angenehm trocken und ist waschmaschinenfit. Fast wie ein Kissen fürs VR-Kit. vrcover.com
Handgriff Der Avatar VR ist ein „haptischer Handschuh“, der über Sensoren Berührungen im Spiel simuliert und, jetzt kommt’s: virtuellen Objekten Gewicht verleiht. Arges Teil. neurodigital.es
DAS SPIEL, DAS MICH FASZINIERTE: „BIOSHOCK“
Ego-Shooter, 2007, Xbox 360, PC „Das erste Spiel, das mich völlig in eine Welt eintauchen und darüber nachdenken ließ, wie ich spiele. Der Titel öffnete meine Augen in puncto Storytelling und Erzählgeschwindigkeit. Das ‚Willkommen in Rapture‘-Level ist eine der besten VideospielEinführungen überhaupt.“
Fußfrei Der Roto VR ist der Bürostuhl der Zukunft. Das Headset-Kabel kommt in den Sockel, das schafft Freiheit bei 360-Grad-Drehungen. Plus: Pedale simulieren gehen und laufen. rotovr.com
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TELEFONIE TRIFFT AUF MUSIK.
MITSPIELEN UND GEWINNEN! SAMSUNG GALAXY A3 (2016) INKL. 12 MONATE RED BULL MOBILE VERTRAG Teilnahme und weitere Preise unter www.redbullmobile.at/win
ACTION
EVENTS
RED BULL PLAYSTREETS
Wenn ein Stadtkern zum Abenteuer spielplatz wird: Nach einem Jahr Pause ist FreestyleSkiing zurück in Bad Gastein. Die besten Freestyle-Skifahrer der Welt auf einem neuen, noch anspruchsvolleren Kurs, 500 Meter lang, im Herzen von Bad Gastein: Die siebente Auflage von Red Bull PlayStreets (nach 2007, 2008, 2009, 2011, 2013 und 2015) verspricht das Niveau der Competition abermals nach oben zu schrauben, was auch am Aufwand beim Aufbau liegt: 20.000 Schrauben und 110 Kubikmeter Holz verbaut das Team von Helmut Putz für das Skelett der Obstacles, darüber kommen beinahe 800 LKW-Ladungen Kunstschnee. Allein der Aufbau von Licht und Ton beschäftigt zwölf Männer zehn Tage lang, um den erwarteten 8500 Zuschauern vor Ort und allen Zuschauern bei der Live-Übertragung auf Red Bull TV eine perfekte Show zu bieten. Teilnehmer, unter anderem: der Kärntner Luca Tribondeau (siehe Interview rechts) und der Franzose Antoine Adelisse, 20, der sich beim Stubai Freestyle Open seine Wildcard für Red Bull PlayStreets sicherte.
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Zuschauer dicht an dicht: Anhand der Bilder der Vorjahre bekommt man einen Eindruck, wie intensiv die Atmosphäre ist, wie eng es sich für die Athleten auf dem Kurs anfühlen muss. Kanadische Dynastie: 2013 gewann Charles Gagnier, sein Bruder Vincent (Bild) war als Dritter ebenso am Stockerl.
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DEAN TREML/RED BULL CONTENT POOL, DEN APRIL/RED BULL CONTENT POOL, MARKUS BERGER, COLMAR.IT
Luca Tribondeau, Red Bull PlayStreets 2015: Schneller drehen!
PROGRAMM Red Bull PlayStreets live und auf Red Bull TV
NAH AM MANN
Mittwoch, 22. 2.
Red Bull PlayStreets aus Athletensicht: Wir fragen Luca Tribondeau. Was macht das Red Bull PlayStreets für dich aus? Du kannst es mit keinem anderen Event vergleichen. Das Flair des Ortes, die Zuschauermassen, die so nah an den Ridern sind, der Kurs selbst, der enger und eisiger ist als bei den anderen Contests: Red Bull PlayStreets ist sehr speziell. Was heißt das sportlich? Dass du überlegt an die Sache herangehen musst. Dir vorher klarmachen, wie du es anlegen willst. Dieses Jahr ist der Kurs ja neu. Bisher war es so, dass du bei dem einen großen Sprung Vorteile herausholen konntest, wenn du in der Lage warst, schnell zu rotieren. Du hast gleich bei deinem ersten Auftritt beim Red Bull PlayStreets im Alter von 17 Jahren die Quali gewonnen. Ist dieser Contest auch daher etwas Besonderes für dich?
