Übungsfirmen an den Oberschulen: Alle sieben schaffen die Qualitätszertifizierung 22
Erste Brunecker „Woche der Artenvielfalt“:
Zwischen Wildbienen und Wiesenkräutern 26
TV Olang: Viele Projekte für Gäste und Einheimische 27
Welcome-Service: Zugezogen, zurückgekehrt und angekommen 28
Pensionisten-Treffen bei Unionbau: „Olla zin Golla“ 30
POLITIK & VERWALTUNG
Bürgerliche Nutzungsrechte bzw. Fraktionen im Pustertal: Spannende Geschichte 34
BILDUNG & SCHULE
Berufsbildungszentrum Bruneck: Kinder stark machen 36
KULTUR & KUNST
Besondere Ehrung bei der Musikkapelle Kolfuschg-Corvara: 60 Jahre im Dienst der schönen Blasmusik 40
SPORT & FREIZEIT
Jugend- und Kulturzentrum UFO: Fußball-Fanmeile zur WM 42
Karate: Ein besonderer Lehrgang mit Großmeister Artusi 44
SONDERTHEMA
Mit dem Auto in den Urlaub
IMPRESSUM
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Wenn in wenigen Tagen für viele Schülerinnen und Schüler im Pustertal die Sommerferien beginnen, endet wieder ein Schuljahr voller Prüfungen, Herausforderungen und Erfolge. Gleichzeitig lohnt es sich, auch einen Blick auf jene Institution zu richten, die seit einem Jahrhundert junge Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet. Die Rede geht von der Fachschule für Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Ernährung in Dietenheim. Das runde Jubiläum wurde vor kurzem mit einem schönen Fest würdig gefeiert. Dabei wurde aufgezeigt, welche Bedeutung die Bildung hat. Denn Generationen von Bäuerinnen, Bauern, Fachkräften und Unternehmern haben in Dietenheim ihr Rüstzeug für das Berufsleben erhalten. Die Fachschule hat sich ständig verändert und ermöglicht heute sogar den Weg zur Matura.
Das ist ein guter Anlass, den Blick auf das gesamte Schulsystem zu werfen. Gerade im Pustertal genießen die Schulen einen guten Ruf. Das breite schulische Angebot ermöglicht jungen Menschen vielfältige Ausbildungswege direkt vor der Haustür. Praxisnähe, engagierte Lehrpersonen und eine enge Verbindung zu Gesellschaft, Wirtschaft und den bildungspolitischen Stakeholdern zählen zu den großen Stärken des Bildungssystems. Die Fachschule Dietenheim steht beispielhaft für diese Verbindung von Tradition und Innovation.
Dennoch stehen die Schulen vor großen Herausforderungen. Die Klassengemeinschaften haben sich grundlegend verändert. Darüber hinaus bringt die Digitalisierung im Unterricht neue Herausforderungen. Künstliche Intelligenz, soziale Medien und die stetige Verfügbarkeit von Informationen eröffnen neue Möglichkeiten, verlangen aber auch Medienkompetenz und kritisches Denken. Damit werden die Anforderungen an Lehrpersonen immer vielfältiger: Sie sind nicht mehr reine Wissensvermittler, sondern auch Begleiter, Konfliktlöser und nicht selten Ansprechpartner für soziale Fragen.
Hinzu kommen strukturelle Probleme. Der Mangel an Lehrkräften beschäftigt Politik und Bildungsverwaltung ebenso wie Fragen der Inklusion, der Vereinbarkeit von Familie und Schule oder der Betreuung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Mehrere aktuelle Diskussionen zeigen, dass es in den kommenden Jahren erhebliche Anstrengungen brauchen wird, um die hohe Qualität des Bildungswesens zu sichern, wobei der Löwenanteil des Problems in Südtirol ein strukturelles und systemisches ist.
Eines ist aber klar: Bildung lebt nicht allein von Gebäuden, Lehrplänen oder Technologien. Sie lebt von Menschen, die bereit sind zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Eine Schlüsselrolle kommt in dieser Hinsicht den Lehrpersonen zu, zumal die Anforderungen an das Schulsystem auch in den kommenden Jahren zunehmen werden. Umso wichtiger sind gute Rahmenbedingungen, engagierte Lehrkräfte und Schulen, die Menschen bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereiten. Denn Stärke, Leistungsfähigkeit und Zusammenhalt einer Gesellschaft hängen wesentlich davon ab, wie gut es ihr gelingt, Bildung, Chancengleichheit und persönliche Entwicklung zu fördern.
Gediegene Bildung, Verantwortung und Zukunft
Mit einer feierlichen Jubiläumsveranstaltung am 29. Mai 2026 hat die Fachschule für Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Ernährung in Dietenheim ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Ehrengäste und Wegbegleiter blickten gemeinsam auf ein Jahrhundert Schulgeschichte zurück und zugleich in die Zukunft der Landwirtschaft.
von Chefredakteur Reinhard Weger
Im Mittelpunkt der Feier standen die Schülerinnen und Schüler selbst. Mit Interviews, Präsentationen, historischen Rückblicken und einem Quiz führten sie die Gäste durch die bewegte Geschichte ihrer Schule. Dabei wurde deutlich, wie eng
die Entwicklung der Fachschule mit den gesellschaftlichen und politischen Veränderungen Südtirols verbunden ist. Die Schule wurde 1925 gegründet und musste bereits wenige Jahre später die Auswirkungen der faschistischen Italianisierungspolitik bewäl-
Wie die Zeit vergeht: Ein Blick zurück in die historische Entwicklung der heimischen Landwirtschaft.
tigen. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann ein neuer Aufbruch, der die Schule Schritt für Schritt zu einer modernen Bildungsstätte machte. Heute besuchen rund 160 Schülerinnen und Schüler die Fachschule, seit 2024 kann hier auch die Matura abgelegt werden. Direktorin Gertraud Aschbacher bezeichnete die Fachschule als einen Ort des Lernens und Wachsens, der seit Generationen jungen Menschen Orientierung und Perspektiven bietet. Die Jubiläumsfeier machte deutlich, dass die Schule nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Werte wie Verantwortung, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit fördert.
TRAGENDE ROLLE DER LANDWIRTSCHAFT
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Rolle der Landwirtschaft in einer sich wandelnden Gesellschaft. Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich im Rahmen der Jubiläumsfeier mit der Frage, welche Bedeutung die Landwirtschaft heute und in Zukunft hat. Sie hoben ihre zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit, die regionale Wertschöpfung, die Landschaftspflege sowie den
100 JAHRE FACHSCHULE IN DIETENHEIM
Umwelt- und Klimaschutz hervor. Ihr Fazit: Die Landwirtschaft bleibt ein unverzichtbarer Pfeiler der Gesellschaft.
Passend zum Jubiläum entstand in Zusammenarbeit mit der Pustertaler Zeitung (PZ) ein Medienprojekt, bei dem Schülerinnen und Schüler journalistisch arbeiteten, recherchierten und Beiträge zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Landwirtschaft erstellten. Dabei setzten sie sich mit Themen wie Agrarökologie, Versorgungssicherheit, Biodiversität und den Herausforderungen des bäuerlichen Lebens auseinander (siehe eigenen Bericht). Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie junge Menschen aktuelle gesellschaftliche Fragen aufgreifen und reflektieren.
EIN EIGENES KUNSTPROJEKT
Ein weiterer Höhepunkt der Feier war die Vorstellung des Kunstprojekts „Kompass“ im Innenhof der Schule. Die aus Dietenheim stammende Künstlerin Claudia Barcheri entwickelte das Werk gemeinsam mit Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen. Der Kompass steht symbolisch für Orientierung in einer wichtigen Lebensphase. Persönliche Kraft- und Sehnsuchtsorte der Beteiligten
wurden in Form von Keramikelementen in das Kunstwerk integriert. Finanziert wurde das Projekt von der Raiffeisenkasse Bruneck. Direktor Georg Oberhollenzer war sichtlich erfreut über die große Schaffenskraft. Die Jubiläumsfeier machte einmal mehr deutlich, wofür die Fachschule in Dietenheim seit 100 Jahren steht: für eine praxisnahe Ausbildung, die Tradition und Inno -
vation verbindet, junge Menschen stärkt und ihnen Orientierung für ihren weiteren Lebensweg gibt. Darauf verwies Direktorin Aschbacher. Mit diesem Fundament blickt die Schule durchwegs selbstbewusst in die Zukunft und bleibt eine wichtige Stütze, aber auch ein Bildungs- und Impulsgeber für den ländlichen Raum. Damit ist der Kompass in Richtung „Zukunft“ ausgelegt. //
Direktorin Gertraud Aschbacher rewe
Gekonnt und mit feinen Klängen... rewe
Die
Fotos: rewe
100 JAHRE FACHSCHULE DIETENHEIM
Für die Landwirtschaft als
Seit einem Jahrhundert bildet die Fachschule für Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Ernährung in Dietenheim junge Menschen für die Landwirtschaft aus. Das 100-jährige Bestehen der Schule bietet den gebotenen Anlass, nicht nur auf die Geschichte dieser wichtigen Bildungseinrichtung zurückzublicken, sondern auch auf die Rolle der Landwirtschaft selbst einzugehen. Gerade die Landwirtschaft spielt im Grünen Tal eine besondere Rolle, wie auch im Rahmen eines Medienprojektes zwischen Schule und PZ aufgezeigt wurde. Die PZ bringt nun den dritten Teil dieser tollen Zusammenarbeit. Die verschiedenen Berichte wurden in Arbeitsgruppen von den Schülerinnen und Schülern selbst erarbeitet und in der Folge von PZ-Chefredakteur Reinhard Weger redigiert.
Gerade in einem Bergland wie in unserem Land prägt die Landwirtschaft Landschaft, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft gleichermaßen. Sie sorgt für regionale Versorgung, erhält wertvolle Lebensräume und gibt vielen Familien eine Perspektive in ihrer Heimat. Gleichzeitig steht sie heute vor großen Herausforderungen: Klimawandel, Bürokratie, gesellschaftliche Erwartungen und wirtschaftlicher Druck verlangen von den Betrieben Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft.
LANDWIRTSCHAFT
GESTALTET LEBENSRÄUME
Wer durch Südtirol fährt, begegnet einer Kulturlandschaft, die über Generationen hinweg von Bauernfamilien geformt wurde. Wiesen, Almen, Weiden, Trockenmauern und gepflegte Wälder sind keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis täglicher Arbeit. Die Bewirtschaftung der Flächen verhindert vielerorts die Verwaldung und trägt dazu bei, eine hohe Artenvielfalt zu erhalten. Böschungen, Hecken und Trockenmauern bieten zahlreichen Pflan-
zen- und Tierarten einen Lebensraum. Gleichzeitig übernehmen Land- und Forstwirtschaft wichtige Schutzfunktionen: Gepflegte Wälder stabilisieren Hänge, verhindern Erosion und schützen Siedlungen vor Naturgefahren. Grünland und bewachsene Böden fördern zudem die Speicherung und Filterung von Wasser und leisten damit einen Beitrag zur Sicherung hochwertiger Grundwasserreserven.
MOTOR FÜR DIE REGIONALE WIRTSCHAFT UND MEHR
Die Bedeutung der Landwirtschaft reicht weit über die Höfe hinaus. Zwar arbeitet heute nur noch ein kleiner Teil der Bevölkerung direkt in der Landwirtschaft, doch zahlreiche Arbeitsplätze hängen indirekt von ihr ab. Von der Milchverarbeitung über Käsereien und Metzgereien bis hin zu Genossenschaften, Handel und Gastronomie entstehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Beschäftigungsmöglichkeiten. Regionale Produkte legen kurze Transportwege zurück und stärken die lokale
starkes Rückgrat
Wirtschaft. Gleichzeitig bleiben Familien durch ihre Arbeit in der Region verwurzelt und engagieren sich vielfach in Vereinen, Feuerwehren oder anderen ehrenamtlichen Organisationen. Die Landwirtschaft trägt somit wesentlich dazu bei, dass ländliche Räume lebendig bleiben.
VERSORGUNG UND UNABHÄNGIGKEIT
Besonders in Zeiten globaler Krisen wird deutlich, wie wichtig eine regionale Lebensmittelproduktion ist. Südtirol erzeugt hochwertige Produkte wie Milch, Fleisch, Äpfel, Wein und zahlreiche weitere Lebensmittel. Kurze Transportwege, hohe Qualitätsstan-
dards und nachvollziehbare Produktionsbedingungen schaffen Vertrauen bei den Konsumentinnen und Konsumenten. Hinzu kommt die Forstwirtschaft, die einen nachhaltigen Rohstoff liefert, der sowohl als Baustoff als auch als erneuerbare Energiequelle von Bedeutung ist.
WIE DIE LANDWIRTSCHAFT
FRÜHER FUNKTIONIERTE
Im Rahmen des Jubiläumsprojekts führten Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse Interviews mit Eltern und Großeltern. Dabei entstand ein eindrucksvolles Bild der Landwirtschaft vergangener Jahrzehnte.
Die Höfe waren damals kleiner strukturiert und deutlich vielfältiger. Auf vielen Betrieben wurden gleichzeitig Rinder, Schweine, Schafe, Geflügel und Pferde gehalten sowie verschiedene Getreidearten angebaut. Die Familien waren weitgehend Selbstversorger und produzierten vieles für den Eigenbedarf.
Die Arbeit war körperlich schwer. Maschinen gab es kaum, Heu wurde von Hand >>
Die beiden Schüler Simon Lerchner und Jan Pedevilla von der 4A präsentierten gekonnt die Resultate.
Die wichtigsten Funktionen und Eigenschaften auf einen Blick: im Rahmen des Schulprojektes erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler diese Schautafel.
eingebracht und oft in abgelegenen Schupfen gelagert. Im Winter transportierte man es mit Schlitten ins Tal. Viele Höfe waren nur über Fußwege erreichbar, Material musste mühsam getragen oder mit einfachen Materialseilbahnen transportiert werden. Gleichzeitig erinnern sich viele Zeitzeugen an einen starken Zusammenhalt innerhalb der Familien und Dorfgemeinschaften. Nachbarschaftshilfe war selbstverständlich, gemeinsame Arbeit gehörte zum Alltag. Johann Obexer aus Villnöß, heute 90 Jahre alt, fasst diese Zeit so zusammen: „Die Menschen waren zufriedener und genügsamer. Der Kontakt innerhalb der Nachbarschaft und der Gemeinde war selbstverständlich.“
TECHNISCHER FORTSCHRITT UND NEUE HERAUSFORDERUNGEN
Mit den 1960er-Jahren begann die Mechanisierung der Landwirtschaft. Melkmaschinen, Mähgeräte und später moderne Traktoren erleichterten die Arbeit erheblich. Gleichzeitig setzte eine zunehmende Spezialisierung der Betriebe ein. Doch die technische Entwicklung brachte nicht nur Vorteile. Viele Landwirte berichten heute von wachsendem Zeitdruck und steigenden Anforderungen. Zahlreiche Höfe werden im Nebenerwerb geführt, wodurch Beruf und Landwirtschaft miteinander vereinbart werden müssen. Hinzu kommen umfangreiche Dokumentationspflichten und gesetzliche Vorgaben.
Die Interviews zeigen deutlich: Obwohl viele Arbeiten heute körperlich weniger belastend sind, empfinden viele Landwirte ihren Alltag als hektischer als früher.
AGRARÖKOLOGIE
ALS ZUKUNFTSMODELL
Die Schülerinnen und Schüler der Fachschule Dietenheim sehen darin keinen Grund, die Vergangenheit zu verklären. Vielmehr haben sie aus ihren Gesprächen eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Das Denken in Kreisläufen, das früher selbstverständlich war, gewinnt heute wieder an Bedeutung. Genau hier setzt die Agrarökologie an. Sie verbindet wirtschaftliche Landwirtschaft mit ökologischer Verantwortung. Ziel ist es, natürliche Kreisläufe zu nutzen, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig eine wirtschaftlich tragfähige Produktion sicherzustellen. Dazu gehören beispielsweise eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung, der Schutz der Artenvielfalt, regionale Wertschöpfungsketten und ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser und Energie.
LANDWIRTSCHAFT HAT ZUKUNFT
Auch wenn der Klimawandel, politische Unsicherheiten und wirtschaftliche Rahmen-
bedingungen große Herausforderungen darstellen, bleibt die Landwirtschaft ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesellschaft. Sie versorgt Menschen mit Lebensmitteln, erhält die Kulturlandschaft, schafft Arbeitsplätze und stärkt den Zusammenhalt in den ländlichen Regionen. Gerade in einem Berggebiet wie dem Pustertal zeigt sich jeden Tag, dass die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszweig und zentraler Pfeiler für Lebensqualität, Umwelt und regionale Identität bleibt.
Hundert Jahre nach ihrer Gründung bildet die Fachschule Dietenheim weiterhin junge Menschen aus, die bereit sind, diese Verantwortung zu übernehmen. Ihr Blick richtet sich dabei nicht nur auf die Tradition, sondern vor allem auf die Zukunft einer Landwirtschaft, die Ökonomie und Ökologie miteinander verbindet. Damit die Landwirtschaft auch in den kommenden Jahrzehnten das Rückgrat der Gesellschaft bleibt. //
DIE SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER DER KLASSE 4 A DER FACHSCHULE DIETENHEIM
Tabea Forer, Daniel Fortin, Andreas Gruber, Niklas Haselrieder, Svenja Lantschner, Simon Lerchner, Tobias Alois Mair, Jonas Mair Oberhammer, Markus Mayr, Maria Niederbrunner, Vanessa Obexer, Jan Pedevilla, Lukas Ploner, Verena Steinkasserer, Sara Unterkircher, Vanessa Werner
Lehrpersonen: Michaela Plaikner, Hannah Jaufenthaler und Bernadette Mayr //
Unsere Gesellschaft seit 2020 und die Erwartungen an die Politik
Eine Gesellschaft, die es nicht schafft, die Ereignisse der Jahre 2020 bis 2022/23 weltweit aufzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen, verliert an Glaubwürdigkeit. Dies betrifft viele Bereiche des öffentlichen Lebens: Kompetenzen, wirksame Hilfeleistungen, die Kriminalitätsbekämpfung durch die Gerichte, Menschlichkeit, Wohlwollen, Orientierung und Vertrauen.
Mit denselben Politikern, die diese Zeit mitgestaltet haben, wird weitergemacht, und ihnen wird erneut Vertrauen geschenkt. Viele – wenn auch nicht alle – arbeiten aus meiner Sicht vor allem für Parteigelder und die Interessen von Lobbygruppen im Hintergrund. Dennoch scheinen viele Menschen dies vergessen zu haben und beklagen gleichzeitig die gesellschaftlichen und politischen Zustände.
Ich möchte daran erinnern, dass die Entwicklungen weltweit oft nach ähnlichen
Mustern verlaufen – unabhängig davon, ob es um Themen wie Migration, Gesundheit, Inflation oder Löhne geht. Häufig wird so getan, als hätten diese Bereiche nichts miteinander zu tun. Wer dies glaubt und die zahlreichen Konflikte und Kriege auf der Welt betrachtet, hat das globale System, in dem auch Südtirol eingebunden ist, meiner Meinung nach nicht vollständig verstanden. Dass viele Menschen weiterhin glauben, sie könnten mit ihrer einzelnen Stimmabgabe grundlegende Veränderungen bewirken, sehe ich ebenfalls kritisch. Ich bin zudem überzeugt, dass auch viele Freiheitskämpfer der 1960er-Jahre im Laufe ihres Lebens erkannt haben, dass sie – wie wir alle – oft nur die Symptome eines kranken und korrupten Systems bekämpfen. Ein System, das Krisen, Unmenschlichkeit und gesellschaftliche Zustände hervorbringt, in denen Menschen häufig als wenig wertvoll
Reform ist ein autonomiepolitischer Meilenstein
Autonomie scheint für viele Menschen häufig ein sehr abstrakter Begriff zu sein. Dabei ist das Südtiroler Autonomiestatut seit Jahrzehnten die Grundlage für den Schutz der deutschen und ladinischen Minderheit und zu-gleich das Fundament für die positive Entwicklung unseres Landes. Autonomie bedeutet dabei vor allem eines: Handlungsspielraum. Sie gibt uns die Möglichkeit, zentrale Bereiche eigenständig zu gestalten, nicht aus einer zentralistischen Perspektive in Rom heraus, sondern angepasst an die Bedürfnisse, Besonderheiten und Realitäten unseres Landes durch den Südtiroler Landtag in Bozen. Genau dieser Handlungsspielraum werde durch die nun verabschiedete Reform erweitert und besser geschützt. Es handelt sich dabei nicht um ein neues, drittes Autonomiestatut. Dennoch stellt die Reform eine bedeutende Weiterentwicklung dar, was sich bereits am Umfang der betroffenen Bestimmungen zeigt: Es ist die umfassendste Anpassung seit 1972.
Der politische Weg zur Reform begann unmittelbar nach den letzten Parlamentswahlen. Nachdem die heutige Ministerpräsidentin Giorgia Meloni die Wahl 2022 gewonnen und den Regierungsauftrag erhalten hatte, hat sie bereits in ihrer Regierungserklärung vom 26. Oktober 2022 die Wiederherstellung der autonomen Zuständigkeiten als Ziel festgelegt. Auf dieser Grundlage haben wir die Verhandlungen zur Reform aufgenommen. Ursprünglich war eine Reform aller Regionen mit Sonderstatut geplant. Relativ schnell wurde jedoch klar, dass ein gemeinsamer Reformweg mit allen Sonderregionen kaum umsetzbar gewesen wäre. Deshalb haben wir in Abstimmung mit Regionenminister
Roberto Calderoli entschieden, für Südtirol und das Trentino einen eigenen Weg einzuschlagen.
