substance media ltd., Mariahilfer Str. 76/3/31, 1070 Wien. Österreichische Post AG, MZ 15Z040275 M
Sonderheft des ray Filmmagazins Jänner 2020
GREEN FILMING DIE LOWER AUSTRIAN FILM COMMISSION UND DAS EVERGREEN PRISMA
INHALT
EINLEITUNG Im grünen Bereich. Die Lower Austrian Film Commission und Green Filming ............... 06 Breites Spektrum. Das LAFC Evergreen Prisma ..................................................... 08 CONNECTIVE ........................................................................................................ 09 Gefördert und gefördert. Die europäische Initiative Green Regio ............................... 10 Vom Besten lernen. Die zwei LAFC-Workshops des Jahres 2019 .............................. 12 Ein wichtiger Schritt. Die Akademie des österreichischen Films wird grün. .......................14 Making Movies Without Making a Mess. Nachhaltigkeitsexpertin Birgit Heidsiek .......... 16 PANORAMA .......................................................................................................... 17 SOKO Klimaschutz. Die Firma Gebhardt Productions .............................................. 18 Grüne Motivation. Materielle Anreize für umweltgerechtes Produzieren ...................... 20 Nachhaltigkeits-Management. Das europäische Projekt Green Screen ....................... 22 SPOTLIGHT ......................................................................................................... 23 Reinheitsgebot. Die Druckerei gugler* als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. ............. 24 Schnee von heute. Best-Practice-Beispiele für grüne Filmproduktion ......................... 28 TOOLS .............................................................................................................. 29 Fahren für die Umwelt. Grünes Transportieren ....................................................... 30 Fußabdruck. Unverzichtbar: der CO2-Rechner für Filmproduktionen .......................... 34 UZ 76. Das Österreichische Umweltzeichen für Green Producing ............................. 36 TRANSFER .......................................................................................................... 37 Aufbruch ins Morgen. Evergreen Prisma als Schnittstelle für die Zukunft .................... 38 Gassmann weiß Bescheid. Porträt eines Nachhaltigkeitsexperten ............................ 42 Mr. & Mrs. Green. Wie man Green Consultant werden kann ..................................... 44 POOL ................................................................................................................ 45 7,7 Tonnen pro Stunde. Der LAFC Discussion Guide .............................................. 46 Keine Ausreden. Die Link-Sammlung für Green Filming ........................................... 49 IMPRESSUM ........................................................................................................ 50
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EINLEITUNG
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IM GRÜNEN BEREICH Die Lower Austrian Film Commission und Green Filming. Text – Andreas Ungerböck
von Materialien, Requisiten usw., ein vernünftiger Einsatz von möglichst erneuerbaren Energieträgern. Das sind nur einige der Maßnahmen, mit denen die zumindest früher notorisch unbekümmerte Filmwirtschaft zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt beitragen kann. Erstmals wirklich ins Blickfeld kam das Thema, als der Film The Beach (2000, Regie: Danny Boyle) mit Leonardo DiCaprio zu einer besonderen Art von disaster movie wurde. The Beach gilt heute als abschreckendes Beispiel für rücksichtsloses Filmemachen, denn bei den Dreharbeiten auf der thailändischen Insel Ko Phi Phi Leh wurde derartig gefuhrwerkt, dass das Eiland ökologisch kollabierte. Man hatte die Maya Bay mit Bulldozern planiert und erweitert, die ursprüngliche Vegetation abgeholzt und durch importierte Kokospalmen ersetzt und dergleichen mehr. Immerhin setzte danach allmählich so etwas wie ein Nach- und Umdenken ein. Doch mit dem Produzieren ist es auch nicht getan: Die gesamte filmische Verwertungskette lässt bei Menschen, denen die Umwelt nicht vollständig egal ist, die Alarmglocken schrillen. Nach der Produktion kommt die Herstellung von Filmkopien (heute meist Digital Cinema Pa-
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as, bitte, ist Green Producing? Besser und prägnanter als Philip Gassmann, der deutsche TopExperte, der unentwegt durch die Lande tourt, um der Filmwirtschaft in Sachen Film und Umwelt auf die Sprünge zu helfen, kann man es kaum ausdrücken: „In einem Satz: nachhaltiger, kreativer, gesünder und effizienter Filme zu produzieren. Bis jetzt wurde in diesem Zusammenhang meistens von Pappbechern und Mülltrennung gesprochen. Das ist eigentlich nur der kleinste und auch langweiligste Teil. Viel wichtiger ist es, die technischen, logistischen und inhaltlichen Bereiche zu durchleuchten, und sich zu überlegen, wie man anders und besser Filme produzieren kann – bis hin zu den Inhalten. ,Green Storytelling‘ ist da mindestens genauso wichtig, denn was hilft es, hinter der Kamera umweltfreundlicher zu sein und vor der Kamera einfach so weiterzumachen wie bisher?“ Green Producing, dazu gehören umweltschonende Mobilität, die möglichst klimafreundliche Anreise von Cast und Crew, Bio-Catering, die Nichtverwendung von Einwegbechern und Plastikbesteck, die Vermeidung bzw. Trennung von Müll, die ökologische Beschaffung
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Donau-Auen © Michael Liebert
ckages) und deren Entsorgung. Man bedenke: Ein Film startete früher mit bis zu viertausend Kopien allein in den USA, von denen 99 Prozent nach wenigen Wochen nicht mehr benötigt wurden. Man will gar nicht wissen, wie viele hunderttausende Filmkopien mitsamt ihren Chemikalien früher einfach verbrannt wurden – übrigens auch in Wien. Weiter geht es mit den Tonnen von Werbe-, Merchandising- und, ja, Pressematerial bis hin zur Aufbereitung der Filme in überheizten oder unterkühlten Kinocentern voller Popcorn- und Softdrink-Gebinde. Und selbst Filmfestivals, die selbsternannten Gralshüter der Filmkultur, haben Dreck am Stecken. Unvergessen sind die – dank der Digitalisierung gottlob vergangenen – Tage, als bei den großen Festivals in Berlin, Cannes oder Venedig jeden Tag Unmengen von nutzlosem Papier gedruckt, kopiert, in die Pressefächer gestopft und anschließend von genervten Journalisten mehr oder weniger direkt in die bereitstehenden Altpapier-Behälter verfrachtet wurden. Zurück zur Produktion: In den letzten Jahren ist sowohl in den USA als auch in Europa doch einiges in Gang gekommen. Vor allem Institutionen und Initiativen in Deutschland, Belgien, Frankreich und Italien treiben Grünes Produzieren voran. Als beispielhaft können die
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Medien- und Filmgesellschaft (MFG) Baden-Württemberg und die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein gelten, in Italien die Trentino Film Commission, in Belgien der Flanders Audiovisual Fund (VAF) oder die französische Plattform Ecoprod, zu der sich sechs große französische Player im Film- und TV-Bereich zusammengeschlossen haben. Auch im Cine-Regio-Netzwerk, dem derzeit 48 regionale Filmförderungen aus ganz Europa angehören, gibt es ein ständig steigendes Interesse an nachhaltiger Filmproduktion. 2012 wurde deshalb „Green Regio“ als Untergruppe des Netzwerks gegründet, mit dem Ziel, das Bewusstsein zu erhöhen und das Wissen um nachhaltige Produktionsmaßnahmen zu vertiefen. Auch verstärkte Trainingsaktivitäten und ein CO2-Rechner für Ko-Produktionen sind in Diskussion. Gerade Ko-Produktionen sind aufgrund der erhöhten Reisetätigkeit von Cast und Crew ein besonders sensibler Bereich. In Österreich, bekanntlich die Insel der Seligen, tat sich bis vor kurzem wenig bis gar nichts im „grünen Bereich“, aber allmählich scheint doch Leben in die Wüste zu kommen. Ein frühes Vorzeigeprojekt ist nach wie vor David Schalkos ORF-Landkrimi Höhenstraße (2017), der von der Produktionsfirma Superfilm nach den Kriterien
ray Special – Green Filming LAFC EVERGREEN PRISMA
Retzerland © Michael Liebert
trian Film Commission (LAFC), die zentrale Servicestelle für nationale und internationale Dreharbeiten in Niederösterreich, voran. Sie engagiert sich seit 2016 stark in Sachen Green Filming und entwickelte mit ihrem Green Guide einen innovativen Beitrag zu ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung im Filmbereich. Das neu geschaffene LAFC Evergreen Prisma ist ein noch umfassenderes, weit verzweigtes grünes Kompendium für sämtliche Aspekte der Filmproduktion. Das laufend aktualisierte Evergreen Prisma zeigt Maßnahmen und praktische Möglichkeiten auf, um Filme umweltverträglicher zu produzieren und Filmschaffende in ihrem Nachhaltigkeitsbestreben zu unterstützen. Die LAFC will längerfristig als umfassende Plattform für Green Networking bereitstehen. Darüber hinaus sind – nach zwei sehr erfolgreichen Veranstaltungen in Krems und in Baden im Jahr 2019 – weitere praxisorientierte Weiterbildungen für Filmschaffende vorgesehen, in denen gemeinsam mit international erfahrenen Green Consultants Know-how für die Umsetzung grüner Produktionen vermittelt wird. Und auch die Akademie des Österreichischen Films stellt sich 2020 gezielt dem Thema Nachhaltigkeit. Es geht voran.
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des Green Producing hergestellt wurde. In Absprache mit dem (damaligen) Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und dem Verein für Konsumenteninformation wurde ein Kriterienkatalog erstellt, den man erfolgreich umsetzte. Es gab einen Green Consultant, die Anreisen von Cast und Crew erfolgten mehrheitlich per Bahn, und es wurde das energieeffiziente Cine Reflect Lighting System verwendet. Auch der anfallende Müll konnte drastisch reduziert werden. Die Treibhausgas-Emissionen, die nicht zu vermeiden waren, wurden durch die Investition in ein Aufforstungsprojekt in Uganda kompensiert. Damit nicht genug: Seit 1. Jänner 2017 gibt es das Umweltzeichen GreenProducing (UZ 76), das Kriterien in den Bereichen Mobilität, Klimaschutz am Set, Bauten, Szenenbild und Requisiten, Kostüm und Maske, Technik, Catering und Unterkünfte vorgibt. Mit der Firma Gebhardt Productions (Die letzte Party deines Lebens, SOKO Kitzbühel, usw.) wurde kürzlich eine weitere heimische Produktionsgeselllschaft mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Green Producing ausgezeichnet. Innerhalb der offiziellen und regionalen Förderstellen und Commissions in Österreich schreitet die Lower Aus-
BREITES SPEKTRUM
EINLEITUNG
Das LAFC Evergreen Prisma in seinen auffälligen farblichen Nuancen umfasst sechs Bereiche.
CONNECTIVE – Touch Green Hier geht es um Austausch, Anregung und Aktualität, den drei wichtigsten Faktoren bei einem so weit verzweigten Thema. Daher steht dieser Bereich auch unter dem prägnanten Schlagwort „Touch Green“. Alle Filmschaffenden und sonstigen filmisch Interessierten sind eingeladen, Teil von CONNECTIVE zu werden und mit der LAFC in Kontakt zu treten. Unter dem Stichwort „Synergy“ werden ausgebildete Green Consultants vorgestellt, die eine nachhaltig ausgerichtete Filmproduktion kompetent begleiten können.