Luca Tribondeau, 20: GasteinHeimspiel für den Kärntner Mein Quali-Sieg war schon cool, selbst wenn ich im Contest gestürzt bin, weil ich wegen des Neuschnees ein klein wenig zu langsam war. Aber ganz ehrlich: Im Moment kämpfe ich um meine Olympia-Qualifikation. Da ist jeder Contest gleich hart und gleich wichtig. Und die Party danach? Ich war meist mit meinem Bruder und ein paar Kumpels unterwegs, aber du triffst eh ständig Bekannte. Auch das ist besonders am Red Bull PlayStreets: Da ist wirklich die ganze Szene an einem Ort versammelt.
„RED BULL PLAYSTREETS VERSAMMELT DIE GANZE SZENE IN BAD GASTEIN.“ Luca Tribondeau freut sich bereits auf den Contest, den er beim letzten Mal auf Rang fünf beendete.
WALL OF FAME
Wall-of-Fame-Enthüllung und -Party im Silver Bullet
Donnerstag, 23. 2.
TRAINING
Training, danach Bib Draw mit Party im Silver Bullet
Freitag, 24. 2.
RENNEN
Training, Qualifikation, Finals ab 20.15 Uhr, danach Afterparty im Ginger n’ Gin
Geheimtipp Mit Freunden dem Event folgen: Livestream vom Red Bull PlayStreets plus Afterparty im Chaya Fuera, Kandlgasse 19–21, 1070 Wien mit der #WeGetSickCrew
Red Bull TV überträgt am Freitag die Finals live ab 20.00 Uhr.
DER NEUE DIE ANDERE SICHT DER DINGE
Der neue Micro-SUV IGNIS lässt Sie das Leben von einer ganz neuen Seite sehen! Mit seinen kompakten Maßen und dem zukunftsweisenden Design ist er nämlich der ideale Weggefährte für Alltag und Freizeit, ganz egal ob Sie in der Stadt oder auf dem Land zu Hause sind. Dafür sorgt das optionale ALLGRIP AUTO Allradsystem, mit dem er auch auf verschneiten Straßen, bergauf oder im Gelände problemlos vorankommt. Der neue IGNIS für alle und alles – schon ab € 11.990,–*. Und mit dem SUZUKI SPARFAHRSPASS** gibt es jetzt die neue Jahresvignette, einen vollen Tank sowie € 500,– Finanzierungsbonus noch obendrauf! Mehr auf www.suzuki.at Verbrauch „kombiniert“: 4,3–5,0 l/100 km, CO2-Emission: 97–114 g/km. * Unverbindlich empfohlener Richtpreis in Euro inkl. 20% MwSt. und NOVA sowie inkl. der Maximalbeträge für § 6a NOVAG - Ökologisierungsgesetz. Mehr Informationen bei Ihrem Suzuki Händler oder auf www.suzuki.at. Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Symbolfoto. ** Die Suzuki Sparfahrspaß-Aktion: Beim Kauf eines neuen IGNIS erhalten Sie jetzt eine gratis Jahresvignette sowie eine Tankfüllung bei Abholung. Bei Finanzierung über die Santander Consumer Bank GmbH erhalten Sie zusätzlich € 500,– Finanzierungsbonus. Bankübliche Bonitätskriterien vorausgesetzt. Aktion gültig bei allen teilnehmenden Suzuki Partnern für Kaufvertragsabschlüsse bis 28.02.2017.