Im Zuge der Verhandlungen konnte der ursprüngliche Ansatz deutlich erweitert werden. Gestartet sind wir mit dem Ziel, verlorene Kompetenzen wiederherzustellen. Am Ende ist es gelungen, zusätzlich neue Zuständigkeiten zu verankern und die Autonomie strukturell stärker abzusichern. Nach den notwendigen Stellungnahmen der Landtage und des Regionalrates wurde der Reformtext im September 2025 im Parlament eingebracht und nun endgültig genehmigt.
Ein wesentlicher Ausgangspunkt der Reform war die Entwicklung der vergangenen Jahre. Infolge der italienischen Verfassungsreform von 2001 und der anschließenden Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes wurden Südtirols Zuständigkeiten in verschiedenen Bereichen zunehmend eingeschränkt. Dieser schleichende Verlust an Kompetenzen führte dazu, dass die Handlungsspielräume des Landes Schritt für Schritt reduziert und zentrale Bereiche der Südtiroler Autonomie ausgehöhlt wurden. Durch die gezielte Präzisierung der bestehenden Zuständigkeiten im Autonomiestatut konnten wir dieser Entwicklung entgegenwirken und den Standard der Autonomie, wie er vor der Verfassungsreform 2001 bestanden hat, wiederherstellen. Eine konkrete Verbesserung bringt die Reform unter anderem im Umweltbereich. Südtirol erhält zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen Umwelt, Ökosysteme und Wildtiermanagement. Gerade in diesen Bereichen gab es in der Vergangenheit immer wieder Kompetenzkonflikte mit dem Staat. Umso wichtiger ist es, dass die
behandelt werden – etwas, das für viele bereits zur Normalität geworden ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Alle, die heute berufliche oder gesellschaftliche Erfolge feiern, die auf unmenschlichen Werten aufgebaut sind, lösen damit einen Dominoeffekt aus, der sich auch auf andere Menschen auswirkt. Solche Erfolge bleiben niemals rein privat, sondern haben immer Folgen. Gier, Egoismus und die Aufgabe eigener Werte sowie das daraus entstehende Leid für sich selbst und andere sind nicht zu rechtfertigen und gefährden letztlich auch das Zusammenleben und die Zukunft der Menschheit.
Es braucht ein neues System, das auf echten Werten basiert. Das alte System stößt aus meiner Sicht an seine Grenzen. Wachen wir auf – für unsere Kinder und ihre Zukunft.
Sieglinde Steinhauser •Prettau
Zuständigkeiten nun klarer geregelt sind. Ein weiterer entscheidender Fortschritt betrifft den Gesetzgebungsspielraum des Landes. Mit der Reform entfällt eine wesentliche Einschränkung der Südtiroler Landesgesetzgebung: die Bindung an die Grundsätze der wirtschaftlichen und sozialen Reformen des Staates. Damit verfügt Südtirol über mehr eigenständige Gestaltungsmöglichkeiten, während staatliche Eingriffe reduziert werden. Besonders bedeutend ist außerdem die neue Schutzklausel für das Autonomiestatut. Bisher konnte der Südtiroler Landtag bei Änderungsinitiativen zum Statut im römischen Parlament lediglich eine Stellungnahme abgeben. Nun braucht es das Einvernehmen des Landtages. Sollte dieses nicht erfolgen, müssen jene Bestimmungen gestrichen werden, die die Südtiroler Autonomie beeinträchtigen würden. Damit ist es gelungen, unsere Autonomie erstmals auch innerstaatlich deutlich stärker abzusichern.
Gleichzeitig bleibt die internationale Verankerung über den Pariser Vertrag bestehen. Durch den Notenwechsel zwischen Österreich und Italien wurde diese völkerrechtliche Absicherung zusätzlich bestätigt und bekräftigt.
Die genehmigte Reform ist deshalb kein Abschluss, sondern ein neuer Ausgangspunkt. Wir haben wichtige Instrumente erhalten. Jetzt geht es darum, diese Möglichkeiten auch zu nutzen. Mehr Zuständigkeiten bedeuten auch mehr Verantwortung. Entscheidend wird es nun sein, die neuen Handlungsspielräume mit konkreten Landesgesetzen und Durchführungsbestimmungen zu füllen und die Verbesserungen für die Menschen in Südtirol spürbar zu machen.
Meinhard Durnwalder •Senator
Talsperre nimmt Form an
Unterhalb
„Eugen’s Mühle“ realisiert die Agentur für Bevölkerungsschutz ein Rückhaltebecken für rund 40.000 Kubikmeter Geschiebe. Die Arbeiten schreiten voran.
Es sind bald drei Jahre her seit sich übers Pustertal heftige Gewitter entladen hatten. 50 Liter pro Quadratmeter sollen am 29. Juli 2023 im Bereich OberPustertal auf die Erde niedergeprasselt sein. So auch in Olang, wo die Gewässer des Mühlbaches, des Langentalbaches und des Furkelbaches sich unterhalb Bad Bergfall vereinigten und sturzflutartig talauswärts schossen; dabei vermurten die reißenden, Geschiebe mitführenden Gewässer zu allererst das Tiefparterre des Hauses der Familie Kohlhaupt; glimpflicher davon kam die wenige Meter darunter situierte Tomile Mühle. Im weiteren Verlauf rissen die Fluten einige Holzbrücken im Bereich der Kronplatz-Talstation nieder. Die Gemeindestraße „Badl“, die vom Gassl dem Bach entlang bis Bad Bergfall führt, wurde ab-
Zum Schutz für Talstation und Autoparkareal (im Bild) wird weiter oben eine große Rückhaltesperre errichtet. wpz
schnittsweise ebenfalls bis zur Unbefahrbarkeit vermurt bzw. beschädigt. Nach einer zeitweisen Schließung wurde sie wiederum für den Verkehr geöffnet, um dann im Mai
2025 per Verordnung des neuen Bürgermeisters Lukas Schnarf, erneut und diesmal definitiv für jeglichen Verkehr auch deswegen gesperrt, weil man sich mit der Provinzver-
waltung inzwischen einig geworden war, etwa 100 Meter unterhalb der Tomile Mühle (sie trägt nach aufwändiger Restaurierung nunmehr den Namen „Eugen’s Mühle“) eine Talsperre zu errichten. Beauftragt wurde damit die Agentur für Bevölkerungsschutz. Seit dem Spätsommer 2025 wird daran gearbeitet. Fertiggestellt soll das wuchtige Bauwerk in Eisenbeton noch innerhalb Juli 2026 werden.
WICHTIGE
SCHUTZBAUTEN
Die Mauer versperrt dem Hotel-, Gast- und Badebetrieb „Bad Bergfall“ die von jeher bestehende Zufahrt entlang des Baches definitiv. Zurzeit ist der Tourismusbetrieb mit seinen 36 Betten allein über Geiselsberg und von dort aus über die Hinterberger Bauernstraße erreichbar. Gegenüber zur historischen Zufahrt ist diese Route um ganze fünf Kilometer länger, einmal abgesehen davon, dass der Hinterbergweg zwar asphaltiert, im Übrigen jedoch sehr schmal und bei der Abfahrt von der Furkelpass-Straße abschüssig ist. Auf Flachlandtouristen wirkt die enge Straße mehr abschreckend als einladend, speziell winters über bei Schnee und Eis.
Bürgermeister Lukas Schnarf versprach der Unternehmersfamilie zwar, sich um eine Umfahrung der Talsperre zu bemühen, doch machte er das Resultat seiner Anstrengungen von der technischen und finanziellen Machbarkeit des Vorhabens abhängig. Vielleicht wäre es zweckmäßiger gewesen, zuerst die Badel-Zufahrt sicherzustellen und erst dann die Sperrmauer zu errichten. Es wäre hierfür Zeit genug gewesen, da doch zwei Jahre zwischen dem Unwetter und der Sperre Baubeginn lagen.
Was schließlich die Familie Kohlhaupt betrifft, so hat diese das beschädigte Heimathaus bzw. die daran gebundene, verschiebbare Kubatur verkauft und sich in Dorfnähe niedergelassen. Ihr altes Heimathaus wird demoliert. Nicht so „Eugen’s Mühle“, welche im Zuge der Sanierung bachseitig mittels einer Betonmauer sozusagen eingebunkert wurde. // wp
Vom Badl derzeit ausgesperrt: Fußgänger und Radfahrer. wpz
Ansatz zur Mauerumfahrung… wpz
Tennis und Padel blühen stark auf
Provinzialkomitee der FITP meldet starke Zuwächse. Mehr Spieler, mehr Plätze mehr Instruktoren.
Nachdem das Sextner Multisporttalent in den Kristallhimmel des Tennissports vorgedrungen war, hat das Spiel hierzulande wie italienweit einen ungeahnten Boom erlebt; demnach erwies sich das Sinner-Elixier bei der Bekämpfung der Schwindsucht, von welcher der Tennissport davor noch befallen war, als äußerst wirksam. Natürlich hatte auch die Covid-Pandemie (Januar 2020/ Mai 2023) dem Sport insgesamt und somit auch dem Tennis arg zugesetzt. Dafür sprechen die Zahlen: 2022 zählte die FITP (Federazione Italiana Tennis e Padel) noch um die 500.000 Mitglieder; zwei Jahre später waren’s schon um 600.000 mehr.
So richtig losbrach der Ansturm aufs Tennis hier und italienweit mit Sinners erstem Mastersieg in Toronto (8/2023) sowie dessen Grand-Slam-Sieg von Australien hierauf (1/2024). Ein halbes Jahr später (6/2024) eroberte er als erster Italiener überhaupt die Spitze der ATP-Weltrangliste, hielt diese bis November 2025 besetzt, als er den
Platz für Carlos Alcaraz räumen musste. Nicht für lange, denn schon heuer im April schupste er den Spanier vom Thron, den er seither, trotz seines vorzeitigen Ausscheidens jüngst bei den French Open, fest im Griff hat.
EIN ECHTES PHÄNOMEN
Zweifellos ein Phänomen dieser Jannik Sinner! Mit ihm schoss an der Seite der berühmten Sextner Sonnenuhr ein Turm in den Himmel, dessen Fels - im Gegensatz zu den anderen - reichhaltig an Golderz ist. Der kometenhafte Aufstieg des fröhlichen Rotschopfs aus Sexten in des Welttennis Olymp faszinierte hierzulande alle, insbesondere aber die Jungen, unter denen der Sinner-Effekt urplötzlich ganze Horden fürs Tennis mobilisierte.
Zuwachsraten von bis zu 30 Prozent jährlich hatte das Provinzialkomitee der FITP zu vermelden. Viele Menschen aller Altersstufen ließen sich von Sinners Siegeszug inspirieren - von dessen Erfolgswelle tragen. Der Andrang war so groß, dass mancher Orts Spielanlagen erweitert bzw. zu-
Sinners Siegeszug löste italienweit einen wahren Tennisboom aus. Diese Entwicklung ging natürlich auch an Südtirol nicht spurlos vorbei. wpz
Tennisinstruktor Marco aus San Remo lehrt seit geraumer Zeit im Pustertal. wpz
sätzliche Schulungscamps für Tennis und Padel eingerichtet wurden, wo Instruktoren, die nicht selten von weither kommen, zusammen mit hiesigen Lehrern beflissen ihre Arbeit tun. Im Pustertal gibt es mittlerweile kaum noch Gemeinden ohne Tennisbzw. Padelplätze.
SPORT IST WICHTIG
Wen wundert’s schon, wenn man weiß, dass die Südtirolerinnen und Südtiroler dem Sport im Allgemeinen schon immer sehr zugetan waren. Rund 60 Prozent der Bevölkerung betreibt Freizeitsport, weiß die Statistik. Zum Vergleich: Auf nationaler Ebene sind’s gerade einmal 35 Prozent. Dieser außergewöhnliche Bewegungsdrang mag vielleicht der Hauptgrund sein, warum Südtirol zu den Regionen Italiens mit
strebt die
des Sportzentrums an. Dieses ist in die Jahre gekommen. wpz
AUSLUGERHOF IN ST. LORENZEN
der höchsten Lebenserwartung zählt: Frauen schaffen im Schnitt quasi 88, Männer knapp 82 Jahre.
Als möglicher Einflussfaktor für die hohe Lebenserwartung wurde jüngst auf der Veranstaltung „Wissenschaft an der Grenze“ in Innichen u. a. auch die Mehrsprachigkeit hiesiger Menschen genannt. Das ist neu. Bisher war lediglich bekannt, dass Angestellte der öffentlichen Verwaltung für die ihnen als echt attestierte „Zweisprachenpadronanz“ mit Geld entgeltet wird; demgegenüber war eine damit einhergehende Lebensverlängerung nie Teil des Dienstvertrages. Diese Entscheidung liegt nach wie vor in der Allmacht des Allmächtigen - jedenfalls bis zur nächsten Paketreform. // wp
ZUM DIREKTVERMARKTER DES JAHRES GEKÜRT
Der Südtiroler Bauernbund hat die Familie Knapp vom Auslugerhof in St. Lorenzen als „Direktvermarkter des Jahres 2026“ ausgezeichnet. Erstmals geht die Ehrung an einen Eierproduzenten. Gewürdigt wurden die hohe Qualität der Produkte, die professionelle und transparente Betriebsführung sowie die Innovationskraft des Hofes. Seit der Aufgabe der Milchwirtschaft im Jahr 2014 hat die Familie die Eierproduktion kontinuierlich ausgebaut und hält heute knapp 3.500 Legehennen in Freilandhaltung.
Besonders hervorgehoben wurde das Engagement von Hofübernehmer Joachim Knapp, der mit Hofführungen, Veranstaltungen und seiner Präsenz in den sozialen Medien zur Sichtbarkeit der bäuerlichen Direktvermarktung beiträgt. Lob für die Auszeichnung kam auch von Bürgermeister Martin Ausserdorfer sowie Vertretern aus Landwirtschaft, Tourismus und Wirtschaft. // aldar
Auch Padel-Tennis erfreut sich gesteigerten Interesses. wpz
Sexten
Modernisierung
Starke Stimmen für Wahrheit und Verantwortung
Matthias Winterer und Jürgen Klatzer vom „Falter“ in Wien erhielten am dritten Juni 2026 in Sexten den Claus-Gatterer-Preis für ihre Recherchetätigkeit zu Missbrauchsfällen beim SOS-Kinderdorf. Der Schülerpreis ging hingegen an Maria Erhard für ihr Video zu ladinischer Sprache und Kultur.
Die „Auszeichnung für hervorragenden Journalismus im Gedenken an Claus Gatterer“ wurde am 3. Juni in Sexten an die beiden Journalisten der österreichischen Wochenzeitung Falter, Matthias Winterer und Jürgen Klatzer, verliehen. Mit dem Preis werden jährlich journalistische Arbeiten ausgezeichnet, die sich im Sinne des Südtiroler Journalisten Claus Gatterer insbesondere für soziale Minderheiten und ein offenes gesellschaftliches Miteinander einsetzen.
Ausgezeichnet wurden Winterer und Klatzer für ihre Recherche „Körperliche Gewalt war gang und gäbe“. Ausgehend von einem anonymen Hinweis deckten sie auf, dass es in SOS-Kinderdörfern über Jahrzehnte hinweg zu Gewalt und Missbrauch durch enge Bezugspersonen gekommen sein soll. Die intensive Recherche führte dazu, dass sich zahlreiche Betroffene meldeten, Ermittlungen aufgenommen wurden und ein umfassender Reformprozess innerhalb der Organisation eingeleitet wurde.
GESELLSCHAFTLICHE
VERANTWORTUNG
Preisträger und Ehrengäste (von links): Thomas Summerer (Bürgermeister Sexten), Hermann Rogger (Mitinitiator des Schülerpreises Claus), Teresa Indjein (Jurymitglied Schülerpreis), Schülerpreisträgerin Maria Erhard sowie die beiden Preisträger des heurigen Jahres, Jürgen Klatzer und Matthias Winterer vom Falter. Florian Stauder
hervor, wie wichtig es sei, den Anliegen gesellschaftlich benachteiligter Menschen Gehör zu verschaffen – ganz im Sinne Claus Gatterers.
„Der Artikel zeigt, wie wesentlich das kritische Auge unabhängiger Medien und gründlich recherchierter Journalismus für unsere Demokratie sind“, betonte Laudator und Jurymitglied Franz Kössler. Ressortdirektorin Manuela Defant, die Kulturlandesrat Philipp Achammer vertrat, überreichte die Auszeichnung und unterstrich die gesellschaftliche Verantwortung des Journalismus: Informationen zu recherchieren, einzuordnen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sei gerade in Zeiten der Informationsflut von großer Bedeutung.
Bereits zu Beginn der Veranstaltung hob Sextens Bürgermeister Thomas Summerer
Im Rahmen der Feier wurde auch der Schülerpreis „Claus“ vergeben. Insgesamt zwölf Schülerinnen und Schüler aus Süd- und Osttirol reichten neun Video- und Audiobeiträge ein. Den ersten Preis erhielt Maria Erhard vom Kunstgymnasium Bruneck für ihren Beitrag „Vergangenheit und Zukunft
der ladinischen Sprache. Impressionen aus meinem Heimatdorf“. Die Jury würdigte insbesondere die sorgfältige Recherche, die Aktualität des Themas und den persönlichen Zugang der Autorin.
Jurysprecherin Teresa Indjein lobte die eingereichten Arbeiten für ihre gelungene Verbindung von jugendlicher Alltagserfahrung und analytischer Reflexion. Mitinitiator Hermann Rogger hob die Vielfalt der Themen, Perspektiven und Zugänge hervor. // rewe
WICHTIGE INFORMATIONEN
Die Auszeichnung für hervorragenden Journalismus wird vom Presseclub Concordia und der Michael-Gaismair-Gesellschaft vergeben, vom Land Südtirol gestiftet und von der Gemeinde Sexten unterstützt. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro. Der Schülerpreis „Claus“ ist hingegen ein Gemeinschaftsprojekt
des Schulverbundes Pustertal, der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion, der Gemeinde Sexten und des ORF. Die Gewinnerin erhält neben einer Bronzestatuette die Möglichkeit zu einem einwöchigen Praktikum beim ORF in Wien. //
INTERNATIONALES CHÖRE-FESTIVAL
80 CHÖRE AUS 27 NATIONEN IM PUSTERTAL
Noch bis zum 14. Juni 2026 wird das Pustertal erneut zur internationalen Bühne der Chormusik: Beim 29. internationalen ChöreFestival werden rund 80 Chöre aus 27 Ländern erwartet. Sie bringen eine große Vielfalt an Stimmen, Traditionen und kulturellen Einflüssen in die Region.
Fünf Tage lang erklingen Konzerte an besonderen Orten im gesamten Hochpustertal –in Kirchen und Kulturhäusern, auf Burgen, Almhütten sowie in landschaftlichen Highlights wie dem Pragser Wildsee. Die Kombination aus Musik und Natur macht den besonderen Charakter des Festivals aus. Zu den Höhepunkten zählt die feierliche Eröffnung am 10. Juni um 21.00 Uhr im Grand Hotel Toblach. Am 11. Juni lädt das traditionelle Willkommensfest am Kronplatz ab 10.30 Uhr zum internationalen Austausch in entspannter Atmosphäre ein.
BRUNECK
Den Abschluss bildet am 14. Juni ab 16 Uhr der große Festumzug in Innichen. Dabei werden die Chöre in traditionellen Trach-
GUIDO TINDERLA STELLT IM CAFÉ „PINTA PICHL“ AUS
Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber dürfen sich auf eine neue Ausstellung im Café-Atelier „Pinta Pichl“ in der Brunecker Oberstadt freuen. Der aus St. Ulrich stammende Künstler Guido Senoner Tinderla präsentiert dort bis Ende Juni 2026 eine Auswahl seiner Werke und lädt dazu ein, sich auf eine persönliche und berührende Auseinandersetzung mit dem Leben, dem Werden und den zwischenmenschlichen Beziehungen einzulassen.
Guido Tinderla wurde 1959 in Brixen geboren, studierte Kunst in Wien und Urbino und unterrichtete von 1984 bis 2024 an der Kunst- und Mittelschule St. Ulrich. Parallel
dazu verfolgte er stets seine eigene künstlerische Tätigkeit und stellt seit einigen Jahren regelmäßig in Südtirol aus.
Das Café Atelier Pinta Pichl hat sich in den vergangenen Jahren als besonderer Treffpunkt für Kunst, Kultur und Begegnung etabliert.
Die Verbindung von Café und Atelier bietet einen inspirierenden Rahmen für Ausstellungen und kreative Projekte inmitten der Brunecker Altstadt. Die Ausstellung
ten durch das Dorfzentrum ziehen und musikalische Kostproben aus ihren Heimatländern darbieten. // aldar
kann während der Öffnungszeiten des Cafés besucht werden. // rewe
SPENDE BEIM MATURAPROJEKT
915 EURO AN DEN FRAUENHAUSDIENST BRUNECK
Ein klares Zeichen sozialen Engagements setzten Schülerinnen und Schüler der Landeshotelfachschule Bruneck mit ihrem Maturaprojekt „Tourismus²“. Am 18. Mai 2026 übergab das Organisationsteam den Reinerlös der Veranstaltung in Höhe von 915 Euro an den Frauenhausdienst Bruneck. Der Betrag stammt aus den Einnahmen der Podiumsdiskussion „Tourismus²“, die im April in der Intercable-Arena in Bruneck stattfand. Die Veranstaltung widmete sich den Chancen und Herausforderungen eines nach -
BÄUERLICHER NOTSTANDSFONDS
haltigen Tourismus und stieß auf großes Interesse beim Publikum. Die Spende wurde von den Projektverantwortlichen Dominik Brugger, Hannah Gasser, Laura Thaler und David André Irsara an den Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Pustertal, Robert Alexander Steger, sowie an die Leiterin des Frauenhausdienstes, Ingrid Palfrader, überreicht. Die Bezirksgemeinschaft würdigte dabei das Engagement der Schülerinnen und Schüler und den sozialen Mehrwert des Projekts. Präsident Steger lobte die gelungene Organisation und die inhalt-
liche Qualität der Diskussion. Ein besonderer Dank galt zudem der Moderatorin Verena Pliger sowie den Referentinnen und Referenten, die unentgeltlich an der Veranstaltung teilnahmen.
