p a d e r b o r n Ideenwerkstatt und Stegreif der Stadt Paderborn
p a d e r b o r n Ideenwerkstatt und Stegreif der Stadt Paderborn Rebecca Tritscher in Zusammenarbeit mit Richard Ehren und dem Team der RWTH Aachen Lehrstuhl und Institut für Städtebau und Landesplanung Wüllnerstraße 5b D - 52062 Aachen Tel +49 (0) 241 80 95033 Fax +49 (0) 241 80 92138 Email: info@isl.rwth-aachen.de Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Kunibert Wachten Dipl.-Ing. Bauass. Christine Korus Workshop der Stadt Paderborn 04.-06. Juli 2013 ©2013 Rebecca Tritscher Druck Unicopy
Inhatsverzeichnis
Einleitung......................................................
Ortsbegehung....................................................
Analyse.........................................................
Entwurfsidee....................................................
........................................................Seite 3
........................................................Seite 7
........................................................Seite 14
........................................................Seite 11
Einleitung
Im Rahmen der „Ideenwerkstatt“ der Stadt Paderborn zum Thema Pader-Flusslanschaft fanden sich Vertreter der Stadt, Teams der Universitäten RWTH Aachen, Paderborn und Kaiserslautern,sowohl Vertreter der Wirtschaft und Anlieger als auch Bürger an den tagen vom 4. bis 6. Juli 2013 zusammen. Diskutiert wurde über eine Verbesserung des Pader Quellgebietes unter den folgenden Aspekten der vorangegangenen Broschüre der Stadt Paderborn >>
3
Ideen für ein urbanes Freiraumkonzept Kernfrage: Wie wird die „Urbane Wasserlandschaft“ erlebbar? Weitere Fragen für die Ideenentwicklung: Wie wird sie zurzeit erlebt? (Paderborner / Besucher) Wo wird sie im Stadtraum sichtbar (Übergänge)? Wie wird sie im Stadtraum erlebt und sichtbar? Räumliche Schwerpunkte A: Abdinghof / Franz-Stock-Platz B: Mühlenstraße / Kisau C: Michaelstraße / Parkplatz Stadtbibliothek D: Inselspitzenweg / Kehl-Schwarze E: Haxthausenhof und Umfeld F: Stadteingang Maspernplatz / Befestigungsanlage Gestaltungselemente / Instrumente -Sichtachsen, Wegebeziehungen, -Eingänge / Übergänge zw. Urbanität u. Freiraum -Führung als Alternative zum Beschilderungskonzept -Wasser, Wasserläufe, Wassereinfassungen -Bebauung: Nutzungsentwicklung (Bestand und qualitätvolle Ergänzungen) -Beleuchtung / Bepflanzung / Mobiliar -Materialien / Geländer / Handläufe -Barrierefreiheit
4
Ortsbegehung
Im folgenden soll über vier Teile des Pader Quellgebietes gesprochen werden: 1 Gartendenkmal 2 Östliches Paderquellgebiet 3 Inselspitzen 4 Paderwiesen (Bestandteil IHK-I)
4 3 2 1
Abb: Stadt Paderborn
5
Die Ortsbegehung wurde an den drei Tagen des Workshops vorgenommen und umfasst so ein umfassendes Bild zu den unterschiedlichen Tageszeiten und wechselden Wetterbedingungen. Insgesamt wirkte die gesamte Anlage naturbelassen. Kleine Attraktionen wie Spielplätze und wenige Sitzgelegenheiten werden angenommen, bilden jedoch nur wenig Abwechslung im großen Grün der Anlage. Die Berichte zu „Angsträumen“ bei Anbruch der Dunkelheit konnten so nicht bestätigt werden. Angesprochen wurde die mangelhafte Beleuchtung und ein Bereich im östlichen Paderquellgebiet. Hierzu sind folgende Beobachtungen und Antworten zusammengetragen worden: Manche Durchgänge sind nicht belichtet, was den Rückzugsräumen für die Tierwelt geschuldet sei. Besonders im Bereich 3 ist auf übermäßige Beleuchtung verzichtet worden. Allgemein sollte mehr auf die Einheitlichkeit der Lichtquellen und deren Positionierung geachtet werden. Zum zweiten „Angstraum“ ist folgendes festzuhalten: Der Aufenthalt von agressiv anmutenden Mitmenschen im Teil 2 des Quellgebietes ist Tageszeiten-unabhängig und sollte nicht überbewertet werden. Allgemein muss der Park nicht unbedingt nachts genutzt werden und kann leicht umgangen oder an vielen Durchgängen durchquert werden.