ACTION
EVENTS SAVE THE DATE Weitere Pflichttermine in den nächsten Wochen
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Jänner Goldi Talente Cup
20.– 22. Jänner 77. Hahnenkammrennen Kitzbühel Nirgends im alpinen Ski-Weltcup ist die Stimmung besser (90.000 Fans an den drei Renntagen) und das Preisgeld höher (rund 650.000 Euro): Von einem Sieg in Kitzbühel träumt jeder SkiProfi. Eine Rechnung mit der Streif hat Aksel Lund Svindal offen. Im Vorjahr triumphierte er erst im Super-G, stürzte aber am Tag darauf bei der Abfahrt folgenschwer: Saison mit Kreuzbandriss vorbei, möglicher erster Kitz-Abfahrtssieg verschoben auf … 2017. hahnenkamm.com
8.– 19. Februar Biathlon-WM
26.– 29. Jänner Junge Roemer: Eine Woche für Falco
Hochfilzen Bei Österreichs Wintersport-Saisonhighlight werden 150.000 Zuseher zu elf Medaillen-Entscheidungen erwartet. Lokalmatador im engeren Sinn ist Dominik Landertinger (Bild), der in Hochfilzen lebt. Zu schlagen gilt es vor allem WeltcupDominator Martin Fourcade (FRA). hochfilzen2017.at
Diverse Locations, Wien Die Red Bull Music Academy zollt Österreichs größtem Popstar Tribut. Mit einem Festival, bei dem Künstler wie Carl Craig, Peter Kruder und Yung Hurn Falcos Werk neu vertonen und feiern. Das Programm gibt’s auf: redbull.com/rbma
3./4. Februar Air & Style Olympiaworld, Innsbruck Premiere bei der Mutter aller Big Air Contests: Erstmals wirbeln nicht nur die Straight-Jump-Stars wie Mark McMorris (CAN) über die XL-Rampe (42 Meter hoch!), sondern auch die weltbesten Athletinnen. Mit Anna Gasser (gewann die ersten drei Saisonbewerbe) kommt die Top-Favoritin aus Österreich. Fürs Partyvolk: 16 Acts wie Bilderbuch, Beginner oder Red Bull Who Rockz the Crowd. airandstyle.com
94
Falco-Fan: Yung Hurn
28
Jänner Wiener HipHop Ball Rapper im Anzug, Beats im Renaissance-Salon: Bei der zweiten Ausgabe des Wiener HipHop Balls steht neben Beatboxern, DJs, Gra∞tiSprayern und B-Boys auch die R&B-Durchstarterin Rose May Alaba auf der Bühne. 28. 1., Kursalon, Wien
8
Februar Ennio Morricone Einer der größten Filmkomponisten feiert „60 Years of Music“: Mit dem Tschechischen Nationalen Sinfonieorchester bringt der 88-Jährige u. a. seine kultigen Spaghetti-Western-Hits („Spiel mir das Lied vom Tod“) auf die Bühne. 8. 2., Stadthalle, Wien
THE RED BULLETIN
SAMO VIDIC/RED BULL CONTENT POOL, RUDI WYHLIDAL, LUKAS GANSTERER, JONATHAN NACKSTRAND/AFP/PICTUREDESK.COM
Aksel Lund Svindal stürzte 2016 auf dem Weg zu einem möglichen Sieg auf der Streif schwer.
Mädchen und Buben (Jahrgang 2006 bis 2010), aufgepasst! Andi Goldberger sucht auch heuer bei seiner öster österreichweiten Eventserie mit fünf Stationen die besten Skisprungtalente des Landes. Los geht’s in der Steiermark. 14. 1., Ramsau
ACTION
HOW TO
WIE DU EIN ERFINDER WIRST
Dieser britische ExtremExtrem bastler weckt den kleinen MacGyver in dir. „Geht das nicht besser?“ Das ist die Frage, mit der der ehemalige Spengler Colin Furze auf alle Dinge zugeht, die ihm im Alltag begegnen. Früher verbesserte der Brite seine Werkzeuge – zunächst nur für den Eigenbedarf, denn die Patente waren zu teuer. Dann beschloss er, Sachen zu erfinden, auf die Leute wirklich abfahren: Schleuderbett, fliegendes Motorrad, magnetische Schuhaufsätze und 360-GradSchaukel brachten ihm fast vier Millionen YouTube-Abonnenten. „Ich bin gut darin, Sachen für wenig Geld zu machen“, sagt Furze.