Filmschaffenden zukommen, die hier praktische Hilfe und Unterstützung erfahren. So wird hier (demnächst) ein auf österreichische Verhältnisse zugeschnittener CO2-Rechner zu finden sein, es gibt Checklisten zu allen Bereichen der Filmproduktion und unter dem Punkt „Tool Links“ eine große Anzahl von weiterführenden Links zum Thema Green Filming. Diese Links umfassen alle filmspezifischen Bereiche, vom Catering über die Ausstattung und die Energieversorgung bis hin zum Abfall-Management, und sie sind übersichtlich aufgeteilt in regionale (also niederösterreichische) und nationale.
PANORAMA – Green Experience Hier findet sich eine Sammlung von News, Links und Best-Practice-Beispielen aus der gelebten Produktionserfahrung. Im PANORAMA gibt es unter anderem ein Porträt der mit dem Umweltzeichen Green Producing ausgezeichneten Firma Gebhardt Productions (siehe auch S. 18), eine umfangreiche Aufstellung und LinkSammlung zu grünen Fördermaßnahmen und Incentive-Modellen in Europa und eine Liste der zahlreichen Kooperationspartnerinnen und -partner der LAFC – von der Akademie des Österreichischen Films über die Diagonale bis hin zu Green Regio.
TRANSFER – Events & Education Dieser Bereich ist dem praxisorientierten Wissenstransfer gewidmet und umfasst die Ankündigung von eigenen und externen Veranstaltungen (z.B. die Klima- und Umweltfilmtage im Cinema Paradiso in Baden) und Vermittlungsangeboten (die Niederösterreichische Jugendklimakonferenz), die Aktivitäten anderer, ähnlicher Institutionen und die Angebote von Ausbildungsstätten (etwa das Curriculum zum Thema Green Filming an der FH St. Pölten). Hier sind auch die LAFC-Ausbildungsangebote zum neuen Filmberuf der Green Consultance zu fiden. Selbstverständlich wird der Bereich TRANSFER laufend erweitert und upgedatet.
SPOTLIGHT – Green News Das Segment SPOTLIGHT versammelt eine Vielzahl von Neuigkeiten, die direkt und indirekt mit Green Producing zu tun haben, bietet aber auch Ausblicke und Einblicke in andere Bereiche. So geht es etwa um die Frage „Wie steht es um die globalen Nachhaltigkeitsziele in (Nieder-)österreich?“ oder um die 17 Sustainable Development Goals der UNESCO, um die Öko-Zertifizierung oder um neue Anreizmodelle für die Filmwirtschaft, mit deren Hilfe die heimische Wertschöpfung und der Filmstandort Österreich gestärkt werden sollen. TOOLS – Evergreen Practice Kit Der Untertitel „Evergreen Practice Kit“ im Bereich TOOLS lässt kaum noch Fragen offen. Es geht um Problemstellungen, die in der Praxis des Produzierens auf die
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POOL – Discussion Guide & Links Im wichtigen Segment POOL findet sich der Discussion Guide: Hier sind Antworten auf die häufigsten gestellten Fragen zum Thema Green Filming und darüber hinaus zusammengestellt. Unter dem Stichwort „Facts & Figures“ gibt es Diagramme und Statistiken zu globalen Fragestellungen wie dem Problem des Treibhauseffekts und seiner Auswirkungen. Spezifische Begriffe wie CO2Kompensation oder CO2-Äquivalente werden schlüssig erklärt. Unter dem Punkt „Green Links“ finden sich nützliche Informationen aus dem Internet zu allen Arbeitsbereichen der Filmproduktion, aber auch zu anderen grün orientierten Firmen und Institutionen, zum Österreichischen Umweltzeichen für Green Producing und noch vieles andere mehr.
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CON NEC TIV E CONNECTIVE – Touch Green
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CONNECTIVE
GEFORDERT UND GEFÖRDERT Green Regio ist eine Arbeitsgruppe des europäischen Fördernetzwerks Cine Regio. Die Lower Austrian Film Commission ist Teil davon.
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ußerhalb der Filmbranche wenig beachtet, gab es im Mai vergangenen Jahres eine in Filmförderungsbelangen wichtige Meldung: Gerlinde Seitner wurde für weitere zwei Jahre als Präsidentin von Cine Regio im Amt bestätigt. Die Geschäftsführerin des Filmfonds Wien (FFW), der zu den Gründungsmitgliedern des europäischen Fördernetzwerks Cine Regio gehört, stellt damit weiterhin maßgebend die strategischen Weichen für den Interessenverband der europäischen Regionalfilmförderstellen – und dieser wächst beständig: 48 regionale Filmfonds aus 15 Ländern, die pro Jahr über 200 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung stellen, gehören dem 2005 gegründeten Verband mittlerweile
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an. Eine davon ist seit Mai 2019 die Lower Austrian Film Commission (LAFC). Eine der wichtigsten Untergruppen von Cine-Regio wiederum hat sich bereits 2012 gebildet und ist ebenfalls stark im Wachsen begriffen, wohl auch, weil der Nachhaltigkeitsgedanke sich auch im Filmgeschäft immer mehr durchsetzt: Green Regio. Wegen des derzeitigen Trends zu internationalen KoProduktionen ist nicht nur in Sachen Finanzierung die Zusammenarbeit regionaler Förderstellen immer bedeutender, es wird auch vermehrt die Frage nach dem Umweltressourcenverbauch in der Filmindustrie gestellt. Neben zwei weiteren im Vorjahr beim Festival in Cannes begrüßten Förderstellen aus Irland und Spanien
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Illustration: AdobeStock
und Incentives werden ebenso aufgelistet wie etwa Beispiele für den erfolgreichen Einsatz einer freien Software, um den CO2-Fußabdruck eines bestimmten Filmprojekts vorauszuberechnen. Dass bei einer Filmproduktion am Set sehr viele Ressourcen verbraucht werden und dass dabei jede Menge vermeidbarer Müll anfällt, darf als allgemein bekannt vorausgesetzt werden; weniger verbreitet ist allerdings das Bewusstsein, dass auch in der energieaufwändigen Postproduktion so manches Sparpotenzial schlummert, sowohl in ökologischer wie auch in finanzieller Hinsicht. Um willigen Produktionsfirmen den Einstieg ins „grüne Drehen“ kostenlos zu erleichtern, sieht etwa die Medien- und Filmgesellschaft (MFG) Baden-Württemberg die Bezuschussung eines „Green Consultant“ mit bis zu 5000 Euro sowie projetkbezogene Workshops vor (mehr dazu im Abschnitt TRANSFER). Das heißt also, nachhaltiges und emissionsarmes Produzieren kann ein Unternehmen sich kostenlos beibringen lassen. Das Beispiel macht Schule: Europaweit immer mehr Produzentinnen und Produzenten lassen sich in den Bereichen Licht, Energie, Transport oder Setdesign beraten und kommen drauf: Grüner drehen bedeutet nicht immer teurer drehen. Freier Download von der Cine-Regio-Website: ww.cineregio.org/publications/green_regio_report_2017. Der aktuelle Green Report wird im Rahmen der Berlinale 2020 veröffentlicht.
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CONNECTIVE
beschäftigt sich, wie erwähnt, nunmehr auch die LAFC mit der Unterstützung von Koproduktionen und der filmpolitischen Interessensvertretung innerhalb des CineRegio-Netzwerks. Und eben nicht nur damit: Die LAFC ist schon seit einigen Jahren Vorreiter im „Eingrünen“ von Filmproduktionen und hat sich daher in die Green Regio Arbeitsgruppe (in der sich auch der Filmfonds Wien schon länger engagiert) von Beginn weg eingegliedert. Unter der Leitung von Dietlind Rott hat die LAFC schon davor mit der Richtlinie Evergreen einen wesentlichen Schritt in Richtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung im Filmbereich gesetzt; nun hat sie dazu die Möglichkeit, auf europäischer Ebene noch mehr Aufmerksamkeit für das zukunftsweisende Thema Green Producing zu schaffen bzw. für entsprechenden Wissens- und Erfahrungsaustausch unter den teilnehmenden Stellen zu sorgen. Die Werkzeuge für grünes Produzieren, beispielsweise die Anwendung eines CO2-Rechners, werden im Abschnitt TOOLS näher vorgestellt. Wer zum Eingrünen des Filmsektors etwas beitragen möchte, egal ob als Unternehmen, Organisation oder Individuum, ist gut beraten, sich den Cine-Regio-“Green Report“ zu Gemüte zu führen. Darin ausgewertet finden sich verschiedene Best-Practice-Beispiele, die in den vergangenen Jahren unter den teilnehmenden Förderagenturen initiiert wurden, u.a. in Belgien, Frankreich, Italien, Großbritannien und nicht zuletzt in Deutschland. Grüne Richtlinien, Trainingsaktivitäten, „Green Rewards“
Informationsaustausch mit Philip Gassmann im Jänner 2019 in Krems. Foto: Gregor Lechner, LAFC
CONNECTIVE
VOM BESTEN LERNEN Im Jänner 2019 in Krems und im Oktober 2019 in Baden veranstaltete die LAFC die ersten beiden Workshops für Green-Filming-Interessierte. Text – Tamara Seeliger
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ls Weiterentwicklung zum bestehenden Angebot rund um den fundierten Online-Green-Guide Evergreen fand am 28. und 29. Jänner 2019 auf Initiative der LAFC und unter der Leitung des (in der Einleitung und im Segment TRANSFER näher vorgestellten) Green-Producing-Experten Philip Gassmann, der zugleich ein begnadeter Entertainer ist, der erste Informationsaustausch in Österreich zum Thema „Green Producing“ im Kremser Kino im Kesselhaus statt. Heimische Filmschaffende aus den verschiedensten Bereichen und Berufen waren eingeladen, an dem zweitägigen Informations-Workshop teilzunehmen.
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Inhalt und Kernthema der „Einführungsveranstaltung“ war die Präsentation von nachhaltigen Lösungen für ressourcenschonendes Produzieren. Dabei wurden technische Neuerungen in den Bereichen Szenenbild, Filmaufnahme, Beleuchtungsmittel, technische Fahrzeuge ins Zentrum gerückt. Insbesondere wurden die materiellen und immateriellen Vorteile von Green Filming wie Kosteneinsparung, Effizienzsteigerung oder CO2-Reduktion vermittelt. Die Erkenntnis aus dem intensiven, lehrreichen Workshop war für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieselbe: Nachhaltiges Filmschaffen als zukunftsweisender und ernstzunehmender Beitrag zu mehr Ökologie
ray Special – Green Filming LAFC EVERGREEN PRISMA
Workshop für angehende Green Consultants mit Philip Gassmann im Oktober 2019 in Baden. Foto: Gregor Lechner, LAFC
in Österreich gelegt. Viele Best-Practice-Beispiele aus den Nachbarländern und den USA zeigten auf, wie man eine umweltfreundliche Produktion vorbereitet und welche Maßnahmen in den ressourcenintensiven Bereichen Transport, Energie, Licht und Technik zu ergreifen sind. Dabei wurde die angewandte Methodik von der Konzeption, Kommunikation, praktischen Checklisten bis hin zur Umsetzung bei Dreharbeiten dargelegt. Besonderes Augenmerk wurde auf die Entwicklung und Möglichkeiten innovativer Technologien und Produkte in den Bereichen Technik, Mobilität, Baumaterial für Ausstattung sowie Licht und Reflektoren-Systeme gelegt. Entgegen der üblichen Annahme müssen nachhaltige Produktionsweisen weder komplizierter noch kostenintensiver sein. Eine Umstellung hin zu nachhaltigen Produktionsprozessen im Filmbereich kann Schritt für Schritt erfolgen. Dabei ist neben Fachwissen auch der Erfahrungsaustausch Voraussetzung. Die LAFC wird deshalb ihr bestehendes Angebot zur Weiterbildung ausbauen und verstärkt mit anderen heimischen und internationalen Filminstitutionen zusammenarbeiten – mit dem Ziel, die Umsetzung nachhaltiger Produktionen in der (nieder-) österreichischen Filmlandschaft weiter zu fördern und Wissen weiterzugeben.