Die Spende kommt direkt dem Frauenhausdienst Bruneck zugute, der Frauen in schwierigen Lebenssituationen begleitet, berät und unterstützt. Mit ihrer Initiative haben die Schülerinnen und Schüler gezeigt, dass Tourismus nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. // rewe
BEWÄHRTE HILFE MIT NEUEN ANSPRECHPARTNERN
Seit mehr als 35 Jahren steht der „Bäuerliche Notstandsfonds – Menschen helfen (BNF)“ notleidenden Menschen in Südtirol zur Seite, die unverschuldet in eine schwierige Lebenssituation geraten sind. Ob nach einem schweren Unfall, einer Krankheit, einem Brand oder durch andere belastende Lebensumstände – der Fonds bietet schnelle, unbürokratische und diskrete Unterstützung. Kürzlich wurde der Vorstand des BNF neu gewählt. In den kommenden vier Jahren werden sich Josef Dariz als Obmann und Monika Brigl als Obmann-Stellvertreterin gemeinsam mit den Bezirksvertreterinnen und Bezirksvertretern für Menschen in Not einsetzen. Für das Puster- und Gadertal sind Georg Reden und Paul Steger die entsprechenden Ansprechpartner.
Der Bäuerliche Notstandsfonds appelliert zugleich an die Bevölkerung, aufmerksam zu sein. Notlagen bleiben oft verborgen, weil Betroffene aus Scham oder Unsicherheit keine Hilfe suchen. Ein offenes Ohr, ein Gespräch oder ein Hinweis auf bestehende Unterstützungsangebote können
Georg Reden
deshalb von großer Bedeutung sein.
Der BNF versteht sich als solidarisches Netzwerk, das Menschen in schwierigen Zeiten
Paul Steger
begleitet und konkrete Hilfe leistet. Denn oft beginnt Unterstützung dort, wo jemand bereit ist hinzusehen und zu handeln. // rewe
Auszug aus einem Dankesschreiben einer betroffenen Familie
„Ohne die Unterstützung des Bäuerlichen Notstandsfonds (BNF) hätten wir es nicht geschafft, wieder auf die Beine zu kommen. Es war nicht nur die finanzielle Hilfe, sondern vor allem das Gefühl, nicht allein zu sein.“ //
Die Schülerinnen Dominik Brugger, Hannah Gasser, Laura Thaler und David André Irsara mit dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Pustertal, Robert Alexander Steger und mit der Leiterin des Frauenhausdienstes Bruneck, Ingrid Palfrader.
Herausforderndes Verhalten
- wie viel ist normal und wann wird es zum Problem?
Wutausbrüche, Verweigerung, Streitlust oder impulsives Handeln: Kinder, Jugendliche – und auch Erwachsene – zeigen immer wieder Verhaltensweisen, die ihr Umfeld herausfordern. Ein gewisses Maß davon gehört zur Entwicklung dazu. Kinder testen Grenzen, lernen mit Gefühlen umzugehen und entwickeln dabei ihre Persönlichkeit. Konflikte sind deshalb kein Ausnahmezustand, sondern Teil des Alltags und der Entwicklung.
WANN WIRD VERHALTEN PROBLEMATISCH?
Problematisch wird herausforderndes Verhalten dann, wenn es über längere Zeit anhält, sehr häufig auftritt und den Alltag spürbar belastet. Beziehungen geraten unter Druck, Eltern fühlen sich überfordert oder hilflos. Wichtig ist: Nicht jedes schwierige Verhalten ist sofort ein Alarmzeichen – entscheidend sind Dauer, Intensität und Auswirkungen.
HINTER JEDEM VERHALTEN STECKT MEISTENS EIN KONKRETER GRUND
Oft steckt ein Bedürfnis, eine Überforderung oder ein ungelöstes Problem dahinter. Das können z.B. Stress, fehlende Routinen oder Streit zu Hause und in der Schule sein. Wichtig ist, genau hinzuschauen: Wann und welches Verhalten tritt auf? In welchen Situationen? Wann lässt es nach? So lässt sich erkennen, welches Bedürfnis, welche Gefühle oder welche Schwierigkeit das Kind ausdrückt. Ein Kind, das sich weigert, Hausaufgaben zu machen, ist nicht automatisch faul. Vielleicht fühlt es sich überfordert, hat Angst vor Fehlern oder braucht mehr Unterstützung. Verhalten ist oft ein Ausdruck dessen, was Kinder (noch) nicht anders mitteilen können.
PRAKTISCHE TIPPS FÜR DEN ALLTAG Bezugspersonen sollten sich fragen: „Was möchte mein Kind mir sagen?“ und „Wie kann ich hilfreich reagieren?“ Niemand reagiert immer perfekt – entscheidend ist, langfristig Sicherheit und Orientierung zu geben. Konkrete Strategien können sein:
• Blickkontakt herstellen und das Kind ruhig ansprechen – das signalisiert: „Ich bin bei dir und höre dir zu.“ Bei Bedarf kann es helfen, die Situation kurz zu verlassen und erst dann weiterzusprechen.
• Klare und kurze Aussagen helfen Kindern oft mehr als lange Diskussionen mitten im Konflikt.
• Das Verhalten ansprechen, nicht das Kind: „Ich sehe, dass du wütend bist“ statt „Du bist ein wütendes Kind“.
• Alternative Ausdrucksmöglichkeiten wie Malen, Sport oder Musik können helfen, Gefühle auszudrücken, ohne anderen zu schaden.
• Positives Verhalten gezielt verstärken: loben, wenn das Kind angemessen reagiert.
• Verschiedene Strategien ausprobieren und beobachten, was dem Kind hilft.
• Jeden Tag als neue Chance sehen und auch kleine Fortschritte anerkennen.
STRUKTUR GEBEN UND SICH SELBST REFLEKTIEREN IST IMMER WICHTIG
Klare Regeln, verlässliche Strukturen und ein vorhersehbarer Alltag geben Kindern Halt.
Ebenso wichtig ist die Selbstreflexion der Eltern: Auch eigene Erwartungen, Stress oder Gewohnheiten beeinflussen den Umgang mit Konflikten – oft unbewusst.
WANN PROFESSIONELLE HILFE SINNVOLL UND NOTWENDIG IST Manchmal reichen die eigenen Strategien nicht mehr aus. Professionelle Hilfe ist besonders ratsam, wenn Eltern das Gefühl haben, an ihre Grenzen zu stoßen und die Situation nicht mehr allein bewältigen zu können.
Professionelle Unterstützung kann dabei helfen:
• die Bedürfnisse und Stärken des Kindes besser zu verstehen;
• mögliche Besonderheiten wie ADHS oder Autismus abzuklären;
• passende Förderangebote zu finden und
• die Familie zu entlasten.
Unterstützung von außen kann neue Wege eröffnen. Darüber hinaus kann sie den Familienalltag spürbar entlasten. // ph
Haben Sie Fragen zu diesem oder anderen pädagogischen Themen? Dann melden Sie sich gerne bei der Erziehungsberatung „Puschtra FamilyCompass“ der Bezirksgemeinschaft Pustertal. Dieser neue Dienst unterstützt alle bei Fragen jeglicher Art rund um die Erziehung der Kinder. //
SENIORENMENSA
ERFOLGREICHER TESTLAUF MACHT LUST AUF MEHR
Vor einem Monat hat die Marktgemeinde St. Lorenzen die Seniorenmensa als Test gestartet. Und das Angebot kam so gut an, dass die Gemeinde in naher Zukunft den Dienst als Fixpunkt anbieten will, nicht nur um die Seniorinnen und Senioren zu verköstigen, sondern auch um den sozialen Kontakt zu fördern.
„Noch war nicht alles perfekt, aber wir haben einen Plan“, schreibt der sichtlich zufriedene und motivierte Bürgermeister, Martin Ausserdorfer, nach dem Testtag auf Facebook. Bisher gab es in St. Lorenzen noch keine Seniorenmensa, wohl aber habe man Erfahrungen mit der Schulmensa gesammelt, sprich seit vergangenem Jahr können die Schülerinnen und Schüler an allen Schultagen dort speisen. Dafür wurde die Kindergartenküche erweitert, und, um die Kosten niedrig zu halten, übernehmen die Eltern in Rotation die Aufsicht. „Ein Riesenerfolg“, wie Martin Ausserdorfer das familienfreundliche Angebot resümiert. Naheliegend für die Gemeinde also, ein entsprechendes Angebot auch auf die Seniorinnen und Senioren auszudehnen. Denn warum soll eine Seniorenmensa nicht auch in einer Landgemeinde möglich sein, so die Überlegung des Bürgermeisters und seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Die Testphase, derzeit noch in der Schulmensa angesiedelt, stieß ebenfalls auf großen Zuspruch. Bezahlt wird für das Essen ein symbolischer Betrag, und angesprochen waren auch „jüngere“ Seniorinnen und Senioren, die bereitwillig auch Hand anlegten, etwa bei der
ROSENAKTION DER KREBSHILFE
EIN ZEICHEN DER SOLIDARITÄT
Auch heuer war die Rosenaktion der Südtiroler Krebshilfe, Bezirk UnterpustertalAhrntal-Gadertal, ein großer Erfolg. Die traditionelle Osterinitiative dient dazu, Menschen mit einer Tumorerkrankung zu unterstützen und wichtige Hilfsangebote mitzufinanzieren.
Ein herzliches Dankeschön gilt der Gärtnerei Niedermair in St. Lorenzen für die wertvolle Unterstützung sowie den zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die beim Vorbereiten, Verpacken, Verteilen und Verkaufen der Rosen mitgeholfen haben. Besonders bedanken möchten sich die Initiatoren bei allen Menschen, die durch den Kauf
Essensausgabe oder beim Verräumen der Teller. „Eine positive Erfahrung für uns alle, dieses Miteinander, das gegenseitige Helfen und das Füreinander da sein“, schwärmt Ausserdorfer. Denn darum geht es schlussendlich auch: Eine Seniorenmensa soll keine reine Essensausgabe sein, sondern auch eine Möglichkeit zum Austausch, Zeit miteinander zu verbringen, Kontakte zu knüpfen, der Einsamkeit entgegenzuwirken. Ab Herbst soll das Mensaprojekt dann fix mehrere Tage die Woche starten. Geplant ist in absehbarer Zeit aber das Messnerhaus zu sa-
nieren und die Mensa dorthin zu verlegen. Ab dann steht nämlich eine Infrastruktur zur Verfügung, die es erlaubt, den Essensdienst auch an weiteren Wochentagen anzubieten und es den Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, auch über das Mittagessen hinaus dort zu verweilen, zu ratschen, Karten zu spielen usw. Noch sind Seniorenmensen rar gesät bei uns, und dementsprechend hat St. Lorenzen ein tolles Projekt aus der Taufe gehoben, das hoffentlich noch viele Nachahmerinnen und Nachahmer in den Gemeinden des Pustertals findet! // Judith Steinmair
einer Rose ihre Solidarität gezeigt haben. Ihre Unterstützung macht es möglich, Betroffenen konkrete Hilfe anzubieten.
„Vergelt’s Gott“ allen, die zum Gelingen dieser wertvollen Aktion beigetragen haben. // rewe
• HEILSITZUNGEN
• ATLASREPONIERUNG
• COACHING IN PRÄSENZ & ONLINE
• CORE COACHING
MARION GRIESSMAIR
PRAXIS FÜR GEISTIGES HEILEN UND FUTURE - COACHING
Endlich wieder frei von Migräne und entspannt im Nacken
Wachst du morgens häufig mit Kopfschmerzen auf oder wirst in stressigen Situationen plötzlich von Migräne überrascht? Fühlt sich dein Nacken oft verspannt, unbeweglich oder blockiert an?
Die Lösung kann eine Atlasreponierung sein.
Typische Beschwerden wie Übelkeit, Lichtund Geräuschempfindlichkeit, pochende Schmerzen, Schwindel, Konzentrationsprobleme oder das Gefühl von Überforderung kennen viele Betroffene nur zu gut. Oft liegt die Ursache in einer Fehlstellung des Atlas, dem obersten Halswirbel. Bereits kleinste Verschiebungen können starke Kopfschmerzen, Migräne sowie Nackenverspannungen auslösen. Da der Atlas eng mit dem gesamten Körper verbunden ist, können sich Fehlstellungen zusätzlich auf Bewegungsapparat, Organe und das Nervensystem auswirken. Mögliche Folgen sind unter anderem Beschwerden in Hüfte oder Knien, Schlafprobleme, Verdauungsbeschwerden oder entzündliche Prozesse.
Bei der karmischen Atlasreponierung (KAR) wird mit gezielten Heilimpulsen gearbeitet, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und den Atlas wieder in seine natürliche Position zu bringen. Die Behandlung ist sanft, sicher und vollkommen schmerzfrei. Häufig nehmen Migräne, starke Kopfschmerzen und Nackenverspannungen deutlich ab oder verschwinden sogar ganz. Viele Menschen fühlen sich danach beweglicher, klarer und wieder belastbarer im Alltag.
Du darfst dich von Schmerzen verabschieden, die dich schon lange begleiten.
Wenn du Interesse an einer karmischen Atlaskorrektur hast, melde dich gerne bei mir. In meiner Praxis biete ich diese Methode an und beantworte jederzeit gerne deine Fragen.
Ich freue mich auf dich! Marion Griessmair
MODERNE ZAHNMEDIZIN
Abb. 1: Vor der Behandlung, frontal
Abb. 3: Vor der Behandlung, links
Abb. 5: Vor der Behandlung, rechts
Abb. 2: Nach der Behandlung, frontal
Abb. 4: Nach der Behandlung, links
Abb. 6: Nach der Behandlung, rechts
Kieferorthopädie:
Diese Patientin kam im Alter von 16 Jahren in die Praxis und hatte folgende Diagnose:
• Kl II/1 Verzahnung um eine volle Prämolarenbreite
• Tiefbiss
• Unterkieferrücklage
• Platzmangel im Ober- und Unterkiefer
Die Behandlung erfolgte mit einer festsitzenden Apparatur. Die Behandlungsdauer betrug 20 Monate. In dieser Zeit konnten alle Fehlstellungen behoben werden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Josef Willeit und Dr. Paul Willeit
Dr. Josef Willeit
Facharzt für Zahn-, Mund- & Kieferheilkunde Facharzt für Kieferorthopädie
Manche nennen ihn ein Mysterium, andere eine Provokation und für viele ist er eine echte Delikatesse: Der Ahrntaler Graukäse, einst fast vom Aussterben bedroht, ist von den lokalen Speisekarten nicht mehr wegzudenken. Martha Hofer aus St. Johann gehört zu den Menschen, die ihn heute mit viel Herzblut herstellen. Bei der 70-Jährigen reicht dazu die Milch von einer Kuh.
Von den Felswänden tropft kondensiertes Wasser im Vorbeigehen auf die Köpfe. Der scharfe Geruch von Ammoniak brennt in der Nase. Der lange Tunnel aus Naturstein ist kein Ort, an dem es besonders gemütlich ist. Aber für Käse ist der Bunker von Hubert Stockner eine Art Wellnesstempel. Aufgereiht in Regalen voller Holzbretter reifen Pecorino, Schweizer Berg- und Blauschimmelkäse vor sich hin. Affinieren nennt man das in der feinen Käsersprache. Alt werden als Auszeichnung? Wer wünscht sich das nicht. Nur der Graukäuse, sonst so typisch für das nahe Ahrntal, ist im Bunker in Montal nicht zu finden. „Der Graukäse hat hier nicht getan”, sagt Stockner und lacht. Wen wundert es? Wenn der bekannteste Käse aus dem Ahrntal nur ein bisschen so ist, wie die Menschen, die dort leben, dann lässt er sich bestimmt nicht verbiegen.
KLEINE MENGE, GROSSE WIRKUNG
Martha Hofer jedenfalls hat schon immer ihr eigenes Ding gemacht. Mit einem Sieb aus Stahl schöpft die 70-Jährige die weiße Masse aus dem großen Kessel und lässt sie abtropfen. Die Milch hat sie schon entrahmt und Butter daraus geschlagen. Was dabei übrig bleibt, ist eigentlich ein Abfallprodukt. Doch einmal sauer geworden, machen die Menschen im Ahrntal daraus schon seit Jahrhunderten Käse. Eine Kuh liefert beim Hirner in
Martha Hofer, 70, kommt beim Hirner in St. Johann zur Welt, wo sie bis heute lebt. Die gelernte Verkäuferin führt die kleine Bauschaft zusammen mit ihrem Mann.
Gesunde Ernährung ist ihr schon immer wichtig. Als die Kinder klein sind, fängt sie an, vieles selbst herzustellen. Marmeladen, eingemachtes Gemüse, Säfte, der Graukäse kommt als eines von vielen Produkten dazu. Die Mengen an Laiben, die ihre kleine Manufaktur verlassen, ist seit jeher gering, aber der Erfolg schnell groß. Hofer gewinnt die Vergleichsverkostung bei den Ahrntaler Graukäsetagen und erzählt Journalistinnen und Journalisten aus der ganzen Welt von diesem autochthonen Produkt. Nach ihrem Markenzeichen gefragt, muss sie nicht lange überlegen. „Die Hygiene”, sagt sie, „deshalb ist der Käse auch eher mild.” Der Käse ist zu ihrer Leidenschaft geworden, auch wenn sie sich das selbst nie hätte vorstellen können. Ihre Kinder werden die Produktion nicht weiterführen. Doch Hofer ist sicher, dass andere kommen werden, denen der Käse am Herzen liegt wie ihr. //
St. Johann den Rohstoff. 25 Liter Milch sind es, das reicht für einen Laib Käse mit ungefähr zwei Kilo. Nicht gerade die Menge, die man sich auf einem Bauernhof erwarten würde. Doch die Bauschaft ist längst nur noch ein Nebenerwerb. Ihren Produktionsraum hat Martha Hofer im Wohnhaus untergebracht. Das unterscheidet sie von den meisten Produzenten im Tal, die ihren Käse noch vielfach auf den Almen im Sommer herstellen. Die Fliesen an der Wand, der Boden, die Arbeitsflächen, alles blitzeblank geputzt.
Alle
Fotos: Harald
Wisthaler
GRAUKÄSE? LANGE UNTERSCHÄTZT
Akkurat gestylte kurze Haare, blauer Arbeitskittel, eine Kostprobe des Graukäses für danach schon vorbereitet – Martha Hofer ist eine aufgeräumte und zurückhaltende Person. Aber wenn sie vom Graukäse erzählt, kommt sie schnell ins Schwärmen. Weil er so mager ist, viel Eiweiß hat und kein Cholesterin. Die Gesundheit war ihr schon immer wichtig. Als die Kinder klein waren, fing die gelernte Verkäuferin an, fast alles selbst herzustellen. Der Käse war nur ein Produkt von vielen, für den eigenen Gebrauch. So hat es schon die Mutter gemacht, und als diese krank wurde und die Arbeit in der kleinen Küche nicht mehr schaffte, fing eben sie damit an. Ende der Geschichte, wenn nicht Martin Pircher plötzlich vor der Tür gestanden wäre.
Pircher, der den elterlichen Supermarkt in Sand in Taufers übernommen hatte, wollte seinen Kunden einen Grund geben, warum sie bei ihm einkaufen. 132 Käsesorten nahm er ins Angebot. Das liebste Kind im Sortiment? Der Graukäse. Nur kannte ihn außer den Menschen im Tal niemand. Und diese, wie war das nochmal mit dem Propheten im eigenen Land, schätzten ihn nicht mal besonders. Heute würde man sagen: schlechtes Image. Wer will schon einen Käse essen, den fast nur noch alte Menschen auf den Höfen herstellen und der als Arme-LeuteEssen gilt?
EIN JA MIT FOLGEN
In einem Fernsehbeitrag sollte Martha Hofer über ihren Käse erzählen, so hatte sich Martin Pircher das vorgestellt. Heute kann sie über die Bitte herzlich lachen. Als man da-
mals in der Stube zusammenkam, um über das Vorhaben zu sprechen, war die Situation nicht gerade entspannt. Irgendwann sagte Martha zu, obwohl sie eigentlich nicht wollte. Denn sonst wäre der Kaufmann ja nicht mehr gegangen. Absagen kann man immer noch, dachte sie.
So routiniert wie Martha Hofer ihre Geschichte erzählt und nebenbei den Käse macht, lässt vermuten, dass es dann doch etwas geworden ist mit dem Fernsehbeitrag. „Ja”, sagt sie plötzlich und lacht, „bei mir waren Journalisten aus Brasilien, New York, Spanien, Australien, Norwegen. 80, um genau zu sein.” Auch heute wird sie in das kleine Buch mit dem braunen Umschlag einen neuen Namen eintragen.