dich nicht mit großen Plänen auf 1 Halt
„Wenn ich eine Idee habe, kritzle ich an Skizzen rum, keinen detaillierten Entwürfen. Erst bei komplexeren Projekten baue ich Prototypen. Für meinen Arm-Raketenwerfer, der aus Stahlröhren feuert, schraubte ich zuerst ein wenig Holz zusammen, um zu testen, ob er überhaupt funkfunk tionieren kann. Ich rate dir, Dinge zu versuchen und zu scheitern, bevor du einen Experten um Rat fragst. Denn wenn du nur mit einer Idee zu ihm kommst, sagt er sicher: ‚Lass es sein, das klappt nie.‘“
MARK THOMAS
die richtigen Teile zusammen 2 Such „Für die magnetischen Schuhaufsätze brauchte ich Elektromagneten. Solche, die mein Gewicht halten konnten, waren unbezahlbar, also baute ich selbst welche. Ich dachte mir, so ein Magnet ist ja nur Metall, um das ein Draht gewickelt ist, und fand heraus: Zerlege eine Mikrowelle, nimm ihren Transformator raus, schließ eine 12-VoltBatterie an seine Spule, und er wird magnetisch. Das ultimative YouTube-Projekt: günstig, leicht nachzumachen, super Resultat.“
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deinem Sicherheitsgefühl 3 Vertraue
„Die Leute fragen mich immer ganz verwundert, wieso ich auf meiner großen 360-Grad-Schaukel keine Sicherungsseile angebracht habe. Ich antworte ihnen: ‚Wozu brauchst du welche? Du kannst dich doch festhalten!‘ Heutzutage denkt jeder, alles muss gesichert sein. Völliger Blödsinn! Auf dem schnellsten E-Mobil der Welt trug ich Helm, Handschuhe, das ganze Sicherheitszeug. Ich setzte mich drauf, und ab dem zweiten Gang hatte ich nur noch eins im Kopf: ‚Vollgas!‘“
von deinen Fehlern 4 Lern
„Ich arbeitete an einem meiner JetTriebwerke. Durch ein winziges Leck entströmte Gas, ein paar Millisekun-
den reichten, und die gesamte Haut auf meinen Armen war verbrannt. Die Lektion: Warte, bis die Gartenparty der Nachbarn zu Ende ist. Ich wollte sie nicht stören, also schloss ich meine Tür. Wäre ich nicht in einem geschlossenen Raum gewesen, wäre das Feuer erst gar nicht ausgebrochen. Man darf auch die kleinsten Risiken nicht unterschätzen!“
die Polizei nicht 5 Verärgere
„Ich wurde einmal verhaftet, weil ich hinten auf meinem Moped einen Flammenwerfer angebracht hatte und ein Foto davon in der Zeitung kam. Auf so etwas steht die Polizei gar nicht, zumal ich auf einer öffentlichen Straße unterwegs war. Wäre ich privat irgendwo gefahren, hätten die Polizisten wohl nichts unternommen. Ich bastle gerne an Flammenwerfern rum. Einen befestigte ich sogar an meiner Gitarre – und wurde nicht verhaftet.“ colinfurze.com
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THE RED BULLETIN CARS SPECIAL
DIESE SCHÖNEN NEUEN
AUTOS! J A H R G A N G 2 0 1 7: WA S U N S K O M M E N D E S J A H R B E W E G T – A U F D E R S T R A S S E U N D A B S E I T S D AV O N .
OPEL GT
ENDLICH WIEDER SPASS! Die Fakten: Studie eines kleinen, modernen Sport wagens, die beweist, dass Opel noch begehrenswerter geworden ist. Das Besondere: Die Wind schutzscheibe geht nahtlos ins Dach über. Und der Innenraum soll völlig ohne Knöpfe aus kommen. opel.at
THE RED BULLETIN
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THE RED BULLETIN CARS SPECIAL
MEHR SPASS AUF DER
STRASSE V O M E D E L- K O M B I B I S Z U M S P O R T WA G E N , V O M C A B R I O B I S Z U M VA N : H I E R I S T F Ü R J E D E N G E S C H M A C K E T WA S D A B E I .