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und sozialer Verantwortung ist aktuell notwendig, sinnstiftend und vermittelt zudem ein gemeinsames Ziel. Von 21. bis 24. Oktober 2019 fand in Baden bei Wien, ebenfalls unter der Leitung von Philip Gassmann, das erste Evergreen Prisma-Ausbildungsmodul zum Green Consultant statt. Fokussiert auf eine seriöse Qualitätssicherung dieses Berufes für die Zukunft, veranstaltete die LAFC das viertägige, praxisorientierte Training für professionelle Filmschaffende. Der kostenfreie Workshop vermittelte die Basics zum Berufsbild des Green Consultant mit SWOT-Analyse und Hervorhebung persönlicher Skills als Voraussetzungen für diese neue Profession. Das Seminar vermittelte einen Überblick über die aktuelle Lage von Klimazielen, CO2-Ausstößen im Bereich der Filmherstellung und darüber, welchen wichtigen Beitrag nachhaltig hergestellte Produktionen zu gesellschaftlichen Entwicklungen leisten können. Vier Tage lang wurde ein breites Spektrum an Wissen, Erfahrung und praktischen Tipps bereitgestellt. Auch internationale Initiativen wurden präsentiert, die sich bereits für eine Umstellung der Branche engagieren und als Role Model dienen, besonders in Bezug auf Fördermöglichkeiten für die Umsetzung nachhaltiger Strategien. Ein besonderer Fokus wurde auf die Möglichkeit der Zertifizierung
Foto: Gregor Lechner, LAFC
Gala zum Österreichischen Filmpreis 2018 in Grafenegg. Foto: Gregor Lechner, LAFC
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EIN WICHTIGER SCHRITT #aoefgoinggreen: Die Akademie des Österreichischen Films steht im Jahr 2020 ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit.
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ngestoßen durch das FAN-of-Europe-Treffen 2019, bei dem sich alle europäischen Film-Akademien für mehr Sustainability/Nachhaltigkeit bei ihren Arbeitsprozessen und Veranstaltungen ausgesprochen haben, strebt die Akademie des Österreichischen Films für das Arbeitsjahr 2020/21 an, das Österreichische Umweltzeichen zu erhalten. Die Akademie des Österreichischen Films freut sich diese Herausforderung, denn bisher hat man innerhalb der Akademie eher aus einer Art ökologischem Bauchgefühl heraus agiert. Nun gibt es aber die gemeinsame Entscheidung, dieses Bauchgefühl in eine bewusste, nachhaltigere Arbeitspraxis umzuwandeln. Egal ob im
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Büroalltag oder bei den Veranstaltungen. Der Umstellungsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit ist eine gesellschaftliche Herausforderung, die nur im Kollektiv und kooperativ bewältigt werden kann, da die globalisierte Welt elementar auf Netzwerken aufgebaut ist. Dabei gilt es, nicht einmalig einen bestimmten Zustand zu erreichen, der für immer Gültigkeit behaupten würde, handelt sich doch um einen fortwährenden Prozess: Lernen – Adaptieren – Möglichkeiten ausloten. Wissen und Diskurs entwickeln sich schnell, es gibt viele Schnittstellen und Zusammenhänge, die zusätzlich zum Thema Ökologie und Klimaschutz fordern, zum Beispiel der Zusammenhang von Nachhaltigkeit, fairen Arbeitsbedin-
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Foto: Gregor Lechner, LAFC
bei der Veranstaltungstechnik, den Printmaterialien und der neuen Website ist der Akademie das Kooperieren mit nachhaltig arbeitenden Firmen wichtig. Abendregisseurin Mirjam Unger, Szenenbildnerin Katharina Wöppermann und ihr Team haben eine möglichst nachhaltige Inszenierung der Österreichischen Filmpreis-Gala 2020 erarbeitet. Mirjam Unger stellte dabei an jedes Department die grüne Frage: „Wie nachhaltig kann die Ausstattung sein, wie fair das Kostüm und wie umweltschonend das Licht? Was braucht es, um grün zu filmen? Was gibt es für Möglichkeiten und wo stoßen wir an Grenzen? Wann überwiegt der künstlerische Ausdruck, und wann ist es wichtiger, nachhaltig zu agieren?“ Weil es dazu keine einfachen Antworten geben kann, soll das Ausloten nachhaltiger Maßnahmen im Filmschaffen im Rahmen der über das ganze Jahr 2020 laufenden Social-Media-Aktion #aoefgoinggreen vertieft werden. Die Akademie wird sich dabei von Vertreter/innen der verschiedemen Filmdepartments, die schon mit einer nachhaltigeren Perspektive arbeiten, beraten lassen und erste Nachhaltigkeitstipps veröffentlichen. So wird mit der Lower Austrian Film Commission und ihrem Evergreen Prisma, mit dem Green-Filming-Experten Philip Gassmann, dem BFI-Studiengang Film-, TV- und Medienproduktion, mit EU XXL, dem Filmfonds Wien sowie engagierten Filmschaffenden wie Anja Lenhart, John Lueftner, Werner Boote, Mirjam Unger und Laurence Rupp zusammengearbeitet. In der Akademie des Österreichischen Films ist die neu eingesetzte Nachhaltigkeits-Beauftragte Antonia Prochaska für die Koordination und Umsetzung zuständig. Sie verbindet die Projektmanagement-Erfahrung aus der Akademie mit ihrer Ausbildung im Bereich Umwelt und Wirtschaft. Unter dem Hashtag #aoefgoinggreen wird die Akademie ihre eigene Umstellungsphase öffentlich machen, die Fortschritte ebenso wie mögliche Schwierigkeiten und Herausforderungen.
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gungen und Feminismus. Die Komplexität der modernen Welt – und die Tatsache, dass es nicht überall einfache Antworten gibt – verunsichert, doch das darf einen nicht davon abhalten, die vielen positiven Entwicklungsmöglichkeiten zu sehen und die ersten Schritte zu setzen. Nachhaltigkeit ist immer auch mit den Themen Inklusion, Diversität und Gleichberechtigung verbunden. Sie ist die Entscheidung, bei jeder darauffolgenden Entscheidung die nachhaltige Perspektive mitzudenken: Welche Auswirkungen hat mein Handeln auf andere und ihre Lebensbedingungen? Gerade Kulturarbeiter/innen und Kunstschaffende haben die Möglichkeit, durch die Öffentlichkeit der präsentiertem Werke einen zeitgemäßen gesellschaftlichen Dialog mitzutragen und durch die jeweiligen Arbeitspraxen positive Beispiele einzubringen. Sie können als mediale Multiplikator/innen wirken. Wichtig dabei ist Kooperation, Vermittlung und Kommunikation: innerhalb der Akademie, mit den Partnerinnen und Partnern und mit dem Publikum. Das Ändern von eingeübten Automatismen und Gepflogenheiten ist nicht einfach, aber es gilt, konkrete erste Schritte zu setzen. Im Moment evaluiert die Akademie den Ist-Zustand – sowohl in Büroalltag und Arbeitspraxis, als auch bei den Veranstaltungen. Prinzipiell wird die Philosophie verfolgt, Material und Utensilien zu leihen, lange zu benützen, und, wenn möglich, einer Weiternutzung zuzuführen. Ein bereits für die Filmpreis-Gala 2020 gesetzter Fixpunkt ist der Launch des Evergreen Prisma für nachhaltigeres Filmschaffen der Lower Austrian Film Commission, die bereits seit Jahren in Österreich Vorreiterin auf diesem Gebiet ist und die Branche mit fachlichem Wissenstransfer und praktischen Tipps beim „Grünerwerden“ unterstützt. Das Catering bei der Gala im niederösterreichischen Grafenegg ist vegetarisch-vegan, möglichst saisonal und regional. Die Shuttlebusse sind für das Publikum bereits seit längerem Tradition, und auch
MAKING MOVIES WITHOUT MAKING A MESS Die Journalistin Birgit Heidsiek widmet einen Großteil ihrer Arbeit der Vernachhaltigung der Filmindustrie.
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rnold Schwarzenegger tut es, Darren Aronofsky oder Helen Hunt tun es, Nadeshda Brennicke oder Hannes Jaenicke tun es, Dieter Kosslick tat es und eine ganze Reihe junger Schauspieler und Produzentinnen wird es fortan immer tun: Sich Gedanken darüber machen, wie notwendig „grünes Filmen“ mittlerweile ist und wie man das effizient und verantwortungsvoll umsetzen kann. Zitate der genannten und einiger anderer prominenter Personen hat die Journalistin Birgit Heidsiek über die Jahre für ihren Blog „Green Film Shooting“ zusammengetragen. In enger Kooperation mit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH), welche mit dem „Grünen Drehpass“ schon vor acht Jahren ein Qualitätssiegel für ein ökologisches Umdenken in der Filmbranche eingeführt hat, gibt Heidsiek das Magazin „Green Film Shooting“ heraus (im Rahmen der Berlinale wird Ausgabe 8 präsentiert) und produziert den „Cine Regio Green Report“. Bereits Heidsieks Großvater Wilhelm war Zeitungsherausgeber, als SPD-Mitglied und politisch aktiver Widerstandskämpfer wurde er im Juli 1944 von den Nazis ermordet. Heidsiek führt nun gewissermaßen die Familientradition im grünen Bereich fort. Als Tech-Aficionada auch Dozentin für Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, vermittelt sie seit Jahren Know-how im Bereich Broadcast-Produktion. International ist sie mit Vorträgen zum umweltbewussten Produzieren von Barcelona über Kopenhagen bis Moskau an Universitäten und Filmschulen wie dem renommierten GerassimowInstitut für Kinematographie zu Gast. Auf der Plattform „Green Film Shooting“ kann man sich umfassend über alle sinnvollen Ansätze für nachhaltiges Wirtschaften informieren – das reicht von grüner Produktion über smartes IT-Management oder Broadcast-Technologien bis hin zu umweltschonenden Verpackungs-
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lösungen im Filmbereich. Nicht zuletzt ist die Plattform auch als Erfahrungs-Austauschbörse für engagierte Medienschaffende gedacht. Und über allem steht das Motto der 2013 in Brooklyn gegründeten, beispielhaften und erfolgreichen Nachhaltigkeits-Service-Agentur Earth Angel: „Making movies without a mess!“ Um nachhaltige Produktionserfahrungen breit in die Branche zu tragen, veranstaltet Green Film Shooting auf internationalen Filmfestivals wie Cannes und der Berlinale seit Jahren regelmäßig Podiumsdiskussionen. Aus dieser Initiative ist ein weltweites Netzwerk entstanden, das immer mehr Film- und Medienschaffende inspiriert. Grüne Filmproduktion ist auch Thema bei dem Event auf der Berlinale 2020, das Green Film Shooting gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium sowie der Heinz Sielmann Stiftung veranstaltet. Einen weiteren Schwerpunkt stellt seit 2017 die Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien im Kinobetrieb dar. Als Grüne Kino-Beauftragte der Filmförderungsanstalt (FFA) hat Birgit Heidsiek das „Grüne Kinohandbuch“ produziert, das über gesetzliche Anforderungen, umweltfreundliche Lösungen und Best Practice-Beispiele von Kinobetreibern in den Bereichen Energieeffizienz, Ökostrom, Concession und Abfallmanagement informiert. Das „Grüne Kinohandbuch“ wird durch die FFA-Website Grünes Kino ergänzt. Wer etwa kennt nicht die Plastikmüllberge nach Multiplex-Vorführungen? Wenn nun Schluss ist mit Plastiksackerln in Supermärkten, warum nicht auch damit?