MEHR ALS MILCH UND SALZ
Buch führen, das liegt ihr. Mit jedem Laib Käse, den sie in der kleinen Küche hergestellt hat, lernte sie dazu und notierte ganz genau, was dieses Mal anders war. Am Ende kam ihr ganz eigenes Graukäse-Rezept heraus. Man möchte meinen, dass Käse, der nur aus sau rer Milch und etwas Salz besteht, nicht so unterschiedlich schmecken kann. Bei den mittlerweile zum Branchentreff entwickelten Graukäsetagen kann man sich vom Gegenteil überzeugen. Eine Jury und das Publikum be werten dort in Blindverkostungen die einge reichten Laibe. Was den Experten schmeckt, ist oft nicht das, was das Publikum liebt. Manche mögen den Graukäse ganz weiß. Für andere muss der Farbanteil genau hälf tig sein zwischen gelb und weiß. Und ande re wiederum essen ihn erst dann, wenn er sprichwörtlich grau geworden ist und ein scharfer Geruch aus seinen Poren strömt. Es
gibt speckige Graukäse mit Heuaromen oder topfige mit einer schönen Balance mit feiner Säure. Das wissen längst auch die Köchinnen und Köche der Südtiroler Spitzengastronomie. Ein gutes Beispiel, wie sehr sich eine Auszeichnung zum Presidio auswirken kann. 2005 ernannte Slow Food den Graukäse zum schützenswerten Produkt.
AUS LEIDENSCHAFT
Hat Graukäse einen Charakter? Genügsam ist er. In die Käseform gebracht, muss man ihn nur einmal am Tag umdrehen. Mehr Zuwendung braucht er nicht. Und doch ist mit ihm kein großes Geld zu verdienen. „Alleine deshalb macht kaum jemand Graukäse”, sagt Martha. Aber warum macht man es dann? Für die Antwort lässt sie sich lange Zeit. „Der Käse ist eine echte Leidenschaft geworden.”
Man könnte sagen, Martha und der Graukäse sind in den vergangenen Jahrzehnten an ihrer Aufgabe gereift. // Verena Duregger
50 Shades of Graukäse: Weiß, weiß-gelb oder ganz rass – bei der Spezialität entscheidet der Geschmack. Martha Hofer produziert eine milde Variante.
Alle sieben schaffen die Qualitätszertifizierung
Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung wurden an der Wirtschaftsfachoberschule (WFO) Bruneck die Leistungen der Übungsfirmen des Schuljahres gewürdigt. Besonders erfreulich: Alle sieben teilnehmenden Übungsfirmen der WFO Bruneck, WFO Innichen und der italienischen Oberschule aus Bruneck bestanden das Qualitätsaudit und erhielten das begehrte Qualitätszertifikat. Das ist ein Erfolg, der das große Engagement von Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen unterstreicht.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von einer inklusiven Musikgruppe, die mit ihrem Auftritt für einen stimmungsvollen Auftakt sorgte. Begrüßt wurden die Anwesenden von WFO-Direktor Markus Hilber. Die Zertifikate und die Prämierungen wurden von Prof. Martin Winkler überreicht.
In ihren Grußworten betonten die Verantwortlichen den hohen Stellenwert der Übungsfirmen für die Ausbildung. Direktor Markus Hilber lobte insbesondere die professionelle Kommunikation, die engagierte Zusammenarbeit sowie die erfolgreiche
Hausmesse als besonderen Höhepunkt des Schuljahres. „Alle nehmen wertvolle Erfahrungen für das spätere Berufsleben mit“, betonte er.
Auch Piero Benedetto zeigte sich erfreut über die Leistungen der Schülerinnen und Schüler. Die Zertifizierung sei jedes Jahr mit großem Aufwand verbunden und ein wichtiges Qualitätsmerkmal der WFO. Dass alle sieben Übungsfirmen die Anforderungen erfüllt hätten, sei keineswegs selbstverständlich und verdiene besondere Anerkennung.
Die „Big Store“ von der Klasse 4E WI der WFO Bruneck.
Die Übungsfirma „Bürodillo“ von der 4B der WFO Bruneck.
„Frozen Fast Food“ von der Klasse 4C der WFO Bruneck
„Gourmet‘s World“ von der Klasse 4A der WFO Bruneck.
rewe
„Come in Travel“ von der Klasse 4A der WFO Innichen. rewe
„New Dimension“ von der Klasse 4D der WFO Bruneck.
Die Übungsfirma „Promotique“ der italienischen Oberschule von Bruneck. rewe
DAS AUDIT ALS ADELUNG
MERANO TEATRO FESTIVAL FESTIVAL DL TEATER DE MARAN
Uraufführung
Das Schweigen der Stadt
MERAN – oberhalb der Gärten von Schloss Trauttmansdorff 02.– 20.Juli 2026
Beginn: 21 Uhr
Einlass: 19 Uhr mit Gastro
Ticketpreise: Kategorie 1 | 28 €
Kategorie 2 | 25 €
Gratis Parkplätze bei den Gärten von Schloss Trauttmansdorff
Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten die Übungsfirmen ihre erfolgreichsten Projekte und Erfahrungen. Vertreten waren die WFO-Unternehmen „Big Store“, „Bürodillo“, „Frozen Fast Food“, „Gourmet’s World“, „New Dimension“ (alle WFO Bruneck) sowie „Come In Travel“ der WFO Innichen. Auch die Übungsfirma „Promotique“ der italienischen Oberschule stellte ihre Tätigkeiten vor und hob insbesondere die Förderung der Sprachkompetenzen durch die Arbeit in mehreren Fremdsprachen hervor. Seit vielen Jahren besteht zudem eine enge Zusammenarbeit der WFO Bruneck mit der Raiffeisenkasse Bruneck, die auch heuer
wieder das digitale Finanzquiz unterstützte. Dabei setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit lebensnahen Fragestellungen rund um Finanzplanung, Vorsorge und verantwortungsvollen Umgang mit Geld auseinander. Insgesamt nahmen fünf vierte Klassen mit 27 Teams teil.
Die Veranstaltung machte einmal mehr deutlich, welchen hohen Stellenwert das praxisnahe Lernen an der WFO in Bruneck und Innichen hat. Die erfolgreichen Zertifizierungen unterstreichen darüber hinaus die Qualität der Übungsfirmen und das starke Engagement aller Beteiligten. Gut gemacht und weiter so! // Reinhard Weger
Große Freude herrschte auch bei der Prämierung der Sieger beim digitalen Finanzquiz. rewe
DIE SIEGER DES FINANZQUIZ WURDEN EBENFALLS AUSGEZEICHNET:
» 1. Platz: Team „Friday For Freibier“ (Klasse 4B)
» 2. Platz: Team „Löwe der König“ (Klasse 4C)
» 3. Platz: Team „Cilly“ (Klasse 4A)
» 3. Platz: Team „Caro“ (Klasse 4E)
DER FRISCHE GENUSS AUS DEN BERGEN
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Mila SKYR, inspiriert von der isländischen Tradition, zeichnet sich durch seine besonders cremige und samtige Konsistenz aus. Hergestellt aus Südtiroler Milch und ausgewählten Zutaten, überzeugt er mit seinem frischen, natürlichen Geschmack. Proteinreich und fettarm bietet er ein einzigartig cremiges Genusserlebnis.
Die Botanik-Safari
ERSTE BRUNECKER „WOCHE DER ARTENVIELFALT“
ZWISCHEN WILDBIENEN UND WIESENKRÄUTERN
Mit einem abwechslungsreichen Programm und großem Interesse aus der Bevölkerung ging die erste Brunecker Woche der Artenvielfalt erfolgreich über die Bühne. Ziel der Veranstaltungsreihe war es, die heimische Tier- und Pflanzenwelt erlebbar zu machen und das Bewusstsein für den Wert der Biodiversität zu stärken.
Den Auftakt machte am 18. Mai 2026 ein informativer Vortrag von Andrea Wenger vom Beratungsring Berglandwirtschaft (Bring). Sie zeigte auf, wie ein naturnah bewirtschafteter Gemüsegarten durch Fruchtwechsel, gezielte Düngung und schonende Pflege gesund und widerstandsfähig bleibt. Besonderes Augenmerk legte sie auf die Bedeutung heimischer Blühpflanzen, die zahlreichen Nützlingen Nahrung und Lebensraum bieten. Auch mehr Natürlichkeit und etwas „Unordnung“ im Garten könnten einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten.
Am 20. Mai führte der Biologe Alois Fundneider die Teilnehmenden bei einer „Botanik-Safari“ über die Dietenheimer Weide. In der artenreichen Kulturlandschaft erhielten die Interessierten spannende Einblicke in die heimische Pflanzenwelt. Beim gemeinsamen Sammeln und Bestimmen von Kräutern und Gräsern wurde deutlich, wie wichtig die Pflege solcher Flächen für den Erhalt der biologischen Vielfalt ist.
Den Abschluss bildete am 23. Mai ein bunter Familientag. Bei der Informationsveranstaltung „Die Welt der Bienen hautnah“ konnten Kinder Imkeranzüge ausprobieren, Wachs
verarbeiten und frischen Honig verkosten. Gemeinsam mit der Stadtbibliothek Bruneck und dem Imkerverein Bruneck wurden zudem erneut insektenfreundliche Samen und Pflanzen verteilt.
VIEL NEUES ENTDECKT
Im Rita-Levi-Montalcini-Park begaben sich zahlreiche Kinder bei der „Mission Artenvielfalt“ mit Kescher und Becherlupe auf Entdeckungstour. Begleitet wurden sie von Oriana Sturiale vom Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) des Bildungshauses Kloster Neustift. Mit viel Begeisterung vermittelte sie Wissenswertes über die Welt der Insekten und weckte bei den jungen Naturforschern Neugier und Staunen.
Dabei konnten zahlreiche Insektenarten beobachtet werden, darunter sogar drei verschiedene Bläulingsarten. Für besondere Begeisterung sorgte der Fund einer Wildbiene, der sowohl Kinder als auch Erwachsene faszinierte.
„Ein großes Dankeschön gilt allen, die mit viel Engagement zur ersten Brunecker Woche der Artenvielfalt beigetragen haben. Ich freue mich sehr über die Neugier und Begeisterung,
Austausch mit dem Imkerverein Bruneck und Stadträtin
mit der Groß und Klein teilgenommen haben. Besonders schön waren die vielen leuchtenden Kinderaugen bei der Entdeckungsreise durch den Biodiversitätspark – denn genau so wird das Bewusstsein für den Wert unserer Natur geweckt“, zieht Umweltstadträtin Stefanie Peintner eine positive Bilanz. Die gelungene Premiere hat gezeigt, wie groß das Interesse an Natur- und Umweltthemen in Bruneck ist – und wie wichtig es ist, die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür sichtbar und erlebbar zu machen.
// Elisabeth Moser
Bei der Präsentation der Honigrahmen gab es ebenfalls viel zu entdecken.
Stefanie Peintner.
Biologe Alois Fundneider gab tolle Einblicke.
Vortrag mit Andrea Wenger
Die Vorstandsmitglieder, Rechnungsprüfer und Mitarbeitenden des Tourismusvereins von Olang.
TOURISMUSVEREIN OLANG
VIELE PROJEKTE FÜR GÄSTE UND EINHEIMISCHE
Bei der Vollversammlung des Tourismusvereins Olang blickten Präsidentin Daniela Gasser und Direktor Matthias Santer gemeinsam mit Vorstand und Mitarbeiterteam auf das Jahr 2025 zurück und stellten die Schwerpunkte für die kommenden Monate vor. Im Mittelpunkt standen zahlreiche Projekte, die sowohl den Tourismus stärken als auch der Bevölkerung zugutekommen.
Besonders erfolgreich entwickelte sich der „Call-Bus Olang“, der zwischen November 2025 und April 2026 bereits mehr als 13.000 Fahrten verzeichnete. Das flexible Mobilitätsangebot soll künftig auch den Furkelpass anbinden und damit weitere Ausflugsziele bequem erreichbar machen.
Großen Stellenwert nehmen weiterhin Veranstaltungen und Erlebnisangebote ein. Formate wie „Hof & Hand“, „Wein- und Bierleben“, das Speckfest am Kronplatz oder die Winterveranstaltungen „Fire on Snow“ und „La Fiaccolata“ fördern Begegnungen, regionale Wertschöpfung und das Gemeinschaftsleben. Neu geplant sind unter anderem ein Public Viewing zur Fußball-WM sowie der Wildlife-Kids-Cup für Familien und Kinder. Auch die Unterstützung der lokalen Wirtschaft bleibt ein wichtiger Schwerpunkt. Mit dem Projekt „Plug&Play Pages“ erhalten kleinere Betriebe die Möglichkeit, ihre digitale Präsenz professionell auszubauen.
LIEBLINGSPLÄTZE UND NACHHALTIGKEIT
Investiert wird zudem in die Lebensqualität vor Ort: Im Rahmen des Projekts „Dein neuer Lieblingsplatz“ wurden bereits zahlreiche Sitzbänke erneuert, Wanderwege aufgewertet und mit dem Projekt Trail Ranger Olang soll die Betreuung und Pflege der Wege weiter verbessert werden.
Ein zentrales Zukunftsthema bleibt die Nachhaltigkeit. Olang arbeitet derzeit am Nachhaltigkeitslabel „Südtirol Level 3“ und setzt dabei auf Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, Natur- und Umweltschutz, Barrierefreiheit sowie nachhaltige Veranstaltungsorganisation.
Im Rahmen der Vollversammlung wurde einmal mehr deutlich, dass der Tourismusverein Olang die Entwicklung der Destination als Ge-
meinschaftsaufgabe versteht. Das soll mit verschiedenen Projekten umgesetzt werden, die Gästen attraktive Angebote bieten und gleichzeitig die Lebensqualität der Einheimischen stärken. // rewe
Zugezogen, zurückgekehrt und angekommen
Vor etwas mehr als zwei Jahren wurde der Welcome Service Pustertal als Pilotprojekt im Rahmen des Interreg-Programms „Dolomiti Live“ aus der Taufe gehoben (die PZ hat berichtet). Ziel dieser Servicestelle ist es, dem Fachkräftemangel im Pustertal entgegenzuwirken, indem zuziehende Arbeitskräfte beispielsweise bei der Bürokratie, bei der Anmeldung beim Gesundheitsdienst oder bei der Suche nach Wohnmöglichkeiten oder Sprachkursen unterstützt werden. Unlängst wurde bei einer Podiumsdiskussion im Nobis in Bruneck dann auch der Frage nachgegangen, wie genau der Welcome Service dem Arbeits- und Fachkräftemangel begegnet, was die Hürden, aber auch was die Aussichten sind.
Das Pustertal steht mit dem Problem beileibe nicht alleine da. Wie in vielen ländlichen Regionen Europas ist auch hier der wachsende Fach- und Arbeitskräftemangel unter anderem bedingt durch den demografischen Wandel, die Abwanderung in städtische Zentren und eine niedrige Geburtenrate. Viele Unternehmen setzen deshalb auf die Anwerbung von Fachkräften von außerhalb der Region. Doch das allein genügt nicht: Wer herzieht, braucht Unterstützung – bei der Wohnungssuche, bei bürokratischen Schritten, beim Spracherwerb und beim sozialen Ankommen. Ohne diese Unterstützung kehren Neuzugezogene häufig wieder zurück. Genau hier setzt der Welcome Service an. In den knapp zwei Jahren seines Bestehens wurden 92 Anfragen bearbeitet, wobei das Thema Wohnen fast die Hälfte der Beratungen ausmacht. Aber neben Bürokratie und ähnlichem legt der Dienst Wert auf soziale Vernetzung und organisiert und unterstützt beispielsweise Stadtführungen, Wanderungen oder Informationsabende u.ä, um den Menschen das Ankommen in der lokalen Gemeinschaft zu erleichtern.
ARBEITS- UND FACHKRÄFTEMANGEL
Bei der Veranstaltung im NOBIS präsentierte das Regional Management LAG Pustertal die Ergebnisse des zweijährigen Pilotprojekts nun der Öffentlichkeit. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Forschung und Wirtschaft diskutierten zunächst über die Herausforderungen sowie über die Chancen rund um Fachkräftezuzug und Willkommenskultur in der Region. Anschließend wurden über Erfahrungen und konkrete Ansätze aus den Pilotbetrieben im Pustertal, in Osttirol und im Alto Bellunese berichtet, sowie das Carinthian International Center vorgestellt, das als Vorzeigemodell gilt.
Von links: Irmgard Hitthaler (Koordinatorin RMP), Peter Rech (Industriellen-Bezirksvertreter), Elisa Golser (Projektverantwortliche RMP) und Hannes Niederkofler (Präsident RMP). RMP
AUSZÜGE AUS DER
PODIUMSDISKUSSION
Beim gemeinsamen Gespräch betonte Peter Rech vom Unternehmerverband, dass der Wohlstand unseres Landes auch auf der Exportstärke der 500 Mitgliedsbetriebe beruhe. Diese bräuchten für ihre weltweite Wettbewerbsfähigkeit dringend mehrsprachige und erfahrene Fachkräfte. Um überhaupt attraktiv zu bleiben., bieten viele Betriebe bereits umfangreiche Benefits wie Sozialzusatzversicherungen oder flexible Arbeitszeitmodelle an. Grundsätzlich wurde bei der Podiumsdiskussion festgestellt, dass man nicht mehr nur von einem Mangel an hochqualifizierten Fachkräften sprechen kann, sondern mittlerweile herrscht ein allgemeiner Arbeitskräftemangel, der alle Sektoren betrifft. Johanna Mitterhofer von der EURAC verdeutlichte
den massiven Anstieg der Abwanderung: Zwischen 2020 und 2025 verließen rund 7.000 Menschen das Land in Richtung Österreich, Deutschland oder die Schweiz – vor 15 Jahren waren es im gleichen Zeitraum nur 1.500 Personen. Besonders betroffen seien dabei junge Erwachsene zwischen 25 und 40 Jahren. Die Gründe für das Nicht-Zurückkehren seien für Akademiker vielfach das Fehlen spezialisierter Arbeitsplätze. Hannes Niederkofler, Präsident des RMP, verwies, wie auch alle anderen Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer, auf die wohl größte Hürde, nämlich die Wohnungsnot. Ohne angemessene und bezahlbare „eigene vier Wände“ verliere man Mitarbeiter nach kurzer Zeit wieder, egal wie gut der Job ist. Landesrätin Magdalena Amhof unterstrich indes, dass der Ausbau der Hochschulbildung
eine wichtige Strategie sei. Neue Fakultäten, wie die für Ingenieurswissenschaften in Bozen oder der Lehrgang für Medizin (in Kooperation mit der Università Cattolica), sollen junge Talente im Land halten oder nach Südtirol locken. Für September ist zudem eine umfassende Studie geplant, welche die genauen Gründe für Abwanderung und Rückkehr (insbesondere bei ehemaligen Maturantinnen und Maturanten) untersuchen soll, um gezieltere Maßnahmen entwickeln zu können. Ein zentraler Punkt der Diskussion war auch die Unterscheidung zwischen wirtschaftlicher Integration und sozialer Inklusion. Viele Menschen wandern wieder ab, weil sie keinen gesellschaftlichen Anschluss finden oder sich nicht wertgeschätzt fühlen. Umso wichtiger erscheint also ein Welcome Service!
EINBLICKE IN NACHBARREGIONEN
In der bellunesischen Agordino-Region liegt der Schwerpunkt auf dem „Sportello Abitare“, da sich neben der Arbeit vor allem Transport und der Wohnraum als kritische Faktoren für das Leben in den Bergen herausgestellt haben. In Osttirol setzt die Innos GmbH auf das Netzwerk „Obus“ (Osttiroler weltweit), um Kontakt zu Abge-
wanderten zu halten und deren Know-how als Botschafter für die Region zu nutzen. In Kärnten betreibt das „Carinthian International Center“ (CIC) das „Dual Career Program“, welches auf die Erkenntnis hinausläuft, dass Fachkräfte nur dann bleiben, wenn auch deren Partner einen adäquaten Job finden, da das Risiko einer Abwanderung sonst extrem hoch ist.
TOURISMUSGENOSSENSCHAFT HOCHABTEI/ALTA BADIA
Die Veranstaltung endete mit dem Fazit, dass Integration nicht nur ein willkommener Zusatz ist, sondern eine wesentliche Voraussetzung für den Wirtschaftsstandort. Es reicht nicht mehr aus, Arbeitskräfte nur anzuwerben, es braucht auch professionelle Strukturen für das Ankommen und Bleiben, die das gesamte familiäre System mitdenken. // jst
DER NEUE VERWALTUNGSRAT IST GEKÜRT WORDEN
Bei der Generalversammlung der „Tourismusgenossenschaft Alta Badia“ im Kulturhaus von Abtei/La Villa stand die Neuwahl des Verwaltungsrates für die Amtsperiode 2026 bis 2029 im Mittelpunkt. Die Mitglieder bestätigten zudem den Jahresabschluss 2025 und erhielten einen Überblick über die wichtigsten Projekte und Entwicklungen der vergangenen Jahre.
Der neue Verwaltungsrat setzt sich aus Vertretern der verschiedenen touristischen und wirtschaftlichen Kategorien des Tales sowie den Gemeinden Corvara, Badia und La Val zusammen. Gewählt wurden: Christian Pescollderungg, Eveline Complojer Irsara, Silvia Crepaz, Stefano Pezzei, Daniel Costa, Egon Pescollderungg, Hanspeter Pitscheider, Stefan Costa, Elmar Castlunger, Armin Vittur, Daniel Frenes, Christof Irsara, Manfred Vallazza, Markus Valentini sowie Bürgermeister Roman Crazzolara. In der ersten Sitzung werden Präsident, Vizepräsidenten und Ausschuss bestimmt.