6
Ortsbegehung
Teil 1, das Gartendenkmal, ist gut angenommen und wird
mit der angrenzenden Gastronomie in die Stadt einbezogen, so ergeben sich übergangsräume zwischen Stadt und Park.
7
Zu den Nutzern des Parks zählen auch Menschen, die sich
aus mangel an Alternativen gerne den gesamten Tag hier aufhalten. Sie sind laut und fühlen sich schnell bedroht, was jedoch unter Anderem der allgemeinen Haltung diesen Menschen gegenüber geschuldet ist.
8
Ortsbegehung
Teil 2, das östliche Paderquellgebiet fällt mit deinen
Kulturhistorischen Merkmalen auf, jedoch ist die Pader abgegrenzt und nicht als Teil des Quellgebietes spürbar. Steinmauern und dichter Bewuchs hindern an dem Erlebnis der Pader.
9
Ortsbegehung
Teil 3, die Inselspitzen funktionieren im Grunde ganz gut
mit vielen Brücken und sich daraus ergebenden Sichtachsen, die den Zusammenhang zwischen der Pader und der Stadt bzw. der Bebauung herstellen. Einen radikaler Beschnitt der Bäume wird angeraten um die Sicht zu gewährleisten.
10
Ortsbegehung
Teil 4, Die Paderwiese. Abgebildet ist der Übergangsbe-
reich, der im weiteren genauer bearbeitet wurde. Die Wiesen an sich funktionieren sehr gut und werden zum Sonnen, Grillen und als Trefpunkt genutzt.
11
Der Innere Ring ist als stark befahrene Straße ein nahezu
unüberwindbares Hindernis, welches wie ein Nadelöhr den Übergang von der Paderwiese zu den Inselspitzen funktioniert.
12
Analyse
13
Im Allgemeinen gibt es viele kleine Punkte, die man verbessern könnte, jedoch funktioniert das Paderquellgebiet an sich gut. Eine Vernetzung von Stadt und Parklandschaft muss vorangetrieben werden, wenn eine bessere Orientierung gewünscht wird. Hierzu würde eine Ausdünnung der hochwachsenen Bäume eine deutliche Verbesserung bringen, Eine ganzheitliche Gestaltung der Parkelemente ist wird angeraten. Die Ämter der Stadt müssen stärker zusammen arbeiten. In der Ideenwerkstatt wurden vier Teilräume herausgestellt, die bei der gewünschten Verbesserung hinsichtlich der Vernetzung Stadt- Paderquellgebiet, eine Schlüsselrolle spielen: Der Eingangsbereich an der Paderhalle (Bereich 3) Der Übergang zur Paderwiese am Inneren Ring (Bereich 3/4) Das Gebiet rund um die Stadtbibliothek (Bereich 2) Der Übergang an der Mühlenstraße (Bereich 1/2)
14
Entwurfsidee
Ein Steg in die Stadt An der Stelle des Nadelöhrs zur Paderwiese soll die Richtung in die Stadt mit einem Steg gewiesen werden. Diese Verbindung ist unabdingbar, um eine Orientierung zu geben und von dem umständlichen Wegesystem abzurücken, das zur Zeit um das Paderquellgebiet leitet und nicht hindurch. Zudem wird so die Erlebbarkeit der alten Mühle möglich gemacht, ist sie jetzt noch hinter dem Grün versteckt und nicht zugänglich.
15
16
17
18
19
Die Paderwiesen als Eventfläche: Hierzu dient der Steg als Platform und garantiert gleichzeitig den Zugang zur Pader. Der Steg soll eine Aufenthaltsqualität bieten, die die Möglichkeit ausbildet an die Pader zu gelangen und beispielsweise die Beine ins Wasser zu halten. Nebenbei verdeckt der Steg das unschöne Abflussrohr, welches vor kurzem dort installiert wurde.
20