M E R C E D E S E - K L A S S E T- M O D E L L
NENNT MICH LADEMEISTER Die Fakten: Kombi-Variante des Dauerbrenners mit fast zwei Kubikmeter Ladevolumen und sieben Motoren zwischen 150 und 401 PS. Das Besondere: hinten dank abgesenkter Rücksitze mehr Kopffreiheit als in der Limousine. Und 2,1 Tonnen Anhängelast! mercedes-benz.at
AUDI R8 SPYDER
WIRBELSTURM UND DRANG Die Fakten: Zehnzylindermotor mit 540 PS, Allrad, Alu-Spaceframe und volldigitalem Cockpit. Das Besondere: in 3,6 Sekunden auf 100, Spitze 318 km/h – und das alles bei geöffnetem Verdeck! audi.at
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P E U G E O T T R AV E L L E R
DER EXTREMREISENDE Die Fakten: geräumiger Van mit Motoren zwischen 95 und 180 PS in drei Längen und mit den unterschiedlichsten InnenraumKonfigurationen. Das Besondere: vorn Head-upDisplay und Sprachsteuerung, hinten Platz für insgesamt neun Personen oder alles Gepäck, das aktive Menschen jemals brauchen werden. peugeot.at
SUZUKI IGNIS
MICRO-CROSSOVER Die Fakten: nur 3,70 Meter kurz, jedoch über 1000 Liter Ladevolumen. Retro-Elemente, aber moderne Technik. Nur 90 PS, fühlt sich aber nach mehr an. Das Besondere: Selten erst haben kleine Autos so groß ausgesehen – ein Eindruck, den der aufgeräumte Innenraum noch verstärkt. suzuki.at
BMW 2ER ACTIVE TOURER
AKTIV SIND WIR SELBER M A Z D A C X- 5
KODO DER ZWEITE Die Fakten: zweite Generation des SUV-Bestsellers im KodoDesign, vor allem an der Front deutlich frischer. Ein Diesel, zwei Benzinmotoren. Sechs Gänge, auf Wunsch Allrad.
Die Fakten: der erste Van von BMW, der erste Frontantrieb von BMW, Drei- und Vierzylindermotoren zwischen 136 und 231 PS. Das Besondere: Was für eingefleischte BMW-Heads ein Tabubruch war, eröffnet anderen die Gelegenheit, sich endlich einen BMW in die Garage zu stellen. bmw.at
Das Besondere: Die Assistenzsysteme kommunizieren mit i-Activsense miteinander. Die hinteren Sitzlehnen lassen sich in ihrer Neigung verstellen. mazda.at
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THE RED BULLETIN CARS SPECIAL
AUDI TT RS
SAMMLERSTÜCK IN SPE Die Fakten: die stärkste, auch optisch schärfste Variante der zweisitzigen Design-Ikone, wahlweise auch als Roadster. Das Besondere: In Zeiten allgemeinen Downsizings entwickelt Audi einen knurrigen, archaischen, in Summe endgeilen FünfzylinderFünfzylinder motor mit 400 PS. audi.at
BMW 5ER
SEINE CHEFIGKEIT Die Fakten: Die siebte Generation der Business-Limousine kann bei Bedarf selbständig lenken, bremsen und Gas geben – und parkt auch per Fernbedienung ein. Das Besondere: Übernimmt viele Luxus-Features der 7er-Reihe, ist dank Allradlenkung aber agil wie der kleine Bruder aus der 3er-Serie. bmw.at
M A Z D A M X- 5 R F
HIGHTECH-ORIGAMI Die Fakten: Das Targadach aus Blech macht die Roadster-Ikone zum Ganzjahresauto. 130 oder 160 PS, selbstverständlich Heckantrieb. Das Besondere: Der Fastback mit seinem tropfenförmigen Heck geht – vor allem in der Silhouette – als eigenständige KarosserieKarosserie form durch. mazda.at
VW GOLF
SIE SPIELEN UNSER SPIEL Die Fakten: Die Runderneuerung des Bestsellers bringt neue, sparsamere Motoren, Stau-Assistenten und ein völlig neues Infotainment-System. Das Besondere: Sämtliche Komfort- und Assistenzsysteme werden am Schlüssel personalisiert und mit dem Aufsperren automatisch aktiviert. volkswagen.at
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FORD KUGA
LOAD TO NOWHERE Die Fakten: aufgefrischter Alleskönner mit Motoren zwischen 120 und 180 PS und vielen schlauen Details, die das Leben erleichtern. Das Besondere: Die oft kritisierte Vielzahl an Tasten und Knöpfen im Innenraum ist beseitigt, der Kuga ist nun intuitiv bedienbar. ford.at
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GELÄNDE FÜR JENE MOMENTE, IN DENEN DU ÜBER Z U S ÄT Z L I C H E TA L E N T E F R O H B I S T.