Direktor Max Nagler und Alta-BadiaBrand-Direktor Roberto Huber blickten auf die Entwicklung der Destination zurück. Schwerpunkte waren Investitionen in Infra-
struktur, Wanderwege und Mobilität, neue Angebote für Einheimische sowie die nachhaltige Ausrichtung der Destination. Vorgestellt wurden auch neue Mobilitätsprojekte, darunter zusätzliche Express-Shuttles innerhalb des Tales und die Einrichtung eines Mobilitätsbüros. Ein weiteres Thema war die Anpassung der Mitgliedsbeiträge. Nach eingehender Ana-
lyse wurde eine an die Inflation angepasste Neuregelung beschlossen, die ab Januar 2027 in Kraft tritt.
Zum Abschluss der Versammlung wurden langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt: Jennifer Pitscheider für zehn Jahre, Monica Vallazza für 15 Jahre und Rene Pitscheider für 24 Jahre Tätigkeit bei der Tourismusgenossenschaft Alta Badia. // rewe
Von links: Christian Pescollderungg, Jennifer Pitscheider, Monica Vallazza und Max Nagler.
Freddy Planinschek
Das Pilotprojekt kommt im Pustertal gut an. Vor kurzem wurde wieder Bilanz gezogen. RMP
„Olla zin Golla“
So hieß es kürzlich bei Unionbau, dem Generalbauunternehmen aus Sand in Taufers. Und der Anlass war mehr als emotional, denn die Unionbau lud zu ihrem ersten Pensionisten-Treffen und nutzte die Gelegenheit, Danke zu sagen, denn ohne deren starke Leistung wäre das Traditionsunternehmen längst nicht dort, wo es heute, nach über 115 Jahren, eben ist. Ganze 37 Unionbau-Größen zwischen 61 und 88 Jahren waren mit dabei, die Stim-
mung selbst ebenso grandios. Peato und Joggl spielten auf, danach gabs Suppe und Gireaschtl, später noch eine gute Marende. Ein Watter durfte natürlich ebenso nicht fehlen und zwischendrin ein paar verdiente Ehrungen. Eine Sonderehrung beispielsweise für den taffen „Dschango“, der zwar seit 13 Jahren schon in Pension ist, aber doch noch immer wieder mit der Truppe und großer Freude Hand anlegt! Die beiden Unternehmer-Brüder Christoph
und Thomas Ausserhofer betonten sichtlich gerührt, wie schön es doch sei, einfach wieder mal zusammenzukommen, in altbekannte Gesichter zu schauen und einstige Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. „Unser Vati Siegfried wäre sicherlich stolz gewesen“, so Christoph, „mindestens genauso, wie wir es heute sind! Und nicht nur darauf, dass wir mit unseren Leuten immer noch so verbunden sind“, ergänzte er, „sondern auch, weil doch so mancher Opa in der Runde sitzt, wo auch Sohn und sogar Enkel zum echten Unionbauler geworden sind.“ Und mit von der Partie war auch Josef, der Onkel der beiden Brüder. Er war damaliger Mitgründer der Unionbau, ist heute selbst Pensionist und gedanklich immer noch sehr mit dem Unternehmen verbunden. // go
landes.zivildienst
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jugenddienst bruneck
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oktober 2026 bis mai 2027 [18-28 jahre] infos. www.vollleben.it, tel. 0474 410242 bewerbung. bis 3. juli - lukas@vollleben.it
oktober 2026 bis mai 2027 [18-28 jahre] infos. www.vollleben.it, tel. 0474 410242 bewerbung. bis 3. juli - lukas@vollleben.it PENSIONISTEN-TREFFEN BEI
Ein netter und zünftiger Ratscher durfte natürlich auch nicht fehlen...
Herzliche Gratulation von den Ausserhofers.
Beim „Golla“ ging vor kurzem des erste Pensionisten-Treffen der Unionbau über die Bühne.
DARF ICH JEMANDEN ENTERBEN?
§RA Dr. Stefanie Schuster Schramm-Tschurtschenthaler Anwaltskanzlei www.schramm.it
Die Frage, ob jemand enterbt werden kann, stellt sich nicht selten, insbesondere dann, wenn es innerhalb der Familie zu Konflikten kommt oder der Kontakt zu nahen Angehörigen abgebrochen ist. Doch wie weit reicht die Freiheit des Erblassers tatsächlich?
Grundsätzlich kann der Erblasser über die Verteilung seines Vermögens frei entscheiden. Eine vollständige Enterbung ist jedoch meist nicht zulässig
Vorrang haben die Rechte der sogenannten pflichtteilsberechtigten Erben, zu denen der Ehegatte, die Kinder und - wenn keine Kinder vorhanden sind - die Eltern des Verstorbenen zählen. Ihnen steht ein gesetzlich garantierter Mindestanteil am Nachlass zu. Beispiel: hinterlässt der Verstorbene seinen Ehegatten und zwei Kinder, erhält der Ehegatte ein Viertel des Nachlassvermögens, die beiden Kinder gemeinsam die Hälfte. Über das verbleibende Viertel kann der Erblasser frei verfügen.
Werden die pflichtteilsberechtigten Erben vom Erblasser nicht oder nicht vollständig berücksichtigt, können sie ihren Pflichtteil gegenüber den anderen Erben einfordern
Eine Einschränkung dieses Vorrangprinzips ist nur bei Vorliegen einer sogenannten Erbunwürdigkeit („indegnità a succedere“) möglich.
Demnach kann eine Person, selbst wenn sie pflichtteilsberechtigt ist, von der Erbfolge ausgeschlossen werden, wenn sie besonders schwere Verfehlungen gegenüber dem Erblasser begangen hat. Dazu zählen unter anderem:
- schwere Straftaten gegen den Erblasser oder dessen Familienangehörige (z.B. vorsätzlicher oder versuchter Mord);
- der Verlust der elterlichen Verantwortung über jene Person, deren Erbfolge betroffen ist;
- die Hinderung des Erblassers an der Errichtung, Abänderung oder am Widerruf eines Testaments; - die Unterdrückung, Verheimlichung oder Fälschung eines Testaments; - die Anfertigung oder die wissentliche Verwendung eines falschen Testaments.
Die geltenden Bestimmungen zeigen, dass das italienische Recht dem Schutz der Kernfamilie einen hohen Stellenwert einräumt. Umso wichtiger ist es daher, sich frühzeitig mit der eigenen Nachlassregelung auseinanderzusetzen und die vorhandenen rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten zu kennen.
Eine vorausschauende Regelung hilft dabei, den eigenen Willen bestmöglich umzusetzen und spätere, meist langwierige Konflikte unter den Hinterbliebenen zu vermeiden.
WENN STAATEN STEUERDATEN
AUSTAUSCHEN: Was Privatpersonen wissen sollten
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Dr. Ivan Preindl Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Ausserhofer & Partner www.ausserhofer.info
Der automatische Informationsaustausch zwischen den Staaten der Europäischen Union ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Instrument der steuerlichen Zusammenarbeit geworden. Grundlage dafür ist die Richtlinie 2011/16/EU, welche die Zusammenarbeit der Finanzbehörden regelt und im Laufe der Zeit durch mehrere sogenannte DAC-Richtlinien laufend erweitert wurde.
Ausweitung der steuerlichen Zusammenarbeit in der EU
Der Informationsaustausch zwischen den Finanzverwaltungen hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Ausländische Banken und Finanzinstitute übermitteln heute regelmäßig steuerlich relevante Informationen an ihre nationale Steuerbehörde, die diese Daten an den Staat der steuerlichen Ansässigkeit des Kontoinhabers weiterleiten. Der Austausch betrifft dabei nicht mehr nur klassische Bankkonten, sondern zunehmend auch digitale Plattformen und Krypto-Vermögenswerte. Auch außerhalb der EU erfolgt der automatische Austausch von Finanzdaten auf Grundlage des OECD-Standards, dem sich zahlreiche Staaten weltweit angeschlossen haben.
Welche Daten werden übermittelt und was bedeutet das für den Steuerpflichtigen?
Im Mittelpunkt stehen insbesondere Finanzkonten und Vermögenswerte im Ausland. Übermittelt werden unter anderem Name, Adresse, Kontonummer sowie Kontostände und Kapitalerträge, wie Zinsen oder Dividenden.
Für in Italien ansässige Steuerpflichtige hat dies konkret folgende Bedeutung: Wer Konten, Depots oder sonstige Vermögenswerte im Ausland hält, muss diese grundsätzlich im Rahmen der steuerlichen Erklärungspflichten für Auslandsvermögen in der Steuererklärung (Feld RW) angeben. Ebenso sind daraus erzielte Einkünfte ordnungsgemäß zu erklären. Durch den automatischen Informationsaustausch stehen diese Daten dem Steueramt heute in einem deutlich höheren Ausmaß zur Verfügung als noch vor einiger Zeit. Abweichungen zwischen den aus dem Ausland gemeldeten Informationen und der Steuererklärung können dadurch leichter erkannt und überprüft werden.
Praktische Auswirkungen für Steuerpflichtige
Für Steuerpflichtige mit Vermögen oder Investitionen im Ausland ist somit die steuerliche Transparenz in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Auslandsvermögen ist nicht mehr „außerhalb des Blickfelds“ der italienischen Finanzverwaltung, sondern Teil eines regelmäßigen Datenaustauschs zwischen den Staaten. Eine vollständige und korrekte Angabe in der Steuererklärung ist somit besonders wichtig, da Fehler oder Unterlassungen zu Kontrollmitteilungen und in weiterer Folge zu steuerlichen Anpassungen oder Sanktionen führen können. //
Auf dem Weg zur Brixner Hütte...
Tierpark Tisens
Blumen aus Meggi’s Garten in Pfalzen
Werner Plankensteiner aus Issing
Christian Rieder aus St. Johann
Jasmin Bergmeister aus Obervintl
Die erste Seerose in Kiens Monika Willeit
Andy Berger
Olanger Stausee
Franz Molling aus Bruneck
Elisa Jung aus Percha
St. Leonhard/Abtei
Sarah Unterberger aus St. Lorenzen
Salento/Apulien in voller Blütenpracht...
Peter Ausserdorfer aus St. Lorenzen
Krokus-Zeit in Heilig
Geist
Verena Steger aus St. Johann
„Unsere kleine Mimi“
Rainhard Unterkircher aus St. Peter im Ahrntal
Liebe Leserinnen und Leser,
schickt uns Eure schönsten, lustigsten, überraschendsten und/oder atemberaubendsten Bilder – wir zeigen sie dem Pustertal!
Die PZ behält sich das Recht vor, Inhalte und Fotos aus ethischen und anderen Gründen abzulehnen.
Spannende Geschichte
Landauf, landab halten derzeit die Eigenverwaltungen ihre Vollund Informationsversammlungen ab, um den Mitgliedern Rechenschaft über ihre Tätigkeit abzulegen. Die Eigenverwaltungen oder die Fraktionen, wie sie umgangssprachlich genannt werden verkörpern die bürgerlichen Nutzungsrechte, die alle Bürger und Bürgerinnen betreffen. Es handelt sich um Wiesen, Wälder, Wasserquellen und deren Nutzung und in manchen Fraktionen auch um Gebäude oder Elektrowerke. Die PZ hat einen Blick hinter die Kulissen gewagt.
Lange Zeit wurden diese Rohstoffe und Nutzflächen für Mensch und Tier gemeinsam und je nach Bedarf genutzt, standen sie doch ausreichend zur Verfügung. Durch den Siedlungsausbau und das Bevölkerungswachstum wurden allerdings die Weidegründe knapp
Superschnelles Glasfaser-Internet für Handwerksbetriebe. KON Fiber Pro liefert eine stabile Verbindung mit hoher Bandbreite für einen reibungslosen Arbeitsalltag. Auf Wunsch auch als digitales Komplettpaket mit Telefonie und passender Hardware. Ideal für kleine bis mittlere Betriebe, auch an mehreren Standorten.
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Das Buch zu den Eigenverwaltungen
und eine gesetzliche Regelung war notwendig, auch da Missbrauch durch den Adelsstand für Bauernproteste ge sorgt hatte. Rechtliche Bestimmungen sorgten für Ordnung und Rechtssicherheit.
Am meisten Eigenverwaltungen befinden sich im Pustertal und dem Vinschgau, die dort eine wertvolle Arbeit leisten. Denn mit einer Ansässigkeit von mindestens vier Jahren ist jeder Bürger und jede Bürgerin Nutznießer/in der bürgerlichen Nutzungsrechte. Diese werden gemeinnützig angewandt, wobei gemäß L.G. Nr. 16/1980 30% des restlichen Ertrages für die Erhaltung von Güterwegen oder für gemeinschaftliche Unternehmungen im Interesse der Landwirtschaft ausgegeben werden müssen, wofür das Verwaltungskomitee von der auf Landesebene am stärksten verbreiteten bäuerlichen Standesorganisation Vorschläge einholt.
VERÄNDERUNGEN MÜNDEN IN DEN LANDESVERBAND
Im Laufe der Jahrhunderte und durch die Veränderungen der Gesellschaft, den laufenden Generationswechsel und fortschreitende Industrialisierung ist das Wissen um die bürgerlichen Nutzungsrechte teilweise verloren gegangen. Ein wertvolles Nachschlagwerk zum Thema ist das Buch „Gemeinschaftlicher Besitz“, das die Geschichte und Gegenwart der Bürgerlichen Nutzungsrechte in Südtirol und dem Trentino beschreibt. Auch Kurioses wie den Villanderer Almstreit, der 500 Jahre andauerte oder den Moosstreit, der auf einer fünf Meter langen Pergamentrolle aufgezeichnet wurde, ist im Buch nachlesbar.
Im Jahr 2020 wurde von elf Fraktionen der „Landesverband der Eigenverwaltungen bürgerlicher Nutzungsgüter Südtirols“ als Genossenschaft gegründet. Alle weiteren Eigenverwaltungen sowie Gemeinden, die Nutzungsrechte verwalten, können Mitglied des Landesverbandes werden
Zum Geschäftsführer wurde Dr. Egon Mutschlechner – ein waschechter Pustertaler - bestellt. Er ist bestrebt, die Arbeit der Fraktionsverwaltungen transparent zu kommunizieren. // mg
Dr. Egon Mutschlechner
ERWALD KAISER AUS ST. JOHANN
„Das
Amt des Fraktionsvorstehers ist eine verantwortungsvolle Aufgabe“
Niemand verkörpert die Person des Fraktionsvorstehers mehr als Erwald Kaiser aus St. Johann. Seit nunmehr 25 Jahren steht er der Fraktionsverwaltung von St. Johann vor, er ist seinem Vater Karl Kaiser nachgefolgt, der dieses Amt über 50 Jahre verantwortungsbewusst ausgeübt hatte. Erwald Kaiser verwaltet ein Gebiet von 1.939 Hektar, das zur Hälfte aus Wald besteht. Eine weitreichende und kluge Entscheidung war der Bau des fraktionseigenen Elektrowerkes im Frankbach, welches im Jahr 2011 nicht ohne Schwierigkeiten in Betrieb genommen wurde.
PZ: Wie kommt man zur Funktion eines Fraktionsvorstehers?
Erwald Kaiser: Mein Vater war fünf Jahrzehnte in dieser Funktion tätig, so habe ich von zu Hause schon etwas dieser Arbeit mitbekommen. Da ich vorher auch schon für die Fraktion als Arbeiter tätig war, war mir das Aufgabenfeld schon bekannt und so habe ich ja gesagt, als ich gefragt wurde. Ich habe diese Rolle sozusagen geerbt (lacht). Rückblickend muss ich sagen, mein Vater hat sich nach seinem Rücktritt in meine Arbeit nie eingemischt, wenn ich ihn um Rat gefragt habe, hat er diesen erteilt aber immer mir die Verantwortung überlassen.
Worin besteht hauptsächlich die Arbeit des Vorstandes der Eigenverwaltungen?
Ich bin mit Unterstützung des Ausschusses in der Hauptsache Verwalter der Güter und des Besitzes. Eine große Aufgabe ist es zurzeit die durch Windwurf, Schneedruck
und Borkenkäfer geschädigten Wälder zu durchforsten und zu pflegen. Die fraktionseigenen Forststraßen in einer Länge von 29 Kilometern müssen instandgehalten werden, für Holzschlägerungen werden Lokalaugenscheine durchgeführt. Die Einberufung und Leitung der Sitzungen obliegt dem Vorsteher. Alles in allem geht mir die Arbeit nicht aus…
Die Fraktion St. Johann steht finanziell sehr gut da, wie werden die Gelder verteilt?
Ja, wir stehen dank der Einnahmen durch das E-Werk auf sicheren Füßen, auch wenn mit Ende des Jahres die Grünzertifikate auslaufen und wir demzufolge den Strom auf dem freien Markt verkaufen müssen. Da wir unsere Darlehen bis dahin alle liquidiert haben, wird sich an unserer Bilanz nicht viel ändern. 30 Prozent der Gelder müssen verpflichtend landwirtschaftlichen Interessen zu Gute kommen, damit unterstützen wir zum Beispiel Interessentschaften oder helfen beim Ankauf einer Maschine, die von mehreren Bauern genutzt wird. Mit dem finanziellen Überschuss unterstützen wir Projekte, die der Allgemeinheit dienen. Die Vereine des Dorfes erhalten einen jährlichen Beitrag, außerdem bestreiten wir auch einige Ausgaben der Kirche. Ich glaube sagen zu dürfen, dass wir recht großzügig das Vereinsleben fördern, immer im Sinne der Allgemeinheit. Außerdem dürfen alle Fraktionsmitglieder um Brennholz ansuchen, das unentgeltlich bis vor die Haustür geliefert wird.
BAUARBEITEN AM INNICHNER KRANKENHAUS
Seit dem Start der Bau- und Erweiterungsarbeiten am Krankenhaus in Innichen beginnt ein bedeutendes Investitionsprojekt für die Gesundheitsversorgung im Hochpustertal. Geplant sind Maßnahmen im Wert von über zehn Millionen Euro, darunter die Modernisierung des OP-Bereichs, neue Ambulatorien, barrierefreie Zugänge sowie eine verbesserte Verkehrsführung rund um das Krankenhaus. Aufgrund der Baustelle steht derzeit nur eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen direkt beim Krankenhaus zur Verfügung, wie Bürgermeister Klaus Rainer aufzeigt. Besucherinnen und Besucher werden deshalb gebeten, nach Möglichkeit öffentliche Ver-
kehrsmittel zu nutzen. Die Buslinie 447 hält direkt beim Krankenhaus. Für Autofahrer stehen Ausweichparkplätze in unmittelbarer Nähe zur Verfügung: der Parkplatz Ost (rund 300 Meter entfernt) mit bis zu drei Stunden kostenlosem Parken sowie der Parkplatz beim Erlebnisbad Acquafun (etwa 200 Meter entfernt) mit einer Stunde kostenlosem Parken. Gemeinde- und Krankenhausverwaltung bitten um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen. Die Bauarbeiten seien notwendig und sollen langfristig zu einer modernen und leistungsfähigen Gesundheitsversorgung im Hochpustertal beitragen. // rewe
Erwald Kaiser, seit 25 Jahren verantwortlich für die Fraktion St. Johann
Was bringt die Zukunft?
Vor sechs Jahren wurde der Landesverband der Eigenverwaltungen ins Leben gerufen. Ich war bei der Gründung dabei und bin auch im Vorstand tätig. Dieser Verband ist sehr wichtig, einerseits als beratendes Gremium, andererseits um die Anliegen der einzelnen Fraktionen zu bündeln. Und auch um eine starke Stimme auf politischer Ebene zu haben. Ich möchte auch auf die im Herbst anstehenden Fraktionswahlen aufmerksam machen und die Bevölkerung bitten, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Wir als Fraktionsverwaltung St. Johann stellen uns alle wieder der Wahl und möchten – sofern von den Wählern gewünscht - diese verantwortungsvolle Aufgabe weiter umsichtig ausüben.
// Interview: Monika Gruber
Die Umbauarbeiten am Krankenhaus in Innichen schreiten voran.
Kinder stark machen
Drei Maturantinnen am Berufsbildungszentrum (BBZ) von Bruneck haben ein Buch über kindliches Wohlbefinden geschrieben und es selbst illustriert. Das Projekt ist ein voller Erfolg.
Wie lässt sich Kindern auf einfache und spielerische Weise vermitteln, was ihnen guttut? Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich drei Maturantinnen der fünfte Klasse Handel und Dienstleistung am Berufsbildungszentrum Bruneck. Die Schülerinnen Lena Prader (aus Brixen), Magdalena Griesser (aus Kollmann) und Carolin Mitterstieler (aus Völs) haben sich im Rahmen ihrer Ausbildung intensiv mit dem Zusammenspiel von körperlicher und seelischer Gesundheit auseinandergesetzt. Nun wollten sie dieses Wissen altersgerecht aufbereiten und für Grundschulkinder zugänglich machen. Daraus entstand das Projekt „Liberi – Kinder entdecken Wohlbefinden“.
Kern des Projekts ist ein selbst verfasstes und liebevoll illustriertes Kinderbuch, das zentrale Themen wie Körperpflege, Ernährung, Bewegung und Selbstwert kindgerecht vermittelt. Ergänzt wird das Buch durch ein Angebot interaktiver Unterrichtseinheiten, in denen die Inhalte praxisnah und spielerisch vertieft werden. Darüber hinaus wurde ein begleitendes Hörbuch entwickelt, das den Zugang zu den Inhalten zusätzlich erleichtert und das Projekt multimedial erweitert.