greenfilmshooting.net/blog/de/ grüneskino.de/blog/ueber-das-buch/
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PA NO RA MA PANORAMA – Green Experience
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SOKO KLIMASCHUTZ Initiiert durch den ersten Evergreen-Workshop der LAFC im Jänner 2019, stellt die niederösterreichische Produktionsfirma Gebhardt Productions auf Green Filming um.
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mwelt- und Klimaschutz zählen beruflich wie privat zu den bedeutendsten Themen der heutigen Zeit. Die Film- und Fernsehwirtschaft leistet durch ihre Berichterstattung in Reportagen und Dokumentationen, aber auch in Filmen und Serien wichtige Kommunikationsarbeit. Doch auch bei deren Herstellung leistet dieser Wirtschaftszweig einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz selbst. Dafür ist in einem ersten Schritt die Evaluierung des gesamten Produktionsprozesses notwendige Voraussetzung. Manch gewohnte und gelernte Arbeitsabläufe müssen entsprechend adaptiert werden – im Produktionsunternehmen, aber auch bei den Zulieferern. Doch da
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die inhaltliche Arbeit stark vom wirtschaftlichen Optimierungsdruck geprägt ist, stellt sich schnell die Frage, wie qualitativ hochwertig, ökologisch nachhaltig und sparsam zugleich produziert werden kann. Gebhardt Productions hat für den ORF/ZDF-KrimiDauerbrenner SOKO Kitzbühel genau das versucht umzusetzen – und zwar mit großem Erfolg: Zwei der Drehblöcke der 2019 gedrehten 19. Staffel (insgesamt 108 Drehtage) wurden nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens produziert. Damit ist der Serienhit SOKO Kitzbühel nicht nur seit beinahe zwei Jahrzehnten Publikumsmagnet, sondern auch die erste grün zertifizierte Serie in Österreich.
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Set sowie in der Postproduktion. Es bedeutet nachhaltig, ressourcenschonend und auch gesünder zu arbeiten. Auch das Produktionsteam, die Mitwirkenden vor und hinter der Kamera sowie alle Partnerinnen und Partner haben dieses Projekt aus tiefstem Herzen und mit großer Sorgfalt mitgetragen – und so nicht nur ermöglicht, SOKO Kitzbühel gemeinsam grün zu produzieren, sondern den Nachhaltigkeitsgedanken auch im Privatleben umzusetzen. Alle umgesetzten Maßnahmen wurden im Vorfeld mit einem unabhängigen Experten besprochen und deren Umsetzung an den Produktionsstätten kontrolliert. Das während der Produktion entstehende CO2 wurde im Anschluss daran kompensiert, indem man ein Wiederaufforstungsprojekt unterstützt hat. Gebhardt Productions hat die Herstellungsprozesse der von ihr hergestellten Serien, Filme und Shows weitgehend umgestellt, um den Green-Producing-Richtlinien gerecht zu werden. Dabei wird auf die Veränderung der arbeitstechnischen Prozesse genauso viel wert gelegt wie auf die Bewusstseinsbildung in Sachen Nachhaltigkeit bei allen Filmschaffenden und Partnern. www.gebhardt-productions.at
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PANORAMA
Um dies zu realisieren, wurden die größten Umweltbelastungen am Set und in der Produktion identifiziert und nach Möglichkeit eliminiert oder weitgehend eingeschränkt. Dies umfasst vor allem Energie, Transport, umweltschädliche Substanzen und Abfall. Plastikflaschen etwa gibt es am Set von SOKO Kitzbühel schon lange nicht mehr. Gebhardt Productions ließ für seine Teammitglieder personalisierte Keramiktassen, sowie Kalt- und Warmhalteflaschen produzieren. Das Catering wurde umgestellt, und auch der Catering-Wagen den Anforderungen entsprechend aufgerüstet. Um Ressourcen zu schonen und Abfall zu vermeiden, gibt es einen großen Ausstattungs- und Kostümfundus. Auch die Szenenbilder werden aus nachhaltigen und zertifizierten Produktionsmitteln hergestellt und entsprechend recycelt. Der Stromverbrauch am Set konnte durch spezielles energiesparendes Equipment gesenkt werden. Unter anderem wurde beim Licht auf LEDs, Spiegel und Reflektoren zurückgegriffen, sowie auf Equipment mit grünen Zertifizierungen. Durch den dadurch gesenkten Energieverbrauch wurde auch der Dieselverbrauch bei den Motiven im Außenbereich verringert. Grün zu produzieren ist aber grundsätzlich noch viel mehr und betrifft jede noch so kleine Komponente am
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GRÜNE MOTIVATION Eine Reihe von europäischen Förderinstitutionen bietet auch materielle Anreize für umweltgerechtes Produzieren.
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as steigende gesellschaftliche Bewusstsein für Nachhaltigkeit und ökologisches Wirtschaften sowie die umweltpolitische Dringlichkeit, CO2Emissionen zu reduzieren, macht auch in der Filmwirtschaft ein Umdenken notwendig. Damit soll die vor allem bei aufwändigen Filmproduktionen verursachte Menge an Treibhausgas-Emissionen deutlich reduziert werden. Mit dem Begriff „Green Filming“ werden ressourcenschonende Methoden in der Filmherstellung apostrophiert. Auf europäischer Ebene gewinnt das Thema schon seit einigen Jahren an Bedeutung, Frankreich, Großbritannien, Belgien und Italien nehmen dabei eine Vorreiter-Rolle ein. Im Vergleich dazu gibt es in Deutschland und Österreich noch großen Handlungsbedarf. Im Sinne von Corporate Social Responsibility, der freiwilligen Bereitschaft
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der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, kann eine publikumswirksame Branche wie die Filmindustrie auch für andere ein Vorbild für ökologisch-nachhaltiges Arbeiten sein. Die Lower Austrian Film Commission – LAFC hat Green Filming bereits vor mehreren Jahren als bisher einzige Film Commission Österreichs als zukunftsweisenden Beitrag zu mehr ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung in ihr Service-Portfolio aufgenommen und sich mittlerweile darauf spezialisiert. Um das Thema Green Filming in der Filmbranche bekannter zu machen und Möglichkeiten einer praktischen Umsetzung aufzuzeigen, wurde 2017 von der LAFC initiativ ein eigener Green Guide entwickelt, der seit 2018 online für alle Filmschaffenden verfügbar ist. L AFC Evergreen – als Teil des Netzwerkes der internationalen
ray Special – Green Filming LAFC EVERGREEN PRISMA
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Bonuszahlungen, wie etwa die Bezuschussung eines Green Consultant, bietet die MFG Baden-Württemberg, die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein übernimmt die Kosten für den Einsatz eines Green Runners bei geförderten Produktionen. Bei geförderten Projekten und nach Vorlage eines entsprechenden nachhaltigen Konzepts wird kostenlos ein geschulter Green Supervisor zur Seite gestellt. Der Filmfonds der bedeutenden Region Île-de-France rund um Paris, wo nicht weniger als 400 Produktionsfirmen und nahezu alle wichtigen französischen Fernsehanstalten beheimatet sind, bietet wiederum einen Öko-Bonus bei Nachweis der Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen, basierend auf den französischen Ecoprod Guidelines, sowie der nachweislichen Anwendung eines CO2-Rechners. Seit 2013 hat der Flanders Audiovisual Fund in Belgien Nachhaltigkeit als Teil des Flämischen Klima- und Energiepaktes im Fokus. Die letzten zehn Prozent der Fördergelder werden nur nach Absolvierung einer Beratung und Abgabe einer vollständigen und schlüssigen CO2-Kalkulation ausbezahlt. Die Ausgaben für einen Green Consultant als Bestandteil der Herstellungskosten werden auch vom Medienboard Berlin-Brandenburg innerhalb der Produktionsförderung anerkannt.
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PANORAMA
Green-Filming-Szene und aktives Mitglied in Green Regio (einer Untergruppe von Cine Regio) – ist ein umfassendes Maßnahmenbündel für sämtliche Aspekte der Filmproduktion, um Filme klimaneutraler und umweltverträglicher zu produzieren. Seit 2017 ist es in Österreich zudem durch die Umweltzeichen-Richtlinie für Green Producing möglich, den Film-Herstellungsprozess mit dem Österreichischen Umweltzeichen auszeichnen zu lassen, wobei die Zertifizierung für das Filmprojekt gilt, jedoch keine Zertifizierung für Produktionsfirmen darstellt. Dabei gliedern sich die Kriterien der Umweltzeichen-Richtlinie 76 in zwei Bereiche: Kriterien, die die Produktionsfirma als Unternehmen zu erfüllen hat und Kriterien, die auf die jeweilige Filmproduktion zutreffen. Neben immateriellen Anreizen wie einer Zertifizierung im Bereich Green Producing gibt es jedoch mittlerweile in Europa unterschiedliche Green-Incentive-Modelle bzw. Systeme, die auch diverse materielle Anreize bieten. Die Trentino Film Comission and Fund vergibt etwa nach einem Punktesystem in Kategorien wie Energie, Transport und Unterkunft, Catering, Material, Müll sowie Kommunikation, in denen Filmproduktionen Kriterien erfüllen, Bonuszahlungen. Ein Punktesystem bildet auch die Grundlage für die Sardegna Film Foundation.
Erwärmungsstatistik Österreich von 1901 bis 2018. Quelle: Berkeley Earth
NACHHALTIGKEITS-MANAGEMENT PANORAMA
Das Interreg-Europe-Projekt Green Screen zielt darauf ab, den CO2-Fußabdruck in der europäischen Film- und TV-Industrie zu reduzieren.