J E E P C O M PAS S T O Y O TA C - H R
HYBRID-HYBRID Die Fakten: Crossover-Coupé, das sich die Plattform mit dem HybridKlassiker Prius teilt. Gibt es allerdings auch mit reinem BenzinerVerbrennungsmotor. Das Besondere: Vereint die hohe Sitzposition eines SUV mit dem sportlichen Charakter eines Coupés – und das in der KompaktKompakt klasse. toyota.at
IMMER DER NASE NACH Die Fakten: Basiert auf dem Konzernbruder Fiat 500 X und schließt die Lücke zwischen dem Einstiegsmodell Renegade und Cherokee. Das Besondere: Allrad oder nicht, 9-Stufen-Automatik oder Handschalter, Diesel oder Benziner, mit bis zu 220 PS: breiter ist die Auswahl kaum irgendwo. jeep.at
PEUGEOT 3008
A B E N T E U E R A L LTA G Die Fakten: optisch unaufdringliches Soft-SUV mit 100 oder 130 PS, das dank Hill Assist Descent Control selbst auf harten Steigungen echte Gelände-Qualitäten beweist. Das Besondere: Digitales, voll konfigurierbares Cockpit, auffallend kleines Lenkrad – Peugeot geht im Innenraum eigene Wege. Und es funktioniert. peugeot.at
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THE RED BULLETIN PROMOTION
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URBAN TO NATURE L us t a u f e i n e n „ Fr eer i d e“ m i t d em Š KO DA KO D I AQ ? Das Design-, Raum- und Technologiewunder kannst d u j e t z t m i t e i n e m L ä c h e l n g ew i n n e n . Wenn die zweifache Freeride-Weltmeisterin Eva Walkner bei einem Contest der Freeride World Tour antritt, dann hat sie volles Vertrauen in die Bergführer, die die Hänge zuvor über Monate hinweg beobachtet haben und nun für den Bewerb freigeben. Auch auf den ŠKODA KODIAQ kannst du dich voll verlassen. Dieser SUV bietet ein überdurchschnittliches Raumangebot für deine komplette Ausrüstung und optional sogar eine dritte Sitzreihe. Der ŠKODA KODIAQ überzeugt auch mit seinen äußeren Werten: Das scharfe Design erinnert an die berühmte tschechische Kristallkunst und
harmoniert perfekt mit den schneebedeckten Bergen. Mit ein bisschen Glück kannst du einen ŠKODA KODIAQ im Wert von € 30.000,– gewinnen (siehe Kasten rechts). Mit diesen Features lässt es sich fahren: Der ŠKODA KODIAQ überzeugt mit über 40 „Simply Clever“-Details – die es sonst nur in höheren FahrzeugFahrzeug klassen gibt –, einem beheizbaren Lenk Lenkrad und den Mobilen Online-Diensten ŠKODA CONNECT. Letztere bieten perfekte Navigation, Information sowie Unterhaltung und sorgen für deine persönliche Sicherheit. Einsteigen, losfahren, Abenteuer erleben.
Fotos: Red Bull Media House
www.redbulletin.com/skodaAT
WIRF DICH IN POSE! Denn den brandneuen ŠKODA KODIAQ im Wert von € 30.000,– gibt es jetzt zu gewinnen! Was du dafür tun musst? Begib dich in die Natur und wirf dich wie Eva Walkner in Selfie-Pose. Dann das Foto öffentlich auf Facebook oder Instagram posten und mit #skodaAT verlinken. Wichtig: Dein Selfie muss öffentlich sichtbar sein, damit deine Teilnahme am Gewinnspiel gewährleistet ist. Teilnahmeschluss ist der 5. März 2017. Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen findest du auf: www.redbulletin.com/skodaAT
GE W INNSPIEL
Eva Walkner, zweifache Freeride Weltmeisterin
Die angeführten/beschriebenen Fahrzeugausstattungen sind teilweise Serienausstattung bzw. auf Wunsch erhältliche Mehrausstattung.