Für eine fachlich fundierte Umsetzung arbeiteten die Schülerinnen mit Expertinnen und Experten zusammen, unter anderem mit der
Coachin Christine Wunsch. Ziel von „Liberi“ ist es, Kinder frühzeitig für einen bewussten und gesunden Lebensstil zu sensibilisieren und sie darin zu stärken, Verantwortung für ihr eigenes Wohlbefinden zu übernehmen.
EIN PROJEKT MIT HERZ UND AUSDAUER
Das fertige Buch in den Händen zu halten, beschreibt das Team Prader – Griesser - Mitterstieler als ein „unglaublich schönes Gefühl“. Nach vielen Stunden intensiver Arbeit, Zweifeln und enger Zusammenarbeit sei es etwas ganz Besonderes, das Ergebnis zu sehen, so die drei jungen Frauen. Der Stolz darüber, ein eigenes Werk von der ersten Idee bis zur Umsetzung geschaffen zu haben, ist deutlich spürbar. Der Ursprung des Projekts liegt in der gemeinsamen Ausbildung von Lena, Magdalena und Carolin. Bereits ein Jahr vor der Maturaklasse begannen die drei, erste Ideen zu entwickeln. Schnell wurde klar, dass sie das Projekt gemeinsam umsetzen wollten. Inspiriert durch ihre Ausbildung in den Bereichen Körperpflege, Gesundheit und Wohlbefinden sowie durch ihre kreative Ader entstand die Idee, ein Kinderbuch zu gestalten, das Wissen auf verständliche Weise vermittelt. Der Schreibprozess war eine Mischung aus Kreativität und Kooperation. Ideen wurden gemeinsam gesammelt, diskutiert und
Muffel entdeckt, was in ihm steckt!
Mit viel Liebe zum Detail geschrieben und gestaltet: das Cover des Buches.
ausgearbeitet. Besonders wichtig war den Schülerinnen die fachliche Richtigkeit der Inhalte, weshalb sie auch den Austausch mit einem Kinderarzt suchten.
Das Illustrieren als ein zentraler Bestandteil des Projekts, nahm mehr Zeit in Anspruch als zunächst erwartet. Nach einer Phase der Orientierung entschieden sich die Schülerinnen für die Zeichen-App „Procreate“, in die sie sich Schritt für Schritt einarbeiteten,
Von links: Magdalena Griesser, Carolin Mitterstieler und Lena Prader vom Berufsbildungszentrum Bruneck haben ein Buch geschrieben und illustriert.
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um ihre Vorstellungen visuell umzusetzen. Bei der Arbeitsweise fand das Team eine ausgewogene Mischung: Während die Illustrationen untereinander aufgeteilt wurden, entstand der Text bewusst in gemeinsamer Arbeit, um einen einheitlichen Stil und eine klare gemeinsame Vision zu gewährleisten. Die drei Schülerinnen haben für dieses Projekt sehr viel Zeit investiert– sowohl in der Schule als auch in ihrer Freizeit.
WARUM EIN KINDERBUCH?
Die Entscheidung für ein Kinderbuch fiel bewusst. Den Schülerinnen war es wichtig, Kinder bereits früh zu erreichen, da in jungen Jahren grundlegende Werte und Gewohnheiten geprägt werden – insbesondere in Bezug auf Gesundheit, Hygiene, Ernährung und Selbstwahrnehmung.
Mit ihrer Figur „Muffel“, die der Protagonist des Buches ist und als Identifikationsfigur dient, möchten sie Kindern den Zugang zu diesen Themen erleichtern. Gleichzeitig verstehen sie ihr Buch auch als Unterstützung für Eltern, denen es nicht immer leichtfällt, solche Inhalte verständlich zu vermitteln. So entstand ein kompaktes, praxisnahes und liebevoll gestaltetes Gesamtwerk. Es vermittelt zugleich Wissen und weckt darüber hinaus Freude am Lernen.
Das Original des Buches kann ab sofort in der Librika in Bruneck ausgeliehen werden.
// Painer Feichter
ALLES RUND UM DEN WALD UND DIE NETTEN WUNDER
Lesen kann etwas ganz „Ge-WALD-tiges“ sein und man erlebt dabei nicht selten das Wunder der eigenen Vorstellungskraft oder des Staunens über interessante Fakten. Gleichzeitig ist der Wald ein Wunder, der unsere volle Aufmerksamkeit verdient. Grund genug für die Bibliotheken des Hochpustertals, den Wald zum Thema des heurigen Kinder-Lesesommers zu machen.
Die Bibliotheken von Sexten, Innichen, Gsies, Welsberg, Niederdorf und Toblach laden alle Kinder ein, sich an der Leseaktion „Wunder-Wald-Wunder“ zu beteiligen. Zur Wahl steht jede Menge an Büchern zum Thema Wald, egal ob es darin um packende Geschichten oder spannendes Wissen über den Wald und sein Innenleben geht. Natürlich dürfen auch Bücher zu anderen Themen gelesen werden; der ganze Bücherwald steht offen! Im Gegenzug für die gelesenen Bücher erhält jede Leserin und jeder Leser Baumblätter aus Papier. Diese werden in den verschiedenen Bibliotheken gesammelt und auf eine Unterlage in Form eines Baumes oder
anderem gesteckt. So kann man im Laufe des Sommers sehen, wie der Wunder-Wald wächst. Gleichzeitig gelten die Blätter als Lose und steigern somit die Gewinn-Chancen auf eine Vielzahl von Preisen, welche die verschiedenen Bibliotheken vergeben. Der Lesesommer beginnt mit den Sommerferien und endet am 31. August 2026. Wer mitmachen möchte, wende sich einfach an seine Bibliothek und erhält dort alle weiteren Infos. // es
60 Jahre im Dienst der schönen Blasmusik
Die Musikkapelle Kolfuschg-Corvara lud am 15. Mai zu ihrem traditionellen Frühjahrskonzert in den Veranstaltungssaal „Franz A. Rottonara“ in Corvara. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, einen abwechslungsreichen Konzertabend zu erleben, der von musikalischen Höhepunkten und mehreren Ehrungen geprägt war. Conrad Irsara wurde für seine 60 Jahre andauernde Mitgliedschaft mit dem goldenen Ehrenzeichen geehrt.
Den Auftakt gestaltete die Jugendkapelle „The Groovy Wind Band“ unter der Leitung von Michael Pescolderung. Mit bekannten Melodien wie „Mamma Mia“, „The Lion Sleeps Tonight“ und „The Final Countdown“ begeisterten die jungen Musikerinnen und Musiker das Publikum. Anschließend übernahm die Musikkapelle Kolfuschg-Corvara unter der Leitung von Gerhard Mohr das Programm. Nach der feierlichen Eröffnung mit der „Wiener Philharmoniker Fanfare“ führte die Kapelle die Zuhörerinnen und Zuhörer mit dem Werk „Around the World in 80 Days“ auf eine musikalische Reise rund um den Globus.
Besondere Akzente setzten die Solisten des Abends. Der junge Tubist Elias Mersa überzeugte mit dem anspruchsvollen Solostück „Farmer’s Tuba“, während Harald Dapunt an der Trompete und Armin
Ehre, wem Ehre gebührt: Conrad Irsara (links im Bild) wurde für seine 60 Jahre andauernde aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet. F. Planinschek
Costabiei am Euphonium mit dem Stück „Zwei Lausbuben“ ihr Können unter Beweis stellten. Moderne Kompositionen und traditionelle Blasmusik rundeten das Konzertprogramm ab.
DIE EHRUNGEN ALS HÖHEPUNKT
Im Rahmen des Abends wurden auch Leistungsabzeichen und Ehrungen verliehen. Mehrere junge Musikantinnen und Musikanten erhielten Auszeichnungen für ihre erfolgreich abgelegten Prüfungen. Zudem wurden langjährige Mitglieder für ihr Engagement geehrt. Der bewegendste Moment des Konzerts war die Auszeichnung von Conrad Irsara mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für 60 Jahre Mitgliedschaft. Über sechs Jahrzehnte hinweg hat er die Musikkapelle Kolfuschg-Corvara maßgeblich mitgeprägt – als aktiver Musikant, langjähriger Obmann und engagierter Unterstützer des Vereinslebens. Die Ehrung würdigte seinen außergewöhnlichen Einsatz für die Kapelle und die Dorfgemeinschaft.
Erfreulich für den Verein ist auch die starke Beteiligung des musikalischen Nachwuchses. Mehrere junge Musikerinnen und Musiker standen beim Frühjahrskonzert erstmals gemeinsam mit der Musikkapelle auf der Bühne, während zwei ehemalige Mitglieder wieder aktiv in den Verein eingestiegen sind.
Mit einem voll besetzten Saal und großem Applaus endete ein Konzertabend. Dieser zeigte einmal mehr, welchen Stellenwert die Blasmusik und das Vereinsleben in Kolfuschg und Corvara weiterhin einnehmen. // Stefanie Irsara
SOPHIA
thebosco.life info@thebosco.life
Mit einer stimmungsvollen Vernissage wurde am 29. Mai 2026 im Hotel Monika in Sexten die Ausstellung „Ein kleines Stück Waldseele auf Leinwand“ der Künstlerin Sophia Gufler eröffnet. Zahlreiche Kunstinteressierte, Gäste und Freunde der Künstlerin nutzten die Gelegenheit, die neuen Werke in besonderem Ambiente kennenzulernen. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Oktober 2026 zu sehen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die stillen und oft unscheinbaren Schönheiten des Waldes. Farne, Moos, Blätter und Lichtspiele werden in den Werken von Sophia Gufler zu stimmungsvollen Kompositionen, die zum Innehalten und Entschleunigen einladen. Die Künstlerin, die in ihren Arbeiten immer wieder die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur thematisiert, beschreibt ihre Kunst selbst als den Versuch, „ein kleines bisschen Waldseele auf Leinwand“ festzuhalten.
Passend zum Ausstellungstitel stand auch die Vernissage ganz im Zeichen der Ruhe und der bewussten Wahrnehmung. Die Be-
KUNST & GENUSS
IM HOTEL MONIKA
KUNST & GENUSS
und mit der Künstlerin ins Gespräch kom men. Viele zeigten sich beeindruckt von der besonderen Wirkung der Bilder, die die Stimmung des Waldes auf eindrucksvolle Weise einfangen.
HIER WERDEN DIE SINNE ANGEREGT UND DIE GÄSTE VERWÖHNT.
IM HOTEL MONIKA
Ein passender Rahmen für die Ausstellung ist das Hotel Monika in Sexten, das sich als Ort der Ruhe, Inspiration und des bewussten Genusses versteht. Kunst, Natur und Gast-
HIER WERDEN DIE SINNE ANGEREGT UND DIE GÄSTE VERWÖHNT. thebosco.life
DIE WALDSEELE AUF DER GROSSEN LEINWAND
harmonischen Gesamterlebnis. Die Ausstellung zeigt einmal mehr, wie eng Kunst und Natur miteinander verbunden sein können. Wer sich auf die Werke von Sophia Gufler einlässt, entdeckt nicht nur Farben und Formen, sondern auch jene stillen Momente, in denen die Welt für einen Augenblick zur Ruhe kommt. Die Ausstellung kann noch bis Ende Oktober besucht werden. // rewe
SOPHIA GUFLER
EIN KLEINES STÜCK WALDSEELE AUF LEINWAND
SOPHIA GUFLER
EIN KLEINES STÜCK WALDSEELE AUF LEINWAND
Fußball-Fanmeile zur WM
Gerade hat sie begonnen, die FußballWeltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und in den USA, und auch wenn einige traditionelle Fußball-Nationen auch dieses Mal nicht dabei sind - allen voran natürlich Italien – dürfte das Fußballfieber dennoch wiederum ansteckend werden. Und selbstverständlich sind wir in Bruneck wieder mittendrin, quasi jedenfalls, auf alle Fälle sind wir live dabei! Denn vom 9. bis zum 19. Juli präsentiert das UFO zusammen mit dem jungen Kollektiv Nova die ultimative Fanmeile: Public Viewing und Musik-Erlebnis - nirgends ist Fußball-Gucken und Mitfiebern ansteckender und leidenschaftlicher als im UFO!
Die Pustertaler Fanmeile im UFO ist mittlerweile legendär. Alle zwei Jahre, ob bei der WM oder EM, bricht dort das Fußballfieber aus und zahlreiche Fans schauen sich in einer angenehmen sportlichen und zugleich lässigen Atmosphäre gemeinsam die Spiele an. Auch heuer zeigt das Jugend- und Kulturzentrum UFO die Fußballspiele ab dem Viertelfinale auf zwei Großleinwänden. Neu im diesjährigen Sommer ist indes die Zusammenarbeit mit dem jungen Kollektiv Nova: Bei der „Aperitivo & AfterGame-Party“ wird dabei das Public Viewing Erlebnis mit Musik verbunden. Die DjSets starten an den Spieltagen bereits 120 Minuten vor dem Anpfiff, und nach den Spielübertragungen wird mit den Brunecker DJs Solestic und Fury&Hopex u.a. weitergetanzt. Weiters findet am spielfreien 16. Juli das Open-Air-Kino mit dem Film „Der ganz große Traum“ statt. Ein Lehrer, dargestellt von Daniel Brühl, will im Jahr 1874 seine Schüler für Englisch begeistern, greift
zu ungewöhnlichen Mitteln und bringt ihnen einen seltsamen Sport nahe, den er aus England kennt: Fußball. Für Unterhaltung ist auch vor dem UFO mit Beach-Soccer gesorgt. Jede/r kann also selbst aktiv werden. Wer entspannen will, kann sich auf einen der zahlreichen Liegestühle fläzen. Und für den Hunger und Durst zwischendurch gibt es im Café ein passendes Angebot. Angetan vom ganzen Projekt ist auch der Brunecker Bürgermeister und Sportstadtrat Bruno Wolf: „Die Fanmeile wird Bruneck in ein Fußballfest verwandeln. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Herzblut in die Organisation fließt. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den vielen Fans die Emotionen dieses Turniers mitzuerleben. Mein Dank gilt dem UFO und Nova für ihren Einsatz. Uns stehen spannende Spiele und Musikabende in toller Atmosphäre bevor.“
Also dann: Alleine Fußball-Schauen ist bekanntlich öde, wir sehen uns also im UFO! // jst
DIE TERMINE
Das UFO ist an allen Spieltagen 120 Minuten vor dem Anpfiff geöffnet. Das „Public-Viewing & Music“ findet bei freiem Eintritt statt, dank der Unterstützung durch die Stadtgemeinde Bruneck, die Raiffeisenkassen des Pustertals, die Stadtwerke Bruneck, Sportler Bruneck, solunio GmbH, Sofa Widmann Vintl, Fachgroßhandel Papyrex, harpf Getränke Bruneck und Radio Holiday. Weitere Infos gibt es unter www.ufobruneck.it. // jst
PREISRANGGELN IN DIETENHEIM
EIN VOLLER ERFOLG
Im besonderen Ambiente des Südtiroler Volkskundemuseums in Dietenheim fand am 17. Mai 2026 das Preisranggeln statt. Anlass der Veranstaltung war der Internationale Tag der Museen, wodurch sich Sport, Tradition und Kultur auf eindrucksvolle Weise miteinander verbanden.
Mitten zwischen den altertümlichen Höfen und historischen Gebäuden des Museums lieferten sich insgesamt 43 Ranggler spannende und faire Wettkämpfe. Teilnehmer aus den Vereinen Ahrntal, Terenten, Passeier sowie dem neugegründeten Rangglverein Sarntal sorgten für hochklassige Begegnungen und begeisterten das Publikum mit ihrem Können.
„Das Preisranggln in dieser besonderen Kulisse war Werbung für unseren Traditionssport. Es freut mich besonders, dass sich neben
den etablierten Vereinen auch der neugegründete Rangglverein Sarntal beteiligt hat. Das zeigt, dass das Ranggln in Südtirol lebt und auch in Zukunft einen wichtigen Platz im Vereinswesen einnehmen wird“, betonte VSS-Bezirksreferent Armin Niedermair. Das Preisranggln in Dietenheim bot einmal mehr den Beweis dafür, wie lebendig und beliebt das Ranggln in Südtirol ist. Nach vielen spannenden Wettkämpfen wurden die Sieger in den verschiedenen Kategorien geehrt. // se
SIEGER AHRNTALER MEISTERSCHAFT:
Kinder 4-6 Jahre: Maximilian Weger
Schüler 6-8 Jahre: Damian Klammer
Schüler 8-10 Jahre: Mathias Stocker
Schüler 10-12 Jahre: Johannes Ludwig
Schüler 12-14 Jahre: Florian Niederbrunner
Schüler 14-16 Jahre: Johannes Oberhollenzer
Schüler 16-18 Jahre: Moritz Oberhollenzer
Allg. Klasse: Aron Watschinger
HOGMOAR
Schüler: Luis Pixner (Passeier)
Jugend: Moritz Oberhollenzer (Ahrntal)
Allg. Klasse: Freddy Falk (Passeier)
Hallux rigidus:
Muss der Großzeh wirklich versteift werden?
Schmerzen beim Gehen, eingeschränkte Beweglichkeit und Schwierigkeiten beim Abrollen des Fußes – ein Hallux rigidus, auch „steifer Großzeh“ genannt, kann den Alltag erheblich beeinträchtigen. Dabei handelt es sich um eine Arthrose des Großzehengrundgelenks, die meist durch Verschleiß, manchmal aber auch nach Verletzungen entsteht.
„Viele Betroffene bemerken zunächst Schmerzen beim Gehen oder Sport. Mit der Zeit wird die Beweglichkeit des Großzehs immer geringer, bis selbst alltägliche Aktivitäten zur Belastung werden“, erklärt Dr. Carlo Sacchi, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie im Med Center Sexten und bei Orthosacchi in Bruneck.
Lange Zeit galt die Versteifung des Gelenks als Standardbehandlung bei fortgeschrittenem Hallux rigidus. Zwar werden die Schmerzen dadurch zuverlässig beseitigt, die Beweglichkeit des Großzehs geht jedoch dauerhaft verloren. Zudem war die Rehabilitation oft langwierig.
Heute steht mit der sogenannten RTS-Prothese eine moderne Alternative zur Verfügung. Dabei wird das geschädigte Gelenk ersetzt, während die natürliche Beweglichkeit weitgehend erhalten bleibt. „Das Ziel ist nicht nur Schmerzfreiheit, sondern auch ein möglichst natürlicher Bewegungsablauf“, sagt Sacchi. Die Operation dauert in der Regel etwa eine Stunde und kann unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Ein großer Vorteil
der Methode: Die Patienten können den Fuß bereits unmittelbar nach dem Eingriff wieder belasten. Ein Gips ist nicht notwendig. Nach einer Nacht zur Beobachtung können die meisten Patienten nach Hause zurückkehren und mit der Rehabilitation beginnen.
„Die Ergebnisse der RTS-Prothese sind seit Jahren sehr überzeugend“, erklärt Sacchi. „Viele Patienten profitieren von einer deutlich schnelleren Genesung und einer besseren Beweglichkeit im Vergleich zu einer Versteifung.“
Entscheidend ist ein frühzeitiges Abklären der Beschwerden. Je früher die Arthrose erkannt wird, desto besser können die Behandlungsmöglichkeiten individuell geplant werden. Für viele Betroffene bedeutet die moderne Prothesentechnik heute, dass ein schmerzfreies Gehen möglich wird – ohne auf die Beweglichkeit des Großzehs verzichten zu müssen.
Med Center Sexten
Dolomitenstraße 45/1 - Sexten
E-Mail: medcentersexten@gmail.com
Tel.: 0474 869 233 - 377 357 422
Orthosacchi
Stadtgasse 43 - Bruneck
E-Mail: medcentersexten@gmail.com
Tel.: 349 818 0024
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KARATE BRUNECK
Ein besonderer Lehrgang mit Großmeister Artusi
Am 9. Mai 2026 war Großmeister Claudio Artusi zu Gast bei Karate Bruneck. Der Fokus des diesjährigen Trainingslehrgangs, an dem sowohl erwachsene als auch jugendliche Karateka teilnahmen, lag dieses Jahr auf Techniken der Selbstverteidigung, und wie mit minimalem Krafteinsatz maximale Wirkung erzielt werden kann.
Mittlerweile fast schon zur Tradition geworden und zweifellos einer der Höhepunkte der Trainingssaison für den Wadokan Karate Bruneck ist der Besuch von Claudio Artusi Shihan, der selbst noch bei den großen japanischen Meistern gelernt hat, Großmeister des Karate und zudem Soshi (Oberhaupt einer Schule/Stilrichtung) des Ju-Jutsu-Stils Wa Ko ryu.
Der Fokus des diesjährigen Lehrgangs lag auf Techniken der Selbstverteidigung, wie sie im Wado-ryu in der Form der Gosshinho und im Wa Ko ryu gelehrt werden. Beim Wado-ryu handelt es sich um den in Bruneck gelehrten Karate Stil. Wa Ko ryu ist ein traditioneller Stil des Ju-Jutsu. Die Techniken beruhen hierbei in beiden Fällen auf der schmerzhaften Manipulation der Vitalpunkte, wie sie auch in der östlichen Medizin gelehrt werden, und der dadurch erfolgenden Beeinflussung des Ki (jap. Lebensenergie). Häufig erfolgt dies in Kombination mit einem Gelenkhebel. In Summe wird hierdurch durch minimalen Kraftaufwand eine maximale Wirkung erzielt, wie die Teilnehmer am eigenen Leib erfahren konnten. Ebenso betont wurde die geistige Haltung bei der Ausführung der Techniken im Sinne des Zen, welches die östlichen
Kampfkünste von jeher geprägt hat, denn erst dadurch ist Karate mehr als nur Sport.