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nterreg ist eine Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, die auf die Förderung der Zusammenarbeit zwischen EU-Mitgliedstaaten und benachbarten Nicht-EU-Ländern abzielt. Die Kreativindustrie soll auf eine grüne Produktionsweise umgestellt werden, indem die Umsetzungsmethoden für die audiovisuelle Filmproduktion verbessert werden. Die Film- und TV-Industrie ist ein erfolgreicher Wachstumsgarant, aber auch eine der größten Verursacher von Kohlenstoff-Emissionen. Filmproduktionen beeinträchtigen die Umwelt durch ihren hohen Einsatz von Transportmitteln, Bauelementen, Beleuchtung, Catering und Wasser. Einige Filmgesellschaften sind sich der Auswirkungen auf die Umwelt bewusst und verändern ihre Arbeitsweise im Sinne der Nachhaltigkeit – damit liefern sie einen zukunftsweisenden Beitrag zu mehr ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung. Green Screen ermöglicht Erfahrungsaustausch und ermutigt Film- und Fernsehproduktionen sowie ihre Förderer dazu, grüne Maßnahmen zu ergreifen, ihr Perso-
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nal in Bezug auf Nachhaltigkeit weiterzubilden und neue Jobs zu schaffen. Die Partner von Green Screen entwickelten Strategien auf regionalpolitischer Ebene, um nachhaltige Maßnahmen in der Praxis zu fördern und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Green Screen vereint acht europäische Filmregionen: • Film London; Vereinigtes Königreich • Gemeinde von Ystad; Schweden • Flanders Audiovisual Fund; Belgien • Ile-de-France Film Commission; Frankreich • Bucharest Ilfov Regional Development Agency; Rumänien • Promálaga; Spanien • Rzeszow Regional Development Agency; Polen • Slovak Film Commission; Slowakei Das Förderprojekt Green Screen läuft noch bis 2021. www.interregeurope.eu/greenscreen
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SP OT LIG HT SPOTLIGHT – Green News
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Fotos: Rita Newman, gugler*
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REINHEITSGEBOT Die Druckerei gugler* in Melk, die auch dieses „ray“-Special gedruckt hat, erweist sich als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit.
einzige Lösung anbietet. Die Circular Economy ist eine Ökonomie der Üppigkeit – weil sie durch die Zirkularität von Rohstoffen und Energie immer neue sich selbst speisende Quellen erschließt. So war gugler* pure print 2011 der erste Anbieter von Cradle-to-Cradle-zertifizierten Druckprodukten – in Deutschland und Österreich ist das Unternehmen immer noch der einzige. Gedruckt wird ausschließlich mit gesunden Substanzen, alle verwendeten Inhaltsstoffe werden bis zum letzten Sublieferanten geprüft – nur was für Mensch, Tier und Natur gesund ist, darf Teil der Druckprodukte sein. Damit sind Cradle-to-Cradle-Druckprodukte zu 100 Prozent gesund, wiederverwertbar und klimapositiv – denn alle CO2-Emissionen werden zu 110 (!) Prozent kompensiert. Alle Reststoffe, die beim Recycling entstehen, können wieder in den biologischen Kreislauf zurückgeführt werden. gugler* pure print steht nicht nur für Nachhaltigkeit, sondern auch für Schönheit und ausgefeiltes Produktions-Know-how. Deshalb wird die Druckerei auch regelmäßig ausgezeichnet, so z.B. 2016 für den Prachtband „Filmlandschaft Niederösterreich - 20 Jahre Filmförde-
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m Anfang war eine alte museumsreife Druckerei in der Altstadt von Melk. Und die Vision, daraus die ökologischste Druckerei des Landes zu machen. Auf keinen Fall Schaden an Mensch, Tier oder Natur anrichten, sondern ihnen im besten Fall sogar nützen – so die Mission. Heute ist gugler* ein Kommunikationshaus mit über hundert Mitarbeitern an zwei Standorten: die grünste Druckerei Österreichs, gugler* pure print in Melk, sowie die grünste Marken- und Digitalagentur, gugler* brand & digital in St. Pölten. Das Unternehmen befindet sich noch zu 100 Prozent im Familienbesitz. Seit 30 Jahren zeigt Firmengründer und Geschäftsführer Ernst Gugler, dass es möglich ist, langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu sein und dennoch konsequent ökologisch, nachhaltig und achtsam zu agieren. Denn Ökologie und Ökonomie schließen einander nicht aus, sie bedingen einander – in Zukunft sogar noch viel mehr! Die Philosophie dahinter: Kreislaufwirtschaft. Vorbei das Märchen von der Knappheit und der Schuld des Menschen, der unseren Planeten ruiniert mit seiner Gier, vorbei die Angst vor der Apokalypse, die den Verzicht als
Foto: Michael Liebert, gugler*
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rung“, der als eines der „schönsten Bücher Österreichs“ prämiert wurde. Bücher von gugler* zeichnen sich durch ausgefallene, haptisch-ansprechende Gestaltung aus. Sie vereinen Hightech, Handwerkskunst und Liebe zum Detail – und Expertise im Bereich Spezialitätendruck. Die B2B-Agentur gugler* brand & digital ist mit 25 Mitarbeitern Spezialist für „Goodvertising“ und „grüne Kommunikationslösungen“ – für Marken von morgen. Digital, analog, multimedial – und vor allem barrierefrei (als einziger Anbieter in Niederösterreich). Auf dem 17.000 Quadratmeter-Areal in Melk stehen zwei mehrfach ausgezeichnete Greenbuildings. Das erste wurde 2000 bezogen, gebaut aus Holz und Glas mit Wänden aus gestampftem Lehm, die Dächer begrünt, gekühlt mit Grundwasser, geheizt mit der Abwärme der Maschinen. 2017 wurde weiters Österreichs erstes Cradle-to-Cradleinspiriertes Plusenergie-Gebäude eröffnet. Es besteht zu 95 Prozent aus recycelbaren Materialien, 43 Prozent davon hatten bereits ein Vorleben. Eine PhotovoltaikAnlage versorgt den Gebäudebetrieb und die E-Autos der Mitarbeiter mit Strom, der Rest wird als Ökostrom zuge-
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kauft. Die Grünflächen werden derzeit nach Prinzipien der Biodiversität und Permakultur vitalisiert, ein eigener Gemüsegarten liefert Frischkost für das vegetarische Bio-Mitarbeiterrestaurant. Schafe sorgen für kreislauffähige Rasenpflege. Dieses Areal in Melk wurde 2017 „gugler*s Sinnreich“ getauft – ein Campus mit Seele und ein Vorzeigebeispiel für ganzheitlich sinnstiftendes statt profitorientiertes Wirtschaften. Jeden ersten Dienstag im Monat von 14 bis 16 Uhr gibt es öffentliche Führungen für alle Interessierten. Gruppen können jederzeit auf Anfrage einen individuellen Termin vereinbaren. Inhalt: nachhaltiges Wirtschaften, Hightechdruckerei, Greenbuildings, Bewusstseinsbildung im Management. Das gesamte gugler*-Know-how aus 30 Jahren Pionierdasein von Medienherstellung über Kommunikation bis nachhaltiges Wirtschaften und Bewusstseinsbildung findet ab 2020 seine Entsprechung in einer eigenen Akademie: gugler*s Sinn.Bildung. www.gugler.at
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Foto: Rita Newman, gugler*
Foto: Michael Liebert, gugler*
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Bridge of Spies
The Bourne Ultimatum
SCHNEE VON HEUTE Das Evergreen Prisma stellt eine Vielzahl von Firmen vor, die nachhaltige Lösungen für die grüne Filmproduktion anbieten. Zwei Beispiele.
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enn auf diversen Filmsets Schneelandschaften aus dramaturgischen Gründen benötigt werden, ist dies zumeist mit einem beträchtlichen Aufwand verbunden. Da aus nachvollziehbaren logistischen Gründen nicht immer an Orten gedreht werden kann, wo natürlicher Schnee ausreichend vorhanden ist, muss oftmals auf Deko-Schnee zurückgegriffen werden – etwa von den deutschen Spezialisten Snow Business. Denn auch die Verwendung des künstlichen Schnees kann entlang der Richtlinien von Green Producing erfolgen. Deko-Schnee aus natürlichen Materialien wie Weizengries oder Maisstärke ist absolut unbedenklich für Mensch und Natur. Das Material sieht aus wie locker gefallener Schnee, und nach Gebrauch kann der Kunstschnee mit dem Biomüll entsorgt werden und stellt keine Gefahr für die Umwelt dar. Damit lässt sich beinahe jede Location in ein Wintermotiv umwandeln, egal ob im Studio oder in einem Außenbereich gedreht wird. Zu den Maßnahmen, die grüne Filmproduktionen aufgreifen, um umweltfreundlich zu agieren, zählt auch der Einsatz von Öko-Toiletten. Die im niederösterreichischen Wolkersdorf beheimatete Firma öKlo bietet etwa mit ihren mobilen Komposttoiletten ökologisch nachhaltige Alternativen ganz ohne Chemie. Durch den Einsatz von Sägespänen, einem Naturstoff, der Gerüche bindet und außerdem einfach in der Anwendung ist, wird auch sparsam mit Wasserressourcen umgegangen, verwendet
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öKlo doch trockene Späne anstelle von Wasser. Zudem werden natürliche Materialien verwendet und auf die Nachhaltigkeit bei allen Produkten geachtet. öKlo verwendet das Material Holz mit all seinen harmonisierenden Eigenschaften. Das Holz wird in Österreich produziert, gelagert und speziell für öKlo geschlagen. Mit den mobilen Öko-Toiletten wird nur Kompost hinterlassen, die Gegebenheiten der Erde werden im eigens entwickelten Trennsystem genutzt. Dabei spart man Wasser und verzichtet auf umweltbelastende Chemikalien. www.snowbusiness.de www.oeklo.at
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TO OL S TOOLS – Evergreen Practice Kit
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FAHREN FÜR DIE UMWELT
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Der Evergreen-Prisma-Handlungsleitfaden listet eine Vielzahl von Maßnahmen für alle Aspekte des Filmschaffens auf – auch für den sensiblen Bereich Transport.