THE RED BULLETIN CARS SPECIAL JAG UA R F- PAC E
D E R T R A N S P O R T VO M L O R D Die Fakten: Der erste SUV von Jaguar profitiert vom Offroad-Knowhow der Konzernschwester Land Rover und ist bis 380 PS stark. Das Besondere: Die Alu-Karosserie spart Gewicht und trägt neben dem straffen Fahrwerk entscheidend zum sportlichen Grundcharakter bei. jaguar.at
LAND ROVER DISCOVERY
LEGENDE, GUT GEBÜRSTET Die Fakten: selbst im brandneuen Kleid ein Gelände-Haudegen, dem man seine dritte Sitzreihe nicht ansieht. Zwischen 180 und 340 PS stark. Das Besondere: Anhängelast bis 3,5 Tonnen, Wi-Fi-Hotspot und eine zweite Heckklappe, die bei Bedarf zur Sitzbank wird. landrover.at
ŠKODA KODIAQ
DER GROSSE MANN AUS MLADÁ BOLESLAV Die Fakten: Spät, aber druckvoll entert Škoda den SUVMarkt. Eng mit dem VW Tiguan verwandt, kommt der Kodiaq ab 125 PS, mit dem größten Kofferraum der Klasse.
R E N A U LT K O L E O S
Das Besondere: liebevolle Details wie der umklappbare Beifahrersitz, wodurch Ladegut bis 2,90 Meter Länge ins Auto passt. skoda.at
Die Fakten: Die zweite Generation kommt nicht nur optisch schöner daher, sondern hat auch das üppige Infotainment-System von Espace & Co bekommen.
E S PA C E P O U R M O I
Das Besondere: Der in Korea gebaute Franzose, zwischen 130 und 172 PS stark, ist innen noch größer geworden. renault.at
T O Y O TA H I L U X
P I C K- U P - K L A S S I K E R Die Fakten: Die jüngste Generation der Legende kommt mit einem 150 PS starken Dieselmotor und in drei Ausstattungsvarianten. Das Besondere: Macht alles mit. Auf der ganzen Welt kennt und schätzt man den unverwüstlichen Hilux – zu Recht. toyota.at
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Editorial Director Robert Sperl Chefredakteur Alexander Macheck Editor-at-large Boro Petric Creative Director Erik Turek Art Directors Kasimir Reimann (Stv. CD), Miles English Photo Director Fritz Schuster Chefin vom Dienst Marion Wildmann Managing Editor Daniel Kudernatsch Redaktion Stefan Wagner (Textchef), Ulrich Corazza, Arek Piatek, Andreas Rottenschlager Freie Mitarbeiter: Werner Jessner, Clemens Stachel, Florian Wörgötter Web Kurt Vierthaler (Senior Web Editor), Christian Eberle, Vanda Gyuris, Inmaculada Sánchez Trejo, Andrew Swann, Christine Vitel
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MAKES YOU FLY
„Ich sah zufällig Bilder der Sandstein-Canyons dieses Nationalparks und war sofort fasziniert“, sagt der australische Fotograf Mark Watson, „dort musste ich hin.“ Nach einem langen Flug, einer kurzen Nacht am Rücksitz seines Leihautos, dem Abstieg in einen Canyon und der Durchquerung eines unterirdischen Sees hatte Watson um sieben Uhr früh sein Ziel erreicht, den Grund der Cathedral-Höhle. Er wartete auf den Sonnenaufgang. Und dann drückte er ab.
Mark Watson, Fotograf und Höhlenforscher (im Bild: Canyoning-Partner François Silvestri)
DIE NÄCHSTE AUSGABE DES RED BULLETIN ERSCHEINT AM 14. FEBRUAR 2017. 110
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Verbrauch: 3,9 – 7,8 l/100 km. CO2–Emission: 102 – 180 g/km.