THEORIE UND PRAXIS
Im Rahmen eines dreistündigen Lehrgangs wurde den teilnehmenden Karateka sowohl eine Dichte und Fülle an Techniken, Konzepten und Hintergründen als auch ein Gefühl für die unglaubliche Tiefe der traditionellen Kampfkünste nähergebracht. Klar wurde im Laufe des Lehrgangs auch, wie in den Kampfkünsten östliche Philosophie und Energiekonzepte, die für Menschen des Westens manchmal schwer verständlich erscheinen mögen, nahtlos mit der konkreten Anwendung einhergehen.
Entsprechend mit Begeisterung nahmen die Karatekas des Wadokan Karate Bruneck am Lehrgang teil, was sich u.a. darin zeigte,
dass zahlreiche Jugendliche bis zum Ende dabeiblieben, obwohl für diese Altersgruppe die Teilnahme ursprünglich nur für die erste Hälfte des Lehrgangs geplant war. Und gerade auch für die Braun- und Schwarzgurte, also die erfahrenen Karateka wurde wieder einmal klar, wieviel es auf dem „Do“ (Weg) der Kampfkunst zu entdecken und zu lernen gibt, und dass die Kampfkunst das Potential hat, in jeder Lebensphase ausgeübt zu werden, denn die gezeigten Techniken sind für jedermann und -frau, egal welchen Alters, erlernbar.
Entsprechend ist es nie zu spät, mit dem Karate zu beginnen. Die Kurse des Wadokan Karate Bruneck für Anfänger, auch für Erwachsene, starten wieder im Herbst. Weitere Informationen gibt es unter www.karate-bruneck.it. // ar
Großmeister Claudio Artusi (im Bild) war vor kurzem bei Karate Bruneck zu Gast. Die Freude war groß.
MIT DEM AUTO IN DEN URLAUB
TIPPS FÜR EINE ENTSPANNTE AUTOFAHRT IN DEN URLAUB
Den Stau meistern
Die Ferienzeit bedeutet für viele Autofahrer die Fahrt in den lang ersehnten Urlaub. Doch Staus auf den Straßen sind in dieser Zeit nahezu unvermeidbar. Besonders für Familien mit Kindern kann die Wartezeit im Auto schnell anstrengend werden. Mit ein paar kreativen Ideen lässt sich die Zeit jedoch gut überbrücken und die Fahrt kann sogar zum Spaß werden. Ein Klassiker, der in keinem Auto fehlen darf, ist das Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Es benötigt keine Vorbereitung und sorgt schnell >> Lange Autofahrten mit Kindern können herausfordernd sein. Pexels
MIT DEM AUTO INS FAMILIENABENTEUER AUF MONTE PANA
Erlebnisse, Natur und Bewegung in den Dolomiten
W er mit dem Auto in den Urlaub fährt, schätzt flexible Ausflugsziele, die Natur, Bewegung und abwechslungsreiche Aktivitäten für die ganze Familie verbinden. Monte Pana oberhalb von Santa Cristina in Gröden im Herzen der Dolomiten, UNESCO-Weltnaturerbe, ist dafür das ideale Ziel für einen erlebnisreichen Tag in den Bergen.
Am Fuße des Langkofels erwarten Familien und Kinder panoramareiche Wanderwege, eine Zipline, Wasserspiele, Minigolf und ein großer Spielplatz mitten im Grünen. Der Erlebnisweg Pana Raida, Baumhäuser und Begegnungen mit Pferden machen jeden Ausflug zu einem besonderen Erlebnis. Monte Pana verbindet Erholung, Bewegung und Spaß in einer einzigartigen alpinen Landschaft und bietet Aktivitäten für jedes Alter sowie unvergessliche Momente an der frischen Bergluft.
Monte Pana: Natur, Spaß und Abenteuer für die ganze Familie. Weitere Informationen gibt es unter www.montepana.com. // PR-Info
Monte Pana:
Natur, Spaß und Abenteuer für die ganze Familie.
für Unterhaltung. Wer es etwas anspruchsvoller mag, kann „StadtLand-Fluss“ mit einem Urlaubstwist spielen. Anstatt nach Städten oder Flüssen zu suchen, geht es diesmal darum, Aktivitäten zu finden, die am Reiseziel gemacht werden könnten. Ein weiteres beliebtes Spiel ist „Personen raten“, bei dem jeder Mitfahrer eine bekannte Persönlichkeit auf einem Zettel schreibt und der Nachbar den Namen erraten muss – mit Fragen, die nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden dürfen. Für Musikliebhaber bietet sich ein Musikquiz an. Wer zuerst den Titel oder Interpreten eines Songs errät, erhält einen Punkt. Um auch den letzten Mitfahrer einzubeziehen, kann das Abspielgerät nach jedem Song weitergereicht werden. Ein
Sicher durch den aktiven Sommer
• Ein kurzer Check-up spart Wochen der Rehabilitation
• Herz-Kreislauf und Bewegungsapparat
• Präventive Sportmedizin und schnelle Hilfe
• Besonders empfohlen für Wiedereinsteiger und Menschen ab 40
• Auf Warnsignale des Körpers achten und vorbeugen
HAUPTSITZ IN BRIXEN TRAUMACENTER SPEIKBODENBEIDE DIENEN ANLAUFSTELLENALS
KURZE WARTEZEITEN GARANTIERT
weiteres Spiel, das nicht nur spannend, sondern auch lehrreich ist, ist „Farben zählen“. Besonders für Kinder ist dieses Spiel ideal, da es gleichzeitig das Zählen übt, während man unterwegs die Farbe der vorbeifahrenden Autos zählt. Kennzeichen-Bingo ist ein weiteres unterhaltsames Spiel, das sich schon vor der Abreise vorbereiten lässt. Mit Bingo-Karten, auf denen 16 unterschiedliche Kennzeichen notiert sind, geht es darum, so schnell wie möglich eine Reihe zu vervollständigen. Wer kreativ ist, kann auch „Kennzeichen-Sätze“ spielen. Hier wird ein Kennzeichen aus einem vorbeifahrenden Auto ausgesucht und ein Satz aus den Buchstaben gebildet. //
BRIXSANA
Beste Hilfe bei Sport- und Bergunfällen
Ein falscher Tritt beim Wandern oder ein Sturz mit dem Mountainbike – und der Traumtag in den Bergen ist schlagartig vorbei. Verletzungen an Bändern, Gelenken und Knochen passieren in Sekundenbruchteilen. In solchen Momenten zählt jede Minute. Die Brixsana-Privatklinik setzt auf eine lückenlose Versorgung, die von der Prävention bis zur modernsten Unfallchirurgie und Orthopädie reicht. Das klare Ziel: Sie so schnell wie möglich wieder in Bewegung zu bringen. Dank innovativer Diagnostik und minimalinvasiver Eingriffe lassen sich Traumata an Knien, Schultern und Sprunggelenken rasch behandeln, sodass Sie Ihre Mobilität und Autonomie rasch zurückgewinnen.
Doch Sicherheit beginnt schon beim Herzen. Die Höhenluft und die ungewohnte körperliche Anstrengung fordern das Herz-Kreislauf-System stark. Ein präventiver kardiologischer Check-up vor dem Start in die Saison wird dringend empfohlen – besonders für Über-40-Jährige oder Wiedereinsteiger. Sollten Sie Atemnot, Schwindel oder starke Schmerzen verspüren, warten Sie nicht. Hören Sie auf Ihren Körper und vertrauen Sie auf maßgeschneiderte Spitzenmedizin – und ein unbeschwerter Bergsommer ist Ihnen gewiss.
Während der Urlaubszeit sind Staus nahezu unvermeidbar. Pexels
Echtes Sommerflair in Reischach
Wenn die Abende länger werden und die Berge im warmen Licht liegen, beginnt in Reischach ein Sommermoment, der auch Gäste aus der Umgebung willkommen heißt. Vom 11. Juni bis zum 10. September 2026 gibt es diese besonderen Veranstaltungen.
Von 11. Juni bis 10. September 2026 lädt das FalkensteinerHotel Kronplatz jeden Donnerstag von 18.30 bis 21.00 Uhr zu BBQ und Live-Musik ein. Im Innenhof entsteht eine entspannte Open-Air-Atmosphäre mit Grillduft, Musik und viel Raum für einen genussvollen Abend in guter Gesellschaft.
Auf den Grill kommen Fleisch-, Fisch- und Veggie-Spezialitäten. Dazu gibt es ein Buffet im 7-Summits-Restaurant mit Vorspeisen, kreativen Beilagen, regionalen Käsevariationen und süßen Desserts. Das 7-Summits-Restaurant greift die alpine Genusswelt Südtirols auf und übersetzt sie in eine Küche, die regionale Aromen, klare Ideen und eine zeitgemäße Interpretation alpiner Kulinarik verbindet. Inspiriert ist sie von sieben prägenden Bergen der Region. Falls das Wetter einmal nicht mitspielt, findet der Abend im 7Summits Restaurant statt. Für externe Gäste beträgt der Preis 65 Euro pro Person.
Informationen und Reservierungen unter kronplatz@falkensteiner. com bzw. 0474 862400. // PR-Info
JEDEN DONNERSTAG
11.6.-10.9.
AB 18.30 UHR
BBQ & Music
Die Eventreihe im Falkensteiner Hotel Kronplatz
Ein Sommerabend auf der Terrasse: Grillgenuss, Buffetvielfalt und Live-Musik unter freiem Himmel.* Externe Gäste sind herzlich willkommen.
* Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung im 7Summits Restaurant statt.
Das Ladenetz funktioniert bereits
Entlang der A22 gibt es aktuell 18 Ladestationen für E-Fahrzeuge mit insgesamt 128 Ladepunkten – das entspricht im Schnitt mehr als einem Ladepunkt pro drei Kilometer Autobahnstrecke. Seit der Inbetriebnahme der ersten Ladesäule im Februar 2016 – vor nunmehr zehn Jahren – ist die Infrastruktur kontinuierlich und deutlich gewachsen.
Diese Zahlen spiegeln die klare Strategie der Brennerautobahngesellschaft wider: den Aufbau eines flächendeckenden und preislich attraktiven Ladenetzes zur Unterstützung des wachsenden Marktes für Elektrofahrzeuge. All das steht im Zeichen der Nachhaltigkeit – einem Leitprinzip, das allen Projekten der Gesellschaft seit ihrer Gründung zugrunde liegt. Die Initiativen fließen heute in das umfassendere und ehrgeizige Ziel ein, aus der A22 den ersten europäischen grünen Korridor zu machen – einen Korridor mit reduzierten Emissionen und geringerer Unfallrate, der durch die Alpen Nord- und Südeuropa verbindet.
Diese „grüne Ausrichtung“ ist zweifellos eine Notwendigkeit im internationalen Kontext, der durch die fortschreitende und unvermeidbare Verknappung fossiler Brennstoffe sowie deren Umweltbelastung geprägt ist. Im Fall der Brennerautobahn kommt neben der globalen Dimension auch die regionale Sensibilität dazu: Die A22 wurde von den Regionen getragen, gebaut und finanziert, die bis heute über die jeweiligen lokalen Institutionen die Mehrheit der Gesellschafter stellen. Daher achtet die Brennerautobahngesellschaft darauf, sowohl die Bedürfnisse der Anwohner zu respektieren als auch die empfindlichen Ökosysteme entlang der Autobahn zu schützen.
VERSCHIEDENE MASSNAHMEN
Dieses Ziel lässt sich nicht mit einem einzelnen, optimalen Instrument erreichen, sondern nur durch das Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen, die gemeinsam die beste Lösung bilden: von Investitionen in LNG über grünen Wasserstoff bis hin zur Elektromobilität. Auch im letztgenannten Bereich wurde im Laufe der Jahre konstant investiert, sowohl in den Ausbau von Ladepunkten als auch in den Austausch der ersten Ladesäulen durch neuere, leistungsstärkere Modelle: Hohe Leistung, kurze Ladezeiten und angemessene Preise sind entscheidende Voraussetzungen, um Elektrofahrzeuge für die Verbraucher attraktiv zu machen. Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen einen Preis festgelegt, der nur etwa halb so hoch ist wie der Durchschnitt auf italienischen Autobahnen: Das Laden eines Elektrofahrzeugs auf der A22 kostet zwischen 0,33 €/kWh (Normalladen) und 0,43 €/kWh (Schnellladen), während der Durchschnittspreis auf anderen italienischen Autobahnen zwischen 0,60 €/kWh und 0,90 €/kWh liegt. Die dahinterstehende Logik ist klar: Niemand wird ein Elektrofahrzeug kaufen, wenn die Kosten pro Kilometer weiterhin nahezu dem Preis eines konventionellen Kraftstoffs entsprechen, wie es andernorts der Fall ist.
WETTBEWERBSFÄHIGE PREISE
Wettbewerbsfähige Preise und immer leistungsfähigere Ladepunkte haben maßgeblich dazu beigetragen, die Zahl der Elektrofahrzeuge auf der A22 zu steigern und damit die gewählte Strategie zu bestätigen. Der Anteil der Elektrofahrzeuge auf der A22 lag 2025
bei 5 Prozent, gegenüber 2,2 Prozent im Jahr 2024. Zwar sind das weiterhin vergleichsweise niedrige Zahlen, doch der eigentliche Wandel zeigt sich im Tempo des Anstiegs: Während der Anteil der Elektrofahrzeuge zwischen 2018 und 2023 von 0,1 auf 1 Prozent stieg, legte er nun innerhalb von nur 365 Tagen um fast drei Prozentpunkte zu. Auch die Ladedaten bestätigen diesen Aufwärtstrend. Im Jahr 2025 wurden in 47.877 Ladevorgängen insgesamt 1.207.804,77 kWh abgegeben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg von 47,12 Prozent bei der abgegebenen Energiemenge und von 34,95 Prozent bei der Anzahl der Ladevorgänge. Die stärkste Nutzung entfällt weiterhin auf die Sommermonate und auf die Feiertage zum Jahreswechsel. Besonders deutliche Zuwächse zeigen die beiden Raststätten Paganella Ost und West, wo die Ladevorgänge um 83 bzw. 53 Prozent gestiegen sind – unter anderem dank der Installation eines zweiten 180-kW-Ultrachargers Ende Dezember 2024. Dies unterstreicht einmal mehr, wie der Ausbau der Infrastruktur als Motor für das Wachstum eines wichtigen, nachhaltigkeitsorientierten Bereichs der Automobilbranche wirken kann.
POSITIVE RÜCKMELDUNGEN
Bei der zeitlichen Verteilung der Ladevorgänge zeigt sich, dass die Spitzenwerte am Wochenende erreicht werden. Dies spiegelt die Bedeutung der Touristenströme für den Pkw-Verkehr auf der A22 wider. Samstag und Sonntag sind mit 9.066 und 8.619 Ladevorgängen die Tage mit der höchsten Auslastung der Ladesäulen, während der Dienstag mit 5.136 Ladevorgängen den niedrigsten Wert aufweist. Auch die Zahlen am Standort Bozen Süd am Firmian-Parkplatz sind – trotz seines noch experimentellen Charakters – sehr positiv. Dort wurde im Mai 2025 die erste Ladestation für elektrische Schwerfahrzeuge in Betrieb genommen. Der Standort stellt ein absolutes Novum für Italien dar und zählt zugleich zu den ersten seiner Art in Europa. Es handelt sich um den ersten 1-MW-Ladepunkt für E-Lkw, entwickelt von Alpitronic. Seit der Eröffnung am 23. Mai 2025 wurden dort bis Ende des Jahres 102.383,09 kWh in 815 Ladevorgängen abgegeben, im Schnitt knapp vier pro Tag. Um den Zugang zu den E-Ladesäulen weiter zu vereinfachen und zu beschleunigen, hat die Brennerautobahngesellschaft unlängst die App rEVcharge entwickelt: eine Anwendung, mit der sich Ladestationen entlang der A22 finden, freie Stellplätze anzeigen und dank der integrierten Navigationsfunktion direkt ansteuern lassen. Vor Ort kann der Ladevorgang direkt über das Smartphone gestartet und ebenso bezahlt werden. Im Laufe der kommenden Jahre wird die Gesellschaft weitere Maßnahmen zum Ausbau des Ladenetzes umsetzen, darunter den schrittweisen Austausch älterer Standard-Ladesäulen durch Ultracharger sowie die Eröffnung neuer Ladestationen für Leicht- und Schwerfahrzeuge. // PR-Info
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Lichtblicke im Stollen
Was hat Pride mit Bergbau zu tun? Auf den ersten Blick vielleicht wenig. Bei genauerem Hinsehen aber sehr viel, denn Bergbaugeschichte erzählt von Arbeit, Körpern, Hierarchien, Kameradschaft, Recht, Migration, Abhängigkeit und Gemeinschaft. Sie erzählt von Welten, die noch immer überwiegend männlich beschrieben werden. Gerade dort lohnt sich die Frage, welche Lebensgeschichten kaum überliefert, verschwiegen oder erst in Gerichtsakten sichtbar wurden.
Mit der Ausstellung „Lichtblicke.“ nimmt das Landesmuseum Bergbau den Pride Month zum Anlass, diesen Fragen nachzugehen. Pride steht für Sichtbarkeit, gleiche Rechte und Solidarität. Zugleich erinnert Pride daran, dass queere Menschen in vielen Zeiten und Gesellschaften ausgegrenzt, verfolgt oder aus der Geschichtsschreibung verdrängt wurden. „Lichtblicke.“ greift diese Themen auf und führt sie in ein Feld, in dem sie bisher selten behandelt wurden: in die Geschichte des Bergbaus und seiner sozialen Ordnungen.
Eine Illustration von einem gleichgeschlechtlichen Paar. Die Szene gehört zu einer moralisierten Auslegung von Genesis in einer Bible moralisée aus dem frühen 13. Jahrhundert.
Die Ausstellung führt von der Antike bis in die jüngere Vergangenheit und erzählt neben dem historischen Kontext die Geschichten von Menschen, deren damaliges Verhalten wir heute vielleicht als „queer“ beschreiben würden. Manche Spuren sind deutlich, andere bleiben bruchstückhaft. Viele Menschen konnten ihre Beziehungen, Wünsche oder Identität nicht offen leben. In Gerichtsakten, Chroniken, Briefen oder Verwaltungsdokumenten erscheinen sie meist erst dann, wenn sie verfolgt, verspottet oder bestraft wurden. Gerade Bergbauarchive erzählen häufig nur den Betriebsalltag.
Edward De Lacy Evans (Bergarbeiter und Grubenbesitzer in Australien), der als Frau geboren worden war aber beinahe sein gesamtes erwachsenes Leben als Mann lebte und im Bergbau tätig war.
Persönliche Gefühle, Beziehungen oder abweichende Lebensweisen bleiben darin meist am Rand. „Lichtblicke.“ rückt diese Ränder in den Mittelpunkt, denn wenn es auf den ersten Blick so scheint, als hätten wir kaum oder keine Quellen zu queeren Menschen, die mit Bergbau in Beziehung standen, so lassen sich bei genauerem Hinsehen zahlreiche Verbindungen ziehen.
DIE MENSCHEN SICHTBAR MACHEN
Sowohl bekannte historische Persönlichkeiten als auch bisher wenig beachtete Biografien aus der Welt des Bergbaus treten dadurch ins Licht und erhalten eine Stimme: von Michelangelo und König Edward II über die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung Homosexueller bis hin zur einzigen noch im unterirdischen Bergbau tätigen Frau in Deutschland.
„Lichtblicke.“ verbindet historische Forschung mit Fragen, die bis heute relevant sind. Wer wird in Archiven sichtbar? Welche Lebensformen wurden anerkannt, welche verschwiegen oder kriminalisiert? Wie verändern sich Begriffe, Normen und Machtverhältnisse? Die Ausstellung gibt keine einfachen Antworten. Sie öffnet einen Raum für Geschichten, die lange am Rand standen, und zeigt, dass Bergbaugeschichte immer auch Sozialgeschichte, Körpergeschichte und Beziehungsgeschichte ist.
Die Ausstellung ist ab 7. Juni kostenlos online zugänglich. Von Ende Juni bis Ende August ist sie außerdem kostenlos an den Standorten des Landesmuseums Bergbau zu sehen. // PR-Info
Prettau
Fern der Welt – Klangbäder im Klimastollen Prettau
Jeden Freitag im Mai und Juni, 14.40h
Lichtblicke
Juni – Eine Wanderausstellung über Bergbau und Identität
Anmeldung zu den Veranstaltungen erforderlich!
Was muss ich denn so alles wissen?
Seit dem Inkrafttreten des Schengener Abkommens im Jahr 1995 sind Grenzkontrollen innerhalb der EU grundsätzlich abgeschafft. Der freie Personenverkehr ermöglicht einfacheres und schnelleres Reisen. Insbesondere der Wegfall von Wartezeiten an Landesgrenzen erleichtert grenzüberschreitende Fahrten. Dennoch kann dieser Zustand bei besonderen Lagen, etwa im Fall von Fluchtbewegungen oder internationalen Großveranstaltungen, vorübergehend ausgesetzt werden.