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er Bereich Transport ist für rund 40 Prozent und somit für den größten Teil der CO2-Emissionen verantwortlich. Hinsichtlich des Personen-, aber auch Gütertransports steht eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung, um Einsparungen in diesem Bereich zu erzielen. Die wohl wichtigste allgemeine Maßnahme ist dabei die Erstellung eines nachhaltigen Mobilitäts- und Transportplans, der den Transport von Team und Equipment zur Location regelt. Ein solcher Plan sollte die folgenden Überlegungen beinhalten: die Minimierung der Anzahl reisender Personen, eine effiziente Routenplanung, um Rush Hours, Baustellen und Umwege zu vermeiden. Die Zahl der Einzelfahrten kann man durch effizientes Disponieren reduzieren, indem man die Fahrzeuge optimal belädt. Grundsätzlich lassen sich durch eine effiziente Logistik (etwa die Anschaffung großer Mengen anstatt der mehrfachen Nachbestellung kleiner Mengen) Transporte reduzieren. Transportwege kann man auch sparen, indem Szenen vor Green- oder Bluescreen gedreht werden, anstatt von Location zu Location zu fahren – alles natürlich abhängig von der Machbarkeit. Auch bei der Wahl der Locations
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kann man nachhaltig arbeiten, indem man eine möglichst geringe Anzahl an Schauplätzen mit kurzer Distanz zueinander wählt. Durch die Nutzung von Postunternehmen und Botendiensten kann man Einzeltransporte mit Fahrzeugen vermeiden. Pakete und Briefe kann man klimafreundlich zum Beispiel durch Fahrradkurier-Dienste versenden. Express-Zustellungen kann man durch gute Planung verhindern. Unnötige Wege ergeben sich durch eine Häufung von Meetings. Durch die Nutzung von Telefon- und Videokonferenzen kann man hier einiges zum Besseren wenden. Sind Meetings unabdingbar, kann man sie durch die Auswahl zentraler Locations mit öffentlicher Verkehrsanbindung effizienter gestalten. In diesem Zusammenhang ist auch die Casting-Abteilung gefragt: Die individuellen Anreisen unzähliger potenzieller Schauspielerinnen und Schauspieler kann man durch kostensparende E-Castings minimieren. Wenn es um die Transportmittel selbst geht, sind natürlich öffentliche Verkehrsmittel an erster Stelle zu nennen. An Stelle eines pompösen Fuhrparks empfiehlt sich die Anmietung von Fahrzeugen oder die Nutzung von
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Carsharing-Angeboten, wie es sie mittlerweile in vielen österreichischen Städten gibt. Ein Beitrag zur Nachhaltigkeit ist in diesem Zusammenhang die Anmietung von Fahrzeugen mit solarbetriebener Klimatisierung, während sich für kurze Strecken der Einsatz von Fahrrädern, E-Bikes und Elektrorollern empfiehlt – auch diese sind heute fast überall erhältlich und erschwinglich. Mit der Bildung von Fahr- und Anhängergemeinschaften kann man der Umwelt Gutes tun. Ein ganz wichtiger Punkt betrifft die Anreisen von Cast und Crewmitgliedern. Dabei sollte vor allem auf die Reduzierung von Flügen aller Art geachtet werden. Der Bahnverkehr ist dem Flugverkehr selbstverständlich vorzuziehen. Und wenn schon geflogen werden muss, dann natürlich besser mit Linienflugzeugen, die „ohnehin fliegen“, als etwa mit Charter- und Privatmaschinen. Auch beim Umgang mit Transportmitteln kann durch nachhaltige Verhaltensweisen viel Schaden vermieden werden: Ungenutzte Motoren sollten ab einer Betriebspause von ca. 15 bis 20 Sekunden abgeschaltet werden, denn bekanntlich wird auch im Leerlauf Kraftstoff verbraucht. Bei der Fahrt selbst ist eine langsame, vor-
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ausschauende, gleichmäßige Fahrweise mit dosierten Brems- und Beschleunigungsvorgängen von Vorteil; grundsätzlich sollte das gesamte Team für umweltbewusstes und spritsparendes Fahren sensibilisiert werden. Dazu zählen unter anderem eine effiziente Gangschaltung bei 1.500 bis 2.500 Umdrehungen, das Abschalten von Klimaanlagen, wenn das Fahrzeug nicht genutzt wird, eine regelmäßige Überprüfung des Allgemeinzustandes der Fahrzeuge (Reifendruck und Filter sollten kontrolliert werden), ein sachgerechtes Recycling von Motoröl und Frostschutzmitteln, der Einsatz von Öl-Auffangwannen und die Sicherstellung einer umweltgerechten Reifenund Fahrzeugentsorgung.
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Wo immer möglich, sollte man über den Einsatz alternativer Kraftstoffe wie Erdgas/Biogas, Autogas und Biodiesel usw. nachdenken. Es empfiehlt sich der Einsatz von Fahrzeugen mit möglichst geringem Kraftstoffverbrauch, also etwa Elektro- und Hybridfahrzeuge. Der Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge, Motorschlitten und sonstigen Transportmittel sollte unbedingt dokumentiert werden, ebenso die per Bahn oder Flugzeug zurückgelegten Stre-
cken, um mittels CO2-Rechner über eine entsprechende Kompensation entscheiden zu können. Diese Anregungen zeigen (wieder einmal), wie unendlich vielfältig das Thema Green Filming ist und wie viele Bereiche (von ganz groß bis ganz klein) es gibt, in denen sich ein Nachdenken über nachhaltige und ressourcenschonende Vorgangsweise lohnt – für die Umwelt sowieso, aber auch finanziell.
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FUSSABDRUCK Ein unverzichtbares Tool für die grüne Filmproduktion ist der CO2-Rechner. Ein solcher wird von der LAFC in Kooperation mit KlimAktiv erstmals in Österreich online bereit gestellt.
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Laufe der Zeit. Aus diesem Grund werden die erfassten Daten einem Bezugszeitraum mit den entsprechend gültigen Faktoren zugeordnet. Die Zuordnung erfolgt über das Produktionsjahr der Film- und TV-Produktion. Die Faktoren beziehen sich hierbei immer auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die KlimAktiv ermittelt und in den CO2-Rechner einpflegt. KlimAktiv ist eine in Tübingen ansässige Firma, die u.a. auch den beispielhaften CO2-Rechner für die MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg entwickelt hat, setzt Maßstäbe für die CO2-Bilanzierung von Unternehmen und Privatpersonen. Ihre hochwertigen Lösungsansätze für eine glaubwürdige CO2-Bilanzierung basieren auf der langjährigen Erfahrung und der Kompetenz von KlimAktiv. Die wissenschaftlich fundierten Methoden dafür werden in Netzwerken mit renommierten Partnern entwickelt und stehen im Einklang mit internationalen Standards. Ziel von KlimAktiv ist es, das Fundament für effektiven Klimaschutz zu legen und das Engagement von Einzelnen oder Firmen, also auch Filmproduktionen, messbar zu machen. Aus diesem Grund bietet man Unternehmen, NGOs, Kommunen oder sonstigen Institutionen die Systeme zur eigenen Verwendung an. Sie dienen der CO2-Bilanzierung, Bewusstseinsbildung und als Grundlage für den Ausgleich von Emissionen.
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it dem CO2-Rechner lässt sich der ökologische Fußabdruck jedes einzelnen Departments einer Film- und TV-Produktion berechnen. Und es ist gar nicht schwer: In der Planung erfasst man die aktuellen CO2-Emissionen, die unter anderem durch Strom und Wärme, Mobilität und Hotelübernachtungen des Teams, durch Catering und Ausstattung mit Motiven und Kulissenbau verursacht werden. Alle Aktivitäten rund um die Produktion lassen sich in der Planungsphase (SOLL) und nach Abschluss der Dreharbeiten als IST-Daten erfassen. Diese Daten können abschließend in einem Bericht zusammengefasst werden, der die Planungsdaten mit den tatsächlichen Ist-Daten nach Fertigstellung der Produktion vergleicht. Der CO2-Rechner für Film- und TV-Produktionen berücksichtigt neben CO2 alle weiteren Treibhausgase des Kyoto-Protokolls. Zur besseren Vergleichbarkeit werden diese entsprechend ihres globalen Erwärmungspotenzials im Verhältnis zu CO2 in CO2-Äquivalente (CO2e) umgerechnet. Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) liefert regelmäßig eine Liste mit überarbeiteten Umrechnungsfaktoren. Die im CO 2-Rechner verwendeten Faktoren stammen aus dem Vierten Sachstandsbericht (4th Assessment Report). Die Faktoren zur Berechnung des Treibhausgasausstoßes ändern sich im
UZ 76 Was nach der Kurzbezeichnung für ein U-Boot klingt, ist die Österreichische Umweltzeichen-Richtlinie für Grünes Produzieren.
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eit 1. Jänner 2017 ist es in Österreich durch die Etablierung der Umweltzeichen-Richtlinie 76 für Green Producing, entwickelt vom (aktuell so benannten) Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) und dem Verein für Konsumenteninformation (VKI), möglich, den Herstellungsprozess einer Filmproduktion mit einem Österreichischen Umweltzeichen auszeichnen zu lassen. Die Zertifizierung wird nach Durchführung einer freiwilligen, unabhängig geführten Prüfung abgeschlossen, die Kosten hierfür hat die Filmproduktion zu tragen. Den Anstoß für die Entwicklung des Österreichischen Umweltzeichens Green Producing gab die Wiener Produktionsfirma Superfilm, die 2017 mit dem ORF-Landkrimi Höhenstraße ein erstes Ausrufezeichen setzte. Das Unternehmen wurde während der Produktionszeit vom ÖkoBusinessPlan Wien beraten, der Wiener Betriebe bei der Umsetzung von nachhaltigen Prozessen unterstützt. Superfilm bekam dafür den Ehrenpreis der Wiener Umweltschutzabteilung MA22 verliehen. Die Richtlinie UZ 76 beinhaltet für die spezifische Filmproduktion Kriterien in den Bereichen Mobilität und Klimaschutz, Set, Materialien für Bauten, Szenenbild und Requisiten, Kostüm und Maske, Technik, Catering und Unterkünfte. Obwohl die spezifische Filmproduktion ausgezeichnet wird, sind darüber hinaus einige Kriterien festgelegt, die von der Produktionsfirma erfüllt werden müssen. Diese müssen bei der Umweltzeichen-Erstprüfung nachgewiesen werden. Die Produktionsfirma muss unter anderem eine/einen Green Producing Beauftragte/n er-
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nennen, der/die für die Umsetzung qualitätssichernder Maßnahmen, Informationsweitergabe und Zertifizierung verantwortlich ist. Weiters verpflichtet sie sich zu einer umweltfreundlichen Büroführung und dazu, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur umweltfreundlichen Mobilität zu motivieren. Gemäß den Statuten des Umweltzeichens ist die Übereinstimmung einer Filmproduktion mit den gestellten Anforderungen durch ein Gutachten einer unabhängigen Prüfstelle, beispielsweise durch das ökologische Institut „pulswerk“ nachzuweisen. Das zweistufige Prüfverfahren sieht im ersten Schritt die Prüfung der Kriterien vor. Nach Abschluss des ersten Teils des Prüfverfahrens wird der Vertrag zur Nutzung des Umweltzeichens für die spezifische Produktion abgeschlossen. In einem zweiten Schritt sind die Kriterien und die nachhaltigen Maßnahmen für die auszuzeichnende Produktion gesondert durch ein unabhängiges Gutachten nachzuweisen. Für diese Beurteilung sind jeweils Erklärungen über die Einhaltung aller Anforderungen vorzulegen. Eine ausführliche Dokumentation zur Umsetzung der Green-Producing-Maßnahmen (Informationsmaterial, Bescheinigungen, Tickets, CO2-Bilanzen, Rechnungen, Fotomaterial usw.) sind diesen Erklärungen beizufügen. Nach Abschluss des zweiten Schrittes des Zertifizierungsprozesses kann schließlich das UmweltzeichenLogo mit folgender Formulierung in der Kommunikation nach außen verwendet werden: „Diese Filmproduktion entspricht den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Producing“.
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TR AN SF ER TRANSFER – Events & Education
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AKW Zwentendorf. Foto: Stefan Teuber, LAFC
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Zentralfilmarchiv Laxenburg. Foto: Hubert Rinnhofer
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AUFBRUCH INS MORGEN Die LAFC verschreibt sich seit Jahren dem Green-Filming-Gedanken und stellt nun das Evergreen Prisma als zukunftsweisende Online-Schnittstelle für die Praxis vor.
ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung – bleibt dabei erhalten. Doch wird das bestehende Angebot zur umfassenden Plattform erweitert. Als zentrale Servicestelle für nationale und internationale Dreharbeiten in Niederösterreich präsentierte die LAFC bereits 2018 den ersten Green Guide Österreichs. Er zeigt zahlreiche Maßnahmen für sämtliche Aspekte der Filmproduktion und dabei praktische Möglichkeiten auf, um Filme umweltverträglicher zu produzieren und Filmschaffende in ihrem Nachhaltigkeitsbestreben zu unterstützen. Online steht der Green Guide auf der Website der LAFC als interaktive Präsentation sowie in einer Kurzund Langfassung zum Download bereit und wird durch nützliche Links zu diversen ökologischen Produkten und Initiativen ergänzt. Das steigende gesellschaftliche Bewusstsein für Nachhaltigkeit und ökologisches Wirtschaften sowie die umweltpolitische Dringlichkeit, CO2-Emmissionen zu reduzieren, machte und macht auch in der Filmwirtschaft
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reen Filming kann dadurch von einer guten Idee zu einer gelebten Praxis werden, dass viele Filmschaffende und Förderinstitutionen zugleich an diesem Strang ziehen. Nachhaltige Synergieeffekte können entstehen, wenn Kooperation, Kommunikation und interregionale Ausrichtung entschieden ins Zentrum gerückt werden. Deshalb hat die LAFC durch jahrelanges Engagement genau in diesem Bereich Kompetenz erworben und freut sich, weiterhin durch inspirierende Anregung, Beratung und Begleitung von Institutionen, Förderstellen, Produktionsfirmen und Filmschaffenden deren Weg zu einer verstärkt nachhaltigen Ausrichtung zu unterstützen. Ein weiterer Meilenstein in den Bemühungen der LAFC liegt nun zu Beginn des symbolträchtigen Zukunftsjahres 2020 vor. Ihren Green Guide Evergreen hat die LAFC gemäß ihrer Vorreiterrolle zur digitalen Schnittstelle Evergreen Prisma ausgebaut. Das bisherige Motto – Nachhaltiges Filmschaffen als zukunftsweisender Beitrag zu mehr
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Festspielhaus St. Pölten. Foto: Joe Duebell, LAFC
ein Umdenken notwendig. Mit dem Green Guide hat die LAFC den Nachhaltigkeitsgedanken in die Filmbranche getragen und Möglichkeiten einer praktischen Umsetzung aufgezeigt: ein Maßnahmenbündel für sämtliche Aspekte der Filmproduktion, um Filme klimaneutraler und umweltverträglicher zu produzieren. Neben Weiterbildungsangeboten für professionelle Filmschaffende und der Wissensvermittlung für den Nachwuchs hat die LAFC ihr bestehendes Angebot zum Evergreen Prisma ausgebaut. Ihrem Auftrag, als Kommunikationsdrehscheibe zwischen Filmschaffenden, lokalen Behörden und regionalen Dienstleistern zu fungieren, kommt die LAFC damit nun auch für den Bereich Green Filming nach. Ihr Angebot einer multifunktionalen Motiv-, Branchen- und Projektdatenbank (etwa zur Online-Suche nach Drehorten im Location Guide oder mit der Auflistung sämtlicher Filmprojekte mit Niederösterreich-Bezug im Project Guide), sowie zahlreicher kostenloser Online-Guides auf ihrer
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Website in deutscher und englischer Sprache wird durch die Evergreen-Prisma-Initiative um ein entscheidendes Thema erweitert. Im Rahmen ihrer grünen Initiative veranstaltet die LAFC auch heuer wieder praxisorientierte Weiterbildungen für Filmschaffende. In diesen wird gemeinsam mit einem international erfahrenen Green Consultant Know-how für die Umsetzung von grünen Produktionen vermittelt. Nachhaltige Lösungen, technische Neuerungen sowie die Vorteile von Green Filming wie etwa Kosteneinsparung, Effizienzsteigerung oder CO2-Reduktion stehen dabei im Fokus. Ein fundierter Austausch zum Thema soll damit innerhalb der heimischen Branche ermöglicht und gestärkt werden. Es sind weitere zwei- bzw. viertägige Workshops in Planung. Interessentinnen und Interessenten sind eingeladen, sich an die LAFC zu wenden. Welcome to the Future! www.lafc.at
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Berggasthof auf der Rax. Foto: Robert Herbst, Niederรถsterreich Werbung
Westernstadt No Name City, Foto: Joe Duebell, LAFC
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Philip Gassmann beim Workshop in Krems. Foto: Gregor Lechner, LAFC
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GASSMANN WEISS BESCHEID Einer der umtriebigsten Köpfe der deutschen Fernsehszene ist zum führenden Nachhaltigkeitsexperten geworden: Philip Gassmann.
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r ist eine schillernde Figur in der deutschen Filmund TV-Szene. Vom Beleuchter über den Schauspieler oder Quizshowmoderator bis zum Formatentwickler hat er so gut wie jedes zweite Berufsbild der Branche mit Leben erfüllt, schrieb tonnenweise deutsche Synchronbücher zu US-Serien, war Autor, Regisseur und Producer hunderter Fernsehproduktionen von Doku-Reihen bis hin zu riesigen TV-Galas. Alles nur zum Beispiel. 2017 wurde Philip Gassmann Sustainability Manager der Bavaria Film, neuerdings ist er auch immer häufiger in Österreich zugange.
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Schon seit sechs Jahren gibt der gebürtige Heidelberger – der übrigens schon früh als Bioladen-Pionier in Erscheinung trat – Schulungen und Workshops zum Thema Green Film Production. Dabei geht es ihm vor allem darum, Bewusstsein für die vielen Bereiche zu schaffen, in denen man Energie, Emissionen und Müll sparen kann, und entsprechende Praxistipps zu verbreiten. Auch an diversen Hochschulen gibt er sein Fachwissen weiter. Von seinem Workshop zum Thema Szenenbild und Setdesign gibt es ein exemplarisches Video mit vielen Tipps zu ökologischen Materialien, Technologien und Alternativen.
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Philip Gassmann beim Workshop in Baden. Foto: Gregor Lechner, LAFC
Dem vielfach von Seiten der Kreativen vorgetragenen Aspekt, grün bedeute vor allem teuer, hält Gassmann Effizienz-Argumente entgegen. „Ein LED-Scheinwerfer verbraucht nun mal viel weniger Strom. CNG-Autos und –Trucks (also mit „Compressed Natural Gas“ betriebene, Anm.) sind nicht nur deutlich umweltfreundlicher, sondern sogar günstiger als Diesel“, sagt Gassmann und verweist auch darauf, dass man z.B. mit einem neuen Drucker bis zu 50 Prozent der Druckkosten einsparen kann. Die Liste ließe sich lange fortsetzen. Der Nachhaltigkeitsprofi glaubt, die Film- und TV-Industrie könnte sogar zum Vorbild für die gesamte Wirtschaft werden. Es bräuchte nur noch mehr Regisseure wie Steven Spielberg oder James Cameron als tatkräftige Unterstützer. Und, so Gassmann: „Am besten wäre es, wenn die TV-Sender und Förderer das alle gemeinsam auf die Agenda setzen.“ www.greenfilmtools.de
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Viele Menschen glauben immer noch, beim umweltschonenden Produzieren gehe es vorrangig um Mülltrennung und Plastikbechervermeidung. Gassmann dazu: „Das ist der kleinste Teil. Viel wichtiger ist es, die technischen, logistischen und inhaltlichen Bereiche zu durchleuchten, und sich zu überlegen, wie man anders und besser Filme produzieren kann.“ Green Storytelling hält Gassmann dabei für mitentscheidend, denn wenn man vor der Kamera so weitermacht wie immer, hilft es letztlich wenig, wenn man sich hinter der Kamera vorbildhaft verhält. Laut Gassmann gilt es vieles zu beachten: Nicht scharenweise um die halbe Welt zu fliegen, riesige Fuhrparks oder kaum genutzte alte Dieselgeneratoren loszuwerden, ganz generell nicht als „rollender Campingplatz“ unterwegs zu sein, der sich um die eigenen Hinterlassenschaften nicht schert. Für ihn persönlich war das Ergebnis einer UCLA-Studie, wonach die Film- und TV-Industrie in Los Angeles schon vor Jahren der zweitgrößte Umweltverschmutzer war, die Initialzündung zum Umdenken.
MR. & MRS. GREEN Ressourcenschonende Produktionsmethoden in der Filmwirtschaft bringen auch neue Berufe hervor. Zum Beispiel die/den Green Consultant.
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as, wenn eine Filmproduktion ihr nächstes Projekt gern ökologischer als das vorige gestalten möchte, aber nicht über das nötige Praxiswissen verfügt? Sich über sämtliche Optionen in den Handlungsfeldern Licht, Setdesign und Dekobau, Transport, Catering, Hotel, Energie und Produktionsbüro einschlägiges Erfahrungswissen anzueignen, ist aufwändig und könnte ablenken vom Produktionsziel, nämlich, einen guten Film zu machen. Um effizient Abhilfe zu schaffen, bietet sich die Einbindung eines zusätzlichen Stabmitglieds an, das dem Filmteam bei einer ressourcenschonenden Produktionsweise hilft. Green Consultants, wie der neue Filmberuf heißt, initiieren oder unterstützen Produktionsfirmen maßgeblich in allen relevanten Fragen bei der Dreh- und Produktionsplanung sowie am Set und in der Postproduktion. Dabei wird das Team von Anfang an bis zur Fertigstellung des Films begleitet. Immer öfter auch wird die Beschäftigung einer/eines Green Consultant von den öffentlichen Geldgebern gefordert und auch gefördert. „Zusammen mit unserem CO2-Rechner, dem Handlungsleitfaden und unserem Online-Dienstleisterverzeichnis stellen wir damit Filmschaffenden, die ihre Filme und Serien auf ökologisch nachhaltige Weise produzieren wollen, ein umfassendes Unterstützungspaket zur Verfügung“, sagt etwa Carl Bergengruen, Geschäftsführer der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG). Für die Herstellung
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eines von der MFG produktionsgeförderten Films (szenische oder dokumentarische Formate) kann im Rahmen des Sonderprogramms „Green Shooting“ ein Zuschuss von bis zu 5.000 Euro für einen Green Consultant beantragt werden. Die Anwendung des CO2-Rechners, mit dem man die Treibhausgasemission eines bestimmten Filmprojekts vorab schätzen kann, ist für den Zuschuss verpflichtend. Ebenso sind zum Abschluss des Projekts diverse Nachweise über die Beschäftigung der grünen Fachkraft zu erbringen, etwa Zahlungsbelege, Stundennachweise und ein aussagekräftiger Abschlussbericht des Green Consultant über die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Auch eine Ausbildung für Green Consultance an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart selbst wird von der MFG anteilig bezuschusst. Sie besteht aus zwei Modulen: einer 5-tägigen Präsenzphase an der HdM sowie einer mehrwöchigen Online-Phase mit abschließender Prüfung und Zertifizierung. Für Filmschaffende der kreativen und technischen Gewerke in Österreich interessant: Die LAFC bietet 2020 wieder Ausbildungsseminare zum Green Consultant an. Das erste, viertägige Seminar fand ja im Oktober 2019 in Baden statt statt. Ab März wird es weitere Ausbildungsmodule für professionelle Filmschaffende geben. Interessentinnen und Interessenten können sich jederzeit an die LAFC wenden. www.zertifikat-green-consulting.de
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POOL – Discussion Guide & Links
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Durchschnittliche CO2-Emission eines europäischen Films pro Stunde Laufzeit. Quelle: BAFTA Albert Consortium, „Year One Report“, 2012
7,7 TONNEN PRO STUNDE Im Discussion Guide finden sich Fragen und Antworten zum Thema Green Filming – und Ernüchterndes zum ökologischen Fußabdruck der Film- und Fernsehindustrie.