Wer mit dem Auto eine Grenze überquert, sollte sich auf stichprobenartige oder gezielte Überprüfungen einstellen. Dabei kann sowohl die Identität durch Kontrolle von Personalausweis oder Reisepass festgestellt als auch der Zweck der Reise erfragt werden. Auch Fahrzeugpapiere, Versicherungsnachweise sowie eventuell notwendige Visa für Drittstaaten können geprüft werden.
Gerade bei Reisen außerhalb der EU empfiehlt sich ein vorheriger Blick in die Einreisebestimmungen des Ziellandes – beispielsweise
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hinsichtlich Gesundheitsnachweisen oder technischer Vorschriften für das Fahrzeug. Zusätzlich kann eine Durchsuchung des Gepäcks erfolgen, etwa zur Kontrolle von verbotenen Waren, zollpflichtigen Gütern oder Artenschutzbestimmungen bei mitgeführten Tieren und Pflanzen. Unterschiede zur allgemeinen Verkehrskontrolle bestehen vor allem im Anlass: Während Polizeikontrollen im Inland auch ohne konkreten Verdacht möglich sind, beruhen Grenzkontrollen auf internationalen und nationalen Sicherheitsinteressen. Die Bundespolizei führt diese im Rahmen klar definierter rechtlicher Vorgaben durch, wobei auch Datenbanken abgefragt und Fahndungen überprüft werden.
Eine Kooperation mit ausländischen Behörden sorgt dafür, dass der grenzüberschreitende Verkehr trotz Kontrollen möglichst reibungslos verläuft. Autofahrende sollten alle relevanten Dokumente griffbereit halten – dazu gehören Ausweisdokumente, Führerschein, Fahrzeugzulassung und Versicherungsnachweis. // PR-Info
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Altes Wissen neu entdecken
Das Kräuterfest im Nationalpark Stilfserjoch lädt zum Staunen, Lernen und Genießen ein.
Wenn sich die einzigartige Naturkulisse des Nationalparks Stilfserjoch mit jahrhundertealtem Kräuterwissen verbindet, ist es wieder Zeit für Herbatio. Am 4. und 5. Juli 2026 verwandelt sich der Wallfahrtsort Heilige Drei Brunnen in Trafoi in einen Treffpunkt für Kräuterfreunde, Naturinteressierte und Genießer.
Herbatio versteht sich als Plattform für den Austausch zwischen Tradition und Gegenwart. Kräuterexpertinnen und -experten geben Einblicke in überliefertes Wissen, das über Generationen weitergegeben wurde und heute wieder zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dabei stehen sowohl die kulturelle Bedeutung der Heil- und Wildkräuter als auch ihre Rolle in Ernährung, Gesundheit und Naturvermittlung im Mittelpunkt. „Für mich ist Herbatio als Ganzes ein Highlight“, sagt Sigrid Thaler, Präsidentin des Vereins der Südtiroler Kräuterpädagogen. „Ich weiß, wie viel Engagement und Herzblut hinter dieser Veranstaltung steckt. Das breitgefächerte Angebot ist einzigartig: Von den Workshops über die Vorträge und Wanderungen bis hin zum Kräutermarkt und den kulinarischen Erlebnissen findet hier jeder einen Zugang zur faszinierenden Welt der Kräuter.“
Die erfahrene Kräuterpädagogin beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Heilpflanzen. Besonders fasziniert sie die enorme Artenvielfalt und die feinen Unterschiede zwischen den einzelnen Pflanzen. „Genaues Hinschauen ist wichtig“, erklärt Thaler.
„Mich interessieren aber auch die Inhaltsstoffe und die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten der Kräuter im Alltag.“
Herbatio bietet die Gelegenheit, dieses Wissen aus erster Hand kennenzulernen und in die Welt der Kräuter einzutauchen. Gleichzeitig lädt die Veranstaltung dazu ein, die Natur mit allen Sinnen zu erleben und die Schönheit des Vinschgaus zu genießen. Ob Kräuterliebhaber, Hobbygärtner, Familien oder einfach neugierige Besucher – Herbatio verbindet Naturerlebnis, Wissen und Genuss auf besondere Weise. Das macht altes Kräuterwissen für die heutige Zeit greifbar. // PR-Info
WICHTIGE INFORMATIONEN
Was? Herbatio
Wann? Samstag, 4. Juli und Sonntag, 5. Juli 2026
Wo? Heilige Drei Brunnen in Trafoi im Vinschgau
Einzigartiges Südtiroler Kräuterfest mit Workshops, Vorträgen, Wanderungen, Herbatio-Küche und Kinderbetreuung.
Weitere Informationen: www.herbatio.com
Samstag, 4. Juli und Sonntag, 5. Juli 2026 von 9.30 bis 19.00 Uhr
Heilige Drei Brunnen, Trafoi im Vinschgau
WICHTIGE INFORMATIONEN FÜR AUTOFAHRER
Mautgebühren und Umweltzonen in Europa sind unterschiedlich
W er mit dem Auto durch Europa reist, sollte sich gut auf die unterschiedlichen Mautsysteme und Umweltzonen vorbereiten. In vielen europäischen Ländern fallen Mautgebühren für die Nutzung von Autobahnen, Brücken oder Tunneln an, und Umweltzonen reglementieren die Einfahrt in bestimmte Stadtgebiete. Die Mautsysteme variieren je nach Land erheblich, von klassischen Vignetten über Mautstationen bis hin zu elektronischen Bezahlsystemen. In einigen Ländern, wie Österreich, der Schweiz und Ungarn, müssen Autofahrer eine Vignette erwerben, die für einen bestimmten Zeitraum gültig ist. Diese Vignetten sind in der Regel als Aufkleber erhältlich, können aber auch digital erworben werden. In anderen Ländern, wie Frankreich, müssen Mautgebühren direkt an Mautstationen gezahlt werden, wobei die Kosten meist nach der zurückgelegten Strecke berechnet werden. Elektronische Mautsysteme, wie AutoPASS in Norwegen oder Via Verde in Portugal,
erfordern die Registrierung des Fahrzeugs und den Einsatz eines speziellen Geräts.
Neben den Mautgebühren müssen Autofahrer in vielen europäischen Städten auch Umweltzonen beachten. Diese Zonen dienen dem Schutz der Luftqualität und gelten häufig in großen urbanen Ballungsräumen. In Deutschland benötigen Fahrzeuge eine Grüne Plakette, um in Umweltzonen einfahren zu dürfen, während in Frankreich die Crit’Air-Plakette erforderlich ist.
In Italien gibt es in vielen Städten sogenannte ZTL-Zonen, in die nur Anwohner oder berechtigte Fahrzeuge einfahren dürfen. Wer die jeweiligen Regelungen missachtet, riskiert hohe Bußgelder. In Städten wie Paris oder Berlin können Verstöße gegen Umweltzonenregelungen mit Strafen von bis zu 100 Euro geahndet werden. Auch das Fahren ohne gültige Vignette oder in gesperrte Zonen kann teuer werden. // PR-Info
Portare più arte al Forte significa trasformare la lettura in gesto creativo, aprire le pagine alla fantasia, dare nuova vita alle parole. Se questo giornale è stato letto davvero fino in fondo, può diventare un’opera d’arte. A fine estate, l’invito è per tutti: grandi e piccoli. Ritagliare, comporre, incollare. Dare forma a un’idea, a un’immagine, a una storia, in un processo di upcycling creativo.
FESTUNG FRANZENSFESTE
„Fort biennale_02“ kehrt zurück
Die Ausstellung „Fort biennale_02“ kehrt in die Festung Franzensfeste zurück. Nutzen Sie die Sommerferien doch für einen Besuch der Anlage.
Prenotazioni:
Un collage, un paesaggio, un racconto visivo. Non conta la perfezione, ma lo sguardo.
Visite guidate e mediazione museale
Consegna la tua opera entro il 4 settembre 2026. Tutti lavori saranno esposti fino alla fine della stagione (8 no vembre 2026), in dialogo con gli spazi del Forte sui nostri canali social. Un gesto semplice, aperto a tutti: entrare, creare, immaginare
Zwischen Mauern und Freiraum entsteht etwas, das nur gemeinsam funktioniert. Spielerisch. Kritisch. Unvorhersehbar. FORT biennale_02 in der Festung Franzensfeste lädt ein zu Dialog und Zusammenkommen.
Unter dem Titel „Reclaiming Collective“ beschäftigt sich die Ausstellung mit einer Frage, die unser Leben in Gemeinschaft wertvoll macht: Wie können wir in einer Zeit voller Veränderungen und Herausforderungen stärker zusammenfinden? Die historische Festung Franzensfeste, einst zur Sicherung von Grenzen errichtet, wird auf einer Fläche von 68.000 Quadratmetern zu einem Ort der Begegnung. Die Kuratoren Hannes Egger, Andrea Lerda und Veronika Vascotto verwandeln das monumentale Bauwerk in einen offenen Raum für Austausch, neue Ideen und gemeinschaftliche Erfahrungen. In vier Themenbereichen – Think, Play, Dance und Act – arbeiten Südtiroler und internationale Künstler/-innen an unterschiedlichen Wegen, wie Gemeinschaft entstehen kann. Die Ausstellung lädt dazu ein, über Zusammenarbeit, Verantwortung und gegenseitige Unterstützung nachzudenken. Im Mittelpunkt steht nicht das einzelne Ich, sondern das Wir – die Überzeugung, dass viele Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden können. // PR-Info
In Frankreich muss die Mautgebühr auch direkt an den Stationen gezahlt werden. Pexels
Bruneck
Kinder-Rätselspaß mit PZ-Pezi
Beim Mathetest...
... ist Fritz mit den Gedanken nicht bei der wichtigen Prüfung! Er wartet schon ganz ungeduldig auf die Sommerferien!
Worauf freut er sich am meisten?
„Kein Grund zur Aufregung!“ sagt der Pilot, der mit angeschnalltem Fallschirm auf dem Rücken durch das Flugzeug rennt. „Ich springe jetzt ab und hole Hilfe!“
Was ist das?
Den ersten Eisbecher in den Ferien! 1.) P S
Kinder-Sudoku:
Fußballspielen mit den Freunden!
Die erste Sandburg bauen am Strand!
Fülle die 14 freien Felder mit den fehlenden Zahlen aus. Die grünen Linien unterteilen die 4 Bereiche. In jedem Bereich müssen alle Zahlen von 1 bis 6 stehen. Aber Achtung, es darf sowohl waagerecht wie senkrecht keine Zahl doppelt stehen.
Marke Pirelli Powergy , 2025 - 6 Monate gefahren, sehr günstig zu verkaufen. Tel. 340 1415218
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Reifezeugnis oder gleichwertiger Ausbildungsnachweis, Zweisprachigkeitsnachweis B2 (ehem. Niveau B).
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Ab ca. 2.600 € brutto/Monat, fällt unter die Kollektivverträge für den öffentlichen Dienst. Die Gesuche können bis Freitag, 17. Juli, 12:00 Uhr eingereicht werden
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Bruneck: Wir sind ein 2-Personen-Haushalt und suchen eine liebe, zuverlässige Hilfe, die uns mit 12 Stunden pro Woche unter die Arme greift. StundenAufteilung nach Absprache. Tel. 340 9410995
Du liebst und lebst gesunde und nachhaltige Lebensmittel?
Dann bewirb dich jetzt: raphaela@purnamh.com
Koch/Köchin gesucht (m/w/d) – Mit Herz und Geschmack!
Krankenhaus Bruneck und Krankenhaus Innichen sucht Dich!
Du liebst es mit frischen Zutaten zu zaubern? Du hast Lust, täglich ein Lächeln auf die Teller unserer Patienten/-innen, Mitarbeiter/-innen und Gäste zu bringen? Dann bist du bei uns genau richtig!
Das erwartet dich:
• Eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einer modernen Küche
• Geregelte Arbeitszeiten – für mehr Planbarkeit im Leben
• Ein engagiertes, herzliches Team, das zusammenhält
• Faire Entlohnung und Sozialleistungen nach öffentlichem Dienst
• Die Möglichkeit, mit deiner Arbeit echten Unterschied zu machen
Das bringst du mit:
• Ausbildung als Koch/Köchin (oder vergleichbare Qualifikation)
• Zweisprachigkeitsnachweis A2 (ehem. Niveau „D“)
• Freude am Kochen – auch für spezielle Diäten
• Teamgeist, Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein
• Hygienebewusstsein und Organisationsgeschick
Das Einstiegsgehalt in Vollzeit liegt bei € 1850 monatlich Netto, Kollektivvertrag: 4. FE gemäß Betriebsabkommen vom 23. Mai 2006 für das nichtärztliche Personal.
Arbeitsort: Krankenhaus Bruneck und Krankenhaus Innichen –wo Bergluft, Medizin und gutes Essen zusammenkommen! Klingt gut? Dann bewirb dich jetzt bis zum 22. Juni 2026 um 12 Uhr und werde Teil unserer Küchenteams! Die Ausschreibung sowie die Gesuchsvorlage findest du unter folgendem Lin: https://sabes.onboard.org/jobs
Fragen? Wir sind für dich da: 0474-586048 oder 0474-586028
Krankenhaus Bruneck und Krankenhaus Innichen – Gemeinsam für Gesundheit. Und guten Geschmack.
NEUE
EU-VERORDNUNG ab 07.06.2026
Sämtliche Stellenausschreibungen (Print, Radio, Online-Portale, Unternehmenswebseiten, in sozialen Medien usw.) müssen laut einer verpflichtenden EU-Verordnung mit Stichdatum 07.06.2026 an die neuen Vorgaben angepasst werden.
Wir in der St. Barbara
Für unsere Apotheke suchen wir ab September eine engagierte
Apotheke bemühen uns um persönliche Beratung, wir nehmen uns Zeit für Sie!
Folgende Informationen müssen angegeben werden:
• Einstufung sowie der angewandte Kollektivvertrag;
• vorgesehene Vergütung bzw. Gehaltsspanne;
• alle Stellenausschreibungen sind genderneutral (m/w/d) zu formulieren
WIR SUCHEN VERSTÄRKUNG
IM
EVENTTEAM!
Du organisierst gerne Events und behältst auch in lebhaften Momenten den Überblick? Dann passt du zu uns!
PKA
Unsere Öffnungszeiten:
(pharmazeutisch kaufmännische/r Assistent/in) (m/w/d) in Vollzeit
Mitarbeiter (m/w/d) für Lebensmittelmagazin
Abwechslungsreiche Arbeit mit sehr guten Verdienstmöglichkeiten
Die Vergütung richtet sich nach Qualifikation und Erfahrung und beträgt zwischen € 1.800 und € 2.000 brutto pro Monat (14 Monatsgehälter) gemäß Kollektivvertrag Handel und Dienstleistungen (CNEL H011).
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PROJEKTENTWICKLER –
Bike & Marketing (w/m/d)
Deine Aufgaben:
• Planung und Umsetzung der Projekte
• Budgetplanung, Zeitmanagement, Qualitätskontrolle, Monitoring und Dokumentation der Projektfortschritte
Public Relations & Medienarbeit
• Planung und Durchführung von Pressereisen (Presstrips) für nationale und internationale Medien sowie Aufbau und Pflege von Medienkontakten
• Enge Zusammenarbeit mit dem Marketing-Team
Anforderungen:
• Leidenschaft für Tourismus und das Thema Bike
• Ausbildung oder Erfahrung im Bereich Projektmanagement, PR, Marketing
• Sehr gute organisatorische Fähigkeiten und selbstständige Arbeitsweise
• Strukturierte, zuverlässige und lösungsorientierte Denkweise
• Teamfähigkeit und Flexibilität (auch bei Events und Presstrips)
Wir bieten: eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einer der attraktivsten Tourismusdestinationen Südtirols in einem jungen, dynamischen Team und einer unbefristeten Vollzeitstelle. Fixen Parkplatz im Stadtzentrum und viele andere Benefits.
Bewerbungen bitte an den Bruneck Kronplatz Tourismus alfred@bruneck.com Wir freuen uns auf Dich!
Wir bieten: eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einer der attraktivsten Tourismusdestinationen Südtirols in einem dynamischen Team mit einer unbefristeten VollzeitstelleFixen Parkplatz im Stadtzentrum und viele andere Benefits.
Interesse? Bewirb dich und werde Teil unseres Eventteams.
Bewerbungen bitte an den Bruneck Kronplatz Tourismus alfred@bruneck.com Wir freuen uns auf Dich!
Für die Jugendherberge in Toblach suchen wir
eine/n Köchin/Koch in Vollzeit (38 h/Woche vorzugsweise)
Dich erwarten:
- ein sicherer Arbeitsplatz mit Jahresvertrag
- geregelte Arbeitszeit (nur Hausgäste)
- eine leistungsgerechte Entlohnung
- ein tolles Team und ein angenehmes Betriebsklima
- Essensgutscheine
Deine Eigenschaften sind:
- Flexibilität und Einsatzbereitschaft
- Erfahrung im Hotel- und Gastgewerbe
- Bereitschaft zur Wochenendarbeit
Bitte sende die Bewerbungsunterlagen an: karriere@jukas net
Jugendherberge Toblach: Tel 0474 97 62 16
Ihr Bodenschleifer Schleifen, Ölen oder Lackieren von Holzböden sowie Grundreinigung von geölten Holzböden
Tel. +39 392 6711700 - Bruneck
E-Mail: boednschleiffn@gmail.com
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Sie haben einen Baugrund/Bestandskubatur zum Verkauf ?
Wir bieten eine PROVISIONSFREIE Verkaufsabwicklung direkt mit dem Bauträger!
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!
Gregor Wierer +39 0474 646 649 info@smartliving bz
IMMOBILIEN
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Ein einheimisches Paar sucht eine 2-3 Zimmerwohnung im Raum Bruneck und Umgebung zu mieten. Garage wäre von Vorteil. Tel. 340 6294024
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Eine Frau aus Bruneck sucht eine kleine leistbare Wohnung im Raum Bruneck zu mieten. Eventuell auch nur Zimmer mit Kochgelegenheit. Tel. 320 3347574
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Bruneck: Neue, sonnige mit Garten und Terrasse ab sofort zu vermieten. Klimahaus A samt Garage und Keller. Ansässige bevorzugt. Tel. 349 8621908
Immobiliensuche
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| 5392
Steinhaus | 5405
Bruneck | 5189
Rasen-Antholz | 5393
St. Georgen| 3189
Olang | 5403
Antholz - Mittertal | 5268
VERANSTALTUNGEN UND KURSE
Rubrik: Veranstaltungen ohne Gewähr
Bruneck / Reischach
Sommer-Bauernmarkt
Jeden Freitag von 07.30-12.30 Uhr auf dem Graben
Wochenmarkt
Jeden Mittwoch von 8.00 bis 14.00 Uhr auf dem Rathausplatz
Gottesdienst der CGS
Am Sonntag 14.06.2026 um 10.00 Uhr im Haus der Vereine. 2-monatiger Bademeisterkurs im Cron 4 Hallenbad in Reischach/Bruneck!
Erste Hilfe, Rettungsschwimmen und Defibrillator-Training.
Offener Kleiderschrank - der Pfarr-Caritas im Gedi Center, Rienzfeldstr. 30A: Öffnungszeiten: Mittwoch von 14.00 - 17.00 Uhr, Donnerstag von 9.00 - 11.00 Uhr und jeden letzten Samstag im Monat von 9.30 - 17.00 Uhr
Kleiderkammer vom Vinzenzverein Bruneck Öffnungszeiten: jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Mühlgasse 2
Toblach
Kleiderkammer der Vinzenzvereinigung Toblach Öffnungszeiten: jeden 1. und 2. Samstag im Monat von 9:00 bis 11:00 Uhr und jeden 3. Dienstag von 15:00 bis 17:00 Uhr im Bahnhofsgebäude von Toblach.
Recyclinghof
Gemeinde Bruneck Öffnungszeiten:
Dienstag u. Donnerstag: 07.15 - 12.15 Uhr & 13.4517.30 Uhr, Mittwoch u. Samstag: 07.15 - 12.15 Uhr
Selbsthilfegruppen
Bruneck
Parkinson Selbsthilfegruppe
Pustertal:
> Bewegung mit Musik in der Gruppe (Musiktherapie)
Das nächste Treffen: Mittwoch, 10.06.2026 von 10-11 Uhr mit Annemarie im „Haus der Vereine“ (Ex-Bocciahalle).
> Dance Wall mit Sonja
Das nächste Treffen: Freitag, 05.06.2026 von 10-11 Uhr im „Haus der Vereine“ (Ex-Bocciahalle).
Nähere Auskünfte unter: Tel. 0474 410832 oder Tel. 328 1473035
Selbsthilfegruppe bei Depression & Angststörungen
Bruneck: Montag, 17.00 Uhr 14-tägliche Treffen.
Wichtig: Anmeldung beim Verein LICHTUNG; Tel: 333 4686220 oder info@lichtung-girasole.com Teilnahme nur möglich nach Erstgespräch mit der Gruppenleiterin. Selbsthilfegruppe Fibromyalgie Pustertal macht Sommerpause bis Oktober 2026.
Staubfreies Schleifen, Bürsten,Ölen/Lackieren von Holzböden
Tel. 348 5182231 info@pescosta-boden.it
Angehörige & Freunde von Alkoholikern
Kontakt Südtirol: 0474 944 469
Treffen: Bruneck (Seeböckhaus) am Dienstag, 15.00 Uhr und Brixen (Domgasse 2) jeden 2. + 4. Montag im Monat, 15.00 Uhr
MIP Pustertal: Beratung für Männer in belastenden Lebenssituationen. Dantestraße 2m, Bruneck. Öffnungszeiten: Mo/Mi 14-19 Uhr, Fr 8-12 Uhr.