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as Sie schon immer über Green Filming wissen wollten, aber nie zu fragen wagten – all das ist im Discussion Guide des Evergreen Prisma minuziös aufgelistet, und es wird in der Folge sukzessive aktualisiert und erweitert. Die naheliegendste dieser Fragen steht zu Recht gleich am Anfang: „Was bedeutet Green Filming?“ So präzise wie die Frage ist auch die
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Antwort: „Ein steigendes umweltpolitisches Bewusstsein und die Dringlichkeit, Schadstoff-Emissionen zu reduzieren, machen auch in der Filmwirtschaft ein Umdenken notwendig. Auch der bei der Filmherstellung verursachte ökologische Fußabdruck muss nach Möglichkeit reduziert werden. Green Filming beschreibt den Prozess, ressourcenschonende und ökologisch nachhaltige Produktions-
ray Special – Green Filming LAFC EVERGREEN PRISMA
Tonnen CO2-Emission pro Stunde TV-Ausstrahlung nach Genres. Quelle: BAFTA Sustainabilty Consortium, Report Januar 2014
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methoden anzuwenden, um Filme möglichst klimaneutral zu produzieren. Dazu wird die gesamte Filmherstellung entlang aller Gewerke und Produktionsphasen von der Vorbereitung an über die gesamte Drehzeit, der Postproduktion bis hin zur Verwertung auf grüne Handlungsalternativen untersucht und in der Folge umgestellt.“ Wen das nicht überzeugt, der/die kann sich im Discussion Guide zahlreiche aufschlussreiche Statistiken und Diagramme zum Thema „Filmwirtschaft und Umwelt“ zu Gemüte führen. Das Diagramm oben links stammt aus dem „Year One Report“ des britischen BAFTA Albert Consortium (2012) und zeigt die durchschnittliche CO2Emission eines europäischen Films pro Stunde Laufzeit, aufgeschlüsselt auf die einzelnen Arbeitsbereiche während der Filmherstellung. Die Info-Grafik veranschaulicht, dass der höchste Ausstoß bei Transporten und Transfers
zu verzeichnen ist, gefolgt vom Produktionsbüro. Gründe hierfür liegen in den Emissionen durch Treibstoffe sowie im Energieverbrauch für Bürogeräte, Klimaregelung und Papier. Diese beiden Kategorien repräsentieren die ersten 3,9 Tonnen von insgesamt 5,8 Tonnen Emissionen pro Stunde im Durchschnitt – oder durchschnittlich 68% des CO2-Fußabdrucks. Interessant ist auch das obige Diagramm aus dem Report des BAFTA Sustainabilty Consortium vom Januar 2014. Dabei geht es um den CO2-Ausstoß von Fernsehausstrahlungen in Großbritannien und die schockierende Tatsache, dass pro Stunde TV-Programm durchschnittlich 7,7 Tonnen Kohlendioxid anfallen (linker Balken). Den höchsten Ausstoß haben Spielfilm-Komödien (über 20 Tonnen), gefolgt von Dramen. Signifikant ist, dass in beiden Genres der höchste Ausstoß am Drehort entsteht
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CO2-Äquivalent-Emission pro Kopf und Jahr in Tonnen. Quelle: Umweltbundesamt Deutschland | EEA - Europäische Umweltagentur, 2019
(oranges Segment), mehr noch als im Bereich Transporte und Transfers (dunkelblau). Auch das Produktionsbüro sorgt für hohe CO2-Emissionen. Das „drittschlimmste“ Genre sind offensichtlich Kinderprogramme, wobei dabei weniger Ausstoß am Drehort entsteht, dafür umso mehr bei Transporten und Transfers. Die BAFTA Albert-2012erStudie zeigt auch, dass die Film- und Fernsehproduktion allein in London für die Emission von 125.000 Tonnen CO2 pro Jahr verantwortlich ist. Das ist in etwa so viel, wie Flugzeuge während fast 16.000 Hin- und Rückflügen von Europa nach Neuseeland und zurück ausstoßen. Auch die Zahlen zur durchschnittlichen CO2-Emission in Europa (siehe Diagramm oben) ergeben kein schönes Bild. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes Deutschland verursacht jede EU-Bürgerin und jeder EUBürger pro Jahr im Schnitt etwa neun Tonnen CO2- bzw.
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CO2-Äquivalent-Emissionen. Dabei liegt Deutschland mit 11,5 Tonnen deutlich über dem Durchschnitt, ebenso Österreich mit 9,7 Tonnen. Zum Vergleich: Die Pro-KopfJahresemission in Indien beträgt 1,6 Tonnen. Rechnet man die „erlaubte“ Gesamtmenge der CO2-Emissionen auf jeden einzelnen Menschen um, würde jeder von uns ein „Jahresbudget“ von nur 2,3 Tonnen CO2 erhalten. Die letzte Frage im Discussion Guide lautet: „Was ist Green Storytelling?“ Dazu die kompetente Antwort: „Beim Green Storytelling geht es um ökologisches Verhalten, das in der Handlung eines Films gezeigt werden soll und dementsprechend als Charakterisierung oder als Element der Storyline im Drehbuch berücksichtigt wird.“ Man verweist auf die große Vorbildwirkung von Film- und TV-Produktionen und auf die Möglichkeit, durch Green Storytelling das Publikum positiv zu beeinflussen.
ray Special – Green Filming LAFC EVERGREEN PRISMA
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KEINE AUSREDEN In der umfangreichen Link-Sammlung des LAFC Evergreen Prisma finden sich umweltfreundliche Lösungen zu allen Bereichen der Filmherstellung – unter anderem zum Catering.
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Aber auch beim Essen selbst muss man längst nicht mehr auf öde Fertigware zurückgreifen. Bio-Catering gibt es inzwischen an fast jeder Ecke. Gerlinde Mahr etwa aus dem niederösterreichischen Sonnberg liefert zu jedem Anlass vollwertige, vegetarische und biologische Kost. Alle Lebensmittel stammen aus kontrolliert biologischem Anbau heimischer Bauern. Die Produktpalette reicht vom Brotaufstrich über Suppen bis hin zu Desserts sowie BioGetränken und Bio-Obst. Wer unter mehreren Firmen auswählen will, der ist mit dem link www.umweltberatung.at/bio-catering-die-listeder-anbieterinnen gut bedient: Hier finden sich zahlreiche Anbieterinnen und Anbieter aus ganz Österreich, wie etwa die Chefpartie, die mit dem schönen Slogan „Natürlich ist alles möglich“ um Kundschaft wirbt – und das offenbar mit Erfolg, wie die Rückschau auf zahleiche von der Chefpartie betreute Events auf der firmeneigenen Website beweist. Ein oft benutztes Utensil ist der Strohhalm, der bekanntlich bislang meist nicht aus Stroh, sondern aus Plastik war. Diese Zeiten scheinen ja jetzt vorbei zu sein. Die umweltbewusste Filmproduktion greift längst zu Stroh-Strohhalmen, etwa aus dem oberösterreichischen Atzbach. Daniel Auingers Strohhalme sind ein rein biologisches Naturprodukt und wachsen auf seinen eigenen nachhaltig bewirtschafteten Feldern. Nach ihrem Gebrauch fügen sich die Bio-Strohhalme rückstandsfrei in den Kreislauf der Natur ein. Sie schonen die Ressourcen und verringern die Müllberge. Soweit ein paar Beispiele. Die Evergreen-Prisma-Linksammlung für Catering hat noch viel mehr zu bieten.
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er suchet, der findet, nämlich in der Sammlung „Green Links“, die das LAFC Evergreen Prisma im Bereich POOL bereitstellt. Ein buchstäblich heißes Thema bei der Filmproduktion ist immer das Catering. Kaum etwas drückt so sehr auf die Stimmung von Cast und Crew wie unterdurchschnittliche und/oder eintönige Verpflegung. Doch von Würstel mit Senf auf Wegwerfgeschirr und gezuckerter Limonade im Einweg-Papp- oder gar Plastikbechern sind die meisten Produktionen zum Glück ohnehin schon meilenweit entfernt. Im Bereich „Catering“ der Link-Sammlung finden sich denn auch die erstaunlichsten Dinge, die das Leben auf dem Set nicht nur gesünder, sondern auch umweltverträglich(er) machen. Das beginnt bei den unvermeidlichen Trinkflaschen, wie sie z.B. von der Firma soulbottles aus Glas angeboten werden: Diese sind geschmacksneutral, hundert Prozent vegan, spülmaschinenfest und auslaufsicher, fair, klimaneutral, schadstoffund plastikfrei. Eine „saubere Sache“, wie die Hersteller das nennen. Und es gibt sie inzwischen auch in Edelstahl-Ausführung. Wenn es schon Einweg-Geschirr sein muss, dann doch jedenfalls aus nachwachsenden Rohstoffen, etwa von Papstar: Es ist biologisch abbaubar, und das Unternehmen ist weltweit das erste, das biologisch abbaubare Verpackungen mit Speiseresten, Küchenabfällen und Kaffeesatz in ihrer hauseigenen Kompostanlage zu Kompost verarbeitet und diesen auf den bepflanzten Flächen des Firmenareals der Natur wieder zufügt. Ein anderer Hersteller mit ähnlich „grünem“ Angebot ist naturesse mit Geschirr u.a. aus Palmblättern, Bambus oder Zuckerrohr.
IMPRESSUM
MEDIENINHABER UND VERLAG: substance media ltd., Mariahilfer Straße 76/31, 1070 Wien T +43 (0)1 920 20 08-0, office@ray-magazin.at, www.ray-magazin.at GESCHÄFTSFÜHRER UND HERAUSGEBER: Andreas Ungerböck, Mitko Javritchev CHEFREDAKTION: Roman Scheiber, Jörg Schiffauer; LEKTORAT: Roland Faltlhansl MITARBEIT AN DIESER AUSGABE: Nick Demel, Jakob Dibold, LAFC, Gregor Lechner, Antonia Prochaska, Tamara Seeliger GRAFISCHES KONZEPT: Mitko Javritchev; ARTDIREKTION: Mitko Javritchev, Mario Groschner FOTOS IN DIESER AUSGABE: Gregor Lechner/LAFC; Archiv ray, Verleih- und Produktionsfirmen DRUCK: Gugler GmbH, Auf der Schön 2, 3390 Melk/Donau, www.gugler.at ERSCHEINUNGSORT: P.b.b. 1072 Wien MIT DANK AN DIE LOWER AUSTRIAN FILM COMMISSION – LAFC, Abteilung Kunst und Kultur, Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
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